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Historischer Crash: E-Auto-Wahn kostet die Autobauer zig Milliarden

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Die Politik beiderseits des Atlantiks drängte mit den „Green Deals“ und Quotenregelungen die Autokonzerne zum Bau von Elektroautos. Auch spielten die Konzernchefs dieses Spiel lange Zeit ganz brav mit. Nun stehen die Unternehmen vor Milliardenlöchern und einem finanziellen Scherbenhaufen.

In den letzten Jahren haben die europäischen und amerikanischen Autokonzerne Unsummen in die Entwicklung von Elektroautos investiert. Gelder, die eigentlich durch den Verkauf der Stromer wieder irgendwie in die Kassen zurückgespült werden sollten. Doch die Realität sieht anders aus. Eine neue Studie der Unternehmensberatung EY verdeutlicht, dass die europäischen, US-amerikanischen und auch japanischen Autobauer durch den erzwungenen Wahn in den Ruin getrieben werden. Die Autokonzerne mussten demnach im Jahr 2025 unglaubliche 60 Milliarden Euro an Investitionen in E-Auto-Projekte komplett abschreiben. Das Geld wurde quasi für das ideologische Projekt einfach so verbrannt! Die Gewinne der 19 führenden Autohersteller brachen um dramatische 59 Prozent ein – von zuvor satten 143 Milliarden Euro auf nur noch 59 Milliarden Euro.

EY-Manager Constantin Gall findet drastische Worte für das Desaster. Die Autoindustrie befinde sich wegen des Fokus auf die Elektroautos in einer tiefen Krise, die für einige Unternehmen regelrecht existenzbedrohend sei. Viele Unternehmen hätten ihre Investitionen auf wachsende Märkte und einen schnellen Hochlauf der Elektromobilität ausgerichtet. Auf den Märkten erweise sich die Nachfrage nach Elektroautos jedoch als deutlich schwächer als prognostiziert, insbesondere in den USA und Europa, so der Experte. Die Konsequenz aus der beispiellosen Milliarden-Vernichtung ist eine 180-Grad-Wende. EY-Manager Gall spricht vom strategischen Schwenk. Vorbei ist es mit den Batterie-Joint-Ventures, Fabrik-Projekte werden auf Eis gelegt, unzählige E-Modelle still und heimlich beerdigt. Stattdessen fließt das Geld in neue Investitionen in effektivere und bessere Verbrennungsmotoren.

Die Liste der Verlierer dieses ideologischen Irrtums liest sich dabei wie ein Who-is-who der Automobilgeschichte. Stellantis – der Mutterkonzern von Marken wie Peugeot, Citroën, Fiat, Alfa Romeo, Opel und Jeep – hat unglaubliche 22 Milliarden Euro in den Sand gesetzt. Dicht dahinter folgt der US-Autobauer Ford, bei dem 18 Milliarden Euro vernichtet wurden. Auch Honda musste Einbußen von 14 Milliarden Euro hinnehmen, während bei General Motors sieben Milliarden Euro abgeschrieben wurden. Selbst der deutsche Vorzeige-Konzern Porsche beklagt Verluste von drei Milliarden Euro und kündigte erst kürzlich nach dem Scheitern seiner E-Strategie heftige Entlassungen an. Zwar betonen die Berater, dass dies noch kein totaler Ausstieg aus der E-Mobilität sei, sondern eine realistische Neuausrichtung. Doch die Botschaft ist völlig klar: Einen sofortigen und radikalen Wandel zur Elektromobilität gibt es jedenfalls nicht.

Als wäre das grüne Elektro-Desaster nicht genug, wird die Industrie noch von weiteren Faktoren in die Zange genommen. Neue US-Zölle fressen die Margen auf, und die geopolitische Lage gibt dem Markt den Rest. Der Iran-Krieg und der daraus resultierende Öl-Schock treiben die Preise in die Höhe. Wie EY-Experte Gall treffend anmerkt, sind die instabile weltpolitische Lage, steigende Energiepreise und eine höhere Inflation ebenfalls Gift für die Autoindustrie.

