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Iran antwortet auf Trumps Hormus-Blockade – Verhandlungen endgültig gescheitert | Prof. Mohammad Marandi im Interview

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Die Welt schaut gebannt zu. Während die Spannungen im Persischen Golf weiter eskalieren, sorgt ein neues, hochbrisantes Interview mit dem iranischen Politikwissenschaftler und Delegationsmitglied Prof. Mohammad Marandi für weltweites Aufsehen.

Marandi, der selbst an den gescheiterten Verhandlungen in Islamabad teilgenommen hat, zeichnet ein klares Bild: Die von Präsident Trump verhängte Marineblockade der Straße von Hormus ist nicht nur wirkungslos gegen den Iran, sondern wird die globale Wirtschaft schwer treffen. Die Verhandlungen sind vorbei – und Teheran ist auf jede Eskalation vorbereitet.

Die gescheiterten Verhandlungen in Islamabad

Prof. Marandi war direkt vor Ort in Islamabad als Teil der iranischen Delegation. Er beschreibt eine Atmosphäre großer Skepsis bereits auf dem Hinflug. Die Iraner rechneten nicht ernsthaft mit einem Durchbruch.

Dennoch kam es zu substantiellen Gesprächen und Fortschritten – bis zum plötzlichen Umschwung am Ende des Tages.

Laut Marandi präsentierten die USA maximalistische Forderungen und zeigten keinerlei guten Willen. Im Gegenteil: Während der Verhandlungen versuchten zwei US-Kriegsschiffe, in die Straße von Hormus einzufahren – ein provokativer Akt, der von iranischer Seite mit Drohnen und Warnungen beantwortet wurde. Die Schiffe zogen sich zurück.

Gleichzeitig berichtet Marandi von einer bedrohlichen Stimmung: Die Washington Post rief offen zur Ermordung von Delegationsmitgliedern auf. Auf dem Rückflug mussten Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden, das Flugzeug landete nicht in Teheran, sondern in Maschhad, einige reisten per Zug weiter.

Besonders kritisch sieht Marandi die Rolle von Vizepräsident JD Vance: Dieser habe ständig mit Benjamin Netanyahu telefoniert und ihm Bericht erstattet. Netanyahu habe letztlich die Verhandlungen sabotiert.

„Wer ist hier wirklich der Boss?“, fragt Marandi rhetorisch. Für ihn ist klar: Die US-Politik werde von der zionistischen Lobby und Israel diktiert, nicht von amerikanischen Interessen.

Trumps Blockade – eine Kriegserklärung mit hohem Risiko

Direkt nach dem Scheitern der Gespräche kündigte Trump eine vollständige Blockade der Straße von Hormus an. Er drohte, jedes iranische Schiff zu versenken.

Marandi hält diese Maßnahme für weitgehend wirkungslos und kontraproduktiv.

Die iranische Marine sei weitgehend intakt. Die echten Kampfeinheiten seien schnelle Angriffsboote, die in unterirdischen Tunneln entlang der Küste stationiert sind und bei Bedarf massenhaft auslaufen können.

Iranische Raketen, Luftabwehr und Luftwaffe seien nicht zerstört – sonst hätte Trump längst einmarschieren können.

Sollte die USA versuchen, die Blockade durchzusetzen, droht Iran mit massiven Raketenangriffen.

Marandi erinnert daran, dass die US-Navy bisher immer großen Abstand zu iranischen Küsten gehalten hat. Eine effektive Blockade aus großer Entfernung (1000–1500 km) wäre extrem kostspielig und kaum durchsetzbar.

Iran hat bereits angekündigt, dass es Schiffe feindlicher Staaten nicht mehr passieren lässt, während freundliche Nationen (wie China und Russland) weiterhin eskortiert werden können.

Schwere Folgen für die Weltwirtschaft und US-Verbündete

Marandi warnt eindringlich: Die Blockade werde die globale Energiekrise dramatisch verschärfen.

Es gebe praktisch keine Reserven mehr – Russland und Iran hätten ihre schwimmenden Vorräte bereits weitgehend verkauft. Die Preise steigen bereits spürbar, strategische Reserven der westlichen Staaten werden angezapft.

Besonders hart trifft es die Golfstaaten: Die Emirate, Katar und andere können ihre Häfen kaum noch nutzen. Saudi-Arabien muss auf teurere Routen über das Rote Meer ausweichen.

Marandi prophezeit: Bei anhaltender Krise und kommender Sommerhitze könnten die infrastrukturschwachen Golfmonarchien kollabieren.

Iran selbst sei deutlich robuster: Das Land produziert rund 90 % seiner Lebensmittel selbst, hat große landwirtschaftliche Flächen, Berge, Wälder und Staudämme.

Über Landgrenzen zu Pakistan, Afghanistan, Turkmenistan, Irak, Türkei und über das Kaspische Meer kann es Handel treiben.

Vor dem Krieg hatte Iran bereits vorausschauend Reisimporte von Indien auf Pakistan umgestellt.

Iranische Resilienz und nationale Einheit

Ein zentraler Punkt in Marandis Analyse ist die innere Stärke Irans.

Während des Krieges hätten junge Menschen massenhaft kritische Infrastruktur (Kraftwerke, Brücken) mit ihren Körpern geschützt.

Die Delegation nach Islamabad sei trotz Todesdrohungen geschlossen zurückgekehrt – niemand sei abgesprungen.

Kein einziger hoher Offizier oder Regierungsvertreter habe während des Krieges aufgegeben oder sei zurückgetreten.

Marandi kritisiert scharf die westliche Berichterstattung: Sie verschweige den zweiten Genozid im Libanon, verharmlose israelische Angriffe und verbreite systematisch Lügen über den Iran.

Die westlichen Medien seien mitschuldig an Kriegsverbrechen.

Ausblick: Wer hat die Initiative?

Für Marandi steht fest: Der Iran hat den Krieg nicht verloren, sondern strategisch die Oberhand behalten.

Die USA und Israel hätten keines ihrer Ziele erreicht.

Trump suche eigentlich einen „Off-Ramp“, werde aber von Netanyahu und der Lobby zurückgehalten.

Die Blockade sei ein Akt der Verzweiflung, der Amerika und seine Verbündeten mehr schaden werde als dem Iran.

Iran bereite sich gleichzeitig auf die nächste Runde vor – militärisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Die Moral in Armee und Bevölkerung sei hoch.

Marandi ist überzeugt: Der Iran wird diese Auseinandersetzung länger durchstehen als die USA.

Die globale öffentliche Meinung wende sich zunehmend gegen Washington und Tel Aviv.

Das Interview mit Prof. Mohammad Marandi ist ein eindrucksvolles Zeugnis iranischer Entschlossenheit und eine schonungslose Analyse der aktuellen Machtverhältnisse.

Während Trump mit Blockade und Drohungen eskaliert, wirkt der Iran vorbereitet und strategisch überlegen.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Blockade der Straße von Hormus tatsächlich zur erhofften Waffe wird – oder zum nächsten schweren strategischen Fehler der USA.

Die Welt schaut zu.

(Auszug von RSS-Feed)

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„Die HORRIBLE NAVAL BLOCKADE“ in der Straße von Hormus – Prof. John Mearsheimer warnt vor einer strategischen Katastrophe

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Die Welt schaut gebannt zu. Während die Spannungen im Persischen Golf weiter eskalieren, geht ein langes und hochbrisantes Interview mit dem renommierten US-Politikwissenschaftler Prof. John Mearsheimer viral.

Der einflussreiche Realist von der University of Chicago zeichnet ein düsteres Bild der aktuellen US-Politik unter Präsident Trump: Eine Marineblockade der Straße von Hormus, gescheiterte Verhandlungen in Islamabad und eine tiefe strategische Krise der Vereinigten Staaten.

Mearsheimer spricht von einer selbstverschuldeten Sackgasse, in der Amerika nicht nur den Krieg gegen den Iran zu verlieren droht, sondern auch schwere Schäden für die Weltwirtschaft und die eigene globale Position riskiert.

In dem ausführlichen Gespräch mit Daniel Davis analysiert Mearsheimer die jüngsten Entwicklungen schonungslos.

Präsident Trump hat eine vollständige Blockade der Straße von Hormus angekündigt und gedroht, jedes iranische Schiff zu zerstören, das sich ihr widersetzt. Die Maßnahme trat am Morgen in Kraft und soll den Iran wirtschaftlich in die Knie zwingen – nachdem sechswöchige Kämpfe und anschließende Verhandlungen in Islamabad keine Einigung brachten.

Die gescheiterten Verhandlungen in Islamabad

Mearsheimer beschreibt die Verhandlungen unter Leitung von Vizepräsident JD Vance als katastrophalen Fehlschlag.

Obwohl Trump zunächst signalisiert hatte, auf Basis des iranischen 10-Punkte-Plans zu verhandeln, präsentierte Vance letztlich die maximalistischen Forderungen der USA (15-Punkte-Plan). Die Iraner lehnten ab.

Für Mearsheimer war dies kein Zufall: Die USA befänden sich in einer schwachen Position, suchten eigentlich einen „Off-Ramp“, hätten aber unter starkem israelischem Einfluss – auch durch direkte Kontakte Netanjahus mit Vance – eine harte Linie gefahren.

Besonders kritisch sieht der Professor die Rolle Israels und der pro-israelischen Lobby.

Netanyahu habe aktiv versucht, die Verhandlungen zu sabotieren, indem Israel trotz vereinbartem Waffenstillstand weiter Hisbollah-Stellungen im Libanon angriff.

Mearsheimer spricht von einem klaren Versuch, jede Deeskalation zu verhindern.

Gleichzeitig seien Figuren wie Jared Kushner und andere „passionierte Zionisten“ als Aufpasser im Hintergrund präsent gewesen, um Vance auf Linie zu halten.

Die Blockade – eine „schreckliche Option“

Die nun verhängte Blockade der Straße von Hormus bezeichnet Mearsheimer als strategisch hochproblematisch.

Sie werde den Iran nicht zum Einknicken bringen, sondern vor allem der Weltwirtschaft massiv schaden.

Iranisches Öl sei für den globalen Markt unverzichtbar – auch die USA selbst hätten Sanktionen gelockert, um mehr Öl auf den Markt zu bringen.

Durch die Blockade schieße sich Amerika „ins eigene Bein“.

Die Preise für Öl und Benzin steigen bereits spürbar.

Mearsheimer warnt: Sollte die Blockade länger andauern, drohe eine schwere Rezession oder sogar eine globale Depression vergleichbar mit 1929.

Besonders betroffen seien ostasiatische Länder wie Japan (93 % Ölimporte über Hormus) und Südkorea (45 %).

Die wirtschaftlichen Schockwellen würden sich weltweit ausbreiten – inklusive höherer Lebensmittelpreise durch gestörte Düngemittel-Lieferungen.

Strategische Niederlage der USA

Der Kern von Mearsheimers Analyse ist vernichtend: Die Vereinigten Staaten haben den Krieg gegen den Iran strategisch bereits verloren.

Keines der vier ursprünglichen Ziele wurde erreicht:

Kein Regime-Change im Iran
Keine Zerstörung der ballistischen Raketen
Keine Beendigung des iranischen Nuklearprogramms
Keine Unterbrechung der Unterstützung für Hisbollah, Hamas und Houthi

Stattdessen kontrolliere der Iran nun faktisch die Straße von Hormus – eine Position, die er vor dem Krieg nicht hatte.

Die Iraner stünden heute strategisch besser da als vor dem 27. Februar 2026.

Mearsheimer betont: Niemand könne ihm ein plausibles Szenario nennen, wie die USA die Situation noch drehen könnten.

