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Britische Polizei knackt dein Handy – ohne Passwort, ohne richterlichen Beschluss, inklusive gelöschter Chats

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Ein BBC-Video macht es schockierend deutlich: Was viele ahnten, ist bittere Realität. Und in Deutschland schlafen die meisten noch. Die britische Polizei führt vor, was in Zeiten von „Digital First“ längst Normalität geworden ist: Sie schließt dein Smartphone auf, liest alles aus – auch Inhalte, die du längst gelöscht hattest – und das oft ohne richterlichen Beschluss und ohne dass du es merkst.

Ein kürzlich geteilter Clip (ursprünglich von der BBC) zeigt Polizisten live mit Tools des israelischen Unternehmens Cellebrite bei der Arbeit. Innerhalb weniger Minuten wird ein gesperrtes Handy entsperrt.

Danach folgt der Daten-Download:

  • Alle Fotos und Videos
  • Anruf- und Nachrichtenverläufe
  • WhatsApp-, Signal- und Telegram-Chats (auch Teile gelöschter Unterhaltungen)
  • Standortdaten, Browserverlauf, Passwörter aus Apps
  • Selbst Inhalte aus vermeintlich verschlüsselten Messengern können in vielen Fällen rekonstruiert werden, solange die Daten nicht vollständig überschrieben wurden.

Das Video ist kein Einzelfall. Cellebrite-Geräte (UFED-Serie, Physical Analyzer etc.) sind seit mindestens 2012 bei Dutzenden britischer Polizeieinheiten im Einsatz – von der Metropolitan Police über Police Scotland bis hin zu regionalen Kräften.

Rechtliche Grundlage? Eher ein Witz

Offiziell berufen sich die Behörden auf den Police and Criminal Evidence Act 1984 (PACE) sowie später auf Teile des Investigatory Powers Act 2016. In der Praxis läuft es aber häufig so:

  • „Freiwillige Herausgabe“ wird erbeten (oft unter Druck)
  • Bei Verweigerung greift man zu s19 PACE oder einfach zur physischen Beschlagnahme
  • Danach wird extrahiert, was technisch möglich ist – meist alles

Privacy International hat bereits 2018 offiziell Beschwerde eingelegt: Die Praxis sei rechtswidrig, es fehle an Transparenz, Protokollierung und echter Verhältnismäßigkeit. Besonders brisant: Nicht nur Verdächtige, sondern auch Zeugen und Opfer (u. a. Vergewaltigungsopfer) mussten ihre Geräte abgeben – ohne dass klar geregelt war, welche Daten wirklich relevant sind.

Seit 2022 gibt es zwar den Police, Crime, Sentencing and Courts Act mit etwas strengeren Regeln („strictly necessary“, Code of Practice, Verbot von „undue pressure“), doch Kritiker halten das für Kosmetik: Die Technik ist längst weiter, die Kontrollen hinken hinterher.

Und bei uns? In Deutschland arbeiten BKA, LKA und Staatsschutz-Abteilungen ebenfalls mit Cellebrite und vergleichbaren Systemen (z. B. Oxygen Forensics, MSAB XRY). Die Befugnisse stammen aus § 94 ff. StPO, § 100b StPO (Online-Durchsuchung) und dem neuen § 100k StPO. Doch auch hier gilt:

  • Oft reicht „Gefahr im Verzug“ oder vage „Verdachtsmomente“
  • Gelöschte Daten werden routinemäßig wiederhergestellt
  • Verschlüsselte Messenger sind kein absoluter Schutz mehr, sobald das Gerät physisch vorliegt

Während in Großbritannien wenigstens ab und zu öffentlich diskutiert wird (siehe BBC-Berichte seit 2012), herrscht hierzulande fast völlige Stille. Die meisten Bürger wissen nicht einmal, dass ihr entsperrtes Handy quasi ein offenes Buch für Ermittler ist.

Datenschutz ade?

Die Technologie läuft den Gesetzen und der öffentlichen Debatte meilenweit voraus. Wer heute noch glaubt, regelmäßiges Löschen von Chats oder das Verwenden von Signal schütze ihn zuverlässig – der irrt. Sobald das Gerät in Polizeigewahrsam ist, entscheidet Cellebrite (oder ein Konkurrent), was noch lesbar ist.

