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Oder: Maik Maier will 100.000 Euro klimaneutral ausgeben.
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Master Resource, Robert Bradley Jr., 24. Januar 2026
„Nachdem wir unsere Ziele erreicht haben, hält die Allianz es für angemessen, die Organisation aufzulösen und Ultra Low Carbon Solar über andere Kanäle zu fördern, während wir die weitere Expansion der nachhaltigen, kohlenstoffarmen Solarproduktion mit Stolz begrüßen.“
Man sollte die Dinge nicht beschönigen. Die politische Euphorie um Solarenergie schwindet, und Unternehmen sowie Branchenverbände lösen sich auf (siehe hier , hier , hier und hier ). Anbieter von Solaranlagen für Hausdächer befinden sich in einer Krise, Insolvenzen häufen sich, und Anwaltskanzleien helfen nun Tausenden von Kunden, aus ihren langfristigen Solarverträgen auszusteigen. (Eine Liste der Solarinsolvenzen finden Sie in Anhang A.)
Die jüngste Stellungnahme stammt von Michael Parr , dem Geschäftsführer von ULCSA [Ultra Low Carbon Solar Alliance] der am Neujahrstag schrieb :
Die Ultra Low Carbon Solar Alliance wurde vor fünf Jahren mit einer einfachen, aber wichtigen Mission gegründet: Aufklärung. Konkret wollten wir Industrie und Politik dabei unterstützen, die signifikanten Unterschiede im CO₂-Fußabdruck von in China und im Westen hergestellten Solarmodulen zu verstehen; Solarkäufern aufzeigen, wie sie durch ihre Kaufentscheidungen einen erheblichen Einfluss auf die globalen CO₂-Emissionen nehmen können; und ein Tool entwickeln, mit dem Käufer CO₂-arme Solarmodule anhand detaillierter Bewertungen der Lieferkette und des CO₂-Fußabdrucks mit unabhängiger Validierung einfach auswählen können.
Wir waren überzeugt, dass die Solarbranche, gestärkt durch das Wissen und die Tools der Allianz, die CO₂-Emissionen reduzieren und eine global diversifiziertere, nachhaltigere und zuverlässigere Lieferkette schaffen kann. Wir haben unsere Mission erfüllt.
In den wenigen Jahren seit der Gründung der Allianz hat der Markt die Unterschiede im CO₂-Fußabdruck erkannt. Der Global Electronics Council hat den EPEAT-Standard und das Umweltzeichen für ultra-kohlenstoffarme Solarmodule eingeführt, und große Hersteller haben das strenge Zertifizierungsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Die EPEAT-registrierten Modulhersteller sind ausverkauft und verfügen über langfristige Lieferverträge. Die US-amerikanische Solarindustrie hat eine Renaissance erlebt und ist in wichtigen Bereichen der Branche rasant gewachsen, sodass wir heute mehr Solarmodule produzieren können, als wir verbrauchen. Erstmals seit Jahrzehnten werden in den USA wieder Solarwafer und -zellen hergestellt, und die Produktion kritischer Materialien wie Modulrahmen, Rückseitenfolien und Glas wird im Inland ausgebaut. Wichtig ist, dass jede Erweiterung der US-amerikanischen und europäischen Lieferkette für Solarmodule den CO₂-Fußabdruck der Solarproduktion verringert.
Die Allianz ist stolz auf ihre Erfolge und dankt ihren Mitgliedern für ihr Engagement für mehr Nachhaltigkeit in der Solarbranche sowie für ihre Vorreiterrolle bei der Umsetzung dieser Vision in den Markt. Wir danken auch allen unseren globalen Partnern, die unsere Mission unterstützt und zu ihrer Verwirklichung beigetragen haben. Ultra-Low-Carbon-Solar ist heute fest in der Branche etabliert, und Käufer haben nun vielfältige Möglichkeiten, nachhaltige Solarmodule zu beziehen. Nachdem wir unsere Ziele erreicht haben, hält die Allianz es für angemessen, die Organisation aufzulösen und Ultra-Low-Carbon-Solar über andere Kanäle zu fördern, während wir die weitere Expansion der nachhaltigen, CO₂-armen Solarproduktion mit Stolz begleiten.
Lobende Kommentare folgten von befreundeten Gruppen wie dem Global Electronics Council , dem European Solar Manufacturing Council , Laura Murphy , Professorin für Menschenrechte an der Harvard University („Ich denke nur an das Gute, das das Bündnis für die Menschenrechte getan hat, selbst wenn es nur ein Nebeneffekt war“) und Jo McGraw von Solar Media.
Schauen Sie also genauer hin, anstatt sich von Schönrederei blenden zu lassen. Eine künstliche politische Blase platzt, während die Verbraucher rebellieren und die ökologischen Kosten immer deutlicher zutage treten.
[Ich finde es beeindruckend, wieviel US Einheimische Solarunternehmen es überhaupt gibt – und noch beeindruckender, wieviele noch an einen wachsenden Markt geglaubt haben – der Übersetzer]
Anhang A: Bedeutende US-amerikanische Solarinsolvenzen:
Firmenschließungen in Kalifornien:
Firmenschließungen in Texas:
Andere Staaten:
https://wattsupwiththat.com/2026/01/24/another-exit-ultra-low-carbon-solar-alliance/
Der Beitrag Ein weiterer Ausweg aus der Marktkrise der Solarbranche: Ultra Low Carbon Solar Alliance erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Wenn Sozialisten ein Land regieren, ist es mit dem gesunden Menschenverstand oftmals vorbei. So auch in Australien, wo die Energiewende zu enormen Problemen führt – und die von der Regierung angebotene Lösung es nicht besser macht.
Weil es gerade zur Mittagszeit oftmals einen Überschuss an Solarstrom gibt, während nachts konventionelle Kraftwerke die Versorgung übernehmen müssen, kam die sozialistische Regierung Australiens auf eine glorreiche Idee: Gratisstrom für drei Stunden für private Haushalte. Nun gut, wirklich gratis ist der Strom nicht, weil die Solarstromproduzenten über Subventionen bezahlt werden, doch mit dieser Aktion will die Labour-Regierung den Stromverbrauch etwas umlenken.
Allerdings ging der Plan nicht wirklich auf – zumindest nicht so, wie es die realitätsfernen Planer in Canberra gerne gehabt hätten. Denn die Bürger nahmen dieses Angebot tatsächlich verstärkt in Anspruch und sorgten damit für eine Überlastung des Stromnetzes. Denn dieses ist einfach nicht für eine solche exzessive Beanspruchung ausgelegt. Nun wurde das Versprechen wieder einkassiert.
