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☐ ☆ ✇ Junge Freiheit

Energiezahlen-Auswertung Dürre gab es nur beim Windstrom

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Eine Windkraftanlage steht in Nordrhein-Westfalen – aufgrund der Windflaute konnte sie im April aber nicht besonders viel Strom erzeugen, weswegen Deutschland viel Strom importieren musste.

Endlich wieder Sonne – und auch die Solarstrombetreiber durften sich über das Wetter freuen. Doch eine Entlastung für die Bürger entstand dadurch nicht. Eine Analyse von Rüdiger Stobbe.

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Bayer-Chef kritisiert massiven Standortnachteil für Deutschland

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Vorschau ansehen Bayer-CEO Bill Anderson sieht Deutschland im internationalen Wettbewerb zunehmend unter Druck. Hohe Energiekosten, Bürokratie und Lohnnebenkosten seien erhebliche Nachteile für den Wirtschaftsstandort.
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Trump startet 700-Millionen-Dollar-Offensive für Amerikas Kohleindustrie

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Vorschau ansehen US-Präsident Donald Trump kündigt Investitionen von 700 Millionen US-Dollar zur Unterstützung von Kohlekraftwerken, Minen und Exporten an. Die Regierung verspricht niedrigere Energiekosten und mehr Versorgungssicherheit. Umweltgruppen kündigen Widerstand an.
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Deutschland und Österreich drängen auf Einschränkungen bei Ukraine-Flüchtlingen

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Vorschau ansehen Die EU berät über die Zukunft des Schutzstatus für Geflüchtete aus der Ukraine. Deutschland und Österreich fordern, den automatischen Schutz für Männer im wehrfähigen Alter einzuschränken. Kritiker warnen hingegen vor Konflikten mit dem Recht auf Kriegsdienstverweigerung. Eine Entscheidung über die Zeit nach März 2027 wird in den kommenden Monaten erwartet.
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☐ ☆ ✇ Epoch Times

Vergleichbar mit Ländern: Rechenzentren verschlingen gigantische Mengen an Ressourcen

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Vorschau ansehen Die Basis unserer digitalen Gegenwart - und Zukunft - sind Rechenzentren. Doch sie benötigen enorme Mengen an Ressourcen wie Strom, Wasser oder Fläche. Ein Rechenzentrum in Utah soll doppelt so viel Strom wie der ganze US-Bundesstaat verbrauchen. Auch in Deutschland enstehen daraus zahlreiche Konflikte.
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☐ ☆ ✇ Report24

NRW-Klimainstitut: Industrie soll bei Dunkelflaute abgeregelt werden

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Gerade Nordrhein-Westfalen, einer der wichtigen Industriestandorte Deutschlands, soll dem Klimawahn geopfert werden. Das Wuppertal Institut, welches direkt dem grün geführten Wirtschaftsministerium des Bundeslands unterstellt ist, fordert dazu auf, bei Dunkelflauten einfach die Industrie abzuregeln. Aber die AfD soll eine Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland sein?

Ein Kommentar von Heinz Steiner

In Nordrhein-Westfalen zeigt es sich wieder einmal deutlich, dass im Falle grüner Regierungsbeteiligungen zur Not eben auch die Klimawahnpläne wichtiger sind als die wirtschaftliche Entwicklung. Während man also einerseits davor warnt, dass eine Beteiligung der Alternative für Deutschland (AfD) so schlecht für die Bundesrepublik als Wirtschaftsstandort sei, sind es nämlich gerade die Ökosozialisten der Grünen, die dem Standort tatsächlich schaden.

Das aktuellste Beispiel ist die irrsinnige Empfehlung des Wuppertal Instituts über eine Studie, wonach man bei Dunkelflauten und damit bei einer Unterversorgung mit Strom mangels Wind und Sonne eben die Industrie und notfalls auch private Verbraucher abregeln solle. Dies, bevor man überhaupt daran denkt, Backup-Kraftwerke einspringen zu lassen. Dieses Institut, welches dem Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalens – und damit der Grünen Mona Neubaur (Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes) – unterstellt ist, fordert dies tatsächlich ein. Und zwar in der (bezeichnenderweise von Greenpeace in Auftrag gegebenen) Studie mit dem Titel „Flexibilität statt fossiles Gas“.

Das bisherige Modell einer dauerhaft hohen und gleichmäßigen Stromabnahme durch die Industrie, welche den Netzbetreibern Planungssicherheit verschaffte und den Unternehmen günstigere Tarife, soll nach den Vorschlägen des Instituts ein Ende haben. Denn diese sogenannte „Bandlast“ würde gegenüber der sogenannten „Demand Response“ nämlich „negative Anreize“ setzen. Weil Wind und Sonne nämlich unregelmäßig Strom liefern, müsse sich eben die Wirtschaft anpassen, so die Kernforderung.

Dieser ökosozialistische Wahn, der seit der Ampel-Regierung auch von der Bundesnetzagentur unterstützt wird, stellt jedoch die Industrie unter die Knute des Klimawahns. Anstatt die ohnehin schon Zusatzkosten (auch fürs Nicht-Produzieren) verursachenden Backup-Gaskraftwerke anzuschalten, sollen die Unternehmen eben ihre Produktion herunterfahren. Nun, bei solchen Forderungen müsste man der Industrie wohl lange Winterferien verordnen, weil es in der kalten Jahreszeit eben nicht genügend Strom durch Wind und Sonne gibt. Ausgeglichen werden sollen die wirtschaftlichen Schäden dann durch Subventionen.

Jawohl, der Steuerzahler (also auch die Unternehmen, die tatsächlich noch so masochistisch sind und in Deutschland produzieren) soll also für die finanziellen Schäden aufkommen, welche die Klimawahnsinnigen mit ihren Abregelungsfantasien verursachen. Das sind Ideen, auf die man eigentlich nur kommen kann, wenn man von der Realwirtschaft und der Wirtschaftspolitik absolut keine Ahnung hat, sondern lediglich abstrusen Ideen auf dem Papier folgt. Denn Unternehmen müssen dann produzieren, wenn sie entsprechende Aufträge haben, und auch Liefertermine einhalten.

Doch weil die Abregelung der Wirtschaft im Ernstfall nicht ausreicht, soll die Ausrollung von „Smart Metern“ weiter vorangetrieben werden. Eine Messung der Last jede Viertelstunde soll demnach „zur Steuerung genutzt werden können“. Oder, auf gut Deutsch gesagt: Wenn die Industrie nicht genügend abregelt, wird’s eben auch bei den Privathaushalten dunkel. Und das alles natürlich „fürs Klima“. Wenn der Arbeitsplatz wegen solcher Irrsinnsmaßnahmen wegfällt und die eigene Wohnung im Winter täglich stundenlang ohne Stromversorgung ist, dürfen die Betroffenen dann ganz herzlich allen Wählern der Grünen und deren Steigbügelhaltern an der Macht (also SPD, Union, Linke und FDP) dafür danken. Denn mit der AfD in Regierungsverantwortung wäre ja Deutschland als Wirtschaftsstandort in Gefahr…

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Was kostet Autofahren wirklich? So schneiden Benziner und Plug-in-Hybrid im Vergleich ab

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Vorschau ansehen Steigende Kraftstoffpreise und neue Kaufprämien für Elektrofahrzeuge verändern die Kostenrechnung vieler Autofahrer. Ein Vergleich zweier VW-Golf-Modelle zeigt, wie sich Anschaffungs- und Betriebskosten unterscheiden.
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Selbst EU-Kommissare sind von Stromer-Dienstwagen genervt

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Während die Klimawahn-Politiker in Brüssel uns allen ab 2035 neue Autos mit Verbrennungsmotor verbieten wollen, sind sie selbst mit den elektrischen Dienstfahrzeugen unzufrieden. Vor allem Ladezeiten und Reichweitenprobleme werden kritisiert. Die grün-globalistische Ideologie trifft auf die harte Realität.

Rund um den Erdball hat kaum eine Regierung ein Verbrenner-Verbot für die Zukunft festgeschrieben. Die von Klimafanatikern dominierte Europäische Union ist hierbei die Ausnahme. Bereits in wenigen Jahren, ab 2035, sollen keine Neuwagen mit Benzin-, Diesel, Hybrid- oder Gasantrieb mehr zugelassen werden dürfen. Lediglich Stromer und Wasserstoffautos sind dann erlaubt. Bei den Dienstwagen gilt bereits ab 2030 der Elektrifizierungszwang.

Doch wie praxisuntauglich die Stromer sind, erleben die EU-Spitzenpolitiker am eigenen Leib. Wie das Magazin Politico berichtet, beschweren sich die EU-Kommissare über die bis zu einer halben Stunde dauernden Zwischenstopps in Luxemburg, wenn sie von Brüssel nach Straßburg fahren müssen. Denn ohne nachzuladen, wird es nichts mit dem rund 440 Kilometer langen Trip. Statt rund fünf Stunden auf der Straße werden es dann etwa fünfeinhalb.

Derzeit sind rund 80 Prozent der insgesamt 128 Fahrzeuge umfassenden Flotte der Europäischen Kommission (wozu brauchen 28 Kommissare, inklusive Ursula von der Leyens, eigentlich so viele Dienstwagen?) Stromer. Die verbliebenen Verbrenner sollen bis spätestens nächstes Jahr ausgetauscht werden. Zudem darf man davon ausgehen, dass die EU-Spitzenpolitiker auf eine rasche Ersetzung der aktuellen Dienstwagenflotte drängt, um sich neue Luxuskarossen von BMW, Mercedes oder Tesla zu gönnen, die bereits mehr als 700 Kilometer Reichweite haben. Natürlich komplett von den europäischen Steuerzahlern bezahlt, die sich solche Modelle nicht einmal ansatzweise leisten könnten.

Die EU-Kommissare erleben derzeit am eigenen Leib, wie unausgereift diese Technologie immer noch ist und wie praxisfern eine komplette Elektrifizierung des Verkehrs sein wird. Es ist allerdings bezeichnend, dass selbst die eigenen Probleme mit den Stromern nicht einmal ansatzweise zu einem Umdenken führen. Dennoch will man den Menschen in der Europäischen Union diese Fahrzeuge mit aller Gewalt aufzwingen.

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☐ ☆ ✇ Report24

Energiehunger: Rechenzentren und KI werden zu globalen Stromfressern

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Die digitale Infrastruktur avanciert zusehends zu einem der dynamischsten Treiber der globalen Stromnachfrage. Rechenzentren, die Grundlage von Cloud-Diensten, Streaming und vor allem Künstlicher Intelligenz, wachsen nicht nur in ihrer Anzahl, sondern auch in ihrer Leistungsdichte. Das hat auch Auswirkungen auf die Elektrizitätswirtschaft.

Unsere moderne Welt wäre ohne den Einsatz von Computern und anderen elektronischen Geräten gar nicht denkbar. Doch diese Technologisierung hat auch ihren Preis. Weltweit entstehen immer mehr Rechen- und Datenzentren, die auch entsprechend viel Strom verbrauchen. In Zeiten, in denen die Politik sich im Rahmen des allgemeinen Klimawahns jedoch von verlässlichen konventionellen Kraftwerken verabschieden will, ist dies ein Problem. Denn die vom Wetter abhängigen Wind- und Solarkraftwerke können eine stabile und verlässliche Versorgung mit Strom nicht gewährleisten.

Rechenzentren verbrauchen heute weltweit etwa 1,5 Prozent des gesamten Stroms, was rund 415 Terawattstunden pro Jahr entspricht. Das mag nach einem verhältnismäßig geringen Anteil aussehen, doch dieser Stromkonsum ist global sehr ungleich verteilt. In den Vereinigten Staaten liegt der Anteil Schätzungen zufolge bereits bei rund 4 bis 5 Prozent des nationalen Stromverbrauchs, mit deutlich höheren Werten in einzelnen Clustern wie Virginia oder Texas. Angesichts dessen, dass die Vereinigten Staaten gerade in Sachen Datenverarbeitung und Künstlicher Intelligenz weltweit Spitzenpositionen belegen, ist dies keine Überraschung.

Europa liegt deutlich darunter, typischerweise im Bereich von etwa 2 bis 3 Prozent, während Länder mit starker Datenzentrumsdichte wie Irland bereits sehr hohe lokale Belastungen erreichen. In Asien ist beispielsweise Singapur ein solcher Hotspot. Wie man sieht, ist hierbei nicht der globale Durchschnitt von Bedeutung, sondern vielmehr die extreme lokale Verdichtung. Insbesondere auch deshalb, weil solche Rechenzentren Unmengen an Strom verbrauchen und daher auch leistungsstarke Stromnetze mit stabiler Versorgung benötigen.

Der entscheidende Wendepunkt ist hierbei der Aufstieg der Künstlichen Intelligenz. Während klassische Cloud- und Internetdienste die Nachfrage über Jahre stetig, aber eher moderat erhöht haben, sorgt der KI-Boom für eine neue Größenordnung des Wachstums. Besonders das Training großer Modelle und der permanente Betrieb sogenannter Inferenzsysteme treiben den Energiebedarf deutlich nach oben.

Die Internationale Energieagentur erwartet deshalb, dass sich der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2030 auf rund 900 bis 1.000 Terawattstunden mehr als verdoppeln wird. Damit würde der Sektor in eine Größenordnung vorstoßen, die mit dem heutigen Stromverbrauch ganzer Industrieländer vergleichbar ist. Der größte Teil dieses Zuwachses entfällt dabei auf die Vereinigten Staaten und China, wo sich auch die wichtigsten KI-Infrastrukturen konzentrieren. Europa, welches sich lieber mit Klimawahn-Ideen beschäftigt und die Strompreise damit ohnehin schon in die Höhe treibt, spielt hierbei eine eher untergeordnete Rolle.

Während man also den Bürgern jahrzehntelang eintrichterte, sie müssten „Energie sparen“ und ihre Glühbirnen gefälligst durch das kalte Licht von Energiesparlampen und LEDs ersetzen, entsteht eine neue Weltordnung, in der die Elektrizität das Nonplusultra darstellt. Vom Stromer statt dem Verbrenner für den Otto Normalverbraucher bis hin zu den neuen Rechenzentren im Gigawatt-Bereich für die Wirtschaft. Doch die wachsende Nachfrage hat ihren Preis – denn mit dem steigenden Verbrauch von Strom (und dem dafür notwendigen Netzausbau) gehen auch die Strompreise nach oben.

Die Internationale Energieagentur weist darauf hin, dass Rechenzentren in den USA bereits für einen erheblichen Teil des zusätzlichen Strombedarfs verantwortlich sind und in den kommenden Jahren zu einem der Haupttreiber des Nachfragewachstums werden. Damit verschiebt sich die Energiepolitik zunehmend in Richtung eines Zielkonflikts zwischen Digitalwirtschaft, Versorgungssicherheit und Strompreisentwicklung. Der Fokus der Politik auf Wind und Sonne zur Stromerzeugung beißt sich hierbei definitiv mit dem tatsächlichen Bedarf.

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☐ ☆ ✇ EIKE

Energiewende doch erfolgreich? Deutschland im ersten Quartal 2026 wieder Nettostromexporteur

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Sie nutzen jeden Strohhalm: Spiegel, Zeit und andere Organe feiern, daß Deutschland im ersten Quartal 2026 wieder Nettostromexporteur war.

