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Absolut richtig, New York Post, aufgrund falscher klimawissenschaftlicher Erkenntnisse wurden Milliarden verschwendet!

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Linnea Lueken, ClimateREALISM

Ein kürzlich erschienener Artikel der New York Post (NYP) mit dem Titel {übersetzt] „Milliarden wurden für die Lügen der UNO zum Klimawandel verschwendet“ beschreibt, wie weltweit Milliarden, wenn nicht sogar Billionen Dollar ausgegeben worden sind, um zu versuchen, den extremen Klimawandel, wie er von den fehlerhaften, aber weit verbreiteten Prognosen des Computermodells RCP 8.5 vorhergesagt wird, zu verlangsamen oder zu stoppen. Die NYP hat absolut Recht. Die zukünftigen Klimabedingungen, die im RCP 8.5-Szenario mit hohen Emissionen beschrieben und anschließend in Hunderten von Artikeln zitiert worden waren, die vor möglichen katastrophalen Folgen warnten, hätten niemals eintreten können, und alle Investitionen in die Klimapolitik waren und sind reine Verschwendung.

RCP 8.5 wurde von den offiziellen Klimaforschern des IPCC offiziell aus den Überlegungen gestrichen. Der Kolumnist Jonathan Lesser schreibt, dass der IPCC „für die ‚Klimakatastrophe‘ verantwortlich ist und „die Welt brennt“-Szenarien, die Umweltschützer, Wissenschaftler und viele Politiker propagiert haben, um den Amerikanern kostspielige, zwingende Energiepolitiken aufzuzwingen“, die „sich auf Wissenschaftler stützten, deren Karrieren davon abhingen, RCP 8.5 und mehrere andere Worst-Case-Szenarien zu nutzen, um alles Mögliche vorherzusagen – vom Niedergang französischer Weine über das Ende der Pasta bis hin zur Zerstörung der Erde durch Außerirdische. (Nein, wirklich.)“

In den letzten zehn Jahren haben das Heartland Institute und Climate Realism Dutzende von Artikeln veröffentlicht, in denen sie Studien widerlegen, die von verschiedenen Medien sklavisch propagiert wurden und sich stark auf computergestützte Emissionsszenarien wie RCP 8.5 und SSP5-8.5 stützten. Die Geschichten sind bekannt, auf die sich Lesser hier bezieht: die angebliche Zerstörung des französischen Weines (oder dessen Überproduktion!), von Pasta und von Aliens anderer Art – all das wurde bereits ausführlich behandelt, und noch vieles mehr.

RCP 8.5 wurde herangezogen, um zu behaupten, Gila-Monster [?] würden durch den Klimawandel dezimiert, der Klimawandel würde tödliche Pilzausbrüche weltweit verbreiten, der Klimawandel würde einen dramatischen Anstieg der Todesfälle aufgrund eines sitzenden Lebensstils verursachen, und die Daily Mail ging sogar so weit, KI-generierte apokalyptische Bilder der Zukunft der Welt zu erstellen, die allesamt auf RCP-8.5-Prognosen basierten.

Seit einiger Zeit schon sehen Wissenschaftler davon ab, RCP 8.5 als „Business-as-usual“-Szenario zu propagieren. Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen hat es schon vor Jahren aufgegeben, dennoch wurde es weiterhin regelmäßig als realistisches Emissionsszenario am oberen Ende der Skala in Hunderten von Artikeln verwendet, die in renommierten Fachzeitschriften wie Nature veröffentlicht worden sind. Es war nie realistisch. Es war immer unglaubwürdig und wahrscheinlich unmöglich, selbst unter der Annahme eines raschen, starken und anhaltenden Anstiegs des Kohleverbrauchs – ein Szenario, das fünfmal mehr Kohle erfordern würde, als wir tatsächlich an Reserven überhaupt haben.

