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Kältereport Nr. 15 /2026

veröffentlicht.
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Meldungen vom 6. April 2026:

UK: April-Schnee in Glasgow

Am Ostersonntag gab es in Glasgow starken Schneefall, und in der ganzen Stadt herrschten winterliche Verhältnisse. Der Verkehr war beeinträchtigt, weil sich die Bedingungen im Laufe des Tages weiter verschlechterten.

Auch in höheren Lagen der schottischen Berge herrschen weiterhin beeindruckende Schneemengen vor, mit hervorragenden Bedingungen auf den Gipfeln, insbesondere am und um den Cairngorm Mountain.
In Glen Feshie, etwa 900 m über Coire Garbhlach, hat sich in einer nach Nordwesten ausgerichteten Mulde eine mindestens vier Meter hohe Schneedecke gebildet. Schottland hat heute keine Gletscher mehr, schon seit Jahrtausenden nicht mehr, aber diese große Schneefläche, die sich bis in den April hinein gut hält, ahmt einen Gletscher gut nach.

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Bulgarien: Schnee-Rekord im April gebrochen

Der Botev-Gipfel in Bulgarien hat einen neuen Schneehöhenrekord für April aufgestellt. Auf dem Gipfel, der zum Balkangebirge (Stara Planina) gehört, wurden 333 cm Schnee gemessen – ein neuer Rekord, der den bisherigen Rekord von 325 cm aus den 1960er-Jahren (als die Höhenmessstation eingerichtet worden war) deutlich übertrifft.

An anderer Stelle, am Vitosha-Gebirge, hat der Neuschnee um weitere 20 cm die Lawinengefahr erhöht.

Es wird weiterer Schneefall erwartet, da sich in Bulgariens höher gelegenen Gebieten oberhalb von 1.500 m bis Anfang der Woche weiterhin Schnee ansammelt.

Die Schneehöhen in den europäischen Hochlagen sind bis in den April hinein beeindruckend. In Arcalis in Andorra beispielsweise liegen noch immer 4 Meter Schnee.

Unterdessen herrschten am Montag in tieferen Lagen weiterhin Minusgrade, so dass in den Weinbaugebieten Frostkerzen erneut angezündet werden mussten. Der Ostermontag begann mit deutlichem Frost in Nordfrankreich. Die Temperaturen sanken auf -3,7 °C in Mourmelon-le-Grand (Marne) und auf -2,4 °C in Charleville-Mézières (Ardennen).

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Kanada: Rekord-Schneemengen westlich von Calgary

Die Schneemenge in den Rocky Mountains von Alberta nähert sich Rekordwerten. Am Little Elbow Summit erreichte das Schneewasseräquivalent am 5. April 531 mm.

Das liegt deutlich über dem üblichen Bereich von 300 bis 400 mm und ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen (in den 1980er Jahren). Nur 1991 wurde mit 587 mm ein höherer Wert gemessen.

Diese Entwicklung wird durch eine anhaltende Tiefdrucktätigkeit über dem Pazifik vorangetrieben. Wiederholte Westströmungen haben Feuchtigkeit in die Rocky Mountains geleitet, wo sie in Form von anhaltendem Schneefall über den Quellgebieten von Alberta niedergeht. Diese Wetterlage hält seit Monaten an, so dass sich die Schneemenge stetig erhöht.

Das Ergebnis hängt nun von der Schneeschmelze ab. Eine allmähliche Schneeschmelze würde die Flüsse speisen, die Stauseen stabilisieren und den Druck auf die Wasserversorgung verringern. Eine rasche Erwärmung, insbesondere in Verbindung mit Regenfällen, erhöht natürlich das Hochwasserrisiko.

Die Überschwemmungen in Alberta im Jahr 2013 folgten einer ähnlichen Wetterlage, bei dem im Frühjahr starke Regenfälle auf eine bereits bestehende Schneedecke fielen.

Derzeit jedoch liegt im Westen Kanadas eine der höchsten Schneedecken seit Jahrzehnten für Anfang April.

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Nordindien: Anhaltende Abkühlung

Eine weitere westliche Strömung zum Saisonende lässt die Temperaturen in Nordindien stark sinken und bringt Neuschnee in die Himalaya-Regionen.

Die Höchsttemperaturen, die bei 33–35 °C lagen, sollen bis Mitte der Woche in Punjab, Haryana, Delhi und Uttar Pradesh auf 19 bis 26 °C sinken. Das sind etwa 8 bis 15 °C unter dem Normalwert und sorgt für Wetterbedingungen, die eher für den Februar als für den Frühling typisch sind.

Die Abkühlung wird durch einen erneuten Zustrom von Feuchtigkeit und instabiler Luft aus westlicher Richtung verursacht. Während dieses Tiefdruckgebiet über die Ebenen zieht, löst es großflächigen Regen, Gewitter und Hagel aus, während kältere Luft in der Höhe für starken Schneefall in den Höhenlagen sorgt.

Die Schneemengen in Himachal Pradesh sind für diese Jahreszeit bemerkenswert. In Gondhla fielen innerhalb von 24 Stunden 28,5 cm Schnee, innerhalb von 48 Stunden 41,5 cm. Im nahegelegenen Keylong fielen 20 cm.

Diese kalten, unbeständigen Wetterbedingungen beeinträchtigen die Weizenernte zum Zeitpunkt der Ernte.

Link: https://electroverse.substack.com/p/glasgow-wakes-to-april-snow-monthly?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 7. April 2026:

Italien: Capracotta unter mehr als zwei Metern Aprilschnee begraben

Capracotta in Italien wurde gerade von einem Frühlingsschneesturm heimgesucht, wie er eher für den Januar typisch ist.

Die Bergstadt in Molise, auf 1.421 m Höhe gelegen, wurde kürzlich von einem Schneesturm heimgesucht, der innerhalb von etwa 24 Stunden 1,5 m Schnee fallen ließ. Nachfolgende Berichte italienischer Medien zeigten, dass die Schneehöhe in der Stadt 2 m überstieg, wobei einige lokale Berichte angaben, dass die höchsten Schneeverwehungen 3 m erreichten.

Autos verschwanden, und die Bewohner gruben Tunnel, nur um aus ihren Häusern zu gelangen. Es wurde auch von Stromausfällen berichtet, da sich Eis auf den Leitungen ansammelte.

Capracotta ist einer der höchstgelegenen Orte im Apennin und einer der schneereichsten Orte Italiens. Der Ort hält zudem den Guinness-Weltrekord für den höchsten Schneefall innerhalb von 24 Stunden, nachdem dort im März 2015 2,56 m gefallen waren. Capracotta kennt sich mit Schnee aus. Dennoch verweisen italienische Medienberichte auf den April 1967 – das letzte Mal, so heißt es, als ein Sturm in der Spätsaison diesen Teil des Apennins in einem Ausmaß bedeckte, das dem jetzigen nahekommt.

In den gesamten italienischen Apenninen war der April von außergewöhnlichen Schneefällen geprägt.

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Kanada: Der kalte und schneereiche Winter

Der Winter 2025/26 in Kanada brachte in vielen Regionen anhaltende Kälte und außergewöhnliche Schneefälle mit sich, wobei an mehreren Orten Rekordwerte erreicht worden waren.

St. John’s, Neufundland, schaffte es zum erst siebten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1875 in den „500-cm-Club“. Zuletzt wurde diese Marke in der Saison 2002/03 erreicht, und da die Saison noch einige Wochen dauert, könnten die Gesamtwerte weiter steigen.

Auch Sault Ste. Marie in Ontario überschritt dank einer der stärksten Schneefälle in der späten Saison die 500-cm-Marke.

Ein Schneesturm im März, gefolgt von wiederholten See-Effekten, ließ die Gesamtwerte stark ansteigen. Allein im Jahr 2026 verzeichnete die Stadt 363 cm, was fast einer Verdopplung der bis Ende Dezember gefallenen Schneemenge entspricht.

Toronto nähert sich derzeit seinem historischen Schneefallrekord.

Die saisonale Gesamtmenge liegt bei fast 190 cm und ist damit bereits die viertgrößte jemals gemessene Menge; der Rekord von 206,7 cm aus den Jahren 1938–39 ist in greifbarer Nähe.

Am 25. Januar verzeichnete der Toronto Pearson International Airport 46,2 cm an einem einzigen Tag – ein Stationsrekord –, wobei in Teilen der Stadt bis zu 56 cm gemessen worden sind.

Weiter westlich hat Calgary einen sehr starken Anstieg gegen Ende der Saison verzeichnet.

Die Schneemenge hat bereits den Jahresdurchschnitt von 128 cm erreicht, wobei weitere Neuschneefälle wahrscheinlich sind.

Ausschlaggebend dafür waren anhaltende Kaltluftmassen in Verbindung mit aktiven Tiefdruckgebieten und in der Region der Großen Seen wiederholte Verstärkung durch den Seeeffekt. Diese Bedingungen haben dazu geführt, dass sich der Schnee effizient ansammeln und auf dem Boden verbleiben konnte, wodurch die Gesamtmengen historische Werte erreichten (und sogar übertrafen).

Der Winter hat nördlich der Grenze ganze Arbeit geleistet.

Und er treibt immer noch gelegentlich Kaltfronten nach Süden in die Vereinigten Staaten…

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USA: Polarwirbel hält die Kälte im Spiel

Über Kanada hält sich weiterhin ein starker kalter Polarwirbel, dessen Kern über der Hudson Bay nach wie vor intakt ist.

Den neuesten ECMWF-Prognosen zufolge bleiben die Temperaturen in 500 hPa bis Mitte April bei etwa -45 °C und steigen erst allmählich auf -40 °C.

Das ist hoch winterliche Luft, die bis weit in den Frühling hinein anhält.

Das Ergebnis ist eine fragmentierte, von Kaltluft geprägte Wetterlage über den 48 kontinentalen Bundesstaaten – kein landesweites arktisches Muster, sondern gezielte, wechselnde Kaltluftvorstöße, die mit der Zirkulation zusammenhängen und vor allem den Norden und Osten betreffen, während es im Süden wärmer wird.

Mehrere „Alberta Clippers“ ziehen diese Woche über den Mittleren Westen, die Region der Großen Seen und den Nordosten hinweg. Innerhalb eines Zeitraums von sechs Tagen werden mindestens drei Systeme erwartet, die jeweils die kalte kanadische Luft anzapfen und für leichte Schneefälle sorgen – sogar bis Mitte April.

Über den Großen Seen und im Nordosten fällt bereits Schnee, und bis Mitte der Woche werden weitere Schneeschauer erwartet.

Obwohl lokal begrenzt, wird sich diese Wetterlage als hartnäckig erweisen.

Für rund 74 Millionen Amerikaner werden Tiefsttemperaturen unter dem Gefrierpunkt vorhergesagt, vor allem im nördlichen Teil des Landes, mit Werten bis -18°C im Norden von Minnesota [= die 0-Grad-Marke Fahrenheit. A. d. Übers.]. Insgesamt in den USA liegen die Temperaturen nur leicht unter dem Durchschnitt, doch regional bleibt die Kälte dort, wo sie sich festsetzt, weiterhin ausgeprägt.

Die gleiche Wetterlage schränkt Unwetter ein. Kalte, trockene Luft im Norden und Osten unterdrückt die Konvektion, während die wärmeren südlichen Regionen von dieser Energie weitgehend abgeschirmt bleiben – vorerst.

Link: https://electroverse.substack.com/p/capracotta-buried-by-2m-of-april?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 8. April 2026:

Nordindien, Himalaya: Verbreiteter April-Schnee

Schnee im April ist im Himalaya nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist jedoch das Ausmaß dieses jüngsten Schneefalls.

Der Schnee fällt gleichzeitig in mehreren Bezirken von Himachal Pradesh, von den hochgelegenen Gebieten in der Nähe des Atal-Tunnels bis hinunter in den oberen Teil des Shimla-Gebiets, darunter Narkanda, Kotkhai und Baghi.

Es handelt sich um ein Wetterphänomen, das mehrere Höhenlagen gleichzeitig betrifft.

Aufeinanderfolgende westliche Wettersysteme sorgen für anhaltende Niederschläge. In höheren Lagen fällt stetiger Schnee, was die Lawinengefahr erhöht, während auch in mittleren Höhenlagen Schneeverwehungen gemeldet werden.

Im April wird Schnee in Höhenlagen ab 2.500 m erwartet. Schnee in tiefer gelegenen Obstbaugebieten ist seltener, insbesondere mit Schneeverwehungen. Aufnahmen aus Kotkhai zeigen, wie nasser Schnee sich auf Hagelschutznetzen ansammelt.

Berichte bestätigen Auswirkungen in Shimla, Kullu, Kangra und Mandi.

Der Winter hat sich noch nicht vollständig in die höheren Lagen zurückgezogen. Dieses Wetterphänomen hat den Bergen wieder kältere Bedingungen verschafft. Eine echte Entspannung ist nicht in Sicht – zumindest nicht in dieser Woche.

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Bering-See: Meereis hält sich in ungewöhnlich winterlichem Ausmaß

Das Eis in der Beringsee breitete sich in diesem Winter ungewöhnlich weit nach Süden aus, erreichte seine größte Ausdehnung seit mindestens 2013 und erreichte Gebiete, in denen es in den letzten Jahren kaum oder gar kein Eis gab.

Das Eis erstreckte sich über die Bristol Bay, entlang der Alaska-Halbinsel und bis hin zu Cold Bay, Unimak Island und den Pribilof-Inseln. An einigen Stellen waren Fischer gezwungen, durch Eisfelder zu navigieren.

Dies war auf ein anhaltendes Hochdruckgebiet über der Beringsee zurückzuführen, das lokal kalte Luft einschloss und so die Eisbildung begünstigte. Gleichzeitig lenkte es Stürme und mildere Südwinde in die Ochotskische See und begrenzte dort die Eisbildung.

Während sich in der Beringsee Eis bildete, hatten andere Regionen Mühe, überhaupt Eis zu bilden.

Dies verdeutlicht einen wichtigen Punkt, der in allgemeinen Zusammenfassungen der polaren Bedingungen oft übersehen wird. Meereis ist nicht nur eine Funktion der Temperatur. Es wird stark von Windrichtung, Drucksystemen und Meeresströmungen beeinflusst. Ändert sich die Zirkulation, reagiert das Eis schnell – es wächst in einer Region, während es sich in einer anderen zurückzieht.

All dies hat reale Auswirkungen. Die Ausdehnung beeinträchtigte den Fischfang, da Schiffe im südöstlichen Teil der Beringsee Mühe hatten, sich durch das Eis zu navigieren. Auch maritime Ökosysteme sind betroffen, da Meereis die Wassertemperaturen verändert und Arten wie den Pazifischen Kabeljau in andere Gebiete drängt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/widespread-april-snow-hits-himachal?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 9. April 2026:

USA: Frühlingssturm bringt erhebliche Schneemengen in der Sierra Nevada

Ein spätwinterlicher Schneesturm zieht in die Sierra Nevada und bringt den dringend benötigten starken Schneefall mit sich.

Zunächst bleibt die Schneefallgrenze bis Freitag hoch, was die ersten Schneemengen begrenzt. Am Samstag folgt dann jedoch deutlich kältere Luft mit einem Absinken der Schneefallgrenze bis auf Seehöhe.

Auf Seehöhe werden mehrere Zentimeter erwartet, in höheren Lagen sollen bis Sonntag bis zu 61 cm fallen. Auf den höchsten Gipfeln könnten die Werte noch weit darüber liegen.

Für Höhenlagen über 1.370 Metern gilt von Freitag 17 Uhr bis Sonntag 22 Uhr eine Wintersturmwarnung. „Reisen in den Bergen könnten sehr schwierig bis unmöglich sein“, warnt der NWS.

Und schon bald könnte noch mehr kommen.

Frühe Vorhersagen deuten auf unterdurchschnittliche Temperaturen und anhaltende Niederschläge bis in die letzte Aprilwoche hin mit der Möglichkeit weiterer Schneefälle.

