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Leserbriefe zu „Trump: „Es ist ein Blutbad“ – und die „Guten“ wollen, dass weitergekämpft wird“

01. Februar 2026 um 13:00

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Marcus Klöckner kommentiert in diesem Beitrag Aussagen von US-Präsident Trump auf dem Weltwirtschaftsforum über den Krieg in der Ukraine. Der sagte u.a.: „Es ist ein Blutbad da drüben. Und das will ich beenden.“ Erinnert wird an den Spruch „Waffen nieder!“ von der österreichischen Friedensnobelpreisträgerin Berta von Suttner. Unklarheit herrsche über die genaue Anzahl der Soldaten, die sowohl auf ukrainischer als auch auf russischer Seite seit Beginn des Krieges getötet, verwundet, verstümmelt worden seien. Vermutlich würden die Zahlen in den Millionenbereich gehen: „In Anbetracht dieses Grauens müssten Millionen Bürger ihre Stimme auf der Straße erheben und der Politik den Marsch blasen“. Doch die Gesellschaften Europas seien so ignorant wie die Politik. Wir danken für die interessanten E-Mails dazu. Hier folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, für Sie zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

Ihr Beitrag berührt ein sehr wichtiges Thema.

Schuld, Schuldeinsicht, Gewissen, das Böse.

Im lateinischen: actus non facit reum nisi mens sit rea = frei übersetzt:

Für Schuld muss nicht nur die Tat strafbar sein, der Mensch muss sich auch seiner Schuld bewusst sein.

Da gibt es zwei unterschiedliche Punkte:
Die, die den Abzug drücken und die die im Maßanzug hinter dem Schreibtisch agieren.
Die den Abzug drücken, trösten ihr Gewissen mit: Befehl ist Befehl.
Die hinter dem Schreibtisch mit mein Gewissen ist rein, wir sind die Guten, wir bekämpfen nur das Böse.

Die Zentrale Frage ist und bleibt, wen trifft die größte Schuld.
Dem der 10 Zivilisten eigenhändig tötet oder dem, der mit seiner Unterschrift 1 Million Tote verursacht ?
Wie hat man den Unterschied zu beurteilen zwischen Helfer und Täter?

Als Literatur zum Thema empfehle ich:

  • Ian Buruma, Im Schatten des Bösen.
  • Hannah Arendt, Eichmann in Jerusalem
  • Hannah Arendt, Totalitarianism

Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,
liebes NDS-Team,

genau das: das direkte Benennen der Opfer eines Krieges, war bereits vor etwa 4 Jahren, als die direkte militärische Konfrontation vonseiten Rußlands initiiert worden war, der einzige gemeinsame Nenner, auf den ich mich mit meinen Bekannten einigen konnte, denn viele waren, teils aus persönlichem Hintergrund, teils auch wegen Politik & Medien, unangefochten auf der moralisch “guten” Seite der Ukraine. Was habe ich da nicht alles gehört? Es gab sogar Menschen, die wollten Putin am liebsten persönlich umbringen. Und das sind keine Dummen, im Gegenteil: man hat verstanden, ihre denkenden Gehirne und ihr moralisch integeres Herz so zu manipulieren, daß sie die eine Seite verteufeln, während sie die andere Seite für “die Guten” halten. Daß die militärischen Konflikte (zuerst war ja der Bürgerkrieg 2014-2022) bereits lange vor 2014 von den USA geplant und auch in die Tat umgesetzt wurde, mit einer stolzen Summe von 5 Milliarden US-Dollar, enthielt man ihnen vor.

In einem Punkt bin ich mir jedoch sicher:
Die Kriege in der Ukraine waren auch Themen bei den jährlichen Weltwirschaftsforum-Treffen. Wie der Name schon sagt, geht es um ökonomische Themen; man könnte auch sagen: das ist ein Kapitalismus-Gipfel. Wenn es um Geld geht, dann werden so gut wie alle anderen Dinge nebensächlich. Deswegen halte ich die Worte Trumps auch für eine Heuchelei: wenn es tatsächlich um den Schutz von Menschenleben ginge, warum beendet er dann nicht die Sanktionen gegen Kuba und Venezuela? Davon sterben auch Tausende. Es entbehrt daher nicht einer gewissen Ironie, wenn der Präsident eines Landes die Toten betrauert für einen Krieg, den sie selbst herbeigerufen haben — denn gewählte Regierungen stürzen sich nicht mal eben von selbst, und die ukrainische Ethnie spielt sich auch nicht von selbst gegen die russische Ethnie aus, geschweige denn bekämpfen sie sich bis aufs Blut.

Man verknüpft Dinge, die man differenziert betrachten muß. Genau so stelle ich mir ein Lehrbuch für Indoktrination vor. Eine vorgeblich gute Absicht wird für eigene politische Zwecke mißbraucht, denn die USA wollen diesen Krieg, den sie selbst angefangen haben, offensichtlich nicht mehr. Da vergießt man mal eben ein paar Krodokilstränen über die Opfer. War es nicht Victoria Nuhland, die es seinerzeit ganz “OK” fand, wenn aufgrund von US-Interventionen tausende Kinder sterben? Es gibt wenig, was ich noch menschenverachtender finde. Von Aufrichtigkeit kann ich in Donald Trumps Worten bisher nicht wirklich etwas finden.

Nichtsdestotrotz bleibt natürlich die Aussage legitim: jeder Tote in einem Krieg ist ein Toter zuviel. Das sind aber, wie ich denke, am Ende nichts weiter als warme Worte. An den Taten sollt ihr sie erkennen! Erster Schritt: das Einstellen sämtlicher Gelder und Kriegsgeräte-Lieferungen. Keine Waffen — kein Krieg!

Mit freundlichen und vor allem friedlichen Grüßen,
Michael Schauberger


3. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

vielen Dank für Ihren Artikel und ihre leidenschaftliche Anklage an den Krieg. In der Tat sind es “absurde Verhältnisse”, wenn ein US-Präsident sich als Pazifist propagiert. Und genauso schräg erscheint es, dass unsere Poliker und (Leit-)Medien darauf nicht reagieren bzw. darüber nicht berichten. Ich habe erst durch Ihren Artikel über diese Passage seiner Rede in Davos erfahren. Um es vorsichtig auszudrücken, muss man sich dann wohl fragen, wie groß das Interesse an einem Frieden in der Ukraine in unseren herrschenden Politiker- und Medienkreisen wohl ist.

Aber warum wirbt Trump mit derartig drastischen und hoch emotionalisierenden Worten für eine Frieden in der Ukraine? Über die dahinter stehende Haltung kann ich nur mutmaßen:

  1. Kriege wie in der Ukraine sind völlige Resourcenverschwendung. Kriege wie diese, wie etwa in Vietnam führen die USA nicht mehr, auch nicht mehr “kleinere” Operationen wie z.B. gegen Afganistan oder den Irak. Effiziententer und auch vermutlich effektiver sind Operationen wie gegen Venezuela.
  2. Explizite Kriege sind zu teuer und schlecht fürs Geschäft, selbst Stellvertreterkriege müssen bezahlt werden, selbst wenn die Europäer im Wesentlichen dafür zahlen.
  3. Der Ukraine-Krieg dauert schon zu lange. Das Geschäft mit dem Wiederaubau und vor allem der Ausbeutung der Bodenschätze und anderen Ressourcen des Landes muss endlich beginnen.

Wenn es morgen oder in naher Zukunft – was man sich nur wünschen kann – einen Frieden gibt, werden dann wohl die Ukraine der große Verlierer, die USA der große Gewinner sein. Die Ausplünderung der Ukraine durch die USA ist inzwischen bekannt gewoden.

Und Russland? Auch wenn es wesentliche Kriegsziele erreichen wird, kann man das dann “gewinnen” nennen? Angesichts der vielen toten Soldaten sicher nicht. Denkbar und wünschenswert wäre eine Rückkehr Russlands in die europäische Staatengemeinschaft. Vielleicht kommen wir eines Tages zu einem “Europa von Lissabon bis Wladiswostok”. Wenn ja, hätte Russland dafür allerdings einen hohen Preis bezahlt.

Und worüber wir uns auch Gedanken machen müssen. Was macht der Krieg aus den Menschen? Welche Feindbilder bleiben, was wird aus den vielen traumatisierten Soldaten und Kriegsopfern – in der Ukraine wie in Russland? Die historische Forschung hat über die Zeit nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg umfassend berichtet. Die Traumata, die Verrohungen der Menschen, der Hass und vieles Andere müssen die Menschen in beiden Ländern bewältigen. Die Frage, wie das geschehen soll, gehört zwingend zu einem Friedensschluss dazu. Bei dieser Mammutaufgabe muss man den Menschen in beiden Ländern helfen, mindest genauso wie beim materiellen Wiederaufbau.

Viele Grüße
Ulrich Zumdick


4. Leserbrief

In der Tat fällt es schwer dieses Pathos des amerikanischen Präsidenten zu ertragen, wenn man bedenkt, wie gnadenlos er seine Interessen an anderen Orten durchsetzt, andere Staaten erpresst und die imperialistische Politik der USA, die seit 1945 immer dieselbe geblieben ist, umlügt. Vietnam darf dabei nicht vergessen werden. Der Militärputsch in Chile, den die USA zu verantworten haben, Guatemala, die Kette ist lang.

Ohne diesen Hintergrund geben seine Worte durchaus einen Friedensappell wieder, dem sich kaum ein denkender Mensch widersetzen kann. Doch eine fundamentale Tatsache wird dezent unter den Teppich gekehrt. „In jedem Krieg geht es nur um Macht – nichts anderes, egal was man Ihnen sonst erzählt.“ Dieses Zitat von Egon Bahr (SPD) gegenüber Schülern eines Heidelberger Gymnasiums wird von den staatlich kontrollierten Medien völlig verschwiegen. Kein Wunder, ist doch der Verteidigungsminister dieser ominösen Bundesregierung ein Sozi.

Man muss kein marxistischer Fundamentalist sein, um deutlich auszusprechen, dass die Kriegsgewinnler die Aktionäre von Rheinmetall sind. Diese und andere Anteilseigner von Rüstungsunternehmen sind die wahren Kriegsverbrecher! Sie gehen über Leichen. Dummerweise kann man einen zerschossenen Soldaten nicht mehr befragen, ob er lieber überleben will ohne diese „Freiheit“, die gar nicht die seine ist, sondern die der Dividendenabzockerinnen und -zocker, gleich ob im Europaparlament oder anderen Regierungen.

Der Herr Freuding hat etwas zu viel von Ernst Jünger gelesen. Jenem diente der Krieg als Nachweis zur persönlichen Daseinsberechtigung. Jünger tat alles, um die Weimarer Republik zu stürzen. Ein Kommissbrotliterat, ein Leichenpoet, der auch noch das unverschämte Glück hatte viel zu lange auf dieser Erde Unfrieden zu stiften. Übrigens dieses „wahre Freiheitsgeschwurbel“ mag einem Offizier gut anstehen. Hauptsache das Essen im Casino ist gut, genügend Wein vorhanden, wenn es geht auch noch Weib und Gesang. Der Massenmörder, ein Generalfeldmarschall, bekannt als der „blutige“ Ferdinand Schörner, der den Spruch prägte: „An der Front kann man sterben – hinter der Front muss man sterben“, hat sich feige verpisst, als die Naziherrlichkeit unterging. Bedauerlicherweise schob die sowjetische Regierung ihn nach den Adenauer-Verhandlungen in den Westen ab. Im Zuge der neuen kriegstüchtigen Traditionspflege warte ich nur noch auf den Moment, dass eine „Ferdinand-Schörner Kaserne“ aus der geschichtsrevisionistischen Taufe gehoben wird.

Da hilft kein patriotisches Moralisieren. Der Krieg ist der neue Wirtschaftsturbo – ein Mordsgeschäft. Dafür soll länger und intensiver gearbeitet werden. Wie wäre es denn wenn die Unternehmen, wie in der Nazi-Vorzeige-Stadt Braunschweig, wo es das Unternehmen MIAG gibt, was heute einen anderen Namen trägt, wieder die Auszubildenden morgens geschlossen in Turnkleidung zum Frühsport antreten würden (unbezahlt natürlich)? Das hilft den hohen Krankenstand zu senken. Die Rüstungsindustrie braucht auch ständig neue Arbeitskräfte, weil ja die schönen Produkte an der Front mit ihren Bedienern zerstört werden müssen, damit wiederum neue hergestellt werden können. Dadurch werden immer fleißige Untertanen dieses Staates gesucht. Was der Bevölkerung dann vielleicht noch als feministische Großtat verkauft wird, denn die Männer fallen ja reihenweise an der Front aus. Verschwiegen wird jedoch, dass am Ende von diesem Land auch nichts mehr übrig bleiben wird. Doch diese Vorstellung könnte den Bürger beunruhigen.

Stephan Ebers


5. Leserbrief

Das Gute im Schlechten?

Die USA haben alles richtig gemacht. Aus ihrer imperialen Perspektive. Durch die Brandstiftung in der Ukraine haben sie Deutschland endgültig von Russland entzweit, die politische Dummheit und Grossmannssucht innerhalb der EU geschickt gefördert und genutzt um einen Kontinent zu fragmentieren. Das alles mit offenem Visier: »Fuck the EU!«.

Russland hat heute mit seinem dummen Krieg in der Ukraine genug zu tun, um andernorts nur mit einem Auge beobachten zu können. China wird seit einiger Zeit mit Zöllen und Wirtschaftssanktionen usw. beschäftigt. Auch sonst war es schon unwahrscheinlich, dass China seine Investitionen in Venezuela ernsthaft verteidigen würde. Und wer auf der Welt mag – besser: macht gerne Geschäfte mit – sonst schon Maduro? Die Gelegenheit war günstig und die Umsetzung wahrscheinlich billig.

Auf der einen Seite CIA und viel Geld, auf der anderen Dummheit und Bestechlichkeit.

Dann Iran? Pahlavi steht bereit. In den USA. Die »Befreiung« des Irans ist Formsache. Wer sollte auch etwas dagegen haben? Ein bisschen Öl nimmt man gerne mit, wenn man schon das Gute in der Welt verbreitet. Zudem vermeidet man so das schmutzige Öl der Russen. Die EU jubelt: »Putin am Ende!«. Wann übernimmt Baerbock eigentlich? Und was? »Make Europe totally insignificant?«. Hauptsache MAGA! Es läuft doch bestens. Für die USA. Und läuft etwas schief oder ist das Bild nicht stimmig, dann blöken die Schafe im Chor mit den medialen Vorsängern: »Putin war’s!«. So etwas muss man erst einmal hinkriegen. Das geschieht nicht von selbst.

Es ist Zeit sich einzugestehen, dass man »Trump” – wer immer dahinter steckt – masslos unterschätzt hat. Das erstaunt nicht. War man doch in Europa zu sehr damit beschäftigt, die eigene Genialität und moralische Überlegenheit zu bewundern. Auch Russland und China waren nicht viel aufmerksamer. Oder wollten nicht? Vor fast 100 Jahren hat die Welt einen österreichischen Postkartenmaler und seine Vision vom grossdeutschen Reich ähnlich unterschätzt. Beide Figuren sind Schreihälse und »Leute aus dem Volk«. In beiden Fällen wurde das Volk vorher über viele Jahre verängstigt und verwirrt. Was hat eigentlich Corona mit all dem zu tun? Vielleicht nichts.

Wo sind aber die charismatischen Figuren von früher, auf die man hoffen könnte? Ich sehe keine. Wagenknecht als schwache Hoffnung, steht ziemlich im Abseits. Emma freut sich über das bevorstehende Ende der Mullahs. Das Gendersternchen hat viel Aufmerksamkeit geraubt, scheint aber weitgehend unten durch. Vermeintliche Klimaretter lassen Menschen frieren während die Welt, von ihnen unbemerkt, angezündet wird. Nicht einmal Feinstaubalarm?

Und das Beste scheint noch zu kommen: »Grönland!«. Wenigstens sind der deutsche Kanzler und Frau v.d.L. nicht begeistert. Zu mehr Widerstand reicht es kaum. Wo sollen sie auch Hilfe finden, wenn Trump ernst macht? Russland? China? Taiwan? Israel? Transnistrien oder Liechtenstein? Die NATO? Sag nochmals jemand, Trump sei naiv und Biden senil!

Das WEF und mit ihm die Schweiz warteten auf Trump, um ihn zu hofieren! Schön, dass er das Blutbad in der Ukraine beenden will. Aber »Waffen nieder!?« ist nicht auf Trumps Agenda. Der Krieg in der Ukraine steht der Ausbeutung des Landes durch die USA im Weg. Weg frei für den Friedensrat und Überwindung der Friedensangst!

Natürlich kann es sein, dass Trump es zu weit treibt und, wie der besagte Österreichdeutsche, am Schluss doch scheitert. Und dann? Wer wird dann aufräumen?

Norbert Galster


6. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner!

Mit Ihrem Artikel

„Trump: „Es ist ein Blutbad“ – und die „Guten“ wollen, dass weitergekämpft wird“ haben Sie sich aber ordentlich vergaloppiert.

Den Fehler den Sie begehen, formulieren Sie im ersten Satz Ihres Artikels gleich selbst.

Dieser Satz lautet:

„Donald Trump sagte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos etwas zum Ukraine-Krieg, das Beachtung verdient – unabhängig von seinen politischen Entscheidungen und dem Agieren der USA in der Ukraine.“

Sie möchten gerne die Worte von Politikern getrennt (unabhängig) von ihren Taten betrachten?

Sorry, da fehlt mit jedes Verständnis dafür.

Wir alle kennen Sonntagsreden von Politikern, die aus Schönfärberei, Versprechungen, Unwahrheiten und dem Ausmalen einer rosigen Zukunft bestehen. Und wir alle wissen, dass diese Reden mit der Realität und den Taten von Politikern wenig zu tun haben.

Sie werden sicherlich noch in Erinnerung haben, dass Herr Trump über eine gewisse Medienerfahrung („The Apprentice“) verfügt und Sie wissen bestimmt auch, dass man mittels Werbung den größten Erfolg erzielt, wenn Kinder oder Tiere eine Rolle in der Werbung spielen.

Somit erzielt Herr Trump durch die Formulierung „Das sind Seelen, das sind junge Menschen…Sie ziehen in den Krieg. Die Eltern sind stolz….Er wird zurückkommen. Zwei Wochen später ein Anruf: Ihrem Sohn wurde der Kopf weggeschossen.” die Wirkung (Betroffenheit, Mitleid) die er beim Zuhörer erreichen möchte. (Seelen, junge Menschen = Kinder)

Er erhöht die Wirkung seiner Worte indem er Zuhörer der Rede in der ersten Reihe direkt in seine Rede einbezieht „Junge Menschen, wie Sie, wie einige von Ihnen in der ersten Reihe.“ – und damit alle im Raum Anwesende einbezieht.

So funktioniert Propaganda.

Er stellt sich selbst als einfühlsamen Menschen dar, der ob der monatlichen Opferzahlen sehr betrübt oder sogar entsetzt ist. (Blutbad)

Und dass er erneut lügt, da das Durchschnittsalter der Soldaten/Opfer tatsächlich wesentlich höher liegt, nämlich bei ca. 40 Jahren, interessiert ihn nicht – nur die propagandistische Wirkung zählt hier für ihn.

Soweit die Sonntagsrede. Und was ist mit den Taten?

Seit über einem Jahr ist Herr Trump im Amt als US-Präsident. Seit über einem Jahr hätte er den Krieg in der Ukraine sofort beenden können. Passiert sind aber ganz andere Dinge – wenn man die letzten 365 Tage US-Außenpolitik betrachtet.

An Trumps Händen klebt Blut, sehr viel Blut!!!

Herr Klöckner, vergleichen Sie nicht Herrn Trump mit Frau Suttner!

Sonst kommen Sie noch eines Tages auf die Idee Adolf Hitler mit Mahatma Gandhi zu vergleichen.

Schon Heinrich Heine sagte:

„Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, Ich kenn auch die Herren Verfasser; Ich weiß, sie tranken heimlich Wein Und predigten öffentlich Wasser.“

Dieser Satz hat nichts an seiner Aktualität verloren. Und schon gar nicht in Bezug auf Herrn Trump.

mfG
Peter Schulz


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Krieg gegen die Zivilbevölkerung ist schändlich – das gilt für Russland, das gilt aber auch für die NATO“

01. Februar 2026 um 12:00

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In diesem Beitrag vertritt Jens Berger die These, nach der die russische Kriegsführung, die sich gegen die Zivilbevölkerung richte, schändlich sei und scharf verurteilt werden müsse. Das würden zahlreiche Stimmen aus der deutschen Politik und den Medien tun. Dabei würden sie jedoch scheinbar vergessen, dass eine Kriegsführung, die sich gezielt gegen die Zivilbevölkerung richte, kein Alleinstellungsmerkmal Russlands sei. Gerade die NATO habe sich in der Vergangenheit in dieser Frage auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Denn: „Solange der Mensch Kriege führt, richten sich diese Kriege auch mal indirekt, mal direkt gegen die Zivilbevölkerung.“ Wir danken für die zahlreichen und interessanten Zuschriften, die wir hierzu erhalten haben. Die nun folgende Leserbrief-Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger, sehr geehrtes Nachdenkseitenteam

Ich kann Ihrem Artikel voll zustimmen! Ergänzen könnte ja müsste man noch durch den Hinweis auf die „Kollateralschäden“, die die israelische Armee kürzlich im Gaza-Streifen mit Waffen u.a. aus Deutschland und den USA verursacht hat, wobei nicht ganz sicher ist, ob es nicht doch in erster Linie gezielter Völkermord war mit weit über 50.000 toten Zivilisten (darunter auch deutsche Staatsbürger) und wobei fast alles in Schutt und Asche gelegt wurde und die Versorgung der Zivilbevölkerung massiv verhindert wurde.

Und kaum ein Vertreter der wertebasierten Ordnung denkt groß daran, die israelische Regierung, die das zu verantworten hat, dafür zur Verantwortung zu ziehen, indem man sie beispielsweise zur Finanzierung des Wiederaufbaus verpflichtet. Das werden voraussichtlich u.a. diejenigen Staaten aus Steuergeldern finanzieren, die die Waffen geliefert haben.

Fritz Gerhard


2. Leserbrief

Alle Achtung Herr Berger, Sie trauen sich aber was! Haben Sie denn noch nicht verinnerlicht, dass wir, nämlich unsere Zwingherren Verbündeten und alle mit ihnen verbündeten DIE GUTEN  sind und damit über jede kritische Sicht  erhaben? Passen Sie auf, dass Sie keine Nachhilfe in Meinungsfreiheit bekommen!

Aber vielleicht sind die “westlichen Werte” ja doch noch lebendig.

Toi-toi-toi!
Heidemarie Wegener


3. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

die Energieinfrastruktur der Ukraine ist nicht nach zivil/militärisch getrennt – da haben Sie vollkommen Recht. Um von da aus zum Schluss zu gelangen, die Zerstörung der Energieinfrastruktur sei gezielter Terror gegen die Zivilbevölkerung, ist es dann wohl auch ein weiter Weg – leider nicht in Ihrem Beitrag, der schon mit dieser Feststellung beginnt.

Russland, indem es seinen Krieg führt, wie Kriege nunmal bedauerlicherweise geführt werden, ist moralisch zu verurteilen – soviel ist klar und es ist ja auch schön, dass sich Deutsche aller Provenenzien auf diese hohe Warte verständigen können. Steinmeier sieht es ganz genau wie Sie und würde sich vielleicht neuerdings sogar Ihrer Kritik an der US-amerikanischen Kriegsführung der Vergangenheit anschließen.

Es ist schwer, die Wirklichkeit des Krieges zu ertragen – deshalb ist es wichtig, ihn zu verhindern oder möglichst schnell zu beenden.

Moralische Höhenflüge, wie sie uns Deutschen so wohltun, tragen nichts dazu bei – ganz im Gegenteil, der Weg zum Kriegsfalken ist mit moralischer Überlegenheit gepflastert.

Wie wäre es mit moralischer Abrüstung?

Mfg
Erik Jochem

Anmerkung Jens Berger: Lieber Herr Jochem,

auch wenn ich nun Gefahr laufe, wie Annalena Baerbock zu klingen – aber der Maßstab, den ich hier ansetzen würde, ist in der Tat das Völkerrecht, genauer der im Text ja auch genannte Artikel 51 des Zusatzprotokolls des Genfer Abkommens. Die entscheidende Frage ist daher, ob bei den Bombardements der Infrastruktur die Verhältnismäßigkeit gewahrt wird. Ich sage „nein“ und verweise darauf, dass diese Verhältnismäßigkeit auch in früheren Kriegen und auch „vom Westen“ nicht gewahrt wurde. That´s it. Ist das ein „moralischer Höhenflug“? 

Beste Grüße
Jens Berger


4. Leserbrief

Hallo Herr Berger,

aktuell ist doch eigentlich in D und EU gerade festzustellen, dass es Krieg gegen Zivilisten auch ganz ohne Bomben, Raketen, Kanonen und Drohnen gibt. Und damit werden die Sanktionen und das Debanking an allen Grund- und Menschenrechten vorbei mittels nach eigenem Gusto zurechtgebogenen und diese aushebelnden Gesetzen gegen Meinungsabweichler gemeint. Jacques Baud gilt da quasi als Synonym für die inzwischen vielen. Ein wesentliches Merkmal des Faschismus war doch auch die Bekämpfung und Eliminierung von Opposition. Zwar sind die Methoden aktuell subtiler als beispielsweise das Auseinandersägen eines Oppositionellen in der eigenen Botschaft. Aber diese mit dem mittelalterlichen Bannstrahl oder Kirchenbann vergleichbaren Existenzvernichtungen sind doch wohl ebenfalls ungeheuerlich! Und man möchte sich immer wieder weigern zu glauben, daß so etwas überhaupt möglich ist. Inzwischen ist zu lesen, dass auch Leute, welche solchen Sanktionierten helfen, mit Gefängnis bestraft werden sollen. Adorno soll mal in einem Radio-Interview gesagt haben: er fürchte nicht die Wiederkehr des Faschismus in Form von Schlägerbanden der SA, die das Volk aufmischen, sondern als Demokratie. Diese auf derartige Art und Weise angeblich zu verteidigende „Unseredemokratie“ ist jedenfalls schon länger nicht mehr meine Demokratie. Allerdings wächst meine Sorge, dass mir dergleichen Sanktionen auch widerfahren können, wenn ich mal wieder einen kritischen Leserbrief verfasse. Und da wäre mir stattdessen ein schneller Tod fast die liebere Alternative   –   ist mit 91 Lenzen und demzufolge mit sehr ausgiebiger WK II – Erfahrung sowieso nicht mehr lange hin.

Noch ein Schlußsatz zum eigentlichen Thema: Die Ukraine hätte doch bereits im April 2022 Frieden haben können zu Bedingungen, die zweifelsfrei heute wesentlich schlechter sein werden, was auf Betreiben des “(Un-?)Wertewestens”, aber nichtsdestotrotz in Verantwortung dieses Selenskys, verweigert wurde, so daß die Frage gestattet sein muß, ob man da dann nicht auch selber zumindest eine Mitschuld hat an allem was seitdem passiert ist?

Bester Gruß
H. Wohler


5. Leserbrief

Lieber Jens Berger,

Hierzu bedarf es der Korrektur bzw. Ergänzung. Im gleichen Atemzug wie Russland und die NATO muss auch die Ukraine genannt werden. Der Beschuss von kritischer Energie Struktur in Großstädten von Russland nahe der Grenze ist Fakt – und erfolgt täglich, ohne Unterbrechung.

Die Zivilbevölkerung leidet auch hier.

Belgorod wurde z.B. am 09.01.2026 ausschließlich mit Raketen der ukrainischen Armee beschossen. Nach Mitteilung des örtlichen Bürgermeisters waren  in der Oblast 500.000 Menschen ohne Strom und 200.000 ohne Wasser. Auf meine 80-jährige Schwiegermutter in Belgorod traf leider beides zu. Wir hatten tagelang keine Verbindung zu ihr über Telefon.

Die Angriffe der Ukraine auf zivile Ziele in Belgorod u.a. Regionen bleiben i.d.R. in den westlichen Medien unerwähnt. Allein im Jahr 2025 gab es in der Oblast Belgorod offiziell 147 Tote unter der Zivilbevölkerung, von den Verletzten ganz zu schweigen.

Mit besten Grüßen
Klaus Herrmann

Anmerkung Jens Berger: Lieber Klaus Herrmann,

da haben Sie vollkommen recht. Ich erhebe im Artikel aber auch nicht den Anspruch der Vollständigkeit. Auch die NATO-/US-Kriege gegen Afghanistan, Syrien, Irak usw. müssten dann genannt werden. Das Beispiel „Kosovokrieg“ habe ich gewählt, da es für Deutschland und den deutschen Diskurs besonders wichtig ist.

Beste Grüße
Jens Berger


6. Leserbrief

Sehr geehrtes NDS-Team,

Jens Berger ist ein messerscharfer Denker und eine feine Journalistenfeder. Aber selbst die edelste Feder kann es nicht jedermann zu jeder Zeit recht machen – ich schon gar nicht. Ich möchte aber doch in diesem Spiel, das da “Relativierung” heißt, ein kleines Ausrufezeichen setzen. Der Synonyme sind es nämlich gar viele -eine Auswahl:

Schönfärberei, herunterspielen, maskieren, verschleiern (der Duden weiß mehr). 

Der Einstieg ist ja untadelig: “Es ist ja nicht der Gegner, sondern der Krieg selbst ist der Feind”. Ich kenne Flächenbombardements – wurde 1944 selbst ausgebombt als Bübchen und habe nur knapp überlebt. Dies und die folgenden Zeilen des Artikels tragen nicht zur Erhellung bei – schon gar nicht in die jüngeren Generationen hinein. Immerhin hat Berger die Sünden der NATO im kleinen Rahmen verdeutlicht. Die USA haben seit ihrer Gründung fast 300 Kriege nur im MAGA-Interesse geführt – auch kleine Kriege über ein paar Tage verursachen viele Leichen – siehe kürzlich im Iran. C’est la guerre! 

Wenn der Ukrainekrieg vorbei ist, wird (hoffentlich) die Wahrheit aufgedeckt und dann würde keine Relativierung mehr das Maß der Schuld “schönfärben”. Die Infrastruktur sei es. Es gibt ja eine solche für das zivile Leben und eine andere für industrielle Komponente, auch für  wissenschaftliche (siehe die toten Physiker im Iran) und eben rein militärische Zwecke. Ich will es kurz machen: Putin hat mehrfach verlautbart, dass er keinen Krieg gegen die sog. Ukrainer führt. Es ist ihm nichts anderes übriggeblieben, als zur sehr späten Hilfe für alles Russische in den Donbas-Republiken einzurücken – 14000 Tote sprechen eine eineindeutige Sprache. Der Gegner (der Feind also) ist die NAZI-Gilde in Kiew. Ob Berger das auch so sieht, erfährt man hier nicht. 

Was nun folgt, soll keine Relativierung sein, sondern ein Vergleich, der es in sich hat. Man vergleiche GAZA mit KIEW! Die Stadt steht noch, fast unversehrt und bis vor kurzem haben die besser gestellten Leute in Kiew ein Leben im Luxus führen können. Unsere Medien müssen uns berichten: Schwere Angriffe auf die Infrastruktur! 1 TOTER und einige Verletzte. Selten mehr als ein Toter! Es ist Krieg! Wenn ein Elektrizitätswerk getroffen wird, so hat das ausschließlich militärische Gründe. Die Bewohner müssen in der Kälte leiden. C’est la guerre! Es ist nicht der Krieg der bösen Russen. Es ist der lange vorher geplante und immer wieder geplante Krieg gegen Russland. Als Historiker muss man das wissen und Herr Berger hat oft bewiesen, dass er einer ist – ein Guter! Das Böse kommt nicht vom Osten her. Die Bandera-Horde steht vor einer bösen Zukunft!

Dieter Münch


7. Leserbrief

Werte NDS, 
werter Jens Berger,

gerade weil ich Ihre Artikel sonst sehr schätze, haben sich mir beim Lesen des o.g. Artikels die Nackenhaare gesträubt. Sie beziehen sich fast ausschließlich auf den Vergleich mit den NATO- und US-Kriegsverbrechen und lassen damit einige wichtige Aspekte völlig außer Acht. Nur an einer Stelle erwähnen Sie, dass die Stromversorgung auch der ukrainischen Waffenproduktion dient, aber das ist längst noch nicht alles.

Gerade in den heutigen Zeiten der elektronischen Kriegsführung ist die Stromversorgung essentiell für Aufklärung, Zielerfassung und Steuerung der Waffensysteme. Der Ausfall der Kommunikationswege von Telefon bis Internet ist nicht nur ein Ärgernis für die Zivilbevölkerung, sondern hat durch die Unterbrechung militärischer Befehlsketten auch einen direkten militärischen Nutzen. Ebenso verhält es sich mit den Störungen bei Transport und Logistik, die eben auch für die Verlegung von Truppen und Waffen genutzt werden.

Mir ist kein Vorgehen des russischen Militärs bekannt, das nicht militärischen Zwecken dient, sondern ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung gerichtet ist – ganz im Gegensatz zum Vorgehen der NATO in Jugoslawien und des US-Militärs im Irak, wo Madeleine Albright unverblümt zugegeben hat, dass ihr 500.000 tote irakische Kinder(!) den Preis (US-Kontrolle der irakischen Ölquellen) wert gewesen seien.

Die im Irak von den westlichen Militärmächten fälschlicherweise für sich behauptete Aussage, dass man mit “chirurgischer Präzision” bombardieren würde, trifft auf keinen anderen Krieg der letzten Jahrzehnte so sehr zu wie auf die russische Vorgehensweise in der Ukraine. Beim Vergleich mit dem “Moral Bombing” im 2. WK wird es endgültig absurd. Damals wurden mehrfach in einer einzigen Nacht in einer einzigen Stadt Zehntausende Zivilisten massakriert, während man die zivilen Opferzahlen in sämtlichen Dörfern und Städten in der gesamten Ukraine meist an einer einzelnen Hand abzählen kann.

Dies alles miteinander zu vergleichen, ohne auf die eklatanten Unterschiede in Zielsetzung und Größenordnung hinzuweisen, und im Grundtenor des Artikels lediglich ein “Die Russen sind auch nicht schlimmer als der Westen” zu konstatieren, ist m.E. grob fahrlässig und irreführend. Es würde mich freuen, wenn Sie dies korrigieren oder zumindest in zukünftigen Artikeln etwas differenzierter darlegen.

Mit freundlichen Grüßen
Hubert Heck

Anmerkung Jens Berger: Lieber Herr Heck,

bei allem Respekt, aber Sie wollen mir doch nicht erzählen, dass die öffentliche Stromversorgung etwas mit der militärischen Infrastruktur zu tun hätte. Jede Wette, dass auch in der Ukraine die militärischen Kommandostände eine ausreichende Notstromversorgung haben, die sie dauerhaft versorgen kann. Das militärisch nutzbare Internet funktioniert in der Ukraine übrigens über die Satelliten von Elon Musks Firma Starlink und ist daher autark. Würde Russland diese Satelliten ausschalten, hätte dies massive Auswirkungen auf die ukrainische Kriegsführung … aber es hätte eben auch sehr massive diplomatische Folgen.

Wenn Sie übrigens russische Primärquellen lesen, müssten Sie ihre Einschätzung revidieren. Selbstverständlich dienen die Angriffe auf die Stromversorgung und andere Infrastruktureinrichtung primär der moralischen Zermürbung. Man will den von innen kommenden Druck auf die ukrainische Regierung erhöhen. Das wiederum ist exakt(!) die gleiche Strategie, die die NATO in der zweiten Phase der Luftangriffe auf Jugoslawien verfolgt hat. Das ist die Aussage. Nicht mehr, nicht weniger. Es geht – aber das habe ich auch klar dargestellt – nicht um eine Gleichsetzung. Selbstredend hätte ich auch noch mehr zum Fallbeispiel Irak schreiben können, das ich nur stichwortartig erwähnt habe. Das habe ich übrigens in anderen Artikeln häufiger gemacht. Aber hierbei handelt es sich nun einmal um einen kurzen Artikel und nicht um eine umfassende Enzyklopädie der modernen Kriegsführung, die Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Haben Sie dafür bitte Verständnis.

Beste Grüße
Jens Berger


8. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

“Dabei scheinen sie jedoch zu vergessen, dass eine Kriegsführung, die sich gezielt gegen die Zivilbevölkerung richtet, kein Alleinstellungsmerkmal Russlands ist.” Und ich möchte hinzufügen, dass es auch heute im Ukrainekrieg kein Alleinstellungsmerkmal Russlands ist.

Liest, sieht oder hört man nur die Berichterstattung deutscher Medien, so bekommt man selbstverständlich den Eindruck, nur die russische Kriegsführung würde z.B. “eine Million ukrainischer Haushalte ohne Strom und Heizung” lassen.

Als wachem Medienkonsumenten drängt sich einem allerdings die Frage auf, wie es sein kann, dass die ukrainische Seite trotz vieler Milliarden, die ihr vonseiten der USA, der EU und nicht zuletzt Deutschlands für Waffenkäufe und damit die Fortsetzung des Krieges zur Verfügung gestellt wurden und weiterhin werden, nicht in der Lage sein sollte, gleichermaßen zu handeln. 

Wirft  man einen Blick in Medien, die auch die andere Seite abbilden, kann man – so man das möchte -erfahren, dass das ukrainische Militär nicht anders handelt als das russische, dass nämlich bei entsprechender Gemengelage z.B. auch im Donbass oder andernorts bei Minusgraden zahlreiche Haushalte von Strom und Heizung durch ukrainische Maßnahmen abgeschnitten sind, um nur eine Gelegenheit zu erwähnen, bei der das ukrainische Militär die dortige Zivilbevölkerung seit 2014 durch Beschuss und Bombardierung ebenfalls massakriert. Das sind Tatsachen, die wohlweislich von Medien und Politik  verschwiegen und unter den Teppich gekehrt werden.

