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„Ungeimpftes Blut“ im Trend – Wie Angst medizinische Versorgung gefährdet

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Eine neue Entwicklung sorgt in den USA für wachsende Besorgnis unter Medizinern. Immer mehr Patienten verlangen gezielt „ungeimpftes Blut“ für Transfusionen – mit potenziell gefährlichen Folgen. Wie die New York Post berichtet, warnen Ärzte inzwischen offen vor einer Entwicklung, die nicht nur Behandlungen verzögert, sondern Patienten konkret in Gefahr bringen kann.

Auslöser ist eine zunehmende Verunsicherung rund um COVID-19-Impfstoffe. Patienten – oft unterstützt von Familienangehörigen – lehnen reguläre Bluttransfusionen ab und bestehen darauf, nur Blut von ungeimpften Spendern zu erhalten. Doch genau hier beginnt das Problem.

Laut einer Studie der Vanderbilt University gibt es keinerlei wissenschaftliche Hinweise darauf, dass „ungeimpftes Blut“ sicherer ist. Im Gegenteil: Der Versuch, gezielt Spender auszuwählen – etwa aus dem Familienkreis – kann zusätzliche Risiken mit sich bringen.

Besonders brisant: Diese Forderungen führen zu Verzögerungen in der Behandlung. In dokumentierten Fällen verschlechterte sich der Zustand von Patienten deutlich, nachdem sie reguläre Transfusionen abgelehnt hatten.

Ein Fall entwickelte sich zu schwerer Anämie, ein anderer sogar zu einem lebensbedrohlichen Schockzustand.

Das grundlegende Problem ist dabei technischer Natur: Es gibt kein Verfahren, mit dem sich Blut nach Impfstatus kategorisieren oder testen lässt. Blutbanken erfassen diese Information nicht – und können sie auch nicht verlässlich bestimmen.

Trotzdem wächst die Nachfrage.

Zwischen 2024 und 2025 registrierte die Vanderbilt-Studie mehrere entsprechende Anfragen, häufig für jüngere Patienten oder Kinder. Ärzte sprechen inzwischen von einer „wiederkehrenden Herausforderung“ für Krankenhäuser und Transfusionsdienste.

Was als Sicherheitsmaßnahme gedacht ist, entwickelt sich damit zunehmend zu einem Risiko.

Mediziner warnen vor einer gefährlichen Dynamik: Angst ersetzt evidenzbasierte Entscheidungen. Der Glaube, geimpftes Blut sei potenziell schädlich, sei wissenschaftlich nicht belegt, betonen „Experten“ immer wieder. Gleichzeitig führt diese Überzeugung dazu, dass dringend notwendige Behandlungen verzögert oder abgelehnt werden.

Auch politisch gewinnt das Thema an Fahrt. In mehreren US-Bundesstaaten wurden Vorschläge diskutiert, separate Blutbanken für ungeimpfte Spender einzurichten. Bislang scheiterten diese Initiativen – auch aufgrund fehlender wissenschaftlicher Grundlage.

Doch die Debatte zeigt, wie tief das Misstrauen inzwischen reicht.

Für Ärzte ist die Situation besonders schwierig. Einerseits müssen sie Patientenautonomie respektieren, andererseits sehen sie sich mit Forderungen konfrontiert, die medizinisch nicht sinnvoll sind und im Ernstfall Leben kosten können.

Entsprechend deutlich fällt das Fazit aus: Das Problem liegt nicht im Blut, sondern in der wachsenden Kluft zwischen wissenschaftlicher Evidenz und öffentlicher Wahrnehmung. Die Pandemie hat dazu beigetragen, dass der Medizin nicht mehr vollumfänglich vertraut wird.

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☐ ☆ ✇ TKP

Ultra-verarbeitete Lebensmittel: Die stille Killer-Epidemie in unseren Supermarktregalen

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Während die etablierte Ernährungsindustrie und ihre Lobbyisten uns einreden, dass „alle Lebensmittel in Maßen Teil einer gesunden Ernährung“ sein können, häufen sich die wissenschaftlichen Belege, dass ultra-verarbeitete Lebensmittel (UVLs) eine der Hauptursachen für die Explosion chronischer Krankheiten sind. Die UVLs sind die bunten Packungen voller Zusatzstoffe, Zucker, billiger Öle und künstlicher Aromen. Eine neue Langzeitstudie [...]

Der Beitrag Ultra-verarbeitete Lebensmittel: Die stille Killer-Epidemie in unseren Supermarktregalen erschien zuerst unter tkp.at.

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☐ ☆ ✇ Epoch Times

Irankrieg: US-Inflationsrate springt im März auf 3,3 Prozent

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Vorschau ansehen Nach Angaben der US-Statistikbehörde hat die Inflationsrate in den USA im März bei 3,3 Prozent gelegen, nach 2,4 Prozent im Vormonat.
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☐ ☆ ✇ Epoch Times

Zimt: Ein funktionelles Gewürz für Stoffwechsel und Gehirn

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Vorschau ansehen Zimt verleiht nicht nur jedem Gericht ein besonderes Aroma. Bereits eine kleine Menge kann einen großen Beitrag zu einem insgesamt gesunden Lebensstil leisten.
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Erste Studie zu Ivermectin und Mebendazol bei Krebs sorgt für Aufmerksamkeit

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Eine Gruppe von Ärzten des US-Unternehmens The Wellness Company (TWC) berichtet über mögliche positive Effekte einer unkonventionellen Kombinationstherapie bei Krebspatienten. In einer bislang nicht begutachteten Studie (Preprint) untersuchten sie den Einsatz der antiparasitären Wirkstoffe Ivermectin und Mebendazol im Off-Label-Gebrauch.

Die Ergebnisse wurden auf der Plattform Zenodo veröffentlicht und basieren auf Daten von 197 US-amerikanischen Krebspatienten. Nach rund sechs Monaten lagen von 122 Teilnehmern Nachbeobachtungsdaten vor.

Bahnbrechende Neuigkeiten zum Thema Krebs

Die Ärzte von The Wellness Company geben stolz bekannt, dass sie einen einzigartigen Beobachtungsbericht über die Anwendung von Ivermectin und Mebendazol bei der Krebsbehandlung fertiggestellt haben. Das Manuskript durchläuft derzeit das Peer-Review-Verfahren und ist vorläufig als Preprint auf Zenodo verfügbar. Zenodo ist ein vom CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) betriebenes Forschungsrepositorium.

„In diesem ersten Beobachtungsbericht seiner Art bei Menschen zeigte die Off-Label-Anwendung von Ivermectin + Mebendazol eine bemerkenswerte klinische Nutzenquote von 84 % bei der Krebsbehandlung. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die kostengünstige und sichere Off-Label-Anwendung dieser Medikamente eine wichtige Ergänzung bei der Behandlung von Krebs darstellen könnte“, so Dr. Peter McCullough, Chief Scientific Officer bei The Wellness Company. Um die Studie zu lesen, folgen Sie bitte dem unten stehenden Link.

‼GROUNDBREAKING CANCER NEWS‼

Doctors from The Wellness Company are proud to announce that they have completed a first of its kind human observational report of the application of Ivermectin+Mebendazole in the treatment of cancer. The manuscript is currently undergoing peer… pic.twitter.com/hU6E88cfZA

— The Wellness Company (@twc_health) April 7, 2026

Nach Angaben der Autoren zeigte sich bei 84,4 Prozent dieser Gruppe ein sogenannter „klinischer Nutzen“. Dieser umfasst Fälle, in denen die Erkrankung zurückging, stabil blieb oder nicht weiter nachweisbar war. Knapp die Hälfte der Befragten berichtete zudem von einer Tumorverkleinerung oder einem vollständigen Verschwinden der Krankheit.

Die Studienautoren betonen, dass beide Wirkstoffe seit Jahrzehnten zur Behandlung parasitärer Infektionen eingesetzt werden und daher über ein bekanntes Sicherheitsprofil verfügen. Zudem gebe es aus Laboruntersuchungen Hinweise auf mögliche krebshemmende Effekte.

Gleichzeitig weisen sie selbst darauf hin, dass es sich um eine beobachtende Studie ohne Kontrollgruppe handelt. Aussagen zur tatsächlichen Wirksamkeit lassen sich daraus nur eingeschränkt ableiten. Die Forscher fordern daher weiterführende, randomisierte und kontrollierte klinische Studien, um die Ergebnisse zu überprüfen.

Fachleute warnen grundsätzlich davor, vorläufige Daten aus Preprints überzubewerten. Ohne unabhängige Begutachtung und kontrollierte Studienbedingungen sei eine Einordnung der Ergebnisse schwierig.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Studie durch Angaben von TWC, wonach das Manuskript zuvor ohne nähere Begründung von der Preprint-Plattform SSRN abgelehnt worden sei. Dies hat in einigen Kreisen Spekulationen ausgelöst, die jedoch bislang nicht unabhängig bestätigt sind.

