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Die trockensten Sommer in Europa traten während der kältesten Jahrhunderte auf

11. Juni 2026 um 12:00

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Cap Allon

Hier folgen zwei Kurzbeiträge, die beschreiben, dass einige heute der globalen Erwärmung zugeschriebenen Extremwetter-Ereignisse während der bekannten Kaltzeiten früherer Jahrhunderte viel stärker ausgeprägt waren als heute. A. d. Übers.

In einer aktuellen Studie wurden Sauerstoffisotope aus den Jahresringen alpiner Bäume herangezogen, um das europäische Sommerhydroklima der letzten 9.000 Jahre zu rekonstruieren.

Die in alten Bäumen gespeicherten chemischen Informationen können Aufschluss darüber geben, ob die Sommer zu der Zeit, als diese Bäume wuchsen, feuchter oder trockener waren.

Die Forscher stellten einen langfristigen Trend zur Trockenheit im gesamten Holozän fest, doch die trockensten rekonstruierten Sommer traten nicht während der Warmzeiten in Europa auf. Sie fielen in die Kleine Eiszeit, insbesondere in das 18. und 19. Jahrhundert.

Die Autoren stellen fest, dass ein Großteil Europas „während des größten Teils des vorindustriellen Holozäns nicht nur wärmer, sondern auch feuchter war“. Sie bringen die feuchteren Bedingungen im frühen bis mittleren Holozän zudem mit der afrikanischen Feuchtperiode in Verbindung, als die heutige Sahara weitaus grüner war als heute.

Die römische Warmzeit und die mittelalterliche Warmzeit werden ebenfalls als relativ feuchte Phasen identifiziert, nicht als von Dürre heimgesuchte Warnungen aus der Vergangenheit.

Die vereinfachende Gleichung „wärmer gleich trockener“ wird durch Europas eigene langfristige Proxydaten nicht gestützt.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Weiter gedacht tritt dasselbe Problem auch in den umfassenderen Holozän-Daten auf.

Proxy-Daten deuten seit langem auf ein wärmeres frühes bis mittleres Holozän hin, auf das eine langfristige Abkühlung folgte. Die Baumgrenzen lagen höher. Die arktischen Gletscher waren kleiner oder fehlten in vielen Gebieten gänzlich. In Teilen Russlands reichten die Wälder weiter nach Norden. Die Sommertemperaturen lagen in vielen Regionen der hohen Breitengrade über den Durchschnittswerten des 20. Jahrhunderts.

Dennoch ergaben viele Klimamodell-Simulationen das Gegenteil: eine allmähliche Erwärmung im Holozän.

Diese Diskrepanz ist als das „Holozän-Temperatur-Rätsel“ bekannt. Der CO₂-Gehalt stieg während eines Großteils des Holozäns langsam, während ein Großteil der Proxies auf eine Abkühlung hindeutet, die durch natürliche Faktoren wie Bahnänderungen und eine abnehmende sommerliche Sonneneinstrahlung verursacht wurde.

Die Indizien sind physikalische Beweise: Baumchemie, Baumgrenzen, Gletscherränder, vergrabene Wälder, Seesedimente und Eis. Sie deuten auf ein wärmeres frühes Holozän hin, gefolgt von einer langen Abkühlung, als die sommerliche Sonneneinstrahlung nachließ, obwohl der CO₂-Gehalt langsam stieg. Viele Modelle liefern das Gegenteil, weil sie dem steigenden CO₂-Gehalt mehr Gewicht beimaßen als den natürlichen Kräften, die in der Landschaft ihre Spuren hinterlassen haben.

Die alten Klimadaten sagen das eine. Die modellierte Welt sagt etwas anderes. Ich weiß, wem ich vertraue.

Das gleiche Problem taucht auch in der Historie nordamerikanischer Flächenbrände auf…

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Nordamerika: Während der Kleinen Eiszeit waren verbrannte Flächen viel größer

Eine Studie aus dem Jahr 2025 in „Nature Communications“ nutzte mehr als 1.800 Standorte mit Brandnarben in Baumringen in den Vereinigten Staaten und Kanada, um die historische Brandaktivität mit dem Zeitraum der Satellitenbeobachtung von 1984 bis 2022 zu vergleichen.

Aufgrund dieser alten Aufzeichnungen über Brandspuren hätte man erwarten können, dass diese Standorte zwischen 1984 und 2022 insgesamt 4346 Mal abgebrannt wären. Tatsächlich brannten sie jedoch nur 989 Mal ab. Die moderne Brandhäufigkeit betrug somit nur 23 % des historischen Niveaus.

Das Jahr mit der größten Brandausbreitung in der Neuzeit war 2020, als 6 % der Standorte abbrachen. Dies entsprach in etwa dem historischen Durchschnitt. Es lag bei weitem nicht an dem historischen Höchstwert von 29 % im Jahr 1748, mitten in der Kleinen Eiszeit.

Die Studie ergab außerdem, dass Jahre ohne dokumentierte Brände in der heutigen Zeit mehr als 100-mal häufiger vorkamen als im Referenzzeitraum von 1600 bis 1880.

Die Behauptung der Klima-Chaoten, dass die heutige Erwärmung zu einer historisch beispiellosen Häufigkeit von Bränden in Nordamerika geführt habe, wird durch die Realität nicht gestützt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-june-cold-persists-in-northern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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(Auszug von RSS-Feed)

Die Trump-Regierung beruft sich auf die nationale Sicherheit, um die Maßnahmen gegen Windparks auszuweiten.

29. Mai 2026 um 17:00

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Wind Watch, Gastautor Martha Muir · ft.com

Die Trump-Regierung hat den Ausbau der Windkraft an Land in den USA unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken gestoppt, was eine massive Eskalation im Kampf des Präsidenten gegen „erneuerbare Energien“ darstellt.

Die Genehmigungen für rund 165 Onshore-Windprojekte auf Privatgrundstücken werden vom Verteidigungsministerium verzögert. Betroffen sind unter anderem Windparks, die auf die endgültige Genehmigung warteten, andere, die sich mitten in Verhandlungen befanden, und einige, die normalerweise keiner Aufsicht durch das Ministerium bedürfen würden, wie die American Clean Power Association (ACP) und mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.

Windparks benötigen regelmäßig die Genehmigung des Verteidigungsministeriums, um Störungen von Radarsystemen zu vermeiden. Dies beinhaltet in der Regel eine Risikobewertung und die Zahlung eines vereinbarten Betrags durch den Projektentwickler an die Armee zur Aktualisierung ihres Radarfiltersystems, damit diese die Windkraftanlage orten kann. Manche Projekte gelten aufgrund ihrer Entfernung zu militärischen Einrichtungen und Flugrouten als ungefährlich. Normalerweise sind diese Bewertungen innerhalb weniger Tage abgeschlossen.

Seit August 2025 sahen sich Entwickler mit einer Reihe von Rückschlägen konfrontiert, darunter das Ausbleiben erwarteter Mitteilungen vom Verteidigungsministerium, die Absage von Besprechungen zum Status ihrer Projekte ohne Möglichkeit zur Neuplanung sowie die Information, dass das Ministerium die Bearbeitung ihrer Anträge eingestellt hat, wie mit der Situation vertraute Personen berichten.

Zu den betroffenen Projekten gehören 35 Projekte, bei denen die Verhandlungen abgeschlossen waren und die nun auf die Genehmigung des Verteidigungsministeriums warten – darüber berichtete Axios erstmals im März.

Weitere Projekte stehen nun vor dem Aus – 30 davon hatten Verhandlungen durchlaufen, mündliche Zusagen erhalten und warteten auf die schriftliche Bestätigung, etwa 50 befinden sich noch in Verhandlungen und 50 wären zuvor wahrscheinlich als risikofrei eingestuft worden, so die Einschätzung von Entwicklern und Beratern.

Die Windparks haben eine Nennleistung von rd. 30 Gigawatt. Wenn der Wind immer wehen würde und in Nennstärke, dann könnte das genug sein, um 15 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen – Diese Geschichten kennen Sie von den üblichen Märchenerzählern der Windbranche. – freie Ergänzung

In Anfang April an die Projektentwickler versandten Schreiben hieß es, die Behörde überprüfe ihre Verfahren zur Bewertung der Auswirkungen von Energieprojekten auf die nationale Sicherheit.

Diese Maßnahmen stellen eine dramatische Eskalation der Bemühungen der Regierung dar, die Windenergie in den USA zum Erliegen zu bringen, wobei sowohl auf privates als auch auf öffentliches Land zugegriffen wird.

