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Warken will Sozialbeiträge langfristig senken

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Vorschau ansehen Nina Warken hält langfristig niedrigere Beiträge in der Kranken- und Pflegeversicherung für möglich. Geringere Sozialabgaben würden nach ihrer Ansicht sowohl Beschäftigte als auch die Wirtschaft entlasten.
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Wirtschaftsweise Grimm: Technologischer Fortschritt systematisch ausgebremst

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Vorschau ansehen Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm sieht die Reformvorhaben der Bundesregierung kritisch. Deutschland brauche mehr technologischen Fortschritt und weniger Regulierung, um wieder auf einen nachhaltigen Wachstumskurs zu kommen.
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Trump bekommt Geburtstagsgeschenk von Merz

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Vorschau ansehen Zu besonderen Gelegenheiten schreibt der Kanzler gerne handschriftliche Briefe. Der US-Präsident bekommt jetzt auch einen. Und am Montag legt Merz mit einer weiteren Aufmerksamkeit nach.
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Schweiz stimmt am Sonntag über Zuwanderungsgrenze von 10 Millionen ab

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Vorschau ansehen Die Schweizerische Volkspartei will per Volksentscheid erreichen, dass die Bevölkerung des Landes bis 2050 die Grenze von 10 Millionen Einwohnern nicht überschreitet.
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Regierungsfraktionen sind sich einig: Keine Verlängerung des Tankrabatts

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Vorschau ansehen Nach zwei Monaten ist Schluss mit dem günstigeren Tanken, haben Union und SPD beschlossen. SPD-Chefin Bärbel Bas will Entwicklung beobachten und bei Bedarf reagieren.
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Nullnummer-Gipfel in Berlin Die Therapiegruppe Klingbeil-Merz ist hochnot peinlich

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Das Bild zeigt Bundesfinanzminister Lars Klingbeil von der SPD und Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU.

Die Bundesregierung arbeitet derart schlecht, dass Merz und Klingbeil inzwischen selbst Nicht-Ergebnisse als Erfolg verkaufen wollen. Das ist vollkommen inakzeptabel. Ein Kommentar von Kurt Zach.

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Protest in Berlin: IG Metall bangt um Zehntausende Stahljobs

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Vorschau ansehen Billigstahl aus Asien, teure Energie und Klimavorgaben belasten die deutsche Stahlindustrie. Nun will die Branche mehr Unterstützung von der Politik. Gewerkschafter sehen Arbeitsplätze in Gefahr.
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Bundesregierung fehlt Lagebild zu chinesischen Bauteilen

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Vorschau ansehen Der Bundesregierung fehlt nach eigenen Angaben ein umfassendes Lagebild über chinesische Komponenten in der kritischen Infrastruktur. Die Grünen sehen darin ein erhebliches Sicherheitsrisiko und fordern rasche Gegenmaßnahmen.
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Sicherheitsbereich am Hamburger Flughafen geräumt

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Vorschau ansehen Plötzliche Räumung am Hamburger Flughafen: Passagiere müssen sogar aus den Maschinen aussteigen. Der Grund: eine „polizeilichen Lage“. Was steckt dahinter?
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Der seltene Glücksfall des Nichtstuns

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Außer Spesen nichts gewesen.

Der Beitrag Der seltene Glücksfall des Nichtstuns erschien zuerst auf .

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DIHK mahnt bei Reformen Wachstumsorientierung an

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Vorschau ansehen Nach dem Reformgipfel mit den Sozialpartnern dringt die Deutsche Industrie- und Handelskammer auf eine schnelle Umsetzung angekündigter Maßnahmen. DIHK-Präsident Peter Adrian fordert mehr Geschlossenheit und Handlungsfähigkeit der Bundesregierung.
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Bundestag berät erstmals über Reform der Krankenkassen

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Vorschau ansehen Der Bundestag befasst sich erstmals mit der geplanten Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Mit dem Gesetzentwurf will die Bundesregierung steigende Kassenbeiträge begrenzen und das Milliardenloch der Krankenkassen verkleinern.
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Bundesverwaltungsgericht weist Klage auf Zeugenaussage Steinmeiers ab

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Vorschau ansehen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier muss nicht aussagen. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Klagen eines Medienunternehmens gegen sein Zeugnisverweigerungsrecht zurückgewiesen.
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11. Juni: Ethikrat gegen Mindestalter | Sozialausgaben bremsen Wachstum | Geheime Hormus-Operation

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Vorschau ansehen Der Tag in 2 Minuten hält Sie mit wichtigen Meldungen auf dem Laufenden.
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USA wollen Grenzzaun zu Mexiko bis Ende 2027 vollenden