The study will be released at 12PM Eastern TODAY. Follow us to be the first to see results that will shock the world of cancer care. pic.twitter.com/PpcXlRcSCZ

— The Wellness Company (@twc_health) April 7, 2026

(Auszug von RSS-Feed)

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Eine weltweite Analyse zeigt, dass bis zu 4 von 10 Krebsfällen verhindert werden könnten

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Analyse von Dr. Joseph Mercola

Die Geschichte auf einen Blick

  • Eine umfassende globale Analyse ergab, dass fast vier von zehn Krebsfällen weltweit mit veränderbaren Risikofaktoren zusammenhängen, was bedeutet, dass ein großer Teil der Diagnosen auf Einflüsse zurückzuführen ist, die man selbst beeinflussen kann
  • Tabak ist nach wie vor der größte einzelne vermeidbare Krebsauslöser, während Infektionen wie HPV und H. pylori sowie Alkoholkonsum für Millionen weiterer Fälle verantwortlich sind
  • Lungen-, Magen- und Gebärmutterhalskrebs machen weltweit fast die Hälfte der vermeidbaren Krebserkrankungen aus, was verdeutlicht, wie sich bestimmte Expositionen in spezifische Krankheitsmuster niederschlagen
  • Metabolische Stressfaktoren – darunter übermäßiges Körperfett, eine schlechte Mitochondrienfunktion und chronische Entzündungen – schaffen ein inneres Milieu, das das Tumorwachstum begünstigt
  • Sie können Ihr langfristiges Risiko senken, indem Sie auf Rauchen und Alkohol verzichten, auf Samenöle verzichten, die Fett- und Kohlenhydrataufnahme ausgleichen, auf eine ausreichende Proteinzufuhr achten und sich zu täglicher Bewegung wie Spazierengehen verpflichten

Über Krebs wird oft so gesprochen, als treffe er willkürlich zu – als sei er eine Frage des Pechs oder vererbter Gene. Eine umfassende neue globale Analyse deutet jedoch auf etwas anderes hin. Die in „Nature Medicine“ veröffentlichte Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und ihrer Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) untersuchte, inwieweit die weltweite Krebslast auf Ursachen zurückzuführen ist, die grundsätzlich vermeidbar sind.1

Die Ergebnisse stellen Krebs weniger als unvermeidliches Schicksal dar, sondern vielmehr als eine Erkrankung, die durch alltägliche Belastungen geprägt ist – durch das, was man über Jahrzehnte hinweg einatmet, trinkt, isst und aufnimmt. Die Schlussfolgerungen der Forscher haben enorme praktische Bedeutung, denn wenn ein Risikofaktor identifiziert und gemessen werden kann, lässt er sich auch reduzieren. Im Folgenden wird genau dargelegt, wie die Analyse zu ihren Schlussfolgerungen gelangte, welche Belastungen den größten Schaden verursachen und was man tun kann, um auf der Grundlage dieser Daten zu handeln.

Weltweite Daten zeigen, wo das Krebsrisiko seinen Ursprung hat

Für die Studie nutzten die Forscher Daten zu 36 Krebsarten aus 185 Ländern und untersuchten 30 Risikofaktoren, auf die Menschen und Regierungen Einfluss nehmen können. Sie wandten eine statistische Methode an, mit der geschätzt wird, wie viele Fälle nicht auftreten würden, wenn ein Risikofaktor beseitigt würde, um zu ermitteln, wie viel der weltweiten Krebslast auf bestimmte Expositionen zurückzuführen ist. Es handelte sich hierbei nicht um eine kleine regionale Momentaufnahme, sondern um eine weltweite Bestandsaufnahme vermeidbarer Krebserkrankungen.

  • Mehr als ein Drittel aller Krebsneuerkrankungen stand im Zusammenhang mit veränderbare Ursachen — Die Forscher stellten fest, dass 7,1 Millionen der 18,7 Millionen Krebsfälle im Jahr 2022 – also 37,8 % – auf vermeidbare Risikofaktoren zurückzuführen waren. Bei Männern standen 45,4 % der Neuerkrankungen mit diesen Expositionen in Verbindung, bei Frauen waren es 29,7 %. Allein diese Diskrepanz sagt viel aus: Die Expositionsmuster spielen eine Rolle. Wenn fast die Hälfte der Krebserkrankungen bei Männern mit veränderbaren Verhaltensweisen oder Umweltfaktoren zusammenhängt, dann prägen Ihre täglichen Expositionen die langfristigen Folgen.
  • Rauchen dominierte die Landschaft der vermeidbaren Krebserkrankungen — Tabakrauchen war weltweit für 15,1 % aller neuen Krebsfälle verantwortlich und war damit der größte einzelne Faktor, der in der Studie identifiziert wurde. Bei Männern war Rauchen für schätzungsweise 23 % der neuen Krebsfälle verantwortlich, bei Frauen hingegen für 6 %. Das bedeutet, dass die Auswirkungen des Rauchens bei Männern fast viermal höher waren als bei Frauen. Die Zahlen spiegeln die kumulativen DNA-Schäden wider, die durch Karzinogene im Tabakrauch verursacht werden, welche Mutationen auslösen und die Tumorbildung vorantreiben. Würde das Rauchen wegfallen, würden rund 15 % der weltweiten Krebsfälle nicht auftreten.
  • Infektionen und Alkohol bildeten die nächste große Risikogruppe — Infektionen trugen zu 10,2 % der weltweiten Krebsfälle bei, und Alkoholkonsum machte 3,2 % aus. Bei Frauen waren Infektionen für 11 % der neuen Krebsfälle verantwortlich – in dieser Gruppe mehr als das Rauchen. Diese Zahl unterstreicht, wie Viren und Bakterien wie das humane Papillomavirus (HPV) und Helicobacter pylori (H. pylori) das Krebsrisiko durch chronische Entzündungen und langfristige Zellschäden verändern. Alkohol hingegen erhöht die Exposition gegenüber Acetaldehyd, einem toxischen Abbauprodukt, das die DNA schädigt und Reparaturmechanismen beeinträchtigt.
  • Drei Krebsarten machten fast die Hälfte der vermeidbaren Fälle aus — Lungen-, Magen- und Gebärmutterhalskrebs machten weltweit fast 50 % der vermeidbaren Krebsfälle aus. Lungenkrebs stand in erster Linie im Zusammenhang mit Rauchen und Luftverschmutzung. Magenkrebs war größtenteils auf eine H. pylori-Infektion zurückzuführen. Gebärmutterhalskrebs wurde mit HPV in Verbindung gebracht, doch ist es wichtig zu beachten, dass in den meisten Fällen nur langfristige, unbehandelte HPV-Infektionen Gebärmutterhalskrebs auslösen, und diese lassen sich in der Regel durch regelmäßige Pap-Abstriche leicht erkennen und behandeln.
  • Regionale Unterschiede zeigten, wie die Umwelt das Risiko beeinflusst — Der Anteil vermeidbarer Krebserkrankungen lag bei Frauen je nach Region zwischen 24,6 % und 38,2 % und bei Männern zwischen 28,1 % und 57,2 %. Ostasien wies mit 57 % die höchste Belastung durch vermeidbare Krebserkrankungen bei Männern auf, während Lateinamerika und die Karibik mit 28 % die niedrigste Belastung verzeichneten.Diese Unterschiede spiegeln die unterschiedliche Exposition gegenüber Tabak, Infektionen, berufsbedingten Gefahren und Umweltschadstoffen wider. Der Wohnort beeinflusst, was man einatmet, konsumiert und womit man in Kontakt kommt. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass „verstärkte Anstrengungen zur Verringerung veränderbare Expositionen weiterhin von zentraler Bedeutung für die globale Krebsprävention sind.“

So senken Sie Ihr Risiko für vermeidbare Krebserkrankungen

Die Daten zeigen, dass das Krebsrisiko eng damit zusammenhängt, was Sie einatmen, trinken, aufnehmen und in Ihrem Gewebe speichern. Das bedeutet, dass Ihre Strategie an der Quelle ansetzen muss. Konzentrieren Sie sich zunächst darauf, metabolische Stressfaktoren zu beseitigen, die die Mitochondrien schädigen und Entzündungen begünstigen, denn ein Versagen der zellulären Energieversorgung schafft das Umfeld, in dem sich Krankheiten ausbreiten. Wenn Sie dieses Umfeld korrigieren, verändern Sie Ihren langfristigen Gesundheitsverlauf auf messbare Weise. Hier sind fünf Schritte, die Sie unternehmen können.

