Scottie Scheffler, one of the world's top golfers, took a swing at the "awful" question asked by a member of the sports media on Saturday.
The post PGA Star Scottie Scheffler Roasts Reporter at Masters: ‘Terrible Question. Awful’ appeared first on Breitbart.
When choosing between famous Mel Gibson movie quotes to shout at a live sporting event, one has many choices: There’s “They may take our lives, but they’ll never take our freedom!” Or “Every man dies, not Every man truly lives.”
The post VIDEO: Masters Fan Yells ‘Give Me Back My Son! On CBS Broadcast appeared first on Breitbart.
![]()
DCNF, Benjamin Roberts, Redakteur,
Die Ölpreise fielen deutlich unter 100 Dollar, nachdem Präsident Trump am Dienstagabend einen Waffenstillstand im Iran-Krieg verkündet hatte.
Der globale Referenzpreis für Rohöl der Sorte Brent fiel am Mittwoch zum Handelsbeginn von 111 auf 91 US-Dollar. Die US-amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um fast 20 % auf 92 US-Dollar.
Die Preise für Brent-Rohöl schossen unmittelbar nach der Operation Epic Fury in die Höhe und stiegen innerhalb eines Monats von 70 auf über 110 US-Dollar. Laut AAA stiegen die Benzinpreise in den USA von 2,98 auf über 4,10 US-Dollar pro Gallone, da die iranischen Vergeltungsmaßnahmen die Straße von Hormus und den globalen Ölhandel lahmlegten.
Der starke Ölpreisverfall könnte sich fortsetzen, wenn die Waffenruhe aufrechterhalten und ein dauerhaftes Abkommen erzielt wird. Für jede 10-Dollar-Senkung des Brent-Preises sinkt der US-Benzinpreis um etwa 24 Cent pro Gallone. Sollte der Konflikt jedoch wieder aufflammen, könnte der Brent-Preis erneut auf frühere Höchststände steigen.
Der Preis für Brent-Rohöl fiel mitten im Krieg unter 100 US-Dollar, nachdem Trump einen vorübergehenden Stopp der US-Angriffe auf iranische Energieanlagen angekündigt hatte . Im Zuge der anhaltenden Auseinandersetzung rechnen Experten mit weiter instabilen Kursen. [Ob sich bei sinkenden Einkauspreisen auch die Kosten für Verbraucher an den Tankstellen ändert, ist wohl eher unklar – detr Übersetzer.]
Der Beitrag Ölpreise stürzen nach Trumps Ankündigung eines Waffenstillstands ab erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

Islamabad, höchststufige US-Iran-Gespräche seit 1979 – und sie scheitern. Noch während Vance in der Luft war, erklärte Netanyahu: Israel sei "noch nicht fertig." Der Waffenstillstand vom 08. April hielt keine 12 Stunden – Israel bombardierte den Libanon in derselben Nacht weiter. 357 Tote in den ersten Tagen. Gleichzeitig: Europas Energieachsen brechen von Ost und Süd weg, die Golfstaaten stellen ihr Sicherheitsmodell in Frage, Iran hackt sich durch US-Rüstungsnetzwerke – und eine "Rettungsmission" wirft Fragen auf, die Washington nicht beantworten will.
Geopolitik-Radar vom 6. – 12. April 2026
Ein Meinungsbeitrag von Michael Hollister.
Ticker
Islamabad: Höchststufige US-Iran-Gespräche seit 1979 - und ihr abruptes Ende (11.–12. April 2026)
Vance, Witkoff und Kushner flogen nach Islamabad. Irans Delegation unter Parlamentssprecher Ghalibaf und Außenminister Araghchi ebenfalls vor Ort. Die Gespräche wurden geführt - und endeten ohne Ergebnis. Netanyahu erklärte unmittelbar danach, Israel sei "imIran noch nicht fertig." Vance: "Unser bestes Angebot liegt auf dem Tisch." Iran: Die USA hätten einen Vorwand gesucht, um die Gespräche zu beenden. Was in Islamabad wirklich auf dem Tisch lag - und warum es scheiterte - wird die entscheidende Frage der nächsten Wochen sein.
Waffenstillstand vereinbart - Israel greift Libanon in der Nacht an (07.–08. April 2026)
Trump verkündete auf Truth Social einen zweiwöchigen Waffenstillstand, ausgehandelt durch Pakistan. Noch in derselben Nacht setzten israelische Streitkräfte massive Angriffe auf den Libanon fort. Iran listete drei Verletzungen auf: Libanon-Angriffe, eine Drohne im iranischen Luftraum, fehlendes Urananreicherungsrecht. USA und Israel bestritten, dass der Libanon Teil der Vereinbarung war. Eine Sprecherin des Weißen Hauses zu Irans 10-Punkte-Plan: "Wir haben sie uns angeschaut und sie direkt in den Mülleimer geworfen." Iran machte Bedingung: Keine Gespräche solange Libanon-Angriffe andauern. Die Gespräche verzögerten sich um einen Tag.
Libanon: Die tödlichsten Tage seit September 2024 (08.–10. April 2026)
In den ersten Tagen nach dem offiziellen Waffenstillstand wurden im Libanon mindestens 357 Menschen getötet und über 1.200 verletzt - die höchsten Zahlen seit dem Höhepunkt der Kämpfe im September 2024. Israel sprengt ganze Dörfer weg - systematisch und dokumentiert. Israel besteht darauf, dass die Waffenstillstandsvereinbarung den Libanon nicht einschließt. Kein nennenswerter Widerspruch aus Washington.
Südpars und Petrochemie: Israels wirtschaftlicher Angriff auf Iran (05.–07. April 2026)
Israel traf den größten iranischen Petrochemiekomplex Südpars sowie die Jam- und Damavand-Anlagen. Nach israelischen Angaben sind damit rund 85% von Irans Petrochemieexporten inoperativ. Israel bezeichnet es als "schweren wirtschaftlichen Schlag." Südpars ist nicht nur der größte Gaslieferant Irans - er versorgt auch wesentliche Teile der zivilen Infrastruktur. Die Frage, ob gezielte Angriffe auf Energie- und Wasserinfrastruktur Kriegsverbrechen darstellen, wird international weiterhin selektiv diskutiert.
Ölpreis: 128 Dollar am Peak, 101 Dollar nach Waffenstillstand (05.–09. April 2026)
Der Brent-Rohölpreis erreichte am 02. April 2026 laut EIA-Daten seinen Höhepunkt bei fast 128 Dollar pro Barrel - der größte Ölpreisschock seit Jahrzehnten. Am 07. April lag er noch bei 113 Dollar. Nach Bekanntgabe des Waffenstillstands am 08. April fiel er kurz unter 100 Dollar. Bis zum 09. April war er bereits wieder auf 101 Dollar gestiegen - die Märkte glauben der Vereinbarung nur bedingt. US-Inflation März 2026: +3,3%, ein ganzer Prozentpunkt mehr als im Februar, direkt durch den Energiepreisschock verursacht.
Russland-Ukraine: Oster-Waffenstillstand 32 Stunden - Sanktionen laufen aus (11.–12. April 2026)
Russland und die Ukraine vereinbarten einen 32-stündigen Oster-Waffenstillstand. Selenskyj hatte das seit Wochen gefordert. Gleichzeitig lief am 11. April die US-Sanktionsbefreiung für russisches Öl aus - eine Erleichterung, die Washington eingeführt hatte, um den Ölmarkt-Schock des Iran-Kriegs zu dämpfen. Selenskyj fordert nun die Reimposierung der Sanktionen. Russland hat damit in den vergangenen Wochen Milliarden an Mehreinnahmen erzielt. Die Ukraine-Verhandlungen stagnieren, überlagert von Islamabad.