Der Spiegel textet:

Vor allem Windenergie: Deutschland erstmals seit 2023 wieder Strom-Nettoexporteur. Deutschland hat im ersten Quartal wieder mehr Strom ins Ausland verkauft. Und erneuerbare Energien spielen dabei eine große Rolle.

In der EIKE-Redaktionskonferenz fiel gerade der Satz „Fakten spielen beim Klima keine Rolle“. Ja – geht es um Geld & Macht, wird gelogen und gedreht – und die Berufs-Herolde verteidigen ihr Programm bis zur Grenze des Grotesken. Diese Abbildung zeigt klar, was in der Realität tatsächlich geschieht:

Die lila Balken zeigen den grenzüberschreitenden Stromhandel, negative Werte bedeuten, daß Deutschland Strom exportierte. (Vor der Abschaltung der Kernkraftwerke exportierte Deutschland regelmäßig große Strommengen.)
Die kleinen negativen lila Balken rechts in den ersten drei Monaten von 2026 werden vom Spiegel als Beweis der gelingenden Energiewende gefeiert.

Die Windstrommenge (blaßgrün) war aktuell hoch, aber niedriger als in vielen Monaten vergangener Jahre.
Das ganze Bild: Verstromtes Gas (orange) lag mit 11,4 TWh im Januar auf zweithöchstem Wert aller Zeiten, nur der Januar 2017 war höher.

Nachhaltig war das Ganze auch nicht: Im April und Mai sind wir wieder Stromimporteur.

Der Beitrag Energiewende doch erfolgreich? Deutschland im ersten Quartal 2026 wieder Nettostromexporteur erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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☐ ☆ ✇ Report24

Windkraft & Subventionen: Länder-Energieminister frönen dem Klimakult

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Die 16 Energieminister der Bundesländer trafen sich auf Norderney, um ihren Klimakult-Vorstellungen zu frönen. Anstelle von Realismus und Fakten dominierte auf der Konferenz das gängige Narrativ der angeblichen Klimakatastrophe, der man mit „grünen“ Energien entgegenwirken wolle. Die echten Probleme interessierten wohl niemanden.

In Sachen Klima- und Energiepolitik scheint es in Deutschland innerhalb der Gruppe der Brandmauerparteien kaum Dissens zu geben. Auch wenn der Weltklimarat die globale Klimaapokalypse quasi vorerst auf Eis gelegt hat, scheint dies bei den Politikern noch nicht angekommen zu sein. Denn die 16 Energieminister der Länder bleiben stramm auf Kurs, die Stromversorgung Deutschlands noch stärker den Wetterlaunen auszusetzen. Dafür sollen weiterhin Unsummen an staatlichen Subventionen fließen, auch wenn man sich im Bund mittlerweile zusehends dagegen sträubt.

Laut einem Bericht von „Tichys Einblick“ betonte der Vorsitzende der Konferenz, der niedersächsische grüne Umweltminister Christian Meyer, dass die Länder „bei der Energiewende auf Kurs in Richtung Unabhängigkeit mit heimischen Energien, Speichern und Netzausbau“ bleiben würden. Dabei kündigten vor allem die grünen Landespolitiker – wie Schleswig-Holsteins Energieminister Tobias Goldschmidt – mehr Widerstand gegen die Bundesregierung und insbesondere gegen die Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) an. Man sei dem Bund gegenüber „sehr deutlich geworden“.

Seitens der Länder befürchtet man nämlich, dass Reiche die Förderung der Windenergie einstellen könnte. Entsprechende Einschnitte in Sachen Solarstromeinspeisung gab es ja bereits. Da der Bund gerade beim Ausbau der Stromnetze auf die Kooperation der Bundesländer angewiesen ist, wollen diese den Druck über den Bundesrat erhöhen. Man könnte auch sagen: Man mag die Grünen zwar aus der Bundesregierung gewählt haben, doch dank ihrer Regierungsbeteiligungen in den Ländern haben sie noch einen großen Einfluss auf die Bundespolitik. Immerhin 6 der 16 Minister kommen von den Grünen, 7 von der ebenfalls stark grünisierten SPD. Jeweils einer von CDU, BSW und FW.

Übrigens: Während Vertreter der konventionellen Energiewirtschaft offensichtlich unerwünscht waren, saßen zig Vertreter des Klimakultes (darunter Robert Habeck und Luisa Neubauer, sowie AGORA-Leute, DUH-Vertreter usw.) mit am Tisch. Immerhin sollte ja auch niemand auf die dumme Idee kommen, diese Irrsinnspolitik infragezustellen. Wen interessieren schon Themen wie Versorgungssicherheit, niedrige Energiepreise, Deindustrialisierung und dergleichen? Stattdessen geben die Klimawahn-Lobbyisten den Ton an. Doch wer weiß, wie lange dieses Spiel noch so weitergeht. Denn wenn im Osten die ersten Länder eine AfD-Regierung erhalten, verschieben sich die Mehrheitsverhältnisse doch auch ein wenig. Und vielleicht kehrt dann langsam auch etwas mehr Vernunft in Sachen Energiepolitik ein.

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Strommasten bei München brennen: Staatsschutz ermittelt nach Ausfall in Ismaning

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☐ ☆ ✇ NachDenkSeiten

Gegen den Strom! Wie die Iberer energiepolitisch aus der Reihe tanzen

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Hohe Kosten für Gas treiben die Kosten für Strom hoch. Schuld ist das Merit-Order-Prinzip: Die teuerste Technologie bestimmt den Preis. Spanien und Portugal haben sich dem System widersetzt und damit die Verbraucher deutlich entlastet. Ein Modell auch für Deutschland, meinen gewerkschaftsnahe Wissenschaftler. Die zuständige Ministerin meint: Nein! Von Ralf Wurzbacher.

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Ein Blick auf die neueste Stromrechnung. Schock! Schon wieder teurer. Aber warum nur? Ist Deutschland nicht dabei, seine Energieversorgung klimaschonend umzubauen? Windräder, wo man hinsieht, Solarparks, immer mehr Dächer mit Photovoltaikanlagen. Wind und Sonne kosten doch nichts. Aber der Versorger verlangt trotzdem immer mehr. Die Sache ist ärgerlich – und komplizierter, als sie anmutet. Aber der Eindruck ist deshalb nicht falsch: die Stromkosten sind hoch, zu hoch, und mit jeder neuen Krise von Weltrang legen die Preise sprunghaft zu.

So wie einmal mehr im Gefolge des von den USA und Israel angezettelten Iran-Kriegs. Vor allem bei Neukunden schlagen die Anbieter seither deutlich auf. Dabei geht es bei dem Konflikt doch gar nicht um Strom – sondern ums Öl und ums Gas, die nicht mehr in nötiger Menge gefördert und, vor allem wegen der blockierten Straße von Hormus, verschifft werden können. Auch das stimmt, aber eben nicht ganz. Öl, Gas und Strom hängen eng miteinander zusammen, genauer: ihre Preisbildung. Am augenfälligsten ist der Zusammenhang zwischen Gas und Strom. Gehen die Kosten fürs Gas hoch, ziehen die für Strom wie auf Knopfdruck nach.

Merit Order

Ursächlich dafür ist ein mathematischer Prozess, der für die Geschäftstätigkeiten an der europäischen Strombörse bestimmend ist. Er hat erheblichen Einfluss darauf, wie viel der Endkunde für jede verbrauchte Kilowattstunde (kWh) hinlegen muss. Das Doofe dabei: Ausgerechnet die teuerste Technologie macht die Musik, aber keine mit Wohlklang. Die Preisfalle heißt Merit Order, übersetzt „Reihenfolge der Vorteilhaftigkeit“. Das Prinzip regelt die Sequenz in der Nutzung der einzelnen Kraftwerke nach ihren Produktions- beziehungsweise Grenzkosten. Das sind exakt die Ausgaben, die für die jeweils nächste Megawattstunde (MWh) anfallen.

Und so läuft der Handel ab: Die Gebote der Stromanbieter werden geordnet von günstig nach teuer, wobei die erneuerbaren Energien durch ihre „natürliche“ Erzeugung am Anfang stehen. Aber ihre Kapazitäten reichen längst nicht aus, um den Bedarf zu decken. Also kommen die anderen Erzeugungstechnologien zum Zug: Müllverbrennung, Braunkohle, Steinkohle und ganz zum Schluss die Verstromung von Erdgas – konkret die letzte Anlage, die zur Erfüllung der Nachfrage benötigt wird. Der Zugriff aufs Gas ist nicht immer erforderlich, speziell in Zeiten, in denen Sonne, Wind und Wasser übermäßig viel Energie liefern. Aber für gewöhnlich genügt das Potenzial der Erneuerbaren (noch) nicht, auch nicht im Verbund mit Stein-, Braunkohle und Abfall, sodass mit der Erdgasverfeuerung in der Regel die Technik, die bei Weitem das meiste Geld verschlingt, den Preis fixiert.

Lesen Sie dazu auch: Jens Berger – Strompreise – wenn die EU die Preismechanismen nicht ändert, könnten die Folgen katastrophal sein

Mondpreis bestimmt

Was verrückt klingt, ist tatsächlich nicht sinnfrei. Unter „normalen“ Bedingungen hat das System durchaus eine Reihe an Vorzügen, zuvorderst den, dass es Investitionen in klimafreundliche Technologien befördert. Es macht günstig produzierten Strom zur „ersten Adresse“, und je höher der von den „Dreckschleudern“ bestimmte Börsenpreis ist, desto mehr profitieren die „Sauberen“ von ihren Kostenvorteilen. Allerdings sind die Zeiten schon sehr lange nicht mehr normal. An die Corona-Krise schlossen praktisch nahtlos der Ukraine-Krieg, der Gaza-Krieg und der aktuelle Krieg in Nahost an, dazu die Zolleskapaden von Donald Trump, immer begleitet von Preisschocks und -explosionen an den Energiemärkten zum Verdruss von Industriekunden und privaten Endverbrauchern.

Vor allem gilt: Europa hat sich aus rein ideologischen Gründen von billigem russischen Gas „befreit“ und zahlt das mit anhaltendem wirtschaftlichen Niedergang, wobei Deutschland der größte Verlierer ist. Verglichen mit dem sibirischen Pipelinegas ist das seither im Speziellen aus den USA importierte, als Flüssiggas (LNG) angelandete Frackinggas um ein Vielfaches teurer. Allein schon dadurch hat das Merit-Order-Prinzip seine „Unschuld“ verloren, weil die Gasverstromung den Konkurrenztechnologien preislich komplett entrückt ist, die Preisbildung die Regeln von Angebot und Nachfrage geradezu verhöhnt. Im Extremfall ist zur Deckung des jeweiligen Bedarfs das Hinzuziehen von bloß einem einzigen Gaskraftwerk vonnöten. Und obwohl Hunderte oder Tausende andere Anbieter um Längen günstiger offerieren, greift der Mondpreis des Ausreißers, was den Wettbewerbern üppige Übergewinne garantiert. Noch schwerer wiegt das alles bei internationalen Konflikten wie aktuell dem um den Iran. Die Folge: Versorgungsengpässe und Preisschocks bei fossilen Energieträgern aus dem Ausland werden praktisch ungefiltert an die Verbraucher in Deutschland und Europa durchgereicht.

Sparen nach Spanien-Art

Tatsächlich sorgen diese Verwerfungen in Kreisen von Wirtschaft und Politik zunehmend für Diskussionen, bis hin zu Forderungen nach Abschaffung oder wenigstens Anpassungen des Merit-Order-Prinzips. Selbst die Europäische Kommission erlaubt es inzwischen den EU-Mitgliedsstaaten, Gaskraftwerke zu subventionieren, um die Auswirkungen auf die Preisbildung an den Strommärkten einzudämmen. Einen ähnlichen Weg haben bereits vor vier Jahren die iberischen Staaten Spanien und Portugal beschritten. Im Zeichen der plötzlichen Gasmangellage nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine mit Stromspitzenpreisen von über 400 Euro pro MWh zogen Madrid und Lissabon einen Preisdeckel für in Gaskraftwerken verwertetes Gas ein. Und das verhinderte ein Überspringen der Preisaufschläge vom Gas- auf den Strommarkt.

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hat am Montag ausdrücklich für das Modell geworben. Dazu veröffentlichten die Forscher Tom Bauermann, Thomas Theobald und Fynn Janßen eine Studie im aktuellen IMK-Policy-Brief. Ihr Titel: „Strompreise clever deckeln, Übergewinne vermeiden – Effekte des Iberischen Mechanismus auf den Strommarkt.“ Das IMK plädiert darin für eine befristete Entkopplung der Gaspreisentwicklung vom Strommarkt mittels Festlegung eines „Referenzpreises“, der „deutlich niedriger liegt“ als der gerade geltende Marktpreis. Bei Einführung in Spanien 2022 betrug der Wert 40 Euro pro MWh, wurde später auf 45 Euro und danach um monatlich fünf Euro erhöht. Allerdings hatte der Deckel schon 2023 praktisch ausgewirkt, als sich die Preise wieder unterhalb der Schwelle bewegten. Aber Vorsicht: Laut IMK lassen die sogenannten Future-Preise erkennen, „dass die Gaspreise bis ins frühe Jahr 2027 die Preisobergrenze von 40 Euro/MWh überschreiten“.

7,3 Milliarden Euro weniger

Aber was ist mit den Betreibern der Gaskraftwerke? Die erhielten für die Differenz zwischen dem tatsächlichen Einkaufspreis und dem Referenzpreis eine Entschädigung im Rahmen einer von Versorgern und industriellen Großkunden gezahlten Umlage. Freilich haben diese die Kosten an die Kunden in Gestalt höherer Preise für Energie und Konsumgüter weitergegeben. Aber in der Endabrechnung sei das Modell für die Verbraucher dennoch „deutlich günstiger“ ausgefallen, konstatieren die Forscher. Dabei wachse dieser Kostenvorteil mit dem Anteil kostengünstiger erneuerbarer Energieträger bei der Stromerzeugung. „Denn dann muss nur relativ wenig Gasverbrauch kompensiert werden“, heißt es in der begleitenden Medienmitteilung.

Das IMK hat die Befunde mit einer Modellrechnung auf Basis der sogenannten Future-Preise für Erdgas im März auf die Situation in Deutschland übertragen. Demnach könnten die Strompreise im Schnitt um 17 Euro pro MWh sinken, was bei einem Gesamtverbrauch von 500 Terawattstunden einer Ersparnis von insgesamt 8,5 Milliarden Euro entspräche. Dem stünden Umlagekosten in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro gegenüber. Damit bliebe unter dem Strich eine Nettoersparnis von 7,3 Milliarden Euro jährlich bei privaten Haushalten und Unternehmen hängen. Das würde nicht nur Haushalte und Betriebe spürbar entlasten, sondern auch die Inflation bremsen und das Wirtschaftswachstum stützen, erläuterten die Autoren. Da die Finanzierung nicht über direkte staatliche Zuschüsse vonstattengehe, werde auch der Staatshaushalt geschont.

