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Netanyahu zieht die Fäden! | Von Rainer Rupp

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Netanyahu zieht die Fäden! | Von Rainer Rupp
Apolut 20260413 TD Montag
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Netanyahu zieht die Fäden! | Von Rainer Rupp

Zwei US-Medienschwergewichte mobilisieren gegen Kriegstreiber Netanjahu und Trump

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Erstaunlicherweise hat ausgerechnet die sonst so Israel-freundliche New York Times (NYT) Ende letzter Woche in einem ausführlichen Artikel dokumentiert, wie der rechtsradikale israelische Ministerpräsident Netanyahu Trump vor seinen Karren gespannt und in den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Iran getrieben hat. 

Netanjahu habe ein sofortiges, notfalls unilaterales israelisches Handeln gegen Iran als unausweichlich dargestellt. Trump und ein großer Teil seiner Administration seien ideologisch verblendet und hätten die ernst zu nehmenden Warnungen von militärischen Stimmen, aber auch die von JD Vance und Außenminister Marco Rubio einfach ignoriert.

Dieser landesweit vielbeachtete Artikel der NYT unter dem Titel „How Trump Took the U.S. to War With Iran“ („Wie Trump die USA in den Krieg gegen Iran geführt hat“), macht vor allem Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und dessen Geheimdienstchef dafür verantwortlich, Trump in den Krieg hineinmanipuliert zu haben. Über Monate hinweg habe der israelische Kriegstreiber intensiv für einen gemeinsamen Großangriff auf Iran geworben. Ein entscheidendes Treffen am 11. Februar 2026 im Weißen Haus – inklusive einer hochgeheimen Präsentation im Lage-Zentrum – habe Trump schließlich von einer zögerlichen Haltung zur Beteiligung an den groß angelegten Militärschlägen an der Seite Israels bewegt. Dagegen vermuten bösen Stimmen im Internet, dass der eigentliche Grund für Trumps Einknicken darin lag, dass Netanjahu ihm einige alte Mossad-Fotos von Trump bei einer Epstein „Pizza-Party“ gezeigt hat.

Aber machen wir weiter im Narrativ der NYT.: In den Monaten vor dem 11. Februar habe Netanjahu die US-Regierung wiederholt zu militärischem Handeln gedrängt und dies mit der Notwendigkeit begründet, Irans Atomprogramm, dessen Raketenarsenale und regionalen Einfluss einzudämmen. Israelische Vertreter signalisierten zudem, notfalls allein zu handeln – was in Washington den Eindruck von Dringlichkeit und Unvermeidbarkeit verstärkt habe. Bei dem fast dreistündigen Treffen am 11. Februar wurden dann konkrete Angriffspläne, Zeitfenster erörtert, ebenso wie die Risiken, dass ein Erfolg der laufenden diplomatischen Gespräche den zionistischen Kriegstreibern einen Strich durch ihre Pläne machen könnte, was Netanjahu auf jeden Fall verhindern wollte.

Interessant ist, wie ex-CIA-Analyst Larry Johnson die Veröffentlichung der New York Times politisch einordnet. Sie sei als klassischer Versuch Washingtons zu sehen, die Verantwortung für eine aus dem Ruder gelaufene US-Politik abzuwälzen. Vizepräsident JD Vance und – in geringerem Maße – Marco Rubio erscheinen dabei als Stimmen der Vernunft, während General Dan Caine, der ranghöchste US-Offizier als zu schwach gelte, um Trump entgegenzutreten. Die Hauptverantwortung für das US-Desaster im Iran sieht Johnson jedoch bei Kriegsminister Pete Hegseth. 

Johnson prognostiziert, dass die USA in Kürze ihre Angriffe wieder aufnehmen werden – mit der Folge iranischer Gegenschläge gegen Israel und gegen US-Basen in der Region, sowie die Zerstörung weiterer arabisch-amerikanischer Industrieanlagen und Infrastruktur. Und am Ende werde Trump gezwungen sein, seine Niederlage einzugestehen: Die USA könnten Iran nicht besiegen – so Johnson - und die wirtschaftlichen sowie politischen Kosten würden die Republikaner schwer belasten, vor allem mit Blick auf die Kongresswahlen im Herbst.

Den innenpolitischen Folgen von Trumps Iran-Desaster widmet sich die bekannte Washington Post in einer detaillierten Berichterstattung vom 8. April. Im Zentrum des Artikels unter dem Titel: „Trump‘s Iran brinkmanship reaches truce, escalates backlash at home“ („Trumps riskante Iran-Politik führt zum Waffenstillstand und im eigenen Land zu heftiger Kritik) steht im Sturm der öffentlichen Kritik an Trumps Politik, die als verantwortungslos und unhaltbar bewertet wird. Seine auf Eskalation angelegte Strategie, seine Drohung, die Gegner nicht nur vollständig zu vernichten, sondern auch deren ganze „Zivilisation“, stelle einen neuen Höhepunkt der Barbarei dar, die innerhalb der USA „parteiübergreifende Empörung“ ausgelöst habe. Während Trump-Unterstützer die zweiwöchige Waffenruhe und die teilweise Wiederöffnung der Straße von Hormus als Erfolg feierten, zeichnet das Washingtoner Blatt das Bild eines moralischen und strategischen Scheiterns.

Die Trump-Administration habe sich mit ihrem rücksichtslosen Einstieg in den Krieg gegen den Iran einen der verheerendsten außenpolitischen Fehlschläge der modernen US-Geschichte geleistet, verführt durch das unerbittliche Lobbying Benjamin Netanyahus. Mit seiner Beteiligung am israelischen Angriffskrieg am 28. habe Trump seine Wahlversprechen von Frieden gebrochen. Statt „bedingungsloser Kapitulation“ oder der Neutralisierung des iranischen Atomprogramms habe die Operation „Epische Wut“ Teheran die Kontrolle über die Straße von Hormus gesichert, das Regime in Iran innenpolitisch und außenpolitisch gestärkt und eine globale Energiekrise ausgelöst. Die Akzeptanz – und die anschließende hektische Leugnung – des umfassenden 10-Punkte-Waffenstillstand-Plans des Irans lege zudem eine atemberaubende Inkompetenz und Verlogenheit offen.

In den USA habe Trumps niederträchtige Rhetorik die Glaubwürdigkeit und moralische Autorität des Präsidenten zerstört. Sein Oster-Ultimatum – „eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben“ – ging selbst für Hardliner zu weit. Senatorin Lisa Murkowski verurteilte es als „Affront gegen die Ideale, die unsere Nation fast 250 Jahre lang hochgehalten hat“. Die bekannte ex-Kongress-Abgeordnete Marjorie Taylor Greene benannte sein Handeln als „böse und wahnsinnig“

Der wohl bekannteste und beliebteste konservative US-online-Moderator und ehemalige Trump-Unterstützer Tucker Carlson, warf Trump vor, mit einem „gotteslästerlichen Social-Media-Beitrag“ sogar Ostern entweiht zu haben und, „moralische Verbrechen“ zu begehen. Auch Papst Leo XIV. äußerte sich deutlich gegen Trumps Ansinnen, die iranische Zivilisation zu vernichten und erklärte: „Das ist völlig inakzeptabel.“ Der Princeton-Professor Robert George forderte Militärangehörige auf, rechtswidrige Befehle zu Angriffen auf Zivilisten zu verweigern.

