
Die Finanzkommission Gesundheit hat am 30.03.2026 Vorschläge zur Reform des Krankengeldes vorgelegt, die ab 2027 eine Kürzung der Leistungshöhe von 70 % auf 65 % des Bruttolohns (maximal 85 % statt 90 %) vorsehen. Dies würde die Höhe des Krankengeldes pro Tag direkt senken und betrifft besonders Langzeitkranke nach Ablauf der Lohnfortzahlung.
Weitere Maßnahmen umfassen eine einheitliche Begrenzung des Anspruchs auf 78 Wochen insgesamt, auch bei neuen Erkrankungen, sowie strengere Fristen für Reha- und Rentenanträge (z. B. auf 4 Wochen verkürzt), die den Bezug früher beenden könnten.
Zusätzlich soll das Krankengeld nach Arbeitsverhältnisende auf das Niveau des Arbeitslosengeldes abgesenkt werden; bei hoher Teilrente (über 2/3) entfällt der Anspruch weitgehend. Die Vorschläge zielen auf Kosteneinsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung ab, sind jedoch noch nicht beschlossen.
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Bildquelle: baldoespmeg / shutterstock


Die hohen Energiekosten bringen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche nicht von der Energiewende ab. Ein „Netzanschlusspaket“ soll das 80-Prozent-Ausbauziel wieder auf Kurs bringen.
Dieser Beitrag Gastbeitrag in der FAZ Wirtschaftsministerin Reiche verteidigt die Energiewende wurde veröffentlich auf JUNGE FREIHEIT.

New Yorks Bürgermeister will mit einem „Racial Equity Plan“ die Stadt neu ordnen – von Wohnungsbau bis Gesundheitssystem. Republikanische Politiker schlagen Alarm und sprechen von möglicher Diskriminierung.
Dieser Beitrag USA Will New Yorks Bürgermeister Mamdani Wohnraum nach Hautfarbe vergeben? wurde veröffentlich auf JUNGE FREIHEIT.
WUWT, Gastautor, Roger Caiazza
Ich wollte schon lange mit dem Mythos aufräumen, dass erneuerbare Energien den billigsten Strom liefern. Dieser Mythos ist mittlerweile allgemein bekannt, weshalb eine Widerlegung stichhaltige Argumente erfordert. Eine Artikelserie von Steve Carson auf dem Blog „Science of Doom “ erklärt, warum dieser Mythos falsch ist. Er fasst es so zusammen: „Wir haben viel billige, aber fluktuierende Energie erzeugt, und jetzt ist es teuer, das System am Laufen zu halten, wenn diese Energie nicht verfügbar ist.“
In einem Leseleitfaden zu seinen jüngsten Beiträgen zum Thema erneuerbare Energien erklärt Carson, warum günstige erneuerbare Energien nicht automatisch zu günstigem Strom führen. Mein Kollege Francis Menton und ich argumentieren schon lange, dass, bevor New Yorks unkontrollierter Ausbau erneuerbarer Energien weiter vorangetrieben wird, ein Pilotgebiet die Übergangsvorgaben umsetzen sollte, um die Folgen zu beobachten. Carson verfasste 14 Beiträge, die zunächst einen breiteren Überblick boten (einschließlich China und Europa) und sich dann auf Südaustralien als das geeignetste Praxisbeispiel für den Ausbau erneuerbarer Energien konzentrierten, um die Realität anderer Regionen zu untersuchen.
Ich empfehle die gesamte Serie. Carson schlägt vor, die Beiträge chronologisch zu lesen, besonders wenn man die Serie noch nicht kennt. Jeder Beitrag ist in sich abgeschlossen, aber „zusammen ergeben sie ein klares Bild davon, warum „billige erneuerbare Energien“ nicht automatisch billigen Strom erzeugen und warum das System letztendlich für Flexibilität, Reservekapazitäten und die Verkabelung bezahlen muss.“
Falls Sie keine Zeit haben, alle zu lesen, schlug Carson Folgendes vor:
Im Folgenden werden die Beiträge in chronologischer Reihenfolge aufgelistet, jeweils mit einer kurzen Zusammenfassung.
1) Chinas erneuerbare Energien und PR
Steve Carson erklärt, wie leicht man mit denselben Daten ganz unterschiedliche Geschichten erzählen kann. Chinas Wachstum im Bereich der erneuerbaren Energien ist enorm – aber das gilt auch für die Kohle. Dieser Beitrag zeigt, welche Daten (z. B. Energiemenge in TWh, prozentuales Wachstum eines ausgewählten Jahres) Ihnen die gewünschte Antwort liefern.
2) Deutschland und die erneuerbaren Energien
Dieser Beitrag beschreibt eine ähnliche Situation in Deutschland. Der deutsche Strommix hat sich seit 2015 verändert. Die Nachfrage ist deutlich gesunken (aufgrund der Stilllegung von Schwerindustrie), und die Energiequellen haben sich gewandelt: „Kohle stark zurückgegangen, Kernenergie praktisch nicht mehr vorhanden, Wind- und Solarenergie massiv ausgebaut“. In diesem Fall spielt die Datenauswahl keine Rolle – das Ergebnis bleibt dasselbe. Carson weist darauf hin, dass Importe die durch die schwankende Verfügbarkeit erneuerbarer Energien entstehenden Lücken schließen. Dieser Beitrag bietet einen Überblick, bevor in späteren Beiträgen die grenzüberschreitende Energieversorgung genauer betrachtet wird.
Einschub: Wer beliefert Deutschland?

Innerhalb von fünf Jahren haben sich die Gesamtimporte um fast das Zweieinhalbfache erhöht. Das ist genau das, was man erwarten würde, wenn man gleichzeitig Folgendes berücksichtigt:
Die Aufschlüsselung nach Ländern ist interessant:
Link von obiger Empfehlung: Deutschland hält die Lichter am Laufen → 1.500-km-Staffellauf
3) Deutschland, Erneuerbare Energien & Die Stromversorgung
Befürworter grüner Energie verweisen oft auf den Erfolg des deutschen Energiewandels hin, um zu beweisen, dass es möglich ist. Dieser Artikel erklärt, wie dies gelang und warum es nicht übertragbar ist. Kurz gesagt: Der deutsche Energiewandel nutzt Interkonnektoren häufig als „erweiterten Netzspeicher“. Der Artikel beschreibt Deutschlands Energieimporte, die Lieferanten und warum grenzüberschreitende Leitungen im Stillen drei Funktionen gleichzeitig erfüllen – die Verteilung günstiger Stromerzeugung, die Bereitstellung von Reservekapazitäten und die Nutzung von Wettervorteilen.
4) Das 1.500-km-Staffelrennen: Warum der spanische Wind Mühe hat, Deutschland zu erreichen
Die Annahme, die akademischen Studien zugrunde liegt, die belegen wollen, dass Wind-, Wasser- und Solarenergie ohne neue Technologien das Stromnetz effektiv versorgen können, ist, dass der Wind irgendwo weht, wenn er im eigenen Land nicht weht. Dieser Beitrag beleuchtet eingehend den oft übersehenen physikalischen Engpass: die Stromübertragung. Carson erklärt, dass Spanien meteorologisch gesehen „anti-deutschland“ sein kann, aber „der grenzüberschreitende Stromtransport ist ein jahrzehntelanger, milliardenschwerer Wettlauf um Milliarden Euro“.
5) Großbritannien und erneuerbare Energien
In diesem Beitrag analysiert Carson die Situation im Vereinigten Königreich. Er beschreibt die britische Stromerzeugung von 2015 bis 2024: „Kohle bricht zusammen, Windkraft boomt, Kernenergie geht zurück, Gas bleibt zentral.“ Sein Ansatz basiert auf einer einfachen, datenorientierten Betrachtungsweise, die die Folgefrage aufwirft: Was bedeutet „Erfolg der erneuerbaren Energien“ im Systemkontext?
6) Großbritannien und erneuerbare Energien: Wie die Magie funktioniert
Der nächste Beitrag analysiert die Daten genauer. Er zeigt, dass Großbritannien stark auf Importe, Gas, Biomassebilanzierung usw. setzt. Ich bin überzeugt, dass Marketing ein wesentlicher Bestandteil der Botschaft von Befürwortern grüner Energie ist, und Carson erklärt, wie sich die Argumentation für einen hohen Anteil erneuerbarer Energien verändert, sobald man die vollständigen Systembeschränkungen berücksichtigt. Das wären all die Einschränkungen, die diese Befürworter ignorieren.
7) Deutschland, Großbritannien und Frankreich: Der Preis der Energiewende
Carson fasst in diesem Artikel die vorherigen Aussagen zusammen:
Deutschland baute Wind- und Solarenergie massiv aus – erlebte aber gleichzeitig eine Deindustrialisierung (Industrieabwanderung) und eine deutliche Veränderung im Stromhandel mit den Nachbarländern. Großbritannien stellte die Kohleverstromung ein, setzte verstärkt auf Offshore-Windkraft und erhöhte die Verbrennung von Holzhackschnitzeln. Beide Länder waren zudem stärker auf Importe angewiesen – insbesondere Frankreich auf Atomkraft und Norwegen auf Wasserkraft.
Carson erklärt: „Die Verfechter der Energiewende versprechen oft, dass die Strompreise zwangsläufig sinken werden, weil Wind- und Solarenergie keine Brennstoffkosten verursachen.“ Ich musste erst nachschlagen, was „Verfechter“ bedeutet – es ist ein australischer Slangausdruck für einen Marktschreier. Carson untersucht, was Verbraucher tatsächlich erleben: „Die Kostenstruktur, die Abwägungen und warum ‚mehr erneuerbare Energien‘ ohne Flexibilität und entsprechende Verkabelung nicht automatisch zu ‚niedrigeren Rechnungen‘ führt.“ Ich empfehle diese Reihe, weil er die Bestandteile der Stromkosten hervorragend aufschlüsselt. In diesem Beispiel analysiert er den Großhandelspreis, die Netzentgelte und zusätzliche Kosten wie Steuern, die zusammen die Stromrechnung ausmachen, und zeigt, wie diese Faktoren die Preise in Deutschland und England im Vergleich zu Frankreich beeinflusst haben, das erneuerbare Energien nicht so konsequent verfolgt hat.