Die eigentliche Frage lautet nicht „Können die das?“, sondern:

Wollen wir das wirklich? Und wenn ja – unter welchen exakten, öffentlich kontrollierbaren Bedingungen?

Bis diese Frage ernsthaft beantwortet wird, gilt: Dein Smartphone ist längst kein privater Raum mehr. Es ist ein potenzielles Beweismittel – und du hast in vielen Fällen deutlich weniger Rechte, als du denkst.Teile diesen Artikel, wenn du findest, dass diese Entwicklung nicht länger schweigend hingenommen werden darf.

🚨BRITISH POLICE HAVE THE ABILITY TO DOWNLOAD DATA FROM YOUR PHONE WITHOUT A PASSWORD

In the next stage of authoritarian hell we are to endure

British Police are proud to show just how easy they can see everything on your phone without login details

Privacy has gone pic.twitter.com/kilDDJxISr

— Basil the Great (@BasilTheGreat) January 29, 2026

Quellen: BBC-Berichte (2012–2018), Privacy International (2018), Police, Crime, Sentencing and Courts Act 2022 Code of Practice, ICO-Report Mobile Phone Extraction, diverse Gerichts- und Fachberichte zu Cellebrite-Einsätzen(Stand: Januar 2026)

(Auszug von RSS-Feed)

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WhatsApp-Verschlüsselung offenbar Fassade – Klage wirft Meta massiven Zugriff auf private Chats vor

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Eine Klage vor einem US-Bundesgericht erhebt schwere Vorwürfe gegen WhatsApp und den Mutterkonzern Meta: Die vielbeschworene Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll in der Praxis nicht existieren. Interne Mitarbeiter könnten demnach Nutzer-Chats in Echtzeit mitlesen – ohne technische Hürden, berichtet Bloomberg.

Laut der 51-seitigen Klageschrift reicht demnach ein interner „Task“ aus, um einem Meta-Ingenieur Zugriff auf komplette WhatsApp-Verläufe zu verschaffen. Nachrichten sollen direkt in internen Widgets erscheinen – unverschlüsselt, in Echtzeit und rückwirkend bis zur Kontoerstellung. Selbst als gelöscht geltende Inhalte seien abrufbar. Eine gesonderte Entschlüsselung sei nicht notwendig.

Die Klage beruft sich auf interne Whistleblower, die schildern, dass Zugriffe routinemäßig und ohne nennenswerte Kontrolle erfolgen. Meta-Mitarbeiter könnten anhand der einheitlichen User-ID auf sämtliche WhatsApp-Nachrichten zugreifen – unabhängig von Zeit, Ort oder Inhalt.

Meta weist die Vorwürfe scharf zurück und behauptet, diese seien „absurd“ und „frei erfunden“. WhatsApp sei seit Jahren mit dem Signal-Protokoll abgesichert, die Klage sei haltlos, man prüfe Gegenklagen. Technische Beweise legt allerdings keine der beiden Seiten öffentlich vor.

Gibt es sichere Alternativen?

Gleichzeitig stellt sich für viele Nutzer die Frage nach sicheren Alternativen. Signal gilt als besonders transparent, da der Quellcode offenliegt und die App kaum Metadaten speichert. Threema setzt auf Datensparsamkeit, Server in der Schweiz und funktioniert sogar ohne Telefonnummer. Telegram bietet zwar hohe Reichweite, setzt jedoch standardmäßig nicht auf echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, sondern nur in optionalen „Secret Chats“. Auch Apple Nachrichten (iMessage) wird häufig als sichere Option genannt: Die Kommunikation zwischen Apple-Geräten ist zwar Ende-zu-Ende-verschlüsselt, doch aktivierte iCloud-Backups ermöglichen Apple technisch den Zugriff auf die Inhalte. Erst mit erweiterten Datenschutzfunktionen lässt sich dieses Risiko einschränken. Wer Wert auf maximale Vertraulichkeit legt, kommt daher nicht umhin, sich abseits von WhatsApp neu zu orientieren oder im Zweifelsfall ganz auf Messenger zu verzichten.

