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„Freiwillig“ bis das Konto weg ist – e-ID als Eintrittskarte ins digitale Kontrollsystem

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Was heute als freiwilliger Service verkauft wird, kann morgen zur Existenzfrage werden. Die Einführung digitaler Identitäten wie der e-ID ebnet den Weg für ein System, in dem Teilhabe nur noch mit staatlich verifizierter Identität möglich ist – bis hin zum Bankkonto. Wohin das führt, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Asien, wie kla.tv berichtet.

Der israelische Historiker und WEF-Berater Yuval Noah Harari beschreibt das Sozialkreditsystem offen als „logische Weiterentwicklung des Geldes“. Während Geld bislang nur Arbeit und Leistung abbildet, soll künftig jede Handlung eines Menschen bewertet werden – moralisch, sozial, politisch. Zugang zu Mobilität, Eigentum oder Dienstleistungen hängt dann nicht mehr vom Geldbeutel ab, sondern von einem digitalen Punktestand.

Die technische Voraussetzung für dieses System ist eine zentrale digitale Identität. Genau hier setzt die e-ID an. Sie schafft die Infrastruktur, um Verhalten zu erfassen, zu bewerten und im Zweifel zu sanktionieren. Was als bequeme Lösung für Behördengänge beginnt, kann sich zu einem lückenlosen Kontrollinstrument entwickeln.

Ein warnendes Beispiel liefert Vietnam. Dort wurde die nationale digitale Identität ebenfalls freiwillig eingeführt. Inzwischen sind die Konsequenzen drastisch: 86 Millionen Bankkonten wurden gelöscht oder eingefroren, weil sie nicht mit der staatlichen e-ID verknüpft waren. Offiziell spricht die vietnamesische Staatsbank von Betrugsbekämpfung. Faktisch bedeutet die Maßnahme: kein digitales Profil, kein Zugang zum eigenen Geld.

Finanzanalyst Martin Armstrong ordnet diesen Schritt als Teil eines globalen Plans ein, der mit den Vorstellungen des Weltwirtschaftsforums deckungsgleich sei. Vietnam nahm 2025 mit hochrangigen Vertretern am WEF-Treffen in Davos teil – kurz darauf folgte die massive Durchsetzung des nationalen Identitätssystems inklusive biometrischer Daten.

Auch in Europa wird die e-ID als harmloses Werkzeug beworben. In der Schweiz stimmte die Bevölkerung 2025 über ihre Einführung ab, begleitet von dem Versprechen der Freiwilligkeit. Die Erfahrungen aus der Corona-Zeit zeigen jedoch, wie schnell aus Empfehlungen faktischer Zwang werden kann. Was heute optional ist, kann morgen Voraussetzung für Arbeit, Konto oder Mobilität sein.

Die Verbindung von digitaler Identität, Finanzsystem und Verhaltensbewertung markiert einen fundamentalen Umbau der Gesellschaft. Wer die Kontrolle über Identität und Geldflüsse zentralisiert, kontrolliert am Ende auch die Menschen.

Quelle: kla.tv

(Auszug von RSS-Feed)

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Digitaler Euro: „Nicht programmierbar“ – und genau das ist der Trick

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Norbert Häring warnt auf seinem Blog „Geld und mehr“ davor, dass die Debatte um die angebliche „Nicht-Programmierbarkeit“ des digitalen Euro an der eigentlichen Gefahr vorbeigeht.

Der EU-Rat versichert im neuen Verordnungsentwurf zum digitalen Euro, die neue Zentralbankwährung werde kein„programmierbares Geld“ sein. Also keine digitalen Euro-Einheiten, die nur für „gute“ Waren funktionieren, keine Ablaufdaten, kein eingebautes Verbot für unliebsame Käufe. Klingt beruhigend – ist aber, nüchtern betrachtet, eine Beruhigungspille.

Denn im gleichen Atemzug steht im Text, dass der digitale Euro „die Programmierung bedingter Zahlungsvorgänge“ unterstützen soll. Nicht das Geld selbst, heißt es dann – aber die Zahlungen. Übersetzt: Man verbietet den „Aufdruck auf dem Geldschein“, baut aber die Infrastruktur, mit der Zahlungsdienstleister, Plattformen und Behörden die Bedingungen in die Zahlungsschiene packen können. Technische Werkzeuge, APIs, Reservierungen von Mitteln, automatisierte Ausführung: genau die Bausteine, die man braucht, um aus einem Zahlungssystem eine Steuerungsmaschine zu machen.

