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Netanyahu zieht die Fäden! | Von Rainer Rupp

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Netanyahu zieht die Fäden! | Von Rainer Rupp
Apolut 20260413 TD Montag
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Netanyahu zieht die Fäden! | Von Rainer Rupp

Zwei US-Medienschwergewichte mobilisieren gegen Kriegstreiber Netanjahu und Trump

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Erstaunlicherweise hat ausgerechnet die sonst so Israel-freundliche New York Times (NYT) Ende letzter Woche in einem ausführlichen Artikel dokumentiert, wie der rechtsradikale israelische Ministerpräsident Netanyahu Trump vor seinen Karren gespannt und in den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Iran getrieben hat. 

Netanjahu habe ein sofortiges, notfalls unilaterales israelisches Handeln gegen Iran als unausweichlich dargestellt. Trump und ein großer Teil seiner Administration seien ideologisch verblendet und hätten die ernst zu nehmenden Warnungen von militärischen Stimmen, aber auch die von JD Vance und Außenminister Marco Rubio einfach ignoriert.

Dieser landesweit vielbeachtete Artikel der NYT unter dem Titel „How Trump Took the U.S. to War With Iran“ („Wie Trump die USA in den Krieg gegen Iran geführt hat“), macht vor allem Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und dessen Geheimdienstchef dafür verantwortlich, Trump in den Krieg hineinmanipuliert zu haben. Über Monate hinweg habe der israelische Kriegstreiber intensiv für einen gemeinsamen Großangriff auf Iran geworben. Ein entscheidendes Treffen am 11. Februar 2026 im Weißen Haus – inklusive einer hochgeheimen Präsentation im Lage-Zentrum – habe Trump schließlich von einer zögerlichen Haltung zur Beteiligung an den groß angelegten Militärschlägen an der Seite Israels bewegt. Dagegen vermuten bösen Stimmen im Internet, dass der eigentliche Grund für Trumps Einknicken darin lag, dass Netanjahu ihm einige alte Mossad-Fotos von Trump bei einer Epstein „Pizza-Party“ gezeigt hat.

Aber machen wir weiter im Narrativ der NYT.: In den Monaten vor dem 11. Februar habe Netanjahu die US-Regierung wiederholt zu militärischem Handeln gedrängt und dies mit der Notwendigkeit begründet, Irans Atomprogramm, dessen Raketenarsenale und regionalen Einfluss einzudämmen. Israelische Vertreter signalisierten zudem, notfalls allein zu handeln – was in Washington den Eindruck von Dringlichkeit und Unvermeidbarkeit verstärkt habe. Bei dem fast dreistündigen Treffen am 11. Februar wurden dann konkrete Angriffspläne, Zeitfenster erörtert, ebenso wie die Risiken, dass ein Erfolg der laufenden diplomatischen Gespräche den zionistischen Kriegstreibern einen Strich durch ihre Pläne machen könnte, was Netanjahu auf jeden Fall verhindern wollte.

Interessant ist, wie ex-CIA-Analyst Larry Johnson die Veröffentlichung der New York Times politisch einordnet. Sie sei als klassischer Versuch Washingtons zu sehen, die Verantwortung für eine aus dem Ruder gelaufene US-Politik abzuwälzen. Vizepräsident JD Vance und – in geringerem Maße – Marco Rubio erscheinen dabei als Stimmen der Vernunft, während General Dan Caine, der ranghöchste US-Offizier als zu schwach gelte, um Trump entgegenzutreten. Die Hauptverantwortung für das US-Desaster im Iran sieht Johnson jedoch bei Kriegsminister Pete Hegseth. 

Johnson prognostiziert, dass die USA in Kürze ihre Angriffe wieder aufnehmen werden – mit der Folge iranischer Gegenschläge gegen Israel und gegen US-Basen in der Region, sowie die Zerstörung weiterer arabisch-amerikanischer Industrieanlagen und Infrastruktur. Und am Ende werde Trump gezwungen sein, seine Niederlage einzugestehen: Die USA könnten Iran nicht besiegen – so Johnson - und die wirtschaftlichen sowie politischen Kosten würden die Republikaner schwer belasten, vor allem mit Blick auf die Kongresswahlen im Herbst.

Den innenpolitischen Folgen von Trumps Iran-Desaster widmet sich die bekannte Washington Post in einer detaillierten Berichterstattung vom 8. April. Im Zentrum des Artikels unter dem Titel: „Trump‘s Iran brinkmanship reaches truce, escalates backlash at home“ („Trumps riskante Iran-Politik führt zum Waffenstillstand und im eigenen Land zu heftiger Kritik) steht im Sturm der öffentlichen Kritik an Trumps Politik, die als verantwortungslos und unhaltbar bewertet wird. Seine auf Eskalation angelegte Strategie, seine Drohung, die Gegner nicht nur vollständig zu vernichten, sondern auch deren ganze „Zivilisation“, stelle einen neuen Höhepunkt der Barbarei dar, die innerhalb der USA „parteiübergreifende Empörung“ ausgelöst habe. Während Trump-Unterstützer die zweiwöchige Waffenruhe und die teilweise Wiederöffnung der Straße von Hormus als Erfolg feierten, zeichnet das Washingtoner Blatt das Bild eines moralischen und strategischen Scheiterns.

Die Trump-Administration habe sich mit ihrem rücksichtslosen Einstieg in den Krieg gegen den Iran einen der verheerendsten außenpolitischen Fehlschläge der modernen US-Geschichte geleistet, verführt durch das unerbittliche Lobbying Benjamin Netanyahus. Mit seiner Beteiligung am israelischen Angriffskrieg am 28. habe Trump seine Wahlversprechen von Frieden gebrochen. Statt „bedingungsloser Kapitulation“ oder der Neutralisierung des iranischen Atomprogramms habe die Operation „Epische Wut“ Teheran die Kontrolle über die Straße von Hormus gesichert, das Regime in Iran innenpolitisch und außenpolitisch gestärkt und eine globale Energiekrise ausgelöst. Die Akzeptanz – und die anschließende hektische Leugnung – des umfassenden 10-Punkte-Waffenstillstand-Plans des Irans lege zudem eine atemberaubende Inkompetenz und Verlogenheit offen.

