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Iran steht heute inmitten einer der komplexesten Phasen seiner modernen Geschichte, eine Phase, die nicht nur durch eine Welle von Protesten oder eine wirtschaftliche Krise erklärt werden kann, sondern das Ergebnis jahrelanger Vertrauensverluste, schwindender Legitimität und ineffizienter Regierungsführung ist.
Der Beitrag Iran heute: Flehen um Legitimität in der Welt, systematische Repression im eigenen Land erschien zuerst auf .

Im Iran halten die seit rund zwei Wochen andauernden Massenproteste gegen die Regierung an, Sicherheitskräfte gehen mit massiver Gewalt gegen Demonstrierende vor. Laut dem Menschenrechtsnetzwerk HRANA wurden bislang mindestens 65 Menschen getötet und mehr als 2.300 festgenommen. Trotz weitgehender Internetsperren sollen in rund 180 Städten Proteste stattfinden; Rufe wie „Tod Chamenei“ richten sich direkt gegen das geistliche Oberhaupt Ali Chamenei.
Eine zentrale Rolle in der Symbolik der Proteste spielt zunehmend Schah-Sohn und Ex-Kronprinz Reza Pahlavi, der im US-Exil lebt. Bei Demonstrationen ertönen Parolen wie „Lang lebe der König“, in Teheran wurde eine historische Schah-Flagge gezeigt. Pahlavi beansprucht offen eine Führungsrolle in der Opposition und hat in einer Videobotschaft zu landesweiten Streiks vor allem in Schlüsselindustrien wie Öl, Gas und Energie aufgerufen, um die „finanziellen Lebensadern“ des Regimes zu schwächen. Zudem rief er die Bevölkerung auf, die Stadtzentren dauerhaft zu besetzen, und kündigte an, sich auf eine „sehr baldige“ Rückkehr in den Iran vorzubereiten.
Analysten verweisen darauf, dass die neue Offenheit für Pahlavi und die Monarchie weniger klassische Monarchie-Nostalgie widerspiegelt, sondern den Wunsch nach einem radikalen Bruch mit der repressiven Theokratie und nach einer glaubwürdigen Alternative zum bestehenden System. Die Unterstützung für die ehemalige Königsfamilie war im Iran jahrzehntelang tabu und strafbar, gewinnt nun aber insbesondere unter jüngeren Demonstrierenden sichtbar an Bedeutung.
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Bild: Schah-Sohn und Ex-Kronprinz Reza Pahlavi
Bildquelle: Ryan Nash Photography / shutterstock

Seit Wochen protestieren Landwirte vor allem in Griechenland oder Frankreich. Die Proteste sind am Donnerstag auch in Deutschland angekommen. Das hoch umstrittene Mercosur-Handelsabkommen wurde nun beschlossen, was zur Überflutung mit billigem Hormonfleisch und mit verbotenen Chemikalien behandelten Produkten führen kann.
Der Beitrag Mercosur-Abkommen: Chronik eines angekündigten Todes der EU-Landwirtschaft erschien zuerst auf .
„Tagesschau“ und „Heute“ berichten gar nicht über die inakzeptablen Sanktionen gegen Jacques Baud und deren zerstörerische Wirkung für die Debattenkultur. Und die Beiträge in privaten Mainstream-Medien vollführen einen grotesken Eiertanz zwischen Phrasen zur Meinungsfreiheit einerseits und Forderungen nach Zensur von „Desinformation“ andererseits. Es ist ein Trauerspiel. Ein Kommentar von Tobias Riegel.
Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
In den Nachrichtensendungen des deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird der Fall Jacques Baud überhaupt nicht thematisiert – das ist zumindest das Ergebnis in den Suchfunktionen bei ZDF Heute, bei der „Tagesschau“ in der ARD sowie im Deutschlandfunk (Stand: heute 9.30 Uhr). Dass die Gebührenzahler also in den Nachrichtensendungen „ihrer“ Sender von der skandalösen Sanktionierung eines unbescholtenen Bürgers nichts erfahren, ist einerseits erwartungsgemäß. Aber andererseits ist es völlig unseriös und inakzeptabel: Der Fall ist von hoher Bedeutung, auch weil er durch seine (mutmaßlich gewünschte) einschüchternde Wirkung weit über die Person Baud hinausreicht.
