Was jahrzehntelang als wissenschaftlicher Fortschritt gefeiert wurde, entpuppt sich bis heute als moralischer Abgrund: Unter dem Deckmantel der Sexualforschung sammelte das Kinsey-Institut Daten, die aus systematischem sexuellem Missbrauch von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen stammten. Führende Vertreter des Instituts räumten später selbst ein, gezielt mit Pädophilen zusammengearbeitet zu haben. Die Folgen dieser Relativierung reichten bis in Rechtsprechung, Sexualpädagogik und Gesellschaft hinein und forcierten eine Verharmlosung von Pädophilie.
Von Guido Grandt
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Pat Trueman, ehemaliger Anwalt des US-Justizministeriums, stellte unmissverständlich klar, dass die sadomasochistischen Baby- und Kinderexperimente des ehemaligen Zoologen, Gallwespen-Spezialisten und späteren Sexualforschers Alfred Charles Kinsey (1894-1956) Taten betrafen, zu denen kein Kind jemals seine Einwilligung geben konnte – und für die auch kein Elternteil oder Erziehungsberechtigter rechtlich oder moralisch seine Zustimmung geben konnte. Es handelte sich damit eindeutig um Handlungen außerhalb jedes zulässigen, rechtlichen oder ethischen Rahmens. »Es geht also um kriminelles Verhalten, den kriminellen sexuellen Missbrauch von Kindern.«
Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) schreibt bezüglich von »Kinseys pädokrimineller Agenda«: In einem von Paul Gebhard und dem Kinsey-Team 1965 publizierten Buch ist die Auffassung des Kinsey-Instituts zu sexuellem Missbrauch an Kindern so zusammengefasst: ‚Das Entsetzen, mit dem unsere Gesellschaft auf den Erwachsenen blickt, der sexuellen Kontakt mit jungen Kindern hat, relativiert sich, wenn wir das Verhalten anderer Säugetiere untersuchen. Sexuelle Aktivitäten zwischen erwachsenen und unreifen Tieren sind gängig und scheinen aus biologischer Sicht normal zu sein.‘ In Kapitel 5 seines Buches Sexual Behavior of the Human Male beschreibt Kinsey die ‚Sexual-Daten‘ von (mindestens) 317 Kindern im Alter zwischen 2 Monaten und 15 Jahren. Die Daten über vorpubertäre Jungen, so Kinsey, kamen aus ‚den Lebensläufen erwachsener Männer, die sexuelle Kontakte mit kleinen Knaben hatten, und die mit dem Wissen von Erwachsenen in der Lage waren, die Erfahrungen der Knaben zu begreifen und zu interpretieren. (…) Einige dieser Erwachsenen waren technisch geschulte Personen, die Tagebuch oder andere Aufzeichnungen führten …«
Und weiter: »Insgesamt sammelte das Kinsey-Institut allerdings wesentlich mehr sexuelle Daten von Kindern und Jugendlichen, nämlich von 1.888 Jungen ‚im Alter zwischen 5 Monaten und Adoleszenz‘ sowie von ‚147 prä-adoleszenten (vorpubertären/GG) Mädchen‘ zwischen 2 und 15 Jahren. Die Jungen und Mädchen wurden sexuell ‚stimuliert‘ oder stimulierten sich selbst, während pädokriminelle ‚Beobachter‘ mit einer Stoppuhr die Zeit bis zum Erreichen eines ‚Orgasmus‘ maßen.«
Tatsächlich gab Paul Gebhard (1917-2015), Anthropologe, Sexologe und nach Kinseys Tod zweiter Direktor des Kinsey-Instituts, in einem Interview 1992 zu, dass das Kinsey-Team Pädokriminelle für die Erlangung wissenschaftlicher Daten über angeblich normalen Kindersex rekrutierte. Konkret sagte Gebhard: »Wir baten sie [die Pädophilen], Beobachtungen zu machen, Aufzeichnungen und wenn möglich, die Zeit zu stoppen und uns dann zu berichten.«
Auf die Frage des Interviewers, ob Pädokriminelle normalerweise mit Stoppuhren herumgingen, reagierte Gebhard: »Sie tun es, wenn wir ihnen sagen, dass wir daran interessiert sind (…) Wenn wir Pädophile befragen, haben wir gefragt: Mit wie vielen Kindern haben Sie es gemacht? Wie alt waren diese? Denken Sie, dass sie [die Kinder] zum Höhepunkt gekommen sind oder nicht? (…) Sind Sie sicher, dass es der Höhepunkt war oder nicht?«
Dafür findet man kaum noch Worte. Hunderte Kinder wurden über Monate hinweg von Pädophilen und Päderasten missbraucht – systematisch, wiederholt, zerstörerisch. Die detaillierten Aufzeichnungen ihrer Peiniger, Protokolle von Leid, Angst und Gewalt, wurden anschließend als angeblich »wissenschaftliche Daten« an Alfred Charles Kinsey weitergereicht und von ihm ausgewertet.