Häring verweist dazu auf die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die in ihrem Jahresbericht 2023 beschreibt, wie ein künftiges, hochgradig zentralisiertes Geldsystem aussehen könnte: Tokenisierung, ein „Unified Ledger“ (ein einheitliches Hauptbuch) und eine programmierbare Plattform. Was wie Technokraten-Sprech klingt, ist politisch brisant: Wenn Geld, Konten, Wertpapiere und sogar reale Güter als „Token“ in einem gemeinsamen System verwaltet werden, können Regeln direkt in die Abläufe eingebaut werden – nicht nur für Produkte, sondern für Personen, Orte, Zwecke, „Compliance“ und alles, was man sonst noch als Vorwand findet.

Das Prinzip ist simpel: Wo früher viele Akteure dezentral „Buch geführt“ haben, entsteht ein zentraler Datentopf mit zentraler Ausführung. Effizienz ist das Verkaufsargument – Kontrolle ist der Nebeneffekt. Und wer Kontrolle über Zahlungen hat, hat Kontrolle über Verhalten. In einer Welt der Mikrozahlungen (Kilometer, Kaffee, Buchseite, Toastscheibe) wird das Bezahlen zur digitalen Leine: Wer darf was, wann, wo, zu welchem Preis – und mit welcher „Begründung“?

Schon heute können Banken Transaktionen verteuern, verbilligen oder blockieren – etwa über Aufschläge oder Sperren. Der Unterschied: Mit einem automatisierten, durchdigitalisierten System wird das nicht Ausnahme, sondern Normalität. Und wie immer fängt es bei den Gruppen an, bei denen man sich am leichtesten eine Zustimmung organisiert: „Sozialleistungen nicht für Glücksspiel“, „Ex-Häftlinge nicht für Alkohol“, „Schutz der Versichertengemeinschaft“ – und irgendwann sind es CO₂-Konten, Ernährungsprofile, Bewegungsdaten und andere Zügel, die man als „vernünftig“ verkauft.

Besonders heikel ist die Datenseite: Ein „Unified Ledger“ bedeutet vollständige, überprüfbare Aufzeichnungen über Transaktionen und Eigentumswechsel – also Totalspeicherung als Standard. Datenschutz-Floskeln helfen da wenig, wenn die Architektur auf Zentralisierung, Nachvollziehbarkeit und Durchsetzung ausgelegt ist. Häring kritisiert zudem, dass die BIZ von öffentlich-privaten Partnerschaften spricht: Wer dann als „privater Partner“ in so einem System mitmischt, bleibt offen – aber die Versuchung, Macht und Daten zu bündeln, ist offensichtlich.

Unterm Strich ist das zentrale Problem also nicht, ob der digitale Euro offiziell „programmierbar“ genannt wird. Das Problem ist das System, das man damit vorbereitet: automatisiert, zentralisiert, datenhungrig – und mit einer eingebauten Tendenz, Bargeld an den Rand zu drängen. Wer Bargeld verdrängt, nimmt den Menschen die letzte Ausweichspur. Und wer die Ausweichspur entfernt, muss sich nicht mehr anstrengen, um Kontrolle durchzusetzen – dann reicht ein Klick.

Die Nicht-Programmierbarkeit des digitalen Euro ist eine Ablenkung https://t.co/I6YnyuLs8U
Der geplante digitale Euro ruft in Teilen der Bevölkerung Befürchtungen in Richtung Totalüberwachung des individuellen Geldverkehrs und Verhaltenssteuerung von oben hervor. Zwar soll der…

— Norbert Häring (@norberthaering) January 18, 2026
(Auszug von RSS-Feed)

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Ex-Bank-of-England-Analystin warnt: Alien-Enthüllung könnte Finanzsystem sprengen!

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Was bislang als Stoff für Sci-Fi-Filme galt, wird plötzlich zur Frage nationaler Finanzstabilität. Eine ehemalige Senior-Analystin der Bank of England fordert höchste Alarmbereitschaft – für den Fall, dass Regierungen offiziell die Existenz außerirdischen Lebens bestätigen.

Helen McCaw, zehn Jahre lang Analystin bei der britischen Zentralbank und heute im Fintech- und Wealth-Management-Bereich tätig, hat sich mit einem ungewöhnlich deutlichen Brief an BoE-Gouverneur Andrew Bailey gewandt. Ihre Forderung: Notfallpläne. Sofort.