Der Klimawissenschaftler Roger Pielke Jr. erklärt in einem Substack-Beitrag: „Ein Szenario, welches das Fünffache der nachgewiesenen Kohlereserven voraussetzt, ist nach jedem Maßstab unplausibel.“ Er weist zudem darauf hin, dass dieses Szenario einen verstärkten Einsatz von Kohleverflüssigung anstelle von Erdöl erforderte und dass andere Technologien stagnieren würden. Nichts davon war realistisch, selbst zu dem Zeitpunkt, als das Szenario erstmals entworfen worden war.

RCP 8.5 war schon immer Unsinn, und obwohl einige Wissenschaftler dies bereits vor einigen Jahren eingeräumt hatten, nutzten andere es weiterhin, um in Fachzeitschriften veröffentlichte Schreckensszenarien zu entwerfen. Die Mainstream-Medien waren nur allzu bereit, diese zu verbreiten, komplett mit Schlagzeilen, welche die nächste wissenschaftlich belegte Katastrophe ankündigten, die bald eintreten würde.

Der Artikel der NYP listet wirtschaftspolitische Maßnahmen auf, die von der Klimapanik beeinflusst waren, insbesondere in New York und im Nordosten der Vereinigten Staaten, wie beispielsweise Fracking-Verbote, die „Stilllegung“ aller mit fossilen Brennstoffen betriebenen Stromerzeuger im Bundesstaat sowie die Förderung eines utopischen Stromversorgungssystems aus Wind-, Solar- und Batteriestrom in Verbindung mit „steuerbaren emissionsfreien Kraftwerken“, die mit „grünem“ Wasserstoff betrieben werden.

Natürlich behaupten viele prominente Klimaforscher nun, dass die Abkehr von RCP 8.5 auf die Bemühungen von Netto-Null-Initiativen zurückzuführen sei, aber auch das ist Unsinn.

Der weltweite Kohleverbrauch ist gestiegen, und der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre nimmt weiter zu. Auch hier waren die wirtschaftlichen Annahmen, die dem RCP 8.5 zugrunde lagen, von vornherein absurd. Pielke erklärt dies beispielsweise wie folgt:

Was nach der Veröffentlichung der RCPs im Jahr 2011 geschah – Paris, die Revolution der erneuerbaren Energien, der Ausbau der US-Schieferölförderung – ist die sich entfaltende Geschichte der Welt, die sich weiterhin nicht plausibel durch RCP 8.5 charakterisieren lässt. Das Szenario wurde nicht erst unplausibel. Die Beweise dafür, dass es unplausibel war, wurden einfach unbestreitbar, als sich die reale Welt und die RCP-8.5-Welt immer weiter voneinander entfernten.

Präsident Trump feiert nun die Aufgabe von RCP 8.5 und erklärt zu Recht und überschwänglich, dass die Prognosen des UN-Klimarats schon immer „FALSCH! FALSCH! FALSCH!“ waren.

Endlich ist er weg! Richtig, Herr Präsident!

Und ein großes Lob an die „New York Post“ für die Veröffentlichung von Lessers Artikel, der deutlich macht, dass unrealistische, Panik schürende Studien die Politik beeinflusst haben, was den Menschen geschadet hat. Sie hat ihnen die Wahlfreiheit genommen und ihre Kosten für Transport, Energie und alle energieverbrauchenden Produkte und Dienstleistungen in die Höhe getrieben.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/22/spot-on-new-york-post-billions-have-been-wasted-based-on-fake-climate-science/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Und immer noch machen Deutschland und die EU weiter mit dieser Politik! Wer kann sie stoppen?!

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Nicht alle Temperaturrekorde sind gleichwertig, vor allem wenn sie von der „Seattle Times“ gemeldet werden

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Cliff Mass From the Cliff Mass Weather Blog

[Ein Musterbeispiel für tendenziöse Berichterstattung! Alle Hervorhebungen im Original. A. d. Übers.]

Manche Temperaturwerte sind bedeutender als andere.

Und manche Werte werden auf unglückliche Weise dazu genutzt, um die normale Temperaturschwankung hochzuspielen.