Was hier als Forschung ausgegeben wurde, war nichts anderes als die akademische Verwertung schwerster Verbrechen. Es ist unfassbar – und zugleich ein moralischer Abgrund, den man bis heute zu relativieren versucht.
In der BBC-Dokumentation »Secret History: Kinsey Pädophile« kommt auch Esther White, eine ältere Frau, zu Wort, die berichtet, wie sie als kleines Mädchen von ihrem Vater und Großvater sexuell missbraucht wurde. Beide Männer standen mit Kinsey im Kontakt.
Esther erinnert sich an einen Besuch Kinseys in ihrem Elternhaus. Ihr Vater habe ihr sexuelles »Verhalten« mit Hilfe einer Stoppuhr aufgezeichnet, Filmaufnahmen gemacht und dann wohl, so erinnert sie sich, an Kinsey weitergeleitet.
In Das sexuelle Verhalten der Frau befindet Kinsey: »Wenn das Kind nicht kulturell geprägt wäre, wäre es zweifelhaft, ob es durch die sexuellen Annäherungen überhaupt gestört würde. Es ist schwer zu verstehen, warum ein Kind darüber verstört sein sollte, wenn man seine Genitalien berührt oder dass es die Genitalien anderer Personen zu sehen bekommt, und sogar, dass es durch spezifisch sexuelle Akte verstört sein sollte – es sei denn auf Grund kultureller Prägung.«
Wenn die Eltern nicht einschreiten würden, so Kinsey weiter, sei Vergewaltigung für junge Mädchen oder Frauen ein »schönes Erlebnis«.
Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) erklärt: »‘Da die Kinsey-Gruppe behauptete, alle sexuelle Gewalt sei Teil des normalen Säugetiererbes, sahen wir zuerst auf dem Gebiet der Vergewaltigung ein wachsendes Interesse am Schutz des Täters statt des Opfers‘, fasst Judith Ann Reisman, US-amerikanische Kommunikationswissenschaftlerin, ehemalige Präsidentin des Institute for Media Education und Beraterin mehrerer US-amerikanischer Justiz-, Bildungs- und Gesundheitsbehörden zusammen.
In ihren Forschungen weist sie nach, dass Kinseys extreme Verharmlosung von sexuellem Missbrauch Auswirkungen auf die amerikanische Strafgesetzgebung hatte und beispielsweise Vergewaltigung neu definiert und das Strafmaß herabgesetzt wurde.
Als das FBI 1950 vor einem Anstieg sexueller Straftaten warnte, ‚machte Kinsey sich darüber lustig (…) Was die Nation und das FBI, so Kinsey, abscheuliche Verbrechen gegen Kinder nennen würde, seien Dinge, die in einer ziemlichen Anzahl in unseren Fallgeschichten vorkommen. Nur in wenigen Fällen sei die Öffentlichkeit aufgeschreckt oder die Polizei einbezogen. Kinsey gehörte zu denen, die bezüglich sogenanntem sexuellem Kindesmissbrauch die Ansicht vertraten, dass dabei der wesentlich größere Schaden durch die Hysterie der Erwachsenen angerichtet würde.‘«
Was im Zusammenhang mit dem Sadomasochisten auch nicht an die große Glocke gehängt wurde – und zwar bis heute – sind Kinseys »pädokriminellen Helfer«. Darunter befanden sich Lehrer, Väter und Mütter sowie Vertreter oder Angehörige pädophiler Organisationen im Inland (der USA) und im Ausland.
Doch die meisten Daten über das »sexuelle Verhalten« von Kindern erhielt Kinsey von einem einzigen Mann: »Mr. Green«. Mit diesem vermutlichen Decknamen wurde er jedenfalls im Kinsey-Archiv geführt. In J.H. Jones Kinsey-Biografie (Alfred C. Kinsey A Public/Private Life) als »Mr. X«. »Mr. Green, war es auch, der die »sechs Orgasmus-Typen« bei Säuglingen und kleinen Jungen erfand.
Die BBC fand schließlich in Vorbereitung auf die Kinsey-Dokumentation heraus, dass es sich bei der Identität von »Mr. Green« um Rex King handelte, einen bekannten Serienvergewaltiger in den USA, der mehr als 800 Jungen und Mädchen sexuell missbraucht hatte.
Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) berichtet dazu: »Im Juni 1944 fuhr Kinsey 800 Meilen weit, um King zu treffen. In die Technik des Aufzeichnens von Orgasmen mittels Stoppuhr war King damals schon eingeführt. Er besaß zahlreiche Aufzeichnungen über das ‚sexuelle Verhalten‘ seiner Vergewaltigungsopfer, und Kinsey, so Jones, sah darin eine ‚wissenschaftliche Goldmine‘.«
In der BBC-Dokumentation heißt es darüber: »In den folgenden drei Jahren hatte Kinsey regelmäßig Kontakt mit Green [King]. 1948 publizierte er große Abschnitte aus Greens Aufzeichnungen (…) Aber er stellte sie nicht als die Behauptungen eines selbst-bekennenden Kinderschänders vor; er stellte sie als den ersten wissenschaftlichen Beweis dafür vor, dass Kinder von Geburt an sexuell seien (…) Ohne irgendeine unabhängige Bestätigung publizierte er [Kinsey] wortwörtlich Kings detaillierte Beschreibung dessen, was ein Pädophiler als ’Orgasmus’ bei Hunderten von Kindern, die er missbraucht hatte, bezeichnete.«
Alfred Kinsey bot Rex King sogar ein Gehalt an, damit er mehr Zeit für seine »Aufzeichnungen« hätte, die er über den Klee lobte: »Das ist das Wertvollste, was wir je bekommen haben und ich möchte Ihnen ganz besonders danken, dass Sie Ihre Zeit dafür geopfert haben und zur Mitarbeit bereit waren (…) Jeder wissenschaftlich geschulte Mensch wird verstehen, wie wertvoll diese Daten sind.«
FORTSETZUNG IN TEIL 5
Guido Grandt (geb. 1963) ist investigativer Journalist, Publizist, TV-Redakteur und freier Produzent. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf Recherchen zu organisierter Kriminalität, Geheimgesellschaften sowie auf brisanten Themen aus Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär und Sicherheit. Darüber hinaus widmet er sich der Aufdeckung verborgener oder tabuisierter Hintergründe zeitgeschichtlicher Ereignisse. Guido Grandt veröffentlichte bisher über 40 Sachbücher und verfasste rund 6.000 Artikel.
Ein drogensüchtiger Marokkaner vergewaltigte eine behinderte Italienerin und hinterließ ein Blutbad. Die Einsatzkräfte waren schockiert über das Ausmaß des Gewaltausbruchs. Der Täter saß bereits zuvor wegen gewalttätiger Übergriffe gegenüber der Frau in Haft.
In einer Wohnung in der italienischen Stadt Treviso spielten sich grauenhafte Szenen ab. Eine 49-jährige behinderte Frau schilderte vor Gericht eine Nacht der Folter, die in blankem Terror endete. Ermittler beschrieben den Tatort später als Szene “authentischen Horrors”, Blut an Böden, Möbeln und sogar auf der Terrasse. Der Angeklagte: ein 41-jähriger marokkanischer Staatsbürger mit Vorstrafen, Drogen- und Alkoholproblemen.
Vor Gericht legte die Frau eine Aussage ab, die erschüttert. “Ich wurde geschlagen, mit einem Cuttermesser gefoltert, und dann hat er mich auch mit einer Flasche vergewaltigt”, sagte sie. Der Täter ließ sie bewusstlos und schwer verletzt zurück. Die Beziehung zwischen Opfer und Täter war den italienischen Medienberichten zufolge von Beginn an ein Pulverfass. Trotz einer früheren Verurteilung wegen Misshandlung der Frau und ihres kleinen Sohnes ließ sie ihn nach seiner Haft wieder in ihre Wohnung zurück. Sie hoffte, er werde ihr bei ihrer Behinderung helfen, und glaubte seinem Versprechen: “Ich habe mich geändert, du wirst sehen, jetzt wird es zwischen uns funktionieren.”
Bereits Monate vor der Tat eskalierte die Gewalt erneut. Ab September 2024 soll der Mann die Frau zunehmend geschlagen, ihr mit einem Küchenmesser gedroht und erklärt haben: “Wir werden beide heute Nacht hier sterben.” Am 5. Januar 2025 erreichte das Inferno seinen Höhepunkt. Angetrieben von Alkohol und Kokain habe er sie brutal verprügelt, ins Badezimmer gezerrt und „gegen das Bidet geschleudert, bis sie das Bewusstsein verlor“, wie es im Gerichtssaal hieß.
Als die Frau am nächsten Morgen den Notruf 118 wählte und flehte: “Kommt, er hat mich massakriert”, fanden Rettungskräfte eine Wohnung vor, die wie ein Schlachtfeld aussah. Der Angeklagte lag auf dem Bett, umgeben von Drogenutensilien, Alufolie und Crackpfeife. Trotzdem bestreitet er bis heute die Vorwürfe und behauptet, die schwere Halsverletzung sei ein “Unfall auf dem Weg ins Bad” gewesen. Der Mann sitzt derzeit im Gefängnis Santa Bona und wartet auf das Urteil. Ihm werden Misshandlung, schwere Körperverletzung und sexuelle Gewalt vorgeworfen. Das Strafmaß wird am 19. Februar verkündet.
