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Die Folgen der Abwahl von Orban und wie die EU die Kontrolle über Ungarn übernimmt

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Ich denke, es ging vielen so, wie wir, als klar wurde, dass Viktor Orban die Wahl gegen Peter Magyar verloren hat. Es war staunende Ungläubigkeit darüber, dass die Ungarn so dumm wählen konnten. Aber dafür gab es natürlich Gründe, allerdings dürften die Ungarn sich schon sehr bald so fühlen, wie die Briten, Franzosen und Deutschen, […]
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USA kündigen Blockade iranischer Häfen an - was steckt dahinter?

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Ab Montagnachmittag will die US-Armee allen Schiffen die Passage der Straße von Hormus untersagen, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen. Damit erhöhen die USA den Druck auf Teheran deutlich. Während Präsident Trump diesen Schritt als kalkuliert bezeichnet, warnen Experten vor erheblichen Risiken.
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USA kündigen Blockade iranischer Häfen an - was steckt dahinter?

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Hollisters Geopolitik-Radar vom 6. – 12. April 2026

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Hollisters Geopolitik-Radar vom 6. – 12. April 2026

Islamabad, höchststufige US-Iran-Gespräche seit 1979 – und sie scheitern. Noch während Vance in der Luft war, erklärte Netanyahu: Israel sei "noch nicht fertig." Der Waffenstillstand vom 08. April hielt keine 12 Stunden – Israel bombardierte den Libanon in derselben Nacht weiter. 357 Tote in den ersten Tagen. Gleichzeitig: Europas Energieachsen brechen von Ost und Süd weg, die Golfstaaten stellen ihr Sicherheitsmodell in Frage, Iran hackt sich durch US-Rüstungsnetzwerke – und eine "Rettungsmission" wirft Fragen auf, die Washington nicht beantworten will.

Geopolitik-Radar vom 6. – 12. April 2026

Ein Meinungsbeitrag von Michael Hollister.

Ticker

Islamabad: Höchststufige US-Iran-Gespräche seit 1979 - und ihr abruptes Ende (11.–12. April 2026)

Vance, Witkoff und Kushner flogen nach Islamabad. Irans Delegation unter Parlamentssprecher Ghalibaf und Außenminister Araghchi ebenfalls vor Ort. Die Gespräche wurden geführt - und endeten ohne Ergebnis. Netanyahu erklärte unmittelbar danach, Israel sei "imIran noch nicht fertig." Vance: "Unser bestes Angebot liegt auf dem Tisch." Iran: Die USA hätten einen Vorwand gesucht, um die Gespräche zu beenden. Was in Islamabad wirklich auf dem Tisch lag - und warum es scheiterte - wird die entscheidende Frage der nächsten Wochen sein.

Waffenstillstand vereinbart - Israel greift Libanon in der Nacht an (07.–08. April 2026)

Trump verkündete auf Truth Social einen zweiwöchigen Waffenstillstand, ausgehandelt durch Pakistan. Noch in derselben Nacht setzten israelische Streitkräfte massive Angriffe auf den Libanon fort. Iran listete drei Verletzungen auf: Libanon-Angriffe, eine Drohne im iranischen Luftraum, fehlendes Urananreicherungsrecht. USA und Israel bestritten, dass der Libanon Teil der Vereinbarung war. Eine Sprecherin des Weißen Hauses zu Irans 10-Punkte-Plan: "Wir haben sie uns angeschaut und sie direkt in den Mülleimer geworfen." Iran machte Bedingung: Keine Gespräche solange Libanon-Angriffe andauern. Die Gespräche verzögerten sich um einen Tag.

Libanon: Die tödlichsten Tage seit September 2024 (08.–10. April 2026)

In den ersten Tagen nach dem offiziellen Waffenstillstand wurden im Libanon mindestens 357 Menschen getötet und über 1.200 verletzt - die höchsten Zahlen seit dem Höhepunkt der Kämpfe im September 2024. Israel sprengt ganze Dörfer weg - systematisch und dokumentiert. Israel besteht darauf, dass die Waffenstillstandsvereinbarung den Libanon nicht einschließt. Kein nennenswerter Widerspruch aus Washington.

Südpars und Petrochemie: Israels wirtschaftlicher Angriff auf Iran (05.–07. April 2026)

Israel traf den größten iranischen Petrochemiekomplex Südpars sowie die Jam- und Damavand-Anlagen. Nach israelischen Angaben sind damit rund 85% von Irans Petrochemieexporten inoperativ. Israel bezeichnet es als "schweren wirtschaftlichen Schlag." Südpars ist nicht nur der größte Gaslieferant Irans - er versorgt auch wesentliche Teile der zivilen Infrastruktur. Die Frage, ob gezielte Angriffe auf Energie- und Wasserinfrastruktur Kriegsverbrechen darstellen, wird international weiterhin selektiv diskutiert.

Ölpreis: 128 Dollar am Peak, 101 Dollar nach Waffenstillstand (05.–09. April 2026)

Der Brent-Rohölpreis erreichte am 02. April 2026 laut EIA-Daten seinen Höhepunkt bei fast 128 Dollar pro Barrel - der größte Ölpreisschock seit Jahrzehnten. Am 07. April lag er noch bei 113 Dollar. Nach Bekanntgabe des Waffenstillstands am 08. April fiel er kurz unter 100 Dollar. Bis zum 09. April war er bereits wieder auf 101 Dollar gestiegen - die Märkte glauben der Vereinbarung nur bedingt. US-Inflation März 2026: +3,3%, ein ganzer Prozentpunkt mehr als im Februar, direkt durch den Energiepreisschock verursacht.

Russland-Ukraine: Oster-Waffenstillstand 32 Stunden - Sanktionen laufen aus (11.–12. April 2026)

Russland und die Ukraine vereinbarten einen 32-stündigen Oster-Waffenstillstand. Selenskyj hatte das seit Wochen gefordert. Gleichzeitig lief am 11. April die US-Sanktionsbefreiung für russisches Öl aus - eine Erleichterung, die Washington eingeführt hatte, um den Ölmarkt-Schock des Iran-Kriegs zu dämpfen. Selenskyj fordert nun die Reimposierung der Sanktionen. Russland hat damit in den vergangenen Wochen Milliarden an Mehreinnahmen erzielt. Die Ukraine-Verhandlungen stagnieren, überlagert von Islamabad.

Netanyahu: "Noch nicht fertig" - während Vance in der Luft war (12. April 2026)

Während die US-Delegation noch auf dem Rückflug aus Islamabad war, erklärte Premierminister Netanyahu öffentlich, Israel sei in Iran "noch nicht fertig." Die Koordination zwischen Washington und Jerusalem über das Ende der Islamabad-Gespräche wirft Fragen auf. War Israels Erklärung abgestimmt - oder hat Netanyahu Vance überholt? Beides hat Konsequenzen für das, was als nächstes kommt.

Iran: Cyberangriff auf US-Rüstungsinfrastruktur - "Kamel hackt zurück" (April 2026)

Während die kinetischen Angriffe die Schlagzeilen dominieren, läuft parallel eine zweite Front: Iran hat systematisch US-Infrastruktur im Cyberraum angegriffen - Lockheed Martin, FBI-Netzwerke, Rüstungslieferketten. Kein Hightech-Wunder, sondern das gezielte Ausnutzen gestohlener Passwörter und ignorierter Warnungen. Der FBI-Direktor spricht von "historischen Daten." Was das über den Zustand westlicher Cybersicherheit aussagt, ist analytisch mindestens so relevant wie der nächste Raketenabschuss.

Iran Insight: War die "Rettungsmission" eine verdeckte Nuklearoperation? (April 2026)

Die offizielle Washingtoner Erzählung: heldenhafter Einsatz zur Bergung eines abgeschossenen WSO. Die Indizien: spezialisierte Flugzeuge bei Isfahan, Bewegungsmuster, die nicht zu einer reinen Bergungsmission passen, und 200 Kilogramm hochangereicherten Urans, deren Verbleib ungeklärt ist. Eine Alternative Lesart liegt auf dem Tisch - und sie stellt die gesamte Heldenerzählung in Frage.

Gaza Made in the USA: Kontrolle versagt, Rechenschaft abgeschafft (April 2026)

Das Investigativportal Bellingcat dokumentierte, welche Waffen in Gaza eingesetzt wurden und woher sie kamen. Teil 2 der Analyse verschiebt den Blick: Nicht welche Waffen geliefert wurden, sondern warum die Kontrollmechanismen versagten. National Security Memorandum 20, Lee A. Hui Law, Arms Export Control Act - Regeln existieren. Sie wurden im entscheidenden Moment nicht angewendet. Das Ende der Berichtspflicht, die Umgehung parlamentarischer Kontrolle, institutionelles Schweigen: kein administratives Versagen, sondern das Ermöglichen einer neuen Phase.

Hormuz: Faktisch weiter geschlossen - Trump wirft Iran "very poor job" vor (08.–11. April 2026)

Trotz Waffenstillstand und trotz der Islamabad-Gespräche bleibt Hormuz de facto blockiert. Weniger als 10 Schiffe täglich gegenüber 110 vor Kriegsbeginn. Trump kommentierte auf Truth Social, Iran mache einen "very poor job" bei der Öffnung der Meerenge. Das Hormuz-Mautsystem der IRGC läuft weiter. Lloyd's List bestätigt anhaltende Umfahrungsrouten über den Oman-Golf. Die Straße of Hormuz ist kein Verhandlungspfand mehr - sie ist ein Hebel, der nicht losgelassen wird.

Fokusthemen

1. Islamabad: Was dieser Waffenstillstand wirklich bedeutet - und warum er scheiterte

Am 07. April verkündete Trump einen zweiwöchigen Waffenstillstand. Am 08. April, noch in der Nacht der Bekanntgabe, griff Israel den Libanon mit der schwersten Angriffswelle seit Monaten an. 357 Tote in den ersten Tagen - die höchsten Zahlen seit September 2024. Iran listete drei Verletzungspunkte auf. Washington und Jerusalem bestritten, dass der Libanon Teil der Vereinbarung gewesen sei.

Was folgte, war keine Diplomatie. Es war die Choreographie eines Scheiterns.

Iran stellte eine Vorbedingung: keine Gespräche, solange Libanon-Angriffe andauern. Die Gespräche verschoben sich um einen Tag. Am 11. April trafen Vance, Witkoff und Kushner in Islamabad ein. Auf der anderen Seite des Tisches: Ghalibaf und Araghchi. Die höchststufigen direkten US-Iran-Gespräche seit 1979.

Die Knackpunkte sind bekannt und unverändert: Washington besteht auf vollständigem Ende der Urananreicherung, offener Straße von Hormuz und keinem Support für bewaffnete Gruppen. Teheran besteht auf dem Recht zur Urananreicherung, einem Waffenstillstand auch in Libanon und Reparationen. Diese Positionen sind nicht annähernd verhandlungsreif - es sei denn, eine Seite bewegt sich strukturell.

Dann, noch während Vance in der Luft zurück nach Washington war: Netanyahu erklärt, Israel sei "noch nicht fertig." Vance: "Unser bestes Angebot liegt auf dem Tisch." Iran: Die USA hätten einen Vorwand gesucht. Das ist keine Verhandlungsmasse mehr. Das ist das Ende einer Runde.

Was die nächste Runde bringen kann - und welche Muster sich in dieser Woche wiederholen - analysiere ich in meinen aktuellen Iran-Updates:

Update: USA und Israel greifen Iran an - 12. April 2026
Update: USA und Israel greifen Iran an - 08. April 2026

Fragen:

  • War Netanyahus Erklärung "noch nicht fertig" mit Washington abgestimmt - oder hat Israel Vance öffentlich überholt?
  • Welche Vereinbarung kann Iran akzeptieren, ohne das eigene Narrativ vom erfolgreichen Widerstand aufzugeben?
  • Wer trägt die Konsequenzen, wenn diese Gespräche endgültig scheitern - Washington, Jerusalem oder Islamabad?

2. Folgt dem Öl: Europa ohne Energie, Golfstaaten ohne Schutz

Die drei Teile der "Follow the Oil"-Serie erzählen zusammen eine Geschichte, die größer ist als der Iran-Krieg.

Teil 1 zeigt, wie Washington Chinas Energieversorgung systematisch demontiert: Venezuela, Iran, Panama als aufeinanderfolgende Schritte einer kohärenten Logik. Wer Hormuz kontrolliert, kontrolliert nicht nur Irans Öl - er kontrolliert 45% der chinesischen Rohölimporte. Das ist kein Zufall. Das ist Kalkül.

Teil 2 wendet den Blick nach Europa. Am 01. April schrieb Trump auf Truth Social: "Build up some delayed courage, go to the Strait, and just TAKE IT." Das ist kein Affront. Es ist eine Zustandsbeschreibung. Europa kann es nicht. Nicht kaufen, was es braucht. Nicht holen, was es benötigt. Mit der Sprengung von Nord Stream, der Abkopplung von russischem Gas und der Hormuz-Blockade sind zwei zentrale Energieachsen gleichzeitig weggefallen - Ost und Süd. Was bleibt, ist strukturelle Abhängigkeit von US-Flüssiggas, das teurer ist als alles, was vorher kam. Und ein Partner, der gerade öffentlich erklärt hat: "We won't be there to help you anymore."

Ab dem 11. April ist auch die US-Sanktionsbefreiung für russisches Öl ausgelaufen. Bis heute wäre russisches Öl noch eine Option gewesen - politisch unerwünscht, aber physisch verfügbar. Ab jetzt ist die Tür zu.

Teil 3 zeigt, was die Golfstaaten gerade lernen: US-Militärpräsenz ist keine Garantie mehr, sie ist ein Risikofaktor. Die UAE haben 23 Raketen und 56 Drohnen an einem einzigen Tag abgewehrt. Bahrain hat Force-Majeure-Klauseln aktiviert. Die Frage, die sich Riad, Abu Dhabi und Doha jetzt stellen, lautet nicht mehr "wie eng bleibt die Bindung an Washington?" - sondern: "Was bleibt von dieser Sicherheitsarchitektur, wenn Washington seine Ziele erreicht hat und geht?"

