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Kriegssimulation In 95 Prozent der Versuche zündet die KI eine Atombombe

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Für die KI war eine diplomatische Lösung nie ein Thema. Foto: IMAGO / McPHOTO

In Kriegssimulationen eines britischen Strategen greifen Claude, ChatGPT und Gemini fast durchgehend zu Atomwaffen. Kein Modell wählt Rückzug, selbst angesichts eines drohenden Nuklearkriegs.

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Iran kündigt neue Atomgespräche mit USA für nächste Woche an

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Vorschau ansehen Eine dritte indirekte Verhandlungsrunde zwischen Vertretern aus Washington und Teheran endet ohne Durchbruch. Der Iran zeigt sich optimistisch. Doch Differenzen und Kriegsgefahr bleiben bestehen.
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Explosion im Salzsee? Hinweise auf geheimen chinesischen Nukleartest

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Vorschau ansehen Die USA haben neue seismische Daten veröffentlicht, die angeblich belegen, dass China im Juni 2020 einen unterirdischen Nukleartest durchgeführt hat. Experten betonen, dass die Explosion nicht auf ein Erdbeben hindeutet und gezielte Verschleierung vermuten lässt.
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Atomarer „Schutzschirm“?

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Eine Aufforderung zum Mitdenken.

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USA erhöhen Militärpräsenz: Vorbereitungen auf mögliche Angriffe auf Iran

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Vorschau ansehen Die USA haben ihre Militärpräsenz im Nahen Osten deutlich ausgeweitet, um Druck auf Iran auszuüben. Zwei Flugzeugträgergruppen, zahlreiche Kampfflugzeuge und Luftbetankungsflugzeuge sind in strategischen Positionen stationiert. Ziel ist es, Iran zu Zugeständnissen bei Nuklear- und Sicherheitsfragen zu bewegen, während diplomatische Optionen offenbleiben.
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Atomwaffen-Grauzone Europa will auch abschrecken

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Atomrakete beim Start vor einem Sternenhimmel: Europa ist gespalten. Kommt eine nukleare Bewaffnung Deutschlands?

Wie steht Europa da, wenn es um strategische Nuklearwaffen geht? Das Ende des New-Start-Abkommens zwischen den USA und Rußland leitet eine Zeit der Spekulationen ein.

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Europäische Atombombe? Wenn der nukleare Ernstfall kommt

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EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sitzt auf der Atombombe (Karikatur): Kann Europa überhaupt gemeinsam nukleare Aufrüstung vorantreiben? (Themenbild/Karikatur/Collage)

Angesichts der Entfremdung von den USA fordert Bundeskanzler Merz einen „europäischen“ Atomschutzschirm. Doch wären Frankreich oder Großbritannien bereit, das Kommando über nukleare Waffen im Notfall mit Deutschland zu teilen? Ein Kommentar vom JF-Chefredakteur Dieter Stein.

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Märchen, Narrative und westliche Regierungen | Von Jochen Mitschka

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Märchen, Narrative und westliche Regierungen | Von Jochen Mitschka
Standpunkte 20260219 apolut
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Märchen, Narrative und westliche Regierungen | Von Jochen Mitschka

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Nowitschok ist out, jetzt ist es Froschgift. John Helmer hatte in dem in deutscher Sprache erschienen Buch ausführlich die Chronologie des Märchens vom vergifteten Nawalny erklärt. Aber nun gibt es eine neue Wendung. Er sei mit Froschgift vom bösen Putin getötet worden. Und Deutschland will "die Bombe". Was passiert da?

Beginnen wir mit einem Auszug aus dem Buch von John Helmer (1) "Der Nawalny-Nowitschok-Komplex". Das Buch über eine angebliche Vergiftung des mit einstelligen Zustimmungsraten angeblichen "Oppositionsführers" Alexej Nawalny durch die russische Regierung liest sich wie ein Politkrimi. Er begann im September 2020. Helmer weist auf Widersprüche, Vertuschungen, Behauptungen, Lügen hin. In dem Buch arbeitet er sauber heraus, dass die offiziellen Aussagen den eigenen Untersuchungen widersprechen.

"Die Bedeutung der Haarprobenuntersuchung durch die deutschen Ärzte lag darin begründet, dass sie den Nachweis von Lithium und Benzodiazepinen im Blut und Urin von Nawalny bei seiner Ankunft in Berlin bestätigte."

Der bereits zitierte britische Toxikologe fügte hinzu, dass die Konzentrationen der Medikamente in den Haarproben auch Nawalnys Abhängigkeit von diesen Medikamenten bestätigen könnten, lange bevor er in Tomsk ankam und lange vor dem 'Vorfall' mit Nowitschok: 'Ohne den tatsächlichen Haaranalysebericht zu sehen, können wir nur vermuten, welche spezifischen Medikamente und Verbindungen im Blut, Urin und Haar vorhanden waren. Im Haar finden sich ausschließlich Verbindungen, die vor dem Angriff eingenommen worden sein müssen.

Wenn sich, wie im Berliner Bericht angegeben, ‚diverse‘ Medikamente im Haar befanden, müsste Nawalny als chronischer Drogenabhängiger bezeichnet werden.

Dies und die im Berliner Bericht ebenfalls festgestellten multiplen bakteriellen Infektionen dürften einen ausgebildeten Facharzt, der sich die Daten ansieht, vermuten lassen, bei dem Patienten handle es sich um einen heruntergekommenen Obdachlosen mit einem ernsthaften Drogenproblem und psychischen Problemen.

Medizinische Psychiater und Toxikologen bestätigten, dass die 'Cocktail'-Kombination von Medikamenten, die Nawalny vor seinem Zusammenbruch am 20. August eingenommen hatte, seine nachfolgenden Symptome und die Ursache seines Zusammenbruchs erklären könnte. Lithium, so der Bericht eines britischen Regierungstoxikologen aus der 40. Kalenderwoche 2021, 'würde bei einem normalen Drogentest nicht nachgewiesen werden und muss aus irgendeinem Grund angezeigt worden sein, damit sie (die Ärzte der Charité) einen speziellen, gezielten Test durchführen konnten. Es wäre interessant zu wissen, warum darauf getestet wurde und wie hoch die Blutkonzentration war – haben die Russen (Nawalny) wegen einer bipolaren Störung behandelt?'

Eckardt wurde gebeten, seine Gründe für die Untersuchung von Nawalny auf Lithium und Benzodiazepine zu erläutern. Zudem wurde er gefragt, welche spezifischen Verbindungen in der von ihm angeordneten Haarprobenuntersuchung am vierten Tag nachgewiesen wurden. Eckardt weigerte sich, zu antworten oder das zu liefern, was die OVCW letzte Woche als 'glaubwürdige Erklärung' bezeichnet hatte.