In den USA habe Trumps niederträchtige Rhetorik die Glaubwürdigkeit und moralische Autorität des Präsidenten zerstört. Sein Oster-Ultimatum – „eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben“ – ging selbst für Hardliner zu weit. Senatorin Lisa Murkowski verurteilte es als „Affront gegen die Ideale, die unsere Nation fast 250 Jahre lang hochgehalten hat“. Die bekannte ex-Kongress-Abgeordnete Marjorie Taylor Greene benannte sein Handeln als „böse und wahnsinnig“

Der wohl bekannteste und beliebteste konservative US-online-Moderator und ehemalige Trump-Unterstützer Tucker Carlson, warf Trump vor, mit einem „gotteslästerlichen Social-Media-Beitrag“ sogar Ostern entweiht zu haben und, „moralische Verbrechen“ zu begehen. Auch Papst Leo XIV. äußerte sich deutlich gegen Trumps Ansinnen, die iranische Zivilisation zu vernichten und erklärte: „Das ist völlig inakzeptabel.“ Der Princeton-Professor Robert George forderte Militärangehörige auf, rechtswidrige Befehle zu Angriffen auf Zivilisten zu verweigern.

All das seien keine marginalen Meinungen, so die Washington Post, sondern sie spiegelten die Empörung einer Nation wider, die vor einem Präsidenten zurückschreckt, der nukleares Säbelrasseln und zivile Ziele als Verhandlungstaktik betrachte.

Eine weitere scharfe Kritik gegen Trump aus seinem eigenen Lager kam von seinem früheren Chef der „Anti-Terror-Behörde“, Joe Kent, der kürzlich aus Protest gegen Trumps Kriegspolitik zurückgetretenen war. Er erklärte:

„Es gibt derzeit keine militärische Lösung für diesen Konflikt. Jeder militärische Schritt hat das Regime in Iran nur gestärkt.“ 

Zum Abschluss verweist die Washington Post auf die bereits gefallenen und verwundeten US-Soldaten und die Tausenden von iranischen Zivilisten, die bereits getötet wurden. Zugleich habe der Krieg die Vorräte wichtiger US-Luftabwehrwaffen erschöpft, die Energiepreise auf Rekordhöhe getrieben, Verbündete entfremdet und Trumps Zustimmungswerte im eigenen Land einbrechen lassen. Die wechselnden Forderungen Trumps, von bedingungsloser Kapitulation des Iran bis hin zu vagen diplomatischen Lösungen beschreibt die Washington Post als Ausdruck eines gescheiterten, selbstverschuldeten Desasters. 

Fazit: 

Dieses Desaster ist kein bloßer Fehltritt, sondern das vorhersehbare Ergebnis einer US-Regierung, die von ausländischen Interessen gekapert ist, einer US-Regierung, die der Diplomatie verächtlich gegenübersteht und süchtig nach theatralischer Eskalation ist. Klar ist auch, dass man mittlerweile auch in den USA zu verstehen beginnt, dass Trump von Israel an der Nase geführt wurde. Er hat amerikanische Interessen verraten und statt „America First“ Israels Interessen Priorität gegeben, auf Kosten der USA.

Nun hat Trump seinen eigenen Krieg am Hals, den er jedoch nicht gewinnen kann. Zugleich wächst der politische Aufstand in den eigenen Reihen, den er nicht mehr eindämmen kann. Die Kosten – Menschenleben, Vermögenswerte und weltweites Ansehen – werden die Amerikaner noch lange nach dem Ende dieses rücksichtslosen Kapitels der US-Geschichte tragen müssen. 

+++

Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

+++

Bild: WASHINGTON D.C., USA - 29. SEPTEMBER 2025: US-Präsident Donald Trump begrüßt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu bei seiner Ankunft im Weißen Haus.

Bildquelle: noamgalai / Shutterstock.com

(Auszug von RSS-Feed)

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Trumps imaginäre Waffenruhe | Von Rainer Rupp

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Trumps imaginäre Waffenruhe | Von Rainer Rupp
Tagesdosis 20260410 apolut
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Trumps imaginäre Waffenruhe | Von Rainer Rupp

Eine typisch trump’sche Mischung aus brachialer Inkompetenz, theatralischer Siegesrhetorik und pragmatischer Rückwärtsbewegung

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran basiert auf dem 10-Punkte-Plan des Iran und wurde von Trump persönlich als Verhandlungsgrundlage anerkannt. Aber bereits wenige Stunden nach ihrer triumphalen Ankündigung durch Trump in Siegerpose ist sie faktisch bereits wieder zusammengebrochen, auch wenn dies offiziell noch von keiner Seite bestätigt ist. Denn in den wenigen Stunden, die dazwischen lagen war Trump unter dem hysterischen Druck seiner zionistischen Berater in Israel und anderer Washingtoner Kriegstreiber eingeknickt. In einem Akt fast kindlicher Verzweiflung begann er einfach die Realität zu leugnen. Er behauptete plötzlich, dass er nicht dem iranischen Plan zugestimmt habe, sondern einem ganz anderen, einem geheimnisvollen, streng geheimen 10-Punkteplan mit Forderungen der USA. 

Allerdings hat der pakistanische Ministerpräsident, der das Abkommen zwischen Iran und den USA vermittelt hat, vor internationalen Medien quasi als Augenzeuge bestätigt, dass die US-amerikanische Seite sehr wohl den original iranischen 10-Punkte Plan als Verhandlungsbasis akzeptiert hatte. Dieser Iranische Plan hat sich seit Beginn des US-Angriffskrieges nicht geändert und er muss daher auch der US-amerikanischen Seite von Text und Bedeutung bekannt gewesen sein.

In einer Analyse vom 9. April 2026 verweist der ehemalige Top-Analyst der CIA, Larry C. Johnson, darauf, dass in Washington und im Umfeld der Trump-Regierung eine Mischung aus Realitätsverweigerung und Zweckoptimismus herrsche. Die proklamierten militärischen US-Erfolge entbehrten jeder strategischen Grundlage. Stattdessen habe Iran die effektive Kontrolle über die Straße von Hormus übernommen und halte damit die Weltwirtschaft und die damit verbundenen US-Interessen in einem Würgegriff. Auch unterstreicht er, dass sowohl Teheran als auch der Vermittler Pakistan betonen, die US-Regierung habe einem iranischen Zehn-Punkte-Plan als Grundlage für Verhandlungen zugestimmt. Hier folgen die von Johnson bereitgestellten 10 Punkte des iranischen Plans: 