Das Sprichwort “Im Krieg bleibt die Wahrheit zuerst auf der Strecke” scheint mir auch in Bezug auf diesen Krieg zu gelten. Mit anderen Worten, beide Seiten bedienen sich Strategien, die dazu angetan sind, die Bevölkerung mürbe zu machen. Gerade von den Nachdenkseiten, die sich selbst als alternativ bezeichnen und das in vielfältiger Weise täglich unter Beweis stellen, würde ich mir auch in diesem Fall etwas mehr Objektivität wünschen, anstatt dem Mainstream, der Russland als alleinigen Aggressor und die Ukraine als unschuldiges Opfer darstellt, zu folgen. 

Mit besten Grüßen
G. Fernekes


9. Leserbrief

Lieber Jens Berger,

jawohl, auf beiden Seiten einer kriegerischen Auseinandersetzung sind der Zivilist (und natürlich auch der Soldat!) sehr häufig die Leidtragenden, auch wenn die jeweilige Kriegspartei im Rahmen von Propaganda immer nur das Leid der gegnerischen Seite thematisiert. In diesem Zusammenhang wird oftmals mit aggregierten Zahlen operiert, die eine Vergegenwärtigung grauenhaften Einzelschicksale unterbinden sollen – alle sind halt nur „der Feind“ und werden allenfalls nur als Kollateralschaden abgetan; Einzelschicksal = sch…egal.

In diesem Zusammenhang erscheint mir eine generelle Sensibilisierung der Weltsicht geboten.

Die sehr oft feststellbare HORIZONTALE Weltsicht, welche ein beliebtes Instrument der jeweils herrschenden Kreise und ihrer Ideologieträger ist, arbeitet in vielerlei Hinsicht gerne mit aggregierten Größen: „DIE Araber“, „DIE“ Chinesen, „DIE“ Amerikaner, „Die“ Russen, „Die“ JUDEN, „DIE“ Moslems und noch viele, viele weitere „DIE“s. Gleichsam verhält es sich mit „DEM“ Feind, der als das ausnahmslos zu bekämpfende Übel dargestellt wird.

Demgegenüber vermag eine „VERTIKALE Weltsicht“ derart horizontal ausgelegte Gruppierungen differenzierter und angemessener zu betrachten. In jeder dieser Gruppen gibt es anständige und böswillige, intelligente und weniger intelligente Zeitgenossen, Menschen, die andere beherrschen oder übervorteilen wollen und Menschen, die einfach nur ihr Leben leben möchten. Somit hat dann auch der Zivilist – egal, in welchem horizontaler Gruppierung es sich tummelt, ein Recht auf sensible und empathievolle Würdigung seines Befindens – er ist nicht einfach nur ein unvermeidbarer Kollateralschaden, auch wenn es der „Gegner“ gerne so sieht.

Viele Grüße
R. Spiegel


10. Leserbrief

Hallo Herr Berger,

danke für den notwendigen Beitrag über “Krieg gegen die Zivilbevölkerung”.

Hat es den “Drecksarbeit” – F. Merz, oder den “kriegstüchtigen” Pistorius denn nur ein einziges Mal gestört oder interessiert, wenn es die Zeltlager der Palästinenser im Gazastreifen im Winter Unterwasser gesetzt hat? Wenn die IDF Nahrungslieferungen unterbunden hat? Wenn die IDF 10-köpfige Familien, die im stromlosen Gebäude ohne fließend Wasser, im 10. Stock, 20 Minuten vor der Sprengung “gewarnt” haben, und der Opa oder die Oma, oder das behinderte Kind, getragen werden mußte? Hört noch irgendwer etwas von den Menschen dort?

“Zu ihren Herausforderungen gehört es, die Wintermonate zu überstehen. Die meisten Menschen leben in Zelten oder provisorischen Unterkünften und sind zunehmend anfällig für Krankheitsausbrüche und die Auswirkungen von starken Regenfällen, starken Winden und winterlichen Temperaturen.”
Winterhilfe in Gaza- Islamic Relief Deutschland

Gegen die Zivilbevölkerung im Winter – da war doch was!

Amnesty International, Dezember 2014:

„Mit Einbruch des Winters verschärft sich die ohnehin schon verzweifelte Lage in der Ostukraine noch weiter, da faschistische Freiwilligenbataillone verhindern, dass Lebensmittel und Medikamente die Bedürftigen erreichen. Es ist kein Geheimnis, dass die Region vor einer humanitären Katastrophe steht und viele Menschen bereits von Hunger bedroht sind“, sagte Denis Krivosheev, stellvertretender Direktor für Europa und Zentralasien bei Amnesty International.”
Eastern Ukraine: Humanitarian disaster looms as food aid blocked – Amnesty International

Wer hat denn damals, mit tatkräftiger westlicher Unterstützung, die Menschen dort wegen ihrer Abstammung acht Jahre lang bombardiert?

24.01.2015 · Caritas:

“Fast 1,3 Millionen Menschen haben bisher vor dem Krieg in der Ostukraine flüchten müssen. Ein Drittel davon, rund 400.000, sind Kinder. Die kriegerischen Auseinandersetzungen haben bereits mehr als 4.800 Todesopfer gefordert. (…) Auf diese dramatischen Zahlen, hinter denen sich tragische Einzelschicksale verbergen, haben der österreichische Caritaspräsident Michael Landau und der ukrainische Caritaspräsident Andrij Waskowycz aufmerksam gemacht.”
Erzdiözese Wien – Spendenmöglichkeiten für die Ukraine

Wer hat denn damals darüber geschwiegen?

8.8.2014:

“Einer der letzten westlichen Reporter in der Ostukraine hat mit scharfen Worten auf die Aufforderung der ukrainischen Armee reagiert, die verbliebenen 600.000 Bewohner von Donezk sollen wegen eines bevorstehenden Angriffs die Stadt verlassen: Christian Wehrschütz vom ORF sagt, dies sei eine Kulturschande für die ukrainische Armee, und auch eine Schande für Europa, das zu den Vorgängen schweigt”
Augenzeuge in der Ukraine: „Eine Kulturschande für Europa, was sich hier abspielt“

“Die Ukraine hat 2014/15 die gesamte Krim vom Wassernetz abgetrennt und die Stromleitungen auf die Krim gekappt ! Deutschland und Selenskyj fanden es damals wahnsinnig witzig, dass Russen auf der Krim verdursten!”
Robert Lorenz auf X: „Die Ukraine hat 2014/15 die gesamte Krim vom Wassernetz abgetrennt und die Stromleitungen auf die Krim gekappt ! Deutschland und Selenskyj fanden es damals wahnsinnig witzig, dass Russen auf der Krim verdursten ! ) #Bundeskanzler #Wadephul #Pistorius #Gaza #Trump #Iran #Miosga https://t.co/UEmebtLKjC“ / X

Bernhard Moser 


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Leserbriefe zu „‚Trickkiste der Putin-Freunde‘: Gerhard Schröder provoziert durch Vernunft“

31. Januar 2026 um 14:00

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In diesem Artikel kommentiert Tobias Riegel den Inhalt eines Gastbeitrages von Ex-Kanzler Gerhard Schröder in der Berliner Zeitung und die Reaktionen darauf. Schröder habe in dem Zeitungsbeitrag gegen eine langfristige Dämonisierung Russlands und für eine Wiederaufnahme des Energiehandels mit dem Land plädiert. Die scharfen Reaktionen auf diese vernünftigen Positionen aus dem In- und Ausland seien zu erwarten gewesen. Wir haben hierzu interessante Zuschriften erhalten und bedanken uns dafür. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Lieber Herr Riegel, liebe Redaktion,

vielen Dank für diesen Artikel. Ihr Fazit sehe ich genauso.

Frau Tsahkna und Frau Kallas fallen durch fehlende Geschichtskenntnis auf. Sonst wüssten sie, dass der Koreakrieg und Vietnamkrieg besonders grausame Kriege mit jeweils Millionen Toten waren, von den Irakkriegen mit den “Kollateralschäden” in Millionenhöhe nicht zu reden. Dafür schüren sie Feindschaften. Vielleicht sollten sie den Reality-Check mit Maschinengewehr an der Front machen, statt junge Männer in den sicheren Tod zu schicken. Die Zahl der Zivilopfer in den ukrainischen Kriegen (2014-2022)(2022-?) ist bedrückend und schmerzlich, lässt sich aber mit den vorgenannten Kriegen bei weitem nicht vergleichen.

Über solche Leute wie Roth und Konsorten, den ich nicht für nennenswert intelligent halte (persönliche Meinung) brauchen wir nicht zu reden.

Herzliche Grüße, Joachim Seffrin


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

ich will zu Ihrem Artikel eigentlich nicht viel schreiben.

Richtig und vernünftig sind die Aussagen von Gerhard Schröder natürlich. Er ist halt bei manchen Fehlern in seiner Amtszeit ( hier: Agenda 2010), ein Politiker, der noch über Weitsicht verfügt. Durch seine fundierten Kenntnisse der politischen Zusammenhänge in der Welt, kommt er halt zu solchen Erkenntnissen, wie das deutsche Verhältnis zu Russland sein sollte, von dem dann beide profitieren. Ich erinnere nur an ein Interview von George Friedman (USA) aus dem Jahr 2015. Darin sagte er, dass es immer Politik der USA war, das Deutschland und Russland nicht zusammenkommen dürfen, weil sie vereint die einzige Macht sein würden, die gefährlich für die USA wären. Dieses Ziel hat die USA erreicht. Mitgeholfen haben die sogenannten Transatlantiker. Der von Ihnen genannte Herr Roth ist einer davon. Seine Meinung zu Gerhard Schröders Aüßerungen verwundern mich nicht. Die Herr ist regelrecht zerfressen von seinem Russlandhass. Ich habe ihn mal persönlich erlebt. Eine vernünftige Diskussion über  die Beziehung zu Russland ist mit ihm nicht möglich. Zu den Auslassungen der baltischen Politiker braucht man ebenfalls nichts zu sagen. Ohne überheblich zu sein, ist aber festzustellen, dass die Politiker dieser Länder doch einen ziemlich rüpelhaften Ton im politischen Miteinander anschlagen. Diplomatie kennen sie nicht.

Ulrich Kleinecke


3. Leserbrief

Moin,
Gerhard Schröder hat selbst viel Dreck am Stecken:

  1. Unter seiner Ägide hat er den billigsten Niedriglohnsektor in EU-Europa geschaffen. Deutschland erkrankt seitdem an HIV, sprich: Hartz IV, einer ökonomischen Autoimmunerkrankung — unheilbar, daran wird Deutschland versterben. Die Metastasen sind schon seit Jahren erkennbar, beispielsweise in Griechenland.
  2. Gemeinsam mit dem olivgrünen Joschka Fischer hatte er während seiner Amtszeit Jugoslawien in den NATO-Zerfall gebombt [1]. Vom Steinewerfer zum Bombenwerfer, sozusagen. Mögen aus Bomben keine Atombomben werden.

Die Tatsache, daß er sich für eine Versöhnung mit Rußland ausspricht, kann auch opportunistischer Natur sein, immerhin profitiert er von seiner Verflechtung mit Gazprom. Opportunismus ist einem erfolgreichen Politiker inhärent.

Nichts für ungut, aber wenn einer schweigen sollte, der sehr viel Schaden am deutschen Volk anrichtete, dann er. Laßt mich anstatt Seiner sprechen: Dreht den verdammten Gashahn an der noch intakten Pipeline endlich auf! Wie blöd kann man sein? Wenn ich Schmerzen habe, weil ich ein Messer in meine Haut steche, dann stecke ich es doch nicht noch tiefer hinein! Die EU verbietet russisches Erdgas, gleichwohl, wie es importiert wird, seit 2027. Regen sich dagegen Stimmen? Oder bin ich taub?

Die SPD hat sich ohnehin selbst abgeschafft. Wer -wiederholt!- Kriegskredite finanziert und sich nicht vehement gegen Waffenlieferungen in Kriegs- & Krisengebiete ausspricht, hat in der Regierung nichts verloren. Gut, das schließt natürlich auch alle anderen Parteien ein, die derzeit etwas zu entscheiden haben. Urteil: alle verfassungswidrig! Die SPD sollte sich “PD” umbennen: an ihr ist so viel sozial wie der Mindestlohn menschenwürdig ist (sonst läge er bei mindestens 20€/h).

Ansonsten stimme ich Schröder tatsächlich zu: “Rußland ist nicht das Land der Barbaren.” — Bravo! Endlich wagt es jemand von Rang, der Dämonisierung entgegen zu treten. Wir erinnern uns: Entmenschlichung des “Gegners” ist aller Kriege Anfang. Kriege führen Menschen stets gegen Menschen, nicht gegen Tiere oder irgend etwas anderes; und das immer aus niederen Beweggründen. Vergewaltiger & Mörder sperrt man ein, aber das konsequenzlose Abschießen von Russen ist legitim?

Und ja, “Rußlands Krieg in der Ukraine” IST zu rechtfertigen. Dazu stehe ich nach wie vor. Er ist sogar völkerrechtlich legitim (konträr auch zu Alexander Neu & Oskar Lafontaine), da sich Krim & Donbas offiziell sezessierten, sogar mit Abstimmungen, und ohne ein Schuß in der Krim; die Rußland angedichtete Annektion ist Unfug. Rußland steht lediglich denen Teilen militärisch bei, die sich ihm freiwillig angeschlossen haben — was aufgrund der russischen Ethnie auch nicht verwunderlich ist. Damit dämonisieren sich sämtliche Anti-Schröder-Stimmen selbst: zunächst müßten sie -völlig wertfrei- die aktuelle Situation erkennen, um sie anschließend richtig einordnen zu können. Aber schon beim Erkennen hapert es. Alles Andere sind Folgefehler, die ich hiermit rot anstreiche. Aggressor sind die USA, mitsamt ihrer NATO — nicht Rußland. Wer hat noch gleich für einen neonazistischen Regimechange 5 Milliarden US-Dollar investiert? Rußland? Hust. Die müssen alle mal ganz ruhig bleiben. Sie haben schlicht nicht die Kompetenz, die Klappe aufzureißen. Der “brutalste Krieg seit dem 2. Weltkrieg” (Margus Tahkna) ist aus meiner Sicht übrigens das widerwärtige Aushungern von Palästinensern, während man zeitgleich ihr Zuhause wegbombt und ihnen beim Anstehen für Essen die Köpfe wegschießt, während Deutschlands Unterstützung Israels “Staatsraison” sei. Das aber nur am Rande.

Wo steht noch gleich eine ziemlich große US-Kaserne? Irgendwo im ehemaligen Jugoslawien? War das nicht die Größte außerhalb US-Territoriums? Was haben die hier verloren? Fragen über Fragen…

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Schauberger

[1] Bundeswehrpropaganda: dbwv.de/aktuelle-themen/blickpunkt/beitrag/vor-20-jahren-die-nato-fliegt-luftangriffe-gegen-jugoslawien


4. Leserbrief

Hallo Tobias Riegel,
 
Kosovo-Krieg? Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass der von Ihnen sogenannte Kosovo-Krieg in Wahrheit ein NATO-Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien 1999 zur Herauslösung des Kosovo war. Völkerrechtliche Einordnung: Der Einsatz von 1999 war der erste Krieg, den die NATO ohne UN-Mandat und außerhalb eines Bündnisfalls führte. Gerhard Schröder & Co haben Putin 1999 die Blaupause für dessen völkerrechtswidrigen Überfall der Ukraine 2022 geliefert.
 
Der von Ihnen laudatierte Bellizist Schröder gehört zu jener (…), die die Welt mit ihren völkerrechtswidrigen Kriegen in Atem hält und zerstört. Er lieferte 1999 mit seiner eifrigen völkerrechtswidrigen Beteiligung der BRD an dem NATO-Überfall auf Jugoslawien die Blaupause für den völkerrechtswidrigen Russland-Überfall der Ukraine 2022.
 
Gerhard Schröder wurde am 27. September 1998 vom Deutschen Bundestag zum Bundeskanzler gewählt.
Am 16. Oktober 1998 stimmte der Deutsche Bundestag mit 500 Ja-Stimmen, 62 Nein-Stimmen und 18 Enthaltungen für die Beteiligung Deutschlands an den NATO-Krieg gegen Jugoslawien. Die Abstimmung war der erste Kriegseinsatz der Bundeswehr seit ihrer Gründung.
Und Gerhard Schröder war es, der nach Weltkrieg II in Europa wieder Krieg möglich machte. – Ein Novum, das schändlicher nicht sein kann.
 
Für den Eintritt Deutschlands in den Afghanistankrieg stellte er im Deutschen Bundestag die Vertrauensfrage.
 
Gerhard Schröder verknüpfte am 16. November 2001 die Abstimmung über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan mit der Vertrauensfrage nach Art. 68 GG. Das war ein politisch außergewöhnlicher Schritt. In der rotgrünen Koalition gab es Abweichler, besonders bei den Grünen. Schröder drohte, ohne eigene Mehrheit dazustehen.
 
Um die Koalition zu disziplinieren, koppelte er die Zustimmung zum AfghanistanEinsatz an die Vertrauensfrage. Schröder erhielt nur eine knappe Mehrheit von zwei Stimmen.
Schröder stellte die Vertrauensfrage, um den Bundestag zur Zustimmung zum AfghanistanEinsatz zu bewegen – ein machtpolitisch drastisches, aber offensichtlich wirksames Mittel.
 
Und auch DIE DEUTSCHE MITTÄTERSCHAFT am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak hat stattgefunden.
 
“Deutschland wird sich nicht am Krieg gegen den Irak beteiligen”, mit dieser Lüge hatte es Bundeskanzler Gerhard Schröder im September 2002 gerade noch einmal geschafft, die Bundestagswahlen zu gewinnen. Seine Anhänger feierten ihn als “Friedenskanzler”.
Doch im krassen Gegensatz zur öffentlich verkündeten Kriegsablehnung stand von Anfang an die praktische Unterstützung, die die Bundesregierung den USA und Großbritannien bei der Vorbereitung und der reibungslosen Durchführung des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen den Irak gewährte.
 
Z.B. als zentrale logistische Drehscheibe für die US-Kriegsmaschinerie, für die Truppen- und Kriegswaffentransporte in die Golfregion. Wohl wissend, dass die Vorbereitung und die Führung eines Angriffskrieges vom Grundgesetz (Artikel 26) verboten und ein Straftatbestand (§§ 80, 80a StGB) ist, wurde die Nutzung von Flughäfen und Militärstützpunkten erlaubt, wurden Überflugrechte für die US-amerikanischen und britischen Bombenflugzeuge erteilt.
 
Tobias Riegel, warum unterschlagen Sie uns das alles?

Einen solchen Ratgeber braucht kein Mensch! Der Mann hatte seine Chance. Und auf die Idee, mit Russland endlich Zusammenarbeit zu suchen, sind Gott-sei Dank auch schon andere gekommen.
 
Beste Grüße
Jürgen Beineke


5. Leserbrief

Lieber Herr Riegel!
Ich halte Gerhard Schröder für einen der besten Kanzler (neben Brandt), die wir bisher hatten. Gerade auch wegen seiner Außenpolitik. Den Jugoslawienkrieg hat  er bereut (Interview mit dem Zeitjournalisten Joffe) und den Irakkrieg erst gar nicht angefangen. Ich bin immer noch der Überzeugung, dass der ehemalige Kanzler sich durch sein Umfeld wie Fischer, Scharping, Blair und natürlich auch durch unsere Medien hat in diesen Balkankrieg hineintreiben lassen. Bei seinem Abgang als Kanzler war die SPD noch stark. Aber die Rente mit 67 ( Müntefehring, der heute noch gern von den Medien vorgezeigt wird) und die sich anschließende Kriegspolitik hat die SPD zu ihrem Absturz gebracht, von dem sie sich wohl nicht mehr erholen wird. Die Annäherung zu Russland wird heute in erster Linie von der AfD übernommen, was sicherlich auch zu ihrem (in diesem Zusammenhang verdienten) Erfolg geführt hat. Ich bin froh, wenn sich Gerhard Schröder immer mal wieder meldet, was ja wie jetzt auch, vom Fernsehen kaum beachtet wird und er als Exkanzler auch deshalb so eine Art Schattendasein führt. Er hat durchaus recht, wenn er sagt, dass der Russenhass heute verbreitet ist. Er ist so verbreitet wie der Franzosenhass vor dem Ersten Weltkrieg bei uns. Nur da gab es noch die Erinnerung der Deutschen an die Zerstörungen durch den Sonnenkönig bei uns im Südwesten und an die Einnahme durch Napoleon. Der Russenhass aber wird durch Medien und Parteien wie der CDU und den Grünen regelrecht geschürt. Also ist es gut, wenn sich unser ehemaliger Kanzler meldet, was natürlich nahezu niemandem bei uns gefällt. Dieser Ex-Kanzler hätte einen anderen Umgang verdient.
 
Mit freundlichem Gruß
Harald Pfleger


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Leserbriefe zu „Merz Spezial Dragees: gegen gesunden Menschenverstand und für garantiert miese Stimmung“

31. Januar 2026 um 13:00

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Ralf Wurzbacher diskutiert hier über die Ansicht von Bundeskanzler Merz, dass die Deutschen zu viel krankfeiern und deshalb die telefonische Bescheinigung durch den Arzt auf den Prüfstand müsse. Der Vorstoß entbehre wie schon die Debatte ums Bürgergeld jedweder Evidenz. Die Koalition gebe lediglich vor, Missbrauch zu begegnen, um am Ende doch alle Leistungsempfänger zu treffen. Der Vorstoß sei jedoch Teil einer Strategie der psychologischen Kriegsführung in endlosen Krisenzeiten. Die Menschen würden bei ihren Ängsten und Unsicherheiten gepackt, man bringe sie gegeneinander auf und lenke so von den Verantwortlichkeiten der Politik für den ökonomischen Niedergang ab. Wir haben dazu interessante Leserbriefe bekommen und danken dafür. Hier folgt nun eine Auswahl. Für Sie zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Liebe NDS-Redaktion, 

2024 wurden in Deutschland 54,8 Milliarden Stunden gearbeitet – soviel wie nie zuvor seit der Wiedervereinigung. Es wurden 1,2 Milliarden Überstunden geleistet, gut die Hälfte davon unbezahlt.

Der Anteil der telefonischen Krankschreibungen liegt bei 0,8 – 1,2 Prozent. Mini-Job, Teilzeit, Kurzarbeit, Vorruhestand, rasanter Job-Abbau bei ThyssenKrupp, VW, Ford…usw, Werkschließung bei Zalando haben die Arbeitnehmer sicherlich gegen den Willen der Unternehmer und der Politik eingeführt. Es ist auch nicht lange her, da stand täglich in der Zeitung, wie die Künstliche Intelligenz die Arbeit der Menschen übernimmt. 

Jetzt aber wieder Schluss mit den Flausen wie Work-Life-Balance und zügig zurück zur 48-Stunden-Woche, meint der Kanzler – hat man Töne.

Viele Grüße
Michael Wrazidlo


2. Leserbrief

Liebe Redaktion,

dann hoffe ich, dass Merz Spezialdragees etwas taugen.

Der Bundeskanzler hat richtig erkannt, dass es eine sehr mangelhafte Arbeitseinstellung gibt.

Das trifft auf die Regierung und ganz besonders auf den Bundeskanzler zu.

Von Führungskräften erwarte ich, dass Probleme angesprochen, Ursachen analysiert, Ziele definiert und klare Zielanforderungen definiert werden.

Beim Bundeskanzler leider Fehlanzeige.

Das Problem sehe nicht nur ich, sondern wissenschaftlich fundiert ermittelt, eine Mehrzahl der Bevölkerung.

Siehe Ergebnis im ZDF Politbarometer basierend auf Daten der Forschungsgruppe Wahlen.

Wo sind denn die Maßnahmen gegen:

  • Bildungsnotstand
  • Pflegenotstand
  • Wohnungsnotstand
  • Wachsende Kinder- und Altersarmut
  • Marode Infrastruktur
  • Abwanderung von Top Fachkräften
  • Extrem teure ineffiziente Sozialsysteme
  • Mickriges Produktivitätswachstum
  • Wirtschaftlicher Stillstand
  • Abrutschen wichtiger Industriezweigen wie Maschinenbau und Autoindustrie
  • Ausufernde Neuverschuldung
  • usw.?

Grüße
Dieter Gabriel


3. Leserbrief

Moin,

momentemal: die Bundesregierung spritzt seit 2021 Menschen in die Krankheit oder gar in den Tod mit einer als “Impfung” getarnten modRNS-Plörre, woraufhin nicht wenige berufsunfähig werden, und fängt jetzt an herumzuspinnen, daß die Bürger zu viel krank seien? Dieses Manöver ist so offensichtlich wie durchschaubar: die Unternehmen sollen weiterhin entlastet werden, auf Kosten der Gesundheit ihrer Mitarbeiter, die sich dann krank zu Arbeit schleppen. Bloß keine Rente kassieren! Durch Dauerstreß auf der täglichen Arbeit sinkt nämlich auch die Lebenserwartung; wenn man beispielsweise eine Grippe verschleppt, dann geht das auf den Herzmuskel, der vorzeitig seinen Dienst einstellt. Win-win für BlackRock-Merz? Oder eine Milchmädchenrechnung? Wie dem auch sei: Wenn das hier stimmt, dann hat kein Bundeskanzler die Kompetenz, den Bürgern vorzuwerfen, daß sie zuviel krank seien: debeste.de/upload/9f0c794415a32f92ef9cf31f7e47d1d47211.jpg

Derlei unmenschliche Vorgänge kann man mittlerweile nur noch mit schwarzem Humor nehmen: debeste.de/upload/ec42d5b5e30144a45570e46a2bbc0fa67994.jpg

Stattdessen sollte der Herr Bundeskanzler DANKBAR dafür sein, mit wie viel Hingabe und tatsächlicher Aufopferungsbereitschaft die Menschen ihren Dienst verrichten. Wenn man ihnen allerdings die Wertschätzung vorenthält (oder die gesetzliche Fürsorgepflicht als solche bezeichnet), dann darf man sich nicht wundern, wenn der Gang zum Arzt öfter geschieht. Weniger Belastung im Arbeitsalltag bei einer Entlohnung, die nicht als Schmerzensgeld mißverstanden werden kann, senken nachweislich den Krankenstand.

Nachdem man die Sau “Florida-Rolf” durch den unseriösen Blätterwald jagte, um Sozialhilfeempfänger zu diskreditieren, sind nun die Kranken dran? “Geier Sturzflug” besang die deutsche Aufopferungsbereitschaft in ihrem Lied “Bruttosozialprodukt” beispielsweise so:

“Sie amputierten ihm sein letztes Bein
Und jetzt kniet er sich wieder mächtig rein”

Will Merz den Ärztestand ausrotten? Erst die Hexenjagd auf Ärzte, die ihre Patienten vor staatlicher Willkür durch Atteste gegen Maskentragen und experimentelle Spritzen schützten, jetzt sollen Ärzte mutmaßlich juristisch belangt werden, wenn sie “zuviel” krank schreibten? Was kommt als Nächstes? Eine Deckelung pro Patient, wie viele Tage er im Jahr krankgeschrieben werden darf? Der Krankenstand ist schon seit Jahrzehnten eine unmenschliche Statistik in Unternehmen, deren Senkung sogar Einzug in Zielvereinbarungen findet. Als ob ein Unternehmer, in dem engen Rahmen, den man ihm vorgibt, irgend etwas aktiv für geringere Krankentage tun, was für ein Unsinn.

Eines muß man dem Bundeskanzler ins Poesie-Album schreiben: Mißbrauch wird stets von einer Minderheit betrieben.

Der Anstieg von Atemwegsinfektionen hängt meiner Meinung nach direkt mit der “Corona-Impfung” zusammen. Studien belegen, daß das Viren tötende IgG1-Subtyp des Immunsystems mit zunehmender Spritzen-Anzahl sinkt und das Schädlinge tolerierende IgG4 zunimmt. Dadurch erhöht sich nicht nur die Häufigkeit der Infektionen, sondern intensiviert sich in der Regel auch noch ihre Schwere und verlängert die Dauer. Diese Fakten läßt man aber als (verantwortlicher) Politiker gerne mal unter den Tisch fallen. Getreu dem Motto: erst krank machen, und dann bestrafen, wenn man krank geworden ist? Das ist schwarze Psychologie. Eine “Corona-Pandemie” gab es nie, sie wurde politisch und medial inszeniert. Coronaviren sind wie Grippeviren endemisch und jährlich wiederkehrend. Die sogenannte “Impfungen” wirken allerdings bis heute nach: noch immer sterben Menschen relativ jung unter mysteriösen Umständen. Auch hier läßt die Politik nicht durch staatlich angeordnete Obduktionen Licht ins Dunkel bringen.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Schauberger

PS: “Lieblingsvokal” -> “Lieblingsvokabel” ;)


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Leserbriefe zu „Zunehmender Antisemitismus?“

30. Januar 2026 um 14:00

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Albrecht Müller diskutiert in diesem Beitrag über eine Sondersendung der ARD nach der Tagesschau um 20:15 Uhr. Dort sei behauptet worden, Antisemitismus nehme zu. Ein Beleg dafür sei nicht geliefert worden. Er habe deshalb einen Freund aus München, der sich in der Szene auskenne und auch beim Aufbau des jüdischen Zentrums mitgeholfen habe, gebeten, derlei Tendenzberichterstattung zu erklären. Ihm zufolge sei zunächst darauf hinzuweisen, dass die Sensibilität gestiegen sei. Mit den ständigen und sich wiederholenden Behauptungen vom wachsenden Antisemitismus werde außerdem verhindert, dass eine kritische Diskussion über das Verhalten der israelischen Regierung in Sachen Gaza einsetze. Und schließlich diene die Klage aus den Jüdischen Gemeinden über Ängste auch der Festigung des inneren Zusammenhalts und der Bekräftigung ihrer Abkapselung. Wir haben dazu interessante E-Mails bekommen. Danke dafür. Die nun folgende Leserbrief-Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Hallo Herr Müller,

der Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks, Christian Nitsche, fällt immer wieder an vorderster Propagandafront der ARD auf. Ob’s um Antisemitismus, Drohnengefahr oder russische Bedrohung geht. Noch ist nichts geklärt, da hat er schon die passenden Experten im Haus für’s ARD Extra in der Hauptsendezeit nach der Tagesschau.

Ich möcht’s mal so formulieren: “Wann vor’m Funkhaus a Radl umfallt, woaß er drinn’ scho’ wer’s umg’schmissn hot”. :)

Gruß, S. Klar


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Albrecht Müller,

es besteht m.E. der dringende Verdacht, dass ein zunehmender Antisemitismus vermutlich sogar “erwünscht” sein könnte: Sofern macht’s ja “Sinn”, vorzugsweise antisemitische Migration nach Europa “einzuladen”. Denn für dieses Projekt Großisrael (hebräisch: אֶרֶץ יִשְׂרָאֵל הַשְּׁלֵמָה, Eretz Israel ha-Schlema „Das vollständige Land Israel“) ist’s logischerweise “notwendig”, dass bei den europäischen Juden ein möglichst ausreichender “Druck” erzeugt wird, damit möglichst ALLE Menschen jüdischer Herkunft das Land “Eretz Israel” bevölkern. Insofern macht’s ebenso “Sinn”, dass der Bundespräsident W. Steinmeier (oder andere Politiker) Hanukkah eben NICHT etwa mit z. B. Angehörigen der jüdischen Friedensbewegung (oder anderer jüdischer Organisationen, die eine einvernehmliche Lösung des Palästinenserkonfliktes befürworten) feiert, sondern stattdessen mit den m. E. radikalsten Nationalisten der Chabbad Lubavic Sekte. Die Antisemitismus-Definition wurde bekanntlich zudem auf nahezu JEGLICHE Kritik an der israelischen Politik ausgeweitet, und das obwohl doch von so manchen strengreligiösen Juden eine Staatsgründung Israels als “Blasphemie” abgelehnt wird. Sind solche strengreligiösen, hochspirituellen Juden (die einen derartigen Staat Israel aus Glaubensgründen ablehnen) denn auch “Antisemiten”?

LG J. Vogel


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller, sehr geehrtes Nachdenkseitenteam

Sie sprechen ein Thema an, das mich auch schon länger beschäftigt.

Für mich wird bei dem Thema durch die hiesige Politik und die hiesigen Leitmedien bewusst undifferenziert von Antisemitismus gesprochen. In diesem Zusammenhang wäre erstmal grundsätzlich zu differenzieren zwischen Semiten, Juden und Israelis. Semiten könnte man als rassistischen Begriff auffassen, Juden sind Anhänger bzw. Mitglieder der jüdischen Religion und Israelis sind Bürger des Staates Israel, wobei letztere auch mehrere Staatsangehörigkeiten haben können.
Zwischen diesen 3 Menschengruppen gibt es nicht unwesentliche Überschneidungen, aber sie sind weit davon entfernt miteinander identisch zu sein.

Diese ganze undifferenzierte auch in anderen Zusammenhängen weit verbreitete unangemessene  “Containerdenke” ist komplett verfehlt, vereinfacht, emotionalisiert und polarisiert aber für den normalen Medienkonsumenten die Dinge so sehr, dass er sie vermeintlich gut verstehen kann und sich emotional angesprochen und damit irgendwie auch gut unterhalten fühlt. Genaugenommen sind die Dinge aber viel komplexer. Nicht alle jüdischen Menschen sind gleich, nur weil sie der gleichen Religion anhängen und praktizieren, nicht alle Israelis stehen hinter der aktuellen Regierung und ihrer unsäglichen Kriegsbereitschaft inklusive Völkermord und ihrer fehlenden Bereitschaft für eine Zweistaatenlösung, auch wenn sie von einer Mehrheit der Israelis gewählt wurde.

Durch die undifferenzierte Unterstellung, dass Demonstrationen gegen den Völkermord der Israelische Regierung und des israelischen Militärs im Gaza-Streifen und gegen den Siedlungsbau im Westjordanland sowie die kriegerischen Aktivitäten Israels im Nahen Osten (Libanon, Syrien, Iran) generell antisemitisch wären, wird eine Verbindung hergestellt zum Holocaust, also zu einer grundsätzlichen rassistisch bzw. religieus motivierten Judenverfolgung, -vernichtung bzw. Diskreminierung, wie sie z.B. während des Nationalsozialismus in Deutschland stattgefunden hat.

Es mag sein, dass es noch Zeitgenossen in diesem Land gibt, die nationalsozialistisch geprägten Gedanken anhängen. Mir erscheint es aber naheliegend, dass die Mehrheit der entsprechenden Demonstranten und der von Politik und Leitmedien aktuell als “antisemitisch” diffamierten Menschen in UnsererDemokratie eher ein Problem mit der aktuellen israelischen Politik haben. Und das wollen Politik und Leitmedien einhellig mit dem Ausdruck “Antisemitismus” kriminalisieren und verschleiern, und versuchen so die berechtigte Kritik an der aktuellen israelischen Politik propagandistisch und rechtlich zu diskreditieren und zu verfolgen.

Fritz Gerhard 


4. Leserbrief

Hallo,

was soll man erwarten vom ÖRR?

Ehrlichkeit, Offenheit, Meinungsvielfalt…?

Der ÖRR macht genau das, auf was er abgerichtet ist : Propaganda.

Das heißt verschleiern, verzerren , verbiegen, verblöden!!

Wir wissen, dass jeder der irgendwie Kritik an der israelischen Regierung äußert, automatisch antisemitisch ist.

Klappe zu, fertig.

Wir wissen, dass in dieser israelischen Regierung absolut überzeugte Rechtsradikale sitzen,…das ist eine Tatsache!

(Steinmeier weiß das nicht, weil er sich seit Beginn seine Amtszeit Prilblümchen auf Augen und Ohren geklebt hat…)

Jeder der über einen Völkermord berichtet, initiiert von der israelischen Regierung, ist ein Antisemit…

Jeder der aufgrund dieser Tatsache, den Straftäter Netanjahu und Konsorten nicht mehr leiden kann, ist ein Antisemit.

Jeder, der deshalb wütend ist auf diese rechtsradikale israelische Regierung, ist ein Antisemit…

Tatsache ist auch, dass die israelische Regierung in letzter Zeit Zehntausende von Palästinensern abgeschlachtet hat, die auch Semiten sind……

Die gefährlichsten und brutalsten Antisemiten sitzen also mitten in der israelischen Regierung …

Und die Aufgabe des ÖRR ist es, diese Tatsache auf den Kopf zu stellen und mit allen Mitteln aus den Tätern ausnahmslos Opfer zu machen…..

Grüße
T. Rath


5. Leserbrief

Liebes Nachdenkseiten-Team,

der frühere Direktor der „Stasi-Gedenkstätte“, Hubertus Knabe, forderte vor einigen Jahren in einer MDR-Talkshow mehrmals: „Das Zeigen des SED-Symbols und des DDR-Symbols muss verboten werden genauso wie das Zeigen des Hakenkreuzes verboten ist.“ Das Schlimme: es hat ihm noch nicht mal jemand widersprochen. 

Nun hat aber die DDR im Gegensatz zum faschistischen Deutschland keinen Krieg geführt, keinen Weltkrieg begonnen, keine anderen Länder überfallen und auch nicht 6 Millionen Juden ermordet.
Wenn aber gefordert wird: „Das DDR-Symbol verbieten, genauso wie das Hakenkreuz“, müsste dann nicht erst recht die Staatsflagge Israels und der Davidstern öffentlich verbo­ten werden, weil diese Symbole „wie das Hakenkreuz“ für Krieg, Massaker, Völkermord und Genozid stehen? Denn was lösen diese Symbole bei den Opfern und deren Angehörigen aus? 

Aber darf genau das heute überhaupt noch jemand öffentlich sagen, da unsere Regierung den Völkermord durch Israel an den Palästinensern mit Waffenlieferungen und auch politisch unterstützt?

Mit freundlichen Grüßen
C. W.


