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Neue Studie: Historische Temperaturen und Kohlendioxid sind nicht korreliert

22. Mai 2026 um 15:00

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H. Sterling Burnett

Eine kürzlich in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte Studie widerlegt eine oder beide der folgenden Thesen: dass der Klimawandel in der Vergangenheit durch erhebliche Veränderungen der Kohlendioxidemissionen verursacht worden sei, oder dass das Klima der Erde so empfindlich sei, dass wir die Kohlendioxidemissionen (CO₂) drastisch reduzieren müssten, bevor es zu einer Klimakatastrophe kommt.

Die Studie untersuchte anhand von Proxydaten aus den letzten drei Millionen Jahren den Zusammenhang zwischen den CO₂- und Methankonzentrationen in der Atmosphäre sowie den Temperaturen. Das Team internationaler Forscher stellte fest, dass die CO₂- und Methankonzentrationen über Millionen von Jahren hinweg sowohl in Zwischeneiszeiten als auch in Eiszeiten weitgehend stabil waren und sich nur in einem Umfang veränderten, der innerhalb der potenziellen Fehlermarge oder der Unfähigkeit lag, anhand von Proxydaten genaue Messungen vorzunehmen – und dies in Zeiträumen, in denen sich die Temperaturen mehrfach um 5 °C oder mehr veränderten, manchmal innerhalb kurzer Zeiträume.

Die von den Forschern in der Antarktis entnommenen Eisbohrkerne deuten darauf hin, dass Temperaturschwankungen bis 5 °C auftraten, obwohl sich die Methankonzentrationen nicht veränderten und die CO₂-Konzentration teilweise nur minimal schwankte (20 ppm). Die Temperaturänderungen korrelierten teilweise mit der möglicherweise nicht vorhandenen Schwankung von 20 ppm, teilweise jedoch auch nicht. Es ist wichtig anzumerken, dass die aus den Proxydaten abgeleiteten 20-ppm-Veränderungen sechsmal geringer sind als der Anstieg seit 1830, in dessen Verlauf die Temperaturen um 1,2 bis 1,5 °C gestiegen sind – ein Wert, der weit unter der 5-K-Veränderung liegt, die sie mit viel geringeren CO₂-Veränderungen in Verbindung bringen.

In einem Kommentar zu diesem Befund schreibt Zero Hedge:

Die Welt der Klimawissenschaft (die „etablierte“ Fraktion) steht unter Schock, nachdem in alten Eisbohrkernen festgestellt worden war, dass der Kohlendioxidgehalt stabil blieb, als die Welt vor etwa 2,7 Millionen Jahren in eine Eiszeit eintrat. …

Die jüngste in Nature veröffentlichte Studie liefert einen Einblick in das alte „blaue“ Eis der Antarktis, das im Gebiet der Allan Hills entnommen wurde. Sie blickt weiter in die Vergangenheit zurück als die üblichen 800.000 Jahre umfassenden Aufzeichnungen aus Eisbohrkernen. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass in den letzten drei Millionen Jahren, als der Meeresspiegel sank und sich die Eiszeiten verstärkten, die Konzentration der wichtigsten „Treibhausgase“ bemerkenswert stabil blieb. Zum ersten Mal hat die Arbeit die direkten Gasmessungen bis in das späte Pliozän zurückverfolgt. In den letzten drei Millionen Jahren bis zum Beginn des Pleistozäns zeigten die globalen Temperaturen einen langfristigen Abkühlungstrend von mehreren Grad Celsius, unterbrochen von immer stärkeren interglazialen Schwankungen. Bei interglazialen Temperaturschwankungen, wie im aktuellen Holozän, steigen die Temperaturen oft um 5 °C und mehr.

Angesichts solch erheblicher Temperaturschwankungen in Zeiträumen, in denen sich die CO₂- und Methankonzentrationen kaum oder gar nicht veränderten, könnte man meinen, dass die an der Studie beteiligten Wissenschaftler die These „Treibhausgase treiben den Klimawandel voran“ in Frage stellen würden – doch dem ist nicht so.