All das seien keine marginalen Meinungen, so die Washington Post, sondern sie spiegelten die Empörung einer Nation wider, die vor einem Präsidenten zurückschreckt, der nukleares Säbelrasseln und zivile Ziele als Verhandlungstaktik betrachte.

Eine weitere scharfe Kritik gegen Trump aus seinem eigenen Lager kam von seinem früheren Chef der „Anti-Terror-Behörde“, Joe Kent, der kürzlich aus Protest gegen Trumps Kriegspolitik zurückgetretenen war. Er erklärte:

„Es gibt derzeit keine militärische Lösung für diesen Konflikt. Jeder militärische Schritt hat das Regime in Iran nur gestärkt.“ 

Zum Abschluss verweist die Washington Post auf die bereits gefallenen und verwundeten US-Soldaten und die Tausenden von iranischen Zivilisten, die bereits getötet wurden. Zugleich habe der Krieg die Vorräte wichtiger US-Luftabwehrwaffen erschöpft, die Energiepreise auf Rekordhöhe getrieben, Verbündete entfremdet und Trumps Zustimmungswerte im eigenen Land einbrechen lassen. Die wechselnden Forderungen Trumps, von bedingungsloser Kapitulation des Iran bis hin zu vagen diplomatischen Lösungen beschreibt die Washington Post als Ausdruck eines gescheiterten, selbstverschuldeten Desasters. 

Fazit: 

Dieses Desaster ist kein bloßer Fehltritt, sondern das vorhersehbare Ergebnis einer US-Regierung, die von ausländischen Interessen gekapert ist, einer US-Regierung, die der Diplomatie verächtlich gegenübersteht und süchtig nach theatralischer Eskalation ist. Klar ist auch, dass man mittlerweile auch in den USA zu verstehen beginnt, dass Trump von Israel an der Nase geführt wurde. Er hat amerikanische Interessen verraten und statt „America First“ Israels Interessen Priorität gegeben, auf Kosten der USA.

Nun hat Trump seinen eigenen Krieg am Hals, den er jedoch nicht gewinnen kann. Zugleich wächst der politische Aufstand in den eigenen Reihen, den er nicht mehr eindämmen kann. Die Kosten – Menschenleben, Vermögenswerte und weltweites Ansehen – werden die Amerikaner noch lange nach dem Ende dieses rücksichtslosen Kapitels der US-Geschichte tragen müssen. 

+++

Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

+++

Bild: WASHINGTON D.C., USA - 29. SEPTEMBER 2025: US-Präsident Donald Trump begrüßt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu bei seiner Ankunft im Weißen Haus.

Bildquelle: noamgalai / Shutterstock.com

(Auszug von RSS-Feed)

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Uncut #62: Heute mit Paul Brandenburg | Netanjahu treibt Trump vor sich her

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Uncut #62: Heute mit Paul Brandenburg | Netanjahu treibt Trump vor sich her
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Uncut #62: Heute mit Paul Brandenburg | Netanjahu treibt Trump vor sich her

„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.“

Mit diesem Credo ist das wöchentliche apolut-Format UNCUT im wesentlichen auf den Punkt gebracht.

Die apolut-Redaktion stellt einmal die Woche einem bekannten Influencer – diese Woche Paul Brandenburg – eine Handvoll Fragen, die in der öffentlichen Debatte aktuell die Top-Themen markieren. Dann erhalten wir dazu völlig subjektive Antworten und stellen diese online. That’s it.

Im Anschluss setzten wir auf eine lebhafte Diskussion bei den Konsumenten des Formates, denn die von uns veröffentlichten Antworten entsprechen in der Regel nicht dem aktuellen Mainstream-Narrativ, noch geben sie vor, DIE Wahrheit zu sein.

Sie geben jede Woche die subjektive Meinung des Befragten zum besten. Und damit das Meinungsspektrum möglichst breit bleibt, wechseln jede Woche die Befragten.

Wir wünschen gute Unterhaltung und spannende Diskussionen an den Stammtischen und in den Foren!

(Auszug von RSS-Feed)

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Hollisters Geopolitik-Radar vom 16.-22. März 2026

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Tag 21 des Iran-Krieges - und die Eskalation kennt keine Pause. Israel trifft das weltgrößte Gasfeld South Pars, Iran antwortet mit Angriffen auf Katars LNG-Hub und Kuwaits größte Raffinerie. Trump spricht von „Winding Down" - gleichzeitig rücken 2.500 Marines an. Eine iranische Rakete erreicht Diego Garcia, 4.000 Kilometer entfernt: der einzige verbliebene US-Nachschubhafen in Reichweite. Und der ranghöchste Trump-Geheimdienstchef tritt zurück mit den Worten: Dieser Krieg wurde auf israelischen Druck ohne Bedrohung für Amerika begonnen.

Der Geopolitik-Radar vom 16.-22. März 2026.

Ein Meinungsbeitrag von Michael Hollister.

Ticker

1. Israel trifft South Pars - weltgrößtes Gasfeld angegriffen (18. März) Israelische Luftangriffe trafen am 18. März Aufbereitungsanlagen in Asaluyeh, dem Onshore-Hub des iranischen South-Pars-Gasfeldes. Das Feld teilt sich Iran mit Katar (dort: North Dome) und deckt rund 70 Prozent des iranischen Gasinlandbedarfs. Irak meldete sofortige Unterbrechung iranischer Gaslieferungen. Trump erklärte, er habe vorab nichts gewusst - Geheimdienstquellen sagen das Gegenteil.

2. Iran antwortet auf South Pars: Ras Laffan, Haifa, Kuwait (18./19. März) Als direkte Vergeltung griff Iran Katars Ras-Laffan-LNG-Hub an - 17 Prozent weniger Output für bis zu fünf Jahre, laut QatarEnergy-CEO. Irans Haifa-Raffinerie in Israel getroffen, Kuwaits Mina-Al-Ahmadi-Raffinerie zweimal binnen 24 Stunden angegriffen. Brent-Öl: 112 Dollar/Barrel, +48% seit Kriegsbeginn.

3. Trump: „Winding Down" - gleichzeitig kommen mehr Truppen (20. März) Trump schrieb auf Truth Social, die USA stünden kurz vor Erreichen ihrer Kriegsziele und erwögen das „Winding Down". Gleichzeitig: 2.500 Marines plus USS Boxer auf dem Weg, Pentagon diskutiert Einsatz der 82nd Airborne Division. US-Staatsminister hebt Iran-Sanktionen für 140 Millionen Barrel Öl für 30 Tage auf.

4. Iran schießt Rakete Richtung Diego Garcia - 4.000 Kilometer (21. März) Iran feuerte erstmals eine ballistische Rakete in Richtung des US-Stützpunkts Diego Garcia im Indischen Ozean - 4.000 Kilometer entfernt. Die Rakete wurde abgefangen. Die Botschaft ist strategisch: Diego Garcia ist der einzige US-Hafen in Reichweite zur Nachmunitionierung der Trägerflotte, seitdem Bahrain unter Beschuss liegt. Alle US-Basen in Südeuropa liegen in ähnlicher Distanz.