Die vollständige Analyse - alle drei Teile:

Folgt dem Öl - Teil 1: Wie Washington Chinas Energieversorgung demontiert
Folgt dem Öl - Teil 2: Europa ohne Öl
Folgt dem Öl - Teil 3: Die Golfstaaten zwischen den Fronten

Fragen:

  • Wenn Europa weder russisches noch Golf-Öl zu vertretbaren Preisen beziehen kann - wer setzt dann die Bedingungen für die europäische Energieversorgung der nächsten Jahrzehnte?
  • Saudi-Arabien ist Chinas größter einzelner Öllieferant. Was passiert mit der gesamten US-Kalkulation, wenn Riad den Kurs ändert?
  • Wie lange können die Golfstaaten eine Sicherheitsarchitektur aufrechterhalten, die Iran als Feind definiert - ohne den Schutz, der diese Definition bisher kostengünstig machte?

3. Das Kamel hackt zurück - und die Rettungsmission, die keine war

Zwei Artikel dieser Woche erzählen dieselbe Geschichte aus zwei Richtungen: Iran kämpft nicht nur kinetisch. Iran kämpft systemisch.

Der Cyberangriff ist die unbemerkte Front. Kein Hightech-Wunder - sondern das präzise Ausnutzen gestohlener Zugangsdaten, ignorierter Sicherheitswarnungen und offener Systeme. Lockheed Martin, FBI-Netzwerke, Rüstungslieferketten. Der FBI-Direktor spricht von "historischen Daten." Was das wirklich bedeutet: Der gefährlichste Angriff ist nicht der, den niemand stoppen kann - sondern der, den niemand ernst genommen hat. Dass ein Land, das im westlichen Narrativ gelegentlich mit Kameltreibern assoziiert wird, systematisch in die Kommandoinfrastruktur der stärksten Militärmacht der Welt eindringt, sagt mehr über westliche Selbstwahrnehmung aus als über iranische Fähigkeiten.

Die zweite Geschichte ist die der "Rettungsmission." Die offizielle Version: heroische Bergung eines abgeschossenen Waffensystemoffiziers unter Feindbeschuss. Was die Indizien zeigen: spezialisierte Flugzeuge bei Isfahan, Bewegungsmuster, die nicht zu einer reinen Personenrettung passen - und 200 Kilogramm hochangereichertes Uran, deren Verbleib offiziell ungeklärt ist. War das wahre Ziel der Colonel - oder etwas, das Iran während des Krieges möglicherweise in Bewegung gesetzt hat?

Beide Fragen bleiben vorerst offen. Aber sie stellen die offizielle Erzählung des Krieges an zwei entscheidenden Punkten in Frage.

Iran: Das Kamel hackt zurück - Teil 1
Iran Insight: „Rettungsmission"

Fragen:

  • Wenn Iran US-Rüstungsnetzwerke über gestohlene Zugangsdaten kompromittiert - welche Daten wurden eingesehen, bevor der Einbruch bemerkt wurde?
  • Was würde es bedeuten, wenn die Bergungsmission primär dem Zweck diente, iranisches Nuklearmaterial zu sichern oder zu vernichten?
  • Wie verändert sich die Kriegsführung, wenn der Angreifer weiß, dass der Verteidiger seine eigenen Systeme nicht vollständig kontrolliert?

4. Gaza Made in the USA: Wenn Kontrollmechanismen nicht mehr greifen

Bellingcat hat dokumentiert. Teil 1 dieser Serie hat gezeigt, welche Waffen in Gaza zum Einsatz kamen und aus welchen Lieferketten sie stammten. Teil 2 verschiebt den Blick - und die Frage.

Nicht: Welche Waffen wurden geliefert? Sondern: Warum haben die Mechanismen versagt, die genau das verhindern sollten?

National Security Memorandum 20 verpflichtet die US-Regierung, Sicherheiten von Waffenempfängern einzuholen. Der Lee A. Hui Law verlangt Berichte über Menschenrechtsverletzungen. Der Arms Export Control Act regelt, unter welchen Bedingungen US-Waffen exportiert werden dürfen. Diese Gesetze existieren. Sie wurden im entscheidenden Moment nicht angewendet - Berichtspflichten abgeschafft, parlamentarische Kontrolle umgangen, Behörden schweigen institutionell.

Das ist kein administratives Versagen. Es ist das Bild eines Systems, das vorhandene Regeln im Ernstfall außer Kraft setzt. Die Frage, die sich daraus ergibt: Wenn diese Mechanismen bei Israel nicht greifen - bei welchem anderen Empfänger würden sie greifen?

Gaza Made in the USA - Teil 1
Gaza Made in the USA - Teil 2

Fragen:

  • Wer trägt die politische Verantwortung, wenn Kontrollgesetze existieren, aber systematisch nicht angewendet werden?
  • Welchen Präzedenzfall setzt das für künftige Waffenlieferungen in andere Konflikte?
  • Warum wird die Abschaffung von Berichtspflichten im Waffenhandel in westlichen Leitmedien kaum thematisiert?

+++

Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik - jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com, bei Substack sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

Quellenliste

Iran-Krieg - Islamabad und Diplomatie

Iran-Krieg - Netanyahu und Israel

Iran-Krieg - Militärische Lage

Wirtschaft

Ukraine/Russland

Eigene Analysen

(Auszug von RSS-Feed)

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Wie sich der Waffenstillstand zwischen Iran und den USA auf die Ölmärkte ausgewirkt hat

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Vorschau ansehen Ein Energieexperte hat für die TASS in einem Artikel erklärt, warum die Ölpreise nach dem Waffenstillstand zwischen dem Iran und den USA so stark schwanken und wie sich die Preise in der Zukunft entwickeln dürften. Ich habe den Artikel übersetzt. Beginn der Übersetzung: Preisschwankungen: Wie sich der Waffenstillstand zwischen Iran und den USA auf die […]
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Dieselkrise: Warum Tanker ihren Kurs plötzlich ändern und Europa meiden

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Vorschau ansehen Dieseltanker drehen im Atlantik ab und steuern statt Europa Richtung Asien. Der wachsende Preisunterschied zwischen den Märkten zeigt, wie stark die Treibstoffversorgung der EU-Staaten vom globalen Wettbewerb abhängt.
(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ Epoch Times

Warum Spritpreise nur langsam fallen

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Nahen Osten geben die Spritpreise in Deutschland leicht nach. Nach der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sinken die Rohölpreise - doch Verbraucher müssen sich weiter auf ein hohes Niveau und anhaltende Unsicherheiten einstellen.
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Energieschock und Umverteilung des Marktes?

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Eine Expertin hat für die TASS einen lesenswerten Artikel über die kommenden Veränderungen der weltweiten Energiemärkte und ihre Folgen geschrieben, den ich übersetzt habe. Beginn der Übersetzung: Die „Hormus-Falle“: Energieschock und Umverteilung des Marktes? Irina Gaida, Dozentin an der Fakultät für Geographie und Geoinformationstechnologien der Nationalen Forschungsuniversität für Wirtschaft, erörtert die möglichen Folgen für die […]
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USA verzocken sich im Iran-Krieg | Von Jochen Mitschka

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USA verzocken sich im Iran-Krieg | Von Jochen Mitschka
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USA verzocken sich im Iran-Krieg | Von Jochen Mitschka

Warum der Angriffskrieg gegen den Iran schief ging

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Der Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran ist am 2. April seinem 34. Tag (viele sagen fälschlicherweise 33. Tag), und mancher reibt sich verwundert die Augen, und fragt sich, warum nicht die allmächtige US-Militärmacht in der Lage war, den geplanten "Blitzkrieg" trotz der Ermordung des größten Teils der Regierung, nicht schnell zu gewinnen. Hier kommt die Antwort.

Alles begann mit dem Plan des unheimlichen Geheimdienstes Mossad, der ein Vorgehen vorschlug, welches allerdings gravierende Fehler enthielt. Es gibt Vermutungen, dass der Mossad oder Netanjahu sehr wohl diese Fehler kannte, aber unbedingt diesen Krieg wollten, und deshalb die Fehler nicht benannten. Also ähnlich wie bei einem Unternehmen die Geschichte mit den Businessplänen, oder bei Pandemien die mysteriösen Modellrechnungen, oder bei den Vorgängen um den 7. Oktober 2023.

Ob es ein bewusster oder unbewusster Irrtum war, jedenfalls hatte dieser den US-Präsidenten Donald Trump dazu verführt, einen Krieg zu beginnen, den er unmöglich gewinnen konnte, stattdessen die Ölpreise explodieren ließ und Putin zum Lächeln brachte. Auch hier ist man nicht sicher, ob die Analysten im Weißen Haus sich nicht doch über diese Folgen im Klaren waren, denn letztlich profitieren die US-Ölgesellschaften auch von steigenden Ölpreisen. Ganz besonders die Frackingindustrie.

Der Plan

Das streng geheime Dossier, das Mossad-Direktor David Barnea an die USA vorlegte, das dann aber gar nicht mehr so geheim blieb, als US-Medien daraus berichteten, enthielt folgende Meilensteine:

  1. Nachdem der Mossad und die CIA einen Aufstand im Iran angezettelt hatten, und dabei zahlreiche Menschen töteten, sollte ein Netzwerk gefälschter „iranischer NGOs“ im Westen die Geschichte verbreiten, der Iran habe 30.000 oder mehr friedliche Demonstranten massakriert. Diese Geschichte sollte die Zustimmung des Westens zu einem Krieg gegen den Iran erzwingen. Also eine neue Brutkastenlüge sollte die Bereitschaft für den Krieg in der westlichen Gesellschaft erzeugen. Natürlich gilt dies im Westen als "nicht verifiziert", weil nicht von "seriösen Quellen" bestätigt.
  2. Dann sollten die USA Verhandlungen mit den Iranern führen, und so tun, als ob sie eine friedliche Beilegung der Differenzen wünschten. Was aber nie geplant war. Weshalb auch Meilenstein 3 begann, als zu viele Zugeständnisse von den Iranern bekannt wurden, verbreitet durch den Vermittler aus dem Oman (und etwas später durch einen diplomatischen Beobachter aus Großbritannien).
  3. Abgelenkt durch die Verhandlungen und Aussagen Trumps "auf gutem Weg" sollten die US-amerikanischen und israelischen Luftstreitkräfte einen Überraschungs-Angriff starten, der die gesamte iranische Regierung ausschalten und alle Machtpositionen – einschließlich der Friedensverhandler – beseitigte. Dann war der Weg frei für durch CIA und Mossad unterstützte Extremisten, die Gewalt im Staat zu übernehmen. Ohne Verhandler war Krieg dann nur die logische Folge.
  4. Radikale Oppositionelle im Iran, die vom Mossad, der CIA und der NED gefördert wurden, sollten dann die Kontrolle über das Land übernehmen und den US-Marionettenführer Reza Pahlavi als Stellvertreter Washingtons und Tel Avivs einsetzen.

Der Ablauf

Zunächst lief alles "wie geschmiert".

Jeder Teil dieses Plans funktionierte perfekt. Nur ein entscheidendes Detail hatten sie falsch eingeschätzt. Und das brachte das ganze Gebilde zum Einsturz.

Der Aufstand

Die Geschichte begann im Januar 2026. Mossad und CIA arbeiteten mit Extremisten im Iran zusammen, um Anfang Januar einen Putsch zu inszenieren, bei dem Bewaffnete 700 Geschäfte, 305 Krankenwagen und Busse, 414 Regierungsgebäude und 750 Banken zerstörten. Sie griffen 350 Moscheen an, was für angeblich muslimische Randalierer sehr ungewöhnlich war – doch keine einzige Synagoge. Nach der Niederschlagung des Putsches waren mehr als 3.000 Menschen tot.

Dieser bewaffnete Putsch des Auslandes wurde jedoch von Scheinorganisationen im Westen als Massaker an mindestens 30.000 friedlichen Demonstranten – vielleicht sogar 50.000 oder 70.000 – durch „das Regime“ dargestellt. Dieser Teil funktionierte. Kein einziges "Qualitätsmedium" berichtete darüber, dass die Finanzierung dieser NGOs auf westliche politische Propagandagruppen wie die NED, eine Ablegerorganisation der CIA, zurückzuführen war.

US- und israelische "Influencer", wie die Mode-Bloggerin Deepa Parent, begannen also mit der Verbreitung der Verschwörungstheorie von 30.000 Toten "durch das Regime", zuerst verbreitet vom The Guardian, der ähnlich wie in Syrien gerne auf solche Behauptungen ansprang. Aber Israel wollte eine Zahl von über 70.000, um vom Völkermord in Gaza abzulenken. Was sogar bei einem Teil der Medienkonsumenten gelang.

Falsche Friedensverhandlungen

Auch der zweite Teil des Plans verlief wie geplant. Die Amerikaner führten nicht nur erfolgreich „Friedensverhandlungen“, sondern die Iraner machten sogar zahlreiche Zugeständnisse und gaben Washington ungeahnte Zugeständnisse. So viele, dass man ganz schnell Teil drei beginnen musste, weil die Welt sonst stutzig geworden wäre.

Ermordung der Regierung

Auch die Auslöschung der politischen und teilweise militärischen Führung des Landes durch einen "Blitzkrieg" funktionierte. Noch nie hatte es ähnliche erfolgreiche Angriffe gegeben, welche praktisch die Führung eines Landes so komplett auslöschte. 40 Mitglieder der Regierung und das Staatsoberhaupt wurden ermordet, meist mit Teilen ihrer Familien, teilweise mit ganzen Häuserblocks, die dabei zerstört wurden. Was wäre wohl passiert, wenn der Iran in einem anderen Land einen solchen Terroranschlag durchgeführt hätte?

Einsetzung einer Marionette

Hier nun begann die Fehlkalkulation. Zwar fanden westliche Medien Unterstützer im Iran, welche die Massaker feierten, aber sie irrten sich maßlos darin, dass dies eine verbreitete Meinung war. Oder sagen wir lieber, sie wollten sich darin irren. Die überwiegende Mehrheit der Iraner, darunter auch große Teile der Demonstranten im Januar, war entsetzt. Viele fühlten sich an den Putsch von 1953 erinnert, der den Vater des in den Startlöchern stehenden neuen Schahs an die Macht, und eine brutale Diktatur eingeführt hatte.

