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Deutschlands Außenpolitik laviert zwischen wirtschaftlicher Abhängigkeit von China und sicherheitspolitischer Bindung an die USA
Der Beitrag Zwischen Moralrhetorik und Marktrealität – Deutschlands China-Dilemma erschien zuerst auf .
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Ausschnitt aus dem Interview mit Eva Herman | Die Bedeutsamkeit der Mutter-Kind-Bindung ‒ Hier in voller Länge zu sehen: https://apolut.net/im-gespraech-eva-herman/
Eva Herman beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit Familien, Mutter-Kind-Bindung und anverwandten Themen.
Weil ihre Publikationen das traditionelle Familienbild stützen und vor allem im Sinne einer positiven Entwicklung Kleinkinder nicht von ihren Eltern getrennt werden sollten, wurde Herman angefeindet. Der Höhepunkt der medialen Hinrichtung stellte zweifelsohne eine Sendung von Johannes B. Kerner aus 2007 dar, in der mit vollkommen an den Haaren herbeigezogem Framing Frau Herman eine Nähe zu Nazis angedichtet wurde.
Über allem schwebt die Frage: Warum will man möglichst früh die Kinder von den Eltern entfremden und eine Bindungsstörung herbeiführen? Darauf suchen wir Antworten.
Das Gespräch führte Markus Fiedler.

Cap Allon
Der Terminus „Klima-Notstand“ ist allgegenwärtig – in Schlagzeilen, Klassenzimmern und politischen Reden – und wird in der Regel mit der Behauptung gerechtfertigt, dass „die Wissenschaft dies so sagt“.
Nach einer Volltextsuche im Flaggschiff der physikalischen Wissenschaftsbewertung der Vereinten Nationen, dem Bericht der IPCC-Arbeitsgruppe I AR6, fehlt die aktivistische Sprache.
Während „Klimawandel“ 5.245 Mal und „globale Erwärmung“ 1.930 Mal vorkommen, tauchen Begriffe wie „Klimanotstand“, „Klimakrise“ und „Klimazusammenbruch“ genau null Mal auf:
AR6 WG1 wurde von Naturwissenschaftlern verfasst, die Beobachtungen, Verfahren und Unsicherheiten beschreiben. Vermieden wurden emotionale Formulierungen, sind diese doch nicht wissenschaftlich.
Die mittlerweile allgegenwärtige Sprache der Dringlichkeit stammt von Interessengruppen, Politikern, Medien und Aktivisten – nicht aus der wissenschaftlichen Kernbewertung, auf die sie sich angeblich berufen.
Wenn jemand darauf besteht, dass „Wissenschaftler sagen, wir befinden uns in einem Klimanotstand”, bitten Sie ihn, Ihnen zu zeigen wo. Denn in dem maßgeblichsten und etabliertesten „Klimawissenschaftsbericht” der Welt wird dies nicht erwähnt.
The Guardian et al. ignorieren den IPCC und greifen stattdessen selektiv die Ansichten einer Handvoll extremistischer Aktivisten-Wissenschaftler heraus:
Falls die Wissenschaft tatsächlich auf den behaupteten „apokalyptischen Notstand” hinweisen würde, wäre zu erwarten, dass mehr Wissen auch mehr Angst bedeutet. Die Beweise zeigen jedoch das Gegenteil.
Eine aktuelle Studie untersuchte 2.066 Erwachsene und stellte fest, dass ein höheres Umwelt- und Klimawissen stark mit einer geringeren Klimangst verbunden ist, selbst nach Berücksichtigung von Persönlichkeitsmerkmalen, politischen Einstellungen, Bildung und demographischen Faktoren.
Die Autoren berichten von einem klaren umgekehrten Zusammenhang: Mit zunehmendem Wissen nimmt die Klimangst ab. Panik korreliert mit Unwissenheit, nicht mit Unverständnis:
[Hervorhebung im Original]

Umgekehrter Zusammenhang zwischen dem allgemeinen Umweltwissen zu Zeitpunkt 3 und der Angst vor dem Klimawandel zu Zeitpunkt 4.
Link: https://electroverse.substack.com/p/northern-europe-locked-in-deep-freeze?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Wissenschaftler sagen NICHT „Klima-Notstand“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Demetris Koutsoyiannis und Theano Iliopoulou
Ist das Mittelmeer wirklich ein Klima-Hotspot? Auf der Grundlage langfristiger hydroklimatischer Beobachtungen wird hier die Beweislage überprüft und die bemerkenswerte klimatische Komplexität der Region hervorgehoben.
Es besteht sehr hohe Sicherheit (um es mit ihren eigenen Worten auszudrücken), dass der IPCC den Mittelmeerraum als „Hotspot des Klimawandels” bezeichnet. In Abschnitt „10.6.4.6
Zukünftige Klimainformationen aus globalen Simulationen” stellt der IPCC AR6 fest (Hervorhebung von uns [Autoren]):
Es wird erwartet, dass der Mittelmeerraum einer der prominentesten und anfälligsten Hotspots des Klimawandels sein wird (…). Die Simulationen von CMIP5, CMIP6, HighResMIP und CORDEX (…) prognostizieren alle eine zukünftige Erwärmung für das 21. Jahrhundert zwischen 3,5 °C und 8,75 °C (…). Die verstärkte Erwärmung im Sommer erhöht auch die Amplitude des saisonalen Zyklus‘ (…). Klimamodelle prognostizieren einen Rückgang der Niederschläge in allen Jahreszeiten und eine Ausdehnung des mediterranen Klimas nach Norden und Osten, wobei die betroffenen Gebiete trockener werden und die Sommertrockenheit zunimmt (…).
Der Bericht enthält zahlreiche erschreckende Prognosen für den Mittelmeerraum. So geht aus den Tabellen 11.5 und 11.7 hervor (Hervorhebung von uns):
CMIP6-Modelle prognostizieren einen deutlichen Anstieg der Intensität und Häufigkeit von Starkniederschlägen (…). Weitere Belege [sic] aus CMIP5- und RCM-Simulationen für einen Anstieg der Intensität von Starkniederschlägen
Zum Thema Wind heißt es im Abschnitt „12.4.1.3 Wind“ (Hervorhebung von uns):
Es besteht ein hohes Maß an Sicherheit, dass der Klimawandel in Nordafrika und im Mittelmeerraum zu einem Rückgang der mittleren Windgeschwindigkeit, des Windenergiepotenzials und der starken Winde führen wird, was eine Folge der Verschiebung der Hadley-Zelle in Richtung Pol ist (…). Die Häufigkeit von Mittelmeer-Stürmen, die Nordafrika erreichen, einschließlich Medicanes, wird voraussichtlich abnehmen, ihre Intensität jedoch zunehmen.
Darüber hinaus informiert uns Abschnitt „12.4.5.2 Nass und trocken“ (Hervorhebung von uns):
Es besteht hohe Sicherheit, dass die Trockenheit zunehmen wird (…), und hohe Sicherheit, dass landwirtschaftliche, ökologische und hydrologische Dürren im Mittelmeerraum zunehmen werden (…). Es besteht hohe Sicherheit, dass die Brandgefahr im Mittelmeerraum zunehmen wird.
Schließlich heißt es in „Box TS.6 | Wasserkreislauf“ (Hervorhebung von uns):
Der prognostizierte Anstieg der Verdunstung aufgrund der wachsenden Austrocknung der Atmosphäre wird zu einer Verringerung der Bodenfeuchtigkeit im Mittelmeerraum führen.
In früheren Studien für Teile des Mittelmeerraums haben wir gezeigt, dass die düsteren Prognosen nicht eintreffen – und manchmal ist die Uneinigkeit unterhaltsam:
D. Koutsoyiannis, and A. Montanari, Climate extrapolations in hydrology: The expanded Bluecat methodology, Hydrology, 9, 86, doi:10.3390/hydrology9050086, 2022.
D. Koutsoyiannis, T. Iliopoulou, A. Koukouvinos, N. Malamos, N. Mamassis, P. Dimitriadis, N. Tepetidis, and D. Markantonis, In search of climate crisis in Greece using hydrological data: 404 Not Found, Water, 15 (9), 1711, doi:10.3390/w15091711, 2023.
Diese Studie haben wir vorige Woche veröffentlicht: 1
T. Iliopoulou, M. Lada, C.I. Stavropoulou, D.M. Tourlaki, N. Tepetidis, P. Dimitriadis, and D. Koutsoyiannis, Complexity of hydroclimatic changes in the Mediterranean: Exploring climate drivers using ERA5 reanalysis, Water, 18 (3), 331, doi:10.3390/w18030331, 2026.
Darin untersuchen wir den ERA5-Reanalyse-Datensatz für den Zeitraum 1950–2024, um die Kovarianz von Temperatur, Niederschlag, Verdunstung, fühlbarer Wärme, Wassersäule und Wind im Mittelmeerraum systematisch zu analysieren.
Anstatt uns auf einen einzigen Indikator zu konzentrieren, befassen wir uns in dieser Arbeit mit drei zentralen Fragen:
• Frage 1: Wie haben sich die wichtigsten hydroklimatischen Variablen über Land, Meer und dem gesamten Mittelmeerraum im Zeitraum 1950–2024 entwickelt, und inwieweit zeigen ihre Veränderungsmuster eine Synchronisation oder Divergenz innerhalb der Region?
• Frage 2: Wie hat sich die vertikale Temperaturstruktur der mediterranen Atmosphäre zwischen 1950 und 2024 entwickelt, und was sagt die daraus resultierende Veränderung der Temperaturabnahme über die Verteilung der Erwärmung über die atmosphärischen Schichten aus?
• Frage 3: Inwieweit weisen mediterrane hydroklimatische Prozesse eine langfristige Persistenz auf, und wie charakterisiert das Hurst-Kolmogorov-Modell ihre zeitliche Variabilität über deterministische Trends hinaus?
Unsere Analyse bestätigt ein starkes Erwärmungssignal in der gesamten Region, insbesondere über Land. Die Temperaturen in Bodennähe zeigen einen starken Erwärmungstrend, während die Erwärmung in der Höhe schwächer ausfällt, was zu einer allmählichen Steigerung der atmosphärischen Temperaturabnahme führt. 2

Abbildung 5 der Studie. Koevolution der Temperatur nahe der Oberfläche (2–10 m) und des vertikalen Temperaturgradienten (Temperaturgradient, dargestellt als —dT/dz) für den Mittelmeerraum von 1950 bis 2024, dargestellt anhand zweier Y-Achsen, um den Vergleich zu erleichtern.
Dieses thermodynamische Signal führt jedoch nicht zu systematischen Veränderungen der Niederschlagsmenge oder der Verdunstung.
Stattdessen zeigt sich die Komplexität der mediterranen Klimadynamik, wie sie sich in der Divergenz zwischen Land und Meer, dem Fehlen synchronisierter Veränderungen zwischen den Variablen und der Abweichung der beobachteten Muster von denen zeigt, die allein auf der Grundlage vereinfachter Thermodynamik oder Temperaturtrends zu erwarten wären.
Abgesehen von der Temperatur zeigen die anderen Klimavariablen keinen nennenswerten monotonen Trend. Ein besonders nützliches Ergebnis ist, dass Niederschlag und Verdunstung positiv korrelieren und beide auch positiv mit der Windgeschwindigkeit korrelieren. Letztere nimmt ebenso wie der Zonenwind leicht ab, was sich negativ auf die Verdunstung auswirkt, die entgegen den Erwartungen des IPCC nicht zugenommen hat.

Abbildung 6 der Studie. Koevolution der jährlichen Mittelwerte von hydroklimatischen Variablen für den gesamten Mittelmeerraum im Zeitraum 1950–2024: (a) Temperatur–Verdunstung, (b) Temperatur–Niederschlag, (c) Temperatur–Windgeschwindigkeit, (d) Verdunstung–Niederschlag, (e) Windgeschwindigkeit–Niederschlag und (f) Windgeschwindigkeit–Verdunstung. Jedes Feld verwendet zwei Y-Achsen und gibt den entsprechenden Pearson-Korrelationskoeffizienten an.
Unter Verwendung einer Hurst-Kolmogorov-Perspektive zeigt die Studie darüber hinaus, dass hydroklimatische Prozesse im Mittelmeerraum eine langfristige Persistenz aufweisen, was auf ein Klimasystem hindeutet, dessen Variabilität weit über deterministische Trends hinausgeht.