Präsident Donald Trump hegt eine besondere Abneigung gegen Windparks. Er bezeichnete sie als die „schlechteste Energieform“ und erklärte, sein „Ziel sei es, den Bau von Windrädern zu verhindern“.

Seit ihrer zweiten Amtszeit hat die Trump-Regierung wiederholt versucht, die Arbeiten an mehreren Offshore-Windparks in Gebieten unter der Verwaltung des Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) zu stoppen und dabei auch Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit angeführt. Auch andere Projekte im Bereich erneuerbarer Energien auf Bundesland wurden betroffen. Einige dieser Versuche scheiterten vor Bundesgerichten.

„Das ist beispiellos“, sagte Jason Grumet, Geschäftsführer des ACP. „Die Tatsache, dass die Regierung privaten Landbesitzern verbietet, wirtschaftliche Aktivitäten auszuüben und Wert aus ihrem Eigentum zu schöpfen, ist schwer mit konservativen Werten vereinbar.“

Die Regierung hat kürzlich damit begonnen, Offshore-Windparkleasingverträge im Austausch für Investitionen in fossile Brennstoffe zurückzuerstatten, wie beispielsweise ein 1-Milliarde-Dollar-Deal mit TotalEnergies im März.

„Die Versuche der Trump-Regierung, Windkraftprojekte zu blockieren, scheitern immer wieder vor Gericht, weshalb sie zu immer extremeren und absurderen Methoden greift“, sagte Kit Kennedy, Geschäftsführerin für „Erneuerbare Energie“ beim NRDC.

Das Verteidigungsministerium reagierte nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

Das Urheberrecht an diesem Artikel liegt beim angegebenen Autor bzw. Herausgeber. Im Rahmen seiner nichtkommerziellen Bildungsarbeit, die darauf abzielt, einem globalen Publikum die ökologischen, sozialen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekte des großflächigen Windkraftausbaus zu vermitteln, beachtet National Wind Watch die Bestimmungen zur „ angemessenen Nutzung “ gemäß § 107 des US-amerikanischen Urheberrechtsgesetzes und ähnliche Regelungen zur „angemessenen Nutzung“ in den Urheberrechtsgesetzen anderer Länder. Anfragen zu Auszügen, allgemeine Anfragen und Kommentare richten Sie bitte per E-Mail an uns .

https://www.wind-watch.org/news/2026/05/04/trump-administration-cites-national-security-to-widen-clampdown-on-wind-farms/

 

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Tödliche „rote Himmel“ vor 800 Jahren deuten darauf hin, dass die Sonne während der mittelalterlichen Warmzeit extrem aktiv war

29. Mai 2026 um 12:00

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Jo Nova

Alle Hervorhebungen im Original. A. d. Übers.

Die großen Sonnenstürme von 1201 bis 1204 könnten die ältesten historischen Aufzeichnungen über extremes Weltraumwetter sein.

Es stellt sich heraus, dass die Sonne während des warmen Spätmittelalters weitaus aktiver war, als wir dachten – was für die Klimamodellierer ziemlich peinlich ist, müssen sie doch glauben, die Sonne sei nur ein irrelevanter Lichtball ohne Einfluss auf das Wetter auf der Erde. Wenn hohe Sonnenaktivität mit der Erwärmung auf der Erde korreliert (was der Fall zu sein scheint), können die Modellierer die Sonne nicht länger ignorieren.

Der springende Punkt ist: Wenn sie mehr solare Faktoren einbeziehen, könnten die Modelle versehentlich tatsächlich funktionieren, ohne dass CO₂ benötigt wird. Das wäre eine Katastrophe (für die Modellierer).

Am 21. und 23. Februar 1201 n. Chr. berichtete ein japanischer Dichter, er habe in der Nähe von Kyoto auffällige rote Polarlichter gesehen. Jemand in der Nähe beschrieb Gleiches am 22. Februar, was darauf hindeutet, dass es sich um einen intensiven dreitägigen Sonnensturm handelte. Also begannen Forscher, in vergrabenem Holz in Nordjapan nach Kohlenstoff-14 zu suchen, und siehe da, sie fanden einen enormen Anstieg des Kohlenstoff-14-Gehalts, der auf ein „sub-extremes solares Protonenereignis“ hindeutet. Sie schätzen, dass dies „etwa 20 % des Miyake-Ereignisses von 774/775, einem legendären Sonnensturm,“ entspricht.

Die Kohlenstoff-14-Daten waren so detailliert, dass sie drei Sonnenzyklen von 1190 bis 1220 rekonstruieren konnten. Das bedeutet, dass die Sonnenzyklen damals nur 7–8 Jahre lang und extrem aktiv waren. In der heutigen Zeit wissen wir, dass längere Zyklen langsamer und ruhiger verlaufen. Während der Kleinen Eiszeit dauerten die Zyklen bis 16 Jahre, und es gab lange Zeiträume, in denen es überhaupt keine Sonnenflecken gab.

Graphik: Verlauf des Sonnenmodulations-Parameters für das vergangene Jahrtausend, ermittelt anhand von Kohlenstoff-14-Daten (Brehm et al., 2021).1)

Das Team entdeckte einen völlig neuen Sonnenzyklus, der seinen Höhepunkt im Jahr 1204 erreichte und von dem wir bisher nichts wussten.

Aus dieser Schrift stammen Beschreibungen zahlreicher Sonnenbeobachtungen, die vor 800 Jahren aufgezeichnet worden waren:

So finden sich beispielsweise im „Meigetsuki“, dem Tagebuch von Fujiwara no Sadaie, einem für seine Dichtkunst bekannten japanischen Höfling, Beschreibungen, die auf das Auftreten von roten Polarlichtern in niedrigen Breitengraden in Kyoto am 21. und 23. Februar 1204 hinweisen.6) Die Sichtung einer roten Aurora ist auch für den 22. Februar in einem anderen historischen Dokument verzeichnet, nämlich dem Omuro Soshoki, das sich in Kyoto befindet. Dies deutet darauf hin, dass der intensive Magnetsturm drei Tage in Folge dauerte, was ihn zu einem der ältesten extremen Weltraumwetterereignisse macht, die in historischen Aufzeichnungen dokumentiert sind. Während dieser drei Tage wurden rote und weiße Streifen in Richtung Norden und Nordosten beobachtet. Dieses Ereignis könnte mit dem Auftreten eines großen Sonnenflecks von der Größe einer Dattelpalme in Verbindung stehen, wie es in einem chinesischen Dokument vom 21. Februar 1204 verzeichnet ist.³) Es gibt auch Aufzeichnungen über die Sichtung von Polarlichtern im folgenden Monat im „Meigetsuki“ sowie in einem chinesischen Dokument²⁾ und einem französischen Dokument.⁸⁾ In Meigetsuki findet sich eine Beschreibung, wonach drei Nächte lang Polarlichter zu sehen waren,7) obwohl es sich dabei um Hörensagen am kaiserlichen Hof handelte.

Dies deutet darauf hin, dass die Sonnenaktivität während der Mittelalterlichen Warmzeit (MWP) länger und stärker war, als wir bisher angenommen haben. Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Sonnenaktivität mit den globalen Temperaturen korreliert.

Es ist bemerkenswert, wie viele Weltraumwetterereignisse dokumentiert sind:

‡Hörensagen am kaiserlichen Hof.

REFERENCE

Hiroko MIYAHARA, Ryuho KATAOKA, Kazuaki YAMAMOTO, Fuyuki TOKANAI, Toru MORIYA, Mirei TAKEYAMA, Hirohisa SAKURAI, Motonari OHYAMA, Kazuho HORIUCHI, Hideyuki HOTTA. Extremely active Sun from 1190 to 1220 in the Medieval Period: Intercomparison of historical records and tree-ring carbon-14. Proceedings of the Japan Academy, Series B, 2026; 102 (4): 156 DOI: 10.2183/pjab.102.011

Link: https://joannenova.com.au/2026/05/deadly-red-skies-800-years-ago-suggest-sun-was-extremely-active-in-the-medieval-warm-period/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Neue Studie: Historische Temperaturen und Kohlendioxid sind nicht korreliert

22. Mai 2026 um 15:00

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H. Sterling Burnett

Eine kürzlich in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte Studie widerlegt eine oder beide der folgenden Thesen: dass der Klimawandel in der Vergangenheit durch erhebliche Veränderungen der Kohlendioxidemissionen verursacht worden sei, oder dass das Klima der Erde so empfindlich sei, dass wir die Kohlendioxidemissionen (CO₂) drastisch reduzieren müssten, bevor es zu einer Klimakatastrophe kommt.