Jacques Baud ist nicht der einzige (nicht-russische) Journalist, der von der EU sanktioniert wird, es trifft auch deutsche Journalisten wie Thomas Röper und Alina Lipp oder Hüseyin Doğru, Ohne die drangsalierten Kollegen Röper, Lipp und Doğru geringschätzen zu wollen, ist der Vorgang um Baud in meinen Augen aber noch mehr Schlüsselmoment, wie ich im Artikel „Der Skandal um Jacques Baud: Die EU, die ‚Gedankenverbrechen‘ und die Drohungen der Bundesregierung“ beschrieben habe.
Doppelte Standards in vielen deutschen Medienbeiträgen
Da der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich wie gesagt nicht mit dem Fall befasst, stammen die Berichte, die ich zum Vorgang um Jacques Baud aus den letzten Tagen finden konnte, aus privaten Medien. Dort wird also zumindest überhaupt vereinzelt über den Vorgang informiert, aber das geschieht durchgängig in einer doppelte Standards nutzenden und darum ebenfalls unseriösen Form.
Entweder wird der Weg gewählt, betont trocken zu berichten, wie es etwa die Süddeutsche Zeitung (SZ) in diesem Artikel praktiziert. Dagegen wäre nichts zu sagen, wenn man nicht sicher sein könnte, dass die Zeitung alle emotionalen Register ziehen würde, wenn ein ideologischer Gefährte Opfer von willkürlichen und mutmaßlich illegalen Sanktionen werden würde. Darum kann bereits die betonte Zurückhaltung im SZ-Artikel als das Messen mit zweierlei Maß empfunden werden. Und in Sätzen wie im folgenden scheint auch indirekt ein Unbehagen der SZ durch, dass sogar Personen mit der falschen Meinung „ungehindert“ im Parlament sitzen:
„Personen, die Verständnis für die Sichtweise Moskaus aufbringen und argumentieren, Putin agiere in Wahrheit nur defensiv, sitzen in Deutschland deshalb ungehindert in Parlamenten – oder sie schreiben auch als Journalistinnen und Journalisten in Medien wie der Jungen Welt oder Berliner Zeitung.“
Ideologische Zwickmühle
In eine ideologische Zwickmühle geraten manche deutsche Mainstream-Journalisten, weil sie die Sanktionierung der deutschen Aktivistinnen von „Hate Aid“ durch die USA gerne skandalisieren würden, gleichzeitig aber die Sanktionen der EU gegen Journalisten, Autoren und Publizisten wegen „falschen“ Meinungen möglichst tief hängen möchten. Der Spiegel hat in diesem Artikel zur „Einordnung“ mit einem besonders „unabhängigen“ Sanktionsexperten gesprochen – der versucht, die unüberbrückbaren Widersprüche zwischen den Sanktionen einerseits und den üblichen Phrasen zur Bedeutung der Meinungsfreiheit andererseits mit dem Wort „systematisch“ zu überbrücken:
„Benjamin Hilgenstock, Sanktionsexperte von der Kyiv School of Economics, sagt, die Fälle seien in keiner Weise vergleichbar mit den US-Sanktionen. ‚Es handelt sich um Fälle, bei denen nach Auffassung der EU systematisch russische Staatspropaganda verbreitet wurde.‘ Allein einzelne falsche Behauptungen über Russlands Krieg gegen die Ukraine aufzustellen, reiche nicht aus.“
Mit der Vokabel „systematisch“ möchte sich auch die EU-Kommission laut Spiegel aus der Affäre ziehen:
„Auch aus der EU-Kommission heißt es, niemand sei wegen anderer Meinungen oder Falschbehauptungen auf der Liste gelandet, sondern wegen systematischer Unterstützung der russischen Kriegspropaganda. Juristisch fußt das auf EU-Verträgen, wonach Personen sanktioniert werden können, ‚die die internationale Ordnung‘ bedrohen.“
„Es gibt kein Recht darauf, gefährlichen Unsinn zu verbreiten“
Die Welt hat dagegen dem Schweizer Publizisten Roger Köppel einen Platz für einen Kommentar zur Causa Jacques Baud eingeräumt. Ich bin mit Köppel oft nicht einer Meinung, aber in diesem Text findet er zum Teil Formulierungen, die dem Skandal angemessen sind und die man in anderen großen deutschen Medien schmerzlich vermisst. Köppel schreibt über den Umgang mit dem „früheren Generalstabsoberst, Nachrichtenoffizier, angesehenen Friedensdiplomat in Diensten unseres Außenministeriums, Beauftragten von Kofi Annan bei der Uno und, zuletzt, Nato-Emissär der ‘Partnerschaft für Frieden’ im Ukraine-Krieg“ Jacques Baud etwa:
„Man muss sich den ungeheuerlichen Vorgang vor Augen halten: Die EU bestraft Jacques Baud mit harten persönlichen Sanktionen, weil er sein europäisches Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch nimmt. Baud verletzte kein Gesetz, brach keine Regel, und selbst wenn der Vorwurf zuträfe, er würde ‚russische Propaganda’ in Umlauf bringen, was er beileibe nicht tut, dann wäre das kein Delikt, und keine politische Instanz, die sich demokratisch und rechtsstaatlich nennt, dürfte ihn deswegen mit Sanktionen belegen, skandalöserweise auch noch ohne jedes rechtliche Gehör. Freie Gesellschaften verbieten ‚falsche‘ Meinungen nicht. Sie widerlegen sie.“
Das war der Redaktion der Welt dann wohl doch zu deutlich, um es allein stehen zu lassen – darum hat die Ressortleiterin Außenpolitik einen umso unseriöseren Text dagegengestellt, der so überschrieben ist:
„Es gibt kein Recht darauf, gefährlichen Unsinn zu verbreiten.“
Im Folgenden soll auch in diesem Artikel der Anschein einer abwägenden Debatte erzeugt werden. Aber immer wieder scheinen die doppelten Standards durch. So müsse die Debatte um Meinungsfreiheit geführt werden, aber doch bitte selektiv „mit den richtigen Argumenten und vor allem mit Vertretern, denen an der Wahrheit gelegen ist – und nicht daran, Putins Narrative zu verbreiten“. Die indirekte Aussage, dass Meinungsfreiheit schön und gut sei, dass man es damit aber auch nicht übertreiben dürfe, wird weiter ausgeführt:
„Gefährlich wird es aber, wenn Menschen unter dem angeblichen Deckmantel der Meinungsfreiheit Unwahrheiten verbreiten, die das Potenzial haben, den so eminent wichtigen Diskurs in einer demokratischen Gesellschaft zu stören und diese zu beschädigen, gar zu untergraben. Und noch gefährlicher wird es, wenn sie damit den Job derjenigen erledigen, deren Ziel es ist, ebendiese demokratischen Gesellschaften abzuschaffen.“
Streckenweise gleitet der Artikel dann stilistisch in den beim Thema üblichen Propagandaduktus ab:
„Putin ist ein Meister darin, sein Gift in westliche Gesellschaft tropfen zu lassen. Man stellt sich förmlich vor, wie er sich die Hände reibt, weil so viele Europäer seine wahrheitswidrigen Narrative verbreiten und glauben.“
Und mit dem folgenden Satz wird indirekt behauptet, dass die von der EU sanktionierten Inhalte „unwahre Tatsachenbehauptungen“ seien, was unter anderem im Fall Baud zurückgewiesen werden muss:
„Muss eine liberale Demokratie aushalten, dass auch Unwahrheiten verbreitet werden dürfen, selbst wenn das denjenigen nützt, die eben jene liberale Demokratie abschaffen wollen? Wo verläuft die Grenze zwischen zulässiger Meinungsäußerung und unwahrer Tatsachenbehauptung?“
„Verbreitung von Desinformation und Propaganda“
Die Stoßrichtung „Meinungsfreiheit ist wichtig, aber …“ praktiziert auch die taz im Kommentar „EU-Sanktionen gegen Schweizer: Es gibt kein Recht auf Putin-Propaganda“, in dem es etwa heißt:
„Die Meinungsfreiheit ist in einer Demokratie ein hohes Gut, das geschützt werden muss. Doch die Meinungsfreiheit bedeutet nicht die Freiheit, unwahre Tatsachenbehauptungen in die Welt zu streuen. Sie bedeutet auch nicht die uneingeschränkte Freiheit, Propaganda auf professionelle Art zu verbreiten, um die Kriegsziele eines autoritären Regimes zu unterstützen. Und die liberale Demokratie muss auch wehrhaft sein.“
Im Text folgen Behauptungen wie diese:
„Dass aber sowohl Baud als auch Köppel Russlands Kriegsführung durch die Verbreitung von Desinformation und Propaganda publizistisch unterstützen, steht außer Frage. Mit ihren Texten unterstützen sie einen brutalen Angriffskrieg in der Ukraine samt horrenden Kriegsverbrechen gegen Zivilisten.“
Wer definiert den Begriff „Desinformation“?