Abbildung 8 der Studie. Standardisierte Klimakogramme (Varianz vs. Zeitskala) der untersuchten hydroklimatischen Variablen, dargestellt zusammen mit dem theoretischen Weißrausch-Klimakogramm und den geschätzten Hurst-Parametern.
Unsere allgemeine Schlussfolgerung lautet wie folgt:
Die komplexe und nichtlineare Kopplung zwischen atmosphärischer Zirkulation, Oberflächenbedingungen und Verfügbarkeit von atmosphärischer Feuchtigkeit stellt vereinfachte Erwartungen in Frage, welche die Erwärmung direkt mit einer Intensivierung des Wasserkreislaufs in Verbindung bringen, einschließlich solcher, die sich aus Interpretationen der Clausius-Clapeyron-Beziehung unter Berücksichtigung der konstanten relativen Luftfeuchtigkeit ergeben. Anstelle eines einheitlichen „Hotspots“ des Klimawandels erscheint der Mittelmeerraum als eine Region, in der Erwärmung, Zirkulationsmuster und Rückkopplungen zwischen Oberfläche und Atmosphäre mit erheblicher räumlicher und zeitlicher Komplexität interagieren.
1. Diese Forschung begann als Forschungsprojekt der NTUA-Studenten Marianna Lada, Christina-Ioanna Stavropoulou und Dimitra-Myrto Tourlaki, Mitautorinnen der Arbeit, die von den anderen Mitautoren im Rahmen des Kurses „Stochastische Methoden” der Fakultät für Bauingenieurwesen der NTUA (9. Semester) betreut wurden. Die Studenten präsentierten eine vorläufige Version auf der EGU 2025-Konferenz:
M. Lada, C.I. Stavropoulou, D.M. Tourlaki, N. Tepetidis, P. Dimitriadis, T. Iliopoulou, and D. Koutsoyiannis, Stochastic analysis of the hydrological cycle in the Mediterranean and its recent climatic variations, European Geosciences Union General Assembly 2025, EGU25-7024, doi:10.5194/egusphere-egu25-7024, European Geosciences Union, 2025.
2. Zur Bedeutung des vertikalen Temperaturgradienten siehe:
D. Koutsoyiannis, and G. Tsakalias, Unsettling the settled: Simple musings on the complex climatic system, Frontiers in Complex Systems, 3, 1617092, doi:10.3389/fcpxs.2025.1617092, 2025.
Dieser Artikel wurde unter dem Titel „Mediterranean: climate change hotspot or notspot?“ am 5. Februar 2026 auf climath.substack.com veröffentlicht.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Das mediterrane Klima neu bewertet: Neue Erkenntnisse zeigen eine komplexere Realität erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Anthony J. Sadar
In der Medienwelt voller falscher, irreführender und ausgelassener Informationen steht die Kategorie Wissenschaft im Mittelpunkt. Ein Grund dafür ist der übermäßige Einfluss, den Ideologien auf die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse haben.
Allzu oft beeinflussen parteipolitische Einflüsse, ob absichtlich oder unabsichtlich, die wissenschaftliche Berichterstattung, indem ausgewählte Fakten und Zahlen verwendet werden, um vorab festgelegte Schlussfolgerungen zu stützen, während wichtige Informationen ausgelassen werden, die zum vollständigen Verständnis der Komplexität einer wissenschaftlichen Studie erforderlich sind. Diese Schlussfolgerungen werden dann extrapoliert, um zweifelhafte Behauptungen zu untermauern, während gleichzeitig an die Emotionen appelliert wird, um ein bevorzugtes Ergebnis zu fördern. Dies führt tendenziell zu einer Berichterstattung, „in der die Geschichte mehr Fiktion als Tatsache ist“, wodurch eine falsche Darstellung verbreitet wird.
Die Vermittlung wissenschaftlicher Informationen muss aber jegliche Manipulationen vermeiden, welche die Realität verzerren.
Meine über 40-jährige vielfältige Tätigkeit in wissenschaftlichen Berufen – als staatlicher Meteorologe, Umweltberater in der Industrie und Hochschullehrer – hat mich gelehrt, dass eines der größten Hindernisse für eine objektive Analyse darin besteht, Ideologie, oft in Form von Politik, in die Wissenschaft einzubringen.
Als von der American Meteorological Society zertifizierter Atmosphärenwissenschaftler habe ich beispielsweise bei meinen Beobachtungen zum Thema Klimawandel von Mitte der 1970er Jahre bis heute einen Zustrom von „Expertenmeinungen” festgestellt, welche die harte Realität ersetzen.
Die Erwartung einer bevorstehenden Eiszeit in den 1970er Jahren, als ich Meteorologiestudent an der Penn State University war, wich in den 1980er Jahren der Theorie der globalen Erwärmung und einer bevorstehenden Klimakatastrophe, die bis heute vorherrscht.
Unabhängiges Denken scheint in dieser Zeit erodiert zu sein und eine „Konsensklasse” hervorgebracht zu haben.
Die Wissenschaftsgemeinschaft soll jedoch kein Club sein, in dem die Mitglieder sich zu einer Reihe von Vorschriften bekennen. Vielmehr sind Skepsis und unabhängiges Denken an der Tagesordnung.
Peer Review wurde eingeführt, um sicherzustellen, dass die der Gemeinschaft zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Forschungsergebnisse auf objektiven, soliden Beweisen beruhen. Leider scheint der Begutachtungsprozess zu einem Mittel geworden zu sein, um Herausforderungen des Status quo zu begrenzen. Und selbst mit Peer Review wurden viele Artikel genehmigt, die schwerwiegende Fehler enthielten und nach der Veröffentlichung zurückgezogen werden mussten, aber nicht bevor sie zur Untermauerung vorgefasster Schlussfolgerungen herangezogen worden waren.
Ein aktuelles Beispiel ist eine Klimastudie, die von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung in Deutschland in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde. Es stellte sich heraus, dass methodische Probleme und Datenfehler in dem zurückgezogenen Artikel mit dem Titel „The Economic Commitment of Climate Change” zu einer alarmierenden Prognose führten, wonach das globale BIP bis 2100 aufgrund des Klimawandels enorm zurückgehen würde. Natürlich wurden die ursprünglichen Schlussfolgerungen als weiterer Beweis dafür angeführt, dass die vom Menschen verursachte globale Erwärmung katastrophale Folgen für die gesamte Weltbevölkerung haben würde.
Nicht nur die Naturwissenschaften werden durch Ideologie und Wunschdenken behindert. Das vielleicht schlimmste Beispiel ist die Behauptung einer Transsexuellen-Wahnvorstellung, um die biologische Realität zu verschleiern. Die Unveränderlichkeit der Geschlechter wird ignoriert. Stattdessen wird dieses offensichtliche Verständnis der grundlegenden Biologie durch prätentiöse Wissenschaft, ihre Wissenschaftler und ihre nicht-wissenschaftlichen Verbreiter von Unsinn ersetzt.
Auch wenn der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten Argumente zur Verteidigung der Geschlechterunterschiede im Sport angehört hat, sollten Wissenschaftsorganisationen, -pädagogen und -kommunikatoren, die Transsexuellen-Unsinn fördern und verteidigen, nicht enttäuscht sein, dass eine auf rudimentärem gesunden Menschenverstand basierende Öffentlichkeit ihren Empfehlungen für Gesundheitsversorgung und Klimakontrolle skeptisch gegenübersteht.
Denn wenn jemand eine grundlegende Wahrheit über das Leben nicht versteht oder absichtlich verzerrt – wie beispielsweise die natürliche Ableitung des Geschlechts, das normalerweise entweder männlich oder weiblich ist –, wie kann er dann erwarten, dass man seinen Empfehlungen, die für das Wohlergehen der Gesellschaft von größter Bedeutung sind, folgt? Keine noch so raffinierte Wortwahl sollte die Menschen davon überzeugen, ihre angeborene Vernunft aufzugeben.
Es ist eine gewaltige Aufgabe, unverfälschte wissenschaftliche Informationen zu nuancierten Themen wie dem Klimawandel zu vermitteln, um die Chancen für wirksame Maßnahmen zu verbessern.
Dennoch sind Wissenschaftskommunikatoren aufgefordert, Wissenschaft verständlicher zu machen. In den letzten Jahren haben sich Lehre und Ausbildung durch Wissenschaftler und professionelle Kommunikatoren jedoch offenbar auf den Einsatz ausgefeilter Rhetorik konzentriert, um eine sanktionierte Erzählung aufrechtzuerhalten. Allzu oft kommt es dann zu einem Konflikt zwischen Phantasie und Wahrhaftigkeit gegenüber der Wissenschaft.
Wenn jedoch ein/eine Geschichtenerzähler/in nicht einmal die unveränderlichen Geschlechter richtig hinbekommt, dann gibt es keine Hoffnung, dass er/sie ein angemessenes Verständnis für das komplizierte Thema Klima richtig vermittelt.
[Genderei im Original!]
This piece originally appeared at AmericanThinker.com and has been republished here with permission.
Autor: Anthony J. Sadar is a certified consulting meteorologist, an adjunct associate professor of science at Geneva College, and a Contributing Writer for the Cornwall Alliance.. He is also co-author of „Environmental Risk Communication: Principles and Practices for Industry“ and the author of „In Global Warming We Trust: A Heretic’s Guide to Climate Science.“
Link: https://cornwallalliance.org/science-information-versus-science-narration/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Wissenschaftliche Informationen vs. wissenschaftliche Propaganda erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Der tödliche Angriff auf Schaffner Serkan C. hat dafür gesorgt, dass auch die Politik die zunehmende Gewalt im Bahnverkehr aufgreift. Doch erkennen Regierende die Probleme an? Wir haben mit Zugbegleiter Rocco M. über die Gefahren in seinem Berufsalltag gesprochen. Im Interview spricht er Klartext darüber, von welchen Gruppen die meisten Probleme ausgehen und wie das Personal beim Warten auf die Bundespolizei auf sich allein gestellt ist, wenn Situationen wie Fahrkartenkontrollen eskalieren. Und er macht deutlich: Hier arbeiten Menschen für Menschen. Sie bestmöglich zu schützen, muss selbstverständlich sein.
Ein Interview von Vanessa Renner
Lange wurde der Bahnverkehr vor allem mit Ärger über Verspätungen und Zugausfälle assoziiert. Inzwischen rückt infolge etlicher brutaler Angriffe auch die mangelnde Sicherheit an Bahnhöfen und in den Zügen stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Eine Berufsgruppe, die diese Zustände täglich ausbaden muss, sind Zugbegleiter. Der Tod von Serkan C., der von einem Schwarzfahrer bei einer Fahrkartenkontrolle brutal attackiert wurde und später seinen schweren Verletzungen erlag, sorgt landesweit für Entsetzen. Der Täter war Berichten zufolge schon zuvor in einem anderen Zug durch aggressives Verhalten aufgefallen – die Bundespolizei rückte zwar an, doch das Randalieren blieb für den Mann ohne Konsequenzen. Stunden später attackierte er dann Serkan C.
Rocco M. aus Berlin arbeitet seit 2020 als Zugbegleiter, zunächst im Fern- und inzwischen im Regionalverkehr. Er übt seinen Beruf mit Feuereifer aus und schätzt den täglichen Menschenkontakt. Doch auch er wurde bei der Ausübung seiner Tätigkeit schon bedroht und kennt die Gefahren, die der Job mit sich bringt, aus eigener Erfahrung. Mit uns sprach er über typische Problemgruppen, wie das Personal versucht, Eskalationen zu vermeiden, und über die mangelnde Präsenz der Bundespolizei.
Rocco macht auch deutlich: Hinter der Uniform steckt kein anonymes „Bahnpersonal“, sondern hier arbeiten Menschen für Menschen, und zwar mit vollem Engagement – allen Widrigkeiten zum Trotz. Sie sorgen für Ordnung, lösen Probleme und geben Orientierung im vom Chaos geprägten Bahnalltag. Dafür erhalten sie zu wenig Schutz und werden so zu Opfern von falschen Prioritäten und einer verfehlten und realitätsfernen Politik.
Report24: Die Sicherheit von Zugbegleitern ist nach dem grausamen Tod von Serkan C. in aller Munde. Die Politik hat ihre Beileidsfloskeln produziert, doch es steht zu befürchten, dass das Thema rasch wieder in Vergessenheit geraten wird – bis wieder etwas passiert. Rocco, du arbeitest seit 2020 als Zugbegleiter, inzwischen vor allem in und um Berlin, und hast in dieser Zeit einiges erlebt. Wie sicher fühlst du dich, wenn du zur Schicht aufbrichst?
Rocco: Das variiert stark nach Tageszeit. Spätabends und nachts fühle ich mich deutlich unsicherer als tagsüber. Man merkt auch, dass zu später Stunde mehr Problemklientel unterwegs ist.
Report24: Bist du selbst schon in brenzlige Situationen geraten?
Rocco: Ja. Vor knapp einem Jahr, hatte ich die Situation, dass am Endbahnhof noch jemand im Zug war. Es war kurz nach Mitternacht und die letzte Fahrt vor dem Feierabend. Ein Team von der DB-Sicherheit war mit an Bord. Ich weckte die Person, und derjenige wachte auf und zog direkt ein Messer. Ich halte generell immer Abstand zu den Fahrgästen, gerade wenn jemand schläft. Und das war auch gut so, wie sich wieder einmal bestätigte. Ich war in dem Moment wie gelähmt. Ein Kollege von der DB-Sicherheit rief nur laut „Pack das Messer weg“. Was er dann auch machte. Dann stieg er aus dem Zug und verließ den Bahnsteig.
Report24: Gerade bei den Fahrkartenkontrollen steht ihr direkt an der Front. Nach vielen Jahren im Beruf hast du sicher schon ein gutes Gespür dafür entwickelt, wer Probleme verursachen könnte und wer nicht, oder? Woran erkennst du schwierige Fahrgäste, bei denen du besonders vorsichtig sein musst? Welche Gruppen stechen heraus?
Rocco: Problempersonen sind meist Betrunkene, Jugendgruppen, Fußballfans (dabei meist die sogenannten „Ultras“) und Männer arabischer und osteuropäischer Herkunft.
Report24: Bemerkst du Unterschiede im Aggressions- und Gefahrenpotenzial je nach Migrationshintergrund der Fahrgäste?
Rocco: Da merkt man deutliche Unterschiede. Während Fahrgäste mit asiatischem Migrationshintergrund völlig problemlos sind, treten gerade die genannten Männer aus arabischem und osteuropäischem Raum aggressiv auf. Die strahlen zum Teil ihre Aggression schon aus. Ich möchte dabei betonen, dass dies nicht pauschal für alle gilt, aber man spürt da auf jeden Fall eine deutlich vermehrte Frequenz.
Report24: Verzichtet ihr eurer Sicherheit (und der Sicherheit der anderen Passagiere) zuliebe bei den kritischen Klientelen manchmal auf Kontrollen?
Rocco: Ja, definitiv. Bei der Ausübung unserer Tätigkeit, haben wir durch unsere Präsenz im Zug alle Fahrgäste im Blick. Und wenn Problempersonen dabei sind, dann verzichte ich gezielt auf die Kontrolle bei genau eben dieser Person, und mache lieber im nächsten Wagen weiter.
Report24: Auch Migranten aus den Erstaufnahmeeinrichtungen und Flüchtlingsheimen nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel. Ist es ein Klischee, dass diese Menschen häufig ohne Ticket fahren, oder deckt sich das mit deinen Beobachtungen?
Rocco: Ja, kann ich so bestätigen. Bei der Aufnahme der Kontaktdaten, um eine Fahrpreisnacherhebung auszustellen, bekommt man dann oft einen Aufenthaltstitel im Scheckkartenformat vorgehalten.
Report24: Eine fehlende Fahrkarte ist es ganz sicher nicht wert, dass ihr euer Leben riskiert. Ungerecht ist es aber schon, wenn der brave Normalbürger für sein Ticket zahlt, während Problemgruppen praktisch kostenlos fahren, oder? Müssen gewohnheitsmäßige Schwarzfahrer mit Konsequenzen rechnen oder fehlt es an abschreckenden Strafen?
Rocco: Ja, das ist definitiv ungerecht, ich zahle auch wie jeder andere mein Ticket und da erwarte ich nicht nur als Zugbegleiter, sondern auch als zahlender Fahrgast, dass andere das genauso machen. Aber meine eigene Sicherheit hat da Vorrang. Und ich bin da ganz ehrlich, bei den restlichen Verkehrsmitteln, wie z.B. Straßenbahn und U-Bahn, wird auch nur stichprobenartig kontrolliert. Von daher denke ich, wird das System es verkraften, wenn ich nicht jeden einzelnen kontrolliere. Meist nutze ich die Möglichkeit, Fahrgäste ohne Fahrschein direkt von der Fahrt auszuschließen und des Zuges zu verweisen. Wenn dann jemand nicht freiwillig den Zug verlässt, wird die Bundespolizei dazu gerufen, und spätestens dann werden auch die Personalien aufgenommen für die Fahrpreisnacherhebung. Dann wird es für denjenigen richtig teuer.
Ich denke, das Strafmaß für Schwarzfahrer ist an sich schon ganz okay. Immerhin kann es bei Wiederholungstätern nicht nur zu Geldstrafen, sondern sogar zur Freiheitsstrafe kommen. Was mindestens erfolgt, ist der Eintrag ins Führungszeugnis nach spätestens der dritten Fahrt ohne gültigen Fahrschein.
Report24: Ihr macht regelmäßig Schulungen und absolviert auch Deeskalationstrainings. Wenn nun aber trotz aller Vorsicht eine Situation eskaliert: Wie schnell ist die Bundespolizei bei euch?
Rocco: In Ballungsgebieten und größeren Ortschaften geht das relativ schnell, im ländlichen Raum kann es schon mal vorkommen, dass man 30 Minuten oder länger wartet, bis die Bundespolizei vor Ort ist. Wenn es ganz schlecht läuft, kommt niemand.
Report24: Hast du den Eindruck, dass die Bundespolizei ausreichend gut aufgestellt und präsent ist, um für Sicherheit zu sorgen? Gibt es zusätzliche Sicherheitskräfte, die euch unterstützen?
Rocco: Die Präsenz der Bundespolizei lässt sehr zu wünschen übrig. Man kann es oft beobachten, dass im Berliner Hauptbahnhof zwischen 9 und 18 Uhr mehrere Streifen mit Maschinengewehr im Anschlag unterwegs sind, und um 23 Uhr sieht man niemanden mehr und ist sich selbst überlassen. Zusätzlich zur Bundespolizei haben wir noch unsere Teams der DB-Sicherheit. Deren Präsenz ist aber auch noch ausbaufähig.
Report24: Zivilcourage ist leider nicht ungefährlich. Stärken euch dennoch auch mal andere Fahrgäste den Rücken?
Rocco: Das stimmt, aber es soll sich auch niemand selbst in Gefahr bringen. Es kommt selten vor, dass Fahrgäste sich aktiv für uns einsetzen, aber ich selbst habe schon Fahrgäste an Bord gehabt, die eingeschritten sind, gerade in Fällen, wo andere mich verbal angegangen haben.
Report24: Aktuell sorgt eine Werbekampagne der Bahn mit Anke Engelke für Negativschlagzeilen: 7 Millionen Euro kosteten die Spots, die bekannte Bahn-Probleme auf die Schippe nehmen. Wie hätte man das Geld deiner Meinung nach besser investieren können? Wie könnte man die Sicherheit für euch und andere Mitarbeiter und für die Passagiere in Zügen und auf Bahnhöfen erhöhen?
Rocco: Solche Sachen ärgern mich. Vieles, was uns Personal helfen würde, wird abgelehnt mit den Worten „zu teuer“. Und dann wird mal eben Geld verbrannt für ein paar witzige Spots. Die gigantische Summe von 7 Millionen Euro hätte man durchaus gerne in die Aufstockung von Personal investieren können. Gerade in den Abendstunden wäre mehr Sicherheitspersonal wünschenswert.
Was die Sicherheit stärken würde, wäre definitiv mehr Präsenz von Bundespolizei und der DB-Sicherheit. Und man sollte generell mal das Konzept überdenken, wie man die Sicherheit gewährleisten will. Wenn Konfliktpersonen, welche durchaus schon vor der Zugfahrt auffällig sind, es bis in meinen Zug schaffen, dann haben die aktuellen Mechanismen versagt.
Report24: Menschen, die von A nach B kommen müssen und dank der Unzuverlässigkeit der Bahn zu spät oder gar nicht ans Ziel gelangen, können über die sündhaft teuren Werbespots wahrscheinlich kaum lachen. Müsst ihr als Zugbegleiter oft als Sündenböcke und Blitzableiter für aufgestauten Frust herhalten?
Rocco: Ja, wir sind meist dem Frust der Fahrgäste ausgeliefert. Auch dem geschuldet, dass wir in der Regel die ersten Ansprechpartner der Gäste sind. Ich kann den Frust verstehen, ich nutze selbst die öffentlichen Verkehrsmittel. Dennoch würde mir nicht einfallen, das Personal zu beschimpfen und zu beleidigen. Das Personal an der Basis ist das letzte Glied in der Kette, und kann am wenigsten für die Missstände.
Report24: Die Menschen machen so natürlich nur denen das Leben schwer, die gar nichts für die Zustände können – ihr leidet ja selbst unter Verspätungen und Ausfällen und schlagt euch die Stunden wegen liegengebliebener Züge um die Ohren. Was würdest du all den gefrusteten Reisenden und Bahn-Enttäuschten gern mit auf den Weg geben?
Rocco: Bleibt freundlich und respektvoll zueinander und zu uns. Wir sind für euch da. Ich kann da wirklich mit Überzeugung behaupten, dass die meisten Kolleginnen und Kollegen die Tätigkeit mit Herz und Leidenschaft ausüben. Wir geben täglich unser Bestes, um mit den wenigen Mitteln, die wir haben, das Beste für unsere Gäste rauszuholen. Das funktioniert leider nicht immer. Auch mich ärgert es, wenn wir bei Verspätung die Anschlusszüge vormelden, und dann am Ende doch nur die Mitteilung der Leitstelle kommt, „Zug wartet nicht“. Was mich am meisten ärgert, ist, dass man den Gästen schnell und zuverlässig Informationen geben möchte, und selbst dann fast immer der Letzte ist, der Informationen bekommt.
Report24: Auch die Politik beklagt inzwischen verstärkt eine Verrohung der Gesellschaft: Im Fokus der Debatte steht oft der „Hass im Netz“. Manche Politiker betrachten sich wegen Beleidigungen in den sozialen Netzen auch selbst als besonders schwer betroffene Opfer. Siehst du in einer stärkeren Regulierung von Social Media eine Lösung oder siehst du andere Ursachen für die zunehmenden Aggressionen in der Gesellschaft?
Rocco: Eine Regulierung von Social Media kann eine Säule von vielen sein. Gewaltvideos müssen definitiv schneller und konsequenter entfernt werden. Die freie Meinungsäußerung darf dabei aber nicht eingeschränkt werden. Ich sehe auch den schwindenen Wohlstand in unserer Gesellschaft als zentrale Ursache. Aus der Politik wird ja der so oft beschworene Wohlstand immer ganz oben aufgeführt. Allerdings sehe ich da eine Verschlechterung der Lebensqualität. Klar, wenn man, wie die Politiker, uns Deutsche mit ärmeren Ländern vergleicht, dann geht’s uns besser. Ich vergleiche aber gerne den Stand heute mit der Vergangenheit. Vor 30 Jahren war es deutlich leichter für die Bürgerinnen und Bürger, sich ein Haus zu kaufen. Heutzutage sind viele froh, wenn sie gerade so ihre Miete stemmen können. Alles wird teurer. Die Beiträge in den Sozialversicherungen steigen stetig, Lebensmittel im Supermarkt werden immer mehr zum Luxusgut, die Mieten schießen durch die Decke. Dazu kommt die allgemeine schlechte globale Situation, die die Menschen zusätzlich belastet. Diese Mischung wirkt meiner Meinung nach wie ein Brandbeschleuniger und sorgt für mehr Aggressivität in unserer Gesellschaft.
Report24: Hast du das Gefühl, dass die Politik die Probleme, mit denen ihr (und alle, die die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen) konfrontiert seid, versteht und ernst nimmt?
Rocco: Ich denke eher, „die da oben“ sind ganz weit weg von der Realität. Die werden teilweise nicht mal wissen, was sich in den öffentlichen Verkehrsmitteln abspielt. Woher auch? Die werden doch mit ihrer gepanzerten Dienstlimousine in ihre schicke Stadtrandvilla gefahren, und leben dort bestimmt ganz gut.
Report24: Zum Abschluss: Gibt es auch positive Erlebnisse, die deinen Berufsalltag erhellen? Machst du deinen Job immer noch gern?
Rocco: Ja, es gibt auch viele schöne Momente. Ich hatte mal eine ältere Dame im Zug, die wollte über Hamburg an die Küste und dann mit dem Schiff weiter nach Norderney. Bei der Fahrscheinkontrolle hatte ich dann gesehen, dass sie im völlig falschen Zug saß. Sie war daraufhin sehr aufgelöst und weinte. Ich tröstete sie, nahm sie in den Arm und sagte, „wir bekommen das hin“. Als Erstes suchte ich die schnellste Fahrverbindung für sie heraus. Dann fragte ich, ob sie Reiseunterlagen dabei hat. Ich habe dann den Reiseleiter angerufen und mitgeteilt, dass einer seiner Gäste gerade im falschen Zug unterwegs ist und wie die neue Reiseroute für sie aussieht. Mit der neuen Verbindung war dann sogar noch das Schiff erreichbar. Auf meine Anmerkung hin, dass sie ziemlich aufgelöst ist, hat der Reiseleiter jemanden organisiert, der die Dame in Hamburg in Empfang nimmt und mit dem nächsten Zug bis an die Küste begleitet. Am nächsten Umsteigebahnhof, wo sie meinen Zug dann verlassen musste, habe ich sie noch zur Tür begleitet mit den Worten „Wenn ich könnte, würde ich Sie bis zu Ihrem nächsten Zug bringen, aber ich kann hier nicht einfach absteigen“.
Ein aufmerksamer Fahrgast hat das mitbekommen und sagte, er bringt sie rüber, er muss denselben Zug nehmen. Er bekam auch mit, wie ich für sie alles umorganisiert hatte, und beide bedankten sich dafür. Das war für mich ein schöner Moment und ich war dabei richtig glücklich, weil ich wusste, die Dame bekommt ihr Schiff und kann wie geplant ihren Urlaub antreten. Das sind die Momente, wo ich mir denke: „Hier bin ich richtig, das ist genau mein Ding.“
Aber es kam noch besser. Zwei Wochen später klingelte mein Diensthandy mit einer fremden Nummer. Es war wieder die ältere Dame. Sie hatte sich die Mühe gemacht, meine Nummer rauszubekommen, um sich persönlich zu bedanken. Sie erzählte, dass es in Hamburg reibungslos funktionierte und die Begleitung sie dann mit dem Zug bis zum Schiff brachte. Problem war nur, der Zug hatte dann Verspätung und das Schiff auf die Insel war weg. Es war das letzte des Tages. Sie berichtete, dass das Reiseunternehmen ihr kurzfristig einen Flug auf die Insel organisierte. Sie war noch am selben Abend dort und sagte, das war der schönste Urlaub, den sie je hatte, und sie wird nie vergessen, wie freundlich und hilfsbereit ich war. Das war unendlich schön und hat mich so berührt, dass dann ich derjenige war, der Tränen in den Augen hatte, aber vor Freude. Kurz gesagt: Ja, ich mache meinen Job nach wie vor gerne.
Report24: Herzlichen Dank für das Gespräch und eine konfliktfreie nächste Schicht – danke für deine Arbeit!
Rocco: Dankeschön, gerne. Und vielen Dank, dass ich die Möglichkeit hatte, mich zu äußern.
NoTricksZone, P. Gosselin, am 6. Februar 2026
Der Artikel von Blackout News , veröffentlicht am 5. Februar 2026 , warnt davor, dass sich die Energiesituation in Deutschland weiter zunehmend verschärft und das Risiko einer Gasknappheit deutlich steigt.
Gasvorräte gehen zur Neige. Symbolbild generiert von Grok AI.
Politiker und Medien lügen über einen „harten Winter“ als Ursache der Knappheit… Die Realität: Missmanagement ist schuld… Deutschland war nicht einmal auf einen milden Winter vorbereitet!
Ende Januar 2026 waren die deutschen Gasspeicher auf etwa 32,75 % gefüllt. Stand heute, 7. Februar 2026, liegt der Füllstand nur noch bei 27,6 %. Und die Lage droht sich noch deutlich zu verschärfen.
Aufmacher, sehen Sie die aktuellen Füllstände auf Ines: https://energien-speichern.de/erdgasspeicher/gasspeicher-fuellstaende/
Hier mal die „Information“ zu Erdgasspeicher

