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Renommierter Onkologe schlägt Alarm wegen „Turbo-Krebs“

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In einem vielbeachteten Gespräch mit dem britischen Moderator Dr. John Campbell äußert der Onkologe Professor Angus Dalgleish erhebliche Bedenken hinsichtlich der mRNA-Covid-Impfstoffe und eines Phänomens, das er als „Turbo-Krebs“ bezeichnet – schnell auftretende oder besonders aggressiv verlaufende Krebserkrankungen nach der Impfung.

Tumorsuppressorgene und das Spike-Protein

Im Zentrum seiner Argumentation stehen sogenannte Tumorsuppressorgene. Diese Gene erfüllen im Körper eine zentrale Schutzfunktion: Sie verhindern unkontrollierte Zellteilung, reparieren DNA-Schäden oder sorgen dafür, dass geschädigte Zellen durch Apoptose – den programmierten Zelltod – beseitigt werden.

Als Beispiele nennt Dalgleish:

  • p53, ein entscheidendes Gen, das DNA-Schäden erkennt und das Zellwachstum stoppen kann;
  • BRCA2, das an der DNA-Reparatur beteiligt ist und bei Mutationen mit einem erhöhten Risiko für Brust- und Eierstockkrebs in Verbindung steht;
  • MSH3, Bestandteil eines DNA-Reparaturmechanismus.

Dalgleish behauptet, dass das durch mRNA-Impfstoffe produzierte Spike-Protein die Funktion dieser Tumorsuppressorgene hemmen könne. Eine solche Hemmung würde die Kontrolle über das Zellwachstum schwächen. Er verweist darauf, dass Menschen mit Mutationen etwa in BRCA-Genen nachweislich ein erhöhtes Risiko für eine frühe Krebsentwicklung tragen – was aus seiner Sicht die Relevanz funktionierender Tumorsuppressor-Mechanismen unterstreicht.

A renowned British oncologist is sounding the alarm over COVID jabs and “turbo cancer.”

He says the COVID shots “should be completely BANNED” and that they are “gene therapies,” not vaccines.

According to Prof. Dalgleish, the shots have a grave and “fundamental flaw,” which is… pic.twitter.com/XCbNweZgi8

— Vigilant Fox 🦊 (@VigilantFox) February 20, 2026

N1-Methylpseudouridin und Stabilität der mRNA

Ein weiterer zentraler Punkt ist die molekulare Zusammensetzung der mRNA-Impfstoffe. Diese enthalten anstelle des natürlichen Uridins den modifizierten Baustein N1-Methylpseudouridin. Ziel dieser Modifikation ist es, die mRNA stabiler zu machen, ihren Abbau zu verlangsamen und die Produktion des gewünschten Proteins – des Spike-Proteins – effizienter zu gestalten. Zugleich wird dadurch die unerwünschte Immunreaktion auf die mRNA selbst reduziert.

Dalgleish äußert die Sorge, dass diese Stabilisierung dazu führen könne, dass das Spike-Protein über einen längeren Zeitraum im Körper produziert wird. Eine verlängerte Produktion könnte – so seine Argumentation – auch eine mögliche Hemmung von Tumorsuppressorgenen zeitlich ausdehnen.

mRNA als Form der Gentherapie?

Der Onkologe betont zudem, dass natürliche mRNA im menschlichen Körper normalerweise sehr schnell abgebaut wird. Damit sie für Impfstoffe einsetzbar ist, müsse sie künstlich stabilisiert werden. Genau diese Stabilisierung sieht Dalgleish als problematisch an, da die mRNA dadurch länger aktiv bleibe als ursprünglich vorgesehen.

Vor diesem Hintergrund argumentiert er, mRNA-Impfstoffe sollten als eine Form der Gentherapie betrachtet werden. Eine solche Technologie, so seine Einschätzung, sei nicht für den großflächigen Einsatz in der allgemeinen Bevölkerung geeignet.

Die Aussagen fügen sich in eine anhaltende Debatte über Langzeitwirkungen, molekulare Mechanismen und regulatorische Bewertung der mRNA-Technologie ein – eine Debatte, die auch Jahre nach Beginn der Impfkampagnen nicht vollständig verstummt ist.

(Auszug von RSS-Feed)

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Schlaf beeinflusst die Lebenserwartung stärker als Ernährung oder Bewegung

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Analyse von Dr. Joseph Mercola

Die Geschichte auf einen Blick

  • Weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht verkürzen die Lebensdauer stärker als schlechte Ernährung, Bewegungsmangel oder schwache soziale Bindungen, wodurch Schlaf zu einem der stärksten Prädiktoren für das langfristige Überleben wird.
  • Kurzer Schlaf beschleunigt den Alterungsprozess, indem er die Zellreparatur, den Hormonhaushalt und die Energieproduktion stört, selbst bei Menschen, die sich gut ernähren und körperlich aktiv sind.
  • Die meisten Erwachsenen sind metabolisch nicht widerstandsfähig genug, um mit wenig Schlaf auszukommen, was bedeutet, dass chronischer Schlafmangel Jahr für Jahr unbemerkt Schäden verursacht.
  • Kleine, aber konstante Schlafdefizite summieren sich im Laufe der Zeit, erhöhen die Anfälligkeit für Krankheiten und verringern die Fähigkeit Ihres Körpers, sich von Stress zu erholen.
  • Die Wiederherstellung der Schlafqualität durch die Stabilisierung der Lichtexposition, des circadianen Rhythmus und der nächtlichen Routinen verschafft Ihrem Körper die Voraussetzungen, die er benötigt, um sich zu regenerieren und die Gesundheitsspanne zu verlängern.

Schlaf spielt eine zentrale Rolle für die Langlebigkeit, was viele Menschen unterschätzen. Groß angelegte Bevölkerungsdaten zeigen, dass die Schlafdauer einen Einfluss auf die Lebenserwartung hat – oft sogar einen stärkeren als Ernährung, Bewegung oder soziale Faktoren. Als Forscher die wichtigsten Lebensstilrisiken miteinander verglichen, stellte sich heraus, dass kurzer Schlaf nach dem Rauchen einer der stärksten Faktoren für vorzeitigen Tod ist.

Das bedeutet, dass Schlafmangel kein geringfügiger Lebensstilfehler ist. Er wirkt als biologischer Stressfaktor, der still und leise die Alterung Ihres Körpers beeinflusst. Wenn Sie regelmäßig zu wenig schlafen, hat Ihr Körper weniger Zeit, Gewebe zu reparieren, Hormone zu regulieren und die Zellenergie wiederherzustellen. Mit der Zeit führt dies zu einer schnelleren Alterung, einer verminderten Widerstandsfähigkeit und einer geringeren Stresstoleranz – selbst bei Menschen, die ansonsten gesund erscheinen.

Was die Prioritäten für die Gesundheit angeht, ist Schlaf nicht etwas, das man „einbauen” kann, nachdem man sich um Ernährung und Bewegung gekümmert hat. Er ist der biologische Prozess, der alle anderen Gesundheitsstrategien erst möglich macht. Um zu verstehen, warum Schlaf so wichtig ist, hilft es, sich genau anzuschauen, was die Daten tatsächlich darüber aussagen, wie sich Schlafmangel im Laufe der Zeit auf Ihren Körper auswirkt.

Schlafmangel sagt vorzeitigen Tod in den USA voraus

Eine groß angelegte Studie, die in Sleep Advances veröffentlicht wurde, untersuchte anhand von Daten der US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC), die zwischen 2019 und 2025 erhoben wurden, die Schlafgewohnheiten und die Lebenserwartung in 3.141 US-Counties. Die Forscher wollten herausfinden, ob allein die Schlafdauer erklären kann, warum Menschen in manchen Regionen länger leben als in anderen. Das Ergebnis war frappierend: Menschen, die regelmäßig weniger als sieben Stunden schliefen, lebten durchweg kürzer, selbst wenn andere wichtige Gesundheitsfaktoren berücksichtigt wurden.

Counties mit einer höheren Rate an kurzem Schlaf hatten Jahr für Jahr eine niedrigere Lebenserwartung. Dies galt sowohl für ländliche als auch für städtische Gebiete, für wohlhabende und einkommensschwache Regionen sowie für Orte mit sehr unterschiedlichem Zugang zu Gesundheitsversorgung. Mit anderen Worten: Schlafmangel war nicht nur ein Lebensstilproblem, das mit Stress oder Armut zusammenhing. Er zeigte sich als biologischer Risikofaktor für die gesamte Bevölkerung.

  • Schlaf erwies sich als einer der stärksten Prädiktoren für die Lebenserwartung — Als Forscher die wichtigsten Lebensstilrisiken verglichen, rangierte Schlafmangel durchweg unter den stärksten Prädiktoren für einen frühen Tod. Er konkurrierte mit Fettleibigkeit und übertraf körperliche Inaktivität und sozioökonomische Faktoren, wodurch Schlaf neben Rauchen zu einem dominierenden Einflussfaktor auf die Lebenserwartung wurde. Die Daten deuten darauf hin, dass unzureichender Schlaf unabhängig von anderen gesunden Gewohnheiten wie körperlicher Bewegung und Ernährung ein Hauptfaktor für die Sterblichkeit ist.
  • Schlaf spielte auch nach Berücksichtigung von Fettleibigkeit und Diabetes noch eine Rolle – Um die Annahme auszuschließen, dass kurzer Schlaf nur eine Nebenwirkung von Stoffwechselerkrankungen sei, berücksichtigten die Forscher auch Fettleibigkeit und Diabetes. Der Zusammenhang zwischen kurzem Schlaf und vorzeitigem Tod blieb weiterhin stark. Dies zeigt, dass Schlafmangel eine eigene biologische Belastung darstellt und nicht nur mit anderen chronischen Erkrankungen einhergeht.
  • Selbst kleine Schlafverluste summierten sich – Die Daten zeigten, dass bereits eine geringfügige Verkürzung der Schlafdauer mit einem messbaren Rückgang der Lebenserwartung verbunden war. Das bedeutet, dass man nicht unter schwerem Schlafmangel leiden muss, um einen Preis dafür zu zahlen. Wiederholte Nächte mit weniger als sieben Stunden Schlaf beeinträchtigen langsam die langfristige Gesundheit. Das gleiche Muster zeigte sich in verschiedenen Bevölkerungsgruppen, Regionen und Einkommensklassen. Das bedeutet, dass Schlafmangel als universeller Stressfaktor für den menschlichen Körper wirkt. Er verschont auch Menschen nicht, die ansonsten ein „gesundes” Leben führen, und betrifft nicht nur diejenigen, die bereits mit Krankheiten zu kämpfen haben. Dies war auch keine Momentaufnahme – es wurden Veränderungen über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgt. Die Forscher verfolgten Trends über mehrere Jahre hinweg, nicht nur einen einzigen Moment. In Landkreisen, in denen die Schlafdauer zurückging, sank auch die Lebenserwartung. Orte, an denen der Schlaf stabiler blieb, schnitten besser ab. Dieses Muster untermauert die These, dass Schlafmangel aktiv zu einer kürzeren Lebensdauer führt und nicht nur einen schlechten Gesundheitszustand widerspiegelt.
  • Viele Menschen unterschätzen, wie viel Schlaf der Körper tatsächlich braucht – In dieser Studie wurden alle Personen, die angaben, sieben Stunden oder mehr zu schlafen, in eine Gruppe zusammengefasst, obwohl bekannt ist, dass übermäßiger Schlaf seine eigenen Gesundheitsrisiken mit sich bringt. Da Langschläfer in die Kategorie „ausreichender Schlaf” aufgenommen wurden, wurde die tatsächliche Auswirkung von kurzem Schlaf auf den frühen Tod wahrscheinlich eher verwässert als übertrieben. Das bedeutet, dass das tatsächliche Risiko, das mit kurzem Schlaf verbunden ist, sogar noch größer sein könnte, als die Daten zeigen. Hätten die Forscher Langschläfer von denjenigen trennen können, die wirklich erholsamen Schlaf bekommen, wäre der Kontrast zwischen unzureichendem Schlaf und Langlebigkeit wahrscheinlich noch stärker ausgefallen.
  • Diese Ergebnisse erklären, warum Schlaf auf zellulärer Ebene wichtig ist – Indem die Studie zeigt, dass kurzer Schlaf unabhängig von anderen Risiken das Leben verkürzt, schafft sie die Grundlage für das Verständnis, wie Schlaf die zelluläre Energie, die Stoffwechselstabilität und die langfristige Widerstandsfähigkeit unterstützt. Schlaf ist nicht nur Erholung vom Tag. Er ist eine der Grundlagen des Überlebens selbst. Da dieser Zusammenhang auch nach Berücksichtigung von Einkommen, Bildung und Zugang zu Gesundheitsversorgung bestehen bleibt, deuten die Daten eher auf biologische und umweltbedingte Belastungen als auf persönliche Disziplin hin. Schlafmangel wirkt sich eher wie eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit aus als wie eine Frage der Lebensweise.

Warum die Sieben-Stunden-Richtlinie für die meisten, aber nicht für alle Erwachsenen gilt

Weniger als 1 von 100 Erwachsenen wechselt ohne Stress effizient zwischen den Energiequellen. Für die übrigen bedeutet ein gestörter Stoffwechsel, dass der Körper jede Nacht mehr Zeit benötigt, um Zellschäden zu reparieren, Hormone zurückzusetzen und Energie wiederherzustellen. Deshalb gilt die Schwelle von sieben Stunden Nachtruhe für fast alle Menschen.

  • Eine schlechte Stoffwechselgesundheit erhöht Ihren Schlafbedarf — Wenn die Insulinsignale erhöht bleiben und die Mitochondrien Schwierigkeiten haben, effizient Energie zu produzieren, benötigt Ihr Körper mehr Schlaf, um dies auszugleichen. Schlaf wird zu einem Mittel zur Erholung und nicht zu einem passiven Zustand, was Ihren Mindestschlafbedarf erhöht.
  • Eine echte metabolische Widerstandsfähigkeit verändert die Gleichung, ist aber selten — Eine kleine Gruppe von Menschen mit ausgezeichneter Stoffwechselgesundheit kommt mit knapp fünf Stunden tatsächlichem Schlaf gut zurecht. Dieses Maß an Widerstandsfähigkeit spiegelt eine hocheffiziente Energieproduktion, einen stabilen Blutzuckerspiegel und einen geringen systemischen Stress wider.
  • Die meisten Menschen überschätzen, wie viel sie tatsächlich schlafen — Sechs Stunden Schlaf sind nicht gleichbedeutend mit sechs Stunden tatsächlichem Schlaf. Bei normalem Aufwachen und leichten Schlafzyklen erreichen die meisten Menschen nur eine Schlafeffizienz von 80 % bis 85 %. Das bedeutet, dass sechs Stunden im Bett oft eher fünf Stunden echter Ruhe entsprechen.
  • Bis die Stoffwechselgesundheit wiederhergestellt ist, gilt die Standardrichtlinie als Schutzmaßnahme – Für die meisten Menschen bleibt das Ziel von mindestens sieben Stunden tatsächlichem Schlaf das sicherste Ziel. Alles darunter zwingt Ihren Körper, Energie von morgen zu leihen, was die Abnutzung von Systemen beschleunigt, die ohnehin schon Schwierigkeiten haben, Schritt zu halten.

Wie man den Schlaf wiederherstellt, indem man die Signale korrigiert, die ihn steuern

Wenn der Schlaf unregelmäßig oder schwer aufrechtzuerhalten ist, liegt die Ursache selten in der Motivation oder Selbstbeherrschung. Es handelt sich fast immer um ein Signalproblem. Ihr Gehirn benötigt klare biologische Signale, die ihm mitteilen, wann es wachsam sein und wann es abschalten soll. Wenn diese Signale durcheinander geraten, verschlechtert sich die Schlafqualität erheblich. Das Ziel ist hier nicht, den Schlaf zu erzwingen, sondern die Bedingungen wiederherzustellen, die einen natürlichen und tiefen Schlaf ermöglichen.