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Vorschau ansehen Die US-Regierung plant, die primäre Grenzbefestigung entlang der Südgrenze bis Ende 2027 fertigzustellen. Grenzschutzchef Rodney Scott verweist auf sinkende Zahlen irregulärer Grenzübertritte, die Unterstützung durch moderne Überwachungstechnik und eine engere Zusammenarbeit mit Mexiko. Die Kosten des Projekts werden auf bis zu 25 Milliarden US-Dollar geschätzt.
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Um das Klima zu schützen: Dänemark besteuert Ausstoß von Kühen, Rindern und Schweinen

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Vorschau ansehen Vertreter aus Regierung, Parteien, Landwirtschaft und Naturschutz unterzeichneten Ende 2024 eine Vereinbarung, die grundlegende Veränderungen in der dänischen Landwirtschaft vorsieht. Bauern sollen für den Ausstoß ihrer Tiere zahlen. 20 Prozent der Natur soll unter Schutz gestellt werden.
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Regierungserklärung AfD-Chefin Weidel erklärt Merz für „gescheitert“

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AfD-Chefin Alice Weidel zum Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): „Sieht so eine Migrationswende aus?“

Wenige Wochen vor der Sommerpause nutzt Alice Weidel die Rede des Kanzlers Friedrich Merz als Anlass für eine Generalabrechnung. Dieser verteidigt sich – und wirbt für die noch nicht feststehenden Reformen.

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Merz vor EU-Gipfel: Fokus auf Wachstum, Sicherheit und ein starkes Europa

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Vorschau ansehen Eine Woche vor dem Europäischen Rat in Brüssel hat Kanzler Friedrich Merz die Schwerpunkte der Bundesregierung vorgestellt: Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau, neue Handelsabkommen, Unterstützung der Ukraine und Fortschritte in der Migrationspolitik. Die Opposition übte Kritik.
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London: Britischer Verteidigungsminister John Healey tritt zurück

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Vorschau ansehen John Healey, der britische Verteidigungsminister, ist zurückgetreten. Er wirft Keir Starmer und dem Finanzminister vor, nicht die nötigen Mittel für sein Ressort bereitgestellt zu haben.
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☐ ☆ ✇ Epoch Times

Wirtschaftsstudie zeichnet düsteres Bild vom deutschen Sozialstaat

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Vorschau ansehen Deutschland steckt in einem Teufelskreis: Sozialversicherungen werden immer teurer, was das Wachstum hemmt und die Lage weiter verschärft. Das sagt INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben. Nur grundlegende Reformen könnten das durchbrechen.
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☐ ☆ ✇ Epoch Times

Merz zu Reformen: Es ist schon viel geschehen - aber es muss weitergehen

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Vorschau ansehen Bundeskanzler Merz hat im Bundestag eine Regierungserklärung zum kommenden EU-Gipfel abgegeben. AfD-Ko-Chefin Alice Weidel nutzte die Debatte über für eine Generalabrechnung mit Friedrich Merz. Danach folgen eine Stunde Debatte im Plenum des Parlaments und Beratungen über Gesetzentwürfe.
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Reformgipfel der Bundesregierung: Der seltene Glücksfall des Nichtstuns | Von Günther Burbach

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Vorschau ansehen Reformgipfel der Bundesregierung: Der seltene Glücksfall des Nichtstuns | Von Günther Burbach

Ein Meinungsbeitrag von Günther Burbach.

Außer Spesen nichts gewesen

Als die Spitzen der Regierungskoalition am Mittwochabend erneut zu Beratungen zusammenkamen, war die Erwartungshaltung überschaubar. Zu oft hatten die vergangenen Monate gezeigt, dass große Ankündigungen und lange Verhandlungen nicht zwangsläufig zu überzeugenden Ergebnissen führen.

Trotzdem wurde wieder über Stunden beraten, gerechnet, gestritten und verhandelt. Als die Runde schließlich auseinander ging, blieb vor allem eines zurück: Ernüchterung.

Vieles wurde besprochen. Wenig wurde beschlossen.

Normalerweise wäre das eine schlechte Nachricht. Eine Regierung, die ihre Probleme nicht löst, verliert an Glaubwürdigkeit. Eine Koalition, die sich nicht einigen kann, wirkt handlungsunfähig. Ein Staat, der vor immer größeren Herausforderungen steht, kann sich dauerhaften Stillstand eigentlich nicht leisten.