Selbst eine nukleare Option – von manchen Israelis offenbar erwogen – würde nach seiner Einschätzung nicht zum gewünschten Ergebnis führen, da große Teile der iranischen Infrastruktur unterirdisch liegen.

Einfluss Israels und innenpolitische Dynamiken

Mearsheimer sieht Netanyahu in einer verzweifelten Lage.

Nachdem der Angriff auf den Iran militärisch und politisch gescheitert sei, „flailt“ dieser und suche nach radikalen Lösungen.

Für Netanyahu sei der Iran sein „Moby Dick“ – eine Obsession.

Gleichzeitig kritisiert der Professor scharf, dass hochrangige US-Politiker wie Lindsey Graham und General Jack Keane weiter auf Eskalation drängen, ohne realistische Strategie vorzulegen.

Globale Folgen: Zerfall der Allianzen

Besonders alarmierend sind die Auswirkungen auf die amerikanischen Bündnisse.

Trump habe Europa, Japan, Südkorea und die Golfstaaten vor den Kopf gestoßen, indem er sie öffentlich für mangelnde Unterstützung kritisierte.

Mearsheimer warnt: Die USA verlieren Glaubwürdigkeit als verlässlicher Partner.

Länder in Asien und Europa beginnen bereits, über Alternativen nachzudenken – darunter eigene nukleare Abschreckung (Japan, Südkorea) oder eine eigenständige europäische Sicherheitsarchitektur.

China und Russland wirkten hingegen wie verantwortungsvolle Akteure, während die USA zunehmend isoliert und unberechenbar erscheinen.

Ausblick: Titanic auf Kollisionskurs

Mearsheimer vergleicht die aktuelle Lage mit der Titanic, die auf den Eisberg zusteuert.

Trump stehe unter enormem Druck: Auf der einen Seite Israel und die Lobby, die jede Kompromisslösung ablehnen, auf der anderen Seite die drohende globale Wirtschaftskatastrophe.

Die entscheidende Frage der nächsten Wochen laute: Wird Trump den Mut haben, sich von Israel zu lösen und einen Deal zu schließen, oder wird er aus innenpolitischen Gründen weiter eskalieren und damit die Weltwirtschaft in den Abgrund reißen?

Der Professor schließt das Gespräch mit einem ernüchternden Satz: Es sei eine „thoroughly depressing“ Analyse – aber notwendig, um der Wahrheit Gehör zu verschaffen.

Prof. John Mearsheimer liefert in diesem Interview eine der schärfsten und kohärentesten Kritiken der aktuellen US-Außenpolitik.

Ob seine Warnungen Gehör finden oder die Eskalation weitergeht, wird sich in den kommenden Tagen und Wochen entscheiden.

Die Welt schaut zu – und die Uhr tickt.

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Neue Videos am Montag

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Euer Wissen, euer Vorteil – in wenigen Minuten!

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Netanyahu zieht die Fäden! | Von Rainer Rupp

Trumps Waffenstillstand war eine riesige Lüge, um die Aufrüstung des Militärs zu verbergen -Redacted

Prof. Jeffrey Sachs: Israel will keinen Frieden im Nahen Osten

Totale Blamage für TRUMP? // SCOTT RITTER

Alex Krainer: Iran schließt Straße von Hormus – Trumps Haltung zu Libanon

Scott Ritter: Der US-Krieg gegen Iran bricht zusammen – Waffenstillstand schafft das Unmögliche

Nima R. Alkhorshid: Waffenstillstand-Schock – Warum Iran und die USA plötzlich aufhörten zu kämpfen

Pepe Escobar: Irans Vergeltung würgt Hormus, zerschmettert Saudi-Öl

Tacheles # 200 !!!

Drastische Änderung der Wehrpflicht und keiner hat es gemerkt

Die wahre Sorge ist die Hungersnot, nicht die Flugtickets (Prof. Jiang Xueqin Clips – Deutsch)

Spritpreisbremse und CO2-Steuererlass – Bringt das was? Die Lösung liegt in der Marktwirtschaft

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Schluss mit lustig: Russland warnt die Baltischen Länder vor schwerwiegenden Konsequenzen

Im Fokus: Libanon, Syrien, Palästina, Iran

Die Droge aus den Medien – Bürger und Täter aus allen Netzwerken sind abhängig

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Professor Mohammad Marandi über Verhandlungen mit dem Trump-Regime: „Taten zählen, nicht Worte“

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In einem ausführlichen Live-Interview hat der iranische Professor Mohammad Marandi, ein renommierter Politikwissenschaftler und scharfer Beobachter der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten, die Haltung Irans gegenüber dem laufenden Konflikt mit den USA und Israel erläutert.

Marandi, der regelmäßig in internationalen Medien auftritt, betonte die Entschlossenheit Teherans und kritisierte scharf die Rolle der USA, Israels und der Golfstaaten.

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Trumps Rede: Worte ohne Bedeutung

Professor Marandi machte gleich zu Beginn klar, dass er Trumps jüngste Rede nicht vollständig verfolgt habe – nicht aus Desinteresse, sondern weil die Uhrzeit in Teheran (4:30 Uhr morgens) und der enge Zeitplan es nicht zuließen.

Für ihn sei ohnehin nicht entscheidend, was Trump sage, sondern was das Trump-Regime und das Netanjahu-Regime tatsächlich tun.

„Kein iranischer Entscheidungsträger nimmt Trump ernst“, so Marandi. Viele in Iran gehen davon aus, dass nicht Trump, sondern Netanjahu und die „zionistische Klasse“ die eigentlichen Befehle geben.

Es sei sogar möglich, dass kompromittierendes Material („dirt“) Trump unter Druck setze. Wichtig sei allein die fortlaufende Aggression gegen iranische Infrastruktur.

Iran sei darauf vorbereitet, mit gleicher Härte zu antworten und US-Proxy-Ziele in der Region anzugreifen.

Die USA hätten die eigene Bevölkerung über einen Monat lang belogen, indem sie behaupteten, der Krieg werde nur ein oder zwei Tage dauern und Irans Militärkapazitäten seien zerstört.

Tatsächlich nehme die Intensität der iranischen Schläge zu, und die „Achse des Widerstands“ werde immer stärker einbezogen.

Keine Verhandlungen – nur Botschaften

Auf die wiederholten Behauptungen Trumps, es gebe Verhandlungen mit Iran, antwortete Marandi deutlich:

Es handele sich nicht um Verhandlungen, sondern lediglich um den Austausch von Botschaften.

Pakistan habe eine Nachricht der USA weitergeleitet, wie es in den vergangenen Jahrzehnten über Oman, Russland, die Schweizer Botschaft oder direkte Kanäle üblich gewesen sei.

„Trump fabriziert das, wie er so vieles andere fabriziert. Er ist einer der produktivsten Lügner unter den Politikern“, sagte Marandi.

Iran werde keinem Waffenstillstand zustimmen, weil das Trump-Netanjahu-Epstein-Bündnis lediglich Zeit gewinnen würde, um in sechs oder zwölf Monaten erneut anzugreifen.

Ein echter Frieden sei nur möglich, wenn sich die Fakten auf dem Boden grundlegend ändern.

Die Golfstaaten als US-Plattform der Aggression

Ein zentraler Punkt war die Rolle der Golfstaaten (Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Kuwait, Bahrain).

Diese dürften nicht länger als Abschussrampen für Angriffe auf Iran dienen. Ohne ihre Basen, ihren Luftraum und ihr Territorium wäre der aktuelle Krieg gar nicht möglich gewesen.

Iran habe bisher große Zurückhaltung gezeigt und trotz der Möglichkeit, die komplette kritische Infrastruktur dieser Staaten zu zerstören, darauf verzichtet.

Marandi betonte: Iran wolle die Nachbarländer nicht zerstören, sondern sie zwingen, ihre Politik zu ändern.

Die Basen müssten verschwinden, Reparationen geleistet werden.

Die Golfstaaten könnten weiter Geschäfte mit den USA machen – aber nicht auf Kosten der iranischen Sicherheit.

Historisch erinnerte er daran, dass dieselben Regime Saddam Hussein im Iran-Irak-Krieg mit Hunderten Milliarden Dollar unterstützt hätten und dass der Westen ihm Chemiewaffen geliefert habe.

Später hätten sie die US-Invasionen im Irak, in Syrien und im Jemen unterstützt.

Iran habe damals sogar gegen die Invasion des Iraks protestiert, obwohl es Saddam hasste – aus Prinzip gegen illegale Aggressionen.

Widerstandskraft des iranischen Volkes und Heuchelei der Diaspora

Marandi beschrieb die hohe Moral der iranischen Bevölkerung: Trotz täglicher Angriffe gingen die Menschen abends zu Tausenden auf die Straßen, auch unter Raketenbeschuss.

Er berichtete von einem Vorfall, bei dem eine Frau bei einer Demonstration getötet wurde – die Menschen seien nicht geflohen, sondern hätten weiter Parolen gerufen.

Besonders eindrücklich war seine Schilderung des Jerusalem-Tages (Quds-Tag), an dem Hunderttausende trotz Bombardements ausharrten.

Zur iranischen Diaspora in den USA, Kanada und Großbritannien äußerte er sich differenziert: Die Mehrheit sei nicht feindlich gegenüber dem eigenen Land eingestellt.

Laut seien jedoch eine kleine, gut bezahlte Minderheit – darunter ehemalige Eliten des Schah-Regimes, die Milliarden geplündert hätten – sowie Troll-Farmen (z. B. eine mit 4000 Personen in Albanien) und westlich finanzierte Medien.

Diese Gruppe zeige ihre wahre Gesinnung, indem sie israelische Flaggen schwenke und sogar pro-palästinensische Studenten mit Baseballschlägern angegriffen habe.

Der aktuelle Krieg habe vielen jungen Iranern die Augen geöffnet.

Zivilisation versus Barbarei – der Brief des Präsidenten

Marandi lobte den offenen Brief des iranischen Präsidenten an das amerikanische Volk, der die zivilisatorische Haltung Irans verdeutliche und den Kontrast zur Brutalität des „Epstein-Klassen“-Imperiums zeige.

Die letzten zweieinhalb Jahre – insbesondere der Gaza-Krieg – hätten weltweit die Augen geöffnet: Das Narrativ vom „zivilisierten Westen“ gegen „rückständiges Iran“ sei umgedreht worden.

Besonders tragisch sei, dass täglich Palästinenser, Libanesen und Iraner sterben, während westliche Medien weitgehend schweigen.

Ausblick und Entschlossenheit

Abschließend unterstrich Marandi, dass Iran auf jede Eskalation, inklusive einer möglichen Bodeninvasion, vorbereitet sei.

Die Erfahrung des 12-Tage-Krieges habe gezeigt, dass die Gegenseite die Stärke Irans massiv unterschätzt habe.

Auf die humorvolle Bemerkung des Moderators, Marandi könnte bei einem Regime Change in den USA 2028 selbst Präsident werden, antwortete dieser trocken: Zuerst müsse er den Krieg überleben.

Professor Marandis Analyse zeichnet das Bild eines selbstbewussten, widerstandsfähigen Iran, das keine Kompromisse bei seiner Souveränität und Sicherheit akzeptiert.

Der Konflikt werde nicht durch leere Worte, sondern nur durch konkrete Veränderungen auf dem Boden – vor allem das Ende der US-Militärpräsenz in den Golfstaaten – zu lösen sein.

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Scott Ritter und Larry Johnson analysieren die Eskalation

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Iran schließt Hormuz-Straße, Israel torpediert Trumps Waffenstillstand

In einer aktuellen Diskussionsrunde des Geopolitik-Podcasts mit Moderator Danny Haiphong haben der ehemalige UN-Waffeninspektor und US-Marine-Offizier Scott Ritter sowie der frühere CIA-Analyst Larry Johnson die hochbrisante Lage im Nahen Osten beleuchtet.

