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☐ ☆ ✇ Uncut-News

Der Markt beginnt etwas einzupreisen, das die meisten Menschen noch nicht sehen

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Zwischen den Finanzmärkten und der Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit entsteht derzeit eine bemerkenswerte Kluft.

Die meisten Menschen betrachten die Situation rund um den Iran noch immer als eine weitere entfernte geopolitische Krise. Das Thema erscheint für einige Minuten in den Nachrichten, verschwindet anschließend hinter innenpolitischen Schlagzeilen und taucht erst wieder auf, wenn neue Entwicklungen bekannt werden. Anleger hingegen beginnen, die Lage deutlich ernster zu nehmen. Sie verfolgen die Verhandlungen nicht wegen ihrer diplomatischen Symbolik, sondern weil immer mehr Händler glauben, dass die Weltwirtschaft deutlich anfälliger für länger anhaltende Störungen ist, als viele Politiker bereit sind zuzugeben.

Die Ironie dabei: Die größte Bedrohung ist längst nicht mehr ein möglicher Krieg selbst. Die größte Bedrohung ist die Unsicherheit.

Monatelang hatten sich die Märkte eingeredet, dass eine Einigung zwischen Washington und Teheran nur eine Frage der Zeit sei. Es würde Meinungsverschiedenheiten geben, öffentliche Drohungen und Komplikationen in letzter Minute, doch am Ende würden die wirtschaftlichen Realitäten beide Seiten zu irgendeiner Form von Kompromiss zwingen. Dieser Glaube verbreitete sich so stark, dass viele Investoren gar nicht mehr darüber nachdachten, was passieren würde, wenn genau das Gegenteil eintritt.

Nun wird diese Annahme auf die Probe gestellt.

In den vergangenen Tagen ist der Optimismus hinsichtlich eines diplomatischen Durchbruchs erneut geschwunden. Widersprüchliche Berichte über die Zukunft der Verhandlungen haben die Ölmärkte wieder in eine Phase erhöhter Volatilität versetzt. Die Preise liegen weiterhin deutlich höher als vor Beginn der Krise. Die Nordseeölsorte Brent stieg nach neuen Unsicherheiten rund um die Gespräche erneut auf über 95 Dollar pro Barrel. Gleichzeitig warnen Branchenvertreter, dass die Märkte die Risiken möglicherweise noch immer unterschätzen.

Besonders gefährlich ist dabei, dass die Weltwirtschaft heute nicht mehr über dieselben Stoßdämpfer verfügt wie früher.

Im Jahr 2008 konnten Regierungen noch gewaltige Geldsummen mobilisieren, um Krisen abzufedern. Während der Pandemie fluteten die Zentralbanken die Märkte mit Billionen Dollar zusätzlicher Liquidität. Heute tragen viele dieser Staaten jedoch Schuldenberge, die vor zehn Jahren noch als außergewöhnlich gegolten hätten. Die Zinskosten steigen. Das Wirtschaftswachstum verlangsamt sich. Verbraucher kämpfen seit Jahren mit einer Inflation, die nie vollständig verschwunden ist. Das Finanzsystem wirkt an der Oberfläche stabil, doch darunter zeigen sich zunehmend Anzeichen von Erschöpfung.

Genau deshalb ist die Straße von Hormus von so zentraler Bedeutung.

Die meisten Menschen wissen, dass sie eine wichtige Schifffahrtsroute ist. Was viele jedoch nicht verstehen, ist die extreme Konzentration der globalen Energieversorgung. In Friedenszeiten werden etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggasverbrauchs durch diesen schmalen Korridor transportiert.

Man sollte sich die Bedeutung dieser Zahl vor Augen führen: Jedes fünfte Barrel Öl, das irgendwo auf diesem Planeten verbraucht wird, ist von einem maritimen Nadelöhr abhängig, das nur wenige Kilometer breit ist.

Die moderne Weltwirtschaft wurde auf der Annahme aufgebaut, dass diese Route jederzeit offen bleibt.

Von Flugtickets bis zu Düngemittelpreisen hängt nahezu alles von dieser Grundannahme ab.

Die Gefahr besteht dabei nicht zwangsläufig in einer vollständigen Sperrung der Wasserstraße. Die Märkte benötigen kein Worst-Case-Szenario, um nervös zu werden. Es genügt bereits, wenn die Möglichkeit eines solchen Szenarios eingepreist wird.

Sobald dies geschieht, steigen die Transportkosten. Versicherungsprämien verteuern sich. Unternehmen beginnen, Vorräte anzulegen, anstatt sie zu verbrauchen. Firmen bereiten sich auf mögliche Lieferengpässe vor, die möglicherweise niemals eintreten. Ironischerweise können allein diese Vorsichtsmaßnahmen bereits wirtschaftlichen Schaden verursachen.

Genau dieser Prozess könnte bereits begonnen haben.

Eine der bemerkenswertesten Aussagen dieser Woche kam nicht von einem Politiker, sondern von einem führenden Manager eines der größten Ölhandelsunternehmen der Welt. Ein hochrangiger Vertreter von Vitol warnte, dass die Märkte die Risiken der aktuellen Situation möglicherweise massiv unterschätzen.

Seiner Einschätzung nach wird der eigentliche Stress nicht unbedingt dann sichtbar, wenn die Schlagzeilen am dramatischsten erscheinen. Er könnte erst Monate später auftreten, wenn Raffineren und Industriebetriebe plötzlich feststellen, dass physische Lieferungen deutlich schwieriger zu beschaffen sind als erwartet.

Die Geschichte legt nahe, dass er recht haben könnte.

Die meisten wirtschaftlichen Schocks beginnen nicht mit einem spektakulären Zusammenbruch. Sie beginnen mit einer Reihe kleiner Störungen, die isoliert betrachtet beherrschbar erscheinen.

Eine Verzögerung hier.

Ein Engpass dort.

Höhere Versicherungskosten.

Längere Transportwege.

Sinkende Lagerbestände.

Steigende Finanzierungskosten.

Keine dieser Entwicklungen wirkt für sich genommen katastrophal. Das Problem entsteht erst dann, wenn sie sich gegenseitig verstärken.

Wenn gewöhnliche Verbraucher die Auswirkungen schließlich bemerken, ist die Kettenreaktion meist bereits weit fortgeschritten.

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☐ ☆ ✇ Epoch Times

Bevölkerungsschutz-Messe: Praktische Hilfsmittel für Krisensituationen

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Vorschau ansehen Die Debatte über Krisenvorsorge hat in Deutschland deutlich an Bedeutung gewonnen. Von Notstromversorgung bis Trinkwasseraufbereitung: Welche Lösungen empfehlen Experten für private Haushalte und Unternehmen? Antworten darauf gibt die Epoch Times in einem Livestream von der INTERSCHUTZ, der weltweit größten Fachmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz in Hannover.
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☐ ☆ ✇ Report24

Erneute Eskalation am Persischen Golf – Europas Energiesicherheit in Gefahr

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Zwei Stützpunkte in Kuwait sind laut Fars und Reuters erneut mit Raketen angegriffen worden. Die iranischen Staatsmedien sprechen von einer Vergeltung für den nächtlichen US-Angriff auf die Insel Qeschm. Auch aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain werden Explosionen sowie Luftalarm gemeldet. Es scheint, als würde der Krieg erneut eskalieren. Vor allem für die Europäer sind das schlechte Aussichten.

Eine Beruhigung der Lage in Sachen Iran-Konflikt rückt wieder in weite Ferne. In den Nachtstunden (Ortszeit) meldete Kuwait anfliegende Raketen und Drohnen. Laut Fars wurden dabei zwei amerikanische Militärstützpunkte ins Visier genommen. Gleichzeitig wurden Explosionen und Luftalarme aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain gemeldet. Das US-Militär feuerte auch auf einen Öltanker, der ohne Erlaubnis durch die Straße von Hormus fahren wollte. Alles deutet damit auf eine erneute Eskalation hin.

Angesichts dessen, dass der Iran kürzlich erst das vorläufige Ende der indirekten Gespräche mit den Vereinigten Staaten verkündete, weil Israel wegen anhaltender Waffengewalt durch die Hisbollah weiter Vergeltungsangriffe auf Stellungen der Schiiten-Terrormiliz im Libanon durchführt, war ein erneutes Aufflammen der Kampfhandlungen vorhersehbar. Das Mullah-Regime in Teheran bevorzugt eine Eskalation der Lage, anstatt sich ernsthaft für eine dauerhafte Friedenslösung in der Region einzusetzen.

Während Washington behauptet, die Verhandlungen – auch in Bezug auf das umstrittene iranische Atomprogramm – würden weiterlaufen, kommen aus Teheran weitere Dementi. Die iranische Führung geht offensichtlich davon aus, dass die Zeit zu ihren Gunsten spielt. Denn je länger der Konflikt (und damit die faktische Blockade der Straße von Hormus) anhält, desto kritischer wird die Lage an den Energiemärkten. Lange werden die strategischen Ölreserven nämlich die Lieferausfälle aus den Golfstaaten nicht mehr kaschieren können. Die Mullahs scheinen darauf zu spekulieren, dass die Weltöffentlichkeit angesichts explodierender Öl- und Gaspreise den Druck auf Washington und Tel Aviv erhöhen wird, die Kampfhandlungen gegen den Iran einzustellen. Doch dies ist angesichts der kritischen wirtschaftlichen und finanziellen Lage des Landes auch ein gewagtes Spiel.

Den Europäern, die aus ideologischen und politischen Gründen auf Erdöl und Erdgas aus Russland verzichten wollen, droht damit ein extrem harscher Winter. Schon jetzt mangelt es an ausreichenden Reserven und der limitierte Nachschub reicht noch nicht einmal aus, den aktuellen Bedarf zu decken. Zwar mögen mehr Leute von Verbrennern auf Stromer umsteigen – doch im Winter, zu Dunkelflaute-Zeiten, müssen Gaskraftwerke die Versorgung sicherstellen. Doch die Gasspeicher werden ebenfalls nicht gefüllt.