Netanyahu: "Noch nicht fertig" - während Vance in der Luft war (12. April 2026)
Während die US-Delegation noch auf dem Rückflug aus Islamabad war, erklärte Premierminister Netanyahu öffentlich, Israel sei in Iran "noch nicht fertig." Die Koordination zwischen Washington und Jerusalem über das Ende der Islamabad-Gespräche wirft Fragen auf. War Israels Erklärung abgestimmt - oder hat Netanyahu Vance überholt? Beides hat Konsequenzen für das, was als nächstes kommt.
Iran: Cyberangriff auf US-Rüstungsinfrastruktur - "Kamel hackt zurück" (April 2026)
Während die kinetischen Angriffe die Schlagzeilen dominieren, läuft parallel eine zweite Front: Iran hat systematisch US-Infrastruktur im Cyberraum angegriffen - Lockheed Martin, FBI-Netzwerke, Rüstungslieferketten. Kein Hightech-Wunder, sondern das gezielte Ausnutzen gestohlener Passwörter und ignorierter Warnungen. Der FBI-Direktor spricht von "historischen Daten." Was das über den Zustand westlicher Cybersicherheit aussagt, ist analytisch mindestens so relevant wie der nächste Raketenabschuss.
Iran Insight: War die "Rettungsmission" eine verdeckte Nuklearoperation? (April 2026)
Die offizielle Washingtoner Erzählung: heldenhafter Einsatz zur Bergung eines abgeschossenen WSO. Die Indizien: spezialisierte Flugzeuge bei Isfahan, Bewegungsmuster, die nicht zu einer reinen Bergungsmission passen, und 200 Kilogramm hochangereicherten Urans, deren Verbleib ungeklärt ist. Eine Alternative Lesart liegt auf dem Tisch - und sie stellt die gesamte Heldenerzählung in Frage.
Gaza Made in the USA: Kontrolle versagt, Rechenschaft abgeschafft (April 2026)
Das Investigativportal Bellingcat dokumentierte, welche Waffen in Gaza eingesetzt wurden und woher sie kamen. Teil 2 der Analyse verschiebt den Blick: Nicht welche Waffen geliefert wurden, sondern warum die Kontrollmechanismen versagten. National Security Memorandum 20, Lee A. Hui Law, Arms Export Control Act - Regeln existieren. Sie wurden im entscheidenden Moment nicht angewendet. Das Ende der Berichtspflicht, die Umgehung parlamentarischer Kontrolle, institutionelles Schweigen: kein administratives Versagen, sondern das Ermöglichen einer neuen Phase.
Hormuz: Faktisch weiter geschlossen - Trump wirft Iran "very poor job" vor (08.–11. April 2026)
Trotz Waffenstillstand und trotz der Islamabad-Gespräche bleibt Hormuz de facto blockiert. Weniger als 10 Schiffe täglich gegenüber 110 vor Kriegsbeginn. Trump kommentierte auf Truth Social, Iran mache einen "very poor job" bei der Öffnung der Meerenge. Das Hormuz-Mautsystem der IRGC läuft weiter. Lloyd's List bestätigt anhaltende Umfahrungsrouten über den Oman-Golf. Die Straße of Hormuz ist kein Verhandlungspfand mehr - sie ist ein Hebel, der nicht losgelassen wird.
Fokusthemen
1. Islamabad: Was dieser Waffenstillstand wirklich bedeutet - und warum er scheiterte
Am 07. April verkündete Trump einen zweiwöchigen Waffenstillstand. Am 08. April, noch in der Nacht der Bekanntgabe, griff Israel den Libanon mit der schwersten Angriffswelle seit Monaten an. 357 Tote in den ersten Tagen - die höchsten Zahlen seit September 2024. Iran listete drei Verletzungspunkte auf. Washington und Jerusalem bestritten, dass der Libanon Teil der Vereinbarung gewesen sei.
Was folgte, war keine Diplomatie. Es war die Choreographie eines Scheiterns.
Iran stellte eine Vorbedingung: keine Gespräche, solange Libanon-Angriffe andauern. Die Gespräche verschoben sich um einen Tag. Am 11. April trafen Vance, Witkoff und Kushner in Islamabad ein. Auf der anderen Seite des Tisches: Ghalibaf und Araghchi. Die höchststufigen direkten US-Iran-Gespräche seit 1979.
Die Knackpunkte sind bekannt und unverändert: Washington besteht auf vollständigem Ende der Urananreicherung, offener Straße von Hormuz und keinem Support für bewaffnete Gruppen. Teheran besteht auf dem Recht zur Urananreicherung, einem Waffenstillstand auch in Libanon und Reparationen. Diese Positionen sind nicht annähernd verhandlungsreif - es sei denn, eine Seite bewegt sich strukturell.
Dann, noch während Vance in der Luft zurück nach Washington war: Netanyahu erklärt, Israel sei "noch nicht fertig." Vance: "Unser bestes Angebot liegt auf dem Tisch." Iran: Die USA hätten einen Vorwand gesucht. Das ist keine Verhandlungsmasse mehr. Das ist das Ende einer Runde.
Was die nächste Runde bringen kann - und welche Muster sich in dieser Woche wiederholen - analysiere ich in meinen aktuellen Iran-Updates:
Update: USA und Israel greifen Iran an - 12. April 2026
Update: USA und Israel greifen Iran an - 08. April 2026
Fragen:
2. Folgt dem Öl: Europa ohne Energie, Golfstaaten ohne Schutz
Die drei Teile der "Follow the Oil"-Serie erzählen zusammen eine Geschichte, die größer ist als der Iran-Krieg.
Teil 1 zeigt, wie Washington Chinas Energieversorgung systematisch demontiert: Venezuela, Iran, Panama als aufeinanderfolgende Schritte einer kohärenten Logik. Wer Hormuz kontrolliert, kontrolliert nicht nur Irans Öl - er kontrolliert 45% der chinesischen Rohölimporte. Das ist kein Zufall. Das ist Kalkül.
Teil 2 wendet den Blick nach Europa. Am 01. April schrieb Trump auf Truth Social: "Build up some delayed courage, go to the Strait, and just TAKE IT." Das ist kein Affront. Es ist eine Zustandsbeschreibung. Europa kann es nicht. Nicht kaufen, was es braucht. Nicht holen, was es benötigt. Mit der Sprengung von Nord Stream, der Abkopplung von russischem Gas und der Hormuz-Blockade sind zwei zentrale Energieachsen gleichzeitig weggefallen - Ost und Süd. Was bleibt, ist strukturelle Abhängigkeit von US-Flüssiggas, das teurer ist als alles, was vorher kam. Und ein Partner, der gerade öffentlich erklärt hat: "We won't be there to help you anymore."
Ab dem 11. April ist auch die US-Sanktionsbefreiung für russisches Öl ausgelaufen. Bis heute wäre russisches Öl noch eine Option gewesen - politisch unerwünscht, aber physisch verfügbar. Ab jetzt ist die Tür zu.
Teil 3 zeigt, was die Golfstaaten gerade lernen: US-Militärpräsenz ist keine Garantie mehr, sie ist ein Risikofaktor. Die UAE haben 23 Raketen und 56 Drohnen an einem einzigen Tag abgewehrt. Bahrain hat Force-Majeure-Klauseln aktiviert. Die Frage, die sich Riad, Abu Dhabi und Doha jetzt stellen, lautet nicht mehr "wie eng bleibt die Bindung an Washington?" - sondern: "Was bleibt von dieser Sicherheitsarchitektur, wenn Washington seine Ziele erreicht hat und geht?"
