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„Langsam wird es eng für Deutschlands älteste Partei“ – O-Töne zum Untergang der SPD

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Die Krise der SPD hat sich zwar bereits seit ein paar Jahren angebahnt, die jüngsten Landtagswahlen haben aber die Misere der ältesten Partei Deutschlands allzu deutlich vor Augen geführt. Offensichtlich verliert die Partei zunehmend Kontakt zu ihrem Wahlvolk, das seit einiger Zeit immer deutlicher in Richtung AfD abdriftet. Selbst nach den heftigen Hieben, die die SPD nun einstecken musste, konnte sich die Partei nicht zu einem Wechsel an der Spitze entschließen. Eine neue Ausgabe der O-Töne. Zusammenfassung von Valeri Schiller.


Das Video unserer O-Töne-Zusammenstellung der Woche ist hier zu finden.


Heute-show am 27. März 2026

[Reaktionen deutscher Fernsehsender auf Wahlergebnisse der SPD in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz] „Oh weh. Die SPD.“ „Die SPD schmiert wieder mal ab.“ „Die SPD geschlagen.“ „Eine Partei am Absaufen.“ „Die SPD schmilzt dahin wie ein Eis in der Sonne.“ „Die SPD bald landunter?“

(Quelle: ZDF, ab Minute 0:54)


SPD-Stimmen zu Wahlergebnissen der letzten Jahre:

Katarina Barley, Europawahl 2024: „Ja, das ist für uns ein recht bitterer Abend.“
(…)
Olaf Scholz, Bundestagswahl 2025: „Das ist ein bitteres Wahlergebnis für die Sozialdemokratische Partei.“
(…)
Lars Klingbeil, Landtagswahl Baden-Württemberg 2026: „Ich will erst einmal gar nicht drum herumreden: Das ist ein total bitterer Abend.“
(…)
Bärbel Bas, Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026: „Das ist in der Tat sehr bitter. Das ist auch nicht schönzureden.“

(Quelle: ZDF, ab Minute 3:49)


Michael Roth (SPD), ehemaliger Staatsminister Auswärtiger Amt, am 30. März 2026

„Die SPD hat den Fehler gemacht, viel zu lange den Eindruck zu erwecken, als sei die AfD ein Problem der konservativen Parteien von CDU/CSU. Sie ist auch unser Problem, und wir müssen uns fragen: Wie können wir denn die Menschen wieder ansprechen? Vielleicht haben wir manchmal auch zu oberlehrerhaft und zu arrogant auf diejenigen hinabgeschaut, die eben nicht dieses städtische, moderne Milieu leben, so wie vielleicht auch ich?“

(Quelle: ZDF Heute, ab Minute 1:35)


SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf am 30. März 2026

„Wir sind in der Misere seit langer Zeit. Und wenn man sich ganz ehrlich macht, auch 2021, wenn man das Hoch abzieht, eigentlich seit 2018 sind wir wie einbetoniert bei 14, manchmal bei 15, 16 Prozent in den Umfragen, aber auch in den Wahlergebnissen. Und deswegen geht es nicht nur um Personen, sondern es geht vor allen Dingen darum, welches Profil hat die Sozialdemokratische Partei in Deutschland. Und deswegen noch mal: Fokus Arbeitsplätze, Wirtschaft (…)“

(Quelle: ZDF Heute, ab Minute 5:50)


Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, am 22. März 2026

„Wir wollen, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben, aber wir haben als SPD noch nicht die Zuschreibung dafür, und deshalb macht mich das überhaupt nicht zufrieden. Und wir müssen auch in den nächsten Tagen in unseren Gremien sehr deutlich darüber reden, ob der Weg, den wir, Lars Klingbeil und ich, eingeschlagen haben, der richtige ist und ob wir ihn weiter fortsetzen.“

(Quelle: phoenix, ab Minute 0:18)


Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD), am 22. März 2026

Journalist: „Schließen Sie für sich personelle Konsequenzen aus und für die Partei auch insgesamt?“

Klingbeil: „Ich will Ihnen das sehr klar sagen: Ich weiß, dass es bei diesem Ergebnis Personaldebatten geben wird, und die haben wir auch zu führen dann im Parteivorstand, im Präsidium, in der Fraktion. Ich will, dass offen über die Frage geredet wird: Wie können wir jetzt das Beste für die Sozialdemokratie erreichen? Nur ich sage Ihnen auch: Es geht um die Verantwortung in einer Phase, wo wir zwei Kriege haben, wo wir eine Wirtschaftsflaute haben, wo wir jetzt in der Bundesregierung ein riesiges Reformpaket auf den Weg bringen wollen. Da ducke ich mich nicht weg in dieser Frage.“

(Quelle: Tagesschau, ab Minute 0:45)