  • 1. US-Verpflichtung zur Nicht-Aggression – eine formelle Garantie, dass die Vereinigten Staaten (und Israel) keine weiteren Angriffe auf Iran, Libanon, Jemen und Irak starten werden.
  • 2. Fortgesetzte iranische Kontrolle über die Straße von Hormus – Iran behält die Souveränität und die primäre Koordination des Schiffsverkehrs durch die Meerenge mit einem „regulierten“ oder „sicheren Transitprotokoll“.  
  • 3. Anerkennung des iranischen Anreicherungsrechts – ausdrückliche US- und internationale Anerkennung des Rechts Irans, Uran für sein ziviles Atomprogramm anzureichern.  
  • 4. Aufhebung aller primären US-Sanktionen gegen Iran – Beseitigung der direkten bilateralen Wirtschaftssanktionen der USA.
  • 5. Aufhebung aller sekundären Sanktionen – Abschaffung der Sanktionen gegen Drittländer und Unternehmen, die mit Iran Geschäfte machen.
  • 6. Aufhebung aller Resolutionen des UN-Sicherheitsrats gegen Iran – Streichung bestehender UNSC-Sanktionen und Resolutionen.
  • 7. Aufhebung aller Resolutionen des IAEA-Gouverneursrats gegen Iran – Beendigung der Resolutionen und Überwachungsmaßnahmen der Internationalen Atomenergiebehörde.
  • 8. Zahlung von Entschädigungen bzw. Kriegsreparationen an Iran – finanzielle Entschädigung oder Wiederaufbauhilfe für Schäden durch die US-israelische Militärkampagne.  
  • 9. Freigabe aller eingefrorenen iranischen Vermögenswerte – Entsperrung iranischer Gelder und Vermögen im Ausland (einschließlich US- oder europäischer Banken).  
  • 10. US-militärischer Abzug aus dem Nahen Osten (und Ende der Angriffe auf Irans Verbündete) – Abzug der US-Kampftruppen aus regionalen Stützpunkten sowie ein Waffenstillstand, der sich auf Irans „Achse des Widerstands“ erstreckt (einschließlich Einstellung israelischer Operationen im Libanon gegen Hisbollah und Beendigung der Feindseligkeiten an anderen regionalen Fronten).

Genau diesen Plan hat Trump auf seinem persönlichen Social-Media-Kanal „TruthSocial“ am 7. April 2026 gegen 18:32 Uhr ET (Ortszeit USA) als Grundlage für die angekündigte zweiwöchige Waffenruhe mit Iran anerkannt. Hier folgt die Übersetzung der respektiven Text-Passage:

Deutsche Übersetzung (natürlich und präzise):

„Auf der Grundlage von Gesprächen mit Premierminister Shehbaz Sharif und Feldmarschall Asim Munir aus Pakistan, in denen sie mich baten, die heute Nacht gegen Iran gerichtete zerstörerische Gewalt zurückzuhalten, und unter der Bedingung, dass die Islamische Republik Iran der vollständigen, sofortigen und sicheren Öffnung der Straße von Hormus zustimmt, erkläre ich mich bereit, die Bombardierung und den Angriff auf Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen."
„Dies wird ein zweiseitiger Waffenstillstand sein! Der Grund dafür ist, dass wir bereits alle militärischen Ziele erreicht und übertroffen haben und uns in fortgeschrittenen Verhandlungen über ein definitives Abkommen bezüglich eines langfristigen Friedens mit Iran und Friedens im Nahen Osten befinden."
„Wir haben von Iran einen 10-Punkte-Vorschlag erhalten und sind der Ansicht, dass er eine brauchbare Grundlage für Verhandlungen darstellt. Fast alle strittigen Punkte der Vergangenheit wurden zwischen den Vereinigten Staaten und Iran bereits einvernehmlich geregelt, doch die zweiwöchige Frist wird es ermöglichen, das Abkommen endgültig auszuhandeln und abzuschließen."
"Im Namen der Vereinigten Staaten von Amerika, als Präsident, und auch im Namen der Länder des Nahen Ostens ist es mir eine Ehre, dass dieses langjährige Problem einer Lösung nahekommt. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit! Präsident Donald J. Tump“ 

Die erste Reaktion unter Trumps zionistischen Unterstützern und der Netanjahu-Regierung war eine Mischung aus Schock und Wut. Der Widerstand begann sofort am Dienstagabend, und bis Mittwochmorgen behauptete die Trump-Administration, sie habe einem anderen – noch undefinierten – Papier mit 10 Punkten zugestimmt. Die zionistischen Verbrecher in Israel taten flugs das Ihre, um weitere Verhandlungen zwischen USA und Iran im Keim zu ersticken und unternahmen einen brutalen, mörderischen Angriff mit über 100 Raketen auf zivile Ziele in Zentral- und im Süd Libanon.

Dieses Muster israelischer Manipulation und amerikanischer Kapitulation bestätigt, was erstaunlicherweise ausgerechnet die New York Times jüngst dokumentierte:

Netanyahu trieb den Krieg voran und stellte unilaterales Handeln als unausweichlich dar, falls Washington nicht mitmache.

Die Administration, ideologisch verblendet, ignorierte Warnungen von militärischen Stimmen, aber auch von JD Vance und Außenminister Marco Rubio.

Der vielbeachtete Artikel der New York Times unter dem Titel „How Trump Took the U.S. to War With Iran“, macht vor allem Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und dessen Geheimdienstchef dafür verantwortlich, Trump in den Krieg hineinmanipuliert zu haben. Die außerhalb der Mainstream Medien viel diskutierte Variante, ob Trump womöglich von Netanjahu mit kompromittierenden Fotos erpresst wird, die der verurteilte Kinderschänder und Mossad-Agent Epstein heimlich von seinem Freund Trump gemacht hat, wird auch von der NYT nicht erwähnt?

Wie auch immer, in dem NYT-Artikel wird Netanjahu als treibende Kraft hinter dem US-Angriffskrieg gegen Iran dargestellt. Über Monate hinweg habe er intensiv für einen gemeinsamen Großangriff auf Iran geworben. Ein entscheidendes Treffen am 11. Februar 2026 im Weißen Haus – inklusive einer hochgeheimen Präsentation im Lage-Zentrum – habe Trump schließlich von einer zögerlichen Haltung zu groß angelegten Militärschlägen an der Seite Israels bewegt; womöglich nachdem Netanjahu ihm einige alte Pizza-Party-Fotos gezeigt hat?

