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Gestern — 05. Juni 2026EIKE

Ford verabschiedet sich noch deutlicher von Elektrofahrzeugen

05. Juni 2026 um 09:00

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WUWT, Von Master Resource

Von Robert Bradley Jr.

„Die Amerikaner haben sich klar geäußert: Sie wollen keine Elektrofahrzeuge aufgezwungen bekommen. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, die EPA-Vorschriften wieder realistischer zu gestalten, die Wahlfreiheit der Verbraucher wiederherzustellen, gut bezahlte Arbeitsplätze in Amerika zu schützen und die globale Wettbewerbsfähigkeit der USA zu stärken, während die Behörde die Tier-4-Standards überarbeitet.“ – EPA-Administrator Lee Zeldin. Zitiert in  E&E News , 15. Mai 2026.

Bereits vor mehr als einem Jahrhundert haben Henry Ford und die Ford Motor Company Elektrofahrzeuge (EVs) im Vergleich zum Verbrennungsmotor (ICE) erwogen, ausprobiert und sind damit gescheitert. Tatsächlich  riet Thomas Edison selbst  Henry Ford im Jahr 1896, auf Verbrennungsmotoren und Benzin/Diesel zu setzen.

125 Jahre später: Ford kündigt einen massiven Rückzug aus dem Elektroauto-Geschäft an, der das Unternehmen  35 Milliarden Dollar  (Tendenz steigend) an Verlusten und Abschreibungen bereits gekostet hat. Natürlich muss Ford sich neu orientieren und die Elektroauto-Option aus PR-Gründen weiterhin im Gespräch halten („Greenwashing“?). Sharon Terlep berichtet in ihrem Artikel „Fords Elektroauto-Guru tritt zurück“ im Wall Street Journal (16. April 2026) (Zitate folgen):

„Doug Field, der vor fünf Jahren von Apple zu Ford Motor abgeworben wurde, um den 120 Jahre alten Automobilhersteller ins digitale und elektrische Zeitalter zu führen, verlässt das Unternehmen im Zuge einer umfassenderen Umstrukturierung. Field leitete ein geheimes Projekt zur Entwicklung einer Reihe erschwinglicher, hochtechnologischer Elektrofahrzeuge und ist der jüngste prominente Silicon-Valley-Absolvent, der einen Detroiter Automobilhersteller verlässt.

„Fields Stellvertreter und ehemaliger Tesla-Mitarbeiter Alan Clarke wird weiterhin die Entwicklung einer neuen Elektrofahrzeugplattform beaufsichtigen, die von einem eigens dafür eingerichteten Team in Kalifornien entwickelt wird. Ford gab bekannt, dass die Fahrzeuge auf dieser Plattform, beginnend mit einem für nächstes Jahr geplanten Elektro-Pickup für 30.000 US-Dollar, mit chinesischen Elektrofahrzeugen konkurrieren werden, die zwar noch nicht in den USA erhältlich sind, aber weltweit Marktanteile erobern.“

„Wie viele Konkurrenten hatte auch Ford Schwierigkeiten, sich zu einem elektrifizierten, softwaregesteuerten Automobilhersteller zu wandeln, um mit Unternehmen wie Tesla und chinesischen Herstellern konkurrieren zu können. Fords anfängliche Elektrofahrzeuge erwiesen sich als chronisch unrentabel. Der Automobilhersteller verbuchte im vergangenen Jahr Abschreibungen in Höhe von 19,5 Milliarden US-Dollar, um wieder auf die profitableren Benzinfahrzeuge umzuschwenken.“

„Der Automobilhersteller hat in den letzten Jahren auch mehrere andere Produkte und Pläne der nächsten Generation gestrichen, darunter einen elektrischen SUV mit drei Sitzreihen.“

„Darüber hinaus hat Ford, während das Unternehmen bestrebt ist, Technologien zu beschleunigen, die als Schlüssel für die Zukunft der Automobilindustrie gelten, darunter Elektrofahrzeuge, Hybridfahrzeuge und Software-Updates, mit Qualitätsproblemen und kostspieligen Rückrufaktionen zu kämpfen. Im Jahr 2025 führte Ford in den USA mehr Rückrufe durch als jeder andere Automobilhersteller; davon waren fast 13 Millionen Fahrzeuge betroffen.“

Fords 35,1 Milliarden Dollar teures Elektroauto-Fiasko

Schwere Dummheit in Dearborn

… Elektrofahrzeuge sind der nächste große Trend und werden es auch immer bleiben.

Ein weiterer Beweis dafür kommt heute ans Licht: Ford Motor Company kündigte an, aufgrund des überstürzten Vorgehens beim Bau von Elektrofahrzeugen eine Abschreibung in Höhe von 19,5 Milliarden US-Dollar vornehmen zu müssen. Wie das Wall Street Journal anmerkte : „Diese Summe zählt zu den höchsten Wertberichtigungen, die je ein Unternehmen vorgenommen hat, und markiert die bisher größte Erkenntnis der US-Autoindustrie, dass sie ihre Ambitionen im Bereich der Elektrofahrzeuge nicht so bald verwirklichen kann.“

https://robertbryce.substack.com/p/fords-351-billion-ev-fiasco

Ein weiterer Blick zurück

Ein Artikel der New York Times:  „Elektroautos waren um die Jahrhundertwende ein großes Thema. Im vorletzten Jahrhundert“  (1. Mai 2026) bemerkte, dass das, was bei Elektrofahrzeugen neu erscheint, eigentlich schon längst nichts Neues mehr ist.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Elektrofahrzeuge die Stars auf amerikanischen Straßen. Dann verschwanden sie. Dann kamen sie zurück. Dann verschwanden sie wieder.

Vielleicht ist an einer Technologie, die von Verbrauchern immer wieder abgelehnt wird, tatsächlich etwas minderwertig. Vielleicht wählt der Markt die Gewinner aus und lässt den Staat mit den Verlierern zurück. Elektrofahrzeuge sind nur ein Beispiel dafür.

https://wattsupwiththat.com/2026/06/02/ford-ditches-evs-again/

 

Der Beitrag Ford verabschiedet sich noch deutlicher von Elektrofahrzeugen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)
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Das THE-Paradigma scheitert bereits an der Ortstemperatur

02. Juni 2026 um 09:00

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von Uli Weber

Anscheinend war in meinem letzten Artikel die Konsequenz aus der Gleichsetzung der Strahlungsflüsse (ΦSonne = ΦErde) durch die Klimakirche bei den Treibhausvertretern nicht so richtig angekommen, deshalb noch einmal mit mehr Details:

Das THE-Paradigma: Der auf der Erde einfallende solare HF-Strahlungsfluss (ΦS) wird mit dem abgestrahlten IR-Strahlungsfluss der Erde (ΦE) gleichgesetzt:

HF-Strahlungsfluss Φ(Sonne) = IR-Strahlungsfluss Φ(Erde)

Die weitere Treibhaus-Rechnung der Klimakirche geht dann so:

PI x RE^2 x So = 4 x PI x RE^2 x SE

mit PI=Kreiszahl, RE=Erdradius, So=Solarkonstante und SE=spez. Abstrahlung der Erde

SE = So / 4 = 1.367 W/m^2 / 4 = 341,75 W/m^2

Nach dieser eigenartigen Gleichsetzung der Strahlungsflüsse eines selbststrahlenden Zentralgestirns und eines einseitig bestrahlten und rotierenden Planeten beträgt die globalisierte spezifische Einstrahlung auf der gesamten Tag&Nacht-Erde also 342 W/m^2. Unter Abzug des Albedoanteils von 30 Prozent ergibt sich dann eine spezifische Abstrahlungsleistung der Erde von 239 W/m^2, und zwar ebenfalls global, also am Polartag, in der Polarnacht – und auch überall sonst. Eine rein mathematische Stefan-Boltzmann-Inversion dieses globalisierten Durchschnittswertes ergibt physikalisch allerdings keinerlei Sinn, weil diese Globalerleuchtung halt nicht zeitgleich erfolgt. Wer sich’s nicht vorstellen kann, sollte einfach mal den unlösbaren Schulz’schen-Fußballversuch (Werner – nicht der World Cup Willi) durchführen und mit einer einzigen Taschenlampe einen ganzen Fußball beleuchten. Und weil das nun mal zeitgleich nicht funktioniert, errechnet man dann für unsere halbseitig bestrahlte Erde rein mathematisch eine unphysikalische „natürliche Globaltemperatur“ von (-18°C) für deren gesamte Oberfläche, also auch wieder für den Polartag, die Polarnacht und auch überall sonst …

Da fragt man sich natürlich, wo denn in dieser physikalisch lückenhaften Betrachtung eigentlich die individuelle örtliche Temperaturgenese vorkommt. Denn ganz offensichtlich hat man bei der beschriebenen Gleichsetzung der Strahlungsflüsse „ganz zufällig“ den Wechsel von Tag und Nacht und damit den ausschließlichen Kontakt von Sonnenlicht und Materie auf der Tagseite unserer Erde „vergessen“:

Fragen wir also mal die KI der GOOGLE-Suchmaschine: „Wie wird in General Circulation Models die Ortstemperatur berechnet?