Dem Fallbericht zu Nawalny war ein von Eckardt und Leindl als 'ergänzender Anhang' bezeichnetes Dokument beigefügt. Dieser mittlerweile gelöschte Anhang (2) umfasste vier separate Zusammenfassungen klinischer Daten.

Das mysteriöse Froschgift

Nun schauen wir uns die neuesten Märchen an, die uns für einen Krieg gegen den dämonisierten Feind vorbereiten sollen. In Europa kursieren Berichte, dass Nawalny in russischer Haft durch Froschgift ermordet (3) worden sei.

Was war passiert? Großbritannien, Schweden, Frankreich, Deutschland und die Niederlande behaupteten überraschend, der vor zwei Jahren (!) im Gefängnis verstorbene Alexei Nawalny sei an den Giften eines südamerikanischen Pfeilgiftfrosches gestorben. Allerdings schien das nicht mit den USA abgesprochen. Denn der US-Außenminister Rubio spielte den Bericht der Europäer herunter.

Nicht ganz unironisch verurteilte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, dies als Täuschungsmanöver, um von den Ermittlungen zu Nord Stream (4) und der Veröffentlichung der Epstein-Dokumente (5) abzulenken. Tatsächlich gilt nach wie vor, dass Putin keinerlei Grund hatte (6) den politisch vollkommen irrelevanten Nawalny zu töten, aber der Westen jeden Grund hat zu lügen, dass er es möglicherweise tat. Tatsächlich war bekannt, dass Putin vor Nawalnys Tod einem Gefangenenaustausch (7) mit ungenannten russischen Gefangenen im Westen zugestimmt hatte. Darüber hinaus kamen US-Geheimdienste überraschenderweise zu dem Schluss, dass Putin den Tod Nawalnys nicht angeordnet hatte (8). Es gibt also nicht einmal einen halbwegs glaubwürdigen Grund, Russland für verantwortlich zu halten. Doch die Europäer taten es trotzdem.

Die russische Botschaft in London erklärte (9):

Der Zweck dieser Farce ist klar: die schwindende antirussische Stimmung in westlichen Gesellschaften neu zu entfachen. Wo kein wirklicher Vorwand existiert, wird einfach einer erfunden.“

Der russische Botschafter in Deutschland (10) hingegen glaubt, dass dies in Wirklichkeit dazu dient,

die Bemühungen um einen direkten Dialog mit Moskau zu untergraben, über den in Europa in letzter Zeit vermehrt gesprochen wurde“,

nachdem Macrons diplomatischer Berater angeblich Moskau (11) besucht hatte.

Korybko (12) weist darauf hin, dass der Ständige Vertreter Russlands bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen diese Ansicht zu teilen scheint. Ihm zufolge sei klar (13), dass ein sinnvoller Dialog mit dem Westen in absehbarer Zeit unmöglich ist.

Sie haben sich bereits entschieden und sind davon überzeugt, dass unser Land wahllos Menschen mit Polonium, Nowitschok und Froschgift vergiftet und damit gegen alle Normen und Verpflichtungen aus internationalen Verträgen verstößt.“

Verschwiegen werde dabei der größere Kontext der laufenden Gespräche Russlands mit den USA und der Ukraine, die nun von den USA vermittelt werden, sowie die Sabotageversuche der Europäer.

Es ist daher wahrscheinlich, dass die jüngsten Behauptungen über die Vergiftung Nawalnys durch Russland dazu dienen, „unbedarfte Ermittler“ von den Ermittlungen zu Nord Stream und der Veröffentlichung der Epstein-Dokumente abzulenken, eine Wiederaufnahme des russisch-europäischen Dialogs zu verhindern und die Gespräche Russlands mit den USA und der Ukraine zu sabotieren.

Das Verfolgen all dieser Ziele in diesem heiklen Moment des Ukraine-Konflikts, so Korybko, entspreche der Vorgehensweise der Europäer, insbesondere Großbritanniens, dessen Rolle in diesem Schauspiel nicht unterschätzt werden sollte. Es sei durchaus möglich, dass es sich in erster Linie um eine britische Provokation handelt, der sich mehrere westeuropäische Partner anschlossen, um dieser jüngsten Behauptung Glaubwürdigkeit zu verleihen. Überraschend sei allerdings, dass Frankreich sich beteiligte, nachdem Macrons diplomatischer Berater Berichten zufolge erst kürzlich Moskau besucht hatte.

Eine Erklärung wäre, dass Frankreich ein doppeltes Spiel spielt, indem es sich als Stimme Westeuropas und Kanal für die Annäherung Russlands präsentiert und so sein Ansehen steigert, während es letztlich in Wirklichkeit heuchlerisch handelt. Deshalb habe es sich dieser britischen Provokation angeschlossen.

Was ist da in Vorbereitung?

Immer wenn man glaubt, noch unglaubwürdiger können Aussagen von Regierungen nun wirklich nicht sein, kommt ein neues Highlight. Das ist nicht mehr lustig, das beginnt beängstigend zu werden. Besonders, wenn man dann solche Meldungen (14) liest.

"Bundeskanzler Friedrich Merz dringt auf erste konkrete Schritte zum Aufbau eines europäischen Nuklearschirms noch in diesem Jahr. Dazu habe man bereits vertrauliche Gespräche mit Frankreich eingeleitet, teilt Merz in einem Namensbeitrag in der US-Zeitschrift Foreign Affairs mit. Frankreich hatte zuvor eine enge Kooperation seiner Atomstreitkräfte mit Großbritannien initiiert. Es bietet zudem seit Jahren an, seinen Nuklearschirm auf die gesamte EU auszuweiten, was bisher jedoch daran gescheitert ist, dass Deutschland Mitbestimmung über Frankreichs Atomwaffen und über ihren etwaigen Einsatz verlangt. In der aktuell zum wiederholten Mal anschwellenden Debatte wird erneut auch über eine mögliche deutsche Bombe diskutiert. Diese sei allerdings mit gewaltigem Aufwand und mit immensen Kosten verbunden, heißt es. Beschleunigt worden ist die Debatte durch eine neue Studie der Münchner Sicherheitskonferenz, die fünf Optionen für eine europäische Abschreckung gegen Nuklearmächte diskutiert. Zumindest übergangsweise sei man dabei auf den US-Atomschirm angewiesen. Die Option, energisch auf nukleare Abrüstung zu setzen, wird nicht ernsthaft in Betracht gezogen."