Der “Gratisstrom” soll nun nämlich auf 24 Kilowattstunden pro Tag gedeckelt werden. Die Begründung dafür: Die Regierung fürchtet den “Missbrauch” durch Besitzer von Elektroautos und Heimspeichern. Man muss kein Fachmann sein, um zu erkennen, was hier passiert. Würde auch nur ein Viertel der privaten Haushalte des Landes versuchen, in diesen Gratisstunden nennenswert Strom zu ziehen, wäre die Überlastung vorprogrammiert. Kein bestehendes Stromnetz ist dafür ausgelegt. Sicherungen würden fliegen, Ortsnetztransformatoren überhitzen, ganze Straßenzüge im Dunkeln liegen – und das im besten Fall. Im schlechteren Fall verabschieden sich Leitungen und Trafos spektakulär mit Feuern und Explosionen.
Genau darauf weisen selbst die Stellungnahmen hin, die das Ministerium offenbar widerwillig zur Kenntnis genommen hat. “Sehr hohe Verbrauchsspitzen” könnten lokale Netze überlasten und zu steigenden Netzkosten führen. Anders ausgedrückt: Es knallt und wird teuer. Nicht zu vergessen, dass die Netzbetreiber ihre Kosten auch gedeckt sehen wollen und zum Ausgleich die Abend- und Nachttarife in die Höhe schrauben.
Australien ist ein weiteres Beispiel dafür, wie eine grün-sozialistische Politik nicht nur unnötige Probleme verursacht, sondern diese auch noch verschlimmert. Man kann nicht hingehen, physikalische und marktwirtschaftliche Prinzipien einfach ignorieren und darauf hoffen, dass dies schon irgendwie funktioniert. Doch wenn die Realität durch Ideologie ersetzt wird, kommt selten etwas Gutes dabei heraus.
Jahrelang haben Larry Fink und BlackRock die Unternehmen zur “grünen” Wende gedrängt, nur um nun festzustellen, dass das einfach nicht funktioniert. Die Heuchler von der ersten Reihe in Davos geben wieder einmal ihr “Bestes”.
BlackRock-CEO Larry Fink, der jahrzehntelang als selbsternannter Architekt der grünen “Transition” auftrat, hat endlich die Wahrheit ausgesprochen: Wind- und Solarenergie sind keine tragfähige Grundlage für Stromversorgung. Auf dem Weltwirtschaftsforum erklärte Fink, dass Datenzentren (die Menschen aber schon?) nicht auf “unzuverlässige” erneuerbare Quellen setzen können. Auf gut Deutsch heißt das: Das Experiment mit Sonne und Wind setzt die Bevölkerung nur unnötigen Risiken aus. Ein offenes Eingeständnis, das die Heuchelei der letzten Jahre entblößt.
Finks eigene Politik hatte Unternehmen jahrelang unter Druck gesetzt, ihre Energieversorgung auf Solar- und Windstrom umzustellen – ein Vorstoß, der die Stromnetze destabilisiert hat und die Stromrechnungen explodieren ließ. Jetzt steht er da und sagt, dass das alles nun doch nicht funktioniert.
BlackRock, der Gigant, der die “Transition” forciert hat, offenbart damit ein klares Doppelspiel. Auf der einen Seite predigt man Nachhaltigkeit, auf der anderen Seite gesteht man, dass eine echte, verlässliche Stromversorgung damit nicht zu haben ist. Datenzentren, das Herzstück digitaler Infrastruktur, sind die ersten, die von dieser Instabilität bedroht werden – und das Volk ist der stille Zeuge eines Plans, der längst nicht auf Sicherheit, sondern auf Profit ausgelegt war.
Wer jahrelang den Umbau der Stromversorgung gepusht hat, kann doch nicht ernsthaft behaupten, er habe das Wohl der Bevölkerung im Sinn gehabt. Das WEF zeigt erneut sein wahres Gesicht: ein Forum, in dem die globale Elite die Folgen ihrer Experimente auslotet – und die Menschen am Ende dafür zahlen lässt.
Larry Fink sagt damit vor den globalistischen Eliten eigentlich klar und deutlich, dass diese “Transition” nichts weiter als ein teurer Irrweg ist. Doch werden die Regierungen in Europa nun die Notbremse ziehen und sich wieder auf eine verlässliche Stromversorgung besinnen?

Die EU-Kommission plant einen verbindlichen Zwangsausstieg aus chinesischer Netzwerktechnik von Herstellern wie Huawei und ZTE in Mobilfunknetzen und kritischer Infrastruktur. Am heutigen Dienstag wurde ein überarbeiteter Cybersicherheitsakt vorgestellt, der Mitgliedstaaten verpflichtet, risikobehaftete Komponenten schrittweise zu entfernen, um Spionage- und Sabotagerisiken zu minimieren.
Bisherige nationale Empfehlungen reichten nicht aus; die neue Regelung wird harmonisiert und risikobasiert, inklusive Fristen je nach Sektor und Kosten. Betroffen sind Mobilfunknetze sowie Solaranlagen. Länder wie Deutschland und Spanien könnten Widerstand leisten, da Telekom-Anbieter hohe Umstellungskosten fürchten.
Huawei, ZTE und China äußerten sich bislang nicht. Die Maßnahmen spiegeln US-Druck wider, chinesische Technik aus sensiblen Bereichen zu verbannen. In Deutschland gelten bereits nationale Fristen für 5G-Netze.
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Bildquelle: Joana Stock / shutterstock

Sie möchten mehr über die wirtschaftlichen Eigenheiten der „Erneuerbaren“ wissen? Dann lesen Sie hier, was Leen Weijers zusammengestellt hat.
Eine kurze Zusammenfassung finden Sie am Ende des Artikels.
Substack, Leen Weijers, 29. November 2025
Zuverlässigkeit vs. Einschränkung
Strom ist eine Dienstleistung. Der Strombedarf muss sekündlich mit dem Angebot abgeglichen werden. Mein ehemaliger Kollege Chris Wright verglich den Strombedarf mit der Nachfrage nach einer Uber-Fahrt. Timing ist alles.
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie ein Uber-Fahrer keinen Mehrwert generieren kann: Er fährt entweder gar nicht oder zur falschen Zeit. Ähnlich verhält es sich mit erneuerbaren Energien: Oftmals decken sie die gewünschte Last entweder gar nicht oder liefern sie zum falschen Zeitpunkt.