  • 1. Verlagern Sie Ihr Makronährstoffverhältnis hin zu Kohlenhydraten und weg von überschüssigem Fett — Wenn Ihre Fettaufnahme fast 60 % der täglichen Kalorien ausmacht, zwingen Sie Ihren Körper dazu, sich stark auf Fett als Energiequelle zu verlassen. Dieser Stoffwechselzustand führt zu Funktionsstörungen und begünstigt die Ausbreitung von Krankheiten, einschließlich Krebs. Halten Sie Ihre Fettaufnahme zwischen 30 % und 40 % der täglichen Kalorien und streben Sie täglich etwa 250 Gramm gesunde Kohlenhydrate an. Stellen Sie Ihre Mahlzeiten aus ganzen Früchten, gekochtem Wurzelgemüse, weißem Reis, gesunden Proteinen und kleinen Mengen gut verträglicher Vollkornprodukte zusammen, sofern Ihr Darm diese gut verträgt. Wenn Ihre Verdauung Probleme macht, beginnen Sie mit leichter verdaulichen Kohlenhydraten wie Obst und weißem Reis und steigern Sie die Menge langsam. Ihr Ziel ist eine gleichmäßige Glukoseverwertung, eine starke Mitochondrienfunktion und eine geringere Entzündungsreaktion – chemische Alarmsignale, die bei chronisch erhöhten Werten Bedingungen schaffen, die das Tumorwachstum begünstigen.
  • 2. Verzichten Sie auf Pflanzenöle und reduzieren Sie die Linolsäure (LA) auf unter 5 Gramm pro Tag — Das Problem ist nicht nur Fett. Es ist LA, eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, die in Samenölen vorkommt. Eine hohe LA-Zufuhr stört die Energieproduktion der Mitochondrien, schwächt die Fähigkeit Ihres Immunsystems, abnormale Zellen zu erkennen und zu zerstören, und aktiviert Gerinnungsfaktoren, die Tumoren dabei helfen, eine Blutversorgung aufzubauen und sich auszubreiten. Entfernen Sie Raps-, Mais-, Soja-, Distel-, Sonnenblumen- und Traubenkernöl aus Ihrer Küche. Ersetzen Sie diese durch Butter von grasgefütterten Kühen, Ghee oder Talg. Braten Sie Gemüse beispielsweise nicht in Rapsöl an, sondern in Ghee. Verwenden Sie statt gekaufter Salatdressings Zitronensaft und Butter von grasgefütterten Kühen. Verwenden Sie Olivenöl und Avocadoöl nur sparsam, wenn überhaupt, da sie oft versteckte Samenöle und einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fetten enthalten, die die Mitochondrien belasten. Wahrscheinlich nehmen Sie mehr LA zu sich, als Sie denken. Wenn meine Mercola Health Coach App startet, hilft Ihnen die Funktion „Seed Oil Sleuth“, dies auf das Zehntel Gramm genau zu erfassen. Streben Sie täglich weniger als 5 Gramm LA an, idealerweise weniger als 2 Gramm.
  • 3. Reduzieren Sie Entzündungsauslöser durch eine Verbesserung der Körperzusammensetzung und Bewegung — Überschüssiges Körperfett setzt entzündungsfördernde Chemikalien frei, die das Tumorwachstum begünstigen. Wenn Sie Gewicht im Bauchbereich mit sich herumtragen, konzentrieren Sie sich darauf, das Kohlenhydratgleichgewicht wiederherzustellen, anstatt eine Crash-Diät zu machen. Nehmen Sie ausreichend Protein zu sich — etwa 0,8 Gramm pro Pfund Idealgewicht oder 1,76 Gramm pro Kilogramm — wobei ein Drittel aus Kollagen-Quellen wie Knochenbrühe stammen sollte. Dies schützt die Muskelmasse und verbessert gleichzeitig die metabolische Flexibilität, also die Fähigkeit Ihres Körpers, reibungslos zwischen der Verbrennung von Glukose und Fett als Energiequelle zu wechseln. Nehmen Sie sich vor, täglich spazieren zu gehen, und vermeiden Sie übermäßiges intensives Training. Ein bewegungsarmer Körper ist ein metabolisch stagnierender Körper – ohne regelmäßige Bewegung sinkt die Insulinsensitivität, Entzündungsmarker steigen an und die Mitochondrien verlieren ihre Fähigkeit, Energie effizient zu verbrennen. Gleichzeitig lässt übermäßiges hochintensives Training Stresshormone in die Höhe schnellen und belastet die Regeneration. Sich täglich zu einem einstündigen zügigen Spaziergang im Freien hochzuarbeiten, unterstützt die Mitochondrienfunktion, verbessert die Insulinsensitivität und reduziert systemische Entzündungen. Wenn Sie von minimaler Aktivität ausgehen, beginnen Sie mit 15 bis 20 Minuten pro Tag und steigern Sie sich um fünf Minuten pro Woche. Fügen Sie zwei- bis dreimal pro Woche Krafttraining hinzu, aber übertreiben Sie es nicht mit intensiven Einheiten. Wenn Sie sich überdreht, erschöpft oder nicht in der Lage fühlen, sich zu erholen, überfordern Sie sich. Tägliche Bewegung stärkt die Widerstandsfähigkeit. Chronische Überanstrengung untergräbt sie. Es ist auch wichtig, sicherzustellen, dass Ihr Vitamin-D-Spiegel optimiert ist. Mehrere groß angelegte Analysen bringen einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel mit einem geringeren Risiko für Darm-, Brust- und andere Krebsarten in Verbindung.Die Mechanismen decken sich mit allem, was in diesem Artikel besprochen wurde – Vitamin D moduliert die Immunfunktion, unterstützt die Fähigkeit Ihres Körpers, den programmierten Zelltod in abnormalen Zellen auszulösen, und hilft bei der Regulierung der Entzündungssignale, die das Tumorwachstum antreiben. Lassen Sie Ihren Blutspiegel zweimal im Jahr testen und streben Sie einen Wert von 60 bis 80 ng/ml (150 bis 200 nmol/l) an. Viele Menschen benötigen Vitamin-D3-Präparate, insbesondere in den Wintermonaten oder wenn sie sich nur wenig im Freien aufhalten. Wenn Sie ein Präparat einnehmen, nehmen Sie es zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit ein, um die Aufnahme zu verbessern, und kombinieren Sie es mit Magnesium und Vitamin K2, um einen gesunden Kalziumstoffwechsel zu unterstützen.
  • 4. Reduzieren Sie chronischen Stress, um die Stoffwechselfunktionen zu schützen — Ein chronisch hoher Cortisolspiegel – das wichtigste Stresshormon Ihres Körpers – fördert hartnäckiges Bauchfett, unterdrückt die Immunfunktion und beeinträchtigt die Reparaturprozesse der Mitochondrien, auf die Ihr Körper angewiesen ist, um abnormales Zellwachstum zu verhindern. Die Senkung des Cortisolspiegels ist kein Luxus. Es ist eine metabolische Maßnahme. Beginnen Sie mit langsamer, tiefer Atmung mehrmals täglich und tanken Sie frühmorgendliches Sonnenlicht, um Ihren Cortisolrhythmus zurückzusetzen. Nehmen Sie gesunde Kohlenhydrate zu Ihren Mahlzeiten zu sich, um Ihre Energie zu stabilisieren und Ihr Nervensystem zu beruhigen. Auch einfache Freuden sind wichtig – Lachen, Musik, Zeit mit Haustieren und Dinge, die Ihnen wirklich Spaß machen, lösen messbare biochemische Veränderungen aus, die den Cortisolspiegel senken und Ihrem Gehirn Sicherheit signalisieren. Für eine tiefgreifendere Unterstützung ist natürliches Progesteron eine der sichersten und wirksamsten Methoden, um die schädlichen Auswirkungen von Cortisol zu blockieren. Es hilft Ihrem Körper, sich von Stressüberlastung zu erholen und das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen. Darüber hinaus ist Schlaf eines der am meisten übersehenen Mittel zur Krebsprävention. Die IARC stuft gestörte zirkadiane Rhythmen als wahrscheinlich krebserregend ein, und die Gründe dafür stehen in direktem Zusammenhang mit den in diesem Artikel besprochenen Mechanismen – Schlafmangel beeinträchtigt die Fähigkeit Ihres Körpers, beschädigte DNA zu reparieren, unterdrückt natürliche Killerzellen, die abnormale Zellen aufspüren, und erhöht genau das Cortisol, das Sie zu senken versuchen. Priorisieren Sie sieben bis neun Stunden ununterbrochenen Schlaf in einem dunklen, kühlen Raum. Vermeiden Sie Bildschirme mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen, dämpfen Sie das Licht nach Sonnenuntergang und halten Sie feste Schlaf- und Aufstehzeiten ein – auch am Wochenende –, um Ihren Tagesrhythmus zu stabilisieren.
  • 5. Verzichten Sie vollständig auf Alkohol und Rauchen und beseitigen Sie andere veränderbare Risikofaktoren – Alkohol wirkt wie ein Stoffwechselgift und erhöht das Krebsrisiko, ähnlich wie LA. Wenn Sie trinken, wandelt Ihre Leber Ethanol in Acetaldehyd um, ein toxisches Aldehyd, das Zellmembranen und DNA schädigt. LA folgt einem fast identischen Weg. Beim Abbau von LA entsteht ein weiteres toxisches Aldehyd namens 4-Hydroxynonenal (4-HNE). Sowohl Acetaldehyd als auch 4-HNE sind hochreaktive Moleküle, die sich an Proteine, Phospholipide und mitochondriale DNA anlagern und so die Fähigkeit Ihres Körpers stören, Adenosintriphosphat (ATP) zu erzeugen – die Energiewährung, die jede Funktion in Ihrem Körper antreibt, vom Herzschlag bis zur DNA-Reparatur. Stellen Sie sich Acetaldehyd und 4-HNE als molekularen Rost vor. Sie greifen genau jene Maschinerie an, die Ihre Zellen zur Energieproduktion nutzen, und hinterlassen beschädigte und ineffiziente Mitochondrien. Wenn Sie also trinken, hören Sie damit auf. Wenn Sie rauchen, hören Sie ebenfalls auf. Behandeln Sie chronische Infektionen, wo immer möglich, und begrenzen Sie die Belastung durch Umweltgifte wie Luftverschmutzung so weit wie möglich. Wenn Sie in der Nähe einer stark befahrenen Straße oder in einem Gebiet mit schlechter Luftqualität wohnen, lassen Sie einen HEPA-Luftreiniger in den Räumen laufen, in denen Sie die meiste Zeit verbringen, insbesondere in Ihrem Schlafzimmer. Wenn Sie im Freien spazieren gehen oder Sport treiben, wählen Sie Routen abseits von starkem Verkehr. Filtern Sie Ihr Trinkwasser mit einem hochwertigen System, das Chlor, Schwermetalle und industrielle Schadstoffe entfernt. Wechseln Sie bei Haushaltsreinigungs- und Körperpflegeprodukten zu Varianten, die frei von synthetischen Duftstoffen, Parabenen und Phthalaten sind. Sie müssen nicht alles über Nacht umstellen – beginnen Sie mit den Belastungen, denen Sie am häufigsten ausgesetzt sind, und arbeiten Sie sich von dort aus weiter vor.