>>> Übersicht mit KI: In General Circulation Models (GCMs) wird die Ortstemperatur – meist als bodennahe Lufttemperatur in 2 Metern Höhe – durch die Lösung komplexer physikalischer Gleichungen auf einem dreidimensionalen Gitter berechnet, das die Erde überzieht.

Die Berechnung basiert auf fundamentalen Prinzipien:

  • Grundgleichungen: GCMs basieren auf den physikalischen Grundgesetzen der Thermodynamik, der Impulserhaltung, der Massenerhaltung und der Energieerhaltung.
  • Numerische Berechnung: Die Atmosphäre wird in Gitterzellen unterteilt (horizontal und vertikal). Für jede Zelle berechnet das Modell zeitlich fortschreitend die Temperaturänderungen basierend auf ein- und ausgehender Strahlung, Wärmetransport und Feuchtigkeit.
  • Wärmehaushalt: Die Temperatur wird maßgeblich durch die Strahlungsbilanz bestimmt. Hierbei werden die Absorption von Sonnenstrahlung und die Emission langwelliger Wärmestrahlung berechnet.
  • Kopplung der Komponenten: Moderne GCMs (Erdsystemmodelle) berechnen die Temperatur nicht nur in der Atmosphäre, sondern simulieren auch die Wechselwirkungen mit Ozeanen, Landoberflächen, Eisflächen und der Biosphäre, um die Temperaturverteilung präzise zu bestimmen.
  • Prozessparametrisierung: Kleinräumige Prozesse, die nicht direkt im Gitter aufgelöst werden können (z.B. Wolkenbildung, Niederschlag), werden durch physikalische Parametrisierungen angenähert, die ebenfalls in die Energiebilanz und somit in die Temperatur einfließen.

Die berechnete 2m-Temperatur ist dabei einer der wichtigsten Klimaparameter, der unmittelbar auf Änderungen im Strahlungsantrieb (z.B. durch Treibhausgase) reagiert. <<<

Also, die GOOGLE-KI behauptet, die Ortstemperatur würde maßgeblich durch die Strahlungsbilanz bestimmt werden und ändert sich unmittelbar auf Änderungen des Strahlungsantriebs. Vom FAR (1. Sachstandsbericht des IPCC) über SAR und TAR zum AR4 (4. Sachstandsbericht) hatte sich die horizontale Ausdehnung der Gitterzellen von GCMs von etwa 500 Kilometern auf etwa 110 Kilometer verringert:

Abbildung 1: Entwicklung der GCM-Gitterzellen vom 1. bis zum 4. IPCC Sachstandsbericht

Quelle Wikipedia (dortiger Lizenzhinweis: Verändert nach IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group I: The Science of Climate Change, Figure 1.4)

Diese Abbildung verdeutlicht, wie eindrucksvoll sich durch den Anstieg der digitalen Rechenleistung in den knapp zwei Jahrzehnten zwischen 1990 und 2007 die geografische Auflösung der Klimamodelle entwickelt hatte. Hier sei auf den freundlichen Herrn Nyquist verwiesen, dessen Abtasttheorem besagt, dass die Datendichte mindestens doppelt so hoch sein muss wie die Frequenz des höchsten daraus darstellbaren Signals. Also spiegelt die Entwicklung der GCMs zunächst einmal eine deutliche Detaillierung und Verbesserung der räumlichen Auflösung wider. Wenn wir Nyquist jetzt aber einmal umkehren, dann besteht durch eine solche verbesserte Auflösung gleichzeitig die Gefahr, dass dabei typische großräumige jahreszeitliche Klimamuster im hoch aufgelösten kleinräumigen Wettergeschehen untergehen – und die Lebensdauer von Wettervorhersagen ist ja allseits bekannt…

Die Minimierung der GCM-Gitterzellen ist also der falsche Weg für eine Glaskugelcomputerweis­sagung des Klimas für das Jahr 2100. Hier sollte man wohl eher auf die WMO-Definition von Klima zurückgehen und großräumige jahreszeitliche Klimamuster und deren Veränderung betrachten.

Die theoretische Basis für die solare Einstrahlung auf der Erde und damit der grundlegenden Parameter für die Berechnung der Ortstemperatur hatte mit dem gestiegenen Detaillierungsgrad der GCMs nicht mithalten können. In einer wissenschaftlichen Veröffentlichung hatte Wild (2005) die Strahlungsbilanzen von zwanzig allgemeinen Zirkulationsmodellen (GCMs) analysiert. Der Mittelwert dieser 20 GCMs ergibt 162 Watt pro Quadratmeter für den an der Erdoberfläche absorbierten Anteil der kurzwelligen Solarstrahlung und 74 Watt pro Quadratmeter für den in der Atmosphäre absorbierten Anteil. Insgesamt werden somit 236 Watt pro Quadratmeter der kurzwelligen Solarstrahlung zwischen der Obergrenze der Atmosphäre (TOA) und der Erdoberfläche absorbiert. Dieser Mittelwert belegt, dass selbst in allgemeinen Zirkulationsmodellen die Vierteilung der Solarkonstante, wie sie im Rahmen des GHE-Paradigmas definiert wird, in die Berechnung von aktuellen Klimamodellen eingeht. Die GCMs bewegen sich also schon einmal primär im minus18°C-Universum des THE-Paradigmas. Das eigentliche Problem in der computergestützten Hexenküche ist halt nur, wie man aus diesem minus18°C-Universum dann die tatsächlich gemessene Ortstemperatur simulieren kann. Denn am Ende sollte aus der globalisierten terrestrischen Netto-Strahlungsbilanz ja durch eine Mittelung der Ortstemperaturen die allseits bekannten und berüchtigten 390 W/m^2 als durchschnittliche spezifische Abstrahlungsleistung der sogenannten „globalen Durchschnitts­temperatur“ von 15°C entstehen. Schließlich muss also bei der Durchschnittsbildung über alle GCMs am Ende auch irgendwie die um 33 Kelvin höhere sogenannte „globale Durchschnitts­temperatur“ von 15 °C herauskommen. Diese Differenz von etwa 150 W/m^2 muss sich in den Computer­simulationen also zwangsläufig aus Wechselwirkungen und dem Einfluss sogenannter „Klimagase“ ergeben; im Wesentlichen sind das Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und Methan, unterstützt von weniger häufigen weiteren IR-aktiven Moleküle, aber:

Weder Wechselwirkungen noch „Klimagase“ können Energie erzeugen (1. HS der Thermo­dynamik), auch wenn das IPCC solche Angaben für seine Emissionsszenarien veröffentlicht:

Abbildung 2: Die drei verbliebenen RCPs – Quelle: EIKE-Artikel Ding Dong, RCP8.5 ist tot! (verändert)

Die einzelnen RCPs werden durch sogenannte Emissionspfade beschrieben, die bis zum Jahr 2100 in der jeweils angegebenen Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Globaltemperatur vom Ende der kleinen Eiszeit (1850) computersimuliert vermutet werden. Den Strahlungsantrieb für den jeweiligen Emissionspfad hat das IPCC vorgegeben – wie’s experimentell nachgewiesen wurde, steht da leider nicht. Weil aber Energie nun mal nicht erzeugt werden kann (1.HS), muss sie ja schließlich irgendwo hergenommen worden sein, möglicherweise aus unserem CO2-Steueraufkommen bis zum Jahr 2100, das wiederum auf der Unkenntnis des 2. HS der Thermodynamik aufgebaut ist.

Jedenfalls heizt der vermutete Strahlungsantrieb der anthrofossilen Emissionspfade als „Anthropogen Global Warming“ (AGW) dem vermuteten Treibhauseffekt mächtig ein und treibt ihn computersimuliert in selbstverbrennende Höhen. Dieser sogenannte THE ist nun also, zusammen mit seinem schnellwüchsigen kleinen Bruder AGW, über die Berechnungen von Wechselwirkungen und den Einfluss sogenannter „Klimagase“, insbesondere CO2, völlig unsichtbar in allen Klimamodellen enthalten. Denn irgendwo muss die fehlende Differenz von etwa 150 W/m^2 zwischen Theorie und Praxis ja schließlich herkommen.

