NEWS 23

🔒
❌
Stats
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.

☐ ☆ ✇ Report24

China profitiert vom Spritpreis-Schock: E-Auto-Exporte explodieren um 140 Prozent

veröffentlicht.
Vorschau ansehen

Die aktuellen Verwerfungen auf den Ölmärkten und die Unsicherheiten über die künftige Versorgung treiben die Nachfrage nach Stromern in die Höhe. Hauptprofiteur dieser Entwicklung ist China. Die chinesischen Autobauer exportieren Rekordzahlen an Elektrofahrzeugen.

Die anhaltende Krise im Nahen Osten und die faktische Schließung der Straße von Hormus durch den Iran hat die Preise für Erdöl und damit auch für Treibstoffe wie Diesel, Benzin und Kerosin massiv in die Höhe schießen lassen. In vielen Ländern – insbesondere in Asien – sorgte die Unterbrechung der Lieferungen für Knappheit. Teilweise musste der Verkauf rationiert werden, in manchen Ländern schlossen auch viele Tankstellen mangels Spritversorgung.

Wer es sich leisten kann, kauft sich nun einen Stromer. Dies zeigen die von Bloomberg zitierten Exportdaten aus China. Im März exportierte das Reich der Mitte sagenhafte 349.000 Elektrofahrzeuge. Das ist ein irrer Zuwachs von 140 Prozent und ein historischer Allzeit-Rekord! Nie zuvor hat China in nur einem Monat so viele Autos ins Ausland gepumpt.

In den Autohäusern spielen sich mittlerweile irre Szenen ab. Ob im asiatisch-pazifischen Raum, in Europa oder den USA – die Menschen suchen nach Alternativen zum Verbrenner. In Australien herrscht demnach sogar ein regelrechter Ausnahmezustand: Laut der Australian Financial Review haben sich die Wartezeiten für E-Autos um mehrere Monate verlängert. Auch auf den Philippinen und in anderen südostasiatischen Ländern sieht es ähnlich aus.

Der chinesische Branchen-Gigant BYD, der längst den Weltmarkt mit seinen Stromern flutet, gibt ganz offen zu: Wer eines der Top-Seller-Modelle wie den “Sealion 7” oder den “Atto 2” haben will, wartet nicht mehr zwei bis drei Wochen, sondern mittlerweile zwei bis drei Monate. Die chinesischen Autobauer kommen mit der Produktion nämlich kaum noch hinterher.

Auch in Großbritannien herrscht Panik-Stimmung. Auf dem größten britischen Automarkt-Portal, Autotrader, explodieren die Suchanfragen für Stromer, seit Ende Februar die ersten Bomben auf den Iran fielen. Ian Plummer, Chef des Portals, bestätigt den Ansturm: “Gebrauchte E-Autos verzeichnen Rekordwerte bei den Anfragen.” Plummer erklärt: “Wenn die Menschen das Gefühl haben, dass traditioneller Kraftstoff durch globale Ereignisse gefährdet ist, steigt der Reiz von Elektroautos enorm. Der Konflikt ist ein massiver Katalysator.”

Und das, obwohl die Stromversorgung in Großbritannien nicht einmal ansatzweise gesichert ist und die Strompreise Rekordhöhen erreichen. Ein weiterer Anstieg bei den Elektroautos auf den britischen Straßen könnte die ohnehin schon überlasteten Stromnetze noch weiter belasten. Von den Kostenproblemen der Ladesäulenbetreiber ganz zu schweigen.

Selbst in den USA, dem Heimatland des V8-Motors, bricht der Widerstand. Seit die Spritpreise die psychologisch wichtige Marke von 4 Dollar pro Gallone landesweit durchbrochen haben, greift das E-Auto-Fieber um sich. Die Experten von Morgan Stanley rechnen sogar damit, dass die wahre Flut an US-Bestellungen erst noch bevorsteht, sollte dieser Sprit-Schock noch sechs Monate anhalten.

Für die Elektroauto-Industrie – insbesondere jene aus China – ist diese Krise geradezu ein Glücksfall. Nachdem der Absatz zuvor vor allem durch die Käufe von Unternehmenskunden (Steueranreize) getrieben wurde, kommen nun vermehrt Privatkunden an. Die sogenannte “Verkehrswende” der Klimafanatiker wird nun ausgerechnet von der Trump-Administration vorangetrieben, nachdem sich die Pläne zum Regime-Change im Iran nicht in die Realität umsetzen ließen. Gleichzeitig profitiert nun ausgerechnet das Reich der Mitte wirtschaftlich von dieser Krise. Die Eskalationen der letzten Wochen, seit der militärischen Intervention gegen das islamistische Terrorregime im Iran, haben offensichtlich Entwicklungen vorangetrieben, die so wohl nicht beabsichtigt waren.

(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ Times of Israel

Oil prices plunge, stocks surge against backdrop of Iran ceasefire

veröffentlicht.
Vorschau ansehen

Wall Street's three main indexes jump more than two percent, but oil prices are still significantly higher than prewar rates, as threat remains of war resuming

The post Oil prices plunge, stocks surge against backdrop of Iran ceasefire appeared first on The Times of Israel.