Aber machen wir weiter im Narrativ der NYT: In den Monaten vor dem 11. Februar hatte Netanjahu die US-Regierung wiederholt zu militärischem Handeln gedrängt und dies mit der Notwendigkeit begründet, Irans Atomprogramm, dessen Raketenarsenale und regionalen Einfluss einzudämmen. Israelische Vertreter signalisierten zudem, notfalls allein zu handeln – was in Washington den Eindruck von Dringlichkeit und Unvermeidbarkeit verstärkt habe. Bei dem fast dreistündigen Treffen am 11. Februar wurden dann konkrete Angriffspläne, Zeitfenster erörtert, ebenso wie die Risiken, dass ein Erfolg der laufenden diplomatischen Gespräche den Kriegsplanern einen Strich durch die Rechnung machen könnten, was Netanjahu auf jeden Fall verhindern wollte.

Interessant ist, wie ex-CIA-Analyst Larry Johnson die Veröffentlichung der New York Times politisch einordnet. Sie sei als klassischer Versuch Washingtons zu sehen, die Verantwortung für eine aus dem Ruder gelaufene Politik abzuwälzen. Vizepräsident JD Vance und – in geringerem Maße – Marco Rubio erscheinen dabei als Stimmen der Vernunft, während General Dan Caine, der ranghöchste US-Offizier als zu schwach gelte, um Trump entgegenzutreten. Die Hauptverantwortung für das US-Desaster im Iran sieht Johnson jedoch bei Kriegsminister Pete Hegseth. 

Johnson prognostiziert, dass die USA in Kürze ihre Angriffe wieder aufnehmen werden – mit der Folge iranischer Gegenschläge gegen Israel und gegen US-Basen in der Region, sowie arabisch-amerikanische Industrieanlagen und Infrastruktur. Und am Ende werde Trump gezwungen sein, seine Niederlage einzugestehen: Die USA könnten Iran nicht besiegen, und die wirtschaftlichen sowie politischen Kosten würden die Republikaner schwer belasten, vor allem auch mit Blick auf die Kongresswahlen im Herbst.

Die innenpolitischen Folgen beschreibt die Washington Post in ihrer Berichterstattung vom 8. April detailliert. Im Zentrum steht ein Sturm der Kritik an Trumps Politik, die als verantwortungslos und unhaltbar bewertet wird. Seine auf Eskalation angelegte Strategie, die Drohung, nicht nur Gegner vollständig zu vernichten, sondern deren ganze „Zivilisation“, stellten einen neuen Höhepunkt dar. Laut der Post löste diese aufgeladene Rhetorik, kombiniert mit früheren Drohungen gegen zivile Infrastruktur, innerhalb der USA „parteiübergreifende Empörung“ aus. Während Unterstützer die zweiwöchige Waffenruhe und die teilweise Wiederöffnung der Straße von Hormus als Erfolg Trumps feierten, zeichnet die Zeitung das Bild eines moralischen und strategischen Scheiterns.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: PARIS, FRANKREICH – 13. JULI 2017: Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, im Élysée-Palast zu einem ausführlichen Interview mit dem französischen Präsidenten.

Bildquelle: Frederic Legrand - COMEO / Shutterstock.com

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Panik und Wahnsinn im Weißen Haus! | Von Rainer Rupp

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Die unkontrollierten Wutausbrüche eines Mannes, der aktuell im Weißen Haus tobt, erinnern an den deutschen „Größten Feldherrn aller Zeiten“, ebenso wie Trumps offene Völkermord-Drohungen gegen den Iran.

Ein Meinungsbeitrag von Rainer Rupp.

Während der Iran-Krieg in sein katastrophales Chaos abgleitet, zeigt sich Donald Trump in voller Panik – ein Mann, der den Krieg aus reiner Machtgier angezettelt hat und nun keinen Ausweg mehr findet. Niemand kommt ihm zu Hilfe. Stattdessen irrt er auf seinem Trump National Golf Club in Virginia herum, wo er wie gewohnt auf Kosten der Steuerzahler absahnt, und lässt seiner Wut auf Social Media freien Lauf.

Entweder ist Trump bereits im fortgeschrittenen Stadium einer Demenz, sodass die für einen sozialen Umgang mit anderen Menschen erworbenen Hemmschwellen für ihn nicht mehr existieren. Oder er befindet sich in einem Stadium der Panik, weil er zu begreifen beginnt, dass er von seinem angeblich besten Freund Netanjahu mit dem Iran-Angriff reingelegt wurde. Denn zunehmend spielen „böse Zungen“ in den „Sozialen Medien“ der USA, selbst bekannte Betreiber von Diskussionskanälen, darauf an, dass Netanjahu dank des erpresserischen Fotos des geselbstmordeten israelischen Geheimdienstagenten Epstein gegenüber Trump die besseren Karten hatte. Denn im Interesse der USA ist Trumps Krieg ganz bestimmt nicht.

Der Krieg war nicht, wie Netanjahu versprochen hatte, nach wenigen Tagen zu Ende. Im Gegenteil: Bereits nach einer Woche war klar, dass Trump seine Ziele nicht mehr erreichen konnte. Ganz anders sieht das für das Zionistenregime in Israel aus. Dessen Ziel ist nicht nur die nachhaltige Zerstörung bzw. Schwächung des Iran, sondern auch der arabischen Staaten in der Region. Und da scheint Netanjahus Kalkül aufzugehen.

Für Trump sieht es dagegen düster aus. Sein Krieg hat bereits seine MAGA-Bewegung gespalten bzw. weitgehend zerstört. Und selbst in seinem eigenen reichen Wahlkreis (Mar-a-Lago) in Florida wenden sich die Superreichen von ihm ab. Denn kürzlich hat bei einer Kommunalwahl – nach vielen Jahrzehnten republikanischer Kontrolle – ein Demokrat gewonnen.

So langsam könnte es Trump dämmern, dass ihm sein verbrecherischer Angriffskrieg gegen Iran an der Seite des Zionistenregimes nicht nur die Präsidentschaft kosten wird, sondern ihm auch Gefängnis drohen könnte. Und niemand kommt ihm zu Hilfe. Am Sonntag zeigten Bilder, wie Trump im National Golf Club in Virginia herumirrte. Nur um später seiner Wut auf alles Iranische vor Journalisten und auch auf seinem Media Kanal „Truth Social“ freien Lauf zu lassen.