5. Pentagon plant Bodentruppen-Einsatz (20. März) CBS News: Das Pentagon hat detaillierte Pläne für den Einsatz von US-Bodentruppen im Iran ausgearbeitet. Trump habe noch keine Entscheidung getroffen. Axios: Trump erwäge die Einnahme von Kharg Island, um die Hormuzstraße zu öffnen. Zwei amphibische Angriffsschiffe der Wasp-Klasse - darunter die USS Boxer - befinden sich auf dem Weg in die Region.

6. Ali Larijani getötet - Irans faktischer Staatsverwalter eliminiert (17. März) Irans Oberstes Nationales Sicherheitsrat bestätigte den Tod von Ali Larijani, Sekretär des Sicherheitsrats und seit Khameneis Tod faktischer Verwalter der iranischen Staatsführung. Mit ihm starben sein Sohn, ein Sicherheitsvizechef und Larijani-Bodyguards. Gleichzeitig: Basij-Chef Gholamreza Soleimani und IRGC-Luftstreitkräfte-Kommandeur getötet - alles in einer Nacht.

7. Bushehr-Atomkraftwerk erstmals getroffen (17. März) Ein Projektil schlug auf dem Gelände des AKW Bushehr ein - 350 Meter vom aktiven Reaktorblock entfernt. IAEA-Chef Grossi bestätigte den Einschlag, rief zur „maximalen Zurückhaltung" auf. Rosatom warnte vor einer „Katastrophe im regionalen Maßstab." Keine Strahlenerhöhung, keine Verletzten. Wer das Projektil abgefeuert hat, ist nicht öffentlich bestätigt.

8. Joe Kent tritt zurück: „Kein unmittelbarer Grund für diesen Krieg" (17. März) Joe Kent, Direktor des National Counterterrorism Center und enger Trump-Vertrauter, legte sein Amt nieder. In seinem öffentlichen Rücktrittsbrief: Iran stelle keine unmittelbare Bedrohung für die USA dar. Der Krieg sei auf israelischen Druck hin geführt worden. Kent ist Army Special Forces, elf Kampfeinsätze, ehemaliger CIA-Paramilitär - kein Establishment-Kritiker, sondern ein Kernmitglied des MAGA-Netzwerks.

9. Iran dementiert Angriffe auf Türkei und Oman (laufend) Irans neuer Oberster Führer Mojtaba Khamenei erklärte, die Angriffe auf Ziele in der Türkei und in Oman seien nicht von iranischen Streitkräften oder Kräften der „Achse des Widerstands" ausgeführt worden. Beide Länder unterhalten gute Beziehungen zu Iran. Die Frage, wer die Raketen abgefeuert hat, bleibt offen.

10. Nowruz unter Bomben - und Israelis Botschaft ans iranische Volk (20. März) Israel griff Teheran am 20. März an - dem persischen Neujahrstag Nowruz. Netanyahu in einem Video: „Feiern Sie. Wir schauen von oben zu." Beim vorangehenden Feuerfest Chaharshanbe Suri (17. März) trotzten Iraner trotz IRGC-Drohungen und Polizeipräsenz dem Regime mit Straßenfeiern und Anti-Regime-Parolen.

11. USS Gerald R. Ford verlässt das Rote Meer für Reparaturen (17. März) Der Flugzeugträger fährt nach Souda Bay auf Kreta. Offizieller Grund: ein Maschinenbrand vom 12. März. Das Schiff ist seit neun Monaten ohne Unterbrechung auf See und nähert sich dem Post-Vietnam-Einsatzrekord der US-Marine. Über 200 Matrosen wurden wegen Rauchvergiftung behandelt, 600 verloren vorübergehend ihre Schlafplätze.

12. IEA: Größte strategische Ölreservenfreigabe der Geschichte - reicht nicht (laufend) Die Internationale Energiebehörde gab 400 Millionen Barrel aus Reserven frei. Golfstaaten-Ölexporte brachen in der Woche bis 15. März um 61 Prozent ein. UAE-Produktion halbiert, Irak minus 70 Prozent. Goldman Sachs: Hohe Ölpreise könnten bis 2027 anhalten.

Im Fokus

1. South Pars und die neue Dimension des Krieges: Wenn Energie zur Waffe wird

Mit dem israelischen Angriff auf South Pars am 18. März betrat der Iran-Krieg eine neue Phase. Nicht mehr nur Militärinfrastruktur, Führungsziele und Nuklearanlagen stehen im Fadenkreuz - sondern das wirtschaftliche Rückgrat der Region und damit der globalen Energieversorgung.

South Pars ist nicht irgendein Gasfeld. Es enthält zusammen mit Katars North Dome geschätzte 1.800 Billionen Kubikfuß Gas - genug für den weltweiten Bedarf von 13 Jahren. Der iranische Teil versorgt 70 Prozent des heimischen Gasbedarfs. Katars Seite beliefert Europa und Asien mit rund einem Fünftel der weltweiten LNG-Versorgung. Irans Reaktion war präzise: Ras Laffan, Katars wichtigster LNG-Exportterminal, wurde getroffen - 17 Prozent weniger Output für bis zu fünf Jahre.

Was in den Schlagzeilen wenig auftaucht: Die Hormuz-Sperrung trifft nicht nur den Ölmarkt, sondern auch rund ein Drittel des globalen Düngemittelhandels. In der nördlichen Hemisphäre beginnt das Frühjahr-Aussaatfenster für Mais, Soja und Weizen genau jetzt - in März und April. Was in diesen Wochen nicht auf den Feldern landet, lässt sich nicht nachholen. Die Preisfolgen werden in vier bis sechs Monaten sichtbar. Harnstoff-Dünger in New Orleans: bereits +43 Prozent.

Trump ordnete Netanyahu an, South Pars nicht erneut anzugreifen. Netanyahu sagte öffentlich zu - und griff am Folgetag Teheran an. Die Koordinationsfrage zwischen Washington und Tel Aviv wurde diese Woche zum offenen Riss.

Deep-Dive:
Die Erbschaft des Iran-Krieges - Was mit 200 Kilo Uran passierte und was das für die nächsten Jahrzehnte bedeutet

Für unterstützende Leser:
Marines, Osprey und die Logik des Machteinsatzes - Was der MEU-Einsatz wirklich bedeutet

Fragen:

  • South Pars teilen sich Iran und Katar - warum greift Israel ein Feld an, das gleichzeitig ein NATO-Partner-Staat mitbetreibt?
  • Ein Drittel des globalen Düngemittelhandels läuft durch Hormuz. Wer trägt die Kosten dieser Eskalation - und wer nicht?
  • Trump sagt, er wusste nichts von South Pars. Gibt es koordinierte US-israelische Kriegsführung ohne US-Wissen - oder ist das eine Aussage für die Märkte?

2. Joe Kent und die Risse im MAGA-Lager

Es gibt Aussagen, die man nach ihrer Quelle bewertet.

