A 13-year-old boy swam for hours through rough ocean waters to save his family after they were swept out to sea off Australia’s coast, a heroic effort police say saved his mother and two younger siblings.
Austin Appelbee recalled ditching his life jacket so it wouldn’t restrict his swimming before he set off alone on a nearly four-hour-long, 2.5-mile (4-kilometer) swim that saw him battle huge waves until he ultimately reached shore and triggered a rescue that saved his mother, Joanne Appelbee, 47, his brother Beau, 12, and his sister Grace, 8, police said.
"The waves are massive, and I have no life jacket on.… I just kept thinking, ‘Just keep swimming, just keep swimming,’" Austin said on Tuesday. "And then I finally I made it to shore, and I hit the bottom of the beach and I just collapsed."
The family, visiting from Perth, was using rented kayaks and paddle boards near Quindalup in Western Australia around midday Friday when strong winds and rough seas dragged them farther from shore. Austin initially tried to paddle for help on an inflatable kayak, but abandoned it when it began taking on water.
A search helicopter later found Joanne and the two younger children clinging to a paddleboard while wearing life jackets around 8:30 p.m. They had drifted about nine miles (14 kilometers) from shore and spent up to 10 hours in the water, police said.
"The actions of the 13-year-old boy cannot be praised highly enough — his determination and courage ultimately saved the lives of his mother and siblings," said Police Inspector James Bradley.
Joanne Appelbee said sending her eldest son for help was the hardest decision she has ever made.
"One of the hardest decisions I ever had to make was to say to Austin: ‘Try and get to shore and get some help,’" she told Australian Broadcasting Corp.
She said the group tried to stay positive as conditions worsened, but fear set in as night approached and help had not yet arrived.
"We kept positive, we were singing, and we were joking and … we were treating it as a bit of a game until the sun started to go down and that’s when it was getting very choppy. Very big waves," she said.
By the time rescuers arrived, all three were shivering, and Beau had lost feeling in his legs due to the cold, his mother said.
"I have three babies. All three made it. That was all that mattered," she said.
All four family members were medically evaluated and did not require hospitalization.
Es ist nun endgültig an der Zeit, über jene bedauernswerten Menschen zu sprechen, die im falschen Körper stecken und daher von der Gesellschaft diskriminiert und geächtet werden: Menschen, die sich als Doktoren fühlen, es aber nicht sind. Eine Glosse.
Nachdem die Politik mit dem Gebäudeenergiegesetz den Heizungsmarkt in die Planwirtschaft gezwungen hat, verzeichnet die deutsche Heizungsindustrie für 2025 einen massiven Einbruch bei den Verkäufen. Der Absatz von Heizsystemen ist auf den niedrigsten Stand seit 2010 abgestürzt. Die Branche fürchtet ums Überleben.
Die deutsche Heizungsindustrie erlebt 2025 ihren schlimmsten Einbruch seit Beginn vergleichbarer Statistiken: Nur noch 627.000 Heizsysteme wurden bundesweit verkauft – ein Minus von 12 Prozent gegenüber dem ohnehin schwachen Vorjahr 2024, in dem der Absatz von Heizanlagen bereits um 25 Prozent eingebrochen war, und der niedrigste Stand seit 2010. Das meldet der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) in seiner Jahresbilanz. Besonders dramatisch trifft es die klassischen Technologien: Ölheizungen brachen um 74 Prozent ein (nur noch 22.500 Geräte) und Gas-Brennwertkessel, die bisherigen Bestseller der Branche, verloren 36 Prozent (229.000 Stück).
Gleichzeitig legten Wärmepumpen um 55 Prozent zu und erreichten 299.000 verkaufte Einheiten – damit waren sie 2025 erstmals die meistverkaufte Heizart. Auch Biomasseheizungen wuchsen um 23 Prozent (29.000 Geräte). Doch selbst dieses Plus reicht bei weitem nicht, um den Gesamteinbruch auszugleichen: Der Markt liegt nach dem Boom-Jahr 2023 (über 1,3 Millionen Geräte) inzwischen bei weniger als der Hälfte.
Die Gründe für den Kaufstreik lassen sich auf einen Nenner bringen: totale Verunsicherung durch die Politik. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) der früheren Ampel-Regierung (umgangssprachlich „Habeck-Heizungsgesetz“) mit seiner 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien sorgte 2023 für einen Vorzieheffekt – viele kauften noch schnell eine Gas- oder Ölheizung. Danach folgte die Ernüchterung bei den gehypten Wärmepumpen: hohe Preise, komplizierte Förderung, lange Handwerker-Wartezeiten und Zweifel an der Wirtschaftlichkeit (insbesondere in unsanierten Altbauten).
Wärmepumpen bleiben ein Flop
Trotz des Zuwachses beim Verkauf bleiben Wärmepumpen ein Flop im Vergleich zu den grünen Träumen, denn die Ampel-Regierung hatte sich den Einbau von jährlich mindestens 500.000 Wärmepumpen als Ziel gesetzt. Das Ergebnis jahrelanger ideologischer Experimente à la Habeck: Viele Hausbesitzer und Vermieter warten ab. BDH-Hauptgeschäftsführer Markus Staudt fordert “endlich stabile gesetzliche Vorgaben und Förderbedingungen”. Andernfalls sei mit “personellen Maßnahmen” wie Stellenabbau und Kurzarbeit zu rechnen.
Seit der Regierungsänderung 2025 verspricht die neue Koalition (CDU/CSU-SPD) eine grundlegende Reform des GEG. Bis Ende Januar sollen Eckpunkte des neuen “Gebäudemodernisierungsgesetzes” vorliegen. Ob damit Planungssicherheit geschaffen wird, bleibt abzuwarten. Ein Ende des Klimawahns ist jedenfalls nicht absehbar, an dem Irrsinn wird auch ohne die Grünen in der Regierung festgehalten.
Klimaschutzminister Carsten Schneider (SPD) will die Regeln des Heizungsgesetzes nicht aufweichen. „Für mich ist entscheidend, dass wir die CO2-Einsparungen erreichen. Das ist nicht nur fürs Klima wichtig, es ist auch fairer für die Haushalte“, so Schneider. „Denn das Verfeuern von Gas und Öl wird immer teurer. Und wenn wir die Leute nicht jetzt dazu bringen, auf erneuerbare Heizquellen umzusteigen, lassen wir sie in die Kostenfalle laufen.“
Die Kostenfalle besteht nach Ansicht der Verbraucher vielmehr im Einbau einer massiv überteuerten Heiztechnologie, die angesichts der Konsequenzen der grünen Energiewende weder Zuverlässigkeit noch preisgünstiges Heizen erwarten lässt. Dass politisch eine Heizart nicht nur gefördert, sondern praktisch vorgeschrieben wird, sorgt natürlich obendrein dafür, dass sich die Preisspirale immer weiter dreht.
Vielleicht erlebt die Branche ja zumindest in Berlin ein wenig Aufwind: Dort befürchtete ein Sachverständiger kürzlich, dass ein hoher Prozentsatz der Wärmepumpen durch den Blackout schweren Schaden genommen haben dürfte. Hier dürften Reparaturen und Ersatzgeräte fällig werden. Als Verkaufsargument für diese Technologie dürfte das dem Rest der Deutschen allerdings nicht dienen. Im Zuge der grünen Transformation steigt die Blackout-Gefahr nämlich nicht nur durch Linksterroristen.
Berlin – Trotz jahrelanger Aufklärungskampagnen, Gesetzesverschärfungen und massiver staatlicher Einflussnahme bleibt der erhoffte Durchbruch aus: Die Organspendezahlen in Deutschland steigen nicht. Das geht aus einer aktuellen Unterrichtung der Bundesregierung an den Deutschen Bundestag hervor.
Die Bundesregierung zieht darin ein bemerkenswertes Fazit: Die Informationsarbeit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sei „umfassend und professionell“. Doch was zwischen den Zeilen steht, ist brisanter – denn trotz aller Maßnahmen bleibt die Bevölkerung zurückhaltend. Die propagierte „Entscheidungsbereitschaft“ lässt sich offenbar nicht beliebig herbeierziehen.
Seit Jahren versucht der Staat, das Thema Organspende zunehmend in den Alltag der Bürger zu drängen – über Schulen, Krankenkassen, Arztpraxen, Behördenkontakte und soziale Medien. Kritiker sprechen längst von systematischer Beeinflussung und moralischem Druck. Der nun vorgelegte Bericht bestätigt indirekt: Selbst diese Dauerbeschallung reicht nicht aus, um den Widerstand zu brechen.
Besonders problematisch ist dabei die Grundlage der gesamten Kampagne: das Hirntodkonzept. Dieses ist bis heute wissenschaftlich und ethisch umstritten. Dennoch wird es in staatlichen Materialien als unumstößliche Tatsache dargestellt. Eine echte Aufklärung über die medizinischen Zweifel, die körperlichen Reaktionen hirntoter Patienten oder die Interessenlage der Transplantationsindustrie findet nicht statt.
Stattdessen empfiehlt der Bericht, die Maßnahmen weiter zu intensivieren: noch mehr Social Media, noch gezieltere Ansprache einzelner Gruppen, noch schnelleres Reagieren auf „Fehlinformationen“. Was die Bundesregierung als Fehlinformation bezeichnet, sind häufig kritische Stimmen, medizinische Einwände oder ethische Fragen – also genau jene Debatte, die in einer aufgeklärten Gesellschaft notwendig wäre.
Auffällig ist auch: Zwar geben rund 85 Prozent der Befragten an, der Organspende grundsätzlich positiv gegenüberzustehen, doch die Mehrheit fühlt sich nicht ausreichend informiert, um eine Entscheidung zu treffen. Offenbar spüren viele Menschen instinktiv, dass hier mehr im Spiel ist als ein simples „Ja oder Nein“.
Die Realität ist unbequem für die Politik: Je stärker der Staat versucht, die Bevölkerung in Richtung Organspende zu lenken, desto größer scheint das Misstrauen zu werden. Die fehlende Trendwende ist kein Kommunikationsproblem – sie ist ein Signal.
Ein Signal dafür, dass viele Bürger den Hirntod nicht akzeptieren, staatliche Erziehungsmaßnahmen ablehnen und sich nicht bereit erklären wollen, ihren Körper nach dem Tod – oder im Zustand schwerster Verletzlichkeit – zur Verfügungsmasse zu machen.
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Verstopfte Innenstädte, Parkplatzsuche in Endlosschleife und steigende Kosten für Transporte. Der Umstieg auf Lastenfahrräder verspricht Besserung. Nach vier Jahren Forschung zieht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Bilanz, zeigt, wie es klappen kann, und wo Fallstricke lauern.
(Auszug von RSS-Feed)
Nicht einmal Plastikschweine in einem Feinkostladen sind vor dem Zorn fanatischer Mohammedaner sicher. In der italienischen Stadt Padua fordert ein hochrangiger Vertreter der dortigen Mohammedaner-Gemeinde die Entfernung des Schweins.
In der italienischen Stadt Padua hat ein neu eröffnetes Delikatessengeschäft den Zorn der Führung der lokalen Mohammedaner-Gemeinde auf sich gezogen. Stein des Anstoßes ist ein Plastikschwein, welches laut dem Mohammedaner-Vertreter “beleidigend” und “geschmacklos” sei.
Das Schwein, das im Schaufenster des Delis Mortadella… e Non Solo platziert ist, dient der Werbung für die Sandwiches und Wurstwaren des Geschäfts, die überwiegend aus Schweinefleisch bestehen. Laut der italienischen Zeitung Il Giornale forderte Salim El Mauoed, regionaler Vizepräsident der Mohammedaner-Gemeinde von Padua, sowohl die Geschäftsinhaber als auch die örtlichen Behörden zum Eingreifen auf.
Er behauptet, dieses Plastikschwein würde die Islamgläubigen beleidigen, welche dort vorbeigingen. Doch selbst die mohammedanischen Angestellten des Geschäfts haben kein Problem damit – und auch nicht damit, mit Schweinefleisch zu arbeiten. Sie stellen sich demonstrativ hinter ihren Arbeitgeber und gegen den Islam-Fanatiker.
Die Stadtverwaltung erklärte, dass es keine rechtlichen Gründe gebe, dem Unternehmen die Platzierung des Schweins zu verbieten. Die Schweinesymbolik ist ein zentrales Element des Markenauftritts des Ladens und erscheint nicht nur im Schaufenster, sondern auch im Logo, in Werbematerialien und auf öffentlich geteilten Artikeln in sozialen Medien.
Allerdings zeigt sich damit wieder einmal, wie sehr fanatische Mohammedaner auf das alltägliche Leben in Europa Einfluss nehmen wollen. Kritiker monieren bereits seit langem, dass jene Islamgläubigen, die mit dem westlichen Lebensstil nicht einverstanden sind, doch genügend moslemische Länder zur Auswahl haben, in welche sie umziehen können.
Ein unabhängiges Gutachten des als “Plagiatsjäger” bekannten Dr. Stefan Weber belegt massive statistische Manipulationen und wissenschaftliches Fehlverhalten des DÖW beim Rechtsextremismusbericht. Auf diesem Machwerk beruhten reißerische Schlagzeilen rund um einen angeblich massiven Anstieg rechtsextremer Taten in Österreich. „Ich sehe in diesen Berichten des DÖW massive Indizien für eine bewusste Manipulation der Statistik in eine gewünschte Richtung“, erörterte Weber bei einer Pressekonferenz mit FPÖ-Mediensprecher und Generalsekretär NAbg. Christian Hafenecker.
Nachfolgend sehen Sie die gestrige Pressekonferenz, auf der Dr. Weber seine Erkenntnisse darlegte:
Nachfolgend lesen Sie die Pressemitteilung der FPÖ:
„Was wir hier in erster Linie sehen, ist ein staatlich finanzierter Bericht, der massive politische und gesellschaftliche Auswirkungen hat und deshalb höchsten wissenschaftlichen Standards genügen sollte“, leitete heute FPÖ-Mediensprecher und Generalsekretär NAbg. Christian Hafenecker, MA, eine Pressekonferenz ein, in der er ein vom Freiheitlichen Bildungsinstitut beauftragtes, unabhängiges Gutachten des Plagiatsjägers Priv. Doz. Mag. Dr. Stefan Weber zum Rechtsextremismusbericht des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) präsentierte. Das Gutachten komme zu einem vernichtenden Ergebnis und entlarve die Berichte des DÖW als „politisch motivierte Manipulation und wissenschaftlichen Schwindel“.
Delegitimierung der Opposition durch Steuermittel
Für Hafenecker sei es ein untragbarer Zustand, dass ein privater Verein wie das DÖW mit Steuergeld finanziert werde, um die Opposition anzugreifen: „Im Prinzip wird hier der Versuch unternommen, die Opposition in diesem Land durch die Regierung mit Steuermitteln zu delegitimieren. Das Dokumentationsarchiv ist schlicht und ergreifend ein privater Verein, der massiv mit Steuergeld finanziert wird und trotzdem mit der Erstellung eines Berichts beauftragt wird, der natürlich massive politische Wirkung entfaltet. Es gibt keine staatliche Kontrolle und keine demokratische Verantwortung – der Staat darf den Extremismus bekämpfen, aber nicht politische Meinungen kriminalisieren!“
“Bewusste Manipulation der Statistik in eine gewünschte Richtung”
Dr. Stefan Weber, der betonte, kein FPÖ-Mitglied zu sein, warf dem DÖW in seiner Analyse „mehrfaches wissenschaftliches Fehlverhalten“ vor. Die Berichte seien nicht nach den Regeln der „wissenschaftlichen Kunst“ erstellt worden. „Ich sehe in diesen Berichten des DÖW massive Indizien für eine bewusste Manipulation der Statistik in eine gewünschte Richtung“, so Weber, der von einer „Verletzung der Konstruktvalidität“ sprach. Das bedeute, das Messinstrument des DÖW messe gar nicht das, was es zu messen vorgebe. Anhand des „Rechtsextremismusbarometers“ legte Weber dar, wie das DÖW durch eine massive Verengung und willkürliche Auswahl von Kriterien die Zahl der angeblich „ausgeprägt rechtsextremen“ Österreicher künstlich hochgeschraubt habe. Wichtige Kriterien wie Gewaltbereitschaft oder die Ablehnung der Demokratie würden einfach fehlen. „Wenn wir den Begriff des ausgeprägten Rechtsextremismus so erweitern, dann ist das halt ‚Fake Science‘. Das ist wissenschaftlich schlichtweg nicht ernst zu nehmen“, erklärte Weber.