Die mit einer physikalisch unsinnigen globalen Stefan-Boltzmann-Inversion erzeugte Lücke von etwa 150 W/m^2 zwischen Theorie und Praxis wird also durch ein unbewiesenes Phänomen namens „natürlicher atmosphärischer Treibhauseffekt“ geschlossen, das sich dem experimentellen Nachweis dauerhaft zu entziehen versteht, und mit dem wir deshalb auch nicht heizen können.

Diese computergestützten Zeugen des klimareligiösen Fegefeuers hängen aufgrund der mathematisch bedingten solaren Faktor4-Schwäche voll am Tropf von unbewiesenen CO2-Algorhythmen und können von Jedermann:In sofort verstanden werden, solange er*sie*es* sich bisher erfolgreich von der Physik ferngehalten hatte. Und als Indikator für das Fortschreiten der menschengemachten Klimakatastrophe spielt nun die sogenannte „gemessene globale Durchschnittstemperatur“ als Fieberkurve unserer Erde eine entscheidende Rolle in der apokalyptischen Erzählung der Klimakirche.

Bis zur Missionierung durch die Klimakirche war die global gemessene Durchschnittstemperatur eineinhalb Jahrhunderte lang nämlich lediglich eine neutrale wissenschaftliche Kenngröße für unseren Planeten Erde – und wird bis heute in der Astronomie für die Steckbriefe der Planeten genutzt. Innerhalb des betrachteten Zeitraums, also seit Beginn der Industrialisierung, hat sich unsere Erde eigentlich überhaupt nicht erwärmt:

1850: Professor Dr. Anders Levermann hatte am 28.11.2018 vor dem BT-Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit die sogenannte vorindustrielle Durchschnitts­temperatur mit „15 Grad“ angegeben.

1906: Svante Arrhenius hat in seiner Veröffentlichung „Die vermutliche Ursache der Klimaschwankungen“ die gemessene Globaltemperatur mit 15°C angegeben.

1941: Milutin Milanković gibt in seinem Werk „Kanon der Erdbestrahlung und seine Anwendung auf das Eiszeitproblem“ die globale Durchschnittstemperatur mit 15°C an.

2016: Rahmstorf kritisiert 2018 auf SciLogs die von der NOAA (2016) veröffentlichte Globaltemperatur von 14,93 °C.

2025: GOOGLE-KI gibt die gemessene Globaltemperatur am 02.08.2025 mit 15 °C an.

Aber der Mensch ist ja erfindungsreich, insbesondere wenn es um Religion oder Krieg geht – oder gar um beides, also beispielsweise den religiösen Klimakrieg. Damit es nämlich in Zukunft wärmer werden kann, muss der Basiswert von 1850 lediglich immer kälter werden.

Also schaunmermal: Die sogenannte „gemessene globale Durchschnittstemperatur“ setzt sich aus global mehr oder viel weniger dicht verteilten Einzelmessungen zusammen. Die Google-Suchmaschine wirft dazu den folgenden (wegen Cookies) nicht genutzten Link aus:

Meteoblue (https://content.meteoblue.com › messungen › temperatur)

Laut Angaben der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) gibt es aktuell über 14’000 aktive Wetterstationen, welche täglich aktualisiert werden …“

Die übrigen Angaben im Internet schwanken von derzeit mehr als 2.800 Monatsmitteltemperaturen von weltweiten Wetterstationen bis hin zu aktuellen Wetterdaten von mehr als 29.000 Wetterstationen rund um den Globus.

Exkurs: So, und um jetzt schon mal dem Geschrei über die „verbotene Durchschnittsbildung“ vorzubeugen, stellen wir mal eine Betrachtung an. Aus einem Durchschnittswert kann lediglich eine Charakterisierung der jeweiligen Gesamtheit abgeleitet werden. Und das ist die gemessene globale Durchschnittstemperatur als planetare Kennzahl ja einstmals auch gewesen. Wenn wir beispielsweise den Durchschnitt aller Körpergrößen der gesamten Weltbevölkerung ermittelt hätten, dann können wir für jedes einzelne Individuum zwar die Aussagen „größer“, „kleiner“ oder „gleich“ treffen. Aber dieser Durchschnittswert selbst ermöglicht höchstens eine generelle Aussage über die Körpergröße der Spezies Mensch als „Mittelwert in den Grenzen von X bis Y“. Auf das Klima angewandt könnte man also in einer globalen Kartendarstellung immerhin Temperaturbereiche „größer“, „kleiner“ und „gleich“ oder gar +/- Grad Celsius gegenüber der sogenannten „gemessenen globalen Durchschnitts­temperatur“ kennzeichnen – aber nicht einmal zu einer solchen Darstellung ist die Klimawissenschaft willens oder in der Lage.

Stattdessen wurde aus einer simplen planetaren Kennzahl, der Durchschnittstemperatur des Planeten Erde, ein globales Wir-werden-alle-sterben-Horrorszenario zurechtgezimmert, inklusive einer CO2-Ablaßsteuer für die Nutzung der für uns lebensnotwendigen frei verfügbaren Energie.

Schaunmeralsomal und machen uns eine solche Karte einfach mal selber:

Abbildung 3: Karte der durchschnittlichen Jahrestemperatur 2002 als Differenz zur Globaltemperatur von 15 °C (schwarz) – Bearbeitung Uli Weber – Lizenz: CC BY-SA 3.0

Original: Annual Average Temperature Map by Robert A. Rohde for Global Warming Art

Quelle: Wikimedia Commons – Licence: CC BY-SA 3.0

Die 15°C-Linie (schwarz) musste durch Verbreiterung des Farbspektrums für den Wert von 15°C überhaupt erst einmal sichtbar gemacht werden. Im Ergebnis unduliert dieser dünne Streifen knapp vor dem Wechsel von rot auf gelb, geografisch etwa bei 40° Nord und Süd, rund um die Erde. Süd- und Mittelamerika, Afrika, Indien Südostasien, Ozeanien und Australien liegen im Jahresmittel über 15 °C, die Gebiete zwischen ca. 40° geografischer Breite und den Polen darunter. Dieser entwarnende Umstand macht auch deutlich, warum eine solche Grafik bisher nirgendwo aufgefunden werden konnte. Denn mit Ausnahme von Australien liegen die verzweifelten Protagonisten des Klimawahns alle unterhalb der globalen Mitteltemperatur. Und nur ein verschwindend geringer Anteil der Weltbevölkerung lebt in dem sichtbar gemachten Streifen mit einer jährlichen Durchschnitts­temperatur von 15°C – und auch der noch nicht mal wirklich, weil die tatsächlichen Temperaturen im Wechsel der Jahreszeiten lediglich um diesen jährlichen Durchschnitt herum schwanken. Die große Masse der Weltbevölkerung lebt seit Generationen entweder bei wesentlich höheren Durchschnitts­temperaturen bis zu etwa 30 °C und hat trotzdem überlebt und sich weiterentwickelt, oder sie lebt bei niedrigeren Temperaturen und hat deshalb beim fegefeuer­relevanten globalen Temperatur­anstieg von 1,5 Kelvin deutlich mehr Spielraum nach oben als das klimafanatisch behauptet wird.

Schaunmeralsoweiter: Die hemisphärische Temperaturgenese ist im THE-Paradigma völlig untergegangen und man hat die sogenannte „globale Durchschnittstemperatur“ der Altvorderen missbraucht, um damit den menschengemachten Klimawahn zu unterfüttern. Der Trick mit der sogenannten „globalen Durchschnittstemperatur“ bietet nämlich die elegante Möglichkeit, auf eine globale Betrachtung überzugehen, weil für den sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ von global 33 Kelvin keinerlei lokale Verteilung für unsere Erde existiert. Damit wird dann die ortsunabhängig gemachte Argumentation auf die fossilen Energieträger gelenkt, deren Nutzung ja eigentlich unseren Lebensstandard begründet und uns von den Erschwernissen der vorindustriellen Zeit trennt. Die scheinbare globale Fieberkurve unserer Erde koppelt somit das individuelle persönliche Gedächtnis über den örtlichen Temperaturverlauf von einem vorgeblich globalen Geschehen ab. Ausgehend von der vorstehenden Abbildung kann man auch sagen, die Klimareligion kehrt sowohl die Flächenverhältnisse als auch die Betroffenheit um. Denn die Mehrheit des Globalen Südens lebt schon längst unter Bedingungen, die uns in der Selbstverbrennungs-Klimabibel als CO2-beheiztes Fegefeuer beschrieben werden, während die Industrienationen in Klimahysterie verfallen, obwohl ihnen viel mehr Spielraum nach oben gegeben ist, als die Klimawahrsager behaupten. Gleichzeitig wird dann auch noch der individuelle Abgleich mit den gemessenen örtlichen Temperaturkurven erschwert, denn Durchschnittswerte werden meist nur noch als Differenzen zwischen dem aktuellen 30-Jahre Intervall und einem Referenzintervall angegeben, damit die vorstehend beschriebenen tatsächlichen örtlichen Bezüge rückblickend auch wirklich nicht mehr hergestellt werden können.