Die Studie untersuchte anhand von Proxydaten aus den letzten drei Millionen Jahren den Zusammenhang zwischen den CO₂- und Methankonzentrationen in der Atmosphäre sowie den Temperaturen. Das Team internationaler Forscher stellte fest, dass die CO₂- und Methankonzentrationen über Millionen von Jahren hinweg sowohl in Zwischeneiszeiten als auch in Eiszeiten weitgehend stabil waren und sich nur in einem Umfang veränderten, der innerhalb der potenziellen Fehlermarge oder der Unfähigkeit lag, anhand von Proxydaten genaue Messungen vorzunehmen – und dies in Zeiträumen, in denen sich die Temperaturen mehrfach um 5 °C oder mehr veränderten, manchmal innerhalb kurzer Zeiträume.

Die von den Forschern in der Antarktis entnommenen Eisbohrkerne deuten darauf hin, dass Temperaturschwankungen bis 5 °C auftraten, obwohl sich die Methankonzentrationen nicht veränderten und die CO₂-Konzentration teilweise nur minimal schwankte (20 ppm). Die Temperaturänderungen korrelierten teilweise mit der möglicherweise nicht vorhandenen Schwankung von 20 ppm, teilweise jedoch auch nicht. Es ist wichtig anzumerken, dass die aus den Proxydaten abgeleiteten 20-ppm-Veränderungen sechsmal geringer sind als der Anstieg seit 1830, in dessen Verlauf die Temperaturen um 1,2 bis 1,5 °C gestiegen sind – ein Wert, der weit unter der 5-K-Veränderung liegt, die sie mit viel geringeren CO₂-Veränderungen in Verbindung bringen.

In einem Kommentar zu diesem Befund schreibt Zero Hedge:

Die Welt der Klimawissenschaft (die „etablierte“ Fraktion) steht unter Schock, nachdem in alten Eisbohrkernen festgestellt worden war, dass der Kohlendioxidgehalt stabil blieb, als die Welt vor etwa 2,7 Millionen Jahren in eine Eiszeit eintrat. …

Die jüngste in Nature veröffentlichte Studie liefert einen Einblick in das alte „blaue“ Eis der Antarktis, das im Gebiet der Allan Hills entnommen wurde. Sie blickt weiter in die Vergangenheit zurück als die üblichen 800.000 Jahre umfassenden Aufzeichnungen aus Eisbohrkernen. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass in den letzten drei Millionen Jahren, als der Meeresspiegel sank und sich die Eiszeiten verstärkten, die Konzentration der wichtigsten „Treibhausgase“ bemerkenswert stabil blieb. Zum ersten Mal hat die Arbeit die direkten Gasmessungen bis in das späte Pliozän zurückverfolgt. In den letzten drei Millionen Jahren bis zum Beginn des Pleistozäns zeigten die globalen Temperaturen einen langfristigen Abkühlungstrend von mehreren Grad Celsius, unterbrochen von immer stärkeren interglazialen Schwankungen. Bei interglazialen Temperaturschwankungen, wie im aktuellen Holozän, steigen die Temperaturen oft um 5 °C und mehr.

Angesichts solch erheblicher Temperaturschwankungen in Zeiträumen, in denen sich die CO₂- und Methankonzentrationen kaum oder gar nicht veränderten, könnte man meinen, dass die an der Studie beteiligten Wissenschaftler die These „Treibhausgase treiben den Klimawandel voran“ in Frage stellen würden – doch dem ist nicht so.

„Wir waren definitiv etwas überrascht“, so die Schlussfolgerung der Hauptautorin der Studie, Julia Marks-Peterson vom College of Earth, Ocean, and Atmospheric Sciences an der Oregon State University in Corvallis, Oregon. „Wenn die Ergebnisse zutreffen, könnten sie darauf hindeuten, dass selbst geringe Veränderungen der Treibhausgaskonzentrationen erhebliche Klimaveränderungen auslösen könnten.“ Nein, selbst minimale Veränderungen des CO₂-Gehalts können den Klimawandel antreiben: Sie tun dies nur nicht immer und stehen nicht immer in Zusammenhang mit dem Klimawandel. Die letzten rund 170 Jahre mit nur geringfügigen Klimaveränderungen deuten darauf hin, dass selbst enorme Veränderungen des CO₂-Gehalts nur minimale oder gar keine Veränderungen der Temperatur oder des extremen Wetters mit sich bringen. Dies ist besonders aufschlussreich, da die derzeitige Erwärmung um 1,2 °C ganz oder teilweise auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen sein könnte, wie zum Beispiel den städtischen Wärmeinseleffekt, die Erholung von der Kleinen Eiszeit und den Rückgang der das Sonnenlicht blockierenden Luftverschmutzung, wobei Forscher die Veränderungen fälschlicherweise der CO₂-bedingten Erwärmung zuschreiben.

Tatsächlich könnte der jüngste Temperaturanstieg gänzlich natürlichen Ursprungs sein, wie es in dem Buch „Unstoppable Global Warming: Every 1,500 Years“ nahegelegt wird oder wie Les Hatton, emeritierter Professor für Informatik an der Kingston University, anhand von Eisbohrkernen herausgefunden hat.

„Anstiege um 1,1 °C über einen Zeitraum von 100 Jahren in der aktuellen Warmzeit, die vor 20.000 Jahren begann, traten in jedem sechsten Jahrhundert auf“, schreibt Zero Hedge unter Berufung auf Hattons Forschung. „Wenn man 150.000 Jahre zurückblickt, lag die Häufigkeit bei etwa einem von sechs bis einem von 20 Jahrhunderten.“

Quellen: Zero Hedge; Nature

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-579-climate-lawfare-under-counterassault-finally/, dritte Meldung

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Was ist für einen Klimaaktivisten beängstigender als eine verbrennende Erde? Antwort: Eine rechtsgerichtete Regierung.

12. Mai 2026 um 17:00

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Von Jo Nova

Linke Klimabewegung räumt ein, dass sie möglicherweise freundlicher sein muss.

Wir merken, dass eine Bewegung im Niedergang begriffen ist, wenn deren Mitglieder anfangen zu analysieren, was schiefläuft.

Angesichts des schlimmsten anzunehmenden Falls (Trump ist immer noch Präsident und die AfD ist immer noch nicht verboten) fragt sich ein Teil der Klimaaktivisten, ob es kontraproduktiv sein könnte, die Klimabewegung mit dem feministischen Gaza-Projekt zu einem Alles-oder-Nichts-Paket zu verknüpfen. Dabei ist man sich sogar bewusst, dass gerade sie die Mitfühlenden sein sollen.

Wartet nur, bis die Opposition herausfindet, dass sie Teenager manipulieren, nötigen und schikanieren und Kleinkinder erschrecken…

Um ihr grünes Team zu motivieren, schüren sie dessen schlimmste Angst, und was ist schlimmer als die Klimakatastrophe – nun ja, wenn die Wähler eine rechtsgerichtete Regierung wählen.

Ohne Pluralismus innerhalb der Klimabewegung riskieren wir, die Zukunft der extremen Rechten zu überlassen.

Wir teilen die wachsende Sorge über die Entwicklung der Klimabewegung. Ein Projekt, das eigentlich breit gefächert, offen und mitfühlend sein sollte, wird zunehmend von einem engen Spektrum ideologischer Forderungen dominiert, welches kaum Raum für echte Vielfalt politischer Perspektiven lässt. Immer häufiger ist die Teilnahme an der Klimabewegung mit einer ideologischen Eintrittsgebühr verbunden – neue Mitglieder müssen sich über Klimafragen hinaus bestimmten Ansichten verschreiben.

Von denjenigen, die teilnehmen möchten, wird erwartet, dass sie ein „Paket“ von Positionen zu Themen wie Rasse, Geschlecht und sozialer Gerechtigkeit akzeptieren.

Sie nennen es sogar ideologisches Gatekeeping und beschreiben dann, wie die Cancel-Kultur ihren Anfang nimmt.

„…Mitglieder wurden oft aufgefordert, den Slogan „Keine Klimagerechtigkeit ohne Rassengerechtigkeit“ zu übernehmen, was in der Praxis bedeutete, sich mit Black Lives Matter (BLM) zu solidarisieren.“

Möglicherweise wurde dieser Artikel von ein paar halbwegs vernünftigen Leuten geschrieben, die den Auftrag erhielten, die verrückte Herde zu erreichen und sie vom puritanischen Abgrund zurückzuholen.

