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Valentina Zharkova und das Grand Solar Minimum

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Cap Allon

Valentina Zharkova ist nicht von ihrer These abgerückt.

Ihre Arbeit aus dem Jahr 2026 mit dem Titel „Modern Grand Solar Minimum (2020–2053)“ ist eine überarbeitete Neuauflage der gleichen These, die sie bereits 2020 veröffentlicht hatte: Die Sonne sei in ein modernes Großes Sonnenminimum eingetreten, das sich ungefähr von 2020 bis 2053 erstreckt, wobei die schwächste Phase noch bevorstehe.

Die Kernaussage ist unverändert.

Zharkova argumentiert, dass das Hintergrundmagnetfeld der Sonne zwei Hauptmagnetwellen enthält, die in verschiedenen Schichten des solaren Dynamos erzeugt werden. Diese Wellen verlaufen leicht phasenverschoben. Wenn sie sich gegenseitig verstärken, verstärken sich die Sonnenzyklen. Wenn sie sich gegenphasig überlagern, nimmt die Sonnenaktivität ab. In ihrem Modell führt dies zu großen Sonnenzyklen mit einer Dauer von etwa 330 bis 380 Jahren, die durch große Sonnenminima getrennt sind, ähnlich den Maunder-, Wolf- und Oort-Minima.

Auch der Zeitrahmen bleibt unverändert.

Im Jahr 2020 identifizierte Zharkova das moderne Große Sonnenminimum als ein Ereignis des Zyklus 25–27, das sich über den Zeitraum 2020–2053 erstreckt. Für das Jahr 2026 wiederholt sie den gleichen Zeitraum.

Die wichtigste Änderung ist meiner Meinung nach der Tonfall.

Im Jahr 2020 schrieb Zharkova, dass die Sonne in das moderne Große Sonnenminimum eingetreten sei und dass sich die Abkühlung um die Sonnenminima zwischen den Zyklen 25 und 26 sowie 26 und 27 deutlicher zeigen dürfte. Die Veröffentlichung aus dem Jahr 2026 ist direkter. Darin heißt es, das moderne Große Sonnenminimum sei „eingetreten“, es werde bis zur Mitte des Jahrhunderts andauern und die damit verbundene Kleine Eiszeit sei bereits da.

Zu Beginn war der Sonnenzyklus 25 stärker als in frühen offiziellen Prognosen erwartet. Er brachte starke Flares hervor und erreichte sein Sonnenmaximum um 2024. Für Kritiker sah das wie ein Problem für jedes Argument zugunsten eines großen Minimums aus. Doch Zharkovas Antwort ist einfach: Der Höhepunkt des Zyklus 25 war nie der entscheidende Test. Der Test ist der Rückgang von diesem Höhepunkt, das Minimum zwischen den Zyklen 25 und 26, der schwächere Zyklus 26, den sie als Folge erwartet, und dann das Minimum zwischen den Zyklen 26 und 27 – all das steht noch bevor.

Und wie am Mittwoch erörtert, verläuft der Rückgang vom Höchststand des SC25 bislang drastisch, was gut zu Zharkovas These passt.

In ihrer Veröffentlichung aus dem Jahr 2026 heißt es, dass während der absteigenden Phase des Zyklus‘ 25 und insbesondere während der nächsten beiden Zyklusminima weitere Anzeichen einer Abkühlung auftreten dürften. Zharkova geht davon aus, dass die verringerte Sonnenaktivität während des „Grand Minimum“ die Sonneneinstrahlung gegenüber dem heutigen Niveau um etwa 3 W/m² senken wird. Sie argumentiert, dass dies die durchschnittliche Temperatur auf der Erde um etwa 1 °C senken würde, wobei Vergleiche mit dem Maunder-Minimum auf eine mögliche Abkühlung um 1,5 °C hindeuten. Die Abkühlung, so sagt sie, würde nicht gleichmäßig verteilt sein. Die Auswirkungen im Winter wären auf den Kontinenten der nördlichen Hemisphäre stärker, da eine veränderte Zirkulation dazu führen würde, dass vermehrt arktische Luft in niedrigere Breitengrade gelangt.

Ihr Argument lautet nicht einfach „weniger Sonne, kälterer Planet“ – es geht auch um die Zirkulation: schwächere Sonnenaktivität, Veränderungen in der Stratosphäre, Verschiebungen bei AO/NAO, wellenförmigere Jetstreams, kältere kontinentale Kälteeinbrüche und häufigere Einbrüche polarer Luft in die mittleren Breiten.