In den verbleibenden sieben Artikeln dieser Reihe nutzt Carson die Erfahrungen aus Südaustralien, um tief in die „tägliche Preis-Achterbahnfahrt und ihre wahre Bedeutung“ einzutauchen.
8) Das 100%-Experiment: Wie ein kleiner Staat zum weltweiten Labor für erneuerbare Energien wurde
Er argumentiert, dass Südaustralien das geeignetste Praxislabor für einen hohen Anteil erneuerbarer Energien sei, da es „über riesige Dachsolaranlagen, viel Windkraft und ein engmaschiges Netznetz verfügt“. Dieser Beitrag legt den Grundstein: Was hat sich zwischen 2015 und 2025 verändert, und warum verhält sich das Stromnetz anders als in der Ära der fossilen Brennstoffe üblich?
Es ist in New York State geltende Doktrin, dass ein System mit erneuerbaren Energien dem derzeitigen System überlegen ist, da die Preise für fossile Brennstoffe stark schwanken und ein Wind- und Solarsystem externe Ursachen dieser Schwankungen eliminiert. Carson erklärt, warum auch ein System mit erneuerbaren Energien mit Preisschwankungen zu kämpfen hat: „Mittags fallen die Preise ins Negative und abends schnellen sie auf extreme Höhen.“ Dieser Beitrag erläutert die „Canyon-Kurve“ und warum die Preisschwankungen im Großhandel nicht zu niedrigeren Haushaltsrechnungen führen. Der Autor empfiehlt diesen Beitrag als besten Einstiegspunkt, falls Sie nur einen Artikel über Südaustralien lesen möchten.
10) Batterien in Südafrika: Der Markt in Betrieb
Seit ich 2017 meinen Blog gestartet habe, ist mir aufgefallen, dass sich jeder Aspekt der Energiewende bei genauerer Betrachtung als komplexes Thema entpuppt. Dies ist ein gutes Beispiel dafür. Befürworter des New Yorker Klimagesetzes sehen Batteriespeicher als vielseitige Lösung: Sie sollen überschüssigen Wind- und Solarstrom in Spitzenzeiten verlagern, Kapazität und Systemdienstleistungen bereitstellen, wenn fossile Kraftwerke stillgelegt werden, und die Gesamtsystemkosten senken. Im Beispiel von San Antonio heißt es: „Batterien werden nicht gebaut, um Strom für einen Tag zu speichern – sie werden gebaut, weil der Markt schnelle Reaktionszeiten in den Randzeiten honoriert.“ Dieser Beitrag zeigt, welchen Beitrag Batterien tatsächlich im Tagesverlauf zum Stromnetz leisten.
Um meine These zu untermauern, dass sich jeder Aspekt bei genauerer Betrachtung als komplexer erweist, geht Carson detailliert auf die Regeln des NEM-Marktes ein. Der National Electricity Market (NEM) ist der vernetzte Großhandelsmarkt, der Queensland, New South Wales, Victoria, South Australia und Tasmanien verbindet. Carson erklärt, wie der NEM Geschwindigkeit belohnt: 5-Minuten-Abrechnung, „Twitch“-Märkte für Frequenzregelungs- und Systemdienstleistungen (FCAS), negatives Preisverhalten und die Bedeutung netzbildender Wechselrichter. Dies ist ein weiteres gutes Beispiel dafür, warum diese Reihe so nützlich ist. Carson analysiert alles verständlich und beschreibt die Vorgänge, um eine sehr komplexe Situation zu erklären.
12) Das Negativpreis-Rätsel – Warum Stromerzeuger für die Stromproduktion bezahlen
In der alternativen Realität erneuerbarer Energien sind negative Strompreise ein Merkmal eines Systems mit hoher Wind- und Solarkapazität. Carson erklärt: „Negative Preise sind kein Fehler – sie sind die Art und Weise, wie der Markt Überschüsse abbaut, wenn einige Erzeuger nicht abschalten können oder wollen.“ Er geht detailliert auf die Wirtschaftlichkeit des Kohle- und Gaskreislaufs, Förderprogramme für Wind- und Solarenergie und die Gründe ein, warum negative Gebote dennoch rational sein können.
Dieser Beitrag erklärt die Funktionsweise von Subventionen für erneuerbare Energien in Südafrika. Daher kann die Fachsprache in anderen Ländern abweichen. Er beschreibt:
Der „zweite Markt“, der zur Finanzierung erneuerbarer Energien beitrug: Zertifikate für die Erzeugung großer Mengen (LGCs). Wer zahlt, wie sich die Kosten auf den Stromrechnungen auswirken, warum die LGC-Werte einbrachen (weil das System funktionierte) und was neuere Mechanismen stattdessen versuchen.
Es gibt zwei neuere Mechanismen. Das Capacity Investment Scheme ist ein Bundesprogramm, das neue, erneuerbare und saubere, bedarfsgerechte Kapazitäten fördert und diese über wettbewerbliche Ausschreibungen in den NEM-Regionen vergibt. Herkunftsnachweise für erneuerbare Energien (REGO) sind handelbare Zertifikate, die bestätigen, dass eine bestimmte Strommenge aus erneuerbaren Quellen erzeugt wurde. Ich vermute, kann es aber nicht beweisen, dass die meisten Märkte ähnliche Mechanismen verwenden.
14) Die solare Mittagspause, die die Kohleindustrie nicht bieten kann (und die Gasindustrie nur bedingt)
Dies ist ein weiteres Beispiel für die verborgenen Komplexitäten des Stromsystems, die Insider verstehen, die aber von Befürwortern erneuerbarer Energien ignoriert werden. Der eher technische Beitrag erklärt, warum thermische Kraftwerke nicht einfach um 8 Uhr morgens abgeschaltet und um 16 Uhr wieder angefahren werden können, ohne Kosten und Risiken zu verursachen. Er beleuchtet die physikalischen Aspekte der Negativpreisentwicklung – Anfahrvorgänge, Lastspitzen, Lastzyklen und warum Batterien eine sinnvolle Überbrückung darstellen.
Diskussion
Während ich diese Zusammenfassung vorbereitete, fielen mir einige Zitate aus den Artikeln ins Auge.
Die Ergebnisse aus Deutschland, England und Frankreich zeigen Folgendes:
Die eingehende Analyse des Testfalls in Südaustralien ergab folgende Punkte:
Daten aus Südafrika veranschaulichen das „Preisparadoxon“: Wie „kostenloser“ Brennstoff aus Sonne und Wind einen Markt mit extremen Hoch- und Tiefpreisen geschaffen hat, der selten zu einer „günstigen“ Rechnung für den Durchschnittshaushalt führt.
Ein wichtiger Punkt: Batterien mögen negative Preise, weil das Laden dadurch billig (oder sogar kostenlos) wird. Allerdings sind Batterien durch ihre Energiekapazität und ihren Ladezustand begrenzt – sie können keinen unendlichen Überschuss aufnehmen.
Das ist die Kernaussage der vorangegangenen Artikel:
Der eigentliche Wandel besteht also nicht darin, dass „erneuerbare Energien billig sind“. Der eigentliche Wandel besteht vielmehr darin:
Wir haben viel billige, intermittierende Energie erzeugt, und jetzt besteht der teure Teil darin, das System zum Laufen zu bringen, wenn diese Energie nicht verfügbar ist – oder gar zuviel davon ins Netz gedrückt wird.
Abschluss
Ich kann diese Artikelreihe wärmstens empfehlen, da sie eine hervorragende Informationsquelle zum Mythos der billigen erneuerbaren Energien darstellt.
Steve Carsons ursprüngliche Website „Science of Doom“ befasste sich mit Klimawissenschaften. Jetzt veröffentlicht er seine Artikel auf einem gleichnamigen Substack .
Roger Caiazza bloggt auf Pragmatic Environmentalist of New York über Energie- und Umweltthemen in New York . Dies spiegelt seine persönliche Meinung wider und nicht die seiner früheren Arbeitgeber oder anderer Unternehmen, mit denen er in Verbindung stand.
https://wattsupwiththat.com/2026/03/27/renewables-are-cheap-myth/
Der Beitrag Mythos: Erneuerbare Energien sind billig erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Wegen der explodierenden Energiepreise und Einschränkungen bei den Öllieferungen bereitet die südkoreanische Regierung drastische Einschnitte in die persönliche Freiheit ihrer Bürger vor. Der Plan: Ein knallhartes Fahrverbot für den Normalbürger. Und ganz nebenbei platzt auch noch die große grüne Lebenslüge.
Zum ersten Mal seit 35 Jahren – zuletzt passierte dies 1991 während des Golfkriegs – drohen in Südkorea wieder staatlich verordnete Fahrverbote für die breite Öffentlichkeit. Der Auslöser: die eskalierende Lage im Nahen Osten. Weil die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen (Ansar Allah) im Jemen ihre Angriffe ausweiten und Katar als wichtiger Flüssiggas-Lieferant (LNG) ausfällt, schießen die Ölpreise in die Höhe. Die Antwort der Regierung in Seoul auf die Krise lautet: Verzicht und Verbote für die Bürger. Finanzminister Koo Yun Cheol machte unmissverständlich klar: Sobald der Ölpreis die Marke von 120 bis 130 US-Dollar pro Barrel knackt (aktuell kratzt er bereits an der 115-Dollar-Marke), soll der private Autoverkehr massiv eingeschränkt werden.
Für Staatsbedienstete gilt der Auto-Lockdown bereits. Wer mit dem Auto zu Regierungsgebäuden fahren will, darf das nur noch an bestimmten Tagen – abhängig von der Endziffer des Nummernschilds. Ein rotierendes Zwangs-System, das nun auf das ganze Land ausgeweitet werden soll. Ein ähnliches System galt während der Corona-Lockdowns beispielsweise auf den Philippinen, wo viele Städte und Provinzen die Bewegungsfreiheit von Fahrzeugen auf diese Weise einschränkten.
“Wir prüfen, ob wir das System auf den privaten Sektor ausweiten, um die öffentliche Kooperation zu fördern”, verkündete der Finanzminister eiskalt im Sender KBS. Auf gut Deutsch: Wenn die Krise sich verschärft, wird der Bürger gezwungen, sein Auto stehen zu lassen. Koo droht offen: “Wenn sich die Lage im Nahen Osten verschlechtert, müsste die Krisenwarnstufe auf ‚Warnung‘ hochgesetzt werden, und ab diesem Punkt müssten wir den Konsum drosseln.” Südkorea, das wie Taiwan und Singapur extrem abhängig von Energieimporten aus dem Nahen Osten ist, steht mit dem Rücken zur Wand.