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☐ ☆ ✇ Uncut-News

Getreidepreise explodieren: Größter Preisschock seit der Nahrungskrise von 2008

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Ein Bericht von ZeroHedge sorgt derzeit für Aufmerksamkeit an den Rohstoffmärkten. Demnach verzeichnete Getreide, das als Grundnahrungsmittel für rund die Hälfte der Weltbevölkerung gilt, den stärksten monatlichen Preisanstieg seit der globalen Nahrungsmittelkrise von 2008. Für viele Beobachter ist dies mehr als nur eine Marktbewegung – es könnte das erste Warnsignal einer neuen weltweiten Versorgungskrise sein.

Die Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Weltwirtschaft bereits unter geopolitischen Spannungen, steigenden Energiepreisen und zunehmenden Handelskonflikten leidet. Während Politiker über Wachstum, Klimaziele und militärische Aufrüstung diskutieren, könnte sich im Hintergrund eine deutlich unmittelbarere Gefahr aufbauen: die Verteuerung von Lebensmitteln.

Die Grundlage der Welternährung wird teurer

Getreide bildet das Fundament der globalen Ernährungskette. Weizen, Mais, Reis und andere Getreidesorten sind nicht nur direkte Nahrungsmittel für Milliarden Menschen, sondern auch die Grundlage der Tierfütterung. Steigen die Preise für Getreide, steigen in der Regel auch die Kosten für Fleisch, Milchprodukte, Eier und zahlreiche verarbeitete Lebensmittel.

Genau das zeichnet sich nun ab.

Laut den von ZeroHedge zitierten Marktdaten haben die Preise innerhalb kürzester Zeit einen Sprung vollzogen, wie er zuletzt während der weltweiten Nahrungsmittelkrise von 2008 beobachtet wurde. Damals führten explodierende Lebensmittelpreise in zahlreichen Ländern zu Protesten, sozialen Unruhen und politischen Verwerfungen.

Krieg und Energiepreise als Brandbeschleuniger

Ein wesentlicher Treiber der Entwicklung sind die steigenden Energiekosten. Landwirtschaft ist heute in hohem Maße von Öl, Gas und Düngemitteln abhängig. Werden Energie und Dünger teurer, steigen automatisch die Produktionskosten für Landwirte.

Hinzu kommen geopolitische Risiken. Die Spannungen im Nahen Osten haben die Sorge vor einer längeren Unterbrechung wichtiger Handels- und Transportwege verstärkt. Besonders die Straße von Hormus gilt als kritischer Engpass für den globalen Energiehandel.

Sollte es dort zu weiteren Eskalationen kommen, könnten die Energiepreise erneut stark anziehen – mit direkten Folgen für die weltweite Lebensmittelproduktion.

Die Schattenseite der Globalisierung

Die aktuelle Entwicklung offenbart erneut die Verletzlichkeit des globalisierten Ernährungssystems.

Über Jahrzehnte wurden Produktionsketten optimiert, Lagerbestände reduziert und die Landwirtschaft immer stärker in internationale Märkte eingebunden. Dieses Modell funktioniert effizient, solange alles reibungslos läuft.

Doch sobald mehrere Krisen gleichzeitig auftreten, zeigt sich die Kehrseite.

Ein Krieg in einer Region, eine Dürre in einer anderen und steigende Energiekosten reichen aus, um Preisschocks auszulösen, die Milliarden Menschen betreffen.

Spekulanten wittern Gewinne

Kritiker weisen zudem darauf hin, dass Rohstoffmärkte längst nicht mehr ausschließlich von Angebot und Nachfrage bestimmt werden.

Große Investmentfonds, Banken und Spekulanten nutzen Agrarrohstoffe zunehmend als Anlageklasse. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit fließt häufig zusätzliches Kapital in Getreide-, Mais- oder Weizenmärkte.

Dadurch können Preisbewegungen verstärkt werden.

Während Investoren von steigenden Kursen profitieren, müssen Verbraucher weltweit die höheren Kosten bezahlen.

Die Ärmsten zahlen den höchsten Preis

Besonders dramatisch sind die Auswirkungen für Entwicklungsländer.

Während Haushalte in Europa oder Nordamerika einen vergleichsweise kleinen Teil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben, können es in vielen afrikanischen, asiatischen oder lateinamerikanischen Staaten 40 bis 60 Prozent oder mehr sein.

Dort können selbst moderate Preissteigerungen Hunger, Unterernährung und soziale Spannungen auslösen.

Die Geschichte zeigt, dass steigende Lebensmittelpreise oft zu den wichtigsten Auslösern gesellschaftlicher Unruhen gehören.

Das Jahr 2008 als Warnung

Der Vergleich mit 2008 sorgt deshalb für besondere Aufmerksamkeit.

Damals stiegen die Preise für Grundnahrungsmittel weltweit sprunghaft an. In zahlreichen Ländern kam es zu Protesten, Ausschreitungen und politischen Krisen. Die Folgen waren noch Jahre später spürbar.

Dass nun erneut der stärkste monatliche Preisanstieg seit jener Zeit registriert wurde, lässt viele Marktbeobachter aufhorchen.

Die eigentliche Gefahr liegt vor uns

Noch handelt es sich nicht um eine globale Hungerkatastrophe.

Doch die aktuellen Marktbewegungen zeigen, wie schnell sich die Lage verändern kann. Sollte der Konflikt im Nahen Osten weiter eskalieren, die Energiepreise erneut explodieren oder extreme Wetterereignisse die Ernten beeinträchtigen, könnten die heutigen Preissteigerungen lediglich der Anfang sein.

Für Regierungen und Zentralbanken, die sich seit Jahren vor allem auf Inflation, Schuldenkrisen und geopolitische Konflikte konzentrieren, könnte sich bald eine unangenehme Realität zeigen:

Man kann vieles drucken, subventionieren oder regulieren.

Aber wenn Brot, Reis und Getreide knapp oder unbezahlbar werden, geraten ganze Gesellschaften ins Wanken.

Der aktuelle Getreideschock ist deshalb weit mehr als eine Meldung für Rohstoffhändler. Er ist ein Warnsignal für die Stabilität des globalen Ernährungssystems – und möglicherweise ein Vorbote dessen, was noch kommen könnte.

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☐ ☆ ✇ Report24

Saporischschja: Ukrainische Drohne beschädigt das größte AKW Europas

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Ukrainische Truppen haben das Atomkraftwerk Saporischschja mit einer Drohne beschossen und beschädigt. Das ist eine gefährliche Situation. Doch im Westen gilt es, die bestehenden Narrative des Ukraine-Konflikts zu verteidigen. Die IAEA konnte glücklicherweise keinen Strahlungsanstieg messen.

Das größte Atomkraftwerk Europas, jenes bei Saporischschja, wurde zwar im Jahr 2022 als Folge der Kampfhandlungen in der Region heruntergefahren, doch die Brennstäbe müssen dennoch gekühlt werden, um eine Kernschmelze zu verhindern. Derzeit steht das Kraftwerk samt dem umliegenden Gebiet unter russischer Kontrolle. Doch immer wieder gerät das AKW unter Beschuss. So auch am 30. Mai.

Eine ukrainische Drohne traf ein Turbinengebäude direkt neben einem der Reaktoren, woraufhin die Dieselgeneratoren eine Notstromversorgung zur Kühlung übernehmen mussten. Wären auch diese beschädigt worden, hätte es zum ersten GAU seit Tschernobyl in Europa kommen können. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), die selbst mit Experten vor Ort ist, erklärte, dass dies der erste solche direkte Angriff seit längerer Zeit war.

Das IAEA-Expertenteam, welches in der Stadt Energodar, nahe des Atomkraftwerks, stationiert ist, machte sich am folgenden Morgen auf den Weg, um die Schäden zu begutachten. Dabei wurden Drohnen-Trümmerteile und ein verbranntes Glasfaserkabel begutachtet, was den Drohnenangriff bestätigte. Während der Begutachtung der Schäden gab es erneut einen Drohnenalarm und Abwehrfeuer, so dass die Inspekteure in einen Schutzraum gebracht wurden. Glücklicherweise stellten die IAEA-Mitarbeiter keine erhöhte radioaktive Strahlung fest.

Doch während IAEA-Chef Grossi erklärte, der ukrainische Angriff sei ein „Spiel mit dem Feuer“, versuchte man beim „Spiegel“ rhetorische Spielchen. Denn das deutsche Magazin behauptete in einem Artikel zur Meldung indirekt, aber doch implizit, dass die russischen Behörden den IAEA-Inspektoren den Zutritt zur Turbinenhalle verwehrt hätten, weshalb die Organisation darauf gepocht hätte, die Schäden begutachten zu dürfen.

Doch so kann man auch Desinformation betreiben. Denn der ukrainische Angriff erfolgte in der Nacht, während weiterhin Drohnenalarm herrschte. Es wäre einfach zu gefährlich gewesen, umgehend hinzufahren. Deshalb fuhren die IAEA-Experten am nächsten Morgen zum Atomkraftwerk. Die implizite Behauptung des Spiegels, die Russen hätten den Experten den Zutritt verweigert, stimmt so einfach nicht. Wäre es den Redakteuren dort vielleicht lieber gewesen, darüber schreiben zu müssen, dass die IAEA-Mitarbeiter nachts unter Lebensgefahr zum Atomkraftwerk gefahren und dabei durch ukrainischen Drohnenbeschuss getötet worden sind?

Beim Spiegel selbst versucht man, die Rolle der ukrainischen Truppen zu relativieren, dabei gab es bereits in der Vergangenheit (Report24 berichtete beispielsweise im Herbst letzten Jahres darüber) immer wieder ukrainische Rückeroberungsversuche und Kampfhandlungen beim AKW Saporischschja. Ebenfalls im Herbst des vergangenen Jahres hatte eine ukrainische Drohne ein russisches Atomkraftwerk getroffen. Alles Hinweise darauf, dass man seitens der ukrainischen Militärführung nicht vor solchen Angriffen zurückschreckt – auch wenn dies zu einer radioaktiven Verseuchung großer Gebiete führen könnte.