Die vollständige Analyse - alle drei Teile:
Folgt dem Öl - Teil 1: Wie Washington Chinas Energieversorgung demontiert
Folgt dem Öl - Teil 2: Europa ohne Öl
Folgt dem Öl - Teil 3: Die Golfstaaten zwischen den Fronten
Fragen:
3. Das Kamel hackt zurück - und die Rettungsmission, die keine war
Zwei Artikel dieser Woche erzählen dieselbe Geschichte aus zwei Richtungen: Iran kämpft nicht nur kinetisch. Iran kämpft systemisch.
Der Cyberangriff ist die unbemerkte Front. Kein Hightech-Wunder - sondern das präzise Ausnutzen gestohlener Zugangsdaten, ignorierter Sicherheitswarnungen und offener Systeme. Lockheed Martin, FBI-Netzwerke, Rüstungslieferketten. Der FBI-Direktor spricht von "historischen Daten." Was das wirklich bedeutet: Der gefährlichste Angriff ist nicht der, den niemand stoppen kann - sondern der, den niemand ernst genommen hat. Dass ein Land, das im westlichen Narrativ gelegentlich mit Kameltreibern assoziiert wird, systematisch in die Kommandoinfrastruktur der stärksten Militärmacht der Welt eindringt, sagt mehr über westliche Selbstwahrnehmung aus als über iranische Fähigkeiten.
Die zweite Geschichte ist die der "Rettungsmission." Die offizielle Version: heroische Bergung eines abgeschossenen Waffensystemoffiziers unter Feindbeschuss. Was die Indizien zeigen: spezialisierte Flugzeuge bei Isfahan, Bewegungsmuster, die nicht zu einer reinen Personenrettung passen - und 200 Kilogramm hochangereichertes Uran, deren Verbleib offiziell ungeklärt ist. War das wahre Ziel der Colonel - oder etwas, das Iran während des Krieges möglicherweise in Bewegung gesetzt hat?
Beide Fragen bleiben vorerst offen. Aber sie stellen die offizielle Erzählung des Krieges an zwei entscheidenden Punkten in Frage.
Iran: Das Kamel hackt zurück - Teil 1
Iran Insight: „Rettungsmission"
Fragen:
4. Gaza Made in the USA: Wenn Kontrollmechanismen nicht mehr greifen
Bellingcat hat dokumentiert. Teil 1 dieser Serie hat gezeigt, welche Waffen in Gaza zum Einsatz kamen und aus welchen Lieferketten sie stammten. Teil 2 verschiebt den Blick - und die Frage.
Nicht: Welche Waffen wurden geliefert? Sondern: Warum haben die Mechanismen versagt, die genau das verhindern sollten?
National Security Memorandum 20 verpflichtet die US-Regierung, Sicherheiten von Waffenempfängern einzuholen. Der Lee A. Hui Law verlangt Berichte über Menschenrechtsverletzungen. Der Arms Export Control Act regelt, unter welchen Bedingungen US-Waffen exportiert werden dürfen. Diese Gesetze existieren. Sie wurden im entscheidenden Moment nicht angewendet - Berichtspflichten abgeschafft, parlamentarische Kontrolle umgangen, Behörden schweigen institutionell.
Das ist kein administratives Versagen. Es ist das Bild eines Systems, das vorhandene Regeln im Ernstfall außer Kraft setzt. Die Frage, die sich daraus ergibt: Wenn diese Mechanismen bei Israel nicht greifen - bei welchem anderen Empfänger würden sie greifen?
Gaza Made in the USA - Teil 1
Gaza Made in the USA - Teil 2
Fragen:
+++
Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik - jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com, bei Substack sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.
Quellenliste
Iran-Krieg - Islamabad und Diplomatie
Iran-Krieg - Netanyahu und Israel
Iran-Krieg - Militärische Lage
Wirtschaft
Ukraine/Russland
Eigene Analysen

Golf watchers are letting it be known that they enjoy golf and want to watch The Masters. What they don't want to watch is anything related to Jason Kelce.
The post Augusta Fans Not Happy with Jason Kelce’s Antics at The Masters appeared first on Breitbart.
Der Irankrieg und die Folgen.
Der Beitrag Geoökonomische Umwälzungen erschien zuerst auf .

Im laufenden Iran-Krieg haben die USA den Abschuss eines US-Kampfjets (F-15E) über dem Iran bestätigt. Ein Besatzungsmitglied wurde gerettet, der Verbleib des zweiten ist unklar; Rettungsaktionen laufen.
Iranische Staatsmedien melden zudem den Abschuss eines zweiten US-Jets (A-10 Warthog) nahe der Straße von Hormus im Persischen Golf. Der Pilot sei gerettet worden, teilen US-Kreise mit.
Das Pentagon informierte den Kongress per E-Mail über den Vorfall. Teheran spricht auch von einem F-35-Abschuss, was von US-Seite nicht bestätigt wird.
Die Eskalation dauert an: US- und israelische Angriffe auf iranische Ziele, Gegenangriffe auf Golfstaaten. Trump kündigt harte Schläge an, hofft aber auf baldigen Frieden.
+++
Bildquelle: Faizinraz / shutterstock

Im Zusammenhang mit der völkerrechtswidrigen Aggression der USA und ihres Verbündeten Israel gegen Iran sowie den iranischen Reaktionen auf amerikanische, kriegsunterstützende Einrichtungen in den Golfstaaten, kursieren in den Medien zahlreiche Fehlannahmen zur Rolle Chinas.
Der Beitrag China und der Persische Golf – für ein Kriegsende und eine friedliche Lösung erschien zuerst auf .

Tag 28 des Iran-Krieges – und die Eskalation erreicht eine neue Dimension. Iran öffnet Hormuz für Russland, China und Indien, sperrt es für den Westen: kein Krieg mehr, sondern ein Mautsystem nach geopolitischer Loyalität. Drei US-Kräfteverbände sind auf dem Weg in den Persischen Golf – während Iran seinen Preis für eine Bodeninvasion öffentlich nennt: UAE-Küsten, Bahrain, Bab al-Mandab. Bushehr wurde dreimal getroffen, ohne dass jemand sagt, wer geschossen hat. Und die Huthis feuern ihre erste Rakete auf Israel.
Der Geopolitik-Radar vom 23.–29. März 2026.
Ein Meinungsbeitrag von Michael Hollister.
Ticker
1. Iran lehnt US-Friedensplan ab - stellt eigene fünf Bedingungen (25. März)
Washington übergab über Pakistan einen 15-Punkte-Plan: Einschränkung des Nuklearprogramms, Öffnung von Hormuz. Teheran antwortete mit fünf Gegenforderungen: Stopp aller Angriffe und Attentate, verbindliche Kriegsgarantien, Kriegsreparationen, Ende aller Feindseligkeiten auf allen Fronten - und Irans Souveränität über die Straße von Hormuz. Washington: „lächerlich und unrealistisch." Iran: „Wir verhandeln nicht."
2. Trump verlängert Deadline auf 6. April - droht mit Kraftwerksangriffen (26. März)
Trump verschob per Truth Social die Frist für Iran, Hormuz zu öffnen, um zehn Tage - angeblich auf Teherans Wunsch. Gleichzeitig drohte er, bei Nichterfüllung iranische Energieanlagen zu zerstören. UN-Menschenrechtsexperten: Angriffe auf Kraftwerke wären ein Kriegsverbrechen. Iran: Wir führen keine Gespräche.