Der letzte Satz beweist, dass hier bewusst gegen den Atomwaffensperrvertrag (15) verstoßen wird. Denn dieser sieht vor, dass die Atommächte aktiv an der Abrüstung und der letztendlichen Abschaffung von Kernwaffen mitwirken. Stattdessen wird modernisiert, erweitert, vergrößert und immer mehr Länder wollen Kernwaffen haben. Denn offensichtlich benutzen die großen Atomstaaten solche, um Nichtatomstaaten zu bedrohen und erpressen, was ebenfalls ausdrücklich durch den NPT ausgeschlossen sein sollte.

Neokolonialismus oder Imperialismus

Man fragt sich angesichts von Reden während der Münchner Kriegskonferenz (16), denn um Frieden geht es längst nicht mehr, ernsthaft, ob der Westen glaubt, alte Herrlichkeit durch eine Renaissance von Kolonialismus wieder herstellen zu können, oder ob es ganz einfach der verzweifelte Versuch von Imperialisten ist, die aufstrebenden neuen Mächte nicht so mächtig werden zu lassen, dass sie selbst nur noch "Gleiche unter Gleichen" sind. Wenn noch irgendjemand nicht verstand, dass der Versuch nach dem 2. Weltkrieg endgültig gescheitert ist, die Weltordnung auf Verträgen und Gesetzen aufzubauen, statt auf Macht und Stärke, der sollte spätestens seit diesen Reden begreifen, dass wir gesellschaftlich die Geschichte mal wieder ein paar hundert Jahre zurückdrehen.

Gaza, Venezuela, Iran, Grönland usw. im Ausland, Sanktionen gegen Autoren, Verbote, Zensur und Verleumdungen im Inland sind die Beweise dafür, dass die nächsten Jahre durch Gewalt geprägt sein werden, nicht durch Kooperation, Verträge und Gesetze. Hoffen wir, dass diese Phase nicht wieder in einer dieser Katastrophen endet, nach denen dann alle sagen "nie wieder".

 Quellen und Anmerkungen

(1) https://der-politikchronist.blogspot.com/p/der-nawalny-nowitschok-komples.html

(2) Auf Grund der Wichtigkeit der Daten für das Verständnis der Aussagen, werden diese zum Download zur Verfügung gestellt: https://www.dropbox.com/scl/fi/r37a3p3odhogap4gtua07/Supplementary-Appendix.pdf?rlkey=u6ogjmke1rmz604j7yn9etvt1&st=fcu41dz8&dl=0

(3) https://www.auswaertiges-amt.de/en/newsroom/news/2756262-2756262

(4) https://www.gov.uk/government/news/joint-statement-by-the-uk-sweden-france-germany-and-the-netherlands-on-alexei-navalnys-death

(5) https://tass.com/politics/2087097

(6) https://korybko.substack.com/p/putin-had-no-reason-to-kill-navalny

(7) https://korybko.substack.com/p/whyd-putin-want-to-swap-navalny

(8) https://korybko.substack.com/p/us-spy-agencies-surprisingly-concluded

(9) https://tass.com/politics/2086867

(10) https://tass.com/politics/2087471

(11) https://tass.com/politics/2082245

(12) https://korybko.substack.com/p/the-latest-claims-that-russia-poisoned

(13) https://tass.com/politics/2087563

(14) https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10305

(15) https://de.wikipedia.org/wiki/Atomwaffensperrvertrag#Kritik

(16) https://tkp.at/2026/02/17/reden-die-uns-hunderte-jahre-zurueck-werfen/

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bild: Omsk,Russia-September 27, 2018. Opposition politician Alexei Navalny speaks at a rally among his supporters

Bildquelle: Jonas Petrovas/ shutterstock

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Folgt Trump Reagans Rollback-Strategie aus dem Kalten Krieg? | Von Wolfgang Effenberger

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Ein Meinungsbeitrag von Wolfgang Effenberger.

Nach dem Ende einer Entspannungsphase (1963-1979) mit SALT I/II und dem Helsinki-Abkommen folgte eine Phase erhöhter Konfrontation und Aufrüstung (1979–1985).

Sie wurde eingeleitet durch ein Dekret von US-Präsident Jimmy Carter vom 3. Juli 1979 zur massiven Unterstützung der gegen die sozialistische afghanische Regierung kämpfenden Mudschaheddin, die aus verschiedenen ethnischen Gruppen wie Paschtunen, Tadschiken und Usbeken, überwiegend sunnitischen Muslimen sowie schiitischen Fraktionen mit iranischer Unterstützung bestanden. Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski schrieb am 3. Juli 1979 in einer Notiz an Präsident Carter zu dessen erstem Dekret über die Unterstützung der Mudschaheddin, dass diese Hilfe die Sowjetunion zu einer militärischen Intervention provozieren und sie so in ihr "Vietnam" locken werde. Am 25. Dezember 1979 erfüllte sich Brzezinskis Vision.

Der NATO-Doppelbeschluss (1) vom 12. Dezember 1979 beendete die Détente (Entspannung); er leitete einen Rüstungswettlauf ein und mobilisierte Millionen Europäer in gewaltfreiem Protest gegen die atomare Aufrüstung. Die Proteste förderten den öffentlichen Abrüstungsdiskurs und trugen maßgeblich zur späteren Entspannungspolitik bei.

Trotz des heute unvorstellbaren Einsatzes wurden ab 1983 neue US-Mittelstreckenraketen (Pershing II, Cruise Missiles) in Westeuropa stationiert. Dieser Konflikthöhepunkt dauerte bis zu Gorbatschows Reformen (1985) und führte letztlich zum sowjetischen Kollaps durch Überdehnung – nicht zuletzt durch eine massive Steigerung der Verteidigungsausgaben unter US-Präsidenten Ronald Reagan (von 134 auf 253 Mrd. USD, 1981–1985). (2)

Ronald Reagan: charismatischer US-Präsident (1981–1989) und harter Anti-Kommunist

Im zweiten Anlauf zur Präsidentschaft war es dem Demokraten Ronald Reagan gelungen, seinen demokratischen Konkurrenten Jimmy Carter eindeutig aus dem Feld zu schlagen. Reagan hatte sich als einer der größten Stimmenfänger in der amerikanischen Geschichte erwiesen. Carters Image-Verlust seit dem jämmerlichen Fehlschlag beim Versuch der Geiselbefreiung in Teheran und angesichts der schlechten wirtschaftlichen Situation erleichterten Reagan und seinem Kandidaten für den Vizepräsidenten, dem ehemaligen CIA-Direktor George H. W. Bush, den Wahlsieg. Nicht ganz unbeteiligt daran war der Medienzar Rupert Murdoch. Er hatte zuvor die New York Post aufgekauft und war zumindest im Bundesstaat New York Reagans eifrigster Wahlhelfer. Daneben fügte er seinem Zeitungsimperium die 1875 in London gegründete Times und die US-Fernsehunternehmen Sky Channel sowie das Unterhaltungsunternehmen Warner-Communications hinzu. 

