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Der Mai wird nicht wärmer: Keine CO₂-Erwärmungswirkung erkennbar. Teil 2

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Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch

Teil 1 hier

Teil 2: Der unterschiedliche Verlauf der Tag- und Nachttemperaturen im Monat Mai (Tmax/Tmin)

– Der Klimawandel (Erwärmung) fand in Mittel- und Westeuropa erst im Jahre 1987/88 mit einem Temperatursprung statt.

– Seitdem ist keine weitere Maierwärmung erkennbar, im Gegenteil

– Entgegen der Treibhaustheorie wird der Mai vor allem nachts kälter, uns insbesondere seit dem Jahre 2000

– Die Schere zwischen Tag- und Nachttemperaturen öffnet sich seit dem Temperatursprung 1988

Der diesjährige Mai 2026, der DWD gibt den Mai-Durchschnitt nun mit 14,05°C an. Der diesjährige Mai war vor allem in der Monatsmitte und insbesondere um die Eisheiligentage sehr kalt, am Schluss aber sommerlich warm. Die Sonnenstunden lagen mit 255 h deutlich über dem Schnitt, die Niederschlagsmenge mit 66,7 l/m² leicht darunter (96% im Vergleich zu 1991-2020). Einordnung siehe Grafiken weiter unten.

Bevor wir uns den Tag- und Nachttemperaturen des Wonnemonates über einen längeren Zeitraum betrachten, soll nochmals der allgemeine Verlauf aus Teil 1, der DWD-Mai seit 1915 hier gezeigt werden

Abb.1 und 2: Vergleich zwischen dem Mai Temperaturverlauf ab 1915 und der Kohlendioxidkonzentration. Steiler und stetiger CO₂-Anstieg in der Atmosphäre, vor allem seit 1987 bis heute eine Zunahme von über 80 ppm. Stand heute: 0,043%. Die von UC San Diego (NOAA) geschätzten Daten vor 1958 haben wir weggelassen.

Ergebnis: Die Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen: Es gibt keine Korrelation zwischen dem Temperaturverhalten des Monats Mai und der steten Zunahme der CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre.

Damit ist diese Definition des Treibhauseffektes, die bei allen Youtube-Klimafilmen eingeblendet ist, eindeutig falsch: United Nations • Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Richtig ist: 1) Es gibt keine Korrelation zwischen CO₂-Zunahme und Maitemperaturen. 2) Und damit auch keine durch CO₂ verursachte Klimakatastrophe. 3) Und CO₂ ist nicht der globale Temperaturregler. Wissenschaftler, die der UN-Definition widersprechen, werden mit strafenden Maßnahmen belegt, siehe Henrik Svensmark. Aber auch Klimawissenschaftler, die eine (schwächere) wärmende Wirkung von CO₂ anerkennen, jedoch die Klimakatastrophe bestreiten, haben starke berufliche Nachteile, siehe https://www.youtube.com/watch?v=vunhii5cjvM

Nun zum Teil 2: Der Maiverlauf von Deutschland mit Tmax und Tmin

Noch eindeutiger wird die Nichtkorrelation zwischen CO₂-Anstieg und Maitemperaturen, wenn man die Tageshöchst- und die Nachttiefsttemperaturen mit einzeichnet. Die liegen allerdings beim DWD erst zuverlässig nach dem Kriege vor.

Wir möchten hervorheben, dass der Deutsche Wetterdienst zwar die Tages- und Nachttemperaturen bei seinen Wetterstationen erfasst, aber noch niemals irgendwelche Auswertungen vorgenommen hat. Der DWD hat auch noch niemals Grafiken der nächtlichen Tmin und der tagsüber gemessenen Tmax veröffentlicht. Warum werden die überhaupt mitgemessen, wenn keine Auswertung erfolgt?

Wir haben das für die EIKE-Leser getan, die Auswertungen der DWD-Daten widerlegen erst recht den Glauben an einen CO₂-Temperaturregler.

Abb.3: Die obere Reihe zeigt die Tageshöchst- die untere Reihe die nächtlichen T-min Verläufe, die mittlere Grafikreihe den Tagesmittelverlauf. Mehr als etwa 537 Stationen gibt es nicht, die durchgehend alle drei Reihen messen. Allerdings wurden die Standorte der Messstationen im Zeitraum oftmals verändert.

Ergebnis: Ein gänzlich anderer Verlauf vor und nach dem Temperatursprung

Tmax: bis 1987 deutlich fallend, Temperatursprung, seitdem fast ebene Trendlinie

Schnitt: bis 1987 fallend, Temperatursprung, danach leicht fallend.

Tmin: ab 1947 unbedeutend fallend, Temperatursprung, seit 1988 werden die Nächte kälter.

Erkenntnis: vor dem Temperatursprung hat sich die Schere zwischen Tmax und Tmin leicht verringert, nach dem Temperatursprung geht die Schere zwischen Tmax und Tmin auseinander. Vor allem die Mainächte werden kälter, die Tage tagsüber bleiben gleich.

Wo ist der angeblich stark und stetig wirkende CO₂-Treibhauseffekt in den beiden Maitemperaturgrafiken erkennbar? Antwort: Nirgendwo.

Beachte: Der DWD veröffentlicht solche Grafiken nicht. Der Grund ist offensichtlich: Vor allem die fallenden Nachttemperaturen widerlegen den behaupteten wärmenden Treibhauseffekt. Ohne Grafiken kann der politische Vorstand des DWD alles gegenüber den Medien behaupten, die Redakteure der Medien überprüfen eh nichts und verlangen auch niemals nach Grafiken. Dabei betonen die Redakteure doch, dass sie ausgiebig recherchieren würden! Doch aufgepasst: Recherche heißt lediglich, dass sie überprüfen, ob der Betreffende etwas so gesagt hat wie wiedergegeben, also ob man ihn richtig zitiert hat. Recherche heißt nicht, ob er auch die Wahrheit gesagt hat. Vor allem Politiker wissen das, die Bevölkerung nicht. Von investigativem Journalismus kann hier nicht die Rede sein. Dies könnte man eher als Haltungs- oder Gesinnungsjournalismus bezeichnen.

Merke: Durch die Temperaturreihen des Monats Mai und die dazugehörige Grafik beweist der Deutsche Wetterdienst erneut: Es gibt keinen erkennbaren wärmenden Einfluss von Kohlendioxid auf den Temperaturverlauf.

CO₂ kann nicht über 40 Jahre lang bis 1987 abkühlend wirken, dann mit der Gründung des Weltklimarates plötzlich aufgeschreckt werden und einen Temperatursprung verursachen und dann wieder einschlafen, bzw. nachts sogar abkühlend wirken.

Dabei sollte doch laut dem RTL-Klimaexperten Christian Häckl der Treibhauseffekt nachts stärker wirken als tagsüber, hier seine Theorie ausführlich beschrieben Es gibt nur einen Nachteil: die Vorhersagen dieses CO₂-Glaubensjüngers sind grottenfalsch, weil die Realität der DWD-Temperaturreihen das Gegenteil von dem zeigt, was Häckl schreibt. Es ist aber auch zu dumm, wenn der DWD zwar die T-min/T-max erhebt, aber selbst nirgendwo eine Grafik anbietet, und überzeugte Treibhausexperten dann ohne Beweis irgendwas behaupten dürfen. Doch raten wir Herrn Häckl, sich wenigstens die Daten der in der RTL-Nähe befindlichen Wetterstation Düsseldorf geben zu lassen, siehe unten Grafik 8

Auch der deutsche Physiknobelpreisträger von 2021, Klaus Hasselmann hat behauptet: Der Treibhauseffekt soll nachts stärker wirken als tagsüber, was ihm und seinem Team angeblich durch Satellitenmessungen bestätigt wurde. „Sogar bestätigt“. So seine Behauptungen. Und damit habe er die CO₂-Fußabdrücke in der Atmosphäre gefunden und als erster bestätigt. Auf diese Weise wird Hasselmann im neuen Buch von Axel Bojanowski in einem ganzen Kapitel ab Seite 142 als Entdecker des nächtlichen CO₂-Signals gelobt: Titel: „Was Sie schon immer übers Klima wissen wollten“. Und wir, bzw. die DWD-Temperaturreihen haben die Behauptungen des deutschen Nobelpreisträgers soeben durch die Abb. 3 widerlegt.

Was wäre wenn CO₂ tatsächlich der hauptsächliche globale Temperaturregler wäre, der weltweit die Temperaturen bestimmt?

Würde diese Glaubensbehauptung der politisch indoktrinierten Klimaerwärmungssekte, unterstützt durch Voodoo-Wissenschaftler stimmen, dann bräuchte man weltweit überhaupt nur eine Wetterstation und durch Umrechnung könnte man jede Temperatur an jedem x-beliebigen Ort der Erde ausrechnen!

Dabei bestreitet das Autorenteam nicht, dass CO₂ und andere Moleküle im IR-Bereich absorbieren. Aber die daraus abgeleitete Hypothese einer starken Atmosphärenerwärmung ist nicht nachweisbar. Wir haben bisher gezeigt: CO₂ wirkt allerhöchstens unscheinbar in homöopathischen Dosen.

Erkenntnis: Das Treibhauserwärmungsmodell der bezahlten Wissenschaft und der Politik ist ein Geschäftsmodell. Es handelt sich um eine bewusst geplante Panikmache, eine Wissenschaft des finsteren Mittelalters, die vor allem Kinder und Jugendliche in Angst und Schrecken versetzen will. Da geht’s nur ums Geld und einen CO₂-Ablaßhandel. Diesem Vorhaben müssen wir energisch entgegentreten.

Außer den Maitemperaturreihen des Deutschen Wetterdienstes gibt es noch weitere Gründe, die zeigen, dass Kohlendioxid keine oder nur eine minimale Erwärmungswirkung hat: So gibt es keinen Versuchsnachweis, der die behaupteten 2 bis 5 Grad Klimasensitivität nachweisen kann. Es gibt auch keinerlei technischen Anwendungen dieses behaupteten Treibhauseffektes. Und es gibt keinerlei Freibeobachtungen, wo eine dauerhaft erhöhte CO₂-Konzentration für ein wärmeres Gebiet sorgt.

Schlussfolgerungen der seriösen Naturwissenschaft aus den DWD-Datenreihen:

Kohlendioxid kann über 100 Jahre erst gar nicht wirken, dann im Jahre 1987 auf 1988 just zur Gründung des Weltklimarates wie mit einem Zeitzünder versehen plötzlich aufschrecken und eine plötzliche Erwärmungswirkung von einem Grad hinzaubern, um dann wieder in den Dornröschenschlaf zu verfallen. Solche physikalischen Gaseigenschaften gibt es nicht.

Und: Eine Klimapanik vor einer angeblichen Erderhitzung durch Treibhausgase ist völlig unbegründet. Sie ist ein raffiniertes Geschäftsmodell, das über Angst- und Panikmache unser Geld will in Form einer CO₂-Abzockesteuer oder überhöhten Energiepreisen.

Der Temperatursprung 1987/88 findet in ganz Mittel- und Westeuropa!!!, siehe hier

Dieser Temperatursprung 87/88 in jeder Temperaturreihe ist natürlichen Ursprungs, denn CO₂ ist nicht für die Zunahme der Sonnenstunden und die plötzliche Änderung der Großwetterlagen verantwortlich, was allerdings auch niemand der CO₂-Treibhausgläubigen behauptet. Ihre Taktik ist: Der Temperatursprung wird geleugnet. Die bezahlten CO₂-Angstmacher erwähnen diesen Temperatursprung überhaupt nicht, sondern sie zeichnen eine durchgehende Linie mit einem früheren Beginn und behaupten, der Anstieg sei einzig durch CO₂-verursacht. So verwendete der grüne Umweltminister von BaWü, Untersteller gegenüber den Autoren stets das Jahr 1931 als Startjahr, natürlich ohne überhaupt eine Grafik zu zeigen. Nur so daher geschwätzt.

Damit haben wir aber ein Problem. Wenn nicht Kohlendioxid den Temperatursprung verursacht hat, wer oder was dann?

Für die richtige Erklärung finden wir mindestens 5 Gründe des höheren Wärmeplateaus seit 1988:

1. Natürliche Ursachen: Die Änderung der Großwetterlagen. Rein statistisch haben die Südwestwetterlagen im Mai wie in allen Monaten zugenommen und die kälteren nördlichen und östlichen Wetterlagen abgenommen. Das zeigt u.a. die Zunahme des Saharastaubes, der mit den Süd- und Südwestwinden zu uns getragen wird. Doch es gibt viele andere Gründe für natürliche Ursachen von Klimaänderungen. Hier sei auf die ausführlichen Artikel von Stefan Kämpfe verwiesen, hier und hier

2. Die Sonnenstunden: Mit der plötzlichen Drehung der Windrichtung auf mehr südliche Wetterlagen haben die Maisonnenstunden ab 1988 im Schnitt schlagartig zugenommen, ebenfalls auf ein höheres Stundenplateau. Mehr Sonnenstunden bedingt tagsüber eine natürliche Erwärmung, andererseits wird dadurch auch die Höhe des menschenverursachten Wärmeinseleffektes gesteigert. Der WI-effekt ist deshalb seit 1988 stärker angewachsen, als im Zeitraum bis 1987

Leider erfasst der DWD die Sonnenstunden für Deutschland erst seit 1951. Trotzdem ergibt sich bereits ein eindeutiger und erstaunlicher Zusammenhang zwischen Sonnenstunden und Temperaturverlauf, siehe Grafik 3. Der Sprung auf ein höheres Niveau ist deutlich erkennbar. Ebenso die anschließende Abnahme der Stunden.

Grafik 4: Die Sonne schien keinesfalls gleichmäßig im Monat Mai der letzten 76 Jahre. Neben den jährlichen Differenzen sind die beiden Trendlinien bemerkenswert. Man beachte 87/88

Mit den Sonnenstunden hat zugleich auch die Intensität der Sonnenstrahlung zugenommen, nähere Erläuterungen hier: Martin Wild’s Übersichtsartikel „Global dimming and brightening“, A review, J. Geophys. Res., 114, D00D16, doi:10.1029/2008JD011470.1.

Ergebnis: Auch die Sonnenscheindauer zeigt den Temperatursprung. Die Sonnenscheindauer hat von 1951 bis 1987 stark abgenommen, das hat den Mai damals vor allem tagsüber kälter gemacht. Aufgrund der Änderung der Großwetterlagen erfolgte ab 1987 auf 1988 plötzlich ein starker Anstieg der Sonnenscheindauer auf ein höheres Niveau. Das hat den Mai plötzlich wärmer gemacht. Auf diesem höheren Wärmeplateau mit mehr südlichen Wetterlagen befindet sich der Mai in Deutschland noch heute, allerdings mit absteigender Tendenz, da auch die Sonnenscheindauer sich verringert.

3. Der Wärmeinseleffekt: Die Standorte der DWD-Stationen sind aufgrund der Bebauung und Bevölkerungszunahme, sowie des steigenden Energieverbrauchs wärmer geworden, und sie werden weiter wärmer. Dazu nimmt die Flächenversiegelung in Deutschland laufend zu, was den Wärmeinseleffekt des letzten Frühlingsmonats ständig erhöht, (derzeit ist ein Siebtel der Gesamtfläche Deutschlands versiegelt) siehe Flächenversiegelungszähler. Aktueller Stand: 50 900 km²

4. Niederschläge im Monat Mai. Sie sind leicht zunehmend seit 1988. Die südlichen und SW-Strömungen seit 1988 brachten auch mehr Niederschläge und damit eine höhere Verdunstungskälte in Bodennähe, vor allem bei ländlichen Wetterstationen. In der Stadt fließt der Regen sofort in die Kanalisation, es verdunstet viel weniger Wasser. Insgesamt wird der zunehmende Mairegen auch ein Grund sein, dass der Mai im Gegensatz zu anderen Monaten, seit 1988 bis heute nicht wärmer wird, sondern sogar leicht abkühlt, obwohl die wärmende Flächenversiegelung und Trockenlegung Deutschlands zunimmt.

Grafik 5: Der Niederschlag im Monat Mai hat seit 1988 zugenommen. 2024 lag weit über dem Schnitt der deutlich steigenden Trendlinie

5. Eine statistische Erwärmung. Die Erfassung der Tagestemperaturen durch Flüssigkeitsthermometer in der Wetterhütte wurde abgeschafft, ebenso die Abschaffung der Tagesmittelerrechnung mittels Mannheimer Stunden durch eine rundum digitale Tageserfassung. Zudem wurden auch Wetterstationen durch Tausch an wärmere Plätze verlegt. Also eine statistische Erwärmung vor allem in den letzten 3 Jahrzehnten.

Zu diesem Thema haben wir vor kurzem eine vierteilige Reihe aufgelegt, siehe hier:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Nebenbei: Die Windhäufigkeit hat allgemein seit 1988 abgenommen wie Stefan Kämpfe in seiner acht Artikeln lange Reihe beschrieben hat. Schlecht für die Windräder bzw. für die alternative Stromerzeugung. Die auch im Mai abnehmende Windstärke zeigt das nächste Diagramm.

Abb. 6: signifikante Abnahme der Windstärke im Mai in den letzten 21 Jahren

6) Das Wetter wird im Weltall gemacht

Unser Sonnensystem rast durch den Kosmos und trifft stets unterschiedliche Weltallbedingungen an. Die kosmische Strahlung wirkt auf die oberen Atmosphärenschichten und verändert vor allem die Wolkendicke und damit auch das Klima, abrupt oder auch langsam. Mit dieser Klimaproblematik hat sich der dänische Klimawissenschaftler Henrik Svensmark ausführlich beschäftigt, siehe hier.

Neuerdings wollen Staaten durch technische Maßnahmen die Atmosphäre, die Wolkendichte und die Strahlungsintensität beeinflussen und zusätzliche Wolkenverschleierungen erzeugen, bekannt unter dem neuen Fachbegriff Geo-Engineering. Da es keine menschengemachte CO₂-Klimakatastrophe gibt und auch zukünftig nicht geben wird, lehnen wir als aktive Natur- und Umweltschützer dieses Geschäftsmodell rigoros ab.

Sicherlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Gründen, weshalb es in Mittel- und Westeuropa 1987/88 zu einem plötzlichen Temperatursprung auf ein höheres Temperatur-Niveau gab. Wir rufen die Leser auf, noch weitere mögliche Gründe zu nennen und zur Diskussion zu stellen. So funktioniert Wissenserwerb in der Wissenschaft.

Halten wir fest: Die Änderung der Großwetterlagen in Mittel- und Westeuropa brachten ab 1988 die zusätzliche Maiwärme für das höhere Wärmeplateau, auf dem wir uns heute noch befinden. Vor allem im letzten Maidrittel, nach den Eisheiligen nahmen Südwetterlagen zu.

Wir wissen, dass CO₂ allerhöchstens in homöopathischen Dosen wirkt, d.h. nur durch andere Gründe (wie von uns oben genannt) können diese nun folgenden leicht vom DWD-Schnitt der 537 Stationen abweichenden Trendlinien einzelner Stationen erklärt werden. Bei einer einzigen CO₂-Temperaturreglerwirkung würde es keine regionalen Temperaturabweichungen über längere Zeiträume geben, sondern nur jährliche, die sich nach 30 Jahren jedoch wieder ausgleichen würden.

Doch diese regionalen Unterschiede gibt es, und was für welche: beginnen wir mit Bad Lippspringe am Rande des Teutoburger Waldes, eher ländlich

Abb.7: Vor dem Temperatursprung 1987/88 schließt sich die Schere zwischen Tages- und Nachttemperaturen. Die Tage tagsüber wurden kälter, die Nächte nicht. Nach dem Temperatursprung öffnet sie sich deutlich. Vor allem die Nächte werden bei der Station Bad Lippspringe seit 1988 spürbar kälter, siehe stark negative Regressionsformel. Nur tagsüber hält sich die Temperatur auf dem höheren Plateau seit 1988

Wir betrachten nun den Zeitraum nach dem letzten Temperatursprung bis heute bei einzelnen ausgewählten städtischen DWD-Stationen

DWD-Wetterstation Düsseldorf

Standort im Flughafengelände. Der Flughafen der NRW-Landeshauptstadt wurde in den letzten 40 Jahren stark ausgebaut, es kam also viel an vom Menschen erzeugter Wärmeinsel-Wärme dazu. Trotzdem können wir dem RTL CO₂-Treibhausexperten Christian Häckl zeigen, dass seine dahin geschwätzte These von der stärkeren nächtlichen CO₂-Erwärmungswirkung falsch ist, und zwar mittels den Temperaturreihen DWD-Wetterstation in der Landeshauptstadt des Privatsenders.

Nicht nur wir fragen uns, weshalb werden von diesen Treibhaus-Voodoo-Schwätzern niemals Grafiken der letzten Jahrzehnte verlangt? Wir stellen diese kostenlos bereit, so wie hier bei Düsseldorf?

Grafik 8: Die nächtlichen T-min Temperaturen fallen deutlich am stärksten. Der Verlauf der Tagestemperaturen ist ausgeglichen. Die Schere zwischen T-max und T-min öffnet sich seit dem Klimasprung 1988

Herr Häckl und Nobelpreisträger Hasselmann, das war’s dann wohl mit Ihrer Theorie der stärkeren nächtlichen Erwärmung durch den angeblichen CO₂-Treibhauseffekt. Und angeblich auch noch bewiesen durch Satellitenmessungen.

Frage an die Leser: Wie müssten die drei Graphen verlaufen, wenn CO₂ – wie von der Treibhauskirche behauptet – der bestimmende Temperaturtreiber, der globale Regler wäre und dazu auch noch nachts stärker wirken würde als tagsüber?

DWD-Wetterstation Memmingen

Die Station wurde im Jahre 2000 an den jetzigen Standort westlich der Stadt in eine landwirtschaftlich geprägte Gegend versetzt. Wir nehmen deshalb nur die dort gemessenen Temperaturwerte ab 2000, immerhin auch bereits 27 Werte.

Zugleich zeigt sich ein weiterer Maitrend, dazu bitte die negative Steigungen aller drei Graphen im Diagramm beachten: Ab 2000 wird der Monat Mai in Deutschland wieder kälter, auch tagsüber. Und: Ab 2000 bis heute wird der Mai vor allem nachts kälter. Das erinnert sehr an die Ergebnisse aus unseren Artikeln zu den Eisheiligen, die fünf Tage Mitte Mai, die auch nächtlich besonders kälter werden.

Abb. 9: Man beachte vor allem die Steigungsunterschiede zwischen Tag- und Nachttemperaturen. Mit über 0,036 °C/jährlich geht die Schere der beiden Trendlinien am stärksten auseinander.

Ergebnis: Vor allem seit der Jahrtausendwende wird der Mai wieder kälter, und vor allem nachts (blauer Graph) wird der Monat kälter.

München, mitten in der Stadt

Abb. 10: Geringere Steigungsunterschiede in der Innenstadt zwischen Tag/Nacht. Aber auch hier ist deutlich erkennbar, dass die Mainächte stärker abkühlen als Tmax.

Und zum Schluss eine ländliche DWD-Wetterstation in Thüringen: Dachwig

Abb. 11: Auch im Herzen Thüringens geht die Öffnungsschere T-Max/T-Min deutlich auseinander. Der Mai wurde leicht kälter (mittlerer Graph). Überraschend sind jedoch die Tagestemperaturen. Die sind bei dieser DWD-Wetterstation gestiegen. Allerdings nur noch bis zur Jahrtausendwende. Ein Diagramm ab 2000 bis heute wie Abb. 9 würde auch bei Dachwig den kälter werdenden Mai zeigen.

Wir erkennen, die Maitemperaturen verhalten sich bei den einzelnen DWD-Stationen völlig unterschiedlich, je nach Standort und Region. Wir führen dieses Verhalten auf örtliche Klimaunterschiede, hauptsächlich Sonnenstunden und Mainiederschläge zurück. Die CO₂-Konzentrationen sind jedoch überall gleich hoch, derzeit 430 ppm=0,043%

Und folgern:

  1. Wäre CO₂ der alleinige Temperaturtreiber, dann müssten alle Wetterstationen über diesen langen Zeitraum identisch bei den Steigungslinien sein
  2. Es dürfte wegen der starken CO₂-Zunahme keine Abkühlung (negative Steigungsformeln) geben, wo zudem laut Chr. Häckl und Nobelpreisträger Hasselmann der Treibhauseffekt nachts stärker wirken soll.

Lieblich war die Maiennacht, Silberwölklein flogen, heißt es in einem wunderschönen deutschen Frühlingsgedicht von Nikolaus Lenau. Alle Grafiken der deutschen DWD-Wetterstationen zeigen: Das war einmal, die Maiennächte werden seit 1988 immer kälter. Und im neuen Jahrtausend besonders. Frage an die Gläubigen der CO₂-Treibhauskirche: Wirkt etwa CO₂ nachts kühlend oder macht das wärmende Treibhausgas einfach um Deutschland einen großen Bogen? Abgeschreckt durch unsere Regierung? Was haltet ihr von den beiden gut alimentierten Voodoo-Experten Hasselmann und Häckl?

Schlussfolgerung:

Die globalen CO₂-Konzentrationen steigen, der Mai wird nicht wärmer. Zwischen den Temperaturverläufen des Monats Mai und dem CO₂-Anstieg besteht keinerlei erkennbarer Zusammenhang, sondern nur Zufallskorrelationen für kurze Zeitabschnitte.

Die Verfasser leugnen jedoch nicht die physikalischen Eigenschaften des Moleküls CO₂, übrigens ein lineares Molekül und nicht gewinkelt, das im IR-Bereich absorbiert und sofort wieder emittiert. Dazu haben Sie im Studium selbst Versuche durchgeführt. Aber die von einigen Physikern daraus abgeleitete Erwärmung der Atmosphäre konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Es gibt lediglich theoretische Berechnungen, aber genauso viele theoretischen Gegenrechnungen von namhaften Physikern. Es gibt auch keinerlei technische Erfindungen, die auf einem CO₂-Erwärmungseffekt beruhen würden. Eine CO₂-Wärmepumpe wäre nämlich toll, die Heizungsprobleme wären gelöst.

Auch der Monat Mai zeugt anhand der Originaldaten des Deutschen Wetterdienstes: Die CO₂-Erwärmungslehre ist eine gewollte Irrlehre.

Keinesfalls ist CO₂ der Haupttemperaturtreiber. Der einzige Sinn dieser Irrlehre ist, unter der Bevölkerung eine Klimaerhitzungsangst zu erzeugen, ähnlich der Sündenangst im Mittelalter mit ewiger Verdammnis. Leider ist diese Angstmache bei Kindern und Jugendlichen schon vielfach gelungen. Die angeblichen CO₂ Klimawandel-Beweise anhand Katastrophenmeldungen wie Hochwasser, Taifune und sonstige Unwetterschäden sind eine Folge diverser Ursachen, meist ein Behördenversagen, oftmals jedoch einfach nach bekannter Medienart übertrieben. Bei der CO₂-Treibhaustheorie handelt sich um einen wissenschaftlichen Irrtum. Ein gewollter Irrtum. Es ist ein Geschäftsmodell auf falschen naturwissenschaftlichen Denk- und Rechengrundlagen aufgebaut. Die daraus abgeleitete Klimapanik, siehe Terrororganisation „letzte Generation“ ist gewollt und will unser Geld. Das von uns zwangsrekrutierte Geld soll unser Gewissen beruhigen. Ein Loskauf von der erfundenen CO₂-Schuld. Das CO₂-Geschäftsmodell ist dem Sündenablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter nachempfunden. Panische Gewissensangst erzeugen, von der man sich freikaufen kann. Und viele Deutsche fallen drauf rein. Die CO₂-Steuer nebst anderen unnützen Klimaabgaben soll uns arm machen, sie ist eine nimmer versiegende Geldeinnahmequelle der Interessengruppen, hilft jedoch überhaupt keinem Klima. Im Gegenteil: Die durchgeführten Klimarettungsmaßnahmen schaden oft der Natur und Umwelt und erzeugen lokale Wärmeinseln.

Die Erde braucht mehr CO₂ in der Atmosphäre und nicht weniger. Der derzeitige Gehalt an 0,043% liegt an der untersten Grenze. Das Leben der Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO₂ ist das notwendige Transportmittel, welches den Kohlenstoff dorthin bringt, wo er zum Lebenserhalt benötigt wird. Wer CO₂ verteufelt, handelt gegen die Schöpfung, und zerstört Natur und Umwelt. Erstaunlich, dass dies die christlichen Kirchen noch nicht begriffen haben.

Der Bedeutung von Kohlendioxid haben wir einen eigenen Artikel gewidmet.

Natur- und Umweltschutz ist und bleiben wichtig, Natur- und Umweltschutz ist was ganz anderes als der politische grünsozialistische Klimaschutz: Gerade dieser Mai hat gezeigt, der Niederschlag muss dort gehalten werden, wo er niedergeht, nämlich in der freien Versickerungsfläche. Das ist eine alte Forderung von uns aktiven Naturschützern. Keinesfalls darf er schneller durch den Ort geleitet werden durch irgendwelche Barrikaden, Schutzmauern oder Sandsäcke. Aber nach diesem Prinzip wird immer noch der HWS der Städte und Gemeinden betrieben, ein absolutes Behörden- und Politikversagen von Leuten, die nicht für Natur- und Umweltschutz eintreten, sondern nur am Geld interessiert sind.

Richtiger Hochwasserschutz ist umgesetzter Naturschutz und bedeutet in der Realität: ein Rückhalt des Niederschlages in der Landschaft, wo der Regen wieder versickern darf, um unsere Grundwasservorräte aufzufüllen. Die Bäche brauchen wieder ihre Überflutungsauen. Hierfür sind Gesetzesvorgaben nötig. Angewandter Naturschutz heißt, es müssen freie Rückhalteflächen in der Landschaft geschaffen werden, großflächige Bach- Flussauen und Versickerungsauen, die zur ökologischen Vielfalt und damit zum Erhalt der Schöpfung beitragen. Die großflächige jahrzehntelange Trockenlegung der Landböden (mit dem Wasser spülen wir auch unsere WCs) bis in größere Tiefen lässt automatisch den Meeresspiegel steigen. Das einst im Boden bis in hunderte Meter Tiefe eingespeicherte Wasser ist nun im Meer und hat dort den Meeresspiegel erhöht. Das bisschen Gletscherschmelze der Alpen ist dagegen kaum erwähnenswert.

Eine CO₂-Einsparung ist fortgesetzter, jedoch politisch gewollter Blödsinn, ein Teil des Geschäftsmodells Klimapanik mit den CO₂-Abzockesteuern. Die teuren CO₂-Reduzierungsmaßnahmen helfen weder dem Klima noch der Natur noch dem Hochwasserschutz. Sie sind eine Sünde an der Schöpfung Erde.

Wir fordern unsere Leser ausdrücklich auf, diese Grafiken der Klimawahrheiten zu kopieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Und bitte hier in den Kommentaren über die Reaktionen berichten.

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler Josef Kowatsch, Naturbeobachter, Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 

Der Beitrag Der Mai wird nicht wärmer: Keine CO₂-Erwärmungswirkung erkennbar. Teil 2 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Endlich! Das Klima-Kartenhaus zerfällt

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Peter Murphy

Die vorherrschende Darstellung des Klimawandels hat in den letzten Tagen einen herben Rückschlag erlitten, haben doch Wissenschaftler des IPCC von ihren eher abwegigen Klimaprognosen für das 21. Jahrhundert Abstand genommen.

Extreme Prognosen von einem Temperaturanstieg um 4 bis 5 Grad, so schrieben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Geoscientific Model Development“, „sind mittlerweile unglaubwürdig geworden“. Das bedeutet, dass Vorhersagen über rapide steigende CO₂-Emissionen und höhere Temperaturen endlich verworfen werden, die angeblich zu einem raschen Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungen, Ernteausfällen und sogar zum Aussterben der Menschheit führen sollen.

Diese seit langem bestehende Erzählung vom Klimawandel, die schon immer ein Kartenhaus war, das darauf abzielte, Gesellschaften durch Angst zur Unterwerfung zu zwingen, bricht zusammen – zunächst allmählich, nun plötzlich, um einen Satz von Ernest Hemingway zu zitieren.

Es stellt sich heraus, dass selbst Klimawissenschaftler, die von der UNO bezahlt werden, ein Mindestmaß an Selbstachtung besitzen, so dass sie wahnwitzige Vorhersagen nicht länger verteidigen können, die von Anfang an nie plausibel waren.

„Für das 21. Jahrhundert wird die Bandbreite zukünftiger Klimaszenarien geringer ausfallen als bisher angenommen“, schrieben die Wissenschaftler. Um ihr Gesicht zu wahren, führen sie die Abmilderung der düsteren Klimawandelprognosen auf „[niedrigere] Kosten für erneuerbare Energien, die Entwicklung der Klimapolitik und die jüngsten Emissionstrends“ zurück. Tatsächlich müssen diese Genies nun ihre Worte in langatmigem Fachjargon zurücknehmen.

Glauben sie oder irgendjemand sonst wirklich, dass ein paar Windräder und Solarmodule, die wie eine Handvoll mikroskopisch kleiner Flecken über die Landmasse des Planeten verstreut sind – die selbst nur 30 % der Erde ausmacht –, irgendetwas bewirkt haben?

Diese seit langem angewandten Panik-Propaganda des IPCC und seiner Erfüllungsgehilfen aus Universitäten, NGOs und Regierungsbehörden haben zweifellos ihre Wirkung gezeigt, insbesondere bei jungen Menschen. Das erinnert mich an eine Begegnung vor 18 Monaten, als ich als Teil der Delegation des „Committee for a Constructive Tomorrow“ am UN-Klimagipfel COP29 in Baku in Aserbaidschan teilnahm.

CFACT-Präsident Craig Rucker und ich nahmen uns etwas Zeit, um die Altstadt zu besuchen. In dieser Touristenenklave von Baku trafen wir drei amerikanische College-Studenten aus North Carolina, die ebenfalls an der Konferenz teilnahmen. Wir kamen ins Gespräch über den Klimawandel.

Es gab weder Streit noch Bitterkeit, sondern lediglich einen angenehmen Gedankenaustausch. Craig erklärte ihnen in seiner gewohnten freundlichen, aber gründlichen Art, dass die Auswirkungen des Klimawandels keineswegs so gravierend seien, wie es die UNO oder die scheidende Biden-Regierung behaupteten. Es handele sich nicht um eine „existenzielle Bedrohung“; die seit fast 40 Jahren geäußerten Weltuntergangsprognosen zum Klima hätten sich nie bewahrheitet; es sei in Ordnung, Kinder zu bekommen; und so weiter.