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☐ ☆ ✇ Report24

Mullah-Regime bricht Kontakte zu den USA ab – Teheran stellt sich vor Hisbollah und Hamas

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Teheran ist nicht an einer Lösung des Konflikts mit Washington interessiert, sondern stellt sich lieber vor seine Terror-Schützlinge im Libanon und im Gazastreifen. Das eigene Volk soll weiter leiden, nur damit die Hisbollah und die Hamas weiter Juden töten können.

Das islamistische Mullah-Regime in Teheran hat die indirekten Kontakte mit den Vereinigten Staaten über Vermittler vorläufig eingestellt. Als Begründung nennt Teheran die jüngsten israelischen Angriffe gegen Hisbollah-Stellungen im Libanon sowie die fortgesetzten Militäroperationen gegen die Hamas im Gazastreifen. Damit macht das islamistische Regime deutlich, worum es ihm tatsächlich geht: nicht um Frieden, nicht um Stabilität und schon gar nicht um Diplomatie, sondern um den Schutz jener Terrororganisationen, die seit Jahrzehnten als verlängerter Arm Teherans im Nahen Osten fungieren.

Die Ankündigung kam nur kurze Zeit nach weiteren israelischen Angriffen auf Hisbollah-Stellungen in den südlichen Vororten Beiruts. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte eine Ausweitung der Operationen gegen die vom Iran finanzierte und bewaffnete schiitische Terrormiliz angeordnet. Israel wirft der Hisbollah (auf Deutsch: Partei Allahs) vor, die Waffenruhe wiederholt verletzt zu haben. Die Aussagen iranischer Regierungsvertreter lassen keinen Zweifel daran, dass das Regime die Konflikte in Gaza, im Libanon, im Irak, im Jemen und im Persischen Golf inzwischen als Teil eines gemeinsamen Machtprojekts betrachtet. Außenminister Abbas Araghchi erklärte laut iranischen Medien, Verstöße gegen Waffenstillstände an einer Front würden die Vereinbarungen auf allen anderen Fronten hinfällig machen.

Teheran bestätigt damit faktisch ganz offiziell, dass die Hisbollah, die Hamas und die Huthi-Milizen (Ansar Allah) im Jemen Teil einer großangelegten iranischen Regionaloperation sind. Gleichzeitig scheint es den Mullahs völlig egal zu sein, dass es deren eigene Verbündete und Stellvertreterkräfte sind, welche durch Angriffe auf Israel den vereinbarten Waffenstillstand immer wieder brechen, und Jerusalem lediglich Vergeltungsaktionen durchführt.

Mehr noch: Vor wenigen Tagen schienen die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington zumindest einige Fortschritte zu machen. Sogar ein möglicher Rahmenvertrag, der eine Wiederöffnung der Straße von Hormus, eine Verlängerung der Waffenruhe und erste Schritte zur Beendigung des seit Februar andauernden Krieges ermöglichen sollte, war angeblich in Reichweite. Doch nun stellt sich das Mullah-Regime plötzlich quer. Solange Israel gegen Hisbollah und Hamas vorgeht, sollen die Gespräche nicht weitergeführt werden.

Doch dies ist ein altbekanntes Muster. Teheran nutzt regelmäßig Eskalationsdrohungen, um in Verhandlungen bessere Ausgangspositionen zu schaffen. Schon in der Vergangenheit wurden Angriffe auf Tanker, Drohnenabschüsse, Raketenangriffe oder die Bedrohung internationaler Schifffahrtswege als Druckmittel eingesetzt. Die aktuellen Warnungen aus Teheran hinsichtlich der Straße von Hormus sind eindeutig. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim prüfen Iran und verbündete Terrorgruppen erneut Maßnahmen gegen die wichtigste Energieroute der Welt. Auch die strategisch wichtige Bab-al-Mandab-Meerenge wird genannt. Die Märkte reagierten sofort. Der Ölpreis sprang innerhalb kurzer Zeit um mehr als sechs Dollar pro Barrel nach oben. Händler kalkulieren inzwischen wieder das Risiko einer längerfristigen Blockade ein.

Die Entscheidung, die Kontakte zu Washington auszusetzen, zeigt jedoch weniger eine diplomatische Krise als vielmehr die unveränderte Natur des Systems. Sobald die militärischen Instrumente der iranischen Regionalpolitik unter Druck geraten, reagiert das Regime nicht mit Deeskalation, sondern mit neuen Drohungen. Doch wie lange kann sich Teheran dieses Eskalationsspiel noch leisten? Washington und Jerusalem werden den militärischen und den wirtschaftlichen Druck auf das Regime nämlich noch weiter erhöhen.

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☐ ☆ ✇ Report24

Belarus & Litauen: Wenn Zigarettenschmuggel zur „hybriden Kriegsführung“ avanciert

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Auch wenn es im aktuellen Ukraine-Konflikt auf allen Seiten durchaus genügend Maßnahmen zur hybriden Kriegsführung gibt, wird zu oft übertrieben. So auch im Falle der Zigaretten-Schmuggelballons aus Weißrussland, die nach Litauen geschickt werden. It’s the Mafia. Stupid.

Wenn sich Länder im Krieg befinden, spielt die Propaganda eine wichtige Rolle. Das Erste, das während eines Krieges stirbt, ist bekanntlich die Wahrheit. Umso mehr, da auf die psychologische Kriegsführung gesetzt wird, um bestimmte Narrative durchzudrücken und gewünschte Feindbilder in den Köpfen der Menschen einzubrennen. So auch in Sachen Weißrussland/Belarus und Litauen, wo Wetterballons mit Schmuggelzigaretten die Gemüter erhitzen.

Das offizielle Narrativ im Westen lautet: Die Weißrussen würden mit ihren Schmuggel-Wetterballons den Flugverkehr über dem litauischen Luftraum stören. Dies sei Teil einer hybriden Kriegsführung gegen den Westen, zumal der weißrussische Präsident, Alexander Lukaschenko, sich gut mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin versteht und die beiden Länder auch immer wieder gemeinsame Militärübungen abhalten.

Doch ein Blick hinter die Kulissen (Dank geht hierbei an die Kollegen der „Nachdenkseiten“ für eine ausführliche Reportage vor Ort) offenbart ein deutlich simpleres Bild der Lage. Zigaretten sind in Belarus deutlich billiger als in der Europäischen Union, so dass die Leute im Grenzgebiet diese gerne mit etwas Profit im Nachbarland verkauften, um sich dort mit jenen Waren einzudecken, die es im eigenen Land nicht gibt. Dann kam die einseitige Grenzschließung im Jahr 2020 – und vor allem die professionellen Schmuggler wurden kreativ. Wenn der Landweg nicht mehr nutzbar ist, wird eben der Luftweg bemüht.

Also legen sie sich Wetterballons zu, schicken diese bei günstigem Wind mit bis zu 60 Kilogramm Nutzlast an Zigaretten – und einem mit einer litauischen SIM-Karte versehenen GPS-Tracker – über die Grenze nach Litauen, wo sie dann von ihren litauischen „Geschäftspartnern“ aufgesammelt werden. Not macht eben erfinderisch – und auf das lukrative Geschäft mit Schmuggelzigaretten will auf beiden Seiten niemand verzichten.

Anstatt jedoch dieses Thema als klassischen Fall für Polizei und Grenzschutz (also eine klassische Aktion zur Kriminalitätsbekämpfung) zu betrachten, wurde von der litauischen Regierung daraus ein Politikum gemacht. Immerhin eignen sich diese Schmuggel-Ballons perfekt für das Narrativ einer angeblichen „hybriden Kriegsführung“ durch den „Putin-Freund“ Lukaschenko. Denn in Vilnius (Wilna) hat man erkannt, dass sich so etwas leicht in zusätzliche Milliarden aus Brüssel für die militärische Aufrüstung nutzen lässt.

Kein Wunder also, dass – so der Nachdenkseiten-Bericht – die litauische (ebenso wie die polnische) Seite kein großes Interesse an den Angeboten aus Minsk gezeigt hat, eine gemeinsame Operation gegen den Zigarettenschmuggel zu starten. Die benachbarten EU-Staaten tolerieren diese transnationale Kriminalität, nur um weiterhin passende Schlagzeilen von der angeblichen Bedrohung aus Weißrussland liefern zu können. Die Kriminellen machen ihr Geschäft mit den geschmuggelten Zigaretten, die Politiker in Vilnius und Warschau ihr eigenes mit Bedrohungswarnungen und politisch motivierter Propaganda. Denn die Politik ist oftmals ebenfalls nur ein Geschäft – wenngleich nicht selten ebenso ein schmutziges.

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Ukrainische Drohnen erreichen zum ersten Mal Kaliningrad

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Der Flughafen Chrabrowo in Kaliningrad hatte seinen Betrieb vorübergehend eingestellt, nachdem die Behörden vor einer möglichen Drohnenattacke gewarnt hatten. Das ist das erste Mal, dass ukrainische Drohnen in die russische Exklave eindrangen – und zwar direkt über NATO-Gebiet.

Es ist offensichtlich das erste Mal seit Beginn des Krieges in der Ukraine, dass ein ziviler Flughafen in Kaliningrad aufgrund der Gefahr von Drohnenangriffen geschlossen wurde. Die Behörde erklärte am 26. Mai, die vorübergehende Aussetzung von An- und Abflügen sei „zur Gewährleistung der Flugsicherheit“ erfolgt. Konkrete Gründe für die Einschränkungen wurden jedoch nicht genannt. Zeitgleich veröffentlichte das Warnsystem der russischen Exklave eine Meldung über eine „Drohnenbedrohung“. Damit bestätigte die russische Seite faktisch die Gefahr eines möglichen Luftangriffs des ukrainischen Militärs.

Die Einschränkungen am Flughafen blieben rund eineinhalb Stunden in Kraft. Anschließend teilte die russische Luftfahrtbehörde mit, dass der reguläre Betrieb wieder aufgenommen worden sei. Dennoch gibt es offene Fragen. Denn da ein Flug der Drohnen über Weißrussland eher unwahrscheinlich gewesen sein dürfte, bleibt eigentlich nur noch der NATO-Staat Polen als Überflugsland übrig. Geschah dieser Angriff also vielleicht sogar mit offizieller Duldung der polnischen Regierung? War die NATO darüber informiert?