Systemmedien verbreiteten Daten unreflektiert
Hafenecker kritisierte in diesem Zusammenhang einen „statistischen Skandal“, der von den „Systemmedien“ unreflektiert übernommen worden sei: „Es wird ein Anstieg von rechtsextremistischen Daten suggeriert, obwohl die relevanten Zahlen in eine absolut andere Richtung gehen. Die Schlagzeilen haben wir ja noch alle vor dem geistigen Auge, mehr rechtsextremistische Anzeigen. Es ist uns aber verschwiegen worden, dass die Verurteilungen von rechtsextremistischen Daten gesunken sind.“ Nur 10 Prozent der Anzeigen würden zu einer Verurteilung oder Diversion führen, bei anderen Straftaten seien es 25 Prozent. Insbesondere der ORF habe seine Prüfpflicht grob verletzt. „Am Ende des Tages, und das werfe ich dem ORF vor, hat man sich einer Angstindustrie angeschlossen. Das ist entweder Mangel in der Recherche, dann haben wir ein Problem bei einem Unternehmen, das über ein Budget von einer Milliarde Euro im Jahr verfügt. Oder, und das ist viel schlimmer, es ist eine bewusste Irreführung im Auftrag der Bundesregierung“, so Hafenecker.
Abschließend forderte Hafenecker daher den Innenminister auf: „Er muss dem Dokumentationsarchiv mit sofortiger Wirkung den Auftrag für diesen Rechtsextremismusbericht entziehen, weil das, was hier stattgefunden hat, ist auf wissenschaftlicher Ebene als höchst dilettantisch zu bezeichnen!“
Nach dem großen “Erfolg” des Plastikstrohhalm-Verbots und der fixierten Deckel an Getränkeflaschen setzt die EU zur nächsten großen Weltrettungsaktion an: Offenbar sollen auch Blumentöpfe aus Plastik verboten werden. Was tut die EU als überdimensionierte Verbots- und Regulierungsbehörde eigentlich noch für die Bürger?
Geht es nach den Eurokraten, so werden Horroraufnahmen wie im folgenden Video offenkundig durch böse EU-Bürger verursacht, die Plastikstrohhalme, Flaschendeckel und Pflanztöpfe aus Kunststoff in der Botanik und den Flüssen entsorgen:
Deswegen sind Trinkhalme aus Plastik ebenso wie Einkaufsplastiktüten verboten und Flaschendeckel fixiert worden – und die Blumentöpfe sollen Berichten zufolge folgen. Das ändert natürlich nichts an den Zuständen in Dritte-Welt-Ländern, sehr wohl aber für alle, die Pflanzen verkaufen oder kaufen: Für die wird es wohl bald teurer und / oder unpraktischer. Richtig so, finden mutmaßlich die Eurokraten, die (Hobby-)Gärtner womöglich ohnehin längst als Wassersünder betrachten. Immerhin haben wir ja “Wassernotstand”, weil die Erde verkocht. Was denken Sie, wie heiß der Schnee schon ist, der draußen aktuell vielerorts liegt?
Weitere Verpackungsverbote bis 2030
Doch von vorn: Im Zuge des EU-“Green Deal” wurde auch das Verpackungsrecht überarbeitet. Die EU hat dafür einen Wust an Regularien beschlossen: Bis 2030 sollen nach der “Packaging and Packaging Waste Directive” diverse Kunststoffprodukte verboten werden. Das soll angeblich Müllmengen reduzieren. Müll gibt es dann natürlich weiterhin, aber vielleicht weniger aus Plastik. Dass es oft an brauchbarem Ersatz mangelt, spielt für die Eurokraten gemeinhin keine Rolle (man denke nur an die enorm fortschrittlichen Papiertrinkhalme, die sich geschmackvoll im teuer gekauften Getränk auflösen).
Welche Verpackungen die EU ab 2030 verbietet. Quelle
Von Pflanztöpfen las man in der Verbotsliste bislang nichts. Doch die EU hat sich tatsächlich schon mit diesem hochbrisanten Thema befasst und eigene Definitionen entwickelt! So war hier in Annex I festgelegt, dass Pflanztöpfe als Verpackung gelten, wenn sie ausschließlich zum Verkauf und Transport gedacht sind. Sie galten aber magischerweise nicht mehr als Verpackung, wenn sie im Business-to-Business-Bereich genutzt oder als Teil des Produkts mit der Pflanze verkauft werden.
Items that are packaging: “Flower and plant pots, including seed trays, intended to be used only for selling and transporting” Items that are not packaging: “Flower and plant pots, including seed trays, used in business-to-business relations throughout different stages of production or intended to be sold with the plant”
An Personalien, die solch gehaltvolle Dokumente zusammenschustern, fließen Ihre Steuergelder. Wird Ihnen da auch warm ums Herz?
Anfang Januar publizierte nun der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) eine Mitteilung, in der es heißt: “Ein noch nicht veröffentlichtes Dokument der EU-Kommission weist aus, dass Blumentöpfe mit Pflanzen künftig als Verpackungen einzustufen sind.” Sprich: Die Ausnahme für den B2B-Bereich wird offenkundig gekippt. Dann wären die Plastik-Pflanztöpfe also immer Verpackungen, die unter das Verbot fallen. „Die Auslegung der Kommission ist überraschend sehr weit gefasst und deckt sich nicht mit der Listung von Blumentöpfen im Anhang der EU-Verpackungsverordnung. Diese Ausweitung kritisieren wir scharf“, wird der stellvertretende ZVG-Generalsekretär Dr. Hans Joachim Brinkjans zitiert.
Keine sinnvolle Alternative
Für den Verkauf von Pflanzen bedeutet das, dass entweder auf andere Materialien umgesattelt werden muss (also beispielsweise Pappe, die fröhlich schimmelt, oder andere Plastikalternativen, die aber erst noch erprobt werden müssen) oder aber auf Mehrwegverpackungen, die neben Mehrkosten auch noch einen Mehraufwand mit sich bringen. Obi beispielsweise hat mit dem BringBackPot vergangenes Jahr ein Pilotprojekt mit Mehrweg-Töpfen gestartet, die 15 Cent Pfand kosten, von Kunden zurückgebracht werden sollen und dann um die 100-mal aufgereinigt und wiederverwendet werden können. Für das Pfand soll der Verbraucher also wieder zum Baumarkt juckeln (was wohl kaum “klimaneutral” vonstatten gehen wird), um den Topf zurückzugeben.
Derweil fragt man sich als Hobbygärtner, der die bösen “Einweg-Plastiktöpfe” seit jeher bei der Aufzucht seiner selbstgezogenen Pflanzen wiederverwendet, wo eigentlich das Problem liegt. Gerade Garten- und Pflanzenfreunde sind oftmals so naturverbunden, dass sie von sich aus darauf achten, keinen unnötigen Müll zu produzieren. Es sind nicht die Menschen im Westen, die ihren Abfall reihenweise in Flüssen versenken und sich dann wundern, wenn sie buchstäblich durch Müll waten. Die EU als Verbotsapparat braucht in Europa niemand. Wie konnte aus einer Handelsunion mit sinnvoller Grundidee ein so gigantischer Bremsklotz (und eine solche Geldverbrennungsmaschine) werden?
Eine neue Studie des Ifo-Instituts verkündet frohe Botschaft, Schutzflehende (wie sie von woken Mitmenschen gern genannt werden) schaffen Arbeitsplätze. Je mehr Asylforderer kommen, desto mehr blühe der Arbeitsmarkt. Das klingt wie das biblische Manna, unendlich vermehrbar, macht alle satt. Doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die frohe Kunde als Luftnummer, die vor allem eines schafft, zusätzliche Belastungen für die einheimische Bevölkerung.
Von Chris Veber
Das Ifo-Institut in München hat Daten aus den Jahren 2007 bis 2021 analysiert und kommt zu dem Ergebnis, dass ein Zuzug von 100 Asylanten pro 10.000 Einwohner im Schnitt sieben neue Gewerbeanmeldungen und 27 zusätzliche Arbeitsplätze hervorbringt. Insgesamt sollen sogar 109 Jobs entstehen, vor allem Vollzeitstellen in Bereichen wie Verkehr, Gesundheit und Finanzdienstleistungen.
Die Autoren erklären das mit gestiegenem Bedarf und einem größeren Arbeitskräfteangebot. Doch dann kommt der entscheidende Satz, der alles relativiert: „Dabei sei allerdings zu beachten, dass der gestiegene Bedarf eine Folge steuerfinanzierter Transfers sein könnte. In welchem Umfang das der Fall ist, untersuchte die Studie nicht.“ Mit anderen Worten, die Jobs entstehen möglicherweise nur, weil der Staat den Asylanten Sozialleistungen zahlt, von denen sie dann Essen, Wohnungen, Taxifahrten oder Geldtransfers in die Heimat finanzieren. Hoffentlich nicht zum netten Onkel vom IS, der in Syrien gerade Kurden schlachtet, bevor er mittels Familiennachzug auch zu uns kommt.
Genau das passiert seit Jahren in Österreich und Deutschland. In Österreich leben Hunderttausende Asylanten überwiegend von staatlichen Transfers. Die Beschäftigungsquote unter Asylforderern liegt deutlich unter dem Durchschnitt, viele bleiben dauerhaft auf Sozialhilfe angewiesen. Das AMS meldet regelmäßig überproportionale Arbeitslosigkeit bei Drittstaatsangehörigen. Wenn diese Menschen konsumieren, entsteht natürlich ein Bedarf, aber der wird finanziert von den Steuern der arbeitenden, autochthonen Bevölkerung. Das ist keine Bereicherung, sondern eine Umverteilung von den produktiven Staatsbürgern zu den nicht-produktiven Nicht-Staatsbürgern.
Warum sonst droht der oberste Sowjet der EuSSR den Mitgliedstaaten mit Strafzahlungen von 20.000 Euro pro abgelehntem Asylinvasor? Offenbar ist die Aufnahme von Asylanten aus mittelalterlich-muslimischen Ländern so attraktiv, dass man die Länder dazu zwingen muss. Und warum sind die Herkunftsländer – wie etwa Syrien, Afghanistan, Somalia – keine blühenden Wirtschaften und Gesellschaften, wenn doch ihre Auswanderer angeblich so viel wirtschaftliches Potenzial mitbringen?
Die Sozialsysteme in Europa haben den Kipppunkt längst überschritten. Millionen illegale Zuwanderer seit 2015 haben die Ausgaben für Soziales, Wohnen und unmögliche Integration explodieren lassen, ohne dass dem eine entsprechende Wertschöpfung gegenübersteht. Stattdessen finanzieren die Einheimischen nicht nur den Lebensunterhalt der Asylinvasoren, sondern auch die neu geschaffenen Jobs für Dolmetscher, Sozialarbeiter, Sicherheitskräfte und Verwaltungsbeamte, die mit den Folgen der Invasion fertigwerden müssen. Und natürlich die „NGOs“, die sich uneigennützig um die Schutzflehenden kümmern.
Die Ifo-Studie ignoriert diese Netto-Rechnung bewusst. Sie zählt nur die zusätzlichen Gewerbeanmeldungen, nicht die Kosten, die durch die steuerfinanzierten Transfers entstehen. Linksgrüne, woke Kreise, deren natürliche Lebensform es ist, von eben diesen Transfers zu leben, bejubeln solche Studien natürlich. Für den normalen Steuerzahler bleibt die Erkenntnis, das neue Manna sättigt vor allem jene, die es nicht selbst verdienen müssen und lässt die arbeitende Bevölkerung dafür ausbluten.
Im stramm rechts regierten Texas wurde einem Philosophieprofessor von der Texas A&M University verboten, einen Kurs über „Rassen- und Genderideologie und die Lektüre von Platon" zu halten.
Diese Woche stehen Jupiter und Venus auf gegenüberliegenden Seiten der Sonne. Für einige Forscher ist diese Konstellation mehr als nur ein himmlischer Zufall. Eine kleine, aber beständige Gruppe von Forschern geht davon aus, dass die Planetenkonstellationen zur Regulierung der Sonnenaktivität beitragen.
„Vor einem Jahrzehnt habe ich mich daran gemacht, einen tragfähigen Prozess zu finden, durch den der Sonnenzyklus durch die Gezeitenkräfte der Planeten synchronisiert werden könnte“, sagt Frank Stefani, Physiker am nationalen Forschungszentrum HDZR in Deutschland. „Diese Kräfte sind bekanntermaßen sehr gering, dennoch haben wir ein Modell entwickelt, das eine bemerkenswerte Übereinstimmung mit der beobachteten Sonnenaktivität aufweist.“
Dies ist ein kontroverses Thema. Einige Forscher, wie Stefani, haben sich in ihrer Karriere darauf konzentriert, während andere vehement dagegen sind. Die Hypothese lässt sich jedoch nicht einfach verdrängen, bilden doch Jupiter, Venus und Erde wiederkehrende Konstellationen mit einer charakteristischen Periode von etwa 11 Jahren, ähnlich der durchschnittlichen Länge des Sonnenfleckenzyklus‘. Zufall – oder mehr?
Die gängige Solarphysik geht davon aus, dass die Gezeiten von Venus und Jupiter zu schwach sind, um die Sonnenaktivität zu beeinflussen. Die Gezeiten von Jupiter auf der Erde sind eine Million Mal schwächer als die Gezeiten des Mondes, und die Gezeiten der Venus sind sogar noch schwächer als die von Jupiter. Wie könnten diese absurd kleinen Kräfte die Sonne beeinflussen?
Eine Studie von Stephani aus dem Jahr 2019 schlug einen Weg vor: Der innere magnetische Dynamo der Sonne reagiert äußerst empfindlich auf äußere Störungen („parametrische Resonanzen“). Regelmäßige „Stöße“ durch planetarische Gezeiten könnten den Dynamo in ein 11-Jahres-Muster versetzen, ähnlich wie ein Metronom, das einen Pianisten im Takt hält.
Kritiker weisen darauf hin, dass das konvektive Rauschen im Inneren der Sonne (siehe Abbildung unten) die Gezeitenkräfte in den Schatten stellt. Dennoch sind die Übereinstimmungen kaum zu übersehen.
Stefani konzentriert sich in seinen jüngsten Arbeiten auf Magneto-Rossby-Wellen im solaren Dynamo. „Unser neuestes Modell zeigt, dass die natürlichen Perioden dieser Wellen erstaunlich gut zu den Springfluten der beiden Planeten Venus, Erde und Jupiter passen: 118 Tage für Venus-Jupiter, 199 Tage für Erde-Jupiter und 292 Tage für Venus-Erde.“
Diese Springfluten verursachen den Sonnenzyklus nicht, behauptet Stefani. Sie tragen dazu bei, ihn zu synchronisieren. Die Gezeitenperioden stimmen mit mehreren bekannten Zyklen der Sonnenaktivität überein, darunter der berühmte Schwabe-Zyklus von 11 Jahren, eine quasi-zweijährige Oszillation (QBO) von 1,7 Jahren und der Suess-de Vries-Zyklus von 193 Jahren (plus zwei Gleissberg-Zyklen von 90 und 58 Jahren).