Und wenn nun die Durchschnittstemperatur im Referenzintervall gesenkt wird, vergrößert sich der aktuelle Temperaturanstieg. Klimamissionarisch vorteilhaft wäre es zudem, wenn man die Temperaturdifferenz am Ende des aktuellen Zeitintervalls zusätzlich auch noch erhöhen könnte.

Die Vorstellungen der missionarischen Klimawandler gehen seit Jahren bereits so weit, die aktuellen 30-jährigen Betrachtungsintervalle jeweils zur Hälfte mit Modelltemperaturen „befüllen“ zu wollen, um den digitalkugelgeweissagten Temperaturanstieg medial noch anschaulicher darstellen zu können. Inwieweit ein solches Vorgehen in den Klimawissenschaften vielleicht bereits gängige Praxis sein könnte, entzieht sich allerdings der Kenntnis des Autors.

 

Der Beitrag Das THE-Paradigma scheitert bereits an der Ortstemperatur erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

„Treibhauseffekt“ ja, oder nein. Diskussion zwischen Roy Spencer und Ned Nikolov

29. Mai 2026 um 15:00

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https://x.com/NikolovScience/status/2058217447652798654?s=20

Ned Nikolov, Ph.D.

@NikolovScience

🚨Die Verwirrung über grundlegende atmosphärische Thermodynamik unter Wissenschaftlern reicht tiefer, als die meisten Menschen sich vorstellen können. Hier ist eine kürzlich geführte Kommunikation mit Dr. Roy Spencer, einem Klimaskeptiker, die diesen Umstand eindrucksvoll illustriert: https://tallbloke.wordpress.com/2026/05/23/discussion-between-roy-spencer-and-ned-nikolov-about-the-n-z-climate-concept/ Diese weit verbreitete Verwirrung scheint aus einer frühen Bildungsverzerrung gegenüber Strahlung und Strahlungstransfer bei der Beschreibung von Klimaprocessen resultiert zu sein, die fundamentale Druck-Temperatur-Aspekte der klassischen Gasthermodynamik ignoriert. Als Folge mangelt es der aktuellen Klimatheorie an dem Verständnis, dass die Oberflächentemperaturen von Planeten sowohl durch diabatische als auch adiabatische Prozesse gleichzeitig bestimmt werden. Die Absorption von Sonnenenergie durch Planeten und die Emission von Langwellenstrahlung ins Weltall sind Beispiele für diabatische Prozesse, während der Atmosphärische Thermische Effekt (ATE) auf einem adiabatischen Prozess beruht, der eine durch Druck bedingte Verstärkung der absorbierten Sonnenenergie darstellt.

Hier ist die vollständige deutsche Übersetzung des Blog-Artikels:Diskussion zwischen Roy Spencer und Ned Nikolov über das N-Z-KlimakonzeptVeröffentlicht: 23. Mai 2026 von Ned Nikolov, Ph.D. in Klima Tags: Klimawandel, Gasgesetz, Treibhauseffekt

Nach sorgfältiger Überlegung habe ich mich entschieden, einen E-Mail-Wechsel öffentlich zu machen, den ich im April 2026 mit Dr. Roy Spencer über die neue Nikolov-Zeller (N-Z)-Klimatheorie geführt habe. Dieser Austausch fand vor einer großen Gruppe von Mitgliedern der CLINTEL Foundation statt. Meine Entscheidung wurde vom Wunsch geleitet, Licht auf tief verwurzelte Fehlvorstellungen von promovierten Klimawissenschaftlern über grundlegende atmosphärische Prozesse zu werfen. Die Argumentation von Dr. Roy Spencer beruht auf „Gedankenexperimenten“, die er einsetzte, um datenbasierte Entdeckungen und Schlussfolgerungen zu kritisieren, die in begutachteten Veröffentlichungen beschrieben wurden. Abgesehen davon, dass „Gedankenexperimente“ die am wenigsten geeignete Methode sind, um gegen Beobachtungen und empirische Zusammenhänge zu argumentieren, offenbart Dr. Spencers Denkweise auch ein überraschendes Maß an Unverständnis der atmosphärischen Thermodynamik – ein Phänomen, das unter professionellen Klimawissenschaftlern mit enger Expertise in der atmosphärischen Strahlungstransfertheorie nicht ungewöhnlich ist. Zuerst präsentiere ich eine strukturierte E-Mail-Nachricht, die Dr. Spencer an die CLINTEL-Gruppe geschickt hat und in der er das neue N-Z-Klimawissenschafts-Paradigma kritisiert. Darauf folgt meine Antwort auf die wichtigsten Punkte/Behauptungen von Dr. Spencer. Abschließend gehe ich als Follow-up auf eine zentrale Frage von Dr. Spencer ein: Was würde mit der globalen Oberflächentemperatur der Erde und dem Temperaturgradienten (Lapse Rate) geschehen, wenn die Atmosphäre keine Infrarotstrahlung absorbieren und emittieren könnte?

Am 24. Apr. 2026 um 5:25 Uhr schrieb Roy Spencer &lt;[email protected]> (mailto:[email protected]):

An alle:Nach über 40 Jahren Karriere in Meteorologie und dann im Klimabereich denke ich, dass ich einige Einblicke in die in diesen E-Mails diskutierten Themen bieten kann. Wie Ned war ich immer skeptisch gegenüber dem, was mir erzählt wurde, bis ich eine Sache selbst vollständig verstanden hatte. Ich bin sicher, dass die folgenden Erklärungen vielen von euch helfen werden. (Ich vermute, Ned ist in seine Theorien zu sehr investiert, um seine Meinung zu ändern.) Viele der Konzepte sind nicht trivial, und ich gebe zu, dass ich einige davon erst viele Jahre nach meiner Ausbildung (PhD Meteorologie) wirklich verstanden habe, weil sie in der Schule nicht gelehrt wurden. Dick Lindzen hat mir in den frühen Jahren der Klimaforschung dabei geholfen.

Das meiste Folgende ist fundamentale atmosphärische Thermodynamik, und ich frage mich, ob Ned wirklich einen universitären Kurs in Atmosphärischer Thermodynamik belegt hat. Falls ja, würde ich gerne wissen, wo. Und wenn er mir seine Noten zeigt, zeige ich ihm meine.

EIN GEDANKENEXPERIMENT

Stellt euch vor, ihr könntet plötzlich eine zusätzliche Atmosphäre Luft auf die bestehende Atmosphäre „kippen“ – was würde mit der Lufttemperatur in der unteren 1 ATM passieren? Genau wie Ned es vorhersagen würde, würde die Temperatur der ursprünglichen Atmosphäre darunter durch adiabatische Kompression stark ansteigen.

Aber was würde DANACH passieren?….

Die hohen atmosphärischen Temperaturen in der unteren Atmosphäre wären dann weit außerhalb des Energiegleichgewichts im Vergleich zum Vorherigen. Das Ergebnis wäre eine Abkühlung der gesamten durch adiabatische (oder nahezu adiabatische) Kompression erwärmten Luft (Arbeit, die an der unteren Atmosphäre geleistet wurde), bis ein neuer Zustand des Energiegleichgewichts erreicht wäre. Der Energieverlust würde durch Infrarotstrahlung der heißeren Luft erfolgen.