https://energien-speichern.de/positionen/bezahlbarkeit/
Die Nachbarländer sind an ihren Grenzen angelangt
In einem Artikel hebt Blackout News mehrere Faktoren hervor, die zu dieser prekären Situation beitragen. Erstens: Deutschlands wichtigster Pipeline-Lieferant, Norwegen, stößt an seine technischen Grenzen, und Deutschland kann nicht einfach mehr bestellen, da die Pipelines bereits nahezu maximal ausgelastet sind.
Zweitens verfügen die Niederlande, die oft als Ausweichlieferant gelten, derzeit über noch geringere Lagerbestände als Deutschland. In Krisenzeiten priorisieren die Nationen ihre eigene Versorgung, wodurch zusätzliche Exporte nach Deutschland unwahrscheinlich sind.
US-amerikanisches LNG wird keinen Unterschied machen
Deutschland kann sich auch nicht auf LNG-Lieferungen aus den USA verlassen, da starke Kälteeinbrüche den globalen Wettbewerb um LNG verschärfen und es dadurch entweder nicht verfügbar oder unerschwinglich teuer auf dem Weltmarkt machen.
Die Lage ist laut Blackout News katastrophal: „Bei einem gleichbleibenden, typischen Winterverbrauch reichen die verbleibenden Gasreserven in einem angespannten Szenario maximal für etwa sechs Wochen.“
Solar- und Windenergie kommen nicht durch.
Ein weiteres Problem sind die Perioden geringer Wind- und Solarstromproduktion (bekannt als Dunkelflaute), die die Krise verschärfen. In diesen Zeiten müssen Gaskraftwerke länger laufen, um den Mangel an erneuerbarer Energie auszugleichen, was die Reserven weiter reduziert.

