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Dies war eine Banken- und US-Dollar-Rettungsaktion! Update zum Gold- und Silberrückgang

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Am 30. Januar 2026 erlebten Gold und Silber den größten eintägigen Absturz seit Jahren. Die Mainstream-Medien erklärten sofort: Blase geplatzt. Rallye vorbei. Edelmetalle tot.

Das ist falsch.

Was an diesem Tag geschah, war kein Marktversagen.
Es war eine koordinierte Rettungsaktion – für Banken, für den US-Dollar, für ein System am Rand des Kollapses.

Genauso war es. Eine Rettungsaktion für die Banken und den Dollar. Überall in den Medien wurde uns verkauft, dass die Ankündigung von Kevin Warsh als neuer Chef der FED der Auslöser war. Ha, ha, ha. Wo geht die Reise des US-Dollars wohl hin, wenn weiterhin massiv US-Staatsanleihen auf den Markt geworfen und diese Erlöse in Gold und Silber investiert werden? Die Gedanken sind frei!

(Auszug von RSS-Feed)

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Erst Venezuela, dann Kuba – die USA drehen durch

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Von Peter Haisenko (anderwelt)

Vor mehr als 60 Jahren haben die USA Kuba mit schärfsten Sanktionen belegt. Kuba ist standhaft geblieben und hat sich nicht gebeugt. Jetzt will Trump Kuba endgültig fertig machen. Er will diese Karibikinsel von der Ölversorgung abschneiden. Kuba hat den USA nichts angetan.

Die piratischen Akte der USA gegen Venezuela, ihren Präsident und ihre Öltanker, haben einen weiteren Aspekt erhalten. Venezuela darf kein Öl mehr an Kuba liefern. Der Wertewesten schweigt dazu, obwohl diese Machtdemonstration an Arroganz kaum noch zu überbieten ist. Es geht um mehr. Die USA wollen jeden sanktionieren, auch mit Zollandrohungen, der Kuba noch Öl liefern wird. So, wie sie Zölle androhen, wenn jemand russisches Öl kauft. Ist Trump jetzt völlig durchgeknallt oder zeigt er nur die hässliche Fratze der USA, die immer schon da war?

Vergessen wir nicht: Jede Sanktion, die die Wirtschaft eines souveränen Staats zerstören soll, ist de facto eine Kriegserklärung. Folglich befinden sich die USA mit allen Staaten im Krieg, die von ihnen sanktioniert oder mit Zöllen bedroht werden. Der Rest des Westens nimmt an diesen Kriegen Teil, weil er mitmacht oder zumindest nicht dagegen interveniert. Das, obwohl auch die BRD selbst davon betroffen ist, weil Präsident Biden die Gasversorgung aus Russland gesprengt hat. Im Fall der BRD ist es besonders pervers. Die BRD-Regierung selbst hat sich mit Sanktionen belegt, indem sie sich weigert, vertragsgemäß Gas aus Russland zu beziehen. Das, obwohl noch ein Strang von Nordstream II funktionsfähig ist und Präsident Putin erst vor wenigen Tagen angeboten hat, Gas durch diese Röhre zu liefern. Russland hält sich an Verträge. Die über das Gas laufen allerdings 2030 aus. Bis dahin muss die BRD die vereinbarten Gasmengen bezahlen, ob sie das Gas nun nimmt oder nicht. Ja, so blöd kann man sein.

Der Hass auf Trump schärft den Blick auf die USA

Venezuela, Kuba, Iran. Nicht nur für die gilt Seitens USA: Und wenn du nicht willig bist, gebrauche ich Gewalt. Wer sich also den USA nicht bedingungslos unterwirft und keine Atomwaffen hat, sieht sich der Willkür der USA ausgeliefert. Das ist nicht erst seit Trump so. Schließlich haben die USA während der letzten hundert Jahre unzählige Kriege vom Zaun gebrochen. Eben immer, wenn sich jemand nicht bedingungslos unterordnen wollte. So gehen Millionen Leichen auf das Konto der USA inklusive der Länder, die nach den Bombardements im Chaos versunken sind. Erst der Hass auf Trump hat bewirkt, dass jetzt ganz leise kritische Stimmen aus dem Westen zu vermerken sind. Die richten sich aber nur gegen Trump und nicht gegen die USA als solche. Solange es nicht Trump war, gab es keine Einwände gegen die Völkerrechtsverletzungen, ja Missachtungen der USA.

Sowohl bezüglich Grönland als auch Kuba sind die Argumente Washingtons nur noch Irrsinn. Grönland kann nur von den USA gegen Russland und China geschützt werden. Als ob irgendjemand Grönland angreifen oder gar erobern wollte, außer den USA selbst. Und bei Kuba wird es noch verrückter. Trump ruft den nationalen Notstand aus wegen Kuba. Da gibt es eine Karibikinsel, die gerade mal elf Millionen Einwohner hat, kein Militär, das irgendjemandem gefährlich sein könnte, und das soll die USA derart bedrohen, dass der nationale Notstand ausgerufen werden muss? Und der Wertewesten schweigt dazu.

Handel nur noch mit Genehmigung aus Washington?

Dieser Machtmissbrauch muss einmal klar dargestellt werden. Die USA erdreisten sich darüber bestimmen zu wollen, wer mit wem und wie Handel treiben darf. Und wieder macht die EU mit, indem sie selbst Öltanker mit Sanktionen belegt, die russisches Öl an Bord haben und neuerdings solche sogar selbst aufbringt, wie es nur Piraten tun. Auch gegen die „ewigen“ Sanktionen gegen Kuba unternimmt die EU nichts und das muss als Zustimmung gewertet werden. Aber nicht einmal die EU ist ausgenommen von den US-Drohungen mit Zöllen. Sind die alle von Sinnen? Da meine ich nicht nur die USA, sondern den gesamten Westen.

Betrachten wir dazu die Zollandrohungen der USA. Es gibt kein Land, das von Importen abhängiger ist als die USA, wohingegen es kaum ein Land gibt, das wirklich von Importen aus USA abhängig ist. In den USA werden selbst einfache, aber für das tägliche Leben notwendige Dinge nicht mehr produziert. Ähnlich sieht es für den ganzen Westen aus. Sollten aus Asien keine Textilien mehr geliefert werden, wird der Westen sehr schnell nur noch in Lumpen herumlaufen, um nur ein Beispiel zu nennen. Aber sogar mit „High-Tech“ sieht es kaum besser aus. Woher kommen denn all die Smartphones und Komputer? Nein, die werden nicht in USA hergestellt. Auch die kommen aus Asien respektive aus Taiwan. Software? Ein Großteil der Microsoft-Programmierer lebt in Indien.

Nur noch ausgeglichene Handelsbilanzen

Es wäre folglich einfach, die USA zur Räson zu bringen. Stellt alle Lieferungen in die USA ein. Tatsächlich wäre das kaum ein Verlust für die Exporteure, denn als Gegenleistung erhalten die vornehmlich Dollar, die aus dem Nichts geschaffen worden sind. So plädiere ich dafür, für die USA ein Handelsregime einzuführen, wie es für Russland während der Jelzin-Ära galt. Ware gegen Ware. Produkte dürfen nur nach Amerika verkauft und geliefert werden, wenn deren Wert nicht die Exporte aus USA übersteigt. Wem das unrealistisch erscheint, der möge sich erinnern, dass Weltwirtschaft nur funktionieren kann, wenn die Handelsbilanzen aller Länder ausgeglichen sind. Das heißt, dass kein Land mehr an Werten importiert, als es selbst exportiert. Logisch, dass dann auch kein Land mehr exportieren darf, als es selbst importiert. Genau da liegt das Problem mit den USA und so mit der gesamten Weltwirtschaft, weil die USA ihre Importe weniger mit Exporten abdecken, als mit frisch gedrucktem Geld aus dem Nichts.

Die Macht des US-Dollars schwindet, der Petrodollar ist nicht mehr das Brecheisen der Macht des US-Kapitalismus. Das sieht man auch in USA und Trump hat das wohl auch erkannt. Der Dollarkurs sinkt weiter ab und das wird bislang von Trump begrüßt, denn es ist derselbe Effekt, der durch Importzölle erreicht werden soll. Die Importe nach USA lassen nach. Allerdings wird es da einen Kipppunkt geben, wenn durch den fallenden Dollarkurs alle Importe für die USA unerschwinglich werden. Folglich hat Trump etwas neues erfunden. Er, und nur er bestimmt darüber, wer mit wem Handel treiben darf. Abgesichert wird dieses Verfahren mit militärischer Macht, piratischen Akten und Drohungen. Das Verbot, Kuba mit Öl zu beliefern, steht dabei allerdings frei im Raum. Da kann es sich nur um einen Racheakt handeln, weil es auch nach 60 Jahren nicht gelungen ist, Kuba zu einer US-genehmen „Demokratie“ zu zwingen. Dieses schlechte Beispiel muss aus der Welt geschafft werden, denn es zeigt auf, wo die Macht der USA endet.

Nochmals kurz zum Iran

Die NATO hat die Ukraine aktiv gegen Russland unterstützt. Mit Waffen, Logistik und einem Haufen Geld. Ohne das alles hätte dieser Krieg nicht stattfinden können. Muss man da nicht auch Russland und China zugestehen den Iran zu unterstützen, wenn er von den USA angegriffen wird? Und nochmals: Der Iran hat den USA nichts angetan, aber Kiew hat seiner russischsprachigen Bevölkerung den Krieg erklärt und bereits mehr als 14.000 Zivilisten ermordet und den Ostteil bombardiert und zerstört, was immer sie konnten. Mit Hilfe der NATO und Waffen, die die NATO geliefert hat. Gut, es gab kleine Einschränkungen keine Waffen zu liefern, die tief ins russische Hinterland treffen können. Es gab aber keine Einschränkungen, die russische Armee anzugreifen. Transferieren wir das auf den Iran.

Wollte der Iran die USA direkt angreifen, bräuchte er Interkontinentalraketen. Die hat er nicht und Russland oder China werden die nicht liefern. Was spricht aber analog zur Ukraine dagegen, dass der Iran mit Waffen beliefert wird, die das US-Militär treffen können? Zum Beispiel einen Flugzeugträger versenken. Die USA wissen nicht, wie weit die iranische Militärtechnik fortgeschritten ist, auch im Verbund mit Russland. Der letzte Krieg mit Israel hat aber schon gezeigt, wieviele Treffer Israels Militär erhalten hat, die nicht abgewehrt werden konnten. Auch nicht vom US-Militär, das sich an der Seite Israels engagiert hatte. Ich vermute, das ist der Grund, warum Trumps Iran-Manie noch nicht zu einem direkten Angriff geführt hat. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass tatsächlich ein Flugzeugträger versenkt wird. Wenn das geschieht, ist die Militärmacht der USA am Ende, nur noch ein Papiertiger, der noch gegen Staaten wie Venezuela oder Kuba auftrumpfen kann. Am anderen Ende der Welt.

Die USA stehen mehr und mehr isoliert da

Die Frage ist nun, wie lange die EU da mitmachen will und kann. Militärisch kann sie jetzt schon nicht. Und wirtschaftlich? Wie lange noch wollen die Europäer ihre Wirtschaft ruinieren und mit den USA zusammen untergehen? Russland hat sich in kürzester Zeit unabhängig vom Westen gemacht und China ist das sowieso. Die russische Produktion von Zivil-Flugzeugen kommt ohne ein einziges Teil aus dem Westen aus und die Regale in den Supermärkten sind voll. Russland hat nur ein Problem. Kiew und die NATO und das ist rein militärisch. Aber auch das geht dem Ende zu. Russland wird den Friedensschluss mit Kiew herstellen und zwar zu seinen Bedingungen. Es gibt keinen Grund von diesem Ziel auch nur einen Millimeter abzuweichen. Und die Sanktionen? Die interessieren Russland nicht mehr. Sie sind keine Verhandlungsmasse mehr. Der Westen und die USA haben nichts, was sie Moskau anbieten könnten, was Russland wirklich interessieren könnte.

Die USA stehen mehr und mehr isoliert da. Nur noch die NATO-Staaten sind treue Vasallen, aber auch das hat mit dem Grönlandzirkus einen Dämpfer erhalten. Und jetzt noch oben drauf die Epstein-Akten. Da zeigt sich, wie sehr die USA von Israel erpressbar sind, geradezu kontrolliert werden. Das passt einigen NATO-Ländern auch nicht. So steht das Ende der NATO im Raum, wie wir sie kennen. Das Imperium der Lügen beginnt sich aufzulösen und ganz verhalten wird Kritik geübt an den piratischen Akten der USA. Aber was bleibt Washington noch anderes übrig, als sich an den schwächsten Gliedern abzuarbeiten? Eben an Venezuela und Kuba. Der Iran lässt sich nicht mehr erpressen und ich erwarte, dass es zu einer Übereinkunft mit den USA kommen wird. Schließlich bleibt Teheran bei seiner Doktrin, keine Atomwaffen bauen zu wollen und das ist eigentlich das einzige, was Trump überhaupt vom Iran fordern könnte. Nun ja, da laufen sie offene Türen ein. So komme ich zu dem Schluss, dass das Ende des „Amerikanischen Jahrhunderts“ gekommen ist. Anders kann ich mir die seltsamen Volten Trumps nicht erklären. Sie sind das letzte Zucken, bis es auch Trump verstanden

(Auszug von RSS-Feed)

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50 Insolvenzen am 28. Januar 2026 – viel oder wenig?

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von Egon W. Kreutzer

Beim Verbraucherschutzforum Berlin hat jemand die Insolvenzbekanntmachungen durchgeflöht und unter dem Datum 28.01.2026 über 50 neue Einträge gefunden.

Das habe ich entdeckt, als ich heute Vormittag meine Arbeitsplatz-Vernichtungsstatistik wieder einmal weitergeführt habe. (Seit Januar 2026 knapp 35.000 Jobs von Stellenabbau, Betriebsschließungen und Insolvenz betroffen)

Im Artikel konkret benannt wurden davon  lediglich 20 Insolvenzen, rot markiert habe ich jene, die in meiner Statistik aufscheinen.

  1. Music Creation Group Midco II GmbH
  2.  NATIVE INSTRUMENTS Holding GmbH
  3. Spark Networks GmbH,
  4. BuK Dienstleistung GmbH
  5. Homa Fly GmbH
  6. Projektgesellschaft FES 26 mbH
  7. TESPO Tennis- und Gartenservice GmbH & Co. KG
  8.  XOUNTS Hamburg GmbH
  9. ao personal gmbH
  10. Neon Bau Partner Verwaltungs GmbH
  11. Okaidi Germany GmbH Youco24 Business Center
  12. Cleania UG (haftungsbeschränkt)
  13. percomis GmbH
  14. sonamedic GmbH
  15. Aslan AH GmbH
  16. LEVA Landwirtschaftliche Erzeugungs-, Verwertungs- und Aufbereitungs-GmbH
  17. Albirio Projektgesellschaft mbH & Co. KG
  18. D & W Glashandel GmbH & Co Glasbau Straubing-Süd KG
  19. Fensterbau Haas GmbH
  20. Latoria Immobilien GmbH

Natürlich handelt es sich hier um eine Momentaufnahme, die erst eine wirkliche Aussagekraft bekäme, gäbe es eine arbeitstägliche Zeitreihe über mindestens ein Jahr. Aber immerhin: Ein vermutlich zufällig ausgewählter Tag erbrachte eben nicht keine einzige Insolvenzanmeldung, sondern 50. Das Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung Halle liefer allerdings einen Vergleichswert: 17.604 Regelinsolvenzen hat es 2025 gegeben (der Merkur berichtet). Geht man von 250 Arbeitstagen aus, an denen Insolvenzen angemeldet werden können, dann waren das im letzten Jahr durchschnittlich 70 pro Tag.

Geht es also wieder aufwärts, weil es mit den Insolvenzen abwärts geht?

Von der Betrachtung des 28. Januar 2026 kann dies nun weißgott nicht abgeleitet werden. Im verlinkten Artikel des Merkur findet sich allerdings eine Aussage, die auf das Gegenteil hindeutet. Nach 471 Großinsolvenzen 2025 werden 2026 etwa 530 Fälle erwartet, in denen Unternehmen mit mehr als 10 Millionen Euro Jahresumsatz in die Insolvenz rutschen. Diese Prognose stammt von „Falkensteg“ und sie wird so begründet:

„Besonders die verarbeitende Industrie steht vor enormen Herausforderungen, da Überkapazitäten und sinkende Margen das Geschäftsmodell vieler Unternehmen infrage stellen. Die Gründe für diese pessimistische Prognose sind vielfältig: Ein schleichender Wettbewerbsverlust, anhaltender Fachkräftemangel, überbordende Bürokratie und stockende Investitionen überlagern sich zu einem komplexen Problemfeld. Zusätzliche Unsicherheit bringt Chinas erwarteter neuer Fünfjahresplan, der auf technologische Eigenständigkeit abzielt und deutsche Schlüsselbranchen wie Automotive und Maschinenbau weiter unter Druck setzen könnte.“

Tröstlich, dass sich auch Katherina Reiche mit dem Jahreswirschaftsbericht zu Wort gemeldet hat.

Da klingt doch alles schon sehr viel besser. Um 1,0 Prozent wird die deutsche Wirtschaft 2026 wachsen und 2027 um 1,3 Prozent. „das ist ein Anfang und die Signale sind ermutigend“, sagt Frau Reiche, und, „das ist kein Zufall, das ist Ergebnis einer gezielten Wirtschafts- und Finanzpolitik.“

Wer der deutschen Sprache einigermaßen mächtig ist, weiß dass eine Prognose noch kein Ergebnis ist, sondern eine Prognose, und, dass Frau Reiche eigentlich hätte sagen müssen: „Wir gehen davon aus, dass unsere gezielte Wirtschafts- und Finanzpolitik dieses Wachstum hervorrufen wird.“

Dies allerdings hätte vielleicht doch zu einer Nachfrage geführt, sinngemäß: „Welche Wirtschaftspolitik? Welche Finanzpolitik?“

Diese Klippe konnte erfolgreich umschifft werden.

Verräterisch jedoch die Appelle der Wirtschaftsministerin. Es brauche mehr private Investitionen, die von der Regierung mittels „Strukturreformen“ angeschoben werden. Was meint sie damit? Ich notiere das in Stichworten:

  • Verfahren beschleunigen, statt sie weiter zu verkomplizieren
    (Sie hofft also auf das Mirakel des Bürokratieabbaus.)
  • Arbeit muss erleichtert werden
    (Da weiß Sie möglicherweise selbst nicht, was Sie damit meint.)
  • Mehr Menschen müssen arbeiten
    (Das ist mal eine Ansage. Meint sie die Erwerbsfähigen im Bürgergeld, oder die Inder, denen der Zugang zum deutschen EU-Arbeitsmarkt via Freihandelsabkommen geöffnet wird.)
  • Die Arbeitszeit muss besser genutzt werden
    (Das hat man in der jungen DDR 1953 auch schon versucht.)
  • Der Sozialstaat muss mehr auf den Arbeitsmarkt ausgerichtet werden
    (Das heißt vermutlich: Späterer Renteneintritt, Karenzeiten bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Reform der Grundsicherung, verpflichtende 41-Stunden-Woche, kein Anspruch auf Teilzeit, usw.)

Nachdem diese wohlfeilen Forderungen verdaut sind, regt sich ein gelindes Bauchgrimmen. War das die Wirtschaftsministerin, die Pläne aus ihrem Ressort verkündet hat? Oder war das die Wirtschaftsministerin, die damit zugegeben hat, dass ihr nichts anderes eingefallen ist, als den Schwarzen Peter an Bärbel Bas weiterzuschieben, von der bekannt ist, dass sie an diesem Spielchen gar nicht teilzunehmen gedenkt?

Roland Tichy hat sehr schön herausgearbeitet, was die Deutschen davon abhält, mehr zu arbeiten: Es lohnt sich einfach nicht! (Ein Viertelstündchen, zum Mitschimpfen).

Was er nicht erwähnt hat, und das ist kein Vorwurf, niemand kann in jedem Beitrag immer alles ansprechen, auch ich nicht, was er nicht erwähnt hat, ist die Voraussetzung, dass es nämlich Arbeit geben muss.

Da taucht dann doch gleich wieder die Frage auf: „Welche Wirtschaftspolitik? Welche Finanzpolitik?“

Obwohl Habeck schon ein Jahr lang nicht mehr für Wirtschaft und Klima zuständig ist, sind beide Politikfelder doch immer noch in weiten Teilen mehr auf dieses legendäre 1,5-Grad-Ziel und die Klimaneutralität bis Zwanzig-Irgendwann fixiert als wenigstens auf den Erhalt der noch vorhandenen wirtschaftlichen Leistungskraft.

Wer die Produktion „willkürlich“ verteuert und damit nicht nur einzelne Unternehmen zur Flucht treibt, sondern ganze industrielle Cluster und Lieferketten sprengt, wer US-Zöllen mit der Erhöhung der CO2-Abgaben begegnet, statt zu versuchen, die beschädigte Wettbewerbsfähigkeit durch Senkung oder Abschaffung dieser Luftsteuer zu kompensieren, wer zusieht, wie alleine VW 35.000 Jobs abbaut, statt sich in Brüssel mit der ganzen Kraft des EU-Zahlmeisters gegen Verbrennerverbot und andere schädliche Regelungen zu stemmen, sollte doch wenigstens eine Idee haben, welche Produkte durch Mehrarbeit und einen auf den Arbeitsmarkt ausgerichteten Sozialstaat zu wettbewerbsfähigen Kosten hergestellt werden sollen. Da sehe ich aber nichts.

Die Automobilindustrie schrumpft, die Stahlindustrie leidet, der Maschinenbau stirbt, die Chemie wandert aus, und für die KI bräuchten wir Strom.

Zum Zustand der Wirtschaft in Deutschland habe ich in der aktuellen Ausgabe von „EWK-Zur Lage“ folgendes geschrieben:

Wirtschaft

Die Gastronomie hat tatsächlich den Corona-Satz der Mehrwertsteuer wieder, jedenfalls für Speisen. Auf den meisten Speisekarten hat sich das nicht erkennbar ausgewirkt. Ein Schelm, wer dabei denkt, das hätte etwas mit der Mindestlohnerhöhung zu tun.

Frau Reiche, die das Wirtschaftsressort innehat, ist jedenfalls gedämpft optimistisch und erwartet für 2026 0,6 Prozent Wachstum als sichere Bank aus den schuldenfinanzierten Konsum- und Investitionsausgaben des Bundes. Weitere 0,4 Prozent resultieren aus der Feiertagskonstellation und der weiter fortschreitenden Rezession.

Ist ganz einfach. Im Vergleich zu 2025 gibt es 2026 2,5 Feiertage weniger, die auf reguläre Arbeitstage fallen. Damit steht ein ganzes Prozent Wertschöpfungspotential mehr zur Verfügung. Weil es aber weiter abwärts geht, kann dieses Potential nur zu 40 Prozent genutzt werden – und das ist noch die euphorisch-positive Schätzung vom Jahresanfang.

Zu dieser Einschätzung der Güte der Schätzung passen auch die Arbeitslosenzahlen, die Frau Nahles aus dem Inneren der Bundesanstalt zum Vorlesen vorgelegt wurden. Erstmals wieder über der magischen Zahl von drei Millionen, und gleich 177.000 mehr als im Vormonat. Über die Qualität dieser Zahlen habe ich oft genug abgelästert. Meine Faustformel: Nehmen Sie Faktor 2, dann haben Sie ungefähr die Zahl derer, die im landläufigen Sinne arbeitslos sind.

Zur Wirtschaft gehört zwingend auch das Thema Energie. Mit dem Strom, dem heißbegehrten und teuer erkauften ist das so eine Sache. Es ist Winter und der spärliche Sonnenschein entlockt auch den größten Solarfeldern nur wenige Kilowattstunden an Strom.

Mit dem Wind ist das auch so eine Sache, er weht nicht immer, und wenn er weht, oft  nicht stark genug, um die Windräder überhaupt in Schwung zu bringen, und wenn die Spargel dann still und starr in der Landschaft herumstehen, dann liefern sie nicht nur keinen Strom, sie verbrauchen auch welchen. Nicht nur, um die Rotorblätter zu verstellen und um die gesamte Elektronik in der Gondel am Leben zu erhalten, sondern auch um die Rotorblätter zu heizen, damit die beim nächsten Windhauch nicht Eisbrocken mit mehreren hundert Stundenkilometern in die Landschaft werfen.

Wenn also die noch nicht abgeschalteten Kohlekraftwerke auf Volllast laufen und dennoch Strom im Netz fehlt, müssen die Gaskraftwerke anspringen. Das Gas dafür kommt aus verschiedenen Quellen, nämlich einmal aus den Lieferungen und zum anderen aus den Gasspeichern. Weil die laufenden Lieferungen den Gasbedarf im Winter nicht decken können, sollen diese im Sommer aufgefüllt werden, um Winter die Reserven nutzen zu können.

Die Bundesnetzagentur informiert regelmäßig, mit drei vier Tagen Verspätung über die Füllstände der Speicher. Wenn man die Differenz zwischen dem aktuellen Füllstand und den Daten der Vorjahre auf der Zeitachse nach vorne schiebt, dann sind die Speicher Ende Februar bei 10 Prozent. Das wäre noch nicht schlimm, aber je leerer die Speicher, desto langsamer vollzieht sich das Ausspeichern. Der Druck ist weg, auch wenn das Kissengas noch da ist, das gar nicht mehr angegriffen werden kann.

Weil die Meteorologen davon ausgehen, dass die winterliche Witterung bei uns noch länger anhalten wird, laufen wir auf die Situation zu, dass die Industrie, soweit sie auf Gas angewiesen ist, den Betrieb einstellen muss, weil das verfügbare Gas vorrangig zu Heizzwecken eingesetzt werden muss. Das ist Gesetz, und es könnte sein, dass dieses Gesetz eingehalten werden wird.

Nun ist nicht die gesamte Wirtschaft gasabhängig, aber im Verlauf der Lieferketten kommen da doch mehr Unternehmen zusammen, als nur jene, denen der Hahn abgedreht wird. Schätzt man, dass mit jedem Tag der Gasmangellage 0,1 Prozent der Wirtschaftsleistung verloren gehen, was ich für realistisch halte, dann ist das gesamte nicht schuldenfinanzierte Wachstum innerhalb von vier Tagen weg. Das ist die Rasierklinge, auf der die deutsche Wirtschaft tanzt und dabei ein Unternehmen nach dem anderen verliert.

Aktuelle Informationen dazu finden sich immer noch und weiterhin in meiner Statistik der Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland.

Nicht in dieser Statistik zu erkennen ist der Prozess des Ausverkaufs der deutschen Wirtschaft an ausländische Konzerne. Adnoc, aus den VAE, hat erstmals einen DAX-Konzern geschluckt, Covestro. Die chinesische JD.com hat Mediamarkt/Saturn geschluckt, ebenfalls chinesisch, Anta Sports, prüft die Übernahme des Sportartikelherstellers Puma. Da wird sich Addidas warm anziehen müssen. Jindal Steel aus Indien will Thyssenkrupp Steel, Deutschlands größten Stahlhersteller – und die Liste vor allem weniger bekannter Mittelständler, die auf den Einkaufslisten von Chinesen, Indern, aber auch Polen und Tschechen stehen, ist lang.

Wie lange nach der Übernahme noch in Deutschland produziert werden wird, ist meist nicht vorhersagbar. Es geht um Namen, um Marktanteile, um Knowhow – nicht darum, unter deutschbürokratischen Verhältnissen und bei deutschen Energiekosten in Deutschland produzieren zu können.

 

Am Ende des Jahres werden wir mehr wissen, ich wage trotzdem heute schon zu sagen: Es wird vor dem BIP-Wachstum ein negatives Vorzeichen geben.

 

 

(Auszug von RSS-Feed)

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Deutet Trumps Ernennung von Kevin Warsh zum Fed-Chef auf eine drohende Finanzkrise hin?

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Paul Craig Roberts (antikrieg)

Warsh spielte eine Schlüsselrolle bei den Rettungsaktionen für die großen Wall-Street-Firmen, die mit Hypothekenderivaten und deren Versicherung falsch spekuliert hatten. Ein Artikel auf The Burning Platform berichtet über die Hunderte von Milliarden Dollar, die die Federal Reserve bereitstellte, um die großen Finanzakteure vor ihren Fehlern zu schützen. (> LINK)

Es stellt sich natürlich die Frage, warum Warsh als Powells Nachfolger benötigt wird. Ist etwa wieder etwas schiefgelaufen?

Der öffentliche Widerstand gegen die Rettungsaktion im Jahr 2008 führte zu dem Versprechen, keine weiteren Rettungsaktionen mehr durchzuführen. Stattdessen hieß es, es würde sogenannte Bail-ins geben. Die Öffentlichkeit wusste nicht, was das bedeuten sollte, aber es beruhigte sie.

Eigentlich hätte es sie zutiefst beunruhigen müssen.

Gemäß den Bestimmungen für Bail-ins werden unsere Ansprüche auf Altersrücklagen, Pensionspläne, Aktien und Anleihen bei Anbietern wie Merrill Lynch, Schwab oder Wells Fargo gegenüber den Forderungen der „gesicherten Gläubiger“ des jeweiligen Instituts nachrangig gestellt. Anders ausgedrückt: Sie verlieren Ihr gesamtes Vermögen, da dieses für den Bail-in verwendet wird. Die Bestimmungen legen fest, dass amerikanische Sparer die nächste Finanzhilfe erhalten sollen.

Im April 2024 verfasste ich vier Essays zu den Informationen in David Rogers Webbs Buch „The Great Taking“. Diese Essays finden Sie unten.

Wie realistisch ist ein Bail-in als offizielle Reaktion auf die nächste Finanzkrise? Welche Regierung würde ihn tatsächlich einsetzen? Das Ergebnis wäre Chaos. Zahlungen wären unmöglich, wenn die gesamte Bevölkerung finanziell enteignet ist. Wie kann man sich ein solches System ausdenken? Ein solches System würde ein garantiertes Einkommen in Form von digitaler Währung für jeden Amerikaner erfordern, um dessen Fortbestand zu sichern, während die dafür angesparten Vermögenswerte zur Rettung leichtsinniger Finanzspekulatoren im Finanzsystem verwendet werden.

Welchen Sinn hat das, außer die Bevölkerung der totalen Kontrolle zu unterwerfen? Digitale Währung gibt der herrschenden Elite die Möglichkeit, Andersdenkende von der Existenzgrundlage abzuschneiden. Sie garantiert eine völlig unterwürfige Bevölkerung, die alle Lügen der offiziellen Propaganda bedingungslos akzeptiert.

Soweit wir wissen, sind die Vereinigten Staaten von Amerika jedoch noch nicht auf diesen außergewöhnlichen Wandel von der Demokratie zur Tyrannei vorbereitet. Wie können also die Regulierungen, die diese massive Enteignung beinhalten, in Kraft treten, ohne im totalen Chaos zu enden? Keine Regierung hat ein Interesse an einem totalen Chaos, das sie nicht zu ihrem Vorteil nutzen kann.

Seit dem Zweiten Weltkrieg, als Washington dem britischen Pfund die Rolle der Reservewährung entzog und sie dem US-Dollar übertrug, konnte Washington seine Rechnungen durch die Ausgabe von US-Staatsanleihen begleichen, da die Nachfrage unbegrenzt war, weil US-Staatsanleihen die Reserven der Zentralbanken weltweit darstellten. Mit steigender amerikanischer Verschuldung wuchsen auch die Reserven der Zentralbanken weltweit. Alle waren zufrieden.

Die Sicherheit des Dollars als Reserve der Zentralbanken ist jedoch durch seine Instrumentalisierung gefährdet. Dadurch sind die in Dollar gehaltenen Zentralbankreserven der Beschlagnahmung ausgesetzt. Ohne Zugriff auf ihre Dollarbestände können Zentralbanken nicht gegen Spekulanten vorgehen, die ihre Währung weiter abwerten, da ihnen die Dollar fehlen, um ihre eigene Währung zu kaufen und so ihren Kurs zu stabilisieren.