Von den drei Studierenden glaubte einer das Ganze nicht, eines der Mädchen machte einen unsicheren, fragenden Eindruck, während das andere Mädchen sichtlich erleichtert wirkte, als wäre ihr eine Last von den Schultern genommen worden. Alle drei waren ihr ganzes Leben lang in Klimafragen getäuscht worden, angefangen vielleicht bei den Zeichentrickfilmen am Samstagmorgen über heuchlerische Hollywood-Schauspieler bis hin zu Unternehmensbetrügern, die nach Regierungsaufträgen gierten, und scharlatanischen Hochschulprofessoren, die alle den gleichen Propaganda-Cocktail tranken.

Angesichts dieser neuesten Erkenntnisse der IPCC-Wissenschaftler dürfte die vorherrschende Erzählung all dieser Institutionen ins Wanken geraten, da sie den vor uns liegenden wissenschaftlichen, planetarischen und menschlichen Realitäten nicht länger standhalten kann.

Am Nordpol und in der Antarktis gibt es im jeweiligen Wintern nach wie vor massive Eisansammlungen. Der Atlantik wird weder Miami noch Obamas Villa an der Küste von Martha’s Vineyard verschlingen. Neue Technologien wie künstliche Intelligenz und militärische Hardware können weder jetzt noch jemals mit Wind- und Solarenergie betrieben werden. Flüssigerdgas ist reichlich vorhanden und verbreitet sich dank wachsender US-Exporte weltweit, und die CO₂-freie (vorausgesetzt, das spielt eine Rolle) Kernenergie erlebt langsam, aber unaufhaltsam ein Comeback.

Auch die höheren Benzinpreise infolge des Krieges der USA gegen den Iran sind ein deutliches Zeichen. Die Amerikaner verabscheuen Benzinpreise von 4,50 Dollar pro Gallone [ca. 4 l], die Kalifornier hassen sie bei über 6 Dollar noch mehr. Dieser Krieg hat ein Ende, hoffentlich eher früher als später, woraufhin sich die globalen Ölmärkte beruhigen und die Benzinpreise sinken werden. Doch Klimapolitik für sogenannte grüne Energie kann nur in einer Welt mit hohen Öl- und Gaspreisen überleben und expandieren – und genau dort will die Klimalobby, dass es auf unbestimmte Zeit so bleibt.

Mit Ausnahme der klimabegeistertsten und leichtgläubigsten Politiker werden die meisten der übrigen gewählten Amtsträger es nicht dulden – und nicht riskieren, dafür verantwortlich gemacht zu werden –, dass die Energiepreise durch die Durchsetzung klimapolitischer Maßnahmen dauerhaft in die Höhe schnellen, wissen sie doch genau, wie unbeliebt diese derzeit in der Öffentlichkeit sind.

Natürlich wird der vom IPCC angeführte „Klimawandel-Industriekomplex“ weder verschwinden noch zugeben, dass er unsinnige Hysterie verbreitet hat. Der Spektakel wird weitergehen, doch ihre Glaubwürdigkeit und ihre jahrzehntelange Panikmache unter dem falschen Deckmantel der Wissenschaft sollten nie wieder ernst genommen werden.

Was jene Studentin aus North Carolina angeht, die eine enorme Erleichterung empfand, dass der Klimawandel keine Bedrohung für ihre Zukunft darstellt, so hoffe ich, dass Millionen weitere Menschen ebenso empfinden werden, während diese kolossale Lüge vom Klima-Armageddon weiter unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbricht.

This article first appeared in the Washington Examiner (here).

Link: https://www.cfact.org/2026/06/01/the-climate-house-of-cards-is-finally-collapsing/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Zumindest hier für unser Land erscheint mir auch diese Darstellung zu optimistisch – die Medien ziehen nach wie vor nicht mit.

Der Beitrag Endlich! Das Klima-Kartenhaus zerfällt erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

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Beobachtungen widersprechen dem Drehbuch

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Cap Allon

Die Ozeane erwärmen sich. Die Niederschläge werden heftiger. Das Meereis schmilzt. Der Schnee verschwindet. Die Stürme werden heftiger. CO₂ erklärt alles.

So lautet das gängige Narrativ.

Eine Studie des dänischen Physischen Geografen und Klimaforschers Ole Humlum aus dem Jahr 2026 widerspricht dem jedoch.

Ozeane

Argo-Daten aus den Jahren 2004 bis 2021 zeigen, dass sich die oberen 1.900 m der Weltmeere um etwa 0,037 °C erwärmt haben.

Das ist eine winzige Veränderung, und sie verläuft nicht gleichmäßig. Die tropischen Ozeane erwärmten sich hauptsächlich in der Nähe der Oberfläche. Die Ozeane rund um die Antarktis erwärmten sich bis in eine Tiefe von etwa 500 m. Die Ozeane rund um die Arktis kühlten sich sogar ab.

Meeresspiegel

Der Meeresspiegel wird in Metern angegeben. Viele Pegelmesser zeigen, wenn überhaupt, Zentimeter an.

Humlum nennt Korsør in Dänemark, wo Messungen seit 1897 einen linearen Anstieg von etwa 0,83 mm pro Jahr zeigen.

Setzt sich dieser Trend fort, beträgt der Anstieg bis 2150 etwa 10 cm.

Meereis

Zwar ist das arktische Meereis seit Beginn der Satellitenbeobachtung zurückgegangen, doch hat es nicht den drastischen Einbruch genommen, wie er in Krisenprognosen dargestellt wird.

Humlum stellt fest, dass die arktische Meereisfläche im September zwischen 2022 und 2025 deutlich über allen Modellprognosen des IPCC lag:

Die Schneebedeckung der nördlichen Hemisphäre wird seit den frühen 1970er Jahren per Satellit gemessen.

Humlum zeigt, dass die durchschnittliche Schneebedeckung weitgehend stabil geblieben ist.

Die Schneebedeckung im Winter ist sehr stabil. Im Frühling und Sommer ist sie leicht rückläufig. Im Herbst ist sie leicht gestiegen.

Stürme

Stürme retten die Geschichte nicht.

Humlum stellt seit 1980 keinen eindeutigen Aufwärtstrend bei der Zahl der tropischen Wirbelstürme weltweit fest.

Die kumulierte Zyklonenenergie im Atlantik zeigt Schwankungen, aber keine geradlinige Krisenkurve.

Regen

Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen. Diese Tatsache wird immer wieder herangezogen um zu behaupten, dass die globale Erwärmung zwangsläufig zu einer Verschlechterung der Niederschlagslage führen müsse.

Humlum legt jedoch globale Niederschlagsdaten von 1979 bis 2026 vor und stellt einen Trend fest, der nahe bei Null liegt:

Wolken

Wolken spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Humlum verweist auf einen Rückgang der globalen Wolkendecke von etwa 64 % auf 61 % zwischen den frühen 1980er Jahren und 2019. Im ungefähr gleichen Zeitraum stieg die globale Temperatur Berichten zufolge um etwa 0,7 °C.

Weniger Wolken bedeuten, dass mehr Sonnenenergie die Erdoberfläche erreicht. Das ist grundlegende Strahlungsphysik.

Klimamodelle tun sich mit Wolken schwer.

Doch Wolken sind einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die kurzfristige Temperatur.

In Europa lässt sich dieser Zusammenhang deutlich erkennen.

Copernicus zufolge hat die Sonnenscheindauer über dem europäischen Festland in den letzten vier Jahrzehnten zugenommen. Und seit 2006 war jedes Jahr (mit Ausnahme von 2010) sonniger als der Durchschnitt der Jahre 1991–2020.

Im Jahr 2025 lag die Sonnenscheindauer in Europa etwa 5 % über dem Durchschnitt:

Die Bewölkung lag im Jahr 2025 unter dem Normalwert, mit einer landesweiten Abweichung von etwa -3 %:

Bei genauerer Betrachtung zeigen die DWD-Daten (unten) Gleiches für Deutschland.

Das obere Diagramm stellt die höchste in Deutschland seit 1951 gemessene Temperatur pro Jahr dar. Das untere Diagramm zeigt die jährliche Sonnenscheindauer im gleichen Zeitraum. Beide weisen einen Aufwärtstrend auf.

Das Rekord-Hitzejahr 2003 verzeichnete auch die höchste Sonnenscheindauer in der Reihe.

Im Jahr 2025 verzeichnete Deutschland 1.187 kWh/m², eine der höchsten Werte seit Beginn der zuverlässigen Aufzeichnungen im Jahr 1983:

Weniger Wolken. Mehr Sonnenschein. Mehr Sonneneinstrahlung erreicht die Erdoberfläche.

Ein klarerer Himmel lässt die Tageshöchsttemperaturen steigen. Durch die wärmestauende Lage der Messstationen steigen diese Werte noch weiter. Städtische Oberflächen und ungünstige Standorte lassen zudem die nächtlichen Tiefsttemperaturen steigen, da sie die Wärme speichern.

Weniger Wolken und die zunehmende Urbanisierung treiben die „globale Erwärmung“ voran.

Die Frage ist nur, in welchem Ausmaß.

Link: https://electroverse.substack.com/p/sunshine-village-reopens-for-summer?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Beobachtungen widersprechen dem Drehbuch erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Natur lässt die Sonne stärker scheinen

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Willis Eschenbach

Mehrere Personen haben angemerkt, dass die verringerte Gesamtalbedo im CERES-Datensatz nicht nur die zusätzliche Energie liefert, die erforderlich ist, um ein Vierteljahrhundert der Erwärmung zu erklären. Sie liefert auch Veränderungen in der gesamten absorbierten Sonnenstrahlung (ASR, einfallende Sonnenstrahlung minus reflektierte Sonnenstrahlung), die sehr gut mit der Erwärmung übereinstimmen:

Abbildung 1. Normalisierte ASR und langwellige Strahlung, die von der Erdoberfläche nach oben abgestrahlt wird. „Normalisiert“ bedeutet, dass der Mittelwert auf Null und die Standardabweichung auf Eins festgelegt wurden.

Ein Problem der CERES-Daten besteht jedoch darin, dass sie nur die letzten 25 Jahre abdecken. Anstelle der Albedo wollte ich daher lieber die „Sonnenscheinstunden“ betrachten. Dies ist der prozentuale Anteil der Tageslichtstunden eines Tages, einer Woche, eines Monats oder eines Jahres, in denen die Sonne scheint. Es handelt sich nicht um Albedo, aber es hängt damit zusammen. Einige Untersuchungen ergaben, dass der längste Datensatz, über den wir verfügen, aus Oxford in UK stammt. Hier ist dieser Datensatz:

Abbildung 2. Jährlicher prozentualer Anteil der Tageslichtstunden, in denen die Sonne in Oxford in UK scheint. Die gelbe Linie ist eine CEEMD-Glättung der Daten.

Höchst interessant. Auch wenn dies nicht dasselbe ist wie ASR, nimmt es ganz eindeutig zu.

Als Nächstes habe ich mir Europa angesehen. Copernicus verfügt über einen Datensatz, der die Sonnenstunden dort zeigt. Er ist kürzer und beginnt erst im Jahr 1983. Abbildung 3 zeigt die Copernicus-Daten:

Abbildung 3. Durchschnittlicher jährlicher prozentualer Anteil der Tageslichtstunden, in denen die Sonne in Europa scheint. Die gelbe Linie stellt eine CEEMD-Glättung der Daten dar.

Also habe ich weiter gesucht. Mein nächster Datensatz stammte aus den USA. Vor etwa 1900 ist die Erfassung lückenhaft, aber nach 1900 gibt es über 100 Stationen, die Sonnenstunden erfassen. Daher habe ich nicht versucht, sie flächengewichtet zu berechnen, sondern einfach einen direkten Durchschnitt gebildet:

Abbildung 4. Durchschnittlicher jährlicher Prozentsatz der Tageslichtstunden, in denen in den USA die Sonne scheint. Die gelbe Linie stellt eine CEEMD-Glättung der Daten dar.

Nachdem ich festgestellt hatte, dass der Prozentsatz der Sonnenstunden in allen Datensätzen zunahm, die ich finden konnte, und nachdem ich gesehen hatte, dass die von CERES gemessene absorbierte Sonnenstrahlung zunahm, wandte ich mich wieder dem CERES-Datensatz zu. Zur Erinnerung: „ASR“, die absorbierte Sonnenstrahlung, ist die Sonnenstrahlung an der Obergrenze der Atmosphäre abzüglich der Sonnenreflexionen durch Wolken, Aerosole und die Erdoberfläche. Hier sehen Sie, was mit der ASR geschieht, dargestellt zusammen mit dem theoretischen Anstieg des Antriebs durch CO₂:

Abbildung 5. Weltweite monatliche absorbierte Sonnenstrahlung (ASR, Sonnenstrahlung abzüglich reflektierter Sonnenstrahlung) und der theoretische Anstieg des „Forcings“ (abwärts gerichtete Strahlung aufgrund von CO₂) im gleichen Zeitraum.

Man beachte nun, dass eines der Kernargumente der Befürworter der These, wonach allein CO₂ die jüngste globale Erwärmung verursacht, darin besteht, dass es keine natürliche Erklärung für die Erwärmung gibt. Hier bringt das IPCC dieses Argument vor: Wenn den Modellen nur natürliche Antriebe zugeführt werden, können sie den Temperaturanstieg nicht nachbilden:

Abbildung 6. Modelle mit natürlichen Antrieben (blau) und mit natürlichen plus anthropogenen Antrieben (rot)

Wie die oben dargestellten ASR-Daten jedoch zeigen, liefert die Veränderung der Albedo genügend Sonnenenergie, um den Temperaturanstieg auch ohne Treibhausgase zu erklären.

Beachten Sie jedoch, dass dies NICHT bedeutet, dass Treibhausgase keine Rolle bei der Temperaturbildung spielen. Es bedeutet lediglich, dass sie nur einen Teil des Gesamtbildes ausmachen. Wie ich in meiner kürzlich veröffentlichten, von Fachkollegen begutachteten Studie mit dem Titel „Computational implementation and empirical validation of a Constructal climate model“ [etwa: Computergestützte Umsetzung und empirische Validierung eines konstruierten Klimamodells] gezeigt habe, braucht man sowohl die Albedo als auch die Treibhausgase, um die Veränderungen der Erdtemperatur zu erklären.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/31/nature-turns-up-the-sunshine/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Sind Klimamodelle „einfach Physik”?

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Häufig wird behauptet, man solle Klimamodellen Glauben schenken, weil sie lediglich auf physikalischen Gesetzen beruhen. In einem Artikel von mir von vor einigen Jahren habe ich dargelegt, dass Wissenschaft so nicht funktioniert. Selbst gültige wissenschaftliche Theorien liefern unter Umständen keine präzisen Vorhersagen, und zwar aus verschiedenen Gründen wie beispielsweise Heterogenität (z. B. bei Erdbeben). In diesem Beitrag fasse ich einige der wichtigsten Ergebnisse zusammen, etwa ein Drittel des gesamten Artikels. Dieser steht hier:

Loehle, C. 2018. Epistemological Status of General Circulation Models. Climate Dynamics 50:1719-1731. DOI 10.1007/s00382-017-3737-7.

Der erkenntnistheoretische Status allgemeiner Zirkulationsmodelle (General Circxulation Models; GCMs)

Craig Loehle, Ph.D., National Council for Air and Stream Improvement, Inc. (NCASI)

Abstract:  Prognosen sowohl zu den wahrscheinlichen anthropogenen Auswirkungen auf das Klima als auch zu den daraus resultierenden Auswirkungen auf Natur und Gesellschaft basieren auf umfangreichen, komplexen Softwaretools, den sogenannten Globalen Zirkulationsmodellen (GCMs). Von GCMs erstellte Prognosen wurden bei der politischen Entscheidungsfindung im Zusammenhang mit dem Klimawandel intensiv genutzt. Der Zusammenhang zwischen den zugrunde liegenden physikalischen Theorien und den von GCMs erzeugten Ergebnissen ist jedoch unklar. Im Falle von GCMs werden zahlreiche Diskretisierungen und Näherungen vorgenommen, und die Simulation von Prozessen des Erdsystems ist alles andere als einfach und führt derzeit zu einigen Ergebnissen mit unbekannten Auswirkungen auf die Energiebilanz. Statistische Tests der GCM-Prognosen hinsichtlich des Übereinstimmungsgrades mit den Daten würden die Beurteilung der Gebrauchstauglichkeit erleichtern. Wenn Modellergebnisse aufgrund von Modellverzerrungen auf Anomaliebasis gestellt werden müssen, hängen sowohl visuelle als auch quantitative Maße für die Modellanpassung stark vom für die Normalisierung verwendeten Referenzzeitraum ab, was die Prüfung problematisch macht. Die Erkenntnistheorie wird hier auf Probleme der statistischen Inferenz während der Prüfung, die Beziehung zwischen der zugrunde liegenden Physik und den Modellen, die epistemische Bedeutung von Ensemble-Statistiken, Probleme der räumlichen und zeitlichen Skala, das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer ungezwungenen Nullhypothese für Klimaschwankungen, die Bedeutung bestehender Unsicherheitsschätzungen und andere Fragen angewendet. Eine strenge Argumentation erfordert eine sorgfältige Quantifizierung des Unsicherheitsgrades.

1 Introduction

Globale Zirkulationsmodelle (GCMs) versuchen, den aktuellen Wissensstand zur Klimadynamik mittels Prozessgleichungen abzubilden und diese Gleichungen numerisch zu lösen, um das Klima unter verschiedenen Szenarien menschlicher Einflüsse zu simulieren (Taylor et al. 2012). Diese Modelle sind komplex und werden seit den 1960er Jahren weiterentwickelt (Manabe und Wetherald 1967). Den Ergebnissen der GCMs kommt bei der Formulierung der öffentlichen Energiepolitik eine zentrale Rolle zu. Die Grundlage für diese zentrale politische Stellungnahme ist, dass die Modelle auf physikalischen Grundlagen beruhen (IPCC 2013), wobei vielen Attributions- und Prognoseergebnissen ein hohes Maß an Zuverlässigkeit (>95 %) beigemessen wird (IPCC 2013 SPM). Der IPCC berichtet zudem, dass GCMs historische Daten gut abbilden und dass die Übereinstimmung ohne Einbeziehung von Treibhausgasen nicht gut ist (IPCC 2013, Abb. SPM.6).

Es gibt eine umfangreiche Literatur, welche die Ergebnisse von GCMs mit verschiedenen Klimamerkmalen vergleicht (siehe folgende Abschnitte). Solche Vergleiche werden durch den stochastischen Charakter sowohl des Klimas als auch der Modelle erschwert. Vergleiche zwischen GCMs und Daten werden je nach Variable und Studie als mangelhaft, angemessen, gut oder ausgezeichnet bewertet (McWilliams 2007). Diese Unklarheit resultiert aus einer Vielzahl von Kriterien für die Modellgüte sowie aus unterschiedlichen Ergebnissen.

Die Bewertung von Wissensaussagen (von denen es mehrere gibt), die auf GCMs basieren, kann durch eine Betrachtung der Erkenntnistheorie (siehe Williams 2001 für einen Überblick) unterstützt werden, die den logischen Rahmen für die Bewertung dessen bildet, wie wir wissen und was man wissen kann. Mit einer epistemologischen Analyse können wir den Status einer Theorie/eines Modells hinsichtlich ihrer/seiner logischen Grundlage, Zuverlässigkeit und Stringenz bewerten. Mit diesem Rahmen können wir sowohl die Tests der Modellgüte als auch die Übereinstimmung der aus GCMs abgeleiteten Ergebnisse mit der bekannten Physik bewerten. Ich werde diese Fragen zunächst anhand verschiedener Bereiche der Wissenschaft veranschaulichen und dann auf die Frage nach dem epistemologischen Status von Klimamodellen zurückkommen.

2 Modelle und Epistemologie

Wissenschaft ist der Prozess der formalen Entdeckung von Gesetzmäßigkeiten in der Natur. Eine Erklärung oder ein formales Modell für eine solche Gesetzmäßigkeit wird als Theorie bezeichnet (oder als Gesetz, wenn sie gut belegt ist). Newtons Gravitationsgesetz ist ein klassisches und einfaches Beispiel. In diesem Fall gehorchen Objekte diesem Gesetz auf menschlicher Maßstabsebene offenbar exakt. Solche hochpräzisen Theorien werden gemeinhin als erklärend betrachtet.

Der Idealfall überprüfbarer Theorien findet sich in der klassischen Physik. Newtons und Maxwells Gesetze liefern sehr spezifische Vorhersagen und schließen zudem bestimmte Ereignisse aus. Diese Gesetze wurden durch Experimente überzeugend bestätigt, doch ist zu beachten, dass selbst hier Störfaktoren wie Reibung kontrolliert werden müssen, um sie zu überprüfen. In diesen Fällen ist der Maßstab für die Gültigkeit einer Theorie sehr hoch. Experimentelle Daten stimmen oft fast perfekt mit der Theorie überein, und Ereignisse wie die Rückkehr eines Kometen lassen sich Jahrzehnte im Voraus vorhersagen. Die scheinbare Perfektion dieser Gesetze hat vielleicht zu der Überzeugung geführt, dass sie im absoluten, logischen Sinne „wahr“ sind, doch wie bereits erwähnt, weist selbst die Schwerkraft einige ungeklärte Merkmale auf.

Gültige und nützliche Theorien entstehen jedoch nicht fertig ausgearbeitet und perfekt, und sie sind auch nicht immer so präzise wie die Maxwell’schen Gleichungen. Als Alfred Wegener 1912 die Theorie der Kontinentalverschiebung vorstellte, konnte man keineswegs behaupten, dass seine Theorie ausgereift war. Es fehlte ein Auslöser für die Kontinentalbewegung (und vielen erschien es unmöglich, dass sich Kontinente bewegen könnten), ebenso wie ausreichende Belege. Als Daten gesammelt wurden, insbesondere zur Meeresbodenspreizung und zum Prozess der Subduktion, entstand ein schlüssiges Bild von Plattenbewegungen, der Entstehung von Gebirgszügen, dem Ursprung von Vulkanen und dem Grund für die Lage von Erdbebenzonen. Doch auch nach einem Jahrhundert der Reifung dieser Theorie bleibt sie eine qualitative Theorie, denn obwohl sie die allgemeinen Lageorte von Erdbeben- und Vulkanzonen erklären kann, lässt sie sich aufgrund der Heterogenität der Erdkruste und der Unmöglichkeit, detaillierte Daten zu erheben, weder die Stärke noch der genaue Ort oder der Zeitpunkt von Erdbeben oder Vulkanausbrüchen vorhersagen. Somit muss selbst eine mechanistische und gut erprobte Theorie nicht in der Lage sein, präzise Vorhersagen zu treffen – vielleicht niemals. Wenn eine Theorie reift, wird sie hoffentlich präziser, doch dies ist nicht garantiert (Loehle 1983).

In seinem berühmten Abgrenzungsprinzip weist Popper (1959, 1963) auf eine Asymmetrie hin: Es ist möglich, eine Theorie zuverlässig zu widerlegen, doch eine Theorie kann niemals bewiesen werden. Stattdessen stärken aufeinanderfolgende erfolgreiche Tests einer Theorie lediglich unser Vertrauen in sie. Das bedeutet nicht, dass wir nichts wissen, wie Wissensrelativisten behaupten mögen, sondern vielmehr, dass wissenschaftliches Wissen vorläufig, begrenzt (die Schwerkraft ist auf atomarer Ebene nicht eindeutig erklärbar) und eine Frage des Grades ist (Loehle 2011). In manchen Fällen kann dieses Wissen viele signifikante Stellen umfassen, in anderen Fällen ist es möglicherweise eher qualitativer Natur.

Entscheidend ist, dass die Überprüfung einer sich weiterentwickelnden Theorie nicht dem einfachen Modell der Hypothesenprüfung folgt, wie es in empirischen Experimenten verwendet wird, und dies auch nicht tun sollte. Bei der Prüfung eines Medikaments im Vergleich zu einem Placebo liefern statistische Tests oft eine einfache Antwort darauf, ob es besser oder schlechter ist oder in welchem Ausmaß. Bei der Überprüfung einer Theorie gibt es hingegen mehrere Aspekte der Theorie, die zu einem bestimmten Zeitpunkt jeweils teilweise bestätigt werden können, sowie alternative Erklärungen, die möglicherweise ausgeschlossen werden müssen (Reiss 2015). Ein Netzwerk aus Bestätigung, Mathematik und kausaler Erklärung stützt den Glauben an eine Theorie zu jedem Zeitpunkt, nicht ein einfaches Ja oder Nein. Je ausgereifter eine Theorie wird und je strenger sie getestet wird, desto höher steigen wir auf der Skala der epistemischen Gewissheit. Es besteht jedoch eine Asymmetrie zwischen dem Beweisen einer Theorie und ihrer Anwendung für eine Berechnung. Die Tests, die zur Akzeptanz einer Theorie als „wahr“ führen, werden oft unter sorgfältig kontrollierten und idealen Bedingungen durchgeführt, wie beispielsweise im Vakuum. Bei jeder auf einer Theorie basierenden Berechnung wenden wir sie hingegen unter nicht-idealen Bedingungen an. Beispielsweise verhält sich eine fallende Feder im Vakuum anders als in der Luft. Die Brücke von der idealisierten Physik zu Anwendungen in der realen Welt bildet die Gesamtheit aus Näherungen, Vereinfachungen, Diskretisierungen, empirischen Beziehungen, geschätzten Anfangsbedingungen und numerischen Methoden, die zur Erstellung eines Berechnungswerkzeugs (Loehle 1983) verwendet werden, mit dem sich ein Ergebnis berechnen lässt. Diese Brückenbeziehungen verhindern, dass ein Berechnungswerkzeug eine perfekte Darstellung der zugrunde liegenden physikalischen (oder anderen) Theorie ist. Sind diese Störfaktoren nur schwer zu quantifizieren und zu modellieren, können wir möglicherweise keine Vorhersagen treffen (z. B. über die Flugbahn einer fallenden Feder). Die Richtigkeit eines Berechnungswerkzeugs ist somit eine empirische Frage danach, wie genau oder nützlich es ist, und nicht eine Frage von wahr oder falsch, wie wir es bei Theorien/Gesetzen annehmen.

3 Physikalische Grundlagen von Klimamodellen

Welchen erkenntnistheoretischen Status haben GCMs hinsichtlich ihrer physikalischen Grundlage? GCMs sind eine Mischung aus simulierten Prozessen, die als gut verstandene Physik gelten (z. B. Strahlungstransport), und solchen, die nur unzureichend verstanden werden (z. B. Wolkenmikrophysik, IPCC 2013, S. 599). Inwieweit lassen sich die verwendeten Algorithmen direkt auf bekannte physikalische Erkenntnisse zurückführen? Inwieweit belegt die physikalische Grundlage ihren Wahrheitswert, ihre Erklärungskraft oder ihre Zuverlässigkeit? Wie wir oben gesehen haben, sind physikalische Theorien, die unseren gängigen Vorstellungen von „Wahrheit“ nahekommen, zumindest unter idealisierten Bedingungen (z. B. in reibungslosen Vakuums) in der Lage, sehr präzise Vorhersagen für die reale Welt zu treffen. Können GCMs solche sauberen physikalischen Theorien wie Newtons Bewegungsgesetze im Vakuum annähern? Wenn ja, dann ist ein hohes Maß an Vertrauen in ihre Ergebnisse gerechtfertigt. Doch selbst bei einem einfachen Problem wie dem Werfen eines Würfels oder einer Münze bedeutet die Sensitivität gegenüber den Anfangsbedingungen, dass das Ergebnis nicht vorhergesagt werden kann, obwohl es auf bekannter Physik basiert. Im Zusammenhang mit Klimamodellen stellen Rougier und Goldstein (2014) fest, dass die Gesetze des Klimasystems der Erde nicht vollständig bekannt sind und sich bei ausreichender Auflösung nicht explizit lösen lassen. Katzav et al. (2012) weisen darauf hin, dass die Vollständigkeit und strukturelle Stabilität der Modelle unbekannt sind. Dies gilt insbesondere für die Navier-Stokes-Gleichungen (N-S-Gleichungen) der Strömungsmechanik, für die keine analytischen Lösungen bekannt sind. Diese Unfähigkeit, die Gleichungen explizit zu lösen, ist der Grund dafür, dass numerische Simulationen verwendet werden. Die korrekte Simulation der Gleichungen der Strömungsdynamik ist jedoch alles andere als einfach (Thuburn 2008). Ein besonderes Problem besteht darin, dass die korrekte Lösung dieser Gleichungen zwar die kontinuierliche Erhaltung von Masse, Energie, Impuls und anderen Eigenschaften (auf unendlich vielen Skalen) erfordert, da es sich um partielle Differentialgleichungen handelt, die Modelle jedoch diskret sind. Prozesse wie die Dissipation von Energie und die Ausbreitung von Wirbeln finden unterhalb der Gitterstufe statt, und es gibt keine Theorie, die garantiert, dass das Gittermodell diese korrekt behandelt (McWilliams 2007; Marston et al. 2016). Simulierte Prozesse innerhalb eines Gitters breiten sich möglicherweise nicht reibungslos auf benachbarte Zellen aus, was zu Ringing, der Anhäufung numerischer Lösungsfehler im Laufe der Zeit, oder zu Fehlern bei Winden oder der korrekten Modellierung von Phänomenen wie der Quasi-Biennial Oscillation führen kann (Thuburn 2008). Diese Probleme wurden noch nicht angemessen gelöst (z. B. Katzav et al. 2012), und tatsächlich bleibt die Lösung der N-S-Gleichungen ein Millennium-Problem (siehe http://www.claymath.org/millennium-problems/navier-stokes-equation). Daher können die Modelle gegen Erhaltungssätze verstoßen und numerische Lösungsartefakte aufweisen. Stevens und Bony (2013) zeigten beispielsweise, dass selbst in einem idealisierten Modell eines Wasserplaneten mit vorgegebenen Oberflächentemperaturen die räumlichen Reaktionen von Wolken und Niederschlag auf die Erwärmung je nach Modell sehr unterschiedlich ausfallen. Dies verdeutlicht, dass noch keine Einigkeit darüber besteht, wie diese Prozesse auf einem Gitter dargestellt oder berechnet werden sollen. Zhou et al. (2015) dokumentieren Fehler bei der zonalen Mittelung der Sonneneinstrahlung in einigen Modellen. Staniforth und Thuburn (2012) dokumentieren, dass alle bestehenden numerischen Gitterlösungsschemata bekannte Probleme aufweisen, darunter Gitterabdrücke und die Anregung von Berechnungszuständen. Die Unzulänglichkeit aktueller Gitterverfahren zeigt sich daran, dass ein Modell mit höherer Auflösung oft viele Abweichungen im Vergleich zu aktuellen Modellen aufweist (Sakamoto et al. 2012). Es werden weiterhin verbesserte numerische Methoden eingeführt, um die bekannten Probleme bei der Lösung von N-S-PDEs zu beheben (z. B. Marston et al. 2016). Darüber hinaus gibt es in allen Modellen Subgitter-Parametrisierungen (McWilliams 2007; Katzav et al. 2012; Hourdin et al. 2016), welche die Unsicherheit erhöhen. McWilliams (2007) stellt fest, dass kleine strukturelle (gleichungsformale) Unterschiede in Subgitter-Parametrisierungen zu unterschiedlichen dynamischen Attraktoren in solchen Strömungsdynamik-Systemen führen können.

Betrachten wir die grundlegendsten physikalischen Aspekte von Klimamodellen: die Strahlungseigenschaften von CO₂ in der Atmosphäre. Zwar gibt es eine grundlegende Theorie für diesen Prozess, doch gibt es zahlreiche Software-Tools zur Strahlungstransportberechnung (Oreopoulos und Mlawer 2010), da die Berechnung des Strahlungstransports auf einem Globus mit heterogener Atmosphäre ein schwieriges numerisches Problem darstellt – im Gegensatz zur Beschleunigung eines fallenden Körpers im Vakuum. Das Spektrum wird in jedem dieser Programme mit unterschiedlichen Auflösungen unter Verwendung verschiedener geometrischer Annahmen und Verfahren bewertet. Noch gravierender ist, wie Oreopoulos und Mlawer (2010) dokumentieren, dass 1) sich die grundlegende Theorie selbst ständig weiterentwickelt; 2) die in GCMs verwendeten Algorithmen aus rechnerischen Gründen stark vereinfacht sind; und 3) verschiedene GCMs nicht die gleichen Strahlungstransfer-Algorithmen verwenden. Es ist somit klar, dass auch hier eine Lücke zwischen der grundlegenden Theorie und den Berechnungen besteht, mit unklaren Konsequenzen.

Ebenso trifft jedes GCM unterschiedliche Annahmen hinsichtlich des Antriebs, der Wolken, der Landoberflächen, der räumlichen Rasterung usw. und verwendet unterschiedliche numerische Verfahren zur Lösung. Die geschätzten Antriebe haben sich zwischen den IPCC-Berichten AR4 und AR5 erheblich verändert, und der Einfluss von Aerosolen wird derzeit noch überarbeitet (z. B. Stevens 2015), wobei es erhebliche Unterschiede in der Darstellung zwischen den Modellen gibt (Wilcox et al. 2013). Für Prozesse, die unterhalb der Gitterauflösung ablaufen, wie z. B. Wolkenverhalten und Niederschlag, werden Parametrisierungen (d. h. empirische Beziehungen) verwendet (McWilliams 2007). Diese empirischen Beziehungen enthalten freie Parameter, die abgestimmt werden müssen (Lahsen 2005; McWilliams 2007; Mauritsen et al. 2012; Schmidt und Sherwood 2015; Hargreaves 2010; Hourdin et al. 2016), und diese Anpassungen können willkürlich sein (z. B. Soon et al. 2001, deren Abb. 4). Fehler in diesen Näherungen sind schwer zu quantifizieren, entfernen die Modelle jedoch zweifellos weit vom Bereich der reinen Darstellung idealer physikalischer Gesetze, wie etwa der Schwarzkörperstrahlung von einer gleichmäßigen Oberfläche bekannter Temperatur, wie auch von Katzav et al. (2012) argumentiert. Es lässt sich auch argumentieren, dass wesentliche physikalische Prozesse in den Modellen unberücksichtigt bleiben, wie beispielsweise die Auswirkungen des elektrischen Feldes der Erde (Andersson et al. 2014).