Im Mittelpunkt standen der nicht existente Waffenstillstand zwischen den USA unter Präsident Trump und Iran, die weitgehende Schließung der Straße von Hormuz durch iranische Kräfte sowie anhaltende israelische Angriffe auf den Libanon, die den gesamten Verhandlungsprozess zu untergraben drohen.

Dramatische Ausgangslage laut Danny Haiphong

Danny Haiphong eröffnete die Sendung mit der Feststellung, dass die Lage dramatisch sei: Irans stellvertretender Außenminister habe eine geplante Raketen- und Drohnenvergeltung gegen Israel verzögert, weil Israel im Libanon weiter bombardiere und über 200 Menschen in den letzten 24 Stunden getötet sowie Tausende verletzt habe.

Pakistan habe zugesichert, über Vermittler Trump zu drängen, Israel zurückzupfeifen.

Haiphong verwies auf Berichte, wonach Trump Netanyahu angerufen und zu einer Deeskalation in Libanon aufgefordert habe, um die Verhandlungen zu schützen – obwohl sowohl die Trump-Administration als auch Israel betonten, dass Libanon nicht Teil des Waffenstillstands sei.

Dennoch plane Israel separate Verhandlungen mit der libanesischen Regierung unter Beschuss.

Haiphong fragte speziell Scott Ritter nach der iranischen Kontrolle über die Straße von Hormuz, die offenbar stark eingeschränkt oder teilweise geschlossen sei: In den letzten 24 Stunden habe nur ein einziges Schiff die Passage passiert, und der gesamte Waffenstillstand stehe auf der Kippe.

Scott Ritter: „Es gibt keinen Waffenstillstand“

Scott Ritter stellte sofort klar:

„Zunächst einmal gibt es keinen Waffenstillstand. Lassen Sie uns aufhören, von einem Waffenstillstand zu sprechen. Er existiert nicht. Es gibt Vorläufer für einen möglichen Waffenstillstand.“

Der Konflikt sei von Anfang an chaotisch gewesen – Israel habe Beirut bombardiert, die Vereinigten Arabischen Emirate iranische Ölinfrastruktur angegriffen.

Es gebe 31 autonome Militärdistrikte im Iran, von denen einige möglicherweise nicht optimal mit der Zentralregierung kommunizierten und daher weiter operierten.

Politisch sei die Lage ein Minenfeld: Die USA und Iran hätten jeweils 15 beziehungsweise 10 zentrale Punkte auf den Tisch gelegt, die in einem zweiwöchigen Prozess abgeglichen werden sollten.

Nichts sei im Vorfeld wirklich vereinbart worden außer der Notwendigkeit zu reden.

Ritter nannte die Vorgänge im Libanon „absolut tragisch“, betonte aber:

„Es ist Israel. Was erwarten Sie?“

Die USA hätten Libanon als Teil des Waffenstillstands akzeptiert, da Iran dies zur Vorbedingung gemacht habe.

Pakistan habe klargestellt, dass Washington dies verstanden habe.

Das Problem sei jedoch die fehlende Abstimmung mit Israel: Netanyahu sei „sehr unglücklich“ gewesen und habe Libanon sowie die Hisbollah als „Sonderproblem“ bezeichnet, das man weiter bekämpfen müsse.

Israel spiele nun ein Spiel, indem es separate Verhandlungen mit der libanesischen Regierung fordere – alles Teil eines größeren taktischen Manövers.

Eskalationsgrenzen und Verhandlungsspielraum

Scott Ritter analysierte weiter: Sowohl Iran als auch die USA hätten die maximale Stufe ihrer jeweiligen Eskalationsleiter erreicht.

Weitere Schritte würden für beide Seiten „permanenten Schaden“ bedeuten – für Trump politisch, da er nur an seinem eigenen Vermächtnis und der November-Wahl interessiert sei („der ultimative Narzisst“).

Iran wiederum dürfe nicht so weit gehen, dass es seine 47-jährige Verpflichtung gegenüber dem eigenen Volk, wirtschaftliche Prosperität zu schaffen, nicht mehr erfüllen könne.

Der Atomstreit sei eine Frage des Stolzes, nicht der Notwendigkeit; die Straße von Hormus hingegen sei eine Überlebensfrage.

Dennoch gebe es Verhandlungsspielraum, etwa bei einer gemeinsamen Verwaltung der Meerenge.

Ritter schloss optimistisch:

„Es gibt keinen Waffenstillstand, aber ich bin sehr optimistisch, dass es einen geben wird.“

Larry Johnson: „Kein Verhandlungsspielraum“

Larry Johnson widersprach der Idee eines echten Verhandlungsspielraums mit einer drastischen Metapher:

„Das ist wie eine Verhandlung zwischen zwei Leuten darüber, was sie essen wollen. Die eine Partei – nennen wir sie die USA – will ein wurmverseuchtes Stück Kuhmist essen. Die andere Partei, Iran, will Steak.“

Es gebe kein Mittelfeld.

Die zehn iranischen Punkte seien keine Verhandlungsmasse, sondern unverhandelbare Forderungen, die erfüllt werden müssten, bevor Gespräche überhaupt beginnen könnten.

Iran werde nicht über den Grad der Schließung der Straße von Hormuz verhandeln.

Der Ayatollah habe klargestellt:

„Es steht unter neuer Verwaltung.“

Die Sanktionen müssten zuerst aufgehoben werden – Iran sei schon einmal beim JCPOA betrogen worden, habe sich an alle Auflagen gehalten, Inspektionen zugelassen und dennoch nichts bekommen, als Trump das Abkommen zerrissen habe.

Johnson bezweifelte, ob Iran morgen Vertreter wie Witoff und Jared Kushner überhaupt in den Raum lassen werde.

Er erinnerte daran, dass die USA Libanon, Jemen und Irak bereits zugesagt hätten, doch Trump habe nach massivem Druck aus Israel und von zionistischen Kreisen plötzlich alles zurückgenommen.

Israel habe daraufhin Beirut „ins Steinzeitalter“ bombardiert.

Erst Interventionen Pakistans und Chinas hätten die Eskalation gestoppt.

Militärische Realität und Zweifel an US-Stärke

Scott Ritter kommentierte Trumps öffentliche Drohungen als leeres Geschwätz:

„Jeder, der sagen muss, dass er der König ist, ist nicht der König.“

Die USA hätten alle guten Ziele verbraucht; weitere Angriffe wären reine Kriegsverbrechen und kollektive Bestrafung.

Die US-Militärs hätten Trump offenbar klargemacht, dass sie solche illegalen Befehle nicht ausführen würden.

Es gebe keine Munition mehr für sinnvolle Langstreckenangriffe, die iranische Luftabwehr sei nicht besiegt worden, die Marine intakt, die Luftwaffe ebenfalls.

Der gescheiterte Einsatz in Isfahan sei eine „Desert-One-Katastrophe“ gewesen.

Iran kontrolliere die Straße von Hormuz vollständig und könne die Weltwirtschaft jederzeit strangulieren.

Ritter zog den Schluss:

„Die USA sind ein Papiertiger. Wir haben keine militärische Kapazität mehr.“

Er warnte, dass die USA gerade China bewiesen hätten, dass sie auch Taiwan nicht verteidigen könnten.

Larry Johnson: Militärische Struktur veraltet

Larry Johnson ergänzte mit historischen Vergleichen:

Die US-Streitkräfte seien auf ein 20. Jahrhundert-Modell ausgerichtet, Flugzeugträger und Amphibienoperationen funktionierten nicht mehr gegen moderne Hyperschallwaffen und Drohnen.

Die Marines hätten ihre Panzer abgeschafft, die Armee sei zu klein für große Invasionen.

Iran habe alles Wichtige unterirdisch verlegt.

Der Krieg habe kein klares US-Ziel mehr; Iran habe sein einziges Ziel erreicht: Überleben und den Gegner an den Verhandlungstisch zwingen.

Johnson prophezeite, dass Israel seine Truppen bald abziehen müsse und die Gespräche am Samstag zeigen würden, ob sie ernst gemeint seien – oder ob es bei der indirekten Vermittlung über Pakistan bleibe, die nichts bringe.

Fazit

Scott Ritter ging detailliert auf den Abschuss eines F-15 und die anschließende „Rettungsmission“ ein, die in Wirklichkeit ein gescheiterter Raid auf Isfahan gewesen sei.

Die öffentliche Desinformation der USA, die Beladung der C-130 mit Little-B …

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Max Blumenthal: die israelische Agenten im Weißen Haus

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Kein Waffenstillstand – Israel sabotiert Verhandlungen, Iran kontrolliert die Straße von Hormuz

In der Ausgabe von „Judging Freedom“ vom 9. April 2026 analysierte der investigative Journalist und Grayzone-Herausgeber Max Blumenthal gemeinsam mit Richter Andrew Napolitano die dramatische Lage im Nahen Osten.

Im Zentrum stand die Behauptung eines Waffenstillstands zwischen den USA und Iran, die nach Ansicht beider Gesprächspartner nicht der Realität entspricht.

Stattdessen zeichneten sie ein Bild von israelischer Sabotage, US-amerikanischer Schwäche und einem strategischen Sieg Irans durch die Kontrolle der Straße von Hormuz.

Auftakt: Die Frage nach dem Waffenstillstand

Judge Andrew Napolitano eröffnete das Gespräch mit der direkten Frage:
„Gibt es derzeit einen Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und Iran?“

Max Blumenthal antwortete klar:
„Nein, es gibt keinen Waffenstillstand.“

Er verglich die Situation mit den Pausen im Gaza-Krieg, die Israel genutzt habe, um sich neu zu bewaffnen und zu mobilisieren.

Nun sehe man Ähnliches: US-Marines würden in die Region verlegt, während Israel kurz davor gewesen sei, seine Abfangraketen zu verbrauchen und Iran an Momentum gewonnen habe.

Die USA hätten über Pakistan den Eindruck eines Waffenstillstands erwecken wollen.

Dies habe Donald Trump ermöglicht, die Märkte zu manipulieren – ein Insider aus dem Weißen Haus habe fast eine Milliarde Dollar auf fallende Brent-Ölpreise gewettet, unmittelbar nachdem Trump Irans 10-Punkte-Plan des Nationalen Sicherheitsrats als Grundlage für Verhandlungen akzeptiert habe.

Diplomatische Vorgänge und der „Sharif-Entwurf“

Blumenthal ging detailliert auf die diplomatischen Vorgänge ein:

Das US-Außenministerium habe dem pakistanischen Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif einen Entwurf der Waffenstillstandsbedingungen geliefert.

Sharif oder jemand aus seinem Umfeld habe diesen Entwurf auf X gepostet – inklusive der Überschrift „Terms for Sharif“.

Der Tweet wurde später bearbeitet, doch der ursprüngliche Inhalt blieb sichtbar.

Die Bedingungen hätten Libanon ausdrücklich eingeschlossen.

Sowohl die USA als auch Iran hätten über Pakistan Libanon als Teil des Abkommens akzeptiert.

Israelische Angriffe und Eskalation

Blumenthal beschrieb die unmittelbare israelische Reaktion als einen der schlimmsten Massaker der jüngeren Geschichte:

Über 250 Tote und mehr als 1.200 Verletzte in nur 24 Stunden, darunter Familien, die vor Krankenhäusern auf die Identifizierung von Leichen warteten.

Israel habe nicht nur das schiitische Viertel Dahieh in Beirut angegriffen, sondern auch christliche und gemischte Gebiete wie Ain Mreisse, die Corniche und ein Einkaufszentrum.