Agora_04-02_07-02-Stromerzeugung und Verbrauch
Mythos: Kalter, strenger Winter.
Fakt: Der aktuelle Winter ist deutlich wärmer.
Politiker schieben die Schuld für die Probleme auf den „kalten Winter“. Doch der wahre Grund ist das katastrophale Missmanagement der Energieversorgung des Landes, insbesondere des Übergangs zu grünen Energien.
Nach aktuellen meteorologischen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war der Winter 2025/26 (bis Anfang Februar) deutlich wärmer als der Referenzzeitraum 1961–1990, den der DWD gerne für seine monatlichen Klimaberichte heranzieht.
Der Beitrag Deutschlands Erdgasvorräte sinken weiter… zunehmend kritischer erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Net Zero Watch, Andrew Montford, 13. Dez. 2025
Die zentrale wirtschaftliche Herausforderung für Großbritannien ist der Bedarf an günstiger Energie. Ohne sie gibt es keinen Weg zu höherem Wachstum, geringerer Verschuldung, Produktivitätssteigerungen oder steigendem Lebensstandard. Hohe Energiekosten sind derzeit der entscheidende Hemmschuh für die britische Wirtschaft.
Das Ausmaß der Herausforderung wird deutlich, sobald man die Kosten des Stromnetzes betrachtet, die sich mittlerweile auf rund 80 Milliarden Pfund pro Jahr belaufen. Das ist eine enorme Summe. Vor zwanzig Jahren lag der entsprechende Betrag (in heutiger Kaufkraft) bei kaum mehr als der Hälfte. Der Vergleich fällt noch weniger schmeichelhaft aus, wenn man bedenkt, dass wir deutlich weniger Strom verbrauchen als in den 2000er-Jahren. Wir zahlen mehr für weniger Leistung.
Es überrascht nicht, dass wir zu den Ländern mit den höchsten Strompreisen in der entwickelten Welt gehören. Und die Lage wird sich noch verschärfen. Der Plan „Saubere Energie 2030“ wird die Kosten des Stromnetzes um mindestens 20 Milliarden Pfund erhöhen.
Die schmerzliche Wahrheit ist, dass wir, um die Preise zu senken, wahrscheinlich die Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien stilllegen müssen – dies ist schlichtweg unvermeidbar, wenn wir einen wirtschaftlichen Zusammenbruch verhindern wollen.
Warum das so sein sollte, ist allerdings nicht offensichtlich. Warum sollte man all diese Anlagen für erneuerbare Energien, die gerade erst errichtet wurden, wieder abschalten? Am einfachsten lässt sich das Problem verstehen, wenn man das Stromnetz unter dem Gesichtspunkt der Bau- und Betriebskosten (Investitions- und Betriebskosten) betrachtet, anstatt zu analysieren, wie diese Kosten gedeckt werden (Marktpreise, Subventionen usw.).
Der Anstieg der Einzelhandelspreise ist nicht auf die Brennstoffkosten zurückzuführen. Von den aktuellen Kosten in Höhe von 80 Milliarden Pfund entfallen lediglich 5 Milliarden Pfund auf Brennstoffe. Im Jahr 2003, vor dem Durchbruch der erneuerbaren Energien, beliefen sich die Kosten auf lediglich 12 Milliarden Pfund. Selbst im Jahr 2022, als die Gaspreise extrem hoch waren, gaben wir nur 22 Milliarden Pfund aus.
Ein Teil des Gesamtkostenanstiegs ist auf höhere Importe zurückzuführen. Berücksichtigt man diesen Faktor jedoch, wird deutlich, dass der Großteil durch die Fixkosten des Stromnetzes bedingt ist: Bau, Finanzierung und Instandhaltung der Anlagen zur Stromerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie die Ausgaben der Stromversorgungsunternehmen. Die jährlichen Kosten für diesen Teil des Stromnetzes sind heute um sage und schreibe 45 Milliarden Pfund höher als noch vor gut zwei Jahrzehnten. Aus diesem Grund befinden sich die Strompreise derzeit in einer Krisensituation.
Warum sind die Fixkosten so stark gestiegen? Die Antwort lautet natürlich: erneuerbare Energien. Zwar wird häufig – und zu Recht – darauf hingewiesen, dass Wind und Sonne, wie alle natürlichen Ressourcen, kostenlos sind, doch bedeutet dies lediglich, dass keine Brennstoffkosten anfallen. Es sagt nichts über die Kosten für die Gewinnung dieser dezentralen Energiequellen aus, die oft in unwirtlichen Umgebungen – wie der Nordsee oder auf nordischen Hügelkuppen – oder weit entfernt von den Verbrauchszentren liegen, oder beides. Vor diesem Hintergrund ist es unvermeidlich, dass die Investitions- und Betriebskosten für erneuerbare Energien und das Stromnetz, das für die Markteinführung ihrer Energie benötigt wird, sehr hoch sein werden.
Diese Analyse hilft uns auch, die vielgepriesenen Projekte zu durchschauen, von denen ihre Befürworter behaupten, sie würden die Netzeffizienz verbessern und dadurch die Preise senken. Octopus Energy hat beispielsweise die Idee der Zonenpreisgestaltung angepriesen – also unterschiedliche Großhandelsmärkte in verschiedenen Landesteilen. Hinter der Komplexität verbirgt sich die Kernidee, dass durch eine bessere Nutzung erneuerbarer Energien die Gaskraftwerke seltener laufen und somit der Brennstoffverbrauch sinken könnte. Mit diesem Verständnis des Vorschlags wird deutlich, dass die derzeitigen Ausgaben von 5 Milliarden Pfund die maximal mögliche Einsparung darstellen. Realistischer sind 3 Milliarden Pfund, da es immer wieder Zeiten geben wird, in denen der Wind nicht weht, die Sonne nicht scheint oder beides nicht der Fall ist und die Gaskraftwerke einspringen müssen, um die Stromversorgung aufrechtzuerhalten.
Auch die Versprechen, dass der flächendeckende Einsatz von Stromspeichern Milliarden einsparen könne, erweisen sich als leere Worte. Dieses System zielt darauf ab, sogenannte Netzengpässe zu reduzieren, bei denen Windparks für das Abschalten und Gaskraftwerke für das Zuschalten zur Deckung des sonst nicht gedeckten Bedarfs bezahlt werden. Die Speicherung des problematischen Windstromüberschusses würde diese Doppelvergütung zwar beseitigen und somit Brennstoff einsparen, jedoch um den Preis enormer Fixkosten durch die Investitionen in Batterien. Die Folge wären steigende Preise.
Das Problem ist, dass Effizienzsteigerungen niemals zu einer Senkung der Fixkosten führen können, die den Hauptgrund für die Preissteigerungen darstellen. Der Name verrät es schon: Fixkosten bleiben unverändert, selbst wenn sich die Leistung eines Windparks oder Kraftwerks – oder gar des gesamten Stromnetzes – ändert; die Investitionskosten sind versenkt, und jährliche Wartungs- und Modernisierungsarbeiten sind stets erforderlich.
Eine Möglichkeit, die Fixkosten zu senken, besteht darin, die Subventionen zu kürzen. Dadurch verschwinden die Kosten zwar nicht – schließlich handelt es sich um Fixkosten –, aber die Investoren tragen sie statt der Verbraucher. Allerdings können wir die Subventionen von einer Milliarde Pfund für Gaskraftwerke nicht einfach streichen, da diese dann schlichtweg stillgelegt würden und beim nächsten Windstillstand der Strom ausfiele. Eine Kürzung der Subventionen für erneuerbare Energien in Höhe von zwölf Milliarden Pfund würde das Stromnetz zwar grundsätzlich voll funktionsfähig halten, aber den Unmut einiger Investoren zur Folge haben.
Eine Einsparung von 12 Milliarden Pfund wäre zwar sehr willkommen, würde aber dennoch zu sehr hohen Strompreisen führen. Wenn Großbritannien ernsthaft wieder Wachstum erzielen will, ist ein Paradigmenwechsel unausweichlich. Die Politik muss sich der Tatsache stellen, dass das Problem durch erneuerbare Energien verursacht wird, die Vorstellung aufgeben, dass die Abschaffung des Klimaschutzgesetzes oder die Umstrukturierung bestehender Subventionsverträge ausreicht, um das Problem zu lösen, und stattdessen ernsthaft einen vollständigen Ausstieg aus Wind- und Solaranlagen in Erwägung ziehen.
Dadurch würden erhebliche Kosten im Stromnetz eingespart, ohne dass jemandem Nachteile entstünden. Stillgelegte Windparks verursachen keine Wartungskosten, sodass außer denjenigen, die die Arbeiten ausführen wollten, niemand Verluste erleidet. Allerdings wäre eine hohe Abschreibung unumgänglich, deren Folgen zwischen den Eigentümern und den gegenwärtigen und/oder zukünftigen Verbrauchern aufgeteilt werden müssten.
Selbst unter normalen Umständen wäre die Stilllegung der Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien ein drastischer und schwieriger Schritt, der das Vertrauen der Investoren erschüttern und mit rechtlichen Auseinandersetzungen aus allen Richtungen rechnen müsste. Da die britische Verfassung es jedoch jeder Regierung erlaubt, die Neigungen, Eitelkeiten und Illusionen ihrer Vorgänger per Gesetz zu beseitigen – „Keine Regierung darf ihre Nachfolger binden“, wie Generationen von Schülern einst wussten –, sollte es einer entschlossenen Regierung zumindest prinzipiell möglich sein.
In der Praxis dürfte dies jedoch sehr schwierig werden. Diejenigen, die den Übergang zu erneuerbaren Energien planten, schienen sich der extremen wirtschaftlichen Belastungen bewusst gewesen zu sein, dass es irgendwann zu Problemen kommen würde und dass letztendlich jemand versuchen würde, den Kurs zu ändern. Daher unternahmen sie große Anstrengungen, eine solche Korrektur zu verhindern, ungeachtet der anhaltenden menschlichen Kosten und etwaiger verfassungsrechtlicher Feinheiten.
Das Dekarbonisierungsprogramm als Ganzes ist beispielsweise durch eine Reihe bilateraler Verträge geschützt, die offenbar gezielt darauf abzielen, die Grundprinzipien der Verfassung zu umgehen. Das jüngste Handels- und Kooperationsabkommen mit der EU, die Transpazifische Handelspartnerschaft (TPP) und die bilateralen Handelsabkommen mit Japan, Australien und Neuseeland legen allesamt fest, dass beim Ziel der Klimaneutralität keine Rückschritte gemacht werden dürfen. Ein Verstoß gegen die Bestimmungen dieser Abkommen könnte zur Einführung von Zöllen, einem umfassenden Handelskrieg oder Schlimmerem führen.
Der Sektor der erneuerbaren Energien verfügt über eigene Schutzmechanismen. So haben die meisten Wind- und Solaranlagenbetreiber Verträge, die Entschädigungen vorsehen, falls ihre wirtschaftlichen Interessen durch nahezu jede staatliche Maßnahme beeinträchtigt werden. Jegliche Versuche, die Fixkosten des Stromnetzes zu senken, Subventionen zu streichen oder das Netz so umzustrukturieren, dass es für erneuerbare Energien weniger attraktiv wird, würden gegen diese Klauseln verstoßen.
Das Parlament könnte die Verträge zwar für nichtig erklären, doch der Energiecharta-Vertrag garantiert, dass ausländische Investoren im Energiesektor nicht benachteiligt werden. Solange die Regierung bei der Abschaffung von Subventionen oder der Stilllegung von Windparks unparteiisch vorgeht, gäbe es zunächst keine Probleme. Investitionsgerichte haben den Vertragstext jedoch so ausgelegt, dass er internationalen Investoren einen umfassenderen Schutz gewährt als ihren inländischen Pendants. Jede britische Regierung, die versuchen würde, die Windparks stillzulegen, sähe sich mit ziemlicher Sicherheit einer Schadensersatzklage ausländischer Eigentümer ausgesetzt.
Und eine Regierung kann diesen Weg nur dann einschlagen, wenn sie den voraussichtlich heftigen Widerstand des Oberhauses überwinden kann. Dessen Mitglieder sind von den finanziellen Nöten im Rest des Landes völlig unberührt und in ihrer Hingabe zum Klimaschutz so bedingungslos, dass sie einen erbitterten Kampf führen werden. Es ist nicht schwer, sich ein historisches Patt vorzustellen.
Jede Regierung, die es ernst meint mit der Senkung der Strompreise, sieht sich daher mit wirtschaftlichem, rechtlichem, diplomatischem, politischem und verfassungsrechtlichem Chaos konfrontiert, das sich möglicherweise über Jahre hinziehen wird. Da die Alternative ein wirtschaftlicher Zusammenbruch wäre, mag dies der Weg des geringsten Widerstands sein.
Der Autor ist der Leiter von Net Zero Watch.
https://www.netzerowatch.com/all-news/the-renewables-trap
Der Beitrag Die Falle der erneuerbaren Energien erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Helmut Kuntz
Die Klimahysterie kommt bei uns trotz, oder vielleicht wegen dem Rückzug der USA daraus, so richtig in Fahrt. Dem bei uns überbordendem, Links-GRÜNem Zeitgeist ist es zwischenzeitlich gelungen, diese Klimahysterie sowohl im Land, wie auch von den UN und der EU ausreichend in Gesetze und einen Green Deal zu gießen und damit klagbar zu machen. Stellt man das richtig an, lässt sich mit Klimaklagen Geld verdienen, weshalb daran partizipieren wollende NGOs aus dem Boden schießen.
Unsere „Qualitätsmedien“ finden es geradezu vorbildlich, wenn westliche Firmen wegen „Klimaschäden“ leiden müssen und bieten NGOs, welche diese Ansicht vertreten, deshalb gerne eine Plattform [1]:
FR vom23.01.2026: Klimaklagen gegen deutsche Konzerne: „Recht kann helfen, extreme Machtgefälle auszugleichen“
Klimareferentin Karin Zennig über die Klage pakistanischer Bäuerinnen und Bauern gegen deutsche Konzerne und den Weg hin zu Klimagerechtigkeit. Ein Interview.
Millionen Menschen haben durch die Fluten in Pakistan ihre Lebensgrundlagen verloren. Nun fordern pakistanische Bäuerinnen und Bauern vor dem Heidelberger Landgericht Schadensersatz von RWE und Heidelberg Materials – und stellen damit die Frage, ob aus Klimaschäden rechtliche Verantwortung folgt.
Was bedeutet das konkret?
In der von uns unterstützten Klage geht es um bereits eingetretenen Schaden und um Entscheidungen, die über Jahrzehnte hinweg getroffen wurden. Für einen Zeitraum seit 1965 machen wir RWE und Heidelberg Materials dafür verantwortlich, wissentlich Profite über Klimaschutz gestellt zu haben. Diese Entscheidungen sind gefallen, der Schaden ist eingetreten – und dafür müssen sie Verantwortung übernehmen.
Inzwischen erreichen Klimaklagen Dimensionen, FR vom 18.01.2026 [2]: Seit 1986 werden weltweit Klimaklagen erfasst, und die Fallzahlen wachsen kontinuierlich: Bis Ende 2024 wurden 2967 Verfahren in fast 60 Ländern registriert. 226 neue Fälle kamen allein im Jahr 2024 hinzu, 164 davon in den USA, berichtet das Grantham Research Institute on Climate Change and the Environment.
„Klima-Fachpersonen“ sind seit Längerem ebenfalls auf diesen lukrativen Zug aufgesprungen. Herausragend dafür das Beispiel des zum Klimahysterie-Papst mutierten Harald Lesch, der einst bei Illner sagte: „Sie müssen sich nicht mal mehr warm anziehen im Winter, so warm wird’s … müssen wir von der Kohlenstoffemissionen herunterkommen. Wenn das nicht gelingt, brauchen wir uns keine Gedanken mehr zu machen, wie die politischen Verhältnisse in absehbarer Zeit sein werden, denn die klimatischen Verhältnisse werden so drastisch werden, dass wir uns also wirklich nicht mehr warm anziehen müssen. Denn es wird so warm werden …
Dabei die (angeblichen) Klimawandelschäden und die „Klima-Erbsünde“ des Westens so schauspielerisch gekonnt moralisch triefend darstellen, dabei Tatsachen passend verdrehen, kann wohl kein anderer: [4] Die unfaire Wahrheit hinter der Erderwärmung | Harald Lesch | Terra X Lesch & Co
Man könnte danach wirklich glauben, dass die Erde zu den früheren, mit Hungersnöten und extremsten Unwettern „gesegneten“ Zeiten das reinste Wetterparadies war.
Selbstverständlich kommen die vielen Segnungen durch das inzwischen zum großen Glück etwas wärmer gewordene Klima, welches anstelle von damals beständig hungernden, bis teils verhungernden, eine Milliarde vor der Industrialisierung nun
8 Milliarden Menschen gut ernähren kann, in seinem Vortrag nicht vor.
Auch nicht, dass das überall postulierte „Klimaproblem“ – also eine stetige Verschlimmerung der schon immer auftretenden Wetterextreme – in Wirklichkeit gar nicht existiert (sondern von den „Experten“ nur simuliert wird):

Bild 3 Anteil von „Klimamortalität“. Da es sich um die Gesamtmortalität handelt, ist nur die wesentlich geringere Verschlimmerung relevant (falls es überhaupt schlimmer geworden ist)
Leider gehen dabei auch Darstellungen von Fachpersonen, welche das Klimathema realistisch betrachten, vollkommen unter.
Zum Beispiel zeigt Prof. Em. Ganteför in einem seiner vielen Videos zum Klimawandel ([3] Prof. Em. Ganteför Klima: Sind wir schuld?| Grenzen des Wissens (bei 3:20)), dass der Westen aus physikalischen Gründen gar keine „Klimaschuld“ hat, seitdem man anhand von Messungen weiß, dass die Verweilzeit des anthropogenen CO₂ in der Atmosphäre lediglich wenige Jahrzehnte beträgt.