Wenn globale Klimamodelle nicht als präzise Abbildungen der Theorie betrachtet werden können, die auf der Ableitung einiger Komponenten aus fundierten physikalischen Erkenntnissen beruhen (wie oben dargelegt), welchen epistemologischen Status haben sie dann? Ein Ansatz zur Beurteilung ihres Wahrheitswerts besteht darin, nicht ausgehend von der zugrunde liegenden Physik zu argumentieren, sondern rückwärts von der Qualität ihrer Ergebnisse. Es lässt sich erfolgreich argumentieren, dass sie Aspekte des aktuellen Verständnisses des Erdklimasystems verkörpern, da sie sonst überhaupt nicht funktionieren würden. Katzav (2014) sowie Schmidt und Sherwood (2015) argumentieren beispielsweise, dass diese Verkörperung von Wissen durch die Überlegenheit aktueller Modelle gegenüber einem naiven Modell oder gegenüber Klimamodellen der vorherigen Generation belegt wird. Smith (2002) und Oreskes et al. (1994) schlagen vor, dass die Modelle eine nützliche Analogie oder Heuristik darstellen. McWilliams (2007) argumentiert, dass aufgrund der irreduziblen Unsicherheit in den Modellausgaben, die auf chaotische Dynamiken zurückzuführen ist, GCMs eher anhand ihrer Plausibilität beurteilt werden sollten als danach, ob sie korrekt oder die besten sind. Er argumentiert, dass die Modelle „Raum-Zeit-Muster liefern, die an die Natur erinnern … und damit eine sinnvolle Art von Turing-Test zwischen dem Künstlichen und dem Tatsächlichen bestehen“. Der IPCC (2013, S. 145) stellt fest, dass diese Modelle als Werkzeuge zum Verständnis des Klimasystems betrachtet werden können. Viele Ergebnisse (insbesondere die Temperatur) zeigen eine gute Übereinstimmung zwischen den Modellen, was auf einen gewissen Wahrheitswert der Modelle hindeutet (Räisänen 2007). Die Übereinstimmung zwischen den Modellen kann jedoch auf gemeinsamen Annahmen, gemeinsamen Algorithmen und ähnlichen Daten beruhen, die zur Kalibrierung verwendet werden. Parker (2011) argumentiert, dass die Übereinstimmung der Vorhersagen zwischen den Modellen zwar gewisse Belege liefert, jedoch nicht ausreicht, um eine epistemische Gewissheit hinsichtlich ihres Wahrheitswerts zu begründen. Aus diesen Gründen verfehlen Bemühungen zur Bestätigung (Verifizierung) von Klimamodellen (z. B. Lloyd 2010, Diskussion in Katzav et al. 2012) ihr Ziel. Auch wenn diese Modelle plausibel sein können, eine Art Turing-Test bestehen und miteinander übereinstimmen, bedeuten die Probleme der irreduziblen Dynamik und der numerischen Unsicherheit (z. B. McWilliams 2007) sowie andere Aspekte, dass die theoretische Grundlage der Modelle nicht als Garant für die Gültigkeit nützlicher Vorhersagen angesehen werden kann. Dies wirft die Frage nach ihrer Nützlichkeit als Vorhersageinstrumente auf, die im Folgenden erörtert wird.

4 Klimamodelle als Berechnungs-Grundlagen

Da sich globale Klimamodelle ständig weiterentwickeln und es einigen Aspekten möglicherweise an einer strengen und engen Verbindung zur zugrunde liegenden Physik mangelt, sind sie nach Poppers Kriterien nicht widerlegbar (siehe Curry und Webster 2011) und müssen als Berechnungsinstrumente betrachtet werden. Daher ist es notwendig, die Modelle vor ihrer Anwendung in irgendeiner Form zu überprüfen.

Das Testen komplexer Simulationsmodelle ist schwierig. Die große Anzahl von (anhand von Daten geschätzten) Parametern in diesen Modellen (Murphy et al. 2004; Hargreaves 2010; Schmidt und Sherwood 2015; Hourdin et al. 2016) lässt vermuten, dass die parametrische Unsicherheit der Modelle hoch sein könnte, doch wurde dies bislang nur unzureichend untersucht (Guttorp 2014). Es gibt potenzielle Probleme hinsichtlich der Struktur (Gleichungsform), der Parameter und der Datenfehler (Loehle 1987, 1988; Hourdin et al. 2016), die bisher kaum untersucht worden sind. Es gibt viele spezifische Arten von Sensitivitäts- und Fehleranalysen, die durchgeführt werden können (z. B. Falloon et al. 2014; Guttorp 2014; Rougier und Goldstein 2014), um die Zuverlässigkeit von Modellausgaben zu bewerten, doch diese Methoden wurden aufgrund ihres hohen Rechenaufwands fast nie auf GCMs angewendet (Falloon et al. 2014). Allen und Ingram (2002) sowie McWilliams (2007) argumentieren, dass „Ensembles of Opportunity“ (eine Sammlung von Modellen) die Modellunsicherheit nicht angemessen erfassen, und empfehlen eine umfassende Unsicherheitsanalyse (Anfangsbedingungen, Parameter, Funktionsform der Gleichungen, numerische Methode usw.), um mögliche Prognosen einzugrenzen – eine Analyse, die für GCMs bislang noch nicht durchgeführt worden ist. Daher stehen Entscheidungsträgern für GCMs keine entscheidenden Informationen zur Modellunsicherheit zur Verfügung.

Modelle der turbulenten Dynamik zeigen eine Empfindlichkeit gegenüber den Anfangsbedingungen (Frigg et al. 2013). Bei einem strukturell perfekten Modell (d. h. alle Gleichungen und Parameter sind korrekt; numerische Methoden funktionieren korrekt) lässt sich der Einfluss der Unsicherheit der Anfangsbedingungen abschätzen, indem mehrere Durchläufe mit gestörten Anfangsbedingungen durchgeführt werden, was eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für die Ergebnisse liefert. Dies setzt voraus, dass die Fehler in den Anfangsbedingungen charakterisiert werden können und dass eine ausreichende Anzahl von Durchläufen durchgeführt werden kann, was bei Klimamodellen in der Regel nicht der Fall ist (McWilliams 2007). In einer einzigartigen Fallstudie störten Deser et al. (2016) einen Basislauf durch Rauschen auf Maschinenfehler-Niveau (d. h. Rundungsfehler), das auf das anfängliche Temperaturfeld angewendet wurde. Sie fanden bei 30 Durchläufen sehr große Unterschiede von mehreren °C in den 50-Jahres-Trends im Winter für Regionen Nordamerikas. Sie stellten fest, dass ein Ensemble-Ansatz die interne Variabilität vom erzwungenen Signal trennen könnte, um eine bessere Übereinstimmung mit historischen Daten zu erzielen. Dies basiert jedoch auf einer infinitesimalen Störung der Anfangsbedingungen. Die tatsächlichen Unsicherheiten der Anfangsbedingungen sind um viele Größenordnungen größer. Noch wichtiger ist, dass diese stochastische Störung der Anfangsbedingungen bei Vorliegen struktureller Fehler (falsche Gleichungsform zur Darstellung eines Prozesses) nicht nur uninformativ, sondern sogar irreführend sein kann. (Smith 2002; Frigg et al. 2014; Hourdin et al. 2016).

Es könnte aufschlussreicher sein, die Ergebnisse der globalen Klimamodelle (GCM) nicht als Ganzes, sondern genauer zu betrachten, um zu erkennen, was mit ausreichender Genauigkeit vorhergesagt werden kann. Der IPCC (2013) stellt die GCM-Ergebnisse der globalen Mitteltemperatur seit 1850 als Abweichungen vom Mittelwert dar; werden sie jedoch als absolute Temperaturen dargestellt, weichen die Zeitreihen bis zu 4 °C voneinander ab (SI Abb. 2). Ein ähnliches Ergebnis (Abweichungen 4 °C) wurde für die kontinentalen USA festgestellt (Anagnostopoulos et al. 2010). Dies ist kein trivialer Unterschied, da die Langwellenstrahlung eines Objekts gemäß der Stefan-Boltzmann-Relation proportional zur vierten Potenz der absoluten Temperatur ist (Anagnostopoulos et al. 2010). Wenn sich Modelle in der mittleren Temperatur so stark unterscheiden, behandeln sie dann die grundlegende Physik auf die gleiche Weise oder setzen sie die Physik mit korrekten Algorithmen um? Dies wirft epistemische Fragen hinsichtlich der von GCMs erstellten Vorhersagen auf. Hawkins und Sutton (2016) weisen darauf hin, dass bei einer linearen Reaktion auf einen erhöhten Antrieb die absolute Temperatur für die Abschätzung der Reaktion auf einen erhöhten Antrieb keine große Rolle spielt. Liegt jedoch eine starke positive Rückkopplung vor, ist die Reaktion auf einen erhöhten Antrieb bei höheren Temperaturen stärker (Bloch-Johnson et al. 2015, Gregory et al. 2015). Wenn hingegen eine negative Rückkopplung den CO2-Antrieb dämpft (z. B. Spencer und Braswell 2011), würde dies ebenfalls von der tatsächlichen Temperatur abhängen. In beiden Fällen wäre die absolute Temperatur von Bedeutung (d. h., die Reaktion ist nichtlinear) und die Verwendung von Anomalien lässt sich nicht rechtfertigen. Anomalien, manchmal auch als „Bias-Korrektur“ bezeichnet, werden auch zum Vergleich anderer Klimadaten verwendet. Allerdings reagieren Nutzpflanzen, Biodiversität, Meeresspiegel und Eisschilde alle auf tatsächliche Niederschläge und Temperaturen, und somit würden die verschiedenen Modelle sehr unterschiedliche Auswirkungen prognostizieren, selbst wenn ihre Anomalietrends übereinstimmen würden, wie von Hawkins und Sutton (2016) angemerkt. Der Nettoeffekt der Bias-Korrektur oder der Verwendung von Anomalien besteht darin, den epistemologischen Status der Modelle zu verschleiern, indem die Streuung der Modellausgaben zueinander verringert wird und Unstimmigkeiten mit den Daten schwer zu bestimmen sind.

Die Anwendung einer Bias-Korrektur kann zu weiteren Schwierigkeiten bei der Überprüfung führen. Betrachten wir den Fall, dass globale Temperaturverläufe mit Modellausgaben verglichen werden. Wenn die Daten in tatsächlichen °C vorliegen oder über einen bestimmten Zeitraum auf eine gemeinsame Basislinie verschoben werden, wird die Korrelationsstatistik nicht beeinflusst, da der konstante Term aus der Berechnung herausfällt. Bei anderen Messgrößen kann die Basislinie jedoch einen Einfluss haben. Beispielsweise unterscheidet sich die R²-Statistik für die Modellanpassung bei tatsächlichen Reihen von der bei Anomalie-Reihen und kann bei nicht verschobenen Reihen sogar negativ sein (d. h., die Anpassung an die Daten ist schlechter als an einen einfachen Mittelwert der Daten). Hawkins und Sutton (2016) weisen darauf hin, dass die Normalisierung (Basislinienverschiebung) einer Klimareihe auf einem Referenzzeitraum basiert, typischerweise 30 Jahre, aber auch den gesamten Aufzeichnungszeitraum umfassen kann. Sowohl die Daten als auch die Modellausgaben werden nach oben oder unten verschoben, sodass ihre jeweiligen Mittelwerte über den Referenzzeitraum Null betragen. Beim Vergleich mehrerer Durchläufe eines einzelnen Modells oder mehrerer Modelle mit den Daten stimmen diese während des Referenzzeitraums am ehesten überein. Das bedeutet, dass der visuelle Eindruck der Modellanpassung oder der Zeitpunkt, zu dem ein Modell gut oder schlecht abschneidet, vollständig vom gewählten Referenzzeitraum abhängen kann (Beispiele finden sich bei Hawkins und Sutton 2016). Dies wirkt sich beispielsweise auf die Frage aus, ob die Modelle derzeit höhere Werte vorhersagen als die Daten zeigen. Je näher der gewählte Referenzzeitraum an der Gegenwart liegt, desto größer erscheint die Übereinstimmung zwischen den Modellen und den Daten der letzten Jahre. Bei Anpassungsstatistiken wie R² kann die Wahl des Referenzzeitraums ebenfalls das Ergebnis und damit die implizierte Modellanpassung beeinflussen. In Abbildung 2 wird beispielsweise ein künstliches Beispiel gezeigt. In Abbildung 2a werden sowohl die Daten als auch das Modell auf den 100-jährigen Referenzzeitraum (Mittelwert 0) verschoben. Die Anpassung erscheint visuell recht gut, und R² = 0,79. In Abbildung 2b werden jedoch die letzten 30 Jahre als Referenzzeitraum verwendet. Nun scheint das Modell in der Vergangenheit schlechter und in den letzten Jahrzehnten besser (fast perfekt) zu passen, aber R² beträgt nun 0,54, was eine erhebliche Verschlechterung darstellt. Dies wirft ein epistemisches Dilemma auf. Wenn die Korrelation als Maß für gemeinsame Trends und Muster (z. B. Temperaturanstiege und -abfälle) verwendet wird, berücksichtigt dies nicht die Verzerrung (den Offset) in den Modellausgaben. Werden Modelle und Daten auf Anomaliebasis betrachtet, so setzt dies für Temperatur und Niederschlag voraus, dass die tatsächlichen Werte keine Rolle spielen, sondern nur der Trend, doch dies ist nach wie vor umstritten. Darüber hinaus beeinflusst der gewählte Referenzzeitraum sowohl den visuellen Eindruck der Modellanpassungsgüte (sowohl hinsichtlich der Ensemble-Streuung als auch des Anpassungsmusters über die Zeit) als auch alle Anpassungsstatistiken mit Ausnahme der einfachen Korrelation. Fragen wie diese haben Auswirkungen auf die epistemische Gewissheit.

5 Schlussfolgerungen

Wie verhält es sich nun mit der von den GCMs aufgeworfenen Wissensfrage? Als parametrisierte Simulatoren, die Klimaverläufe generieren, müssen diese Instrumente grundsätzlich statistisch und quantitativ bewertet werden. Qualitative Einschätzungen geben keine Antwort auf die entscheidenden politikrelevanten Fragen, wie stark, wann und wo die Erwärmung eintreten wird. Held (2005) argumentiert, dass die Erlangung eines besseren Klimaverständnisses die Entwicklung vereinfachter, idealisierter „Welten“ (siehe z. B. SI Abb. 1) erfordert, um die Prozesse großräumiger Turbulenzen, der Wärmeübertragung zu den Polen, der Ozeanzirkulation und insbesondere die Frage zu untersuchen, wie große Klimaphänomene wie ENSO bestehen bleiben können. Ohne diese Erforschung der Prozesse, so Held, sei es nicht möglich zu erklären, warum verschiedene GCMs unterschiedliche Ergebnisse liefern, warum sie von den Daten abweichen und wie sie verbessert werden können. Dies liege daran, dass die Komplexität der Modelle zu epistemischer Undurchsichtigkeit führe. Angemessene Erklärungen für das Verhalten komplexer hierarchischer Systeme wie des Klimas müssten in der Regel mehrstufig sein und Faktoren wie Meeresströmungen, Kontinente und Wolken berücksichtigen. Ein auf diese Weise gewonnenes besseres Verständnis könnte zu besseren Subgitter-Parametrisierungen führen. Ein Beispiel hierfür ist die aktuelle Arbeit von Moncrieff et al. (2017), die einen multiskaligen Ansatz zum Verständnis organisierter tropischer Konvektion ableitet, der zur Entwicklung von Subgitter-Parametrisierungen genutzt werden kann.

Wenn Klimamodelle dem realen Erdsystem lediglich „ähneln“ und eher als Analogie (Oreskes et al. 1994) oder als explorative Werkzeuge dienen, sind sie am nützlichsten als Grundlage für qualitative Vorhersagen, etwa dass eine gewisse Erwärmung wahrscheinlich ist. Wenn die Modelle bestimmte Vorhersagen (z. B. zur globalen Temperatur) mit akzeptabler Genauigkeit treffen können, ist es wichtig zu ermitteln, welche Variablen auf diese Weise vorhergesagt werden können. Wenn Modelle eine gemeinsame Verzerrung aufweisen, kann diese Verzerrung möglicherweise bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden. Erklärungen für Unterschiede in der Modellleistung sollten gesucht werden, insbesondere für die große Bandbreite zukünftiger Entwicklungspfade. Angesichts der Komplexität des Erdklimasystems verdient die Grundlage für die auf GCMs basierenden Wissensaussagen größere Aufmerksamkeit. Richtig angewandte Erkenntnistheorie kann helfen zu klären, was wir wissen, wie wir es wissen und wo die Grenzen einer strengen, gerechtfertigten Argumentation liegen.

Der Klimawandel stellt ein komplexes politisches Problem dar. Sowohl Handeln als auch Untätigkeit bergen ein hohes Risiko. Diese Abhandlung führt zu keiner bestimmten politischen Schlussfolgerung. Vielmehr konzentriert sie sich auf die Verfahren, die zu einer stringenten Argumentation führen. Politische Entscheidungen beinhalten zwangsläufig auch Risikowahrnehmung, Risikotoleranz, kulturelle Werte, wirtschaftliche Aspekte und andere Faktoren, die über den Rahmen dieser Analyse hinausgehen. Jede Politik kann jedoch nur davon profitieren, wenn besser verstanden wird, wie Klimamodelle aufgebaut sind, auf welchen physikalischen Grundlagen sie beruhen, wie sie getestet werden können und wie ihre Ergebnisse zu bewerten sind.

Referenzen

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Link: https://wattsupwiththat.com/2026/06/02/are-climate-models-just-physics/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Kommentar des Übersetzers zu diesem Beitrag:

Antwort auf die Frage in der Überschrift: NEIN!

Ein Wettermodell erfasst die gegenwärtige Lage mittels aller verfügbaren Messungen. Weil die physikalischen Gesetze alle bekannt sind, nach welchen sich meteorologische Parameter entwickeln, können Wettermodelle auf einige Tage recht gut die großräumigen Wetterstrukturen abbilden (Planetarische Wellen der Höhenströmung z. B.). Schon bei der modelleigenen Interpretation der großräumigen Entwicklung versagen sie jedoch recht schnell (z. B. wenn man die Niederschlagsmenge für ein bestimmtes Gebiet simulieren will. Das hat sich in der Kältewelle Mitte Mai eindrucksvoll gezeigt).
Fazit: Wettermodelle basieren AUSSCHLIEßLICH auf Messungen, auf welche dann bekannte physikalische Gesetze angewendet werden. DAS ist Physik!
Aber welche Messwerte gehen in Klimamodelle ein?

 

Der Beitrag Sind Klimamodelle „einfach Physik”? erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Valentina Zharkova und das Grand Solar Minimum

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Cap Allon

Valentina Zharkova ist nicht von ihrer These abgerückt.

Ihre Arbeit aus dem Jahr 2026 mit dem Titel „Modern Grand Solar Minimum (2020–2053)“ ist eine überarbeitete Neuauflage der gleichen These, die sie bereits 2020 veröffentlicht hatte: Die Sonne sei in ein modernes Großes Sonnenminimum eingetreten, das sich ungefähr von 2020 bis 2053 erstreckt, wobei die schwächste Phase noch bevorstehe.

Die Kernaussage ist unverändert.

Zharkova argumentiert, dass das Hintergrundmagnetfeld der Sonne zwei Hauptmagnetwellen enthält, die in verschiedenen Schichten des solaren Dynamos erzeugt werden. Diese Wellen verlaufen leicht phasenverschoben. Wenn sie sich gegenseitig verstärken, verstärken sich die Sonnenzyklen. Wenn sie sich gegenphasig überlagern, nimmt die Sonnenaktivität ab. In ihrem Modell führt dies zu großen Sonnenzyklen mit einer Dauer von etwa 330 bis 380 Jahren, die durch große Sonnenminima getrennt sind, ähnlich den Maunder-, Wolf- und Oort-Minima.

Auch der Zeitrahmen bleibt unverändert.

Im Jahr 2020 identifizierte Zharkova das moderne Große Sonnenminimum als ein Ereignis des Zyklus 25–27, das sich über den Zeitraum 2020–2053 erstreckt. Für das Jahr 2026 wiederholt sie den gleichen Zeitraum.

Die wichtigste Änderung ist meiner Meinung nach der Tonfall.

Im Jahr 2020 schrieb Zharkova, dass die Sonne in das moderne Große Sonnenminimum eingetreten sei und dass sich die Abkühlung um die Sonnenminima zwischen den Zyklen 25 und 26 sowie 26 und 27 deutlicher zeigen dürfte. Die Veröffentlichung aus dem Jahr 2026 ist direkter. Darin heißt es, das moderne Große Sonnenminimum sei „eingetreten“, es werde bis zur Mitte des Jahrhunderts andauern und die damit verbundene Kleine Eiszeit sei bereits da.

Zu Beginn war der Sonnenzyklus 25 stärker als in frühen offiziellen Prognosen erwartet. Er brachte starke Flares hervor und erreichte sein Sonnenmaximum um 2024. Für Kritiker sah das wie ein Problem für jedes Argument zugunsten eines großen Minimums aus. Doch Zharkovas Antwort ist einfach: Der Höhepunkt des Zyklus 25 war nie der entscheidende Test. Der Test ist der Rückgang von diesem Höhepunkt, das Minimum zwischen den Zyklen 25 und 26, der schwächere Zyklus 26, den sie als Folge erwartet, und dann das Minimum zwischen den Zyklen 26 und 27 – all das steht noch bevor.

Und wie am Mittwoch erörtert, verläuft der Rückgang vom Höchststand des SC25 bislang drastisch, was gut zu Zharkovas These passt.

In ihrer Veröffentlichung aus dem Jahr 2026 heißt es, dass während der absteigenden Phase des Zyklus‘ 25 und insbesondere während der nächsten beiden Zyklusminima weitere Anzeichen einer Abkühlung auftreten dürften. Zharkova geht davon aus, dass die verringerte Sonnenaktivität während des „Grand Minimum“ die Sonneneinstrahlung gegenüber dem heutigen Niveau um etwa 3 W/m² senken wird. Sie argumentiert, dass dies die durchschnittliche Temperatur auf der Erde um etwa 1 °C senken würde, wobei Vergleiche mit dem Maunder-Minimum auf eine mögliche Abkühlung um 1,5 °C hindeuten. Die Abkühlung, so sagt sie, würde nicht gleichmäßig verteilt sein. Die Auswirkungen im Winter wären auf den Kontinenten der nördlichen Hemisphäre stärker, da eine veränderte Zirkulation dazu führen würde, dass vermehrt arktische Luft in niedrigere Breitengrade gelangt.

Ihr Argument lautet nicht einfach „weniger Sonne, kälterer Planet“ – es geht auch um die Zirkulation: schwächere Sonnenaktivität, Veränderungen in der Stratosphäre, Verschiebungen bei AO/NAO, wellenförmigere Jetstreams, kältere kontinentale Kälteeinbrüche und häufigere Einbrüche polarer Luft in die mittleren Breiten.

Zharkova sieht den entscheidenden Test für den Rückgang im Zyklus 26.

Und sie schließt mit einer Warnung: Wenn die Sonnenaktivität tatsächlich nachlässt, wenn die Zirkulation wechselhafter wird und Kälteeinbrüche häufiger auftreten, dann brauchen die Länder zuverlässige, kontinuierliche und regelbare Energie. Die moderne Energiedebatte basiert auf der Annahme, dass es „immer heißer“ wird. Zharkova warnt vor genau dem Gegenteil: einem kälteren, weniger stabilen Muster bis zur Mitte des Jahrhunderts, bei dem Ernährung, Heizung und die Widerstandsfähigkeit des Stromnetzes im Mittelpunkt des nationalen Überlebens stehen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-cold-half-is-ignored-concordia?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

—————————————

Dazu gibt es auch einen Beitrag von Kenneth Richard (Link siehe unten):

Das große Sonnenminimum ist da… Bis zu den 2030er und 2040er Jahren wird eine globale Abkühlung um mindestens 1 °C erwartet

Kenneth Richard

Die über Jahrhunderte hinweg beobachteten Muster der Sonnenaktivität deuten darauf hin, dass die nächste Abkühlungsphase der Kleinen Eiszeit begonnen hat.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie, die sich auf die Analyse historischer Phasen des solaren Magnetfelds stützt, belegt den Einfluss der Sonnenaktivität auf die Temperatur der Erde.

Kühle Phasen der „Kleinen Eiszeit“ lassen sich zuverlässig mit großen Sonnenminima (GSM) in Verbindung bringen.

So wird beispielsweise angenommen, dass während des Maunder-Minimums (Ende des 17. bis Anfang des 18. Jahrhunderts) die Sonneneinstrahlung um etwa 3 W/m² abgenommen und sich die Nordhalbkugel infolgedessen um etwa 1 °C abgekühlt hat.

Anhand einer harmonischen Analyse lässt sich vermuten, dass der Beginn des nächsten GSM bereits eingetreten ist und es in den nächsten Jahrzehnten zu einer globalen Abkühlung kommen wird.

„Während eines GSM wird ein Rückgang der Sonneneinstrahlung um etwa 3 W/m² gegenüber dem heutigen Niveau erwartet, was zu einem Rückgang der durchschnittlichen Erdtemperatur um etwa 1,0 °C führt.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das vor 10 Jahren von Zharkova et al. (2015) vorhergesagte moderne große Sonnenminimum (2020–2053) eingetreten ist und sich wie erwartet bis zur Mitte des Jahrhunderts fortsetzen wird. Es bringt das kalte Wetter mit starken Frösten und Schneefällen, das im Januar und Februar 2026 auf der gesamten Nordhalbkugel von West nach Ost und vom Norden bis zum Äquator verzeichnet wurde. Die mit dem heutigen großen Sonnenminimum verbundene kleine Eiszeit ist da …“

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/30/a-grand-solar-minimum-has-arrivedglobal-cooling-of-at-least-1c-is-expected-by-the-2030s-2040s/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Valentina Zharkova und das <em>Grand Solar Minimum</em> erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Ozean-„Versauerung” — Eine weitere falsche Panikmache, die einfach nicht verschwinden will

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Francis Menton, THE MANHATTAN CONTRARIAN

Die „Versauerung“ der Ozeane ist ein in gewisser Weise einzigartiger Teilbereich der übergreifenden Klimapanik. Sie unterscheidet sich von anderen Teilbereichen dieser großen Panik dadurch, dass sie nicht von der Erwärmung der Atmosphäre als treibende Kraft für die vermeintlich beängstigenden Folgen abhängt. Stattdessen geht man bei der „Versauerung“ der Ozeane davon aus, dass ein erhöhter CO₂-Gehalt in der Atmosphäre (durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe) zu einem Anstieg des in den Ozeanen gelösten CO₂ führt, was wiederum einen niedrigeren pH-Wert des Meerwassers zur Folge hat, der dann zum Auslöser der angeblichen beängstigenden Folgen wird. Somit kann die „Versauerung“ der Ozeane theoretisch als Schreckensszenario dienen, selbst wenn sich die Atmosphäre bei steigendem CO₂-Gehalt nicht in dem Maße erwärmt, wie es die Klimamodelle der Befürworter simulieren.

Doch die Behauptung der „Versauerung“ der Ozeane hat ihre eigenen Schwachstellen. Für die Verfechter der Weltuntergangsstimmung ist es ein Problem, dass der Ozean (eher) alkalisch als sauer ist und dass die Veränderung des pH-Werts im Ozean selbst bei einem starken Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre gering ist. Manche würden die Veränderung des pH-Werts im Ozean vielleicht sogar als „geringfügig“ bezeichnen. Und die pH-Veränderung reicht selbst im schlimmsten Fall bei weitem nicht aus, um den pH-Wert auf ein neutrales Niveau zu senken, geschweige denn auf einen sauren Wert. Der letzte Punkt ist der Grund, warum ich den Begriff „Versauerung“ in Anführungszeichen gesetzt habe.

Wie also können Befürworter die „Versauerung“ der Ozeane zu etwas machen, das beängstigend genug ist, um viele Menschen dazu zu bewegen, fossile Brennstoffe zu hassen oder zu fürchten? Nun, vielleicht könnten sie die Behauptung aufstellen, dass ein etwas niedrigerer pH-Wert alle tropischen Fische töten würde. OK, aber die Behauptung könnte nicht lauten, dass ein leicht niedrigerer pH-Wert die Fische direkt tötet – das würde niemand glauben. Es müsste einen anderen Zusammenhang geben.

Vor einigen Jahren (im Mai 2021) veröffentlichte ich einen Beitrag über die Arbeit zweier Forscher aus Australien, die eine These aufgestellt hatten, auf die diese Beschreibung genau zutraf. Bei den betreffenden Forschern handelte es sich um Philip Munday und Danielle Dixson von der James Cook University in Queensland. Im Laufe mehrerer Jahre und in rund 22 begutachteten Fachartikeln hatten die beiden (zusammen mit Mitautoren) die Behauptung aufgestellt, dass ein niedrigerer pH-Wert im Ozean tropische Fische in den Wahnsinn treiben oder zumindest dazu führen würde, dass die Fische „erhebliche Verhaltens- und Sinnesbeeinträchtigungen“ erleiden, die ihr Überleben gefährden würden. Wie offensichtlich sein dürfte, lieferte diese Behauptung eine außerordentliche Stütze für die Anti-Fossilbrennstoff-Erzählung, unabhängig von jeglicher Behauptung zur globalen Erwärmung, und verschaffte den Artikeln infolgedessen große Aufmerksamkeit und den Autoren großen Beifall.

Aber es war zu schön, um wahr zu sein. Anlass für meinen Beitrag vom Mai 2021 war ein Artikel, der 2020 in „Nature“ erschienen war und von Timothy Clark et al. verfasst wurde; darin wurde über die Ergebnisse der Versuche berichtet, die Ergebnisse von Munday und Dixson zu reproduzieren. Auszug aus der Zusammenfassung:

Hier zeigen wir umfassend und transparent, dass – im Gegensatz zu früheren Studien – die bis zum Ende des Jahrhunderts zu erwartenden Werte der Ozeanversauerung nur vernachlässigbare Auswirkungen auf wichtige Verhaltensweisen von Korallenrifffischen haben, wie etwa die Vermeidung chemischer Signale von Raubtieren, das Aktivitätsniveau der Fische und die Verhaltenslateralisation (Präferenz für Links- oder Rechtskurven). Anhand von Datensimulationen zeigen wir zudem, dass die großen Effektstärken und geringen Varianzen innerhalb der Gruppen höchst unwahrscheinlich sind, über die in mehreren früheren Studien berichtet worden war. Insgesamt deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass die berichteten Auswirkungen der Ozeanversauerung auf das Verhalten von Korallenrifffischen nicht reproduzierbar sind, was nahelegt, dass Verhaltensstörungen keine wesentliche Folge für Korallenrifffische in Ozeanen mit hohem CO₂-Gehalt sein werden.

Die Zusammenfassung enthält zwar nicht das Wort „Betrug“, doch der Artikel lässt stark auf Datenmanipulation schließen. Es war sehr ungewöhnlich, dass „Nature“ einen solchen Artikel veröffentlichte, fügte er doch einer wichtigen Grundlage der Argumentation gegen fossile Brennstoffe erheblichen Schaden zu.

Nun sind fünf Jahre vergangen. Ist von der Argumentation der „Meeresversauerung“ als Grund, fossile Brennstoffe abzulehnen, noch etwas übrig geblieben?

In den letzten Monaten sind Artikel erschienen, die sowohl Argumente dafür als auch dagegen auflisten, ob die „Meeresversauerung“ ein bedeutendes Umweltproblem darstellt. Auf der Seite derjenigen, die der Meinung sind, dass „Meeresversauerung wirklich schlimm und beängstigend ist“, möchte ich einen Artikel von Dana Nuccitelli hervorheben, der im März in einer Publikation namens „The Invading Sea“ unter dem Titel „Die Auswirkungen der Verschmutzung durch fossile Brennstoffe auf die Ozeane sind mit enormen Kosten verbunden“ erschienen ist. Auf der Seite derjenigen, die der Meinung sind, dass „die Versauerung der Ozeane stark übertrieben ist“, möchte ich einen Artikel von van Wijngaarden, Ridd, Cornell und Happer vom 13. Mai 2026 mit dem Titel „Acidification of Water by CO₂“ hervorheben.

Nuccitelli schreibt regelmäßig Beiträge für Yale Climate Connections (ein weiteres Schandmal für Yale). In seinem Artikel scheint Nuccitelli den Versuch aufgegeben zu haben zu behaupten, dass der sich verändernde pH-Wert die tropischen Fische tötet. Stattdessen betont sie hier die Auswirkungen auf die Korallen. Sie behauptet, dass die „Versauerung“ die Korallen tötet, kann das Absterben der Korallen jedoch nicht allein auf den pH-Wert zurückführen, weshalb sie auch die Erwärmung mit ins Spiel bringt:

Floridas Barriereriff ist in Gefahr – und das kommt uns teuer zu stehen. Seit einem Jahrzehnt ist das Riff von einem schweren Ausbruch der Gewebeverlustkrankheit bei Steinkorallen betroffen. Die wahrscheinliche Ursache: Stress durch die Erwärmung des Klimas und die Versauerung der Gewässer, beides Folgen der Verbrennung fossiler Brennstoffe. . . . Die Verbrennung fossiler Brennstoffe durch den Menschen wirkt sich auf die Ozeane der Erde durch einen doppelten Schlag aus: Erwärmung und Versauerung der Gewässer, die dadurch entstehen, dass Kohlendioxid vom Ozean aufgenommen wird.

Es werden keine quantitativen Angaben zum Ausmaß der möglichen Korallenverluste gemacht. Als „wahrscheinliche Ursache“ der Krankheit wird eine Kombination aus „Erwärmung“ und „Versauerung der Gewässer“ genannt. Woher weiß sie das? Wie hoch ist der jeweilige Anteil? Gibt es dafür konkrete Beweise? Falls ja, verzichtet Nuccitelli darauf, diese anzuführen. Ich nehme an, für ihre Leserschaft ist das einfach offensichtlich.

Nachdem sie die „wahrscheinliche Ursache“ dargelegt hat, wendet sich Nuccitelli der Berechnung der Kosten zu – nicht für den Teil der Korallen, der möglicherweise verloren geht, sondern für die gesamte Tourismusbranche, die mit allen Korallen in Verbindung steht:

Die finanziellen Folgen eines Verlusts der Riffe sind enorm. Floridas Korallenriffe bringen Schätzungen zufolge jährlich über 1 Milliarde US-Dollar an Tourismuseinnahmen, leisten einen Beitrag zum Hochwasserschutz im Wert von 650 Millionen US-Dollar und sichern über 70.000 Arbeitsplätze. Darüber hinaus schützen Korallenriffe Menschen und Sachwerte, indem sie bis zu 97 % der Wellenenergie abführen und so Sturmfluten abschwächen.

Und dann stützt sich Nuccitelli auf einen aktuellen Artikel aus „Nature Climate Change“ (vom Januar 2026), der vorgibt, einen neuen Maßstab für die „gesellschaftlichen Kosten von Kohlenstoff“ zu berechnen, und zwar unter der Annahme, dass die globale Erwärmung die Produktivität der Ozeane erheblich verringern wird – nicht nur für Korallen, sondern für alle anderen Lebewesen ebenso. Der NCC-Artikel scheint sich überhaupt nicht mit dem Thema Versauerung zu befassen.