  • 1. Verankern Sie Ihren Tagesrhythmus mit morgendlicher Lichtexposition – Das erste Signal, das Ihr Körper zur Einstellung seiner inneren Uhr nutzt, ist Licht, nicht der Schlaf selbst. Wenn Sie innerhalb von 30 Minuten nach dem Aufwachen Tageslicht tanken, signalisiert dies Ihrem Gehirn, dass der Tag begonnen hat, wodurch ein hormoneller Countdown für den nächtlichen Schlaf gestartet wird. Dieses frühe Licht unterdrückt Melatonin am Morgen und sorgt dafür, dass es später am Abend richtig ansteigt. Ohne dieses Signal gerät Ihr Körper in eine circadiane Verwirrung, wodurch es schwieriger wird, einzuschlafen und durchzuschlafen. Selbst an bewölkten Tagen ist das Tageslicht weitaus stärker als die Innenbeleuchtung, sodass ein kurzer Aufenthalt im Freien eine der effektivsten Methoden ist, um den Schlafrhythmus zu stabilisieren.
  • 2. Vermeiden Sie künstliches Licht nach Sonnenuntergang – Ihr Gehirn interpretiert helles Licht in der Nacht als Signal, wachsam zu bleiben. Handys, Fernseher, Decken-LEDs und helle Lampen unterdrücken Melatonin und verzögern das Einschlafen. Dadurch bleibt Ihr Nervensystem noch lange nach dem Zeitpunkt, an dem Ihr Körper sich abschalten möchte, im Tagesmodus. Wenn Sie abends auf gedämpftes, warmes Licht umstellen, hilft dies Ihrem Gehirn zu erkennen, dass die Nacht gekommen ist. Rote oder bernsteinfarbene Glühbirnen eignen sich am besten, da sie die Melatoninproduktion nicht beeinträchtigen. Diese einfache Umstellung verkürzt oft die Zeit bis zum Einschlafen und reduziert nächtliches Aufwachen.
  • 3. Sorgen Sie für völlige Dunkelheit in Ihrer Schlafumgebung – Selbst geringe Lichtmengen während der Nacht halten Teile Ihres Gehirns wach. Straßenlaternen, Digitaluhren und das Leuchten im Flur signalisieren subtil Gefahr oder Aktivität, was den Schlafzyklus unterbricht. Dunkelheit signalisiert Ihrem Nervensystem, dass es sicher ist, sich vollständig zu entspannen. Verdunkelungsvorhänge, eine Schlafmaske und das Entfernen leuchtender Elektronikgeräte tragen dazu bei, den Schlaf zu vertiefen. Wenn Ihr Zimmer wirklich dunkel ist, produziert Ihr Körper mehr Melatonin und sorgt für einen tieferen, stabileren Schlaf während der ganzen Nacht.
  • 4. Unterstützen Sie Ihren Körper mit der richtigen Schlafhaltung – Körperliche Beschwerden stören den Schlaf, auch wenn Sie nicht vollständig aufwachen. Eine schlechte Ausrichtung des Nackens oder der Wirbelsäule verursacht leichten Stress, der Ihr Nervensystem teilweise aktiviert hält. Dies beeinträchtigt den Tiefschlaf und verhindert eine vollständige Erholung während der Nacht. Ein geeignetes Kissen, das die natürliche Krümmung Ihres Nackens stützt und Ihre Wirbelsäule in einer neutralen Position hält, reduziert Muskelverspannungen und ermöglicht Ihrem Körper, sich vollständig zu entspannen. Wenn Ihr Körper sich gestützt fühlt, muss Ihr Gehirn nicht mehr wegen Beschwerden in Alarmbereitschaft bleiben.
  • 5. Entwickeln Sie eine gleichbleibende Entspannungsroutine, die Sicherheit signalisiert – Ihr Nervensystem reagiert auf Muster. Wenn die Abende chaotisch oder überreizend sind, bleibt Ihr Körper in Alarmbereitschaft. Eine vorhersehbare Entspannungsroutine signalisiert Ihrem Gehirn, dass der Tag zu Ende geht. Wenn Sie mehrere Stunden vor dem Schlafengehen mit dem Essen fertig sind, die Schlaftemperatur senken und zu ruhigen Aktivitäten wie Lesen oder Dehnen übergehen, wird diese Botschaft noch verstärkt. Das Aufschreiben von Gedanken, die Ihnen vor dem Schlafengehen noch durch den Kopf gehen, hilft ebenfalls, mentale Schleifen zu vermeiden. Wenn Sie jeden Abend die gleiche Abfolge wiederholen, trainieren Sie Ihr System darauf, automatisch in den Schlafmodus zu wechseln, wodurch der Schlaf tiefer und zuverlässiger wird.

Häufig gestellte Fragen zu Schlaf und Langlebigkeit

F: Warum ist Schlaf für die Langlebigkeit wichtiger als Ernährung oder Bewegung?

A: Schlaf steuert die Fähigkeit Ihres Körpers, sich auf zellulärer Ebene zu regenerieren. Wenn der Schlaf verkürzt wird, kommen Prozesse wie Hormonregulation, Entzündungskontrolle und zelluläre Energieproduktion zum Erliegen. Die Forschung zeigt, dass kurzer Schlaf einen früheren Tod stärker vorhersagt als schlechte Ernährung, Bewegungsmangel oder sozioökonomischer Stress, was ihn zu einem der wichtigsten Faktoren für die langfristige Gesundheit macht.

F: Wie viel Schlaf brauchen die meisten Menschen tatsächlich, um ihre Langlebigkeit zu schützen?

A: Die meisten Erwachsenen brauchen mindestens sieben Stunden echten Schlaf pro Nacht. Da die Schlafeffizienz in der Regel nur 80 % bis 85 % beträgt, bedeutet dies oft, dass man mehr als sieben Stunden im Bett verbringen muss. Bis die Stoffwechselgesundheit wiederhergestellt ist, zwingt weniger Schlaf Ihren Körper dazu, Energie aus zukünftigen Reparaturprozessen zu entnehmen, was den Alterungsprozess beschleunigt.

F: Warum scheinen manche Menschen mit sehr wenig Schlaf auszukommen?

A: Eine kleine Minderheit von Menschen verfügt über eine außergewöhnliche Stoffwechselflexibilität und eine stabile Energieproduktion. Diese Personen kommen ohne Schaden mit weniger Schlaf aus, aber sie sind selten. Bei den meisten Menschen verursacht kurzer Schlaf einen versteckten Stress, der sich mit der Zeit ansammelt, auch wenn sie sich im Alltag „gut“ fühlen.

F: Warum gleichen Sport und gesunde Ernährung schlechten Schlaf nicht aus?

A: Sport und Ernährung sind auf Schlaf angewiesen, um richtig zu funktionieren. Ohne ausreichenden Schlaf kommen Hormone, Glukoseregulierung und zelluläre Reparaturprozesse zum Erliegen. Die Daten zeigen, dass Schlafmangel die Vorteile ansonsten gesunder Gewohnheiten untergräbt, anstatt durch sie ausgeglichen zu werden.

F: Was ist der effektivste Weg, um die Schlafqualität langfristig zu verbessern?

A: Der Schlüssel liegt in der Wiederherstellung der biologischen Signale, die Ihrem Körper mitteilen, wann er wachsam sein und wann er sich ausruhen soll. Morgendliches Licht, Dunkelheit in der Nacht, regelmäßige Zeiten, eine unterstützende Schlafhaltung und eine vorhersehbare Entspannungsroutine trainieren Ihr Nervensystem neu. Wenn diese Signale aufeinander abgestimmt sind, verbessert sich der Schlaf auf natürliche Weise, ohne Zwang oder Anstrengung.

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Quellen:

(Auszug von RSS-Feed)

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Wie kam es zum journalistischen Totalversagen über Gaza und Israel – Teil 2

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Ein Interview mit Fabian Goldmann zu seinem Buch „Staatsräsonfunk“
Im zweiten Teil des Interviews mit dem Journalisten Fabian Goldmann sprechen wir über Mut und Angst von Journalisten, den Druck, dem sie ausgesetzt sind, Parallelen zur Rolle der Journalisten in der Corona-Zeit und darüber, was Bürger gegen einseitige und unvollständige Berichterstattung der Medien überhaupt tun können. Das Gespräch führte Maike Gosch.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Teil 1 des Interviews finden Sie hier.

Maike Gosch: Nach Ihren vorigen Ausführungen drängt sich der Eindruck auf, dass deutsche Journalisten nicht mutig genug sind. Würden Sie das auch so sehen?

Fabian Goldmann: Es gibt natürlich solche und solche und zum Glück auch in Deutschland ein paar mutige Journalisten, aber für die Mehrheit trifft das sicherlich zu. Mich hat es immer wieder überrascht und erschreckt, wie wenig Journalisten es in den letzten Jahren in Deutschland gab, die den Mund aufgemacht haben und die Missstände in ihren Redaktionen benannt haben. Das haben wir bei ausländischen Medienhäusern ganz anders erlebt. In Großbritannien sind Hunderte BBC-Mitarbeiter an die Öffentlichkeit gegangen, haben gegen ihren Sender in Bezug auf die verzerrende Berichterstattung protestiert und den Rücktritt von Verantwortlichen verlangt. Dasselbe beim irischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, bei der New York Times, bei AP (Associated Press) und bei der Washington Post – auch dort gab es Offene Briefe, in denen Journalisten mit ihrem Namen in der Öffentlichkeit gegen die Missstände in ihrem Haus protestiert haben. Ich habe bis heute noch von keinem solchen Offenen Brief durch ZEIT-, taz- oder Tagesschau-Redakteure mitbekommen.

In dem sehr interessanten Kapitel „Druck von allen Seiten“ gegen Ende des Buches berichten Sie von Gesprächen mit Journalisten und freien Mitarbeitern zu diesem Thema. Und da schreiben Sie, dass das Wort, das hierbei am häufigsten fiel, das Wort „Angst“ war – also von Journalisten, die anders berichten wollten. Sie schildern sehr eindrücklich, was für einem Druck viele Menschen ausgesetzt waren, linientreu zu berichten, und was denen passierte, die abwichen oder abweichen wollten. Inzwischen ist ja seit dem Untersuchungszeitraum im Buch ein bisschen Zeit vergangen. Haben Sie den Eindruck, dass bei den anderen Journalisten, die sich an die Linie gehalten haben, langsam eine Erkenntnis dämmert, dass sie eventuell etwas falsch gemacht haben?

Nein, da dämmert überhaupt nichts. Zwischendurch hatte ich diese Hoffnung auch. Es gab auch immer mal Diskussionen – nicht nur im Journalismus – darüber, ob der Wind sich jetzt im Gaza-Diskurs in Deutschland dreht, z.B. als es die großen pro-palästinensischen Demonstrationen gab. Und die Hoffnung: „Jetzt ist endlich auch Die Linke auf der richtigen Seite.“ Da wurde sich darüber gefreut, wenn irgendein Politiker es geschafft hat – nach zwei Jahren –, den Begriff „Genozid“ in den Mund zu nehmen. Aber sobald das Thema wieder aus den Medien raus war, sind alle wieder verschwunden. In Berlin sind jetzt wieder jede Woche immer nur die gleichen paar 100 Leute auf der Straße und werden da weiterhin von der Polizei niedergeknüppelt – ohne Unterstützung durch Die Linke und ohne dass die Medien darüber berichten.

Es gibt zum Glück einige Medienschaffende, und die gab es auch schon sehr früh, die sich mutig und kritisch zu Wort gemeldet haben. Bei denen ist es weitgehend aber auch geblieben. Ich habe keinerlei Hoffnung, dass sich da jetzt noch irgendwas ändern wird. Der große Druck, den es in Teilen der Öffentlichkeit gab, den es auf der Straße und in den sozialen Medien gab, ist überstanden. Wer auch nach zwei Jahren Genozid im Livestream nicht zum Umdenken gebracht wurde, der wird jetzt auch nicht mehr umdenken.

„Von einer ehrlichen und selbstkritischen Aufarbeitung fehlt jede Spur.“

Im Gegenteil: Ich habe den Eindruck, dass wir jetzt in der Phase sind, wo versucht wird, das irgendwie reinzuwaschen und die Geschichte der letzten zwei Jahre zu verklären. Wenn ich jetzt auf irgendwelchen Panels bin, dann beglückwünschen sich Medienvertreter gegenseitig zu ihrer guten Berichterstattung, die sie in den letzten Jahren gemacht haben. Es werden Preise verliehen an Journalisten, die vermeintlich gut berichtet haben, und dann wird vielleicht hier und da mal auf kleine Probleme eingegangen oder eingestanden, dass man hier und da vielleicht schneller hätte kritisch berichten können. Aber der Tenor ist so, dass man insgesamt in einer sehr schwierigen Zeit, mit einer sehr unklaren Informationslage und unter großem öffentlichen Druck unterm Strich einen guten Job gemacht hat. Von einer ehrlichen und selbstkritischen Aufarbeitung fehlt jede Spur.

Das, was Sie da schildern, erinnert mich sehr an die Berichterstattung in der Corona-Zeit und den Umgang damit seitdem. Sehen Sie diese Parallelen auch?

Dafür bin ich leider der falsche Experte. Vom Gefühl her würde ich aber sagen, dass der Vergleich passt. Mein Eindruck ist auch, dass einige der Probleme, die wir jetzt gesehen haben, sich auch so in der Corona- und Ukraine-Berichterstattung wiederfinden. Dazu zählen so eine Art Staatstreue und Obrigkeitshörigkeit im Journalismus, aber auch der sogenannte „Haltungsjournalismus“, der von einigen anscheinend so verstanden wird, dass man dem Erreichen eines vermeintlich ehrenwerten Zieles journalistische Standards wie Ausgewogenheit und Faktentreue opfern kann. Damals galt manchem Journalisten die Impflicht als solch ein Ziel, heute ist es die Solidarität mit Israel.

Wir sollten vielleicht auch über das besondere Verhältnis und die Geschichte von Deutschland und Israel sprechen, die es vielen wahrscheinlich schwer macht, bei diesem Thema „narrativ umzusteuern“. Ich habe vor einer Weile mal einen interessanten Satz von einem deutsch-israelischen Freund gehört, der sagte: „Das Israel, welches diese deutschen Journalisten und andere Menschen in Deutschland verteidigen oder für das sie einstehen wollen, gibt es gar nicht mehr oder gab es vielleicht nie.“ Das fand ich einen interessanten Satz. Das würde bedeuten, die Menschen, die daran festhalten, haben so etwas wie eine „psychologische Anpassungsstörung“, sie haben so ein positives Bild im Kopf davon, was Israel bedeutet, und auch wenn noch so viele Fakten diesem Bild widersprechen, können sie dieses Bild nicht aufgeben oder möchten es nicht.

Ja, auf jeden Fall. Das besondere Verhältnis zu Israel ist natürlich tief in unserer Kultur, in unserer Geschichte verwurzelt. Der Politikwissenschaftler Daniel Marwecki zeigt in seinem Buch „Germany and Israel: Whitewashing and Statebuilding“ sehr überzeugend, dass dieses besondere Verhältnis zu Israel nicht Folge einer kritischen Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte war oder eines Bemühens um Antisemitismusbekämpfung oder mehr Gerechtigkeit in der Welt, sondern Teil des Bemühens der Bundesrepublik um die Westbindung. Deutschland suchte in Form von Finanzhilfen und Rüstungslieferungen den Schulterschluss mit Israel, damit dieses im Gegenzug die Absolution für die Verbrechen der deutschen Vergangenheit lieferte. In der Medienwelt lässt sich dasselbe Muster beim Springer-Verlag beobachten. Dessen Gründer Axel Springer war vor 1945 selbst verantwortlich für antisemitische Propaganda und wandelte sich in den 60ern zum bekennenden Israel-Fan. Gleichzeitig hatte er kein Problem damit, weiter ehemalige NSDAPler in seinen Redaktionen zu beschäftigen, von rassistischen Inhalten in BILD und Co. ganz zu schweigen.

Also dieses sehr auf Israel fokussierte und reduzierte Geschichtsverständnis, das prägt vor allem deutsche Eliten in allen gesellschaftlichen und politischen Sphären und das ist sicherlich auch einer der Hauptgründe für das Versagen der Medien. Weil, wie Sie schon sagten, dieses Weltbild sitzt so tief, dass selbst wenn Medienschaffende quasi die Fakten auf dem Tisch haben – wenn eins zu eins zu sehen ist, dass Israel das Massaker XY begangen hat, es Hunderte Seiten Genozidberichte gibt, man das alles nachlesen kann –, dann ist das trotzdem immer noch nicht stärker als dieses Weltbild; oder vielmehr als das Bild, das viele Journalisten von Israel und das Selbstbild, dass sie von sich selbst und vom Westen haben.