Doch diesmal dürfte die Stimmung bei vielen Bürgern anders ausgefallen sein. Mancher wird die Nachrichten vom gescheiterten Spitzentreffen gelesen und gedacht haben: Zum Glück. Ein bemerkenswerter Gedanke. Und einer, der viel über den Zustand des Landes verrät.

Denn in einer funktionierenden Demokratie hoffen die Menschen darauf, dass ihre Regierung Probleme löst. Sie erwarten Verbesserungen, Entlastungen und vernünftige Entscheidungen. Wenn politische Gipfel stattfinden, verbindet sich damit die Hoffnung, dass etwas Positives entsteht.

In Deutschland scheint sich dieser Reflex zunehmend umzukehren. Immer mehr Menschen begegnen politischen Ankündigungen inzwischen mit Skepsis. Nicht wenige betrachten neue Vorhaben sogar mit Sorge. Sie haben erlebt, dass politische Lösungen der vergangenen Jahre oft zusätzliche Belastungen mit sich brachten. Höhere Abgaben, neue Vorschriften, steigende Kosten oder weitere Eingriffe in den Alltag wurden nicht selten als Fortschritt verkauft. Die Folge ist ein tief sitzender Vertrauensverlust.

Wer morgens zur Arbeit fährt, die Stromrechnung bezahlt, an der Supermarktkasse steht oder auf seinen Krankenkassenbescheid schaut, hat seine ganz eigene Realität. Diese Realität besteht aus steigenden Preisen, wachsenden Beiträgen und einer zunehmenden Unsicherheit darüber, wie die kommenden Jahre finanziell zu bewältigen sein werden.

Die gesetzliche Krankenversicherung steht vor Milliardenlöchern. Die Pflegeversicherung kämpft mit ähnlichen Problemen. Die Rentenkassen geraten durch den demografischen Wandel immer stärker unter Druck. Gleichzeitig werden neue Schuldenprogramme aufgelegt, Milliarden für Aufrüstung bereitgestellt und immer neue Finanzierungsmodelle diskutiert.

Viele Bürger haben deshalb gelernt, politische Vorhaben nicht mehr automatisch als Verbesserung zu betrachten. Die Frage lautet längst nicht mehr: „Was wird die Regierung für uns tun?“ Die Frage lautet inzwischen oft: „Was wird sie uns diesmal zusätzlich aufbürden?“

Genau deshalb wirkt das Ergebnis des jüngsten Koalitionsgipfels auf manche Menschen fast wie eine kleine Entlastung. Nicht weil die Probleme verschwunden wären. Nicht weil die Regierung plötzlich überzeugende Lösungen gefunden hätte. Sondern weil zumindest vorerst keine neuen Belastungen beschlossen wurden.
Das mag zynisch klingen. Tatsächlich ist es jedoch Ausdruck einer Entwicklung, die sich seit Jahren beobachten lässt.

Der durchschnittliche Arbeitnehmer erlebt, dass sein Lohn zwar nominal steigt, die Kaufkraft aber häufig nicht Schritt hält. Die Miete wird teurer. Lebensmittel kosten deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren. Handwerkerrechnungen steigen. Versicherungen erhöhen ihre Beiträge. Energie bleibt teuer. Gleichzeitig hört man beinahe wöchentlich von neuen Finanzierungsproblemen des Staates.
Der Eindruck entsteht, dass immer mehr Geld eingesammelt wird, während die Leistungen vieler öffentlicher Systeme gleichzeitig nachlassen.

Wer einen Facharzttermin benötigt, kennt die Wartezeiten. Wer Angehörige pflegt, kennt die Grenzen des Systems. Wer Kinder hat, erlebt Personalmangel in Schulen und Kitas. Wer mit der Bahn reist, kennt die Verspätungen. Wer ein Unternehmen führt, kennt die wachsende Bürokratie.

Der Staat verlangt immer mehr, liefert aber aus Sicht vieler Bürger immer weniger. Ob diese Wahrnehmung in jedem Einzelfall gerechtfertigt ist, spielt dabei fast keine Rolle. Entscheidend ist, dass sie weit verbreitet ist.

Vertrauen entsteht nicht durch Regierungsprogramme oder Pressekonferenzen. Vertrauen entsteht durch Alltagserfahrungen. Und genau dort scheint der Vertrauensvorrat vieler Menschen aufgebraucht zu sein.

Besonders deutlich wird das bei den Debatten über die Zukunft des Sozialstaates. Seit Jahren wird über steigende Beiträge, längere Arbeitszeiten und höhere Belastungen gesprochen. Gleichzeitig wächst der Eindruck, dass die politischen Verantwortlichen die eigentlichen Ursachen vieler Probleme nicht konsequent angehen.