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Leserbriefe zu „Die ‚Mission Gehirnwäsche‘ war erfolgreich: Viele Bürger wollen laut neuer Umfrage lieber Waffen statt sozialer Sicherheit“

30. Januar 2026 um 13:00

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Tobias Riegel hat in diesem Beitrag eine neue Umfrage von Forschern der Universität Leipzig und der Technischen Universität München kommentiert. Sie habe ergeben, dass es deutliche Mehrheiten für Aufrüstung einerseits und Sozialkürzungen andererseits gebe. Diese beunruhigenden Ergebnisse könnten als „das Resultat der manipulierenden Angst-Kampagne zur ‚russischen Gefahr‘ bzw. der aktuellen Kampagne gegen den Sozialstaat bezeichnet werden“. Manchmal seien Umfragen aber auch selber Teil der Manipulation. Wir danken für die interessanten E-Mails hierzu. Die nun folgende Leserbrief-Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Sehr geehrte Redaktion,

die multiplen Krisen (Klima, Sozialstaat, Bildungswesen, Verschuldung der Kommunen,  Mieten, Energiekosten etc.) führen offenbar nicht zur Besinnung und zum Widerstand, sondern zu irrationalem Verhalten. Die unaufhörliche Propaganda frisst sich in die Köpfe und vernebelt das Denken. Die verbrecherische Geschichte zweier Weltkriege wird ausgeblendet und wir sind (wieder) die Guten. Angesichts der “gelben Gefahr” und des “russischen Imperialismus” waren die Bedrohungen schon bisher groß, und nun gerät auch noch “Daddy” Trump völlig außer Kontrolle. Umzingelt von lauter Feinden, vertraut der deutsche Untertan sein Schicksal dem politisch-militärisch-industriellen Komplex an. “Nur Waffen können uns retten.” So schließt sich der Teufelskreis. Das Klima, der Sozialstaat, das Bildungswesen – alles geht den Bach runter. Also noch mehr Soldaten und Waffen?

Wann werden wieder Glocken zu Kanonen gegossen? Zwei Mal hatten wir die Gelegenheit, aus der Geschichte zu lernen. „Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr aufzufinden.“ Bertolt Brecht.

Danke für Ihre Arbeit und freundliche Grüße
Siegfried Hösch


2. Leserbrief

Liebes Nachdenkseiten-Team,

Die Manipulation mit dem Schlagwort „5%“ funktioniert leider. Denn „5%“ bzw. „5%-Ziel“ klingt sehr wenig, und der Zusatz „des Bruttoinlandsprodukts“ wird fast immer weggelassen. 

Frage: wurden die Teilnehmer jener Umfrage zuvor darüber informiert, dass „5%“ des BIP eben nicht bedeutet: 5% des Bundeshaushaltes, sondern fast 50% des Bundeshaushaltes? Dass also fast 50% des gesamten Bundeshaushaltes für Aufrüstung ausgegeben werden sollen? Wurden die Teilnehmer zuvor informiert, dass damit jeder zweite Euro ihrer Steuern, egal ob Lohnsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer für Strom und Heizung sowie für das Brot und die Butter in der Kaufhalle für die Aufrüstung ausgegeben werden soll?

Mit freundlichen Grüßen
Matthias Koch


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

eine kurze Anmerkung zu Ihrem Artikel über eine Meinungsumfrage. Sie schreiben dort: „Bei der hier besprochenen Umfrage konnte ich keine krassen und offensichtlichen Manipulationen wie z.B. total irreführende Fragestellungen feststellen“. Ich habe die Zusammenfassung vom Ifo-Institut nur überflogen und bin auch kein Experte für Umfragemanipulationen, aber wenn die Reihenfolge der Fragen war wie in der Zusammenfassung, wird man mit der ersten Frage „Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zu, die sich auf Ihre persönlichen Sorgen hinsichtlich eines militärischen Konfliktes mit Russland beziehen? Ich mache mir große Sorgen, dass…“ stark „geprimed“ für die darauffolgende Frage „Wie wichtig ist es für Sie persönlich, dass Deutschland als Gesellschaft insgesamt wehrhafter gegen äußere Bedrohungen wird?“, und damit ist dann auch der Tenor für die gesamte Umfrage gesetzt. Zuerst wird eine Sorge ins Bewusstsein gerufen, indem faktisch viermal(!) danach gefragt wird, und anschließend wird eine aus dieser Sorge resultierende, mögliche Konsequenz abgefragt.

Machen Sie einmal das Gedankenexperiment, die zweite Frage als erste zu setzen. In dieser Reihenfolge würde ich deutlich weniger Befürwortung für mehr Wehrhaftigkeit erwarten. Bei der anderen Frage würden dann auch weniger Leute Sorgen und Zustimmung zu Aufrüstung äußern, denn wenn man sich erst einmal darauf festgelegt hat, dass mehr Wehrhaftigkeit nicht nötig ist, lässt man sich nicht mehr so leicht von dieser Meinung abbringen.

Wie gesagt, ich bin kein Experte für Umfragemanipulationen, aber hier wird eine spezielle Frage mit eindeutigem Grundtenor vor eine allgemeine gesetzt. Das macht mich stutzig.

Mit freundlichen Grüßen
L.T.

P.S.: Kennen Sie denn zufällig die tatsächliche Reihenfolge der Fragen?


4. Leserbrief

Guten Tag,

sind wir einmal ganz ehrlich und realistisch zu uns selbst. Mit uns meine ich die Menschen, die versuchen, sich fernab von den Massenmedien, insbesondere dem ÖRR, breitgefächert, in allen Belangen objektiv zu informieren.

Eine völlig aus dem Ruder gelaufene und zerrissene Gesellschaft möchte laut der Umfrage also lieber Waffen als soziale Sicherheit und Gerechtigkeit. Die Meinungsmanipulationen, durch weglassen, ausgrenzen, canceln usw. durch die Politik, mit den bekannten Ausnahmen haben ihre Wirksamkeit erreicht. Hinzu kommt die permanente Propaganda und der Feindbildaufbau gegen Russland. Erschreckend und ernüchternd ist, dass diese böse Saat durch fast alle Bevölkerungsschichten aufzugehen scheint.

Ohne die Umfrageanalyse zu kennen, vermute ich, dass die meisten Befürworter im Westen und altersmäßig ab 50+ zu finden sind.

In alten ,, Guten Zeiten ” schwelgend, wie gut und stark die Bundeswehr, doch zu Zeiten des kalten Krieges war.

Die Mission Gehirnwäsche, mit dem Schlachtschiff ÖRR, gefolgt von fast allen anderen Medien ist aufgegangen und wird unaufhaltsam fortgesetzt. Ernüchternd ist für mich immer die Einsicht Erich Bonhoeffers über Dummheit…Dummheit ist nicht zwingend ein Mangel an Intelligenz. –  Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit “.
 
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


5. Leserbrief

Moin,

eine Gehirnwäsche ist hier gar nicht notwendig,  sondern nur eine Bevölkerung deren Mehrheit so verblödet ist, dass sie die Grundrechenarten nicht mehr in der Lage ist zu benutzen, also Aufgaben der Form: „Vier Tafeln Schokolade sollen gleichmäßig auf 2 Kinder aufgeteilt werden, wie viele Tafeln erhält jedes Kind?“. Laut dem folgenden Artikel ist die Mehrheit der Befragten bereit, 12 % des BIP für die Rüstung auszugeben: (berliner-zeitung.de/news/studie-deutsche-erwarten-militaerischen-konflikt-mit-russland-und-ziehen-ueberraschende-schluesse-li.10016147).

Da die Befragten dazu offenbar nicht in der Lage waren, rechne ich denen Die Auswirkungen auf sie persönlich mal vor: Es gibt 45 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland und das BIP beiträgt 4,5 Billionen, wenn wir jetzt die 4,5 Billionen Tafeln Schokolade auf die 45 Millionen Arbeitnehmer verteilen, erhält jeder Arbeitnehmer 10.000 Tafeln :) . Jeder der Befragten ist also bereit von seinem monatlichen Nettoeinkommen 830 Euro in die Rüstung zu stecken (bei Verheirateten verdoppelt sich das, nur so am Rande) und dieses Monat für Monat und Jahr für Jahr. Ich denke solche Leute sind auch bereit, im Schützengraben rumzulungern und darauf zu warten, dass eine russische Drohne sie versaftet. (Entschuldigen Sie meine Ausdrucksweise, aber ich bin über so viel Dämlichkeit fassungslos).

Lieber Grüße,
Michael Verner


6. Leserbrief

Guten Tag

Diese Umfrage und deren Ergebnisse halte ich für fragwürdig. Ich hätte gerne den Fragebogen gesehen. Der lässt sich nicht finden (zumindest habe ich ihn nicht gefunden und chatGPT auch nicht). Zur Hauptfrage: Angst vor den Russen oder Angst vor einem Krieg EU/Nato gegen die Russen? Das hätte ich gerne in den Fragen differenziert gesehen (und darum würde ich auch gerne den Fragebogen sehen). Ein Sample von etwas über tausend ist schmal für eine so wichtige Fragestellung; dann noch online, beides punkto Repräsentativität fragwürdig. Online schliesst bereits bestimmte, wenn auch wohl zahlenmässig kleine Bevölkerungsgruppen aus. Wie ist sichergestellt, dass das Sample die deutsche Gesamtbevölkerung repräsentiert? Mission Gehirnwäsche – mission accomplished?

Vielleicht haben Sie einen seriösen Sozialwissenschafter zur Hand, der bei Uni Leipzig / ifo nachfragt und das alles mal nachprüft?

Ich grüsse freundlich
Peter Hagemann


7. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel, sehr geehrtes Nachdenkseitenteam

Solche Umfragen werden mitunter auch deshalb gemacht, um die Wirkung von Kampagnen zu ermitteln und auch wie Sie richtig schreiben, “Manchmal sind Umfragen aber auch selber Teil der Manipulation”.
 
Obwohl die laufende Propaganda ja auch immer wieder von vermeintlichen Experten gestützt wurde, wäre es doch auch interessant, die Ergebnisse der Gruppe zu erfahren, die unmittelbar vor dem Test, nochmal gezielt von Experten “informiert” wurde (“Die übrigen Befragten beantworteten dieselben Fragen, erhielten zuvor jedoch Informationen zu Experteneinschätzungen über die Wahrscheinlichkeit zukünftiger militärischer Konflikte mit Russland”). Möglicherweise gab es unter der zweiten Gruppe auch mehrere Untergruppen, die unterschiedliche Experteneinschätzungen erhielten. Wahrscheinlich wollte man mit dieser Einteilung in mehrere Gruppen herausfinden, welchen Einfluss Experteneinschätzungen auf den Meinungsbildungsprozess haben, um zukünftig die Propaganda entsprechend gezielt nachjustieren zu können.
 
Es müsste doch jedem einleuchten, dass Russland angesichts der Probleme im Ukraine-Krieg niemals die europäischen NATO-Staaten angreifen würde, die militärisch und vor allem wirtschaftlich und hinsichtlich der Bevölkerung insgesamt ja um ein vielfaches stärker aufgestellt sind als die Ukraine und auch als Russland, wenn man die Atomwaffen Russlands nicht berücksichtigt.
Und wer die Ursachen dieses provozierten Stellvertreterkrieges kennt, geht wohl ohnehin nicht davon aus, dass Russland Europa angreifen würde. Aber Propaganda wirkt offenbar auch gegen besseres Wissen. Das ist nicht neu aber dennoch “absolut erschreckend”, wie Sie auch richtig schreiben.
 
Da die Befragung von Juli bis September 2025 durchgeführt wurde, sind neuere politische Entwicklungen, insbesondere solche die die zunehmende Fragilität der NATO deutlich gemacht haben, noch nicht mit berücksichtigt worden. Dies müsste eigentlich noch erheblichen Einfluss auf eine entsprechend aktualisierte Erhebung haben.
 
Mir erschließt sich aber grundsätzlich auch nicht, wie eine Stichprobe von 1095 Personen, die im Rahmen einer Online-Umfrage befragt wurde, für die deutsche Bevölkerung repräsentativ sein und belastbare Ergebnisse liefern soll.
 
Fritz Gerhard


8. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

es gibt eine ganze Reihe Auffälligkeiten im Zusammenhang mit der Befragung.

Russlands militärische Aggression, warum nicht was die deutsche Bevölkerung denkt über militärische Aggressionen? Also ganz allgemein.

Sicherheitspolitik, viel zu allgemein, müsste sein Sicherheit in der Aussenpolitik, der Begriff Sicherheitspolitik umfasst ja ebenfalls die allgemeine innerdeutsche Kriminalität.

Eine solche Befragung dient, selbst wenn sie vollständig richtig und gut ausgeführt wurde, der Mehrheitserzeugung, wenn die Mehrheit so denkt wird das schon seine Richtigkeit haben und Menschen suchen Übereinstimmung mit der Mehrheitsmeinung der Gruppe.

Fällt auf, Benutzung vom Begriff Wehrhaftigkeit, das Wort Kriegstüchtigkeit aus der Politik wird nicht benutzt.

Methodik der Befragung

Wie wurden die 3297 Personen ermittelt, ausgewählt und kontaktiert ?

Bilendi ist wohl ein multinationaler Großbetrieb, Spezialist online Befragungen. Nur online? Menschen ohne Computer / Email konnten also nicht befragt werden ?

Wie kam Bilendi an die online Kontaktmöglichkeit der Befragten ( Beispiel Email ) ?

Expertenmeinung, welche? Wie wurden die ausgewählt, aufgrund welcher Kriterien? Durch geschickte Auswahl der Experten kann man eine gewünschte Expertenmeinung erzeugen.

Befragte 18 bis 74, gut, aber Bildungsstand der Befragten ? Handelt es sich dabei um eine Repräsentatieve Auswahl ?

Militärausgaben ausgedrückt in % BIP ist ja schon manipulativ, da das richtige Kriterium % Staatshaushalt ist. 3% BIP ist viel mehr als % vom Staatshaushalt.

Sicherheitspolitische Sensibilität der Bevölkerung, wie kam diese Sensibilität zustande ? Angstmache durch Medien und Politik ?

Wichtig im Zusammenhang mit der Befragung wäre die Erfassung gewesen bei den Befragten wie ihre Meinung zustande gekommen ist. Wie oft und mit welchen Medien erlangen sie ihr Wissen um militärische, sicherheitspolitische und aussenpolitische Themenbereiche ? Zeitung, Nachrichten     ( ARD/ZDF ), Spiegel, Facebook, Gespräche in Familie und Freundeskreis ? Fachliteratur ?

Befragte: Parteimitglied? Wenn ja welche ? Welche Partei wählen sie ?

Bei den Referenzen zur Befragung fällt sofort der Atlantic Council auf: Stark pro USA Denktank.

Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens


9. Leserbrief

Da läuft es mir kalt über den Rūcken:

Da war doch was vor nicht langer Zeit, von einem Crack der Propaganda, «wollt ihr Butter oder Kanonen?»

Entweder unsere Politiker haben nie mit ihren Eltern oder Großeltern über die Vergangenheit gesprochen oder sie versuchen, an Erfahrungen anzuknüpfen. Und da: wehret den Anfängen!!!

Rolf


10.Leserbrief

Hallo,

Ist doch toll… ungefähr 70 % der Bevölkerung sind sozusagen Wehrhaft eingestellt…die sind dann bestimmt auch alle ganz vorne mit dabei bei „Auf in den Kampf“ gegen Russland oder wen auch immer…

Das heißt dann rund 56 Millionen Deutsche die dann in den Krieg ziehen…

Pass auf du böser Russe ( oder wer auch immer ) wir kommen und machen dich platt!

Der Sieg ist unser!

Grüße
T. Rath


Sehr geehrter Herr Riegel,

auch ich habe von diesem “Umfrageergebnis” gelesen, nur glaube ich diesen Zahlen nicht. Zum einen kann und wird jede Umfrage schon durch die Fragestellung beeinflusst, zum anderen kann man durch die Fragestellung ein bestimmtes Ergebnis generieren, und zum dritten wird bei Themen wie Krieg, Bedrohung, “der böse Russe”, Militarismus und Aufrüstung gelogen, daß sich die Balken nicht nur biegen, die zersplittern in zig-tausende Stücke! Das Ergebnis dieser “Umfrage” unterstützt all die gerade erwähnten Themen! Aber so dumm sind die Menschen nicht! Zudem macht der Blackrock-Kanzler Merz offensichtlich einzig und allein Politik für seine und BlackRocks Aktienpakete! Und Aktien von Firmen, die Tötungsmaschinen herstellen, brauchen zwingend Krawall und Krieg! Die ganzen Militaristen leiden schon schwer unter der Friedensangst, denn dann können sie von ihren Kriegsgewinnen nur träumen! Deshalb ist nicht nur das Ergebnis dieser Umfrage völlig unglaubwürdig, es ist eine Lüge, wie zig-tausende andere Meldungen auch, die Aufrüstung und Krieg fördern! Russland ist nicht unser Feind!

Mit freundlichen Grüßen
Martin Blasczyk


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Leserbriefe zu „NachDenkSeiten-Redakteur Florian Warweg wechselt zur Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung“

25. Januar 2026 um 12:00

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Florian Warweg hat in diesem Beitrag mitgeteilt, dass er die NachDenkSeiten verlassen und ab Februar als Parlamentsberichterstatter zur neugegründeten Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ) wechseln werde. Geschildert wird, wie es zu dem Wechsel gekommen sei. Holger Friedrich, der Verleger der Berliner Zeitung, habe ihn angerufen und bekundet, dass er ihn gern für ein neues Projekt, den Aufbau der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ – „Projekt Halle“), als Parlamentsberichterstatter gewinnen wolle. Über Wochen sei er hin- und hergerissen gewesen. Schlussendlich habe dann jedoch der „‘Abenteurer’ (und Jungpionier)“ in ihm gewonnen. Wir haben hierzu zahlreiche und interessante Leserbriefe erhalten und bedanken uns dafür. Die nun folgende Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Hallo Nachdenkseiten-Team!

Oh je! Was für eine Nachricht! Trotzdem dem Florian Warweg auf seinem Kurs volle Unterstützung! Mag er in neuen Aufgaben so präsent sein, wie in der alten „compañerismo“! Gruß!

Jürgen Hagenguth


2. Leserbrief

Lieber Florian Warweg,

ich werde die Beiträge und kritischen Nachfragen vermissen.

Gleichzeitig kann ich die Entscheidung, ein spannendes Projekt zu übernehmen, sehr gut verstehen .

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, bleiben Sie gesund, standhaft und optimistisch.

Solidarische Grüße
Ingrid Morgenstern


3. Leserbrief

Lieber Florian,

vielen Dank für Deine ausführliche Darstellung wie und warum es jetzt zu dem Wechsel zur OAZ kam. Auch das ist nicht selbstverständlich und zeichnet wiederum Deinen besonderen Charakter aus.

Wir haben Dich bei den Vorträgen in Würzburg und Schweinfurt als einen Journalisten kennengelernt, so wie er im Buch steht.

Wir sind gespannt, wie Du Dich in dieses neue Projekt einbringst und wünschen Dir von Herzen dabei weiterhin unerschöpfliche Energie und den unverändert unbändigen Willen, gegen die etablierten Propagandisten in den westdeutschen Medien ein deutliches Zeichen zu setzen.

Danke für Deine bisherige Arbeit bei den NDS – wir behalten Dich im Auge!!

Alles Gute wünscht Dir der NDS-GK SW/WÜ

Michael Kraus und Klaus Herrmann


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Warweg, sehr geehrtes Nachdenkseiten-Team,

das Jahr geht ja gut los.…

Bei all dem Irrsinn, der aktuell in der Welt – vor allem auch in Deutschland – geschieht; jetzt auch noch das.

Florian Warweg verläßt die NDS. Das ist sehr schade – also für uns Leser der NDS. Es ist gut für die Leser und die Kollegen der OAZ, die sich auf bzw. über einen hervorragenden Journalisten freuen können. Und wir können uns schließlich auf ein weiteres kritisches Medium freuen, das dazu beitragen kann, dass sich in diesem Land etwas zum Besseren ändert.

Uns bleibt auch Herr Warweg (hoffentlich) bei der BPK erhalten, wo er weiterhin mit Hintergrundwissen und kritischen Fragen ein Stachel im Fleisch dieser arroganten, nichtantwortenden Pressesprecher der Regierenden bleiben wird.

Ihnen, lieber Florian Warweg herzlichen Dank und alles Gute.

Viele Grüße
Marina Fleisch

P.S. Auch dem Team der Nachdenkseiten ein herzliches Danke für Ihre wertvolle Arbeit und alles Gute.


5. Leserbrief

Klar, muss man akzeptieren, als bloß Leser und Nutznießer fremden Engagements sowieso. War er da mit seinen großartigen Beiträgen zur BPK, ist er dann leider auf den NDS nicht mehr vertreten – das eine habe ich so unverdient genossen wie ich das andere klaglos hinzunehmen habe.

Viel Glück und dem neuen Unternehmen insgesamt und überhaupt Erfolg! Vielleicht sind die Zeiten für ostdeutsche Mediengründungen ja wieder günstiger? Ich erinnere mich noch mit Wehmut an das Wochenblatt „Mecklenburger Aufbruch“ der Regine Marquardt, das den Verteilern zunächst geradezu aus den Händen gerissen wurde, nach wenigen Jahren aber der Konkurrenz der Qualitätspresse (BILD & Co.) erlag. Der Mensch ist gut, nur d‘ Leut san schlecht (Karl Valentin).

Tempto? Schön. Wer wagt, kann verlieren, wer nicht wagt, hat schon. Mit diesem Wort gibt es aber auch einen anderen Satz: Ne nos inducas in tentationem. ;) O.k., Spruchweisheiten gibt es für alles und gegen alles. Ich wünsche Ihnen das Glück des Tüchtigen!

Konrad Wasielewski


6. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie schade, dass Florian Warweg die Nachdenkseiten verlässt! Dabei verstehe ich sehr gut, dass die neue Herausforderung ihn sehr verlockt, und vielleicht gelingt es ja auch, die von westlichen Medienkonzernen dominierte Presselandschaft im Osten der Republik aufzumischen, was natürlich sehr wünschenswert ist!

Die gegenseitige Wertschätzung im Nachdenkseiten-Team finde ich schön und erfreulich!

Natürlich wäre es gut und wichtig, wenn auch künftig ein Vertreter/eine Vertreterin der Nachdenkseiten die Bundespressekonferenz besuchen und dieser mit kritischen Fragen auf den Zahn fühlen würde.

Aufschlussreiche Antworten sind an der Stelle zwar auch künftig kaum zu erwarten. Aber genau das zu entlarven, halte ich auch weiterhin für unerlässlich.

Mit freundlichen Grüßen
Ursula Mathern


7. Leserbrief

Lieber Florian Warweg,

vielen Dank für Ihre Arbeit und alles Gute für die Zukunft des neuen Projekts des Berliner Verlags.

Ich schlage vor, dass die Nachdenkseiten möglich viel in den Hinweisen aufgreifen können, wie auch jetzt schon aus der Berliner Zeitung.

Mit freudlichen Grüßen
Helmut Häuser


8. Leserbrief

Lieber Florian,

ich spreche Dich unbekannter Weise einfach so an.

Als Ansprechpartner des NDS-Gesprächskreises Karlsruhe gibt mir das Morgenrot etwas zu denken, was nicht umsonst in die mit sozialer Eiseskälte bepackte, die heutige ‚kriegsbesoffene’ Zeit, passt; ein Lied, welches im 2. WK die ‚Landser’ oft sangen – Reiters Morgenlied:

„Morgenrot, Morgenrot, leuchtest mir zum frühen Tod…“

Genau das wünsche ich Dir nicht. Ich hoffe und wünsche, Ihr, Du wirst dieses „Ossi-Blatt“ zum Erfolg führen. Es wäre wichtig!

Sollte es nicht klappen, nimm die letzte Zeile:

„Nun so will ich wacker streiten,
Und sollt‘ ich den Tod erleiden,
Stirbt ein braver Reitersmann“.

In diesem Sinn ein Wunsch „Halt‘ die Ohren steif“

Liebe Grüße
Uwe Greiffenberger


9. Leserbrief

Mir fällt kein deutscher Journalist ein, der mit so viel Widerständen bei seiner Tätigkeit konfrontiert war, wie Herr Warweg. Was ihm bei den Bundespressekonferenzen ein oder mehrmals die Woche über etliche Jahre an Ablehnung von den Pressesprechern/innen der deutschen Regierung entgegenschlug, wie man ihn dort verdächtigte, brüskierte und abspeiste das ist wohl in der Geschichte dieser Veranstaltung und darüberhinaus vielleicht im gesamten deutschen Journalismus beispiellos. Immer wieder haben Leser der NDS dabei sowohl seine Geduld und Leidensfähigkeit als auch seine Unerschrockenheit und Fähigkeit bewundert, mit klugen Fragen auf Sachverhalte hinzuweisen und entsprechende Antworten durch die Bundesregierung einzufordern.

Mit seinen Berichten und Videos aus den Konferenzen, sowie seiner großen Anzahl exzellenter Recherchen, Analysen und Artikeln in den NachDenkSeiten hat sich Herr Warweg herausragend für diese in Deutschland führende kritische Webseite und damit auch für den deutschen Journalismus verdient gemacht. Ihm gelten dafür mein Dank und Respekt, sowie meine besten Wünsche für seine neue und wichtige berufliche Aufgabe.

Mit bestem Gruß
L. Salomons


10. Leserbrief

… und dann war Warweg weg

Die Begründung für Warwegs Wechsel zur Allgemeinen Ostdeutschen Zeitung (eine Tochter der Berliner Zeitung) ist schwer nachzuvollziehen, wenn er seine Zeit bei den Nachdenkseiten so überschwänglich in den Himmel lobt.

Bei der BZ wurden in den letzten Monaten drei Redakteure gekündigt. Anlass waren kritische Artikel zu Corona und Palästina. Da stellt sich mir die Frage, welchen Weg wollen Herausgeber und Chefredaktion in Zukunft gehen, wenn man ausgerechnet in den Topthemen kritische Redakteure rausschmeißt und sich so sich in Richtung Mainstream begibt. Was erwarten die vom Öffentlichen Rundfunk gecancelten Redakteure Mücke, Skambracks, Teske, Welchering, (und jetzt Warweg ) die unter dem Dach der BZ bei der AOZ eingestiegenen sind, für publizistische Freiheiten ?

Das Verhalten des BZ-Herausgebers Holger Friedrich, einen wichtigen Redakteur von einem nicht zum Mainstream gehörenden Medium abzuwerben, halte ich für skandalös. Steckt dahinter eine Strategie?

Freundliche Grüße
Andreas Faber


11. Leserbrief

Lieber Herr Warweg,

zuerst dachte ich, dass Sie diesem intoleranten Tribunal entfliehen wollten, der Gesundheit zuliebe, aber Sie wollen/sollen sich weiterhin diesem „Gremium“ aussetzen. Dass es gelingen wird, die dominierende westliche Medienphalanx zu durchbrechen bezweifle ich, wenn überhaupt, dann wird es sehr viel Zeit benötigen – und noch mehr Geld, das die andere Seite im Übermaß besitzt.

Vielleicht könnte die OAZ einen Antrag stellen, ebenfalls eine Berechtigung für Zwangsgebühren erheben zu dürfen, dann wäre das Thema Cash vom Tisch. Damit der Bürger nicht doppelt belastet wäre, müsste der OAZ-Beitrag von der bisherigen Alimentation einbehalten bzw. abgezweigt werden (Sarkasmus aus). Gut finde ich schon mal, dass es einen Gegenpol, einen Wettbewerb geben soll, wenn auch unter schwierigsten Bedingungen. Vermutlich werden die neuen Medien vorwiegend im Osten Anklang finden und auch dort nicht vollständig, inwieweit der Westen sich damit identifiziert muss man sehen. Was abhängig sein wird von der Bereitschaft der Menschen Verstand anzunehmen und die Situation einzuordnen, sowie sich den zunehmenden Nötigungen und Verbotsorgien zu widersetzen. Ich wünsche hierzu viel Glück und ein gutes Ankommen, sowie einen schnellen Auf- und Anstieg der Leser und Abonnenten. Gerne würde ich mich irren hinsichtlich Geschwindigkeit und Funktionalität – indem die OAZ einschlägt wie ein Bombe und in Rekordzeit tolle Absatzzahlen hervorbringt durch gute, objektive und ehrliche Aufklärung/Berichterstattung, Journalismus statt Journaille.

Mit freundlichen Grüßen
E. Bauer


12. Leserbrief

Lieber Florian,

danke, dass du uns bzgl. deiner Entscheidung für den „Aufbruch zu neuen Ufern mit ins Boot genommen“ hast.

Und ja, das Lied „Dem Morgenrot entgegen“ kenne ich natürlich als jemand, der im Osten Deutschlands sozialisiert wurde. Als Gesangbegeisterte habe ich es gleich vor mich her singen müssen, nachdem ich mit dem Lesen deines Textes fertig war.

Ich wünsche dir für dein neues Betätigungsfeld viel Kraft, Gesundheit und Erfolg.

Und möge dich die Begeisterung für uns Ossis nie verlassen – egal wie kräftig der Gegenwind auch sein mag.

Von Epiktet möchte ich dir folgendes auf den Weg geben: „Die Wahrheit siegt in und durch sich selbst; die Meinung nur in anderen.“

Sei herzlich gegrüßt und Veceremos!

Martina R.


13. Leserbrief

Liebe Redaktion, ein solches Projekt kann ich als Ossi nur begrüßen und ich wünsche viel Erfolg, sowohl dem Zeitungsprojekt als auch Herrn Warweg.

Für mich gäbe es dann neben den NDS ein weiteres alternatives Medium, das es zu lesen lohnt.

Herzliche Grüße Ilka Müller


14. Leserbrief

Lieber Florian,

vielen Dank für Deine Integrität und Deine echten journalistischen Leistungen. Dafür, dass Du die Lügner auf der Anklagebank der BPK entblößt hast und immer wieder nachgehakt hast. Dafür, dass Du nicht wie viele andere Deines Metiers mitgemacht hast, nicht umgefallen bist! In der heutigen Zeit Bedarf es dazu echten Mutes, meine Bewunderung dafür. Ich wünsche Dir das Beste bei Deiner neuen Berufung, ich hoffe, dass dort etwas entsteht, das wieder Vertrauen in die Medien und Journalisten schafft! Viel Erfolg und Glück dabei!!

Beste Grüße
H. Dietrich


15. Leserbrief

Lieber Florian Warweg,

“schluchz”…

Ich wünsche ein gutes Gelingen für den neuen Abschnitt. Das innere Hin und Her, bis die Entscheidung dann geboren war, kann ich sehr gut nachempfinden.

Auch wenn Sie in ein neues Team hineinwachsen, sind Sie ja im weiteren Sinne der “Seite des Nachdenkens”, der hinterfragenden Sicht auf Seiten des ungenügend oder gar nicht Berücksichtigten in Deutschland nicht verloren. Als ein solches Projekt schätze ich Ihren neuen Tätigkeitsbereich ein.

Es gebührt Ihnen ein sehr großer Dank für die bisherige Arbeit, Ich bin vor Bewunderung immer fast dahingeschmolzen für das tapfere Auftreten in der BPK -ich könnte mir für mich in jüngeren Jahren höchstens dieses unbeirrt Nachfragen vorstellen – aber an der ganzen Feindseligkeit dann nicht zu zerbrechen, das Dabeibleiben und Durchhalten, das hätten Viele nicht geschafft. Toll.

Wie Sie über Ihren Abschied schreiben, strahlt herzenswarm – das Kopf und Herz bei Ihnen näher aneinander zu liegen scheinen, gehört wohl zu Ihrem “inneren Ossi”. Das wird dem NDS – Team fehlen, die Nachdenkseiten haben für mich die für viele Wessi-Linke-traditionell typische kühle Ausstrahlung.

Alles Gute und herzliche Grüße!

Marlis Cavallaro


16. Leserbrief

Lieber Herr Warweg,

vielen Dank für Ihre Tätigkeiten bei den NachDenkSeiten, die ich außerordentlich geschätz habe!

Für Ihren weiteren Weg wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

Viele Grüße!
Von unserem Leser H.M.


17. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Warweg,

vielen Dank für Ihren unermüdlichen und mutigen Einsatz.

Für die neue Tätigkeit wünsche ich Ihnen alles Gute, verbunden mit der Hoffnung, Sie hier bei Gelegenheit wieder zu treffen.

Herzliche Grüße
Gernot Hoffmann


18. Leserbrief

Lieber Kollege Warweg,

meinen Glückwunsch zu der neuen Tätigkeit in Halle. Eine kleine Korrektur möchte ich jedoch anbringen. Das Thüringer Pressemonopol für Tageszeitungen stellt die „Funke Mediengruppe“ dar. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die Medien in der BRD im Wesentlichen von fünf Familien beherrscht werden. Der herrliche Beitrag von Volker Pispers: „Wem gehören die Medien…“

ist noch heute so aktuell wie damals.

Deshalb finde ich das Projekt des Herausgebers der „Berliner Zeitung“ ,eine „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ zu gründen, hervorragend. Im Moment gehört es zur offiziell verkündeten Staatsmeinung, die von den Volksgenossen wiederzukäuen ist, dass die „Berliner Zeitung“ von Putin persönlich gefördert wird. Ich halte solche Verleumdungen für eine Auszeichnung zu journalistischem Qualitätsbewusstsein. Darum wünsche ich dem Projekt auch viel Erfolg. Nichts ist dringlicher als eine Konkurrenz zu den Länderzeitungsmonopolen. In meiner Thüringer Zeit gehörte ich wegen lokalpolitischer Besonderheiten zu den Wenigen, die eine andere Zeitung als die der Funke-Mediengruppe in Thüringen vertraten.

Meine Hoffnung besteht auch darin, dass es den „Nachdenkseiten“ gelingen wird einen guten Ersatz, der mit starken Nerven ausgerüstet ist, für die Bundespressekonferenz zu finden. Als streitfreudiger und der Polemik nicht abgeneigter Ruheständler bewundere ich die Gelassenheit, mit der Sie die hohlen Phrasen, das absolut inhaltsleere Gequatsche und die Lügengespinste, welche rückgratlose Staatsmeinungsverkünder dort präsentieren, ertragen haben und versuchten diese ad absurdum zu führen.

Stephan Ebers


19. Leserbrief

Scheiden tut weh!

Das Nachdenkseitenteam verliert einen Klassemann. Man darf ihn zweifelsohne eine Edelfeder nennen. Er wechselt in den Osten, dorthin, wo der Überkanzler H.K. 1990 versprach, dass blühende Landschaften in naher Zukunft entstehen würden, in denen es sich zu leben und -nicht zu vergessen- zu arbeiten lohnt. Wir leben nun im Jahr 2026 und es dominiert im politischen Wundergarten die AfD. Die CDU lassen wir besser im Zusammenhang mit Florian Warweg außen vor.

Die Presselandschaft hier in diesem Staat, der sich “Unseredemokratie” nennt, welche auf regelbasierten Werten fußt, ist einer schleichenden Erosion anheimgefallen, die sich stetig verschärft. Welch traurige Beschaffenheit sie darstellt, hat Warweg anlässlich der Bundespressekonferenzen nimmermüde entlarvt – für mich immer ein Haupt- und Staatsvergnügen. Dieser böse Prozess spielt sich allerdings nicht nur in “Useredemokratie” ab. Der Schweizer Militäranalyst Jaques Baud mag als Beispiel dienen. Man hat ihm noch nicht einmal eine Straftat vorwerfen können und doch hat man ihn sanktioniert, mit existenziell bedrohlichen Folgen. Auch die Nachdenkseiten sind von diesem bösen Politwillen schon bedroht worden.

Holger Friedrich, dem Verleger der Berliner Zeitung, ist die journalistische Klasse von Warweg nicht entgangen. Er konnte ihn für ein anspruchsvolles Projekt gewinnen,, das in diesem Artikel beschrieben wird. Ich bin ein Uraltpauker und Zeitzeuge des NDS-Herausgebers Albrecht Müller und ich weiß, was der in seinen jungen Jahren an der Seite von Brandt und auch Schmidt geleistet hat. Es wird ihm sicher “etwas” wehtun einen solchen Mann zu “verlieren”! Aber er hat ja nach wie vor eine Mannschaft, die “aus besonderem Holz geschnitzt ist (Warweg)”. Und: Er findet immer wieder würdige Leute für das NDS-Redaktionsteam.

Eine kleine Anmerkung noch zum Schluss: Die letzten Jahre -insbesondere die Themenkreise Corona/Ukraine/Menschenrechte/Völkerrecht- haben eine Ausdünnung der Pressefreiheit gezeitigt, die bedrückend ist. Sogenannte Qualitätsmedien tippen auf einer Tastatur, die vom Hegemonen aus gods own country gebastelt ist. Das ehedem so genannte Sturmgeschütz der Demokratie habe ich schon lange “deabonnisiert”. Nur eine Tageszeitung (auch online) hat es immer wieder gewagt, eine andere Meinung zu servieren.

Florian Warweg geht beruflich nun dem “Morgenrot entgegen”! Es steht sehr zu wünschen, dass er auf diesem Weg immer mehr Menschen mitnehmen kann, denn für mich liegt unsere Zukunft im OSTEN – im Wertewesten liegt eine Vergangenheit, die uns hoffentlich nicht noch einmal einholt – ein drittes Mal!

Mit Dank und den allerbesten Wünschen
Dieter Münch


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Leserbriefe zu „Trumpverstehen für Anfänger“

24. Januar 2026 um 15:00

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Hier kommentiert Jens Berger die Rede von US-Präsident Donald Trump in Davos. Wer in ihm einen klassischen Staatsmann sehe, dessen Worte man nach einem klassischen Maßstab interpretieren und bewerten könne, werde scheitern. Und wer eifrig nach einem Bruch in der Weltpolitik der USA suche, werde ebenfalls scheitern. Grundsätzlich neu sei jedoch die Art und Weise der Kommunikation: „Eigentlich müsste man Trump sogar dankbar sein, zeigt er doch schnörkelloser und direkter als sein Vorgänger, wie sich die USA auf der Weltbühne sehen“. Wir danken für die interessanten Zuschriften, die wir hierzu erhalten haben. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Hallo NDS,

hierzulande sind die Politikmacher, Alphajournalisten usw. ja alle Mitglieder der Atlantik-Brücke, das sagt alles.