Jetzt haben Sie gesagt, dass die Berichterstattung sich auch in letzter Zeit nicht zum Guten verändert hat und Sie auch wenig Selbsterkenntnis oder Selbstkritik bei den Journalisten sehen. Was glauben oder hoffen Sie dennoch, mit Ihrem Buch zu bewirken?

Ich würde nicht sagen, dass sich nichts verändert hat. Ich würde sagen, es ist sogar mit der Zeit schlechter geworden – dahingehend, dass die Berichterstattung immer weniger geworden ist, nicht erst jetzt nach dem sogenannten „Friedensplan“, der natürlich überhaupt gar keinen Frieden gebracht hat. Das war auch schon im Sommer letzten Jahres so, als Israels Armee regelmäßig über 100 Palästinenser pro Tag tötete und es diese Verbrechen trotzdem kaum in die Schlagzeilen schafften.

Zu Ihrer Frage, was ich hoffe: Also, zwischendurch hatte ich schon ein wenig die Hoffnung, dass, wenn man Journalisten möglichst präzise und mit vielen Fakten auf ihre Verfehlungen hinweist, sich der eine oder andere findet, der denkt: ‚Ja, stimmt. Ich mache es jetzt besser.‘ Diese Hoffnung habe ich aufgegeben.

„Ihr seid nicht die verrückt Gewordenen, die Medien sind es.“

Was ich jetzt damit zu erreichen hoffe, ist vor allem, die Öffentlichkeit für die Probleme zu sensibilisieren und ihr die nötigen Fakten und Argumente zu geben, um ihr unbestimmtes Gefühl, dass da irgendwas nicht stimmen kann, zu unterfüttern, ihnen zu zeigen: Ihr seid nicht die verrückt Gewordenen, die Medien sind es.

Ich hoffe auch, dass sich mehr Leute von etablierten Medien abwenden und sich ihre Informationen woanders holen und alternative Medien unterstützen. Eine Antwort auf die Frage ‚Was läuft in Deutschland anders als in anderen westlichen Staaten?‘ ist auch die Bereitschaft, kritische alternative Medien zu unterstützen. Das liegt leider auch an den Besonderheiten unseres Mediensystems. Menschen, die jeden Monat schon dazu verpflichtet werden, 18,36 Euro für den öffentlichen Rundfunk abzutreten, sind verständlicherweise oft nicht bereit, noch mehr für weitere Medien zu bezahlen. Ohne eine Stärkung der alternativen Medien wird es aber nicht besser werden.

Jenseits von der Unterstützung unabhängiger Medien und einem kritischeren Medienkonsum, was können Bürger oder Leser noch gegen die einseitige und propagandistische Berichterstattung der Medien, wie Sie sie herausgearbeitet haben, tun?

Wozu ich auch lange geraten habe, ist, sich bei den zuständigen Kontrollgremien oder bei den Redaktionen selbst zu beschweren. Das habe ich mir auch für mein Buch angeschaut und kam dann zu dem Ergebnis: Das bringt eigentlich kaum etwas. Es gab Tausende Beschwerden beim Rundfunkrat und den Landesmedienanstalten, und die Fälle zum Thema Nahost, die überhaupt zur Entscheidung angenommen wurden, kann man an einer Hand abzählen. Fälle, in denen einseitige oder falsche und irreführende Berichterstattung dann tatsächlich gerügt wurden, gab es so gut wie gar keine. Rundfunkräte, Landesmedienanstalten und auch der Presserat sind selbst Teil des Problems, nicht Teil der Lösung.

Gleichzeitig schadet es auch nicht, sich dort oder direkt bei den Redaktionen zu beschweren. Zumindest ist die Folge davon, dass die betroffenen Journalisten merken, dass Leuten ihre falsche Berichterstattung auffällt, und das allein ist schon gut – allein dieses Bewusstsein aufrechtzuerhalten, auch durch Kritik in der Öffentlichkeit und in den sozialen Medien, auch wenn es unmittelbar nichts bringt.

„Es ist natürlich erst mal gut, wenn Leute ihre Informationen nicht mehr aus der Tagesschau bekommen.“

Was ich auch häufig gehört habe, ist, dass Leute sagen: „Ich lese das doch eh nicht und es ist mir egal, was die berichten.“ Es ist natürlich erst mal gut, wenn Leute ihre Informationen nicht mehr aus der „Tagesschau“ bekommen. Gleichzeitig sollte man sich aber trotzdem bewusst machen, welche Macht „Tagesschau“ und BILD immer noch haben. Sie sind immer noch die mit großem Abstand reichweitenstärksten Medien und haben eine riesige Wirkung auf die Meinungsausbildung in Deutschland. Und sie beeinflussen auch diejenigen, die in den Parlamenten und in der Regierung sitzen und dort in unserem Namen die politischen Entscheidungen treffen. Von daher ist es auch weiter wichtig, die großen Medien zu kritisieren, nicht zuletzt natürlich auch die öffentlich-rechtlichen Medien, weil wir alle für sie bezahlen.

Sie erwähnen in dem Kapitel „Druck von allen Seiten“ auch, dass es immer wieder starken Druck und Interventionen von der israelischen Botschaft in Deutschland auf Medienunternehmen bzw. auf Redaktionen gab und auch durch pro-israelische Lobbygruppen wie die Deutsch-Israelische Gesellschaft, um die Berichterstattung zu beeinflussen. Wie wichtig sind diese Akteure?

Ja, das gibt es auf jeden Fall. Das gab es auch schon vor dem 7. Oktober. Solche Geschichten habe ich aus Redaktionen gehört. Vor allem bei den großen Leitmedien ruft immer wieder der israelische Botschafter in der Redaktion an und sagt, dass ihm diese und jene Berichterstattung nicht passt und dass das bitte geändert werden soll.

Dem gibt natürlich nicht jedes Medium nach, aber allein dass das regelmäßig passiert und auch weithin akzeptiert wird und nicht groß skandalisiert wird, ist bedenklich. Offizielle israelische Vertreter sind auch regelmäßig an Kampagnen gegen kritische Journalisten oder Journalisten, die sie für kritisch halten, beteiligt. Da sind dann auch Tagesschau-Reporterinnen oder Spiegel-Redakteure darunter, aber auch viele andere. Ich war auch schon mal auf so einer Liste des Sprechers der israelischen Armee, „Die Top Ten der Deutschen Israelhasser“ oder so etwas.

Der Skandal ist auch, dass solche Anfeindungen keinerlei Konsequenzen haben – weder in der deutschen Medienlandschaft, wo es wenig Solidarität gibt und wenn, dann nur gegenüber sehr bekannten Journalisten oder Journalisten der großen Medienhäuser. Für freie Journalisten und jene außerhalb des klassischen Mediensystems gibt es keine Solidarisierung durch Journalistenverbände, die ja eigentlich auch für den Schutz von Journalisten in Deutschland zuständig sind. Und es gibt auch keine Maßnahmen durch Behörden oder Politik. Wenn man das einmal damit vergleicht, wie groß die Empörung ist, wenn in anderen Ländern so etwas passiert – etwa in der Türkei oder in Russland: Wenn dort Journalisten öffentlich bedroht oder auf Listen gesetzt werden, gibt es hierzulande zu Recht viel Empörung, aber wenn das hier im eigenen Land geschieht, passiert nach wie vor so gut wie gar nichts. Das wiederum trägt zusätzlich dazu bei, dass es guter, machtkritischer Journalismus in Deutschland weiterhin sehr schwer hat.

Vielen Dank für das Gespräch!

Fabian Goldmann: Staatsräsonfunk: Deutsche Medien und der Genozid in Gaza, Berlin 2026, Manifest Verlag, Taschenbuch, 407 Seiten, ISBN 978-3-96156-145-2, 22 Euro.

Titelbild: Fabian Goldmann & Manifest Verlag

(Auszug von RSS-Feed)

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Der verborgene Auslöser chronischer Krankheiten

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Von The Vigilant Fox

Sobald Sie verstehen, was Ihren Körper im Überlebensmodus gefangen hält, wird der Weg zur Heilung endlich verständlich.

Die folgenden Informationen basieren auf einem Bericht, der ursprünglich von A Midwestern Doctor veröffentlicht wurde. Wichtige Details wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit und Wirkung gestrafft und redaktionell bearbeitet. Lesen Sie den Originalbericht hier.

Joe Rogan verstummte fassungslos, als Dr. Casey Means eine beunruhigende Gesundheitsstatistik nach der anderen herunterrasselte.

„Wir werden zerstört, und das ist noch sehr neu und beschleunigt sich“, warnte sie.

• „74 % der Amerikaner sind übergewichtig oder fettleibig.“

• „Krebserkrankungen bei jungen Erwachsenen sind in den letzten 10 Jahren um 79 % gestiegen.“

• „25 % der Männer unter 40 leiden heute an erektiler Dysfunktion.“

• „50 % der amerikanischen Erwachsenen leiden heute an Typ-2-Diabetes oder Prädiabetes. 1950 litt nur 1 % der Amerikaner an Typ-2-Diabetes. Heute leiden 50 % der Amerikaner an Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes.“

• „Alzheimer und Demenz nehmen explosionsartig zu.“

• „Demenzerkrankungen bei jungen Erwachsenen haben sich seit 2012 verdreifacht. Also früh einsetzende Demenzerkrankungen.“

• „Es wird erwartet, dass jeder zweite Amerikaner im Laufe seines Lebens an Krebs erkrankt, jeder zweite.“

• „In den Vereinigten Staaten leidet heute jedes [31.] Kind an Autismus. Im Jahr 2000 war es noch jedes 150. Kind.“

• „In Kalifornien, wo ich lebe, liegt die Autismusrate bei einem von 22. Einer von 22 leidet an einer lebenslangen neurologischen Entwicklungsstörung.“

• „Die Unfruchtbarkeit steigt um 1 % pro Jahr.“

• „77 % der jungen Amerikaner können aufgrund von Fettleibigkeit oder Drogenmissbrauch nicht zum Militärdienst zugelassen werden.“

• „Autoimmunerkrankungen. Einige Studien sagen voraus, dass sie um 13 % pro Jahr zunehmen werden.“

• „Herzerkrankungen, die fast vollständig vermeidbar sind, sind die häufigste Todesursache in den Vereinigten Staaten und fordern jährlich rund 800.000 Menschenleben.“

„Es ist im Grunde so, als wären wir alle ein bisschen tot, während wir noch leben“, sagte Dr. Means.

Diese Krisen stehen nicht in keinem Zusammenhang miteinander. Sie haben dasselbe biologische Muster – einen Körper, der im Überlebensmodus feststeckt.

Und wenn man erst einmal verstanden hat, was den Körper in diesem Zustand hält, wird der Weg zur wirklichen Heilung endlich verständlich.

Joe Rogan fell into stunned silence as Dr. Casey Means rattled off one disturbing health stat after another.

“We are getting destroyed, and it’s very recent, and it’s accelerating,” she warned.

• “74% of Americans are overweight or obese.”

• “Young adult cancers are going up… pic.twitter.com/68NZnWXtf0

— Vigilant Fox 🦊 (@VigilantFox) February 14, 2026

Was wäre, wenn das, was chronische Krankheiten auslöst, gar keine Fehlfunktion ist?

Zellen sind nicht tot.

Oder mutiert.

Oder irreparabel beschädigt.

Sie sind lediglich abgeschaltet.

Was wäre, wenn unsere Zellen das tun, weil sie einfach nur versuchen zu überleben?

Diese einzige Veränderung der Perspektive verändert alles.

Und sie erklärt weit mehr, als die moderne Medizin jemals zugeben würde.

Es könnte sogar bedeuten, dass die moderne Medizin bei der Heilung völlig falsch vorgeht.

Wenn Zellen überwältigendem Stress ausgesetzt sind – beispielsweise durch Giftstoffe, Infektionen, Traumata und eine Überaktivierung des Immunsystems –, reagieren sie auf äußerst intelligente Weise.

Sie sparen Energie.

Sie reduzieren ihre Leistung.

Sie gehen in einen Überlebensmodus mit geringer Funktion über.

Kurzfristig rettet Sie das.

Wenn Ihre Zellen jedoch in diesem Zustand stecken bleiben, führt dies zu Krankheiten.

Denn der Überlebensmodus ist nicht dasselbe wie Gesundheit.

Mitochondrien, die Kraftwerke unserer Zellen, produzieren nicht nur Energie. Sie erkennen auch Gefahren.

Wenn sich Gefahrensignale häufen (oxidativer Stress, inflammatorische Zytokine, Hypoxie), reduzieren Mitochondrien die ATP-Produktion und verlagern Stoffwechselwege.

Dieser Prozess ist kein Zeichen von Versagen. Es ist eine Abwehrreaktion.

Sie ist jedoch nur als vorübergehende Maßnahme gedacht.

Dieses Phänomen wird als Cell Danger Response (CDR) bezeichnet.

Wenn unsere Zellen durch eine Bedrohung ausgelöst werden, verringern sie ihre Energieproduktion, verändern das Membranpotenzial, verstärken Entzündungssignale, verlagern sich in Richtung Glykolyse und reduzieren die Kommunikation mit benachbarten Zellen.

Es handelt sich um eine biologische Sperre. Und niedrige Energie wird zur neuen Normalität.

Dieser Zustand ist jedoch nicht unbedingt irreversibel.

Es handelt sich um eine Haltung. Betrachten Sie es als eine defensive Einstellung. Eine Art biologischer „Energiesparmodus“.

Einige chronische Krankheiten können darauf hindeuten, dass der Körper nie das Signal erhalten hat, dass es sicher ist, wieder seine volle Funktion aufzunehmen.

Das bedeutet, dass wir nicht einfach nur die Symptome behandeln, sondern herausfinden müssen, wie wir dem Körper wieder ein Gefühl der Sicherheit vermitteln können.

Sehen Sie sich an, wie viele der heute bekannten chronischen Erkrankungen ähnliche Merkmale aufweisen:

  • Fibrose
  • Long COVID
  • Chronische Müdigkeit
  • Autoimmunerkrankungen
  • Neurodegenerative Erkrankungen
  • Anhaltende Entzündungssyndrome

Unterschiedliche Namen, aber sie haben etwas Wesentliches gemeinsam.

Überschneidende Muster von Zellstillstand, beeinträchtigter Zellenergie und veränderter Signalübertragung.

Und diese Überschneidung ist wahrscheinlich kein Zufall.

Wenn die Mitochondrien unterdrückt bleiben, bleibt die Energieproduktion niedrig, notwendige Reparaturprozesse kommen zum Stillstand, Entzündungen halten an und das Gewebe kann sich nicht regenerieren.

Den Patienten wird gesagt, dass ihre „Laborwerte normal sind“.

Aber ihre Zellen funktionieren eindeutig nicht mit voller Kapazität.

Biologischer Stress sammelt sich mit der Zeit an. Und in unserem modernen Leben haben wir mit so vielem zu kämpfen.

Nicht nur mit psychischem Stress, sondern auch mit physiologischen Belastungen wie:

  • Umweltgifte
  • Anhaltende Infektionen
  • Nährstoffmangel
  • Chronische Entzündungen
  • Stoffwechselüberlastung

Mit der Zeit können diese ständigen Belastungen unsere Zellen in ein Abwehrverhalten treiben.

Wenn Zellen ihre Aktivität reduzieren, hat dies vorhersehbare Folgen.

Die Entgiftung verlangsamt sich.

Die Reparatur verlangsamt sich.

Die Effizienz der Mitochondrien sinkt.

Die Signalübertragung wird gestört.

Der Körper gleicht dies aus, aber dieser Ausgleich führt schließlich zu dem, was wir als Krankheit bezeichnen.

Warum betrachtet die Schulmedizin Krankheiten nicht auf diese Weise?

Anstatt zu fragen: „Welches Medikament unterdrückt dieses Symptom?“

sollten wir fragen: „Was hat diese Zellen dazu gebracht, Gefahr zu wittern und sich unsicher zu fühlen?“

Die moderne Medizin stellt jedoch nicht die richtigen Fragen, da es einfacher und profitabler ist, Entzündungen zu unterdrücken, Symptome zu überdecken und isolierte Signalwege anzugehen.

Die Wiederherstellung der systemischen Zellfunktion erfordert Zeit und Mühe. Und es ist schwieriger, damit Geld zu verdienen.

Was kehrt also den Shutdown um?

