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EU verhängt 20. Sanktionspaket gegen Rußland: Noch mehr Boykott, noch mehr Zensur

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Brüssel. Die Europäische Union hält unvermindert an ihrem Sanktionskurs gegen Rußland fest. Sie hat jetzt ihr sage und schreibe 20. Sanktionspaket auf den Weg gebracht. […]

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Bahn-Chefin sagt stabile Preise für ICE-Tickets für ein Jahr zu

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Vorschau ansehen Ab dem 1. Mai: Trotz steigender Energiepreis will die Deutsche Bahn die Preise für Fernverkehrstickets für ein Jahr einfrieren.
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Hollisters Geopolitik-Radar vom 20. – 26. April 2026

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Vorschau ansehen Hollisters Geopolitik-Radar vom 20. – 26. April 2026

Eine Woche, die Geschichte schreibt - und die kaum jemand als solche erkennt. Zwei Atommächte beschießen sich mit Raketen über Kaschmir, ein 65 Jahre alter Wasservertrag wird zur strategischen Waffe, und 250 Millionen Menschen fragen sich, ob ihre Felder nächste Saison noch Wasser bekommen. In Islamabad verlässt der iranische Außenminister die Stadt, bevor die Amerikaner landen - und Trump stoppt seinen eigenen Gesandten noch auf dem Rollfeld. An der Straße von Hormus schreiben Tankerkapitäne still die europäische Energieversorgung um – nicht durch Entscheidungen in Parlamenten, sondern durch Frachtverträge. Washington sanktioniert Chinas zweitgrößte Ölraffinerie und testet damit, wie weit Peking bereit ist, zurückzustecken - wenige Wochen vor dem Trump-Xi-Treffen. Deutschland veröffentlicht erstmals seit 1945 eine Militärstrategie, benennt Russland als Hauptgegner - und die Munition reicht für zweieinhalb Tage. Willkommen in der Woche, in der die Welt gleich an mehreren Stellen gleichzeitig aus den Fugen geriet.

Geopolitik-Radar vom 20. – 26. April 2026

Ein Meinungsbeitrag von Michael Hollister.

Ticker

INDIEN GREIFT PAKISTAN AN - ZWEI ATOMMÄCHTE AM RAND DES KRIEGES

Am 22. April wurden 26 Menschen - überwiegend hinduistische Touristen - im indisch kontrollierten Kaschmir nahe Pahalgam erschossen. Indien machte Pakistan verantwortlich und startete wenige Tage später die Operation Sindoor: Raketenangriffe auf Ziele in Pakistan und dem pakistanisch kontrollierten Kaschmir. Pakistan meldete mindestens 31 Tote. Beide Seiten beschossen sich entlang der Kontrolllinie. Trump bot sich als Vermittler an - für Indien ein diplomatischer Affront, für Pakistan ein unerwarteter Aufstieg zum regionalen Gesprächspartner.

INDIEN SETZT INDUS-WASSERVERTRAG AUS - WASSER WIRD ZUR WAFFE

Als Reaktion auf den Anschlag suspendierte Neu-Delhi den Indus Waters Treaty von 1960 - ein Abkommen, das drei Kriege und Dutzende Krisen überlebt hatte. 250 Millionen Pakistanis sind auf das Wasser des Indus angewiesen. Der Vertrag war das letzte bilaterale Format, in dem überhaupt noch Dialog stattfand. Wasser als strategische Waffe zwischen zwei Atommächten - das ist keine Metapher mehr.

USA/IRAN: WAFFENSTILLSTAND VERLÄNGERT - BLOCKADE BLEIBT, GESPRÄCHE GEPLATZT

Trump verlängerte den Waffenstillstand kurz vor Ablauf auf unbestimmte Zeit - angeblich auf Bitten Pakistans. Gleichzeitig hält die US-Marine die Seeblockade iranischer Häfen aufrecht. Der Iran verliert nach US-Angaben rund 500 Millionen Dollar täglich. Teheran nennt die Blockade einen Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen und macht ihre Aufhebung zur Vorbedingung für jede weitere Verhandlung. Der Waffenstillstand ist einer nur dem Namen nach.Die neuesten Entwicklungen lesen Sie hier: Update USA und Israel greifen Iran an - 26.04.2026

ARAGHCHI VERLÄSST ISLAMABAD VOR ANKUNFT DER US-DELEGATION - TRUMP CANCELT WITKOFF-FLUG

Der iranische Außenminister Araghchi reiste aus Islamabad ab, bevor die amerikanische Delegation mit Witkoff und Kushner gelandet war. Trump stoppte den Abflug der US-Delegation noch am Boden. Teheran hinterließ nach eigenen Angaben alle relevanten Positionen - und machte damit klar: Der Iran verhandelt nicht auf Abruf und nicht unter Drohungen. Washington diktiert Termine. Teheran entscheidet selbst, ob es erscheint.

USA SANKTIONIEREN CHINAS IRAN-ÖLKANAL - HENGLI PETROCHEMICAL IM VISIER

Das US-Finanzministerium belegte am 25. April die chinesische Raffinerie Hengli Petrochemical in Dalian mit Sanktionen - Chinas zweitgrößte unabhängige Raffinerie mit 400.000 Barrel Tageskapazität. Dazu kamen rund 40 Reedereien und Tanker der iranischen Schattenflotte. Hengli kaufte seit 2023 iranisches Öl im Wert von mehreren Milliarden Dollar. Peking bezeichnete die Maßnahme als Eingriff in legitime Handelsbeziehungen. Die eigentliche Eskalationsachse verläuft nicht zwischen Washington und Teheran - sondern zwischen Washington und Peking.