Der Grund ist ein Szenario, das McCaw als „ontologischen Schock“ beschreibt. Übersetzt heißt das: Wenn das Weltbild der Menschen innerhalb weniger Stunden zusammenbricht, brechen Märkte, Vertrauen und Versorgungsketten gleich mit. Eine offizielle UFO- oder UAP-Enthüllung könne laut McCaw eine Kettenreaktion auslösen, die kein Zentralbankmodell abbildet.

Die Folgen, vor denen sie warnt, lesen sich wie ein Drehbuch für den Ausnahmezustand:
extreme Marktvolatilität, panische Abhebungen bei Banken, Störungen im Zahlungsverkehr, Versorgungsengpässe. Menschen könnten aufhören, Geld zu akzeptieren, Tankstellen schließen, Supermärkte leer gekauft werden. Parallel dazu die Flucht in vermeintlich „sichere Häfen“ – Gold, Kryptowährungen, Sachwerte.

McCaw hält das Szenario nicht für reine Theorie. In den USA laufe seit Jahren ein gezielter Declassification-Prozess, bei dem militärische und geheimdienstliche Informationen schrittweise freigegeben würden. Wer das ignoriere, handele fahrlässig. Ihre Worte: Es sei „Wahnsinn“, ein solches Risiko einfach auszublenden – selbst dann, wenn man die Wahrscheinlichkeit für gering halte.

Die Bank of England selbst schweigt. Kein Dementi, keine Einordnung, kein Versuch der Beruhigung.

Dass die Debatte längst nicht mehr nur in Nischenforen geführt wird, zeigt auch die Berichterstattung: The Times griff das Thema am 16. Januar 2026 prominent auf. Was früher als Spinnerei gegolten hätte, wird nun im Kontext von Zentralbanken, Finanzsystemen und Krisenplänen diskutiert.

Handelt es sich um reine Vorsorge für ein extrem unwahrscheinliches Szenario?
Oder bereiten sich Institutionen längst auf etwas vor, das politisch noch nicht ausgesprochen werden darf?

Quellen:

(Auszug von RSS-Feed)

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Level Up oder Absturz – Wie Computerspiele uns seit Jahrzehnten auf Social Scoring trimmen

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Was in China heute als Social-Scoring-System international kritisiert wird, ist für eine ganze Generation längst Alltag – nur unter einem anderen Namen. Seit Jahrzehnten trainieren Computerspiele Millionen Menschen darauf, sich beobachtet, bewertet und konditioniert zu verhalten. Belohnt wird, wer sich regelkonform verhält. Bestraft wird, wer aus der Reihe tanzt. Genau dieses Prinzip gilt inzwischen als Blaupause für zahlreiche dystopische Zukunftsmodelle – und wurde im Kinder- und Jugendzimmer bereits ausgiebig erprobt.

Das Grundprinzip moderner Games ist immer gleich: Jede Handlung wird registriert, ausgewertet und mit Punkten, Levels, Fähigkeiten oder Zugang zu neuen Inhalten belohnt. Wer das „richtige“ Verhalten zeigt, steigt auf. Wer abweicht, verliert. Rollenspiele, Action-Games, Rennspiele – sie alle funktionieren nach diesem Muster. Der Spieler lernt früh: Anpassung lohnt sich, Abweichung kostet.

Besonders deutlich wird das in Spielen wie Red Dead Redemption. Wer sich gesetzestreu verhält, profitiert von besseren Interaktionen, Rabatten, Respekt. Wer zum Outlaw wird, verliert Ansehen, Möglichkeiten und Status. Moral wird nicht diskutiert, sondern verrechnet. Das System urteilt – automatisch, emotionslos, unumkehrbar. Genau das, was man heute bei staatlichen Bewertungssystemen als unheimlich empfindet, gilt hier als „immersives Gameplay“.

Diese Logik zieht sich durch zahllose Titel: Erfahrungspunkte ersetzen soziale Anerkennung, Skill-Trees stehen für gesellschaftliche Aufstiegschancen, Level-Downs simulieren sozialen Abstieg. Der Spieler passt sich an, optimiert sein Verhalten, vermeidet Sanktionen. Nicht aus Überzeugung, sondern aus Angst vor Verlust. Wer oft genug erlebt hat, dass falsches Verhalten sofort Konsequenzen hat, internalisiert diese Regeln – ganz ohne staatliche Vorschriften.