Kritiker haben jedoch auch hier ein Gegenargument: Bei so vielen Zyklen und harmonischen Wellen findet man immer eine Übereinstimmung. Das mag zwar stimmen.
Aber Stefani hat eine Vorhersage: „Die derzeitige Ausrichtung findet nur 40 bis 60 Tage vor dem erwarteten Höhepunkt einer quasi-zweijährigen Oszillation statt. Wenn die Ausrichtung, wie unser Modell vorhersagt, magneto-Roseby-Wellen anregt, könnten wir in 40 bis 60 Tagen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit starker Sonnenaktivität rechnen.“
Hinweis: Falls dieser Beitrag im Nachhinein nicht mehr leicht zu finden ist, folgt hier noch das Original, falls jemand die Übersetzung überprüfen will.
Mit der Umsetzung der Corona-PLandemie wurde der Weg in einen autoritären Überstaat geebnet.
In einer Planwirtschaft ist NICHTS gefährlicher, als kritische Menschen, die das System hinterfragen und anzweifeln!
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Von der RAND-Studie zur Nationalen Sicherheitsstrategie: Wie Think Tanks Amerikas Kriegspläne schreiben
Ein Standpunkt von Michael Hollister.
Im November 2025 veröffentlichte die Trump-Administration ihre National Security Strategy. Drei Kernaussagen stechen heraus: Die EU ist nicht mehr verlässlicher Partner, Russland nicht mehr Hauptfeind, der strategische Fokus liegt nun auf dem Pazifik. Was wie eine geopolitische Kehrtwende wirkt, ist in Wahrheit die Umsetzung eines detaillierten Kriegsplans, den die RAND Corporation bereits 2016 vorgelegt hat.
Die National Security Strategy 2025: Der Pazifik-Pivot als Doktrin
Die im November 2025 veröffentlichte National Security Strategy (NSS) der Vereinigten Staaten markiert einen Wendepunkt in der amerikanischen Außenpolitik – zumindest auf dem Papier. Während die Trump-Administration Europa faktisch den Krieg erklärt und Russland nicht mehr als Hauptfeind definiert, konzentriert sich Washington nun offen auf das, was interne Strategiepapiere seit Jahren fordern: die Eindämmung Chinas im Indo-Pazifik. Die NSS formuliert glaskar:
"Der Indo-Pazifik ist bereits die Quelle von fast der Hälfte des weltweiten BIP... Um im Inland erfolgreich zu sein, müssen wir dort erfolgreich konkurrieren."
Weiter heißt es: "Die Abschreckung eines Konflikts um Taiwan, idealerweise durch die Aufrechterhaltung militärischer Überlegenheit, ist eine Priorität."
Noch deutlicher wird die Strategie auf Seite 24:
"Wir werden ein Militär aufbauen, das in der Lage ist, Aggression überall in der Ersten Inselkette zu verweigern."
Diese Formulierungen sind nicht neu. Sie sind auch keine originäre Trump-Doktrin. Sie sind die wortwörtliche Umsetzung von Empfehlungen, die die RAND Corporation – eine der mächtigsten und einflussreichsten Denkfabriken der Welt – bereits 2016 und 2017 in mehreren Studien ausgearbeitet hat.
RAND Corporation: Die Kriegsplanungszentrale mit akademischem Anstrich
Die RAND Corporation ist kein gewöhnlicher Think Tank. Gegründet 1948 als gemeinsames Projekt der US Air Force und Douglas Aircraft Company, verfügt RAND über ein Jahresbudget von über 350 Millionen Dollar und beschäftigt ein Heer hochqualifizierter Experten: Militärstrategen, Physiker, Datenanalysten, Ökonomen und Politologen – viele mit Regierungs- oder Geheimdiensterfahrung.
Hauptkunden sind das Pentagon, Homeland Security, verschiedene Geheimdienste sowie NATO-Partnerstaaten. RAND arbeitet nicht politisch neutral, sondern entwickelt "Optionen, Wahrscheinlichkeiten, Risiken" – auf Basis von Simulationen, Datenanalyse und militärischer Machbarkeitsprüfung. Empfehlungen aus RAND-Studien sind keine Denkmodelle, sondern werden regelmäßig zur Grundlage realer Politik.
Die Organisation war maßgeblich an Konzepten wie der Abschreckungsdoktrin (Mutual Assured Destruction) beteiligt und prägte das strategische Denken im Kalten Krieg bis heute. RAND-Mathematiker wie Herman Kahn entwickelten die "Megadeath"-Kalkulationen – das zynische Durchrechnen von Millionen Toten als strategische Variable.
"War with China: Thinking Through the Unthinkable" (2016)
Im Jahr 2016 veröffentlichte RAND eine Studie, die einen Wendepunkt markierte: "War with China: Thinking Through the Unthinkable". Die Kernaussage war eindeutig:
"China könnte einen schweren Krieg mit den Vereinigten Staaten im Jahr 2025 nicht gewinnen und könnte ihn verlieren."
Diese Formulierung ist entscheidend. Sie impliziert ein sich schließendes Zeitfenster – je weiter die Zeit voranschreitet, desto geringer wird der amerikanische Vorteil. Die Studie warnte vor "konventioneller Gegenschlagfähigkeit": Beide Seiten besitzen zunehmend die Mittel, die Streitkräfte des anderen zu treffen, was Anreize für präventive Schläge schaffe.
Die zeitliche Perspektive war alarmierend:
"Gegenwärtig würden chinesische Verluste die US-Verluste weit übersteigen. Aber bis 2025 könnte diese Lücke viel kleiner sein."
RAND rechnete systematisch durch: Kosten, Eskalationsdynamiken, Dauer und Verlaufsformen eines Krieges – mit dem Ergebnis, dass ein langer Krieg für beide Seiten katastrophal wäre, aber fürChinabesonders verlustreich. Die Logik war klar: Wenn die USA handeln wollen, müssen sie es bald tun – aus einer Position der Stärke heraus, solange diese noch besteht.
"Conflict with China Revisited" (2017): Das schrumpfende Zeitfenster
Die 2017 erschienene Aktualisierung verschärfte die Analyse weiter: "Die Reichweite und Fähigkeiten der chinesischen Luft- und Seeverteidigung sind weiter gewachsen, wodurch die US-Vorwärtsbasen verwundbarer und die direkte Verteidigung von US-Interessen in der Region potenziell kostspieliger wird."
Noch deutlicher wurde die zeitliche Dimension:
"Die Vereinigten Staaten sollten sich früher statt später – bevor ihre Machtposition in der Region weiter abnimmt – konstruktiv mit China über eine Reihe potenzieller Konfliktpunkte auseinandersetzen."
Diese Formulierung legt nahe, dass die USA aus einer Position der Stärke heraus agieren sollten, solange sie noch können. Das implizite Zeitfenster? Etwa ein Jahrzehnt, bevor Chinas militärische Fähigkeiten die direkte Verteidigung US-amerikanischer Interessen im Westpazifik unmöglich machen.
RAND analysierte systematisch die Konfliktauslöser in absteigender Wahrscheinlichkeit:
Korea: Regimekollaps oder Eskalation mit Nordkorea, bei dem China intervenieren könnte
Südchinesisches Meer: Zusammenstöße wegen konkurrierender Gebietsansprüche
Taiwan: Blockade oder Invasion durch China, die US-Intervention provozieren würde
Cyberspace: Offensive Operationen mit Eskalationspotenzial
Japan: Auseinandersetzungen im Ostchinesischen Meer
Die Studien beschrieben Taiwan-Szenarien als größte Herausforderung. RAND empfahl 2017 explizit: "Die Modernisierung und Ausweitung der Anzahl taiwanesischer Anti-Schiff-Marschflugkörper könnte die Kosten eines amphibischen Invasionsversuchs durch China inakzeptabel hoch machen."
Diese Empfehlung wird seither umgesetzt – Taiwan kauft massiv mobile Anti-Schiff-Raketen und asymmetrische Verteidigungssysteme.
Vom Papier zur Doktrin: Die direkte Übereinstimmung
Die Übereinstimmungen zwischen den RAND-Studien von 2016/2017 und der National Security Strategy von November 2025 sind nicht subtil – sie sind wortwörtlich.
RAND 2016/2017:
"Deterring a conflict over Taiwan... by preserving military overmatch"
NSS 2025 (Seite 23):
"Deterring a conflict over Taiwan, ideally by preserving military overmatch, is a priority"
RAND 2017:
"The United States should build a military capable of denying aggression anywhere in the First Island Chain"
NSS 2025 (Seite 24):
"We will build a military capable of denying aggression anywhere in the First Island Chain"
RAND 2017:
"The United States should move sooner rather than later—before its power position in the region further deteriorates"
NSS 2025 (Seite 19):
"The Indo-Pacific is already and will continue to be among the next century's key economic and geopolitical battlegrounds"
Diese Formulierungen sind keine Zufälle. Sie sind keine inhaltlichen Parallelen. Sie sind Kopien.
Die National Security Strategy der Vereinigten Staaten liest sich stellenweise wie ein Plagiat der RAND-Studienoder präziser: wie deren autorisierte Umsetzung in offizielle Regierungspolitik.
Die institutionellen Verflechtungen
Die Verbindungen zwischen RAND und der US-Regierung sind offensichtlich und systematisch:
RAND erhält jährlich hunderte Millionen Dollar vom Pentagon und anderen Verteidigungsbehörden
Führungspersonal wechselt regelmäßig zwischen RAND, Regierung und Rüstungsindustrie
RAND-Analysten briefen direkt Kongressausschüsse, NSC-Mitarbeiter und Militärkommandeure
Studien werden häufig im Auftrag spezifischer Regierungsbehörden erstellt
Dies ist keine neutrale Politikberatung. Dies ist eine institutionalisierte Pipeline vom Think Tank zur Regierungspolitik. RAND formuliert strategische Optionen, das Pentagon wählt aus, die Regierung implementiert.
Chinas "Bedrohung": Wo die USA eingeholt wurden
Die RAND-Studien analysieren systematisch, in welchen Bereichen China die USA herausfordert oder überholt:
Wirtschaftlich: Die 2017er-Studie prognostizierte: "Bis 2030 könnte Chinas Bruttoinlandsprodukt das der Vereinigten Staaten übersteigen." China ist bereits der größte Handelspartner für die meisten Länder weltweit.
Industriell: China verfügt über die weltweit größte Werftkapazität, führende 5G-Technologie, Kontrolle über 80% der Produktion Seltener Erden und wachsende Dominanz in Künstlicher Intelligenz.
Geopolitisch: Chinas Belt and Road Initiative erstreckt sich über drei Kontinenten, eine Militärbasis in Djibouti erweitert die Präsenz, und die wachsende Kooperation mit dem Globalen Süden unterläuft US-Einflussnetzwerke.
Militärisch: China hat "Anti-Access/Area-Denial"-Fähigkeiten (A2AD) aufgebaut – ein Netzwerk aus Raketen, Sensoren und U-Booten, das US-Streitkräfte von Chinas Peripherie fernhalten soll. RAND notierte 2016: "China hat einen einsatzfähigen Flugzeugträger erworben, einen zweiten angekündigt und plant drei bis vier zusätzliche Träger über die nächsten 20 Jahre."
Die NSS 2025: Umsetzung ist in vollem Gange
Die National Security Strategy 2025 zeigt, dass mehrere RAND-Strategien bereits implementiert werden:
Militärische Positionierung: "We will harden and strengthen our military presence in the Western Pacific" (NSS S. 24) – Verstärkung von US-Basen in Japan, Philippinen, Australien
Taiwan-Militarisierung: Waffenverkäufe und hochrangige Besuche, genau wie RAND 2017 empfahl
Wirtschaftsentkopplung: "We will rebalance America's economic relationship with China, prioritizing reciprocity and fairness" (NSS S. 20)
Technologiekontrollen: Die NSS fordert explizit "aligning the actions of our allies and partners with our joint interest in preventing domination by any single competitor nation" (NSS S. 21)
AUKUS-Pakt (2021): Atomgetriebene U-Boote für Australien – bereits vor der NSS 2025 umgesetzt, aber nun offiziell bestätigt
Chip-Sanktionen (2022-2024): Umfassende Exportkontrollen für Halbleitertechnologie
Empfiehlt RAND militärisches Vorgehen?
Die RAND-Analysen empfehlen keinen unprovozierten Angriffskrieg, aber sie entwickeln detaillierte Szenarien für "unvermeidliche" Konflikte. Aus der 2017er-Studie:
"Mit dem Vergehen der Zeit und der Verbesserung chinesischer Fähigkeiten werden sich die Vereinigten Staaten wahrscheinlich gezwungen sehen, von Abschreckung durch Verweigerung zu Abschreckung durch Bestrafung überzugehen, basierend auf der Drohung der Eskalation."
"Die direkteste militärische Eskalationsoption für die Vereinigten Staaten – am glaubwürdigsten und einseitigsten in ihren Effekten - sind konventionelle Präzisionsschläge gegen chinesische kriegsführende und kriegsunterstützende Ziele auf dem Festland."
Die Studie von 2016 formulierte die Logik präventiven Handelns: "Technologische Fortschritte schaffen Bedingungen, wobei jede Seite die Mittel hat, die Streitkräfte der anderen zu treffen, und daher einen Anreiz hat, dies umgehend, wenn nicht zuerst, zu tun."
Dies ist die Sprache der präemptiven Kriegsführung, verpackt in akademische Nüchternheit.
Ukraine als Beleg: RAND-Empfehlungen werden umgesetzt
Die Ukraine liefert den empirischen Beweis, dass RAND-Strategien nicht nur gelesen, sondern implementiert werden.
Die 2019 veröffentlichte RAND-Studie "Overextending and Unbalancing Russia" enthielt bemerkenswerte Empfehlungen:
"Die Bereitstellung tödlicher Hilfe für die Ukraine würde Russlands größte externe Verwundbarkeit ausnutzen."
Die Autoren warnten, dass militärische Unterstützung
"sorgfältig kalibriert werden müsste, um die Kosten für Russland zu erhöhen, ohne einen viel größeren Konflikt zu provozieren".
Die RAND-Analyse listete als "hochwirksam" auf:
Ausbau der US-Energieproduktion (Erfolgswahrscheinlichkeit: hoch, Kosten: niedrig)
Verschärfung von Handels- und Finanzsanktionen (Erfolgswahrscheinlichkeit: hoch)
Militärische Unterstützung für die Ukraine (Erfolgswahrscheinlichkeit: moderat, Risiko: hoch)
Die Realität seit 2022: Europa wurde von russischem Gas entwöhnt, die USA wurden zum größten LNG-Exporteur, und die Ukraine erhält kontinuierlich wachsende militärische Unterstützung im dreistelligen Milliardenbereich. Die Übereinstimmung zwischen RAND-Empfehlungen und tatsächlicher Politik ist nahezu vollständig.
Jetzt, in der NSS 2025, wird Russland nicht mehr als Hauptfeind definiert. Warum? Weil die RAND-Strategie erfolgreich war – Russland ist "überdehnt", die USA können sich nun auf China konzentrieren.
Das kritische Jahrzehnt: 2025-2035
Alle untersuchten RAND-Studien konvergieren auf einen Zeitrahmen: Das Jahrzehnt zwischen 2025 und 2035 stellt das kritische Zeitfenster dar, in dem die USA noch militärische Überlegenheit im Westpazifik beanspruchen können.
Die 2017er-Analyse formuliert mehrfach Dringlichkeit:
"Wir empfehlen, dass die Vereinigten Staaten sich früher statt später bewegen – bevor ihre Machtposition in der Region weiter abnimmt."