Ein bekannter libanesischer Dichter und ihr Ehemann seien getötet worden, ganze Familien in ihren Häusern ausgelöscht, sogar ein Begräbnis auf einem Friedhof mit einer 500-Pfund-Bombe bombardiert.

Das Ziel sei klar gewesen: Den Waffenstillstand zu sabotieren und Iran zur Verteidigung seines Verbündeten zu provozieren.

Reaktion des Weißen Hauses

Blumenthal kritisierte die Reaktion des Weißen Hauses scharf, insbesondere die von Vizepräsident JD Vance:

Dieser habe behauptet, es handele sich um ein „Missverständnis“ und die Bedingungen seien „AI-generierter Müll“ gewesen.

Vance habe erklärt, der Waffenstillstand habe sich nur auf Iran und die US-Verbündeten Israel und die Golfstaaten bezogen – Libanon sei nie Teil davon gewesen.

Die Israelis würden sich nun „ein wenig zurückhalten“, um die Verhandlungen zu unterstützen, nicht weil es Teil des Abkommens sei.

Max Blumenthal nannte diese Aussagen eine glatte Lüge:
„JD Vance lügt durch die Zähne.“

Die Dokumente auf Sharifs Account bewiesen das Gegenteil.

Libanon sei durch die israelische Bodeninvasion nach dem Erhalt US-amerikanischer Unterstützung Teil des Krieges geworden.

Hisbollah verteidige lediglich den Libanon.

Vance sei nicht nur unehrlich, seine Aussagen seien „disqualifizierend“ für eine mögliche Präsidentschaft.

Blumenthal äußerte Zweifel an Vances Einfluss gegenüber den „ideologisch zionistischen“ Verhandlern Jared Kushner und Witoff, die gerade nach Islamabad flögen.

Netanyahus Rolle

Blumenthal zitierte Netanyahu, der öffentlich betonte, der Waffenstillstand gelte nicht für Libanon, und mit den massiven Angriffen prahlte.

Israel habe versucht, Hisbollah-Generalsekretär Naim Qassem zu töten, sei aber gescheitert und habe stattdessen Zivilisten massakriert.

Die Bodenoffensive im Südlibanon stocke, die Armee zerfalle, Reservisten blieben aus, Verluste würden vertuscht, Hubschrauber gingen verloren und Merkava-Panzer würden erstmals massiv von FPV-Drohnen getroffen.

Israel kompensiere dies mit „performativen Massakern“ aus der Luft.

Schäden und Zensur

Auf die Frage Napolitanos nach Schäden durch iranische Raketen und Drohnen in Israel antwortete Blumenthal, Iran ziele primär auf US-Einrichtungen.

Die USA versteckten ihre F-35s auf der Nevatim-Basis.

Iran habe Awacs, C-130 und teure Radarsysteme auf US-Basen zerstört.

Die extreme Zensur in Israel verhindere genaue Informationen – sogar Fotos von Einschlägen könnten zu Spionagevorwürfen führen.

Er stellte die Frage, ob der Abschuss eines F-15E über Iran mit möglichen Verlusten von F-35s am Boden zusammenhänge.

Planet Labs weigere sich, Satellitenbilder freizugeben.

Vorgeschichte des Krieges

Blumenthal schilderte die Vorgeschichte anhand eines New-York-Times-Berichts:

Netanyahu und Mossad-Chef David Barnea hätten Trump und seine Berater mit Desinformation über ein angeblich unmittelbar bevorstehendes iranisches Atomwaffenprogramm gefüttert.

In einer Lagebesprechung am 11. Februar habe Netanyahu Trump gedrängt, einen Regime-Change-Krieg zu genehmigen.

Trump habe zugestimmt, ohne dass jemand widersprochen habe.

Bilanz des Krieges

Blumenthal zog Bilanz:

Nach über sechs Wochen habe die USA den Krieg verloren.

Kein Regime-Change, kein Verlust des angereicherten Urans, keine Schwächung der ballistischen Raketen, die Straße von Hormuz vollständig unter iranischer Kontrolle.

Iran sei stärker als zuvor, setze nun ein Mautsystem durch und erhalte de-facto Sanktionserleichterung durch militärische Stärke.

Trump versuche lediglich, sich über Krypto-Kanäle an den Einnahmen zu beteiligen.

Geopolitische Entwicklungen

Blumenthal sah positive Entwicklungen für Iran:

Spanien eröffne eine Botschaft in Teheran, diplomatische Isolation ende, Frankreich suche Kanäle zum Libanon.

Innerhalb Irans gebe es jedoch weiterhin Forderungen nach Vergeltung für Libanon.

Die Demokraten distanzierten sich vom Anti-Kriegs-Protest, attackierten Trump von rechts und zeigten sich unprinzipiell.

Eine Mehrheit der Demokraten-Wähler lehne Israel inzwischen ab.

Fazit

Max Blumenthal schloss mit scharfer Kritik:

Netanyahu zerstöre Trumps Präsidentschaft ähnlich wie zuvor Biden und Harris.

Die „Responsibility-to-Protect“-Doktrin sei entlarvt als bloße Rechtfertigung für imperiale Rohgewalt.

Selbst persisch-amerikanische Exilanten distanzierten sich nun von Trump.

Das Gespräch unterstrich eine tiefgreifende Krise: Israel diktiere weiterhin wesentliche US-Entscheidungen, während Iran strategisch die Oberhand gewonnen habe und die globale Energieversorgung kontrolliere.

(Auszug von RSS-Feed)

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Pepe Escobar und Lt. Col. Daniel Davis: Was wird dieser Waffenstillstand bringen?

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Eine tiefgehende Analyse von Pepe Escobar und Lt. Col. Daniel Davis

In einem hochspannenden Gespräch auf dem „Daniel Davis Deep Dive“ haben der renommierte geopolitische Analyst Pepe Escobar und der pensionierte US-Lieutenant Colonel Daniel Davis die aktuelle Lage nach der plötzlichen Ankündigung eines Waffenstillstands im Konflikt zwischen den USA, Iran und Israel beleuchtet.

Ob dieser Ceasefire zu einem dauerhaften Frieden führen oder nur eine kurze Atempause in einem hochkomplexen geopolitischen Schachspiel sein wird, bleibt völlig offen. Escobar und Davis analysieren die widersprüchlichen Signale aus Washington, die Rolle externer Vermittler wie Pakistan und China sowie die massiven Interpretationsunterschiede, die bereits am ersten Tag das gesamte Abkommen zu gefährden drohen.

Trumps widersprüchliche Botschaften:

Von „Zerstörung der Zivilisation“ zur „Goldenen Ära“

Präsident Donald Trump hat innerhalb weniger Stunden zwei diametral entgegengesetzte Aussagen auf Truth Social veröffentlicht. Noch am Vortag drohte er, Iran in die Steinzeit zurückzubomben und eine ganze Zivilisation auszulöschen – eine Formulierung, die Escobar als rhetorische Eskalation des „Empire of Chaos“ einordnet.

Nur Stunden später sprach Trump plötzlich von einem „großen Tag für den Weltfrieden“. Iran habe genug, die USA würden beim Schiffsverkehr in der Straße von Hormus helfen, den Wiederaufbau unterstützen und „viel Geld“ verdienen.

Escobar sieht darin nicht nur Trumps typische Volatilität, sondern ein klassisches Beispiel für narrative Manipulation: Trump lese weder die Originaldokumente noch reflektiere er seine eigenen Aussagen. Die plötzliche Kehrtwende sei weder logisch noch strategisch nachvollziehbar, sondern Ergebnis hektischer Hintergrundgespräche.

Die verborgenen Architekten:

Pakistan, China und die „Lost in Translation“-Diplomatie

Der eigentliche Ursprung des Ceasefire liegt nicht in Washington, sondern in einer diplomatischen Kette, die vor wenigen Tagen in Islamabad begann. Vier muslimische Staaten – Pakistan, Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei – trafen sich, um eine Deeskalation zu diskutieren.

Der pakistanische Außenminister reiste anschließend nach Peking, wo China unmissverständlich klar machte: Die bisherigen Vorschläge reichen nicht aus. Beijing übermittelte einen „fünf Punkte“-Katalog, der als Grundlage für die weiteren Verhandlungen diente.

Pepe Escobar, der Pakistan aus jahrzehntelanger Berichterstattung (auch vor und nach 9/11) bestens kennt, betont die zentrale Rolle des Landes als „Messenger“, nicht als Architekt.

Die derzeitige Regierung in Islamabad – die Imran Khan abgesetzt und inhaftiert hat – verfügt über enge Verbindungen zum US-Militär-Industrie-Komplex, zum Pentagon und zur CIA. Feldmarschall Asim Munir hat Trump sogar auf Speed-Dial.

Dennoch war Iran selbst nicht direkt involviert; alle Nachrichten liefen über pakistanische Kanäle. Escobar spricht von einem „epischen Lost in Translation“: Die USA haben einen 15-Punkte-Plan formuliert, Iran einen 10-Punkte-Plan. Beide Seiten interpretieren die jeweiligen Dokumente völlig unterschiedlich.

China habe Teheran erst im allerletzten Moment überzeugt, dem Ceasefire eine Chance zu geben – mit dem Versprechen „We got your back“.

Die Kernkonflikte:

Libanon, Straße von Hormus und die 10-Punkte-Forderungen Irans

Bereits am ersten Tag des Waffenstillstands droht das Abkommen zu scheitern. Pakistan hatte von Beginn an klargestellt, dass Libanon Teil des Ceasefire sei. Sharif twitterte dies öffentlich – was implizierte, dass Washington zugestimmt hatte.

Dennoch startete Israel nur Stunden später eine massive Bombardierung Beiruts, auch in westlich geprägten Vierteln wie der Corniche. US-Außenamtssprecherin Caroline Levitt bestätigte später: Libanon sei nicht Teil des Abkommens.

Escobar sieht darin ein klares Zeichen: Israel – das „Death Cult in West Asia“ – wurde nicht einmal in die Verhandlungen einbezogen und sprengte den Deal bereits am Tag eins.

Noch gravierender ist der Streit um die Straße von Hormus. Iran hat dort mit chinesischer Hilfe ein alternatives Zahlungssystem (E1) aufgebaut und erhebt inzwischen Mautgebühren in Yuan.

Trump erwähnte zwar US-Hilfe beim Schiffsverkehr, doch Iran droht bei Verletzung des „Ceasefire on all fronts“ mit einer vollständigen Schließung der Meerenge. Escobar erklärt: Dies wäre das Ende des Petrodollars, wie wir ihn kennen.

Goldman-Sachs-Analysen hätten Washington seit Jahren gewarnt – doch niemand habe zugehört. Iran könne seine Reparationen allein durch die Mautgebühren finanzieren.

Die iranischen 10 Punkte sind für Washington unannehmbar: Garantie der Nicht-Aggression, Beibehaltung der Kontrolle über die Straße von Hormus, Ende aller Regionalkriege inklusive Hezbollah, Abzug aller US-Truppen, Reparationen, Anerkennung des Rechts auf Urananreicherung, Aufhebung aller Sanktionen.

Trump behauptete später, es gebe „keine Anreicherung“ und die USA würden „tief vergrabenen nuklearen Staub“ entfernen – obwohl er gleichzeitig zugab, dass dieser Staub seit dem Angriff unberührt unter Satellitenüberwachung liege.

Escobar sieht darin die endgültige Entlarvung der US-Begründung für den Krieg: Die „imminente Atombombe“ war ein Vorwand. Das wahre Ziel war Regime Change und die Eindämmung iranischer Machtprojektion – beides gescheitert.

Militärische Realität versus Washingtons Narrative

Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth sowie General CQ Brown präsentierten den Angriff als „spektakulären militärischen Sieg“. Iran sei „devastiert“, 80 % der Drohnen- und Raketenproduktion zerstört, die Luftverteidigung zu 80 % ausgeschaltet.