Fritz Schmidt


2. Leserbrief

Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,

sehr geehrter Jens Berger,

ein klasse Artikel, den man eigentlich den selbsternannten Eliten dringend zur Lektüre empfehlen sollte, allein ich befürchte, sie würden es ohnehin nicht verstehen oder nicht verstehen wollen.

Die Gouverneur aus Kalifornien, Gavin Newsom, hat es in einem Interview in Davos deutlich ausgesprochen, wie man mit diesem Menschen umgehen muß – und die Knieschoner für die Europäischen Staatenlenker hatte er auch schon dabei (1:07)

Was man allerdings auch im Hinterkopf haben sollte, ist, daß dieser unberechenbare US-Präsident zudem Oberbefehlshaber der mächtigsten Armee des Globus ist.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Meiser


3. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

um Trump zu verstehen, reicht es völlig aus, das Psychogramm gelesen zu haben, welches Rainer Mausfeld in seinem letzten Buch “Hegemonie und Untergang” skizziert. Ich darf daraus zitieren (Seite 147):

“Diese psychische Verfasstheit verkörpert Donald Trump, als US-Präsident Oberbefehlshaber des größten Gewalt- und Zerstörungsapparates der Geschichte, in einer bis zur Karikatur gesteigerten Form. Er scheint unfähig, die Dinge, über die er spricht, und die Wörter, mit denen ihn seine “Berater” versorgen, auch nur minimal zu durchdenken. Seine Wörter lassen keinen ernsthaften Kontakt zur Realität erkennen. Er scheint nicht einmal den Unterschied zwischen dem einen und dem anderen zu begreifen. Seine Sätze haben auch untereinander einen rationalen Bezug verloren und widersprechen sich fortlaufend. Selbst zur Lüge scheint er nicht fähig, da er den Unterschied von Lüge und Wahrheit nicht begreifen kann. Dieses moralische Defizit wird freilich in der politischen Klasse, sofern nur der notwendige Schein gewahrt bleibt, geradezu als Qualifikationsmerkmal für Führungspositionen angesehen. Trumps Wortäußerungen stehen ganz im Dienst archaischer Obsessionen. Sie kreisen um Macht, Kampf und Sieg. Sie sind Ausdruck ungehemmter Aggressionsbereitschaft und bestehen aus Kaskaden von Wortreflexen, die zwischen Drohungen, wüsten Drohungen und infantilen Siegerposen schwanken.”

Damit ist alles gesagt. Lohnt es sich, über diese Figur noch Abhandlungen zu schreiben? Interessanter wäre es eigentlich, nun die Verfasstheit derer zu beleuchten, die sich mit Herrn Trump noch im Licht der Öffentlichkeit zeigen oder gar mit ihm verhandeln.

Mit freundlichen Grüßen
Björn Ehrlich


4. Leserbrief

“Nicht nur dieser Präsident, sondern das ganze Land ist eher ein Fall für die geschlossene Abteilung in der forensischen Psychiatrie.

Wollte ich doch gerade sagen.

Und was ist mit den deutschen Politikern los? Die sind so d..f. Das Land degeneriert schleichend schon seit etwa 40 Jahren, da kann man keine Kompetenz mehr erwarten. Dass es noch Kompetente gibt, Müller, Lafontaine und andere, stimmt auch. Aber dass die aus dem Spiel gemobbt wurden, ist auch eines der Symptome, Funktionen, dieser Degeneration.

Dass Merz &Co. noch einmal “Schach oder Go lernen”, halte ich für ausgeschlossen, Begründung s.o..

Und die USA? Die sind schon weiter. Da bröckelt jetzt auch noch die Fassade ab. Diplomatie ade, dafür Schulhofpöbelei und Mafia”kultur”.

Bleibt die Hoffnung auf Russland und China. Die machen diesen Kindergarten nicht nur nicht mit, sie reagieren auch zurückhaltend und weise. Steht ja im Artikel, Schach und Go.

Gruß,
Rolf Henze


5. Leserbrief

Guten Tag Herr Berger,

der Westen hat jahrzehntelang blindwütig Länder zerstört oder bei der Zerstörung “geholfen” (z.B. Libyen, Irak) und so Millionen von Menschen ins Chaos gestürzt. Aber nun sitzen die braven deutschen Bürger ganz entsetzt und verwirrt vor Fernseher, Smartphone und Notebook, weil die Führungsmacht des Westens bzw. deren Präsident “ein Stück Eis” haben will (für seinen schwarzen Humor kann man Trump durchaus schätzen!) oder die europäischen NATO-Staaten als politisch egoistischen und unfähigen Haufen kritisiert (womit er ja nicht Unrecht hat!). So redet die FAZ in einem Kommentar von heute vom “Ende der regelbasierten Ordnung” (vgl. aber meinen Eingangssatz. Schwarzen Humor und Geschwätz hat Trump offenbar nicht erfunden!), und Sie, Herr Berger, bemühen sich redlich, auch die verunsicherten Nachdenken-Leser zu beruhigen. All das führt in die Irre! :-) Ich sage: Chips und Kola oder was auch immer holen und Trump-Auftrittte fasziniert betrachten! So offenherzig konnte man noch nie einen Führer einer Weltmacht sehen. Nach dem Ende der Amtszeit von Trump wird sich jedenfalls dem objektiven Betrachter zeigen, dass der Haudrauf nicht halb so viel tatsächlichen Schaden angerichtet haben wird wie z.B. George Bush Junior.

Beste Grüße
Mike Koch


6. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

herzlichen Dank für Ihren Beitrag, auch weil diesbezüglich zur Mess-Latte (im Fair-Kehren) Sie schrieben:

„Wer in Donald Trump einen klassischen Staatsmann sieht, dessen Worte man nach einem klassischen Maßstab interpretieren und bewerten kann, wird scheitern. (…) Was jedoch in der Tat grundsätzlich neu ist, ist die Art und Weise der Kommunikation.“

Nicht der „zwanglose Zwang“ (Habermas) unser aller Kommunikations-Ideale leitet erkenn:bar „irrgend“ noch Trumps Trampeln, welches innerwestlich aus’m „Komm-Uni-on“-Gedanken genährt noch zu fassen, ja (un)wohl hieße, inmitten des Frosts religiöse Begriffe zum Fäustling sich überzustreifen, um zu verhüllen, dass darunter der Fingerspitzen zur Faust längst geballt sind.

Nicht nur das befremdet, dass wir selbst – unter Boxern – uns nicht nur rückwegs boxen sehen, sondern zunehmend untergebend: als Angezählte vorm Knock-Down (Nordstream, Umflaggung uns’rer R(h)einmetalle, UkRuine-Verwaltung, fingerbrandsfürchtig vor Fort Knox Mitschrei(t)en für `n marionett’res Geld, etc.). Wo Worte nicht mehr mit Wahrheit/Richtigkeit/Wahrhaftigkeit uns umgreifen, sondern selbst bereits Waffen”schläudern” wurden, krass gewiss im busynessfernen Privaten, für Big-Deals, wollen Augen wie Ohren `raus aus solch Milieu näh’rigem “Beau-den” der Business-Totalität, dem Entfremden; schlichtweg.

Der „Ay-terre“ uns`rer „Höre&Sehe“ (im Zeitalter der Ver-mittlung, zumahls) selbst ist schon durchmünzt aus „Komm-Märziellem“ – youtube übergreift weithin schon zum Monopol (inmitten Epsteinig-rockender Blackmails), verlegt`s daraus – mit einer Handvoll Mitarbeitern (als Brosamen der Pro-Fitmache) an abertausende Lehns-Vor-Leger aus und für „frucht-Ich“ Werbe-Millionen zum Kosten-Los Millionen B.Lu€gter – so dass der Staat der (ferngedachtr`en) Presse, unter deren Fair-Armung greifend (wie auch vice versa) – „Wa(h)rEs, bar?“ – was legen muss – und lässt unverlegen, fortg`n Schritts, verlaygen: als DSA-Türsteher der UN-Wohlfa€lls-Täter, Missfallendes bekanntlich hinter Lili Marleens Laternen die große Sperre ins Kasernen-Reich der „Ill-loose-…ionen“, in das die „Bös-Hyde“ des Fair-Schwörens „(sch…)-all-End“ geh-hör€.

Fair wandeln – End(SpannungsFalls)Zeiten, neue Atemluft sich zu suchen, nicht nur für die nds-Eigenbeiträge (danke, bspw.: wg. Odysee), auch für and’rer Empfehlenswertes, etwa die nds-Video-Hinweise (damit gehörigst bis dato wohl auch mitschaufelnd ins („steuergünst’geh“)„Werb-€nde“ – nur einzahlende „Prämi-um“-YoutuberInnen können (herrenlos? fry wie will Ich!) seit kurzem (wer löst welche Herren aus?) noch (diese Empfehl-(statt fail-)Videos in Tuben sich tüten … für’n Garten, Sa(h)-tell-it-ausGeh-Finsternisse oder fürs Mahl mit Komm-nu-Freu(nd)en, äh: Companeers, wie “fairgang’ne” Kumpel, wohl wenn busy, g’rad“heer“aus, nun sich schimpfen…) ?

Danke mit freundlichen Grüßen
`n Nds-Geprächskreis-Leser
von unserem Leser U.M.


7. Leserbrief

Sehr geschätzter Jens Berger,

das Trumpsche Muster ist keineswegs neu und sollte an sich jedem Azubi bekannt sein.

Jede Gewerkschaft wird den dreifachen Satz dessen fordern, was als halbwegs realistisch angesehen wird. Und läßt sich dann in ausgedehnten Nachtsitzungen mit reichlich Champagner pp zähneknirschend herunterhandeln auf den eigentlich erwarteten Satz.

Jeder „Schurkenstaat“ knastet drei oder mehr übliche Verdächtige ein, um nach heftigen Protesten von amnesty und anderen Akteuren letztlich nur den meistgehaßten  Staatsfeind aufzuknüpfen. Läßt sich dann aber ob seiner humanen Rücksichten feiern und alle, bis auf den Unglücklichen, sind stolz auf das Ergebnis ihrer Bemühungen.

Was allerdings die deutschen Fähigkeiten und Gewohnheiten im Brettspielen pp angeht, scheint mir doch „Mensch ärgere Dich nicht“ etwas hochgegriffen. Also in Bezug auf die Politnasen und –Näsinnen der letzten Jahre fände ich doch eher „mau mau“ ganz treffend.

MfG
G. Hantke


8. Leserbrief

Hallo Herr Berger,

danke für Ihren Artikel in den Nachdenkseiten, der voll die herrschende Realität widerspiegelt.
Der trumpsche Enddarmbewohner Mark Rutte, Generalsekretär der NATO, hat dank territoriale Zusagen an Trump für Grönland, dessen Zolldrohungen abgewehrt.

Da sind die anderen Schleimer wie Starmer, Merz und Macron voll aus dem Häuschen. Langsam wird es eng im trumpschen Enddarm.

Aber mal im Ernst: Wer hat Rutte bevollmächtigt, über grönländisches Territorium zu verfügen?
Meines Wissens haben weder die grönländisch-autonome Regierung, noch die dänische Volksversammlung darüber abgestimmt.

Ich kann nur hoffen, dass beide Kammern ein deutliches NEIN zu den Großmachtphantasien von Trump sagen.

Den eines ist klar: wenn er jetzt mit seinen Drohungen durchkommt, wird Trump mit weiteren Forderungen zu Grönland kommen.

Aber wie sagte Merz: Russland und China greifen ja jetzt über Grönland an. Darum muss uns ja alles Recht sein.

Ich ende mal mit H. Heine: denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.

Mit freundlichem Gruß
M. Vogel

PS: ich würde nicht grundsätzlich das gesamte amerikanische Volk als Fall für die geschlossene Abteilung der Psychiatrie bezeichnen. Ich kenne genug amerikanische Kollegen, die ihre Politiker als stupid bezeichnen.
Das ist in Deutschland ja genauso. Leider überwiegen die Dumpfbacken, die seit Jahren immer denselben Parteiensalat wählen.


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Leserbriefe zu „Der Osten lässt sich nicht länger erklären – er erklärt sich selbst“

24. Januar 2026 um 14:00

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In diesem Beitrag berichtet Éva Péli über die Veranstaltung „Der Osten redet Tacheles“, die am 8. Januar 2026 im Berliner Pfefferberg-Theater stattgefunden hat. Sie habe mehr als 36 Jahre Jahre nach dem Mauerfall ein klares Zeichen gesetzt, dass die Rückeroberung der eigenen Geschichte kein Akt der Nostalgie sei, sondern eine politische Notwendigkeit – von der Kritik an einer „missionarischen“ West-Mentalität bis hin zur Analyse des politischen Vakuums, das heute die AfD fülle. Gerade in der aktuellen Krise der Bundesrepublik biete diese Krisenerfahrung eine wertvolle Ressource. Denn in der gegenwärtigen Instabilität liege für den Osten die Chance, die Defensive endgültig zu verlassen. Wir danken für die interessanten E-Mails dazu. Hier folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe. Für Sie zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Sehr geehrte Frau Peli,

vielen Dank für diesen Bericht über ein Ereignis das Mut macht.

1985 stand ich an der Westseite des Grenzzauns und dachte darüber nach, was wohl werden würde. Ich war fest davon überzeugt, dass diese Grenze auf ewig Bestand hat. 1989/90 bin ich dann sofort rüber, aus Neugier, nicht um den Ossies irgendwas erklären zu wollen. Das Essen im Gasthaus in Halberstadt war besser als im Westen. Auch das Bier. Aber das wusste ich schon vorher, Wernesgrüner wurde für Kenner importiert.

Seit über 30 Jahren bin ich mit einer “Ossie” verheiratet, nicht aus der DDR, noch weiter weg. Der kritische Abgleich unserer politischen Anschauungen dauert bis heute an. Aber über eines sind wir uns einig: Eine kritische, ehrliche Verarbeitung der Vergangenheit vor 1945 hat es im Westen nie gegeben. Ich vermute das ist der Hauptgrund dafür, dass sich die westliche Weltsicht, ideologisch mit einer moralisierenden Überheblichkeit, so verzweifelt behaupten will. Sie steht auf tönernen Füßen!

An demokratische Organisation glaube ich nach wie vor. Aber vielleicht so wie in der Schweiz, gegründet auf dezentrale, lokale Strukturen. Die BRD war nie eine Demokratie, das wird jetzt langsam klar. AfD? Rechtsausleger der CDU, das geht für einen “Sozi” in der 4. Generation gar nicht. Nur, mit der SPD hat schon Tucholsky, lange vor meiner Zeit, Schluss gemacht. Bei den Grünen durfte ich das 1989 selbst erledigen. Die Parteiendemokratie funktioniert nicht mehr. Sind alle korrupt oder auf dem Weg es zu werden.

Aber Obacht, liebe Wessies! Wenn ihr die Schnauze voll habt von den derzeitigen Verhältnissen. Es genügt nicht, dass ihr den Ossies um den Hals fallt. Ihr müsst Eure eigene Sch…e schon selbst bearbeiten. Und das geht zurück bis 1945, 1933, 1871. Schon Bismarck waren seine Untertanen egal, ganz zu schweigen von Willi Zwo. Und der Untertan hat’s mitgemacht. Werde ich es noch erleben, dass ich seelig einschlafen kann, “wenn ich an Deutschland denke in der Nacht”?

Viele Grüße,
Rolf Henze


2. Leserbrief

Meine nachstehenden Texte stammen aus den vor mehr als 25 Jahren entstandenen drei „Spurensicherung“s Büchern“ unserer (insgesamt rd. 100 Mitwirkende zählenden) „Unabhängigen Autorengemeinschaft“ gleichen Namens. Zwar startete zunächst nur ich (mittels Zeitungsannonce) diese Aktion zur Sammlung von Zeitzeugenberichten und sorgte danach für Organisation, Koordinierung sowie Veröffentlich. Doch uns alle verband der Wille zum Widerstand gegen die ungeheuerliche Verfälschung und Diskriminierung der ostdeutschen bzw. DDR-Vergangenheit.

Seit einigen Jahren sind nun sämtliche Beiträge auch im Internet frei zugänglich. (s.u.) .

Ursula Münch (Jg. 1929)

Wenn ich als nunmehr 97Jährige auf mein Leben zurückblicke, waren die vier DDR-Jahrzehnte sowohl die wichtigsten als – trotz allerhand Problemen – auch die schönsten. Meine vier Kinder hatten in ihr ebenfalls eine wahre Heimat.

Sofern man sie heute überhaupt noch erwähnt, dann heißt es bestenfalls „Die DDR war grundsätzlich schlecht, aber es war natürlich nicht alles schlecht“.

Dagegen behaupte ich „Die DDR war grundsätzlich gut, aber es war natürlich nicht alles gut“.

Ursula Münch


3. Leserbrief

Hallo NDS,

einen Teilnehmer der Veranstaltung habe ich vermisst: Die Macher des Projekts “Ostdeutsche Allgemeine Zeitung”. Wie Sie der Selbstdarstellung und den Aussagen auf X entnehmen können, liegt hier eine hohe Übereinstimmung vor. Wurden Vertreter des Ostdeutschen Verlags eingeladen?

Unabhängig von der Veranstaltung könnte ich mir auch einen NDS-Beitrag über das Zeitungsprojekt (spätestens zum Start) gut vorstellen.

Beste Grüße
W. Dettmer


4. Leserbrief

Sehr geehrte Redaktion der Nachdenkseiten,

die “Rückeroberung der eigenen Geschichte“ war die Motivation für mich, meine eigene Lebensgeschichte bis 1990 zu reflektieren und sie zu für mich relevanten Ereignissen der DDR-Geschichte in Bezug zu setzen. Daraus entwickelte sich die Idee für einen Blog, den man hier einsehen kann: ilkahaydam.de “Mein Leben in der DDR”.  Noch bin ich nicht fertig damit, aber die ersten längeren Einträge halfen mir über einige wütende Verstimmungen hinweg, die sich im Laufe der letzten 35 Jahre aufgrund der politischen Entwicklung im geeinten Deutschland, aufgrund von erfahrener Diskriminierung und aus Unverständnis über die klischeehaften Narrative zur DDR-Geschichte aufgestaut hatten. Das Schreiben ist eine gute Therapie der Selbstbestimmung und Selbstbehauptung. Vielleicht will ja der eine oder andere mal nachlesen.

Herzliche Grüße. Ilka Müller


5. Leserbrief

Werte Frau Peli, wertes Team der Nachdenkseiten!

Schon beim Lesen des Beitrags hatte ich das Gefühl, dass sich hier erneut einige Personen versammelt haben, um ein Thema zu diskutieren, wobei sie auf einer distanzierten Ebene miteinander kommunizieren. Ich frage mich, ob überhaupt eine Lösung gefunden werden soll oder ob es nach dem bewährten Motto verläuft: Schön, dass wir uns getroffen und darüber gesprochen haben. 

Kurz zu meiner Person! Ich bin 61 Jahre alt, wurde in der DDR geboren und bin dort aufgewachsen. Ich habe ein funktionierendes Schulsystem durchlaufen und zwei Berufsausbildungen erfolgreich abgeschlossen. Während meiner Zeit in der DDR habe ich stets meine Meinung zu Missständen geäußert. Aufgrund eines Ausreiseantrags kam es zu Kontakten mit der Stasi. Im September 1989, da ich nicht mehr an eine Reform des Systems glaubte, siedelte ich über Ungarn und Österreich in die damalige Bundesrepublik Deutschland über. Ich arbeite derzeit im westlichen Teil Deutschlands, wohne jedoch wieder im Osten. Ein Grund war, dass ich häufig Schwierigkeiten mit der Mentalität einiger Westdeutscher hatte, die belehrend und besserwisserisch auftraten. Hinzu kam das fehlende Gefühl der aus der DDR gewohnten Intimität in den zwischenmenschlichen Beziehungen.

Meiner Ansicht nach besteht genau an dieser Stelle bereits ein Fehler in der vorliegenden Diskussionsrunde. Themen werden auf einer hohen Ebene von Personen diskutiert, zu denen der Durchschnittsbürger wenig Bezug hat. Tino Eisbrenner ist der Einzige aus der Gruppe, den ich besser kenne. Ich habe ihn schon zur Zeit der DDR durch seine Musik wahrgenommen und auch nach 1989 weiterhin verfolgt. Tobias Morgenstern sagt mir ebenfalls etwas, und vom Cicero habe ich ebenfalls schon gehört. Erinnert hat mich die Zusammensetzung des Podiums an die größte Demo am 04. November 89′ in Ostberlin, wo Personen (vor allem) aus der Kultur und Opposition auftraten und als Helden des Umsturzes gefeiert wurden. Die eigentlichen Helden waren die Bürger, die bereits zuvor auf der Straße präsent waren, zu einer Zeit, in der der Widerstand seitens des Staates und seiner Institutionen noch erheblich war.

Ähnlich wie die friedliche Revolution, die ursprünglich auf eine Verbesserung der Lebensverhältnisse in der DDR abzielte und sich von dem Motto „Wir sind das Volk“ hin zu „Wir sind ein Volk!“ entwickelte, wird gegenwärtig versucht, die ablehnende Haltung der Ostdeutschen in nachvollziehbare Kategorien einzuordnen. Die Bandbreite reicht von Bürgern, die von rechtsgerichteten Überzeugungen geprägt sind, bis hin zu undankbaren Protestierenden, die grundsätzlich gegen alles und somit auch gegen “unsere” Form der Demokratie sind. 

Abgesehen davon, dass wir in der DDR aufgewachsen sind und eine andere Sozialisierung durchlaufen haben als die Bürger der BRD, erscheint mir eine gewisse Empathielosigkeit verbunden mit einer dominanten Haltung des Westens immer wieder bemerkenswert. Diese, zusammen mit den Maßnahmen und Abwicklungen der Treuhand, hat die tiefsten Gräben geschaffen. Hinzu kommt die kontinuierliche mediale Berichterstattung über die Mängel des Systems in der DDR, verbunden mit den wiederholten Darstellungen Hitlers und des “Dritten Reichs”. Dadurch entsteht der Eindruck, die deutsche Geschichte bestehe ausschließlich aus diesen beiden Themenbereichen. Über die Unzulänglichkeiten und ebenso negativen Seiten des Systems der alten BRD wird, wenn überhaupt, mit einer gewissen Nonchalance berichtet.

Kaum einer unserer “Volsvertreter” denkt darüber nach, dass wir mehr oder weniger mit wachen Augen durchs Leben gehen. Trotz der anhaltenden medialen Propaganda, welche uns ein Weltbild und eine Realität vermittelt, die mit dem alltäglichen Erleben nicht mehr übereinstimmen, sowie der Politik, die – ähnlich einem Déjà-vu von 1989 – erneut in einem Paralleluniversum agiert, das ebenfalls wenig mit der tatsächlichen Realität gemein hat, sind wir weiterhin befähigt, zwischen dem Wahrhaftigen, dem Vergangenen und dem Realen zu differenzieren und darauf angemessen zu reagieren.

Nun man kann es mit Ostalgie oder wie Herr Grau es formulierte: „Wir sind das überlegene, sozialistische Deutschland – vielleicht ärmer, aber solidarischer und mit mehr Gemeinschaftsgefühl” erklären. Ein Gefühl, das ich persönlich überhaupt nicht hatte! Abgesehen von der Solidarität und dem Gemeinschaftsgefühl untereinander, die wiederum auf den Mangel an bestimmten Produkten zurückzuführen waren. Man kann es auch mit Minderwertigkeitskomplexen, Undankbarkeit und Ähnlichem in div. Gesprächsrunden erklären. Solange es keine gründliche Aufarbeitung beider Systeme gibt und die Diskussion auf einem Niveau geführt wird, das viele Menschen ausschließt, weil es zu abstrakt und zu theoretisch ist, wird sich nichts ändern.

Zum Schluss möchte ich noch eine kurze Anmerkung zum Aufstieg der AfD insbesondere im Osten Deutschlands machen. Ich betrachte die AfD nicht als die Lösung für die Probleme der Ostdeutschen. Sie ist eine neoliberale Partei, die auf hoher Ebene stark von angloamerikanischen Einflüssen geprägt ist. Im Osten wird das momentan eher kritisch gesehen. Trotzdem stellt sich die Frage: Warum geben die Menschen dort ihr ihre Stimme? Man fühlt sich komplett entwurzelt, als Fremder im eigenen Land, nicht mehr von den sogenannten “etablierten Volksparteien” vertreten und muss hilflos zusehen, wie gesteuerte Politiker unser Land sehenden Auges gegen die Wand fahren.

Mit frdl. Grüßen Ralf Matthias


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Leserbriefe zu „Bedingt winterkriegstauglich“

21. Januar 2026 um 15:10

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Diese Glosse hat Jens Berger dem Begriff „Winter“ und dem Anspruch, unbedingt kriegstauglich werden zu wollen, gewidmet. Die Deutschen sollten erst einmal an ihrer Einstellung zum Winter arbeiten. Sie würden ab zehn Zentimeter Neuschnee lieber von einem „Schneechaos“ sprechen. Eine positive Fügung der Geschichte sei es, dass unsere Väter und Großväter noch mit ihren Panzern im Schnee vor Stalingrad feststeckten und nun unsere Söhne und Töchter heute schon schwer traumatisiert seien, wenn sie bei zehn Zentimeter Neuschnee die Tiefgaragenausfahrt mit ihrem Audi nicht hochkommen. Ein Volk, das derart hypersensibel geworden sei und die kleinste Abweichung vom Normalzustand als „Katastrophe“ hochjazze, müsse „ja im Kern ein friedfertiges Volk sein – ist Krieg doch die größtmögliche Abweichung vom Normalzustand“. Wir danken für die interessanten Zuschriften hierzu. Die nun folgende Auswahl der Leserbriefe hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Eine herrlicher Text, vielen Dank Herr Berger!

Mit anhaltendem Schmunzeln grüßt herzlich

Björn Möhl


2. Leserbrief

Toll geschrieben, dacht auch die ganze Zeit so ähnlich. So wird es jedenfalls nichts mit dem Marsch auf Moskau….

Andreas Klotz


3. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

herzlichen Dank für die – wieder mal – gelungene Glosse. Diesmal zum „Winterchaos“. Als Ergänzung zum gelinkten Spot der DB als Anlage das quasi „dazugehörende“ Plakat der DB. 

Das waren noch Zeiten, als die DB damit werben konnte. 

Schöne Grüße und Dank an Sie und die Redaktion für Ihre Arbeit.

Freundliche Grüße
Reinhold Jäger


4. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

danke für die Glosse. Ein Lichtblick in diesen (mental) trüben Zeiten.

Besonders irre ist, dass der Merz, untergehakt mit Starmer, einem Bruder im Ungeiste, Russland in der Ukraine und die USA in Grönland gleichzeitig angreifen will. Und was wenn es dort schneit (soll ja in Grönland vorkommen)? Und Sreusalz ist verboten.

10 cm Neuschnee sind im Winter normal und nicht eine “Abweichung vom Normalzustand”. Wenn da Eisen- und Autobahn nicht funktionieren, dann liegt das eben daran, dass in Deutschland alles den Bach runter geht. Das kann auch erklären, warum dieses “hypersensible Volk” sich nicht etwa vor Abweichungen vom Normalzustand fürchtet, denn das sind sie ja nicht, sondern vor jeglicher Veränderung. Dass sind dann die auf Zwangscharakter gepolten, die noch einen Rest an Realität im Unterbewusstsein haben. Während die Narzissten, wie Merz, mit donnerndem Hurra in den Orkus schlittern.

Korrekt ist natürlich, dass vergessen wurde was Winter ist. Ist ja generisches Maskulinum, “der Winter”. Das ist nicht erlaubt. Höchstens wenn er mit einer “Winterin” an der Hand daher kommt.

Herzliche Grüße,
Rolf Henze


5. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger, liebes Nachdenkseitenteam.

Ich musste schon schmunzeln bei der Lektüre Ihres Artikels. Ja der Sturm wurde medial aufgeblasen, kleines Wortspiel am Rande. Von einem “Blizzard” war gar die Rede. Warum man nicht einfach das Deutsche Wort Schneesturm benutzte, erschließt sich wohl nur den Machern solcher “Nachrichten”. Klingt geiler wahrscheinlich, spektakulärer irgendwie, und das ist es natürlich was zählt, Trivialität war gestern, heute muss es entsprechend aufgepeppt werden, möglicherweise damit es überhaupt noch wahrgenommen wird in Zeiten der Superlative. Und da wurde einiges aufgefahren von den Wetterlurchen, von Lebensgafahr war die Rede und davon ja zu Hause zu bleiben. Klingt toll und ist sicher hilfreich für die Millionen, die zur Arbeit mussten. Hätte gern mal die Reaktion von meinem Chef gehört, bei einem entsprechendem Anruf.

Gerade auch der Deutsche Wetterdienst, der ja eigentlich seriös sein möchte, reiht sich ein in die inflationär Warnenden, im regelmässigen Abständen poppen bei meiner Alexa die Warnungen auf, Frost, Wind, Windböen, Sturm, es nimmt gar kein Ende. Ich warte noch auf die Warnung vor Dunkelheit, die kam bisher noch nicht, was aber nichts heißen soll.

Das mit dieser Dauerberieslung u. U. genau das Gegenteil dessen erreicht wird, was man eigentlich erreichen möchte, nämlich die Sensibilisierung für Wetterereignisse, nimmt man meiner Meinung nach billigend in Kauf, es geht schließlich um Klicks und Kohle und nichts sonst!

Hochachtungsvoll, Ulrich Erich.


6. Leserbrief

Hallo Herr Berger,

die große deutsche Nation ist inzwischen eine Nation von Menschen, die nur noch im wohldosiert temperierten Wasser Körperhygiene betreiben kann. Vor einigen Jahren wurde ernsthaft diskutiert, die analogen Uhren abzuschaffen, da die lieben Kleinen Schwierigkeiten hatten auf den Chronometern die Zeit abzulesen. Kürzlich wurde die Studie veröffentlicht, die aufdeckte, dass Menschen in jüngeren Altersklassen Versagensängste haben, wenn es um das Betanken ihrer Fahrzeuge ging. In Rheinland-Pfalz wurden vom Bildungsministerium untersagt an Schulen unangekündigte Tests durchzuführen. Die lieben Kleinen würden hierdurch extrem traumatisiert. Als letztes möchte ich eine Stimme aus einer Befragung zitieren (gesendet im SüdWestRundfunk):

Eine junge Frau, zu ihrer Meinung Wehrpflicht befragt antwortete: “Wehrdienst finde ich gut, Wer diesen absolviert, lernt Wäsche falten und Betten machen.” So erzieht man Helden, dazu muss man doch nicht mehr sagen.

Den Nachdenkseiten kann man nie genug für ihre Arbeit danken.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Weiß


7. Leserbrief

Liebe NDS-Redaktion,

Extremwetter heißen Extremwetter, weil sie selten sind – sonst wäre sie ja Normalwetter. Allerdings bekommt man mehr und mehr den Eindruck, dass mittlerweile jedes “Normalwetter” zum Extremwetter hochstilisiert wird. Man rechnet der Natur vor, wieviele Sonnenstunden ein Monat haben darf, wieviel Niederschlag erlaubt ist, welche Temperaturen nicht überschritten werden dürfen. Bei Abweichungen stimmt dann natürlich etwas mit der Natur nicht. Was aber wäre denn der “richtige” Zustand der Natur? Genauso wenig wie ein Fluss auf einen bestimmten Zustand festgelegt ist, sind es Witterung oder Klima ebenfalls nicht. Frühere Verhältnisse sagen uns auch nicht, wie der Fluss (oder die Witterung, das Klima) seiner Natur nach sein sollte, welcher Zustand “der richtige” ist. Offensichtlich empfinden wir den Naturzustand heute als eine vom Menschen verursachte Aneinanderreihung von Katastrophen. Diese sollen nun vom Steuerzahler ausgeglichen werden, weil Politik die Allgemeinheit im Glauben lässt, sie wäre schuld daran, dass das Wetter so verlief, wie es verlaufen ist. Medial werden Katastrophen ausgeschlachtet, die gar nicht stattgefunden haben.

Viele Grüße
Michael Wrazidlo


8. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger, sehr geehrtes Nachdenkseitenteam

Ja es ist einerseits gut, wie sie schreiben, dass die Deutschen, zumindest viele davon, so hochsensibel geworden sind gegenüber Abweichungen von der gemütlichen Normalität, dass sie dadurch eigentlich nicht mehr kriegstauglich sind, was zumindest einen deutschen Angriffskrieg in naher Zukunft nicht sehr erfolgversprechend erscheinen lässt. Falls unsere Politiker dies auch im Blick haben sollten, wäre dadurch der Frieden generell ein Stück mehr gesichert. Mit so einem Volk lässt sich offensichtlich noch sehr schräge Politik machen aber ein Krieg möglicherweise nicht mehr, zumindest nicht mehr erfolgversprechend.

Andererseits ist diese mangelhafte emotionale Resilienz, die sich ja auch in zunehmenden Depressionszahlen und posttraumatischen Belastungsstörungen zeigt, auch ein Hinweis darauf, dass diese nicht nur medial erzeugte Übersensibilität, auch ein Zeichen von zunehmender Realitätsuntauglichkeit sein könnte.

Es kann aber auch sein, dass die vielfältigen Zumutungen der modernen Welt und die generellen Zumutungen des Lebens, die ungern thematisiert und gerne unter den Teppich gekehrt werden, generell die Resilienz gegenüber allem und jedem stark reduzieren.

Mir scheint aber, dass die hiesigen Menschen eher in einer bildschirminduzierten illusionären Traumwelt leben, in der sie zunehmend mehr den Kontakt zur ersten Realität verlieren und in dieser zunehmend lebensuntauglich und traumatisiert werden, weil sie mit einer unbegrenzten Anspruchshaltung sich gar keine Welt mehr vorstellen wollen, in der sie etwas natürlich Induziertes behindern könnte.

Ich selbst, als leicht desillusionierter Zeitgenosse, bin aber dennoch gelegentlich auch sehr verwundert darüber, dass die Menschen in diesen häufig extrem dunkeln, trüben, nasskalten Wintertagen, die sich ja locker von Anfang November bis Ende Februar hinziehen können, derart munter ihr Tagesgeschäft abwickeln, so als würden sie in der besten aller möglichen Welten leben.

Generell ist, was Kriegstauglichkeit angeht, die deutsche Infrastruktur in keinster Weise kriegstauglich und kann auch überhaupt nicht wirklich  kriegstauglich gemacht werden, wie u.a. der Stromausfall in Berlin auch zuletzt denen deutlich gemacht haben sollte, die mehr entlang faktischen Vorgängen als entlang möglichen realen Risiken denken können oder wollen. Eine notwendige Voraussetzung für Kriegstauglichkeit wäre ein total sicherer Schutzschirm gegen Luftangriffe jeglicher Art, weil die kritische Infrastruktur überhaupt nicht absolut resilient umgebaut werden kann.

Fritz Gerhard


9. Leserbrief

Hallo, liebe Nachdenkliche,

Klasse Artikel von Jens Berger, das Absurde,  die Lachmuskeln anregend , aufs Köstlichste verdeutlicht.

“Made my day”!Einerseits.

Gleichwohl trete ich mal neben mich und sage mir: In der verzweifelten jungen Frau an der Tiefgaragenausfahrt amüsiert uns nun eins der “Ergebnisse” der Entfremdung, die diese Geselloschaft, diese Zeit den Kindern angetan hat. Es ist ja wirklich auch sehr komisch für unsereiner”alte weiße Leute”– Lebenserfahrungshintergrund, die wir noch mit Schlitten in halbvereisten Bächen am Fuße des Rodelabhanges gefallen und  durch die Kälte in nassen Klamotten bibbernd heimgerannt sind und im Sommer an solchen Bächen Frösche fingen und kleine Staudämme oder Wasserräde aus Zweigen und Schnüren bauten,..…

Spotlight auf ursächliche Elemente des zur Normalität gewordenen Wahnsinns. der sich da in der Tiefgaragenausfahrt zeigt. Wir lachen, doch sie erlebt ihr Entsetzen ja echt, aufgrund der Prägung., die ihr die Gesellschaft angetan hat.

Alte Prägungen: Im kalabresischen Dorf meiner angeheirateten Familie weinte einmal damals meine Schwiegermutter bitterlich und fassunsglos über etwas, worüber die deutschen Freunde sich ausschütteten vor Lachen: ich war barfüß durch die Gassen gelaufen! Damit hatte ich die Familie der Gefahr ausgeliefert, Opfer des Monsters Dorfklatsch (“böser Blick, böse Zungen”) zu werden – es bedeutete nämlich nach dortiger Tradition, die Famlie könne mich nicht mit Schuhwerk versorgen.

Neue Prägungen: Was über die Medien, außer dass sie jeden Furz der Natur zur Katastrophe Hochjammern,  ebenfalls seit Langem auf die Hirne wirkt, und damit Wahrnehmungen und Denken – neben anderen ‘Einflüssen – mitprägt, das ist die Illusion, man könne alle Naturphänomene und -elemente total in den Griff bekommen. Ein früherer CEO von Moderna sprach in einem Vortrag von “die Software des Lebens ändern”, für das an den Genen Herumfummeln..Gleichermaßen verkündet man, die “Software” von Klima und Wetter modulieren zu können und zu wollen, auch das (angeblich für jedes Phänomen verantwortliche ) Klimakatastrophische, wenn man nur auf den deutschen paar Quadratzentimeterchen des Globus Nachbarn, Kühe, Pflanzen (und am besten auch Babys durch nicht mehr Gebären) am teuflischen C02-Ausstoßen hinderte und flächendeckend Elektroauto führe.

