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In einem Gespräch mit Johannes Clasen hat Finanzwissenschaftler Stefan Homburg «Pandemie»-Bilanz gezogen. Sein zentrales Anliegen ist die kritische Aufarbeitung. Nur so könne verhindert werden, dass in Schulbüchern ein verzerrtes Bild dieser Jahre vermittelt werde.
Quelle: transition-news
MWGFD-Mitglied Johannes Clasen hat mit dem Finanzwissenschaftler Stefan Homburg über die «Pandemie»-Politik gesprochen. Homburg ist Universitätsprofessor und war Berater von Politikern wie Theo Waigel, Gerhard Schröder und Christian Wulff. Seit Jahren gehört er zu den bekanntesten Stimmen der Corona-Kritik und ist Sachverständiger in der Corona-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages.
Während der «Pandemie» wurde Homburg häufig in die Ecke der Verschwörungstheoretiker eingeordnet. Heute blickt er gelassen auf diese Vorwürfe zurück: «Das mit den Verschwörungstheorien läuft nicht mehr.» Denn zu viele Kritikpunkte hätten sich als richtig erwiesen.
Im Interview zog Homburg Bilanz und forderte eine umfassende Aufarbeitung der Corona-Jahre. Zudem sprach er über den Verlust rechtsstaatlicher Verfahren, die manipulative Nutzung von PCR-Daten, die Rolle der RKI-Protokolle und der friedlichen Protestbewegungen, die Folgen für Kinder und Jugendliche und die unzureichende Aufarbeitung der Impfschäden.
«Der Verlust an Rechtsstaatlichkeit» ist für den Finanzwissenschaftler der größte Schaden, den die Corona-Politik angerichtet hat. Was in den Jahren 2020 bis 2022 geschah, hat sein Vertrauen in staatliche Verfahren erschüttert. Als Symbol für den Verlust rechtsstaatlicher Verfahren nennt er den «Regentag» im November 2020.
Damals wurde die Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Diesen Vorgang bezeichnet er als «komplette Entsorgung des Rechtsstaats». Innerhalb weniger Stunden sei das Gesetz durch Bundestag und Bundesrat gegangen, vom Bundespräsidenten unterzeichnet und veröffentlicht worden.
Ähnlich kritisch sieht er die Ministerpräsidentenkonferenzen. Dort seien weitreichende Entscheidungen getroffen worden, die oft schon am nächsten Tag in Kraft traten. Für ihn steht dieses Vorgehen exemplarisch für die Geschwindigkeit, mit der in der Corona-Zeit Grundrechtseingriffe beschlossen und durchgedrückt wurden.
Den finanzpolitischen Kurswechsel betrachtet er als einen weiteren tiefgreifenden Schaden dieser Jahre. Schon früh, bereits im März 2020, hatte Homburg von der «größten Umverteilungsaktion der Geschichte» gesprochen, die aus seiner Sicht ein wesentlicher Grund für die bis heute anhaltende gesellschaftliche Spaltung ist. Durch die Maßnahmen sei eine Bevölkerungsgruppe, und zwar tendenziell die der wirtschaftlich Schwächeren, unterdrückt worden.
Deutlich wird Homburg auch, wenn es um Kinder und Jugendliche geht. Er erinnert an Schüler, die wegen fehlender Masken ausgegrenzt, «in die Ecke gestellt» und «vor der ganzen Klasse lächerlich gemacht» wurden. In den Schulen sei ein massiver Impfdruck aufgebaut worden.
Viele Lehrer hätten die Kampagnen mitgetragen, einige wenige rühmliche Ausnahmen seien selbst unter Druck geraten und drangsaliert worden. Die Folgen dessen sehe man bis heute. Ein Blick in Kinder- und Jugendpsychiatrien genüge, um die Schäden, die angerichtet wurden, zu erkennen. Diese Langzeitfolgen würden die Gesellschaft noch lange beschäftigen.
Kritische Aufarbeitung ist dringend notwendig
Für Homburg ist die Aufarbeitung kein einzelnes Ereignis, sondern ein fortlaufender, langer Prozess. Dabei misst er den friedlichen Protesten auf den Straßen eine zentrale Bedeutung zu. Hinzu kommen die Pfizer-Files sowie die Veröffentlichung der RKI-Protokolle, die für Homburg ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Aufarbeitung spielen.
Die mehr als 4.000 Seiten der RKI-Unterlagen hat Homburg nach eigenen Angaben vollständig gelesen. Sein Eindruck: Häufig hätten die Experten intern etwas anderes vertreten als das, was öffentlich kommuniziert wurde. An sehr vielen Stellen sei ersichtlich, «dass die Fachleute genau das Gegenteil dessen dachten, was nach außen hin Herr Wieler als RKI-Präsident und Sprachrohr der Regierung erzählte».
Besonders bemerkenswert findet er Passagen, in denen Mitarbeiter darüber nachdachten, ob das Bundesgesundheitsministerium wegen sachfremder Weisungen verklagt werden könne. Am Ende hätten Juristen jedoch festgestellt, dass das Institut als Bundesoberbehörde weisungsgebunden sei, und daher «jeden Unsinn, der von Spahn und Lauterbach kam, einfach umsetzen musste».
Der Finanzwissenschaftler sprach auch über die offizielle Datenlage zu Beginn des Virus-Hysterie, die deutlich machte, dass keine gefährliche «Pandemie» im Anmarsch war. Lockdowns und andere Maßnahmen wurden von der Regierung deshalb mithilfe eines Tricks erzwungen. Die öffentliche Kommunikation wurde auf die PCR-Daten beschränkt, die für diesen Zweck nicht geeignet und zudem nicht aussagekräftig seien. Homburg belegte seine Aussagen mit Grafiken und betonte:
«Solche PCR-Massentests hatte es vorher nicht gegeben, deshalb gab es auch keinen Vorjahresvergleich.»
Homburgs zentrales Anliegen: Die Ereignisse der Pandemiezeit müssen kritisch aufgearbeitet werden. Nur so könne verhindert werden, dass künftigen Generationen in den Schulbüchern ein verzerrtes Bild dieser Jahre vermittelt werde. Hier können Sie das ganze Video sehen.
Quelle:
MWGFD: PROF. STEFAN HOMBURG: DAS WICHTIGSTE IST, DASS DIESER PANDEMIEMYTHOS NICHT IN DIE SCHULBÜCHER EINSICKERT – 3. Juni 2026