Journalist Hans-Ulrich Jörges am 30. März 2026

„Klingbeil hat das Charisma eines Bügeleisens, und den will niemand hören. Die Leute schalten weg, wenn sie ihn sehen. Der hat keinen Ruf als Redner, keinen Ruf als Denker, keinen Ruf als Parteiführer. Und der wird niemals Kanzler werden, da bin ich ganz sicher. Aber er hat sich mit Bärbel Bas durchgemogelt, unter anderem durch die Parteikonferenz, die sie veranstaltet haben Ende vergangener Woche. Da waren alle eingeladen, die zu einem Aufstand fähig gewesen wären. Dies haben sie sich nicht getraut von Angesicht zu Angesicht, und war die Sache gelaufen.“

(Quelle: WELT, ab Minute 1:59)


Juso-Chef Philipp Türmer am 31. März 2026

„Ich habe den Eindruck, im Moment gucken ja viele auf diesen Wal in der Ostsee. Und manchmal erinnert meine Partei mich etwas an diesen Wal. Weil, wir machen einen Fehler nach dem anderen und lernen aber nicht daraus, machen immer wieder das Gleiche.“

(Quelle: ZDF, ab Minute 0:41)


heute-show am 27. März 2026

„Ja, langsam wird‘s eng für Deutschlands älteste Partei. Also, ich will hier wirklich nichts dramatisieren, aber sagen wir mal so: Wäre die SPD ein Pferd – ich würd‘ keinen neuen Sattel mehr kaufen. Ja, Entschuldigung: 5,5 Prozent in Baden-Württemberg, München an die Grünen verloren und jetzt auch noch Debakel von Rheinland-Pfalz. Kein Wunder, dass die beiden Vorsitzenden am nächsten Tag wie so, ja wie so Untote vor die Kameras geschlichen sind. Bitter, wirklich richtig bitter.“

(Quelle: ZDF)


Titelbild: Screenshots Phoenix, tagesschau, ZDF, WELT

(Auszug von RSS-Feed)

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„Es steht nicht gut um Baden-Württemberg“ – O-Töne zu den Landtagswahlen

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Bei den jüngsten Landtagswahlen gingen die zwei Parteien als Sieger hervor, die dort auch die letzten zehn Jahre regiert haben. Ein Zeichen der soliden wirtschaftlichen und sozialen Stabilität ist es aber keinesfalls: Wichtige Branchen des Bundeslandes, vor allem die Autoindustrie, verzeichnen deutliche Gewinneinbrüche, viele Arbeitsplätze sind in Gefahr. Mit Baden-Württemberg begann in Deutschland eine Serie von Landtagswahlen, die zugleich ein Stimmungstest für die Bundesregierung sein sollen. Eine neue Folge der O-Töne. Von Valeri Schiller.


Externer Inhalt

Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube übertragen.


Tagesschau am 8. März 2026 (Stand: 20:15 Uhr)

„Hier das vorläufige Ergebnis: Die Grünen kommen auf 30,2 Prozent der Stimmen, gefolgt von der CDU mit 29,7. Dahinter die AfD mit 18,8 und die SPD mit 5,5 Prozent. FDP und Linke schaffen es nicht in den Landtag.“

(Quelle: tagesschau24, ab Minute 0:27)


Cem Özdemir (Bündnis ’90/Die Grünen), designierter Ministerpräsident von Baden-Württemberg, am 8. März 2026

„So oder so wird es ein Kapitel sein, das wir nicht alleine schreiben, sondern wir werden es schreiben mit einem Koalitionspartner. Darum sage ich hier: Egal, wie es nachher endgültig ausgeht, das wird und es muss eine Partnerschaft auf Augenhöhe sein. Eine, die das Landeswohl im Interesse hat, und darum will ich von hier aus auch ein Wort richten an die Mitbewerber und Mitbewerberinnen und den Partner, mit dem wir zehn Jahre das Land gut und erfolgreich zusammen regiert haben. Die letzten zehn Tage, so ist es im Wahlkampf manchmal, waren etwas zugespitzter, aber der Maßstab sollte sein die letzten zehn Jahre. Und die Erfolge, die wir eingefahren haben, das waren gemeinsame Erfolge, und der Koalitionspartner hat jeden Grund, auf diese Erfolge genauso stolz zu sein, wie wir es sind.“

(Quelle: phoenix, ab Minute 1:37:37)


Mario Voigt (CDU), Ministerpräsident von Thüringen, am 9. März 2026

„Cem Özdemir hat letztlich eine Politik gemacht und einen Wahlkampf, der im Prinzip eine Kopie der CDU-Politik gewesen ist. Wenn man das mal addiert – die Stimmen der Grünen und die Stimmen der CDU, dann hat die CDU eigentlich 60 Prozent in Baden-Württemberg geholt. (…)

Es gibt ein Patt im Parlament. Bei den Erststimmen liegt die CDU 400.000 Stimmen vor Ihnen [den Grünen; die Red.]. Das bedeutet, sie hat 56 von 70 Wahlreisen direkt gewonnen. Bei so einem Patt einen politischen Alleinstellungsanspruch zu formulieren, ignoriert schon den Wählerwillen.“

(Quelle: Hart aber fair, ab Minute 4:47 und ab Minute 7:32)