Das erste Problem tritt auf, wenn erneuerbare Energiesysteme relativ klein sind. Ein intermittierendes System, das nur 16 Stunden pro Woche arbeitet, wie beispielsweise Solaranlagen in Deutschland, funktioniert schlichtweg die meiste Zeit nicht und benötigt die Unterstützung durch zuverlässige, leistungsstarke Energiequellen.
Mit dem relativen Kapazitätswachstum der Solarenergie hat sich das Problem der [zuviel] Stromerzeugung außerhalb der benötigten Zeiten verschärft. Dieses Phänomen wird als Abregelung bezeichnet. Für sogenannte Grundlast-Solaranlagen, die eine konstante Stromversorgung über das ganze Jahr gewährleisten sollen, stellt die Abregelung ein deutlich größeres Problem dar.
Warum sollte eine Drosselung ein „Problem“ darstellen? Energieversorger lassen Kohle- und Gaskraftwerke bereits stillstehen, wenn erneuerbare Energien zur Verfügung stehen. Ist das nicht vergleichbar? Ja, es handelt sich um ähnliche Probleme.
Diese Anlagen stellen ein Problem dar, da sie nur einen Teil der vorgesehenen Betriebszeit nutzen. Das bedeutet, dass sich die Baukosten auf weniger Betriebsstunden verteilen müssen. Dadurch verringert sich auch der CO₂-Fußabdruck aus dem Abbau und der Produktion, da weniger Kilowattstunden verbraucht werden. Zudem benötigen sie aufgrund der höheren Bauanforderungen deutlich mehr Platz. Wir werden die Auswirkungen der Drosselung auf all diese Parameter untersuchen.
Wenn Energieversorger ein 1-Gigawatt-Kraftwerk (GW) zur Stromerzeugung bauen, bedeutet dies in der Regel, dass diese Leistung 90–95 % des Jahres über kontinuierlich und zuverlässig verfügbar ist, da diese Kraftwerke nur gelegentlich für planmäßige Wartungsarbeiten außer Betrieb genommen werden müssen. Bei Wind- und Solaranlagen hingegen bedeutet der Bau eines 1-GW-Kraftwerks nicht, dass 1 GW Leistung kontinuierlich bereitgestellt wird. Wie Abbildung 1 für die Solarstromerzeugung in Texas und Deutschland zeigt, werden 1 GW nie erreicht. Im sonnigen Texas werden bestenfalls an wenigen Stunden im Jahr 80 % der angestrebten Leistung erzielt. Die meiste Zeit liegt die Produktion jedoch bei null. Im Durchschnitt beträgt die Leistung einer „1-GW“-Solaranlage in Texas etwa 0,22 GW. Anders ausgedrückt: Der natürliche Kapazitätsfaktor für Solarenergie in Texas liegt bei 22 %. In Deutschland ist die Sonneneinstrahlung deutlich geringer, der natürliche Kapazitätsfaktor liegt dort unter 10 %.
Weiter verschärfend ist die Tatsache, dass die Spitzen- und Durchschnittsleistung deutlich unter der Nennleistung liegt, da die Stromerzeugung der Sonne saisonalen Schwankungen unterliegt. In Texas schwankt der natürliche Kapazitätsfaktor zwischen einem monatlichen Durchschnitt von 7 % und 30 %, in Deutschland zwischen 1,6 % und 18 %. Hierbei ist der Unterschied zwischen saisonalem Minimum und Maximum bemerkenswert – etwa das Vierfache in Texas und etwa das Elffache in Deutschland. Diese Differenz muss überbrückt werden, um ein zuverlässiges System zu dimensionieren.

Abbildung 1: Stromerzeugung in Texas (links) und Deutschland (rechts) im Jahr 2024 für ein System mit einer Solarkapazität von 1 GW.
In einem aktuellen Bericht behauptet Ember, dass 6 GW Solarkapazität mit 17 GWh Batteriespeicher 97 % einer ganzjährigen Dauerlast von 1 GW in Städten wie Las Vegas abdecken können. Ember bezeichnet dies als „Grundlast“-Solarstrom. Richtig gelesen: Um die schwankende Sonneneinstrahlung auszugleichen, muss eine Solaranlage sechsmal überdimensioniert sein und über eine Batteriekapazität von 17 Stunden verfügen, um auch nachts und an bewölkten Tagen Strom zu liefern. Wie Sie weiter unten sehen werden, liefert dieses System jedoch nicht die gewünschte „kontinuierliche“ Stromversorgung.
Abbildung 2 zeigt, wie sich ein solches 6-GW/17-GWh-System in Texas (wo der natürliche Kapazitätsfaktor für Solarenergie 2024 bei etwa 22 % lag) und in Deutschland (wo er in diesem Jahr etwas unter 10 % lag) entwickeln würde. Diese Daten basieren auf tatsächlichen Solarstromdaten von ERCOT und den deutschen Energiecharts aus dem Jahr 2024 .
In Texas erreicht Embers bevorzugtes Solarsystem eine Lastdeckung von 91 %, während 32 % des erzeugten Stroms nicht verbraucht werden. In Deutschland erreicht das System hingegen nur 53 % der Last, die Abregelung ist mit 2 % minimal. In Texas ist die Lastversorgung über den Sommer nahezu durchgehend gewährleistet. Auch in Deutschland ist die Situation derzeit günstig, allerdings werden ähnliche Werte auch in einigen Sommerwochen erreicht. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, insbesondere in Deutschland, dass die bereitgestellte Last weit von den angestrebten 1 GW entfernt ist.
Diese beiden Beispiele verdeutlichen: Ist das wetterabhängige System auf den Sommer ausgelegt, reicht die Versorgung im Winter nicht aus; ist es hingegen auf den Winter ausgelegt, kommt es im Sommer zu massiven Leistungseinschränkungen. Diese saisonalen Schwankungen bestimmen die Versorgungssicherheit und das Ausmaß der nicht nutzbaren „Abfälle“. Beides wiederum hängt von den saisonalen Unterschieden in der Stromerzeugung ab.
Abbildung 2: Texas (links) und Deutschland (rechts) 2024 Leistung für ein gewünschtes 1 GW „kontinuierliches“ Solarenergiesystem unter Verwendung des von Ember vorgeschlagenen Systems mit 6 GW Solarkapazität und 17 GWh Batteriespeicherkapazität.