Zugleich haben junge Leute wie diese Weinende oft von klein auf mittlerweiler Wetter, Wald, Wind, alles sowohl Wunderbare als auch Bedrohliche der Natur mehr zweidimensional über Screens erlebt, weniger mit allen Sinnen, mit Körper und Geist real und mehrdimensional, der für Hirn- und Emotionsentwicklung nötige erlebte Bezug ist schwer gestört.

Unsere Ohnmacht wird verleugnet. Unseren Vorfahren und Urahnen war noch selbstverständlich, dass gegenüber den Naturgesetzen und dem gelegentlichen Toben ihrer Auswirkungen (und auch ihren der menschlichen Erkenntnis und Wissenschaft nie bis ins Letzte entschlüsselbaren Wirkungen) ein gewisser Respekt angebracht ist, dass es Grenzen ihrer Beherrschbarkeit gibt. Das nicht alles machbar ist. Dass alles machbar wäre (bis hin zu Geschlechtsdefinitionen, prothetischem Ersetzen jeglicher Körperteile, Internetanbindung der Gene, künstlichen Gebärmüttern u.v.a.m., und alles, alles durch Digitalisierung lösbar (Boden? Anbau von Essen?) – diese Botschaft prägt jetzt ganze Generationen. Da wird jeder Pups, mit dem ein Naturphänomen einen Tagesplan stört, logischerweise zur bedrohlichen Ohnmachtserfahrung. Nur war die Idiotie schon vorher, bei Anderen als dieser jungen Fraui

Absoloute Ohnmachtserfahrung, also die totale Verhinderung jeglicher Möglichkeit, etwas Hilfreiches selbst zu tun in einem bedrohlichen, schmerzhaften Ereignis, auch in einer länger andauernden solchen Lage – das ist die Definition von Traumatisierung.

Unsere Urahnen fanden Wege aus dem Ur-Trauma von Wehrlosigkeit, Verletzlichkeit gegenüber Raubtieren und Naturgewalten, Ausgeliefertsein an die Unwägbarkeiten der Nahrungsbeschaffung,.Aber über Jahrtausende konnten Menschenkinder immer noch direkt mit allen Sinnen erleben, was man die “Einheit der Widersprüche” nennen kann – dass das, was uns potentiell fressen und vernichten kann, uns zugleich ernährt, wohltun und heilen kann, schützen kann. Und dass es nicht schlimm ist, wenn es unserem Einfluss entzogene Dinge gibt, da lernt man eben (oder nicht) die Möglichkeiten, damit zu leben.

Mein Kichern über den eigentlich begrüßenswerten “Kollateral-Effekt”, dass diese weinende junge Frau von den Kriegstreibern nicht einplanbar, nicht tauglich als Soldatin in einem russischen Winter wäre, erstirbt, wenn mir klar wird, das junge Menschen mit dieser Prägung für einem guten Frieden in gesunder Verbundenheit mit Menschen und Natur, mit Kritik- und Denkfähigkeit und gerne Anpacken in einer teilhabefreundlichen Gesellschaft auch nicht mehr besonders gut gerüstet sind.

Marie-Luise Cavallaro


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Leserbriefe zu „Erstschlagwaffen für die Bundesrepublik: Die deutsche Politik hat den Bezug zur Realität verloren“

21. Januar 2026 um 14:06

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Marcus Klöckner kommentiert hier einen Bericht des Springer-Blattes Berliner Morgenpost. Demnach sei der Kauf von „400 Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk aus US-Produktion“ vorgesehen. Aufgrund ihrer Einsatzeigenschaften seien die Tomahawks auch als „Erstschlagwaffen“ bekannt. Im Verteidigungsministerium werde sogar längst „weitergedacht“. Demnach wolle Deutschland sogar „eigene Mittelstreckenwaffen für Distanzen über 2000 Kilometer entwickelt haben“. Zum ersten Mal wäre Deutschland im Besitz von Langstreckenwaffen, die Moskau treffen könnten. Das sei geschichtsvergessen und zeige, was passiere, wenn die Politik die Realität verliere und die Presse nicht willens sei, Kritik zu üben. Wir danken für die interessanten E-Mails dazu. Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Guten Tag,

den Bezug zur Realität hat die deutsche Politik schon lange verloren.

Deutschlands beliebtester Politiker wird es ja nicht müde den ernannten Feind Russland zu warnen. Da passt ein Mosaik ins andere. Grundgesetz, Friedensgebot was ist das, wen interessiert das noch? Wo kein Kläger, da kein Richter und die völlig aus dem Ruder gelaufene Gesellschaft, scheint es auch nicht weiter zu kümmern. Alles in weiter Ferne, die Kühlschränke gefüllt, Verblödungsklotze läuft und der Ball rollt auch wieder. Die Gefahren einer solchen Aufrüstung mit weitreichenden Erstschlagwaffen werden natürlich nicht genannt. Zu prüfen wäre alle mal, ob sich die Verantwortlichen noch auf dem Boden Grundgesetzes bewegen. Die Bundeswehr sollte eine reine Verteidigungsarmee sein, die für die Landesverteidigung einsatzbereit sein muss.

Bündnisverpflichtungen sind unter Berücksichtigung des Grundgesetzes und aus der geschichtlichen Verantwortung heraus verantwortungsvoll zu prüfen. Zu diesem Auftrag braucht es keine weitreichenden Erstschlagwaffen. Was es braucht, sind kluge und gut ausgebildete Diplomaten, die schnellstens wieder willig sind mit dem gegenüber zu reden. 

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


2. Leserbrief

Russland diskutiert momentan intern die Option, Deutschland und UK mit taktischen Nuklearwaffen auszulöschen, wenn der Krieg in der Ukraine gegen Russland in dieser Form von beiden Ländern weiter eskaliert wird. Deutschland wäre innerhalb der kommenden zwei Jahre das erste nukleare Ziel, da alle Weltkriege von Deutschland ausgingen. Diese Option liegt momentan in Russland auf dem Tisch.

Kein Medium in Deutschland oder der EU hat dieses Szenario vor Augen. Alles wird hier tot geschwiegen. Merz, Pistorius, vd Leyem und Kallas müssen weg, egal wie! Wir brauchen eine schnellstmögliche Korrektur deutscher Politik!!

Präsident Putin’s engster Berater Karaganow hat in einem Tucker Carlson Interview ganz klar gesagt, das man UK und Deutschland bald eliminieren wird, wenn die Eskalation weiter geht.

Grüße
von unserem Leser R.O.


3. Leserbrief

Einem wahrhaftigen Journalisten wünscht man gerne ein gutes NEUES JAHR!

Es sind noch nicht viele “Neue Jahre” vergangen und man fragt sich, ob die Politikerkaste, die sich im Parlament herumlümmelt, in der Lage ist, einen derart übersichtlichen Zeitraum einzuschätzen.  Heute Morgen hat uns das Qualitäts-TV einen kleinen Einblick in das Tun und Lassen der Volksvertreter dieser “Unseredemokratie” gewährt. Der Zustand dieses Gebildes ist höchst bedenklich und das Fortschreiten der Deindustrialisierung können oder wollen sie nicht verhindern und sie können dies auch nicht mehr verheimlichen. 

Die Rüstungsindustrie allerdings blüht zusehends auf und unter den “Lawmakern” egal welcher Partei herrscht Einigkeit: Deutschland muss auf allen Ebenen ertüchtigt werden. Wehrtüchtig soll der Deutsche und auch die Deutsche werden und damit sein! Im Lande unserer Sehnsucht -also in gods own country- ist man da frank und frei: Hegseth ist der Kriegsminister

Es sei vorgesehen, dass “wir” -also “Unseredemokratie”-  400 Marschflugkörper erhalten dürfen. Diese Tomahawks können bis nach Moskau fliegen und sie kosten pro Stück einen ordentlichen Batzen. Der Vizekanzler Klingbeil ist ja nicht mehr bei Rheinmetall buchmäßig tätig, aber sein Lobbydasein ruht ganz gewiss nicht, eher schon das Gewissen des Kanzlers Merz. Der Mann war ja oder ist ja oder wird ja ganz gewiss weiterhin ein Gefolgsmann seiner Mutterbrust Black Rock sein! Der alte Tetzel hat es gewusst: Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt! Klöckner zitiert den Verteidigungsminister. Unser Pistorius ist ja nur Verteidigungsminister, aber in der Seele eben doch auch Kriegsminister:  ER will und lässt jeden Schlag beantworten – auch KONVENTIONELL!  Ich definiere dies mal so: Auf die HERKÖMMLiCHE Art. Die andere Art lässt der SPD-Mann in der logischen Leere stehen. Nur zwei Mal hat ein Staat es gewagt, auf Städte nicht herkömmlich zu BOMBEN: Nagasaki und Hiroshima! Die USA! 

Bescheiden haben “wir” damals  angefangen. 5000 Helme! “Unsere” Panzer sind da schon ein anderes Kaliber, wiewohl sie großumfänglich zu Schrott geschossen werden. Nach Moskau werden sie wohl nicht mehr kommen. Taurus sollte dem Russen das Siegen verwehren! Der Stier wird es nicht können. Nun also die 2000-km-Tomahawk-Rakete? USA-Marschflugkörper wohlbewährt? Klöckner lässt hier wissen, dass an kriegstüchtiger Stelle noch weiter gedacht wird. Was, wenn Gottes eigenes Land gar kein Interesse mehr an der Ukraine hat? “Wir” können das selber und sicher auch besser und wir müssen das auch, denn in einem Krieg zwischen der NATO und Russland würde es um alles gehen.                             

Ein Schlusswort noch: “Wir” werden 13 Soldaten in die Arktis schicken. Die benötigen gerade mal 13 Helme! Wie fing das 2022 an? Richtig! Mit 5000 Helmen! Eine Fiktion beginnt da in meinen Eingeweiden zu wühlen. Die NATO zerbricht und der Gegner wird nicht Russland sein und er wird im Westen dräuen: Der Weltenherrscher USA.

Ich bitte die Leser mir die vielen Anführungszeichen zu verzeihen und spreche dem Journalisten Klöckner meinen Dank aus.

Dieter Münch


4. Leserbrief

Guten Tag Herr Klöckner,

in Ihrem Artikel „Erstschlagwaffen für die Bundesrepublik: Die deutsche Politik hat den Bezug zur Realität verloren“ schreiben Sie unter Berufung auf die Berliner Morgenpost, Deutschland erwägt „400 Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk aus US-Produktion“ zu kaufen. Tomahawk-Marschflugkörper können auch mit Nukleargefechtsköpfen ausgestattet werden. Sollte Deutschland Kernwaffen besitzen, ist es dem Untergang geweiht. Diese drastische Aussage tätige ich, nachdem ich den wirkmächtigen Bericht „Von der passiven zur aktiven Abschreckung“ in deutscher Übersetzung gelesen habe. Verfasst wurde er von Dmitrij Trenin, Sergej Awakjanz und Sergej Karaganow.

So findet sich bspw. im Kapitel „Modernisierung der Nukleardoktrin“ auf Seite 89 folgende Passage:

„Moskau muss Berlin warnen, dass jeder Schritt, der zum Erwerb von Kernwaffen durch Deutschland führt, garantiert durch Handlungen Russlands durchkreuzt wird, darunter auch mit Gewalt. Jetzt ist es notwendig, auf inoffiziellem Wege, aber so öffentlich wie möglich, darauf hinzuweisen, dass Deutschland, das zwei Weltkriege ausgelöst hat, vernichtet wird, wenn es erneut (wie unter Hitler) zu Kernwaffen greift.“

Dessen sind sich die Verantwortlichen bewusst und die USA werden aus Selbsterhaltungstrieb, der bei unseren Entscheidungsträgern möglicherweise ausgeschaltet ist, niemals diese Waffensysteme liefern.

Wie wir im September 2025 auf den NDS lesen konnten, schreibt Jeffrey Sachs in einem Beitrag:

„Präsident John F. Kennedy zeigte den möglichen Weg zur Beendigung des Kalten Krieges auf, der auf der gegenseitigen Achtung der Sicherheitsinteressen aller Seiten beruhte. Kennedy blockierte den Versuch des deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer, sich Atomwaffen von Frankreich zu beschaffen, und zerstreute damit die sowjetischen Bedenken vor einer atomaren Bewaffnung Deutschlands.“

Deutschland wurde schon einmal zu seinem Glück zurückgepfiffen. Mir war das hasardierende Verhalten des damaligen Bundeskanzlers Konrad Hermann Joseph Adenauer bis dahin unbekannt. Sein aktueller Nachfolger Joachim-Friedrich Martin Josef Merz fühlt sich von Adenauer inspiriert, wie er jüngst in einem Gastbeitrag zum 150. Geburtstag Adenauers zum Besten gab.

Friedliche Grüße
Jan Schulz


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Leserbriefe zu „Daniel Günther und die Pressefreiheit“

19. Januar 2026 um 14:00

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Maike Gosch diskutiert in diesem Artikel über den Umstand, dass Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ Teile der Medienlandschaft öffentlich als „Feinde der Demokratie“ bezeichnet habe. Seine Aussagen seien kein Ausrutscher, sondern Ausdruck eines tiefgreifenden Problems und stünden exemplarisch für eine gefährliche Verschiebung im politischen Denken hin zu einem paternalistischen Verständnis, indem der Staat meine, die Demokratie vor ihren eigenen Bürgern und vor Kritik schützen zu müssen. Jedoch ein politisches System, das das Infragestellen seiner eigenen Narrative und Prämissen verbiete, habe bereits begonnen, seinen demokratischen Anspruch selbst aufzugeben. Wir haben dazu zahlreiche und interessante E-Mails von unseren Lesern erhalten und danken dafür. Die hier nun folgende Leserbrief-Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


Anmerkung der Redaktion: Die Leserbriefe geben die persönlichen Auffassungen der Autoren wieder. Die Redaktion macht sich durch den Abdruck insbesondere persönliche Werturteile über Personen, (straf-)rechtliche Bewertungen und historische Vergleiche nicht zu eigen. Der Abdruck erfolgt im Rahmen der Meinungsvielfalt und stellt keine Tatsachenfeststellung dar. Einzelne Passagen können aus redaktionellen und presserechtlichen Gründen gekürzt werden, Inhalt und Argumentationsrichtung bleiben davon unberührt.


1. Leserbrief

Liebe Frau Gosch, liebe Redaktion,

danke für den exzellenten Artikel mit entsprechender Analyse. Und so etwas ist Ministerpräsident. Wirkt doch so bieder und entlarvt sich bei Lanz mit seinen verfassungsfeindlichen Einstellungen. Sind solche Forderungen zur Abschaffung der Pressefreiheit nicht justiziabel? Und: Hat er noch nichts vom Information Warfare der NATO gehört?

Am Rande: Man spricht bei CDU-Mitgliedern nicht von Genossen, sondern von Parteifreunden. Genosse ist ein Begriff in der SPD.

Herzliche Grüße, Joachim Seffrin


2. Leserbrief

Hallo NDS,

der o.g. Artikel hat mich echt erschüttert. Was der Ministerpräsident von Schleswig-Hollstein da rausgehauen hat ist einfach grotesk.

Da erheben sich die Fragen a) Kennt dieser Herr eigentlich was Demokratie und Pressefreiheit ist oder meint er, dass Staatspropanda und Pressefreiheit das Gleiche sind. 2) Generell, wieviel Schwachsinn sind für einen Ministerpräsidenten in einem demokratischen Staat tolerierbar?

Vielleicht kann ein anderer Kommentator mir das einmal erklären.

Ansonsten viele Grüße, vielen Dank für Ihre ausgezeichnete Arbeit.

M. Neven


3. Leserbrief

Vielen Dank für diesen informativen Artikel!

Das war an mir völlig vorbeigegangen, da ich mittlerweile kaum noch “Mainstream-Medien” konsumiere, und Treibjagd-Formate wie “Lanz” ohnehin meide.

Aber diese Tendenzen sind schon seit Langem zu beobachten, und das keineswegs nur bei Politikern der “demokratischen Parteien” zur Verteidigung “unserer Demokratie”, sondern leider auch bei Journalisten. Wenn man die denn noch so nennen darf.

Herr Günther hätte bspw. sicher keine Probleme mit dem Herrn Renè Martens, der als freier Autor für Taz, Zeit oder wie hier den MDR schreibt, und der schon 2024 das Wort “Meinungsfreiheit” als geeigneten Kandidaten für das “Unwort des Jahres” ausrief, weil dieses Wort (und der dahinterstehenden Artikel 5 GG, der auch die Pressefreiheit garantiert) angeblich zum “rechtspopulistischen Kampfbegriff” geworden sei: mdr.de/altpapier/das-altpapier-3742.html

Gruß, Ole


4. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren der NDS,

danke für den Artikel.

Hätte sich der Günther nicht in die Lanz Sendung gesetzt, hätte ich fast vergessen, daß der hier oben regiert, so blaß wie der ist.

Schöner Artikel, aber ich denke die letzte Frage ist rein rhetorisch, denn hinter Günthers Vorstoß steckt keine „gute“ Absicht, sondern reiner Selbsterhaltungstrieb an den Steuergeld-Futtertrögen für ihn und seine Familie und Freunde. Der weiß auch, daß er und seine Regierung alles andere als gute Arbeit abliefern und daher konstruktiven Angriffen auf breiter Front nichts entgegen zu setzen haben, außer Demagogie. Es gibt kein Beispiel bei dem die Landespolitiker der Günther Regierung in den letzten Jahren einmal nicht daneben lagen und teure Fehler produziert haben. Leider, für ihn, sind die Zeiten vorbei in denen sich hier die Schleswig-Holsteiner hinter der CDU versammelten und so was kritiklos tolerierten. Durch solche Ausfälle, wie von dem Günther wird die Gefahr „unserer“ Demokratie, zu der die Blockpolitiker schon lange nicht mehr gehören mal wieder deutlich vor Augen geführt.

Wir müssen unsere Demokratie „vor“ denen schützen, die vorgeben sie schützen zu wollen. Wenn man sich Schleswig-Holstein anschaut wird das überdeutlich.

Medien (die Ammann ist ja auch die personifizierte Meinungskonformität), Politik und Wissenschaft bilden hier einen woken Block. (…) Für die binären Politiker nach Günthers Couleur gibt es nur für oder gegen die Partei(-en). Das ist Ausgrenzungspolitik, keine Integrationspolitik. Wenn die das schon bei den Einheimischen nicht hinbekommen ist es kein Wunder, daß es bei den Flüchtlingen auch nicht klappt.

Mit freundlichen Grüßen
Claus Hansen


5. Leserbrief

Sehr geehrte Maike Gosch,

Danke für Ihren Bericht zu der Lanz-Sendung vom 7.1.2026 und Ihre Klarstellung, was und wie das Grundgesetz unter “Pressefreiheit” versteht.

Die offensichtlich erkennbare Vorstellung von Herrn Günther, dass der Staat bestimmt, was wahr ist und publiziert werden darf und wer sich Journalist nennen darf, gab es bereits in Gesetzesform: das Schriftleitergesetz vom 1.1.1934.

Der Einfachheit halber gebe ich KI-Zusammenfassungen zu Schriften der bpb (Bundeszentrale für politische Bildung) wieder:

Aus Redakteuren wurden “Schriftleiter”
Die Nationalsozialisten machten keinen Hehl daraus, dass sie den Berufsstand verändern wollten. Das begann schon bei der Wortwahl: Aus “Redakteuren” wurden durchweg “Schriftleiter”, ein Chefredakteur war fortan ein “Hauptschriftleiter”. Die neuen Rahmenbedingungen, die Journalisten auferlegt wurden, bedeuteten eine vollständige Kontrolle des deutschen Pressewesens durch den NS-Staat.

Journalisten wurden ganz direkt zur Loyalität gegenüber der NS-Diktatur verpflichtet. So gingen sie dem NS-Gesetz zufolge einer “öffentlichen Aufgabe” nach (§ 1), die konkret definiert wurde (§ 14): Sie sollen aus der Berichterstattung “fernhalten”, was die “Kraft des deutschen Volkes” oder den “Gemeinschaftswillen” schwächte. Außerdem sollen sie Inhalte vermeiden, die aus “anderen Gründen sittenwidrig sind” – dies war ein “Gummiparagraph”, der auf sämtliche für die Nationalsozialisten unliebsamen Berichte angewendet werden konnte.

So weit, so schlechte Aussichten …

Freundliche Grüße
S. Schmidtke

Redaktioneller Hinweis:
Der folgende Leserbrief stellt einen historischen Vergleich her. Die Redaktion weist darauf hin, dass damit keine Gleichsetzung der heutigen politischen Akteure oder der Bundesrepublik Deutschland mit dem nationalsozialistischen Regime verbunden ist. Der Vergleich dient der Kritik an staatlichen Eingriffen in die Pressefreiheit und gibt ausschließlich die Meinung des Einsenders wieder.


6. Leserbrief

Guten Tag Frau Gosch,

ein guter Artikel, er geht aber leider nicht auf das eigentliche Problem ein. Das Problem ist nämlich, dass (hierzulande nun einmal maßgeblich) westliche Politiker, verlogen/ideologisch kommunizieren und die von Herrn Günther so gelobten „guten“ Medien diese Ansammlung von blankem Unsinn unkommentiert verbreiten.

In den Hinweisen des Tages vom 13.01. empfehle ich dazu den Post meines Parteichefs, mit dem Titel „Blut & Öl“. Man stelle sich vor, er würde so einen Artikel mit den korrekten Vorgängen, die zum Ukrainekrieg führten, verfassen.

Und… welch abwegiger Gedanke, der geneigte demokratische Medienkonsument könnte seinen Ausführungen inhaltlich folgen. Die Belege dafür findet man im Internet oder man kann sich sogar, anders als Ideologen, tatsächlich noch selbst an die jüngere Vergangenheit erinnern.

Wie sähen die Meinungsäußerungen des Herrn Günther dann wohl aus? Ist er doch für die Stationierung deutscher Soldaten in der Ukraine, strebt also Russlands Niederlage an und glaubt auch noch immer an die Drohnenmärchen usw. Ich weiß, ist ganz geheimes Geheimwissen, über das absolut alle da oben verfügen, nur wir nicht. Kann er ehrlich gesagt gern seiner Mutter erzählen.

Logisch, er muss sich im Rahmen der vorgegebenen Ideologie bewegen. Ansonsten wird er nicht erneut als Spitzenkandidat aufgestellt, um dann „demokratisch“ gewählt werden zu können.

Finden Sie den Fehler…

Was die Seite der USA und deren Kontrolle über Medien betrifft. Einen älteren Hut hat er wahrscheinlich nicht finden können. Zumal dies nicht stichhaltig ist, sind die „guten“ Medien doch Teil des transatlantischen Apparats. Nur weil da jetzt gerade ein falscher Präsident an der Macht ist, macht es diese Koppelung nicht besser oder schlechter.

Mit freundlichen Grüßen
Kai P.


7. Leserbrief

Sehr geschätzte Frau Gosch,

Ich würde nicht behaupten, alles Wichtige im besten Deutschland aller Zeiten mitbekommen zu haben: aber vielleicht waren ja in gewissen Gegenden zu manchen Zeiten die Schulen nicht nur bei Corona geschlossen. Oder Zeitgenossen, die sich in die Politik geflüchtet haben, waren in Fächern wie Staatsbürgerkunde einfach abwesend oder etwas überfordert.

Dabei wäre es nützlich, ja notwendig gewesen, Grundsätze der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit – Meinungsfreiheit steht da ganz vorne an – mit besonderem Nachdruck zu vermitteln.

Immerhin hat dieser Herr Günther auch heftigen Gegenwind bekommen. Dankenswerterweise auch mit Ihrem Artikel.

Einen weiteren wichtigen Grundsatz bzw eine Weisheit, die an sich selbstverständlich sein sollte, führen Sie in Ihrem Artikel an, indem Sie schreiben:

> Doch Wahrheit ist kein starrer Gegenstand und keiner hat sie gepachtet. Sie entsteht im offenen Diskurs der Gesellschaft, durch Widerspruch, Überprüfung und immer wieder auch Korrektur <

Und genau dies wurde und wirdüber die gesamte Zeit der im Hintergrund stehenden Konflikte sträflicherweise,bewußt und gewollt mißachtet. Von der politischen Führung ebenso wie von den „Leitmedien“. Es wurde und wird das Gegenteil praktiziert.

Dabei wäre es doch geradezu „Friedensarbeit“, eben im offenen Diskurs und in ausführlicher, hintergründiger und breiter Diskussion zur Wahrheit vorzudringen. Im Diskurs gerade auch mit denen, gegen die fortlaufend gehetzt wird, denen alles Mögliche unterstellt wird und die vom öffentlichen Diskurs ausgeschlossen werden. Die sich nicht verteidigen und die auch ihre Erkenntnisse nicht einbringen können.

Im Gegenteil, es wurde und wird durchgängig daran gearbeitet, dem pauschal verurteilten und diffamierten Gegenüber den Mund zuzuhalten und allen, die im Interesse einer Wahrheitsfindung auch das Gegenüber anhören und recherchieren (meist auf eigene Kosten und eigenes Risiko), ebenfalls.

Angefangen nicht erst mit Verboten wie zB von RT Deutsch – mit den aktuellen Sanktions-Verbrechen offenbar auch noch nicht am Ende.

Meinungsfreiheit und andere Freiheitsrechte mit Füßen treten und gleichzeitig behaupten, die Demokratie retten zu wollen. Wo sind wir angekommen?

Mittelalterlich anmutende, autoritäre und in ihrer Verwerflichkeit kaum zu überbietende Maßnahmen gegen Menschen, die zu den besten und mutigsten und aufrichtigsten und ehrlichsten gehören, die dieses Land zu bieten hat. Vielfach anerkannt und hochgelobt im Ausland und diffamiert, ausgegrenzt und verfolgt in EU und dem besten Deutschland aller Zeiten.

Zusammen genommen ist das dann genau das Gegenteil von „Friedensarbeit“, es dient der Kriegshetze und Kriegsvorbereitung, ob bewußt und gewollt oder aus Naivität, Arroganz, Dummheit, Unwissen und/oder lang eingeübter Russophobie und/oder einer permanenten Sehnsucht nach dem Feindbild an sich.

Gruß
G. Hantke


8. Leserbrief

Hallo Frau Gosch,

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland; Art 20

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Zu (1): Nach eigener Auffassung ist Deutschland noch nie ein wirklicher demokratische Staat gewesen; denn für ein unverzichtbares Wesensmerkmal von Demokratie wird die Gewaltenteilung gehalten, und eine solche hat in der BRD nie vollständig bestanden, weil hier zwar die Richter unabhängig – jedenfalls de jure (de facto?) – die Staatsanwälte aber weisungsgebunden sind, sprich: die Justizminister des Bundes und der Länder können und dürfen Staatsanwälten Weisungen erteilen und demzufolge auch Strafverfolgung vereiteln – siehe dazu: WD 7 – 3000 – 081/23 (15.09.2023). Man befindet sich damit in ausgesprochen schlechter Gesellschaft wie z. B. mit Nordkorea. Und sozial war vielleicht mal gestern. Siehe als Beispiel von ganz vielen dazu aktuell die Tagesschau vom 5.1.2026: „Zahl der Wohnungslosen steigt auf 532.000, und 47.300 leben auf der Straße.“, was offensichtlich so manch einem Maßgeblichen von denen da oben total am Dingsda vorbei geht, denn sonst gäbe es das doch gar nicht. Sieht man allerdings auch nicht von oben im Privatjet.

Zu (3): Seit den vielen Corona-Ungeheuerlichkeiten wird die Auffassung vertreten, dass die Gesetzgebung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sich nicht ausnahmslos an die verfassungsmäßige Ordnung gebunden hatte, bzw. diese nach eigenem Gusto und nicht grundrechtskonform umgestaltet hat, was auch einem selbst als ein sog. „Ungeimpfter“ neben vielem Ungemach das ungestrafte als ein „entbehrlicher Blinddarm des Gesamtkomplexes“ vom Staatsfunk (hier ZDF) (…) angepöbelt zu werden einbrachte. Aber Millionen von Bürgern wurden da Schäden noch ganz anderer Art zu gefügt, u.a. verfassungswidrige Geld- und Gefängnisstrafen, Existenzvernichtungen, (…) Kein einziger der vielen dafür Verantwortlichen wurde bis dato zur Rechenschaft gezogen geschweige bestraft. Warum eigentlich nicht? Inzwischen ist einiges davon sogar abroad auf Mißfallen gestoßen, was zu einer dummdreisten Entgegnung führte, wie man findet.

Zu (4): Es wird die Auffassung vertreten, dass „diese Ordnung“ z. T. auf gravierende Weise beseitigt wurde. Bedauerlicherweise findet sich aber keine Gebrauchsanweisung im GG auf welche Weise derjenige Deutsche, der seine darauf beruhende Ordnung als maßgeblich beseitigt ansieht, denn nun Widerstand leisten soll. Was kann man da auch schon machen mit 90 Lenzen?

Aktuell geht es bekanntlich im Grunde mit Existenzvernichtungen munter weiter, indem, von den Mitgliedern gebilligt, seitens der EU-Leute, die dem Regime nicht genehme Fakten darlegen, vorbei an Grund- und Menschenrechten sanktioniert werden. Als besonders prominentes und aktuelles Beispiel von den vielen sei Jacques Baud genannt. Ist in MSM und Staatsfunk alles entweder tabu oder Nebensache, sofern es nicht sogar gebilligt wird.

Also, von was für einer „Demokratie“ redet dieser Günther da eigentlich überhaupt, wenn er von „Feinden der Demokratie“ spricht ??? Das sind doch weitestgehend alles Leute die eine richtige bzw. bessere, verfassungs- und grundrechtskonformere als diese sog. Demokratie hier wollen. Dieser Günther will aber offensichtlich alles so schlimm lassen wie es geworden ist, oder gar noch schlimmer machen als es ist? Er täte übrigens besser daran, wenn er sich mal um die gravierenden Defizite in MSM und Staatsfunk kümmern würde; denn wenn es da korrekt und ausgewogen anstatt desinformativ, insbesondere lückenhaft und weitestgehend regimekonform und bar jeder gerechtfertigten Kritik zugehen würde, bestünde dieser Bedarf an alternativen Medien überhaupt nicht, um informiert zu werden und zu bleiben.

Als Beispiel für vieles könnte man jetzt noch die Frage stellen, was denn aktuell die uns ruinierende, mit dem Nazisprech „Kriegsertüchtigung“ begründete, auf äußerst fragwürdige Weise legitimierte und mit dem Schwindelbegriff „Sondervermögen“ bezeichnete Verschuldung in Billionenhöhe zwecks einer wahnwitzigen Hochrüstung noch mit Demokratie zu tun haben soll; denn ob das Volk dies mehrheitlich auch so will, ist nicht belegt

Bester Gruß verbunden mit dem inzwischen allgegenwärtigen Risiko womöglich auch die eigene Existenz vernichtet zu bekommen. Aber gemäß Arthur Schopenhauer ist man nicht nur für sein eigenes Handeln verantwortlich, sondern auch für das was man hinnimmt.

H. Wohler


9. Leserbrief

Zu diesem mit Samtpfötchen geschriebenen Kommentar fällt mir eine Erzählung von Max von der Grün ein. Natürlich ist Max von der Grün kein Demokrat, denn er hat die Unverschämtheit besessen, die allweise Bundesregierung zu kritisieren. Das in einer Zeit schwerster politischer Krisen, als der Russe an der Grenze zum westdeutschen Paradies stand und in der Zone ein „Karl-Eduard von Schnitzler“ im Fernsehen seine montägliche Realsatire über den hochgelobten „Arbeiter- und Bauernstaat“ präsentierte. Jene war übrigens so hervorragend gestaltet, dass die Parteiführung und die DDR-Bürger glaubten dieser etwas ältere bärtige Herr mit seinen Brillengläsern vom Typ „Mitropa-Aschenbecher“ meine es tatsächlich ernst mit seinen Tiraden. Hätte man herausgefunden, was für ein Scherzbold dieser Herr war, wäre die Wende ausgefallen. Das ist sie aber nicht und nun können die ex-DDR-Bewohner nachdenken, ob die BRD-Hölle eines Schnitzlers vielleicht nur BILD-Zeitungsgemäß übertrieben war. Doch es gibt noch einen interessanten einheitsdeutschen Gesichtspunkt. Maike Gosch zitierte und nahm Bezug auf das neue Mantra: „Wir bundesdeutschen Politiker sind die Demokratie.“ Davon waren die Machthaber beider deutschen Staaten auch überzeugt.

Max von der Grün erkor in der Kurzgeschichte „der Igel“ den Wirt einer Kneipe im Kohlenpott mit Spitznamen „Igel“ zum Held eines Milieus, das von Invaliden, Kumpels und deren Familie gebildet wird. Er ist der Herrscher über seine Kneipe und lehnt zufällig hereinschneiende „Schicki-Mickis“ ab; zugunsten seiner Kundschaft, die ihre Hunde in den Schankraum mitnehmen. „Er lehnt jede Art von Diktatur ab, aber ich habe den Verdacht, nur weil es nicht seine eigene ist.“ Von dieser Überzeugung sind die Politiker durchdrungen, die in den Landtagen und dem Bundestag vertreten sind. Die Schlagworte „Demokratie“, „Rechtsstaat“ und „Freiheit“ sind ihr Faschingskostüm. Sie billigen die Grundrechte dem gemeinen Volk nur dann zu, wenn das Volk nach bestem Soldatentum und Kriegstüchtigkeit auf seine Rechte verzichtet, zugunsten der dem Volk auferlegten Pflichten.

Es begann mit der moralischen Verkommenheit eines Konrad Adenauer. Er wollte ein Parlament, das den einen Führer im Amt bestätigt und ihn Schalten und Walten lässt. Den Wähler verachtete er, weil die dummen Schafe ohne strengen Hirten in das kommunistische Verderben laufen. Völlig durchdrungen von der unbeschreiblichen Arroganz des geistlichen Adels. Statt Höllenstrafen, eine schlagkräftige Polizei und Bundeswehr. Diese Attitüde ist die einzige geistige Grundlage, welche die CDU/CSU zu bieten hat. Solange, wie die BRD noch das Schaufenster für die „armen Brüder und Schwestern in der Zone“ verkörperte, bemühte man sich ein Feigenblatt von Rechtsstaatlichkeit zu pflegen. Das änderte sich nach der „Übernahme“, als die Mehrheit der CDU/CSU, welche allein durch die ostdeutschen Wähler garantiert wurde, ab 1998 in Gefahr geriet. Machtsicherung und Manipulation zur ihrer Stabilisierung versuchte man durch „Brot und Spiele“ zu erreichen. Die beständigen Meinungsumfragen führten zu der Politik nach statistischen Umfrageergebnissen. Die Manipulation erfolgte durch eine Presselandschaft, die heute nur von fünf Familien bestimmt wird. Diese Oligarchie verträgt keine Meinungsvielfalt. Die sozialen Medien schaffen zwar ein neues Ventil für das bevormundete Volk, doch gleichzeitig gelangen unkontrollierte Botschaften in Umlauf, die die mühsamen Fälschungen, unterdrückten Meldungen und politischen Kampagnen seitens der Oligarchen gefährden. Dies will dieser Herr Günther verhindern. Mit welchen Mitteln dazu von der Bundesregierung und (…) „EU-Sanktions-Kommission“ gearbeitet wird, zeigt der Alltag. Unmissverständlich warnt der Pressesprecher des Auswärtigen Amtes davor, dass bei einer öffentlich geäußerten „falschen“ Meinung, dem Täter die wirtschaftliche Existenzvernichtung droht. Der Herr Günther ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel, welche die CDU/CSU und mit ihr verbundenen Parteien der Einheitsliste als Waffe gegen die Demokratie zur Durchsetzung der Interessen verfolgen, welche für die Oligarchen und für sie selbst nur von Vorteil sind.

mfG
Stephan Ebers


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Leserbriefe zu „Merz’ Vorstoß in Sachen Bundeswehr-Soldaten in der Ukraine: Das ist unverantwortlich gegenüber Deutschland“

11. Januar 2026 um 12:00

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Hier kommentiert Marcus Klöckner Medienberichte, nach denen der Kanzler der Bundesrepublik den Einsatz deutscher Soldaten auf ukrainischem Boden ins Auge fasse. Zu den vom Westen an die Ukraine angebotenen Sicherheitsgarantien würde laut Merz zum Beispiel gehören „dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem Nato-Gebiet einmelden”. An einem Ort, wo ein Funken genüge, um einen heißen Krieg zwischen der NATO und Russland zu entfachen, soll Deutschland ganz vorne mit dabei sein. Das sei unverantwortlich gegenüber Deutschland. Wir haben hierzu interessante Leserbriefe bekommen und bedanken uns dafür. Die nun folgende Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

danke für den Artikel, nichts hinzuzufügen. Vielleicht noch:

“Der Friederich, der Friederich das ist ein arger Wüterich” (Struwwelpeter). Auf diesem Niveau ist die Deutsche Politik schon lange angekommen. Wobei, der Struwwelpeter ist ein Märchen, das, richtig übersetzt, Wahrheiten verkündet. Der Merz meint aber ernst, was er sagt. Und das ist dann Wahnsinn.

“Ich will für mich sagen und auch für die Bundesregierung …”. Der Mann ist Kanzler, was er “für sich” sagt gehört nicht in eine offizielle Pressemitteilung. Nicht mal seinen Friseur interessiert das. Klingt wichtig, ist aber nur Gelaber.

“…dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem Nato-Gebiet einmelden”

“Einmelden”, war der mal bei der Freiwilligen Feuerwehr? “auf benachbartem Nato-Gebiet”, unter seinem Großvater hieß das “Drang nach Osten” und “einmarschieren” statt “einmelden”.

Was Merz macht, ist nicht nur unverantwortlich für Deutschland, auch für Russland und die Ukraine.

“Denk ich an Deutschland in der Nacht …” Heinrich Heine. Ich denke nicht mehr an Deutschland in der Nacht.