Escobar nennt dies schlicht „Lügen durch die Zähne“.

Die meisten unterirdischen „Missile Cities“ (über 31 Anlagen, viele in abgelegenen Provinzen wie Sistan-Belutschistan) seien unberührt. Iran habe den USA und Pakistan mitgeteilt, noch über 15.000 Raketen und 40.000 Drohnen zu verfügen – viele davon hochmoderne, in Russland aufgerüstete Modelle, die gegen Jamming immun sind.

Die Luftwaffe und Teile der Marine seien zwar getroffen, doch die Mini-U-Boote und die strategische Raketenreserve intakt.

Die petrochemische Industrie und zivile Infrastruktur (Brücken, Universitäten, Isfahan) hätten dagegen schwere Schäden erlitten – ein Preis, den Iran mit chinesischer und russischer Hilfe langfristig wieder aufbauen könne.

Nationale Kohäsion in Iran und die Rolle interner Kritiker

Trotz der Zerstörungen erlebt Iran eine nie dagewesene nationale Geschlossenheit.

Escobar berichtet von seiner langjährigen Kenntnis des Landes: Nach 47 Jahren brutalster Sanktionen kämpfe eine souveräne Nation praktisch allein gegen die stärkste Armada der Welt – und habe sie zum Stillstand gezwungen.

Frühere Divergenzen innerhalb der Gesellschaft (Wirtschaftspolitik, Islamische Republik) träten nun in den Hintergrund.

Selbst der ehemalige Außenminister Zarif werde in iranischen sozialen Medien als Verräter beschimpft, weil sein Artikel in „Foreign Affairs“ als Kapitulationsdokument wahrgenommen werde.

Ausblick:

Die Verhandlungen in Islamabad und die großen geopolitischen Linien

Am Freitag sollen die Gespräche in Islamabad beginnen – Iran wird voraussichtlich mit Außenminister Araghchi und Parlamentspräsident Ghalibaf vertreten sein.

Escobar erwartet, dass die Iraner Punkt für Punkt ihre Forderungen erläutern und in ein oder zwei Punkten (z. B. Reparationen über Hormus-Maut) kompromissbereit sein könnten.

Die eigentliche Frage sei jedoch die „Good Faith“ der US-Delegation. Nach zwei früheren Verratsszenarien mitten in Verhandlungen (inklusive der Ermordung des obersten Führers) sei das Vertrauen zerstört.

Iran wisse, dass es sich um einen größeren Krieg gegen souveräne Zivilisationen (Iran, Russland, China) handele, die Energiequellen kontrollieren.

Fazit

Escobar und Davis zeichnen ein düsteres, aber realistisches Bild: Ohne klare US-Anweisung an Israel, das Abkommen zu respektieren, ist der Ceasefire bereits „DOA“ (dead on arrival).

Die irrationalen Akteure auf beiden Seiten – Israel und ein volatiler Trump – machen jede Vorhersage riskant.

Dennoch: Sollte der Waffenstillstand halten, könnte er die Geopolitik der Region grundlegend verändern – mit einem gestärkten Iran, einem geschwächten Petrodollar und einer neuen Rolle Chinas und Pakistans als Vermittler.

Das Gespräch endet mit der Erkenntnis: Die Welt schaut zu, besonders der Globale Süden. Dort sieht man nicht die „devastierte“ Iran, sondern eine Nation, die trotz aller Widrigkeiten standhält.

Ob Washington diese Realität jemals anerkennen wird, bleibt die entscheidende Frage der kommenden Tage.

(Auszug von RSS-Feed)

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Seyed M. Marandi: Israel bricht Waffenstillstand, Iran antwortet mit Raketenangriffen und Mögliche Szenarien

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In einem aktuellen Interview mit dem US-amerikanischen Journalisten Glenn analysiert der iranische Professor Seyed Mohammad Marandi die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten. Marandi, Dozent an der Universität Teheran und ehemaliger Berater des iranischen Atomverhandlungsteams, beschreibt den Bruch des Waffenstillstands durch Israel, die iranische Vergeltung und die komplexen Hintergründe der Verhandlungen mit den USA.

Der aktuelle Konflikt und der Bruch des Waffenstillstands

Laut Marandi hat Israel den gerade erst vereinbarten Waffenstillstand massiv verletzt. Während der Aufzeichnung des Interviews am 8. April feuerten iranische Raketen Richtung Israel, als direkte Antwort auf anhaltende israelische Angriffe auf Libanon. Israel bombardiere libanesische Städte und Zivilisten mit Teppichbombardements, was zu Hunderten Toten, darunter viele Frauen und Kinder, geführt habe. Dies geschehe trotz des Waffenstillstandsabkommens.

Marandi betont, dass der pakistanische Ministerpräsident klar getwittert habe, Libanon sei Teil des Waffenstillstands. Dennoch behaupte US-Präsident Trump, es handele sich um eine „separate Scharmützel“. Diese Widersprüche zeigten die Schwäche Trumps und die Absicht Netanjahus, den Friedensprozess gezielt zu sabotieren. Die Angriffe dienten dazu, den Waffenstillstand zu unterlaufen und eigene politische Ziele zu verfolgen, indem sie die israelische Bevölkerung weiter radikalisieren.

Hintergrund der Verhandlungen und der iranische Plan

Das Interview beleuchtet die Vorgeschichte der Waffenruhe. Die USA hatten zunächst eine „bedingungslose Kapitulation“ Irans gefordert – ähnlich wie beim vorherigen 12-Tage-Krieg. Diese Position habe sich zu einem 15-Punkte-Plan entwickelt, den Iran ablehnte. Stattdessen erarbeitete der iranische Oberste Nationale Sicherheitsrat unter Einbeziehung des Obersten Führers Ali Chamenei einen eigenen 10-Punkte-Plan. Dieser wurde über Pakistan an die USA übermittelt und von Trump schließlich als Verhandlungsgrundlage akzeptiert.

Marandi beschreibt diesen Schritt als symbolisch bedeutsam: Ein arrogantes Imperium wie die USA habe sich gezwungen gesehen, die Rechte einer souveränen Nation anzuerkennen. Dennoch sei Skepsis angebracht. Die USA seien ein extrem arrogantes Reich, und Trump sei der arroganteste unter den „Kaisern“. Verhandlungen mit ihm seien unberechenbar, da er seine Positionen ständig ändere.

Militärische Lage und iranische Stärke

Iran bereite sich trotz der Waffenruhe auf das Schlimmste vor. Marandi, der selbst in den 1980er-Jahren als Freiwilliger im Iran-Irak-Krieg gekämpft hat, verweist auf die langjährige Vorbereitung Irans: Über 25 Jahre habe das Land Raketen und Drohnen entwickelt und gelagert – weit mehr, als die Gegenseite ahne. In den vergangenen 40 Tagen habe Iran kontinuierlich Ziele in Israel, US-Stützpunkte und beteiligte Akteure angegriffen, ohne dass seine Fähigkeiten nachgelassen hätten.

Die USA stünden vor großen Problemen: Ihre Truppen seien hastig in die Region verlegt worden, Basen seien zerstört, und die extremen klimatischen Bedingungen (Hitze, Feuchtigkeit, Sandstürme) im Persischen Golf würden Ausrüstung und Logistik massiv belasten. Reparaturkosten in früheren Kriegen hätten Hunderte Milliarden Dollar betragen. Hinzu kämen innenpolitischer Druck in den USA und internationale Kritik. Die Schließung der Straße von Hormus durch Iran verstärke diesen Druck zusätzlich.

Die Rolle Israels, der USA und westlicher Medien

Marandi kritisiert scharf die Doppelmoral des Westens. Während Israel libanesische Zivilgebiete nach der „Dahiya-Doktrin“ (systematische Zerstörung ganzer Viertel) bombardiere – vergleichbar mit dem „Mähen des Rasens“ in Gaza –, schweige die westliche Presse oder rechtfertige die Angriffe als Treffer auf „Hisbollah-Stützpunkte“. Weder Washington Post, New York Times, Guardian noch liberale oder konservative Kommentatoren äußerten Empörung über Trumps Drohungen, Iran „in die Steinzeit zurückzubomben“ oder die iranische Zivilisation auszulöschen.

Der Westen werde von einer „Epstein-Klasse“ beherrscht – einer oligarchischen Elite ohne moralischen Kompass. Iraner und Muslime würden als „Amalek“ (biblische Feinde) und Untermenschen betrachtet. Diese Haltung untergrabe die eigene humanitäre und demokratische Legitimation des Westens.

Die Straße von Hormus und wirtschaftliche Konsequenzen

Ein zentraler Punkt der Verhandlungen ist die Kontrolle der Straße von Hormus. Iran hat diese strategische Wasserstraße vorübergehend geschlossen und fordert nun Mitverwaltungs- oder Gebührenregelungen, möglicherweise gemeinsam mit Oman. Dies sei keine ursprüngliche iranische Absicht gewesen, sondern eine direkte Folge des US-Angriffs. Durch die Kontrolle werde Iran deutlich mächtiger, während die USA geschwächt wirkten.

Die Schließung behindere den Öl-, LNG- und Düngemitteltransport massiv und drohe eine globale Rezession auszulösen. Länder wie Indien spürten bereits die wirtschaftlichen Folgen. Marandi sieht darin einen Machtverlust der USA: Staaten des Globalen Südens könnten nun selbstbewusster auftreten.

Zukunftsperspektiven: Verhandlungen oder neuer Krieg?

Marandi ist pessimistisch, dass in den geplanten zwei Wochen ein umfassendes Abkommen erzielt wird. Möglicherweise würden leichtere Punkte geklärt und die Frist verlängert. Die grundlegenden 10 Punkte Irans – darunter Anreicherung, Raketenprogramm und regionale Beziehungen – seien für ein arrogantes Imperium schwer zu akzeptieren.

Mögliche Szenarien:

Fortsetzung israelischer Angriffe auf Libanon und iranische Vergeltung.

Beteiligung von Golfstaaten (z. B. UAE), die jedoch militärisch chancenlos seien. Ihre kritische Infrastruktur liege exponiert an der Küste und wäre bei einem Konflikt sofort bedroht.

Ein Übergang zu einem reinen Iran-Israel-Krieg, bei dem die USA indirekt (Betankung, Aufklärung) beteiligt blieben.

Die Golfdiktaturen hätten durch ihre Unterstützung der USA ihre Position verspielt. Iran werde freundliche Staaten (China, Russland) bei der Passage durch Hormus bevorzugen und Gegner benachteiligen.

Regionale Allianzen und langfristige Folgen

Irans Stärke beruhe auf Partnerschaften mit Irak, Jemen und Hisbollah, die autonom agierten. Diese Allianzen hätten den Krieg erschwert. Langfristig könnten Grenzen sich verändern, sollte die Konfrontationspolitik der Golfstaaten andauern.

Marandi schließt mit einer historischen Reflexion: Der Konflikt hätte vermieden werden können, wenn die USA auf Stimmen wie die von Flynt und Hillary Leverett (Autoren von „Going to Tehran“) gehört hätten. Stattdessen habe der zionistische Einfluss Frieden verhindert. Iran habe nach dem 11. September sogar Kooperation angeboten, sei aber enttäuscht worden.