Man kann daher mit Fug und Recht behaupten, dass eine Solaranlage mit sechsfacher Überdimensionierung und 17 Stunden Batteriespeicher in Texas die Grundlastversorgung oft sicherstellen kann. Das gilt jedoch nur für Texas, das ideale Gebiet für Solarenergie. In sonnenärmeren Regionen ist das deutlich weniger effektiv.
Zurück in Deutschland führt die Deckung des Strombedarfs jedoch zu Herausforderungen im Zusammenhang mit der Abregelung. Abbildung 3 zeigt die gedeckte Last im Verhältnis zur Abregelungsquote, also dem Anteil des abgeregelten Stroms an der gesamten Stromerzeugung. Um die Auswirkungen saisonaler Schwankungen auszugleichen, ist eine enorme Batteriekapazität erforderlich. Selbst die in dieser Grafik verwendete 200-GWh-Batterie, die für etwa 8 Tage bei 1 GW ausreicht, genügt bei Weitem nicht, um eine 100%ige Lastdeckung zu erreichen. Dies ist nur durch den Ausbau der Erzeugungskapazität möglich – allerdings auf Kosten der Abregelung eines Großteils dieser Leistung, selbst bei Einsatz großer Batteriespeicher.
Das ideale System befindet sich in dieser Grafik oben links. Diese Kombination ist für Deutschland nicht realisierbar. Systeme ohne Batteriespeicher liegen alle im unteren Bereich der farbigen Kurven. Da die Sonne in Deutschland größtenteils gleichzeitig überall scheint, erzielen kleinere Systeme die größten Zuwächse bei der Stromerzeugung. Batteriespeicher verschieben die farbigen Kurven nach links und oben, was bedeutet, dass Batterien dazu beitragen, auch nachts und in der Dunkelheit mehr Strom zu erzeugen und gleichzeitig die Abschaltung zu reduzieren.
Wie wäre es mit dem bescheidenen Ziel einer Lastabdeckung von 90 %, wie sie Kohle- und Gaskraftwerke üblicherweise erreichen? Wie die orange Linie unten zeigt, ist dies mit einem System mit 50 GW Kapazität und einer Batteriekapazität von ca. 14 GWh möglich. Das bedeutet, dass die Solarkapazität 50-mal überdimensioniert sein muss, um eine kontinuierliche Leistung von 1 GW zu erzielen.
Abbildung 3: Deutschland bediente Last im Vergleich zum Abschaltverhältnis.
Klingt das vernünftig? Warten Sie ab, bis Sie die Auswirkungen auf Kosten, Leistungsdichte und CO₂-Fußabdruck sehen. Diese ungenutzte Energie in überdimensionierten Anlagen hat Konsequenzen: Sie verteuert Solarenergie, benötigt deutlich mehr Platz, reduziert den Energieertrag (EROI) und erhöht den CO₂-Fußabdruck der Solarenergie erheblich.
Auswirkungen der Unbeständigkeit auf die Wirtschaft
In einem kürzlich erschienenen Beitrag ( https://open.substack.com/pub/wirescrossed/p/solar-reliability-when-the-r-is-in?r=1r9eeo&utm_medium=ios ) haben wir die Auswirkungen steigender Lasten auf die Stromgestehungskosten (LCOE) erörtert, vor allem mit dem Ziel, einen LFSCOE – die Gesamtsystem-LCOE bei verschiedenen Grundlastniveaus – zu definieren. Abbildung 4 zeigt ein Beispiel hierfür für Deutschland.
Um auf die beiden vorherigen Beispiele zurückzukommen: In Deutschland lassen sich 100 % bzw. 90 % der Last decken, und zwar zu Stromgestehungskosten (LCOE) von 1.400 $/MWh bzw. ca. 376 $/MWh. Zum Vergleich: In den USA liegen die Stromgestehungskosten für Erdgas bei einer ähnlichen Last bei 110 $/MWh bzw. 80 $/MWh.
Abbildung 4: Vergleich der Stromgestehungskosten (LCOE) verschiedener Solar-/Batteriesysteme in Deutschland.
Das ideale System ist kostengünstig und arbeitet permanent, weshalb es sich im oberen Bereich und möglichst weit links befindet. Diese Grafik verdeutlicht, dass die Stromgestehungskosten (LCOE) nicht ohne Berücksichtigung der Abrufbarkeit betrachtet werden können. Bei Solaranlagen beträgt der Unterschied zwischen einem System mit variabler und einem mit über 90 % variabler Leistung das 4- bis 15-Fache.
Platz da, Biokraftstoffe!
Die durch Versorgungsengpässe entstehenden Verluste haben weitreichendere Folgen als nur Kosten. Überkapazitäten, die zur Steigerung der bedienten Lasten errichtet wurden, bleiben oft ungenutzt und belegen unnötig Platz und Subventionen bei „grüner Energieerzeugung“.
Mehrere Studien kommen zu dem Schluss, dass die durchschnittliche Leistungsdichte von Solaranlagen in Texas etwa 10 Watt pro Quadratmeter (W/m²) beträgt. Dieser Durchschnittswert berücksichtigt den niedrigen natürlichen Kapazitätsfaktor von Solaranlagen, selbst in Texas, da er über einen Zeitraum von 24/365 Tagen gemittelt wird. Die Sonne steht nie optimal. Aufgrund des naturgemäß niedrigeren natürlichen Kapazitätsfaktors in Deutschland liegt dieser bei etwa 4,4 W/m² für ein System, bei dem der gesamte erzeugte Strom verbraucht wird. Dies wird in Abbildung 5 an einem einzelnen Punkt bei einer Auslastung von 9 % und einer solaren Leistungsdichte von 4,4 W/m² dargestellt.
Bei der Berücksichtigung von Leistungsverlusten erhöht sich die benötigte Fläche für den verbrauchten Solarstrom. Beträgt der Leistungsverlust beispielsweise 50 %, so bedeutet dies, dass die Hälfte der erzeugten Leistung nicht zum optimalen Zeitpunkt erzeugt wurde und die benötigte Fläche für die Solaranlage im Vergleich zu einem System ohne Leistungsverluste verdoppelt ist. Anders ausgedrückt: In diesem Beispiel ist die Leistungsdichte der Solaranlage ebenfalls nur halb so hoch wie bei einem System ohne Leistungsverluste.