Zharkova sieht den entscheidenden Test für den Rückgang im Zyklus 26.

Und sie schließt mit einer Warnung: Wenn die Sonnenaktivität tatsächlich nachlässt, wenn die Zirkulation wechselhafter wird und Kälteeinbrüche häufiger auftreten, dann brauchen die Länder zuverlässige, kontinuierliche und regelbare Energie. Die moderne Energiedebatte basiert auf der Annahme, dass es „immer heißer“ wird. Zharkova warnt vor genau dem Gegenteil: einem kälteren, weniger stabilen Muster bis zur Mitte des Jahrhunderts, bei dem Ernährung, Heizung und die Widerstandsfähigkeit des Stromnetzes im Mittelpunkt des nationalen Überlebens stehen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-cold-half-is-ignored-concordia?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

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Dazu gibt es auch einen Beitrag von Kenneth Richard (Link siehe unten):

Das große Sonnenminimum ist da… Bis zu den 2030er und 2040er Jahren wird eine globale Abkühlung um mindestens 1 °C erwartet

Kenneth Richard

Die über Jahrhunderte hinweg beobachteten Muster der Sonnenaktivität deuten darauf hin, dass die nächste Abkühlungsphase der Kleinen Eiszeit begonnen hat.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie, die sich auf die Analyse historischer Phasen des solaren Magnetfelds stützt, belegt den Einfluss der Sonnenaktivität auf die Temperatur der Erde.

Kühle Phasen der „Kleinen Eiszeit“ lassen sich zuverlässig mit großen Sonnenminima (GSM) in Verbindung bringen.

So wird beispielsweise angenommen, dass während des Maunder-Minimums (Ende des 17. bis Anfang des 18. Jahrhunderts) die Sonneneinstrahlung um etwa 3 W/m² abgenommen und sich die Nordhalbkugel infolgedessen um etwa 1 °C abgekühlt hat.

Anhand einer harmonischen Analyse lässt sich vermuten, dass der Beginn des nächsten GSM bereits eingetreten ist und es in den nächsten Jahrzehnten zu einer globalen Abkühlung kommen wird.

„Während eines GSM wird ein Rückgang der Sonneneinstrahlung um etwa 3 W/m² gegenüber dem heutigen Niveau erwartet, was zu einem Rückgang der durchschnittlichen Erdtemperatur um etwa 1,0 °C führt.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das vor 10 Jahren von Zharkova et al. (2015) vorhergesagte moderne große Sonnenminimum (2020–2053) eingetreten ist und sich wie erwartet bis zur Mitte des Jahrhunderts fortsetzen wird. Es bringt das kalte Wetter mit starken Frösten und Schneefällen, das im Januar und Februar 2026 auf der gesamten Nordhalbkugel von West nach Ost und vom Norden bis zum Äquator verzeichnet wurde. Die mit dem heutigen großen Sonnenminimum verbundene kleine Eiszeit ist da …“

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/30/a-grand-solar-minimum-has-arrivedglobal-cooling-of-at-least-1c-is-expected-by-the-2030s-2040s/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Valentina Zharkova und das <em>Grand Solar Minimum</em> erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

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Tödliche „rote Himmel“ vor 800 Jahren deuten darauf hin, dass die Sonne während der mittelalterlichen Warmzeit extrem aktiv war

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Jo Nova

Alle Hervorhebungen im Original. A. d. Übers.

Die großen Sonnenstürme von 1201 bis 1204 könnten die ältesten historischen Aufzeichnungen über extremes Weltraumwetter sein.

Es stellt sich heraus, dass die Sonne während des warmen Spätmittelalters weitaus aktiver war, als wir dachten – was für die Klimamodellierer ziemlich peinlich ist, müssen sie doch glauben, die Sonne sei nur ein irrelevanter Lichtball ohne Einfluss auf das Wetter auf der Erde. Wenn hohe Sonnenaktivität mit der Erwärmung auf der Erde korreliert (was der Fall zu sein scheint), können die Modellierer die Sonne nicht länger ignorieren.

Der springende Punkt ist: Wenn sie mehr solare Faktoren einbeziehen, könnten die Modelle versehentlich tatsächlich funktionieren, ohne dass CO₂ benötigt wird. Das wäre eine Katastrophe (für die Modellierer).