Diese Logik schafft gefährliche Anreize: Wenn die Machtverhältnisse sich kontinuierlich zugunsten Chinas verschieben, könnte die Versuchung entstehen, einen Konflikt zu provozieren, solange die USA noch überlegen sind.
An dieser Stelle werden auch Stimmen innerhalb der USA selbst laut:
Adm. Phil Davidson (INDOPACOM, 2021): "Die Bedrohung manifestiert sich in diesem Jahrzehnt – in den nächsten sechs Jahren."
Gen. Mike Minihan (USAF, 2023-Memo): "Mein Gefühl sagt mir, wir werden 2025 kämpfen. Ich hoffe, ich liege falsch." (interner Befehl, öffentlich geworden)
Heritage Foundation: "Noch Zeit, die Abschreckung bis 2027 zurückzugewinnen."
Diese Aussagen sind keine isolierten Meinungen. Sie sind Teil eines strategischen Konsenses innerhalb der US-Sicherheitselite, der direkt auf RAND-Analysen basiert.
Die selbsterfüllende Prophezeiung
Die kritischste Frage: Dienen diese Analysen der Kriegsvermeidung oder bereiten sie den Boden für eine Eskalation, die sie angeblich verhindern wollen?
Wenn chinesische Strategen RAND-Papiere lesen, die detailliert beschreiben, wie die USA Chinas Aufstieg eindämmen wollen, verstärkt dies in Beijing die Überzeugung, dass Konflikt unvermeidlich ist. Dies führt zu beschleunigter Aufrüstung – genau das Szenario, vor dem RAND warnt.
Die 2016er-Studie räumt ein: "Die chinesischen Politikmacher sind eines ihrer beabsichtigten Publikum."
RAND weiß also, dass Beijing mitliest. RAND weiß, dass Beijing aufrüsten wird. RAND weiß, dass dies die Wahrscheinlichkeit eines Krieges erhöht. Und RAND veröffentlicht trotzdem.
Dies ist keine Analyse. Dies ist Provokation mit akademischem Deckmantel.
Geschichte wiederholt sich: Irak, Ukraine, jetzt China
Die Analyse der RAND-Studien offenbart ein beunruhigendes Muster:
Irak: RAND untersuchte in den 1990er Jahren die Folgen eines Regimewechsels, entwarf Szenarien für Nation-Building und prognostizierte ethnisch-konfessionelle Spannungen. Die US-Administration nutzte viele dieser Einschätzungen zur Rechtfertigung des Irakkriegs 2003.
Ukraine: Die RAND-Studie "Overextending and Unbalancing Russia" (2019) wurde seit 2022 nahezu vollständig umgesetzt.
China: Die Studien von 2016/2017 werden nun – 2025 – zur offiziellen Doktrin der Vereinigten Staaten.
In allen drei Fällen lieferte RAND das konzeptuelle Fundament. In allen drei Fällen wurden die Empfehlungen zur Politik. Beim Irak endete dies katastrophal. Bei der Ukraine ist das Ergebnis noch offen. Bei China geht es um die Zukunft der globalen Ordnung – und potenziell um einen Krieg zwischen Atommächten.
RAND denkt Szenarien nicht nur durch – RAND bereitet sie vor
Die entscheidende Frage ist nicht, ob die RAND-Analysen technisch kompetent sind – das sind sie zweifellos. Die Frage ist, ob ihre Grundprämissen – US-Hegemonie als selbstverständliches Gut, China als existenzielle Bedrohung, militärische Überlegenheit als notwendiges Ziel – überhaupt hinterfragt werden dürfen.
RAND ist keine neutrale Forschungsinstitution. RAND ist die Planungsabteilung des Pentagon mit akademischem Anstrich. RAND entwickelt keine "Optionen" – RAND entwickelt Kriegspläne, die dann von der Regierung als "alternativlos" präsentiert werden.
Die National Security Strategy 2025 ist der Beweis. Was 2016 als akademisches Denkmodell begann, ist 2025 offizielle US-Doktrin. Die Übereinstimmungen sind zu präzise, um Zufall zu sein. Sie sind zu systematisch, um bloße Inspiration zu sein.
Die NSS 2025 ist RAND in Regierungsprosa.
Fazit: Die Think-Tank-zu-Policy-Pipeline
Was folgt, ist nicht nur ein Testfall für den Indo-Pazifik, sondern für die Frage, ob die Vereinigten Staaten ihre globale Hegemonie notfalls erneut durch militärische Mittel sichern werden – auf Basis wissenschaftlicher, aber hoch politischer Planspiele.
Angesichts multipler globaler Krisenherde und einer zunehmenden Blockkonfrontation sollte die zentrale Frage nicht lauten:
"Wie können die USA ihre Dominanz bewahren?"
Sondern:
"Wie können die größten Mächte der Welt kooperieren, um das Überleben der Menschheit zu sichern?"
Diese Frage stellt RAND nicht. Und genau das macht die Analysen so gefährlich.
Was als nüchterne Szenarioanalyse präsentiert wird, ist in Wahrheit die Simulation von Eskalation – ein Krieg im Labor, der reale Opfer fordern wird.
Die National Security Strategy 2025 zeigt:
Der Krieg ist nicht mehr Theorie. Er ist Doktrin.
RAND hat die Blaupause geliefert. Washington setzt sie um. Die Frage ist nicht mehr, ob die USA einen Konflikt mit China anstreben. Die Frage ist, ob dieser Konflikt noch verhindert werden kann – oder ob die RAND-Logik die USA in einen Krieg zwingt, den niemand gewinnen kann.
Quellen und Anmerkungen
Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik – jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com , bei Substack unter https://michaelhollister.substack.com sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.
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Michael Hollister analysiert seit vielen Jahren die globalen Machtstrukturen hinter Politik und Wirtschaft. Sein Schwerpunkt liegt auf geopolitischen Strategien, einflussreichen Netzwerken und den historischen Wurzeln heutiger Konflikte.
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National Security Strategy of the United States of America (November 2025). The White House, Washington. https://www.whitehouse.gov
Niemand weiß, wann Stuttgart 21 endlich eröffnet wird, in welcher Form und ob überhaupt. Auch die neue Chefin der Deutschen Bahn nicht. Sie werde den Staatskonzern „auf links drehen“ und aus Fehlern lernen, versprach Evelyn Palla bei ihrer Vorstellung, schwärmte nun aber über das weltweit vielleicht „beeindruckendste Bahnprojekt“. Die Neue sei schlecht gebrieft worden von Leuten, die ihr Gesicht wahren wollen und in ihrem Starrsinn sogar künftige Tragödien riskieren, meint der DB-Kritiker Christoph Engelhardt. Im Interview mit den NachDenkSeiten spricht der Physiker und Analyst über Tunnel, die keiner braucht, „Kraut-und-Rüben“-Fahrpläne und „Pappnasen“, die den Naturgesetzen entsagen, um ihre Lebenslüge zu retten. Mit ihm sprach Ralf Wurzbacher.
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Zur Person
Der Physiker und Analyst Dr. Christoph Engelhardt (Jahrgang 1965) ist ein profilierter Kritiker des Bahnhofsprojekts Stuttgart 21 (S21). Als Gründer und Geschäftsführer der Faktencheck-Plattform WikiReal.org befasst er sich schwerpunktmäßig mit dessen Planungsmängeln. Er trat als Experte in Plananhörungen, Gerichtsverfahren und vor dem Bundestag auf und ist Co-Autor eines aktuellen Fachartikels zum Pfaffensteigtunnel, dem nächsten Großprojekt, bei dem sich aus Sicht der Autoren die Fehler von Stuttgart 21 wiederholen.
Ralf Wurzbacher: Herr Engelhardt, die neue Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn (DB), Evelyn Palla, soll, anders als ihre Vorgänger, wirklich etwas von der Eisenbahn verstehen, also vom operativen Betrieb und nicht nur vom Management. Sie kann sogar eine Lokomotive fahren, hat dafür eigens den Triebfahrzeugführerschein gemacht. Nach den ersten Eindrücken zu urteilen: Trauen Sie Palla den von ihr angekündigten radikalen Kurswechsel beim Staatskonzern zu?
Christoph Engelhardt: Es sind tatsächlich neue Töne, die man von ihr aus dem Bahntower hört – etwa, wenn sie von einem „kompletten Neuanfang“ spricht und davon, dass sie „den Konzern auf links drehen“ will. Das lässt große Veränderungen erwarten. Und es klingt nach einer neuen Faktenorientierung, wenn Frau Palla nun eine „lückenlose Aufklärung“ der Verzögerungen der S21-Inbetriebnahme verspricht und wenn sie sagt, die bei Stuttgart 21 begangenen Fehler dürften sich bei weiteren Großprojekten nicht wiederholen. Das macht uns natürlich besondere Hoffnung.
Was hieße es konkret, aus den Fehlern bei Stuttgart 21 zu lernen?
Nun – zunächst müsste man sich der Realität stellen, also die Fehler bei S21 benennen. Nicht nur an der Oberfläche kratzen, sondern in der Analyse tiefer gehen. Beispielsweise bei der jetzigen Verzögerung mit der sogenannten Digitalisierung. Hier darf man nicht Halt machen bei den Problemen des Zulieferers Hitachi, sondern muss auch die Grundfrage stellen: Bringt das neue „ETCS“-Signalsystem überhaupt die gewünschte Kapazitätserhöhung im zentralen Engpass des Tiefbahnhofs mit nur acht Bahnsteiggleisen? Man unterstellt dort mit den aktuellen Fahrplänen eine Steigerung der Zugleistung pro Stunde um 100 bis 200 Prozent durch die Digitalisierung. Tatsächlich gibt es dafür aber bisher keinen Beleg, eher Hinweise auf Kapazitätsreduktion, wie ich vor anderthalb Jahren schon einmal im Interview mit den NachDenkSeiten erläutert hatte.
Unser Gespräch drehte sich damals auch um Sicherheitsfragen …
Richtig. Wir hatten über den fehlenden Brandschutz in den Tunneln gesprochen, wozu sowohl die Bahn wie auch das Eisenbahn-Bundesamt sich bisher schlicht weggeduckt hatten. Das gilt auch für die ebenfalls schon angesprochenen weiteren offenen Fragen des Projekts. Zur Erinnerung, es geht um die viel zu schmalen Bahnsteige und den deshalb auch fehlenden Brandschutz im Tiefbahnhof, um das nicht beherrschte sechsfach überhöhte Gefälle der Bahnsteige und etwa auch um die Überflutung der unterirdischen Verkehrsanlagen zukünftig etwa einmal in 15 Jahren. Hier geht es jeweils um Leib und Leben von aberhunderten von Reisenden.
In der Politik machen sich zunehmend postfaktische Entscheidungen breit. Aber hier in der Ingenieurstechnik haben Lügen besonders kurze Beine, da holen einen die Naturgesetze erbarmungslos schnell ein, sobald der Betrieb startet oder sobald das erste Mal etwas passiert. Und dann kann bei S21 keiner sagen, er habe es nicht gewusst – auch Frau Palla nicht.
Angesichts der weit fortgeschrittenen Arbeiten ist der Punkt, die ganze Unternehmung einfach abzublasen, längst überschritten. Aber ist das Projekt wenigstens in einer Art zu retten, die das Desaster für Passagiere und Umwelt in Grenzen hält?
Auch jetzt gilt noch, dem schlechten Geld nicht noch gutes hinterherzuwerfen. Erst einmal innehalten. Wir schlagen einen Faktencheck vor. Die oberirdischen Gleisanlagen können auf keinen Fall ganz verschwinden. Ob der Tiefbahnhof überhaupt oder gegebenenfalls nur für einen Bruchteil des Verkehrs genutzt werden kann, wäre erst nach einer ehrlichen Bestandsaufnahme der Sicherheitsfragen und möglicherweise umfangreichen Nachbesserungen denkbar.
Bei Erhalt der Gleisanlagen hätte sich allerdings der eigentliche Antrieb des Projekts erledigt, nämlich der, Platz für ein riesiges Immobilienprojekt im Herzen Stuttgarts zu schaffen. Hat Palla die Traute, das Traumschloss Rosensteinquartier zu beerdigen? Sehen Sie schon Bewegung bei dem Thema?
Es geht nicht um Traute. Es geht um verantwortungsvolles Handeln, um Verantwortung für die Schieneninfrastruktur des Landes und für die Sicherheit der Reisenden. Da gibt es eigentlich für die Konzernleitung keinen Spielraum, wenn man den Problemen offen ins Gesicht schaut. Würde dies schonungslos geschehen, hätte auch die Politik kein Problem, umzusteuern. Voraussetzung wäre aber, dass die Vermeidung von Gesichtsverlust nicht über die Daseinsvorsorge und den Schutz der Gesundheit gestellt würde, wie das noch aktuell der Fall ist.
Frau Palla hat offensichtlich noch nicht den Überblick über den Stand der Grundfragen des Projekts. Zuletzt wurde sie mutmaßlich vom Management des Projekts gebrieft, als sie davon sprach, Stuttgart 21 sei das „wirklich beeindruckendste Bahnhofsprojekt, das es vielleicht auf der ganzen Welt gibt“. Ich möchte sie erinnern, dass sie den „Konzern auf links drehen“ wollte. Sie wollte dabei die „Macher vor Ort“ stärken. Eigentlich kein schlechter Ansatz – aber nicht in Stuttgart.
Warum dieser Starrsinn?
Dort haben die fähigen und verantwortungsvollen Bahner das sinkende Schiff längst verlassen oder wurden gefeuert. Es wurden Pro-S21-Aktivisten eingestellt, die nur noch daran arbeiten, ihre Lebenslüge nicht eingestehen zu müssen. Frau Palla könnte schnell die Grundfragen klären, indem sie diese Leute in den Ring schickt – in einen professionellen Faktencheck mit uns Kritikern. Wenn das Projekt tatsächlich als das „beeindruckendste Bahnhofsprojekt“ auch gemessen an den anerkannten Regeln der Technik herauskommt, dann können die Bronzetafeln für das neue Wahrzeichen Stuttgarts gegossen werden.
Frau Palla wird aber erleben, dass alle kneifen. Sie wird hören, es sei doch alles schon genehmigt. Dabei wurden die Grundfragen nie geprüft: Wie viel Kapazitätssteigerung im Bahnhof bringt ETCS, wenn überhaupt? Die geplanten Züge fassen sehr viele Reisende, kommen die im Brandfall rechtzeitig vor dem Rauch in Sicherheit? Warum sollte der Kinderwagen, der auf dem geneigten Bahnsteig in Ingolstadt Nord ins Gleis rollte, das bei S21 nicht tun? Wie häufig werden mit dem Klimawandel die unterirdischen Verkehrsanlagen und der Tiefbahnhof geflutet werden? Die Geschichte wird über die handelnden Personen richten, und die Naturgesetze lassen sich von hilflosen Maßnahmen der Gesichtswahrung nicht beeindrucken.
Die Welt mag so etwas wie S21 noch nicht gesehen haben beziehungsweise muss Ewigkeiten warten, überhaupt irgendwas zu sehen. Die Eröffnung hat Palla vorsorglich auf unbestimmte Zeit verschoben und lediglich den Termin zur dann möglichen Terminierung auf Mitte 2026 gesetzt. Wann rechnen Sie mit Vollzug?
Ich schließe eine verantwortungsvolle Inbetriebnahme und einen Verkehr im Tiefbahnhof im angekündigten Umfang vollkommen aus. Was ich nicht ausschließen kann, ist Willkür in der Genehmigung des Projekts. Zu viele Menschen haben zu viel Gesicht zu verlieren, es ist nur die Frage, ob sich Frau Palla von diesen Menschen in eine tiefe Mitschuld hineinziehen lässt.