Nun stellt sich nur noch die Frage, ob der Täter – wie so oft – auf die Unterstützung der italienischen Kuscheljustiz zählen kann, oder aber ob es für die schwer misshandelte Frau doch noch etwas Gerechtigkeit geben wird. Mehr noch wird deutlich, dass dieser drogensüchtige und gewalttätige Marokkaner generell eine Gefahr für die Sicherheit von Frauen darstellt.
In Göteborg wurde eine junge Mutter Opfer einer geplanten, gemeinschaftlichen Vergewaltigung – und während ein Täter vergleichsweise milde davonkommt, wird der andere gleich ganz in die Psychiatrie ausgelagert. Schweden, einst Vorzeigeland der Rechtsstaatlichkeit, liefert erneut ein bedrückendes Bild.
Für Frauen wird Schweden zusehends ein höchst unsicheres Pflaster. Unzählige Fälle von Übergriffen, Vergewaltigungen und Misshandlungen sind bereits dokumentiert. Nun folgt ein weiterer Fall, der die mediale Aufmerksamkeit erregt, weil wieder einmal eine junge Mutter Opfer von importierter Gewalt wurde. Am 8. Juni des Vorjahres verlässt die Frau eine Party in Göteborg. Sie ist müde, alkoholisiert, will nur noch nach Hause. An einer ausgewiesenen Abholstelle für Fahrdienste hält ein schwarzer Mercedes mit getönten Scheiben. Zwei Männer geben sich als Taxifahrer aus. Die Frau vertraut ihnen – ein fataler Moment, der ihr Leben für immer verändern wird.
Vor Gericht schilderte sie später: “Ich war wirklich müde und wirklich betrunken. Ich habe gefragt, ob sie mich wirklich nach Hause fahren, und sie haben Ja gesagt.” Sie habe mehrfach nachgehakt, ob sie tatsächlich auf dem Weg zu ihr nach Hause seien. Die Männer bejahten es. Zunächst sei die Stimmung nicht bedrohlich gewesen. “Am Anfang war es keine schlechte Atmosphäre. Ich dachte, ich fahre nach Hause.” Doch als das Auto an der Ausfahrt zu ihrer Wohnung vorbeifuhr, kamen Zweifel auf. “Erst als sie meine Ausfahrt verpasst haben, habe ich mich gefragt, was wir eigentlich vorhaben.”
Doch da war es bereits zu spät. Statt nach Hause ging es über einen McDonald’s in Mölndal weiter Richtung Näset, südlich von Göteborg. Während der Fahrt tauschten die Männer Textnachrichten aus – unter anderem mit dem eindeutigen Stichwort “Näset”. Das Gericht wertete dies später als Beweis dafür, dass Route und Ziel im Voraus geplant waren. Die Täter sprachen zudem immer wieder in einer Sprache, die das Opfer nicht verstand.
“Der kleinere Mann war mir gegenüber ein wenig übergriffig, und sie haben miteinander in einer anderen Sprache gesprochen. Ich glaube, es war Arabisch”, sagte die Frau aus. “Sie haben viel miteinander geredet, ohne dass ich verstanden habe, was sie sagen. Ich habe es so gedeutet, dass sie darüber gesprochen haben, was sie mit mir vorhaben. Wofür sie mich benutzen wollen.”
In einem abgelegenen Waldgebiet in Askim hielt der Wagen schließlich an. Dort folgte der Satz, der die ganze Brutalität und Kaltschnäuzigkeit dieser Tat entlarvt. Laut Gerichtsakten wurde der Frau eine “Wahl” gestellt: “Du hast die Wahl: Einer nach dem anderen oder beide gleichzeitig?” Eine Wahl, die keine ist. Eingesperrt, ausgeliefert, ohne Fluchtmöglichkeit, in Todesangst. “Ich habe zugestimmt, einen nach dem anderen zu nehmen”, sagte sie später der Polizei. Was hätte sie auch sonst tun sollen?
Die Übergriffe beschrieb sie als “sehr grob”. Sie habe zudem das Gefühl gehabt, gefilmt zu werden, weshalb sie ihr Gesicht abwandte. Erniedrigung, Angst, völliger Kontrollverlust – das volle Programm. Das Bezirksgericht Göteborg ließ an der Einordnung keinen Zweifel. Die Frau sei betrunken, verängstigt und in einer besonders schutzlosen Lage gewesen. Die Situation sei zutiefst bedrohlich und demütigend gewesen. In der Urteilsbegründung heißt es unmissverständlich: “Da die Vergewaltigung von zwei Personen gemeinsam und einvernehmlich durchgeführt wurde, an einem abgeschiedenen Ort, nachdem das Opfer über längere Zeit unter ihrer Kontrolle stand und unter Umständen, die das Opfer als äußerst bedrohlich und erniedrigend wahrnehmen musste, ist die Tat als schwere Vergewaltigung einzustufen.”