Wenn ein Demokrat erklärt, dieser Krieg sei auf israelischen Druck ohne unmittelbare Bedrohung durch Iran begonnen worden, ist das eine politische Oppositionsposition. Wenn Joe Kent das sagt, ist es etwas anderes.

Kent ist Army Special Forces, elf Kampfeinsätze im Nahen Osten, verlor seine erste Frau bei einem Selbstmordanschlag in Syrien, arbeitete für die CIA als paramilitärischer Offizier, war enger Vertrauter von Tulsi Gabbard und gehörte zum Kern des MAGA-Netzwerks. Trump vertraute ihm den Schutz Amerikas vor Terrorbedrohungen an. Am 17. März trat er zurück - mit einem öffentlichen Brief auf X.

Trumps Reaktion war bezeichnend: Er nannte Kent „sehr schwach auf Sicherheit." Keine inhaltliche Widerlegung. Keine Gegenaussage zur Bedrohungslage. Tulsi Gabbard schrieb, der Präsident sei für die Einschätzung imminenter Bedrohungen zuständig - ebenfalls keine inhaltliche Widerlegung.

Kent ist nicht das erste Signal aus dem MAGA-Lager. JD Vance war beim Angriffsbeschluss laut Trump selbst „weniger enthusiastisch." Tucker Carlson kritisiert den Krieg von Anfang an. Axios berichtet, das Weiße Haus bereite sich auf ein Tucker-Carlson-Interview mit Kent vor. Die Frage, die sich jetzt stellt: Ist Kent ein Einzelfall - oder der sichtbare Teil einer internen Bewegung, die noch nicht vollständig öffentlich geworden ist?

Update Iran-Krieg, 18. März 2026 (mit vollständiger Kent-Analyse): UPDATE - USA UND ISRAEL GREIFEN IRAN AN - 18.03.2026

Fragen:

  • Trumps Kernversprechen 2016, 2020, 2024: keine langen Kriege im Nahen Osten. Wie verträgt sich Operation Epic Fury mit diesem Versprechen - und wann wird diese Spannung politisch explosiv?
  • Die Reaktion auf Kent war ad hominem, nicht inhaltlich. Was sagt das über die Substanz der Kriegsbegründung?
  • Wenn Kents Darstellung stimmt - wer hat Trump dann mit welchen Informationen zu diesem Krieg geführt?

3. Diego Garcia und die Frage der nächsten Phase

Am 21. März feuerte Iran eine ballistische Rakete in Richtung Diego Garcia - 4.000 Kilometer entfernt, mitten im Indischen Ozean. Die Rakete wurde abgefangen. Aber die Nachricht ist nicht der Abschuss selbst.

Diego Garcia ist der einzige US-Militärhafen in der Region, der außerhalb iranischer Kurzstreckenreichweite liegt - und damit der logisch zwingende Anlaufpunkt für Nachmunitionierung und Reparaturen, seitdem Bahrain unter Beschuss liegt und die USS Ford nach Kreta ausweichen musste. Wer Diego Garcia erreichen kann, demonstriert, dass es keine sichere Rückzugszone mehr gibt. Und: Alle US-Militärbasen in Südeuropa liegen in vergleichbarer Entfernung.

Gleichzeitig verdichten sich die Zeichen einer möglichen Bodenoperation: Das Pentagon hat laut CBS News detaillierte Pläne ausgearbeitet. Axios berichtet, Trump erwäge die Einnahme von Kharg Island. Die USS Boxer - ein amphibisches Angriffsschiff - ist mit 2.500 Marines an Bord auf dem Weg in die Region. Das 31. Marine Expeditionary Unit, ausgerüstet mit V-22 Osprey-Kipprotorflugzeugen, wurde verlegt.

Was Trump am 20. März als „Winding Down" bezeichnete, beschreibt die Wirklichkeit am 21. März nicht. Mehr Truppen, mehr Schiffe, mehr Planungen. Die Kriegsrhetorik und die Kriegsrealität driften auseinander - und der Markt hat es bemerkt: Öl stieg auf 112 Dollar am selben Tag.

Update Iran-Krieg, 22. März 2026: UPDATE - USA UND ISRAEL GREIFEN IRAN AN - 22.03.2026

Fragen:

  • Iran hat gezeigt, dass es Diego Garcia erreichen kann. Was bedeutet das für die Nachmunitionierungslogistik der US-Flotte - und für die Zeitplanung des Krieges?
  • Eine Bodenoperation zur Öffnung von Hormuz: Welche Kräfte bräuchte man dafür, und was würde das für das US-Engagement in anderen Regionen bedeuten?
  • Trump sagt „Winding Down" - das Pentagon plant Bodentruppen. Wer führt diesen Krieg wirklich?

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Quellen

South Pars / Energiekrieg

Joe Kent / Rücktritt

Diego Garcia / Bodentruppen / Winding Down

Bushehr AKW

Larijani / Militärische Lage

USS Ford

Nowruz / Inneninran

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Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik - jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com , bei Substack unter https://michaelhollister.substack.com sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

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Bildquelle: Michael Hollister

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Der Mann, der Nein sagte | Von Sabiene Jahn

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Joe Kents Rücktritt erschüttert Washington und reicht weit über Amerika hinaus. Dieser Artikel erklärt, warum dieser Rücktritt so viel Gewicht hat.

Ein Meinungsbeitrag von Sabiene Jahn.

Ein hochrangiger Sicherheitsbeamter tritt zurück – nicht still, nicht im Hintergrund, stattdessen mit einem offenen Angriff auf die offizielle Begründung eines laufenden Krieges. Joe Kent, bis vor kurzem einer der zentralen Architekten amerikanischer Terrorismusbekämpfung, stellt  öffentlich eine weitreichende und entscheidende Frage: Was, wenn die Bedrohung, auf die sich dieser Krieg stützt, nie bestand? Sein Rücktritt ist mehr als ein persönlicher Schritt – er ist ein Riss im Fundament der politischen Erzählung der Vereinigten Staaten.

Nicht Explosionen erschüttern politische Ordnungen – es sind Bekenntnisse. Ein Satz genügt bisweilen, um das Gebäude der offiziellen Erzählung zu erschüttern. Joseph „Joe“ Kent, bis vor wenigen Stunden Direktor des „National Counterterrorism Center“, hat einen solchen Satz geschrieben. Er könne den Krieg gegen Iran „nicht guten Gewissens unterstützen“. Der Iran habe „keine unmittelbare Bedrohung“ dargestellt. Und mehr noch, dieser Krieg sei unter dem Druck Israels und einer mächtigen Lobby in den USA zustande gekommen. Es sind Worte, die nicht aus den Reihen der Opposition stammen, nicht aus einem Feuilleton und auch nicht aus den universitären Thinktanks. Es sind Worte aus dem Innersten der amerikanischen Sicherheitsarchitektur (1)(2)(3).