DEUTSCHLAND VERÖFFENTLICHT ERSTE MILITÄRSTRATEGIE SEIT 1945 - RUSSLAND ALS HAUPTGEGNER

Verteidigungsminister Pistorius stellte am 22. April die erste Militärstrategie der Bundeswehr in der Geschichte der Bundesrepublik vor. Ziel: die Bundeswehr bis Mitte der 2030er-Jahre zur stärksten konventionellen Armee Europas - 260.000 Aktive, 200.000 Reservisten. Russland wird explizit als Hauptgegner benannt. Das Dokument ist als Geheimpapier eingestuft, ein Teildokument wurde veröffentlicht. Wie weit die Bundeswehr von diesem Ziel entfernt ist, lesen Sie im Fokusthema unten.

EU-GIPFEL ZYPERN: EIGENE BEISTANDSKLAUSEL ALS NATO-ERSATZ AUF DER AGENDA

Die EU-Staats- und Regierungschefs trafen sich am 23./24. April informell auf Zypern. Auf der Agenda: eine operative EU-Beistandsklausel nach Artikel 42.7 des EU-Vertrags - explizit als möglicher Ersatz für NATO-Artikel 5, sollten die USA das Bündnis verlassen. Entscheidungen wurden nicht getroffen. Dass das Thema überhaupt auf Gipfelebene diskutiert wird, ist selbst die Nachricht.

POLEN/TUSK: ARTIKEL-5-VERTRAUEN OFFEN ANGEZWEIFELT

Polens Premierminister Donald Tusk stellte öffentlich die Frage, ob die USA Polen im Ernstfall nach Artikel 5 verteidigen würden - und nannte es „Europas wichtigste Sicherheitsfrage." Polen erfüllt bereits das von Trump geforderte Fünf-Prozent-BIP-Ziel bei den Verteidigungsausgaben und zweifelt trotzdem. Tusk forderte, die EU-Beistandsklausel mit echten Instrumenten zu füllen. Der NATO-Frontstaat mit den höchsten Verteidigungsausgaben traut dem Bündnis nicht mehr.

BALIKATAN 2026: 17.000 SOLDATEN VOR LUZON - JAPAN ERSTMALS MIT SCHARFER MUNITION

Seit dem 20. April laufen vor den Philippinen die größten Balikatan-Manöver der Geschichte. 17.000 Soldaten aus sieben Ländern - USA, Philippinen, Japan, Kanada, Frankreich, Australien, Neuseeland - trainieren bis zum 8. Mai in Nordluzon, direkt an der Taiwanstraße und dem Südchinesischen Meer. Erstmals nimmt Japan aktiv mit scharfer Munition teil. China reagierte scharf und warf den Teilnehmern vor, Spaltung und Konfrontation zu schüren.

GAZA/WESTBANK: ANGRIFFE TROTZ WAFFENSTILLSTAND - SIEDLUNGSAUSBAU ALS DE-FACTO-ANNEXION

Israelische Angriffe töteten laut Medizinern mindestens zwölf Menschen in Gaza-Stadt, Beit Lahiya und Khan Younis - darunter auch Polizisten. Gleichzeitig feierten israelische Minister die Wiedererrichtung einer symbolischen Siedlung in der Westbank; palästinensische Geschäfte im benachbarten Dorf erhielten Abrissbefehle. Der Waffenstillstand gilt auf dem Papier. Die De-facto-Annexionsdynamik läuft weiter.

EU-AUSWEISKONTROLLE: VON DER LEYENS APP KNACKT DAS ANONYME INTERNET

Am 15. April stellte die EU-Kommission eine App vor, die Kinder im Internet schützen soll - per Ausweis-Scan, Token-Vergabe, Zugangskontrolle. Innerhalb von 24 Stunden war die App geknackt. Was bleibt, ist die Infrastruktur: ein technisches Fundament, das das anonyme Internet strukturell beenden kann - Schritt für Schritt, jeder Schritt für sich begründet. Die vollständige Analyse: Flitzer - Der freundliche Türsteher

GEORGIEN: DER MOSKAUER MECHANISMUS - NUR DAS 17. MAL IN 35 JAHREN

23 OSZE-Staaten haben den Moskauer Mechanismus gegen Georgien ausgelöst - ein Instrument, das in seiner gesamten Geschichte nur 16 Mal eingesetzt wurde. Bisherige Zielstaaten: Belarus, Tschetschenien, Turkmenistan. Jetzt steht ein EU-Beitrittskandidat auf dieser Liste. Was das bedeutet: Georgien - Der Mechanismus, den niemand kennt


Fokusthemen

Indien und Pakistan: Zwei Atommächte im Feuer

Der Anschlag von Pahalgam am 22. April war mehr als ein Terrorakt. Er war der Auslöser einer militärischen Eskalation, die in ihrer Intensität seit Jahrzehnten ohne Vergleich ist. Indien griff mit Raketen Ziele auf pakistanischem Territorium an - Operation Sindoor. Pakistan antwortete mit Artillerie. Beide Seiten meldeten Tote. Indien setzte den Indus Waters Treaty aus - einen Vertrag, der 1960 unter Weltbank-Vermittlung entstand und drei Kriege überlebt hatte. Wasser wird zur Waffe zwischen zwei Atommächten, die zusammen über mehr als 300 Nuklearsprengköpfe verfügen. Trump bot Vermittlung an - für Indien ein diplomatischer Affront, für Pakistan ein unerwarteter Aufstieg. Islamabad agiert gleichzeitig als Vermittler zwischen den USA und dem Iran. Was diese Woche in Südasien passierte, wurde von westlichen Medien weitgehend als Randnotiz behandelt. Das ist ein Fehler. Wenn zwei Atommächte einander mit Raketen beschießen, ist das keine regionale Krise. Es ist eine globale.