Verurteilt wurde jedoch nur einer der beiden Täter – und selbst das wirkt eher wie ein symbolischer Akt. Der 42-jährige Mohammad Deeb, kuwaitischer Herkunft, seit 2010 in Schweden, erhielt fünf Jahre Haft und muss der Frau 370.000 Kronen Schmerzensgeld zahlen. Fünf Jahre für Entführung, Täuschung, gemeinschaftliche Vergewaltigung. Zum Vergleich: In Schweden sitzt man für Drogendelikte oder Steuervergehen mitunter länger. Deeb ist kein unbeschriebenes Blatt. Vorstrafen wegen Bedrohung, Körperverletzung gegen seine Ex-Frau und Gefährdung von Kindern stehen in seinem Register, bestätigt durch ein Berufungsurteil aus dem Jahr 2024. Dennoch: kein besonders hartes Urteil, keine klare sichernde Maßnahme. Deeb hat gegen das Urteil Berufung eingelegt – die Staatsanwaltschaft ebenfalls.
Noch absurder wird es beim zweiten Täter. Der 28-jährige Walid Zeidan, in Schweden geboren, Eltern aus dem Libanon, wurde bislang nicht verurteilt. Das Gericht erklärte ausdrücklich, es gebe überzeugende Beweise für seine Beteiligung an der Vergewaltigung. Und trotzdem: keine Haftstrafe. Stattdessen eine forensisch-psychiatrische Untersuchung, weil der Verdacht auf eine “schwere psychische Störung” bestehe, die eine reguläre Freiheitsstrafe verhindern könnte.
Die Beweislage ist erdrückend. Mobilfunkdaten, forensische Spuren, das Tatfahrzeug. Sein Sperma wurde auf der Kleidung des Opfers gefunden. Der Mercedes war auf seine Mutter zugelassen. Bei einer Durchsuchung fanden Ermittler Kondome, Gleitmittel, Feuchttücher, Wodka – und einen handschriftlichen Zettel mit Anweisungen. Darauf standen Sätze wie: “Sei eine Person, die nicht von einer Frau besessen werden kann.” Nun wartet man auf das Ergebnis der psychiatrischen Untersuchung. Erst danach soll über das Strafmaß entschieden werden. Oder darüber, ob überhaupt eines verhängt wird. Für das Opfer bedeutet das: erneute Unsicherheit, erneute Ohnmacht, erneute Demütigung – diesmal durch den Staat selbst.
Dieser Fall steht beispielhaft für eine Entwicklung, die seit Jahren verdrängt wird. Importierte Gewalt, frauenverachtende Milieus, organisierte Täter, die wissen, dass sie in einem weichgespülten, links-woken System auf Verständnis, Relativierung und Ausreden hoffen können.
Als Sexualforscher gefeiert, erklärte Alfred Charles Kinsey die Schutzgesetze für Frauen, Kinder und Familie für überholt. Unter dem Etikett »Wissenschaft« propagierte er Promiskuität als Norm und trieb eine radikale Umformung von Recht, Bildung und Moral voran. Kritiker warnten vor einer »sexuellen Anarchie«, deren Folgen bis heute nachwirken – vor allem für Kinder.
Von Guido Grandt
Der ehemalige Zoologe, Gallwespen-Spezialist und spätere Sexualforscher Alfred Charles Kinsey (1894-1956) verfolgte von Beginn an ein Ziel, das weit über akademische Forschung hinausging: die systematische Demontage des moralischen und rechtlichen Wertefundaments der westlichen Kultur.
Nach Auffassung seiner Anhänger belegte Kinseys »Wissenschaft«, dass Menschen ihr Sexualverhalten seit jeher wie Tiere – vergleichbar mit Insekten oder Primaten – auslebten, dieses jedoch aus gesellschaftlicher Heuchelei verleugneten. Erwachsene erklärten sich zu Jungfrauen oder gaben eheliche Treue vor, obwohl die Realität angeblich eine andere sei: Promiskuität sei weit verbreitet, normal – und für die Zivilgesellschaft folgenlos.
Aus dieser Prämisse leitete Kinsey einen radikalen Schluss ab. Sämtliche Gesetze zur Begrenzung sexuellen Verhaltens – jene Regelwerke, die über Generationen hinweg Frauen, Kinder und die Familie schützen sollten – seien nichts weiter als überholte Relikte einer angeblich uninformierten und moralisch verlogenen Epoche.