Die Rhetorik, die er dabei an den Tag legt, ist ein erschreckendes Gemisch aus Widersprüchen, vulgärer Hysterie, religiöser Verhöhnung und offenen Vernichtungsdrohungen gegen das iranische Volk. Trump, der noch vor Kurzem behauptet hatte, die Straße von Hormus sei ihm und den USA völlig egal – „Wir brauchen die Straße nicht. Warum sollten wir sie brauchen? Wir haben doch alles Öl.“ –, schreit nun wie ein Besessener ausgerechnet am christlichen Osterfest: „Preist Allah! Öffnet die verdammte Straße [von Hormus], ihr verrückten [iranischen] Bastarde, sonst wird die Hölle auf Euch runterregnen. Wartet nur ab!“

Wenige Stunden später legte er mit seiner Drohung nach, die gesamte Infrastruktur im Iran zu zerstören:

„Dienstag wird der Tag der Kraftwerke und der Tag der Brücken in einem sein – alles im Iran. So etwas hat es noch nie gegeben.“

Und weiter:

„Die Hölle wird auf sie niederregnen, wenn sie nicht sofort verhandeln.“

Das angekündigte Ende der bereits zweimal verlängerten Frist – ursprünglich für den gleichen Tag um 10:15 Uhr Ostküstenzeit – schob er dann kurzerhand auf „Dienstag, 20:00 Uhr Ostküstenzeit“ hinaus. Ein klassischer Trump: Erst prahlt er, die Straße von Hormus sei unwichtig, dann tobt er, weil sie geschlossen bleibt.

Seine Drohungen werden immer unverhohlener. Gegenüber der Reporterin Rachel Scott sagte er wortwörtlich: „Wenn kein Deal zustande kommt, sprengen wir das ganze Land in die Luft.“ Auf die Nachfrage, ob es überhaupt noch Tabus gebe, antwortete er lapidar: „Sehr wenig.“ Dann erkennt man seine offene Vernichtungsfantasie: „Kein vernünftiges Volk könnte die Strafe ertragen, die auf sie niedergehen wird.“ Und schließlich die klare Völkermord-Ankündigung:

„Wenn sie keinen Deal wollen, ist ihr ganzes Land weg.“

Das ist keine Diplomatie. Das ist die Sprache eines Mannes, der offen mit der totalen Zerstörung eines ganzen Landes und seiner Bevölkerung droht. Trump selbst gab zu, er wisse nicht, ob es überhaupt zu einem Deal kommen werde:

„Ich habe keine Ahnung bei diesen Leuten. Es könnte einen Deal geben, es könnte auch keinen geben. Ich habe keine Ahnung bei diesen Leuten. Die kriegen gerade die Scheiße aus dem Leib geprügelt.“ Und weiter: „Kein Land hat je so eine Tracht Prügel bezogen wie dieses.“

Die Widersprüche in seiner Rhetorik sind atemberaubend. Eben noch erklärte er, amerikanische Bodentruppen seien „nicht nötig – aber ich schließe nichts aus“. Dann testet er angeblich die NATO, nur um festzustellen, dass die Alliierten nicht mitmachen wollen – was er achselzuckend hinnimmt: „Ich wollte sie testen. Ich habe gesagt, ich würde mich freuen, wenn ihr mitmacht. Und sie haben gesagt: Na ja, das können wir nicht. Ich habe nicht mal richtig Druck gemacht.“

Während Papst Leo XIV. an Ostern mahnte: „Lasst diejenigen, die Waffen tragen, sie niederlegen. Lasst diejenigen, die die Macht haben, Kriege zu entfesseln, den Frieden wählen. Jesus ist der König des Friedens, der den Krieg ablehnt“, und betonte, Gott höre nicht die Gebete der Kriegshetzer, weil „eure Hände voller Blut sind“, tobte Trump weiter mit seinem spöttischen „Preist Allah!“-Geschrei. Der Sprecher der iranischen Revolutionsgarde antwortete trocken:

„Der Skandal, der den bedrängten amerikanischen Präsidenten und seine geschlagene Armee getroffen hat, lässt sich nicht durch hohle Erklärungen, Propaganda oder psychologische Operationen reparieren.“

Trump hat den Krieg begonnen. Nun weigert er sich, die bittere Ernte einzufahren und sich aus Iran zurückzuziehen. Und Iran gibt nicht nach, die Finanzmärkte brechen ein, die US-Streitkräfte erleiden schwere Verluste bei einer gescheiterten Spezialoperation über Ostern in der Nähe von Isfahan (elf Flugzeuge zerstört), und die Welt schaut fassungslos zu, wie dieser offenbar dem Wahnsinn verfallene Machthaber mit immer neuen Fristen und immer brutaleren Drohungen um sich wirft.

Seine Rhetorik offenbart tiefe Panik und Kontrollverlust. Er verwechselt Stärke mit Geschrei, Diplomatie mit Beleidigungen und strategisches Denken mit pubertärem Getöse. Die Drohung, „das ganze Land in die Luft zu sprengen“, ist keine Verhandlungsstrategie – sie ist die offene Ankündigung eines Völkermords an einem souveränen Volk. Ein Präsident, der selbst weithin als Betrüger und Krimineller gilt, bedroht nun ein ganzes Land mit der totalen Vernichtung.

Wer noch Zweifel hatte, dass dieser Mann eine Gefahr für den Weltfrieden darstellt, dem liefert seine eigene Sprache den endgültigen Beweis. Die Medien der USA und die selbsternannten Qualitätsmedien Europas und Deutschlands haben die Pflicht, endlich diese Schande beim Namen zu nennen: mit moralischer Klarheit und ohne jede Beschönigung. Denn wer bei Trumps Androhungen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit schweigt, macht sich mitschuldig.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Puppen-Parodie von US-Präsident Donald Trump
Bildquelle: Anton Watman / shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

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Iran: Jetzt droht der Bodenkrieg! | Von Rainer Rupp

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Iran: Jetzt droht der Bodenkrieg! | Von Rainer Rupp
Tagesdosis 20260327 apolut
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Iran: Jetzt droht der Bodenkrieg! | Von Rainer Rupp

Im Mittleren Osten kommt das Böse aus dem Westen

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Der brutale, unprovozierte und völkerrechtswidrige US-amerikanische und israelische Angriffskrieg gegen Iran, sowie die Fortsetzung der täglichen israelischen Massenmorde in Gaza und die Bombardierung und ethnische Vertreibung im Südlibanon durch eine blutrünstige zionistische Soldateska offenbaren das ultimative Böse des US-Imperialismus, der sich vergeblich gegen seinen Niedergang aufbäumt, gepaart mit dem rassistisch motivierten, genozidalen Zionismus, der ein Pestgeschwür für die ganze Region darstellt.