Häufig gestellte Fragen zum vermeidbaren Krebsrisiko

F: Wie viel Krebs ist tatsächlich vermeidbar?

A: Eine in „Nature Medicine“ veröffentlichte groß angelegte globale Analyse ergab, dass weltweit etwa vier von zehn neuen Krebsfällen mit veränderbaren Risikofaktoren in Verbindung stehen. Das bedeutet, dass ein erheblicher Teil der weltweiten Krebsbelastung eher auf Faktoren wie Rauchen, Alkohol, Infektionen, übermäßiges Körperfett und Umweltschadstoffe zurückzuführen ist als allein auf Schicksal oder Genetik.

F: Was sind die größten vermeidbaren Krebsursachen?

A: Tabakrauchen ist weltweit der Hauptverursacher. Infektionen wie HPV und H. pylori folgen dicht dahinter. Auch Alkoholkonsum erhöht das Risiko messbar. Lungen-, Magen- und Gebärmutterhalskrebs machen weltweit fast die Hälfte der vermeidbaren Fälle aus, was größtenteils auf diese Belastungen zurückzuführen ist.

F: Warum sind Körperfett und Stoffwechselgesundheit für das Krebsrisiko von Bedeutung?

A: Übermäßiges Körperfett setzt entzündungsfördernde Chemikalien frei, die ein biologisches Umfeld schaffen, das das Tumorwachstum begünstigt. Stoffwechselstörungen beeinträchtigen zudem die Mitochondrienfunktion – also die Fähigkeit Ihrer Zellen, effizient Energie zu produzieren. Wenn Ihre Mitochondrien keine Energie effizient produzieren können, geraten Ihre Zellen in einen gestressten, entzündlichen Zustand – und genau das ist das Umfeld, in dem Krebszellen gedeihen.

F: Wie beeinflusst die Ernährung das Krebsrisiko auf zellulärer Ebene?

A: Eine hohe Aufnahme von LA-reichen Samenölen und übermäßiger Fettkonsum stören die Mitochondrienfunktion und erhöhen die Bildung toxischer Aldehyde, die Proteine, Membranen und mitochondriale DNA schädigen. Im Gegensatz dazu reduziert eine ausgewogene Fettaufnahme, die Priorisierung verdaulicher Kohlenhydrate und der Verzicht auf Samenöle den metabolischen Stress und senkt die Entzündungssignale.

F: Welche praktischen Maßnahmen senken das vermeidbare Krebsrisiko?

A: Hören Sie mit dem Rauchen auf und verzichten Sie auf Alkohol. Verzichten Sie auf Pflanzenöle, um die Gesamtzufuhr an LA zu senken. Achten Sie auf ein ausgewogenes Makronährstoffprofil mit ausreichenden Kohlenhydraten und Proteinen. Verbessern Sie Ihre Körperzusammensetzung durch tägliches Gehen und moderates Krafttraining statt durch extreme Diäten oder Übertraining. Behandeln Sie chronische Infektionen und reduzieren Sie die Belastung durch Umweltgifte, wann immer möglich.

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Quellen:

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Schock-Trend in den USA: Patienten verweigern lebensrettende Bluttransfusionen – aus Angst vor „geimpftem Blut“

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Ein alarmierender Trend greift um sich: Immer mehr Patienten lehnen in den USA lebensrettende Bluttransfusionen ab – nicht aus religiösen Gründen, sondern aus Angst vor Blut von COVID-geimpften Spendern. Ärzte schlagen Alarm, denn die Folgen können tödlich sein.

Was zunächst wie ein Randphänomen wirkte, entwickelt sich zunehmend zu einem ernsthaften Problem im Gesundheitssystem. Kliniken berichten von einer wachsenden Zahl von Patienten – darunter auch Kinder –, die gezielt „ungeimpftes Blut“ verlangen oder Transfusionen komplett verweigern.

Laut einer aktuellen Auswertung des Vanderbilt University Medical Center wurden zwischen 2024 und 2025 mehrere Fälle registriert, in denen Patienten Bluttransfusionen ablehnten, wenn sie nicht sicher sein konnten, dass das Blut von ungeimpften Spendern stammt. (CIDRAP)
Die Folgen sind dramatisch: In mindestens zwei dokumentierten Fällen verschlechterte sich der Zustand der Patienten erheblich – einer entwickelte schwere Anämie, ein anderer erlitt einen lebensbedrohlichen Schockzustand.

„Ungeimpftes Blut“ – ein gefährlicher Irrglaube

Experten führen den Trend vor allem auf Desinformation und Verschwörungstheorien rund um COVID-19-Impfstoffe zurück. Immer häufiger kursieren Behauptungen, das Blut Geimpfter sei „verunreinigt“ oder gesundheitsschädlich – obwohl es dafür keinerlei wissenschaftliche Belege gibt. (College of American Pathologists)

Medizinische Fachgesellschaften und Behörden widersprechen klar:
Es gebe keinen Hinweis darauf, dass Blut von Geimpften ein Risiko darstellt. Auch eine Übertragung von COVID-19 über Bluttransfusionen sei nie nachgewiesen worden.

Dennoch hält sich die Angst hartnäckig – und hat reale Konsequenzen.

Krankenhäuser unter Druck – Forderungen nach „Sonderblut“ nehmen zu

Da Blutspenden anonym sind und der Impfstatus nicht erfasst wird, können Kliniken solche Forderungen in der Regel gar nicht erfüllen.
Einige Patienten versuchen deshalb, gezielt Blut von Angehörigen zu erhalten. Doch genau diese sogenannten Direktspenden sind laut Experten oft riskanter als reguläre Blutkonserven.

Parallel wächst auch der politische Druck: In mehreren US-Bundesstaaten wurden bereits Gesetzentwürfe eingebracht, die den Zugang zu „ungeimpftem Blut“ garantieren sollen.
Bisher ist jedoch keiner dieser Vorstöße verabschiedet worden.

Ärzte warnen: Verzögerte Behandlung kann tödlich enden

Mediziner berichten, dass solche Forderungen nicht nur die Behandlung verzögern, sondern Patienten direkt gefährden können. Selbst wenn die Zahl der Fälle noch relativ gering ist, sehen Experten darin ein wachsendes Risiko für die öffentliche Gesundheit. (unmc.edu)

Besonders problematisch: Der Trend trifft auf ein ohnehin angespanntes Blutversorgungssystem, das sich erst langsam von den Engpässen der Pandemie erholt. (College of American Pathologists)

Ein gefährlicher Mix aus Angst und Misstrauen

Der Hintergrund ist ein tiefer Vertrauensverlust: Die Pandemie hat die Gesellschaft gespalten – und diese Spaltung reicht nun bis in den Operationssaal.

