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Heute — 13. Juni 2026Featured

Beziehungs-Kollaps der Generation Z: Die Jugend vereinsamt

13. Juni 2026 um 11:00

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Die sogenannte „Beziehungs-Rezession“ bei jungen Erwachsenen hat dramatische Ausmaße angenommen – weit mehr, als bisher angenommen. Eine neue Studie zeigt auf: Die Generation Z findet immer seltener zu festen Partnerschaften. Die Gründe dafür sind hausgemacht: Von zerstörerischen Corona-Lockdowns über einen ruinösen Wohnungsmarkt bis hin zur digitalen Dauer-Isolation. Die ohnehin schon katastrophalen Geburtenraten dürften angesichts dieser Entwicklung weiter in den Keller stürzen.

Der tiefe demografische Winter Europas wird wohl noch weiter anhalten und die Zukunft des Kontinents nachhaltig negativ beeinflussen. Die Forscherin Katherine Twamley vom University College London (UCL) und ihr Team haben Beziehungsdaten von jungen Menschen aus Großbritannien verglichen. Dabei präsentierten sie auf einer Konferenz im schottischen Edinburgh kürzlich alarmierende Zahlen: Nur noch 49 Prozent der Generation Z (in diesem Fall die 16- bis 29-Jährigen im Zeitraum 2022 bis 2024) leben in einer festen Partnerschaft.

Zum Vergleich: Bei den Millennials in genau derselben Altersgruppe (gemessen zwischen 2010 und 2012) waren es noch 57 Prozent. Mehr noch: Wenn man genauer hinsieht, ist der Rückgang vor allem darauf zurückzuführen, dass immer weniger junge Leute mit ihren Partnern zusammenziehen. Der Beziehungs-Kollaps ist folglich noch umfassender, als es oberflächliche Erhebungen bisher vermuten ließen.

Generation Einsam: Die Ursachen der Misere

Doch wie konnte es so weit kommen, dass eine ganze Generation offenbar verlernt, tiefgreifende menschliche Bindungen einzugehen? Die Forscher nennen verschiedene Ursachen, die ein bezeichnendes Licht auf unsere aktuelle gesellschaftliche Lage werfen:

  • Der fatale Einfluss der Corona-Lockdowns: Maximiliane Uhlich von der Universität Basel weist darauf hin, dass die Covid-Politik genau in die sensibelste Entwicklungsphase der Gen Z einschlug. Kontaktverbote und staatlich verordnete soziale Isolation haben offenkundig massive Schäden hinterlassen. „Plötzlich waren keine sozialen Kontakte mehr erlaubt, und die Forschung zeigt, dass dies ihre sozialen Fähigkeiten und ihre Fähigkeit, Freundschaften oder Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen, beeinträchtigt haben könnte“, so Uhlich.
  • Wirtschaftlicher Niedergang und Wohnungsnot: Die Zeiten, in denen sich ein junges Paar problemlos eine erste gemeinsame Wohnung leisten konnte, sind vorbei. Explodierende Mieten und Immobilienpreise im Zuge der Inflation zwingen die Gen Z, immer länger im heimischen Kinderzimmer zu verweilen. Wer bei den Eltern wohnt, gründet kaum einen eigenen, stabilen Hausstand.
  • Die Smartphone-Illusion: Die Gen Z ist die erste Kohorte, die vollständig mit Smartphones und Social Media aufgewachsen ist. Die ständige digitale Erreichbarkeit ersetzt zunehmend die echte physische und emotionale Interaktion.

Manche Forscher werfen zwar auch ein, junge Menschen seien einfach nur „vorsichtiger“ geworden, da sie hohe Scheidungsraten bei ihren eigenen Eltern miterlebten – den damit verbundenen Stress inklusive. Doch die psychologischen Folgen sind deutlich: Die UCL-Analyse weist darauf hin, dass diejenigen ohne stabile Beziehung oft ein deutlich schlechteres psychisches Wohlbefinden aufweisen. Die Jugend leidet unter einer beispiellosen Einsamkeits-Epidemie.

