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Heute — 06. Juni 2026EIKE

Der Mai wird nicht wärmer: Keine CO₂-Erwärmungswirkung erkennbar. Teil 2

06. Juni 2026 um 10:00

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Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch

Teil 1 hier

Teil 2: Der unterschiedliche Verlauf der Tag- und Nachttemperaturen im Monat Mai (Tmax/Tmin)

– Der Klimawandel (Erwärmung) fand in Mittel- und Westeuropa erst im Jahre 1987/88 mit einem Temperatursprung statt.

– Seitdem ist keine weitere Maierwärmung erkennbar, im Gegenteil

– Entgegen der Treibhaustheorie wird der Mai vor allem nachts kälter, uns insbesondere seit dem Jahre 2000

– Die Schere zwischen Tag- und Nachttemperaturen öffnet sich seit dem Temperatursprung 1988

Der diesjährige Mai 2026, der DWD gibt den Mai-Durchschnitt nun mit 14,05°C an. Der diesjährige Mai war vor allem in der Monatsmitte und insbesondere um die Eisheiligentage sehr kalt, am Schluss aber sommerlich warm. Die Sonnenstunden lagen mit 255 h deutlich über dem Schnitt, die Niederschlagsmenge mit 66,7 l/m² leicht darunter (96% im Vergleich zu 1991-2020). Einordnung siehe Grafiken weiter unten.

Bevor wir uns den Tag- und Nachttemperaturen des Wonnemonates über einen längeren Zeitraum betrachten, soll nochmals der allgemeine Verlauf aus Teil 1, der DWD-Mai seit 1915 hier gezeigt werden

Abb.1 und 2: Vergleich zwischen dem Mai Temperaturverlauf ab 1915 und der Kohlendioxidkonzentration. Steiler und stetiger CO₂-Anstieg in der Atmosphäre, vor allem seit 1987 bis heute eine Zunahme von über 80 ppm. Stand heute: 0,043%. Die von UC San Diego (NOAA) geschätzten Daten vor 1958 haben wir weggelassen.

Ergebnis: Die Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen: Es gibt keine Korrelation zwischen dem Temperaturverhalten des Monats Mai und der steten Zunahme der CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre.

Damit ist diese Definition des Treibhauseffektes, die bei allen Youtube-Klimafilmen eingeblendet ist, eindeutig falsch: United Nations • Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Richtig ist: 1) Es gibt keine Korrelation zwischen CO₂-Zunahme und Maitemperaturen. 2) Und damit auch keine durch CO₂ verursachte Klimakatastrophe. 3) Und CO₂ ist nicht der globale Temperaturregler. Wissenschaftler, die der UN-Definition widersprechen, werden mit strafenden Maßnahmen belegt, siehe Henrik Svensmark. Aber auch Klimawissenschaftler, die eine (schwächere) wärmende Wirkung von CO₂ anerkennen, jedoch die Klimakatastrophe bestreiten, haben starke berufliche Nachteile, siehe https://www.youtube.com/watch?v=vunhii5cjvM

Nun zum Teil 2: Der Maiverlauf von Deutschland mit Tmax und Tmin

Noch eindeutiger wird die Nichtkorrelation zwischen CO₂-Anstieg und Maitemperaturen, wenn man die Tageshöchst- und die Nachttiefsttemperaturen mit einzeichnet. Die liegen allerdings beim DWD erst zuverlässig nach dem Kriege vor.

Wir möchten hervorheben, dass der Deutsche Wetterdienst zwar die Tages- und Nachttemperaturen bei seinen Wetterstationen erfasst, aber noch niemals irgendwelche Auswertungen vorgenommen hat. Der DWD hat auch noch niemals Grafiken der nächtlichen Tmin und der tagsüber gemessenen Tmax veröffentlicht. Warum werden die überhaupt mitgemessen, wenn keine Auswertung erfolgt?

Wir haben das für die EIKE-Leser getan, die Auswertungen der DWD-Daten widerlegen erst recht den Glauben an einen CO₂-Temperaturregler.

Abb.3: Die obere Reihe zeigt die Tageshöchst- die untere Reihe die nächtlichen T-min Verläufe, die mittlere Grafikreihe den Tagesmittelverlauf. Mehr als etwa 537 Stationen gibt es nicht, die durchgehend alle drei Reihen messen. Allerdings wurden die Standorte der Messstationen im Zeitraum oftmals verändert.

Ergebnis: Ein gänzlich anderer Verlauf vor und nach dem Temperatursprung

Tmax: bis 1987 deutlich fallend, Temperatursprung, seitdem fast ebene Trendlinie

Schnitt: bis 1987 fallend, Temperatursprung, danach leicht fallend.

Tmin: ab 1947 unbedeutend fallend, Temperatursprung, seit 1988 werden die Nächte kälter.

Erkenntnis: vor dem Temperatursprung hat sich die Schere zwischen Tmax und Tmin leicht verringert, nach dem Temperatursprung geht die Schere zwischen Tmax und Tmin auseinander. Vor allem die Mainächte werden kälter, die Tage tagsüber bleiben gleich.

Wo ist der angeblich stark und stetig wirkende CO₂-Treibhauseffekt in den beiden Maitemperaturgrafiken erkennbar? Antwort: Nirgendwo.

Beachte: Der DWD veröffentlicht solche Grafiken nicht. Der Grund ist offensichtlich: Vor allem die fallenden Nachttemperaturen widerlegen den behaupteten wärmenden Treibhauseffekt. Ohne Grafiken kann der politische Vorstand des DWD alles gegenüber den Medien behaupten, die Redakteure der Medien überprüfen eh nichts und verlangen auch niemals nach Grafiken. Dabei betonen die Redakteure doch, dass sie ausgiebig recherchieren würden! Doch aufgepasst: Recherche heißt lediglich, dass sie überprüfen, ob der Betreffende etwas so gesagt hat wie wiedergegeben, also ob man ihn richtig zitiert hat. Recherche heißt nicht, ob er auch die Wahrheit gesagt hat. Vor allem Politiker wissen das, die Bevölkerung nicht. Von investigativem Journalismus kann hier nicht die Rede sein. Dies könnte man eher als Haltungs- oder Gesinnungsjournalismus bezeichnen.

Merke: Durch die Temperaturreihen des Monats Mai und die dazugehörige Grafik beweist der Deutsche Wetterdienst erneut: Es gibt keinen erkennbaren wärmenden Einfluss von Kohlendioxid auf den Temperaturverlauf.

CO₂ kann nicht über 40 Jahre lang bis 1987 abkühlend wirken, dann mit der Gründung des Weltklimarates plötzlich aufgeschreckt werden und einen Temperatursprung verursachen und dann wieder einschlafen, bzw. nachts sogar abkühlend wirken.

Dabei sollte doch laut dem RTL-Klimaexperten Christian Häckl der Treibhauseffekt nachts stärker wirken als tagsüber, hier seine Theorie ausführlich beschrieben Es gibt nur einen Nachteil: die Vorhersagen dieses CO₂-Glaubensjüngers sind grottenfalsch, weil die Realität der DWD-Temperaturreihen das Gegenteil von dem zeigt, was Häckl schreibt. Es ist aber auch zu dumm, wenn der DWD zwar die T-min/T-max erhebt, aber selbst nirgendwo eine Grafik anbietet, und überzeugte Treibhausexperten dann ohne Beweis irgendwas behaupten dürfen. Doch raten wir Herrn Häckl, sich wenigstens die Daten der in der RTL-Nähe befindlichen Wetterstation Düsseldorf geben zu lassen, siehe unten Grafik 8

Auch der deutsche Physiknobelpreisträger von 2021, Klaus Hasselmann hat behauptet: Der Treibhauseffekt soll nachts stärker wirken als tagsüber, was ihm und seinem Team angeblich durch Satellitenmessungen bestätigt wurde. „Sogar bestätigt“. So seine Behauptungen. Und damit habe er die CO₂-Fußabdrücke in der Atmosphäre gefunden und als erster bestätigt. Auf diese Weise wird Hasselmann im neuen Buch von Axel Bojanowski in einem ganzen Kapitel ab Seite 142 als Entdecker des nächtlichen CO₂-Signals gelobt: Titel: „Was Sie schon immer übers Klima wissen wollten“. Und wir, bzw. die DWD-Temperaturreihen haben die Behauptungen des deutschen Nobelpreisträgers soeben durch die Abb. 3 widerlegt.

Was wäre wenn CO₂ tatsächlich der hauptsächliche globale Temperaturregler wäre, der weltweit die Temperaturen bestimmt?

Würde diese Glaubensbehauptung der politisch indoktrinierten Klimaerwärmungssekte, unterstützt durch Voodoo-Wissenschaftler stimmen, dann bräuchte man weltweit überhaupt nur eine Wetterstation und durch Umrechnung könnte man jede Temperatur an jedem x-beliebigen Ort der Erde ausrechnen!

Dabei bestreitet das Autorenteam nicht, dass CO₂ und andere Moleküle im IR-Bereich absorbieren. Aber die daraus abgeleitete Hypothese einer starken Atmosphärenerwärmung ist nicht nachweisbar. Wir haben bisher gezeigt: CO₂ wirkt allerhöchstens unscheinbar in homöopathischen Dosen.

Erkenntnis: Das Treibhauserwärmungsmodell der bezahlten Wissenschaft und der Politik ist ein Geschäftsmodell. Es handelt sich um eine bewusst geplante Panikmache, eine Wissenschaft des finsteren Mittelalters, die vor allem Kinder und Jugendliche in Angst und Schrecken versetzen will. Da geht’s nur ums Geld und einen CO₂-Ablaßhandel. Diesem Vorhaben müssen wir energisch entgegentreten.

Außer den Maitemperaturreihen des Deutschen Wetterdienstes gibt es noch weitere Gründe, die zeigen, dass Kohlendioxid keine oder nur eine minimale Erwärmungswirkung hat: So gibt es keinen Versuchsnachweis, der die behaupteten 2 bis 5 Grad Klimasensitivität nachweisen kann. Es gibt auch keinerlei technischen Anwendungen dieses behaupteten Treibhauseffektes. Und es gibt keinerlei Freibeobachtungen, wo eine dauerhaft erhöhte CO₂-Konzentration für ein wärmeres Gebiet sorgt.

Schlussfolgerungen der seriösen Naturwissenschaft aus den DWD-Datenreihen:

Kohlendioxid kann über 100 Jahre erst gar nicht wirken, dann im Jahre 1987 auf 1988 just zur Gründung des Weltklimarates wie mit einem Zeitzünder versehen plötzlich aufschrecken und eine plötzliche Erwärmungswirkung von einem Grad hinzaubern, um dann wieder in den Dornröschenschlaf zu verfallen. Solche physikalischen Gaseigenschaften gibt es nicht.

Und: Eine Klimapanik vor einer angeblichen Erderhitzung durch Treibhausgase ist völlig unbegründet. Sie ist ein raffiniertes Geschäftsmodell, das über Angst- und Panikmache unser Geld will in Form einer CO₂-Abzockesteuer oder überhöhten Energiepreisen.

Der Temperatursprung 1987/88 findet in ganz Mittel- und Westeuropa!!!, siehe hier

Dieser Temperatursprung 87/88 in jeder Temperaturreihe ist natürlichen Ursprungs, denn CO₂ ist nicht für die Zunahme der Sonnenstunden und die plötzliche Änderung der Großwetterlagen verantwortlich, was allerdings auch niemand der CO₂-Treibhausgläubigen behauptet. Ihre Taktik ist: Der Temperatursprung wird geleugnet. Die bezahlten CO₂-Angstmacher erwähnen diesen Temperatursprung überhaupt nicht, sondern sie zeichnen eine durchgehende Linie mit einem früheren Beginn und behaupten, der Anstieg sei einzig durch CO₂-verursacht. So verwendete der grüne Umweltminister von BaWü, Untersteller gegenüber den Autoren stets das Jahr 1931 als Startjahr, natürlich ohne überhaupt eine Grafik zu zeigen. Nur so daher geschwätzt.

Damit haben wir aber ein Problem. Wenn nicht Kohlendioxid den Temperatursprung verursacht hat, wer oder was dann?

Für die richtige Erklärung finden wir mindestens 5 Gründe des höheren Wärmeplateaus seit 1988:

1. Natürliche Ursachen: Die Änderung der Großwetterlagen. Rein statistisch haben die Südwestwetterlagen im Mai wie in allen Monaten zugenommen und die kälteren nördlichen und östlichen Wetterlagen abgenommen. Das zeigt u.a. die Zunahme des Saharastaubes, der mit den Süd- und Südwestwinden zu uns getragen wird. Doch es gibt viele andere Gründe für natürliche Ursachen von Klimaänderungen. Hier sei auf die ausführlichen Artikel von Stefan Kämpfe verwiesen, hier und hier

2. Die Sonnenstunden: Mit der plötzlichen Drehung der Windrichtung auf mehr südliche Wetterlagen haben die Maisonnenstunden ab 1988 im Schnitt schlagartig zugenommen, ebenfalls auf ein höheres Stundenplateau. Mehr Sonnenstunden bedingt tagsüber eine natürliche Erwärmung, andererseits wird dadurch auch die Höhe des menschenverursachten Wärmeinseleffektes gesteigert. Der WI-effekt ist deshalb seit 1988 stärker angewachsen, als im Zeitraum bis 1987

Leider erfasst der DWD die Sonnenstunden für Deutschland erst seit 1951. Trotzdem ergibt sich bereits ein eindeutiger und erstaunlicher Zusammenhang zwischen Sonnenstunden und Temperaturverlauf, siehe Grafik 3. Der Sprung auf ein höheres Niveau ist deutlich erkennbar. Ebenso die anschließende Abnahme der Stunden.

Grafik 4: Die Sonne schien keinesfalls gleichmäßig im Monat Mai der letzten 76 Jahre. Neben den jährlichen Differenzen sind die beiden Trendlinien bemerkenswert. Man beachte 87/88

Mit den Sonnenstunden hat zugleich auch die Intensität der Sonnenstrahlung zugenommen, nähere Erläuterungen hier: Martin Wild’s Übersichtsartikel „Global dimming and brightening“, A review, J. Geophys. Res., 114, D00D16, doi:10.1029/2008JD011470.1.

Ergebnis: Auch die Sonnenscheindauer zeigt den Temperatursprung. Die Sonnenscheindauer hat von 1951 bis 1987 stark abgenommen, das hat den Mai damals vor allem tagsüber kälter gemacht. Aufgrund der Änderung der Großwetterlagen erfolgte ab 1987 auf 1988 plötzlich ein starker Anstieg der Sonnenscheindauer auf ein höheres Niveau. Das hat den Mai plötzlich wärmer gemacht. Auf diesem höheren Wärmeplateau mit mehr südlichen Wetterlagen befindet sich der Mai in Deutschland noch heute, allerdings mit absteigender Tendenz, da auch die Sonnenscheindauer sich verringert.

3. Der Wärmeinseleffekt: Die Standorte der DWD-Stationen sind aufgrund der Bebauung und Bevölkerungszunahme, sowie des steigenden Energieverbrauchs wärmer geworden, und sie werden weiter wärmer. Dazu nimmt die Flächenversiegelung in Deutschland laufend zu, was den Wärmeinseleffekt des letzten Frühlingsmonats ständig erhöht, (derzeit ist ein Siebtel der Gesamtfläche Deutschlands versiegelt) siehe Flächenversiegelungszähler. Aktueller Stand: 50 900 km²

4. Niederschläge im Monat Mai. Sie sind leicht zunehmend seit 1988. Die südlichen und SW-Strömungen seit 1988 brachten auch mehr Niederschläge und damit eine höhere Verdunstungskälte in Bodennähe, vor allem bei ländlichen Wetterstationen. In der Stadt fließt der Regen sofort in die Kanalisation, es verdunstet viel weniger Wasser. Insgesamt wird der zunehmende Mairegen auch ein Grund sein, dass der Mai im Gegensatz zu anderen Monaten, seit 1988 bis heute nicht wärmer wird, sondern sogar leicht abkühlt, obwohl die wärmende Flächenversiegelung und Trockenlegung Deutschlands zunimmt.

Grafik 5: Der Niederschlag im Monat Mai hat seit 1988 zugenommen. 2024 lag weit über dem Schnitt der deutlich steigenden Trendlinie

5. Eine statistische Erwärmung. Die Erfassung der Tagestemperaturen durch Flüssigkeitsthermometer in der Wetterhütte wurde abgeschafft, ebenso die Abschaffung der Tagesmittelerrechnung mittels Mannheimer Stunden durch eine rundum digitale Tageserfassung. Zudem wurden auch Wetterstationen durch Tausch an wärmere Plätze verlegt. Also eine statistische Erwärmung vor allem in den letzten 3 Jahrzehnten.

Zu diesem Thema haben wir vor kurzem eine vierteilige Reihe aufgelegt, siehe hier:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Nebenbei: Die Windhäufigkeit hat allgemein seit 1988 abgenommen wie Stefan Kämpfe in seiner acht Artikeln lange Reihe beschrieben hat. Schlecht für die Windräder bzw. für die alternative Stromerzeugung. Die auch im Mai abnehmende Windstärke zeigt das nächste Diagramm.

Abb. 6: signifikante Abnahme der Windstärke im Mai in den letzten 21 Jahren

6) Das Wetter wird im Weltall gemacht

Unser Sonnensystem rast durch den Kosmos und trifft stets unterschiedliche Weltallbedingungen an. Die kosmische Strahlung wirkt auf die oberen Atmosphärenschichten und verändert vor allem die Wolkendicke und damit auch das Klima, abrupt oder auch langsam. Mit dieser Klimaproblematik hat sich der dänische Klimawissenschaftler Henrik Svensmark ausführlich beschäftigt, siehe hier.

Neuerdings wollen Staaten durch technische Maßnahmen die Atmosphäre, die Wolkendichte und die Strahlungsintensität beeinflussen und zusätzliche Wolkenverschleierungen erzeugen, bekannt unter dem neuen Fachbegriff Geo-Engineering. Da es keine menschengemachte CO₂-Klimakatastrophe gibt und auch zukünftig nicht geben wird, lehnen wir als aktive Natur- und Umweltschützer dieses Geschäftsmodell rigoros ab.

Sicherlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Gründen, weshalb es in Mittel- und Westeuropa 1987/88 zu einem plötzlichen Temperatursprung auf ein höheres Temperatur-Niveau gab. Wir rufen die Leser auf, noch weitere mögliche Gründe zu nennen und zur Diskussion zu stellen. So funktioniert Wissenserwerb in der Wissenschaft.

Halten wir fest: Die Änderung der Großwetterlagen in Mittel- und Westeuropa brachten ab 1988 die zusätzliche Maiwärme für das höhere Wärmeplateau, auf dem wir uns heute noch befinden. Vor allem im letzten Maidrittel, nach den Eisheiligen nahmen Südwetterlagen zu.

Wir wissen, dass CO₂ allerhöchstens in homöopathischen Dosen wirkt, d.h. nur durch andere Gründe (wie von uns oben genannt) können diese nun folgenden leicht vom DWD-Schnitt der 537 Stationen abweichenden Trendlinien einzelner Stationen erklärt werden. Bei einer einzigen CO₂-Temperaturreglerwirkung würde es keine regionalen Temperaturabweichungen über längere Zeiträume geben, sondern nur jährliche, die sich nach 30 Jahren jedoch wieder ausgleichen würden.

Doch diese regionalen Unterschiede gibt es, und was für welche: beginnen wir mit Bad Lippspringe am Rande des Teutoburger Waldes, eher ländlich

Abb.7: Vor dem Temperatursprung 1987/88 schließt sich die Schere zwischen Tages- und Nachttemperaturen. Die Tage tagsüber wurden kälter, die Nächte nicht. Nach dem Temperatursprung öffnet sie sich deutlich. Vor allem die Nächte werden bei der Station Bad Lippspringe seit 1988 spürbar kälter, siehe stark negative Regressionsformel. Nur tagsüber hält sich die Temperatur auf dem höheren Plateau seit 1988

Wir betrachten nun den Zeitraum nach dem letzten Temperatursprung bis heute bei einzelnen ausgewählten städtischen DWD-Stationen

DWD-Wetterstation Düsseldorf

Standort im Flughafengelände. Der Flughafen der NRW-Landeshauptstadt wurde in den letzten 40 Jahren stark ausgebaut, es kam also viel an vom Menschen erzeugter Wärmeinsel-Wärme dazu. Trotzdem können wir dem RTL CO₂-Treibhausexperten Christian Häckl zeigen, dass seine dahin geschwätzte These von der stärkeren nächtlichen CO₂-Erwärmungswirkung falsch ist, und zwar mittels den Temperaturreihen DWD-Wetterstation in der Landeshauptstadt des Privatsenders.

Nicht nur wir fragen uns, weshalb werden von diesen Treibhaus-Voodoo-Schwätzern niemals Grafiken der letzten Jahrzehnte verlangt? Wir stellen diese kostenlos bereit, so wie hier bei Düsseldorf?

Grafik 8: Die nächtlichen T-min Temperaturen fallen deutlich am stärksten. Der Verlauf der Tagestemperaturen ist ausgeglichen. Die Schere zwischen T-max und T-min öffnet sich seit dem Klimasprung 1988

Herr Häckl und Nobelpreisträger Hasselmann, das war’s dann wohl mit Ihrer Theorie der stärkeren nächtlichen Erwärmung durch den angeblichen CO₂-Treibhauseffekt. Und angeblich auch noch bewiesen durch Satellitenmessungen.

Frage an die Leser: Wie müssten die drei Graphen verlaufen, wenn CO₂ – wie von der Treibhauskirche behauptet – der bestimmende Temperaturtreiber, der globale Regler wäre und dazu auch noch nachts stärker wirken würde als tagsüber?

DWD-Wetterstation Memmingen

Die Station wurde im Jahre 2000 an den jetzigen Standort westlich der Stadt in eine landwirtschaftlich geprägte Gegend versetzt. Wir nehmen deshalb nur die dort gemessenen Temperaturwerte ab 2000, immerhin auch bereits 27 Werte.

Zugleich zeigt sich ein weiterer Maitrend, dazu bitte die negative Steigungen aller drei Graphen im Diagramm beachten: Ab 2000 wird der Monat Mai in Deutschland wieder kälter, auch tagsüber. Und: Ab 2000 bis heute wird der Mai vor allem nachts kälter. Das erinnert sehr an die Ergebnisse aus unseren Artikeln zu den Eisheiligen, die fünf Tage Mitte Mai, die auch nächtlich besonders kälter werden.

Abb. 9: Man beachte vor allem die Steigungsunterschiede zwischen Tag- und Nachttemperaturen. Mit über 0,036 °C/jährlich geht die Schere der beiden Trendlinien am stärksten auseinander.

Ergebnis: Vor allem seit der Jahrtausendwende wird der Mai wieder kälter, und vor allem nachts (blauer Graph) wird der Monat kälter.

München, mitten in der Stadt

Abb. 10: Geringere Steigungsunterschiede in der Innenstadt zwischen Tag/Nacht. Aber auch hier ist deutlich erkennbar, dass die Mainächte stärker abkühlen als Tmax.

Und zum Schluss eine ländliche DWD-Wetterstation in Thüringen: Dachwig

Abb. 11: Auch im Herzen Thüringens geht die Öffnungsschere T-Max/T-Min deutlich auseinander. Der Mai wurde leicht kälter (mittlerer Graph). Überraschend sind jedoch die Tagestemperaturen. Die sind bei dieser DWD-Wetterstation gestiegen. Allerdings nur noch bis zur Jahrtausendwende. Ein Diagramm ab 2000 bis heute wie Abb. 9 würde auch bei Dachwig den kälter werdenden Mai zeigen.

Wir erkennen, die Maitemperaturen verhalten sich bei den einzelnen DWD-Stationen völlig unterschiedlich, je nach Standort und Region. Wir führen dieses Verhalten auf örtliche Klimaunterschiede, hauptsächlich Sonnenstunden und Mainiederschläge zurück. Die CO₂-Konzentrationen sind jedoch überall gleich hoch, derzeit 430 ppm=0,043%

Und folgern:

  1. Wäre CO₂ der alleinige Temperaturtreiber, dann müssten alle Wetterstationen über diesen langen Zeitraum identisch bei den Steigungslinien sein
  2. Es dürfte wegen der starken CO₂-Zunahme keine Abkühlung (negative Steigungsformeln) geben, wo zudem laut Chr. Häckl und Nobelpreisträger Hasselmann der Treibhauseffekt nachts stärker wirken soll.