Nehmen wir den gestrigen Sonntag als Beispiel. Der Flughafen SeaTac hat seinen Tagesrekord (25°C für genau dieses Datum) gebrochen und 27°C erreicht.

Die „Seattle Times“ bringt diese 27°C auf die TITELSEITE! Es muss wohl ein ruhiger Nachrichtentag sein.

Der Artikel in der „Seattle Times“ war voller Übertreibungen und enthielt mehrere unbegründete Behauptungen (siehe unten).

Die Temperaturen schossen weit über ihre bisherigen Höchstwerte hinaus.

Ein Vorbote des unvermeidlichen Dürresommers. (Das ist übrigens völliger Unsinn.)

Sollten man sich wegen der gestrigen REKORD-Höchsttemperatur Sorgen machen? Lesen Sie weiter!

Warum der Rekord vom Montag nicht viel bedeutete.

Das Rekordhoch vom Montag war ein Tagesrekord.

Tagesrekorde werden häufig gebrochen, weil es so viele Gelegenheiten dafür gibt (365 Chancen pro Jahr!). Das Brechen eines Jahresrekords (der wärmste Tag des Jahres) ist weitaus bedeutender.

Das Brechen des gestrigen Rekords der Tageshöchsttemperatur war besonders unbedeutend.

Warum? Weil die bisherige Höchsttemperatur an diesem Tag (25°C) besonders niedrig war.

Das sieht man, wenn man sich die Grafik (in SeaTac) mit den gemessenen Temperaturen (blaue Linien) und den Rekordhöchstwerten (rote Schattierung) ansieht. Die bisherige Höchsttemperatur an diesem Tag (25°C) war ungewöhnlich NIEDRIG. Die niedrigste Tageshöchsttemperatur an JEDEM TAG IM MAI. Sogar Ende April gab es höhere Rekord-Höchstwerte.

Durch einen glücklichen Zufall stieg die Temperatur an einem 3. Mai nie über 25 °C, sodass dieser Rekord nur darauf wartete, gebrochen zu werden. Ein leicht zu erreichendes meteorologisches Ziel.

Der Rekordwert von 27 °C ist nach wie vor die niedrigste Rekordhöchsttemperatur im Mai am Flughafen SeaTac und liegt unter ALLEN anderen Rekord-Höchsttemperaturen für diesen Monat.

Das Brechen dieses schwachen Rekords hat kaum Bedeutung und lässt keine unvermeidliche Sommerdürre vorausahnen, wie der Reporter der Seattle Times (Conrad Swanson) behauptet.

Die neuesten Vorhersagen deuten eindeutig auf eine Abkühlung hin, wobei wieder leichte Niederschläge zu erwarten sind.

Die neueste Vorhersage des EZMW sieht vor, dass die Temperaturen in SeaTac auf normale Werte sinken (Höchstwerte in den 60ern [= zwischen 10 und 15°C]).

Am Freitag und Samstag wird es wieder Schauer geben (siehe unten).

Die Art von Hype und Übertreibung in Bezug auf Hitze und Dürre, wie sie in der „Seattle Times“ und auf mehreren Amateur-YouTube-Kanälen zu finden ist, ist bedauerlich.

Die Menschen werden falsch informiert und grundlos in Unruhe versetzt. Das Aufbauschen des Klimawandels und das Übertreiben normaler klimatischer Schwankungen mag zwar mehr Klicks und Einnahmen bringen, doch die Kosten solcher Fehlinformationen sind erheblich.

Link: https://climaterealism.com/2026/05/not-all-temperature-records-are-equal-especially-if-reported-by-the-seattle-times/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Energie-Berichterstattung im WSJ bedarf Verbesserungen

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Allen Brooks,   MasterResource

„Das Wall Street Journal sollte Reporter einstellen, welche die technischen Aspekte der Energiebranche verstehen sowie politische Agenden und Narrative durchschauen können. Eine kompetentere Redaktion kann zudem kurzsichtige Berichterstattung erkennen und korrigieren.“

„Angesichts von Krieg und hohen Preisen beschleunigen Energieunternehmen die Suche nach neuen Öl- und Gasvorkommen außerhalb des Nahen Ostens“, berichtete das Wall Street Journal. Auch wenn diese oberflächliche Darstellung vernünftig klingt, ist sie irreführend und bleibt hinter dem zurück, was man von einem sachkundigen Energiejournalisten erwarten sollte.