Nein, man kann Entzündungen nicht einfach unterdrücken.

Man muss wiederherstellen, was schiefgelaufen ist. Die Mitochondrienfunktion, das Redoxgleichgewicht, die Membranladung, die Sauerstoffverwertung und die zelluläre Kommunikation.

Das ist Terrain-Wiederherstellung.

Historisch gesehen zeigten Therapien wie ultraviolette Blutbestrahlung, bestimmte metabolische Interventionen und redoxunterstützende Verbindungen überraschende Vorteile bei verschiedenen, nicht miteinander in Zusammenhang stehenden Erkrankungen.

Das macht durchaus Sinn, wenn das Grundproblem tatsächlich in einer Unterdrückung der Zellfunktionen liegt.

Wenn eine Krankheit bedeutet, dass Zellen im Abwehrmodus feststecken, dann muss man sie zur Heilung davon überzeugen, dass es sicher ist, sich wieder zu aktivieren.

Das ist ein grundlegend anderes Paradigma als die Bekämpfung der Krankheit.

Diese Sichtweise erklärt, warum sich der Zustand einiger Patienten dramatisch verbessert, wenn ein wichtiger Stressfaktor identifiziert und beseitigt wird.

Der Körper war nicht irreversibel geschädigt.

Er war nur angespannt.

Wenn die Bedrohung nachlässt, können die Zellen allmählich ihre normale Funktion wieder aufnehmen.

Wenn jedoch Stressfaktoren unentdeckt bleiben…

Wenn sich neue Faktoren ansammeln…

Wenn die Behandlung die Symptome unterdrückt, ohne die Gefahrenzeichen zu reduzieren…

Bleiben die Zellen im Energiesparmodus.

Und den Patienten wird gesagt, ihr Zustand sei mysteriös, idiopathisch oder lebenslang.

Die moderne Medizin ist hervorragend in der Notfallversorgung.

Bei chronischen Funktionsstörungen hat sie jedoch Schwierigkeiten.

Denn chronische Erkrankungen sind selten auf eine einzige Ursache zurückzuführen.

Es handelt sich um eine langfristige Veränderung des Zellzustands, deren Behebung Zeit und Aufmerksamkeit erfordert.

Wenn das Abschalten von Zellen Krankheiten zugrunde liegt, dann behandeln viele derzeitige Therapien lediglich die Folgeerscheinungen – ohne den eigentlichen Stoffwechselstillstand anzugehen.

Das würde erklären, warum so viele chronisch kranke Patienten eine Therapie nach der anderen durchlaufen, ohne dass eine echte Heilung eintritt.

Die Frage lautet nicht nur: Welcher Erreger hat dies verursacht oder welches Gen ist mutiert?

Wir müssen Fragen stellen wie: Was zwingt diese Zellen in den Überlebensmodus?

Und wie können wir es sicher genug machen, damit der Körper sich wieder selbst aktivieren kann?

Bis dahin werden wir keine echte Heilung erfahren.

(Auszug von RSS-Feed)

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Wie kam es zum journalistischen Totalversagen bei der Berichterstattung über Gaza und Israel? – Teil 1

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Ein Interview mit Fabian Goldmann zu seinem Buch „Staatsräsonfunk: Deutsche Medien und der Genozid in Gaza“
Der Journalist Fabian Goldmann hat ein sehr interessantes Buch über das Versagen der sogenannten deutschen „Leitmedien“ in der Berichterstattung zum Gaza-Krieg geschrieben. Ähnlich wie im Standardwerk „Manufacturing Consent“ (Die Konsensfabrik) von Noam Chomsky und Edward S. Herman weist Goldmann darin die einseitige und fehlerhafte Berichterstattung nicht nur minutiös nach, sondern analysiert auch die politischen, wirtschaftlichen und ideologischen Ursachen, die ihr zugrunde liegen. Im ersten Teil des Interviews sprechen wir mit ihm über seine persönliche Motivation, darüber, warum es in Deutschland so besonders schlecht gelaufen ist und über die Bedeutung alternativer Medien. Das Gespräch führte Maike Gosch.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Maike Gosch: Lieber Fabian Goldmann, ich würde gerne das Interview damit beginnen, etwas über Ihren beruflichen und fachlichen Hintergrund zu erfahren.

Fabian Goldmann: Ich habe Islamwissenschaft studiert und bin während meines Studiums oft und gern durch Syrien, Israel/Palästina und andere Länder der Region gereist und habe dort irgendwann begonnen, aufzuschreiben, was ich sehe und erlebe. So bin ich Journalist geworden. Seit etwa 15 Jahren schreibe ich für alle möglichen großen und kleinen, alternativen und etablierten Medien zu den Themen Migration, Islam, Rassismus und Israel/Palästina. Deshalb kenne ich – glaube ich – unser Mediensystem auch ganz gut aus eigener Erfahrung. Seit einigen Jahren veröffentliche ich zudem regelmäßig Untersuchungen, die sich kritisch mit medialer Berichterstattung beschäftigen – etwa zu Rassismus in der Clan-Berichterstattung oder der Ausgrenzung gesellschaftlich marginalisierter Gruppen in Talkshows, Redaktionen und Rundfunkräten. All diese Erfahrungen haben mir beim Schreiben des Buches auf jeden Fall sehr geholfen.

In Ihrem Buch „Staatsräsonfunk“ kritisieren Sie die einseitige oder verfälschende Berichterstattung über den Gaza-Krieg. Das ist ja ein Thema, das sehr vielen Leuten unter den Nägeln brennt und das sehr emotional besetzt ist, gerade in Deutschland, und entsprechend heiß diskutiert wird. Was war Ihre persönliche Motivation dafür, das Buch zu schreiben?

Ich begleite die Berichterstattung deutscher Medien zu Israel, Palästina und generell auch zu Migration und Islam schon seit Längerem kritisch. Deshalb war es für mich nach dem 7. Oktober naheliegend, dass ich mir auch dazu die Berichterstattung kritisch anschaue. Ich bin dann schnell zu dem Ergebnis gekommen, dass die Probleme ein ganz neues Ausmaß annehmen. Jeden Tag gab es so viel zu kritisieren, dass es unmöglich war, Schritt zu halten. Gleichzeitig habe ich gesehen, dass viele Leute, die sonst einen kritischen Blick auf Medienberichterstattung werfen, plötzlich verstummt sind. Ich habe immer mehr dazu aufgeschrieben, mal in Form von journalistischen Artikeln, mal als Social-Media- oder Blogbeitrag, aber immer hatte ich das Gefühl, dem ganzen Ausmaß damit nicht gerecht zu werden. So kam ich darauf, dass die einzige Form, die dem ansatzweise gerecht wird, wäre, ein Buch zu schreiben. Das habe ich dann im letzten Jahr gemacht. Aber ehrlich gesagt: Auch das Buch zeigt trotz über 400 Seiten nur einen Ausschnitt. Ich könnte eigentlich gleich noch ein zweites und drittes schreiben, so viel gibt es im deutschen Nahost-Journalismus seit dem 7. Oktober zu kritisieren.

Der Titel Ihres Buches lautet ja „Staatsräsonfunk“. Ist das von Ihnen als Ostdeutschem eine Anspielung auf die Berichterstattung in der DDR? Oder warum haben Sie diesen Titel gewählt?

Der Titel spielt natürlich mit dem Klischee eines „Staatsfunks“. Viele Menschen, die zu Recht entsetzt sind über die Berichterstattung der letzten zwei Jahre, können sich dies nicht anders erklären, als dass die Berichte „von oben“ vorgegeben sein müssen. Das ist Unsinn. Mit dem Buch will ich zeigen: Eure Kritik ist berechtigt, aber die Ursachen sind komplexer. Statt einem „Staatsfunk“ ähnelt der deutsche Nahost-Journalismus eher einem „Staatsräsonfunk“ – zum einen, weil viele der Tendenzen, die wir in Deutschland seit dem 7. Oktober unter dem Label „Staatsräson“ erleben, Einfluss auf den Journalismus haben. Dazu zählte zum Beispiel die bedingungslose Solidarisierung mit Israel, die auch von vielen Medienschaffenden geteilt wird, anti-palästinensischer und anti-muslimischer Rassismus oder zunehmende Anfeindungen und Repressionen, die auch viele Journalisten treffen. Die Folge ist, dass viele Medien in ihrer selbsterklärten Rolle als Vierte Gewalt in den letzten Jahren weitgehend versagten und zur deutschen Politik der bedingungslosen Unterstützung Israels beitrugen. Auch insofern erwiesen sich deutsche Leitmedien als „Staatsräsonfunk“.

Da sind wir schon beim Inhalt. Was sind einige der wichtigsten Erkenntnisse, die Sie selbst im Verlauf der Arbeit an dem Buch über die Berichterstattung zu Israel und Gaza in den letzten Jahren gewonnen haben?

Am eindrücklichsten war für mich, wie weitreichend und tiefgehend der „Bias“ [Anm. d. Red.: verzerrte/einseitige Berichterstattung bzw. Voreingenommenheit] zugunsten der offiziellen israelischen Position ist. Dieser fand sich über den gesamten Untersuchungszeitraum und bei allen untersuchten Medien, egal ob Boulevard wie der BILD, öffentlich-rechtlich wie der „Tagesschau“, oder bei linken Medien wie der taz. In den ersten sieben Kapiteln des Buches messe ich Journalismus zunächst an seinen eigenen Ansprüchen. Ich schaue mir dabei an, was Journalismus eigentlich sein will, und gleiche das mit der medialen Realität ab dem 7. Oktober ab.

Ein Kapitel dreht sich zum Beispiel um Ausgewogenheit und Perspektivenvielfalt. Hier zeigte sich, dass die Berichterstattung alles andere als ausgewogen ist. Ein paar Beispiele: In den 20-Uhr-Nachrichten der „Tagesschau“ kamen in meinem 15-monatigen Untersuchungszeitraum 136-mal israelische Politiker und Militärs zu Wort, aber nur viermal palästinensische Repräsentanten. In deutschen Tages- und Wochenzeitungen wurde Israels Botschafter in Deutschland 17-mal so oft zitiert wie sein palästinensischer Kollege. In Sendungen der öffentlichen-rechtlichen Talkshows vertraten insbesondere in den ersten Wochen teils alle Gäste eine Perspektive, die im Einklang mit jener der israelischen Regierung stand.

In einem anderen Kapitel habe ich mir die Quellenauswahl in der Nachrichtenberichterstattung angeschaut. Und auch hier gibt es einen riesengroßen „Bias“ zugunsten offizieller israelischer Angaben. Ein Beispiel: In die Schlagzeilen von BILD, Spiegel, „Tagesschau“ und Zeit schafften es Angaben der israelischen Armee und der israelischen Regierung etwa doppelt so oft wie alle palästinensischen, libanesischen Quellen sowie internationale Organisationen und NGOs zusammen.

Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit der Darstellung von Opfern. Auch hier fand sich eine extreme Schieflage, sowohl was die Häufigkeit als auch die Art der Berichterstattung angeht. Israelische Opfer wurden deutlich häufiger personalisiert mit Namen und Bildern dargestellt, während es palästinensische Tote meist nur als anonyme Zahlen in die Schlagzeilen schafften. Wiederum ein Beispiel: In der BILD-Zeitung standen 119 Geschichten über israelische Einzelschicksale einer einzigen Geschichte über ein palästinensisches Opfer, das Ziel israelischer Gewalt wurde, gegenüber. Aber auch in „Tagesschau“, Spiegel, Zeit und taz war die Schieflage hierbei sehr eindeutig.

Noch deutlicher zeigte sich das Problem bei der Nutzung von Sprache. Auch diese orientiert sich sehr am offiziellen israelischen Narrativ. Formulierungen wie „Evakuierungsaufforderung“, „humanitäre Zone“ oder „Schutzzone“ werden von Medien immer wieder unkritisch übernommen, obwohl Fachleute von Beginn an darauf hinweisen, dass es sich dabei um Propaganda-Begriffe mit kaum Bezug zur Realität handelt. Israelische Gewalttaten werden sehr häufig kontextualisiert und verharmlost – etwa mit Begriffen wie „Reaktion“, „begrenzt“ oder „präzise“. Gegen Israel gerichtete Gewalt wird hingegen sehr häufig dramatisiert – etwa durch Begriffe wie „barbarisch“, „brutal“ oder „Massaker“.

„Die Medien haben nicht nur schlecht über den Genozid in Gaza berichtet, sie haben selbst eine aktive Rolle in ihm gespielt.“

Wichtig war mir in dem Buch auch, zu zeigen: All diese journalistischen Verfehlungen haben Folgen. Indem Medien immer wieder unkritisch die Perspektive der israelischen Armee übernommen haben, haben sie sich für deren Propaganda einspannen lassen. Zum Beispiel der Zerstörung des palästinensischen Gesundheitssystems oder der gezielten Ermordung von Medienschaffenden in Gaza gingen auch zahlreiche Berichte in deutschen Medien voraus, in denen Krankenhäuser und Journalisten als legitime Angriffsziele markiert wurden. Auch die bedingungslose Unterstützung Israels durch Deutschland wäre so vermutlich nicht möglich gewesen, wenn Medien ein akkurates Bild der Gewalt in Gaza gezeichnet hätten.

Insofern haben Medien nicht nur schlecht über den Genozid in Gaza berichtet, sie haben selbst eine aktive Rolle in ihm gespielt. Im letzten Kapitel, Kapitel acht, spekuliere ich dann darüber, was die Ursachen hierfür sein könnten.

Dann kommen wir doch zu den Ursachen. Ich glaube, die Frage nach dem „Warum“ bewegt viele Leute, die die Berichterstattung selbst kritisch sehen. Sie haben das ja in Ihrem Buch ausführlich analysiert. Könnten Sie hier ein paar Elemente für uns herausgreifen?

Das ist eine Frage, die ich zum einen sehr wichtig finde. Gleichzeitig ist sie auch am schwersten zu beantworten, weil man hier – anders als beim inhaltsanalytischen Teil des Buches – nicht einfach nachzählen kann. Wichtig erscheint mir, bei der Ursachenforschung das ganze Mediensystem in den Blick zu nehmen und es sich nicht zu einfach zu machen und zu sagen, alles liegt an X oder an Y. Gerade der Umstand, dass es sehr viele verschiedene Probleme in unserer Medienlandschaft gibt, die wiederum ineinandergreifen und sich gegenseitig verstärken, ist entscheidend.

„Warum ist das ausgerechnet in Deutschland so besonders schlecht gelaufen?“

Wichtig war mir auch, eine Antwort auf die Frage zu finden: Warum ist das ausgerechnet in Deutschland so besonders schlecht gelaufen? Wenn man sich die Berichterstattung in anderen westlichen Ländern anschaut, dann sieht man viele ähnliche Probleme. Aber nirgends, vielleicht abgesehen von Israel selbst, scheint diese Einseitigkeit so krass zu sein wie in Deutschland. In meinem Buch biete ich verschiedene Erklärungsmöglichkeiten an. Ich nenne mal ein paar davon:

Ich glaube, das Offensichtlichste, was sich die meisten Leute auch schon so denken können, ist eine extrem starke pro-israelische Verzerrung, die bei vielen Journalisten vorherrscht. Sie ist auch eine Folge des als historische Verantwortung verstandenen bedingungslosen Bekenntnisses zu Israel und seiner Regierung und ist ein Stück weit Teil unserer kulturellen DNA. Viele Medienschaffende sind damit groß geworden – nicht anders als der Rest der Gesellschaft auch. Das lässt sich auch in Texten oftmals sehr gut nachweisen, weil sie das ganz freimütig etwa in Leitartikeln und Kommentaren bekennen.

Das geht häufig einher mit einem nicht weniger tief historisch verwurzeltem antiarabischen und antimuslimischen Rassismus. Ich habe das Gefühl, beide Kräfte, die sehr prägend für die deutsche und europäische Identität sind, sind in der Nahost-Berichterstattung der letzten Jahre aufeinandergetroffen und haben sich zu einer Art perfekten Sturm gebündelt. Das anscheinend grenzenlose Vertrauen vieler Journalisten in die Angaben der israelischen Armee lässt sich ein Stück weit auch damit erklären, dass diese Angaben sehr dem eigenen Weltbild entsprochen haben.