Eine Finanzkrise könnte sich im Zusammenhang mit Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) anbahnen. Bislang hat sich die KI-Technologie so rasant weiterentwickelt, dass Investitionen in KI-Technologien bereits veraltet sind, bevor sie die nötigen Gewinne abwerfen. Folglich basierte der KI-Boom auf neuem Kapital, das auf Spekulationen über zukünftige hohe Gewinne beruhte. Die Frage ist, wie lange neue Investitionen in eine Branche fließen werden, solange keine Gewinne diese Investitionen rechtfertigen.

Nachdem er bereits ein Rettungsprogramm geleitet hat, ist Warsh eine naheliegende Wahl, um ein weiteres zu leiten oder die Finanzierungsvereinbarungen zu koordinieren.

erschienen am 2. Februar 2026 auf > Paul Craig Roberts‘ Website > Artikel

(Auszug von RSS-Feed)

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„Erst Hunde, dann Menschen“ – Top-Tierarzt enthüllt Mega-Skandal: Tierimpfstoffe sind darauf ausgelegt, unsere Haustiere zu euthanasieren

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Dr. John Robb, ein Tierarzt aus Connecticut mit über 32 Jahren Erfahrung, macht schon seit Jahren auf die Schäden aufmerksam, die durch das Impfen von Tieren entstehen können. Er meint, dass zu viele Impfungen bei Haustieren zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen können, wie zum Beispiel Erbrechen, Tumoren an der Einstichstelle, Immunerkrankungen und sogar zum Tod durch Anaphylaxie.

Quelle: legitim

Dr. John Robb hat die Bewegung „Protect the Pets” gestartet, eine Basisbewegung, die das Bewusstsein für die Gefahren von zu vielen Impfungen in der Tiermedizin schärfen will. Die Bewegung will verantwortungsvolle Impfpraktiken fördern, Haustiere vor Schaden bewahren und sich für Änderungen der bestehenden Tollwutimpfgesetze in den USA einsetzen.

Er geriet mit Mars/Banfield in Konflikt, weil er sich weigerte, Haustieren unnötige Tollwut-Auffrischungsimpfungen zu verabreichen. Er war der Meinung, dass die Impfprotokolle eher von Profitinteressen als von wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Wohlergehen der Tiere bestimmt waren. Mars/Banfield hingegen hielt sich an die branchenüblichen Praktiken.

Mars, Inc. ist ein multinationales Unternehmen, das Süßwaren, Lebensmittel und Tierpflegeprodukte herstellt. Es ist Eigentümer von Banfield Pet Hospital, einer Tierarztkette mit über 900 Standorten.

Wegen seiner Haltung kündigte Mars/Banfield den Franchisevertrag mit Dr. Robb und übernahm 2012 die Kontrolle über seine Banfield-Klinik in Stamford, Connecticut. (Vgl. change.org) Dr. Robb wurde daraufhin vom Connecticut State Board of Veterinary Medicine für 25 Jahre auf Bewährung gesetzt.

Die Kammer entzog Dr. Robb nicht nur für 25 Jahre die Zulassung, sondern verbot ihm auch, während der gesamten Probezeit Tollwutimpfungen an Tieren durchzuführen, und ordnete an, dass seine Praxis überwacht und stichprobenartigen Kontrollen unterzogen wird.

Unbeeindruckt davon gründete Dr. Robb die Bewegung „Protect the Pets“ (Schützt die Haustiere), deren Ziel es ist, Tierhalter über die Realitäten der Überimpfung aufzuklären und Tierärzte dazu zu bewegen, die Gesundheit der Tiere über den Profit zu stellen.

In einem Video, das er 2021 auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte, erklärte er, was ihn trotz der rechtlichen Konsequenzen motiviert, sich für die Gesundheit von Haustieren einzusetzen. Er beschreibt die gleiche Korruption und Dominanz großer Konzerne in der Tiergesundheit wie in der Humanmedizin. Wir empfehlen Ihnen, dieses Video auf Facebook anzusehen.

Dr. Robb argumentiert, dass die Standard-Impfprotokolle, die empfehlen, allen Haustieren unabhängig von ihrer Größe die gleiche Impfstoffmenge zu verabreichen, für kleinere Tiere schädlich sein können. Er behauptet, dass dieser Ansatz zu einer Überimpfung führen kann, die bei Haustieren zu Nebenwirkungen führen kann.

Er plädiert für Titer-Tests, eine Blutuntersuchung, mit der festgestellt wird, ob ein Haustier über ausreichende Antikörper verfügt, um Krankheiten abzuwehren. Er ist der Ansicht, dass dieser Ansatz dazu beitragen kann, Überimpfungen zu verhindern und das Risiko von Nebenwirkungen zu verringern.

Dr. Robb hat die durch übermäßige Impfungen verursachten Schäden aus erster Hand beobachtet. Er hat Haustiere behandelt, die unter impfstoffbedingten Verletzungen litten, und sogar Patienten aufgrund von Nebenwirkungen verloren. Diese Erfahrung hat ihn dazu veranlasst, sich für die Sensibilisierung für die potenziellen Risiken von Tierimpfungen einzusetzen.

Dr. Robbs Bedenken hinsichtlich Tierimpfungen basieren auf dem Eid der Tierärzte, der die Bedeutung der Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Fähigkeiten zum Wohle der Gesundheit und des Wohlergehens der Tiere betont. Er ist der Ansicht, dass Tierärzte die Verantwortung haben, das Wohlbefinden ihrer Patienten in den Vordergrund zu stellen und ihre Entscheidungen auf der Grundlage der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu treffen.

In dem folgenden Video spricht Dr. Robb mit Neal von Growlies Pet Foods. Sie diskutieren die Probleme mit Impfstoffen für Hunde, eine gesunde Ernährung für Hunde und seine Kampagne zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und des Wohlbefindens von Haustieren.

Growlies wurde Anfang 2021 von Dane Creek Capital Corp. übernommen (vgl. Pet Food Processing) und seine Website ist nicht mehr verfügbar. Eine Kopie des Transkripts des untenstehenden Videos, das ursprünglich auf der Website von Growlies veröffentlicht wurde, wurde auf der Wayback Machine archiviert.

 

Growlies: Dr. John Robb – Impfstoffe und veterinärmedizinische Verantwortlichkeiten, 22. Mai 2020 (49 Minuten)

 

Quelle: The Exposé

 

Erst Hunde, dann Menschen

Vor einigen Wochen habe ich meinem Bulldoggenzüchter, von dem ich kürzlich einen Welpen erworben habe, folgende E-Mail geschickt: „Die CDC normalisiert die obligatorische Impfung gegen Tollwut und die Mikrochip-Implantation bei Hunden, damit ihre Besitzer diesem Beispiel folgen – dies bedeutet nichts anderes als eine Verschärfung der dystopischen technokratischen Maßnahmen für eine immer stärkere Überwachung und die Einführung tödlicher Impfstoffe für Menschen und ihre Haustiere gleichermaßen …“

Es überrascht nicht, dass der Züchter auf diese E-Mail nie geantwortet hat.

Tierärzte verabreichen zunehmend Impfstoffe in die Schwänze und Beine von Hunden, obwohl sie genau wissen, dass diese Gliedmaßen amputiert werden müssen, wenn das Tier schließlich an den Injektionsstellen durch den Impfstoff verursachte Tumore entwickelt. Das ist alles andere als „sicher und wirksam“. Ich habe kürzlich mit einer Frau gesprochen, die von ihrem Landkreis alle paar Jahre gezwungen wurde, ihrem Hund die Tollwutimpfung zu verabreichen, woraufhin ihr geliebtes Haustier einen Tumor im Hals entwickelte (es ist nicht so einfach, einen ganzen Hals zu amputieren). Sie erklärte, dass ihr kluger Tierarzt den Impfstoffhersteller kontaktierte, der wiederum seine Vertreter schickte, um den Hund zu untersuchen, und zu dem Schluss kam, dass sie verantwortlich waren, sodass sie schließlich alle Tierarztkosten im Zusammenhang mit der Tumorentfernung vollständig übernahmen.

Dass ein Bundesstaat, ein Landkreis und das Center for Disease Crimes (CDC) die Macht haben, Tierbesitzer zu zwingen, ihren Tieren verschiedene Impfstoffe zu verabreichen, ist wirklich ein Affront gegen die Freiheit, und um das Ganze noch schlimmer zu machen, gibt es in den USA pro Jahr etwa zwei Todesfälle durch Tollwut beim Menschen und 1-3 gemeldete Tollwutfälle beim Menschen. Die Impfstoffhersteller und das CDC werden argumentieren, dass diese äußerst niedrigen Zahlen auf ihre Impfungen zurückzuführen sind, aber genau wie beim gesamten Impfplan für Kinder sowie bei den „Impfstoffen” gegen Grippe und modifizierten mRNA-Slow-Kill-Biowaffen werden sie nicht in der Lage sein, eine einzige qualitativ hochwertige Forschungsstudie vorzulegen, die ihre fadenscheinigen Behauptungen stützt.

Was für ein seltsamer und glücklicher Zufall, dass mein neuer Freund Huxley zufällig ein so vehementer „Impfgegner” ist:

 

 

von Jeffrey A. Tucker

In den letzten zehn Jahren haben die meisten Regierungen weltweit still und ohne Aufmerksamkeit der Presse damit begonnen, die Kennzeichnung von Hunden mit Mikrochips vorzuschreiben. Der Chip enthält Informationen über Impfungen und den allgemeinen Gesundheitszustand sowie Angaben zum Besitzer, einschließlich seiner Telefonnummer. Die meisten Menschen haben sich daran gehalten, und es gibt keine organisierte Bewegung dagegen. In den letzten zehn Jahren ist dies zur gängigen Praxis geworden, und die Durchsetzung wird ständig verschärft.

Im Juli dieses Jahres führte die CDC eine neue Regelung ein, wonach alle Hunde, die in die Vereinigten Staaten einreisen, mit einem Mikrochip versehen sein müssen, selbst wenn Sie als US-Bürger auf Reisen sind. Diese Idee stieß auf großen Widerstand, insbesondere aus Kanada. Die CDC passte daraufhin ihre Regelung an und befreite Personen, die in den letzten sechs Monaten aus „risikoarmen” Ländern eingereist waren, von dieser Verpflichtung. Tatsächlich gilt die Regelung jedoch in den meisten Fällen, und das Ergebnis ist dasselbe: Alle Hunde müssen mit einem Mikrochip versehen werden, unabhängig davon, ob der Besitzer dies wünscht oder nicht.

Natürlich ist es das Ziel, dies im Laufe der Zeit zu intensivieren, wenn der Widerstand nachlässt, die Akzeptanz zunimmt und die Vorstellung von Computerchips unter der Haut aller Haustiere zur Normalität wird. Haben Sie schon einmal von Transhumanismus gehört, der Integration von Menschen und Maschinen zu einem einzigen Organismus? Dies ist Transanimalismus, und das Chippen von Haustieren ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Schließlich bietet der Chip nichts Besonderes, was ein Tag nicht auch bieten würde. Der Zweck besteht nicht darin, Ihr Haustier wiederzufinden, falls es wegläuft. Der Chip verfügt über keinen GPS-Tracker. Wenn Sie das möchten, gibt es sehr einfache Möglichkeiten, dies mit einem Airtag oder einem anderen Ortungsgerät zu erreichen. Der Chip hilft nur dann bei der Suche nach dem Haustier, wenn der Hund zum Tierarzt gebracht, gescannt und die Telefonnummer des Besitzers angezeigt wird. Es scheint wesentlich einfacher zu sein, dem Hund dafür einfach eine Marke anzubringen.

Es wird argumentiert, dass ein Tag ausgetauscht werden kann. Das gilt auch für einen Chip. Es ist zwar aufwändiger, aber zumindest hat ein Tag den Vorteil, dass er humaner und sicherer ist. Es gibt Fälle von Vergiftungen durch das Chippen von Hunden, die zwar selten sind, aber dennoch vorkommen. Ein einfacher Hundetag ist nicht invasiv, steht jedoch nicht im Einklang mit dem Techno-Utopismus der Praxis des Chippens von Haustieren.

 

Eine Tierarzthelferin hält am 4. April 2016 im PDSA-Krankenhaus in Wolverhampton, England, einen Mikrochip für Hunde in der Hand. (Christopher Furlong/Getty Images)

 

Ich habe mit einigen renommierten Experten für Infektionskrankheiten und Impfungen gesprochen. Sie hatten noch nie von dieser Regel oder dieser Praxis gehört. Ich habe den starken Eindruck, dass die meisten Menschen noch nie von dieser Praxis gehört haben, obwohl neue Hundebesitzer zweifellos dem Druck vieler Tierärzte ausgesetzt sein werden. Tatsächlich beginnt dieser Druck bereits beim ersten Besuch. Sie empfehlen eine Impfung nach der anderen und erklären nur zögerlich, dass alle außer der Tollwutimpfung optional sind. Sobald dieser Zyklus beginnt, hört er nicht mehr auf, und der Chip wird zur empfohlenen Option, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Tatsächlich haben alle Länder der Europäischen Union bereits eine Chip-Pflicht für Hunde eingeführt. Das Vereinigte Königreich ebenfalls. Ich verfüge über keine Informationen aus erster Hand, daher vermute ich, dass die Durchsetzung und Einhaltung dieser Vorschrift lückenhaft ist, aber wenn Sie einen Tierarzt aufsuchen, werden Sie direktem Druck ausgesetzt sein. Der Arzt wird sich schockiert zeigen, wenn er feststellt, dass Ihr Haustier noch keinen Chip hat, und darauf bestehen, dass es sofort einen erhält. Das bedeutet auch, dass alle neuen Haustiere gechipt werden.

Der Chip selbst ist etwa so groß wie ein Reiskorn. Er kann im Körper verloren gehen und mit der Zeit auch ausgestoßen werden. Außerdem kann er seine Funktion einstellen. Mit anderen Worten: Die Technologie ist nicht unfehlbar und befindet sich noch im Versuchsstadium, was die Befürworter und Befürworterinnen jedoch nicht davon abhält, sie durchzusetzen.

Die Begründung dafür findet sich in einer neuen These, die in epidemiologischen und impfwissenschaftlichen Kreisen vertreten wird. Diese These besagt, dass „Spillover“-Krankheiten in gewisser Weise zunehmen, d. h., dass Krankheiten zunehmend von Tieren auf Menschen übertragen werden. Ich habe bisher keine unumstößlichen Beweise für diese These gefunden, aber sie wird in der Literatur häufig angeführt.

Als die große Debatte über den Ursprung von SARS-CoV-2 entbrannte, waren die Befürworter der These vom natürlichen Ursprung besonders motiviert, zu behaupten, dass COVID-19 genau ein solcher Fall sei. Die Debatte über die Vogelgrippe ist in der Tat mit dieser Behauptung eines zunehmenden Spillover verbunden. Diejenigen, die die Vogelgrippe für einen weiteren Testlauf der mRNA-Plattform nutzen möchten, setzen genau darauf große Hoffnungen.

Aus diesem Grund hat das Ministerium für Gesundheit und Soziales eine PREP-Act-Mitteilung für die Vogelgrippe herausgegeben, die eine Notfallzulassung und damit eine Entschädigung für einen Vogelgrippe-Impfstoff auslöst.

Robert F. Kennedy Jr. kommentiert: „Die US-Regierung hat 4,8 Millionen Dosen Vogelgrippe-Impfstoff von der Firma CSL Seqirus bestellt, der in Hundenierezellen hergestellt wird und ein gefährliches squalenhaltiges Adjuvans enthält. Die [American Medical Association] hat am vergangenen Freitag [Current Procedural Terminology]-Codes für diesen Impfstoff herausgegeben, damit Ärzte für die Verabreichung eine Erstattung erhalten können. Seit 2022 gab es in den USA insgesamt 11 Fälle von Vogelgrippe, alle mild, die meisten nur mit Bindehautentzündung. Bei keinem Fall wurde eine Übertragung von Mensch zu Mensch nachgewiesen.“ (Vgl. X)

 

Ein Tierarzt und ein Heiler halten ein Sandkatzenjunges im Zoologischen Garten „Parc des Felins“ in Lumigny-Nesle-Ormeaux östlich von Paris fest, um eine allgemeine Gesundheitsuntersuchung durchzuführen und einen Mikrochip zu implantieren, am 23. Mai 2019. (Thomas Samson/AFP via Getty Images)

 

Während der Einführung des COVID-Impfstoffs experimentierten einige Großstädte mit Impfpässen. New York City versuchte zwischen dem 18. September 2021 und dem 7. März 2022, die gesamte Stadt von den Ungeimpften zu trennen, und nutzte dazu eine App namens „Key to NYC”. Die Stadt investierte 100 Millionen Dollar in die Entwicklung der App, jedoch war sie nicht erfolgreich. Sie funktionierte nicht zuverlässig und konnte Impfungen aus anderen Bundesstaaten nicht integrieren. Es war ein Fehlschlag. Zu dieser Zeit hielten andere Städte dies jedoch für die Zukunft und kopierten das Konzept. Boston, New Orleans und Chicago wurden gesperrt, sodass nicht geimpfte Personen keine Bibliotheken, Bars, Restaurants, Museen oder Theater besuchen konnten.

Europa und Kanada taten dasselbe. Australien versucht weiterhin, die Menschen dazu zu bewegen, ihre medizinischen Daten mit ihren digitalen Impfausweisen auf ihren Smartphones zu verknüpfen. Es ist nicht einmal ansatzweise weit hergeholt zu behaupten, dass das eigentliche Ziel darin besteht, die gesamte Bevölkerung mit Chips zu versehen, die über eine App gesteuert werden, deren Daten an Regierungsbehörden weitergegeben werden. Der Einsatz dieser Technologie bei Hunden ist Teil der Einführung, eine Methode, um die Bevölkerung an die digitale Gesundheitsüberwachung mittels Chips unter der Haut zu gewöhnen. Sie muss normalisiert werden, damit die Menschen mitmachen.

Es erfolgt stets Schritt für Schritt. Was mit Tieren beginnt, soll schließlich auch auf Menschen übertragen werden. Derzeit zeigen sich die Menschen äußerst widerständig gegenüber Impfvorschriften und sogar gegenüber den neuesten Impfstoffen, die viel versprechen, jedoch Myokarditis verursachen können. Dies stellt ein erhebliches Problem für die Industrie dar, das sie durch die nächste Krankheitspanik zu beheben hofft, weshalb wir derzeit so viel über die Vogelgrippe hören.

Die meisten Menschen wissen nichts über diesen neuen Trend und sind wahrscheinlich schockiert, wenn sie erfahren, dass es ihn überhaupt gibt. Aber was soll der Durchschnittsbürger tun? Die Vorschriften kommen in der Regel nicht von den Gesetzgebern, sondern von den Behörden, die die Regeln so umsetzen, als hätten sie unbegrenzte Macht, alles zu tun, was sie wollen. Wenn sie damit bei Hunden und Katzen durchkommen, sind die Menschen die nächsten auf der Liste. Tatsächlich ist genau das der springende Punkt.

 

Quelle: 2nd Smartest Guy in the Wor

(Auszug von RSS-Feed)

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Energie-Experte Vahrenholt erklärt wie lange das Gas noch reicht

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In diesem Interview sprechen wir mit Fritz Vahrenholt über ein Thema, das nach wie vor viele völlig unterschätzen: Die dramatisch niedrigen Füllstände der Gasspeicher in Deutschland.
Wir diskutieren, warum die Gefahr einer akuten Gas-Knappheit in den kommenden Wochen real ist, welche Folgen das für Industriebetriebe haben könnte und weshalb es möglich ist, dass Produktionen gedrosselt oder gestoppt werden müssen, um die Wärmeversorgung privater Haushalte sicherzustellen.

Man kann nur hoffen, dass der Winter nochmal so richtig kalt wird, damit die von den Medien-Huren gehirngewaschenen und von den Politkriminellen belogenen Dummköpfe langsam aufwachen. Ihr habt es gehört, dass Deutschland auf reichlich Gasreserven sitzt, die nicht gefördert werden dürfen. Und das nennt man „Politik zum Wohle des Volkes“ wie es so schön im Amtseid heißt? Auf solche schwachsinnigen Ideen können nur gesteuerte Volkszertreter kommen! Nein, natürlich steckt keine Absicht dahinter, sondern nur …
Schauen Sie auf das Titelbild des Videos.

„Absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!
Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.“ (C.F. von Weizsäcker)

„Ich fordere, dass die Dummheit der Massen endlich abgeschafft wird. Denn nicht die wenigen 10.000 Psychopathen sind unser Problem, sondern die 7 Milliarden Dummköpfe, die sich lieber Fußball, DSDS & Co reinpfeifen, anstatt sich um ihre ureigensten Angelegenheiten zu kümmern“. (Buro Tanic, Mitglied des Europäischen Parlaments)

Weitere Worte zu dieser Thematik erspare ich mir!

(Auszug von RSS-Feed)

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Unser Freund: Amerika oder Russland?

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Von Hans-Jürgen Geese (anderwelt)

Anlässlich des Empfangs der neuen Botschafter hielt der russische Präsident Wladimir Putin am 15. Januar eine kurze Ansprache. Hier sind Auszüge:

„Vor 80 Jahren, nachdem sie den Zweiten Weltkrieg gewonnen hatten, fanden unsere Väter, Großväter und Urgroßväter zusammen, sie erarbeiteten einen Ausgleich der Interessen und einigten sich auf die fundamentalen Regeln und Prinzipien für die internationalen Beziehungen, und schrieben sie in der Charta der Vereinten Nationen fest.

Die Forderungen dieses grundlegenden Dokumentes, wie zum Beispiel Gleichheit, Respekt für die Souveränität der Staaten, Nichteinmischung in internationale Angelegenheiten, und die Lösung von Konflikten durch Dialog, sind heute mehr denn je gefragt.

Respektlosigkeit gegenüber diesen grundlegenden, vitalen Prinzipien hat niemals und wird niemals zu irgend etwas Gutem führen. Das wurde uns klar und deutlich im Zusammenhang mit der Krise in der Ukraine demonstriert, die dadurch entstand, dass die legitimen Interessen Russlands ignoriert und dass ein bewusster Weg der Drohungen eingeschlagen wurde, der unsere Sicherheit gefährdete.

Der Vormarsch des NATO Blocks an die russischen Grenzen widerspricht den uns gegenüber öffentlich gemachten Versprechungen. Ich möchte das betonen: Entgegen den uns gemachten öffentlichen Versprechungen.

Ich erinnere mich, dass Russland wiederholt Initiativen vorangetrieben hat, um eine neue, zuverlässige und faire Architektur für die europäische und globale Sicherheit zu errichten.“

Amerikanische Diplomatie auf dem Prüfstand

Der U.S. Präsident Donald J. Trump ließ am 18. Januar dieses Jahres dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr folgenden Text zukommen:

„Lieber Jonas: Da Dein Land entschieden hat, mir nicht den Friedensnobelpreis zu geben, obwohl ich über 8 Kriege beendet habe, fühle ich mich nicht länger verpflichtet, ausschließlich an Frieden zu denken, obwohl dieser Gedanke immer vorherrschen wird, aber ich kann jetzt vor allem darüber nachdenken, was gut und angemessen für die Vereinigten Staaten von Amerika ist.

Dänemark kann das Land (gemeint ist Grönland) nicht gegen Russland oder China schützen, und übrigens, warum haben sie ein „Recht auf Eigentum“? Es gibt keine schriftlichen Dokumente. Es geht nur darum, dass vor hunderten von Jahren dort ein Schiff landete. Aber einige unserer Schiffe sind dort auch gelandet.

Ich habe mehr für die NATO getan als irgendeine andere Person seit ihrer Gründung, und jetzt sollte die NATO etwas für die Vereinigten Staaten tun. Die Welt wird erst sicher sein wenn wir komplette und totale Kontrolle über Grönland haben. Danke! Präsident DJT.“

Der Fall Grönland

Soweit die freundlichen Worte des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Donald Trump hat wiederholt, in aller Öffentlichkeit, bekannt, dass er an einer regelbasierten internationalen Ordnung kein Interesse habe. Mitglieder seines Kabinetts machten ähnliche Äußerungen.

Die Diplomatie der Amerikaner besteht momentan darin, sich ein neues Opfer auszusuchen, dieses Opfer durch Drohungen einzuschüchtern und dann, nach anfänglichen Maximalforderungen, langsam zu einem den Amerikanern genehmen Kompromiss zu zwingen. Es ist ein Rückfall in den Kolonialismus.

Die Pseudoargumente, die Trump anführt, sind geradezu lächerlich. Niemand bedroht Grönland. Eine absurde Behauptung. Außerdem besitzen die U.S.A. bereits Militärbasen auf der Insel. Vor allem aber sind Amerika und Dänemark beide Mitglieder der NATO. Sie würden also einander ohnehin unterstützen. Es sei denn, die Amerikaner wollen die NATO verlassen.

Der Fall Grönland, in seiner konsequenten Logik, würde sich, nach einer Übernahme Grönlands durch die U.S.A., in Island wiederholen. Die Logik gebietet, dass eine Kontrolle des Nordmeeres auf jeden Fall auch die Kontrolle über Island einschließen muss. Und das darf in Zukunft alles den Amerikanern erlaubt sein?

Sollten keine internationalen Regeln mehr gelten, dann werden sich die Amerikaner nehmen, was sie nehmen können. Gerechtfertigt mit ihrer eigenen, verqueren Logik, die Russland anklagt, die Ukraine haben zu wollen, die aber mit hanebüchenen Argumenten eigenes, ähnliches Verhalten schönzureden versucht.

Wenn Grönland „fällt“, dann bedeutet das das Ende der Diplomatie. Die Amerikaner erfinden in Zukunft einfach ihre eigenen Regeln. Und erwarten, dass alle Welt dieses Verhalten, wenn schon nicht akzeptiert, dann zumindest ohne großen Protest schluckt.

Mentale Kriegsführung

Durch mentale Kriegsführung soll dem Gegner vor Ausbruch von militärischen Aktionen die Sinnlosigkeit jeder Art von Verteidigung vorgeführt werden.

Sie mögen festgestellt haben, dass Trump sich vorerst nur Opfer aussucht, die sich tatsächlich militärisch nicht gegen diese Supermacht verteidigen können. Die Tatsache, dass die Amerikaner vorhaben, den Militärhaushalt von 1 Billion Dollar auf 1,5 Billionen Dollar zu erhöhen, deutet darauf hin, dass sie auch in Zukunft ihre Interessen vor allem mit militärischen Mitteln durchzusetzen gedenken.

Man kann darüber streiten, ob dahinter eine langfristige Strategie steckt oder ob all das Chaos lediglich Ausfluss des mentalen Zustandes eines Präsidenten ist, der zusehends in die Isolation gerät. Ist der Mann überhaupt noch zurechnungsfähig? Vielleicht ist er aber gar ein Genie, dessen Treiben wir Armleuchter zu durchschauen einfach nicht geistig in der Lage sind. Wie dem auch sei, auf jeden Fall kann doch wohl aus seinem Verhalten nichts Gutes hervorkommen.

Bemerkenswert ist, dass sich trotz des wirtschaftlichen Niedergangs des Landes und trotz der zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten einer Mehrheit der Bevölkerung, sich das Vermögen des Trump Imperiums über die letzten 12 Monate eindrucksvoll vermehrt hat. Die unterschiedlichen Schätzungen gehen bis zu 300 %. Warum sollte der Mann also sein Verhalten ändern?

Europa hat sich Trump unterworfen

Der NATO Generalsekretär Mark Rutte nannte Donald Trump bei einem NATO Gipfel in 2025 „Daddy“. Und Trump war es zufrieden.

Das ist das Niveau auf dem internationalen Parkett heutzutage. Alles wird infantilisiert, emotionalisiert, um Aufregungen zu schaffen, die unterhalten und ablenken sollen. Substanz null. Sie brauchen nichts weiter zu tun, als sich die Interviews mit Politikern heutzutage anzuhören. Das ist fast nur noch Gelaber.

Das Verhältnis von Trump zu Europa ist ganz einfach zu analysieren und zu charakterisieren, da der Mann ja ohnehin kein Blatt vor den Mund nimmt. Trump verachtet die europäischen Spitzenpolitiker. Von ein oder zwei Ausnahmen abgesehen (vor allem Viktor Orban).

Die Konsequenz: Wenn Sie mit Ihrem Gegenüber nicht auf Augenhöhe verhandeln und keinen Respekt für den Verhandlungspartner aufbringen, dann kann von Verhandeln eigentlich gar keine Rede sein. Es ist eine Unterwerfung des Schwachen. Das ist Europa, repräsentiert von einfältigen Duckmäusern, die den Kampf gegen Russland als ihre Hauptaufgabe ansehen. Egal welche Konsequenzen daraus erwachsen. Eindrucksvoll demonstriert als Biden dem Herrn Bundeskanzler Scholz freundlicherweise persönlich mitteilte, dass das mit Nordstream nichts werde. Da stand das Kanzlerchen in all seiner Erbärmlichkeit. Und die Medien in Europa? Schweigen. Die transatlantischen Denkfabriken hatten den Laden unter Kontrolle. Amerika sei das Imperium des Guten. Russland das Reich des Bösen. Und das mussten wir bis heute auswendig lernen. Aber das Amerika von einst ist nicht mehr das Amerika von heute. Eine Radikalkur fand statt.

Der Finanzkapitalismus besitzt die Macht in Amerika

Der Finanzkapitalismus ist die herrschende wirtschaftliche Spielart auf Erden heute. Der Finanzkapitalismus wird nach wie vor dominiert durch den Dollar. Kein Wunder daher, dass die Finanzkapitalismusunternehmer in Europa nach Amerika schauen. Was das für Auswirkungen auf die richtige Welt hat, siehe z.B. Nordstream, hat für diese Herrschaften wenig Bedeutung. Aus Geld noch mehr Geld zu machen ist ihre Mission. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum der Geldmacht. Unternehmer, die etwas Konkretes herstellen, die auf Energiekosten achten müssen, um zu überleben, die werden diesem ganzen Treiben des Finanzkapitalismus wenig Sinn abgewinnen können. Sie mögen eher ein Interesse daran haben, mit Russland wieder umfassende Geschäftsbeziehungen aufzunehmen.

Die Wirtschaft lebt also sozusagen in einem schizophrenen Zustand. Die Finanzkapitalisten einerseits wollen lediglich Geld verdienen. Die produzierende Industrie will richtige Dinge herstellen, die wir Menschen zum Leben brauchen.

Früher erfüllten die Finanzen eine Dienstleistungsfunktion. Heute beherrschen sie das Geschehen in der Wirtschaft im Westen. Diese simple Einsicht und die sich daraus ergebenden Konsequenzen habe ich Ihnen hier in ein paar Sätzen präsentiert. Sie müssen davon ausgehen, dass diese Einsicht so gut wie keinem Politiker in Berlin zugänglich ist. Die wurschteln einfach vor sich hin, besessen von dem Glauben, dass Wirtschaft Wirtschaft sei.

Die Qual der Wahl?

Nehmen Sie ein Blatt Papier zur Hand und schreiben sie auf, welche Vorteile und Nachteile uns aus der Beziehung zu den Vereinigten Staaten von Amerika erwachsen.

Und dann tun Sie gleiches für Russland.

Versuchen Sie, alle Ideologie und Emotionen zu verbannen. Seien Sie pragmatisch, erkennen Sie Vor- und Nachteile für Sie persönlich und für das Land. Vor allem für die Zukunft Ihre Kinder und Enkelkinder.

Schlusswort von Wladimir Putin

Bei dem gleichen Empfang von dem ich am Anfang des Artikels sprach, sagte der russische Präsident auch folgendes:

„Ich möchte daran erinnern, dass Russland wiederholt Initiativen präsentiert hat, um eine neue, zuverlässige und faire europäische und globale Sicherheitsarchitektur aufzubauen.