Ronald Reagans "Zweiter Kalter Krieg" markiert den Übergang von begrenzter Entspannung hin zu einer ideologisch aufgeladenen, systematisch vorbereiteten Konfrontationsphase, in der politische, ökonomische, militärische und psychologische Instrumente eng verzahnt wurden. Dabei werden Reagans Sicherheitsdirektiven (NSDD 17, 54, 75, 166), die massive Aufrüstung, der politische Einsatz des Exzeptionalismus‑Diskurses sowie der Ausbau verdeckter Operationen (Afghanistan, Mittelamerika, Grenada, Osteuropa) als Bausteine einer Rollback‑Strategie beschrieben, die die Sowjetunion ökonomisch und politisch überfordern und ihren Einflussraum systematisch aushöhlen sollte. 

Kernlinien der Reagan‑Phase 

Reagans Amtsantritt fiel in eine Phase verschärfter Spannungen nach dem Ende der Entspannungspolitik (SALT, Helsinki), dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan und dem NATO‑Doppelbeschluss, der einen neuen Rüstungswettlauf einleitete und Massenproteste in Westeuropa auslöste. Mit drastischen Erhöhungen der Verteidigungsausgaben, neuen Mittelstreckenraketen (Pershing II, Cruise Missiles) und riskanten Übungen wie Able Archer 83 wurde eine Politik der militärischen Überlegenheit verfolgt, die die sowjetische Führung zeitweilig an einen real drohenden nuklearen Erstschlag glauben ließ. (3)

Zentral sind Reagans Nationale Sicherheitsdirektiven: NSDD 17 operationalisiert verdeckte Unterstützung von "Freedom Fighters (Contras, Mudschaheddin) als low intensity warfare; NSDD 54 formuliert ein Programm zur schrittweisen Erosion sowjetischer Kontrolle in Osteuropa; NSDD 75 definiert einen integrierten Ansatz, der äußere Eindämmung, inneren Druck auf das sowjetische System und Verhandlungen als Instrument strategischer Dominanz kombiniert. NSDD 166 intensiviert später die Unterstützung der Mudschaheddin mit dem Ziel, die Sowjetunion in Afghanistan „bluten“ zu lassen und ihren Rückzug zu erzwingen – mit langfristigen Folgen wie dem Aufstieg jihadistischer Netzwerke. (4)

Ideologisch begründete Reagan diese Politik mit einem moralischen Dualismus: die Sowjetunion als "evil empire" und "focus of evil in the modern world", die USA als "shining city on the hill", getragen vom Glauben an einen göttlichen Auftrag und den amerikanischen Exzeptionalismus. Diese Rhetorik mobilisierte evangelikale Milieus, rechtfertigte Rüstungsprogramme (u.a. SDI) und verdeckte die Tatsachen, dass die praktische Politik nüchtern technokratisch kalkuliert ist und bereit, mit autoritären und extremistischen Kräften zu kooperieren. (5)

In der Rückschau erscheint Reagans Strategie ambivalent: Sie verband eine konzeptionell geschlossene Druckpolitik mit einem hohen Eskalationsrisiko (Able Archer, nukleare Enthauptungsszenarien) und blutigen Stellvertreterkriegen; zugleich trug sie, zusammen mit inneren Strukturprobleme der UdSSR und Gorbatschows Reformpolitik, zur Beschleunigung des sowjetischen Niedergangs bei, ohne ihn allein zu erklären.

Kontinuitätslinien unter Trump 

Trump erscheint explizit als Fortsetzer und Radikalisierer zentraler Reagan‑Muster. Bereits Reagans Wahlslogan und Versprechen einer "nationalen Erneuerung" kann man als Vorwegnahme von Trumps "Make America Great Again" lesen: Rückbesinnung auf traditionelle Werte, Patriotismus, Familie, Arbeit sowie das Versprechen, die wirtschaftliche, militärische und strategische Stärke der USA wiederherzustellen.

Im sicherheitspolitischen Bereich markiert die Reaktivierung des 56. Artilleriekommandos in Wiesbaden (ehemals Pershing‑II‑Verband) und die geplante Stationierung neuer Mittelstreckensysteme (Tomahawk, SM‑6, Dark Eagle) in Deutschland eine Art "Nachrüstungsbeschluss 2.0". Diese Modernisierung wird als funktionale Wiederaufnahme von Reagans Pershing‑Logik interpretiert: Die Fähigkeit zum Enthauptungsschlag gegen russische Führung und Kommando‑Infrastruktur, die drastische Verkürzung von Vorwarnzeiten und die Erhöhung des Anreizes für Präventivschläge. (6)

Gleichzeitig zeigt der Text, dass die parteipolitische Trennlinie relativiert wird: Demokratische Präsidenten tragen entscheidende Schritte (INF‑Aus, Reaktivierung von Kommandostrukturen, Zustimmung zu neuen Systemen), während ein republikanischer Präsident sie politisch umsetzt. Daraus leitet der Autor die These ab, dass Exzeptionalismus und globale Führungsansprüche als überparteiliche Konstanten wirken, während Trump dies rhetorisch in "America First" umformuliert. (7)

Ideologische Parallelen Reagan-Trump – Exzeptionalismus und Sendungsbewusstsein

Reagan interpretierte Tocquevilles "Exzeptionalismus" nicht nur als Andersartigkeit, sondern als moralische Überlegenheit und göttliche Auserwähltheit der USA; er verknüpft außenpolitische Ziele mit einem religiös‑eschatologischen Narrativ. Trump stellt zwar weniger theologische Bezüge her, knüpft aber mit "America First" an die Vorstellung an, dass US‑Interessen über internationalen Normen stehen und dass die USA das Recht haben, die globale Ordnung nach eigenen Bedürfnissen zu formen oder zu blockieren. (8)

Reagans "evil empire" etabliert ein Freund‑Feind‑Schema, das wenig Raum für Grauzonen lässt und Abrüstung als Ergebnis von Stärke, nicht als eigenständigen Wert definiert. Trumps Rhetorik arbeitet ebenfalls mit scharfen Dichotomien (Freunde/Feinde, Gewinner/Verlierer, "Patrioten" vs. "Globalisten"), was außenpolitisch in einer starken Personalisierung von Konflikten (etwa mit Gegnern, aber auch Verbündeten) und in einer Moralisierung von Deals sichtbar wird.

Beide Präsidenten inszenieren sich als entschlossene "Deal‑Maker", die im Gegensatz zu vermeintlich schwachen Vorgängern "durchgreifen": Reagan im Kontext von Aufrüstung, der Invasion Grenadas und einer harter Linie gegen die UdSSR; Trump im Kontext von Druck auf Verbündete, einseitigen Vertragskündigungen und der Ankündigung "harter" Maßnahmen gegenüber Rivalen. In beiden Fällen dient die Inszenierung auch der innenpolitischen Mobilisierung und dem Schließen der eigenen Koalition.