In der Sierra gibt es in diesem Jahr bnislang ein Defizit. Aber der Winter ist noch nicht vorbei.

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Kanada versinkt im Schnee

Während der Westen der USA in dieser Saison etwas zu kämpfen hatte, liegen weite Teile Kanadas unter einer dicken Schneedecke.

Im Westen hat das Banff Sunshine Village die 800-cm-Marke überschritten, begünstigt durch einen März mit 208 cm Neuschnee, der eher an den Hochwinter als an den Frühling erinnerte.

Das nahegelegene Skigebiet Lake Louise startete bereits im Dezember mit 282 cm in die Saison – es war der schneereichste Dezember seit 1970.

Die Messstationen in den Quellgebieten von Alberta liegen für Anfang April nahe dem oberen Ende ihrer historischen Bandbreite, was zeigt, dass es sich nicht nur um die Gesamtwerte der Skigebiete handelte – das gesamte Gebirgssystem verzeichnete eine beträchtliche Schneehöhe.

Das Bild wiederholt sich im Osten.

St. John’s hat nun die 500-cm-Marke für diese Saison überschritten und erreicht diese Schwelle damit erst zum siebten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1942. Allein im Februar fielen 178,2 cm – ein Rekordmonat in Sachen Schneefall. Tatsächlich war es in ganz Neufundland sehr schneereich, wobei mehrere Messstationen Werte weit über dem Normalwert verzeichneten.

Ontario folgte. Sault Ste. Marie überschritt Anfang April die 550-cm-Marke, womit dieser Winter wenige Wochen vor Saisonende in greifbarer Nähe seines saisonalen Allzeit-Schneefallrekords liegt.

Quebec too. Le Valinouët cleared 500 cm (197 in) before February had even ended.

Eine außergewöhnlich kalte Wintersaison sorgte dafür. Der März war wirklich ungewöhnlich. Bereits im Dezember sank die Temperatur in Braeburn auf -55,7 °C – die niedrigste in Kanada seit 1999 gemessene Temperatur.

In den Rocky Mountains bildete sich durch wiederholte Pazifikstürme eine dicke Schneedecke. In Neufundland und im Osten Kanadas türmte sich der Schnee durch anhaltende Atlantikstürme auf. Ontario schloss die Lücke mit Neuschnee durch den Seeeffekt.

Insgesamt überschritten mehrere Orte die 500-cm-Marke, Rekorde fielen – und es ist noch nicht vorbei.

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Nordindien: Weiter starke Kälte – Rekorden fallen

Eine für den April ungewöhnliche Kältewelle hält Nordindien weiterhin im Griff, wodurch die Temperaturen deutlich unter den Normalwerten liegen und an zahlreichen Messstationen langjährige Rekorde gebrochen wurden.

Die Tageshöchsttemperaturen liegen in der gesamten Region 7 °C bis 15 °C unter dem Durchschnitt, was auf die anhaltende Bewölkung im Zusammenhang mit aktiven Weststörungen zurückzuführen ist. Dies steht im Gegensatz zu der für Anfang April typischen Hitze.

In Delhi verzeichnete die Wetterstation Palam am 9. April eine Tiefsttemperatur von 14,6 °C – die niedrigste April-Tiefsttemperatur seit mindestens 2010.

Weiter nördlich nimmt die Kälte in den Hügeln zu.

In Shimla sank die Temperatur auf 3,6 °C, den niedrigsten Wert im April seit mindestens 23 Jahren, während Mukteshwar auf 1,4 °C fiel – den tiefsten Wert im April seit 2009.

Eine große Reihe von Messstationen im Himalaya und im Vorgebirge des Himalaya meldete ähnlich niedrige Tiefstwerte, wobei die Temperaturen für diesen Monat auf einem historischen Tiefstand lagen.

Auch die Tageswerte sind stellenweise stark eingebrochen.

In Tehri wurden am Donnerstag nur 8 °C gemessen, rund 17 °C unter dem Normalwert. In Mukteshwar wurden nur 6,2 °C erreicht, etwa 16 °C unter dem Durchschnitt. Das sind Höchstwerte wie mitten im Winter, die im April auftreten.

In höheren Lagen war es kalt genug, um frischen, weit verbreiteten Schneefall zu verursachen.

Dies ist weder von kurzer Dauer noch ein Einzelfall. Und Indien ist kein kleines Land – die Kälte hat sich von den Ebenen bis in die Hügel ausgebreitet, wobei ein Großteil des 3,3 Millionen km² großen Landes Temperaturen weit unter dem Durchschnitt ausgesetzt ist:

Link: https://electroverse.substack.com/p/spring-storm-brings-snow-boost-to?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 10. April 2026:

Kanada: Polarwirbel hält den Winter fest

Es ist Mitte April, und Kanada befindet sich nach wie vor in tiefstem Winter.

Der troposphärische Polarwirbel ist weiterhin intakt und weist eine Stärke wie im Hochwinter auf.

Anstatt sich mit Beginn des Frühlings abzuschwächen, hält er eine starke Zirkulation über der Hudson Bay aufrecht, wodurch die Region vereist bleibt und weiterhin arktische Luft nach Süden getrieben wird.

Die Vorhersagen für die nächsten 10 Tage zeigen wiederholte Kälteeinbrüche in Zentral- und Ostkanada.

In der Höhe ist die Kälte für diese Jahreszeit ungewöhnlich tiefgreifend. Modelle zeigen 500-mb-Temperaturen von fast -48 °C noch bis zum 17. April – Werte, die eher für Januar als für Mitte April typisch sind.

Diese Kälte in der Höhe hält die Bedingungen an der Oberfläche aufrecht. Die Hudson Bay bleibt eisbedeckt, ohne dass eine nennenswerte Schneeschmelze in Gang kommt. Anstatt sich zurückzuziehen, wird die Kaltluftmasse immer wieder verstärkt.

Was den Schnee betrifft, so sehen die nächsten zwei Wochen sehr aktiv aus.

Anzeichen für Frühlingsschneefall verstärken sich nicht nur in ganz Kanada, sondern auch im Westen der USA, wobei die Schneemengen bis in die letzte Aprilwoche (und möglicherweise bis in den Mai) hinein anhalten.

Der Frühling versucht vorzudringen. Die Atmosphäre will davon jedoch nichts wissen.

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Nordindien: Aprilschnee trifft Himachals Apfelanbaugebiet zum ungünstigsten Zeitpunkt

Himachal Pradesh wurde gerade zum Höhepunkt der Blütezeit von Apfelbäumen von starken, großflächigen Schneefällen heimgesucht, die den Apfelanbaugebiet des Bundesstaates genau zu dem Zeitpunkt trafen, als in den Obstgärten der Fruchtansatz einsetzte.

Im gesamten Gebiet von Upper Shimla – einschließlich Narkanda und Kotkhai – melden die Obstbauern weitreichende Schäden. Blüten wurden abgeknickt, Äste abgebrochen und Hagelschutznetze sind unter der Last des nassen Schnees zusammengebrochen.

Zu dieser Jahreszeit befinden sich Apfelbäume in ihrer empfindlichsten Phase. Schnee schädigt nicht nur die sich öffnenden Blüten, sondern beeinträchtigt auch die Bestäubung. Es ist nun mit einem drastischen Rückgang der Erträge zu rechnen.

Aus mehreren Distrikten, von Kufri und der Region um den Atal-Tunnel bis hin zu Lahaul-Spiti, Kinnaur, Chamba, Kangra und Kullu, wurde Schneefall gemeldet. Starker Regen und Hagel begleiteten das Ereignis und weiteten die Auswirkungen weit über die höheren Lagen hinaus aus.

Rund 75 Straßen wurden gesperrt, darunter wichtige Autobahnen, und es kam zu Stromausfällen, als Hunderte Transformatoren außer Betrieb gesetzt wurden.

Auch die Temperaturen sind stark gesunken. Die Tageshöchstwerte fielen um 12 bis 17 °C, wodurch die Bedingungen wieder winterlich wurden. Auch die Tiefstwerte lagen unter dem Normalwert, was den durch den Schnee bereits verursachten Stress für die Pflanzen noch verstärkte.

Die Warnungen bleiben bestehen, und es sind weitere Stürme möglich, bevor sich die Lage nach Mitte April entspannt.

Für die Obstbauern ist der Schaden bereits angerichtet. Die nun verlorenen Blüten lassen sich nicht mehr ersetzen. Der Fruchtansatz wurde beeinträchtigt. In einer Region, die stark vom Apfelanbau abhängig ist, wird dieser Kälteeinbruch in der späten Saison in den kommenden Monaten wahrscheinlich zu erheblichen finanziellen Verlusten führen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/polar-vortex-holds-canada-in-winter?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 16 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 10. April 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Kältereport Nr. 15 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

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Kältereport Nr. 14 /2026

veröffentlicht.
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Meldungen vom 30. März 2026:

Europa: Der Winter kehrt zurück

In den letzten Märztagen hat der Winter in weiten Teilen Europas wieder Einzug gehalten, begleitet von Neuschnee, Minustemperaturen und einem derzeit über den Alpen tobenden heftigen Sturm.

In der Region Elbasan in Zentralalbanien sorgte starker Schneefall für eine abrupte Rückkehr des Winters in Elbasan, Librazhd, Gramsh und Prrenjas, wo sich 25 cm Schnee ansammelten; in höheren Lagen, darunter im Nationalpark Shebenik, fielen noch größere Schneemengen.

Im Süden, in Griechenland, kam es zu Schneefällen über den Bergregionen von Epirus und Westmakedonien. Im Nordwesten Griechenlands herrschen eher für den Hochwinter als für Ende März typische Bedingungen, so dass Schneeräumdienste im Einsatz sind.

Im Osten, in den Alpen, entwickelt sich ein zweistufiger Sturmzyklus.

Eine erste, eher schwache Welle brachte in der Nacht zum Samstag 15 cm Schnee in den westlichen und nördlichen Gebirgsregionen, wobei die Schneefallgrenze auf 400 m sank, und in den meisten Skigebieten gab es Schneeverwehungen.

Das Hauptereignis erstreckt sich von Montagnachmittag bis Dienstagabend, wobei die Modelle nun weitgehend übereinstimmen: Die Schneefallgrenze sinkt von anfänglich etwa 900–1.100 m unter 500 m während der höchsten Intensität, wobei in den nördlichen und westlichen Alpen flächendeckend 35–60 cm erwartet werden, lokal sogar weit mehr.

In besonders betroffenen Gebieten könnten 80 cm erreicht werden, teilweise sogar bis zu 100 cm.

Die Situation hat sich bereits als gefährlich erwiesen.

Im Zillertal, einem Alpental östlich von Innsbruck im Westen Österreichs, wurden am Wochenende zwei Freerider von einer Schneebrettlawine verschüttet. Einer konnte sich befreien; der andere wurde aus 1,6 m Tiefe geborgen, aber für tot erklärt. Die Lawinengefahr wurde aufgrund der Neuschneelast auf Stufe 4 von 5 eingestuft. Mit diesem Todesfall steigt die Gesamtzahl der Todesopfer in Österreich in dieser Saison auf 30, fast doppelt so viele wie im 10-Jahres-Durchschnitt.

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Die Kälte erstreckt sich bis nach Nordafrika

Die gleiche Kaltluftmasse, die derzeit Schnee in Europa bringt, dringt nun nach Süden in Richtung Sahara vor.

Aktuelle Vorhersagen zeigen Temperaturabweichungen von etwa 15 °C unter dem Normalwert in Teilen Nordafrikas. Anstelle der üblichen Tageshöchsttemperaturen um die 25 °C könnten einige Regionen Mühe haben, zweistellige Werte (10 °C) zu erreichen.

Graphik: 500-hPa-Strömungsfeld (dünne Linien) und Temperatur-ABWEICHUNG am Boden lt. Farbskala rechts unten.

In den höheren Schichten dürfte ein sich bildendes Tiefdruckgebiet die Instabilität verstärken, wodurch Feuchtigkeit tief in die Wüstenregionen vordringen kann. Das Ergebnis ist eine seltene Wetterlage, die in Teilen der Sahara zu Niederschlägen führt.

Kalendertechnisch ist es zwar Ende März, doch in einem breiten Streifen von Mitteleuropa bis zur Sahara verhält sich die Atmosphäre ganz anders.

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Kaschmir: Viele Lawinen

Entlang der Autobahn zwischen Srinagar und Leh im Norden Indiens sind mehrere Lawinen abgegangen; dabei kamen sieben Menschen ums Leben und fünf weitere wurden verletzt, nachdem Fahrzeuge in der Nähe des Zojila-Passes unter Schnee und Geröll begraben worden waren.

Rettungskräfte wurden sofort entsandt und bemühten sich, den Schnee zu räumen und die unter den Trümmern Verschütteten zu lokalisieren.

Mit Blick auf die Zukunft werden häufig Wettersysteme von Westen her weiterhin über Nordindien ziehen, wodurch die Temperaturen niedrig bleiben und wahrscheinlich bis mindestens zum 20. April keine Hitzewellen im April auftreten werden – was in diesem Teil der Welt oft ein Problem zu Beginn der Saison darstellt.

Auch in den Ebenen hat sich der jahreszeitliche Temperaturanstieg verzögert.

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Kanada: Spätfrost in Quebec

In Nunavik, Quebec, wurde gerade eine extreme Kältewelle verzeichnet.

Die Region verzeichnet Rekordwerte für Ende März: In Renard Mine sank die Temperatur auf -45 °C, im Pingualuit-Nationalpark auf -40,7 °C, in den Monts de Puvirnituq auf -40,5 °C, in Akulivik auf -39,8 °C und in der Raglan-Mine auf -38,7 °C.

Zum Vergleich: Der bisherige Tiefstwert für den Monat April in Quebec liegt bei -40 °C. Doch schon jetzt, nur wenige Tage vor Ende des Monats, friert die Provinz bei -45 °C.

In weiten Teilen Kanadas lagen die Temperaturen in diesem März deutlich unter dem Normalwert.

Das gilt auch für Alaska.

Fairbanks beispielsweise ist auf dem besten Weg, den kältesten März seit Beginn der Aufzeichnungen (seit 1929) zu verzeichnen:

Niedrigster Wert in diesem Jahr: -11,8°F ≈ -24,3°C! {Höchster Wert im Jahr 1961 -3,2°F ≈ -19,6°C}

Link: https://electroverse.substack.com/p/winter-returns-to-europe-cold-extends?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 31. März 2026:

Kanada: Auch Ende März im Griff arktischer Kälte

Der Winter hat Kanada nach wie vor fest im Griff.

In Rivière aux Feuilles, Nunavik, Quebec, sank die Temperatur am 30. März auf -43,3 °C – ein extremer Wert für diese späte Jahreszeit und rund 25 °C unter dem Durchschnitt. Zwei Tage vor April liegt dieser Wert nur 3,3 °C über dem absoluten April-Rekordwert für Quebec.

Das ist kein Einzelfall. In weiten Teilen Kanadas lagen die Temperaturen bis März deutlich unter dem Normalwert.

Und diese Wetterlage hält an.

Eine anhaltende Tiefdruckrinne über Kanada hält die arktische Luft fest, während in weiten Teilen der Vereinigten Staaten ein Hochdruckgebiet vorherrscht. Eine positive Arktische Oszillation drängt die Kälte praktisch in die hohen Breitengrade – mit Kanada im Zentrum.

Die Vorhersagen deuten auf kaum Veränderungen im April hin.

Unterdurchschnittliche Temperaturen werden voraussichtlich im ganzen Land anhalten.

Der Frühling mag laut Kalender bereits begonnen haben. Doch in ganz Kanada (sowie in Alaska, weiten Teilen Grönlands und Zentralsibiriens) ist der Winter noch nicht abgezogen.

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USA: April-Schnee südlich der Grenze zu Kanada

Diese Kälte wird in den kommenden Tagen im Süden etwas nachlassen, da Sturmsysteme in die USA ziehen.