Doch der eigentliche Hammer, der die ganze Absurdität der modernen Energiepolitik entlarvt, versteckt sich in einem Nebensatz der Krisen-Pläne: Südkorea stoppt den Ausstieg aus der Kohle! Während in Ländern wie Deutschland ideologiegetrieben funktionierende Kraftwerke abgeschaltet werden, zwingt die harte Realität des Öl- und Gas-Schocks die Südkoreaner zu einer 180-Grad-Wende. Die geplante Stilllegung von Kohlekraftwerken wird kurzerhand auf Eis gelegt. Wenn es hart auf hart kommt und die Energieversorgung eines ganzen Industrielandes auf dem Spiel steht, rettet eben nicht der Windpark die Wirtschaft, sondern die verlässliche Kohle.
Deutschland mag zwar nicht Südkorea sein, doch angesichts der gravierenden Produktions- und Lieferausfälle bei Öl, Benzin und Diesel könnte das Angebot bald schon weltweit knapp werden. Die Reserven reichen nämlich nur für einige Wochen. Im Ernstfall sprechen wir dann nicht mehr nur von massiven Preiserhöhungen, sondern vielmehr von Rationierungsmaßnahmen. Und wie das Beispiel Südkorea zeigt, trifft es die Autofahrer dann als Erstes.
Das islamistische Terror-Regime in Teheran hat amerikanische Soldaten ins Visier genommen. Die Antwort der USA rollt bereits an – und sie ist gewaltig. Tausende Marines sind in der Region angekommen und dürften bald schon an umfangreichen Operationen teilnehmen.
Bei einem massiven Angriff mit sechs ballistischen Raketen und 29 Kamikaze-Drohnen auf die Prince-Sultan-Luftwaffenbasis in Saudi-Arabien wurden mindestens 15 US-Soldaten verwundet, fünf davon schwer. Die Reaktion Washingtons ließ nicht lange auf sich warten. Mehr als 3.500 US-Soldaten, darunter 2.500 Marines, sind in der Golfregion eingetroffen. Ihr Flaggschiff: Die USS Tripoli, vollbeladen mit modernsten F-35 Tarnkappenbombern und Angriffsflugzeugen. Auch die USS Boxer und weitere Kriegsschiffe sind aus San Diego auf dem Weg direkt in die Konfliktzone.
Die Bilanz der US-Vergeltung unter dem Namen “Operation Epic Fury” ist schon jetzt für das Mullah-Regime verheerend. Über 11.000 iranische Ziele wurden bereits in Schutt und Asche gelegt und mehr als 150 iranische Schiffe versenkt. Weiters erschütterten gewaltige Explosionen die Hauptstadt Teheran, direkt neben dem wichtigen Mehrabad-Flughafen. Trump lässt keinen Zweifel daran, wie es weitergeht. Zwar habe er noch nicht final über den Einsatz von Bodentruppen entschieden – aktuell sind 7.000 US-Soldaten, darunter die legendäre 82. Luftlandedivision, in Stellung gebracht -, doch der Präsident kündigte an, dass noch 3.500 Ziele im Iran auf der Abschussliste stehen. Und das werde man “ziemlich schnell erledigen”. US-Außenminister Marco Rubio betonte, man könne die Ziele auch ohne Bodentruppen erreichen, aber Trump habe die maximale Handlungsfreiheit für jedes erdenkliche Szenario.
Während der Iran weiterhin massiv unter Beschuss liegt, setzen die Mullahs die gesamte Region in Brand. So greifen nun auch die vom Iran gesteuerten Huthi-Terroristen (Ansar Allah) aus dem Jemen offiziell in den Krieg ein und feuern Raketen auf Israel ab. Das ist ein absoluter Albtraum für die ohnehin schon gefährdete weltweite Handelsschifffahrt im Roten Meer. Gleichzeitig attackiert das Regime gezielt die Wirtschaft der Nachbarstaaten: Im Wüstenstaat Abu Dhabi schlug eine iranische Drohne in die gigantische Aluminiumfabrik von Emirates Global Aluminium ein, was zu Verletzten, massiven Schäden und weltweit in die Höhe schießenden Aluminiumpreisen führte. Auch der Raketen-Hagel am Golf reißt nicht ab. Kuwait und Bahrain, die Heimat der 5. US-Flotte, werden ununterbrochen attackiert, während die Luftabwehrsysteme im Dauertakt gegen iranische Raketen und Drohnen feuern müssen.
Das ultimative Ziel rückt derweil immer stärker in den Fokus: die nukleare Bedrohung durch das islamistische Regime ein für alle Mal zu beenden. Zum dritten Mal in nur zehn Tagen schlug es bei den iranischen Atomanlagen bei Buschehr ein. Israel und die USA erhöhen den Druck auf die nukleare Infrastruktur der Mullahs. Eines ist klar: Die USA sind bereit, das Mullah-Regime den ultimativen Preis für seinen jahrzehntelangen Terror in der Region zahlen zu lassen.
Stromnetze, die auf Wind- oder Solarenergie angewiesen sind, müssen über Reservekapazitäten verfügen, die im Gegensatz zu diesen Energiequellen nicht intermittierend sind. Das ist teuer.
Meinung: Von Dave McGruer und Bryan Leyland, Sonderbeitrag für die Financial Post
Um die Energiewende klar zu durchdenken, muss man finanzielle Spekulationen von den realen Energieflüssen trennen und transparent darlegen, wer die Energieversorgung sichert und wer dafür bezahlt.
Ein kürzlich erschienener Artikel in ESG Today feiert Microsofts Erreichen von 100 % erneuerbarer Energie und bezeichnet dies als Meilenstein unternehmerischen Klimaschutzes. Hinter der Überschrift verbirgt sich eine Frage: Geht es hier um physikalische Gesetze oder um Buchhaltung? Stromnetze funktionieren nach physikalischen Prinzipien, nicht nach Papierkram.
In einem Stromnetz muss Angebot und Nachfrage sekündlich übereinstimmen. Spannung und Frequenz müssen daher kontinuierlich stabilisiert werden, um einen Netzzusammenbruch zu verhindern. Andernfalls besteht die ernsthafte Gefahr eines Totalausfalls, wie er kürzlich in Spanien zu verzeichnen war. Wenn der Wind nachlässt oder die Sonne untergeht , muss sofort eine andere Energiequelle einspringen, um die fehlende Energie oder Spannungsstabilität zu gewährleisten. Diese Energie wird durch bedarfsgerechte Erzeugungskapazität aus Gas- oder Kohlekraftwerken sowie aus Wasserkraft- oder Kernkraftwerken bereitgestellt. Die Netzbetreiber koordinieren diese Erzeugungskapazitäten, um die Versorgungssicherheit unter allen Bedingungen rund um die Uhr sicherzustellen.
Wenn ein Unternehmen verkündet, seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken, verstehen Laien das so, als ob seine Anlagen permanent mit Wind- oder Solarenergie versorgt würden. Doch das entspricht – bis auf wenige Ausnahmen – nicht der Realität. Tatsächlich gibt das Unternehmen an, im Laufe eines Jahres Zertifikate für erneuerbare Energien erworben oder Stromabnahmeverträge abgeschlossen zu haben, die den Bau von Kraftwerken ohne fossile Brennstoffe in einem Stromnetz fördern. Diese Produktion wird dann dem eigenen jährlichen Stromverbrauch angerechnet . Das ist jedoch reine Geldmacherei. Das Stromnetz liefert dem Unternehmen weiterhin den benötigten Strom in Echtzeit, und seine Stabilität hängt nach wie vor von diesen Reservekraftwerken ab, die definitionsgemäß sofort einsatzbereit sein müssen und somit nicht aus Wind- oder Solarenergie stammen.
Ein einfaches Gedankenexperiment verdeutlicht den Unterschied: Könnte das Unternehmen funktionieren, wenn es physisch vom Stromnetz getrennt wäre und seinen Strom ausschließlich aus den vertraglich vereinbarten Wind- und Solaranlagen bezöge? Und könnte es dies auch in windstillen Nächten, bei winterlichen Bedarfsspitzen und mehrtägigen Wetterflautephasen ohne massive Batteriespeicher oder Notstromaggregate gewährleisten? Die Antwort lautet: Nein. Das bedeutet, dass die Diskrepanz zwischen Jahresbilanz und tatsächlicher Selbstversorgung real und bedeutend ist.
Das wirft wichtige Fragen darüber auf, wer genau für die Zuverlässigkeit des Stromnetzes bezahlt.
Die fluktuierende Stromerzeugung erhöht den Bedarf an Reservekapazitäten, Frequenzregelung, neuen Übertragungsleitungen und anderen Ausgleichsdienstleistungen. Diese Kosten sind real und in der Regel hoch. Sie werden über Kapazitätsmärkte (Energieerzeuger stellen bei Bedarf zusätzliche Kapazitäten bereit), netzweite Gebühren und Strompreise für Endverbraucher gedeckt und von allen Stromverbrauchern – privaten Haushalten, Gewerbebetrieben und Industrieunternehmen – getragen. Wenn ein Unternehmen den Reputationsvorteil von „sauberer“ Energie für sich beansprucht, während es auf eine Infrastruktur angewiesen ist, die nicht sauber ist und von allen anderen im System bezahlt wird, ist das zumindest ein wenig irreführend.
Mit dem Ausbau fluktuierender Kapazitäten im Stromnetz steigt der finanzielle Druck auf die steuerbaren Erzeuger, das System stabil zu halten. Unternehmen, die einen Großteil ihres Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen und gleichzeitig auf die Netzstabilität anderer Anbieter angewiesen sind, wälzen einen Teil der tatsächlichen Betriebskosten auf andere Verbraucher ab. Die Formulierung „100 Prozent erneuerbar“ verschleiert den tatsächlichen Energiewandel, anstatt ihn zu verdeutlichen, und erschwert es, ehrliche Fortschritte zu messen und zu erzielen.
https://financialpost.com/opinion/opinion-the-hidden-costs-of-100-per-cent-renewable
Der Beitrag Die versteckten Kosten von „100 Prozent erneuerbaren Energien“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Wie der Angriff auf Energieinfrastruktur den Krieg im Nahen Osten auf eine neue Stufe hebt.