(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ Report24

Mit Russland in den Energieüberfluss: Ein Gedankenspiel

veröffentlicht.
Vorschau ansehen

Nationen haben keine Freunde. Nationen haben keine Moral. Nationen haben Interessen. Und eines der elementarsten Interessen jeder Nation ist die eigene Energieversorgung. Doch dieses Interesse negiert die EU seit Jahren mit einer Konsequenz, die an Selbstzerstörung grenzt. Brüssel opfert die wirtschaftliche Zukunft des Kontinents einem einzigen Land: der Ukraine. Dem einzigen Land, das die europäische Energieinfrastruktur nach dem Zweiten Weltkrieg angegriffen hat. Ohne die Ukraine, aber dafür mit Russland, wäre Europa heute nicht Importeur, sondern Exporteur von Öl und Gas.

Ein Kommentar von Chris Veber

Die EU mit Norwegen und Großbritannien verfügt über rund 9,7 Milliarden Barrel an derzeit förderbaren Ölreserven, der Löwenanteil davon in Norwegen mit etwa 8,1 Milliarden Barrel. Der Vorrat an Erdgas liegt bei circa 2,24 Billionen Kubikmetern. Das reicht bei der aktuellen Produktion für 15 bis 30 Jahre. Die nicht erschlossenen, bereits entdeckten Felder, sogenannte Contingent Resources, liegen vor allem in der Nordsee und der Barentssee. In Norwegen allein machen sie fast 40 Prozent der verbleibenden Ressourcen aus.

Die Gesamtreserven wären aber deutlich größer. Europa verfügt sogar ohne Russland über förderbare Reserven von 10,41 Milliarden Tonnen Öläquivalent. Das entspricht rund 28 Milliarden Barrel Öl und Kondensat sowie 7,1 Billionen Kubikmetern Erdgas. Hinzu kommen 3,23 Milliarden Tonnen Öläquivalent bereits entdeckte, aber noch nicht voll entwickelte Vorkommen. Die noch unentdeckten Ressourcen werden auf weitere 15,19 Milliarden Tonnen Öläquivalent geschätzt, davon über die Hälfte Gas. Zusätzlich hat Europa unkonventionelle Reserven wie Schiefergas und Ölschiefer im Umfang von 51,76 Milliarden Tonnen Öläquivalenten.

Doch diese Vorkommen bleiben größtenteils im Boden. Nicht weil sie nicht da oder nicht förderbar wären. Sondern weil die EU mit ihrem Green Deal auf den Ausstieg aus fossilen Energien setzt. Neue Erschließungen gelten als Klimasünde. Hohe CO₂-Steuern und bürokratische Hürden machen jede Erschließung unrentabel. Norwegen, das nicht in der EU ist, fördert weiter, doch selbst dort wächst der Druck aus Brüssel. Als Ergebnis importiert Europa teures LNG aus den USA und Öl aus dem Nahen Osten, während die eigenen Reserven brachliegen. Europa ist freiwillig immer noch von Importen abhängig, nur eben aus den USA sowie islamischen Diktaturen und nicht mehr aus Russland.

Rechnet man Russland in die Energieversorgung mit ein, dann kippt die (hausgemachte) Energieknappheit endgültig in Richtung Überfluss. Russland allein bringt 80 Milliarden Barrel Ölreserven auf die Waage und etwa 48 Billionen Kubikmeter Erdgas, die größten Gasvorkommen der Welt. Zusammen mit dem Rest Europas ergeben sich 108 Milliarden sofort förderbare Barrel Öl und 55 Billionen Kubikmeter Gas. Das reicht nicht nur für Jahrzehnte, sondern für Jahrhunderte bei voller Nutzung. Nicht erschlossene Felder in Sibirien und der Arktis und unentdeckte Potenziale in Ostsibirien und Offshore-Gebieten vervielfachen diese Zahlen noch einmal. Europa inklusive Russland wäre nicht nur autark bei Gas und Öl, sondern netto Exporteur (vgl. hier und hier).

Europa wäre dann vollständig unabhängig von Importen. Der europäische Ölverbrauch liegt bei rund 14 bis 15 Millionen Barrel pro Tag, die Produktion Russlands plus Norwegens und der Restfelder würde ihn übersteigen. Beim Gas verbraucht die EU etwa 360 bis 370 Milliarden Kubikmeter im Jahr, Russland allein produziert 650 bis 700 Milliarden. Mit norwegischer und britischer Förderung entstünde ein massiver Exportüberschuss. Die Reserven wären also da, die Infrastruktur größtenteils auch, die technischen Möglichkeiten ebenso. Stattdessen hat die EU seit 2022 Russland als Feind behandelt und damit genau das sabotiert, was sie vorgeblich sichern wollte, die eigene Sicherheit, die eigene Energieversorgung.

Nationen haben Interessen. Die EU scheint vergessen zu haben, was das Interesse der EU-Staaten ist. Statt Realpolitik zu betreiben, betreibt sie Moralpolitik auf Kosten der Bürger. Die EU kann ihre eigenen Reserven an Öl und Gas erschließen und fördern und sich für Jahrzehnte von Importen aus den USA (teuer) oder islamischen Diktaturen (unsicher) unabhängig machen. Die EU kann Russland wieder als Partner statt als Feind betrachten (was angesichts des aktuellen EU Personals schwierig wird) und die Versorgung mit Öl und Gas für Jahrhunderte sichern. Aber eines kann die EU nicht. Die eigenen Vorräte im Boden lassen, mit Russland Krieg führen und gleichzeitig (wie in Deutschland und Österreich) Atomenergie verdammen. Das geht sich physikalisch nicht aus.

