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Cap Allon
Die Erde reflektiert etwa 29 % des einfallenden Sonnenlichts zurück ins All. Dies wird als Albedo bezeichnet und ist ein entscheidender Faktor für die Temperatur des Planeten.
Anhand von 25 Jahren CERES-Satellitendaten hat eine neue Studie ergeben, dass die östliche und die westliche Hemisphäre der Erde fast genau die gleiche Menge an Sonnenlicht reflektieren. Teilt man den Planeten am 27. Längengrad, beträgt der gemessene Unterschied nur 0,04 W/m² (plus oder minus 0,24 W/m²).

Graphik: CERES-Satellitendaten zeigen die Ost-West-Symmetrie der Albedo der Erde. Bei 27° östlicher Länge liegt der Unterschied im reflektierten Sonnenlicht zwischen der östlichen und der westlichen Hemisphäre nahe Null, was bedeutet, dass beide Hälften des Planeten fast die gleiche Sonnenenergie zurück ins All reflektieren. [Zhang et al., Nature, 2026]
Unterschiedliche Oberflächen, Ozeane, Wolkensysteme und Kontinente, und doch gleicht sich das reflektierte Sonnenlicht aus. Die Reflexion bei klarem Himmel, der Strahlungseffekt der Wolken und der Anteil des offenen Ozeans liegen alle um den gleichen Meridian herum auf einer Linie.
Die Wolken leisten den größten Beitrag. Höhere Wolken in der östlichen Hemisphäre reflektieren mehr Sonnenlicht, während niedrigere Wolken in der westlichen Hemisphäre dies ausgleichen. Die stärker reflektierenden Ozean- und Eisregionen im Osten werden durch die stärker reflektierenden Landregionen im Westen ausgeglichen.
Dies ist ein gekoppeltes Planetensystem, in dem Wolken, Ozean, Eis, Land und Zirkulation auf eine Weise interagieren, die Forscher noch nicht vollständig erklären können. Und genau das ist das Problem. Klimamodelle geben dies nicht wieder.
Die Studie untersuchte acht CMIP6-Erdsystemmodelle. An der beobachteten Trennlinie bei 27 Grad östlicher Länge konnten die Modelle die Ost-West-Albedosymmetrie nicht erfassen. Die Autoren weisen auf wahrscheinliche Mängel in der Darstellung von Wolken in den Modellen hin, insbesondere bei Grenzschichtwolken.
Wolken bestimmen, wie viel Sonnenlicht die Erdoberfläche erreicht und wie viel zurück ins All reflektiert wird. Wenn Modelle die Wolken falsch darstellen, werden Erwärmung, Abkühlung, Rückkopplungen und Prognosen zu reinen Spekulationen.
Die Studie stellte zudem fest, dass die Ost-West-Symmetrie dem ENSO (El-Niño-Southern-Oscillation)-Phänomen folgt und so das von der Erde reflektierte Sonnenlicht mit natürlichen Schwankungen im Ozean-Atmosphären-System verknüpft.
Kurz gesagt: Die Studie zeigt, dass die Strahlungsbilanz der Erde großräumige Strukturen enthält, welche die Modelle nicht abbilden. Sie zeigt, dass Wolken und Zirkulation noch immer nicht ausreichend berücksichtigt werden. Sie zeigt, dass das System stärker gekoppelt und komplexer ist als das öffentlich zugängliche Klimaszenario.
Dennoch werden genau diese Modelle, die nicht einmal eine grundlegende planetare Spiegelsymmetrie abbilden können, dazu verwendet, politische Experimente im Wert von mehreren Billionen Dollar zu rechtfertigen und angeblich zu bestimmen, wie Ihre Stromrechnung im Jahr 2050 aussehen muss.
Link: https://electroverse.substack.com/p/alaska-runs-cold-chinas-june-chill?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Modell-Simulationen übersehen den „Spiegel-Trick“ der Erde erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