Aber sie wollen die einfachen Leute nicht zu sehr demoralisieren, deshalb versuchen sie, zum Abschluss der Rede noch etwas „Hoffnung“ zu vermitteln.

So sieht das Paradies für Menschen aus, die noch nie mit einem einzigen Klimaskeptiker gesprochen haben. Sie klammern sich an die Fantasie, dass der Durchschnittswähler (sie nennen sie die „Rechte“) aus dem nichtexistierenden Zustand erwachen wird, den sie „Klimaleugnung“ nennen:

Wir prognostizieren eine Trendwende in den 2030er Jahren. Mit dem Rückgang der Klimaleugnung im rechten Spektrum könnten rechtsorientierte Klimabewegungen entstehen. Für diese könnte das Umweltbewusstsein zum Vehikel für weißen Nationalismus, Opposition gegen demokratische Institutionen und Autoritarismus werden. Es wäre eine bittere Ironie, wenn dies darauf zurückzuführen wäre, dass die Klimabewegung es nicht geschafft hat, ein breites politisches Spektrum zu erreichen.

Genau wie bei den Klimamodellierern – die Definitionen sind sinnlos, die Annahmen sind wahnhaft und die Vorhersagen sind das Gegenteil der Realität.

https://joannenova.com.au/2026/04/whats-more-scary-than-a-boiling-ocean-to-a-climate-activist-answer-a-right-wing-government/

 

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MIT-Wissenschaftler sagen, dass die Fusion die Energie-Herausforderungen überwinden wird

07. Mai 2026 um 18:00

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WUWT, Von CFACT,

Während das Massachusetts Institute of Technology im Jahr 2018 verkündete , dass seine Mission zum Bau eines kompakten Fusionskraftwerks (SPARC) auf Basis des ARC-Tokamak-Designs kurz vor dem Abschluss stehe, dämpfte ein Team von Ingenieuren der ETH Zürich (der Eidgenössischen Technischen Hochschule) die Erwartungen, dass Fusionskraftwerke (FPPs) in zukünftigen Netto-Null-Energiesystemen wettbewerbsfähig sein könnten.

Tobias Schmidt, Gründungsdirektor der Albert Einstein School of Public Policy an der ETH Zürich, Hauptautorin Lingzi Tang und zwei weitere Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse am 23. März in Nature Energy.  Sie kamen zu dem Schluss, dass die Anlagengröße, die außerordentliche Komplexität und der mittlere Bedarf an Anpassungen von Fusionskraftwerken empirisch mit Erfahrungsraten (Kostensenkungen für zusätzliche Einheiten) von nur 2 % bis 8 % verbunden sind, anstatt mit den Branchenschätzungen von 8 % bis 20 % – und dass dies, gepaart mit den erwarteten hohen anfänglichen Kapitalkosten, das finanzielle Verhängnis für die junge Branche bedeutet.

Schmidt erklärte gegenüber Techxplore.com, dass sein Team , nachdem es von einigen Akteuren im Bereich der Fusionsenergie Versprechungen über extrem niedrige Stromgestehungskosten für FPPs erhalten hatte, ein ETH-Framework auf die Fusionsforschung anwandte. Dieses Framework analysiert, warum manche Technologien sich schneller entwickeln als andere. Das Team verglich die magnetische Fusion (durch den Einschluss von heißem Plasma mithilfe starker Magnetfelder) mit der Trägheitsfusion (durch die Kompression von Brennstoff mittels Laser).

Casey Crownheart  schrieb  in der MIT Technology Review, dass das ETH-Team Fusionsexperten gebeten hatte, FPPs hinsichtlich Größe, Komplexität und Anpassung zu bewerten, um eine Erfahrungsrate vorherzusagen. Tang erklärte Crownheart, dass „nahezu Einigkeit darüber herrschte, dass Fusion unglaublich komplex ist“ und dass es höchst unwahrscheinlich sei, eine Erfahrungsrate von 23 % wie für Solarmodule, 20 % wie für Lithium-Ionen-Batterien oder gar 12 % wie für Onshore-Windkraft zu erreichen.

Tang ist der Ansicht, dass es eines umfangreichen Ausbaus und eines langen Zeitraums bedürfte, bis die Baukosten eines Kernkraftwerks deutlich sinken würden – und dass daher „die aktuellen Investitionen in die Fusionstechnologie hinterfragt werden sollten“, insbesondere die Investitionen der Bundesregierung. „Wenn es um die Dekarbonisierung des Energiesystems geht“, sagte Tang, „ist das wirklich die beste Verwendung öffentlicher Gelder?“

Nicht zufällig baut CFS seinen Prototyp FPP – den SPARC (smallest possible affordable, robust, compact) Tokamak – in Zusammenarbeit mit dem MIT in dessen Anlage in Devers, Massachusetts. Die Fertigstellung ist nun für 2027 geplant. CFS-CEO Bob Mumgaard sagt, es werde die weltweit erste kommerziell relevante Fusionsenergieanlage sein, die mehr Energie aus der Fusion erzeugt, als sie für den Prozess benötigt – oder Nettoenergieerzeugung (Q>1).

Mumgaard äußerte sich  wenige  Tage nach Veröffentlichung des ETH-Zürich-Berichts gegenüber Tim Gardner von Reuters ausführlich zu den Fortschritten seines Unternehmens beim Bau eines größeren Kernkraftwerks in Virginia, der noch in diesem Jahrzehnt beginnen soll. Mumgaard betonte, dass die Autoren der ETH Zürich nicht an der Kernfusionsforschung beteiligt seien (Schmidt erklärte sogar, dass sie keine weiteren Studien zu den Kosten der Kernfusion durchführen würden). Diese Wissenschaftler hätten weder ihn noch irgendjemanden, der an einem solchen Projekt arbeite, kontaktiert.

„Wenn man sich die Geschwindigkeit ansieht, mit der wir unsere Produkte herstellen können, und die Fähigkeit, die Kosten jeder einzelnen Komponente zu senken, dann folgen wir bekannten industriellen Trends, die nicht aus den 1950er oder 1960er Jahren stammen, sondern aus der Gegenwart. Daher sind wir weiterhin sehr optimistisch, dass die Stromrechnungen in Virginia in den 2030er Jahren Fusionsenergie beinhalten werden.“

Laut Mumgaard hängt die Kostenentwicklung bei Kernkraftwerken nicht von „den richtigen Standorten“, „den richtigen Verträgen“ oder den verschiedenen Produktionsströmen großer Systeme ab, sondern vielmehr davon, wie schnell man Anlagen herstellen und installieren kann. Frankreich hat innerhalb von nur zwei Jahrzehnten auf Kernenergie umgestellt, und es ist sogar möglich, dass die Kernfusion deutlich schneller voranschreitet – möglicherweise so rasant wie die Entwicklungen in der digitalen Welt.

Ein Sprecher des CFS fügte hinzu: „Wir begrüßen zwar, dass Forscher die Wirtschaftlichkeit von Fusionskraftwerken untersuchen, doch die Studie der ETH Zürich trifft einige Annahmen, die wir für fehlerhaft halten – insbesondere die Betrachtung der Lernraten von oben nach unten anstatt auf Komponentenebene und die Überschätzung der Anpassungskosten. Wir verfolgen unsere Wirtschaftlichkeit sehr genau und gehen fest davon aus, mit anderen Energiequellen konkurrenzfähig zu sein.“

Mumgaard, der kürzlich als erster Vertreter der Fusionsindustrie in den Wissenschafts- und Technologiebeirat des Präsidenten (PCAST) berufen wurde, ist begeistert von der Zukunft der Fusionsforschung – und seines Unternehmens –, die maßgeblich vom Erfolg des SPARC-Reaktors abhängt. Die Ernennung unterstreicht die Erkenntnis, dass die Fusionsforschung den Sprung von der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung hin zu Demonstrationen geschafft hat, die unser Verständnis der zugrundeliegenden Wissenschaft belegen.

Das geplante kommerzielle Fusionskraftwerk (ARC) in Chesterfield County, Virginia, ist ein Gemeinschaftsprojekt mit Dominion Energy. CFS rechnet mit ersten Lieferungen von bis zu 400 Megawatt Strom in den 2030er Jahren – mit Google und ENI als ersten Kunden. Laut Mumgaard plant CFS jedoch, mehrere ARC-Einheiten in rascher Folge zu bauen, sofern ausreichend Kapital vorhanden ist und die Marktbedingungen günstig sind.