Wer ist dieser Mann, der sich offensiv gegen den Kurs seiner eigenen Regierung stellt? Um die Tragweite seines Rücktritts aus dem Staatsdienst zu verstehen, muss man das Amt begreifen, das Kent niedergelegt hat. Joe Kent ist kein Beamter aus der zweiten Reihe, kein pazifistischer Aktivist, auch kein akademischer Theoretiker. Er ist das Produkt genau jener Institutionen, deren Entscheidungen er nun infrage stellt. Kent ist ein 45-jähriger Veteran, stammt aus Sweet Home im Bundesstaat Oregon und wurde in Portland groß. Er diente rund zwanzig Jahre in der Armee, unter anderem im 75th Ranger Regiment, bei den Special Forces und im U.S. Army Special Operations Command. Das offizielle NCTC-Profil betont seine elf Kampfeinsätze in Nahost und anderen Hochrisiko-Regionen sowie mehrere militärische Auszeichnungen. Nach seiner Militärzeit arbeitete er als paramilitärischer Offizier für die CIA (4)(5). Politisch profilierte er sich anschließend als Vertreter eines interventionismus-kritischen „America First“-Milieus, scheiterte jedoch 2022 und 2024 jeweils bei Kongresswahlen in Washington State.

Seine Biografie trägt die Handschrift des Krieges und die des Verlustes. Seine erste Frau, Shannon Kent, war Navy Senior Chief Petty Officer und Kryptologie-Spezialistin. Sie wurde 2019 bei einem Selbstmordanschlag im syrischen Manbidsch getötet. Medienberichten zufolge hinterließ sie zwei Kinder (6). Das NCTC selbst schrieb in seiner Biografie über Kent, dessen Familie habe ihr Leben dem Kampf gegen den Terrorismus gewidmet, und Shannon Kents Tod sei Teil jenes Vermächtnisses, das die Mission der Behörde antreibe. Dass derselbe Mann nun unter Verweis auf eben diesen Verlust den Kriegskurs seiner Regierung verwirft, verleiht seinem Schreiben einen besonderen moralischen Nachdruck. Dieser Verlust ist kein rhetorisches Ornament, es ist eine biografische Zäsur, die in seinem Rücktrittsschreiben spürbar wird. Wenn Kent davon spricht, dass er die nächste Generation nicht in einen Krieg schicken könne, der keinen Nutzen bringe, dann spricht hier nicht ein Kommentator. Kent ist ein unmittelbar Beteiligter. 

Der Mensch Joe Kent erschließt sich nicht allein aus seinem Rücktritt. Wie im Falle Charlie Kirk weben sich auch bei ihm jahrelange mediale Rahmung, die bei Kent im Moment seines Bruchs mit der Regierungslinie offenbar mitgeführt wird. Kent wurde von Leitmedien wie „The New York Times“, „The Washington Post“ oder „CNN“ wiederholt dem „far-right“-Spektrum zugeordnet. Wird derartige Zuschreibung Kents Profil gerecht? Diese Einordnung stützt sich weniger auf eine extremistische Programmatik, vielmehr auf ein Geflecht aus Kontakten, politischen Allianzen und zugespitzten Interpretationen. Konkret benannt werden als Spitzen die „Verbindungen“ zum Blogger und Filmemacher Nick Fuentes, einem offen antisemitischen Vertreter der Alt-Right, sowie zu Joey Gibson, einem Aktivisten aus dem rechtskonservativen Straßenmilieu. Hinzu kommt die zeitweise Beschäftigung eines Beraters mit Bezug zum Umfeld der „Proud Boys“, einer Gruppierung, die in den USA als gewaltbereit eingestuft wird. Diese Verbindungen sind dokumentiert, und doch sind sie zugleich der Ausgangspunkt einer Deutung, die den Schritt vom faktischen Kontakt zur ideologischen Zuschreibung vollzieht. Kent selbst hat diesen Vorwurf zurückgewiesen. Er erklärte öffentlich, er wolle „nichts mit Menschen zu tun haben“, die Gewalt ausüben oder rassistische Ideologien vertreten, und betonte, dass einzelne Kontakte weder politische Übereinstimmung noch persönliche Nähe bedeuteten. Diese Distanzierung steht jedoch im medial ideologisierten Diskurs häufig im Schatten der ursprünglichen Beschreibung. 

Der Fall berührt dann auch einen grundsätzlichen Mechanismus alter und moderner politischer Kommunikation. Das Prinzip der Kontaktschuld und des McCarthismus. Es erlaubt, politische Akteure nicht nur nach ihren eigenen Aussagen zu bewerten, sondern entlang der Peripherie ihres Umfeldes zu definieren. Damit bewegt sich die Debatte in jenem Graubereich – aus Begegnungen werden Beziehungen, aus Beziehungen werden Narrative. Der Übergang ist fließend, und gerade deshalb wirksam. Dass Kent zugleich Positionen vertritt, die im amerikanischen Diskurs selbst hoch umstritten sind – etwa seine Kritik an Auslandseinsätzen, seine Zweifel an der Wahl 2020 oder seine scharfe Ablehnung etablierter Sicherheitsinstitutionen –, erleichtert diese Rahmung zusätzlich. Doch auch hier gilt, zwischen Kritik und Ideologie verläuft eine Grenze, die politisch umkämpft ist und medial nicht immer trennscharf gezogen wird.

Wer Kent als Teil des sicherheitspolitischen Establishments versteht, wird darin ein seltenes Signal erkennen. Dass selbst innerhalb der innersten Kreise Zweifel entstehen – und, wie im aktuellen Fall, deutlich ausgesprochen werden. Sein Amt war zentral. Das „National Counterterrorism Center“ ist nicht irgend eine Behörde. Sie ist ein neuralgischer Knotenpunkt der amerikanischen Sicherheitsstruktur. Hier laufen Informationen aus Militär, Geheimdiensten und internationalen Partnern zusammen. Hier werden Bedrohungen bewertet, Szenarien entworfen und operative Prioritäten gesetzt. Der Direktor dieses Zentrums ist nicht nur Administrator, er ist Architekt der Bedrohungswahrnehmung. Wer dieses Amt innehat, entscheidet mit darüber, was als Gefahr gilt – und was nicht. 

„ABC“ fasst Kents Rolle dahin zusammen, dass er dem Präsidenten als wichtigster Berater in Terrorismusfragen diente und laut ODNI, dem Office of the Director of National Intelligence, den US-Gegen­terror- und Gegennarkotika-Apparat mit beaufsichtigte (4)(5). ODNI ist die zentrale Koordinationsstelle der US-Geheimdienste. Es wurde nach den Anschlägen vom 11. September 2001 geschaffen, um die Zusammenarbeit der verschiedenen Dienste zu verbessern. Kents tägliche Arbeit bestand in der Bewertung, Bündelung und Einordnung existenzieller Bedrohungslagen. Wenn ein solcher Mann erklärt, es habe keine unmittelbare Bedrohung durch den Iran gegeben, dann ist das keine Meinung. Es ist Analyse und nunmehr auch eine tektonische Verschiebung innerhalb der sicherheitspolitischen Selbstbeschreibung der Vereinigten Staaten.