Lieblich war die Maiennacht, Silberwölklein flogen, heißt es in einem wunderschönen deutschen Frühlingsgedicht von Nikolaus Lenau. Alle Grafiken der deutschen DWD-Wetterstationen zeigen: Das war einmal, die Maiennächte werden seit 1988 immer kälter. Und im neuen Jahrtausend besonders. Frage an die Gläubigen der CO₂-Treibhauskirche: Wirkt etwa CO₂ nachts kühlend oder macht das wärmende Treibhausgas einfach um Deutschland einen großen Bogen? Abgeschreckt durch unsere Regierung? Was haltet ihr von den beiden gut alimentierten Voodoo-Experten Hasselmann und Häckl?

Schlussfolgerung:

Die globalen CO₂-Konzentrationen steigen, der Mai wird nicht wärmer. Zwischen den Temperaturverläufen des Monats Mai und dem CO₂-Anstieg besteht keinerlei erkennbarer Zusammenhang, sondern nur Zufallskorrelationen für kurze Zeitabschnitte.

Die Verfasser leugnen jedoch nicht die physikalischen Eigenschaften des Moleküls CO₂, übrigens ein lineares Molekül und nicht gewinkelt, das im IR-Bereich absorbiert und sofort wieder emittiert. Dazu haben Sie im Studium selbst Versuche durchgeführt. Aber die von einigen Physikern daraus abgeleitete Erwärmung der Atmosphäre konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Es gibt lediglich theoretische Berechnungen, aber genauso viele theoretischen Gegenrechnungen von namhaften Physikern. Es gibt auch keinerlei technische Erfindungen, die auf einem CO₂-Erwärmungseffekt beruhen würden. Eine CO₂-Wärmepumpe wäre nämlich toll, die Heizungsprobleme wären gelöst.

Auch der Monat Mai zeugt anhand der Originaldaten des Deutschen Wetterdienstes: Die CO₂-Erwärmungslehre ist eine gewollte Irrlehre.

Keinesfalls ist CO₂ der Haupttemperaturtreiber. Der einzige Sinn dieser Irrlehre ist, unter der Bevölkerung eine Klimaerhitzungsangst zu erzeugen, ähnlich der Sündenangst im Mittelalter mit ewiger Verdammnis. Leider ist diese Angstmache bei Kindern und Jugendlichen schon vielfach gelungen. Die angeblichen CO₂ Klimawandel-Beweise anhand Katastrophenmeldungen wie Hochwasser, Taifune und sonstige Unwetterschäden sind eine Folge diverser Ursachen, meist ein Behördenversagen, oftmals jedoch einfach nach bekannter Medienart übertrieben. Bei der CO₂-Treibhaustheorie handelt sich um einen wissenschaftlichen Irrtum. Ein gewollter Irrtum. Es ist ein Geschäftsmodell auf falschen naturwissenschaftlichen Denk- und Rechengrundlagen aufgebaut. Die daraus abgeleitete Klimapanik, siehe Terrororganisation „letzte Generation“ ist gewollt und will unser Geld. Das von uns zwangsrekrutierte Geld soll unser Gewissen beruhigen. Ein Loskauf von der erfundenen CO₂-Schuld. Das CO₂-Geschäftsmodell ist dem Sündenablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter nachempfunden. Panische Gewissensangst erzeugen, von der man sich freikaufen kann. Und viele Deutsche fallen drauf rein. Die CO₂-Steuer nebst anderen unnützen Klimaabgaben soll uns arm machen, sie ist eine nimmer versiegende Geldeinnahmequelle der Interessengruppen, hilft jedoch überhaupt keinem Klima. Im Gegenteil: Die durchgeführten Klimarettungsmaßnahmen schaden oft der Natur und Umwelt und erzeugen lokale Wärmeinseln.

Die Erde braucht mehr CO₂ in der Atmosphäre und nicht weniger. Der derzeitige Gehalt an 0,043% liegt an der untersten Grenze. Das Leben der Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO₂ ist das notwendige Transportmittel, welches den Kohlenstoff dorthin bringt, wo er zum Lebenserhalt benötigt wird. Wer CO₂ verteufelt, handelt gegen die Schöpfung, und zerstört Natur und Umwelt. Erstaunlich, dass dies die christlichen Kirchen noch nicht begriffen haben.

Der Bedeutung von Kohlendioxid haben wir einen eigenen Artikel gewidmet.

Natur- und Umweltschutz ist und bleiben wichtig, Natur- und Umweltschutz ist was ganz anderes als der politische grünsozialistische Klimaschutz: Gerade dieser Mai hat gezeigt, der Niederschlag muss dort gehalten werden, wo er niedergeht, nämlich in der freien Versickerungsfläche. Das ist eine alte Forderung von uns aktiven Naturschützern. Keinesfalls darf er schneller durch den Ort geleitet werden durch irgendwelche Barrikaden, Schutzmauern oder Sandsäcke. Aber nach diesem Prinzip wird immer noch der HWS der Städte und Gemeinden betrieben, ein absolutes Behörden- und Politikversagen von Leuten, die nicht für Natur- und Umweltschutz eintreten, sondern nur am Geld interessiert sind.

Richtiger Hochwasserschutz ist umgesetzter Naturschutz und bedeutet in der Realität: ein Rückhalt des Niederschlages in der Landschaft, wo der Regen wieder versickern darf, um unsere Grundwasservorräte aufzufüllen. Die Bäche brauchen wieder ihre Überflutungsauen. Hierfür sind Gesetzesvorgaben nötig. Angewandter Naturschutz heißt, es müssen freie Rückhalteflächen in der Landschaft geschaffen werden, großflächige Bach- Flussauen und Versickerungsauen, die zur ökologischen Vielfalt und damit zum Erhalt der Schöpfung beitragen. Die großflächige jahrzehntelange Trockenlegung der Landböden (mit dem Wasser spülen wir auch unsere WCs) bis in größere Tiefen lässt automatisch den Meeresspiegel steigen. Das einst im Boden bis in hunderte Meter Tiefe eingespeicherte Wasser ist nun im Meer und hat dort den Meeresspiegel erhöht. Das bisschen Gletscherschmelze der Alpen ist dagegen kaum erwähnenswert.

Eine CO₂-Einsparung ist fortgesetzter, jedoch politisch gewollter Blödsinn, ein Teil des Geschäftsmodells Klimapanik mit den CO₂-Abzockesteuern. Die teuren CO₂-Reduzierungsmaßnahmen helfen weder dem Klima noch der Natur noch dem Hochwasserschutz. Sie sind eine Sünde an der Schöpfung Erde.

Wir fordern unsere Leser ausdrücklich auf, diese Grafiken der Klimawahrheiten zu kopieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Und bitte hier in den Kommentaren über die Reaktionen berichten.

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler Josef Kowatsch, Naturbeobachter, Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 

Der Beitrag Der Mai wird nicht wärmer: Keine CO₂-Erwärmungswirkung erkennbar. Teil 2 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Ozean-„Versauerung” — Eine weitere falsche Panikmache, die einfach nicht verschwinden will

02. Juni 2026 um 17:00

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Francis Menton, THE MANHATTAN CONTRARIAN

Die „Versauerung“ der Ozeane ist ein in gewisser Weise einzigartiger Teilbereich der übergreifenden Klimapanik. Sie unterscheidet sich von anderen Teilbereichen dieser großen Panik dadurch, dass sie nicht von der Erwärmung der Atmosphäre als treibende Kraft für die vermeintlich beängstigenden Folgen abhängt. Stattdessen geht man bei der „Versauerung“ der Ozeane davon aus, dass ein erhöhter CO₂-Gehalt in der Atmosphäre (durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe) zu einem Anstieg des in den Ozeanen gelösten CO₂ führt, was wiederum einen niedrigeren pH-Wert des Meerwassers zur Folge hat, der dann zum Auslöser der angeblichen beängstigenden Folgen wird. Somit kann die „Versauerung“ der Ozeane theoretisch als Schreckensszenario dienen, selbst wenn sich die Atmosphäre bei steigendem CO₂-Gehalt nicht in dem Maße erwärmt, wie es die Klimamodelle der Befürworter simulieren.

Doch die Behauptung der „Versauerung“ der Ozeane hat ihre eigenen Schwachstellen. Für die Verfechter der Weltuntergangsstimmung ist es ein Problem, dass der Ozean (eher) alkalisch als sauer ist und dass die Veränderung des pH-Werts im Ozean selbst bei einem starken Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre gering ist. Manche würden die Veränderung des pH-Werts im Ozean vielleicht sogar als „geringfügig“ bezeichnen. Und die pH-Veränderung reicht selbst im schlimmsten Fall bei weitem nicht aus, um den pH-Wert auf ein neutrales Niveau zu senken, geschweige denn auf einen sauren Wert. Der letzte Punkt ist der Grund, warum ich den Begriff „Versauerung“ in Anführungszeichen gesetzt habe.

Wie also können Befürworter die „Versauerung“ der Ozeane zu etwas machen, das beängstigend genug ist, um viele Menschen dazu zu bewegen, fossile Brennstoffe zu hassen oder zu fürchten? Nun, vielleicht könnten sie die Behauptung aufstellen, dass ein etwas niedrigerer pH-Wert alle tropischen Fische töten würde. OK, aber die Behauptung könnte nicht lauten, dass ein leicht niedrigerer pH-Wert die Fische direkt tötet – das würde niemand glauben. Es müsste einen anderen Zusammenhang geben.

Vor einigen Jahren (im Mai 2021) veröffentlichte ich einen Beitrag über die Arbeit zweier Forscher aus Australien, die eine These aufgestellt hatten, auf die diese Beschreibung genau zutraf. Bei den betreffenden Forschern handelte es sich um Philip Munday und Danielle Dixson von der James Cook University in Queensland. Im Laufe mehrerer Jahre und in rund 22 begutachteten Fachartikeln hatten die beiden (zusammen mit Mitautoren) die Behauptung aufgestellt, dass ein niedrigerer pH-Wert im Ozean tropische Fische in den Wahnsinn treiben oder zumindest dazu führen würde, dass die Fische „erhebliche Verhaltens- und Sinnesbeeinträchtigungen“ erleiden, die ihr Überleben gefährden würden. Wie offensichtlich sein dürfte, lieferte diese Behauptung eine außerordentliche Stütze für die Anti-Fossilbrennstoff-Erzählung, unabhängig von jeglicher Behauptung zur globalen Erwärmung, und verschaffte den Artikeln infolgedessen große Aufmerksamkeit und den Autoren großen Beifall.

Aber es war zu schön, um wahr zu sein. Anlass für meinen Beitrag vom Mai 2021 war ein Artikel, der 2020 in „Nature“ erschienen war und von Timothy Clark et al. verfasst wurde; darin wurde über die Ergebnisse der Versuche berichtet, die Ergebnisse von Munday und Dixson zu reproduzieren. Auszug aus der Zusammenfassung:

Hier zeigen wir umfassend und transparent, dass – im Gegensatz zu früheren Studien – die bis zum Ende des Jahrhunderts zu erwartenden Werte der Ozeanversauerung nur vernachlässigbare Auswirkungen auf wichtige Verhaltensweisen von Korallenrifffischen haben, wie etwa die Vermeidung chemischer Signale von Raubtieren, das Aktivitätsniveau der Fische und die Verhaltenslateralisation (Präferenz für Links- oder Rechtskurven). Anhand von Datensimulationen zeigen wir zudem, dass die großen Effektstärken und geringen Varianzen innerhalb der Gruppen höchst unwahrscheinlich sind, über die in mehreren früheren Studien berichtet worden war. Insgesamt deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass die berichteten Auswirkungen der Ozeanversauerung auf das Verhalten von Korallenrifffischen nicht reproduzierbar sind, was nahelegt, dass Verhaltensstörungen keine wesentliche Folge für Korallenrifffische in Ozeanen mit hohem CO₂-Gehalt sein werden.

Die Zusammenfassung enthält zwar nicht das Wort „Betrug“, doch der Artikel lässt stark auf Datenmanipulation schließen. Es war sehr ungewöhnlich, dass „Nature“ einen solchen Artikel veröffentlichte, fügte er doch einer wichtigen Grundlage der Argumentation gegen fossile Brennstoffe erheblichen Schaden zu.

Nun sind fünf Jahre vergangen. Ist von der Argumentation der „Meeresversauerung“ als Grund, fossile Brennstoffe abzulehnen, noch etwas übrig geblieben?

In den letzten Monaten sind Artikel erschienen, die sowohl Argumente dafür als auch dagegen auflisten, ob die „Meeresversauerung“ ein bedeutendes Umweltproblem darstellt. Auf der Seite derjenigen, die der Meinung sind, dass „Meeresversauerung wirklich schlimm und beängstigend ist“, möchte ich einen Artikel von Dana Nuccitelli hervorheben, der im März in einer Publikation namens „The Invading Sea“ unter dem Titel „Die Auswirkungen der Verschmutzung durch fossile Brennstoffe auf die Ozeane sind mit enormen Kosten verbunden“ erschienen ist. Auf der Seite derjenigen, die der Meinung sind, dass „die Versauerung der Ozeane stark übertrieben ist“, möchte ich einen Artikel von van Wijngaarden, Ridd, Cornell und Happer vom 13. Mai 2026 mit dem Titel „Acidification of Water by CO₂“ hervorheben.

Nuccitelli schreibt regelmäßig Beiträge für Yale Climate Connections (ein weiteres Schandmal für Yale). In seinem Artikel scheint Nuccitelli den Versuch aufgegeben zu haben zu behaupten, dass der sich verändernde pH-Wert die tropischen Fische tötet. Stattdessen betont sie hier die Auswirkungen auf die Korallen. Sie behauptet, dass die „Versauerung“ die Korallen tötet, kann das Absterben der Korallen jedoch nicht allein auf den pH-Wert zurückführen, weshalb sie auch die Erwärmung mit ins Spiel bringt:

Floridas Barriereriff ist in Gefahr – und das kommt uns teuer zu stehen. Seit einem Jahrzehnt ist das Riff von einem schweren Ausbruch der Gewebeverlustkrankheit bei Steinkorallen betroffen. Die wahrscheinliche Ursache: Stress durch die Erwärmung des Klimas und die Versauerung der Gewässer, beides Folgen der Verbrennung fossiler Brennstoffe. . . . Die Verbrennung fossiler Brennstoffe durch den Menschen wirkt sich auf die Ozeane der Erde durch einen doppelten Schlag aus: Erwärmung und Versauerung der Gewässer, die dadurch entstehen, dass Kohlendioxid vom Ozean aufgenommen wird.

Es werden keine quantitativen Angaben zum Ausmaß der möglichen Korallenverluste gemacht. Als „wahrscheinliche Ursache“ der Krankheit wird eine Kombination aus „Erwärmung“ und „Versauerung der Gewässer“ genannt. Woher weiß sie das? Wie hoch ist der jeweilige Anteil? Gibt es dafür konkrete Beweise? Falls ja, verzichtet Nuccitelli darauf, diese anzuführen. Ich nehme an, für ihre Leserschaft ist das einfach offensichtlich.

Nachdem sie die „wahrscheinliche Ursache“ dargelegt hat, wendet sich Nuccitelli der Berechnung der Kosten zu – nicht für den Teil der Korallen, der möglicherweise verloren geht, sondern für die gesamte Tourismusbranche, die mit allen Korallen in Verbindung steht:

Die finanziellen Folgen eines Verlusts der Riffe sind enorm. Floridas Korallenriffe bringen Schätzungen zufolge jährlich über 1 Milliarde US-Dollar an Tourismuseinnahmen, leisten einen Beitrag zum Hochwasserschutz im Wert von 650 Millionen US-Dollar und sichern über 70.000 Arbeitsplätze. Darüber hinaus schützen Korallenriffe Menschen und Sachwerte, indem sie bis zu 97 % der Wellenenergie abführen und so Sturmfluten abschwächen.

Und dann stützt sich Nuccitelli auf einen aktuellen Artikel aus „Nature Climate Change“ (vom Januar 2026), der vorgibt, einen neuen Maßstab für die „gesellschaftlichen Kosten von Kohlenstoff“ zu berechnen, und zwar unter der Annahme, dass die globale Erwärmung die Produktivität der Ozeane erheblich verringern wird – nicht nur für Korallen, sondern für alle anderen Lebewesen ebenso. Der NCC-Artikel scheint sich überhaupt nicht mit dem Thema Versauerung zu befassen.

Hier ist meine Lieblingsgrafik aus Nuccitellis Artikel zum Thema „Versauerung“:

Es sieht so aus, als würde der pH-Wert des Ozeans steil abfallen! Fällt Ihnen etwas Seltsames auf? Die gesamte vertikale Skala des Diagramms reicht von einem pH-Wert von 8,03 bis 8,11 – weniger als 0,1 pH-Einheiten. Die gesamte pH-Skala reicht von 0 bis 14. Würde man diese Linie mit einer vertikalen Skala von 0 bis 14 darstellen, wäre sie kaum von einer horizontalen Linie zu unterscheiden.

Wenn Sie sich für die Frage interessieren, ob die Zahl der Meereskorallen weltweit zu- oder abnimmt, kann ich Ihnen mehrere Artikel von Peter Ridd empfehlen. Ridd ist jemand, der tatsächlich hinausgeht und die Korallen untersucht (er war früher an der James-Cook-Universität tätig, genau wie Munday und Dixson, bis er wegen Ketzerei entlassen worden ist) Er ist auch der gleiche Ridd, der Mitautor der weiter unten näher besprochenen Arbeit von van Wijngaarden et al. ist. Hier ist ein Artikel, den Ridd 2023 für die Global Warming Policy Foundation unter dem Titel „Coral in a Warming World, Causes for Optimism“ verfasste [in deutscher Übersetzung hier]; und hier ist einer vom August 2025 vom Institute of Public Affairs mit dem Titel „Science group think flounders on state of Great Barrier Reef“. Unter dem Strich gibt es zahlreiche Belege dafür, dass Korallenriffe weltweit gedeihen (nicht jedes einzelne und nicht jedes Jahr, aber insgesamt), und keinerlei Anzeichen für einen allgemeinen Rückgang. Angesichts dieser Belege: Welchen Beweis gibt es dafür, dass die „Versauerung“ den Korallen schadet? Die Antwort lautet: überhaupt keinen.

Im Gegensatz zu Nuccitellis evidenzlosem Plädoyer ist die Arbeit von van Wijngaarden et al. eine seriöse wissenschaftliche Abhandlung. Ich stelle fest, dass sie auf der Website der CO₂-Koalition erscheint und nicht in einer der „renommierten“ wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Daraus schließe ich, dass diese Autoren, die eigentlich die besten Wissenschaftler für dieses Thema sind, dem erzwungenen Gruppendenken dieser „renommierten“ Zeitschriften den Rücken gekehrt haben.

Die Arbeit ist lang (55 Seiten) und größtenteils technisch. Aber unterm Strich ist es absurd zu glauben, dass der leichte Rückgang des pH-Werts der Ozeane durch den Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre ein nennenswertes Problem für das Leben im Meer darstellen könnte. In diesem Blogbeitrag werde ich lediglich ein zusammenfassendes Zitat wiedergeben. Aus der Zusammenfassung:

Die Grundlagen der anorganischen Chemie zeigen, dass steigende CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre keine schädlichen Auswirkungen auf Organismen haben, die in den natürlichen Gewässern der Erde leben [1], und ihnen sogar zugute kommen können. Die Alkalität und das gelöste CO₂ verleihen den meisten natürlichen Gewässern eine hohe Pufferkapazität und minimieren die Veränderung des pH-Werts durch äußere Einflüsse. So würde beispielsweise eine Verdopplung der atmosphärischen CO₂-Konzentration von 430 ppm auf 860 ppm den pH-Wert von repräsentativem Meerwasser bei einer Temperatur von 25 °C von pH = 8,18 auf pH = 7,93 senken. Diese Veränderung ist vergleichbar mit den täglichen pH-Schwankungen in biologisch produktiven Oberflächengewässern, die auf die photosynthetische Fixierung von gelöstem anorganischem Kohlenstoff am Tag und die Atmung in der Nacht zurückzuführen sind. Die Veränderung ist zudem geringer als die Schwankungen des pH-Werts in Abhängigkeit von Breitengrad, Längengrad und Tiefe in den Ozeanen.

Ein wichtiger Punkt ist, dass der pH-Wert des Ozeans zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht weltweit ein fester Wert ist. Vielmehr schwankt der pH-Wert je nach Breitengrad, Längengrad, Tiefe und sogar Tageszeit innerhalb kleiner Bereiche. Das hat zur Folge, dass das Leben im Ozean bereits mit diesen Schwankungen zurecht kommen muss.

Ein großer Teil der Arbeit befasst sich mit der chemischen Frage, inwieweit der pH-Wert des Ozeans durch einen Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre von derzeit 430 ppm auf bis zu das Doppelte, also 860 ppm, beeinflusst werden könnte. Es sind zwar einige mathematische Berechnungen erforderlich, aber ich halte dies für grundlegende und allgemein bekannte Chemie. Die Schlussfolgerung, wie in der Zusammenfassung dargelegt lautet, dass der durchschnittliche pH-Wert bis auf 7,93 sinken könnte – was immer noch deutlich im alkalischen Bereich liegt (neutral ist 7, alkalisch über 7 und sauer unter 7).

Falls jemand von Forschungsergebnissen weiß, die belegen, dass pH-Schwankungen in den angegebenen Bereichen eine ernsthafte Bedrohung für das Leben im Ozean darstellen, würde ich gerne davon erfahren. Solange ich das nicht sehe, lautet meine Schlussfolgerung, dass das ganze Thema „Ozeanversauerung“ nichts weiter ist als der Versuch, mit der Vorstellung zu spielen, dass Menschen das Wort „Säure“ beängstigend finden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/28/ocean-acidification-another-fake-scare-that-wont-go-away/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Ozean-„Versauerung” — Eine weitere falsche Panikmache, die einfach nicht verschwinden will erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Der Mai wird nicht wärmer: Keine CO₂-Erwärmungswirkung erkennbar. Teil 1

31. Mai 2026 um 09:00

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Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch

  • Nahtlose Maitemperaturen von der Vergangenheit bis heute
  • Die Maierwärmung begann bei uns erst 1987/88 mit einem Temperatursprung
  • Der Mai wird in Deutschland seit 1988 nicht mehr wärmer, CO₂ steigt jedoch gewaltig.

Den diesjährigen Mai 2026 im heutigen Deutschland geben wir nach vorläufiger Auswertung von mtwetter mit 13,9°C an. Die letzte Maiwoche war bereits sommerlich heiß. Der heurige Maischnitt liegt deutlich über dem Mittelwert seit 1881 (Schnitt 12,4°C). Der 2026er-Schnitt ist jedoch ermittelt mit den heutigen ca. 2000 Messstationen, die an ganz anderen, nämlich wärmeren Plätzen stehen wie vor über 100 Jahren und mit ganz anderen Messmethoden erfasst werden. Wir hatten damals ein ganz anderes Deutschland mit anderen Außengrenzen. Im Artikel übernehmen wir die Maitemperaturreihen wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) sie ins Internet stellt und führen keine Korrektur durch zur besseren (richtigen) Vergleichbarkeit heute und früher. Wir stellen lediglich fest, die Temperaturermittlung mit den heutigen Wetterstationen und den heutigen Messmethoden erfasst, ergibt einen höheren Maitemperaturschnitt.

Dieser Mai 2026 war wie im letzten Jahr regenarm mit etwa 65 l/m2, allerdings wie immer ungleich verteilt in Deutschland und bei den Sonnenstunden mit 254 h deutlich über dem Schnitt, siehe Grafiken weiter unten. Auffallend kalt war diesmal die Maimitte vom 11. bis 20. Mai, wobei die Eisheiligentage besonders kalt waren. Dafür entschädigte dann das letzte Maidrittel, vor allem im Süden mit sommerlich heißen Temperaturen. Hierzu vorweg eine kleine Grafik mit den deutschlandweiten Durchschnittstemperaturen, Mai 2026, wie sie der DWD veröffentlicht.

Abb. 0: Schön zu sehen sind die besonders kalten Eisheiligen 2026 und die sommerliche Hitzewelle ab dem 23. des Monats, vor allem tagsüber.