Wärmere Luft drängt vom Golf nach Norden und lässt die Temperaturen in weiten Teilen des Ostens der USA steigen. Diese Wärme trifft jedoch auf die fest sitzende Kälte im Norden und wird zu einem aktiveren Wettergeschehen führen.

Bis Anfang April reihen sich mehrere Tiefdruckgebiete über den Mittleren Westen und die Region der Großen Seen auf, wobei auf der kalten Seite wieder Schnee fällt. Die Schneemengen nehmen im nördlichen Teil des Landes daher wieder zu.

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Alpen: Weitere starke Schneefälle

Am 30. und 31. März zog ein weiteres Tiefdruckgebiet über die europäischen Alpen hinweg und brachte an den Nordhängen verbreitet Schneefall.

Die Gesamtneuschneemengen liegen in höheren Lagen im Großen und Ganzen im Bereich von 50 cm, wobei es lokal zu höheren Werten gekommen ist.

Es hat bis auf 400 m hinab geschneit – ungewöhnlich tief für Ende März –, was sich stellenweise auch auf Talebene ausgewirkt hat.

Im März gab es mehrere Neuschneefälle, wobei jedes Wettersystem die bereits gut ausgebildete Schneedecke weiter erhöht hat.

Starke Winde – bis zu 120 km/h in den Höhenlagen – begleiteten den Schneefall, bildeten instabile Schneebretter und erhöhten die Lawinengefahr in exponierten Geländen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-march-arctic-cold-grips-canada?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 1. April 2026:

Alpen: Kein Ende der starken Schneefälle

In den europäischen Alpen hat sich der Neuschnee rasch angehäuft – vielerorts werden 50 cm gemeldet, lokal sogar doppelt so viel.

In höheren Lagen in Teilen Frankreichs, der Schweiz, Österreichs und der bayerischen Alpen wurden mehr als ein Meter gemessen.

Starke Höhenwinde haben den Schnee über die üblichen Gebiete hinaus verteilt und die Schneemengen bis in Regionen wie das Tessin getrieben.

Viele Skigebiete bieten nun, kurz vor April, wieder Bedingungen wie mitten im Winter. Gletscher und höhere Lagen – Sölden, Stubai, Zermatt, Val Thorens, Tignes – sind in bester Verfassung, mit tiefem Schnee und frischem Pulverschnee. Selbst Gebiete, die in der Spätsaison traditionell eher mäßige Bedingungen bieten, sind wieder ins Spiel gekommen, wie Ischgl, St. Anton, Engelberg und Verbier.

„Die Bedingungen sind besser als Mitte Februar“, sagte ein Skifahrer.

Die Rückkehr des Winters beschränkt sich nicht nur auf die Alpen. Weiter südlich hat das sonst so milde Sardinien im Mittelmeer gerade einen starken Kälteeinbruch erlebt.

Im Gennargentu-Gebirge ist Schnee gefallen; in Su Separadorgiu wurden auf rund 1.440 m Höhe -2,1 °C gemessen, und in weiten Teilen von Nuoro und Alta Gallura wurden Minustemperaturen gemeldet.

Oberhalb von 1.000 m hat sich Schnee festgesetzt – eine Seltenheit im Frühling.

Das Wetter war unbeständig, kalt und turbulent – eine Fortsetzung der allgemeinen Wetterlage in Europa, die in den letzten Wochen wiederholt Luft arktischen Ursprungs nach Süden getrieben hat.

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Nordamerika: Polarwirbel verstärkt sich wieder

Während ein Teil der Anomalie des Polarwirbels über die Labradorsee in Richtung Grönland verdrängt wird, taucht bereits ein weiterer hinter ihm auf – diesmal mit Ursprung in Sibirien, überquert die Arktis und zielt auf die gleiche Region ab. Das System lädt sich neu auf.

Der winterliche troposphärische Polarwirbel bleibt für diese Jahreszeit ungewöhnlich intensiv. In 500 mb sinken die Temperaturen in Teilen der nördlichen Hemisphäre immer noch auf rund -53 °C – Werte, die eher für den Hochwinter als für den April typisch sind.

Diese Kälte überträgt sich direkt auf die Erdoberfläche.

Die Vorhersagen bis in die erste Aprilwoche hinein zeigen weitreichende Schneefälle in Ontario, Quebec, dem Mittleren Westen und der Region der Großen Seen. In vielen Regionen sind Gesamtmengen von 30 bis 60 cm zu erwarten.

Eine anhaltende Tiefdruckrinne über Kanada wirkt wie ein Anker und zieht arktische Luft immer wieder nach Süden. Jedes Mal, wenn sich das Muster zu verschieben beginnt, strömt eine weitere Kaltluftwelle aus dem polaren Reservoir herab – und setzt das System zurück.

Dies ist kein normaler saisonaler Verlauf. Bis Ende März sollte sich der Wirbel eigentlich abschwächen und aufbrechen.

Stattdessen scheint der Winter endlos zu dauern – besonders im Norden, wo immer wieder Rekorde gebrochen werden.

Nehmen wir zum Beispiel British Columbia.

In Tofino fielen die Temperaturen kürzlich auf -3,2 °C und brachen damit einen 121 Jahre alten Rekord aus dem Jahr 1905 (Aufzeichnungen reichen bis 1896 zurück).

In Burns Lake sank die Temperatur auf -19,5 °C, in Chetwynd auf -19,9 °C und in Campbell River auf -4,6 °C – ebenfalls allesamt neue Tagesrekorde. Port Hardy, Squamish und Sechelt verzeichneten ebenfalls neue Tiefstwerte für Ende März, während Bella Bella seinen Rekord einstellte.

Dies sind keine vereinzelten Ausreißer. Der Kalender mag zwar April anzeigen, doch große Teile Kanadas bekommen keine Verschnaufpause.

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Nordindien: Seltene April-Kälte

Ein mäandrierender Jetstream wird ab dem 3. April eine Tiefdruckrinne nach Süden in Richtung des asiatischen Subkontinents führen. Diese Wetterlage wird kältere Luft ungewöhnlich weit nach Süden treiben und eine starke westliche Störung über Indien anfachen.

In den nördlichen und westlichen Regionen ist in wichtigen landwirtschaftlichen Gebieten mit einem Einbruch winterähnlichen Wetters zu rechnen. Auch in Zentralindien und Teilen der südlichen Halbinsel werden seltene und heftige Abendgewitter erwartet – und das in einem der trockensten Monate Indiens.

Die Rabi-Ernte, die kurz bevorsteht, ist anfällig für Kälte, Hagel und untypische Niederschläge.

Es ist mit weitreichenden Ernteschäden und -ausfällen zu rechnen.

Eine gekrümmte Jetstream-Strömung stört den saisonalen Übergang und verzögert den Beginn der beständigen Hitze vor dem Monsun. Anstelle eines stetigen Übergangs in den Sommer bleiben die Bedingungen bis Anfang April unbeständig, wobei die Hitze frühestens Mitte des Monats einsetzen dürfte.

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Meldungen vom 2. April 2026:

Östliches Kanada: April beginnt mit Rekord-Kälte

In Kanada werden weiterhin Tiefsttemperaturen unter -40 °C gemessen.

Schefferville in Quebec hat mit -40,4 °C einen neuen provinzweiten Kälterekord für den Monat April aufgestellt und damit die bisherige Bestmarke von -40 °C aus dem Jahr 1994 in Bonnard gebrochen (die Aufzeichnungen in Quebec reichen bis Ende des 19. Jahrhunderts zurück).

In der Nähe stellte Rivière aux Feuilles mit -39,8 °C einen neuen April-Rekord auf.

In Kuujjuarapik sank die Temperatur auf -36,2 °C und unterbot damit das bisherige April-Tief von -33,9 °C, das 1950 und 1970 gemessen worden war.

Weiter östlich erreichte der Wabush Lake in Labrador -35,3 °C – knapp unter den monatlichen und provinziellen April-Rekorden.

Dies ist kein Einzelfall. Es folgt auf einen außergewöhnlich kalten März im gesamten Norden Kanadas.

Weite Teile der Territorien, Ontarios, Quebecs und Labradors erlebten den kältesten Monat der Saison. Messstationen wie Rankin Inlet (seit 1953), Churchill (seit 1929) und Wabush (seit 1960) verzeichneten im März durchschnittliche Rekordtiefstwerte.

Diese Wetterlage hält weiter an. Die arktische Kaltluft hat sich im Norden festgesetzt, und es gibt kaum Anzeichen für einen normalen Saisonwechsel.

Und es ist nicht nur die Kälte.

Im Westen Kanadas fällt weiterhin Schnee. Skigebiete wie Banff Sunshine, Whistler Blackcomb und Lake Louise planen nun, bis in den Mai hinein geöffnet zu bleiben. Allein Marmot Basin verzeichnete in den letzten 7 Tagen 55 cm Neuschnee.

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Sahara: Außerordentliche Kälte

Eine seltene Kältewelle hat sich bis tief in die zentrale Sahara ausgebreitet und in Ländern wie Algerien zu Rekordtiefstwerten für den Monat April geführt.

Im Assekrem-Gebirge fielen die Temperaturen auf -6 °C – ein außergewöhnlicher Rekordwert für den April.

Weiter nördlich sank die Temperatur in Tamanrasset auf 2,3 °C – ebenfalls ein neuer Tiefstwert für den Monat April (seit den 1950er Jahren).

Im gesamten westlichen Sahel liegen die Temperaturen innerhalb von 2 °C der für April üblichen Werte.

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Italien und darüber hinaus: Seltene April-Schneefälle

In Roccacaramanico in Italien schneit es weiterhin außergewöhnlich stark, wobei sich bereits mehr als ein Meter Schnee angesammelt hat.

Im Mittelpunkt des Wettergeschehens steht das Apennin-Gebirge, wo feuchtwarme Mittelmeerluft auf die von Norden einströmende Kaltluft getroffen ist.

Schnee im April ist in dieser Region zwar nicht ungewöhnlich, wohl aber dessen Intensität.

Die Schneemengen haben rasch zugenommen, die Schneefallgrenze ist gesunken und die Schneedecke breitet sich über das Hochland der Abruzzen aus.

In den höheren Lagen herrschen wieder Bedingungen wie mitten im Winter.

In den Alpen hat es bis Anfang April weiter geschneit.

In der polnischen Tatra haben sich die Bedingungen drastisch verschlechtert: Tiefschnee, Sichtweiten nahe Null und instabile Hänge haben die Behörden dazu gezwungen, das Gebiet zu sperren. Die Schneehöhe hat stellenweise 1,8 m überschritten.

Alle 275 km Wanderwege im Tatra-Nationalpark wurden aufgrund der erhöhten Lawinengefahr gesperrt. Es gilt die Warnstufe 4 – die zweithöchste – was bedeutet, dass Lawinen bereits durch geringe zusätzliche Belastungen leicht ausgelöst werden können.

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Meldungen vom 3. April 2026:

Alaska: Kältester Winter jemals in Fairbanks

Fairbanks hat gerade den kältesten Zeitraum von Dezember bis März seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.

Die Durchschnittstemperatur in der Saison 2025/26 lag bei nur -25,3 °C – der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1904.

Von November bis März stieg die Temperatur zu keinem Zeitpunkt über den Gefrierpunkt – das ist das erste Mal, dass dies passiert ist. Der letzte Tag mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt war der 31. Oktober.

Die saisonalen Werte sind extrem:

• 152 Tage mit Temperaturen bei oder unter dem Gefrierpunkt

• 66 Tage mit Höchsttemperaturen bei oder unter -17,8 °C

• 72 Tage mit Temperaturen bei oder unter -28,9 °C

• 52 Tage mit Temperaturen von -34,4 °C oder darunter

• 31 Tage mit Temperaturen von -40 °C oder darunter

Temperaturspanne: –13,6°F ≈ –25,3°C; –8,8°F ≈ –22,7°C. A. d. Übers.

Diese Kälteperiode endete am Donnerstag um 17:05 Uhr, als die Temperatur +0,6 °C erreichte. Sie dauerte 152 Tage und stellte damit den Rekord für die späteste erste Temperatur über dem Gefrierpunkt in einer Saison ein.

Auch die Schneemenge war beeindruckend: 235 cm, was Platz 12 in der 122-jährigen Aufzeichnungsgeschichte bedeutet.

So sah es diesen Winter in weiten Teilen Alaskas und auch in weiten Teilen Kanadas aus…

Neben Rankin Inlet (NU), Churchill (MB) und Wabush (NL) (wie gestern erwähnt) verzeichnete auch Dawson (YK) den kältesten März seit Beginn der Aufzeichnungen (Daten seit 1901). Der Monatsdurchschnitt lag bei -23 °C, ganze 10,4 °C unter dem Durchschnitt für den Monat März und sogar etwa 2 °C kälter als ein typischer Februar.

Fairbanks und andere Stationen liegen im Zentrum Alaskas weitab von irgendwelchen Küsten. Warum Kälterekorde dort – vor allem in dieser Größenordnung – ein ganz anderes Gewicht haben als Kälterekorde irgendwo in den Mittleren Breiten wird in einem Anhang am Ende dieses Reports erläutert. A. d. Übers.

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Frankreich: April-Frost gefährdet Weinanbaugebiete

Die Weinregionen Frankreichs haben mit Frost Anfang April zu kämpfen; in Chablis im Departement Yonne sind die Temperaturen bis auf -3 °C gesunken.

Die Winzer ergreifen Notfallmaßnahmen.

Über Nacht werden in den Weinbergen Tausende von Brennern entzündet in der Hoffnung, die Temperaturen gerade so weit anzuheben, dass die frisch gebildeten Knospen geschützt werden. Ein Temperatursturz unter den Gefrierpunkt kann das frühe Wachstum zerstören und die Erträge drastisch verringern.

Chablis ist besonders gefährdet.

Als eine der nördlichsten Weinregionen Frankreichs ist sie während des Austriebs besonders anfällig.

Doch das Risiko erstreckt sich über Burgund hinaus.

Für Zentral- und Ostfrankreich, einschließlich der Champagne und Teilen des Loire-Tals, wurden Frostwarnungen ausgegeben.

Die Tiefsttemperaturen am 2. April fielen auf -6,8 °C in Mourmelon-le-Grand (Marne), -5,9 °C in Chaumont (Haute-Marne) und -3,9 °C in Troyes (Aube) – allesamt mitten in wichtigen Weinbaugebieten.

Hier ist Bagneux-la-Fosse im Departement Aube:

Auch jenseits der Grenze, in Westdeutschland und der Schweiz, entzünden die Winzer Frostfeuer.

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Alpen: Weiterer Schneezuwachs in höheren Lagen

Während die tiefer gelegenen Regionen Europas unter untypischem Frost leiden, kommt es in den Bergen zu weiteren starken Schneefällen.

In den Alpen haben die jüngsten Stürme in Frankreich, der Schweiz, Österreich und Norditalien für Neuschnee gesorgt, wobei die Schneehöhen in den höheren Lagen weiterhin die 1-Meter-Marke überschreiten.

Skigebiete, in denen normalerweise der Schnee im Frühling weicher wird, erleben stattdessen bis in den April hinein anhaltende winterliche Bedingungen.

Und das betrifft nicht nur die Alpen.

Im Osten verzeichnen die polnischen Tatra-Berge Schneehöhen über 1,8 m.

Im Westen hingegen verzeichnen auch die Pyrenäen sehr starke Schneefälle in und um Orte wie Font-Romeu.

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 15 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 3. April 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anhang: Warum die Kälte in Kanada so bedeutsam ist

In den Mittleren Breiten, also auch hierzulande, ist es entscheidend von der Wetterlage abhängig, ob Kälte- oder auch Wärmerekorde auftreten, je nachdem, wie lange die entsprechenden Luftmassen advehiert werden (Advektion = horizontaler Austausch von Luftmassen; Konvektion = vertikaler Austausch von Luftmassen). Kowatsch & Baritz haben in verschiedenen Arbeiten die Häufung von Südwestlagen in Mitteleuropa nachgewiesen, die natürlich zu milderen/wärmeren Bedingungen führen.