Bild 4 Atmospheric14C, New Zealand and Austria. The New Zealand curve is representative for the Southern Hemisphere, the Austrian curve is representative for the Northern Hemisphere. Atmospheric nuclear tests almost doubled the concentration of 14C in the Northern Hemisphere. Quelle: Bomb pulse – Wikipedia
Damit sind aber die vom reichen Westen vor 1950 verursachten Emissionen – und das sind die, welche angeblich eine noch heute geltende „Klimaschuld“ erzeugt haben -, bereits in den CO₂-Senken verschwunden und damit nicht mehr wirksam.
Obwohl diese Verweilzeitmessung eindeutig ist, behaupten Herr Lesch, aber auch die „Klima-Fachperson“ Mojib Latif kürzlich in einem Interview der Nordbayerischen Nachrichten, dass die anthropogene CO₂-Verweildauer bis zu 1000 Jahre betrage.
Man kann solche Aussagen eigentlich nur als bewusstes Lügen Ignorieren bezeichnen, denn es ist vollkommen unwahrscheinlich, dass Herr Lesch und vor allem Herr M. Latif die wirklichen Messwerte nicht kennen.
Das deutsche Wikipedia und unser Umweltbundesamt sind allerdings noch schlimmer: (Wikipedia) … CO₂ besitzt eine jahrzehntelange Verweildauer in der Atmosphäre. Anthropogen emittiertes Kohlendioxid wird in der Erdatmosphäre durch die natürlichen physikalischen und biogeochemischen Prozesse im Erdsystem nur sehr langsam abgebaut.
Das deutsche Bundesumweltamt geht davon aus, dass nach 1000 Jahren noch etwa 15 bis 40 Prozent in der Atmosphäre übrig ist. Der gesamte Abbau würde jedoch mehrere hunderttausend Jahre andauern.
Eine Redakteurin der Tageszeitung des Autors informierte den Autor, dass sie bei Klimaaussagen voll auf die Darstellungen des Umweltbundesamtes vertraut …
Dass sich die etablierte „Wissenschaft“ beim sich stetig wandelndem Klima vielleicht irren könnte, kommt im Mainstream nicht vor, obwohl es nicht nur im ausgehenden Mittelalter mit seiner furchtbaren Hexenverfolgung, die auf einem über mehrere Jahrhunderte als gesichert geltendem „Wissenschaftskonsens“ fußte dessen Theorie mit jeder neu entdeckten Hexe bestätigt wurde, sondern auch in der Neuzeit viele negative Beispiele dafür.
1912 wurde die Theorie der Kontinentalverschiebungen von Alfred Wegner postuliert und erst 1968 offiziell anerkannt. Schaut man sich (mit diesem Wissen) heute die „Passgenauigkeiten“ verschobener Kontinente zueinander und dadurch geradezu bilderbuchgemäß aufgetürmter Gebirgsketten an, kann man gar nicht (mehr) verstehen, weshalb so lange an der doch so offensichtlichen Kontinentalverschiebung gezweifelt wurde.
Passend zum „Bomb-Pulse“ von Bild 4 auch die Geschichte vom Entdecker des Kindbettfiebers, Dr. Ignaz Semmelweis.
Eine simple Betrachtung der Müttersterblichkeit über die Wochentage führte bei ihm zur Feststellung, dass die Sterblichkeit an den Tagen, an denen Medizinstudenten, kommend aus der Pathologie die neuen Wöchnerinnen betreuten, extrem anstieg.
Daraus folgerte er, dass von den pathologischen Untersuchungen stammende Leichengifte (er wusste damals noch nicht, dass es Bakterien waren) die Ursache sein müssen.
Belegen konnte er seine Entdeckung ganz einfach, da nach einer daraufhin verordneten Händewaschpflicht für die Medizinstudenten die Sterblichkeit sofort und dauerhaft signifikant zurückging (von über 18 auf unter 2 %).
Allerdings widersprach seine Erkenntniss der offiziellen Lehrmeinung, nach der „Erdausdünstungen“ die Ursache seien, weshalb seine einfachst in jeder Gebärabteilung wiederholbare Maßnahme nicht übernommen, sondern im Gegenteil, massivst bekämpft wurde und es fast 30 Jahre dauerte, bis sie endlich anerkannt und umgesetzt wurde.
Man darf gar nicht daran denken, wie viele Mütter alleine durch diese Wissenschaftsarroganz sinnlos sterben mussten.
Beim Thema Klimawandel muss der Autor immer an solche Beispiele denken.
Denn die meinen, es heute ganz sicher zu wissen und es zum Dogma erheben, fordern für „Klimaleugner“ schon mal wie ein Grazer Professor 2012 die Todesstrafe, mindestens aber die juristische und gesellschaftliche Vernichtung.
Und das bekommt immer mehr Methode.
Wer einer öffentlichen Institution nicht blind glaubt, gar widerspricht, darf sanktioniert werden, was inzwischen von einem deutschen Gericht als zulässig erklärt wurde:
Anm.: In dem Fall ging es um Corona, lässt sich aber auf das Thema Klima übertragen: … Die Berliner Richter wiesen die Klage ab und urteilten: Es sei mit der Meinungsfreiheit vereinbar, wenn eine Plattform Beiträge verbietet, die im Widerspruch zu den „Leitlinien“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder einer nationalen Gesundheitsbehörde stehen. Dabei komme es nicht (sic!) darauf an, ob eine veröffentlichte Äußerung richtig, teilweise richtig oder falsch sei. Entscheidend sei, ob sie einer Erklärung der WHO oder einer nationalen Gesundheitsbehörde widerspricht (Az. 10 U 95/24).
Öffentliche Forschungsgelder bekommt selbst jemand, der die Klimahysterie nur kritisch betrachtet, sowieso nicht mehr. Prof. Em. Ganteför hat das selbst erfahren, wie er in einem seiner Videos berichtete.
In [1] erklärt eine NGO-Vertreterin, wie wichtig und notwendig Klimaklagen seien: Klimareferentin Karin Zennig über die Klage pakistanischer Bäuerinnen und Bauern gegen deutsche Konzerne und den Weg hin zu Klimagerechtigkeit. Ein Interview.
… Millionen Menschen haben durch die Fluten in Pakistan ihre Lebensgrundlagen verloren. Nun fordern pakistanische Bäuerinnen und Bauern vor dem Heidelberger Landgericht Schadensersatz von RWE und Heidelberg Materials – und stellen damit die Frage, ob aus Klimaschäden rechtliche Verantwortung folgt.
Mit dieser Meinung beschreibt diese Person lediglich, was die UN postuliert:
[5] Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag hat am 23. Juli 2025 ein völkerrechtliches Gutachten veröffentlicht und darauf basierend ein Gerichtsurteil erlassen. Länder, die unzureichende Maßnahmen zum Schutz des Klimas ergreifen, könnten demnach gegen das Völkerrecht verstoßen. Das höchste UN-Gericht folgt damit dem Antrag der Generalversammlung der Vereinten Nationen, die im März 2023 eine Prüfung der juristischen Verantwortlichkeiten von Staaten im Umgang mit dem Klimawandel beschlossen hatte.
Der Klima-Schadensfall „Pakistan“ ist nun ein exemplarisches Beispiel solcher Klagen. Der Autor versucht deshalb (wieder), dazu Fakten beizutragen und zu zeigen, mit welchen Wissensproblemen das Gericht dabei konfrontiert sein wird.
Recherchiert man zu Flutereignissen in Pakistan, stellt man fest, dass sich auch dort in der historischen, über lange Zeit kälteren Vergangenheit, Wetterextreme ereigneten, wie sie auch in der übrigen Welt in Größenordnungen, welche heute undenkbar erscheinen, auftraten.
Als Beispiele die Magdalenenflut von 1342 als größtes, in Europa dokumentiertes Extremniederschlagsereignis.
Ein extremstes Flutereignis in geschichtlicher Zeit in der heute staubtrockenen Namibwüste (leider ist der zugehörige EIKE-Artikel des Autors nicht mehr aufrufbar), deshalb Zitierungen daraus:
Die Skelettküste im Großraum von Terrace Bay ist unzweifelhaft einer der extremsten Bereiche der Namib. Umso überraschender erscheinen die inzwischen identifizierten, äußerst zahlreichen Siedlungsspuren in diesem lebensfeindlichen Milieu.
Die Frage nach jungen Klimaschwankungen in der vermeintlich klimastabilen Extremwüste gewinnt durch diese ungewöhnlichen, bisher kaum datierten Funde neue Impulse, Zwei vor einigen Jahren aus Feuerstellen gewonnenen Holzkohle- und Knochenproben stellten die Funde mit 950 und 650 Jahren vor heute in das Mittelalter.
Es gibt klare Hinweise darauf, dass innerhalb der letzten zwei Jahrtausende hygrische Veränderungen im Bereich der Wüstengrenze stattgefunden haben [6] [7].

Bild 6 [6] Einer der bei einem der historischen Extrem-Flutereignisse in die Namibwüste versetzter Felsblock
Alleine 15 schwerste Sturmfluten an der Nordseeküste werden aus dem Mittelalter berichtet. Am schlimmsten war wohl die vom 16 Januar 1362, welche als die große Mannstränke in die Geschichte eingegangen ist. Dabei versank ein erheblicher Teil der (bewohnten) Küste unwiederbringlich in der Nordsee und es entstand zum Großteil der heutige Küstenverlauf.
Etwas abweichend, aber die extreme, historische Variabilität des Klimas zeigend, gab es am Indus extremste Trockenperioden um 2500 v. Chr. und 1400 v. Chr mit Megadürren, die über 100 Jahre, eine angeblich sogar 900 Jahre andauerten und wohl zum Verlöschen der damalig dort ansässigen Induskultur führten.
Wobei dieses Gebiet auch noch in jüngeren, historischen Zeiten unter extremen Trockenperioden litt:
(deepl-übersetzt) [12] Langanhaltende Dürren, die Jahre bis Jahrzehnte andauern, stellen auf dem indischen Subkontinent eine schwere Bedrohung für das menschliche Wohlergehen dar. Solche Ereignisse sind jedoch während der instrumentalen Phase (ca. seit 1871 n. Chr.) selten. Im Gegensatz dazu deuten die historischen Dokumente auf wiederholte Auftreten langanhaltender Dürren in der Region während der vorinstrumentalen Periode hin, was darauf hindeutet, dass entweder die instrumentellen Beobachtungen das gesamte Spektrum der Monsun-Variabilität unterschätzen oder die historischen Berichte die Schwere und Dauer der vergangenen Dürren überschätzen
… Daten zeigen, dass über das vergangene Jahrtausend häufig anhaltende Dürren, eingebettet in multidekadische Intervalle mit reduziertem Monsunregen, häufig auftraten. Diese extremen Ereignisse stehen in auffallender zeitlicher Synchronisation mit den historisch dokumentierten Dürren, Hungersnöten, Massensterblichkeiten und geopolitischen Veränderungen auf dem indischen Subkontinent.
Anbei informelle Auszüge, weil eine Klimaeinschätzung des heutigen Verlaufs ohne solche nicht wirklich möglich – allerdings üblich – ist.

Bild 7 [14] Vom Autor zusammengesetztes Teilbild (deepl-übersetzt), … (B) Rekonstruierter Niederschlag (blau) und 95 % KI (hellblaue Schattierung). Die himmelblauen Stufenlinien stellen Regimeverschiebungen dar, und die zugehörige Schattierung gibt 95 % KI für jede Teilperiode an (SI-Anhang, Materialien und Methoden). Signifikante Veränderungen der zeitlichen Trends (gelbe Linie, mit magentafarbenen Kreisen, die Trendänderungsjahre mit P < 0,05 anzeigen: 544 n. Chr., 709 v. Chr., 1501 v. Chr. und 2000 v. Chr.; SI-Anhang, Materialien und Methoden). Die rote horizontale Linie ist die rekonstruierte mittlere Niederschlagsmenge des gesamten Zeitraums (4680 v. Chr. bis 2011 n. Chr.). (C) Extrem trockene und nasse Jahresereignisse von 4680 v. Chr. bis 2011 n. Chr. Die Ereignisse wurden in der Niederschlagsrekonstruktion als jene Jahre identifiziert, in denen der Niederschlag die 10. und 90. Perzentile des gesamten Zeitraums überstieg und als prozentuale Anomalien vom instrumentalen Periodenmittelwert ausgedrückt wurde ….