Was die Analysten nicht sehen wollten oder absichtlich übersahen war außerdem: Zwischen dem 13. und 24. Juni 2025 hatte Israel den Iran angegriffen und wieder Atomwissenschaftler, Politiker, Zivilisten und Angehörige der Streitkräfte ermordet, manchmal mit der gesamten Nachbarschaft. Die iranische Bevölkerung, alle politischen Parteien, alle Strömungen, die es zweifelsohne gibt, waren sehr betroffen. Sie waren empört. Warum durften Israel und die Vereinigten Staaten einfach so Menschen in anderen Ländern ermorden und ungestraft davonkommen? Die Unterstützung für die iranische Regierung stieg sprunghaft an. Das klassische sich um die Fahne versammeln hatte begonnen. Die Iraner im Allgemeinen unterstützten ihre Regierung deutlich stärker und lehnten die USA und Israel viel stärker ab, als der Mossad angeblich angenommen hatte.

Da konnte Donald Trump dem iranischen Volk erklären, es sei nun an ihm, die Macht im Land zu übernehmen. Und sie taten es auch, aber ganz anders, als Trump es sich vorgestellt hatte. Die Menschen unterstützten die Kräfte im Land, welche ihr Leben bereit waren, zur Verteidigung zu opfern. Die Iraner schlossen sich zusammen und wehrten sich. Gemäß Völkerrecht hatten sie das volle Recht, auf einen völkerrechtswidrigen Angriff zu reagieren. Sie führten Verteidigungsangriffe durch, um die sie angreifenden Militärbasen am Golf auszuschalten, und schlossen die Straße von Hormus. Und viele wollten nun Rache, nicht nur für die aktuellen Angriffe, sondern auch für unzählige Morde und Demütigungen in der Vergangenheit.

Verwirrung bei Trump

Trump begriff gar nicht was passierte. Er hatte so einen schönen Plan. Dies erklärt seine widersprüchlichen Aussagen: Er sagte immer wieder, der Krieg werde, wie im ursprünglichen Plan vorgesehen, sehr schnell vorbei sein, räumte aber gleichzeitig ein, dass das Gegenteil der Fall war. Da kam die Formulierung „kurzfristiger Ausflug“? Er sagte auch, der Krieg werde nur vier Tage dauern. Und er sagte auch, der Krieg sei „bereits vorbei“. Wir sehen also, dass der Plan, wie er ihm verkauft wurde, eine schnelle Operation war, genau wie in Venezuela – das hatte er sich vorgestellt.

Was nun, nachdem Stufe 4 geplatzt war?

Man kann sich kaum vorstellen, dass Trump nun auch noch Bodentruppen einsetzen wird, nachdem seine Zustimmungsraten bereits so stark in den Keller gefallen waren, und die Zwischenwahlen im Herbst vermutlich verloren gehen. Aber man weiß nie. Anzunehmen ist nun, dass Trump ähnlich wie im Fall vom Jemen, Sieg erklärt, einpackt und abzieht. Und versucht Israel und die Anrainerstaaten noch zur Kriegsweiterführung zu ermuntern, wodurch die US-Rüstungsindustrie verdienen könnte.

Alleine werden diese niemals in der Lage sein, gegen die gehärtete iranische Gesellschaft ernsthaft "zu gewinnen". Sondern sie laufen Gefahr, dann noch viel größere Zerstörungen in ihren Ländern verkraften zu müssen, oder sogar Aufstände. Es wird dann ganz schnell zu echten regionalen Friedensverhandlungen kommen. Der Iran wird dauerhaft die Straße von Hormus kontrollieren und Maut dafür erhalten, ähnlich wie das Ägypten einst in einem Krieg erzwungen hatte. Wodurch der Wiederaufbau des Landes finanziert werden kann.

Der Iran hat schon erklärt, dass jede Friedensvereinbarung auch den Libanon beinhalten muss, d.h. den Abzug evt. noch vorhandener israelischer Besatzungskräfte, und ein dauerhafter Waffenstillstand mit dem Ziel eines Friedensvertrages. Inwiefern der Völkermord in Gaza eingeschlossen werden soll, ist noch unbekannt.

Die unbekannten Faktoren sind wie immer Israel und der unberechenbare Charakter eines Narzissten.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags. 

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Bild: Iranische Flagge mit terroristischem Schatten auf die rissige Wand gemalt

Bildquelle: zmotions / shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ Report24

Konjunktur-Schock: Institute halbieren Wachstumsprognose – selbst das ist noch geschönt!

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Deutschlands Wirtschaft kämpft weiter und kommt aus der Stagnation einfach nicht heraus. Nun müssen auch die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre ohnehin schon mickrigen Wachstumsprognosen für dieses Jahr drastisch zusammenstreichen. Die Ausrede für das Desaster ist auch schon parat: Der Iran-Krieg ist schuld.

Die “verlorenen Jahre” wollen einfach nicht enden. Nach Corona, dem Ukraine-Krieg und der vergeigten Energiewende kommt nun der Iran-Krieg samt erneut steigenden Energiepreisen hinzu. Laut der neuen “Gemeinschaftsdiagnose”, aus der das Handelsblatt vorab zitiert und die am Mittwoch offiziell vorgestellt wird, soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Jahr nur noch um lächerliche 0,6 Prozent wachsen. Zur Erinnerung: Vergangenes Jahr träumte man in den Instituten noch von 1,3 Prozent.

Doch wer die Arbeitsweise dieser Experten kennt, weiß: Selbst diese 0,6 Prozent sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit reines Wunschdenken. Es ist das immer gleiche, durchschaubare Spiel. Erst werden der Öffentlichkeit rosarote Zahlen präsentiert, um die Stimmung künstlich hochzuhalten und die Regierungspolitik in ein gutes Licht zu rücken. Wenn die Realität dann zuschlägt, werden die Prognosen Salamitaktik-mäßig Stück für Stück nach unten korrigiert. Man kann die Uhr danach stellen, dass auch diese 0,6 Prozent in ein paar Monaten still und heimlich weiter nach unten redigiert werden, bis am Ende die rote Null oder ein handfestes Minus steht. Das haben wir in der Vergangenheit schon oft genug erlebt.

Als Sündenbock für die wirtschaftliche Talfahrt muss nun der Iran-Krieg herhalten. Die dadurch explodierenden Öl- und Gaspreise würden die Konjunktur abwürgen, heißt es von den Instituten (darunter das RWI, das DIW, das Ifo-Institut, das IWH und das IfW Kiel), die diese Analyse im Auftrag der Bundesregierung erstellen. Auch für das kommende Jahr wird die Prognose bereits eingedampft: Statt 1,4 Prozent rechnet man jetzt nur noch mit 0,7 bis einem Prozent. Auch hier gilt: Abwarten, wie tief es wirklich noch geht. Gleichzeitig verzeichnet das Statistische Bundesamt wieder ein Wachstum der Inflationsrate – das Geld der Bürger wird also weiter entwertet, während die Wirtschaft schrumpft. Und auch bei der Inflation wird gerne schöngerechnet, damit man bei den Tarifverhandlungen weniger anbieten muss und das “reale” Wirtschaftswachstum besser aussieht als es tatsächlich ist.

Die Politik bleibt derweil bei einer Hinhaltetaktik. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) stellt sich hin und erklärt lapidar, man sehe die Konjunkturschwäche “sehr klar”. Ihre einzige Strategie scheint das Prinzip Hoffnung zu sein: Alles hänge davon ab, ob die Straße von Hormus wieder passierbar werde. Doch ob dies auch bald der Fall ist, bleibt fraglich. “Ich kann Ihnen nicht beantworten, ob es gelingt, die Energielieferungen durch die Straße tatsächlich abzusichern”, so Reiche. Wie denn auch, wenn die Bundesregierung sich nicht ebenfalls an die Seite Washingtons stellt, um das islamistische Terrorregime in Teheran endlich zu Fall zu bringen?

Deutschland (und auch die EU) hat sich mit der feindseligen Haltung gegen Russland und den Energiesanktionen selbst in eine prekäre Lage gebracht, die sich nun rächt. Die Pipelines aus Russland bringen weder Öl noch Gas in den Westen, so dass die weitere Versorgungslage ungewiss bleibt. Doch je länger sich die Krise im Nahen Osten zieht, desto gravierender werden die Lieferausfälle – und die Schäden an den Energieinfrastrukturen in der Region. Bei einem anhaltenden Ölpreis von über 150 Dollar je Barrel wird jedoch auch eine schwarze Null beim Wirtschaftswachstum nicht mehr haltbar sein. Und wie wird die Bundesregierung darauf reagieren?

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Sprit-Schock und Zwangs-Fahrverbote: Südkorea plant den radikalen Auto-Lockdown

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Wegen der explodierenden Energiepreise und Einschränkungen bei den Öllieferungen bereitet die südkoreanische Regierung drastische Einschnitte in die persönliche Freiheit ihrer Bürger vor. Der Plan: Ein knallhartes Fahrverbot für den Normalbürger. Und ganz nebenbei platzt auch noch die große grüne Lebenslüge.

Zum ersten Mal seit 35 Jahren – zuletzt passierte dies 1991 während des Golfkriegs – drohen in Südkorea wieder staatlich verordnete Fahrverbote für die breite Öffentlichkeit. Der Auslöser: die eskalierende Lage im Nahen Osten. Weil die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen (Ansar Allah) im Jemen ihre Angriffe ausweiten und Katar als wichtiger Flüssiggas-Lieferant (LNG) ausfällt, schießen die Ölpreise in die Höhe. Die Antwort der Regierung in Seoul auf die Krise lautet: Verzicht und Verbote für die Bürger. Finanzminister Koo Yun Cheol machte unmissverständlich klar: Sobald der Ölpreis die Marke von 120 bis 130 US-Dollar pro Barrel knackt (aktuell kratzt er bereits an der 115-Dollar-Marke), soll der private Autoverkehr massiv eingeschränkt werden.

Für Staatsbedienstete gilt der Auto-Lockdown bereits. Wer mit dem Auto zu Regierungsgebäuden fahren will, darf das nur noch an bestimmten Tagen – abhängig von der Endziffer des Nummernschilds. Ein rotierendes Zwangs-System, das nun auf das ganze Land ausgeweitet werden soll. Ein ähnliches System galt während der Corona-Lockdowns beispielsweise auf den Philippinen, wo viele Städte und Provinzen die Bewegungsfreiheit von Fahrzeugen auf diese Weise einschränkten.

“Wir prüfen, ob wir das System auf den privaten Sektor ausweiten, um die öffentliche Kooperation zu fördern”, verkündete der Finanzminister eiskalt im Sender KBS. Auf gut Deutsch: Wenn die Krise sich verschärft, wird der Bürger gezwungen, sein Auto stehen zu lassen. Koo droht offen: “Wenn sich die Lage im Nahen Osten verschlechtert, müsste die Krisenwarnstufe auf ‚Warnung‘ hochgesetzt werden, und ab diesem Punkt müssten wir den Konsum drosseln.” Südkorea, das wie Taiwan und Singapur extrem abhängig von Energieimporten aus dem Nahen Osten ist, steht mit dem Rücken zur Wand.

Doch der eigentliche Hammer, der die ganze Absurdität der modernen Energiepolitik entlarvt, versteckt sich in einem Nebensatz der Krisen-Pläne: Südkorea stoppt den Ausstieg aus der Kohle! Während in Ländern wie Deutschland ideologiegetrieben funktionierende Kraftwerke abgeschaltet werden, zwingt die harte Realität des Öl- und Gas-Schocks die Südkoreaner zu einer 180-Grad-Wende. Die geplante Stilllegung von Kohlekraftwerken wird kurzerhand auf Eis gelegt. Wenn es hart auf hart kommt und die Energieversorgung eines ganzen Industrielandes auf dem Spiel steht, rettet eben nicht der Windpark die Wirtschaft, sondern die verlässliche Kohle.

Deutschland mag zwar nicht Südkorea sein, doch angesichts der gravierenden Produktions- und Lieferausfälle bei Öl, Benzin und Diesel könnte das Angebot bald schon weltweit knapp werden. Die Reserven reichen nämlich nur für einige Wochen. Im Ernstfall sprechen wir dann nicht mehr nur von massiven Preiserhöhungen, sondern vielmehr von Rationierungsmaßnahmen. Und wie das Beispiel Südkorea zeigt, trifft es die Autofahrer dann als Erstes.

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Ölpreis, Kontosperrung und schäbige Staatschefs

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Energieminister Chris Wright hat einen Trick in petto, um den Ölpreisanstieg abzumildern.

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Anthony Iafrate, Redakteur, DCNF,15. März 2026

Energieminister Chris Wright erklärte am Sonntag in einem Interview mit „Meet The Press“, dass die USA mehrere Maßnahmen ergreifen – darunter die Steigerung der Ölproduktion im tiefblauen [= demokratischer Gouverneur] Kalifornien –, um die aufgrund des Konflikts im Iran steigenden Treibstoffkosten abzufedern.

Nach Beginn der Militärschläge der Operation Epic Fury am 28. Februar versuchte der Iran, US-Transportschiffe an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu hindern . Diese Wasserstraße trennt das Land von den Golfstaaten und wird üblicherweise von schätzungsweise 20 % des weltweiten Ölbedarfs abgedeckt. Der Rückgang des Schiffsverkehrs führte in den darauffolgenden Wochen zu einem starken Anstieg der Ölpreise. (Siehe auch: Iran behauptet, Schiffe aller Länder außer Israel und den USA dürften die Straße von Hormus passieren.)

  • „Wir haben zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den Preisanstieg abzumildern“, sagte Wright in der Sendung von Moderatorin Kristen Welker. „Sie haben die Ankündigung einer koordinierten Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl miterlebt, an der sich über 30 Nationen weltweit beteiligten. Unsere Verbündeten im Nahen Osten haben bereits vor Beginn des Konflikts Öl ins Ausland gebracht.“
  • „Wir haben erst gestern angekündigt, dass wir die Ölförderung vor der Küste Kaliforniens deutlich ausweiten werden – etwas, wogegen Kalifornien sich so töricht gewehrt hat“, fuhr der Energieminister der Trump-Regierung fort. „Und wir haben gesagt: ‚Jetzt reicht’s!‘, und die Ölförderung in Kalifornien startet. Wir ergreifen also zahlreiche Maßnahmen, um diesen Preisanstieg abzufedern.“

Wrights Ministerium ordnete am Freitag die Wiederinbetriebnahme eines Pipelinesystems in Kalifornien durch die texanische Ölgesellschaft Sable Offshore Corp. an. Dieser Schritt erfolgte, „um Versorgungsengpässe zu vermeiden, die durch die kalifornische Politik verursacht wurden, welche die Region und die US-Streitkräfte von ausländischem Öl abhängig gemacht hat“, heißt es in einer Pressemitteilung des Energieministeriums (DOE) vom Freitag.