Collin Eatons Artikel „Big Oil investiert Milliarden in weit entfernte Bohrstandorte, um den Unruhen im Iran zu entkommen“ (19. April) bedarf einer Korrektur. Große Ölkonzerne unternehmen keine umfangreichen internationalen Explorationsbemühungen ohne gründliche Recherche und Planung. Das geschieht nicht innerhalb von Tagen oder Wochen – nicht einmal in wenigen Monaten.

Abgelegene“ Orte?

Eaton schreibt über zahlreiche Projekte von Ölkonzernen an „abgelegenen“ Orten, versäumt es jedoch zu erwähnen, dass diese im Voraus geplant waren und an vielversprechenden bzw. aktiven Ölförderstandorten durchgeführt worden waren. Er führt ExxonMobils Bohrvorhaben im nigerianischen Tiefsee-Ölbereich als Beispiel an. Doch ExxonMobil ist der zweitgrößte Ölproduzent in Nigeria, wo eine Tochtergesellschaft des Unternehmens bereits seit 1955 tätig ist – und zwar in Afrikas bedeutendstem Ölförderland.

Chevron war bekannt für seine Bemühungen, seine Präsenz in Venezuela auszubauen, wo es der größte ausländische Betreiber ist. Chevron setzte seine Aktivitäten jahrelang fort, während die Maduro-Regierung in Venezuela daran arbeitete, die Vermögenswerte anderer dort tätiger westlicher Ölkonzerne zu beschlagnahmen. Venezuela verfügt zudem über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven von über 300 Milliarden Barrel, was das Land zu einem attraktiven Standort macht, wenn man sich der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen sicher ist.

Eaton schrieb, dass die europäischen Ölkonzerne BP und TotalEnergies ihre Expansionsbemühungen verstärken. BP hat einen Anteil von 60 Prozent an drei Offshore-Blöcken vor Namibia erworben. Die verstärkte Aktivität von BP ist eine Reaktion auf mehrere Funde (12), die 2025 von dem Joint Venture zwischen BP und dem italienischen Unternehmen ENI bekannt gegeben worden waren. BP hat in diesem Jahr bereits zwei weitere Funde gemeldet. Namibia zieht erhebliche Aktivitäten zweier weiterer europäischer Ölkonzerne an, nämlich Shell und TotalEnergies.

Eaton wies zudem darauf hin, dass TotalEnergies seine Explorationsaktivitäten in der Türkei ausweite, einem großen Land in strategisch günstiger Lage zwischen dem Nahen Osten und Europa. Da die Türkei 93 Prozent ihres Öls importiert, könnte die Entdeckung weiterer Öl- und Gasvorkommen der Wirtschaft des Landes erheblich zugute kommen. Die türkische Regierung strebt an, zum Dreh- und Angelpunkt des Öl- und Gastransports zwischen Europa und dem Nahen Osten zu werden. Bereits heute verläuft durch das Land eine Ölpipeline, die irakisches Öl zu einem Mittelmeerhafen transportiert. Zudem verfügt sie über eine Gaspipeline, die von Georgien über Griechenland nach Italien verläuft und Erdgas aus Turkmenistan transportiert. Sie führt Gespräche mit Katar und Saudi-Arabien über den Bau von Gas- und Ölpipelines, die durch Syrien und schließlich weiter nach Europa führen sollen.