(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ Report24

Sanktions-Flop: Ölpreis explodiert – und Putins Kriegskasse quillt über!

veröffentlicht.
Vorschau ansehen

Während ukrainische Drohnen russische Ölhäfen in Schutt und Asche legen, passiert in Moskaus Staatskasse das genaue Gegenteil: Sie füllt sich in Rekordgeschwindigkeit! Der Grund dafür ist ein globaler Preisschock, der Wladimir Putin direkt in die Hände spielt.

Die Eskalation im Nahen Osten und die faktische Blockade der Straße von Hormus haben den Ölpreis über die magische 100-Dollar-Marke katapultiert. Ein riesiger Teil des weltweiten Angebots ist vom Markt verschwunden. Die Welt lechzt nach Öl und der russische Staatshaushalt profitiert von den aktuellen Entwicklungen. Die Einnahmen aus dem Ölgeschäft befinden sich auf dem höchsten Stand seit Jahren.

Dabei haben die Russen derzeit mit der eigenen Energie-Infrastruktur ihre Probleme. Ukrainische Drohnen haben zentrale Exporthäfen an der Ostsee (Ust-Luga und Primorsk) empfindlich getroffen. Ein erheblicher Teil der Ausfuhrkapazitäten wurde dadurch vorübergehend lahmgelegt, Verladungen mussten zeitweise komplett gestoppt werden. Eigentlich sollte dies ein Mega-Erfolg für Kiew sein, doch der enorme Preisanstieg auf den Weltmärkten gleicht die Verluste einfach aus. Russland verdient derzeit mehr Geld mit weniger Öl.

Angesichts der globalen Knappheit bei Öl und Gas lockert Washington mittlerweile die Haltung gegenüber den russischen Energieexporten. Denn auch die amerikanische Bevölkerung leidet unter den stark steigenden Spritpreisen, was der Beliebtheit der US-Regierung schadet. Auch will man Nationen wie Indien nicht verprellen und direkt in die Arme Moskaus treiben, indem man an den Sanktionen festhält und so die Versorgungssicherheit dieser Länder gefährdet.

Als Folge dieser Entwicklungen hat sich der Preis für das russische Urals-Öl dem westlichen Niveau fast komplett angeglichen. Die fetten Rabatte, die Putin einst gewähren musste, um sein Öl überhaupt noch loszuwerden, sind mittlerweile Geschichte. Doch Putins Öl-Wunder steht auf wackeligen Beinen. Denn nach den Zerstörungen an den Exporthäfen sind die Ausweichrouten über das Schwarze Meer und die Pipelines nach Asien am Limit. Wenn die zerstörten Häfen nicht schnell repariert werden und die Exportmengen weiter einbrechen, könnte sich das Blatt wenden.

(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ Report24

Ukrainische Drohnen legen 40 Prozent von Russlands Öl-Exporten lahm

veröffentlicht.
Vorschau ansehen

Während die Welt ohnehin schon unter den Auswirkungen des Iran-Krieges auf die Öl- und Gasversorgung leidet, attackierte die Ukraine die Öl-Exporthäfen Russlands an der Ostsee. Damit wird das globale Angebot weiter verknappt. Wie lange wird es wohl dauern, bis die weltweite Versorgungskrise eskaliert?

Die globalen Ölmärkte leiden weiter. Nicht nur, dass der Transport von Erdöl durch die Straße von Hormus infolge des anhaltenden Iran-Krieges weiterhin stockt, auch die ständigen Angriffe der Ukraine auf die Energieinfrastrukturen Russlands sorgen für Probleme. So auch die jüngsten schweren Drohnenangriffe auf die Ostseehäfen Primorsk und Ust-Luga. Dabei flogen diese Drohnen auch über das Territorium der baltischen Staaten, was einige aggressivere Kommentatoren dazu veranlasste, die Frage zu stellen, ob diese Länder damit nicht auch zu legitimen Zielen des russischen Militärs avancieren.

Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters wurden durch diesen Großangriff ganze 40 Prozent der russischen Öl-Exportkapazitäten vom Markt genommen. Für den russischen Pipeline-Giganten Transneft ist dies eine Katastrophe. Man versucht verzweifelt, die gigantischen Öl-Massen irgendwie umzuleiten. Doch das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Allein über Primorsk fließen normalerweise mehr als eine Million Barrel Rohöl pro Tag. Ust-Luga schlug letztes Jahr fast 33 Millionen Tonnen Ölprodukte um.

Eine rasche Lösung für die Umleitung dieser gigantischen Mengen an Öl gibt es nicht. Denn auch die Schwarzmeerhäfen haben nur eine limitierte Kapazität. Dann sind da noch die ständigen ukrainischen Angriffe auf die russischen Öltanker dort. Damit sinkt das globale Angebot an Erdöl und Ölprodukten noch weiter.

Zwar wurden diese Angriffe bislang noch nicht auf den Ölmärkten eingepreist, doch wie lange reichen die globalen Reserven noch? Die Lieferungen aus dem Nahen Osten stottern, nun fällt auch noch ein nicht unerheblicher Teil der russischen Lieferungen aus – das wird ein Versorgungs-Hammer. Denn jene Länder, die zuvor kein russisches Öl mehr kaufen wollten und sich angesichts der Hormus-Blockade dann (wie z.B. die Philippinen) umentschieden, können ebenfalls nicht mehr beliefert werden.