Impuls für Dekarbonisierung

Einen Vorteil mehr sehen die Forscher in der Förderung der Dekarbonisierung als Resultat gedämpfter Strompreise. Für den klimagerechten Umbau von Industrie, Gebäuden und Verkehr sei eine Elektrifizierung dieser Sektoren entscheidend. Solange die Gaspreise direkt auf die Strompreise durchschlagen, werde der Trend jedoch gebremst oder ganz abgewürgt. Zur Erinnerung: 2022 und 2023 ging der Stromverbrauch in Deutschland, insbesondere in der Industrieproduktion, signifikant zurück. Indem man dagegen die „Wechselwirkungen zwischen Gas- und Strompreisen in Krisensituationen begrenzt, schafft man Anreize für Haushalte und Unternehmen, den transformativen Pfad des Umstiegs zur Elektrizität beizubehalten“. Gleichzeitig könne bei geeigneter Ausgestaltung einem „Fuel Switch“ zu emissionsintensiveren, aber kurzfristig günstigeren Energieträgern wie Braun- oder Steinkohle vorgebeugt werden.

Ganz ohne Makel ist das iberische Modell indes nicht. Zum Beispiel weisen Kritiker darauf hin, dass sich der Gasverbrauch in Spanien 2022 und 2023 inmitten einer Zeit der Energieknappheit erhöht hat. Des Weiteren kommt das Potenzial des Systems aus Sicht des IMK nur unter spezifischen Voraussetzungen voll zum Tragen. Der Mechanismus funktioniere „gut, wenn viel Strom aus Kraftwerken mit geringen Grenzkosten gewonnen wird und nur wenige Gaskraftwerke Strom produzieren und preissetzend sind“. Bei zu vielen fossilen Betreibern strebten dagegen die Umlagekosten in die Höhe, was die Entlastungswirkung für die Verbraucher reduziere, wogegen mehr „Zufallsgewinne“ generiert würden.

Nichts für Reiche

Die Studie benennt noch andere „Herausforderungen“. So legten seinerzeit die Stromexporte aus Spanien nach Frankreich merklich zu, weil der Strompreis beim nördlichen Nachbarn nicht per Preisdeckel begrenzt wurde. Der iberische Mechanismus berge die Gefahr, dass ausländischer Stromverbrauch von den heimischen Verbrauchern subventioniert werde, halten die Forscher fest. Das jedoch erachten sie zugleich als wichtigen Anstoß, auf eine Gesamtlösung zu setzen. „Entgegen der Umsetzung während der Energiekrise 2022/23 sollte der iberische Mechanismus idealerweise auf EU-Ebene und nicht nur auf nationaler Ebene eingeführt werden.“ Im anderen Fall „müssten die Stromexporte mit einer Gebühr belegt werden, um plötzliche, massive Exportanstiege zu verhindern“.

Und wie steht die schwarze-rote Koalition zu den Vorschlägen? „Subventionen von Gas zur Stromerzeugung oder Markteingriffe zur Deckelung des Gaspreises lehnen wir ab“, zitierte am Dienstag das Handelsblatt eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums (hinter Bezahlschranke). Das „Strommarktdesign“ habe sich grundsätzlich bewährt. Was noch hatte Ressortchefin Katherina Reiche (CDU) vor ihrer Amtsübernahme fünf Jahre lang beruflich gemacht? Sie war Vorstandsvorsitzende der E.on-Tochter Westenergie. Da schwimmt man ganz natürlich mit dem Strom.

Titelbild: Viktollio/shutterstock.com

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Solarenergie auf dem absteigenden Ast, Kohle weiterhin stark

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Von den Energy Bad Boys and Mitch Rolling

Am Dienstag, dem 10. März, zerstörte ein Tornado der Stärke EF-1 die Solaranlagen „Dunns Bridge Solar I“ und „Dunns Bridge Solar II“, die der Northern Indiana Public Service Company (NIPSCO) gehören. Die Anlagen außerhalb von Wheatfield in Indiana verfügten über 2,4 Millionen Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 700 Megawatt (MW) und sollen Berichten zufolge 1 Milliarde US-Dollar gekostet haben – etwas mehr als 1.400 US-Dollar pro Kilowatt (kW).

NIPSCO gab im Anschluss daran folgende Erklärung ab:

Am Abend des 10. März, während NIPSCO das Unwetter aktiv überwachte und auf sturmbedingte Stromausfälle in unserem Versorgungsgebiet reagierte, wurden Schäden an den Solaranlagen „Dunns Bridge I“ und „Dunns Bridge II“ in den Landkreisen Starke und Jasper festgestellt. Unser Team verfolgte den Sturm in Echtzeit und begab sich vor Ort, um die Lage zu beurteilen und zu reagieren, sobald dies sicher möglich war. Trümmerteile aus dem Schaden könnten sich verschoben haben, und wir arbeiten daran, das Gebiet sicher abzusperren, den Schaden zu begutachten und proaktiv mit der Bevölkerung zu kommunizieren.

Wir sind uns bewusst, dass Fragen und Bedenken hinsichtlich möglicher Umweltauswirkungen im Zusammenhang mit den Schäden am Solarpark bestehen können. Bedenken hinsichtlich der Auswaschung von Solarmodulen wurden in branchenführenden Forschungsarbeiten gründlich untersucht. Sie zeigen, dass das Risiko äußerst gering ist. Insgesamt belegen die verfügbaren Erkenntnisse, dass sowohl kristalline Silizium- als auch Dünnschicht-PV-Module (d. h. Photovoltaikmodule) kein nennenswertes Risiko für die Umwelt oder den Menschen durch Auswaschung darstellen, selbst wenn sie beschädigt sind.

Der stellvertretende Leiter der Sheriff-Behörde von Jasper County Brandon Napier erklärte: „Was die Zugbahn des Tornados angeht, der hier durchgefegt ist: Östlich der Stadt befinden sich mehrere große Solarparks. Der Tornado ist direkt durch einen dieser Solarparks gezogen und hat dort zahlreiche Solaranlagen aus dem Boden gerissen.“

Zwar wurden die Solarmodule durch den Tornado beschädigt, doch liegen uns keine Berichte über Schäden am nahegelegenen Kraftwerk R.M. Schahfer vor, einem 950-MW-Kohlekraftwerk, dessen Stilllegung NIPSCO für Ende 2025 geplant hatte. Es ist jedoch weiterhin in Betrieb dank einer vom US-Energieministerium erlassenen Anordnung gemäß § 202(C), die den Weiterbetrieb des Kraftwerks vorschreibt. Klicken Sie auf die Karte unten, um die von uns diese Woche erstellte benutzerdefinierte Google-Karte der Anlagen zu erkunden.

Diese Woche wollten wir die Gelegenheit nutzen, mehr über NIPSCO zu erfahren und einige Daten mit unseren Lesern zu teilen, insbesondere angesichts unserer jüngsten Recherchen in diesem Bundesstaat.

In diesem Artikel werden wir die Kosten der zerstörten Solaranlage im Vergleich zum nahegelegenen Kraftwerk R.M. Schahfer untersuchen und anhand einiger interessanter Daten von S&P Global beleuchten, wie sich die Energiekosten im Versorgungsgebiet von NIPSCO als Reaktion auf Veränderungen im Kraftwerkspark des Unternehmens entwickelt haben.

Implikationen der Zerstörung

Laut S&P Global wurden die Solarkraftwerke in Dunns Bridge errichtet, um „das Ziel von Northern Indiana Public Service zu unterstützen, bis 2028 vollständig aus der Kohle auszusteigen und die CO₂-Emissionen bis 2030 um mehr als 90 Prozent gegenüber dem Referenzwert von 2005 zu senken, wie der Energieversorger mitteilte.“

Diese Situation wirft mehrere Fragen auf:

• Wenn der Klimawandel zu extremeren Wetterbedingungen führt, wie kann es dann sinnvoll sein, Kohlekraftwerke stillzulegen und Energieerzeugungsanlagen wie Solaranlagen zu bauen, die durch extremes Wetter zerstört werden?

• Erhöhen die Ziele des Unternehmens zur Abkehr von der Kohle und zur Emissionsreduzierung das Risiko des Unternehmens, Kosten im Zusammenhang mit Wetterereignissen zu tragen, und warum sollten die Stromkunden mit diesen zusätzlichen Kosten belastet werden?

• Gab es Schäden am Kohlekraftwerk R.M. Schahfer oder an der Batteriespeicheranlage vor Ort in Dunns Bridge?

• Welche Art von Versicherungspolice besteht für die Solaranlage, und welchen Selbstbehalt müsste das Unternehmen gegebenenfalls zahlen?

• Welche Haftung, wenn überhaupt, hat das Unternehmen für die Sanierung des Standorts und der umliegenden Gebiete?

• Inwiefern liegt all dies im besten Interesse der Stromkunden?

Wir haben NIPSCO über deren 24-Stunden“-Medienhotline kontaktiert und um diese Informationen gebeten, doch zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatten sie unsere Anfrage noch nicht beantwortet, und wir bezweifeln ernsthaft, dass sie dies noch tun werden.

Dies sind jedoch Fragen, die das Unternehmen am 24. März vor der Indiana Utility Regulatory Commission bei der geplanten Anhörung zum Thema bezahlbare Energie beantworten muss. Sie können unseren Fragen ausweichen, aber gegenüber den Regulierungsbehörden sollten sie besser reinen Tisch machen.

Die Kosten der durch einen Tornado beschädigten Solaranlage

Seien wir einmal äußerst unnachsichtig und betrachten wir die erwarteten Stromgestehungskosten (LCOE) der Solaranlage über ihre prognostizierte Nutzungsdauer von 25 Jahren sowie über ihre tatsächliche, durch einen Tornado verkürzte Lebensdauer.

Dunns Bridge I nahm im Juni 2023 den Strombetrieb auf und erzeugte bis Dezember 2025, dem letzten Monat, für den Daten vorliegen, insgesamt 1,3 Millionen Megawattstunden (MWh). Dunns Bridge II nahm im Januar 2025 den Betrieb auf und erzeugte bis Dezember 812.439 MWh Strom, was einem Kapazitätsfaktor von 21,3 Prozent entspricht.

Wir haben die LCOE für zwei Zeiträume berechnet: einen Lebenszyklus von 25 Jahren, eine branchenübliche Annahme, und einen Lebenszyklus von 2 Jahren, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Anlage sehr früh in ihrem Lebenszyklus zerstört wurde. Die Ergebnisse entsprechen in etwa unseren Erwartungen. Unsere geschätzten subventionierten Kosten über 25 Jahre entsprechen in etwa den von S&P Global gemeldeten PPA-Kosten für die Anlagen, einschließlich Subventionen.

Da die LCOE der Berechnung der Kosten für das Fahren Ihres Autos über die Anzahl der gefahrenen Meilen ähnelt: Wenn Ihr Auto nach zwei Jahren den Geist aufgibt, obwohl Sie erwartet hatten, es 10 Jahre lang zu fahren, steigen die Kosten pro Meile offensichtlich. Aus diesem Grund steigen die Stromkosten der Anlagen Dunns Bridge I & II in dieser Analyse sprunghaft und erreichen subventionierte Kosten von 289,61 $ pro MWh sowie nicht subventionierte Kosten von 405,09 $ pro MWh.

Ist das ein fairer Vergleich? Wahrscheinlich nicht, denn die Solaranlage war mit ziemlicher Sicherheit versichert und wird nach der Sanierung des Geländes wahrscheinlich wieder aufgebaut. Die Frage ist: Wie hoch sind die Kosten für die Sanierung und den Wiederaufbau, wie hoch ist die Selbstbeteiligung der Versicherung für die beschädigte Anlage und wer muss dafür aufkommen?

Es ist eine Sache, wenn das alte Dach Ihres Hauses durch einen Hagelsturm zerstört wird (Glück gehabt), denn dann bekommen Sie ein neues Dach für einen Bruchteil der tatsächlichen Wiederbeschaffungskosten. Aber es ist etwas ganz anderes, wenn ein brandneues Dach zerstört wird, denn dann haben Sie das „Privileg“, den Selbstbehalt zu zahlen, nur um Ihr neues Dach zurückzubekommen.

Genau in dieser Situation könnten sich die Stromkunden von NIPSCO am Ende wiederfinden.

Die Kosten des nahegelegenen Kohlekraftwerks

In unserer bevorstehenden LCOE-Studie für Reliable Energy Inc. in Indiana haben wir festgestellt, dass das Kraftwerk R.M. Schahfer das teuerste Kohlekraftwerk des Bundesstaates war, was in erster Linie auf die sehr hohen Brennstoffkosten am Kraftwerk (50 $ pro MWh) zurückzuführen war.

Die aktuellsten verfügbaren Daten von S&P Global vom Dezember 2025 zeigen jedoch, dass die Brennstoffkosten bei etwa 27 $ pro MWh lagen, was die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks erheblich verbessert, obwohl dies möglicherweise darauf zurückzuführen ist, dass das Unternehmen davon ausgegangen ist, dass das Kraftwerk zum Jahresende stillgelegt wird anstatt weiterbetrieben werden zu müssen.

Bei 70 $ pro MWh ist das Schahfer-Kraftwerk über eine Lebensdauer von 25 Jahren wettbewerbsfähig gegenüber subventionierter Solarenergie, günstiger als die nicht subventionierten Kosten über 25 Jahre und ein Schnäppchen im Vergleich zu unserem zugegebenermaßen ungünstigen Vergleich mit der tatsächlichen Lebensdauer der Anlage von 2 Jahren.

Natürlich berücksichtigt diese Analyse nicht einmal die Notstromversorgung oder andere versteckte Kosten, die mit der Unterbringung der Solaranlagen verbunden sind. Würden wir dies tun, wäre das Schahfer-Kraftwerk der klare Sieger, selbst im Vergleich zu den subventionierten Kosten von Solarmodulen.

Das sich wandelnde Erzeugungsprofil von NIPSCO

Die Solaranlagen von NIPSCO in Dunns Bridge sind Teil eines größeren Trends weg von der Stromerzeugung aus Kohle hin zu Erdgas, Stromkäufen auf dem MISO-Markt und in zunehmendem Maße zu eigenen Wind- und Solaranlagen oder Stromabnahmeverträgen (PPAs).

Dieser Trend fiel mit einem massiven Anstieg der geschätzten Tarifbasis der Versorgungsunternehmen zusammen. Daten von S&P Global zeigen, dass sich die Tarifbasis von NIPSCO seit 2016 mehr als verdoppelt hat. Sie werden feststellen, dass die Tarifbasis von 2000 bis 2010 inflationsbereinigt im Wesentlichen unverändert blieb. Dies liegt daran, dass sich die Tarifbasis von Stromversorgungsunternehmen eigentlich stabilisieren sollte, da sich ihre Vermögenswerte im Laufe der Zeit abschreiben.

Der Aufwärtstrend beim Wachstum der Tarifbasis führte zu höheren Tarifen. Leider sind wir noch dabei, unsere Datenbank mit historischen Versorgungstarifen aufzubauen, sodass wir nur über Daten ab 2012 verfügen. In diesem Zeitraum stiegen die Stromtarife von NIPSCO für alle Sektoren um 38 Prozent.

Es ist auch interessant zu untersuchen, worauf das Wachstum der Tarifbasis zurückzuführen ist. Mitte der 2000er und 2010er Jahre wurde das Ausgabenwachstum bei NIPSCO von den Ausgaben für die Stromerzeugung getragen. Ab etwa 2018 begannen jedoch die Ausgaben für Übertragung und Verteilung zu steigen, während die Ausgaben für die Stromerzeugung 2021 zurückgingen, sich 2024 jedoch wieder leicht erholten.