„Woher bekommen Journalisten eigentlich Ihre Informationen?“

Diese ideologische, kulturelle Komponente trifft auf weitere Probleme, zum Beispiel die Frage: Woher bekommen Journalisten eigentlich Ihre Informationen? Da haben wir seit Langem schon das Problem, dass Medienschaffende sich gerade im Nachrichtenjournalismus sehr auf offizielle Angaben verlassen, also auf die Angaben von politischen oder ökonomischen Eliten. Das finden wir jetzt auch in der Berichterstattung zu Gaza und Israel wieder. Diese Schieflage wirkt sich bei der Berichterstattung über Gaza noch einmal stärker aus, da Angaben, die der offiziellen Linie Israels widersprechen – zum Beispiel von NGOs oder palästinensischen Quellen – systematisch durch den israelischen Propaganda-Apparat diskreditiert wurden. Vom „He Said / She Said“-Journalismus, wie man im Englischen sagt [Anm. d. Red.: Er Sagt /Sie Sagt-Journalismus, d.h. bloßes Zitieren beider Seiten ohne journalistische Bewertung oder kritische Faktenprüfung], blieb so nur noch ein „He Said“-Journalismus übrig.

Diesem Problem wiederum könnte man ein Stück weit begegnen, wenn es Medienhäuser gäbe, die sich nicht dieser einseitigen Berichterstattung hingeben würden und die Öffentlichkeit die Chance hätte, zur Alternative zu greifen. Da haben wir aber dann das nächste Problem in Deutschland, dass wir in den letzten Jahren eine krasse Konzentration und Kommerzialisierung des Medienmarktes erlebt haben, die viel kritisches Potenzial aufsaugt.

Eigentlich haben wir in Deutschland sogar zwei große „Staubsauger“, die viel Potenzial für journalistische Qualität und Vielfalt vernichten: Das sind einmal die großen Medienkonzerne wie Funke, Springer, die Ippen-Gruppe oder die Madsack-Mediengruppe, die einen Großteil des Zeitungsmarktes kontrollieren. Gerade so große Konzerne haben oftmals kein besonderes Interesse an machtkritischer Berichterstattung, weil Journalismus für sie vor allem ein Investment ist und dessen Erfolg auch von guten Beziehungen zu politischen und wirtschaftlichen Eliten abhängt.

Auf der anderen Seite haben wir speziell in Deutschland den gigantischen „Staubsauger“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der wiederum starker politischer Einflussnahme ausgesetzt ist – zum Beispiel über die Rundfunkräte, die letztlich entscheiden, wer dort welche Führungsposition bekleidet.

Diese beiden Giganten teilen den Großteil des deutschen Medienmarkts unter sich auf und lassen wenig Raum für zum Beispiel linke, alternative kritische Medien, wie wir sie zum Glück in anderen westlichen Ländern sehen, die auch ein großes Problem mit Kommerzialisierung und Konzentration haben.

„Wir haben in deutschen Redaktionen auch ein großes Kompetenzproblem.“

Vielleicht noch ein letzter Punkt: Wenn wir uns die einzelnen Journalisten anschauen, dann würde ich sagen, haben wir in deutschen Redaktionen auch ein großes Kompetenzproblem. Das betrifft zum einen den Nachrichtenjournalismus, bei dem ein Konstruktionsfehler zu sein scheint, dass ein Nachrichtenredakteur jeden Tag sämtliche Themen behandelt, sei es Corona oder Klima oder Gaza, je nachdem, was gerade reinkommt. Es fehlt aber auch an kultureller und politischer Durchlässigkeit in den Redaktionen. In den meisten Redaktionen, besonders in den Chefetagen, sieht es immer noch so aus: weiß, mittelalt, akademisch geprägt, ohne Migrationshintergrund.

Das beispiellose Maß an Repressionen, Diffamierungen und Anfeindungen gegenüber den wenigen noch verbliebenen kritischen Journalisten der letzten zwei Jahre hat dieses Problem noch verschärft. Dadurch sind die wenigen kritischen Stimmen erst recht verstummt, sodass in vielen Redaktionen die pro-israelischen Überzeugungstäter noch mehr Einfluss haben.

„Um dem Problem gerecht zu werden, muss man sich das Mediensystem im Ganzen anschauen.“

Wir könnten noch Stunden über solche Ursachen sprechen. Wichtig ist mir, rüberzubringen, dass man es sich nicht so einfach machen und es auf eine einzelne Ursache reduzierten sollte. Um dem Problem gerecht zu werden, muss man sich das Mediensystem im Ganzen anschauen.

Sie haben in Ihrer Analyse fast ausschließlich die Berichterstattung der etablierten Medien analysiert – sicherlich, weil es die reichweitenstärksten und einflussreichsten sind. Wie steht es mit den alternativen oder unabhängigen Medien in Deutschland? Wie haben die sich bei diesem Thema aus Ihrer Sicht geschlagen?

Die habe ich leider nicht systematisch ausgewertet. Deshalb kann ich dazu nicht so qualifiziert etwas sagen wie zu den etablierten. Mir ist aber aufgefallen, dass die wenige kritische Berichterstattung sehr häufig am Rand oder außerhalb des etablierten Mediensystems entstanden ist, wie zum Beispiel von der jungen Welt. Sie hat zu Zeiten, in denen die großen Leitmedien fast gar nicht mehr über die tägliche Gewalt in Gaza berichtet haben, das Thema immer noch oft auf ihrer Titelseite gehabt. Ich glaube, sie hat sich auch als einzige Zeitung in der Nachrichtenberichterstattung den Völkermordvorwurf gegenüber Israel zu eigen gemacht, was ja nicht nur ein Vorwurf ist, sondern mittlerweile durch alle großen Menschenrechtsorganisationen und die führenden Genozid-Forscher und relevanten internationalen Organisationen dieser Welt sehr gut dokumentiert ist.

Auch einzelne Influencer auf Instagram oder TikTok oder sehr kleine alternative Medien, die oft einfach nur von einzelnen Personen betrieben werden, wie zum Beispiel „Occupied News“ oder „Gaza heute“ haben regelmäßig viel kritischere und auch den Opfern gegenüber viel empathischere Berichterstattung gemacht als die großen Medienhäuser – und das mit einem Bruchteil der Ressourcen.

Wenn man den Blick ein bisschen weitet, muss man sagen, dass in Deutschland der Einfluss und die Reichweite von solchen unabhängigen Medien einfach viel zu gering ist. In anderen Ländern lieferten kleine unabhängige Medien wie +972 in Israel oder The Intercept in den USA immer wieder großartige investigative Recherchen. Im deutschsprachigen Raum haben wir so etwas nicht. Unterm Strich war es deshalb in den letzten zwei Jahre kaum möglich, sich nur auf Deutsch wirklich umfassend und präzise zu den Ereignissen in Gaza zu informieren.

Ende Teil 1

Teil 2 folgt morgen.

Fabian Goldmann: Staatsräsonfunk: Deutsche Medien und der Genozid in Gaza, Berlin 2026, Manifest Verlag, Taschenbuch, 407 Seiten, ISBN 978-3-96156-145-2, 22 Euro.

Titelbild: Fabian Goldmann & Manifest Verlag

(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ Epoch Times

Wenn die Union brandmauert: Zwei Ost-Bundesländern droht die Unregierbarkeit

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Sollten die Umfragewerte bis Herbst konstant bleiben, wäre weder in Sachsen-Anhalt noch in Mecklenburg-Vorpommern eine Mehrheitsregierung möglich – wegen der „Brandmauer“ der Union. Auf die Tolerierung von Minderheitsregierungen wollen sich die AfD-Landesverbände nicht einlassen.
(Auszug von RSS-Feed)

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Kevin Dorow Vorstand von AfD-Jugend wehrt sich gegen Parteiausschluß

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Kevin Dorow (AfD), Beisitzer im Landesvorstand der AfD Schleswig-Holstein, spricht auf der Gründungsveranstaltung des Schleswig-Holsteinischen Landesverbands der "Generation Deutschland", der Jugendorganisation der AfD.

Das Vorstandmitglied der Generation Deutschland, Kevin Dorow, soll aus der AfD ausgeschlossen werden. Der Grund: Er habe NS-Parolen verwendet. Gegenüber der JUNGEN FREIHEIT weist er die Vorwürfe umfangreich zurück.

Dieser Beitrag JF-Plus Icon PremiumKevin Dorow Vorstand von AfD-Jugend wehrt sich gegen Parteiausschluß wurde veröffentlich auf JUNGE FREIHEIT.

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☐ ☆ ✇ Epoch Times

Schätze des Lebens: Die verlorene Kunst, würdevoll als Mensch zu altern

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Altern ist kein ästhetisches Versagen – sondern ein Privileg des Lebens. Welche Gefahr birgt der jugendliche Schönheitswahn?
(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ Uncut-News

RFK Jr. reagiert auf Trumps Executive Order zu Glyphosat

veröffentlicht.
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Präsident Donald Trump erließ vergangene Woche eine Executive Order mit dem Ziel, die US-Produktion von Glyphosat zu steigern, dem Wirkstoff in Monsantos Unkrautvernichtungsmittel Roundup. Am Sonntag erläuterte US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., warum er die Anordnung unterstützt und wie er sich die Zukunft von Ernährung und Landwirtschaft in den USA vorstellt.

US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy erklärte vergangene Woche, dass er die Executive Order von Präsident Donald Trump unterstütze, die darauf abzielt, die US-Produktion von Glyphosat, dem Wirkstoff in Monsantos Unkrautvernichtungsmittel Roundup, zu erhöhen.

In einer ersten Stellungnahme gegenüber der New York Times sagte Kennedy:

„Donald Trumps Executive Order stellt Amerika dort an erste Stelle, wo es am meisten zählt — unsere Verteidigungsbereitschaft und unsere Lebensmittelversorgung. Wir müssen zuerst Amerikas nationale Sicherheit schützen, denn alle unsere Prioritäten hängen davon ab.“

Trumps Anordnung löste breite Kritik von Umweltschützern sowie Befürwortern ökologischer, regenerativer Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit aus.

Am Sonntag nutzte Kennedy die sozialen Medien, um seine Position zur Executive Order und zum Einsatz von Pestiziden in der US-Landwirtschaft ausführlicher darzulegen. Hier ist seine vollständige Antwort, veröffentlicht auf X:

„Ich werde dem amerikanischen Volk immer die Wahrheit sagen.

Pestizide und Herbizide sind von ihrer Konzeption her giftig, entwickelt, um lebende Organismen zu töten. Wenn wir sie auf Millionen von Acres ausbringen und in unser Lebensmittelsystem gelangen lassen, setzen wir die Amerikaner Risiken aus. Chemiehersteller haben zig Milliarden Dollar gezahlt, um Krebsansprüche im Zusammenhang mit ihren Produkten beizulegen, und viele landwirtschaftliche Gemeinden berichten von erhöhten Krebsraten und chronischen Erkrankungen.

Leider ist unser landwirtschaftliches System stark von diesen Chemikalien abhängig. Die USA stellen 4 % der Weltbevölkerung, verwenden jedoch etwa 25 % der weltweiten Pestizide. Würden diese Mittel über Nacht verschwinden, würden die Ernteerträge sinken, die Lebensmittelpreise stark steigen, und Amerika würde einen massiven Verlust an landwirtschaftlichen Betrieben erleben — noch über das hinaus, was wir heute bereits beobachten. Die Folgen wären katastrophal.

Ich unterstütze Präsident Trumps Executive Order, um die Produktion landwirtschaftlicher Chemikalien zurück in die Vereinigten Staaten zu holen und unsere nahezu vollständige Abhängigkeit von feindlich gesinnten Nationen zu beenden. Seine Executive Order schützt zwei Säulen nationaler Stärke: unsere Verteidigungsbereitschaft und unsere Lebensmittelversorgung. Wenn feindliche Akteure kritische Vorprodukte kontrollieren, bedrohen sie direkt die Sicherheit des amerikanischen Volkes. Die Trump-Regierung wird diese Lieferketten absichern, um diese Verwundbarkeit zu beseitigen.

Präsident Trump hat unser derzeitiges System nicht aufgebaut — er hat es übernommen. Über Jahrzehnte hinweg hat Washington die moderne Landwirtschaft gestaltet. Entscheidungsträger formulierten Agrarpolitik, lenkten Forschungsgelder, strukturierten Subventionen und Ernteversicherungen und formten Rohstoffmärkte so, dass Monokulturen und maximale Erträge belohnt wurden. Diese bewussten Entscheidungen machten Landwirte von Chemikalien abhängig und stellten kurzfristige Produktion über langfristige Bodenfruchtbarkeit und menschliche Gesundheit.

Wir ändern nun den Kurs — ohne die Lebensmittelversorgung zu destabilisieren.

Gemeinsam mit Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins beschleunigen wir den Übergang zu regenerativer Landwirtschaft, indem wir Anbausysteme ausweiten, die Böden wiederaufbauen, die Biodiversität erhöhen, die Wasserspeicherung verbessern und die Abhängigkeit von synthetischen Chemikalien verringern, einschließlich der Vorernte-Desikkation.

Wir treiben außerdem die schnelle Einführung von Technologien der nächsten Generation voran, darunter lasergeführte Unkrautbekämpfung, elektrothermische und elektrische Systeme, Robotik, präzise mechanische Bodenbearbeitung sowie biologische Kontrollmethoden, die pauschales Sprühen durch gezielte Intervention ersetzen.

Diese Lösungen sind keine Theorie. Landwirte setzen sie bereits ein. Märkte skalieren sie. Nun wird die Bundesregierung mit Dringlichkeit handeln, um ihre Reichweite zu erweitern und die landesweite Einführung zu beschleunigen.

Ich habe mich mit Hunderten von Landwirten und landwirtschaftlichen Führungspersönlichkeiten im ganzen Land getroffen. Sie kennen den Druck aus erster Hand. Chemische Betriebsmittel schmälern die Gewinnmargen. Chemieresistente Schädlinge breiten sich aus. Die Bodenqualität nimmt ab. Ausländische Märkte schließen amerikanische Produkte aus. Landwirte wollen praktikable Alternativen, und sie wollen politische Rahmenbedingungen, die den Übergang unterstützen, ohne ihre Existenz zu gefährden.

Im HHS leite ich eine koordinierte Initiative, die auf wissenschaftlichen Standards höchster Qualität basiert. Ich arbeite mit Ministerin Rollins und EPA-Administrator Lee Zeldin zusammen, um eine bessere Zukunft zu beschleunigen, in der ein florierendes Agrarsystem weniger von schädlichen Chemikalien abhängig ist. Wir teilen Daten, koordinieren Strategien und unterstützen Landwirte bei einem praktikablen Übergang.

Die „Make America Healthy Again“-Agenda zwingt uns, langjährige Annahmen darüber zu hinterfragen, wie wir in diesem Land Lebensmittel produzieren, Märkte strukturieren und Erfolg messen. Reformen in diesem Umfang werden fest verankerte Interessen herausfordern, und sie werden nicht geradlinig verlaufen.

Präsident Trump hat die Tür zu dieser Debatte geöffnet und bedeutende Veränderungen unterstützt — nicht nur in der Politik, sondern im nationalen Gespräch über Gesundheit und Landwirtschaft.

Amerikanische Landwirte stehen im Zentrum dieser Bewegung. Sie verdienen politische Maßnahmen, die auf rigoroser Wissenschaft und wirtschaftlicher Realität beruhen. Unsere Kinder verdienen ein Lebensmittelsystem, das ihre Gesundheit schützt und stärkt.

Mit der Führung von Präsident Trump sichern wir kritische Lieferketten, stellen uns den in unserem derzeitigen System verankerten Gesundheitsrisiken und setzen jedes verfügbare Instrument ein, um eine stärkere, sicherere und widerstandsfähigere amerikanische Lebensmittelversorgung aufzubauen.“

(Auszug von RSS-Feed)

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98 % der Übersterblichkeit in stark geimpften australischen Regionen waren NICHT auf COVID-19 zurückzuführen

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Studie stellt fest, dass in vier australischen Regionen mit wenig COVID und kurzen Lockdowns die Übersterblichkeit nach einer COVID-„Impfquote“ von über 90 % im Jahr 2021 stark anstieg.
Nicolas Hulscher, MPH

Gestern veröffentlichte Raphael Lataster eine ökologische Analyse im International Journal of Risk & Safety in Medicine, die die Übersterblichkeit in Australien im Jahr 2021 untersuchte. Australien bot etwas Seltenes: ein reales natürliches Experiment. Mehrere Regionen — Queensland, Western Australia, South Australia und das Northern Territory — hatten 2021 eine sehr geringe COVID-Zirkulation, vermieden lang anhaltende Lockdowns und injizierten dennoch nahezu ihre gesamte erwachsene Bevölkerung mit experimentellen Impfstoffen.