Markus Frohnmaier, AfD-Spitzenkandidat Baden-Württemberg, am 8. März 2026

„Am Ende vom Tag ist es egal, ob der Ministerpräsident Özdemir oder Hagel heißt. Unsere Bürger bekommen Politik, die grün ist. Und grüne Politik für Baden-Württemberg bedeutet Jobverlust, Arbeitsplatzverlust, Deindustrialisierung. Und das ist nicht gut für unsere Heimat. (…)

Es steht nicht gut um Baden-Württemberg und diejenigen, die eigentlich dafür verantwortlich sind, wurden heute Abend leider bestätigt. Aber ich glaube, die nächste Zeit wird eben zeigen, dass mit dieser Politik, wenn sich dann nicht etwas ganz massiv ändert, Baden-Württemberg ein neues Detroit wird. Wir wollen das nicht. Wir wollen auch Zukunft. (…)

Manuel Hagel hat immer noch die Chance, dafür zu kämpfen und zu arbeiten, dass hier in Baden-Württemberg eine konservativ-bürgerliche Politik gestaltet wird. Die AfD hat die Hand ausgestreckt.“

(Quelle: phoenix, ab Minute 1:53:09 und ab Minute 1:54:57 und ab Minute 1:55:44)


Andreas Stoch, SPD-Spitzenkandidat Baden-Württemberg, am 8. März 2026

„Zunächst ist es für uns als SPD wirklich ein niederschmetterndes Ergebnis. Das muss man ganz klar sagen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal ein einstelliges Wahlergebnis der SPD kommentieren muss. (…)

Wir haben nicht nur die sozialen Themen angesprochen, wir haben im Kern das Thema Wirtschaft, aber vor allem auch sichere Arbeitsplätze angesprochen. Das ist auch nach den Erhebungen, die wir kennen, ein ganz wichtiges Thema für viele Menschen. Aber das Problem ist, sie sind gar nicht in die Nähe der inhaltlichen Diskussion gekommen. Özdemir hat ja den Wahlkampf nicht gewonnen, weil er ein tolles Wirtschaftsprogramm hat. Es war nur an der Oberfläche, und was mir dabei immer wieder verloren ging, leider auch in der Rezeption durch die Medien, ist die Frage, was soll sich denn ändern, wenn genau die zwei Parteien, die die letzten zehn Jahre regiert haben, Grüne und CDU, jetzt einfach weiterregieren.“

(Quelle: phoenix, ab Minute 2:00:04 und ab Minute 2:01:06)


Stuttgarter Zeitung“ & „Stuttgarter Nachrichten“ am 11. März 2026

„Für Porsche war das vergangene Jahr zum Vergessen. Die Milliardenkosten für die Verbrenner-Verlängerung haben den Gewinn des Sportwagenbauers 2025 größtenteils aufgezehrt. Das Ergebnis nach Steuern bricht im Vergleich zum Vorjahr um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro ein, so der Konzern.“

(Quelle: Stuttgarter Zeitung & Stuttgarter Nachrichten, ab Minute 0:04)


„Welt“-Herausgeber Ulf Poschardt am 6. März 2026

„Cem Özdemir wie Winfried Kretschmann tun so, als hätten sie mit der Partei nichts zu tun. De facto haben wir nicht zuletzt in Berlin eine grüne Partei, die linksaußen angesiedelt ist, die mit Antisemiten koaliert, die wirtschaftspolitisch hier auch in Baden-Württemberg ganz viel Mist gebaut hat, die bildungspolitisch schlecht ist. Und dann haben die so ein Rollenverständnis, und es liegt auch daran, dass unsere Kollegen, die meisten Journalisten, lieben die Grünen so sehr, dass man diesen Quatsch den Leuten durchgehen lässt.“

(Quelle: WELT, ab Minute 3:22)


Hart aber fair am 9. März 2026

„2026 – ein Super-Wahljahr und der Stimmungstest für die Bundesregierung. Wahlen in gleich fünf Bundesländern. Nach dem Sieg von Cem Özdemir von den Grünen in Baden-Württemberg steht schon in zwei Wochen die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz an. Nach 35 Jahren an der Macht könnte die SPD mit Ministerpräsident Alexander Schweitzer das Amt an Gordon Schnieder von der CDU verlieren. Umfragen sehen hier ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Anfang September folgt dann Sachsen-Anhalt. Hier hat Reiner Haseloff das Zepter an Sven Schulze übergeben in der Hoffnung, dass dieser in den verbleibenden Monaten ein wenig Amtsbonus für die Wahl bekommt. Denn die AfD liegt seit Langem in Umfragen um die 40 Prozent und damit weit vor der regierenden CDU. Am 20. September wählen dann Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. In der Hauptstadt geht es um das Schicksal von CDU-Bürgermeister Kai Wegner. Und in Mecklenburg-Vorpommern drohen SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig laut Umfragen schwere Verluste. Die Regierungsbildung wird auch hier schwierig, denn die AfD liegt mit Abstand vorn und könnte das Regieren schwer machen.“

(Quelle: Hart aber fair, ab Minute 55:54)


Titelbild: Screenshots phoenix, ARD

(Auszug von RSS-Feed)
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