Ein Teil von Eatons Informationen stammt von Wood Mackenzie, einem Forschungs- und Beratungsunternehmen im Energiebereich, das schätzt, dass eine Gruppe internationaler Ölkonzerne „in den kommenden Jahren durch ihre Explorationsvorhaben einen Wert von 120 Milliarden US-Dollar schaffen könnte“. Wood Mackenzie gibt an, dass diese Gruppe von Ölkonzernen im Zeitraum 2021–2025 durchschnittlich 19 Milliarden US-Dollar jährlich für die Suche nach neuen Reserven ausgegeben hat. Das ist eine beeindruckende Zahl zur Wertschöpfung, doch allein die aktuelle Marktkapitalisierung von ExxonMobil beträgt 620 Milliarden US-Dollar.

Erinnert man sich noch an 2022?

Man könnte also von Collin Eaton fragen: Warum haben die gleichen Unternehmen 2022 nicht genauso reagiert, als Russland (im Februar) in die Ukraine einmarschierte? Die Europäische Union sah sich plötzlich mit dem Ende der billigen russischen Erdgas- und Öllieferungen konfrontiert. Die Öl- und Gaspreise schossen in die Höhe, es kam zu Energieengpässen, und die Länder begannen, nach alternativen Erdölquellen zu suchen. Haben Sie gelesen, dass große Ölkonzerne ihre E&P-Budgets aufstockten und Suchaktionen an weit entfernten Orten starteten? Warum nicht?

Vielleicht lag es daran, dass Euphorie ausbrach, weil das Ende der fossilen Brennstoffe so viel näher gerückt war. Europäische Regierungen waren führend darin gewesen, die Narrative des Klimawandels und der globalen Erwärmung voranzutreiben. Um die vermeintliche Klimakatastrophe zu vermeiden, war ein schneller Ausstieg aus CO₂-emittierenden fossilen Brennstoffen und ein rascher Übergang zu erneuerbaren Energiequellen erforderlich.

Die Internationale Energieagentur (IEA) propagierte damals ein Prognoseszenario, das einen Höchststand des Öl- und Gasverbrauchs bis 2030 und einen anschließenden raschen Rückgang voraussagte. Es wurde erwartet, dass die Reserven der Öl- und Gasunternehmen zu „gestrandeten Vermögenswerten“ werden würden, was Zweifel am Wert dieser Unternehmen und an den Aussichten für künftige Gewinne und Dividendenwachstum aufkommen ließ. Falsch.

Der Klimakrieg war entfesselt, und Shells Pläne zur Reduzierung seiner CO₂-Emissionen wurden vom höchsten niederländischen Gericht als unzureichend befunden, das eine rasche Reduzierung anordnete. In den USA reichten Klimaaktivisten vor den klägerfreundlicheren Staatsgerichten Schikane-Klagen gegen Ölkonzerne wegen „Umweltverschmutzung“ ein. Erneuerbare Energien waren auf dem Vormarsch, und die Tage der fossilen Brennstoffe waren gezählt, so lautete die Propaganda.

Im Jahr 2022 erholte sich die Ölindustrie noch immer von dem Ölpreiskrieg Saudi-Arabiens Ende 2014, der die Preise über Jahre hinweg nach unten drückte und die Wirtschaftlichkeit der Branche untergrub. Unternehmen, die aufgrund beschleunigter Investitionen während des vorangegangenen Schieferölbooms hoch verschuldet waren, wurden in den Konkurs getrieben oder mussten Zwangszusammenschlüsse eingehen. Große Ölkonzerne senkten Kosten und bauten Personal ab, um den Abschwung zu überstehen.

Die Branche hatte gerade erst wieder festen Boden unter den Füßen gefunden, als 2020 COVID ausbrach, die weltweite Wirtschaftstätigkeit zum Erliegen brachte und die Ölpreise kurzzeitig in den negativen Bereich rutschen ließ. Die Erholung im Jahr 2021, gefolgt vom Ölpreisanstieg im Jahr 2022, versetzte die Branche in eine bessere finanzielle und rentabilitätsbezogene Lage. Ein Ölboom war jedoch nicht in Sicht, obwohl der Ölpreis monatelang bei über 100 Dollar lag.