Tatsächlich bestimmt immer das ENERGIEGLEICHGEWICHT die Temperatur über das 1. Gesetz der Thermodynamik. Eine Temperaturänderung ist proportional zur Rate der Energieaufnahme minus der Energieabgabe (einschließlich jeglicher im Prozess geleisteter Arbeit). Im Gegensatz dazu kann das Ideale Gasgesetz (PV = nRT) nicht sagen, wie die Temperatur „sein sollte“. Es sagt nur, wie die Variablen P, V und T während des Re-Äquilibrierungsprozesses und im endgültigen Gleichgewichtszustand zusammenhängen. Was Ned in seiner Theorie übersieht, ist der „n“-Teil der Gleichung (die Anzahl der Mole oder die Masse … was in der Dichteform der Gleichung P = rho RT steht). Im hypothetischen Gedankenexperiment mit 2 Atmosphären führt die Abkühlung der unteren Atmosphäre, um ein neues Energiegleichgewicht mit der solaren Einstrahlung zu erreichen, zu einer Zunahme der Luftdichte („Schrumpfung“), während der Druck gleich bleibt … auch während sich die Temperatur ändert. Genauer gesagt steigt die innere Temperatur eines Luftvolumens, das einer EnergieZUFUHR ausgesetzt ist, gemäß dem 1. Gesetz, bis die temperaturabhängigen EnergieABGABE-Prozesse der Rate der Energieaufnahme entsprechen. Das gilt für jedes physikalische System … die Atmosphäre, einen Topf Wasser auf dem Herd, den Motor eines Autos, den menschlichen Körper, das Innere der Sonne usw. Dieses Energiegleichgewicht bestimmt die endgültige Temperatur. (In der realen Atmosphäre gibt es ständig Energieungleichgewichte und damit Temperaturänderungen; Trenberths Energiebilanzdiagramm ist nur nützlich, um ein konzeptionelles Verständnis der relativen Rolle der großen Energieströme im globalen Durchschnittsklimasystem zu gewinnen.)

DAS IDEALE GASGESETZ

Noch einmal: Die Gleichung des Idealen Gasgesetzes (PV = nRT) kann nicht sagen, wie die Temperatur eines Gases sein sollte – das können nur Energieflüsse hinein und hinaus. Das Gasgesetz sagt nur, wie P, n und T für ein gegebenes Volumen (V) Luft zusammenhängen. Ja, Ned, auf kurzen Zeitskalen kühlt aufsteigende Luft ab und erwärmt sich absteigende Luft, aber wenn all diese Bewegung stoppen würde, würden Energieflussprozesse bestimmen, wie die endgültige Temperatur wäre … nicht der Luftdruck. Bei einem gegebenen Oberflächenluftdruck ist ein riesiger Temperaturbereich möglich, und dieser riesige Bereich geht vollständig auf Energieflussprozesse zurück. Wenn die bodennahen Lufttemperatur über dem gesamten Planeten viel höher ist, als lokale Energieflussprozesse unterstützen können, fällt die Temperatur, und das Volumen der Luft schrumpft (oder die Dichte rho steigt gemäß der äquivalenten Idealen Gasgleichung P = rho R T). Der Oberflächenluftdruck bleibt gleich, weil die Gesamtmasse der Atmosphäre unverändert ist.

WARUM KÖNNTE ES EINE ENGE BEZIEHUNG ZWISCHEN DER UNTEREN ATMOSPHÄRENTEMPERATUR UND DEM DRUCK VERSCHIEDENER PLANETEN GEBEN?

Ich habe die Atmosphären anderer Planeten nicht studiert, weil es mich nicht interessiert. Selbst wenn diese anderen Planeten nicht existierten, wären sie für das Verständnis unserer eigenen Atmosphäre nicht notwendig. Aber wenn Ned tatsächlich mit einer engen statistischen Beziehung zwischen Oberflächenluftdruck und Temperatur verschiedener Planeten nach Anpassung an die solare Einstrahlung recht hat, dann vermute ich, dass es daran liegt, dass mehr Atmosphäre auch mehr Treibhausgase bedeutet.

Zum Thema Treibhausgase:

Habe ich vergessen … glaubt Ned, dass Luft IR-Energie absorbiert und emittiert? Denn der Treibhauseffekt ist eine notwendige Folge dieser Absorption/Emission. Energetisch ist der GHE (Green House Effekt) ein strahlender Isolator. Er ist analog zum Hinzufügen von Isolierung an die Wände eines beheizten Gebäudes im Winter. Bei einer gegebenen Energieeinspeisung in das Gebäude steigt die Lufttemperatur innen, und die Außenseite der Wände erfährt einen Temperaturabfall. Genau das tut der GHE mit dem atmosphärischen Temperaturprofil. Falls Ned nicht glaubt, dass Luft IR-Energie absorbiert, wie erklärt er dann all die Tausenden spektroskopischen Messungen von CO₂, Wasserdampf und Methan als Funktion von Temperatur und Druck? Und wenn er doch glaubt, dass die Atmosphäre IR-Energie absorbiert und emittiert, dann muss er auch an einen Treibhauseffekt glauben, weil er eine notwendige Folge ist … der Treibhauseffekt in planetarischen Atmosphären verursacht immer eine Erwärmung der unteren und eine Abkühlung der oberen Atmosphäre. (Übrigens ist es ein weit verbreiteter Irrtum, dass Luft, die IR-Energie absorbiert, diese sofort durch Emission von IR wieder verliert. Nicht wahr. Schaut in die kinetische Gastheorie und verwandte Konzepte. CO₂- oder H₂O-Dampfmoleküle, die IR-Photonen absorbieren, verlieren ihre Extraenergie extrem schnell durch Stöße an andere Luftmoleküle. Das geschieht viel schneller [um den Faktor ~50.000] als die Zeit, die benötigt wird, um Energie durch IR-Photonen wieder abzugeben. So führt IR-Absorption sofort zur „Thermalisierung“ [ein Begriff, den ich hasse]. Außerdem ist es entscheidend zu verstehen, dass IR-Absorption weitgehend temperaturunabhängig ist, IR-Verlust aber SEHR temperaturabhängig – fast alle Luft in der Atmosphäre befindet sich in einem kontinuierlichen Zustand des IR-Energieungleichgewichts. Ein Großteil dieses Ungleichgewichts verursacht konvektive Umwälzung.)

WELCHE ROLLE SPIELT DER ADIABATISCHE TEMPERATURGRADIENT (LAPSE RATE)?

Der Temperaturgradient in der Troposphäre (9,8 °C pro km ohne Feuchtekondensation) ist das ERGEBNIS konvektiver Umwälzung. Bei Kondensation von Feuchtigkeit in Aufwinden ist der Gradient niedriger. Wie das Ideale Gasgesetz sagt er nicht, wie die Temperatur „sein sollte“. Er sagt nur, wie sich die Temperatur eines Luftpakets bei Auf- oder Abstieg ändert, wenn keine Energie zu- oder abgeführt wird (a-diabatisch).

WIE SPIELT DER TREIBHAUSEFFEKT IN DEN TEMPERATURGRADIENTEN HINEIN?

Das ist ein sehr interessantes Thema. Es ist etwas, das selbst viele Atmosphärenwissenschaftler und Klimaforscher nicht verstehen. Die Kombination aus solarer Erwärmung der Oberfläche und IR-Absorption und -Emission durch Oberfläche und Atmosphäre ALLEIN, OHNE JEGLICHE KONVEKTIVE UMWÄLZUNG würde zu einem extrem steilen troposphärischen Temperaturgradienten führen, mit sehr hohen Oberflächentemperaturen und extrem kalten oberen troposphärischen Temperaturen. Das wurde erstmals von Manabe & Strickler (1964) gezeigt und heißt „reiner Strahlungsgleichgewichtsfall“. Es ist gewissermaßen das, was den „Treibhauseffekt“ technisch korrekt macht … wie ein echtes Gewächshaus, das konvektiven Wärmeverlust verhindert, ist der Treibhauseffekt per Definition das, was OHNE die resultierende konvektive Umwälzung passiert. In der realen Welt ist die konvektive Umwälzung jedoch die ANTWORT auf diese GHE-Destabilisierung! Also die 33 Grad Erwärmung, von der die Leute sprechen? Das ist nicht der GHE. Das ist GHE + KONVEKTION. Ohne Konvektion wäre diese 33-°C-Zahl eher bei 65 oder 75 °C. Was zu einer weiteren faszinierenden Frage führt …

WAS WÜRDE PASSIEREN, WENN DIE ATMOSPHÄRE KEINE IR-ENERGIE ABSORBIEREN UND EMITTIEREN KÖNNTE?