  • „Kalifornien lieferte einst fast 40 Prozent der US-amerikanischen Ölproduktion, doch jahrzehntelange radikale staatliche Maßnahmen gegen zuverlässige Energiequellen haben zu einem Rückgang der heimischen Produktion geführt, während die Kraftstoffnachfrage weiterhin zu den höchsten des Landes zählt“, heißt es in der Pressemitteilung des Energieministeriums. „Heute stammen mehr als 60 Prozent des in Kalifornien raffinierten Öls aus Übersee, wobei ein erheblicher Anteil die Straße von Hormus passiert – was ernsthafte nationale Sicherheitsrisiken birgt.“

Der demokratische Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, ein lautstarker Kritiker der Öl- und Gasindustrie und überzeugter Befürworter sogenannter „grüner“ Energiepolitik , verurteilte den Schritt des Energieministeriums als „Versuch, eine Pipeline illegal wieder in Betrieb zu nehmen, deren Betreiber strafrechtlich verfolgt werden und denen die Wiederinbetriebnahme durch mehrere Gerichtsbeschlüsse untersagt ist.“

  • „Kalifornien wird nicht tatenlos zusehen, wie die Trump-Regierung versucht, unsere Küstengemeinden, unsere Umwelt und unsere 51 Milliarden Dollar schwere Küstenwirtschaft zu opfern“, sagte der Gouverneur und mutmaßliche Präsidentschaftskandidat für 2028 in einer Erklärung am Freitag.

Während des Interviews sagte Wright zu Welker, er halte ein Ende des Konflikts mit dem Iran in wenigen Wochen für den wahrscheinlichsten Zeitrahmen.

  • „Der Ölpreis schloss am Freitag bei über 103 Dollar pro Barrel. Und die Iraner warnen vor Preisen von bis zu 200 Dollar pro Barrel. Herr Minister, sollten sich die Amerikaner darauf einstellen – sollten sie befürchten, dass dieser Krieg den Ölpreis tatsächlich über 200 Dollar pro Barrel treiben wird?“, fragte Welker Wright.

Der Energieminister beanstandete umgehend, dass der Moderator von NBC News Prognosen der islamischen Theokratie zitiert hatte.

  • „Der Iran bezeichnet die Vereinigten Staaten seit 47 Jahren als ‚den großen Satan‘“, sagte er. „Weil sie uns also ‚den großen Satan‘ nennen – ich glaube nicht, dass wir der große Satan sind; im Gegenteil, ganz offensichtlich sind wir es nicht –, schenke ich den iranischen Prognosen über die Zukunft keine große Beachtung.“
  • „Also, das ist ein Nein? Also, das ist ein Nein?“, warf Welker ein.
  • „Doch der Schiffsverkehr in einer sehr wichtigen Wasserstraße ist beeinträchtigt“, fuhr der Minister fort und bezog sich dabei auf die Straße von Hormus. „Und je nachdem, wann und wie dieser Konflikt beigelegt wird, werden wir bis dahin mit erhöhten Preisen rechnen müssen.“

Alle Inhalte der Daily Caller News Foundation, einem unabhängigen und überparteilichen Nachrichtendienst, stehen seriösen Nachrichtenverlagen mit großer Reichweite kostenlos zur Verfügung. Alle wiederveröffentlichten Artikel müssen unser Logo, den Namen des/der jeweiligen Reporters/Reporterin und dessen/deren Zugehörigkeit zur DCNF enthalten. Bei Fragen zu unseren Richtlinien oder einer möglichen Partnerschaft kontaktieren Sie uns bitte unter  [email protected] .

https://dailycaller.com/2026/03/15/chris-wright-explains-plan-reduce-oil-price-iran-conflict-strait-hormuz-california-gavin-newsom-kristen-welker-meet-press/?

 

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„So etwas Schlimmes habe ich noch nie erlebt“, sagen Analysten

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Vorschau ansehen Die TASS hat in einem Artikel die aktuellen Auswirkungen der neuen Ölkrise zusammengefasst und auch Experten und Analysten befragt. Demnach steht die Welt vor der größten Ölkrise der Geschichte. Ich habe den TASS-Artikel übersetzt. Beginn der Übersetzung: „Solche Einbrüche hat es noch nie gegeben“: Wie die Ölkrise die Welt erfasst Die durch die Eskalation im […]
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Mit Vollgas in die Energiekrise

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Vorschau ansehen Auch wenn ich das jede Woche wiederhole, bleibt der Bericht des Deutschland-Korrespondenten für mich der interessanteste im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens, weil er auf die Dinge hinweist, die man in deutschen Medien über die politische Woche in Deutschland und Europa nicht erfährt. Daher habe ich ihn auch diese Woche wieder übersetzt. Beginn der Übersetzung: […]
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Amerika & Israel spielen mit der Welt | Von Jochen Mitschka

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Amerika & Israel spielen mit der Welt | Von Jochen Mitschka
Standpunkte 20260319 apolut
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Amerika & Israel spielen mit der Welt | Von Jochen Mitschka

Wie der Angriffskrieg gegen den Iran die Weltwirtschaft untergräbt

Der Angriffskrieg gegen den Iran eskaliert immer weiter, zieht immer weitere Kreise, jetzt findet er im Irak und im Libanon statt. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind noch gar nicht abzusehen, die Warnungen des Irans, der Ölpreis werde von 60 auf 200 US-Dollar pro Barrel steigen, scheint sich zu bewahrheiten.

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Der US-Präsident Donald Trump soll Peking zu einem hochrangigen Gipfeltreffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping Anfang April besuchen. Aber Donald Trump hat schon "angedroht", nicht zu kommen, sollte China nicht seine Marine schicken, um den Iran zu zwingen, die Meerenge von Hormus für pro-israelische und pro-amerikanische Schiffe zu öffnen.

Durch die Destabilisierung der gesamten Region stellt der US-israelische Angriffskrieg ein großes wirtschaftliches Risiko nicht nur für China, sondern für die ganze Welt dar, insbesondere für die Energieimporteure im globalen Süden.

Trotz der aktuellen Energieversorgung stellt diese Krise auch für die USA enorme Risiken dar, bedingt durch gestiegene Energiepreise, die wahrscheinliche Rückkehr der Stagflation, die tägliche Milliardenrechnung für die teuren Raketen, Flugzeuge und den Betrieb der Flotte, und die schnell steigende Schulden. Daher berichtete das Pentagon die Bitte, den Kongress um weitere 50 Milliarden Dollar zu bitten, um den Krieg mit dem Iran zu finanzieren, offen ist, ob das zusätzlich zu einem Budget von 1,5 Billionen Dollar sein soll. Offiziell liegen die Kriegskosten bei 1 Milliarde US-Dollar, inoffiziell wird von mehr als dem Doppelten geflüstert. Deshalb sollen die jährlichen Kriegsausgaben der USA, das Budget der Regierung, auf eintausendfünfhundertmilliarden US-Dollar, also 1,5 Billionen, anwachsen. Natürlich basierend auf neuen Schulden.

Ironischerweise könnte der Iran-Krieg Pekings Verhandlungsposition in den Handelsgesprächen stärken. China könnte versuchen, seine Reaktion auf die US-Angriffe zu nutzen, um einen dauerhafteren "Waffenstillstand" zu sichern.

USA und Israel, unterschiedliche Ziele

China schickt einen Sondergesandten Zhai Jun in den Nahen Osten, um die Lage zu deeskalieren. Chinas Gesandter wird einen Weg zur Deeskalation suchen. Dies ist seit langem die konsequente chinesische Haltung. Doch die US-Haltung und sicherlich die Sichtweise von Premierminister Netanjahu deuten darauf hin, dass die Feindseligkeiten bestehen werden, bis Irans militärische Kapazitäten demontiert sind oder das Regime kapituliert. Schließlich begannen die beiden den Krieg, als die Friedensgespräche in Oman kurz vor dem Erfolg standen. Was nicht nur der omanische Vermittler, sondern nun auch ein diplomatischer britischer Beobachter bestätigte. Die Angreifer behaupten, "eine Frist" sei abgelaufen gewesen, um zu einer diplomatischen Einigung zu kommen, deshalb seien sie zu dem Krieg "gezwungen" gewesen.

Das Weiße Haus hat die Operation gestartet und erklärt, dass die Ziele – Zerstörung von Raketen, Marine, Proxy-Netzwerken und Verhinderung einer iranischen Atombombe – unverändert bleiben, bis sie erfüllt sind. Die US-Haltung und Netanjahu deutet eher auf Fortsetzung der Feindseligkeiten bis zur "Demontage iranischer Militärkapazitäten oder Kapitulation des Regimes" hin, Netanjahu spricht von einem "Regimewechsel von Innen".

Aber genau genommen haben weder Präsident Trump noch die israelische Regierung die Ziele ihrer massiven Anschläge klar genannt. Jedoch kann man erkennen, dass ihre strategischen Ziele unterschiedlich sind. Das Ziel der US-Regierung scheint es zu sein, die iranische Führung abzubauen und die Kontrolle über Irans massive ungenutzte Energiereserven zu erlangen. Während Premierminister Netanjahu lange versucht hat, Iran als Nation zu fragmentieren, zu zerschlagen.   

Operation Epischer Fehler? 

Operation Epic Fury der USA ist Israels "Operation Roaring Lion" getarnt. Sie spiegelt die Interessen der Regierung Netanjahu wider, die eine Begründung für das Endspiel hat. Was natürlich vom Weißen Haus dementiert wird. Aber viele US-Amerikaner, insbesondere frühere Trump Unterstützen sehen es so und große Teile der MAGA (Make America Great Again) haben sich von der Regierung entfremdet, Was natürlich im Westen bestritten wird. Deshalb nennen die iranischen Führungskräfte die US-israelische Operation "den epischen Fehler" oder haben ähnliche Ausdrücke dafür bereit.

Im Iran gab es bereits Tausende Tote und Zehntausende Verletzte, mit 3,2 Millionen Binnen-Vertriebenen und 800.000 im Libanon. Die Zahl von fast 4 Millionen Vertriebenen wird sogar im Westen kolportiert. Mitten im Nebel des Krieges versucht Israel, seine Auslöschungsdoktrin – die in der Vernichtungsdoktrin (2025) beschrieben wird – von Gaza und dem Südlibanon auf den Iran auszuweiten.

Die US-israelischen Angriffe verstoßen gegen Artikel 2 (4) der UN-Charta, der den Einsatz von Gewalt gegen die territoriale Integrität eines anderen Staates verbietet. Laut Amir Saeid Iravani, Irans Botschafter, haben US-israelische Luftangriffe fast 10.000 zivile Orte zerstört oder beschädigt, darunter Häuser, Schulen und Gesundheitseinrichtungen. Der gezielte Angriff auf Zivilisten und zivile Infrastruktur stellt einen groben Verstoß gegen das Völkerrecht und Kriegsverbrechen dar. Westliche Faktenchecker sagen: "Eine endgültige juristische Klärung steht aus."

Unterdessen herrscht in den besetzten palästinensischen Gebieten Terror im Gazastreifen, während ethnische Säuberungen im Westjordanland eingesetzt werden, um "neue Fakten vor Ort" zu schaffen. Und natürlich sagen westliche Faktenchecker, dass Palästina und der Krieg gegen den Iran nichts miteinander zu tun hätten, außer dass der Iran ja "Terroristen", auch bekannt als von der UN legitimierte bewaffnete Widerstandskämpfer, unterstütze.

Drohende riesige Verluste für die Weltwirtschaft

Mit der Störung in der Straße von Hormus könnten die wichtigsten kurzfristigen Nutznießer jene Energieexporteure sein – Russland, die USA, möglicherweise Turkmenistan, Kasachstan und Australien –, die Engpässe im Nahen Osten durch Pipelines oder alternative Seewege umgehen können.

Um das zu verhindern haben einige EU-Länder in den letzten 2 Wochen vermehrt russische Tanker völkerrechtlich illegal aufgebracht, und Russland begonnen, zwei staatliche Sicherheitsbeamte auf den Schiffen mitreisen zu lassen. Angeblich soll einer aus der alten Wagner-Truppe stammen, ein anderer geheimdienstliche Aufgaben haben, vielleicht die Kommunikation zu Lufteinheiten Russlands organisieren.

Langfristig werden alle Beteiligten verlieren. Da sind sich praktisch alle Ökonomen einig. In Handelskriegen, "kalten" Kriegen und ungerechtfertigten heißen Kriegen gibt es keine Gewinner. Sieht man von den Aktieninhabern der Rüstungsindustrie einmal ab. Und dieser Krieg gegen Iran könnte weit, viel schlimmere langfristige Folgen haben als die Stellvertreterkriege in der Ukraine und Gaza. Wenn Präsident Trump davon ausging, es würde Venezuela-Déjà-vu sein, wird das Erwachen brutal sein.

Schlimmer noch: Trumps Befehl, Militärziele auf der Insel Kharg, dem Herzen der iranischen Ölindustrie, zu bombardieren, und seine Drohung, Irans Ölanlagen "beim nächsten Mal" anzugreifen sowie seine Aussage "just for fun", haben die Einsätze im Golf drastisch erhöht.

Der frühe Schaden ist bereits entstanden. Die langfristigen Auswirkungen hängen von der Dauer des Konflikts ab und davon, ob er zu einem größeren regionalen Krieg eskaliert. Es wird erst besser, wenn es schlimmer wird.

Dramatische Auswirkungen auf Asien          

Das Jahr 2026 wird voraussichtlich zunehmende wirtschaftliche Spaltung in Asien mit sich bringen. Technologiegetriebene Volkswirtschaften könnten widerstandsfähig bleiben. Diejenigen, die auf traditionelle Fertigung angewiesen sind, sehen sich starkem Konkurrenz- und Handelsdruck ausgesetzt. Im Gegenzug werden rohstoffabhängige Volkswirtschaften, die auf Ölimporte angewiesen sind, von allen Seiten betroffen sein.