Die Region Kaliningrad ist eine strategisch bedeutende russische Exklave zwischen Polen und Litauen. Dort befinden sich Einrichtungen der Baltischen Flotte sowie Teile des russischen Luftverteidigungssystems. Aufgrund ihrer geografischen Lage spielt die Region eine wichtige Rolle für die russische Militärlogistik im Ostseeraum. Doch bislang lag dieses Gebiet, welches bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges die Provinz Ostpreußen mit der Hauptstadt Königsberg war, außerhalb der ukrainischen Drohnenreichweite.

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NATO-Türkei droht NATO-Griechenland mit Krieg

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Wer solche Verbündete hat, braucht keine Feinde mehr. Während der Mafiastaat Ukraine die europäischen Steuerzahler ausnimmt wie die sprichwörtliche Weihnachtsgans und immer neue Milliarden für den ewigen Krieg fordert, droht die vom Muslimbrüder-Verbündeten Erdogan beherrschte Türkei, immerhin ein NATO-Mitglied, dem NATO-Mitglied Griechenland unverhohlen mit Krieg.

Kommentar von Chris Veber

In der Türkei ist derzeit #MaviVatan populär. Der Hashtag verweist auf die türkische „Blaue Heimat“-Doktrin, die revisionistische Ideologie, mit der Ankara große Teile der Ägäis und des östlichen Mittelmeers als ureigenes türkisches Seegebiet beansprucht. Griechische Inseln wie Kastellorizo sollen dabei kaum eigene Wirtschaftszonen haben. Das widerspricht zwar dem internationalen Seerecht, das die Türkei aber ohnehin nie ratifiziert hat, weshalb Erdogan das Seerecht nicht einmal ignoriert.

Die Spannungen zwischen Athen und Ankara schwelen seit Jahrzehnten. Die Türkei hat bereits 1995 per Parlamentsbeschluss erklärt, eine griechische Ausweitung der Hoheitsgewässer auf zwölf Seemeilen als Kriegsgrund zu betrachten. Jetzt, im Mai 2026, treibt Erdogan ein Gesetz voran, das die territorialen Ansprüche mit der Mavi Vatan Doktrin in nationales Recht überführen soll. Griechenland reagiert mit verstärkter Aufrüstung, kauft französische Fregatten, Rafale-Jets und geht engere Kooperationen mit Israel und Zypern ein. Türkische Kampfflugzeuge verletzen regelmäßig den griechischen Luftraum, türkische Kriegsschiffe verfolgen griechische Einheiten, große türkische Militärübungen wie „Mavi Vatan 2026“ sollen der Einschüchterung der Griechen dienen und das türkische Großmachtgefühl befriedigen.

Die Türkei hat Griechenland mehrfach mit militärisch klingender Rhetorik gedroht. Besonders deutlich war Erdoğan 2022 mit der Formel, man könne „plötzlich eines Nachts kommen“, verbunden mit Vorwürfen gegen Griechenland wegen der Ägäis-Inseln. Die staatliche türkische Agentur Anadolu gab diese Formulierung selbst wieder. Zudem existiert seit 1995 ein türkischer Parlamentsbeschluss, wonach eine Ausweitung griechischer Hoheitsgewässer in der Ägäis auf 12 Seemeilen als casus belli, also Kriegsgrund, betrachtet würde.

Zwei hochgerüstete Armeen zweier, seien wir ehrlich, verfeindeter Staaten belauern einander auf engstem Raum. Ein Schiffsunglück, eine Fehlentscheidung eines hitzköpfigen Kommandanten, und es könnte zur Eskalation kommen. Die Türkei verfügt über die zweitgrößte Armee der NATO. Erdogan regiert wie ein Sultan, der innenpolitisch vom islamisch-osmanischen Nationalismus lebt und außenpolitisch mit Drohungen Politik macht. Politik, die er oft spontan und gefühlsgetrieben aus dem Bauch heraus macht und dann auch mal Israel mit einer Invasion droht. Die Situation ist brandgefährlich, die Imia-Krise brachte beide Länder 1996 schon einmal an den Rand eines offenen Krieges.

Von unserer Regierung und ihren Medien wird uns immer erzählt, „Der Russe“ sei die größte Sicherheitsgefahr für unser Land. Ich sehe das mit Verlaub anders. Die innere Sicherheit in den Staaten der EU wird durch die Invasion des politischen Islam und seiner Anhänger gefährdet, deren Ziel es ist, Europa zu islamisieren und der Scharia zu unterwerfen. Das zu benennen, gilt allerdings als „rechts“. Die äußere Sicherheit wird meiner Meinung nach in unserem näheren Umfeld am ehesten durch die Ukraine bedroht, einen von uns hochgerüsteten Mafiastaat, der immer mehr von unserem Geld will und dabei korrupt bis ins Mark ist. Und durch die Türkei, den Nachfolgestaat des muslimischen Osmanischen Reiches, regiert vom Muslimbruder Erdogan. Ein Land, das ein anderes NATO-Mitglied offen bedroht, und dessen Loyalität im Zweifelsfall wohl eher seiner islamisch-osmanischen Identität gilt als der Mitgliedschaft in einem „westlichen“ Verteidigungsbündnis.

Wenn wir aufhören, die Ukraine zu bezahlen, könnten wir schnell in die Lage des Mafiaopfers geraten, das versucht, die Erpressungszahlungen zu beenden. Das kann dann leicht gefährlich werden. Und wenn Erdogan weiter dem islamischen Imperialismus frönt, dann besteht auch an dieser Front die Gefahr einer militärischen Eskalation. Und dann wäre da noch die angestrebte islamische Weltrevolution der iranischen Mullahs, aber das ist ein anderes Kapitel.

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Zivilschutz in Deutschland: Wenn der Bunker nur noch in der Kartei existiert

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Vorschau ansehen Deutsche Städte prüfen wieder Bunker, Tiefgaragen und U-Bahn-Schächte. Doch vielerorts ist vom alten Schutzraum-Netz kaum mehr als Papier übrig.
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USA und Iran: Geht der Krieg weiter oder gibt es realistische Chancen auf einen Deal?

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Wie gewohnt unterschiedliche Signale aus Washington. Einerseits spricht der Präsident davon, dass ein Deal weitgehend ausverhandelt sei. Dann aber doch wieder einzelne Militärschläge. Was ist davon zu halten? Was ist wahrscheinlich?

Kommentar von Eric Angerer

Der US-Präsident hatte am 24. Mai gesagt, in den Bemühungen um ein Ende des Irankriegs stehe man kurz vor einem Rahmenabkommen mit Teheran und der Wiederöffnung der Straße von Hormus. Es sei „weitgehend“ ausgehandelt, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. „Die letzten Aspekte und Details des Abkommens werden derzeit besprochen und sollen in Kürze bekannt gegeben werden.“

Ein iranischer Sprecher betonte daraufhin jedoch auf der Plattform X, dass Teheran auch im Falle eines Abkommens mit den USA weiterhin die Kontrolle über die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus behalten werde. Die iranische Nachrichtenagentur Fars schrieb, der Iran habe zwar zugestimmt, die Anzahl der passierenden Schiffe wieder auf das Vorkriegsniveau anzuheben. Dies bedeute jedoch keine Rückkehr zur „freien Durchfahrt“ wie vor dem Krieg. 

Am 26. Mai führte das US-Militär dann wieder begrenzte Militärschläge durch. Im Süden des Landes wurden Raketenstellungen getroffen und im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge legten.

Und zuletzt war von Trump zu hören, dass er von diversen anderen moslemischen Staaten eine Beteiligung an den Abraham Accords, also eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel, erwarte. Was ist von diesen unterschiedlichen Signalen zu halten? Steht ein „Deal“ bevor?

Kernfrage Nuklearprogramm

Dass während laufender Verhandlungen – sowohl von Iran als auch von den USA – auch weiterhin einzelne Militäraktionen gesetzt werden, hat nicht viel zu bedeuten. Dabei geht es stark darum, weiterhin Kampfbereitschaft zu signalisieren und so Druck aufzubauen. Entscheidender ist, was die wesentlichen Kriegsziele der Akteure sind und ob eine Einigung in den Kernfragen möglich ist.

Für die US-Regierung geht es sicherlich auch um die iranische Unterstützung für Hisbollah und Huthis, die auch schon die USA attackiert haben, um das Ausmaß des iranischen ballistischen Raketenprogramms sowie um die Straße von Hormus. Entscheidend ist für die USA aber die Nuklearfrage. Trump hat seinen Vorgängern Barack Obama und Joe Biden stets vorgeworfen, dass sie der Entwicklung von Atomwaffen durch die Mullahs passiv zugesehen hätten.

Dass die Mullahs (und ihre nützlichen Idioten im Westen) behaupten, es gehe dem Iran nur um eine zivile Nutzung von Atomenergie. Dafür würde eine Anreicherung von 3 bis 5 Prozent reichen (für medizinische Zwecke 20 Prozent). Das iranische Regime stand aber zuletzt bei einer Anreicherung von 60 Prozent (und hat das auch selbst stolz gesagt). Für Atomwaffen sind 85 bis 90 Prozent nötig.

Dass im Iran ein Regime herrscht, dessen Gründer und Leitfigur Ruhollah Khomeini die Tötung aller Ungläubigen propagiert hat, das die weltweite Ausbreitung der „islamischen Revolution“ und die „Auslöschung“ Israels anstrebt, sollte für jeden vernünftigen Menschen bedeuten, dass diese Leute keine Atomwaffen haben sollten. In diesem Sinne haben die aktuellen Regierungen der USA und Israels Recht, wenn sie das verhindern wollen.

Wenn das Mullah-Regime den Konflikt der vergangenen Monate überlebt und das angereicherte Uran sowie die entsprechenden Anlagen behält, wäre das eine Niederlage für die USA. Trump stände in dieser Frage in einer Reihe mit Obama und Biden.

Umgekehrt wäre für die islamische Diktatur ein Überleben mit Atomprogramm ein klarer Sieg. Dementsprechend sprachen die iranischen Regimemedien angesichts von Trumps Deal-Ankündigungen bereits von einer „Kapitulation“ der USA, des „großen Satans“.