Solaranlagen sind bereits sehr weit verbreitet. Ihre Leistungsdichte von 10 W/m² ist etwa 50-mal geringer als die von Kohlekraftwerken, 70-mal geringer als die von Gaskraftwerken und 100-mal geringer als die von Kernkraftwerken. Für die Grundlastversorgung in Gebieten mit geringer Sonneneinstrahlung in Deutschland kann die Leistungsdichte auf Bruchteile von 1 W/m² sinken, was um ein Vielfaches niedriger ist als die von Gaskraftwerken. Umgekehrt zur Leistungsdichte ist der Flächenbedarf, der daher für die gleiche Strommenge wie bei Gaskraftwerken um ein Vielfaches größer ist. Dies entspricht in etwa der durchschnittlichen Leistungsdichte und dem Flächenbedarf von Nutzpflanzen und Biokraftstoffen.
Es wird oft behauptet, Solarenergie sei deutlich energiereicher als Land- oder Forstwirtschaft, wo die Energiedichte von Nutzpflanzen im Bereich von 0,1–1,0 W/m² liegt. Im Gegensatz zur Solarenergie kann der Brennstoff aus diesen Pflanzen jedoch rund um die Uhr (24/365) bereitgestellt werden. Die Grundlast-Solarenergie erreicht eine Energiedichte, die der extrem geringen von Biokraftstoffen ähnelt.
Abbildung 5: Leistungsdichte verschiedener „Grundlast“-Solaranlagen in Deutschland
CO2-Fußabdruck
Der Hauptgrund für die Entwicklung von Solar- und Windenergie und deren Förderung liegt in ihrem [angeblich] geringeren CO₂-Fußabdruck im Vergleich zu Strom aus Erdgas und Kohle. Ihre vermeintlich niedrigen CO₂-Emissionen haben ihnen den Status „grün“ eingebracht (obwohl mehr CO₂ – nicht weniger – den Planeten grüner macht, aber das ist ein anderes Thema). Manche bezeichnen sie auch als sogenannte „erneuerbare Energien“, obwohl sie aus fossilen Brennstoffen hergestellte Produkte mit begrenzter Lebensdauer darstellen (auch das ist ein anderes Thema).
Wenn ein Großteil der erzeugten Energie abgeregelt wird und man zur Deckung des Bedarfs überdimensioniert gebaut hat, steigt der CO2-Fußabdruck in Gramm CO2-Äquivalent (gCO2e) pro Kilowattstunde (kWh), da beim Bau von Solaranlagen mehr Gramm CO2 freigesetzt werden, während im Verhältnis weniger kWh produziert werden.
Wir hören immer wieder, dass Solarenergie eine geringere CO₂-Bilanz hat als die Stromerzeugung aus Erdgas oder Kohle. Die IEA beziffert sie aktuell auf etwa 41 g CO₂ elektrische -e/kWh, im Vergleich zu etwa 500 bis 1.000 g CO₂ e/kWh für Strom aus Erdgas und Kohle. Diese Werte beziehen sich jedoch nur auf die Solarmodule ohne Batteriespeicher.
Abbildung 6 zeigt die Folgen einer Überdimensionierung zur Erreichung einer bestimmten Grundlast durch höhere Solarkapazität und Batteriespeicher. Das von Ember vorgeschlagene Solargrundlastsystem zur kontinuierlichen Versorgung von 1 GW mit 17 GWh Batteriespeicher und 6 GW Erzeugungsleistung weist einen CO₂-Fußabdruck von 405 g CO₂ e/kWh auf. Das ist etwa das Zehnfache des üblicherweise genannten Wertes. Mit diesem System lassen sich in Deutschland lediglich 53 % der Last decken.
Abbildung 6: CO₂-Fußabdruck verschiedener Grundlast-Solaranlagen in Deutschland
Wer im Bereich der Stromerzeugung für Erwachsene mitmischen möchte, wo 90 % oder mehr des Strombedarfs gedeckt werden, dessen Solarstrom-Fußabdruck liegt bei etwa 510 g CO₂ e/kWh – ähnlich dem von Erdgas. Allerdings ist Solarstrom deutlich teurer und benötigt eine wesentlich größere Fläche.
Abbildung 7 fasst diese Ergebnisse zusammen und zeigt auch, was mit der Grundlast-Solarstromerzeugung im sonnenreicheren Texas passiert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass meine Einschätzung der Grundlast-Solarenergie darin besteht, dass sie zu Überkapazitäten und Verschwendung durch Abschaltung führt, dass sie teuer ist, dass sie definitiv nicht „grün“ ist und dass sie aufgrund der starken Verdünnung riesige Flächen der Erde beanspruchen wird.
Interessanterweise vergessen Organisationen, die mit der Möglichkeit der Grundlastversorgung durch Solarenergie prahlen, das ursprüngliche Versprechen, das Solarenergie überhaupt erst ermöglicht hat – ihren scheinbar geringen CO₂-Fußabdruck. Die Einschätzung, Solarenergie sei „kostengünstig“, gepaart mit einem Vergleich zwischen 10 % nicht garantierter und 90 % garantierter Leistung, hat in letzter Zeit zumindest etwas Beachtung gefunden.
Die wahren Kosten, der CO2-Fußabdruck und der Flächenbedarf müssen ernster genommen werden, wenn unsere Gesellschaften beschließen, die Nutzung wetterabhängiger Energiequellen weiter auszubauen.
Abbildung 7: Abregelung, Stromgestehungskosten, CO2-Fußabdruck und Leistungsdichte für „Grundlast“-Solaranlagen in Deutschland und Texas
Schlussfolgerungen
https://wirescrossed.substack.com/p/baseload-solars-four-little-secrets
Ergänzungen
In dieser sehr ausführlichen Beschreibung von Auslastungen, Hilfestellung für Grundlast und Kosten je kWh vs. Kapital, Fläche und Emissionen, werden die physikalischen Grundlagen nicht dargestellt. Hier nur kurz angerissen:
Der Beitrag „Grundlast“ und die Eigenschaften der volatilen Stromerzeuger erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Aufmacherbild Google Maps, Tokelau – bessere Auflösung
Climaterealism, Linnea Lueken, 8. Januar 2026
Ein kürzlich auf der Website Energies Media veröffentlichter Beitrag mit dem Titel „ Es wurde die erste Nation, die zu 100 % mit Solarenergie versorgt wird – nun bedroht der Klimawandel ihr Überleben in diesem Jahrhundert “ behauptet, das pazifische Inselterritorium Tokelau sei zu 100 % auf Solarenergie umgestiegen und werde durch den steigenden Meeresspiegel infolge des Klimawandels bedroht. Dies ist in mehrfacher Hinsicht falsch. Tokelau bezieht seinen Strom weder zu 100 % aus Solarenergie, noch ist es durch den steigenden Meeresspiegel bedroht.