Fazit

Das Interview zeigt ein selbstbewusstes Iran, das militärisch, strategisch und symbolisch gestärkt aus dem Konflikt hervorgeht. Gleichzeitig unterstreicht es die Instabilität durch israelische Provokationen und US-Unberechenbarkeit. Ob der Waffenstillstand hält, hängt maßgeblich davon ab, ob die USA Israel zügeln können – etwas, woran Marandi stark zweifelt. Die kommenden Tage und Wochen werden entscheiden, ob Verhandlungen Fortschritte bringen oder der Konflikt eskaliert. Die Schließung der Straße von Hormus und die iranischen Raketenangriffe sind klare Signale: Iran ist bereit, seine Souveränität und die Rechte der Region mit allen Mitteln zu verteidigen.

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Oberst Douglas Macgregor: US-Bodentruppen im Iran wären eine Katastrophe

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Interview und zentrale Warnung

In einem hochbrisanten Interview mit Judge Andrew Napolitano auf dem Kanal „Judging Freedom“ am 2. April 2026 warnte der pensionierte US-Oberst Douglas Macgregor eindringlich vor einem möglichen Bodeneinsatz amerikanischer Truppen im Iran. Der erfahrene Militärexperte bezeichnete die Idee als strategisches Desaster, kritisierte die aktuelle US-Politik scharf und warf der Regierung vor, die iranischen Fähigkeiten massiv unterschätzt zu haben. Macgregor, der seit Jahrzehnten als einer der scharfsinnigsten Kritiker amerikanischer Militärabenteuer gilt, zeichnete ein düsteres Bild von den Folgen einer Eskalation.

Grundsätzliche Kritik an US-Außenpolitik

Der Oberst begann mit einer grundsätzlichen Kritik an der amerikanischen Außenpolitik. Nicht erklärte Kriege seien in den USA leider Normalität geworden. Die Regierung führe präventive Kriege – also Angriffskriege –, ohne dass sich die amerikanische Bevölkerung darüber beschwere. Die Menschen hätten sich an den illegitimen Einsatz von Gewalt durch den Staat gewöhnt.

Macgregor zitierte dabei die Ideale der amerikanischen Gründerväter:
„Was wäre, wenn man sein Land manchmal nur lieben kann, indem man die Regierung ändert oder abschafft? Was, wenn Jefferson recht hatte? Was, wenn die beste Regierung die ist, die am wenigsten regiert? Was, wenn es gefährlich ist, recht zu haben, wenn die Regierung unrecht hat? Was, wenn es besser ist, für die Freiheit zu sterben, als als Sklave zu leben?“

Die größte Gefahr für die Freiheit sei genau jetzt.

Verluste und Lage der US-Basen

Im Gespräch mit Napolitano bestätigte Macgregor zunächst, dass es weit mehr amerikanische Verwundete und Tote gebe, als offiziell zugegeben werde. Die meisten Opfer seien Bodenpersonal auf den US-Basen im Persischen Golf, die massiv angegriffen und teilweise zerstört worden seien.

Er zeigte sich überrascht, dass überhaupt noch Personal dort stationiert war. Die Basen seien nach dem Rückzug der Briten in den 1960er Jahren von den USA übernommen worden – zunächst unter Präsident Carter als Reaktion auf eine vermeintliche sowjetische Bedrohung aus Afghanistan, die maßgeblich von israelischer Seite propagiert worden sei.

Tatsächlich hätten die Emirate und andere Golfstaaten die US-Präsenz gewollt, weil sie Schutz vor Iran erwarteten. Nun habe sich gezeigt, dass die USA diesen Schutz nicht bieten könnten – eine bittere Lektion für die gesamte Region.

Fehlende Evakuierung und Fehleinschätzung Irans

Trotz der Angriffe seien die Basen nicht evakuiert worden. Soldaten und möglicherweise auch Flieger und Marines hätten sich in zivile Gebäude wie Keller von Apartmenthäusern zurückgezogen. Das sei jedoch keine langfristige Lösung.

Macgregor machte deutlich: Die USA hätten die iranische Fähigkeit zur Kriegsführung massiv unterschätzt. Hätte man die Lage realistisch eingeschätzt, wären alle Kräfte längst abgezogen worden.

Truppenbewegungen und militärische Realität

Zu den rund 10.000 zusätzlichen Bodentruppen – Infanterie und Marines, die in den vergangenen zwei Wochen aus den USA verlegt wurden – erklärte Macgregor, diese befänden sich nicht auf den angegriffenen Basen. Einige Einheiten könnten zur Aufklärung möglicher Einsatzorte in die Region infiltriert sein, etwa in die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait oder Bahrain.

Die jüngste Gruppe von Marines sei jedoch nach Diego Garcia verlegt worden. Die US-Flotte halte sich Hunderte von Kilometern entfernt vom Eingang zum Persischen Golf auf, um nicht Ziel iranischer Angriffe zu werden.

Die Frage, wie man unter diesen Bedingungen Truppen in die Region bringen könne, sei extrem schwierig: Flugzeuge seien notwendig, doch Iran verfüge über eine lückenlose, persistente Überwachung – sowohl im eigenen Land als auch bis zu 1.000 Kilometer darüber hinaus. Dank russischer und chinesischer Satellitenintelligenz könne Teheran nicht nur alles sehen, sondern auch Gespräche auf dem Boden abhören. Ein solches Umfeld mache Überraschungsangriffe nahezu unmöglich.

Kritik an Trumps Darstellung Irans

Macgregor wandte sich dann der Rede von Präsident Trump vom Vorabend zu. Er sei keineswegs überzeugt von der Logik einer Invasion. Trump habe lediglich die Talking Points von Benjamin Netanjahu wiederholt: Iran als Terrorstaat, als Sponsor des Terrors, als größte Bedrohung der Welt.

Das sei eine einseitige, israelische Perspektive, die seit Jahren durch die Medien gepumpt werde. In Wirklichkeit sei Iran seit langer Zeit kein Terrorstaat mehr.

Macgregor erinnerte daran, dass General Qasem Soleimani den USA 2006/2007 im Irak geholfen habe, indem er Abkommen mit schiitischen Milizen vermittelte und diese zum Stopp der Kämpfe brachte. Später hätten eben jene Milizen maßgeblich zur Zerschlagung des IS beigetragen und Tausende Nicht-Sunniten, darunter Christen und Drusen, gerettet.

Die Behauptung, Iran baue ein riesiges Arsenal ballistischer Raketen, um die USA oder Europa zu bedrohen, sei absurd. Iran habe diese Raketen und Drohnen genau deshalb massiv ausgebaut, weil es keine Atomwaffe besitze und sich vor israelischen Angriffen schützen wolle. Der vorherige Oberste Führer habe den Bau einer Bombe ausdrücklich verboten.

Bewertung der Luftangriffe

Die bisherigen US-Luftangriffe mit über 11.000 Präzisionsmunition und Milliarden Dollar Kosten seien kein Erfolg gewesen. Iran feuere weiter präzise Raketen und Drohnen ab – sowohl auf Israel als auch auf Golfemirate.

Die israelische Luftabwehr, einschließlich Iron Dome, sei weitgehend ausgeschöpft. Statt der versprochenen Kapitulation in 96 Stunden habe man nun drei Wochen intensiven Bombardements hinter sich.

Die Behauptung Trumps, man habe 90 oder 80 Prozent der iranischen Kapazitäten zerstört, werde durch die anhaltenden Angriffe widerlegt.

Schlimmer noch: Der neue Oberste Führer Irans habe nun alle Verbote zum Bau von Atomwaffen aufgehoben. Genau das, was Trump verhindern wollte, werde nun mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten. US-Politik führe damit zur Proliferation von Atomwaffen weltweit. Jede mittelgroße Macht erkenne nun, dass ohne eigene Atomwaffe ein Angriff durch USA und Israel jederzeit möglich sei.

Kritik an Militärdoktrin und Einsatzplänen

Macgregor kritisierte auch die historische Fehleinschätzung der Luftmacht. Seit den Theorien von Billy Mitchell und Curtis LeMay werde geglaubt, man könne einen Gegner allein durch Bombardements in die Knie zwingen, ohne Bodentruppen.

Das habe nie funktioniert – weder im Zweiten Weltkrieg, noch in Serbien 1999 nach 78 Tagen Luftkrieg. Nun wiederhole sich das Muster: Nachdem die Luftangriffe scheitern, komme der Ruf nach Bodentruppen. Das sei ein Desaster.

Die Pläne des Pentagon, darunter ein Kommandounternehmen zur Beschlagnahme von angereichertem Uran, seien illusorisch. Iran habe eine Million Mann unter Waffen, lückenlose Überwachung und zahlreiche Luftabwehrsysteme. Spezialeinheiten seien in einem solchen Umfeld extrem verwundbar – wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Decoys und Täuschungen hätten die Luftangriffe bereits mehrfach genarrt.

Völkerrechtliche Bedenken

Besonders alarmierend fand Macgregor Trumps Ankündigung, im Falle keiner Einigung iranische Stromerzeugungsanlagen massiv zu bombardieren. Zivile Infrastruktur als Ziel sei völkerrechtlich ein Kriegsverbrechen.

Die USA hätten das zwar schon öfter getan, doch es ändere nichts an der Illegalität. Die Iraner würden sich niemals Israel – und damit den USA – unterwerfen. Die Geschichte und Mentalität des Landes ließen das nicht zu.

Man bombardiere Iran nicht, weil es eine existenzielle Bedrohung für die USA darstelle, sondern um israelische Dominanz durchzusetzen.

Globale wirtschaftliche Folgen

Schließlich warnte Macgregor vor den globalen Folgen. Die Weltwirtschaft werde bereits massiv geschädigt: Kunststoffindustrien in Korea und Japan stünden still, 47 kritische Produkte, die Erdöl benötigten, seien betroffen.

Indien leide, Nahrungsmittel, Treibstoff, Rohstoffe und Düngemittel fehlten weltweit. Eine Hungersnot drohe.

Dennoch habe Trump in seiner Rede keinerlei humanitäre Überlegung geäußert, kein Wort über die Folgen für die Zivilbevölkerung weltweit. Stattdessen werde in einem Vakuum gehandelt.

Fazit

Zusammenfassend bezeichnete Oberst Macgregor den gesamten Plan als logisch inkohärent, reckless und inkompetent.

Die Einführung von Bodentruppen – sei es für Inselbesetzungen, Uran-Suche oder andere Ziele – sei hochgefährlich. Die Flotte sei zu weit entfernt, Tankflugzeuge gingen verloren, die Versorgung sei kaum möglich.

Iranische ballistische Raketen und Drohnen würden Ziele auf kleinen Inseln (oft nur 14–15 Quadratkilometer groß) leicht treffen. Selbst die besten Marines und Spezialeinheiten könnten in dieser neuen Welt der persistenten Überwachung und präzisen Gegenangriffe nicht geschützt werden.

Macgregor zitierte den ehemaligen stellvertretenden Verteidigungsminister Robert Work: Solche amphibischen oder luftmobilen Operationen seien erst möglich, wenn die gegnerische Aufklärung und Strike-Fähigkeit vollständig ausgeschaltet sei – was hier nicht der Fall sei.

Schlussappell

Das Interview endete mit Macgregors Appell an Vernunft und Realismus. Die USA wiederholten die Fehler vergangener Kriege.

Statt Stärke zu demonstrieren, zeigten sie Schwäche und riskierten nicht nur das Leben amerikanischer Soldaten, sondern auch eine globale humanitäre und wirtschaftliche Katastrophe.

Oberst Douglas Macgregor machte klar: US-Bodentruppen im Iran wären kein Sieg – sie wären ein Desaster.

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„Wir schlafwandeln in den Dritten Weltkrieg“ – Doug Macgregor warnt vor globaler Eskalation

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Die Welt steuert nicht bewusst, sondern schleichend auf einen großen Krieg zu – das ist die zentrale Warnung des ehemaligen US-Obersts Doug Macgregor. In seiner Analyse zeichnet er ein düsteres Bild einer geopolitischen Lage, in der mehrere Konflikte ineinandergreifen und politische Eliten Risiken eingehen, deren Konsequenzen sie selbst kaum tragen würden.