Fragen:

  • Warum bietet Trump ausgerechnet jetzt Vermittlung an - und welche Interessen verfolgt Washington dabei?
  • Kann Pakistan gleichzeitig Vermittler im Iran-Konflikt und Konfliktpartei gegen Indien sein, ohne seine Glaubwürdigkeit zu verlieren?
  • Was passiert mit 250 Millionen Menschen, wenn der Indus-Vertrag dauerhaft ausgesetzt bleibt?
  • Warum schenkt die westliche Öffentlichkeit dem gefährlichsten Atomkonflikt der Woche kaum Aufmerksamkeit?


Hormus als globaler Zwangshebel

Die Straße von Hormus ist an ihrer engsten Stelle 54 Kilometer breit. Durch sie fließen rund 20 Prozent der weltweiten Ölexporte. Seit dem 28. Februar ist sie Kriegsgebiet. Der Iran blockiert sie. Die USA blockieren iranische Häfen. Handelsschiffe werden von iranischen Kanonenbooten beschossen. Der Ölpreis liegt bei rund 95 Dollar pro Barrel - nach einem Hoch von fast 120 Dollar vor dem Waffenstillstand. Was in den Nachrichten als Militärkonflikt erscheint, ist längst ein Energie-, Handels- und Sanktionskrieg. Washington sanktioniert Chinas Ölkanal über Hengli Petrochemical. Teheran erhält erstmals Einnahmen aus Durchfahrtgebühren. Tankerkapitäne schreiben derweil still die europäische Energiepolitik um: Flitzer - Schrödingers Ölmarkt Wer mit einem vollen Tanker drei Wochen nach Europa fahren kann oder eine Woche nach Asien, wählt Asien - und schreibt langfristige Verträge. Wenn die Meerenge irgendwann wieder offen ist, laufen einige dieser Verträge noch. Kein Parlament hat das beschlossen. Frachtökonomie hat es entschieden.

Fragen:

  • Wer kontrolliert Hormus wirklich - und welchen Preis zahlt die Weltwirtschaft dafür täglich?
  • Wie lange kann Europa einen strukturellen Umlenkungsprozess auf den Energiemärkten ignorieren, bevor er politisch sichtbar wird?
  • Ist die US-Seeblockade iranischer Häfen noch Druckmittel - oder bereits Kriegshandlung nach Völkerrecht?
  • Was passiert mit den Energiepreisen in Europa, wenn zusätzlich Bab al-Mandab geschlossen wird?


Europa rüstet - aber kann es auch kämpfen?

Am 22. April legte Pistorius die erste Militärstrategie der Bundeswehr in der Geschichte der Bundesrepublik vor. Russland ist der Hauptgegner. Die Bundeswehr soll zur stärksten konventionellen Armee Europas werden - 260.000 Aktive, 200.000 Reservisten, drei Phasen bis Mitte der 2030er. Parallel diskutiert die EU auf Zypern eine eigene Beistandsklausel, weil niemand mehr sicher ist, ob Artikel 5 im Ernstfall trägt. Polens Premier Tusk stellt öffentlich die Frage, ob Amerika kommt, wenn Russland angreift - obwohl Polen bereits das Fünf-Prozent-BIP-Ziel erfüllt. Das Bild wirkt entschlossen. Die Realität nicht. Kriegstüchtig auf dem Papier - Siegfähig in der Planung Das Heer derBundeswehr hat Munition für zweieinhalb Tage Gefecht. Die Luftwaffe könnte ihren Kampfjet-Bestand viereinhalb Mal auffüllen - wenn genug Zünder vorhanden wären. Sind sie nicht immer. Die Marine hat Luftabwehrraketen für fünf Tage. Zwischen politischer Rhetorik und militärischer Realität liegt eine dokumentierte, messbare Lücke. Deutschland gibt Hunderte Milliarden aus. Pistorius verspricht die stärkste Armee Europas. Aber was passiert, wenn man das Wort „siegfähig" mit echten Zahlen konfrontiert? Mit Munitionslisten, Ausbildungsrealitäten, Logistikketten? Eine Real-Satire in sieben Akten — und sie ist erschreckend komisch, weil sie wahr ist: Siegfähig

Wie Europa systematisch auf diesen Punkt vorbereitet wurde - Schritt für Schritt, Dokument für Dokument: EU - Kriegsbereit in drei Wochen - Teil 5

Intro: Der vorbereitete Krieg

Fragen:

  • Wie glaubwürdig ist Abschreckung, wenn die Munition nach zweieinhalb Tagen ausgeht?
  • Wer entscheidet in Europa über Kriegsvorbereitung - gewählte Parlamente oder Verteidigungsministerien?
  • Ist die neue Bundeswehr-Strategie eine Antwort auf eine reale Bedrohung - oder Rechtfertigung für Ausgaben, die längst beschlossen waren?
  • Was bedeutet es, wenn der NATO-Frontstaat mit den höchsten Verteidigungsausgaben öffentlich am Bündnis zweifelt?


Washington sanktioniert Peking - der Krieg hinter dem Krieg

Formal geht es um iranisches Öl. Tatsächlich geht es um die Frage, wie weit China bereit ist, das US-Sanktionsregime zu umgehen - und wie weit Washington bereit ist, das zu bestrafen. Hengli Petrochemical in Dalian ist Chinas zweitgrößte unabhängige Raffinerie. Sie kaufte seit 2023 iranisches Rohöl im Wert von mehreren Milliarden Dollar, verschleiert über eine Schattenflotte, Herkunft als malaysisch deklariert. Washington belegte Hengli und 40 weitere Reedereien mit Sekundärsanktionen - wer mit diesen Firmen Geschäfte macht, ist selbst im Visier. Die Maßnahme kommt wenige Wochen vor dem geplanten Treffen von Trump und Xi. Das ist kein Zufall. Es ist ein Test: Wie viel Druck schluckt Peking, bevor es zurückschlägt? Peking antwortete bereits mit dem Stopp von Dual-Use-Exporten an sieben europäische Rüstungsunternehmen. Die Frontlinien verlaufen längst nicht mehr nur am Persischen Golf.