Viele Grüße,
Rolf Henze


2. Leserbrief

Liebe NDS-Redaktion,

Mich würde interessieren, welche anonymen “Architekten” (Think-Tanks, Konzerne, etc.) hinter solchen Entscheidungen stecken. Wer profitiert?

Viele Grüße
Michael Wrazidlo


3. Leserbrief

Guten Tag,

die Koalition der Kriegstreiber und Unfähigen, mit ihren Gallionsfiguren Starmer, Macron und Merz wollen ihre lang gehegten Pläne nun schnellstmöglich umsetzen.

Die Briten und Franzosen, aus ihrer Kolonialgeschichte heraus gewöhnt, in fremden Ländern, höflich ausgedrückt, ihr Unwesen zu treiben, werden auch Deutschland mit ins Boot holen.

Merz, scheinbar noch zurückhaltend, wird sich dieser Unverantwortlichkeit unter dem Deckmantel der Friedenssicherung anschließen und hierfür auch die parlamentarische Mehrheit finden.

Medial sowie so nicht und auch gesellschaftlich ist kein großer Widerstand zu erwarten. Mit diesem Wissen werden alle politischen Schweinereien durchgezogen. Die Menschen lassen sich einfach manipulieren und von Kriegstreibern, die erkennbar keinen Schaden von den Menschen im Land abwenden, regieren.

Kritiker dieser desaströsen Politik laufen Gefahr, ihre Existenzgrundlagen zu verlieren.

Fazit: Wir sollten aus unserer geschichtlichen Verantwortung heraus, ein Volk des Friedens im Herzen Europas sein. Keine deutschen Soldaten in die Ukraine oder sonst wohin. Frieden durch vernünftige Diplomatie, miteinander reden und Völkerverständigung.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

auch wenn ich nicht gerade ein Fan unseres derzeitigen Bundeskanzlers bin, muss ich Sie auf eine Falschinformation hinweisen. Herr Merz hat mitnichten gesagt, dass er deutsche Soldaten in die Ukraine entsenden will, wie dies Premierminister Starmer und Präsident Macron mit Präsident Selenskyi schriftlich vereinbart haben.

Herr Merz sprach lediglich davon, ggf. deutsche Soldaten in einem der Nato angehörigen Nachbarland der Ukraine zu entsenden, wohlwissend, dass Präsident Putin Natosoldaten in der Ukraine nicht dulden und somit als zu bekämpfende Feinde betrachten würde. Präsident Putin hat dies bereits vor einigen Wochen geäußert.

Herr Merz hat somit versucht, diesen Umstand mehr oder weniger elegant zu umschiffen ohne der Ukraine militärische Unterstützung zu verweigern.

Mit freundlichen Grüßen
Achim Vogel


5. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten Redaktion,

dank an alle für die kritischen Artikel und Berichte. Es hilft sehr zur Orientierung und zeigt uns, dass wir nicht alleine sind.

Ich habe dem Bundeskanzler gemailt, weil mich die Täuschung, Ankündigung Bundeswehr zur Friedenssicherung wieder aufregt und sehr beunruhigt.

Ich wünsche mir, dass das noch mehr Friedensfreunde tun. Vielleicht auch an die Örtlichen Mitglieder des Bundestags.

Friedensgruesse von
Johanna Soufi

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Der US-Angriff auf Venezuela und das internationale Recht“

10. Januar 2026 um 12:00

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Alexander Neu stellt in diesem Beitrag vor dem Hintergrund des unprovozierten Angriffs der USA auf den souveränen Staat Venezuela fest, dass der Rechtsnihilismus sein Werk vollendet habe – das Internationale Recht sei tot. Die USA könnten sich im Gegensatz zu Venezuela nicht auf den Selbstverteidigungsfall des Artikels 51 der UNO-Charta berufen. Die USA hätten für ihre militärischen Maßnahmen gegen Venezuela kein Mandat des UN-Sicherheitsrates gemäß Kapitel VII der UNO-Charta. Die offene Schlacht im Weltneuordnungsprozess habe nun für jeden sichtbar begonnen. Das normative Ordnungssystem sei am Boden. Die Frage, ob die neue Weltordnung mit Diplomatie oder Krieg geformt werden wird, sei endgültig beantwortet. Wir bedanken uns für die interessanten E-Mails hierzu. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, für Sie zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Sehr geehrte Nachdenkseiten,

Diesmal hundertprozentige Zustimmung zum Artikel von Alexander Neu!

Der Schlußsatz ist beängstigend realistisch. Es liegt in diesem entpersonalisierten neoliberalen System nicht an der Person Trump, der nur ein (schlechter) Vertreter der dekandenten Macht- und Geldelite ist. Es ist m.E. vielmehr der Endkampf eines auf ewiger Expansion basierten Systems, das nicht untergehen wird, ohne vorher alles mitzureißen. Schöne Aussichten! Trotzdem ein möglichst friedliches 2026 an alle!

Freundliche Grüße, und weiter so, Wolfgang Blendinger


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Neu und NDS,

im Beitrag verstecken sich einige Dinge, die nicht direkt im Zusammenhang mit Venezuela stehen, aber hohe Wichtigkeit haben:

Ein Bundeskanzler, eine Regierung, die eine Krisensituation als zu komplex empfinden, sind eigentlich nicht regierungsfähig.
Sollte das Wort komplex nur eine diplomatische Worthülle sein, muss man sich den Vorwurf von unsachgemäßen Sprachgebrauch gefallen lassen.

Macht durch Wahlbetrug, da gilt es einmal westliche Wahlkampfslogans gegen das Licht zu halten.

Freie demokratische Wahlen in Venezuela, wie soll das gehen mit USA Einmischung?

Das Recht eines Volkes seine Zukunft selbst zu bestimmen, das ist tatsächlich ein komplexer Sachverhalt.
Inwiefern das Volk von Europa seine Zukunft selbst zu bestimmen hat, wie das geht wenn von der Leyen bis Kaja Kallas auf keinem Wahlzettel gestanden hat?
Komplexe Frage: wann, wo und wie hat das Volk in Deutschland Kriegstüchtigkeit entschieden? Kriegsbeteiligung / Unterstützung der Ukraïne? Einsparungen bis zur weitgefächerten Volksarmut? Genozidtoleranz ?

Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens


3. Leserbrief

Grüsse Sie NDS – Leserbriefe-redaktion und werter Herr Alexander Neu.

Ihren heutigen Bericht, über die verbrecherische Vorgehensweise des US-Präsidenten und seinen Vasallen, gegen den Staat Venezuela, das noch nicht einmal vom Kongress abgenickt wurde, haben Sie mich heute, mal wieder, emotional gerettet.

Aber zu diesem Fall möchte ich gar nichts hinzufügen, ich bin völlig Ihrer Meinung, denn Sie haben sehr viel Berufs- und Lebenserfahrung auf dem Gebiet der Politik, ich vertraue mich Ihnen an.

Es gibt so viele Themen, seit ich die NDS lese, in der Sie eine ruhige und besonnene Haltung bewahrt haben, die mich entspannen lässt und mir das “Feuer” nimmt, um nicht noch wütender oder sogar zorniger zu werden, obwohl ich dem Jahrgang 1948 angehöre, also eine gewisse Gelassenheit haben sollte.

Sie schreiben so, dass ich mich Ihnen “anvertraue” und ich weiss dann, dass ich nicht emotional werden muss.

Sie sind, wie alle Ihre KollegenInnen, ein wichtiges Zahnrädchen in dem Getriebe des Zusammenlebens in der WELT-GEMEINSCHAFT.

Weiterhin viel Erfolg,
herzlichen Dank,
J. Juhre


4. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren der NDS, sehr geehrter Herr Neu,

danke für die ernüchternde Analyse zu dem o.g. Thema.

Unglaublich wie ein völkerrechtswidriger Angriff des angeblichen „Leuchtfeuers der Demokratie“ USA auf einen souveränen, aber mißliebigen und ölreichen Staat auf einmal das Spektrum der deutschen Politik beleuchtet. Die Merz Koalition spricht nicht mit einer Stimme, sondern der Merz laviert neblig zwischen Vasallentreue und Zwergenaufstand und die SPD verurteilt den Angriff auf einen sozialistischen Bruder im Geiste, ist aber selbst alles andere als sozial oder gar sozialistisch. Während die AfD sich auf einmal dann doch staatstragend, transatlantisch loyal äußert und die Grünen und Linken eher halblauten Protest äußern. Wie sollten die Grünen auch anders? Immerhin haben die schon beim völkerrechtswidrigen Angriff des Demokraten Biden auf unsere Energieinfrastruktur, Schläge des US Militärs in „befreundeten“ Staaten goutiert,sofern die ihrer Ideologie dienlich sind.

Deutschland ramponiert seinen Ruf in der Welt durch die Äußerungen von BlackRott Kanzler und Landei-Außenminister immer mehr. Nach der Israel Unterstützung beim Gaza-Genozid dachte man schon, es ginge nicht mehr weiter runter, aber mittlerweile haben selbst Zwergstaaten mehr außenpolitischen Kredit in der Welt, als Deutschland. Es ist mittlerweile echt peinlich sich im Ausland als Deutscher zu outen.

Andererseits,was kann man für seine Politiker? Stimmt! Irgendwie kann man nix für die und genauso geht es wohl den Venezolanern mit dem Maduro. Der ist auch durch das chavistische System nach oben gespült worden,wie unsere Politiker durch unsere Parteien-Filzokratie, und wird offenbar von vielen Venezolanern für fortdauerndes Mißmanagement und Korruption verantwortlich gemacht und weggewünscht. Willkommen im Club! Weggewünscht,aber nicht weg entführt und durch eine US Marionetten-Regierung ersetzt. Außerdem hat der Maduro mal richtig als Busfahrer gearbeitet. So ein richtiger working class Präsident. Der konnte sowieso nicht im Amt bleiben.

Es spräche also nichts dagegen, wenn die USA auch in Deutschland einmarschierten und hier einen Regime-Change machten. Das würde aber wohl erst passieren,wenn die Rest-Kohle unter dem Ruhrgebiet wieder begehrtes Gut würde? Bis dahin sind aber hoffentlich der Trump und die USA auf dem Müllhaufen der Geschichte.

Leider hat sich auch die AfD nur als nützlichen Unruhestifter im Parteiensystem gezeigt, aber nicht als Veränderer, sollten die jemals regieren. Wahrscheinlich wären die dann nur der verlängerte Arm der USA und des Großkapitals. Schade! Gelegenheit verpaßt, sich mal eigenständig zu profilieren! Kann man wählen,aber nur einmal ,damit die den ÖRR reformieren und mal den Staat besenrein machen. Ob das wirklich passiert,ist aber fraglich? Die Einzige, die sich klar äußert, ist mal wieder, Sahra Wagenknecht.

Wieder einmal haben sich die europäischen US Vasallenstaaten, voran Deutschland, die EU und die NATO als aggressiver Völkerclub gezeigt, der seine Interessen und seinen Wohlstand mit der Waffe in der Hand erobert und verteidigt. Wir erleben hier gerade,daß sich Europa (außer Russland) und die USA im Galopp außerhalb der Völkergemeinschaft stellen. Nach dem wirtschaftlichen, folgt der politische Untergang unserer europäischen Zivilisation. So schnell kann es gehen. Wer hätte das vor ein paar Jahren gedacht?

Wenigstens sollte die „German Navy“ mal eine Fregatte klarmachen und zwischen der Isla Margarita und dem venezolanischen Festland durchfahren. Wann wohl der Trump NATO Truppen zur Sicherung des eroberten Gebietes anfordert?Immerhin soll die ganze Aktion den amerikanischen Steuerzahler ja nichts kosten. Ach nein! Durchfahrt erzwingen,das müssen ja in diesem Fall die Chinesen und die Russen machen und mit runtergelassenem Anker im Golf von Mexiko rumschippern. Deutschland setzt dafür ein paar Tanker der „amerikanischen Schattenflotte“ in der Nordsee fest und friert amerikanische Guthaben ein.

Wenn jetzt noch einer von regelbasierter Ordnung schwafelt, dreh ich durch. Nie war die Doppelmoral der EU und der NATO deutlicher als jetzt.

Jeder weitere Euro, den man jetzt noch in die Ukraine schickt, sollte als Unterschlagung und Veruntreuung von Steuergeldern, vulgo Spahnisierung, gewertet und verfolgt werden.

Claus Hansen

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Der Überfall auf Venezuela und Trumps ehrlicher Imperialismus“

09. Januar 2026 um 14:00

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Renate Dillmann stellt in diesem Beitrag fest, Präsident Trump habe „mit Tat und Wort klargemacht, was er darunter versteht, ‚die Vorrangstellung Amerikas in der westlichen Hemisphäre wiederherzustellen‘ (Nationale Sicherheitsstrategie 2025)“. In seiner Rede vom 3. Januar habe er damit geprahlt, das angeblich „amerikanische“ Öl Venezuelas zurückerobert zu haben. Die „Regierungen des ‚demokratischen‘ Europa, das ja hochtrabend im Namen der Werte von Freiheit und Völkerrecht gegen das böse Russland und weitere autoritäre Staaten“ kämpfe, habe Zustimmung zu Trumps Überfall auf Venezuela und zur Entführung des Präsidentenpaares geäußert. Wir danken für die interessanten E-Mails, die wir dazu erhalten haben. Hier folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Guten Tag,

wild, wild West in der Karibik. Medienwirksam inszeniert und ohne Gegenwehr der Angegriffenen.

Für wahr wieder ein Meisterstück amerikanischer Beutekultur. Welche Deals hier wer mit wem gemacht hat, kann man nur erahnen. Lehrreich, aber nicht erstaunlich die Reaktionen der sogenannten Guten aus Politik und Medien. Völkerrecht spielt da natürlich nur eine untergeordnete oder gar keine Rolle. Schließlich wurde laut der Selbstgerechten, ein Despot und Diktator abgeräumt.

Und die Moral von der Geschicht‘, glaube Heuchlern und Doppelmoralisten nicht.

Mit freundlichen Grüßen und allen noch ein gutes, neues Jahr

Thomas Stöbe


2. Leserbrief

Liebe Frau Dillmann!

Das ist ein sehr guter Beitrag. Ich sehe das genau so und auch in der Maischberger-Sendung wurde dies von den drei Journalisten am Anfang genau so gesehen. Es ging dem US-Imperium noch nie um Demokratie, Gleichberechtigung oder um die Besserstellung der Frauen gegenüber Männern. Es ging immer um Macht, Einfluss und den Bezug billiger Rohstoffe bzw. Bodenschätze aus fremden Ländern. Wenn andere Länder nicht direkt überfallen wurden, wurden Regime Changes organisiert, denen dann oft auch die Ermordung der einstigen Präsidenten folgten, teils von der eigenen aufgestachelten Bevölkerung. Dies ist im Falle Venezuelas nicht der Fall und somit etwas Gutes in dem bösen Vorgehen von Donald Trump. Zurückhaltend reagierten unsere Regierungen schon immer bei Verbrechen der USA und wenn Donald Trump kritisiert wird, dann ohnehin nur deshalb, weil er nicht hart genug gegen Russland vorgeht. Es hat ja auch nie Kritik von deutscher Seite gegenüber solchem kriminellen Vorgehen wie z.B. dem Atombombenabwurf über Japan gegeben. Im Übrigen hält man sich auch mit der Kritik am britischen Imperialismus zurück, wie z.B. dem damaligen Einmarsch in Indien. Die Bösen sind halt immer Russland und China. Jetzt wird die Beurteilung des derzeitigen amerikanischen Präsidenten durch deutsche Politik und Medien halt schwierig. Auf der einen Seite ist man froh, dass das “böse” kommunistische System in Venezuela geschädigt ist, auf der anderen Seite weniger froh, weil es ausgerechnet von Donald Trump geschädigt wurde. Ausgerechnet von dem, der bisher nicht gern gegen Russland zündelte. Wie wird das nun weitergehen? Das ist für schon spannend.

Mit freundlichem Gruß
Harald Pfleger


3. Leserbrief

Für den Comprador aus dem Sauerland mag die Bewertung des Überfalls auf Venezuela zu komplex zu sein, als daß er zu einer brauchbaren Stellungnahme kommen könnte.

Nachdenkseitenleser hingegen werden Cohns Argumentation mühelos folgen können:

https://consortiumnews.com/2026/01/06/white-house-cant-make-venezuela-attac

Mit Grüßen
Joachim Gröger


4. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Sprecherin im MDR-Fernsehen sagt in den Nachrichten „MDR aktuell“ am Sonntag, dem 4. Januar, wörtlich: „Maduro ist in eine Haftanstalt in New York gebracht worden.“ Sie sagt nicht etwa: völkerrechtswidrig verschleppt.

Und: „Wegen Drogenterrorismus wird sich der 63-jährige hier vor einem Gericht verantworten müssen.“ Wir Zuschauer sollen auf diese Weise manipuliert werden, dass diese Verschleppung angeblich rechtens sei.

Über die Interimspräsidentin Rodriguez: „Sie fordert die Freilassung Maduros, den sie als einzig rechtmäßigen Präsidenten bezeichnet.“ Die Formulierung „bezeichnet“ soll den Eindruck erzeugen, dass er angeblich nicht rechtmäßig Präsident sei und somit diesem offenen Bruch des Völkerrechts den Anschein von Legalität geben.

Und: „US-Präsident Trump hat betont, dass er keine US-feindliche Regierung in Caracas mehr dulden werde und dass die USA vorübergehend die Macht in dem südamerikanischen Land übernehmen werden.“ – Das sollte mal Putin sagen.

Kein einziges Wort der Kritik an diesem völkerrechtswidrigen kriegerischen Akt der USA gegen ein anderes Land. Nicht ein Wort, dass die USA in Wirklichkeit das Öl Venezuelas rauben wollen.
Dass der MDR sich so offen auf die Seite des Aggressors gegen ein kleines Land stellt, ist abstoßend. Die Anbiederung unserer Fernsehsender an die USA ist so unerträglich geworden, als ob wir bereits eine Kolonie der USA wären.

Aber was soll man von einem Sender erwarten, der die rechtsextremistischen Putschisten in der Ukraine von 2014 wörtlich als „Demokratiebestrebung“ bezeichnet.

Müssten nicht spätestens jetzt unsere Politiker und Medien zur Vernunft kommen und mit Russland und China zusammenarbeiten, um dem imperialen Weltmachtstreben der USA endlich Grenzen zu setzen, bevor die USA auch uns verschlucken?

Mit freundlichen Grüßen
Roland Großmann


5. Leserbrief

Guten Tag NDS

Prof. Dr. Rainer Mausfeld hat es in einem Vortrag deutlich erklärt, dass es das Recht des Stärkeren gibt. Das ist so wie bei organisierter Kriminalität.
Was interessiert der Mafia irgendwelche Gesetze.
Die sind nur im Weg bei der Durchsetzung der kriminellen Interessen.
Und die USA unter Trump ist so ein krimineller Staat, ein Schurkenstaat. Auch das hat Herr Mausfeld schon deutlich beschrieben..
Trump interessiert nicht UNO-Völkerrecht.
Was erwartet die Welt von dem Narzissten Trump???
Wir Deutschen und Europäer müssen begreifen das die USA kein Interesse an der Souveränität von Deutschland oder Europa hat.

Aber das werden die Mehrheit der Europäer nie begreifen, weil sie seit Jahrzehnten Hirngewaschen sind durch Propaganda.
Trump wird weitermachen, weil er genügend Mitstreiter hat die das alles auch so wollen.
Z.B. das US-Militär und die USA Rüstungsindustrie und Ölindustrie.
Wer sich USA Regeln widersetzt wird bestraft und im Extremfall gekillt/ getötet.
Auch darin sind die USA Meister.

Alles nichts Gutes für die Zukunft.

(…)

MfG Dieter Klaucke


6. Leserbrief

Eigentlich warte ich jetzt auf eine Klage der Mafia wegen Urheberrechtsverletzung.

Heidemarie Wegener


7. Leserbrief

Sehr geehrte Frau Dillman, sehr geehrtes Nachdenkseitenteam

Ich kann Ihrem Artikel vollumfänglich zustimmen! Die Formulierung “Trumps ehrlicher Imperialismus” im Titel ihres Artikels ist korrekt und sehr gut gewählt!

Trump ist tatsächlich ein ehrlicher Verbrecher, in Diensten der USA, dem alle Mittel recht sind, um Deals zu machen, die America Great again (zumindest einen Teil der Gesellschaft) machen sollen, und der es sich leisten kann, weil er scheinbar unangreifbar ist. Ähnliche Politik haben viele, fast alle Präsidenten vor ihm auch gemacht, nur mit moralischer Attitüde weichgespült und die Europäer sind ihnen wie Hofschranzen gefolgt (die Allianz der Willigen), halten jetzt sogar noch an einem von den USA losgetretenen provozierten Stellvertreterkrieg in der Ukraine fest, mit dem sie Russland ruinieren wollen, aber letztlich sich selbst und vor allem die Ukraine ruinieren, während die USA schon längst weitergezogen sind und für sie wichtigere geostrategische und wirtschaftliche Interessen verfolgen.

Natürlich macht es insgesamt Sinn, eine moralische Einordnung vorzunehmen und u.a. von Völkerrechtsbruch zu schwadronieren, wenn man die Gerechtigkeit und die internationale Ordnung zumindest der Form nach nicht gänzlich aufgeben will. Faktisch spielt dies aber nur als Aufhübschung von Verbrechen gegen das Völkerecht und die Menschlichkeit in der Realpolitik eine wesentliche Rolle.

Merz hat mit seiner ersten Einschätzung “Nicolás Maduro hat sein Land ins Verderben geführt. …” nicht ganz unrecht, allerdings hat das einen höchst unmoralischen Beigeschmack, der von ihm unterschlagen wird. Hätte Venezuela die Ölindustrie nicht verstaatlicht, wäre es der Bevölkerung wahrscheinlich sogar etwas besser gegangen als mit der Verstaatlichung und den damit zusammenhängenden US-Wirtschaftssanktionen gegen Venezuela. Die Wirtschaft wäre wahrscheinlich besser gelaufen in Venezuela und die US-Ölgesellschaften hätten den großen Reibach gemacht. So läuft es ja schon sehr lange auch in vielen anderen Ländern der Welt (nicht zuletzt im Iran), wobei nicht nur US-amerikanische Firmen die Profite aus der Ausbeutung der Länder der Dritten Welt ziehen. Ein Phänomen, das man zutreffend Neokolonialismus nennt.

Ob die letzte Wahl in Venezuela gefälscht wurde sei dahingestellt, was hingegen sehr wahrscheinlich ist, dass die USA massiv Einfluss genommen haben auf die Wahlen und zwar für eine von den USA finanzierte Opposition, die den USA nach dem Wahlgewinn die Ölfelder wieder überlassen hätte. Diese Art hybrider Kriegsführung wird natürlich auch von der EU praktiziert (Moldau, Georgien, Ukraine, Serbien, etc.). Nur wenn hingegen Russland Gelder in Wahlkämpfe für russlandfreundliche Parteien investiert, wird von westlichen Politikern und Medien von Wahlbeeinflussung und hybrider Kriegsführung gesprochen und unerwünschte Wahlergebnisse werden dann, falls möglich, annuliert.

Sie beschreiben das sehr schön: “Allerdings haben die USA früher meist darauf geachtet, heimische Oppositionelle ins Spiel zu bringen, denen sie lediglich unterstützend zur Seite springen mussten. Oder sich auf „Prinzipien“ berufen, die staatenübergreifend gelten sollten. Donald Trump macht demgegenüber ehrlichen Imperialismus.”

Insofern stehen die europäischen Politiker und ihre Medien vor der Herkules-Aufgabe, die eigenen Interessen, die u.a. wesentlich in einer guten Zusammenarbeit mit den USA bestehen, und ihrem öffentlichen Eintreten für die wertebasierte Ordnung, vor dem heimischen Öffentlichkeit unter einen Hut zu bringen, was einer Quadratur des Kreises gleichkommt. Sie werden es so machen, wie es die USA früher auch immer getan haben, wenn sie die wertebasierte Ordnung nicht respektiert haben und werden das offensichtlich rein durch wirtschaftliche Interessen motivierte Vorgehen gegen Venezuela als ein Vorgehen gegen ein Unrechtsregime legitimieren, auch wenn Trump selbst dies nicht wirklich getan hat. Und das hört man inzwischen auch schon allerorten so von europäischen Politikern.

Fritz Gerhard

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Der Skandal um Jacques Baud: Die EU, die „Gedankenverbrechen“ und die Drohungen der Bundesregierung“

07. Januar 2026 um 15:00

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In diesem Beitrag hat Tobias Riegel die EU-Sanktionen gegen den Schweizer Ex-Militär und Buchautor Jacques Baud kommentiert. Sie seien ebenso skandalös wie die Reaktionen der Bundesregierung darauf. Beides könne einen starken Effekt der Einschüchterung auf Andersdenkende entfalten. Eine Umfrage in Deutschland habe kürzlich festgestellt, dass die Mehrheit der Bürger hierzulande inzwischen Angst habe, öffentlich ihre Meinung zu sagen. Die Förderung dieser Selbstzensur ist wohl eines der Motive des „beispielhaften“ Vorgehens gegen Jacques Baud. Eine kleine Hoffnung bleibe jedoch: „Hat die EU im Fall Jacques Baud ihr Blatt überreizt, entwickelt sich der Vorgang also zum politischen Bumerang?“ Wir haben dazu interessante Zuschriften bekommen und bedanken uns dafür. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.

1. Leserbrief

Danke, Herr Riegel, dass Sie trotz Ihres Schwindels und Ihrer Sprachlosigkeit die richtigen Worte gefunden haben.

Hilde Floquet


2. Leserbrief

Sehr geehrte Nachdenkseiten,
Sehr guter Artikel von Tobias Riegel!

Eine Einschränkung/Entzug von Grundrechten ohne Anklage und Gerichtsverfahren kann es in einer Demokratie nicht geben, es sei denn, die sogenannte Demokratie ist eine Wahloligarchie in der das Recht des Stärkeren gilt. Jacques Baud ist nicht der Anfang und wird auch nicht das Ende dieser Willkür sein.

Freundliche Grüße, schöne Feiertage und guten Rutsch ins 2026, und weiter so, Wolfgang Blendinger


3. Leserbrief

Sehr geschätzter Tobias Riegel,

„wohin die Reise geht“ heißt es in Ihrem Artikel.
Man könnte auch fragen: wie konnte es soweit kommen? – Also der Zenit ist doch wohl überschritten. Hieß es nicht immer

>wer in der Demokratie schläft, wacht in „unserer Demokratie“ wieder auf ? <

Jedenfalls so ähnlich.

Fragen über Fragen: Weshalb machen Kreditinstitute uns andere Beteiligte solche fiesen , den Rechsstaat verhöhnenden Spielchen wie Kontensperrungen pp überhaupt mit? Gibt es da nicht so etwas wie ein Widerstandsrecht im GG? Ist das GG überhaupt noch im Handel oder auch schon sanktioniert? Darf sich das in der EU dominierende Deutschland mit einem Verweis auf die anderen Länder (in der EU) herausreden? Ist ein Begriff wie „Redlichkeit“ in der Politik unbekannt? Ist ein Begriff wie „Solidarität“ bei den deutschen Michels und ihren Michelinen heutzutage verpönt?

Sollte man nicht die Namen der Verantwortlichen für solche Sauereien bekanntmachen? Gibt es dafür kein Meldeportal? Oder war auch hier Putin am Werk? Gibt es eine Möglichkeit, den der EU zugeschobenen Friedensnobelpreis zu annulieren? Wie wäre es stattdessen mit einer solchen oder anderen Auszeichnungen für Betroffene von Staatsterror? Wer kann uns vor solcherlei Unheil schützen außer den USA? Plant Rußland – Entschuldigung- muß natürlich „Putin“ heißen, vielleicht doch den Angriff auf die NATO, weil es Parallelen zu Entwicklungen in den dreißiger Jahren sieht?

Darf man Typen wie Merz, Pistorius, Kiesewetter usw hassen oder muß man sie einfach nur verachten? Warum sind die Nachbarn nicht alle auf der Straße?

Fragen über Fragen.

Gruß
G. Hantke


4. Leserbrief

Hallo,

was ich schreibe, mutet vielleicht ein bisschen doof an. – Vorerst: Ich habe noch keine Sanktionen erlebt und ich weiß nicht, wie platt man da ist, was an Rest-Beweglichkeit bleibt. – Ich gehe davon aus, dass Baud nun Schwierigkeiten hat, seine Miete zu bezahlen, dass er Rechnungen nicht begleichen kann und dass er sich darauf einlassen muss, dass nette Menschen, Lebensgefährt*innen oder andere, für Nahrung und so sorgen. – Es kann auch konkret anders sein, wie gesagt, mir fehlt die Erfahrung.

Ich schlage nun vor:

Eine SoliSeite mit einem Soli-Konto einzurichten. – Von der können regelmäßige Kosten wie Miete und so bezahlt werden. Für das tägliche Leben müsste man Genaueres in Erfahrung bringen, – Von solch einem Soli-Konto aus kann man auch Lieferungen bezahlen.

Jetzt ist Assange frei und wir bekommen hier Freiluft-Gefangene wie ihn. – Kann man die Assange-Soli-Struktur irgendwie aufnehmen, erweitern, – Freiheit und ein normaler Alltag für kritische Journalisten ?

Wäre es sinnvoll, eine Web-Konferenz zu dem Fall zu machen? – Und eine Dokumentationsstelle für all die ungeheuerlichen Vorgänge? – Flavio v. Witzleben z.B.

So viel ins Unreine.

Aber ich glaube, hier ist tätiges Wirken am Platz. – So geht’s nicht weiter, auch wenn wir das schon lange ahnen…

Grüße
Cornelia Wimmer


5. Leserbrief

Sehr geehrte Redaktion der NachDenkSeiten,

mit großem Interesse habe ich Ihren Beitrag gelesen und möchte mich mit einem kurzen Leserbrief dazu äußern.

Ich habe die betreffende Bundespressekonferenz selbst gesehen und war ehrlich gesagt entsetzt. Mein Eindruck war nicht nur, dass kritische Fragen abgewehrt oder relativiert wurden, sondern dass der Bundesregierung offenbar überhaupt nicht klar ist, welche Büchse der Pandora hier geöffnet wurde – oder weiterhin geöffnet wird.

Was sich dort gezeigt hat, geht weit über einzelne politische Fehlentscheidungen hinaus. Es sind Anzeichen postdemokratischer Zustände: Eine zunehmende Entkopplung von Regierungshandeln und öffentlicher Rechenschaft, ein problematischer Umgang mit Kritik sowie eine Selbstverständlichkeit, mit der Eingriffe gerechtfertigt werden, ohne deren langfristige Folgen für Demokratie, Meinungsfreiheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt ernsthaft zu reflektieren.

Besonders beunruhigend finde ich dabei weniger das einzelne Argument als vielmehr die Haltung, die durchscheint: Dass grundlegende demokratische Prinzipien offenbar als verhandelbar betrachtet werden, sobald sie politisch unbequem werden. Genau hier liegt aus meiner Sicht die eigentliche Gefahr.

Ich halte es für dringend notwendig, diese Entwicklungen klar zu benennen und öffentlich zu diskutieren, bevor sie zur neuen Normalität werden. In diesem Sinne danke ich Ihnen ausdrücklich für Ihre kontinuierliche kritische Arbeit.

Mit freundlichen Grüßen
N.B.


6. Leserbrief

Seit mehr als 9 Tagen sind die menschenrechtswidrigen Sanktionen der EU-Kommission mit Reiseverboten und Kontensperrungen gegen Jacques Baud, Nathalie Yamb und weiteren Personen bekannt, ohne das in Deutschland die großen sogenannten “Leitmedien” und die ÖRR-Sender (ARD ZDF …) überhaupt darüber berichten.

Es gibt Meldungen, wie in der “Berliner Zeitung jungeWelt nachdenkseiten und ein kritischer Kommentar in DieWelt” in vielen Foren -Informationen gibt es auch in YouTube Videos –

Es kann immer mal vorkommen, daß so ein Vorgang erst nach einigen Tagen erscheint…. nicht aber mehr als eine Woche zu einem wichtigen Thema!

Aber, so schlimm die Sanktionen und die fehlenden Meldungen in den großen Medien und dem ÖRR (ARD ZDF …) auch sind, hier wird die wahre Verdorbenheit dieser Blätter und Sender deutlich und in welcher schlechten deutschen Tradition sie stehen.

“Der Wahrheit sein Leben weihen!” ist der Journaille fremd!
(keine Meldungen: Frankfurter Rundschau, Frankfurter Allgemeine, die Zeit, Stern, Spiegel, Fokus, Süddeutsche Zeitung,
Zeitungsgruppe Thüringen, Südwest Presse, Zeitungsgruppe Köln, Augsburger Allgemeine, Rheinische Post, Stuttgarter Zeitung, WAZ Mediengruppe, Bild, Springer Medien. Bitte nicht mehr kaufen! Abos kündigen!)

Das sind jetzt aktuell Tage, die zukünftig in allen Journalistenschulen in den Vorlesungen intensiv besprochen werden!
Besprochen werden müssten!

“Meinungs- und Pressefreiheit: Grundpfeiler der Demokratie
Nur wenn sich Menschen ungehindert informieren können, können sie sich eine Meinung bilden und durchdachte Entscheidungen treffen. Nur wenn sie ihre Meinung frei und ohne Angst äußern können, sind sie in der Lage, ihre Anliegen gegenüber Staat und Regierung geltend zu machen. Nur dann können sie zum Beispiel auch andere Grundrechte einfordern, etwa das Recht auf Nahrung, auf Bildung oder auf Gesundheit.”
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Mit freundlichen Grüßen
Paul Decruppe


7. Leserbrief

Hallo Herr Riegel!

Vielen Dank für Ihre aufgeklärte Sichtweise zum „Fall Jaques Baud“, die Sie in Ihrem Artikel
vom 23. Dezember 25 so klar darlegen und mit mehreren Zitaten von verschiedenen Personen und Medien argumentativ stark untermauern.
Ich bin da ganz bei Ihnen, wenn Sie solche wirkmächtigen Ausdrücke wie:

  • Bestrafe einen, erziehe Hundert,
  • Kreierung des Tatbestands des „Gedankenverbrechens“ durch die EU
  • Rechtsstaatlicher Albtraum

in Ihren Artikel einflechten.

Bei dem Zitat des Sprechers Herrn Giese vom AA, welches hier ob seiner herausragenden
Ungeheuerlichkeit nochmal gezeigt werden muß:

„Das ist an diesem Montag geschehen, das wird auch weiterhin geschehen, das ist in der Vergangenheit geschehen, und alle, die auf diesem Feld unterwegs sind, müssen damit rechnen, dass es auch ihnen passieren kann.“

ploppte er auf bei mir, der Gedanke „Das ist in der Vergangenheit geschehen.“

In diesen Sätzen des AA-Sprechers ist ein Duktus enthalten, der mich sofort an das Tausendjährige Reich erinnerte.
So sprach man damals.
Nicht nur daß man „…auf diesem Felde…“ (gemeint ist kein Getreidefeld sondern ein Kampf- oder Schlachtfeld) unterwegs sei, sondern auch die auf die Zukunft orientierte Drohung an „…alle…“, die nicht der gleichen, faschistischen Doktrin entsprachen.
Damals galt die Drohung denjenigen, die der „jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung“ angehörten – den Anderen, den Abartigen, den Andersrassigen, den Untermenschen.

Und heute? Wem ist die Drohung heute gewidmet? Wem droht Herr Giese im Namen des AA?

Zum Verständnis habe ich mal einige Gesetze und Verordnungen aus der Zeit von 1933 bis 1945 eingefügt:

22. September 1933
Gesetz über den Zusammenschluß aller Kulturschaffenden in der Reichskulturkammer (Reichskulturkammergesetz) vom (RGBl. 1933, T.I, S. 661).
Für alle Bereiche der Kultur (Schrifttum, Presse, Rundfunk, Theater, Musik und bildende Künste) werden Fachkammern geschaffen, Bedingung für die Betätigung in einem der Kulturzweige ist die Zugehörigkeit zur entsprechenden Kammer. Juden sind ausgeschlossen; sie können nur noch im Rahmen des Kulturbundes der deutschen Juden arbeiten.

März 1935
Präsident der Reichsschrifttumskammer: In einem Schreiben an jüdische Schriftsteller wird diesen jede schriftstellerische und literarische Tätigkeit in Deutschland untersagt.

6. September 1935
Anordnung: Der Verkauf jüdischer Zeitungen auf der Straße wird verboten.

21. Dezember 1935
Zweite Verordnung zum Reichsbürgergesetz: Enthält Bestimmungen darüber, wer in Bezug auf die Bestimmungen des Gesetzes vom 15. September 1935 über das Ausscheiden der jüdischen Beamten aus dem Amt als Beamter gilt. Das Gesetz bezieht sich auf jüdische Ärzte an öffentlichen Krankenhäusern, Lehrer, Hochschulprofessoren und Privatdozenten im öffentlichen Dienst (RGBl., 1935, T. I, S. 1524)

14. Februar 1936
Erlaß des RMWEV: Entziehung der Lehrbefugnis von jüdischen Honorarprofessoren, nicht beamteten außerordentlichen Professoren und Dozenten an wissenschaftlichen Hochschulen.

15. Juli 1937
Unveröffentlichte Anordnung des RMVP (Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda): Erfassung und verschärfte Überwachung von allen Personen und Unternehmen des jüdischen Pressewesens.

5. Oktober 1938
Verordnung des RMdI: Alle deutschen Reisepässe von Juden werden ungültig, Auslandspässe werden erst wieder gültig, wenn sie mit einem „J“ gekennzeichnet sind. (RGBl., 1938, T.I, S. 1342).

28. November 1938
Polizeiverordnung über das Auftreten der Juden in der Öffentlichkeit: Regionale Behörden im ganzen Reichsgebiet sind bevollmächtigt, die Bewegungsfreiheit von Juden zeitlich und räumlich einzuschränken und sie aus bestimmten Bezirken auszuschließen. (RGBl., 1938, T. I, S. 1676).