Hier ist meine Lieblingsgrafik aus Nuccitellis Artikel zum Thema „Versauerung“:

Es sieht so aus, als würde der pH-Wert des Ozeans steil abfallen! Fällt Ihnen etwas Seltsames auf? Die gesamte vertikale Skala des Diagramms reicht von einem pH-Wert von 8,03 bis 8,11 – weniger als 0,1 pH-Einheiten. Die gesamte pH-Skala reicht von 0 bis 14. Würde man diese Linie mit einer vertikalen Skala von 0 bis 14 darstellen, wäre sie kaum von einer horizontalen Linie zu unterscheiden.

Wenn Sie sich für die Frage interessieren, ob die Zahl der Meereskorallen weltweit zu- oder abnimmt, kann ich Ihnen mehrere Artikel von Peter Ridd empfehlen. Ridd ist jemand, der tatsächlich hinausgeht und die Korallen untersucht (er war früher an der James-Cook-Universität tätig, genau wie Munday und Dixson, bis er wegen Ketzerei entlassen worden ist) Er ist auch der gleiche Ridd, der Mitautor der weiter unten näher besprochenen Arbeit von van Wijngaarden et al. ist. Hier ist ein Artikel, den Ridd 2023 für die Global Warming Policy Foundation unter dem Titel „Coral in a Warming World, Causes for Optimism“ verfasste [in deutscher Übersetzung hier]; und hier ist einer vom August 2025 vom Institute of Public Affairs mit dem Titel „Science group think flounders on state of Great Barrier Reef“. Unter dem Strich gibt es zahlreiche Belege dafür, dass Korallenriffe weltweit gedeihen (nicht jedes einzelne und nicht jedes Jahr, aber insgesamt), und keinerlei Anzeichen für einen allgemeinen Rückgang. Angesichts dieser Belege: Welchen Beweis gibt es dafür, dass die „Versauerung“ den Korallen schadet? Die Antwort lautet: überhaupt keinen.

Im Gegensatz zu Nuccitellis evidenzlosem Plädoyer ist die Arbeit von van Wijngaarden et al. eine seriöse wissenschaftliche Abhandlung. Ich stelle fest, dass sie auf der Website der CO₂-Koalition erscheint und nicht in einer der „renommierten“ wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Daraus schließe ich, dass diese Autoren, die eigentlich die besten Wissenschaftler für dieses Thema sind, dem erzwungenen Gruppendenken dieser „renommierten“ Zeitschriften den Rücken gekehrt haben.

Die Arbeit ist lang (55 Seiten) und größtenteils technisch. Aber unterm Strich ist es absurd zu glauben, dass der leichte Rückgang des pH-Werts der Ozeane durch den Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre ein nennenswertes Problem für das Leben im Meer darstellen könnte. In diesem Blogbeitrag werde ich lediglich ein zusammenfassendes Zitat wiedergeben. Aus der Zusammenfassung:

Die Grundlagen der anorganischen Chemie zeigen, dass steigende CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre keine schädlichen Auswirkungen auf Organismen haben, die in den natürlichen Gewässern der Erde leben [1], und ihnen sogar zugute kommen können. Die Alkalität und das gelöste CO₂ verleihen den meisten natürlichen Gewässern eine hohe Pufferkapazität und minimieren die Veränderung des pH-Werts durch äußere Einflüsse. So würde beispielsweise eine Verdopplung der atmosphärischen CO₂-Konzentration von 430 ppm auf 860 ppm den pH-Wert von repräsentativem Meerwasser bei einer Temperatur von 25 °C von pH = 8,18 auf pH = 7,93 senken. Diese Veränderung ist vergleichbar mit den täglichen pH-Schwankungen in biologisch produktiven Oberflächengewässern, die auf die photosynthetische Fixierung von gelöstem anorganischem Kohlenstoff am Tag und die Atmung in der Nacht zurückzuführen sind. Die Veränderung ist zudem geringer als die Schwankungen des pH-Werts in Abhängigkeit von Breitengrad, Längengrad und Tiefe in den Ozeanen.

Ein wichtiger Punkt ist, dass der pH-Wert des Ozeans zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht weltweit ein fester Wert ist. Vielmehr schwankt der pH-Wert je nach Breitengrad, Längengrad, Tiefe und sogar Tageszeit innerhalb kleiner Bereiche. Das hat zur Folge, dass das Leben im Ozean bereits mit diesen Schwankungen zurecht kommen muss.

Ein großer Teil der Arbeit befasst sich mit der chemischen Frage, inwieweit der pH-Wert des Ozeans durch einen Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre von derzeit 430 ppm auf bis zu das Doppelte, also 860 ppm, beeinflusst werden könnte. Es sind zwar einige mathematische Berechnungen erforderlich, aber ich halte dies für grundlegende und allgemein bekannte Chemie. Die Schlussfolgerung, wie in der Zusammenfassung dargelegt lautet, dass der durchschnittliche pH-Wert bis auf 7,93 sinken könnte – was immer noch deutlich im alkalischen Bereich liegt (neutral ist 7, alkalisch über 7 und sauer unter 7).

Falls jemand von Forschungsergebnissen weiß, die belegen, dass pH-Schwankungen in den angegebenen Bereichen eine ernsthafte Bedrohung für das Leben im Ozean darstellen, würde ich gerne davon erfahren. Solange ich das nicht sehe, lautet meine Schlussfolgerung, dass das ganze Thema „Ozeanversauerung“ nichts weiter ist als der Versuch, mit der Vorstellung zu spielen, dass Menschen das Wort „Säure“ beängstigend finden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/28/ocean-acidification-another-fake-scare-that-wont-go-away/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Ozean-„Versauerung” — Eine weitere falsche Panikmache, die einfach nicht verschwinden will erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Eisheiligen: der DWD und die Realität

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Joseph Kowatsch, Matthias Baritz

In diesem Kurz-Artikel vom 9. Mai wollen wir uns noch einmal die Aussagen/Behauptungen des DWD bzgl. der Eisheiligen genauer betrachten.

In dem DWD-Artikel von Dipl.-Met. Adrian Leyser Sturm gibt es mehrere Stellen, die diskussionswürdig bzw. nachweislich falsch sind. Die Hauptaussage darin ist: ….Tatsächlich scheinen die Eisheiligen als meteorologische Singularität also eher ein Mythos zu sein, der auf regionalen Sondererfahrungen aus dem Mittelalter fußt und keinesfalls Allgemeingültigkeit besitzt…. 

Und insgesamt soll textlich der Eindruck erweckt werden, dass es: 1) die Eisheiligen in der Monatsmitte Mai überhaupt nicht gibt, sondern kalte Tage streuen quer durch den Monat. Und 2) wegen der Klimaerwärmung sei es allgemein wärmer geworden.

Der DWD-Artikel bezieht sich dafür auf die Auswertung einer einzigen DWD Station, Frankfurt/Main. mit nur einem Kriterium von Tmin < 3 °C! Und das bei Fr/M. Diese Wetterstation befindet sich am Flughafen zwischen den vielen Landbahnen und der über 10-spurigen Autobahn in unmittelbarer Nähe. Eine ausgesprochene Wärmeinselwetterstation, die mit dem Flughafen- und Straßenausbau in den letzten Jahrzehnten eine starke anthropogene Zusatzwärme erhalten hat.

Unsere Auswertungen hingegen beziehen sich auf knapp 500 DWD Stationen Deutschlands mit digital verfügbaren Daten. Und diese zeigen seit 1988 ein ganz anders Bild:

Abb 1: Die Tiefsttemperaturen der Eisheiligen haben eine stark fallende Temperaturtrendgerade in den letzten knapp 40 Jahren

Abb. 2: Kaltlufteinbruch in der Mitte des Monats Mai mit Bodenfrösten. Dies entspricht genau der Definition der Eisheiligen.

Zu beachten ist auch, die Tmin des DWD werden in 2 m Höhe gemessen, am Boden in 5 cm Höhe kann es durchaus drei bis vier Grad kälter sein.

Die Bodenfröste kann man sich bei MT-Wetter veranschaulichen lassen:

Abb. 3: An genau 160 (von knapp 460) DWD-Stationen hatten wir am 15.05.2026 Bodenfrösten Tmin in 5 cm Höhe < 0 °C! Quelle: https://www.mtwetter.de/

Dieses Jahr hat die Bauernregel „Pflanze nie vor der Kalten Sophie“ ihre Gültigkeit und ist kein Mythos! Hätte sich ein landwirtschaftlicher Betrieb auf diesen Mythos des DWD verlassen und seine wärmeliebenden Pflanzen (Tomaten, Paprika, Chili, Auberginen, Gurken, Zucchini, Kürbis, Melonen…) schon ausgesetzt, wäre diese Ernte wahrscheinlich verloren gewesen.

Wahrscheinlichkeiten hat der Dipl.-Met. Adrian Leyser Sturm natürlich auch in seinen Begründungen:

Ein grundlegendes Problem ergibt sich schon alleine aus der Tatsache, dass sich die Namenstage auf den julianischen Kalender beziehen. Im Zuge der gregorianischen Kalenderreform im Jahre 1582 müsste man die Regel eigentlich eine gute Woche später anwenden…… Betrachtet man die letzten 50 Jahre und setzt als Kriterium für Eisheilige eine Tiefsttemperatur von höchstens 3 °C an, dann trafen sie im Schnitt nur in einem Drittel der Fälle zu, was sehr wenig ist für einen Witterungsregelfall. Das Weihnachtstauwetter zum Beispiel tritt in mehr als zwei Drittel der Fälle ein.

Das Weihnachtstauwetter müsste nach diesen Aussagen eigentlich (wegen der Kalenderreform) ebenfalls eine gute Woche später sein. Tut es aber nicht. Ganz im Gegenteil tritt es mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr al 2/3 (~ 0,7) als meteorologische Singularität gut eine Woche zu früh auf !

Richtigstellung der DWD-Argumentation mit dem Beispiel Frankfurt: Die Eisheiligen wurden kälter, auch bei der Wärmeinsel Frankfurter Flughafen.

Abb. 4. Man beachte die Minusvorzeichen bei allen drei Tagesläufen. Die fünf Eisheiligentage vom 11. bis 15. Mai wurden kälter, auch am Frankfurter Flughafen und nachts ist die Abkühlung etwas stärker

Warum der DWD ausgerechnet die DWD Station Frankfurt genommen hat, lässt sich nur erahnen. Vergleiche mit Frankfurt und Düsseldorf liefern erste Erklärungen:

Abb. 5a: Frankfurt nur leicht fallende Temperaturtrendlinie, Düsseldorf stark fallend

Abb. 5b: Auch ländliche Stationen, hier Deuselbach, haben viel stärker fallende Temperaturtrendgeraden als die von Frankfurt.

Man sollte solche Aussagen des DWD mit Vorsicht genießen. Der DWD ist eine Regierungsbehörde, seine Verlautbarungen müssen die menschengemachte CO2-Klimaerwärmung bestätigen. Verlässt man sich auf diese, ist man mit ‘hoher Wahrscheinlichkeit‘ selbst verlassen. Zwar hat der DWD in einem späteren Artikel den Kaltlufteinbruch mit Bodenfrösten bestätigt, für landwirtschaftliche Betriebe, die dem Mythos folgten, aber leider zu spät. Die Bauernregel der Eisheiligen …Alte Gärtnerregeln raten dazu, kälteempfindliche Gemüse und Sommerblumen erst nach diesen Tagen ins Freie zu pflanzen, um sie vor Frostschäden zu bewahren… sollte also weiterhin gelten.

Wir hoffen, dass sich der DWD endlich im nächsten Jahr getraut, die Wahrheit über die Eisheiligen zu schreiben, nämlich dass diese in Deutschland seit 40 Jahren kälter werden.

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 

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Wetter ist Wetter – es sei denn, es ist politisch nützlich

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Cap Allon

Über dem Westen des Kontinents hat sich eine Hitzeglocke gebildet, wobei Hochdruck, klarer Himmel und absinkende Luft die Temperaturen deutlich über den Durchschnitt treiben. Spanien, Portugal, Frankreich und Großbritannien sind am stärksten von der Hitze betroffen, wobei in Teilen der Iberischen Halbinsel Temperaturen von 35 bis 40 °C erreicht werden und für Großbritannien Werte von bis zu 30 °C vorhergesagt werden.

Unter einem starken Höhenrücken sinkt die Luft ab, erwärmt sich und trocknet aus. Die Wolkenbildung wird unterdrückt. Es regnet nicht mehr. Sonnenschein dominiert. Da das Wettergeschehen blockiert ist, verweilt die gleiche Luftmasse mehrere Tage lang über der gleichen Region, anstatt von der üblichen Atlantikströmung verweht zu werden.

Mit anderen Worten: Wetter.

Ein Großteil des Monats Mai verlief europaweit unterdurchschnittlich, einschließlich Großbritannien, wo der Monat (bis zum 20.) mit den Mai-Monaten der Jahre 1696, 1681, 1680, 1676 und 1675 gleichauf lag, bevor sich das Wetterbild umkehrte. Dann verschob sich der Jetstream, es bildete sich ein Hochdruckgebiet, und die erste ernsthafte Warmwetterperiode der Saison setzte ein.

Für normale Menschen bedeutet das Sonne, Grillpartys, Schwimmbäder, Strände und Biergärten.

Für die Klimaindustrie bedeutet es Panik per Copy-Paste.

Die gleichen Medien, welche die Kälte in der ersten Monatshälfte nicht bemerkt hatten, stellen nun ein blockierendes Hoch als Beweis für den Zusammenbruch des Planeten dar. Kälte ist Wetter. Hitze ist Krise. Eine blaue Anomalie auf der Karte ist Hintergrundrauschen. Eine rote ist die Zivilisation am Abgrund.

2-m-Temperaturanomalien für Montag, den 25. Mai [ECMWF]

Westeuropäer: Trinkt genug und habt Spaß. Bis zum Wochenende ist alles vorbei.

Osteuropäer hingegen: Wir schweigen lieber über die ebenso ungewöhnliche blau-lila Fläche, mit der ihr es zu tun bekommen werdet:

GFS 2-m-Temperaturanomalien für den 28. Mai [tropicaltidbits.com]

Link: https://electroverse.substack.com/p/weather-is-weather-until-its-politically?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Warum verschwenden wir immer weiter Geld für „Erneuerbare“-Technologien?

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Gary Abernathy

Letzte Woche habe ich darüber berichtet, dass sich die Einwohner von Richland County in Ohio hinter ihre Kreisräte gestellt haben, um neue groß angelegte Solar- und Windkraftprojekte in weiten Teilen des Landkreises zu verbieten. Wie sinnvoll es ist, bei neuen Solarprojekten auf die Bremse zu treten, wird immer deutlicher, wenn man bedenkt, wie rasant sich die Technologie der „erneuerbaren Energie“ derzeit entwickelt.

In ihrem Eifer, „erneuerbare Energien“ in jeden Winkel der Gesellschaft zu treiben, haben sich die Befürworter immer wieder schuldig gemacht, den solarbetriebenen Karren vor das windbetriebene Pferd zu spannen. Mit anderen Worten: Immer wieder stellen wir fest – meist zu spät –, dass alle der Entwicklung vorauslaufen.

Groß angelegte Solarenergie ist nach wie vor eine junge Technologie. Dennoch haben die Regierungen unter Obama und Biden Milliarden an Steuergeldern an Bundesstaaten und Kommunen verteilt und diese dazu gedrängt – in manchen Fällen sogar dazu verpflichtet –, sich von zuverlässigen Energiequellen „abzuwenden“. Infolgedessen sind je nach Schätzung zwischen 2600 und fast 4000 km² ehemals landwirtschaftlich genutzter Fläche nun mit Solarmodulen bedeckt.

Der American Farmland Trust prognostiziert, dass mit dem Ausbau der Solaranlagen „die zwölf führenden Bundesstaaten zwischen 1200 und über 8000 km² Ackerland verlieren, zerstückeln oder beeinträchtigen werden“. Was für eine Verschwendung! Und warum? Denn selbst für diejenigen, die fest an die Notwendigkeit eines Übergangs zu „erneuerbaren Energien“ glauben, würde sich Geduld durch technologische Fortschritte auszahlen, die es Solaranlagen ermöglichen würden, die gleiche Energiemenge auf einer viel kleineren Fläche zu erzeugen.

Im Jahr 2022 stellte ein Artikel der Yale School of the Environment unter Berufung auf eine Studie des Lawrence Berkeley National Laboratory des US-Energieministeriums fest, dass „die meisten Schätzungen zum Flächenbedarf der Solarenergie veraltet sind und sich immer noch auf Zahlen aus den Anfängen des großtechnischen Betriebs stützen, als der Wirkungsgrad noch deutlich geringer war, sagt der Mitautor der Studie, Mark Bolinger.“

In dem Artikel wird darauf hingewiesen, dass „Solaranlagen, die den ganzen Tag über der Sonne nachgeführt werden – die derzeit vorherrschende Technologie – pro Megawatt Leistung etwa 1,6 ha an Solarmodulen benötigen – weniger als die Hälfte der Fläche, die vor zehn Jahren noch erforderlich war. Dieser Trend, so Bolinger, ‚dürfte sich auf absehbare Zeit fortsetzen‘.“

Wir können sicher sein, dass „die derzeit vorherrschende Technologie“ selbst bald von fortschrittlicherer Technologie überholt werden wird. Und dennoch haben Solarunternehmen immer mehr Land aufgekauft – gestützt durch Steuergelder in Form von staatlichen Subventionen und geleitet von veralteten Schätzungen eines künftigen Bedarfs von 40.000 km² –, obwohl die Technologie künftig weniger Fläche benötigen wird.

Wie teuer es ist, Unmengen an Geld in eine „Lösung“ zu stecken, während sich die Technologie noch weiterentwickelt, wurde durch den Fall des Ivanpah-Solarkraftwerks deutlich. Ich schrieb letztes Jahr über das Kraftwerk, das, wie ich anmerkte, „von 2010 bis 2014 für 2,2 Milliarden Dollar gebaut worden war – darunter 1,6 Milliarden Dollar aus drei staatlichen Kreditgarantien des Obama-Energieministeriums – (aber) nun laut einem aktuellen Bericht der New York Post ‚2026 geschlossen werden soll, nachdem es nicht gelungen ist, effizient Solarenergie zu erzeugen‘.“

Die Anlage galt bereits als veraltet, da sie angesichts der rasanten technologischen Entwicklung „nicht mit neueren und kostengünstigeren Formen der Solarstromerzeugung konkurrieren konnte“, berichtete die Post. Ich wies darauf hin, dass „die rücksichtsloses Bestreben, ‚grün‘ zu werden, erneut zu einem Projekt führte, das tief in den roten Zahlen steckt“.

Doch hier ist eine beunruhigende Neuigkeit: Anstatt den Verlust hinzunehmen und die Anlage wie im letzten Jahr geplant zu schließen, befindet sich die Anlage in einer kostspieligen Sackgasse.

„Sowohl die Trump- als auch die Biden-Regierung – ebenso wie der Energieversorger, der dort Strom bezieht – haben versucht, (Ivanpah) stillzulegen, mit der Begründung, die Anlage erbringe zu geringe Leistungen, produziere teuren Strom und sei von günstigeren Energiequellen überholt worden“, berichtete Fox News kürzlich. „Die kalifornischen Regulierungsbehörden haben sich jedoch geweigert, die Stilllegung zu genehmigen, und davor gewarnt, dass eine Schließung der Anlage das Stromnetz überlasten könnte.“

Das ist richtig. Das Kraftwerk Ivanpah stellt die Steuerzahler vor eine Zwickmühle: Eine Schließung „könnte dazu führen, dass die Steuerzahler für Hunderte Millionen Dollar aufkommen müssen, die mit einem Bundeskredit in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar verbunden sind, während ein Weiterbetrieb höhere Stromkosten für die Verbraucher bedeutet“, wie es in dem Bericht heißt. Warum?

Weil die kalifornischen Regulierungsbehörden warnen, dass „die Stilllegung von Ivanpah mehr als 300 Millionen Dollar an von den Stromkunden finanzierten Übertragungs- und Infrastrukturkosten im Zusammenhang mit dem Projekt ungenutzt lassen könnte, während gleichzeitig potenzielle Risiken für die Netzzuverlässigkeit entstehen – insbesondere angesichts der wachsenden Unsicherheit darüber, wie schnell neue Energieprojekte gebaut werden können.“

All dies weist erneut auf die Notwendigkeit hin, dass die USA Gesetze erlassen, die verhindern, dass Milliarden an Steuergeldern den Bach runtergehen, weil die Regierung darauf bestand, Technologien einzuführen, die noch Jahre von ihrer Marktreife entfernt sind. Der „Affordable, Reliable, Clean Energy Security Act“ (ARC-ES) würde dazu beitragen, dass künftige Entscheidungen über den Energiebedarf Amerikas auf der Sicherheit der USA, den Bedürfnissen der Verbraucher und der tatsächlichen Wirksamkeit basieren – und nicht auf wechselnden politischen Strömungen.

Der im vergangenen Jahr vom US-Abgeordneten Troy Balderson im Kongress eingebrachte Gesetzentwurf ARC-ES „würde laut Baldersons Büro die zuständigen Bundesbehörden dazu verpflichten, … alle Maßnahmen im Zusammenhang mit erschwinglicher, zuverlässiger oder sauberer Energie innerhalb von 90 Tagen zu prüfen und dem Kongress einen Bericht vorzulegen. „Der Gesetzentwurf stellt sicher, dass unsere erschwinglichsten und zuverlässigsten Energiequellen, darunter Kernkraft und Erdgas, Teil des Energiemix bleiben – eine entscheidende Voraussetzung, um erschwingliche und zuverlässige Energie für amerikanische Haushalte und Unternehmen zu gewährleisten.“

Sollte der Kongress ARC-ES nicht verabschieden, sollte Präsident Trump es per Durchführungsverordnung in Kraft setzen. Die Amerikaner haben ein Recht darauf zu wissen, dass ihre Steuergelder nicht für Technologien zur Erzeugung von Sonnenenergie verschwendet werden, die praktisch schon vor Sonnenaufgang veraltet sind.

This article originally appeared at Real Clear Energy via Empower Alliance

Link: https://www.cfact.org/2026/05/27/why-do-we-keep-wasting-money-on-renewable-technologies/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Druck verursacht Temperatur? Es ist Zeit, vom „Berg der Dummheit“ herunterzuklettern

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Dr. Roy Spencer, Ph. D., from his Global Warming Blog

In den letzten Wochen gab es einen wochenlangen E-Mail-Austausch zwischen vielen Klimaexperten – sowohl Fachleuten als auch Laien – über die These, dass der Luftdruck (in Verbindung mit der absorbierten Sonnenenergie) für die Temperatur verantwortlich ist. Es wurden Beleidigungen gegen diejenigen ausgestoßen, die sich weigerten zu glauben, was eine bestimmte, in Physik ausgebildete Person als Revolution in unserem Verständnis der planetarischen Temperaturen bezeichnet. Dieser Person gelang es sogar, einen Artikel in einer Fachzeitschrift zu veröffentlichen, die (meiner Meinung nach) Gutachter einsetzte, die mit dem Thema überfordert waren.

Die ganze Tortur erinnert mich an den Dunning-Kruger-Effekt, also die Tendenz von Menschen, die beginnen, ein komplexes Thema zu verstehen, ihr eigenes Verständnisniveau zu überschätzen. Dies führt dann zu einem Höhepunkt der Selbstüberschätzung (dem „Besteigen des Mount Stupid“), der sich allmählich wieder legt, je mehr man lernt und je mehr man erkennt, dass das Thema komplizierter und nuancierter ist, als man ursprünglich dachte.

Ich behaupte, dass die betreffende Person, die glaubt, [Druck + absorbierte Sonnenenergie = Temperatur], immer noch auf dem Berg der Dummheit festsitzt.

Der Grund, warum ich das Thema erneut anspreche (ich habe schon früher darüber gepredigt), ist, dass viele dazu verleitet wurden, an diese „Theorie“ zu glauben. Infolgedessen habe ich viele Jahre damit verbracht, Fragen aus der Öffentlichkeit (einschließlich wissenschaftlich versierter Bürger) zu diesem Thema zu beantworten. Viele sind von der „Theorie“ überzeugt worden und haben sich den Befürwortern der Theorie auf dem Berg der Dummheit angeschlossen.

Nachdem ich die wochenlange E-Mail-Diskussion verfolgt hatte, antwortete ich schließlich mit der folgenden Zusammenfassung des Themas. Ich habe den Namen der Person entfernt, um den nicht ganz so Unschuldigen zu schützen.

BETRIFFT: Wo <NAME UNTERDRÜCKT> Recht hat … und wo <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> Unrecht hat

Alle:

Nachdem ich im Laufe meiner über 40-jährigen Karriere zunächst in der Meteorologie und später im Bereich Klima tätig gewesen war glaube ich, dass ich einige Einblicke in die Themen geben kann, die in diesen E-Mails diskutiert werden. Wie <NAME UNTERDRÜCKT> war auch ich stets skeptisch gegenüber dem, was mir gesagt worden war, bis ich ein Thema selbst vollständig verstanden hatte.

Ich bin sicher, dass die folgenden Erklärungen vielen von Ihnen helfen werden. (Ich vermute, dass <NAME UNTERDRÜCKT> zu sehr in Theorien verstrickt ist, um <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> umzustimmen.) Viele der Konzepte sind nicht trivial, und ich gebe zu, dass ich einige davon erst viele Jahre nach Abschluss meiner Ausbildung (Doktor der Meteorologie) endlich verstanden habe, wurden sie doch in der Schule nicht gelehrt. Dick Lindzen hat mir dabei in den frühen Jahren meiner Klimaforschung geholfen.

Das meiste, was nun folgt, ist grundlegende atmosphärische Thermodynamik, und ich bezweifle, dass <NAME UNTERDRÜCKT> wirklich einen Universitätskurs in atmosphärischer Thermodynamik belegt hat. Falls doch, würde ich gerne wissen, wo.

Und wenn <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> mir <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> Noten zeigt, zeige ich <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> meine.

Ein Gedankenexperiment

Stellen Sie sich vor, Sie könnten plötzlich eine zusätzliche Atmosphäre Luft auf die bestehende Atmosphäre aufschichten – was würde dann mit der Lufttemperatur in der darunter liegenden Atmosphäre geschehen? Genau wie <NAME REDACTED> es vorhersagen würde, würde die Temperatur der ursprünglichen Atmosphäre darunter durch adiabatische Kompression stark steigen.

Aber was würde als NÄCHSTES passieren?….

Die hohen Temperaturen in der unteren Atmosphäre würden dann im Vergleich zu den vorherigen Verhältnissen weit aus dem Energiegleichgewicht geraten. Die Folge wäre eine Abkühlung der gesamten Luft, die durch adiabatische (oder nahezu adiabatische) Kompression (Arbeit an der unteren Atmosphäre) erwärmt wurde, bis ein neuer Zustand des Energiegleichgewichts erreicht wäre. Der Energieverlust würde durch Infrarotstrahlung der heißeren Luft erfolgen.

Tatsächlich ist es immer der Energiegleichgewichts-Zustand, der gemäß dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik die Temperatur bestimmt. Eine Temperaturänderung ist proportional zur Differenz zwischen der zugeführten und der abgegebenen Energie (wobei die dabei verrichtete Arbeit mit einbezogen wird).

Im Gegensatz dazu kann dasGasgesetz für ideale Gase (PV=nRT) keine Aussage darüber treffen, wie hoch die Temperatur „sein sollte“. Es besagt lediglich, wie die Variablen P, V und T während des Prozesses der Wiederherstellung des Gleichgewichts und im endgültigen Gleichgewichtszustand miteinander in Beziehung stehen. Was <NAME UNTERDRÜCKT> in der <PRONOMEN UNTERDRÜCKT>-Theorie übersieht, ist der „n“-Teil der Gleichung (die Molzahl oder Masse … die in der Dichteform der Gleichung P = ρRT enthalten ist). In meinem hypothetischen Gedankenexperiment mit 2 Atmosphären führt die abkühlende untere Atmosphäre, während sie einen neuen Zustand des Energiegleichgewichts mit der Sonneneinstrahlung erreicht, durch die sinkende Temperatur zu einer Zunahme der Luftdichte („Schrumpfung“), und der Druck bleibt gleich … selbst während sich die Temperatur ändert.

Konkret bedeutet dies gemäß dem 1. Hauptsatz, dass die Innentemperatur eines Atmosphärenvolumens, das einer Energiezufuhr ausgesetzt ist, so lange steigt, bis die temperaturabhängigen Energieabgabeprozesse der Energiezufuhrrate entsprechen. Dies gilt für jedes physikalische System … die Atmosphäre, einen Topf Wasser auf dem Herd, einen Automotor, den menschlichen Körper, das Innere der Sonne usw. Dieses Energiegleichgewicht bestimmt die Endtemperatur. (In der realen Atmosphäre gibt es ständige Energieungleichgewichte und damit Temperaturänderungen; Trenberths Diagramm zur globalen durchschnittlichen Energiebilanz ist nur nützlich, um ein konzeptionelles Verständnis der relativen Rolle der wichtigsten Energieflüsse im globalen durchschnittlichen Klimasystem zu erlangen.)

Die Zustandsgleichung für ideale Gase

Auch hier gilt: Die Gasgleichung (PV=nRT) kann Ihnen nicht sagen, wie hoch die Temperatur eines Gases sein sollte – das können nur die ein- und ausströmenden Energieflüsse. Das Gasgesetz gibt lediglich an, wie P, n und T bei einem gegebenen Luftvolumen (V) miteinander zusammenhängen. Ja, <NAME UNTERDRÜCKT>, auf kurzen Zeitskalen kühlt aufsteigende Luft ab und absinkende Luft erwärmt sich, aber wenn all diese Bewegung zum Stillstand käme, würden Energieflussprozesse bestimmen, wie hoch die Endtemperatur wäre … nicht der Luftdruck.

Bei einem gegebenen Luftdruck an der Oberfläche ist ein riesiger Temperaturbereich möglich, und dieser riesige Bereich ist ausschließlich auf Energieflussprozesse zurückzuführen. Noch einmal: Wenn die Lufttemperatur in Bodennähe über dem gesamten Planeten viel höher ist, als es die lokalen Energieflussprozesse zulassen, sinkt die Temperatur und das Luftvolumen schrumpft (oder die Dichte, rho, steigt gemäß der entsprechenden Gleichung für ideale Gase P=rhoRT). Der Luftdruck an der Oberfläche bleibt gleich, da die Gesamtmasse der Atmosphäre unverändert bleibt.

WARUM KÖNNTE ES EINEN ENGEN ZUSAMMENHANG ZWISCHEN DER TEMPERATUR UND DEM DRUCK IN DER UNTEREN ATMOSPHÄRE VERSCHIEDENER PLANETEN GEBEN?

Ich habe mich nicht mit den Atmosphären anderer Planeten befasst, weil es mir egal ist. Selbst wenn diese anderen Planeten nicht existieren würden, sind sie für das Verständnis unserer eigenen Atmosphäre nicht notwendig. Sollte <NAME UNTERDRÜCKT> jedoch tatsächlich Recht haben mit seiner These, dass zwischen dem Luftdruck und der Temperatur an der Oberfläche verschiedener Planeten ein enger statistischer Zusammenhang besteht – nach Bereinigung um die Sonneneinstrahlung –, dann vermute ich, dass dies daran liegt: Je mehr Atmosphäre vorhanden ist, desto mehr Treibhausgase gibt es.

Was die Treibhausgase angeht, habe ich etwas vergessen … glaubt <NAME UNTERDRÜCKT>, dass Luft Infrarotenergie absorbiert und emittiert? Denn der Treibhauseffekt ist eine notwendige Folge dieser Absorption/Emission. Energetisch gesehen ist der Treibhauseffekt ein Strahlungsisolator. Es ist vergleichbar mit der Isolierung der Wände eines beheizten Gebäudes im Winter. Bei einer gegebenen Energiezufuhr in das Gebäude steigt die Lufttemperatur im Inneren, während die Außenseite der Wände eine Abkühlung erfährt. Genau das bewirkt der Treibhauseffekt für das Temperaturprofil der Atmosphäre (im energetischen Sinne … wobei es sich eindeutig um Strahlung und nicht um Wärmeleitung als Wärmeübertragungs-Prozess handelt).

Wenn <NAME UNTERDRÜCKT> nicht glaubt, dass Luft Infrarotenergie absorbiert, wie erklärt <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> dann all die Tausenden von spektroskopischen Messungen von CO₂, Wasserdampf und Methan in Abhängigkeit von Temperatur und Druck? Und wenn <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> glaubt, dass die Atmosphäre IR-Energie absorbiert und emittiert, dann muss <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> auch an einen Treibhauseffekt glauben, denn dies ist eine notwendige Folge … der Treibhauseffekt in planetarischen Atmosphären führt immer zu einer Erwärmung der unteren Atmosphäre und einer Abkühlung der oberen Atmosphäre.

(Übrigens ist es ein weit verbreiteter Irrtum, dass Luft, die IR-Energie absorbiert, diese Energie sofort durch die Abgabe von IR wieder abgibt. Das stimmt nicht. Schlagen Sie die „kinetische Gastheorie“ und verwandte Konzepte nach. Wenn CO₂- oder H₂O-Dampfmoleküle IR-Photonen absorbieren, geben sie ihre überschüssige Energie durch Kollisionen extrem schnell an andere Luftmoleküle ab. Dies geschieht viel schneller [um den Faktor ~50.000] als die Zeit, die benötigt wird, um die Energie durch IR-Photonen wieder abzugeben. Auf diese Weise führt die IR-Absorption sofort zur „Thermalisierung“ [ein Begriff, den ich hasse].

Darüber hinaus ist es entscheidend zu verstehen, dass, da die IR-Absorption weitgehend temperaturunabhängig ist, der IR-Verlust jedoch SEHR stark von der Temperatur abhängt, sich fast die gesamte Luft in der Atmosphäre in einem ständigen Zustand des IR-Energieungleichgewichts befindet. Ein Großteil dieses Ungleichgewichts wird durch konvektive Umwälzung ausgeglichen.

WELCHE ROLLE SPIELT DIE ADIABATISCHE VERTIKALE TEMPERATURABNAHME?

Die adiabatische Temperaturabnahme in der Troposphäre (9,8 °C pro km in trockener Luft) ist das ERGEBNIS der konvektiven Umwälzung. Wenn bei Aufwinden Feuchtigkeitskondensation stattfindet, ist die Temperaturabnahme geringer. Wie das ideale Gasgesetz sagt sie nichts darüber aus, wie die Temperatur „sein sollte“. Es gibt lediglich an, wie sich die Temperatur eines Luftpakets beim Auf- oder Absteigen verändert, wenn kein Energiegewinn oder -verlust stattfindet („adiabatisch“). [Es finden jedoch überall und ständig Energiegewinne und -verluste statt, und diese bestimmen die absolute Temperatur – nicht der Druck.]