Diese Grafik stützt einige der Aussagen der Studie des Lawrence Berkeley National Laboratory (LBNL), wonach seit 2020 nicht die Erzeugungskosten, sondern die Kosten für Übertragung und Verteilung zu einem Anstieg der Strompreise geführt haben. Es ist jedoch auch anzumerken, dass die obige Grafik darauf hindeutet, dass die LBNL-Studie möglicherweise erhebliche Steigerungen der Erzeugungskosten vor 2020 außer Acht lässt.

Eine Anmerkung zu Fragen der Sanierung und Kontamination – unsere Meinung dazu

Fotos der zerbrochenen Module haben in den sozialen Medien Befürchtungen hinsichtlich möglicher Umweltschäden geschürt, weil giftige Chemikalien aus den zerbrochenen Modulen in den Boden und das örtliche Grundwasser sickern könnten.

Wir möchten die Anwohner daher dazu ermutigen, sich keine allzu großen Sorgen darüber zu machen, dass Chemikalien aus den Modulen in den Boden oder das Wasser gelangen könnten. Photovoltaikmodule bestehen größtenteils aus Glas, und die geringen Mengen an giftigen Stoffen, wie beispielsweise das beim Löten verwendete Blei stellen kein nennenswertes Risiko dar, weil sie nur in geringen Mengen vorhanden sind und es wahrscheinlich keinen realistischen Expositionsweg für den Menschen gibt.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Dosis das Gift macht. Eine zu hohe Dosis Paracetamol kann tödlich sein; eine geringe Dosis hingegen nicht.

Zwar machen wir uns keine allzu großen Sorgen darüber, dass Chemikalien aus den Modulen auslaufen könnten, doch das Glas bereitet uns Kopfzerbrechen. Glas gilt zwar allgemein nicht als giftig, doch Glasscherben, die über benachbarte Grundstücke verstreut sind, stellen dennoch ein Problem dar. Der Sturm hat Trümmer wahrscheinlich weit über das Solargelände hinaus geweht, was für Landwirte in der Umgebung zu Problemen führen könnte, insbesondere wenn sie Wurzelgemüse anbauen.

Anekdotischen Berichten zufolge kaufen große Kartoffelabnehmer aus genau diesem Grund keine Kartoffeln von Erzeugern, die sich im Umkreis von einer Meile um eine Glasrecyclinganlage befinden. Mit anderen Worten: Die eigentliche Sorge gilt hier nicht der chemischen Kontamination, sondern den Trümmern.

NIPSCO sollte auf jeden Fall für die Kosten der Beseitigung des durch ihre Solarmodule verursachten Schutts aufkommen, aber wir möchten den Anwohnern auch die Gewissheit geben, dass dieser Vorfall wahrscheinlich kein Gesundheitsrisiko darstellt.

Schlussfolgerung

Es gibt viele Dinge, die bei einem Tornado beschädigt werden, aber unsere Kraftwerke sollten nicht dazu gehören.

Der Ausfall der Solaranlagen Dunns Bridge I & II durch einen Tornado der schwächsten Kategorie sollte den politischen Entscheidungsträgern und Regulierungsbehörden in Indiana zu denken geben: Die Stilllegung von regelbaren thermischen Kraftwerken zugunsten weniger robuster Wind- und Solaranlagen ist kein kluger Schachzug.

Ehrlich gesagt sollte die Trump-Regierung Unternehmen wie NIPSCO scharf kritisieren, weil sie ihre freiwilligen Dekarbonisierungsversprechen weiter verfolgen, während die Stromrechnungen steigen und die Nachfrage aufgrund von Rechenzentren in die Höhe schießt. Ein paar bissige Tweets könnten viel dazu beitragen, dass Führungskräfte der Energieversorger und ihre Wall-Street-Investoren verstehen, dass sie das Stromnetz nicht länger auf Kosten der normalen Amerikaner „grünwaschen“ können.

Link: https://climaterealism.com/2026/05/solar-scattered-coal-still-standing/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers hierzu: Zwar gibt es bei uns nicht in diesem Ausmaß Tornados, wohl aber Unwetter aller Art, die zu Schäden führen. Weil davon auszugehen ist, dass die Problematik hierzulande den obigen Ausführungen gleicht, wurde dieser Beitrag hier übersetzt.

 

Der Beitrag Solarenergie auf dem absteigenden Ast, Kohle weiterhin stark erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Trump-Regierung verfolgt eine Strategie bzgl. Offshore-Windenergie

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Francis Menton, THE MANHATTAN CONTRARIAN

Unter all den verrückten Methoden, mit denen die Menschheit angeblich den „Planeten retten“ soll, indem sie die Kohlendioxidemissionen senkt, ist die Stromerzeugung durch Offshore-Windkraft wohl eine der verrücktesten. Angesichts der hohen Kosten für den Bau und die Netzanbindung der Anlagen sowie der Schwankungen in der Stromproduktion droht der Ausbau der Offshore-Windkraftinfrastruktur zu einem starken und weiter zunehmenden Anstieg der Stromrechnungen für die Verbraucher zu führen.

Obwohl es keinerlei Nachweis für die Machbarkeit oder die Kosten des Netzbetriebs mit Offshore-Windenergie gibt, hat die Biden-Regierung (mit Unterstützung des Kongresses) Dutzende und Hunderte von Milliarden an Steuergeldern in Form von unbefristeten Steuergutschriften für die gesamte Projektlaufzeit in die Branche gepumpt.

Die Trump-Regierung trat ihr Amt mit einer bekannten Abneigung gegen Offshore-Windkraft an. Ihre ersten Bemühungen, den Bau dieser Projekte zu stoppen, stießen jedoch auf massiven Widerstand seitens der Justiz. Doch anstatt aufzugeben oder sich auf jahrelange Berufungsverfahren mit ungewissem Ausgang einzulassen, hat die Regierung strategisch nachgedacht und einen Plan B entwickelt. Dieser scheint mir funktionieren zu können.

Doch zunächst gab es Plan A. Am 22. Dezember 2025 gab das Innenministerium bekannt, dass es einen Stopp aller in den USA im Bau befindlichen Offshore-Windkraftprojekte anordne. Als Begründung wurde die nationale Sicherheit angeführt:

Das Innenministerium gab heute bekannt, dass es die Pachtverträge für alle in den Vereinigten Staaten im Bau befindlichen groß angelegten Offshore-Windkraftprojekte mit sofortiger Wirkung aussetzt, da das Kriegsministerium in kürzlich fertiggestellten geheimen Berichten Risiken für die nationale Sicherheit festgestellt hat.

Die Anordnung des Innenministeriums löste sofort eine Flut von Klagen aus, die innerhalb weniger Wochen zu etwa fünf einstweiligen Verfügungen zugunsten von fünf verschiedenen Projekten führten. Ein Artikel der New York Times vom 2. Februar 2026 berichtete über die fünfte dieser einstweiligen Verfügungen:

Ein Bundesrichter hob am Montag die Anordnung des Innenministeriums auf, die Arbeiten an einem milliardenschweren Windpark vor der Küste des Bundesstaates New York einzustellen. . . . Es war das fünfte Mal in den vergangenen drei Wochen, dass ein Bundesrichter den Kreuzzug der Trump-Regierung gegen die fünf im Bau befindlichen Windparks in Bundesgewässern entlang der Ostküste zurückwies. Die vier vorangegangenen Urteile ermöglichten die Fortsetzung der Arbeiten an „Revolution Wind“ vor Rhode Island, „Empire Wind“ vor New York, „Coastal Virginia Offshore Wind“ vor Virginia und „Vineyard Wind“ vor Massachusetts.

Im Februar herrschte bei der Times noch uneingeschränkter Triumph. Doch nun ist aus diesem Triumph wieder die übliche Empörung geworden, da die Regierung einen Plan B ausgearbeitet und mit dessen Umsetzung begonnen hat. Der Artikel der Times vom 27. April trägt die Überschrift [übersetzt] „Trump-Regierung will mehr Energieunternehmen für die Stornierung von Windparks bezahlen“.

Plan B scheint darin zu bestehen, dass die Regierung gerichtliche Vergleiche mit den Windparkentwicklern schließt, wobei die Regierung den Entwicklern beträchtliche Summen zahlt, damit diese von den Projekten Abstand nehmen. Ach ja, und als Krönung sehen die Vereinbarungen vor, dass die Entwickler die Abfindungsgelder in Öl- und Gasprojekte in den USA reinvestieren müssen. Die erste derartige Vereinbarung wurde im März mit dem französischen Entwickler TotalEnergies geschlossen, und Ende April schloss die Regierung zwei weitere solcher Vereinbarungen mit anderen Entwicklern ab. Aus dem Bericht der Times über die Vereinbarungen vom April:

Die Trump-Regierung wird Energieunternehmen Hunderte Millionen Dollar zahlen, damit diese ihre Pläne zum Bau von zwei Windparks vor der US-Küste aufgeben, teilte das Innenministerium am Montag mit. Damit greift die Regierung eine Taktik wieder auf, mit der sie bereits im vergangenen Monat andere Offshore-Windpachtverträge gekündigt hatte. Die Unternehmen werden ihre Pachtverträge in Bundesgewässern für die beiden Windparks aufgeben, von denen einer vor der Küste von New York und New Jersey und der andere vor der Küste Kaliforniens hätte gebaut werden sollen. Die Regierung wird den Unternehmen insgesamt 885 Millionen Dollar erstatten – den Betrag, den sie unter der Biden-Regierung für die Pachtverträge gezahlt hatten. Im Gegenzug haben sich die Unternehmen verpflichtet, dieses Geld in Öl- und Gasprojekte zu investieren, darunter Flüssigerdgasanlagen entlang der Golfküste.

Die übliche Empörung ist deutlich zu spüren:

Bei den Vereinbarungen handelt es sich um außerordentliche Transferzahlungen von Steuergeldern an private Unternehmen, um die Offshore-Windenergie einzudämmen – eine Quelle sauberer Energie, die Trump seit Jahrzehnten herabwürdigt. Der Präsident hat fälschlicherweise behauptet, Offshore-Windkraftanlagen funktionierten nicht und würden Wale töten.

Nun, das ist ihre Sichtweise. Meiner Meinung nach sieht das nach ziemlich guten Geschäften aus. Laut der „Times“ selbst handelt es sich bei den 885 Millionen Dollar lediglich um eine Rückerstattung des Betrags, den die Unternehmen ursprünglich an die Regierung gezahlt hatten, um die Pachtverträge zu erwerben. Wie viel hätten diese Projekte die Steuerzahler über ihre gesamte Laufzeit hinweg an Steuergutschriften gekostet? Es hätte eine Investitionssteuergutschrift von 30 % auf den investierten Betrag gegeben. Bei einem gemeldeten Investitionsbetrag von etwa 3 Milliarden Dollar für Bluepoint Wind und bis zu 20 Milliarden Dollar für Golden State Wind hätten sich die Investitionssteuergutschriften auf etwa 7 Milliarden Dollar belaufen können. Produktionssteuergutschriften in Höhe von 2,6 Cent pro kWh hätten weitere Milliarden ausmachen können. Und das für intermittierenden Strom, der keine der bestehenden regelbaren Kapazitäten hätte ersetzen können.

Die vollständigen Bedingungen der Vereinbarungen mit den Entwicklern von Bluepoint Wind und Golden State Wind wurden nicht bekannt gegeben. Sollten diese Vereinbarungen jedoch als Vergleichsvereinbarungen ausgestaltet sein, dürften sie weitaus weniger anfällig für gerichtliche Eingriffe sein als bloße Verwaltungsanordnungen, wie sie im Rahmen von Plan A ergangen waren. Zudem erschwert diese Ausgestaltung es einer nachfolgenden Regierung erheblich, den Kurs umzukehren und diese Projekte wieder auf den Weg zu bringen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/11/trump-administration-gets-strategic-with-offshore-wind/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Die Trump-Regierung verfolgt eine Strategie bzgl. Offshore-Windenergie erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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TriggerFM: Nachrichten der Freien Medien vom 11.05.2026

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Vorschau ansehen TriggerFM: Nachrichten der Freien Medien vom 11.05.2026

Aus dem Klappentext:

Themen: Häufige Stromausfälle in Berlin, Mercedes droht US-Verkaufsverbot, Polen erhält Milliarden für Rüstung u.a. – insgesamt 10 Meldungen.

Inhalt:
0:00 Intro
0:12 Häufige Stromausfälle in Berlin
1:15 Mercedes droht US-Verkaufsverbot
1:54 Polen erhält Milliarden für Rüstung
2:32 Tschechien lehnt EU-Reformpläne ab
3:17 AfD gewinnt Bürgermeisterwahl in Zehdenick
3:49 Warnung vor AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt
4:32 Ukrainische Seedrohne in Griechenland entdeckt
5:11 Wales: Kita-Mitarbeiter melden Rassismus
5:49 Sachsen plante Quarantäne-Gefängnisse
6:37 Frontex warnt vor Waffenschmuggel

NEU "Die Video-Mediathek der Freien" auf:
https://triggerfm.com/mediathek/

Empfangsmöglichkeiten & APP:
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Eine Seite alle Infos der Freien:
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Warum Strom teurer ist als wir denken… und warum Solarenergie in Deutschland etwa zehnmal teurer ist als Kohle.

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WUWT, Dr. Lars Schernikau: Energieökonom, Rohstoffhändler

Wir glauben, wir verstehen die Stromkosten. Das tun wir nicht.

Die meisten von uns glauben, die Frage nach den Stromkosten sei bereits geklärt. Wir vergleichen Techniken, nennen Preise pro Kilowattstunde und verlassen uns auf einige bekannte Kennzahlen, um zu erkennen, was günstig ist und was nicht. Aber was wäre, wenn ich Ihnen sage, dass diese Zahlen nur einen Teil der Wahrheit erzählen?

Jahrzehntelang wurde die Diskussion von vereinfachten Kennzahlen wie den Stromgestehungskosten (LCOE) geprägt. Diese Zahlen scheinen leicht verständlich und allgemein akzeptiert, doch sie konzentrieren sich einseitig auf einzelne Kraftwerke und ignorieren das System, in dem sie betrieben werden … und das ist von großer Bedeutung!

Strom ist kein Produkt

Strom wird oft als Ware oder Produkt behandelt. Eine Energieeinheit, die zu einem Preis pro Kilowattstunde (kWh) verkauft wird.

In Wirklichkeit ist das nicht richtig, da Strom eine Dienstleistung ist, die rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr auf Abruf bereitgestellt wird – werden sollte.

Daher muss die Stromversorgung zuverlässig, mit der richtigen Spannung, Frequenz, Phase und Stromstärke, jede Millisekunde, jeden Tag gewährleistet sein. Dies erfordert ein hochkomplexes System aus Erzeugungsanlagen, Reservekapazitäten, Speichern, Übertragungsnetzen und Stabilitätsmechanismen.

Wenn man Elektrizität aus dieser Perspektive betrachtet, ändert sich die zu stellende Frage erheblich.

Wir fragen uns nicht mehr nur „Was kostet diese Technologie?“, sondern vielmehr „Was kostet es, das gesamte System am Laufen zu halten?“ Denn was würden Sie mit Strom anfangen, wenn er nicht an Ihren Standort geliefert und sofort einsatzbereit wäre?