Stellt euch eine kalte Atmosphäre (sogar nahe dem absoluten Nullpunkt) ohne Energieeinspeisung vor. Dann schaltet die Sonne ein. Solare Erwärmung der Oberfläche würde die Atmosphäre durch konvektive Umwälzung erwärmen. Aber die Atmosphäre hätte keine Möglichkeit, diese Energie abzugeben, um sich in Gegenwart all dieser Energieeinspeisung abzukühlen. Die Temperatur der Atmosphäre würde dann weiter steigen, bis sie überall die gleiche Temperatur wie die Oberfläche hätte. Lange bevor dieser Prozess abgeschlossen wäre, hätte die konvektive Umwälzung aufgehört, weil die Atmosphäre zu stabil wäre, um Konvektion zu unterstützen. Die Atmosphäre würde schließlich isotherm (oder nahezu isotherm) werden, mit derselben Temperatur wie die Oberfläche. Interessanterweise würde jede Wetteraktivität aufhören. Alle Wolken würden wahrscheinlich verschwinden, was zu höheren Temperaturen führen würde. Jegliche Zirkulationssysteme hätten planetarischen Maßstab, weil der horizontale Maßstab dieser Systeme mit dem Temperaturgradienten zusammenhängt (über den „Rossby-Radius der Deformation“) – das ist auch der Grund, warum die Stratosphäre nur planetarische Zirkulationen hat.-Roy

Am 26.4.2026 um 18:24 Uhr schrieb Ned Nikolov:

An alle,

Da Roy Spencer mich in seiner untenstehenden E-Mail direkt angesprochen hat, fühle ich mich verpflichtet zu antworten und einige Punkte zu klären, die er missverstanden hat. Gedankenexperimente sind nur so lange nützlich, wie die zugrunde liegenden Annahmen korrekt sind. Roy hat in seinem „Gedankenexperiment“ eine Reihe von Annahmen verwendet, die nicht durch die physikalische Realität gestützt werden. Ich gehe sie unten durch:

  1. Die Behauptung, dass das Ideale Gasgesetz (PV = nRT) uns nicht sagt, wie die Temperatur eines Gases „sein sollte“, ist schlecht formuliert. Das Gasgesetz stellt eine eindeutige Beziehung zwischen Gastemperatur T, Gasdruck P, Gasvolumen V und der Gasmenge in Mol her. Wenn P, V und n bekannt sind, ist die absolute Temperatur des Gases T eindeutig definiert. Roy hat versäumt zu erwähnen, dass das Produkt PV = Joule (Energie) ist. Deshalb ist die korrekte Schreibweise des Gasgesetzes aus physikalischer Sicht (PV)/n = RT. Mit anderen Worten: Die absolute Temperatur eines Gases ist proportional zur durchschnittlichen kinetischen Energie, die in einem Mol Gas enthalten ist. In diesem Sinne sagt uns das Gasgesetz genau, wie die Temperatur eines Gases sein sollte.
  2. Bezüglich der Atmosphäre wird der durchschnittliche Oberflächendruck durch die atmosphärische Masse über einer Flächeneinheit (Ma/A) und die Gravitationsbeschleunigung (g) bestimmt und ist unabhängig von der Temperatur, d. h. P = (Ma/A) * g. Das atmosphärische Volumen hängt jedoch von der Menge der vom System absorbierten Sonnenstrahlung ab und damit von der Oberflächentemperatur. Es ist die von der Sonnenenergie, die die Atmosphäre gegen die Schwerkraft ausdehnt und ihr Volumen verleiht.
  3. Das Gasgesetz liefert eine wichtige Erkenntnis, die Roy völlig übersehen hat. Die kinetische Energie und die Temperatur eines thermodynamischen Systems können nicht ohne Druck existieren. Das liegt daran, dass Druck eine Kraft pro Flächeneinheit ist und Energie nicht ohne eine Kraft existieren kann. Selbst elektromagnetische Strahlung hat Druck. So wird der in W m⁻² gemessene Energiefluss, dimensional zerlegt und auf elektromagnetische Strahlung angewendet, zu W m⁻² = Photonendruck × Lichtgeschwindigkeit. Druck ist also ein grundlegender steuernder Faktor des Energiegehalts und der Temperatur in jedem thermodynamischen System … Hat Roy das in der Schule gelernt?
  4. Roy scheint unser Modell, das Druck mit Temperatur in Beziehung setzt, missverstanden zu haben. Wie in unserem 2017er Paper erklärt, hat Druck nur einen relativen Effekt auf die Temperatur, keinen absoluten. Druck als Kraft in einem kompressiblen Fluid liefert nur eine relative Verstärkung der vom Sonnen gelieferten Energie. Ein gegebener atmosphärischer Druck kann daher mit einem breiten Bereich absoluter globaler Oberflächentemperaturen einhergehen. Das wird mathematisch durch unser universelles planetarisches Temperaturmodell berücksichtigt.
  5. Es gibt keine sinnvolle Beziehung zwischen globaler Temperatur, Abstand zur Sonne und der Menge atmosphärischer Treibhausgase über planetarische Körper im Sonnensystem. Das haben wir in unserem 2017er Paper gezeigt. Roys Erklärung für die von uns entdeckte Beziehung zwischen P und Ts/Tna über Planeten und Monde ist daher falsch. Die echte Erklärung ist, dass atmosphärischer Druck die Relative Atmosphärische Thermische Verstärkung (RATE) durch seinen adiabatischen Effekt auf Oberflächentemperaturen bestimmt.
  6. Roy scheint die Ursache des adiabatischen Temperaturgradienten in der Troposphäre völlig misszuverstehen. Dieser Gradient ergibt sich aus der Temperaturabhängigkeit vom Druck und dem Druckabfall mit der Höhe, d. h. dT/dz = (dT/dP) * (dP/dz). Er hat nichts mit „konvektiver Umwälzung“ zu tun, wie Roy annimmt. Die Ableitung dT/dP erhält man aus der adiabatischen Form des 1. Gesetzes der Thermodynamik und dem Idealen Gasgesetz, während dP/dz durch die hydrostatische Gleichgewichtsbedingung definiert ist. Diese Wiki-Seite liefert die mathematischen Details zur Berechnung des adiabatischen Gradienten … Im Allgemeinen ist der troposphärische Gradient eine Folge eines polytropen thermodynamischen Prozesses, der vertikal wirkt und als PVⁿ = konstant definiert ist. Ich habe das in einem speziellen Podcast früher in diesem Jahr erklärt, wo ich eine etwas andere Ableitung des adiabatischen Gradienten als auf Wikipedia präsentiert habe, die aber auf denselben Prinzipien basiert. Der trockene adiabatische Gradient (-9,8 K/km) wird durch Wasserdampf auf den Umgebungsgradienten von etwa -6 K/km reduziert, der latente Wärme von niedrigeren Höhen transportiert und in höheren Höhen freisetzt … Konvektive Umwälzung bestimmt also nicht den Gradienten. Stattdessen ermöglichen Gradient und Schwerkraft die konvektive Umwälzung. Es kann keine Konvektion oder einen Gradienten ohne Schwerkraft geben!

Das Nichtverstehen der Ursache des troposphärischen Gradienten offenbart einen fundamentalen Mangel an Lehrbuchwissen über atmosphärische Thermodynamik!

  1. Die mathematische Natur des adiabatischen Gradienten in der Troposphäre zeigt klar, dass der Temperaturabfall mit der Höhe nicht durch „Treibhausgase“ (GHGs) verursacht wird, weil GHGs nicht Teil der Gradientenformel sind, und dass eine Atmosphäre ohne GHGs nicht vertikal isotherm sein wird, wie Roy, Happer und Lindzen annehmen. Das ist ebenfalls Lehrbuch-Thermodynamik.
  2. Die obige Erklärung des Gradienten zeigt, dass in einem großen System wie einer planetarischen Atmosphäre ein statischer vertikaler Druckgradient (verursacht durch Schwerkraft und hydrostatisches Gleichgewicht) einen permanenten Temperaturgradienten erzeugt. Roys Annahme, dass eine Verdopplung der atmosphärischen Masse nur zu einem vorübergehenden Anstieg der Oberflächentemperatur führt, gefolgt von einer schnellen Dissipation der Kompressionswärme durch ausgehende Strahlung, hat daher keine Grundlage in der Realität. Es ist also ein gescheitertes „Gedankenexperiment“.

Die aktuelle Klimatheorie fehlt das Verständnis, dass planetarische Oberflächentemperaturen durch diabatische und adiabatische Prozesse bestimmt werden, die gleichzeitig wirken. Die Absorption solarer Energie durch Planeten und die Emission von Langwellenstrahlung ins All sind Beispiele für diabatische Prozesse, während der Atmosphärische Thermische Effekt auf einem adiabatischen Prozess beruht, nämlich einer druckinduzierten Verstärkung der absorbierten Solarenergie. Dies zu begreifen ist entscheidend!

  1. Die Absorption und Re-Emission ausgehender LW-Strahlung durch bestimmte Gase in der Atmosphäre ist real, hat aber keinen Einfluss auf die globale Temperatur, weil atmosphärische LW-Strahlung ein Nebenprodukt atmosphärischer Temperaturen ist (die durch solare Erwärmung und Druck festgelegt sind) und somit keine zusätzliche Wärmequelle für das System darstellt. Auch zeigen CERES-Satellitendaten, dass es keine „Wärmespeicherung“ durch die sogenannten „Treibhausgase“ in der Atmosphäre gibt. Das ist offensichtlich, weil Veränderungen des ausgehenden Langwellenflusses an der TOA völlig phasengleich mit Veränderungen der globalen Oberflächentemperatur auf Jahresbasis sind.