Der Elefant im Raum: Der steile Absturz der Geburtenraten

Was in der Studie gar nicht beleuchtet wird, ist die logische, aber für unsere Gesellschaft gefährliche Konsequenz dieser Entwicklung: Wo keine stabilen Paare vorhanden sind, da entstehen nämlich auch keine Familien. Der aktuelle Beziehungsschwund der Gen Z ist der direkteste Vorbote eines weiteren, massiven Einbruchs der Geburtenraten. Schon heute kämpfen fast alle westlichen Industrienationen mit Geburtenraten weit unter dem Reproduktionsniveau von 2,1 Kindern pro Frau. Wenn nun aber nicht einmal mehr das Fundament für die Familiengründung – das Zusammenziehen und der Aufbau einer dauerhaften, stabilen Partnerschaft – gelegt wird, darf man auch keinen Nachwuchs mehr erwarten.

Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche werden dieses Problem nicht lösen, wohl aber vielleicht die Schaffung von wirklich leistbarem Wohnraum für junge Paare neue Möglichkeiten eröffnen. Ungarn versuchte beispielsweise während der Regierung Orbán, eine aktive Familienpolitik zu betreiben. Gleichzeitig stellt sich angesichts der zunehmenden Überfremdung durch die Massenzuwanderung – insbesondere bei den jüngeren Generationen – die Frage, wem solche Förderprogramme schlussendlich zugutekommen würden. Bei der Generation Z sind es in Deutschland und Österreich mittlerweile bereits um die 30 bis 40 Prozent Anteil mit Migrationshintergrund – mit noch höheren Werten bei den jüngeren Generationen.

(Auszug von RSS-Feed)
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Demografischer Todesstoß: Wie uns der neue Öl-Schock die Zukunft raubt

11. Juni 2026 um 10:00

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Energie-Schocks lassen nicht nur die Preise an den Zapfsäulen und an den Supermarktkassen explodieren. Sie verändern grundlegend die Art und Weise, wie die Menschen insbesondere in den entwickelten Ländern leben – und ob sie überhaupt noch Familien gründen. Dies zeigte bereits die Ölkrise in den 1970ern.

Es gibt verschiedene Faktoren, die sich auf die Geburtenrate eines Landes auswirken. Einer davon sind die Energiepreise – und damit die Auswirkungen auf die eigene Versorgung. Das Paradebeispiel dafür findet sich im Fernen Osten und der Ölkrise ab 1973. Das arabische Ölembargo traf Japan härter als fast jedes andere Land der Welt. Zu dieser Zeit war der Inselstaat der größte Ölimporteur der Welt. Die Preise für Lebensmittel und Treibstoff schossen über Nacht in die Höhe. Junge Familien, die gerade erst in ihre modernen Wohnungen gezogen waren, sahen sich plötzlich mit dramatischen Engpässen und einem gewaltigen Preisschock konfrontiert. Genau neun Monate später brachen die Geburtenzahlen ein. Doch sie gingen nicht nur leicht zurück, vielmehr stoppten sie regelrecht.

Im Dokumentarfilm „BirthGap“ wird diese Entwicklung umfassend erläutert. Es ist nicht so, dass sich die Familiengröße selbst umfassend verändert hätte – abgesehen vom Einbruch während des Zweiten Weltkrieges und dem kurzen Boom danach ist diese über Jahrzehnte hinweg relativ stabil. Die Menschen entschieden sich nicht einfach nur dafür, kleinere Familien mit weniger Kindern zu gründen. Vielmehr änderte sich die Zahl der Leute, die überhaupt nicht mehr Eltern wurden und gar keine Kinder mehr zeugten bzw. gebaren. Eben diese Zahl der dauerhaft Kinderlosen explodiert während und unmittelbar nach wirtschaftlichen Schocks – und erholt sich danach praktisch nie wieder.