Reagan nutzte seine Schauspielerfahrung, um Botschaften medial wirkungsvoll aufzubauen, etwa in symbolträchtigen Reden (Orlando 1983, britisches Parlament, "shining city on the hill"). Trump übersetzt dieses Moment in die Logik permanenter medialer Präsenz via Social Media und emotionalisierter Auftritte, wobei der Inhalt oft sekundär erscheint gegenüber dem performativen Eindruck von Dominanz und Authentizität. (9)

Strategische und doktrinäre Parallelen – Offensive statt rein defensiver Eindämmung

Reagans NSDD‑Doktrin verließ das klassische Containment und setzte auf aktiven Rollback: Unterstützung von Dissidenten, Gewerkschaften (Solidarność), oppositionellen Bewegungen in Osteuropa und antikommunistischen Guerillas in der Dritten Welt. Unter Trump verschiebt sich der Fokus zwar stärker auf Rivalen wie China und Russland, doch der Grundmodus bleibt: systemische Rivalen sollen nicht nur eingehegt, sondern strategisch geschwächt und technologisch, ökonomisch wie militärisch zurückgedrängt werden (z.B. durch Sanktionen, Exportkontrollen, militärische Positionierung). 

Eskalationsbereitschaft bei Rüstung und Nuklearstrategie

Reagan ließ durch neue Nuklearoptionen, Enthauptungsszenarien und Programme wie SDI das Konzept der gegenseitig gesicherten Zerstörung (MAD) faktisch hinter sich und diskutierte die Möglichkeit "begrenzter" Nuklearkriege; Berater wie Colin S. Gray akzeptierten selbst Millionen Tote im eigenen Land als kalkulierbare Größe. Trump erscheint im Kontext der neuen US‑Mittelstrecken‑ und Hyperschallwaffen als politischer Deckel für eine ähnlich riskante Strategie: kurze Vorwarnzeiten, Bedrohung russischer Frühwarnsysteme und Silos, Erhöhung des Drucks auf Moskau und damit der Gefahr von Fehlentscheidungen und Präventivschlägen. (10)

Reagans Politik gegenüber Osteuropa (NSDD 54) und der UdSSR (NSDD 75) nutzt Handel, Kredite, Informationspolitik und Menschenrechtsdiskurse, um den gegnerischen Block von innen zu erodieren, während Militärmanöver und Aufrüstung den äußeren Druck erhöhen. Trumps Umfeld bewegt sich in einer Welt, in der diese Instrumente – Sanktionen, Informationsoperationen, "Democracy Promotion", ökonomische Kriegsführung – bereits institutionalisiert sind, und setzt sie gegen Russland und China in einer komplexen Mischung aus Druck, Deals und Drohung ein. (11)

Unter Reagan wurde Westeuropa, insbesondere die Bundesrepublik, durch die Stationierung von Pershing II zum zentralen Vorfeld eines möglichen Atomkriegs; Ellsbergs Analyse zufolge wäre Europa im Szenario eines begrenzten Nuklearkriegs "Puffer" und "Trümmerhaufen", während die USA verschont blieben. Analog dazu folgt die geplante Stationierung von Dark Eagle und anderen Systemen in Deutschland einer Wiederkehr einer ähnlichen Logik: Deutschland als bevorzugtes Erstschlagziel, als Vorfeld amerikanischer Strategie in einem möglichen Konflikt mit Russland. 

Unterschiede und Zuspitzungen

Trotz der Parallelen markieren Kontext und Schwerpunktsetzung auch Unterschiede: Reagan operierte im Rahmen eines bipolaren Systems und zielte strukturiert auf die UdSSR als Hauptgegner, während Trump in einer multipolaren Ordnung agiert, in der China, Russland und regionale Krisenherde konkurrierende Prioritäten darstellen. Zudem war Reagans Strategie stark in institutionellen Doktrinen (NSDDs, TRADOC‑Vorläufer) verankert, während Trump stärker personalisiert, mitunter erratisch agiert, sich aber zugleich auf eine bereits etablierte Infrastruktur von "operations other than war" und hybriden Instrumenten stützen kann, die seit den 1990er‑Jahren ausgebaut wurde. (12)

Insgesamt lag von Reagan bis Trump die strukturelle Konstante weniger in parteipolitischen Etiketten als in einem tief verankerten Exzeptionalismus und einer auf globale Dominanz angelegten militärisch‑strategischen Kultur. Die Pershing‑II‑Phase und die kommende Dark‑Eagle‑Phase sind dabei zwei Kulminationspunkte derselben Langzeitlinie: der Bereitschaft, Europa – und speziell Deutschland – als vorderste Linie und potentiellen Schauplatz eines eskalierten Konflikts mit der jeweils definierten Hauptbedrohung (UdSSR bzw. Russland) zu benutzen. (13) 

Reagans Politik verband massive Aufrüstung, NSDD-Direktiven und verdeckte Operationen, um die Sowjetunion zu überfordern. Trump setzt dies mit neuen Mittelstreckenwaffen fort.

Reagan initiierte nach dem NATO-Doppelbeschluss und dem Afghanistan-Einmarsch einen Rüstungswettlauf mit Pershing-II-Raketen und Übungen wie Able Archer 83. NSDD-75 definierte Eindämmung, inneren Druck und Rollback gegen die UdSSR. "Evil Empire"-Rhetorik mobilisierte moralische und evangelikale Unterstützung. 

Trumps Kontinuität

Trump reaktiviert Pershing-Logik durch Dark Eagle in Deutschland, verkürzt Vorwarnzeiten und erhöht Eskalationsrisiken. "Make America Great Again" spiegelt Reagans "nationale Erneuerung" wider. Exzeptionalismus bleibt überparteilich. 

Ideologische Parallelen:

  • Gut-gegen-Böse-Dualismus:
    Evil Empire (Reagan) – China/Russland "neue Evils"
  • Sendungsbewusstsein:
    Shining city on the hill – America First.
  • Stärke-Inszenierung:
    Aufrüstung/SDI – Vertragskündigungen/Sanktionen.
  • Mediale Performanz:
    Schauspieler-Rhetorik – Social-Media-Dominanz.

Strategische Übereinstimmungen:

  • Offensiver Rollback statt Containment.
  • Nukleare Eskalationsbereitschaft (MAD-Aushebelung).
  • Political Warfare mit Proxys (Mudschaheddin – moderne Sanktionen).
  • Europa als Vorfeld (Pershing – Dark Eagle). 

