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Wie stark war Epstein in Pandemiestrategien eingebunden? Was die E-Mails zeigen — und was nicht

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Neu veröffentlichte E-Mails zeigen, dass Jeffrey Epstein Jahre vor COVID-19 in Diskussionen über die Finanzierung globaler Gesundheit und Pandemievorbereitung einbezogen war. Die Dokumente beweisen nicht, dass er Politik gestaltete. Aber sie bestätigen, dass er Zugang zu Gesprächen über Pandemierisiken als Finanzstrategie hatte.

Was wäre, wenn der verstörendste Teil der Epstein-Akten nicht das ist, was sie beweisen — sondern was sie über Nähe offenbaren?

Jahrelang wurde Jeffrey Epstein als Finanzier, als Raubtier, als Manipulator elitärer Netzwerke beschrieben. Doch verborgen in Tausenden Seiten neu veröffentlichter Korrespondenz — dank eines vom Kongress verabschiedeten Gesetzes — findet sich etwas weniger Sensationelles und womöglich Beunruhigenderes: Epstein positionierte sich Jahre vor COVID-19 an der Schnittstelle von globaler Gesundheitsphilanthropie, Finanzarchitektur und Pandemievorbereitung.

Schob er sich lediglich in mächtige Gespräche hinein? Oder kreiste er um etwas weitaus Größeres — eine strukturelle Transformation darin, wie öffentliche Gesundheitskrisen finanziert, versichert und gesteuert werden sollten?

Die Dokumente liefern keinen „rauchenden Colt“. Aber sie liefern eine Landkarte.

Die E-Mail von 2017, die den Sturm auslöste

Eines der am häufigsten zitierten Dokumente ist eine E-Mail vom 24. Mai 2017 von Boris Nikolic — einem wissenschaftlichen Berater mit Verbindungen zu Bill Gates — adressiert sowohl an Epstein als auch an Gates. Darin schreibt Nikolic, eine Strategie über einen donor-advised fund „könnte ein großartiger Weg nach vorn für einige Schlüsselbereiche wie Energie, Pandemie usw. sein“.

Dieses eine Wort — Pandemie — hat Spekulationen entfacht.

Die E-Mail bestätigt etwas Konkretes, wenn auch Begrenztes: Epstein wurde in Gespräche einbezogen, die mit Gates verbundene Philanthropie betrafen, in denen Pandemierisiken ausdrücklich als Finanzierungsbereich diskutiert wurden.

Sie beschreibt keine Krankheitsplanung. Sie skizziert keine operative Reaktion. Sie liest sich wie eine philanthropische Portfoliostrategie. Aber sie zeigt, dass Epstein nicht nur eine gesellschaftliche Bekanntschaft war — er befand sich innerhalb von Gesprächen, in denen globale Gesundheitsprioritäten finanziell strukturiert wurden.

Diese Nähe allein wirft Fragen auf.

Project Molecule: Der Aufbau der finanziellen Infrastruktur

Noch aufschlussreicher ist ein Entwurfsvorschlag von JPMorgan aus dem Jahr 2011 mit dem Titel „Project Molecule“.

Das Dokument skizziert eine vorgeschlagene Gates-JPMorgan-Plattform für wohltätige Spenden — eine donor-advised-fund-Struktur, die darauf ausgelegt war, globales Kapital zu bündeln, Anonymität für Spender zu ermöglichen und eine „institutionelle Brücke“ für groß angelegte philanthropische Einsätze zu schaffen.

In der Präsentation sind Beispiele aus dem Bereich globale Gesundheit eingebettet: Impfstoffbeschaffung, Infrastruktur zur Krankheitsüberwachung und grenzüberschreitende Gesundheitsinitiativen.

Die Struktur umfasste:

  • US-amerikanische donor-advised-Konten
  • Internationale „steuerneutrale“ Komponenten
  • Institutionelle Investment-Management-Überlagerungen

Für Kritiker sieht das nach der Finanzialisierung öffentlicher Gesundheit aus — einer Welt, in der Philanthropie, Kapitalmärkte und Krankheitsbekämpfung in institutionelle Rahmenwerke verwoben werden.

Und natürlich berichtete TrialSite News während der Pandemie, dass Gates zeitweise eine 10-fache Rendite auf seine Investition in BioNTech (das deutsche Unternehmen, das mit Pfizer einen der COVID-19-mRNA-Impfstoffe entwickelte) erzielte.

Für Befürworter sieht es nach groß angelegter Philanthropie im industriellen Maßstab aus.

So oder so ist die Architektur klar: Eine elitäre Finanzinfrastruktur wurde lange vor dem Auftreten von COVID-19 entworfen, um massive Kapitalströme in die globale Gesundheit zu lenken.

Die E-Mail von 2015 zur „Vorbereitung auf Pandemien“

Dann gibt es eine E-Mail-Korrespondenz vom März 2015, in der ein Treffen zur „Vorbereitung auf Pandemien“ erwähnt wird.