Ärzte stehen damit vor einem Dilemma: Einerseits müssen sie Patientenautonomie respektieren, andererseits riskieren sie, lebensrettende Maßnahmen nicht durchführen zu können.

Die klare Botschaft der „Wissenschaft“ bleibt jedoch unverändert:
Es gibt keinen medizinischen Grund, Blut nach Impfstatus zu unterscheiden.

(Auszug von RSS-Feed)

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Kardiologe, der Zusammenhang zwischen COVID-19-Impfung und Herzproblemen thematisierte, entlassen

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Ein Arzt, der eine Untersuchung zur Sicherheit der COVID-19-Impfstoffe gefordert hatte, ist von der Medical Specialist Group (MSG) auf Guernsey entlassen worden. Der Kardiologe Dr. Dean Patterson ist bereits seit Februar vergangenen Jahres nicht mehr in der Patientenversorgung innerhalb der Gruppe tätig. Am 19. März bestätigte die MSG offiziell, dass Patterson kein Partner der Organisation mehr ist, ohne die genauen Gründe für die Trennung öffentlich zu nennen.

Patterson hatte auf einen möglichen Zusammenhang zwischen der Impfung und einem Anstieg von Myokarditis-Fällen hingewiesen, einer Entzündung des Herzmuskels. In Guernsey stieg die Zahl dieser Fälle von fünf im Jahr 2020 auf 25 im Jahr 2021 und blieb anschließend auf einem erhöhten Niveau von 22 Fällen im Jahr 2022. Im Jahr 2023 ging die Zahl zurück, als weniger Impfungen verabreicht wurden. Patterson betonte, er sei kein „Impfgegner“; seine Bedenken beruhten auf klinischen Beobachtungen und ärztlicher Einschätzung.

Im Jahr 2024 erklärte er gegenüber ITV Channel, dass seiner Ansicht nach die wissenschaftliche Debatte über die Sicherheit der Impfstoffe behindert werde. „Menschen und Ärzte wurden bedroht und haben ihre Arbeit verloren“, sagte Patterson. Zudem habe er Nachrichten von Pflegekräften erhalten, die angaben, sich aus Angst vor disziplinarischen Maßnahmen nicht frei äußern zu können.

Die MSG distanzierte sich von Pattersons Aussagen und betonte, dass der Nutzen der Impfungen mögliche Nebenwirkungen deutlich überwiege. Zugleich leitete die Organisation interne Untersuchungen „im Interesse der Patientensicherheit“ ein, wie ein Sprecher mitteilte.

Im Februar wurde Patterson für ein Jahr suspendiert. Dabei handelt es sich um eine vorläufige Maßnahme, während die zuständige Aufsichtsbehörde GMC seine Eignung zur Berufsausübung prüft. Gegen diese Suspendierung hat Patterson Berufung eingelegt.

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Vom Impfstoff zur Therapie: Neue Definition öffnet Tür für umstrittene Technologien

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Wenn Definitionen verschwimmen: Wie Australien den Impfbegriff neu schreibt – und warum Kritiker Alarm schlagen

In Australien wird derzeit eine Entscheidung getroffen, die auf den ersten Blick technokratisch wirkt, in Wahrheit jedoch weitreichende Konsequenzen haben könnte: Die Definition von „Impfstoff“ wird erweitert. Was offiziell als notwendige Anpassung an moderne Biotechnologie verkauft wird, sorgt bei Kritikern für erhebliche Zweifel – nicht nur an der Regulierung, sondern am gesamten System dahinter.

Der Artikel von Rebekah Barnett bringt es auf den Punkt: Mit der neuen Definition könnten künftig auch Technologien wie mRNA-Therapeutika oder monoklonale Antikörper unter den Begriff „Impfstoff“ fallen. Was bisher klar getrennte Kategorien waren – präventive Impfungen auf der einen Seite, therapeutische Eingriffe auf der anderen – droht nun regulatorisch zu verschwimmen.

Offiziell lautet die Begründung: Die Medizin entwickle sich weiter, also müsse auch die Regulierung Schritt halten. Doch genau hier beginnt die Kritik. Denn wenn Begriffe neu definiert werden, verändern sich nicht nur Zuständigkeiten – sondern auch die Regeln, nach denen Produkte bewertet, zugelassen und eingesetzt werden.

Kritiker sehen darin mehr als eine bloße Anpassung. Sie sprechen von einer strategischen Verschiebung, die es ermöglicht, neue Technologien schneller und mit weniger Widerstand in bestehende Programme zu integrieren. Insbesondere der nationale Impfplan könnte so zu einer Plattform werden, über die künftig auch völlig neue Wirkprinzipien breit ausgerollt werden.

Der Vorwurf wiegt schwer: Statt klare Grenzen zu ziehen, werde die Definition bewusst erweitert, um regulatorische Hürden zu umgehen. Was früher als Therapie galt, könne nun als „Impfstoff“ eingeordnet werden – mit allen politischen und gesellschaftlichen Implikationen, die dieser Begriff inzwischen hat.

Dabei geht es nicht nur um Sprache, sondern um Vertrauen. Der Begriff „Impfstoff“ steht für viele Menschen für Prävention, „Sicherheit“ und langjährige Erfahrung. Wird dieser Begriff ausgeweitet, ohne dass die Öffentlichkeit die Unterschiede versteht, entsteht ein Informationsgefälle – und damit ein Vertrauensproblem.

Hinzu kommt die wirtschaftliche Dimension. Die Entwicklung neuer Biotechnologien ist ein milliardenschwerer Markt. Je einfacher sich Produkte regulatorisch einordnen und in bestehende Systeme integrieren lassen, desto schneller lassen sich Investitionen refinanzieren. Kritiker sehen genau hier den eigentlichen Treiber: nicht medizinische Notwendigkeit, sondern ökonomischer Druck.

Die Sorge ist, dass sich ein Muster wiederholt: Neue Technologien werden eingeführt, während die langfristigen Folgen noch nicht vollständig verstanden sind – begleitet von einer Kommunikation, die eher beruhigt als aufklärt. Die Anpassung von Definitionen wirkt in diesem Kontext wie ein Schritt, um diesen Prozess zu beschleunigen.

Befürworter argumentieren hingegen, dass Innovation ohne regulatorische Flexibilität nicht möglich sei. Doch die entscheidende Frage bleibt: Wie weit darf diese Flexibilität gehen, ohne grundlegende Prinzipien von Transparenz und Klarheit zu untergraben?

Der Fall Australien zeigt, wie schnell sich der Rahmen verschieben kann. Was heute als technische Anpassung erscheint, könnte morgen die Grundlage für eine völlig neue Art medizinischer Programme sein.

Am Ende geht es nicht nur um Definitionen. Es geht um die Kontrolle darüber, wie Medizin verstanden, reguliert und angewendet wird.

Und genau deshalb sorgt diese Änderung für so viel Unruhe.

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„Politisch und humanitär kann Deutschland sofort handeln“: Lage in Kuba

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Die US-Regierung hat die Sanktionen gegen Kuba erneut verschärft und droht Ländern, die die Insel mit Erdöl beliefern, mit hohen Strafzöllen. Die Blockade löst international Proteste aus. Vinzenz Hans Glaser ist Mitglied des Deutschen Bundestages für die Partei Die Linke. Der studierte Erzieher und Friedenspädagoge ist Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und Sprecher für antikoloniale Außenpolitik der Linksfraktion. Im Interview mit amerika21 spricht er über die geopolitischen Hintergründe der Verschärfung der US-Blockade gegen Kuba, die Auswirkungen der Rohstoffknappheit, den Umgang der kubanischen Bevölkerung damit und benennt Forderungen an die Bundesregierung. Von Benjamin Roth.

Wie ordnen Sie die Verschärfung der US-Blockade gegen Kuba ein?

Die Verschärfung der US-Blockade gegen Kuba ist ein klarer Bruch des Völkerrechts und trifft unmittelbar die Bevölkerung, die bereits seit über 60 Jahren unter der Blockade leidet. Bereits vorher war die wirtschaftliche Situation angespannt. Ende Januar erklärte die US-Administration, die kubanische Regierung stelle eine „ungewöhnliche und außergewöhnliche Bedrohung“ für die nationale Sicherheit der USA dar, ohne eine nachvollziehbare Begründung zu liefern. Damit wird eine Erzählung konstruiert, die den Weg für eine aggressive und unilaterale Politik freimacht. Dieser Schritt reiht sich ein in eine seit Jahrzehnten bestehende Regime-Change-Politik gegen unliebsame Regierungen. Ähnliche Strategien sahen wir bereits Anfang des Jahres in Venezuela, wo unter dem Vorwand einer angeblichen Bedrohung Maduro völkerrechtswidrig entführt wurde. Wir verurteilen als Linke aufs Schärfste das imperialistische Großmachtstreben der USA, das Lateinamerika als Einflussgebiet betrachtet und offen mit militärischer und wirtschaftlicher Gewalt droht, um seine Regime-Change-Politik durchzusetzen.