Die Gamer-Generation ist damit die erste, die flächendeckend gelernt hat, in permanenten Bewertungssystemen zu leben. Permanente Überwachung? Normal. Verhaltensanpassung? Notwendig. Belohnung für Konformität? Selbstverständlich. Ausschluss bei Regelverstoß? Logisch. Die düsteren Zukunftsvisionen aus Filmen und Romanen wirken deshalb weniger fremd – sie fühlen sich vertraut an. Wie ein bekanntes Interface mit neuen Namen.

Was als Unterhaltung begann, wurde zur Trainingssimulation für eine digital gesteuerte Gesellschaft. Punktesysteme statt Argumente, Algorithmen statt Gerechtigkeit, Fortschritt nur bei Wohlverhalten. Das dystopische Morgen wurde nicht aufgezwungen – es wurde erspielt. 🎮

(Auszug von RSS-Feed)

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Staatliche Regulierungen treiben Bürger in digitale Grauzonen

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Der digitale Alltag in Deutschland wird immer stärker reguliert. Was als Schutz vor Missbrauch, Kriminalität oder Desinformation verkauft wird, greift inzwischen tief in Kommunikation, Zahlungsverkehr und Plattformnutzung ein. Für viele Bürger fühlt sich das weniger nach Sicherheit an, sondern nach permanenter Kontrolle.

Gleichzeitig wächst die Kluft zwischen politischem Anspruch und gelebter Realität. Denn während neue Regeln Transparenz versprechen, entstehen parallel digitale Ausweichräume. Nicht aus Abenteuerlust, sondern aus dem Wunsch nach Autonomie und Verlässlichkeit.

Regulierungsdruck im digitalen Alltag

Ob verpflichtende Identitätsprüfungen, eingeschränkte Zahlungswege oder Sperrlisten für Online-Angebote – staatliche Eingriffe sind längst im Alltag angekommen. Besonders im Netz zeigt sich, wie schnell pauschale Vorgaben individuelle Entscheidungen verdrängen. Was erlaubt ist, wird enger gefasst, was abweicht, sofort problematisiert.

In diesem Umfeld suchen manche Nutzer nach Alternativen, etwa wenn regulierte Angebote als unpraktisch oder übergriffig empfunden werden. Das zeigt sich selbst in Bereichen der digitalen Freizeit, in denen Hinweise auf casinos ohne deutsche Lizenz eher als Symptom denn als Ursache gelten. Entscheidend ist nicht das Angebot selbst, sondern der Impuls dahinter: der Wunsch, sich staatlicher Detailsteuerung zu entziehen. Genau dieser Impuls wird durch immer neue Hürden weiter verstärkt.

Misstrauen gegenüber staatlicher Kontrolle

Regulierung lebt von Akzeptanz. Doch die schwindet, wenn Regeln als widersprüchlich oder realitätsfern wahrgenommen werden. Viele Maßnahmen wirken wie politische Schnellschüsse, die technische und soziale Folgen ausblenden.

Besonders sensibel reagieren Menschen, wenn Zahlungsströme oder digitale Identitäten zentral erfasst werden. Die Sorge vor Datenmissbrauch ist kein Randphänomen mehr. Sie speist sich aus vergangenen Skandalen, aber auch aus dem Gefühl, dass der Bürger grundsätzlich als Risiko betrachtet wird.

Ausweichbewegungen im Netz

Wo Vertrauen fehlt, entstehen Umgehungsstrategien. Verschlüsselte Messenger, alternative Zahlungsformen oder ausländische Plattformen sind längst keine Nische mehr. Sie werden genutzt, weil sie als weniger bevormundend gelten.

Dabei geht es selten um Gesetzesbruch aus Prinzip. Vielmehr suchen Nutzer nach funktionierenden Lösungen, wenn offizielle Wege kompliziert, langsam oder unzuverlässig erscheinen. Das Netz bietet diese Möglichkeiten – grenzüberschreitend, dezentral und schwer kontrollierbar.

Wenn Regulierung Kontrolle verliert

Hier liegt das eigentliche Paradox. Je dichter das Regelwerk, desto attraktiver werden unregulierte Zonen. Der Staat verliert nicht deshalb Kontrolle, weil er zu wenig eingreift, sondern weil er zu viel auf einmal will.