In einer von Kinsey propagierten »sexuell aufgeklärten und ehrlichen Zeit« hätten solche Normen und Schutzgesetze folglich keinen Platz mehr.
Dass Kinsey mit dieser Agenda Erfolg hatte, zeigt sein erheblicher Einfluss auf die US-amerikanische Justiz. Unter Berufung auf seine Thesen wurden bestehende Gesetze systematisch ausgehöhlt und an das Ideal einer »freien Liebe« angepasst – jenes Lebensstils, von dem Kinsey behauptete, die Amerikaner hätten ihn ohnehin seit jeher praktiziert.
Judith Ann Reisman (1935-2021), US-amerikanische Kommunikationswissenschaftlerin, ehemalige Präsidentin des Institute for Media Education in Sacramento und Beraterin verschiedener US-amerikanischer Justiz-, Erziehungs- und Gesundheitsbehörden sowie eine der schärfsten Kritikerinnen von Kinsey, schrieb zusammen mit Mary E. McAlister auf lifesitenews einen Artikel mit dem Titel: »Sexuelle Anarchie: Das Kinsey-Erbe«, erschienen am 24. August 2011. Darin gehen sie konkret wie nachfolgend darauf ein.
»So wurden mit dem Musterstrafgesetzbuch des American Law Institute aus dem Jahr 1955 die ‘Common Law’-Sexualnormen, die auf biblischer Autorität/Präzedenzfall beruhten, für ‚wissenschaftliches Recht‘ auf der Grundlage von Kinseys angeblich ‘objektiven Daten’ über Bord geworfen.
Die ALI empfahl Gesetze, die Vergewaltigung verharmlosen und Unzucht, Zusammenleben, Sodomie und Ehebruch zulassen. Kurz darauf wurden Unzucht, Zusammenleben und Ehebruch entkriminalisiert, so dass sie üblich, normal und harmlos wurden, wie Kinsey sagte, sie seien es schon immer gewesen. Im Jahr 1957 gelangte das US-Verteidigungsministerium anhand von Kinsey und seinem Team zu dem Schluss, dass Homosexuelle kein Sicherheitsrisiko darstellen.«
Weiter: »Das ALI empfahl außerdem, die Definition von Obszönität zu ändern, was der Oberste Gerichtshof 1960 tat. Im selben Jahr wurde Kinseys Behauptung, dass 10 bis 37 % der männlichen Bevölkerung zumindest manchmal homosexuell seien, zur Förderung der ‘Rechte von Homosexuellen’ in Eliteberufen wie Medizin, Psychiatrie, Sozialarbeit, Bildung usw. genutzt. Im Jahr 1961 legalisierte Illinois als erster Staat heterosexuelle Sodomie.
Im Jahr 1962 schrieb Ralph Slovenko in der Vanderbilt Law Review, dass Vier- oder Fünfjährige Provokateure seien: ‘Selbst im Alter von vier oder fünf Jahren kann diese Verführungskraft so stark sein, dass sie den Erwachsenen dazu überfordert, die Straftat zu begehen.’«
Zudem halten Reisman/McAlister fest: »Im selben Jahr erklärte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten das Gebet an öffentlichen Schulen für verfassungswidrig und erklärte im darauffolgenden Jahr das Bibellesen an öffentlichen Schulen für verfassungswidrig. Die jüdisch-christliche Weltanschauung wurde aus dem Klassenzimmer verbannt.
Die Schulen konnten nicht länger lehren, dass Unzucht, Ehebruch oder Zusammenleben illegal seien, und die Gesundheitslehrer konnten auch nicht implizieren, dass Sex auf die Ehe beschränkt werden sollte, weil dies eine ‘religiöse’, also angeblich unwissenschaftliche Weltanschauung widerspiegeln würde. Der einzige verbleibende Weg für die Lehre der menschlichen Fortpflanzung war die ‘wissenschaftliche’, das heißt kinseyanische, säkulare Weltanschauung.
Dementsprechend, so Reisman/McAlister weiter, sei Kinseys Mission, »das sexuell ‘repressive’ Rechts- und Verhaltenserbe des jüdischen Christentums zu beseitigen. Er behauptete, dass dieses ‘repressive’ sexuelle Erbe für soziosexuelle Krankheiten wie Scheidung, Vergewaltigung, Illegitimität, Geschlechtskrankheiten, Jugendkriminalität, Promiskuität, Homosexualität, Ehebruch und sexuellen Kindesmissbrauch verantwortlich sei.«
Die beiden Autorinnen erklärten zudem, dass Kinseys Mission »größtenteils, größtenteils posthum, von seiner Legion wahrer Gläubiger erfüllt wurde – Eliten, die ihre intellektuellen Eliten systematisch einer Gehirnwäsche unterzogen haben, um Kinseys pansexuelle, säkulare Weltanschauung zu übernehmen und die jüdisch-christliche Weltanschauung, auf der dieses Land gegründet wurde und florierte, über Bord zu werfen.