Der Rücktritt erfolgte am Dienstag (17. März 2026), veröffentlicht als offener Brief an Donald Trump auf der Plattform X (7). Der Text ist in seiner Struktur klassisch, in seinem Inhalt jedoch außergewöhnlich. Kent würdigt zunächst Trumps frühere Außenpolitik, die er als Versuch interpretiert, Amerika aus endlosen Kriegen herauszuhalten. „Ich unterstütze die Werte und die Außenpolitik, mit denen Sie 2016, 2020 und 2024 Wahlkampf geführt und die Sie in Ihrer ersten Amtszeit umgesetzt haben. Bis Juni 2025 verstanden Sie, dass die Kriege im Nahen Osten eine Falle waren, die Amerika das kostbare Leben unserer Patrioten raubte und den Reichtum und Wohlstand unserer Nation erschöpfte,“ bekennt Kent im Rücktrittsschreiben und schildert seine Wahrnehmung gegenüber Donald Trump. „In Ihrer ersten Regierung verstanden Sie besser als jeder andere moderne Präsident, wie man militärische Macht entschlossen anwendet, ohne uns in endlose Kriege hineinziehen zu lassen,“ ist zu lesen. Kennt erinnert an die Jahre, in denen militärische Macht punktuell eingesetzt wurde, ohne sich in langfristige Konflikte zu verstricken. Doch dann folgt der Bruch. „Hochrangige israelische Beamte und einflussreiche Mitglieder der amerikanischen Medien setzten eine Desinformationskampagne in Gang“, so schreibt Kent, „die Ihre America-First-Plattform vollständig untergrub und kriegsbefürwortende Stimmungen säte, um einen Krieg mit dem Iran zu fördern. Diese Echokammer wurde benutzt, um Sie zu täuschen und Sie glauben zu lassen, der Iran stelle eine unmittelbare Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar und es gebe, wenn Sie jetzt zuschlagen, einen klaren Weg zu einem schnellen Sieg.“ Sie habe die politische Linie untergraben, habe Stimmungen erzeugt, habe eine Bedrohung konstruiert, die nicht existierte, schildert Kent weiter, „es ist klar, dass wir diesen Krieg aufgrund des Drucks Israels und seiner mächtigen amerikanischen Lobby begonnen haben“, formuliert Kent und der Präsident sei in eine strategische Fehlwahrnehmung gedrängt worden. Kent bilanziert, „Das war eine Lüge, und es ist dieselbe Taktik, mit der die Israelis uns in den verheerenden Irakkrieg hineingezogen haben, der unser Land das Leben Tausender unserer besten Männer und Frauen kostete. Diesen Fehler dürfen wir nicht noch einmal machen.“

Was folgt, ist nicht nur Kritik, stattdessen ein fundamentaler Vorwurf. Der Krieg selbst sei das Ergebnis dieser Dynamik. „Als Veteran, der elfmal im Kampfeinsatz war, und als Gold-Star-Ehemann, der seine geliebte Frau Shannon in einem von Israel erzeugten Krieg verloren hat, kann ich nicht unterstützen, dass die nächste Generation in einen Krieg geschickt wird, in dem sie kämpfen und sterben soll, der dem amerikanischen Volk keinen Nutzen bringt und die Kosten amerikanischer Leben nicht rechtfertigt,“ führt er seine Überzeugung aus. Sein Brief schliesst mit einer emotionalisierenden Note, „Ich bete, dass Sie darüber nachdenken, was wir im Iran tun und für wen wir es tun. Die Zeit für mutiges Handeln ist jetzt. Sie können den Kurs ändern und für unsere Nation einen neuen Weg einschlagen, oder Sie können zulassen, dass wir weiter in Niedergang und Chaos abrutschen. Sie halten die Karten in der Hand.“

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Trump reagierte kühl, fast demonstrativ gleichgültig und erklärte im Oval Office, er habe Kent zwar immer für einen netten Mann gehalten, aber auch für „very weak on security“ – zu schwach in Sicherheitsfragen sei er gewesen. Als er die Erklärung gelesen habe, sei ihm klar geworden, „it’s a good thing that he’s out“ (8). Eine Formulierung, die weniger auf inhaltliche Auseinandersetzung als auf politische Distanzierung zielt. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses Karoline Leavitt wies die Vorwürfe als falsch und beleidigend zurück (9). Man habe klare Hinweise auf eine Bedrohung gehabt. Innerhalb des politischen Systems zeigt sich das gewohnte Muster. Es ist Polarisierung statt Klärung und es verheißt Lagerbildung statt Analyse. Während Teile des republikanischen Spektrums Kent als illoyal darstellen, erkennen andere in seinem Schritt einen seltenen Akt persönlicher Konsequenz. Demokratische Stimmen wiederum nutzen den Moment, um die Kriegsbegründung grundsätzlich infrage zu stellen. 

Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard vermied eine offene Abrechnung mit Kent, stellte sich öffentlich hinter das Recht des Präsidenten, selbst zu bestimmen, was als unmittelbare Bedrohung zu gelten habe. Haussprecher Mike Johnson und Senator Tom Cotton widersprachen Kent, der demokratische Geheimdienstausschuss-Vize Mark Warner dagegen erklärte trotz scharfer Vorbehalte gegen Kent, in diesem Punkt habe er recht, es habe keine glaubwürdigen Belege für eine unmittelbare iranische Bedrohung gegeben, die einen weiteren „war of choice“ rechtfertigten. 

Auch die internationalen Medien reagieren entlang dieser Linien. „Al Jazeera“ hebt die historische Dimension hervor (1). Er sei ein hochrangiger Sicherheitsbeamter, der offen die Legitimation eines laufenden Krieges anzweifelt. „Associated Press (AP)“ und „Reuters“ sprechen von einem direkten Angriff auf die offizielle Begründung der Militärschläge (2)(3). Die „Financial Times“ deutete den Schritt als Symptom wachsender Spannungen innerhalb von Trumps Lager und der MAGA-Bewegung zwischen interventionistischen Falken und dem alten anti-interventionistischen „America First“-Reflex (10). Zugleich zeigen andere Reaktionen, wie polarisiert die Deutung dieses Briefes ist. „Vox“ etwa laß Kents Argumentation als Wiederbelebung antisemitischer Tropen, während konservative Stimmen wie Journalist Tucker Carlson seinen Schritt als Akt persönlicher Integrität würdigten. 

Europäische Medien analysieren den Vorgang als Symptom inner-amerikanischer Spannungen, als Ausdruck eines Konflikts zwischen Interventionismus und Rückzug. Andere Stimmen wiederum versuchen, den Vorgang zu delegitimieren, ihn als Einzelfall, als persönliche Abweichung, als politisch motivierten Akt darzustellen. 

Von einer einheitlichen Medienreaktion kann keine Rede sein, es handelt sich vielmehr um eine globale, sofort ideologisch aufgeladene Deutungsschlacht um die Frage, ob Kent ein Gewissenszeuge, ein Illoyaler oder ein Brandbeschleuniger ist. Doch gerade diese Vielfalt der Deutungen zeigt, wie tief der Riss ist. Einer dieser Risse trägt nun den Namen des Mannes, der bis gestern noch die amerikanische Anti-Terrorarchitektur mitsteuerte. Doch es geht hier nicht nur um eine Personalentscheidung. Es geht um die Frage, wie Kriege begründet werden – und wer das Recht hat, diese Begründung zu hinterfragen. Kent stellt nicht nur den konkreten Konflikt infrage, sondern das Verfahren, das zu ihm geführt hat. Damit gerät das Fundament staatlicher Legitimation ins Wanken. Genau darin liegt die historische Schärfe des Moments. (Hervorhebung durch die Redaktion.)