Heute erhält das infernalische Böse aus dem Westen weiter Verstärkung in Form von zwei großen amphibischen Landungsschiffen. Die USS Tripoli und die New Orleans, beide mit zwischen 2.200 bis 2.500 US-Marine-Infanteristen an Bord werden am Freitag, den 27. März 2026, am Persischen Golf erwartet.

Der Krieg gegen Iran, der laut Trump und seinem Kriegsminister Hegseth nach wenigen Tagen vorbei seine sollte, ist nach knapp einem Monat für die USA festgefahren, und damit bereits verloren. Letzteres hatte vor zwei Tagen, am Mittwoch, den 25. März, sogar der ehemalige Chef des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 in einem öffentlichen Interview eingeräumt. Bereits nach der ersten Kriegswoche sei klar geworden, dass die USA diesen Krieg nicht mehr gewinnen könnten, sagte er. Er riet seinen amerikanischen Freunden dringend, sich zum Sieger zu erklären, einzupacken und schleunigst nach Hause zu gehen. Aber dazu scheint das narzisstische Großmaul Trump nicht im Stande, denn mit seinem zunehmend wirren Zeug, das er plappert, hat man den Eindruck, dass er gar nicht mehr begreift, was um ihn herum vorgeht.

Stattdessen sieht alles danach aus, dass nun doch noch US-Bodentruppen in Iran eingreifen. Denn neben den Marine-Infanteristen, sollen bereits am Donnerstag 1.000 Special Forces Soldaten der 82sten US-Luftlandedivision mit Transportflugzeugen in Irak, in Saudi-Arabien und Jordanien ankommen. Dies sind keine regulären Armee-Soldaten, sondern Spezialisten für Kommandoeinsätze hinter gegnerischen Linien; nach dem Motto, zuschlagen und wieder verschwinden. Welche Aufgabe diese Einheiten haben könnten, ist schwer zu erraten. Sicher ist nur, dass Iran nicht Venezuela ist und mit hohen Verlusten auf US-Seite gerechnet werden muss.

Die US-Probleme begannen schon mit der Unterbringung der eingeflogenen Special Forces der 82sten Luftlandedivision. Laut einem Bericht in der New York Times (NYT) sind die von Iran unter Raketen und Drohnen Feuer genommenen 13 US-Militärbasen in der Region „praktisch unbewohnbar“. Besonders schwer getroffen seien die US-Basen in Kuwait, das direkt an Iran grenzt. Dies ginge laut NYT aus Aussagen namentlich nicht genannter Beamter des Pentagon hervor, die einräumten, dass sie vor Ort hektisch nach alternativen Unterkünften und Bürolösungen für ihr Personal suchen mussten.

Diese Enthüllung kommt kurz nachdem die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) gewarnt hatten, dass durch die Unterbringung von US-Truppen in Touristenhotels oder zivilen Bürokomplexen, diese Gebäude automatisch zu legitimen Zielen für iranische Raketen gemacht werden. Das könnte auch die in den letzten Wochen beobachteten gezielten iranischen Angriffe auf bestimmte Etagen in zivilen Hotels in den Golfstaaten erklären. Denn die US-Armee hatte in ihrer unglaublichen Selbstüberschätzung nicht einmal für adäquate Schutzeinrichtungen für ihr Personal auf den Basen gesorgt, sodass die US-Soldaten nach den ersten iranischen Angriffen in die nächstgelegenen Hotels gebracht wurden. Dort verstecken sich nun US-Soldaten hinter Zivilisten, bzw. sie benutzen sie als „Schutzschilde“.

Der eben erwähnte Bericht der NYT deutet auch darauf hin, dass die USA bisher 13 tote Soldaten und rund 300 teils schwer Verletzte zu beklagen haben. Das ist zumindest teilweise auf die mangelnde Vorbereitung auf den massiven iranischen Raketen-Gegenangriff auf die regionalen US-Basen zurückführen.

Während das Rätselraten über die möglichen Einsätze der US-Special Forces innerhalb des Irans weitergeht, sind sich Beobachter ziemlich sicher, dass die Aufgabe der Marine-Infanterie auf den beiden amphibischen Landungsschiffen (USS Tripoli und New Orleans) darin besteht, eine oder mehrere der strategisch wichtigen iranischen Inseln in der Straße von Hormus zu erobern. Favorit dabei ist die Insel Kharg, auf der sich die wichtigsten Verladestationen zur Verschiffung von angeblich 90 % des iranischen Öls befinden. Da dies auch den Iranern klar ist, kann man davon ausgehen, dass sie diese und die anderen Inseln zur Verteidigung gegen Hubschrauber-Angriffe und für den Bodenkrieg und Häuserkrieg ausgebaut haben, wozu Bunker, Sprengfallen, Mienen, schultergefeuerte Luftabwehrraketen usw. gehören.

Auf der Insel Kharg sollen angeblich 150.000 Menschen arbeiten und wohnen. Hier können sich die iranischen Verteidiger wie ein Fisch im Wasser bewegen und die Invasoren unter Beschuss nehmen. Wenn Amerikaner mit Flugzeugbomben zurückschlagen, riskieren sie jedoch Massaker unter der Zivilbevölkerung. Zudem wären die US-Marines auf Kharg von Nachschub aller Art abhängig. US-Schiffe oder Flugzeuge können jedoch von der nahe gelegenen, von Fjorden zerklüfteten Festland-Küste unter Beschuss genommen werden. Das bedeutet, selbst wenn eine überraschende US-Landung auf der Insel Erfolg hätte, würden die eigentlichen Probleme für die Amerikaner bereits am Tag danach anfangen.

Tatsächlich wächst derzeit nicht nur unter US-Vasallen, sondern auch innerhalb der amerikanischen Politik, die Skepsis, ob der Einsatz von US-Bodentruppen, z.B. zur Eroberung der Insel, die USA näher an ihre angestrebten strategischen Ziele bringen würde, die laut Trump in der bedingungslosen Kapitulation Irans besteht. Selbst einige Republikaner beginnen inzwischen öffentlich, sich gegen Pläne mit Bodentruppen im Iran auszusprechen.

Hier noch einige Notizen über jüngste Entwicklungen mit Stand vom 26.03.2026.:

- Das iranische Staatsfernsehen zitierte einen anonymen Regierungsvertreter mit den Worten, Teheran habe den über Pakistan übermittelten US-Plan abgelehnt und werde selbst entscheiden „wann es den Krieg beendet, und das zu seinen eigenen Bedingungen“.