Bild 7a [14] Vom Autor zusammengesetztes Teilbild (deepl-übersetzt): Vergleich der DLH-Baumring-δ18Niederschlagsrekonstruktion mit anderen paläoklimatischen Aufzeichnungen aus dem Holozän. (A) Anomalieanteil der DLH-Niederschlagsrekonstruktion, berechnet im Zeitraum von 4680 v. Chr. bis 1950 n. Chr. (diese Studie). (B) Pollenbasierter jährlicher Niederschlagsanomalieprozentsatz im Gonghai-See, berechnet über den gemeinsamen Zeitraum von 4680 v. Chr. bis 1950 n. Chr….
Die Studie folgert: [14] Unsere Niederschlagsrekonstruktion zeigt einen ausgeprägten mehrtausendjährigen Trocknungstrend
Nun eine Grafik aus einer weiteren Studie [12] [13]. Allerdings ist zu beachten, dass diese die Ostseite von Indien analysiert, also nur eingeschränkt für Pakistan zutrifft:

Bild 8 [13] (Teilbild) (deepl-übersetzt): Fig. S1. Die Niederschlagsmenge während des indischen Monsuns (AIR) und die Häufigkeit von Dürren.
Zu Bild 8:
(a) Niederschlagsanomalien der AIR-Reihe (40) werden als prozentuale Abweichung vom mittleren Niederschlag ausgedrückt. Überlagert (schattierte Anomalie) durch einen 30-jährigen Butterworth-Tiefpassfilter, der die multidekadische Variabilität hervorhebt. Die gepunkteten Linien heben die Jahre mit einem Rückgang (Anstieg) der Niederschläge des indischen Sommermonsuns (ISM) um ±10 % hervor. Jahre, in denen die AIR 10 % unter dem Mittelwert (~ 900 mm) lagen, sind mit Kreisen gekennzeichnet, und Jahre, in denen sie 20 % darunter lagen, sind mit Kreisen markiert und hervorgehoben. Der Zeitraum mit einer Abweichung von 10 % bei den Monsunregenfällen während drei aufeinanderfolgenden Jahren (1985/86/87) ist durch den braunen Balken hervorgehoben. Die ENSO-Jahre (El Niño–Southern Oscillation) sind mit roten Kreisen dargestellt.
(b) ISM-Dürrehäufigkeit unter Verwendung eines gleitenden 30-Jahres-Fensters. Die gepunktete Linie zeigt die durchschnittliche Dürrehäufigkeit. (c) Anzahl der historischen Dürrehäufigkeiten unter Verwendung eines gleitenden 30-Jahres-Fensters (13). Die Dürrehäufigkeit >8 ist durch die gepunktete Linie hervorgehoben und mit einer trüben Farbe ausgefüllt. Die einzelnen Dürrejahre sind durch vertikale schwarze Linien dargestellt
Nun noch Berichte zu historischen Klimaereignissen (deepl-übersetzt):
[12] … Langanhaltende Dürren, die Jahre bis Jahrzehnte andauern, stellen auf dem indischen Subkontinent eine schwere Bedrohung für das menschliche Wohlergehen dar. Solche Ereignisse sind jedoch während der instrumentalen Phase (ca. seit 1871 n. Chr.) selten. Im Gegensatz dazu deuten die historischen Dokumente auf wiederholte Auftreten langanhaltender Dürren in der Region während der vorinstrumentalen Periode hin, was darauf hindeutet, dass entweder die instrumentellen Beobachtungen das gesamte Spektrum der Monsunvariabilität unterschätzen oder die historischen Berichte die Schwere und Dauer der vergangenen Dürren überschätzen.
… Unsere Daten zeigen, dass über das vergangene Jahrtausend häufig anhaltende Dürren, eingebettet in multidecadale Intervalle mit reduziertem Monsunregen, häufig auftraten. Diese extremen Ereignisse stehen in auffallender zeitlicher Synchronisation mit den historisch dokumentierten Dürren, Hungersnöten, Massensterblichkeiten und geopolitischen Veränderungen auf dem indischen Subkontinent. Unsere Ergebnisse erfordern eine Neubewertung der aktuellen Wasserressourcen-, Nachhaltigkeits- und Minderungsmaßnahmen der Region, die die Möglichkeit langfristiger Dürren in der Zukunft ausschließen.
… Im Gegensatz zur instrumentalen Periode zeichnen die historischen Dokumente und hochauflösenden Proxy-Dokumente ein drastisch anderes Bild der ISM-Dürremerkmale im vergangenen Jahrtausend und darüber hinaus. Zum Beispiel enthalten klassische alte indische Texte wie Arthshastra (ca. 150 n. Chr.) und Rigveda (ca. 1500 v. Chr.) zahlreiche Berichte über fortlaufende, mehrjährige Dürren und anschließende Hungersnöte, von denen einige bis zu 12 Jahre dauern …. Perioden langanhaltender Dürren (hier definiert als Dürren, die mehr als drei aufeinanderfolgende Jahre andauern, und/der mehrdekadale Perioden mit Dürren alle zwei oder alle drei Jahre) sind in den systematischen Zusammenstellungen historischer Dürren und Hungersnöten zwischen ∼1500 n. Chr. und 1900 n. Chr. erkennbar.
Trotz diesen in der Historie extremen Extremereignis-Variabilität welche zudem auch von vielen, extremen Dürrezeiten berichten – weshalb sogar vor der Möglichkeit einer Wiederkehr gewarnt wird – kommen die allermeisten Studien (die der Autor eingesehen hat) über Fluten in Pakistan zu dem Schluss, dass der Klimawandel diese verstärkt hat und weiter verstärken wird.
Das kann man glauben und hat damit die Meinungsmehrheit hinter sich.
Der Autor hat allerdings auch eine Studie gefunden [8], welche sich traute, unvoreingenommen vorzugehen und geradezu provokante Thesen aufzustellen. Obwohl es sich nun um eine eindeutig selektive Auswahl des Autors handelt, wegen der interessanten, darin getätigten Aussagen trotzdem Zitierungen daraus.
Zuerst daraus ein Übersichtsgrafik der Flut- und Dürreanaomalien seit 1979:

Bild 9 [8] Monthly standardized area-averaged precipitation anomaly (bars) from the average over 1991–2020. The years when the region experienced floods or droughts are labeled. The dotted lines represent standardized Niño1 + 2 (blue), Niño3 (yellow), Niño3.4 (gray), and Niño4 (orange) indices using detrended COBE/NOAA sea surface temperatures. All Niño indexes are multiplied by −1 for ease of comparison so that positive (negative) anomalies represent La Niña (El Niño). The number in parentheses represents the actual correlation between WSA and Niño indexes. Every third month in the time series is labeled starting with the first month on the x-axis.
Der Autor hat ergänzend zu Bild 7 die in Pakistan von Flutereignissen betroffenen Flächen recherchiert und in einer Grafik (Bild 8) zusammengefasst.
Da zu den Flutereignissen unterschiedlichste Angaben vorliegen – man betrachte die extrem differierenden Angaben der Regierung und von Satellitenmessungen zum Extremereignis von 2022 -, teils sogar mittels KI generiert werden mussten, ist diese Grafik mit großer Vorsicht zu betrachten:

Bild 10 Pakistan, überschwemmte Flächen der Flutereignisse seit 1950. Grafik anhand nicht immer plausibler Daten vom Autor erstellt
Die Bilder 7 und 8 zeigen deutlich, dass der postulierte Klimawandeleinfluss der Fluten in Pakistan lediglich aufgrund weniger, jüngster Ereignisse erklärt wird.

Bild 11 [8] Fig. 7 g The actual and regressed monthly (July-August-September) anomalies from 2001 through 2022. On the x-axis, every other month is labeled.
Nun zu Aussagen der Studie (mit deepl übersetzt): [8] … Unsere Studie zeigt, dass die koexistierende natürliche Variabilität in ozeanischen und atmosphärischen Prozessen für die erhöhte Variabilität der Niederschläge über die WSA in den letzten Jahrzehnten verantwortlich ist. Der Monsun über Südasien ist eines der am umfangreichsten erforschten Themen der Klimawissenschaft. Die Variabilität des Monsun-Niederschlags über WSA ist jedoch relativ wenig verstanden.
… Da der Großteil des WSA am Rand des südasiatischen Monsuns liegt, dringen starke Regenfälle selten in die gesamte Region ein, und die Niederschlagsvariabilität (im Verhältnis zum Niederschlagsmittelwert) ist deutlich höher als in anderen Teilen Südasiens. Daher gibt es einzigartige Voraussetzungen für extreme Monsune, die das gleichzeitige Auftreten mehrerer natürlich vorkommender ozeanischer und atmosphärischer Variabilität erfordern und so ein Umfeld schaffen, in dem Wettersysteme über den westlichen Rand des südasiatischen Monsuns ziehen können.
Dazu wird eine Aussage getätigt, welche sich in keiner anderen Studie so deutlich findet, im Gegenteil, in der Regel umgekehrt gedeutet wird :
(mit deepl übersetzt): [8] In einer aktuellen Attributionsstudie, die sich speziell auf den extremen Monsun von 2022 konzentrierte, wurde natürliche Variabilität als möglicher Faktor vorgeschlagen, da Modelle mit menschengemachten Zunahmen des Treibhausgas-Forcing allein keine Niederschlagsextreme erzeugen konnten, die mit den Beobachtungen vergleichbar sind.
Die Studienautoren sagen damit, dass keines der Klimamodelle dieses Ereignis auch nur annähernd abbilden oder vorhersagen konnte. In den „gängigen“ Studien wir daraus postuliert, dass genau dies ein Beleg eines noch schlimmeren Klimawandeleinflusses sei.
Dagegen argumentiert diese Studie, dass die Klimasimulationen postuliert den anthropogenen Klimawandel vollständig abbilden und wenn ein solch extrem von deren, angeblich doch genauen Vorhersagen abweichendes Ereignis trotzdem auftritt, der ominöse Klimawandel nicht die Ursache sein kann.
Nun gut, ein bisschen könnte der Klimawandel ja mitspielen, was allerdings noch zu belegen wäre:
… Obwohl wir die natürlichen Mechanismen identifiziert haben, die für Niederschlagsextreme im WSA verantwortlich sind, schließen wir nicht aus, dass der Klimawandel zur erhöhten Niederschlagsvariabilität in der WSA beigetragen haben könnte … Eine solche Zuschreibung erfordert jedoch unabhängige, gezielte Untersuchungen.
… Zusammenfassend identifizieren unsere Ergebnisse Variabilitätsarten als entscheidenden Einfluss auf jüngste Extremereignisse in der Region und unterstreichen zudem die Notwendigkeit weiterer Forschung, um systematisch und robust einen klaren Zusammenhang zwischen Klimawandel und extremen Monsunen im WSA zu identifizieren.
Nun gibt es auch dazu eine Attributionsstudie [9], welche wir nun betrachten wollen.
Mangels konsistenter Messdaten werden in dieser Studie Niederschlagsmessungen des Zeitraumes 1961- 2017 und simulierte, ergänzende Daten verwendet.
Erkennbar, sticht das extreme Flutereignis von 2022 hervor. Während dies in der Studie [8] als Beleg, dass es natürliche Variabilität und nicht Klimawandelsein kann, gesehen wird, sagt die Attributionsstudie, dass es genau ein Beleg für den Klimawandeleinfluss ist.

Bild 12 [9] Figure 9. Comparison of the datasets used in this study with the station averages for (a) Pakistan as a whole and (b) the southern region consisting of Balochistan and Sindh provinces
Dazu eine Grafik aus einer anderen Studie. Darin sieht es erheblich unspektakulärer aus:

Bild 13 [11] Monthly Indian Summer Monsoon Index for June, July and August from 1979 to 2022 The correlation between Indian Summer Monsoon Index and the precipitation anomaly is positive in southern Pakistan in July. Zufügung: metric used to quantify the intensity and variability of the monsoon
Nun die zeitlichen Verläufe des Niederschlags aus verschiedenen Klimasimulationen. Deutlich erkennbar sticht die Flut von 2022 ohne erkennbaren, vorgeschalteten Trend als Einzelereignis heraus:

Bild 14 [9] Figure 10. Time series of annual average rainfall (mm/day) along with the ten-year running mean (shown by green line) for (a) the Indus river basin and (b) the southern provinces of Balochistan and Sindh (bottom), based on CPC (left), ERA5 (middle) and IMERG (right) rainfall datasets.
Mit diesen Daten wird nun attributiv ausgewertet und ein signifikanter Einfluss des Klimawandels ermittelt:

Bild 15 [9] Figure 11. GEV fit with constant dispersion parameters, and location parameter scaling proportional to GMST of the index series, for the Indus river basin based on three gridded datasets- (a) CPC (b) ERA5 and (c) IMERG. The 2022 event is included in the fit. Left: Observed max. 60-day average rainfall in the JJAS season as a function of the smoothed GMST. The thick red line denotes the time-varying location parameter. The vertical red lines show the 95% confidence interval for the location parameter, for the current, 2022 climate and a 1.2ºC cooler climate. The 2022 observation is highlighted with the magenta box. Right: Return time plots for the climate of 2022 (red) and a climate with GMST 1.2 ºC cooler (blue). The past observations are shown twice: once shifted up to the current climate and once shifted down to the climate of the late nineteenth century. The markers show the data and the lines show the fits and uncertainty from the bootstrap. The magenta line shows the magnitude of the 2022 event analysed here. Bild vom Autor bearbeitet
Wie üblich, wird dazu ergänzend mit vielen Klimamodellen simuliert. Hier zeigen diese Simulationen, dass sie sich eher nicht einig sind:

Bild 16 [9] (Teilbild) Figure 15. Synthesis of intensity change (left) and probability ratios (right), when comparing the 100-year 60-day heavy rainfall event over the Indus river basin with a with a 0.8C warmer climate (2C since pre-industrial). Bild vom Autor bearbeitet
Nun stelle man sich vor, ein Gericht soll anhand solch unterschiedlichster Daten und Bewertungen herausfinden, ob und wieviel die CO₂-Emission einer Firma einer sich von deren Emission geschädigt fühlenden Person in Pakistan an Klimaschäden verursacht hat.
Dabei hat das Gericht zu berücksichtigen, welche Bewertungen Vertreter höchster, internationaler Organisationen dazu schon vorwegnahmen:
(Übersicht mit KI) UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete die verheerenden Überschwemmungen in Pakistan 2022 als „Klima-Massaker“ und „beispiellose Klimakatastrophe“
Er forderte massive internationale Hilfe, Solidarität und Klimagerechtigkeit, da Pakistan unschuldig unter den Folgen des Klimawandels leide. Guterres betonte, die Welt müsse jetzt handeln, da Klimachaos jeden treffen könne.
Zentrale Aussagen von António Guterres zur Flut in Pakistan:
– Klima-Massaker: Guterres beschrieb das Ausmaß als „unvorstellbar“ und sprach von einem „Klima-Massaker“, das durch den Klimawandel verursacht wurde.
– «Nature is striking back» (Die Natur schlägt zurück): Er warnte, dass die Menschheit der Natur den Krieg erklärt habe und nun die verheerenden Folgen spüre.
– Appell an die internationale Gemeinschaft: Er forderte dringend massive Unterstützung für Hilfs-, Rehabilitations- und Wiederaufbaumaßnahmen.
– Klimagerechtigkeit: Guterres betonte, dass Länder wie Pakistan kaum zu den Treibhausgasemissionen beigetragen haben, aber am stärksten betroffen sind. Er forderte eine gerechte finanzielle Unterstützung.
– Warnung vor der Zukunft: Er warnte, dass die Katastrophe in Pakistan ein Vorbote für die Zukunft weltweit sei: „Heute ist es Pakistan, morgen könnte es Ihr Land sein“.
– Klimachaos: Der UN-Chef erklärte, dass die Weltgemeinschaft angesichts dieser Katastrophe nicht länger wegschauen dürfe und Klimachaos „an jedermanns Tür klopft“.
Unsere „Qualitätsmedien“ unterstützen dabei:
Und Klimasekten-NGOs bringen es mit abstrusesten Argumenten weiter unters Volk.
So radelte der Autor letzten Sommer zufällig an einer Veranstaltung von FfF vorbei und dachte sich, wenn man nun schon davor steht, kann man den Reden interessehalber ja mal zuhören.
Und so konnte er live miterleben, wie eine junge Dame wirklich alle Klimahysterie-Plattitüten „herunterbetete“, dabei fast heulend erklärte, dass einige Klima-Kipppunkte bereits gekippt seien und anschließend ein FfF-Mitglied höheren Alters vom Podium aus der Versammlung erklärte, dass er sich hiermit bei den Jüngeren entschuldige und schwer damit lebt, weil er und seine Generation die Welt und deren Zukunft so kaputt gemacht hätten.
Mit Sicherheit wird ein Gericht den „Klimaschaden“ nicht neutral bewerten (können und „dürfen“). Was wird es also tun?
Es wird sich wohl wie das IGH [5] verhalten, also gar keine eigene Klärung versuchen, sondern sich streng am Mainstream der Studien sowie Aussagen „vertrauenswürdiger“ Institutionen und NGOs orientieren.
Im Zweifelsfall auch einfach das Zahlenverhältnis Klimawandel-positiver zu Klimawandel-skeptischen Studien zählen und wie es bei den „Klima-Konsensstudien“ gemacht wurde, die Mehrzahl zum „wissenschaftlichen Beleg“ erklären.
Und damit sind die Ergebnisse vorherbestimmt.
Quellen
[1] Klimaklagen gegen deutsche Konzerne: „Recht kann helfen, extreme Machtgefälle auszugleichen“
[2] Klimaklagen nehmen zu – doch die Politik hebelt Urteile wieder aus
[3] Prof. Em. Ganteför Klima: Sind wir schuld?| Grenzen des Wissens
[4] Die unfaire Wahrheit hinter der Erderwärmung | Harald Lesch | Terra X Lesch & Co
[5] Die Pegeldaten von Tuvalu zeigen weiterhin keinen Untergang, trotzdem müssen die westlichen Länder dafür bezahlen
[6] Nova Acta Leopoldina NF 108, Nr. 373, 125-149 (2009): Holozäner Klima- und Landschaftswandel in der Namib?
[7] Journal of the Geological Society of India 64: 535-547. Heine, K. 2004. Flood reconstructions in the Namib Desert, Namibia and Little Ice Age climatic implications: Evidence from slackwater deposits and desert soil sequences.
[8] The influence of natural variability on extreme monsoons in Pakistan | npj Climate and Atmospheric Science
[9] WWA: Climate change likely increased extreme monsoon rainfall, flooding highly vulnerable communities in Pakistan
[10] Pakistan Floods 2022 – An Interview by the IAHR President to Share Expert Insights
[11] Chinese Academy of Sciences, 2022: Analysis of the Causal factors of 2022 Floods in Pakistan: Extremely Strong South Asia Summer Monsoon
[12] Gayatri Kathayat, September 19, 2022: Protracted Indian monsoon droughts of the past millennium and their societal impacts
[13] Supplementary Information for Protracted Indian Monsoon Droughts of the Past Millennium and Their Societal Impacts
[14] Bao Yang, July 19, 2021: Long-term decrease in Asian monsoon rainfall and abrupt climate change events over the past 6,700 years
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NACHTRAG:
Inzwischen gibt es ein neues Klimaurteil, welches genau die Einschätzungen des Autors bestätigt. Karibikinsel Bonaire: Niederlande verlieren wegweisenden Klimaprozess | DIE ZEIT
(Die Zeit, 28. Januar 2026).
Ein Gericht hat die niederländische Regierung zu mehr Klimaschutz auf Bonaire verpflichtet. Sie habe die Einwohner der Karibikinsel gegenüber dem Festland benachteiligt.
Die Niederlande haben ein wegweisendes Klimaverfahren verloren. Das Bezirksgericht in Den Haag hat entschieden, dass der Staat die Einwohner seiner Karibikinsel Bonaire nicht ausreichend vor den Folgen des Klimawandels geschützt hat. Die Richter gaben damit einer Klage der Umweltschutzorganisation Greenpeace statt.
Das Gericht verpflichtete den Staat, innerhalb von 18 Monaten verbindliche Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen in nationalen Gesetzen festzuschreiben. Zudem muss die Regierung bis 2030 einen Anpassungsplan für Bonaire vorlegen.
…. Das Gericht berief sich ausdrücklich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 2024. Demnach sind Staaten verpflichtet, Leben und Gesundheit ihrer Bürger zu schützen.
Der Beitrag Wenn dir das Wetter nicht passt, verklage einfach eine westliche Firma auf Schadenersatz. Denn irgend ein „CO₂“ von denen wird daran schon schuld sein. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Francis Menton, THE MANHATTAN CONTRARIAN
Hier in den USA hat die zweite Trump-Regierung die Reihe verrückter Energiepolitik weitgehend gestoppt, die unter dem Banner der „Bekämpfung des Klimawandels“ marschiert. Das Gleiche gilt jedoch nicht für viele andere Länder mit fortgeschrittener Wirtschaft, beispielsweise Deutschland, Australien und Großbritannien.
Betrachten wir Großbritannien. Bei den Wahlen 2024 verschafften die Wähler der linken Labour-Partei eine große parlamentarische Mehrheit. Die daraus hervorgegangene Regierung hat die Politik der Netto-Null-Emissionen, der Unterdrückung fossiler Brennstoffe und der Energieerzeugung aus „erneuerbaren Energien“ noch verstärkt. Überzeugt von ihrer eigenen Richtigkeit und sogar Gerechtigkeit, versucht die Regierung, alle abweichenden Meinungen zu ihrer Politik zum Schweigen zu bringen, indem sie Meinungsverschiedenheiten als „Fehlinformationen“ oder „Klimaleugnung“ bezeichnet.
In der tatsächlichen Energieerzeugung setzt sich jedoch weiterhin die Realität durch.
In einer Kolumne vom 9. Januar bei Net Zero Watch [NZW] berichtet Andrew Montford über die neuesten Methoden der britischen Regierung, Gruppendenken durchzusetzen und Klimakritiker zum Schweigen zu bringen. (Vollständige Offenlegung: Ich bin Mitglied des Vorstands der amerikanischen Tochtergesellschaft von NZW.) Der Titel der Kolumne lautet [übersetzt] „Die Possen der Klima-Clique”. Anscheinend hat das Parlament eine Gruppe namens „Energy Security and Net Zero Select Committee“ (Ausschuss für Energiesicherheit und Netto-Null) gebildet, und dieser Ausschuss führt eine Reihe von Anhörungen mit dem Titel „Unterstützung der Energiewende“ durch. Andrews Zusammenfassung:
Es ist genau das, was man erwarten würde – eine Reihe prominenter Mitglieder der grünen Bewegung, ohne dass auch nur eine einzige abweichende Meinung zu hören ist, weder unter den Zeugen noch unter den Ausschussmitgliedern. Das ist keine Überraschung – die meisten Sonderausschüsse sind einfach choreografierte Bühnenshows, die sorgfältig darauf ausgelegt sind, bestimmte Narrative aufrechtzuerhalten und unbequeme Wahrheiten zu unterdrücken.
Montford listet Zeugen aus zwei kürzlich durchgeführten Anhörungen auf, die alle Mitglieder dessen sind, was er als „eng verbundene Clique” von Klimapanikmachern bezeichnet:
• Angharad Hopkinson, politische Aktivistin bei Greenpeace
• Lorraine Whitmarsh vom Zentrum für Klimawandel und sozialen Wandel
• Stephanie Draper, Klimaaktivistin
• Roger Harrabin, ehemaliger Energie- und Umweltanalyst bei der BBC
• Bob Ward, PR-Beauftragter am Grantham Research Institute on Climate Change
• Rebecca Willis, ehemalige Mitarbeiterin der Green Alliance und jetzt Wissenschaftlerin an der Lancaster University.
Montfords Folgerung:
Wo auch immer man hinschaut – von Universitäten über Akademien bis hin zu den Mainstream-Medien – wurden abweichende Meinungen komplett ausgeblendet und Gegenargumente kategorisch abgelehnt. Das ist der Grund, warum wir uns in dieser katastrophalen wirtschaftlichen Lage befinden.
Aber dann gibt es noch die Realität. Vielleicht ist noch erinnerlich, dass der große britische Ölkonzern, der damals „British Petroleum“ hieß, Anfang der 2000er Jahre seinen Namen in BP änderte und eine große Umfirmierung unter dem Slogan „Beyond Petroleum“ startete. Fast zwei Jahrzehnte später, im Jahr 2020, beschloss BP, obwohl es immer noch im Ölgeschäft tätig war, seinen Einstieg in die Energiewende zu verdoppeln. Das war die Zeit des „Woke“-Maximums. Aus Forbes, 4. August 2020:
In heute Morgen veröffentlichten Details hat das in London ansässige Unternehmen BP eine Reihe von Zielen für 2030 festgelegt. Das Unternehmen plant, seine Öl- und Gasproduktion bis 2030 um 40 % zu reduzieren, von derzeit rund 2,6 Millionen Barrel pro Tag; seine Investitionen in erneuerbare Energien zu erhöhen, mit dem Ziel, bis 2030 eine Erzeugungskapazität von 50 Gigawatt zu erreichen, gegenüber 2,5 Gigawatt im letzten Jahr; und die Anzahl der eigenen Ladestationen für Elektrofahrzeuge von 7.500 auf 70.000 zu erhöhen. Außerdem hat das Unternehmen zugesagt, keine weiteren Ölförderaktivitäten in Ländern durchzuführen, in denen es noch keine Upstream-Aktivitäten betreibt.
Damals äußerten Einige Skepsis gegenüber den Plänen von BP, aber Analysten stellten fest, dass die Ziele ausreichend detailliert und konkret waren, um zu zeigen, dass es BP „ernst damit war“:
In einer Mitteilung von Analysten von Sankey Research hieß es, dass Skeptiker zwar generell Recht hätten, „ein ‚Greenwashing‘ zu vermuten“, dass jedoch „der Umfang und die Reichweite dieser Ziele beeindruckend“ seien. Die lange Liste konkreter Maßnahmen in dem neuen Plan von BP zeige, dass BP es ernst meine. Das Unternehmen sei sich bewusst, dass die heute vorgestellten Ziele von Investoren und Umweltschützern genutzt werden würden, um das Unternehmen in zehn Jahren zur Rechenschaft zu ziehen.
Fünfeinhalb Jahre später, aber noch weit vor 2030, sieht es so aus, als hätte der große Umstieg von BP auf erneuerbare Energien nicht funktioniert. Das Wall Street Journal veröffentlichte am 14. Januar einen Artikel, der still und leise auf Seite B3 versteckt war und über das Debakel von BP berichtete. Die Überschrift lautet „BP Flags $5 Billion Write-Down of Low-Carbon Business.” [BP meldet Abschreibung in Höhe von 5 Milliarden Dollar für sein Geschäft mit kohlenstoffarmen Technologien] Auszug:
BP gab bekannt, dass es den Wert seines Geschäftsbereichs für Gas und kohlenstoffarme Energien bis zu 5 Milliarden US-Dollar abschreiben werde. Dies ist die Folge einer unglücklichen Entscheidung für den Einstieg in den Bereich der erneuerbaren Energien, wodurch das Unternehmen zum am wenigsten profitablen der großen Ölkonzerne wurde. Das in London ansässige Unternehmen befindet sich derzeit in einer frühen Phase der Umstrukturierung, mit der es zu seinen Wurzeln zurückkehren will: der Öl- und Gasförderung. BP hat seine Investitionen in Aktivitäten zur Energiewende zurückgefahren, sich aus einigen Projekten im Bereich erneuerbare Energien zurückgezogen und Pläne zur drastischen Reduzierung seiner Öl- und Gasproduktion aufgegeben.
Im Rahmen der Neuausrichtung holt BP einen neuen CEO an Bord und entlässt die Personen, die das Unternehmen in die katastrophale Richtung des „Kampfes gegen den Klimawandel” gelenkt haben:
Im vergangenen Monat ernannte BP Meg O’Neill zu seiner nächsten Chefin, eine Außenstehende, die als Verfechterin fossiler Brennstoffe gilt. … BP hat ein neues Führungsteam eingesetzt, das diejenigen ersetzt, die mit dem kostspieligen Vorstoß in den Bereich der erneuerbaren Energien in Verbindung stehen.
Montford von NZW betrachtet das Gesamtbild und stellt fest, dass die Mitglieder des britischen Parlaments das Spiel rapide verlieren, obwohl sie weiterhin in der Lage sind, ihre Opposition zum Schweigen zu bringen:
Nach den Ereignissen in der Ukraine und Venezuela und dem Austritt der USA sowohl aus der UN-Klimarahmenkonvention als auch aus dem IPCC ist klar, dass sich die Welt sehr schnell weiterentwickelt. Vor diesem Hintergrund kann die Untersuchung des Sonderausschusses als letzter Hurra-Auftritt einer sterbenden Bewegung angesehen werden.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Die Unterdrückung von Dissens bzgl. Klimawandel kann nicht verhindern, dass sich die Realität durchsetzt. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Dr. Matthew Wielicki
In diesem Artikel untersucht Dr. Matthew Wielicki offizielle Katastrophendaten aus den letzten 25 Jahren, die trotz steigender CO₂-Werte und Rekordtemperaturen keinen Anstieg extremer Wetterereignisse weltweit zeigen. Die Analyse untersucht, was die Klimadaten offenbaren und warum sie die vorherrschenden Klima-Narrative in Frage stellen.
Seit Jahrzehnten basiert die Mär der Klimakrise auf einer einzigen, emotional starken Behauptung:
Mit der Erwärmung des Planeten werden extreme Wetterereignisse häufiger und intensiver auftreten.