Deutschland verfügt trotz hoher Steuer- und Abgabenlast über eines der teuersten Staatswesen Europas. Dennoch fehlt es an Wohnungen, Pflegepersonal, Lehrkräften, Ärzten und Infrastruktur. Die Frage, warum immer mehr Geld nicht automatisch zu besseren Ergebnissen führt, wird zwar regelmäßig gestellt, aber selten überzeugend beantwortet. Stattdessen konzentriert sich die politische Debatte häufig auf die Verteilung neuer Lasten.

Wer soll mehr bezahlen?
Wer muss länger arbeiten?
Wo können zusätzliche Milliarden mobilisiert werden?

Diese Diskussionen mögen aus Sicht der Finanzminister logisch erscheinen. Für viele Bürger klingen sie jedoch wie die Fortsetzung eines bekannten Musters.
Deshalb überrascht es kaum, dass manche Menschen inzwischen regelrecht aufatmen, wenn ein Koalitionsgipfel ohne weitreichende Beschlüsse endet.
Das eigentliche Problem liegt allerdings tiefer.

Denn eine Gesellschaft kann nicht dauerhaft davon leben, dass politische Untätigkeit als Erfolg empfunden wird. Ein Land braucht Lösungen. Es braucht Reformen. Es braucht Zukunftsperspektiven.

Wenn ausgerechnet das Ausbleiben politischer Entscheidungen zur guten Nachricht wird, dann spricht das weniger über die Qualität des aktuellen Gipfels als über den Zustand des Vertrauens zwischen Regierung und Bevölkerung.
Genau darin liegt die eigentliche Botschaft dieses Abends. Nicht die fehlenden Beschlüsse sind bemerkenswert.Bemerkenswert ist, dass viele Bürger darüber nicht enttäuscht, sondern erleichtert sind. Das ist kein Ausdruck von Zufriedenheit. Es ist ein Ausdruck von Misstrauen.

Und möglicherweise die deutlichste Quittung, die eine Regierung überhaupt erhalten kann.

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Bildquelle: Juergen Nowak / shutterstock

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Quellen:

Spitzentreffen von Koalition, Arbeitgebern und Gewerkschaften am 10. Juni 2026 – vorab wurden die Erwartungen ausdrücklich gedämpft, konkrete Entscheidungen waren nicht vorgesehen. 
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-06/spitzentreffen-kanzleramt-gewerkschaften-arbeitgeber-reformen

Bericht über das Treffen im Kanzleramt – Diskussion über Sozialreformen, Steuerfragen und Bürokratieabbau, jedoch ohne konkrete Ergebnisse.
 https://www.stern.de/news/koalition-beraet-in-spitzentreffen-mit-sozialpartnern-ueber-reformen-37524996.html

Bundesgesundheitsministerium: Finanzlücke der gesetzlichen Krankenversicherung von über 15 Milliarden Euro im Jahr 2027, ansteigend auf über 40 Milliarden Euro bis 2030.
 https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/finanzkommission-gesundheit-ergebnisse-30-03-26

Deutscher Bundestag: Gesetzentwurf zur GKV-Finanzreform nennt eine Deckungslücke von 15,3 Milliarden Euro im Jahr 2027.
 https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1182522

Deutsches Ärzteblatt: Bund plant Kürzung des Bundeszuschusses zur gesetzlichen Krankenversicherung von 14,5 auf 12,5 Milliarden Euro jährlich. 
https://www.aerzteblatt.de/news/bund-will-sich-weiter-aus-finanzierung-der-gesetzlichen-krankenversicherung-zuruckziehen-6162c038-7f7d-4ff4-8490-4806620aba60

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Jean Ziegler im Gespräch mit Kayvan Soufi-Siavash

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Vorschau ansehen Jean Ziegler im Gespräch mit Kayvan Soufi-Siavash

Der Soziologe und Menschenrechtsaktivist Jean Ziegler ist im Alter von 92 Jahren verstorben. Ziegler gehörte zu den schärfsten Globalisierungskritikern, prangerte Kapitalismus und Profitgier an.

In Gedenken an Jean Ziegler verweisen wir auf das Interview, das Kayvan Soufi-Siavash im Mai 2015 mit ihm geführt hat.

Hier die schriftliche Anmoderation zum damaligen Interview:

Jean Ziegler ist eine lebende Legende. Der Professor für Soziologie kann als der bekannteste deutschsprachige Globalisierungskritiker bezeichnet werden. Trotz seiner 81 Jahre strotzt der Mann nur so vor Optimismus. Sein Ziel bleibt es, den entfesselten Raubtierkapitalismus endlich in die Mülltonne der Geschichte zu schicken.