Der ukrainische Großangriff war damit jedoch nicht nur ein Angriff auf Russland, sondern auch ein Angriff auf die Weltwirtschaft, welche ohnehin schon extrem unter den hohen Ölpreisen leidet. Denn Länder wie zum Beispiel Indien oder China, die weiterhin russisches Erdöl kaufen (und dann raffinierte Produkte wie Benzin und Diesel weiterverkaufen) werden ebenfalls davon getroffen – und damit auch deren Abnehmer im Ausland. Das wird dann auch für die Europäer teuer.

(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ Report24

Ölexporte: Sorge bei Mullahs – Will Washington die Insel Kharg einnehmen?

veröffentlicht.
Vorschau ansehen

Die Insel Kharg ist für die Abwicklung der iranischen Ölexporte unerlässlich. 90 Prozent der Ausfuhren laufen darüber. Das Mullah-Regime befestigt die Insel nun, für den Fall eines Einnahmeversuchs durch US-Truppen. Auch eine Zerstörung der Ölanlagen auf dem Eiland steht im Raum.

Nachdem US-Präsident Donald Trump zusätzliche Truppen in den Nahen Osten verlegen ließ, wachsen in Teheran die Befürchtungen davor, dass diese zur Einnahme der Insel Kharg eingesetzt werden könnten. Über das Eiland im Persischen Golf werden rund 90 Prozent aller Ölexporte abgewickelt. Eine Eroberung durch US-Truppen würde die iranische Wirtschaft schwer treffen.

Angesichts dessen, dass das US-Militär in den vergangenen Wochen bereits sämtliche militärischen Einrichtungen auf der Insel zerstört hat, ließ das Mullah-Regime zusätzliche Truppen und Luftabwehrsysteme dorthin verlegen. Den Berichten zufolge wurden auch Minen entlang der Küste verlegt, um den US-Truppen bei einer potentiellen Anlandung erhebliche Verluste zuzufügen.

Die Trump-Administration erwägt demnach den Einsatz von US-Streitkräften zur Einnahme der Insel, um Druck auf den Iran auszuüben, damit dieser die Straße von Hormus wieder öffnet. Doch Teheran hat erklärt, dass jeder Versuch, irgendwelche Inseln oder Küstengebiete einzunehmen, schwere Gegenangriffe provozieren wird. Die Mullahs drohen damit, die Ölproduktion in der gesamten Region weiter ins Visier zu nehmen.

Grund für die Befürchtungen Teherans ist vor allem die Verlegung von rund 3.000 Soldaten der 82nd Airborne Division der US Army in die Region, welche auf solche Eroberungsfeldzüge spezialisiert ist. Auch soll US-Präsident Trump einen solchen Schritt ins Auge gefasst haben, um den Druck auf das Mullah-Regime weiter zu erhöhen. Eine Zerstörung der Pipelines und der Ölinfrastrukturen auf der Insel liegt jedoch nicht in Trumps Interesse, da der Wiederaufbau Jahre dauern würde.

Für das iranische Regime ist jedoch jedes dieser Szenarien ein Albtraum. Ob die Amerikaner nun die Insel einnehmen oder aber auch einfach die Ölanlagen zerstören – ohne die Einnahmen aus dem Ölgeschäft bricht auch das Geschäftsmodell des Landes zusammen. Der Ölsektor trägt knapp ein Fünftel zur gesamten Wirtschaftsleistung und (je nach Ölpreis) zwischen 30 und 40 Prozent der Staatseinnahmen bei. Fast alle Deviseneinnahmen des Landes stammen daraus.

Die rund 20 Quadratkilometer große Insel, auf der wohl im siebten Jahrhundert auch ein christliches Kloster gebaut wurde, ist damit der wundeste Punkt des Irans. Das weiß man sowohl in Teheran als auch in Washington. Nun stellt sich nur noch die Frage, wie weit beide Seiten im aktuellen Konflikt gehen wollen.

(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ NachDenkSeiten

Der chinesische Yuan auf dem Weg zur Leitwährung

veröffentlicht.
Vorschau ansehen

Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat kürzlich verkünden lassen, die Währung seines Landes solle den Status einer globalen Reservewährung haben. Damit heizt er die Spekulationen über die Ablösung des Dollars und die Einführung eines goldgedeckten Yuan an. Eine nähere Untersuchung zeigt, wie die chinesische Währung tatsächlich aktuell im Vergleich zum Dollar steht, wie die Chancen einer Golddeckung stehen und in welchem Zusammenhang Xi seine Forderungen geäußert hat. Von Karsten Montag.

China muss „über eine starke Währung verfügen, die im internationalen Handel, bei Investitionen und auf den Devisenmärkten weit verbreitet ist und den Status einer globalen Reservewährung hat“. Das sind die Worte des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping während einer Rede, die er bereits im Januar 2024 vor führenden Beamten auf Provinz- und Ministerialebene gehalten haben soll. Ende Januar dieses Jahres hat das Magazin der Kommunistischen Partei Chinas namens Qiushi die Rede nun veröffentlicht. Die internationale Fachzeitschrift Financial Times sieht darin die Ankündigung Chinas, den US-Dollar auf lange Sicht als Leitwährung abzulösen. Die Neue Zürcher Zeitung erkennt in der Aufstockung der Goldreserven Chinas sogar den Plan der chinesischen Führung, die Währung des Landes mit dem Edelmetall zu decken.