Was diesen Rücktritt über den Tagesanlass hinaus bedeutend macht, ist sein innerer Widerspruch. Kent war kein klassischer Dissident, kein Oppositionspolitiker und kein liberaler Kritiker des Trumpismus. Er gehörte selbst zu jenem Milieu, das Donald Trump als Kämpfer gegen den Interventionismus der alten republikanischen Eliten verstand. Sogar „Reuters“ erinnert daran, dass Kent seit langem für „America First“-Positionen und Skepsis gegenüber US-Militärinterventionen bekannt war (3). Der Einspruch kommt nicht von außen, sondern aus einem Teil des eigenen Lagers, der sich vom Kriegsverlauf und von dessen Begründung verraten sieht. 

Der Fall Joseph Kent ist kein Modell, das sich einfach übertragen lässt. Aber er ist ein Signal. Ein Signal dafür, dass es innerhalb hochgradig strukturierter, hierarchischer Systeme Momente gibt, in denen Individuen eine Grenze ziehen. Es wäre zu einfach, Kent zum Helden zu erklären oder ihn als Abweichler abzutun. Seine Aussagen sind politisch, sie sind zugespitzt und sie sind angreifbar. Doch gerade darin liegt ihre Bedeutung. Sie zwingen zur Auseinandersetzung. Sie öffnen einen Raum, in dem Fragen gestellt werden können, die im normalen Betrieb der Macht keinen Platz haben. 

Es bleibt ein Bild. Ein Mann, geprägt vom Krieg, geformt von Institutionen, die auf Sicherheit und Kontrolle ausgerichtet sind, entscheidet sich, auszutreten. Öffentlich, mit einem Brief, der mehr ist als eine formale Erklärung. Er bricht. Wer meint, Kent habe diesen Schritt zu seinem eigenen Schutz getan, verkennt die Lage. Ein solcher Bruch mindert kein Risiko – er verschiebt es. Wer spricht, wird sichtbar. Und Sichtbarkeit war in den elf Einsätzen, die Kent hinter sich hat, selten ein Zustand, der Sicherheit bedeutete. 

Und vielleicht ist es genau dieser Bruch, der den Blick freigibt auf das, was unter der Oberfläche längst in Bewegung geraten ist.

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(Red.) Siehe dazu auch dieses Video (US-englisch).

Quellen und Anmerkungen:

1.) https://www.aljazeera.com/news/2026/3/17/us-national-counterterrorism-center-director-joe-kent-resigns-over-iran-warhttps://www.aljazeera.com/news/2026/3/18/who-is-joe-kent-and-why-did-he-resign-as-trumps-counterterrorism-chief

2.) https://apnews.com/article/trump-iran-war-kent-resignation-e2e17a76d79617a68370f076c0291208

3.) https://www.reuters.com/world/middle-east/us-national-counterterrorism-center-director-resigns-over-war-iran-2026-03-17/

4.) https://abcnews.com/Politics/top-trump-counterterror-adviser-resigns-iran-war-imminent/story?id=131147889

5.) https://www.dni.gov/index.php/careers/student-opportunities/125-about/organization/national-counterterrorism-centerwww.dni.gov/index.php/newsroom/press-releases/press-releases-2025/4127-pr-42-25https://www.dni.gov/index.php/nctc-who-we-are/director-nctchttps://www.dni.gov/index.php/nctc-how-we-workhttps://www.dni.gov/index.php/careers/student-opportunities/125-about/organization/national-counterterrorism-centerhttps://www.reuters.com/world/middle-east/us-national-counterterrorism-center-director-resigns-over-war-iran-2026-03-17/

6.) https://www.navytimes.com/news/your-navy/2019/01/19/sailor-killed-in-bombing-leaves-behind-a-husband-and-two-children/https://www.navytimes.com/podcasts/2021/05/26/the-spouse-angle-podcast-up-this-week-gold-star-husband-joe-kent-on-life-after-losing-his-wife/https://www.navytimes.com/news/pentagon-congress/2026/03/17/top-trump-official-resigns-over-iran-blaming-israel-for-march-to-war/

7.) @joekent16jan19; https://x.com/joekent16jan19/status/2033897242986209689https://x.com/joekent16jan19

8.) www.youtube.com/shorts/00tt2i15ltM

9.) https://abcnews.go.com/Politics/top-trump-counterterror-adviser-resigns-iran-war-imminent/story?id=131147889 ; https://www.reuters.com/world/middle-east/us-national-counterterrorism-center-director-resigns-over-war-iran-2026-03-17/ ; www.youtube.com/watch?v=ytWxRWbh2m8https://apnews.com/article/trump-iran-war-kent-resignation-e2e17a76d79617a68370f076c0291208

10.) https://www.ft.com/content/f3dad979-875e-4ee7-836c-264890d5df6b?syn-25a6b1a6=1

Nachtrag

Joe Kent: „Untersuchung im Fall Charlie Kirk wurde nach einer Woche gestoppt!“

Ein Nachtrag ergibt sich aus einem Interview, das der ehemalige US-Anti-Terror-Koordinator Joe Kent am 18. März 2026 – einen Tag nach seinem Rücktritt – dem US-Journalisten Tucker Carlson gab. Mehrere internationale Medien griffen zentrale Aussagen dieses Gesprächs auf. Kent verweist auf konkrete Einschränkungen innerhalb der sicherheitspolitischen Entscheidungs- und Ermittlungsstrukturen. Besonders aufschlussreich ist seine Darstellung eines Treffens mit Charlie Kirk im West Wing. Kent berichtet, „Das letzte Mal, dass ich Charlie Kirk auf dieser Erde gesehen habe, war im Juni (Anm. der Redaktion – 2025) im West Wing.“ Kirk habe ihn direkt aufgefordert mit den Worten, „Joe, halte uns davon ab, in einen Krieg mit dem Iran hineingezogen zu werden.“

Im weiteren Verlauf formuliert Kent eine Reihe von Beobachtungen, die von mehreren Medien aufgegriffen wurden. So zitiert etwa „Associated Press“ aus dem Interview, dass innerhalb der Regierung abweichende Einschätzungen nicht bis zum Präsidenten durchgedrungen seien und kritische Stimmen „nicht gehört“ wurden. Noch konkreter wird Kent mit Blick auf die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Tod Kirks. Laut Berichten, unter anderem von „New York Post“, erklärte er, dass Untersuchungen, an denen auch das National Counterterrorism Center beteiligt gewesen sei, nicht weitergeführt werden konnten. Kent selbst formuliert dies im Interview in bemerkenswerter Klarheit: „Die Untersuchung, an der ich beteiligt war – auch das National Counterterrorism Center war beteiligt –, wurde gestoppt.“

