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Hollisters Geopolitik-Radar vom 18. – 24. Mai 2026

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Hollisters Geopolitik-Radar vom 18. – 24. Mai 2026

Trumps Iran-Deal ist „weitgehend ausgehandelt" - Teheran widerspricht sofort in den Kernpunkten. Tulsi Gabbard tritt zurück, das letzte institutionelle Gegengewicht im Weißen Haus ist weg. Iran gründet eine staatliche Behörde zur Kontrolle der Straße von Hormuz und kassiert Millionen pro Durchfahrt. Die NATO trifft sich in Helsingborg und vertagt alles auf Ankara. China schickt 100 Schiffe und 16 Kampfjets Richtung Taiwan - zehn Tage nach Trumps „negotiating chip"-Aussage. Der Kongress bricht eine War-Powers-Abstimmung ab, weil die Stimmen zur Ablehnung fehlten. KW 21 zeigt eine Woche, in der Ankündigungen und Realität weiter auseinanderliegen als je zuvor.

Geopolitik-Radar vom 18. – 24. Mai 2026

Ein Meinungsbeitrag von Michael Hollister.

Ticker

TRUMP VERKÜNDET „WEITGEHEND AUSGEHANDELTEN" IRAN-DEAL - TEHERAN WIDERSPRICHT SOFORT (23. Mai 2026)

Am Abend des 23. Mai veröffentlichte Trump auf Truth Social, ein Abkommen mit Iran sei „largely negotiated" - die Straße von Hormuz werde geöffnet, ein Memorandum of Understanding stehe als erste Phase. Er habe mit den Führern Saudi-Arabiens, der VAE, Katars, Pakistans, der Türkei, Ägyptens, Jordaniens und Bahrains telefoniert, separat mit Netanyahu. Irans Außenministerium bestätigte ein MoU als ersten Schritt, betonte aber, dass in 30 bis 60 Tagen breitere Verhandlungen folgen sollen. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars widersprach umgehend: Die Straße von Hormuz bleibe unter iranischer Kontrolle - Trumps Formulierung sei „unvollständig und nicht konsistent mit der Realität." Das Atomprogramm, wochenlang von Washington als nicht verhandelbar bezeichnet, kommt in Trumps Verkündung mit keinem Wort vor. Was das MoU wirklich enthält, was es ausspart und warum die härtesten Fragen gerade erst beginnen: UPDATE - USA und Israel greifen Iran an - 24.05.2026

TULSI GABBARD TRITT ZURÜCK - LETZTES GEGENGEWICHT IM KABINETT WEG (23. Mai 2026)

Tulsi Gabbard, US-Direktorin des Nationalen Geheimdienstes, reichte am 23. Mai ihren Rücktritt ein. Ihr Büro hatte im März eingeschätzt, Iran baue keine Atombombe; Trump nannte sie selbst „softer" als er in der Nuklearfrage. Ihr Vize Joe Kent war bereits im März mit explizit antikriegerischer Begründung zurückgetreten. Die iranische Botschaft in Armenien kommentierte auf Social Media: Sie habe „Wahrheiten über Iran gesprochen, die Trump hasste." Gabbard geht exakt in dem Moment, in dem ein Deal verkündet wird, der Atomfragen in eine zweite Verhandlungsphase verschiebt - ohne Datum, ohne Garantie. Was ihr Abgang für die zweite Verhandlungsphase bedeutet und warum der Zeitpunkt kein Zufall ist: UPDATE - USA und Israel greifen Iran an - 24.05.2026

IRAN INSTITUTIONALISIERT HORMUZ-KONTROLLE - PERSIAN GULF STRAIT AUTHORITY GEGRÜNDET (18. Mai 2026)

Am 18. Mai gab Iran die Gründung der Persian Gulf Strait Authority bekannt - einer staatlichen Behörde zur Regulierung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormuz. Schiffe müssen sich vorab per E-Mail anmelden und Eigentümerschaft, Versicherung, Besatzung und Ladung offenlegen. Berichten zufolge wurden bis zu 2 Millionen Dollar pro Durchfahrt verlangt, zahlbar in chinesischen Yuan oder über IRGC-nahe Kryptowallets. Rubio nannte das Gebührensystem „inakzeptabel" und warnte, ein solcher Präzedenzfall könnte sich auf fünf weitere Engpässe weltweit ausweiten. Teheran institutionalisiert, was Washington wegverhandeln will - das ist die eigentliche Asymmetrie im laufenden Prozess. Die operative Analyse dazu: UPDATE - USA und Israel greifen Iran an - 24.05.2026

NATO HELSINGBORG: KEIN ERGEBNIS - RUBIO KRITISIERT VERBÜNDETE, FORDERT HORMUZ-„PLAN B" (21.-22. Mai 2026)

Beim NATO-Außenministertreffen im schwedischen Helsingborg - dem ersten auf schwedischem Boden seit dem NATO-Beitritt - kritisierte Rubio die Verbündeten scharf: Die NATO sei beim Iran-Krieg „nicht da gewesen." Er forderte die Partner auf, einen „Plan B" für den Fall dauerhaft geschlossener Meerenge zu entwickeln. Frankreich erarbeitet parallel einen eigenen UN-Resolutionstext für eine internationale Hormuz-Mission. Konkrete Ergebnisse brachte das Treffen nicht - alle strittigen Fragen wurden auf den NATO-Gipfel in Ankara (07.-08. Juli 2026) vertagt. Im Hintergrund: der US-Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland, angeordnet Anfang Mai als direkte Reaktion auf Kanzler Merz' öffentliche Kritik am Iran-Krieg. Was hinter der Oberfläche von Helsingborg liegt - und warum ein ehemaliger US-Geheimdienstdirektor einen Satz geschrieben hat, den niemand offiziell beantwortet hat: Die Einkreisung

US-KONGRESS BRICHT WAR-POWERS-ABSTIMMUNG AB - MEHRHEIT FÜR ABLEHNUNG FEHLTE (22. Mai 2026)

Die republikanische Führung im US-Repräsentantenhaus brach am 22. Mai eine geplante Abstimmung über eine War-Powers-Resolution ab - weil die Stimmen zur Ablehnung nicht gesichert waren. Die von Demokraten eingebrachte Resolution hätte Trump angewiesen, US-Streitkräfte aus den Feindseligkeiten gegen Iran zurückzuziehen. Demokrat Gregory Meeks erklärte: „Wir hatten die Stimmen ohne Frage, und sie wussten es." Im Senat hatte eine ähnliche Resolution zuvor mit 50 zu 47 Stimmen aus dem Ausschuss den Weg gemacht - vier Republikaner stimmten mit den Demokraten. Neun War-Powers-Initiativen hat der Kongress seit März abgelehnt; die zehnte hat die Führung nicht zur Abstimmung gestellt. Die Hintergründe zum wachsenden Widerstand im Kongress: UPDATE - USA und Israel greifen Iran an - 20.05.2026

CHINA SCHICKT 100+ SCHIFFE UND 16 KAMPFJETS RICHTUNG TAIWAN - ANTWORT AUF PEKING-GIPFEL (22.-23. Mai 2026)