Doch wie ist der aktuelle Stand der chinesischen Währung Yuan – auch als „Renminbi“ bezeichnet – im Verhältnis zum Dollar? In welchem Kontext hat Xi Jinping seine Pläne geäußert, und ist es überhaupt realistisch, den globalen Handel mit einer goldgedeckten Währung abzubilden?

Was macht eine Leitwährung aus?

Als Leitwährung bezeichnet das Gabler Wirtschaftslexikon eine Währung, die als „internationales Zahlungs- und Reservemittel“ sowie als „internationale Anlagewährung“ verwendet wird. Um den Stand der chinesischen Währung im Verhältnis zum Dollar näher zu bestimmen, muss also der Anteil des Yuan im internationalen Zahlungsverkehr, dessen Anteil an den weltweit auf nationalen Banken vorhandenen Fremdwährungen (Reservewährungen) sowie die Größe des chinesischen Anlagemarkts ermittelt werden.

Anteil des Yuan am internationalen Zahlungsverkehr

Betrachtet man lediglich die internationalen Zahlungsvorgänge, die mit dem Kommunikationssystem SWIFT abgebildet werden, dann lag der Yuan 2024 mit einem Anteil von 3,8 Prozent hinter dem US-Dollar (49,1 Prozent), dem Euro (21,7 Prozent) und dem Britischen Pfund (6,9 Prozent) gerade einmal abgeschlagen auf Platz vier der weltweit meistgenutzten Währungen.

Abbildung 1: Anteil der Währungen an internationalen Zahlungsvorgängen mittels SWIFT, Datenquelle: Statbase

SWIFT wurde 1973 in Belgien gegründet und wird de facto von den Großbanken der G10-Staaten sowie deren Zentralbanken und der Europäischen Zentralbank kontrolliert. Da das Zahlungssystem dem belgischem Recht unterliegt, haben auch Beschlüsse der EU Einfluss darauf. So hat SWIFT seit 2012 von der EU sanktionierte iranische Banken sowie seit 2022 die von der EU sanktionierten russischen und belarussischen Banken und Finanzunternehmen von Zahlungsvorgängen über das Kommunikationssystem ausgeschlossen. Zudem ist davon auszugehen, dass die Regierungen der G10-Staaten jegliche Zahlungsvorgänge einsehen können. So können beispielsweise die Vereinigten Staaten oder die EU über SWIFT die Einhaltung von Sekundärsanktionen überwachen und einzelne Banken, welche die Sanktionen nicht einhalten, gezielt von dem Zahlungssystem ausschließen.

Eine mögliche Ausweitung dieser Form von Sanktionen der G10-Staaten ist sicherlich ausschlaggebend dafür, dass wirtschaftlich aufstrebende Länder eigene Zahlungssysteme entwickeln, um internationale Zahlungsvorgänge in ihren eigenen Währungen abseits von SWIFT zu realisieren. An das indische „Unified Payments Interface“ (UPI) sind beispielsweise mittlerweile Banken in acht weiteren Ländern angeschlossen. Deutlich fortgeschrittener ist hingegen das chinesische „Cross-Border Interbank Payment System“ (CIPS), das internationale Zahlungsvorgänge in Yuan mit Finanzinstituten in 109 Ländern ermöglicht. 2024 lag das Volumen dieser Zahlungen in der chinesischen Währung über CIPS bei umgerechnet knapp 24,5 Billionen US-Dollar. Im selben Jahr wurden über SWIFT zwar Zahlungsvorgänge mit einem Volumen von 194,6 Billionen US-Dollar abgewickelt, allerdings bezieht sich dieser Wert auf Zahlungen in allen Währungen, die mit SWIFT übertragen werden.

Berücksichtigt man bei der Ermittlung der vorrangigen Währungen im internationalen Zahlungsverkehr auch das chinesische Zahlungssystem CIPS, dann ist der Yuan im Begriff, den Euro als weltweit zweitwichtigste Währung abzulösen.

Abbildung 2: Volumen der wichtigsten Währungen im internationalen Zahlungsverkehr – SWIFT und CIPS, in US-Dollar, Datenquellen: Statbase, verschiedene Quellen zur Bestimmung des jährlichen Volumens internationaler Zahlungen über SWIFT, FXC Intelligence, Wikipedia

Die sinkende Bedeutung des Euros im internationalen Zahlungsverkehr seit 2022 steht sicherlich im Zusammenhang mit den EU-Sanktionen gegen Russland. Belief sich der gesamte Warenhandel zwischen der EU und Russland 2021 noch auf 257,5 Milliarden Euro, sank er bis 2024 auf 67,5 Milliarden Euro ab. Das erklärt jedoch nur einen Bruchteil des kurzfristigen Rückgangs der Nutzung des Euros im internationalen Zahlungsverkehr von umgerechnet über 20 Billionen US-Dollar zwischen 2022 und 2023. Die verstärkte Nutzung des US-Dollars seit 2022 weist darauf hin, dass noch andere Faktoren den internationalen Handel bewogen haben könnten, auf den Euro zu verzichten.

Die gestiegene Nutzung des Yuan ist wiederum zum Teil darauf zurückzuführen, dass China die EU als wichtigsten Handelspartner Russlands abgelöst hat. Auch ein Abkommen zwischen Saudi-Arabien und China, saudische Öllieferungen in Yuan abzugleichen, sowie die Forderung Russlands, dass Indien russische Öllieferungen in Yuan bezahlt, dürfte die Rolle der chinesischen Währung im internationalen Zahlungsverkehr deutlich verstärkt haben.

