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Politik macht Eier in Deutschland zur Mangelware – und öffnet Markt für ukrainische Importe

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Während in Deutschland dank Vogelgrippe-Hysterie und zunehmender Auflagen Eier immer wieder Mangelware sind, erhöht die Ukraine ihre Eierexporte in die Europäische Union. Die Nachfrage in der Industrie nach den ukrainischen Billigeiern mit niedrigeren Standards wächst. Heimische Bauern (und die Verbraucher) haben das Nachsehen.

Deutschland hat ein Versorgungsproblem mit Eiern. Ein hausgemachtes Problem. Denn im Zuge der Vogelgrippe-Hysterie wurden in Deutschland, aber auch in Exportländern wie Polen und den Niederlanden, in den letzten Monaten hunderttausende Legehennen getötet. Das Verbot der Käfighaltung sorgt zudem für eine wachsende Knappheit, während die Nachfrage weiterhin zunimmt.

Die Knappheit betrifft vor allem frische Schaleneier für Endverbraucher. Der Markt wird angebotsseitig durch die Belastungen für die Produzenten – hohe Energie-, Futter- und Bürokratiekosten – weiter ausgedünnt, so dass vor allem saisonale Nachfragehochs (wie z. B. in der Osterzeit) zu leeren Regalen führt.

Parallel dazu existiert ein zweiter, deutlich größerer Eiermarkt, den der normale Kunde kaum wahrnimmt. Industrie, Bäckereien, Großküchen, Fertigprodukt-Hersteller arbeiten nicht mit Eierkartons, sondern mit Tankwagen, Containern und Pulver. Flüssigei, Vollei, Trockenei – hier zählen Masse, Preis und Liefersicherheit. Und hier kommen die ukrainischen Eier ins Spiel. Dort ist die Käfighaltung weiter erlaubt und auch Standard. Die Produktionskosten sind entsprechend niedrig. Über EU-Sonderregelungen gelangen diese Eier und Eiprodukte nahezu zollfrei in die Union.

Geflutet wird also vor allem der industrielle Hintergrundmarkt. Besonders bequem ist dabei die Kennzeichnungsfrage. Was als frisches Ei streng geregelt ist, wird bei verarbeiteten Produkten zur Grauzone. Herkunft und Haltungsform verlieren sich in Lieferketten, Mischchargen und rechtlichen Ausnahmen. Der Verbraucher wird mit Knappheit und hohen Preisen konfrontiert, während die Nahrungsmittelindustrie weiterhin versorgt wird.

Die deutsche und die europäische Politik haben zu einer massiven Schieflage auf dem Eiermarkt geführt. Ausbaden dürfen dies am Ende vor allem die Verbraucher – aber auch die heimischen Eierproduzenten, die mit den ukrainischen Billigimporten nicht konkurrieren können.

(Auszug von RSS-Feed)
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