Der Beitrag Der Preis der Eskalation erschien zuerst auf .
Anzahlungen für Rüstungsgüter werden nicht zurückerstattet, obwohl keine Lieferungen erfolgen, Vorauszahlungen werden für andere Aufgaben umdefiniert, nun sollen iranische Tanker entführt werden, um durch den Verkauf Geld in die Kriegskasse zu bekommen. Wie schlimm steht es um die Finanzen der USA? Die USA befinden sich derzeit in einer Phase stark zunehmender Staatsverschuldung, die durch die [...]
Der Beitrag USA in immer größeren Geldschwierigkeiten erschien zuerst unter tkp.at.

Ein Meinungsbeitrag von Uwe Froschauer.
Mit Mechanismen wie Preisverleihungen versuchen die Eliten und ihre Marionetten – alias Regierungen –, der Autorität von ausgesuchten Personen noch mehr Ausstrahlung bei der Herde zu verleihen. Sie sichern sich mit Auszeichnungen und Orden zudem die Gefolgschaft der ausgezeichneten „Intellektuellen“ und „Wissenschaftler“. Preisverleihungen an Unverdiente sind ein wesentlicher Bestandteil des Imperiums der Lügen.
Christian Drosten
Der Virologe war während der Corona-Pandemie zugleich wissenschaftliche „Autorität“ und öffentliche Projektionsfläche. Kaum ein Forscher und Berater mit von oben eingeräumter Deutungshoheit prägte die politische und mediale Debatte so stark – und kaum einer geriet dabei so häufig in offene Konflikte. Zwischen Podcasts, Regierungskreisen und Talkshows verteidigte Drosten mit großer Beharrlichkeit einen Kurs der „Vorsicht“ und Infektionskontrolle, während der Ton gegenüber Kritikern zunehmend schärfer wurde. Für die einen blieb er der ruhige Erklärer in einer Ausnahmesituation, für die anderen wurde er zum Symbol eines angeblich evidenzbasierten Krisenmanagements, das Widerspruch und Andersdenken kaum duldete.
Die Auseinandersetzungen um seine Rolle zeigen, wie sehr Wissenschaft in der Pandemie selbst Teil der politischen Arena wurde. Um Drosten mehr Gewicht zu verleihen und ihn noch unantastbarer zu machen, zeichnete man den Virologen und Professor, Lehrstuhlinhaber und Institutsdirektor an der Charité in Berlin mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse aus, um ihm in den Herzen und Köpfen der deutschen Mehrheitsgesellschaft ein noch größeres Ansehen zu bescheren und sich seiner Linientreue zum verlogenen Corona-Narrativ sicher sein zu können. Für Selbstdenker war diese Zurschaustellung angeblicher Verdienste eine eher amüsante Farce.
Zur Stärkung des Ansehens von „Experten“ wie Ihnen, Herr Drosten, verleiht das mafiös strukturierte System auch gerne Preise, wie Sie wissen und erfahren durften. Fühlen Sie sich eigentlich wohl mit der hohen zivilen Auszeichnung „Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“, die Ihnen im Herbst 2022 von Bundespräsident Frank‑Walter Steinmeier im Schloss Bellevue verliehen wurde? Wenn ich mir vorstelle, dass damit ihre „außerordentlichen Leistungen“ und ihr Beitrag zur „Bewältigung der COVID‑19‑Pandemie“ geehrt wurde, wird mir fast ein wenig übel. Ihre dargelegten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen, ihre Rolle als Berater von Politik und Öffentlichkeit sowie ihre Kommunikationsarbeit, mit der sie „komplexe virologische Sachverhalte“ für ein breites Publikum zugänglich machten, dienten meines Erachtens ausschließlich der Aufrechterhaltung des Corona-Narrativs der Regierenden – der Coronalüge. Von Wissenschaftlichkeit, die ausgerechnet Sie anderen absprechen, keine Spur – wie die Offenlegung der RKI-Protokolle zeigte! Wie war das gleich wieder mit dem Füttern, der Hand und dem Beißen?
BioNTech und Pfizer
Die Gründer der deutschen Pharmafirma BioNTech, Ugur Sahin und Özlem Türeci, erhielten am 14. März 2022, ausgerechnet an meinem Geburtstag ... okay, es war ein Montag, da sollte man nicht allzu hohe Erwartungen an den Tag stellen…, den seinerzeit – jetzt nicht mehr – „renommierten“ Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstädter-Preis 2022. Sie wurden in der Frankfurter Paulskirche gemeinsam mit der Biochemikerin Katalin Karikó (2023 auch Nobelpreisträgerin) für die Erforschung und Entwicklung von Messenger-RNA ausgezeichnet. Diese drei Forscher gelten als Pioniere der mRNA-Technologie, die auch die Grundlage von Corona-Impfstoffen darstellt. Dank und immer wieder Dank für dieses die Menschheit beglückende Geschenk! Was würden wir nur machen ohne euch? Wahrscheinlich länger leben! Aber das wollen Eugeniker bekanntlich für uns „unnütze Esser“ – wie der öfters beim World Economic Forum als Gast auftretende Historiker, Yuval Noah Harari, uns bezeichnet hat – ja nicht.
Zudem gewann BioNTech den durch die Erhebung „Pharma-Trend“ im Auftrag der Zeitschrift PharmaBarometer ermittelten Pharma-Oscar, die „Goldene Tablette 2022″, gewählt von den Allgemeinmedizinern, Praktikern und Internisten (APIs), und wiederholte damit seinen fragwürdigen Erfolg von 2021. 18 Prozent der befragten APIs stimmten für BioNTech und verwiesen damit Pfizer mit 16 Prozent der Stimmen auf Platz 2, dicht gefolgt von AstraZeneca mit 14 Prozent. Alle beieinander, fehlt nur noch Moderna! Was für ein Spaß, was für eine geglückte Scharade! Die Herde blickt vermutlich auf zu diesen „Größen“ der Menschheit.
Die Festreden am 13. September 2022 hielt der Schirmherr, der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Moderiert wurde die festlich gestaltete Preisverleihung durch die TV-Moderatorin Tamara Sedmak. Wunderbar, alle beisammen – Pharma, Medien und Politik, ein unschlagbares Triumvirat, das sich über „medizinische“ und wirtschaftliche Erfolge mehr als nur freuen konnte.
BioNTech erhielt seit der Einführung seines Produktes Comirnaty mehrfach Preise für Innovation und Nachhaltigkeit. Im Plandemiejahr 2021 konnten BioNTech-Vertreter vier „Goldene Tabletten“ abräumen: Die Gastroenterologen, Gynäkologen, Pädiater und Allgemeinmediziner/Praktiker/Internisten (APIs) befanden BioNTech für „Gold“ wert – gleich vier Medaillen! Zudem wurde diesem „menschheitsrettenden“ Unternehmen, diesem Wegbereiter für individualisierte Immuntherapien – weil es das natürliche Immunsystem schrittweise zerstört? – die Auszeichnung „Das innovativste Produkt“ für seinen COVID-Impfstoff Comirnaty verliehen. Bereits im August 2021 hatte das Mainzer Unternehmen, das sicherlich auch von Eugenikern sehr geschätzt wird, einen Bö(r)senwert von 100 Milliarden Dollar zu verzeichnen. Ugur Sahin ist mittlerweile mehr als vier Milliarden schwer. Damit lässt es sich ganz gut leben, soweit das Gewissen einem keinen Strich durch die Rechnung macht. Ich habe jedoch diesbezüglich bei Herrn Sahin keine Bedenken.
Nun, der Impfstoff Corminaty wurde im Jahr 2020 von der deutschen Pharmafirma BioNTech in Kooperation mit dem US-amerikanischen Pharmaunternehmen Pfizer entwickelt. Folgerichtig – es soll ja niemand zu kurz kommen – wurde am 5. April 2022 der seit Januar 2019 dem Unternehmen Pfizer vorsitzende Albert Bourla für seine Bemühungen bei der Entwicklung eines lebensrettenden-Impfstoffs gegen COVID-19 mit dem höchsten zivilen Preis Griechenlands ausgezeichnet. Ach, ist das alles aufregend!
Dr. Bourla erhielt das Goldene Kreuz des Erlöserordens – die Frage ist nur, wen er von was erlöst hat –, die älteste und höchste Auszeichnung des griechischen Staates, die nur für einen außergewöhnlichen Dienst in politischen, wirtschaftlichen und humanitären Bereichen verliehen wird. Da kann sich Herr Bourla freuen, zumal ihm kurz davor der Genesis-Preis 2022 („jüdischer Nobelpreis“) im Januar von der Genesis Prize Foundation in Israel verliehen wurde. Am 10. November 2021 wurde Bourla bereits vom Jüdischen Weltkongress (WJC) in New York für seine Verdienste für die Menschheit geehrt. Der Chef des Skandalkonzerns wurde bei einer Gala mit dem Theodor-Herzl-Preis für seinen Einsatz in der Coronavirus-Pandemie ausgezeichnet.
„Für alles, was du getan hast, für alles, was du uns gegeben hast, für alle Leben, die noch hier sind wegen deiner Arbeit“, lobpreiste WJC-Präsident Ronald Lauder den Pfizer-CEO bei der Übergabe des Preises, der die Auszeichnung im Namen der Tausenden Beschäftigten des Pharmakonzerns in aller Welt mit geschwellter Brust annahm.
Danke auch für die enorme, weltweit angestiegene Übersterblichkeit seit Einführung der COVID-Impfungen seitens der Eugeniker! Dank und immer wieder Dank sicherlich auch von Bill Gates. Dieses Geschenk der Pharmaunternehmen für die Eugeniker kam gewiss nicht „plötzlich und unerwartet“.