Anteil des Yuan an internationalen Reservemitteln

Reservemittel oder Währungsreserven sind von Groß- und Zentralbanken gehaltene Fremdwährungen, Staatsanleihen in Fremdwährungen sowie Gold oder Silber. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IMF) lag der Anteil des Yuan an den weltweiten Währungsreserven im dritten Quartal 2025 lediglich bei 1,9 Prozent, während der Anteil des Dollars im gleichen Zeitraum bei 56,9 Prozent lag. Über die vergangenen Jahre verteilt hat der US-Dollar an Relevanz nur wenig eingebüßt. Eine rapide Veränderung zugunsten des Yuan ist bei den Währungsreserven nicht zu erkennen.

Abbildung 3: Anteil der Währungen an den weltweiten Reserven, Datenquelle: Statbase

Interessant ist in diesem Zusammenhang jedoch, welche Länder den größten Anteil der globalen Währungsreserven halten. Von den weltweit umgerechnet knapp zwölf Billionen Dollar an Fremdwährungen auf ausländischen Banken exklusive Goldes wurden 2024 lediglich 24 Prozent bei Finanzinstituten der G10-Länder gehalten.

Abbildung 4: Anteil der G10-Länder an den weltweiten Währungsreserven (ohne Gold), Datenquelle: Weltbank

Ein Grund für die Abnahme der Fremdwährungen innerhalb Europas ist die Einführung des Euro. Lag der Anteil der weltweiten Währungsreserven der Länder im Euroraum 1998 in Summe noch bei etwas mehr als elf Prozent, sank dieser in der Folgezeit auf bis zu unter zwei Prozent ab. Doch auch schon vor dem Euro ist der Anteil der Währungsreserven der G10-Länder von über 60 Prozent Anfang der 1970er-Jahre knapp um die Hälfte bis 1998 geschrumpft.

Im Gegensatz dazu ist der Anteil der heutigen BRICS-Staaten an den weltweiten Währungsreserven seit den 1990er-Jahren rapide angestiegen. Anfang der 2010er-Jahre lag er zum Teil bei über 50 Prozent. Ausschlaggebend ist insbesondere der chinesische Anteil, der 2013 ein Drittel der globalen Reserven an Fremdwährungen ausmachte und 2024 noch immer bei 28 Prozent beziehungsweise bei umgerechnet 3,3 Billionen Dollar lag. Kein Land der Erde hat in den letzten fünf Jahrzehnten über derartige Mengen an Fremdwährungen verfügt wie China.

Abbildung 5: Anteil der BRICS-Länder an den weltweiten Währungsreserven (ohne Gold), Datenquelle: Weltbank

Der Rückgang des Anteils der BRICS-Länder an den weltweiten Währungsreserven ab Mitte der 2010er-Jahre ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass sie US-Staatsanleihen abgestoßen und stattdessen ihre Goldreserven aufgestockt haben. Insbesondere China, das neben Japan einstmals größter Gläubiger der US-Staatsschulden war, hat seine US-Staatsanleihen deutlich zurückgefahren. Bis auf die Vereinigten Arabischen Emirate haben auch die übrigen BRICS-Staaten ihre Investitionen in die Verschuldung der Vereinigten Staaten reduziert.

Abbildung 6: Von BRICS-Ländern gehaltene US-Staatsanleihen in US-Dollar, Datenquelle: US-Finanzministerium

Stattdessen haben insbesondere China und Russland ihre Goldreserven seit Anfang der 2000er-Jahre deutlich aufgestockt. Auch die übrigen BRICS-Länder haben ihre Goldreserven erhöht.

Abbildung 7: Goldreserven der BRICS-Länder in Tonnen, Datenquelle: Trading Economics

Die Maßnahmen dürften einerseits mit der immer größeren Staatsverschuldung der USA zusammenhängen, die in den vergangenen 15 Jahren zu Herabstufungen der Bonität des Landes geführt haben. Andererseits kann dies auch als Reaktion auf den Einsatz der Finanzsanktionen gegen Russland und den Iran gewertet werden.

Wird es einen goldgedeckten Yuan geben?

Das Abstoßen von US-Staatsanleihen und die Aufstockung der Goldreserven Chinas führen immer wieder zu Spekulationen über die Einführung eines goldgedeckten Yuan. Eine simple Aufschlüsselung der Währungsreserven Chinas zeigt jedoch, wie gering die Auswirkungen der Reduktion der US-Staatsanleihen sowie der Goldzukauf auf die Gesamtreserven des Landes sind.

Abbildung 8: Zusammensetzung der Währungsreserven Chinas in US-Dollar, Datenquellen: Weltbank, US-Finanzministerium

Der Wert der circa 2.300 Tonnen Goldreserven, die China als Währungsreserve hält, entspricht ungefähr 200 Milliarden US-Dollar. Im Januar 2026 waren 347 Billionen Yuan im Umlauf, was beim aktuellen Umrechnungskurs knapp 50 Billionen US-Dollar entspricht. Es bedürfte eines Vielfachen der aktuellen chinesischen Goldreserven, um den Yuan mit Gold zu decken. Ähnliches gilt für den internationalen Handel, der mit dem Yuan abgewickelt wird.