Binnen 24 Stunden erfasste Taiwans Verteidigungsministerium 16 chinesische Kampfflugzeuge und 8 Kriegsschiffe rund um die Insel - 13 Maschinen überquerten die Mittellinie der Taiwanstraße und drangen in alle vier ADIZ-Zonen ein. Gleichzeitig wurden über 100 chinesische Schiffe zwischen Gelbem Meer und Südchinesischem Meer gemeldet. Trump hatte beim Peking-Gipfel (14.-15. Mai) gesagt, Waffenverkäufe an Taiwan seien „a very good negotiating chip." Der US-Marineminister bestätigte kurz darauf, ein geplanter Waffenverkauf im Wert von 14 Milliarden Dollar sei wegen des Munitionsbedarfs für den Iran-Krieg pausiert worden - Taiwan wurde nicht vorab informiert. Warum Peking wartet, was es aufbaut und wann das Zeitfenster schließt: China - Das stille Manöver

NPT-KONFERENZ GESCHEITERT - DRITTER FEHLSCHLAG IN FOLGE (22. Mai 2026)

Die vierwöchige UN-Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag endete am 22. Mai ohne Einigung - der dritte Fehlschlag in Folge nach 2015 und 2022. Iran blockierte eine Formulierung, wonach es „niemals eine Atomwaffe anstreben, entwickeln oder erwerben" dürfe. Seit Kriegsbeginn verweigert Teheran der IAEO den Zugang zu bombardierten Nuklearstandorten. UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich „bestürzt." Das Scheitern ist kein Zufall - es ist das Protokoll einer Ordnung, die gerade demontiert wird.

UKRAINE: RUBIO ERKLÄRT GESPRÄCHE FÜR GESCHEITERT - KIEW GREIFT RUSSISCHES ÖL AN (22. Mai 2026)

Rubio räumte in Helsingborg ein, die US-Vermittlungsbemühungen im Ukraine-Krieg seien „leider nicht fruchtbar" gewesen - derzeit führe Washington keine Gespräche mehr mit Russland oder der Ukraine. Selenskyj wird am NATO-Gipfel in Ankara teilnehmen, bestätigte Rutte. Gleichzeitig greift die Ukraine russische Energieinfrastruktur systematisch an: das Öl-Terminal Schescharis am Schwarzen Meer wurde in Brand gesetzt, der Tanker „Chrysalis" getroffen, die Raffinerie Jaroslawl zum vierten Mal im Mai angegriffen. Russland feuerte eine Rakete auf eine UN-Lagerhalle in Dnipro - zwei Tote, Hilfsgüter im Wert von einer Million Dollar vernichtet. Die Detailanalyse zur Frontlage und zur Rüstungsarchitektur, die Kiew gerade aufbaut: UPDATE - Russland-Ukraine-Konflikt - 21.05.2026

ISRAEL: NETANYAHU UNTER DOPPELTEM DRUCK - KNESSET-AUFLÖSUNG UND ISTGH (19.-22. Mai 2026)

Innenpolitisch spitzt sich die Lage für Netanyahus Regierung zu: Eine Vorabstimmung zur möglichen Auflösung der Knesset lief diese Woche, der IStGH hat Haftbefehle gegen Finanzminister Smotrich beantragt. Neue Gesetze sollen Anklagen gegen amtierende Premier erschweren. Im Libanon töteten israelische Luftangriffe am 22. Mai zehn Menschen, darunter sechs Sanitäter - das Gesundheitsministerium zählt seit dem 02. März 2026 insgesamt 3.111 Tote und 9.432 Verletzte. Hisbollah setzt verstärkt Glasfaser-gesteuerte Drohnen ein, die kaum abzufangen sind und bereits israelische Soldaten getötet haben. Der Waffenstillstand gilt auf dem Papier. Was darunter passiert, ist eine andere Geschichte.

VENEZUELA: SAAB VOR US-BUNDESGERICHT ANGEKLAGT - MADURO-VERFAHREN NIMMT FAHRT AUF (17.-20. Mai 2026)

Am 17. Mai wurde Alex Saab, enger Vertrauter des inhaftierten Ex-Präsidenten Maduro und ehemaliger venezolanischer Industrieminister, aus Caracas nach Miami geflogen. Am 20. Mai erschien er vor einem US-Bundesgericht: formelle Anklage wegen Geldwäsche, Verschleierung von Geldflüssen und Betrug am staatlichen CLAP-Lebensmittelprogramm. Interimspräsidentin Rodríguez nannte die Übergabe eine „administrative Maßnahme im nationalen Interesse" und distanzierte sich umgehend von Saab. US-Ermittler sehen ihn als Schlüsselzeugen im laufenden Maduro-Verfahren in New York. Wer die Architektur dahinter verstehen will - wie außenpolitische Entscheidungen und privater Vermögensaufbau in den USA zur gleichen Struktur verschmelzen: Insiderhandel vor Caracas - die Geldspur hinter dem Maduro-Sturz

MALI: AFRICA CORPS WEITER UNTER DRUCK - RUSSLANDS AFRIKAMODELL AN GRENZEN (lfd. Mai 2026)

Die malische Armee versucht Gegenangriffe auf die Kidal-Region, seit Africa Corps und Regierungstruppen Ende April aus Kidal, Aguelhok, Tessalit und weiteren Positionen verdrängt wurden. Foreign Policy dokumentierte am 20. Mai 2026 die anhaltende Instabilität: Das Söldnermodell hält nicht, was es versprochen hat. Für Moskau ist der Verlust Kidals nicht nur ein militärischer Rückschlag - es ist ein Reputationsschaden in ganz Westafrika, der andere Kooperationsanfragen verteuert. Die vollständige Analyse zur Architektur des russischen Scheiterns im Sahel: Mali brennt, Russland blutet

MERZ: 13 PROZENT ZUSTIMMUNG - HISTORISCHER TIEFSTAND NACH ZWÖLF MONATEN IM AMT (12. Mai 2026)

Eine Forsa-Umfrage vom 12. Mai 2026 misst für Bundeskanzler Friedrich Merz eine Zustimmung von 13 Prozent - ein Wert, den Forsa-Chef Peter Matuschek als „historisch einmalig" bezeichnet. Merz selbst beklagte öffentlich, kein Bundeskanzler vor ihm habe „so etwas ertragen müssen." Die Bilanz nach zwölf Monaten Kanzlerschaft fällt ernüchternd aus: Schuldenbremse, Migration, Wirtschaftswende, Außenpolitik - was versprochen wurde und was davon umgesetzt ist, zeigt eine sachliche Analyse mit Primärquellen. Die Cui-bono-Frage zwischen Merz' BlackRock-Vergangenheit und seiner Ukraine-Politik stellt sich dabei von selbst: Zwölf Monate Friedrich Merz

Fokusthemen

Der Deal, der keiner ist - Trumps MoU und Irans Stille

Am 23. Mai 2026 verkündete Trump auf Truth Social einen „weitgehend ausgehandelten" Deal mit Iran. Wenige Stunden später widersprach Teheran in den wichtigsten Punkten. Das ist keine Kommunikationspanne. Das ist die Struktur des Abkommens selbst.

Was das Memorandum of Understanding (MoU) enthält , ist bekannt: eine Atempause, einen Verhandlungsrahmen für 30 bis 60 Tage, ein Signal zur schrittweisen Hormuz-Öffnung. Was es nicht enthält, ist die eigentliche Frage: 440 Kilogramm hochangereichertes Uran in Tiefbunkern. Ein Raketenprogramm, das nach eigenen Angaben wieder aufgebaut wird. Die neu gegründete Persian Gulf Strait Authority, die Durchfahrtgebühren kassiert und Schiffe registriert, als wäre Hormuz iranisches Hoheitsgebiet. Keiner dieser Punkte kommt in Trumps Ankündigung vor. Alle sind in eine zweite Verhandlungsphase verschoben, die noch kein Datum hat.