Thailand, Indonesien und die Philippinen werden wahrscheinlich unterdurchschnittlich abschneiden. Länder mit einer "China+1"-Strategie (z. B. Vietnam, Malaysia, Thailand) müssen mit neuen Risiken und höheren Betriebskosten umgehen.

Exportabhängige fortschrittliche Industriewirtschaften wie Taiwan, Singapur, Korea und Malaysia könnten jedoch widerstandsfähig bleiben, getrieben von KI-bezogener Nachfrage, fortschrittlicher Elektronik und FDI.

Auswirkungen auf China

Der Iran-Schock stellt eine wirtschaftliche Bedrohung für China dar, hauptsächlich durch einen Anstieg der Ölpreise. Peking importiert 90 % des iranischen Rohöls und 50 % seiner gesamten Energie aus dem Nahen Osten. Mit den unterbrochenen Routen in der Straße von Hormus führt der Konflikt zu höheren Transportkosten.

Doch im Gegensatz zum Westen hat China sich auch lange auf die Iran-Krise vorbereitet. Bis zu einem gewissen Grad können die großen Ölvorräte und der Wechsel zu Elektrofahrzeugen dazu beitragen, die Wirtschaft vor Lieferstörungen zu schützen. Es wird spannend sein zu sehen, ob China sein Wachstumsziel von 4-5% wird halten können.

Die Fähigkeit des Binnenmarktes, Handelsprobleme zu bewältigen oder auszugleichen, ist die wichtigste wirtschaftliche Herausforderung für 2026. Mitten in einer langen Immobilienkrise sehen sich Unternehmen mit erhöhten Handelsrückständen (US-Spannungen, Irankrieg), vorsichtigem Konsum, struktureller Neuausrichtung hin zu Hightech (KI, grüne Energie) und Dienstleistungen konfrontiert.

Eine längere globale Energiekrise würde eine globale Herausforderung darstellen. Je länger dieser Krieg andauert, desto mehr werden die zukünftigen Aussichten aller großen Volkswirtschaften benachteiligt. 

Asiatische Märkte schon jetzt schwer getroffen

In Asien sind die Börsen bereits im Rückwärtsgang. In den letzten zwei Wochen ist der MSCI AC Asia Pacific Index um 8,6 % gefallen. Das ist 2,5-mal mehr als der MSCI World Index. Der starke Rückgang wird hauptsächlich durch regionale Energieabhängigkeiten und eine plötzliche Umkehr des Technologiesektors verursacht.

Als der Angriff der USA und Israel Iran zur Schließung der Straße von Hormus führte, verdunkelte sich der Himmel in Asien. Südkorea, Japan und Thailand importieren fast ihr gesamtes Rohöl und Erdgas durch diesen Engpass.

Der weltweite Schiffsverkehr durch diese Region ist bereits stark zurückgegangen. Ein voller Monat Schließung würde die "Just-in-Time"-Bestände für die Elektronik- und Automobilsektoren in Asien und Europa erschöpfen.

Die Brent-Preise erreichten am Montag, den 9. März, ihren Höchststand bei etwa 120 US-Dollar; der größte Anstieg in einer Woche in modernen Aufzeichnungen. Die Freigabe der Notfall-Reserven verschafft Zeit, aber wenn diese Zeit nicht gut investiert wird, werden die Preise wieder in die Höhe schnellen. Wir erinnern uns: Iran versprach einen Höhenflug des Ölpreises auf 200 US-Dollar.

Szenarien für Brent-Rohöl werden vom Status der Straße von Hormus bestimmt. Selbst der Basisfall kostet jetzt etwa 95–100 Dollar pro Fass, CNN spricht von 110-140 US-Dollar. Eine anhaltende Blockade würde die Preise über 150 Dollar treiben.

Was in Asien passiert, trifft zeitversetzt den Rest der Welt

Die kombinierte Wirkung des Nahost-Konflikts und eines globalen Zollrahmens durch Donald Trump von 10–15 % könnte sich in einen äußerst schädlichen Versorgungsschock verwandeln – im schlimmsten historischen Moment. Man könnte fast meinen, Donald Trump will die Weltwirtschaft bewusst in eine Untergangsstimmung treiben.

In einem geopolitischen und Handels- "Doppelschock" treffen Inflationsdruck und Wachstumsstagnation gleichzeitig aus zwei verschiedenen Richtungen. Je länger die Dauer der Krise ist, desto zerreißender wäre die Stagflationswirkung. Also eine hohe Inflation trotz einer Rezession, oder anders ausgedrückt, steigende Preise bei schrumpfender Wirtschaft und Einkommen.

Schlimmer noch: Was in Asien passiert, bleibt nicht dort. Da Schwellenländer in Asien etwa 60 % des globalen Wachstums ausmachen, wird alles, was ihre wirtschaftliche Expansion untergräbt, die ohnehin schon düsteren globalen Aussichten benachteiligt. 

Da sind ganz offensichtlich Genies am Werk, oder doch Fünfdimensional-Schachspieler?

Quellen und Anmerkungen

Hinweis: Der Artikel wurde inspiriert durch Veröffentlichungen von Dan Steinbock, auch Autor von "Der Untergang Israels".

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Iran: Israel-US Krieg
Bildquelle: Shutterstock AI / shutterstock

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Die EU rast in den selbstverschuldeten energiepolitischen Abgrund

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Vorschau ansehen Der Wahnsinn, den die EU als „Energiepolitik“ bezeichnet, scheitert nun am Praxistest. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Energiewende den Strom verteuert und die Versorgung unsicher macht, aber die EU lehnt trotzdem russisches Gas ab, während der Iran-Krieg die Gaslieferungen aus dem Golf beendet hat und die USA ihr LNG nun meistbietend nach Asien […]
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Welche langfristigen Folgen der Iran-Krieg auf die globalen Energiemärkte haben dürfte

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Vorschau ansehen Der Iran-Krieg bestätigt auf spektakuläre Weise die Kritik an der Politik der EU von Leuten wie mir, die immer wieder auf die Gefahren hingewiesen haben, die der Umstieg von russischem Pipelinegas auf LNG-Lieferungen per Tanker mit sich bringt. Das wurde als russische Propaganda bezeichnet, dabei stehen dahinter handfeste Argumente, die man im in der EU […]
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Hollisters Geopolitik-Radar vom 9.-15. März 2026

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Hollisters Geopolitik-Radar vom 9.-15. März 2026

Der Krieg zwischen den USA, Iran und Israel tritt in eine neue Phase - militärisch, technologisch und geopolitisch. Während Drohnen und Streumunition klassische Luftüberlegenheit infrage stellen, nutzt eine chinesische KI-Firma amerikanische Satellitendaten, um US-Militärpositionen öffentlich zu kartieren. Gleichzeitig gerät die Türkei als einziger NATO-Staat mit direkten Kommunikationskanälen zu allen Konfliktparteien in eine strategische Schlüsselrolle. Der aktuelle Geopolitik-Radar analysiert die entscheidenden Entwicklungen dieser Woche - vom Ölkrieg um Hormus über den Informationskrieg im Orbit bis zur Frage, ob sich die militärische Logik moderner Kriege gerade fundamental verändert.

Der Geopolitik-Radar vom 9.-15. März 2026.

Ein Meinungsbeitrag von Michael Hollister.

Ticker

1. Mojtaba Khamenei zum neuen Obersten Führer Irans gewählt (8./9. März) Der 56-jährige Sohn des getöteten Ali Khamenei wurde von der Expertenversammlung zum dritten Obersten Führer der Islamischen Republik ernannt. Er gilt als noch kompromissloser als sein Vater, hat enge IRGC-Verbindungen - und wurde von Trump als „inakzeptabel" bezeichnet, bevor er ernannt wurde.

2. Mojtaba Khameneis erste Botschaft: Hormuz bleibt geschlossen (12. März) In seiner ersten öffentlichen Erklärung - nicht als Video, sondern schriftlich über Staatsfernsehen verlesen - erklärte der neue Oberste Führer die Straße von Hormuz zum dauerhaften Druckmittel, forderte die Schließung aller US-Basen in der Region und drohte mit der Eröffnung neuer Fronten.

3. USA greifen Kharg Island an - 90 Prozent der iranischen Ölexporte in Reichweite (13. März) Trump ließ Militärziele auf der iranischen Ölexportinsel Kharg Island bombardieren und drohte explizit, beim nächsten iranischen Angriff auf Schiffe in der Hormuzstraße auch die Ölinfrastruktur zu treffen. Iran antwortete: Jeder Angriff auf eigene Ölfelder ziehe Angriffe auf Energieinfrastruktur von Drittstaaten nach sich.

4. Iran setzt Clusterbomben gegen Israel ein - Iron Dome strukturell überfordert (ab 10. März) Laut israelischem Militär wurden rund 50 Prozent der auf Israel abgefeuerten Raketen mit Streumunition bestückt. Die Sprengköpfe öffnen sich in großer Höhe und streuen Dutzende Bomblets über weite Gebiete - ein Angriffsmuster, gegen das Iron Dome konstruktionsbedingt nicht ausgelegt ist.

5. Dritte iranische Rakete auf die Türkei - NATO-Ernstfall bleibt aus (13. März) NATO-Luftabwehr über dem östlichen Mittelmeer schoss am 13. März eine dritte ballistische Rakete ab, die von Iran in Richtung türkischen Luftraum abgefeuert wurde. Ziel war offenbar die Incirlik-Basis, wo US-Taktikwaffen lagern. US-Verteidigungsminister Hegseth schloss Artikel-5-Aktivierung aus.

6. HRW dokumentiert israelischen Weißphosphor-Einsatz in libanesischen Wohngebieten (9. März) Human Rights Watch verifizierte und geolokalierte sieben Bilder, die den Einsatz von Artillerie-Weißphosphor über dem südlibanesischen Wohnort Yohmor am 3. März belegen. Mindestens zwei Häuser und ein Fahrzeug gerieten in Brand. Seit dem 2. März wurden im Libanon 394 Menschen getötet, über 500.000 vertrieben.

7. MizarVision: Chinesische KI-Firma publiziert US-Militärpositionen - mit amerikanischen Satellitendaten (laufend) Die in Hangzhou ansässige Firma MizarVision veröffentlichte seit Kriegsbeginn auf X täglich hochauflösende Satellitenbilder aller US-Militärpositionen im Nahen Osten - F-22 auf Ovda, F-35 in Jordanien, Trägerpositionen, Patriot-Batterien. Bezogen werden die Bilder von US-amerikanischen kommerziellen Satellitenfirmen wie Planet Labs. Effektiv fließen amerikanische Aufklärungsdaten durch China zum Iran.

8. Russland liefert Iran Satellitendaten zur Zielerfassung US-Sondergesandter Witkoff forderte Moskau öffentlich auf, die Weitergabe von Satelliteninformationen an den Iran zu unterlassen. Russland bestritt die Praxis nicht. Analytiker verweisen auf die Parallele: Die USA tun dasselbe seit Jahren für die Ukraine.

9. Indien: Rupie auf Rekordtief 92,45 - Börse verliert 6 Prozent in einer Woche (12./13. März) Die indische Zentralbank musste intervenieren, nachdem die Rupie durch den Ölpreisschock auf ein historisches Tief fiel. Indien importiert 85 Prozent seines Rohöls, ist Irans Nachbar über den Indischen Ozean - und befindet sich diplomatisch im Klemme zwischen Washington, Teheran und Peking.

10. IEA gibt 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven frei - größte Intervention der Behördengeschichte Die Internationale Energieagentur reagierte auf den Hormuz-Schock mit der größten koordinierten Reservenfreigabe seit ihrer Gründung 1974. Brent-Öl notierte dennoch über 100 Dollar pro Barrel, 42 Prozent über dem Vorkriegsniveau.

11. China positioniert sich global: Vermittler-Rolle, BRICS-Koordination, Aufklärung vor Ort Außenminister Wang Yi telefonierte mit russischen, iranischen, französischen und omanischen Kollegen und forderte sofortigen Waffenstillstand. Gleichzeitig drängte Peking auf stärkere BRICS-Koordination und setzte Aufklärungsschiffe der Dongdiao-Klasse im Golf von Oman ein. Chinas Position: verbale Verurteilung des Krieges, informationelle Unterstützung des Iran.

12. Frankreich plant Tanker-Eskort-Mission für die Hormuzstraße Paris konsultiert europäische, asiatische und arabische Partner über eine mögliche Schiffsgeleit-Mission für die geschlossene Hormuzstraße. Die USA signalisierten, Navy-Eskorten „bald" einzusetzen. Ein iranischer Funktionär deutete an, Teheran könnte chinesischen Yuan-Transaktionen den Durchlass ermöglichen.

Im Fokus

1. Drohnen, Clusterbomben und das Ende der Luftüberlegenheit

Der Iran-Krieg schreibt Militärgeschichte - nicht wegen der beteiligten Mächte, sondern wegen der Waffen. Zum ersten Mal in einem Großkonflikt dominieren Drohnen und Streumunition das Schlachtfeld gleichzeitig, zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Irans Strategie ist präzise kalkuliert: Rund 50 Prozent der auf Israel abgefeuerten Raketen wurden mit Clusterbomben-Sprengköpfen bestückt. Die Warheads öffnen sich in 3.000 bis 5.000 Metern Höhe und verstreuen 20 bis 80 Bomblets über Flächen von sieben bis acht Quadratkilometern. Iron Dome, das für niedrigfliegende Kurzstreckenraketen konzipiert ist, kann die Trägerrakete abfangen - aber nicht die bereits freigesetzten Submunition. Das Arrow-System fängt ballistische Raketen ab, nicht Bomblets. Die Lücke ist konstruktionsbedingt und mit vorhandener Technologie nicht zu schließen.

Parallel dominierten Drohnen die maritime Dimension: Irans schienenlose Torpedodrohnen operierten bis zu 48 Stunden autonom im Golf von Oman, Angriffsdrohnen trafen Tanker, Häfen und Militärinstallationen in Katar, Kuwait und Dubai. Auf Kharg Island flogen US-Präzisionsdrohnen Begleitschutz für Bomberangriffe.