Die Zusammensetzung der chinesischen Währungsreserven ist Ausdruck der Wirtschaftskraft und des Exportvolumens des Landes. China exportierte 2024 Waren im Wert von 3,59 Billionen Dollar und importierte im gleichen Zeitraum Waren im Wert von 2,16 Billionen Dollar. Das ergibt einen Handelsbilanzüberschuss von 1,43 Billionen Dollar. Die Exporte gingen in alle Weltregionen, hauptsächlich jedoch nach Asien, Europa und Nordamerika.

Abbildung 9: Chinas Exporte nach Weltregionen in US-Dollar, Datenquelle: Observatory of Economic Complexity

Solange China mit diesen Weltregionen Handel treibt und solange die Handelspartner sich nicht auf eine gemeinsame Währung geeinigt haben – analog zur Einführung des Euros in Europa –, solange werden sich auf chinesischen Banken aufgrund des Exportüberschusses die Fremdwährungen aus diesen Weltregionen anhäufen. Die Einführung des Euros hat Jahrzehnte an Vorlauf benötigt, in denen wirtschaftliche und politische Abkommen geschlossen wurden. Eine derartige Entwicklung ist derzeit lediglich regional mit den direkten Nachbarstaaten Chinas erkennbar, siehe die „Regional Comprehensive Economic Partnership“ und das „ASEAN-China-Freihandelsabkommen“.

Davon auszugehen, dass die chinesische Regierung in naher Zukunft ihre Währung mit Gold decken und dass ein goldgedeckter Yuan andere derzeit dominante Währungen im internationalen Zahlungsverkehr größtenteils verdrängen wird, erscheint angesichts der dargestellten Informationen derzeit illusorisch. Wahrscheinlicher erscheint hingegen der Erfolg der kürzlich angekündigten gemeinsamen BRICS-Währung namens „Unit“. Sie soll zu 40 Prozent von den Goldreserven und zu 60 Prozent von den Währungen der fünf BRICS-Gründungsstaaten gedeckt sein und auf Blockchain-Technologie beruhen. Ihr Erfolg wird im Wesentlichen davon abhängen, ob die Währung von den BRICS-Staaten im internationalen Handel genutzt und von Handelspartnern außerhalb des Blocks akzeptiert wird sowie mittelfristig auch die nationalen Währungen der BRICS-Mitgliedsstaaten ersetzt.

Größe des chinesischen Anlagemarkts

Mit umgerechnet über 20 Billionen Dollar Staatsanleihen steht China hinter den USA auf Platz zwei des globalen Anlagemarktes.

Abbildung 10: Größe des globalen Anlagemarktes in Billionen US-Dollar (Stand 2023), Datenquelle: Besta

Zusammenfassend lassen sich also zumindest zwei der drei vom chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping geforderten Kriterien einer „starken Währung“ bestätigen: Der Yuan ist im Begriff, den Euro im internationalen Zahlungsverkehr vom zweiten Platz zu verdrängen, und auf dem globalen Anlagemarkt stehen chinesische Staatsanleihen bereits auf dem zweiten Platz. Lediglich hinsichtlich seines Status als Reservewährung steht der Yuan mit zwei Prozent Anteil noch deutlich abgeschlagen hinter dem Dollar, dem Euro, dem britischen Pfund und dem japanischen Yen auf Platz fünf.

Was sind die Ziele der chinesischen Regierung?

Der Titel „Den Weg der finanziellen Entwicklung mit chinesischen Merkmalen beschreiten und eine Finanzmacht aufbauen“ der kürzlich veröffentlichten Rede von Xi Jinping weist auf zwei grundsätzliche Ziele der chinesischen Staatsführung hin. In einem von der Redaktion des Magazins der Kommunistischen Partei Chinas veröffentlichten Kommentar zur Rede Xis wird auf historische Vorbilder starker Währungen hingewiesen. So habe Holland im 17. Jahrhundert den globalen Handel durch Innovationen bei Aktiengesellschaften und Börsen „belebt“, wobei die Kreditwürdigkeit durch eine „beeindruckende Marine und Handelsnetzwerke“ untermauert wurde. Im 19. Jahrhundert habe Großbritannien ein Finanzsystem „etabliert“, das sich auf den „Goldstandard und das Pfund Sterling“ konzentrierte und London zu einem „globalen Zentrum“ machte, das durch eine „robuste Industriekapazität“ gestützt wurde. Mitte des 20. Jahrhunderts haben die Vereinigten Staaten durch den US-Dollar und ihre entwickelten Märkte eine finanzielle Vorherrschaft „erlangt“, die im Wesentlichen durch ihre „führende umfassende nationale Stärke“ untermauert wurde.

Damit stellt das Parteiorgan einen Zusammenhang zwischen dem zyklischen Abwechseln großer Imperien der letzten 500 Jahre her, die allesamt in ihrer jeweiligen Epoche über die globale Leitwährung verfügten. Das kann man aufgrund der aufstrebenden Wirtschaftskraft Chinas durchaus als Anspruch darauf werten, die USA als Imperium – inklusive der Größe und Schlagkraft des Militärs – zu beerben und die nächste Leitwährung zu stellen. Aus dem Bezug zum zyklischen Auf- und Abstieg von Imperien geht jedoch auch hervor, dass das Stellen einer globalen Leitwährung erfahrungsgemäß stets zu einer Überschuldung und zu einem Außenhandelsdefizit sowie schlussendlich zum wirtschaftlichen Abstieg ebendieser Imperien geführt hat.