Doch trotz der steigenden Spritpreise glaubt niemand mehr an einen Stromer-Boom. Das Geld der Bürger ist durch Inflation und Wirtschaftskrise aufgebraucht. Angesichts der geringeren verfügbaren Einkommen und der düsteren wirtschaftlichen Aussichten werden viele Menschen den Autokauf aufschieben und ihr altes Modell länger fahren, lautet das vernichtende Urteil von EY. Für die Autokonzerne sind das jedenfalls keine guten Aussichten.

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Regierungswechsel in Ungarn: Warum Orbán verloren hat

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Vorschau ansehen Seit 2010 waren die meisten Ungarn mit ihrem Premierminister Orbán zufrieden. Doch das Land wurde in den vergangenen Jahren zum wirtschaftlichen Schlusslicht innerhalb der EU. Daher gehen Analysten davon aus, dass die Wirtschaft der Hauptgrund für die Abwahl Orbáns sein könnte. Es bleibt offen, was sich unter dem neuen Premier Magyar alles ändern wird.
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GKV-Spitzenverband lehnt Reduzierung von Krankenkassen ab

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Vorschau ansehen Linnemann fordert deutlich weniger Krankenkassen, der GKV-Spitzenverband weist das als „Scheindebatte“ zurück.
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Preise an den Zapfsäulen wieder gestiegen - aber nur geringfügig

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Vorschau ansehen Die Spritpreise in Deutschland sind zuletzt erneut gestiegen, getrieben von einem höheren Ölpreis im Zuge geopolitischer Spannungen. Diesel und Super E10 verteuerten sich laut ADAC leicht.
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Irankrieg: IWF sagt Dämpfer für deutsche und Weltwirtschaft voraus

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Vorschau ansehen Der IWF senkt wegen des Irankriegs seine Wachstumsprognose und warnt vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft. Deutschland trifft es mit nur 0,8 Prozent besonders schwach, während Energiepreise und Inflation steigen könnten.
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Gutachter: Deutschlandticket nutzt Umwelt, Wirtschaft und Verbrauchern

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Vorschau ansehen Ein wissenschaftliches Gutachten im Auftrag des Bundesverkehrsministerium zum Deutschlandticket hat dem staatlich geförderten Angebot ein durchweg gutes Zeugnis ausgestellt.
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☐ ☆ ✇ Epoch Times

2030-Ausbauziel für Offshore-Windkraft wird wohl verfehlt

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Vorschau ansehen Es geht um Windräder in der Nord- und Ostsee. Verbände fürchteten, dass die Regierung das nächste Ausbauziel verspätet erreichen wird. Deutschlands zentrale maritime Behörde sieht das ähnlich.
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Lufthansa-Chef Carsten Spohr: „Die Welt hat sich leider zurückentwickelt“

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„Chaos-Ministerium“ Hessischer Staatssekretär nach Grapschvorwürfen entlassen

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Umut Sönmez (SPD), Staatssekretär im hessischen Wirtschaftsministerium, hat im Untersuchungsausschuss des Hessischen Landtags zu seiner Befragung als Zeuge Platz genommen. Der Untersuchungsausschuss befasst sich mit der umstrittenen Entlassung einer Staatssekretärin des Wirtschaftsministeriums.

Nach Belästigungsvorwürfen hat der hessische Wirtschaftsminister seinen Staatssekretär entlassen. Es ist bereits die zweite Entlassung unter der Führung des SPD-Politikers – und das sorgt für heftige Kritik.

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Beginnt die globale Medikamentenknappheit?

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Neuseeland erlebt bereits erste Lieferengpässe bei lebenswichtigen Arzneimitteln – und gilt als Frühwarnsystem für den Rest der Welt. Die globalen Lieferketten stehen unter Druck. Die neuseeländische Arzneimittelbehörde Pharmac hat zum ersten Mal ein Medikament mit Versandverzögerung gelistet. Es handelt sich um Isosorbidmononitrat – ein gängiges Mittel gegen Angina pectoris –, das als erstes Präparat mit [...]

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Chinas Exporte steigen nur um 2,5 Prozent - Deutschland importiert fast 12 Prozent mehr

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Vorschau ansehen Steigende Energiepreise und Unsicherheit im Nahen Osten belasten die Exporte Chinas. Überraschend kräftig legten im März die Importe Chinas um fast 28 Prozent zu.
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Warum 17 Cent kaum etwas ändern!

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Der Tankrabatt: Entlastung oder Täuschung?