Gleichzeitig trat Tulsi Gabbard zurück - die letzte Stimme im Trump-Kabinett mit einer dokumentierten Gegenposition zur Iran-Bedrohungsanalyse. Ihr Vize Joe Kent war im März gegangen. Pakistan-Armeechef Asim Munir traf am 23. Mai in Teheran Präsident Pezeshkian, Parlamentspräsident Ghalibaf und Außenminister Araghchi - auf Staatsbesuchs-Niveau, während er gleichzeitig auf Trumps Telefonliste der regionalen Führungspersönlichkeiten stand. Er ist der einzige Akteur dieser Woche, der mit beiden Seiten auf höchster Ebene gesprochen hat. Was Pakistan in Teheran wirklich verhandelt hat - und warum der Zeitpunkt von Gabbards Abgang kein Zufall ist - sind die Fragen, die niemand laut stellt. Wer alle Lücken im MoU in einem Bild sehen will: UPDATE - USA und Israel greifen Iran an - 24.05.2026

Was als Befund bleibt: Beide Seiten haben ein Dokument unterzeichnet, das sie unterschiedlich beschreiben. Teheran hat den Widerspruch nicht zufällig öffentlich gemacht - es hat ihn als Signal gesetzt. Die härtesten Fragen dieses Krieges beginnen gerade erst.

Fragen:

  • Kann eine zweite Verhandlungsphase gelingen, wenn Iran das HEU nicht außer Landes gibt und Washington das als rote Linie definiert hat?
  • Was passiert mit dem hochangereicherten Uran, wenn der US-Kongress Trump die Kriegsermächtigung entzieht - bevor die zweite Phase begonnen hat?
  • Wer gewinnt mehr Zeit durch das MoU: Washington oder Teheran?
  • Ist Munirs Rolle als Vermittler noch die richtige Beschreibung - oder ist Pakistan inzwischen eine eigenständige Partei?

Die Einkreisung - was Helsingborg nicht zeigen wollte

Am 21. und 22. Mai 2026 trafen sich die NATO-Außenminister im schwedischen Helsingborg. Das Treffen endete ohne Ergebnis. Alle strittigen Fragen wurden auf den Ankara-Gipfel vertagt. So weit die offizielle Version.

Darunter liegt etwas, das keine Pressemitteilung beschreibt. Rubio warf den Verbündeten vor, die USA beim Iran-Krieg im Stich gelassen zu haben. Der US-Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland war keine separate Meldung - er war die operative Antwort auf Kanzler Merz' öffentliche Kritik am Iran-Krieg. Eine Truppenverlegung als Strafmaßnahme. Das hat es in der Geschichte der NATO noch nicht gegeben.

Am 09. April hatte Joe Kent - ehemaliger US-Counterterrorism-Direktor, elf Kampfeinsätze als Green Beret, zurückgetreten im Protest gegen den Iran-Krieg - auf X einen Satz geschrieben, den niemand offiziell beantwortet hat: Die USA würden die NATO nicht verlassen, um sich aus fremden Verstrickungen zurückzuziehen, sondern um an Israels Seite kämpfen zu können, wenn es zwischen Israel und der Türkei zum Zusammenstoß kommt. 3,89 Millionen Aufrufe. Schweigen aus dem Weißen Haus, dem State Department, dem Pentagon. Das Schweigen ist lauter als jede Antwort, die möglich wäre. Was hinter Kents Satz steckt - fünf Eskalationsschritte in 52 Tagen, eine wachsende Gegenmacht-Architektur aus Türkei, Pakistan und Golfstaaten, und eine Allianz an einer Sollbruchstelle, die niemand benennen will: Die Einkreisung

Helsingborg war die Oberfläche. Was darunter läuft, ist ein Prozess, der nicht in Pressemitteilungen endet.

Fragen:

  • Kann die NATO eine Allianz bleiben, wenn ihre zweitgrößte Armee die Bündnislogik strategisch unterläuft?
  • Ist der US-Truppenabzug aus Deutschland ein Signal oder bereits der Beginn eines strukturellen Rückzugs?
  • Was passiert mit Artikel 5, wenn Washington ihn für einen Konflikt mit einem NATO-Mitglied nicht mehr anwenden will?
  • Wer sitzt beim Ankara-Gipfel im Juli wirklich am Tisch - und wer hat dann noch etwas zu sagen?

Peking nach dem Gipfel - 100 Schiffe, 16 Kampfjets, kein Zufall

Zehn Tage nach dem Peking-Gipfel vom 14. und 15. Mai schickte China 16 Kampfflugzeuge und 8 Kriegsschiffe rund um Taiwan - 13 Maschinen überquerten die Mittellinie der Taiwanstraße, drangen in alle vier Luftverteidigungszonen ein. Gleichzeitig wurden über 100 chinesische Schiffe zwischen Gelbem Meer und Südchinesischem Meer gemeldet. Das ist keine Routineübung.

Trump hatte beim Gipfel gesagt, Waffenverkäufe an Taiwan seien „a very good negotiating chip for us, frankly." Pekings Staatsmedien verbreiteten danach, Washington „verstehe" Chinas Position. Der amtierende US-Marineminister bestätigte wenige Tage später, ein geplanter Waffenverkauf an Taiwan im Wert von 14 Milliarden Dollar sei pausiert worden - wegen des Munitionsbedarfs für die Iran-Operation. Taiwan wurde nicht vorab informiert.

Was Peking jetzt demonstriert, ist keine Eskalation im operativen Sinne. Es ist eine Botschaft, präzise adressiert: Wir haben gehört, was gesagt wurde. Wir wissen, was das bedeutet. Seit dem 28. Februar 2026, dem Tag der ersten US-israelischen Angriffe auf Iran, hatte China kein einziges Militärflugzeug mehr in Taiwans Luftverteidigungszone geschickt - sechs Wochen Stille. Dann, nach dem Gipfel, diese Demonstration. Das ist nicht Entspannung. Das ist Kalkül. Wie dieses Kalkül aussieht, was Peking für 2027 aufbaut und warum die Stille vor dem Gipfel die eigentliche Aussage war: China - Das stille Manöver

Fragen:

  • Wann genau schließt sich das Fenster, in dem Peking handeln kann, ohne den vollen US-Widerstand zu riskieren?
  • Was bedeutet die Taiwan-Waffenverkaufs-Pause operativ für Taipeh - jetzt, in diesem Moment?
  • Kann Trump Taiwan als Verhandlungsmasse anbieten, ohne den Kongress zu befragen - und was passiert, wenn er es tut?
  • Wie lange kann die Formel „US-Politik zu Taiwan ist unchanged" funktionieren, wenn der Präsident sie öffentlich relativiert?