Fragen:

  • Ist die Hengli-Sanktion ein isolierter Druckakt - oder der Beginn einer systematischen Abkopplung Chinas vom globalen Finanzsystem?
  • Wie reagiert Peking, wenn Washington kurz vor dem Trump-Xi-Treffen weiter eskaliert?
  • Was bedeuten chinesische Gegensanktionen gegen europäische Rüstungsfirmen für die europäische Aufrüstungsdebatte?
  • Wer profitiert davon, wenn USA und China sich über iranisches Öl zerfleischen - und wer zahlt den Preis?

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Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik - jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com, bei Substack sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

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Bildquelle: Michael Hollister

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Quellenverzeichnis

Euronews DE - Waffenstillstand vor dem Ende, 21. April 2026 https://de.euronews.com/2026/04/21/waffenstillstand-usa-iran-krieg

Pravda DE - Trump verlängert Waffenstillstand auf unbestimmte Zeit, 22. April 2026 https://germany.news-pravda.com/germany/2026/04/23/261768.html

WSWS DE - Verlängerung des Waffenstillstands und Seeblockade, 22. April 2026 https://www.wsws.org/de/articles/2026/04/22/spvv-a22.html

US Treasury / OFAC - Hengli-Sanktionen und Schattenflotte, 25. April 2026 https://home.treasury.gov/news/press-releases/sb0472

US News / AP - Hengli Petrochemical und 40 Reedereien sanktioniert, 25. April 2026 https://www.usnews.com/news/business/articles/2026-04-24/us-imposes-sanctions-on-a-china-based-oil-refinery-and-40-shippers-over-iranian-oil

SWI Swissinfo - Indien setzt Indus-Wasservertrag mit Pakistan aus https://www.swissinfo.ch/ger/nach-anschlag-in-kaschmir:-indien-setzt-wasservertrag-mit-pakistan-aus/89205035

IPG Journal - Pahalgam und die Folgen für Südasien https://www.ipg-journal.de/regionen/asien/artikel/mit-offenem-visier-8296/

BMVg - Militärstrategie der Bundeswehr, 22. April 2026 https://www.bmvg.de/de/presse/strategie-zur-landes-und-buendnisverteidigung-6093690

Tagesspiegel - Pistorius legt erste Militärstrategie vor, 23. April 2026 https://www.tagesspiegel.de/politik/starkung-der-bundeswehr-pistorius-legt-erste-militarstrategie-vor-mehr-bundeswehr-15508201.html

Euronews DE - EU-Gipfel Zypern: Beistandsklausel als NATO-Ersatz, 23. April 2026 https://de.euronews.com/my-europe/2026/04/23/gipfel-zypern-eu-beistand-nato-ukraine-iran

Weltwoche - Tusk zweifelt an NATO-Loyalität der USA, 25. April 2026 https://weltwoche.ch/daily/wir-brauchen-eine-echte-allianz-polen-premier-donald-tusk-stellt-loyalitaet-der-usa-gegenueber-den-nato-partnern-infrage/

Berliner Zeitung - Balikatan 2026: Japan erstmals mit scharfer Munition, 20. April 2026 https://www.berliner-zeitung.de/news/balikatan-manoever-2026-japan-erstmals-mit-scharfer-schiessuebung-dabei-li.10030462

Pforzheimer Zeitung - Philippinen und USA starten Militärmanöver, 20. April 2026 https://www.pz-news.de/politik_artikel,-Philippinen-und-USA-starten-grosse-gemeinsame-Militaeruebungen-_arid,2347141.html

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40 Jahre Tschernobyl: Wie stark ist die Belastung noch?

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Vorschau ansehen Die Folgen des Reaktorunglücks im Kernkraftwerk Tschernobyl am 26. April 1986 haben auch Deutschland beeinflusst. Welche Folgen gibt es heute noch?
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Schüsse bei Dinner mit Trump: Was wir wissen - und was nicht

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Vorschau ansehen Beim traditionellen Gala-Dinner in Washington D.C. mit Journalisten fielen Schüsse. Ein Angreifer rennt durch eine Sicherheitsschleuse - und wird von Sicherheitsleuten überwältigt. Was ist geschehen?
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Viele Kinder können nicht schwimmen

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Vorschau ansehen Vielen Kindern fällt das Schwimmenlernen schwer - das Wasser ist tief und der Beckenrand so weit weg. DLRG-Präsidentin Ute Vogt warnt, dass sechs von zehn Kindern am Ende der 4. Klasse nicht sicher schwimmen können.
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Schüsse bei Dinner mit Trump +++ US-Präsident nennt Verdächtigen „kranke Person“ +++ Angreifer trug mehrere Waffen bei sich

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Mordprozess um Fabians Tod steht bevor

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Vorschau ansehen Warum wurde Fabian getötet? Diese Frage soll der Mordprozess klären, der in wenigen Tagen beginnt. Angeklagt ist eine 30-Jährige. Rück- und Ausblick auf ein erschütterndes Verbrechen an einem Kind.
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Steuergeld für Wurm-Wahlen: AfD prangert BpB-Förderung an

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Berlin. Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) soll eigentlich, wie der Name sagt, der politischen Bildung dienen. Dafür verfügte sie 2026 über ein Jahresbudget von […]