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IEA-Chef: April könnte für Weltwirtschaft schwieriger werden als März

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Vorschau ansehen Im April wurde wegen dem Irankrieg im Nahen Osten nur wenig Öl und LNG verladen - das dürfte den nächsten Monat komplizierter machen. Darauf verwiesen Sprecher bei der Tagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank in Washington.
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Wie EU-Sanktionen Orbán gestürzt haben

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Die Sanktionen gegen Russland haben Putin nicht besiegt. Doch das „Rechtsstaatsprinzip“, mit dem Ungarn seit Jahren von der EU de facto sanktioniert wird, dürfte eine entscheidende Rolle bei Orbáns Niederlage gespielt haben. Die Abwahl von Viktor Orbán markiert einen Einschnitt für die souveränistischen Kräfte in Europa. Aus der Wahl können EU-kritische Kräfte viel lernen. Seine [...]

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50-prozentiger Zoll: EU einigt sich auf schärfere Regeln für Stahlimporte

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Vorschau ansehen Zum Schutz der europäischen Stahlindustrie verschärft die EU ihre Einfuhrregeln. Künftig darf deutlich weniger Stahl als bisher zollfrei in die EU importiert werden. Ausgenommen sind Norwegen, Island und Liechtenstein.
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Rückgang der Ausbildungsneuabschlüsse setzt sich fort

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Vorschau ansehen 2025 starteten rund 461.800 Menschen in Deutschland eine duale Ausbildung, 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang setzt sich damit fort, nachdem es zuvor leichte Zuwächse gab. Insgesamt sinkt auch die Zahl der Auszubildenden leicht.
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Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im Januar erneut angestiegen

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Vorschau ansehen Im Januar 2026 wurden in Deutschland 1.919 Unternehmensinsolvenzen registriert, 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig sanken die Gläubigerforderungen deutlich auf 3,1 Milliarden Euro. Verbraucherinsolvenzen gingen leicht um 1,3 Prozent zurück.
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Pilotenstreik bei Lufthansa geht in den zweiten Tag und verschärft Flugausfälle

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Vorschau ansehen Der Tarifkonflikt bei Lufthansa spitzt sich zu. Nach Ende des Pilotenstreiks kommt der nächste Ausstand. Die Gewerkschaften wollen ihren Protest auch zur Jubiläumsfeier tragen. Der Flughafenverband ADV fordert „klare gesetzliche Leitplanken“, um die Interessen der Allgemeinheit stärker zu berücksichtigen.
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Zu abhängig von China? EU-Handelskammer warnt vor Folgen für Europa

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Vorschau ansehen Chinas Exportkontrollen treffen viele Firmen. Doch weniger abhängig von Peking zu werden, erweist sich als schwierig. Ein Bericht der EU-Handelskammer warnt vor Risiken dieser Abhängigkeit für Europa.
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Bertelsmann beerdigt Deutschland-Card zum Jahresende

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Vorschau ansehen Bei den Rabattprogrammen war die Deutschland-Card lange Konkurrent des Marktführers Payback. Anfang 2025 wechselte Edeka zum größeren Anbieter. Nun zieht der Bertelsmann-Konzern den Stecker.
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UFO kündigt Streik für Mittwoch und Donnerstag bei Lufthansa an

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Vorschau ansehen Passagiere der Lufthansa müssen sich auf weitere Streiktage einrichten. Die Kabinengewerkschaft UFO hat die Flugbegleiter von Lufthansa und Cityline für Mittwoch und Donnerstag zu einem zweitägigen Streik aufgerufen.
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☐ ☆ ✇ Epoch Times

Wenige Fische auf Teller? Dieselpreise legen Flotten lahm

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Vorschau ansehen Explodierende Treibstoffkosten setzen Europas Fischerei massiv unter Druck. Boote bleiben im Hafen, während sich die Folgen in steigenden Preisen und einem schrumpfenden Angebot für Verbraucher bemerkbar machen könnten.
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Preisexplosion bei Bauland In dieser Stadt verneunfachten sich die Grundstückspreise innerhalb von zehn Jahren

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Gerüstbauer in Leipzigs Innenstadt errichten vor einem Baukran ein Gerüst an einer Wohnungsbaustelle. Die Grundstückspreise explodieren, Bauland wird zum Luxusgut und der Wohnbau wird unattraktiver.