(Auszug von RSS-Feed)

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Datenleck auf vier Rädern: Polen verbietet chinesische E-Autos in sensiblen Zonen

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Polen zieht die Notbremse: Wegen massiver Sicherheitsbedenken hat das Verteidigungsministerium erste Fahr- und Parkverbote für moderne Elektroautos verhängt – aus Angst vor unkontrolliertem Datenabfluss und möglicher Spionage, wie t-online berichtet.

Moderne Fahrzeuge sind längst rollende Computer. Kameras, Sensoren und Bordsoftware erfassen permanent Daten über Umgebung, Fahrverhalten und Standorte. Genau hier setzt Warschau an: Chinesische E-Autos dürfen militärische Anlagen nicht mehr befahren, auch das Parken nahe sensibler Infrastruktur ist untersagt. Für viele Fahrzeuge bedeutet das faktisch ein lokales Fahrverbot. Weitere Maßnahmen sind bereits in Vorbereitung, darunter Einschränkungen für die Nutzung dienstlicher Smartphones in Verbindung mit Fahrzeugsoftware.

Der Kern des Problems liegt nicht in der Technik selbst, sondern in der Frage, wohin die Daten fließen. Während europäische Hersteller strengen Datenschutzauflagen unterliegen, sind chinesische Unternehmen gesetzlich zur Kooperation mit staatlichen Stellen verpflichtet. Das polnische Militär sieht darin ein nicht hinnehmbares Risiko.

Aber das ist längst nicht alles. Medien berichten, dass die Regelungen künftig auch US-Fahrzeuge wie Tesla betreffen könnten.

Trotzdem boomt der Markt. Chinesische Marken verkaufen sich in Polen rasant – vor allem wegen ihres deutlichen Preisvorteils. Doch Warschau sendet ein klares Signal: Sicherheit geht vor Schnäppchen. Während Brüssel noch prüft, handelt Polen bereits.

(Auszug von RSS-Feed)

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Level Up oder Absturz – Wie Computerspiele uns seit Jahrzehnten auf Social Scoring trimmen

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Was in China heute als Social-Scoring-System international kritisiert wird, ist für eine ganze Generation längst Alltag – nur unter einem anderen Namen. Seit Jahrzehnten trainieren Computerspiele Millionen Menschen darauf, sich beobachtet, bewertet und konditioniert zu verhalten. Belohnt wird, wer sich regelkonform verhält. Bestraft wird, wer aus der Reihe tanzt. Genau dieses Prinzip gilt inzwischen als Blaupause für zahlreiche dystopische Zukunftsmodelle – und wurde im Kinder- und Jugendzimmer bereits ausgiebig erprobt.

Das Grundprinzip moderner Games ist immer gleich: Jede Handlung wird registriert, ausgewertet und mit Punkten, Levels, Fähigkeiten oder Zugang zu neuen Inhalten belohnt. Wer das „richtige“ Verhalten zeigt, steigt auf. Wer abweicht, verliert. Rollenspiele, Action-Games, Rennspiele – sie alle funktionieren nach diesem Muster. Der Spieler lernt früh: Anpassung lohnt sich, Abweichung kostet.

Besonders deutlich wird das in Spielen wie Red Dead Redemption. Wer sich gesetzestreu verhält, profitiert von besseren Interaktionen, Rabatten, Respekt. Wer zum Outlaw wird, verliert Ansehen, Möglichkeiten und Status. Moral wird nicht diskutiert, sondern verrechnet. Das System urteilt – automatisch, emotionslos, unumkehrbar. Genau das, was man heute bei staatlichen Bewertungssystemen als unheimlich empfindet, gilt hier als „immersives Gameplay“.

Diese Logik zieht sich durch zahllose Titel: Erfahrungspunkte ersetzen soziale Anerkennung, Skill-Trees stehen für gesellschaftliche Aufstiegschancen, Level-Downs simulieren sozialen Abstieg. Der Spieler passt sich an, optimiert sein Verhalten, vermeidet Sanktionen. Nicht aus Überzeugung, sondern aus Angst vor Verlust. Wer oft genug erlebt hat, dass falsches Verhalten sofort Konsequenzen hat, internalisiert diese Regeln – ganz ohne staatliche Vorschriften.