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Benzin: 12-Uhr-Regel steigert Profit der Konzerne

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Vorschau ansehen Nach Einführung des Modells sind nicht nur die Spritpreise, sondern auch die Margen der Mineralölkonzerne gestiegen, sagen Wirtschaftsforscher.
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TICKER Iran | Drei Flugzeugträger: USA sammeln militärische Kräfte in der Region

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Vorschau ansehen Das US-Militär bündelt seine Kapazitäten in der Golfregion, mittlerweile sind drei Flugzeugträger gleichzeitig vor Ort. Der Iran attackiert weiterhin Containerschiffe, die sich durch die Straße von Hormus bewegen. Der deutsche Politiker Omid Nouripour (Grüne) ist zu einer Reise nach Saudi-Arabien und in die VAE aufgebrochen.
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Schüsse bei Dinner mit Trump +++ US-Präsident in Sicherheit +++ Angreifer trug mehrere Waffen bei sich

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Nach Verstoß gegen Waffenruhe: Netanjahu befiehlt neue Angriffe auf Hisbollah

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Amazon-Kunden sind von „Links–Deutsch, Deutsch–Links“ begeistert

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TICKER | Backhaus: Wal wird „nicht von heute auf morgen sterben“

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Vorschau ansehen Seit 26 Tagen liegt Timmy in der Wismarbucht: Der gestrandete Buckelwal wird vor der Ostseeinsel Poel in einer Mulde stabilisiert. Das Rettungskonzept mit Spezial-Lastkahn liegt nun vor und ein mögliches Hochwasser am Wochenende bringt neue Hoffnung für die Rettung.
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INSA meldet neuen Rekordwert für AfD

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Vorschau ansehen Die AfD kommt im aktuellen Insa-“Sonntagstrend” auf 28 Prozent und erzielt damit ihren bisher höchsten gemessenen Wert in einer bundesweiten Umfrage eines großen Instituts.
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TICKER | Neues Rettungskonzept für „Timmy“ wird geduldet

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Vorschau ansehen Seit 26 Tagen liegt Timmy in der Wismarbucht: Der gestrandete Buckelwal wird vor der Ostseeinsel Poel in einer künstlichen Mulde stabilisiert. Das Rettungskonzept mit Spezial-Lastkahn liegt nun vor und ein mögliches Hochwasser am Wochenende bringt neue Hoffnung für die Rettung von Timmy-Hope.
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☐ ☆ ✇ Opposition24

Zwei Jahre unter Verschluss: UFO-Whistleblower starb kurz vor Kongress-Aussage – angeblich war es ein Drogenunfall

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Ein früherer US-Luftwaffen-Geheimdienstoffizier, der kurz davor war, dem Kongress Details über geheime Regierungsprogramme zu UFOs zu enthüllen, starb im Mai 2024 – und niemand sagte etwas. Zwei Jahre lang. Wie die New York Post nun berichtet, starb Matthew James Sullivan, 39 Jahre alt, am 12. Mai 2024 in seinem Haus in Falls Church, Virginia, an einem letalen […]

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☐ ☆ ✇ Nius

E20-Benzin: Neues EU-Benzin trotz Verbrenner-Aus?

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Vorschau ansehen E20-Benzin: Neues EU-Benzin trotz Verbrenner-Aus?

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☐ ☆ ✇ Epoch Times

Ryanair halbiert Angebot in Berlin - Verbände sehen Warnsignal für Standort

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Ryanair zieht sich deutlich aus Berlin zurück und halbiert sein Angebot ab Ende Oktober. Die Billigfluggesellschaft begründete dies mit den hohen Gebühren.
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☐ ☆ ✇ Epoch Times

Auto in Frankfurt in den Main gestürzt - 18-Jähriger stirbt im Krankenhaus

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Fünf Jugendliche sind in Frankfurt mit einem Auto in den Main gefahren und das Fahrzeug ist gesunken. Drei konnten sich selbst retten, zwei wurden von Tauchern befreit und alle ins Krankenhaus gebracht.
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☐ ☆ ✇ Epoch Times

Iran-Gespräche in Pakistan abgesagt - Trump: Sie können „uns jederzeit anrufen“

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Im Ringen um ein Ende des Irankriegs hat US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns Jared Kushner nach Pakistan zunächst abgesagt.
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☐ ☆ ✇ Epoch Times

Regierungsbildung in Slowenien gescheitert

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Einen Monat nach der Wahl bleibt die Regierungsfrage in Slowenien ungelöst.
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☐ ☆ ✇ Epoch Times

TICKER 24. und 25. April | Irans Außenminister verlässt Islamabad

veröffentlicht.
Vorschau ansehen Die USA haben Sanktionen gegen eine chinesische Raffinerie sowie 40 Reedereien und Schiffe verhängt, um Irans Öleinnahmen zu treffen. Parallel laufen in Islamabad neue Gespräche zur Beendigung des Iran-Kriegs mit iranischen, pakistanischen und US-Vertretern, während Deutschland Marineeinheiten für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vorbereitet.
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Irans Atomprogramm: Das Gezerre um 60-Prozent-angereichertes Uran

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In Islamabad könnte es zu einer weiteren Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran kommen. Kommentaren der US-Seite zufolge wird neben der Kontrolle über die Straße von Hormus auch das iranische Nuklearprogramm abermals eine zentrale Rolle spielen. Ob die USA diese Frage überhaupt rechtswirksam verhandeln können, ist unter Experten umstritten, denn sie fällt in den Zuständigkeitsbereich der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA). Ihr Generaldirektor Rafael Grossi leitete die letzte Verhandlungsrunde vor Beginn des Krieges am 26. Februar in Genf. Doch die Rolle Grossis in der aktuellen Eskalationsspirale ist unrühmlich: Ihm geht es vor allem darum, seine Wahl zum nächsten UN-Generalsekretär in New York nicht zu gefährden. Von Dieter Reinisch.