Bei all den Parallelen zwischen dem außenpolitischen Vorgehen beider US-Präsidenten hat sich die Welt dramatisch verändert: Stand Reagans Plänen eine dahinsiechende Sowjetunion gegenüber – die restliche Welt war ohnehin nur Spielball –, so hat Trump es mit einem erstarkten Russland zu tun, das nach den Erfahrungen mit US-Amerika in der Jelzin-Ära sich nie den USA ergeben wird, sowie mit einer nichtwestlichen Welt, die eine multipolare Friedensordnung anstrebt und den aufkommenden US-Unipolarismus aktiv bekämpft (siehe BRICS+).

Anmerkungen und Quellen

Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete "atomare Gefechtsfeld" in Europa. Nach zwölfjähriger Dienstzeit studierte er in München Politikwissenschaft sowie Höheres Lehramt (Bauwesen/Mathematik) und unterrichtete bis 2000 an der Fachschule für Bautechnik. Seitdem publiziert er zur jüngeren deutschen Geschichte und zur US-Geopolitik. Zuletzt erschienen vom ihm: „Schwarzbuch EU & NATO“ (2020) sowie „Die unterschätzte Macht“ (2022).

 +++

1) Der NATO-Doppelbeschluss vom 12. Dezember 1979 sah die Modernisierung der nuklearen Mittelstreckenwaffen in Westeuropa (Pershing II und Cruise Missiles) vor, falls Verhandlungen mit der Sowjetunion über Rüstungskontrolle scheitern würden, um das atomare Gleichgewicht wiederherzustellen – was durch die sowjetischen SS20 aber nicht verändert worden war.

2) https://www.studysmarter.de/schule/geschichte/nachkriegszeit/nato-doppelbeschluss/

3) https://www.welt.de/geschichte/article248387000/Bedrohliche-Nato-Uebung-Able-Archer-83-Entging-die-Welt-im-Jahr-1983-nur-um-Haaresbreite-einem-Atomkrieg.html

4) https://www.reaganlibrary.gov/reagans/reagan-administration/nsdd-digitized-reference-copies

5) https://deutsch.wikibrief.org/wiki/Evil_Empire_speech
(Seite nicht mehr aufrufbar)

6) Lühr Henken Friko-Plenum, 3.11.2024, Impuls zum „Berliner Appell"; https://augengeradeaus.net/2025/07/deutschland-fragt-usa-nach-abschuss-system-fuer-tomahawk-marschflugkoerper/

7) https://obamawhitehouse.archives.gov/the-press-office/2014/05/28/remarks-president-united-states-military-academy-commencement-ceremony

8) https://www.forthewriters.com/post/democracy-in-america-alexis-de-tocqueville

9) Zitiert aus Ulrich Schiller: Macht außer Kontrolle. Berlin 2005, S. 279

10) Artikel von Gray Victory is possible in der Zeitschrift Foreign Policy, Sommerausgabe 1980, S. 22

11) https://irp.fas.org/offdocs/nsdd/nsdd-75.pdf

12) Seit 1994 gehört die hybride Strategie offiziell zum Handwerkskasten der US-Armee: Im Dokument TRADOC 525-5, US-Konzept für die strategische Armee des 21. Jahrhundert vom 1. August 1994 wird eine neue "Dynamische Ära", eine Welt im Übergang (Transition) beschrieben. Der Übergang vom 20. in das 21. Jahrhundert sollte sich über zwei Dekaden vollziehen (von 1990 bis 2010) unter Anwendung der Schritte Aufruhr, Krise, Konflikt und schließlich Krieg. Dieses Drehbuch kann man vom Irak- bis zum heutigen Ukraine-Krieg beobachten. Instrumente für die provozierten Umstürze sind die "Dynamischen Kräfte" (Dynamik Forces at Work) mit dem Ziel der Geostrategischen Ausrichtung. Für diese Politik wurde das Werkzeug "Operations Other Than War" geschaffen:

  • Civil Support (Zivile Unterstützung)
  • Disaster Relief (Katastrophenhilfe)
  • Peace Operations (Friedenseinsätze)
  • Counter Insurgency (Aufstandsbekämpfung)
  • Arms Control (Rüstungskontrolle)
  • Counter Terrorism (Terrorismus-Bekämpfung)
  • Environmental Operations (Umweltbezogene Operationen) und
  • Noncombatant Evacutation (Evakuierung von Nichtkombattanten)

13) https://www.blog-der-republik.de/die-stationierung-weitreichender-us-waffensysteme-in-deutschland-traegt-nicht-zu-mehr-sicherheit-bei-sie-erhoeht-das-atomare-risiko-fuer-unser-land/

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Ronald Reagan (von 1981-1989 40. US-Präsident)
Bildquelle: mark reinstein / shutterstock

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Die Scheindebatte um europäische Nuklearwaffen

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Brauchen Deutschland und Europa eigene nukleare Abschreckung, weil auf den „Nuklearschirm“ der USA kein Verlass mehr ist?

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Droht nun ein nukleares Wettrüsten? | Von Claudia Töpper

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Droht nun ein nukleares Wettrüsten? | Von Claudia Töpper
Tagesdosis 20260203 apolut
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Droht nun ein nukleares Wettrüsten? | Von Claudia Töpper

Am Donnerstag, den 05.02.2026, wird der „New START“-Vertrag zwischen den beiden Atommächten USA und Russland enden. Dieser Vertrag limitierte für beide Seiten den Besitz und die Anzahl der Atomwaffen auf 1550 Stück (1). Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht bekannt, ob ein neuer Vertrag geschlossen wird. 

Ein Kommentar von Claudia Töpper.

Inhalt des New START-Vertrages

Der New START (Strategic Arms Reduction Treaty) Vertrag wurde am 08. April 2010 von dem damaligen US-Präsidenten, Barack Obama und dem damaligen russischen Präsidenten, Dmitri Medwedew in Prag unterzeichnet. Am 05. Februar 2011 trat er in Kraft und wurde kurz nach dem Amtsantritt von US-Präsident, Joe Biden 2021 bis zum 5. Februar 2026 um fünf Jahre verlängert. (2) Der Vertrag limitierte die Anzahl der einsatzbereiten strategischen Sprengköpfe auf 1550 pro Seite, die Anzahl der einsatzbereiten Träger wie ICBM, SLBM und schwere Bomber auf 700 und grenzte die Gesamtzahl der Träger, die pro Seite existieren durften, egal, ob eingesetzt oder nicht, auf insgesamt 800 ein. (3)

Zusätzlich zu diesen Regelungen beinhaltete der Vertrag Abkommen zur Transparenz. Dies betraf den gegenseitigen Datenaustausch, Benachrichtigungen sowie bis zu 18 Inspektionen pro Jahr. (4)