Eines von mehreren S21-Ergänzungsprojekten, welche das Gesamtprojekt irgendwie retten sollen, ist der sogenannte Pfaffensteigtunnel, der auf elf Kilometern Länge von Böblingen zum Stuttgarter Flughafen führen und dessen Bau 2026 starten soll. Inzwischen wurde grünes Licht für die Finanzierung angekündigt. Sie meinen, das Vorhaben ist einmal mehr ein Fall von Planungsunfug. Warum?
In der Tat, dieser Tunnel wäre der längste Eisenbahntunnel Deutschlands und ist das nächste Multimilliarden-Großprojekt, bei dem sich aus unserer Sicht die Fehlplanungen und Manipulationen ähnlich wie bei Stuttgart 21 wiederholen. Dieser Tunnel soll mehrere Elemente des Projekts S21 ersetzen. Wir kritisieren, dass dieser Tunnel wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen ist. Er wurde aber dennoch in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) gehievt, indem er mit dem hochwirtschaftlichen Ausbau der Gäubahn verknüpft wurde.
Erklären Sie bitte kurz, was es mit der Gäubahn auf sich hat.
Die Gäubahn ist die Hauptbahn von Stuttgart in Richtung Süden bis nach Singen. Sie ist Teil der Verkehrsachse Berlin-Zürich-Mailand und ein wichtiger Güterverkehrskorridor zur Entlastung der Rheintal-Schiene. Sie war 1946 von Frankreich zwischen Horb und Tuttlingen auf rund 80 Kilometern Länge auf ein Gleis zurückgebaut worden. 2018 wurde dann ein Ausbauprojekt in den BVWP aufgenommen, in dem ein Viertel dieser Strecke auf zwei Gleise ausgebaut werden sollte. Ein höchst überfälliges und hochwirtschaftliches Projekt mit einem Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) von 2,7, also fast dreimal mehr Nutzen verglichen mit der Investition.
Der Pfaffensteigtunnel dagegen ist, wie wir jetzt ausgerechnet haben, extrem unwirtschaftlich mit einem NKV von maximal 0,23. In den letzten Tagen wurden die offiziellen Kosten noch einmal auf zwei Milliarden Euro erhöht. Davon werden also mindestens 1,5 Milliarden nutzlos verbrannt. Nur nach Bündelung mit dem hochwirtschaftlichen Gäubahn-Ausbau kam der Pfaffensteigtunnel gerade so auf ein NKV von 1,2 und wurde damit in den BVWP gehoben und kann außerhalb des Projekts Stuttgart 21 finanziert werden. Die Gäubahn braucht den Pfaffensteigtunnel aber gar nicht, der soll vielmehr die gescheiterte Stuttgart 21-Planung auf den Fildern zur Anbindung des Flughafens in wesentlichen Teilen ersetzen.
Mit welchem Mehrwert?
Der Tunnel soll zukünftig täglich rund 100 Personen zum Flughafen befördern, denen nicht jetzt schon die S-Bahn zur Verfügung steht. Dafür müssten die über 95 Prozent anderen Fahrgäste den mehrere Kilometer längeren und steilen Umweg über den Flughafen nehmen und verlieren durch den erzwungenen Halt mindestens drei Minuten, während die 100 durch den Milliardentunnel nicht einmal so viel Zeit sparen. Denn sie haben zum Terminal noch einen 250 Meter weiten, beschwerlichen Fußweg aus 26 Meter Tiefe vor sich.
Jetzt soll aber unten am Hauptbahnhof die Gäubahn schon 2027 gekappt werden. Das geschieht ohne betriebliche Notwendigkeit, allein um Fakten zu schaffen für die Immobilienverwertung. Da aber der Bau des Tunnels noch lange Zeit braucht, ist die absurde Konsequenz, dass die Region im Süden für etliche Jahre von Stuttgart abgehängt wird. Man schießt sich also hier massiv ins Knie.
Was haben Sie noch an dem Vorhaben auszusetzen?
Der Tunnel wird mit ein paar Minuten Fahrzeitverkürzung gerechtfertigt. Es heißt, anders könne man den Taktknoten des Deutschlandtakts im Tiefbahnhof nicht erreichen. Diese Argumentation krankt an zwei Fehlern. Zum einen ist die Gesamtstrecke mit dem milliardenteuren Tunnel gar nicht schneller als die alte Planung und das obwohl rund elf km mehr zweigleisiger Ausbau hinzukommen.
Aber viel grundlegender ist der Punkt, dass im Tiefbahnhof gar kein Taktknoten vorliegt und auch nicht möglich ist. Schaut man sich den Fahrplan eines Bahnhofs mit Integralem Taktfahrplan an, wie Zürich Hauptbahnhof, dann versammeln sich dort die Züge aller Linien zu einer festen Knotenzeit, zu der dann mit minimalem Zeitverlust während der Haltezeit umgestiegen werden kann. Die Fahrpläne des Tiefbahnhof sind das krasse Gegenteil, nur „Kraut und Rüben“. Es ist vollkommen egal, wann ein Zug ankommt, er verpasst zu jeder Minute der Stunde in etwa gleich viele Anschlüsse und die Reisenden müssen teils über 50 Minuten auf einen Umstieg warten. Eine Fahrzeitverkürzung bringt hier also überhaupt nichts. Damit entfällt auch die Rechtfertigung für weitere geplante Projekte wie den Nordzulauftunnel.
Und natürlich ist so ein Tunnel eine gigantische CO2-Sünde. Im NKV ist dieser Beitrag in skandalöser Weise bisher um einen Faktor 35 zu niedrig bewertet. Eine Fehlplanung ist der Tunnel aber auch, weil er sogar einen gravierenden Engpass schafft. Bisher hat die Gäubahn ihren eigenen Zugang zum Stuttgarter Hauptbahnhof. Zukünftig muss sie sich ab dem Flughafen den Fildertunnel mit den Hauptbahnen aus Ulm/München und aus Tübingen teilen. Das ist eine erhebliche Einschränkung der Kapazität. Und außerdem fehlt dem Tunnel ein funktionierendes Rettungskonzept im Brandfall.
Das mit dem aus Ihrer Sicht fehlenden Brandschutz betrifft sämtliche Tunnel im S21-Komplex. Geschichte wiederholt sich …
Ja, leider. Ähnlich wie in den Stuttgart-21-Tunneln haben wir einen verengten Tunnelquerschnitt mit beschleunigter Rauchausbreitung, einen verengten Rettungsweg, und dennoch sollen zwei- bis viermal so viele Personen wie üblich in den Zügen unterwegs sein. Auf keinen dieser Punkte wurde im Brandschutzkonzept reagiert. So hätte man den höchstzulässigen Abstand der Rettungsstollen von 500 Metern verringern können, so wie das bei den meisten der europäischen und chinesischen Tunnel gemacht wird, für die derselbe Höchstwert gilt. Das Eisenbahn-Bundesamt schreibt, dass bei diesen Tunneln die Breite der Rettungswege und der Abstand der Rettungsstollen entsprechend der Personenzahl dimensioniert werden muss. Aber bei Stuttgart 21 und mutmaßlich auch beim Pfaffensteigtunnel wird genehmigt, ohne dass das je gemacht wurde.
Bisher wurde auf jede Kritik, die Genehmigung sei ohne die notwendigen Prüfungen erteilt worden, geradezu pampig geantwortet, dass aber die Genehmigung erteilt wurde. Es fehlt nur, dass noch ein „Bätsch!“ hinzugesetzt wird. Man hat das Gefühl, man habe mit Autisten zu tun. Deshalb mache ich mir auch jetzt keine Illusionen und rechne mit einer Fortführung dieser Arbeitsverweigerung der Behörde. Wir erleben gerade, dass wir als Einwender gegen den Tunnel vom Eisenbahn-Bundesamt ausgebootet werden. Seit anderthalb Jahren haben wir keine Bescheide auf unsere Einwendungen erhalten. Aber die Genehmigung ist wohl schon längst ausgemacht, denn der Bau des Tunnels soll am 9. Januar beginnen.
Und DB-Chefin Palla dirigiert die Geisterfahrt aus dem Führerstand?
Den Eindruck könnte man bekommen. Aber auch zum Pfaffensteigtunnel wurde Frau Palla wohl in gleicher Weise gebrieft wie zu Stuttgart 21, mutmaßlich von denselben Pappnasen. So sagte sie zuletzt auf kritische Fragen: „Meine Antwort ist kurz, der Pfaffensteigtunnel wird nicht mehr in Frage gestellt.“ Das klingt nicht danach, dass sie dieses Großprojekt wirklich selber reflektiert hat. Sie ist noch neu im Amt und kann nicht alle derart großen Projekte gleich in der Tiefe durchdringen. Entsprechend wichtig ist, dass sie sich die richtigen Berater wählt.
Um auf den Gesprächsanfang zurückzukommen: Was wäre für Sie ein Kurswechsel bei der Bahn, der den Namen verdient?
Frau Palla hat bisher im Prinzip die richtigen Ansagen gemacht, nur nicht spezifisch zu S21 oder dem Pfaffensteigtunnel. Sie muss sich von den Stuttgart-21-Clowns emanzipieren. Sollen diese unverbesserlichen Projektbefürworter doch in einem echten Faktencheck ihre Argumente verteidigen. Dann kann Frau Palla nur gewinnen: Entweder werden wir Kritiker widerlegt und man hat die beste Werbung für Stuttgart 21 und den Pfaffensteigtunnel gemacht, oder aber es wird das Schlimmste noch verhindert. In diesem Feld der Ingenieurswissenschaft können wir uns nicht dauerhaft der Wahrheit verweigern, das hält niemand durch. Die Naturgesetze sind gnadenlos.
Kurz vor dem Jahreswechsel fanden die bislang intensivsten Militärmanöver der chinesischen Volksbefreiungsarmee (PLA) in fünf Regionen um die Insel Taiwan statt. In Taiwans Hauptstadt Taipeh sprachen Politiker der Regierungspartei DPP von einem Akt der „militärischen Einschüchterung“, während Militärsprecher in Peking sagten, dies gelte den Sezessionsbestrebungen der Führung in Taipeh und sei zudem ein Signal der Abschreckung an alle, die sich von außen in die Taiwan-Frage einmischen wollten.
Etwas mehr als eine Woche vor Beginn der Manöver hatte Washington grünes Licht für die größte Waffenlieferung aller Zeiten an Taiwan gegeben. Zudem heizten jüngste Äußerungen aus Tokio, wonach ein Angriff Chinas auf Taiwan eine militärische Reaktion Japans auslösen könne, die Situation weiter an. Die Lage in der Straße von Taiwan und in der gesamten Region spitzt sich immer weiter zu und droht, zum Schauplatz eines heißen globalen Konflikts zu werden. Doch worum geht es im Kern eigentlich? Um die Verteidigung der „Demokratien“ gegen expansionistische „Autokratien“, wie uns täglich weisgemacht werden soll? Die Sache ist natürlich deutlich komplexer.
Konfliktzone Indopazifik
Am 29. und 30. Dezember führte das chinesische Militär eine Machtdemonstration rund um die Insel Taiwan im Südchinesischen Meer durch. Einheiten des sogenannten Eastern Theater Command der Volksbefreiungsarmee probten unter dem Namen „Operation Justice 2025“ Angriffe auf maritime Ziele und das Erreichen der Lufthoheit. Dabei wurde scharfe Munition und modernstes Gerät eingesetzt. Unter anderem kamen Tarnkappen-Jets der fünften Generation (J-20), Hyperschallraketen (DF-17) und Anti-Schiffs-Marschflugkörper (YJ-12) sowie zahlreiche Fregatten, Zerstörer und Amphibienschiffe zum Einsatz. Aufklärungsdrohnen lieferten sogar Bilder von der 500 Meter hohen Wolkenkratzer-Ikone im Finanzdistrikt von Taipeh.
Offenbar wollte man zeigen, wie schnell im Falle eines militärischen Konflikts hochmodernes Militärgerät eingesetzt werden kann. Wenn dieser Aufmarsch tatsächlich der Eroberung der Insel gelten würde, könnte man sich fragen, wieso dies nicht schon längst geschehen ist. Taiwan hätte der PLA offenbar nicht viel entgegenzusetzen.
Überzeugender ist die Annahme, dass die Demonstration der Stärke den USA und ihren Verbündeten in der Region, wie etwa Japan, gilt. Das US-Militär verfolgt nach wie vor eine Politik der Dominanz im Indo-Pazifik und hat zu diesem Zweck mehrere Flugzeugträgergruppen in die Region östlich von China entsandt: Die USS George Washington befindet sich seit dem 11. Dezember wieder in der US-Marinebasis Yokosuka in der Bucht von Tokio. Die USS Abraham Lincoln lief zunächst in die US-Basis Guam im Westpazifik ein und absolvierte anschließend Manöver mit philippinischen Marineverbänden im philippinischen Meer. Beide werden von Geleitverbänden aus Lenkwaffenzerstörern und anderen Kriegsschiffen begleitet. Taipeh erklärt, dies signalisiere die Entschlossenheit der USA, die Sicherheit im Indopazifik zu garantieren.
Betrachtet man eine Weltkarte, wird schnell deutlich, dass Taiwan das exakte Bindeglied zwischen Japan und den Philippinen ist. Jeder, der das chinesische Festland wirklich bedrohen wollte, müsste Taiwan unter Kontrolle bringen. Aus chinesischer Sicht wiederum wäre die Stationierung von Waffen mit Mittel- und Langstreckenfähigkeit in Taiwan eine Kubakrise hoch zehn. Deshalb birgt die jüngste Entscheidung, Taiwan moderne amerikanische Waffen zu liefern, so viel Sprengstoff – im wahrsten Sinne des Wortes.
Immer mehr Waffen
Am 17. Dezember veröffentlichte die Agentur für Sicherheitskooperation des Pentagon Informationen über eine Reihe von Waffenverkäufen an Taiwan, beschlossen vom US-Außenministerium. Diese Entscheidung kam bei den Hardlinern sehr gut an. Kaum 48 Stunden später erschien beispielsweise ein längerer Artikel des Rüstungslobbyisten Rowan Allport. Darin stellt er zunächst fest, dass Taiwan ein Schlüsselterritorium in der Region sei, das seit einem Jahrhundert amerikanische Politik- und Verteidigungsplaner beschäftige. Die aktuelle Nationale Sicherheitsstrategie (NSS) der USA fordere, durch die „Bewahrung militärischer Überlegenheit“ vor einem Konflikt mit Taiwan abzuschrecken.
Die NSS 2025 sehe auch vor, dass Alliierte finanziell wesentlich mehr dazu beitragen müssten. Der Vorsitzende der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) und de facto Präsident Taiwans, Lai Ching-te, habe sich deswegen verpflichtet, den Rüstungsetat bis 2030 auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. Derzeit arbeite er daran, ein Sondervermögen für Verteidigung in Höhe von 40 Mrd. USD zu mobilisieren, scheitere aber stets an den Stimmen der mehrheitlichen Opposition.
Allport betont vor allem die genehmigten Raketenabschussgeräte. 82 sogenannte HIMARS sollen zu den bereits vorhandenen 29 hinzukommen, was eine erhebliche Aufstockung ausmacht. Die dazugehörigen ATACMS-Raketen haben eine Reichweite von immerhin bis zu 300 km und könnten so chinesisches Festland erreichen. Auch der Kauf von Drohnen und Kamikaze-Drohnen sei als asymmetrische Systeme von Bedeutung. Doch der Autor bedauert zugleich, dass nicht nur das Blockieren der Militärausgaben das Risiko von Verzögerungen berge, sondern auch die Tatsache, dass die amerikanische Rüstungsproduktion gar nicht so schnell höhere Stückzahlen liefern könne. Zudem hätte sich Trump im Gegensatz zu seinem Vorgänger Joe Biden nicht eindeutig dazu geäußert, ob er Taiwan im Falle eines Krieges verteidigen werde.