Laut Mumgaard lernt man dabei von Anlage zu Anlage und gelangt schließlich an den Punkt, an dem man glaubt, alles im Griff zu haben – die Technologie funktioniert, die Lieferkette ist vorhanden, das Design ist so weit ausgereift, dass man die Anlagen parallel bauen kann. Die Skalierbarkeit wird dadurch verbessert, dass der in Tokamak-Reaktoren verwendete Tritiumbrennstoff regenerativ ist.

Mumgaard zufolge benötigt man für die kontinuierliche Tritiumproduktion lediglich „einen kleinen Starter, ähnlich einem Sauerteigstarter“. Das Tritium von SPARC stammt zwar aus einem Kernkraftwerk, das Unternehmen kann es aber auch selbst herstellen. Jegliches austretende Tritium wird aufgefangen und wiederverwendet; die Methoden zur Tritiumbindung sind gut erforscht und in den Vorschriften klar definiert.

Während CFS Milliarden an privaten Geldern eingeworben hat, schloss sich Mumgaard der Fusion Industry Association an und  forderte  eine staatliche Finanzspritze von 10 Milliarden Dollar [die 2026 abgelehnt wurde], um den Ausbau von Fusionskraftwerken in den USA zu beschleunigen. Das Argument lautete, dass sich die Dinge geändert hätten, während die USA vor einem Jahrzehnt ihre Anlagen stillgelegt und ihre Experten nach China geschickt hätten, um dort die eigenen Anlagen in Betrieb zu nehmen. Jetzt sei es dringend notwendig, dass die USA die Chinesen einholen und überholen.

Mumgaard stellte sich vor, dass die Bundesmittel in drei Töpfe fließen würden: Forschung in den nationalen Wissenschaftslaboratorien und Universitäten, um die Grundlagen für eine zukünftige Fusionsindustrie zu schaffen; Unterstützung beim Aufbau und der Inbetriebnahme der ersten kommerziellen Anlagen; und translationale Forschung, die dazu beiträgt, Innovationen aus dem Labor in die Lieferkette und in Kraftwerke zu überführen.

Wenn Mumgaard – und die Investoren von CFS – Recht behalten, wird der ARC in zehn Jahren Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen erzeugen, und eine neue Branche könnte ein rasantes Wachstum erleben. Erfolg würde zudem neue Investoren und Kunden anziehen und CFS (und möglicherweise auch anderen Fusionsunternehmen) helfen, Gewinne zu erzielen.

Sobald die Fusionsenergie kommerziell erfolgreich ist, rechnet Mumgaard mit einer hohen Nachfrage, insbesondere in Ländern wie Japan, Südkorea und Singapur, die sich von einer Energiequelle angezogen fühlen, die so wenig Land und natürliche Ressourcen benötigt, die Abhängigkeit von per Tanker geliefertem LNG beendet und die Gefahr vermeidet, dass Atomwaffen aus Plutonium zusammengebastelt werden.

Wenn das passiert, könnten Chinas massive Investitionen des öffentlichen Sektors in die Fusionsenergie bedeutungslos werden.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei  Real Clear Energy.

https://wattsupwiththat.com/2026/05/03/mit-scientists-say-fusion-overcoming-energy-challenges/

 

Der Beitrag MIT-Wissenschaftler sagen, dass die Fusion die Energie-Herausforderungen überwinden wird erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

CO₂-Studie Findet keinen eindeutigen menschlichen Fingerabdruck

03. Mai 2026 um 16:00

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Cap Allon

Wenn der heutige CO₂-Anstieg in erster Linie auf die Industrie zurückzuführen ist, müsste die Isotopenaufzeichnung einen deutlichen Bruch zur Vergangenheit aufweisen. Eine in „Science“ veröffentlichte Studie von Demetris Koutsoyiannis findet jedoch keinen solchen Bruch.

Die Studie untersuchte die Kohlenstoff-13-Signatur des atmosphärischen CO₂. Kohlenstoffisotope sind nützlich, da verschiedene Kohlenstoffquellen unterschiedliche chemische Spuren hinterlassen. Fossile Brennstoffe, Ozeane, Böden, Pflanzen und die Atmung erscheinen in den Isotopenaufzeichnungen nicht alle identisch.

Koutsoyiannis analysierte Daten von vier bedeutenden Beobachtungsstandorten aus einem Zeitraum von mehr als 40 Jahren und verglich diese anschließend mit Proxydaten, die bis weit über die industrielle Revolution hinausreichen. Er stellte fest, dass die Netto-Isotopensignatur der CO₂-Quellen und -Senken in der Atmosphäre stabil geblieben ist. In der Veröffentlichung heißt es, dass die Daten „keine erkennbare Signatur des Menschen“ aufweisen.

Der Öffentlichkeit wird vermittelt, dass steigende CO₂-Werte hauptsächlich auf industrielle Abgase zurückzuführen sind. Doch der Kohlenstoffkreislauf ist weitaus größer als die vom Menschen verursachten Emissionen. Ozeane nehmen CO₂ auf und geben es wieder ab. Böden atmen. Pflanzen binden CO₂, geben aber einen Großteil davon durch Atmung, Zersetzung, Feuer und Bodenumwälzung wieder ab.

Nach der Kleinen Eiszeit stiegen die Temperaturen.

Diese Erwärmung verstärkte die natürlichen Prozesse im Kohlenstoffkreislauf.

Wärmere Ozeane setzen mehr CO₂ frei.

Wärmere Böden geben mehr CO₂ ab.

Eine wärmere, grünere Biosphäre bindet mehr Kohlenstoff durch Pflanzen, Zersetzung und Atmung.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die natürlichen CO₂-Veränderungen mehr als dreimal so groß sind wie die vom Menschen verursachten Emissionen, machen doch diese nicht mehr als 4 % der gesamten Kohlenstoffkreisläufe aus.

Koutsoyiannis stellt fest, dass sich die Temperatur zuerst ändert und das atmosphärische CO₂ erst danach reagiert. Zusammenfassend lässt sich sagen: Als sich die Welt nach der Kleinen Eiszeit erwärmte, passten sich Ozeane, Böden, Vegetation und Stoffwechselprozesse entsprechend an.

Das Klimasystem war vor dem Zeitalter der Kohlekraftwerke nicht stabil. Die Kleine Eiszeit, die etwa von 1300 bis 1850 dauerte, war eine der kältesten Perioden des Holozäns. Nach 1850 kehrte die Erwärmung zurück. Entscheidend ist, dass es bereits zuvor ähnliche Warmphasen gab: die mittelalterliche Warmzeit (MWP), das römische Klimaoptimum, das minoische Klimaoptimum und andere Warmphasen des Holozäns – von denen keine durch industrielle Emissionen verursacht worden war.

Die Isotopendaten sind ein Indiz. Die Temperaturaufzeichnungen sind ein weiteres.

Die Daten belegen immer wieder, dass das Klimasystem bereits vor den industriellen Emissionen in der Lage war, erhebliche Wärme zu erzeugen. Eine Studie aus dem Jahr 2025 in „Communications Earth & Environment“ ergänzt diese Erkenntnisse um Belege aus der Antarktis.

Forscher entdeckten im Inneren des Boulder-Clay-Gletschers im nördlichen Victoria-Land auf dem antarktischen Festland einen mehr als 4 km langen, unter dem Eis verborgenen Schmelzwasserkanal. Mit Hilfe von Bodenradar und Bohrungen konnten eine Erosionsfläche, Sedimentschichten und gut erhaltene Moosreste tief im Inneren des Eises nachgewiesen werden.

Heute ist der Boulder Clay Glacier permanent schneebedeckt, ohne Anzeichen von Oberflächen-Schmelzwasser. Doch vor etwa 1.000 Jahren, während der mittelalterlichen Warmzeit, kam es an diesem Gletscher zu weitreichender Oberflächenschmelze, fließendem Wasser, Sedimenttransport und Erosion.

Die Moosreste, die 11,11 m unter der Oberfläche gefunden worden waren, wurden auf etwa 1.050 kalibrierte Jahre vor heute datiert. Die Autoren datieren das spätere Erosionsereignis höchstwahrscheinlich auf den Zeitraum zwischen 900 und 989 Jahren vor heute, was mit der mittelalterlichen Warmzeit übereinstimmt.

Ihre Schlussfolgerung: Die sommerliche Schmelze an jenem Standort war in jenem Zeitraum stärker als heute.

Dies widerlegt die Behauptung, dass die mittelalterliche Wärme lediglich eine europäische Anomalie war. Ein Wärmeimpuls, der stark genug war, um Schmelzwassererosion auf einem antarktischen Gletscher auszulösen, deutet auf ein globaleres Ereignis hin.