Macgregor sieht Parallelen zur Vorkriegszeit vor 1914: ein internationales System, in dem keine Großmacht tatsächlich einen Weltkrieg will – aber alle bereit sind, Schritte zu gehen, die genau dorthin führen können. Der entscheidende Unterschied sei heute jedoch die Existenz von Atomwaffen. Diese verhinderten zwar den direkten großen Krieg, verschieben die Konflikte aber in einen Bereich „unterhalb der nuklearen Schwelle“, in dem dennoch enorme Zerstörung möglich ist.

Im Zentrum seiner Analyse steht der Ukraine-Krieg, den er als künstlich geschaffenen Konflikt beschreibt. Ohne westliche Interventionen und die politische Ausrichtung Kiews gegen Russland hätte es diesen Krieg seiner Ansicht nach nicht gegeben. Gleichzeitig wirft er dem Westen vor, die militärische Realität falsch einzuschätzen: Russland sei weder wirtschaftlich noch militärisch kollabiert, sondern habe seine industrielle und militärische Kapazität massiv ausgebaut. Sanktionen hätten nicht den erwarteten Effekt erzielt, während die westlichen Gesellschaften zunehmend an innerer Stabilität verlieren.

Macgregor kritisiert dabei vor allem die politischen Entscheidungsträger in Europa und den USA. Diese lebten, so seine Einschätzung, in einer „fantastischen Parallelwelt“, geprägt von Arroganz, Fehleinschätzungen und Wunschdenken. Die Annahme, Russland werde nicht eskalieren oder letztlich zusammenbrechen, sei gefährlich und könne zu einer direkten militärischen Konfrontation führen.

Ein weiterer zentraler Punkt seiner Analyse ist die zunehmende Entkopplung zwischen Bevölkerung und politischer Führung. Entscheidungen über Krieg und Frieden würden nicht mehr im Sinne der Mehrheit getroffen, sondern von kleinen Machteliten, beeinflusst durch wirtschaftliche Interessen und große Vermögen. Demokratie werde dadurch ausgehöhlt, während geopolitische Strategien zunehmend von finanziellen und machtpolitischen Kalkülen geprägt seien.

Besonders brisant wird seine Einschätzung im Hinblick auf den Nahen Osten. Ein Krieg zwischen Israel und dem Iran könnte seiner Ansicht nach der Auslöser für eine globale Eskalation sein. Ein solcher Konflikt würde nicht regional bleiben, sondern zwangsläufig Russland und China einbeziehen. Beide Länder hätten strategische Interessen und militärische Präsenz in der Region aufgebaut und würden nicht tatenlos zusehen, wenn Iran militärisch zerstört würde.

Macgregor warnt davor, dass viele in Washington und Europa die Situation völlig falsch einschätzen. Die Vorstellung, man könne einen begrenzten Krieg führen oder kontrollieren, sei eine gefährliche Illusion. Sobald ein solcher Konflikt beginne, könne er sich schnell ausweiten und außer Kontrolle geraten.

Dabei verweist er auch auf die globale Machtverschiebung. Während der Westen sich als dominierende Kraft sehe, stehe ein großer Teil der Welt – insbesondere Staaten des globalen Südens – politisch und wirtschaftlich näher an Russland, China und Iran. In einem größeren Konflikt wäre der Westen daher weit weniger isoliert handlungsfähig, als oft angenommen.

Ein besonders eindringlicher Teil seiner Analyse betrifft die wirtschaftlichen Folgen eines solchen Szenarios. Selbst ohne den Einsatz von Atomwaffen könnte ein globaler Konflikt die westlichen Volkswirtschaften schwer treffen: Handelsketten würden zusammenbrechen, Energiepreise explodieren und der Lebensstandard massiv sinken. Ein Krieg könne somit nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich verheerend wirken.

Macgregor erinnert zudem daran, dass große Kriege in der Geschichte oft nicht aus klaren Entscheidungen entstanden, sondern durch Ereignisse, Fehlkalkulationen oder bewusst herbeigeführte Vorfälle eskalierten. Beispiele wie Pearl Harbor oder der Golf von Tonkin zeigen seiner Ansicht nach, wie Konflikte politisch instrumentalisiert oder durch bestimmte Ereignisse ausgelöst wurden.

Seine Warnung ist eindeutig: Auch heute bestehe die Gefahr eines solchen Eskalationsmoments – etwa durch einen Zwischenfall auf See im Roten Meer, im Mittelmeer oder im Indischen Ozean. Ein einzelnes Ereignis könne ausreichen, um eine Kettenreaktion in Gang zu setzen, die in einen großen Krieg mündet.

Am Ende bleibt seine zentrale Botschaft: Die Welt befindet sich bereits in einer Phase multipler Konflikte, die jederzeit in einen größeren Krieg übergehen könnten. Nicht weil jemand ihn bewusst will, sondern weil politische Entscheidungen, Fehleinschätzungen und strategische Interessen immer weiter in Richtung Eskalation führen.

Oder, wie Macgregor es sinngemäß beschreibt:
Der gefährlichste Krieg ist der, in den man hineingerät, ohne ihn wirklich führen zu wollen.

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Die Welt wird nach dem Krieg gegen den Iran nicht mehr dieselbe sein

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Die Analyse des Ökonomen Michael Hudson

In einem aktuellen Interview mit Glenn Diesen hat der renommierte US-Ökonom und Historiker Michael Hudson die dramatischen Folgen des Krieges gegen den Iran für die globale Wirtschaft analysiert. Hudson, bekannt für seine kritische Auseinandersetzung mit dem US-Imperialismus und der Finanzialisierung der Wirtschaft, beschreibt den Konflikt nicht als regionalen Krieg, sondern als einen Wendepunkt, der die Weltordnung unwiderruflich verändert. Energieversorgung, Düngemittel, Finanzsystem und geopolitische Allianzen geraten ins Wanken – eine Rückkehr zur alten Normalität ist ausgeschlossen.

Krieg um Ressourcen und globale Kontrolle

Michael Hudson sieht den Krieg gegen den Iran als Teil eines umfassenden US-Versuchs, die Kontrolle über die Weltwirtschaft durch die Beherrschung der Öl- und Rohstoffexporte zu sichern. Der Konflikt sei kein isolierter militärischer Einsatz, sondern ein „Weltkrieg II“, weil Energie, Düngemittel und andere Exporte ölproduzierender Länder für die gesamte Welt lebenswichtig seien.

Die USA hätten bereits zuvor Venezuela angegriffen und dessen Präsidenten entführt, um das Öl unter eigene Kontrolle zu bringen. Nun gehe es um Iran: Das Ziel sei nicht die Verhinderung einer Atombombe – Iran strebe keine an –, sondern die vollständige Beherrschung der OPEC-Ölreserven.

Seit 2003 versuchten die USA, Irak, Syrien, Libyen und schließlich Iran zu kontrollieren. Die Straße von Hormus, durch die ein Großteil des saudischen und OPEC-Öls fließt, sollte zum Choke Point werden. Trump habe jedoch erkannt, dass eine militärische Besetzung der Inseln militärisch unhaltbar sei, und stattdessen direkt auf die Ölressourcen abgezielt.

Sanktionen als strategische Waffe

Hudson betont, dass die USA ihre Außenpolitik bewusst auf die Fähigkeit stützen, Ölexporte weltweit abzuschneiden. Sanktionen gegen Iran, Venezuela und Russland dienten genau diesem Zweck: Nur Öl aus US-kontrollierten Quellen solle den Verbündeten zur Verfügung stehen.

Trump habe dies offen ausgesprochen – im Gegensatz zu früheren Präsidenten, die dieselbe Politik verfolgten, aber weniger direkt. Kein ehemaliger US-Präsident (Biden, Obama, Bush) habe Trump kritisiert.

Selbst europäische Führer applaudierten ihm rhetorisch, obwohl sie den USA den Luftraum verweigerten. Die Sanktionen blieben bestehen, und niemand klage Trump als Kriegsverbrecher an. Dies zeige, wie tief die Abhängigkeit von der US-Dominanz in den Köpfen verankert sei.

Wirtschaftliche Folgen: Ein irreversibler Schock

Die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen seien katastrophal und irreversibel. Iran blockiere nicht nur Ölexporte vollständig, sondern auch Düngemittel und andere Rohstoffe.

Helium-Produktion sei durch Zerstörung der Anlagen unterbrochen, was bereits zu weltweiten Einschränkungen in der Medizintechnik führe. Obwohl Iran gegen Zahlung von zwei Millionen Dollar pro Schiff wieder begrenzte Ölexporte durch die Straße von Hormus zulasse, bleibe der Export von Düngemitteln gesperrt.

Die Welt stehe kurz vor der Pflanzsaison – ohne Düngemittel drohten massive Ernteausfälle. Die Unterbrechung der Lieferketten für Öl, Gas, Ammoniak, Schwefel und Helium sei nicht rückgängig zu machen.

Reparationen für die Schäden in Iran seien notwendig, doch niemand wisse, wer sie zahlen solle. Das Ergebnis: Die schwerste Depression seit den 1930er Jahren sei unvermeidbar, unabhängig davon, ob ein Waffenstillstand erreicht werde.

Die Börsenrallye in den USA – der Dow Jones stieg kurzzeitig um 1000 Punkte – sei reines Wunschdenken. Die Märkte ignorierten die Realität: Die Handlungen der USA und Israels seien irreversibel.

Das fragile US-Finanzsystem

Hudson erklärt detailliert, warum das US-Finanzsystem besonders verwundbar ist. Seit dem Hypotheken-Crash 2008 habe die Fed mit Nullzins-Politik die Banken gerettet, indem sie Kredite für Immobilien, Aktien und Anleihen vergünstigte.

Dies habe zu einer enormen Asset-Preis-Inflation geführt, während Reallöhne stagnierten und 40 Prozent der Amerikaner keine Ersparnisse besäßen.

Private-Equity-Firmen wie Blackstone hätten zu Billigzinsen Unternehmen aufgekauft, sie „financialisiert“ und ausgeblutet, um Renditen zu maximieren. Das gesamte System sei ein Ponzi-Schema.

Nun stiegen die Zinsen – und das System breche zusammen. Die Kriegsfolgen verschärften dies: Unterbrochene Zahlungsströme führten zu Kreditausfällen. Die Schuldenpyramide kehre sich in eine Schrumpfung – eine klassische Depression.

Geopolitische Verschiebungen

Auch die Auswirkungen auf andere Großmächte seien erheblich. Russland, China und Indien würden getroffen, aber anders als Europa.

Europa habe sich laut Hudson selbst isoliert, etwa durch den Verzicht auf russische Energie. Deutschland sei bereits ein warnendes Beispiel mit sinkendem BIP.

Die NATO und EU könnten unter diesem Druck zerbrechen: Regierungen müssten entweder massive Subventionen zahlen oder den Lebensstandard senken.

China fürchte um seine Energieversorgung, Indien müsse seine Strategie anpassen. Besonders hart treffe es den globalen Süden: Ohne Energie und Düngemittel drohten Hungersnöte, insbesondere in Afrika.

Das Ende der US-Hegemonie

Hudson beschreibt keinen langsamen Niedergang, sondern einen abrupten Bruch. Die USA hätten ihr eigenes Imperium durch aggressive Politik selbst destabilisiert.

Sanktionen, Kriege ohne Mandat und wirtschaftlicher Druck hätten das internationale System untergraben. Die Welt teile sich neu: Asien werde zum Zentrum, während Europa und die USA zurückfallen.