Bis Ende 2021 lag die Impfquote (≥1 Dosis, Alter 16+) bei:

Queensland: 90,8 %

Western Australia: 92,1 %

South Australia: 92,5 %

Northern Territory: 89,3 %

Diese Regionen impften schnell und umfassend — obwohl es nur eine geringe COVID-Verbreitung gab. Dann stiegen die Übersterblichkeitszahlen sprunghaft an.

Queensland

361 Übersterbefälle im Jahr 2021.
Nur 4 wurden als Todesfälle „an oder mit COVID“ eingestuft.
99 % der Übersterbefälle wurden nicht COVID zugeschrieben.

Western Australia

140 Übersterbefälle.
0 COVID-Todesfälle.
100 % der Übersterbefälle traten ohne COVID-Zuschreibung auf.

South Australia

68 Übersterbefälle.
4 COVID-Todesfälle.
94 % der Übersterbefälle waren nicht COVID-bedingt.

Northern Territory

76 Übersterbefälle.
2 COVID-Todesfälle.
97 % standen nicht im Zusammenhang mit COVID.

Zusammen

In diesen vier Regionen im Jahr 2021:

Gesamte Übersterbefälle: 645

Gesamte als „an oder mit COVID“ klassifizierte Todesfälle: 10

Das bedeutet, dass 635 von 645 Übersterbefällen — 98,4 % — nicht COVID zugeschrieben wurden.

In diesen vier Regionen im Jahr 2021:

Die COVID-19-Sterblichkeit ging zurück.
Lockdowns waren kurz und begrenzt.
Die Impfquoten überstiegen in jeder Region 89 %.
Die Übersterblichkeit stieg stark an.

Wenn eine hohe COVID-Belastung und langanhaltende Lockdown-Störfaktoren ausgeschlossen werden, bleibt die Massenimpfung. In diesen vier Regionen ist die Abfolge unübersehbar: rasche, nahezu universelle Impfkampagne, gefolgt von einem messbaren Anstieg der Übersterblichkeit.

    Die gesamte Bevölkerung zu zwingen, nicht-menschliche, pathogene Proteine in ihrem Körper zu produzieren, hat Konsequenzen.

    Nicolas Hulscher, MPH

    Epidemiologe und Stiftungsadministrator, McCullough Foundation

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    Deutschland und Windkraft – Eine unabhängige Mediendokumentation | Trailer 3

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    Eine deutschlandweite Mediendokumentation der Bürgerinitiativen

    Das Team von "In Die Gene“ arbeitet gemeinsam mit Anva Design, Richard, dem weißen Wolf, und Andreas Schuster von der thüringer Waldbürger Initiative an einer bürgernahen Dokumentation über Windkraft in Deutschland.

    Viele Menschen in Deutschland fühlen sich von Windkraftprojekten übergangen. Ihre Sorgen um Heimat, Gesundheit und Natur finden kaum Gehör. Die Dokumentarfilmer geben diesen Bürgerstimmen Raum und Sichtbarkeit.

    Mit Ihrer Unterstützung entsteht so eine Dokumentation, die zeigt, was wirklich geschieht. Unabhängig, sachlich und unbestechlich.

    Das Team braucht die Hilfe der Bevölkerung, um die nötige Qualität und Reichweite zu erreichen und hat dafür ein Crowdfunding gestartet.

    Unterstützen Sie jetzt das Projekt: http://betterplace.org/p159771

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    Eine neue Studie zeigt, dass der Erhalt einer Grippeimpfung die Wahrscheinlichkeit, an Grippe zu erkranken, um 27 % erhöht

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    „Wir konnten nicht feststellen, dass die Influenza-Impfung während der Atemwegsvirensaison 2024–2025 wirksam darin war, eine Infektion zu verhindern.“

    The WinePress

    Eine große neue Studie der Cleveland Clinic ergab, dass Grippeschutzimpfungen nicht nur nicht verhindern oder die Wahrscheinlichkeit verringern, an Grippe zu erkranken, sondern dass eine Grippeimpfung die Wahrscheinlichkeit, die Grippe zu bekommen, tatsächlich erhöht.

    Die Arbeit — Wirksamkeit der Influenza-Impfung während der Atemwegsvirensaison 2024–2025 — kam zu dem Ergebnis, dass Grippeimpfstoffe unwirksam darin waren, die Grippe aufzuhalten.

    Aus der Zusammenfassung:

    Hintergrund Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit der Influenza-Impfung während der Atemwegsvirensaison 2024–2025 zu bewerten.

    Methoden Es wurden Mitarbeiter der Cleveland Clinic einbezogen, die am 1. Oktober 2024 in Ohio beschäftigt waren. Die kumulative Inzidenz von Influenza bei Geimpften und Ungeimpften wurde über die folgenden 25 Wochen verglichen. Der durch die Impfung gebotene Schutz (analysiert als zeitabhängige Kovariate) wurde mithilfe einer Cox-Proportional-Hazards-Regression bewertet.

    Ergebnisse Von 53.402 Mitarbeitern hatten 43.857 (82,1 %) bis zum Ende der Studie die Influenza-Impfung erhalten. Während der Studie traten 1.079 Fälle (2,02 %) von Influenza auf. Die kumulative Inzidenz von Influenza war zu Beginn bei Geimpften und Ungeimpften ähnlich, doch im Verlauf der Studie stieg die kumulative Inzidenz von Influenza bei den Geimpften schneller an als bei den Ungeimpften. In einer Analyse, die nach Alter, Geschlecht, klinischer Pflegetätigkeit und Arbeitsort angepasst wurde, war das Influenza-Risiko bei Geimpften signifikant höher als bei Ungeimpften (HR 1,27; 95%-KI 1,07–1,51; P = 0,007), was einer berechneten Impfwirksamkeit von −26,9 % (95%-KI −55,0 bis −6,6 %) entspricht.

    Schlussfolgerungen der Studie ergab, dass die Influenza-Impfung bei Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter während der Atemwegsvirensaison 2024–2025 mit einem höheren Risiko für Influenza verbunden war, was darauf hindeutet, dass die Impfung in dieser Saison nicht wirksam darin war, Influenza zu verhindern.

    Zusammenfassung Unter 53.402 Mitarbeitern der Cleveland Clinic im erwerbsfähigen Alter konnten wir nicht feststellen, dass die Influenza-Impfung während der Atemwegsvirensaison 2024–2025 wirksam darin war, eine Infektion zu verhindern.

    Laut den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) „hatten bis zum 31. Januar 2026 46,4 % (95%-Konfidenzintervall [KI] 44,8 %–48,0 %) der Kinder eine Grippeimpfung erhalten, ähnlich wie in der letzten Saison zum gleichen Zeitpunkt (46,2 %).“

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    AUTORENKOMMENTAR

    Dennoch stellt sich knapp die Hälfte der Bevölkerung, insbesondere unsere Älteren, jedes Jahr für eine dieser Impfungen an, und sie bewirkt nichts, außer ihre Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, krank zu werden.

    Die Grippeimpfung ist ein weiterer Geldgriff von Big Pharma. Die Menschen injizieren oder inhalieren nicht nur ein toxisches Gebräu in ihren Körper, es verhindert die Grippe nicht, sondern erhöht lediglich die Wahrscheinlichkeit, an Grippe zu erkranken; und vornehmlich die Älteren erhöhen ihr Todesrisiko. Ich habe Familienmitglieder, die sich jedes Jahr impfen lassen, es bewirkt nichts und sie werden später in der Saison krank. Wir alle kennen solche Menschen. Offensichtlich funktioniert es nicht, also warum macht man weiter damit?

    1. Timotheus 6,20 O Timotheus, bewahre, was dir anvertraut ist, meide das unheilige, nichtige Geschwätz und die Widersprüche der fälschlich sogenannten Erkenntnis; [21] zu der sich einige bekannt haben und vom Glauben abgeirrt sind. Die Gnade sei mit dir. Amen.

    Auch das ganze Thema Grippe und Viren ist an sich schon eine weitere Büchse der Pandora; Keimtheorie versus Milieutheorie. Ich neige zur Milieutheorie. Wenn die Menschen aufhören würden, diese Impfungen zu nehmen, die Qualität ihrer Ernährung drastisch verbessern, sich von Pharmazeutika lösen, viel Sonne und Bewegung bekommen und insbesondere die EMF-Belastung reduzieren würden, dann würde man einen DRAMATISCHEN Rückgang von Erkältungen und Grippe sehen.

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    Umfrage: Wie gutgläubig sind Sie bei der Medienauswahl?

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    Welche Medien nutzen Sie? Und glauben Sie dem Medium Ihrer bevorzugten Wahl eigentlich alles?

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    Schleichendes Gift – die nationale CO2-Steuer

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    Kaum ist das neue Jahr angebrochen, steigt mit der CO₂-Abgabe erneut der Spritpreis – und mit ihm Transportkosten, Warenpreise und der Druck auf Millionen Haushalte. Gibt es keine Alternative dazu? 

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    Diese „kontroverse“ Studie zu mRNA-Impfstoffen und Krebs ist nach 16 Ablehnungen nun doch erschienen

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    Eine neue Veröffentlichung im wissenschaftlichen Fachjournal Oncotarget hat die Debatte über die Sicherheit von mRNA-COVID-19-Impfstoffen erneut entfacht. Die Toxikologin und Molekularbiologin Janci Lindsay und ihre Mitautoren beschreiben darin einen möglichen Zusammenhang zwischen mRNA-Impfungen und dem Auftreten bestimmter Formen von Blutkrebs. Parallel dazu veröffentlichten die Autoren eine zweite Arbeit, in der sie darlegen, dass ihre Forschung über Jahre hinweg durch systematische Zensur innerhalb der wissenschaftlichen Verlagslandschaft behindert worden sei.

    Die Studie mit dem Titel Exploring the potential link between mRNA COVID-19 vaccinations and cancer ist als Fallbeschreibung kombiniert mit einer Literaturübersicht angelegt. Im Mittelpunkt steht der Fall einer jungen, zuvor gesunden Frau, die nach ihrer zweiten Dosis des Pfizer/BioNTech-Impfstoffs an akuter lymphatischer Leukämie (ALL) sowie an lymphoblastischem Lymphom (LBL) erkrankte.

    Die Autoren verweisen auf bestehende wissenschaftliche Literatur, aus der hervorgeht, dass das modifizierte mRNA-Material, verpackt in sogenannten Lipid-Nanopartikeln, sich im Körper weiter verteilen kann als ursprünglich angenommen. Demnach könnten auch Knochenmark und andere blutbildende Organe erreicht werden.

    In ihrer Analyse diskutieren Lindsay und ihre Kollegen mehrere biologische Mechanismen, die potenziell an onkologischen Prozessen beteiligt sein könnten. Dazu zählen Störungen der Immunregulation, T-Zell-Suppression, Veränderungen der Interferon-Antwort, die Hemmung der Apoptose (programmierter Zelltod) sowie eine erhöhte Produktion von TGF-β, einem Wachstumsfaktor, der mit aggressiver Tumorentwicklung in Verbindung gebracht wird. Darüber hinaus weisen die Autoren auf Berichte über Plasmid-DNA-Verunreinigungen in mRNA-Impfstoffen hin, darunter Sequenzen des SV40-Promotors, der im Herstellungsprozess verwendet wird.

    Nach Auffassung der Autoren verdienen diese Befunde besondere Aufmerksamkeit, da mRNA-Impfstoffe nicht nur als klassische Impfstoffe wirken, sondern auch Eigenschaften von Gentherapie-Produkten aufweisen. In diesem Zusammenhang verweisen sie auf bestehende Leitlinien unter anderem der FDA und der EMA, in denen theoretische Risiken wie DNA-Integration und Genotoxizität thematisiert werden.

    In ihren Schlussfolgerungen plädieren Lindsay und ihre Mitautoren für umfangreichere Untersuchungen, um mögliche Langzeitfolgen der mRNA-Technologie besser zu erfassen. Dies sei insbesondere angesichts der rasanten Ausweitung von mRNA-Plattformen auf weitere Impfstoffe und medizinische Anwendungen notwendig.

    Mindestens ebenso bemerkenswert wie der Inhalt der Studie ist ihr Weg zur Veröffentlichung. In einer zweiten Arbeit mit dem Titel Censorship in science schildern die Autoren eine Publikationsgeschichte, die sie selbst als außergewöhnlich und besorgniserregend bezeichnen. Zwischen 2024 und 2025 wurde das Manuskript bei sechzehn Fachzeitschriften eingereicht und ebenso oft abgelehnt – häufig ohne inhaltliche Begutachtung. Lediglich drei Journale leiteten das Manuskript tatsächlich an Peer-Reviewer weiter.

    Beim Fachjournal Current Proteomics wurde die Studie nach einem Peer-Review-Verfahren sogar zweimal angenommen, jedoch jeweils noch vor der Veröffentlichung zurückgezogen. Dies geschah nicht aufgrund neuer wissenschaftlicher Einwände, sondern wegen der als „kontrovers“ eingestuften Schlussfolgerungen. In der Folge trat Lindsay aus dem Herausgebergremium der Zeitschrift zurück.

    Der zentrale Kritikpunkt, den die Autoren von verschiedenen Redaktionen zu hören bekamen, lautete, mRNA-Impfstoffe könnten keinen Krebs verursachen, da sie nicht in den Zellkern eindrängen und nicht in das menschliche Erbgut integrierten. Nach Ansicht der Autoren greift dieses Argument zu kurz, da Krebsentstehung ein komplexer Prozess sei, bei dem unter anderem auch chronische Entzündungen eine Rolle spielten.

    Lindsay und ihre Kollegen betonen, dass ein offener wissenschaftlicher Diskurs unverzichtbar sei. Die systematische Ausgrenzung abweichender Hypothesen führe zu einem verzerrten Bild wissenschaftlicher Einigkeit und verhindere, dass potenzielle Risiken frühzeitig erkannt würden.

    Die Veröffentlichung in Oncotarget markiert damit nicht das Ende, sondern vielmehr den Beginn einer weiterreichenden Debatte – nicht nur über mögliche Langzeitfolgen der mRNA-Technologie, sondern auch über den Umgang der Wissenschaft mit Unsicherheit, Kontroversen und abweichenden Stimmen in Zeiten gesellschaftlichen und politischen Drucks.

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    Wie die Veränderung der Internet Suche die Zugriffszahlen von Medien bestimmen

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    Von vielen alternativen Webseiten hörte man, dass von März auf April 2025 Einbrüche in den Clickzahlen und Besuchen von bis zu 25% verzeichnet wurden, was manche Seiten vor existentielle Probleme stellte, andere ihre Aktivitäten zurückfahren mussten. Was war passiert? Die meisten Seiten wurden hauptsächlich über Suchmaschinen aufgerufen, wenn auch die sozialen Medien für die Bekanntmachung [...]

    Der Beitrag Wie die Veränderung der Internet Suche die Zugriffszahlen von Medien bestimmen erschien zuerst unter tkp.at.

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    Deutschland und Windkraft – Eine unabhängige Mediendokumentation | Trailer 2

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    Eine deutschlandweite Mediendokumentation der Bürgerinitiativen

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    Freiheit: Bewegung oder Verfall?

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    Es beginnt fast immer unscheinbar. Ein Ziehen im Knie nach dem Aufstehen. Ein dumpfer Schmerz in der Hüfte nach einem längeren Spaziergang. Ein leises Knacken beim Treppensteigen. Viele winken ab. Alterserscheinung, sagen sie. Doch was hier beginnt, ist kein harmloser Makel – es ist der schleichende Verlust von Beweglichkeit. Und damit der Verlust von Freiheit, [...]

    Der Beitrag Freiheit: Bewegung oder Verfall? erschien zuerst auf COMPACT.

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    Der fatale Irrtum – warum Verfall kein Naturgesetz ist

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    Altern gilt als Naturgesetz. Als etwas, dem wir uns zu fügen hätten – würdevoll, still, möglichst unauffällig. Doch was, wenn genau das die größte Lüge unserer Zeit ist? Was, wenn der körperliche und geistige Abbau kein unausweichliches Schicksal, sondern das Resultat falscher Entscheidungen, systematischer Mangelzustände und ignorierter Warnsignale ist? Wir leben in einer Epoche, in [...]