Die Studie zu den CO₂-Isotopen findet seit der Kleinen Eiszeit keine eindeutigen Spuren der Industrialisierung. Die Studie zu den antarktischen Gletschern zeigt eine frühere vorindustrielle Wärme in einer Region, die heute gefroren und schneebedeckt ist.

Wieder einmal zeigt sich: das Klimasystem hat sich lange vor den modernen Emissionen drastisch verändert.

Link: https://electroverse.substack.com/p/concordia-sets-back-to-back-monthly?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Kernfusion zwischen Narrativ und physikalischer Realität

03. Mai 2026 um 13:00

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Eine kritische Analyse der kontrollierten Fusionsenergie und des chinesischen Hybridreaktorkonzepts

Dirk Freyling*

* Die vorliegende Analyse entstand im Kontext einer interdisziplinären Diskussion über die physikalische Begründbarkeit von Energiewende-Narrativen.

Abstract

Seit Jahrzehnten wird die kontrollierte Kernfusion als saubere, quasi unerschöpfliche Energiequelle propagiert. Internationale Großprojekte wie ITER binden zweistellige Milliardenbeträge und nähren die Erwartung eines baldigen Durchbruchs. Diese Arbeit untersucht die physikalischen Grundlagen des Tokamak-Konzepts und legt dar, dass es sich bei den immer wieder diagnostizierten Hürden nicht um lösbare Ingenieurprobleme, sondern um unauflösliche Prinzipwidersprüche handelt. Im Anschluss an die fundamentale Kritik des Fusionsphysikers Daniel Jassby werden drei zentrale physikalische Showstopper herausgearbeitet: die Zerstörung der Magnetfeldhomogenität durch Neutronen-induzierte thermische Störungen, die irreversible Materialschädigung durch hochenergetische Fusionsneutronen sowie der prinzipielle Widerspruch zwischen kontinuierlicher Energieauskopplung und Plasmaeinschluss. Alle drei Phänomene zusammen machen einen dauerhaft betreibbaren, stromliefernden Fusionsreaktor physikalisch unmöglich. Vor diesem Hintergrund erscheint die chinesische Entscheidung, auf einen hybriden Fusions-Spaltungs-Reaktor zu setzen, als rationaler Paradigmenwechsel: Gepulste, lokal unkontrollierte Fusionsprozesse dienen dort lediglich als Neutronentreiber für eine unterkritische Spaltungszone. Der Westen hingegen hält an der Illusion der „reinen“ Fusion fest, was als Symptom eines tieferliegenden Problems gedeutet wird – eines wissenschaftspolitischen Narrativs, das physikalische Rationalität durch Wunschdenken ersetzt.

1. Einleitung

Seit den 1960er Jahren wiederholt sich ein Mantra: „Kommerziell nutzbare Kernfusion ist dreißig Jahre entfernt.“ Mit jeder technischen Generation wurden vermeintliche Fortschritte erzielt, und mit jeder neuen Anlage traten fundamentale Probleme hervor, die zuvor nicht antizipiert worden waren. Das gegenwärtige Flaggschiff, der internationale Tokamak ITER, wird mit über 20 Milliarden Euro öffentlicher Mittel finanziert. Die offizielle Rhetorik spricht von Verzögerungen und technischen Herausforderungen, nicht von prinzipiellen Unmöglichkeiten. Genau diesen Sprung – von temporären Schwierigkeiten zu unüberwindbaren physikalischen Widersprüchen – vollzieht die Kritik des US-amerikanischen Plasmaphysikers Daniel Jassby, der 25 Jahre am Princeton Plasma Physics Laboratory forschte und zu den profiliertesten internen Kritikern des Tokamak-Konzepts zählt [1].

Die vorliegende Arbeit nimmt Jassbys Argumentation zum Ausgangspunkt und verdichtet sie zu drei physikalischen Showstoppern, die jeden Versuch eines kontinuierlich arbeitenden, magnetisch eingeschlossenen Fusionsreaktors ad absurdum führen. Im zweiten Teil wird die chinesische Hybridreaktor-Strategie als rationaler Gegenentwurf skizziert. Abschließend wird die Frage aufgeworfen, warum der Westen – trotz klarer physikalischer Evidenz – an der Fusionsutopie festhält und welche Rolle wissenschaftspolitische Narrative dabei spielen.

2. Physikalische Prinzipwidersprüche des Tokamak-Konzepts

Die folgenden drei Problemkreise sind nicht durch bessere Materialien, höhere Magnetfelder oder optimierte Plasmageometrien lösbar; sie sind der Topologie eines Neutronen produzierenden Fusionsreaktors immanent.

Tabelle 1: Physikalische Showstopper des Tokamak-Fusionsreaktors nach Jassby

Problem Physikalische Konsequenz (nach Jassby u. a.) Rationaler Schluss
Magnetfeld-Anisotropie Die unvermeidliche lokale Erhitzung der ersten Wand und des Kühlmantels durch Neutronenbeschuss verursacht thermische Gradienten und Materialverformungen. Diese Störungen brechen die für den Plasmaeinschluss zwingend erforderliche Homogenität des Magnetfeldes auf. Ein kontinuierlich steuerbarer Prozess wird unmöglich. Es kommt zur lokalen Zerstörung des Einschlusses und zum abrupten Abbruch der Entladung – im schlimmsten Fall zur unkontrollierten Fusion mit Zerstörung der Apparatur.
Materialzerstörung Die 14,1-MeV-Neutronen der Deuterium-Tritium-Reaktion versetzen Atome im Kristallgitter der Strukturmaterialien und erzeugen Leerstellen und Versetzungskaskaden. Die spröde werdenden Komponenten, insbesondere die extrem teuren supraleitenden Magnetspulen, verlieren irreversibel ihre mechanischen und elektrischen Eigenschaften. Der Reaktor ist kein „wartbares Kraftwerk“, sondern ein Einweg-Forschungsgerät. Ein wirtschaftlicher Dauerbetrieb, bei dem Komponenten turnusmäßig getauscht werden können, scheitert an den physikalisch bedingten Zerstörungsraten und den immensen Kosten.
Energieabfuhr vs. Plasmaeinschluss Zur Stromerzeugung muss thermische Energie kontinuierlich aus dem Reaktorcore abgeführt werden. Jeder Wärmeaustausch zwischen dem heißen Plasma und der gekühlten Reaktorwand stört jedoch die fragile magnetische Konfiguration, die das Plasma isoliert. Der Reaktor kann nicht gleichzeitig Energie in nutzbare Wärme umwandeln und das dafür nötige Magnetfeld aufrechterhalten. Die eine Kernfunktion (Energieproduktion) zerstört die andere (Plasmaeinschluss).

Diese drei Kategorien beschreiben kein temporäres Optimierungsproblem, sondern eine prinzipielle Unverträglichkeit zwischen dem gewünschten Betriebszustand eines Kraftwerks und den inhärenten Eigenschaften des magnetischen Plasmaeinschlusses. Jassby selbst kommt zu dem Schluss, dass ITER vor allem „ein Schaufenster für die Nachteile der Fusionsenergie“ sei und dass die Hoffnung auf eine „saubere, unerschöpfliche Energiequelle“ auf einer grundlegenden Fehleinschätzung der Neutronenphysik beruhe [1].

3. Der chinesische Hybridreaktor: Ein rationaler Paradigmenwechsel

Während im Westen die politische und wissenschaftliche Elite an der Vision der „reinen“ Fusion festhält, zeichnet sich in China ein grundlegend anderer, physikalisch konsistenter Entwicklungspfad ab. Chinesische Wissenschaftler haben die von Jassby benannten Widersprüche nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern in eine neue Reaktorphilosophie übersetzt [2]. Der hybride Fusions-Spaltungs-Reaktor, dessen Prototyp bis etwa 2035 in Betrieb gehen soll, setzt auf folgende Prinzipien:

  1. Gepulste, lokale Mikrofusion als Neutronentreiber. Anders als der Tokamak versucht der Hybridreaktor nicht, ein dauerhaft aktives Fusionsplasma einzuschließen. Stattdessen wird durch Trägheitseinschluss oder kurzzeitige Magneteinschlüsse eine kleine Menge Deuterium-Tritium gezündet – eine kurzzeitig unkontrollierte Fusion, deren Energiepuls einen Schauer hochenergetischer Neutronen freisetzt.
  2. Unterkritische Spaltungszone als Hauptenergiequelle. Diese Neutronen treffen auf eine umgebende Spaltzone aus Uran (auch abgereichertem Uran oder Atommüll), die in einem unterkritischen Zustand gehalten wird. Die durch die Fusionsneutronen getriggerte Kernspaltung setzt die eigentliche Nutzenergie frei, und zwar um das 10- bis 20-Fache der eingesetzten Fusionspulsenergie.
  3. Keine kontinuierliche Neutronenbelastung eines sensitiven Einschlusssystems. Da der Fusionsteil nur impulsweise arbeitet, entfallen die für den Tokamak tödliche Dauerbestrahlung und die thermischen Dauerstörungen. Die Spaltungszone ist technologisch beherrschbar, und die Fusionskomponente kann als austauschbarer „Zündkopf“ konstruiert werden.