Wir schlugen Optionen und rationale Lösungen vor, die allen in Amerika, Europa, Asien, allen, überall auf der Welt, zusagen könnten.

Wir denken, es wäre es wert, zu substantiellen Diskussionen zurückzukehren, um die Bedingungen zu klären, unter denen eine friedliche Lösung des Konfliktes in der Ukraine erreicht werden kann.“

Das Unsichtbare wird sichtbar

Soweit zu Wladimir Putin. Soweit zu Putins Theorie. Ich meine, es ist über die letzten Wochen und Monate sehr klar geworden, dass die U.S.A. auf das Recht des Stärkeren setzen und in diesem Sinne Europa nach wie vor beherrschen wollen. America First bedeutet eben genau das. Es bedeutet aus der Perspektive Amerikas: „Wir gewinnen. Ihr verliert.“ Und zwar immer. Wenn Ihnen solch eine Beziehung zusagt, dann haben Sie in Amerika Ihren idealen Partner gefunden.

Russland als Partner schlägt einen völlig anderen Ansatz vor und hat, meines Wissens, noch nie gegen Abmachungen mit der Bundesrepublik verstoßen. Es verbindet uns zudem, über die Jahrhunderte, eine tiefe gemeinsame Geschichte.

Die Amerikaner werden stets ihre „Partner“ zwingen, zwischen ihnen und einem anderen mächtigen Land zu wählen. Entweder – oder.

Die Russen haben kein Interesse daran, andere Länder von Beziehungen auszuschließen. Ihr Ansatz ist ein inklusiver Ansatz. Das gleiche gilt für die Chinesen.

Um aber überhaupt erst einmal in die Lage zu kommen, in Freiheit zu wählen, muss Europa im ersten Schritt die Amerikaner außer Landes weisen. Schlicht und einfach rausschmeißen. Keine Besatzungsstreitkräfte mehr. Europa wieder den Europäern. 80 Jahre als Kolonie sind genug. Jedoch: Werden die das tun?

Die armen Europäer, sie stehen unter Schock: Ihr Auftrag war es schließlich, für die Amerikaner, mit Hilfe der Ukraine, Russland zu besiegen. Und das haben sie doch so brav und eifrig versucht. Und sich selbst dabei ruiniert. Doch jetzt stellen sie auf einmal fest, dass auch die Europäer auf der Speisekarte der Amerikaner stehen. Die Strategie der Amerikaner dahinter: Die Europäer sollen sich wieder einmal gegenseitig totschlagen. Für Amerika.

Frage: Hatten wir das nicht schon einmal? Na, fällt langsam der Groschen?

Nein? Dann haben Sie noch immer nicht kapiert, dass nicht der deutsche Kaiser den Ersten Weltkrieg anstiftete, dass nicht Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg anstiftete. Es waren die Amerikaner, mit Hilfe ihrer Freunde in London, die einen Krieg in einen Weltkrieg verwandelten!

Und dann, im letzten Akt, wenn alle halbtot sind, erscheinen sie immer plötzlich als Helden auf der Bühne: Um Kasse zu machen. Dazu bombardieren sie das ganze Land. Sie töten Frauen und Kinder. Zerstören die Städte. Je mehr Bomben desto mehr Umsatz. Daher: Bomben, bomben, bomben! Sie haben nur ein Anliegen: Business! Und das ist inzwischen noch viel schlimmer geworden. Amerika heute ist ein Mafiastaat. Ein Mafiastaat. Wie kann die Welt nur so blind sein?

Also: Wer ist unser Feind? Wer ist unser Freund?

Erinnern Sie sich noch? Wie hieß es doch dereinst: „Der Russe kommt, der Russe kommt, der Russe kommt!“

Jetzt lernen wir: Diese Gefahr hat nach dem Zweiten Weltkrieg nie bestanden. Es waren und sind und werden jedoch die Amerikaner sein, die uns beherrschen wollen. Aber niemand schreit: „Die Amerikaner kommen, die Amerikaner kommen, die Amerikaner kommen.“ Nein, die Amerikaner, die sind bereits da.

Wenn das nicht der beste Treppenwitz der Geschichte ist!

———–

Lesen Sie dazu auch den Artikel von Peter Haisenko, den er bereits 2013 verfasst hat:
Sind die USA noch unsere Freunde? Falsche Frage!
https://www.anderweltonline.com/politik/politik-2013/sind-die-usa-noch-unsere-freunde-falsche-frage/

(Auszug von RSS-Feed)

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“Wie der Globale Süden die Vorherrschaft des Dollars demontiert”

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Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit verschieben sich die Gewichte im internationalen Finanzsystem. Die Entwicklungen zeigen, warum viele nicht-westliche Staaten auf digitale Währungen setzen.

Quelle: anti-spiegel

In der kritischen Diskussion in Deutschland werden digitale Zentralbank-Coins als Instrument der Kontrolle der Bevölkerung verteufelt. In der EU, die parallel zu den Entwicklungen die Nutzung von Bargeld immer mehr einschränkt, ist das verständlich.

In nicht-westlichen Ländern, die ebenfalls digitale Zentralbankwährungen einführen, ist diese Angst nicht so verbreitet, weil die Regierung die Benutzung von Bargeld nicht einschränken, was unter anderem auch für Russland gilt.

In diesen Ländern hat die Einführung von Zentralbank-Coins einen sehr praktischen Zweck: Eine Alternative zum US-Dollar zu schaffen, um westliche Sanktionen zu entwerten und das SWIFT als Druckmittel des Westens zu schwächen, und nebenbei eine schnellere und billigere Alternative zu Zahlungen in Dollar und über SWIFT zu schaffen.

Das hat ein Artikel von The Cradle sehr verständlich erklärt, den ich übersetzt habe. Im Original sind die Ausführungen mit vielen Grafiken und Quellen unterlegt, die ich jedem Interessierten empfehle.

Beginn der Übersetzung:

Neue Währung der Macht: Wie der Globale Süden die Vorherrschaft des Dollars demontiert

Eine koordinierte Rebellion formt stillschweigend die globale Finanzordnung neu – eine, die nicht nur darauf abzielt, der Dollar-Tyrannei zu entkommen, sondern sie zu begraben.

von Suleyman Karan

„Die amerikanische Hegemonie half dabei, öffentliche Güter bereitzustellen: offene Seewege, ein stabiles Finanzsystem, kollektive Sicherheit und Unterstützung von Rahmenwerken zur Streitbeilegung … Wir nahmen an den Ritualen teil und vermieden es weitgehend, die Lücken zwischen Rhetorik und Realität anzusprechen … Dieses Arrangement funktioniert nicht mehr. Lassen Sie mich deutlich sein: Wir befinden uns inmitten eines Bruchs, nicht eines Übergangs.“ – Der kanadische Premierminister Mark Carney in seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum (WEF) 2026 in Davos

Die Ära der unangefochtenen globalen Vorherrschaft des US-Dollars beginnt an den Rändern auszufransen. Was einst ein Grundpfeiler des globalen Finanz- und Handelssystems war, ist nun ein umkämpftes Terrain, da eine wachsende Zahl von Staaten nach Alternativen zu der Währung sucht, die lange genutzt wurde, um westliche Diktate durchzusetzen. Die Zentralität des US-Dollars für grenzüberschreitende Transaktionen und seine Rolle als Weltreservewährung sind nicht länger garantiert – und dieser Wandel ist nicht mehr theoretisch.

Über Jahrzehnte diente der US-Dollar als universelles Tauschmittel, als Aufbewahrungsmittel für Werte und als Recheneinheit. Doch diese Vorteile gingen mit hohen Kosten einher. Die Abhängigkeit des Systems von der Politik eines einzigen Staates und von Umrechnungskursen erzeugten Schichten von Risiko und Reibung. Heute sind diese Risiken zu Hindernissen für die Ausweitung des globalen Handels geworden. Und da die Schwellenländer an Selbstvertrauen und Gewicht gewinnen, ist Washington gezwungen, seinen monetären Thron zu räumen.

Der US-Dollar herrscht noch, aber sein Griff lockert sich

Der US-Dollar dominiert weiterhin grenzüberschreitende Transaktionen, sei es in Leistungsbilanzen oder auf den Finanzmärkten. Er bleibt ein vertrauenswürdiger Wertspeicher sowohl für institutionelle Investoren als auch für Privatpersonen. Doch die Gezeiten wenden sich. Seit dem Beginn der COVID-19-Pandemie haben Zentralbanken und privates Kapital ihre Dollarbestände stetig reduziert und Werte in Gold und andere Sachwerte umgeschichtet.

Während der US-Dollar noch immer zur Standardisierung der globalen Buchführung verwendet wird, ermöglichen künstliche Intelligenz (KI) und technologische Innovation inzwischen Währungskörbe – wie jene der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) –, die viele der Funktionen des US-Dollars problemlos ersetzen. Kurz gesagt: Die Ära, in der es keine glaubwürdige Alternative gab, ist vorbei.

Da der Globale Süden seinen Anteil am Welthandel und am globalen BIP ausweitet, gewinnt die praktische Nutzung von Nicht-Dollar-Währungen an Zugkraft. Innerhalb der BRICS werden Transaktionen zunehmend in nationalen Währungen abgewickelt.

SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication), das vom Westen dominierte Nachrichtennetzwerk, das Banken für grenzüberschreitende Zahlungen nutzen, bleibt dominierend, doch Alternativen gewinnen an Boden. Daten zeigen, dass der chinesische Yuan, auf den nur zwei Prozent der globalen Zahlungen entfallen, im Mai 2025 bereits 50 Prozent des BRICS-internen Handels abgewickelt hat.

Während das BRICS-Zahlungssystem noch weit von globaler Akzeptanz entfernt ist, wächst seine Präsenz. Und hinter dieser Dynamik steht ein strategisches Verständnis: Wahre monetäre Souveränität kann nicht mit Abhängigkeit von feindlichen Finanzsystemen koexistieren.

Die größte Barriere beim Aufbau multipolarer Alternativen ist nicht politischer Wille, sondern Infrastruktur. Der Ersatz von SWIFT erfordert sichere, skalierbare und interoperable Plattformen. Hier bieten digitale Währungen der Zentralbanken (CBDCs), blockchain-basierte digitale Versionen nationaler Währungen, ausgegeben und reguliert von Zentralbanken, einen transformativen Weg. Im Gegensatz zu Kryptowährungen sind CBDCs vollständig abgesichert und unter Kontrolle souveräner Währungsbehörden und verbinden digitale Geschwindigkeit mit staatlicher Aufsicht.

Peking führt den Vorstoß an. Die People’s Bank of China hat ihr Cross-Border Interbank Payment System (CIPS) ausgeweitet, eine Alternative zu SWIFT, die für Yuan-Transaktionen konzipiert ist und zunehmend mit CBDC-Plattformen integriert wird.

Nach ihren Schätzungen können CBDCs die Transaktionskosten um bis zu 50 Prozent senken und grenzüberschreitende Zahlungen in Sekunden abwickeln. SWIFT hingegen basiert auf einem langsamen, geschichteten Modell von Korrespondenzbanken, das Tage dauern und hohe Gebühren verursachen kann.

Der digitale Yuan übersteigt zwei Billionen Dollar

Chinas digitaler Yuan (e-CNY) ist seit 2023 um über 800 Prozent gewachsen und überschritt bis Ende 2025 ein Transaktionsvolumen von 2,3 Billionen US-Dollar. Um die inländische Akzeptanz zu erhöhen, verfolgt China eine Strategie, die die Souveränität und Regulierung des e-CNY bewahrt und zugleich zinstragende Merkmale sowie ähnliche Funktionalität wie bei Stablecoins integriert.

Project mBridge, Abkürzung für „multiple CBDC Bridge“, ist eine gemeinsame Initiative des Innovation Hub der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und der Zentralbanken von China, Hongkong, Thailand und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Es ermöglicht grenzüberschreitende Zahlungen in Echtzeit mit CBDCs auf einer gemeinsamen Blockchain-Plattform, ohne Korrespondenzbanken oder SWIFT-Nachrichten.

Im Jahr 2025 verarbeitete mBridge Transaktionen im Wert von 55,49 Milliarden US-Dollar, eine 2.500-fache Steigerung gegenüber frühen Testläufen im Jahr 2022. Über 95 Prozent des Volumens entfielen auf e-CNY und widerlegten frühe Prognosen, wonach CBDCs, insbesondere die von China, unter öffentlicher Skepsis und begrenzten Anwendungsfällen leiden würden.

Fünf Jahre nach seiner Einführung bleibt e-CNY das weltweit größte Experiment einer digitalen Zentralbankwährung. Und sein Erfolg verändert Annahmen darüber, wer das Tempo finanzieller Innovation bestimmen kann.

BUNA und die Architektur monetärer Autonomie

Die Arab Regional Payment Clearing and Settlement Organization, bekannt als BUNA, ist ein weiterer zentraler Baustein der entstehenden Zahlungsarchitektur. Mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und betrieben vom Arabischen Währungsfonds ist BUNA eine grenzüberschreitende Multi-Währungs-Zahlungsplattform zur Förderung von Handels- und Investitionsströmen innerhalb und außerhalb der arabischen Welt.

Sie ermöglicht Zentral- und Geschäftsbanken, Zahlungen in der arabischen Region und mit globalen Partnern in mehreren Währungen zu senden und zu empfangen. Die monatlichen Transaktionsvolumina sind auf Tausende angewachsen, und BUNA erweitert die Teilnahme fortlaufend.

Dies wird ergänzt durch Initiativen wie AFAQ, das Sofort-Zahlungssystem des Golfkooperationsrats (GCC), das die Banken der Mitgliedsstaaten verbindet und Echtzeit-Transaktionen ohne US-Dollar-Clearingbanken ermöglicht.

Keine monetäre Revolution ohne institutionelle Transformation

Trotz Chinas digitaler Fortschritte kann kein einzelner Staat allein ein neues globales System verankern. Die Transformation erfordert institutionelle Architektur, etwa ein Clearinghaus wie die Europäische Zahlungsunion (EPU) der Nachkriegszeit, die den innereuropäischen Handel stabilisierte, indem Ungleichgewichte multilateral statt bilateral in knappen US-Dollar ausgeglichen wurden.

Die Neue Entwicklungsbank (NDB) innerhalb der BRICS ist am besten positioniert, diese Rolle zu übernehmen. Doch die verfestigten globalen Machtstrukturen – nicht nur finanzielle Trägheit – bleiben das eigentliche Hindernis.

Trump hat die Dominanz des US-Dollars offen als Frage der nationalen Sicherheit bezeichnet, sogar als legitimen „casus belli“. Diese Denkweise prägt beide US-Parteien und ist ein Eckpfeiler atlantischer Politik geworden.

Der US-Dollar dominiert weiter die Finanzmärkte, aber die Risse werden größer

Trotz Verlusten im Handel dominiert der US-Dollar weiterhin die grenzüberschreitenden Finanzmärkte. 2024 erreichte der globale Waren- und Dienstleistungshandel 33 Billionen US-Dollar, etwa ein Drittel des globalen BIP. Doch laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich betrug der tägliche FX-Umsatz 7,5 Billionen US-Dollar, mehr als das Fünffache des jährlichen Handelsvolumens. Dieser Markt bleibt überwiegend dollarbasiert.

Der US-Dollar war 2022 an 88 Prozent aller Devisentransaktionen beteiligt. Bis April 2025 stieg sein Anteil leicht auf 89,2 Prozent. Der Euro fiel auf 28,9 Prozent (von 30,6 Prozent 2022). Der Yen blieb stabil bei 16,8 Prozent. Der Yuan stieg auf 8,5 Prozent, ein stetiger Anstieg seit 2013.

Vom Umgehen von SWIFT zum Aufbau der Zukunft

China weiß, dass es die Dollar-Dominanz nicht allein demontieren kann. Die BRICS und der breitere Globale Süden müssen den Vorstoß anführen. Die Architektur nimmt bereits Gestalt an. Bis Januar 2025 begannen Länder wie Russland, Iran, Venezuela, Saudi-Arabien, China, die VAE und Ägypten, den „Petro-Yuan“ in grenzüberschreitenden Energietransaktionen zu nutzen.

Für Moskau ist dieser Schritt eine direkte Reaktion auf die Sanktionen und ein Versuch, sich dem Griff von SWIFT und dem Handel in US-Dollar zu entziehen. Dieser Schritt funktioniert, nicht symbolisch, sondern materiell. Und während andere folgen, wird aus einer einstigen Umgehungsstrategie der Kern eines neuen Systems.

Eine Öffnung für den multipolaren Moment

Die Krise um Grönland eröffnet neue Chancen für den Globalen Süden, da geopolitischer Druck der USA und Risiken auf den Finanzmärkten Europa dazu veranlassen könnten, seine Abhängigkeit vom Dollar zu reduzieren und sich von US-Vermögenswerten zu entfernen. Investoren könnten sich sicheren Häfen wie dem Schweizer Franken zuwenden oder die wirtschaftlichen Beziehungen zu Peking vertiefen.

Diese sich entwickelnde Krise der Dollar-Vorherrschaft hat einen tieferen politischen Bruch freigelegt. Der Globale Süden ist nicht länger bereit, ein imperiales System zu finanzieren oder zu erleichtern, das seiner eigenen wirtschaftlichen Unterordnung dient.

Neue Institutionen entstehen, alte Systeme zerfasern, und die Illusionen der Unvermeidlichkeit, die einst das US-Finanzprimat stützten, zerbrechen. Die monetäre Ordnung, die als Nächstes entsteht, wird nicht in Washington diktiert, sondern im gemeinsamen Interesse jener geschmiedet, die lange von ihren Vorteilen ausgeschlossen waren.


Suleyman Karan absolvierte ein Studium an der Fakultät für Politikwissenschaften der Universität Istanbul. Er arbeitete als Chefredakteur der Zeitungen Pazar Postası und Posta Daily. Er war Chefredakteur der Magazine Hürriyet BusinessWeek und Platin sowie redaktioneller Koordinator der Tageszeitung Yurt Daily. Derzeit ist er Wirtschaftsjournalist bei Gazeteduvar.

Ende der Übersetzung

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Ernst Wolff WARNT: „15 Minuten Stadt wird Realität!“ (Oxford-Testlauf)

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Das WEF-Treffen 2026 in Davos war kein normales Jahrestreffen – es war der Startschuss für einen gigantischen Umbruch. Ernst Wolff enthüllt, wie Larry Fink und Blackrock die Kontrolle übernommen haben und was Tokenisierung, Stable Coins und digitale Überwachung wirklich für uns bedeuten. In England läuft bereits der Testlauf für totale Kontrolle.

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Ein Leserbrief an Friedrich Merz geht viral: „Herr Bundeskanzler der zweiten Wahl … erlauben Sie mir eine Frage

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Aus Facebook

Im Social Web gehen die Gemüter hoch, heftige Reaktionen kommentieren einen Leserbrief an Friedrich Merz, der alleine in facebook über 43.000 Mal gelikt und 4.300 Mal kommentiert wurde. Der Beitrag spricht vielen Lesern aus dem Herzen.

Quelle: schildverlag

„Herr Bundeskanzler der zweiten Wahl … erlauben Sie mir eine Frage.

Ganz direkt. Ohne das übliche diplomatische Weichspülmittel, das Sie so schätzen.

Wann genau eigentlich … ist in Ihren Kreisen der Entschluss gefallen, dass die Menschen in diesem Land nur noch eine lästige Ressource sind? Etwas, das man melkt, das man diszipliniert, das man von oben herab moralisch belehrt – aber das man unter keinen Umständen mehr ernst nimmt?

Sie stehen dort oben, exemplarisch für eine Kaste, die sich eine Arroganz antrainiert hat, die ihresgleichen sucht. Ein geschlossener Zirkel. Man applaudiert sich auf Podien gegenseitig zu, während man auf jene herabblickt, die dieses ganze Theater überhaupt erst finanzieren. Die Menschen, die morgens aufstehen, die arbeiten, die Steuern zahlen – und die zusehen müssen, wie sie trotz ihres Fleißes immer tiefer abrutschen.

Und dann setzen Sie noch einen obendrauf.

Es ist an Unverschämtheit kaum zu überbieten, wenn aus Ihren Reihen nun auch noch die Behauptung kommt, die Menschen in diesem Land wären schlichtweg ‚zu lange krank‘.

Kanzler Merz schimpft über „zu viele Kranke“ – und hält 14,5 Fehltage im Jahr für „fragwürdig“.

Als wäre Krankheit eine Freizeitentscheidung. Als wäre das Burnout, der kaputte Rücken nach dreißig Jahren Maloche oder die psychische Erschöpfung durch Ihre verfehlte Politik ein Zeichen von Faulheit. Wer dieses (Anmerkung: sich in diesem) Land durch seine Arbeit physisch und psychisch verschleißt, dem werfen Sie am Ende noch Arbeitsverweigerung vor?

Das ist nicht nur faktisch falsch, das ist menschlich niederträchtig.

Schauen wir uns doch mal die Zahlen an, Herr Bundeskanzler. Ihre eigenen Zahlen. Während Sie dem arbeitenden Volk mangelnde Moral vorwerfen, weisen die Bundesbehörden im Schnitt fast 21 Krankheitstage pro Jahr auf. Weit über dem bundesweiten Durchschnitt. Und die Krönung?

Die Verwaltung des Deutschen Bundestages selbst – also genau dort, wo die moralischen Zeigefinger geschmiedet werden – liegt bei fast 23 Tagen.

Man gönnt sich also im geschützten Raum der Macht deutlich mehr Auszeiten als jenen, denen man gleichzeitig Faulheit unterstellt.

Wissen Sie … wenn Sie von ‚Verantwortung‘ reden, dann hört das Volk nur noch ‚Verachtung‘. Ihre Botschaft ist doch längst angekommen:

Arbeitet mehr.
Zahlt mehr.
Aber vor allem: Haltet die Fresse.

Wer in diesem System nicht mehr funktioniert, wer nicht mehr liefern kann, der hat in Ihrem Weltbild anscheinend jede Daseinsberechtigung verloren.

CO2-Abgabe. Lohnsteuer. Mehrwertsteuer. Gewerbesteuer. Eine endlose Kette staatlicher Zugriffe, die jede Eigenleistung im Keim erstickt. Und wofür? Damit Sie Milliarden in ideologische Prestigeprojekte pumpen können? Damit das Geld in aller Welt verteilt wird, während hier die Schulen verrotten und die Infrastruktur zerfällt?

Das ist keine Politik mehr, Herr Bundeskanzler. Das ist organisierte Gleichgültigkeit. Ideologie über Realität. Selbstinszenierung über Verantwortung.

Und hören Sie auf, so zu tun, als wären Sie der Vormund dieser Bürger. Als wären Sie deren Richter oder eine moralische Elite.

Das sind Sie nicht. Sie sind ein Angestellter. Vom deutschen Volk gewählt, vom deutschen Volk bezahlt – und dem deutschen Volk verpflichtet.

Nicht dem ukrainischen, nicht Rheinmetall oder Blackrock, sondern den Menschen hier.

Statt die eigene miserable Leistung zu reflektieren, treten Sie nach unten. Nach jenen, die versuchen, in diesem staatlichen Moloch irgendwie zu überleben. Ich sage es Ihnen, wie es ist:

Die Menschen durchschauen dieses perfide Spiel. Sie haben die Nase voll.

Es reicht.

Jens Waldinger

 

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Wie EU-Politiker in ihrer eigenen Blase von Feinden auf ihrer isolierten EU-Insel leben

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Europa versucht, das Gesicht zu wahren, jetzt, da Amerika zu einem Land geworden ist, das nicht zu reparieren und unzuverlässig ist. 

Sonja van den Ende (strategic-culture)

Russlands Präsident Putin ist derzeit der größte geopolitische Feind der EU. Bis vor kurzem war die Weltanschauung der EU mit der der USA übereinstimmte – das heißt, bis Trump der neue koloniale MAGA-Herrscher der USA wurde und das neue MAGA-Amerika einleitete. Die „Liebe“ zwischen den beiden Brüdern, Amerika und Europa, ist damit vorbei. Die Europäer leben heute auf einer selbst auferlegten Insel der Isolation, wo das Erscheinen eines guten Lebens und der Demokratie von politisch finanzierten Medien aufrechterhalten wird.

Die EU-Länder schaffen nach dem Vorbild Amerikas unzählige Feinde, um ihre Inkompetenz auf der Weltbühne zu maskieren. Jetzt ist praktisch jeder ein Feind – einschließlich seines leuchtenden Beispiels und „Atlantischer Bruders“ seit 1945, Amerika –, den einige, vor allem viele Deutsche (ehemalige DDR-Bürger), als Besatzer Europas betrachten. Wir können jetzt sagen, dass Amerika, Donald Trump zusammen mit Putin (Russland), der neueste und größte Feind der Europäischen Union ist, insbesondere der westeuropäischen und baltischen Länder.

Für diese gestörten EU-Politiker ist also jeder ein Feind – von Putin bis Trump. Sie nennen Maduro, der brutal entführt wurde, den Feind; Khamenei den Feind; Putin den Feind; Xi einen Diktator; und China ein gefährliches Land mit einem sozialen Kreditsystem (das die EU selbst umsetzen will). In dieser Frage folgen sie sklavisch der verrückten Trump-Politik einer Welt ohne Regeln, während Trump laut den gleichen Politikern und Medien – zusammen mit Putin – mit Abstand der größte Feind derselben liberalen EU-Politiker ist. Folgst du noch?

Aber im inneren Kreis der Europäischen Union selbst geschieht etwas Neues und Bemerkenswertes: Das Verhältnis zwischen Führerin Ursula von der Leyen und der ausgesprochenen Russland-Kritikerin Kaja Kallas ist nicht mehr gut. Neue Feinde entstehen also innerhalb der EU selbst, was normalerweise das Ende eines Blocks, einer Organisation oder eines Landes bedeutet.

Laut einem hochrangigen EU-Beamten hat Kaja Kallas, die Hohe Vertreterin der EU für auswärtige Angelegenheiten, die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen intern als ‚Diktatorin‘ bezeichnet. Kallas „beschwert sich innerlich, dass sie (von der Leyen) ein Diktator ist, aber sie kann wenig oder nichts dagegen tun“, sagte der anonyme Beamte der Presse.

Laut EU-Insidern und Informationen, die an die Nachrichtenwebsite Politico weitergegeben wurden, ist die Beziehung zwischen von der Leyen und Kallas noch angespannter als bei ihrem Vorgänger Josep Borrell. Die Beziehung zwischen Borrell und von der Leyen wurde bereits als schwierig angesehen, aber laut mehreren EU-Insidern ist die Situation jetzt „noch schlimmer“. Die Ursache ist ein Konflikt um Macht und Einfluss.

Im vergangenen Jahr entzog die EU-Kommission unter der Führungin von der Leyen Kallas ihre Verantwortung für den Mittelmeerraum und schuf stattdessen eine neue Generaldirektion für den Nahen Osten, Nordafrika und den Golf, die direkt an die Kommission berichtet – was Ursula bedeutet.

Auch Mark Rutte, ehemaliger Premierminister der Niederlande und heute NATO-Chef, ist bei den Ultraliberalen in der Europäischen Union nicht mehr beliebt. Er ist „zu“ freundlich mit Trump. Nach seinen Aussagen über den kommenden großen Krieg mit Russland, den er als „NATO-Mitgliedstaaten könnte Russlands ‚nächstes Ziel‘ sein, wenn die Aggression nicht gestoppt wird“ – betonte er, dass der Konflikt buchstäblich „vor unserer Haustür“ stehe und dass Europa seine Gedanken auf einen möglichen Krieg vorbereiten müsse. Die gesamte westliche Presse und die sozialen Medien waren empört, dass er es wagte zu behaupten, dass ein kommender (imaginierter) Krieg schlimmer sein würde als der unserer „Großeltern oder Eltern“.

In einem kürzlichen Interview für einen niederländischen Sender weigerte sich Rutte, amerikanische Ansprüche auf Grönland zu kommentieren. Das Thema drohte jedoch, die NATO zu spalten. Dänemark und seine europäischen Verbündeten reagierten mit Schock auf Trumps Beharren, insbesondere auf die Tatsache, dass er eine militärische Intervention nicht ausschloss. Rutte hätte Dänemark verteidigen sollen, hieß es in Kopenhagen. Er setzte das Interview wie folgt fort, verteidigte Trumps diplomatischen Ansatz, erklärte, dass Trump effektiv arbeite, und lobte ihn für die Erhöhung der Verteidigungsausgaben in Europa – was natürlich von vielen südlichen EU-Ländern, die sich bereits in einer schwierigen finanziellen Situation befinden, nicht geschätzt wurde (die Erhöhung der Verteidigungsausgaben).

Aber Mark Rutte ging noch weiter und lehnte die Forderungen nach einer großen europäischen Armee während seines jüngsten Auftritts vor dem Europäischen Parlament in Brüssel entschieden ab. Rutte sprach Befürworter einer von den USA geführten NATO unabhängigen europäischen Armee an: „Europa ist nicht in der Lage, sich ohne die US-Armee zu verteidigen“, sagte Rutte. „Wenn jemand hier immer noch glaubt, dass die Europäische Union oder Europa als Ganzes sich ohne die USA verteidigen können, dann sind Sie dumm.“ „Ich wünsche Ihnen viel Glück, wenn Sie dies tun wollen, denn Sie müssen die Männer und Frauen in Uniform finden“, sagte er. Er gab zu, dass die meisten Europäer, selbst nach aggressiver Propaganda in verschiedenen Ländern wie den Niederlanden, um in der Armee zu dienen und Putins Russland zu bekämpfen, es entschieden ablehnen. „Ich denke, Putin wird das lieben“, sagte er über die Idee einer europäischen Armee. „Denken Sie sorgfältig darüber nach, wenn Sie weitermachen“, sagte er.

Man kann viel über Mark Rutte sagen, und ich tue dies regelmäßig, weil ich ihn durch meinen niederländischen Hintergrund kenne, und ich selbst bin seit über dreizehn Jahren in der niederländischen Politik tätig. Diesmal verfolgte er einen listigen Ansatz (er ist sehr schlau und schlau). Er versuchte, einen Keil zwischen Trump und Putins Haltung zur Ukraine zu treiben, und leider gelang ihm das. Ziel war es, die USA mit der radikalisierten EU und ihrem Krieg gegen Russland in Einklang zu bringen. Trump, politisch ahnungslos (er ist ein Geschäftsmann) und leicht beschwichtigt, hat seine Strategie in Bezug auf die Ukraine bereits geändert. Das geschah nach dem Gipfel von Alaska und dem Gipfel in Den Haag.

Der Wendepunkt kam während des NATO-Gipfels im Juni 2025 in Den Haag, einem Treffen von Staats- und Regierungschefs aus den 32 NATO-Mitgliedstaaten, bei dem Trump als besonderer Gast eingeladen wurde und Rutte ihn „Papa“ nannte, und wurde damit Trumps bester Freund. Heutzutage sind Diplomatie und politischer Scharfsinn nicht mehr notwendig; es geht um Sykophanz und persönliche Aufmerksamkeit, die an sich sicherlich verwerflich ist, aber die Welt ist zu einem Dschungel geworden, in dem nur die Stärksten überleben! Diese Kehrtwende wurde während des Gipfels in Den Haag im Juni 2025 zementiert, gefolgt von dem Alaska-Gipfel im August 2025 zwischen Putin und Trump. Leider war der Schaden bereits von der Europäischen Union, der NATO und natürlich Mark Rutte selbst angerichtet worden.