Ich hoffe, das klärt einige wichtige Punkte für die Gruppe …Beste Grüße,
-Ned Nikolov

Am 29.4.2026 um 10:41 Uhr schrieb Ned Nikolov:

Nun, Roy Spencer hat auf meine Kommentare bisher nicht geantwortet. Ich frage mich warum …Ich möchte nur hinzufügen, dass das, was Roy Spencer in seiner Nachricht im Abschnitt „WIE SPIELT DER TREIBHAUSEFFEKT IN DEN TEMPERATURGRADIENTEN HINEIN?“ beschrieben hat, physikalisch völlig falsch ist, weil Manabe & Strickler (1964) und alle anderen Wissenschaftler danach, die die Atmosphäre streng durch eine „Strahlungslinse“ betrachtet haben, den polytropen Prozess in der Troposphäre übersehen haben, der als PVⁿ = konstant oder alternativ als P^(1-n) T^n = konstant definiert ist, wobei 1 < n ≤ 1,4 der polytrope Index ist. Siehe diesen Podcast für Details: [Link im Original]

Follow-up zu Roy Spencers Bemerkungen

In meiner Antwort an Roy Spencer und die CLINTEL-Gruppe habe ich Spencers Behauptung im letzten Abschnitt seiner Nachricht mit dem Titel „WAS WÜRDE PASSIEREN, WENN DIE ATMOSPHÄRE KEINE IR-ENERGIE ABSORBIEREN UND EMITTIEREN KÖNNTE?“ nicht speziell behandelt. Darin argumentiert Spencer – wie viele „Klimaexperten“ vor ihm –, dass eine Atmosphäre, die keine Langwellenstrahlung emittieren könnte, vertikal isotherm werden würde. Abgesehen davon, dass es physikalisch unmöglich ist, dass ein offenes System keine Infrarotenergie ins All emittiert, leidet Spencers Argumentation unter einem tiefgreifenden Missverständnis der atmosphärischen Thermodynamik. Nehmen wir der theoretischen Argumentation halber an, eine planetarische Atmosphäre könne keine IR-Energie ins All abstrahlen. Was würde in diesem Fall passieren? Nun, die vom Sonnen absorbierte Energie würde sich im System anhäufen, was zu einem kontinuierlichen Anstieg der globalen Oberflächentemperatur führen würde, ohne je ein Gleichgewicht zu erreichen. Das wiederum würde zu einer kontinuierlichen Ausdehnung des atmosphärischen Volumens (V) führen, weil ein Teil der inneren Energie für die thermische Ausdehnung des Gases gegen die Schwerkraft verwendet würde. Das ist die Arbeitsfluss-Energie im Gasgesetz, definiert durch das Produkt PV = Joule. Das atmosphärische Volumen würde also durch steigende Oberflächentemperaturen weiter expandieren. Dadurch bliebe der Temperaturgradient (d. h. der Temperaturabfall mit der Höhe) erhalten, weil der Luftdruck mit der Höhe in dieser sich ständig ausdehnenden Atmosphäre weiter abnehmen würde, genau wie in unserer gegenwärtigen „stationären“ Troposphäre. Infolgedessen würde die vertikale konvektive Umwälzung durch steigende Oberflächentemperaturen und ein expandierendes atmosphärisches Volumen weiter zunehmen. Daher wäre es in einem durch Schwerkraft beeinflussten Gassystem wie der Atmosphäre, dessen Volumen nicht begrenzt ist, thermodynamisch unmöglich, vertikal isotherm zu werden. Eine nicht strahlende Atmosphäre könnte nur dann vertikal isotherm werden, wenn ihr Volumen fest wäre, d. h. wenn die Gasausdehnung durch eine starre Barriere behindert würde! Die Atmosphäre ist jedoch kein isochores (festvolumiges) System! Zusätzlich zur obigen theoretischen Erklärung könnte man auch argumentieren, dass eine nicht strahlende Atmosphäre thermodynamisch unmöglich ist, weil jedes materielle Objekt mit einer Temperatur über dem absoluten Nullpunkt Strahlung emittieren muss (und tut). Selbst Stickstoff und Sauerstoff haben bei hohen Drücken nicht-null IR-Emissivitäten.

Wichtiger jedoch: In Abwesenheit sogenannter „Treibhausgase“ wie CO₂, CH₄ und Wasserdampf würde eine reale Atmosphäre weiterhin ungehindert IR-Strahlung ins All emittieren, dank Staubpartikeln. Ein trockener Planet ohne Wasser oder anderes Lösungsmittel auf der Oberfläche wie der Mars würde Winde beherbergen, die riesige Mengen Staub in die Atmosphäre transportieren. Staubpartikel haben höhere IR-Emissivitäten/Absorptivitäten als die meisten Gase – typischerweise zwischen 0,70 und 0,95 – und können als wirksames Kühlmittel dienen. Ein natürliches, offenes System findet also immer einen Weg zu kühlen und könnte niemals Wärme speichern, da dies das 2. Gesetz der Thermodynamik verletzen würde!

Zusammenfassend sind die von Roy Spencer vorgeschlagenen „Gedankenexperimente“ zur Widerlegung des N-Z-Klimakonzepts irreführend, da sie auf Fehlvorstellungen über die atmosphärische Thermodynamik beruhen.

Von tallbloke.wordpress.com

6:04 nachm. · 23. Mai 

 

Der Beitrag „Treibhauseffekt“ ja, oder nein. Diskussion zwischen Roy Spencer und Ned Nikolov erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Ausreden der Klimawarner nach dem Ende von RCP 8.5

25. Mai 2026 um 07:00

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Das Hochemissions-Szenario RCP 8.5, mit dem der Welt jahrelang die Hölle heiss gemacht wurde, gilt jetzt offiziell als «unplausibel».  Doch statt einzugestehen, dass sie mit ihren Warnungen vor dem Weltuntergang falsch lag, verklärt die Klimalobby die Situation auf abenteuerliche Weise.

Von Peter Panther

Auch Carsten Schneider (SPD) hat sich nun zum Ende des drastischen Klimaszenarios RCP 8.5 verlauten lassen. Der Bundesumweltminister deutet die Entwicklung als Erfolg bisheriger Klimapolitik. Dass das Szenario nicht eintrete, zeige, dass die bisherigen Massnahmen Wirkung entfaltet hätten. Für Schneider ist im Wesentlichen der weltweite Ausbau von Solar- und Windenergie der Grund, dass nun doch keine Klimakatastrophe ins Haus steht.

Schneiders Deutung ist eine Verklärung der Situation. Er will davon ablenken, dass die Klimawarner mit ihren Horrorprognosen versagt haben. Und er ist mit diesem Ablenkungsmanöver nicht allein. Viele Wissenschaftler, Politiker und Journalisten behaupten in diesen Tagen, Erfolge im Klimaschutz seien der Grund, dass die Weltuntergangs-Prophezeiungen nicht Wirklichkeit werden.

Vergegenwärtigen wir uns kurz, welche Bedeutung das Klimaszenario RCP 8.5 hatte: Es war nicht einfach ein Hochemissionsszenario, das der Weltklimarat nutzte, um neben optimistischeren Varianten auch einen schlechten Verlauf der Erderwärmung durchzurechnen. RCP 8.5 war vielmehr das Szenario, das Apokalyptiker in Rosinenpicker-Manier heraussuchten, um darauf basierend der Welt buchstäblich die Hölle heiss zu machen.

900 Milliarden Klimaschäden in Deutschland?

So sagte etwa eine Studie von 2023, welche das Bundeswirtschaftsministerium unter Robert Habeck in Auftrag gegeben hatte, für Deutschland Schäden von 900 Milliarden Euro wegen der Erderwärmung voraus. Diese Horrorzahl nutzte die damalige Ampelkoalition dazu, ihre Klimapolitik zu verschärfen. Die Studie hatte das Szenario RCP 8.5 als Grundlage.

Bereits 2021 hatte das Bundesverfassungsgericht sein Klimaurteil massgeblich auf Quellen mit RCP 8.5-Studien abgestützt. Aufgrund dieses Urteils verschärfte Deutschland damals seinen Klimaschutz und proklamierte, das Netto-Null-Ziel bereits 2045 statt 2050 erreichen zu wollen.