6. März 1939
Runderlaß des RWM: Sperrguthaben jüdischer Auswanderer werden nur noch freigegeben, wenn das Vermögen weniger als 5.000 RM beträgt oder besondere Gründe vorliegen. (RStBl.,1939, S. 398)

16. August 1939
Runderlaß des RWM: Juden müssen ihr Bargeld auf Sperrkonten bei zugelassenen Devisenbanken einzahlen.

Wenn Sie nun in den Zitaten das Wort „jüdisch“ durch das Wort „andersdenkend“ und das Wort „Jude“ durch das Wort „Andersdenkender“ ersetzen, dann werden Sie die erschreckende Erkenntnis gewinnen, daß es in den Gesetzen von damals nicht nur Parallelen sondern sehr große Schnittmengen zu Ereignissen im Deutschland von heute gibt.

Ich möchte hier auch noch auf ein Zitat hinweisen welches von Joseph Goebbels stammt:

„Wenn unsere Gegner sagen: „Ja wir haben Euch doch früher die Freiheit der Meinung zugebilligt.“ Ja, Ihr uns! Das ist doch kein Beweis, daß wir Euch das auch tuen sollen! Daß Ihr uns das gegeben habt, das ist ja ein Beweis, wie dumm Ihr seid!“

Es scheint also ein tiefbrauner Wind zu sein, der da momentan von der EU aus Brüssel durch Europa weht.

Die NDS haben dankenswerterweise in der zurückliegenden Zeit sehr informativ über viele Fälle zu Verboten, Einschränkungen und Sanktionierungen von Sendern, Verlagen, Druckerzeugnissen, Versammlungen, Demonstrationen, Lesungen, Preisverleihungen, Autoren, Journalisten, Wissenschaftlern, Redakteuren Künstlern und Kulturschaffenden u.v.m. berichtet, so daß sich jeder Leser eine möglichst objektive Sicht auf die heutigen politischen Realitäten in Deutschland und Europa machen konnte.

Und so liegt der Schluß eben doch sehr nah, und das haben Sie sehr gut herausgearbeitet, Herr Riegel, daß Herr Giese mit seiner Drohung die „Andersdenkenden“ meint, die „…damit rechnen müssen, dass es auch ihnen passieren kann…“ vom Staat erst an- und dann ausgespuckt zu werden.

Vielleicht ist es hier zum Schluß auch angebracht das wohl bekannteste Zitat von Martin Niemöller einzufügen – aber in einer abgewandelten Form:

Als sie Julian Assange einsperrten,
habe ich geschwiegen.

Als sie Hüseyin Do&gbreve;ru, Alina Lipp und
Thomas Röber auf die Liste setzten,
habe ich geschwiegen.

Als sie Jaques Baud sanktionierten,
habe ich geschwiegen.

Und als sie mir die Meinung verboten,
war keiner mehr da, der darüber berichten durfte.

Das es soweit kommt, dürfen wir nicht zulassen!!!

Ich wünsche Ihnen ein friedliches Weihnachtsfest!

Peter Schulz

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Auf, auf liebe Freunde des Völkerrechts! Es gibt was zu tun“

07. Januar 2026 um 14:00

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In dieser Glosse thematisiert Jens Berger die „Verschleppung des venezolanischen Präsidenten Maduro samt seiner Frau“ und die Reaktionen in Deutschland dazu. Dass der militärische Angriff auf Venezuela einen eklatanter Verstoß gegen das Gewaltverbot der UN-Charta darstellt, werde von Friedrich Merz ernsthaft infrage gestellt. Da „wir Deutschen“ jedoch neuerdings so große Freunde des Völkerrechts seien, müssten nun auch Taten folgen. Es werden Ideen vorgeschlagen – u.a., dass man die Fußball-WM, die in diesem Sommer in den USA stattfinde, boykottieren werde und ARD und ZDF erbost die Übertragungsrechte an die FIFA zurückgeben würden. Von unseren Leserinnen und Lesern haben wir hierzu zahlreiche und interessante E-Mails erhalten, wofür wir uns herzlich bedanken. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Lieber Jens Berger,

sehr gut Ihre aktuelle Glosse! Nur schade, dass auf dem unteren Bereich der NDS-Seite noch die Facebook- und X- Symbole in Eintracht neben- einander glänzen! Wenn die verschwinden, wäre das ein wirksames Zeichen, ähnlich den auf das Brandenburger Tor projezierten Farben der venezolanischen Flagge!

Viele Grüße
Günter Steinke


2. Leserbrief

Einfach nur köstlich dieser Artikel, Herr Berger.

Unsere Kriegshetzer müssen das erst mal verdauen.

Interessant wäre jetzt auch was die Anna Lena, die Völkerrechtlerin ,dazu sagen würde.

Da müssen jetzt echte Spezialisten ran,um hier die richtige Rhetorik zu finden … ( das Thema ist zu komplex)…

Meist funktioniert es aber mit nicht berichten … Israel -Gaza.( wer nichts weiß, muss alles glauben.)

Viele Grüße
Helmut Schneider


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger, sehr geehrtes Nachdenkseitenream

Toller Artikel!!! Genau so ist es, zumindest wenn man die bisherige offizielle Einordnung der Vorkommnissse in Venezuela mit der Einordnung des Ukraine-Krieges durch die deutsche Politik vergleicht, insbesondere, wenn man die völkerrechtliche Perspektive auf beide Konflikte gleichermassen anwenden würde. Die Situation ist in vieler Hinsicht vergleichbar mit der in der Ukraine, wo allerdings durch die versuchte Osterweiterung der NATO um die Ukraine mittels hybrider Kriegsführung und einem erzwungenen unrechtmässigen Systemwechsel durch die USA in der Ukraine und die dadurch erfolgte Missachtung der Sicherheitsinteressen Russlands, dieser Stellvertreterkrieg erst provoziert wurde.

In Venezuela geht es ganz offensichtlich darum, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass US-Firmen die riesigen Erdölreserven des Landes ausbeuten können.

Fritz Gerhard


4. Leserbrief

Wieder mal Klasse – wie immer ! Mit seiner Ironie und seinem Witz lassen sich die Weltläufte etwas leichter ertragen.

Danke.

Iselin Boit


5. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

vielen Dank für diesen schönen Text zum Völkerrechtsverständnis des Wertewestens, hätte fast von mir sein können (pardon, ist jetzt Angeberei von mir). Die ganze Nacht ging mir durch den Kopf, was es alles für Sanktionen gegen die USA geben könnte, Sie haben nichts ausgelassen.

Aber zur Sache, ich bin jetzt Trump: Was krächzen Sie denn da über das Völkerrecht, Sie German Bergerboy? Wir, die Vereinigten Staaten von Amerika, sind God’s Own Country, wissen Sie das nicht? Warum steht auf allen unseren Regierungspalästen “In God we trust”? Auch auf jeder Dollarnote steht’s drauf. Soll heißen, wir sind Weltpolizist von Gottes Gnaden, uns steht das Gewaltmonopol über den Rest der Welt zu – Völkerrecht ist eine gute Sache, gilt aber nur für den Rest der Welt, niemals für uns. Wir nennen das Exzeptionismus und nehmen diesen ernst, zusammen mit der uns verliehenen, ewigen Manifest Destiny. Wenn Sie so wollen, wir sind der wahre Gottesstaat auf Erden, und es war ja kein Zufall, dass wir einen US-Boy nach Rom sandten als neuen Papst. Passt doch – oder etwa nicht? Und nun müssen wir eben für etwas Ordnung in der Welt sorgen, da ist noch Einiges zu tun – wir schaffen das. Ihr Völkerrechtler bringt ja nichts auf die Reihe, könnt nur meckern. Merken Sie sich das, Bergerlein! Alles über Sie ist eh bei der NSA gespeichert, Sie werden uns nicht entkommen.

Freundliche Grüße
Emmo Frey


6. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

wie (fast) immer volle Zustimmung, zu Ihrem Artikel.

Dennoch ist Ihnen ein fataler Fehler unterlaufen, bei der Begriffichkeit zu den Vorgängen in Venezuela.
Richtig muss es heißen: „Trumps UNPROVOZIERTER völkerrechtswidriger Angriffskrieg“.

Wobei man natürlich trefflich darüber streiten kann, ob Venezuela den USA einfach deren eigenes ÖL vorenthalten hat, wie Präsident Trump ja schon mehrfach betonte. (Ironie off)

Herzlichst
Guido Huster


7. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

haben Sie vielen Dank für Ihre herzerfrischende Glosse mit der Offenlegung all des Messens mit zweierlei Maß, das seitens unserer Regierung und Medien, in Bezug auf die heute stattfindenden Kriege und Interventionen und damit auch in der Auslegung des Völkerrechts, angewendet wird.

Einen markanten Unterschied zwischen der Behandlung der jeweiligen Präsidenten im Krieg in der Ukraine und dem kürzlichen (jawoll völkerrechtswidrigen) Überfall der US-Regierung unter Trump auf Venezuela möchte ich hervorheben (wobei die Motive selbstredend ganz unterschiedlich sind): Russlands Regierung hat, zumindest bisher, darauf verzichtet, analog des Beispiels der USA, den amtierenden Präsidenten der Ukraine Selenskij und dessen Ehefrau zu entführen, um ihn mit verbundenen Augen und in Handschellen wie einen Schwerverbrecher öffentlich vorzuführen und ihn, z.B. wegen Korruption, vor einem Moskauer Gericht anzuklagen. Man stelle sich den Aufschrei in unseren Medien vor! Während die USA behaupten, der venezolanische Präsident Maduro sei durch Wahlfälschung ins Amt gekommen (was noch lange keinen Angriff auf das Land rechtfertigen würde), ist Selenskijs Amtszeit in 2024 bekanntlich abgelaufen.

Ich finde es traurig, dass es eines solch tatsächlich offensichtlichen, unter den Augen der Weltöffentlichkeit unter fadenscheinigen Vorwänden begangenen, Völkerrechtsbruchs bedarf, um dieser vor Augen zu führen, wer der eigentliche Störenfried und Aggressor ist. Außer unserer Regierung und unseren Medien scheinen das so ziemlich alle anderen verstanden zu haben. Wie weit kann man selbst auferlegtes Vasallentum zum Schaden der eigenen Bevölkerung noch treiben? Amtseid schon vergessen?

Mit besten Grüßen und Wünschen für das Neue Jahr!
Gertrude Fernekes


8. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

eine Glosse? Ist aber leider alles ernsthaft korrekt, was Sie schreiben. Wenn man das Völkerrecht ernst nimmt.

Am kürzesten hat es der Serbische Präsident Vucic formuliert: “Das Völkerrecht funktioniert nicht mehr”.

Da war doch was. Hat Lenchen Baerbock sich (ihre Kompetenz) nicht folgendermaßen definiert: “Ich komme aus dem Völkerrecht”? Nun stimmt’s, wo nichts ist, da kann auch nichts draus werden.

Und noch was. Siggi Pop beim Rewe in Goslar. Das ist große Weltpolitik.

Viele Grüße,
Rolf Henze


9. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

Sie haben es immer noch nicht verstanden: das Völkerrecht brechen können nur die Staaten, die sich nicht zum Wertewesten ohne Wenn und Aber bekennen und sich der 5%BIP-Zahlung für die Nato verweigern.

Nur diese Staaten können Schurkenstaaten sein. Nur diese Staaten müssen dann sanktioniert werden und ggfs. mit Waffengewalt in ihre Grenzen gewiesen werden.

Der Wertewesten definiert doch was Gut und Böse ist, was Recht und Unrecht ist.

Schließlich vertritt nur er die freiheitlich demokratischen Rechtsstaaten.

Wie können Sie auf die Idee kommen, daß die anderen Staaten so etwas überhaupt richtig einschätzen könnten??

Und der Wertewesten hat NATÜRLICH auch freie Hand bei der Wahl seiner Mittel, wenn er einen Staat bzw. dessen unrechtmäßige Regierung bestafen will, weil sie gegen seine wichtigesten Ideale einer freiheitlich demokratischen Grundordnung (Gewinnmaximierung von Energie- und Rüstungskonzernen) verstoßen.

Und haben Sie denn die Bilder glücklicher Venezuelaner nicht gesehen?? Dafür hat sich doch der Einsatz der amerikanischen Soldaten gelohnt. Das wärmt das Herz jedes Demokraten in unserem Wertewesten.

Bedenken Sie doch, wie sehr die Venezuelaner in den letzten Jahrzehnten unter den westlichen Sanktionen leiden mußten. Weil diese Regierungen sich dort zu sozialistischen Verstaatlichungen verführen ließen von Russland und China. Jetzt kann der Wertewesten endlich diese Sanktionen beenden und die Ölförderung wieder anschmeißen, auf daß die amerikanischen (und villeicht sogar französischen und britischen??) Ölkonzerne wieder ihre Gewinne einfahren können.

Selbstredend werden diese Konzerne auch der armen notleidenden Mittelschicht, die immer schon ihre Werte unterstützt hat, am Reichtum teilhaben lassen.

Wenigstens in diesem Staat ist die Chance hoch, daß die richtigen Werte wieder gelten werden.

Und dank Donald Trump können wir auch darauf hoffen, daß sich diese Werte auch in den anderen lateinamerikanischen Staaten wieder durchsetzen werden, und wer weiß… vielleicht eines Tages sogar auch in Grönland und Kanada.

D.B.


10. Leserbrief

Meinen aufrichtigen Dank haben Sie redlich verdient, werter Herr Berger.

Ein Blick in die aktuelle Glaskugel – mit dem, was uns denn da so alles in Kürze bevorstehen dürfte, könnte wenn nicht müßte …
das kann ja wahrlich heiter werden, nicht auszudenken. Ob nicht letztendlich aus der neuerlich anstehenden ‚Zeitenwende’ gar eine ‚Endzeit’ zu entstehen hat?

Allerdings nicht ganz vollständig ihre Prophezeihung vor dem Berg der Tatsachen. Wir werden im bevorstehenden Spät-Winter frieren müssen und nicht zu knapp. Da wird wohl auch kein sofortiger Umstieg auf ‚Hotpumps‘ erst einmal wenig nützen, selbst wenn wir das Geld oder auch nur den Kreditrahmen bei der Sparkasse dazu hätten. Warum das denn, nun – weil unsere ‚Altvorderen’ ja schließlich flugs die ganze US-LNG-Schattenflotte in die Luft jagen müssen und die Dampferchen aus Quatar die Versorgung der Welt kaum schaffen werden, selbst wenn sie es denn wollten.

Ja, gewiß doch, die Lage wie auch die Aussichten sind ‚komplex‘. Da trifft es sich gut, dass gerade mein neuer gesetzeskonformer Holzofen installiert wurde. Dahinter ziehe ich mich jetzt bis auf Weiteres zurück, so wie es auch all meine Verwandtschaft und Nachbarn, Mitbürgerinnen und Mitbürger schon immer tun, klappe die Ohren nach hinten und warte ab, Besser so, man weiß ja nie!

Beste Grüße zum restlichen neuen Jahr – Ihnen und der gesamten Redaktion
Michael Kohle


11. Leserbrief

Moin Herr Berger,

herrlich erfrischend, Ihr Artikel! Er stellt genau das dar, was man gemeinhin als “Logik” bezeichnet: man wendet einfach die bisher angewandten Muster auf die “Feinde der Demokratie” an, die das Völkerrecht mißachten — bewußt mißachten. “Glauben Sie mir — wir werden in der Lage sein, es zu tun.” — so oder so ähnlich soll sich Biden vor dem größten Infrastruktur-Terroranschlag in der EU-europäischen Geschichte geäußert haben. Also, liebe EU-Bürokraten: laßt euch was von euren Lobbyisten ins Ohr flüstern! Ach halt, schlechte Idee: gefühlte 80% stammen ja von US-ansässigen oder mit ihnen sympathisierenden Firmen…

www.frag-annalena-baerbock.de: “Ich komme vom Völkerrecht!” Was würden Sie denn dazu sagen, Frau Baerbock? Wobei, überflüssige Frage: ihr ist es doch egal, was (ihre) Wähler davon halten. Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt es sich nach oben wegbefördert völlig ungeniert. Hat sie nicht einen hohen Posten innerhalb der “Völkerrecht”-UNO inne?

Nachdenklich geworden bin ich nach dem letzten Absatz Ihres Artikels:

“Wir haben gezeigt, dass es auch ohne russisches Gas und russisches Öl geht, warum soll es nicht auch ohne Google, Apple, Amazon, Visa, Mastercard, PayPal und die vielen anderen US-Monopolisten gehen?”

Hmm, das wäre ein Traum! Keine Gängelungen mehr auf der Arbeit mit einem ausspionierenden Windows im Verbund mit Klaut™-basiertem Office 365 (Ähnliches trifft auch auf Apple zu); aufgrund von gesperrtem PayPal ist das Bargeld wieder auf dem Vormarsch — und die “Better Than Cash”-Initiative aufgrund eingefrorener Spendengelder handlungsunfähig; Kreditkarten funktionierten in der EU fast gar nicht mehr, was den großen Anbietern Milliardenverluste beschert; US-gesteuerte Propaganda (vor allem vom militärischen NATO-Arm) hätte es deutlich schwerer, hier Fuß zu fassen; der Import von US-Fracking-Gas wurde gestoppt, was der umweltschädigenden Branche nun genau das Schicksal bescherte, das ihr blühte, bevor mit der Nord Stream-Sprengung endlich (!) ein großer Abnehmer für das zerstörerische Fracking-Gas auf dem Markt erschien: die längt überfällige insolvente Versenkung in der Bedeutungslosigkeit, denn genau dort stand die Branche kurz vor der Sprengung. Aber Eines würde ich mir dann doch sehr gerne wünschen, was in den USA tatsächlich gut ist, wenn auch unter nicht ganz so koscheren Begründungen: die Abschaffung von Windrädern, an erster Stelle Onshore. Gut, das hat jetzt nicht direkt etwas mit Völkerrecht zu tun, obwohl: Wenn man Tieren & Pflanzen eine Stimme gäbe, wären die dann nicht auch mit im Boot? Schließlich sind das auch “Völker” auf diesem Planeten, oder? Und was ist mit den ganzen Kriegen? Schade, daß der Jahreswechsel schon war: das wären gute Vorsätze. Obwohl: ist es dafür im Grunde nie zu spät? Braucht es dazu einen Jahreswechsel, sich etwas vorzunehmen, was die Welt besser machte?

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Schauberger

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Wehrdienstgegner allein zu Haus“

06. Januar 2026 um 14:00

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Maike Gosch diskutiert in diesem Artikel das Zustandekommen des „Wehrdienstmodernisierungsgesetzes“. Dagegen hätten am 5. Dezember 2025 über 55.000 Schüler in mehr als 90 Städten gestreikt. Noch am selben Tag habe der Bundestag Boris Pistorius’ Gesetz über ein neues Wehrdienstmodell verabschiedet. Am 19. Dezember 2025 habe der Bundesrat ebenfalls zugestimmt. Hinterfragt wird, ob die Demonstrationen und der Streik der Schüler nichts gebracht und warum die Grünen diese Bundesrat-Entscheidung nicht verhindert haben, obwohl das möglich gewesen wäre. Abschließend wird u.a. festgestellt: „Während die Generation der Entscheider uns einredet, das alles sei alternativlos, lernen die Jüngeren gerade, dass sie im Zweifel allein sind“. Wie Kevin im Film „Kevin allein zu Haus“ werde gerade die Jugend in diesem Land viel zu sehr allein gelassen. Wir danken für die interessanten E-Mails, die wir dazu erhalten haben. Hier folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Sehr geehrte Frau Gosch und NDS-Team,

wie Grüne Befürworter von Kriegstüchtigkeit werden können, bleibt ein Rätsel. Krieg und dessen Vorbereitung, Produktion und Benutzung von Waffen und Munition sind stark umweltbelastend und nicht klimaneutral.
Da müsste man recherchieren aus wie vielen Grünen politischen Familien sich Freiwillige für den Dienst an der Waffe melden.
Irgendwie verwechseln die Grünen Kampf für eine bessere Umwelt mit Kampf gegen Menschen.
Es zeigt sich, dass Parteinamen nichts mit Partei-Inhalt zu tun haben.
Wenn Grüne keine Grünen mehr sind, Sozialisten keine sind und Christliche, die christliche Botschaft vergessen haben.
Da wunderts nicht, wenn da eine Partei den orientierungslosen Wähler umwirbt durch die Benutzung von Alternative.

Der Fall Jacques Baud zeigt wie Politik mit Kritik und Widerstand umgeht.

Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens


2. Leserbrief

Jeder hat eine Wahl.

In den Krieg ziehen?

Herr Bundeskanzler,
“Ich will das nicht,
Ich bin nicht auf der Welt,
Um meine Mitmenschen zu töten.” – Boris Vian

Hier auf Deutsch von Hannes Vader:

https://www.youtube.com/watch?v=qsC5GTajd4g&list=RDqsC5GTajd4g&start_radio=1

Hier das Original:

https://www.youtube.com/watch?v=gjndTXyk3mw

Und der der Text, übersetzt von Reinhard Mey:

https://www.reinhard-mey.de/blog/le-deserteur/

Man muss das nicht, keiner muss das! Und wenn man die bevorstehende Weihnachtszeit ernst nimmt, erst recht nicht.

Frohe Feiertage,

Rolf Henze


3. Leserbrief

Hallo Frau Gosch

Netter Versuch, die Kids hinter dem Ofen hervorzuholen; doch viel zu kurz gegriffen. Aus Ihrem Artikel wird die Ernsthaftigkeit der Lage für Jugendliche und junge Erwachsene nicht annähernd ersichtlich.
Voran: Es fehlt die Gegenposition zu der Prämisse, Verteidigung gegen Gewalt von außen könne nur mit militärischer Gewalt beantwortet werden. Es fehlt die Klarstellung, daß bis heute das Entgegentreten auf äußere Aggression durch soziale Verteidigung häufiger von Erfolg gekrönt war als durch militärische. Und es fehlt der Hinweis darauf, daß jedem Wehrpflichtigen auch ein grundgesetzlich verankertes Recht auf Kriegsdienstverweigerung mit der Waffe zusteht.

Art. 4 Abs. 3 GG sagt nämlich:
„Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.“
Diese Information sollte bei den NDS jeden Tag ganz oben im Banner stehen.

Ihrer Analyse der Position der Grünen zu diesem Thema gebe ich allerdings recht. Schämen muss man sich heute zuzugeben, dass man noch 1998 sein Kreuzchen unter dem Vorzeichen einer pazifistisch anmutenden Partei gemacht hat. Fischer hat uns dann gezeigt, daß man der Basis ohne großen Widerspruch vors Schienbein treten kann. Ich kenne heute keinen mehr aus der grünen Bewegung von 1985–1998, der dort noch sein Kreuzchen macht. Alle, die jetzt immer noch Grün wählen, verkennen, daß ihr Ausgehanzug bald olivgrün sein wird.

Als Beistand für Ratsuchende bei der Kriegsdienstverweigerung lese ich jeden Tag die Beweggründe derer, die sich der Gewissenserforschung aussetzen. Das ist echte Arbeit, dies auch so aufs Papier zu bringen, so daß ein Gremium des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) einen wehrfähig Gemusterten auch als staatlich geprüften Kriegsdienstverweigerer anerkennt. Denn dieses Grundrecht ist das einzige, das einem pazifistisch eingestellten Menschen durch Dritte zugestanden werden muss.

Andererseits muss man die jungen Menschen auch ein wenig kritisieren. Das Thema Wehrpflicht – denn ja, es wird sie geben – haben sie schlicht und ergreifend verschlafen. Am 5. Dezember, dem Tag der Verabschiedung des Wehrdienstmodernisierungsgesetzes, auf die Straße zu gehen, war schlichtweg viel zu spät. Mein persönliches Handeln, schon rund zwei Monate vorher an die Abgeordneten des Verteidigungsausschusses zu schreiben, war aber genauso zwecklos, da eine öffentliche Diskussion zum Thema politisch überhaupt nicht gewollt war. Die Antworten (4 von 39), zwei davon erst nach Verabschiedung des Gesetzes, waren die Zeit nicht wert, geschrieben worden zu sein. Außer allgemeinem Gelaber das tagtäglich durch die Propagandamedien geht, kam nichts Substanzielles zurück. Es wurde in den Schreiben deutlich, daß die Parlamentarier nicht die Vertreter ihrer Wähler sind, sondern Stimmvieh der Regierung oder auch nur Informationen haben, die aus den Mainstreammedien zu entnehmen sind. Anders kann ich die Antworten nicht interpretieren.

Schlimmer noch: Am Tag des Schulstreiks gegen das Wehrdienstmodernisierungsgesetz war ich in der Provinz an verschiedenen Schulen und habe nachgefragt. Die Bundeswehr betreibt aktive Werbung mit schönrednerischen Argumenten. Zu keinem Zeitpunkt werden tatsächliche Dienstbedingungen besprochen. Und Aufklärung über das Recht der Kriegsdienstverweigerung findet nicht statt, als hätte der Lehrplan nicht die Pflicht, alle Seiten der zivilen und gesellschaftlichen Rechte darzulegen. Waren es 2021 noch 201 Antragsteller auf Kriegsdienstverweigerung, so stiegen die Zahlen schrittweise auf 922 (2022), 1.079 (2023), 2.249 (2024) und bis Ende Oktober 2025 auf 3.034 (Quelle: BAFzA). Mit der Versendung der Fragebögen zur Wehrbereitschaft, beginnend 2026 mit dem Jahrgang 2008, rechnen wir Beistände für Kriegsdienstverweigerer mit über 40.000 Anträgen pro Jahr. Die Zivilgesellschaft hat darauf reagiert. Der Verein Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegnerinnen (DFG-VK) hat sich darauf eingestellt und wird bundesweit durch Schulungen von Beiständen sein Angebot an Beistandssuchende von ca. 50 auf über 250 Ratgeber bis Mitte 2026 ausbauen. Andere Organisationen wie die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) oder Gewerkschaften tun Gleiches.

Den jungen Menschen sollte bewusst werden, daß die angestrebten Zahlen an Wehrdienstleistenden trotz attraktiver Lockangebote wohl nur mit großer Überredungskunst erreicht werden. Der Staat, der die Jahrgänge ab 2008 vermehrt für den Kriegsdienst heranziehen will, hat diese Jugend in den vergangenen 20 Jahren vernachlässigt, besonders aber während der Zeit, in der sich ein politisch großgeredeter Virus durch die Lande zog. Schon 2018 waren über 25.000 Todesopfer einer Grippewelle (Quelle: RKI) zu beklagen, und kein Hahn hat danach gekräht. Im Nachhinein sollte den jungen Menschen klar werden: Ihre Jugend, ihre schulische Bildung, ihre sozialen Kompetenzen wurden genau von der politischen Klasse in den Abort gekippt, die jetzt von ihnen verlangt, den Kopf für eine bewusst vernachlässigte Friedenspolitik hinzuhalten (Quelle: Merkel-Interview „Die Zeit“, ff.).

Bleibt zu hoffen, dass die zu spät Geborenen aufbegehren, sich auf die Straße begeben und kundtun: NICHT MIT UNS! Es erfordert Courage, sich dem Lockangebot der Bundeswehr zu entziehen, zumal in einer Zeit, in der die Kriegsrhetorik wieder in aller Munde ist wie das Gesülze eines Liebeslüsternen an die Damen eines gelangweilten Kaffeekränzchens. Es werden zu viele darauf hereinfallen. Sie sollten sich vorher des Preises bewusst werden. Die Wahl wird wohl nicht nur durch die Unterschrift unter einen Verpflichtungsvertrag getroffen. Bald stehen wieder Wahlen an, und wer weiß, wie schnell nicht nur auf Landesebene. Sein Kreuz bei der einzigen Friedenspartei zu machen, ist das einzige Bündnis für die Jugend für sozialen und wirtschaftlichen Fortbestand mit Vernunft. Mögen am 5. März 2026 nicht nur 55.000 junge Menschen auf die Straße gehen, sondern 550.000, begleitet von denen, die vielleicht sonst nur noch um ihre Kinder werden weinen können.

Mit friedliebendem Gruß
Daniel Krabatsch

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Merkel: „Wir haben von den Menschen verlangt, sich nicht menschlich zu verhalten“ – Oh ja, eine Aufarbeitung der Coronapolitik ist unabdingbar“

04. Januar 2026 um 12:00

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In diesem Beitrag kommentiert Marcus Klöckner diese Aussage von Angela Merkel: „Wir haben von den Menschen verlangt, sich nicht menschlich zu verhalten.“ Sie habe das gesagt als sie von Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Staufermedaille in Gold für ihre Coronapolitik erhalten hat. Die Ehrung Merkels sage viel aus über den Zustand der politischen Klasse. In weiten Teilen sei sie von der Realität entkoppelt. Die Verantwortlichen der Coronapolitik würden sich bis heute in ihren Kokon spinnen, worin die Realität so aussehe, dass „alle Entscheidungen zwar „schmerzhaft“, aber eben aus wissenschaftlicher Sicht unbedingt notwendig gewesen waren“. Wir haben dazu interessante Leserbriefe bekommen. Dafür bedanken wir uns. Die nun folgende Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Sehr geehrte Nachdenkseiten,

Wie immer ein sehr guter Artikel von Marcus Klöckner, aber diesmal mit einem leisen Einwand.

Ich weiß es nicht genau, aber es sieht so aus als ob Marcus Klöckner der orwellschen Verdrehung des Begriffs „Demokratie“ auf den Leim gegangen ist. Vollkommen richtig, dass solch unmenschliches Verhalten einer Elite in einer Demokratie nichts verloren hat. Aber: es ist eben keine Demokratie, sondern eine Wahl-Oligarchie, siehe Mausfeld.

Und die Äußerungen von Frau Dr. Merkel sind typisch für Rentner:Innen, die nichts mehr zu verlieren haben, außer in der medialen Versenkung zu verschwinden. Danke, Frau Bundeskanzlerin, für den Gratis-Mut!

Freundliche Grüße, und weiter so, Wolfgang Blendinger


2. Leserbrief

“Oh ja, eine Aufarbeitung der Coronapolitik ist unabdingbar”.

Doch welche Institutionen und Gruppierungen in diesem politischen System kann das leisten?

Ein System, welches in sich falsch konstruiert ist ?!

Ein System, in dem betroffene BürgerInnen nichts zu sagen haben ?!

Ein System, in dem politische Parteien das Heft in der Hand halten?!

Ein System, in dem Privilegierte über Nichtprivilegierte herrschen?!

Ein System, welches am Untertanenstatus festhält?

Ein System, in dem von SouveränInnen schwadroniert wird und diese gleichzeitig entmündigt?!

Ein System, welches Demokratie simuliert?!

Höchste Zeit also, die “Systemfrage” zu stellen, denn das vorherrschende System funktioniert nicht.
https://www.youtube.com/watch?v=SorgY_X27Ak

Friedensbewegte Grüße
Ute Plass


3. Leserbrief

Wer solche Freunde hat, braucht sich vor Feinden nicht zu fürchten

Ich habe es hier schon mehrfach geschrieben, erneuere die Einschätzung aber ein weiteres Mal. Die Corona-Politik war ein Anschlag auf das Grungesetz und die Demokratie. Wenn inzwischen von allen Seiten der sogenannten Zivilgesellschaft von den Gefährdungen für die Demokratie gesprochen wird, dann dies: Wo wart ihr alle, als vermutlich unbegründet Ausgangssperren verhängt, Menschen nicht zusammentreffen durften, Impfunwillige zu Menschen zweiter Klasse abgestempelt wurden. Ihr habt all diejenigen, die wachsam waren und auf das Unrecht hinwiesen, als Querdenker, Schwurbler und schlechter noch Faschisten oder Antisemiten denunziert. Besonders die Antifa tat sich dabei hervor.

Was damals geschah, hat das Zusammenleben, den Austausch zwischen den Menschen und die Demokratie massiv beschädigt. Wer die Demokratie bewahren möchte, muss Aufklärung gegenüber dem Corona-Lügengebäude einfordern und ein insgesamt wieder anderes Gesprächs- und Diskussionsniveau pflegen. Gegen die AfD zu wettern ist einfach. Verhängnisvoll ist aber, dass die Art und Weise der Auseinandersetzung mit der AfD und anderen vermeintlichen oder echten Demokratiefeinden in erster Linie von den eigenen Versäumnissen ablenkt. Möglicherweise ist dieses sogar gewünscht.

Wäre die Demokratie im Innern gefestigt, wären Angriffe gegen sie leicht abzuwehren. Weil aber die jetzt so selbstgefälligen Demokratiefreunde in den Jahren 2020, 2021 und 2022 nicht bereit und in der Lage waren, auf die Einhaltung von Grundrechten und Menschlichkeit zu pochen, verfangen sie sich in einer Glaubwürdigkeitsfalle. Denn wer solche Demokratiefreunde hat, braucht sich vor Demokratiefeinden nicht mehr zu fürchten.

Andreas Klotz


4. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten,

die Frau Merkel hat jetzt also gemerkt, dass während Corona “wir von den Menschen verlangt ( haben), sich nicht menschlich zu verhalten”.

Und das hat sie also vorher, wärend Corona, nicht gemerkt, die Oberspannerin?

Ich habe damals, während der Ungeimpften-Hetze, an den Weltärztepräsidenten Montgomery einen Brief geschieben, wie auch an andere Hetzer, und erst kürzlich noch an Frau Sahra Frühauf, die sich im TV besonders widerlich hervor getan hat.

Frau Frühauf, wer ist das denn? Nun, sie hat damals für die Tagesschau gehetzt – jetzt ist sie Sie Sprecherin von Innenminister Alexander Dobrindt und Leiterin des Pressereferats im Bundesinnenministerium.

Geantwortet hat weder Montgomery, noch Frühauf noch einer der anderen “Aufklärer”, die jetzt meist sagen, man hätte es damals nicht besser gewußt und wissen können.

Doch, hätte man! Davon zeugt mein Brief im Anhang, den Sie gerne veröffentlichen können. Er ist recht lang, aber er könnte manchen die Augen öffnen, wie scheisse es ist, wenn man sich von unseren Politikern und “Experten” bescheissen läßt. Und das gilt nicht nur für Corona.

Herzliche Grüße
Karl Kudla
PDF

Hier bin ich noch mal. Den spektakulären Beitrag von Frau Frühauf kann man noch immer geniessen – hier:
https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tagesthemen/video-949037.html

Ich hab den link in meinen Brief eingefügt – der Beitrag ist es wirklich wert, ihn sich noch mal zu Gemüte zu führen.


5. Leserbrief

An die Nachdenkseiten zum Thema Kretschmann und Merkel.

Merkel: „Wir haben von den Menschen verlangt, sich nicht menschlich zu verhalten“ – Oh ja, eine Aufarbeitung der Coronapolitik ist unabdingbar

Ich habe die unten folgende Mail an Herrn Kretschmann gesendet.

Mit freundlichen Grüßen
Bernhardt Faaß

Herrn Ministerpräsident Kretschmann.

bis Heute hatte ich noch eine gewisse Hochachtung vor Ihnen, da lese ich in der Pforzheimer Zeitung, dass Sie die frühere Bundeskanzlerin Frau Merkel, mit der Staufermedaillie in Gold, für “ihren herausragenden politischen Einsatz” während der “Corona-Pandemie” ausgezeichnet haben.

Es ist erstaunlich, offensichtlich sind Sie nicht auf dem Stand des Wissens über die sogenannte “Corona-Pandemie”, oder Sie sind ein Teil derjenigen, die immer noch an der Vertuschung dieser rechtswidrigen Maßnahmen, in Bezug auf die Auswirkungen dieser auf die Bevölkerung hatte.

Dies betrifft unter anderem den sogenannten Lockdown, die Maskenpflicht, die Impfnötigungen und die schlimmsten, gravierendsten Auswirkungen auf die Kinder im Land.
Von den persönlichen Anfeindungen gegen diejenigen, die sich einer Impfung mit einem Impfstoff verweigerten, der in einem dreiviertel Jahr entwickelt wurde (in der Regel bedarf es 4 – 8 oder 12 Jahre für einen sichere Impfstoff), zu dem seit über 20 Jahren geforscht wurde und trotzdem nie erfolgreich war.

Offensichtlich waren Sie und sind nicht in der Lage zu erkennen, dass diese rechtswidrigen Maßnahmen, trotz Veröffentlichung der RKI Files, die Warnungen von den hochangesehendsten Wissenschaftlern Weltweit (nicht solche wie der persönliche Berater von Frau Merkel, Herr Drosten) und der Maßnahmen von Staaten wie Schweden, die sich diesen bösartigen Einschränkungen ihrer Bevölkerung verweigerten.

Viele dieser Maßnahmen, einschließlich der Impfungen, haben viele bleibende Schäden und Todesfälle bewirkt und Sie zeichnen eine der maßgeblichen Verantwortlichen mit einer Medaillie aus. Wie müssen sich da die Hinterbliebenen, die seither Kranken, fühlen.

Dann noch das gravierendste, der Umgang mit den Kindern in den Kindergärten und Schulen, die krankmachende Masken stundenlang im Unterricht tragen musste, denen jegliche Freizeittätigkeiten mit gleichaltrigen versagt wurden, die zum Teil Unterricht per Digitalisierung aufgezwungen wurde, die Heute noch mit psychischen Problemen kämpfen müssen.

Offensichtlich kennen Sie oder ignorieren Sie, als Mitverantwortlicher dieser Maßnahmen, die schlimmen Folgen bei den Kindern. Statt sich endlich einer Aufarbeitung zu stellen, vergeben Sie hohe Auszeichnungen in Gold, an die Hauptverantwortliche dieser körperlichen und psychischen Vergewaltigungen der Bevölkerung, besonders an den Kindern.