Energies Media behauptet, Tokelau im Südpazifik sei die erste Insel weltweit gewesen, die sich mit Solarenergie selbst energieautark versorgt habe, und dass die Existenz der Insel durch den steigenden Meeresspiegel bedroht sei. Weiterhin behauptet Energies Media, die Lösung des Überflutungsproblems Tokelaus werde von Tag zu Tag schwieriger.
Tokelau erreichte 2012 zwar für eine kurze Zeit als erstes Land eine hundertprozentige Solarstromversorgung mit Pufferung durch große Netzbatterien, doch das ist wenig aussagekräftig. Seitdem konnte der Inselstaat diesen Status nicht halten, da sein geringer Energiebedarf stieg und er auf andere Stromquellen zurückgreifen musste. Tokelau hat nur 2.664 Einwohner und deckt derzeit etwa 90 Prozent seines Strombedarfs mit Solarenergie, während der Rest durch Dieselgeneratoren (einschließlich Biodiesel aus Kokosnussöl) als Reserve dient. Der Artikel verschweigt dies und erwähnt nicht, dass eine Studie aus dem Jahr 2020 ergab, dass „die tatsächliche Solarstromversorgung derzeit bei etwa 90 Prozent liegt, wobei es bei Bewölkung oder Batterieausfällen zu Versorgungsengpässen kommt“. Einige Quellen berichten sogar, dass der Anteil der Solarenergie seitdem weiter gesunken ist und bis 2020 nur noch 75 Prozent betrug.
Tokelaus Wirtschaft basiert fast ausschließlich auf Subsistenzlandwirtschaft und Fischerei und hat im Vergleich zu anderen Ländern einen extrem geringen Energiebedarf. Dieser ist so gering, dass Our World In Data kaum Daten dazu vorliegen hat, außer der Angabe, dass Tokelaus installierte Solarkapazität bei etwa 0,001 GW liegt. Zum Vergleich: Der US-Bundesstaat Rhode Island verfügt über eine installierte Solarkapazität von weniger als 0,872 GW. Allerdings hat Rhode Island über eine Million Einwohner, eine bedeutende Industrie und einen deutlich höheren Lebensstandard.
Die Probleme mit dem Beitrag von Energies Media enden jedoch nicht mit der Uneinigkeit über die Definition von „100 Prozent“. Tokelau versinkt auch nicht im Meer. Ganz im Gegenteil, wie eine Landvermessungsstudie aus dem Jahr 2021 mit dem Titel „ Globale Veränderungen der Fläche von Atollinseln im 21. Jahrhundert “ von Holdaway et al. zeigt. Die Studie untersuchte die Landmasse von Atollinseln im Pazifik und Indischen Ozean und stellte fest, dass es trotz des moderaten, aber langsamen Anstiegs des durchschnittlichen Meeresspiegels in den letzten Jahrzehnten zu keiner wesentlichen Verkleinerung gekommen ist. Die Behauptung von Energies Media wird noch dadurch untergraben, dass die Studie ergab, dass „Tokelau und Tuvalu, beides kleine Landmassen (9,65 km² bzw. 25,14 km²), um jeweils etwa 7 % zugenommen haben.“
Dies liegt daran, dass diese Inseln als Korallenatolle mit dem Anstieg des Meeresspiegels wachsen, da sich die Korallen dem Sonnenlicht entgegenstrecken und Stürme und Wellen Sand an den Küsten ablagern.
Das Problem des „Untergangs“ Tokelaus kann nicht zunehmend unlösbar werden, wenn es gar nicht erst untergeht.
Nebenbei bemerkt, erscheint es wahrscheinlich, dass dieser Artikel mithilfe von KI verfasst wurde, aufgrund seiner Struktur und Unklarheit, aber auch, weil er keine Links zu relevanten Quellen enthält und nicht darauf hinweist, dass die aktuellsten Daten zu pazifischen Atollinseln, einschließlich Tokelau, keinen Landverlust, sondern einen Landzuwachs zeigen. Die Autorin „Anke“ hat verdächtigerweise keinerlei Biografie.
Energies Media scheint sich bei seinen Panikmache-Behauptungen über Tokelau auf viele veraltete Informationen gestützt zu haben. Wäre das Medium wirklich an Fakten interessiert und nicht an Klimaalarmismus, wüsste es über den Zustand der Pazifikatolle Bescheid und die Diskrepanz zwischen den Behauptungen einer hundertprozentigen solaren Selbstversorgung und der Realität von 75 bis 90 Prozent Bescheid. Die Inselbewohner akzeptieren die unregelmäßige und eingeschränkte Stromversorgung, insbesondere nachts.
Der Beitrag Liebe Energies Media Autoren: Der Meeresspiegel kann Tokelau nicht unbewohnbar machen, wenn Tokelau wächst. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Paul Driessen
Angeblich erneuerbare Energien zerstören Ackerland, Lebensräume, Landschaften – und Familien
Der Energieanalyst Robert Bryce unterhält eine Datenbank, aus der hervorgeht, dass bis November 2025 lokale Gemeinden 595 Windkraft-, 475 Solar- und (in jüngerer Zeit) 72 Großbatterieprojekte abgelehnt oder eingeschränkt haben.
Viele wollen nicht, dass die Anlagen Lebensräume von Wildtieren, malerische Ausblicke, Ackerflächen oder die Aussicht aus ihrem Garten verdecken, insbesondere wenn der unzuverlässige Strom in weit entfernte, energiehungrige Städte exportiert wird, die sich damit profilieren wollen, und vor allem, wenn von ihnen erwartet wird, dass sie sich an den Kosten für Anlagen und Übertragungsleitungen beteiligen, die einem anderen Bundesstaat dienen: So sollen beispielsweise die Steuerzahler in North Dakota Minneapolis unterstützen.
Andere Anwohner sorgen sich um Gesundheitsrisiken durch Lichtflimmern, niederfrequente Geräusche und Infraschall.
Viele Menschen ärgern sich auch über die tatsächlichen Kosten „grüner“ Energie – die tatsächlichen Gesamtkosten … im Vergleich zu den bewusst niedrig angesetzten Kosten, die von Befürwortern hervorgehoben werden.
Diese Ablehnung ist nicht nur ein amerikanisches Phänomen. Auch französische und andere europäische Städte äußern Bedenken, ebenso wie weitere Städte auf der ganzen Welt.