„Wir waren definitiv etwas überrascht“, so die Schlussfolgerung der Hauptautorin der Studie, Julia Marks-Peterson vom College of Earth, Ocean, and Atmospheric Sciences an der Oregon State University in Corvallis, Oregon. „Wenn die Ergebnisse zutreffen, könnten sie darauf hindeuten, dass selbst geringe Veränderungen der Treibhausgaskonzentrationen erhebliche Klimaveränderungen auslösen könnten.“ Nein, selbst minimale Veränderungen des CO₂-Gehalts können den Klimawandel antreiben: Sie tun dies nur nicht immer und stehen nicht immer in Zusammenhang mit dem Klimawandel. Die letzten rund 170 Jahre mit nur geringfügigen Klimaveränderungen deuten darauf hin, dass selbst enorme Veränderungen des CO₂-Gehalts nur minimale oder gar keine Veränderungen der Temperatur oder des extremen Wetters mit sich bringen. Dies ist besonders aufschlussreich, da die derzeitige Erwärmung um 1,2 °C ganz oder teilweise auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen sein könnte, wie zum Beispiel den städtischen Wärmeinseleffekt, die Erholung von der Kleinen Eiszeit und den Rückgang der das Sonnenlicht blockierenden Luftverschmutzung, wobei Forscher die Veränderungen fälschlicherweise der CO₂-bedingten Erwärmung zuschreiben.

Tatsächlich könnte der jüngste Temperaturanstieg gänzlich natürlichen Ursprungs sein, wie es in dem Buch „Unstoppable Global Warming: Every 1,500 Years“ nahegelegt wird oder wie Les Hatton, emeritierter Professor für Informatik an der Kingston University, anhand von Eisbohrkernen herausgefunden hat.

„Anstiege um 1,1 °C über einen Zeitraum von 100 Jahren in der aktuellen Warmzeit, die vor 20.000 Jahren begann, traten in jedem sechsten Jahrhundert auf“, schreibt Zero Hedge unter Berufung auf Hattons Forschung. „Wenn man 150.000 Jahre zurückblickt, lag die Häufigkeit bei etwa einem von sechs bis einem von 20 Jahrhunderten.“

Quellen: Zero Hedge; Nature

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-579-climate-lawfare-under-counterassault-finally/, dritte Meldung

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Neue Studie: Historische Temperaturen und Kohlendioxid sind nicht korreliert erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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CO₂-Studie Findet keinen eindeutigen menschlichen Fingerabdruck

03. Mai 2026 um 16:00

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Cap Allon

Wenn der heutige CO₂-Anstieg in erster Linie auf die Industrie zurückzuführen ist, müsste die Isotopenaufzeichnung einen deutlichen Bruch zur Vergangenheit aufweisen. Eine in „Science“ veröffentlichte Studie von Demetris Koutsoyiannis findet jedoch keinen solchen Bruch.

Die Studie untersuchte die Kohlenstoff-13-Signatur des atmosphärischen CO₂. Kohlenstoffisotope sind nützlich, da verschiedene Kohlenstoffquellen unterschiedliche chemische Spuren hinterlassen. Fossile Brennstoffe, Ozeane, Böden, Pflanzen und die Atmung erscheinen in den Isotopenaufzeichnungen nicht alle identisch.

Koutsoyiannis analysierte Daten von vier bedeutenden Beobachtungsstandorten aus einem Zeitraum von mehr als 40 Jahren und verglich diese anschließend mit Proxydaten, die bis weit über die industrielle Revolution hinausreichen. Er stellte fest, dass die Netto-Isotopensignatur der CO₂-Quellen und -Senken in der Atmosphäre stabil geblieben ist. In der Veröffentlichung heißt es, dass die Daten „keine erkennbare Signatur des Menschen“ aufweisen.

Der Öffentlichkeit wird vermittelt, dass steigende CO₂-Werte hauptsächlich auf industrielle Abgase zurückzuführen sind. Doch der Kohlenstoffkreislauf ist weitaus größer als die vom Menschen verursachten Emissionen. Ozeane nehmen CO₂ auf und geben es wieder ab. Böden atmen. Pflanzen binden CO₂, geben aber einen Großteil davon durch Atmung, Zersetzung, Feuer und Bodenumwälzung wieder ab.