Die Gamer-Generation ist damit die erste, die flächendeckend gelernt hat, in permanenten Bewertungssystemen zu leben. Permanente Überwachung? Normal. Verhaltensanpassung? Notwendig. Belohnung für Konformität? Selbstverständlich. Ausschluss bei Regelverstoß? Logisch. Die düsteren Zukunftsvisionen aus Filmen und Romanen wirken deshalb weniger fremd – sie fühlen sich vertraut an. Wie ein bekanntes Interface mit neuen Namen.

Was als Unterhaltung begann, wurde zur Trainingssimulation für eine digital gesteuerte Gesellschaft. Punktesysteme statt Argumente, Algorithmen statt Gerechtigkeit, Fortschritt nur bei Wohlverhalten. Das dystopische Morgen wurde nicht aufgezwungen – es wurde erspielt. 🎮

(Auszug von RSS-Feed)

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Die Digitalisierung spart nichts

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Seit 2009 beobachte ich die Kosten, die in unserem Landkreis für die IT (Informationstechnologie) entstehen. Sie wachsen jedes Jahr, ebenso nimmt die Zahl der Beschäftigten der EDV-Abteilung zu. Das wäre ja o.k., wenn die Zahl der Mitarbeiter in den Fachabteilungen abnehmen würde, weil die Arbeit produktiver wird. Das ist aber nicht der Fall. 

Der Leiter der IT-Abteilung erklärte mir im Finanzausschuß, daß man bis 2024 das Glück gehabt habe, durch eine Lücke im Lizenzrecht Office-Lizenzen für 9 € / Monat zu mieten. Microsoft habe die Lücke erkannt und geschlossen. Deshalb war ein Microsoft-EA-Vertrag abzuschließen, was eine Kostensteigerung von 146 T€ auf 500 T€ bedeutet habe. Alles andere sei strafrechtlich relevant.

Ein anderer Kostentreiber sei die IT-Sicherheit, diese werde auch in Zukunft viel Geld kosten. Weiterhin werden die Fachprogramme immer teurer, u.a. durch Mitarbeiterzuwachs im Sozial- und Jugendbereich. Das hatte Auswirkungen auf die Wartungsverträge usw. Digitalisierung spart weder Geld, noch wird die Arbeit effizienter, sondern alles wird komplexer und braucht Fachpersonal. Aber es wird damit ein Wandel vollzogen. Mit den alten Strukturen wäre man nicht mehr in der Lage, die wachsenden Aufgaben zu erfüllen. Eine große Sorge ist, daß das System gehackt wird und die Verwaltung vielleicht eine lange Zeit nicht arbeitsfähig ist. Das wäre eine Katastrophe, wenn z.B. im Sozialbereich die Auszahlungen nicht gemacht werden können. Es hat Landkreise und Rechenzentren gegeben, die mehrere Monate nicht
arbeitsfähig waren. 

Soweit die Verwaltung. Die Bürokratie wächst schneller, als die EDV folgen kann. Der Wettlauf zwischen dem IT-Hasen und dem Bürokraten-Igel, der immer ruft: Ich bin schon da!. 

Vor ungefähr zwei Jahren wurde die Kreiskasse umgekrempelt. Statt den schönen Frauen am Kassenschalter wurde ein häßlicher blecherner Kassenautomat aufgestellt. Ich habe gestern gefragt, ob nun eine Stelle in der Kasse eingespart worden wäre. – Nein, es müßte ja weiterhin gebucht werden und der Automat betreut. 

Die Kosten des Kreismedienzentrums, welches die IT für die Schulen bereitstellt, explodieren. Ich hatte drauf hingewiesen, daß vor 1960 in den Schulen noch mit Schiefertafel und Schwamm gearbeitet wurde und daß damals alle Rechnen und Schreiben konnten. Die Kosten für das Schulwesen ständen im reziproken Verhältnis zu den schulischen Leistungen. Ich wurde mit dem Hinweis abgespeist, daß für die Lehrpläne der Freistaat zuständig sei. Das wußte ich schon, aber vielleicht sollte man die Lehrpläne wieder mit einfacheren Mitteln erfüllen.