Im Zentrum des Kältepols über Kanada gibt es jedoch kaum oder gar keine Advektion. Milde Luftmassen vom Pazifik können die Gebiete in der geographischen Mitte von Alaska Fairbanks) nicht erreichen. Die erwähnte extreme Kälte in jenen Gebieten kann also nicht durch das Vorherrschen bestimmter Luftmassen erklärt werden, einfach weil es keinen Austausch derselben gibt. Das heißt, dass die Kälte diesmal besonders intensiv war.

Für den Kältepol über der Antarktis gilt natürlich Entsprechendes. Diese findet zwar im Gegensatz zur vorigen Ausgabe (Nr. 13 / 2026) hier keine Erwähnung, wohl aber in der vorigen Ausgabe. Offenbar ist die Abkühlung im Zentrum der Kältepole ein Vorgang an beiden Polen – was immer das auch zur Folge hat.

Der Beitrag Kältereport Nr. 14 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

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Kältereport Nr. 13 /2026

veröffentlicht.
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Vorbemerkung: Kaum meldet sich der Südwinter an, taucht auch gleich die Antarktis mehrfach in der Liste der Kalt-Ereignisse auf.

Meldungen vom 23. März 2026:

Antarktis: Wostok bei –73°C; frühes Eintreffen extremer Kälte

Die Antarktis lässt dieses Jahr keine Zeit verstreichen.

Am 23. März sank die Temperatur an der Vostok-Station auf -73,4 °C – ein Wert, der eher für den tiefsten Winter als für den Beginn der Saison typisch ist.

Das Plateau tritt gerade erst in seine lange Abkühlungsphase ein, wobei die extremsten Tiefstwerte normalerweise für die Monate Mai bis August reserviert sind.

Werte unter -70 °C im März sind ungewöhnlich.

Der 19. März gehört zu den frühesten solchen Daten seit Beginn der Aufzeichnungen – zuletzt verzeichnet im Jahr 2020 (-70,8 °C) und erneut in diesem Jahr 2026 (-70,1 °C). Ein weiterer Rückgang auf -73,4 °C bis zum 23. März ist sehr selten und ein deutliches Zeichen dafür, dass die Antarktis früh in den Winter eintritt.

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Europa: Kälte und Schnee auf dem Vormarsch nach Süden

Ab dem 25. März wird sich eine neue Kaltluftmasse über Europa ausbreiten, angetrieben durch eine erneute Absenkung des Jetstreams.

Beim Auftreffen der kälteren Luft auf die feuchte Atlantikluft wird mit weit verbreiteten Niederschlägen gerechnet – in höheren Lagen als Schnee, der für Ende März ungewöhnlich weit nach Süden vordringt.

Bereits jetzt hat der Frühlingsschnee den südlichen Rand des Kontinents erreicht.

In Hochlagen der Kanarischen Inseln schneite es, was Straßensperrungen erzwang und Notfallmaßnahmen auf und um den Teide auslöste.

Weiter östlich hat Zypern mit spätem Schneefall, Eis und dichtem Nebel zu kämpfen, was den Zugang zum Troodos-Gebirge einschränkt:

Was die weitere Entwicklung angeht, zeigen die neuesten ECMWF-Prognosen anhaltenden Schneefall von Mittwoch bis Sonntag, wobei sich die Schneemengen in den Alpen, den Karpaten und Teilen des Balkans erhöhen werden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/vostok-plunges-to-734c-as-deep-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 24. März 2026:

Antarktis: Immer neue Kälterekorde

In der Antarktis setzt sich der frühe Einbruch extremer Kälte fort.

Am 24. März fiel die Temperatur an der Station Wostok auf -75,3 °C und erreichten damit den niedrigsten jemals im März gemessenen Wert. Der gleiche Wert wurde zuvor am 23. März 1982 und am 22. März 2020 beobachtet.

Die Aufzeichnungen an der russischen Station reichen bis ins Jahr 1958 zurück.

Es handelt sich um hochwinterliche Kälte, die Wochen früher als erwartet einsetzt. Der März markiert normalerweise den Beginn des langen Abstiegs in den Kern des antarktischen Winters, wobei die extremsten Tiefstwerte gewöhnlich für die Monate Mai bis August reserviert sind.

Die Antarktis gleitet rasch in den Winter.

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Europa: Einbruch einer Luftmasse arktischen Ursprungs wird Kälte und viel Schnee in höheren Lagen bringen

In ganz Europa zeichnet sich derzeit ein deutlicher Wetterumschwung ab, welcher der frühen Frühlingswärme ein Ende bereitet.

Ein sich verstärkendes Hoch westlich der Britischen Inseln hält die milde Atlantikluft zurück und ebnet den Weg für nach Süden vordringende arktische Luft. Ab Mitte der Woche werden die Temperaturen in weiten Teilen des Kontinents stark sinken, wobei die Kälte voraussichtlich bis in den April hinein und über Ostern andauern wird.

Davon wird nach Eintritt des Ereignisses sicher noch öfter die Rede sein. A. d. Übers.

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Nordafrika: Ungewöhnliche Kälte

Bis Anfang April wird Nordafrika von einer ausgeprägten Kältewelle heimgesucht werden.

Die neuesten Vorhersagen des ECMWF (für die Tage 8–15) zeigen, dass in weiten Teilen der Sahara Temperaturen von 8 bis 12 °C unter dem Durchschnitt liegen werden, insbesondere in Ländern wie Marokko, Algerien und Libyen, wobei im Westen Algeriens Anomalien bis -17 °C zu verzeichnen sein werden – ein für den Frühling äußerst seltenes Phänomen.

Die gleiche Wetterlage hinter dem arktischen Kälteeinbruch in Europa wird die Kälte auch tief in die Subtropen treiben und die Temperaturen in der Sahara deutlich unter den Normalwert sinken lassen.

In ähnlichen Breitengraden verzeichnen andere Regionen der nördlichen Hemisphäre – insbesondere der Westen der USA – gleichzeitig extreme Wärme. Dieser Kontrast ist das Ergebnis einer großräumigen Umverteilung der Luftmassen und nicht auf eine gleichmäßige Erwärmung oder Abkühlung zurückzuführen.

Das Problem ist, dass die Öffentlichkeit in der Regel nur eine Seite der Geschichte zu hören bekommt.

Die monatlichen Rekorde in ganz Nordafrika werden wahrscheinlich gebrochen werden, je nachdem, wie lange die Anomalie anhält und wie sie sich auf die Temperaturen auswirkt. Unabhängig davon sind Anomalien dieser Größenordnung über der Sahara für diese Jahreszeit extrem.

Auch davon wird man wohl noch mehr hören. A. d. Übers.

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Kanada: anhaltende extreme Kälte im Norden

Während sich südlich der Grenze Rekordwärme für den März ausbreitet, hält sich im Norden Kanadas ein intensiver Kaltluftkörper.

Von der Hudson Bay über den Yukon bis nach Alaska liegen die Temperaturen weiterhin deutlich unter dem Normalwert, insbesondere in den Binnenregionen. Weite Teile dieser Gebiete steuern auf einen der kältesten Märzmonate seit Beginn der Aufzeichnungen zu.

Und dies ist kein kurzer Kälteeinbruch.

Die Kältewelle im Norden ist langwierig und hart.

Fairbanks beispielsweise verzeichnete gerade den zweitkältesten Zeitraum vom 1. Dezember bis zum 22. März seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1904/05.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-cold-antarctica-arctic-plunge?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 25. März 2026:

Antarktis: Weitere neue Kälterekorde

Die Antarktis hat gerade neue Maßstäbe für die Kälte im März gesetzt.

Am 25. März sanken die Temperaturen an der Station Wostok auf -76,4 °C und stellten damit einen neuen März-Kälterekord für den Kontinent auf.

Der bisherige Rekordwert lag bei -75,7 °C und wurde 2013 am Dome Fuji gemessen (auch wenn diese Messung als unzuverlässig gilt); weitere bemerkenswerte Tiefstwerte waren -75,5 °C an der Plateau-Station (1967) und in Concordia (2025).

In Wostok selbst lag der bisherige Tiefstwert im März bei -75,3 °C, gemessen in den Jahren 1982, 2020 und erneut gestern (24. März 2026).

Klarer Himmel, extrem niedrige Luftfeuchtigkeit und eine stabile Luftmasse ermöglichten eine intensive Strahlungskühlung über dem hohen antarktischen Plateau. Da die Sonne zu dieser Jahreszeit schnell hinter dem Horizont verschwindet, beschleunigt sich der Wärmeverlust rasch.

Der März markiert den Beginn des Eintritts in die lange Winterphase der Antarktis. Allerdings sind Werte dieser Tiefe eher charakteristisch für den Hochwinter zwischen Juli und August.

Die Antarktis gleitet dieses Jahr schnell in den Winter – und war im Monat März seit Beginn von Aufzeichnungen noch nie so kalt (Beobachtungen reichen bis ~1957 zurück).

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Kanada: Frühjahrs-Kälteextreme

Im Norden Kanadas herrschen weiterhin hochwinterliche Bedingungen, wobei die Rekordkälte bis Ende März anhält.

Am 24. und 25. März fielen die Temperaturen in Whatì auf -45,4 °C, in Gamètì auf -42,5 °C und in Yellowknife auf -41,7 °C – Extremwerte für diese Jahreszeit.

Die Kälte ist zudem weit verbreitet.

Im Yukon erlebt beispielsweise die Stadt Dawson den kältesten März seit Beginn der Aufzeichnungen (die bis ins Jahr 1901 zurückreichen).

Dies ist Teil eines umfassenderen hemisphärischen Musters. Während im Westen der USA im März ungewöhnlich frühe, sommerliche Hitze herrschte, hat eine tiefe Tiefdruckrinne stromabwärts dazu geführt, dass sich arktische Luft über weiten Teilen Kanadas festgesetzt hat und dort stagniert, wodurch Tiefstwerte unter -40 °C weit später als gewöhnlich auftraten.

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Alaska: Allzeit-Schneerekord in Juneau

Auch in Alaska herrscht trotz des bevorstehenden Frühlings weiterhin winterliches Wetter.

Laut dem jüngsten Klimabericht des NWS hat die saisonale Schneemenge am Juneau International Airport 511 cm erreicht und damit einen neuen Allzeitrekord für die Stadt aufgestellt (seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1943).

Die bisherige Bestmarke von 503 cm aus den Jahren 2006–07 wurde nun übertroffen, während der Wert von 494 cm aus den Jahren 1964–65 auf den dritten Platz verwiesen wurde.

201,2 Inch ≈ 511 cm

Und die Saison ist noch nicht vorbei – es liegen noch Wochen mit potenziellen Neuschneefällen vor uns.

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Alpen: weiterer Wintereinbruch

Der Winter kehrt in die europäischen Alpen zurück.

Eine ausgeprägte Kaltfront zieht nach Mitteleuropa und lässt die Wetterlage innerhalb weniger Stunden von mild auf winterlich umschlagen.

Bis Mittwochnachmittag bildet sich nördlich des Alpenhauptkammes eine klassische Staulage aus – feuchte Luft wird dabei orographisch zur Hebung gezwungen, was bis Freitag zu anhaltendem, starkem Schneefall führt. Fazit: in den nördlichen Alpen wird es weit verbreitet schneien.

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Meldungen vom 26. März 2026:

Alaska: Spätestes Einsetzen von Frühjahrs-Tauwetter

In Fairbanks sind die Temperaturen seit dem 31. Oktober nicht über den Gefrierpunkt gestiegen.

Diese Serie steht nun an fünfter Stelle der spätesten Aufzeichnungen für den ersten Tag über dem Gefrierpunkt (heute wird voraussichtlich der vierte Platz erreicht). Der bestehende Rekord liegt bei 31. März und wurde 2007 aufgestellt.

Fairbanks liegt im Zentrum des Landes, weitab irgendwelcher Küsten. A. d. Übers.

[33°F ≈ 0,5°C; 41°F = 5°C]

Diese Woche verzeichnete Fairbanks den 71. Tag dieser Saison (und den 18. Tag in diesem Monat) mit Tiefsttemperaturen von -28,9 °C [-20°F] oder darunter. Damit wurde die höchste Anzahl an Tagen mit Temperaturen von -25°C oder kälter seit 50 Jahren erreicht, was seit 1904 den 9. Platz einnimmt:

Glücklicherweise deuten die Vorhersagen auf einen sich aufbauenden Hochdruckkeil über Nordalaska hin, wodurch sich eine deutliche Milderung abzeichnet. Bis zum Wochenende sollen die Temperaturen in Teilen des Landesinneren zum ersten Mal seit fast fünf Monaten auf 0 °C oder knapp darüber steigen.

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Europa: Kälte und Schnee stoppen den Frühling

Der Frühling ist in ganz Europa ins Stocken geraten, da arktische Luft nach Süden strömt, die Temperaturen sinken lässt und Regen in Schnee übergeht.

In den höheren Lagen haben sich die Bedingungen drastisch verschärft.

Erste Messungen vom 26. März zeigen -29,4 °C auf dem Monte Rosa (4.554 m) und -31,3 °C auf dem Mont Blanc – eine für Ende März selbst nach hochalpinen Maßstäben außergewöhnliche Kälte.

In den Alpen kehrt der Schnee zurück, wobei sich in Frankreich, der Schweiz, Österreich und Italien neue Schneemengen ansammeln. In höheren Lagen fallen erhebliche Schneemengen an, in einigen Teilen mehr als ein Meter, während in tieferen Lagen nasser Schnee fällt.

Weiter nördlich sorgt die gleiche Luftmasse für unterdurchschnittliche Temperaturen in Deutschland und Polen.

Selbst das tief gelegene Belgien wurde am 25. März in Malmedy von großen, dichten Schneeflocken heimgesucht.

Skandinavien bleibt in der Kälte gefangen, was den Vorstoß nach Süden verstärkt, während in Südosteuropa Kälteanomalien den Balkan dominieren.

Die Frühlingswärme wurde zurückgedrängt. Der Winter hat wieder die Kontrolle übernommen.

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Meldungen vom 27. März 2026:

Australien: Ungewöhnlich früher Schnee in den australischen Alpen

Der Winter ist im Südosten Australiens früh eingekehrt; aus den Alpenregionen wird von Neuschnee gemeldet.

In Falls Creek ist der erste Schnee des Jahres 2026 gefallen; bei Temperaturen bis -2 °C haben sich bisher 8 cm Schnee angesammelt.

Das war kein Einzelfall. Aus den gesamten Australischen Alpen wurde Schnee gemeldet, darunter auch aus Skigebieten wie Mount Hotham, Perisher und Thredbo – alle verzeichneten ihren ersten Schneefall des Jahres.

Der Kälteeinbruch ließ die Temperaturen in den höheren Lagen unter den Gefrierpunkt sinken, sodass sich der Schnee ungewöhnlich früh festsetzen konnte. Die Behörden warnten, dass in einigen alpinen Gebieten Schneesturm herrschte, während das Tiefdruckgebiet durchzog, bevor sich die Lage zum Wochenende hin beruhigte.

Schnee im März ist in den Australischen Alpen sicherlich kein Novum, aber eine Schneedecke von 8 cm ist ein beachtliches Ereignis für die frühe Saison.

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Alpen (Europa): stellenweise bis 1 m Neuschnee

Ein starker Nordstau hat am 26. und 27. März in den Nordalpen heftige Schneefälle verursacht, wobei die Gesamtmengen im Zuge des fortschreitenden Systems weiter steigen.

Die stärksten Schneefälle konzentrierten sich auf die Nordschweiz und Westösterreich, wo in besonders begünstigten Gebieten – darunter Regionen in der Nähe von Engelberg und am Arlberg – inzwischen bis zu 100 cm Neuschnee gefallen sind.

Im weiteren Sinne hat ein Großteil des nördlichen Alpenbogens 50 cm Neuschnee erhalten, wobei geringere, aber dennoch nennenswerte Mengen bis in Teile der französischen Alpen und einzelne Gebiete der Dolomiten reichen.