Boden wird zum Luxusgut, denn: Die Grundstückspreise für neuen Wohnbau verteuern sich bundesweit enorm. Ein Ort sticht besonders heraus. Die Linkspartei fordert ein ausländisches Modell, um die Verteuerung zu bändigen.

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Die Transformation der Automobil- in die Rüstungsindustrie – das VW-Werk in Osnabrück ist kein Einzelfall

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Das VW-Werk in Osnabrück ist innerhalb des gesamten Volkswagen-Konzerns ein relativ unbedeutender Standort. Von den fast 300.000 Konzern-Mitarbeitern in Deutschland arbeiten dort lediglich 2.300. Geblieben ist diesen auch nur noch die Produktion des T-Roc Cabrio, laut VW-Eigenwerbung ein „Unikat“, das dem Kunden sowohl SUV-Komfort als auch Cabrio-Feeling vermittelt. Doch selbst damit soll 2027 Schluss sein. Danach will VW in Osnabrück keine Autos mehr bauen. Und doch steht der Standort derzeit im Fokus wie selten zuvor. Er ist nämlich zum Symbol der Transformation der Automobil- in die Rüstungsindustrie geworden. Kaum eine Branche baut derzeit so viel Personal ab wie die Autoindustrie und keine so viele Stellen auf wie die Rüstungsindustrie. In Osnabrück laufen diese beiden Entwicklungen gerade diametral zusammen. Von Thomas Trares.

Deutlich wurde dies einmal mehr Ende März, als ein Bericht der britischen Zeitung Financial Times für Furore sorgte.[1] Demnach soll VW gerade mit dem israelischen Rüstungsunternehmen Rafael Advanced Defense Systems über eine mögliche Produktion von Militärgütern in Osnabrück verhandeln. Dabei soll es um Fahrzeuge für das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ gehen, das in Israel zum Schutz vor Kurzstreckenraketen, Artillerie und Mörsergranaten eingesetzt wird. Genau ein Jahr zuvor, Ende März 2025, ist die Fabrik schon einmal in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Damals hatte eine Delegation des Rüstungskonzerns Rheinmetall inklusive des Vorstandsvorsitzenden Armin Papperger das VW-Werk in Osnabrück besichtigt. Es soll dabei um eine mögliche Übernahme gegangen sein. Das Medienecho war damals ähnlich groß wie heute.[2]

Conti liefert Mitarbeiter

VW ist freilich kein Einzelfall. Inzwischen gibt es etliche solcher Beispiele. In puncto Mitarbeiterübernahme tut sich beispielsweise gerade der Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt aus dem bayerischen Taufkirchen hervor. 2025 hat Hensoldt rund 1.200 Mitarbeiter eingestellt, 2026 sind weitere 1.600 Neueinstellungen geplant. Nun hat das Unternehmen eine Kooperation mit dem Autozulieferer Aumovio vereinbart. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Geschäftsbereich Automotive des Hannoveraner Zulieferkonzerns Continental, der seit der Abspaltung im September 2025 eigenständig agiert. Die Mitte März geschlossene Kooperation umfasst die süddeutschen Aumovio-Standorte Ulm, Lindau und Markdorf, bis zu 600 Beschäftigte sind betroffen.[3] Von Conti selbst hatte Hensoldt bereits im vergangenen Jahr nach der Werksschließung im hessischen Wetzlar ein ganzes Mitarbeiterteam angeworben.[4]

Auf Seiten der Autozulieferer hat sich Schaeffler inzwischen eine klare Transformationsstrategie auf die Fahnen geschrieben. Das Unternehmen aus dem fränkischen Herzogenaurach will sich nun zu einer „Motion Technology Company“ wandeln, also zu einem Lieferanten von Komponenten und Systemen für alles, was sich bewegt, sprich Autos, Windräder, Roboter und eben auch Drohnen für das Militär. Auf der Jahrespressekonferenz im März ist Schaeffler schon gar nicht mehr als ein Autozulieferer aufgetreten.[5] In München hat das Unternehmen unterdessen die Schaeffler Defense GmbH gegründet. Mit dem Drohnenhersteller Helsing wurde auch schon eine Kooperation vereinbart. Schaeffler soll die Schlüsselkomponenten im Elektronikbereich beisteuern.[6]