Quelle: Prabelsblog

(Auszug von RSS-Feed)

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Staatliche Regulierungen treiben Bürger in digitale Grauzonen

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Der digitale Alltag in Deutschland wird immer stärker reguliert. Was als Schutz vor Missbrauch, Kriminalität oder Desinformation verkauft wird, greift inzwischen tief in Kommunikation, Zahlungsverkehr und Plattformnutzung ein. Für viele Bürger fühlt sich das weniger nach Sicherheit an, sondern nach permanenter Kontrolle.

Gleichzeitig wächst die Kluft zwischen politischem Anspruch und gelebter Realität. Denn während neue Regeln Transparenz versprechen, entstehen parallel digitale Ausweichräume. Nicht aus Abenteuerlust, sondern aus dem Wunsch nach Autonomie und Verlässlichkeit.

Regulierungsdruck im digitalen Alltag

Ob verpflichtende Identitätsprüfungen, eingeschränkte Zahlungswege oder Sperrlisten für Online-Angebote – staatliche Eingriffe sind längst im Alltag angekommen. Besonders im Netz zeigt sich, wie schnell pauschale Vorgaben individuelle Entscheidungen verdrängen. Was erlaubt ist, wird enger gefasst, was abweicht, sofort problematisiert.

In diesem Umfeld suchen manche Nutzer nach Alternativen, etwa wenn regulierte Angebote als unpraktisch oder übergriffig empfunden werden. Das zeigt sich selbst in Bereichen der digitalen Freizeit, in denen Hinweise auf casinos ohne deutsche Lizenz eher als Symptom denn als Ursache gelten. Entscheidend ist nicht das Angebot selbst, sondern der Impuls dahinter: der Wunsch, sich staatlicher Detailsteuerung zu entziehen. Genau dieser Impuls wird durch immer neue Hürden weiter verstärkt.

Misstrauen gegenüber staatlicher Kontrolle

Regulierung lebt von Akzeptanz. Doch die schwindet, wenn Regeln als widersprüchlich oder realitätsfern wahrgenommen werden. Viele Maßnahmen wirken wie politische Schnellschüsse, die technische und soziale Folgen ausblenden.

Besonders sensibel reagieren Menschen, wenn Zahlungsströme oder digitale Identitäten zentral erfasst werden. Die Sorge vor Datenmissbrauch ist kein Randphänomen mehr. Sie speist sich aus vergangenen Skandalen, aber auch aus dem Gefühl, dass der Bürger grundsätzlich als Risiko betrachtet wird.

Ausweichbewegungen im Netz

Wo Vertrauen fehlt, entstehen Umgehungsstrategien. Verschlüsselte Messenger, alternative Zahlungsformen oder ausländische Plattformen sind längst keine Nische mehr. Sie werden genutzt, weil sie als weniger bevormundend gelten.

Dabei geht es selten um Gesetzesbruch aus Prinzip. Vielmehr suchen Nutzer nach funktionierenden Lösungen, wenn offizielle Wege kompliziert, langsam oder unzuverlässig erscheinen. Das Netz bietet diese Möglichkeiten – grenzüberschreitend, dezentral und schwer kontrollierbar.

Wenn Regulierung Kontrolle verliert

Hier liegt das eigentliche Paradox. Je dichter das Regelwerk, desto attraktiver werden unregulierte Zonen. Der Staat verliert nicht deshalb Kontrolle, weil er zu wenig eingreift, sondern weil er zu viel auf einmal will.

Effektive Steuerung braucht Augenmaß. Sie setzt auf klare Regeln, aber auch auf Eigenverantwortung. Ohne dieses Gleichgewicht entsteht ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem am Ende niemand gewinnt – außer jene, die sich komplett entziehen.

Was das für Bürger bedeutet

Für politisch wache Bürger ist das mehr als ein technisches Thema. Es geht um Freiheit im digitalen Raum und um die Frage, wie viel Kontrolle eine offene Gesellschaft verträgt. Wer heute Ausweichbewegungen kritisiert, sollte morgen die Ursachen benennen.

Regulierung kann sinnvoll sein. Doch sie muss nachvollziehbar, begrenzt und überprüfbar bleiben. Andernfalls treibt sie genau jene Grauzonen hervor, die sie eigentlich beseitigen will.