Der DWD beginnt seine Temperaturaufzeichnungen im Jahre 1881, mitten in einer Kälteperiode am Ende der „Kleinen Eiszeit“. Das zeigen uns Wetterstationen, die zeitlich noch weiter zurückreichen, z.B. der Hohenpeißenberg

Hohenpeißenberg (HPB): Messbeginn 100 Jahre früher als DWD-Deutschland

Der Standort der Wetterstation HPB war bis 1936 am direkten Anbau zur Klosterkirche, und zwar an der Nordwand, damals ganzjährig unbeheizt. Seit etwa 65 Jahren steht die DWD-Station in einem neuen DWD-Zentrum, frei stehend und somit den über 200 Mai-Sonnenstunden ausgesetzt, allerdings in einer international genormten Wetterkapsel mit entsprechenden Strahlungsabschirmungen, trotzdem ein wesentlich wärmerer Standort als eine kühle Hausnordwand. Messung: Damaliger erster Wert Mai 1781 genauso wie heute: knapp über 12 Grad. Man beachte den Anfang (Mai 1781) und das Ende, als den Mai 2026 der 246 Jahre langen HPB-Werte-Reihe

Grafik 1: Auffallend ist: 1) Der Mai wurde in den 246 Jahren nicht wärmer, das zeigt uns die ebene Trendlinie für diesen langen Zeitraum. Der ermittelte Maischnitt auf dem HPB liegt bei 10°C über die 246 Jahre. 2) Die Jahre um 1881, dem DWD-Messbeginn für ganz Deutschland befinden sich in einer leichten Kältedepression, die etwa 1 Grad unter dem Schnitt liegt. 3) Die wirklichen warmen Maimonate liegen lange zurück, die meisten sind vor 1881, dem Beginn der DWD-Deutschland-Messreihe.

Man sieht deutlich die Kältedelle in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, die sich bis ins 20.te Jahrhundert hineinzieht.

Nochmals anzumerken wäre, dass die Station Hohenpeißenberg im Jahre 1936 verlegt wurde, nämlich von der kalten Nordwand der im Mai sowieso unbeheizten Klosterkirche etwa 20 m tiefer auf das heutige freie DWD-Plateau. Die Station steht ganztägig in der Sonne, falls die Sonne scheint und das war diesmal der Fall. Außerdem sind die Messeinrichtungen inzwischen digitalisiert und werden rundum erfasst. Die Mannheimer Stundenerfassung in der einstigen Wetterhütte ist abgeschafft.

Mit dieser DWD-Vorzeigestation HPB ist unsere Überschrift bereits bewiesen. Und laut Einstein genügt ein Beweis. Kohlendioxid, siehe nächste Grafik 2 hat keinen Einfluss auf den Mai-Temperaturverlauf auf dem Hohenpeißenberg.

Im Vergleich zum Temperaturverlauf auf dem HPB verläuft die bekannte Kohlendioxidkonzentrationsgrafik der Atmosphäre ganz anders.

Die Keeling Kurve, gemessen am Mouna Loa seit 1958 bei einem Vulkan, Zeitraum davor geschätzt von UC San Diego, siehe hier.

Grafik 2a: Steiler CO₂-Konzentrationsanstieg in der Atmosphäre seit 1958, dem Messbeginn. Am 25. Mai 2026 schon über 430 ppm. Im Jahre 1781, den Temperaturaufzeichnungen auf dem HPB sollen die CO₂- Konzentrationen laut Grafikquellenangabe noch bei sehr niedrigen 280 ppm gewesen sein.

Erg: Die CO₂-Konzentration sind seit Messbeginn auf dem Mouna LOA, also seit 1958 stark gestiegen, die Maitemperaturen überhaupt nicht. Damit ist die Behauptung der CO₂-Erwärmungsangstmacher, fast allein CO₂ bestimme die Temperaturen, eindeutig falsch. CO₂ ist kein Temperaturregelknopf!!! Die beiden Kennlinien verlaufen vollkommen unterschiedlich. Es gibt keinerlei Korrelationen und damit auch keinen Ursachenzusammenhang.

Abb. 2b: Laut dem linksgrünen Geschäftsmodell CO₂-Klimapanikmache sollen ausschließlich Treibhausgase, und aus dieser Gruppe hauptsächlich das „umweltschädliche“ CO₂ für die starke Temperaturzunahme der letzten Jahrzehnte verantwortlich sein. CO₂ sei der Haupttemperaturregler. Der DWD zeigt mit seinen Temperaturdaten, dieses Geschäftsmodell hat eine grottenfalsche Grundlage. Also weg mit dieser CO₂-Klimaerwärmungslüge der UN: Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Merke: Kohlendioxid hat keinen erkennbaren Einfluss auf die Maitemperaturen am HPB

Frage an den Leser: Wie würde der Maiverlauf aussehen, wenn die Station HPB 1936 nicht von der Nordwand der Klosterkirche an den heutigen sonnenscheinreichen wärmeren Standort im Südwesten des Berges versetzt worden wäre?

Antwort: Wir hätten sogar einen negativen Verlauf der Trendlinie, also eine Maiabkühlung seit 1781!!! auf dem Hohenpeißenberg. Das ist überraschend. Die wissenschaftliche Frage wäre, wie stark wäre die Maiabkühlung seit 1781 auf dem HPB bis heute? Doch auf diese Frage soll hier nicht weiter eingegangen werden. Uns interessiert nicht eine Wetterstation, sondern mehr die DWD-Deutschlandtemperaturreihen, die aber erst später beginnen.

Die DWD-Deutschlandtemperaturreihen des Maimonates

Wir haben erwähnt, dass der Beginn der DWD-Messreihen in einer Kältedelle liegt. Mit einem Beginn dieser Messreihen schon 3 Jahrzehnte später als vom DWD zeigt sich ein erstaunliches Bild.

Grafik 3: Jeder Ausschlag stellt einen Monat Mai in den aufeinanderfolgenden Jahren dar bis heute. Das Ergebnis ist überraschend.

Auswertung der DWD-Temperaturreihe Deutschlands

  1. Von 1915, also 72 Jahre bis 1987 zeigt der Mai trotz CO₂-Anstieges keine Erwärmung, sondern sogar eine Abkühlung
  2. Von 1987 auf 1988 erfolgt ein plötzlicher Temperatursprung von etwa 1,5 Grad
  3. Ab 1988 bis heute, also seit fast 40 Jahren zeigt der Monat Mai ebenfalls keine Erwärmung, sondern wieder eine leichte Tendenz zur Abkühlung, allerdings auf einem höheren Temperaturniveau.

Schlussfolgerungen der seriösen Naturwissenschaft:

1) Kohlendioxid kann nicht über 70 Jahre gar nicht oder gar leicht abkühlend wirken 2)Kohlendioxid kann nicht in im Jahre 1987 auf 1988 just zur Gründung des Weltklimarates wie mit einem Zeitzünder versehen plötzlich aufwachen und eine starke Erwärmungswirkung von über einem Grad herbei zaubern, um dann wieder in den Dornröschenschlaf zu verfallen. Solche physikalischen Gaseigenschaften gibt es nicht.

Merke: Die DWD-Grafiken kann man nicht mit einem imaginären, stetig zunehmendem Treibhausgas CO₂ erklären. Es gibt keinen CO₂-Temperaturregelknopf. Der Begriff „Treibhausgas“ ist somit ein Fantasiebegriff aus der Werbebranche, der uns weiter Angst einflößen soll, damit das Geschäftsmodell Klimarettung weiter gefahren werden kann.

Und: Die geschürte Klimapanik vor einer angeblichen Erderhitzung durch Treibhausgase ist frei erfunden. Das IPPC hat auch bereits reagiert und das hysterische Szenario zurückgenommen. Bei uns gilt jedoch immer noch das raffinierte Geschäftsmodell der Klimahysteriker, das über Angst- und Panikmache unser Geld will in Form einer CO₂-Steuer oder völlig überhöhten Energiepreisen. Ziel ist die Zerstörung unserer Demokratie und die Zerstörung Deutschlands. Dieser Planet braucht keine Klimarettungsmaßnahmen, weil die angeblich bevorstehende Klimakatastrophe eine Erfindung der Voodoo-Wissenschaft wie vom PIKI Potsdam ist.

Die DWD-Grafiken zeigen: Entweder wirkt CO₂ überhaupt nicht erwärmend oder nur in unbedeutendem Maße oder sogar unbedeutend abkühlend.

Bitte nicht vergessen: Es handelt sich um Original-DWD-Angaben, die nicht bzgl. der zunehmenden Wärmeinseleffekte der Messstationen von früher zu heute nicht trendbereinigt sind. Allerdings findet sich der Temperatursprung 87/88 auch bei WI-armen Stationen und in ganz Mittel-und Westeuropa!!! siehe hier. Bei WI-armen Stationen ist die leichte Abkühlungsphase auf dem letzten Temperaturplateau seit 1988 zudem stärker ausgeprägt, siehe Grafik 5a/b.

Richtig bleibt aber die Feststellung: Der Klimawandel, d.h. die Erwärmung im Mai begann in Mitteleuropa erst 1987 auf 1988 mit einem Temperatursprung und nicht seit der Industrialisierung!!!!

Damit haben wir aber ein Problem. Wenn nicht Kohlendioxid den Temperatursprung verursacht hat, wer oder was dann? Was sind die tatsächlichen Gründe des immer währenden Klimawandels?

Die richtige Erklärung, wir finden mindestens 5 Gründe des höheren Wärmeplateaus seit 1988

1) Natürliche Ursachen: Die Änderung der Großwetterlagen. Rein statistisch haben die Südwestwetterlagen im Mai wie in allen Monaten zugenommen und die kälteren nördlichen und östlichen Wetterlagen abgenommen. Das zeigt u.a. die Zunahme des Saharastaubes, der mit Süd- und Südwestwind zu uns getragen wird. Doch es gibt viele andere Gründe für natürliche Ursachen von Klimaänderungen. Hier sei auf die ausführlichen Artikel von Stefan Kämpfe verwiesen (auch hier)

2. Die plötzliche Zunahme der Sonnenscheindauer: Mit der plötzlichen Drehung der Windrichtung auf mehr südliche Wetterlagen haben die Maisonnenstunden von 1987 auf 1988

Zugenommen, was zugleich auch ein positives Ergebnis und eine positive Wirkung der gesetzlichen Luftreinhaltemaßnahmen ist. Deswegen hat die Strahlungswirkung auch zugenommen. Mehr Sonnenstunden ist tagsüber einerseits eine natürlich Erwärmung, andererseits wird dadurch auch die Höhe der Wärmeinseleffekte gesteigert. Der flächendeckende Wärmeinseleffekt ist deshalb seit 1988 stärker angewachsen, als im Zeitraum bis 1987

Leider erfasst der DWD die Sonnenstunden für Deutschland erst seit 1951. Trotzdem ergibt sich bereits ein eindeutiger und erstaunlicher Zusammenhang zwischen Sonnenstunden und Temperaturverlauf.

Grafik 4: Die Sonne schien keinesfalls gleichmäßig im Monat Mai der letzten 76 Jahre. Neben den jährlichen Differenzen sind die beiden Trendlinien bemerkenswert. Man beachte 87/88

Ergebnis: Die Sonnenstunden sind ab 1951 bis 1987 stark gefallen, das hat den Mai damals kälter gemacht. Aufgrund der Änderung der Großwetterlagen erfolgte ab 1987 auf 1988 plötzlich ein starker Anstieg der Sonnenstunden auf ein höheres Niveau. Das hat den Mai plötzlich wärmer gemacht. Auf diesem höheren Wärmeplateau mit mehr südlichen Wetterlagen befindet sich der Mai noch heute.

3. Der zunehmende Wärmeinseleffekt: Die Standorte der DWD-Stationen sind aufgrund der Bebauung wärmer und Asphaltierungen einst grüner Natur wärmer geworden, und sie werden weiter wärmer. Dazu nimmt die Flächenversiegelung in Deutschland laufend zu, was den Wärmeinseleffekt des letzten Frühlingsmonats ständig erhöht, (derzeit ist ein Siebtel der Gesamtfläche Deutschlands versiegelt) siehe Flächenversiegelungszähler. Aktueller Stand: 50 900 km²

Vergleich der Trendlinien einer wärmeinselarmen Station und einer Wärmeinselstation in Bayern, München und Hof.

Grafik 5a/b: Wetterstation München Stadtmitte und Hof im wachsenden Gewerbegebiet. München kühlt ab. (Minuszeichen vor der Formel). In der Wärmeinsel Hof steigen die Temperaturen.

Ergebnis: In München in der Stadtmitte wird der Mai kälter, im Gewerbegebiet Hof leicht wärmer. Das ist kein Widerspruch. In der Tat stimmen die Messungen des DWD. Dazu unsere Erklärungen: München ist eine städtische Wetterstation, mit einem hohen städtischen WI-effekt, (engl. UHI). Wegen der Stadtwärme viel wärmer als im Gewerbegebiet Hof, das außerhalb der Stadt liegt, siehe Trendlinienhöhe zwischen 14 und 15 Grad, in Hof bei 12 Grad.

Aber der UHI-Effekt von München ist längst ausgereizt, in der Innenstadt ist bereits alles bebaut, es kommt nichts mehr an bebauter Fläche hinzu, bzw. an grüner Fläche weg. Somit nimmt der Wärmeinseleffekt in der Stadtmitte Münchens seit 1988 kaum mehr zu. Der UHI ist hoch, wächst aber nicht mehr. Folge: München zählt seit 40 Jahren zu den eher WI-armen Wetterstationen, (allerdings mit einem hohen UHI-Effekt) so komisch das auch klingen mag.

Anders bei Hof: Die Wetterstation Hof stand einst außerhalb der Stadt, dort ist nach der Wende ein Gewerbegebiet entstanden, die neue vierspurige Bundesstraße, zugleich auch Autobahnzubringer, führt direkt an der DWD-Wetterstation vorbei. Der WI->Effekt hat stark zugenommen nach der Einheit.

4. Niederschläge im Monat Mai. Sie sind zunehmend seit 1988 und damit genau das Gegenteil der Medienmeldungen über ständig zunehmende Trockenphasen und Dürren. Die südlichen und SW-Strömungen seit 1988 brachten mehr Mai-Niederschläge und damit eine höhere Verdunstungskälte in Bodennähe, vor allem bei ländlichen Wetterstationen. In der Stadt mit dem Großteil an versiegelten Flächen fließt der Regen sofort in die Kanalisation, es verdunstet viel weniger Wasser. Insgesamt wird der zunehmende Mairegen auch ein Grund sein (aber nur einer von mehreren), dass der Mai im Gegensatz zu anderen Monaten, seit 1988 bis heute nicht wärmer wird, sondern sogar leicht abkühlt, vor allem nachts, siehe Grafik 7 und dann im Teil 2.

Grafik 6: Der Niederschlag im Monat Mai hat seit 1988 zugenommen. 2025 und 2026 lag jedoch deutlich unter der steigenden Trendlinie, jedoch immer noch im unteren Mittelfeld seit 1988. Der Mai machte auch diesmal die Natur grün und brachte keine Trockenheit übers Land.

5. Eine statistische Erwärmung. Die Erfassung der Tagestemperaturen durch Flüssigkeitsthermometer in der Wetterhütte wurde abgeschafft, ebenso die Abschaffung der Tagesmittelerrechnung mittels Mannheimer Stunden, ersetzt durch eine rundum digitale Tageserfassung. Zudem wurden auch Wetterstationen durch Tausch an wärmere Plätze verlegt. Also eine statistische Erwärmung vor allem in den letzten 3 Jahrzehnten.

Zu diesem Thema haben wir vor vier Jahren eine vierteilige Reihe aufgelegt, siehe hier:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Nebenbei: Die Windhäufigkeit hat allgemein seit 1988 abgenommen wie Stefan Kämpfe in seiner acht Artikeln lange Reihe beschrieben hat. Schlecht für die Windräder bzw. für die alternative Stromerzeugung.

Sicherlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Gründen, weshalb es in Mittel- und Westeuropa 1987/88 zu einem plötzlichen Temperatursprung auf ein höheres Niveau gab. Wir rufen die Leser auf, noch weitere mögliche Gründe zu nennen und zur Diskussion zu stellen. So funktioniert der Wissenserwerb in der Wissenschaft.

Halten wir fest: Die Änderung der Großwetterlagen brachten ab 1988 die zusätzliche Maiwärme für das höhere Wärmeplateau, auf dem wir uns heute noch befinden. Vor allem im letzten Maidrittel, nach den Eisheiligen nahmen Süd- und SW-Wetterlagen zu. Allerdings wird der Mai seit 1988 in Deutschland wieder kälter, vor allem nachts. Das zeigen wir in der nächsten Grafik. Die Maiennachttemperaturen im Vergleich zur steigenden CO₂-Konzentration

Grafik 7: Die Mainächte, erfasst als Tmin nehmen in Deutschland seit 1988 deutlich ab. Im Gegensatz dazu sind die CO₂-Konzentrationen der Atmosphäre im gleichen Zeitraum deutlich angestiegen, wobei der Anstieg in den letzten 20 Jahren immer schneller erfolgt.

Erg: Vor allem die Mainächte werden kälter, und das widerspricht der Threibhaushypothese. Nach dieser hätten vor allem die Nächte wärmer werden sollen. Der deutsche Physiker Hasselmann, Nobellpreisträger von 2021, will dies sogar aus Satellitendaten erkannt haben. Der DWD mit seinen nächtlichen Maitemperaturdaten beweist ihm das Gegenteil

Wir halten fest:

Die globalen CO₂-Konzentrationen steigen, der Mai wird nicht wärmer, er kühlt eher ab, vor allem nachts sehr deutlich. Zwischen den Temperaturverläufen des Monats Mai und dem CO₂-Anstieg besteht keinerlei erkennbarer Zusammenhang, also keinerlei Korrelationen. Und damit ist die Treibhauserwärmungslehre falsch, sie ist eine Irrlehre.

Die Verfasser leugnen jedoch nicht die physikalischen Eigenschaften des Moleküls CO₂, übrigens ein lineares Molekül und nicht gewinkelt, das im IR-Bereich absorbiert und sofort wieder emittiert. Aber die von einigen Physikern daraus abgeleitete Erwärmung der Atmosphäre konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Es gibt lediglich theoretische Berechnungen mit fiktiven Computerspielmodellen, aber genauso viele theoretischen Gegenrechnungen von namhaften Physikern. Es gibt auch keinerlei für uns positive technische Erfindungen, die auf einem CO₂-Erwärmungseffekt beruhen würden. Somit hat die vom IPCC behauptete hohe Klimasensitivität von 2 bis 5 Grad keinen Versuchsbeweis. Und CO₂ gar als Temperaturregelknopf, eine Vorstellung, welche von der linksgrünen politischen Glaubenssekte verbreitet und nun sogar Eingang ins Grundgesetz gefunden hat, existiert schon gar nicht. Man muss die Wahrheit so deutlich aussprechen. Eine Falschlehre hat Eingang ins Grundgesetz gefunden. Damit ist den nur auf Klima-Klagen ausgerichteten NGOs wie die Deutsche Umwelthilfe, Tür und Tor geöffnet, um sinnvolle Natur- und Umweltpolitik zu verhindern, um das Geschäftsmodell der Klimapanik am Laufen zu halten

Der Monat Mai zeigt: Die Erwärmungslehre mit CO₂ als Haupttemperaturtreiber ist eine bewusste Irrlehre.

Deren einziger Sinn ist, unter der Bevölkerung eine Klimaangst zu erzeugen, ähnlich der Sündenangst im Mittelalter. Leider ist diese Angstmache bei Kindern und Jugendlichen schon vielfach gelungen. Die angeblichen CO₂ Klimawandel-Beweise anhand Katastrophenmeldungen wie Hochwasser, Taifune sind eine Folge diverser Ursachen, meist ein Behördenversagen, oftmals jedoch einfach nach bekannter Medienart vollkommen übertrieben. Bei der CO₂-Treibhaustheorie handelt sich um einen wissenschaftlichen Irrtum. Allerdings ein gewollter Irrtum. Es ist ein Geschäftsmodell auf falschen naturwissenschaftlichen Denk- und Rechengrundlagen aufgebaut. Die daraus abgeleitete Klimapanik, siehe Terrororganisation „letzte Generation“ ist gewollt und will unser Geld. Die bezahlten NGOs sind die Infanterie dieses Geschäftsmodelles. Das uns geraubte Geld soll unser Gewissen beruhigen, das man uns zuvor erzeugt hat. Ein Loskauf von einer erfundenen CO₂-Schuld. Das CO₂-Geschäftsmodell ist dem Sündenablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter nachempfunden. Nur raffinierter. Panische Gewissensangst erzeugen, von der man sich freikaufen kann. Die CO₂-Steuer macht uns arm, ein nimmer versiegende Geldeinnahme der Interessengruppen, hilft jedoch überhaupt keinem Klima. Das beschreibt auch Prof. Ganteför in diesem Video. Man braucht die Panik für das Geld, das man uns weiter rauben will.

Mai- Klima in der Zukunft: Wie der Wonnemonat Mai sich weiterentwickelt wissen wir nicht. Auch wenn der Hohepeißenberg seit fast 250 Jahren keine Maierwärmung zeigt, muss das nicht immer so bleiben. Das Klima ändert sich stetig. Es gibt kein über Jahrhunderte konstantes Klima. Wir hoffen, dass die derzeitige Abnahme der Maitemperaturen, das Kälter- werden bald beendet ist. Eine Folge des kälter werdenden Wonnemonates ist: Mai und April gleichen sich an

Grafik 8: DWD-Maitemperaturverlauf oben (braunorange) und der Aprilverlauf unten, seit 25 Jahren holt der April auf und nähert sich dem Mai. Die Grafik zeigt aber auch: beide Monate haben ein Ende der Erwärmung erreicht.

Wie wird es weitergehen? Natur- und Umweltschutz bleiben weiterhin wichtig: Wir wissen auch nicht, ob die wärmende Landschaftszerstörung durch Bebauung und Trockenlegung und damit die Ausweitung der Wärmeregionen im selben Maße sich fortsetzen wird wie uns der Versiegelungszähler momentan anzeigt. (etwa 40 ha/täglich). Ein Umdenken in der Bevölkerung, vor allem der Landwirte bei der Trockenlegung von Naturflächen, Wiesen, Äcker und Wäldern deutet sich an, was hoffnungsfroh stimmt. Der Niederschlag muss wieder dort gehalten werden, wo er niedergeht. Früher bei weniger Niederschlag gab es sogar zusätzliche Weiherwiesen, Lachenwiesen, Auwiesen, Tümpel und Teiche in den Landschaftssenken.

Naturschutz ist das Gebot der Stunde gegen Hochwasser bei normalem Starkregen und Gewitter, das wollen wir in nächsten Bild zeigen.

Zum Bild: So müssen Bäche wieder aussehen, der Betrachter steht auf einer Brücke, die an der Sohle nur eine mittlere Wassermenge durchlässt. Bei Starkregen und Gewittern staut sich der Bach in den „Feuchtwiesen“ links und rechts des Bachverlaufes zurück. Aber auch die Pflanzen und Bäume nehmen Regenwasser auf und speichern es in ihren Zellen. Foto: Kowatsch

Zum WI-effekt: Die Aufnahme entstand Ende April und man beachte das fehlende Grün der Bäume. Draußen in der freien Fläche, vor allem in feuchter Umgebung mit dem natürlichen Bewuchs der Auwiesen ist es wesentlich kälter als in einer Wärmeinsel. Aber hier stehen keine DWD-Wetterstationen mehr.

Demgegenüber steht das Geschäftsmodell Klimaschutz, das überhaupt nichts mit Natur- und Umweltschutz zu tun hat. Im Gegenteil, die angeblichen Klimaschutzmaßnahmen wie Windräder und Frei-PV-Anlagen mit den zusätzlichen Hochtemperaturfreileitungen erwärmen zusätzlich die Luft und zerstören die Landschaft. Wirkliche Naturschützer bekämpfen deshalb das politisch indoktrinierte Klimaschutz-Geschäftsmodell.

Natur- und Umweltschutz ja, Klimaschutz ist ein Geschäftsmodell, das auf der CO₂-Klimalüge aufgebaut ist.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass CO₂ das Schöpfungsgas schlechthin ist und die momentane Konzentration mit 0,043% eine viel zu geringe Konzentration aufweist. Die doppelte Konzentration wäre für das Leben auf der Erde bestimmt besser. Und wir verlangen noch dazu: der optimale Kohlendioxid-Konzentrationsbereich für die Atmosphäre und für die ökologische Vielfalt auf dieser Erde muss endlich wissenschaftlich erforscht werden.

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 

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Windräder – mit der Energieerzeugung zurück ins Mittelalter (Teil 2)


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Im ersten Teil wurden unter Windräder in Deutschland die Umstände, politischen Voraussetzungen und Folgen von Windradinstallationen behandelt. Unter Zum Windradprinzip wurde die heutige Windradtechnik skizziert. Der Abschnitt Kenngrößen von Windrädern und von Windradstrom behandelte die wichtigsten Daten von Windrädern im Vergleich mit anderen Methoden der Stromerzeugung. Die Sonne macht den Wind beschreibt den Prozess, woher die Windenergie eigentlich kommt. Es geht im zweiten Teil nun weiter mit

Der Effizienzvergleich von Wind mit Wasser, Kohle, Gas und Uran  

Mit der Leistungsdichte als Leistung pro Bodenfläche können nun genauere Vergleiche mit anderen Methoden der Stromerzeugung vorgenommen werden. Bei Erdwärme und Energiemais ist die Bodenfläche unmittelbar bekannt, bei Photovoltaik ist sie grob die Panelenfläche, bei Wind ist es die bereits erwähnte Bodenfläche von Windrädern in Windindustrie-Flächen und bei Kohle sowie Uran ist es die gesamte belegte Fläche eines Kraftwerks inklusive des dazugehörigen Brennstofflagers und diverser Betriebsbauten. Nun im Vergleich die deutschen jahres- und ortsgemittelten Leistungsdichten in Watt pro Quadratmeter Boden:

Erdwärme Deutschland 0,03; Energiemais 0,2; Photovoltaik 10-15; Onshore Wind 3,6; Kohle 7500; Uran größer als 7500.