Mit zornigen Grüßen
Bernhardt Faaß

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Corona-Enquete-Kommission: Spahns Auftritt wird zum Desaster – Konsequenzen sind unabdingbar“

02. Januar 2026 um 12:00

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Marcus Klöckner kommentiert hier den Auftritt des CDU-Politikers Jens Spahn vor der Corona-Enquete-Kommission im Bundestag. Mit „beißender Arroganz und stechender Selbstgefälligkeit“ habe der „Mitverantwortliche für die Drangsalierung von Ungeimpften“ ein gutes Beispiel dafür abgeliefert, warum die politische Klasse so verachtet werde. Im jahr 2021 habe er im Bundestag auf den Fremdschutz durch die Impfung hingewiesen. Nun habe Spahn jedoch u.a. gesagt: „Es war nie Ziel – auch der der WHO nicht, bei der Impfstoffentwicklung, äh, äh, dass es zu Infektionsschutz gegenüber Dritten kommt“. Abschließend wird daher geschlussfolgert: „Die schweren Grundrechtseingriffe für Ungeimpfte basierten, bei Lichte betrachtet, auf politischer Willkür“. Wir danken für die zahlreichen und interessanten E-Mails dazu. Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Liebe Redaktion,

die einzige Konsequenz für Jens Spahn ist ein zügiger Rücktritt. Für die Gesellschaft ist es ebenso zügig ein Strafverfahren, an dessen Ende jahrelange Haft steht. Wie ebenso für Herrn Lauterbach.

Ulrich Kittmann


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

Ihrem Fazit (“Die schweren Grundrechtseingriffe für Ungeimpfte basierten, bei Lichte betrachtet, auf politischer Willkür. In Anbetracht der verursachten Schäden müssen jetzt jene Konsequenzen folgen, die in einer Demokratie bei dieser Sachlage unabdingbar sind.) kann ich nur vollumfänglich zustimmen. Diese Konsequenzen müssen alle Politiker treffen, die an den Verbrechen gegen die Menschlichkeit (um nichts anderes handelt es sich hier) beteiligt waren. Da sind 2 Bundesregierungen beteiligt und auf EU-Ebene mindestens UvdL. Eine Enquete- Kommission reicht dafür nicht. Wir brauchen mindestens einen Untersuchungsausschuss, besser noch ein Corona Tribunal.

Mit freundlichen Grüßen
R. Binde


3. Leserbrief

Hallo,

Spahn hat auch gesagt, dass das Testen von „Geimpften“ aufhören müsse, sonst werde die Pandemie nie enden.

Schon damals hat Spahn also zugegeben, dass entweder der „Impfstoff“ nichts tauge und jeder „Geimpfte“ also trotzdem erkranken könne (und damit – wahrscheinlich – einen positiven PCR-Test haben werde) oder aber, dass der PCR-Test nicht dazu tauge, eine Erkrankung festzustellen, weil jeder – egal ob infiziert, erkrankt oder gesund – eine positiven Test haben könnte.

Man muss den Politikern nur genau zuhören, sie verraten sich immer selbst. ES wundert mich eigentlich, dass diese Aussage von Spahn nicht zur Sprache kommt.

Freundliche Grüße
Ilse Bleier


4. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

Sie haben vollkommen Recht mit Ihrer Kritik an Herrn Spahn. Die Personaldecke qualifizierten Personals scheint bei der CDU sehr dünn zu sein! Spahn sollte sich ein Beispiel an dem ehemaligen Heeresminister Profumo Ihrer Majestät Queen Elizabeth nehmen, der nach seiner Lüge vor dem Parlament zurückgetreten war, um mit 10 Jahren Sozialarbeit etwas Sinnvolles als Buße zu leisten.

Nach Spahns teuren Geldgeschenken auf Steuerzahlers Kosten an befreundete Unternehmer sollte er sich aus der Politik zurückziehen und mindestens 10 Jahre Sozialarbeit leisten, damit der Volkssouverain ihm wieder ein politisches Amt zutrauen könnte.
Fehlt ihm diese Einsicht, so ist Herr Merz zum Handeln aufzufordern, entsprechend auf Spahn einzuwirken.

MfG
Günter Steinke


5. Leserbrief

Hallo NDS,

Zitat aus dem Artikel von Bernhard Loyen auf RT-DE:

“Auch diese gestrige Enquete-Sitzung wird die nachweislichen Täter nicht weiter beunruhigen. Daher erneut ein unbefriedigendes Resümee. Die aktuelle Enquete-Kommission im Bundestag dient als reine Alibiveranstaltung mit der schwer zu ertragenden Realität der ungefährdeten Selbstdarstellung von kriminellen Akteuren.”

Mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen. von wegen “Konsequenzen sind unabdingbar” – welche denn? Wer so arrogant, selbstbewusst und tiefentspannt vor einem “Untersuchungsausschuß” auftritt wie dieser Spahn, der weiß genau, dass ihm nichts passieren wird, weil er die diversen anderen Mitverbrecher in der Tasche hat und sie bei jedem Versuch, ihn hochgehen zu lassen, mitnehmen wird.

Fazit: Verbrechen lohnt sich – gemeinsam organisiertes Verbrechen lohnt sich doppelt, weil keine Verfolgung droht.

Heinz Kreuzhuber


6. Leserbrief

Liebe NDS,

Gesundheitstechnisch bin ich nach der Lektüre auf 180.

Fast überall wird nur über die Masken berichtet. Wäre auf NDS nicht darauf hingewiesen worden …

Ausnahmen: RND (link) (hier wird die AFD und die Coronapolitik kurz erwähnt) und das Magazin Hintergrund, das ausfühlicher auf das Grundrechtethema eingeht.

Mehr habe ich auf die Schnelle nicht finden können.

Geld bzw. Machterhalt ist in Deutschland halt wichtiger als elementare Grundrechte.

Parlament samt Medien haben hier komplett versagt. Nicht zum ersten Mal totaler Kontrollverlust.

Bei dem Verhalten (Nichts mit der AFD) der Parlamentsmitglieder wird aus einem notwendigen U-
Ausschuss nichts werden.

Demokratie braucht Rückgrat, heißt es. Aber solche Burschen haben ein so dickes Fell, dass sie kein Rückgrat zum Stehen brauchen.

Ich habe den Eindruck, das ich in einer Südfruchtrepublik lebe. Bananenrepublik darf man ja nicht
mehr dazu sagen. Es droht Strafverfolgung. Das basiert auf Methoden, die in der DDR üblich waren um das Volk im Zaum zu halten.

Zu Weihnachten braucht es ein Wunder damit sich grundsätzlich was ändert. Eine
Bundestagswahlneuauszählung wäre so eines. Aber dazu wird es in dieser Konstellation nicht
kommen.

Das alles ist sch… ade.

Mfg,
W. Harr


7. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner,

eigentlich will man diese Leute endlich im Knast sehen; denn streng genommen handelt es sich hier doch um Formen von Beihilfe zu Körperverletzung und Totschlag gegenüber Leuten, denen diese mit dem Schwindelbegriff „Impfen“ bezeichneten Gen-Therapeutika gegen ihren Willen oder ihre Überzeugung injiziert wurden, und die davon schwerwiegenden Schaden genommen oder sogar vorzeitig den Löffel abgeben mußten, oder?

Man selbst durfte – als Beispiel für die vielen Ungeheuerlichkeiten – ungestraft als ein sog. Ungeimpfter vom ZDF als „ein entbehrlicher Blinddarm des Gesamtkomplexes“ faschistisch, angepöbelt, verunglimpft und beleidigt werden. Einschlägige Anzeigen wg. Volksverhetzung und Verwendung faschistischer Parolen sollen niedergeschlagen worden sein mit der Begründung, bei dergl. habe es sich um „künstlerische Freiheit“ gehandelt. Eine solche Art von öffentlich rechtlicher Kunstbeflissenheit macht einem selbst aber Angst!

All diese Täter dürfen nach wie vor ungestraft als Ehrenfrauen*:#Männer ungestraft herumlaufen und teils ihren teils überproportional bezahten Tätigkeiten im mit Zwangsgebühr finanzierten Staatsfunk nachgehen.

Bester Gruß
H.


8. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner, sehr geehrtes Nachdenkseitenteam

Dass Geimpfte auch ansteckend waren, war auch schon früh bekannt, heisst aber nicht, dass sie genau so ansteckend waren als Ungeimpfte.
Und was natürlich generell gilt ist, dass die Vermeidung von Kontakten vor Infektionen schützt.

Da Ungeimpfte im Gegensatz zu Geimpften nach einer Infektion nicht so gut vor schweren Verläufen geschützt waren, war bei Ihnen das Risiko höher nach Kontakten einen schweren Verlauf zu haben als für Geimpfte.

Das könnte als Grund dafür angesehen werden, Geimpften mehr Kontakte zu ermöglichen als Ungeimpften. Damals war die Begründung aber eine Andere.

Allerdings waren gesunde Menschen unter 40, insbesondere Frauen unter 40 und Kinder, nach einer Infektion sowieso fast nie von schweren Verläufen betroffen. Das war eigentlich schon früh klar. Also war ein Bedrohungsszenario für Kinder zu etablieren manipulativ.

Es war auch schon früh klar, dass Menschen durch die Impfung schwere Nebenfolgen erleiden konnten und sogar an der Impfung sterben konnten, und dass auch Geimpfte an Corona sterben konnten.

Was man daraus folgen soll ist aber nicht eindeutig klar, es hängt wesentlich davon ab, welche Wahrscheinlichkeiten für die unterschiedlichen Varianten vorlagen und wie man die persönliche Freiheit und den staatlich verbürgten generellen Gesundheitsschutz der Bürger gegeneinander priorisiert.

Dass das damals nicht immer so klar kommuniziert wurde und teilweise versucht wurde die Menschen zur Impfung zu drängen mit Maßnahmen und durch rhetorische Manipulation, war für mich auch damals schon offensichtlich.

Ich würde den meisten Verantwortlichen aber nachträglich keine böse Absicht unterstellen wollen, auch wenn einiges aus verschiedenen Gründen schief gelaufen ist und sich einige Akteure unrechtmäßig an der Pandemie bereichert haben. Die Meisten wollten, meiner Meinung nach unter Priorisierung der Gesundheit gegenüber der Freiheit, unter Berücksichtigung der Angemessenheit das Beste für die große Mehrheit erreichen. Dazu haben sie bewusst manipuliert, weil sie die Menschen unter dieser Priorisierung nicht für mündig angesehen haben, zu wissen, was gut für sie ist und insbesondere für die Mehrheit. Ein Vorgehen, das Politik ja auch in anderen Politikfeldern pflegt; ein Vorgehen, das ich generell nicht schätze, im Corona-Fall aber wegen der guten Absicht und der Priorisierung der Gesundheit der Bevölkerung toleriere.

Fritz Gerhard


9. Leserbrief

“Bevor wir genauer darüber an dieser Stelle sprechen, sollten wir uns etwas vor Augen führen: Die Coronapolitik hatte Auswirkungen. Schwere, nachhaltige, folgenschwere Konsequenzen – für einen beträchtlichen Teil der Bürger. Viele hielten dem unfassbaren Impfdruck nicht stand. Drohender Arbeitsplatzverlust, von Politik und Medien gedemütigt und in ihrem Sein als Menschen und Bürger abgewertet, ließen sich viele – gegen ihren Willen – zur „Impfung“ hinreißen. Andere Bürger bauten auf die Heilsversprechungen von Politikern und Experten und ließen sich mit mehr oder weniger großer Überzeugung den Impfstoff spritzen. Das, was es eigentlich nicht hätte geben dürfen, nämlich: Nebenwirkungen – die etwa von Karl Lauterbach ausgeschlossen wurden, trat dann doch auf. Schwere und schwerste Nebenwirkungen bis hin zum Tod waren die Konsequenz.”
https://www.nachdenkseiten.de/?p=143725#:~:text=Bevor%20wir%20genauer,die%20Konsequenz.

Liebe Redaktion,

der Artikel geht am Hauptthema vorbei !

Es geht nicht um das Impfen, sondern um ein neue Impftechnologie, die in Rekordgeschwindigkeit in einen Massen Rollout eingeführt wurde.
In mehreren Jahrzehnten Entwicklungsprojekten lernte ich, dass neue Technologien immer ! mit großen Anfangsschwierigkeiten verbunden waren.

Olaf Scholz sprach von 50 Millionen Versuchskaninchen !
Sein Bruder Professor Jens Scholz war Chef der Uniklinik Kiel.

Herkömmliche Impfstoffe gab es ja, aber nicht in der EU. Die EMA die zu 84 % aus Pharmakonzern Geldern finanziert wird ( Lobbypedia ) hat diese Impfstoffe aus China und Indien u.a. nicht zugelassen.
In den Emiraten waren alle von der WHO zugelassenen Impfstoffe verfügbar.
Über 99 % der Meister nutzte das Angebot.
Während bei uns noch dreistellige Todesopfer an der Tagesordnung waren, gab es in den Emiraten wochenlang keinen einzigen Toten !

Und Geimpfte können immer noch das Virus bekommen und andere anstecken.
Daher ist 2G der “Tarnkappenbomber” für das Virus, das die Inzidenzen nach oben treibt, sagte der renommierte Professor Kekule am 2.9.2021 im TV in Anwesenheit des künftigen Justizministers Dr. Buschmann.

Während der renommierte Professor Stöhr im TV sagte, eine Impfquote geht an der Realität vorbei und an der Wichtigkeit, die Hochrisikogruppe zu impfen.

Professor Drosten resümierte im Februar 2022, das 12 Millionen Geimpfte aus der Hochrisikogruppe, also Impfwillige, nicht geboostet waren !

Grüße
Dieter Gabriel

Ein Impfen das vor Ansteckungen des Virus via Nasen Rachenraum schützt, ist derzeit technisch noch nicht realisierbar, stellte u.a. Professor Lauer im Mai 2020 klar ( Quelle MDR ).
Ein Impfstoff der im Nasen Rachenraum ansetzt, soll Vir4Vac werden. Der Impfstoff ist noch nicht auf dem Markt
Barat Biotech in Indien ist wohl schon weiter ?

“Corona Impfung: Nasenspray statt Spritze | MDR.DE
https://www.mdr.de/wissen/covid-corona-nasenspray-impfung100.html


10. Leserbrief

Moin,

die größte Lüge besteht doch schon darin, daß man die modRNS-Plörre als “Impfung” bezeichnet: das ist sie nicht [1]. Schon allein deswegen kann es keine “Pandemie der Ungeimpften” gegeben haben. Das geht in Richtung “Gas-Lighting”: man versucht, durch Realitätsverzerrungen den Verstand des Opfers zu kompromittieren, sodaß es seinen eigenen Wahrnehmungen nicht mehr traut. Die nächste nachvollziehbar argumentierte Lüge wird dann geglaubt (-> “Corona” sei gefährlich, Masken würden irgend etwas Positives bringen etc.).

Es hätte nicht viel gefehlt, daß wären “Aussätzige” wie “Vogelfreie” im Mittelalter behandelt worden: Stigmatisierung durch eindeutige Kennzeichnungen (in einigen Gemeinden und auf Veranstaltungen wurden über farbige Sticker oder Armbänder sinniert, die teilweise auch durchgesetzt wurden) — einige Zeitgenossen zogen den Vergleich mit dem damaligen “Judenstern” und sahen sich heftigen Antisemitismus-Vorwürfen gegenüber, dabei war der damalige Mechanismus durchaus mit dem während “Corona” aufgrund seiner menschenverachtenden & totalitären Eigenschaften sehr ähnlich — und damit eine Degradierung als Objekt, mit dem man beliebig tun konnte, was man wollte, bis hin zur straffreien Tötung. Da hätte, in der Tat, während “Corona” nicht mehr viel gefehlt, denn selbst der Staat hat Menschen mit legitimen Maskenbefreiungsattesten inhaftiert. Mir schwirren noch Bilder im Kopf herum, da wurden Menschen ohne Masken sprichwörtlich im hohen Bogen aus Zügen geworfen (zwar nicht hier in Deutschland, aber da die PLANdemie weltweit war, hatte dies bizarre Stilblüten hervorgebracht).

Jens Spahn hat sich ungebührlich verhalten und muß zur Rechenschaft gezogen werden. Alleine die Tatsache, daß er sich über “Maskendeals” bereicherte, sind Motive aus niederen Beweggründen, die vielen Menschen Qualen bescherten, da eine Wirksamkeit von Masken, bis heute, zu keinem Zeitpunkt seriös nach wissenschaftlichen Kriterien belegt werden kann, wie allein die Cochrane-Studie Anfang 2023 zeigte [2] (Erstveröffentlichung der Studie war meines Wissens Ende 2021, also wurde sie aktualisiert).

“von Politik und Medien gedemütigt”: Ich will an dieser Stelle explizit betonen, daß es Menschen waren, die andere Menschen gedemütigt haben; Menschen, die sich mittels politischer & medialer Propaganda haben instrumentalisieren lassen, mitunter auch nicht, ohne davon persönlich, meist durch geldwerte Vorteile, zu profitieren.

Ungeheuerlich und geradezu frech ist Spahns Aussage, daß man mit der Gen-Spritze Kinder unter 12 Jahren “geschützt” hätte — gar nichts hat man, weil man es nie mußte: gerade Kinder & Jugendliche haben ein sehr geringes Risiko, überhaupt an einem Corona-Virus zu erkranken. Grippe ist da durchaus gefährlicher. Und: ein Virus kommt selten allein. Das stellte bereits Wolfgang Wodarg frühzeitig fest.

Nur so nebenbei:
Wenn mich jemand ungefragt duzt, dann werte ich das als Respektlosigkeit. Wenn ich darauf überhaupt reagiere, dann muß man sich also nicht wundern, wenn ich der Person gegenüber mindestens genauso respektlos auftrete. Das ist eine Unart, die momentan um sich greift. Es ist mehr als offensichtlich, daß es um “Coolness” geht, man die deutsche Sprache durch englische Begriffe & Gepflogenheiten zu ersetzen versucht. Doch der Deutsche macht sich dadurch nur noch mehr lächerlich: bizarre Wortkreationen und kein Bißchen geschichtsbelesen, ist das englische “You” ironischerweise die “Siez”-Form: das englische “Du” nennt sich “Thou” [3]. Die Briten verstehen es übrigens durchaus, durch ihre Wortwahl auszudrücken, ob sie einen duzen oder siezen. Die heutige Sprachpathologie beschränkt sich scheinbar nur noch auf die Wahl bestimmter Worte, abseits ihres Kontextes. Aber ich schweife ab.

Reden wir doch mal über “Inzidenzen” und “R-Werte”! Das, zusammen mit der Behauptung, ein gefährlicher Atemwegs-Erreger grassierte weltweit, waren die beiden Grundsteine der größten Lüge der Menschheitsgeschichte im 21. Jahrhundert. Toppen kann das nur noch die Propaganda des Nazi-Regimes im 20. Jahrhundert, als man behauptete, menschliche Gene könnten minderwertig und andere höherwertig sein. Kein vernunftbegabter Mensch stellt sich je über andere Menschen, schon gar nicht aus einer solchen Position heraus, Anderen den Tod oder sonstige Qualen zu wünschen. Genau das passierte im 2. Weltkrieg und auch seit “Corona”: weil wir wissen, daß die Gen-Spritzen Menschen umgebracht und die “Maßnahmen” wie “Lockdowns” Menschen in den Suizid getrieben haben — davon eine erschreckend hohe Anzahl vor allem junger Menschen. Wir fressen unsere eigenen Kinder!

Das war kein “Krieg” gegen ein Virus, sondern ein Krieg gegen die Menschheit, wodurch sich etliche Menschen besonders bereicherten — Jens Spahn gehört offensichtlich dazu. Sein männlicher Lebenspartner unterhält doch ähnliche Geschäfte, die von Jens Spahns Politik als Gesundheitsminister profitierten, oder irre ich mich an dieser Stelle? Man munkelt sogar, daß seine Luxus-Villa von eben jenem Geld gebaut gekauft worden sein soll.

Politiker wie Spahn können reden, was sie wollen: ihre Lügen sind durchschaut. Selbst die Hersteller der Gen-Plörren, allen voran Pfizer, haben nie einen Fremdschutz behauptet, und auch Schwangere sowie Kinder sollten möglichst von deren Stoff fern gehalten werden, ja selbst Ehepartnern wurden aufgrund von möglichem “Shedding” geraten, möglichst viel Abstand zu halten. Masken: gleicher Humbug, und das gleich doppelt: in geschlossenen Räumen bewirken sie gar nichts, und unsachgemäß getragen, sorgen sie sogar noch dafür, daß man sich die Erreger tiefer in die Lunge atmet. Wenn das gesund sein soll vor allem währenddessen, während ein Atemwegserreger, der ausgerechnet auch über die Lunge aufgenommen werden kann…

Vielen Dank für diesen wichtigen Artikel! Bitte weiter so! Aufklärung ist ganz, ganz wichtig.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Schauberger

[1] https://multipolar-magazin.de/artikel/faktencheck-impfungen-oder-gentherapie
[2] https://www.cochrane.org/de/evidence/CD006207_do-physical-measures-such-hand-washing-or-wearing-masks-stop-or-slow-down-spread-respiratory-viruses
[3] https://blog.the-british-shop.de/page/view/2022/11/you-can-say-you-to-me-kann-man-auf-englisch-duzen-und-siezen

(Auszug von RSS-Feed)

Meditation im Blick auf das Neue Jahr

31. Dezember 2025 um 13:00

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Die NachDenkSeiten haben – glücklicherweise – verschieden denkende und fühlende Leserinnen und Leser – auch solche mit sehr verschiedenem geistigen und religiösen Hintergrund. Jetzt hat uns ein Leser einen Text geschickt, den wir im Blick auf das neue Jahr veröffentlichen. Vorweg seine Mail an uns:

Liebe NachDenkSeiten, vielleicht, oder eher wahrscheinlich erinnern Sie sich nicht, aber vor einem Jahr haben Sie mit Versen aus einem traditionellen Geburtstagslied den Leserinnen und Lesern ein gutes neues Jahr gewünscht. Ich habe damals mit Augenzwinkern angeboten, dass im Bedarfsfall ich das für dieses Jahr übernehmen könnte. Sie schrieben damals, dass ich das schon mal vormerken solle.

Ich habe überlegt, wie solch ein Text zum Jahresende mit Ausblick auf das neue Jahr aussehen könnte, und bin zu dem Entschluss gekommen, dass alle diejenigen, die nach Kräften versuchen, die Welt ein wenig besser zu machen, vor allem eine starke innere Kraft benötigen, um unbeirrbar den entsprechenden eigenen Weg zu gehen.

Für mich als (pensionierter) Pfarrer ist das der Glaube an eine göttliche Kraft, die auch den Mann aus Nazareth geleitet und befähigt hat, seinen Weg zu gehen. Es ist der Weg des Friedens, der auch mit dem „Feind“ eine zweite Meile geht, der sich denen zu wendet, die am Rand der Gesellschaft stehen und der die dafür notwendigen Auseinandersetzungen nicht scheut.

Entsprechend habe ich keine allgemeinen Wünsche für das neue Jahr anzubieten, von denen man Dutzende im Internet lesen kann. Ich habe eine Meditation zu einem der mir liebsten Verse des alten Testaments gewählt, den neunten Vers aus Psalm 31. Ich bin mir nicht sicher, ob es für die NachDenkSeiten passt – das müssen Sie entscheiden, aber es ist nunmal meine Überzeugung und mein Glaube, aus der ich lebe, und andernfalls würde ich mich verbiegen.

Joachim Dierks

Meditation zu Psalm 31,9

Du stellst meine Füße auf weiten Raum…

Nicht ich stelle
sondern du stellst
Gott
liebender Vater
treuer Begleiter
geduldig und gütig

Du stellst mich
nicht irgendjemanden
Namenlosen
sondern mich
dir lieb und teuer
einzigartig
unverwechselbar

Du rufst mich bei meinem Namen.
mich
als Gewordener
als der ich bin, wie ich bin
als der ich sein werde, wie ich sein werde
ein bisschen krumm
ein bisschen schief
vielleicht
kantig oder glatt
dick oder dickköpfig
leicht oder leichtgläubig
sensibel oder dickhäutig
egal
liebenswert
der Liebe wert auf jeden Fall
auf ewig

Du stellst mich,
wirfst mich nicht
auch nicht raus
schubst mich nicht vor dir her

Du stellst mich hin
heute
morgen
wie im neuen Jahr
mich
der ich immer wieder nicht aus und ein weiß
du stellst mich hin
und sagst: Lauf!

Auch wenn ich falle,
wenn ich mich in die Ecke verkrieche
hinhocke
weil ich müde bin
zweifele an mir
an meiner Zukunft
meinen Begabungen
meinen Möglichkeiten
auch wenn ich verzweifelt bin
weil die anderen es mal wieder zu packen scheinen
das große Los ziehen
schneller sind
erfolgreicher
mächtiger
schöner
schlauer
gewitzter,
hipp und auf dem Laufenden
oder einfach nur angepasster
gerissener
schamloser
skrupelloser

in dem Meer von unendlichen Angeboten und Verlockungen,
Möglichkeiten und Chancen
und damit auch unendlichen Möglichkeiten, zu versagen,
zu verpassen,
daneben zu liegen,
nicht zu genügen,
bist du es Gott
der mich auf die Füße stellt und sagt:
lauf, du bist nicht allein
ich bin da
ich bin bei dir

Du stellst mich
auf die Füße
gerade hin
ich muss nicht buckeln
nicht auf die Knie fallen
muss mich nicht schämen
nicht heucheln
nichts recht machen
nicht ewig dankbar sein
mich nicht ständig entschuldigen
und auch nicht demütig um Gnade bitten
Du ziehst mir auch nicht den Boden unter den Füßen weg
ich kann gehen
losgehen
aufrecht

Ja
laufen muss ich schon selbst
dort, wo du mich hinstellst
in die Welt
die ist, wie sie ist
du planierst sie nicht ein
machst die Hügel nicht gerade
füllst nicht die Täler auf
räumst mir nichts aus dem Weg
Der Raum, in den du mich stellst,
ist weit
keine enge Muffbude
keine Absteige
kein enges Loch
kein Abgrund
sondern Licht
Luft und Weite

Weiter Raum
ist leerer Raum
keine vorgespurten Loipen
kein Navigationssystem
kein Netz
kein doppelter Boden

Leerer Raum ist offen für Wagnisse
und deshalb Irrtümer
Irrwege
Sackgassen
wir können scheitern
verpassen
verlieren
versagen
uns ängstigen
den Mut verlieren
und fallen
weil es aber dein Raum ist, Gott,
so fallen wir doch nie tiefer
als in deine bergenden Arme.

Es ist dein Raum, Gott,
wenn wir auf dich vertrauen,
kann wahr werden
was wir hoffen
ja nicht einmal zu hoffen wagen
was wir noch nie im Blickfeld hatten
wenn wir auf dich vertrauen
muss das,
was schon immer so war,
nicht so bleiben wie es war.

Es ist doch dein Raum, Gott.
wo große Weite
nicht ängstigt
verwirrt
lähmt
sondern Perspektiven aufzeigt
Möglichkeiten eröffnet
gestern
heute
und im Neuen Jahr
es sind Wege,
die aus der Unendlichkeit deiner Liebe
in die Freiheit führen.
Hört mal, was noch im 31. Psalm steht:

vertrauen – nicht zuschanden werden lassen – erretten – zuneigen – helfen – sein – leiten – führen – herausziehen – anbefehlen – erlösen – sich freuen – fröhlich sein – ansehen – annehmen – nicht übergeben – stellen – hoffen – sprechen – stehen – leuchten.

Mehr braucht es nicht im neuen Jahr.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Enteignung russischer Gelder – das Ziel sind ewige Sanktionen“

30. Dezember 2025 um 12:00

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In diesem Artikel thematisiert Jens Berger die geplante Enteignung russischer Währungsreserven durch die EU und vergleicht sie mit dem spanischen Konquistador Hernán Cortés, der 1519 die neue Welt erreicht habe und danach seine Schiffe verbrennen ließ, um seinen Männern zu signalisieren, dass es ab nun kein Zurück mehr gebe. Insofern wiederhole sich die Geschichte als Farce. Um den Finanzierungsbedarf der Ukraine für die nächsten beiden Jahre zu decken, wolle die EU der Ukraine einen Kredit geben. Das belgische Finanzinstitut Euroclear werde gezwungen, die russischen Gelder an die EU zu überweisen. Betront werde, „dass die russische Zentralbank ja immer noch ihre Forderungen gegen Euroclear habe, die nach Aufhebung der Sanktionen auch von Euroclear beglichen werden muss“. Es gehe dann einzig und allein darum, ob die EU die Sanktionen gegen Russland aufhebe. Wir haben dazu interessante Zuschriften bekommen und bedanken uns dafür. Christian Reimann hat für Sie die nun folgende Leserbrief-Auswahl zusammengestellt.


1. Leserbrief

Guten Tag Herr Berger,

kann es sein, dass Europa von Hasardeuren regiert wird?

Beste Grüße
Jeremia


2. Leserbrief

Bundeskanzler Merz äußerte sich nach der Konferenz in Berlin, dass die russischen Gelder auf Dauer, also für immer eingefroren bleiben. Dies zeigt, dass Europa nicht nur kriegstüchtig sondern kriegssüchtig ist. Völkerrechtler warnen davor und sehen einen völkerrechtlichen Verstoss. Abgesehen davon wie sicher sind unseren Banken? Was wäre wenn die AfD an die Macht käme und sorgt z. B. dafür mal die Gelder der SPD und der Linken einfrieren oder einziehen.

Es wird davon gesprochen das russische Gelder für Reparationszahlungen für die I Ukraine zu verwenden. Deutschland war bisher nicht bereit, Reparationszahlungen nach dem 2. Weltkrieg an Polen und Griechenland zu zahlen. Hier wird mit zweierlei Maße gesprochen.

Christine Ullrich


3. Leserbrief

Liebes Team der Nachdenkseiten,

Jens Bergers Beitrag zu den ewigen Russland-Sanktionen ist konsequent durchdacht und macht den Nachdenkseiten alle Ehre. Es ist interessant zu beobachten wie eine EU-Gruppe (plus GB) trickreich versucht, den Hals aus der engen Schlinge zu ziehen, die sie sich selber angelegt hat. Richtigerweise wird auch immer von EU gesprochen und deren Uneinigkeit thematisiert. Eine angebliche Einheit der “Europäer” existiert sowieso nicht, denn das beträfe ja alle Bürger westlich des Ural. Es wird noch sehr lange dauern (vermutlich 1-2 Generationen) bis sich ganz Europa seiner geographischen und kulturellen Gemeinsamkeit wieder bewusst wird und seine Kräfte neu entfaltet. Die Geldverbrennung in der Ukraine könnte eine entscheidende Rolle dabei spielen, aber anders als sich die derzeit führenden EU-Granden das denken. Vor knapp 50 Jahren hat der Westen die Sowjetunion wirtschaftlich in die Knie gezwungen. Es spricht vieles dafür, dass es diesesmal anders herum kommt.

Viele Grüße, Heinrich Eisenmann


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

der wesentlichste Unterschied bei diesem ganzen Theater ist: für Russland läuft es scheinbar auch ohne die Milliarden, für die EU leider nicht.

Zum Vergleich: Russlands Auslandsschulden betragen 305 Milliarden bzw. 23% des BIP. Mit dem russischen Vermögen in der EU ist Russland nahezu schuldenfrei. Allein Deutschlands Schulden im Ausland belaufen sich auf 6,7 Billionen bzw. 76% des BIP.

Der Wert der Auslandsverschuldung ist interessant, weil er eine direkte Auskunft gibt über die Solvenz eines Landes, das Vertrauen der Investoren und die Resistenz gegenüber externen Krisen.

Und weil das so ist, wird Russland zwar immer wieder halbherzig protestieren und klagen, aber im Kern schaut man doch lieber zu, wie die EU ihr letztes Ansehen in der Welt verspielt, beim Zocken um ein Paar „läppische“ Milliarden.

Im Übrigen zockt die EU gerade die ganze Zeit um die eignen Schulden, weil das russische Vermögen hauptsächlich in Staatsanleihen angelegt ist. Und was man nicht hat, das kann man auch nicht ausgeben, aber das braucht man den Finanzakrobaten ja nicht erklären.

Gruß
Eugen Baitinger


5. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn man sich dieses Konstrukt und dazu die Wählerlügen der jetzigen Regierung anschaut sind meiner Meinung nach viele Anspruchsvoraussetzungen des Betrugsparagraphen 263 StGB erfüllt? Wenn ich Anwalt wäre,was ich leider nicht bin, würde ich dessen Anspruchsgrundlagen mal gegen die Regierung abklopfen. Irgendwie haben die ,glaube ich, vergessen,daß die einen Rechtsstaat repräsentieren und keine Bananenrepublik? Was ist hier los in diesem Land und in Europa,daß sich Politiker,die nicht mal die Mehrheit des Volkes bzw. der Völker repräsentieren, verhalten,als seien sie die Herrscher der Welt und dürfen ohne Grundlage Zwietracht säen und Kriege heraufbeschwören,sowie auf lange Zeit das nachbarschaftliche Verhältnis zu Russland sabotieren?

In dem besagten §263 StGB sind sogar explizit Amtsträger benannt,die rechtswidrig handeln. Und der Zweck Ukraine heiligt sowieso schon lange nicht mehr alle Mittel. Also wenn sich daraus nicht Handhabe gegen die Bundesregierung ableiten läßt? Die Typen sind ja (noch) nicht sakrosankt .

Strafgesetzbuch (StGB)

§ 263 Betrug

(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

1. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten
Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden hat,
2. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht handelt, durch
die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Zahl von Menschen in die Gefahr des
Verlustes von Vermögenswerten zu bringen,
3. eine andere Person in wirtschaftliche Not bringt,
4. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger oder Europäischer Amtsträger
mißbraucht oder

Mit freundlichen Grüßen
Claus Hansen


6. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

erst dachte ich. zwischendurch, dass – in Ermangelung von ‚Fachkräften’ – die ‚Hütchenspieler‘ den Laden übernommen haben müssen. Doch dann – am Ende der Lektüre – fiel mir noch ein besseres Beispiel ein – SOKOBAN. Wir müssen davon ausgehen, dass unser knitzer Kanzler auf der Suche nach einem Siegespfad – um doch noch dem Russen für alle Zeiten heimleuchten zu können – KI zum Einsatz zu gelangen hatte. Es muß einfach so sein, schließlich hat das auch mir geholfen.Vielleicht verstehen Sie mich (besser), wenn ich die von mir per Suchanfrage generierte Google-KI-Übersicht zitiere: „Sokoban ist ein klassisches japanisches Denk- und Puzzlespiel, bei dem man als „Lagerhausverwalter“ (Sokoban) eine Spielfigur durch ein Labyrinth steuert, um Kisten auf markierte Ziel-Felder zu schieben. Die zentrale Mechanik ist, dass Kisten nur geschoben, aber nicht gezogen werden können, was strategisches Vordenken erfordert, um sich nicht selbst oder die Kisten in Sackgassen zu manövrieren.“

Na also, da hätten.wir doch die Lösung. Bei diesem Spiel aus den Anfangszeiten des PC-Unwesens haben sich viele – unter anderem meine Wenigkeit – oft wenn nicht meist überschätzt, sich als Meister der Strategie gefühlt. Bis es dann irgendwann virtuell rumste und es galt ‚Rien ne va plus“, die Kiste unverrückbar in irgendeiner Ecke klemmte. Dann hieß es nur noch, gehe zurück auf Los, Dumm nur, wenn demnächst jetzt die Kiste mit dem doch ach so tollen Russenschatz sich irgendwo verkantet haben sollte, aus purer Gier und damit eben auch aus eigener Blödheit, wird es vermutlich kein ‚Zurück auf Los‘ geben.

Dabei stand doch zu erwarten an – bei diesen Herrschaften allemal – dass die Chancen gegen den Kreml-Schurken, der sowieso auf der Siegerstrasse, nicht unbedingt günstig ständen, auch wenn man doch gerne komplett von seiner Existenz glaubt absehen zu können. Sie wissen davon bestimmt, Herr Berger. Schon seit einem halben Jahrhundert ging mir die ‚Ceteris-paribus-Klausel‘ gehörig gegen den Strich. Hat den Herrschaften noch nie einer gesagt, dass deren Einsatz vielleicht in der Theorie ab und an angebracht sein kann, um Einflüsse von diversen Variablen erst einmal auszublenden, aber … keinesfalls angeraten sein dürfte, wenn einem Hotzplotz oder was auch immer für immer und alle Tage gezeigt werden soll, nicht wo sondern dass Bartei den Most zu holen gedenkt.

Also schlau ist das wahrlich nicht. Mehr als erschwerend kommt hinzu, dass ‚man‘ vielleicht gar davon ausgeht, dass eine Win-Win-Situation sich ergeben könnte. Wie das? Nun, sollte es der Panzerknackerbande wirklich gelingen, die in eine Kriegskasse mutierende Euroclear-Einlage vom bösen Russen zu erbeuten und bis zum Ende aller Tage verwahren wenn nicht verwenden zu wollen, dann stellt sich schließlich schon die Frage, lassen die Freunde der BRICS-Oper – insbesondere Xi und Modi – doch beide ebenfalls gut bestückt mit gefüllten Sammeltassen vom Weltspartag zu Brüssel sich von diesem Zwergenaufstand der drei Größenwahnsinnigen beeindrucken oder nicht? Mit Verlaub, ihnen dürfte gar der Milliardenraub sehr zu pass kommen. Könn(t)en sie doch neben dem Dollar zusätzlich oder ersatzweise erst einmal die Eurone vom Potest stürzen und zerbröseln lassen. Der MAGA-Fürst hätte bestimmt nichts dagegen. Und sollten die beiden ‚Riesen‘ im Bedarfsfalle nicht zügig zu Potte kommen – was nmuM nicht kaum der Fall sein wird – hätte es sich wohl mit diesem ‚Verbund‘.

Es bleibt spannend. Harren wir der Dinge. Viel mehr bleibt uns ja auch nicht übrig. Dumm nur, viel zum Einfrieren bleibt ja nicht mehr. Außer vielleicht unseren Sparbüchern.

Mit besten Grüßen
Michael Kohle

(Auszug von RSS-Feed)
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