Die Auswirkungen der Verschärfungen sind dramatisch. Kuba wird von Erdöl- und Treibstofflieferungen abgeschnitten und die USA drohen auch Drittstaaten mit Sanktionen, die legal Handel mit Kuba treiben. Dieses Vorgehen gefährdet Millionen Menschenleben und nimmt bewusst die Not und das Hungern der Zivilbevölkerung in Kauf. Durch den Druck der USA wird Kuba nicht nur wirtschaftlich weiter isoliert: Mehrere Staaten beenden auch medizinische Kooperationsprogramme, die für Kuba eine wichtige Quelle von Deviseneinnahmen darstellen. Zudem verschärft sich die diplomatische Isolation auf Druck der USA, etwa durch die Aussetzung diplomatischer Beziehungen durch Ecuador.

Besonders erschreckend ist das anhaltende Schweigen der Bundesregierung. Trotz eines Gutachtens des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages im Auftrag der Fraktion die Linke, das die US-Blockade eindeutig als völkerrechtswidrig einordnet, hat die Bundesregierung die jüngsten Verschärfungen bis heute nicht verurteilt.

Wie schätzen Sie die Lage in Kuba ein?

Ich selbst war nicht in Kuba, ich stehe jedoch mit mehreren Personen im Austausch, die mir aus erster Hand berichten. Sie zeichnen ein Bild extremer Not: Die Treibstoffknappheit beeinträchtigt nahezu alle Lebensbereiche. Transport, Arbeit, Lebensmittelversorgung, Gesundheitswesen, Bildung und Energieversorgung sind stark eingeschränkt. Viele Tankstellen und Geschäfte sind geschlossen, öffentliche Verkehrsmittel fahren nur sporadisch, und private Transportmittel sind für die meisten unerschwinglich. Autos und Tourist:innen sind kaum zu sehen, dafür stehen Menschen an den Straßen, um Mitfahrgelegenheiten zu bekommen. Müllberge und regelmäßige Stromabschaltungen prägen das Stadtbild, doch die Bevölkerung hat Strategien entwickelt, damit umzugehen, und die Regierung priorisiert produktive und systemrelevante Sektoren, während andere Tätigkeiten reduziert oder pausiert werden.

Die Lebensmittelversorgung ist ebenso schwierig: Jeder Haushalt verfügt über ein zugeteiltes Kontingent an Grundnahrungsmitteln, das oft nicht zum Leben ausreicht, und außerhalb der Hauptstadt ist die Lage vermutlich noch angespannter. Auch andere Lebensbereiche sind stark betroffen. Im Gesundheitswesen werden nicht unbedingt notwendige Operationen verschoben, Schulen und Universitäten arbeiten eingeschränkt oder hybrid, und lokale Lernzentren werden eingerichtet.

Trotz dieser Einschränkungen zeigt die Bevölkerung große Resilienz. Menschen unterstützen sich gegenseitig, teilen Ressourcen und organisieren ihr Alltagsleben kollektiv. Ein Kollaps oder Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung ist momentan nicht spürbar. Gleichzeitig verstärken die wirtschaftlichen Schwierigkeiten die bestehenden sozialen Unterschiede. Wer Zugang zu Devisen oder Auslandskontakten hat, kann die Versorgung besser sichern als andere. Politisch sind die Meinungen gemischt. Viele betonen die Bedeutung der nationalen Souveränität und machen die USA für die Verschärfung der Lage verantwortlich, während andere Kritik an wirtschaftlichen Fehlentscheidungen oder Korruption der eigenen Regierung üben. Die Bevölkerung versucht, durchzuhalten, doch im öffentlichen Leben spitzt sich die Versorgungskrise von Tag zu Tag weiter zu und die Gefahr einer humanitären Katastrophe wächst.

Was fordern Sie von der Bundesregierung?

Die Bundesregierung muss alle diplomatischen Möglichkeiten ausschöpfen, damit die Versorgung Kubas gesichert wird. Jahr für Jahr verurteilt die UN-Vollversammlung die US-Sanktionen. Am 29. Oktober 2025 haben zuletzt 165 Staaten – darunter auch Deutschland – erneut für ein Ende der Blockade gestimmt. Dass die US-Regierung ihre aggressive Politik gegen Kuba nun weiter vorantreibt und US-Präsident Donald Trump bereits eine “friedliche Übernahme” Kubas ins Spiel gebracht hat, müsste bei der Bundesregierung Alarmglocken läuten lassen. Doch bislang scheut Merz jede Konfrontation mit Washington und schweigt zu den jüngsten Verschärfungen der Blockade.

Wer eine regelbasierte Ordnung verteidigen will, kann Völkerrechtsverstöße nicht nur dort benennen, wo es politisch bequem ist. Der russische Angriffskrieg wird zu Recht verurteilt. Doch wenn bei Iran, Venezuela oder in Gaza gezögert oder relativiert wird, untergräbt das die eigene Glaubwürdigkeit. Das Völkerrecht verliert als Maßstab deutscher Außenpolitik an Bedeutung, sobald Verbündete betroffen sind. Indem sie schweigt, trägt die Bundesregierung zur politischen Legitimierung von Trumps Machtpolitik bei und unterwirft sich den extraterritorialen Ansprüchen der USA.

Doch bisher bleibt die Bundesregierung untätig. Auf eine schriftliche Frage antwortete mir die Bundesregierung: Seit der Verschärfung der US-Blockade wurde keinerlei humanitäre Hilfe für Kuba geleistet.

Politisch und humanitär kann Deutschland sofort handeln. Wie Spanien könnten wir humanitäre Hilfe in Form von Lebensmittel, Medikamente und Treibstoff bereitstellen. Dies wäre ein deutliches Signal, dass Berlin sich von der destabilisierenden US-Politik absetzen möchte. Der Aufruf der Afrikanischen Union, die Blockade zu beenden und Kuba von der Liste der angeblichen Terrorförderer zu streichen, zeigt, dass internationale Solidarität möglich ist. Kuba kann den Wirtschaftskrieg der USA überstehen, wenn die internationale Gemeinschaft aktiv wird. Hierzu ist konkrete Unterstützung gegen die Politik des Aushungerns notwendig. Humanitäre Hilfe darf dabei nicht als politisches Instrument durch die USA kontrolliert oder an Bedingungen geknüpft werden. Länder wie Spanien, Mexiko, Chile und China unterstützen Kuba bereits und weltweit nimmt auch die Solidarität innerhalb der Zivilgesellschaft zu.

Als Linke dürfen wir uns nicht nur auf völkerrechtliche Appelle und diplomatische Forderungen beschränken, denn sie reichen nicht aus, um globale Machtverhältnisse zu verändern. Eine linke Vision muss die strukturellen Ursachen von Krieg, Unterdrückung und globaler Ungleichheit ins Zentrum rücken und konkrete Wege finden, um lokale, nationale und globale Kämpfe für Frieden und soziale Gerechtigkeit miteinander zu verbinden. Deshalb müssen wir uns entschieden gegen das imperialistische Großmachtstreben Washingtons stellen und konsequent an der Seite der Menschen stehen, die unter der anhaltenden Blockade tagtäglich leiden. In den kommenden Wochen wird es entscheidend sein, ob die internationale Gemeinschaft der US-Regierung offenen Widerstand entgegensetzt oder sich weiterhin den Interessen Washingtons unterordnet.

Das Interview erschien zuerst auf Amerika21.

Titelbild: Montage NachDenkSeiten, Maxim Studio/shutterstock.com, Die Linke im Bundestag

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Krieg im Nahen Osten – eine Katastrophe auch für Palästina

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Der Krieg gegen den Iran, den die USA und Israel am 28. Februar 2026 begonnen haben, hat weitreichende Auswirkungen. Betroffen ist die gesamte Region. Bomben und Drohnen verursachten Schäden in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Bahrain, im Oman, sogar in Saudi-Arabien und auf einigen Militär-Stützpunkten wie in Zypern. Von Annette Groth.

Besonders in den Golfstaaten, in denen der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle ist, regt sich Widerstand gegen den Krieg. So schrieb einer der prominentesten Geschäftsleute der Vereinigten Arabischen Emirate, Al Habtoor, der als einflussreiche Stimme im Golf gilt, kürzlich einen Offenen Brief an den US-Präsidenten und fragte: „Wer hat Ihnen die Autorität gegeben, unsere Region in einen Krieg mit dem Iran zu ziehen? Wer hat Ihnen die Erlaubnis gegeben, unsere Region in ein Schlachtfeld zu verwandeln?“ Weiterhin stellte er die provozierende Frage, „ob die Eskalation gegen den Iran tatsächlich eine souveräne Entscheidung der USA gewesen sei – oder ob sie unter dem Druck des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu zustande kam“.