Man kann aus den 3,6 Watt pro Quadratmeter Bodenfläche für deutsche Windräder 2024 zusammen mit rund 3000 Terawattstunden deutscher Gesamtenergie auch abschätzen, wieviel Platz für Windräder rechnerisch notwendig wären, um bei Sektorenkoppelung die Gesamtenergie Deutschlands ausschließlich aus Wind zu erzeugen. Als Ergebnis wäre weit mehr als die Gesamtfläche Bayerns lückenlos mit Windrädern zu bedecken. Von jedem Ortspunkt Bayerns aus inklusive den Großstädten  wären dann in wenigen 100 Metern Abstand rundherum Windräder zu sehen.

An Stelle der sperrigen Leistungsdichte wird manchmal zwar nicht korrekt aber anschaulicher von zu dünner Energie gesprochen.  Dass deutsche Erdwärme und Energiemais an zu dünner Energie leiden, wenn man sie mit Kohle vergleicht, dürfte angesichts der soeben angegebenen Zahlen verständlich sein. Ebenfalls ist verständlich, dass die in die Haut eindringende Leistung der Sonnenstrahlung auf der Schwimmbadwiese im Vergleich mit der in ein Steak auf dem Kohle-Grill eindringenden Leistung verschwindend klein ist. Es ist daher nicht schwer sich einen zutreffenden Reim über die hoffnungslose Ineffizienz von Photovoltaik verglichen mit Kohleverbrennung zu machen. Die zu dünne Energie von Wind ist besonders anschaulich, weil man sich zwar noch gegen einen Sturm stemmen kann, in ein schweres Wildwasser zu geraten aber meist tödlich endet – wobei die Strömungsgeschwindigkeit von Wildwasser sogar wesentlich kleiner ist als die eines Sturms.

Je dünner die Energie um so größer der Platz- und Materialverbrauch

Die hier bislang vorgenommenen Vergleiche sind nicht nur anschaulich, sondern hinter Ihnen verbirgt sich das historisch-empirische Gesetz einer „immer weiter ansteigenden Leistungsdichte im Lauf der technischen Entwicklung“. Man erkennt dieses Leistungsdichte-Gesetz sofort, wenn man Leistungsdichte als Leistung pro Fläche einmal umgekehrt als Fläche ist gleich Leistung durch Leistungsdichte hinschreibt. Für eine bestimmte gewünschte Leistung wird infolge der Leistungsdichte im Nenner die benötigte Fläche immer größer, je kleiner die Leistungsdichte ist und umgekehrt. Wichtig ist dabei, dass man Fläche in guter Näherung mit Materialverbrauch und Kosten der Methode gleichsetzen kann. Damit lautet das Leistungsdichte-Gesetz: Weil große Leistungsdichten umweltschonend billige Energie liefern und kleine Leistungsdichten umgekehrt teure umweltschädliche Energie, verläuft die technische Entwicklung stets in Richtung größerer Leistungsdichten. Gutmeinende Zeitgenossen halten oft die als „sanft“ bezeichneten Methoden der Stromerzeugung geringer Leistungsdichten für günstiger, weil sie irrtümlich glauben, dass sie umweltschonender seien. Das genaue Gegenteil ist richtig.

Die Geschichte des technischen Fortschritts bezeugt die Gültigkeit des Leistungsdichte-Gesetzes ab der Nutzung von Zugtieren, Wind- und Wassermühlen, über die Dampfmaschine im 19. Jahrhundert, bis hin zur Verwendung von fossilen Brennstoffen und Uran zur Erzeugung von Wärme und Strom. Dass man in die umgekehrte Richtung gegangen wäre, kam noch nie vor, ausgenommen als gewollte Verletzung des Leistungsdichte-Gesetzes in postmoderner Zeit mit der Nutzung von Windrädern und Photovoltaik in großem Maßstab. Diese Methoden der Stromerzeugung sind im Vergleich mit allen Methoden höherer Leistungsdichten ein Rückschritt ins energetische Mittelalter. So etwas wird wie auch das Ignorieren von physikalischen Gesetzen gnadenlos bestraft, hier mit höchsten Stromkosten, Natur- sowie Landschaftszerstörungen und Blackout-Gefahr. In Windrädern und Solarzellen ist zwar modernste Technik eingebaut, das ändert aber nichts. Auch eine Pferdekutsche mit eingebautem GPS wird dadurch nicht zu einem modernen Motorfahrzeug.

Der Erntefaktor als Maßstab von Effizienz von Windrädern

Ein völlig anderer Vergleichsmaßstab ist der sogenannte Erntefaktor. Er hat den Vorteil leichtverständlich zu sein, aber den Nachteil großen Aufwands ihn zu ermitteln. Der Erntefaktor ist das Verhältnis aller während der Lebenszeit einer Stromerzeugungsmethode gelieferten Energie zur gesamten aufgewendeten Energie für ihren Betrieb. Die gelieferte Energie ist problemlos zu ermitteln, mit der aufgewendeten Energie ist es dagegen schwieriger. Zu ihr gehören Bau und Betrieb der Anlage, Förderung und Transport von Brennstoffen, bis hin zur Entsorgung, Abbau und Verschrottung nach Betriebsende sowie schließlich auch der Energieaufwand zur Pufferung von fluktuierendem Zufallsstrom. 2012 erschien eine grundlegende Fachstudie von Weißbach und vier Mitautoren, Weißbach, Daniel, et al. „Energy intensities, EROIs (energy returned on invested), and energy payback times of electricity generating power plants,“ Energy 52 (2013): 210-221. Sie ermittelte neben weiteren Methoden für Windräder den Erntefaktor von 4 als drittschlechtesten Wert nur knapp besser als Solar und Biomasse. Die Studie wies zudem nach, dass nur Erntefaktoren größer als 7 volkswirtschaftlich sinnvoll sind. Inzwischen kamen neuere Studien dazu, die Verbesserungen enthielten, weil Windräder größer wurden und biegsame neue Annahmen zu ebenso biegsamen besseren Ergebnissen für Windräder führen können. Im Wesentlichen hat sich aber für deutschen Verhältnisse seit der Studie von 2012 nichts geändert. Die höchsten Strompreise Deutschlands und die immer geringere Netzstabilität sprechen ohnehin bereits für sich.

Erster Fundamentalmangel von Windrädern als Zwischenfazit:

Nun ein Zwischenfazit: Der erste Fundamentalmangel von Windrädern ist die extrem geringe Leistungsdichte von Wind oder anschaulicher seine „zu dünne Energie“. Dieser Mangel ist naturgesetzlich und nicht behebbar. Er allein schließt bereits die Nutzung von Windrädern in dichtbesiedelten Industrienationen mit großem Strombedarf aus. Allenfalls Nischenanwendungen in dünnbesiedelten Ländern können sinnvoll sein wie beispielsweise ein kleines Windrad im australischen Outback als einzige Energiequelle zum Hochpumpen von Grundwasser. Der Physiker Peter Würdig belegte akribisch, wie auf keiner der drei Inseln Utsira, Pellworm und Hierro vollständige Stromautarkie durch Wind und Sonne hergestellt werden konnte – trotz aller noch so teuren Aufwendungen an Batterie-Speichern und Pumpspeicherwerken. Insbesondere auf den kanarischen Inseln mit ihrer üppigen Sonneneinstrahlung und gutem Wind werden Windräder fern der Touristengebiete für Meerwasser-Entsalzungsanlagen genutzt. Ist das aber wirtschaftlich, verglichen mit dem dort viel verwendetem Schweröl zur Stromerzeugung? Natürlich können die Inselbewohner gut rechnen. Der wesentliche Faktor dieser Rechnungen besteht aber in den üppigen Subventionen der EU, der bekanntlich die Erneuerbaren besonders am Herzen liegen. Damit möchte sich dieser Vortrag nähere Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit von Meerwasser-Entsalzung mit kanarischen Windrädern besser ersparen.

Die Wetterabhängigkeit von Windrädern als zweiter Fundamentalmangel

Nun zum zweiten Fundamentalmangel von Energie aus Wind. Strom muss auf Sekundenbruchteile genau dann erzeugt werden, wenn er benötigt wird. Diese Forderung können wetterabhängige Windräder und auch Photovoltaik nicht erfüllen. Bei zu wenig Wind müssen andere Stromquellen einspringen. Bei zu viel Wind können Windräder aus technischen Gründen oft nicht einfach abgeschaltet werden, so dass Strom ans Ausland verkauft oder sogar zu hohen Kosten verschenkt werden muss. Im Gegensatz zum ersten Fundamentalmangel von zu kleinen Leistungsdichten von Wind und Sonne hat der ÖRR erstaunlicherweise den zweiten Fundamentalmangel intellektuell verstanden und thematisiert. Die gelegentlich geäußerte Annahme, dass ein europaweiter Windradverbund für Glättung sorgt, weil irgendwo immer Wind wehen würde, hat eine ausführliche Studie des internationalen Verbandes VGB Powertech widerlegt. Wörtlich lautet das Fazit „Windenergie trägt damit praktisch nicht zur Versorgungssicherheit bei und erfordert 100 % planbare Backup-Systeme nach heutigem Stand der Technik.

Backup-Systeme sind Gaskraftwerke, alte Kohle- oder auch Ölkraftwerke. Der Backup muss im Extremfall einer landesweiten Dunkelflaute fast die gesamte Leistung des ausgefallenen Wind- und Sonnenstroms ersetzen, es sei denn größere Regionen werden im Blackout-Fall bewusst von der Stromversorgung getrennt. Durch das unverzichtbare Backup erhöhen sich die realen Kosten von Strom aus Wind und Sonne dramatisch. Die stetige Steigerung an Wind- und Sonnenstrom ließ im Laufe der Zeit durch das Back-up System ein Szenario von zwei Stromversorgungsystemen anstatt nur einem entstehen. So etwas wäre vor 50 Jahren als irrsinnig bezeichnet worden. Backup-Kraftwerke leiden wegen Teilbetriebs und schneller Lastwechsel an hohem Verschleiß und sind unrentabel. Auf Profit angewiesene Unternehmen wollen sie nicht bauen. Wirtschaftliche Speichersysteme für Strom in Deutschland als Alternative für Backup-Kraftwerke waren und sind nicht in Sicht. Insbesondere Pumpspeicherwerke, die ausreichend hohe Berge, tiefe Täler und viel Platz benötigen, sind im Gegensatz zu Norwegen hierzulande nicht möglich. Und auch Pumpspeicherwerke führen zu schrecklichen Naturzerstörungen wie in den Alpen, z.B. in Tirol zu besichtigen ist.

Hinzu kommt die unabdingbare Frequenzkonstanz unseres Wechselstromnetzes, deren Einhaltung mit den früheren fossilen Kraftwerken und Kernkraftwerken problemlos war. Weil diese Kraftwerke dauerhaft, zuverlässig und wetterunabhängig Strom liefern, werden sie als Grundlastkraftwerke bezeichnet. Sie sind unverzichtbar und werden es auch in Zukunft bleiben. Warum ist das so? Fällt beispielsweise ein großer Umspannungstransformator durch einen Defekt, Blitzschlag oder Terroranschlag aus, muss diese Störung im Sekundenbereich behoben werden. Das erreicht man nur mit Grundlastkraftwerken, wie später noch genauer erklärt wird. Bei extrem langsamen Störungen wie einer langanhaltenden Windflaute begleitet von einer permanenten Wolkenbedeckung ist die Abhilfe dagegen völlig anders. Zu der Bedrohung unserer Netzsicherheit wegen des extrem angestiegenen Wind- und Sonnenstroms und zu ihrer Beseitigung durch sogenannte „Dispatchmaßnahmen“ nun etwas detaillierter:

Wir haben drei Stromnetztypen, Niederspannung 230 Volt, Mittelspannung 10, 20 oder 30 Tausend Volt und schließlich das Hochspannungsnetz mit 220 und 380 Tausend Volt. Störungen können in allen auftreten. Die erste Eingriffsstufe ist die sekundenschnelle Primärregelung. Sie erfolgt von selbst durch die Rotationsenergie der riesigen Dampfturbinenrotoren von Grundlastkraftwerken. Der rotierende Turbinen-Generator-Strang eines Grundlastkraftwerks kann bis über 70 Meter lang sein, sein Gewicht knapp 300 Tonnen erreichen, und er macht exakt 3000 Umdrehungen pro Minute. Sekundenstörungen werden durch Physik einfach weggebügelt. Dies wird als „Momentan-Reserve“ bezeichnet. Zusätzlich wird durch elektronische Regelung die Dampfzufuhr der Turbinen der Störung angepasst, um einen zu schnellen Abfall der Drehzahl zu vermeiden. Zudem wird die Rotationsenergie sofort wiederaufgebaut, so dass Grundlastkraftwerke nie an ihrer Grenze laufen dürfen. Zu diesen Maßnahmen gehört auch die N-1-Sicherheitsregel mit N als der Gesamtzahl aller maßgebenden Netzteile wie Hochspannungs-Leitungen, großen Transformatoren und Kraftwerksblöcken. Das Netz muss so stabil sein, dass es beim Ausfall solch eines wichtigen Netzteils, also bei nur noch N-1 verbleibenden Netzteilen, nicht kollabiert.

Fast gleichzeitig mit der Primärregelung setzt automatisch die Sekundärregelung ein. Dabei aktiviert der Verbundpartner sofort zusätzliche Kraftwerkskapazität. Die Sekundärregelung ersetzt innerhalb weniger Minuten auch die Primärregelung wieder in den alten Stand.

Falls notwendig, ersetzt binnen 15 Minuten die Tertiärregelung die Sekundärregelung. Sie erfolgt von Hand. Es kommen Ersatz-Gas-, -Kohle oder -Ölkraftwerke zum Einsatz, oder Strom aus dem Ausland oder aus weiteren Quellen bis hin zu Notstromaggregaten. Die Tertiärregelung hat vergleichsweise die geringsten technischen Anforderungen, aber die höchsten Kosten, nicht zuletzt wegen der heute 11.000 Spezialisten in den Betreiberzentralen.

Der Link „Netztransparenz.de“ und dort „Regelenergie“ sowie „Aktivierte Regelleistung“ führen zu einem EXCEL-File, der alle bisherigen Redispatch-Maßnahmen auflistet, die das deutsche Stromnetz stabilisierten. Noch vor 30 Jahren gab es jährlich nur eine Handvoll Eingriffe mit vergleichsweise vernachlässigbaren Kosten. Daraus wurden bis 2022 12.600 Redispatch-Maßnahmen jährlich, oder durchschnittlich 35 pro Tag. 2025 waren es schließlich 35.000 Maßnahmen, und ein Ende ist nicht in Sicht. Heute betragen die Kosten dafür etwa 1,8 Milliarden Euro pro Jahr. Hinzu kommen die Kosten für Stabilitätsmaßnahmen durch Ersatzkraftwerke von etwa 3 Milliarden Euro, so dass sich Deutschland allein für seine Stromstabilität 4,8 Milliarden Euro jährlich leisten muss. Vor der Windradzeit gab es diesen Aufwand nicht. Der ÖRR schweigt zu all dem.

Aller Bemühungen von Dispatchmaßnahmen zum Trotz hat ein großes Stromnetz auch noch seine eigenen nicht immer intuitiven Regeln. Zum Beispiel müssen große Windindustrie-Flächen manchmal abgeschaltet werden, obwohl nur ein kleiner Teil des Netzes überlastet ist. Strom in einem Netz läßt sich nicht gezielt „steuern“. Er verteilt sich nach den Gesetzen der Elektrotechnik wie dem Kirchhoffschen Gesetz und den Impedanzen der Stromleitungen. Besonders kontraintuitiv ist das Braess Paradox, das 1968 von dem deutschen Mathematiker Dietrich Braess veröffentlicht wurde und allgemein für alle Versorgungsnetze gilt. Gemäß Braess kann es vorkommen, dass eine zusätzliche Entlastungsleitung die verbleibenden Leitungen sogar noch stärker belastet als zuvor.

Jede neue Photovoltaikanlage und jedes neue Windrad verschärft das Problem der Netzinstabilität. Infolge der politisch gewollten Zerstörung aller Kernkraftwerke und nun auch der Kohlekraftwerke wird das deutsche Stromnetz immer näher zu einem Blackout gedrängt. Zumindest steht fest, dass die angestrebte Vollversorgung mit Strom nur aus Wind und Sonne mit der bisher bekannten Technologie unmöglich ist und zum Blackout führt. Daraus ergibt sich die Frage, wie lange die heutige Gratwanderung nahe dem Blackout-Abgrund noch gut geht. Genauer, wieviel Stromleistungsanteil muss unabdingbar aus Grundlastkraftwerken mit ihren rotierenden Massen kommen? Die vier großen Netzbetreiber beantworteten diese Frage in einer sorgfältigen Studie und kamen auf eine Mindestregelleistung von etwa einem Drittel der jahresgemittelten Gesamtleistung von 60 Giga-Watt deutschen Stroms. Das ist genau der aktuelle Leistungsanteil von den noch vorhandenen Grundlastkraftwerken, der heute zwischen 19-21 Giga-Watt liegt, davon Kohle etwa 13 und die Gas-und-Dampf-Kraftwerke etwa 7 Gigawatt. Deutschland befindet sich daher heute (Mai 2026) am Blackout-Rand. Trotzdem fördert die aktuelle Politik den weiteren Ausbau von Windkraft und den Abbau von Grundlastkraftwerken.

Windräder könnten hypothetisch zur Netzstabilität einen Beitrag leisten, weil sie im Betrieb über etwas Rotationsenergie ihrer Flügel verfügen. Um dies auszunutzen, wird an Lösungen wie „synthetischer Trägheit“ geforscht. Wenn die Frequenz plötzlich abfällt, reagiert dann die Windanlage innerhalb von Millisekunden wobei der Wechselrichter kurzfristig zusätzliche Leistung aus der Rotationsenergie des Windrotors einspeist. Dadurch würde die Anlage das Verhalten eines klassischen Synchrongenerators imitieren. Ein weiterer Ansatz sind grid-forming inverters, die sich nicht mehr nur am Netz orientieren, sondern auch selbständig eine stabile Netzspannung und Phase erzeugen sollen. Solche Techniken könnten zukünftig vielleicht einen etwas höheren Anteil an Wind- und Solarenergie zulassen, aber niemals die Vollversorgung mit Wind und Sonne. Ob sie wirklich funktionieren und auch wirtschaftlich sind, kann heute noch niemand sagen.

Der dritte Fundamentalmangel  

Der dritte Fundamentalmangel von Windrädern ist die Gesamtheit ihrer kaum noch überschaubaren  Schäden an Landschaften, Natur und Lebewesen. So ist heute selbst der Hessische Märchenwald der Gebrüder Grimm nicht mehr frei von Windrädern, während es umgekehrt in Städten mit historischen Gebäuden verboten ist bei Umbauten das historische Bild auch nur geringfügig anzutasten. Die fatalen ökologischen Auswirkungen der Tötung von Insekten, geschützten Fledermäusen und Vögeln, die in Studien des Bundesamts für Naturschutz belegt sind und den Erhalt ganzer Arten gefährden, sind ein besonders dunkler Punkt. Versuche zur Abhilfe gibt es nur in einem absurden Ungleichgewicht. So beliefen sich die Kosten bei deutschen Tunnelprojekten zur Rettung einer einzigen Fledermaus zum Teil schon auf bis zu 100.000 Euros. Dagegen wird dem Schreddern von Fledermäusen, denen die Wirbel der bis über 300 km/h schnellen Windrad-Flügelspitzen die Lungen platzen lassen, kaum Einhalt geboten. Solche Unverhältnismäßigkeiten berichten die schon erwähnten Youtube-Vorträge von Prof Andreas Schulte mit der Expertise eines Fachmanns.

Windräder im Wald habe ich in dieser Vorlesung schon an anderer Stelle wegen des v-hoch-3-Gesetzes als absolut widersinnig beurteilt. Schulte spricht aber noch weitere Themen an. So die Schäden durch breite Schneisen und tief in den Waldboden geschlagenen Straßen zum Transport der riesigen Windradkomponenten. Schwere Baumaschinen verdichten stark den Waldboden, wodurch die Porenstruktur zerstört wird, und sich der Wasser- und Luftaustausch verschlechtert. In der Forstwissenschaft gilt, dass starke Verdichtung im Extremfall weit über 50 Jahre bestehenbleibt, wenn keine aktive Bodenlockerung erfolgt. Dies betrifft insbesondere Wege, Kranstellflächen und Zufahrtsstraßen für Windräder. Windräder nach ihrer Lebenszeit zu beseitigen bringt ebenfalls noch ungelöste Probleme mit sich. Obwohl es von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche gesetzliche Vorschriften zur Beseitigung der heute um die 4000 Tonnen schweren Stahlbetonsockel gibt, sieht die Realität anders aus. Zu oft sind die Genehmigungsbehörden nachsichtig, zu oft kommen die Windradinvestoren mit kosmetischen Maßnahmen durch, und zu oft bleiben die Sockel einfach im Boden. Einen totalen Abbau gibt es nur selten. Ein weiteres Problem ist das Recycling von Windradflügeln.

Weil die Vorlesung schwerpunktmäßig die Technik und Physik von Windrädern behandelt, soll nur noch auf den für Windrad-Anrainer wichtigen Punkt von Infraschall aus Windrädern eingegangen werden. Infraschall sind Schallfrequenzen unter 20 Hz, die nicht mehr zu hören, aber bei größeren Stärken sogar spürbar sind. Im Gegensatz zur sphärischen Ausbreitung hörbaren Schalls breitet sich Infraschall als Wellenteppich aus, der sich über weite Distanzen kaum abschwächt. Die näherungsweise Intensitätsabnahme von hörbarem Schall mit grob dem Quadrat der Entfernung ist für Infraschall nicht mehr gültig. Der Unterschied ist massiv. Infraschall verliert über 100 km kaum an Energie, während schon nach 10 km bei hörbaren 100 Hz die Schallintensität auf 80 % sinkt und ein hoher Ton von 10 kHz gar nicht mehr hörbar ist. Näheres zu diesem Thema liefert die Fachliteratur, wie die ISO 9613-1 Norm Acoustics.

Zu den gesundheitlichen Schädigungen von Anrainern durch Infra-Schall aus Windturbinen gibt es ausreichend medizinische Fachstudien, die im Wesentlichen Gleiches aussagen: Ein bestimmter Prozentsatz von Windrad Anrainern erleidet Krankheitssymptome durch Infraschall, der größere Rest bleibt dagegen davon verschont. Die genauen Ursachen der Symptome im menschlichen Körper und vor allem die Gründe der Unterschiede von Betroffenen und Nichtbetroffenen sind noch weitgehend unbekannt. Es verhält sich ähnlich wie mit der Seekrankheit bei hohen Wellen, an der auch nicht alle Schiffspassagiere leiden. Eine gründliche finnische Studie 2021 von Anu W. Turunen und Mitautoren über Infraschall-Symptome untersuchte rund 5000 Erwachsene. Dabei erlitten 15 % Windrad-Anrainer innerhalb von 2.5 km Abstand zum nächsten Windrad ernsthafte gesundheitliche Schäden. Aber auch Anrainer mit weit mehr als 2,5 km Abstand zum nächsten Windrad litten unter Windrad-Infraschall.

Wie bereits betont, ist keine Methode der Erzeugung von elektrischem Strom völlig frei von Nachteilen. Es ist aber kaum abzustreiten, dass die hier unter „drittem Fundamentalmangel“ behandelten Schäden durch Windräder mit besonders weitem Abstand den Schadens-Spitzenplatz unter allen Methoden der Stromerzeugung einnehmen.