Leider gibt es auch in Trumps Regierung disruptive Faktoren wie Marco Rubio und Lindsey Graham, die erbitterte Gegner Russlands sind. Trump hört ihnen natürlich zu. Darüber hinaus steht die Ukraine nicht mehr ganz oben auf der US-Agenda; der Fokus hat sich nun auf den Iran und Südamerika verlagert. Aber diese Regimewechselversuche und Kriege in den oben genannten Ländern zielten oder sind immer noch auf Verbündete Russlands ab, um es zu schwächen. Deshalb sind sich viele Politiker in der Europäischen Union und anderen europäischen Ländern mit Trump über diese Regimewechselpolitik einig, die sich aus dem alten US-Spielbuch ergibt; schließlich sagen diese gestörten EU-Politiker: Solange Russland zerstört werden kann, sind wir glücklich, egal welche Kosten. Die Worte der verstorbenen Madeleine Albright (über tote Kinder im Irak) zu verwenden: „Es sind nur Kollateralschäden.“

Ende Januar fand in Davos ein weiteres Spektakel namens Weltwirtschaftsforum (WEF) statt. Es wurde schmerzlich klar, dass Europa seinen Glanz verloren hat. Macron, der eine Sonnenbrille trug, scherzte über den Verlust Amerikas und die „regelbasierte Ordnung“ – eine Ordnung, die im Wesentlichen der westlichen Dominanz oder, wie einige argumentieren, dem Ende der Kolonisierung gleichkam. Der kanadische Premierminister Mark Carney wiederholte dieses Gefühl in seiner Rede.

Europa versucht, das Gesicht zu wahren, jetzt, da Amerika zu einem Land geworden ist, das nicht mehr repariert und unzuverlässig ist – mit Ausnahme von Mark Rutte, der Trump um seinen Finger gewickelt hat. Leider muss man ihm dafür Anerkennung zollen. Aber Trump ist unzuverlässig, und seine Regierung ist unerfahren und engstirnig, nach außen geschlossen. Es ist im Wesentlichen eine Regierung für die Reichen, die alle verrückte Pläne für die Reichen machen, wie die futuristische Stadt, in die sie Gaza verwandeln wollen – für die Reichen, natürlich nicht für die armen Palästinenser.

In seiner Dummheit verwechselt er den Frieden mit Geld und denkt, dass eine futuristische Stadt die Lösung ist. Dies zeigt, dass er absolut keine Ahnung hat – genau wie seine Regierung – darüber, was tatsächlich in den Ländern vor sich geht, die er erobern möchte, oder was wirklich in der Ukraine passiert ist, also der Donbass. Social-Media-Kampagnen werden eingerichtet, wie die auf X für den Sturz der iranischen Regierung, und tiefe Fälschungen werden über sogenannte große Aufstände verwendet, die eigentlich heiße Luft sind. Hoffen wir, dass die Trump-Regierung auch heiße Luft ist, aber weitere drei Jahre sind eine lange Zeit – zu lange, wenn Sie mich fragen. Es wird die Welt ins Chaos stürzen, unter der Herrschaft des Dschungels, und wie wir bereits sehen, in Kriege.

(Auszug von RSS-Feed)

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Scott Ritter: Steht der US-Iran-Krieg kurz bevor? Truppenaufmarsch auf dem Höhepunkt

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Scott Ritter ist ehemaliger Major, Nachrichtendienstoffizier, US-Marine und UN-Waffeninspektor. Ritter spricht über die Möglichkeit eines bevorstehenden Angriffs auf den Iran.

(Auszug von RSS-Feed)

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Iran ohne Plan

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Die Regierung riskiert, das Irak-Debakel als Farce zu wiederholen

Jon Hoffman (antikrieg)

Die Vereinigten Staaten von Amerika steuern auf eine weitere selbstverschuldete Krise im Nahen Osten zu. Ein zweiter amerikanisch-israelischer Angriff auf den Iran erscheint nahezu unausweichlich – diesmal mit weitaus verheerenderen Folgen für alle Beteiligten. Präsident Donald Trump hat die Militärpräsenz in der Region massiv verstärkt und Teheran gedroht, die Zeit für ein Abkommen laufe ab. Berichten zufolge erwägt er sogar den Einsatz von US-Spezialkräften für Bodenangriffe gegen Atom- und Raketeninfrastruktur sowie andere Ziele des Regimes.

Doch Trumps Absichten bleiben unklar. Washington hat es versäumt, ein klares Ziel im Iran-Konflikt zu formulieren. Gewalt ist zum Selbstzweck geworden, losgelöst von klaren und erreichbaren strategischen Zielen.

Dieser Weg birgt die Gefahr einer Katastrophe. Weitere US-Militäraktionen gegen den Iran würden nicht dem Schutz konkreter Interessen dienen, sondern der Durchsetzung einer gescheiterten regionalen Agenda, die die amerikanische Nahostpolitik seit Jahrzehnten prägt. Vage Ziele, übertriebene Bedrohungswahrnehmungen und Fantasien vom Regimewechsel drohen, die USA in einen kostspieligen Krieg zu verwickeln, den die Amerikaner nicht wollen. Trump sollte unverzüglich mit realistischen Erwartungen Verhandlungen mit Teheran aufnehmen.

Die aktuellen Kriegsforderungen stellen die jüngste Phase eines jahrzehntelangen Zyklus aus politischer Trägheit und Partikularinteressen dar, die die Vereinigten Staaten in Richtung einer militärischen Konfrontation mit dem Iran drängen. Dieser Drang erhielt neuen Auftrieb durch die Reihe von Verlusten der strategischen Position des Irans in den zwei Jahren seit dem Terroranschlag der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Krieg Israels im Gazastreifen. Während Israel gegen Irans regionale Stellvertreter und die Islamische Republik direkt vorging, hofften Israels Premierminister Benjamin Netanjahu – der sich seit fast drei Jahrzehnten für einen von den USA angeführten Regimewechsel im Iran einsetzt – und die Hardliner in Washington, Trump unter Druck zu setzen, diese Schwäche auszunutzen.

Zunächst widerstand Trump dem Druck zu einem Militärschlag gegen den Iran. Nach fünf Gesprächsrunden gerieten die Verhandlungen ins Stocken, vor allem weil Washington von Israel und seinen Unterstützern unter Druck gesetzt wurde, die harte Forderung nach einer vollständigen Einstellung der Urananreicherung im Inland zu erfüllen. Schließlich gab Trump nach, genehmigte zunächst Israels Angriffe auf den Iran und beteiligte sich dann am Krieg, indem er drei iranische Atomanlagen in Natanz, Fordow und Isfahan angriff. Anschließend behauptete er, die Angriffe hätten das iranische Atomprogramm „vollständig und komplett zerstört“ – eine Behauptung, die sowohl vom amerikanischen Geheimdienst als auch von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) widerlegt wurde.

Israel begann den „Zwölf-Tage-Krieg“ gegen den Iran unter dem fadenscheinigen Vorwand, Teheran an der Entwicklung einer Atomwaffe zu hindern – etwas, das israelische Beamte seit Jahrzehnten als unmittelbar bevorstehend bezeichneten, obwohl US-Geheimdienste das Gegenteil behaupteten. In Wirklichkeit ging es bei Israels Angriffen nicht um die Abwehr einer unmittelbar bevorstehenden Bedrohung, sondern um den Auftakt zu einem Konflikt, von dem Netanjahu und seine Verbündeten sich einen Regimewechsel erhofften.

Nun fordern Israel und die Hardliner in Washington die USA zu einem erneuten Eingreifen. Israel begründete die Notwendigkeit neuer Angriffe zunächst mit der Abwehr des iranischen Raketenprogramms. Dann verlagerte sich der Fokus auf den Schutz iranischer Demonstranten nach dem Ausbruch eines Massenaufstands gegen die wachsende Wirtschaftskrise im Iran. Dieses ständige Ändern der Argumentation spiegelt die anhaltenden Bemühungen dieser Akteure wider, die USA zu einem Regimewechsel in Teheran zu drängen. Für Israel und die Hardliner in Washington war das größte Problem mit dem Iran nie dessen Atomprogramm, seine ballistischen Raketen oder sein autoritärer Charakter – es ist nach wie vor das Regime selbst.

Trump ist darauf eingegangen. Er scheint mehr an einer Kapitulation als an Verhandlungen interessiert zu sein und fordert von Teheran, die Urananreicherung im Inland aufzugeben, sein Raketenprogramm einzuschränken und die Unterstützung seiner regionalen Stellvertreter zu beenden. Doch die Vorstellung, der Iran würde sich nach den Verlusten der letzten zwei Jahre freiwillig noch verwundbarer machen, widerspricht jeglicher Logik. Verhandlungen werden scheitern, wenn die USA mit diesen maximalistischen Forderungen auftreten – genau darauf setzen die Befürworter amerikanischer Angriffe auf den Iran.

Neue Angriffe der USA oder Israels würden nicht der Abwehr einer unmittelbar drohenden Gefahr dienen, geschweige denn der Befreiung des iranischen Volkes von der Tyrannei – sie wären vielmehr auf die Schwächung und/oder den Zusammenbruch des Regimes ausgerichtet. Das Fehlen jeglicher vorgeblicher Begründungen für erneute Militäraktionen im Iran ist eklatant. Washington sucht verzweifelt nach Rechtfertigungen, um einen bereits festgelegten Kurs zu stützen.

Trumps Iran-Plan hat kein klares Ziel. Luftangriffe allein werden das Regime nicht stürzen. Auch der Einsatz von Gewalt als Strafmaßnahme ist keine realistische Option, um ein diplomatisches Abkommen mit dem Iran zu erzielen. Trumps Forderungen sind diesmal noch weiter gefasst, was die Gefahr birgt, die gleichen Fehler zu wiederholen, die zum Zwölf-Tage-Krieg geführt haben.

Die Annahme, US-Angriffe wären eine einmalige Operation, birgt die Gefahr einer gefährlichen Eskalationsspirale. Diejenigen, die nach einem amerikanischen Militäreinsatz schreien, werden wahrscheinlich auf ein anhaltendes Engagement drängen, um den Sturz des Regimes sicherzustellen und einen internen Übergang zu steuern. Sie verfolgen eine maximalistische Agenda und werden die Bedingungen so lange verschieben, bis Washington ihren bevorzugten Kurs einschlägt.

Auch ein erneutes Militäreinsatz dürfte den iranischen Protestierenden nicht helfen. Trotz des Ausmaßes der Proteste hielt der Zusammenhalt der Eliten an und der Sicherheitsapparat blieb dem Regime treu, wodurch dieses den Aufstand mit brutaler Repression niederschlagen konnte. Es versteht sich von selbst, dass Iraner wie alle Menschen das Recht haben, frei zu leben und ihre Zukunft selbst zu bestimmen. Sie dürfen nicht als politische Spielfiguren missbraucht werden.

Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass ein Militäreinsatz diese Bewegung neu entfachen oder sie so weit stärken würde, dass das Regime zusammenbricht. Die iranische Opposition ist weiterhin tief gespalten, und die harte US-Politik gegenüber dem Iran hat in der Vergangenheit die Hardliner des Regimes gestärkt. Es gibt keinen sichereren Weg, die Opposition gegen das Regime in Teheran zu untergraben, als ihren Kampf zur Rechtfertigung einer ausländischen Militärintervention zu instrumentalisieren.

Die Annahme, Washington könne mit militärischer Gewalt einen neuen Status quo im Iran etablieren und aufrechterhalten, ist typisch für das realitätsferne Denken, das die amerikanische Nahostpolitik seit Jahrzehnten prägt. Jede sinnvolle Reform muss selbsttragend sein und darf nicht von außen aufgezwungen werden.

Das gegenwärtige Vorgehen birgt enorme Risiken für die USA und die Region. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Regime die Kombination aus erneuten Angriffen und den jüngsten Unruhen im Inland als existenzielle Bedrohung ansieht und mit noch härteren Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA und ihre regionalen Partner reagiert als zuvor. Teheran wird signalisieren wollen, dass regelmäßige amerikanische oder israelische Angriffe im Iran nicht zur Routine werden. Iranische Offizielle haben dies bereits angedeutet und erklärt, Teheran werde auf erneute US-amerikanische oder israelische Militäraktionen mit größerer Härte reagieren als während des Zwölftagekriegs.

Trotz der erheblichen Verluste der letzten zwei Jahre verfügt der Iran weiterhin über die notwendigen Fähigkeiten und Ressourcen, um entschieden zu reagieren. Dies birgt die Gefahr, nicht nur den Nahen Osten zu destabilisieren, sondern auch das Leben der rund 40.000 US-Soldaten in der Region zu gefährden und die USA in einen langwierigen Konflikt zu verwickeln – gerade in einer Zeit, in der sie international stark überlastet sind.

Ein Angriff auf den Iran birgt die Gefahr, die Fehler vergangener US-Militärinterventionen im Nahen Osten zu wiederholen. Trumps Zeitfenster für einen Kurswechsel schließt sich rasch. Diplomatie bleibt das einzige Mittel, um eine weitere regionale Krise abzuwenden.

erschienen am 30. Januar 2026 auf > The American Conservative > Artikel

Jon Hoffman ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für Verteidigungs- und Außenpolitik am Cato Institute. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die US-Außenpolitik im Nahen Osten, die Geopolitik des Nahen Ostens und den politischen Islam.

(Auszug von RSS-Feed)

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Auf der Suche nach Dialog mit Russland

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Nein, es geht nicht um einen diskreten Protest gegen die einäugige Politik der Schweiz und der EU gegenüber Russland, es geht um einen gut sichtbaren, öffentlichen Protest! Die rund 30 Schweizer, die mit Vital Burger gegenwärtig in Moskau sind, wollen gesehen und gehört werden! (Foto Stefano di Lorenzo aus Moskau)

Von Stefano di Lorenzo (globalbridge

(Red.) Vital Burger, ein Schweizer aus der Region Luzern, ist ein tapferer Kämpfer für eine neutrale Schweiz, die ihre historisch gewachsene Neutralität auch gegenüber Russland strikte einhalten sollte, um als internationale Vermittlerin wertvolle friedenserhaltende und friedensschaffende Instanz international äußerst wichtige Aufgaben übernehmen zu können. Und Vital Burgers Methode ist nicht irgend eine – wohl kaum gelesene – Argumentation in irgend einer einsamen Publikation, er organisiert unaufhörlich Reisen nach Russland, weil die Erfahrung zeigt, dass wer Russland persönlich kennt und auch mit Russen im persönlichen Gespräch war, eine ganz andere Einstellung gegenüber Russland einnimmt und den von den großen Medien und dem öffentlichen Rundfunk verbreiteten Russenhass nicht kritiklos übernimmt. Vital Burgers persönlicher Einsatz kann nicht genug hochgeschätzt werden! Gerade auch jetzt ist er wieder mit etwa 30 Mitreisenden in Russland – und er scheut sich nicht, diesen seinen Kampf für mehr gegenseitiges Verständnis auch öffentlich zu zeigen! (cm)

Eine große Gruppe Reisender aus Europa ist heute in Russland sicher keine alltägliche Erscheinung. Auch aus diesem Grund zog der Besuch von rund dreißig Schweizern in Moskau in der verschneiten letzten Januarwoche die Aufmerksamkeit etlicher Moskauer auf sich. Die Einwohner der russischen Hauptstadt sind in der Regel eher zurückhaltend und schweigsam gegenüber Fremden. Aber innerhalb weniger Tage wurden die Schweizer Reisenden mehrfach von neugierigen Moskauern angesprochen, die beim Hören der deutschen Sprache wissen wollten, aus welchem Land die Reisenden kamen. Europäische Touristen sind in Russland derzeit eher selten anzutreffen, obwohl es paradoxerweise aus bürokratischer Sicht und hinsichtlich der Erlangung eines russischen Visums einfacher ist, Russland zu besuchen als vor 2022.

Aber die dreißig Schweizer sind keine einfachen Touristen. Ihr Besuch geschah nicht, um der Langeweile zu Hause zu entfliehen: Es handelt sich um eine Reise, die im Geiste der „Volksdiplomatie“ organisiert wurde. „Wer Frieden mit seinem Nachbarn will, muss ihm zuhören und seine Argumente verstehen. Das heißt nicht unbedingt, dass wir sie alle gutheißen. Wir wollen nur zuhören und versuchen, auch die Sorgen der Russen zu begreifen“, so Vital Burger, Organisator der Initiative. „Das westliche Narrativ haben wir bisher in allen Medien von Politikern und den Militärs ausgiebig gehört“. Vital Burger ist Präsident des Vereins eurasien.ch und auch Vizepräsident der Gesellschaft Schweiz Russland, die im vergangenen Jahr übrigens ihr hundertjähriges Bestehen feierte.

Aber neben dem Besuch in Russland und dem Anhören der Argumente Russlands mit Hilfe von Gesprächen mit verschiedenen Experten, Menschen, die in Russland leben und das Land seit Jahren kennen, war einer der symbolträchtigsten Momente dieser Reise eine kleine Aktion, die an einem sonnigen, aber sehr kalten Nachmittag Ende Januar auf den Straßen Moskaus durchgeführt wurde. Ausgestattet mit Trycheln, den Schweizer Kuhglocken, wollte die Schweizer Delegation die offizielle Vertretung der Schweiz in Russland erreichen, um dem Botschafter des Landes einen Brief zu übergeben. Ein Marsch von 300 Metern von der U-Bahn-Station „Чистые пруды“ (Tschistie Prudy „Saubere Teiche“) bis zum Sitz der Schweizer Botschaft in Russland, um ein Zeichen zu setzen: Viele Schweizer Bürger sind mit der Aufgabe der Neutralität der Schweiz nicht einverstanden. Mit Glockengeläut wollten sie den bösen Geist des Konflikts vertreiben, der in den letzten Jahren die Beziehungen zwischen Russland und der Schweiz (und vielleicht in noch größerem Maße ganz Europa) geprägt hat.

„Wir stehen hier als Vertreter einer Schweizer Bevölkerungsgruppe, die es ernst meint mit der Neutralität. Sie versteht darunter die Bereitschaft, in Konfliktsituationen beiden Parteien mit Respekt zu begegnen, ihre Sorgen und Wünsche anzuhören und Wege zur Verständigung zu suchen. […]

Nun wünschen wir, dass die für Russlands Schicksal Verantwortlichen die Hoffnung auf Entspannung und auf einen solidarischen Neubeginn nicht aufgeben. Sie, Herr Botschafter, bitten wir, dazu nach Möglichkeit beizutragen“, so stand es im Brief, der dem Schweizer Botschafter übergeben wurde.

Der Empfang in der Schweizer Botschaft selbst war eine nahezu perfekte Übung diplomatischer Höflichkeit. Und auch ein Beweis dafür, dass es möglich ist, eine Diskussion über grundlegende Fragen wie Neutralität und Krieg auf vollkommen zivilisierte Weise zu führen. Selbst wenn es tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten gibt.

Was bedeutet Neutralität?

Für viele Schweizer ist die Neutralität eine Frage der nationalen Identität. Viele der Schweizer, die nach Russland gekommen sind, um sich mit Russland zu verständigen, sind der Meinung, dass die Neutralität nach 2022 verletzt worden ist. Eine Ansicht, die der neue Schweizer Botschafter in Russland jedoch nicht teilt. Die Neutralität sei ein genau definierter Rechtsbegriff, den die Schweiz weiterhin wahre, da sie im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Staaten weder Waffen noch Geheimdienstinformationen an die Ukraine geliefert habe. Einige halten diese Definition der Neutralität jedoch für zu eng gefasst und sind der Meinung, dass die von der Schweiz verhängten Sanktionen die Neutralität des Landes verletzen. Diese Position vertritt auch die russische Regierung, die die Schweiz offiziell in die Kategorie der „unfreundlichen Länder“ aufgenommen hat. (Auch der Herausgeber der Online-Plattform Globalbridge, Christian Müller, ist klar der Ansicht, dass die Schweizer Regierung, der Bundesrat, mit der pauschalen Übernahme der EU-Sanktionen gegen Russland die Schweizer Neutralität schwer verletzt hat, siehe hier.)

Die Schweiz hat russische Vermögenswerte in Höhe von 7 Milliarden Franken eingefroren. In den Augen Moskaus hat die Schweiz dadurch ihre Legitimität als Vermittler im Ukraine-Krieg verloren. Laut Russland soll die Schweiz zum ersten Mal seit 1815 ihre Neutralität verletzt haben. Andererseits wurde die Schweiz von den USA kritisiert, zu wenig Sanktionen verhängt zu haben.

Die Reisenden des Vereins Eurasien sind aber nicht die einzigen, die den Dialog mit Russland wieder aufnehmen wollen. Der Schweizer Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten Ignazio Cassis hat kürzlich angekündigt, dass er Russland besuchen wolle. Etwas, das bis vor kurzem noch undenkbar schien. Der Wind in Europa dreht sich vielleicht.

Ein neues Konzept der Neutralität?

Vital Burger gibt sich optimistisch. Dennoch scheint die Wiederherstellung normaler Beziehungen zwischen der Schweiz und Russland derzeit ein fernes Ziel zu sein. Sicherlich gibt es in der Schweiz viele, die den Dialog mit Russland suchen. Viele erinnern sich daran, dass die Schweiz auch dank Russland und den Bemühungen von Zar Alexander I. im Jahr 1815 mit dem Wiener Kongress am Ende der Napoleonischen Kriege von der internationalen Gemeinschaft als neutrales Land anerkannt wurde.

Doch auch wenn die Neutralität für die überwiegende Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer ein grundlegendes Element der Außenpolitik bleibt, würde laut einer aktuellen Umfrage eine (knappe) Mehrheit der Schweizer militärische Hilfe für die Ukraine befürworten. Ein Ansatz, der sicherlich schwer mit dem Konzept der Neutralität zu vereinbaren ist. 56 Prozent der Befragten haben laut dieser neuen Umfrage Ja oder eher Ja zu Waffenlieferungen an die Ukraine gesagt. Dabei wollen 80 Prozent aber auch die Neutralität bewahren. 85 Prozent der Schweizer bleiben der Meinung, dass sich die Schweiz nicht an militärischen Konflikten beteiligen sollte.

Auftraggeber der Befragung soll ein kleiner, bislang unbekannter Verein namens NeutRealität gewesen sein. Gründer des Vereins ist Adrian Wiedmer, ein Unternehmer. Wiedmer ist lokal bei den Grünliberalen aktiv und soll sich über die Ukrainepolitik der Schweiz oft empört haben. Aus diesem Grund hätten die Vereinsgründer mit privatem Geld die Umfrage finanziert. 2088 Personen wurden online befragt.

Willkommen in Moskau

Der Name General Suworow sagt den meisten Europäern vielleicht nicht viel. Aber in Russland wird der General immer noch verehrt, auch wenn er im 18. Jahrhundert, zwischen 1730 und 1800, lebte. Suworow ist zu einem Symbol für die militärische Macht Russlands geworden. Wenn man in Russland an die Schweiz denkt, ist der Name Suworow eine der ersten Assoziationen.

Nachdem er zusammen mit den Österreichern die Franzosen in Norditalien besiegt hatte, kämpften Suworow und seine Armee 1799 in der Schweiz gegen die Franzosen und die Truppen der Helvetischen Republik. Eines der Mosaike an der Decke der U-Bahn-Station „Komsomolskaja“ in Moskau zeigt Suworow zu Pferd vor dem Hintergrund der Alpen. Russland ist ein Land, in dem militärischer Ruhm unabhängig von der Epoche noch immer verehrt wird. Der Mythos der nahezu unbesiegbaren militärischen Macht Russlands bildet eine direkte Verbindung zwischen dem zaristischen Russland, das bis ins heutige Russland reicht und über die Sowjetunion führt.

In der Moskauer U-Bahn scherzt einer der Fahrgäste, nachdem er gehört hat, dass die Reisenden aus der Schweiz kommen: „Sie müssen sich an Suworow erinnert haben!“. Dann hält er eine kurze Rede darüber, wie wichtig es ist, stolz auf sein Land zu sein, was seiner Meinung nach bis vor einigen Jahren in Russland fast als geschmacklos galt. Als er jedoch hört, dass die Besucher hier sind, um die Freundschaft mit Russland zu pflegen, ruft er aus: „Man sieht, dass sie gute Menschen sind!“ und verabschiedet sich mit den besten Wünschen für einen angenehmen Aufenthalt in der Hauptstadt.

Man könnte fast glauben, dass spontane Volksdiplomatie manchmal mehr bewirken kann als die offizielle Diplomatie mit ihren rigiden Protokollen.

ACHTUNG! Auch RT aus Russland hat dazu ein absolut sehenswertes Video publiziert! ForumGeopolitica konnte es verlinken: Hier anklicken!

 

(Red.) Siehe dazu auch einen früheren Bericht über eine Reise mit Vital Burger, hier anklicken.

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SIE HABEN SILBER ABGELADEN: Das ist KEIN echter Markt mehr

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Der Silberpreis stürzte um zweiundzwanzig Prozent ab. Gleichzeitig schließen Prägestätten weltweit und physisches Silber ist nicht mehr erhältlich. Dieses Video erklärt, was wirklich hinter dem Crash steckt und warum der Papiermarkt und der physische Markt völlig unterschiedliche Geschichten erzählen.


Der Einbruch war absehbar. 25 Prozent an einem Tag war schon sehr heftig. Es besteht jedoch kein Grund, physisches Silber jetzt zu verkaufen. Warum auch, wenn Großhändler nicht mehr liefern können. Das Prinzip, Angebot und Nachfrage, hat auch heute noch seine Gültigkeit. Die Shorties können mit Papiersilber soviel spielen, wie sie wollen. Letztendlich aber werden sie gegrillt. Abwarten bis die nächsten Terminkontrakte fällig werden.

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Als Deutschland noch eine Demokratie war

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Werner Vontobel (infosperber) 

Vor 50 Jahren war Deutschland noch wirtschaftlich stark, demokratisch und friedliebend. Ein nostalgischer Blick zurück.

Demnächst ist es 50 Jahre her, seit mich der «Tages-Anzeiger» als politischer und ökonomischer Korrespondent in die «Verbonnung» geschickt hat, benannt nach der damaligen Hauptstadt der Bundesrepublik. Unser Ältester war gut ein Jahr alt, der nächste war unterwegs, und auch unsere Tochter sollte in Bonn zur Welt kommen. Wir fanden für 800 D-Mark eine Haushälfte im Bonner Vorort Friesdorf, wo wir dank unserer Kinder und der Sozialkompetenz meiner Frau schon bald Teil des Ortsbildes waren.

Auseinanderentwickelt

Seit unserer Rückkehr 1982 haben wir jedes Jahr eine bis drei Wochen in Bonn verbracht – und konnten hautnah mitverfolgen, wie sich Deutschland und die Schweiz (beziehungsweise Bonn und Zürich) auseinanderentwickelt haben. Zunächst rein städtebaulich: Im Kerngebiet von Friesdorf hat sich seit 1976 fast nichts verändert. Auch unser altes Haus aus der Vorkriegszeit steht noch. Einige Läden, wie der Schuhladen nebenan sind in Wohnungen umgebaut worden. Und unser Lieblingsrestaurant ist jetzt ein Bestattungsinstitut. Die Strassenbeläge sind auch schon lange nicht mehr erneuert worden. Alles wirkt für Zürcher Augen ein wenig ärmlich.

Klufterstrasse
Wie vor 50 Jahren: Klufterstrasse in Friesdorf. © Google Streetview

Die Mieten steigen

In Zürich (beziehungsweise in Leimbach) sind wir also in eine Neubausiedlung gezogen. Die Nachbarhäuser waren auch keine zehn Jahre alt. Wenige Jahre später sind links und rechts neue Siedlungen hochgezogen worden. Inzwischen dominiert die Variante Abriss und Neubau. Auf meinem Weg ins Kaffee von Adliswil nach Wollishofen kommt es mir vor, als wäre in den letzten zehn Jahren jeder dritte Wohnblock durch einen grösseren ersetzt worden. Die Staus werden länger, die Mieten steigen.

Leimbach
Alles neu: Überbauung beim Bahnhof Leimbach. © Google Streetview

Weniger Geld

Auch sozial haben sich die Schweiz und Deutschland auseinanderentwickelt. Damals hatten wir nicht das Gefühl, dass unsere Friesdorfer Freunde oder die deutschen Journalistenkollegen weniger Geld gehabt hätten als wir Schweizer. Niemand sprach von einem Umzug in die reiche Schweiz. Heute ist die Schweiz der Ort, von dem sich viele Deutsche ein besseres Leben erhoffen. Das Thema taucht immer wieder auf. Ich weiss von zwei deutschen Ärzten, die zwar weiterhin in Bonn wohnen, ihren komfortablen Lebensstil aber mit periodischen Einsätzen in Schweizer Spitälern verdienen.

Nebenjob für Rentner

Oder nehmen wir meinen leider verstorbenen Freund Henning. Damals gehörte er als Geschäftsführer eines kleinen Verlags und Hausbesitzer zur soliden Mittelklasse. Vor etwa zehn Jahren haben wir unsere Renten verglichen und er sagte mir, dass er mit seinen rund 2000 Euro zu den reichsten zehn Prozent der deutschen Rentner gehöre. Er sei aber froh, dass er diese Rente noch bei einem Umfrageinstitut für einen Stundenlohn von 10 Euro aufhübschen könne. Und zwar nicht etwa als sozialabgabepflichtiger Angestellter, sondern als freier Mitarbeiter. Sein Arbeitgeber habe seine Jobs von Luxemburg nach Deutschland transferiert, um von Deutschlands tiefem Lohnniveau zu profitieren.

1-Euro-Jobs

Der mit der «Agenda 2010» unter Gerhard Schröder eingeführte Niedriglohnsektor (man erinnere sich an die 1-Euro-Jobs) ist wohl einer der Gründe für die soziale Spaltung und den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands. Ein weiterer ist die Energiepolitik. Wenn der Wohlstand eines Landes von Branchen, die viel Energie verbrauchen, wie etwa die Auto-, die Chemie- und die Metall-Industrie abhängt, dann sollte man nicht ohne Not auf die Kernenergie und auf das billige russische Öl und Erdgas verzichten. Ein dritter Grund ist die Willkommenskultur. Deutschlands Sozialstaat ist für die ganze dritte Welt zu einem Magneten geworden, und längst hat sich auch eine «Willkommens-Industrie» gebildet, von der auch immer mehr Einheimische profitieren und welche die Staatskasse ruiniert.

Der andere Weg

Die Schweiz hat einen anderen Weg eingeschlagen. Wir haben mit unseren Luxus-Industrien (Finanz, Pharma, Uhren et cetera) und mit unseren Steuerparadiesen die Reichen und die gutverdienenden Fachkräfte dieser Welt angezogen. Das hat die Bodenpreise und die Mieten hochgetrieben. Das macht den Wohlstand zur Lotterie. Meine Generation hat typischerweise mit Mitte 30 ein damals noch günstiges Eigenheim erwerben können und spart damit im Vergleich zu Neumietern monatlich 2000 Franken. Nicht selten hat man nach 60 noch das Elternhaus geerbt und ist damit zum Millionär geworden. Viele unserer Schweizer Freunde haben irgendwo noch eine Zweitwohnung, während viele andere nach einer Leerkündigung verzweifelt eine Wohnung suchen.

«Unsere Demokratie»

Nun zur Demokratie. Nur leicht überspitzt kann man sagen: Deutschland hat «die Demokratie» abgeschafft und durch «unsere Demokratie» ersetzt. «Unsere Demokratie, das ist die Gemeinschaft aller Parteien links der AfD. Diese Parteien sind sich in einem Punkt einig: Wir müssen «unsere Demokratie» durch eine «Brandmauer» vor der AfD schützen. Dieser heilige Furor hat etwa dazu geführt, dass nach den Bundestagswahlen von 2025 der abgewählte Bundestag noch einmal zusammengetreten ist und sehr weitreichende Entscheide getroffen hat – Entscheide, welche die neu gewählten «Feinde der Demokratie» verhindert hätten, wenn man sie hätte abstimmen lassen.