Zudem: »(…) die Umsetzung der Kinsey-Weltanschauung hat die bestehenden globalen sexuellen Traumata verstärkt und gleichzeitig eine Vielzahl neuer Übel hervorgebracht, die objektiv als sexuelle Anarchie definiert werden. Wie ein Krebs, der sich im ganzen Körper ausbreitet, hat sich die sexuelle Anarchie im gesamten Gefüge der Gesellschaft ausgebreitet und jeden Aspekt des amerikanischen Lebens sowie jeden Mann, jede Frau und jedes Kind beeinträchtigt.«
Schon zu jener Zeit liefen dieselben oder zumindest ähnliche Mechanismen ab, wie heute: Bis 1968 wurden über 51.000 Sexualprofis vom nicht akkreditierten IASHS (Institute for the Advanced Study of Human Sexuality) ausgebildet, um kinseyanische Sexualität an Schulen und medizinischen Fakultäten zu lehren und Lehrpläne für Sexualerziehung in Schulen zu entwerfen.
Schon 1965 war Empfängnisverhütung legalisiert worden, 1973 folgte die Legalisierung der Abtreibung.
Nachdem sozusagen das Recht auf Sex aus »Spaß« ausgerufen wurde, diente dieser als Rechtfertigung einer Sexindustrie auch aus Profitgründen (Kinder- und Erwachsenenpornografie, Exhibitionismus, Prostitution und Stripclubs etc.)
Ein Multimilliarden-Dollar-Markt. Nicht zu vergessen die Zuschüsse für Forschungsgruppen und Organisationen im Bereich Sexualwissenschaft (wie etwa Planned Parenthood, den Sex Information & Education Council of the United States (SIECUS), das Kinsey Institute und andere „Sexologie“-Institutionen), die mitunter die Sexualerziehungslehrpläne für die Schulen des Landes (mit-)erstellen.
Zudem verschaffte er sich Zugang zu Lobbyisten sowie – vermutlich – auch zu staatlichen und bundesstaatlichen Gesetzgebern, um Gesetzesänderungen voranzutreiben, die bestimmten Interessen der Sexindustrie entgegenkamen.
Judith Ann Reisman und Mary E. McAlister: »Im Jahr 1967 stellte der Playboy der ACLU (American Civil Liberties Union) den ersten von vielen Zuschüssen zur Verfügung, um Drogenkonsum, Pornografie, Abtreibung, Homosexualität, sexuelle Aufklärung in der Schule und die Abschaffung oder Reduzierung von Strafen für Sexualstraftäter zu unterstützen.
Ab 1970 gewährte der Playboy offiziell Gelder an NORML, die Nationale Organisation zur Aufhebung der Marihuana-Gesetze.
Das Jahr 1969 brachte bedeutende Ereignisse im Zusammenhang mit den systematischen Bemühungen zur Normalisierung der Homosexualität, wie sie Kinsey 21 Jahre zuvor verfochten hatte.
Die Gay Liberation Front wurde an der New York Alternative University gegründet. Die American Sociological Association erklärte offiziell, dass Homosexualität normal sei, und berief sich dabei auf Kinseys ‘Forschung’.
Die National Institutes of Mental Health Task Force on Homosexuality empfahl unter Berufung auf Kinseys ‘Daten’ die Legalisierung privater einvernehmlicher homosexueller Handlungen (Sodomie). 1972 drängte die NIMH Task Force unter der Leitung von Kinseyan-Schülern darauf, Homosexualität als normale sexuelle Variante in den Schulen des Landes zu lehren.«
Auch für heterosexuelle Ehen hatte dieser Paradigmenwechsel konkrete Folgen: Mit der Einführung der verschuldensunabhängigen Scheidung in Kalifornien im Jahr 1970 begann eine rechtliche Zäsur, die bis 1985 in 49 US-Bundesstaaten umgesetzt wurde.
Noch gravierender waren die Folgen für Kinder. Alfred Charles Kinsey definierte Übergriffe älterer Kinder auf jüngere in seinen Arbeiten als angeblich »harmloses« sexuelles Spiel unter Gleichaltrigen – eine Neubewertung, die Schutzgrenzen relativierte und von Kritikern scharf zurückgewiesen wurde.
In diese Richtung argumentierte später auch Dr. Mary Steichen Calderone (1904-1998), Präsidentin von SIECUS und frühere medizinische Direktorin von Planned Parenthood. Sie erklärte 1981 öffentlich, Kinder seien bereits vor der Geburt sexuell – eine These, die selbst Kinseys Behauptung, Sexualität beginne mit der Geburt, noch überbot.