Wenn es um große wissenschaftliche Auszeichnungen geht, darf natürlich auch ein bisschen Gala-Glanz nicht fehlen. Am 30. November 2022 war es dann für Bourla wieder so weit: Beim traditionellen Fundraising-Abend des renommierten Cold Spring Harbor Laboratory auf Long Island wurde ihm die Double Helix Medal vergeben – eine Auszeichnung für Personen, die sich angeblich besonders um die Förderung der biomedizinischen Forschung verdient gemacht haben. Die offizielle Begründung der Veranstalter klang erwartungsgemäß pathetisch. Bourla werde geehrt für seine „visionäre Führung“ bei der rasanten Entwicklung des Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoffs, der Millionen Menschenleben geschützt habe – wahrscheinlich war „geschützt“ ein Versprecher, aber die ersten zwei Buchstaben dieses Wortes stimmen schon mal – und ein Paradebeispiel für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie sei. So weit, so feierlich, so verarschend.
Die Double Helix Medal wird traditionell bei einer Gala vergeben, bei der Wissenschaft, Wirtschaft und „Philanthropie“ – eher Eugeniker – zusammenkommen – also genau jene Mischung aus Forschung, Einfluss und Kapital, die in der modernen Biomedizin eine immer größere Rolle bei der Aufrechterhaltung von oftmals verlogenen Narrativen spielt. Neben der Ehrung dient der Abend auch einem sehr praktischen Zweck: Er ist eine der wichtigsten Spendenveranstaltungen des Cold Spring Harbor Laboratory, bei der erhebliche Summen für Forschungsprojekte gesammelt werden. Ein meines Erachtens sinnvolles Forschungsprojekt wäre, sich zu überlegen, wie man die durch die Corona-Impfung verabreichten Giftstoffe wieder aus den Körpern der Corona-Verarschten bekommt.
In diesem Umfeld wirkt eine Preisverleihung nicht wie eine nüchterne wissenschaftliche Würdigung, sondern wie ein gesellschaftliches Ritual der gegenseitigen Bestätigung: Forschungseinrichtungen ehren einflussreiche Persönlichkeiten aus der Industrie – während diese wiederum die Forschung großzügig unterstützen. Ja, eine schmutzige Hand wäscht die andere schmutzige Hand. In einem solchen Geflecht aus Auszeichnungen, Einfluss und Geldgebern droht Wissenschaft leicht ihre Unabhängigkeit zu verlieren und wird allzu bereitwillig zum Stichwortgeber für das jeweils vorherrschende Narrativ. Die Bühne gehört an solchen Abenden nicht nur der Wissenschaft, sondern auch dem gepflegten Preisverleihungs-Zeremoniell der globalen Biotech-Elite.
Und so nahm Albert Bourla im festlichen Rahmen seine Double Helix Medal entgegen – begleitet von Applaus, Gala-Reden und dem guten Gefühl, dass im großen Theater der internationalen Auszeichnungen wieder einmal alles seine gewohnte Ordnung hatte. Friede, Freude, Eierkuchen.
Wahrscheinlich war Herrn Bourlas enge Vertraute und Präsidentin der Europäischen Kommission – was für eine folgenschwere Fehlbesetzung! – Ursula von der Leyen recht neidisch, zumal sie Albert „überreden“ konnte, genügend Impfstoff für die EU zu liefern, was er ja auch gerne und nicht zuletzt wegen des mit Ursula vereinbarten Haftungsausschlusses bewerkstelligte. Unsere Retterin! Dass gegen sie strafrechtliche Verfahren wegen aller möglichen Ungereimtheiten eingeleitet wurden – was ja in der EU nicht die Ausnahme zu sein scheint –, und ein erheblicher Teil der steuerfinanzierten Impfstoffe in Milliarden Euro Höhe wieder vernichtet oder verschenkt wurde, sei nur am Rande erwähnt, zumal sich der europäische Steuerzahler an die sinnbefreite Steuerverschwendung der unfähigen Politmarionetten bereits gewohnt hat. Danke, danke an die heilsbringende ehemalige Familien- und Außenministerin, danke für ihre guten Verbindungen zu Herrn Bourla! Die Besetzung des Präsidentenstuhls in der Europäischen Kommission mit Frau von der Leyen, insbesondere initiiert von Angela Merkel, zeugt von einem klassischen Fall von „Management by Blue Jeans“: an den schwierigsten Stellen die größten Nieten!
Wunderbare Inszenierung, echt gekonnt, das muss man den Drahtziehern der angestrebten neuen Weltordnung lassen. Wie auch immer, von der Leyen bekam jedenfalls auch noch einen Preis in diesem Affentheater verliehen – zwar nicht für ihre Schandtaten in der Coronazeit in ihrer Funktion als Unterstützerin der Coronalüge, aber es fand sich etwas anderes für die Flinten-Uschi, der „Global Goalkeeper Award 2022“ von der Melinda & Bill Gates Foundation für die Verfolgung der Stiftungsziele in Europa. Sie wurde für ihren außergewöhnlichen Einsatz zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen ausgezeichnet.
Na, dann sind sie ja alle vereint, Sahin, Bourla, Gates, von der Leyen …eigentlich ein leicht durchschaubares Spiel das Affentheater mit den Preisverleihungen, oder? Die Schafe schlucken es dennoch und blicken unterwürfig zu diesen scheinbar gottähnlichen Wesen auf. Na ja, Satan war auch ein „Geistsohn Gottes“, nicht wahr, und auch einmal ein Engel! Doch Luzifer lehnte sich gegen Gott auf und trachtet seitdem danach, die Kinder Gottes auf der Erde zu vernichten und sie elend zu machen. Was für eine Parallele! Ja, gefallene Engel – und jetzt Fürsten der Hölle! Es scheint doch einiges Wahres, auf die aktuelle Zeit Anwendbares in der Bibel zu stehen, wie man gegenwärtig sieht.
Nun gut. Es wäre nicht schlecht, wenn sich diese Preisträger auch mal einem Corona-Untersuchungsausschuss stellen würden, um die paar Ungereimtheiten und Kleinigkeiten über etwaige Hetze gegen Ungeimpfte und über die Sinnlosigkeit von Corona-Maßnahmen sowie alle begangenen Grundrechtsverletzungen auch noch aus dem Weg zu räumen. Mit zwei Pieks ist alles vorbei. Dann werden vielleicht die Vorwürfe von Kritikern wie dem Froschauer, diesem notorischen Coronaleugner, diesem Delegitimierer des Staates auch weniger. Sich einem seriösen Untersuchungsausschuss zu stellen, dazu benötigt man jedoch Mut und Aufrichtigkeit, Eigenschaften, die wahre Helden sicherlich besitzen, oder Herr Drosten?
Weitere Verleihungen in diesem Corona-Spektakel
Der ehemalige Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, und auch der frühere Leiter des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, wurden im Januar 2024 für ihre – als Verdienste getarnten – Fehltritte in Deutschland mit Bundesverdienstkreuzen geehrt. Möglicherweise als Kompensation dafür, dass sie nicht mehr im Amt sind? Wurden sie aus der Schusslinie genommen? Eigentlich sollten diese beiden „wissenschaftlichen Herren“, ebenso wie Herr Drosten, der diese inflationäre „Ehrung“ schon zu Anfangszeiten der Corona-Plandemie erhalten hat, vor einem seriösen Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen.
Der Deutsche Fernsehpreis der Kategorie „Beste Information“ ging 2023 an das Format „Tagesthemen“ der ARD, das selbstverständlich immer wahrheitsgetreu über das Thema Corona auf Basis evidenzbasierter Daten berichtet hat. An dieser Stelle darf gerne gelacht werden. Mehr Affentheater geht nun wirklich nicht mehr! Die Opfer des betreuten Denkens haben sich sicherlich gefreut über den Preis für ihre Helden.
Die „Wissenschaftsjournalistin“ Mai Thi Nguyen-Kim, die unter anderem die Impfpflicht forderte, ist 2023 mit dem „Kulturpreis Deutsche Sprache“ ausgezeichnet worden. Kommentar überflüssig.
Der Medizin-Nobelpreis 2023 ging an die Ungarin Katalin Karikó und den US-Amerikaner Drew Weissmann für ihre Forschung zur Corona-Impfung. Diese beiden „Impf-Helden“ machten Entdeckungen zu Nukleosidbasenmodifikationen, die die Entwicklung wirksamer mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 ermöglichten. Dank und immer wieder Dank an diese Größen! Können diese beiden Wissenschaftler auch die massive Zunahme der Übersterblichkeiten in Ländern mit hoher Impfquote mit ihrem mRNA-Gift erklären?
In der Welt der Impfstoffforschung gehört es zum guten Ton, „herausragende“ Leistungen – für die Impfindustrie oder für ihre Opfer? – nicht nur in Fachjournalen zu würdigen, sondern sie gelegentlich auch mit einer Medaille zu adeln. Eine dieser Ehrungen ist die Albert B. Sabin Gold Medal, benannt nach dem Entwickler des oralen Polioimpfstoffs (Schluckimpfung) und vergeben vom Sabin Vaccine Institute.
Im Jahr 2021 ging diese Auszeichnung an den US-Immunologen Barney Graham, langjähriger leitender Wissenschaftler am National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) der US-Gesundheitsbehörde NIH. Graham spielte eine zentrale Rolle bei der Erforschung der sogenannten Spike-Protein-Struktur von Coronaviren, einer wissenschaftlichen Grundlage, auf der später mehrere COVID-19-Impfstoffe entwickelt wurden.
Die offizielle Begründung des Sabin Vaccine Institute lobte Graham für seine jahrzehntelangen Beiträge zur Impfstoffforschung – insbesondere für jene Arbeiten, die während der Pandemie eine schnelle Entwicklung von Impfstoffen gegen SARS-CoV-2 ermöglicht hätten.
Damit fügte sich die Ehrung nahtlos in eine Reihe von Auszeichnungen ein, die während der Plandemie an Forscher, Entwickler und Verantwortliche im Impfstoffsektor vergeben wurden. Aus Sicht der Veranstalter ist das eine Würdigung wissenschaftlicher Pionierarbeit. Ich sehe darin mitunter auch ein vertrautes Muster: Die wissenschaftliche Gemeinschaft zeichnet jene Akteure aus, deren Arbeit gleichzeitig tief mit staatlicher Förderung, pharmazeutischer Entwicklung und globaler Gesundheitspolitik verflochten ist. Gegen Barney Graham gibt es nach meinem Wissen nichts Nachteiliges zu berichten. Aber in einem System, in dem Forschung, Institutionen und große Programme eng miteinander verzahnt sind, wird eine Medaille schnell mehr als nur eine wissenschaftliche Ehrung – sie wird auch Teil eines größeren symbolischen Spiels aus Anerkennung, Legitimation und gegenseitiger Bestätigung, und fördert so mafiöse Strukturen.