Am letzten Freitag kam eine überraschende Ankündigung: US-Präsident Donald Trump behauptete, der Iran sei bereit, sein 60-Prozent-angereichertes Uran zu übergeben und außer Landes bringen zu lassen. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom sei gewillt, in der Frage des Uranexports aus dem Iran Unterstützung zu leisten, und verfolge die US-iranischen Verhandlungen genau, so Rosatom-Chef Alexei Lichatschow gegenüber dem Onlineportal Strana Rosatom am Samstag. Er wies darauf hin, dass nur Russland über positive Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der iranischen Seite im Bereich des Exports angereicherten Urans verfüge.

Die iranische Seite dementierte jedoch zugleich Trumps Behauptung. Der Streit um die rund 440 Kilogramm 60-Prozent-angereichterten Urans war zentral in der zweiten Verhandlungsrunde in Genf, zwei Tage vor Beginn des Angriffs. Drei Verhandlungsrunden hatten unter Vermittlung von Badr Al-Busaidi, dem omanischen Außenminister, stattgefunden. Die Erste fand noch in der omanischen Hauptstadt Muskat statt, die weiteren in Genf.

Bei den beiden Runden in Genf war ich selbst zur Berichterstattung anwesend. In einer Verhandlungspause am 26. Februar veröffentlichten das Wall Street Journal und Axios, dass sich die unterschiedlichen Seiten über die „Übergabe des 60-Prozent-angereicherten Urans“ verständigt hätten.

Ich zeigte beide Meldungen am Rande der Verhandlungen dem iranischen Vize-Außenminister und Sprecher des Außenministeriums, Esmail Baghaei. „Diese Informationen sind falsch“, kommentierte er: „Das sind Falschinformationen, die die US-Seite streut“, betonte er. Stattdessen wurde besprochen, dass das 60-Prozent-angereicherte Uran im Land bleiben und unter die Aufsicht der IAEA gestellt wird. „Kein Gramm Uran wird den Iran verlassen“, unterstrich Baghaei.

Ich gab den Kommentar an meine Nachrichtenagenturen weiter, und er wurde später nicht nur von iranischen Medien, sondern auch von der BBC, Euronews und anderen internationalen TV-Sendern übernommen.

Auch acht Wochen später besteht kein Grund, zu vermuten, dass sich diese iranische Position geändert hat. Für den Iran ist das 60-Prozent-angereicherte Uran eine Errungenschaft seiner Atomwissenschaft, die es nicht aufgeben will. Den USA und den europäischen Unterzeichnerstaaten des JCPOA, des iranischen Atomabkommens, bereitet es jedoch Sorge. Das JCPOA wurde nach achtmonatigen Verhandlungen im Januar 2016 in Wien auch von Deutschland, Frankreich und Großbritannien – gemeinsam als E3 bezeichnet – unterzeichnet: Von der 60-Prozent-Anreicherung ist es nur ein kleiner technischer Schritt, um höher angereichertes Uran zu erzeugen, das für den Bau von Atomwaffen notwendig ist. Der Iran betont jedoch fortwährend, kein Interesse am Bau von Atomwaffen zu haben.

Die letzte Verhandlungsrunde in Genf wurde vom IAEA-Generaldirektor Grossi und von Al-Busaidi geleitet. Dies sei der Wunsch beider Seiten gewesen. Doch seither hat sich das Verhältnis zwischen dem Iran und Grossi merklich verschlechtert. An der ersten Gesprächsrunde in Islamabad nahm er nicht teil – es wird nicht erwartet, dass er an der kommenden teilnimmt.

Das vergangene Jahr brachte eine deutliche Zäsur des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen, auch Atomwaffensperrvertrag genannt, auf Englisch: NPT. Bereits im Juni 2025 griffen die USA und Israel Atomanlagen im Iran an. In den vergangenen Wochen wurden weitere Anlagen getroffen, etwa bereits am 1. März. Daraufhin fand in Wien eine Sondersitzung des Gouverneursrats der IAEA statt, die von Russland und dem Iran einberufen wurde.

Bei dieser Sondersitzung kam es am 2. März 2026 zu keiner klaren Verurteilung der Angriffe, obwohl diese dem Statut der IAEA und dem NPT-Regime widersprechen. Grossi rief wiederholt nur zur „Zurückhaltung aller Seiten“ auf. An dieser Position von Grossi hat sich nichts geändert, obwohl sich die Angriffe auf Atomanlagen im März und April intensivierten. Das AKW Buschehr wurde mehrmals von Israel ins Visier genommen – einmal schlug ein Projektil nur 200 Meter neben dem Reaktor ein.

Das AKW Buschehr wurde ursprünglich von Siemens gebaut. Es wurde von Russland erweitert und modernisiert. Heute wird es von Rosatom betrieben. Zum Zeitpunkt der Angriffe arbeiteten 800 russische Techniker am AKW Buschehr. Laut Rosatom-Informationen wurden mittlerweile nahezu alle evakuiert: 20 russische Mitarbeiter sollen sich dort noch befinden. Die Angriffe auf das AKW Buschehr sind auch als Warnung Israels an Russland zu verstehen.