Internationale Institutionen wie IWF, Weltbank und UNO seien überholt. Neue Strukturen – eigene Währungen, Handelsregeln und Sicherheitsarchitekturen – würden notwendig.

Eine neue Weltordnung entsteht

Langfristig müsse die Welt lernen, sich unabhängig vom US-dominierten System zu machen. Selbstversorgung, neue Allianzen und alternative Finanzsysteme würden entscheidend.

Der globale Süden beginne zu erkennen, dass Abhängigkeit von westlichen Märkten gefährlich sei. Gleichzeitig verlagerten Konzerne ihre Aktivitäten, während neue Machtzentren entstehen.

Fazit: Eine Systemkrise ohne Rückkehr

Hudson zeichnet ein düsteres Bild: Der Krieg gegen den Iran habe die globalen Strukturen irreversibel beschädigt. Energiekrise, Finanzinstabilität und geopolitische Umbrüche seien unausweichlich.

Die Welt stehe vor einer grundlegenden Neuordnung.

Ob daraus Stabilität entsteht oder Chaos, hängt davon ab, ob Staaten bereit sind, neue Systeme aufzubauen – statt an einer alten Ordnung festzuhalten, die bereits zerbrochen ist.

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Iran macht Israel dem Erdboden gleich, Trump gerät in Panik, während US-Marines Kharg und Hormuz ins Visier nehmen | Larry Johnson

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Der Konflikt im Nahen Osten hat im März 2026 eine dramatische Eskalationsstufe erreicht. Im Rahmen der Operation „True Promise 4“ hat der Iran zusammen mit Verbündeten wie der Hisbollah und den Huthis aus dem Jemen Israel massiv unter Beschuss genommen. Gleichzeitig droht die Schließung der Straße von Hormuz die globale Energieversorgung zu destabilisieren. In einem aktuellen Interview analysiert der ehemalige CIA-Analyst Larry Johnson die Lage als asymmetrischen Abnutzungskrieg, in dem Israel und die Golfstaaten durch ihre geringere strategische Tiefe und erschöpfte Luftabwehr zunehmend in Bedrängnis geraten. Die US-Regierung unter Präsident Trump reagiert mit widersprüchlichen Signalen – von Drohungen einer Bodenoperation bis zu Panik über steigende Ölpreise.

Asymmetrie des Krieges: Größe, Tiefe und Ausdauer

Larry Johnson erklärt die Dynamik mit einem einfachen Vergleich: Ein großes Territorium (Iran) kann täglich Angriffe absorbieren und fortsetzen, während ein kleines Land (Israel, ca. 22.000 km²) schnell an seine Grenzen stößt. Israel verfügt nur über wenige große Ballungszentren – Jerusalem, Haifa und Tel Aviv –, in denen über die Hälfte der Bevölkerung lebt. Es gibt keine Dutzende verstreuter Kraftwerke oder Raffinerien wie im Iran.

Jeder Treffer auf israelische Infrastruktur wie die Chemiefabrik Ramat Hov nahe Dimona oder die Raffinerie in Haifa wirkt daher viel schwerwiegender als vergleichbare Schäden im Iran. Johnson betont: „Es schmerzt Israel mehr, eine einzige Chemiefabrik zu verlieren, als dem Iran zehn davon zu nehmen.“ Iran besitze strategische Tiefe, während Israels Fähigkeit, Schmerz zu ertragen, deutlich geringer sei – trotz der hohen Belastung für die iranische Bevölkerung.

Täglich gehen Berichte über Millionen Israelis in Schutzräumen ein. Die israelischen Abfangsysteme (Iron Dome, David’s Sling) zeigen deutliche Schwächen: Laut Berichten dringen bis zu 80 % der iranischen Raketen durch. Die Hisbollah koordiniert Angriffe aus dem Libanon, die Huthis aus dem Jemen nutzen sogar hypersonische Waffen wie die „Palestine 2“, die Israel in nur etwa 15 Minuten erreichen kann.

Schwere Verluste der IDF und interne Warnungen

Die israelische Armee (IDF) steht unter enormem Druck. Der aktuelle Generalstabschef hat vor dem Sicherheitskabinett Alarm geschlagen: Die IDF stehe kurz vor dem Kollaps, das Reservistensystem halte nicht mehr lange durch. Es fehle an einer neuen Wehrpflicht-, Reservisten- und Dienstverlängerungsgesetzgebung. Ohne diese könne die Armee ihre Routineaufgaben bald nicht mehr erfüllen.

Besonders dramatisch sind die Verluste im Libanon: Die Hisbollah hat in einem einzigen Tag 21 Merkava-Panzer (die modernsten der IDF) ausgeschaltet, zuvor bereits acht weitere. Insgesamt sollen seit Beginn der Offensive in Südlibanon über 100 Panzer zerstört oder kampfunfähig gemacht worden sein. Das erinnert an die Niederlage von 2006, ist aber nach Johnsons Einschätzung noch schwerwiegender. Israel habe weder die Hamas in Gaza entscheidend geschlagen noch die Hisbollah bezwingen können – trotz massiver materieller Überlegenheit.

Interne israelische Stimmen bestätigen die Krise: Ein ehemaliger Ombudsmann der IDF warnte, was im nächsten Kriegsabschnitt auf Israel zukomme, sei „erschreckend“. Johnson zitiert hebräischsprachige Medien, die offen über die prekäre Lage sprechen.

Erschöpfung der Luftabwehr in Israel und den Golfstaaten

Die Golfstaaten (UAE, Bahrain, Saudi-Arabien) und Israel haben in nur einem Monat Tausende Abfangraketen verschossen – offiziell bis zu 2.400 allein im Golfraum. Johnson zweifelt an diesen Zahlen: Der Gesamtbestand an modernen PAC-3-Raketen (Patriot) lag Ende 2025 bei maximal ca. 4.620 Stück weltweit. Ein erheblicher Teil sei bereits in der Ukraine und in früheren Konflikten verbraucht worden. Was jetzt gefeuert werde, seien vermutlich ältere PAC-2- oder gar PAC-1-Varianten – optisch eindrucksvoll, aber militärisch oft wirkungslos.

Die Folge: Die Luftverteidigung der Golfstaaten sei weitgehend erschöpft. Iran könne Ziele nach Belieben angreifen. Berichte sprechen von Treffern auf US-Kommandozentralen in den Emiraten, Drohnenangriffen auf die 5. US-Flotte und Schäden an Infrastruktur. Ein iranischer Sprecher reagierte auf Trumps Drohungen klar: Die Straße von Hormuz bleibe für „feindlichen Verkehr“ gesperrt; bei Angriffen auf iranische Anlagen drohe die vollständige Schließung, verbunden mit Vergeltung gegen Energieinfrastruktur in Israel und bei US-Verbündeten.

Die Golfstaaten unter Druck: Fragile Strukturen

Johnson beschreibt die Golfmonarchien als wenig resilient. Die Vereinigten Arabischen Emirate – trotz futuristischer Wolkenkratzer – verfügen teilweise über kein modernes Kanalisationssystem; Abwasser werde täglich per Lkw abtransportiert. 83 % der Einnahmen aus Öl, Tourismus, Handel und Finanzen seien durch den Konflikt weggebrochen. Dubai und andere Zentren leiden massiv.

Noch kleiner und verwundbarer ist Bahrain mit hohem schiitischem Bevölkerungsanteil und einem Herrscher, der das Land verlassen habe. Johnson prognostiziert: Möglicherweise brechen UAE oder Bahrain als Staaten in den kommenden Monaten zusammen. Saudi-Arabien und andere haben keine echte organische politische Basis – sie beruhen auf Stammesdominanz und Öleinnahmen. Im Gegensatz dazu wählten nur Irak und Iran ihre Führungen (wenn auch eingeschränkt).

Iran nutze die Situation, um die Machtverhältnisse im Golf neu zu ordnen – möglicherweise sogar in Abstimmung mit der Türkei.

US-Politik unter Trump: Widersprüche und Eskalationsrisiken

Präsident Trump sendet widersprüchliche Signale: Einerseits spricht er von Verhandlungen mit einem „neuen, besseren Regime“ in Iran, andererseits droht er mit der „Auslöschung“ von Kraftwerken, Ölfeldern und der Insel Kharg (dem zentralen iranischen Ölexporthafen). Gleichzeitig plant die US-Regierung offenbar Bodenoperationen – unter anderem mit Marines und Fallschirmjägern –, um die Straße von Hormuz „zu öffnen“ oder 1.000 Pfund angereichertes Uran zu bergen.

Johnson hält solche Pläne für logistisch hochproblematisch und militärisch fragwürdig:

Eine Bodenoperation auf Kharg oder zur Öffnung der Meerenge ignoriert Minen, Unterwasser-Drohnen, U-Boote, Küstenartillerie und Raketen.
Ein Raid ins iranische Inland (z. B. zu Uranlagern) erfordert extreme Luftunterstützung, Treibstoffdepots und birgt hohe Verlustrisiken – wie schon bei früheren US-Operationen (Eagle Claw 1980, Bin-Laden-Raid).
Die Idee, Öl zu kontrollieren, widerspricht früheren Sanktionslockerungen, die den Ölfluss eigentlich erhöhen sollten.

Johnson sieht hier „Panik, getarnt als Aggression“. Die Operationen seien teilweise PR-getrieben und gefährdeten US-Soldaten ohne klaren militärischen Nutzen.

Wirtschaftliche und globale Folgen: Stagflation und multipolare Verschiebung

Die Schließung der Straße von Hormuz (durch die normalerweise ca. 20 % des weltweiten Öls fließen) hat die Ölpreise massiv in die Höhe getrieben. In den USA stieg Benzin teilweise auf über 6 Dollar pro Gallone (Kalifornien). Diesel verteuerte sich noch stärker. Das treibt Inflation, Transportkosten, Düngemittelpreise und Lieferketten in die Höhe – mit Risiko einer Stagflation wie in den 1970er Jahren.

Iran verdient trotz Sanktionen weiter durch Exporte nach China (teilweise über chinesische Tanker mit „Toll“). Die Golfstaaten verlieren massiv. Langfristig beschleunigt der Konflikt den Übergang zu einer multipolaren Weltordnung: China profitiert vom Absatz von Elektrofahrzeugen, Russland und Iran festigen ihre Positionen. Der Dollaranteil an globalen Reserven sinkt weiter. Johnson sieht hier den Beginn einer neuen wirtschaftlichen und politischen Ordnung – vergleichbar mit dem Aufstieg Chinas nach 1972.

Selbst Flugzeugträger wie die USS Gerald Ford (die offenbar durch einen Brand schwer beschädigt wurde) und hohe Wolkenkratzer verlieren in dieser Ära mit Hyperschallwaffen und Drohnen an Relevanz.

Fazit: Ein Wendepunkt mit ungewissem Ausgang

Larry Johnson zeichnet ein Bild eines Krieges, den Israel und die US-gestützten Golfstaaten auf Dauer kaum durchhalten können. Die „Achse des Widerstands“ (Iran, Hisbollah, Huthis, irakische Milizen) zeigt Koordination und Ausdauer. Interne israelische Warnungen und erschöpfte Abwehrsysteme deuten auf ernste Schwierigkeiten hin.

Die US-Politik wirkt widersprüchlich und risikoreich. Ob eine Bodenoperation kommt oder Verhandlungen greifen, bleibt offen – doch die wirtschaftlichen Schocks (Ölpreise, Inflation) treffen bereits jetzt die globale Wirtschaft. Der Konflikt könnte die politische Landkarte des Nahen Ostens und die Weltwirtschaftsordnung nachhaltig verändern. Johnson warnt: Die kommenden Wochen und Monate werden entscheidend sein – mit hohem Risiko weiterer Eskalation.

(Auszug von RSS-Feed)
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