Produktion von Dual-Use-Gütern

Dass sich Automobil- und Rüstungsindustrie nun verstärkt aneinander ausrichten, liegt auf der Hand. Etliche Produkte lassen sich sowohl zivil als auch militärisch nutzen (Dual Use). „Viele Kompetenzen aus der Automobilindustrie – etwa in Systementwicklung, Software oder Elektronik – passen hervorragend zu den Technologien, die wir entwickeln“, sagte dazu der Hensoldt-Vorstandsvorsitzende Oliver Dörre. Und der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV), also die Interessenvertretung der Rüstungsindustrie, erklärte bereits vor einem Jahr, dass in anderen Bereichen frei werdende Ressourcen künftig eine wichtige Rolle im Rüstungssektor spielen sollen. Ausdrücklich wurde dabei die Automobil- und Automobilzulieferindustrie genannt. „Das Motto ‚Autos zu Rüstung‘ oder ‚Auto2Defence‘ weist hier den Weg“, hieß es in einer Pressemitteilung des Verbandes.[7]

Kooperationen zwischen beiden Branchen gibt es freilich schon lange. So betreiben Rheinmetall und die VW-Nutzfahrzeugtochter MAN seit 2010 das Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall MAN Military Vehicles, das Lastwagen für das Militär herstellt. Seinen bisher größten Auftrag hat das Unternehmen im Juli 2024 mit der Bundeswehr geschlossen. Dieser sieht die Lieferung von bis zu 6.500 Fahrzeugen im Wert von bis zu 3,5 Milliarden Euro vor.[8] Umgekehrt ist Rheinmetall nicht nur ein Rüstungsproduzent, sondern auch ein Autozulieferer. An den Standorten Neuss und Berlin hat das Unternehmen bislang auch Autoteile gefertigt. Inzwischen steht die Sparte jedoch zum Verkauf. Rheinmetall will sich nun auf das deutlich rentablere Rüstungsgeschäft konzentrieren.[9]

Rüstung hält Niedergang nicht auf

Dass sich mit mehr Rüstungsproduktion der Niedergang der Autoindustrie aufhalten lässt, glaubt allerdings noch nicht einmal die Branche selbst. So erklärte der Verband der Automobilhersteller (VDA) kürzlich, dass „die öffentlich debattierten Erwartungen an die Schaffung von alternativen Arbeitsplätzen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit als überhöht herausstellen werden“.[10] Ein Grund dafür ist die höchst unterschiedliche volkswirtschaftliche Bedeutung der beiden Sektoren. Dazu sagte Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), in einem Interview mit dem Deutschlandfunk: „Die Automobilindustrie hat in Deutschland vor kurzem noch fast 800.000 Menschen beschäftigt. Die Verteidigungsindustrie vielleicht 100.000: Also, so stark werden wir absehbar die Verteidigungsausgaben zum Glück nicht ausweiten, dass wir all diese Menschen, die da möglicherweise bei einem Kollaps der Automobilindustrie freigesetzt würden, dort verwenden könnten.“[11]

Einen anderen Weg hat nun der Sportwagenbauer Porsche eingeschlagen. Dieser will zwar auch vom Rüstungsboom profitieren, dies allerdings nicht als Fahrzeugproduzent, sondern als Finanzinvestor. Ende März gab Porsche nämlich bekannt, sich mit 100 Millionen Euro an dem neu aufgelegten DTCP Defense Fund beteiligt zu haben. „Insgesamt sieht die Porsche SE im Verteidigungs- und Sicherheitssektor ein erhebliches Wachstumspotenzial“, erklärte der Konzern.[12] Bei dem DTCP Defense Fund handelt es sich um einen neuen Venture-Capital-Fonds der Hamburger Investmentfirma Digital Transformation Capital Partners (DTCP). Der Fonds investiert mit einem Zielvolumen von 500 Millionen Euro in europäische Rüstungs-Start-ups.[13]

Zukunft des VW-Werks Osnabrück weiter offen

Unterdessen hat sich rund um das VW-Werk in Osnabrück schon eine Frage geklärt. Rheinmetall jedenfalls wird den Standort nicht übernehmen. „Eine Übernahme des Werkes in Osnabrück ist unter den gegebenen Voraussetzungen kein Thema für Rheinmetall“, erklärte ein Unternehmenssprecher kürzlich. Der Standort hätte sich zur Produktion von sechsrädrigen Radpanzern angeboten. „Hier werden jedoch aktuell keine weiteren Kapazitäten benötigt“, fuhr der Sprecher fort.[14]