Was dieses Ereignis besonders macht, ist die niedrige Schneefallgrenze, sank diese doch stellenweise kurzzeitig auf 300 m – was für Ende März selten ist –, wobei die Flocken bis in die Talsohlen fielen.

Orte wie Megève erwachten mit einer frischen Schneedecke und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, wobei es bis Donnerstag zeitweise weiter schneite.

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Kroatien: Kälte und Schnee

Auch Osteuropa bleibt weiterhin von einer unbeständigen Kaltwetterlage geprägt, wobei Kroatien besonders stark betroffen ist.

Eine markante Kaltfront hat im ganzen Land starken Schneefall und stürmische Winde gebracht und in der Umgebung von Rijeka und Gospić die Warnstufe rot ausgelöst. In den Bergkorridoren, die das Landesinnere mit der Adria verbinden, haben sich rasch winterliche Bedingungen eingestellt.

Wichtige Verkehrswege wurden gesperrt. Die Autobahn A6 Zagreb–Rijeka und mehrere Staatsstraßen durch Gorski Kotar und Lika sind gesperrt, sodass derzeit keine befahrbaren Routen für den Güterverkehr mit Sattelzügen zur Küste oder zurück ins Landesinnere zur Verfügung stehen.

Die Lage verschlechterte sich rasch. Schneefall in Verbindung mit starken Seitenwinden hat die vorübergehende Sperrung der Krk-Brücke erzwungen – einer wichtigen Verbindung zur Insel.

Die Adria ist unberechenbar geworden. Aufgrund der rauen See wurden zahlreiche Fähr-, Katamaran- und Passagierverbindungen ausgesetzt, wodurch die Verbindungen zwischen Kvarner, Istrien und Dalmatien unterbrochen sind.

Rettungskräfte haben auf Dutzende von sturmbedingten Vorfällen reagiert, hauptsächlich umgestürzte Bäume und Windschäden, während die Schneeräumungsarbeiten weitergehen.

Der Winter ist abrupt zurückgekehrt.

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Naher Osten: Seltene Kälte und Sturm

Die gleiche großräumige Kaltluftvorstoß, der in Europa für Spätschnee und Kälte sorgt, hat sich weiter nach Süden durchgesetzt und sorgt nun für Unwetter im Nahen Osten.

Gewitter, Wind, Regen und großer Hagel haben die Vereinigten Arabischen Emirate heimgesucht, wobei intensive Gewitterzellen über Dubai und Abu Dhabi hinwegfegten.

Satellitendaten zeigen, dass die Wolkenobergrenzen auf etwa -90 °C absinken, was auf eine sehr hochreichende, intensive Konvektion hindeutet, die diesen Wüstenmetropolen eine der stürmischsten Nächte der jüngeren Vergangenheit beschert hat.

Saudi-Arabien, Bahrain und Katar befinden sich ebenso wie der Norden Omans unter dem Einfluss des gleichen instabilen Wettergeschehens.

Die Sturmstruktur war für die Region ungewöhnlich gut organisiert, wobei starke Windscherung die heftige Konvektion begünstigte. In einigen Gebieten nähern sich die Niederschlagsmengen innerhalb weniger Tage den typischen Jahresmengen an, wobei bereits von Überschwemmungen und Beeinträchtigungen berichtet wird.

Das zugehörige Wetterradarbild am Morgen des 28. März. Die Wirbelstruktur des Kaltluftkörpers im 500 hPa-Niveau ist deutlich erkennbar. A. d. Übers.

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 14 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 27. März 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kältereport Nr. 13 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

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Kältereport Nr. 12 /2026

veröffentlicht.
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Vorbemerkung: Die im vorigen Kältereport angesprochene Mega-Entwicklung in den USA ist wie erwartet eingetreten. Weil es derartige Extreme in Europa aufgrund der topographischen Struktur einfach nicht gibt, wird die Entwicklung über drei Tage in einem Anhang zu diesem Report mit vielen Graphiken dokumentiert. Weil dieser Report sonst zu lang werden würde, wird der Anhang als eigener Beitrag gepostet und steht hier.

Aber auch sonst hat Cap Allon wieder einige Kalt-Extreme aufgelistet.

Meldungen vom 16. März 2026:

Rekord-Schnee in den Alpen

Ein heftiger Sturm hat Teile der Alpen unter einer dicken Schneedecke begraben; aus der ganzen Schweiz und Norditalien werden extreme Schneemengen gemeldet.

In Bosco-Gurin im Tessin fielen innerhalb von nur 24 Stunden 116 cm Schnee, was einen neuen Stationsrekord darstellte.

Anderswo in den Südalpen lagen die Gesamtmengen in höheren Lagen bei über 1 m. Starker Schneefall traf den Osten der Provinz Aosta, den Norden des Piemonts und die Südschweiz, darunter Gebiete um Gressoney und Macugnaga.

Der Schneefall beschränkte sich nicht auf die hohen Gipfel. Selbst in mittleren Höhenlagen übertraf der Sturm die Erwartungen. Pila in Valsesia war am Morgen des 15. März tief verschneit.

In der gesamten Schweiz fielen im Tessin stellenweise mehr als 1 m Neuschnee, wobei oberhalb von Zermatt und Saas-Fee fast 1 m gemeldet wurde. Andere Schweizer Skigebiete verzeichneten 40 cm, in Teilen des südlichen Berner Oberlands sogar mehr als 50 cm.

In den westlichen italienischen Alpen näherten sich die Region Monte Rosa und Macugnaga ebenso wie Cervinia ebenfalls 1 m.

Der Sturm hat zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt.

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Mallorca: Seltener März-Schnee

Am Wochenende fiel in der Serra de Tramuntana auf Mallorca Schnee, wodurch die stärksten Schneefälle des Winters auf der Insel verzeichnet wurden.

Es begann am späten Samstagabend, wobei der Schneefall bereits ab etwa 800 m Höhe einsetzte – tiefer als vorhergesagt. Der spanische Wetterdienst, die Agencia Estatal de Meteorología (AEMET), hatte Schnee erst ab 1.000 m Höhe erwartet.

Zwar fällt in den Bergen Mallorcas gelegentlich Schnee im Winter, doch ist dieser in der Regel leicht und beschränkt sich auf die höchsten Lagen. Ein Ereignis wie dieses im März, bei dem die Schneefallgrenze auf 800 m sinkt, ist für die Baleareninsel selten.

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Schnee von der Türkei bis nach Kaschmir

Starker Schneefall beeinträchtigt den Verkehr von der Osttürkei in die Höhenlagen von Kaschmir in Indien.

Im Südosten der Türkei ging eine Lawine in der Nähe von Akkaya im Bezirk Çukurca ab und verfehlte nur knapp einige Häuser.

Im Osten hat starker Schneefall die Straßenverbindung zwischen dem Kaschmir-Tal und Kishtwar in der indischen Region Jammu und Kaschmir unterbrochen.

Der Spät-Schnee hält den breiten Gebirgsgürtel vom westlichen Himalaya bis nach Ostanatolien noch bis weit in den März hinein im Griff. Dies wirkt sich auf die Schneemasse der nördlichen Hemisphäre aus, die in den letzten Tagen zugenommen hat.

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Antarktis: Kälte bis –69°C

Die Antarktis versinkt immer tiefer in der winterlichen Kälte, wobei mehrere Stationen die bislang niedrigsten Temperaturen der Saison verzeichnen.

An der Vostok-Station ist das globale saisonale Tiefstwert nun auf -69 °C gesunken, gemessen am 16. März.

Auf dem ostantarktischen Plateau herrscht derzeit verbreitet Kälte.

Am 15. März wurden an der Südpolstation -63,8 °C gemessen, während die Temperatur an der Concordia-Station auf -65,2 °C sank.

Prognosen deuten darauf hin, dass sich die Kälte in den kommenden Tagen noch weiter verstärken könnte.

Das GFS-Modell zeigt einen starken Kälteeinbruch in der Ostantarktis um den 19. März herum an, wobei die Temperaturen in Wostok voraussichtlich unter -70 °C fallen werden – ein Wert, der zu dieser frühen Jahreszeit selten erreicht wird.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-snow-pounds-the-alps-rare?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 17. März 2026:

Philippinen: Seltene März-Kälte

Ungewöhnlich niedrige Temperaturen haben Luzon auf den Philippinen erfasst, wo die Werte in der kühlen Jahreszeit selten unter 10 Grad Celsius fallen.

An der Benguet State University in La Trinidad (1.300 m) sind die Temperaturen auf 7,5 °C gefallen – nur knapp unter dem nationalen März-Rekord von 7,4 °C, der 1963 in Baguio gemessen wurde.

In Baguio selbst sank die Temperatur diese Woche auf 9 °C – die niedrigste März-Temperatur seit mindestens dem Jahr 2000.

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USA: Schnee-Rekorde im Mittleren Westen

Ein heftiger Wintersturm hat Teile des Mittleren Westens unter einer dicken Schneedecke begraben, wobei Schneesturmbedingungen von Minnesota und Iowa bis nach Wisconsin und Michigan reichen.

Der Sturm hat zu extremen Niederschlagsmengen geführt. In Herman, Michigan, wurden etwa 91 cm gemessen, während in Mountain, Wisconsin, rund 86 cm gefallen sind. In weiten Teilen vom Südosten Minnesotas über Zentral- und Nordost-Wisconsin bis hin zur Oberen Halbinsel von Michigan wurden 51 cm oder mehr verzeichnet.

In Wausau, Wisconsin, stellte der Sturm einen neuen Tagesrekord für Schneefall auf: Es fielen 59 cm – der schneereichste Tag der Stadt seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 130 Jahren. Das nahegelegene Green Bay verzeichnete 43 cm, den schneereichsten Tag seit 1889, womit die Gesamtmenge des Sturms auf 66 cm stieg, die zweithöchste jemals gemessene Menge.

Die Gesamtmenge des Sturms in Teilen der Door County-Halbinsel in Wisconsin erreichte 69 bis 84 cm.

Im Zuge des Sturms breitet sich arktische Kaltluft nach Süden aus. Am Dienstag sind in North Dakota, Minnesota, Wisconsin und der Upper Peninsula von Michigan Temperaturen unter -18°C zu erwarten, wobei der Frost bis tief in den Süden der Vereinigten Staaten vordringen dürfte.

Die Kaltluft könnte Tages-Tiefstrekorde gefährden, und da das Tiefdruckgebiet ungewöhnlich kalte Luft über die östliche Hälfte des Landes treibt, wurden sogar seltene Schneefälle im März in Mississippi gemeldet.

Der Frühling ist jedoch auf dem Weg. Ein Großteil der USA wird sich bis zum Ende der Woche auf der anderen, warmen Seite des Jetstreams befinden.

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Alpen: Historischer 24-Stunden-Schnee

Ein heftiger Sturm am Wochenende brachte in den Alpen außergewöhnlich viel Schnee, wobei in Teilen Norditaliens und im westlichen Alpenraum innerhalb von weniger als 24 Stunden extreme Schneemengen gemessen worden sind.

In Macugnaga in Italien fielen an nur einem Tag bemerkenswerte 147 cm Schnee – eines der intensivsten kurzzeitigen Schneefallereignisse, die jemals in der Region verzeichnet worden waren.

Im östlichen Aostatal und im nördlichen Piemont lagen die Gesamtmengen weit über 1 m, wobei die Schneehöhen in höheren Lagen noch größer waren.

Der Sturm hat sich inzwischen verzogen, doch schwache Störungen streifen weiterhin über die Nordalpen. Diese sorgen für gelegentliche Schneeschauer, wobei am Dienstag und Mittwoch oberhalb von 1.000 m weitere 5 bis 10 Zentimeter möglich sind, insbesondere in Österreich.

Da hinter dem System kältere Luft zurückbleibt, werden die Temperaturen in den Alpen diese Woche voraussichtlich eher niedrig bleiben, was die Schneeschmelze im Frühling einschränkt. Mit Blick auf die Zukunft könnte es später in dieser Woche zu einer weiteren Schneerunde in den südwestlichen Alpen kommen.

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Antarktis: Fast –70°C in Wostok

In der Antarktis wurde ein weiterer saisonaler Temperaturtiefstwert verzeichnet: Am 17. März wurden an der Vostok-Station -69,8 °C gemessen.

Dieser Wert setzt eine Phase zunehmender Kälte auf dem antarktischen Plateau fort. Anfang dieser Woche wurden auch an der Amundsen-Scott-Südpolstation (-63,8 °C) und der Concordia-Station (-65,2 °C) saisonale Tiefstwerte gemeldet.

Prognosen deuten darauf hin, dass die Kälte in den kommenden Tagen noch zunehmen könnte, wobei einige Vorhersagen für Vostok Werte unter -70 °C erwarten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/rare-march-cold-hits-the-philippines?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 18. März 2026:

USA: Starker Blizzard an den Großen Seen, seltener Schnee im Süden, Rekord-Kälte

Ein heftiger Wintersturm zum Saisonende hat Teile des oberen Mittleren Westens unter außergewöhnlichen Schneemengen begraben, wobei Kälterekorde verzeichnet wurden und es bis weit nach Süden in den USA zu seltenen Schneefällen kam.

Die Upper Peninsula im Norden Michigans verzeichnete einige der höchsten Gesamtmengen.

In Round Lake wurden 132 cm Schnee gemessen, am Cusino Lake 123 cm und in Herman 114 cm. Forest Lake meldete 108 cm und Three Lakes 101 cm.

Der Sturm erstreckte sich weit über den üblichen Schneegürtel hinaus.

Im Norden Alabamas fiel in der Region um Huntsville messbarer Schnee.

In Triana beispielsweise wurden 5 cm gemessen, was dem Tagesrekord von Huntsville vom 16. März 1900 entspricht. Auch die dünne Schneedecke in Birmingham stellte einen Tagesrekord dar, während selbst so weit südlich wie Alexander City und Anniston noch Spuren von Schnee gemeldet wurden.

Gleichzeitig wurden Hunderte von Kälterekorden gebrochen, vom Norden Minnesotas bis hinunter nach Südtexas.

[Hervorhebung im Original]

Um nur einige Beispiele aus Arkansas zu nennen: Am 17. März fielen die Temperaturen in El Dorado auf -5 °C, in Monroe auf -3 °C und in Tallulah auf -3 °C – allesamt neue Tages-Tiefstwerte, die die bisherigen Rekorde aus den Jahren 1978, 1923 bzw. 1988 unterboten.

Insgesamt führte dieses Wetterereignis zu Schneesturmbedingungen im oberen Mittleren Westen, seltenen Schneefällen im tiefen Süden und Rekordkälte im unteren Mississippi-Tal – ein Lehrbuchbeispiel für einen arktischen Kälteeinbruch in der Spätsaison, der tief in die Vereinigten Staaten vordrang.

Als Nächstes erwartet viele ein früher Vorgeschmack auf den Sommer, da sich der „Hitzedom“ im Westen nach Osten ausbreitet. Dann… scheint die Kälte zurückzukehren, noch bevor der März zu Ende ist (Aktualisierungen folgen).

Link: https://electroverse.substack.com/p/great-lakes-blizzard-rare-southern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 19. März 2026:

Alaska: Weiterhin extremer Frost und Schnee, der sich den Rekordmarken nähert

Der Winter in Alaska will einfach nicht nachlassen.

In Fairbanks sank die Temperatur am Flughafen am 18. März erneut auf -40 °C, womit diese Schwelle in diesem Winter bereits zum 31. Mal unterschritten wurde. Damit liegt die Saison 2025–26 hinsichtlich der Anzahl der Tage mit Temperaturen unter -40 °C auf Platz vier der Aufzeichnungen.

Zudem ist dies der drittfrüheste Wert unter -40 °C in den Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1948 zurückreichen.

Unterdessen gräbt sich Südalaska gerade aus einem der schneereichsten Winter seit Jahrzehnten heraus.