Auch international stützten zahlreiche Regierungen und Gremien ihre Prognosen und politischen Rezepte auf RCP 8.5 ab. So stellte das Beratungsunternehmen McKinsey Hunderte Millionen Todesopfer aufgrund dieses Szenarios in Aussicht. Der Rückversicherer Swiss Re warnte aufgrund von RCP 8.5 vor einem Rückgang der Weltwirtschaftsleistung um 18 Prozent. Und die Bank Barclay sprach von einem möglichen Kollaps der Währungen wegen der Erderwärmung – ebenfalls begründet mit diesem Szenario.

RCP 8.5 geht von einem zusätzlichen Strahlungsantrieb von 8,5 Watt pro Quadratmeter der Erdoberfläche aus, was bis 2100 zu einer Temperaturerhöhung von vier bis sechs Grad führen würde. Damit es so weit kommt, müsste die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre gegenüber heute um etwa das Dreifache steigen. Das wäre nur möglich, wenn sich der weltweite Konsum an Primärenergie ebenfalls verdreifachen und die Verwendung von Kohle sogar versechsfachen würde. Selbst wenn jeder sogenannte Klimaschutz ausbleibt, ist das nie und nimmer realistisch.

«Das erzeugt maximale Dramatik»

Warum dieses Klimaszenario in den vergangenen Jahren dennoch so oft herangezogen wurde, hat der deutsche Klimaforscher Hans von Storch – immer schon ein Querschläger in seiner Zunft –  bei «Cicero» treffend formuliert:  «In aktivistischen Kreisen wurde RCP 8.5 oft wie der normale Zukunftspfad behandelt. Das erzeugt maximale Dramatik.» Er glaube, dass sich hier über Jahre «eine Symbiose zwischen aktivistischen Wissenschaftlern und politischen Aktivisten entwickelt habe. «Dahinter stand die Überzeugung: Wenn man die Öffentlichkeit stärker erschreckt, entsteht am Ende eine effizientere Klimaschutzpolitik.»

Nun aber ist RCP 8.5 offiziell Geschichte. Das Weltklimaforschungsprogramm, das die Klimamodelle zuhanden des Weltklimarats IPCC ausarbeitet, hat das Szenario als «unplausibel» bezeichnet. Beim nächsten Sachstandsbericht des IPCC sollen neue Szenarien zur Anwendung kommen, die im Extremfall eine Temperaturerhöhung von nur noch 3,5 Grad in Aussicht stellen. Als «bedeutendste Entwicklung in der Klimaforschung seit Jahrzehnten», hat der amerikanische Umweltforscher Roger Pielke Jr. das Ende von RCP 8.5 bezeichnet.

Die Klimakatastrophe ist damit faktisch abgesagt. Die Welt wurde umsonst in Angst und Schrecken versetzt. Doch flugs tauchte die erwähnte Verklärung auf, es sei auf eine erfolgreiche Klimapolitik zurückzuführen, dass das schlimmste Szenario nicht eintrete.

«RCP 8.5 und andere extreme Szenarien waren nie plausibel»

Diese Deutung hat bereits der niederländische Wissenschaftler Detlef van Vuuren, der beim Weltklimaforschungsprogramm für die Emissionsszenarien zuständig ist, mitgeliefert: «RCP 8.5 ist aufgrund von Trends bei den Kosten erneuerbarer Energien, dem Aufkommen von Klimapolitik und jüngsten Emissionstrends unwahrscheinlich geworden», liess er verlauten. Das beteten die meisten Medienschaffenden brav nach. «Der exponentielle Zubau der Erneuerbaren sorgte dafür, dass die Emissions-Kurve abflachte», beahauptete der Klimajournalist Benjamin von Brackel in der «Süddeutschen Zeitung».

Die Rolle, die hier insbesondere dem weltweiten Ausbau der Wind- und Solarenergie zugeschrieben wird, ist nachweislich unzutreffend. Bereits 2014 war dem kanadischen Klimawissenschaftler Justin Ritchie aufgefallen, dass bei RCP 8.5 ein exorbitanter Kohleboom notwendig war, für den es keine Anzeichen gab. Das Szenario basiere auf ‘systematischen Fehlern’, schrieb er in einer Studie. Diese wurde jedoch weitgehend ignoriert. Roger Pielke Jr. bringt es nun so auf den Punkt: «RCP 8.5 und andere extreme Szenarien waren nie plausibel.»

Die Klimalobby versucht also zu Unrecht, den erneuerbaren Energien eine Bedeutung zuzuschreiben, die sie nicht haben. Denn Wind- und Solarstrom machen heute erst sechs bis acht Prozent des weltweiten Energiekonsums aus. Dagegen haben die fossilen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas noch immer einen Anteil von über 80 Prozent.

 

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Es gibt weder einen Treibhauseffekt noch kann das Klimasystem der Erde kippen (Studie)

23. Mai 2026 um 13:00

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von Michael Klein

Viele führen ihn im Munde, den Treibhauseffekt, der darin bestehen soll, dass sich Gase, Treibhausgase wie CO2 oder CH4 (Methan) in der Atmosphäre der Erde einfinden, dort klumpen und gemeinsam die von der Erde reflektierte, nach außen gerichtete Sonnenstrahlung, die langwellige Infrarotstrahlung quasi einfangen und zurück-reflektieren, um auf diese Weise den Treibhauseffekt, der zu einer Erwärmung der Erde führen soll, zu produzieren.

Indes: Es gibt überhaupt keinen entsprechenden Treibhauseffekt in der Atmosphäre der Erde. 1824 hat Joseph Fourier erstmals von einer „heißen Kiste“ mit Bezug auf die Erdatmosphäre gesprochen, der es zu verdanken sei, dass die Erde eine Temperatur hält, die Leben ermöglicht. In der Folge hat sich der von ihm entdeckte Effekt etwas verselbständig und wurde von Nils Gustaf Ekholm Anfang des 20. Jahrhunderts in den Treibhauseffekt überführt, der im Zuge der Menschen machen Klimawandel-Erzählung auf die Treibhausgase, die den Effekt angeblich hervorrufen sollen, erweitert wurde. Indes: Die Analogie ist Unfug, denn in einem Treibhaus wird die erhöhte Wärme durch die unterbundene Konvektion, den unterbundenen Luftaustausch hergestellt, nicht durch eine Absorption von Infrarotstrahlung (Rückstrahlung), wie sie dem, was als Treibhauseffekt beschrieben wird und von Treibhausgasen verursacht sein soll, zugeschrieben wird.

Und niemand hat je geprüft, ob eine Erwärmung der Erde durch die Absorption von Rückstrahlung durch atmosphärische Treibhausgase überhaupt belegt werden kann. Bis Ned Nikolov und Karl Zeller im Jahre 2017 auf eine gute Idee gekommen sind.

Nikolov, Ned, and Karl Zeller (2017). New insights on the physical nature of the atmospheric greenhouse effect deduced from an empirical planetary temperature model. Environment Pollution and Climate Change 1(2): 112.

Wenn, so haben Nikolov und Zeller angenommen, wenn es in der Erdatmosphäre zu einer Speicherung von Strahlungswärme kommt, dann muss man davon ausgehen, dass derselbe Mechanismus auch in den Atmosphären anderer Himmelskörper wirkt. Ergo sollte es mit dem Treibhauskonzept möglich sein, die beobachteten Schwankungen der durchschnittlichen Oberflächen-Temperaturen im gesamten Sonnensystem als stetige Funktion der optischen Infrarotdicke der Atmosphäre und der Sonneneinstrahlung mathematisch zu beschreiben.

Nikolov und Zeller haben geprüft, was sie vermutet haben und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es NICHT möglich ist, die Schwankungen in den durchschnittlichen Oberflächentemperaturen anderer Himmelskörper mit Atmosphäre über deren optische Infrarotdichte und Sonneneinstrahlung zu beschreiben.

Ein Ergebnis mit erheblichen Konsequenzen:

  • Der „Treibhauseffekt“ ist kein Strahlungsphänomen, sondern eine druckbedingte thermische Verstärkung,
  • Aus diesem Grund kann die nach unten gerichtete Langwellenstrahlung kein globaler Treiber der Erwärmung der Erdoberfläche sein,
  • muss vielmehr ein Ergebnis der Lufttemperatur in Bodennähe, die durch Sonneneinstrahlung und atmosphärischen Druck gesteuert wird sein;
  • Die Gleichgewichtstemperatur an der Oberfläche eines Planeten bleibt zwangsläufig stabil und deshalb kann das Klimasystem der Erde keine Kipppunkte haben.
  • Der in Klimamodellen enthaltene Rückkopplungseffekt der Oberrflächentemperatur ist ein Modellartefakt, keine physikalische Realität

Kurz: Alles Humbug.

Der Beitrag erschien zuerst bei Science Files hier

 

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