Im Kommentar des Magazins der Kommunistischen Partei wird explizit auf die „internationale Finanzkrise von 2008“ eingegangen, welche ihren „Ursprung“ im US-Immobilienmarkt gehabt habe und durch „Derivate und unkontrollierte Hebelwirkung“ ausgelöst worden sei. Genau aus diesem Grund habe Generalsekretär Xi Jinping unmissverständlich erklärt, dass „die Gewährleistung der Finanzsicherheit eine strategische und grundlegende Angelegenheit ist, die die gesamte Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und Gesellschaft betrifft”, so die Parteizeitung.

Dementsprechend geht Xi im ersten Teil seiner Rede ausschließlich auf die Sicherheit des Finanzwesens und die bereits im Titel erwähnten „chinesischen Merkmale“ ein. So betont er die Aufrechterhaltung der „zentralisierten und einheitlichen Führung“ des Zentralkomitees der Partei über die Finanzarbeit. Tatsächlich ist der chinesische Finanzsektor staatlich dominiert, was – so Xi – in Zukunft auch so bleiben soll. Als Begründung dafür führt der chinesische Staatspräsident zwei Punkte an: Erstens dienten die von der Kommunistischen Partei geleiteten „Finanzbemühungen“ letztendlich dem Volk und würden sich damit grundlegend vom „Wesen der Finanzwirtschaft in einigen Ländern“ unterscheiden, die dem Kapital und den Interessen einer „kleinen Gruppe von Reichen“ dient. Zweitens sei die Realwirtschaft das „Fundament der Finanzwelt“, während die Finanzwelt das „Lebenselixier der Realwirtschaft“ sei. Der „Dienst an der Realwirtschaft“ sei die wesentliche Aufgabe der Finanzwelt – und nicht umgekehrt. Dieser Weg weise Besonderheiten auf, die den „nationalen Gegebenheiten“ Chinas entsprächen und eine „wesentliche Abkehr von westlichen Finanzmodellen“ darstellten, erklärt Xi.

Ob diese Worte, die nach einer fundamentalen Kapitalismuskritik klingen, lediglich der kommunistischen Staatsideologie Chinas geschuldet sind oder tatsächlich zu einem nachhaltigen und staatlich regulierten Finanzsektor führen, wird die Zukunft zeigen. Dem australischen Wirtschaftsforscher Steve Keen zufolge kann nur eine Weltwährung wie der „Bancor“, wie sie von dem britischen Ökonomen John Maynard Keynes in Bretton Woods 1944 vorgeschlagen – jedoch von den USA abgelehnt – wurde, den Zyklus von Auf- und Abstiegen von Imperien durchbrechen.

Im Zuge der Weltfinanzkrise hat der damalige chinesische Zentralbankchef Zhou Xiaochuan 2009 zumindest vorgeschlagen, als Ersatz für den Dollar eine „überhoheitliche“ Leitwährung einzuführen, die von einer globalen Institution wie dem Internationalen Währungsfonds (IMF) gemanagt wird. Dabei griff Zhou auf die Sonderziehungsrechte (SZR) des Internationalen Währungsfonds (IMF) zurück, die konzeptionell dem von Keynes vorgeschlagenen Bancor ähneln. Es bleibt jedoch fraglich, ob die chinesische Staatsführung auf die kurz- und mittelfristigen Vorzüge einer Leitwährung zugunsten der langfristigen finanziellen Stabilität und des Wohlstands aller Länder der Welt verzichten wird. Dass der Yuan sich auf dem Weg zur globalen Leitwährung befindet, ist hauptsächlich der wachsenden Wirtschaftskraft Chinas geschuldet und damit kaum aufzuhalten.

Titelbild: Lazhko Svetlana / Shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ apolut

Iran blockiert Straße von Hormus: Keine Ölexporte für US- und Israel-Verbündete

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Iran blockiert Straße von Hormus: Keine Ölexporte für US- und Israel-Verbündete

Die iranischen Revolutionsgarden haben angekündigt, bis Kriegsende keine Ölexporte durch die Straße von Hormus an Verbündete der USA und Israels zuzulassen. Der Schiffsverkehr ist stark beeinträchtigt, die Meerenge gilt als praktisch geschlossen.

Iran reagiert mit dieser Blockade auf Angriffe der USA und Israels. Die strategisch wichtige Route transportiert normalerweise 20 % des globalen Öls und ein Fünftel des LNG-Handels, hauptsächlich nach Asien. Seit Kriegsbeginn wurden Öltanker angegriffen, Iran verlegte Minen, die das US-Militär teilweise zerstörte.

Die Revolutionsgarden fordern arabische und europäische Staaten auf, US- und israelische Botschafter auszuweisen: „Jedes arabische oder europäische Land, das die Botschafter der Vereinigten Staaten und Israels ausweist, erhält uneingeschränkte Durchfahrt durch die Straße von Hormus.“

Eine dauerhafte Sperrung würde auch Irans Wirtschaft schaden, da alternative Pipelines nur begrenzte Mengen umleiten können.

US-Präsident Trump drohte mit massiven Bombardements bei einer vollständigen Sperrung und kündigte Risikoversicherungen für Schiffe an.

+++

Bildquelle: artemegorovv / shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)
❌