In Juneau sind in dieser Saison bereits mehr als 447 cm Schnee gefallen – fast doppelt so viel wie die übliche Wintermenge der Stadt. Die Saison liegt derzeit auf Platz sechs der Rekordliste, und Prognostiker warnen, dass die herannahenden Stürme die Hauptstadt noch vor Ende der Woche locker unter die Top 5 bringen könnten.

Das erste kräftige Tiefdruckgebiet zieht nun in den Südosten und den südlichen zentralen Teil Alaskas. Es gelten Wintersturmwarnungen, da ein sich langsam bewegendes Tiefdruckgebiet über dem nordöstlichen Pazifik anhaltende Aufwindströmungen in die Region treibt. Es wird bis zum Ende der Woche weiter schneien, wobei in Teilen des südöstlichen Alaskas, insbesondere in der Nähe von Yakutat, weitere 30 cm möglich sind.

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Kanada: In Yukon immer noch unter –40°C

Jenseits der Grenze im kanadischen Yukon ist es weiterhin ebenso kalt. Während der Westen der USA einen frühen, rekordverdächtigen Vorgeschmack auf den Sommer genießt, sind die letzten Reste des Winters im Norden weiterhin präsent.

Die Beobachtungen vom Mittwochmorgen wiesen an mehreren Stationen erhebliche Abweichungen auf. Am kältesten war es am Messpunkt Dempster Highway mit –44,4°C

Der März war im gesamten Yukon (und in Alaska) bemerkenswert kalt, wobei immer wieder arktische Luftmassen nach Süden in die Region vordrangen.

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Nordindien: In Hochlagen spät-saisonaler Schnee und Kälte

Im westlichen Himalaya schneit es weiterhin heftig. In Gulmarg, Jammu & Kashmir, sind in den letzten 24 Stunden etwa 15 cm Neuschnee gefallen. Es wird erwartet, dass das Tiefdruckgebiet bis zum 20. März für anhaltenden Schneefall in der gesamten Region sorgen wird.

Was die Temperaturen angeht, so werden die Tageshöchstwerte in weiten Teilen Nordindiens 5 bis 11 °C unter dem Normalwert liegen.

Die Kälte breitet sich auch südwärts über die nördlichen Ebenen aus. Wetterdienste warnen für den 20. März vor „Kältetagen“ in Delhi NCR, Haryana, Punjab, Chandigarh, Rajasthan und Teilen von Uttar Pradesh, wo die Tageshöchsttemperaturen nur mühsam 16–22 °C erreichen werden – deutlich unter dem Normalwert für Ende März. In einigen Teilen der Region Jammu könnte es zudem zu Gewittern und vereinzeltem Hagel kommen.

Die Bedingungen dürften sich bis Samstag allmählich verbessern, wenn das System nach Osten abzieht.

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Antarktis: Abkühlung unter die –70°C-Marke

Am 19. März sank die Tiefsttemperatur in Wostok auf -70,1 °C – der erste Wert unter -70 °C in dieser Saison auf dem Kontinent.

Dieser Meilenstein wird bereits zu Beginn der antarktischen Kaltzeit erreicht. Das letzte Mal, dass diese Schwelle so früh erreicht wurde, war am 19. März 2020, als die Temperatur in Wostok auf -70,8 °C sank – einer der frühesten Werte unter -70 °C, die jemals gemessen worden waren.

Da die Sonne nun rasch vom antarktischen Plateau verschwindet, wird es bald noch kälter werden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/alaska-deep-freeze-continues-as-snow?utm_source=post-email-title&publication_id=2118150&post_id=191450642&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=false&r=320l0n&triedRedirect=true&utm_medium=email

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Meldungen vom 20. März 2026:

Karpaten: Rückkehr des Winters

Der Winter hat in den Karpaten wieder Einzug gehalten: Frischer Schneefall und ein starker Temperaturrückgang haben das ukrainische Hochland erfasst.

Am 19. März bedeckte Schnee die Hänge des Berges Pip Ivan, die Sicht verschlechterte sich drastisch und die Temperaturen fielen auf -8 °C. Böige Winde ließen die gefühlte Temperatur laut dem staatlichen Katastrophenschutzdienst der Ukraine auf etwa -20 °C sinken.

Dies ist kein Einzelfall.

In weiten Teilen Osteuropas bleiben die Temperaturen für Mitte März unterdurchschnittlich. Die Tiefstwerte in der Nacht liegen in vielen Regionen nahe dem Gefrierpunkt oder darunter, wobei aus den höheren Lagen nasser Schnee gemeldet wird.

Auch im Süden ist ungewöhnlicher Schnee gefallen.

Das Skigebiet Parnassos in Griechenland meldete am Freitagmorgen 20 cm Neuschnee.

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Ungewöhnlich kalter Polarwirbel

Die jüngste GFS-Prognose zeigt, dass der Polarwirbel nach wie vor weitgehend intakt ist.

Bis zum 27. März befindet sich ein klar abgegrenzter Kern in der Nähe der Hudson Bay, wobei die Temperaturen im 500 hPa-Niveau fast -50 °C erreichen. Das ist ein starker, gefestigter Wirbel – typisch für den Hochwinter, nicht für Ende März. Das arktische Kältereservoir bleibt vorerst bestehen.

Hier beschreibt Cap Allon ausführlich einen neuen drohenden Kaltlufteinbruch in den USA. Schauen wir mal, ob das in der nächsten Woche wirklich so kommt. Allerdings ist mir die „Qualität“ dieses Kältepols für diese Jahreszeit auch aufgefallen. Und wie es die Vorhersagemodelle so wollen, deutet sich auch bei uns ein ziemlich nasskaltes Osterfest an.

Zirkumpolar wird die derzeitige Ausprägung des Kältepols deutlich. Die folgenden beiden Graphiken zeigen oben die 500-hPa-Fläche (Geopotential {farbig} und Bodendruck {dünne weiße Linien} sowie unten die 850-hPa-Fläche (Temperatur {farbig} und Geopotential {dünne weiße Linien }) jeweils vom 20. März 2026 um 00 UTC. Quelle: Wetterzentrale.de:

Link: https://electroverse.substack.com/p/winter-returns-to-the-carpathians?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 13 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 20. März 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kältereport Nr. 12 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

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Kältereport Nr. 11 / 2026

veröffentlicht.
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Vorbemerkung: Dieser Kältereport ist kürzer als sonst. Cap Allon bringt meist nur ein oder zwei aktuelle Meldungen, dafür jedoch eine ganze Reihe von Nachrichten, die Eingang in die nächste Ausgabe der „Kurzmeldungen“ finden werden. Den Anfang der nächsten Woche deutet sich in den USA eine Mega-Entwicklung an, die hier aber als Vorausschau nur kurz Eingang findet.

Weiter geht es mit

Einer Meldung vom 10. Februar 2026:

Antarktis: unter –60°C – Meereis stabilisiert sich

Die eisige Kälte der Antarktis ist früh zurückgekehrt.

Am 8. März sanken die Temperaturen an der Concordia-Station auf -60,3 °C und markierten damit den ersten Wert unter -60 °C in dieser Saison.

Solche Extremwerte sind für das Hochplateau der Ostantarktis nicht ungewöhnlich, wo klarer Himmel, trockene Luft und lange Polarnächte dafür sorgen, dass Wärme rasch ins All abstrahlt. Wenn das Sonnenlicht im Winter nachlässt, sinken die Temperaturen regelmäßig stark ab. Dennoch wird die Schwelle von -60 °C normalerweise erst später im Herbst unterschritten, nicht bereits Anfang März.

Dieser Messwert wurde verzeichnet, während sich das antarktische Meereis nach der sommerlichen Schmelzperiode stabilisiert.

Nach Angaben des NSIDC erreichte das Meereis des Kontinents am 26. Februar mit 2,58 Millionen km² sein jährliches Minimum. Diese vorläufige Zahl stellt eine deutliche Erholung gegenüber dem 2023 beobachteten Tiefstand dar und liegt nahe am Durchschnitt der Jahre 1981–2010.

„Während des größten Teils des Jahres lag das antarktische Meereis deutlich unter dem Tagesdurchschnitt“, sagte Ted Scambos, leitender Wissenschaftler am CIRES und Mitarbeiter des NSIDC. „Dann drückten im Januar und Februar starke Winde aus dem Süden das Meereis in der Weddellsee nach außen. Dies verlangsamte den allgemeinen Rückgang der Ausdehnung und führte zu einem nahezu durchschnittlichen Minimum.“

Das Gesamtbild bestätigt, was die Daten aus der Antarktis schon seit langem zeigen: enorme Schwankungen von Jahr zu Jahr, die in erster Linie durch Wind- und Ozeanströmungen bedingt sind.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctica-below-60c-as-sea-ice-stabilizes?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 11. März 2026:

Zentral-Asien: schwere Schneestürme

Ein heftiger Schneesturm in der späten Saison traf Astana in Kasachstan und brachte viel Schnee sowie extreme Kälte über die Hauptstadt und die umliegende Steppe.

Der Flugverkehr wurde beeinträchtigt, und die Straßen wurden schnell unpassierbar; auf der Autobahn zwischen Astana und Karaganda kam es zu einer Massenkarambolage mit sieben Fahrzeugen.

Die Temperaturen sanken rapide, als sich der Sturm verstärkte.

In der Hauptstadt wurden am frühen Mittwoch Tiefstwerte von -27 °C gemessen.

Im gesamten Norden Kasachstans sind die Tiefstwerte weitgehend auf -20 °C gefallen, begleitet von starkem Schneefall und Schneestürmen.

Der Kälteeinbruch ist Teil einer größeren arktischen Kaltluftwelle, die diese Woche über Zentral- und Nordasien hinwegfegt. Winterliche Bedingungen und Schnee haben unter dem Einfluss der gleichen arktischen Luftmasse auch Kirgisistan, Tadschikistan und Westchina erreicht.

Später Schneefall ist in der Steppe zwar üblich, doch die Kombination aus bitterer Kälte, starken Winden und weitreichenden Schneefällen hat zu einem der härtesten Kälteeinbrüche im März der letzten Jahre in Zentralasien geführt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/blizzards-batter-central-asia-europes?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 12. März 2026:

Türkei: Rekord-Schneefälle im Osten des Landes

Im Osten der Türkei haben die Schneehöhen in den Bergen der Provinz Van ein außergewöhnliches Ausmaß erreicht.

Am Karabet-Pass entlang der Autobahn Van–Bahçesaray hat die Schneehöhe laut der türkischen Generaldirektion für Meteorologie auf einer Höhe von etwa 3.000 m 3,38 m erreicht.

Diese Schneehöhe zählt zu den extremsten Werten, die jemals im Land gemessen worden sind.

Der Pass ist seit dem 27. Dezember wegen ununterbrochenen Schneefalls und der anhaltenden Lawinengefahr für den Verkehr gesperrt. Da die Hauptstraße verschüttet ist, können die Einwohner von Bahçesaray die Provinzhauptstadt Van nur über einen 250 km langen Umweg erreichen.

In einigen Gebieten in der Nähe von Van hat die Schneehöhe inoffiziellen Angaben zufolge 4 m überschritten, so dass schwere Maschinen Tunnel durch die Schneemassen graben mussten, um die lokalen Straßen befahrbar zu halten.

Dazu gibt es ein YouTube-Video

Auch die Schneefälle in der gesamten Region Ostanatolien haben in letzter Zeit für Aufsehen gesorgt, so dass die Behörden Lawinenwarnungen für die Berggebiete in der Nähe der östlichen Schwarzmeerregion und entlang der türkisch-iranischen Grenze herausgegeben haben.

Die Region Bahçesaray selbst ist vor Ort als „neunter Planet“ bekannt – ein Spitzname, der auf die ungewöhnlich langen Winter und die anhaltende Schneedecke hinweist, die regelmäßig bis weit in den Frühling hinein bestehen bleibt.

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USA: Schwerer Schneesturm droht im Gebiet der Großen Seen

Auf die Vereinigten Staaten zielt ein heftiger arktischer Kälteeinbruch zum Saisonende zu, wobei für Anfang nächster Woche ein schwerer Schneesturm erwartet wird, der die Region der Großen Seen heimsuchen wird.

Ein Ausläufer des Polarwirbels wird sich zwischen Sonntag und Dienstag von der kanadischen Arktis nach Süden ausbreiten und dabei eine Kaltluftmasse von winterlicher Stärke freisetzen, die in den letzten Wochen über Nordkanada gestaut war.

Wenn diese Luftmasse in die kontinentalen Vereinigten Staaten vordringt, wird sie auf ein sich verstärkendes Sturmsystem über dem Mittleren Westen und den Großen Seen treffen.

Das Ergebnis könnte eine heftige „Bombenzyklone“ zum Ende des Winters sein.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-snowfall-buries-eastern-turkey?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 13. März 2026:

China: Schwerer Schnee- und Kälteeinbruch in Xinjiang

Eine massive Kältewelle fegte diese Woche über den Nordwesten Chinas hinweg und bedeckte Teile von Xinjiang unter einer dicken Schneedecke.

In Urumqi führten starke Winde und heftige Schneefälle zu einer raschen Verschlechterung der Sichtverhältnisse, als arktische Luft nach Süden strömte. Die Temperaturen fielen innerhalb weniger Stunden um 20 Grad Celsius.

Der Sturm führte schnell zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Abschnitte der Qitai-Schnellstraße wurden durch den Schnee blockiert, wodurch Fahrzeuge festsaßen.

Heftige Schneefälle breiteten sich über den Norden Xinjiangs aus, als die Kaltfront durchzog.

So sieht die Lage in Zentralasien in letzter Zeit aus: Eine wirklich ungewöhnliche Kältewelle erstreckt sich von der arktischen Küste Sibiriens über Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan und Afghanistan bis hinein in den Iran.

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Tasmanien, Australien: Rückkehr des Schnees

Eine ausgeprägte Kaltfront ist über Südaustralien hinweggezogen und hat Tasmanien frühen Schnee beschert.

Das Tiefdruckgebiet zog Anfang der Woche über Victoria und New South Wales hinweg, drückte kältere Luft nach Norden und ließ die Temperaturen in den südlichen Bundesstaaten sinken.

Tasmanien wurde am stärksten davon getroffen.

Am Donnerstag wurden am Mount Williams Schneeschauer gemeldet, und in den höheren Lagen der Insel wird weiterer Schneefall erwartet. Laut Wettervorhersagen wird auch am Mount Wellington mit Neuschnee gerechnet.

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USA: Hitze und Schneesturm gehen in den nördlichen Staaten Hand in Hand

Anfang nächster Woche wird sich über Nordamerika im 500hPa-Niveau ein starker Hochkeil bilden. Er erzeugt zunächst einen „Hitzedom“ zu Beginn der Saison. Während sich dieser Hochdruckkeil verstärkt, wird der Jetstream stark nach Norden in Richtung Kanada abgelenkt, bevor er über die östliche Hälfte des Kontinents nach Süden abfällt.

Auf der Rückseite kann sich dann ein arktischer Trog bis in die zentralen Teile der USA ausdehnen.

Das sieht aus heutiger Sicht (13. März) wirklich interessant aus. Tatsächlich treten derartig extreme Temperatursprünge zwar nicht in jedem Jahr, aber doch immer wieder auf. So konnte ich im September 1978 in Texas, genauer in der rund 1000 m hoch gelegenen Stadt Amarillo eines Tages eine Mittagstemperatur von 34°C dokumentieren. Am Abend des gleichen Tages, also nur 12 Stunden später, meldete die Stadt bei +1°C und starkem, vermutlich eisig kaltem Nordwind Schneeregen.

Mehr dazu wie angekündigt nächste Woche bei Eintreten des Ereignisses. A. d. Übers.

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 12 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 13. März 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kältereport Nr. 11 / 2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

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Kältereport Nr. 10 / 2026

veröffentlicht.
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Eine Meldung vom 2. März 2026:

Türkei: Schneehöhe bis 2 m im Norden

Starke Schneefälle haben die hochgelegenen Bezirke in der Provinz Ordu lahmgelegt, wo die Schneehöhe mehr als 2 Meter beträgt.