Biden hatte sich sogar sechsmal öffentlich dafür ausgesprochen. Was Allport nicht erwähnt, ist, dass Taiwan mit diesem Waffenpaket auch die Tactical Mission Network (TMN)-Software erhält (Kosten: 1 Mrd. Dollar!), die die Militärführung in Taipeh mit den Militäroperationssystemen der USA verbindet. Sie ist das Rückgrat des sogenannten WIN-T-Kommunikationssystems der US-Armee. Es verbindet alle Informationen aus Satellitenverbindungen, Sichtfunkgeräten, Mobilfunk/5G und Geräten auf Soldatenebene in Echtzeit zu einem sicheren und widerstandsfähigen Netzwerk für den mobilen Einsatz. Im Grunde wird Taiwan so zu einem militärischen Informationszentrum der USA.
Rote Linie Unabhängigkeit
Die roteste aller roten Linien wäre eindeutig dann überschritten, wenn die Führung der separatistischen DPP sich durch immer größere Waffenlieferungen und Militärpräsenz der USA in der Region dazu ermutigt fühlt, just die Unabhängigkeit Taiwans zu erklären. Sollten die USA Taiwan dann einseitig als souveränen Staat anerkennen und mit ihm eine offizielle Sicherheitspartnerschaft, ähnlich wie mit Japan und den Philippinen, eingehen, wäre dies der Supergau schlechthin: Ein Krieg zwischen den Atommächten Amerika und China wäre dann sehr wahrscheinlich die Folge. Die Wahlergebnisse für die DPP sehen allerdings seit Jahren schlechter und schlechter aus. Nicht nur in den regionalen Versammlungen, sondern auch im Parlament schneidet die Opposition zunehmend besser ab und kann, wie der Fall des Verteidigungsbudgets zeigt, extreme politische Maßnahmen vereiteln.
Gleichzeitig ist China stärker denn je bestrebt, die Sache völkerrechtlich und im Sinne seiner Souveränität zu regeln. So beruft man sich auf die Kairoer Erklärung von 1943 und die Potsdamer Erklärung von 1945, um klarzustellen, dass Taiwan nie ein unabhängiger Staat war. In der Kairoer Erklärung erklärten Franklin D. Roosevelt, Winston Churchill und Chiang Kai-shek, dass Japan alle Ländereien abgeben müsse, die es „von den Chinesen gestohlen hat“, darunter auch die Mandschurei und Formosa, also Taiwan. In der Potsdamer Erklärung zwischen Truman, Chiang und Churchill heißt es, die Bedingungen der Kairoer Erklärung müssten erfüllt werden und Japans „Welteroberungspolitik“ müsse „auf alle Zeit beseitigt werden“. Japan hatte Formosa 1895 militärisch erobert, nachdem die Insel seit dem 17. Jahrhundert von der chinesischen Qing-Dynastie verwaltet worden war.
Natürlich war Chiang Kai-shek nicht der Repräsentant für die erst 1949 nach Chiangs Niederlage und dem Sieg der Kommunisten entstandene Volksrepublik China. Aber bereits 1972 hielten US-Präsident Richard Nixon und der chinesische Ministerpräsident Zhou Enlai in einem Kommuniqué von Shanghai fest, dass die Menschen in Festlandchina und Taiwan anerkennen, dass Taiwan ein Teil Chinas ist. Bei den Vereinten Nationen wurde bereits 1971 die Volksrepublik als einziger legitimer Vertreter Chinas anerkannt. Gleiches taten dann auch die USA bei der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Peking im Jahr 1979. Auf Taiwan selbst galt der 25. Oktober, der Tag, an dem die Japaner 1945 die Besatzung der Insel aufgeben mussten, zwischen 1946 und 2000 unter dem Namen „Restoration Day” als gesetzlicher Feiertag. Im Mai 2025 wurde er als „Retrocession Day” wieder eingeführt – von der oppositionellen KMT und gegen den Widerstand der DPP. Die Zeit spielt den Sezessionisten also nicht in die Hände.
Das Hochdrehen der heutigen Rüstungsspirale durch die DPP und die zunehmende Vernetzung mit US-amerikanischen Sicherheitsinteressen im Indopazifik gleicht somit eher einer Flucht nach vorn. Wenn Washington keine drastische Abkehr von dieser Politik vornimmt, wird dies unweigerlich in einem militärischen Kräftemessen zwischen China und den USA münden. Mit dem Militärmanöver vom 29. und 30. Dezember signalisiert China, dass es im Extremfall einen Konflikt nicht scheut und demonstriert, was in einem solchen Fall auf die andere Seite zukommen würde.
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Bild: Flaggen von China, Taiwan und den USA hinter Stacheldraht Bildquelle: Andy.LIU / shutterstock
Angeblich will der gefährliche US-Präsident Trump mit seinen Angriffen auf Venezuela einen „Drogenumschlagplatz“ vernichten. Die neueste Trump-Attacke wurde vom berüchtigten US-Geheimdienst CIA geführt: Ein Terrorangriff auf Hafenanlagen in Venezuela. Es sind Tote zu beklagen.
Drogen aus New Brunswick im US-Bundesstaat New Jersey
Tatsächlich haben die USA große Drogenprobleme: Zehntausende US-Amerikaner sterben jährlich an künstlichen Opioiden wie Fentanyl. Die amerikanische Drogenbehörde DEA stuft Fentanyl inzwischen als "die tödlichste Drogengefahr für dieses Land" ein. Die Droge, ursprünglich ein Schmerzmittel, wurde in Belgien erfunden und dort vom Pharmaunternehmen Janssen Pharmaceutica produziert. Inzwischen gehört das Unternehmen dem US-Pharma-Konzern Johnson & Johnson, dessen Hauptsitz in New Brunswick im US-Bundesstaat New Jersey ist. Wenn Trump mal wieder was vernichten wollte, hätten seine Bomber keinen weiten Weg.
Die größten bekannten Ölreserven der Welt
Natürlich ist das US-Drogenproblem nur ein Vorwand für den Mord an Venezolanern. Trump will mit einem billigen Krieg das Öl Venezuelas stehlen: Das Land besitzt die größten bekannten Ölreserven der Welt (ca. 303 Milliarden Barrel), das ist die Droge, von der die weltweite Autoindustrie abhängig ist. Roh-Öl ist die Basis für Benzin, Diesel und Schmierstoffe, es treibt den Straßen- und Luftverkehr an, und es sichert die Profite der weltweiten Auto-Industrie. Die Industrie ist süchtig nach diesem Stoff
Kriege für Öl
Ob im ersten oder im zweiten Golfkrieg: Es ging um Öl. Und das russische Öl spielt auch eine gravierende Rolle im Ukraine-Krieg. Donald Trump versucht, sich in diesem Krieg als Friedensstifter darzustellen. Eine Rolle, deren Maske spätestens dann verrutscht, wenn man seine Haltung als Kriegsstifter in Venezuela betrachtet: Die USA wollen in ihrem Hinterhof die Hand auf das Öl legen, das dem venezolanischen Volk gehört - da sind sie gern zu jedem blutigen Krieg bereit.
Deutschland neutral
Der deutsche Staat ist immer noch ein enger Partner der USA. Diese Partnerschaft wird nicht zuletzt über die militärische Zwangshaft in der NATO gesichert. Kriege und Risiken der USA sind direkt oder indirekt auch Kriege und Risiken Deutschlands. Ein neutrales Deutschland wäre von der NATO befreit und von den internationalen Risiken, die sich aus diesem Militärbündnis ergeben. Ein neutrales Deutschland würde das Land deutlich sicherer machen.
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Dieser Beitrag wurde zuerst am 30. Dezember 2025 auf dem Portal Rationalgalerie veröffentlicht.
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Beim Treffen in Trumps Residenz Mar‑a‑Lago in Florida haben Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach eigenen Angaben deutliche Fortschritte, aber keine abschließende Einigung erzielt.
Trump sprach von man sei einer Einigung „sehr nahe“, Selenskyj von „95 Prozent“, zugleich blieben „ein oder zwei schwierige Fragen“ offen.
Nach dem Treffen betonte Selenskyj, das Problem der Sicherheitszusagen sei aus seiner Sicht „zu 100 Prozent“ gelöst, Trump bezifferte den Stand auf 95 Prozent. Bei der territorialen Ordnung bleiben rote Linien Kiews bestehen; Selenskyj lehnt weiterhin die von Trump geforderten Abtretungen jener Teile von Donezk ab, die Russland noch nicht kontrolliert, verweist aber auf Kompromissvorschläge.
Trump kündigte an, in den kommenden Wochen weitere Gespräche mit Wladimir Putin sowie mit europäischen Regierungschefs zu führen, um den Prozess voranzutreiben. Selenskyj bestätigte, dass sich nun Arbeitsgruppen beider Seiten treffen sollen, um die offenen Fragen auszuverhandeln.
Sollte der Friedensplan zustande kommen, stellt Trump der Ukraine „starke“ Sicherheitsgarantien in Aussicht, an denen sich auch europäische Staaten beteiligen sollen.
Das Weiße Haus hat offiziell ein bilaterales Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für Sonntag, 28. Dezember 2025, in Palm Beach, Florida, angekündigt. Der Termin ist auf 15.00 Uhr Ortszeit festgelegt.
Trump warnte vor dem Treffen, dass Selenskyj "nichts" habe, solange er nicht zustimme, und betonte in einem Interview mit "Politico" am Freitag, es sei nichts beschlossen. Selenskyj hatte zuvor ein Sicherheitsabkommen mit den USA als "fast fertig" (90 % des 20-Punkte-Plans) beschrieben und ein Treffen angekündigt. Im Fokus steht ein überarbeiteter US-Friedensplan für den Ukraine-Krieg, der von 28 auf 20 Punkte reduziert wurde und in Moskau auf Kritik stößt.
Russland äußerte sich ablehnend: Vize-Außenminister Rjabkow nannte den Entwurf "radikal anders" und forderte Lösungen der Ursachen der "Krise". Trump äußerte Optimismus für Gespräche mit Selenskyj und Putin.
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Bild: 28. Februar 2025, Präsident Donald Trump begrüßt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelensky im Weißen Haus
Bundeskanzler Friedrich Merz hat in einem Fernsehinterview mit dem ZDF (1) eine Eskalation angedeutet, die Deutschlands Rolle in der Ukraine-Krise in eine katastrophale Rolle stürzen könnte. Seine Worte enthüllen eine schockierende Bereitschaft, militärisch einzugreifen, und fordern eine erbarmungslose Kritik an den verborgenen politischen Motiven. Die Verhandlungen in Berlin haben eine Allianz geschmiedet, die Sicherheitsgarantien für die Ukraine vorgaukelt, doch diese Versprechungen bergen das entsetzliche Risiko einer direkten Konfrontation mit Russland. Politische Eliten in Europa und den USA forcieren Maßnahmen, die den Konflikt grausam verlängern, und opfern damit den Willen der Bevölkerung für ihre eigenen Machtspiele.
Merz' Aussage im Format „Was nun?“ (1) repräsentiert einen erschreckenden Wendepunkt, der die deutsche Außenpolitik in den Abgrund treibt. Anstatt auf echte Deeskalation zu drängen, signalisiert er eine Haltung, die die Bundeswehr in ein internationales Desaster verwickeln könnte. Der Kanzler erläuterte die Implikationen der Sicherheitsgarantien und betonte eine konkrete militärische Reaktion, die unverantwortlich und gefährlich wirkt.
Seine Erklärung impliziert, dass Deutschland bereit ist, russische Militäraktionen direkt zu kontern, und unterstreicht eine entsetzliche Abkehr von reiner Unterstützung hin zu aktiver Kriegsbeteiligung, die Tausende Leben kosten könnte.
Berliner Gespräche: Täuschende Fortschritte oder katastrophale Illusion?
Die zuvor geführten Verhandlungen, am Montag in Berlin haben eine Erklärung hervorgebracht, die von mehreren europäischen Ländern unterzeichnet wurde. Neben Merz haben die Staats- und Regierungschefs aus Frankreich, Großbritannien, Polen, Italien, Dänemark, Finnland, den Niederlanden, Norwegen und Schweden unterschrieben, ergänzt durch EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. (2) Diese Gruppe verspricht anhaltende und erhebliche Unterstützung für die ukrainischen Streitkräfte, die eine Stärke von 800.000 Soldaten erreichen sollen.
US-Sondergesandter Steve Witkoff zog ein positives Fazit und sprach von großen Fortschritten sowie intensiven Diskussionen über den 20-Punkte-Friedensplan und wirtschaftliche Agenden. (3) Die USA haben ihre Bereitschaft zu NATO-ähnlichen Sicherheitsgarantien bestätigt, die einen Angriff auf die Ukraine wie einen auf ein NATO-Mitglied werten. (4) Merz bezeichnete dies als neu und schriftlich verabredet, betont durch ein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump während der Gespräche.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat während der Verhandlungen in Berlin von früheren Kernforderungen Abstand genommen, einschließlich der militärischen Rückeroberung der von Russland besetzten Gebiete und des Beitritts zur NATO. Stattdessen deutet er an, bei einem möglichen Waffenstillstand die bestehende Frontlinie zu fixieren und damit faktisch zu akzeptieren, dass bestimmte ukrainische Territorien vorerst unter russischer Besatzung bleiben. (5) Solche Kompromisse sind direkt an die angebotenen Sicherheitsgarantien gekoppelt, die Merz als essenziell und unumgänglich hinstellt, weil ein bloßer Glaube an russische Zusagen für die Ukrainer schlicht unmöglich und naiv sei.
Vizekanzler Lars Klingbeil äußerte sich zurückhaltend zur deutschen Beteiligung an Friedenstruppen und betonte, man solle die Debatte erst führen, wenn sie anstehe. Deutschland werde seiner Verantwortung gerecht werden, doch er bezweifelt, dass Putin Frieden wolle. Er warnte vor voreiligen Schritten und hob die aktuelle Unterstützung hervor.
„Wir sollten nicht den fünften Schritt vor dem ersten machen, sondern die Debatte führen, wenn sie wirklich ansteht. Klar ist: Deutschland wird immer seiner Verantwortung gerecht werden. Wir sind schon heute der größte Unterstützer der Ukraine.“ Lars Klingbeil (6)
Diese Haltung ist Ausdruck kalkulierter Zaghaftigkeit, mit der politische Eliten Verantwortung verschieben, während sie den Konflikt erbarmungslos weiter befeuern und dabei unschuldige Leben verheizen.
Multinationale Truppe: Risiken für Deutschland
Die geplante multinationale europäische Militärtruppe soll eine Pufferzone überwachen sowie Luftraum und Seewege sichern, auch mit Einsätzen auf ukrainischem Gebiet. Merz wich der Frage nach einer Beteiligung der Bundeswehr zunächst aus, legte sich dann jedoch mit einer bemerkenswert unverblümten Aussage auf einen möglichen Einsatz deutscher Soldaten fest.
Er verwies auf die Koalition der Willigen, der neben europäischen Staaten auch Kanada und Australien angehören sollen. (7) Die USA unterstützen, übernehmen jedoch keine Führungsrolle. Verteidigungsminister Boris Pistorius wertet das Angebot als Ausdruck geteilter Verantwortung und stellt weitere Klärungen in Aussicht, abhängig von Putins Reaktion.