Das Fazit aus der hier zitierten deutschen Berichterstattung: Viele große deutsche Medien verschweigen den Vorgang, hängen ihn bewusst tief oder sie versuchen teils gar, ihn indirekt zu rechtfertigen. Die mangelnde echte Solidarität mit Jacques Baud könnte sich auf lange Sicht aber rächen – in einem früheren Artikel hatte ich dazu geschrieben:
„Die Solidarität mit Baud in den großen deutschen Medien ist so gut wie nicht vorhanden – man stelle sich das emotionale Feuerwerk vor, das sie abbrennen würden, wenn Baud ein Bürger wäre, dem Russland die Konten sperrt. Dieses Verhalten ist erwartungsgemäß, darum aber nicht weniger bedauerlich: Die Solidarität in solchen Fällen sollte sich über inhaltliche Differenzen hinwegsetzen – übrigens auch aus Egoismus: Man könnte sonst der Nächste sein, der wegen einer „falschen“ Meinung ohne Konto und Reisefreiheit dasteht.“
Dazu kommt eine teils sehr unreife Art der Argumentation: So wird in den hier zitierten Texten an keiner Stelle angemessen verdeutlicht, dass die Deutungshoheit über den Begriff „Desinformation“ ein gefährlicher Freifahrtschein für die Unterdrückung unbequemer Meinungen sein kann. Man kann auch die verteidigende Berichterstattung in vielen großen deutschen Medien (vor allem in der Zeit vor Trumps Präsidentschaft) zu den zahlreichen blutigen US-Militäreinsätzen der letzten Jahrzehnte als Desinformation empfinden – ich würde aber auch hier die Verfasser der betreffenden Beiträge dagegen verteidigen, dass sie für das Äußern ihrer Meinung mit willkürlichen EU-Sanktionen bestraft werden.
Mit ihrem Verhalten zum Fall Baud verteidigen viele Mainstream-Journalisten also (erwartungsgemäß) nicht das „Prinzip Meinungsfreiheit“, sondern sie beschädigen es massiv: Indem sie mit der Nutzung doppelter Standards der einen Seite indirekt das Recht einräumen, die andere Seite durch Willkür, Sanktionen und Einschüchterung zum Schweigen zu bringen.
Titelbild: Jacques Baud beim 36. Pleisweiler Gespräch / NachDenkSeiten
Der Skandal um Jacques Baud: Die EU, die „Gedankenverbrechen“ und die Drohungen der Bundesregierung
Bundesregierung begrüßt EU-Sanktionierung des Schweizer Militäranalysten Jacques Baud
Jetzt wird sogar Jacques Baud sanktioniert – Die EU bekämpft weiter die Meinungsfreiheit
EU-Sanktionen gegen Einzelpersonen als Symptom eines strukturellen Demokratiedefizits
Anthony Watts
Erfahren Sie, warum dieser neue Klimabericht der Vereinten Nationen und die Berichterstattung darüber durch PBS möglicherweise nicht die ganze Wahrheit vermitteln – und was das für das Verständnis der Öffentlichkeit von Klimawissenschaft bedeutet.