Die «Brandmauer»

Die AfD ist eine Partei, die vorrangig Themen bedient, die von der anderen rechten Partei vernachlässigt worden sind: Kontrolle der Einwanderung, Rückbau des Sozialstaates, national statt global, Familie statt Staat, Kritik am «Bürokratiemonster EU» und direkte Demokratie. Dazu: Frieden mit Russland – einst ein Kernthema der SPD. Alles im grünen Bereich. Dass die AfD dennoch fanatisch bekämpft, mit einer «Brandmauer» aus dem «demokratischen» Spektrum ausgeschlossen, mit V-Männern des Verfassungsschutzes ausspioniert und mit einem Verbot bedroht wird, hat – unter anderem – drei Gründe.

Erstens: Existenzangst. Von der Zahl der Abgeordneten hängt die Grösse des Futtertopfs ab. Auf Bundesebene sind es pro Abgeordneten monatlich brutto rund 55’000 Euro, auf kommunaler Ebene (in Bonn) immer noch gut 2500 Euro für einen Teilzeitjob. Weitere Hundertausende gut bezahlte Jobs in der Verwaltung, in Verfassungsschutzbehörden, an Gerichten, bei ARD und ZDF hängen ebenfalls vom Parteibuch ab. Dazu kommen noch Posten bei den NGOs, für die der Staat jährlich viele Milliarden ausgibt. Von diesem Trog lässt man sich nicht gerne verdrängen.

Zweitens: Faschismusvorwurf. Die AfD sei «gesichert rechtsextrem». Fragt man bei einer «KI» nach, worauf sich dieser Vorwurf konkret stützt, kommt als erster Punkt «Abstufung der Staatsbürgerschaft». Fragt man weiter nach konkreten Belegen dafür, erfährt man dass die AfD «das Staatsangehörigkeitsrecht wieder auf das ‹Abstammungsprinzip› (Blut-und-Boden-Prinzip) zurückführen» will. Konkret: In Deutschland geborene Kinder von Migranten sollen nicht mehr automatisch deutsche Staatbürger sein. Genau das war bis 2000 die geltende Rechtslage. Rot-Grün hat sie geändert.

Drittens: Putin-Versteher. Wer heute für Frieden mit Moskau ist, macht sich verdächtig, im Dienste Russlands zu stehen. Auch dafür sammeln die «demokratischen Parteien» und die von ihnen abhängigen öffentlich-rechtlichen Medien fleissig Indizien – und finden sie natürlich.

Unsauberer Abwehrkampf

Klar: Die AfD steht mit ihrem Programm rechts von allen anderen und zieht deshalb Neonazis an, von denen sie sich nicht immer ausreichend distanziert. Klar ist aber auch, dass ihre politischen Konkurrenten einen unsauberen Abwehrkampf führen, der die Frage aufwirft, wie lange Deutschland noch eine Demokratie bleiben kann.

Wie würde ich berichten?

Was, wenn ich heute wieder Deutschlandkorrespondent des «Tages-Anzeigers» wäre. Wie würde ich – aus Berlin statt Bonn – über die ausufernden Kosten der Willkommenskultur berichten? Wie über den oft grenzwertigen Umgang mit der AfD berichten. Etwa über den Ausschluss des AfD-Kandidaten Joachim Paul von der Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen durch ein Gremium, das dazu gar nicht befugt ist? Zumindest hätte ich darüber eine grosse Recherche angeboten.

Was nicht zu lesen ist

Ob das mein Nach-Nachfolger auch getan hat, bezweifle ich. Sicher ist, dass ein solcher Bericht nie erschienen ist. Auch über die linksextremen und gewerkschaftlichen Hintergründe der Blockade der Gründungsversammlung der Jugendorganisation der AfD in Giessen war im «Tages-Anzeiger» nie etwas zu lesen, und er hat auch nie schon nur leise kritisiert, dass Bundespräsident Steinmeier immer wieder mal Brandreden gegen die «Feinde unserer Demokratie» hält.

Zu «meinen» Zeiten wurde dieses Amt vom vormaligen FDP-Politiker Walter Scheel ausgeübt. Für ihn galt das Grundgesetz, wonach der Bundespräsident im Rahmen der «Staatspflege» in seinen Reden «integrierend, moderierend und motivierend» wirken solle.

Das heutige Deutschland wirkt inzwischen sehr ungepflegt.

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Neuer US-Krieg gegen Iran?

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Was bedeutet die neue US-Drohkulisse im Persischen Golf?

Ein Kommentar von Rainer Rupp (apolut)

Der ehemalige Top-Analyst der CIA Larry Johnson, der schon seit etlichen Jahren zu einem rigorosen Kritiker der imperialistischen, kriegslüsternden US-Außenpolitik geworden ist, hat gestern, Donnerstag, den 29. Januar 2026, in einem E-Mail-Rundschreiben eindringlich vor der zunehmenden Wahrscheinlichkeit eines neuen US-Angriffs auf Iran in den nächsten Tagen gewarnt. Sein Schreiben leitete er ein mit den Worten:

„Aufgrund der jüngsten Äußerungen von Donald Trump und verschiedener Mitglieder der iranischen Regierung und des Militärs steuern wir auf einen neuen Krieg im Persischen Golf zu. Aber es sind nicht nur die Worte, die mich beunruhigen. Wenn man die Gesamtheit der aktuell in der Region zusammengezogenen US-Militärressourcen mit denen vergleicht, die sich vor Israels Überraschungsangriff auf den Iran im Juni 2025 im Persischen Golf befanden, dann ergibt sich ein sehr bedrohliches Bild“, so Johnson.

Nun wäre es nicht das erste Mal, dass die Kriegstreiber in Washington in den letzten Jahren immer wieder mal eine erschreckende Drohkulisse gegen Iran in der Region aufgebaut haben. Wie zum Beispiel in der 2011-2012 Krise, als unter Präsident Obama das Pentagon drei kampfbereite Flugzeugträger-Schlachtgruppen in Reichweite der iranischen Küste zusammengezogen hatte. Aber auch damals – Irans Verteidigungsfähigkeiten waren noch weitaus schwächer als heute – gab es starken Widerstand innerhalb des Pentagons und der Stabschefs der US-Waffengattungen gegen einen Krieg mit Iran, der den US-Streitkräften und der US-Wirtschaft hohe Verluste versprach.

Da Kriege zwischen Staaten nie einfach so aus dem Nichts passieren, wie die West-„Eliten“ in Politik und Medien uns im Fall der Ukraine weismachen wollen, weil Putin eines langweiligen Tages aus einer bösen Laune heraus nichts Besseres zu tun hatte, als einen Krieg anzufangen, weil also jeder Krieg eine Vorgeschichte hat, wollen wir uns auch diese im Zusammenhang des US-Iran-Konfliktes kurz ansehen.

Der politische Hintergrund

Ausschlaggebend für die Entwicklung in dieser Region war die US-Deklaration Anfang der 50er Jahre, dass der Raum um den Persischen Golf „von vitalem Interesse“ für die Sicherheit der Vereinigten Staaten ist. Dies ist die höchst-mögliche Sicherheitseinstufung und bedeutet, dass Washington seither – egal unter welchem US-Präsident – bereit war, sowohl mit sogenannten „verdeckten Operationen“ als auch mit offener militärischer Gewaltanwendung die US-Kontrolle über diese Region mit allen Mitteln zu „verteidigen“. Mit dem US-initiierten Sturz des ersten, demokratisch gewählten, iranischen Ministerpräsidenten Mohammed Mossadek und der anschließenden Einsetzung des US-hörigen, tyrannischen Folterregimes des fake „Schahs von Persien“, des ehemaligen Unteroffiziers „Mohammed Reza Pahlevi“, hatten die USA 1953 mit großer Brutalität ihren Anspruch auf die Beherrschung der Region auch in der blutigen Praxis unterstrichen.

Zuvor hatte Mossadek im Mai 1951 den Briten die Kontrolle über das iranische Öl entrissen und es zum Staatsbesitz erklärt. London bat insbesondere die USA um Hilfe. Washington operierte verdeckt und schickte den CIA-Agenten Kermit Roosevelt, ein Experte in psychologischer Kriegsführung, als Leiter der Operation nach Teheran. Der bestach mit Erfolg die kaiserlichen, iranischen Offiziere. Ein verfrühter Putschversuch der kaiserlichen Garde gegen Mossadek scheiterte jedoch.

Doch die CIA hatte noch eine zweite Karte im Ärmel, den Generalmajor Mohammed Fazlollah Zahedi. Der putschte erfolgreich. Ergebnis: Mossadek wurde gestürzt, die Öl-Anteile wurden neu sortiert. 40 Prozent für die Britisch Petroleum, 14 Prozent für Royal Dutch Shell, der Rest ging an fünf US-Gesellschaften und einige Anteile an CFP, um Frankreich ruhig zu stellen. Und der von der CIA speziell ausgesuchte Unteroffizier Mohammed Reza Pahlevi wurde zum US-hörigen Schah von Persien gekrönt

Erstmals hatten die USA mit geheimdienstlichen Mitteln im Mittleren Osten eine gewählte Regierung beseitigt und dafür einen Alleinherrscher installiert. Den Briten hatten sie das Öl-Monopol aus der Hand genommen und ihre „vitalen“ Interessen am Golf manifestiert. Obwohl sie diese seither eifersüchtig „verteidigt“ haben, wurde der US-Einfluss im Jahre 1979 mit dem Erfolg der „Islamischen Revolution“ unter Führung des aus dem französischen Exil zurückgekehrten Ayatollah Ruhollah Chomeini in Iran schlagartig beendet, was zum Zorn der Amerikaner bis heute andauert.

Nachdem die US-Amerikaner von den Mullahs aus Iran verjagt worden waren, hatte Washington in den 80er Jahren Iraks Saddam Hussein im Krieg gegen Iran massiv unterstützt. Damals war es den USA nicht nur egal, dass Irak gegen Iran massenweise chemische Waffen einsetzte, sondern die USA hatten Irak sogar mit den für die Herstellung des Giftgases nötigen Mitteln („precursers“) versorgt, wie in Dokumenten von Hearings im US-Kongress im Jahr 1993 festgehalten wurde.

Die militärische Vorgeschichte.

Bereits zu Beginn des Kalten Krieges haben die USA den Iran zu einem Bollwerk gegen die Sowjetunion aufgerüstet. In den Jahren 1947 bis 1969 erhielt Iran US-Militärhilfe in Höhe von 1.4 Milliarden US-Dollar, (ein Vielfaches nach heutigem Wert). Von 1965 bis 1969 lieferten die USA dann Waffen nur noch zu günstigen Krediten und ab 1969 hatte man den Schah so weit, dass er den Ölreichtum des Landes für modernste Waffenkäufe in den USA verschwendete und sogar das im Iran stationierte US-Militär mit fürstlichen Gehältern entlohnte. Nach der enormen Ölpreiserhöhung von 1974 füllten sich auch die Taschen des Schahs, was dazu führte, dass die Waffenkäufe in den USA bis 1979 sprungartig anstiegen. Insgesamt lieferten die USA nach eigenen Angaben bis 1979 Waffen im Wert von 10.7 Milliarden Dollar. Unter Berücksichtigung des US-Consumer Price Index (CPI) in diesen Jahren entspricht das heute knapp 50 Milliarden US-Dollar.

1978 hatten die USA aus Iran die stärkste Macht der Golfregion gemacht, die zugleich die größte US-Militärmission in der Welt hatte, mit 1.500 US-Soldaten. Zudem waren 45.000 US-Militärberater in „Räuberzivil“, oft mitsamt ihren Familien, im Land. Sie alle mussten nach Ajatollah Chomeinis „Islamischer Revolution“ 1979 fluchtartig das Land verlassen.

Nach der Erstürmung der US-Botschaft in Teheran durch erboste Studenten brach Washington im April 1980 die diplomatischen Beziehungen mit Teheran ab, womit auch der 1959 gegründete CENTO-Pakt am Ende war. Dem „Zentralen Militärpakt“ (Central Treaty Organisation) gehörten neben den USA und Großbritannien die Türkei, Pakistan und Iran an. Im Anschluss. Nach dem April 1980 war der Einfluss der USA in der Golf-Region kontinuierlich zurück gegangen, bis der erste US-Krieg gegen Irak (1989/90) die Wende brachte.

Mit dem zweiten Irak-Krieg (2003) und der Besetzung des Landes hatten sich die US-Krieger im Irak eine ähnliche Entwicklung erhofft, wie zuvor im Iran in den Jahren vor 1979, als Ausgangsbasis für die Umsetzung ihres erklärten Ziels, nämlich der Umgestaltung der gesamten Großregion. Damit sind sie aber auf die Nase gefallen. Das Ergebnis war vielmehr, dass der US-Krieg gegen Irak den Einfluss des Iran in der ganzen Region gestärkt hat.

Da nach dem Abzug der Amerikaner aus Iran die amerikanischen Waffensysteme in Teherans Arsenal dominierten, war die Abhängigkeit von US-Ersatzteilen und Technikern enorm. Dadurch wurde das iranische Militär vom US-Embargo ab 1980 so schwer getroffen, dass es sich bis zur Jahrtausendwende noch nicht voll davon erholt hat. Versuche das US-Waffenembargo zu unterlaufen gelangen nur teilweise, wobei der „Iran-Contra-Deal“ eine bedeutende Rolle spielte. Im Rahmen dieses Deals unterliefen die CIA und das Pentagon, mit Unterstützung des Weißen Hauses, die rigorose Embargopolitik des US-Außenministeriums und lieferten über Israel 2.008 moderne TOW Panzerabwehrraketen und 235 Bausätze für Hawk-Luftabwehrraketen an Iran.

Auch vom siegreichen Vietnam soll Teheran US-Ersatzteile gekauft haben. Aber all dies hat natürlich nicht ausgereicht, um die hochgezüchtete Armee, die der Schah aufgebaut hatte, instand zu halten und zu modernisieren. Notgedrungen setzte die Kannibalisierung der Waffensysteme ein, d.h. intakte System wurden zum Ersatzteillieferant für andere Systeme. Hinzu kamen die hohen Verlustraten im Irak-Iran-Krieg. Mit jedem Jahr wurde der noch einsatzbereite Teil der US-Waffensysteme immer kleiner und Iran wandte sich zunehmend an Russland, China, Nordkorea und andere Quellen, um seine militärischen Fähigkeiten wieder auszubauen und zu modernisieren.

Trotz strikter westlicher Embargos machte auch Irans einheimische Militärindustrie große Fortschritte. So gehört Iran z.B. bereits seit mehr als 20 Jahren zu den wenigen Ländern der Welt, die schwere Panzer bauen.

Im 12-Tage Krieg, den Israel letztes Jahr mit massiver US-Unterstützung gegen Iran führte, zeigt sich welche unglaublichen technischen Erfolge Iran in der Raketentechnologie gemacht hat. Aber auch im Bau von Drohnen aller Art, von Aufklärung bis Schwarmangriff hat Iran eine technologische Führungsposition. In ihrer typisch westlichen Überheblichkeit haben sowohl die USA als auch die Israelis diese neuen Fähigkeiten Irans verkannt, z.B. Hyperschall-fähige Mittelstreckenraketen, die mit einer Reichweite von 3000 Km jeden Fleck in Israel erreichen und zudem nicht auf einer berechenbaren ballistischen Kurve fliegen.

Es waren vor allem diese iranischen Mittelstreckenraketen, die unter strategischen Zielen in Israel schwere Schäden angerichtet haben. Lange hat die Netanjahu Regierung versucht, diese Schäden zu vertuschen, letztlich jedoch vergeblich. Denn inzwischen ist bekannt, dass es Netanjahu war, der angesichts fehlenden Nachschubs für verschossene Luftabwehrraketen und der von iranischen Raketen angerichteten Schäden Präsident Trump bat, einen Waffenstillstand mit Iran auszuhandeln.

Sollte nun Trump nach einer Pause zum Auffüllen der Reserven tatsächlich an einen neuen Waffengang mit Iran denken, dann wird dieser sicherlich nicht nach einem Tag vorbei sein. Allerdings macht es wenig Sinn, die zahlenmäßige Stärke der Streitkräfte des Iran mit denen der USA zu vergleichen. Weder Anzahl der Flugzeuge, Panzer noch Soldaten der iranischen Armee spielen bei der gegebenen technologischen Überlegenheit der US-Streitkräfte in einem „symmetrischen“ Krieg eine ausschlaggebende Rolle.

Andererseits ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass größere Einheiten von US-Landstreitkräften auf iranischem Boden zum Einsatz kommen. Denn das hätte hohe Verluste an Soldaten zur Folge, die für die US-Öffentlichkeit kaum zu verkraften wären, zumal Trumps eigene MAGA-Bewegung in Bezug auf einen Krieg mit Iran gespalten ist. Die Stärke der iranischen Abschreckung gegen einen US-Angriff liegt weniger in den militärischen Fähigkeiten der regulären iranischen Streitkräfte, sondern vielmehr in einem „asymmetrischen“ Krieg das Kampfpotential und den militärischen, aber auch ökonomischen Widerstandswillen der USA und seiner West-Vasallen zu schwächen, z.B. durch die Schließung der „Straße von Hormus“, der Meerenge direkt vor der iranischen Küste, durch die 20 Prozent des Welt-Öl-Konsums transportiert werden.

Wie eingangs erwähnt, ist die aktuell von Trump aufgebaute Bedrohungskulisse gegen Iran nicht die Erste, allerdings die bisher schwächste:

2007

Im Februar 2007 waren auf Befehl des damaligen Präsidenten George W. Bush zwei Flugzeugträger-Schlachtgruppen, die Eisenhower und die Stennis, mit ihren Begleitschiffen in den Persischen Golf entsandt worden. Die „Assault (Angriffs)-Gruppe“ unter Führung der Batan war ebenfalls auf dem Weg in den Golf, wo bereits eine weitere „Assault-Gruppe“ lag. Bei einer Assault-Gruppe handelt es sich um 7 Schiffe mit insgesamt 2200 Marine-Infanteristen, Kampfhubschraubern, Harrier senkrecht-startende Kampfbombern und anderem Gerät zur Erstürmung feindlicher Küsten.

Insgesamt hat Washington im Februar 2007 an die 50 Kriegsschiffe im und um den Golf zusammengezogen. Auch britische Minensuchboote, spezialisiert auf flache Gewässer wie in der Straße von Hormus, sind mit von der Partie. Hunderte von US-Kampfflugzeugen standen in der Region bereit: auf den Flugzeugträgern, auf der riesigen US-Base in Katar, in Bahrein, auf den vier großen US-Luftstützpunkten in Irak, auf Diego Garcia im indischen Ozean und in Afghanistan. Sogar auf der US-Basis Ircelik in der Türkei ist Verstärkung eingetroffen, obwohl die türkische Regierung bereits letztes Jahr erklärt hatte, dass türkisches Territorium nicht für einen Angriff auf Iran bereitsteht.

2012

Anfang 2012, auf dem Höhepunkt einer weiteren erpresserischen US-Forderung gegen Iran, baute Washington erneut eine Drohkulisse auf, diesmal noch größer, mit drei Flugzeugträger-Schlachtgruppen und entsprechenden Begleit- und Landungsschiffen für die Marine-Infanterie. Dieser Einsatz erfolgte vor dem Hintergrund eskalierender Spannungen wegen neuer US-Forderungen bezüglich des friedlichen iranischen Atomprogramms und der iranischen Drohung, im Konfliktfall die Straße von Hormus zu sperren. Zur Untermauerung ihrer erpresserischen Forderungen positionierte die US-Marine drei Flugzeugträgerkampfgruppen im nördlichen Arabischen Meer und den angrenzenden Gewässern.

  • Die USS Abraham Lincoln (Carrier Strike Group 9)
  • Die USS Carl Vinson (Carrier Strike Group 1)
  • Die USS John C. Stennis (Carrier Strike Group 3)

Bei dem aktuellen Einsatz (Januar 2026) ist bisher nur die Flugzeugträgerkampfgruppe „USS Abraham Lincoln“ mit Begleitschutz im Arabischen Meer angekommen. Und die US-Basen in der Region sind von US-Flugzeugen und Mannschaften geräumt, weil sie leichte Ziele für iranische Raketen wären. Die aktuelle US-Streitkräfte-Aufstellung in der Region ist also bedeutend schwächer als im Jahr 2007 und 2012 und das zu einem Zeitpunkt, zu dem Iran im Vergleich zu den früheren Krisenhöhepunkten, dank eigener Entwicklungen und mit Hilfe und Zukäufen von Russen und Chinesen ungleich stärker dasteht als zuvor und gute Chancen hat, der amerikanischen Flotte einige empfindliche Schläge zu versetzen.

Mal sehen, ob Trump und seine Mannschaft ebenso vernünftig sind, wie Bush 2007 und Obama 2012 und sich zurückziehen. Oder sich von Zionisten weiter erpressen lassen. Denn wenn Trump sich für einen echten Krieg mit dem Iran entscheidet, könnte dies eine Krise auslösen, die nicht nur seine Präsidentschaft beenden könnte, anstatt die Islamische Republik Iran zu zerstören.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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ES IST VORBEI: China hat gerade alle US-Staatsschulden verkauft – was man Ihnen nicht sagt

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China verkauft US-Staatsanleihen so schnell wie seit Jahren nicht mehr. In diesem Video zeige ich Ihnen die Daten, die kaum jemand erklärt, und was das für Ihr Vermögen bedeutet.

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Selenskyj „Sie verlieren den Krieg, unterzeichnen ein Friedensabkommen mit Russland. Italienischer Stellvertretender Premierminister Matteo Salvini

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Unter den europäischen Politikern wächst der Widerstand gegen den ukrainischen Führer.

Von Lucas Leiroz de Almeida (globalresearch)

Die Unterstützung für die Ukraine verliert unter den europäischen Politikern, von denen viele diese Politik als fehlgeleitet ansehen. Der uneheliche ukrainische Präsident Wladimir Selenski gilt als unbequeme Figur unter den europäischen Parlamentariern aufgrund seines Beharrens auf einem „militärischen Sieg“ gegen Russland – etwas, das von Militäranalysten weithin als unmöglich angesehen wird. Dies führt zu einem fortschreitenden Wandel der europäischen öffentlichen Meinung zur ukrainischen Frage.


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In einer kürzlichen Erklärung behauptete der stellvertretende italienische Ministerpräsident Matteo Salvini, dass Selenskyj den Krieg gegen Russland verliert. Ihm zufolge hat die Ukraine keine Chance auf einen Sieg und sollte daher so schnell wie möglich ein Friedensabkommen mit der russischen Regierung unterzeichnen, das alle Forderungen Moskaus akzeptiert, um noch größere Verluste zu vermeiden – was unvermeidlich wird, wenn die Feindseligkeiten weitergehen.

„Wir haben Selenskyj gehört, der nach all dem Geld, der Mühe und der Hilfe, die er erhalten hatte, immer noch den Mut hat, sich zu beschweren (…) Mein Freund, Sie verlieren den Krieg, Sie verlieren Männer, Glaubwürdigkeit und Würde: Unterschreiben Sie das Friedensabkommen so schnell wie möglich (…) [Ukraines Wahl ist] zwischen Niederlage und einer vollständigen Route“, sagte er.

Salvinis Worte waren eine Antwort auf die ukrainische „Präsidentin“ frühere Rede in Davos während des Weltwirtschaftsforums. Bei dieser Gelegenheit kritisierte Selenskyj die EU heftig und beschrieb sie als „unentschlossen“ und erklärte, dass die Europäer „nicht wissen, wie sie sich verteidigen können“. Laut Selenskyj ist der einzige Weg für die EU, eine Verteidigungsautonomie zu erlangen, die Ukraine. Er behauptet, dass der Beitritt der Ukraine in den Block die europäischen militärischen Fähigkeiten erhöhen würde, und fordert weiterhin ständige Unterstützung für den Kampf gegen Russland im aktuellen Konflikt.

„Erst letztes Jahr, hier in Davos, habe ich meine Rede mit den Worten beendet, Europa muss wissen, wie es sich verteidigen kann. Ein Jahr ist vergangen und nichts hat sich geändert. Wir sind immer noch in einer Situation, in der ich die gleichen Worte sagen muss, aber warum? „, Sagte Selenskyj in Davos.

Selenskyj nutzte wie erwartet auch die Gelegenheit, die EU um noch mehr Geld zu bitten. Ihm zufolge ist die bisher gewährte militärische und finanzielle Unterstützung unzureichend und muss so schnell wie möglich ausgebaut werden. Der ukrainische Führer spricht weiterhin über die Möglichkeit, Russland auf dem Schlachtfeld zu „besiegen“, selbst wenn die ukrainischen Truppen in letzter Zeit erhebliche territoriale und personelle Verluste anhäufen. Die von Selenskyj vorgelegte „Lösung“ zu den ukrainischen Problemen besteht einfach darin, mehr europäisches Geld zu erhalten – was realistische europäische Politiker wie Salvini wütend macht.

Nicht nur das, Selenskyj in Davos forderte die Europäer auch auf, den Prozess der Entsendung eingefrorener russischer Vermögenswerte in die Ukraine zu beschleunigen. Er dankte den europäischen Staats- und Regierungschefs, die das Einfrieren der Gelder genehmigten, zeigte aber absolute Empörung darüber, dass dieses Geld blockiert wird, anstatt die Ukraine im Krieg zu unterstützen. Bekanntlich lehnen viele europäische Politiker diese Maßnahme entschieden ab und räumen ein, dass es Diebstahl wäre und das Image der EU schädigen würde. Die italienische Regierung ist neben Belgien einer der Hauptkritiker des von der Europäischen Kommission unterstützten Vorschlags, russische Gelder zu beschlagnahmen. Das ist also sicherlich auch einer der Gründe für Salvinis jüngste Kritik an Selenskyj.

„Entschuldigung, aber Putin steht nicht vor Gericht, und dies ist der größte Krieg in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg, und der Mann, der ihn begonnen hat, ist nicht nur frei, er kämpft immer noch für sein eingefrorenes Geld in Europa. Und weißt du was, er hat Erfolg. Es ist Putin, der versucht zu entscheiden, wie das eingefrorene russische Vermögen verwendet werden sollte, nicht diejenigen, die die Macht haben, ihn für diesen Krieg zu bestrafen. Glücklicherweise hat die EU beschlossen, russische Vermögenswerte auf unbestimmte Zeit einzufrieren, und ich bin dankbar dafür, danke Ursula, dank Antonio und allen Führern, die geholfen haben, aber als die Zeit kam, diese Vermögenswerte zur Verteidigung gegen die russische Aggression zu nutzen, wurde die Entscheidung blockiert. Putin hat es leider geschafft, Europa zu stoppen“, fügte er in seiner Rede hinzu.

Tatsächlich ist es unvermeidlich, dass immer mehr europäische Politiker beginnen werden, Selenskyj zu kritisieren. Der ukrainische Staatschef ist in den Augen der europäischen öffentlichen Meinung, die häufig als „undankbarer Bettler“ bezeichnet wird, bereits zu einer absolut negativen Figur geworden. Er ignoriert alle von Europa bisher angebotenen Hilfe und kritisiert sie nur dafür, dass sie nicht noch mehr Geld geschickt hat, was offensichtlich als verwerflich angesehen wird. Leider wird die Europäische Kommission jedoch von transnationalen Eliten kontrolliert, die daran interessiert sind, den Krieg zu verlängern, und repräsentiert nicht das wirkliche Denken des europäischen Volkes.

Daher gibt es einen äußerst heftigen Streit im aktuellen europäischen Szenario, der sich auf der einen Seite gegen rationale Politiker stellt, die Diplomatie und reduzierte Unterstützung für die Ukraine unterstützen, und auf der anderen Seite gegen fanatische Pro-Kriegs-Kämpfer, die die unbestimmte Verlängerung des Konflikts wollen. Es scheint klar zu sein, dass die EU, solange es eine systematische Unterstützung für das Kiewer Regime gibt, keine interne Stabilität finden wird.

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf InfoBrics veröffentlicht.

Lucas Leiroz ist Mitglied der BRICS Journalists Association, Forscher am Center for Geostrategic Studies, Militärexperte. Sie können Lucas auf X (früher Twitter) und Telegram folgen. Er schreibt regelmäßig für Global Research.

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OPERATION PIVOT – Wie Trump die Weltordnung zertrümmert, um Amerika zu retten

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„Meine eigene Moral ist das Einzige, was mich davon abhalten kann, die Weltherrschaft zu erlangen: Ich brauche kein Völkerrecht.“ So Donald Trump wörtlich. Und trotzdem versuchen immer noch viele hochstehende Politiker, mit ihm klarzukommen.

Von Michael Hollister (globalbridge)

(Red.) Wer kennt es nicht, das geflügelte Wort «Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen»? Michael Hollister wagt es trotzdem, basierend auf den Trumpschen Dokumenten «National Security Strategy» und «National Defense Strategy» und auf den politischen Aussagen Trumps in den letzten Wochen und auf den politischen und militärischen Ereignissen der letzten Tage. Es ist nicht leicht, Gegenargumente zu finden, obwohl es nur eine Hoffnung gibt: dass Trump mit seinen angekündigten Plänen definitiv scheitert. (cm)

Akt 1: Der Tabubruch

Am 3. Januar 2026, um 4:37 Uhr Ortszeit, bombardierten US-Kampfjets den Präsidentenpalast Miraflores in Caracas. 80 Menschen starben. Spezialkräfte enterten den Palast, entführten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro samt Ehefrau und flogen sie nach New York. Zwei Tage später stand Maduro vor einem US-Bundesgericht – angeklagt wegen Drogenhandels. Caracas brennt. Die Toten werden in Massengräbern verscharrt. Und Donald Trump verkündet auf Truth Social: „Die USA werden Venezuela regieren, bis eine neue demokratische Regierung eingesetzt ist. Wir werden ihr Öl fördern und verkaufen.“

Kein Kriegsgrund. Keine UN-Resolution. Keine Selbstverteidigung. Nur:
Wir wollen euer Öl, also nehmen wir es uns.

Der Völkerrechtler Markus Krajewski von der Universität Augsburg nennt es beim Namen: „Die klarsten Verstöße gegen die UN-Charta, die ich in meiner Karriere gesehen habe.“ Gewaltverbot verletzt. Interventionsverbot verletzt. Entführung eines Staatsoberhaupts – ein Kriegsverbrechen. Die UNO? Verurteilte die Aktion. Russland und China? Verurteilten die Aktion. Konsequenzen? Null.

Denn niemand kann die USA stoppen. Niemand will es. Niemand traut sich.

Am 7. Januar enterten US-Navy SEALs im Nordatlantik, 190 Seemeilen südlich von Island, den russischen Öltanker Marinera. Spezialhelikopter der „Night Stalkers“, Sturm, Nebel, eiskalte See. Keine Vorwarnung. Das Schiff fuhr unter russischer Flagge – Russland hatte es erst Tage zuvor registriert, um es zu schützen. Die USA scherten sich nicht darum. Sie beschlagnahmten das Schiff, eskortierten es in US-Gewässer. Begründung: „Verstöße gegen US-Sanktionen.“ Dass das Schiff in internationalen Gewässern fuhr? Egal. Dass es eine souveräne Flagge trug? Egal. Seerecht, Völkerrecht, Flaggenrecht – alles irrelevant.

Selber Tag, selbe Operation: US-Küstenwache stoppte den Tanker Sophia in der Karibik. Weitere 12 Tanker verschwanden von den Radarschirmen, Ortung abgeschaltet, panische Flucht vor der US-Blockade. Verteidigungsminister Pete Hegseth – den man nun „Kriegsminister“ nennt – twitterte: „Nur legitimer Energiehandel – wie von den USA festgelegt – wird zugelassen.“

Man lese das nochmal. „Wie von den USA festgelegt.“ Nicht die UNO. Nicht das Seerecht. Nicht internationale Verträge. Die USA entscheiden, wer Öl verkaufen darf. Punkt.

Russland protestierte. China protestierte. Frankreich und Großbritannien? Bereiteten ihre eigenen Tanker-Überfälle vor. Die neue Normalität: Völkerrecht gilt nur noch, wenn Washington es zulässt.