    Der Beitrag Der fatale Irrtum – warum Verfall kein Naturgesetz ist erschien zuerst auf COMPACT.

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    Deutschland und Windkraft – Eine unabhängige Mediendokumentation | Trailer 1

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    Eine deutschlandweite Mediendokumentation der Bürgerinitiativen

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    Viele Menschen in Deutschland fühlen sich von Windkraftprojekten übergangen. Ihre Sorgen um Heimat, Gesundheit und Natur finden kaum Gehör. Die Dokumentarfilmer geben diesen Bürgerstimmen Raum und Sichtbarkeit.

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    MEG – Make Eurasia Greater | Von Uwe Froschauer

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    Eine mögliche Antwort auf Trumps globale Erpressungspolitik

    Ein Meinungsbeitrag von Uwe Froschauer.

    Das Ende der Illusionen

    Mit Donald Trumps Rückkehr auf die politische Weltbühne ist eine Wahrheit endgültig nicht mehr zu leugnen: Die transatlantische Partnerschaft war nie ein Wertebündnis, sondern immer ein Machtverhältnis. Trump hat diese Realität lediglich offen ausgesprochen, während seine Vorgänger sie rhetorisch verschleierten. Zölle, Sanktionsdrohungen, militärischer Druck und wirtschaftliche Erpressung gehören seit Jahrzehnten zum Instrumentarium amerikanischer Außenpolitik. Neu ist nicht die Methode, sondern die Unverblümtheit.

    Europa steht damit vor einer strategischen Weggabelung. Entweder es akzeptiert dauerhaft die Rolle eines geopolitischen Vasallen oder es beginnt, eigenständige Machtpolitik zu betreiben. Der hier skizzierte Gegenentwurf trägt bewusst eine provokante Abkürzung: MEG – Make Eurasia Greater. Gemeint ist kein ideologisches Projekt, sondern eine geopolitische Notwendigkeit. Ein eurasischer Machtblock, der Europa, Russland und große Teile Asiens wirtschaftlich, sicherheitspolitisch und strategisch enger verbindet, wäre erstmals in der Lage, der amerikanischen Hegemonie strukturell etwas entgegenzusetzen.

    US-Hegemonie durch Militärbasen

    Die globale Vormachtstellung der Vereinigten Staaten beruht weniger auf ökonomischer Produktivität als auf militärischer Infrastruktur. Ein weltumspannendes Netz von Stützpunkten sichert Handelswege, Rohstoffzugänge und politische Loyalitäten. Das amerikanische Militär fungiert damit faktisch als Ordnungsfaktor einer Weltwirtschaft, deren Währung, Finanzsystem und Sicherheitspolitik aufeinander abgestimmt sind.

    Europa ist Teil dieses Systems. Die Präsenz amerikanischer Truppen auf europäischem Boden dient nicht primär dem Schutz Europas, sondern der strategischen Einbindung Europas in amerikanische Interessen. Die Kontrolle über politische Entscheidungen folgt aus militärischer Abhängigkeit. Wer seine Sicherheit an die USA delegiert, überträgt auch seine Außenpolitik auf sie.

    Trumps Vorgehen ist lediglich die explizite Form dieses Zusammenhangs. Schutz wird zur Ware, Loyalität zur Voraussetzung, Abweichung zur Sanktion. Was früher diplomatisch kaschiert wurde, wird nun offen eingefordert. Europas Spielraum schrumpft proportional zu seiner sicherheitspolitischen Abhängigkeit.

    Der Mythos vom „Wertewesten“

    Ein zentrales Hindernis europäischer Emanzipation liegt nicht in Washington, sondern in Brüssel. Die politische Führung der Europäischen Union operiert seit Jahren mit einem moralischen Selbstbild. Der Westen erscheint darin als Träger vermeintlich universeller Werte, aus denen sich ein globaler Führungsanspruch ableitet. Außenpolitik wird zur Mission, nicht zur Interessenvertretung.

    Dieses Denken ist gesinnungsethisch, nicht verantwortungsethisch. Es bewertet Handlungen nach ihrer moralischen Intention – die gar nicht so moralisch ist –, und nicht nach ihren realen Folgen. Diplomatie wird durch Belehrung ersetzt, Interessenausgleich durch Sanktion, Stabilisierung durch Eskalation. Politikerinnen wie Ursula von der Leyen oder Kaja Kallas verkörpern diesen Ansatz exemplarisch. Außenpolitik wird zur Wertekommunikation, und nicht zum Instrument zur Durchsetzung europäischer Interessen.

    Auch Staats- und Regierungschefs wie Emmanuel Macron, Keir Starmer oder Friedrich Merz haben dieses Paradigma übernommen. Transatlantische Loyalität galt und gilt immer noch als moralischer Maßstab, nicht als strategische Entscheidung. Doch Trumps Politik macht deutlich, dass moralische Loyalität nicht erwidert, sondern instrumentalisiert wird. Wer glaubt, auf diese Weise Anerkennung zu gewinnen, verwechselt Rhetorik mit Realität.

    Europas versäumte Emanzipation

    Europa hätte sich mehrfach von der amerikanischen Vormundschaft lösen können. Nach dem Irakkrieg, nach der Finanzkrise, nach Libyen, spätestens nach der Zerstörung von Nord Stream. Doch stattdessen wurde die militärische Integration vertieft, die politische Unterordnung verfestigt und die strategische Eigenständigkeit weiter aufgegeben. Diese Entwicklung wurde ideologisch als Solidarität legitimiert, faktisch bedeutete sie den Verzicht auf Autonomie.

    Während andere Mächte ihre Lieferketten absicherten und Ressourcenpolitik betrieben, verzichtete Europa auf jede Form von Machtpolitik im Glauben, moralisch über den Konflikten zu stehen. Das Resultat ist sichtbar: Deindustrialisierung, Energiepreisexplosion, sicherheitspolitische Ohnmacht und diplomatische Irrelevanz. Europa verwaltet seinen eigenen Bedeutungsverlust mit moralischem Pathos – eine Einstellung, die zum sicheren Untergang führt.

    Russland und der geopolitische Realismus

    Die Dämonisierung Russlands gehört zum Kern westlicher Diskurse. Dabei wird häufig ausgeblendet, dass die großen militärischen Interventionen der letzten Jahrzehnte überwiegend von westlichen Staaten ausgingen. Vietnam, Irak, Afghanistan, Serbien oder Libyen waren keine russischen Projekte. Seit Bestehen der USA betreibt diese wie zuvor Großbritannien imperialistische Machtpolitik. Russische Machtpolitik war historisch territorial begrenzt und sicherheitsorientiert, amerikanische Machtpolitik global und hegemonial.

    Das bedeutet nicht, russisches Handeln zu idealisieren. Es bedeutet, es realistisch einzuordnen. Für Europa stellt sich nicht die Frage nach moralischer Sympathie, sondern nach strategischem Nutzen. Russland bietet geographische Nähe, Energie, Rohstoffe und kompatible Sicherheitsinteressen. Ein Ausgleich würde Spannungen reduzieren, Industrie stabilisieren und politischen Handlungsspielraum erweitern. Der Bruch Europas mit Russland war keine Notwendigkeit, sondern eine politisch beeinflusste Entscheidung.

    Eurasien als Machtblock

    Ein eurasischer Block müsste nicht ideologisch homogen sein. Seine Stärke läge in der Ergänzung unterschiedlicher Potenziale. Europa verfügt über Technologie und industrielle Kompetenz, Russland über Rohstoffe und militärische Abschreckung, Asien – insbesondere Indien und China – über Märkte und Produktionskapazitäten. Zusammen ergäbe sich ein Wirtschaftsraum, der Dollarabhängigkeit reduzieren und Sanktionsmacht neutralisieren könnte.

    Ein solcher Block wäre nicht offensiv, sondern stabilisierend. Er hätte keine globale Mission, sondern regionale Ordnung zum Ziel. Die NATO würde dadurch nicht frontal bekämpft, sondern politisch überflüssig. Sicherheit entstünde aus Ausgleich, nicht aus Blockkonfrontation.

    Die personelle Dimension

    Eine solche Neuausrichtung ist mit dem bestehenden politischen Personal in Europa kaum vorstellbar. Die gegenwärtigen Spitzenpolitiker verkörpern den alten Konsens aus Transatlantismus, Moralrhetorik und Gefolgschaftspolitik. Ein Kurswechsel erfordert neue Denkweisen, eine Abkehr von Gesinnungsethik und die Anerkennung geopolitischer Realität. Ohne mentalen Wandel bleibt jede Debatte über europäische Autonomie folgenlos.

    Zwischenfazit

    „Make Eurasia Greater“ ist keine Utopie, sondern eine strategische Option. Die USA werden ihre Hegemonie nicht freiwillig aufgeben. Europa kann sie nicht moralisch überwinden, sondern nur strukturell begrenzen. Dazu braucht es militärische Eigenständigkeit, wirtschaftliche Unabhängigkeit, diplomatische Offenheit und politische Erneuerung. Europa muss aufhören, sich als moralisches Gewissen der Welt zu verstehen, und anfangen, sich als Macht zu begreifen.

    Trump als Symptom

    Donald Trump ist kein Betriebsunfall der amerikanischen Politik, sondern ihre Zuspitzung. Die Grundlinien amerikanischer Außenpolitik sind seit dem Ende des Kalten Krieges konstant geblieben: Sicherung der Dollar-Dominanz, Kontrolle zentraler Handelswege und Verhinderung konkurrierender Machtzentren. Der Unterschied liegt allein im Stil. Frühere Präsidenten verkleideten Machtpolitik als Wertepolitik, Trump entkleidet sie ihrer Rhetorik.

    Wenn er europäische Staaten mit Zöllen bedroht oder Schutz zur Verhandlungsmasse macht, verletzt er nicht die Logik der US-Politik, sondern ihre Konventionen. Für Europa ist das gefährlich, aber auch aufklärend. Loyalität garantiert keine Sicherheit, sie erzeugt Abhängigkeit.

    Die NATO als Anachronismus

    Die NATO gilt in Europa als Verteidigungsbündnis. Tatsächlich ist sie längst ein Interventionsinstrument unter amerikanischer Führung. Ihre reale Funktion besteht in der politischen Bindung Europas an Washington, in militärischen Kommandostrukturen ohne europäische Autonomie und in der strategischen Ausrichtung auf amerikanische Bedrohungsbilder.

    Der Ukrainekrieg hat diese Struktur bestätigt. Europa liefert Geld, Waffen und Legitimation, während die USA die strategische Zielsetzung bestimmen. Eine eigenständige europäische Sicherheitsarchitektur müsste defensiv, regional und unabhängig organisiert sein. Ein eurasischer Sicherheitspakt hätte keine globale Mission, sondern müsste lediglich verhindern, dass Konflikte eskalieren.

    Ökonomische Selbstschädigung

    Die Abkopplung von Russland war ökonomisch ein Akt der Selbstverstümmelung. Günstige Energie bildete die Grundlage europäischer Industrie. Mit ihrem Wegfall steigen Produktionskosten, wandert Industrie ab und sinkt Wettbewerbsfähigkeit. Die neue Abhängigkeit von amerikanischem Flüssiggas ist teurer, ökologisch schlechter und politisch riskanter.

    Gleichzeitig zwingt die Sanktionspolitik Europa, Märkte aufzugeben, während andere Mächte diese Lücken füllen. Europa schwächt sich selbst und verklärt diesen Niedergang als moralische Haltung.

    China und die falsche Feindschaft

    China wird zunehmend als systemischer Gegner behandelt, obwohl es primär wirtschaftlicher Konkurrent ist. Seine Interessen liegen in stabilen Handelswegen und politischer Anerkennung. Ein eurasischer Rahmen würde China einbinden, berechenbarer machen und Eskalation verhindern. Europa würde davon ökonomisch profitieren und strategische Optionen gewinnen. Die amerikanische Linie setzt dagegen auf Konfrontation ohne Nutzen.

    Die Schwäche der Gegenargumente

    Der Vorwurf, Russland sei unzuverlässig, übersieht, dass insbesondere westliche Staaten Verträge gebrochen haben. Verlässlichkeit entsteht nicht aus Moral, sondern aus gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Abhängigkeit – auch in geografischer Hinsicht. Die Sorge vor einer autoritären Dominanz Russlands verkennt, dass Kooperation keine Systemangleichung verlangt. Die Behauptung, nur die USA garantierten europäische Sicherheit, ignoriert Trumps eigene Drohungen. Die Kritik, ein Ausgleich mit Russland legitimiere Gewalt, blendet westliche Interventionen in der Vergangenheit aus.

    Der mentale Bruch

    Der entscheidende Wandel ist kulturell. Europa muss aufhören, Politik zu moralisieren, und anfangen, sie zu kalkulieren. Gesinnungsethik fragt nach dem Richtigen, Verantwortungsethik nach den Folgen. Die europäische Politik der letzten Jahre war moralisch konsistent und strategisch verlustreich. MEG verlangt das Gegenteil: nüchterne Analyse, flexible Allianzen und pragmatische Kooperation.

    Stufenmodell

    Eine Umsetzung würde mit strategischer Autonomie beginnen, militärisch und institutionell. Darauf folgte wirtschaftliche Entkopplung von amerikanischer Hegemonie durch Rohstoffabkommen, alternative Zahlungssysteme und eigenständige Handelsverträge. Ein Sicherheitsdialog mit Russland müsste folgen, ergänzt durch Rüstungskontrolle und Neutralisierung von Konfliktzonen. Am Ende stünde eine institutionalisierte eurasische Kooperation.

    Das Tabu der Abhängigkeit

    Europa vermeidet es, seine Abhängigkeit einzugestehen. Es spricht von Partnerschaft und meint Gefolgschaft, von Werten und meint Blockzugehörigkeit, von Sicherheit und meint Delegation. MEG bricht dieses Tabu. Europa ist kein Juniorpartner, kein moralischer Lehrer, sondern ein politischer Akteur.

    Zwischenfazit

    Trumps Politik zwingt Europa zur Entscheidung zwischen moralischer Reaktion und strategischem Handeln. Ein eurasischer Machtblock ist kein Idealbild, aber eine reale Option. Er ist realistischer als die Hoffnung auf amerikanische Fairness.

    Der geopolitische Moment

    Die Weltordnung befindet sich in einem Übergangsstadium. Die amerikanische Hegemonie ist noch wirksam, aber nicht mehr stabil. China ist wirtschaftlich stark, aber politisch fragmentiert. Russland ist militärisch präsent, aber ökonomisch begrenzt. Europa wiederum ist reich, aber strategisch schwach. Diese Konstellation ist historisch ungewöhnlich. Sie eröffnet Spielräume, die in Zeiten klarer Blockdominanz nicht existieren.

    Gerade in solchen Übergangsphasen entscheidet sich, ob politische Akteure Gestalter oder Objekte der Geschichte werden. Europa hat sich in den letzten Jahrzehnten systematisch für die Rolle des Objekts entschieden. Es hat sich in eine Ordnung eingefügt, die von anderen definiert wurde, und diese Anpassung als moralische Tugend verklärt. Doch Hegemonien enden nicht durch Einsicht, sondern durch strukturelle Verschiebung. Wer diese Verschiebung nicht aktiv gestaltet, wird von ihr gestaltet.

    MEG ist Ausdruck dieser historischen Situation. Es ist keine Vision einer harmonischen Welt, sondern eine Reaktion auf das Machtvakuum, das entsteht, wenn alte Ordnungen erodieren und neue noch nicht stabil sind.

    Europa zwischen Bedeutung und Bequemlichkeit

    Der europäische Kontinent verfügt über wirtschaftliche Substanz, technologische Kompetenz und kulturelle Kohärenz. Was ihm fehlt, ist politischer Wille. Der Verlust an strategischer Eigenständigkeit wurde durch Wohlstand kompensiert, durch amerikanischen Schutz abgesichert und durch moralische Rhetorik legitimiert. Dieses Arrangement funktionierte, solange die USA bereit waren, Kosten zu tragen und Europa als Partner zu behandeln.