Fazit  

Die im Vortrag behandelten Fakten über Windräder lassen nur ein einziges Fazit zu: Wetterabhängiger Strom aus Windrädern ist zu kostspielig und zu umweltschädlich für ein großes Industrieland mit wenig nutzbarem Platz wie Deutschland. Stets verfügbarer und billiger Strom ist mit Windrädern unmöglich. Windräder nehmen den Spitzenplatz ein an Unwirtschaftlichkeit und Umweltschädlichkeit aller Methoden der Stromerzeugung. Nur ein kostspieliges Back-up-System fossiler Grundlastkraftwerke ermöglicht überhaupt die Nutzung der Windenergie. Fluktuierender Windradstrom erhöht die Blackout-Gefahr und gefährdet Menschenleben. Windräder zerstören Landschaften und Wälder, sie vernichten die Hauswerte von Anrainern, sie schädigen ihre Gesundheit durch Infraschall, und sie töten Insekten, geschützte Fledermäuse und Vögel in großem Ausmaß. Dagegen verschwindet ihr einziger Pluspunkt etwas CO2 einzusparen. Zu den wichtigsten Maßnahmen der Wiederbelebung und Ertüchtigung der deutschen Industrie, die allein unser aller Wohlstand garantiert, gehören die konsequente Nutzung von Stromerzeugungsmethoden höchster Leistungsdichten und daher die Abschaffung der Energiewende, insbesondere  von Windrädern. Deutschlands Versuch die Welt von der mittelalterlichen Methode der Stromerzeugung aus Wind zu überzeugen ist keine gute Idee.

 

Anmerkungen zum Text der Vorlesung und zum Autor

Dier hier gezeigte Text unterscheidet sich nur geringfügig von der gesprochenen Vorlesung. An einigen Stellen enthält er anklickbare Internetlinks. Einige Sätze, die aus Zeitgründen im gesprochenen Text fehlen, verblieben im Text. Schließlich hat der Text Überschriften zur besseren Orientierung.

Über den Autor dieser Vorlesung informiert ein Internet-Blog (hier), den der Schweizer Umweltschützer Siegfried Hettegger ohne meine Veranlassung oder Vorgaben eigeninitiativ und auf eigene Kosten erstellte und danach bis heute regelmäßig aktualisiert. Hettegger ist Präsident der Initiative „Freie Landschaft Schwyz“ sowie Aktuar von „Freie Landschaft St. Gallen“. In der Schweiz kämpfen Natur- und Landschaftsschützer gegen die Landschaftszerstörungen der Schweiz durch Windräder sowohl auf kantonaler Ebene (hier, hier), als auch auf nationaler Ebene (hier), in der Hettegger als Vertreter für die Kantone Schwyz und St. Gallen ebenfalls eingebunden ist. Ich nehme hier gerne die Gelegenheit wahr, meinem Freund Siegfried Hettegger für seine Umweltschutz-Bemühungen und insbesondere seine Arbeit für unseren gemeinsamen Internet-Blog herzlich zu danken.

Der Beitrag Windräder – mit der Energieerzeugung zurück ins Mittelalter (Teil 2) erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

CERES Albedo

23. Mai 2026 um 14:07

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Andy May

Die Albedo (oder globale Reflektivität der Erde) wird in diesem Beitrag definiert als der Anteil der kurzwelligen Sonnenstrahlung (SW), den die Erde in den Weltraum reflektiert, gemessen an der Obergrenze der Atmosphäre (TOA), geteilt durch die gesamte Sonnenstrahlung, welche die Erde erreicht und ebenfalls an der TOA gemessen wird. Im Zusammenhang mit dem CERES-EBAF-Satellitensystem (Loeb et al., 2009, 2018, 2021) und unter Verwendung der dortigen Variablennamen ist dies toa_sw_all_mon geteilt durch solar_mon, wobei „mon“ für monatlich und „sw“ für kurzwellige Strahlung steht. In diesem Beitrag berechnen wir für die meisten Darstellungen jährliche globale, nach Breitengrad und Fläche gewichtete Mittelwerte aus den Monatswerten, um saisonale Effekte zu vermeiden, die sehr stark sind. Wie in Abbildung 1 zu sehen ist, gibt es einen deutlichen Albedo-Höhepunkt, der ungefähr zwischen 2004 und 2007 liegt, und danach sinkt die Albedo bis 2025, mit einem zweiten kleineren, aber immer noch dramatischen Höhepunkt im Jahr 2020.

Abbildung 1. Oben links: Die flächengewichtete globale mittlere ausgehende kurzwellige Strahlung an der Obergrenze der Atmosphäre (TOA) (W/m²). Oben rechts: Die berechnete Albedo in Prozent. Unten links: Ausgehende langwellige Strahlung der Erde (W/m²). Unten rechts: Kurzwellige Absorption an der Erdoberfläche (W/m²).

Nahezu alle CERES-EBAF-Variablen weisen während des Albedo-Peaks von 2004–2007 eine Anomalie auf, der in die Mitte der berühmten Pause der globalen Erwärmung fällt. Bemerkenswerte Ausnahmen bilden die Variablen zum Strahlungseffekt der Wolken (CRE). Die Albedo-Peak-Anomalie scheint, zumindest laut CERES-EBAF, kein Wolken-, sondern ein Oberflächenphänomen zu sein.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die CERES-EBAF-Variablen an der TOA so angepasst worden waren, dass die Energieungleichheit der Erde (EEI) mit derjenigen übereinstimmt, die aus den Veränderungen des Wärmeinhalts der Ozeane berechnet worden ist. Dies wird in einem anderen Beitrag näher erläutert. Die Messwerte in diesem Beitrag sind also keine rohen Satellitenmessungen, sondern stammen aus einem Modell.

Interessant ist, dass auch die emittierte Langwellenstrahlung an der TOA (unten links, Abbildung 1) während dieses Spitzenwerts anomal ist. Die nach unten gerichtete LW-Strahlung (Langwellenstrahlung) ist in diesem Zeitraum hoch, zeigt jedoch keine deutliche Anomalie, wie man es erwarten würde, wenn die Wolkendecke die Albedo-Anomalie verursachen würde. Alle in den Abbildungen dargestellten Trends sind lineare Trends nach der Methode der kleinsten Quadrate (OLS).

Abbildung 2. Oben links: die gesamte einfallende kurzwellige Sonnenstrahlung nach Monaten in Blau und die monatliche Abweichung in Rot. Oben rechts: nur die monatliche Abweichung der einfallenden kurzwelligen Sonnenstrahlung. Unten links: die im Jahresdurchschnitt gemittelte einfallende kurzwellige Sonnenstrahlung. Unten rechts: der Trend der einfallenden kurzwelligen Sonnenstrahlung von 2001 bis 2025. Beachten Sie, dass die einfallende kurzwellige Sonnenstrahlung auf der Nordhalbkugel abnimmt und auf der Südhalbkugel zunimmt; die Nullkontur verläuft bei etwa 7° N. Die Zahlen und Balken in den Diagrammen kennzeichnen die Sonnenzyklen.

Die in Abbildung 2 dargestellte Zunahme der solaren kurzwelligen Strahlung (SW) auf der südlichen Hemisphäre ist auf die sich ändernde Präzession der Umlaufbahn zurückzuführen, wie in Abbildung 4 dieses Beitrags erläutert. Abbildung 2 soll verdeutlichen, wie gering das Signal des Sonnenzyklus‘ im Vergleich zu saisonalen Effekten ist. Der Zyklus wird ermittelt, indem die monatlichen Mittelwerte der Sonneneinstrahlung für den Zeitraum 2001–2025 berechnet und anschließend von den jeweiligen monatlichen Mittelwerten abgezogen werden. Das Diagramm unten links zeigt die durchschnittliche solare SW am TOA im Kalenderjahr. Die Sonnenzyklen sind in diesem Diagramm kaum erkennbar, aber es zeigt den Trend zu steigender Sonneneinstrahlung von etwa 2004 bis zum Höhepunkt des Sonnenzyklus 25. Es ist offensichtlich, dass es über kurze Zeiträume keine gute Idee ist, Sonnenzyklen mit der Sonneneinstrahlung zu vermischen.

Ein Vergleich der Abbildungen 1 und 2 zeigt, dass die reflektierte kurzwellige Strahlung (SW) eine Funktion der sich ändernden Albedo ist und nicht von Veränderungen der einfallenden Strahlung abhängt. Die an der Oberfläche absorbierte kurzwellige Strahlung (unten rechts in Abbildung 1) folgt jedoch erwartungsgemäß der sich ändernden jährlichen Sonneneinstrahlung (unten links in Abbildung 2). Ich war etwas überrascht, dass die ausgehende LW während des Albedo-Höhepunkts zunahm. In einem meiner früheren Beiträge wird erläutert, dass die Netto-TOA-Strahlung (positiv nach innen, toa_net_all), die gleich der nach innen gerichteten Sonnenstrahlung in (Abbildung 2) minus toa_sw_all minus toa_lw_all (beides aus Abbildung 1) ist, zur Berechnung einer Schätzung der ECS verwendet werden kann. Die Berechnung der ECS (Gleichgewichts-Klimasensitivität gegenüber CO₂) aus Beobachtungen setzt zwangsläufig voraus, dass sich alle anderen Faktoren über den Messzeitraum nicht ändern. Dies trifft über diesen 25-jährigen Messzeitraum eindeutig nicht zu. Daher beeinflussen Albedoänderungen (unabhängig von der jeweiligen Ursache) jede vorgenommene ECS-Schätzung.

Wolken

Die in Abbildung 1 zu beobachtende kurzfristige Veränderung der Albedo könnte auf eine Veränderung der Wolkendecke und der Wolkeneigenschaften zurückzuführen sein. Die wolkenbezogenen CERES-EBAF-Variablen sind in den Abbildungen 3 und 4 zusammengefasst.

Abbildung 3. Oben links: globale mittlere Wolkenfläche. Oben rechts: globaler mittlerer Luftdruck in Höhe der Wolken und Höhe derselben. Unten links: globale mittlere Wolkentemperatur. Unten rechts: Karte der mittleren Wolkenfläche.

Abbildung 3 zeigt die globale Wolkenfläche, den Druck und die Temperatur an der Wolkenobergrenze sowie eine Karte der globalen mittleren Wolkenfläche pro Gitterzelle. Die verbleibende Variable ist die optische Wolkendicke oder Tau (τ), dargestellt in Abbildung 4.

 

Abbildung 4. Wolkendichte (τ) oder optische Tiefe. Die obere Grafik zeigt die jährliche Veränderung von τ, die untere Karte stellt die mittlere Wolkendichte für das Jahr 2025 dar. Mit steigendem τ nehmen die Helligkeit der Wolken und die Menge des reflektierten Sonnenlichts zu, was zu einer stärkeren Abkühlung der Erdoberfläche führt.

Wie die Grafik in Abbildung 4 zeigt, ist der langfristige Trend von τ gleich Null, obwohl es innerhalb der Albedo-Spitzenperiode einen unauffälligen Peak gibt. Seltsamerweise zeigt sich der Albedo-Peak zwar in den meisten CERES-EBAF-Variablen deutlich, ist in den wolkenspezifischen Variablen jedoch zwar hoch, aber unauffällig. Dies fällt mit einer Anomalie der langwelligen Strahlung an der Obergrenze der Atmosphäre zusammen, wie in Abbildung 1 dargestellt, sowie mit einer entsprechenden Anomalie der langwelligen Strahlung an der Oberfläche, die nicht dargestellt ist (Einzelheiten finden Sie in den am Ende dieses Beitrags verlinkten PowerPoint-Folien). Es fällt zudem mit einer Anomalie der kurzwelligen Strahlung an der Oberfläche zusammen.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass das Fehlen einer Wolkenanomalie im Zeitraum der Albedoanomalie nicht zwangsläufig bedeutet, dass keine vorliegt. Die CERES-Wolkenvariablen stützen sich stark auf MODIS und werden nicht ausschließlich im Rahmen der allgemeinen CERES-EBAF-Inversion berechnet. Bei den MODIS-Daten gab es Probleme mit Überlagerungen und Drift, wie in Moeller und Frey 2017 erläutert (siehe deren Abbildung 1). Daher können wir nicht ausschließen, dass die CRE-Variablen während des Albedo-Anomaliezeitraums Daten- oder Verarbeitungsprobleme aufweisen, die sich nicht auf die anderen Variablen auswirken.

Oberfläche

Die verbleibende Gruppe der CERES-EBAF-Variablen sind die Oberflächenvariablen oder „sfc“-Variablen. Ich glaube nicht, dass irgendeine der CERES-EBAF-Oberflächenvariablen gemessen wird; sie sind alle modelliert, insbesondere die Variablen für den aufsteigenden und absteigenden kurzwelligen Strahlungsfluss. Zwei Oberflächenvariablen für den kurzwelligen Strahlungsfluss – der von der Oberfläche bei klarem Himmel und bei allen Himmelsbedingungen reflektierte kurzwellige Strahlungsfluss – sind in Abbildung 5 dargestellt. Im Gegensatz zu den Wolken-Diagrammen tritt die Albedo-Anomalie in diesen Diagrammen deutlich hervor.

 

Abbildung 5. Oben links: die globale mittlere kurzwellige Strahlung (SW) von der Oberfläche nach oben. Oben rechts: die kurzwellige Strahlung (SW) an der Obergrenze der Atmosphäre (TOA) nach außen. Unten links: die kurzwellige Strahlung (SW) von der Oberfläche nach oben bei klarem Himmel. Unten rechts: der Trend der kurzwelligen Strahlung (SW) von der Oberfläche nach oben bei klarem Himmel von 2001 bis 2025. Der größte Teil der Karte liegt sehr nahe bei Null (hellblau), doch in den Polarregionen sind deutliche negative Trendabweichungen zu erkennen.

Im Rahmen von CERES-EBAF tritt die Albedoanomalie eher in oberflächenbezogenen Variablen als in Wolkenvariablen auf. Ob dies eine physikalische Oberflächenveränderung oder ein Artefakt der Datenverarbeitung reflektiert, bleibt unklar. Die Variable sfc_net_sw ist der Netto-SW-Fluss nach unten und sollte die Albedoanomalie als Einbruch reflektieren, was sie auch tut, wie in Abbildung 6 gezeigt.

 

Abbildung 6. Oben: Flächengewichtete Netto-Abstrahlung der Kurzwellen nach unten zur Oberfläche. Der Albedo-Höhepunkt zeigt sich erwartungsgemäß als negative Anomalie. Unten: Der Trend der Netto-Abstrahlung der Kurzwellen nach unten auf Zellebene. Die Trends sind gering, und es zeichnet sich kein kartografisches Muster ab.

Die in Abbildung 6 dargestellte Variable besteht aus zwei Komponenten und ist gleich: sfc_sw_down_all – sfc_sw_up_all. Die Mittelwerte dieser beiden Variablen sind in Abbildung 7 dargestellt.

 

Abbildung 7. Die obere Grafik zeigt die globale durchschnittliche reflektierte kurzwellige Strahlung (SW) an der Oberfläche, die untere Grafik die gesamte einfallende kurzwellige Strahlung (SW) an der Oberfläche. Die Differenz (einfallend – ausgehend) ist in Abbildung 6 dargestellt.

Sowohl die Grafik der einfallenden als auch die der reflektierten kurzwelligen Strahlung (SW) an der Oberfläche zeigen Anomalien in der Phase des Albedo-Höhepunkts, allerdings sind diese zeitlich versetzt, wobei die Anomalie der einfallenden Strahlung früher auftritt. Die Anomalie der einfallenden Strahlung fällt mit einem jährlichen mittleren Sonnenminimum zusammen, und der Trend im Diagramm der einfallenden kurzwelligen Strahlung in Abbildung 7 ähnelt, wenig überraschend, der in Abbildung 2 dargestellten einfallenden Sonnenstrahlung. Das obere Diagramm der reflektierten kurzwelligen Strahlung ähnelt in seiner Größe (~0,3 W/m²) und Form dem in Abbildung 1 gezeigten Albedo-Höhepunkt. Somit stieg die Oberflächen-Albedo gerade dann anomalerweise an, als sich die Erde dem Minimum des Sonnenzyklus‘ 23/24 näherte. Ich kann dies nicht erklären, finde es aber sehr interessant.

Ohne diese Informationen würde man annehmen, dass der Albedo-Peak zwischen 2004 und 2007 auf eine Veränderung der Wolkendecke zurückzuführen sei, doch wir sehen zu dieser Zeit keine Anomalie der Wolkendecke. Die auffälligste Anomalie ist die Anomalie der Oberflächen-Albedo, und sie zeigt sich sowohl in den SW-Daten als auch in den LW-Daten. Der nächste naheliegende Verdächtige ist eine Veränderung des Meereises, aber die NSIDC-Daten zeigen zu dieser Zeit keine Anomalie, wie in Abbildung 8 dargestellt.

 

Abbildung 8. Globale Meereisfläche des National Snow and Ice Data Center (NSIDC) in Millionen Quadratkilometern. Der Zeitraum von 2004 bis 2007 zeigt einen Rückgang des Meereises, was unseren Erwartungen widerspricht.

Tatsächlich zeigt der Albedo-Höchstwert von 2004 bis 2007 eine Verringerung der globalen Meereisfläche, was genau das Gegenteil dessen ist, was wir erwarten. Albedo-Anomalien können durch Schneebedeckung, Vegetationsveränderungen oder regional bedingt entstehen. Abbildung 8 zeigt nur eine von vielen möglichen Oberflächenvariablen, welche die Anomalie verursacht haben könnten.

CERES-EBAF Berechnungs-Anomalien

Die meisten CERES-EBAF-Variablen entsprechen den Beschreibungen in der Dokumentation, es gibt jedoch einige Ausnahmen. Zwei davon sind in Abbildung 9 hervorgehoben.

 

Abbildung 9. Der Dokumentation zufolge sollte der gesamte Wolkeneffekt (sfc_cre_net_tot) gleich sfc_cre_net_lw + sfc_cre_net_sw sein, doch stimmen ihre jährlichen globalen Mittelwerte nicht überein. Ebenso sollte sfc_cre_net_sw gleich sfc_net_sw_all (Himmel) – sfc_net_sw_clr_t (die gesamte wolkenfreie einfallende SW pro Gitterzelle) sein, ist es aber nicht.

Die Differenz zwischen dem angegebenen gesamten Strahlungseffekt der Wolken an der Oberfläche (CRE) und dem Wert, der sich aus der Summe von Netto-LW und SW an der Oberfläche ergibt, ist mit 1,47 W/m² groß. Obwohl die Variable sfc_cre_net_sw Teil der Definition von sfc_cre_net_tot ist, ist die Differenz zwischen net_sw_all (Himmel) – net_sw_clr_t (klarer Himmel für die gesamte Zellenfläche) und sfc_cre_net_sw unterschiedlich und kleiner als die erste Differenz.

Ein weiteres merkwürdiges Problem in der Dokumentation ist die Definition von `toa_cre_sw`. Sie lautet: „Gesamtfluss abzüglich des Flusses bei klarem Himmel (für die gesamte Region)“. Unter Verwendung der CERES-EBAF-Variablennamen entspricht dies also `toa_sw_all` – `toa_sw_clr_t`, doch der Wert in der EBAF-Datei ist das Negative des definierten Werts. Toa_sw_all (ausgehender All-Sky-SW) ist immer größer als toa_sw_clr_t, daher definiert die Definition eine positive Zahl und nicht den negativen Wert sw_cre_sw, den wir im EBAF-Datensatz sehen. Die eingehende SW (solar_mon in Abbildung 2) an der TOA ist der einfallende Sonnenfluss; die Werte, deren Name mit „toa_sw“ beginnt, sollen alle positive ausgehende Strahlung sein. Somit ist toa_sw_all immer größer als toa_sw_clr_t, und toa_cre_sw sollte gemäß der Definition positiv sein, aber wir erhalten eine negative Zahl. Das ist in Ordnung, aber die Dokumentation sollte korrigiert werden.

All diese Probleme wurden dem CERES-EBAF-Team am 18. Mai gemeldet. Ich erhielt eine Bestätigung, dass meine E-Mail eingegangen ist, sowie deren Stellungnahme zu der geringfügigen Abweichung bei sfc_cre_net_sw. Ich habe per E-Mail nach den größeren Problemen gefragt, aber mir wurde mitgeteilt, dass die zuständige Person im Urlaub sei, die meine Fragen beantworten müsste. Sollte ich eine Antwort zu diesen Themen erhalten, werde ich diesen Beitrag aktualisieren und einen separaten Beitrag veröffentlichen, um euch alle über die Stellungnahme des CERES-Teams zu informieren. Ich glaube nicht, dass ich warten muss, da ich all dies bereits auf jede mir derzeit denkbare Weise untersucht habe.

Sie vermuten, dass das kleinere sfc_cre_net_sw-Problem auf rechnerische Unterschiede bei der Berechnung der flächengewichteten globalen Mittelwerte zurückzuführen sein könnte. Vielleicht, aber wie Sie in den ergänzenden Informationen zu diesem Beitrag (Link unten) sehen können, stimmen alle anderen rechnerischen Gegenprüfungen der 41 CERES-EBAF-Variablen bis auf zwei oder mehr Dezimalstellen überein. Man kann sich zu Recht fragen, warum es diese beiden Ausnahmen gibt.

Zur weiteren Überprüfung habe ich ein Programm auf die Daten angewendet, um nach fehlenden Werten in den Gitterzellen zu suchen, da ich annahm, dass die Diskrepanz dadurch entstehen könnte, dass einige Variablen in bestimmten Zellen fehlende Werte aufweisen, andere hingegen nicht. Ich fand nur eine Variable, die fehlende Zellwerte aufwies: sfc_cre_net_tot_mon, also die Variable für den Netto-Gesamt-Strahlungsfluss (nach unten) der CRE an der Oberfläche. Sie wies in den untersuchten 25 Jahren 10 fehlende Werte auf und war die einzige Variable mit fehlenden Werten. Jedes Jahr jedes Gitters umfasst 64.800 Gitterzellen, daher ist einer von 64.800 nichts. Die zehn fehlenden Werte über 25 Jahre reichen nicht aus, um die Differenz von 1,5 W/m² zwischen der Variablen und ihrem rechnerischen Äquivalent zu erklären, aber sie könnten auf ein anderes Problem hindeuten. Die Variablen zum Strahlungseffekt der Wolken stammen aus einem Modell und nicht aus direkten Messungen. Auf jeden Fall habe ich das CERES-Team über das Problem informiert; wir werden sehen, was sie herausfinden. Durch solche Probleme schreitet die Wissenschaft voran.

Diskussion

Der Albedo-Höhepunkt von 2004 bis 2007 ist in den CERES-EBAF-Daten zur Oberflächenstrahlung sehr deutlich zu erkennen. Im untersuchten Zeitraum von 2001 bis 2025 weist er die maximale Albedo und die maximale von der Oberfläche reflektierte kurzwellige Strahlung auf. Dies ist auch der Zeitraum mit der geringsten von der Oberfläche absorbierten kurzwelligen Strahlung, sowohl bei klarem Himmel als auch bei Bewölkung. Dies würde normalerweise auf mehr Schnee und Eis als üblich hindeuten, doch wir beobachten in diesem Zeitraum keine Meereis-Anomalie.

Seltsamerweise ist dies auch der Zeitpunkt, zu dem die von der Oberfläche aufsteigende Langwellenstrahlung bei klarem Himmel und bei bedecktem Himmel am höchsten war. Die nach unten gerichtete kurzwellige Strahlung ist in diesem Zeitraum gering, was jedoch der geringen Sonneneinstrahlung entspricht, da die Sonnenaktivität zu dieser Zeit abnimmt. Der Langwellenfluss zur Oberfläche hin ist hoch, jedoch nicht ungewöhnlich hoch.

Die beobachteten Berechnungsabweichungen scheinen ausschließlich die CRE-Variablen zu betreffen und haben, soweit ich das beurteilen kann, wahrscheinlich keinen Einfluss auf die anderen Variablen. Die Variablen zum Wolkeneffekt (CRE) weisen in diesem Zeitraum keine Anomalie auf, zeigen jedoch danach, etwa zwischen 2008 und 2012, eine solche. Ich verstehe diese Abweichungen nicht; sie könnten real oder auf Berechnungsprobleme zurückzuführen sein, wollte sie aber dokumentieren. Dieser Aufsatz ist nur ein kurzer Überblick über die interessanteren Dinge, die mir beim Durchsehen aller CERES-EBAF-Daten aufgefallen sind.

Wenn Sie an weiteren Details interessiert sind, die ich in meiner Studie aufgedeckt habe, können Sie hier meine PowerPoint-Folien zu den 41 CERES-EBAF-Variablen herunterladen.