Ein immer wiederkehrendes Verkaufsargument ist, dass die Kosten für Wind- und Solarenergie sinken und mittlerweile niedriger sind als die für Strom aus Kohle, Gas oder Kernkraft, was niedrigere Preise für die Verbraucher gewährleistet. Diese Behauptungen lassen wichtige, aber bewusst unerwähnte Kosten außer Acht – wirtschaftliche, ökologische und menschliche.
„Sparen Sie mit erneuerbaren Energien“-Werbekampagnen betrachten in der Regel nur die Anschaffungskosten für die Installation von Windkraftanlagen und Solarzellen – die oft aus China stammen und mit billigen Arbeitskräften hergestellt werden, wobei Materialien verwendet werden, die mit Kinderarbeit in Minen und Anlagen mit minimalen oder gar keinen Arbeitsschutz- oder Umweltschutzmaßnahmen gewonnen werden und jede Phase mit Öl, Erdgas oder Kohle betrieben wird.
Die Befürworter ignorieren auch die versteckten Subventionen, die über Steuern und versteckte Gebühren auf Stromrechnungen gezahlt werden. Sie ignorieren Zahlungen an Unternehmen, die keinen Strom produzieren oder diesen abschalten müssen, wenn sie wegen starker Winde oder wenn die Erzeugung die Versorgung oder Netzkapazität übersteigt.
Sie erwähnen nicht die Kosten für den Bau, die Wartung und den Betrieb von doppelten Backup-Systemen: Kohle- oder Gaskraftwerke, die ständig mit geringer Leistung laufen und bei unzureichender Wind- und Sonneneinstrahlung auf Hochtouren gehen müssen. Oder den Bergbau und die Umweltverschmutzung, die mit der Herstellung all dieser Technologien verbunden sind.
Netzgebundene Pufferbatterien kosten mehrere zehn Milliarden Dollar und bergen erhebliche Brand- und Giftgasrisiken, wie das Beispiel der 300-Megawatt-Batterie in Moss Landing in Kalifornien zeigt, die in Flammen aufgegangen ist.
Offshore-Windkraftanlagen müssen aufgrund von Salznebel und Stürmen häufig ausgetauscht werden. Hagelstürme können ganze Solaranlagen zerstören. Die Kosten in Höhe von Billionen Dollar steigen immer weiter.
Hochspannungsleitungen, oftmals Hunderte von Kilometern lang, kosten 1 bis 8 Millionen Dollar pro Kilometer – für Beton, Stromleitungen, Transformatoren, 15 bis 60 Meter hohe Masten und Lagerhäuser für andere Ausrüstung.
Kein Wunder, dass Staaten und Länder, die von Klimakatastrophen, Netto-Null und Wind- und Solarenergie besessen sind, unverschämt hohe Strompreise haben. Deutschland hat mittlerweile die höchsten Strompreise für Privathaushalte in den Industrieländern, Großbritannien hat die höchsten Preise für Industriekunden. Die Durchschnittspreise für die Schwerindustrie in Europa sind doppelt so hoch wie in den Vereinigten Staaten. Aber auch US-Bundesstaaten, die stark von Wind- und Solarenergie abhängig sind, zahlen exorbitante Preise.
Wenn Familien sich weder Strom noch Gas leisten können, sind ihre Häuser eiskalt, und jedes Jahr sterben im Winter Tausende an Krankheiten, die sie überleben würden, wenn sie ausreichend heizen könnten.
Selbst Frankreich – das zwei Drittel seines Stroms mit Kernkraft erzeugt und in dieser Hinsicht in Europa und weltweit führend ist – setzt stark auf Solarenergie und teilweise auch auf Windenergie. Die Regierung von Präsident Emmanuel Macron beabsichtigt, Millionen von Solarmodulen auf „Brachflächen” und entlang von Autobahnen zu installieren und dabei „die Schönheit unserer Landschaften zu schützen”.
Das französische Parlament hat vorgeschrieben, dass Parkplätze mit einer Fläche von mehr als 1.500 Quadratmetern (~ 80 Fahrzeuge) zu 50 % mit Sonnenkollektoren bedeckt sein müssen. Die Regierung behauptet, dass diese Strommenge der Leistung von zehn Kernkraftwerken entspricht, die insgesamt 10 Gigawatt auf einer Fläche von etwa 13 Quadratmeilen produzieren.
Das ist eine fantastische Behauptung.
Eine 1-GW-Solaranlage benötigt 4.000 bis 5.000 Acres, zehn Anlagen würden also etwa 70 Quadratmeilen bedecken. Das ist fast doppelt so viel wie die Fläche von Paris, wenn ganze Parkplätze mit Modulen bedeckt würden. Gibt es in Frankreich überhaupt so viele ausreichend große Freiflächen?
Außerdem benötigt man für die Erzeugung von Gigawatt mit Photovoltaik-Solarenergie Sonnenlicht! Frankreich hat durchschnittlich etwa 2.000 Sonnenstunden pro Jahr (23 % der gesamten Jahresstunden). Die Gesetzgeber müssen also noch viel mehr mit Solarzellen bedeckte Parkplätze aus dem Hut zaubern. Oder die Sonne dazu zwingen, länger und heller zu scheinen.
Wenn Frankreich nicht mehr Kohle- und Gaskraftwerke baut, muss es außerdem mehrere zehn Milliarden Euro für die Installation Hunderttausender netzgebundener Batterien ausgeben, um einen Großteil dieses Stroms für den Bedarf in der Nacht und an bewölkten Tagen zu speichern, wodurch Strom von Haushalten zu Batterien umgeleitet wird.
Vielleicht erkennt die Regierung Macron diese Hindernisse. Sie überzieht nicht nur Straßenränder, „Brachflächen” und Parkplätze, sondern auch Ackerland, Wiesen und Wälder in ganz Frankreich.
Allein in der Region Lot-Tal werden derzeit siebzehn Solarprojekte vorangetrieben. Macron-Beamte lassen dort Tausende Bäume fällen, um chinesische Solarmodule neben dem Regionalen Naturpark Causses du Quercy zu „pflanzen“, in dem sich Saint Cirq Lapopie befindet – Frankreichs „schönstes Dorf“.
Touristen kommen ins Lot-Tal, um die atemberaubenden Klippen, historischen Dörfer, Weinberge, die hervorragende Küche und die Outdoor-Aktivitäten zu genießen – nicht, um Windräder, Solarmodule, Batteriefarmen und Übertragungsleitungen zu sehen.