Was die Standardmetriken übersehen

Gängige Kennzahlen wie LCOE wurden nie entwickelt, um Fragen auf Systemebene zu beantworten, da sie zwar die Kosten auf Anlagenebene erfassen, aber Kosten für Systemausgleich, Netzintegration, Backup und Speicherung außer Acht lassen.

Es gibt umfassendere Ansätze, wie beispielsweise die Full Cost of Electricity (FCOE), die versuchen, das gesamte System zu berücksichtigen, das für eine zuverlässige Stromversorgung erforderlich ist. Wenn diese umfassenderen Kosten einbezogen werden, beginnt sich das Bild zu verändern.

Selbst Institutionen wie die OECD und die UNECE räumen mittlerweile ein, dass ein höherer Anteil von Wind- und Solarenergie die Gesamtsystemkosten erhöhen (siehe Links im Originalblog hier) . Nicht etwa, weil die Technologien an sich fehlerhaft wären, sondern weil sie zusätzliche Infrastruktur und Unterstützung benötigen, um in einem stabilen Stromnetz zu funktionieren.

Das Paradoxon des Ausbaus von Wind- und Solarenergie

Auf den ersten Blick erscheint der Ausbau von Wind- und Solarenergie ein einfacher Weg zu billigerer und „saubererer“ Energie zu sein… aber Systeme verhalten sich selten so einfach.

Mit steigendem Marktanteil werden die Risse sichtbar…

  • Zusätzliche Ausgleichs- und Backup-Kapazitäten sind erforderlich.
  • Die Netzinfrastruktur muss ausgebaut und komplexer werden.
  • Speicherung wird zur Notwendigkeit und verbraucht die erzeugte Energie.
  • Der Marktwert sinkt aufgrund fallender Erfassungsraten und so weiter…

Wie Sie sehen können, verändern diese Technologien mit zunehmender Verbreitung das umgebende System und die Kosten verlagern sich in Bereiche, die oft nicht sofort sichtbar sind, aber berücksichtigt werden sollten!

Ein System unter Spannung

Betrachten wir die heutige Energiedebatte.

Einerseits gibt es ein starkes Bestreben, die Elektrifizierung mithilfe von Wind- und Solarenergie schnell voranzutreiben, [angeblich] um die Abhängigkeit von Importen zu verringern und die Emissionen zu senken.

Andererseits besteht weiterhin eine Abhängigkeit von Kohle, Gas und anderen steuerbaren Energiequellen, um die Zuverlässigkeit, Stabilität und Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten.

Beide Perspektiven basieren auf unterschiedlichen Annahmen darüber, wie sich das System verhält und was es tatsächlich kostet, aber am Ende scheinen Kohle und ihre bedarfsgerechten Verwandten diejenigen zu sein, auf die wir uns verlassen können.

Deutschland als Beispiel aus der Praxis

Trotz erheblicher Investitionen und eines starken Ausbaus der Wind- und Solarkapazitäten bleiben die Gesamtsystemkosten hoch und steigen weiter. Die installierte Leistung übersteigt mittlerweile den Spitzenbedarf deutlich, dennoch ist das System weiterhin auf konventionelle Erzeugung angewiesen, um seine Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Wie lange werden wir uns also noch vor der unpopulären, aber notwendigen Frage drücken:

Messen wir die Stromkosten auf eine Weise, die die Realität widerspiegelt, oder verlassen wir uns auf Kennzahlen, die die wichtigsten Faktoren außer Acht lassen?

Wir tun Letzteres…

Tatsächlich ist in Deutschland heimische Braunkohle mit 40 EUR/MWh (ohne CO₂) bzw. 120 EUR/MWh (inkl. CO₂) die kostengünstigste Stromerzeugungsmethode. Wie Sie unten sehen können, ist und bleibt Solarenergie die teuerste.

Eine andere Sichtweise auf die Kosten

In meinem neuesten Blogbeitrag gehe ich über die übliche Debatte hinaus und betrachte Elektrizität aus einer systemischen Perspektive.

Ich erkunde:

  • die Grenzen gängiger Kostenkennzahlen
  • die Rolle der Erfassungsraten beim Verständnis des Marktwerts
  • die oft übersehenen Systemkosten von Wind- und Solarenergie
  • und eine vereinfachte Schätzung der Stromkosten in Deutschland

mit dem Ziel, das Gesamtbild besser zu verstehen und nicht eine perfekte Zahl zu liefern.

Die Frage, die es wert ist, gestellt zu werden

  • Wenn Elektrizität ein System und kein Produkt ist…
  • Wenn die Kosten weit über einzelne Technologien hinausgehen…
  • Und wenn diese Kosten mit zunehmender Komplexität steigen…
  • Die eigentliche Frage lautet dann nicht mehr, welche Technologie am billigsten ist, sondern:
  • Was kostet es tatsächlich, die Beleuchtung zuverlässig rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, aufrechtzuerhalten?

Lesen Sie den vollständigen Blogbeitrag und probieren Sie meinen im Blog verlinkten Rechner aus, um selbst zu sehen, wie sich die Zahlen verhalten.

Dr. Lars Schernikau: Energieökonom, Rohstoffhändler

Weitere Details, einschließlich des vollständigen Blogbeitrags „Die Stromkosten in einem komplexen Energiesystem neu denken “, finden Sie unter www.unpopular-truth.com

https://wattsupwiththat.com/2026/05/06/why-electricity-costs-more-than-we-think-and-why-in-germany-solar-is-about-10x-more-expensive-than-coal/

 

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Am Set: Windkraft-Doku – Jetzt erst recht!

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Am Set: Windkraft-Doku – Jetzt erst recht!
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Am Set: Windkraft-Doku – Jetzt erst recht!

Erneut treffen wir uns mit Richard Otto und Andreas Schuster, um über den Fortgang ihrer Windkraft-Doku zu berichten.

Die beiden sind mit ihrem Team in den vergangenen Monaten durch ganz Deutschland gereist, um Bürgerinitiativen zum Thema Windkraft zu befragen. Die kritische Mediendokumentation entsteht ehrenamtlich und durch Spendengelder.

Welche Hürden die Gruppe dabei zu nehmen hatte, wie sie auf kritische Fragen reagieren und was ihnen aufgrund unseres letzten gemeinsamen Interviews geschah, erfahrt ihr in dieser Folge von „Am Set“.

Da das Team ehrenamtlich arbeitet, benötigt es zur Fertigstellung der großen Windkraft-Doku Unterstützung aus der Bevölkerung. Helfen Sie gern mit Ihrer Spende: https://www.gofundme.com/f/deutschland-und-windkraft-eine-mediendokumentation-2uuzx

Hier der Link zum ersten Interview mit Richard Otto und Andreas Schuster. Am Set: Windkraft – Lösung oder zu viel des Guten? https://apolut.net/am-set-windkraft-loesung-oder-zu-viel-des-guten/

(Auszug von RSS-Feed)

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Ideologie ist wichtiger: „Die wirtschaftliche Unkenntnis der britischen Energiepolitik“

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WUWT, Tilak Doshi

Als Ed Miliband letzte Woche bei der nationalen Wachstumsdebatte der Good Growth Foundation in Westminster ans Rednerpult trat, enttäuschte er sein Publikum nicht. Flankiert von dem Ökonomen, den er seit Langem verehrt, hielt Miliband eine Rede, die als Paradebeispiel für das dienen könnte, was ich andernorts als die „ wirtschaftliche Unkenntnis der britischen Energiepolitik “ bezeichnet habe.

Es wäre jedoch ein Fehler, dies als bloße Dummheit abzutun. Milibands scheinbarer Wahnsinn hat Methode – eine Methode, die er über Jahre in den abgeschotteten Hallen des „woken“ Oxford und der von den Fabianern inspirierten London School of Economics verfeinert hat und die nun durch die missionsbesessenen Theorien von Professorin Mariana Mazzucato vom University College London noch verstärkt wird.

[Die Gründung der London School of Economics and Political Science (LSE) im Jahr 1895 ist eng mit der sozialistischen Fabian Society verbunden. Die Fabian Society ist eine intellektuelle Bewegung, die sich für einen schrittweisen, reformorientierten Sozialismus einsetzt, der durch Forschung, Bildung und politische Einflussnahme erreicht werden soll. – Google]

In dieser Rede – die vom New Statesman erneut veröffentlicht wurde – erklärte Miliband: „Das Zeitalter der Versorgungssicherheit mit fossilen Brennstoffen ist vorbei, und das Zeitalter der Versorgungssicherheit mit sauberer Energie muss nun anbrechen.“ Er würdigte „die Patin der Missionen, Marianna Mazzucato, die sich uns angeschlossen hat“, für das intellektuelle Fundament der Initiative der Labour-Partei für saubere Energie.

Die Mission, die er in der Opposition und nun in der Regierung ins Leben gerufen hatte, bestehe, so Miliband, aus zwei Teilen: dem Übergang zu einem sauberen Stromsystem und der Elektrifizierung so vieler Bereiche wie möglich, während gleichzeitig die gesamte Wirtschaft dekarbonisiert werde. Geprägt von den „Lehren“ aus Russlands Invasion in der Ukraine und der jüngsten Krise um die Schließung der Straße von Hormus, beharrt Miliband darauf, dass Großbritannien seine Bemühungen um Klimaneutralität verstärken, Investitionen in Öl und Gas in der Nordsee hoch besteuern und alles elektrifizieren müsse, während gleichzeitig jegliche neue Exploration und Erschließung heimischer fossiler Ressourcen abgelehnt werde.

Schädliche politische Elite

Dies ist keine Unwissenheit aus Unerfahrenheit. Miliband ist seit fast zwei Jahrzehnten eine zentrale Figur der britischen – und der weltweiten – Klimabewegung. Als Klimaminister unter Gordon Brown trug er maßgeblich zur Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes von 2008 bei, der gesetzlichen Grundlage für Großbritanniens selbsternannte Torheit der „ internationalen Klimaführerschaft “. Seitdem war er Schattenminister für Energie und Klimawandel und ist seit Juli 2024 Minister für Energiesicherheit und Klimaneutralität der Regierung.

Seine Handschrift ist bei jeder wichtigen Eskalation unverkennbar: beim rechtsverbindlichen Ziel der Klimaneutralität bis 2050, beim Drängen auf „saubere, heimische“ erneuerbare Energien und bei der gezielten Drosselung der Nordseeproduktion durch Sonderabgaben und regulatorische Hürden. Miliband ist alles andere als ein Neuling, sondern ein erfahrener Stratege , der die Klimaideologie stets über den wirtschaftlichen Realismus gestellt hat. Die Wurzeln dieses Ansatzes liegen in seiner Ausbildung. Miliband studierte Philosophie, Politik und Wirtschaft (PPE) am Corpus Christi College in Oxford, bevor er einen Master in Wirtschaftswissenschaften an der LSE erwarb.

PPE, diese berüchtigte Oxford- und Cambridge-Absolventenschmiede für Generalisten und Politikexperten, steht seit Langem in der Kritik, weil sie zwar redegewandte Akteure hervorbringt, die zwar abstrakte Konzepte und Verfahren des öffentlichen Dienstes fließend debattieren können, aber oft wenig Verständnis für reale Abwägungen und Anreize haben. Der Abschluss gilt als „sicherer Weg an die Spitze“, da er regelmäßig zahlreiche britische Premierminister (darunter Cameron, Truss und Sunak), Kabinettsmitglieder und hohe Beamte hervorgebracht hat.

Fügt man noch das fabianisch-sozialistische Ethos der LSE hinzu – seit Langem eine Wiege der Zentralplanung und des staatlich gelenkten „Fortschritts“ –, hat man den perfekten Nährboden für gelehrte ökonomische Unwissenheit. Es handelt sich hierbei nicht um ein Versäumnis, Wirtschaftswissenschaften zu lernen; es ist vielmehr die aktive Aneignung einer eigentümlichen Strömung, in der die „Rettung des Planeten“ durch eine selbsternannte Expertenklasse vor der Apokalypse des „ globalen Überkochens “ jede banale Überlegung zu Verlässlichkeit oder Opportunitätskosten aussticht.

Hier kommt Mariana Mazzucato ins Spiel, die UCL-Professorin, deren 2021 erschienenes Buch „Mission Economy: A Moonshot Guide to Changing Capitalism“ zur Bibel von Starmers Fünf-Missionen-Programm der Labour-Partei geworden ist. Milibands Lobpreisung als „Mutter der Missionen“ war keine leere Floskel. Mazzucatos Rahmenwerk – ambitionierte staatliche „Missionen“ zur Gestaltung von Märkten, „Richtung“, „sektorübergreifende Zusammenarbeit“ und „öffentlicher Nutzen“ – wurde vollständig übernommen. Starmers Missionen zu Klimaneutralität, Gesundheit, Bildung und anderen Bereichen spiegeln ihren Aufruf an die Regierung wider, von der „Behebung von Marktversagen“ zur aktiven Schaffung von Märkten durch ambitionierte „Mondlandungs“-Projekte überzugehen.

Kritiker von Prof. Mazzucato, darunter Ökonomen wie Alberto Mingardi im City Journal und Michael D. Thomas in The Independent Review , bezeichnen ihre Arbeit als Beispiel für den „Nirvana-Trugschluss“: Sie vergleicht unvollkommene Märkte der realen Welt mit einem idealisierten, allwissenden Staat, der frei von Profit-Verbesserung, bürokratischer Vereinnahmung oder Koordinationsfehlern ist. Ihre Beweisführung ist selektiv – sie überbewertet die Rolle des Staates bei Innovationen wie dem Mobiltelefon, während sie staatliche Verschwendung, politisches Kurzfristdenken und das Wissensproblem, vor dem Friedrich Hayek in seiner Kritik an der „ fatalen Anmaßung “ der Zentralplanung warnte, herunterspielt .

Mazzucatos Jargon – „Missionen“, „Mondlandungen“, „kollektive Intelligenz“ – ist keine neutrale Rhetorik. Er bildet das sprachliche Gerüst einer Weltanschauung, in der Experten in Weißbüchern und Regierungsinstituten es besser wissen als Preissignale, Verbraucherentscheidungen oder unternehmerische Entdeckungen. Miliband und Starmer zitieren sie nicht als Ökonomin mit überprüfbaren Hypothesen, sondern als Meinungsbildnerin, deren Narrativ dem Zeitgeist der Klimadebatte entspricht.

Seit 2023 ist Prof. Mazzucato eine wichtige technische Beraterin der barbadischen Premierministerin Mia Mottley und hat gemeinsam mit ihr zwei bedeutende Berichte zur inklusiven und nachhaltigen Entwicklung von Barbados verfasst. Ein zentraler Bestandteil der Regierungsarbeit ist die Bridgetown-Initiative , die Mottley 2022 ins Leben rief und zu deren Gründungsmitglied Mazzucato eingeladen wurde. Die Initiative fordert die Vereinten Nationen auf, klimaanfälligen kleinen Inselentwicklungsländern (SIDS), die angeblich existenziell durch den Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind, einen besseren Zugang zu Schadensfinanzierung und Klimafinanzierungsmechanismen zu gewähren.