INWIEFERN WIRKT SICH DER TREIBHAUSEFFEKT AUF DEN VERTIKALEN GRADIENTEN AUS?

Dies ist ein sehr interessantes Thema. Es ist etwas, das selbst viele Atmosphärenwissenschaftler und Klimaforscher nicht wirklich verstehen. Allein die Kombination aus Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche sowie der Absorption und Emission von Infrarotstrahlung durch die Oberfläche und die Atmosphäre – OHNE JEGLICHE KONVEKTIVE UMWÄLZUNG – würde zu einem extrem steilen Temperaturgradienten in der Troposphäre führen, mit sehr hohen Temperaturen an der Oberfläche und extrem niedrigen Temperaturen in der oberen Troposphäre. Dies wurde erstmals von Manabe & Strickler (1964) nachgewiesen und wird als Fall des „reinen Strahlungsgleichgewichts“ bezeichnet. Es ist gewissermaßen das, was den Begriff „Treibhauseffekt“ technisch korrekt macht; ähnlich wie ein echtes Gewächshaus, das konvektiven Wärmeverlust verhindert [da es ein Dach hat], ist der Treibhauseffekt per Definition das, was OHNE die daraus resultierende konvektive Umwälzung geschieht.

In der Realität ist die konvektive Umwälzung jedoch die REAKTION auf diese Destabilisierung durch den Treibhauseffekt! Also diese 33 °C Erwärmung durch den Treibhauseffekt, von der alle sprechen? Das ist nicht der Treibhauseffekt allein. Es ist der Treibhauseffekt + KONVEKTION. Ohne Konvektion würde dieser Wert von 33 °C eher bei 65 oder 75 °C liegen. Was wiederum zu einer weiteren faszinierenden Frage führt…

WAS WÜRDE PASSIEREN, WENN DIE ATMOSPHÄRE KEINE INFRAROTENERGIE ABSORBIEREN UND EMITTIEREN WÜRDE?

Stellen Sie sich eine kalte Planetenatmosphäre ohne Energiezufuhr vor. Schalten Sie dann die Sonne ein. Die Sonneneinstrahlung auf die Oberfläche würde die Atmosphäre durch konvektive Umwälzung erwärmen. Doch die [hohe] Atmosphäre hätte angesichts dieser enormen Energiezufuhr keine Möglichkeit, diese Energie abzugeben und sich abzukühlen. Die Temperatur der [hohen] Atmosphäre würde dann über ihre gesamte Höhe hinweg weiter steigen, bis sie die gleiche Temperatur wie die Oberfläche erreicht hätte. Lange bevor dieser Prozess abgeschlossen wäre, hätte die konvektive Umwälzung aufgehört, da die Atmosphäre zu stabil wäre, um Konvektion zu ermöglichen. Die Atmosphäre würde schließlich isotherm werden (oder fast isotherm, da es aufgrund der unterschiedlichen Sonneneinstrahlung zwischen den Tropen und den Polen möglicherweise eine Umwälzung im planetarischen Maßstab gäbe), mit der gleichen Temperatur wie die Oberfläche. Interessanterweise würden infolgedessen alle Wetteraktivitäten zum Erliegen kommen. Alle Wolken würden wahrscheinlich verschwinden, was zu höheren Temperaturen führen würde. Alle [verbleibenden] Zirkulationssysteme hätten planetarischen Maßstab, da der horizontale Maßstab dieser Systeme mit der Temperaturabnahme (über den „Rossby-Deformationsradius“) zusammenhängt, was auch der Grund dafür ist, dass die Stratosphäre nur Zirkulationen im planetarischen Maßstab aufweist.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/29/pressure-causes-temperature-its-time-to-climb-down-from-mount-stupid/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Der folgende Beitrag deckt die kriminellen Methoden der Klimaille kristallklar auf! A. d. Übers.

In einem kürzlich geführten Interview mit John Stossel schildert der Klimapolitikforscher Roger Pielke Jr., wie er vom Weißen Haus, vom Kongress und von seiner eigenen Universität beruflich sanktioniert wurde. Er weigerte sich, seine Ansichten aufzugeben: „Man kann nicht einfach ‚gestrichen‘ werden.“

Der Klimapolitikforscher Roger Pielke Jr. hat kürzlich seinen größten Erfolg erzielt. Nach einem langen und einsamen Kampf räumte der IPCC ein, dass die am häufigsten verwendeten Klimaszenarien unrealistisch sind (siehe zum Beispiel hier: Roger Pielke Jr.: Die Korrektur an RCP 8.5 kam viel zu spät). Pielke hatte diesen wichtigen Punkt ein Jahrzehnt lang immer wieder betont, wurde aber aufgrund seiner Ansichten zum Klimawandel praktisch geächtet.

In einem aktuellen Interview mit John Stossel beschreibt Roger Pielke Jr., wie er beruflich bestraft wurde, obwohl er Ansichten vertritt, die seiner Meinung nach durchaus im Mainstream der Klimawissenschaft liegen. Das Video argumentiert, dass Pielke nicht deshalb zur Zielscheibe wurde, weil er den Klimawandel leugnete, sondern weil er übertriebene Behauptungen in Frage stellte, die den Klimawandel mit extremen Wetterkatastrophen in Verbindung bringen (neben Klimaszenarien ein weiteres Thema, mit dem sich Pielke intensiv beschäftigt).

Video:

Pielke betont wiederholt, dass er den wissenschaftlichen Konsens akzeptiert, wonach Treibhausgase zur Erwärmung des Planeten führen und der Klimawandel real ist. Seine Arbeit genoss seit Jahrzehnten hohes Ansehen, wurde vom IPCC zitiert und international gelobt. Er widersprach jedoch Aktivisten und Medienvertretern, die jeden Hurrikan, jede Überschwemmung oder jeden Waldbrand als Beweis für eine sich abzeichnende Klimaapokalypse darstellten. Laut Pielke stützten die Daten nicht die Behauptung, dass Hurrikane und andere Katastrophen über die natürliche Schwankungsbreite hinaus deutlich häufiger oder intensiver geworden seien.

Schäden

Im Mittelpunkt seiner Forschung standen die durch Stürme verursachten wirtschaftlichen Schäden. Er argumentierte, dass die steigenden Kosten von Naturkatastrophen größtenteils durch Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und den zunehmenden Wohlstand in gefährdeten Gebieten zu erklären seien. So würde beispielsweise ein Hurrikan, der das heutige Miami trifft, naturgemäß weitaus größere Schäden anrichten als ein ähnlicher Sturm vor einem Jahrhundert, da sich in seinem Weg heute weitaus teurere Gebäude und Infrastruktur befinden. Zwar können wärmere Ozeane zu stärkeren Stürmen beitragen, doch laut Pielke ist die Atmosphäre zu komplex, um jeden Katastrophentrend direkt auf den Klimawandel zurückzuführen.

Die Kontroverse spitzte sich zu, nachdem Umweltaktivisten und progressive Organisationen beschlossen hatten, extreme Wetterereignisse als zentrales öffentliches Gesicht des Klimawandels in den Vordergrund zu rücken. Pielke sagt, dies habe ihn „auf die falsche Seite“ gestellt, weil bseine Forschungsergebnisse dieses Narrativ nicht stützten. Er erinnert sich, Warnungen von Kollegen erhalten zu haben, die ihm sagten, dass selbst korrekte Forschungsergebnisse als Verharmlosung des Klimawandels „falsch interpretiert“ werden könnten. Pielke sagt, er habe sich geweigert, seine Schlussfolgerungen zu ändern, um politischen Erwartungen gerecht zu werden.

Das Interview beschreibt, wie Organisationen aus dem Umfeld der Umweltbewegung ihn daraufhin aggressiv ins Visier nahmen. Insbesondere der linksgerichtete Think Tank Center for American Progress und dessen Medienarm ThinkProgress veröffentlichten angeblich wiederholt Angriffe, in denen sie ihm vorwarfen, Fehlinformationen zu verbreiten und die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. Pielke sagt, durchgesickerte E-Mails hätten später Diskussionen offenbart, in denen Bemühungen gefeiert wurden, ihn „zu entplattformen“. Er wurde in Aktivistenkreisen zum Staatsfeind, obwohl er sich auf Erkenntnisse stützte, die auch in IPCC-Berichten enthalten waren.

Obama-Regierung

Die Situation spitzte sich zu, nachdem Pielke vor dem Kongress ausgesagt hatte, dass langfristige Katastrophendaten keinen auf den Klimawandel zurückzuführenden Anstieg zeigten. Nach seiner Aussage griffen ihn Vertreter der Obama-Regierung öffentlich an. Stossel hebt hervor, dass Barack Obamas wissenschaftlicher Berater ein umfangreiches Memo veröffentlichte, in dem er Pielke persönlich kritisierte und dessen Aussagen als irreführend und außerhalb des wissenschaftlichen Mainstreams bezeichnete. Pielke empfand dies als außergewöhnlich, da seine Arbeit direkt durch etablierte wissenschaftliche Literatur gestützt wurde.

Bald darauf forderten Kongressabgeordnete Untersuchungen, ob Pielke und andere Forscher heimlich Gelder von Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie erhalten hätten. Obwohl die Untersuchung keine Hinweise auf unzulässige Finanzierung oder wissenschaftliches Fehlverhalten ergab, sagt Pielke, dass allein die Anschuldigung seinem Ruf schwer geschadet habe. Einladungen zu Vorträgen blieben aus, die Medienberichterstattung konzentrierte sich auf die Vorwürfe statt auf die spätere Entlastung, und der Verdacht hielt trotz seiner Rehabilitierung an.

Die schmerzhaftesten Folgen, so Pielke, gingen von seiner eigenen Universität aus. Nach Jahren erfolgreicher Forschung und Fördermitteln in Millionenhöhe habe die University of Colorado Boulder ihn nach und nach an den Rand gedrängt. Sein Forschungszentrum wurde geschlossen, seine Lehraufgaben wurden unregelmäßig, die administrative Unterstützung versiegte, und schließlich wurde er in ein winziges Büro verbannt, das mit leeren Aktenschränken vollgestopft war. Berichten zufolge hatten Kollegen Angst, ihn öffentlich zu verteidigen, weil sie befürchteten, selbst zur Zielscheibe zu werden.

Pielke beschreibt diese Erfahrung eher als eine schleichende Kampagne der beruflichen Isolierung denn als eine direkte Entlassung. Er sagt, die Universitätsleitung habe wiederholte Beschwerden ignoriert und keine stichhaltige Erklärung für ihre Behandlung ihm gegenüber geliefert. Als er nach 24 Jahren in den Ruhestand ging, habe sich niemand aus der Universitätsleitung bei ihm gemeldet.

Schließlich verließ Pielke die akademische Welt und wechselte zum American Enterprise Institute, wo er nach eigenen Angaben nun mehr akademische Freiheit genießt als in seinen letzten Jahren an der Universität. Trotz dieser Tortur betont er, dass er nicht wirklich „gecancelt“ wurde, da er weiterhin öffentlich sprach und sich weigerte, seine Ansichten aufzugeben. Das Interview präsentiert seine Geschichte letztlich als Warnung vor ideologischer Konformität, politischem Druck und den Gefahren, Wissenschaftler zu bestrafen, die vorherrschende Narrative hinterfragen, auch wenn sie die zugrunde liegende Wissenschaft akzeptieren.

Link: https://clintel.org/you-cant-be-cancelled/

Übersetzt von Christian Freuer

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Kältereport Nr. 22 /2026

veröffentlicht.
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Eine Meldung vom 25. Mai 2026:

Nord-Amerika: Rekord-Kälte in vielen Gebieten

Eine Kältewelle Ende Mai drückte die Tagestemperaturen in Pennsylvania, Maryland, Virginia, West Virginia und North Carolina und führte zu einer Reihe von Rekord-Tiefstwerten bei den Tageshöchsttemperaturen.

Zentral-Pennsylvania war besonders betroffen: Harrisburg erreichte nur 12,2 °C und stellte damit seinen Rekord für die niedrigste Höchsttemperatur aus dem Jahr 1982 ein. Auch Williamsport blieb bei 12,2 °C stehen und brach damit seinen bisherigen Rekord für den 23. Mai. Altoona schaffte gerade einmal 10 °C, während State College bei 10,6 °C blieb; beide Orte stellten damit neue Rekordtiefstwerte auf.

Die gleiche Luftmasse zog auch über die Region Baltimore-Washington hinweg.

In Hagerstown wurden nur 11,7 °C gemessen, in Martinsburg 11,1 °C, in Annapolis 13,9 °C, in Baltimore 12,8 °C nd in Washington Dulles 12,8 °C. Alle stellten neue Rekordtiefwerte für die Höchsttemperaturen am 23. Mai auf.

Virginia schloss sich an.

Charlottesville erreichte nur 12,8 °C, Roanoke 13,3 °C, Lynchburg 12,8 °C und Blacksburg 11,7 °C, wobei jede Stadt einen Rekordtiefstwert für die Höchsttemperatur an diesem Tag aufstellte. Die Aufzeichnungen für Roanoke reichen bis ins Jahr 1912 zurück, während die für Lynchburg und Blacksburg bis ins Jahr 1893 zurückreichen.

Im Norden weigert sich Alaska nach wie vor, endgültig in den Frühling überzugehen. Am Ted Stevens Anchorage Airport sank die Tiefsttemperatur am 24. Mai auf 0 °C und stellte damit einen neuen Tagesrekord auf, der die bisherigen Bestmarken von 1,1 °C aus den Jahren 1957 und 1952 übertraf.

Bemerkenswert ist vor allem, dass dies nun der späteste Frost ist, der jemals am Anchorage International Airport gemessen worden ist und damit den bisherigen Rekord vom 22. Mai 1964 übertrifft.

Link: https://electroverse.substack.com/p/weather-is-weather-until-its-politically?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 26. Mai 2026:

Nordindien: Ende Mai kehrt der Schnee zurück

Diese Woche hat es auf der Kaschmir-Ladakh-Autobahn im Norden Indiens erneut geschneit.

Am Montag bedeckte Schneefall Teile von Minamarg, Drass und dem Zoji-La-Abschnitt, wodurch die höher gelegenen Streckenabschnitte weiß wurden und die Temperaturen stark sanken.

Schneefall Ende Mai ist hier bemerkenswert, insbesondere entlang einer wichtigen Verkehrsachse.

Es wurden zunächst keine größeren Schäden oder Verkehrsbeeinträchtigungen gemeldet, doch die Behörden beobachten die Lage weiterhin.

Leider konnte ich die Höhenlage nicht ausmachen, aber egal wo, um diese Jahreszeit dürfte es schon ungewöhnlich sein. Hierzu gibt es ein Video:

https://youtu.be/V5H8HvyqqVY

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Nordhemisphäre: Seltene Spitze der Schneemasse

Die Schneemasse der nördlichen Hemisphäre ist laut den neuesten FMI/GlobSnow-Messwerten vom 24. Mai erneut gestiegen.

Dieser Anstieg erfolgt weit in der Schmelzsaison, in der die Schneemasse der Hemisphäre normalerweise rasch abnimmt.

Ausschlaggebend dafür scheinen die tiefer gelegenen Gebiete Eurasiens zu sein (die GlobSnow-Daten berücksichtigen keine Gebirgsregionen).

In Burjatien in der Nähe des Baikalsees im südlichen Zentral-Sibirien fiel Ende Mai starker Schnee, wobei aus Teilen der Region Neuschnee gemeldet wurde. Auch die Mongolei war betroffen, wobei der Aimag Uvs unter Schneestürmen litt. Weiter westlich gab es im Osten Kasachstans Ende Mai Schneefall, als kältere Luft über Zentralasien hinwegzog.

Dies sind die Arten von großflächigen Schneefällen in der Spätsaison, die in den FMI-Schneemassendaten für die nördliche Hemisphäre noch erfasst werden können.

Die Schmelzsaison ist bereits in vollem Gange, doch die Schneedecke der nördlichen Hemisphäre hat gerade (vorübergehend) um einige hundert Gigatonnen zugenommen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-may-snow-returns-to-northern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 27. Mai 2026:

USA: Der Winter lässt in Kalifornien weiterhin nicht locker

Die Tioga Road durch den Yosemite-Nationalpark wurde am Dienstag, dem 26. Mai, gesperrt, als ein für diese Jahreszeit ungewöhnlicher Schneesturm über die Sierra Nevada zog.

Die Straße war gerade erst für die Saison wieder geöffnet worden. Am 14. Mai durften erstmals Radfahrer die Strecke befahren, am 15. Mai folgten die Fahrzeuge. Weniger als zwei Wochen später gab es erneut Schneefall, und die Hochgebirgsroute wurde wieder gesperrt.

Für die zentrale und südliche Sierra wurde Schneefall vorhergesagt, wobei die Schneefallgrenze auf etwa 1.670 m sinken sollte. Auch andere hohe Pässe, darunter Sonora, Monitor und Ebbetts, mussten geschlossen werden, als die Kaltfront durchzog.

In den gesamten USA verlangsamt sich die Wetterentwicklung. Nach dem Regen am Mittwoch wird sich voraussichtlich ein Omega-Block bilden, der für milde Nachmittage, kühle Nächte und unterdurchschnittliche Temperaturen sorgt.

Ende Mai bringt keinen klaren Übergang in den Sommer, insbesondere im Westen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/winter-keeps-nipping-california-nasas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 28. Mai 2026:

Global: Die Kälte Ende Mai auf beiden Hemisphären

In Indien wird es in den nächsten Tagen deutlich kühler.

Der Indische Wetterdienst rechnet damit, dass die Temperaturen in Nordindien vom 28. bis 30. Mai bis zu 8 °C sinken werden, wenn ein neues Wettersystem von EWesten her aufzieht. Für die Einheimischen ist dies eine willkommene Erleichterung. Auf der Karte ist ein starker Temperaturrückgang Ende Mai zu erkennen:

ECMWF-Temperaturabweichungen in 2 m Höhe (°F) für den 31. Mai.

Russland warnt vor Spätfrost.

Laut Warnmeldungen des Hydromet-Dienstes ist diese Woche in Karelien mit Frost zu rechnen.

Aus Krasnojarsk, Chakassien und Tuwa wurden lokal Temperaturen bis -2 °C gemeldet. Für Irkutsk gilt bis zum 29. Mai eine Frostwarnung, wobei die Nachttemperaturen auf -3 °C sinken.

Auch im Nordwesten Russlands bleibt es kalt. In Murmansk fiel nasser Schnee. Frostwarnungen gelten am 28. und 29. Mai auch für Leningrad, Pskow und Nowgorod, wo die Temperaturen erneut auf -2 °C sinken.

Kalifornien erlebt einen weiteren Wintereinbruch zum Saisonende.

Die Tioga Road durch den Yosemite-Nationalpark wurde wegen Schneefallsgefahr gesperrt. Auch die nahegelegenen Pässe in der Sierra, darunter Sonora, Monitor und Ebbetts, wurden vorübergehend gesperrt. In den höheren Lagen werden weiterhin frostige Nächte vorhergesagt.

Nun ein kurzer Blick auf die südliche Hemisphäre…

Auch in Chile wird auf Frost geachtet.

Offizielle chilenische Frostwarnungen gelten ab dem 28. Mai, einschließlich „Kahlfrost“.

Für das südliche Afrika ist erneut Schnee in den Vorhersagen angekündigt.

Und schließlich warnt „Snow Report South Africa“ vor möglichen Schneefällen vom 3. bis 5. Juni in den Eastern Cape Highlands, auf den Gipfeln der Drakensberge und in Lesotho, einschließlich der höher gelegenen Gebiete um Rhodes und Barkly East.

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Großbritanniens Klimanotstand dauerte drei Tage

Anmerkung: Dies ist eine Ergänzung zu der Schummelei des Met. Office, die Cap Allon in diesem Beitrag aufgedeckt hatte.

Am Montag wurden in Kew Gardens 34,8 °C gemessen, womit der alte britische Mai-Rekord von 32,8 °C aus den Jahren 1922 und 1944 gebrochen wurde. Am Dienstag wurden in Kew 35,1 °C gemessen, während Heathrow 35 °C erreichte. Kew Gardens und Heathrow. Schon wieder.

Der eine Ort liegt inmitten der riesigen städtischen Wärmeinsel Londons. Der andere ist ein Flughafen, umgeben von Asphalt, Verkehr, Gebäuden, Zufahrtsstraßen und Flugverkehr. Die Messwerte waren nicht gerade gefälscht, aber der Kontext wurde fast sofort ausgeblendet.

Ein kurzes Hochdruckgebiet Ende Mai brachte Hitze nach England. Klarer Himmel, absinkende Luft und heiße kontinentale Luftmassen taten ihr Übriges. Im Süden und Südosten stiegen die Temperaturen sprunghaft, die üblichen Messstationen lieferten die erwarteten Werte, und die Schlagzeilen stellten dieses Wetterphänomen als Beweis für eine Katastrophe dar, wobei sie in schändlicher Weise neun tragische Ertrinkungsfälle in die Berichterstattung über die Hitzewelle einfließen ließen.

Zum Vergleich: In UK gibt es in der Regel etwa 200 bis 250 Unfall-Ertrinkungsfälle pro Jahr – also etwa 17 bis 21 pro Monat, wobei die Zahl in den wärmeren Monaten höher liegt. Im Mai 2024 gab es 28 derartige Todesfälle im Zusammenhang mit Wasser. Vorbehaltlich der offiziellen Bestätigung durch WAID/NWSF liegt die Zahl für Mai 2026 bislang bei 12, einschließlich der neun Todesfälle, die während der Hitzewelle dieser Woche gemeldet worden waren. Dennoch nutzt die BBC diese jüngsten Tragödien als emotionalen Treibstoff für ihre Darstellung der Klimakrise, ohne den grundlegenden Kontext der Ertrinkungsfälle zu berücksichtigen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-may-cold-still-showing-up-britains?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 29. Mai 2026:

Europa: Die kalte Hälfte wird ignoriert

Die aktuelle 7-Tage-Karte des ECMWF zu den Temperaturabweichungen in 2 m Höhe zeigt, dass Europa in zwei Teile gespalten ist:

Vom 28. Mai bis zum 4. Juni ist es in Westeuropa warm.

Spanien, Frankreich, die Benelux-Länder, Teile Deutschlands und Großbritannien liegen über dem Durchschnitt der Jahre 1991–2020.

In Osteuropa ist es deutlich kalt.

Das Kältegebiet erstreckt sich vom Baltikum über Weißrussland, die Ukraine, Moldawien, Rumänien, Bulgarien, den Balkan, Westrussland, die Türkei und die Schwarzmeerregion. Die größten Abweichungen liegen bei etwa 15 °C unter dem Normalwert.

Damit liegt ein riesiger, dicht besiedelter Streifen Europas zumindest für die nächste Woche unter dem Normalwert. Grob geschätzt sind im Westen 250 bis 300 Millionen Menschen von der Wärme betroffen, während im Osten und Südosten etwa 350 bis 400 Millionen unter der für die Jahreszeit ungewöhnlichen Kälte leiden.

Das sind 100 Millionen Menschen mehr auf der kalten Seite als auf der warmen.

Die Medien werden nur den Teil davon berichten, der in ihr Bild passt.

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Antarktis: Concordia meldet -76.1°C

An der Concordia-Station in der Antarktis sank die Temperatur am 28. Mai auf -76,1 °C – das erste Mal in dieser Saison, dass die Temperatur unter -75 °C fiel.

Das ist selbst für Dome C extrem kalt.

Im tiefsten Winter können die Temperaturen bis auf -80 °C sinken, doch Ende Mai ist es noch früher Winter. Die typischen Tiefstwerte im Mai liegen bei etwa -65 °C.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-cold-half-is-ignored-concordia?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 23 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 29. Mai 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Kältereport Nr. 22 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Der Mai wird nicht wärmer: Keine CO₂-Erwärmungswirkung erkennbar. Teil 1

veröffentlicht.
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Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch

  • Nahtlose Maitemperaturen von der Vergangenheit bis heute
  • Die Maierwärmung begann bei uns erst 1987/88 mit einem Temperatursprung
  • Der Mai wird in Deutschland seit 1988 nicht mehr wärmer, CO₂ steigt jedoch gewaltig.

Den diesjährigen Mai 2026 im heutigen Deutschland geben wir nach vorläufiger Auswertung von mtwetter mit 13,9°C an. Die letzte Maiwoche war bereits sommerlich heiß. Der heurige Maischnitt liegt deutlich über dem Mittelwert seit 1881 (Schnitt 12,4°C). Der 2026er-Schnitt ist jedoch ermittelt mit den heutigen ca. 2000 Messstationen, die an ganz anderen, nämlich wärmeren Plätzen stehen wie vor über 100 Jahren und mit ganz anderen Messmethoden erfasst werden. Wir hatten damals ein ganz anderes Deutschland mit anderen Außengrenzen. Im Artikel übernehmen wir die Maitemperaturreihen wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) sie ins Internet stellt und führen keine Korrektur durch zur besseren (richtigen) Vergleichbarkeit heute und früher. Wir stellen lediglich fest, die Temperaturermittlung mit den heutigen Wetterstationen und den heutigen Messmethoden erfasst, ergibt einen höheren Maitemperaturschnitt.

Dieser Mai 2026 war wie im letzten Jahr regenarm mit etwa 65 l/m2, allerdings wie immer ungleich verteilt in Deutschland und bei den Sonnenstunden mit 254 h deutlich über dem Schnitt, siehe Grafiken weiter unten. Auffallend kalt war diesmal die Maimitte vom 11. bis 20. Mai, wobei die Eisheiligentage besonders kalt waren. Dafür entschädigte dann das letzte Maidrittel, vor allem im Süden mit sommerlich heißen Temperaturen. Hierzu vorweg eine kleine Grafik mit den deutschlandweiten Durchschnittstemperaturen, Mai 2026, wie sie der DWD veröffentlicht.

Abb. 0: Schön zu sehen sind die besonders kalten Eisheiligen 2026 und die sommerliche Hitzewelle ab dem 23. des Monats, vor allem tagsüber.

Der DWD beginnt seine Temperaturaufzeichnungen im Jahre 1881, mitten in einer Kälteperiode am Ende der „Kleinen Eiszeit“. Das zeigen uns Wetterstationen, die zeitlich noch weiter zurückreichen, z.B. der Hohenpeißenberg

Hohenpeißenberg (HPB): Messbeginn 100 Jahre früher als DWD-Deutschland

Der Standort der Wetterstation HPB war bis 1936 am direkten Anbau zur Klosterkirche, und zwar an der Nordwand, damals ganzjährig unbeheizt. Seit etwa 65 Jahren steht die DWD-Station in einem neuen DWD-Zentrum, frei stehend und somit den über 200 Mai-Sonnenstunden ausgesetzt, allerdings in einer international genormten Wetterkapsel mit entsprechenden Strahlungsabschirmungen, trotzdem ein wesentlich wärmerer Standort als eine kühle Hausnordwand. Messung: Damaliger erster Wert Mai 1781 genauso wie heute: knapp über 12 Grad. Man beachte den Anfang (Mai 1781) und das Ende, als den Mai 2026 der 246 Jahre langen HPB-Werte-Reihe

Grafik 1: Auffallend ist: 1) Der Mai wurde in den 246 Jahren nicht wärmer, das zeigt uns die ebene Trendlinie für diesen langen Zeitraum. Der ermittelte Maischnitt auf dem HPB liegt bei 10°C über die 246 Jahre. 2) Die Jahre um 1881, dem DWD-Messbeginn für ganz Deutschland befinden sich in einer leichten Kältedepression, die etwa 1 Grad unter dem Schnitt liegt. 3) Die wirklichen warmen Maimonate liegen lange zurück, die meisten sind vor 1881, dem Beginn der DWD-Deutschland-Messreihe.

Man sieht deutlich die Kältedelle in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, die sich bis ins 20.te Jahrhundert hineinzieht.

Nochmals anzumerken wäre, dass die Station Hohenpeißenberg im Jahre 1936 verlegt wurde, nämlich von der kalten Nordwand der im Mai sowieso unbeheizten Klosterkirche etwa 20 m tiefer auf das heutige freie DWD-Plateau. Die Station steht ganztägig in der Sonne, falls die Sonne scheint und das war diesmal der Fall. Außerdem sind die Messeinrichtungen inzwischen digitalisiert und werden rundum erfasst. Die Mannheimer Stundenerfassung in der einstigen Wetterhütte ist abgeschafft.

Mit dieser DWD-Vorzeigestation HPB ist unsere Überschrift bereits bewiesen. Und laut Einstein genügt ein Beweis. Kohlendioxid, siehe nächste Grafik 2 hat keinen Einfluss auf den Mai-Temperaturverlauf auf dem Hohenpeißenberg.

Im Vergleich zum Temperaturverlauf auf dem HPB verläuft die bekannte Kohlendioxidkonzentrationsgrafik der Atmosphäre ganz anders.

Die Keeling Kurve, gemessen am Mouna Loa seit 1958 bei einem Vulkan, Zeitraum davor geschätzt von UC San Diego, siehe hier.

Grafik 2a: Steiler CO₂-Konzentrationsanstieg in der Atmosphäre seit 1958, dem Messbeginn. Am 25. Mai 2026 schon über 430 ppm. Im Jahre 1781, den Temperaturaufzeichnungen auf dem HPB sollen die CO₂- Konzentrationen laut Grafikquellenangabe noch bei sehr niedrigen 280 ppm gewesen sein.

Erg: Die CO₂-Konzentration sind seit Messbeginn auf dem Mouna LOA, also seit 1958 stark gestiegen, die Maitemperaturen überhaupt nicht. Damit ist die Behauptung der CO₂-Erwärmungsangstmacher, fast allein CO₂ bestimme die Temperaturen, eindeutig falsch. CO₂ ist kein Temperaturregelknopf!!! Die beiden Kennlinien verlaufen vollkommen unterschiedlich. Es gibt keinerlei Korrelationen und damit auch keinen Ursachenzusammenhang.

Abb. 2b: Laut dem linksgrünen Geschäftsmodell CO₂-Klimapanikmache sollen ausschließlich Treibhausgase, und aus dieser Gruppe hauptsächlich das „umweltschädliche“ CO₂ für die starke Temperaturzunahme der letzten Jahrzehnte verantwortlich sein. CO₂ sei der Haupttemperaturregler. Der DWD zeigt mit seinen Temperaturdaten, dieses Geschäftsmodell hat eine grottenfalsche Grundlage. Also weg mit dieser CO₂-Klimaerwärmungslüge der UN: Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Merke: Kohlendioxid hat keinen erkennbaren Einfluss auf die Maitemperaturen am HPB

Frage an den Leser: Wie würde der Maiverlauf aussehen, wenn die Station HPB 1936 nicht von der Nordwand der Klosterkirche an den heutigen sonnenscheinreichen wärmeren Standort im Südwesten des Berges versetzt worden wäre?

Antwort: Wir hätten sogar einen negativen Verlauf der Trendlinie, also eine Maiabkühlung seit 1781!!! auf dem Hohenpeißenberg. Das ist überraschend. Die wissenschaftliche Frage wäre, wie stark wäre die Maiabkühlung seit 1781 auf dem HPB bis heute? Doch auf diese Frage soll hier nicht weiter eingegangen werden. Uns interessiert nicht eine Wetterstation, sondern mehr die DWD-Deutschlandtemperaturreihen, die aber erst später beginnen.

Die DWD-Deutschlandtemperaturreihen des Maimonates

Wir haben erwähnt, dass der Beginn der DWD-Messreihen in einer Kältedelle liegt. Mit einem Beginn dieser Messreihen schon 3 Jahrzehnte später als vom DWD zeigt sich ein erstaunliches Bild.

Grafik 3: Jeder Ausschlag stellt einen Monat Mai in den aufeinanderfolgenden Jahren dar bis heute. Das Ergebnis ist überraschend.

Auswertung der DWD-Temperaturreihe Deutschlands

  1. Von 1915, also 72 Jahre bis 1987 zeigt der Mai trotz CO₂-Anstieges keine Erwärmung, sondern sogar eine Abkühlung
  2. Von 1987 auf 1988 erfolgt ein plötzlicher Temperatursprung von etwa 1,5 Grad
  3. Ab 1988 bis heute, also seit fast 40 Jahren zeigt der Monat Mai ebenfalls keine Erwärmung, sondern wieder eine leichte Tendenz zur Abkühlung, allerdings auf einem höheren Temperaturniveau.

Schlussfolgerungen der seriösen Naturwissenschaft:

1) Kohlendioxid kann nicht über 70 Jahre gar nicht oder gar leicht abkühlend wirken 2)Kohlendioxid kann nicht in im Jahre 1987 auf 1988 just zur Gründung des Weltklimarates wie mit einem Zeitzünder versehen plötzlich aufwachen und eine starke Erwärmungswirkung von über einem Grad herbei zaubern, um dann wieder in den Dornröschenschlaf zu verfallen. Solche physikalischen Gaseigenschaften gibt es nicht.

Merke: Die DWD-Grafiken kann man nicht mit einem imaginären, stetig zunehmendem Treibhausgas CO₂ erklären. Es gibt keinen CO₂-Temperaturregelknopf. Der Begriff „Treibhausgas“ ist somit ein Fantasiebegriff aus der Werbebranche, der uns weiter Angst einflößen soll, damit das Geschäftsmodell Klimarettung weiter gefahren werden kann.

Und: Die geschürte Klimapanik vor einer angeblichen Erderhitzung durch Treibhausgase ist frei erfunden. Das IPPC hat auch bereits reagiert und das hysterische Szenario zurückgenommen. Bei uns gilt jedoch immer noch das raffinierte Geschäftsmodell der Klimahysteriker, das über Angst- und Panikmache unser Geld will in Form einer CO₂-Steuer oder völlig überhöhten Energiepreisen. Ziel ist die Zerstörung unserer Demokratie und die Zerstörung Deutschlands. Dieser Planet braucht keine Klimarettungsmaßnahmen, weil die angeblich bevorstehende Klimakatastrophe eine Erfindung der Voodoo-Wissenschaft wie vom PIKI Potsdam ist.

Die DWD-Grafiken zeigen: Entweder wirkt CO₂ überhaupt nicht erwärmend oder nur in unbedeutendem Maße oder sogar unbedeutend abkühlend.

Bitte nicht vergessen: Es handelt sich um Original-DWD-Angaben, die nicht bzgl. der zunehmenden Wärmeinseleffekte der Messstationen von früher zu heute nicht trendbereinigt sind. Allerdings findet sich der Temperatursprung 87/88 auch bei WI-armen Stationen und in ganz Mittel-und Westeuropa!!! siehe hier. Bei WI-armen Stationen ist die leichte Abkühlungsphase auf dem letzten Temperaturplateau seit 1988 zudem stärker ausgeprägt, siehe Grafik 5a/b.

Richtig bleibt aber die Feststellung: Der Klimawandel, d.h. die Erwärmung im Mai begann in Mitteleuropa erst 1987 auf 1988 mit einem Temperatursprung und nicht seit der Industrialisierung!!!!