Calderone betonte zudem, die Sensibilisierung für die kindliche Sexualität sei ein zentrales Ziel ihrer Organisation. In diesem Kontext wurden auch medizinische Maßnahmen wie Impfungen gegen sexuell übertragbare Krankheiten für Kinder im Grundschulalter als präventive Schutzmaßnahmen diskutiert und befürwortet. Kritiker sahen darin jedoch eine problematische Vorverlagerung erwachsener Sexualkonzepte auf Kinder.
Zeitgleich tauchten ähnliche Argumentationsmuster in radikalen Publikationen der 1970er-Jahre auf, wie etwa in einem pädophilen Manifest »Kinderrechte«, die heute als Ausdruck einer extremen ideologischen Grenzverschiebung gelten.
Skandalöserweise warben große US-Zeitschriften wie etwa Life, Time, Look und andere für Kinseys unverfrorene »Forschungsergebnisse« auf dem Gebiet der Sexualität als seien es heldenhafte, wissenschaftliche Wahrheiten.
An vorderster Front die Universität Indiana, die den Zoologen und »Wespenspezialisten« Kinsey als konservativen Gelehrten, Anhänger der Republikaner und Familienmenschen darstellte, der mehr oder weniger zufällig in die Sexualforschung geraten sei.
Kein Wunder also, dass Kinsey und sein Team aufgrund ihrer unseriösen Befragungen zu folgenden, völlig absurden Schlussfolgerungen kamen:
Aber alles sollte sich noch schlimmer herausstellen, als es schon war!
FORTSETZUNG IN TEIL 3
Guido Grandt (geb. 1963) ist investigativer Journalist, Publizist, TV-Redakteur und freier Produzent. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf Recherchen zu organisierter Kriminalität, Geheimgesellschaften sowie auf brisanten Themen aus Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär und Sicherheit. Darüber hinaus widmet er sich der Aufdeckung verborgener oder tabuisierter Hintergründe zeitgeschichtlicher Ereignisse. Guido Grandt veröffentlichte bisher über 40 Sachbücher und verfasste rund 6.000 Artikel.
Quellen:
In den Niederlanden wurde ein “Integrationsprojekt” mit Asylmigranten und Studenten gestartet. Es wurde zum Desaster. Vergewaltigungen, Gewaltdrohungen und unzählige Konflikte inklusive. Ein weiteres gescheitertes multikulturelles Gesellschaftsexperiment.
In Amsterdam zwang der Staat junge Studenten, mit sogenannten “Schutzsuchenden” Tür an Tür zu leben – im Namen der “Integration”, versteht sich. Das Ergebnis war kein multikulturelles Miteinander, sondern eine Katastrophe. 125 Studenten und 125 Flüchtlinge wurden absichtlich zusammengelegt, um das “Buddy”-Prinzip zu erproben und Integration zu beschleunigen.
Stattdessen begann eine Spirale aus Übergriffen, Gewalt und Einschüchterung. Studenten berichteten von sexuellen Belästigungen, von Verfolgung, von Bedrohungen mit Messern und schließlich von Vergewaltigungen. Besonders perfide ist der Umstand, dass Hilfe verweigert wurde, obwohl Meldungen vorlagen. Behörden hörten zu, notierten, erklärten sich für machtlos – und taten nichts.
Der Fall der Studentin Amanda steht exemplarisch für das moralische Versagen dieses Systems. Sie wollte – typisch für junge linke Gutmenschinnen – bei der Integration helfen und wurde dafür von einem Syrer eingesperrt, vergewaltigt und traumatisiert. Ihre Anzeige verlief im Sande, der Täter blieb, die Gefahr blieb, die Ideologie blieb. Erst Jahre später, nachdem eine weitere Frau betroffen war, griff der Rechtsstaat halbherzig durch – mit einer lächerlich milden Strafe.
Die Aussagen der Verantwortlichen klingen wie eine Parodie auf staatliche Hilflosigkeit. Man sehe inakzeptables Verhalten, heißt es, aber rechtlich reiche das nicht aus. Man stoße auf Hürden, man könne niemanden einfach entfernen. Mit anderen Worten: Der Schutz der Täter hatte Vorrang vor dem Schutz der Opfer.
Besonders entlarvend ist der Umstand, dass selbst der Betreiber den Komplex schließen wollte. Stadgenoot erkannte früh, dass die Lage unkontrollierbar war, dass Gewalt zur Normalität wurde und die Mitarbeiter an ihre Grenzen stießen. Doch die lokale Politik blockierte, beschwichtigte und hielt am Projekt fest. Die linke Multikulti-Ideologie verlangt Opfer – und in Stek Oost waren es vor allem junge Frauen.