Im vergangenen Jahr sah sich die IEA plötzlich gezwungen, einzuräumen, dass ihr Szenario zum Maximum der Ölförderung fehlerhaft war. Sie führte das „Current Policies“-Szenario wieder ein und prognostizierte in ihrem „World Energy Outlook 2025“, dass die Ölnachfrage bis 2050 steigen werde. Noch wichtiger war, dass die IEA-Vertreter die Branche dazu aufforderten, die Ausgaben für Exploration und Förderung zu erhöhen, um eine künftige Katastrophe durch Versorgungsengpässe und explodierende Preise zu vermeiden. Diese Kehrtwende war notwendig, schockierte jedoch die Klimabewegung, welche die IEA als Verbündeten in ihrer Argumentation angesehen hatte, dass erneuerbare Energien Öl und Gas bald ersetzen würden.

Wenn Eaton wirklich versucht hätte, die jüngsten Ankündigungen von Explorations-Investitionen der Ölkonzerne zu erklären, hätte er diese Hintergründe einbringen müssen. In der Vergangenheit haben Öl- und Gasunternehmen ihre E&P-Pläne zusammen mit den Jahresabschlüssen veröffentlicht und ihre Erwartungen für das laufende Jahr und darüber hinaus dargelegt.

Größeres WSJ-Problem

Als langjähriger Leser des WSJ (seit 65 Jahren) überrascht mich der Qualitätsverlust in der Berichterstattung über die Energiebranche nicht mehr. Dieser Zustand ist seit Jahren ein Gesprächsthema unter Branchenkollegen, von denen viele auf eine Besserung gehofft hatten.

Während ich den WSJ-Artikel las, nahm ich über LinkedIn Kontakt zu Nick Deilius auf, dem kürzlich in den Ruhestand getretenen CEO von CNX Resources, einem Bohrunternehmen aus den Appalachen. Er stellte uns einen Bericht zur Verfügung, den er über den Qualitätsverlust der Energieberichterstattung des WSJ verfasst hatte.

Während er Energieartikel des WSJ ausschnitt und kopierte, wuchs seine Bestürzung. Schließlich stellte er eine Studie aus 122 Artikeln zusammen, die zwischen Mitte August 2024 und Dezember 2025 veröffentlicht worden waren, um fehlerhafte Annahmen, Irrtümer, Falschaussagen, Auslassungen wichtiger Punkte und andere Probleme zu dokumentieren.

Deilius’ „schmutziges Dutzend“

Nick Deilius hat eine Liste von Verfahren erstellt, mit denen die Energie-Redaktion des WSJ Fehler begangen und falsch über Energiethemen berichtet hat. Zu seinen „Dirty Dozen“-Taktiken in der Energieberichterstattung gehören:

1. Das Mantra von der „existentiellen Bedrohung durch den Klimawandel“, der „zunehmenden Heftigkeit von Wetterereignissen aufgrund des Klimawandels“ und dem „hohen Konsens in der Klimawissenschaft“ zu wiederholen, ohne konkrete, messbare Beweise dafür zu liefern.

2. Die Verbreitung des Mythos‘, dass Wind, Sonne, Batterien und Elektrofahrzeuge „sauber“ seien und keinen CO₂-Fußabdruck hätten. Nur wenn man glaubt, dass diese Energie- oder Verkehrsformen keinen CO₂-Fußabdruck haben, kann man behaupten, dass Wirtschaft und Gesellschaft unter Netto-Null-Maßnahmen plausibel funktionieren könnten.

3. Die Behauptung, dass die teuersten, unzuverlässigsten und nicht skalierbaren Energieformen (Wind- und Solarenergie) die kostengünstigsten, zuverlässigsten und am leichtesten skalierbaren seien.

4. Das Zitieren einer Quelle und deren Darstellung als Expertenmeinung, maßgebliche Studie oder etablierte Autorität in der Angelegenheit, obwohl es ihr an Glaubwürdigkeit mangelt oder ein offensichtlicher Interessenkonflikt vorliegt.