    Trumps Politik beendet diese Komfortzone. Sie macht sichtbar, dass Abhängigkeit nicht mit Loyalität verwechselt werden darf. Europa steht vor der Wahl, seine politische Bedeutung zurückzugewinnen oder sich dauerhaft in sicherheitspolitische Protektion zu fügen. Die erste Option ist riskanter, aber selbstbestimmt. Die zweite ist stabiler, aber entmündigend.

    Ein eurasischer Ausgleich würde Europa zwingen, Verantwortung zu übernehmen. Er würde es aus der Rolle des moralischen Kommentators in die Rolle des strategischen Akteurs führen. Genau deshalb ist er politisch so schwer durchsetzbar. Er erfordert Mut zur Ambivalenz und den Abschied von einfachen Freund-Feind-Erzählungen, wie sie vom momentanen europäischen „Spitzenpersonal“ kommuniziert werden.

    Die Illusion der moralischen Außenpolitik

    Die Vorstellung, Außenpolitik könne primär moralisch gestaltet werden, ist ein Luxus stabiler Ordnungen. In instabilen Systemen wird Moral zum Instrument der Selbsttäuschung. Sie dient dazu, Entscheidungen nicht treffen zu müssen, weil sie bereits als richtig etikettiert sind. Europa hat diese Haltung perfektioniert. Es verurteilt, statt zu verhandeln, sanktioniert, statt zu integrieren, und eskaliert, statt auszugleichen.

    Dabei ist Moral kein Ersatz für Strategie. Sie kann Orientierung geben, aber keine Ordnung schaffen. Eine Politik, die ihre eigenen Folgen nicht kalkuliert, ist nicht ethisch, sondern verantwortungslos. MEG bedeutet daher nicht, Werte aufzugeben, sondern sie ihrer politischen Funktion zu entkleiden. Nicht jedes moralisch empfundene Ziel ist geopolitisch tragfähig.

    Ein Ausgleich mit Russland oder eine Kooperation mit China wären keine Anerkennung fremder Systeme, sondern Ausdruck eigener Interessen. Außenpolitik ist kein Bekenntnisunterricht.

    Sicherheit als kontinentale Aufgabe

    Der europäische Kontinent ist sicherheitspolitisch unteilbar. Jede Eskalation im Osten wirkt auf den Westen zurück, jede Blockbildung erhöht das Risiko militärischer Konfrontation. Eine dauerhafte Stabilisierung kann nicht durch Abschreckung allein erreicht werden, sondern nur durch gegenseitige Einbindung.

    Ein eurasischer Sicherheitsrahmen würde dieses Prinzip anerkennen. Er würde Sicherheitsinteressen nicht moralisieren, sondern verhandeln. Nicht Ideologie, sondern Geografie wäre sein Ausgangspunkt. Europa und Russland teilen einen Kontinent, nicht nur Grenzen. Ihre Sicherheitsprobleme sind strukturell miteinander verbunden.

    Die Alternative ist eine dauerhafte Militarisierung Osteuropas, ein permanenter Ausnahmezustand und die politische Externalisierung von Konflikten. Sicherheit wird dann nicht erzeugt, sondern ausgelagert.

    Wirtschaft als geopolitische Grundlage

    Politische Autonomie ohne wirtschaftliche Basis ist Illusion. Europa hat diese Illusion gepflegt, indem es seine industrielle Grundlage schwächte und sich auf Finanz- und Dienstleistungsökonomie verlegte. Der Verlust günstiger Energie und stabiler Rohstoffversorgung hat diesen Fehler sichtbar gemacht.

    Ein eurasischer Wirtschaftsraum würde nicht nur Versorgung sichern, sondern auch industrielle Erneuerung ermöglichen. Er würde Europa wieder in eine produktive Rolle bringen, statt es auf Regulierung und Konsum zu reduzieren. Politische Unabhängigkeit beginnt mit ökonomischer Resilienz.

    Der Dollar als Weltleitwährung ist nicht nur Zahlungsmittel, sondern Machtinstrument. Wer sich ihm vollständig unterwirft, unterwirft sich auch dem politischen Zugriff seiner Emittenten. Alternative Zahlungsmechanismen wären kein Angriff auf die USA, sondern ein Schutz vor einseitiger Sanktionsmacht.

    Die politische Blockade

    Der größte Widerstand gegen MEG kommt nicht aus Washington, sondern von europäischen Eliten. Sie haben ihre Legitimität an transatlantische Loyalität geknüpft und ihre politische Identität aus der Zugehörigkeit zum Westen abgeleitet. Ein Kurswechsel würde nicht nur politische Entscheidungen, sondern persönliche Weltbilder infrage stellen.

    Deshalb ist die Frage der Führung keine technische, sondern eine kulturelle. Eine neue Außenpolitik erfordert neue Begriffe, neue Prioritäten und neue Akteure. Solange europäische Politik sich als moralischer Arm amerikanischer Ordnung versteht, bleibt strategische Eigenständigkeit undenkbar.

    MEG setzt einen Bruch mit diesem Selbstverständnis voraus. Nicht als Feindschaft, sondern als Emanzipation.

    Prognose: Drei mögliche Wege

    Europa kann den Status quo verlängern, indem es seine Abhängigkeit weiter institutionalisiert. Es kann versuchen, zwischen den Blöcken zu lavieren, ohne sich festzulegen. Oder es kann aktiv an einer multipolaren Ordnung mitwirken. Der erste Weg führt in dauerhafte Bedeutungslosigkeit, der zweite in politische Inkonsistenz, der dritte in Konflikt, aber auch in Gestaltungsmacht.

    Ein eurasischer Ansatz wäre der riskanteste, aber auch der konsequenteste. Er würde Europa zwingen, seine Interessen zu definieren, statt sie zu moralisch zu verpacken. Er würde Partnerschaften neu ordnen und Loyalitäten relativieren. Er würde nicht Stabilität versprechen, sondern Handlungsspielraum.

    Gesamtfazit

    Make Eurasia Greater ist keine Kampfansage an Amerika und kein ideologisches Projekt. Es ist der Versuch, eine geopolitische Realität anzuerkennen, die Europa bisher verdrängt hat: Dass seine Sicherheit, sein Wohlstand und seine politische Relevanz nicht durch moralische Rhetorik gesichert werden können, sondern nur durch strategische Autonomie.

    Trump hat diese Realität nicht geschaffen, aber er hat sie sichtbar gemacht. Seine Politik zwingt Europa, zwischen Abhängigkeit und Eigenständigkeit zu wählen. Der eurasische Ansatz ist dabei nicht die einzige, aber die klarste Alternative zur transatlantischen Selbstbindung.

    Europa steht damit vor einer existenziellen Frage: Will es Objekt fremder Macht bleiben oder selbst Macht ausüben? Will es belehren oder verhandeln? Will es reagieren oder gestalten?

    MEG beantwortet diese Frage nicht mit Pathos, sondern mit Nüchternheit. Es fordert keinen Bruch um des Bruchs willen, sondern eine Neujustierung europäischer Politik entlang ihrer eigenen Interessen. Nicht gegen den Westen, sondern jenseits der Illusion, er sei eine moralische Gemeinschaft.

    Der Abschied vom Vasallentum wäre kein Verrat, sondern verspätete Normalisierung. Europa würde damit nicht schlechter, sondern ehrlicher. Nicht aggressiver, sondern verantwortlicher. Nicht zynischer, sondern realistischer.

    In einer Welt schwindender Gewissheiten ist Realismus keine Option mehr, sondern Voraussetzung für Souveränität.

    Anmerkungen und Quellen

    Ende September 2024 erschien Uwe Froschauers Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“. Ende März und Anfang April 2025 wurden die beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

    Zwei weitere Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar.

    +++

    Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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    Bild: Aufnahme aus dem All, Europa bei Nacht
    Bildquelle: NicoElNino / shutterstock

    (Auszug von RSS-Feed)

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    Bundesbildungsministerin Prien will über „Zersetzung“ reden – Bitte, dann tun wir das!

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    Bundesbildungsministerin Karin Prien hat der taz ein Interview gegeben – herausgekommen ist dabei ein Blick in das Innenleben einer Politik, die im Kampf um die Deutungshoheit zu immer härteren Bandagen greift. Da spricht die CDU-Politikerin von „Zersetzung“, von „Delegitimierung“ und den „Feinden der Demokratie“. Damit sind allerdings jene gemeint, die – bei Lichte betrachtet – gerade keine Feinde der Demokratie sind. Im Kern geht es nämlich um eine Gegenöffentlichkeit und alternative Medien, die sich das demokratische Recht herausnehmen, ihre Meinung so zu artikulieren, wie sie es für angebracht halten. Doch gut, wenn Prien von „Zersetzung“ und „Delegitimierung“ reden will: Bitte! Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

    „Was es jetzt braucht, ist nicht mehr Offenheit, sondern ein scharfer Keil. Einer, der die Gesellschaft spaltet. Wenn davon die Rede ist, entsteht schnell ein Zerrbild im Kopf, als würde das Land in zwei gleich große Teile zerfallen. Doch so ist es nicht. Richtig und tief eingeschlagen, trennt er den gefährlichen vom gefährdeten Teil der Gesellschaft.“

    So sieht es aus, wenn die Gesellschaft gespalten wird. Diese Zeilen stammen allerdings nicht etwa aus einem von Politikern und Mainstreamjournalisten viel gescholtenen „alternativen“ Medium – nein, sie sind der „liberalen“ Zeitung DIE ZEIT entnommen. Der Artikel trägt das Datum 19. November 2021.

    Wie wir uns sicher alle erinnern: Es war die Coronazeit. Damals haben viele von jenen, die gerade mit ihren gesalbten Worten vorgeblich die Demokratie hochhalten, den Geist der Demokratie ausgesperrt. Unter den schwersten Grundrechtseinschränkungen seit dem Bestehen der Republik verlangten „gute“ Demokraten von den Bürgern: Gehorchen und den Verstand ausschalten! Das war autoritär – und der Moment des Faschistoiden war spürbar. An jenen Stellen, wo dringend – dringend! – Meinungsfreiheit, Diskussion und echter demokratischer Streit hätten vorhanden sein müssen, setzten die „Wächter“ der Demokratie im Verbund mit der Politik auf „Zersetzung“ und „Delegitimierung“. Die Aberkennung von Status, Verächtlichmachung und Herablassung waren gegenüber Kritikern der Pandemiepolitik Programm. Wer die „falsche“ Meinung oder Expertise vertrat, war öffentlicher Zersetzung ausgesetzt, und Kompetenzen wurden in Abrede gestellt. Und überhaupt waren all diejenigen öffentlichen Angriffen ausgesetzt, die sich der neuen Konformität nicht unterordnen wollten.

    Der Journalist Nikolaus Blome durfte im Spiegel mit der vollen symbolischen Kraft eines reichweitenstarken Mediums die folgenden Zeilen schreiben:

    Ich hingegen möchte an dieser Stelle ausdrücklich um gesellschaftliche Nachteile für all jene ersuchen, die freiwillig auf eine Impfung verzichten. Möge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen.

    Eine „gesamte Republik“, die mit dem Finger auf eine Gruppe von Mitmenschen zeigen soll? Das ist Spaltung! – und von publizistischer Zerstörungskraft getrieben. Mitbürger öffentlich durch einen Fingerzeig zu beschämen, weil sie bei einer hochkomplexen medizinischen Entscheidung nicht bereit sind, „mitzuziehen“, wie es die Politik will? In der Geschichte der Bundesrepublik gab es leider den einen oder anderen demokratischen Tiefpunkt – die zitierten Zeilen gehören dazu, und eine Frage drängt sich auf: Wo war Karin Prien, als eine Gruppe von Mitmenschen über ein Medium, das mit zu den reputiertesten der Republik zählt, erniedrigt wurden? Diese Frage drängt sich deshalb auf, weil die CDU-Politikerin gerade in einem Interview mit der taz etwas gesagt hat, was nicht unkommentiert gelassen werden darf – im besten Sinne der Demokratie.

    In einer Frage, die den „Komplex Günther“ thematisiert, sagt Prien:

    Das andere sind die sogenannten alternativen Medien, die rechtspopulistische und rechtsextreme Positionen immer stärker in den Diskurs bringen. Ein Teil dieser Medien will zur Delegitimierung und Zersetzung unseres freiheitlichen, demokratischen Systems beitragen, das ist offenkundig.

    Hier tauchen sie nun auf, die Signalwörter „Zersetzung“ und „Delegitimierung“ – auf der Basis einer Behauptung!

    An dieser Stelle wäre es aus journalistischer Sicht zwingend angebracht gewesen, nach konkreten, belastbaren Beweisen zu fragen. Welche alternativen Medien wollen nachweisbar und gerichtsfest zur „Zersetzung unseres freiheitlich-demokratischen Systems beitragen“? Stattdessen folgt die Frage der taz: „Was sollte man dagegen tun?“, worauf Prien antwortet:

    Das meiste muss man aushalten. Anders, als behauptet wird, findet Zensur eben gerade nicht statt. Auch die Feinde der Freiheit sind weitgehend durch die Meinungs- und Pressefreiheit, die das Grundgesetz garantiert, geschützt.

    Auch hier greift die Bundesbildungsministerin zu einer scharfen Formulierung: „Feinde der Freiheit“. Erinnern wir uns: In der Coronazeit mussten Menschen aus unserer Mitte allein, ohne ihre Angehörigen, in Krankenhäusern und Heimen sterben. Kinder konnten von ihren Eltern und Eltern konnten von ihren Kindern nicht Abschied nehmen – welch ein Grauen. Diejenigen, die aus guten Gründen diese Zustände kritisiert haben, waren alternative Medien. Jeder echte Demokrat sollte diesen Medien dankbar sein.

    Zu dem Interview mit Prien gäbe es noch mehr zu sagen, etwa wenn sich die Politikerin über „Häme“ und „Beleidigungen“ beklagt, der sie ausgesetzt sei, oder aber, wenn sie von einer „zunehmenden Polarisierung“ und „Radikalisierung“ spricht.

    „Radikalisiert“, so viel sei gesagt, hat sich die Politik aus der „demokratischen Mitte“ – und sie polarisiert mit Nachdruck, etwa wenn sie von „Feinden der Demokratie“ spricht, ohne überzeugende Belege zu liefern. Doch allein die hier angeführten Stellen reichen aus, um zu verdeutlichen: Es geht nicht um reale Gefahren für die Demokratie, die von alternativen Medien angeblich ausgehen. Es geht, bei Lichte betrachtet, um einen Kampf um die Deutungshoheit, den die etablierte Politik mit immer härteren Bandagen führt. Die Vertreter jener Parteien, die in den letzten Jahrzehnten die Politik der Bundesrepublik geprägt haben (Staatsverschuldung von über 2,5 Billionen Euro), spüren, dass ihnen von den alternativen Medien ein anderer Wind ins Gesicht weht als von jenen etablierten Medien, die der Politik mit Kuscheljournalismus begegnen.

    Da spricht die Ministerin von „rechtspopulistischen“ Positionen (was soll das sein?), die alternative Medien angeblich immer stärker in den Diskurs brächten, und als Leser darf man sich so allgemein die Frage stellen, wie weit die Kenntnisse einer Bundesbildungsministerin im Hinblick auf die Grundprinzipien demokratisch-freiheitlicher Diskussionen reichen mögen.

    Auch „rechtspopulistische“ Positionen (wie auch immer man diese definiert) dürfen von Medien in die öffentliche Diskussion eingespeist werden. Wer als demokratischer Politiker damit ein Problem hat, darf so darauf reagieren, wie es die Demokratie verlangt: mit der Kraft der besseren Argumente. Von Argumenten – von überzeugenden erst gar nicht zu reden – ist an den entscheidenden Stellen in diesem Interview allerdings nichts zu sehen. Und das ist: bezeichnend!

    Titelbild: penofoto/shutterstock.com

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    ☐ ☆ ✇ Anti-Spiegel

    Wie die Bundesregierung die Presse- und Meinungsfreiheit nun ganz abschaffen will

    veröffentlicht.
    Vorschau ansehen Die Bundesregierung will im Zuge der Umsetzung einer EU-Richtlinie das Politische-Werbung-Transparenz-Gesetz (PWTG) einführen, das politische Werbung im Netz regeln soll. Da in dem Gesetz nicht definiert ist, was genau politische Werbung ist, bedeutet das Gesetz reine Willkür, bei der nicht Richter, sondern einzelne Beamte beschließen, was strafbewährte politische Werbung sein soll. Da das Gesetz außerdem […]
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