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„Sind uns der Ironie bewusst“: Hitzeaktionstag wegen Schlechtwetter abgesagt

11. Juni 2026 um 13:00

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Im oberbayerischen Ebersberg wollte man am 10. Juni eigentlich über die Gefahr „extremer Hitze“ referieren. Das Wetter hatte allerdings andere Pläne: Wegen Regen fiel der sogenannte Hitzeaktionstag buchstäblich ins Wasser.

In Ebersberg nimmt man die Klima-Agenda sehr ernst: Bis zum Jahr 2030 will man „frei von fossilen und anderen endlichen Energieträgern“ sein – zumindest als „sehr ambitioniertes Ziel und als Ansporn“, denn um die mangelnde Machbarkeit weiß man dort inzwischen auch.

Das hindert natürlich nicht daran, die Bevölkerung weiterhin mit Servicemeldungen zur allgegenwärtigen Klimawandel-Gefahr zu beglücken. „Die im Alltag wohl merkbarste Folge des Klimawandels ist eine Erhöhung der durchschnittlichen Temperatur und der Zunahme von Extremwetterereignissen wie immer häufigeren, längeren und intensiveren Hitzewellen“, heißt es auf der Info-Seite der Stadt zum Thema „Hitze“. Dort erhält man so hilfreiche Ratschläge wie „Trinken Sie genügend“ oder „Tragen Sie leichte, luftige Kleidung“. Darauf wäre der gemeine Bürger von Ebersberg sicher niemals von selbst gekommen.

Am 10. Juni hatte man die Menschen nun eigentlich vor der Energieagentur im Rahmen eines „Hitzeaktionstags“ über „die wachsenden Herausforderungen extremer Hitze“ informieren wollen:

Am Mittwoch, den 10. Juni 2026 wird es vor der Energieagentur in Ebersberg vielleicht sommerlich warm, in jedem Fall aber informativ: Von 14 bis 17 Uhr findet dort der Hitzeaktionstag 2026 statt. Unter dem Motto „Hitze – na und? Sprechen wir darüber!“ lädt das Landratsamt zusammen mit dem Ebersberger Klima-Bündnis Bürgerinnen und Bürger ein, sich über die wachsenden Herausforderungen extremer Hitze zu informieren.

Energieagentur Ebersberg

Daraus wurde allerdings nichts. Am 10. Juni folgte der Hinweis auf der Website der Stadt: „Aktuell: Der geplante Hitzeaktionstag heute, am 10.06.2026 in der Ebersberger Altstadtpassage ist wegen des regnerischen Wetters abgesagt!

Auch auf X publizierte man die Absage. Ein neuer Termin werde noch bekanntgegeben. „Und ja… wir sind uns der Ironie bewusst“, konstatierte man da.

Die Kommentare fielen erwartungsgemäß aus. Mehrere Nutzer wunderten sich ohnehin über die Terminwahl – immerhin erwartet man an den Tagen um den 11. Juni gewöhnlich die Schafskälte, die mit kühlem und feuchtem Wetter einhergeht. Was für Wetterexperten waren bei der Terminierung am Werk? Mehrere User wollten zudem wissen, was derartige „Hitzeaktionstage“ bereits an Steuergeldern verschlungen haben. Mit dem Narrativ einer gefährlichen „Verkochung“ gewinnt man in den sozialen Netzen jedenfalls keinen Blumentopf mehr.

(Auszug von RSS-Feed)

Ungarns neue Regierung unterstützt Budapest Pride

31. Mai 2026 um 11:04

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Stellte sich die Orbán-Regierung noch gegen die Durchführung von Regenbogenparaden in Ungarn, erklärt die neue Magyar-Regierung eine Kursänderung. Die Budapest Pride soll in diesem Jahr wieder stattfinden dürfen. Doch gesetzliche Einschränkungen bleiben bestehen.

Unter der konservativen Regierung Viktor Orbáns waren die Regenbogenparaden anlässlich des sogenannten „Pride Months“ ein Politikum. Denn solche Paraden sind nicht nur schrill und bunt, sondern eben auch sehr freizügig und sexualisiert. Für Kinderaugen sind solche lasziven „Pornoparaden“ nicht geeignet. Dies war auch ein Grund dafür, weshalb die ungarische Regierung damals eine Verschärfung des Kinderschutzgesetzes durchsetzte.

Doch mit dem Regierungswechsel und der Machtübernahme von Peter Magyars TISZA-Partei, ändert sich die politische Haltung zu diesem Thema. Ungarns neuer Innenminister Gábor Pósfai erklärte kürzlich, dass Pride-Veranstaltungen in Ungarn „ermöglicht werden müssen“. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass Änderungen am Versammlungsrecht derzeit nicht zu den unmittelbaren Prioritäten der Regierung gehörten. „Wir müssen es ermöglichen, Pride-Veranstaltungen innerhalb eines rechtlichen Rahmens abzuhalten“, sagte Pósfai.

Richárd Barabás, Co-Vorsitzender der grünen Partei Párbeszéd, die mit dem Budapester Bürgermeister verbündet ist, erklärte, die Polizei überwache bereits die Vorbereitungen für die diesjährigen Pride-Veranstaltungen, zu denen auch die Regenbogenparade am 27. Juni in der ungarischen Hauptstadt gehört. „Der Polizeipräsident hat meine Frage beantwortet: Sie nehmen die Pride hier zur Kenntnis!“, schrieb Barabás auf Facebook. Damit deutete er an, dass die Behörden darüber informiert seien, dass die Organisatoren die Veranstaltung trotz der weiterhin bestehenden rechtlichen Unsicherheiten durchführen wollen.

Der Pride-Marsch zum 30-jährigen Jubiläum im Jahr 2025 stand im Mittelpunkt eines großen politischen und juristischen Konflikts. Obwohl die Polizei die Veranstaltung verboten hatte, fand sie am 28. Juni dennoch statt. Nach unterschiedlichen Schätzungen nahmen zwischen 100.000 und 200.000 Menschen teil. Zudem war es die erste Pride-Veranstaltung, die jemals innerhalb der Europäischen Union verboten wurde.

Nachdem die Polizei die Demonstration zunächst untersagt hatte, arbeiteten die Organisatoren später mit Budapests Bürgermeister Gergely Karácsony zusammen. Sie argumentierten, dass die Veranstaltung aufgrund der Mitorganisation durch die Hauptstadt nicht mehr dem üblichen polizeilichen Genehmigungsverfahren unterliege. Die nationalen Behörden widersprachen dieser Auffassung, woraufhin später strafrechtliche Ermittlungen gegen Karácsony eingeleitet wurden.

In Ungarn weht nun ein anderer Wind. Das wird immer deutlicher. Dafür wird die neue Regierung auch von Brüssel belohnt, indem Gelder in Milliardenhöhe freigegeben werden, die dem Land ohnehin zustehen. Doch weil die Brüsseler Eurokraten mit der ungarischen Innenpolitik unzufrieden waren, wurden diese jahrelang blockiert.

(Auszug von RSS-Feed)
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