Ein kürzlich erschienener Bericht in PBS NewsHour mit dem Titel [übersetzt] „UN sagt, die Welt müsse Probleme wie Klimawandel, Umweltverschmutzung, Artensterben und Landverlust gemeinsam angehen“ von Tammy Webber von Associated Press (AP) berichtet über einen neuen „Global Environment Outlook“ der UN, der die falsche Behauptung wiederholt, dass sich die Erde einem globalen Wendepunkt nähert, der nur durch „beispiellose Veränderungen“ und neue Ausgaben in Höhe von Billionen Dollar zur Abschaffung fossiler Brennstoffe vermieden werden kann. Diese Behauptungen sind falsch und entbehren jeder Grundlage in Daten oder beobachtbaren Beweisen. Tatsächlich hat die UNO eine lange Geschichte fehlgeschlagener Katastrophenvorhersagen im Zusammenhang mit dem Klimawandel, die bis ins Jahr 1989 zurückreicht, was [nicht nur] PBS jedoch ignoriert.
Webber schreibt: „Experten haben gewarnt, dass die Welt sich einem Wendepunkt in Bezug auf Klimawandel, Artensterben, Landverlust und andere Schäden nähert“, und zitiert Bob Watson, den Hauptautor des UN-Berichts, mit den Worten: „Es muss jetzt schnell geschehen, denn uns läuft die Zeit davon.“ Wo haben wir das schon einmal gehört? Ach ja, im letzten UN-Bericht zum Zustand des Planeten, und im davor, und im davor, bis zurück in die 1980er Jahre.
Der Artikel und der Bericht behaupten weiter, dass der Klimawandel „zu extremeren Wetterereignissen beiträgt, darunter stärkere Stürme, Dürren, Hitze und Waldbrände“, und dass nur ein schneller, globaler Übergang weg von fossilen Brennstoffen eine Katastrophe verhindern kann.
Eine Geschichtsstunde ist angebracht. Es ist nicht das erste Mal, dass die UNO verkündet, dass „uns die Zeit davonläuft“. Im Jahr 1989, also vor 36 Jahren, erklärte Noel Brown vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen gegenüber Associated Press, dass „ganze Nationen durch den Anstieg des Meeresspiegels von der Erde verschwinden könnten“, wenn die globale Erwärmung nicht bis zum Jahr 2000 umgekehrt würde. Er prognostizierte einen Anstieg des Meeresspiegels bis zu einem Meter bis zu diesem Zeitpunkt, massive Überschwemmungen an den Küsten von Bangladesch und Ägypten sowie eine Welle von „Öko-Flüchtlingen“.
Mehr als drei Jahrzehnte später haben sich alle diese Vorhersagen nicht nur als falsch, sondern auch als völlig unzutreffend erwiesen. „Sea Level Rise“ (Anstieg des Meeresspiegels) von Climate at a Glance dokumentiert langfristige Gezeitenmessungen und Satellitendaten der NASA, die zeigen, dass der globale Meeresspiegel um etwa 3 cm pro Jahrzehnt steigt, wobei seit dem 19. Jahrhundert bestenfalls eine moderate Beschleunigung zu verzeichnen ist. Auch die von der UNO prognostizierten Millionen von „Klimaflüchtlingen“ sind nicht eingetroffen. Die Malediven liegen immer noch über Wasser, Bangladesch hat mehr Einwohner denn je, und das „10-Jahres-Fenster” zur Abwendung der Katastrophe wurde so oft verlängert, dass es als Wrack bezeichnet werden könnte.
PBS/AP erwähnt diese gescheiterte Bilanz nie. Es wird auch nicht anerkannt, dass die UNO inzwischen über 30 Konferenzen der Vertragsparteien (COPs) geleitet hat, ohne die grundlegende Entwicklung der globalen Emissionen oder der globalen Temperatur zu ändern, wie aus den Abbildungen 1 und 2 unten ersichtlich ist.