Bereits nach den Angriffen im Juni weigerte sich Grossi, derartige Bombardierungen zu verurteilen. Bei einer Pressekonferenz im August 2026 im Wiener UN-Hauptquartier fragte ich Grossi, ob er die Angriffe, die gegen das IAEA-Statut verstoßen würden, verurteile. Ebenso bat ich ihn, die gezielte Tötung von iranischen Atomwissenschaftlern, von denen einige noch in den Jahren zuvor bei der alljährlichen IAEA-Generalkonferenz teilnahmen, die jeweils Mitte September in Wien abgehalten wird, kommentieren könnte. Er antwortete mir: „Die IAEA macht keine politischen Stellungnahmen.“ Das Video der Pressekonferenz ist auf der Website der IAEA zu finden.

Doch diese Weigerung, israelische und US-Bombardierung von – laut IAEA-Berichten – zivilen Nuklearanlagen zu verurteilen, sei eine politische Positionierung Grossis und der IAEA, wird dem Generaldirektor vor allem vonseiten des Blocks um Russland, China und den Iran vorgeworfen.

Es sei der Prozess der Politisierung „der ehemals technischen Agentur“, der bereits vor 20 Jahren begann, erklärte mir der russische IAEA-Botschafter in Wien, Mikhail Ulyanov, in einem Gespräch im September 2025: „Die Agentur hat über viele Jahrzehnte als ausschließlich technisches Gremium sehr gut gearbeitet, aber in den letzten 20 Jahren sehen wir eine vermehrte Politisierung der IAEA, genauso wie anderer Internationaler Organisationen, die der Arbeit der Agentur geschadet haben“, sagte er. Auf die Frage, wieso Grossi die Angriffe nicht verurteilte, sagte Ulyanov: „Es ist nicht sicher, die USA und Israel zu kritisieren.“ Er meint damit, dass es für Grossi politisch gefährlich ist, die USA zu kritisieren, da er dann ihre Unterstützung verlieren würde.

Grossi möchte der nächste UN-Generalsekretär werden. Dazu braucht er die Unterstützung der USA. Im September 2025 bekundete er am Rande der UN-Vollversammlung in New York sein offizielles Interesse; im November veröffentlichte er seine Kampagnenerklärung. Der Argentinier hat gute Chancen, es zu werden, denn der nächste Generalsekretär soll aus Lateinamerika kommen – doch um zu siegen, braucht er die Unterstützung der USA: „Niemand wird UN-Generalsekretär gegen den Willen der USA“, sagte im Januar Yousri Abushady zu mir, als wir uns bei der UN in Wien trafen.

Kaum jemand kennt die IAEA so gut wie Abushady: Der emeritierte Professor für Atomwissenschaften der Universität Alexandria war 20 Jahre lang Leiter der Sicherheitsabteilung der IAEA und damit Ausbildungsleiter der IAEA-Inspektoren. Rund 800 Inspektoren gab es; mehr als die Hälfte waren für den Iran zuständig, bis dieser nach dem Angriff im Juni die Zusammenarbeit unterbrach.

Grossi sei ein Karrierediplomat, erklärte mir Abushady, daher möchte er sich nicht mit den USA anlegen. „Niemand hier im Haus ist damit zufrieden, was Grossi macht“, stellte er klar. Am 31. Mai 2025 veröffentlichte Grossi einen Bericht über die Inspektionen im Iran. Darin erwähnte er „nicht deklarierte Partikel“. Doch bei diesen handelte es sich um Partikel, die bereits 2018 gefunden wurden und selbst nach Ansicht der IAEA Rückstände des iranischen Atomwaffenprogramms waren, das 2003 beendet wurde. „Grossi hätte diesen Bericht nie veröffentlichen dürfen und niemand in der IAEA unterstützt diesen Bericht. Die engsten Mitarbeiter Grossis warnten ihn davor, dies zu veröffentlichen“, erzählte mir Abushady. Israel nahm den Bericht zum Vorwand, den Iran im Juni 2025 zwölf Tage lang zu bombardieren.

Die IAEA und Grossi hätten dadurch viel Ansehen und Vertrauen verloren. Falls Grossi im kommenden Jahr Wien in Richtung New York verlässt, hinterlässt er eine tief gespaltene Agentur. Im Gouverneursrat stehen sich zwei antagonistische Blöcke gegenüber: USA, E3 und ihre Alliierten, die aufgrund der Zusammensetzung des 34-köpfigen Gremiums nur eine schwindende Mehrheit haben. Auf der anderen Seite steht der Block um China, Russland, Iran, Kuba, Nicaragua, Sudan und Belarus, der oft von Burkina Faso, Pakistan, Indien, Indonesien, Südafrika und Brasilien unterstützt wird.

Der Iran sieht die IAEA aufgrund der Handlungen Grossis heute nicht mehr als eine unparteiische, rein technische Agentur. Es würde daher nicht überraschen, wenn das iranische Verhandlungsteam in Islamabad nicht mehr bereit ist, sein 60-Prozent-angereichertes Uran unter IAEA-Kontrolle innerhalb der eigenen Grenzen zu halten.

Die Stellungnahme des Rosatom-Chefs Lichatschow deutet darauf hin, dass Russland eine entscheidende Rolle in der Zukunft des iranischen Urans und in der Frage der weiteren Anreicherung spielen wird – und nicht mehr die IAEA. Eine weitere internationale Organisation des 20. Jahrhunderts wurde aufgrund der politischen Interessen der USA und ihrer Verbündeten paralysiert und damit zunehmend unbedeutend gemacht. Der Zustand der IAEA ist ein trauriges Symbol des fortgesetzten Versagens des Multilateralismus, globale Konflikte zu lösen.