Das Klimanarrativ steht über allem

Die Wirtschaftswissenschaft befasst sich mit der Bewertung von Alternativen unter Berücksichtigung von Knappheit, also Opportunitätskosten, und den Abwägungen zwischen verschiedenen politischen Entscheidungen der Regierung. Wird der Klimawandel zu einer existenziellen Notwendigkeit erhoben, verschwinden Abwägungen per Dekret. Es zählt nur noch eine Chance („Dekarbonisierung“) und nur noch ein Kostenfaktor („Dekarbonisierung“). Zulässig sind ausschließlich Maßnahmen, die die Dekarbonisierung beschleunigen, ungeachtet der Kosten für Haushalte, Arbeitsplätze oder Wirtschaftswachstum. Nirgendwo wird dies deutlicher als in der britischen Energiepolitik. Miliband beharrt darauf, dass erneuerbare Energien „einheimisch“, „sauber“ und obendrein „billiger“ seien und Großbritannien so vor den schwankenden globalen Preisen für fossile Brennstoffe schützten.

Doch keine dieser Behauptungen hält einer genauen Prüfung stand. Solar- und Windkraftkomponenten werden überwiegend in China gefertigt, dessen Kohlekraftwerke die gesamte globale Lieferkette – vom Abbau seltener Erden bis zur Polysiliziumraffination – stützen. Die Vision einer „Supermacht für saubere Energie“ basiert auf Pekings zuverlässiger Produktion unter Einsatz „schmutziger“ Energie. Großbritannien verfolgt verschiedene Initiativen zur Rückverlagerung der Produktion ins Inland, um eine „Renaissance der Fertigung“ im Bereich sauberer Energien herbeizuführen. Die meisten davon sind, gelinde gesagt, realitätsfern (erinnern wir uns an Boris Johnsons Prahlerei, Großbritannien zum „Saudi-Arabien der Windenergie“ zu machen?). Es gibt keine großen britischen Originalgerätehersteller (OEMs). Turbinen werden nach wie vor von ausländischen Unternehmen (Vestas, Siemens Gamesa, GE Vernova) entwickelt und größtenteils geliefert. Eine von Grund auf neu entwickelte „britische Windkraftanlage“ würde enorme Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen, Kapital und einen Umfang erfordern, der derzeit nicht vorhanden ist.

Bei jeder umfassenden Analyse der Herstellung erneuerbarer Energien zeigt sich, dass der Abbau und die Raffination von Mineralien und Seltenen Erden, die für die Produktion von Komponenten in Solar-, Wind- und Batterietechnologien benötigt werden, alles andere als sauber sind. Der Mythos der „billigen“ erneuerbaren Energien wurde unzählige Male widerlegt, obwohl endlose Debatten über Systemkosten und die Unzuverlässigkeit der Verfügbarkeit in der energiepolitischen Literatur immer wieder geführt werden. Die eigentliche Herausforderung für alle Länder, die sich der Klimaneutralität verschrieben haben, besteht jedoch darin, wie lange staatliche Subventionen für erneuerbare Energien einerseits und hohe Steuern auf fossile Brennstoffe andererseits durchgehalten werden können, bevor die Wähler gegen die hohen Energiekosten protestieren und bevor die Finanzexperten die Kreditwürdigkeit des Landes auf den internationalen Kreditmärkten unter Beweis stellen.

Unterdessen haben hohe Steuern auf Investitionen in der Nordsee den Niedergang eines Sektors beschleunigt, der Großbritannien nach wie vor Energiesicherheit und Steuereinnahmen sichert. IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol – der sich zuvor in öffentlichen Treffen mit US-Energieminister Chris Wright hinsichtlich seiner ablehnenden Haltung gegenüber fossilen Brennstoffen reumütig geäußert hatte – schließt sich erneut Milibands Meinung an. Da keine neuen Öl- und Gasinvestitionen nötig seien, weil die Nachfrage sinken und Investitionen ungenutzt bleiben würden, rät Birol Großbritannien, trotz des Drucks auf einen Großteil seiner potenziellen Nordsee-Expansion zu verzichten.

In Anbetracht der Energiekrise, die durch den russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 ausgelöst wurde, und nun angesichts der Hormuz-Krise, äußerte sich Fatih in einem Exklusivinterview mit dem Guardian wie folgt:

„Erneuerbare Energien und Kernenergie werden einen deutlichen Aufschwung erleben, und der Trend hin zu einer stärker elektrifizierten Zukunft wird sich fortsetzen… Und das wird die Hauptmärkte für Öl beeinträchtigen… Das Kind ist in den Brunnen gefallen, der Schaden ist angerichtet – es wird sehr schwierig sein, die Scherben wieder zusammenzusetzen. Dies wird die globalen Energiemärkte auf Jahre hinaus nachhaltig prägen.“

Was Netto-Null für Großbritannien bedeutet

Das kumulierte BIP-Wachstum Großbritanniens seit 2008 hinkt dem der USA und sogar einem Großteil der EU hinterher, wie Jon Moynihan in seinem zweibändigen Werk „ Return to Growth: How to Fix the Economy“ detailliert darlegt. Während die USA dank der Schiefergasrevolution und marktorientierter Innovationen einen Boom erlebten, litt Großbritannien unter Deindustrialisierung, Energiearmut und politisch bedingter Stagnation .

Massive staatliche Investitionen in Forschung und Entwicklung grüner Innovationen – ganz im Sinne von Prof. Mazzucatos Forderung nach „Mondlandungsmissionen“ – erweisen sich bei wirtschaftlicher Prüfung als unzureichend. Milibands Investition von 22 Milliarden Pfund in die CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS) – eine unerprobte und extrem teure Technologie – verdeutlicht diese Selbstüberschätzung. Genau diese Industriepolitik propagiert Mazzucato: Der Staat wählt die „Gewinner“ aus, während er die Risiken sozialisiert und die Gewinne an Günstlinge privatisiert.

Private Unternehmen wie Google und SpaceX sind oft dort führend, wo der Staat hinterherhinkt. Staatliche Forschungs- und Entwicklungssubventionen begünstigen Vetternwirtschaft – Unternehmen können leichter Subventionen ergattern, als sich im Wettbewerb zu behaupten. Bürokratische Gremien können das breit gefächerte Wissen realer Märkte nicht abbilden. Die Kernfusion beispielsweise bleibt immer noch „ 50 Jahre entfernt “, und die Geschichte ist voll von gescheiterten Projekten staatlich gelenkter Innovationen. Milibands Ansatz spiegelt die Arroganz dieses Planers in Reinkultur wider.

Lenins nützliche Idioten

Das eigentliche Problem ist emotionaler, nicht intellektueller Natur. Wie ein treffender Beitrag auf X feststellt, leidet Ed Miliband unter einem „Retterkomplex“. Berater mit wirtschaftlichen Kenntnissen werden ignoriert, weil die Mission messianisch anmutet: Großbritannien muss weltweit eine Führungsrolle im Klimaschutz übernehmen, koste es, was es wolle. Diese anerzogene Ignoranz ist in den progressiven Regierungen der angelsächsischen Welt weit verbreitet – von Ottawa über Canberra bis Brüssel. Sie halten unbeirrt am Netto-Null-Dogma fest, während die Energiepreise explodieren, Industrien abwandern und die Wähler an der Wahlurne rebellieren.

Mazzucatos Ideen bieten die perfekte intellektuelle Tarnung. Ihre Visionen versprechen einen zielgerichteten Kapitalismus ohne die unschönen Realitäten von Fehlanreizen, bürokratischem Versagen oder unbeabsichtigten politischen Folgen. Sie stellen das „Gemeinwohl“ über Gewinn und Verlust und ermöglichen es Politikern, sich als Visionäre zu inszenieren, während sie gleichzeitig bürokratische Macht und Unternehmenssubventionen festigen. Damit dienen sie einer größeren Agenda: dem Klimaschutz als trojanisches Pferd für eine Ausweitung der staatlichen Kontrolle über die Wirtschaft.

Lenin bezeichnete die westlichen Intellektuellen, die mit den Bolschewiki sympathisierten, bekanntlich als „nützliche Idioten“ – naive Mitläufer, die der revolutionären Gewalt Glaubwürdigkeit verliehen. Die Grünen scheinen nun ihre eigenen Kader nach dem Vorbild Mazzucatos gefunden zu haben: hochqualifizierte, sprachlich versierte Ökonomen, deren gelehrte Unwissenheit einer Politik intellektuelle Legitimität verleiht, die die Arbeiterklasse verarmt, das Wachstum hemmt und Günstlinge bereichert.

Man könnte sie Mazzucatos Idioten nennen. Sie sind für die Netto-Null-Agenda unverzichtbar, gerade weil sie ideologischen Eifer in die Sprache wirtschaftlicher Raffinesse kleiden. Großbritannien verdient Besseres. Solange die politischen Entscheidungsträger nicht die Demut der klassischen politischen Ökonomie wiederentdecken – die Abwägungen, die Grenzen staatlichen Wissens und Handelns sowie die überlegene Informationsverarbeitungskapazität wettbewerbsorientierter Märkte anerkennen –, wird Milibands vermeintlicher Wahnsinn weiterhin zu höheren Rechnungen, geringerem Wachstum und Energieunsicherheit führen, die als Klimaschutz und moralischer Triumph verkleidet sind.

Die Mission besteht, wie sich herausstellt, nicht darin, den Planeten zu retten. Sie besteht darin, den Kapitalismus nach dem Vorbild des Verwaltungsstaates umzugestalten. Und die Rechnung wird, wie immer, von den einfachen Briten bezahlt werden.

Eine Version dieses Artikels wurde zuerst im Daily Sceptic veröffentlicht: https://dailysceptic.org/2026/04/29/milibands-favourite-economist-doesnt-understand-how-markets-work/

Dr. Tilak K. Doshi ist Energieredakteur des Daily Sceptic . Er ist Wirtschaftswissenschaftler, Mitglied der CO₂- Koalition und war (bisher abgesetzter) Autor für Forbes . Folgen Sie ihm auf Substack und X.

https://wattsupwiththat.com/2026/05/01/from-tilaks-substack/

 

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16,5 Milliarden Euro für wertlosen Strom – Streit über Wind- und Solar-Subventionen eskaliert

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Mit freundlicher Genehmigung von blackout-news,

2025 flossen nach der Jahresabrechnung der Stromnetzbetreiber 16,5 Milliarden Euro Subventionen an Betreiber von Wind- und Solaranlagen, obwohl Strom in vielen Stunden kaum noch Marktwert hatte, teils verschenkt wurde oder wegen Netzengpässen gar nicht erzeugt werden konnte. Auslöser ist das Fördersystem mit festen Einspeisevergütungen über 20 Jahre, das auch dann zahlt, wenn mittags zu viel Solar- und Windstrom gleichzeitig ins Netz drückt. Das Risiko liegt deshalb im Überangebot bei Sonne und Wind, während in anderen Stunden teure Importe nötig werden. Die Folgen tragen Mieter, Autofahrer und Betriebe, die über CO2-Preis, Heizkosten, Kraftstoffpreise und hohe Stromkosten zusätzlich belastet werden. Zugleich wächst der politische Streit, weil Reformideen sofort auf Widerstand aus SPD und Grünen stoßen (netztransparenz: 10.03.26).

Wie das Fördersystem Milliarden für Überschussstrom auslöst

Betreiber von Wind- und Solaranlagen erhalten je nach Anlage 6 bis 12 Cent pro Kilowattstunde. Fällt der Börsenpreis darunter, gleicht der Staat die Differenz aus. Genau das passiert jedoch besonders oft dann, wenn mittags sehr viel Solarstrom und zugleich Windstrom eingespeist werden.

Dann sinkt der Strompreis in Richtung Null, während die feste Vergütung weiterläuft. Der Staat stützt damit Strom, der in diesem Moment kaum gebraucht wird. Deshalb landet ein Teil der Mengen im Ausland, oder Netzbetreiber greifen ein und regeln Anlagen ab. Selbst dann fließt weiter Geld, denn Betreiber erhalten 95 Prozent der EEG-Vergütung auch für Strom, den sie in dieser Lage gar nicht erzeugen.

Extreme Preissprünge verschärfen die Belastung

Wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, kippt die Lage schnell. Dann muss Deutschland teuren Strom importieren, während der Preis leicht auf 20 bis 40 Cent pro Kilowattstunde steigen kann. Das zeigt einen harten Gegensatz, denn auf Stunden mit wertlosem Überschuss folgen Phasen mit knapper und teurer Versorgung.

Die Kosten tragen nicht nur private Haushalte, sondern außerdem Vermieter, Autofahrer und die Industrie. Kritiker sprechen deshalb von einer milliardenschweren Umverteilung zugunsten kapitalkräftiger Investoren in Wind- und Solarparks. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche denkt daher über Korrekturen nach. Doch aus SPD und Grünen kam sofort Widerstand. Nina Scheer warnte, eine Reform würde „den Ausbau der Photovoltaik massiv ausbremsen“. Katrin Uhlig sprach sogar von einem „Angriff auf das Erfolgsmodell der Energiewende“.

Atomkraft, Kohle und Fracking rücken wieder in den Fokus

Gerade wegen dieser Kosten wächst der Druck auf die Energiepolitik. Kritiker fordern deshalb eine neue Debatte über den Weiterbetrieb von Kohlekraftwerken, über die Aufhebung des deutschen Fracking-Verbots von 2017 und über das Ende des Kernenergieverbots. Ihr zentrales Argument lautet, dass Deutschland verlässliche Leistung braucht und nicht nur wetterabhängige Einspeisung.

Dabei verweisen sie auf frühere politische Antworten auf Versorgungskrisen. Helmut Schmidt setzte nach den Ölkrisen auf einen massiven Ausbau der Kernenergie, während Friedrich Merz heute widersprüchlich wirkt. Einerseits sagte Merz beim Neujahrsempfang der Wirtschaft in Halle im Januar 2026, der Ausstieg aus der Kernenergie sei „ein schwerer strategischer Fehler“ gewesen und die Energiewende sei „die teuerste und ineffizienteste der Welt“. Andererseits erklärte er zur heutigen Lage: „Ich bedaure das, aber es ist so, und wir konzentrieren uns jetzt auf die Energiepolitik, die wir haben.“ Auch Ursula von der Leyen bezeichnet die Abkehr von der Atomkraft inzwischen als strategischen Fehler, obwohl sie den Ausstieg 2011 als Mitglied der Bundesregierung unterstützte. Kritiker sehen darin ein Symbol für eine Energiepolitik, die hohe Kosten erzeugt und zugleich die industrielle Basis Deutschlands schwächt.

https://blackout-news.de/aktuelles/165-milliarden-euro-fuer-wertlosen-strom-streit-ueber-wind-und-solar-subventionen-eskaliert/

 

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IRRSINN ENERGIEWENDE: Strommarkt am 1. Mai 2026 – viel Photovoltaik, Feiertagslast, extreme Preisausschläge

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Strommarkt am 1. Mai 2026 – viel Photovoltaik, Feiertagslast, extreme Preisausschläge

von Holger Douglas

Deutschland erzeugt mal zu wenig, mal zu viel Strom. Eine Folge des hemmungslosen Ausbaus der PV-Anlagen und Windräder. Die Energiewende ist nicht an der Menge der installierten Solarmodule zu bewerten, sondern daran, ob sie ein Industrieland sicher und bezahlbar versorgen kann. Nein, sie kann es nicht. Die Energiewende ist gescheitert.  PVA Anlagen von Horizont zu Horizont. Bild KI Bing

„Energiewende“ pervers: Der gestrige Feiertag zeigte Strom im Überfluss – und ein System am Anschlag. Am 1. Mai laufen Fabriken nur eingeschränkt, viele Büros sind geschlossen, die industrielle Last ist niedrig. Gleichzeitig scheint die Sonne kräftig auf ein Land, das in den vergangenen Jahren Photovoltaik wie von Sinnen ausgebaut hat, als könne man damit Physik, Speicher und Netze ersetzen.