3. Israel trifft Nuklearanlagen Arak und Ardakan (27. März)
Der Schwerwasserreaktor Khondab in Arak sowie die Yellowcake-Produktionsanlage in Ardakan wurden von Israel angegriffen - beides Kernstücke des iranischen Nuklearprogramms. Der Arak-Reaktor kann zur Produktion waffenfähigen Plutoniums genutzt werden. Die Ardakan-Anlage verarbeitet Uranerz zu Yellowcake als Vorstufe zur Anreicherung. Zeitgleich dritter Treffer auf Bushehr-AKW-Gelände. IRGC-Luftwaffenchef auf X: „Diesmal nicht mehr Auge um Auge."
4. Huthis treten dem Krieg bei (28. März)
Erstmals seit Kriegsbeginn feuerte die jemenitische Huthi-Bewegung eine ballistische Rakete auf Israel ab - abgefangen. Zuvor hatten die Huthis gedroht, in den Krieg einzutreten, falls das Rote Meer für Angriffe auf Iran genutzt wird oder neue Allianzen entstehen. Bab al-Mandab als zweite Meerenge rückt damit in den Fokus.
5. Drei Kräfteverbände Richtung Persischer Golf (25.–28. März)
Die USA verlegen drei separate Kräfteverbände: Die 82nd Airborne Division mit 1.000 bis 3.000 Fallschirmjägern - ausgebildet für den Einsprung in feindliches Gelände, keine Schutzformation. Die USS Boxer mit der 11th Marine Expeditionary Unit (ca. 2.500 Marines, ausgestattet mit V-22 Osprey-Kipprotorflugzeugen). Die USS Tripoli mit der 31st MEU - bereits seit Wochen in der Region. Das Pentagon hat laut CBS News detaillierte Pläne für einen Bodeneinsatz ausgearbeitet.
6. Israel erklärt Südlibanon zur dauerhaften Besatzungszone (24. März)
Verteidigungsminister Katz: Israel wird den Südlibanon bis zum Litani-Fluss besetzen. Finanzminister Smotrich: „Der Litani muss unsere neue Grenze sein." Fünf Brücken über den Litani gesprengt, Grenzdörfer abgerissen. Libanons Präsident Aoun: „Auftakt zur Besatzung." International: kein Aufschrei, keine Reaktion, keine Pressemitteilung.
7. Bushehr AKW - drei Einschläge, keine Zuschreibung (17., 24., 27. März)
Drei Projektile schlugen auf dem Gelände des laufenden Atomkraftwerks Bushehr ein - am 17., 24. und 27. März. Keine Strahlenerhöhung, keine Verletzten. Kein Staat hat bisher öffentlich erklärt, wer geschossen hat. Ohne Zuschreibung gibt es keine Abschreckung. IAEA-Chef Grossi: „röteste Linie" nuklearer Sicherheit. Rosatom: Ein direkter Reaktortreffer würde eine „regionale Katastrophe" auslösen.
8. Iran öffnet Hormuz für befreundete Nationen (26. März)
Außenminister Araghchi bestätigte: China, Russland, Indien, Irak und Pakistan erhalten sicheres Geleit durch Hormuz. USA, Israel und ihre Verbündeten nicht. „Sie dachten, Iran hätte nicht den Mut. Wir haben es getan." Hormuz wird vom Kriegsschauplatz zum geopolitischen Mautsystem.
9. Russland startet Frühjahrsoffensive - 948 Drohnen in 24 Stunden (24. März)
Einer der größten russischen Luftangriffe seit Kriegsbeginn. UNESCO-geschützte Innenstadt von Lwiw getroffen. Friedensgespräche zwischen USA, Ukraine und Russland gestoppt. Selenski: Washington ist „vollständig durch den Iran abgelenkt." Putin nutzt das Vakuum.
10. G7-Außenminister in Paris - Rubio vs. skeptische Verbündete (27. März)
Rubio versuchte, die US-Strategie im Iran vor G7-Partnern zu rechtfertigen. Frankreichs Generalstabschef Mandon: „Wir wurden von einem Verbündeten überrascht, der immer unberechenbarer wird und uns nicht informiert, wenn er Kriege startet." Steinmeier: Iran-Krieg sei „völkerrechtswidrig."
11. Quadrilaterales Diplomatie-Format: Pakistan, Türkei, Ägypten, Saudi-Arabien (30. März)
Islamabad wird Gastgeber eines neuen regionalen Vermittlerformats - ohne USA, ohne Israel, ohne Europa. Pakistan hat den US-Plan nach Teheran überbracht. Das Format zeigt: Die Diplomatie dieses Krieges findet außerhalb des Westens statt.
12. Iran trifft Prince Sultan Air Base - 10 US-Soldaten verletzt (27. März)
Ein iranischer Raketenangriff auf die saudische Prince Sultan Air Base verletzte mindestens 10 US-Soldaten, zwei davon schwer. Mehrere Betankungsflugzeuge beschädigt - ausgerechnet jene, die für die Luftoperationen über Iran unverzichtbar sind.
Im Fokus
1. Hormuz als neue Weltordnung: Iran zieht eine Linie durch die Weltwirtschaft
Es gibt Entscheidungen, die militärisch wie eine Niederlage aussehen - und strategisch ein Sieg sind. Die Öffnung der Hormuzstraße für „befreundete Nationen" ist eine davon.
Araghchis Aussage ist in ihrer Klarheit kaum zu überbieten: China, Russland, Indien, Irak und Pakistan dürfen passieren. Die USA und ihre Verbündeten nicht. „Sie mobilisierten alle ihre Fähigkeiten, um die Sperrung zu stoppen - und scheiterten." Was wie eine Konzession klingt, ist das Gegenteil: Iran verwandelt die Sperrung in ein Mautsystem nach geopolitischer Loyalität.
Die Konsequenzen sind weitreichend. China erhält Energiesicherheit - genau jene, die Washington durch den Krieg entziehen wollte. Indien kann als inoffizieller Zwischenhändler für westliche Länder fungieren, die über indische Kanäle an iranisches Öl gelangen. Pakistan - nominell US-Verbündeter und Vermittler des Friedensplans - steht faktisch auf Irans Seite der Meerenge.
Gleichzeitig droht Iran: Sollten die USA Bodentruppen in den Süden Irans schicken, würde Teheran eine zweite Front an Bab al-Mandab eröffnen. Die 26 Kilometer schmale Passage zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Horn von Afrika ist das Nadelöhr zum Suezkanal. Rund 12 Prozent des weltweiten Seeöl- und -gashandels läuft dort durch, über 30 Prozent des Containerhandels zwischen Asien und Europa. Wenn beide Meerengen gleichzeitig blockiert sind, gibt es keine Umgehungsroute ohne extreme Kosten. Die WTO schätzt den wirtschaftlichen Schaden einer Doppelblockade als rezessionsauslösend innerhalb von Wochen.
Deep-Dive: Update Iran-Krieg, 26. März 2026
Update Iran-Krieg, 28./29. März 2026: Update Iran-Krieg, 29. März 2026
Fragen:
2. Bushehr, Arak, Ardakan: Die nukleare Eskalationsspirale
Drei Einschläge auf das Gelände des Atomkraftwerks Bushehr. Angriffe auf den Schwerwasserreaktor in Arak und die Yellowcake-Anlage in Ardakan. Jedes Mal: keine Strahlenfreisetzung, keine Verletzten - und kein staatliches Bekenntnis, wer geschossen hat.
Das ist die strukturelle Gefahr dieser Woche: Nicht was getroffen wurde, sondern was noch nicht getroffen wurde - und dass niemand die Grenze benennt.
