Vorschau ansehen
In einem ausführlichen Interview hat der ehemalige britische Parlamentsabgeordnete Andrew Bridgen schwerwiegende Vorwürfe zu organisiertem Kindesmissbrauch, Kinderhandel und staatlichem Versagen erhoben. Im Gespräch mit dem Journalisten Flavio Pasquino von LightHouseTV sprach Bridgen über aus seiner Sicht systematische Missstände, die von Politik, Justiz und Sicherheitsbehörden ignoriert oder aktiv verschwiegen würden.
Bridgen kritisierte, dass es im Vereinigten Königreich keine eigenständige strafrechtliche Erfassung von sogenanntem „satanischem Kindesmissbrauch“ gebe. Dies liege nicht an fehlenden Hinweisen, sondern daran, dass das Thema gesellschaftlich und politisch tabuisiert werde. Vergleichbare Mechanismen der Verdrängung sieht er nach eigenen Angaben auch in anderen europäischen Ländern, unter anderem in den Niederlanden.
Vorwürfe zu internationalem Kinderhandel
Zentraler Bestandteil des Gesprächs waren Bridgens Behauptungen über einen international organisierten Kinderhandel. Demnach würden Kinder aus osteuropäischen Ländern wie der Ukraine und Moldau nach Großbritannien gebracht – zum Zweck sexueller Ausbeutung und illegaler Organentnahmen. Bridgen erklärte, er habe entsprechende Beweise gesehen und diese an Polizei, Geheimdienste sowie die nationale Kriminalpolizei weitergeleitet. Reaktionen oder Ermittlungen seien jedoch ausgeblieben, selbst dann, wenn die Informationen von ukrainischen Geheimdienstquellen gestammt hätten.
Besonders brisant: Whistleblower, die versucht hätten, diese Strukturen offenzulegen, seien nach Bridgens Darstellung Ziel von Mordanschlägen geworden. Die Vorwürfe legen nahe, dass staatliche Stellen zumindest durch Untätigkeit zur Fortsetzung der Verbrechen beitrügen.
In diesem Zusammenhang nannte Bridgen auch das Unternehmen Chemonics, das er mit Geldwäsche im Umfeld von Kinderhandel in Verbindung brachte. Beweise dafür wurden im Interview nicht öffentlich vorgelegt. Bridgen erklärte jedoch, dass er nach seinen Aussagen massiven persönlichen Druck erfahren habe, darunter falsche Anschuldigungen und politische Isolation innerhalb des Parlaments.
Missbrauchsskandale im Inland
Neben internationalen Aspekten sprach Bridgen auch über Fälle organisierter sexualisierter Gewalt im Vereinigten Königreich. Er verwies auf Gruppenvergewaltigungen minderjähriger Mädchen aus sozial schwachen Verhältnissen durch kriminelle Netzwerke. Auch hier warf er Polizei und Justiz systematisches Wegsehen und in einzelnen Fällen aktive Beteiligung vor. Nach seiner Darstellung seien Opfer teilweise selbst von Polizeibeamten erpresst oder missbraucht worden.
Bridgen deutete diese Vorgänge als Ausdruck einer tiefgreifenden institutionellen Korruption, die Polizei, Politik, Justiz und wirtschaftliche Akteure umfasse. In einem solchen System, so seine Einschätzung, könnten nur jene aufsteigen, die bereit seien, bestehende Strukturen zu schützen.
„Ein verrottetes System“
Der frühere Abgeordnete beschreibt das Problem als globales Phänomen, das in etablierten Medien kaum thematisiert werde, obwohl es Millionen von Kindern betreffe. Seine Motivation, trotz persönlicher Konsequenzen an die Öffentlichkeit zu gehen, begründet Bridgen mit dem Schutz von Kindern vor schwersten Verbrechen.
Er verwies zudem auf das Ende seiner politischen Karriere und erklärte, diese habe eingesetzt, nachdem er sich gegen die Zulassung experimenteller Covid-Impfstoffe für Kleinkinder ausgesprochen habe.
Das Interview zeichnet das Bild eines hochgradig umstrittenen, aber weitreichenden Vorwurfs: dass organisierter Kindesmissbrauch nicht nur existiere, sondern durch staatliches Versagen – oder staatliche Beteiligung – ermöglicht werde. Belege für viele der Aussagen liegen bislang nicht öffentlich überprüfbar vor. Gleichwohl wirft das Gespräch Fragen nach Transparenz, Ermittlungsbereitschaft und institutioneller Verantwortung auf.