Auch Anthony Fauci – ein in meinen Augen hochkrimineller Mensch und „wissenschaftlicher“ Drahtzieher in der Coronazeit – erhielt ebenso wie Bill Gates bereits die Albert B. Sabin Gold Medal. 2023 bekam der langjährige Immunologe und Pandemieberater Anthony Fauci den Calderone-Preis für sein Lebenswerk (?!?) im öffentlichen Gesundheitswesen von der Columbia University verliehen. In meinen Augen gehört dieser Mann bis zu seinem Lebensende ins Gefängnis, für das, was er der Menschheit angetan hat. Solchen Menschen verliehene Preise sind keinen Pfifferling mehr wert, und sollten von redlichen Menschen abgelehnt werden.
Anfang 2025 dann die Krönung der Perversion: Die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten, die Presidential Medal of Freedom, wurde an Anthony Fauci verliehen. Die Begründung der US-Regierung: sein jahrzehntelanger Einsatz für die öffentliche Gesundheit – hahaha – und seine Rolle bei der Bewältigung der COVID-19-Pandemie – oder sollte man besser sagen: Aufrechterhaltung der Plandemie?
Mit dieser Ehrung wurde Fauci von der Biden-Regierung in den Rang einer nationalen Symbolfigur erhoben. In der Logik politischer, mafiöser Inszenierungen ist das kaum überraschend. Wenn eine Plandemie die Weltpolitik prägt, sind Orden und Medaillen für die Aufrechterhaltung dieser Scharade selten weit entfernt.
Donald Trump kritisierte Fauci wiederholt öffentlich wegen seiner Rolle in der Corona-Politik. Kurz nach der Amtsübernahme 2025 wurde sein staatlicher Personenschutz, den er aufgrund des Grolls des amerikanischen Volkes gegen ihn auch bitter nötig hatte, beendet. Am 20. Januar 2025 – am Tag der Amtsübergabe an Donald Trump – erteilte Joe Biden ihm eine präventive Begnadigung, um ihn vor möglichen strafrechtlichen Verfahren unter der Trump-Regierung zu schützen. Trump kritisierte diese Begnadigung scharf und stellte ihre Legitimität zurecht öffentlich infrage.
Natürlich wollte auch Großbritannien im großen internationalen Reigen der Pandemie-Ehrungen nicht zurückstehen. Während anderswo Medaillen und Preise verteilt wurden, griff man auf der Insel gleich zu einem der traditionsreichsten Instrumente nationaler Anerkennung: dem Orden des British Empire.
Im Rahmen der Queen’s Birthday Honours im Juni 2021 wurde die Impfstoffforscherin Sarah Gilbert zur Dame Commander of the Order of the British Empire (DBE) ernannt – eine der höchsten zivilen Auszeichnungen des Vereinigten Königreichs – der funktionale Ritterschlag. Über diese Dame – die sich jetzt „Dame Commander“ nennen darf – gibt es nichts Nachteiliges zu berichten. Offiziell würdigte die britische Krone damit ihre Verdienste um Wissenschaft und öffentliche Gesundheit, insbesondere ihre Rolle bei der Entwicklung des Oxford-AstraZeneca-Impfstoffs gegen COVID-19.
Auch Spanien reihte sich im Oktober 2021 ein in den Reigen der Plandemiebetreiber. Die andernorts bereits ausgezeichneten Wissenschaftler Ugur Sahin, Ozlem Tureci, Katalin Kariko sowie Sarah Gilbert bekamen den prestigeträchtigen spanischen Princess of Asturias Award für ihre Beteiligung an der Entwicklung der ersten COVID-19-Impfstoffe verliehen. Doppelt hält besser! Die Stiftung würdigte damit die wissenschaftlichen Leistungen, die es ermöglicht hätten, in „rekordverdächtiger“ Zeit Vakzine gegen das Coronavirus zu entwickeln. Was die unausgegorenen, in „rekordverdächtiger“ Zeit hergestellten Vakzine angerichtet haben, ist hinlänglich bekannt.
Mit der feierlichen Preisverleihung im historischen Teatro Campoamor in Oviedo fügte sich Spanien nahtlos in die internationale Serie plandemischer Ehrungen ein.
In der Plandemie wurden nicht nur Impfstoffe in Rekordzeit entwickelt – sondern auch ein ganzer Kosmos an Preisen, Orden und Ehrentiteln, mit denen die zentralen Figuren dieser Zeit dekoriert wurden. Deswegen verwundert es auch nicht, dass diese Ehrungen ungefähr so viel wert sind wie die Impfstoffe: Nichts! Ganz im Gegenteil, sie schaden!
Mittlerweile finde ich es stellenweise auch belustigend, wie diese manipulierenden Menschen und Institutionen die gesamte Welt auf den Arm nehmen. Die Masse pennt und sieht auf zu diesen „Persönlichkeiten“, die ich in meinem privaten Sprachgebrauch anders bezeichne. Was für eine Maskerade! Das Karussell des Imperiums der Lügen dreht sich weiter.
Andererseits: Das Leben ist viel zu wichtig, um es zu ernst zu nehmen. Und ein paar ausgezeichnete Pausenclowns können doch auch ein bisschen zur allgemeinen Erheiterung beitragen, nicht wahr?
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Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser!
Ende September 2024 erschien mein Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“. Ende März und Anfang April 2025 wurden die beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Zwei weitere Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar.
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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.
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Bild: mehrere Pokale nebeneinander
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Was vor etlichen Jahren weltweit für Entsetzen sorgte, wird heute hingenommen. Die absichtliche Tötung von Zivilisten und die absichtliche Zerstörung ziviler Infrastruktur sind Kriegsverbrechen und brechen internationales und humanitäres Recht. Die Länder und Regierungen, die Kriegsverbrecher nicht isolieren und ächten – wie das internationale Recht und die UN-Charta es vorsehen, sind Mittäter. Das gilt für den Völkermord gegen die Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland, das gilt auch für den aktuellen Angriff auf Iran und Libanon. Von Karin Leukefeld.
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Am 28. Februar 2026 griffen Israel und die USA den Iran an. Der Angriff ist völkerrechtswidrig und illegal. Iran hatte die beiden Staaten weder bedroht noch angegriffen. Im Gegenteil: Iran und die USA hatten durch die Vermittlung des Oman am 26. Februar eine weitere Verhandlungsrunde in Genf beendet, die zu weitreichenden Ergebnissen geführt hatte. Ein neues Treffen war für den 2. März in Wien am Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) geplant.
Der Angriff wurde und wird bis heute von der Bundesregierung und anderen europäischen Regierungen, auch von der EU-Kommission oder im EU-Parlament nicht verurteilt. Bundesminister und andere deutsche Politiker erklären, „fest an der Seite Israels“ zu stehen. Dessen Regierung droht neben der anhaltenden Zerstörung des Iran mit Einmarsch und Besetzung des Libanon, der trotz einer Waffenruhe mit Israel Ende November 2024 täglich von Israel bombardiert wurde. Dabei wurden täglich Menschen getötet.
Trotz der aggressiven Drohungen, die israelische Minister gegen den Libanon richten, werden deutsche Waffen und deutsches Geld an die israelische Regierung nicht gestoppt. Das Auswärtige Amt bestellt nicht die Vertreter von Israel und den USA ein, um gegen deren Angriffe zu protestieren. Kein Wort darüber, dass der libanesischen Bevölkerung damit gedroht wird, ihre Lebensgrundlagen in Grund und Boden zu bomben. Südbeirut – dass auch in deutschen Medien als „Hochburg der Terrororganisation Hisbollah“ bezeichnet wird – werde bald „aussehen wie Khan Younis und Rakka“, so das israelische Regierungsmitglied Smotrich. Und die israelische Armeeführung ordnet die komplette Zerstörung von Dörfern im südlichen Libanon an.
Leben unter Bomben
Seit drei Wochen beherrscht nun der völkerrechtswidrige US-israelische Krieg das Leben der Menschen zwischen dem östlichen Mittelmeer und weit über die Persische Golfregion hinaus. Obwohl klar ist, dass der Krieg von Israel und den USA begonnen wurde, während Iran sein Recht auf Verteidigung ausübt und vor jedem neuen US-israelischen Angriff warnt, man werde auf gleicher Ebene zurückschlagen, wurde unmittelbar nach Kriegsbeginn der Iran für den Krieg verantwortlich gemacht. Diese Anschuldigung wird von EU-Staaten wie Deutschland, Frankreich und von England (E3) verbreitet, auf Antrag des Golfkooperationsrates wurde diese Anschuldigung in einem Resolutionsentwurf dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt. Die Resolution wurde – bei Enthaltung von China und Russland – angenommen. 130 UN-Mitgliedsstaaten sollen die Resolution unterstützt haben. Der Iran wies die Resolution zurück und betonte sein Recht, sich gegen die US-israelischen Angriffe zu verteidigen.
Die dort lebenden Muslime feiern das Ende des Fastenmonats Ramadan, die Christen befinden sich in der vorösterlichen Fastenzeit, und im Iran und angrenzenden Gebieten wird das Neujahrsfest Newroz oder Newruz gefeiert.
Millionen Menschen in der Region sind auf der Flucht. Mehr als 1,2 Millionen Inlandsvertriebene sind im Libanon registriert, mehr als drei Millionen Vertriebene werden aus dem Iran gemeldet. Die zwei Millionen Palästinenser im Gazastreifen und Zehntausende Vertriebene im besetzten Westjordanland finden kaum noch Erwähnung in westlichen Medien.
Die Zahl der Toten steigt täglich. Mehr als 1.500 Tote werden offiziell im Iran gemeldet, darunter hochrangige Politiker und Militärs. Wissenschaftler, Journalisten, Rettungshelfer, Feuerwehrleute, Angehörige des Zivilschutzes und der Rote-Kreuz/Rote-Halbmond-Organisationen wurden getötet. Ärzte, Krankenhelfer und ihre Gesundheitszentren und Kliniken werden bombardiert. In Schulen sterben Kinder und Lehrer.