Ähnliches spielte sich damals in vielen Ländern ab – und wiederholte sich dann beispielsweise während der Währungskrise in den 1990ern in Südkorea und auch in den Vereinigten Staaten nach der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008. Denn jedes Mal, wenn eine Krise ein junges Pärchen dazu bringt, die Kinderpläne auf später zu verschieben, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, schlussendlich ganz darauf zu verzichten. Mehr noch, da sich das Heiratsalter mit der Zeit immer weiter nach hinten verschiebt und es (zumindest aus der weiblichen Position heraus) irgendwann einfach zu spät bzw. zu riskant ist, schwanger zu werden.

Und heute, da sieht es nicht viel besser aus. Erst die Ukraine-Krieg-Energiekrise und nun der Öl-Schock durch die faktische Schließung der Straße von Hormus. Zwar sind die Preise noch nicht explodiert, weil viele Länder ihre strategischen Reserven freigeben, doch ewig kann man den Ausfall von rund einem Fünftel der globalen Versorgung damit nicht ausgleichen. Der Preis für die Rohölsorte Brent schoss diese Woche auf über 98 Dollar, bevor ein mehr als fragiler Waffenstillstand ihn wieder in Richtung der 91-Dollar-Marke drückte. Japans Problem heute: Das Land importiert noch immer rund 90 Prozent seines Rohöls. Doch dieses Problem betrifft längst nicht mehr nur Japan. Es ist das Schicksal der gesamten westlichen Welt.

Die Bank of Japan schlug bereits im April Alarm: Der explodierende Ölpreis ruiniere die Terms of Trade des Landes und zerquetsche buchstäblich die Realeinkommen der Haushalte. Die Inflation ist zweifellos der Schaden, den jeder Bürger sofort spürt – im eigenen Zuhause, auf der Stromrechnung, am Esstisch. Doch der weitaus gravierendere, dauerhafte Schaden zeigt sich erst Monate später: Paare entscheiden sich aufgrund der ausufernden Kosten am Ende einfach gegen Kinder und holen das auch später nicht mehr nach, weil sich die Lebensumstände geändert haben.

Männer versuchen verzweifelt, ihr ohnehin schrumpfendes Einkommen abzusichern, während Frauen vor allem nach finanzieller Sicherheit streben, die immer schwerer zu finden ist. Der alles beherrschende Gedanke in den Köpfen der jüngeren Generation lautet: „Warum soll ich Kinder in die Welt setzen oder heiraten, wenn die Lebenshaltungskosten ohnehin alles auffressen?“ Das unausweichliche Resultat dieser durch finanzielle Sorgen ausgelösten Existenzangst ist der demografische Absturz.

Was also wird ein erneuter, massiver Öl-Schock bei einer Generation anrichten, die ohnehin schon immer später heiratet, bis ins hohe Alter zur Miete wohnt und aus praktisch allem – vom Eigenheim bis zum Neuwagen – längst ausgepreist wurde? Für die jüngeren Generationen sind die Grundbedingungen diesbezüglich auch ohne solche Schocks bereits deutlich schlechter, als sie die Nachkriegsgenerationen hatten. Wo früher ein Einkommen für ein Einfamilienhaus, ein Auto und genug zu essen ausreichte, schafft es der Großteil der später geborenen Generationen oftmals selbst mit zwei Vollverdienern nicht mehr.

Eine staatliche Fiat-Währung, deren Kaufkraft von Jahr zu Jahr systematisch entwertet wird, beschleunigt diesen demografischen Niedergang nur noch weiter. Denn eine Generation, die von Zukunftsängsten geplagt ist, wird es sich dreimal überlegen, überhaupt noch Kinder in diese Welt zu setzen. Und in den westlichen Ländern werden sie deshalb sukzessive von Zuwanderern ersetzt, die aus Kulturkreisen kommen, in denen solche Gedanken keine große Rolle spielen und die Familie als erweitertes soziales Netz betrachtet wird.

(Auszug von RSS-Feed)
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