Teilabkommen und Regime Change

In der Kernfrage des iranischen Atomprogramms ist ein Abkommen nicht möglich, das nicht für eine Seite ein Desaster bedeuten würde. Deshalb ist eine Einigung in dieser Frage auch unwahrscheinlich. Nicht auszuschließen ist aber ein zeitlich begrenztes Teilabkommen bezüglich der Straße von Hormus.

Die meisten Beteiligten haben angesichts der reduzierten Öl- und Gasexporte durch die Meerenge Probleme. Der Iran hat aufgrund der Blockade seine Speichermöglichkeiten für gefördertes Öl ausgeschöpft (und sogar schon welches ins Meer geleitet). In den USA kommen die gestiegenen Energiepreise (die immer noch viel niedriger sind als in Westeuropa) nicht gut und die Zwischenwahlen rücken näher. Und die arabischen Golfstaaten werden angesichts stark reduzierter Exporte langsam nervös. Die VAE und die Saudis können zwar einiges über Pipelines exportieren. Das ist aber deutlich weniger als zuvor. Und für Länder wie Kuwait und Katar sieht es düster aus. Sie üben Druck auf die USA aus, schnell zu einer Öffnung von Hormus zu kommen.

Aufgrund dieser Interessenslagen ist es denkbar, dass ein zeitweiliges Teilabkommen geschlossen wird. Die zeitlich begrenzte Öffnung der Straße von Hormus durch den Iran und die USA könnte dem Iran und den Golfstaaten Ölexporte ermöglichen, die Speicher am Golf entlasten, die Speicher in den Ölimportländern wieder füllen und den globalen Energiemarkt beruhigen.

Ein solches vorübergehendes Abkommen würde aber die Kernfrage des iranischen Nuklearprogramms nicht lösen. Es würde sich deshalb höchstwahrscheinlich nur um eine Pause in der militärischen Auseinandersetzung handeln. Die israelische Regierung hält außerdem an dem Ziel fest, das Regime, das die Vernichtung des jüdischen Staates zu einem Staatsziel erklärt hat, zu stürzen.

Ein Regime Change im Iran ist für die israelische Führung sicherlich der Plan A. Dafür wäre sicherlich eine weitere massive Schwächung der militärischen Einrichtungen des Regimes nötig – und dann eine vom Westen geschützte Massenbewegung im Land selbst. 

Libanon und Abraham Accords

Israel hat aber sicherlich auch außerhalb des Plan A konkrete Kriegsziele. Das ist erstens die möglichst weitgehende Zerstörung der Massenproduktion ballistischer Raketen durch die Mullahs, die in dem Ausmaß für den israelischen Iron Dome immer schwerer zu verteidigen waren. Und das ist zweitens die möglichst starke Eliminierung der terroristischen Proxys des Iran.

Die Hamas reorganisiert sich zwar in einer Hälfte des Gazastreifens, ist aber bereits deutlich geschwächt. Die schiitische Hisbollah im Libanon hat Israel über Jahrzehnte mit abertausenden Raketen beschossen. Angeleitet vom iranischen Regime kamen die Waffen lange über Syrien in den Libanon. Seit dem Sturz des Assad-Regimes und durch israelische Militärschläge ist die Hisbollah mittlerweile deutlich geschwächt. Israel will sicherlich die Chance nutzen und die Terrorbanden weitgehend zerstören.

Trump hatte zuletzt angeregt bis verlangt, dass sich andere islamische Länder, wenn sie schon von den USA gegen den Iran verteidigt werden, den Abraham Accords anschließen, die die VAE und Bahrain bereits 2020 mit Israel unterschrieben haben. Konkret richtet sich die Forderung an Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Ägypten, die Türkei und Pakistan.

Eine solche Normalisierung der Beziehungen mit Israel würde die Region grundlegend verändern. Politische Stabilität würde ökonomische Entwicklungen ermöglichen. Das könnte Energieströme vom Golf nach Indien und über Israel nach Europa bedeuten. Arabische Länder könnten von moderner israelischer Technologie profitieren. Vermittelt durch Trump wäre das ein großer politischer Erfolg für die USA.

Dass sich die Saudis und Kuwait dran beteiligen, ist gut möglich. Ob die Türkei und Katar, bisher enge Kooperationspartner der sunnitisch-extremistischen Muslimbruderschaft, sich bei einer solchen Allianz moderater sunnitischer Länder mit Israel beteiligen, ist fraglich. Sie werden sich entscheiden müssen, ob sie auf Kooperation und Mäßigung setzen oder ein sunnitisch-islamistisches Bündnis (auch mit den türkischen Satelliten in Syrien und Libyen) aufziehen wollen. Ägypten und Pakistan nehmen Zwischenpositionen ein.

Am morgigen 28. Mai soll in Washington eine größere Beratung zum Iran stattfinden. Sie könnte Aufschluss darüber geben, ob ein Teilabkommen zu Hormus bevorsteht – oder ob der Krieg erneut intensiviert wird.

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Putins Geheimwaffe: Russland reaktiviert Konzept für Raketen vom Meeresgrund

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Während Moskau Milliarden in den Ukraine-Krieg pumpt und das Verteidigungsbudget trotzdem kürzt, soll ein rätselhaftes russisches Spezialschiff im Nordmeer eine erschreckend günstige Alternative zu U-Boot-Raketen vorantreiben – direkt vor der Haustür der NATO. Was im Amerika der frühen 1960er Jahre als kühne Ingenieursidee ad acta gelegt wurde, könnte heute, Jahrzehnte später, in Russland Wirklichkeit werden.

Neue Erkenntnisse westlicher Nachrichtendienste legen nahe: Russland erprobt ein System, das ballistische Raketen auf dem Meeresgrund lagert – einsatzbereit, kaum ortbar, und vor allem erschreckend billig. Das Konzept heißt intern offenbar „Skythen“ und soll eine direkte Weiterentwicklung des amerikanischen „Orca“-Projekts aus dem Kalten Krieg sein. Dieses wurde damals beim US-Konzern General Dynamics entwickelt, erfolgreich getestet, aber nie eingesetzt. Die Idee: Kapseln mit Interkontinentalraketen ruhen auf dem Meeresgrund, bis ein Sonarsignal sie an die Oberfläche treibt. Dafür braucht es keine teure U-Boot-Wartung und keinen Personalaufwand.

Im Mittelpunkt der NATO-Beobachtungen steht das russische Tiefseekonstruktionsschiff Swesdotschka – eines von vier Spezialschiffen der russischen Hauptdirektion für Tiefseeforschung (GUGI). Das Schiff operiert aus der Stadt Sewerodwinsk an der Barentssee und ist bekannt für die Betreuung russischer Tiefsee-Tauchboote und Experimentalwaffen – darunter der nuklear angetriebene Unterwassertorpedo „Poseidon“. Laut Geheimdienstquellen soll die Swesdotschka nun auch in das „Skythen“-Programm eingebunden sein. Der frühere Oberkommandierende der russischen Luft- und Weltraumkräfte, Wiktor Bondarew, hatte übrigens bereits 2017 erklärt, „Skif“-Raketen am Meeresgrund gehörten zum Arsenal der russischen Streitkräfte.

Der Kreml dürfte sich auf dieses Projekt konzentrieren, um Geld zu sparen. Russland befindet sich im fünften Kriegsjahr in der Ukraine und gibt historisch hohe Summen für Rüstung und Rekrutierung aus. Trotzdem musste Moskau Anfang des Jahres den Verteidigungsetat kürzen – mitten im Krieg -, um das Haushaltsdefizit und die Inflation zu bremsen. Ein Raketensystem ohne U-Boot-Besatzung und mit einem Bruchteil der Betriebskosten käme dem Kreml da durchaus sehr gelegen.

Experten warnen, dass die strategische Sprengkraft solcher Systeme enorm wäre: „Eine Neutralisierung erscheint sehr kostspielig“, sagt SWP-Forscher Helge Adrians. Das heißt: die NATO hätte kaum effektive Gegenmaßnahmen, sollte Russland Dutzende solcher Kapseln auf dem Atlantik- oder Arktisboden versenken. Und das zu Kosten, die ein Zehntel eines herkömmlichen U-Boot-gestützten Raketensystems betragen sollen. Andererseits besitzt Russland bereits über eine starke, aktive U-Boot-Flotte, so dass eine Stilllegung dieser eher unwahrscheinlich erscheint. Viel eher ist es der Fall, dass Moskau solche zusätzlichen Stationierungen als Extra-Abschreckungsmaßnahme gegen die NATO nutzen möchte – ohne sich dafür finanziell zu sehr zu belasten.

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Europäische Gasspeicher können keine weiteren 3 Monate Hormus überstehen

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Alex Kimani

  • Europa riskiert einen massiven Mangel an Gasspeichern, falls die Störungen durch die Straße von Hormus noch weitere 1–3 Monate andauern, da die Lagerbestände weiterhin deutlich unter dem normalen saisonalen Niveau liegen.
  • Unterbrechungen der LNG-Lieferungen, starke asiatische Nachfrage und verzerrte Gaspreise haben das Auffüllen der Speicher in der gesamten EU ungewöhnlich schwierig und teuer gemacht.
  • Equinor warnt, dass anhaltende Störungen die niederländischen TTF-Gaspreise auf bis zu 90 €/MWh treiben könnten, was in ganz Europa zur Zerstörung industrieller Nachfrage und zum Brennstoffwechsel zwingen würde.

Europa könnte mit einem kritischen Mangel an Erdgasvorräten konfrontiert werden, falls die Schifffahrtsstörungen durch die Straße von Hormus noch weitere 1–3 Monate andauern, haben leitende Manager des norwegischen Energieriesen Equinor ASA (NYSE:EQNR) gewarnt. Europa trat in die aktuelle sommerliche Auffüllsaison mit stark erschöpften Gasreserven ein, wobei die Speicher nach einem langen Winter nur zu 28 % gefüllt waren. Europas Speicherstände liegen derzeit bei 35–37 %, deutlich unter der saisonalen Norm von 50 %, was das Risiko erhöht, dass der Kontinent sein übliches Ziel von 90 % zu Beginn der nächsten Winter-Heizsaison verfehlen wird. Die Europäische Union verlangt von ihren Mitgliedstaaten, robuste Speicherfüllstände aufrechtzuerhalten, wobei typischerweise 80 % bis 90 % Kapazität bis zum frühen Winter angestrebt werden. Eine Kombination verschiedener Faktoren hat das Auffüllen der größten europäischen Speicherzentren zu einer gewaltigen Herausforderung für die zweite Jahreshälfte gemacht.