Der Hintergrund dieses Abkommens war, ein ungezügeltes Wettrüsten zu verhindern. Der Gedanke eines Abkommens, der die Rüstungen der USA und Russland einschränke, wird bereits seit dem Kalten Krieg durch Verträge verfolgt. Jedoch blieb es häufig bei dem Versuch, bindende Verträge abzuschließen. (5) START II von 1993 zielte beispielsweise darauf ab, die Anzahl der strategischen Sprengköpfe auf 3000 pro Seite zu reduzieren. Dieser Vertrag scheiterte jedoch aufgrund des US-Rückzugs aus dem ABM-Vertrag von 1972, den Washington 2002 verließ, um Raketenabwehrsysteme aufzubauen. Aus russischer Perspektive stellte dies einen Bruch des Gleichgewichts dar. Dieser führte als Gegenreaktion zur Entwicklung der russischen Hyperschalltechnologie. Zwar sollte der Vertrag SORT von 2002 die Beschränkungen auf 1700-2200 Sprengköpfe senken. Jedoch scheiterte auch dieses Vorhaben, da der Vertrag nie wirklich verifiziert wurde. Der INF-Vertrag von 1987 und der ABM-Vertrag von 1972 wurde ebenfalls durch die USA gekündigt. Mit dem SALT-II-Vertrag von 1979 wurde ein weiterer Versuch unternommen, die Rüstungsbegrenzung auf Waffensysteme auszuweiten, die über interkontinentale ballistische Raketen (ICBMs) und U-Boot-Raketen hinausgingen, um damit den SALT I – Vertrag von 1972 zu ergänzen. Jedoch kam es nicht zu einer Ratifizierung, da die USA unter ihrem damaligen Präsidenten, Ronald Wilson Reagan die Rüstung hochfuhren. (6)

Lediglich die Verträge SALT I von 1972 und START I von 1991 kamen vor dem New START-Vertrag zustande. Der SALT I - Vertrag limitierte die Anzahl der interkontinentalen ballistischen Raketen (ICBMs) und U-Boot-Raketen und markierte damit gleichzeitig den Auftakt der Verhandlungen zwischen den USA und der Sowjetunion. Nach dem Zerfall der Sowjetunion reduzierte der START I - Vertrag die Anzahl der strategischen Sprengköpfe auf 6000 Stück pro Seite. (7)

Mit dem 05. Februar 2026 endet nun das letzte Abkommen zur Begrenzung strategischer Atomwaffen für beide Länder. (8)

2023 setzte Russland den Vertrag aus

Am 21. Februar 2023 kündigte der russische Präsident, Wladimir Putin in seiner jährlichen offiziellen Rede zur Lage der Nation vor dem russischen Parlament in Moskau die Aussetzung der russischen Teilnahme am New‐START-Vertrag an. (9) Laut der russischen Nachrichtenagentur TASS fügte er damals hinzu:

„Wir treten nicht aus dem Vertrag aus, nein, sondern setzen lediglich unsere Teilnahme aus.“ (10)

Wie die russische Nachrichtenseite RT.DE berichtete, äußerte sich der ehemalige russische Präsident wie folgt zum New START-Vertrag:

„Damit sei im Einzelnen ein Beitrag zur strategischen Stabilität und zur notwendigen Vorhersehbarkeit im Bereich strategischer Offensivwaffen geleistet worden. Negative Aspekte könnten jedoch nicht vermieden werden. Die russische Seite habe eine Reihe von Einwänden im Zusammenhang mit Bestimmungen des Vertrags vorgebracht. Die Regierung von Joe Biden habe destruktive Schritte unternommen, die den grundlegenden Prinzipien des Vertrags zuwidergelaufen seien. Deswegen sei Russland letztendlich dazu gezwungen worden, den Vertrag im Jahr 2023 auszusetzen. […] Das Problem habe nicht in der Qualität des Abkommens selbst gelegen, sondern im unverantwortlichen Vorgehen der USA bei dessen Umsetzung und im Zustand der Beziehungen zwischen Moskau und Washington.“ (11)

Putin äußert sich zum Ende des Vertrages

Der russische Präsident, Wladimir Putin gab bereits Ende September bekannt, dass Russland den New-START-Vertrag ein Jahr nach dem Ablauf weiterhin beachten werde. (12) Diese Entscheidung begründete er mit der Aussage, „keinen weiteren Wettlauf im Bereich der strategischen Aufrüstung zu provozieren und ein akzeptables Maß an Vorhersehbarkeit und Zurückhaltung zu gewährleisten. Der New-START-Vertrag habe seit 15 Jahren eine bedeutende Rolle gespielt. Nun sein Erbe aufzugeben, wäre ein falscher und kurzsichtiger Schritt“ und betonte

„Ich bin davon überzeugt, dass die Umsetzung der russischen Initiative einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung einer Atmosphäre leisten könnte, die einem substanziellen strategischen Dialog mit den USA förderlich ist." (13)

Laut RT.DE fügte Putin hinzu: „Die Maßnahme wäre nur dann tragfähig, wenn die USA diesem Beispiel folgten und keine Schritte unternähmen, um das derzeitige Gleichgewicht der Abschreckungsfähigkeiten zu untergraben.“ Hierbei wies Putin die zuständigen Behörden an,

„Washingtons Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Arsenal strategischer Waffen zu überwachen, insbesondere in Bezug auf die Systeme zur Raketenabwehr.“ (14)

Der russische Außenminister, Sergei Lawrow gab dem RIA Nowosti bereits im November 2025 ein Interview zu dieser Thematik. In diesem erklärte er:

Das Einzige, was wir brauchen, ist Gegenseitigkeit seitens der USA: Wir werden uns nur dann an die freiwilligen Beschränkungen halten, wenn und solange sich auch die andere Seite daran hält. Wenn die Amerikaner Fragen haben, können sie diese natürlich jederzeit an uns richten. […] Wir haben nicht vor, jemanden zu überreden. Wir glauben, dass unser Schritt den Interessen beider Seiten und der gesamten Weltgemeinschaft entspricht. Wir sind auf jede Entwicklung vorbereitet.[…]“ (15)

Der russische Außenminister schloss Verhandlungen zum Thema Neuauflage des New START-Vertrages aus, solange die USA die Ukraine unterstützte. (16)

Trumps Reaktion

Am 08. Januar 2026 gab der US-Präsident, Donald J. Trump der New York Times ein Interview. Zu dem Ende des New START- Vertrages äußerte er sich mit den Worten:

„Wenn es ausläuft, dann verfällt es – wir machen einfach eine bessere Vereinbarung.“ (17)