Nach der Kleinen Eiszeit stiegen die Temperaturen.

Diese Erwärmung verstärkte die natürlichen Prozesse im Kohlenstoffkreislauf.

Wärmere Ozeane setzen mehr CO₂ frei.

Wärmere Böden geben mehr CO₂ ab.

Eine wärmere, grünere Biosphäre bindet mehr Kohlenstoff durch Pflanzen, Zersetzung und Atmung.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die natürlichen CO₂-Veränderungen mehr als dreimal so groß sind wie die vom Menschen verursachten Emissionen, machen doch diese nicht mehr als 4 % der gesamten Kohlenstoffkreisläufe aus.

Koutsoyiannis stellt fest, dass sich die Temperatur zuerst ändert und das atmosphärische CO₂ erst danach reagiert. Zusammenfassend lässt sich sagen: Als sich die Welt nach der Kleinen Eiszeit erwärmte, passten sich Ozeane, Böden, Vegetation und Stoffwechselprozesse entsprechend an.

Das Klimasystem war vor dem Zeitalter der Kohlekraftwerke nicht stabil. Die Kleine Eiszeit, die etwa von 1300 bis 1850 dauerte, war eine der kältesten Perioden des Holozäns. Nach 1850 kehrte die Erwärmung zurück. Entscheidend ist, dass es bereits zuvor ähnliche Warmphasen gab: die mittelalterliche Warmzeit (MWP), das römische Klimaoptimum, das minoische Klimaoptimum und andere Warmphasen des Holozäns – von denen keine durch industrielle Emissionen verursacht worden war.

Die Isotopendaten sind ein Indiz. Die Temperaturaufzeichnungen sind ein weiteres.

Die Daten belegen immer wieder, dass das Klimasystem bereits vor den industriellen Emissionen in der Lage war, erhebliche Wärme zu erzeugen. Eine Studie aus dem Jahr 2025 in „Communications Earth & Environment“ ergänzt diese Erkenntnisse um Belege aus der Antarktis.

Forscher entdeckten im Inneren des Boulder-Clay-Gletschers im nördlichen Victoria-Land auf dem antarktischen Festland einen mehr als 4 km langen, unter dem Eis verborgenen Schmelzwasserkanal. Mit Hilfe von Bodenradar und Bohrungen konnten eine Erosionsfläche, Sedimentschichten und gut erhaltene Moosreste tief im Inneren des Eises nachgewiesen werden.

Heute ist der Boulder Clay Glacier permanent schneebedeckt, ohne Anzeichen von Oberflächen-Schmelzwasser. Doch vor etwa 1.000 Jahren, während der mittelalterlichen Warmzeit, kam es an diesem Gletscher zu weitreichender Oberflächenschmelze, fließendem Wasser, Sedimenttransport und Erosion.

Die Moosreste, die 11,11 m unter der Oberfläche gefunden worden waren, wurden auf etwa 1.050 kalibrierte Jahre vor heute datiert. Die Autoren datieren das spätere Erosionsereignis höchstwahrscheinlich auf den Zeitraum zwischen 900 und 989 Jahren vor heute, was mit der mittelalterlichen Warmzeit übereinstimmt.

Ihre Schlussfolgerung: Die sommerliche Schmelze an jenem Standort war in jenem Zeitraum stärker als heute.

Dies widerlegt die Behauptung, dass die mittelalterliche Wärme lediglich eine europäische Anomalie war. Ein Wärmeimpuls, der stark genug war, um Schmelzwassererosion auf einem antarktischen Gletscher auszulösen, deutet auf ein globaleres Ereignis hin.

Die Studie zu den CO₂-Isotopen findet seit der Kleinen Eiszeit keine eindeutigen Spuren der Industrialisierung. Die Studie zu den antarktischen Gletschern zeigt eine frühere vorindustrielle Wärme in einer Region, die heute gefroren und schneebedeckt ist.

Wieder einmal zeigt sich: das Klimasystem hat sich lange vor den modernen Emissionen drastisch verändert.

Link: https://electroverse.substack.com/p/concordia-sets-back-to-back-monthly?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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