Erstens führten starke Entnahmen im Winter, verursacht durch den Höhepunkt des Heizbedarfs privater Haushalte sowie einen Anstieg der industriellen Stromnachfrage, dazu, dass die Erdgaslagerbestände in Nordwesteuropa auf unter 30 % sanken – etwa doppelt so stark wie das gesamte EU-weite Speicherdefizit. Die Gasstände in den Niederlanden, Deutschland und Frankreich fielen bereits vor Beginn des Frühlings auf kritisch niedrige Werte: Die niederländischen Reserven stürzten bis zum Ende des Winters auf nur noch 5,8 % ab – der niedrigste Stand seit einem Jahrzehnt; die Speicherstände in Deutschland sanken auf etwa 20 %, während jene in Frankreich zu Frühlingsbeginn bei rund 27 % lagen.

Zweitens haben verzerrte Preisstrukturen und umgekehrte saisonale Preiskurven zu Europas Gaskrise beigetragen. Dabei handelt es sich um eine ungewöhnliche Marktstruktur, bei der die Sommer-Spotpreise höher liegen als Winterkontrakte, wodurch notwendige Speicherauffüllungen ins Stocken geraten. Die saisonalen TTF-Spreads in den Niederlanden blieben im negativen Bereich bei etwa 1,3 €/MWh, wobei diese ungewöhnliche Backwardation die traditionelle Dynamik störte, Gas in den günstigeren Sommermonaten einzuspeichern und während der kälteren, nachfragestarken Winterzeit wieder zu entnehmen. Europa leidet außerdem unter einer LNG-Knappheit, da konkurrierende globale Energienachfrage sowie Störungen großer LNG-Anlagen infolge des Nahostkonflikts das Auffüllen der Lager extrem kostspielig gemacht haben. Verzögerungen und Infrastrukturschäden an wichtigen Anlagen – insbesondere in Katar – kombiniert mit dem Ausstieg aus russischem LNG haben den globalen Wettbewerb um Spotladungen verschärft, insbesondere angesichts der hohen Nachfrage in Asien. Die umgekehrte Preisstruktur wurde teilweise auch durch Erwartungen eines Zustroms neuer globaler LNG-Kapazitäten später im Jahr sowie durch kurzfristige Versorgungssorgen verursacht.

Die EU-Mitgliedstaaten haben auf den verzerrten Preismechanismus mit unterschiedlichen Ansätzen reagiert. In Italien haben Regulierungsbehörden wie ARERA und Netzbetreiber wie Snam finanzielle Ausgleichssysteme eingeführt, die es Händlern ermöglichen, an Auktionen teilzunehmen, bei denen der Marktmanager die Differenz zwischen Sommer- und Wintergaspreisen am Virtual Trading Point (PSV) ausgleicht, um sicherzustellen, dass die Speicherziele erreicht werden. Die Situation in Deutschland ist anders, da Europas größte Volkswirtschaft historisch direkte staatliche Subventionen zur Erzwingung von Einspeicherungen vermieden hat und stattdessen auf gesetzliche Vorgaben und Marktmechanismen setzt. Deutschlands Bundesnetzagentur setzt strenge gesetzliche Füllstandsvorgaben für Erdgasspeicher durch, um die Versorgungssicherheit im Winter zu gewährleisten. Versender und Netzwerknutzer sind gesetzlich verpflichtet, bestimmte Lagerbestände einzuhalten, wobei die Einhaltung durch Marktmechanismen, Kapazitätsauktionen und strategische Instrumente der Trading Hub Europe GmbH (THE) gesteuert wird. Zur Deckung der Kosten für Kauf, Einspeicherung und Verwaltung strategischer Gasreserven nutzt THE eine regulatorische Speicherneutralitätsumlage. Diese Abgabe, die historisch auf Ausspeiseflüsse und Netzpunkte angewendet wurde, dient dazu, die Kosten staatlich angeordneter Speichermaßnahmen zu refinanzieren.

Trotz der Unterschiede bei den nationalen Anreizsystemen unterliegen beide Länder den EU-weiten Vorschriften, die Mindestfüllstände vorschreiben und historisch 80–90 % der maximalen Kapazität vor Beginn der Winter-Heizperiode anstreben. Während Italien stärker auf finanzielle Unterstützung setzt, verlässt sich Deutschland auf regulatorische Vorgaben – mit dem Ziel, die Speicherpflichten auf aktive Großhandelsmarktteilnehmer abzuwälzen.

Equinor warnte, dass eine schnelle Lösung Europa ermöglichen könnte, bis zum Ende der Einspeichersaison einen handhabbaren Speicherstand von 75 % zu erreichen, während eine Blockade von 1–3 Monaten die Lage hochkritisch machen würde und die TTF-Preise möglicherweise auf 90 €/MWh treiben könnte. Ein Anstieg der Gaspreise dürfte Marktreaktionen auslösen, darunter eine prognostizierte Reduzierung der Gasnachfrage zur Stromerzeugung um 10 Milliarden Kubikmeter sowie verstärkte industrielle Brennstoffwechsel.

Dennoch ist Europas aktuelle Gaskrise keineswegs so dramatisch wie die Situation nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine vor einigen Jahren. Tatsächlich treibt Deutschland den Privatisierungsprozess von Uniper weiter voran, nachdem das Unternehmen während der Energiekrise 2022 mit Milliarden gerettet werden musste. Nach den Beihilfevorschriften der Europäischen Kommission, die das deutsche Rettungspaket von 2022 genehmigten, ist Deutschland gesetzlich verpflichtet, seinen Anteil bis Ende 2028 auf maximal 25 % plus eine Aktie zu reduzieren. Die Finanzen von Uniper haben sich nach einem Nettoverlust von 40 Milliarden Euro im Jahr 2022 infolge des Ausfalls russischer Gazprom-Gaslieferungen dramatisch verbessert. Das Versorgungsunternehmen gewann bedeutende Schiedsgerichtsverfahren und begann bereits mit der Rückzahlung staatlicher Hilfen. Diese finanzielle Stärke macht das Unternehmen für private Märkte äußerst attraktiv. Uniper mit Sitz in Düsseldorf ist einer der größten Gasimporteure Deutschlands und ein zentraler Akteur im europäischen Gashandel und Speichernetzwerk.

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Star Wars: Weltraumkrieg über der Ukraine?

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Russlands jüngste Umlagerung militärischer Satelliten deutet auf eine neue, bislang ungewöhnliche Dynamik im Weltraum über der Ukraine hin. Zwischen dem 14. und 20. Mai wurden mehrere der neu gestarteten russischen Cosmos-Satelliten von einer Bahnneigung von 97,0 auf 97,8 Grad verschoben und damit auf eine nahezu identische Umlaufbahn wie ein zentraler ukrainischer Aufklärungs-Satellit gebracht.

Der Ukraine-Krieg wird nicht nur auf dem Boden, in der Luft und zur See geführt, sondern zusehends auch im Weltraum, so aktuelle Berichte. Es geht hierbei nicht nur um GPS-Signale, sondern auch um die militärische Aufklärung. Dies zeigt sich anhand der jüngsten Entwicklungen im Orbit über der ehemaligen Sowjetrepublik. Im Fokus steht dabei ICEYE-X36, ein synthetischer Apertur-Radar-Satellit, der für die ukrainische Gefechtsfeldaufklärung eine Schlüsselrolle spielt. Das System liefert unabhängig von Wetter und Tageszeit hochauflösende Radarbilder und ermöglicht die Identifikation von Truppenbewegungen, Tarnstellungen und logistischen Knotenpunkten in Echtzeitnähe.

Für die ukrainische Kriegsführung gilt der Satellit als effiziente Unterstützung, da dieser dank der Datenfülle operative Entscheidungen beschleunigt und russische Stellungen tief im Hinterland sichtbar macht. Diese Fähigkeit macht ihn zu einem strategischen Ziel der russischen Abwehr. Moskau verfügt im Vergleich dazu nur über begrenzte eigene SAR-Kapazitäten. Mit dem im Dezember 2025 gestarteten Obzur-R existiert lediglich ein einzelnes System dieser Kategorie, das zudem deutlich schwerer und technisch anders ausgelegt ist. Während die Ukraine über ein vernetztes Satellitenökosystem verfügt, bleibt das russische Militär im Bereich hochauflösender, flexibler Echtzeitaufklärung außen vor.

Die gleichzeitige Positionierung mehrerer russischer Cosmos-Satelliten in unmittelbarer Nähe von ICEYE-X36 wird von Experten als mögliche Vorbereitung sogenannter Rendezvous- und Proximity-Operationen interpretiert. In diesem Szenario könnten diese Satelliten nicht nur beobachten, sondern aktiv stören, abschatten oder im Extremfall beschädigen, etwa durch eine gezielte Annäherung oder eine direkte elektronische Beeinflussung. Die ungewöhnliche Anzahl beteiligter russischer Satelliten verstärkt dabei den Eindruck einer koordinierten operativen Sequenz und nicht einer zufälligen Bahnanpassung.

Derzeit lancierte Berichte über mögliche russische Offensivplanungen in Richtung Kiew bleiben unbestätigt, werden jedoch im Kontext der Satellitenmanöver neu interpretiert. Sollte Moskau tatsächlich eine größere Operation vorbereiten, könnte die Neutralisierung der großräumigen ukrainischen Aufklärungsfähigkeit ein wichtiger vorbereitender Schritt sein. Andererseits ist es auch denkbar, damit einfach nur generell die ukrainische Raumaufklärung zu stören, um damit die Verluste an Truppen und Gerät zu reduzieren. Ohne die Aufklärung aus dem Orbit wird es für die ukrainische Aufklärung nämlich schwieriger, die Truppenbewegungen der Russen zu analysieren und sich entsprechend vorzubereiten.