Im Libanon werden die Menschen von den israelischen Bomben- und Drohnenangriffen in ihren Häusern, Höfen, Dörfern und Wohnungen getötet, die Israel als „Hisbollah-Stellungen“ beschreibt. Mehr als 1.000 Tote wurden bisher gemeldet, darunter Rettungshelfer, Zivilschutz, Journalisten, Ärzte, Universitätsprofessoren und Familien mit ihren Kindern, die von Israel als „Hisbollah“ bezeichnet werden. Der stellvertretende Leiter von UNICEF-Libanon erklärte, die „Eskalation hat so viele getötet oder verletzt“, als töte man „eine Schulklasse Kinder jeden Tag“.
Die mehr als 72.000 Toten, die von Israel in Gaza getötet worden sind, scheinen vergessen. Unklar ist, wie viele Tote unter den Trümmern der zivilen Infrastruktur verschüttet sind, 11.000 Menschen wurden aus Gaza von der israelischen Armee verschleppt und werden in israelischen Gefängnissen und Lagern vermisst.
Lebensgrundlagen werden zerstört, wenige Tage vor dem Eid al-Fitr Fest hat die israelische Besatzungsarmee die Al-Aksa-Moschee in Ostjerusalem für die Gebete am Ende des Ramadans gesperrt. Die Moschee gilt als das drittwichtigste Heiligtum für die Muslime nach Mekka und Medina.
Die Drohungen der angreifenden US-israelischen Koalition überschlagen sich täglich in Wort und Tat. Nach der Zerstörung von Öldepots im Norden von Teheran bombardiert Israel das iranische Pars-Gasfeld im Persischen Golf. Die USA bombardieren die Khargh Insel, Flughäfen und einen Ölverladehafen vor der Westküste des Irans. US-israelische Raketen bombardieren die Atomanlagen Busheir und Natanz im Iran.
US-Präsident Donald Trump droht schließlich, sämtliche Energieanlagen des Iran zu zerstören, sollte dieser die Straße von Hormus nicht für die Schifffahrt freigeben. Der Iran erklärt, Schiffe befreundeter Staaten hätten freie Fahrt durch die Meerenge, andere müssten die Durchfahrt mit Iran verhandeln, wenn sie nicht beschossen werden wollten. 20 Prozent des weltweiten Nachschubs von Öl und (Flüssig-)Gas werden täglich durch die Straße von Hormus transportiert.
Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaventum, Nichtwissen ist Stärke (1984, George Orwell)
Israel bezeichnete den Luftangriff auf den Iran als „präventiven Schlag”: Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, Ziel der Operation sei es, „Bedrohungen gegen den Staat Israel zu beseitigen“. Mittlerweile haben zahlreiche US-Politiker, darunter auch Außenminister Marco Rubio und der Leiter der Anti-Terror-Abteilung Joe Kent, erklärt, die USA hätten sich dem Angriff angeschlossen, weil Israel ihn sowieso geplant habe. Eine konkrete Gefahr aus dem Iran habe nicht vorgelegen.
Der Angriff besiegelt das Scheitern der Diplomatie. In der UN-Charta gibt es ein „Nichtangriffsgebot“, dass Israel nie respektiert hat. Mehr als ein Jahr hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die USA zu dem Angriff auf den Iran gedrängt. In der ersten Trump-Amtszeit konnte Israel erfolgreich durchsetzen, dass die USA 2018 aus dem lange verhandelten Atomabkommen mit dem Iran (JCPOA) ausstiegen.
Wiederholt hatte Israel die Verhandlungen torpediert und verurteilt. Netanjahu kritisierte nicht nur die Verhandlungen über das israelische Atomprogramm, er wollte auch die Agenda möglicher Verhandlungen bestimmen. Dazu gehörten neben dem Atomprogramm die Einstellung des iranischen Raketenprogramms sowie ein Ende der iranischen Kooperation mit regionalen Verbündeten. Bei dem aktuellen Angriff handelt es sich um das zweite Mal, dass Iran aus bilateralen Verhandlungen mit den USA heraus angegriffen wurde.
Die Frage, warum die USA sich dem Krieg angeschlossen haben, wird vielfältig beantwortet. Das oder zumindest ein Ziel ist, die komplette Kontrolle über Westasien zu erlangen. Das iranische Atomprogramm ist ein Vorwand, zumal es bereits beim Angriff im Juni 2025 hieß, man habe sämtliche Kapazitäten des Iran, Atomwaffen zu entwickeln, zerstört. Der Iran hat unter dem obersten Revolutionsführer Ali Khamenei immer betont, keine Atomwaffen anzustreben. Die Urananreicherung sei ein Recht des Iran, zumal das Land den Nichtverbreitungspakt unterschrieben und seitens der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA auf Druck der USA und der israelischen Partner Deutschland, Frankreich und Großbritannien (E3) intensive Überwachung und Kontrollen durchgeführt wurden. Das unterscheidet den Iran vollständig von Israel, der einzigen Atommacht in der Region. Israel schweigt über sein Atomwaffenprogramm, dementiert aber nicht, Atomwaffen zu haben.
Israel will sich zu einem „Groß-Israel“ auf ein Gebiet ausweiten, das mit dem Kerngebiet eines „Größeren Mittleren Ostens“ übereinstimmen soll. Als „jüdischer Staat“ sei man „auserwählt“, über den anderen Völkern der Region zu stehen. Die EU-Kommission und europäische Staaten wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien bewaffnen und finanzieren Israel und dessen Armee, um „die Drecksarbeit zu erledigen“. Der Plan, Westasien unter westlich-israelische Kontrolle zu bringen, ist ein Griff nach den Rohstoffen der Region und richtet sich politisch gegen China und Russland, die in Westasien – mit BRICS und dem neuen Seidenstraßenprojekt – eine erfolgreiche Politik der Kooperation begonnen hatten.
Gemäß der Kriegsregeln
Was vor 20 Jahren weltweit für Entsetzen sorgte, wird heute hingenommen. Die absichtliche Tötung von Zivilisten und die absichtliche Zerstörung ziviler Infrastruktur sind Kriegsverbrechen und brechen internationales und humanitäres Recht. Beispiel: Der völkerrechtswidrige Krieg gegen den Irak 2003.
Bagdad, 12. Juli 2007. Zwei US-Kampfhubschrauber der Marke Hughes AH-64 ‚Apache‘ flogen an diesem Morgen Angriffe auf eine Gruppe von bis zu zwölf Männern, die eine Straße im Stadtteil Neu-Bagdad, Baghdad al Jedideh, entlangliefen.
Die Soldaten an Bord der Hubschrauber feuerten mit 30-Millimeter-Bordkanonen und töteten die Männer, darunter der Fotograf Namir Nour El Deen und der Fahrer Saeed Chmagh, zwei irakische Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Später sollten die Soldaten sagen, sie hätten die Kameras, die die beiden Journalisten auf der Schulter trugen, für Granatwerfer, eine RPG (rocket-propelled grenade) gehalten. Eine Bordkamera nahm das Geschehen auf. Kommentar der Soldaten: „Diese toten Bastarde. Schön.“
Einer der beiden Mitarbeiter von Reuters überlebte schwer verletzt. Er bewegte sich, versuchte aufzustehen. Die Hubschrauberkamera zeichnete das auf. Kommentar der Soldaten: „Trägt er eine Waffe? Ich habe noch keine gesehen. Hey Leute, seht ihr den Typen, der da am Bordstein entlangkriecht? Ja, ich habe ihn.“
Das Zielkreuz der Hubschrauberkamera schob sich langsam über den Verletzten. Dann hörte man einen der Soldaten sagen: „Wir haben hier einen schwarzen Van, der den Typ einsammelt. Bitte um Erlaubnis, anzugreifen.“
Die Kamera des Hubschraubers schwenkte, und zu sehen ist, wie der Fahrer des Vans versuchte, den Verletzten zu bergen. Ein anderer Mann half ihm, beide trugen den Verletzten zur Seitentür des Fahrzeugs, legten ihn hinein. Zu hören ist die Stimme eines Soldaten: „Ja, Roger, greift an.“ „Verstanden“, sagte ein anderer Soldat.
Gerade, als der Van losfahren wollte, griff der US-Kampfhubschrauber den Wagen an und feuerte 120 Schuss Munition auf das Fahrzeug und auf die zwei Männer, die versuchten, sich nahe einer Mauer in Sicherheit zu bringen. Die Hubschrauberkamera hielt alles fest. Die Soldaten verständigten sich: „Ich habe sie verloren. Ich habe sie. Oh ja, schaut Euch das an. Direkt in die Windschutzscheibe.“
Die Hubschrauberkamera hielt das Bild fest. Der Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters, der gerettet werden sollte, lag leblos am Boden. Der Van war vermutlich durch den Druck der Geschosse rückwärts gegen eine Mauer gedrückt worden. Die beiden Männer lagen tot daneben. Die US-Armee erklärte später, die beiden Hubschrauber hätten eine „Gefahr für die Truppen“ identifiziert, gesichert und sich den „Kriegsregeln entsprechend“ verhalten.
„Collateral Murder“
Whistleblower aus der US-Armee hatten die Aufnahmen Wikileaks zugespielt, veröffentlicht wurde das Video unter dem Titel „Collateral Murder“ (Kollateralmorde), im April 2010, drei Jahre nach dem eigentlichen Vorfall.
Das militärische Vorgehen wurde schon damals als „Doppelschlag“, als Double Tap bezeichnet. Der erste Angriff attackiert dabei das eigentliche Ziel – ein Gebäude, Personen oder eine Personengruppe. Der zweite, zeitlich verzögerte Angriff gilt Ersthelfern, Rettungskräften, hinzugeeilten Angehörigen, möglichen Überlebenden des ersten Angriffs, die helfen wollen. Nach Einschätzung der juristischen Fachzeitschrift Florida Law Review handelt es sich bei Double Taps „wahrscheinlich“ um Kriegsverbrechen, da sie grob gegen das Humanitäre Internationale Recht und die Genfer Konventionen verstoßen. Diese verbieten, Zivilisten, Verwundete oder solche, die nicht mehr kämpfen können, anzugreifen.