Bushehr läuft mit voller Kapazität. Es enthält 72 Tonnen Kernbrennstoff und 210 Tonnen abgebranntes Material. Ein direkter Treffer auf den Reaktor würde nach Einschätzung von Rosatom eine „regionale Katastrophe" auslösen: radioaktive Aerosole über dem Persischen Golf, Verseuchung der Meeresküsten, Ausfall der Entsalzungsanlagen, von denen Millionen Menschen ihr Trinkwasser beziehen. Tanker, die in verstrahlte Gewässer fahren, würden in keinem Hafen der Welt anlanden dürfen - das Öl wäre nicht verstrahlt, aber die Schiffe wären es. 15 bis 20 Millionen Menschen müssten umgesiedelt werden. Eine Hormuz-Sperrung durch Verstrahlungsrisiko wäre nicht mehr politisch - sie wäre physisch.
Irans angekündigte Antwort auf einen solchen Angriff: das israelische Atomforschungszentrum in Dimona sowie das südkoreanisch gebaute Barakah-Kernkraftwerk in Abu Dhabi mit vier Reaktoren und 5.600 Megawatt Leistung - an der Küste Abu Dhabis gelegen.
Was analytisch fehlt: Ein Staat, der öffentlich sagt, wer Bushehr dreimal getroffen hat. Ohne Zuschreibung gibt es keine Abschreckung. Ohne Abschreckung wird das nächste Geschoss nicht der vierte Warnschuss sein.
Deep-Dive: Iran Insight - Kommentar: Was passiert, wenn Bushehr brennt
Fragen:
3. Bodentruppen, das Doppelschloss und Irans Preis
Drei Kräfteverbände sind unterwegs. Das Pentagon hat detaillierte Pläne ausgearbeitet. Trump erwägt laut Axios die Einnahme von Kharg Island.
Was die Bewegungen militärisch bedeuten, ist eine Sache. Was Iran dafür kalkuliert hat, ist eine andere.
Teheran ließ übermitteln: Bei einer US-Bodeninvasion wird Iran die Küstengebiete der Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrains besetzen und „die Landkarte verändern." Gleichzeitig: Eröffnung einer zweiten Front an Bab al-Mandab durch die Huthis - die am 28. März ihre erste Rakete auf Israel abfeuerten.
Das ergibt ein strategisches Bild: Iran nennt seinen Preis, bevor die USA die Entscheidung treffen. UAE und Bahrain beherbergen US-Basen, haben iranische Raketen abgefangen, haben politisch Seite bezogen. Im Falle einer Invasion würden sie zum Schlachtfeld. Die USA können ihren Verbündeten nicht sagen, dass sie das eingepreist haben - aber sie haben es.
Rubio sagte in Paris: Die Kriegsziele sind „ahead of schedule" und können ohne Bodentruppen erreicht werden. Gleichzeitig steigen die Truppenzahlen. Der Widerspruch ist strategisch gewollt: maximale Optionalität für Trump.
Deep-Dive: Iran Inside - Bodentruppen und das Doppelschloss
Fragen:
+++
Quellenliste
Friedensplan / Verhandlungen
Hormuz / Bab al-Mandab
Nuklearanlagen
Bodentruppen / Kräfteverbände
Houthis
Libanon / Israel
Ukraine
Europa
+++
Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik - jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com , bei Substack unter https://michaelhollister.substack.com sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.
+++
Bildquelle: Michael Hollister


An vergangenen Samstag, dem 21. März 2026, feierte die iranische Gemeinde das Neujahrsfest Nouruz.
Es fanden auch zahlreiche Veranstaltungen in Berlin statt, die auf den Krieg im Iran aufmerksam machten.
Der rbb (Rundfunk Berlin Brandenburg) berichtet von einer Demo mit tausenden Teilnehmern, die auf dem Kurfürstendamm Bilder ihres Hoffnungsträgers Reza Pahlavi hochhielten. Er ist der in den USA lebende Sohn des letzten iranischen Schahs.
Das BSW (Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft, ehemals Bündnis Sahra Wagenknecht) veranstaltete derweil am Potsdamer Platz eine Kundgebung, bei der sich unter dem Motto „Nein zum Krieg gegen den Iran“ knapp zweitausend Menschen versammelten.
Das Jahr 2026 hatte mit Aggression begonnen. Bereits am 3. Januar wurde der venezolanische Präsident Maduro in einer US-Militäroperation seines Postens enthoben und entführt.
Danach wurde spekuliert, ob Trump nun in Kanada oder Grönland einmarschiert? Letzteres konnte durch das beherzte Eingreifen von 15 Bundeswehrsoldaten verhindert werden.
Vor drei Wochen starteten die USA dann gemeinsam mit Israel ihren Angriff auf den Iran.
Damit erfüllt sich, was General Wesley Clarke bereits vor Jahrzehnten leakte: der Iran stand auf der berühmten Liste von sieben Ländern, die innerhalb von fünf Jahren ausgeschaltet („take out“) werden sollten. Es hat länger gedauert und ist traurig, dass die Menschheit sich von der Geisel des Krieges nicht befreien kann.
Man gilt inzwischen als verdächtig, wenn man sich für Frieden einsetzt. Auch die „alternativen Medien“ sind gespalten bezüglich Israel und Donald Trump. Das BSW verurteilt geschlossen als einzige namhafte deutsche Partei den Angriffskrieg gegen den Iran als klaren Bruch des Völkerrechts.
Zurecht weisen die Redner Amira Mohamed Ali, Michael Lüders und Fabio De Masi neben den humanitären auch auf die wirtschaftlichen Folgen hin, die eine anhaltend unterbrochene Energieversorgung aus der Golfregion für die ganze Welt bedeutet.
Die Veranstaltung versteht sich als Auftakt und zeigt Alternativen zum aktuellen Kurs der Bundesregierung.


Wie der Angriff auf Energieinfrastruktur den Krieg im Nahen Osten auf eine neue Stufe hebt
Ein Meinungsbeitrag von Günther Burbach.
Die jüngsten Ereignisse im Nahen Osten markieren einen Wendepunkt, der in seiner Tragweite weit über die Region hinausreicht. Innerhalb weniger Tage hat sich ein militärischer Konflikt, der bereits seit Wochen eskaliert, in eine neue Phase entwickelt. Mit dem Angriff auf zentrale Energieinfrastruktur ist eine Grenze überschritten worden, die lange als rote Linie galt. Was bislang vor allem militärische Ziele betraf, richtet sich nun gegen die wirtschaftlichen Lebensadern ganzer Staaten, mit unmittelbaren Folgen für die globale Versorgung und die Stabilität internationaler Märkte.
Im Zentrum dieser Eskalation steht das South-Pars-Gasfeld im Persischen Golf, das gemeinsam von Iran und Katar genutzt wird. Es handelt sich um das größte bekannte Erdgasvorkommen der Welt und ist für beide Länder von existenzieller Bedeutung. Für Iran deckt es einen Großteil des eigenen Energiebedarfs, für Katar bildet es die Grundlage seines Status als einer der wichtigsten Flüssiggasexporteure weltweit. Dass dieses Feld nun Ziel eines militärischen Angriffs geworden ist, verändert die Logik des Konflikts grundlegend.
Nach übereinstimmenden Berichten internationaler Medien wurde die Anlage durch israelische Angriffe beschädigt. Damit ist erstmals im aktuellen Konflikt nicht nur militärische Infrastruktur getroffen worden, sondern gezielt ein Knotenpunkt der globalen Energieversorgung. Die unmittelbaren Auswirkungen ließen nicht lange auf sich warten. Produktionsausfälle, unterbrochene Lieferketten und ein sprunghafter Anstieg der Energiepreise zeigen, wie eng regionale Konflikte inzwischen mit der Weltwirtschaft verknüpft sind. Die Reaktion Irans folgte schnell und zielte ebenfalls auf die Energieinfrastruktur der Region. Angriffe auf Anlagen in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien verdeutlichen, dass sich die Eskalation nicht mehr auf einzelne Schauplätze beschränkt. Vielmehr entsteht ein Szenario, in dem zentrale Versorgungssysteme bewusst in den militärischen Konflikt einbezogen werden. Damit verschiebt sich der Charakter des Krieges. Es geht nicht mehr nur um territoriale oder strategische Ziele, sondern zunehmend um wirtschaftliche Destabilisierung.