- Irans Außenminister erklärte:

„Unsere derzeitige Politik ist die Fortsetzung des Widerstands. Wir haben nicht die Absicht zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich halte unsere Position für vollkommen prinzipientreu.“

- Das Weiße Haus erklärte, die USA seien „sehr nahe daran, die Kernziele im Iran zu erreichen“ und warnte, Präsident Trump sei bereit, „die Hölle loszulassen“, falls Iran seine eigene Niederlage nicht akzeptiere.

- Trump behauptete wieder, es liefen Verhandlungen und Iran wolle „so dringend einen Deal“, traue sich aber nicht, es offen zu sagen, aus Angst, vom eigenen Volk getötet zu werden. Der Mann ist krank und gehört in die Klapse.

- Vizepräsident Vance soll am Wochenende möglicherweise nach Pakistan reisen, um indirekte Gespräche mit Iran zu führen, das keine Gespräche führen will.

- Iran hat gedroht, die Straße von Bab el-Mandeb (die wichtige Route im Roten Meer) zu stören, falls Angriffe auf sein Territorium oder seine Inseln erfolgen.

- Nachdem die Zionisten weiter iranische Energieanlagen angegriffen haben, hat Iran erneut ein Kraftwerk in Israel beschossen.

- Iran erklärte, die USA und Israel hätten die Umgebung des Atomkraftwerks Bushehr angegriffen.

- Die Berichterstattung über mögliche Szenarien einer US-Eroberung der Kharg-Insel hat in den letzten 24 Stunden deutlich zugenommen.

- Das iranische Parlament arbeitet an einem Gesetzentwurf, der Gebühren für Schiffe in der Straße von Hormus vorsieht.

- Das israelische Militär erklärte, es habe heute Morgen „eine großangelegte Welle von Angriffen auf Iran“ durchgeführt.

- Die britische Zeitung The Telegraph berichtet, Russland habe begonnen, Iran mit Drohnen zu beliefern – die erste bekannte Lieferung tödlicher Waffen aus Moskau an Teheran seit Kriegsbeginn.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: ISRAEL-IRAN-KRIEG, US-Angriff auf Iran, Trump, Netanjahu, Angriff auf das Atomprogramm in Buschehr

Bildquelle: Shutterstock AI / Shutterstock.com

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Panik im Weißen Haus? | Von Rainer Rupp

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Panik im Weißen Haus? | Von Rainer Rupp
Tagesdosis 20260306 apolut
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Panik im Weißen Haus? | Von Rainer Rupp

Iran kämpft erfolgreich weiter 

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Die Regierung von Präsident Donald Trump soll Gerüchten zufolge in Panik geraten sein, denn angesichts ihrer entschlossenen und erfolgreichen militärischen Reaktion hat die neue iranische Führung einen dicken Strich durch Trumps feste Erwartung eines höchstens ein paar Tage dauernden Krieges und eines triumphalen US-Sieges gemacht. 

Ähnlich wie zu Beginn des 12-tägigen Kriegs im Juni vergangenen Jahres sind die brutalen US-zionistischen Enthauptungsschläge gegen die politische und militärische Führung fehlgeschlagen. Zwar gelang es den US-Zio-Völkerrechtsverbrechern erwartungsgemäß, einige Persönlichkeiten der obersten iranischen Führungsebene zu ermorden, aber die wurden schnell durch nicht weniger effiziente, jüngere Leute ersetzt, die nun einen über Jahrzehnte ausgearbeiteten Plan umsetzen und mit tödlicher Wucht auf die Angreifer zurückschlagen. Der Unterschied zum Juni 2025 besteht darin, dass 

  • a) die Iraner nun keine Rücksicht mehr nehmen (für sie handelt es sich um einen existentiellen Krieg, während es für die USA um einen willkürlich vom Zaun gebrochenen Krieg ihrer Wahl geht), und 
  • b) Hardline-Generäle das Kommando übernommen haben. Was sich derzeit abzeichnet – im Gegensatz zu dem, was die US-amerikanische und israelische Propagandamaschinerie darstellt – deutet darauf hin, dass Iran einen Plan umsetzt, der nicht nur darauf abzielt, die US-Streitkräfte mit ihren Basen aus der Region zu vertreiben, sondern auch das israelische Regime, nicht das israelische Volk! zu zerstören. Und nicht wenige Nah- und Mittelost-Experten räumen Iran dabei durchaus Erfolgschancen ein.

„Den Verstand verloren?“

Die Sperrung der Straße von Hormus ist in praktischer Hinsicht vollständig umgesetzt. Berichten zufolge dürfen nur noch chinesische und russische Schiffe passieren. Nur einen Tag nach der aufgeplusterten Erklärung von Präsident Trump, dass US-Kriegsschiffe Öltanker-Konvois bei der Passage durch die Straße von Hormus schützen würden, wurde diese Anweisung vom Hauptquartier der US-Marine klugerweise widerrufen. Die Marineführung war sich der schweren Verluste bewusst, welche die Umsetzung dieser gefährlich unüberlegten präsidialen Idee für die USA mit sich gebracht hätte. Kritiker Trumps bezeichneten seinen Konvoi-Vorschlag als weiteres Zeichen dafür, dass er „den Verstand verloren“ habe.

Tatsächlich haben sich in letzter Zeit zunehmend Dinge ereignet, die nahelegen, dass Trumps kognitive Fähigkeiten zu versagen scheinen. Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit zunimmt, dass Trump in einer kritischen Situation er eine katastrophale Fehlentscheidung trifft, mit verheerenden Folgen nicht nur für die USA, sondern für die ganze Welt. Dagegen hoffen „Optimisten“, dass die wirtschaftliche Katastrophe, die sich derzeit vor allem für die westlichen Volkswirtschaften abzeichnet, ausreichend Druck auf Washington ausübt, um Trump politisch zu neutralisieren.

Am Mittwochabend erreichte Washington eine Nachricht aus dem Iran, die die Panik im Weißen Haus über den weiteren Kriegsverlauf weiter angeheizt haben dürfte. Es wurde berichtet, dass die IRGC (Iranische Republikanische Garde Corps) die meisten US-Frühwarnradars in der ganzen Region zerstört habe. Ein mit der IRGC verbundener Telegram-Kanal vermerkte, dass die iranische Führung ein Kommuniqué veröffentlicht habe, in dem es hieß, Israel und die USA würden „blind“ sein. Die erste Reaktion im Westen war ungläubiges Staunen. Denn westlichen Medienberichten zufolge liegen die Iraner längst geschlagen und in den letzten Zügen am Boden. Folglich wurde diese Nachricht von westlichen Eliten als eine verrückte Durchhalteparole der auf dem letzten Loch pfeifenden iranischen Führung abgetan.