Die Nachricht diskutiert die Einbindung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz für ein „Co-Branding“ und endet mit den Worten: „Ich hoffe, wir können das durchziehen!“

Die Sprache ist mehrdeutig. Sie deutet auf Koordination, Positionierung und institutionelle Abstimmung hin. Sie beschreibt keine Pathogenentwicklung und keine konkrete Ausbruchsplanung.

Aber sie bestätigt, dass Pandemievorbereitung Jahre vor COVID-19 innerhalb von Epsteins Netzwerk zirkulierte.

Zur Klarstellung: Pandemievorbereitung war damals bereits Teil des Mainstream-Politikdiskurses. Globale Rahmenwerke, darunter WHO- und Weltbank-verknüpfte Initiativen, waren lange vor 2020 aktiv.

2018 wurde das Global Preparedness Monitoring Board einberufen. 2019 warnte dessen Bericht „A World at Risk“ vor einer katastrophalen Pandemieverwundbarkeit.

Vorbereitungsdiskussionen waren kein Geheimnis.

Doch Epsteins Auftauchen in diesen E-Mail-Ketten fügt einer ohnehin kontroversen Figur eine weitere Schicht des Unbehagens hinzu.

Pandemie als Finanzinstrument

Ein separater iMessage-Thread aus dem Jahr 2017 verweist auf Expertise in „Pandemie-Simulationen“ und diskutiert die Entwicklung pandemiebezogener Produkte mit Swiss Re unter Verwendung sogenannter „parametrischer Trigger“.

Parametrische Trigger sind in Katastrophenanleihen und Rückversicherungen üblich — Auszahlungen werden an messbare Ereignisse wie Erdbebenstärke oder Windgeschwindigkeit bei Hurrikanen geknüpft.

Mit anderen Worten: Pandemierisiken wurden als quantifizierbare finanzielle Variable behandelt.

Dies ist vielleicht das provokanteste Motiv im veröffentlichten Material: Pandemierisiko war nicht nur eine humanitäre Sorge. Es wurde zunehmend etwas, das modelliert, versichert und in Finanzprodukte strukturiert werden konnte.

Das impliziert keine Inszenierung. Aber es zeigt, dass Pandemieereignisse bis Mitte der 2010er Jahre bereits in Diskussionen über Finanzinnovationen eingebettet waren.

Die COVID-Frage

Hier beschleunigt sich die Spekulation — und hier wird die Beweislage dünn.

Es gibt kein Dokument in den geprüften Epstein-Materialien, das:

  • eine Koordination von COVID-19 belegt,
  • operativen Einfluss auf Pandemieerklärungen der WHO zeigt,
  • Epstein direkt mit der Entwicklung von Impfstoffplattformen verknüpft,
  • ihn mit selbstamplifizierenden mRNA-Programmen von Arcturus oder BARDA-Finanzierungsmechanismen verbindet.

Öffentliche Aufzeichnungen zeigen, dass Arcturus’ H5N1-Arbeiten und BARDA-gestützte Programme über konventionelle regulatorische und finanzielle Kanäle vorangetrieben wurden, größtenteils nach COVID-19.

Die dokumentarische Brücke von Epstein zur technischen Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen existiert schlicht nicht — zumindest nicht in dieser ersten Durchsicht.

Doch das Fehlen von Beweisen ist nicht dasselbe wie das Fehlen von Einfluss — und genau in diesem Graubereich gedeiht Misstrauen.

Was die Akten tatsächlich offenlegen

Blendet man reißerische Schlagzeilen aus, bleiben drei Schlussfolgerungen:

  • Epstein brachte sich aktiv in die Gestaltung elitärer philanthropischer Finanzstrukturen ein.
  • Pandemievorbereitung und -simulation waren Jahre vor COVID-19 explizite Themen in seinem Umfeld.
  • Pandemierisiken wurden nicht nur als Bedrohung für die öffentliche Gesundheit, sondern als strukturierte Finanzkategorie diskutiert.

Diese Konvergenz — von Finanzwesen, Philanthropie, Governance und Krankheit — ist real.

Was durch die Dokumente nicht gestützt wird, ist eine koordinierte „Pandemie-für-Gewinn“-Verschwörung.

Die Architektur existiert. Die Orchestrierung nicht.

Die tiefere Frage

Vielleicht ist die unangenehmere Frage nicht, ob Epstein COVID-19 inszenierte.

Sondern ob die moderne Reaktion auf öffentliche Gesundheitskrisen untrennbar mit Finanzarchitekturen geworden ist — donor-advised funds, Kapitalbündelungsvehikel, Rückversicherungstrigger und globale Governance-Rahmenwerke — und ob Epstein sich schlicht in der Nähe dieses Schaltpults positionierte.

Die Akten zeigen, dass er dort sein wollte.

Sie zeigen nicht, dass er es kontrollierte.

Aber sie offenbaren etwas, das sich nicht mehr ausblenden lässt: Bevor COVID-19 die Welt veränderte, wurde Pandemierisiko bereits auf höchster Ebene strukturiert, modelliert, gebrandet und finanziert.

Epstein war im Raum.

Was er wirklich verstand — oder beabsichtigte — bleibt unbeantwortet.

(Auszug von RSS-Feed)
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