Die schlimmsten Auswirkungen werden aus den Bezirken Gürgentepe und Kabadüz gemeldet, wo anhaltende Schneefälle über Nacht geparkte Fahrzeuge verschüttet, Straßen blockiert und ländliche Gebiete von der Außenwelt abgeschnitten haben.

Autos, Dächer, Seitenstraßen und Nebenstraßen sind vollständig zugeschneit. An einigen Stellen reicht der Schnee bis zur Fensterhöhe.

Dazu gibt es dieses YouTube-Video:

Kommunale und Autobahn-Teams arbeiten rund um die Uhr mit schwerem Gerät, um die Hauptverkehrswege offen zu halten und abgeschnittene Dörfer wieder anzubinden. Trotz der laufenden Räumungsarbeiten machen Schneeverwehungen und wiederholte Schneefälle die Fortschritte schnell zunichte.

Die Behörden fordern die Einwohner auf, von unnötigen Fahrten abzusehen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/snow-tops-2-meters-in-northern-turkey?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 3. März 2026:

Aserbaidschan: Starke Schneefälle

In Aserbaidschan hält der starke Schneefall an, wobei am Montag in Shahbuz mit 37 cm die höchste Schneedecke gemessen worden ist.

Auch in anderen hochgelegenen Regionen fallen erhebliche Schneemengen. In Kishchay (Shaki) wurden 33 cm gemessen, in Alibay (Zaqatala) 25 cm und in Khinalig und Griz 24 cm.

Dazu gibt es ebenfalls ein YouTube-Video.

Die allgemeine Wetterlage erstreckt sich über den Kaukasus hinaus. Auch Kasachstan und andere Teile Zentralasiens wurden in den letzten Wochen von wiederholten Wintersystemen heimgesucht, wodurch sich die regionale Schneedecke verdichtete.

Diese Ansammlung trägt zum Gesamtbild bei.

Die Schneemasse der nördlichen Hemisphäre liegt derzeit über dem Durchschnitt der Jahre 1982–2012.

Mit einer Gesamtmenge von fast 3.100 Gigatonnen liegt die Masse laut GlobSnow-Daten derzeit etwa 300 Gigatonnen über dem Normalwert.

Der späte Schneefall in Aserbaidschan, Kasachstan, Sibirien und Teilen Nordamerikas trägt dazu bei, dass die Schneemasse der Hemisphäre mit dem Herannahen des saisonalen Höhepunkts auf einem hohen Niveau bleibt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/heavy-snow-hits-azerbaijan-spain?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 4. Februar 2026:

Nordhemisphäre: Kälte bleibt vorerst eingeschlossen

Während die 48 kontinentalen US-Bundesstaaten derzeit einen kurzen Vorgeschmack auf den Frühling genießen, herrscht im Norden weiterhin intensive arktische Kälte.

Das Landesinnere Alaskas ist von den härtesten Bedingungen betroffen.

In Fairbanks sank die Temperatur am Sonntag auf -45 °C – der kälteste Märztag seit 1956 (in Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1911 zurückreichen).

Auch der Osten Kanadas ist tief im Frost gefangen. Im Norden von Quebec wurden kürzlich in Wapus -37,7 °C gemessen, wobei in weiten Teilen der Provinz Temperaturen weit unter -30 °C herrschten: Parent fiel auf -34,8 °C, Normandin auf -34,5 °C und Chicoutimi auf -33,5 °C.

Derzeit bleibt diese Kältewelle auf die hohen Breitengrade beschränkt, während für die Vereinigten Staaten in den nächsten 7 bis 10 Tagen relativ milde Bedingungen vorhergesagt werden.

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China: Stärkster Schneefall des Winters

Nordchina erlebte gerade den stärksten Schneefall des Winters. Satellitenanalysen zeigen, dass sich die Schneedecke über mehr als 250.000 km² ausbreitet, was in etwa der Größe Großbritanniens entspricht.

Kontinentale Kaltluft bleibt in der gesamten Region bestehen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-locked-up-north-for-now-chinas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 5. Februar 2026:

Norwegen: Kältester Februar seit 15 Jahren

Laut dem Norwegischen Meteorologischen Institut hat Norwegen den kältesten Februar seit 2010 verzeichnet.

Die nationalen Temperaturen lagen im Februar durchschnittlich 3,1 °C unter dem Normalwert, während die gesamte Wintersaison 1,5 °C unter dem Durchschnitt lag.

Die Kälte war im Norden am stärksten. Karasjok in Finnmark verzeichnete einen Monatsdurchschnitt von -19,1 °C, etwa 5,2 °C unter dem Normalwert.

Im ganzen Land verzeichneten 17 Stationen den kältesten Februar seit Beginn der Aufzeichnungen, während zwei Stationen neue monatliche Tiefstwerte erreichten.

Der größte Teil Norwegens wurde als kalt oder sehr kalt eingestuft, mit vereinzelten „extrem kalten” Bedingungen in Nordland und Innlandet.

Die nationalen Niederschlagsmengen lagen etwa 50 % unter dem Durchschnitt, was diesen Februar zum 15.-trockensten Februar seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1901 machte.

Trotz der weit verbreiteten Kälte bestehen Forscher des Norwegischen Meteorologischen Instituts darauf, dass dies nicht im Widerspruch zur globalen Erwärmung steht.

Der norwegische Klimaforscher Hans Olav Hygen: „Wenn sich der Planet erwärmt, werden natürliche Phänomene und Schwankungen beeinflusst. Deshalb können wir manchmal eine Wetterlage beobachten, die ‚hängt‘, sowohl mit Kälte als auch mit langen Hitzeperioden im Sommer.“

Mit anderen Worten: Der kalte Winter in Norwegen ist ein Beweis für die Erwärmung.

Das wirft die Frage auf: Was würde das Gegenteil beweisen?

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Madeira: Schnee in höheren Lagen

In den höheren Lagen von Madeira, einer portugiesischen Insel im Atlantik (etwa 1.000 km südwestlich des europäischen Festlands), ist Schnee gefallen, sodass die Behörden mehrere Zufahrtsstraßen zu den Bergen sperren mussten.

Die Regionalregierung bestätigte die Sperrung der Straßen nach Poiso, Pico do Areeiro, Meia Serra, Estanquinhos–Bica da Cana, Malhadinha–Paúl da Serra und Pico das Pedras–Achada do Teixeira.

Beamte gaben an, dass die Straßen bis zur Verbesserung der Bedingungen gesperrt bleiben werden. Für die Gipfel Madeiras gelten Schneefälle im März, die so stark sind, dass sie den Verkehr beeinträchtigen, als selten.

Auch auf dem iberischen Festland wurde Schnee in den Pyrenäen und der Sierra gemeldet.

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Alaska: Weiterer Schneefallrekord in Juneau

Der Winter hält in Alaska weiter an.

Am 3. März wurden am internationalen Flughafen von Juneau laut dem National Weather Service 18,5 cm Schnee gemessen, womit der bisherige Tagesrekord von 17,8 cm aus dem Jahr 1971 gebrochen worden ist.

Dies folgt auf die 24,4 cm, die am 1. März gefallen sind und ebenfalls einen neuen Tagesrekord für Schneefall aufgestellt haben.

Der Sturm löste Lawinengefahr und Straßensperrungen in der gesamten Region aus, wobei die Schneepflüge Mühe hatten, Schritt zu halten.

Dieser jüngste Schneefall trägt zu einem rekordverdächtigen Winter 2025–26 in Teilen Alaskas bei.

Die Saison in Juneau begann sehr früh, wobei im Dezember 2025 am Flughafen ein neuer Allzeitrekord aufgestellt wurde: 202 cm. Anchorage verzeichnete dann einen rekordverdächtigen Januar mit 101 cm Schnee für den Monat. Im Landesinneren verzeichnete Fairbanks mit insgesamt 60,2 cm mehr als doppelt so viel Schnee wie im Dezember normalerweise.

Während Teile der USA mit einem „falschen Frühling“ liebäugeln, hat der Winter im Norden noch immer die Oberhand.

Auch im Norden Kanadas, einschließlich Nunavut, hält sich intensive arktische Luft.

Hier sank die Temperatur am Consul Lake am 4. März auf -44 °C. Am Baker Lake sank die Temperatur auf -41 °C und am Rea Point auf -44 °C. In Lupin wurden -42 °C gemessen, während Chesterfield Inlet -37 °C verzeichnete.

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Süd-Korea: Gangwon versinkt im Schnee

Nach einem ungewöhnlich trockenen Februar erlebt Südkorea im März starke Schneefälle.

Die Provinz Gangwon – insbesondere die Region Yeongdong – wurde von heftigen Schneefällen heimgesucht, als kalte Ostwinde Feuchtigkeit vom Ostmeer ins Landesinnere trieben. Als die Schneewolken das Taebaek-Gebirge erreichten, blieben sie dort hängen und brachten dort starken Schneefall.

Allein am Dienstag fielen in Taebaek 25,4 cm Schnee, weit mehr als die 15,8 cm, die im gesamten Februar gefallen waren. Bis zum 6. März wird weiterer Schneefall erwartet.

Der Schneefall dieser Woche folgt auf eine Schneedürre in der Region. Normalerweise fällt im Februar regelmäßig Schnee im Osten Südkoreas, da sibirische Kälte Ostwinde über das Ostmeer treibt. In diesem Jahr blieben diese Winde bislang weitgehend aus, so dass die Region trocken blieb.

Aus dem Koreanischen übersetzt via Google Translate. A. d. Übers.

Die Februar-Aufzeichnungen von Taebaek zeigen die Veränderung: 25 Schneetage im Jahr 2024, 13 im Jahr 2025 und nur 5 in diesem Jahr.

Die Kälte war da, nur die Feuchtigkeit fehlte – bis jetzt. Laut offiziellen Angaben ist der Schnee, der normalerweise im Februar allmählich fällt, Anfang März praktisch auf einmal angekommen.

Diese Wetterlage erstreckt sich über Korea hinaus.

Wie gestern berichtet, gab es in Nordchina in letzter Zeit heftige Schneefälle.

Auch Peking wird weiterhin von starken Schneefällen heimgesucht. Die Schneemengen vom Mittwoch, dem 4. März haben sich bis Donnerstag gehalten und werden voraussichtlich die stärksten Schneefälle des Winters in der Hauptstadt sein.

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Westliches Russland: Schneereichster Winter seit 50 Jahren

Die Region Nischni Nowgorod im Westen Russlands, etwa 400 km östlich von Moskau gelegen, hat gerade den schneereichsten Winter seit mindestens einem halben Jahrhundert erlebt.

Laut dem Phänologen Michail Ljubow von der Staatlichen Universität Nischni Nowgorod (ein Wissenschaftler, der den zeitlichen Ablauf saisonaler Naturereignisse untersucht) liegen auf offenen Flächen wie Feldern und Wiesen derzeit 75 bis 80 cm Schnee.

In einigen Gebieten ist die Schneedecke sogar noch höher und erreicht 90 cm. Zum Vergleich: Normalerweise endet der Winter in dieser Region mit einer Schneedecke von etwa 40 cm. Mit anderen Worten: Die Schneehöhe in Teilen der Region ist derzeit etwa doppelt so hoch wie im langjährigen Durchschnitt.

Bemerkenswert ist auch die Beständigkeit dieser hohen Schneedecke. Die Schneemengen aus dem späten Winter sind in ländlichen Gebieten nach wie vor weit verbreitet, so dass große Teile Westrusslands auch Anfang März noch unter einer dicken Schneedecke liegen.

Für den gesamten Monat werden weitere Schneefälle erwartet.

Auch in Moskau selbst wird die Schneedecke voraussichtlich bis Anfang April bestehen bleiben, was die überdurchschnittliche Schneemenge in der nördlichen Hemisphäre in diesem Jahr bestätigt:

Aktualisiert, letzte Beobachtung 5. März 2026

Link: https://electroverse.substack.com/p/norways-coldest-february-in-16-years?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 6. März 2026:

Dänemark: Kältester Winter seit 13 Jahren

Dänemark hat laut dem Dänischen Meteorologischen Institut den kältesten Winter seit 13 Jahren verzeichnet.

Der Durchschnitt für Dezember bis Februar lag bei 1,5 °C und damit etwa 0,5 °C unter dem Klimanormalwert für 1991–2020.

Das kältere Ergebnis kam trotz eines sehr milden Dezembers zustande. Der darauf folgende Januar und Februar waren deutlich kälter, was den Gesamtdurchschnitt nach unten drückte. Der Januar war der kälteste in Dänemark seit 16 Jahren, wobei die Durchschnittstemperatur eines jeden Tages knapp unter dem Gefrierpunkt lag.

Das Land verzeichnete den schneereichsten Winter seit 13 Jahren, wobei mehrere Schneefall-Ereignisse den Verkehr beeinträchtigten. Trotz der häufigen Schneefälle war die Saison tatsächlich sehr trocken: Es fielen nur 114,8 mm Niederschlag, etwa 40 % unter dem Winterdurchschnitt.

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USA: Frost verzögert die Kirschblüte in Washington D. C.

Die berühmte Kirschblütenzeit in Washington, D.C. könnte dieses Jahr verspätet eintreten, nachdem monatelang ungewöhnlich kaltes Wetter das Wachstum der Bäume verlangsamt hat.

Jedes Frühjahr locken mehr als 3.000 Yoshino-Kirschbäume rund um das Tidal Basin Hunderttausende Besucher in die US-Hauptstadt.

Das jährliche National Cherry Blossom Festival, das vom 20. März bis zum 12. April stattfindet, markiert die Blüte der Bäume, die Japan den Vereinigten Staaten 1912 zum ersten Mal geschenkt hat.

Im Jahr 2026 lässt die Blüte jedoch auf sich warten.

Anhaltende Winterkälte hat die Bäume bis Anfang März weitgehend in Winterruhe gehalten und die Knospenentwicklung verlangsamt.

Die Blütezeit – definiert als der Zeitpunkt, an dem etwa 70 % der Blüten geöffnet sind – liegt normalerweise zwischen Ende März und Anfang April.

Derzeit wird für dieses Jahr eine späte Blütezeit erwartet.

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Japan: Aomori-Obstgärten im Schnee begraben

Der strenge Winter in Japan fordert weiterhin seinen Tribut: Nach wochenlangen starken Schneefällen in den nördlichen Regionen des Landes sind mindestens 46 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 550 verletzt worden.

Am stärksten betroffen sind die Gebiete entlang der Küste des Japanischen Meeres, insbesondere die Präfekturen Aomori, Akita, Yamagata und Niigata.

In Hirosaki in der Präfektur Aomori erreichte die Schneemenge im Januar 148 cm und stellte damit einen Monatsrekord für die Stadt dar. In den umliegenden Gebieten lag die Schneehöhe bei über 5 m, wodurch Ackerland verschüttet, Straßen blockiert und landwirtschaftliche Gebäude zerstört worden sind.

Die Schäden für die japanische Apfelindustrie nehmen zu.

Aomori produziert etwa 60 % der Äpfel des Landes, und die Obstgärten in der gesamten Region leiden derzeit unter der Last des hohen Schnees. Äste sind unter der Last gebrochen, so dass die Bauern die beschädigten Bäume aus dem Schnee ausgraben müssen.

Wenn Äste unter der Schneelast brechen, kann dies zu Ernteausfällen in der folgenden Saison führen.

Während eines früheren schneereichen Winters beliefen sich die Schäden durch abgebrochene Äste allein auf über 20 Milliarden Yen an Obstgartenverlusten in ganz Aomori, wobei einige Landwirte Produktionsrückgänge von 10 Tonnen oder mehr meldeten.