Referenzen

Loeb, N. G., Doelling, D., Wang, H., Su, W., Nguyen, C., Corbett, J., & Liang, L. (2018). Clouds and the Earth’s Radiant Energy System (CERES) Energy Balanced and Filled (EBAF) Top-of-Atmosphere (TOA) Edition-4.0 Data Product. Journal of Climate, 31(2). Retrieved from https://journals.ametsoc.org/view/journals/clim/31/2/jcli-d-17-0208.1.xml

Loeb, N. G., Johnson, G. C., Thorsen, T. J., Lyman, J. M., Rose, F. G., & Kato, S. (2021). Satellite and Ocean Data Reveal Marked Increase in Earth’s Heating Rate. Geophysical Research Letters, 48(13). https://doi.org/10.1029/2021GL093047

Loeb, N. G., Wielicki, B. A., Doelling, D. R., Smith, G. L., Keyes, D. F., Kato, S., . . . T. Wong, 2. (2009). Toward Optimal Closure of the Earth’s Top-of-Atmosphere Radiation Budget. J. Climate, 22, 748-766. https://doi.org/10.1175/2008JCLI2637.1

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2026/05/21/ceres-albedo/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: In diesem Beitrag geht es um Strahlung, was nicht genau mein Fachgebiet ist. Falls jemand einen Übersetzungsfehler entdeckt, bitte ich um einen KONSTRUKTIVEN Hinweis darauf.

Der Beitrag CERES Albedo erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Windräder – mit der Energieerzeugung zurück ins Mittelalter (Teil 1)


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Gesendet am 17. Mai 2026 im Kontrafunk „Audimax“

Windräder in Deutschland

Seit undenklichen Zeiten nützen Menschen die Windenergie. So machten große Segelschiffe ab Ende des 15. Jahrhunderts die Entdeckung der neuen Welt möglich. Erst der überlegene Motorantrieb ließ sie verschwinden. Die Nutzung von Windmühlen ist ab dem 7. Jahrhundert in Persien historisch belegt. Im Gegensatz zu großen Segelschiffen erlebten Windmühlen eine Renaissance als riesige Windturbinen zur Stromerzeugung. Die Gründe dafür waren nicht technisch-wirtschaftlich, sondern irrational. Windräder konnten in Deutschland nur eingeführt werden mit künstlich erzeugter Furcht vor Klimaschädigung durch menschgemachtes CO2, mit der Ersetzung neutraler Energiefachleute durch fachfremde Aktivisten, mit hohen Subventionen für Windradinvestoren und schließlich mit Hilfe der Planwirtschaft.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die großen Medien wie FAZ, Süddeutsche, SPIEGEL und weitere halfen dabei kräftig mit. Anstatt kritisch zu berichten, machten sie sich in freiwilliger Selbstgleichschaltung zu Regierungsmedien und propagierten die Energiewende. Großstadt-Journalisten brauchten schließlich kein Riesenwindrad vor ihrer Haustür zu befürchten. Deswegen wird hier im Folgenden mit ÖRR die Gesamtheit aller voreingenommenen Medien bezeichnet. Erwartungsgemäß konnte die Energiewende ihre Versprechen nicht einhalten, und ein tiefer Graben klafft nun zwischen Windrad-Profiteuren, naiven Klimagläubigen, rot-grünen Revolutionären und dem ÖRR auf der einen Seite und neutralen Energiefachleuten, echten Naturschützern und geschädigten Windrad-Anrainern auf der anderen Seite.

In diesem Streit werden unzählige Argumente für und gegen Windräder und die Energiewende vorgebracht. Stellvertretende Beispiele für pro: Die Energiewende und insbesondere Windräder seien unabdingbar für „Klimaschutz“, weil sie CO2 einsparen; die Energiewende würde einen deutschen Haushalt monatlich nur eine Kugel Eis kosten; der Wind stelle keine Rechnung; die deutsche Energiewende würde weltweit Vorbild werden. Und nun Beispiele für kontra: Kein Land der Welt würde die deutsche Energiewende kopieren; Windräder erzeugten weltweit den teuersten Strom; Wetterabhängiger Windradstrom sei für unser Stromnetz ungeeignet; der Materialaufwand von Windrädern stünde in keinem akzeptablen Verhältnis zu ihrer erzeugten Energie; Windräder würden Landschaften entstellen,  viele Insekten, Fledermäuse und Vögel töten, und Anrainer durch Infraschall gesundheitlich schädigen.

Im Gegensatz zu den umstrittenen Windturbinen wurden die Einführung des Motorantriebs für Schiffe und die Nutzung von Kohle-, Gas und Mineralöl generell als Fortschritt begrüßt. Technische Verbesserungen wurden dem Markt überlassen, weil dessen Urteilskraft unerreichbar ist – nur Sozialisten wollen das nicht wahrhaben. Bei auftauchenden Fehlern erzwang der Markt schnelle Abhilfe wie im Ruhrgebiet vor 40 Jahren als Alarm wegen gesundheitsschädlichen Smogs aus Kohlekraftwerken ausgerufen wurde. Man baute unverzüglich moderne Filter in die Schornsteine von Kohlekraftwerken ein und erließ Vorschriften zur industriellen Rauchgasentschwefelung. Danach sank der Ausstoß von Staub und Schadstoffen dramatisch ab und ist heute kein ernsthaftes Thema mehr.

Jede technische Methode hat Vor- und Nachteile. Energiepolitische Entscheidungen, die diese nicht sorgfältig abwägen und nur eine einzige Sicht vertreten, sind auf Dauer nicht erfolgreich. Daher bevorzugt diese Vorlesung zur Bewertung von Windrädern die Vergleiche mit anderen Methoden der Stromerzeugung, wobei die Kriterien „technische Eignung“, „Wirtschaftlichkeit“ und „Umweltschutz“ sind. Vertreten wird dann die Bevorzugung derjenigen Methoden, die bei rationaler Abwägung ihrer Vor- und Nachteile positive Höchstwerte ergeben. So hatte es auch die deutsche Energiepolitik bis noch vor wenigen Jahrzehnten gehalten und deshalb Deutschland zu einem der erfolgreichsten Industrieländer weltweit gemacht.

Über lange Zeit fast unbemerkt änderte sich in den westlichen Ländern die Einstellung zur technisch-naturwissenschaftlichen Vernunft. Ab der Jahrtausendwende wurde der Paradigmenwechsel sichtbar. Ideologien, faktenbefreites Wunschdenken, Moralismus, und platter Unsinn wurden zur Regel. So wurde die Dekarbonisierung Deutschlands zum grundgesetzbewehrten Staatsziel. Sie ist wegen der nur 1,5 % weltweiten CO2-Emissionen Deutschlands zwar physikalisch unwirksam, wird uns bis 2045 aber sehr wirksame Zehntausend Milliarden oder 10 Billionen Euros kosten (hier). Ein entsprechendes Schicksal ereilte auch die deutsche Energieinfrastruktur. Sorgfältige Planung und Praxistests von neuen Verfahren wurden unterlassen, und faktenfreies Wunschdenken leitete eine bis jetzt anhaltende Zerstörungsphase ein. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz setzte 2000 die Energiewende in Gang. Alle deutschen Kernkraftwerke, unsere wertvollsten Grundlastkraftwerke, wurden mit entsprechenden Beschlüssen von 2002, 11 und 13 zu festgelegten Zeiten abgeschaltet und zur Verhinderung späterer Weiternutzung konsequent zerstört. Dabei gingen insgesamt mehr als ein Drittel der deutschen Stromleistung verloren. Wollte man sie in Form von Gas-und-Dampfkraftwerken wieder ersetzen, würde dies realistisch weit mehr als ein Jahrzehnt dauern.

Bei der Abschaffung der Kernkraftwerke wurde die Sicherheitsliste „Todesfälle pro Terawattstunde Strom“ von Methoden der Stromerzeugung ignoriert. Am sichersten sind „Solar, Kernenergie, Wind und Wasserkraft“ mit Kernenergie auf Platz zwei – zu finden in „our world in data“ der Oxford Universität (hier), beim Schweizer Paul Scherrer Institut (hier), der Fachpublikation von The lancet 370.9591 (2007): 979-990 und schließlich in Statista (hier). Die CO2-Freiheit von Kernkraftwerken wurde ebenfalls ignoriert. Mit unzähligen Falschbehauptungen über die Kernenergie spielte der ÖRR eine unwürdige Hauptrolle. Der Höhepunkt der ÖRR-Propaganda war eine assoziative Montage, welche die 18.500 Opfer des japanischen Tsunami von 2011 der Havarie des Kernkraftwerks von Fukushima in die Schuhe schob, obwohl es keinen einzigen Strahlentoten gab.

Im Sommer 2020 begann schließlich der Ausstieg aus der Kohlenutzung mit dem Ziel schrittweise die wirtschaftlichste Methode der Stromerzeugung Deutschlands zu zerstören. Das bereits an Größenwahn grenzende Endziel der Energiewende ist CO2-freier Strom im Wesentlichen nur aus Windrädern und Solarzellen, der über Sektorenkoppelung den gesamten deutschen Energieverbrauch stemmen soll. Dabei kann die Energiewende noch nicht einmal Strom bedarfsgerecht liefern. Ohne Nachbarländer die uns bei Strommangel mit Strom aus Kernkraftwerken versorgen und ihn uns bei Stromschwemme gegen Aufpreis abnehmen, wären in Deutschland längst die Lichter ausgegangen.

Unübersehbare Ergebnisse dieser absurden Entwicklung gibt es bereits: Wie von allen unabhängigen Fachleuten vorhergesagt, funktioniert die Energiewende nicht und ist zu einem bodenlosen Kostenloch von aktuell über 36 Milliarden Euro pro Jahr für das Energiewende-Gesamtsystem geworden. Diese Zahl nannte am 7. April 2026 die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche in einem FAZ-Gastbeitrag. Als Folge von Klimaschutz und Energiewende fiel Deutschland von den weltweit höchsten Plätzen der globalen Wettbewerbsskala erfolgreicher Industrienationen herunter ins Mittelmaß. Der Abstieg, verursacht durch CO2-Bepreisung, Energiewende und einer erstickenden Bürokratie wie jeder Planwirtschaft, geht stetig weiter. An der Chimäre „Klimaschutz durch Dekarbonisierung“ wird dennoch festgehalten.

Stellvertretendes Beispiel von Dysfunktionalität ist die Subventionierung von Windrädern. Sie betrug 2025 16,5 Milliarden Euro als Zuschuss aus dem Bundeshaushalt. 20 Jahre lang erhält jeder Windradinvestor für seinen Strom eine Einspeisevergütung zwischen 6 und 12 Cent/kWh. Verrückt wird es, wenn zuviel Windenergie eingespeist wird und der Strompreis auf Null oder negativ geht. Dann wird dem Windrad-Betreiber trotzdem die Differenz zur Einspeisevergütung aus dem Klima- und Transformationsfond des Bundes erstattet. Geschädigt ist der wehrlose Wohnungsmieter über den CO2-Preis beim Betrieb seiner Öl- oder Gasheizung und der Autofahrer beim tanken. Oft wertlosen, weil überschüssigen Windstrom zu subventionieren ist ein Musterbeispiel für die planwirtschaftliche Umverteilung von Verbrauchern mit knapper Kasse hin zu kapitalstarken Investoren und lässt an die berühmten Schildbürgerstreiche denken. Eine weitaus umfangreichere Zusammenstellung solcher Inkonsequenzen, Schäden und schlichten Irrsinns der Energiewende bietet der empfehlenswerte Youtube-Kanal des emeritierten Professors Dr. Andreas Schulte für Forstwirtschaft und Waldökologie der Uni Münster. Seine Vorträge finden sich im Internet beim googeln von „Cum tempore Andreas Schulte“.

Heute lehnen 85 % der Weltbevölkerung Klimaschutz und vor allem eine Energiewende nach deutschem Vorbild ab. Nur noch 15 % mit Deutschland als Vorreiter setzen auf Deindustrialisierung, genauer auf industriellen Selbstmord. Deutsche Bemühungen die Welt von Windrädern zu überzeugen hatten statt Resonanz nur nachsichtigen Humor. Sogar der ÖRR kann den Niedergang der deutschen Industrie, die hohe Zahl an Firmenpleiten, die massive Verlagerung von Unternehmen ins Ausland und die Arbeitsplatzverluste nicht mehr verschweigen.

Laut einer im Februar 2026 veröffentlichten Allensbach-Umfrage im Auftrag der FAZ ist der Rückhalt für die Energiewende in Deutschland deutlich gesunken. Befürworteten bis 2022 noch etwa die Hälfte der Bürger den schrittweisen Ersatz fossiler Energieträger, ist es Anfang 2026 nur noch rund ein Drittel. Gemäß einer Studie der Bertelsmann Stiftung, ebenfalls 2026, stieg der Anteil von Unternehmen, die „Klimaschutz“ eine immer geringere Priorität beimessen, in einem Jahr von 14 % auf aktuell 60 %.

Eine rationale Energiepolitik, die die erstickende CO2-Bepreisung, die Energiewende und 90 % unnützer Bürokratie unverzüglich beendet, wäre mit einem einfachen Federstrich sofort möglich, die deutsche Politik müsste es nur wollen. Damit wäre sogar die EU einverstanden, weil es sie ohne Deutschland nicht gäbe. Historisch setzt sich irgendwann immer die Vernunft durch. Ein „Zur-Vernunft-zurück“ ist daher nur eine Frage der Zeit. Ob aber dann die angerichteten Schäden in Deutschland noch zu beheben sind, ist keineswegs sicher.

Nach diesen Vorinformationen zur deutschen Energiewende im Allgemeinen und Windrädern im Besonderen geht es in der Vorlesung jetzt zu den physikalischen und technischen Fakten von Windrädern und ihren Auswirkungen auf Stromerzeugung, Wirtschaft und Umwelt. Es wird sich zeigen, dass Windräder an insgesamt drei Fundamentalmängeln leiden, von denen zwei naturgesetzlich und daher unbehebbar sind. Nur der verbleibende dritte Mangel könnte in Zukunft mit noch ungewisser Technologie etwas abgemildert, aber nicht völlig beseitigt werden.

Zum Windradprinzip

Es gibt zwei Typen von Windrädern, den Widerstandsläufer und den Auftriebsläufer. Beim Widerstandsläufer erzeugt meist die Öffnung einer Kugelhalbschale, dem Wind entgegengestellt, eine nutzbare Widerstandskraft. Solche Halbschalen, ausgerichtet und kreisförmig um eine Drehachse montiert, ergeben einen Halbschalenrotor, der Rotationsenergie aus Wind erzeugt. Die älteste bekannte Windenergieanlage in Persien verwendete dieses Prinzip.

Moderne Windräder nutzen dagegen die wirksamere Auftriebskraft eines Flugzeugflügels, dessen charakteristisches Profil mit breiter Abrundung an der Vorderseite, scharfer Rückkante und besonderen Kurven für die Ober- und Unterseite aus Abbildungen bekannt ist. Die Auftriebskraft basiert auf dem um 1902 erstellten Theorem des deutschen Mathematikers Martin W. Kutta und des russischen Physikers Nikolai J. Joukowski zusammen mit dem dritten Newtonschen Gesetz (Actio = Reactio) und ist gleichermaßen für Flugzeugflügel wie für Windradflügel gültig. Speziell beim Windrad kommt noch ein weiteres Gesetz hinzu, auf das später noch eingegangen wird. Das Windrad mit seinen drei Flügeln macht aus Wind Rotationsenergie. Daraus erzeugt der angeschlossene Generator Strom, drei Flügel, weil dies der beste Kompromiss von Windausbeute, Stabilität und Kosten ist.

Nun zum Strom aus Wind: Die 50 Hz Frequenz in unserem Wechselstromnetz muss in engsten Grenzen verbleiben, ansonsten droht Blackout. Weil Wind extrem fluktuiert, sorgt bei jedem Windrad eine aufwendige Elektrotechnik dafür, dass der erzeugte Flatterstrom, wenn schon nicht bedarfsgerecht, so doch zumindest technisch passend ins Netz eingespeist wird. Der vom Windrad-Generator erzeugte Wechselstrom wird dabei zuerst in Gleichstrom umgewandelt und anschließend in einem Zwischenkreis geglättet. Ein Inverter wandelt ihn wieder in Wechselstrom zurück, dessen Frequenz, Phase und Spannung exakt aufs Stromnetz abgestimmt sind. Dazu wird eine Phasenregelung verwendet, die kontinuierlich die Werte des angeschlossenen Netzes misst. Schließlich wird der phasensynchrone 50 Hz Strom hochtransformiert und ins Mittelspannungsnetz eingespeist. Diese Kette macht Windrädern jedoch Netzstabilisierung durch Rückspeisung der Rotationsenergie ihrer sich drehenden Flügel unmöglich. Bei den klassischen Dampfturbinen-Kraftwerken als Grundlastkraftwerken, zu denen auch Kernkraftwerke gehören, erfolgt dagegen die wichtige Netzstabilisierung physikalisch von selbst durch die extrem hohe Rotationsenergie ihrer Dampfturbinen. Mit jedem Windrad und jeder Photozelle mehr und jedem Grundlastkraftwerk weniger verliert daher das Stromnetz an überlebenswichtiger natürlicher Trägheit. Auf diese wichtige Problematik wird später noch einmal eingegangen.

Kenngrößen von Windrädern und von Windradstrom

Bevor es weitergeht zuerst die wichtigsten Daten zur Erzeugung und Verbrauch von Energie, speziell von elektrischer Energie und insbesondere der aus Windrädern: Weltweit kommen in allen Industrieländern wie auch in Deutschland etwa 80 % der verbrauchten Gesamtenergie aus Kohle, Erdöl und Erdgas. Das wird sich langfristig auch nicht ändern. Erst nach vielen Jahrzehnten wird der jetzt noch relativ kleine Urananteil immer größer geworden sein und die fossilen Energieträger zurückdrängen. Weltweit kommen aktuell nur 1 % der Gesamtenergie aus Wind und ebenfalls nur 1 % aus Photovoltaik. 2024 und 2025 in Deutschland war Windstrom mit 4,5 % an der Gesamtenergie nur wenig höher. Dieser kleine Wert könnte irritieren, weil der ÖRR viel größere 30 % nennt. Diese 30 % beziehen sich aber nur auf den elektrischen Strom und nicht auf die Gesamtenergie Deutschlands. Strom hat weltweit, so auch in Deutschland, nur etwa 15 % Anteil an der Gesamtenergie. Die 4,5 % Stromanteil an der Gesamtenergie werden daher zu 30 % Anteil am Strom. Leider überlesen die meisten bei den Zahlenangaben des ÖRR, was sie genau bedeuten, so dass heute fast jeder irrtümlich glaubt, dass etwa 30 % der deutschen Gesamtenergie aus Wind kämen. Vom ÖRR wird es zudem auffällig vermieden die maßgebenden Zahlen von 4,5 % Wind und 2 % Photovoltaik an der Gesamtenergie zu nennen.

Bis jetzt war hier von Energie die Rede. Verwendet man die Energiedichte als Energie pro Gewicht sind in der Vorlesung bevorzugte Vergleiche einfach wie zum Beispiel der eines E-Autos mit einem Diesel-Auto: Eine Ionen-Lithium Batterie hat die Energiedichte von 0,2 Kilowattstunden Energie pro Kilogramm, Dieseltreibstoff hat dagegen den Wert 5,3 unter Berücksichtigung des Carnot-Verlustes des Dieselmotors. Das ist das 26-fache der Batterie bei gleichem Tankgewicht und erklärt die geringe Reichweite von E-Autos. Die 5,3 Energiedichte von Diesel werden später noch einmal benötigt.

Bei strömender Flüssigkeit und Gasen sind Vergleiche etwas umständlicher, weil dort nicht die Energie, sondern die Leistung als Energie pro Zeit in Watt die maßgebende Größe ist. Weil leider oft Energie mit Leistung verwechselt wird, ist erst einmal dieser Irrtum zu beseitigen.

Die Bewegungsenergie eines festen Körpers ist proportional zu seiner Masse und zum Quadrat seiner Geschwindigkeit. Die Leistung von Fluiden in Rohrströmungen ist dagegen proportional zur Fluid-Dichte, zum Rohrquerschnitt und zur dritten Potenz der Strömungsgeschwindigkeit. Das gilt für alle Strömungsmaschinen, von Windrädern über Wasserturbinen bis hin zu Ventilatoren. Zur besseren Wahrnehmung wird die Leistung von Fluiden hier kurz als „v-hoch-3-Gesetz“ bezeichnet. Die von einer Strömungsmaschine gelieferte elektrische Energie ist schließlich das Produkt ihrer Leistung-mal-Zeit. Weil sich die Flügel von Windrädern nicht in einem Rohr sondern in freier Luft drehen, weisen nur Windräder noch die weitere Besonderheit auf, dass sich ihre Leistung aus dem v-hoch-3-Gesetz mindestens um den Faktor 0,59 verringert. Der deutsche Strömungsforscher Albert Betz veröffentlichte 1920 diesen oberen Grenzfaktor, der heute als Betzsches Gesetz bezeichnet wird.

Auch der Verwirrung stiftende Begriff „Nennleistung von Windrädern“ ist zu erläutern, denn Windradhersteller und auch der ÖRR sprechen immer nur von der Nennleistung. Bei Nennleistung würde man vielleicht an eine zeitgemittelte Windradleistung denken. Die Nennleistung ist aber etwas ganz Anderes, nämlich die Höchstleistung des Windrads bei maximaler Windgeschwindigkeit von stürmischen knapp 50 km/h, wobei diese Grenze vom Windrad-Generator gesetzt wird. Bereits ab etwa 30 km/h Windgeschwindigkeit fängt man damit an die Windrad-Leistung zu drosseln. Die Nennleistung kommt im wirklichen Betrieb kaum vor. Neben der Nennleistung ist man vermutlich auch von der einzig wirklich wichtigen Leistung eines Windrads überrascht, ihrer jahresgemittelten Leistung. Windräder liefern bei Flaute nämlich keinen Strom, sondern verbrauchen sogar ein wenig für die Aufrechterhaltung ihrer Hilfssysteme. Die jahresgemittelte Windradleistung Onshore und gemittelt über ganz Deutschland beträgt nur etwa 20 % der Nennleistung, Offshore kann sie bis zu 40 % erreichen.

Das v-hoch-3-Gesetz erklärt, warum die jahresgemittelte Windradleistung so klein ist. Beim halben Wert der Windgeschwindigkeit liefert das Windrad nicht, wie man irrtümlich vermuten könnte, die halbe Leistung, sondern nur ein Achtel oder 12,5 % von ihr, weil die dritte Potenz von 1/2 ein Achtel ist. Das v-hoch-drei-Gesetz belohnt große Windgeschwindigkeiten extrem und bestraft kleine Windgeschwindigkeiten ebenso extrem. Windräder in Schwachwindgebieten wie etwa dem Odenwald sind daher absolut widersinnig.

Bevor es mehr in die Details von Windrädern geht, einige anschauliche Vergleiche: So wird man kaum vermuten, dass bereits das Betanken eines Dieselautos im Vergleich mit der Leistung eines Windrads interessante Erkenntnisse liefert. Ein großes Standard Windrad wie die E 126 mit 7,6 Megawatt Nennleistung liefert Onshore nur 1,5 Megawatt reale gemittelte Leistung als die bereits erwähnten 20 % der Nennleistung. Die E 126 wiegt rund 3500 Tonnen, dazu kommt ihr Stahlbetonsockel etwa gleichen Gewichts. Sieben E 126 liefern 7 x 1,5 = 11 Megawatt bei insgesamt 50.000 Tonnen Aufwand an Stahl, Beton und weiterem Material. Auf der anderen Seite fördert der Zapfhahn einer Tankstelle etwa 0,7 Liter Diesel pro Sekunde oder 2000 Kilogramm pro Stunde. Multipliziert mit der bereits erwähnten Energiedichte des Dieseltreibstoffs von 5,3 Kilowattstunden-pro-Kilogramm (inklusive Carnot-Verlust des Dieselmotors), ergeben sich die gleichen 11 Megawatt Leistung wie von sieben E 126 Windrädern, bloß ohne 50.000 Tonnen Material in Landschaft und Waldböden.

Weitere anschaulichen Vergleiche: Um die 100 km Windräder im Mindestabstand hintereinander liefern die gleiche jahresgemittelte Leistung wie ein einziges großes Kohle- oder Kernkraftwerk, letztere aber wetterunabhängig. Die inzwischen mehr als 30.000 Windräder hierzulande enthalten so viel Stahl wie 20 Millionen PkW. Kraftwerke werden über 60 Jahre alt, Windräder nur 20 Jahre.