(Auszug von RSS-Feed)

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Glücksspielgesetz unter Druck: Was andere Länder besser machen und was wir daraus lernen können

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Die Debatte über die deutsche Glücksspielregulierung hat in den vergangenen Monaten deutlich an Intensität gewonnen. Seit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags im Juli 2021 verfügt Deutschland erstmals über ein einheitliches Regelwerk für den Online-Glücksspielmarkt. Ziel war es, einen zuvor weitgehend unregulierten Bereich zu ordnen, Spielerschutz zu stärken und illegale Angebote zurückzudrängen. Gleichzeitig sollte ein legaler Markt entstehen, der für Anbieter wirtschaftlich tragfähig ist und für Nutzer eine attraktive Alternative darstellt.

Genau an diesem Spannungsfeld entzündet sich die politische und gesellschaftliche Diskussion, gerade da das Jahr 2026 eines der Neujustierung sein wird. Kritiker bezweifeln, dass das derzeitige System diese Balance erreicht, doch Befürworter verweisen auf die Notwendigkeit strenger Regeln, um problematisches Spielverhalten wirksam einzudämmen.

Der Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass viele Staaten mit ähnlichen Zielkonflikten ringen, einige jedoch andere regulatorische Wege eingeschlagen haben, die in der Praxis als vergleichsweise stabil gelten.

Hohe Kontrolle, umstrittene Akzeptanz

Mit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 wurde ein stark zentralisiertes Aufsichtsmodell etabliert. Kern des Ansatzes ist die länderübergreifende Regulierung durch eine gemeinsame Behörde, die Zulassungen erteilt, Auflagen überwacht und gegen im Ausland lizenzierte Angebote vorgeht. 

Hinzu kommen technische Instrumente, die anbieterübergreifend greifen sollen, wie zum Beispiel zentrale Systeme zur Überwachung von Einzahlungslimits oder zur Verhinderung paralleler Nutzung mehrerer Angebote.

Aus regulatorischer Sicht verfolgt dieses Modell eine klare Logik. Wer Limits nicht nur bei einem Anbieter, sondern marktweit durchsetzt, reduziert Umgehungsmöglichkeiten. In der politischen Debatte wird jedoch zunehmend die Frage gestellt, ob die hohe Regeldichte unbeabsichtigte Nebenwirkungen erzeugt. Denn Regulierung wirkt im digitalen Raum immer auch über Nutzerverhalten. Wird der legale Markt als zu restriktiv oder technisch fehleranfällig wahrgenommen, steigt die Bereitschaft, auf Alternativen auszuweichen, wie sie bei https://www.hochgepokert.com/casino/ohne-lugas/ verglichen werden.

Dänemark als Lizenzsystem mit hoher Marktdurchdringung

Dänemark gilt in vielen europäischen Fachkreisen als Beispiel für ein funktionierendes Online-Glücksspielmodell. Das Land liberalisierte seinen Markt frühzeitig und setzte auf ein klares Lizenzsystem, das privaten Anbietern den Marktzugang erlaubt, sie aber zugleich strengen Auflagen unterwirft. Entscheidend ist dabei weniger die formale Ausgestaltung der Regeln als ihre konsequente Durchsetzung.

Die dänische Glücksspielaufsicht veröffentlicht regelmäßig Berichte über den legalen und illegalen Markt. Diese Transparenz ist ein zentraler Unterschied zu vielen anderen Ländern. Die Daten zeigen, dass ein Großteil der Online-Spielaktivität über lizenzierte Anbieter abgewickelt wird. Im Ausland lizenzierte Angebote existieren zwar weiterhin, verlieren jedoch durch gezielte Maßnahmen an Sichtbarkeit und Reichweite.

Gleichzeitig verschweigt das dänische Modell seine Schwächen nicht. Studien belegen, dass auch dort Minderjährige mit Online-Glücksspiel in Kontakt kommen und dass Spielerschutz kontinuierlich weiterentwickelt werden muss. Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass Regulierung als lernender Prozess verstanden wird. Anpassungen erfolgen auf Basis von Daten und nicht allein aus politischem Druck heraus.