+++

Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik - jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com , bei Substack sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

Quellenverzeichnis

Iran - Deal, MoU, Verhandlungen, Hormuz

  1. Al Jazeera, 23. Mai 2026 - Trump says Iran agreement has been largely negotiated: https://www.aljazeera.com/news/liveblog/2026/5/23/iran-war-live-tehran-says-diplomacy-continues-but-no-deal-yet-with-us
  2. CNBC, 23. Mai 2026 - Trump says Iran deal reopening Strait of Hormuz largely negotiated: https://www.cnbc.com/2026/05/23/us-iran-war-talks.html
  3. Times of Israel, 23. Mai 2026 - Contradicting Trump, Iranian media says Strait of Hormuz will stay under Iran's management: https://www.timesofisrael.com/liveblog-may-23-2026/
  4. CBS News, 22. Mai 2026 - US prepares new military strikes against Iran: https://www.cbsnews.com/news/us-prepares-new-military-strikes-against-iran/
  5. Windward AI, 18. Mai 2026 - Iran's Hormuz Transit Toll Mechanism and What It Means at Sea: https://windward.ai/blog/irans-hormuz-transit-toll-mechanism-and-what-it-means/
  6. Arab News / Reuters, 22. Mai 2026 - France readies UN resolution on Hormuz as vote on US text stalls: https://www.arabnews.com/node/2644643/middle-east

Tulsi Gabbard / Kongress / War Powers

  1. The Hill, 23. Mai 2026 - Loomer celebrates Gabbard resignation: https://thehill.com/homenews/administration/5892884-laura-loomer-cheers-gabbard-resignation/
  2. NBC News, 19. Mai 2026 - Senate advances resolution to end Iran war as GOP Sen. Bill Cassidy flips: https://www.nbcnews.com/politics/congress/senate-advances-resolution-end-iran-war-trump-bill-cassidy-rcna346001
  3. CBS News Live, 22. Mai 2026 - House Republicans call off vote on Iran war resolution: https://www.cbsnews.com/live-updates/iran-war-trump-us-peace-talks-strait-of-hormuz-control/#post-update-3ba13878

NPT / Atomsperrvertrag

  1. CBS News Live, 22. Mai 2026 - UN conference to review nuclear proliferation treaty ends without deal: https://www.cbsnews.com/live-updates/iran-war-trump-us-peace-talks-strait-of-hormuz-control/#post-update-c9e3daad

NATO Helsingborg

  1. NATO, 22. Mai 2026 - NATO Foreign Ministers wrap up preparations for Ankara Summit in Helsingborg: https://nato.int/en/news-and-events/articles/news/2026/05/22/nato-foreign-ministers-wrap-up-preparations-for-ankara-summit-in-helsingborg
  2. Handelsblatt, 22. Mai 2026 - Rubio: Bemühungen um Frieden in der Ukraine „leider nicht fruchtbar": https://www.handelsblatt.com/politik/international/ukraine-rubio-bemuehungen-um-frieden-in-der-ukraine-leider-nicht-fruchtbar/27982126.html
  3. t-online, 22. Mai 2026 - NATO-Treffen in Helsingborg: Trump macht Europäer nervös: https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_101265342/nato-treffen-in-schweden-trump-macht-europaeer-nervoes.html

Taiwan / China

  1. Berliner Zeitung, 23. Mai 2026 - Massive Militärpräsenz: Taiwan meldet mehr als 100 chinesische Schiffe vor der Küste: https://www.berliner-zeitung.de/article/china-taiwan-konflikt-ueber-100-schiffe-und-kampfjets-vor-taiwans-kueste-gesichtet-10038087
  2. Al Jazeera, 22. Mai 2026 - US pausing 14bn arms sale to Taiwan due to Iran war: https://www.aljazeera.com/news/2026/5/22/us-pausing-14bn-arms-sale-to-taiwan-due-to-iran-war-navy-chief-says

Ukraine

  1. ZDF heute, 23. Mai 2026 - Ukraine-Krieg Liveticker: https://www.zdfheute.de/politik/ausland/ukraine-russland-konflikt-blog-102.html
  2. Ukrinform, 22. Mai 2026 - Frontnachrichten Ukraine: https://www.ukrinform.de/rubric-ato

Israel / Libanon

  1. CBS News Live, 22. Mai 2026 - Death toll from Israeli attacks in Lebanon tops 3100: https://www.cbsnews.com/live-updates/iran-war-trump-us-peace-talks-strait-of-hormuz-control/#post-update-2033467b
  2. lpb-bw.de, 22. Mai 2026 - Israel attackiert weiter Libanon: https://www.lpb-bw.de/nahostkonflikt

Venezuela

  1. Venezuelanalysis, 20. Mai 2026 - Venezuela: US Charges Former Minister Saab with Money Laundering: https://venezuelanalysis.com/news/venezuela-us-charges-former-minister-saab-with-money-laundering-launches-new-maduro-probe/
  2. ZDF heute, 17. Mai 2026 - Venezuela liefert Maduro-Vertrauten Saab an die USA aus: https://www.zdfheute.de/politik/ausland/venezuela-usa-auslieferung-alex-saab-maduro-vertrauter-ex-minister-100.html

Mali / Sahel

  1. Foreign Policy, 20. Mai 2026 - Mali Strikes Rebel-Held Kidal as Insurgency Worsens: https://foreignpolicy.com/2026/05/20/mali-rebels-kidal-fla-jnim-sahel-violence/
  2. ACLED, Mai 2026 - Africa Overview: May 2026: https://acleddata.com/update/africa-overview-may-2026

Merz / Deutschland

  1. Berliner Zeitung, 02. Mai 2026 - Trump zieht 5000 Soldaten aus Deutschland ab: https://www.berliner-zeitung.de/article/streit-mit-merz-eskaliert-trump-zieht-5000-soldaten-aus-deutschland-ab-10033870

Eigene Analysen

  1. UPDATE - USA und Israel greifen Iran an - 24.05.2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/24/update-usa-und-israel-greifen-iran-an-24-05-2026/
  2. Die Einkreisung, 24. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/24/die-einkreisung/
  3. UPDATE - USA und Israel greifen Iran an - 20.05.2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/20/update-usa-und-israel-greifen-iran-an-20-05-2026/
  4. UPDATE - Russland-Ukraine-Konflikt, 21. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/21/update-russland-ukraine-konflikt/
  5. China - Das stille Manöver, 08. März 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/03/08/china-das-stille-manoever/
  6. Mali brennt, Russland blutet, 12. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/12/mali-brennt-russland-blutet/
  7. Insiderhandel vor Caracas, 10. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/10/insiderhandel-vor-caracas/
  8. Zwölf Monate Friedrich Merz, 24. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/24/zwoelf-monate-friedrich-merz/

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Hollisters Geopolitik-Radar vom 11. – 17. Mai 2026

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Hollisters Geopolitik-Radar vom 11. – 17. Mai 2026

Der Waffenstillstand mit Iran ist auf „life support" - während die New York Times berichtet, dass neue Angriffe auf Kharg Island bereits vorbereitet werden. BRICS scheitert in Neu-Delhi an sich selbst. Trump erklärt Taiwan zum Verhandlungschip. Israel tötet den Hamas-Militärchef trotz Waffenstillstand. Und Alex Saab landet in Miami - Maduros Kassenmann, bereit zum Reden.

Geopolitik-Radar vom 11. – 17. Mai 2026

Ein Meinungsbeitrag von Michael Hollister.