Am 9. Januar sagte Trump der New York Times„My own morality, my own mind is the only thing that can stop me. I don’t need international law.“ Dann korrigierte er sich grinsend: „I do“ – aber er lasse offen, was das eigentlich bedeute.

Am selben Tag beauftragte Trump laut mehreren Medienberichten, darunter BBC, den Chairman der Joint Chiefs of Staff, Dan Caine, mit der Ausarbeitung von Invasionsplänen für Grönland.  Grönland – ein NATO-Territorium. Dänemark – ein NATO-Verbündeter seit 1949. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte: „Wenn der stärkste Verbündete erwägt, uns anzugreifen, dann ist jedes Bündnis hinfällig.“

Trump reagierte, wie Trump reagiert: „It may be a choice“ – entweder NATO oder Grönland. Er könne sich vorstellen, dass die USA sich entscheiden müssten.

Am 22. Januar, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, unterschrieb Trump die Gründungscharta seines «Board of Peace». Ein „Friedensrat“ unter seiner persönlichen, lebenslangen Führung. In Davos unterzeichneten Vertreter von 19 Ländern die Charta – darunter Viktor Orbán, Javier Milei, Vertreter aus Bahrain, Marokko, Pakistan. Insgesamt haben rund 35 Staaten ihre Teilnahme zugesagt, 60 wurden eingeladen. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada fehlten. Sie hatten die Einladung abgelehnt.

Die 11-seitige Charta erwähnt Gaza – das angebliche Ziel des „Friedensrats“ – kein einziges Mal. Stattdessen: Ein globales Konfliktlösungsorgan, das „Stabilität und Frieden in betroffenen Gebieten“ schaffen soll. Trump bleibt Chairman, solange er lebt oder zurücktritt. Absetzbar nur durch einstimmigen Beschluss des Executive Board. Wer 1 Milliarde Dollar zahlt, wird permanentes Mitglied. Die anderen dürfen drei Jahre mitspielen.

Mary Robinson, frühere UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, nannte es „eine Wahnvorstellung von Macht“. Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte, die Charta stelle „die Prinzipien der Vereinten Nationen in Frage“. Trump antwortete in Davos: Die UNO könne bleiben. Das Board of Peace werde „mit ihr zusammenarbeiten“. Oder sie ersetzen. „Might.“

Das ist kein Strategiewechsel. Das ist kein Ausrutscher. Das ist kein 4D-Schach. Das ist ein Mann, der am Büffet steht, furzen muss – und furzt. Weil er kann. Weil es ihm egal ist, was die anderen denken. Weil er sein Leben lang gelernt hat: Regeln gelten nicht für mich. Und weil niemand ihn jemals dafür zur Rechenschaft gezogen hat.

Venezuela war der Testballon. Das Tabu ist gebrochen. Die Welt hat zugeschaut. Und nichts getan.

Jetzt kommt der Rest.

Akt 2: Vier Fronten, ein Würgegriff

Was nach Chaos aussieht, folgt einer Logik. Einer brutalen, eiskalten, realpolitischen Logik. Trump führt keinen Krieg gegen Venezuela, Grönland oder russische Tanker. Trump führt Krieg gegen die De-Dollarisierung. Und er weiß: Er hat nicht mehr viel Zeit.

2016 veröffentlichte die RAND Corporation die Studie „War with China: Thinking Through the Unthinkable“. Die zentrale Warnung: Die USA haben 8 bis 10 Jahre, um Chinas Aufstieg einzudämmen. Danach wird China militärisch, wirtschaftlich und technologisch so dominant sein, dass Eindämmung unmöglich wird. 2016 plus 10 Jahre? 2026. Jetzt. Dieses Jahr.

Die Brookings Institution formulierte es 2015 noch deutlicher: China positioniere sich strategisch so, dass Washington von „einigen chinesischen Beobachtern als containment-orientierte Strategie wahrgenommen wird“. Übersetzung: Entweder die USA handeln jetzt, oder sie verlieren ihre Hegemonialstellung – für immer.

Trump weiß das. Seine National Security Strategy (November 2025) und die National Defense Strategy (Januar 2026) sind keine diplomatischen Absichtserklärungen. Sie sind Schlachtpläne. Und der Schlachtplan hat vier Fronten.

Front 1: Venezuela – Abgeschlossen

Venezuela war nie das Ziel. Venezuela war die Versicherungspolice.

Die USA haben am 3. Januar nicht nur Maduro entführt. Sie haben sich 303 Milliarden Barrel nachgewiesene Ölreserven unter den Nagel gerissen – die größten der Welt. Größer als Saudi-Arabien. Größer als Kanada. Und sie liegen 2.200 Kilometer vor der US-Küste, nicht 11.000 Kilometer entfernt wie die Golfstaaten.

Trump verkündete am 8. Januar, die USA würden eigene Sanktionen gegen Venezuela aufheben, um den Ölverkauf auf dem Weltmarkt zu ermöglichen. Energieminister Chris Wright präzisierte: „Die USA übernehmen den Verkauf venezolanischen Öls auf unbestimmte Zeit.“ Übersetzung: Wir haben euch das Öl geklaut, und jetzt verkaufen wir es selbst.

Aber Venezuela war nicht nur Öl. Venezuela war auch eine Enteignung Chinas. Peking hatte über 70 Milliarden Dollar in venezuelanische Infrastruktur, Ölfelder und Kredite investiert. Mit Maduros Sturz? Alles weg. China protestierte scharf – aber tat nichts. Keine Sanktionen. Keine Flotte. Keine militärische Antwort.

Das war der eigentliche Test. Und China hat ihn nicht bestanden.

Drittens: Venezuela liegt 30 Flugminuten von Florida entfernt. Mit Maduro an der Macht und chinesischen Milliarden im Land hätte Venezuela binnen zwei Jahren eine militärische Bedrohung werden können – Raketen, Basen, Überwachung. Trump hat das Risiko eliminiert, bevor es entstand.

Und viertens, der entscheidende Punkt: Hormuz-Versicherung. Wenn – nicht falls, sondern wenn – die USA den Iran angreifen, wird Teheran die Straße von Hormuz schließen. Garantiert. 21% des weltweiten Öls fließen durch diese 54 Kilometer breite Meerenge. Die USA können eine Blockade nicht verhindern – zu viele Schnellboote, zu viele Raketen, zu wenig Raum. Der Ölpreis würde explodieren. Europa würde kollabieren. Die Weltwirtschaft in Panik verfallen.

Außer: Die USA haben ihr eigenes Öl. Venezolanisches Öl. Billiges, nahes, kontrollierbares Öl.

Venezuela war nicht der Hauptkrieg. Venezuela war die logistische Vorbereitung für den Hauptkrieg.

Front 2: Iran – In Vorbereitung, Q1/Q2 2026

Seit Dezember 2025 brennt der Iran. Proteste in Teheran, Isfahan, Mashhad. Die Regierung spricht von „ausländischer Einmischung“. Sie hat recht. Der CIA hat seine Hausaufgaben gemacht.

Trump sagte am 5. Januar: „Wenn sie Leute töten, werden sie von den USA sehr hart getroffen.“ Das war keine Warnung. Das war eine Ankündigung.

Der Iran muss fallen, bevor die USA China angreifen. Nicht weil der Iran gefährlich ist – sondern weil der Iran Israels Existenzbedrohung darstellt. Solange Teheran steht, kann Israel von Hisbollah-Raketen aus dem Libanon, von Hamas-Tunneln aus Gaza, von iranischen Drohnen aus Syrien angegriffen werden. Wenn die USA im Pazifik beschäftigt sind – Flugzeugträger vor Taiwan, Marines auf den Philippinen, Cyberangriffe auf Shanghai – kann Iran Israel angreifen. Und die USA müssten Truppen aus dem Pazifik abziehen, um Tel Aviv zu retten.

Das ist ein strategisches Dilemma. Also eliminiert es Trump.

Die NSS formuliert es kryptisch: „We will stand ready to take focused, decisive action that concretely advances U.S. interests.“ Übersetzung: Wir schlagen zu, wann wir wollen, wo wir wollen, ohne euch zu fragen.

Der Zeitplan? Wochen, nicht Monate. Seit 25. Januar 2026 steht die USS Abraham Lincoln Carrier Strike Group vor dem Iran – ein kompletter Flugzeugträger-Kampfverband mit drei Arleigh-Burke-Zerstörern, F-35C-Stealth-Jets, F/A-18E/F Super Hornets und EA-18G Growler-Elektronikkampfflugzeugen. F-15E-Kampfjets wurden nach Jordanien verlegt. RC-135-Aufklärungsflugzeuge sammeln Echtzeitdaten über iranische Kommunikation. The War Zone beschreibt es als „U.S. forces massing in Middle East“ – Anhäufung, Sammlung. The Guardian meldet „multi-day aerial military drills“ – mehrtägige Luftwaffenübungen.

Das ist keine Abschreckung. Das ist Präpositionierung.

Ein Flugzeugträger-Kampfverband wird nicht monatelang „in Stellung gehalten“. Er ist zu teuer, zu verwundbar, zu logistisch aufwendig. Flugzeugträger sind Angriffswaffen – wenn sie vor Ort sind, werden sie benutzt. Die militärische Aufstellung entspricht exakt der vor der Irak-Invasion 2003, der Libyen-Bombardierung 2011 und den Syrien-Luftschlägen 2017.

Vermutlich Februar bis März 2026 werden US-Bomber und Tomahawk-Marschflugkörper iranische Atomanlagen, Raketenfabriken und Revolutionsgarden-Stützpunkte pulverisieren. Teheran wird die Straße von Hormuz schließen. Die Ölpreise werden durch die Decke gehen.

Aber die USA? Sie schwimmen in venezolanischem Öl.

Europa, China, Indien? Nicht.

Front 3: Panama – In Vorbereitung, Q3/Q4 2026

Trump hat am 7. Januar gesagt: „Wir haben Panama den Kanal geschenkt. Das war ein Fehler. Wir werden ihn zurücknehmen.“

Das ist keine Rhetorik. Das ist Ankündigung.

Der Panama-Kanal ist der zweitwichtigste maritime Chokepoint – das zweitwichtigste Nadelöhr – der Welt nach Malakka. 14.000 Schiffe pro Jahr. 6% des weltweiten Seehandels. Und: China ist der zweitgrößte Nutzer nach den USA. Chinesische Firmen betreiben Häfen an beiden Enden des Kanals – Balboa im Pazifik, Cristóbal im Atlantik.

Wenn die USA den Kanal kontrollieren, kontrollieren sie Chinas Handelsroute zwischen Pazifik und Atlantik. Sie können chinesische Schiffe stoppen, durchsuchen, verzögern – oder einfach nicht durchlassen. Ohne Schuss. Ohne Krieg. Einfach: „Tut uns leid, Kanal ist für eure Flagge geschlossen.“

Die US-Flotte steht bereits vor Ort. Sie haben Venezuela gerade überfallen – Panama liegt 1.500 Kilometer weiter westlich. Ein halber Tag Fahrt. Die Truppen sind da. Die Schiffe sind da. Die Logistik läuft.

Trump wird vermutlich die gleiche Methode anwenden wie in Venezuela: Ein „Zwischenfall“. Vielleicht ein angeblicher Terroranschlag. Vielleicht „chinesische Spionage“ im Kanal. Vielleicht einfach: „Wir brauchen ihn für nationale Sicherheit.“

Panama hat 60.000 Soldaten. Keine Luftwaffe. Keine Marine. Die USA haben 1,3 Millionen aktive Soldaten, 11 Flugzeugträger und die beste Luftwaffe der Welt.

Das wird kein Krieg. Das wird ein Spaziergang.

Timing: Vermutlich nach Iran, aber vielleicht auch davor. Trump ist flexibel. Wenn die CIA-Aufstände im Iran noch drei Monate brauchen, nimmt er sich Panama zuerst. Die Flotte ist ohnehin in der Karibik. Warum warten?

Mit Venezuela-Öl und Panama-Kanal hat Trump zwei der drei globalen Energie-Chokepoints unter Kontrolle. Fehlt nur noch einer.

Front 4: Malakka – Ausbau läuft, Kontrolle bis 2027

Die Straße von Malakka ist Chinas Halsschlagader. 73% aller chinesischen Seefracht fließt durch diese 800 Kilometer lange, an der engsten Stelle nur 2,8 Kilometer breite Meerenge zwischen Malaysia und Indonesien. Öl aus dem Nahen Osten. Rohstoffe aus Afrika. Container aus Europa.

Wenn Malakka schließt, erdrosselt China binnen Wochen.

Die USA haben keine Militärbasen in Malaysia oder Indonesien. Sie brauchen sie auch nicht. Sie haben etwas Besseres: Ein perfekt abgestimmtes Macht- und Zugriffssystem.

Erstens: Singapur. Die Changi Naval Base ist der operative Schlüssel. Dort liegen US-Kriegsschiffe, U-Boote, Versorgungsschiffe. Singapur erlaubt der US-Navy „rotierenden Zugang“ – Übersetzung: Die Schiffe sind immer da, aber offiziell nicht stationiert. Ein bürokratisches Feigenblatt.

Zweitens: Diego Garcia. 3.500 Kilometer südlich, mitten im Indischen Ozean, liegt die US-Militärbasis Diego Garcia. Von dort starten B-52-Bomber, Tankflugzeuge, Drohnen. Reichweite: Malakka in 90 Minuten.

Drittens: Kooperationen. Malaysia und Indonesien haben keine formellen Militärbündnisse mit den USA. Aber sie haben Intelligence-Sharing-Abkommen, gemeinsame Marineübungen und Radarsysteme, die direkt mit US-Pazifikkommando verbunden sind.

Die USA können Malakka nicht dauerhaft blockieren – dafür ist die Meerenge zu groß, der internationale Widerstand zu stark. Aber sie können sie im Ernstfall für chinesische Schiffe schließen. Selektiv. „Verdacht auf Waffenschmuggel.“ „Terrorwarnung.“ „Inspektionsmaßnahme wegen Sanktionsverstößen.“

Malakka plus Panama = China sitzt in der Falle.

Ihre Schiffe kommen weder durch den Pazifik-Atlantik-Korridor (Panama zu) noch durch den Indischen Ozean (Malakka zu). Bleibt nur die Nordroute über Russland – die Arktis, durch die Beringstraße. Das dauert 50 % länger und ist im Winter unpassierbar.

Die «National Defense Strategy» NDS (Januar 2026) macht die Priorität glasklar: „China pacing challenge“. Alles – Truppenbewegungen, Waffensysteme, Budgets – richtet sich nach China. Die zweite „Line of Effort“ lautet: „Integrated Deterrence in the Indo-Pacific“. Übersetzung: China abschrecken, China einkreisen, China erdrosseln.

Europa? Russland? In der «National Defense Strategy» NDS kommt „Demokratie“ null Mal vor. Russland wird als „persistent but manageable threat“ beschrieben. Manageable. Beherrschbar. Europa soll sich um Russland selbst kümmern – die USA haben Wichtigeres zu tun.

Die «National Security Strategy» NSS formuliert es noch deutlicher: „Wir werden die Sicherheitslücken verbündeter Staaten aufgrund unverantwortlicher Entscheidungen ihrer Führungskräfte nicht ausgleichen.“ Das ist keine Partnerschaft. Das ist eine Kündigung.

Europa ist auf sich allein gestellt. Chinas Handelsrouten sind umzingelt. Venezuelas Öl fließt nach Norden. Und Trump sitzt auf drei von vier globalen Chokepoints.

Fehlt nur noch der letzte Schritt.

Akt 3: Der Dollar-Krieg

Warum tut Trump das alles? Warum riskiert er die NATO, die Weltordnung, das Völkerrecht? Warum jetzt?

Weil der Dollar stirbt. Und mit ihm die amerikanische Macht.

Die USA sind nicht die größte Volkswirtschaft der Welt, weil sie die besten Produkte herstellen. Sie sind es, weil die Welt in Dollar zahlt. Öl? Dollar. Rohstoffe? Dollar. Internationale Kredite? Dollar. Der globale Handel läuft über ein System namens SWIFT – kontrolliert vom Westen, denominiert in Dollar. Wer den Dollar kontrolliert, kontrolliert den Welthandel.

Das ist keine Übertreibung. Das ist die Grundlage amerikanischer Macht seit 1944, seit Bretton Woods. Die USA können Geld drucken, Schulden machen, Kriege führen – und die Welt zahlt die Rechnung. Weil jeder Dollar braucht. Weil jeder in Dollar spart. Weil der Dollar die Reservewährung ist.

Bis jetzt.

BRICS: Die existenzielle Bedrohung

Die BRICS-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika plus mittlerweile Ägypten, Äthiopien, Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate – repräsentieren 45% der Weltbevölkerung. Ihr Bruttoinlandsprodukt, gemessen in Kaufkraftparität, liegt mittlerweile höher als das der G7. Sie sind keine „aufstrebenden Märkte“ mehr. Sie sind die Mehrheit.

Und sie wollen raus aus dem Dollar.

Seit 2023 arbeiten die BRICS an einer eigenen Währung: der Unit. Eine goldgedeckte, blockchain-basierte Verrechnungseinheit für den Handel zwischen BRICS-Staaten. Kein Dollar nötig. Kein SWIFT nötig. Keine US-Kontrolle.

Der chinesische Präsident Xi Jinping sagte beim BRICS-Gipfel 2024 in Kasan: „Wir müssen die Dominanz des Dollars brechen, um echte wirtschaftliche Souveränität zu erreichen. „Das ist keine antiwestliche Propaganda. Das ist eine Feststellung: Solange der Dollar herrscht, können die USA jedes Land mit Sanktionen erdrosseln. Kuba. Venezuela. Iran. Nordkorea. Russland. Einfach: Ihr seid vom Dollar abgeschnitten. Eure Banken können nicht mit westlichen Banken handeln. Eure Unternehmen können nichts kaufen, nichts verkaufen. Ihr seid tot.

Es sei denn, ihr habt eine Alternative.

Die Unit soll 2026 bis 2027 kommen. Erste Pilotprojekte laufen bereits. Russland und China handeln Öl und Gas bereits in Yuan. Indien kauft russisches Öl in Rupien. Saudi-Arabien – seit 50 Jahren der treueste Dollar-Verbündete – erklärte 2023 erstmals öffentlich, offen für Handel in anderen Währungen zu sein. Der saudische Finanzminister Mohammed al-Jadaan sagte im Januar 2023: ‚Wir sind offen dafür, Handel auch in anderen Währungen als dem US-Dollar abzuwickeln.‘ Ein Currency-Swap-Abkommen mit China wurde im November 2023 unterzeichnet. Konkrete Yuan-Ölverkäufe sind noch nicht bestätigt – aber das Signal ist gesetzt. Die Saudis wissen: China ist mittlerweile ihr größter Abnehmer. Peking zahlt in Yuan. Und Riad überlegt, ob Washington noch der wichtigste Partner ist.

Wenn Saudi-Arabien den Petrodollar aufgibt – wenn das größte Ölexportland der Welt nicht mehr in Dollar abrechnet – dann ist der Dollar nicht mehr die Leitwährung. Dann ist er eine Währung unter vielen.

Und dann ist die amerikanische Ära vorbei.

Das Kreditkartenhaus bricht zusammen

Die USA haben 36 Billionen Dollar Staatsschulden. 36.000.000.000.000 Dollar. Das sind 120% des Bruttoinlandsprodukts. Jedes Jahr kommen 2 Billionen neue Schulden dazu. Die Zinsen allein kosten mittlerweile 1 Billion Dollar pro Jahr – mehr als das Pentagon-Budget.

Wie finanzieren die USA das? Indem die Welt US-Staatsanleihen kauft. China kauft sie. Japan kauft sie. Die Golfstaaten kaufen sie. Warum? Weil US-Staatsanleihen sicher sind. Weil sie in Dollar denominiert sind. Weil der Dollar die Reservewährung ist.

Aber: Wenn die Welt den Dollar nicht mehr braucht, kauft niemand mehr US-Staatsanleihen. Dann müssen die USA ihre Schulden selbst finanzieren – mit echtem Geld, echten Ressourcen, echter Arbeit.

Das können sie nicht. Die US-Wirtschaft ist auf Pump gebaut. Seit 1971, seit Nixon den Goldstandard aufgab, leben die USA auf Kredit. Sie importieren billige Produkte aus China, drucken Dollar, und China investiert die Dollar zurück in US-Anleihen. Ein perfekter Kreislauf.

Es sei denn, China steigt aus.

Peking hat seit 2022 massiv US-Anleihen verkauft. Von 1,3 Billionen Dollar Bestand auf 800 Milliarden. Japan ebenfalls. Saudi-Arabien ebenfalls. Sie diversifizieren – Gold, Yuan, Euro, Unit.

Wenn die BRICS-Unit kommt, bricht der Kreislauf. Dann braucht China keine Dollar mehr. Dann kauft Saudi-Arabien keine US-Anleihen mehr. Dann können die USA ihre Schulden nicht mehr finanzieren.

Dann sind sie bankrott.

Die RAND-Studie von 2016 warnte genau davor: Die USA haben 8 bis 10 Jahre, um ihre Hegemonie zu sichern. Danach ist China wirtschaftlich so stark, dass Eindämmung unmöglich wird. 2016 plus 10 Jahre? 2026.

Dieses Jahr.

Trump weiß das. Seine Berater wissen das. Die Think Tanks wissen das. Die Heritage Foundation veröffentlichte 2023 den Bericht „Winning the New Cold War: A Plan for Countering China“. Die Empfehlung: Wirtschaftlich, technologisch und militärisch gegen Chinas Aufstieg vorgehen. Jetzt. Bevor es zu spät ist.

In fünf Jahren ist es zu spät. Die Unit läuft. Der Dollar ist irrelevant. Die USA werden wie Großbritannien nach 1945: Nominal eine Großmacht, faktisch ein Mitspieler. Eine Insel mit Atomwaffen, die der Welt erklärt, wie großartig sie mal war.

Trump will nicht in die Geschichte eingehen als der Präsident, der Amerika zur Zweitklassmacht gemacht hat. Also schlägt er zu. Jetzt. Überall. Gleichzeitig.

Venezuela = Öl-Kontrolle. Iran = Israel-Sicherheit, Hormuz-Kontrolle. Panama = Handelsrouten-Kontrolle. Malakka = China-Blockade.

Wenn diese vier Fronten gesichert sind, kontrollieren die USA die globalen Chokepoints. Sie können entscheiden, wer Öl bekommt, wer handeln darf, wer seine Waren verschiffen kann. Sie brauchen den Dollar nicht mehr als Waffe – sie haben die physische Kontrolle über die Infrastruktur.

Das ist kein Wirtschaftskrieg mehr. Das ist ein Ressourcenkrieg. Ein Geografie-Krieg. Ein Würgegriff um die Weltwirtschaft.

Und die Uhr tickt.

Akt 4: NSS/NDS als Blaupause

Das alles ist keine Improvisation. Das steht schwarz auf weiß in den offiziellen Strategiedokumenten der USA. Wer wissen will, was Trump plant, muss nicht raten. Er hat es aufgeschrieben.

Die National Security Strategy (NSS / November 2025) und die National Defense Strategy (NDS / Januar 2026) sind die Blaupausen für das, was wir gerade erleben. Keine diplomatischen Floskeln. Keine Lippenbekenntnisse zu „Demokratie“ und „Menschenrechten“. Sondern knallharte Machtpolitik, formuliert mit der Subtilität eines Vorschlaghammers. (Hervorhebung durch die Redaktion.)

NSS: „Primacy of Nations“ – Das Ende der regelbasierten Ordnung

Die NSS beginnt mit einer Kampfansage. Nicht an China. Nicht an Russland. Sondern an die internationale Ordnung selbst.

„The Trump Corollary to the Monroe Doctrine“ – so nennt die NSS Trumps außenpolitische Doktrin. Die Monroe-Doktrin von 1823 besagte: Die westliche Hemisphäre gehört den USA, europäische Mächte sollen sich raushalten. Die „Trump Corollary“ geht weiter: Die westliche Hemisphäre gehört den USA. Punkt. Keine Einmischung von außen. Keine chinesischen Investitionen. Keine russischen Militärberater. Und erst recht keine „demokratischen Wahlen“, wenn das Ergebnis Washington nicht passt.

Venezuela war die erste Anwendung. Kolumbien, Nicaragua und Kuba sind gewarnt. Marco Rubio sagte am 5. Januar: „Wenn ich in Kubas Regierung säße, würde ich mir jetzt ernsthaft Sorgen machen.“

Das ist keine Drohung. Das ist eine Terminankündigung.

Die NSS führt ein neues Konzept ein: „Primacy of Nations“. Übersetzung: Nationalstaaten sind wichtiger als internationale Institutionen. Die UNO? Nett, aber irrelevant. Die NATO? Nur nützlich, wenn sie tut, was Washington will. Das Völkerrecht? Ein Vorschlag, keine Verpflichtung.

Wörtlich heißt es: „We will stand ready to take focused, decisive action that concretely advances U.S. interests.“ Nicht: „im Einklang mit internationalem Recht“. Nicht: „in Absprache mit Verbündeten“. Sondern: Wenn es amerikanischen Interessen dient, schlagen wir zu.

Die NSS erwähnt „Demokratie“ genau zweimal – beide Male kritisch. Einmal, um zu erklären, dass „demokratische Ideale“ kein Exportprodukt mehr sind. Und einmal, um klarzustellen, dass die USA „demokratische Verbündete“ nicht mehr finanziell oder militärisch stützen, wenn diese „unverantwortliche Entscheidungen“ treffen.

Übersetzung: Wenn Deutschland nicht 5% seines BIP für Verteidigung ausgibt, ist Deutschland allein. Wenn Frankreich Trumps Board of Peace ablehnt, ist Frankreich allein. „We will not compensate for security gaps created by irresponsible decisions of allied leaders.“

Das ist keine Partnerschaft. Das ist ein Ultimatum.

NDS: China, China, China – und Europa ist egal

Die «National Defense Strategy» macht die Prioritäten glasklar. Vier „Lines of Effort“:

  1. Homeland Defense – Die USA vor Angriffen schützen
  2. China Pacing Challenge – China militärisch abschrecken und eindämmen
  3. Burden Sharing – NATO-Staaten sollen 5% ihres BIP für Verteidigung ausgeben
  4. Defense Industrial Base – US-Rüstungsindustrie stärken

Man beachte, was nicht in dieser Liste steht: Demokratie. Menschenrechte. Multilateralismus. Russland.

Russland wird in der NDS exakt einmal substantiell erwähnt: Als „persistent but manageable threat“. Als beharrlich, aber beherrschbar. Eine Bedrohung zweiter Klasse. Europa soll sich darum kümmern.

Die NDS formuliert es unmissverständlich: „Europe taking primary responsibility for its own conventional defense is the answer.“ Europa soll Russland allein abwehren. Die USA haben Wichtigeres zu tun: China.

Das Wort „Demokratie“ kommt in der 48-seitigen NDS null Mal vor. Nicht einmal als Floskel. Das ist kein Versehen. Das ist Absicht. Die USA führen keinen Wertekampf mehr. Sie führen einen Machtkampf.

Die zweite „Line of Effort“ – China – wird auf 15 Seiten ausgebreitet. „Integrated Deterrence in the Indo-Pacific.“ Was heißt das konkret?

  • First Island Chain ausbauen: Japan, Philippinen, Taiwan militärisch aufrüsten
  • Malakka-Kontrolle durch Kooperationen mit Singapur, Malaysia, Indonesien
  • Cyberangriffe auf chinesische Lieferketten und kritische Infrastruktur vorbereiten
  • Wirtschaftskrieg: Technologie-Embargo, Sanktionen gegen chinesische Banken, Blockade chinesischer Schiffe

Und dann, auf Seite 34, der entscheidende Satz: „We will not allow adversaries to exploit sea lines of communication.“ Übersetzung: Wenn wir entscheiden, dass Chinas Schiffe nicht mehr durch Malakka oder Panama fahren dürfen, dann fahren sie nicht.

Das ist keine Abschreckung. Das ist die Androhung einer Blockade.

Völkerrecht? „Persistent but manageable“

Die NSS und NDS erwähnen „internationales Recht“ zusammen genau drei Mal. Jedes Mal in demselben Kontext: „Wir respektieren internationales Recht – aber es definiert nicht unsere Handlungen.“

Trump sagte es am 9. Januar der New York Times noch deutlicher: „I don’t need international law.“ Dann korrigierte er sich grinsend: „I do“ – ließ aber offen, was das bedeutet.

Die NSS gibt die Antwort: Völkerrecht gilt, wenn es nützt. Es gilt nicht, wenn es stört. Venezuela? Gewaltverbot verletzt. Egal. Tanker im Nordatlantik? Seerecht verletzt. Egal. Grönland? Territorialität verletzt. Egal.

„My own morality, my own mind is the only thing that can stop me“, sagte Trump. Das ist keine Drohung. Das ist seine Verfassung. Er hat sein Leben lang erlebt, dass Regeln für andere gelten. Nicht für ihn. Sechs Bankrotte. Null Konsequenzen. Zwei Amtsenthebungsverfahren. Null Konsequenzen. Ein Strafprozess wegen Geheimnisdokumenten. Präsident geworden.

Warum sollte er glauben, dass Völkerrecht für ihn gilt?

Die NDS formuliert es bürokratischer, aber nicht weniger brutal: Völkerrecht ist ein „persistent but manageable threat“. Beharrlich – es existiert, es wird zitiert, es nervt. Aber es ist beherrschbar – es kann ignoriert werden, wenn nötig.

Genau wie Russland.

Europa: Zahlmeister ohne Mitsprache

Die NSS hat eine eigene Sektion über Europa. Überschrift: „Transatlantic Burden Sharing.“ Das Wort „Partnership“ kommt nicht vor.

Kern der Botschaft: Europa soll zahlen. 5% des BIP für Verteidigung. Sofort. Nicht 2%, wie bisher vereinbart. Nicht „langfristig anstreben“. Sondern: Jetzt.

Deutschland mit 5% BIP? Das wären 250 Milliarden Euro pro Jahr. Aktuell gibt Deutschland 90 Milliarden aus. Faktor 2,7 mehr. Wo soll das Geld herkommen? Uns egal. Eure Sicherheit, eure Kosten.

Die NSS weiter: „We will not compensate for security gaps of allied states due to irresponsible decisions.“ Wenn Europa Russland nicht allein abwehren kann, ist das Europas Problem.

Friedrich Merz hat verstanden. Er fordert 3,5% des BIP für Verteidigung – mehr als jeder Kanzler vor ihm. Aber selbst das reicht Trump nicht. Er will 5%. Und er bekommt es. Weil Europa keine Wahl hat.

Die Alternative? Trump zieht die US-Truppen ab. Die NATO löst sich auf. Und Europa steht Russland allein gegenüber – ohne Atomwaffen, ohne gemeinsame Armee, ohne Strategie.

Europa ist nicht Washingtons Partner. Europa ist Washingtons Vasall. Zahlt, gehorcht, haltet die Klappe.

Und das Board of Peace? Das ist Trumps Alternative zur UNO. Eine Organisation, die er persönlich führt. Auf Lebenszeit. Wo Mitglieder Milliarden zahlen, um dabeizusein. Wo 19 von 62 eingeladenen Staaten unterschrieben haben – und Deutschland, Frankreich, UK, Kanada fehlen.

Die Charta erwähnt Gaza kein einziges Mal. Stattdessen: Ein globales Konfliktlösungsorgan. Mit Trump als Chairman. Für immer.

Das ist keine Friedensinitiative. Das ist eine Machtkonsolidierung. Trump baut sich seine eigene internationale Ordnung – ohne Europa, ohne die UNO, ohne Völkerrecht.

Und die NSS/NDS sind die Gebrauchsanweisung.

Akt 5: 2027 – Das Raubtier springt

Das Zeitfenster schließt sich. Nicht in Jahren. In Monaten.