Titelbild: ChatGPT, erstellt mit künstlicher Intelligenz


[«1] handelsblatt.com/unternehmen/industrie/ruestung-volkswagen-koennte-iron-dome-teile-in-osnabrueck-herstellen/100211392.html

[«2] faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/ruestungsproduktion-rheinmetall-denkt-ueber-die-uebernahme-eines-vw-werks-nach-110386497.html

[«3] hensoldt.net/de/news/hensoldt-and-aumovio-partner-to-support-job-to-job-transitions

[«4] handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autozulieferer-hensoldt-bietet-continental-mitarbeitern-die-uebernahme-an-01/100104661.html

[«5] automobilwoche.de/automobilzulieferer/schaeffler/amw-schaeffler-jahrespressekonferenz-neue-fokusthemen

[«6] produktion.de/ruestung-aerospace/schaeffler-und-helsing-starten-drohnenkooperation/2533036

[«7] bdsv.eu/aktuelles/pressemitteilungen/bdsv-zum-joint-white-paper-for-european-defence-readiness-2030.html (PDF zum Herunterladen)

[«8] rheinmetall.com/de/media/news-watch/news/2024/07/2024-07-01-rahmenvertrag-ueber-6-500-lkw-fuer-3-5-mrd-eur

[«9] handelsblatt.com/unternehmen/industrie/uebergangsregelung-rheinmetall-trifft-vorbereitungen-fuer-verkauf-des-autogeschaefts/100200144.html

[«10] n-tv.de/wirtschaft/Warum-der-Ruestungsboom-die-gebeutelte-Autobranche-nicht-rettet-article25985976.html

[«11] deutschlandfunk.de/deutsche-autobauer-streichen-50000-stellen-interview-sebastian-dullien-imk-100.html

[«12] cash.ch/news/top-news/vw-grossaktionar-porsche-se-steigt-in-verteidigungsfonds-ein-922511

[«13] manager-magazin.de/unternehmen/dtcp-investmentfirma-startet-groessten-start-up-ruestungsfonds-europas-a-007c2d91-7ee8-41c6-bb31-a2a71eaf515d

[«14] sueddeutsche.de/wirtschaft/rheinmetall-uebernahme-vw-werks-osnabrueck-li.3451960

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Jobcenter kürzen Bürgergeld deutlich häufiger

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Vorschau ansehen Im vergangenen Jahr kürzten die Jobcenter mehr Bürgergeldempfängern als zuvor die Leistungen - obwohl die Gesetze nicht verschärft wurden. Die Neuregelung kommt erst noch.
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☐ ☆ ✇ Nius

Wo die Kaufkraft am höchsten ist: Nummer 1 ist Heilbronn, nicht mehr Starnberg

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Vorschau ansehen Wo die Kaufkraft am höchsten ist: Nummer 1 ist Heilbronn, nicht mehr Starnberg

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☐ ☆ ✇ Epoch Times

Rheinmetall will künftig auch ballistische Raketen bauen

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Vorschau ansehen Rheinmetall plant den Einstieg in den Bau ballistischer Raketen und gründet dazu ein Joint Venture mit Destinus.
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Was ein langfristig hoher Ölpreis bedeuten würde

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Nach kurzer Entspannung wird der Ölpreis nun wieder steigen. Washington nimmt das mit der Blockade von Hormuz – nun durch die USA – ganz billigend in Kauf. Was würde ein langfristiger Ölpreisschock für die Wirtschaft bedeuten? Denken wir darüber nach, was ein langfristiger Ölpreissprung bedeuten würde. Vor dem Krieg kostete das Barrel Rohöl der Sorte [...]

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Hohe Energiepreise: Von der Leyen fordert Abkehr von Öl und Gas

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Vorschau ansehen Angesichts der hohen Energiepreise wegen des Irankrieges hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Abkehr von Öl und Gas hin zu erneuerbaren Energien und Atomkraft gefordert. Die Kommission will in der kommenden Woche erneut ein Strategiepapier für Wege aus der Energiekrise vorlegen.
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