Diese Entwicklung ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Zum einen zeigt sie, wie stark moderne Kriegsführung von der Kontrolle über Ressourcen abhängt. Energie ist nicht nur ein wirtschaftlicher Faktor, sondern ein strategisches Instrument. Wer die Energieversorgung seines Gegners beeinträchtigt, trifft ihn nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich und gesellschaftlich. Zum anderen wird deutlich, wie verwundbar global vernetzte Systeme sind. Ein Angriff auf ein Gasfeld im Persischen Golf kann innerhalb weniger Stunden Auswirkungen auf Preise und Versorgung in Europa oder Asien haben.
Die aktuelle Eskalation ist jedoch nicht isoliert zu betrachten. Sie steht im Zusammenhang mit einer Reihe von militärischen Aktionen, die seit Ende Februar zu beobachten sind. Luftangriffe, gezielte Operationen gegen militärische Einrichtungen und eine zunehmende Ausweitung des Konfliktraums haben die Spannungen in der Region bereits zuvor deutlich erhöht. Der Angriff auf Energieinfrastruktur stellt nun eine neue Qualität dar, weil er bewusst auf die wirtschaftlichen Grundlagen abzielt.
Dabei bleibt die Frage nach der politischen Verantwortung zunächst offen. Offiziell wird die Eskalation von den beteiligten Akteuren unterschiedlich dargestellt. Während israelische Stellen ihre militärischen Aktionen als notwendige Sicherheitsmaßnahmen begründen, sieht Iran darin eine gezielte Aggression, die eine entsprechende Antwort erforderlich mache. Die Vereinigten Staaten wiederum bewegen sich in einer ambivalenten Position. Einerseits betonen sie ihre Rolle als Partner Israels, andererseits versuchen sie, eine direkte Beteiligung an bestimmten Aktionen nicht offen einzugestehen. Diese Unklarheit ist Teil der politischen Dynamik solcher Konflikte. Sie ermöglicht es den beteiligten Akteuren, Handlungsspielräume zu erhalten und gleichzeitig die eigene Position gegenüber der internationalen Öffentlichkeit zu steuern.
Für die Bewertung der Lage bedeutet dies jedoch, dass viele Entscheidungen und Abstimmungen im Hintergrund stattfinden, ohne dass sie transparent nachvollziehbar sind. Unabhängig von diesen politischen Feinheiten ist die Wirkung der aktuellen Ereignisse jedoch bereits deutlich spürbar. Die Energiepreise reagieren empfindlich auf jede Störung der Versorgung. Unternehmen sehen sich mit steigenden Kosten konfrontiert, Verbraucher mit höheren Preisen für Strom, Gas und Treibstoffe. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit auf den Märkten, weil nicht absehbar ist, wie weit die Eskalation noch gehen wird.
Diese Entwicklung trifft auf eine ohnehin fragile wirtschaftliche Situation. Viele Staaten kämpfen bereits mit den Folgen vergangener Krisen, mit Inflation, steigenden Lebenshaltungskosten und unsicheren Lieferketten. Der aktuelle Konflikt verschärft diese Probleme zusätzlich. Er wirkt wie ein Katalysator, der bestehende Spannungen verstärkt und neue Risiken schafft. Gleichzeitig stellt sich die Frage, welche Grenzen in diesem Konflikt überhaupt noch gelten. Wenn Energieinfrastruktur zum legitimen Ziel erklärt wird, eröffnet dies eine Vielzahl weiterer Angriffspunkte.
Häfen, Pipelines, Stromnetze oder Transportwege könnten ebenfalls in den Fokus geraten. Jede dieser Infrastrukturen ist Teil eines komplexen Systems, das für die Funktionsfähigkeit moderner Gesellschaften unerlässlich ist. Die Gefahr besteht darin, dass sich eine Spirale der Eskalation entwickelt, in der jede Seite versucht, den Gegner durch immer weitergehende Maßnahmen unter Druck zu setzen. In einem solchen Szenario verliert der Konflikt zunehmend an Kontrolle. Entscheidungen werden unter Zeitdruck getroffen, Reaktionen erfolgen schneller und möglicherweise weniger kalkuliert. Das Risiko von Fehlentscheidungen oder unbeabsichtigten Eskalationen steigt.
Was sich derzeit im Nahen Osten abzeichnet, ist daher mehr als ein regionaler Konflikt. Es ist ein Beispiel dafür, wie moderne Kriegsführung zunehmend wirtschaftliche und infrastrukturelle Dimensionen einbezieht. Die Grenzen zwischen militärischen und zivilen Zielen verschwimmen. Die Folgen betreffen nicht nur die unmittelbar beteiligten Staaten, sondern die internationale Gemeinschaft insgesamt. Vor diesem Hintergrund stellt sich eine grundlegende Frage: Welche Möglichkeiten gibt es, eine weitere Eskalation zu verhindern?
Diplomatische Initiativen, internationale Vermittlungsversuche und politische Gespräche spielen in solchen Situationen eine zentrale Rolle. Doch ihre Erfolgsaussichten hängen davon ab, ob die beteiligten Akteure bereit sind, den Konflikt zu begrenzen. Derzeit gibt es dafür nur begrenzte Anzeichen. Die Ereignisse der letzten Tage zeigen vielmehr, dass die Dynamik in eine andere Richtung weist. Der Preis dieser Eskalation ist bereits jetzt sichtbar. Er zeigt sich nicht nur in den unmittelbaren Schäden vor Ort, sondern auch in den wirtschaftlichen Verwerfungen, die sich weltweit bemerkbar machen. Und er wirft die Frage auf, wie weit dieser Konflikt noch gehen wird, bevor eine Grenze erreicht ist, die nicht mehr ohne Weiteres zurückgenommen werden kann.
Vom Militärschlag zur globalen Krise
Was sich derzeit im Nahen Osten vollzieht, ist mehr als eine militärische Eskalation. Es ist die bewusste Verschiebung eines Krieges in die ökonomische Sphäre mit Folgen, die weit über die Region hinausreichen. Mit den Angriffen auf Energieinfrastruktur wird nicht nur ein Gegner getroffen, sondern ein globales System destabilisiert, von dem Milliarden Menschen abhängig sind. Das macht diesen Konflikt so gefährlich und so verantwortungslos. Denn eines ist offensichtlich: Wer Gasfelder, LNG-Terminals und Energieanlagen angreift, führt keinen begrenzten Krieg mehr. Er nimmt bewusst in Kauf, dass sich die Auswirkungen weltweit ausbreiten.
Energiepreise steigen nicht nur in Teheran oder Doha, sondern in Berlin, Paris und Tokio. Unternehmen geraten unter Druck, Haushalte verlieren Kaufkraft, ganze Volkswirtschaften werden in Schieflage gebracht. Es ist ein Krieg, der nicht mehr nur mit Raketen geführt wird, sondern über Preise, Versorgung und wirtschaftliche Stabilität.
Gerade für Europa ist diese Entwicklung von unmittelbarer Bedeutung. Die Energiekrisen der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie empfindlich moderne Volkswirtschaften auf Störungen reagieren. Steigende Gaspreise schlagen sich direkt in Produktionskosten nieder, treiben die Inflation und verschärfen soziale Spannungen. Der aktuelle Konflikt wirkt dabei wie ein Brandbeschleuniger. Er trifft auf eine Situation, die ohnehin angespannt ist und verschärft sie weiter. Dabei ist die strategische Bedeutung der Region kaum zu überschätzen.