Doch dann schienen immer mehr Quellen – aus dem Iran und von außerhalb – die Informationen über die systematische Zerstörung der sündhaft teuren US-Radar- und Kommunikationssysteme auf den 27 US-Stützpunkten in der Region zu bestätigen, die bereits erfolgreich von iranischen Raketen angegriffen worden waren. Zudem häuften sich Berichte, wonach der Iran eine wachsende Zahl amerikanischer und israelischer Drohnen in zunehmend hohem Tempo abschießt.

US-Abfangraketen blind

Aber es war weder ein Telegram-Kanal, noch ein russisches Medium noch ein Iran-freundlicher Pressekonzern, sondern die alt-ehrwürdige Tante New York Times (NYT), die am Dienstag, den 3. März Satellitenbilder veröffentlicht, die bestätigen, was Iran die ganze Zeit behauptet hatte, was aber niemand im Westen glauben wollte. Während Washington offenbar vollauf damit beschäftigt war, der Weltöffentlichkeit sein Narrativ von einem schnellen, - allerdings realitätsfernen - Sieg über Iran zu verkaufen, hatte Iran mit seinen Raketen und Drohnen jede größere US-Basis in der Region systematisch und methodisch angegriffen.

Der NYT-Artikel mit dem Titel „Iran Strikes U.S. Military Communication Infrastructure in Mideast“ (Iran greift US-Militär-Kommunikationsinfrastruktur im Nahen Osten an) ist deshalb so wichtig, weil er Satellitenbilder veröffentlichte, welche Schäden durch iranische Angriffe auf US-Militärbasen in der Golfregion bestätigen. Der Artikel analysiert die Satellitenbilder und verifizierte Videos und beschreibt detailliert die iranischen Vergeltungsangriffe vom letzten Wochenende und vom Montag, welche Strukturen sie beschädigten oder zerstörten und welche militärischen Funktionen sie hatten. Dabei fällt auf, dass alle zerstörten Ziele Teil des US-Kommunikations- und Radarsystems auf mindestens sieben US-Militärstandorten im Nahen Osten waren, darunter Basen in Bahrain, Kuwait, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. 

Obwohl der Text des NYT-Artikels nicht explizit „jede große US-Basis“ aufzählt und betont, dass die Kommunikationsinfrastruktur hochgradig klassifiziert ist, zeigt die systematische Zielauswahl (über mehrere Länder hinweg) ein methodisches Vorgehen. Die Analyse deutet darauf hin, dass Iran mit seinem systematischen Vorgehen das Ziel verfolgt, die US-Fähigkeit zur Kommunikation und Koordination zu zerstören, etwa durch Treffer auf Radome, Satellitenschüsseln und andere kritische Ausrüstung.

Jede einzelne größere US-Basis jenseits des Golfs – von Iran systematisch und methodisch zerlegt:

  • Bahrain. Das Herz der Fünften Flotte. Das pulsierende Nervenzentrum amerikanischer Seemacht im gesamten Nahen Osten – getroffen.  
  • Al Udeid, Katar. Der 1,1-Milliarden-Dollar-teure AN/TPY-2-Radar – das Auge, das alles sieht – mit einem Schlag ausgelöscht.  
  • Camp Arifjan, Kuwait. Ali Al Salem. Prince Sultan in Saudi-Arabien. Die Stützpunkte in den Emiraten.  
  • SATCOM-Terminals in Schutt und Asche. Radome aufgerissen wie Eierschalen. Satellitenschüsseln einfach weggefegt.  
  • Die gesamte Infrastruktur zu Erfassung und Verfolgung feindlicher Raketen, die AN/TPY-2-Systeme, die jede Patriot- und jede THAAD-Batterie im ganzen Operationsgebiet miteinander synchronisieren – mit chirurgischer Präzision zerstört. Kein Zufall. Kein Glückstreffer. Sondern ein meisterhaftes architektonisches Zerlegen.

Iran hat nicht bloß US-Basen bombardiert. Iran hat das Nervensystem kartiert, das die amerikanische Raketenabwehr überhaupt erst zu einem einzigen, atmenden Organismus macht – und hat es dann, Basis um Basis, über fünf Länder gleichzeitig, mit kaltblütiger Methodik auseinandergenommen. 

Das ist keine Vergeltung, sondern Doktrin

Drei Jahrzehnte akribisches Studium über die Art und Weise des Funktionierens der US-amerikanischen Kriegsmaschine? Wie sie läuft, wie sie sieht und wie sie mit ihren Teilen kommuniziert und diese koordiniert. Und als der Moment kam, hat Teheran nicht gezögert – sondern der US-Maschine direkt in die Augen gestochen. Die alte Führung hätte vor diesem entscheidenden Schritt wahrscheinlich noch gezögert, aber die neue, jüngere Führung, wollte endlich die Entscheidung. 

Das vorläufige Resultat ist, dass die US-Abfangraketen blind sind. Zudem neigen sich die US-Reserven an Abfangraketen bereits dem Ende zu. Die Magazine sind leer geschossen.  

Die US-Marine kann keine Konvois durch die Straße von Hormus eskortieren – ohne Selbstmord zu begehen. Und Südkorea, das sich bis jetzt ja auch durch US-Raketenabwehrsysteme beschützt glaubte, muss sich jetzt recht nackt und schutzlos fühlen.

Die US-Vasallenstaaten am Persischen Golf, die bisher glaubten, dass die US-Basen ihnen den ultimativen Schutz geboten haben, müssen angesichts ihrer brennenden Ölanlagen und zerstörten US-Basen zu dem ernüchternden Schluss kommen, dass das US-Militär in ihren Ländern weder Schutz noch Sicherheit bietet, sondern das Gegenteil provoziert, nämlich iranische Vergeltungsschläge gegen Aggressor und Schurkenstaat USA. Washington hat die teuerste, komplexeste, unzerstörbar geglaubte militärische Architektur der Menschheitsgeschichte errichtet. Iran hat gerade innerhalb weniger Tagen die Blaupause dafür vorgelegt, wie man sie demontiert.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Blitz über dem Weißen Haus in Washington DC, USA. Dramatische Sturmflucht

Bildquelle: Artem Avetisyan / Shutterstock.com

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