Ziegler hat sich in all den Jahren, auch als UN-Sonderbotschafter für das Recht auf Nahrung, nie mit der globalen Ungerechtigkeit des vorherrschenden Wirtschaftssystems abgefunden.

Er schrieb zahlreiche Bücher, in denen er Ross und Reiter benannte, und wurde dafür von Konzernen und Banken in den wirtschaftlichen Ruin geklagt. Doch Jean Ziegler gibt nie auf.

Alle 5 Sekunden verhungert ein Kind, obwohl der Planet heute locker 12 Milliarden Menschen ernähren könnte. Ziegler nennt diesen Umstand Mord, doch er glaubt an die Empathie des Menschen.

Ziegler hatte große Lehrer. Er war mit Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir befreundet, arbeitete vorübergehend als Chauffeur von Che Guevara, erlebte den Freiheitskampf des Thomas Sankara, und hat sich von der Aufrichtigkeit dieser Idole anstecken lassen.

Wir trafen den Schweizer Menschenrechtsaktivisten an seiner Universität in Genf und erlebten einen Mann, dessen aktuelles Buch „Verändere die Welt - Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“ als Kampfschrift gedacht ist.

Ziegler zieht im Buch Bilanz, stellt die Frage: "Was soll ein Intellektueller?“, um die Antwort nachzureichen. Ein Intellektueller soll bewaffnen! Mit Argumenten, denen Taten folgen. Taten gegen Untaten.

Ziegler ruft im Gespräch mit KenFM mehr denn je zum Widerstand, zum zivilen Ungehorsam gegen ein Wirtschaftssystem auf, das für seinen Profit ohne Skrupel über Leichen geht.

„Besetzt Ramstein!“ und „Kommt nach München zum Anti-G7-Gipfel“ sind Botschaften, die wir aus Genf mitgenommen haben, um sie der Community, der „Genration @“, ans Herz zu legen.

Werdet Aktivisten. Übernehmt Verantwortung für die Ungerechtigkeit auf diesem Globus. Solidarität statt Konkurrenz!

Ändert die Welt. Heute!

Hier der Link zum Buchkauf: https://c.kopp-verlag.de/kopp,verlag_4.html?1=1056&3=0&4=&5=&d=https%3A%2F%2Fwww.kopp-verlag.de%2FAendere-die-Welt%2521.htm%3Fwebsale8%3Dkopp-verlag%26pi%3DB3978058

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Merz gibt Regierungserklärung ab

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Vorschau ansehen Heute wird Bundeskanzler Friedrich Merz im Bundestag sprechen. Angekündigt ist eine Regierungserklärung zum bevorstehenden EU-Gipfel. Danach folgt eine Stunde Debatte im Plenum des Parlaments.
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Finanzlage der Krankenkassen schlechter als bisher gedacht

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Vorschau ansehen Die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenkassen ist offenbar schlechter als bislang angenommen. Nach neuen Berechnungen des Gesundheitsministeriums drohen trotz der geplanten Reform auch in den kommenden Jahren Milliardendefizite.
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KI in der Politik: Warum Mario Voigt in der Kritik steht

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Vorschau ansehen Ein Portal findet mit KI-Analyse-Werkzeugen Auffälligkeiten in Beiträgen von Thüringens Regierungschef. Wie viel KI darf in einer Rede zum Holocaust-Gedenktag stecken?
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Operationsplan Deutschland: „Müssen im Privaten, in den Familien wehrhafter werden“

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Vorschau ansehen Generalleutnant André Bodemann, verantwortlich für die Erarbeitung des Operationsplans Deutschland, mahnte kürzlich in einem Vortrag eine Mentalität für die Verteidigung Deutschlands an.
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Trump baut US-Geheimdienste um - Finanzmanager Pulte wird neuer Chef

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Vorschau ansehen US-Präsident Donald Trump hat William Pulte zum kommissarischen Direktor der US-Nachrichtendienste ernannt. Der Immobilienunternehmer übernimmt das Amt ab dem 19. Juni, zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben. Die Personalie stößt bei Republikanern auf Zustimmung - bei Demokraten auf Kritik.
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Pfizer-Chef sagt Termin mit Merz ab und stellt Investitionen infrage

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Vorschau ansehen Der Pharmakonzern Pfizer kritisiert die Sparpläne der Bundesregierung und zieht Konsequenzen. Konzernchef Albert Bourla sagte ein Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz ab und kündigte an, geplante Investitionen zu überprüfen.
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