Effektive Steuerung braucht Augenmaß. Sie setzt auf klare Regeln, aber auch auf Eigenverantwortung. Ohne dieses Gleichgewicht entsteht ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem am Ende niemand gewinnt – außer jene, die sich komplett entziehen.

Was das für Bürger bedeutet

Für politisch wache Bürger ist das mehr als ein technisches Thema. Es geht um Freiheit im digitalen Raum und um die Frage, wie viel Kontrolle eine offene Gesellschaft verträgt. Wer heute Ausweichbewegungen kritisiert, sollte morgen die Ursachen benennen.

Regulierung kann sinnvoll sein. Doch sie muss nachvollziehbar, begrenzt und überprüfbar bleiben. Andernfalls treibt sie genau jene Grauzonen hervor, die sie eigentlich beseitigen will.

(Auszug von RSS-Feed)

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Bargeld stirbt leise – wie EU und EZB die Abschaffung durch die Hintertür vorbereiten

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Das Bargeld wird nicht verboten – es wird systematisch aus dem Alltag gedrängt. Während EU-Politiker und Notenbanker beteuern, der digitale Euro solle das Bargeld lediglich „ergänzen“, zeigen Gesetzesentwürfe und Praxis ein anderes Bild: Für den digitalen Euro ist eine verbindliche Annahmepflicht vorgesehen, für Bargeld nicht. Händler dürfen weiterhin Barzahlung verweigern, Behörden und Verkehrsbetriebe ziehen nach. Das Ergebnis ist absehbar: Wer bar zahlen will, steht immer öfter vor verschlossenen Türen.

Seit 2021 läuft das Projekt „Digitaler Euro“, die nächste Phase bereitet die Einführung für 2029 vor. Parallel dazu bleibt Bargeld rechtlich weich formuliert. Genau diese Schieflage sorgt dafür, dass Bargeld Schritt für Schritt an Bedeutung verliert. Was offiziell als „Wahlfreiheit“ verkauft wird, ist in der Realität ein Zwang zur Karte und zum digitalen Bezahlen.

Besonders brisant ist das offene Eingeständnis der Notenbanken: Die Zukunft des Bargelds hängt von der Nachfrage ab. Sinkt die Barzahlungsquote, wird die Infrastruktur – Geldautomaten, Bargeldlogistik, Annahmestellen – als zu teuer erklärt und eingestellt. Die Politik kann sich dann bequem zurücklehnen und sagen: Der Bürger habe sich eben dagegen entschieden. Dass diese Entscheidung zuvor künstlich herbeigeführt wurde, wird verschwiegen.

Beruhigt werden die Bürger mit Aussagen von Christine Lagarde, der digitale Euro werde das Bargeld nicht ersetzen. Gleichzeitig wird das neue digitale Zahlungsmittel rechtlich privilegiert, während Bargeld zur Option zweiter Klasse degradiert wird. Ergänzung sieht anders aus – Gleichstellung wäre nötig, doch genau die fehlt.

Die sozialen Folgen sind absehbar. Millionen Menschen sind auf Bargeld angewiesen: ältere Bürger, Kinder, Menschen mit Behinderungen oder ohne digitalen Zugang. Länder wie Norwegen haben deshalb eine Bargeldannahmepflicht eingeführt. In Deutschland hingegen zählt die Vertragsfreiheit der Wirtschaft mehr als das Recht auf Teilhabe. Wer nicht digital zahlen kann oder will, soll sich eben „einen anderen Anbieter suchen“.

Im EU-Parlament wird derweil beschwichtigt. Es heißt, niemand wolle Bargeld abschaffen. Doch wenn Händler Bargeld ablehnen dürfen, staatliche Stellen es nicht mehr annehmen und der digitale Euro verpflichtend wird, ist das Ergebnis klar. Initiativen wie die von Hansjörg Stützle warnen seit Jahren: Ohne gesetzliche Annahmepflicht hat Bargeld keine Zukunft.

Die Abschaffung kommt nicht mit einem Knall, sondern mit einem Achselzucken. Bequemlichkeit der Verbraucher und Kontrollstreben der Politik erledigen den Rest. Wer das Bargeld erhalten will, muss es nutzen – und den politischen Druck erhöhen. Sonst bleibt am Ende nur noch ein vollständig kontrollierbares, digitales Geldsystem ohne echte Wahlfreiheit.


Quelle: Kla.TV, Medienkommentar vom 03.01.2026 („Kontrollstreben und Bequemlichkeit sind der Untergang des Bargelds! Wer kann es retten?“)

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