Ticker

IRAN/HORMUZ: WAFFENSTILLSTAND AUF „LIFE SUPPORT" - TRUMP NENNT IRANS ANTWORT „GARBAGE"

Der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran besteht formal seit dem 08. April. Er ist es nur dem Namen nach. Das Congressional Research Service bezeichnete ihn am 13. Mai als auf „life support". Trump nannte Irans jüngste Antwort auf den US-Verhandlungsvorschlag „garbage" und drohte erneut mit militärischer Eskalation. Iran seinerseits drohte mit vollständiger Schließung der Straße von Hormuz und Angriffen auf Entsalzungsanlagen - infrastrukturelle Ziele, die Millionen Menschen das Trinkwasser sichern. Araghchi forderte beim BRICS-Treffen in Neu-Delhi die Mitgliedsstaaten auf, die US-israelische Aggression „unequivocally" zu verurteilen. Der operative Lagebericht mit Quellenverzeichnis: UPDATE - USA und Israel greifen Iran an - 17.05.2026

NYT-BERICHT: USA UND ISRAEL PLANEN NEUE ANGRIFFE AUF IRAN - KHARG ISLAND IM VISIER

Die New York Times berichtete am 15. Mai: Israel und die USA intensivieren die Vorbereitungen für mögliche neue Angriffe auf Iran, möglicherweise bereits in der kommenden Woche. Erwogen werden der Einsatz von Kommandotrupps zum Abtransport iranischen Nuklearmaterials sowie Angriffe auf Kharg Island - Irans wichtigstes Ölexport-Terminal, über das rund 90 Prozent der iranischen Ölausfuhren laufen. Zusätzliche Bombenkampagnen auf Militär- und Infrastrukturziele werden ebenfalls in Betracht gezogen. Wer Kharg kontrolliert, kontrolliert Irans Öl, Chinas Versorgung und die Straße von Hormuz gleichzeitig. Was derzeit im Persischen Golf aufgebaut wird - Marines, Osprey, amphibische Kampfschiffe - ist keine Kulisse: Iran Insight: Bodentruppen und das Doppelschloss

BRICS SCHEITERT IN NEU-DELHI: KEIN GEMEINSAMES STATEMENT - DER „GEGENBLOCK" ZEIGT RISSE

Das zweitägige Außenministertreffen der BRICS-Staaten in Neu-Delhi endete am 15. Mai ohne gemeinsame Abschlusserklärung. Gastgeber Indien veröffentlichte nur ein Chair's Statement. Hauptstreitpunkt: die Forderung Irans, die USA und Israel für den Krieg ausdrücklich zu verurteilen. Die VAE - BRICS-Mitglied und gleichzeitig US-Verbündeter - blockierten eine solche Formulierung. Lavrov, Araghchi und Wang Yi saßen am selben Tisch, ohne eine gemeinsame Linie zu finden. BRICS wird im Westen oft als geschlossener Gegenblock zum G7 dargestellt. Was in Neu-Delhi passierte, zeigt: Bei einem realen Krieg mit Energie- und Bündnisdimension enden die Gemeinsamkeiten dort, wo die eigenen Interessen beginnen.

TRUMP-XI-GIPFEL: TAIWAN ALS „VERY GOOD NEGOTIATING CHIP" - PEKING REGISTRIERT JEDEN SATZ

Beim Gipfel in Peking am 14./15. Mai war Taiwan das dominierende Thema. Xi nannte es die „wichtigste Frage" in den bilateralen Beziehungen: Handle it badly, riskierten beide Länder „collision or conflict." Trump antwortete in einem Fox-Interview, Waffenverkäufe an Taiwan seien „a very good negotiating chip for us, frankly." Taiwan solle sich „ein bisschen abkühlen." Wangs Nachricht danach an Peking: „Wir spüren, dass die US-Seite Chinas Position versteht." Rubio beschwichtigte Taiwan sofort: Die Politik sei „unchanged." Das greifbare Ergebnis des Gipfels: ein Boeing-Auftrag über 200 Flugzeuge. Xi wird Trump im Herbst in den USA besuchen. Strukturell hat sich nichts verändert - außer dass Taiwan nun weiß, dass es Verhandlungsmasse sein kann.

GAZA: ISRAEL TÖTET HAMAS-MILITÄRCHEF HADDAD - RANGHÖCHSTER TOD SEIT OKTOBER-WAFFENSTILLSTAND

Am 15. Mai tötete Israel in einem Luftangriff auf Gaza-Stadt Izz al-Din al-Haddad, Kommandeur der Kassam-Brigaden und ranghöchsten verbliebenen Architekten des 07. Oktober 2023. Er starb zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter. Hamas bestätigte den Tod. Seit dem Oktober-Waffenstillstand wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 850 Palästinenser durch israelische Angriffe getötet, vier israelische Soldaten kamen ums Leben. Phase 2 des Waffenstillstandsabkommens bleibt blockiert: Der Board-of-Peace-Envoy erklärte, die Einigung hänge an der ungeklärten Frage der Hamas-Entwaffnung. Was Trumps Gaza-Plan von Anfang an war - und was er bis heute ist - haben wir hier dokumentiert: Board of Peace - Teil 1 und Teil 2

LIBANON: 45-TAGE-VERLÄNGERUNG UNTERZEICHNET - GLEICHZEITIG SECHS TOTE BEI ISRAELISCHEN ANGRIFFEN

Das US-Außenministerium gab während Trumps Peking-Reise bekannt, Israel und Libanon hätten den Waffenstillstand um 45 Tage verlängert. Wenige Stunden später töteten israelische Luftangriffe im Südlibanon sechs Menschen, darunter drei Sanitäter einer Hisbollah-nahen Einrichtung. Israel erklärte, es habe Hisbollah-Infrastruktur getroffen. Der Waffenstillstand gilt auf dem Papier. Was darunter passiert, ist eine andere Geschichte.

VENEZUELA: ALEX SAAB IN MIAMI - MADURO-KASSENMANN LIEFERT SCHLÜSSELZEUGE

Am 16. Mai deportierte die venezolanische Übergangsregierung unter Delcy Rodríguez Alex Saab in die USA. FBI und CIA waren an der Operation beteiligt. Saab galt jahrelang als wichtigster Finanzoperateur des Chavismus, wurde 2023 von Biden begnadigt und kehrte als gefeierter Held nach Venezuela zurück. Nach Maduros Festnahme im Januar verschwand er aus dem öffentlichen Leben. Nun sitzt er in Miami und könnte zum entscheidenden Zeugen im Maduro-Verfahren werden. Venezuela nennt den Vorgang „Deportation" - nicht Auslieferung. Der Unterschied ist juristisch relevant: kein Auslieferungsvertrag, keine langen Verfahren, maximale Flexibilität für die Ankläger. Wer die Architektur hinter der US-Neuordnung Venezuelas verstehen will - Ölverträge, Hedgefonds, Insiderwissen - findet sie hier: Insiderhandel vor Caracas - die Geldspur hinter dem Maduro-Sturz

UKRAINE/RUSSLAND: GEFANGENENAUSTAUSCH 205 GEGEN 205 - WAFFENRUHE BRÜCHIG

Russland und die Ukraine tauschten je 205 Kriegsgefangene aus - nach Selenskyjs Angaben die erste Phase eines geplanten Austauschs von je 1.000 Gefangenen. Gleichzeitig werfen sich beide Seiten gegenseitig Verletzungen der US-gestützten Waffenruhe vor. Ukrainische Stellen meldeten Tote und Angriffe auch während der Ruhephase. Der Austausch ist humanitär bedeutsam. Er ist kein Zeichen strategischer Deeskalation.