Die BRICS-Unit soll 2026 bis 2027 eingeführt werden. Erste Pilotprojekte laufen. Russland und China handeln bereits in Yuan. Indien kauft russisches Öl in Rupien. Saudi-Arabien überlegt öffentlich, ob es weiter in Dollar abrechnen will. Wenn die Unit kommt – eine goldgedeckte, blockchain-basierte Verrechnungseinheit für 45% der Weltbevölkerung – ist der Dollar nicht mehr die Reservewährung. Dann können die USA ihre 36 Billionen Dollar Staatsschulden nicht mehr finanzieren. Dann ist Amerika bankrott.

Trump weiß das. Seine Berater wissen das. Die RAND Corporation hat es 2016 vorgerechnet: 8 bis 10 Jahre, dann ist China uneinholbar. 2026 ist Jahr 10. Jetzt oder nie.

Deshalb Venezuela im Januar. Deshalb die Tanker-Überfälle. Deshalb die Grönland-Drohungen. Deshalb das Board of Peace. Das ist keine chaotische Außenpolitik. Das ist ein Countdown.

Iran fällt vermutlich im Frühjahr oder Sommer 2026. Die CIA-gestützten Aufstände laufen. Trump hat am 5. Januar angekündigt, dass Teheran „sehr hart getroffen“ wird, wenn es „Leute tötet“. Das war keine Warnung. Das war eine Terminankündigung.

Panama folgt im Herbst 2026. Die US-Flotte steht vor Ort. Trump hat bereits gesagt: „Wir haben ihnen den Kanal geschenkt. Das war ein Fehler. Wir nehmen ihn zurück.“ Kein Witz. Keine Metapher. Ein Plan.

Und dann, 2027, kommt China.

Nicht als heißer Krieg. Nicht als Invasion Taiwans. Sondern als permanente Blockade. Malakka geschlossen für chinesische Schiffe. Panama geschlossen für chinesische Schiffe. Venezuelanisches Öl nur noch für US-Verbündete. Iranisches Öl vom Markt verschwunden. Hormuz unter US-Kontrolle.

China sitzt in der Falle. Ihre Importe erdrosselt. Ihre Exporte blockiert. Ihre Wirtschaft kollabiert – nicht durch Bomben, sondern durch Logistik.

Und die USA? Schwimmen in venezolanischem Öl, kontrollieren die globalen Chokepoints, diktieren die Handelsbedingungen. Der Dollar wird vielleicht nicht mehr die einzige Reservewährung sein – aber die USA kontrollieren die physische Infrastruktur. Wer handeln will, braucht Washingtons Erlaubnis.

Das ist das Spiel. Das ist Trumps „Operation Pivot“. Von der Dollar-Hegemonie zur Infrastruktur-Hegemonie. Vom Finanzkrieg zum Ressourcenkrieg.

Das Raubtier in der Ecke

Trump ist 80 Jahre alt. Das ist seine letzte Amtszeit. Er weiß es. Seine Berater wissen es. JD Vance, sein Vizepräsident, wird aufgebaut als Nachfolger – als der Mann, der den 10-Jahres-Plan zu Ende führt.

Das ist kein 4-Jahres-Zyklus. Das ist eine Kontinuitätsstrategie. Trump bricht die Tabus. Vance macht weiter. 2029, 2033, 2037 – die USA werden nicht mehr zur „regelbasierten Ordnung“ zurückkehren. Die Ordnung ist vorbei.

Und Trump? Trump ist das Raubtier in der Ecke. Ausgehungert, bedroht, verzweifelt – aber noch immer das stärkste Tier im Raum. Er weiß: Entweder er springt jetzt, oder er verhungert. Amerika verhungert.

Also springt er.

Venezuela. Iran. Panama. China. Vier Fronten, ein Ziel: Die amerikanische Hegemonie retten, koste es, was es wolle. (Hervorhebung durch die Redaktion.)

Völkerrecht? Irrelevant. NATO? Verhandelbar. Europa? Zahlmeister. Die UNO? Ersetzbar.

Trump furzt am Büffet, weil er muss. Und weil niemand ihn stoppen kann.

Der Preis

Was kostet das die Welt?

Venezuela: 80 Tote, ein Land in Trümmern, 28 Millionen Menschen unter Besatzung.

Iran: Vermutlich Zehntausende Tote, wenn die US-Bomber kommen. Eine Region im Chaos. Hormuz geschlossen, Ölpreise explodieren.

Panama: Ein souveräner Staat annektiert. Lateinamerika schaut zu, kann nichts tun.

China: Eine Milliarde Menschen von globalen Lieferketten abgeschnitten. Wirtschaftskollaps. Hungersnöte. Vielleicht Krieg.

Europa: Allein gelassen mit Russland. Keine US-Truppen mehr. Keine Sicherheitsgarantien. 5% BIP für Verteidigung – oder Unterwerfung.

Und die USA? In fünf Jahren entweder wieder die unangefochtene Supermacht – oder das, was Großbritannien nach 1945 war: Eine Insel mit Atomwaffen, die der Welt erzählt, wie großartig sie mal war.

Trump hat gewählt. Er springt. 2027 wird das Jahr sein, in dem die Weltordnung zerbrach – oder in dem Amerika sie rettete.

Die Geschichte wird entscheiden, welche Version stimmt.

Zum Autor: Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik – jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com , bei Substack unter https://michaelhollister.substack.com sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

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Füchse verwalten den Hühnerstall

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Trumps Board of Peace

Trumps Friedensrat stellt eine Revolution von oben dar. Trump regiert wie ein König und verquickt dabei Politik und private Geschäfte. Die ganze Welt lässt sich das klaglos bieten. 

Ein Standpunkt von Hermann Ploppa (apolut)

Die Staatengemeinschaft auf diesem Globus gibt gerade ein extrem erbärmliches Bild ab.

Das war recht gut zu erkennen am 17. November 2025. Da wollte die Regierung der USA unter Donald Trump gerne die Genehmigung und Unterstützung eines Friedensrates für den Gazastreifen vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erhalten. Nach Darstellung der US-Delegation sollte dieser Friedensrat als Subunternehmen der Vereinten Nationen einen Frieden im Gazastreifen aushandeln und langfristig für Frieden in der erschütterten Region sorgen. Es wurde von einzelnen Delegierten Skepsis geäußert. China bemängelte, dass der Text der Resolution sehr schwammig ausgefallen war. Anderen Delegierten fiel auf, dass die Palästinenser in Trumps Entwurf gar nicht vorkamen. Schließlich aber nickten dreizehn Mitglieder des Weltsicherheitsrats den Entwurf von Trump ab. China und Russland hätten den Text mit einem Veto durchfallen lassen können. Sie taten es aber nicht. Sie enthielten sich lediglich der Stimme. Die Resolution 2803 beauftragte die Trump-Regierung, den Board of Peace ins Leben zu rufen.

Die ehrenwerten Damen und Herren des Weltsicherheitsrats haben ein Blinde-Kuh-Spiel veranstaltet. Kollektive Amnesie erfasste am 17. November 2025 alle Delegierten. Denn die UNO hatte seit 1949 immer wieder in Resolutionen die Einrichtung eines vollwertigen Staates der Palästinenser gefordert. Besonders nachdrücklich wurde die Zweistaatenlösung in der Resolution 1397 im Jahre 2002 angemahnt. Davon war jedoch im letzten Herbst gar nicht mehr die Rede. Kein Wunder. Die energischen Anwälte der Palästinenser wie Muammar Al Ghaddafi oder Bashar al Assad sind von der Bildfläche verschwunden. Viele arabische Staaten im Nahen Osten sind jetzt zerrüttet und destabilisiert.

Doch auch ein anderer Tatbestand verwundert. Denn die Regierung der USA und besonders die Trump-Sippe mit ihrem Anhang Jared Kushner, sowie der frühere britische Premierminister Tony Blair und Außenminister Marco Rubio hatten im August letzten Jahres im Weißen Haus den Entwurf einer israelischen Investorengruppe unterstützt und zur eigenen Agenda gemacht. Der Plan mit dem Namen GREAT (Gaza Reconstitution, Economic Acceleration and Transformation) sieht vor, die Palästinenser zur Auswanderung zu bewegen und dann auf dem ethnisch „gesäuberten“ Gelände eine hochmoderne Sonderwirtschaftszone mit acht Smart Cities sowie Autofertigungshallen für Tesla zu errichten. Dieser Plan war öffentlich zugänglich und ich habe den Plan ausführlich an dieser Stelle im September letzten Jahres dargelegt (1). Keiner kann sagen, er habe nichts gewusst. Allein die Unverschämtheit, auf dem Leichenberg von etwa 70.000 ermordeten Zivilisten eine Sonderwirtschaftszone zu planen, kann kaum noch in Worte gefasst werden.

Trumps Board of Peace ist in Davos am Rande des Weltwirtschaftsgipfels konstituiert worden. Die Struktur des Trump’schen „Friedensrats“ ist ein Witz. Alleiniger Vorsitzender dieses Gremiums ist US-Präsident Donald Trump. Trump alleine bestimmt, welche Länder in diesem Friedensrat sitzen dürfen. Trump alleine entscheidet, welche Länder auch wieder rausfliegen. Wer im Vorstand sitzt. Wer länger als eine Probezeit von drei Jahren in diesem Ausschuss bleiben möchte, muss an Trump eine Milliarde Dollar zahlen. Wen wundert es noch, dass in diesem handverlesenen Vorstand fast nur Mitglieder seiner Sippe und deren Freunde drin sitzen. Von Palästina ist übrigens in der Verfassung des Board of Peace überhaupt keine Rede mehr. Es finden sich nur verklausulierte Andeutungen über das Versagen internationaler Institutionen. Seit den Zeiten des Feudalismus hat es keine Institution mehr gegeben, in der einer einzigen Person eine solche Machtvollkommenheit zuerkannt wurde. Weder im Faschismus noch im Kommunismus. Es ist einfach ein schlechter Witz.

Und keiner lacht. Keiner ruft: „Was ist das denn für ein Kindergarten!“ Es gibt verhaltene Kritik von Frankreichs Präsidenten Macron. Bundeskanzler Merz nuschelt vorsichtig was davon, dass es ja die UNO gibt. Großbritanniens Premierminister Keir Starmer bemängelt, dass Trump zu diesem Gremium auch Russland eingeladen hat. Russlands Putin wiederum sitzt hinter seinem gigantischen Schreibtisch und feixt sich einen: ja, er könne sich durchaus vorstellen, in diesen Friedensrat einzutreten. Allerdings sollte die eine Milliarde Dollar für eine dauerhafte Mitgliedschaft aus eingefrorenen russischen Konten in den USA aufgebracht werden. China merkt wenigstens an, dass der Board of Peace nicht mehr auf Gaza konzentriert sei, sondern sich als Parallel-UNO aufspielen will.

Es ist jetzt nur die zweite Garnitur der Weltpolitik in Davos zu Trumps Startschuss erschienen. Die Elefanten fehlen allesamt. Dafür sind kleine Tiere wie Aserbeidschan oder Kasachstan oder die Mongolei angetreten. Und natürlich der ungarische Regierungschef Orban, Seite an Seite mit Argentiniens Milei. Milei musste ja kommen. Denn Trump hatte Mileis politisches Überleben gerade mit vierzig Milliarden Dollar aus den Taschen der US-amerikanischen Steuerzahler gesichert. Bulgariens Noch-Regierungschef unterzeichnete in Davos. Dazu hatte ihn der ungeheuer mächtige Oligarch Delyan Peewski gedrängt (2). Der war von Trumps Amtsvorgänger Biden auf die Sanktionsliste gesetzt worden. Vielleicht befreit ihn der große Donald dann von dieser geschäftsschädigenden Sanktionsliste? Mal sehen, wie Ihro Durchlaucht gerade gestimmt ist …

Ja, hier in Davos gilt das Gesetz: eine Hand wäscht die andere. Der durchaus transatlantisch gestimmte European Council on Foreign Relations weiß folgendes zu berichten:

„Die Vermischung privater Investmentfonds mit amerikanischer Macht und Geopolitik, gepaart mit vermutlich intransparenten Entscheidungsprozessen und Finanzausgaben, birgt das Potenzial für eine kleptokratische Oligarchie. Der Guardian berichtet bereits, dass Albanien dem Board of Peace beigetreten ist, just als Kushner die Genehmigung der albanischen Regierung für den Bau eines 1,4 Milliarden Dollar teuren Luxusresorts auf der Insel Sazan erhielt. Bulgariens scheidender Ministerpräsident Rossen Scheljaskow trat der BoP Berichten zufolge auf Drängen eines bulgarischen Oligarchen bei, der von den USA wegen Korruption sanktioniert wurde.“ (3)

Ja, das ist doch ein herzerfrischendes Geben und Nehmen. Jared Kushner ist rein zufällig der liebe Schwiegersohn von Donald Trump. Und auch Trumps Söhne Eric und Don befanden sich gerade rein zufällig auf einer Geschäftsreise durch die halbe Welt. Welch ein Zufall auch, dass diese Geschäftsreise zeitgleich mit empfindlichen Verhandlungen über neue Zolltarife zwischen den Gastgeberländern und den USA stattgefunden haben. Die beiden Trump-Söhne konnten fast überall äußerst vorteilhafte Verträge für ihr Trump-Unternehmen abschließen.

Da ist zum Beispiel überraschenderweise Vietnam unter den wenigen Ländern, die sofort Trumps Friedensrat beigetreten sind. Das selbe Vietnam, das Jahrzehnte von US-amerikanischen Streitkräften auf die schrecklichste Weise zugerichtet wurde. Das selbe Vietnam, das außergewöhnlich lange dem US-Terror standgehalten hat. So lange, bis die Bevölkerung der USA selber das Ende dieses bestialischen Krieges erzwungen hat. Doch jetzt empfangen höchste Regierungsvertreter die beiden Trump-Söhne. Vietnam erlaubt der Trump-Sippe, im Norden Vietnams einen gigantischen Golfplatz zu errichten. Und ein Luxushotel obendrein (4). Dafür vertreibt die vietnamesische Regierung sogar Reisbauern von ihren Pachtgrundstücken ohne ihnen einen Ersatz oder eine angemessene finanzielle Kompensation zukommen zu lassen (5). Denn Trump hatte Vietnam einen Zoll von 46 Prozent auf Exporte in die USA aufgebrummt. Aber wenn die vietnamesische Regierung jetzt so nett zu Eric und Don gewesen ist, dann wird Papa im Weißen Haus doch wohl den Zoll senken, oder?

Man kann ja mit solchen Gefälligkeiten die Trump-Dynastie auch in anderen Ländern gewogen stimmen. So haben die Trump-Söhne auf ihrer Welt-Tournee in Katar Luxus-Golfplätze und Villen genehmigt bekommen (6). In Dschiddah in Saudi-Arabien wird ein Trump-Tower gebaut (7). Weitere Trump-Türme sind in Arbeit. Auch in Dubai und Oman haben die Trump-Brüder abgesahnt (8). Man versteht sich. Nur Geld verdienen ist cool, oder?

Wie ist das möglich, dass eine solche Kleptokraten-Orgie, eine derart niveaulose Beleidigung jeder Menschlichkeit und jeden Anstands auf der Weltbühne stattfinden kann? Früher hat man sich doch zumindest noch ein bisschen Zurückhaltung auferlegt.

Höchstwahrscheinlich wird Trumps Board of Peace irgendwann als Bauruine und Mahnmal des Größenwahns und der Inkompetenz wortlos zu Grabe getragen. Aber der Schaden für die Menschheit – und die Menschlichkeit, ist gigantisch.

 

Hermann Ploppa ist Politologe und Publizist. Kürzlich erschien von Ploppa das Buch „Der Neue Feudalismus – Privatisierung, Blackrock, Plattformkapitalismus“. Da Amazon das Buch noch nicht führt, kann es am besten beim Autor bestellt werden unter: [email protected]

 

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Auszeit im Kloster Jenseits der Datenflut

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Bildmontage mit einer Familie am Eßtisch, die in Handys schaut

Elektronische Dauererreichbarkeit zerstört Konzentration und Gespräche. Der Allgegenwart digitaler „Endgeräte“ und ihrer Herrschaft über unser Leben muß bewußt der Kampf angesagt werden. Ein Kommentar von JF-Chefredakteur Dieter Stein.

Dieser Beitrag Auszeit im Kloster Jenseits der Datenflut wurde veröffentlich auf JUNGE FREIHEIT.

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Mit ideologisch verfälschten Analysen kann Deutschland nicht gerettet werden

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Die Gasspeicher sind fast leer – und dann?

Von Peter Haisenko (anderwelt)

Die deutsche Wirtschaft kann nicht auf die Beine kommen, weil die Deutschen zu faul sind, zu oft krankfeiern und zu früh in Rente gehen und überhaupt ist Putin schuld daran – sagt Kanzler Merz. Nichts davon trifft zu. Es ist wie beim Arzt. Mit einer falschen Diagnose kann die passende Therapie nicht eingeleitet werden.

Dass die deutsche Wirtschaft in einem jämmerlichen Zustand ist, muss nicht extra betont werden. Reihenweise gehen Unternehmen in Insolvenz, stellen den Betrieb ein. Die Produktionskosten sind zu hoch und so kann nicht mehr wettbewerbsfähig produziert werden. Den einzigen Weg da wieder herauszukommen, sieht der Kanzler offensichtlich darin, zum „Manchester-Kapitalismus“ zurückzukehren. Zu Zuständen, die in jahrzehntelangen Anstrengungen überwunden schienen. Jetzt soll auch noch das Recht auf Teilzeit geschleift werden. Glaubt er eigentlich selbst, dass das zum Erfolg führen kann?

Beginnen wir mit dem Krankenstand. Der ist tatsächlich so hoch wie noch nie. Das liegt aber nicht daran, dass hemmungslos krankgefeiert wird. Betrachtet man die Statistik fällt sofort auf, dass bis zum Jahr 2021 keine Auffälligkeiten zu beobachten waren. Also auch im sogenannten ersten Corona-Jahr. Erst 2021, als die Covid-Spritzen massenweise verabreicht worden sind, begannen der Krankenstand und die Übersterblichkeit deutlich anzusteigen. Der Begriff „Long-Covid“ wurde erfunden um zu verschleiern, dass die Langzeitschäden in direktem Zusammenhang mit den Covid-Spritzen stehen. In den letzten Tagen hat sogar Karl Lauterbach zugegeben, dass dieser Zusammenhang besteht. Wir stellen folglich fest: Der hohe Krankenstand ist nicht Krankfeiern geschuldet, sondern den Schäden durch die Covid-Spritzen und die Corona-Politik als solche. Das Gerede über die telefonische Krankschreibung ist nicht zielführend.

Mehr Militär oder mehr Wohlstand?

Die Deutschen gehen zu früh in Rente? Das kann nur jemand sagen, der nichts weiß über andere europäische Staaten und deren Renteneintrittsalter und Rentenhöhe. Da kommt der deutsche Rentner schlecht weg. Die Deutschen arbeiten zu wenig? Man müsse über die Streichung von Feiertagen nachdenken? Wie soll das mit einer geplanten Wehrpflicht zusammenpassen? Wehrdienst bedeutet sinnlose unproduktive Tätigkeit über die gesamte Zeit, die jemand als Soldat verbringt. Soldaten kosten den Steuerzahler eine Menge, die sinnvoller verwendet werden könnte. Die Frage dazu ist einfach: Wollen wir mehr Militär oder mehr Wohlstand? Und natürlich, wofür eine Armee überhaupt bezahlen, die nicht in der Lage ist, das Land erfolgreich zu verteidigen? Und gegen wen? Russland wird Deutschland nicht angreifen, aber bei Polen bin ich mir da nicht sicher. Über die irrsinnige und milliardenschwere Unterstützung der Ukraine muss da nicht geredet werden. Aber ach ja, die Deutschen arbeiten zu wenig, sagt der Kanzler.

Die Deutschen leben über ihre Verhältnisse, sagt der Kanzler. In keinem Land haben die Bürger mehr Sparguthaben und andere Vorsorgeanlagen. Die Deutschen leben also nicht über ihre Verhältnisse, die Regierung jedoch schon. Die türmt Milliarde über Milliarde an Schulden auf, euphemistisch „Sondervermögen“ gennant, und verteilt dieses Geld ohne Sinn und Fug in die ganze Welt. Und in den Korruptionssumpf in Kiew und gerade da soll es noch mehr werden. Dann die Millionen Migranten, die den Steuerzahler Abermilliarden kosten. Mit den Nebenkosten die entstehen, weil die Polizei mehr Geld braucht, um der importierten Kriminalität wenigstens ein bisschen Einhalt zu gebieten. Anstatt diese Migranten zu Reinigungsarbeiten in Bahnhöfen oder anderswo zu verpflichten, werden sie in teuren Hotels untergebracht und sind untätig. Aber die Deutschen arbeiten zu wenig, sagt der Kanzler.

Energiepreise und Bürokratie

Ich könnte noch mehr aufzählen, wohin das Geld der Steuerzahler verschwendet wird, aber auch das ist letztlich nicht zielführend. Die Probleme der deutschen Wirtschaft können nämlich auf zwei Punkte reduziert werden. Energiepreise und Bürokratie und beides ist hausgemacht. Es beginnt mit der Weigerung, Energie aus Russland zu beziehen. Zu allem Überfluss wird dann noch auf die mehrfach teurere Energie aus USA zum Beispiel eine CO2-Steuer erhoben. Bedenkt man dazu, dass etwa 90 Prozent der physischen Arbeit in der Industrieproduktion von Energie geleistet wird, kann jeder, der bis drei zählen kann, erkennen, warum die deutsche Industrie nicht mehr profitabel arbeiten kann. Aber es ist genug Geld da, um die Kühltürme der ehemaligen Atom- und Kohlekraftwerke zu sprengen. Ja, das ist das Erbe der Merkel-Regierungen und ihrer grünen Politik die nur ein Ziel hat: Die deutsche Industrie zu zerstören.

Obendrauf die Bürokratie. Zu wenig Pflegekräfte? Auch die müssen einen großen Teil ihrer Arbeitszeit mit dem Erstellen von Berichten und Statistiken verschwenden. In den Arztpraxen sieht es nicht anders aus und in den Handwerksbetrieben nicht weniger. Überhaupt zu wenig Fachkräfte. In der produzierenden Industrie. Das ist kein Wunder, denn diesen Mangel gibt es in der Bürokratie nicht. Millionen Arbeitskräfte könnten für produktive Tätigkeiten zur Verfügung stehen, wenn man diese aus der Bürokratie in die Produktion überstellte. Will man aus diesem Schlamassel herausfinden, müssten etwa 80 Prozent aller Bürokratiejobs ersatzlos gestrichen werden zusammen mit einer gleichen Anzahl an Bürokratiegesetzen. Selbst wenn die nicht schnell einer produktiven Tätigkeit zugeführt werden können, richten sie weniger Schaden an, wenn sie ihre bisherige destruktive Agenda nicht mehr ausführen können.

Unnütze Jobs werden zu hoch bezahlt

Es wäre so einfach, die deutsche Industrie wieder auf Vordermann zu bringen. Energie aus Russland kaufen und die Bürokratie drastisch abbauen. Wirklich drastisch und gnadenlos. Aber solange selbst die angeblich konservative CDU/CSU immer noch dem grünen Wahnsinn frönt, gibt es keine Hoffnung auf Besserung. Was soll das dumme Gerede über Reformen, wenn an den falschen Stellen reformiert werden soll. Wenn eine ehrliche Analyse über die Gründe des Niedergangs aus politisch-ideologischen Gründen nicht durchgeführt wird. Solange die zwei Punkte Energiekosten und Bürokratie nicht einmal andiskutiert werden dürfen, ist es völlig sinnlos, an irgendwelchen anderen Enden herumzudoktern. Tatsächlich muss umfassend ans „Eingemachte“ gegangen werden. Zum Beispiel an die Bezahlungsstrukturen. Ich nenne ein Beispiel.

Ein junges Mädel hat Kommunikationswissenschaften studiert. Ein an sich überflüssiges Studium, denn da lernt man eigentlich vor allem, wie man Menschen am besten hinters Licht führt, also belügt oder veranlasst Dinge zu kaufen, die man nicht braucht. Dieses Mädel hat sofort nach dem Studium einen Job bekommen mit einem Gehalt von 6.000,- €. Ein anderer junger Mann hat seinen Master in Chemie absolviert und arbeitet jetzt an seiner Doktorarbeit. Der hat jetzt eine Stelle als Assistent an der Uni und erhält 1.400,- € pro Monat. Da kann man sich nicht wundern, wenn es zu wenige Chemiker gibt und zu viele Bullshit-Jobs. Dass in Folge dessen nur noch weniger als zehn Universitäten Kernphysik anbieten, aber knapp 200 Studiengänge für Genderstudien angeboten werden. Und die braucht wirklich kein Mensch, werden aber auch hochbezahlt. Und unsere Politiker?

Politiker müssten ihre Qualifikation nachweisen

Mir fällt keiner ein, der auch nur einigermaßen qualifiziert wäre für seine Aufgaben. Denken wir da nur an den Bankkaufmann, der Gesundheitsminister spielen durfte oder den Kinderbuchautor, der mit dem grünen Wahnsinn als Minister die deutsche Industrie in den Abgrund getrieben hat. Schauen Sie sich nur die Gesichter an. Wäre da einer dabei, von dem Sie sich privat über Ihre Zukunftsplanung beraten ließen? Oder dem Sie nur ihr Auto zur Wartung überlassen würden? Ja, mit dem Sie auch nur ein Bier trinken wollten? Die wurden aber gewählt? Weit gefehlt! Die konnten Sie gar nicht wählen. Sie konnten nur eine vorgefertigte Liste abhaken, zumeist, um noch schlimmeres zu vermeiden. Nein, dürften die Wähler die Abgeordneten direkt ohne Liste wählen, wären keine zehn Prozent von denen im Bundestag oder Ministeramt. Aber das ist ja unsere heilige Demokratie, die mit Demokratie so wenig zu tun hat, eben wie die Bezahlungsstruktur in diesem Land.

Solange Ideologie über Sachverstand steht, wird dieses Land nicht auf die Beine kommen. Die Frage steht da aber im Raum, ob es überhaupt möglich sein kann, dem mit demokratischen Mitteln beizukommen. Oder ob es nicht notwendig ist, einen radikalen Schnitt mit Neuanfang zu vollziehen. Wie könnte das gehen? Vielleicht, ganz vielleicht, könnte da helfen, wenn Moskau den 2+4-Vetrag kündigt, annulliert. Gründe dafür haben die letzten Regierungen genügend geliefert. Dann wäre Deutschland wieder auf dem Stand von 1990 und dann gäbe es die Chance, alles, ja alles neu aufzustellen.

Mein Favorit wäre, sämtliche Bundesländer als eigenständige Staaten zu etablieren. Vielleicht ein paar kleinere zusammenzulegen. Dann müsste sich niemand mehr vor den deutschen Landen fürchten und es gäbe einen Wettbewerb zwischen diesen neuen deutschen Staaten. So, wie es vor 1871 war. Da könnte dann jeder für sich entscheiden, in welchem deutschen Land er leben will, weil es ihm dort besser gefällt. Klingt utopisch? Ja, aber denken Sie doch einfach mal darüber nach. Ich als Bayer müsste kein Geld mehr an Berlin geben und die dort wären gezwungen, ihren Saustall aufzuräumen. Ich denke, diese Idee hat was! Oder fällt Ihnen etwas besseres ein?


Z.B. Art. 146 GG verwirklichen und darin ein Parteienverbot verankern. Parteien sind nämlich das Krebsgeschwür einer Demokratie. 
Ein Ansatz dazu findet sich hier, der aber den Gehirngewaschenen nicht zu interessieren scheint. 

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Das Ende der Mittelschicht: Warum 78 Prozent bis 2028 alles verlieren werden

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Versicherungsmathematische Berichte amerikanischer Pensionsfonds prognostizieren: 78 Prozent der Mittelschichthaushalte werden bis 2028 katastrophale Vermögensvernichtung erleben. In diesem Video zeige ich Ihnen die mathematischen Grundlagen dieser Prognose und wie die Schuldenfalle bereits zugeschnappt ist.

Und langsam schnappt auch die Schuldenfalle zu.
Es läuft alles nach Plan.

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Nach Überfall auf Rentner: Gewaltsame Ausschreitungen zwischen Spaniern und Nordafrikanern

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Ergebnis der EU-Demokratur. Ähnliche Verhältnisse gibt es in den Niederlanden, in Frankreich, in Italien … usw. In den Niederlanden, so habe ich erfahren, haben sich bereits etliche Kleinbauern das Leben genommen, was die Agrarkonzerne nicht im Gerinsten interessiert – genauso wie deren Polit-Marionetten, die auf ihren Amtseid …


Seit Freitag herrschen in der südspanischen Stadt Torre Pacheco Chaos und Gewalt. Nachdem ein junger Marokkaner am Mittwoch massiv auf einen älteren Mann eingeprügelt und ihn schwer verletzt zurückgelassen haben soll, kam es am Wochenende zu Zusammenstößen zwischen den spanischen Einwohnern und Migranten. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden am Samstag mindestens fünf Personen verletzt. Auch am Sonntag werden gewaltsame Ausschreitungen erwartet.

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Das Gold in New York und London ist weg: Republikation aus Anlass der aktuellen Diskussion um das Bundesbank-Gold in New York

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Es soll ja noch Zweifler daran gegeben haben, dass die Bundesbank 2013 mit ihrem Goldlagerstellenkonzept die in New York und London gelagerte Hälfte der deutschen Goldvorräte aufgegeben hat. Sie können ihre Zweifel begraben, seit ein britisches Gericht heute beschlossen hat, dass Venezuelas Regierung ihr bei der Bank von England gelagertes Gold nicht mehr bekommt – einfach weil die britische Regierung das so beschlossen hat.

Quelle: norberthaering

Die offiziellen deutschen Goldreserven betragen rund 3.367 Tonnen und sind beim heutigen Goldpreis von 1.581 Euro je Feinunze gut 170 Mrd. Euro wert. Mit 1.656 Tonnen lagert knapp die Hälfte des Goldes im Ausland, davon drei Viertel in New York und ein Viertel in London. Das Auslandsgold hat derzeit einen Wert von rund 84 Mrd. Dollar.

Aber was ist es für die Bundesbank wert, Eigentümerin dieses Vermögenswertes zu sein, wenn sie ihn nicht besitzt, nicht darauf zugreifen kann, ja nicht einmal hingehen kann und kontrollieren, ob er noch da ist? Er ist nicht viel mehr als eine schöne Luftbuchung in der deutschen Vermögensbilanz.

Der High Court in London (entspricht grob dem Bundesgerichtshof) hat entschieden, dass die venezolanische Regierung kein Gold ausgehändigt bekommt, weil die britische Regierung statt der Regierung Maduro die von den USA aufgebaute und gestützte Marionetten-Gegenregierung unter dem selbsternannten „Interimspräsidenten“ Juan Guaidó anerkenne. Der hat, um der ganzen Aktion einen winzigen Anschein von Legitimität zu geben, extra für den britischen High Court einen Gegen-Zentralbankvorstand ernannt, eine geradezu lächerliche Aktion, wenn es nicht so traurig wäre.

Nun könnte man meinen, Deutschland sei ja nicht Venezuela. Uns würden unsere Freunde in London und Washington/New York nicht so behandeln. Das wäre hochgradig naiv, aus mindestens zwei Gründen.