Das Ergebnis ist ein Lehrstück über die deutsche Energiewende: Am Mittag gibt es Strom im Überfluss – so viel, dass diese Mengen keiner gebrauchen kann. Und am Abend drehen sich die Verhältnisse um, weil die Sonne verschwindet und das System dann plötzlich wieder auf steuerbare Leistung angewiesen ist.

Der Tag demonstrierte trotz vieler anderslautender Beiträge in sozialen Medien nicht den Triumph einer gelungenen Energieversorgung, sondern genau das Gegenteil: In Deutschland wurde zu bestimmten Stunden mehr Strom erzeugt, als das Land sinnvoll verbrauchen, speichern oder exportieren kann. Im regulierten Day-Ahead-Handel lag der Preis nach aktuellen Marktberichten von 12.45 Uhr bis 14.30 Uhr am unteren Limit von rund minus 500 Euro je Megawattstunde; im Intraday-Markt wurde um 14 Uhr sogar ein Wert von minus 855 Euro je Megawattstunde genannt. Ein Alarmsignal: Der Markt zahlt dafür, dass irgendjemand diesen Strom abnimmt.

Man muss sich diesen Irrsinn klarmachen. Ein Land schaltet funktionierende Kernkraftwerke ab, verteuert Kohle und Gas politisch, jagt die Industrie mit hohen Energiepreisen aus dem Land und produziert dann an einem sonnigen Feiertagsmittag Strom, der nicht etwa wertvoll ist, sondern zum Entsorgungsproblem wird. Nicht, weil Strom an sich wertlos wäre. Sondern, weil er im falschen Moment kommt. Strom ist eben keine Ware wie Zement, Getreide oder Kartoffeln, die man einfach auf Halde legt. Strom ist ein ganz besonderer Saft. In jeder Sekunde muss genau so viel Strom produziert werden, wie verbraucht wird. Nicht mehr und nicht weniger. Genau daran scheitert die deutsche Energiewende immer sichtbarer.

Die Nachfrage war wegen des Feiertages niedrig. Die Sonne liefert zur Mittagszeit viel Photovoltaik. Der Wind muss gar nicht besonders stark sein, um das System zusätzlich zu drücken. Die Folge: negative Preise. Netztransparenz, die Plattform der Übertragungsnetzbetreiber, beschreibt den Mechanismus nüchtern: Bei einem Überangebot an Strom kann der Spotmarktpreis stark sinken und sogar negativ werden; in solchen Zeiten kann nach EEG-Regeln auch der Vergütungsanspruch entfallen.

Politisch verkauft wurde jahrelang die einfache Gleichung: mehr Windräder, mehr Solaranlagen, mehr Klimaschutz, mehr Zukunft. Die Realität lautet heute: mehr Zufallsstrom ohne ausreichende Speicher, ohne ausreichende Steuerung, ohne ausreichende Nachfrageflexibilität und ohne ausreichend gesicherte Leistung für die Stunden danach. Mittags wird Strom zur Last. Abends, wenn Millionen Menschen kochen, Licht brauchen, Wärmepumpen laufen oder E-Autos geladen werden, ist die Sonne weg. Dann beginnt das andere Gesicht der Energiewende: hohe Preise, Importbedarf, Gas- und Kohlekraftwerke, Redispatch, Netzengpässe.

Besonders absurd ist die Preisspreizung innerhalb eines einzigen Tages. Cleanthinking verweist für den 1. Mai darauf, dass dynamische Stromkunden bei Octopus Energy zwischen 13 Uhr und 14.30 Uhr mehr als 42 Cent je Kilowattstunde gutgeschrieben bekommen konnten, während der Arbeitspreis um 19.45 Uhr bei plus 44 Cent lag. Das ergibt eine Spreizung von 87 Cent je Kilowattstunde an einem Tag. Ein Stromsystem, das mittags Geld verschenkt und abends wieder teuer einkauft, ist kein stabiles Industriestromsystem. Es ist ein Wettercasino mit Netzanschluss.

Die offiziellen Marktregeln machen diese Ausschläge inzwischen noch sichtbarer. Seit dem 1. Oktober 2025 wird der europäische Börsenstrompreis im 15-Minuten-Takt abgerechnet. Vattenfall beschreibt, dass der Strompreis an der EPEX Spot in 15-Minuten-Intervallen gehandelt wird und sich nach Angebot und Nachfrage richtet. Was früher im Stundenmittel geglättet wurde, erscheint nun schärfer: Viertelstunde für Viertelstunde zeigt der Markt, wann das System Überschuss und wann es Mangel hat.

Damit fällt auch eine beliebte Beschwichtigung weg. Früher hieß es: Negative Preise seien seltene Ausreißer. Das stimmt längst nicht mehr. Die Bundesnetzagentur-Plattform SMARD weist für 2025 bereits 573 Stunden mit negativen Großhandelspreisen aus; 2024 waren es 457 Stunden. SMARD nennt als Ursache ausdrücklich ein hohes und unflexibles Angebot bei niedriger Nachfrage, etwa an Wochenenden im Sommer oder an Feiertagen.

Gleichzeitig wächst die Photovoltaik weiter. Etwa fünf Millionen PV-Anlagen gibt es im Land, 2025 lag die PV-Einspeisung laut SMARD bei 74,1 Terawattstunden, ein Plus von 17,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr; ausschlaggebend war unter anderem ein deutlicher Zubau von fast 10 Gigawatt Leistung. Das klingt zunächst nach Erfolg. Doch ohne Speicher, steuerbare Lasten und stabile Netze wird daraus ein Bumerang. Je mehr PV-Leistung installiert wird, desto stärker wird der Mittagsberg. Und je stärker der Mittagsberg wird, desto häufiger kippt der Preis ins Negative.

Speicher gibt es nicht in benötigten Kapazitäten. Und es sieht nicht danach aus, dass sie in nächster Zeit kommen. Energie speichert man – weiß der Physiker – am besten chemisch, nicht elektrisch in Form von Strom. Die Kohlehalden neben den Kraftwerken waren die effektiven Energiespeicher: lagerfähig, sehr preiswert und weltweit verfügbar.

Doch in Deutschland wird eine Stromerzeugung aufgebaut, die auch dann besonders viel liefert, wenn die industrielle Nachfrage an Feiertagen oder Wochenenden niedrig ist. Gleichzeitig zerstört dieselbe Energiepolitik jene energieintensive industrielle Basis, die Strom im großen Maßstab produktiv nutzen könnte. Erst vertreibt man Aluminium, Chemie, Glas, Stahl und Automobilzulieferer aus dem Hochpreisland – dann wundert man sich, dass mittags niemand den Solarstrom braucht.

Eine Volkswirtschaft kann nicht auf Zuruf der Meteorologen funktionieren. Der Bäcker, die Gießerei, das Krankenhaus, die Bahn, der Rechenzentrumsbetreiber und die Chemieanlage brauchen Strom nicht nur dann, wenn mittags die Sonne scheint. Sie brauchen ihn zuverlässig, planbar, bezahlbar – rund um die Uhr.

Der heutige Strommarkt ist deshalb ein politisches Dokument. Er zeigt, was geschieht, wenn Energiepolitik nicht vom System her gedacht wird, sondern von installierten Windrädern und PV-Anlagen. Netze, Speicher, Momentanreserve, Frequenzhaltung, Regelenergie und gesicherte Leistung lassen sich nicht durch Wunschdenken ersetzen.

Der 1. Mai 2026 zeigt: Deutschland hat nicht einfach zu wenig Strom. Es hat zur falschen Zeit zu viel und zur falschen Zeit zu wenig. Eine Folge des hemmungslosen Ausbaues der PV-Anlagen und Windräder. Die Energiewende ist nicht an der Menge der installierten Solarmodule zu messen, sondern daran, ob sie ein Industrieland sicher und bezahlbar versorgen kann. Nein, sie kann es nicht. Die sogenannte Energiewende ist gescheitert.+

Der Artikel erschien zuerst bei TE hier

 

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Rekordnegativpreise an der Strombörse dank Photovoltaik

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Dr. Ing. Ernst-Jürgen Niemann

mit freundlicher Genehmigung von https://klimanachrichten.de/,

Am Sonntag 26.04.2026 wurde ein neuer Niedrig-Großhandelspreis-Rekord an der Börse erzielt. Dank Photovoltaik (PV) wurde in der Stunde von 14:00 bis 15:00 zu -41,3 ct/kWh (Minus!) gehandelt. Die PV Produktion betrug 39203 MWh bei einer Netzlast von 42555 MWh. Über die Dauer von 10:00 bis 17:00 waren die Preise negativ. Auch an den Vortagen gab es negative Preise. In der nachfolgenden Grafik ist der Zusammenhang zwischen PV  und negativen oder nahe Null Börsenpreisen eindeutig erkennbar.

Dass durch den Einfluss von PV der ganze Kraftwerkspark Strom erzeugt, der an der Börse wertlos ist oder sogar gegen hohe Kosten entsorgt werden muss, ist nicht gesund. Irgendwie müssen ja die Kosten reingeholt werden, soweit sie nicht durch Subventionen abgedeckt sind. Vermutlich ergeben sich dadurch die relativ hohen Grosshandelspreise nachts. Und dabei hatten wir am 26.04. noch lange nicht Sonnenhöchststand und die längste Tageslichdauer. Am geographischen Mittelpunkt Deutschlands wird die Sonne noch bis zur Sommerwende um 10 ° steigen und die Tageslichtdauer um 2 Stunden länger werden. Das kann also noch viel schlimmer werden.

Dass der Einfluss von PV auf den Strommarkt bereits kritisch ist, ist offensichlich. Umso verwunderlicher ist, dass die Regierung weiterhin den ungeregelten Zubau von netzgekoppelten PV subventioniert.

Quelle: SMARD, Bundesnetzagentur

Rekordnegativpreise an der Strombörse dank Photovoltaik

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USA eskalieren Konflikt gegen China! | Von Jochen Mitschka

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USA eskalieren Konflikt gegen China! | Von Jochen Mitschka
Apolut 20260430 SP Montag
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USA eskalieren Konflikt gegen China! | Von Jochen Mitschka

Vom 2. Kalten Krieg zum Bombenkrieg

Auf dem Weg zum nächsten großen Krieg sind die Ukraine, Iran, Libanon und die anderen akuten Brennpunkt wie Mali, der Jemen oder der Sudan nur Zwischenspiele vor dem großen Inferno, welches ein Imperium versucht zu entzünden, um den Verlust der Privilegien zu verhindern, welches es Jahrzehnte so bequem hat leben lassen. Als nächster Brennpunkt könnten die Philippinen betroffen sein.

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Die Philippinen kämpfen nicht mehr nur mit riesigen Korruptionsskandalen und wirtschaftlichem Druck. Pax Silica könnte zu einem Frontstaat werden – wie Taiwan. Pax Silica ist eine im Dezember 2025 von den USA gestartete strategische Initiative zur Sicherung der Lieferketten für Künstliche Intelligenz (KI), Halbleiter und kritische Mineralien. Ziel ist es, durch Partnerschaften mit verbündeten Nationen die Abhängigkeit von China zu verringern und eine sichere Technologieinfrastruktur zu schaffen. Die Initiative deckt die gesamte Produktionskette ab, von der Rohstoffgewinnung bis zum Rechenzentrum.

Mit dem von den USA geführten Pax Silica-Vereinbarungen werden die Philippinen zu einer Plattform für zwei Verwendungen, auf der Militärstrategie und Umstrukturierung der Lieferkette zusammenlaufen. Und das ist natürlich gegen China gerichtet.

Im vergangenen Jahr, so berichtete die Manila Times, sind die Philippinen dank des bilateralen "Enhanced Defense Cooperation Agreement" (EDCA), groß angelegten Militärübungen in den nahegelegenen Gewässern Taiwans und wachsender Interoperabilität mit US-Streitkräften eine wichtige Ressource im zukünftigen Krieg gegen China geworden.

Pax Silica, ein Risikomultiplikator

Im April 2026 traten die Philippinen, in deutschsprachigen Medien weitgehend unkommentiert, der von den USA geführten Koalition bei, die Lieferketten bei Halbleitern, KI-Infrastruktur und kritischen Mineralien sichern soll. Das Herzstück ist die geplante 4.000 Hektar große "Economic Security Zone" im Luzon Economic Corridor, die als Zentrum für die alliierte Fertigung und Rohstoffverarbeitung dienen soll.

Auf den Philippinen wird Pax Silica als Chance verkauft. Das Land soll eine größere Rolle in der Wertschöpfungskette erreichen und Investitionen anziehen, heißt es. Die großen Nickel- und Kobaltreserven des Landes, seine Arbeitskräfte und seine strategische Lage machen es zu einem attraktiven Knotenpunkt in diesem entstehenden Netzwerk.

Aber natürlich ist der eigentliche Zweck ein ganz anderer. Vielmehr sollen die Lieferketten Chinas unterbrochen werden, China möglichst davon abgeschnitten werden. D.h. die Philippinen lassen sich dafür einspannen, einen wirtschaftspolitischen Krieg gegen China zu führen. Und wie Lieferkettenmanagement aussieht, wenn sie im Wege von US-Profiten steht, zeigte die Sprengung von NordStream. Aber das ist natürlich nur "Verschwörungstheorie".

Die Risiken in diesem Wirtschaftskrieg

Natürlich werden nun zunächst Investitionen in die Philippinen fließen. Billige Arbeitskräfte und Rohstoffvorkommen, die im Interesse der USA ausgebeutet werden, sind profitable Investitionsziele für Mineralverarbeitung, Elektronik, und Logistik. Dan Steinbock hat aber die Risiken beschrieben:

"Aber diese Zuflüsse werden bedingt und politisch verankert sein. Unterdessen werden breitere Investitionen mit steigenden Risikoprämien konfrontiert, da das Land von einem konventionellen Schwellenmarkt zu einem geopolitischen Frontstaaten umklassifiziert wird. Investoren werden nicht ignorieren, dass wichtige Infrastruktur heute sowohl kommerziellen als auch strategischen Zwecken dient.

Zweitens: Tausch. Die Wirtschaftsstruktur der Philippinen ist eng mit China verstrickt, das den Großteil seiner Rohnickelexporte aufnimmt und weiterhin ein wichtiger Handelspartner bleibt. Das Ziel von Pax Silica, Lieferketten von China wegzuleiten, wird wahrscheinlich Handelsströme ablenken und Reibungen verstärken.

Drittens: Energie- und Versorgungsverwundbarkeit. In einer Grauzone-Eskalation könnte selbst ein begrenzter wirtschaftlicher Hebel eines Gegners Inflationsschocks in der importabhängigen Wirtschaft auslösen.