Diese Woche beweist: Überlegenheit in der Luft bedeutet nicht mehr automatisch Sicherheit am Boden.

Deep-Dive-Analyse: Der ewige Wettlauf - Panzerfaust, Iron Dome und die Illusion des perfekten Schilds

Ergänzende Analyse: [Deutsche Chips für russische Drohnen - Das kalkulierte Sanktionsleck Europas]

Fragen:

  • Warum investieren USA und Israel 175 Milliarden Dollar in Golden Dome, wenn der strukturelle Nachteil der Abwehr gegenüber Streumunition bekannt ist?
  • Iran produziert Drohnen für unter 30.000 Dollar. Die USA feuern Patriot-Abfangraketen für 3 Millionen Dollar pro Stück. Wie lange ist diese Kostenasymmetrie durchzuhalten?
  • Welche europäischen Rüstungskonzerne liefern weiterhin Bauteile, die in iranischen und russischen Drohnen landen?

2. MizarVision: Wenn der Feind deine eigenen Satellitendaten benutzt

Am 28. Februar 2026 - 24 Stunden vor dem ersten US-Angriff auf Iran - veröffentlichte ein chinesisches KI-Startup auf X die exakten Positionen von elf F-22-Tarnkappenjägern auf der israelischen Ovda-Luftwaffenbasis, 18 F-35 und sechs EA-18G Störflugzeugen in Jordanien, sieben AWACS-Maschinen in Saudi-Arabien sowie die Position beider US-Flugzeugträger. Die Quelle: US-amerikanische kommerzielle Satellitenfirmen wie Planet Labs und Maxar.

MizarVision sitzt in Hangzhou, wurde vor fünf Jahren gegründet, betreibt keine eigenen Satelliten und kauft seine Bilder auf dem freien Markt. KI wertet aus, beschriftet, geolokalisisert - und publiziert auf X, für jeden zugänglich, täglich. Laut FlightGlobal, Aviation Week und South China Morning Post wurden dabei mindestens 2.500 US-Militärassets katalogisiert. Mehrere der veröffentlichten Positionen wurden kurz darauf von iranischen Drohnen und Raketen angegriffen.

Das Pikante: Die Bilder stammen aus amerikanischen Quellen. Washington verkauft kommerziell Satellitendaten - und schaut dabei zu, wie dieselben Daten durch eine chinesische Firma gefiltert und als Aufklärung für den Feind genutzt werden. US-Sondergesandter Witkoff mahnte Russland wegen Satellitendaten an den Iran. Dass dieselbe Praxis über den kommerziellen Markt täglich stattfindet, thematisierte Washington bislang nicht öffentlich.

Hintergrund Iran-Krieg und Informationsdimension: Iran/USA: Das Kalkül des Angriffs

Aktuelle Updates zum Konflikt: https://michaelhollister.substack.com

Fragen:

  • Warum verkaufen US-Satellitenfirmen hochauflösende Militärbilder an Kunden ohne Endverbleibskontrolle?
  • Ist MizarVision ein kommerzielles Unternehmen - oder ein staatlich gelenktes Aufklärungsinstrument mit zivilem Deckmantel?
  • Was bedeutet es für künftige Konflikte, wenn Open-Source-Satellitendaten jeden Tarnversuch obsolet machen?

3. Türkei 2026: Die Macht, die niemand benennen will

Dreimal in zehn Kriegstagen schlug eine iranische Rakete in Richtung türkischen Luftraum - dreimal wurde sie von NATO-Systemen abgefangen. Dreimal erklärte Iran, es habe die Türkei nicht absichtlich getroffen. Dreimal sagte Washington, Artikel 5 sei kein Thema.

Hinter dieser Abfolge verbirgt sich eine geopolitische Realität, die in westlichen Medien kaum benannt wird: Die Türkei ist derzeit der einzige NATO-Staat, der gleichzeitig mit Washington, Moskau, Teheran und dem globalen Süden kommuniziert. Auf der Incirlik-Basis lagern US-Taktikwaffen. In Kurecik steht das NATO-Frühwarnsystem, das Europa vor iranischen Raketen schützt. Ankara verkauft Bayraktar-Drohnen an die Ukraine und hält gleichzeitig Gesprächskanäle nach Teheran offen.

Außenminister Fidan stand am Freitag am Podium und fragte öffentlich, was kein anderer NATO-Minister fragte: „Welche Chancen gibt es noch für Verhandlungen?" Die dritte Rakete schlug ein, während er noch sprach.

Das Narrativ, das gerade in westlichen Medien aufgebaut wird - Türkei als nächster strategischer Gegner des Westens - verdient eine genaue Betrachtung: Wer formt dieses Narrativ? Welche Interessen stehen dahinter? Und warum ist Ankara ausgerechnet jetzt unbequem?

Deep-Dive-Analyse: Türkei 2026 - Die Macht, die niemand benennen will

Fragen:

  • Drei iranische Raketen auf NATO-Gebiet ohne Artikel-5-Reaktion: Was bedeutet das für die Glaubwürdigkeit des Bündnisses?
  • Warum ist die Türkei der einzige Staat, der gleichzeitig mit allen Konfliktparteien spricht - und warum wird das im Westen als Bedrohung gerahmt statt als Asset?
  • Wer profitiert davon, Ankara aus der westlichen Ordnung herauszudrängen?

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Quellen

Iran-Krieg KW 11 - Allgemein

Mojtaba Khamenei

Kharg Island

Clusterbomben / Iron Dome

Türkei / NATO

Weißer Phosphor Libanon

MizarVision / Informationskrieg

Indien / Globale Wirtschaft

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Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik - jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com , bei Substack unter https://michaelhollister.substack.com sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

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Bildquelle: Michael Hollister

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Explodierende Spritpreise und irritierende Erklärungen

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Ob Krieg, ob Frieden – der Markt regiert. Es sei denn, die Regierenden sehen das Wirtschaftswachstum in Gefahr.

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Wie gefährlich und wie akut ist die aktuelle globale Energiekrise?

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Vorschau ansehen Wer, so wie ich, die Lage auf den internationalen Energiemärkten auch nur oberflächlich verfolgt, war in den letzten Tagen ziemlich überrascht über die Erklärungen westlicher Politiker und Medien. So wurde uns das Anzapfen der nationalen Ölreserven als Maßnahme verkauft, die Einfluss auf die Öl- und damit die Benzinpreise haben soll, was aber nicht der Fall […]
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USA lockern Öl-Sanktionen gegen Russland

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Die USA haben vorübergehend Öl-Sanktionen gegen Russland gelockert, um den durch Konflikte im Nahen Osten ausgelösten Preisschock am Ölmarkt zu dämpfen. Präsident Donald Trump bestätigte nach einem Telefonat mit Wladimir Putin, dass bestimmte sanktionsbezogene Einschränkungen ausgesetzt werden, bis die Straße von Hormus wieder sicher passierbar ist. Finanzminister Scott Bessent erklärte, Hunderte Millionen Barrel sanktioniertes russisches Öl auf See könnten freigegeben werden, um das Weltmarktangebot zu erhöhen. Bereits gewährte die US-Regierung Indien eine 30-Tage-Ausnahmegenehmigung für den Kauf russischen Öls auf Tankern, wie US-Energieminister Chris Wright mitteilte.

Der Ölpreis stieg zeitweise auf fast 120 Dollar pro Fass, bedingt durch Störungen im Persischen Golf, Einbrüche der Produktion im Irak und Kuwait sowie Umleitungen Saudi-Arabiens. Die USA prüfen zudem die Freigabe strategischer Reserven (ca. 415 Mio. Barrel), koordiniert mit G7-Staaten. Europa zeigt keine vergleichbaren Schritte, die EU warnte sogar vor Lockerungen. Dies könnte Russlands Kriegseinnahmen aus dem Ukraine-Krieg begünstigen.

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Bildquelle: Tommy Chia SG / shutterstock

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Putin schockt EU | Von Rainer Rupp

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Umorientierung der riesigen Energieressourcen Russlands weg von Europa angeordnet

Ein Meinungsbeitrag von Rainer Rupp.

Während der Brent-Rohölpreis die Marke am Montag die Marke von 119 US-Dollar pro Barrel durchbrochen hat, enthüllte Putin, dass die „effektive Schließung“ der Straße von Hormus 14 Millionen Barrel Öl und jede Menge Flüssiggas täglich blockiert und ein Vakuum schafft. Laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax (1) von Dienstag, dem 10 März, hat Präsident Putin die russische Regierung angewiesen, das entstandene Energie-Vakuum zu füllen, indem es einen dauerhaften Fuß in der Asien-Pazifik-Region etabliert.

Unter Bezugnahme auf die selbstmörderischen Sanktionen der EU-Kommission, die

  • zum ab 25. April 2026 zusätzliche Öl- und Gas-Sanktionen gegen Russland verhängt haben und
  • ab 1. Januar 2027 ein vollständiges Verbot für Importe von russischem Öl und Gas ausgesprochen hat,

hat Putin den Kreml angewiesen, die Tür bereits vorher „zuzuschlagen“ und alle verfügbaren Öl- und Gaslieferungen an zuverlässigere Partner im wirtschaftlich aufstrebenden Asien umzuleiten. Zugleich hat er angeordnet, dass die staatlichen Energiekonzerne ihre explodierenden Gewinne zur Tilgung ihrer inländischen Bankenschulden nutzen.

Diese strategische Entkopplung markiert die bedeutendste Veränderung in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen, die seit Beginn der Sanktionierung russischer Energieexporte vor über zehn Jahren westlichen, vor allem aber europäischen Ländern und ihren wichtigsten Industriebranchen drohen. Diese Länder werden sich mit beispielloser Inflation, Versorgungsengpässen, Firmenschließungen, Arbeitslosigkeit und sozialen Unruhen konfrontiert sehen, was letztlich zum Zerfall der ohnehin bereits zunehmenden infrage gestellten EU führen dürfte.

Putin hat einzelnen europäischen Staaten noch ein Schlupfloch gelassen, wenn sie außerhalb der EU-Struktur bereit sind, bilaterale konstruktive, pragmatische Beziehungen zu Russland zu knüpfen um verlässliche, langfristige Verträge abzuschließen. Aber um die drohende Katastrophe in ihren Ländern abzuwenden, müssten sich die von Russenhassern durchsetzten Regierungen der großen EU-Staaten schnell besinnen, wozu die von der Realität abgehobenen EU-Eliten höchstwahrscheinlich nicht fähig sind.

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Quellen und Anmerkungen

(1) https://interfax.com/newsroom/top-stories/116517/

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Wladimir Putin (Präsident Russlands)
Bildquelle: photoibo / shutterstock

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Putin will die russischen Gaslieferungen neu ausrichten und stellt der EU Bedingungen

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Rohölpreise explodieren durch Nahost-Krise

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Die Weltölpreise haben am 9. März 2026 massive Zuwächse verzeichnet: WTI-Rohöl notiert bei 110,54 USD/Barrel (+21,54 % zum Vortag), Brent bei 110,79 USD/Barrel (+19,40 %).

Ursachen: Der Anstieg resultiert aus der Eskalation des Iran-Kriegs. Die Straße von Hormus ist weitgehend blockiert, Schiffe passieren kaum noch die Meerenge. Irak, VAE und Kuwait drosseln Produktion aufgrund fehlender Lagerkapazitäten. Katars Energieminister warnt vor Preisen bis 150 USD, falls Förderstaaten einstellen. Seit Kriegsbeginn vor einer Woche stieg Brent um über 50 % von 73 USD.

Marktentwicklung: Benzinpreise klettern auf 3,09 USD/Gallone (+11,74 %). Tecson meldet Brent bei 107,6 USD (+14,9 %) und WTI bei 103,5 USD (+12,6 %). Börsen brechen ein, die steigenden Ölpreise nähren Rezessionsängste weltweit.

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Bildquelle: Explode / shutterstock

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Energieschocks, Ratlosigkeit und der drohende Verlust des russischen Gases

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Seit Jahren werfen deutsche und europäische Medien und Politiker Russland vor, seine Öl- und Gaslieferungen als politische Waffe einzusetzen, obwohl das bisher nie passiert ist. Daher ist es umso ungewöhnlicher, dass sie nun, als der russische Präsident Putin angesichts der Entscheidungen der EU, selbst den Import von russischem Gas zu verzichten, erstmals die Idee ins […]
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Hollisters Geopolitik-Radar vom 1.-8. März 2026

veröffentlicht.
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Der Iran brennt. Operation „Epic Fury" - der erste gemeinsame US-israelische Angriffskrieg gegen Iran - hat in einer Woche die geopolitische Weltlage grundlegend verändert: Khamenei tot, die Straße von Hormus geschlossen, über 1.300 Tote, der Ölpreis auf Jahreshoch. Gleichzeitig herrscht in der Taiwan-Straße eine bemerkenswerte Stille - China schickt seit dem ersten Angriffstag kein einziges Militärflugzeug mehr. Und Europa? Sitzt erneut draußen, während andere über seine Sicherheitsarchitektur entscheiden.

Der Geopolitik-Radar vom 1.-8. März 2026.

Ein Meinungsbeitrag von Michael Hollister.

Ticker

  1. USA/Israel greifen Iran an - Operation „Epic Fury" beginnt (28. Feb.)

In den frühen Morgenstunden des 28. Februar eröffneten US- und israelische Streitkräfte koordinierte Angriffe auf iranische Führungsstrukturen, Nuklearanlagen und Militärbasen - die erste gemeinsame US-israelische Militäroperation gegen Iran.

  1. Irans Oberster Führer Khamenei getötet (28. Feb.) 


Ayatollah Ali Khamenei kam bei einem US-israelischen Angriff auf sein Führungskomplex in Teheran ums Leben. Iran erklärte 40 Tage Staatstrauer und setzte einen dreiköpfigen Übergangsrat ein.

  1. Iran schließt Straße von Hormus (3. März) 


Die Iranischen Revolutionsgarden erklärten die Straße von Hormus für geschlossen - durch die täglich rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels fließen. Der Ölpreis stieg auf den höchsten Stand seit September 2023.

  1. Iran feuert über 500 Raketen und 2.000 Drohnen auf US-Ziele in der Region (bis 5. März)

Kuweit, Saudi-Arabien, die VAE, Katar und Jordanien meldeten Einschläge und Abfangmanöver. Die US-Basis Al Udeid in Katar wurde von zwei Raketen getroffen. Drei US-Soldaten kamen ums Leben.