Für die nun vorgenommenen genaueren Vergleiche von Windrädern mit anderen Methoden der Stromerzeugung ist die Leistungsdichte als Leistung pro Fläche der passende Schlüssel. In den meisten Fachveröffentlichungen und auch hier wird als Fläche die von der jeweiligen Methode benötigte Bodenfläche genommen. Wie groß ist aber die Bodenfläche eines Windrads? Bei der Antwort ist zu beachten, dass Windräder fast nie alleine sondern immer zu mehreren in sogenannten Windparks aufgestellt werden, um den verfügbaren Platz optimal zu nutzen und die Unterbodenverlegung von Elektrokabeln zu optimieren. Die gegenseitigen Abstände von Windrädern dürfen dabei wegen Leistungsminderung durch gegenseitigen Windkannibalismus nicht zu klein werden. Der Platzbedarf jedes Einzelwindrads als optimaler Kompromiss ist dabei die achtfache Länge des Rotordurchmessers in Hauptwindrichtung mal der fünffachen Länge senkrecht dazu. Dies sind bei der schon erwähnten E 126 mit ihren 127 m Rotordurchmesser rund 600 Tausend Quadratmeter oder 60 Hektar als sogenannte „geschützte“ Bodenfläche des Windrads. Es sei vorab schon einmal der überraschend kleine Wert der Windradleistungsdichte von grob 3,6 Watt pro Quadratmeter Bodenfläche genannt, gültig für 2024, Onshore Deutschland, jahres- und ortsgemittelt. Er wird hier später noch belegt.

Noch eine Anmerkung zum Begriff Windpark: Diese vermutlich von Herstellern und dem ÖRR durchgesetzte Bezeichnung ist angesichts der von Windrädern zerstörten Landschaften und angesichts von Windrad-Anrainern, deren Häuserwerte in den Keller rauschen, nicht akzeptabel. Man sollte die sprachliche Vergewaltigung der Realität, Windräder mit einem Erholungspark zu assoziieren nicht akzeptieren, sondern zutreffend den Begriff Windindustrie-Fläche verwenden.

Weil zur korrekten sachlichen Beurteilung von Windrädern der ungewohnte Begriff Leistungsdichte kaum vermieden werden kann, ist die allgemeine Unkenntnis über Windradfakten nachvollziehbar und leider nur schwer zu beheben. Die letzte Instanz, die diese Beurteilung aber immer liefern wird, ist die Triade von extremen Stromkosten, Landschafts- und Naturzerstörung sowie Blackout-Gefahr. Leider macht es eine erhebliche technische Unkenntnis der Bevölkerung den Windradprofiteuren und dem ÖRR zu leicht, der Bevölkerung nicht vorhandene positive Eigenschaften von Windrädern vorzugaukeln und ihre Schäden herunterzuspielen.

Die Sonne macht den Wind  

Woher kommt eigentlich die Windenergie?  Sie ist umgewandelte Sonnenenergie, oder genauer, eine atmosphärische Wärmekraftmaschine erzeugt den Wind. Sie nutzt die unterschiedliche Aufheizung der Erdoberfläche durch die Sonne. Dabei entstehen zwei Wärmereservoire, die Tropen als warmes Reservoir und die beiden Erd-Pole als das kalte. Die Wärmekraftmaschine wird durch den Wärmetransport zwischen den Tropen und den beiden Erd-Polen angetrieben. Die zugehörigen physikalischen Details liefert die Thermodynamik und insbesondere der Carnot-Prozess.

Es ergeben sich nun drei Fragen: Welcher Anteil der auf die Erdoberfläche ankommenden Sonnenenergie ist Windenergie, welcher Anteil davon kann höchstens von Windrädern genutzt und wieviel davon wiederum kann höchstens zu elektrischer Energie umgewandelt werden? In einigen Fachveröffentlichungen wird dabei die gesamte Erdoberfläche betrachtet, ohne lokale und meteorologische Unterschiede zu berücksichtigen. Aus den Energiewerten, den 8760 Jahresstunden und der Gesamtoberfläche der Erde erhält man dann die jahres- und ortsgemittelten Leistungsdichten in Watt pro Quadratmeter Bodenfläche. Die Fachpublikation von Alex Kleidon, MPI für Biochemie in Jena, „Physical limits of wind energy within the atmosphere and its use as renewable energy: From the theoretical basis to practical implications.“ arXiv preprint arXiv:2010.00982 (2020), wählte diesen Weg und kam zu folgenden Ergebnissen: Die Sonne erzeugt 342 Watt Leistung pro Quadratmeter Boden, davon werden nur 0,006 % dieser 342 Watt zu Wind, und aus Windrädern bleiben schließlich nur noch 0,5 Watt pro Quadratmeter elektrische Leistung übrig. Die zweite Fachveröffentlichung  von Lee Miller und Mitautoren, Miller, Lee M., et al. „Two methods for estimating limits to large-scale wind power generation.“ Proceedings of the National Academy of Sciences 112.36 (2015): 11169-11174. kommt dagegen auf 1,1 Watt elektrische Leistung pro Quadratmeter Boden aus Windrädern, weil dort nur über eine große Region in den USA gemittelt wurde und auch etwas andere Voraussetzungen als die von Kleidon verwendet wurden. Die Ergebnisse beider Publikationen stützen sich auf theoretische Berechnungen, Simulationen mit Atmosphären-Modellen und auf Messungen. Speziell für Deutschland kann man es sich aber sehr einfach machen, weil alle erforderlichen Leistungsdaten aus den bereits vorhandenen Windrädern und ihren Stromlieferungen vom Umweltbundesamt und dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme frei herausgegeben werden. Man erhält dann für Deutschland-Onshore-2024 die schon erwähnte orts- und jahreszeitgemittelte Windrad-Leistungsdichte von grob 3,6 Watt pro Quadratmeter. Grob, weil die Gesamtgröße der deutschen Windenergie-Flächen nicht genau bekannt ist.

 

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Ausgerechnet Industrienationen und EU ignorieren Klimapolitik- Klimawissen – kurz & bündig

21. Mai 2026 um 12:00

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No. 69 – Seit 2015 müssen alle Teilnehmer der Weltklimakonferenzen (COP) alle fünf Jahre ihren Klimaschutzplan vorlegen. Nur Brasilien und kleinere Nationen wie pazifische Inselstaaten gaben sie pünktlich ab. Sogar Deutschland und die EU verpaßten den Termin. Was sagt uns das? Wird die Klimapolitik abgewickelt werden?

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Stefan Rahmstorf im Kreuzfeuer – erst RCP8.5 realistisch, jetzt nicht mehr…

20. Mai 2026 um 09:00

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Wie wir berichteten, verbuchte Stefan Rahmstorf die Kassierung des apokalyptischen RCP8.5-Szenarios durch eine Arbeitsgruppe des Weltklimarates als seinen Erfolg.

Quelle: S Rahmstorf bei X

WELT-Autor Axel Bojanowski und das Internet vergessen aber nichts und erinnerten an dies hier, April 2023:

Quelle: S Rahmstorf und A Bojanowski bei X

Übersetzung: „Bislang entsprechen die Emissionen am ehesten dem RCP8-Szenario“

Analog dazu kommentiert Apollo-News:

Die abgesagte Klima-Apokalypse – jetzt beginnt das Zurückrudern unehrlicher Klimawissenschaftler

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Das bevorstehende US-Energie-Imperium

15. Mai 2026 um 17:00

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Brauchen wir eine Tech-Monarchie zur Lösung der Energiekrise?

von Edgar L. Gärtner

Europa, Afrika und Teile Asiens stehen vor einer schweren Energiekrise, die vermutlich die „Ölkrise“ von 1973, die die meisten Zeitgenossen nur aus Geschichtsbüchern kennen, weit in den Schatten stellen wird. Schon bei oberflächlicher Betrachtung zeigt sich, dass die aktuelle Krise nur zum geringsten Teil physisch erklärbar ist. Diese Aussage wird wohl auf allgemeine Zustimmung stoßen. Es spricht sich herum, dass es auf unserem Planeten Energieträger in Hülle und Fülle gibt. Die durch Computersimulationen herbeigerechnete Knappheit, mit denen der „Club of Rome“ in den 1970er Jahren die Weltöffentlichkeit schockiert hat, treibt heute nur noch wenige Menschen auf die Straße. Stattdessen ist es selbst den Konsumenten der ARD-Tagesschau klar, dass die im Iran regierenden Revolutionsgardisten die Blockade der Meerenge von Hormus nutzen, um eine künstliche Knappheit zu erzeugen. Die von Donald Trump verordnete Gegenblockade betrifft nur die iranische Wirtschaft. Doch das beantwortet nicht die Frage nach dem Ursprung des Konflikts.

Donald Trump als Sündenbock

Nicht wenige machen Donald Trump für die verworrene Lage im Nahen Osten und die Störung lebenswichtiger Lieferketten der Weltwirtschaft verantwortlich. Selbst der „Atlantiker“ Friedrich März stimmt in den Chor derer ein, die Trump unüberlegtes Handeln, ja das Fehlen jeglicher Strategie vorwerfen. Dabei könnten die Statistiken des internationalen Handels mit Rohöl, Gas und petrochemischen Grundstoffen leicht das Gegenteil beweisen. Die Zahlen weisen aus, dass die US-Wirtschaft aus der menschengemachten Energiekrise infolge des „vorsorglichen“ Angriffs der USA und Israels auf das Mullah-Regime im Iran mit seinen Nuklear-Plänen auf der ganzen Linie als Gewinner hervorgeht. Trotz der augenblicklichen relativen Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar zeigt diese Grafik, dass die Hoffnungen der BRICS-Staaten, den Dollar in absehbarer Zeit bei der Abwicklung von Energie-Geschäften vom ersten Platz verdrängen zu können, bis auf Weiteres unbegründet sind.

Nicht zufällig haben Trump und seine Berater ihren Versuch der Neuordnung der globalen Energiewirtschaft im Interesse von US-Milliardären mit der „Enthauptung“ des totalitären Maduro-Regimes in Venezuela und der damit ermöglichten Wiederaufnahme des massiven Imports venezuelischen Schweröls durch Raffinerien an der US-Golfküste begonnen und erst im zweiten Schritt die Blockade von Hormus provoziert. Denn die Verarbeitung dieses Schweröls steht am Beginn wichtiger Wertschöpfungsketten, auf die die Chinesen nun keinen direkten Zugriff mehr haben. Die USA werden damit in Verbindung mit der weltweiten Lieferung von verflüssigtem Fracking-Gas zur globalen Drehscheibe des Energiehandels. EU-Europa ist kaltgestellt.

Endspiel Europa

Die Verschiebung des Kräfteverhältnisses zugunsten der USA und zu Lasten der EU wird noch deutlicher, wenn man die Entwicklung bis zu dem von US-Think Tanks und Soros-Stiftungen eingefädelten Maidan-Aufstand in Kiew 2013/2014 zurückverfolgt. Ulrike Guérot und Hauke Ritz haben in ihrem Buch „Endspiel Europa“ (2022) dargelegt, wie die herrschenden Kreise der USA unter ganz unterschiedlichen Präsidenten das Projekt eines gemeinsamen Hauses Europa, das von Lissabon bis Wladiwostok reicht, systematisch zerschossen haben. Diese meines Wissens ursprünglich von französischen Gaullisten entworfene Vision wurde von Wladimir Putin in seiner berühmt gewordenen, aber inzwischen dennoch weitgehend vergessenen Rede vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001 unausgesprochen geteilt. Doch die damals den „tiefen Staat“ der USA beherrschenden „Neocons“ wählten, inspiriert vom Schachspiel-Narrativ ihres einflussreichen Beraters Zbigniew Brzezinski im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts den Wirtschaftskrieg gegen Rußland mit mit dem Ziel der Weltbeherrschung. Die Sprengung der Nord-Stream-Pipeline durch ukrainische Agenten (vermutlich im US-Auftrag) ist nur der sichtbarste Teil dieses Wirtschaftskrieges. Durch solche und andere Sabotage-Aktionen wurde die zunächst zögernde politische Klasse der EU schließlich gezwungen, sich der US-Strategie unterzuordnen. Diese zielt seit dem Machtantritt von Donald Trump allerdings nicht mehr auf die Beherrschung der ganzen Welt ab, sondern auf die Stärkung der USA in einer multipolaren Welt. Das läßt den Europäern immerhin die Chance, die in Form der EU-Bürokratie gescheiterte europäische Einigung unter anderem Vorzeichen neu zu beginnen. (Dazu später.)

Zurück zur Normalität

Die Widerrufung der Einstufung des Kohlenstoffdioxids als gefährlicher Schadstoff („Endangerment Finding“) durch Donald Trump und die US-Umweltagentur EPA ist, wie wir bei EIKE wissen, keine politikgetriebene Manipulation der Wissenschaft, sondern schlicht die Rückkehr zur Normalität, die jenseits des Atlantiks ein neues „Wirtschaftswunder“ auslöst, das mit der Schaffung Hunderttausender neuer Jobs verbunden ist. Doch die EU-„Elite“ hat beschlossen, diese grundlegende Korrektur unseres Weltbildes zu ignorieren und zu einer absurden Form des Kalten Krieges zurückzukehren: EU-Europa soll militärisch aufgerüstet und angriffsfähig werden, während es am „Green Deal“ und an der unbezahlbaren „Energiewende“, der Hinwendung zu angeblich erneuerbaren Energieformen festhält, d.h. weiterhin funktionierende Kraftwerke sprengt und seine Wirtschaft gemäß dem CO2-Dogma zum Schrumpfen verurteilt. Schon die Tatsache, dass die deutsche Industrie heute doppelt so viel für Strom zahlen muss wie die US-amerikanische oder die chinesische, führt uns unweigerlich in eine Sackgasse. Dennoch wird die Energieverteuerung infolge des Irankrieges zurzeit mit einigem Erfolg als Argument für die Beschleunigung des Ausstiegs aus den „Fossilen“ missbraucht.

Nur so etwas wie die Existenz eines (sozialistischen) „Todestriebs in der Geschichte“ kann wohl erklären, warum die politische Klasse Westeuropas sehenden Auges in diese Falle läuft. Das erscheint umso makabrer, wenn man weiß, dass die der „Energiewende“ und der Wokeness zugrunde liegenden Ideen seit den 1970er Jahren von jenseits des Atlantiks zu uns herübergekommen sind. Zunächst in Deutschland und dann in der ganzen EU wurden diese Ideen zum totalitären Konzept einer radikalen Energiewende weiterverarbeitet und dann unter US-Präsident Barak Obama in etwas abgemilderter Form auch von den USA übernommen. Während Donald Trump und seine Anhänger in den USA den Mut aufbrachten, das erfundene CO2-Dogma aufzugeben, haben sich Deutschland und andere westeuropäische Länder inzwischen so weit im Irrgarten der „Erneuerbaren“ und der Wokeness verrannt, dass es absehbar Jahrzehnte dauern wird, bis hier die Rückkehr zur Normalität vollzogen ist. Einer der Hauptgründe für diese Blockade ist hier sicher der in Beton gegossene bürokratische Korporatismus, der von einem Parteienkartell einer „Brandmauer“ gegen pragmatische Politikansätze verteidigt wird. Das verschafft der US-Wirtschaft ungeahnte Vorteile. Die US-Politik kann nun unverschleiert die imperialistische Karte spielen. Denn dem mithilfe nihilistischer Ideologien an die Wand gefahrenen Europa bleibt gar keine andere Wahl, als den von den USA angebotenen Vasallenstatus zu akzeptieren – oder vor der begonnenen Islamisierung zu kapitulieren.

Doch es gibt in Trumps logischem Kalkül eine große Unbekannte: Die Widerstandsfähigkeit des Mullah-Regimes. Diese scheint selbst nach der gezielten Eliminierung seiner religiösen Führer erheblich größer zu sein als Trumps Berater wohl angenommen haben. Kenner der schiitischen Version des Islam wissen, dass dessen Anhänger den Versuch, ihren Glauben an die Wiederkunft des Mahdi durch Erpressung und physische Gewalt tendenziell über die ganze Erde zu verbreiten, niemals aufgeben werden und dabei bis zum wirtschaftlichen Selbstmord reichende Opfer hinnehmen. Deshalb mussten Donald Trump und sein Außenminister Marco Rubio die Operation „Epic Fury“ (vorläufig?) abblasen und ein Übereinkommen mit den Mullahs anstreben, ohne zuvor ein Entgegenkommen des Irans bei der Behandlung der bisher produzierten Menge hoch angereicherten Urans zu erlangen. Doch das war die wichtigste Bedingung für ein dauerhaftes Abkommen zur Beilegung des Konflikts. Nun soll die chinesische Führung die iranischen Machthaber umstimmen. Der Ausgang des Konflikts mit dem Iran bleibt also offen – eine schlechte Nachricht für die Öl- und Gas-Kunden in Europa, aber auch eine Demütigung für den allzu siegesgewissen US-Präsidenten Trump.

Eine Kultur im Niedergang

Ohnehin zeigen die Zustände in den USA, dass Trumps Mut eher aus der Verzweiflung über die Ausbreitung absurder woker Bewegungen und krimineller Narco-Geschäfte als aus der Gewissheit eigener Stärke der MAGA-Bewegung erwächst. Die Parole „Make America Great Again“ kann man auch als Aufbäumen gegen den längst fortgeschrittenen Prozess des Niedergangs interpretieren, wie das der bekannte französische Historiker Emmanuel Todd tut. Ich kann Todd aber nur in manchen Punkten zustimmen, weil er meines Ermessens die größere Resilienz des politischen und ökonomischen Systems der USA im Vergleich zum korporatistischen Europa vernachlässigt. Ich habe auf dieser Plattform schon kurz nach dem Beginn der zweiten Amtszeit Donald Trumps darauf hingewiesen, dass ich mich an der „Kulturmorphologie“ des deutschen Universalhistorikers Oswald Spengler orientiere, wonach Auf- und Abstieg verschiedener Kulturen vorhersehbar den gleichen Mustern folgen, die sich hinter dem Rücken der politischen und wirtschaftlichen Akteure durchsetzen.

Nach dem belgischen Althistoriker David Engels erleben wir zurzeit in den USA unter Donald Trump und Elon Musk die Ablösung der liberalen Demokratie durch den Cäsarismus, d.h. das konkurrierende Bestreben weniger Multimilliardäre, die Herrschaft über das Ganze zu erlangen. Dieser Zustand ähnelt den Verhältnissen der Spätphase der römischen Republik im letzten Jahrhundert vor Christi Geburt. Setzt sich schließlich einer der konkurrierenden Oligarchen nach dem Muster des römischen Kaisers Augustus als Alleinherrscher durch, dann beginnt das wirkliche Imperium. Ich gehe mit David Engels davon aus, dass Cäsarismus und Imperialismus wie im historischen Römerreich zwar Synonyme des Niedergangs einer Kultur sind, aber dennoch in ihrer Anfangsphase für einige Zeit zu Frieden und Wohlstand in einer Schein-Demokratie mit formalem Pluralismus führen können. Die Regierungszeit des Augustus gilt bis heute einhellig als eine der vergleichsweise glücklichen Perioden der Weltgeschichte – und das nicht nur, weil in dieser Zeit der Friedensbringer Jesus Christus zur Welt kam.

David Engels möchte als zurzeit bekanntester Vertreter der Spenglerschen Kulturmorphologie aber nicht akzeptieren, dass die Europäer damit definitiv zu Randfiguren des historischen Prozesses werden. Deshalb entwickelt er die Idee des „Hesperalismus“, d.h. eines abendländischen Patriotismus, der die christlichen Wurzeln der europäischen Zivilisation in Form der Wahrheitsorientierung von Augustinus und Thomas von Aquin betont.

Die Geburtswehen eines neuen Imperiums

Der Weg zu einem neuen Imperium (in einer multipolaren Welt!) hätte allerdings mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen großen „Schönheitsfehler“: Bevor sich ein neuer Friedensbringer vom Typ des Imperators Augustus oder eine Friedensbringerin vom Typ der Märtyrerin Jeanne d’Arc durchsetzt, kommt es höchstwahrscheinlich zu heftigen Kämpfen zwischen den etablierten politischen Machträgern und aufbegehrenden Populisten, zwischen einer Verantwortungsethik folgenden Politikern und fanatischen Gesinnungstätern, zwischen Friedfertigen und Terroristen, zwischen Männern und Frauen, zwischen christlichen Gemeinden und suizidalen Sekten, zwischen ehrbaren Kaufleuten und Dieben, zwischen nüchtern kalkulierenden Unternehmern und Utopisten, zwischen seriösen Fachleuten und Hochstaplern usw., die zu Unruhen, Aufständen und sogar blutigen Bürgerkriegen mit Politikermorden nach dem Vorbild von Brutus führen können. Um solche Zustände zu verhindern, greifen Regierungen auf beiden Seiten des Atlantiks immer öfters zu KI-gestützten Überwachungstechniken, immer schärferen Zensurmaßnahmen, Wahl-Fälschungen, Politisierung der Justiz und innenpolitischen Polizei-Einsätzen.

So findet die von Peter Thiel, einem wichtigen Sponsor der Wahlkampagnen des US-Präsidenten Donald Trump und seines Vizepräsidenten JD Vance, im Jahre 2003 kurz nach dem Anschlag auf das World Trade Center in New York zusammen mit Alex Karp, Joe Lonsdale, Stephen Cohen, und Nathan Gettings gegründete Firma „Palantir“ mit ihrer eleganten KI-gestützten Überwachungs-Software unter den Namen „Foundry“ (für Firmen) und „Gotham“ (für Militär und Geheimpolizei) seit Kurzem optimale Marktbedingungen vor, nachdem die Firma etwa 20 Jahre lang nur Verluste erwirtschaften konnte. Innerhalb von zwölf Monaten versechsfachte sich dann der Aktienkurs von „Palantir“ plötzlich (siehe Grafik aus der NZZ vom 16. August 2025). Denn es gibt vielleicht grundsätzlich Alternativen zu Palantir, aber heute, wie es scheint, keine Alternative zur ständigen Überwachung der Bevölkerung. Es kommt dann darauf an, wer über die handhabbarste Überwachungstechnik gebieten kann.

Die Vorteile einer „Tech-Monarchie“

Denn eine auf individueller Entscheidungsfreiheit und Verantwortung beruhende Gesellschaft hat nur Bestand, wenn die allermeisten Individuen von sich aus einem transzendenten Logos folgen. Das ist im Westen infolge der „Verdunstung“ des christlichen Glaubens seit der 68er Revolte und der Ausbreitung der Woke-Ideologie nicht mehr garantiert. Ich schließe mich deshalb ausdrücklich nicht jenen an, die in „Palantir“ die „gefährlichste Firma der Welt“ sehen. Wir steuern m.E. auf eine Situation zu, in der wir nur noch die Wahl haben zwischen „Gotham“ und der Scharia-Polizei. Aus der europäischen Geschichte wissen wir, dass Demokratie nicht unbedingt mit Freiheit verbunden ist. Noch heute schneiden monarchisch verfasste Kleinstaaten wie Liechtenstein oder Monaco in Freiheits-Rankings am besten ab. Warum sollte das nicht auch in größeren Staaten möglich sein? Ich bleibe also gegenüber der von Peter Thiel und anderen verfochtenen Idee einer Tech-Monarchie aufgeschlossen und hoffe, dass diese sich beim Versuch der Lösung der anstehenden Energiekrise bewähren wird.

Mithilfe der KI ist es m.E. nicht nur leicht, das CO2-Dogma der deutschen und europäischen Energiepolitik als Irrtum bzw. Schwindel zu entlarven. Es ist mithilfe von KI auch möglich, in der Debatte um den besten Weg zur Lösung der Energiekrise klar zwischen Wahrheit und Wunschdenken zu unterscheiden. Voraussetzung dafür ist die Meinungs- und Redefreiheit. Dafür haben sich Donald Trump und JD Vance bislang gegenüber den immer unverschämteren Zensurmaßnahmen der EU und der meisten ihrer Mitgliedsstaaten stark gemacht. Die entscheidende Frage lautet also: Wird „Gotham“ für den Schutz „unserer Demokratie“ oder für die Durchsetzung der Redefreiheit eingesetzt?

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IPCC-Autoren verabschieden sich von den Katastrophenszenarien – von Fritz Vahrenholt

15. Mai 2026 um 15:00

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Die globale Temperatur ist im April 2026 gegenüber März etwa gleichgeblieben. Sie liegt nun um 0,39 Grad Celsius höher als das langjährige Mittel. Der Abkühlungstrend der letzten beiden Jahre neigt sich dem Ende zu. Der durchschnittliche Temperaturanstieg seit 1979 betrug 0,16 Grad Celsius pro Jahrzehnt. Dieser mäßige Anstieg vertrug sich nie mit den Katastrophenszenarien des Weltklimarats IPCC, der in seinen Horrorszenarien einen Temperaturanstieg von 3-5 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 weissagte.
Das ist seit dem 7. April 2026 der Schnee von gestern. Wissenschaftler des Weltklimarates haben an diesem Tag in einer aufsehenerregenden Veröffentlichung die bisherigen Untergangsszenarien kassiert. In Politik, Medien und Wissenschaft müsste dies als eine große Erleichterung aufgenommen werden und zu einer sofortigen Korrektur der Klimapolitik führen. Doch die Diskussion findet in Deutschland nicht statt. Sondersendung im ARD, Sondersitzung des Deutschen Bundestages, Regierungserklärung der Bundesregierung zu den fehlerhaften Grundlagen des Klimaschutzgesetzes: Alles Fehlanzeige. Der Klimapopanz bleibt aufgebauscht, denn damit konnte man herrlich grüne und linke Politik machen.