Diese Idee kam nicht aus dem Nichts. Sie wurde von Regierungen, internationalen Institutionen, wissenschaftlichen Gremien und großen Medien oft wörtlich wiederholt. Sie wurde zur Grundlage, um eine moderate Erwärmung zu einer existenziellen Notlage umzudeuten.
Extreme Wetterereignisse waren kein Nebeneffekt. Sie waren der Beweis.
Deshalb ist die folgende Abbildung so wichtig.
Die obige Grafik zeigt die weltweite Anzahl klimabedingter Katastrophen, darunter Dürren, Überschwemmungen, Stürme, Waldbrände und extreme Temperaturereignisse, zusammengestellt vom Centre for Research on the Epidemiology of Disasters (CRED) in Brüssel.
Diese Datenbank ist unter dem Namen EM-DAT (Emergency Events Database) bekannt.
Sie ist nicht unbekannt. EM-DAT wurde bereits von folgenden Institutionen genutzt:
• Die Vereinten Nationen
• Die Weltorganisation für Meteorologie
• Nichtregierungsorganisationen und Versicherer
• Klimaforscher und IPCC-nahe Studien
Jahrelang wurde regelmäßig darauf verwiesen, dass der Klimawandel bereits zu einer Zunahme extremer Wetterereignisse führe.
Doch siehe da, seit vorläufige Daten für 2025 vorliegen, ist dieses Argument hinfällig.
Um das Ausmaß dieser Diskrepanz zu verstehen, muss man sich unbedingt ansehen, was maßgebliche Institutionen ausdrücklich als notwendig erachten:
Der sechste Sachstandsbericht des IPCC stellt fest:
„Jede zukünftige Erwärmung wird das Auftreten extremer Wetterereignisse verstärken … Die Häufigkeit und Intensität extremer Ereignisse wird mit der Erwärmung erheblich zunehmen.“
Die NASA bekräftigt diese Botschaft eindeutig:
„Rekordverdächtige Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürren, Waldbrände und Hurrikane treten immer häufiger und intensiver auf.“
Die Website Climate.gov der NOAA informiert die Öffentlichkeit:
„Es wird davon ausgegangen, dass extreme Wetterereignisse infolge des Klimawandels zunehmen werden.“
Und die Vereinten Nationen erklären unverblümt:
„Der Klimawandel hat zu einer Zunahme der Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse geführt.“
Das ist keine subtile Sprache.
Das ist keine vorsichtige oder zurückhaltende Formulierung.
Das ist das Rückgrat der Botschaften zur „Klimakrise“.
Vergleichen Sie nun diese Behauptungen mit den Daten.
In den letzten 25 Jahren … denselben 25 Jahren, in denen:
• das atmosphärische CO₂ seinen höchsten Stand in der Geschichte der Menschheit erreichte
• die globalen Temperaturen auf angebliche Rekordhöhen stiegen
• die Klimapolitik dramatisch ausgeweitet wurde
Die Zahl der globalen klimabedingten Katastrophen hat nicht zugenommen.
Sie ist unverändert geblieben.
Und im Jahr 2025, dem Jahr nach den höchsten CO₂-Konzentrationen und einigen der höchsten globalen Temperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen, ist die Gesamtzahl der Katastrophen niedriger als jemals zuvor im letzten Vierteljahrhundert.
Ja, die Daten für 2025 sind vorläufig. EM-DAT hat eine geringe Meldeverzögerung, insbesondere bei Ereignissen gegen Ende des Kalenderjahres. Geringfügige Aufwärtskorrekturen sind möglich.
Aber keine realistische Korrektur macht 2025 zu einem Rekordjahr für Katastrophen. Das Signal ist nicht subtil. Der Trend kehrt sich nicht um.
Wenn die Erwärmung zu einer Häufung extremer Wetterereignisse führen würde, müsste dies genau hier zu beobachten sein.
Das ist jedoch mitnichten der Fall.
Ein Detail in den Daten für 2025 verdient besondere Aufmerksamkeit.
Weltweit verzeichnete EM-DAT im Jahr 2025 nur eine einzige Katastrophe aufgrund extremer Temperaturen.
Eine einzige.
Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, wie oft uns erzählt wird, dass Hitzewellen überall gleichzeitig allgegenwärtig, beispiellos und zunehmend tödlich sind.
EM-DAT zählt keine warmen Tage oder unangenehmen Sommer. Es zählt dokumentierte Katastrophenereignisse, die bestimmte Schwellenwerte hinsichtlich Auswirkungen, Vertreibung oder Sterblichkeit erreichen.
Wenn Hitzewellen außer Kontrolle geraten würden, müsste diese Kategorie stark steigen.
Das ist jedoch mitnichten der Fall.
Fast niemand hat jemals behauptet, dass ein etwas wärmerer Planet als 1850 von Natur aus gefährlich sei.
Die Mitte des 19. Jahrhunderts war für die Menschheit eine außergewöhnlich kalte, instabile und ungesunde Zeit, die durch geringere landwirtschaftliche Produktivität, weit verbreitete Krankheiten und geopolitische Unruhen gekennzeichnet war. Eine Rückkehr zu den Temperaturen von 1850 würde das Wohlergehen der Menschen nicht verbessern.
Was die Erwärmung „gefährlich” machte, so wurde uns gesagt, waren die positiven Rückkopplungen:
• Häufigere Stürme
• Intensivere Überschwemmungen
• Verschärfte Dürren
• Eskalierende Waldbrände
• Zunehmende Hitzekatastrophen
Extreme Wetterereignisse waren Ereignisse, durch welche die Erwärmung zu einer Krise wurde.
Und diese Ereignisse zeigen sich in den Daten nicht.
Warum also hält sich die Krisenrhetorik weiterhin?
Weil: Sobald eine Erzählung institutionalisiert ist, hängt sie nicht mehr von der Bestätigung durch Beobachtungen ab. Sie hängt von Wiederholung, Autorität und moralischer Einordnung ab.
Als EM-DAT den Alarmismus zu stützen schien, wurde es ständig zitiert.
Jetzt, wo dies nicht mehr der Fall ist, wird es stillschweigend ignoriert.
So verhält sich gesunde Wissenschaft nicht.
Nach 25 Jahren steigender Emissionen und Rekordhitze ist die Katastrophenwelle nie eingetreten, die einen globalen Notstand rechtfertigen sollte.
Das bedeutet nicht, dass es kein Wetter mehr gibt.
Es bedeutet nicht, dass Anpassungen nicht notwendig sind.
Und es bedeutet nicht, dass sich das Klima nicht mehr verändert.
Es bedeutet, dass die Krisenrhetorik ihren eigenen empirischen Test nicht besteht.
Und das sollte zu einer Neubewertung führen … nicht zu einer Verdopplung der Anstrengungen.
Wenn extreme Wetterereignisse nicht zunehmen, bricht die Rechtfertigung für eine permanente Notfallpolitik zusammen.
Angst war immer der Treibstoff.
Katastrophen waren immer der Beweis.
Ohne sie verliert die Klimakrise ihre Grundlage.
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This free article was previously published on Irrational Fear.
Want more analysis like this?
On his Substack Irrational Fear, Dr. Matthew Wielicki shares data-driven climate analysis, critiques of official claims, and access to 420+ original articles.
If you prefer evidence over slogans, explore and subscribe here.
Dr. Matthew Wielicki is Earth science professor-in-exile, climate and cultural realist, political orphan, pluralist, husband, father, friend, optimist, Irrational Fear Substack. Dr Matthew Wielicki also appears in the documentary Climate: The Movie on Clintel’s YouTube channel.
Link: https://clintel.org/25-years-of-climate-data-show-no-increase-in-weather-disasters/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag 25 Jahre mit Klima-Daten zeigen keine Zunahme von Wetterkatastrophen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Roy W. Spencer, Ph. D.
Dies ist nur eine kurze Aktualisierung darüber, wie sich die Trends der globalen Temperatur (Tsfc) in 34 CMIP6-Klimamodellen bis 2025 entwickeln. Die folgende Grafik zeigt die Tsfc-Trends von 1979 bis 2025, gereiht von den wärmsten bis zu den kühlsten.
„Beobachtungen” ist ein Durchschnitt aus vier Datensätzen: HadCRUT5, NOAAGlobalTemp Version 6 (jetzt natürlich mit KI), ERA5 (ein Reanalyse-Datensatz) und dem Berkeley 1×1-Grad-Datensatz, der einen mit HadCRUT5 identischen Trend ergibt (+0,205 °C/Jahrzehnt).
Ich betrachte Reanalysen als Teil der Kategorie „Beobachtungen“, da sie in gewisser Weise mit den Messungen übereinstimmen müssen, die von der Oberfläche, Wetterballons, globalen Verkehrsflugzeugen, Satelliten und der Küchenspüle aus vorgenommen werden.
Die Beobachtungen sind seit meiner letzten Darstellung um einen Platz in der Rangliste nach oben gerückt, was hauptsächlich auf das ungewöhnlich warme Jahr 2024 zurückzuführen ist.
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Dazu postet der Autor diese Ergänzung:
Roy W. Spencer, Ph. D. from his Global Warming Blog
Als Fortsetzung meines letzten Beitrags über globale Trends der Temperatur (1979–2025) und deren Vergleich mit Klimamodellen folgt hier eine Aktualisierung eines ähnlichen Vergleichs für Trends der tropischen Troposphärentemperatur, basierend auf Tabellen von John Christy. Dies ist auch eine Aktualisierung meines beliebten Blogbeitrags „Epic Fail” aus dem Jahr 2013.
Wie die meisten von Ihnen wissen, deuten Klimamodelle darauf hin, dass die stärkste Erwärmungsreaktion des Klimasystems auf steigende anthropogene Treibhausgasemissionen (hauptsächlich CO₂ aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe) in der tropischen oberen Troposphäre stattfindet. Dies führt zu dem vom Modell vorhergesagten „tropischen Hotspot”.
Zwar stellen die Ozeane während der Erwärmung das größte Reservoir für die Speicherung von Wärmeenergie im Klimasystem dar, doch ist dieses Signal äußerst gering (einige Hundertstel Grad Celsius pro Jahrzehnt) und daher aus beobachtender Sicht mit einer relativ großen Unsicherheit behaftet. Im Gegensatz dazu weist die tropische obere Troposphäre in Klimamodellen die größte Temperaturreaktion auf (bis zu 0,5 °C pro Jahrzehnt).
Dies zeigt die folgende Grafik der dekadischen Temperaturtrends aus 39 Klimamodellen (rote Balken) im Vergleich zu Beobachtungen, die mit Radiosonden (Wetterballons), Satelliten und globalen Datenreanalysen gesammelt wurden (die alle verfügbaren meteorologischen Daten verwenden):
Der Sonden-Trendbalken im obigen Diagramm (grün) ist der Durchschnitt von 3 Datensätzen (die Radiosondenabdeckung der Tropen ist sehr spärlich); der Reanalyse-Trend (schwarz) stammt aus 2 Datensätzen, und der Satelliten-Trend (blau) ist der Durchschnitt von 3 Datensätzen. Von allen Arten von Beobachtungsdaten bieten nur die Satelliten eine vollständige Abdeckung der Tropen.
Erstaunlicherweise zeigen alle 39 Klimamodelle größere Erwärmungstrends als alle drei Klassen von Beobachtungsdaten.
Zeitreihen 1979–2025
Wenn wir die durchschnittliche Erwärmung des Modells mit den Beobachtungen in einzelnen Jahren vergleichen, erhalten wir die folgenden Zeitreihen (beachten Sie, dass vollständige Reanalyse-Daten für 2025 noch nicht verfügbar sind); die Farbcodierung bleibt die gleiche wie in der vorherigen Grafik:
Das ungewöhnlich warme Jahr 2024 sticht besonders hervor (wahrscheinlich aufgrund einer geringeren Wolkendecke, die mehr Sonnenlicht durchlässt), aber im Jahr 2025 zeigen die Satelliten und Radiosonden eine „Rückkehr zum Trend“. Was in Zukunft passieren wird, kann natürlich niemand vorhersagen.
„Na und? Niemand lebt in der tropischen Troposphäre!“
Was könnte diese Diskrepanzen erklären, nicht nur zwischen den Modellen und den Beobachtungen, sondern sogar zwischen den verschiedenen Modellen selbst? Und warum sollte uns das interessieren, da ohnehin niemand in der tropischen Troposphäre lebt?
Nun, das gleiche Argument lässt sich auch für die Tiefsee anführen (dort lebt auch niemand), doch viele Klimaforscher bezeichnen sie als das wichtigste „Barometer“ für das positive globale Energie-Ungleichgewicht des Klimasystems, das durch den Anstieg der Treibhausgase verursacht wird (und vielleicht auch durch natürliche Prozesse … wer weiß?).
Die übermäßige Erwärmung der tropischen Troposphäre hängt zweifellos mit Unzulänglichkeiten in der Art und Weise zusammen, wie die Modelle konvektive Umlagerungen in den Tropen behandeln, d. h. die organisierte Gewitteraktivität, die Wärme von der Oberfläche nach oben transportiert. Diese „hoch reichende Feucht-Konvektion” verteilt nicht nur Wärmeenergie, sondern auch Wolken und Wasserdampf, die beide einen tiefgreifenden Einfluss auf die Temperatur der tropischen Troposphäre haben. Während die Befeuchtung der untersten Schicht der Troposphäre als Reaktion auf die Erwärmung zweifellos zu einer positiven Wasserdampf-Rückkopplung beiträgt, bestimmt die Mikrophysik der Niederschläge, wie viel Wasserdampf sich im Rest der Troposphäre befindet, und wie wir vor fast 30 Jahren gezeigt haben, führt dies zu großen Unsicherheiten in der gesamten Wasserdampf-Rückkopplung.
Meine persönliche Meinung war schon immer, dass das Ausbleiben der tropischen Erwärmung darauf zurückzuführen ist, dass die positive Wasserdampf-Rückkopplung, die wichtigste positive Rückkopplung, welche die Erwärmung in Klimamodellen verstärkt, zu stark ist. Klimamodelle stützen diese Interpretation tatsächlich, ist doch seit langem bekannt, dass Modelle mit dem stärksten „Hotspot” in der oberen Troposphäre tendenziell die größte positive Wasserdampf-Rückkopplung aufweisen.
Werden Klimamodelle jemals „korrigiert” werden?
Ich finde es ironisch, dass Klimamodelle angeblich auf grundlegenden „physikalischen Prinzipien” basieren. Wenn das wahr wäre, hätten alle Modelle die gleiche Klimasensitivität gegenüber steigenden Treibhausgasen.
Das ist jedoch mitnichten der Fall.
Klimamodelle weisen hinsichtlich der Klimasensitivität eine Streuung um den Faktor drei auf, eine Diskrepanz, die seit über 30 Jahren in der Klimamodellierung besteht. Der Hauptgrund für diese Diskrepanz sind Unterschiede zwischen den Modellen hinsichtlich der Konvektionsprozesse (Wolken und Wasserdampf), die in den Modellen positive Rückkopplungen verursachen.
Wenn die Modellierer herausfinden würden, warum ihre Behandlung der Konvektion fehlerhaft ist, würden die Modelle vielleicht eine Erwärmung erzeugen, die besser mit den Beobachtungen übereinstimmt und auch untereinander besser übereinstimmen.
Ein Großteil der Panikmache in Bezug auf die globale Erwärmung geht auf wissenschaftliche Publikationen zurück, die (1) den Modellen, die die stärkste Erwärmung prognostizieren, und (2) den übertriebenen Treibhausgasanstiegen („SSP-Szenarien“) zugeneigt sind, von denen sie für die düstersten Klimaprognosen ausgehen. Diese Szenarien sind heute als übertrieben bekannt, verglichen mit den beobachteten globalen Treibhausgas-Emissionen (und dem Gutachter unseres DOE-Berichts, der diese Schlussfolgerung für falsch hielt, weil ich Landnutzungsänderungen nicht berücksichtigt habe – nein, ich habe Landnutzungsänderungen aus den SSP-Szenarien entfernt … es war ein Vergleich von Äpfeln mit Äpfeln).
Abschließend möchte ich nicht den Eindruck erwecken, dass ich gegen Klimamodelle bin. Das bin ich definitiv nicht. Ich bin nur der Meinung, dass die Modelle als Instrument zur Steuerung der Energiepolitik missbraucht wurden.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Trends der Lufttemperatur: Klimamodelle vs. Messungen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.