NATO-OSTFLANKE: LETTLANDS REGIERUNG KOLLABIERT, PROJEKTIL IN RUMÄNIEN

Lettlands Premierministerin Evika Siliņa trat zurück, nachdem ihre Koalition über den Umgang mit einem russischen Drohnenvorfall zerbrochen war. Das Projektil landet nicht nur in Pardina nahe der rumänisch-ukrainischen Grenze - es landet politisch in einer NATO-Regierung. Die Ukraine-Kriegsfolgen destabilisieren nicht nur militärisch, sondern auch innenpolitisch die Ostflanke des Bündnisses.

MALI BRENNT WEITER - RUSSISCHES MODELL UNTER DRUCK, ARTICLE ALS ANALYSE

Die Offensive von FLA und JNIM hält an. Africa Corps hat Kidal verloren, die Bamako-Sikasso-Straße bleibt blockiert. Was hier geschieht, ist mehr als eine malische Sicherheitskrise: Es ist der bislang schwerste Schlag gegen die russische Sicherheitsarchitektur in Afrika - und ein Test, ob das Söldnermodell halten kann, was es verspricht. Wer ukrainische Drohnenkompetenz, algerische Rückzugsräume, französische Interessen und das erodierende russische Versprechen in einem Bild sehen will: Mali brennt, Russland blutet

SUDAN: DROHNEN WERDEN ZUM HAUPTKILLERWERKZEUG - 880 TOTE SEIT JANUAR

Die Associated Press berichtet: Drohnen sind im Sudan-Konflikt inzwischen zur zentralen Ursache ziviler Todesopfer geworden. Zwischen Januar und April 2026 wurden nach UN-Angaben mehr als 880 Zivilisten durch Drohnenangriffe getötet. Beide Seiten - SAF und RSF - setzen zunehmend externe Drohnentechnologie ein. Sudan ist längst kein innerafrikanischer Bürgerkrieg mehr, sondern ein internationales Stellvertreter- und Rüstungsfeld. Wer die Waffen liefert, wer das Gold kauft und wer als „Friedensvermittler" am Tisch sitzt, während seine Frachtflüge Munition liefern: Sudan - Das vergessene Massaker

FRANKREICH: MACRON IN KENIA - NEUES AFRIKA-NARRATIV NACH SAHEL-RÜCKZUG

Emmanuel Macron besuchte diese Woche Kenia im Rahmen des Africa Forward Summit. Frankreich versucht sichtbar, sein Afrika-Verhältnis nach dem erzwungenen Rückzug aus Mali, Niger und Burkina Faso neu zu rahmen: weniger Françafrique, mehr Partnerschaft auf Augenhöhe. Ob das Publikum in Nairobi oder in Bamako glaubt, ist eine andere Frage.

EU-STAHL: IMPORTBESCHRÄNKUNGEN TREFFEN UKRAINE - VERBÜNDETER UNTER DRUCK

Die EU plant laut Financial Times, Stahlimporte ab Juli 2026 stark zu begrenzen und zusätzliche Mengen mit 50 Prozent Zoll zu belegen. Ukrainische Stellen warnen: Ukrainische Stahlproduzenten sind stark vom EU-Markt abhängig. Brüssel schützt seine Industrie - und setzt dabei einen Kriegsverbündeten unter Druck, dem es gleichzeitig 90 Milliarden Euro Kredit bewilligt hat. Das ist keine Inkonsistenz. Das ist die Logik von Handelsinteressen, die nie ausgesetzt werden.

Fokusthemen

Kharg Island, Werkzeugkasten, Zeitfenster - die nächste Eskalationsstufe

Am 15. Mai berichtete die New York Times: Die USA und Israel intensivieren die Vorbereitungen für mögliche neue Angriffe auf Iran. Als möglichstes Ziel wird Kharg Island genannt - das Terminal, über das rund 90 Prozent der iranischen Ölexporte laufen. Gleichzeitig wird ein Kommandoeinsatz zum Abtransport iranischen Nuklearmaterials erwogen. Trump nennt den bisherigen Krieg eine „6-Wochen-Exkursion". Das klingt nach Verharmlosung. Es könnte auch die Beschreibung eines abgeschlossenen ersten Akts sein.

Wer versteht, was im Persischen Golf gerade aufgebaut wird, liest den NYT-Bericht anders. 8.000 bis 10.000 US-Soldaten, Marines, Fallschirmjäger, amphibische Kampfschiffe, MV-22 Ospreys - das kostet Hunderte Millionen Dollar und ist keine Drohgebärde. Eine Marine Expeditionary Unit ist nicht für Präsenz konzipiert, sondern für schnelle, präzise Eingriffe tief im gegnerischen Raum. Wer wissen will, welche Fähigkeiten gerade im Golf positioniert werden und was das operativ bedeutet: Wenn Osprey und Marines kommen, geht es nicht um Brücken

Das Doppelschloss-Szenario - Hormuz zu, Bab al-Mandab zu - ist in dieser Konstellation keine Theorie mehr. Wenn Iran auf einen Kharg-Angriff mit der vollständigen Schließung der Meerenge antwortet und gleichzeitig seine Verbündeten im Jemen Bab al-Mandab sperren, bricht die gesamte Handelsroute zwischen Asien und Europa zusammen. Die EU hätte dann beide Wege verloren, über die ihr Öl und Gas kommt. Kein Parlament hat das beschlossen. Eine Rakete auf Kharg würde es entscheiden. Was dieses Szenario bedeutet und warum Trump dabei auch die EU ins Visier nehmen kann: Iran Insight: Bodentruppen und das Doppelschloss

Was als Improvisation eines unberechenbaren Präsidenten wirkt, ist bei näherer Betrachtung die systematische Abarbeitung einer Empfehlungsliste. Zwölf amerikanische Denkfabriken haben zwischen 2014 und 2026 in mehr als 30 Studien niedergeschrieben, was die Trump-Administration seit Januar 2025 exekutiert - Venezuela, Iran, Hormuz, Indo-Pazifik. Das Zeitfenster 2026 schließt sich. Die Analyse dazu: 12 Denkfabriken, 30 Studien - ein Auftrag Und was als nächstes gegriffen wird - Kuba, Kharg, Taiwan - und warum die eigentliche Triebfeder nicht Geopolitik ist, sondern eine Währung, die noch nicht existiert: Was Trump und Hegseth als nächstes greifen

Fragen:

  • Wenn Kharg Island angegriffen wird - wie antwortet Iran, und welche Eskalationsstufe ist dann noch übrig?
  • Kann Trump einen neuen Angriff starten, ohne den Kongress zu befassen - und was passiert, wenn er es tut?
  • Wer in Europa hat einen Plan für den Fall, dass Hormuz und Bab al-Mandab gleichzeitig geschlossen werden?
  • Ist das Zeitfenster 2026 ein strategisches Kalkül - oder der letzte Moment, in dem es noch geht?

BRICS ohne Stimme - was der Riss in Neu-Delhi wirklich bedeutet

BRICS hat 22 Mitglieder, repräsentiert mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung und wird im westlichen Diskurs oft als organisierter Gegenblock zum G7 beschrieben. Was in Neu-Delhi am 15. Mai passierte, ist die Widerlegung dieser These in Echtzeit.