IPCC-Autoren verabschieden sich von den Katastrophenszenarien der letzten beiden Weltklimaberichte
Am 7. April 2026 veröffentlichten 44 IPCC-Autoren, die für die Klimaszenarien des Weltklimarates verantwortlich sind, eine bahnbrechende Veröffentlichung. Unter der Federführung von Prof. Detlef van Vuuren erklärten die Wissenschaftler, dass die bislang in den letzten beiden Klimaberichten von 2013/2014 (AR5) sowie von 2021-2023 (AR6) aufgeführten Szenarien, die zu Temperaturerhöhungen bis zu 5 Grad Celsius im Jahre 2100 führen sollten, „unplausibel“ (implausible) sind. In diesen Szenarien (RCP 8.5) wurde angenommen, dass die Emissionen an CO2 sich im Verlaufe dieses Jahrhunderts mehr als verdreifachen würden. Da der Weltklimarat in seinen Modellen das CO2 als den wesentlichen Klimafaktor zugrunde legt, kam man so auf erschreckende Temperaturanstiege. Im Modell RCP 8.5 sollte es nach dem letzten Bericht (AR6) bis zum Jahre 2100 um 4,4 bis 5,7 Grad wärmer werden.
Seit vielen Jahren weisen Wissenschaftler, darunter auch ich (hier, hier und in einem eigenen Kapitel in „Unerwünschte Wahrheiten“, Kap.39, Langen-Müller, 2020) darauf hin, dass in diesem Extremszenario schon 2080 der weltweite Kohlenstoff in Form von Öl, Gas und Kohle erschöpft wäre. Trotzdem hielt man an diesem Szenario fest und beschrieb es sogar als „business as usual“. Der Trick ging weitgehend auf: Das Schreckensszenario beherrschte die Schlagzeilen der Medien („Bis zu 5 Grad Erwärmung …“).  Mit diesem Szenario wurde im politischen Raum gearbeitet und wurden Gesetze zur Einführung der CO2-Steuer, Klimaschutzprogramme und Verbrennerverbote begründet. Selbst das Bundesverfassungsgericht stützt sich auf die IPCC-Berichte, die das Gericht als „zuverlässige Zusammenfassung des aktuellen Kenntnistands zum Klimawandels“ ansieht.  Das Gericht begründet seine Entscheidung in den Randnummern 19 und 22 seines Beschlusses vom 21. März 2021 wie folgt:  „Ohne zusätzliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels gilt derzeit ein globaler Temperaturanstieg um mehr als 3 °C bis zum Jahr 2100 als wahrscheinlich“ und verweist als Quelle auf den IPCC Bericht von 2012/13 – Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger , S17 f.
Dort findet man als Quelle die Grafik, die die Temperaturentwicklung bis 2100 aufgrund des RCP-Szenarios 8.5 beschreibt. (s.u)
Das Bundesverfassungsgericht nimmt also als Basis seiner Entscheidung eine Temperaturprognose, die mittlerweile als unplausibel verworfen worden ist. Und zwar nicht von irgendwem, sondern von den Wissenschaftlern, die für die Szenarien des Weltklimaberichts verantwortlich sind. Hätte das Bundesverfassungsgericht und nachfolgend die Bundesregierung die damals schon vorhandene Kritik an den völlig ungeeigneten Katastrophenszenarien des IPCC zur Kenntnis genommen – wie man es bei einer solch folgenschweren Entscheidung eigentlich voraussetzen sollte-, hätte man einen solch schwerwiegenden Fehler, der Deutschland ins Unglück stürzt, vermeiden können. Die federführende Richterin Britz schrieb lieber in den Beschluss Formulierungen hinein, die auch schon ihr Ehemann, der damalige Vorsitzende der Grünen in Frankfurt, Bastian Bergerhoff nahezu wortgleich auf seiner persönlichen Webseite Monate vor dem Beschluss veröffentlicht hatte.
Was sind die neuen IPCC-Weissagungen?
Der US-Klimawissenschaftler Roger Pielke Jr. hat die Veröffentlichung der 44 Wissenschaftler vom 7. April 2026 untersucht.  Die Veröffentlichung behandelt nur noch sieben Szenarien mit hohen, mittleren und niedrigen CO2-Emissionen.  Das neue hohe Emissionsszenario wird von den Autoren selbst als unwahrscheinlich bezeichnet. Denn danach wird die Emission noch einmal um 30 % ansteigen und im Verlaufe dieses Jahrhunderts auch nicht mehr absinken. Dieses neue Hoch-Szenario ist schon deswegen absurd, weil es eine Bevölkerungsexplosion von heute 8,2 Milliarden auf 14,5 Milliarden annimmt. Die heutigen Bevölkerungsprognosen gehen von einer maximalen Bevölkerung von 9 bis 10 Milliarden Menschen in diesem Jahrhundert aus.
Das mittlere Szenario orientiert sich an den aktuellen Prognosen der Internationalen Energieagentur IEA (current policy) und ist wohl die wahrscheinlichste Entwicklung. Sie wird beschrieben als Fortsetzung der heutigen Politik und führt bis 2050 zu ähnlichen hohen Emissionen wie heute und danach zu einem Abflachen der CO2-Emissionen. Nach den Berechnungen der 44 Wissenschaftler wird damit eine Erwärmung bis zum Jahre 2100 von 2,56 Grad Celsius gegenüber dem Jahre 1860 erreicht. Da im Jahre 2025 gegenüber dem Basisjahr 1860 bereits eine Erwärmung von 1,45 Grad Celsius festgestellt wurde, geht das mittlere und wahrscheinlichste Szenario von nur noch einer Erwärmung um 1,1 Grad bis zum Jahre 2100 aus.
Das wäre alles andere als eine Katastrophe. Wenn man wie der IPCC annimmt, dass die Erwärmung im Wesentlichen vom CO2 bestimmt wird, dann kann man auch den Anteil Deutschlands an dieser Erwärmung bis 2100 berechnen. Deutschland hat einen Anteil von 1,46 % an der CO2-Emission der Welt. 1,46 % von 1,1 Grad machen 0,016 Grad bis zum Jahre 2100 aus.
Und für die nicht sicher meßbare Veränderung zerstört grüne und linke Politik den Wohlstand des eigenen Landes?
Die schlimmste Erfahrung der letzten Wochen ist aber, dass die doch so gute Nachricht, daß die Klimakatastrophe abgesagt werden kann, in Deutschland nicht diskutiert wurde. Wenn man das ernsthaft täte, müssten alle Gesetze, Programme, Subventionen, die den angeblich zu erwartenden Klimanotstand bekämpfen sollen, rigoros abgeschafft werden. Das wäre zwar mehr als peinlich für unsere Klimakämpfer in Regierungen und Medien. Aber es wäre der Beginn eines neuen deutschen Wirtschaftswunders.

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Meereswindparks stören die Strömung und Ökologie der Küstengewässer – Klimaschau 259

04. Mai 2026 um 10:00

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Eine aktuelle Studie des Helmholtz-Zentrums Hereon in Geesthacht bei Hamburg untersucht die hydrodynamischen Folgen der Errichtung großer Windparks im Meer, sogenannter Offshore-Windkraftanlagen. Veröffentlicht wurde die Arbeit mit dem Titel „Kumulative hydrodynamische Auswirkungen von Offshore-Windparks auf Strömungen und Oberflächentemperaturen in der Nordsee“ von einem Team um Nils Christiansen im Januar 2026 in Nature Communications Earth & Environment. Motivation für die Studie war der Umstand, daß „ihre kumulativen physikalischen Auswirkungen nach wie vor nur unzureichend quantifiziert sind“, obwohl die Meereswindparks, wie die Autoren klar sagen, „zunehmend die Dynamik der Küstengewässer“ prägen. Im Klartext: Es wird in die westeuropäischen Küstengewässer massenhaft hineingebaut, ohne die Folgen dabei im Blick zu haben.

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Die städtische Wärmeinsel und die städtische Kälteinsel: Einige Beispiele aus den großen Ballungsräumen der USA

30. April 2026 um 10:00

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Roy W. Spencer, Ph. D. from his Global Warming Blog

In den letzten Monaten habe ich unsere neuartige Methode zur Quantifizierung des städtischen Wärmeinseleffekts (UHI) auf die Lufttemperatur angewendet, wobei ich nun den auf Landsat-Daten basierenden Anteil versiegelter Flächen (IS) als Indikator für die Urbanisierung herangezogen habe. Dies ist eine Anpassung unserer veröffentlichten Forschungsarbeit, in der wir die Bevölkerungsdichte (population density; PD) als Proxy für die Urbanisierung verwendeten und zeigten, dass etwa 60 % des Erwärmungstrends in den USA seit Ende des 19. Jahrhunderts in städtischen und vorstädtischen Gebieten auf den Anstieg der Bevölkerungsdichte zurückzuführen sind. In dieser Studie verwendeten wir nicht homogenisierte (Roh-)Temperaturdaten des GHCN; es bleibt unklar, inwieweit die von der NOAA, Berkeley BEST und anderen durchgeführten Homogenisierungsverfahren diesen verfälschenden Erwärmungseffekt beseitigt haben.

Ein wichtiger Aspekt der auf der Bevölkerungsdichte basierenden Forschung war, dass der UHI-Effekt auf die Erwärmungstrends in den USA nach etwa 1960 weitgehend verschwand. Wir haben für diese Studie die Bevölkerungsdichte herangezogen, da es globale Rasterdatensätze zur Bevölkerungsdichte mit einer räumlichen Auflösung von etwa 10 km gibt, die mehrere Jahrhunderte zurückreichen. Es handelte sich also um eine Entscheidung aufgrund der Datenverfügbarkeit.

Der physikalisch direktere Indikator für die Urbanisierung im Zusammenhang mit dem UHI-Effekt ist jedoch der Anteil der Fläche, der von undurchlässigen Oberflächen (hauptsächlich Straßen, Parkplätze, Gebäude usw.) bedeckt ist. Es gibt mittlerweile Landsat-basierte Datensätze zur IS-Bedeckung in den USA mit hoher räumlicher Auflösung (~30 m), allerdings erst seit 1985, als die Qualität der Landsat-Daten für solche Auswertungen ausreichend war. Dieser Beitrag befasst sich mit einigen Ergebnissen, die auf diesen IS-Daten basieren. Hier ist ein Beispiel für IS-Daten für den Großraum New York im Jahr 2024:

Abb. 1: Auf Landsat-Daten basierender Anteil versiegelter Flächen (IS) im Großraum New York City, basierend auf Daten aus dem Jahr 2024. (Quelle: https://www.mrlc.gov/viewer/).

Konkret untersuche ich die nach Gesamtbevölkerung geordneten größten statistischen Metropolregionen (MSAs), um die durchschnittlichen Auswirkungen des städtischen Wärmeinseleffekts (UHI) im Sommer (JJA) auf die täglichen Höchsttemperaturen (Tmax) und Tiefsttemperaturen (Tmin) zu quantifizieren. Ich berechne diese Effekte getrennt für extrem heiße Tage (~97. Perzentil) und nicht extrem heiße Tage, was zu einigen interessanten Ergebnissen führt. Die Analysen basieren auf allen verfügbaren GHCN-Tagesdaten aus den Sommern von 1985 bis 2025 in einem Umkreis von 40 bis 100 km um den ungefähren geomittigen Mittelpunkt der großen Ballungsräume.

Die (für mich) überraschenden Auswirkungen von Höhenlage, nächtlicher Bewässerung sowie Tagesbrisen vom Meer und von Seen

Höhenlage

Was mir an der Analyse großer Datensätze besonders gefällt ist, wenn ich etwas entdecke, das mich überrascht … auch wenn es mich eigentlich nicht hätte überraschen dürfen. Der erste Effekt betraf die Höhe. Wir alle wissen, dass die Temperatur in der Troposphäre mit zunehmender Höhe abnimmt. Aus diesem Grund haben andere UHI-Studien gefordert, dass städtische Messstationen auf Höhen liegen, die sich nicht wesentlich von denen ländlicher Standorte unterscheiden. Als „Goldstandard“ galt ein Höhenunterschied von höchstens 10 m oder 30 m.

Das Problem bei diesem Standard ist, dass er die Anzahl der verfügbaren GHCN-Stationen stark einschränkt, die analysiert werden können. Da sich der UHI-Effekt oft nicht wesentlich von stationsspezifischen Verzerrungen aufgrund anderer Faktoren unterscheidet, benötigt man so viele Stationen wie möglich, um das Rauschen zu unterdrücken und das UHI-Signal herauszufiltern. Ich habe bisher einen eher lockeren Wert von 100 m bis 250 m verwendet, aber mir wurde nach und nach klar, dass dies zu einer Verzerrung der Ergebnisse führte.

Warum eine Verzerrung und nicht einfach nur Rauschen aufgrund von Höhenunterschieden? Als ich die Liste der größten US-Metropolen durchging, stellte ich fest, dass praktisch alle eines gemeinsam haben: Sie liegen im Durchschnitt auf einer niedrigeren Höhe als die umliegenden ländlichen Gebiete. Historisch gesehen macht dies Sinn, da Großstädte ursprünglich in der Nähe großer Gewässer entstanden, um den Transport zu erleichtern: am Meer, an großen Flüssen und an großen Seen, die alle tiefer liegen als ihre Umgebung. Das bedeutet, dass ein Teil dessen, was wir als städtischen Wärmeinseleffekt wahrnehmen, oft auf Höhenunterschiede zurückzuführen ist. Manchmal gibt es kein großes Gewässer (z. B. in Las Vegas), aber aus verschiedenen praktischen Gründen werden Städte selten in den Bergen gebaut; sie liegen stattdessen in den Niederungen.

Daher habe ich in meinen Berechnungen ein Verfahren der multiplen Regression angewendet, um den Einfluss der Höhenlage von dem der versiegelten Bodenfläche zu trennen. Dies ermöglicht es mir, alle verfügbaren Messstationen unabhängig von ihrer Höhenlage zu verwenden, was dazu beiträgt, das Rauschen durch andere, nicht mit dem städtischen Wärmeinseleffekt zusammenhängende Einflüsse auf die gemessenen Lufttemperaturen zu unterdrücken.

Nächtliche Bewässerung

Ich habe außerdem festgestellt, dass die meisten Städte im Westen der USA merkwürdige UHI-Effekte aufweisen, insbesondere an extrem heißen Tagen. Der größte Teil des US-Westens ist durch sommerliche Trockenheit gekennzeichnet, die dort ein beständiges Wettermerkmal darstellt. Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass diese merkwürdigen Ergebnisse in vielen Fällen auf die nächtliche Bewässerung der Vegetation zurückzuführen sind, die an extrem heißen Tagen zunimmt.

Meeres- und Seebrisen

In mehreren Großstädten treten tagsüber starke Meeresbrisen (z. B. in Los Angeles) oder Seebrisen (z. B. in Chicago) auf. Diese wirken der Erwärmung durch den städtischen Wärmeinseleffekt entgegen. Wie wir sehen werden, überwiegt im Fall von Los Angeles die kühlende Meeresbrise fast vollständig gegenüber jeglicher UHI-Erwärmung.

Einige Ergebnisse aus den wichtigsten Ballungsräumen

Meine Vorgehensweise basiert auf allen verfügbaren GHCN-Stationspaaren für jeden Sommertag in den Jahren 1985 bis 2025. Für jedes Stationspaar berechne ich die Temperaturunterschiede (Tmax und Tmin, jeweils separat) sowie die Unterschiede in der durchschnittlichen versiegelten Flächenbedeckung auf einer Fläche von 1×1 km, deren Mittelpunkt jeweils an den Standorten dieser Stationen liegt (ich habe auch Ergebnisse für 2×2, 5×5 und 10×10 km betrachtet). Dies geschieht für alle Stationspaare im Umkreis von 40 km bis 100 km (stadtabhängig) um den ungefähren Schwerpunkt der betrachteten MSA (im Fall von NYC habe ich den Central Park gewählt). Anschließend gruppiere ich alle diese Datenpaare in 7 Klassen der durchschnittlichen IS-Bedeckung von 2 Stationen, was mir ermöglicht, etwaige Nichtlinearitäten in den Beziehungen zwischen UHI und IS zu untersuchen. Für jede Klasse führe ich eine Regression der Temperaturunterschiede gegen die IS-Unterschiede durch, um einen durchschnittlichen dT/dIS-Wert (Regressionssteigung) zu erhalten. Diese 7 Steigungen werden dann über den IS integriert, um Kurven des UHI-Temperatureinflusses im Verhältnis zum IS zu erhalten.

Ein wichtiges Merkmal dieses Verfahrens ist, dass ich eine Station nicht als „ländlich“ oder „städtisch“ kategorisieren muss, wie es in den meisten anderen UHI-Studien der Fall ist. Wie in Abb. 1 (oben) zu sehen ist, gibt es ein Kontinuum der Urbanisierung, quantifiziert durch die IS-Bedeckung von 0 % (Wildnis) bis 100 % (vollständige Bedeckung durch Straßen, Parkplätze, Gebäude usw.).

New York City-Newark-Jersey City MSA

Die Metropolregion New York-Newark-Jersey City ist die bevölkerungsreichste der USA; dort leben 6 % der US-Bevölkerung. Abb. 2 zeigt die daraus resultierenden durchschnittlichen UHI-Effekte in dieser Metropolregion auf die Höchst- und Tiefsttemperaturen sowie für Tage mit extremer Hitze im Vergleich zu Tagen ohne extreme Hitze.

Abb. 2: Berechnete Abhängigkeit der UHI-Lufttemperatur von der versiegelten Flächenbedeckung (1 × 1 km) für die statistische Metropolregion (MSA) New York City–Newark–Jersey City, basierend auf allen GHCN-Messstationenpaaren im Umkreis von 60 km um den Central Park. Aufgeführt sind die aus der Regression abgeleiteten Anpassungen der Temperaturabnahme, die zur Korrektur der Höhenunterschiede zwischen den Messstationen verwendet wurden, sowie die durchschnittlichen Korrelationskoeffizienten für die 7 Klassen und die Regressions-t-Statistiken. Insgesamt wurden 943.907 tägliche Stationspaare für Tage ohne extreme Hitze und 34.469 tägliche Stationspaare für Tage mit extremer Hitze analysiert.

(Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass diese Ergebnisse nicht unbedingt als Vergleich zwischen dem innerstädtischen Bereich von NYC und den umliegenden ländlichen Gebieten interpretiert werden sollten. Es handelt sich um die Durchschnittsergebnisse aller verfügbaren Stationspaare, die innerhalb von 60 km um den Central Park gefunden wurden, also im Allgemeinen nicht um Stationen in der Innenstadt von NYC. Stattdessen liefern sie ein durchschnittliches Bild davon, wie sich die Urbanisierung im Durchschnitt auf die Lufttemperaturen in der gesamten Metropolregion auswirkt.)

Als Erstes fällt in Abb. 2 auf, dass die Erwärmungseffekte durch den städtischen Wärmeinseleffekt (UHI) bei der Tiefsttemperatur (Tmin) deutlich stärker ausfallen als bei der Höchsttemperatur (Tmax), was bereits von vielen anderen Forschern festgestellt worden ist.

Zweitens lässt sich beobachten, dass extrem heiße Tage an den am stärksten urbanisierten Standorten (mit den höchsten IS-Werten) einen etwas stärkeren UHI-Erwärmungseffekt aufweisen. Für Tmax an nicht übermäßig heißen Tagen gibt es jedoch Hinweise auf den „urbanen Kühleffekt“, den andere bereits untersucht und veröffentlicht hatten. Dies ist eine natürliche Folge davon, dass undurchlässige Oberflächen im Vergleich zu natürlichen Boden- (und Vegetations-)Oberflächen Wärme in den Untergrund leiten, was zu einer zeitlichen Verzögerung im täglichen Temperaturverlauf führt.

Los Angeles-Long Beach-Anaheim MSA

Wir müssen nur einen Blick auf die zweitgrößte Metropolregion (Los Angeles) werfen, um zu erkennen, dass Temperaturveränderungen in städtischen Gebieten nicht immer auf die Erwärmung durch die Urbanisierung zurückzuführen sind. Dies wird in Abb. 3 veranschaulicht:

Abb. 3. Wie in Abb. 2, jedoch für alle GHCN-Stationspaare im Umkreis von 40 km um die Innenstadt von Los Angeles.

In diesem Fall sehen wir einen enormen Abkühlungseffekt bei der Tageshöchsttemperatur (Tmax) in städtischen Gebieten, was meiner Einschätzung nach auf den anhaltenden Seewind im LA-Becken während des Sommers zurückzuführen ist. Der Effekt zeigt sich in geringerem Maße auch bei der Tagestiefsttemperatur (Tmin) an extrem heißen Tagen. Ich weiß nicht, ob dies auf stärkere und anhaltendere Seewinde an extrem heißen Tagen zurückzuführen ist, auf eine stärkere nächtliche Bewässerung der Vegetation an diesen Tagen oder auf eine Kombination aus beidem.

An dieser Stelle fragen Sie sich vielleicht: Wie können die heißesten Tage kühler in den Städten sein? Hier muss ich erklären, wie ich „extrem heiße Tage“ definiere. Da es im Umkreis von 40 km um die Innenstadt von Los Angeles so viele GHCN-Messstationen gibt, kommt es vor, dass an manchen Tagen einige Stationen ihre 97-Perzentil-Höchsttemperatur überschreiten, andere hingegen nicht. Wie entscheiden wir also, welche Tage für die gesamte Metropolregion als „extrem heiß“ gelten? Ich berechne für jeden Tag in den Sommern von 1985 bis 2025, wie viele Stationen ihren 97. Perzentil-Schwellenwert überschreiten. Anschließend berechne ich die durchschnittliche Tagestemperatur über diese Stationen hinweg. Für LA ergibt sich, dass mindestens 12 Stationen erforderlich sind, die ihre 97-Perzentil-Temperaturschwelle überschreiten, damit etwa 3 % der Tage als „extrem heiß“ eingestuft werden können, wodurch eine 97-Perzentil-Schwelle für die gesamte MSA-Region entsteht. Dieses Minimum von 12 Stationen wende ich dann auf Tmax (nicht Tmin) an, um zu entscheiden, welche Tage „extrem heiß“ sind.

Ich stelle fest, dass in den meisten Großstädten im Westen der USA an extrem heißen Tagen sowohl tagsüber als auch nachts eine geringere städtische Wärmeinseleffekt-Erwärmung (und wie in LA sogar eine Abkühlung) zu beobachten ist. In vielen Fällen ist dies meiner Meinung nach auf die Bewässerung der Vegetation zurückzuführen; für jede Stadt, die ich überprüft habe, gibt Grok an, dass dort an extrem heißen Tagen in den Nachtstunden mehr Wasser verbraucht wird. Hier sind zum Beispiel die Ergebnisse für Portland-Vancouver-Hillsboro, die 24. bevölkerungsreichste Metropolregion in den USA; man beachte, wie der relativ starke UHI-Erwärmungseffekt auf Tmax und Tmin an den heißesten Tagen reduziert ist, insbesondere nachts, wenn die meiste Bewässerung stattfindet:

Abb. 4. Wie in Abb. 2, jedoch für alle Messstationspaare im Umkreis von 60 km um die Innenstadt von Portland, Oregon.

Bei der unteren Kurve in Abb. 4 (Nacht-Temperaturen in Portland an extrem heißen Tagen) könnte man sich sogar vorstellen, dass der maximale Kühleffekt durch vermehrte Bewässerung in den Vororten auftritt (IS unter 20–30 %), während er in den am stärksten urbanisierten Gebieten in eine Erwärmung umschlägt (IS über 50 %), vermutlich aufgrund von Unterschieden in der Flächenbedeckung durch bewässerte Vegetation.

Ich habe etwa zwei Dutzend der 50 bevölkerungsreichsten Ballungsräume durchgesehen, deren Ergebnisse ich in eine Arbeit aufnehmen möchte, die wir zur Einreichung bei der Fachzeitschrift Urban Climate vorbereiten. Diese 50 Ballungsräume umfassen über 50 % der US-Bevölkerung.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/24/the-urban-heat-island-and-urban-cool-island-a-few-examples-for-u-s-major-metropolitan-areas/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Die städtische Wärmeinsel und die städtische Kälteinsel: Einige Beispiele aus den großen Ballungsräumen der USA erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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