Titelbild: Mr Changezi/shutterstock.com

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Reservisten noch im Alter: 91-Jähriger mit Fronterfahrung meldet sich zum Dienst

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Er hat es getan – der 91-jährige Herr Wohler hat sich bei dem Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages zum Dienst in der Reserve gemeldet. Qualifikation: Noch echte Fronterfahrung – und wie es in Berlin aussieht, wenn alles um einen herum brennt, weiß er auch. Der Brief an Henning Otte erreichte die NachDenkSeiten als Leserzuschrift. Mit einer gehörigen Prise Humor hat unser Leser Wohler auf die Ankündigung, die Altersgrenze für Reservisten von 65 auf 70 anzuheben, reagiert. Mit seinen Zeilen und seiner vorgeblichen Bewerbung als Reservist verknüpft er den Schrecken des Krieges mit dem politischen Wahnsinn dieser Zeit mit beißender Ironie und Sarkasmus. Unsere Redaktion schätzt die Reaktionen unserer Leser sehr. Die regelmäßige Veröffentlichung von Leserzuschriften zeigt: Eine Vielzahl von Gedanken, Ansichten und Wissenswertem kommt immer wieder von unserer Leserschaft – auch wenn wir selbstverständlich nicht immer alle Ansichten teilen. Diesen Brief wollen wir an dieser Stelle hervorheben und veröffentlichen ihn alleinstehend. Möge die Botschaft eines 91-Jährigen Gehör finden. Vielen Dank! Von Redaktion.

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Hallo Herr Klöckner, geschätztes NDS-Team,

hatte bereits bei der ersten medialen Erwähnung des Themas „Reservist mit 70″ dem Herrn Otte die nachstehende Bewerbung geschickt. Es kam nur eine Eingangsbestätigung.

An den Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages

Guten Tag Herr Otte,

in der FAZ soll zu lesen sein, dass an eine „Flexible Wehrpflicht“ gedacht wird. Bin selbst erst 91 und noch vergleichsweise fit und sicher auch noch zu gebrauchen. Habe auch eigene WK II Erfahrungen. Weiß, wie es aussieht, wenn in Berlin alles um einen herum brennt und man selbst das Glück hatte, wieder lebendig aus dem Luftschutz-Keller herausgekommen zu sein. Weiß auch wie es ist, wenn man auf dem Schulweg im Straßengraben liegend von Kampffliegern beschossen wird. Weiß auch, wie es ist, ohne Vater aufzuwachsen, weil dieser nach tapferer Kriegsbeteiligung vom Oktober 1939 an durch einen Treffer der eigenen Artillerie im März 1945 dann doch noch auf dem „Felde der Ehre” verblieb. Weiß aus eigenem Erleben im Gegensatz zu Ihnen und euch, die ihr selber da nie hingehen werdet, noch viel mehr darüber, wie Krieg geht, einschließlich des Hungers und dem Elend danach. Es hieß seinerzeit: bloß 6 Pfennige ist ein Menschenleben wert – das war der Preis für die blaue Hitlerkopf-Briefmarke auf der Postkarte mit dem Gestellungsbefehl. Kann mich immer noch erinnern, wie meine Mutter sie mir weinend zeigte. Habe den Vater dann noch vier Mal während jeweils zwei Wochen Fronturlaubs wiedergesehen. Jetzt ist ja das Porto demgegenüber richtig teuer geworden, fast 1 Euro. Ein Menschenleben ist nun also auch mehr wert als früher.

Und um jetzt einer Wehrdienst-Verpflichtung zuvorzukommen, würde ich mich unter Umständen auch freiwillig melden. Hatte eine Katarakt-OP und habe wieder 95 Prozent Sehkraft, sodass ich ohne Brille über Kimme und Korn zielen kann. Auch eine Prostata-OP war gelungen, sodass ich mich auch nicht andauernd von der Front entfernen müsste, um pinkeln zu gehen. Einziges Manko: Ich bin nicht mehr so gut zu Fuß, sodass lange Fußmärsche mit Gepäck schwierig zu bewältigen wären. Müsste also einer motorisierten Einheit zugeteilt werden und bitte daher darum. Auch zum Kaserne putzen würde ich altersbedingt gerne eine Putzfrau engagieren. Wäre das möglich und zulässig?

Eine Einberufung würde für mich aber nur Sinn machen, wenn mir der Sold nicht von der Rente abgezogen werden würde. Diese Frage wäre vorab noch zu klären.

Bitte nicht ernst nehmen, war nur Spaß. Aber was sich hier im Lande – und nicht allein bloß mit dem Nazisprech „Kriegsertüchtigung” – wieder alles abspielt, ist entweder mit Humor oder gar nicht mehr zu ertragen.

Bester Gruß

H. Wohler.


Titelbild: Seita / Shutterstock

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Ryanair halbiert Angebot in Berlin - Verbände sehen Warnsignal für Standort

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Vorschau ansehen Ryanair zieht sich deutlich aus Berlin zurück und halbiert sein Angebot ab Ende Oktober. Die Billigfluggesellschaft begründete dies mit den hohen Gebühren.
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Gespräche zu Iran-Konflikt mit vielen Unwägbarkeiten

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Vorschau ansehen Pakistan ist wieder Schauplatz der Versuche, den Krieg zwischen den USA, Israel und Iran zu beenden. Doch noch ist unklar, wer genau mit wem und wann spricht.
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TICKER | Bergung für Dienstag/Mittwoch geplant - Letzte Ladung Big Bags rund um „Timmy“ platziert

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Vorschau ansehen Seit 26 Tagen liegt Timmy in der Wismarbucht: Der gestrandete Buckelwal wird vor der Ostseeinsel Poel in einer künstlichen Mulde stabilisiert. Das Rettungskonzept mit Spezial-Lastkahn liegt nun vor und ein mögliches Hochwasser am Wochenende bringt neue Hoffnung für die Rettung von Timmy-Hope.
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