Berichten zufolge soll die Verlängerung des Vertrages an Donald Trump scheitern. Die österreichische Nachrichtenseite tkp schreibt hierzu:

„Trump insistiert auf Einbeziehung Chinas in ein neues Abkommen, was Russland und China als unrealistisch ablehnen, da Chinas Arsenal nur ein Bruchteil der US- und russischen Größe hat.“

Der russische Diplomat, Sergei Rjabkow betonte,

„dass ohne US-Zusage nur verbrannte Erde in der Rüstungskontrolle bleibt, was zu einem dreiseitigen Wettrüsten mit China führen könnte. Wer angesichts der industriellen und wirtschaftlichen Stärke als Sieger hervorgehen dürfte, kann man leicht erraten.“ (18)

Experten warnen vor Wettrüsten

Es ist das erste Mal seit 50 Jahren, dass kein neuer Vertrag in Aussicht gestellt wird, der das Wettrüsten unterbindet. Dies bewegt viele Experten und Organisationen, wie die Nichtregierungsorganisation ICAN, dazu Warnungen auszusprechen. (19) Die Warnungen beziehen sich auf mangelnde Transparenz, die zu mehr Misstrauen führen kann. Zudem könnte nun eine Zeit des unkontrollierten Aufrüstens folgen, welches auch China betreffen könnte und das Risiko einer versehentlichen Eskalation steige massiv, besonders im Hinblick auf die globalen Spannungen und den Ukrainekonflikt. (20)

Kommentar

Solange der Ukrainekonflikt nicht beigelegt wird oder die amerikanischen Waffenlieferungen an die Ukraine eingestellt werden, scheint es keine Neuauflage des Vertrages zu geben, so der russische Außenminister noch im November 2025. 

Das bisher noch kein neuer Vertrag zwischen Russland und den USA bezüglich der Limitierung von Nuklearwaffen zustande gekommen ist, könnte den Eindruck erwecken, dass sich beide darauf einigen könnten, eine allgemeine Limitierung künftig zu unterlassen und dem jeweils anderen Freiheiten einzugestehen. 

Dies ist jedoch eher unwahrscheinlich, da sich der russische Präsident offensichtlich seiner Verantwortung bewusst ist. Auch, wenn man bei Donald Trump das Gegenteil vermuten könnte, scheint ihm die Verantwortung auch bewusst zu sein, wenn man seinen Worten vom 08. Januar 2026 Glauben schenken kann. Ihm schwebt offenbar ein anderer Vertrag vor - einer, der China, Russland und die USA in die Verantwortung zieht. 

Aufgrund des Ukrainekrieges sind die USA und Russland jedoch in regem und ständigem Austausch miteinander und planen bereits gemeinsame wirtschaftliche Verträge für die Zeit nach dem Ukrainekrieg. Am vergangenen Samstag, den 31.01.2026 besuchte der russische Investmentbanker und Leiter des staatlichen russischen Anlagefonds sowie Gesandter des russischen Präsidenten, Wladimir Putin, Kirill Dmitriev zum Beispiel den US-Präsidenten, Donald J. Trump in Florida. Neben den Themen zum Ukrainekonflikt wurden dort anscheinend auch wirtschaftliche Themen zwischen Russland und den USA besprochen. (21) Dies lässt ein X-Post des Gesandten vermuten, in dem er folgendes schreibt:

„Konstruktives Treffen mit der US-Friedensdelegation. Produktive Diskussion auch über die US-Russland Wirtschaftsarbeitsgruppe.“ (22)

Auch, wenn die Einschätzungen der warnenden Experten theoretisch möglich sind und in Anbetracht der Spannungen, die die USA in der geopolitischen Welt momentan verursachen auch gerechtfertigt erscheinen, ist es in Bezug auf Russland wahrscheinlicher, dass die USA bei einem ihrer vielen Treffen mit Russland einen neuen Vertrag aushandeln werden, der die Aufrüstung beider Länder limitieren wird. 

Quellen und Anmerkungen

(1) https://tkp.at/2026/02/02/am-6-februar-laeuft-new-start-rueckt-atomkrieg-naeher/

(2) https://tkp.at/2026/02/02/am-6-februar-laeuft-new-start-rueckt-atomkrieg-naeher/

(3) https://tkp.at/2026/02/02/am-6-februar-laeuft-new-start-rueckt-atomkrieg-naeher/

(4) https://tkp.at/2026/02/02/am-6-februar-laeuft-new-start-rueckt-atomkrieg-naeher/

(5) https://tkp.at/2026/02/02/am-6-februar-laeuft-new-start-rueckt-atomkrieg-naeher/

(6) https://tkp.at/2026/02/02/am-6-februar-laeuft-new-start-rueckt-atomkrieg-naeher/

(7) https://tkp.at/2026/02/02/am-6-februar-laeuft-new-start-rueckt-atomkrieg-naeher/

(8) https://tkp.at/2026/02/02/am-6-februar-laeuft-new-start-rueckt-atomkrieg-naeher/

(9) https://www.upi.com/Top_News/World-News/2023/02/21/Putin-state-nation-Ukraine-Western-START/9411676980887/

(10) https://tass.com/russian-president-vladimir-putins-address-to-the-federal-assembly/1579551

(11) https://de.rt.com/international/268398-medwedew-ueber-new-start-vertrag/

(12) https://de.rt.com/international/268398-medwedew-ueber-new-start-vertrag/

(13) https://de.rt.com/international/256747-putin-russland-wird-new-start/

(14) https://de.rt.com/international/256747-putin-russland-wird-new-start/

(15) https://de.rt.com/international/261251-lawrow-russland-wird-usa-nicht/

(16) https://de.rt.com/international/256747-putin-russland-wird-new-start/

(17) https://www.reuters.com/world/if-it-expires-it-expires-trump-tells-nyt-about-us-russia-nuclear-treaty-2026-01-08

(18) https://tkp.at/2026/02/02/am-6-februar-laeuft-new-start-rueckt-atomkrieg-naeher/

(19) https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ende-des-new-start-vertrags-folgt-jetzt-ein-nukleares-wettruesten.0c0ae820-67a0-4a09-bf62-a462719d602a.html

(20) https://t.me/bitteltv/37558

(21) https://x.com/kadmitriev/status/2017549838942879858 

(22) https://x.com/kadmitriev/status/2017648246282129774

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Dank an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Atombombe explodiert über der Stadt Illustration

Bildquelle: ImageBank4u / shutterstock

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Steadfast Noon: Die NATO probt den Atomkrieg – und Deutschland ist mit dabei

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Die NATO startet ihr jährliches Atomwaffen-Manöver „Steadfast Noon“ und behauptet, es handle sich um reine Routine. Doch wer militärische Doktrin und strategische Eskalationsmuster versteht, erkennt: …

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