Damit haben wir aber ein Problem. Wenn nicht Kohlendioxid den Temperatursprung verursacht hat, wer oder was dann? Was sind die tatsächlichen Gründe des immer währenden Klimawandels?

Die richtige Erklärung, wir finden mindestens 5 Gründe des höheren Wärmeplateaus seit 1988

1) Natürliche Ursachen: Die Änderung der Großwetterlagen. Rein statistisch haben die Südwestwetterlagen im Mai wie in allen Monaten zugenommen und die kälteren nördlichen und östlichen Wetterlagen abgenommen. Das zeigt u.a. die Zunahme des Saharastaubes, der mit Süd- und Südwestwind zu uns getragen wird. Doch es gibt viele andere Gründe für natürliche Ursachen von Klimaänderungen. Hier sei auf die ausführlichen Artikel von Stefan Kämpfe verwiesen (auch hier)

2. Die plötzliche Zunahme der Sonnenscheindauer: Mit der plötzlichen Drehung der Windrichtung auf mehr südliche Wetterlagen haben die Maisonnenstunden von 1987 auf 1988

Zugenommen, was zugleich auch ein positives Ergebnis und eine positive Wirkung der gesetzlichen Luftreinhaltemaßnahmen ist. Deswegen hat die Strahlungswirkung auch zugenommen. Mehr Sonnenstunden ist tagsüber einerseits eine natürlich Erwärmung, andererseits wird dadurch auch die Höhe der Wärmeinseleffekte gesteigert. Der flächendeckende Wärmeinseleffekt ist deshalb seit 1988 stärker angewachsen, als im Zeitraum bis 1987

Leider erfasst der DWD die Sonnenstunden für Deutschland erst seit 1951. Trotzdem ergibt sich bereits ein eindeutiger und erstaunlicher Zusammenhang zwischen Sonnenstunden und Temperaturverlauf.

Grafik 4: Die Sonne schien keinesfalls gleichmäßig im Monat Mai der letzten 76 Jahre. Neben den jährlichen Differenzen sind die beiden Trendlinien bemerkenswert. Man beachte 87/88

Ergebnis: Die Sonnenstunden sind ab 1951 bis 1987 stark gefallen, das hat den Mai damals kälter gemacht. Aufgrund der Änderung der Großwetterlagen erfolgte ab 1987 auf 1988 plötzlich ein starker Anstieg der Sonnenstunden auf ein höheres Niveau. Das hat den Mai plötzlich wärmer gemacht. Auf diesem höheren Wärmeplateau mit mehr südlichen Wetterlagen befindet sich der Mai noch heute.

3. Der zunehmende Wärmeinseleffekt: Die Standorte der DWD-Stationen sind aufgrund der Bebauung wärmer und Asphaltierungen einst grüner Natur wärmer geworden, und sie werden weiter wärmer. Dazu nimmt die Flächenversiegelung in Deutschland laufend zu, was den Wärmeinseleffekt des letzten Frühlingsmonats ständig erhöht, (derzeit ist ein Siebtel der Gesamtfläche Deutschlands versiegelt) siehe Flächenversiegelungszähler. Aktueller Stand: 50 900 km²

Vergleich der Trendlinien einer wärmeinselarmen Station und einer Wärmeinselstation in Bayern, München und Hof.

Grafik 5a/b: Wetterstation München Stadtmitte und Hof im wachsenden Gewerbegebiet. München kühlt ab. (Minuszeichen vor der Formel). In der Wärmeinsel Hof steigen die Temperaturen.

Ergebnis: In München in der Stadtmitte wird der Mai kälter, im Gewerbegebiet Hof leicht wärmer. Das ist kein Widerspruch. In der Tat stimmen die Messungen des DWD. Dazu unsere Erklärungen: München ist eine städtische Wetterstation, mit einem hohen städtischen WI-effekt, (engl. UHI). Wegen der Stadtwärme viel wärmer als im Gewerbegebiet Hof, das außerhalb der Stadt liegt, siehe Trendlinienhöhe zwischen 14 und 15 Grad, in Hof bei 12 Grad.

Aber der UHI-Effekt von München ist längst ausgereizt, in der Innenstadt ist bereits alles bebaut, es kommt nichts mehr an bebauter Fläche hinzu, bzw. an grüner Fläche weg. Somit nimmt der Wärmeinseleffekt in der Stadtmitte Münchens seit 1988 kaum mehr zu. Der UHI ist hoch, wächst aber nicht mehr. Folge: München zählt seit 40 Jahren zu den eher WI-armen Wetterstationen, (allerdings mit einem hohen UHI-Effekt) so komisch das auch klingen mag.

Anders bei Hof: Die Wetterstation Hof stand einst außerhalb der Stadt, dort ist nach der Wende ein Gewerbegebiet entstanden, die neue vierspurige Bundesstraße, zugleich auch Autobahnzubringer, führt direkt an der DWD-Wetterstation vorbei. Der WI->Effekt hat stark zugenommen nach der Einheit.

4. Niederschläge im Monat Mai. Sie sind zunehmend seit 1988 und damit genau das Gegenteil der Medienmeldungen über ständig zunehmende Trockenphasen und Dürren. Die südlichen und SW-Strömungen seit 1988 brachten mehr Mai-Niederschläge und damit eine höhere Verdunstungskälte in Bodennähe, vor allem bei ländlichen Wetterstationen. In der Stadt mit dem Großteil an versiegelten Flächen fließt der Regen sofort in die Kanalisation, es verdunstet viel weniger Wasser. Insgesamt wird der zunehmende Mairegen auch ein Grund sein (aber nur einer von mehreren), dass der Mai im Gegensatz zu anderen Monaten, seit 1988 bis heute nicht wärmer wird, sondern sogar leicht abkühlt, vor allem nachts, siehe Grafik 7 und dann im Teil 2.

Grafik 6: Der Niederschlag im Monat Mai hat seit 1988 zugenommen. 2025 und 2026 lag jedoch deutlich unter der steigenden Trendlinie, jedoch immer noch im unteren Mittelfeld seit 1988. Der Mai machte auch diesmal die Natur grün und brachte keine Trockenheit übers Land.

5. Eine statistische Erwärmung. Die Erfassung der Tagestemperaturen durch Flüssigkeitsthermometer in der Wetterhütte wurde abgeschafft, ebenso die Abschaffung der Tagesmittelerrechnung mittels Mannheimer Stunden, ersetzt durch eine rundum digitale Tageserfassung. Zudem wurden auch Wetterstationen durch Tausch an wärmere Plätze verlegt. Also eine statistische Erwärmung vor allem in den letzten 3 Jahrzehnten.

Zu diesem Thema haben wir vor vier Jahren eine vierteilige Reihe aufgelegt, siehe hier:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Nebenbei: Die Windhäufigkeit hat allgemein seit 1988 abgenommen wie Stefan Kämpfe in seiner acht Artikeln lange Reihe beschrieben hat. Schlecht für die Windräder bzw. für die alternative Stromerzeugung.

Sicherlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Gründen, weshalb es in Mittel- und Westeuropa 1987/88 zu einem plötzlichen Temperatursprung auf ein höheres Niveau gab. Wir rufen die Leser auf, noch weitere mögliche Gründe zu nennen und zur Diskussion zu stellen. So funktioniert der Wissenserwerb in der Wissenschaft.

Halten wir fest: Die Änderung der Großwetterlagen brachten ab 1988 die zusätzliche Maiwärme für das höhere Wärmeplateau, auf dem wir uns heute noch befinden. Vor allem im letzten Maidrittel, nach den Eisheiligen nahmen Süd- und SW-Wetterlagen zu. Allerdings wird der Mai seit 1988 in Deutschland wieder kälter, vor allem nachts. Das zeigen wir in der nächsten Grafik. Die Maiennachttemperaturen im Vergleich zur steigenden CO₂-Konzentration

Grafik 7: Die Mainächte, erfasst als Tmin nehmen in Deutschland seit 1988 deutlich ab. Im Gegensatz dazu sind die CO₂-Konzentrationen der Atmosphäre im gleichen Zeitraum deutlich angestiegen, wobei der Anstieg in den letzten 20 Jahren immer schneller erfolgt.

Erg: Vor allem die Mainächte werden kälter, und das widerspricht der Threibhaushypothese. Nach dieser hätten vor allem die Nächte wärmer werden sollen. Der deutsche Physiker Hasselmann, Nobellpreisträger von 2021, will dies sogar aus Satellitendaten erkannt haben. Der DWD mit seinen nächtlichen Maitemperaturdaten beweist ihm das Gegenteil

Wir halten fest:

Die globalen CO₂-Konzentrationen steigen, der Mai wird nicht wärmer, er kühlt eher ab, vor allem nachts sehr deutlich. Zwischen den Temperaturverläufen des Monats Mai und dem CO₂-Anstieg besteht keinerlei erkennbarer Zusammenhang, also keinerlei Korrelationen. Und damit ist die Treibhauserwärmungslehre falsch, sie ist eine Irrlehre.

Die Verfasser leugnen jedoch nicht die physikalischen Eigenschaften des Moleküls CO₂, übrigens ein lineares Molekül und nicht gewinkelt, das im IR-Bereich absorbiert und sofort wieder emittiert. Aber die von einigen Physikern daraus abgeleitete Erwärmung der Atmosphäre konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Es gibt lediglich theoretische Berechnungen mit fiktiven Computerspielmodellen, aber genauso viele theoretischen Gegenrechnungen von namhaften Physikern. Es gibt auch keinerlei für uns positive technische Erfindungen, die auf einem CO₂-Erwärmungseffekt beruhen würden. Somit hat die vom IPCC behauptete hohe Klimasensitivität von 2 bis 5 Grad keinen Versuchsbeweis. Und CO₂ gar als Temperaturregelknopf, eine Vorstellung, welche von der linksgrünen politischen Glaubenssekte verbreitet und nun sogar Eingang ins Grundgesetz gefunden hat, existiert schon gar nicht. Man muss die Wahrheit so deutlich aussprechen. Eine Falschlehre hat Eingang ins Grundgesetz gefunden. Damit ist den nur auf Klima-Klagen ausgerichteten NGOs wie die Deutsche Umwelthilfe, Tür und Tor geöffnet, um sinnvolle Natur- und Umweltpolitik zu verhindern, um das Geschäftsmodell der Klimapanik am Laufen zu halten

Der Monat Mai zeigt: Die Erwärmungslehre mit CO₂ als Haupttemperaturtreiber ist eine bewusste Irrlehre.

Deren einziger Sinn ist, unter der Bevölkerung eine Klimaangst zu erzeugen, ähnlich der Sündenangst im Mittelalter. Leider ist diese Angstmache bei Kindern und Jugendlichen schon vielfach gelungen. Die angeblichen CO₂ Klimawandel-Beweise anhand Katastrophenmeldungen wie Hochwasser, Taifune sind eine Folge diverser Ursachen, meist ein Behördenversagen, oftmals jedoch einfach nach bekannter Medienart vollkommen übertrieben. Bei der CO₂-Treibhaustheorie handelt sich um einen wissenschaftlichen Irrtum. Allerdings ein gewollter Irrtum. Es ist ein Geschäftsmodell auf falschen naturwissenschaftlichen Denk- und Rechengrundlagen aufgebaut. Die daraus abgeleitete Klimapanik, siehe Terrororganisation „letzte Generation“ ist gewollt und will unser Geld. Die bezahlten NGOs sind die Infanterie dieses Geschäftsmodelles. Das uns geraubte Geld soll unser Gewissen beruhigen, das man uns zuvor erzeugt hat. Ein Loskauf von einer erfundenen CO₂-Schuld. Das CO₂-Geschäftsmodell ist dem Sündenablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter nachempfunden. Nur raffinierter. Panische Gewissensangst erzeugen, von der man sich freikaufen kann. Die CO₂-Steuer macht uns arm, ein nimmer versiegende Geldeinnahme der Interessengruppen, hilft jedoch überhaupt keinem Klima. Das beschreibt auch Prof. Ganteför in diesem Video. Man braucht die Panik für das Geld, das man uns weiter rauben will.

Mai- Klima in der Zukunft: Wie der Wonnemonat Mai sich weiterentwickelt wissen wir nicht. Auch wenn der Hohepeißenberg seit fast 250 Jahren keine Maierwärmung zeigt, muss das nicht immer so bleiben. Das Klima ändert sich stetig. Es gibt kein über Jahrhunderte konstantes Klima. Wir hoffen, dass die derzeitige Abnahme der Maitemperaturen, das Kälter- werden bald beendet ist. Eine Folge des kälter werdenden Wonnemonates ist: Mai und April gleichen sich an

Grafik 8: DWD-Maitemperaturverlauf oben (braunorange) und der Aprilverlauf unten, seit 25 Jahren holt der April auf und nähert sich dem Mai. Die Grafik zeigt aber auch: beide Monate haben ein Ende der Erwärmung erreicht.

Wie wird es weitergehen? Natur- und Umweltschutz bleiben weiterhin wichtig: Wir wissen auch nicht, ob die wärmende Landschaftszerstörung durch Bebauung und Trockenlegung und damit die Ausweitung der Wärmeregionen im selben Maße sich fortsetzen wird wie uns der Versiegelungszähler momentan anzeigt. (etwa 40 ha/täglich). Ein Umdenken in der Bevölkerung, vor allem der Landwirte bei der Trockenlegung von Naturflächen, Wiesen, Äcker und Wäldern deutet sich an, was hoffnungsfroh stimmt. Der Niederschlag muss wieder dort gehalten werden, wo er niedergeht. Früher bei weniger Niederschlag gab es sogar zusätzliche Weiherwiesen, Lachenwiesen, Auwiesen, Tümpel und Teiche in den Landschaftssenken.

Naturschutz ist das Gebot der Stunde gegen Hochwasser bei normalem Starkregen und Gewitter, das wollen wir in nächsten Bild zeigen.

Zum Bild: So müssen Bäche wieder aussehen, der Betrachter steht auf einer Brücke, die an der Sohle nur eine mittlere Wassermenge durchlässt. Bei Starkregen und Gewittern staut sich der Bach in den „Feuchtwiesen“ links und rechts des Bachverlaufes zurück. Aber auch die Pflanzen und Bäume nehmen Regenwasser auf und speichern es in ihren Zellen. Foto: Kowatsch

Zum WI-effekt: Die Aufnahme entstand Ende April und man beachte das fehlende Grün der Bäume. Draußen in der freien Fläche, vor allem in feuchter Umgebung mit dem natürlichen Bewuchs der Auwiesen ist es wesentlich kälter als in einer Wärmeinsel. Aber hier stehen keine DWD-Wetterstationen mehr.

Demgegenüber steht das Geschäftsmodell Klimaschutz, das überhaupt nichts mit Natur- und Umweltschutz zu tun hat. Im Gegenteil, die angeblichen Klimaschutzmaßnahmen wie Windräder und Frei-PV-Anlagen mit den zusätzlichen Hochtemperaturfreileitungen erwärmen zusätzlich die Luft und zerstören die Landschaft. Wirkliche Naturschützer bekämpfen deshalb das politisch indoktrinierte Klimaschutz-Geschäftsmodell.

Natur- und Umweltschutz ja, Klimaschutz ist ein Geschäftsmodell, das auf der CO₂-Klimalüge aufgebaut ist.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass CO₂ das Schöpfungsgas schlechthin ist und die momentane Konzentration mit 0,043% eine viel zu geringe Konzentration aufweist. Die doppelte Konzentration wäre für das Leben auf der Erde bestimmt besser. Und wir verlangen noch dazu: der optimale Kohlendioxid-Konzentrationsbereich für die Atmosphäre und für die ökologische Vielfalt auf dieser Erde muss endlich wissenschaftlich erforscht werden.

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 

Der Beitrag Der Mai wird nicht wärmer: Keine CO₂-Erwärmungswirkung erkennbar. Teil 1 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Bodensenkungen führen zu hohen Messwerten beim Anstieg des Meeresspiegels

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H. Sterling Burnett

Der Meeresspiegel steigt, wie dies seit dem Ende der letzten Eiszeit mit einer gewissen Regelmäßigkeit der Fall ist. Tatsächlich ist er in den letzten 12.000 Jahren weltweit im Durchschnitt um mehr als 120 Meter gestiegen.

Obwohl es keinen einheitlichen Trend beim Meeresspiegel gibt – wobei die an Pegelmessstationen gemessenen Werte an einigen Orten relativ konstant bleiben, an anderen steigen und an wieder anderen sogar sinken –, zeigen die Daten im Allgemeinen, dass der Meeresspiegel um etwa 2bis 30 mm pro Jahrzehnt steigt, je nachdem, ob Satellitenmessungen (und welche Satellitendatensätze) oder Pegelmessdaten verwendet werden. Kürzlich hat eine neue Reihe von Satelliten eine geringe Beschleunigung des globalen durchschnittlichen Meeresspiegelanstiegs gemessen. Abgesehen von der Frage, ob dieser leichte Anstieg – sofern er tatsächlich vorliegt und kein Artefakt einer Änderung im Satellitenmesssystem ist – außerhalb der Norm des historischen Meeresspiegelanstiegs liegt (was nicht der Fall ist) oder unkontrollierbar ist (was ebenfalls nicht der Fall ist), bleibt die Frage: Worauf ist der jüngste Anstieg des Meeresspiegels zurückzuführen?

Eine Studie in „Nature“ kommt zu dem Ergebnis, dass es sich um eine Kombination aus menschlichen und natürlichen Faktoren handelt und dass eine der anthropogenen Ursachen unterschätzt wird und möglicherweise eine größere Rolle spielt als die globale Erwärmung.

Ein internationales Team aus 11 Forschern von Universitäten und Forschungsinstituten in den Vereinigten Staaten, UK, Deutschland, Kanada und China stellt fest, dass die Rolle und die Ursachen von Landabsenkungen oder vertikalen Bodenbewegungen (VLM), die oft mit dem Anstieg des Meeresspiegels verwechselt werden, kaum untersucht wurden, aber einen großen Anteil am gemessenen Anstieg des durchschnittlichen Meeresspiegels haben.

Das Team untersuchte Daten aus 65 Prozent der Küstenstädte, darunter auch Delta-Städte in Südostasien, die in der Forschung zum Anstieg des Meeresspiegels an den Küsten üblicherweise nicht berücksichtigt werden. Sie stellten fest, dass die Küstenbevölkerung von 1995 bis 2020 einen doppelt so starken Anstieg des Meeresspiegels erlebte als auf Faktoren wie die globale Erwärmung zurückgeführt werden könnte. Tatsächlich deuten ihre Daten darauf hin, dass 71 Prozent der Küstenbevölkerung in Gebieten mit gravierenden Problemen durch Bodensenkungen leben.

Dutzende Artikel auf ClimateRealism.com haben darauf hingewiesen, welche Rolle Landabsenkungen beim gemessenen Anstieg des Meeresspiegels spielen, was die Unterscheidung zwischen dem Beitrag natürlicher Faktoren – einschließlich des Klimawandels – und anderen vom Menschen verursachten Faktoren erschwert.

Intensive Bebauung auf weichen Küstenböden führt zu Verdichtung; die Kanalisierung von Flüssen für den Schiffsverkehr und zur Verringerung von zufälligen Überschwemmungen verhindert die historische Bodenablagerung; die Trockenlegung von Feuchtgebieten für Bebauungszwecke führt zu stärkeren Überschwemmungen und steigenden Gezeiten; und die Entnahme von Grundwasser zur Deckung des Wasserbedarfs der wachsenden Küstenbevölkerung verursacht direkte Bodensenkungen. All dies sind schwerwiegende menschliche Faktoren, die zu einer erheblichen VLM führen.

„Beobachtungen zeigen, dass VLM die aktuellen absoluten Veränderungen des Meeresspiegels […] in anfälligen Gebieten, wie globalen Flussdeltas und insbesondere in Küstenstädten, die in Flussdeltas liegen, um eine Größenordnung (oder mehr) übersteigen kann“, schreibt das Forschungsteam. „Durch Grundwasserentnahme bedingte Bodensenkungsraten von 10 mm/Jahr haben zu deutlich höheren [relativen Meeresspiegelanstiegs-]Veränderungen als im globalen Durchschnitt in Flussdeltas, wie beispielsweise im Mekong-Delta …, oder in Städten beigetragen, die auf tief liegenden Delta- und Küstenebenen errichtet wurden, wie Bangkok, Manila oder Jakarta.“

Obwohl die an dieser Studie beteiligten Forscher nicht andeuten, dass sie bezweifeln, dass der Klimawandel zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt, deuten ihre Forschungsergebnisse darauf hin, dass mit der zunehmenden Bebauung von Küstengebieten der VSL bei den relativen Veränderungen des Meeresspiegels eine größere Rolle spielt als der Klimawandel, als allgemein anerkannt wird, und an vielen Orten vielleicht sogar eine größere Rolle als der Klimawandel.

Quellen: Nature; Climate Realism

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-580-private-climate-cabal-under-investigation/, dritte Meldung

Anmerkung des Übersetzers: Während es den Klimawandel schon immer gab, ebenso wie tektonische vertikale Landbewegungen, ist nur das mit der Besiedlung und der Bewirtschaftung neu. Das heißt, dass „Änderungen der Veränderung“ des Meeresspiegels wohl tatsächlich anthropogenen Ursprungs sind!

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Europas Green Deal bröckelt

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Mohamed Moutii

In den letzten zehn Jahren hat Europa eine führende Rolle bei der Gestaltung der globalen Klimapolitik gespielt, was durch die Einführung des Europäischen Grünen Deals im Jahr 2019 unterstrichen worden war – Ursula von der Leyen bezeichnete dies als einen „Moment wie die Mondlandung“. Die Initiative zielt darauf ab, Europa bis 2050 zum weltweit ersten klimaneutralen Kontinent zu machen und gleichzeitig Innovationen zu fördern sowie die industrielle Basis zu stärken.

Doch einige Jahre später sind die Ergebnisse zutiefst enttäuschend. Anstatt seine Ziele zu erreichen, wird der Green Deal zunehmend mit höheren Energiekosten, geschwächter Wettbewerbsfähigkeit und wachsendem politischem Widerstand in Verbindung gebracht. Er hat die Spaltungen innerhalb der EU vertieft, die globalen Beziehungen belastet und den Druck auf Haushalte und Unternehmen erhöht – was ernsthafte Zweifel an seiner Durchführbarkeit und seinen langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen aufkommen lässt.

Wie die grüne Ideologie die europäische Wirtschaft untergräbt

Die wirtschaftliche Stagnation in Europa deutet auf ein tiefer liegendes strukturelles Problem in der Energie- und Klimastrategie hin – eines, das eng mit der durch den Europäischen Green Deal vorgegebenen Richtung verbunden ist. Seit dessen Einführung hat die Wettbewerbsfähigkeit stark nachgelassen, wobei die explodierenden Energiekosten eine zentrale Rolle spielen. Die Strompreise in Europa sind mittlerweile zwei- bis dreimal so hoch wie in den Vereinigten Staaten und China, wobei Steuern fast ein Viertel der Gesamtkosten ausmachen.

Diese Entwicklungen sind größtenteils auf politische Entscheidungen zurückzuführen. Die verbindlichen Ziele der EU – Netto-Null bis 2050 und eine Emissionsreduktion um 55 Prozent bis 2030 – haben die Energieversorgung eingeschränkt, obwohl Europa nur sechs Prozent der weltweiten Emissionen verursacht. Gleichzeitig haben der Ausstieg aus der Kernenergie, die Einschränkung des Gasverbrauchs und die Abhängigkeit von intermittierenden erneuerbaren Energien die Energiesicherheit geschwächt und die Preisvolatilität erhöht. Für die Industrie – wo Energie bis zu 30 Prozent der gesamten Produktionskosten ausmachen kann – ist dies in Verbindung mit der CO₂-Bepreisung zu einer entscheidenden Belastung geworden, die Unternehmen dazu zwingt, ihre Produktion zu drosseln, Standorte zu verlagern oder ganz zu schließen, was die Deindustrialisierung auf dem gesamten Kontinent beschleunigt.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Automobilindustrie verdeutlicht diese Belastungen besonders anschaulich: Mit einem Anteil von über sieben Prozent am BIP der EU und fast 14 Millionen Arbeitsplätzen steht die Branche unter dem Druck des Verbots von Verbrennungsmotoren ab 2035, was eine rasche Umstellung auf Elektrofahrzeuge erzwingt – trotz ungelöster technologischer Herausforderungen und marktbedingter Einschränkungen. Wie Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius warnte, birgt diese Politik die Gefahr, die Branche „mit voller Geschwindigkeit gegen eine Wand zu fahren“. Die Folgen für die Branche sind bereits sichtbar: rückläufige Produktion, zunehmende Umstrukturierungen und erhebliche Arbeitsplatzverluste – 86.000 Arbeitsplätze seit 2020, wobei bis 2035 bis zu 350.000 weitere gefährdet sind –, während verschärfte Vorschriften die Gewinne bis 2030 um sieben bis acht Prozent schmälern dürften, was die Branche in die Verlustzone treibt und Europas Führungsrolle im Automobilbereich untergräbt.

Auch die Landwirtschaft ist zu einem der deutlichsten Opfer des Green Deal geworden. Strengere Vorschriften in Bezug auf Emissionen, Landnutzung, Pestizide und Düngemittel treiben die Kosten in die Höhe und erhöhen die Ertragsschwankungen, was Kleinbauern am härtesten trifft und die Konsolidierung unter den großen Agrarkonzernen beschleunigt. Ziele wie die Reduzierung des Pestizideinsatzes um 50 Prozent und der Ausbau des ökologischen Landbaus bergen das Risiko erheblicher Produktionsrückgänge, was sowohl die Existenzgrundlagen im ländlichen Raum als auch die Ernährungssicherheit gefährdet. Anstatt Landwirten Innovationen und Produktivitätssteigerungen zu ermöglichen, schränken diese Maßnahmen die Produktion ein – was zu weitreichenden Protesten führt und sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Nachhaltigkeit schwächt.

Zusammengenommen sind diese Belastungen kein Einzelfall – sie sind Ausdruck einer umfassenderen wirtschaftlichen Belastung. Die Europäische Kommission schätzt, dass der Übergang jährlich zusätzliche Investitionen in Höhe von mindestens 260 Milliarden Euro erfordern wird, wobei die Gesamtkosten bis zu 12 Prozent des EU-BIP erreichen könnten – eine Belastung, die für die europäische Wirtschaft immer schwerer zu tragen ist.

Das Problem der zentralen Planwirtschaft beim Green Deal

Die wirtschaftliche Belastung schlägt nun in politische Gegenreaktionen um. In den letzten Jahren hat der Widerstand gegen den Europäischen Green Deal auf dem gesamten Kontinent stark zugenommen – von Landwirten und Industrieverbänden bis hin zu Wählern und politischen Parteien. Die EU-Wahlen 2024 bestätigten, was bereits klar war: Der einst vorherrschende grüne Konsens bröckelt. Als Reaktion darauf hat Brüssel begonnen, wichtige Elemente der Politik stillschweigend zurückzunehmen – indem Vorschriften abgeschwächt, Schlupflöcher eingeführt und sogar der Begriff „Green Deal“ selbst vermieden werden. Was als historischer Wandel präsentiert wurde, löst sich nun in Wohlgefallen auf.

Diese Gegenreaktion zeugt von einem tiefer liegenden Versagen. Obwohl die EU für den Zeitraum 2021 bis 2027 680 Milliarden Dollar bereitgestellt hat – mehr als ein Drittel ihres Haushalts –, hat der Green Deal nur bescheidene ökologische Verbesserungen bewirkt, während er Haushalte und Unternehmen mit einer schweren wirtschaftlichen Belastung konfrontiert hat, die nun mit höheren Energiepreisen, Steuern und regulatorischem Druck zu kämpfen haben.

Das Problem liegt nicht nur in der Umsetzung – es ist struktureller Natur. Der Green Deal stützt sich auf eine zentralistische Planung, um die komplexe Energiewende zu steuern, obwohl den politischen Entscheidungsträgern die Informationen und Anreize fehlen, um dies effektiv zu tun. Ein wesentlicher Mangel ist die Ablehnung der Technologie-Neutralität. Führende Hersteller befürworten einen Mix aus Elektro-, Hybrid-, Wasserstoff- und E-Kraftstoffen, damit diese frei miteinander konkurrieren können und sich effiziente Lösungen durchsetzen können; Brüssel hingegen schreibt einen einzigen Weg vor – und bestimmt damit faktisch, welche Technologien überleben, während das Fachwissen der Industrie außer Acht gelassen wird.

In einem solchen System sind die Folgen vorhersehbar: Fehlinvestitionen, Wettbewerbsverzerrungen und kostspielige Misserfolge. Diese Verzerrungen werden durch das restriktive regulatorische Umfeld in Europa noch verstärkt, wo interne Barrieren innerhalb des EU-Binnenmarkts einem Zollsatz von 44 Prozent auf Waren und 110 Prozent auf Dienstleistungen entsprechen und Effizienz und Innovation zusätzlich einschränken.

Deutschland veranschaulicht diese Dynamik deutlich. Lange Zeit als Vorreiter der europäischen Energiewende angesehen, hat dessen Energiewende – der Ausbau erneuerbarer Energien bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Kernenergie – seit 2002 rund 800 Milliarden Dollar gekostet, doch nur bescheidene Ergebnisse gebracht und dazu geführt, dass die deutsche Industrie bis zu fünfmal mehr für Strom zahlt als amerikanische Wettbewerber. Ein Großteil der Fortschritte bei den erneuerbaren Energien wurde durch die Stilllegung emissionsfreier Kernkraftwerke zunichte gemacht. Schätzungen zufolge hätte die Beibehaltung der Kernkraftkapazitäten eine Emissionsreduktion von 73 Prozent bei halbierten Kosten ermöglicht, was die Grenzen einer ideologisch motivierten Politik deutlich macht.

Der Vergleich mit den Vereinigten Staaten ist aufschlussreich. In den USA sind die Emissionen zurückgegangen, obwohl sich die Wirtschaft seit 1990 mehr als verdoppelt hat – was vor allem auf Marktkräfte zurückzuführen ist, insbesondere auf die Umstellung auf kostengünstigeres Erdgas und den Ausbau erneuerbarer Energien. Diese Kombination führte zu einer Verringerung der Emissionen, ohne dass vergleichbare Kosten entstanden wären. Europa hingegen hat einen strengeren, politikgesteuerten Ansatz verfolgt, der die Preise in die Höhe getrieben und das Wachstum geschwächt hat.

Die tiefere Lehre aus dem Green Deal ist, dass Klimapolitik nicht erfolgreich sein kann, wenn sie die Prinzipien aufgibt, die Europa überhaupt erst wohlhabend gemacht haben: freie Marktwirtschaft, offene Märkte, private Innovation und eine zurückhaltende Regierung. Die Energiewende lässt sich nicht durch Planwirtschaft, Subventionen und politische Vorgaben herbeiführen. Innovation entsteht aus Wettbewerb, Experimentierfreudigkeit und Marktsignalen – nicht dadurch, dass Regierungen technologische Ergebnisse vorschreiben.

This piece originally appeared at TheDailyEconomy.org and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/europes-green-deal-is-unraveling/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Europas <em>Green Deal</em> bröckelt erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Tödliche „rote Himmel“ vor 800 Jahren deuten darauf hin, dass die Sonne während der mittelalterlichen Warmzeit extrem aktiv war

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Jo Nova

Alle Hervorhebungen im Original. A. d. Übers.

Die großen Sonnenstürme von 1201 bis 1204 könnten die ältesten historischen Aufzeichnungen über extremes Weltraumwetter sein.

Es stellt sich heraus, dass die Sonne während des warmen Spätmittelalters weitaus aktiver war, als wir dachten – was für die Klimamodellierer ziemlich peinlich ist, müssen sie doch glauben, die Sonne sei nur ein irrelevanter Lichtball ohne Einfluss auf das Wetter auf der Erde. Wenn hohe Sonnenaktivität mit der Erwärmung auf der Erde korreliert (was der Fall zu sein scheint), können die Modellierer die Sonne nicht länger ignorieren.

Der springende Punkt ist: Wenn sie mehr solare Faktoren einbeziehen, könnten die Modelle versehentlich tatsächlich funktionieren, ohne dass CO₂ benötigt wird. Das wäre eine Katastrophe (für die Modellierer).

Am 21. und 23. Februar 1201 n. Chr. berichtete ein japanischer Dichter, er habe in der Nähe von Kyoto auffällige rote Polarlichter gesehen. Jemand in der Nähe beschrieb Gleiches am 22. Februar, was darauf hindeutet, dass es sich um einen intensiven dreitägigen Sonnensturm handelte. Also begannen Forscher, in vergrabenem Holz in Nordjapan nach Kohlenstoff-14 zu suchen, und siehe da, sie fanden einen enormen Anstieg des Kohlenstoff-14-Gehalts, der auf ein „sub-extremes solares Protonenereignis“ hindeutet. Sie schätzen, dass dies „etwa 20 % des Miyake-Ereignisses von 774/775, einem legendären Sonnensturm,“ entspricht.

Die Kohlenstoff-14-Daten waren so detailliert, dass sie drei Sonnenzyklen von 1190 bis 1220 rekonstruieren konnten. Das bedeutet, dass die Sonnenzyklen damals nur 7–8 Jahre lang und extrem aktiv waren. In der heutigen Zeit wissen wir, dass längere Zyklen langsamer und ruhiger verlaufen. Während der Kleinen Eiszeit dauerten die Zyklen bis 16 Jahre, und es gab lange Zeiträume, in denen es überhaupt keine Sonnenflecken gab.

Graphik: Verlauf des Sonnenmodulations-Parameters für das vergangene Jahrtausend, ermittelt anhand von Kohlenstoff-14-Daten (Brehm et al., 2021).1)

Das Team entdeckte einen völlig neuen Sonnenzyklus, der seinen Höhepunkt im Jahr 1204 erreichte und von dem wir bisher nichts wussten.

Aus dieser Schrift stammen Beschreibungen zahlreicher Sonnenbeobachtungen, die vor 800 Jahren aufgezeichnet worden waren:

So finden sich beispielsweise im „Meigetsuki“, dem Tagebuch von Fujiwara no Sadaie, einem für seine Dichtkunst bekannten japanischen Höfling, Beschreibungen, die auf das Auftreten von roten Polarlichtern in niedrigen Breitengraden in Kyoto am 21. und 23. Februar 1204 hinweisen.6) Die Sichtung einer roten Aurora ist auch für den 22. Februar in einem anderen historischen Dokument verzeichnet, nämlich dem Omuro Soshoki, das sich in Kyoto befindet. Dies deutet darauf hin, dass der intensive Magnetsturm drei Tage in Folge dauerte, was ihn zu einem der ältesten extremen Weltraumwetterereignisse macht, die in historischen Aufzeichnungen dokumentiert sind. Während dieser drei Tage wurden rote und weiße Streifen in Richtung Norden und Nordosten beobachtet. Dieses Ereignis könnte mit dem Auftreten eines großen Sonnenflecks von der Größe einer Dattelpalme in Verbindung stehen, wie es in einem chinesischen Dokument vom 21. Februar 1204 verzeichnet ist.³) Es gibt auch Aufzeichnungen über die Sichtung von Polarlichtern im folgenden Monat im „Meigetsuki“ sowie in einem chinesischen Dokument²⁾ und einem französischen Dokument.⁸⁾ In Meigetsuki findet sich eine Beschreibung, wonach drei Nächte lang Polarlichter zu sehen waren,7) obwohl es sich dabei um Hörensagen am kaiserlichen Hof handelte.