Abbildung 1. Darstellung aller UN-Klimakonferenzen von 1992 bis 2025 mit der globalen Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre. Basisgrafik von NOAA, Anmerkung von A. Watts Quelle: https://gml.noaa.gov/ccgg/trends/

Abbildung 2: Darstellung aller UN-Klimakonferenzen von 1992 bis 2025 mit der globalen Jahrestemperatur. Basisgrafik von NOAA, Anmerkung von A. Watts. Quelle: https://www.ncei.noaa.gov/access/monitoring/climate-at-a-glance/global/time-series/globe/land_ocean/tavg/12/12/1980-2024?filter=true&filterType=binomial
Selbst wohlwollende Analysten räumen ein, dass das Pariser Klimaabkommen der Vereinten Nationen von 2015 keine Ergebnisse gebracht hat. Wie Climate Realism in „Paris Agreement: Dead at 10 (James Hansen was right)“ feststellte, bezeichnete der ehemalige NASA-Wissenschaftler James Hansen das Pariser Abkommen als „Betrug“ und „wertlose Worte“, weil es „keine Taten, sondern nur Versprechungen“ gebe – ein Urteil, das sich im Laufe des folgenden Jahrzehnts weitgehend bestätigt hat. (Diesen Beitrag gibt es in deutscher Übersetzung hier. A. d. Übers.) Wenn man 30 Gipfeltreffen abhält und die Emissionen dennoch 2024 einen neuen Rekordwert erreichen, wie PBS berichtet, ist das kein Erfolg, sondern nur ein weiterer Punkt auf einer langen Liste gescheiterter Bemühungen, die wiederholt fehlgeschlagenen Vorhersagen zu erfüllen.
Der Artikel übertreibt auch, was die Beobachtungsdaten zum Klima tatsächlich über „extremere Wetterereignisse“ aussagen. Der sechste Sachstandsbericht (AR6) des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel (IPCC) kommt nur für bestimmte Arten von Extremereignissen (wie Hitzewellen und starke Niederschläge in einigen Regionen) zu einer erhöhten Zuversicht, während er zu dem Schluss kommt, dass die Zuversicht hinsichtlich eines globalen Anstiegs vieler anderer Extremereignisse, darunter Hurrikane, Überschwemmungen und Dürren, gering oder begrenzt ist.
Die Einträge von „Climate at a Glance“ zu „Todesfällen aufgrund extremer Wetterereignisse“ und „temperaturbedingten Todesfällen“ heben eine entscheidende Tatsache hervor, die PBS nie erwähnt: Im Laufe des letzten Jahrhunderts sind die klimabedingten Todesfälle um mehr als 95 Prozent zurückgegangen, obwohl sich die Weltbevölkerung vervierfacht hat und die Temperaturen gestiegen sind. Unabhängige Analysen, wie beispielsweise die Untersuchung von HumanProgress zur Sterblichkeit durch Katastrophen, zeigen, dass die klimabedingten Todesfälle von etwa 485.000 pro Jahr in den 1920er Jahren auf weniger als 20.000 pro Jahr in den 2010er Jahren zurückgegangen sind, was einem Rückgang von mehr als 99 Prozent pro Kopf entspricht, wie aus der folgenden Grafik hervorgeht:

Abbildung 3. Todesfälle durch Naturkatastrophen, 1900–2016. Quelle: https://humanprogress.org/trends/a-safer-world/
PBS/AP verwischt die Grenzen zwischen wissenschaftlichen Messungen und politischer Interessenvertretung noch weiter, indem es wiederholt behauptet, dass wir bis 2100 auf eine Erwärmung um 2,4 °C zusteuern und dass nur eine Umstellung weg von fossilen Brennstoffen mit Kosten von 8 Billionen Dollar pro Jahr uns retten kann. Diese Zahlen sind nicht das Ergebnis von Thermometern, Pegelmessern oder Ernteerhebungen, sondern das Ergebnis fehlerhafter, nicht zweckmäßiger Wirtschafts- und Klimamodelle, die auf einer langen Kette von Annahmen über zukünftige Technologien, Verhaltensweisen und politische Maßnahmen basieren. Der AR6-Bericht der Vereinten Nationen warnt davor, dass modellierte „Pfade” mit großen Unsicherheiten behaftet sind und die globalen Ergebnisse von höchst spekulativen sozioökonomischen Szenarien abhängen. Diese Prognosen als unvermeidlich und nicht als bedingte „Wenn-dann”-Übungen zu behandeln, ist Propaganda und keine Berichterstattung.