Die Straße von Hormus bleibt einer der zentralen Knotenpunkte der globalen Energieversorgung. Ein erheblicher Teil des weltweiten Öltransports passiert diese Meerenge. Jede militärische Eskalation in unmittelbarer Nähe dieses Korridors erhöht das Risiko, dass der Schiffsverkehr beeinträchtigt wird. Schon jetzt zeigen erste Entwicklungen, wie schnell sich Unsicherheit in konkrete wirtschaftliche Folgen übersetzt: steigende Transportkosten, höhere Versicherungsprämien, zunehmende Zurückhaltung von Reedereien.
Was hier sichtbar wird, ist eine gefährliche Dynamik. Der Krieg greift auf die Strukturen über, die das Funktionieren der globalisierten Welt überhaupt erst ermöglichen. Energie, Transport, Versorgung, all das wird zur Zielscheibe. Und mit jedem weiteren Angriff wächst die Wahrscheinlichkeit, dass diese Systeme ernsthaft beschädigt werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich zwangsläufig die Frage nach der politischen Verantwortung. Die Rolle der Vereinigten Staaten ist dabei zentral. Washington befindet sich in einer Position, die von Widersprüchen geprägt ist. Einerseits unterstützt man Israel politisch und militärisch, andererseits versucht man, eine direkte Eskalation zu vermeiden.
Diese doppelte Strategie wirkt nach außen zunehmend unglaubwürdig. Denn faktisch führt sie dazu, dass militärische Aktionen ermöglicht werden, ohne dass die Verantwortung klar übernommen wird. Auch Israel selbst trägt eine erhebliche Verantwortung für die aktuelle Entwicklung. Der Angriff auf Energieinfrastruktur ist keine defensive Maßnahme im engeren Sinne. Er ist ein Schritt, der bewusst eine neue Eskalationsstufe eröffnet. Wer solche Ziele auswählt, weiß, dass die Reaktion folgen wird und dass diese Reaktion nicht mehr auf militärische Einrichtungen beschränkt bleiben wird. Die Vorstellung, man könne einen solchen Konflikt kontrolliert eskalieren, wirkt angesichts der aktuellen Entwicklungen zunehmend unrealistisch.
Auf der anderen Seite reagiert Iran mit einer Strategie, die ebenfalls auf Ausweitung und Abschreckung setzt. Angriffe auf Energieanlagen in mehreren Golfstaaten sind nicht nur militärische Antworten, sondern gezielte Signale. Sie zeigen, dass der Konflikt jederzeit regional ausgeweitet werden kann. Damit wird der Druck auf alle Beteiligten erhöht, politisch, wirtschaftlich und militärisch. Diese Konstellation führt zu einer Eskalationsspirale, die sich immer schneller dreht. Jeder Angriff erzeugt einen Gegenschlag, jede Ausweitung schafft neue Ziele. Die Gefahr liegt dabei nicht nur in den einzelnen Aktionen, sondern in der Dynamik selbst. Je weiter sich der Konflikt ausdehnt, desto schwieriger wird es, ihn wieder einzugrenzen. Fehlentscheidungen, Missverständnisse oder technische Zwischenfälle können dann schnell eine Kettenreaktion auslösen.
Vor diesem Hintergrund wirkt die aktuelle Entwicklung wie ein Beispiel für eine Politik, die ihre eigenen Folgen nicht mehr kontrollieren kann. Militärische Entscheidungen werden getroffen, ohne dass ihre wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen vollständig berücksichtigt werden. Kurzfristige strategische Überlegungen dominieren, während langfristige Stabilität aus dem Blick gerät. Das eigentliche Problem liegt jedoch tiefer. Es zeigt sich eine Form von Kriegsführung, die keine klaren Grenzen mehr kennt.
Die Unterscheidung zwischen militärischen und zivilen Zielen wird zunehmend aufgeweicht. Infrastruktur, die für das tägliche Leben von Millionen Menschen entscheidend ist, wird Teil militärischer Strategien. Damit verändert sich die Natur des Konflikts grundlegend. Und genau darin liegt die eigentliche Gefahr. Wenn Energieversorgung, Transportwege und wirtschaftliche Strukturen zu legitimen Zielen erklärt werden, dann betrifft der Krieg nicht mehr nur Soldaten oder militärische Einrichtungen. Er betrifft ganze Gesellschaften und letztlich die globale Ordnung.
Was bleibt, ist eine Situation, in der die Risiken weiter steigen, während die Möglichkeiten zur Deeskalation schwinden. Diplomatische Lösungen werden schwieriger, je weiter sich der Konflikt ausweitet. Gleichzeitig wächst der Druck auf alle Beteiligten, ihre Positionen zu verteidigen und nicht nachzugeben. In einer solchen Lage wird es immer schwieriger, einen Ausweg zu finden. Am Ende steht eine nüchterne Erkenntnis: Dieser Krieg ist nicht nur ein regionaler Konflikt, sondern ein Faktor globaler Instabilität.
Er zeigt, wie eng militärische Entscheidungen und wirtschaftliche Folgen miteinander verknüpft sind. Und er macht deutlich, dass die Kosten dieser Eskalation längst nicht mehr nur von den unmittelbar Beteiligten getragen werden. Die entscheidende Frage ist daher nicht mehr, wer in diesem Konflikt militärische Vorteile erzielt. Die entscheidende Frage ist, wie hoch der Preis sein wird, den am Ende alle dafür zahlen müssen.
+++
South Pars ist zentral für die Energieversorgung der Region, mit direkten Auswirkungen auf globale Energiepreise https://www.abc.net.au/news/2026-03-19/what-is-south-pars-iran-israel-war-gas/106471892
Iran griff als Reaktion Energieinfrastruktur in Katar, Saudi-Arabien, UAE und Kuwait an https://www.reuters.com/world/asia-pacific/iran-urges-regional-vigilance-against-us-israeli-destabilisation-state-media-2026-03-19/
Iran startete nach dem Angriff auf South Pars Raketen- und Drohnenangriffe auf Energieanlagen im Golf https://apnews.com/article/52e94398f2432b3aba9b02b51fbe5000
Die Angriffe markieren den Übergang von militärischer Konfrontation zu wirtschaftlichem Energiekrieg https://www.iranintl.com/en/202603181566
Ölpreise stiegen infolge der Angriffe auf über 109 Dollar pro Barrel https://www.ad-hoc-news.de/boerse/news/ueberblick/brent-crude-surges-past-109-as-iran-israel-strikes-hit-south-pars-strait/68850225
+++
Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.
+++
Bild: Gasherd mit Skala für Preisanstieg von Erdgas
Bildquelle: Irina Gutyryak / shutterstock

Am 28. Februar 2026 haben die USA und Israel einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Iran begonnen, von dem viele nicht beteiligte Staaten betroffen sind. Warum ist es dazu gekommen und warum wird das auf noch nicht absehbare Zeit so bleiben?
Der Beitrag Der Irankrieg – ein besonderes Dilemma für die Golfstaaten erschien zuerst auf .

Henry Kissinger sagte einst: „Ein Feind Amerikas zu sein, kann gefährlich sein, aber ein Freund Amerikas zu sein, ist tödlich.“
Der Satz klingt wie schwarzer Humor, ist aber ernst gemeint. In manchen Teilen der Welt gilt er inzwischen weniger als Zitat und mehr als Gebrauchsanweisung.