Iran forderte eine gemeinsame Verurteilung der USA und Israels. Russland und China hätten mitgezogen. Die VAE - Golfstaat, BRICS-Mitglied, Gastgeber von US-Militärbasen und gleichzeitig Gesprächspartner Teherans - blockierten. Indien als Gastgeber wollte keine Krise und veröffentlichte ein Chair's Statement, das niemanden zu irgendetwas verpflichtet. Brasilien und Südafrika hielten sich raus. Am Ende: kein gemeinsames Dokument, keine gemeinsame Linie, kein Signal nach außen.

Das ist analytisch interessant, weil BRICS nicht an westlichem Druck gescheitert ist. Es ist an sich selbst gescheitert - an den widersprüchlichen Interessen seiner eigenen Mitglieder. Die VAE brauchen die US-Basen auf ihrem Territorium. Saudi-Arabien hat Iran in dieser Woche verdeckt angegriffen und danach dem US-Militär Basisrechte entzogen - das sind nicht die Handlungen eines geschlossenen Blocks, das sind die Handlungen von Akteuren, die ihre eigenen Optionen offenhalten. China hat Irans Öl gekauft und gleichzeitig mit Trump über Taiwan verhandelt. Russland hat Lavrov nach Neu-Delhi geschickt und gleichzeitig Drohnen auf die Ukraine geworfen.

BRICS ist kein Block. Es ist ein Gesprächsformat für Länder, die gegenüber dem Westen eigene Interessen haben - aber untereinander genauso viele Widersprüche. Das ist keine Schwäche, die man beheben könnte. Es ist die Struktur. Und jeder ernsthafte Krieg legt diese Struktur offen, weil er Länder zwingt, Farbe zu bekennen. Neu-Delhi hat gezeigt: Im Ernstfall gibt es keine BRICS-Position zu Iran. Es gibt nur nationale Positionen - und die gehen auseinander.

Fragen:

  • Kann BRICS als diplomatisches Format überleben, wenn es bei einem der größten Konflikte seit Jahren schweigt?
  • Was bedeutet das Scheitern von Neu-Delhi für Indiens Rolle als Gastgeber des BRICS-Gipfels im September?
  • Wenn die VAE und Saudi-Arabien innerhalb von BRICS US-Interessen schützen - ist BRICS dann noch ein Gegengewicht?
  • Was passiert mit dem Format, wenn China und Russland einerseits und die Golfstaaten andererseits dauerhaft verschiedene Linien fahren?

Trump, Xi und Taiwan - was nach Peking anders ist

Der Gipfel in Peking am 14./15. Mai hat kein Abkommen gebracht, keine Durchbrüche, keine strukturellen Veränderungen. Was er gebracht hat, ist eine Aussage, die Taiwan sorgfältig gelesen hat - und die nicht versehentlich gefallen ist.

Trump sagte in einem Fox-Interview, aufgezeichnet in Peking: Waffenverkäufe an Taiwan seien „a very good negotiating chip for us, frankly. It's a lot of weapons." Auf die Frage, ob er Taiwan verteidigen würde: „You know, when you look at the odds, China is a very, very powerful, big country. That's a very small island. Think of it, it's 59 miles away. We're 9,500 miles away. That's a little bit of a difficult problem." Taiwan solle sich „cool it a little bit."

Rubio beeilte sich, Schadensbegrenzung zu betreiben: Die US-Politik zu Taiwan sei „unchanged." Wang Yi ließ danach über Staatsmedien verbreiten, Peking spüre, dass Washington Chinas Position „versteht" und Chinas Anliegen „ernst nimmt." Das sind keine Zufallsformulierungen. Sie zeigen, was aus dem Gipfel mitgenommen wurde - auf jeder Seite.

Das greifbare Ergebnis: Boeing erhält einen Auftrag über 200 Flugzeuge. Xi wird Trump im Herbst in den USA besuchen. Zu Iran einigten sich beide darauf, dass Teheran keine Atomwaffe bekommen darf - eine Aussage, die beide schon vor dem Gipfel gemacht hatten. Zu Hormuz sagte Trump, Xi habe zugestimmt, dass Iran die Meerenge öffnen müsse. China hat das nicht bestätigt und sich nicht erkennbar festgelegt, aktiven Druck auf Teheran auszuüben.

Seit dem 28. Februar 2026 - dem Tag der ersten US-israelischen Angriffe auf Iran - hat China kein einziges Militärflugzeug mehr in Taiwans Luftverteidigungszone geschickt. Sechs Wochen Stille in einer Meerenge, in der Eskalation zur Normalität geworden war. Das ist keine Entspannung. Das ist Kalkül: Während die USA im Persischen Golf Munition und politisches Kapital verbrauchen, baut Peking seine Optionen für 2027 aus. Wer die Linie versteht, die durch Pekings Aktionen und Pausen hindurch sichtbar wird: China - Das stille Manöver Und wer die strukturelle Eskalationsdynamik zwischen Washington und Peking - drei Hebel, vier Konter - verstehen will: Drei Hebel, vier Konter

Fragen:

  • Hat Trump Taiwan als Verhandlungsmasse angeboten - oder nur laut gedacht?
  • Was versteht Peking unter „die USA verstehen Chinas Position" - und was folgt daraus operativ?
  • Wie lange kann Taiwan auf US-Sicherheitsgarantien vertrauen, wenn der Präsident sie öffentlich relativiert?
  • Wann genau schließt sich das Zeitfenster, in dem Peking handeln kann, ohne den vollen Widerstand Washingtons zu riskieren?

Venezuela, Saab, Maduro - die Neuordnung einer Hemisphäre

Am 16. Mai wurde Alex Saab aus Caracas nach Miami geflogen. Die venezolanische Regierung nannte es „Deportation". FBI und CIA waren beteiligt. Der Mann, den Biden 2023 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs begnadigt hatte und der danach von Maduro als Held empfangen worden war, sitzt jetzt in US-Gewahrsam - und könnte der entscheidende Zeuge in einem der komplexesten Wirtschaftskriminalfälle werden, die je gegen eine lateinamerikanische Regierung geführt wurden.

Saab war nicht irgendein Minister. Er war nach Einschätzung von US-Bundesanklägern Maduros wichtigster Finanzoperateur: Staatsverträge, CLAP-Lebensmittelprogramm, Sanktionsumgehung, Geldwäsche in dreistelliger Millionenhöhe. Wer weiß, wie das Geld floss, weiß alles. Und jetzt redet er - oder wird bald reden müssen.

Das ist der jüngste Schritt in einer Neuordnung, die Washington seit Maduros Festnahme im Januar systematisch betreibt. Direktflüge wiederaufgenommen. Öllizenzen neu vergeben. IWF-Gespräche initiiert. Goldhandel lizenziert. Und jetzt Saab. Was als humanitärer Austausch oder diplomatische Geste verpackt wird, folgt einer Logik, die mit Demokratieförderung wenig zu tun hat: Die USA vermessen Venezuelas Ressourcen neu - wer produziert, wer liefert, wer kassiert.