Darüber hinaus präzisiert er den Ablauf dieser Unterbrechung und beschreibt einen bemerkenswert kurzen Zeitrahmen. Die Mitarbeit seines Hauses sei „nach der akuten Phase – der ersten Woche – beendet worden“, man habe ihm signalisiert, man werde sich melden, sollte weiterer Bedarf bestehen. Gleichzeitig habe es jedoch weiterhin Ermittlungsansätze gegeben. Kent formuliert hierzu, „Es gab noch vieles, das wir hätten untersuchen müssen … es gab Verbindungen, denen wir hätten nachgehen müssen.“ Und weiter „Wir hatten noch zahlreiche weitere Ansätze, die auf eine mögliche ausländische Verknüpfung hindeuteten, und wir wurden daran gehindert, diese weiterzuverfolgen.“ Zugleich betont er ausdrücklich die Grenzen seiner Aussagefähigkeit, er könne zu bestimmten Aspekten „nicht ins Detail gehen“. Seine zentrale Formulierung bleibt dabei bewusst offen: „Ich ziehe keine Schlussfolgerungen … ich sage nur: Es gibt unbeantwortete Fragen.“

Parallel dazu berichten mehrere Medien, darunter „The Guardian“, dass Kent im Interview insgesamt ein Bild zeichnete, in dem abweichende Einschätzungen innerhalb des Apparats marginalisiert und Entscheidungsprozesse auf einen engen Kreis konzentriert worden seien. 

In zahlreichen Beiträgen wurde Kent nicht nur als zentraler Insider wahrgenommen, sondern zugleich der Wunsch geäußert, ihn zu schützen. Nutzer der Sozialen Medien fordern öffentlich, seine Sicherheit zu gewährleisten, da er sensible Einblicke in politische Entscheidungsprozesse gegeben habe. Diese Reaktionen, unabhängig von ihrer inhaltlichen Bewertung,  verweisen auf ein wachsendes Misstrauen gegenüber offiziellen Darstellungen. 

Hinzu kommt ein weiterer Aspekt. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer internationaler Medien läuft seit Monaten eine Untersuchung des FBI gegen Kent. Die erste Berichterstattung hierzu erschien am 18. März 2026 bei „Semafor“ (elitenahes Medium) und wurde anschließend von einer Vielzahl etablierter Medien bestätigt, darunter „Associated Press“, „NBC News“,„CBS News“, „The New York Times“, „Axios“, „Reuters“, „BBC“ sowie „Der Spiegel“.

Gegenstand der Untersuchung ist der Verdacht, dass klassifizierte Informationen unrechtmäßig weitergegeben worden sein könnten. In einzelnen Berichten wird in diesem Zusammenhang auch auf mögliche Kontakte zu Medienakteuren verwiesen, wobei unter anderem der Name von Tucker Carlson genannt wird, ohne dass eine konkrete Zuordnung einzelner Informationsflüsse öffentlich belegt wäre. Die Kritik an Kent kommt aus unterschiedlichen Richtungen. Während mit Taylor Budowich ein Vertreter aus dem engeren Umfeld des Weißen Hauses ihm illoyales Verhalten und wiederholte Leaks vorwirft, reagierte die Anti-Defamation League (ADL), eine einflussreiche US-Organisation zur Bekämpfung von Antisemitismus, auf Kents Aussagen zur Rolle Israels mit dem Vorwurf, diese bedienten antisemitische Stereotype. Gleichzeitig fanden Kents Positionen im Gespräch mit Tucker Carlson eine Plattform in einem medienpolitischen Umfeld, das sich seit Jahren kritisch gegenüber militärischen Interventionen und Teilen der US-Nahostpolitik positioniert.

Der Stand der Dinge ist klar zu differenzieren – ein formales Strafverfahren, also eine Anklage, ein Grand-Jury-Verfahren oder eine gerichtliche Verhandlung – wurde bislang nicht eingeleitet. So berichtet „The Guardian“, dass die Ermittlungen vor seinem Ausscheiden begonnen hätten, während das FBI eine offizielle Stellungnahme hierzu verweigerte. Auffällig ist jedoch die Gleichzeitigkeit von öffentlicher Kritik an der Iran-Politik und den Untersuchungen gegen den ehemaligen Sicherheitsbeamten. Damit bleibt auch dieser Punkt Teil eines noch nicht abgeschlossenen Zyklus und fügt sich in die von Kent selbst formulierte Diagnose ein, ein Geflecht aus offenen Fragen, unterbrochenen Prozessen und konkurrierenden Deutungen. 

Zusätzliche Quellen und Anmerkungen: 

10.) Interview: https://tuckercarlson.com/live-show-march-18-2026www.youtube.com/watch?v=1cbw1utqzHg&t=267s; Transkript: https://singjupost.com/tucker-carlson-show-w-joe-kents-interview-since-resigning-as-counterterrorism-director-transcript/

11.) https://www.semafor.com/article/03/18/2026/fbi-investigates-national-security-aide-who-resigned-over-war

12.) https://apnews.com/article/fbi-counterterrorism-classified-documents-de5efb8bc0bdb59b45c247b6251ab6f6 (inklusive Update)

13.) https://www.nbcnews.com/politics/national-security/fbi-investigating-former-trump-official-joe-kent-resigned-iran-war-rcna264232

14.) https://www.cbsnews.com/news/joe-kent-trump-counterterrorism-iran-fbi-investigation-leak

15.) https://www.nytimes.com/2026/03/18/us/politics/fbi-joe-kent-intelligence-leak.html

16.) https://www.axios.com/2026/03/19/joe-kent-fbi-leak-investigation

17.) https://www.reuters.com/world/middle-east/us-israeli-war-aims-iran-are-not-same-gabbard-says-2026-03-19/; https://www.reuters.com/world/iran-war-live-trump-administration-intelligence-officials-testify-after-joe-kent-2026-03-18/

18.) https://www.bbc.com/news/articles/c33j3gxvgmro

19.) https://www.theguardian.com/us-news/2026/mar/19/fbi-probing-counterterrorism-official-who-resigned-over-iran-war-reports-say

20.) https://nypost.com/2026/03/19/us-news/ex-trump-counterterror-honcho-joe-kent-peddles-bizarre-conspiracy-theory-that-israel-had-a-hand-in-charlie-kirks-murder/

21.) https://www.spiegel.de/ausland/donald-trump-und-joe-kent-zurueckgetretener-terrorabwehr-chef-klagt-ueber-mangelnden-kontakt-zu-trump-a-dadbc1c4-3e88-4599-bd79-6e618a56e294

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Erstveröffentlichung am 19. März 2026 bei Globalbridge: https://globalbridge.ch/der-mann-der-nein-sagte/

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Wir danken der Autorin für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Joe Kent

Bildquelle: Ben Von Klemperer / shutterstock

Der Mann, der Nein sagte | Von Sabiene Jahn

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Krieg gegen den Iran führt zum ersten Rücktritt eines hohen US-Regierungsmitarbeiters

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Joe Kent, Direktor des National Counterterrorism Center, bestreitet, dass der Iran eine unmittelbare Gefahr für die USA darstellt. Für ihn hat Trump "diesen Krieg aufgrund des Drucks Israels und seiner einflussreichen amerikanischen Lobby begonnen".

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