Was das bedeutet, erleben derzeit die Golfstaaten. Verbündeter der Vereinigten Staaten zu sein, heißt oft: Man stellt sein Territorium zur Verfügung, öffnet seine Militärbasen, übernimmt einen Teil des Risikos und hofft anschließend, dass Washington im Ernstfall auch wirklich ans Telefon geht. Idealerweise bevor die Raketen einschlagen.
Momentan werden die Monarchien am Golf zur Zielscheibe Irans, weil von ihren Stützpunkten aus amerikanische Operationen gegen Teheran laufen.
Man könnte sagen: Sie stehen jetzt mitten im Schussfeld einer Auseinandersetzung, bei der sie selbst nie gefragt wurden, ob sie eigentlich teilnehmen möchten.
Und der versprochene Feuerschutz?
Nun ja. Sagen wir es diplomatisch: Er wirkt eher symbolisch. Ein Großteil der amerikanischen militärischen Aufmerksamkeit wandert in das Land, das den Krieg am Golf begonnen hat, nach Israel, während die Golfstaaten feststellen, dass ein Bündnis mit einer Supermacht ungefähr so beruhigend sein kann wie eine Brandschutzversicherung für ein Tanklager, bei der der Versicherungsvertreter gleichzeitig den Flammenwerfer ausprobiert.
Ist das Zufall? Natürlich nicht. Die Muslime werden gegeneinander ausgespielt, wie schon so oft in der Geschichte der Region. Teile und herrsche ist schließlich eine Methode, die so alt ist, dass selbst die Römer sie irgendwann langweilig fanden.
Die wirtschaftliche Situation am Golf wird dadurch nicht angenehmer. Wenn die Straße von Hormus nur noch zu iranischen Konditionen passierbar wird, geraten die Geschäftsmodelle der Scheichs ins Wanken. Öl- und Gastanker sind schließlich das Kreislaufsystem ihrer Staatshaushalte. Wenn dieser Verkehr stockt, beginnt die gesamte Konstruktion zu schwanken wie die World Trade Center im September 2001.
Hinzu kommt der psychologische Schaden: internationale Investoren. Kapital ist ein äußerst nervöses Wesen. Es liebt Stabilität, gute Infrastruktur und möglichst wenig Raketen. Sobald eine Region geopolitisch ungemütlich wird, entwickelt Geld eine erstaunliche Fähigkeit zur spontanen Ausreise. Kapital hat keine Heimat. Nur Fluchtinstinkt.
Währenddessen verlieren die Herren in Washington und Tel Aviv weiter politisches Kapital am Golf. Dieser Prozess läuft schon seit Jahren, aber jede neue Eskalation beschleunigt ihn. Vertrauen verdampft schneller als Öl in einer brennenden Pipeline.
Realpolitik hat eben eine unangenehme Angewohnheit: Sie erinnert Verbündete gelegentlich daran, dass Großmächte keine Freunde haben.
Nur Interessen.
Und dass sie keinerlei Skrupel haben, für diese Interessen Verbündete zu opfern. Manchmal sogar mehrere hintereinander.


Die USA haben vorübergehend Öl-Sanktionen gegen Russland gelockert, um den durch Konflikte im Nahen Osten ausgelösten Preisschock am Ölmarkt zu dämpfen. Präsident Donald Trump bestätigte nach einem Telefonat mit Wladimir Putin, dass bestimmte sanktionsbezogene Einschränkungen ausgesetzt werden, bis die Straße von Hormus wieder sicher passierbar ist. Finanzminister Scott Bessent erklärte, Hunderte Millionen Barrel sanktioniertes russisches Öl auf See könnten freigegeben werden, um das Weltmarktangebot zu erhöhen. Bereits gewährte die US-Regierung Indien eine 30-Tage-Ausnahmegenehmigung für den Kauf russischen Öls auf Tankern, wie US-Energieminister Chris Wright mitteilte.
Der Ölpreis stieg zeitweise auf fast 120 Dollar pro Fass, bedingt durch Störungen im Persischen Golf, Einbrüche der Produktion im Irak und Kuwait sowie Umleitungen Saudi-Arabiens. Die USA prüfen zudem die Freigabe strategischer Reserven (ca. 415 Mio. Barrel), koordiniert mit G7-Staaten. Europa zeigt keine vergleichbaren Schritte, die EU warnte sogar vor Lockerungen. Dies könnte Russlands Kriegseinnahmen aus dem Ukraine-Krieg begünstigen.
+++
Bildquelle: Tommy Chia SG / shutterstock


Bei einem iranischen Drohnenangriff auf Bahrain wird eine Meerwasser-Entsalzungsanlage beschädigt. Da der Staat fast vollständig auf entsalztes Meerwasser angewiesen ist, trifft der Angriff einen zentralen Versorgungspunkt.
Militärisch bedeutet das: Statt klassischer Ziele wird eine kritische Infrastruktur angegriffen, deren Ausfall innerhalb weniger Tage eine Trinkwasser- und Versorgungskrise auslösen könnte.
Vor dem Hintergrund des von den USA und Israel begonnenen Angriffskriegs gegen Iran, droht der Konflikt damit weiter zu eskalieren und zunehmend zivile Lebensgrundlagen in der gesamten Golfregion zu gefährden.
+++
Bild: Luftbild von Manama, Bahrain
Bildquelle: sdgraphicss / shutterstock


Der Iran hat erklärt, seine Raketen- und Drohnenangriffe auf Nachbarländer unter bestimmten Bedingungen auszusetzen. Demnach ist Teheran zu einer Pause der Attacken bereit, wenn Israel seine Luftschläge gegen Ziele im Iran beendet und die USA sowie regionale Staaten ihre Unterstützung für diese Einsätze einstellen.
In westlichen Hauptstädten wird der Schritt als Signal einer möglichen Deeskalation gewertet, zugleich aber als taktisches Manöver gesehen: Die EU-Außenminister fordern weiterhin ein vollständiges Ende der iranischen Angriffe auf Nachbarstaaten und warnen vor einem regionalen Flächenbrand.
Bundeskanzler Merz und andere westliche Regierungschefs verurteilen die iranischen Angriffe als völkerrechtswidrig und verlangen sowohl einen Stopp der Attacken auf Israel und Golfstaaten als auch ein Ende anderer destabilisierender Aktivitäten Teherans in der Region.
Ob die von Iran verknüpften Bedingungen erfüllt werden oder ob es nur zu einer kurzfristigen Beruhigung kommt, ist offen; parallel dauern israelische Luftschläge auf Teheran an.
+++
Bildquelle: Nick Beer / shutterstock


Bereits im Juni 2025 hatten die USA und Israel die Atomanlagen des Iran bombardiert.
Im Januar 2026 hatte der US-amerikanische Präsident Donald Trump Anti-Regierungsdemonstranten ermuntert, die staatlichen Institutionen zu übernehmen. Zudem drohte er Teheran, militärisch zu intervenieren.
Das ist mit der Ermordung der iranischen Führung und weiterer 40 Schlüsselkommandeure bei koordinierten US-amerikanisch-israelischen Luftangriffen geschehen.
Bei dem neuen Krieg handelt es sich um einen unprovozierten, verbrecherischen und völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, den die Führer des „freien Westens“ als Präventivschlag begrüßen.
In seiner Propaganda-Kriegsrede kurz vor dem Angriff am 28. Februar hatte Trump den Angriff auf den Iran gerechtfertigt.
Bei übergeordneter Betrachtung handelt es sich bei dem Krieg gegen den Iran um die Fortsetzung einer „neuen Kolonialkriegsära“, die sich gegen die Interessen des globalen Südens insgesamt richtet.
Über die neuesten Entwicklungen und die Hintergründe der US-amerikanisch-israelischen Politik spricht die Nah-Ost-Expertin Karin Leukefeld.
Das Interview führte Ullrich Mies.