Das Muster ist nicht neu. Es wiederholt sich. Trump hat vor laufenden Kameras eingeräumt, Ölkonzerne vorab über bevorstehende Militäroperationen informiert zu haben. Ein Hedgefonds-Milliardär kaufte sechs Wochen vor dem Maduro-Sturz eine venezolanische Raffineriegruppe für die Hälfte des Schätzwerts. Ein Special-Forces-Soldat wettete mit Insiderwissen auf den Ausgang der Operation - und wurde verhaftet. Drei Spuren, ein Muster: Insiderhandel vor Caracas - die Geldspur hinter dem Maduro-Sturz

Fragen:

  • Was weiß Alex Saab - und was wird er aussagen, wenn er Strafminderung angeboten bekommt?
  • Wer in Caracas ist als nächstes an der Reihe, wenn Saab zu reden beginnt?
  • Ist die venezolanische „Deportation" ein Zeichen echter Kooperation mit Washington - oder ein letzter Versuch der Rodríguez-Regierung, sich unentbehrlich zu machen?
  • Was passiert mit Venezuelas Ölverträgen, sobald die juristische Aufarbeitung des Chavismus abgeschlossen ist?

+++

Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik - jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com, bei Substack sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

Quellenverzeichnis

Iran - Waffenstillstand, Verhandlungen, neue Angriffspläne

Congressional Research Service: U.S.-Iran Ceasefire and Negotiations: Assessment and Issues for Congress, 13. Mai 2026: https://www.congress.gov/crs-product/IN12678

New York Times: Israel and U.S. intensify preparations for Iran strikes, 15. Mai 2026

The National: Iran war overshadows BRICS meeting, 14. Mai 2026: https://www.thenationalnews.com/news/2026/05/14/iran-war-overshadows-brics-meeting-as-foreign-ministers-gather-in-india/

BRICS - Neu-Delhi

Reuters/US News: BRICS talks end without joint statement, 15. Mai 2026: https://www.usnews.com/news/world/articles/2026-05-15/india-issues-chair-statement-after-brics-meeting-amid-differences-over-gulf-crisis

Washington Post: BRICS ministers fail to issue joint statement over differences on Middle East, 15. Mai 2026: https://www.washingtonpost.com/business/2026/05/15/india-brics-iran-war/ad387c10-5045-11f1-97e7-22c6c29ff0d8_story.html

Bloomberg: India fails to bridge divide over Iran war at BRICS summit, 15. Mai 2026: https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-05-15/india-fails-to-bridge-divide-over-iran-war-at-brics-summit

Al Jazeera: Why the BRICS foreign ministers meeting in India matters, 14. Mai 2026: https://www.aljazeera.com/news/2026/5/14/iran-war-why-the-brics-foreign-ministers-meeting-in-india-matters

Trump-Xi-Gipfel / Taiwan

CNN Politics: Trump's China state visit and meetings with Xi Jinping - Live coverage, 14./15. Mai 2026: https://www.cnn.com/politics/live-news/trump-china-visit-xi-meeting-hnk

CNBC: Five takeaways from the Trump-Xi summit in Beijing, 14. Mai 2026: https://www.cnbc.com/2026/05/14/trump-xi-summit-beijing-takeaway-taiwan-trade-iran-war-strategic-relations-.html

Euronews: Underwhelming summit outcome in China brings Trump back to reality, 15. Mai 2026: https://www.euronews.com/2026/05/15/underwhelming-summit-outcome-in-china-brings-trump-back-to-reality

Gaza / Libanon

CBC News: Israel kills Hamas military wing leader, 16. Mai 2026: https://www.cbc.ca/news/world/hamas-chief-gaza-israel-9.7202240

PBS News: Israel says it killed a top Hamas leader, 16. Mai 2026: https://www.pbs.org/newshour/world/israel-says-it-killed-a-top-hamas-leader

CNN: Israel kills most senior Hamas military leader in Gaza strike, 15. Mai 2026: https://edition.cnn.com/2026/05/15/middleeast/israel-gaza-hamas-strike-latam-intl

Venezuela / Alex Saab

Colombia One: Venezuela extradites Alex Saab to the US, 16. Mai 2026: https://colombiaone.com/2026/05/16/venezuela-extradites-alex-saab-to-the-us/

Bloomberg: Venezuela says Alex Saab deported, citing US crimes probe, 16. Mai 2026: https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-05-16/venezuela-says-alex-saab-deported-citing-us-crimes-probe

Latin Times: Biden pardoned Maduro's alleged money man - now Venezuela is sending him back, 16. Mai 2026: https://www.latintimes.com/biden-pardoned-maduros-alleged-money-man-now-venezuela-sending-alex-saab-back-us-597441

Sudan

Associated Press: Drones become main driver of civilian deaths in Sudan, Mai 2026

Mali / Sahel

Al Jazeera: What role has Russia played in Mali's security, 29. April 2026: https://www.aljazeera.com/news/2026/4/29/what-role-has-russia-played-in-malis-security-and-the-sahel-region

Ukraine / NATO-Ostflanke

Reuters: Russia-Ukraine prisoner exchange 205 against 205, Mai 2026

Reuters: Ceasefire violations reported by both sides, Mai 2026

EU / Stahl / Ukraine

Financial Times: EU plans steel import restrictions affecting Ukraine, Mai 2026

Eigene Analysen

UPDATE - USA und Israel greifen Iran an - 17.05.2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/17/update-usa-und-israel-greifen-iran-an-17-05-2026/

12 Denkfabriken, 30 Studien - ein Auftrag, 17. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/17/12-denkfabriken-30-studien-ein-auftrag/

Was Trump und Hegseth als nächstes greifen, 17. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/17/was-trump-und-hegseth-als-naechstes-greifen/

Iran Insight: Bodentruppen und das Doppelschloss, 29. März 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/03/29/iran-insight-bodentruppen-und-das-doppelschloss/

Wenn Osprey und Marines kommen, geht es nicht um Brücken, 22. März 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/03/22/wenn-osprey-und-marines-kommen-geht-es-nicht-um-bruecken/

China - Das stille Manöver, 08. März 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/03/08/china-das-stille-manoever/

Drei Hebel, vier Konter, 10. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/10/drei-hebel-vier-konter/

Insiderhandel vor Caracas, 10. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/10/insiderhandel-vor-caracas/

Mali brennt, Russland blutet, 12. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/12/mali-brennt-russland-blutet/

Sudan - Das vergessene Massaker, 19. April 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/04/19/sudan-das-vergessene-massaker/

Board of Peace - Teil 1, 01. Februar 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/02/01/board-of-peace-teil-1/

Board of Peace - Teil 2, 08. Februar 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/02/08/board-of-peace-teil-2/

UPDATE - USA und Israel greifen Iran an - 13.05.2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/13/update-usa-und-israel-greifen-iran-an-13-05-2026/

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Maduro-Entführung: Die USA und ihre neue Methode der Rohstoffrauberei

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US-Militär, Geheimdienste, Finanzgiganten und Tech-Konzerne orchestrierten Maduros Entführung — ein offenes Geständnis modernen Rohstoffraubs, bei dem Gewalt, Profit und digitale Macht zur neuen Weltordnung verschmelzen. …

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Amerikas Karibik-Aufmarsch: Geht es wirklich um Drogen – oder um eine Insel voller Iran-Connections?

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Geht es bei Washingtons Karibik-Offensive gegen Venezuela vielleicht nicht wirklich um Drogen, sondern vielmehr um die Hisbollah-Aktivitäten auf der Isla de Margarita? Von Michael Steiner …

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US-Bomber an Venezuelas Küste: Drohgebärde oder Vorbote eines neuen Kriegsabenteuers?

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Mitten im Hurrikangebiet fliegen US-Langstreckenbomber bedrohlich nahe an Venezuela vorbei – offiziell nur eine „Übung“. Doch in Wahrheit könnte Washington erneut ein Regimewechsel-Szenario vorbereiten. Von …

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