  • Zum einen braucht man sich nur anschauen, was die US-Regierung auf das Völkerrecht gibt, wenn sie einen Bürgermeister auf Rügen mit Sanktionen und Verhaftung bedroht, wenn er ein russisches Rohr-Verlegeschiff in einen Hafen einlaufen lässt, für den er zuständig ist. Von der Bundesregierung kam keine erkennbare Gegenwehr. Solche Beispiele, bei denen die USA eigene Rechtsetzung über Völkerrecht setzen, gibt es unzählige. Es ist erklärtes Programm der USA seit langem.
  • Zum anderen haben nach 2016, seit die Bundesbank aufgehört hat, Gold zu holen, nur noch homöopathische Dosen ausländischen Goldes die Lagerstätten der New Yorker Federal Reserve verlassen. In dreieinhalb Jahren insgesamt 47 Tonnen (von 7.800 Tonnen). Ich vermute, dieser Auslieferungsstopp gilt auch für London. Jedenfalls hat den Presseberichten zufolge Guaidó kein Gold haben wollen, sondern will es bei der Bank von England lassen.

Vermutlich war das Hauptverbrechen Maduros in diesem Fall, die informelle Ansage zu missachten, dass alles fremde Gold in New York und London eingefroren ist. Im Fall Maduros kann man dieses Eingeständnis vermeiden, indem man die Scharade mit der Gegenregierung abzieht. Als die Bundesbank, mit einem – vielleicht bestellten – Gutachten des Bundesrechnungshofs im Nacken, öffentlich Geld aus New York verlangte, ging das nicht. Deshalb mussten die USA nach langen und zähen Verhandlungen zwischen 2013 und 2016 300 Tonnen deutsches Gold herausrücken. Im Gegenzug bekamen sie von der Bundesbank das öffentliche Versprechen, genannt Lagerstellenkonzept, eine solche freche Forderung nicht noch einmal zu erheben.

Der Wert des Goldes, den die USA und Großbritannien der Kontrolle ihrer Eigentümer entziehen, ist zwar beträchtlich, aber das ist nicht das, worum es hier geht, außer in Fällen wie Venezuela, wo man einer schwachen Regierung eines armen Landes, schon beträchtlich schaden kann. In anderen Fällen, wie etwa beim vielen deutschen Gold, geht es darum, einen Großteil der weltweiten Goldbestände unter eigener Kontrolle zu haben.

Der Dollarpreis von Gold steigt ja nicht von ungefähr auf immer neue Rekorde, sondern weil immer weniger einem Dollar-Geldsystem trauen, bei dem die US-Notenbank fast grenzenlos Dollars in Umlauf bringt, um US-Staatsanleihen aufzukaufen. So viele Dollars, dass die Notenbank, und damit letztlich die US-Regierung, inzwischen die mit Abstand größte Halterin von US-Regierungsanleihen geworden ist.

Wenn man große Teile des Goldes anderer Nationen unter Kontrolle hat, kann man verhindern, dass diese Länder irgendwann auf die Idee kommen, eine eigene Währung mit Gold zu decken und als Alternative zum Dollar anzubieten. Die USA könnten sich, wenn es jemand versuchte, sogar auf eine Art Recht berufen, wenn sie solchen Ländern den Zugriff auf ihr Gold öffentlich verwehrten. Denn auf Betreiben der USA haben sich schon vor einem halben Jahrhundert alle Mitgliedsländer des Internationalen Währungsfonds auf die „Demonetarisierung“ des Goldes verpflichten lassen, also auf den Verzicht, eine Währung mit Gold zu decken.

Und wenn es ganz schlimm kommt, kann man den Dollar oder eine Nachfolgewährung mit dem Gold unterlegen, das man sich angeeignet hat. Dazu braucht man die Besitzer gar nicht offiziell enteignen. Es genügt, informell auf das Gold zugreifen zu können. Die Besitzer haben allen Grund still zu halten. Denn nur solange sie nicht zugeben, dass sie keinen Zugriff mehr auf das Gold haben, können sie es weiterhin in ihren Bilanzen und unter ihren Währungsreserven aufführen.

Das dürfte auch der Grund sein, warum die Bundesbank seit 2016 gute Miene zum bösen Spiel macht.

Mehr

Dossier zum Gold und der sonderbaren Goldheimholung der Bundesbank

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Wenn die Deutschen tatsächlich mehr arbeiten würden

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von Egon W. Kreutzer

Bundeskanzler Merz reüssiert momentan mit der Forderung, die Deutschen müssten einfach mehr arbeiten. Er konkretisiert das sogar: 200 Stunden pro Jahr wären genug, und es ginge uns besser.

Nun, da hilft zunächst ein Blick auf die Statistiken, und die zeigen deutlich, dass die Deutschen Jahr für Jahr immer mehr arbeiten:

Infografik: Wie viel arbeiten die Deutschen? | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Innerhalb von  20 Jahren ein Anstieg von 49,5 auf 54,7 Milliarden Stunden, das ist eine Steigerung um 10 Prozent, und das ist kein Pappenstiel. Wie viel mehr wären aber 200 Stunden pro Jahr? Bei Vollzeitbeschäftigten kann davon ausgegangen werden, dass von 250 kalendarischen Arbeitstagen 30 Tage für sechs Wochen Urlaub entfallen, und – nach neuesten Erhebungen – weitere 15 Tage für krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit. Verbleiben 205 Tage, an denen tatsächlich gearbeitet wird. Das ergibt beim 8-Stunden-Tag immerhin noch 1.640 Stunden pro Jahr. 200 Stunden extra macht dann 1840 Stunden und eine Steigerung um 12,2 Prozent.

Die tägliche Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten stiege dabei von 8 auf 9 Stunden, die Wochenarbeitszeit von 40 auf 45 Stunden. Für Teilzeitkräfte wäre das noch dramatischer, statt 20 Stunden pro Woche hätten sie 25 Wochenstunden zu erbringen, um das Merz’sche Soll zu erfüllen.

Nachdem das geklärt ist, widmen wir uns den erwarteten positiven Folgen. Hier gilt es, zwei grundsätzlich verschiedene Modelle zu unterscheiden.

A  Mehrarbeit ohne Lohnausgleich

Das bedeutet für die Arbeitnehmer, dass sie sich, was das Netto-Einkommen betrifft, kein bisschen schlechter stellen als vorher. Sie arbeiten halt bloß ein bisschen länger. Für die Wirtschaft bedeutet das, dass die Lohn-Stückkosten sinken, es können, weil mehr Zeit ist, mit den gleichen Lohnkosten mehr „Stück“ hergestellt werden. Ob zugleich die Kapitalkosten pro Stück sinken ist zumindest umstritten. Die Betriebsmittel (Maschinen und Anlagen) unterliegen bei höherer Auslastung einem höheren Verschleiß und erfordern höheren Wartungsaufwand und früheren Ersatz. In manchen Bereichen müssten sogar erst zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden, zum Beispiel da, wo im Schichtbetrieb mit 3×8 Stunden gearbeitet wird, müssten statt hundert Arbeitsplätzen 112 Arbeitsplätze vorgehalten werden.

Im Endeffekt wird es also möglich sein, 112 statt 100 Stück herzustellen. Je nachdem, wie hoch der Lohnkostenanteil am Produkt ist, was zwischen Branchen und Betrieben höchst unterschiedlich sein kann, können die Preise um den Lohnkostenanteil gesenkt werden, ohne dass dadurch der Gewinn geschmälert würde. Auf der höchsten Aggregationsebene, dem BIP, besagen die Zahlen von 2024, dass das Arbeitnehmerentgelt (inkl. Sozialbeiträge der Arbeitgeber) in Höhe von 2.357,849 Mrd. € einen Anteil von 54,5 Prozent am BIP (nominal: 4.329,0 Mrd. €) ausmachten. Bei Merhproduktion und Weitergabe der Kostenersparnis in den Preisen hätte das BIP 2024 also einen Wert von 4.569,3 Milliarden Euro erreicht (+5,6%) erreicht.

Obwohl die Beschäftigten für die 200 Extra-Stunden nicht extra bezahlt werden und Steuereinnahmen und Beitragseinnahmen der Sozialversicherungen ebenfalls unverändert bleiben, können sich die Beschäftigten mehr leisten, weil die Preise um bis zu 5,9 Prozent gesenkt werden könnten. Dies wird nicht durchgängig der Fall sein, weil einige von der Insolvenz bedrohte Unternehmen überleben können, wenn sie die Kostenentlastung nicht in den Preisen weitergeben. Es kann aber angenommen werden, dass im Binnenmarkt etwa 4 Prozent der Mehrproduktion abgesetzt werden könnten.

Für die übrige Mehrproduktion bleibt als Ventil immer noch der Export. Treiber für den Export sind a) einzigartige Qualität, b) einzigartiger Nutzen und c) niedrig(ste) Gesamtkosten. An der Qualität und am Nutzen hat sich nichts verändert. Allerdings können die Preise um 5,9 Prozent gesenkt werden. Das könnte – bei aller Unsicherheit dieser Prognose, den Export um drei bis 5 Prozent, gemessen am BIP, steigen lassen.

Fazit: Wenn die Beschäftigten und die Gewerkschaften mitspielen würden, was wahrlich nicht zu erwarten ist, könnten 60 bis 75 Prozent der Mehrproduktion aufgrund sinkender Preise abgesetzt werden. 25 bis 40 Prozent werden sich als unverkäuflich erweisen, es sei denn, es kommt eine gute Fee vorbei, die Geld in den Markt kippt. Da die Feen seit den Gebrüdern Grimm nicht mehr gesichtet wurden, wird es wohl einer Neuverschuldung in der Größenordnung von 100 bis 160 Milliarden Euro bedürfen, um den Mehrarbeitssegen vollends unters Volk zu bringen. An eine spätere Tilgung ist allerdings nicht zu denken, sonst kippt das System.

B Mehrarbeit mit vollem Lohnausgleich

Dies bedeutet für die Arbeitnehmer, was ihr Netto-Einkommen betrifft, dass sie mehr Geld zur Verfügung haben, wenn auch, wegen der stillen Progression, nicht so viel mehr wie sie mehr arbeiten mussten. Rechnen wir mit 11 Prozent, statt 12,2 Prozent gestiegener Kaufkraft der Bevölkerung und damit, dass der Staat seine Mehreinnahmen, solange sie nicht für Personalkosten aufgewendet werden, nutzt, um die Neuverschuldung zu begrenzen.

An den Preisen ändert sich nichts, denn die Lohnstückkosten sind gleich geblieben. Die Fixkostendegression wird sich beim sprunghaften Anstieg der Produktionsmengen – wie bereits im Szenario A beschrieben – nicht wirklich auswirken.

Der Pferdefuß liegt hier ganz woanders. Rund die Hälfte der Wirtschaftsleistung Deutschlands (42 % im Jahr 2024) wird für den Export erzeugt. Weil gleichbleibende Preise keinen Anstieg des Exports bewirken, müssten die 12,2 Prozent Mehrleistung in der für den Binnenmarkt produzierenden Wirtschaft erzeugt werden. Diese müsste ihre Kapazität allerdings von bisher 58% BIP auf 70% BIP (also nicht nur um 12, sondern um 20%) erhöhen. Das ist schlicht nicht möglich, jedenfalls nicht innerhalb weniger Jahre.

Fazit: Weil die strukturelle Umstellung der Produktion ad hoc nicht möglich ist, werden auch die zusätzlichen Arbeitsplätze nicht geschaffen werden. Es wird im Gegenteil dazu führen, dass bei der Umstellung auf die 45-Stunden-Woche von 100 Vollzeit-Arbeitsplätzen nur 88 übrig bleiben. Es würde nicht insgesamt mehr gearbeitet, wie erhofft, die Arbeit und die -Freizeit würden nur umverteilt. Weniger Beschäftigte, mehr Grundsicherungsempfänger.

Sollte es auf wundersame und unerklärliche Weise doch gelingen, wobei ich mir nicht vorstellen kann, wie, würde die zusätzliche Kaufkraft erst in den Import – also nach China – fließen, um sich dann in der Inflation ein Ventil zu suchen.

Der Staat kann es nicht richten

Es besteht nicht der geringste Zweifel daran, dass der Wohlstand eines Landes nicht zuletzt auch von den geleisteten Arbeitsstunden seiner Bevölkerung abhängt. Mehr Arbeit kann aber nicht einfach befohlen werden – sie muss sich lohnen. Es ist die Wirtschaft, die Chancen entdeckt, Gewinne zu erzielen, und daraufhin Arbeitsplätze schafft. Im Zweifelsfall findet zwischen konkurrierenden Unternehmen auch eine Konkurrenz um Arbeitskräfte statt, die sich in attraktiven Löhnen und Arbeitsbedingungen niederschlägt. Alleine hierin liegt der Ursprung von Wachstum und Wohlstand, aber – wenn die Chancen schwinden – liegt hier auch der Ursprung von Rezession und Wohlstandsverlust. Wobei natürlich auch externe Faktoren einen Einfluss auf konjunkturelle Bewegungen haben.

Mitarbeiter werden doch nicht eingestellt und beschäftigt, um soziale Wohltaten zu vollbringen, sondern um einen Gewinn pro Arbeitsplatz zu erzielen. Dies hängt aber nicht nur von der Verfügbarkeit von Mitarbeitern ab, sondern ganz erheblich auch von den jeweils herrschenden Rahmenbedinungen.  Jeder Beauftragte für Irgendwas, der aufgrund gesetzlicher Bestimmungen beschäftigt werden muss, senkt den Gewinn pro Arbeitsplatz. Jede zusätzliche Statistik, die erstellt werden muss, senkt den Gewinn pro Arbeitsplatz. Jeder Cent Anstieg der Stromkosten pro Kilowattstunde senkt den Gewinn pro Arbeitsplatz, jeder Einfuhrzoll auf Material senkt den Gewinn pro Arbeitsplatz, jede Erhöhung der Ertragsssteuern senkt den Gewinn pro Arbeitsplatz, jede Sanktion, die Exportmärkte verschließt, senkt den Gewinn pro Arbeitsplatz.

Die Reaktion besteht im Abbau von Arbeitsplätzen. Teils aufgrund kluger, vorausschauender unternehmerischer Entscheidungen, teils wegen versäumter unternehmerischer Entscheidungen – dann im Endzustand der Insolvenz.

Niemand stellt freiwillig einen zusätzlichen Mitarbeiter ein, wenn klar ist, dass dieser keinen Beitrag zur Wertschöpfung leisten wird. Niemand stellt einen zusätzlichen Mitarbeiter ein, wenn dessen Beitrag zur Wertschöpfung nicht auf die entsprechende Nachfrage trifft.

Mit einer Staatsquote von 50 Prozent ist allerdings auch der Leistungswille der erwerbsfähigen Bevölkerung einer starken Belastungsprobe unterworfen. Wo in den unteren Einkommensbereichen von einem Lohnabstandsgebot nichts mehr wahrzunehmen ist (es sei denn, man betrachtet die Beamten), liegt die Entscheidung längst nicht mehr in der Frage, was man sich mit Arbeit mehr leisten könnte, weil die Antwort darauf im Bereich der Lächerlichkeit angesiedelt ist, sondern nur noch darin, wie man es sich ohne Arbeit unter Nutzung aller unzähligen Leistungsansprüche bestmöglich einrichten kann.

Die Trendumkehr im Welthandel, weg von der Globalisierung, hin zur nach Autarkie strebenden Nationalölonomie, wird Deutschland in den vor uns liegenden Jahren aufgrund unserer massiven Exportorientierung noch hart genug treffen.

Statt über Trump und Milei abzulästern, sollte man erkennen, dass wir diesen Weg früher oder später in aller Konsequenz gehen werden müssen, wenn es uns nicht gelingt, jetzt noch über eine mildere Version wieder in ein sicheres Fahrwasser zu gelangen.

(Auszug von RSS-Feed)

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Europa stößt 9 Mrd.$ Staatsanleihen ab und fordert Gold zurück | Trumps Drohungen BOOMERANG!

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Europa zieht sich aus amerikanischen Staatsanleihen zurück. Dänemark steigt komplett aus, Schweden hat fast 9 Milliarden Dollar verkauft, und Deutschland fordert sein Gold aus New York zurück. In diesem Video zeige ich Ihnen die Daten hinter dieser historischen Verschiebung.

Zu dieser Thematik habe ich in dem Artikel, „Weltleidwährung US-Dollar“, bereits im September 2009 Stellung genommen.

(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ Krisenfrei

Grössenwahn und Verrat

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Die Gefahr, dass sich die Geschichte wiederholt, ist gross. Bild: Chamberlain links, verkaufte die Tschechoslowakei 1938 in München ohne das Land in die Verhandlungen einzubinden; rechts, Mark Rutte ist daran, als NATO-Generalsekretär einen Teil Grönlands an die Amerikaner zu verschachern.

Donald Trump sieht sich als der Grösste – für ihn gelten keine Regeln und seit er den Friedensnobelpreis nicht erhalten hat, liebt er den Frieden nicht mehr. Er glaubt Venezuela gebodigt zu haben und wendet sich Grönland zu. Es riecht übel nach Münchner Konferenz 1938

Peter Hänseler (forumgeopolitica)

Einleitung

Als 2024 die Frage aufkam, ob man Biden oder Trump zur Wahl empfehlen sollte, waren wir der Auffassung, dass Trump gegenüber Harris die bessere Wahl sei, da ersterer nicht dem deep state angehörte. So unsere Beurteilung. Nur so sei der 3. Weltkrieg zu verhindern. Vielen meiner Kollegen ging es gleich. Die Aussage von Präsident Putin im September 2024, er würde aufgrund der grösseren Berechenbarkeit Harris bevorzugen, könnte in der Zukunft zu einer Weissagung werden, obwohl Sergei Lawrow die Aussage Putins als Witz abtat – aber, jeder Witz hat einen wahren Kern

Heute wissen wir, dass Donald Trump komplett unberechenbar ist und gefährlich wie Nitroglyzerin. In «Diplomatie auf dem Totenbett – vom Friedenspräsidenten zum Kriegstreiber» machte ich mir im Juni 2025 bereits grösste Sorgen, als Trump mal kurz den Iran bombardierte, um dann nach zwölf Tagen einen Rückzieher zu machen, da er feststellen musste, dass sich der Iran nicht nur wehren konnte, sondern Tel Aviv in Schutt und Asche legte. Ich sagte damals:

«Mit rationalem Denken schreitet man am Totenbett der Diplomatie vorbei direkt auf den Holzweg»
ForumGeopolitica, 15. Juni 2025

Heute würde ich das Wort «Holzweg» durch «Hölle» ersetzen.

Grönland wird verschachert

Der Brief

In einem Brief an den norwegischen Premierminister Jonas Gahr Stoere schrieb Trump am 18. Januar 2026 folgenden Brief:

Reuters

Lieber Jonas,
in Anbetracht der Tatsache, dass Ihr Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis für das Stoppen von 8 Kriegen nicht zu verleihen, fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, nur an den Frieden zu denken, auch wenn dieser immer im Vordergrund stehen wird, sondern ich kann jetzt darüber nachdenken, was gut und richtig für die Vereinigten Staaten von Amerika ist.
Dänemark kann dieses Land nicht vor Russland oder China schützen, und warum sollten sie überhaupt ein „Eigentumsrecht“ haben? Es gibt keine schriftlichen Dokumente, es ist nur ein Boot, das vor Hunderten von Jahren dort gelandet ist, aber wir hatten auch Boote, die dort gelandet sind. Ich habe mehr für die NATO getan als jeder andere Mensch seit ihrer Gründung, und jetzt sollte die NATO etwas für die Vereinigten Staaten tun. Die Welt ist nicht sicher, wenn wir nicht die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben. Ich danke Ihnen! Präsident DJT
Reuters

Als ich den Brief sah, glaubte ich an Satire, musste dann aber feststellen, dass er real ist – oder Realsatire?

Ob die USA Kontrolle über Grönland erlangen wollen, ist dabei nicht von Belang. Vor knapp 200 Jahren wollten die USA das erste Mal Grönland kaufen und ein beachtlicher Teil der heutigen USA wurde denn auch von den USA gekauft und nicht erobert (Louisiana, Alaska, Neu Mexico etc.). Auch darf man den USA und Trump im Grundsatz nicht verübeln, dass sie danach trachten, weiter Gebiete zu erwerben, um ihre geopolitische Reichweite zu erhöhen – aber hier sind die Mittel kein Handel, sondern ein Kauf der unter militärischer Drohung in die Wege geleitet wird, was unter jedem rechtlichen Gesichtspunkt nicht statthaft ist.

Viel interessanter ist das Vorgehen des amerikanischen Präsidenten. Wenn er schreibt, dass er den Friedensnobelpreis nicht erhalten habe, obwohl er 8 Kriege verhindert habe, ist das – wie so oft bei ihm – nicht wahr.

  1. Israel – Hamas: Die USA war – und ist – Kriegspartei; das Morden geht weiter.
  2. Israel – Iran: Die USA war Kriegspartei und der Grund für das Ende der Angriffe war schlicht und einfach die Tatsache, dass der Iran Israels Infrastruktur und Tel Aviv in Schutt und Asche legte;
  3. Indien – Pakistan: Die Verhandlungen fanden zwischen Indien und Pakistan statt, ohne Beteiligung der USA;
  4. Ruanda und Kongo: Der Waffenstillstand wurde im August 2024 geschlossen und hält nicht. Was Trump mit diesem «Frieden» zu tun haben sollte, bleibt im allein sein Geheimnis;
  5. Thailand – Kambodscha: Am 7. August fanden die Kriegsparteien eine Einigung; Trump versandte am am 26. Juli einen Aufruf «“I am calling the Acting Prime Minister of Thailand, right now, to likewise request a Ceasefire, and END to the War, which is currently raging.“» (dt. «„Ich rufe den amtierenden thailändischen Premierminister an, um ihn ebenfalls um einen Waffenstillstand und ein Ende des Krieges zu bitten, der derzeit tobt.“») – mehr war da nicht.
  6. Armenien – Aserbaidschan: Hier vermittelte Trump tatsächlich, jedoch zuallererst im amerikanischen Sinne (Sangesur-Korridor unter amerikanischer Kontrolle), aber der Prozess ist nicht abgeschlossen und die beiden Parteien sind sich nicht einig.
  7. Ägypten – Äthiopien: Da war kein Krieg, sondern ein Streit betreffend Äthiopiens Grand Ethiopian Renaissance Dam; es wurde bis jetzt keine Einigung gefunden;
  8. Serbien – Kosovo: Abgesehen davon, dass die NATO unter Führung der USA Serbien 1990 rechtsgrundlos 86 Tage lang bombardierten, gab es keinen Krieg zwischen Serbien und Kosovo; es fiel kein Schuss. Darauf hingewiesen ruderte das Weisse Haus zurück und berief sich auf Grosstaten Trumps in 2020.

Dass Trump ein Friedensstifter ist, hält somit einer auch nur oberflächlichen Untersuchung nicht stand.

Als kurze Auflockerung lassen wir kurz Jon Stewart zu Wort kommen, der sich – zu Recht – darüber lustig macht, dass Trump nicht einmal die Namen von durch ihn befriedete Länder aussprechen kann.

Wie ein Kleinkind, das wegen schlechten Benehmens kein Dessert bekommen hat, droht er, dass er sich nicht verpflichtet fühle, nur an Frieden zu denken. Das ist lediglich beinahe unglaublich, denn man glaubt dies, weil es von Trump kommt.

Die Davos-Rede

Bis am 21. Januar sagte Trump, dass, «die Welt nicht sicher [sei], wenn wir nicht die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben.“ – In seiner Davos-Rede vom 21. Januar verkündete er, dass „wir [von der NATO] nie etwas wollten oder nie etwas bekamen“ – alles, was die Vereinigten Staaten wollen ist ein Ort mit dem Namen Grönland. Weiter äusserte er, „Ich muss keine Gewalt anwenden. Ich will keine Gewalt anwenden. Ich werde keine Gewalt anwenden.“ (I don’t have to use force. I don’t want to use force. I won’t use force.)

Präsident Trump, WEF, Davos, 21. Januar 2026

Die Zerlegung wird vorbereitet

Jetzt wird herumgereicht, dass man einen Kompromiss finden würde, einen Teil von Grönland als amerikanisch zu deklarieren, ohne jedoch die dänische Souveränität über ganz Grönland in Frage zu stellen.

Die Strategie von Trump könnte aufzugehen: Er droht mit Krieg, die Europäer organisieren einen Zwergenaufstand, Trump droht mit Strafzöllen, verkündet, dass er keine militärische Gewalt anwenden wird und die Zwerge tun das, was sie am besten können und geben sich mit einem Kompromiss – selbstverständlich auf Kosten Grönlands – zufrieden. Weiter verlautbarte Trump auf True Social: Auf der Grundlage dieses Verständnisses werde ich die Tarife, die am 1. Februar in Kraft treten sollten, nicht einführen. (Based upon this understanding, I will not be imposing the Tariffs that were scheduled to go into effect on February 1st.)

Aaja Chemnitz – Grönländische Parlamentarierin

Aaja Cheminitz seit 2015 Mitglied des Parlaments für Inuit Ataqatigiit in Grönland sieht das anders und steht auf:

“Die Nato hat absolut kein Mandat, über irgendetwas zu verhandeln ohne uns.”
Aaja Cheminitz, 22. Januar 202

Es riecht nach München 1938

Wir müssen in den Geschichtsbüchern nicht sehr weit zurückblättern, um einen Präzedenzfall für ein solch ungeheuerliches Agieren Dritter zu finden, die ohne Konsultierung des betroffenen Landes, über dieses verfügten: 1938 verrieten die Briten unter Premier Chamberlain und die Franzosen unter Ministerpräsident Daladier die Tschechoslowaken und gaben Adolf Hitler das Sudetenland, um den Krieg zu verhindern. Hitler hielt sich nicht an die Vereinbarung und besetzte den Rest der Tschechei im März 1939 – die Alliierten schritten wiederum nicht ein. Erst am 3. September 1939 – nach dem Überfall auf Polen – reagierten die Briten und Franzosen, griffen die Deutschen jedoch nicht an und überliessen die Polen ihrem Schicksal.

Von links: Chamberlain, Daladier, Hitler, Mussolini, und der italienische Außenminister Graf Galeazzo Ciano. Im Hintergrund (zwischen Hitler und Mussolini) Ribbentrop und Weizsäcker, dann rechts Saint-John Perse. – Bild: Bundesarchiv, Bild 183-R69173 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=172648767

Beim Essen kommt der Appetit

Ob eine Einigung – besser Verrat – wie skizziert so zustande kommt, weiss ich nicht, aber es würde zu den rückgradlosen Europäern passen. Die Chance, dass sich die Geschichte wiederholt, ist hoch.

Konsequenzen

Donald Trump würde dies weiter anstacheln, das nächste Land zu «befrieden». Wie im Rausch beschrieb er das illegale Kidnapping Maduros als grossartige militärische Leistung unbezwingbarer amerikanischer Streitkräfte.

Diese Aussage kann man nur als Drohung verstehen – gegen die EU, gegen die NATO und gegen Grönland, gegen jedermann.

Das nächste Land wäre wohl der Iran, möglicherweise nach Kuba und Kolumbien. Unser Felix Abt hat in seinem Artikel «Die Architektur einer von feindlichen ausländischen Mächten herbeigeführten Krise» detailliert aufgezeigt, dass die anfänglichen friedlichen Demonstrationen im Iran, welche von westlichen Geheimdiensten in ein Blutbad verwandelt wurden – Maidan lässt grüssen – dazu dienten, einen Regimewechsel im Iran zu provozieren. Der Versuch schlug kläglich fehl. Mit Hilfe der Chinesen und Russen wurde die Kommunikation der Geheimdienste im Iran lahmgelegt. Diese beruhten auf zehntausenden illegal eingeschmuggelten Starlink-Terminals. Der Spuk ist nach Auskunft von Professor Mohammad Marandi vorbei. Dennoch, die Gefahr ist nicht gebannt.

Da Trump bereits jetzt glaubt, dass er mit seinen Streitkräften unbesiegbar sei und ein Verrat an Grönland seine Unbesiegbarkeit noch stärken würde, wäre jeder naiv, der einen Angriff aufgrund der militärischen Chancenlosigkeit ausschliesst.

Adolf Hitler war nach der Eroberung Frankreichs im Sommer 1940 auf demselben Trip. Frankreich, das nach Experten als grösste Militärmacht der Welt galt, streckte nach nur sechs Wochen die Waffen. Kurz darauf – offiziell ab dem 30. Juli 1940 – wurde Barbarossa – der Überfall auf die Sowjetunion – vorbereitet. Als ihm die Logistiker der Wehrmacht mitteilten, dass die Versorgung der Truppen lediglich wenige Wochen aufrechterhalten werden könne, gab sich Hitler selbstbewusst:

«Wir müssen nur die Tür eintreten, und das ganze verrottete Gebäude wird krachend zusammenbrechen»
Adolf Hitler, März 1941

Diese Fehleinschätzung führte zum Untergang von Nazi-Deutschland und zum Tod von 30 Millionen Sowjetbürger. Aufgrund des Rausches, in dem sich Trump befindet, sollte man meines Erachtens nicht ausschliessen, dass Trump sich zu einer solchen Dummheit hinreissen lässt. Nachdem sich die Iraner nach 12 Tagen Krieg dazu überreden liessen, ihre Angriffe auf Israel zu beenden, wäre eine Wiederholung dieses Abenteuers durch Trump wohl das Ende Israels und all der Öl- und Militärinfrastrukturen der Amerikaner im Nahen Osten.

Ablenkungsmanöver

Schliesslich fand ich einen Umstand von Trumps Rede in Davos – es lohnt sich, die gesamte Rede zu hören – äusserst interessant. Die ersten paar Minuten sprach Trump über den «grossartigen» Zustand der amerikanischen Wirtschaft: Jede Aussage, die er machte, war eine komplette Lüge. Wir brauchen an dieser Stelle nicht auf die Details einzugehen – Trump stellte die Situation der Wirtschaft und die Situation auf den Finanzmärkten dermassen falsch dar, dass man nicht einmal mehr von Schönfärberei sprechen kann.

Ich habe meine Skepsis zum Zustand der westlichen Finanzmärkte seit vielen Monaten immer wieder festgehalten und eine Tendenz ist klar ersichtlich: Die Situation verschlimmert sich täglich. Ein Hinweis dafür ist die beinahe explosionsartige Verteuerung der Edelmetallpreise seit dem 1. Januar in US-Dollar: Gold: +18%; Silber: +54% (Stand 26. Januar 2026). Das ist ein Hinweis auf Verwerfungen in den Papiermärkten von COMEX und LBMA, sowie ein Vertrauensschwund der Anleger in den US-Dollar. Möglicherweise versuchte Donald Trump mit seiner Rede und seinen geopolitischen Drohungen gegenüber Freund und Feind von einem Problem ablenken, das bald zur Realität werden könnte: Ein Kollaps der westlichen Finanzmärkte.

«Falls dies eintreffen wird, werden alle Karten neu gemischt und verteilt.»

Fazit

Nachdem Trump die von den Amerikanern seit Jahrzehnten beschworene «Regelbasierte Ordnung» selbst liquidierte, befindet sich der Kollektive Westen in einem Zustand der Agonie, d.h. die Parteien unternehmen schon gar nicht mehr irgendeinen Versuch, ihr Agieren auf eine erklärbare Basis zu stellen, von einer rechtlich begründeten ganz zu schweigen.

Dass die Europäer mit dem Gedanken spielen, Grönland und damit den NATO-Verbündeten Dänemark zu verraten – wie dies die Alliierten 1938 in München mit der Tschechoslowakei getan haben – ist lediglich eine logische Folge davon; Rutte und seine Kumpane bringen jedenfalls die dazu nötigen charakterlichen Eigenschaften mit.

Weiter erachte ich es als naiv zu glauben, Trump werde den Iran nicht angreifen, obwohl die Realitäten einem solchen Unternehmen einen katastrophalen Ausgang bescheren wird.

Schliesslich darf man ebenfalls nicht ausschliessen, dass das Gebrüll von Trump ein Ablenkungsmanöver vor einem baldigen Kollaps der Finanzmärkte und dem US-Dollar sein könnte. Wenn – nicht falls – dies eintreffen wird, werden alle Karten neu gemischt und verteilt.

(Auszug von RSS-Feed)
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