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Nach von-der-Leyen-Fake: Nächster russischer GPS-„Angriff“ auf Politiker-Jet?

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Der britische Verteidigungsminister John Healey soll auf einem Rückflug aus Estland Opfer einer massiven russischen GPS-Attacke geworden sein. Ein mitreisender Journalist der Times lieferte prompt die passenden dramatischen Beschreibungen eines plötzlichen Verbindungsabbruchs an Bord. Kennern drängt sich sofort der Verdacht auf, dass hier das bereits aufgedeckte Medienmärchen um Ursula von der Leyens Bulgarien-Flug schlichtweg neu aufgelegt wird.

Das aktuell medial verbreitete Spektakel ereignete sich am vergangenen Donnerstag, als der britische Verteidigungsminister nach einem Truppenbesuch an der russischen Grenze die Heimreise antrat. Auf dem dreistündigen Flug mit der Dassault Falcon 900LX der Royal Air Force fielen angeblich die GPS-Signale aus. Der Times-Reporter an Bord schilderte einen schlagartigen Ausfall der Internetverbindung bei Handys und Computern, woraufhin das Cockpit auf alternative Systeme und Funknavigation habe umstellen müssen. Das britische Verteidigungsministerium gibt sich offiziell bedeckt, füttert die Öffentlichkeit über anonyme Regierungskreise aber mit der These einer gezielten elektronischen Kriegsmaßnahme durch Moskau.

Die Parallelen zu einem Vorfall vor neun Monaten sind nicht zu übersehen. Damals befand sich die EU-Kommissionspräsidentin im Anflug auf den bulgarischen Flughafen Plovdiv. Auch hier saß zufällig ein Journalist eines „seriösen Mediums“, der Financial Times, mit im Flugzeug und sorgte für den sofortigen Exklusivbericht. Die Schlagzeilen überschlugen sich mit Details über massiv gestörte Navigationssysteme, Piloten, die plötzlich Papierkarten brauchten, und eine Maschine, die stundenlang hilflos über dem Flughafen kreisen musste.

Wenig später stellte sich heraus, dass dies offensichtlich lediglich Propagandabehauptungen waren. Nüchterne Flugdaten bewiesen, dass der Jet nicht stundenlang über Bulgarien irrte, sondern lediglich eine ganz normale, fünf Minuten dauernde Extrarunde drehte. Der bulgarische Vizepremier Karadschow stellte schließlich öffentlich klar, dass nach Aufzeichnungen der Zivil- und Militärbehörden nicht eine einzige Tatsache die Behauptung einer GPS-Störung stützte. Es gab lediglich eine für dicht besiedelte Gebiete typische, kurze Signalunterbrechung.

Angesichts des verdächtig identischen Drehbuchs beim britischen Verteidigungsminister darf man gespannt sein, ob sich auch diese exklusive Sensationsmeldung in Luft auflöst. Andererseits darf man im Falle einer tatsächlichen GPS-Störung in der Region (wie sie derzeit üblich sind) wohl eher davon ausgehen, dass sich solche Maßnahmen in erster Linie gegen die ukrainischen Drohnen richten, die immer wieder den Luftraum der baltischen Staaten für Angriffe auf russische Ziele durchqueren.

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Ukraine attackierte in drei Wellen absichtlich Schulwohnheim in Starobilsk – viele zivile Tote

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Das Von der Leyen-Regime in Brüssel lässt permanent verbreiten, die Russen wären die einzigen Bösen, die Ukraine und ihre EU-Unterstützer die einzig Guten in diesem Konflikt. In der Nacht auf den 22. Mai wurde gezielt ein Schulwohnheim in Starobilsk in der Ostukraine angegriffen. Der Angriff galt also der eigenen Bevölkerung in einem von Russland kontrollierten Gebiet. Dabei könnten auch in Deutschland gefertigte Kampfdrohnen zum Einsatz gekommen sein. Bei der Attacke starben mindestens zehn Schüler.

Treffer auf zivile Ziele sind im Ukraine-Krieg auf beiden Seiten häufig dem Abwehrfeuer geschuldet. Wenn Raketen und Fluggeräte von der Luftabwehr getroffen werden, können sie überall abstürzen und treffen dann häufig zivile Gebäude. Im Fall des ukrainischen Angriffs auf das Schulwohnheim in Starobilsk ist das auszuschließen. Hier trafen mehrere Wellen von Fluggeräten zeitlich versetzt gezielt das Gebäude, insgesamt ist von 16 Treffern die Rede. Die fünfstöckige Anlage stürzte ein. Bislang werden zehn Todesopfer gemeldet, 48 wurden verletzt, 11 weitere werden noch vermisst. Zum Zeitpunkt des Angriffs schliefen etwa 86 Jugendliche in dem Gebäude.

Ukraine bombardierte ukrainische Schüler

Besonders zu erwähnen ist, dass Starobilsk nicht hinter der russischen Grenze liegt, sondern von Menschen bewohnt wird, die vor dem Krieg Bürger der Ukraine waren. Die Vorgeschichte des Ukraine-Krieges – gut zehn Jahre militärischer Terror gegen die ostukrainische Zivilbevölkerung – wird vom Mainstream gerne verschwiegen.

Die Ukraine bestreitet, ein ziviles Ziel anvisiert zu haben, man spricht von einer „militärischen Drohnen-Kommandoeinheit“. In Russland glaubt man nicht an Zufallstreffer. Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, hat die Streitkräfte angewiesen, Vergeltung zu üben. Leidtragende der Kriegspolitik des absolut herrschenden Warlords Wolodymyr Selenskyj und seiner Schergen werden also wieder die Menschen der Ukraine sein.

Todesdrohnen immer mehr in Deutschland gefertigt

Während es lange Zeit tabu war, Ziele in Russland anzugreifen, kennt die Ukraine seit Monaten kein Halten mehr und attackiert längst nicht nur militärische Ziele. In Russland soll Angst und Terror verbreitet werden. Auch dazu werden in Deutschland gefertigte Drohnen eingesetzt. Die meisten dieser Maschinen stammen von Quantum Systems aus Bayern, wo man offiziell „Mehrzweck-Quadcopter, Abfangdrohnen und Aufklärungsdrohnen“ liefert, teilweise mit „größerer Reichweite„. So wird von Einsatzdistanzen von 1.000-1.500 Kilometern gesprochen. Deutschland redet seiner Bevölkerung dabei immer noch ein, nicht Kriegsteilnehmer zu sein. Weitere Kooperationen im „Ukraine-Geschäft“ sind von Helsing und Rheinmetall bekannt.

Wolodymyr Selenskyj hielt gestern Abend eine gewohnt großspurige Rede in einem Ort namens Rivne. Er sprach dabei von bedeutenden Gebietsgewinnen durch die ukrainische Armee. Den bekannten Frontverlauf kann man auf dieser Seite, angeblich in Echtzeit, betrachten. Selenskyj betonte, man wolle Russland zu Verhandlungen zwingen.

Reaktion aus der EU – Unterstützung der Ukraine verstärken

Kritik am Vorgehen der Ukraine ist aus der EU nicht zu vernehmen. Vielmehr verkündeten Großbritannien, Deutschland und Frankreich am 22. Mai, die Unterstützung für die Ukraine in den kommenden Monaten weiter zu verstärken. Laut offiziellen Mitteilungen und Reuters wurde die weitere bzw. verstärkte Unterstützung der Ukraine ausdrücklich bekräftigt. Die drei europäischen Staaten erklärten demnach ihre Bereitschaft, den Druck auf Russland zu erhöhen und die Unterstützung für die Ukraine auszubauen. Die Staats- und Regierungschefs hätten über zusätzliche militärische Unterstützung, Sanktionen gegen Russland, Sicherheitsgarantien für die Ukraine sowie weitere diplomatische Schritte gesprochen. Es ist fraglich, wie lange man auf diese Weise noch vorgeben kann, keine Kriegspartei zu sein, und ebenso fraglich, wie lange Russland dem noch tatenlos zusieht. Im Sinne der friedliebenden Völker Europas dürfte eine Ausweitung des Konfliktes wohl kaum sein – doch welche Regierung in Europa hört auf ihr Volk?

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Erdogans Justiz-Coup: Gericht setzt Oppositionschef ab, Börse crasht

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Ein politisches Erdbeben erschüttert die Türkei. Nachdem ein Gericht in Ankara per Beschluss den Chef der stärksten Oppositionspartei aus dem Amt geworfen hat, reagieren die Märkte nervös. Die umstrittene Entscheidung löste an der Börse in Istanbul umgehend einen Absturz aus. Auch die Türkische Lira steht massiv unter Druck.

Die Absetzung von Özgur Özel als CHP-Vorsitzenden durch ein Berufungsgericht ist ein weiterer Tiefpunkt des islamistischen Erdogan-Regimes im Umgang mit unliebsamen politischen Gegnern. Mit dem Urteil wurde der Parteitag der als kemalistisch-sozialdemokratisch geltenden Republikanischen Volkspartei (CHP) aus dem Jahr 2023 für nichtig erklärt. Dies hat zur Folge, dass der einst glücklose Erdogan-Herausforderer Kemal Kilicdaroglu wieder in sein altes Amt als Parteichef eingesetzt wird. Sämtliche Beschlüsse der Partei aus den vergangenen zwei Jahren sind damit von heute auf morgen nichtig.

Das juristische Manöver des islamistisch-autokratischen AKP-Regimes entbehrt nicht einer gewissen politischen Perfidie, da es den Zusammenhalt der zersplitterten Opposition schwächt und die Bestrebungen unterläuft, den seit März 2025 inhaftierten Oberbürgermeister Istanbuls, Ekrem Imamoglu, freizubekommen. Imamoglu galt vielen als der aussichtsreichste Präsidentschaftskandidat für die Wahlen im Jahr 2028, könnte nun jedoch durch die politisierte Justiz komplett kaltgestellt und vom Wahlzettel gestrichen werden. Auch gegen den populären oppositionellen Bürgermeister von Ankara, Mansur Yavas, laufen bereits Ermittlungen wegen angeblicher Veruntreuung staatlicher Mittel, während ohnehin Hunderte weitere CHP-Politiker in den letzten Monaten verhaftet wurden.