Al Habtoor erinnert daran, dass Trump im Wahlkampf wiederholt versprochen habe, keine neuen Kriege zu beginnen, nun sei aber genau das Gegenteil eingetreten.

Dass ausgerechnet ein milliardenschwerer Unternehmer Trump öffentlich zur Rede stellt, deutet auf große Spannungen zwischen den regionalen Verbündeten der USA und der amerikanischen Kriegsstrategie hin. Bemerkenswert ist der Schlusssatz dieses Briefes, der sogar in CNN diskutiert wurde: „Wahre Führung wird nicht an Kriegsentscheidungen gemessen, sondern an Weisheit, Respekt für andere und dem Streben nach Frieden.“[1]

Aber nicht nur in den Golfstaaten nimmt die Wut gegen die Kriegsparteien USA und Israel zu, sondern insbesondere auch im Libanon.

Seit Monaten bombardiert die israelische Armee den Libanon. Die Zerstörung ist immens, über 700.000 Menschen im Libanon sind auf der Flucht. Seit dem 2. März hat Israel Angriffswarnungen für mehr als 100 libanesische Dörfer und Städte ausgerufen und die Bewohner zur Evakuierung gedrängt, oft hatten diese nur wenig Zeit, um ihre Halbseligkeiten zusammenzupacken. Laut UNICEF wurden seit dem 2. März 83 Kinder getötet.

„Die israelischen Angriffe auf den Libanon eskalieren mit zunehmender Gewalt. Familien werden in ihren Häusern angegriffen, und die Zahl der durch den Krieg verletzten Kinder steigt rapide an. Wir befinden uns seit den ersten Augenblicken im Notfallmodus, um den Zustrom verwundeter Kinder zu bewältigen. … Israels Krieg gegen Kinder im Libanon.

Als ich im Oktober 2023 zum ersten Mal über dieses Phänomen in Gaza schrieb, konnte ich mir nicht vorstellen, dass die Welt Israel 2026 weiterhin erlauben würde, dies in der gesamten Region zu tun.“[2]

„Das ist kein Krieg mehr gegen die Hisbollah, sondern ein Krieg gegen ein ganzes Volk, so wie wir es schon in Gaza erlebt haben“, sagt Kassem Aina, Direktor des National Institution of Social Care and Vocational Training im Libanon.

Der Krieg gegen den Iran ist auch ein Krieg gegen Gaza und die Westbank

Der Krieg gegen den Iran hat ebenfalls katastrophale Auswirkungen in Gaza. Seit dem 28. Februar ist der Übergang Rafah wieder geschlossen, der erst Anfang Februar nach langer Zeit geöffnet wurde. Der palästinensische Schriftsteller und Pulitzerpreisträger Mosab Abu Toha aus Gaza schreibt dazu:

„Die Schließung der Grenzübergänge verschärft die ohnehin schon katastrophale humanitäre Krise. Es ist weder etwas Politisches noch mutig, Grenzen für Kinder, Kranke und ältere Menschen zu schließen. Das ist Sadismus gegenüber einer besetzten und vom Völkermord bedrohten Bevölkerung, insbesondere gegenüber den Kindern. Übrigens: Was zum Teufel macht oder sagt die Europäische Mission in Rafah?“[3]

18.000 Schwerverletzte warten auf medizinische Behandlung in Ägypten oder anderswo. Viele von ihnen werden sterben, weil es keine Medikamente gibt und kein sauberes Wasser.

Nicht nur der Personenverkehr ist unterbunden, sondern auch Hilfslieferungen durften nicht passieren. D.h. keine Lebensmittel, kein Wasser, keine Baumaterialien, keine Medikamente. Infolgedessen sind die Preise für Lebensmittel exorbitant gestiegen. Und da viele Menschen kein Geld mehr haben, hungern sie. Jeden Tag sterben Menschen.

Am 4. März wurde zumindest ein Übergang geöffnet, 16 LKWs wurden reingelassen, 14 mit humanitären Hilfsgütern, zwei mit Waren für lokale Märkte, ein Tropfen auf den heißen Stein.

Muhammad Abu Hamad, ein lokaler Händler in Gaza, berichtet, dass an dem Wochenende 28. Februar/1. März alle seine Lebensmittel ausverkauft waren. „Als Menschen live im Fernsehen massenhaft starben, änderte sich für sie nichts“, sagt Abu Hamad. „Die Belagerung wurde nicht aufgehoben. Wir wurden nicht mit Lebensmitteln versorgt, obwohl die weltweite Aufmerksamkeit ganz auf den Krieg in Gaza gerichtet war. Jetzt, da die Welt mit dem Angriff auf den Iran beschäftigt ist, befürchten die Palästinenser, dass die Welt nicht bemerken wird, was mit ihnen geschieht, selbst wenn Israel das palästinensische Volk in einer einzigen Nacht vernichten würde“, befürchtet Abu Hamad.

„Die Rückkehr der Hungersnot nach Gaza ist das, was wir am meisten fürchten, sogar mehr als die Bombardierungen“, so Sobhi Al-Zaaneen, ein 50-jähriger Vater von sieben Kindern.[4]

Der sogenannte Waffenstillstand existiert nur auf dem Papier

In dem sogenannten Waffenstillstand vom Oktober 2025 wurde vereinbart, dass täglich 600 LKWs nach Gaza die Grenzen passieren dürfen, um lebensnotwendige Güter reinzubringen. Im Durchschnitt durften allerdings nur 200 LKWs passieren, das bedeutet, dass lediglich 43 Prozent der Hilfsgüter und nur 15 Prozent der vereinbarten Menge Treibstoff nach Gaza gelassen wurden. Die Versorgungslage ist dementsprechend katastrophal.

Nach Angaben des Palästinensischen Zentrums für Menschenrechte (Palestinian Centre for Human Rights) sind seit Oktober 642 Palästinenser getötet worden, darunter 197 Kinder und 85 Frauen. Bisher wurden während des sogenannten Waffenstillstands 1.643 Menschen verletzt, teilweise sehr schwer.

Fakt ist, dass die israelischen Militäroperationen seit der Einigung zwischen Israel und der Hamas auf einen Waffenstillstand im Oktober 2025 nie eingestellt wurden. In den Gebieten Gazas, die sich unter israelischer Kontrolle befinden und durch die sogenannte „Gelbe Linie” abgegrenzt sind, werden weiterhin systematisch Häuser zerstört. Viele Bewohner, die versucht haben, in ihre Häuser in der Nähe der Gelben Linie zurückzukehren, wurden von israelischen Streitkräften erschossen. Die Bewohner der nahegelegenen Vertriebenenlager hören täglich Explosionen. Laut dem täglichen Bericht des Gesundheitsministeriums steigt die Zahl der Opfer weiter an, während jeden Tag Dutzende Verletzte in die Krankenhäuser von Gaza eingeliefert werden.

Erschwert wird die Behandlung der Verletzten durch das im Dezember 2025 verfügte Arbeitsverbot ausländischer Mitarbeiter von 37 humanitären Organisationen wie beispielsweise „Ärzte ohne Grenzen“. Das oberste israelische Gericht hat diese Anordnung zwar ausgesetzt, aber aufgrund der Anordnung haben die Organisationen Gaza inzwischen längst verlassen, eine Wiedereinreise ist ihnen verwehrt.

Dieses Verbot betrifft fast alle etablierten Nicht-UN-Hilfsorganisationen vor Ort, weil sie sich weigern, Israels neues Registrierungsgesetz zu befolgen. Laut dem Registrierungsgesetz müssen die Hilfsorganisationen alle Daten ihrer palästinensischen Mitarbeiter den Israelis zur Verfügung stellen. Das verweigern die Organisationen, weil sie befürchten, ihren Mitarbeitern könnten möglicherweise Schikanen bis zur Verhaftung oder sogar gezielte Tötungen drohen.

Seit Oktober 2023 wurden etwa 560 Helfer, darunter mindestens 376 UN-Angestellte, dieser Hilfsorganisationen durch israelische Luftangriffe getötet, viele gezielt! Manche wurden unter den Trümmern begraben wie die Personen, denen sie zu Hilfe kamen. Um die vielen Verletzten adäquat behandeln zu können, braucht es neben Medikamenten, Geräten und Verbandszeug auch ausreichend medizinisches Personal, das aber fehlt.

Inzwischen hat Israel zwei Dutzend Organisationen zugelassen, die der Anforderung der Datenvermittlung zustimmen. Damit dienen sie Israels politischen und militärischen Zielen, so Kritiker.