Dieses Konzept umgeht elegant alle drei Showstopper aus Tabelle 1: Es gibt keinen fragilen magnetischen Dauereinschluss, der durch Dauerneutronen zerstört würde; der Fusionsanteil ist ein Opferbauteil ohne Anspruch auf Dauerbetrieb; und die Energieauskopplung geschieht in der konventionellen, gut verstandenen Spaltzone. Hinzu kommt die Möglichkeit, langlebigen Atommüll zu transmutieren. Physikalisch ist der Hybridreaktor daher kein gradueller Fortschritt, sondern eine radikale Abkehr vom Fusionskraftwerks-Mythos und eine Rückkehr zur physikalisch realistischen Nutzung von Fusionsprozessen als intensiver Neutronenquelle.

4. Fusionsnarrativ als Wissenschaftspathologie

Die Frage, warum sich der Westen so schwer tut, die geschilderten physikalischen Realitäten anzuerkennen, führt von der Physik zur Soziologie der Wissenschaft und zur politischen Ökonomie von Großforschungsprojekten. Der ITER-Verbund ist zu einem selbstreferenziellen System geworden, in dem jahrzehntelang Karrieren, politische Allianzen und industrielle Zuliefernetzwerke auf der Prämisse der Machbarkeit aufgebaut wurden. Ein öffentliches Eingeständnis der physikalischen Unmöglichkeit hätte nicht nur finanzielle Verluste, sondern auch einen massiven Legitimationsverlust der beteiligten wissenschaftlichen Institutionen zur Folge.

Parallel dazu dient das Narrativ der „sauberen Kernfusion“ als argumentativer Platzhalter in der Energiewendedebatte: Es erlaubt, die systemischen Lücken wetterabhängiger Erzeuger mit der Aussicht auf eine künftige, unbegrenzt verfügbare Grundlastquelle zu überdecken, ohne dass diese jemals realisiert werden muss. Genau diese Funktion teilt das Fusionsnarrativ mit vielen anderen Versprechungen der Energiewende, wie die Diskussion um Speichertechnologien und Rohstoffverfügbarkeiten zeigt. Dass insbesondere das weit verbreitete Sprachmodell: ChatGPT derlei Narrative bereitwillig reproduziert (ChatGPT ist eines der am weitesten verbreiteten Sprachmodelle in der westlichen Welt und weltweit überhaupt), ist – wie an anderer Stelle herausgearbeitet – kein Zufall, sondern Produkt eines auf Stabilität und Optimismus trainierten Sprachmodells, das fundamentale Widersprüche nicht auflösen kann und deshalb in das Muster ausweicht: „Die Herausforderungen sind groß, aber sie werden zu lösen sein.“

China hingegen, das weniger von historisch gewachsenen ideologischen Festlegungen und wissenschaftlichen Pfadabhängigkeiten belastet ist, kann sich einen nüchternen Blick auf die physikalische Realität leisten. Die Entscheidung für den Hybridreaktor ist nicht das Eingeständnis einer Niederlage, sondern die rationale Anwendung des wissenschaftlichen Darwinismus: Was physikalisch nicht funktionieren kann, wird nicht verfolgt.

5. Das Täuschungsparadoxon: Warum betreibt China dennoch alternativ reine Fusionsforschung?

Wenn – wie hier argumentiert – chinesische Wissenschaftler die von Jassby beschriebenen physikalischen Prinzipwidersprüche erkannt und in die Entwicklung des Hybridreaktors übersetzt haben, stellt sich unweigerlich die Frage: Warum forscht China dann parallel weiterhin an reinen Tokamak-Fusionsanlagen wie dem EAST und dem geplanten CFETR?

Die Antwort auf diesen scheinbaren Widerspruch lässt sich in zwei – einander ergänzenden – Deutungsrahmen geben: einer bewussten Täuschungsstrategie und einer strategischen Diversifikation.

5.1 Die Täuschungsthese: Historische Vorbilder

Die von US-Präsident Ronald Reagan 1983 angekündigte Strategic Defense Initiative (SDI, „Krieg der Sterne“). Aus heutiger Sicht gilt als gesichert, dass viele der darin versprochenen Technologien – etwa weltraumgestützte Laser zur Raketenabwehr – physikalisch und ingenieurstechnisch nie realisierbar waren. Dennoch trieben die USA das Programm öffentlichkeitswirksam voran. Der strategische Effekt: Die Sowjetunion investierte enorme Ressourcen in eigene, vermeintliche Gegenmaßnahmen und überforderte damit ihre ohnehin angespannte Ökonomie. Beispiel: „Missile Gap“ (1950er/60er) In den USA entstand die Angst, die Sowjetunion habe viel mehr Interkontinentalraketen. Tatsächlich war das stark übertrieben – führte aber zu massiven US-Aufrüstungsprogrammen. Die China-These folgt demselben Muster:

  • Ressourcenbindung des Westens: Solange sich die EU, die USA und private Investoren an der Chimäre der „reinen“ Fusionsenergie abarbeiten und Milliarden in Projekte wie ITER oder Helion stecken, hat China einen strategischen Wettbewerbsvorteil. Der Westen wird durch ein wissenschaftlich aussichtsloses Projekt finanziell und intellektuell beschäftigt.
  • Zeitgewinn für die eigene reale Entwicklung: Während der Westen im Narrativ gefangen bleibt, entwickelt China unbeirrt den tatsächlich funktionierenden Hybridreaktor. Jede neue Meldung über einen chinesischen „Fusionsrekord“ (längste Plasmadauer, höchste Temperatur) füttert das westliche Wunschdenken und rechtfertigt weitere westliche Investitionen in denselben Irrweg – während der chinesische Hybridreaktor kurz vor der Prototypreife steht.
  • Legitimation und Prestige: Die Teilnahme am internationalen Fusionswettlauf sichert China einen Platz in der globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft und verschafft Zugang zu Forschungsergebnissen anderer. Es wäre irrational, diesen Zugang durch einen offenen Ausstieg aus der Tokamak-Forschung aufzugeben.

Die Vermutung, China täusche eine mögliche Anwendung vor, um andere in die Irre zu führen, findet in diesem realpolitischen Kalkül eine vollkommen rationale Grundlage. China hätte damit – ähnlich wie einst die USA mit SDI – die physikalische Erkenntnis (Fusionskraftwerk ist unmöglich) in einen strategischen Hebel übersetzt.

5.2 Alternative Deutung: Institutionelle Parallelität und strategische Diversifikation

Neben der bewussten Täuschung existiert eine weniger spektakuläre, aber ebenso rationale Erklärung, die ohne die Unterstellung eines einheitlichen Masterplans auskommt:

  • Keine monolithische Wissenschaftsgemeinschaft: Chinas Fusionsforschung ist nicht zentral durch eine einzige Denkschule gesteuert. Verschiedene Institute verfolgen parallel unterschiedliche Ansätze – das Institute of Plasma Physics (ASIPP) mit Tokamaks (EAST) und andere Gruppen mit dem Hybridkonzept. Dass manche Wissenschaftler die reine Fusion für aussichtslos halten, bedeutet nicht, dass sich diese Einschätzung sofort in allen Forschungslinien durchsetzt.
  • Risikostreuung: China könnte schlicht auf mehrere Pferde setzen. Der Hybridreaktor ist physikalisch vielversprechender, aber technologisch ebenfalls anspruchsvoll. Sollte er scheitern, stünde China ohne jede Fusionsperspektive da. Die parallele Forschung an Tokamaks hält eine Rückfalloption offen.
  • Prestige und Signalwirkung: Der Wettbewerb um die längste Fusionsdauer ist ein Symbol nationaler Technologieführerschaft. Diese Symbolik ist für die innenpolitische Legitimation und das internationale Standing so wertvoll, dass die reine Fusionsforschung auch dann fortgeführt wird, wenn die Kraftwerksperspektive zweifelhaft ist.