Dies deutet darauf hin, dass die Sonnenaktivität während der Mittelalterlichen Warmzeit (MWP) länger und stärker war, als wir bisher angenommen haben. Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Sonnenaktivität mit den globalen Temperaturen korreliert.

Es ist bemerkenswert, wie viele Weltraumwetterereignisse dokumentiert sind:

‡Hörensagen am kaiserlichen Hof.

REFERENCE

Hiroko MIYAHARA, Ryuho KATAOKA, Kazuaki YAMAMOTO, Fuyuki TOKANAI, Toru MORIYA, Mirei TAKEYAMA, Hirohisa SAKURAI, Motonari OHYAMA, Kazuho HORIUCHI, Hideyuki HOTTA. Extremely active Sun from 1190 to 1220 in the Medieval Period: Intercomparison of historical records and tree-ring carbon-14. Proceedings of the Japan Academy, Series B, 2026; 102 (4): 156 DOI: 10.2183/pjab.102.011

Link: https://joannenova.com.au/2026/05/deadly-red-skies-800-years-ago-suggest-sun-was-extremely-active-in-the-medieval-warm-period/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Die WHO macht es wieder: Der Klimawandel wird als Gesundheitsnotstand neu verpackt

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Tilak Doshi, From Tilak’s Substack

Der ehemalige niederländische Gesundheitsminister Ernst Kuipers erklärte letzte Woche in seiner Eigenschaft als Mitglied der Paneuropäischen Kommission für Klima und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation: „Die Auswirkungen des Klimawandels sind enorm … so enorm, dass man ihnen wirklich nicht entkommen kann.“ Diese Aussage, die in einer scharfsinnigen Analyse hervorgehoben wurde, die Marcel Crok vom Netzwerk Climate Intelligence (CLINTEL) am Samstag veröffentlichte, fasst die derzeit von der WHO verfolgte rhetorische Strategie perfekt zusammen.

Die WHO und ihr nahestehende Medien wie „The Lancet“ stellen den Klimawandel erneut als „internationalen Notfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit“ dar, komplett mit düsteren Warnungen vor hitzebedingten Todesfällen, Extremwetterereignissen und der Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Doch wie Crok akribisch dokumentiert, laufen diese Behauptungen auf „schamlose Klimapropaganda“ hinaus, die geflissentlich leicht zugängliche Daten ignoriert, die einen dramatischen Rückgang der wetterbedingten Sterblichkeit belegen und zeigen, dass weitaus mehr Menschen an Kälte als an Hitze sterben.

Der Zeitpunkt ist bezeichnend. Gerade als sich der IPCC bei den Vorbereitungen für seinen Siebten Sachstandsbericht still und leise von seinem extremsten RCP8.5-Szenario entfernt hat, wird die Gesundheitspanik-Maschinerie auf volle Lautstärke hochgefahren.

Das COVID-19-Modell

H. L. Mencken, jener scharfsinnige Beobachter der demokratischen Torheiten seiner Zeit, bemerkte bekanntlich, dass das eigentliche Ziel der praktischen Politik darin bestehe, die Bevölkerung in Angst zu versetzen – und sie so dazu zu bringen, lautstark nach Führung in die Sicherheit zu verlangen –, indem man ihr mit einer endlosen Reihe von Schreckgespenstern droht, die alle nur Einbildung sind. Man fragt sich, was Mencken wohl von der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2026 gehalten hätte, einer Institution, welche die Kunst des Schreckgespenstes in einem Maße perfektioniert hat, das selbst den dreistesten Propagandisten des 20. Jahrhunderts erröten lassen würde.

Nach COVID-19 waren es zuletzt die Vogelgrippe und Affenpocken, in den vergangenen Wochen dann das Hantavirus und Ebola, und jedes dieser Ereignisse wird in den etablierten Medien stets mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht. Diese Woche erklärte die Pan-Europäische Kommission für Klima und Gesundheit (PECCH) der WHO – ein Gremium, das von der WHO-Regionalbüro für Europa einberufen wurde und dessen Vorsitz die ehemalige isländische Premierministerin Katrín Jakobsdóttir innehat –, dass der Klimawandel in Europa als „internationaler Gesundheitsnotstand“ behandelt werden müsse. Der am 17. Mai 2026 veröffentlichte Aufruf zum Handeln der Kommission fordert die Regierungen nachdrücklich auf, die WHO dazu zu bewegen, den Klimawandel offiziell zu einem „Notfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit von internationaler Tragweite“ zu erklären.

Die von der WHO in den Jahren 2020–21 ausgerufene COVID-19-Pandemie bot den perfekten Nährboden, um Ängste vor einer Klimakatastrophe in Aussagen zur öffentlichen Gesundheit umzuwandeln. Die epidemiologische Kontrolle über die Gesellschaft stellte die „letzte Grenze“ für Klimapanikmacher dar, die darauf abzielten, weitreichende Verhaltens- und Wirtschaftskontrollen von orwellschem Ausmaß zu rechtfertigen.

Dr. Vanessa Kerry – Tochter von John Kerry, dem Sonderbeauftragten für Klimafragen der Biden-Regierung – wurde im Juni 2023 zur ersten Sonderbeauftragten für Klimawandel und Gesundheit der WHO ernannt. In ihrer Grundsatzrede anlässlich des ersten Tages, der bei einer UN-Klimakonferenz (COP) dem Thema Gesundheit gewidmet war, erklärte Dr. Kerry: „Die Klimakrise ist eine Gesundheitskrise. Und sie bringt uns um.“

Im Dezember 2024 erklärte WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus vor dem Internationalen Gerichtshof, der Klimawandel sei „im Grunde eine Gesundheitskrise“, die bereits „verheerende Auswirkungen“ auf die menschliche Gesundheit habe und die Gesundheitssysteme weltweit überfordere. Das eigene Informationsblatt der WHO zu Klimawandel und Gesundheit beginnt mit der Feststellung, dass der Klimawandel „direkt zu humanitären Notlagen durch Hitzewellen, Waldbrände, Überschwemmungen, tropische Stürme und Hurrikane beiträgt“.

Katastrophe, Krise, Notfall – das Vokabular der Panik, eingesetzt mit bürokratischer Präzision und verstärkt durch die Mainstream-Medien, die als Stenographen fungieren. Nichts schärft den Verstand – oder beeinflusst Wähler – so sehr wie die Angst vor Seuchen, Hungersnöten oder Pest. Die Verknüpfung von CO₂-Emissionen mit persönlichen Gesundheitsrisiken war von vornherein ein wirkungsvolles Instrument für Politiker, Bürokraten und ihre zahlreichen Verbündeten in den von linken Milliardären finanzierten NGOs. Auffällig ist Mitte 2026, wie wenig sich das Drehbuch geändert hat, trotz unbequemer Entwicklungen im Bereich der Klimamodellierung.

Die Angst-Kampagne der WHO nimmt Fahrt auf

In den letzten Monaten hat Tedros den Klimawandel wiederholt als „im Grunde genommen eine Gesundheitskrise“ bezeichnet. Die paneuropäische Kommission für Klima und Gesundheit der Organisation hat dazu aufgerufen, ihn als Notfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu behandeln, während eine neue Lancet-Studie zu hitzebedingten Todesfällen in Europa vielfach zitiert wurde, um die Dringlichkeit zu unterstreichen. Ausbrüche wie das Wiederaufflammen von Ebola in der Demokratischen Republik Kongo und Hantavirus-Fälle in Teilen Südamerikas wurden in der Berichterstattung der Mainstream-Medien opportunistisch mit klimabedingten ökologischen Veränderungen in Verbindung gebracht.

Die Botschaft ist klar: Die Klimakrise macht uns krank, und nur ein koordiniertes globales Vorgehen unter der Führung der WHO und in Zusammenarbeit mit den zuständigen UN-Organisationen und multilateralen Institutionen (wie dem WEF, der Weltbank und den übrigen von Interessengruppen vereinnahmten Institutionen) kann uns retten.

Das ist nicht gerade subtil. Die WHO betont die zunehmende Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse, während sie Erfolge bei der Anpassung herunterspielt. Bjørn Lomborg hat die jüngsten „Lancet“-Studien zu Hitzetoten zu Recht als „klimatische Täuschung wie aus dem Lehrbuch“ bezeichnet und darauf hingewiesen, dass die beobachteten Anstiege größtenteils durch die alternde Bevölkerung Europas und nicht durch eine marginale Erwärmung erklärt werden. Die gleichen Lancet-Artikel, für die die WHO wirbt, schätzen an anderer Stelle weltweit etwa fünf Millionen Todesfälle pro Jahr aufgrund suboptimaler Temperaturen – wobei die Zahl der kältebedingten Todesfälle die der hitzebedingten um fast das Zehnfache übersteigt (und, was für viele überraschend erscheinen mag, in Regionen wie Afrika noch weitaus höhere Verhältnisse aufweist). Unterdessen sind die Todesfälle durch extreme Wetterereignisse (Hurrikane, Überschwemmungen, Dürren) seit den 1920er Jahren um mehr als 97 % zurückgegangen, obwohl Bevölkerung und Wohlstand gewachsen sind. Das bevölkerungsbereinigte Risiko ist um über 99 % gesunken.

Institutionale Ambitionen und Einflüsse

Das Engagement der WHO für den Zusammenhang zwischen Klima und Gesundheit ist untrennbar mit ihren allgemeinen institutionellen Anreizen und finanziellen Gegebenheiten verbunden. Nachdem die Vereinigten Staaten im Januar 2026 ihren Austritt aus der WHO offiziell vollzogen hatten – unter Berufung auf den mangelhaften Umgang der Organisation mit COVID-19, fehlende Reformen und politische Einflussnahme –, wurde die Finanzierungslücke teilweise durch private Akteure geschlossen.

An erster Stelle steht dabei die Bill & Melinda Gates Foundation. Die Stiftung hat der WHO zwischen 2000 und 2024 Zuschüsse in Höhe von über 5,5 Milliarden US-Dollar gewährt und ist damit insgesamt einer der größten Geldgeber der Organisation und eine maßgebliche Kraft bei der Festlegung globaler Gesundheitsprioritäten, insbesondere bei Impfstoff- und Infektionskrankheits-Programmen. Über GAVI, die Impfstoffallianz – die Gates mitbegründet und massiv finanziert hat – übt die Stiftung enormen Einfluss auf die internationale Impfpolitik und die Lieferketten aus. Jüngste Zusagen, darunter 1,6 Milliarden US-Dollar für GAVI zum Ausgleich von Kürzungen bei den staatlichen Mitteln unterstreichen, wie Gates’ Philanthropie in die Lücke getreten ist, die der Ausstieg der USA hinterlassen hat.

Kritiker weisen schon seit langem darauf hin, dass eine derart konzentrierte private Finanzierung die Agenda der WHO beeinflussen könnte. Nach dem Rückzug der USA gewinnen die von Gates vertretenen Prioritäten – die sich oft auf technokratische und pharmazeutische, „expertengesteuerte“ Lösungen konzentrieren, die natürlich stets gewinnbringend sind – noch mehr Einfluss. Dies ist besonders relevant, da die WHO das „One Health“-Konzept vorantreibt, das Klima, Umwelt, Tier- und Menschengesundheit nahtlos in einen einzigen orwellschen Governance-Bereich integriert. Im Mai 2023 sagte der Europaabgeordnete Mislav Kolakušić (Kroatien): „Die Weltgesundheitsorganisation will, dass alle Länder ein Abkommen unterzeichnen, mit dem sie die Befugnis zur Ausrufung einer Pandemie sowie zur Beschaffung von Impfstoffen und Medikamenten abgeben. Es wäre für die Menschheit gesünder und sicherer, ein Abkommen mit dem kolumbianischen Drogenkartell zu unterzeichnen.“

Verstärkt werden diese Bedenken durch den nachweislichen Einfluss Chinas auf die Führung der WHO. Tedros sicherte sich 2017 die Wahl zum Generaldirektor dank starker Unterstützung durch China und eine Gruppe afrikanischer und asiatischer Staaten. Berichten zufolge arbeitete Peking hinter den Kulissen daran, seine Kandidatur gegenüber Konkurrenten wie dem Briten David Nabarro zu fördern. Kurz nach seinem Amtsantritt bekräftigte Tedros öffentlich seine Unterstützung für das „Ein-China-Prinzip“. Zu Beginn des Covid-19-Ausbruchs lobte er Chinas Reaktion in den höchsten Tönen und verzögerte entscheidende Maßnahmen – ein Vorfall, der weit verbreitete Vorwürfe über unangemessenen chinesischen Einfluss schürte. Während Tedros Behauptungen über einen „Deal“ zurückgewiesen hat, wurde das Muster der Annäherung von aufmerksamen Beobachtern festgestellt.

Der gescheiterte Griff nach der Macht während der Pandemie

Diese Dynamik ist von Bedeutung, da die WHO ihre Bestrebungen nach mehr Autorität nicht aufgegeben hat. Jahrelang drängte sie auf ein Pandemievertrag, von dem viele befürchteten, er würde die nationale Souveränität untergraben, indem er der Organisation weitreichende Befugnisse in den Bereichen Gesundheitspolitik, geistiges Eigentum und Notfallmaßnahmen bei künftigen Krisen einräumte. Intensive Verhandlungen und der Widerstand von Regierungen, die sich vor einem Kontrollverlust fürchteten, führten letztendlich zu einem abgeschwächten Text, der die nationale Souveränität weitgehend bewahrte. Der jüngste Versuch der WHO, die globale Gesundheitspolitik zu zentralisieren, verfehlte weitgehend das Ziel, die weitreichenden Befugnisse zu erlangen, die sich die globalistischen Insider erhofft hatten.

Covid und der Klimawandel sind die beiden großen Hysterien unserer Zeit, die beide auf denselben Taktiken beruhen: der Schürung von Angst, durch unzuverlässige Modelle ausgelöste Panik, der Unterdrückung abweichender Meinungen und der Rechtfertigung außergewöhnlicher Maßnahmen im Namen der öffentlichen Gesundheit. Die Verknüpfung von Klima und Gesundheit ist nur die jüngste Ausprägung dieses uralten Musters, bei dem Autoritäre sich auf Expertenwissen berufen, um das Leben der Menschen auf den Weg in die Knechtschaft zu lenken.

Beweise für den Fortschritt der Menschheit

Nichts von diesem Schwarzmalerei passt zu den allgemeinen empirischen Erkenntnissen über das Wohlergehen der Menschen. „Our World in Data“ dokumentiert außergewöhnliche Fortschritte: Die weltweite Lebenserwartung hat sich seit 1900 in etwa verdoppelt; die extreme Armut ist von fast 40 % im Jahr 1980 auf heute einstellige Werte gesunken; der Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen, Strom und Gesundheitsversorgung hat stark zugenommen; und die Zahl der Todesfälle durch übertragbare Krankheiten ist drastisch zurückgegangen.

Diese Verbesserungen fanden parallel zu Klimaschwankungen statt und wurden durch Wirtschaftswachstum, technologische Innovationen und erschwingliche Energie angetrieben – größtenteils aus fossilen Brennstoffen. Indur Goklanys umfangreiche wissenschaftliche Arbeit, darunter „The Improving State of the World“, zeigt, wie der durch fossile Brennstoffe ermöglichte Wohlstand der größte Befreier aus den Malthusianischen Fallen war. Ein besserer Zugang zu Energie fördert eine bessere Landwirtschaft, Kühlung, Klimatisierung, Infrastruktur und Katastrophenresilienz – genau die Faktoren, welche die klimabedingte Sterblichkeit senken.

Paul Ehrlichs Vorhersagen in „The Population Bomb“ über Massenhungersnöte und den Zusammenbruch der Zivilisation (berühmt illustriert durch seine apokalyptischen Visionen von Kalkutta aus dem Fenster eines Taxis) lagen aus dem gleichen Grund spektakulär daneben: Der menschliche Erfindungsreichtum und der Überfluss an Energie widersetzten sich der neo-malthusianischen Logik. Doch der Geist des Umweltkatastrophismus à la Ehrlich lebt in den heutigen Narrativen über Klima und Gesundheit weiter.

Der Präzedenzfall Malaria bleibt aufschlussreich. Einst in Europa und Nordamerika weit verbreitet, wurde die Krankheit dort durch Entwässerung, Insektizide, wirtschaftliche Entwicklung und öffentliche Gesundheitsinfrastruktur ausgerottet – nicht durch eine „Abkühlung des Planeten“, was auch immer das bedeuten mag. In ärmeren Ländern besteht heute die Gefahr, dass die Einschränkung erschwinglicher Energie im Namen von Klimazielen die hart erkämpften Gesundheitsgewinne weitaus stärker zunichte macht als die bescheidene Erwärmung selbst.

Kobolde und menschliches Gedeihen

Sowohl Klimaschwankungen („natürliche Variabilität“) als auch menschliche Aktivitäten mögen zum Klimawandel beigetragen haben, doch die Daten geben keinen Aufschluss darüber, in welchem Umfang dies der Fall ist, wie der Physiker Steve Koonin überzeugend dargelegt hat. Eine umsichtige Anpassung – widerstandsfähige Infrastruktur, verbesserte Gesundheitssysteme, technologische Innovationen in den Bereichen Energie und Landwirtschaft – ist absolut sinnvoll.

Was keinen Sinn ergibt, ist die unerbittliche Kampagne, jedes Gesundheitsproblem als ein weiteres Symptom der „Kohlendioxidkrise“ darzustellen, selbst wenn der IPCC von seinen apokalyptischsten Szenarien abrückt und Daten aus der realen Welt zeigen, dass die Menschheit gegenüber Umweltextremen weitaus widerstandsfähiger wird.

Die Führungsrolle der WHO bei diesen Bemühungen, die nach dem Rückzug der USA durch einflussreiche Geldgeber wie die Gates-Stiftung noch verstärkt und von früheren Kontroversen über den Einfluss Chinas überschattet wird, lässt auf Gruppendenken und institutionelle Anreize schließen. Gesundheitsängste rechtfertigen wachsende Budgets und politischen Einfluss. Sie lenken zudem von den bewährten Triebkräften für bessere Gesundheitsergebnisse ab: Wohlstand, bezahlbare Energie und praktische Technik. Gesundheit und menschliches Gedeihen werden nicht durch globale Ziele erreicht, die von „Experten“ und „Philanthropen“ wie Gates oder von Philosophinnen wie der nicht gewählten Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen festgelegt werden, die die neuesten Impfstoffe, Zensur in den sozialen Medien und Initiativen für digitale Ausweise vorantreiben.

Wie Mencken erkannte, ist die Gefahr für die Gesundheit das mächtigste Schreckgespenst. Doch die Daten zeichnen ein weitaus optimistischeres Bild. Die Menschheit ist gesünder, wohlhabender und besser gerüstet für die Bewältigung ökologische Herausforderungen als jemals zuvor in der Geschichte (abgesehen von den Schocks für das globale Wohlergehen der Menschen durch die Covid-Lockdowns und zuletzt durch die Blockade der Straße von Hormus). Echte Fortschritte im Bereich der öffentlichen Gesundheit sind schon immer durch technologische Innovationen und Wirtschaftswachstum erzielt worden, nicht durch ständige Klimapanikmache, die von uns verlangt, die Entwicklung zu opfern, um abstrakte planetarische Ziele zu erreichen. Politiker und Bürger sollten auf evidenzbasierten Ansätzen bestehen, die das Wohlergehen der Menschen über die neueste Inkarnation des Schreckgespenstes „Klima und Gesundheit“ stellen.

This article was first published in the Daily Sceptic https://dailysceptic.org/2026/05/26/the-who-is-at-it-again-climate-change-repackaged-as-a-health-emergency/

Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO₂ Coalition and a former contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/27/the-who-is-at-it-again-climate-change-repackaged-as-a-health-emergency/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Absolut richtig, New York Post, aufgrund falscher klimawissenschaftlicher Erkenntnisse wurden Milliarden verschwendet!

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Linnea Lueken, ClimateREALISM

Ein kürzlich erschienener Artikel der New York Post (NYP) mit dem Titel {übersetzt] „Milliarden wurden für die Lügen der UNO zum Klimawandel verschwendet“ beschreibt, wie weltweit Milliarden, wenn nicht sogar Billionen Dollar ausgegeben worden sind, um zu versuchen, den extremen Klimawandel, wie er von den fehlerhaften, aber weit verbreiteten Prognosen des Computermodells RCP 8.5 vorhergesagt wird, zu verlangsamen oder zu stoppen. Die NYP hat absolut Recht. Die zukünftigen Klimabedingungen, die im RCP 8.5-Szenario mit hohen Emissionen beschrieben und anschließend in Hunderten von Artikeln zitiert worden waren, die vor möglichen katastrophalen Folgen warnten, hätten niemals eintreten können, und alle Investitionen in die Klimapolitik waren und sind reine Verschwendung.

RCP 8.5 wurde von den offiziellen Klimaforschern des IPCC offiziell aus den Überlegungen gestrichen. Der Kolumnist Jonathan Lesser schreibt, dass der IPCC „für die ‚Klimakatastrophe‘ verantwortlich ist und „die Welt brennt“-Szenarien, die Umweltschützer, Wissenschaftler und viele Politiker propagiert haben, um den Amerikanern kostspielige, zwingende Energiepolitiken aufzuzwingen“, die „sich auf Wissenschaftler stützten, deren Karrieren davon abhingen, RCP 8.5 und mehrere andere Worst-Case-Szenarien zu nutzen, um alles Mögliche vorherzusagen – vom Niedergang französischer Weine über das Ende der Pasta bis hin zur Zerstörung der Erde durch Außerirdische. (Nein, wirklich.)“

In den letzten zehn Jahren haben das Heartland Institute und Climate Realism Dutzende von Artikeln veröffentlicht, in denen sie Studien widerlegen, die von verschiedenen Medien sklavisch propagiert wurden und sich stark auf computergestützte Emissionsszenarien wie RCP 8.5 und SSP5-8.5 stützten. Die Geschichten sind bekannt, auf die sich Lesser hier bezieht: die angebliche Zerstörung des französischen Weines (oder dessen Überproduktion!), von Pasta und von Aliens anderer Art – all das wurde bereits ausführlich behandelt, und noch vieles mehr.

RCP 8.5 wurde herangezogen, um zu behaupten, Gila-Monster [?] würden durch den Klimawandel dezimiert, der Klimawandel würde tödliche Pilzausbrüche weltweit verbreiten, der Klimawandel würde einen dramatischen Anstieg der Todesfälle aufgrund eines sitzenden Lebensstils verursachen, und die Daily Mail ging sogar so weit, KI-generierte apokalyptische Bilder der Zukunft der Welt zu erstellen, die allesamt auf RCP-8.5-Prognosen basierten.

Seit einiger Zeit schon sehen Wissenschaftler davon ab, RCP 8.5 als „Business-as-usual“-Szenario zu propagieren. Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen hat es schon vor Jahren aufgegeben, dennoch wurde es weiterhin regelmäßig als realistisches Emissionsszenario am oberen Ende der Skala in Hunderten von Artikeln verwendet, die in renommierten Fachzeitschriften wie Nature veröffentlicht worden sind. Es war nie realistisch. Es war immer unglaubwürdig und wahrscheinlich unmöglich, selbst unter der Annahme eines raschen, starken und anhaltenden Anstiegs des Kohleverbrauchs – ein Szenario, das fünfmal mehr Kohle erfordern würde, als wir tatsächlich an Reserven überhaupt haben.

Der Klimawissenschaftler Roger Pielke Jr. erklärt in einem Substack-Beitrag: „Ein Szenario, welches das Fünffache der nachgewiesenen Kohlereserven voraussetzt, ist nach jedem Maßstab unplausibel.“ Er weist zudem darauf hin, dass dieses Szenario einen verstärkten Einsatz von Kohleverflüssigung anstelle von Erdöl erforderte und dass andere Technologien stagnieren würden. Nichts davon war realistisch, selbst zu dem Zeitpunkt, als das Szenario erstmals entworfen worden war.

RCP 8.5 war schon immer Unsinn, und obwohl einige Wissenschaftler dies bereits vor einigen Jahren eingeräumt hatten, nutzten andere es weiterhin, um in Fachzeitschriften veröffentlichte Schreckensszenarien zu entwerfen. Die Mainstream-Medien waren nur allzu bereit, diese zu verbreiten, komplett mit Schlagzeilen, welche die nächste wissenschaftlich belegte Katastrophe ankündigten, die bald eintreten würde.

Der Artikel der NYP listet wirtschaftspolitische Maßnahmen auf, die von der Klimapanik beeinflusst waren, insbesondere in New York und im Nordosten der Vereinigten Staaten, wie beispielsweise Fracking-Verbote, die „Stilllegung“ aller mit fossilen Brennstoffen betriebenen Stromerzeuger im Bundesstaat sowie die Förderung eines utopischen Stromversorgungssystems aus Wind-, Solar- und Batteriestrom in Verbindung mit „steuerbaren emissionsfreien Kraftwerken“, die mit „grünem“ Wasserstoff betrieben werden.

Natürlich behaupten viele prominente Klimaforscher nun, dass die Abkehr von RCP 8.5 auf die Bemühungen von Netto-Null-Initiativen zurückzuführen sei, aber auch das ist Unsinn.

Der weltweite Kohleverbrauch ist gestiegen, und der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre nimmt weiter zu. Auch hier waren die wirtschaftlichen Annahmen, die dem RCP 8.5 zugrunde lagen, von vornherein absurd. Pielke erklärt dies beispielsweise wie folgt:

Was nach der Veröffentlichung der RCPs im Jahr 2011 geschah – Paris, die Revolution der erneuerbaren Energien, der Ausbau der US-Schieferölförderung – ist die sich entfaltende Geschichte der Welt, die sich weiterhin nicht plausibel durch RCP 8.5 charakterisieren lässt. Das Szenario wurde nicht erst unplausibel. Die Beweise dafür, dass es unplausibel war, wurden einfach unbestreitbar, als sich die reale Welt und die RCP-8.5-Welt immer weiter voneinander entfernten.

Präsident Trump feiert nun die Aufgabe von RCP 8.5 und erklärt zu Recht und überschwänglich, dass die Prognosen des UN-Klimarats schon immer „FALSCH! FALSCH! FALSCH!“ waren.

Endlich ist er weg! Richtig, Herr Präsident!

Und ein großes Lob an die „New York Post“ für die Veröffentlichung von Lessers Artikel, der deutlich macht, dass unrealistische, Panik schürende Studien die Politik beeinflusst haben, was den Menschen geschadet hat. Sie hat ihnen die Wahlfreiheit genommen und ihre Kosten für Transport, Energie und alle energieverbrauchenden Produkte und Dienstleistungen in die Höhe getrieben.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/22/spot-on-new-york-post-billions-have-been-wasted-based-on-fake-climate-science/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Und immer noch machen Deutschland und die EU weiter mit dieser Politik! Wer kann sie stoppen?!

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Immer breiterer Rückzug aus RCP8.5

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Cap Allon

Der RCP8.5-Rückzug ist nicht mehr nur auf Fachkreise im Klimabereich beschränkt. Die politischen und medialen Auswirkungen setzen ein, und die Ausreden werden bereits vorbereitet.

RCP8.5 und sein späterer Ableger SSP5-8.5 waren jahrelang die Grundlage für düstere Klimaprognosen. Sie lieferten den Stoff für die schlimmsten Schlagzeilen: außer Kontrolle geratene Erwärmung, versunkene Städte, tödliche Hitzewellen, Ernteausfälle, Massenflucht und wirtschaftlicher Zusammenbruch. Sie wurden wiederholt als „Business as usual“ behandelt und dann durch Journalismus, Aktivistenberichte, Unternehmensrisikomodelle, Gerichtsverfahren und Regierungspolitik durchgesetzt.

Nun wurde dieses Szenario verworfen.

Bryan Walsh von Vox hat zugegeben, dass RCP8.5 „eineinhalb Jahrzehnte des Klimajournalismus geprägt hat“, einschließlich seiner eigenen Arbeit, als er beim Time Magazine über den Klimawandel berichtete. „Ich wusste nicht immer – und habe auch nicht immer kommuniziert –, dass das Szenario hinter den apokalyptischsten, aufmerksamkeitsstärksten Erkenntnissen größtenteils ein Versuch war, sich vorzustellen, wie schlimm es werden könnte, und keine echte Prognose. Aber ich war nicht allein. RCP 8.5 war eine häufige Hintergrundgröße im Klimajournalismus.“

In Deutschland hat das Thema Einzug in die Politik gehalten.

Am 20. Mai erzwang die AfD eine Bundestagsdebatte über die Streichung des RCP8.5 aus dem nächsten zentralen Klimaszenario-Rahmenwerk. Karsten Hilse bezeichnete den Pfad als ein unglaubwürdiges Horrorszenario, das dazu diene, Panik zu schüren und kostspielige Klimamaßnahmen zu rechtfertigen.

Die Reaktion der anderen Parteien war vorhersehbar. RCP8.5, so behaupteten sie, sei nur deshalb unrealistisch, weil die Klimapolitik funktioniert habe.

Das ist die Ausrede.

Aber auch sie bricht beim Kontakt mit der Realität, mit den Daten, in sich zusammen.

Wind- und Solarenergie machen nach wie vor nur einen kleinen Bruchteil der weltweiten Primärenergie aus. Fossile Brennstoffe dominieren weiterhin (~86 %). Die weltweiten CO₂-Emissionen sind nicht gesunken. Sie sind weiter gestiegen. Die Welt hat RCP8.5 nicht vermieden, weil das Pariser Abkommen die Zivilisation gerettet hat oder weil erneuerbare Energien das globale Energiesystem ersetzt haben.

Das ist eine Lüge. Und durch nur eine Grafik wird sie aufgedeckt:

RCP8.5 ist gescheitert, weil es nie realistisch war.

Doch genau diesen Punkt weigert sich das Establishment einzuräumen.

Wenn das Szenario von vornherein unplausibel war, dann beschränkt sich das Problem nicht auf einen einzigen verworfenen Pfad. Es reicht zurück über Jahre hinweg durch wissenschaftliche Arbeiten, Schlagzeilen, juristische Argumente, Schulmaterialien, Risikobewertungen und Regierungspolitik, einschließlich CO₂-Steuern.

Link: https://electroverse.substack.com/p/weather-is-weather-until-its-politically?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Hinweis: Die oben erwähnte Aussage von Bryan Walsh hat er hier bei WUWT genauer ausgeführt.

 

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Sonnenzyklus 25 ist keine Rückkehr zur Sonne des 20. Jahrhunderts

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Cap Allon

Im Vergleich zu den großen Zyklen des 20. Jahrhunderts erweist sich der 25. Sonnenzyklus als sehr schwach. Geomagnetische Stürme waren in der Mitte und gegen Ende des 20. Jahrhunderts weitaus häufiger und intensiver, sodass der aktuelle Zyklus im Vergleich dazu eher harmlos wirkt.

Die lange Kp-Aufzeichnung des GFZ Potsdam verdeutlicht diesen Unterschied:

Der Sonnenzyklus 25 hat bisher 17 Tage der Stufe G4 oder G5 hervorgebracht.

Bis zum Ende des Zyklus‘ wird die Gesamtzahl wahrscheinlich bei etwa 25 liegen, vielleicht auch etwas höher.

Der Sonnenzyklus 23 brachte 43 Tage hervor.

Der Sonnenzyklus 22 brachte 47 Tage hervor.

Der Sonnenzyklus 18 brachte 54 Tage hervor.

Der Sonnenzyklus 19 brachte 81 Tage hervor.

Die Sonnenaktivität des 20. Jahrhunderts war etwa zwei- bis dreimal so hoch wie heute. Lediglich im Jahr 2024 entstand kurzzeitig der Eindruck, dass der Sonnenzyklus 25 in diese Kategorie fallen könnte, doch selbst dieses Jahr blieb weit hinter den Spitzenwerten aktiverer Zyklen zurück.

Der Hauptgrund, warum manche den Sonnenzyklus 25 als aktiv bezeichnen, liegt darin, dass der Sonnenzyklus 24 so schwach war. Vor diesem eingebrochenen Maßstab sieht alles aktiv aus. Im Vergleich zur breiteren historischen Datenreihe liegt SC25 jedoch immer noch deutlich unter den großen modernen Zyklen (dem Grand Modern Maximum).

Die Sonnenfleckendaten erzählen eine ähnliche Geschichte. Im Mai gab es einen späten Anstieg, wobei der Monatsdurchschnitt nun bei etwa 100 liegt. Der Anstieg hängt teilweise mit der ehemaligen riesigen Region auf der Rückseite zusammen, die sich nun in separate aktive Regionen auf der der Erde zugewandten Scheibe aufgelöst hat:

Auf der der Erde zugewandten Seite befinden sich derzeit (27. Mai) neun Sonnenfleckengruppen, von denen die meisten schwache C-Flares erzeugen. [NASA/SDO]

Dieser Ausbruch ändert jedoch nichts am Gesamtbild.

Der Sonnenzyklus 25 erreichte seinen Höhepunkt um das Jahr 2024 und befindet sich seit mehr als einem Jahr im Abklingen. Auf dem Weg nach oben übertraf er die ursprüngliche Prognose von NOAA/NASA/ISES, doch auf dem Weg nach unten verläuft er nun deutlich unterhalb der durchschnittlichen Sonnenzykluskurve, die bis ins Jahr 1750 zurückreicht.

Er stimmt auch weiterhin mit einer nach vorne verschobenen Version der McIntosh-Leamon-Egeland-Prognose überein, was darauf hindeutet, dass der Zyklus möglicherweise einfach vorzeitig eingetreten ist, anstatt in eine neue Ära hoher Aktivität überzugehen.

Ein kurzlebiger Aufschwung im Mai kann die Zahlen dieses Monats anheben. Er kann den allgemeinen Abwärtstrend jedoch nicht auslöschen.

All dies schließt größere Ereignisse nicht aus. Auch in abklingenden Phasen kann es noch zu starken Sonneneruptionen, kräftigen koronalen Massenauswürfen und schweren geomagnetischen Stürmen kommen. Ein ruhigerer Zyklus ist kein harmloser Zyklus. Es bedeutet lediglich, dass das Hintergrundniveau niedriger ist und große Ereignisse seltener auftreten.