Um Informationen über die von Israel zugelassenen Hilfsorganisationen zu erhalten, hat The New Humanitarian, eine US-amerikanische Hilfsorganisation, mit führenden Vertretern mehrerer dieser Organisationen gesprochen und mehr als ein Dutzend andere Helfer und Experten interviewt.

Israel „gestaltet den Raum für humanitäre Akteure in Gaza neu“, erklärte ein hochrangiger Mitarbeiter einer Hilfsorganisation, der mit der Situation vertraut ist und aufgrund von Vergeltungsmaßnahmen gegen seine Organisation anonym bleiben möchte. „Diejenigen, die in Gaza tätig sein werden, sind neu, klein, politisch opportun – und sie werden nichts eigenständig ohne Israels Genehmigung machen. … Alle wichtigen Organisationen, die derzeit von den israelischen Behörden bevorzugt werden, haben das Verhalten Israels in Gaza heruntergespielt oder vermieden, darüber zu sprechen, und hochrangige Vertreter*innen mehrerer dieser Organisationen haben Israels Militäraktion öffentlich unterstützt und die Argumente der israelischen Regierung wiederholt – darunter auch die Ablehnung von Beweisen für eine Hungersnot als ‘Fake News’”.[5]

Annexion des Westjordanlandes

Im Windschatten des Krieges gegen Gaza und jetzt aktuell gegen den Iran wird auf brutale Weise die Annexion des Westjordanlandes vorangetrieben. Seit dem 28. Februar ist das Westjordanland hermetisch abgeriegelt. Die palästinensische Journalistin Zena Tahhan schrieb:

„Drei Millionen Palästinenser*innen im besetzten Westjordanland stehen seit heute Morgen unter israelischer Militärsperre. Alle palästinensischen Städte und Dörfer sind abgeriegelt. Familien wurden voneinander getrennt. Der Zugang zu Krankenhäusern ist blockiert. Arbeiter*innen und Student*innen sind eingeschlossen. Eine ganze Bevölkerung steht unter Ausgangssperre.“[6]

„Die Armee verhindert die Ein- und Ausfahrt von Arbeitern, Kindern und Kranken“, sagt der Bürgermeister von Duma, Hussein Dawabsheh. „Am Montag haben wir versucht, die Evakuierung eines 88-jährigen Patienten zu koordinieren, aber [die Armee] hat dies abgelehnt. Das Dorf ist von Siedlern umzingelt, sodass es unmöglich ist, es zu Fuß zu verlassen. Mein Sohn ist Arzt und kann seit fast einer Woche nicht mehr ins Dorf zurückkehren. Die Geschäfte sind leer. Während des Ramadan kaufen die Menschen normalerweise mehr ein, aber es gibt nichts.“[7]

Bereits vor dem Krieg hat die israelische Regierung die illegale Besetzung des Westjordanlandes mit zahlreichen Gesetzen und Verordnungen vorangetrieben. Neben der Genehmigung einer Rekordzahl neuer Siedlungen und einer weitreichenden Erweiterung bestehender illegaler Siedlungen wurden etliche Siedlungs-Außenposten nachträglich „legalisiert“. Darüber hinaus wurde Land im Westjordanland als israelisches Staatseigentum offiziell registriert. So deklarierte die israelische Zivilverwaltung 69,4 Hektar Land im nördlichen Westjordanland (gehörig zu den palästinensischen Städten Deir Istiya, Bidya und Kafr Thulth) zu „Staatsland“.

Am 8. Februar 2026 hob das Sicherheitskabinett jordanische Rechtsvorschriften auf, das israelischen Siedlern künftig erleichtert, palästinensisches Land ohne staatliche Aufsicht zu erwerben.

„Wir sind Zeug*innen eines Staates, der von einem Premierminister geführt wird, der vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht wird, und der sich offen mit seiner Missachtung des Völkerrechts rühmt“, sagt Erika Guevara-Rosas, leitende Direktorin für Research, Advocacy, Politik und Kampagnen bei Amnesty International. „Israel baut weiterhin schamlos illegale Siedlungen aus, zementiert sein grausames Apartheidsystem und zerstört Leben und Lebensgrundlagen der Palästinenser*innen.“ …. „Israel hat seine Verpflichtungen als Besatzungsmacht gegenüber der palästinensischen Zivilbevölkerung völlig missachtet und stattdessen seine aggressive Annexionsagenda vorsätzlich und konsequent vorangetrieben, was einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht darstellt, das die Annexion und die Errichtung von Siedlungen in besetzten Gebieten kategorisch verbietet“, so Erika Guevara-Rosas.[8]

Es ist das Versagen der internationalen Gemeinschaft und von Drittstaaten, die der illegalen Siedlungspolitik und den gravierenden Menschenrechtsverletzungen durch Siedler, israelische Armeeangehörige und Politiker seit Jahren ohne großen Protest und Sanktionen zuschauen.

Anstatt das EU-Israel-Assoziierungsabkommen auszusetzen, wogegen sich insbesondere die Bundesregierung immer gesträubt hat, hat sie Israel trotz des Genozids in Gaza weiterhin Waffen geliefert.

In diesem Zusammenhang sind die Worte des ehemaligen Parlamentssprechers der Knesset, Avraham Burg, bemerkenswert:

„Ich unterstütze die erklärten Ziele des Krieges gegen den Iran: die Absetzung eines brutalen autoritären Führers, die Ablösung eines theokratischen Regimes, die Trennung des religiösen Fundamentalismus vom Staatsapparat und die Öffnung eines Raums für eine demokratische Zivilgesellschaft, die sich selbst organisieren und Verantwortung für das Land übernehmen kann. Ich habe nur einen kleinen Änderungsvorschlag. Anstatt in Teheran zu beginnen, sollten wir vielleicht hier in Jerusalem anfangen. Wenn es hier funktioniert, können wir dort weitermachen. Jemand sollte kommen und den autoritären Dinosaurier samt seinen Gefolgsleuten, die das Amt des Premierministers übernommen haben, auf sanfte Weise entfernen. Es besteht keine Notwendigkeit für dramatische Attentate. Es würde ausreichen, wenn der oberste Führer Israels einfach nach Hause geschickt würde, wenn die Verbindung zwischen messianischer Religion und politischer Macht gelöst würde und wenn eine breite zivile Öffentlichkeit wieder die Verantwortung für die Gesellschaft und den Staat übernehmen dürfte. Leider sind solch glückliche Entwicklungen in der Regel anderen Ländern vorbehalten, anderen Regimes, die als noch schlimmer gelten als unser eigenes. Niemand kommt, wir werden die Arbeit offenbar selbst erledigen müssen, auf die langsame und schwierige Art und Weise.“[9]

Titelbild: Anas-Mohammed / Shutterstock


[«1] CNN – UAE billionaire asks Trump: Who authorised turning our region into a war zone?, khaleejtimes.comUAE billionaire asks Trump: Who authorised turning our region into a war zone?

[«2] Dr. Ghassan Abu Sitta, palästinensisch-britischer Arzt, derzeit auf Hilfsmission im Libanon, auf X (Twitter), 4. März 2026

[«3] Zitat aus der Aussendung des Büros (3. März 2026) der Vertretung des Staates Palästina in Österreich, Slowenien und Kroatien und ständige Beobachtermission des Staates Palästina bei der UN und den internationalen Organisationen, das Büro in Wien sendet auf Anfrage regelmäßig Informationen aus Palästina und übersetzte Artikel an Interessierte – palestinemission.at

[«4] Zitat aus der Aussendung des Büros der Vertretung des Staates Palästina, 6. März 2026

[«5] Riley Sparks, The New Humanitarian, 11. Februar 2026 Compliant aid: Who are the Israel-approved NGOs scaling up in Gaza?

[«6] veröffentlicht am 3. März von dem Büro der Vertretung des Staates Palästina in Wien

[«7] veröffentlicht am 6. März von dem Büro der Vertretung des Staates Palästina in Wien

[«8] „Beispiellose Eskalation: Israel beschleunigt rechtswidrige Annexion im Westjordanland, 27. Februar 2026, Beispiellose Eskalation: Israel beschleunigt rechtswidrige Annexion im Westjordanland

[«9] infosperber.chDie Männer, die glauben, Regime stürzen zu können

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Interview mit Karl Hartner und Christian Fallenbüchel – Die Supplement-Wahrheit

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Vorschau ansehen Interview mit Karl Hartner und Christian Fallenbüchel – Die Supplement-Wahrheit

Wie gezielte Nährstofftherapie die Regeneration beschleunigt

In diesem Video erklären Karl und Christian, warum unser Essen heute oft nicht mehr reicht und wie wir mit gezielten Nährstoffen Energie, Regeneration und Leistungsfähigkeit steigern können.

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