„Wenn Putin sagt, wohin die Reise gehen soll, dann werden wir weiter sehen, woraus das im Einzelnen bestehen kann.“ Boris Pistorius (6)
Der britische Verteidigungsminister John Healey kündigte an, britische Kräfte für eine Friedenssituation in Stellung zu bringen, Bodentruppen ebenso wie Kampfflugzeuge, und verwies darauf, dass Russland allerdings in den vergangenen zwei Monaten rund 20.000 Drohnen und Raketen auf die Ukraine abgefeuert habe. (7)
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch schloss eine deutsche Beteiligung ausdrücklich nicht aus, verwies jedoch darauf, dass die bei den Ukraine Gesprächen in Berlin verabschiedete Erklärung sehr weit gefasst sei. Erst in den kommenden Wochen werde sich zeigen, was sich daraus konkret ableiten lasse. Vize-Fraktionschefin Siemtje Möller hält es für unseriös, Optionen festzulegen, ohne eine Kreml-Reaktion ebenso wie Unions-Fraktionschef Jens Spahn der zudem die Ausrüstung der ukrainischen Armee und Aufbau ihrer Rüstungsindustrie priorisiert, während CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann mahnt, Schritte sequentiell zu setzen. (6)
Nur Thomas Röwekamp, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, forderte offen eine Beteiligung mit Personal und Material. SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic versicherte, Deutschland werde seinen Beitrag leisten, Details müssten diskutiert werden.
Merz beschrieb den robusten Einsatz und hob die Notwendigkeit einer entmilitarisierten Zone hervor.
„Wir würden in diesem Falle zum Beispiel eine entmilitarisierte Zone zwischen den Kriegsparteien absichern. […] Wir würden auch entsprechende russische Angriffe und Übergriffe erwidern.“ Friedrich Merz (1)
Diese Direktheit enthüllt eine Politik, die Risiken für deutsche Soldaten maximiert, während sie den Konflikt perpetuiert und etablierte Narrative von Bedrohung aufrechterhält, was eine kriminelle Verantwortungslosigkeit darstellt.
Russlands Haltung: Rechtmäßige Blockade oder ignorierter Realismus?
Der Kreml hat die Berliner Ergebnisse abgelehnt und betont, keine Waffenruhe zu wollen, die der Ukraine Erholung ermögliche. Sprecher Dmitri Peskow erklärte, Russland wolle Frieden, nicht eine Pause zur Vorbereitung auf Fortsetzung. Putin lehnt ausländische Truppen in der Ukraine ab. Merz konterte diese Ablehnung und insistierte auf Putins Zwang zur Zustimmung, was entsetzlich arrogant klingt.
„Putin hat zu vielem ‚njet‘ gesagt. Er wird irgendwann auch mal ‚Ja‘ sagen müssen, wenn es darum geht, diesen Krieg zu beenden. Friedrich Merz (1) (8)
Diese Prognose ignoriert russische Sicherheitsbedenken und dient der Rechtfertigung anhaltender Konfrontation, die europäische Eliten nutzen, um ihre Macht zu festigen.
Merz wiederholte diese Sicht und betonte die Notwendigkeit von Schutz für die Ukraine, was die Eskalation nur verschärft.
„Das ist die Zeit nach dem Ende dieses Krieges, über die wir jetzt gerade sprechen, und für diese Zeit danach braucht die Ukraine Schutz.“ Friedrich Merz (1) (9)
Solche Aussagen stellen russische Positionen als starr dar, während sie westliche Aggression verschleiern und den Konflikt als unvermeidlich präsentieren, eine manipulative Taktik, die scharf zu verurteilen ist. Was hier als sicherheitspolitische Notwendigkeit verkauft wird, setzt sich auf der nächsten Ebene nahtlos fort nicht mehr rhetorisch, sondern materiell, dort, wo politische Eskalation in handfeste ökonomische Aneignung übergeht.
EU-Gipfel: Skrupelloser Raub an russischem Vermögen?
Am EU-Gipfel ab Donnerstag steht nämlich die Nutzung des eingefrorenen russischen Vermögens im Fokus, das in dreistelliger Milliardenhöhe liegt. (10) Merz schätzt die Einigungschance auf fifty-fifty und mahnt eine klare Haltung gegenüber Russland. Er drängte auf Handeln und unterstrich die Dringlichkeit.
Die Forderung legt eine Strategie der EU unter Ursula von der Leyen offen, die auch von ihrem Parteipartner Friedrich Merz getragen wird, russisches Vermögen zur Begleichung ukrainischer Schulden heranzuziehen. Rechtliche Einwände werden dabei weitgehend ausgeblendet, was faktisch auf Enteignung hinausläuft. Merz zeigte zwar Verständnis für entsprechende Vorbehalte, vor allem aus Belgien, wo mehr als 200 Milliarden Dollar eingefroren sind. Er teile diese Bedenken nicht, nehme sie jedoch ernst.
„Es gibt in ganz Europa Vorbehalte. […] Die Ukraine ist für das erste Quartal finanziert, aber für die Zeit danach wird es kritisch. Friedrich Merz (11)
Die EU-Staaten sollen gemeinsam Belgien absichern, falls Rückzahlung an Russland nötig wird. Zinserträge aus dem Vermögen, drei bis vier Milliarden Euro jährlich, fließen bereits an die Ukraine.
Trump plant hingegen, die blockierten russischen Milliarden für gemeinsame Wirtschaftsprojekte mit Putin zu nutzen. (12) Dahinter steht die Erwartung, über einen solchen Ansatz zu einem Deal zu kommen. Europäische Banken haben auf Regierungsanweisung Milliarden an die Ukraine „verliehen“, die quasi nun verloren sind, ähnlich dem Griechenland-Szenario, wo 256 Milliarden Garantien hauptsächlich nur die Banken retteten. (13)
Merz und von der Leyen riskieren die Spaltung der EU, indem sie eine Einstimmigkeit umgehen, und sie provozieren Russland, um den Konflikt zu verlängern. Der Kanzler inszeniert seine Position mit demonstrativer Dramatik, um eine Entscheidung in seinem Sinne zu erzwingen.
„Wenn wir jetzt nicht springen und die Entscheidungen treffen, die wir treffen können, um diesem Vormarsch der russischen Armee Einhalt zu gebieten: Wann denn dann?“ Friedrich Merz (11)
Diese Rhetorik dient der Mobilisierung, doch sie maskiert finanzielle Interessen und perpetuiert Abhängigkeit, eine korrupte Agenda.
Historische Lektionen: Warum Frieden von Eliten gefürchtet wird
Die Geschichte zeigt ein wiederkehrendes Muster: Frieden ist politisch gefährlicher als Krieg, weil er Abrechnungen erzwingt. Der Westfälische Frieden von 1648 beendete den Dreißigjährigen Krieg ohne Sieger, aber mit einem verwüsteten Kontinent und entzauberten Machtansprüchen. Versailles 1919 schuf formale Gewinner, doch die politischen und ökonomischen Kosten trafen alle, Deutschland durch Demütigung, Frankreich und Belgien durch Zerstörung, die Sieger durch Instabilität. Der vermeintliche Triumph von 1945 mündete auch nicht in Ordnung, sondern im Kalten Krieg. (15) Rückzüge aus Saigon, Afghanistan oder Kabul wurden als Niederlagen erlebt, neue Regime entstanden, alte Narrative zerfielen.
Auch heute ist Frieden kein neutraler Zustand. In Syrien stabilisierte er einen brutalen Machthaber, zudem steht das Land vor einer neuen Eskalation (16), in Gaza gilt er westlichen Akteuren als Risiko, weil er Kontrolle und Eskalationsoptionen einschränkt. Ein Ende des Ukraine-Krieges würde offenlegen, wer politisch, militärisch und finanziell versagt hat. Genau deshalb wird er gefürchtet.
Trump will Frieden. Für Merz und von der Leyen hingegen wäre Frieden ein Offenbarungseid: Milliardenverluste, zerstörte Narrative, keine Möglichkeit mehr, den eigenen Niedergang ausschließlich Russland zuzuschreiben. Der versprochene „Wiederaufbau“ aus EU-Mitteln, faktisch deutschen Geldern, ersetzt ukrainische Eigenverantwortung durch dauerhafte Abhängigkeit.
Nach 1945 halfen wirtschaftliche Erfolge, die Kapitulation und Schuld zu überdecken. Heute droht das Gegenteil: Aufrüstung ersetzt plötzlich die industrielle Stärke und beschleunigt den Niedergang. Thomas Mann brachte diese Logik bereits auf den Punkt:
„Krieg ist nichts als Drückebergerei vor den Aufgaben des Friedens.“ Thomas Mann (17)
Angst wird also gezielt geschürt, um einen Zusammenhalt zu erzwingen, den dieselben Akteure zuvor durch Spaltung zerstört haben. Krieg dient als Hebel für Zentralisierung, für den Umbau der EU zu einem exekutiven Machtapparat jenseits demokratischer Kontrolle. Von der Leyen treibt faktisch eine präsidentielle Rolle an, Merz vermeidet den historischen Fußnotenstatus. Ziele wie die „Befreiung des Donbass" oder die „Rückeroberung der Krim" fungieren dabei weniger als realistische Strategien denn als Rechtfertigung für dauerhafte Geldströme und politische Selbstlegitimation.
Diese Perspektive offenbart, wie Eliten Frieden sabotieren, um ihr eigenes Versagen zu kaschieren.
Garantien als Eskalation: Ukraine und Europa
Die von Merz geforderten Sicherheitsgarantien für die Ukraine werden als unverzichtbar dargestellt, weil sie angeblich verhindern sollen, dass das Land Territorium aufgeben muss. Tatsächlich binden sie Europa jedoch an weitreichende militärische Verpflichtungen, die die Souveränität der beteiligten Staaten untergraben und die Eskalationsspirale verlängern. Statt Frieden zu ermöglichen, schaffen diese Garantien neue Gründe für Interventionen und legitimieren die fortgesetzte Einmischung westlicher Mächte.
Merz stellt die Forderung nach Garantien als moralisch zwingend dar:
„Und das ist für die Ukraine, wie ich finde, eine völlig berechtigte Forderung, wenn es zum Beispiel darum geht, auf Territorium zu verzichten. Ohne Sicherheitsgarantien kann die Ukraine das nicht tun.“ Friedrich Merz (1)
Damit präsentiert er die Sicherheitsgarantien nicht nur als Schutzmaßnahme, sondern als unverzichtbares Instrument, das Europa aktiv in die Verantwortung zieht. Jede Debatte über territoriale Kompromisse wird so direkt an westliche militärische Absicherung gekoppelt. Auf diese Weise werden Garantien zum Hebel für Intervention, während der moralische Anspruch die Risiken verschleiert.
Gleichzeitig lobt sich Merz als unverzichtbaren Akteur und feiert sich selbst.
„Ich glaube, das habe ich auch in den letzten Wochen mit einigem Erfolg getan.“ Friedrich Merz (11)
Dieses Selbstlob unterstreicht die Selbstwahrnehmung als entscheidender Lenker, der Europas Politik in Richtung Eskalation führt. In Wirklichkeit manifestieren die Garantien eine faktische Bindung an Konflikt und Risiko, während Merz sich als Retter und unverzichtbarer Akteur inszeniert.
Bevölkerungswille: Wenig Bereitschaft zum Kampf
Merz propagiert den Einsatz deutscher Soldaten in der Ukraine und verkauft es als entschlossenen Beitrag zu Sicherheit und Verantwortung. Die Realität der Bevölkerung steht diametral dagegen: Nur 16 Prozent der Wehrfähigen würden auf jeden Fall kämpfen, weitere 22 Prozent wahrscheinlich. Die Mehrheit lehnt ein solches Engagement ab, bei Frauen steigt die Ablehnung auf 72 Prozent.
Nur 27 Prozent erwarten einen Angriff auf Deutschland, während fast 60 Prozent eine Beistandspflicht für die NATO für realistisch halten.(18)
Merz’ Vorgehen zeigt den eklatanten Widerspruch zwischen elitärer Selbstdarstellung und gesellschaftlicher Realität: Er will Deutschland in direkte Kampfhandlungen treiben, während die Bevölkerung nicht bereit ist, diesen Schritt zu gehen. Dass Merz dafür die Wehrpflicht ins Spiel gebracht hat, sich in drastischen Äußerungen ergeht und das Vorgehen der EU dies unmissverständlich unterstreicht, vervollständigt das Bild einer gezielt provozierten Eskalation.
Kritische Bilanz: Frieden als Fürchtenswertes
Was sich hier abzeichnet, ist weniger eine sicherheitspolitische Notwendigkeit als ein bewusst herbeigeführter Kontrollverlust. Merz’ Statement, deutsche Soldaten ausdrücklich als mögliche Gegenspieler russischer Angriffe zu positionieren, markiert keinen Akt von Stärke, sondern den Übergang von indirekter Einflussnahme zu kalkulierter Eskalation.
Damit wird eine rote Linie nicht aus Versehen, sondern mit politischem Vorsatz verwischt. Verantwortung wird zur Pose, Risiko zur Währung, Abschreckung zur Selbstrechtfertigung.
Der Kern des Problems liegt in der europäischen Unfähigkeit, Frieden als gestaltbaren Zustand zu denken. Stattdessen wird Sicherheit externalisiert, moralisch aufgeladen und militärisch delegiert, bis niemand mehr haftet, aber alle gebunden sind. Sicherheitsgarantien fungieren dabei als irreversibler Mechanismus: Sie versprechen Stabilität, erzeugen aber Zwang, weil jeder Bruch automatisch Eskalation bedeutet. Politik wird so zu einer Abfolge selbst erfüllender Drohkulissen.
Merz verkörpert diese Logik exemplarisch. Seine Rhetorik ersetzt Strategie, Entschlossenheit ersetzt Analyse, Pathos ersetzt demokratische Rückbindung. Dass der gesellschaftliche Wille fehlt, wird nicht als Warnsignal verstanden, sondern als Hindernis, das man kommunikativ oder institutionell überwinden müsse. In dieser Denkweise ist der Bürger kein Souverän mehr, sondern ein zu mobilisierender Faktor.
Am Ende steht eine paradoxe Lage: Je lauter von Schutz, Verantwortung und Moral gesprochen wird, desto geringer wird der politische Raum für tatsächliche Deeskalation. Frieden erscheint nicht als Ziel, sondern als Risiko für Karrieren, Narrative und Budgets. Genau darin liegt die eigentliche Gefahr. Nicht im offenen Kriegseintritt, sondern in der schleichenden Normalisierung einer Politik, die Eskalation als Handlungsfähigkeit missversteht und den Preis dafür an Soldaten, Steuerzahler und kommende Generationen weiterreicht.
Dank an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.
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Bild: Berlin Deutschland - 06 18, 2025: Pressekonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzler Friedrich Merz, Ministerpräsident Kretschmer und Ministerpräsident Lies.
Dieser Beitrag beschäftigt sich vornehmlich mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Regierungsarbeit.
„Die 100“
In der ARD-Sendung am 8. Dezember 2025 „Die 100 – was Deutschland bewegt“ wurde von Moderator Ingo Zamperoni die Frage gestellt: „Werden wir gut regiert?“
Zu Beginn dieser Live-Debattenshow gaben 76 von 100 Teilnehmern aus dem Volk an, sie fühlten sich nicht gut regiert. Nur etwa 15 Prozent bejahten die Frage. Im Verlauf der Sendung änderten nur 2 Personen ihre Meinung. Am Ende blieben 74 Personen bei „Nein“ und weiterhin deutlich weniger bei „Ja“. Auch im Publikum zeigte sich eine überwiegende Skepsis gegenüber der Regierungsleistung.
Gemessen wurde das Ergebnis einerseits durch einen kleinen Computer, den jeder Teilnehmer mit sich führte, und sichtbar für die Zuschauer durch das Verweilen der Teilnehmer in dem jeweils dafür vorgesehenen Antwortfeld.
Die Inszenierung erinnerte sehr an die ZDF-Kindersendung „1, 2 oder 3“, bei der die Kinder vor drei großen Antwortfeldern (1, 2 oder 3) stehen, und auf eine Frage auf das Feld laufen, das ihrer Meinung nach die richtige Antwort markiert. Den Kommentar spare ich mir ausnahmsweise.