Das Vereinigte Königreich mit Reform statt radikaler Neuordnung

Das Vereinigte Königreich verfolgt einen anderen Ansatz. Dort bildet der Gambling Act aus dem Jahr 2005 bis heute die gesetzliche Grundlage. Angesichts der rasanten Digitalisierung wurde jedoch erkannt, dass dieses Regelwerk nicht mehr alle Realitäten des Online-Marktes abbildet. Anstatt ein komplett neues System zu schaffen, setzt die britische Politik auf eine umfassende Reform bestehender Strukturen.

Im Zentrum steht ein stärker risikobasierter Ansatz. Nicht alle Spieler oder Produkte werden pauschal gleichbehandelt, sondern differenziert nach Gefährdungspotenzial. Ergänzt wird dies durch modernisierte Aufsichtsmechanismen, strengere Anforderungen an Produktdesign und Werbung sowie eine stärkere finanzielle Beteiligung der Branche an Präventions- und Hilfsangeboten.

Für die deutsche Diskussion ist dieses Modell deshalb interessant, weil es weniger auf zentrale technische Kontrollsysteme setzt und stärker auf abgestufte Eingriffe. Der Fokus liegt auf problematischen Mustern und Hochrisikobereichen, nicht auf einer vollständigen Vereinheitlichung aller Spielangebote.

Niederlande und Schweden mit intensiver Liberalisierung

Auch die Niederlande bieten ein aufschlussreiches Beispiel. Mit der Einführung eines Lizenzsystems wurde der Online-Glücksspielmarkt geöffnet, nachdem viele Jahre lang faktisch ein Graubereich existierte. Ziel war es, Spieler in regulierte Angebote zu lenken und staatliche Kontrolle herzustellen. Die ersten Jahre zeigten jedoch, dass Öffnung allein keine Garantie für hohe Kanalisierung ist.

Das ist auch in Deutschland zu spüren. Laut offiziellen Berichten der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder lag die Kanalisierungsquote im deutschen Online-Glücksspielmarkt auch 2024 deutlich unter den ursprünglich angestrebten 90 Prozent. Schätzungen aus der Branche gehen je nach Segment von Werten zwischen 60 und 70 Prozent aus.

Strenge Werbevorgaben und komplexe Zulassungsverfahren erschwerten es legalen Anbietern, schnell Marktanteile zu gewinnen. Gleichzeitig blieben nicht lizenzierte Plattformen für viele Nutzer erreichbar. Die niederländische Erfahrung verdeutlicht, dass Regulierung immer auch marktwirtschaftliche Effekte erzeugt: Sichtbarkeit, Produktvielfalt und Nutzerfreundlichkeit beeinflussen maßgeblich, ob der legale Markt angenommen wird.

Schweden wiederum liberalisierte seinen Markt bereits 2019 und formulierte klare Kanalisierungsziele. In der Praxis zeigte sich jedoch, dass diese Ziele nicht vollständig erreicht wurden. Insbesondere im Bereich Online Casino wird öffentlich diskutiert, ob die regulatorischen Rahmenbedingungen ausreichend attraktiv sind, um Spieler dauerhaft im legalen Segment zu halten. Auch hier wird deutlich, dass Regulierung kein statischer Zustand ist, sondern kontinuierlicher Anpassung bedarf.

Fünf Lehren aus internationalen Modellen

Der internationale Vergleich zeigt keine perfekte Lösung, wohl aber wiederkehrende Muster, die für die deutsche Reformdiskussion relevant sind. Erstens muss Kanalisierung messbar und transparent sein. Länder wie Dänemark veröffentlichen regelmäßig Daten zur Marktstruktur. Ohne vergleichbare Kennzahlen bleibt die Bewertung des eigenen Systems spekulativ.

Zweitens ist die Durchsetzung entscheidend. Ein Regelwerk entfaltet nur dann Wirkung, wenn illegale Angebote tatsächlich an Reichweite verlieren. Dazu gehören rechtssichere Sperrmaßnahmen ebenso wie Kooperationen mit Zahlungsdienstleistern und Werbeplattformen.