  1. Israel greift parallel Hisbollah im Libanon an (ab 2. März)

Parallel zu den Iran-Operationen begann Israel erneut Angriffe auf Hisbollah-Strukturen im Libanon. Mehr als 123 Tote und über 680 Verletzte wurden gemeldet, über 95.000 Menschen sind vertrieben.

  1. WHO meldet 13 getroffene Gesundheitseinrichtungen im Iran (bis 5. März)

Die Weltgesundheitsorganisation dokumentierte Treffer auf iranische Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen sowie eine Mädchenschule in Südiran mit mindestens 165 Todesopfern laut iranischen Staatsmedien.

  1. China verurteilt Angriffe - schweigt über Taiwan (ab 28. Feb.)

Peking sprach von einer Verletzung des Völkerrechts und des Souveränitätsprinzips. Gleichzeitig: Seit dem 27. Februar schickte China kein einziges Militärflugzeug mehr in Taiwans Luftverteidigungszone - die längste Pause seit Jahren.

  1. Koalition der Willigen tagt in Paris - Absichtserklärung unterzeichnet (Anfang März)

Frankreich, Großbritannien und die Ukraine unterzeichneten eine Absichtserklärung über die Entsendung einer multinationalen Sicherungstruppe nach einem möglichen Waffenstillstand. Merz nahm nur virtuell teil. 26 Länder erklärten sich bereit, Truppen zu stellen.

  1. Russland lehnt europäische Truppen in Ukraine als „inakzeptabel" ab

Der Kreml wies die europäischen Sicherheitsgarantie-Pläne zurück und bezeichnete die Koalition der Willigen als rein europäisches Projekt. Putin stellte Treffen mit Selenskyj in Aussicht - jedoch nur in Moskau.

  1. Ukraine-Verhandlungen nach Genf ohne neues Momentum 


Nach den Gesprächen vom 17./18. Februar in Genf gibt es keine neuen Verhandlungsrunden. Die Territorialfragen bleiben ungeklärt. Washington setzt weiter auf seine Juni-Deadline.

  1. Baden-Württemberg wählt neuen Landtag (8. März)

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg trat Ministerpräsident Kretschmann nicht mehr an. Ergebnis zum Redaktionsschluss noch nicht endgültig ausgezählt.

  1. EU/Schweiz unterzeichnen Bilaterale III (Anfang März) 


Die Europäische Union und die Schweiz unterzeichneten ein Paket aktualisierter bilateraler Verträge - ein diplomatischer Meilenstein nach jahrelangen Verhandlungen.

Im Fokus

  1. Operation „Epic Fury": Der Krieg, den niemand stoppen wollte

Am 28. Februar 2026 um 2:30 Uhr EST verkündete Donald Trump in einem achtminütigen Video auf Truth Social den Beginn von Militäroperationen gegen Iran mit dem erklärten Ziel des Regimewechsels. Was folgte, war die intensivste US-Militäroperation im Nahen Osten seit dem Irakkrieg 2003.

Innerhalb von sieben Tagen führten USA und Israel rund 2.500 Angriffe gegen iranische Ziele durch - Militärbasen, Führungsstrukturen, Nuklearanlagen, Medieneinrichtungen, den staatlichen Rundfunk IRIB. Iran antwortete mit über 500 ballistischen Raketen und fast 2.000 Drohnen auf US-Ziele in der gesamten Region: Kuweit, Saudi-Arabien, VAE, Katar, Jordanien, Irak. Die Straße von Hormuz wurde für geschlossen erklärt.

Bemerkenswert: Die IAEA bestätigte zum Redaktionsschluss, dass keine iranischen Nuklearanlagen getroffen wurden, obwohl Washington das als Kriegsgrund anführte. Trump erklärte öffentlich, Irans Militär sei „demoliert" - Iran feuerte gleichzeitig seine 23. Angriffswelle ab.

Khameneis Tod löste eine Nachfolgefrage aus, die Iran strukturell destabilisiert. Sein Sohn Mojtaba gilt als Favorit. Israel drohte, jeden neuen Obersten Führer als „legitimes Ziel" zu behandeln.

Deep-Dive-Analyse (27. Feb. 2026 - einen Tag vor Angriff): Iran/USA: Das Kalkül des Angriffs


Ad-hoc-Meldung (28. Feb.): USA und Israel greifen Iran an

Update (1. März): Operation Epic Fury - Chamenei tot, Krieg eskaliert


Update (4. März): USA und Israel greifen Iran an - Stand 4. März

Update (8. März): USA und Israel greifen Iran an – Stand 8. März

Fragen:

  • Warum erklärt Trump das Ziel als Regimewechsel - und was passiert, wenn kein funktionsfähiges Regime folgt?
  • Die IAEA findet keine getroffenen Nuklearanlagen. War das der eigentliche Kriegsgrund?
  • Iran schließt die Straße von Hormus. Wie lange kann die Weltwirtschaft das verkraften?
  1. Chinas stilles Manöver: Was Peking während des Iran-Feuers wirklich tut

Seit dem 27. Februar 2026 - dem Tag vor den ersten US-israelischen Angriffen auf Iran - hat China kein einziges Militärflugzeug mehr in Taiwans Luftverteidigungszone geschickt. Sieben Tage Stille in einer Meerenge, in der Eskalation zur Normalität geworden war: Bis dahin lagen die monatlichen PLA-Einflüge bei durchschnittlich über 300 Sorties. Im Februar waren es noch 147 - der niedrigste Wert seit Amtsantritt von Präsident Lai im Mai 2024.

Was steckt dahinter? Drei Erklärungsansätze kursieren in Taipeh und Washington. Erstens: Peking will die Atmosphäre vor einem erwarteten Trump-Xi-Gipfel nicht vergiften. Zweitens: Die PLA wertet intern die Erkenntnisse aus eigenen Großmanövern aus. Drittens - und das ist die unbequemste Lesart - Peking beobachtet, wie die USA Munition verbrauchen, Aufmerksamkeit binden und Truppenverlegungen aus dem Indopazifik vornehmen.

Die Marine und die Küstenwache blieben aktiv. Vier Einbrüche in Taiwans Gewässer nahe Kinmen wurden im Februar dokumentiert. Chinas Außenministerium verurteilte die Iran-Angriffe verbal scharf - und blieb militärisch vollständig ruhig.

Deep-Dive-Analyse (08. März 2026): China - Das stille Manöver

Fragen:

  • Ist die Stille ein diplomatisches Signal an Washington - oder operative Vorbereitung?
  • Wie verändert der Iran-Krieg Chinas Kalkül für Taiwan, wenn die USA militärisch und logistisch gebunden sind?
  • Warum schweigen westliche Medien über die Kombination aus Iran-Krieg und Taiwan-Funkstille?
  1. Europa wartet draußen: Der Deal, den andere schreiben

Vier Verhandlungsrunden über den größten Krieg auf europäischem Boden seit 1945 - und kein einziger EU-Vertreter saß am Tisch. Genf, 17./18. Februar: USA, Russland, Ukraine - plus Steve Witkoff und Jared Kushner auf der amerikanischen Seite, Vladimir Medinsky auf der russischen. Europa war physisch nicht präsent, obwohl UK, Frankreich und Deutschland in einem separaten Hotelflügel warteten.
Diese Woche versucht die Koalition der Willigen in Paris, das Vakuum zu füllen:

Frankreich, Großbritannien und die Ukraine unterzeichneten eine Absichtserklärung für eine multinationale Sicherungstruppe nach einem möglichen Waffenstillstand. 26 Länder erklärten grundsätzliche Bereitschaft, Truppen zu stellen. Merz sagte zu, Deutschland werde sich engagieren - über Umfang und Form entscheide der Bundestag „wenn die Rahmenbedingungen geklärt sind."

Russland nannte das gesamte Konstrukt „inakzeptabel". Die Territorialfragen - der Kern jedes möglichen Abkommens - blieben in Paris wie in Genf ungeklärt. Und Washington setzt weiter auf seine eigene Agenda: Juni-Deadline, bilaterale Pendeldiplomatie, kein multilaterales Format.

Deep-Dive-Analyse (1. März 2026): Genf 2026: Der Deal ohne Europa

Fragen:

  • Kann Europa Sicherheitsgarantien anbieten, die Russland ernst nimmt - ohne die USA als Rückendeckung?
  • Warum nimmt Merz an einem Treffen über Europas Sicherheitsarchitektur nur virtuell teil?
  • Was bedeutet es, wenn der Rahmen für Europas Sicherheit der nächsten Jahrzehnte ohne Europa gesetzt wird?

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Quellen

Operation Epic Fury / Iran-Krieg

Wikipedia-Übersicht (laufend aktualisiert): https://en.wikipedia.org/wiki/2026_Israeli–United_States_strikes_on_Iran

Al Jazeera Live-Tracker (Opferzahlen): https://www.aljazeera.com/news/2026/3/1/us-israel-attacks-on-iran-death-toll-and-injuries-live-tracker

NPR (Tag 1 & 2): https://www.npr.org/2026/03/01/nx-s1-5731365/us-israeli-strikes-region

CNN (Tag 5, Überblick): https://www.cnn.com/2026/03/03/middleeast/iran-us-israel-what-we-know-intl-hnk

House of Commons Library (Analyse): https://commonslibrary.parliament.uk/research-briefings/cbp-10521/

Fortune (Wirtschaftliche Folgen, Ölpreis): https://fortune.com/2026/03/02/european-markets-slide-iran-war-trade-joins-the-global-ai-scare-trade/

China / Taiwan

AEI/ISW China & Taiwan Update, 6. März 2026: https://www.aei.org/articles/china-taiwan-update-march-6-2026/

Reuters / U.S. News (PLA-Flüge): https://www.usnews.com/news/world/articles/2026-03-05/chinese-military-flights-around-taiwan-fall-trump-xi-meeting-may-be-factor

Modern Diplomacy (Analyse): https://moderndiplomacy.eu/2026/03/05/china-scales-back-taiwan-flights-ahead-of-possible-trump-xi-meeting/

Chinesisches Außenministerium (Offizielle Position, 3. März): https://www.fmprc.gov.cn/mfa_eng/xw/fyrbt/202603/t20260303_11867987.html

Koalition der Willigen / Ukraine

Bundesregierung (Merz-PK nach Paris-Treffen): https://www.bundesregierung.de/breg-en/news/press-conference-ukraine-2401844

ORF (Absichtserklärung Paris, Selenskyj 90%): https://orf.at/stories/3416365/
taz (26 Länder, Truppenbereitschaft): https://taz.de/Koalition-der-Willigen/!6108157/

Wikipedia Genf-Verhandlungen (17./18. Feb.): https://en.wikipedia.org/wiki/2026_United_States–Ukraine–Russia_meetings_in_Geneva

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Bildquelle: Michael Hollister

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Bleibt der Ölpreis hoch?

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Der drohende Ölpreisschock: Was man wissen sollte.

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Trumps Vier-Wochen-Szenario | Von Jochen Mitschka

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Trumps Vier-Wochen-Szenario | Von Jochen Mitschka
Standpunkte 20260305 apolut
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Trumps Vier-Wochen-Szenario | Von Jochen Mitschka

Alle wissen, dass die Abwehrraketen der USA und ihrer Verbündeter für höchstens 3-4 Wochen intensiven Luftkrieg ausreichen. Was passiert danach? Die befürchtete Nuklear-Eskalation? Wie ist das Kriegsszenario der USA? Oder geht's nur ums "Geschäft"?

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Der Konflikt begann mit koordinierten US-amerikanisch-israelischen Angriffen auf iranische Ziele im Bereich Nuklearwaffen, Raketen und Führung. Der Angriff startete (1) am 28. Februar 2026 mit gemeinsamen US-israelischen Luftangriffen auf iranische Militär- und Führungsziele, einschließlich nuklearer Einrichtungen, Raketenbasen und Kommandostrukturen. Der US-Präsident Donald Trump kündigte (2) "große Kampfoperationen" an, und Israel bestätigte den Einsatz von über 200 Kampfflugzeugen gegen 500 Ziele – den größten Angriff in der Geschichte der israelischen Luftwaffe. Der iranische Supreme Leader Ali Khamenei wurde in den ersten Stunden ermordet (3). Die Operationen zielten explizit auf die Zerstörung von Irans Nuklear- und Raketenfähigkeiten ab, um einen Regimewechsel zu erzwingen.

Erwartungsgemäß reagierte der Iran mit Raketenangriffen und regionalen Stellvertreterangriffen gegen Israel und US-Stützpunkte, darunter auch in den Golfstaaten mit US-Militärstützpunkten wie dem Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar, Ali Al Salem in Kuwait, Al Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Fünften US-Flotte in Bahrain. Über 400 Raketen und 800 Drohnen wurden in den ersten zwei Tagen abgefeuert (4), was zu Schäden an Flughäfen und Infrastruktur führte (z.B. in Dubai, Abu Dhabi und Manama). Die Hisbollah (als iranischer Proxy) feuerte Raketen auf Israel ab, was nach vorherigen ca. 10.000 Waffenstillstandsverletzungen durch Israel zu "Gegenangriffen" (5) Israels in Libanon führte.

Außerdem forderte Israel die Bevölkerung auf, den Süden des Libanons zu verlassen, offensichtlich versucht Israel nun im Schatten des Irankrieges, endlich den Süden bis zum Fluss Litani zu besetzen, wie schon 1967 geplant. Die Angriffe des Irans haben den Angriffskrieg der USA und Israels auf die gesamte Region ausgeweitet.

Berichten zufolge waren die US-amerikanisch-israelischen Operationen auf mehrere Wochen angelegt (6). Laut israelischen Streitkräften umfasste der gemeinsame Angriff über 200 Kampfflugzeuge, die 500 Ziele attackierten – der größte Angriff in der Geschichte der israelischen Luftwaffe. Insgesamt seien von der angreifenden Koalition 2.000 Ziele bombardiert (7) worden. Laut Trump sollte der Angriffskrieg lediglich vier Wochen dauern (8). Am Freitag wurden in der Anfangsphase über 200 Tote und Hunderte Verletzte im Iran gemeldet, am 2. März stiegen die Zahlen (9) auf über 550 mit steigender Tendenz. Entgegen den Zusicherungen der USA und Israels wurden bereits zivile Zwischenfälle gemeldet (z. B. Opfer bei Angriffen auf Schulen (10)). Iranische Medien beschreiben drastische Kollateralschäden (11). Diese Angriffe werden die globalen Wirtschaftsaussichten beeinträchtigen, die bereits durch geoökonomische Fragmentierung (Sanktionsblöcke, Aufspaltung der Lieferketten) und die extrem hohe Sensibilität des Ölmarktes (Hormus-Risikoprämie) eingeschränkt sind.