Die Journalistin Anna Planken übernahm in der Sendung die Rolle, Argumente für eine positive Sichtweise der Regierungsarbeit zu präsentieren. Planken wurde während der Sendung als Optimistin der Regierungspolitik wahrgenommen und setzte Akzente, um das Publikum von positiven Seiten der Regierungsarbeit zu überzeugen.
Zu ihren Argumentationspunkten gehörten unter anderem eine positive wirtschaftliche Einschätzung mit der Betonung, dass Deutschland eine starke Wirtschaft, und immer noch die drittgrößte Volkswirtschaft sei. So kann man es natürlich sehen, die Realität ist jedoch, dass Deutschland schon seit drei Jahren kein Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hat und die Zukunftsaussichten äußerst mäßig sind. Die Frage ist demnach, wie lange Deutschland noch die Nummer 3 in der Welt bleiben wird bei einer derart dilettantischen Führung im eigenen Land und in Europa.
Weiterhin stellte Planken Deutschlands Innovationskraft anhand des Biotechnologie-Unternehmen BioNTech heraus, und zeigte ein Foto seiner Gründer, Prof. Dr. Uğur Şahin und Prof. Dr. Özlem Türeci, die mit der Entwicklung eines mRNA-Impfstoffs die Welt mit ihrer unausgegorenen Mixtur „beglückten“. Das Unternehmen BioNTech – das zahlreiche Patente hält und zu den führenden Unternehmen seiner Branche gehört – in der Sendung als Beleg für die Leistungsfähigkeit deutscher Forschung und damit indirekt für positive Politikwirkung anzuführen, schlägt dem Fass den Boden aus. Den diesen beiden Personen 2025 verliehenen Deutschen Nationalpreis für ihren Beitrag zur Medizin und Forschung in Deutschland sollte man ihnen ebenso wie ihre verdienten Milliarden wieder entziehen, da ihre Mixtur wesentlich mehr Menschen geschädigt denn gerettet hat. So läuft das mit den Preisverleihungen: die größten Verfehlungen werden vom mafiös strukturierten System geehrt, um den Anschein von Redlichkeit aufrechtzuerhalten, siehe Ursula von der Leyen, Christian Drosten, Albert Bourla, Alena Buyx und Konsorten. Was für ein Affentheater!
Die ARD hat mit der Herausstellung des Unternehmens BioNTech für die Innovationskraft Deutschlands einmal mehr gezeigt, dass sie anscheinend immer noch nicht begriffen hat, dass Corona ein einziger Betrug war. So blöd kann man eigentlich nicht sein, nicht einmal die Entscheider der ARD. Es ist zu vermuten, dass der Großteil der Protagonisten der öffentlich-rechtlichen Sender sehr wohl wussten, dass es sich um eine „Coronaplandemie“ handelte. Die ARD dokumentierte in der Sendung „Die 100“ wieder einmal, dass sie nicht ihrem Auftrag entsprechend Regierungsarbeit kritisch beleuchtet, sondern sie unterstützt.
Als weiteres Argument für die gute Regierungsarbeit hob Anna Planken das mit dem Wendehalskanzler Friedrich Merz durchgeboxte 500-Milliarden-Investitionspaket als wirtschafts- und zukunftsgerichtet heraus, und jubilierte, was man mit dem vielen Geld doch alles anstellen könnte.
Komisch, dass davon noch keine positiven wirtschaftlichen Impulse ausgingen, und beispielsweise die Arbeitslosenquote den höchsten Stand seit 10 Jahren erreicht hat. Die Anzahl Insolvenzen am Ende des Jahres 2025 dürfte knapp 24.000 betragen. Rekordniveau. Dass der Kapitaldienst für diese 500 Milliarden Schulden – das passende Wort für diese fragliche Maßnahme – sowie für das noch größere Milliarden-Paket für sinnbefreite Aufrüstung von zukünftigen Generationen getragen werden muss, sei nur am Rande erwähnt.
Die Inszenierung und das Auftreten von Anna Planken – die natürlich nur eine Rolle spielte – war meilenweit entfernt von der düsteren politischen Realität.
Kritische Gegenargumente kamen von Till Nassif, der als Gegenpart zu den positiven Aspekten Plankens kritische Gesichtspunkte einbrachte wie die enorm gestiegenen Lebenshaltungskosten, Themen wie Migration und symbolische Aktionen wie z.B. den „Hautfarben-Test“.
Insgesamt war diese Sendung ein eher unansehnliches Spektakel, das in einem Artikel der Berliner Zeitung am 9. Dezember richtigerweise wie folgt betitelt wurde: „Die 100“: Selbst bei der Volksverdummung gibt sich die ARD keine Mühe mehr“.
„Es bleibt zwar zutreffend, aber dennoch thesenhaft, dass der Niedergang Deutschlands mit der ungesteuerten Zuwanderung, dem Klimapopanz mit der chaotischen Energiepolitik zu erklären ist. Um die Richtigkeit dieser These zu begründen, bedarf es noch eines Blicks in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Deutschlands der vergangenen Jahre. Die soll geschehen anhand der Zeitreihen der Deutschen Bundesbank in sieben fundamentalen Kategorien, nachfolgend ausgewertet und von mir zusammengefasst kommentiert. Eines noch vorweg: Würde es um die Bilanz eines Unternehmens gehen, müsste ein Bilanztestat zum Befund der klaren Insolvenzverschleppung kommen. Es läuft schon lange nicht mehr rund, die Entwicklung ist überwiegend besorgniserregend. Nachfolgend nun zu den Einzelaspekten, in der von der Bundesbank aufgeführten Reihenfolge.
Bruttoinlandsprodukt (BIP) und -Wertschöpfung nach Wirtschaftsbereichen: Seit dem Jahr 2019 stagniert das BIP mit Ausnahme eines kleinen Zwischenhochs im Jahr 2022. Der Index der Bruttowertschöpfung legte um nur 1 Prozent zu – trotz immer mehr Beschäftigten. Das produzierende Gewerbe schrumpfte um rund 9 Prozent, das Baugewerbe sogar um rund 25 Prozent. Der Handel, Verkehr und das Gastgewerbe legten um ganze 2 Prozent zu. Der angeblich so wichtige Bereich Information und Kommunikation expandierte um rund 22 Prozent, eine positive Wirkung auf die Produktivität und das BIP blieb aber aus. Dasselbe gilt für Unternehmer und Dienstleister anderer Sektoren. Dieser Bereich nahm um rund 4 Prozent zu. Kontraproduktiv waren schließlich die Bereiche öffentlicher Dienst, Erziehung und Gesundheit, die wegen der Versorgung der um 3 Millionen gewachsenen Bevölkerung in dieser Zeit um rund 8 Prozent zunahm. International gesehen kann man damit aber keinen Blumentopf gewinnen, und national ist diese Entwicklung eher ein Problem als die Lösung.
Verwendung des Bruttoinlandsprodukts: Der private Konsum nahm seit 2019 nur um rund 3 Prozent zu. Das ist damit zu erklären, dass auch ein Euro nicht mehrfach ausgegeben werden kann. Denn die “Konsumausgaben” des Staates expandierten um sage und schreibe 14 Prozent. Die Ausgaben für Ausrüstungen und für Investitionen schrumpften derweil um 15 Prozent. Wir leben also ökonomisch gesehen von der Substanz. Für Bauten wurden rund 13 Prozent weniger vom BIP ausgegeben, was mit der Entstehungsrechnung des BIP korrespondiert. Die Exporte gingen um 1 Prozent zurück, während die Importe um 11 Prozent zunahmen. Wir sind im Außenhandel nicht mehr der Champion. Der Titel des “Exportweltmeisters Deutschland” gehört der Vergangenheit an; wir belegen nur noch den 3. Platz. Die Handelsbilanz verzeichnet nur noch einen Überschuss von rund 6 Prozent. Dass wir mit der Handelsbilanz hinter China liegen ist keine Schande, aber nur noch einen Platz vor Russland.“
Ifo-Geschäftsklimaindex
Dieser wichtige Frühindikator, der am Anfang des Weges die mögliche Verlaufsrichtung der Konjunktur anzeigt, ist im November 2025 auf 88,1 Punkte gesunken nach 88,4 Punkten im Oktober.
Die pessimistischeren Erwartungen der Unternehmen haben diesen Rückgang verursacht, obwohl die aktuelle Lage etwas positiver beurteilt wurde. Insgesamt bleibt die Stimmung verhalten und es gibt wenig Zuversicht auf eine baldige wirtschaftliche Erholung.
Wichtige Indikatoren aus der Umfrage sind die Exporterwartungen, die im November in den negativen Bereich gefallen sind, was auf schwache Perspektiven im Auslandsgeschäft hindeutet. „Seit Monaten zeigt sich in der Exportwirtschaft kaum Bewegung“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen.
„Die Stimmung ist bestenfalls durchwachsen. Anzeichen einer nachhaltigen Erholung fehlen weiterhin.“
Das Beschäftigungsbarometer sank, da viele Unternehmen bei der Personalplanung restriktiver agieren, und eher zur Personalfreisetzung als zur Personalbeschaffung tendieren.
„Viele Unternehmen streichen weiter Stellen“, meinte Klaus Wohlrabe.
Die Investitionsbereitschaft ist deutlich zurückgegangen, vor allem für das laufende Jahr.
„Der tiefgreifende Strukturwandel und die mangelnde Attraktivität des Standorts Deutschland bremsen die Investitionsbereitschaft der Unternehmen“, sagte ifo-Konjunkturexpertin Lara Zarges. „Die anhaltende Unsicherheit über wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen verstärkt die Investitionszurückhaltung zusätzlich.“
Die Investitionserwartungen für das laufende Jahr fielen im November auf -9,2 Punkte (nach +2,4 im März), was bedeutet, dass mehr Unternehmen ihre Investitionen kürzen wollen als ausweiten.Der enorme Rückgang der Investitionserwartungen liegt wohl auch darin begründet, dass viele Unternehmen in wirtschaftlicher Hinsicht der Union nach der Wahl mehr zugetraut haben.
Selbstständige zeigen weiterhin große Unsicherheit, auch wenn der Index für Selbstständige leicht zulegte.
„Für die Selbständigen ist es eine wirtschaftliche Achterbahn“,
äußerte ifo-Expertin Katrin Demmelhuber.
Spezifische Branchen wie die Automobilindustrie verzeichnen schwankende, teils negative Stimmungswerte. Nach einem starken Anstieg im Oktober (minus 13,4 Punkte) fiel der Geschäftsklimaindex der Autoindustrie im November auf minus 20,0 Punkte. Dieser Rückgang lässt sich vor allem auf pessimistischere Geschäftserwartungen der Unternehmen zurückführen.
„Dieses Auf und Ab im Geschäftsklima spiegelt die sehr hohe und steigende wirtschaftspolitische Unsicherheit in Deutschland und weltweit wider“, sagte ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.
Die aktuelle Ifo-Konjunkturumfrage zeigt ein weitgehend verhaltenes wirtschaftliches Klima in Deutschland. Trotz geringer Verbesserungen einzelner Komponenten bleibt das Gesamtbild von Unsicherheit, schwachen Erwartungen und reduzierten Investitions- und Beschäftigungsplänen geprägt – ein Hinweis darauf, dass viele Unternehmen weiterhin vorsichtig bleiben.
Firmenpleiten auf Rekordniveau
Deutschland erlebt 2025 einen deutlichen Anstieg bei Firmenpleiten, der vor allem kleine und mittelständische Unternehmen trifft, spürbare wirtschaftliche Schäden verursacht und auch Privathaushalte zunehmend belastet.
In Deutschland wird für 2025 mit rund 23.900 Unternehmensinsolvenzen gerechnet – so viele wie seit 2014 nicht mehr. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 8 % im Vergleich zum Vorjahr.
Wirtschaftsexperten führen den Anstieg insbesondere auf folgende strukturelle und wirtschaftliche Belastungen zurück:
Hohe Verschuldung vieler Betriebe
Schwieriger Zugang zu Krediten
Belastende Rahmenbedingungen wie hohe Energiepreise, Bürokratie und Regulierung
Schwache Nachfrage bei Konsumenten Vor allem der Mittelstand und kleine Unternehmen (bis 10 Beschäftigte) stehen unter massivem Druck.
Besonders viele Insolvenzen gab es im Dienstleistungssektor (unter anderem in der Gastronomie und im Handel). Auch größere Firmen, wie etwa Kliniken, meldeten Insolvenz an.
Der finanzielle Schaden durch Firmenpleiten summiert sich auf etwa 57 Mrd. Euro, nur wenig unter dem hohen Vorjahreswert. Rund 285.000 Arbeitsplätze sind durch die Insolvenzen bedroht oder bereits weggefallen. Auch bei Privatinsolvenzen setzte sich der Negativtrend fort: Für 2025 werden etwa 76.300 Fälle erwartet – ein Plus von rund 6,5 % und der höchste Stand seit 2016. Rund 5,67 Mio. Menschen gelten in Deutschland derzeit als überschuldet.
Die Zunahme der Insolvenzen bleibt auf einem hohen Niveau. Einige Ökonomen hoffen, dass staatliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung ab 2026 das Wirtschaftswachstum stärken könnten, eine klare Trendwende sei jedoch noch nicht sichtbar.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ein abgedroschener, dennoch wahrer Spruch.
Fazit
Deutschland und die EU haben es mit ihrem grottenschlechten Führungspersonal geschafft, sich nicht nur Russland zum Feind zu machen, sondern jetzt auch die USA, die zu Recht auf das undemokratische Europa herabsieht. Diesen Artikel möchte ich mit einem derben Ausspruch von Götz George beenden, der in seiner Rolle als Tatort-Kommissar Schimanski folgende Worte verlauten ließ:
„Für mich ist die ganze Welt ein großer Arsch. Die rechte Arschbacke, das sind die Amerikaner, ja die linke Arschbacke, das sind die Russen und wir hier in Europa, wir sind das Arschloch.“
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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.
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Bild: Berlin Deutschland - 14.5.2025: Pressekonferenz von Bundeskanzler Friedrich Merz
US-Sondergesandte Steve Witkoff hat nach mehr als fünfstündigen Verhandlungen in Berlin mit ukrainischen Vertretern um einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg von großen Fortschritten gesprochen. Intensive Diskussionen drehten sich um den 20-Punkte-Friedensplan, Wirtschaftsthemen und Sicherheitsgarantien; die Gespräche werden am Montag fortgesetzt.
Präsident Wolodymyr Selenskyj traf sich im Bundeskanzleramt mit Witkoff, Jared Kushner und Kanzler Friedrich Merz. Selenskyj plädiert für ein Einfrieren des aktuellen Frontverlaufs als gerechteste Option und signalisierte Bereitschaft, auf einen schnellen NATO-Beitritt zu verzichten, falls starke US-Garantien gegen weitere russische Invasionen vereinbart werden.
Merz betonte den Willen zu einem dauerhaften Frieden und nannte schwierige Fragen, blieb aber optimistisch. Am Montagabend stoßen EU- und NATO-Spitzen sowie weitere europäische Leader hinzu; Berlin ist Zentrum der Friedensbemühungen.
Details zu konkreten Vorschlägen bleiben geheim; Verteidigungsminister Pistorius sieht US-Präsenz als gutes Zeichen.
veröffentlicht am 18.9.2025 von MWGFD-Autorenteam Eine umfangreiche begutachtete Studie aus Kanada/USA bestätigt die Ergebnisse einer Publikation unseres MWGFD-Teams zum Nachweis hoher Konzentrationen von DNA- und Plasmid-Resten in BioNTech/Pfizer und Moderna-Chargen. Eine bahnbrechende Publikation mit dem Titel Quantification of residual plasmid DNA and SV40 promoter-enhancer sequences in Pfizer/BioNTech and Moderna modRNA COVID-19 vaccines from Ontario, Canada […]