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Larry C. Johnson
Nein, ich habe keinen Zugang zu NSA-Sigint erhalten, aber ich habe bestätigt, dass das Telefongespräch der vergangenen Woche zwischen dem iranischen Präsidenten Pezeshkian und dem pakistanischen Premierminister Sharif über eine ungesicherte Leitung geführt wurde. Mir wurde zuverlässig mitgeteilt, daß dies von den Iranern und Pakistanern bewußt so geplant war — d.h., die Iraner und Pakistaner rechneten damit, daß die Amerikaner und Israelis mithören würden. Der entscheidende Teil des Gesprächs zwischen Pezeshkian und Sharif war folgender:
Präsident Masoud Pezeshkian übermittelte ein formal strukturiertes, dreistufiges strategisches Ultimatum für den Fall, daß die US-Angriffe fortgesetzt würden:
- Sofortiger Rückzug aus den laufenden nuklearen Friedensverhandlungen.
- Vollständige Aufgabe des geplanten Kernvertragsrahmens.
- Die Zündung eines Nuklearsprengkörpers auf iranischem Boden — nicht als Kriegswaffe, sondern als unwiderlegbare Demonstration souveräner Fähigkeit und absoluter Kontrolle über die Eskalationsleiter.
Als Marco Rubio etwa eine Stunde später von Pakistans Außenminister Ishaq Dar angerufen wurde und dieselbe Botschaft erhielt, wußte das Weiße Haus, daß die Information glaubwürdig war. Während die US-Geheimdienstgemeinschaft wahrscheinlich nicht bestätigen kann, daß der Iran tatsächlich über einen einsatzfähigen Atomsprengkopf verfügt, glauben die Pakistaner, daß dem so ist. Das abgefangene Gespräch zwischen Pezeshkian und Sharif, gefolgt von Rubios Unterredung mit Ishaq Dar, überzeugte Trump und seine Berater davon, daß der Iran keine leere Drohung ausgesprochen hatte.
Jetzt wissen wir, warum es einen dramatischen Wandel in Trumps Rhetorik gegenüber dem Iran gegeben hat… Er hat den gestrigen Raketenzwischenfall im Persischen Golf heruntergespielt, bei dem der internationale Flughafen Kuwaits durch eine fehlgeleitete PAC-3-Patriot-Rakete in Brand geriet.
Pepe und ich haben uns einigen Widerspruch von Skeptikern eingehandelt, nachdem wir über die pakistanische Behauptung berichtet hatten, daß der Iran damit gedroht habe, einen Nuklearsprengkörper auf iranischem Boden zu zünden, sollten die USA ihre Angriffe fortsetzen und Israels Attacken auf Beirut nicht eindämmen. Aber nicht wir sind es, die jetzt kleinlaut zurückrudern müssen. Robert Barnes, ein früherer Trump-Anwalt, erklärte während eines Mittwoch-Podcasts mit Mario Nawfal, daß er unsere Information durch eine Quelle im Weißen Haus von Trump bestätigt habe.
Pakistan spielt weiterhin die zentrale Rolle bei den Verhandlungen zwischen Teheran und Washington und möchte Donald Trump nach Islamabad bringen, zu einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Pezeshkian, bei dem ein Friedensabkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran unterzeichnet werden soll. Sollte das geschehen, könnte das Internet kollabieren. Pakistan handelt dabei nicht auf eigene Faust — es hat die volle Unterstützung Chinas und Russlands, wobei China die Führungsrolle übernimmt.
Es gibt jedoch noch einige Hindernisse, die Pakistan überwinden muß, wenn es Trump und Pezeshkian an den Verhandlungstisch bringen will… Das größte davon ist Israel. Wird Trump Israel zur Rückkehr aus dem Libanon zwingen? Obwohl das Weiße Haus heute mit großem Aufwand verkündete, daß der Libanon und Israel ein Friedensabkommen erzielt hätten, sind die veröffentlichten Details für die Hisbollah inakzeptabel. Die Hisbollah wird nicht aufhören, den Norden Israels zu beschießen, solange die IDF sich nicht aus dem Südlibanon zurückzieht. Das libanesisch-israelische Abkommen soll angeblich vorsehen, daß die Hisbollah keine Kräfte südlich des Litani-Flusses unterhalten darf… Wie ich oben schrieb, ist das für die Hisbollah ein nicht verhandelbarer Punkt und ein Abkommen ausschließender Faktor.
Wenn die libanesische Situation beigelegt wird, halte ich es für sehr wahrscheinlich, daß Trump eine Einigung mit dem Iran erzielen kann, die die Gefahr, daß der Iran jemals einen Atomsprengkörper einsetzt, beseitigen würde. Ein solches Abkommen müßte jedoch Substanz haben — etwa durch Ratifizierung durch den US-Kongress und Sicherheitsgarantien seitens Russlands und Chinas. In den kommenden Tagen werden wir weitere optimistische Aussagen von Trump über ein bevorstehendes Abkommen hören. Man sollte sich dabei jedoch vor Augen halten, daß noch einige sehr komplizierte technische Fragen zu lösen sind.


Der erste Punkt ist bereits umgesetzt worden.


Eine nachrichtendienstliche Quelle behauptet, der Iran plane, aus den Verhandlungen auszutreten, das Nichtverbreitungsabkommen zu verlassen und eine von einem Drittland erhaltene Nuklearwaffe zu zünden.