Als der Film „Collateral Murder“ 2010 veröffentlicht wurde, war die internationale Öffentlichkeit schockiert über die Brutalität, mit der die US-Soldaten in den US-Kampfhubschraubern wehrlose Menschen angriffen und töteten. Die aufgezeichneten Kommentare zeigten zudem eine tiefe Verachtung für die Opfer und eine Überheblichkeit der US-Soldaten nicht nur gegenüber diesen Opfern, sondern auch gegenüber dem Humanitären Internationalen und dem Kriegsrecht, wonach Zivilisten nicht getötet werden dürfen. Unbekannt blieb, ob die Soldaten davon schon jemals gehört hatten. Keiner wurde angeklagt, keiner wurde verurteilt.
Auch die US-Administration war über die Veröffentlichung schockiert. Nicht wegen des Verhaltens ihrer Soldaten, sondern weil jemand es gewagt hatte, die Kriegsverbrechen, die die US-Armee verübte, in aller Öffentlichkeit anzuprangern. Es war nicht das erste Mal, denn zuvor waren bereits Informationen über das US-Gefangenenlager Guantanamo veröffentlicht worden.
Damals hatte Wikileaks internationale Medienpartner, die die Veröffentlichungen unterstützten und davon profitiert hatten. Auf der Wikileaks-Internetseite finden sich u.a. die Namen von The Washington Post, McClatchy Company, El Pais, The Telegraph, Der Spiegel, Le Monde, Aftonbladet, La Repubblica, L’Espresso. Genannt wird auch Andy Worthington, Journalist und Aktivist, der die „Guantanamo Files“ in einem Buch veröffentlichte, das 2007 von Pluto Press veröffentlicht wurde. Später folgte der Film „Außerhalb des Rechts“, in dem die Geschichten einiger Guantanamo-Gefangenen dokumentiert werden. Worthington setzte sich nicht nur für die Freilassung der Gefangenen, sondern auch für die Schließung des Guantanamo-Gefängnisses ein. Anfang 2025 ließ die US-Regierung noch einmal elf Gefangene frei, die mehr als 20 Jahre ohne Anklage in Guantanamo festgehalten worden waren. Sie wurden an den Oman überstellt. In dem Gefängnis auf der US-Marinebasis Guantanamo Bay werden bis heute noch 15 Gefangene ohne Anklage seit mehr als 20 Jahren festgehalten.
Afghanische Tagebücher
Nach der Veröffentlichung der Guantanamo Files folgte die Veröffentlichung der Afghan War Diaries, im April 2010 folgte „Collateral Murder“. Die US-Regierung war besonders wegen geheimer Unterlagen zu Afghanistan alarmiert und warnte vor weiteren Veröffentlichungen. In deutschen Medien folgten kritische Berichte nach dem Motto: „Wikileaks und Afghanistan – Pressefreiheit oder Kampagne?“
Dann wurde Wikileaks gejagt. Julian Assange als Stimme und Gesicht von Wikileaks wurde mit konstruierten Vorwürfen diffamiert und in Schweden angeklagt, es folgte ein EU-Haftbefehl. Sieben Jahre verbrachte Assange im Exil in der Botschaft von Ecuador in London. Dort sagte man ihm politisches Asyl in Ecuador zu. Die US-Administration forderte seine Auslieferung wegen „Spionage und Geheimnisverrat“. 2019 wurde Assange von der britischen Polizei aus der ecuadorianischen Botschaft verschleppt, nachdem die neue Regierung Ecuadors die Asylzusage zurückgenommen hatte. Assange wurde in das britische Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh gebracht. Wiederholt wurde über das US-Auslieferungsverfahren verhandelt. Das wurde schließlich vom australischen Ministerpräsidenten Anthony Albanese gestoppt, der Julian Assange, einen Staatsbürger Australiens, nach Australien zurückholte.
Im Juni 2024 kam Assange frei. Nach einer Pro-forma-Verhandlung vor einem US-Gericht auf der Insel Saipan im Pazifik konnte er nach Australien zurückkehren. Er hatte sich der Spionage schuldig bekannt mit den Worten, er sei davon ausgegangen, dass seine Arbeit für Wikileaks vom ersten Zusatzartikel der US-Verfassung geschützt gewesen sei, dem Recht auf Meinungsfreiheit. In den NachDenkSeiten hieß es damals, die Freiheit von Assange sei „das Ergebnis des Engagements von Menschen auf der ganzen Welt“.
Die libanesische Tageszeitung Al Akhbar feierte die Freiheit von Julian Assange mit einem ganzseitigen Titelbild und dem Satz: „Einer der besten Wege, Gerechtigkeit zu erreichen, ist es, Ungerechtigkeit aufzudecken.“ Heute muss man allerdings vielen Medien weitgehend Versagen bescheinigen, wenn es um die Aufdeckung von Ungerechtigkeit geht. Die Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak, in Afghanistan, die Menschenrechtsverbrechen an Gefangenen in Guantanamo, die vor 16 Jahren für einen internationalen Aufschrei sorgten, sind heute Routine.
Israel hat die Liste der Kriegsverbrechen noch mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz ausgeweitet. Für den Angriff auf mehr als 3.000 Personen im Libanon, die 2024 bei der gleichzeitigen Explosion von Funksprechgeräten schwer verletzt oder getötet wurden, gab es mancherorts etwas wie Anerkennung für einen „kühnen und einfallsreichen Angriff“. Die Ermordung von politischen Führungspersonen gehört schon lange zum Arsenal israelischer Sonderkommandos. In deutschen Medien wird das inzwischen als „Enthauptungsschlag“ bezeichnet. Der deutsch-israelische Historiker Michael Wolffsohn erklärte dazu in einem Interview mit dem Deutschlandfunk, das Völkerrecht dürfe „für gezielte Tötungen im Iran gebrochen werden“. Der Bruch des internationalen Rechts – und das sind „gezielte Tötungen“ – soll offenbar „normalisiert“ werden und im Alltag ankommen.
Der „Doppelschlag“
Sucht man über diese militärische „Taktik“ Informationen im Internet, wird man auf Artikel gelenkt, die von der russischen und der syrischen Armee im Syrienkrieg (seit 2011) berichten. Beide Armeen hätten „Doppelschläge“ gegen die bewaffnete dschihadistische Opposition verübt, heißt es.
Die Autorin erinnert sich allerdings daran, dass diese Taktik von der Nusra Front, damals Al-Qaida-Vertretung in Syrien, eingesetzt wurde. Einer der ersten dieser Angriffe fand in Damaskus im Januar 2012 statt. Damals war die russische Armee gar nicht in Syrien aktiv. Ziel des Anschlags war ein Bus mit Polizei- und Geheimdienstangehörigen im Ortsteil Al Midan, kurz darauf folgte eine zweite Detonation. Ähnlich ein Anschlag auf ein Polizeikrankenhaus außerhalb der Hauptstadt. Als Rettungssanitäter eintrafen, folgte der nächste Anschlag.
Der Gründer und Führer der Nusra Front – Abu Mohamed Al Jolani, heute bekannt als Ahmed al Sharaa – hatte die Taktik offenbar aus dem Irak-Krieg übernommen und nach Syrien gebracht. Im Irak hatte der Islamische Staat im Irak Autobomben per Fernzündung auf Märkten, an Busbahnhöfen, vor Kirchen oder Moscheen explodieren lassen. Fast immer folgte ein zweiter Anschlag, eine zweite Explosion, wenn Menschen herbeieilten, um Verletzten zu helfen.
In Gaza, im Libanon und im Iran gehören diese militärischen „Doppelschläge“ inzwischen zu den alltäglichen Angriffen der israelischen und US-Armee.
25. August 2025, Gaza. Kameras halten einen israelischen Angriff auf das Al Nasser Hospital in Gaza fest. Der erste Angriff tötet einen Journalisten von Reuters. Als Journalisten und Sanitäter kommen, um zu helfen, wird eine zweite Rakete auf die Gruppe gefeuert. Bei diesem „Doppelschlag“ sterben 20 Menschen, darunter fünf Journalisten.
28. Februar 2026, Minab. Zu Beginn des Angriffs auf den Iran wurde Revolutionsführer Ali Khamenei in seinem Wohn- und Amtssitz getötet. Am gleichen Tag wurde im Süden des Iran in der Stadt Minab, Provinz Hormozghan, die Shajar-e Tayyeb Grundschule für Mädchen mit einer US-Tomahawk-Bombe zerstört. 168 Kinder seien getötet worden, hieß es in einem Schreiben des iranischen Justizministers Amin Hosein Rahimi an UNICEF am 11. März 2026. Als Angehörige und Rettungssanitäter helfen wollten, folgte eine zweite Rakete. Über diesen „Doppelschlag“ wurde in deutschen Medien tagelang so berichtet, als handele es sich um eine Propagandameldung der iranischen Führung. Selbst die Bilder der frisch ausgehobenen Gräber und der großen Menschenmenge, die den Särgen folgte, wurden als „Fake“ dargestellt. Seit dem 28. Februar seien bereits 50 Schulen direkt angegriffen worden, hieß es in dem Schreiben an UNICEF. Die Angriffe seien ein „klares Beispiel für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.
12. Februar 2026, Beirut. Im Libanon attackiert die israelische Luftwaffe Zelte von Inlandsvertriebenen im Ortsteil Ramle el Baida. Es ist ein Strand an der Beiruter Uferpromenade. Später heißt es, das Ziel sei ein Fahrzeug gewesen. Es war früh am Morgen und noch dunkel, als Dalal, eine von Hunderten Menschen, Essen vorbereitete, das im Ramadan vor Beginn der Morgendämmerung eingenommen wird. Dalal sei nicht der richtige Name, heißt es in dem Bericht der Zeitung The National. Plötzlich bebte der Boden und die Luft füllte sich mit Rauch. Ein Angriff, erinnerte sich die Frau. Sie lief los, um ihre Kinder zu finden, und sah viele Körper auf dem Boden liegen, berichtete sie. „Ein Mann lebte noch, konnte aber nicht aufstehen. Er kroch … Dann gab es einen zweiten Angriff und er wurde getötet. Immer, wenn ich meine Augen schließe, sehe ich ihn vor mir, wie er am Boden kriecht.“ Kinder wurden durch die Wucht des Einschlags in die Luft geschleudert, berichtet Dalal. „Es war so wie das, was wir in Gaza gesehen haben.“ Zwölf Personen wurden getötet, 28 weitere wurden verletzt.
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