PBS/AP verschweigt auch, dass viele der aufgeführten Schäden – Bodendegradation, Verlust der biologischen Vielfalt, Umweltverschmutzung – Ursachen und Abhilfemaßnahmen haben, die weitgehend unabhängig von der Klimapolitik sind. Die Abholzung des Amazonas, die Bodenverarmung in Teilen Afrikas oder die Verschmutzung der Flüsse durch Plastik sind weder Ursache noch Folge der globalen Erwärmung und werden auch nicht durch Netto-Null-Kohlendioxidemissionen gelöst werden. Mit der Behauptung, dass „wir diese anderen Probleme nicht lösen können, wenn wir den Klimawandel nicht bekämpfen”, wie es ein zitierter Wissenschaftler formuliert, nutzt PBS legitime Umweltbelange effektiv als Hebel für nicht damit zusammenhängende, hoch spekulative Klimaschutzmaßnahmen.
Was der Artikel und der UN-Bericht völlig außer Acht lassen, ist die Rolle, die erschwingliche, zuverlässige Energie – überwiegend fossile Brennstoffe – dabei gespielt hat, menschliche Gesellschaften widerstandsfähiger gegenüber Umweltgefahren zu machen. Mechanisierte Landwirtschaft, synthetische Düngemittel, moderne Hochwasserschutzanlagen, Klimaanlagen und schnelle Katastrophenhilfe sind alle auf eine dichte, bedarfsgerechte Energieversorgung angewiesen. Das ist der Grund dasfür, dass die von Climate at a Glance dokumentierten klimabedingten Todesfälle im letzten Jahrhundert drastisch zurückgegangen sind. Dennoch lautet die von PBS/AP unkritisch unterstützte Empfehlung der UNO, genau die Energiequellen, die Milliarden Menschen aus bitterer Armut befreit haben, rasch auslaufen zu lassen – und zwar auf der Grundlage von Prognosen, die sich wiederholt als völlig falsch erwiesen haben.
Climate Realism berichtet seit Jahren über dieses Muster. Der Artikel „UNFCCC Climate Report Lies About Its Own Science” (Der UNFCCC-Klimabericht lügt über seine eigene Wissenschaft) weist darauf hin, dass politische Gremien der Vereinten Nationen regelmäßig pauschale Behauptungen über eine „sich verschärfende Zerstörung” aufstellen, die nicht durch die wissenschaftlichen Bewertungen der Vereinten Nationen selbst gestützt werden, welche nur geringe oder gar keine Veränderungen bei den meisten Arten von Extremwetterereignissen und Trends bei Naturkatastrophen feststellen. Im Artikel „Die Vorhersagen des IPCC von 1990 waren noch schlimmer als wir dachten“ überprüft Climate Realism die frühen Prognosen des IPCC zu einer raschen Erwärmung und einem Anstieg des Meeresspiegels und zeigt, wie diese jenseits aller Realität lagen. Trotzdem wird jeder neue Bericht als der „umfassendste aller Zeiten“ vermarktet und dazu benutzt, dringlichere Forderungen nach einer beispiellosen, einschneidenden Umgestaltung der Weltwirtschaft und der Regierungsinstitutionen zu rechtfertigen.
PBS/AP hätte seinem Publikum mitteilen können, dass die UNO nun seit mehr als drei Jahrzehnten Countdowns zur Katastrophe veröffentlicht, angefangen vom „10-Jahres-Fenster” von 1989″ über das 1,5 °C-Ziel des Pariser Abkommens bis hin zur aktuellen Forderung nach 8 Billionen Dollar pro Jahr für Klimaschutzausgaben, und dass nach 30 COP-Konferenzen die Emissionen und Temperaturen im Wesentlichen den gleichen Verlauf genommen haben, den sie auch ohne die Konferenzen genommen hätten. Diese Medien hätten fragen können, ob eine perfekte Bilanz fehlgeschlagener Vorhersagen weiterhin Vertrauen rechtfertigt, dass die UNO ihre Vorhersagen nun richtig treffen wird, oder ob die bisherigen Leistungen der UNO Skepsis gegenüber ihren aktuellen Katastrophenprognosen rechtfertigen könnten. Stattdessen präsentiert PBS den jüngsten UN-Bericht so, als hätte die Institution keine Geschichte von Vorhersagen oder als wären ihre früheren Vorhersagen zutreffend gewesen.