Drittens ist Akzeptanz ein regulatorischer Faktor. Technisch durchsetzbare Instrumente verlieren an Wirkung, wenn sie von großen Teilen der Nutzerschaft als unverhältnismäßig empfunden werden. Regulierung im digitalen Raum konkurriert immer mit alternativen Angeboten.

Viertens gewinnen risikobasierte Ansätze an Bedeutung. Pauschale Regeln für alle Marktteilnehmer stoßen zunehmend an Grenzen. Internationale Beispiele zeigen, dass differenzierte Modelle flexibler auf problematisches Verhalten reagieren können.

Fünftens muss Regulierung lernfähig bleiben. Staaten, die regelmäßig evaluieren, nachjustieren und ihre Entscheidungen öffentlich begründen, schaffen mehr Vertrauen und erhöhen die langfristige Stabilität des Systems.

Die Diskussion um das deutsche Glücksspielgesetz ist damit mehr als eine juristische Detailfrage. Sie berührt grundlegende Fragen moderner Regulierung in digitalen Märkten. Andere Länder zeigen, dass funktionierende Modelle nicht zwingend weniger streng sind, sondern oft klarer, transparenter und näher an der Realität der Nutzer orientiert. Ob Deutschland diesen Weg einschlägt, wird maßgeblich darüber entscheiden, ob der legale Markt seine zentrale Aufgabe erfüllen kann.

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Boston Dynamics: Der teuerste Tech-Zirkus des Silicon Valley

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Seit fast 20 Jahren liefert Boston Dynamics dasselbe Schauspiel: Musik drunter, Kamera an, Roboter turnt – Investoren klatschen. Inhaltlich hat sich in dieser Zeit kaum etwas bewegt. Kein Durchbruch, kein Produkt, kein echter Nutzen. Nur immer neue Videos für Medien und Anleger.

Jetzt heißt es plötzlich, der humanoide Atlas arbeite „autonom“ in einer Hyundai-Fabrik. Autonom? In Wahrheit steht dort ein extrem teures Spielzeug, das vorher exakt einstudierte Bewegungen abspult. Wer glaubt, diese Maschinen könnten selbstständig Probleme lösen, Werkzeuge finden oder flexibel reagieren, glaubt auch an selbstfahrende Autos im Feierabendverkehr.

Der Vergleich mit Theranos ist kein Zufall. Auch dort wurde jahrelang ein technologisches Wunder versprochen, das nie existierte. Der Unterschied: Theranos flog auf – Boston Dynamics wurde einfach weitergereicht. Und das ausgerechnet mit Verlust. Ein angeblich revolutionäres Unternehmen mit Milliardenwert? Verkauft günstiger als eingekauft? Das nennt man keinen Erfolg, das nennt man Flucht.

Der humanoide Roboter ist ökonomisch ein Totalschaden: Anschaffungskosten im sechsstelligen Bereich, kurze Laufzeiten, teure Akkus, permanenter Wartungsbedarf – und spätestens nächstes Jahr technisch überholt. Ein menschlicher Arbeiter lernt, denkt, improvisiert. Der Roboter wartet auf Updates und verliert Strom.

Auch das Buzzword „KI“ rettet nichts. Saltos, Tänze und akrobatische Einlagen sind keine Intelligenz, sondern Choreografie. Bewegungsabläufe sind seit Jahrzehnten beherrschbar. Das ist keine Revolution, das ist Show. Wer hier von „autonomem Denken“ spricht, betreibt bewusste Irreführung.

Am Ende läuft alles auf ein perfides Geschäftsmodell hinaus: Roboter werden nicht verkauft, sondern vermietet. Unternehmen ersetzen Mitarbeiter – und machen sich selbst abhängig von Tech-Konzernen. Wer keine Arbeiter mehr beschäftigt, sondern Maschinen least, ist kein Arbeitgeber mehr. Er ist Kunde. Und zwar auf Dauer.

Boston Dynamics verkauft keine Zukunft. Sie verkaufen Hoffnung, Hype und Hochglanz – bezahlt mit Milliarden. Viel Bewegung, null Fortschritt. Wer hier noch von Innovation spricht, will entweder nicht hinschauen – oder er verdient daran.

Quelle: YouTube-Video „Boston Dynamics Is A Scam“

(Auszug von RSS-Feed)
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