5. Das selektive Herausgreifen von Datensätzen und Zeiträumen, um eine gewünschte Schlussfolgerung zu konstruieren oder eine Realität zu ignorieren, die der gewünschten Schlussfolgerung widerspricht.

6. Die Anwendung inkonsistenter Logik oder unterschiedlicher Maßstäbe innerhalb des gleichen Artikels oder über verschiedene Energie-Artikel hinweg.

7. Offensichtliche Auslassungen.

8. Das Versäumnis, offensichtliche Probleme oder Mängel aufzudecken.

9. Der Einsatz theatralischer Sprache und Beschreibungen, die Emotionen wecken und ein gewünschtes Bild zeichnen.

10. Andeuten, dass Unternehmen und Branchen bereit und willens sind, das Richtige zu tun, aber durch Interessen oder politische Maßnahmen von Befürwortern fossiler Brennstoffe oder des Kapitalismus daran gehindert werden, obwohl es an substanziellen Belegen dafür mangelt.

11. In Schlagzeilen und Artikeln die bevorzugten Überzeugungen bejubeln und die unliebsamen Ansichten unfair kritisieren.

12. Einfache statistische Zusammenhänge missbrauchen, um einen Kausalzusammenhang anzudeuten.

Der Hintergrund der 70 Reporter, welche die oben genannten 122 Artikel verfassten, reichte von Praktikanten bis hin zu erfahrenen Veteranen; viele von ihnen verfügten über Abschlüsse von Eliteuniversitäten, darunter sogar höhere Abschlüsse. Die Gruppe war multinational, was den Erfahrungshorizont bei der Berichterstattung über eine globale Branche erweiterte. Allerdings verfügte keiner von ihnen über einen Abschluss in den klassischen MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Für Deilius ist das Fehlen von MINT-Abschlüssen ein Problem. Er schrieb:

Der Mangel an MINT-Ausbildung unter den 70 Journalisten, die für das WSJ über Energie berichten, schafft eine gravierende Wissenslücke, insbesondere bei Themen wie Energie und Klima, die komplex sind, sich rasch weiterentwickeln und stark von MINT geprägt sind. Die fehlende MINT-Ausbildung wirft berechtigte Fragen darüber auf, ob das Energie-Redaktionsteam die wissenschaftlichen und technischen Grundlagen der behandelten Themen versteht.

Schlussfolgerung

In Collin Eatons Artikel wurden weder das sich dramatisch gewandelte Umfeld des Klima-Aktivismus‘ noch die revidierte Prognose der IEA berücksichtigt. Er sollte wissen, dass große Ölkonzerne ihre Strategie nicht aufgrund kurzfristiger Preisbewegungen ändern (Explorationspläne erfordern umfangreiche Recherchen und Prüfungen durch Führungskräfte und oft auch durch den Vorstand des Unternehmens). Jedes angeführte Beispiel für eine neue Explorationsinitiative bezog sich auf Gebiete, in denen das Unternehmen bereits aktiv und erfolgreich war. Warum sollte ein Explorationsunternehmen nicht dorthin zurückkehren, wo die Erfolgswahrscheinlichkeit aufgrund früherer Erfolge höher ist?

Die Lehre daraus? Das Wall Street Journal sollte Reporter einstellen, die sowohl die technischen Aspekte der Branche verstehen als auch politische Agenden und Narrative durchschauen können. Eine kompetentere Redaktion kann zudem kurzsichtige Berichterstattung erkennen und korrigieren.

Die anhaltende Abrechnung mit den Mainstream-Medien muss auch die Wirtschaftsberichterstattung erreichen. In einem neuen politischen Klima ist diese Zeit für das Wall Street Journal nun gekommen.

Link: https://climaterealism.com/2026/05/wsj-energy-reporting-improvement-needed/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Auch wenn es hier nur um eine einzelne Zeitung in den USA geht, kann das Ganze symbolhaft auch für die hiesigen Medien stehen!

Der Beitrag Energie-Berichterstattung im WSJ bedarf Verbesserungen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)
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