Aber wenn nationale Regierungen „Klimastabilisierung“ und „Rettung des Planeten“ zu ihrer obersten Priorität machen, wird die Zerstörung von Dörfern, Landschaften, Ackerflächen und Lebensräumen zu einer kleinen Unannehmlichkeit. Ebenso wie die Tatsache, dass ein Großteil des pseudo-nachhaltigen Stroms wahrscheinlich nach Belgien, in die Schweiz und zum CERN exportiert wird – oder nach Spanien, wenn dort das nächste Mal ein massiver Stromausfall auftritt.
Die deutsche Regierung lässt sogar alte Dörfer plattwalzen, um schmutzige, minderwertige Braunkohle abzubauen, weil sie gegen Kernkraftwerke ist. Und sie weigert sich, Erdgas als Ersatzenergiequelle zu fördern.
Dieser Wahnsinn könnte auch in Ihre Nachbarschaft kommen, da Regierungen in unterschiedlichem Maße Umweltzerstörung und wirtschaftlichen Selbstmord begehen, um Lösungen für die imaginäre „Klimakrise” zu finden.
Manchmal setzt sich eine extrem „grüne” Landes- oder Provinzregierung über lokale Bauvorschriften hinweg, die sonst dazu genutzt werden könnten, Wind-, Solar-, Batterie- und Übertragungsleitungsprojekte abzulehnen, damit das Ziel „70 % grüne Energie bis 2030” durch den Bau in ländlichen Gebieten zur Versorgung der wählerstarken städtischen Gebiete erreicht werden kann.
Klima-besessene nationale Regierungen versuchen oft, lokale Stimmen und Entscheidungen im Streben nach „Dekarbonisierung“ zu kontrollieren, auch ohne an internationale Verträge gebunden zu sein. Allerdings treten Nationen häufig sowohl staatliche als auch lokale Bedürfnisse und Anliegen mit Füßen, indem sie Kyoto- und Paris-Klimaverträge unterzeichnen, die eine „Tyrannei durch Verträge“ auferlegen und damit nicht gewählten, nicht rechenschaftspflichtigen internationalen Politikern und Bürokraten die Möglichkeit geben, unter Missachtung nationaler Gesetze und sogar Verfassungen zu regieren.
Präsident Trump hat Amerika aus dem Pariser Klimaabkommen herausgeführt, Präsident Biden hat es wieder aufgenommen, und Trump 47 hat die USA 2025 erneut herausgeführt. Dieser Zyklus könnte sich auf nationaler oder bundesstaatlicher Ebene wiederholen, wenn durch Wahlen neue Regierungen gebildet werden. Virginia macht bereits Erfahrungen damit, da sein Clean Economy Act einen „progressiven“ politischen Machtzuwachs erhält, obwohl Trump gerade sein Offshore-Windprojekt ausgesetzt hat.
Wähler und Steuerzahler müssen sich dieser Realitäten bewusst werden – und Ideologen aus dem Amt wählen, bevor sie den Planeten mit ihren fehlgeleiteten Versuchen zerstören, um ihn zu retten.
Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on energy, climate change and human rights. Special thanks to researcher T.H. Platt, author of The Dark Side of Hunger Mountain, for assisting with this article.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Mutwillige Zerstörung blühender Landschaften, um die Erde vor einer Nicht-Klimakrise zu retten erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
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Audrey Streb, DCNF-Energiereporterin, 8. Dezember 2025
Die kalifornischen Regulierungsbehörden lehnten am Donnerstag einen Plan zur Schließung des umstrittenen Solarkraftwerks Ivanpah ab, trotz Bedenken der Bundesregierung und der Privatwirtschaft.
Das gigantische , 2,2 Milliarden Dollar teure Solarkraftwerk mit seinen drei 140 Meter hohen Türmen sollte ursprünglich bis 2039 in Betrieb sein. Im Januar bot der Betreiber Solar Partners Pacific Gas and Electric (PG&E) jedoch an, den Stromabnahmevertrag für mehrere Blöcke des Kraftwerks zu beenden. Die kalifornische Regulierungsbehörde für öffentliche Versorgungsunternehmen (CPUC) entschied am Donnerstag, die Blöcke in Ivanpah aus Gründen der Versorgungssicherheit und zur Erfüllung der kalifornischen Vorgaben für grüne Energie weiter zu betreiben.
„Die CPUC muss weitere Faktoren im Zusammenhang mit den Pflichten der Energieversorger berücksichtigen, um sichere, zuverlässige und bezahlbare Energiedienstleistungen zu gewährleisten, die den Zielen des Bundesstaates für saubere Energie entsprechen“, schrieben die Regulierungsbehörden in ihrer am Donnerstag eingereichten Stellungnahme. „Die Unsicherheit bei der Entwicklung von Projekten im Bereich erneuerbarer Energien, die teilweise durch die sich ändernde Bundespolitik bedingt ist, könnte eine zentrale Annahme der aktuellen Zuverlässigkeitsbewertungen untergraben.“
Kalifornien verfolgt ehrgeizige Ziele im Bereich der grünen Energie und strebt bis 2045 eine hundertprozentige Versorgung mit sauberer [volatiler und unzuverlässiger] Energie an. PG&E argumentierte, dass die Beendigung des Projekts den Kunden Geld sparen würde und dass fortschrittliche Solartechnologie effizienter sei als das Kraftwerk, das durch drei Kreditgarantien in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar aus der Obama-Ära finanziert worden war.
Das Energieministerium unter Trump unterstützte den Shutdown-Plan. Greg Beard, ein leitender Berater im Büro für Energiefinanzierung der Behörde, sagte gegenüber E&E News, dass das Energieministerium „gegen diese Entscheidung auf jeden Fall Berufung einlegen wird“.
Ivanpah sorgte in den letzten Jahren für Schlagzeilen, weil Berichten zufolge Piloten geblendet und Vögel verbrannt wurden und Energieexperten das Projekt als „ineffizient“ bezeichneten.
„Das Kraftwerk Ivanpah ist ein Paradebeispiel für die Verschwendung und Ineffizienz staatlich subventionierter Energieprogramme“, erklärte Jason Isaac, CEO des American Energy Institute, gegenüber Fox News. Es habe „seine Versprechen nie eingelöst, weniger Strom produziert als erwartet und war für den Betrieb auf Erdgas angewiesen.“
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Ivanpah – das größte US – Solarprojekt könnte gezwungen werden abzuschalten
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