Kurzfristig erhöht Pax Silica die Exposition gegenüber Vergeltungsdruck. Auf den Philippinen hat die Iran-Krise eine schwere Krise und einen nationalen Energienotstand ausgelöst. Doch sie verblasst im Vergleich zu den möglichen langfristigen Auswirkungen von Pax Silica.

Viertens, und am wichtigsten, gehen die Philippinen mit einem schwachen Staat in diesen Übergang, wie die großflächige Korruption bei Infrastrukturprojekten zeigt. Das ist wichtig, weil Pax Silica und die militärische Ausrichtung auf denselben Fundamenten beruhen: Häfen, Logistikkorridore, Energiesysteme und Beschaffungsprozesse. Da bekannt ist, dass diese durch Korruption und Ineffizienz beeinträchtigt sind, sind die Risiken vergrößert. Basen, Häfen und Industriezonen, die mit Pax Silica verbunden sind, sind nicht mehr nur wirtschaftliche Vermögenswerte. Sie sind nun potenzielle strategische Ziele in einem Eskalationsszenario." (1)

Dan Steinbock weist auch darauf hin, dass es zu einem Umbau von rein ziviler Infrastruktur auf eine dual genutzte, also auch strategisch wichtige Infrastruktur kommt. Was die Philippinen in einem Konflikt mit China in eine fatale Situation bringen könnte. Ähnlich zu dem, was die Golfstaaten gerade beim Angriffskrieg der USA gegen den Iran erleben.

Ein "Managed-Alignment-Szenario" bezeichnet im geschäftlichen Kontext einen strukturierten Prozess, bei dem Unternehmensziele, Strategien, Teams und operative Maßnahmen aktiv aufeinander abgestimmt werden, um eine gemeinsame Vision zu erreichen. Es handelt sich um ein proaktives Change-Management, das häufig genutzt wird, um abgeschottetes Denken aufzubrechen und sicherzustellen, dass alle Abteilungen in dieselbe Richtung arbeiten. Wenn dieses erfolgreich umgesetzt wird, ohne größere Konflikte auszulösen, so meint Dan Steinbock, könnte das Wachstum des Landes weiter bei 4,5 bis 5,5% liegen, allerdings unterhalb des möglichen Potentials, gemeint ist vermutlich des Potentials in Kooperation mit China. Die erhöhten Gewinne durch Pax Silica würden durch höhere Risikoprämien und Störungen in den Handelsbeziehungen ausgeglichen. Aber es gibt auch noch unerfreulichere Möglichkeiten.

Unheilvolle Szenarien

Zu befürchten sei, dass die USA in ihrer "Eindämmungspolitik" Chinas ein Eskalationsszenario "in der Grauzone" betreiben werden, ähnlich wie man es in der Ukraine sah. Ein Eskalationsszenario in der Grauzone ist eine Konfliktsituation, die sich im unsicheren Bereich zwischen Frieden und offenem bewaffneten Krieg abspielt. Es ist gekennzeichnet durch bewusst vage Zuordnungsprobleme, bei denen aggressive Aktionen – wie Cyberangriffe, Desinformation oder Grenzverletzungen – stattfinden, ohne eine direkte militärische Konfrontation zu provozieren. Eben was in der Ukraine bis zum Ausbruch des offenen Kriegs im Jahr 2022 erlebte.

Wirtschaftlicher Zwang, Versorgungsstörungen und politischer Druck, so erklärt Dan Steinbock, werden dann zur Routine. Das Wachstum verlangsamt sich auf 3–4%, Investitionen stagnieren und die Volatilität nimmt zu. In diesem Szenario sind Hauptnutznießer militärische und sicherheitselitäre Eliten und oligarchische Dynastien, welche die strategische Infrastruktur besitzen und durch den Ukrainekrieg, und nun den Irankrieg, schier unendliche Finanzmittel zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Dan Steinbock vermutet, dass die Regierung von Marcos Jr. ein einem "milden Managed Alignment-Szenario" arbeiten wird. Aber er schließt nicht aus, dass ein Gray-Zonen-Eskalationsszenario eintreten könnte. Und er beschreibt auch ein weiteres mögliches Szenario. Das der strategischen Neuausbalancierung. Das würde gut zur Politik der Neutralität der ASEAN-Länder passen.

Sie zielt darauf ab, die Exposition zu verringern. Sie würde der philippinischen Bevölkerung die besten wirtschaftlichen Ergebnisse bieten. Aber, auch wenn er schon einmal vom früheren Präsidenten Duterte begonnen worden war, sieht man, was aus ihm wurde. Der befindet sich inzwischen im Gefängnis des IStGH in Den Haag. Richter die gegen Duterte ermitteln sind natürlich keinen Sanktionen der USA ausgesetzt. Deshalb ist es wohl eher unwahrscheinlich. Erst ein Wahlsieg von Vizepräsidentin Sara Duterte würde das Thema wieder aktuell machen.

Mutige neue Philippinen?

Die unmittelbarste Herausforderung ist ein Status quo, in dem die Grauzonen-Eskalation in einen Taiwan-Konflikts eskalieren würde. In dem Fall würde das, was derzeit als Investitionen bejubelt wird, zu einer Belastung.

"Die eigentlichen Kosten des derzeitigen Weges wären eine Verwandlung in einen Frontknotenpunkt im potenziellen Taiwan-Konflikt, bei dem jeder philippinische Hafen, jede Fabrik und jeder Korridor sowohl wirtschaftliches Potenzial als auch strategisches Risiko birgt." (1)

Das ganze Bild

Völkermord in Gaza, Expansionskriege Israels, Bombardierungen des Iran, Expansion der Nato nach Osten und Krieg in der Ukraine sind nur das Vorspiel in einem Kampf gegen die Ausbreitung des Multipolarismus und gegen den Verlust der Privilegien der Vereinigten Staaten. In diesem Konflikt wird es noch viel Zerstörung, Leid und Tod geben.

Quellen und Anmerkungen 

(1) Dan Steinbock, Manila Times 27. April 2026

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: USA-China-Handelskriegskonzept
Bildquelle: ProStockStudio / shutterstock

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Ein marodes Stromnetz! Im Eifer, Victoria mit Strom zu versorgen, sinkt die Spannung zu stark für Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Mikrowellen und Kochfelder.

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Von Jo Nova

Es ist nur ein weiterer Stolperstein auf dem Weg zur Utopie.

Vor zwei Jahren verbot die Regierung des Bundesstaates Victoria den Einbau eines Gasanschlusses in Neubauten . Die Häuser mussten fortan „vollständig elektrisch“ gebaut werden. Dies sei Teil eines reibungslosen und effizienten Übergangs, so die Regierung. (Und Sie sparen Geld, ob es klappt oder nicht.*)

In manchen Gegenden ist der Strombedarf jedoch so hoch, dass die Spannung abfällt und einige Haushalte nur noch eine Herdplatte gleichzeitig benutzen können oder ihre Wärmepumpe gar nicht mehr funktioniert. Und natürlich können sie ihr Elektroauto nicht aufladen. Aber das alles dient einem guten Zweck – der heidnischen Wetterkontrolle.

Selbst die ABC kann das nicht schönreden:

Der Umstieg der Viktorianer von Gas auf Strom verschärft das wachsende Problem der Unterspannung.

ABC News

  • Ein Netzbetreiber hat davor gewarnt, dass ein massiver Anstieg des Stromverbrauchs durch Haushalte, die von Gas auf andere Gasquellen umstellen, zu Unterspannungen geführt hat.
  • Dies führt dazu, dass einige Haushalte ihre Autoladegeräte, Kochfelder und Heizgeräte nicht mehr benutzen können.

Rechnen Sie selbst: Laut ihren eigenen Angaben sind das 300.000 Vorfälle pro Jahr, bei denen Haushaltsgeräte ausfallen:

CitiPower gab an, in den letzten 12 Monaten etwa 1.000 Beschwerden über die Spannung erhalten zu haben und schätzt, dass auf jede Beschwerde 320 weitere Kunden kommen, die mit nicht konformen Spannungen zu kämpfen haben.

Probleme mit Unterspannung traten vor allem in älteren Bereichen des Netzes auf, wie etwa in der Innenstadt und den älteren Vororten von Melbourne sowie in älteren Stadtgebieten von Ballarat, Geelong und Bendigo.

„…kurz nach dem Einzug begannen die Probleme. Zuerst bemerkte Frau Slako, dass sie auf ihrem Induktionskochfeld immer nur eine Kochplatte gleichzeitig benutzen konnte. Dann stellte sie fest, dass die Mikrowelle das Essen beim Abendessen nicht erwärmte, aber zu anderen Zeiten alles verbrannte.“

Diesen Monat stellte sie fest, dass ihre Split-Klimaanlage das Haus nicht mehr heizte.“

„Ich habe ein mulmiges Gefühl, wenn ich auf den Winter warte, weil mir kalt ist und die Split-Klimaanlage nicht zuverlässig heizt.“

 Ab nächstem Jahr können bestehende Häuser ihre Gasgeräte nicht mehr austauschen. (Also sichern Sie sich am besten jetzt schon Ihr neues Gassystem, solange es noch möglich ist, nicht wahr?)

In anderen Nachrichten: Tausende fliehen aus Victoria wegen Kriminalität und schlechter Regierungsführung .

*Die Einsparungen wurden anhand unserer Modelle berechnet und stehen nicht im Vergleich zu den tatsächlichen Stromkosten von 1995.

https://joannenova.com.au/2026/04/a-sick-grid-in-the-rush-to-electrify-victoria-voltage-is-now-too-low-for-ev-chargers-microwaves-and-cooktops/

Technischer Hinweis

Wenn die Stromversorgung der Siedlungen „sternförmig“ aufgebaut wurde, so kann es tatsächlich zuviel Spannungsabfall am Ende des Stranges geben. Das ist dann aber gerade an der Grenze zur Überlastung des „ganzen Netzes“ , was einen großflächigeren „Ausfall“ der Stromversorgung zur Folge hätte.

In Deutschland haben wir die Norm: 230Vac, Toleranzbereich plus/minus 10%. (253 – 207 Vac)
Am Ortstrafo wird dann meist mit höherer Spannung eingespeist, damit auch am entferntesten Punkt noch genügend Spannung „übrigbleibt“. In meinem Ort ca. 235 Vac, damit die Solaranlagen noch „etwas Luft“ haben, ebenso wird auch der niedrigste Wert mit etwa 215V berechnet. [Damit kommen dann auch die älteren Elektrogeräte, 220Vac zurecht]

Der Beitrag Ein marodes Stromnetz! Im Eifer, Victoria mit Strom zu versorgen, sinkt die Spannung zu stark für Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Mikrowellen und Kochfelder. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Wie jedes Jahr – Solarenergie droht das Stromnetz zu instabilisieren

veröffentlicht.
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The Daily Sceptic, Will Jones, 14. April 2026

[Auch wieder *) ] In diesem Sommer droht die Solarenergie das britische Stromnetz zu überlasten. Überschüssige Angebote bergen die Gefahr von Stromausfällen und könnten dazu führen, dass Haushalte und Unternehmen aufgefordert werden, überschüssigen Strom zu verbrauchen. Der Telegraph berichtet .

Die Verantwortlichen der Energiekonzerne arbeiten an Plänen, um zu verhindern, dass das Stromnetz  in diesem Sommer durch Solarenergie instabil wird .

Der nationale Energienetzbetreiber (Neso) erklärte, er sei gezwungen, „mehr und häufiger“ Maßnahmen zu ergreifen, um die Stromnetze stabil zu halten, wenn sonniges Wetter zu einem Anstieg der Energieerzeugung führe.

Dies würde unter anderem die erstmalige Bezahlung von Haushalten und Fabriken für den Verbrauch von überschüssigem Strom sowie möglicherweise die Erteilung beispielloser Anordnungen zur Abschaltung großer Kraftwerke umfassen.

Neso äußerte diese Warnung, als Rachel Reeves nach Washington reiste, wo sie voraussichtlich eine Versammlung von Staats- und Regierungschefs auffordern wird, „ihrem Plan zu folgen“, um die durch den Konflikt im Nahen Osten verursachte Energiekrise zu bekämpfen.

Auf dem Gipfeltreffen des Internationalen Währungsfonds wird der Kanzler zu „gemeinsamen Maßnahmen“ aufrufen und die Länder dringend bitten, Netto-Null-Emissionen anzustreben, um die Energiesicherheit zu stärken.

Sie wird außerdem versprechen, „alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Kosten für die britische Bevölkerung niedrig zu halten“, und vor „übereilten Entscheidungen, die unbezahlbar sind und die wirtschaftlichen Probleme verschärfen“, warnen.

In ihrem am Dienstag veröffentlichten Sommerausblick erklärte Neso, dass ein Krieg im Iran die Preise aufgrund der Abhängigkeit Großbritanniens von Gas in die Höhe treiben würde, dass sie sich jedoch keine Sorgen um die Sicherheit der Stromversorgung in diesem Sommer mache.

Allerdings wurde davor gewarnt, dass Überschüsse an Solarenergie und Perioden mit geringer Nachfrage die Steuerung des Stromnetzes erschweren, da Energieminister Ed Miliband  massenhaft neue Wind- und Solarparks errichtet, um Netto-Null zu erreichen .

Netzinstabilität tritt auf, wenn die Energienachfrage gering ist, erneuerbare Energien aber dennoch große Mengen Strom erzeugen. Wird dies nicht ausgeglichen, kann es zu Netz-Zusammenbrüchen kommen.

Viele Onshore-Solar- und Windparks sind jedoch nicht direkt an das Hauptübertragungssystem angeschlossen und können daher nicht von Neso, dem für die Stabilität der Stromnetze zuständigen Unternehmen, gesteuert werden.

Das bedeutet, dass das System auf andere Weise ausgeglichen werden muss, beispielsweise durch  das Abschalten größerer Kraftwerke [Ausgleich wird bezahlt] oder durch die Bezahlung von Verbrauchern für die Steigerung der Nachfrage.

Die Menge an Solarstrom im Stromnetz hat sich im letzten Jahrzehnt auf 22 Gigawatt mehr als verdoppelt, da Haushalte und Unternehmen versucht haben, ihre Stromrechnungen durch die Installation von Solaranlagen auf ihren Dächern zu senken.

Es lohnt sich , den ganzen Text zu lesen .

https://dailysceptic.org/2026/04/14/solar-power-threatens-to-overwhelm-electricity-grid/

*) Ergänzung

Auf Eike würde bereits öfter über die Probleme mit der Physik berichtet: Zuviel Strom (-erzeugung) ins Netz zu drücken führt ebenso zu Problemen, wie wenn bei größerem Bedarf zu wenig Strom erzeugt wird.  Die Fernübetragung mit Wechselstrom ist eine geniale Nutzung der Physik, seit gut 100 Jahren bewährt und damit können sich weitere Stromerzeuger europaweit (!) einbringen.

Die Fans von Wind und Solar verstehen nur selten die Probleme mit Gleichstrom und Wechselrichtern. Nicht zu vergessen, wenn man sie braucht, im Winter und im Dunkeln, kommt nix.  – A. Demmig

Überkapazitäts-Katastrophe: UK zahlt an Solarparks, damit diese sich abschalten, um das Netz an sonnigen Tagen vor Überlastung zu schützen.

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