Die Reaktion der Finanzmärkte auf diese juristische Entscheidung fiel erwartbar vernichtend aus. Der türkische Leitindex Borsa Istanbul 100 stürzte nach der Urteilsverkündung ab und verzeichnete Kursverluste von über sechs Prozent, was einen sofortigen automatischen Handelsstopp erzwang. Berichten zufolge wird die ohnehin schwer unter Druck stehende türkische Wirtschaft durch diese neuen politischen Verwerfungen weiter im Mark erschüttert. Bereits im Vorfeld hatte die Zentralbank als Reaktion auf die desaströsen Entwicklungen rund um die Folgen des Iran-Krieges drastische Maßnahmen ergreifen und praktisch alle US-Staatsanleihen sowie einen großen Teil der nationalen Goldreserven liquidieren müssen, um dem Verfall der Lira irgendwie entgegenzuwirken. Die Währungshüter kratzen sprichwörtlich den Boden des Fasses leer, zumal die Devisenreserven so rasant dahinschmelzen, wie schon lange nicht mehr. Besonders grotesk ist, dass Finanzminister Mehmet Simsek und Notenbankchef Fatih Karahan ausgerechnet in London um ausländisches Kapital bettelten, während in Ankara die internen politischen Konkurrenten per Gerichtsbeschluss beseitigt wurden.

Für die Türkische Lira und die Bonität der Türkei ist dieses politische Theater ein großes Problem. Die Prämien für staatliche Kreditausfallversicherungen stiegen unmittelbar nach der Bekanntgabe des Urteils sprunghaft an. Ein schmerzhafter weiterer Absturz der türkischen Lira gilt in Finanzkreisen mittlerweile als unausweichlich, da die permanenten staatlichen Interventionen am Devisenmarkt angesichts schwindender Reserven bald an ihr natürliches Ende stoßen werden. Regierungsvertreter versuchen derweil, das ganz offensichtlich politisch motivierte Gerichtsurteil als notwendige Stärkung des Rechtsstaates zu verkaufen. In Wirklichkeit jedoch schlittert das Land vielmehr tief in einen unberechenbaren autoritären Zustand.

Die Türkei wird dadurch jedoch auch für die NATO zu einem potentiellen Pulverfass. Nicht nur, dass das Erdogan-Regime seine eigenen neoosmanischen Ziele verfolgt, auch stellt sich für das transatlantische Bündnis die Frage, inwieweit man der islamistischen Führung in Ankara überhaupt noch trauen kann. Denn der türkische Staatschef wird seine Macht nicht kampflos abgeben und je größer die wirtschaftlichen Schwierigkeiten werden, desto wahrscheinlicher ist ein Volksaufstand gegen den „Sultan vom Bosporus“. Mehr noch könnte ein solcher ökonomischer Kollaps zu einem noch umfangreicheren Exodus aus der Türkei in Richtung Europa (vor allem nach Deutschland und Österreich, welche bereits große türkische bzw. kurdische Gemeinschaften haben) führen. Doch darauf sind die Europäer ganz gewiss nicht vorbereitet.

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Auch palästinensische Stimmen erheben sich gegen Hamas-Mörderbanden

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Große Teile der Bevölkerung von Gaza haben das barbarische Massaker am 7. Oktober 2023 jubelnd begrüßt und gefeiert. Es gibt aber auch eine Minderheit, die die Hamas ablehnt. Das Medium „Jusoor News“ berichtet über das, was die Palästinenser im Gazastreifen wissen, aber in westlichen Medien nicht vorkommt.

Von Eric Angerer

Jusoor News ist ein in den Vereinigten Staaten ansässiges, nichtstaatliches arabisches Medienunternehmen mit zahlreichen Journalisten im gesamten Nahen Osten. Es deckt seit langem die Misshandlungen der Palästinenser durch die Hamas auf, darunter sexuelle Übergriffe auf Frauen und Kinder.

Es korrigiert damit die ständigen falschen Berichte über den Gazastreifen in den westlichen Mainstream-Medien. Diese ungefilterte Berichterstattung führte im vergangenen Jahr zur Verhaftung und Folterung von drei lokalen Journalisten in Gaza durch die islamistische Terrorgruppe.

Neues Medium

Der echte Journalismus von Jusoor News steht im Kontrast zur Praxis der internationalen Nachrichtenagenturen, die „Journalisten“ und freie Mitarbeiter in Gaza beschäftigen. Diese kollaborieren weitgehend mit der Hamas, die seit langem die Reporter überprüft, denen sie die Arbeit in dem Küstengebiet gestattet.

Jusoor News wurde vor zwei Jahren mitten im israelischen Krieg gegen Gaza gegründet und beschäftigt mehr als 70 lokale Journalisten in Gaza (wo sie verdeckt arbeiten) sowie im Libanon, in Syrien und im Irak. Die Plattform hat sich zu einer prominenten Stimme für Palästinenser gegen die Herrschaft der Hamas entwickelt, die nach wie vor etwa die Hälfte des Küstengebiets kontrolliert.

„Wir berichten über viele Dinge, die den Einheimischen wohlbekannt sind, die man aber normalerweise nicht in den Nachrichten sieht“, sagte Hadeel Oweis, Chefredakteurin von Jusoor News, gegenüber JNS. 

Sexueller Missbrauch

Sie verwies auf aktuelle Berichte ihrer Gaza-Journalisten über Videoaussagen von Augenzeugen, die sowohl Vergewaltigungen als auch sexuellen Missbrauch von Frauen und Kindern durch Hamas- und religiöse Funktionäre in Moscheen und Wohltätigkeitsorganisationen dokumentieren. Diese haben sie an ausgewählte Vertreter westlicher Medien weitergegeben, von denen die meisten vor einer solchen Berichterstattung zurückschrecken, um weiterhin aus dem Gebiet berichten zu dürfen.

„Die Hamas würde einem Journalisten keine Arbeitserlaubnis für Gaza erteilen, es sei denn, er ist auf derselben Linie wie die Hamas“, sagte Oweis. „Die Hamas ist es gewohnt, von den Medien mit Samthandschuhen angefasst zu werden“, so Hussain Abdul-Hussain, ein in Beirut geborener wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsinstituts Foundation for Defense of Democracies. „Fast niemand tut das, was Jusoor in Gaza tut: über die Menschen zu berichten, die gegen die Hamas sind, und ihnen eine Stimme zu geben.“

Wichtige Plattform

Nach zwei Jahrzehnten Hamas-Herrschaft in Gaza, wo es innerhalb des Gazastreifens keine Plattform gab, um die Unterdrückung und Korruption der islamistischen Gruppe aufzudecken, hat die aufstrebende arabische Nachrichtenagentur den Hass der Hamas auf sich gezogen. Sie wirft ihr vor, von den Vereinigten Arabischen Emiraten, Israel, der Palästinensischen Autonomiebehörde und dem in New York ansässigen Center for Peace Communications unterstützt zu werden.

„Terroristen spucken oft lange Listen vermeintlicher Feinde aus, von denen sie behaupten, dass diese sich gegen sie verbündet hätten“, sagte Joseph Braude, Gründer und Präsident des Center for Peace Communications. „Diese leeren Phrasen spiegeln meist die eigenen Albträume der Terroristen wider.“

Große Reichweite

Trotz der Drohungen der Hamas deckte der Sender weiterhin die Ausbeutung palästinensischer Frauen und Kinder durch die Hamas auf und gewann in der arabischen Welt an Popularität. Laut Angaben der Organisation verzeichnete ihre Website im vergangenen Jahr 577 Millionen Aufrufe, darunter allein im letzten Quartal 100 Millionen in Syrien und 20 Millionen im Gazastreifen.

„Was man auf Jusoor sieht, ist das, was die Menschen in privaten WhatsApp-Gruppen sagen“, sagte Abdul-Hussain. „Die Tatsache, dass die Hamas das Bedürfnis hat, gegen dich vorzugehen und zu versuchen, dich zu zensieren, bedeutet, dass du gute Arbeit leistest.“

Verhaftung und Folter

2025 sind drei Journalisten von Jusoor in Gaza entführt und gefoltert worden, nachdem wiederholt zu Gewalt gegen Mitarbeiter von Jusoor aufgerufen worden war, unter anderem auf offiziellen Medienplattformen der Hamas. Einem der Journalisten wurden dabei die Beine gebrochen, wie die Chefredakteurin der Organisation mitteilte.

Sie merkte an, dass die Person, die die drei Journalisten denunziert hatte, ein Mitarbeiter des katarischen Satellitensenders Al Jazeera war, Muhammad al-Washah. Er wurde Anfang April 2026 von Israel getötet, weil er an den von der Hamas angeführten Angriffen auf den Süden Israels am 7. Oktober 2023 beteiligt war, die den zweijährigen Krieg in Gaza auslösten. Die Tötung dieses „Journalisten“ löste in den internationalen Medien dann auch noch eine breite und perverse Verurteilung Israels aus.

Syrien gegen Jusoor

Bereits im März 2026 verlor der Sender nach einer öffentlichen Druckkampagne der Hamas gegen ihn vorübergehend seine Lizenz für den Betrieb in Syrien. Angesichts der Kritik sowohl aus der Öffentlichkeit als auch seitens arabischer Medien wurde die Genehmigung Mitte April von den syrischen Behörden aber wiederhergestellt.

„Was wir in Gaza tun, hat begonnen, die Hamas zutiefst zu verunsichern und sie in Atem zu halten“, sagte M., ein Journalist bei Jusoor, der seine Gehfähigkeit verlor, nachdem er letztes Jahr von der Hamas entführt und gefoltert worden war.

Er sprach nur unter der Bedingung der Anonymität mit dem JNS. „Infolgedessen stehen wir unter ständiger Bedrohung. Dennoch sind unsere Berichte zu einem festen Bestandteil der breiteren arabischen Medienlandschaft geworden, die über Gaza berichtet.“

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