Indem sie die lange Reihe fehlgeschlagener Klimaprognosen der UN auslassen, den dramatischen Rückgang klimabedingter Todesfälle ignorieren und spekulative Modellberechnungen als unvermeidliche Zukunftsszenarien behandeln, führen PBS und Associated Press ihr Publikum in Bezug auf den tatsächlichen Zustand der Erde gewaltig in die Irre. Ein wirklich öffentlichkeitsorientierter Sender würde die Bilanz der UN und die verfügbaren Daten sorgfältig prüfen, anstatt ihren neuesten Falschalarmbericht unkritisch zu wiederholen.
Ursprünglich erschienen bei ClimateREALISM
Anthony Watts ist Senior Fellow für Umwelt und Klima am Heartland Institute. Watts ist seit 1978 als Fernseh-Meteorologe sowohl vor als auch hinter der Kamera im Wettergeschäft tätig und erstellt derzeit täglich Radio-Wettervorhersagen. Er hat Wettergrafik-Präsentationssysteme für das Fernsehen und spezielle Wetterinstrumente entwickelt und ist Mitautor von begutachteten Fachartikeln zu Klimafragen. Er betreibt die weltweit meistbesuchte Website zum Thema Klima, die preisgekrönte Website wattsupwiththat.com.
Link: https://clintel.org/wrong-again-pbs-un-is-pushing-another-false-climate-crisis-report/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Schon wieder falsch: Die UN propagieren einen weiteren falschen Klimakrisen-Report erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Am 18.12. haben in Brüssel Tausende Bauern gegen das geplante MERCOSUR-Freihandelsabkommen und die vielen Vorschriften protestiert. Es flogen Silvesterknaller und Kartoffeln. Mehr als 40 Bauernorganisationen aus 27 EUstaaten unter dem Dach des EU-Bauern- und Genossenschaftsverbands (Copa und Cogeca) haben zum Protest in der EU-belgischen Hauptstadt aufgerufen. Grund: Die Überregulierung durch den aufgeblähten EU-Apparat, Subventionskürzungen und die neue Konkurrenz durch Feldfrucht-Angebote der Mercosurstaaten.
Am Donnerstag mehrere Bauern nach Brüssel mit Hunderten Traktoren gereist. Sie blockierten den Zugang zum EU-Viertel.
Der ungarische Regierungschef Victor Orbán bekundet seine volle Unterstützung für die Proteste der europäischen Landwirte und forderte Ursula von der Leyen zum Rücktritt auf.
Der Beitrag Bauernproteste nun auch im Herz der Finsternis – Kartoffelwürfe in Brüssel! erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

Tausende Landwirte aus ganz Europa protestieren in Brüssel gegen die Agrarpolitik der EU. Sie kritisieren geplante Kürzungen im Agrarhaushalt, aus ihrer Sicht überbordende Bürokratie sowie die Handelspolitik, insbesondere das geplante Mercosur-Abkommen, das zusätzliche Agrarimporte aus Südamerika ermöglichen würde.
Aufgerufen hat der europäische Bauernverband Copa-Cogeca gemeinsam mit nationalen Organisationen; erwartet werden rund 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen 27 EU-Staaten. Die Demonstration ist als großangelegte Fußkundgebung im Brüsseler Stadtzentrum nahe Kommission, Rat und Parlament organisiert, teils unterstützt durch Anreisen per Bus und Bahn aus den Mitgliedsländern.
Die Proteste fallen zeitlich mit einem EU-Gipfel zusammen, bei dem zwar vor allem über Ukraine-Hilfen, die Nutzung eingefrorener russischer Vermögen und EU-Erweiterung beraten wird, Agrarthemen aber nur am Rande – etwa im Kontext von Mercosur und des mehrjährigen Finanzrahmens – auf der Agenda stehen.
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Bildquelle: Alexandros Michailidis / ahutterstock