Der Konflikt hat zu einem sprunghaften Anstieg (12) der Ölpreise geführt (Brent-Crude um 7–13% auf bis zu 82 USD/Barrel). Worüber sich Russland freuen dürfte, was zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits überholt sein dürfte. Analysten warnen (13) vor Preisen von 115–140 USD bei anhaltender Eskalation, mit Verdopplung von Versicherungskosten für Schiffe im Golf und Roten Meer. Die globale Inflation könnte um 1–1,5% steigen, das BIP im Nahen Osten um 5–8% sinken, und das globale Wachstum (14) um 0,7%. Der Konflikt verstärkt (15) die geoökonomische Fragmentierung (Sanktionen, Lieferketten) und erzeugt Unsicherheiten, welche Investitionen verzögern oder verhindern.

Aus globalwirtschaftlicher Sicht findet der US-amerikanisch-israelische Angriff auf den Iran inmitten einer verstärkten geoökonomischen Fragmentierung statt. Außerdem basiert die US-Militärdoktrin auf einer stufenweisen Eskalation, die von Zwang über Lähmung bis hin zu einem politischen Ergebnis reicht. Hier noch mal die üblichen Phasen von US-Militär-Einsätzen:

  • Phase 1: Schock (16). Gezielte Angriffe auf die Führungsebene, Unterdrückung von Zweitschlagsfähigkeiten und Raketen sowie psychologische Dominanz. Diese Phase war bisher nur bedingt erfolgreich. Der Iran hat die ermordete Führungspersönlichkeiten sofort ersetzt, und statt Panik wurden die Reihen im Land geschlossen.
  • Phase 2: Systemlähmung (17). Ziele sind die Zerstörung der Luftverteidigung, die Störung der Führung der Revolutionsgarden und die Eskalation der wirtschaftlichen Isolation. Auch hier ist der Erfolg bisher schwer zu erkennen. Angeblich sollen israelische Jets über Teheran fliegen, um die Luftabwehr gegen anfliegende Raketen zu unterstützen.
  • Phase 3: Politisches Ergebnis (18). Strategisches Ziel ist der interne Zusammenbruch oder die Kapitulation nach Verhandlungen. Hierzu bleibt zu sagen, dass der Iran verlauten ließ, nicht mit den USA verhandeln zu wollen. Entgegen der Behauptung Trumps "Die Iraner haben mich schon angesprochen". Trumps Doktrin zielt auf Eskalationsdominanz ab, aber Erfolg ist begrenzt (19). Trump behauptete, Iran wolle verhandeln, aber er habe abgelehnt; iranische Offizielle widerlegten (20) das.

Das Problem ist, dass diese militärischen Phasen noch keine politische Lösung gewährleisten. In den Vereinigten Staaten war Präsident Trump den Fragen von Journalisten ausgewichen, da sich die Begründung für die US-amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran – Irans geplanter Präventivschlag gegen amerikanische Interessen – als falsch erwiesen hat, wie die US-Geheimdienste eingeräumt haben.

In einem Interview mit der britischen Daily Mail am 1. März enthüllte Präsident Trump einen möglichen Zeitplan für den Krieg mit dem Iran und deutete an, dass die Kämpfe einen Monat (21) dauern könnten:

Es war immer ein Vier-Wochen-Prozess. Wir gingen davon aus, dass es etwa vier Wochen dauern würde. Es ging immer um einen Vier-Wochen-Prozess, also – so stark der Iran auch ist, es ist ein großes Land, es wird vier Wochen dauern – oder weniger.“

Betrachten wir also das Ein-Monats-Szenario vor dem Hintergrund einer erhöhten geoökonomischen Fragmentierung (nicht des Zweiten Kalten Krieges). In diesem Fall funktioniert die US-Strategie der schrittweisen Eskalation nur unvollkommen. Daher ist der realistischste Weg eine kontrollierte Eskalation ohne Zusammenbruch des Regimes im Iran.

Dieses Szenario birgt neue Risiken, da die USA und Israel in diesem Szenario die strategischen Kapazitäten Irans so weit schwächen wollen, dass eine Neuausrichtung der Abschreckung erzwungen wird, ohne dabei einen Bodenkrieg auszulösen. Iran reagiert asymmetrisch, vermeidet aber Aktionen, die eine US-Invasion provozieren könnten. Das wahrscheinliche Ergebnis ist ein militärischer Erfolg, jedoch ein politischer Stillstand und ein wirtschaftlicher Schock in einem äußerst schwierigen historischen Moment.

Politische Unruhen, wirtschaftliche Unsicherheit, Marktvolatilität

Dauerhaft werden die Angriffe der USA und Israels in der ersten Woche als Schock- und Demonstrationsmaßnahme dienen, mit Präzisionsschlägen auf nukleare Infrastruktur, Stützpunkte der Revolutionsgarden und Luftverteidigungssysteme. Iran feuert Raketensalven auf Israel und US-Regionalstützpunkte ab. Gleichzeitig weiten sich die Cyberoperationen in beide Richtungen aus.

Politisch gesehen entsteht im Iran ein innenpolitischer Zusammenhalt (22). Die Golfstaaten unterstützen die USA im Stillen, fordern aber eine Deeskalation und sichern sich ab. Wirtschaftlich gesehen steigen die Ölpreise sprunghaft an, mit Risikoprämien von 20–30 % und einem Anstieg der Schiffsversicherungskosten im Golf und im Roten Meer.

In den kommenden zwei bis drei Wochen zielen die Angriffe der USA und Israels auf eine Systemlähmung im Iran ab. Sollte es bis dahin keine spürbare Spaltung der iranischen Elite geben, die Neutralität des Globalen Südens zunehmen und sich der Zusammenhalt des westlichen Bündnisses abzeichnen, zwingen die Eskalationsrisiken die USA und Israel in die diplomatische Defensive. Daher ist in der vierten Woche mit einem Verhandlungsdruck zur Stabilisierung auf beiden Seiten zu rechnen. Das Ergebnis könnte ein effektiver Waffenstillstand ohne Abkommen sein.

Wirtschaftliche Folgen

Wirtschaftlich gesehen wird dieser, wie noch selten ein anderer ungerechtfertigter einmonatiger Krieg jedoch einen Energieschock (23) auslösen: Der Ölpreis (24) wird wahrscheinlich auf (mindestens) 115–140 US-Dollar steigen, die Gaspreise aufgrund von Transportrisiken und der teilweisen Freigabe strategischer Reserven ebenfalls. Im Schifffahrts- und Handelssektor könnten sich die Versicherungsprämien für das Rote Meer und den Persischen Golf verdoppeln oder verdreifachen, während sich die Lieferzeiten aufgrund von Lagerengpässen verlängern.

Die makroökonomischen Auswirkungen wären eine erhöhte Inflation, da die Energiepreise mit steigenden Kosten für Transport, Lebensmittel und Produktion einhergehen, die Zentralbanken die erwarteten Zinssenkungen verzögern und sich das globale Wachstum verlangsamt. Auf den Finanzmärkten würden Schwellenländer (25) unter Kapitalabflüssen leiden. Die zivile Wirtschaft entwickelt sich schwächer als der Verteidigungs- und Energiesektor. Risikoanlagen brechen zwar möglicherweise nicht ein, weisen aber eine außergewöhnliche Volatilität auf.

Erhöhtes Risikopotential für die ganze Welt

Die Gesamtzahl (26) der Todesopfer dürfte auf 15.000 bis 35.000 steigen, ein Drittel oder die Hälfte davon Zivilisten. Die Zahl der Verletzten würde auf 60.000 bis 120.000 ansteigen. Die Zahl der Vertriebenen könnte 2 bis 4 Millionen betragen.

Die globale Inflation könnte um 1 bis 1,5 Prozentpunkte steigen. Das BIP des Nahen Ostens könnte um 5 bis 8 % sinken, und die globalen Wachstumsaussichten würden um 0,7 % nach unten korrigiert.

Wie die Handelskriege unter Trump würde auch diese Eskalation keine wirtschaftlichen Gewinner (27) hervorbringen. Sie könnte die Weltwirtschaft jedoch an den Rand des Abgrunds treiben. Sie wäre genauso ungerechtfertigt wie die Stellvertreterkriege in der Ukraine, im Gazastreifen und anderswo im Nahen Osten. Letztendlich würden die Zivilisten die Zeche zahlen, während die Insider der Rüstungsindustrie die Gewinne einstreichen würden.

Aussichten

Die Aussichten sind dunkel, besonders für Donald Trump. Nach einem Geheimdienstbriefing gab es vernichtende Kommentare von einigen der Abgeordneten. Zusätzlich wird bekannt, dass die Luftschläge des Irans offensichtlich schlimmere Folgen sind, als in den Medien vermittelt. US-Schiffe müssen bis Indien, weil fast alle Hafenanlagen, welche die USA benutzten, die in Reichweite iranischer Drohnen und Raketen sind, beschädigt wurden. Wichtige Radaranlagen wurden zerstört, CIA-Gebäude, Konsulate und Botschaften beschädigt, Flugzeuge abgeschossen. Der Iran blutet zwar, aber er führt einen existentiellen Krieg, auf den er sich seit Jahrzehnten vorbereitet hat. Und Gerüchte erklärten, dass China im Iran Tests seiner neuen Hyperschallwaffen durchführt, um sie unter realen Kriegsbedingungen zu testen. So wie die USA die Ukraine nutzt, scheint dies nun China nachzumachen.

Auch Israel wird härter getroffen, als die israelische Zensur es zulässt, bekannt zu werden. Und hier liegt die größte Gefahr für die Welt. Sollte Israel in seiner Verzweiflung ob der möglichen Niederlage zu Kernwaffen greifen, und das letzte und schlimmste der möglichen Kriegsverbrechen, nach Völkermord und Angriffskriegen auch noch begehen, kann man sicher sein, dass der Iran seine Zurückhaltung aufgeben wird, und entweder mit schmutzigen Bomben TelAviv und Haifa unbewohnbar macht, oder sogar eine traditionelle A-Bombe entwickelt und einsetzen wird. Schließlich hat die angreifende Koalition alle Kleriker bzw. Geistliche, die bisher die Produktion von Kernwaffen aus ethischen Gründen verhinderten, ermordet.

Offensichtlich versucht der Iran dieses Szenario zu vermeiden, indem es die Schläge einsteckt, und zwar konsequent, aber dosiert die Liste der Ziele abarbeitet, welche schon lange für den Fall eines Angriffs gegen das Land aufgestellt wurde. Interessanterweise hört man nichts von hektischen Lieferungen militärischer oder geheimer Ausrüstung aus Russland oder China. Alles scheint für den Iran "nach Plan" zu verlaufen. Aber natürlich ist in diesem Krieg, wie in allen Kriegen NICHTS sicher. Oder vielleicht doch Eines. Nämlich dass Donald Trump in den nächsten Wahlen von der MAGA-Bewegung einen Denkzettel verpasst bekommt, der ihn möglicherweise sogar das Amt kosten könnte.

Quellen und Anmerkungen

(1) https://www.cnn.com/world/live-news/israel-iran-attack-02-28-26-hnk-intl

(2) https://www.jpost.com/middle-east/iran-news/article-888293

(3) https://www.aljazeera.com/news/2026/3/2/what-we-know-on-day-three-of-us-israeli-attacks-on-iran

(4) https://www.npr.org/2026/03/02/nx-s1-5731472/iran-targets-gulf-states-and-u-s-bases-as-retaliation-for-u-s-israel-strikes

(5) https://www.nytimes.com/live/2026/03/02/world/iran-us-israel-attack-trump

(6) https://www.businessinsider.com/israel-hundreds-fighters-struck-iran-largest-ever-air-operation-2026-2

(7) https://understandingwar.org/research/middle-east/iran-update-evening-special-report-march-1-2026

(8) https://www.dailymail.co.uk/news/article-15604385/donald-trump-daily-mail-interview-iran.html

(9) https://www.aljazeera.com/news/liveblog/2026/3/2/us-israel-attack-iran-live

(10) https://www.cnn.com/world/live-news/israel-iran-attack-02-28-26-hnk-intl

(11) https://www.pbs.org/newshour/classroom/daily-news-lessons/2026/03/what-we-know-about-the-us-israel-attacks-on-iran

(12) https://www.nbcnews.com/business/business-news/oil-prices-iran-strikes-rcna261209

(13) https://www.bbc.com/news/articles/c75evve6l63o

(14) https://www.juancole.com/2026/03/provoke-economic-downturn.html

(15) https://www.nytimes.com/section/world/middleeast

(16) https://www.irananalytica.org/p/the-war-of-regime-change-has-begun

(17) https://understandingwar.org/research/middle-east/iran-update-evening-special-report-march-1-2026

(18) https://www.setav.org/en/u-s-and-israel-strikes-on-iran-day-one

(19) https://www.nytimes.com/section/world/middleeast

(20) https://www.aljazeera.com/news/liveblog/2026/3/2/us-israel-attack-iran-live

(21) https://www.dailymail.co.uk/news/article-15604385/donald-trump-daily-mail-interview-iran.html

(22) https://www.nytimes.com/section/world/middleeast

(23) https://www.bbc.com/news/articles/c75evve6l63o

(24) https://www.theguardian.com/business/live/2026/mar/02/oil-price-us-israel-iran-war-100-dollars-a-barrel-stock-markets-drop-travel-news-updates

(25) https://www.juancole.com/2026/03/provoke-economic-downturn.html

(26) https://www.nytimes.com/section/world/middleeast

(27) https://www.juancole.com/2026/03/provoke-economic-downturn.html

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Die Raketen richten sich bei Sonnenuntergang gegen den Himmel mit iranischer Flagge.
Bildquelle: Hamara / shutterstock

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