Beide Deutungen schließen einander nicht aus. Vielmehr dürfte eine Mischung vorliegen: Die institutionelle Diversifikation wird bewusst aufrechterhalten, und die nach außen getragene Fokussierung auf reine Fusionsrekorde wird billigend als Nebeneffekt genutzt, um die wahren Absichten zu verschleiern. In jedem Fall bleibt die grundlegende Erkenntnis bestehen, dass die reine Fusionsforschung als Kraftwerkskonzept physikalisch obsolet ist und dass China dies offenbar besser verstanden hat als der Westen – und diesen Wissensvorsprung nun strategisch nutzt.

6. Fazit

Die kontrollierte „reine“ Kernfusion auf Basis des Tokamak-Prinzips scheitert nicht an mangelnder Finanzierung oder unzureichender Ingenieurskunst, sondern an unauflösbaren physikalischen Prinzipwidersprüchen. Die Argumente Daniel Jassbys – zusammenfassbar als Zerstörung der Magnetfeldhomogenität, irreversible Materialschädigung durch Fusionsneutronen und der Widerspruch zwischen Energieabfuhr und Plasmaeinschluss – belegen, dass ein kontinuierlich arbeitendes Fusionskraftwerk eine physikalische Chimäre ist. Die chinesische Hinwendung zum Hybridreaktor ist die logische Konsequenz dieser Erkenntnis und stellt einen strategischen Vorteil dar, der innerhalb der nächsten Dekade zu einem massiven wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Rückstand des Westens führen könnte.

Die eigentliche Herausforderung liegt nicht im Reaktordesign, sondern in der Fähigkeit des wissenschaftspolitischen Systems, liebgewonnene Narrative aufzugeben und physikalische Rationalität an die erste Stelle zu setzen. Solange dies nicht geschieht, werden weitere Milliarden in ein Projekt fließen, dessen einziges sicheres Produkt der Beweis seiner eigenen Undurchführbarkeit ist – und eine chinesische Vormachtstellung im Bereich der nuklearen Energieerzeugung.

Literaturverzeichnis

  1. Daniel Jassby. ITER is a showcase … for the drawbacks of fusion energy. Bulletin of the Atomic Scientists, 14. Februar 2018. Link (abgerufen am 25. April 2026).
  2. China National Nuclear Corporation (CNNC). China aims to have Xinghuo, world’s first fusion-fission power plant, running by 2030. NucNet, 28. März 2025. Link (abgerufen am 25. April 2026).
  3. Daniel Jassby. Fusion reactors: Not what they’re cracked up to be. Bulletin of the Atomic Scientists, 19. April 2017. Link (abgerufen am 25. April 2026).
  4. Institute of Plasma Physics, Chinese Academy of Sciences (ASIPP). Chinese „Artificial Sun“ Achieves New Record in a Significant Milestone Toward Fusion Power Generation. Pressemitteilung, Hefei, 21. Januar 2025. Link (abgerufen am 25. April 2026).

Methodologische Anmerkung

Die vorliegenden Betrachtungen haben zwar primär nichts mit dem anstehenden Paradigmenwechsel, gemäß dem Prinzip der Parsimonie, im Bereich der Theoretischen Denkmodellphysik zu tun, sind jedoch argumentativ-kombinatorisch aus einer methodischen Mustererkennung und Logik basierenden Minimalanalyse entstanden, so wie diese, im Rahmen der Masse-Raum-Kopplung (Elementarkörpertheorie von Dirk Freyling), übergeordnet, allgemein instrumenteller Standard ist. Siehe: https://www.dualismus.net/elementarybodytheory/website/.

 

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Balsabäume werden illegal für Windenergie abgeholzt

02. Mai 2026 um 16:00

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H. Sterling Burnett

In früheren Beiträgen von „Climate Change Weekly“ habe ich bereits ausführlich die verschiedenen schädlichen Umweltauswirkungen beschrieben, die der Bau großer industrieller Windkraftanlagen überall dort mit sich bringt, wo sie errichtet werden. Dazu gehören die Zerstörung von Wildnisgebieten und die Beeinträchtigung von Ausblicken, massive Verluste an Vögeln und Fledermäusen, der Verlust von Tonnen von Verbundwerkstoffen durch Erosion an den Rotorblattkanten, Störungen im Meeresökosystem, die Freisetzung von Giftstoffen beim Abbau von Seltenen Erden sowie die Entstehung von riesigen Abfallbergen. Ein aktueller Untersuchungsbericht von „The Daily Sceptic“ deckte eine weitere Umweltbelastung auf, zu der die Windindustrie beiträgt: die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes.

Balsaholz ist ein wichtiger Bestandteil von Windkraftanlagen und ein nahezu perfektes Material für diese. Das Holz wird vor allem als Kernmaterial in einer Sandwichkonstruktion verwendet, da es eine einzigartige Kombination aus extrem geringem Gewicht und bemerkenswerter Festigkeit und Steifigkeit aufweist. Seine zelluläre Struktur sorgt für hervorragende strukturelle Integrität, Steifigkeit und Ermüdungsbeständigkeit – Eigenschaften, die für massive, langlebige Rotorblätter unerlässlich sind, wenn diese sich bei starkem Wind biegen.

Das Problem ist, dass Teile des Amazonas-Regenwaldes abgeholzt werden, um die wachsende Nachfrage nach Balsaholz zu decken. Abgesehen von den Auswirkungen auf das Ökosystem des Amazonas‘ und die dortige Artenvielfalt könnte die Nettoauswirkung auf den Kohlendioxidgehalt (falls man sich darüber Sorgen macht) ein Wermutstropfen sein: Balsabäume, die als Kohlenstoffsenke dienen, werden abgeholzt, um die Kohlendioxid-Emissionen durch die Umstellung auf „umweltfreundliche“ Windenergie zu senken – eine These, die alles in allem bestenfalls umstritten ist.

Chris Morrison, Umweltredakteur beim The Daily Sceptic schreibt:

Jedes Jahr werden im Amazonas-Regenwald über eine halbe Million Balsa-Bäume illegal abgeholzt, um die massive Nachfrage nach Windkraftanlagen in vielen Teilen der Welt zu decken. Balsa ist ein leichtes, aber festes Holz, das häufig für den Kern riesiger Rotorblätter verwendet wird. Es kann etwa 7 % des Rotorblatts ausmachen, und für jeden Satz von drei Rotorblättern werden bis zu 40 Bäume benötigt.

Morrison stellte fest, dass der Großteil des Balsaholzes illegal und nicht nachhaltig abgeholzt wird, was bedeutet, dass die Bäume nicht konsequent neu gepflanzt werden. Die Abholzung erfolgt nach dem Prinzip „Abholzen, Abbrennen und Weiterziehen“.

„Der Großteil des kommerziellen Balsaholzes wird von Ecuador exportiert, das in den letzten Jahren jährlich etwa 500.000 Kubikmeter oder rund 80.000 Tonnen produziert hat“, berichtet Morrison. „Man geht davon aus, dass etwa 55 % der Produktion in Windkraftanlagen landen … aber seit Beginn dieses Jahrzehnts kann diese nachhaltige Ernte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten.

„In einer vernichtenden Studie stellte die Environment Investigation Agency (EIA) fest, dass die Exporte nach illegalem Holzeinschlag in unberührtem Regenwald bis 50 % gestiegen sind“, schreibt Morrison. „Die betroffenen Gebiete gelten als einige der letzten intakten Waldlandschaften des Landes. Es handelt sich dabei um einzigartige Schutzgebiete und symbolträchtige indigene Territorien.“

Aufgrund der Kritik an den ökologischen Auswirkungen der Abholzung für Windkraftanlagen versuchen Rotorblatt-Hersteller, Ersatzstoffe für Balsaholz zu finden, wie beispielsweise synthetische Polymerschaum-Ersatzstoffe. Hybridkonstruktionen enthalten jedoch nach wie vor Tonnen von Balsaholz aufgrund seines nahezu unübertroffenen Verhältnisses von Festigkeit zu Gewicht, insbesondere in Gebieten mit hoher Scherungs-Beanspruchung und konstant hohen Windgeschwindigkeiten, wo Balsaholz einen Vorteil hinsichtlich Steifigkeit und Flexibilität bietet. Es biegt sich, bricht aber nicht.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/28/balsa-trees-illegally-logged-for-wind-power/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Hinweis: Das EIKE berichtete über diesen Mega-Skandal bereits hier und hier.

 

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