Am 21. und 23. Februar 1201 n. Chr. berichtete ein japanischer Dichter, er habe in der Nähe von Kyoto auffällige rote Polarlichter gesehen. Jemand in der Nähe beschrieb Gleiches am 22. Februar, was darauf hindeutet, dass es sich um einen intensiven dreitägigen Sonnensturm handelte. Also begannen Forscher, in vergrabenem Holz in Nordjapan nach Kohlenstoff-14 zu suchen, und siehe da, sie fanden einen enormen Anstieg des Kohlenstoff-14-Gehalts, der auf ein „sub-extremes solares Protonenereignis“ hindeutet. Sie schätzen, dass dies „etwa 20 % des Miyake-Ereignisses von 774/775, einem legendären Sonnensturm,“ entspricht.

Die Kohlenstoff-14-Daten waren so detailliert, dass sie drei Sonnenzyklen von 1190 bis 1220 rekonstruieren konnten. Das bedeutet, dass die Sonnenzyklen damals nur 7–8 Jahre lang und extrem aktiv waren. In der heutigen Zeit wissen wir, dass längere Zyklen langsamer und ruhiger verlaufen. Während der Kleinen Eiszeit dauerten die Zyklen bis 16 Jahre, und es gab lange Zeiträume, in denen es überhaupt keine Sonnenflecken gab.

Graphik: Verlauf des Sonnenmodulations-Parameters für das vergangene Jahrtausend, ermittelt anhand von Kohlenstoff-14-Daten (Brehm et al., 2021).1)

Das Team entdeckte einen völlig neuen Sonnenzyklus, der seinen Höhepunkt im Jahr 1204 erreichte und von dem wir bisher nichts wussten.

Aus dieser Schrift stammen Beschreibungen zahlreicher Sonnenbeobachtungen, die vor 800 Jahren aufgezeichnet worden waren:

So finden sich beispielsweise im „Meigetsuki“, dem Tagebuch von Fujiwara no Sadaie, einem für seine Dichtkunst bekannten japanischen Höfling, Beschreibungen, die auf das Auftreten von roten Polarlichtern in niedrigen Breitengraden in Kyoto am 21. und 23. Februar 1204 hinweisen.6) Die Sichtung einer roten Aurora ist auch für den 22. Februar in einem anderen historischen Dokument verzeichnet, nämlich dem Omuro Soshoki, das sich in Kyoto befindet. Dies deutet darauf hin, dass der intensive Magnetsturm drei Tage in Folge dauerte, was ihn zu einem der ältesten extremen Weltraumwetterereignisse macht, die in historischen Aufzeichnungen dokumentiert sind. Während dieser drei Tage wurden rote und weiße Streifen in Richtung Norden und Nordosten beobachtet. Dieses Ereignis könnte mit dem Auftreten eines großen Sonnenflecks von der Größe einer Dattelpalme in Verbindung stehen, wie es in einem chinesischen Dokument vom 21. Februar 1204 verzeichnet ist.³) Es gibt auch Aufzeichnungen über die Sichtung von Polarlichtern im folgenden Monat im „Meigetsuki“ sowie in einem chinesischen Dokument²⁾ und einem französischen Dokument.⁸⁾ In Meigetsuki findet sich eine Beschreibung, wonach drei Nächte lang Polarlichter zu sehen waren,7) obwohl es sich dabei um Hörensagen am kaiserlichen Hof handelte.

Dies deutet darauf hin, dass die Sonnenaktivität während der Mittelalterlichen Warmzeit (MWP) länger und stärker war, als wir bisher angenommen haben. Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Sonnenaktivität mit den globalen Temperaturen korreliert.

Es ist bemerkenswert, wie viele Weltraumwetterereignisse dokumentiert sind:

‡Hörensagen am kaiserlichen Hof.

REFERENCE

Hiroko MIYAHARA, Ryuho KATAOKA, Kazuaki YAMAMOTO, Fuyuki TOKANAI, Toru MORIYA, Mirei TAKEYAMA, Hirohisa SAKURAI, Motonari OHYAMA, Kazuho HORIUCHI, Hideyuki HOTTA. Extremely active Sun from 1190 to 1220 in the Medieval Period: Intercomparison of historical records and tree-ring carbon-14. Proceedings of the Japan Academy, Series B, 2026; 102 (4): 156 DOI: 10.2183/pjab.102.011

Link: https://joannenova.com.au/2026/05/deadly-red-skies-800-years-ago-suggest-sun-was-extremely-active-in-the-medieval-warm-period/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Tödliche „rote Himmel“ vor 800 Jahren deuten darauf hin, dass die Sonne während der mittelalterlichen Warmzeit extrem aktiv war erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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