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Uran, Macht und Geopolitik: Der Niger zerlegt Europas Energiesicherheit

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Im Sahel zerbröselt gerade ein wichtiger Grundpfeiler der europäischen Energiesicherheit. Der Niger will sich nicht länger vom französischen Staatskonzern Orano ausbeuten lassen. Ein Siebtel der Uranversorgung Frankreichs steht auf dem Spiel.

Schon als Kolonialherren waren die Franzosen nicht sonderlich beliebt und auch heute noch gehören die französischen Ex-Kolonien in Afrika zu den ärmsten Staaten der Welt. Dies unter anderem auch, weil sich Paris nach der Abschaffung des Kolonialreichs weiterhin die Kontrolle über die Währung (der Franc CFA) und wirtschaftliche Kernbereiche gesichert hat. So auch im Niger.

Das westafrikanische Land in der Sahelzone liefert beispielsweise rund 15 Prozent des Urans, welches die französischen Atomkraftwerke zur Stromerzeugung benötigen. Insgesamt produziert der Niger etwa 5 Prozent des weltweit geförderten Nuklearbrennstoffs. Doch der Druck der Militärregierung auf den französischen Staatskonzern Orano wächst.

Niamey wirft dem Unternehmen “räuberisches Verhalten” und massive radioaktive Umweltverschmutzung vor. Man habe 400 Fässer mit radioaktivem Material gefunden und in der Region würden Strahlungswerte von 7 bis 10 Mikrosievert pro Stunde herrschen. Normal seien etwa 0,5 Mikrosievert. Weiters habe man zwei Substanzen gefunden, die mit Atemproblemen in Verbindung gebracht werden.

Juristisch mag vieles noch ungeklärt sein, politisch ist die Richtung eindeutig. Orano wurde enteignet, die Mine Somaïr verstaatlicht, französische Einflusszonen werden systematisch abgewickelt. Für Frankreich ist das mehr als ein diplomatischer Affront. Rund 70 Prozent des französischen Stroms stammen aus Kernkraftwerken und ohne die Lieferungen aus dem Niger wird die Versorgung kritisch.

Diese Lieferkette war Teil einer stillen geopolitischen Arbeitsteilung: Afrika liefert, Frankreich betreibt Reaktoren, Europa profitiert von stabiler Grundlast. Dieses Modell ist nun Geschichte. Mehr noch ist der Niger kein Einzelfall. Mali, Burkina Faso und Guinea gehen denselben Weg. Westliche Konzerne raus, nationale Kontrolle rein, neue Partner aus Russland, China oder dem globalen Süden.

Uranium One, der Ableger des russischen Nukleargiganten Rosatom ist im Niger bereits aktiv. Moskau bietet Technologie, Abnahmegarantien und politische Rückendeckung – ohne moralische Belehrungen und Sanktionsdrohungen, wie sie aus Europa üblich sind. Rund 1.000 Tonnen “Yellowcake”, die Orano noch vor dem Rauswurf gefördert hatte, könnten nun an Russland anstatt an Frankreich gehen.

Europa im Allgemeinen und Frankreich im Speziellen verlieren zusehends an Einfluss in Afrika. Angesichts dessen, dass immer mehr Länder auf die Kernkraft setzen, um Gas- und Kohlekraftwerke zu ersetzen, gerät jedoch die Versorgungssicherheit unter Druck. Da zudem Angebot und Nachfrage auf die Preisbildung einwirken, dürften die Uranpreise in den kommenden Jahren noch deutlich anziehen. Ist man darauf vorbereitet?

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Bundeswehr entsendet Erkundungsteam nach Grönland

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Die Bundeswehr schickt auf Einladung Dänemarks ein Team aus 13 Soldaten vom 15. bis 17. Januar 2026 nach Nuuk in Grönland, um Rahmenbedingungen für mögliche militärische Unterstützung bei der Arktissicherheit zu prüfen, insbesondere Seeraumüberwachung.

Das Erkundungsteam fliegt am Donnerstagmorgen mit einem Airbus A400M und arbeitet mit Vertretern weiterer NATO-Partner wie Schweden und Norwegen zusammen. Im Kontext von US-Ansprüchen auf Grönland unter Präsident Trump und Interessen von Russland und China, soll die Präsenz die Region absichern. Bundeskanzler Merz und Verteidigungsminister Pistorius betonen NATO-Beteiligung an Patrouillen und Übungen wie „Operation Arctic Endurance“.

Die Grünen begrüßen die Mission als Symbol der Solidarität, fordern aber diplomatischen Druck auf die USA.

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Bildquelle: Filmbildfabrik / shutterstock

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Uncut #50: Heute mit Jürgen Elsässer | Spahn steht nackig da

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Uncut #50: Heute mit Jürgen Elsässer | Spahn steht nackig da
Uncut 50 juergen elsaesser apolut
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Uncut #50: Heute mit Jürgen Elsässer | Spahn steht nackig da

„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.“

Mit diesem Credo ist das wöchentliche apolut-Format UNCUT im wesentlichen auf den Punkt gebracht.

Die apolut-Redaktion stellt einmal die Woche einem bekannten Influencer – diese Woche Jürgen Elsässer – eine Handvoll Fragen, die in der öffentlichen Debatte aktuell die Top-Themen markieren. Dann erhalten wir dazu völlig subjektive Antworten und stellen diese online. That’s it.

Im Anschluss setzten wir auf eine lebhafte Diskussion bei den Konsumenten des Formates, denn die von uns veröffentlichten Antworten entsprechen in der Regel nicht dem aktuellen Mainstream-Narrativ, noch geben sie vor, DIE Wahrheit zu sein.

Sie geben jede Woche die subjektive Meinung des Befragten zum besten. Und damit das Meinungsspektrum möglichst breit bleibt, wechseln jede Woche die Befragten.

Wir wünschen gute Unterhaltung und spannende Diskussionen an den Stammtischen und in den Foren!

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Durand-Linie in Flammen – Wie Pakistan und die Taliban Eurasiens Pulverfass neu entfachen

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Der Konflikt zwischen Pakistan und den Taliban in Afghanistan flammt wieder auf. Beide Seiten liefern sich entlang der Durand-Linie heftige Gefechte. Von Michael Steiner Wenn …

Der Beitrag Durand-Linie in Flammen – Wie Pakistan und die Taliban Eurasiens Pulverfass neu entfachen erschien zuerst auf Contra24.

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