Derzeit herrscht im Norden Japans einer der härtesten Winter seit Jahren – die Bauern graben ihre Obstgärten aus und hoffen, dass ihre Bäume lange genug überleben, um eine Ernte zu bringen. Und wie wir in Nordamerika sehen, ist es noch nicht vorbei…

Prognosen zeigen, dass sich am 7. und 8. März ein weiteres Tiefdruckgebiet über Nordjapan bildet und frische Kaltluft nach Süden zieht. Meteorologen warnen, dass es an der Ostküste von Hokkaido am Wochenende zu starken Schneefällen kommen dürfte und auch die Hokuriku-Ebene mit der Ankunft der kälteren Luft erneut von Schneefällen heimgesucht werden könnte:

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Hier kommt vom gleichen Tag noch eine Meldung, die zwar keinen aktuellen Zeitbezug hat, die aber unbedingt hierher gehört. Sie wird in den „Kurzmeldungen“ auch noch einmal auftauchen. A. d. Übers.

Japan macht für die Rekord-Schneefälle die „globale Erwärmung“ verantwortlich

„Starke Schneefälle sind in den letzten Jahrzehnten seltener geworden, und es wird erwartet, dass sich dieser Trend auch im zukünftigen Klima fortsetzen wird.“

Das ist die offizielle Position des IPCC. In einer sich erwärmenden Welt soll Schnee seltener werden, fallen doch winterliche Niederschläge zunehmend als Regen. Als Japan jedoch im Januar 2026 von extremen Schneefällen heimgesucht worden war, geriet diese Erklärung in Vergessenheit.

Laut dem japanischen Institut für meteorologische Forschung und dem Wissenschaftsministerium hat die globale Erwärmung tatsächlich zu vermehrten Schneefällen geführt.

[Hervorhebung im Original]

Zwischen dem 21. und 31. Januar strömte eine besonders intensive und lang anhaltende arktische Kaltluftfront über das Japanische Meer und verursachte entlang der Küste starke Schneefälle. Die Auswirkungen waren unmittelbar und schwerwiegend.

Wie oben bereits erwähnt, wurden die Verkehrssysteme rund um Sapporo durch den hohen Schnee lahmgelegt. In Aomori wurden Rekordwerte gemessen. Im Norden von Honshu und an der Küste des Japanischen Meeres wurden Gemeinden unter außergewöhnlich hohen Schneemengen begraben.

Sogar die japanischen Selbstverteidigungskräfte wurden zur Unterstützung der Katastrophenhilfe eingesetzt.

Anstatt jedoch auf den offensichtlichen Auslöser hinzuweisen – einen anhaltenden Zustrom von Polarluft – führten die Forscher des Meteorologischen Instituts „Klimamodellsimulationen” durch, in denen sie das heutige Klima mit einer hypothetischen Welt ohne menschliche Erwärmung verglichen.

Aus dieser Modellierung schlossen sie, dass die globale Erwärmung die Schneefälle im Norden Japans während des Sturms um etwa 7 % erhöht hat:

Modellsimulationen, mit denen Japans Schneesturm Ende Januar 2026 auf die globale Erwärmung zurückgeführt wurde. Oben: Rekonstruierte vs. beobachtete Niederschlagsmengen vom 21. Januar bis 1. Februar 2026. Unten: Modellierte Differenz zwischen einem modernen Klima und einer hypothetischen Welt ohne Erwärmung.

Tatsächlich – die Behauptung lautet, dass einer der beeindruckendsten Schneefälle seit Jahren teilweise durch die globale Erwärmung verursacht wurde. Das Argument ist bekannt: Wärmere Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, wodurch Stürme stärkere Schneefälle verursachen können (wenn die Temperaturen niedrig bleiben!).

Also… Die globale Erwärmung reduziert den Schnee. Außer wenn sie den Schnee erhöht. Unter diesen Voraussetzungen scheint jedes mögliche Ergebnis dieselbe Schlussfolgerung zu bestätigen.

„Eine Theorie, die alles erklärt, erklärt nichts.” – Karl Popper

Link: https://electroverse.substack.com/p/denmarks-cold-winter-freeze-to-delay?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 11 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 6. März 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kältereport Nr. 10 / 2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ EIKE

Kältereport Nr. 9 / 2026

veröffentlicht.
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Meldungen vom 23. Februar 2026:

USA: Starker Blizzard im Nordosten

Etwa 35 Millionen Menschen von Virginia bis Maine sind von Schneesturmwarnungen betroffen – mehr als 10 % der Bevölkerung der kontinentalen Vereinigten Staaten. Insgesamt sind über 65 Millionen Menschen von Sturmwarnungen betroffen, fast ein Fünftel der Bevölkerung des Landes.

Das System begann sich am frühen Montagmorgen zu entwickeln und trat in eine Phase rascher Intensivierung ein. Der zentrale Druck sinkt auf Werte, die mit denen eines Hurrikans der Kategorie 2 vergleichbar sind, ein Zeichen für einen extrem starken Sturm in den mittleren Breiten. Die Folgen sind weit verbreitete Whiteout-Bedingungen und Schneeverwehungen.

In New York City zeigen Bilder, wie Schnee an Straßenschildern in Brooklyn klebt, wobei die Gesamtmenge um 2 Uhr morgens Ortszeit bereits etwa 23 cm erreicht hat und sich die Bedingungen weiter verschlechtern.

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Grönland: Kälte nähert sich Allzeit-Rekordwerten

Über Grönland entwickelt sich einer der intensivsten Kaltluftkörper, die jemals beobachtet worden waren. Ein historisch intensiver troposphärischer „Polartwirbel“ hält die Insel im Griff. Die Luftmasse ist außergewöhnlich trocken, der Himmel weitgehend klar, und langwellige Strahlung kann ungehindert ins All entweichen. Diese Kombination ermöglicht extreme Strahlungskühlung.

Die Temperaturen im 500 hPa-Niveau sollen auf etwa -58,5 °C fallen:

Bei dieser kalten Luft in der Höhe und fast keiner Feuchtigkeit, die Wärme speichern könnte, sinken die Bodentemperaturen auf dem Eisschild rapide.

Laut dem Dänischen Meteorologischen Institut ist die Kälte bereits eingetreten. Es wurden Werte unter -50 °C gemessen, und die Prognose für die neue Woche geht von einer weiteren Abkühlung auf etwa -65 °C aus.

Damit nähert sich Grönland dem in der Neuzeit gemessenen Extremwert von -69,4 °C, der im Dezember 1991 (nach dem Ausbruch des Pinatubo) gemessen worden war. Der Februar-Rekord am Summit, der am 28. Februar 2020 mit -63,9 °C gemessen worden war, dürfte sehr wahrscheinlich fallen.

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Alpen: Weiterer Neuschnee

In den Alpen schneit es weiter. Im Arlberg liegt die Schneehöhe mittlerweile vielerorts bei über 2 Metern.

Lech und Zürs am Arlberg waren am Wochenende aufgrund der erhöhten Lawinengefahr von der Außenwelt abgeschnitten, während weiter westlich in La Rosière in Savoyen die Schneehöhe bereits 3 Meter überschritten hat – Tendenz steigend. In der Schweiz liegt die Schneehöhe am Glacier 3000 „offiziell” bei 180 cm (mit höheren Verwehungen):

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Blizzards in China

Am Wochenende fegten Schneestürme über Nordchina hinweg und führten zu weitreichenden Verkehrsbehinderungen.

Die schlimmsten Bedingungen wurden im Tianshan-Gebirge und in Hulunbuir in der Inneren Mongolei gemeldet, wo starke Winde und Schneeverwehungen mehrere Autobahnen blockierten.

Weiter westlich wurden auch große Teile von Xinjiang von heftigen Schneeverwehungen heimgesucht. Die Sichtweite nahm auf exponierten Strecken stark ab, was zu weiteren Sperrungen führte.

Link: https://electroverse.substack.com/p/major-blizzard-hitting-northeast?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 24. Februar 2026:

Strenge Kälte hält über Grönland an

Der kalte Kern der Arktis hat sich dramatisch verschärft.

An der Summit Station in Grönland sank die Temperatur in den frühen Morgenstunden des 24. Februar auf -60,4 °C und erreichte damit den niedrigsten Wert der Saison in der gesamten nördlichen Hemisphäre. Damit wurde der bisherige Saison-Tiefstwert von -59 °C in Delyankir in Russland unterboten.

Alle Augen bleiben auf Grönland gerichtet, wo im Laufe der Woche Rekordkälte möglich ist.

Das DMI prognostiziert Temperaturen von -67 °C, was der niedrigsten jemals auf der Nordhalbkugel gemessenen Temperatur nahekommen würde – derzeit sind es-69,6 °C, gemessen am 21. Dezember 1991 (nach dem Ausbruch des Pinatubo).

[—88,5°F ≈ —67°C]

Im benachbarten Nunavut fielen die Temperaturen am Montag unter -40 °C, als mehrere Gemeinden von Schneestürmen heimgesucht wurden. Starke Winde ließen die gefühlte Temperatur auf -65 °C sinken, unter anderem in Taloyoak, wo es innerhalb weniger Minuten gefährlich wurde, sich im Freien aufzuhalten.

Weiter westlich sank die Temperatur in Eureka auf -50,4 °C – der erste Wert unter -50 °C in dieser Saison in Kanada.

Dies ist ein konsolidiertes arktisches Reservoir, das große Systeme stromabwärts speist…

Anmerkung des Übersetzers: Extreme Kälte in Grönland hatte und hat in Europa fast immer milde oder sehr milde Witterung zur Folge. Das ist der normalen Verteilung der Rossby-Wellen geschuldet. Auf dem Atlantik sorgt dieser besonders große horizontale Temperaturunterschied für die Bildung der riesigen Orkanwirbel, die es bisher in diesem Winter noch nicht gab. Solange sich die Kälte über Grönland hält, wird es auch weiterhin bei uns mild bleiben.

Ausbrüche aus dem Kältereservoir dort betreffen natürlich nun auch angrenzende Gebiete…

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Kanada: Schnee-Rekorde in Neufundland

Ein Wintersturm hat Neufundland heimgesucht.

In Paradise wurden 79,5 cm Schnee gemessen, wobei im gesamten östlichen Teil der Avalon-Halbinsel insgesamt 60 bis 70 cm Schnee gefallen sind. In St. John’s East wurden 55,6 cm gemessen, während im nahe gelegenen Ferryland 70 cm erreicht worden sind.

Der Sturm folgte unmittelbar auf ein früheres großes Sturmsystem, wodurch sich die Auswirkungen verstärkten und kaum Zeit für eine Erholung blieb. In vielen Gebieten sind nun innerhalb einer Woche mehr als 100 cm Schnee gefallen.

Die Schneemenge in St. John’s ist in diesem Monat auf 165 cm gestiegen, womit die Stadt nur noch 5 cm an den schneereichsten Februar seit Beginn der Aufzeichnungen (170,1 cm im Jahr 2006) heran reicht, und nähert sich schnell dem schneereichsten Kalendermonat aller Zeiten (173,4 cm im Dezember 2000) – in Aufzeichnungen, die bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreichen und seit den 1940er Jahren lückenlos geführt werden.

Weiter südlich…

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USA: Rekorde brechender Blizzard im Nordosten

Ein „Blockbuster-Blizzard“ fegt über den Nordosten der USA hinweg und bringt extreme Schneefälle und anhaltende Winde von Virginia und Delaware bis nach New England – einschließlich New York City und Boston.

Das System verstärkte sich rasch und führte in mehreren Bundesstaaten zu bestätigten Blizzardbedingungen.

Die Schneefallraten erreichten 8 cm pro Stunde. Dutzende Orte von der Delmarva-Halbinsel bis zum nördlichen New England haben bereits locker 30 cm überschritten, wobei die Gesamtmenge weiter steigt.

Rhode Island ist bislang am stärksten betroffen.

Warwick meldete mit 90 cm die bislang höchste Gesamtmenge. In Providence wurden am Montag um 13 Uhr am T.F. Green Airport 83 cm gemessen, was offiziell den größten jemals registrierten Schneesturm darstellt und den bisherigen Rekord von 73 cm aus dem Blizzard vom 6. bis 7. Februar 1978 bricht. Außerdem fielen an einem einzigen Tag 77 cm, was den bisherigen Tagesrekord von 18 cm aus dem Januar 1996 deutlich übertrifft.

New York City hat bisher 50 cm gemessen, den stärksten Schneefall seit Februar 2021 und möglicherweise den stärksten Sturm seit einem Jahrzehnt, abgesehen vom Wintersturm Jonas im Januar 2016. Philadelphia hat 36 cm erreicht, den stärksten zweitägigen Schneefall seit 2016. Atlantic City hat 43 cm verzeichnet und nähert sich damit fast seinem durchschnittlichen jährlichen Schneefall in diesem einen Ereignis. Und Boston liegt bisher bei 37 cm, was diesen Sturm bereits zum stärksten seit vier Jahren macht.

Während des Schneesturms lieferten die Windkraftanlagen von ACUA in Atlantic City genau 0,00 kWh ins Netz – weil es zu viel Wind gab. Gerade als Strom am dringendsten benötigt wurde, versagte die „erneuerbare“ Energie erneut.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Unterdessen hat im Westen ebenfalls sehr starker Schneefall das Central Sierra Snow Lab in der Nähe des Donner Passes unter einer Schneedecke begraben.

In nur fünf Tagen fielen insgesamt 282 cm Schnee, was diesen Zeitraum zum drittschneereichsten 5-Tage-Zeitraum seit Beginn der Messungen im Jahr 1970 macht.

Erster Platz: 300 cm, April 1982.

Zweiter Platz: 287 cm, Dezember 1970.

Dritter Platz: 282 cm, Februar 2026.

All dieser Schnee hat zur Masse der nördlichen Hemisphäre beigetragen, die nach einem langsamen Start nun über dem Durchschnitt von 1982-2012 liegt:

Link: https://electroverse.substack.com/p/deep-cold-locks-in-over-greenland?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 25. Februar 2026:

Grönland: Kälte bis –65.3°C

Die außergewöhnliche Kältewelle über Grönland hält an.

Summit verzeichnete gerade eine Tiefsttemperatur von -65,3 °C, nur 2 °C unter dem Februar-Rekord der Station.

Die Angabe des Taupunktes in der Graphik habe ich nicht verstanden. Der Taupunkt muss niedriger liegen als die Lufttemperatur bzw. kann höchstens den gleichen Wert annehmen. A. d. Übers.

Die Automatische Wetterstation (AWS) Klinck ist offiziell als Grönlands Rekordhalterin anerkannt, mit einer am 22. Dezember 1991 gemessenen Temperatur von -69,6 °C (die niedrigste jemals in der nördlichen Hemisphäre gemessene Lufttemperatur in Bodennähe). Die Station ist jedoch nicht mehr in Betrieb.

Im Internet herrscht weiterhin Verwirrung, da einige Kommentatoren Temperaturrekorde verschiedener Einrichtungen miteinander vermischen. Ältere Stationen aus der dänischen Ära (Klinck) und die derzeitigen, von den USA betriebenen Camps (Summit) werden oft miteinander verwechselt.

Unabhängig davon nähert sich das Hochland Grönlands historischen Rekordwerten.

Der dänische Wetterdienst DMI deutet an, dass es noch kälter werden könnte.

Unterdessen gleitet die Antarktis am anderen Ende der Welt in ihre Winterphase.

Am 24. Februar verzeichnete die Südpolstation erstmals in dieser Saison Temperaturen unter -50 °C:

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USA: Weiterhin historische Blizzard-Bedingungen im Nordosten

Ein einmaliger Schneesturm hat diese Woche den Nordosten der USA heimgesucht und Schneefallrekorde gebrochen.

Große Ballungsräume wurden schwer getroffen. In New York City, Boston und Philadelphia fielen insgesamt 40 bis 50 cm Schnee, wobei die lokalen Mengen unter intensiven Verwehungen weitaus höher waren.

In Providence wurde mit 96,3 cm ein neuer Landesrekord aufgestellt. Die Gesamtmenge innerhalb von 24 Stunden betrug 90,2 cm, ebenfalls ein Landesrekord.

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenland-to-653c-855f-historic-blizzard?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Am 26. und 27. Februar 2026 bringt Cap Allon keine aktuellen Kaltmeldungen, sondern nur Meldungen, die in die „Kurzbeiträge“ Eingang finden werden.

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 10 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 27. Februar 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kältereport Nr. 9 / 2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)
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