Die größere Frage ist, was als Nächstes kommt.

Wenn der Sonnenzyklus 26 wieder die Stärke von SC19, SC21 oder SC22 erreicht, wird er im Vergleich zu SC25 heftig erscheinen. Wenn SC26 jedoch, wie ich erwarte, erneut nachlässt, werden SC24 und SC25 weniger als Ausnahmen und eher als erste Schritte eines längeren Abschwungs angesehen werden.

Genau hier liegt die Frage nach dem Großen Solaren Minimum.

Link: https://electroverse.substack.com/p/winter-keeps-nipping-california-nasas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Intellektueller weiterer Idiot: Ed Miliband und die Energiekrise in Großbritannien

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Tilak Doshi

Vorbemerkung des Übersetzers: Offenbar ist man in UK noch etwas weiter als bei uns. Der hier beschriebene Wahnsinn ist aber ohne Weiteres auch auf unser Land übertragbar. – Ende Vorbemerkung.

„Es gibt Ideen, die so absurd sind, dass nur ein Intellektueller daran glauben kann“, sagte George Orwell. Dies scheint bei Ed Miliband der Fall zu sein, der nun gerade auf jene Klimapolitik setzt, die auf einer mittlerweile diskreditierten Grundlage errichtet worden ist.

Das internationale Gremium, das für die offiziellen Klimaszenarien des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel der Vereinten Nationen (IPCC) verantwortlich ist, hat im vergangenen Monat still und leise eine Bombe platzen lassen: Der berüchtigte RCP8.5-Pfad „Business-as-usual“ – das extreme Emissionsszenario, das praktisch jeder Klimapanik, jeder Forderung nach Netto-Null-Dringlichkeit und jeder Rechtfertigung für Großbritanniens ruinöse Energiepolitik der letzten fünfzehn Jahre zugrunde lag – wurde offiziell für „unplausibel“ erklärt und aus der nächsten Generation von Modellen gestrichen, die in den Siebten Sachstandsbericht des IPCC einfließen. Die Rede von UN-Generalsekretär António Guterres aus dem Jahr 2023 über das „Zeitalter der globalen Erhitzung“ klingt nun noch lächerlicher, als sie es damals schon tat.

Roger Pielke Jr. – dessen Forschungsergebnisse vom IPCC in allen drei Arbeitsgruppen intensiv zitiert wurden – analysierte dieses erstaunliche Eingeständnis des Gremiums am 29. April in seinem Substack „The Honest Broker“. Die Hochemissionsszenarien (RCP8.5, SSP5-8.5 und SSP3-7.0), die Forschungsarbeiten, Regierungsberichte und Schlagzeilen dominierten, gelten nun als Beschreibungen einer Zukunft, die nicht eintreten wird.

Doch während der IPCC selbst das unsinnige Weltuntergangsmodell endlich aufgegeben hat, das er einst als „Basis“ propagierte, treiben der britische Energieminister Ed Miliband, seine Mitstreiter unter den „Netto-Null“-Eiferern in Whitehall und seine globalistischen Kollegen an der Macht in der EU, Kanada und anderswo das „Netto-Null“-Ziel unbeirrt weiter voran. Tatsächlich setzen „Mad Ed“ und seine Bande noch stärker auf genau jene Politik, die auf diesem mittlerweile diskreditierten Fundament aufgebaut ist. Das ist intellektuelle, aber idiotische Regierungsführung.

Die IYI-Fraktion und Milibands Referenzen

In einem Beitrag aus dem Jahr 2016 prägte Nassim Nicholas Taleb den Begriff „Intellectual Yet Idiot“ (intelligent und doch dumm)*, um jene Gruppe von Akademikern – Politiker, Wissenschaftler, Journalisten und Think-Tank-Mitarbeiter – zu beschreiben, die der Gesellschaft große Narrative aufzwingen, ohne selbst irgendwelche Kosten zu tragen.

*Der gängige deutsche Terminus ist wohl „nützliche Idioten“. A. d. Übers.

Was wir weltweit beobachten, von Indien über Großbritannien bis hin zu den USA, ist die Rebellion gegen den inneren Kreis der „Beamten“ und Journalisten-Insider, die Politik machen, ohne selbst etwas zu riskieren – jene Klasse paternalistischer, halbintellektueller Experten mit einer Ausbildung an der Ivy League, in Oxford oder Cambridge oder ähnlichen, auf Labels ausgerichteten Einrichtungen, die uns anderen vorschreiben, 1) was wir tun sollen, 2) was wir essen sollen, 3) wie wir sprechen sollen, 4) wie wir denken sollen … und 5) wen wir wählen sollen.

Sie mögen Prüfungen mit Bravour bestehen, den Diskurs der Elite dominieren und aus der Sicherheit ihrer stattlichen Landhäuser oder der Aufenthaltsräume in Oxbridge Tugendhaftigkeit zur Schau stellen, doch es mangelt ihnen an praktischem Urteilsvermögen und eigenem Engagement. Wie der Essayist und Blogger Marcus Stone in seiner Analyse von Intelligenz ohne Urteilsvermögen feststellte, gibt es einen klaren Unterschied zwischen bloßer Unwissenheit (dem Fehlen von Wissen), regelrechter Dummheit (die die Glockenkurve in der IQ-Verteilung reflektiert, eine Tatsache des Lebens) und der unheilbaren, erlernten Idiotie derer, die an Narrativen statt an der Realität festhalten.

Lange vor Taleb brachte George Orwell diesen Gedanken auf pointierte Weise zum Ausdruck: „Es gibt Ideen, die so absurd sind, dass nur ein Intellektueller an sie glauben kann.“ Thomas Sowell war ein weiterer scharfsinniger Beobachter dieses Phänomens: „Dumme oder einfältige Menschen können in der Regel nur begrenzt Schaden anrichten. Um eine wahrhaft monumentale Katastrophe herbeizuführen, braucht man Menschen mit hohem IQ.“

Ed Miliband, Großbritanniens Energieminister und Absolvent des PPE-Studiengangs in Oxford – wobei PPE hier nicht für „Pernicious Political Elite“ steht –, verkörpert den IYI-Archetyp mit beunruhigender Genauigkeit. Er will sogar Wäschetrockner verbieten, um die Göttin Gaia zu besänftigen. Seine jüngsten Äußerungen über die „Trennung“ von Gaspreisen und Stromrechnungen, seine Ablehnung der Öl- und Gasvorkommen in der Nordsee und sein unerbittliches Programm aus Auflagen und Subventionen für unzuverlässige, intermittierende erneuerbare Energien offenbaren nicht nur politische Fehler. Miliband offenbart eine tiefgreifende wirtschaftliche Unkenntnis, die Großbritanniens Wohlstand und Energiesicherheit bedroht. Die „Guardian“-lesenden Ideologen und wohlhabenden Oxbridge-Akademiker intonieren wiederholt Mantras zur Netto-Null-Bilanz und Beschwörungen von „billigen“ erneuerbaren Energien, während die einfachen Bürger die Rechnungen bezahlen.

Die Verbindung durchbrechen“: Missverständnisse bei der Grenzkosten-Preisbildung

Milibands Leitidee – die von seinen Experten im öffentlichen Dienst wiederholt, von befreundeten Ökonomen wie Professorin Mariana Mazzucato vom University College London befürwortet und vom Guardian und sogar vom zunehmend „woke“ gewordenen Economist pflichtbewusst aufgegriffen wird – lautet, dass Großbritannien „die Verbindung zwischen Gas- und Strompreisen aufheben“ müsse. Finanzministerin Rachel Reeves („Rachel aus der Buchhaltung“) unterstützt Miliband bei diesem Vorhaben.

Es wird argumentiert, es sei unfair, dass erneuerbare Energien zu den Grenzkosten bewertet werden, die durch die „teure“ Erdgaserzeugung vorgegeben sind. Dies, so wird uns gesagt, verteuere „günstige“ Wind- und Solarenergie künstlich. Diese Behauptung zeugt von einem derart grundlegenden Missverständnis der Märkte, dass sie in einer Abiturprüfung in Wirtschaftswissenschaften durchfallen würde.

Jede frei gehandelte Ware oder Dienstleistung – Strom, Gas, Öl, Kupfer, Weizen, Schweinebäuche, Haarschnitte – wird zu Grenzkosten bewertet. Der Anbieter mit den höchsten Kosten, der benötigt wird, um die Nachfrage zu decken, legt den Preis fest, den alle Anbieter im Gleichgewicht erhalten, wo sich die Angebots- und Nachfragekurven schneiden. Das gleiche Prinzip wird durch Adam Smiths Wasser-Diamanten-Paradoxon veranschaulicht: Wasser ist billig, weil es am Rande reichlich vorhanden ist; Diamanten sind teuer, weil die Grenzeinheit knapp ist.

Natürlich erwartet niemand, dass Miliband und seine PPE-Kollegen Adam Smiths „Der Wohlstand der Nationen“ in der Schule gelesen haben:

Die Dinge, die den größten Gebrauchswert haben, besitzen häufig nur einen geringen oder gar keinen Tauschwert; und umgekehrt haben jene, die den größten Tauschwert haben, häufig nur einen geringen oder gar keinen Gebrauchswert. Nichts ist nützlicher als Wasser; doch kann man dafür kaum etwas erwerben; kaum etwas lässt sich im Tausch dafür erhalten. Ein Diamant hingegen hat kaum einen Gebrauchswert; doch lässt sich dafür häufig eine sehr große Menge anderer Güter im Tausch erhalten.

Miliband und seine Mitstreiter von der IYI scheinen mit diesem Konzept noch nie in Berührung gekommen zu sein. Sie verwechseln das Grundprinzip der Grenzkostenpreisbildung in der Wirtschaftswissenschaft mit einem politischen Versagen, das sich per Gesetz beseitigen ließe. Wie die unabhängige Energieberaterin Katherine Porter kürzlich in ihrem ausgezeichneten Interview mit Spiked erklärte, ist dies jedem Marktteilnehmer klar; nur die IYI-Anhänger betrachten es als eine Besonderheit der britischen Strommärkte, die per Dekret abgeschafft werden könne.

Nordsee-Öl und -Gas: heimische Vorteile werden ignoriert

Die gleiche „gelehrte Dummheit“, die Marcus Stone so treffend beschrieben hat, durchzieht auch Milibands zweitliebstes Thema: dass die Förderung von Öl und Gas in der Nordsee sinnlos sei, weil „wir keinen Einfluss auf die Weltmarktpreise haben“. Auch hier triumphiert die Ideologie über die Realität. Erdgas hat keinen einheitlichen Weltmarktpreis; es wird auf regionalen Märkten gehandelt – Europas TTF, Asiens JKM, Amerikas Henry Hub –, weil Pipelines sowie die Verflüssigung und der Transport von LNG hohe Transaktionskosten für die Fungibilität verursachen.

Eine gesteigerte heimische Produktion würde das teuerste Grenzanbot (oft importierte LNG-Ladungen) verdrängen und so den Clearingpreis für britische Verbraucher senken. Frau Porter sagte, dass eine Steigerung der Nordsee-Gasproduktion LNG in den Sommermonaten, wenn die Importe gering sind, vollständig verdrängen und die Preise entsprechend senken könnte. Das Gas aus einer Nordsee-Bohrinsel gelangt nicht auf magische Weise in einen globalen Pool; es fließt durch Pipelines direkt in das britische Netz. Und ja, es wird zum Grenzkostenpreis gehandelt, an dem Punkt, an dem der teuerste Anbieter von Nordseegas auf den Versorgungsunternehmen-Kunden mit der höchsten Zahlungsbereitschaft trifft.

Öl ist weitaus austauschbarer, da es viel einfacher zu lagern und zu transportieren ist und es globale Referenzpreise wie West Texas Intermediate („WTI“) und Brent gibt. Die Preise anderer Rohölsorten orientieren sich an diesen Referenzpreisen, sobald Unterschiede in der Qualität des Rohöls und seinem Standort berücksichtigt sind. Doch das Prinzip bleibt bestehen: Eine gesteigerte Öl- oder Gasförderung in der Nordsee trägt zum BIP des Landes bei, unabhängig davon, ob die Fördermengen exportiert oder auf den heimischen Markt gebracht werden. Zudem schafft dies Arbeitsplätze, fördert die Qualifizierung, sorgt für Aktionärsrenditen und Steuererträge.

Auch hier scheint Milibands PPE-Ausbildung die einfache buchhalterische Konvention BIP = C + I + G + (X – M) nicht behandelt zu haben (oder er hat sie kurz nach Schulabschluss wieder verlernt), die die bekannteste Identität in der Makroökonomie darstellt. Das britische BIP ist der Gesamtwert aller Güter und Dienstleistungen, die im Laufe eines Jahres im Land endgültig produziert werden. Nach dieser buchhalterischen Identität ist es auch die Summe aus Konsumausgaben, Investitionen und Staatsausgaben zuzüglich der Exporte (Geld, das Ausländer für den Kauf britischer Güter und Dienstleistungen ausgeben) abzüglich der Importe (Geld, das Briten für den Kauf ausländischer Güter und Dienstleistungen ausgeben).

Politik-Experten

Was verstehen die Politikexperten in Whitehall nicht? Wie kann es angesichts dieser einfachen makroökonomischen Rechnung in Ordnung sein, dass Großbritannien weitere Investitionen aus seinen eigenen Gebieten in der Nordsee vertreibt und gleichzeitig Öl und Gas aus Norwegen kauft? Ist es Milibands Ziel, in einer Art Robin-Hood-Umkehrung die eigenen Bürger des Landes zu verarmen, während die ohnehin schon viel reicheren Norweger noch reicher werden? All dies geschieht im Namen der britischen Klimaführerschaft“, wie Rupert Darwall gründlich analysiert hat.

Unter Milibands repressivem System der Windfall-Steuer wurde letzte Woche berichtet, dass sogar BP erwägt, seine Nordsee-Anlagen zu verkaufen und sich vollständig zurückzuziehen, während Norwegen erneut investiert. Die norwegische Regierung, die von Stones gelehrter Dummheit unbeeindruckt ist, erteilte erst letzte Woche 70 neue Bohrgenehmigungen für Öl und Gas.

Ein weiteres verworrenes Argument, das von den britischen Befürwortern der Netto-Null-Emissionsziele in ihrem Bestreben vorgebracht wird, neue Investitionen in der Nordsee zu unterbinden, lautet wie folgt: „Öl und Gas sind weltweit gehandelte Rohstoffe. UK ist ein zu kleiner Produzent, um den Weltmarktpreis zu beeinflussen. Daher werden weitere Bohrungen in der Nordsee die Energiepreise in UK nicht wesentlich senken.“

Auf einer Ebene ist das natürlich wahr. Aber jeder, der auch nur ein wenig Ahnung von Wirtschaft hat, würde fragen: „Was hat das denn damit zu tun?“ Produzieren Länder nur dann etwas, wenn dadurch die Preise im Inland sinken? In welchem Universum? Länder produzieren, weil es für sie rentabel ist (im kollektiven Sinne, da es ja die Unternehmen sind, die tatsächlich die Produktion leisten). Eine gesteigerte Produktion trägt zum BIP des Landes bei. Die Aktionäre des Unternehmens profitieren davon ebenso wie diejenigen, die durch die verstärkte Wirtschaftstätigkeit Arbeitsplätze und Qualifikationen erhalten. Und dabei ist ein weiteres elementares wirtschaftliches Prinzip noch nicht einmal berücksichtigt: der „Multiplikatoreffekt“ – der Prozess, durch den ein anfänglicher Anstieg von Ausgaben, Investitionen, Produktion oder Einkommen weitere Runden wirtschaftlicher Aktivität in der gesamten Wirtschaft auslöst.

Es gibt noch eine weitere Variante dieser idiotischen Wirtschaftstheorie. Ein Argument, das unter Milibands Verbündeten, Klimaaktivisten, Kommentatoren zum Thema Netto-Null und Mainstream-Medienjournalisten kursiert, lautet in etwa wie folgt: „Nordseeöl wird ohnehin auf den internationalen Märkten verkauft, daher gehört es in keinem sinnvollen Sinne Großbritannien. Daher verbessert eine verstärkte Förderung weder die britische Energiesicherheit noch senkt sie die Rechnungen.“

Wieder einmal muss man viel geistige Standhaftigkeit aufbringen, um sich mit dieser völlig verwirrten Logik auseinanderzusetzen. Was passiert dabei mit der Zahlungsbilanz von UK? Verbessern britische Exporte nicht die Leistungsbilanz und stärken sie nicht das Pfund? Und wie kann eine gesteigerte Förderung von Öl und Gas aus der Nordsee die Energiesicherheit in UK nicht verbessern, fragt man ungläubig. Doch vergeblich, denn in der Welt des Netto-Null-Fanatismus riechen solche Ansichten nach rechtem Thatcherismus.

IYI-Wirtschaft vs. reale Welt

In der normalen Welt gelten Exporte, Produktion, profitable Branchen, Handelsüberschüsse und hochwertige Industriezweige in der Regel als positiv. Doch in der linksglobalistischen Welt der IYI-Regierungen und politischen Entscheidungsträger – in der die „Kirche des Klimas“ uneingeschränkt herrscht – werden die grundlegenden Gesetze der Wirtschaft per Gesetz außer Kraft gesetzt, und die Förderung von Kohlenwasserstoffen wird als moralisch fragwürdig und wirtschaftlich irrelevant dargestellt. Wenn es um die Rettung der Welt geht, sind diese von besonnenen Ökonomen aufgeworfenen Fragen bloße Nebensächlichkeiten.

Die Rentabilität an sich steht unter Verdacht und zieht den Vorwurf der Schuld auf sich. In einem inzwischen gelöschten Beitrag auf X warf Miliband BP vor, von der Iran-Krise zu profitieren, als er sich für die Beibehaltung der Sondersteuer auf Investitionen in der Nordsee aussprach. Er bezeichnete dies als „moralisch und wirtschaftlich falsch“. Natürlich versuchte er nicht zu verstehen, warum Rohstoffhandelsabteilungen mit gewieften Händlern – wie sie BP hat – in Zeiten extremer Preisschwankungen außergewöhnlich gut abschneiden. Das ist nicht einmal ansatzweise Kriegsgewinnlertum. Ohne den Stempel eines PPE-Abschlusses ist das von Herrn Miliband präsentierte doppelte Adjektiv ein kleines Rätsel. Zurück in der normalen Welt sind Gewinne gut – denn sie finanzieren Löhne, Mieten, Steuern und zufriedene Aktionäre.

Die britische Öffentlichkeit ist in Aufruhr. Die überraschenden Ergebnisse der Kommunalwahlen in Großbritannien bescherten sowohl der Labour-Partei als auch den Konservativen eine beispiellose Niederlage zugunsten der relativ rechtsgerichteten Partei „Reform UK“, die erst im letzten Jahr an politischer Bedeutung gewonnen hat. Es handelt sich um eine Revolte der einheimischen Wähler aus der Arbeiter- und Mittelschicht gegen das, was David Starkey als die seit langem bestehende „Einparteien“-Elite Großbritanniens bezeichnet hat. Dies könnte den Anfang vom Ende des Zweiparteiensystems in Westminster markieren, das die britische Politik seit dem späten 17. Jahrhundert geprägt hat, als die Konzepte des modernen Staates erstmals aufkamen.

Gewiss richtete sich der Aufstand nicht nur gegen Milibands strenge Netto-Null-Vorgaben, sondern gegen das gesamte Paket, das von der globalistischen Einparteien-Elite angeboten wurde – darunter offene Grenzen, eine immer engere Union mit der EU trotz Brexit und die Auswüchse eines politisch korrekten Wohlfahrtsstaates, der Einwanderer gegenüber Einheimischen bevorzugt. Die Wahlurne bleibt der einzige verlässliche Mechanismus, um jene abzusetzen, die für ihre luxuriösen Überzeugungen und ihre idiotische Wirtschaftspolitik keinerlei Konsequenzen tragen müssen.

Eine vernünftige Energiepolitik – jetzt, da sich der IPCC selbst von seinen unglaubwürdigen „Das Ende ist nah“-Szenarien distanziert hat – würde damit beginnen, die Grenzkostenpreisbildung anzuerkennen, anstatt vergeblich zu versuchen, sie abzuschaffen; sie würde eine Steigerung der Öl- und Gasförderung in der Nordsee zulassen, solange der Privatsektor bereit ist, im Rahmen wettbewerbsorientierter Auktionen zu investieren; die sinnlose CO₂-Bepreisung für Gas und tatsächlich für die gesamte energieintensive Industrie aufzugeben; die endlosen Subventionen für erneuerbare Energien einzustellen; die Vorschriften für Elektrofahrzeuge aufzuheben, die kaum jemand kaufen will, und die Überregulierung des Kernkraftsektors abzubauen, beispielsweise nach bewährten südkoreanischen Zeitplänen und Kosten statt unter den aufgeblähten britischen Regulierungsvorschriften.

Großbritannien kann sich kein weiteres Jahrzehnt der IYI-Regierung leisten. Dass die Lichter buchstäblich nicht ausgehen, hängt davon ab.

This article was published first on 18 May 2026 on Tilak Doshi’s Substack

Dr Tilak K. Doshi

Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO2 Coalition and a former contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.

Link: https://clintel.org/intellectual-yet-idiot-ed-miliband-and-britains-energy-crisis/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Intellektueller weiterer Idiot: Ed Miliband und die Energiekrise in Großbritannien erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

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Ermittlungen gegen die private Klimakabale

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H. Sterling Burnett

Seit einigen Jahren beschreiben ich und andere Mitarbeiter des Heartland Institute, wie eine private Klimaverschwörung aus elitären Investoren, Bankiers, Technologieunternehmen und Führungskräften aus anderen Branchen zusammengearbeitet hat, um die Agenda der Umwelt- und Sozialverantwortung (ESG) sowie der Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion (DEI) in der gesamten Wirtschaft und im Leben jedes Einzelnen voranzutreiben – in den Vereinigten Staaten und noch stärker in Europa.

Im April 2023 verfasste Jack McPherrin, Forschungsmitarbeiter am Heartland Institute, einen umfassenden Bericht, in dem er darlegte, warum die Verwendung von ESG-Bewertungen durch „woke“, wohlhabende und politisch vernetzte Bankiers und Investoren sowie durch die Europäische Union eine erhebliche Bedrohung für die individuelle Freiheit, den freien Markt, die US-Wirtschaft und den Wohlstand Amerikas darstellte. Aufbauend auf diesem Bericht und als Reaktion auf Maßnahmen der Bundesregierung unter Präsident Joe Biden, Unternehmen und Einzelpersonen durch Banken- und Investitionsvorschriften ESG-Vorgaben aufzuerlegen, hat das Heartland Institute den Kampf auf Bundes und Landesebene angeführt, um ESG-Bemühungen zu stoppen und Unternehmen dafür zu bestrafen, dass sie durch diese Maßnahmen die geopolitische und wirtschaftliche Souveränität sowie den Fortschritt der USA behindern.

Auf Empfehlung von Heartland haben mehrere Bundesstaaten ihren Regierungen untersagt, Geschäfte mit institutionellen Anlegern und großen Vermögensverwaltern wie BlackRock, State Street und Vanguard zu tätigen. Bundesstaaten wie Texas und Florida gingen dabei mit gutem Beispiel voran.

Wie ich Anfang 2025 ausführlich beschrieb, kurz nach der Wahl von Präsident Trump und noch bevor er zum zweiten Mal als Präsident vereidigt worden war, begannen verschiedene Klimabündnisse und Gruppen mit UN-Zugehörigkeit auseinanderzufallen, denen Hunderte, wenn nicht Tausende von Banken und Spitzenunternehmen angehörten, als Wirtschaftsführer die Zeichen der Zeit erkannten und begannen, sich aus den Organisationen zurückzuziehen. Dabei kündigten die Unternehmen an, dass sie ihre Klimaschutzverpflichtungen zurückfahren, die sie bei ihrem Beitritt zu den Gruppen eingegangen waren, wenn nicht sogar ganz aufgeben würden.

Der Druck auf Unternehmenschefs, die sich für ESG-Kriterien einsetzen, sich auf Gewinne, Verluste und Renditen für Investoren sowie auf die Befriedigung der Verbrauchernachfrage zu konzentrieren anstatt eine aufgezwungene Klimawandel-Orthodoxie zu vertreten, hat seitdem nur noch zugenommen.

Ende April dieses Jahres sandten die Generalstaatsanwälte (AGs) von 23 Bundesstaaten einen gemeinsamen Brief an die Leiter der drei größten US-Ratingagenturen – Fitch Ratings, Moody’s sowie S&P Global Ratings – und forderten sie auf darzulegen, wie ihre Zusagen zur Erreichung der Netto-Null oder ihre CO₂-Reduktionsziele in ihre Unternehmensratings einflossen. Die Ratingagenturen hatten mit von den Vereinten Nationen unterstützten oder zertifizierten Unternehmensverbänden zusammengearbeitet, die sich zu Netto-Null-Zielen verpflichtet hatten und die Emissionsreduktionsziele des Pariser Klimaabkommens erfüllen oder übertreffen wollten. Die Ratings dieser Agenturen können über den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheiden, weil sie die Fähigkeit eines Unternehmens oder einer Branche beeinträchtigen, Finanzmittel zu beschaffen, und Aktienbewertungen, Kurse sowie den Ruf von Unternehmen beeinträchtigen können.

Konkret verlangen die Generalstaatsanwälte von den Ratingagenturen darzulegen, wie sich ihre ESG-Standards auf die Ratings und Empfehlungen ausgewirkt haben, die sie für US-Unternehmen abgegeben haben, die an der Erschließung, Förderung, Lieferung, dem Verkauf und der Nutzung fossiler Brennstoffe für Produktionszwecke beteiligt sind, sowie für Städte und Bundesstaaten, die stark in fossile Brennstoffe investiert sind.

Die Generalstaatsanwälte äußern Bedenken, dass die ESG-Ziele der Ratingagenturen einen wesentlichen Interessenkonflikt darstellen, der ihre Fähigkeit beeinträchtigt, unvoreingenommene Ratings für Unternehmen abzugeben, die an der Produktion fossiler Brennstoffe beteiligt sind. Darüber hinaus befürworten die Agenturen ESG-Fonds, obwohl diese im Vergleich zu Fonds und Unternehmen, die rein auf Gewinnmaximierung ausgerichtet sind, eine unterdurchschnittliche Performance aufweisen. Die Generalstaatsanwälte äußern zudem die Befürchtung, dass die Ratingagenturen gegen Kartellgesetze verstoßen haben, indem sie sich abgesprochen haben, um gemeinsame, an Klimaziele geknüpfte ESG-Standards durchzusetzen.

„Ratingagenturen sollen ehrliche, objektive Finanzanalysen liefern, auf die sich Investoren und Verbraucher verlassen können“, erklärte der Generalstaatsanwalt von Idaho Raul Labrador, einer der Unterzeichner des Schreibens, in einer Pressemitteilung zur Ankündigung der Untersuchung. „Stattdessen gingen diese Agenturen nicht offengelegte Klimaschutzverpflichtungen ein, nutzten ihre Ratings, um amerikanische Energieunternehmen auf der Grundlage dieser Verpflichtungen herabzustufen, und verkauften den gleichen Unternehmen anschließend Beratungsdienstleistungen, um ihnen bei der Verbesserung ihrer Bewertungen zu helfen.

„Diese Entscheidungen wirken sich auf die gesamte Wirtschaft aus und tragen zu höheren Energiekosten für Familien in Idaho bei“, fuhr Labrador fort.

Konkret heißt es in dem Schreiben:

Fitch Ratings, Moody’s Investors Service und S&P Global Ratings (die „Ratingagenturen“) haben auf der Grundlage höchst spekulativer ESG-Prognosen und -Ziele verschiedene Herabstufungen von Unternehmen oder Sektoren im Bereich fossiler Brennstoffe vorgenommen (die „Herabstufungen“). Die Herabstufungen standen in erheblichem Widerspruch zu den von den Ratingagenturen angegebenen Verfahren und stehen im Einklang mit nicht offengelegten wesentlichen Interessenkonflikten, darunter die Tatsache, dass (1) alle drei Agenturen einer von den Vereinten Nationen unterstützten Gruppe zugesagt haben, ESG „auf systematische Weise in Kreditratings und Analysen einzubeziehen“, und (2) Moody’s und S&P zugesagt haben, zur „Erreichung“ der Netto-Null-Emissionsziele beizutragen. Die Ratingagenturen haben die gleichen fehlerhaften Methoden angewendet, um Bundesstaaten und Kommunen mit Einnahmen aus der Förderung fossiler Brennstoffe herabzustufen oder mit einer Herabstufung zu drohen. Das Vorgehen der Ratingagenturen bei der Erstellung und Aufrechterhaltung der Herabstufungen verstößt gegen Bundesgesetze, die ihre Verpflichtungen als bei der SEC registrierte Ratingorganisationen betreffen, festgelegte Verfahren zu befolgen und Interessenkonflikte zu vermeiden, sowie gegen staatliche Verbraucherschutzgesetze, die Falschdarstellungen und Unterlassungen verbieten. Diese Versäumnisse wirken sich auf die gesamte Wirtschaft aus, führen zu einem Rückgang der Produktion fossiler Brennstoffe und tragen zu den derzeit hohen Benzinpreisen bei, mit denen die Verbraucher konfrontiert sind.

In dem Schreiben wird weiter dargelegt, dass die Klimapolitik der Ratingagenturen weder gesetzlich vorgeschrieben noch wissenschaftlich begründet ist, gegen ihre eigenen Anlagegrundsätze und gegen Bundesrecht verstößt und den Verbrauchern sowie der Wirtschaft schadet.

Das Schreiben schließt mit einer Reihe von Fragen, auf die die Generalstaatsanwälte von den Unternehmen eine ausführliche Antwort verlangen, und umreißt fünf Schritte, die nach Ansicht der Generalstaatsanwälte notwendig sind, um diese Verstöße gegen das Wertpapierrecht zu beenden und weitere Maßnahmen der Generalstaatsanwälte zu verhindern. Diese Maßnahmen sind:

• ESG-bedingte Herabstufungen innerhalb von 90 Tagen zu begründen;

• ESG-Verpflichtungen innerhalb von 60 Tagen zurückzuziehen oder offenzulegen;

• sektorspezifische Methodiken für die Öl- und Gasindustrie zu überarbeiten, indem entweder ESG-Übergangsrisikofaktoren vollständig entfernt oder auf einen definierten, evidenzbasierten Zeithorizont beschränkt werden;

• Beseitigung oder Offenlegung von ESG-Beratungskonflikten, unter anderem durch die Einstellung des Angebots von ESG-Beratungsdienstleistungen für Unternehmen, deren Bonitätsratings die Agentur ebenfalls festlegt; und

• Bestätigung der Überprüfung interner Kontrollen, indem der Chief Compliance Officer jeder Agentur bestätigt, dass die internen Kontrollen überprüft und aktualisiert wurden, um zu verhindern, dass ESG-Verpflichtungen die Bonitätsbeurteilungen beeinflussen.

Sollten die Unternehmen die in dem Schreiben festgelegten Fristen nicht einhalten, werden die Generalstaatsanwälte voraussichtlich in Abstimmung mit dem US-Justizministerium Durchsetzungsmaßnahmen nach verschiedenen Bundes- und Landesgesetzen einleiten, wie es in dem Schreiben heißt.

Die Zeit für die Unternehmenseliten läuft langsam ab, sich an die neue Realität anzupassen, dass die US-Bundesregierung den Klimawandel nicht mehr als eine Krise anerkennt, die behoben werden muss oder deren Lösung der Unternehmensführung obliegt. Es ist an der Zeit, dass sich die Unternehmen wieder darauf konzentrieren, die Interessen ihrer Aktionäre/Eigentümer und Verbraucher zu fördern anstatt das Gewissen ihrer elitären Unternehmensvorstände durch grüne Tugendhaftigkeit zu beruhigen. Die Durchsetzung von ESG-Energiestandards, die den Einsatz fossiler Brennstoffe einschränken und keinen Einfluss auf den Klimawandel haben, während sie gleichzeitig den wirtschaftlichen Fortschritt und das langfristige Wohlergehen der Menschen behindern, war niemals zu rechtfertigen. Unternehmen dazu zu zwingen, während die Ratingagenturen von der Beratung zu diesen Änderungen profitieren, war illegal und falsch. Endlich unternehmen die Generalstaatsanwälte Schritte, um die Dinge wieder ins Lot zu bringen.

Quellen: ESG Today; Idaho Attorney General; Attorneys Generals Letter; The Heartland Institute

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-580-private-climate-cabal-under-investigation/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Selbst die DNA von einzelligen Plankton-Organismen kann die alarmierenden Behauptungen zum Abschmelzen des arktischen Meereises widerlegen

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Kenneth Richard

Neue Forschungsergebnisse auf der Grundlage der DNA der Dinoflagellatenart „Polarella glacialis“ deuten darauf hin, dass die untersuchte arktische Region (das Yermak-Plateau) vor 14.000 Jahren, als die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre schätzungsweise bei 230 ppm lag, das ganze Jahr über eisfrei war.

„Vor etwa 14,0–13,9 kal. kyr BP gab es einen kurzlebigen, ganzjährig eisfreien, offenen Ozean.“

Während des frühen bis mittleren Holozäns (vor 10.000 bis 4.000 Jahren) war das arktische Meereis saisonal und bestand überwiegend aus Erstjahres-Eis, das die sommerliche Schmelzsaison nicht überdauerte.

„Das holozäne Yermak-Plateau ist durch eine saisonale Meereisbedeckung gekennzeichnet, die hauptsächlich aus Einjahresmeereis bestehen könnte … einem großen Anteil an Einjahresmeereis im Gegensatz zu saisonal abgetriebenem mehrjährigen Meereis.“

Heute, bei 430 ppm CO₂, besteht das arktische Meereis zunehmend aus Einjahres-Eis, doch eine „Mehrjahres-Umgebung“ besteht weiterhin. Mehrjähriges Meereis hat mindestens eine sommerliche Schmelzsaison überstanden und wird über mehrere Jahre hinweg immer dicker.

Die derzeitige Phase ähnelt den Meereisbedingungen, die vor etwa 16.000 Jahren oder während der letzten Eiszeit vorherrschten.

„… eine marginale Meereisbedeckung vor ca. 16.000 Jahren [gekennzeichnet durch] Einjahresmeereis in einer Umgebung mit Mehrjahres-Meereis, eine Situation, die der heutigen nicht unähnlich ist.“

Wenn die Arktis bei einem CO₂-Gehalt von 230 ppm das ganze Jahr über eisfrei sein kann, bei einem CO₂-Gehalt von 430 ppm jedoch von mehrjährigem Eis dominiert wird, stützt dies nicht die alarmistischen Behauptungen, dass hohe CO₂-Konzentrationen für das verstärkte Abschmelzen des arktischen Meereises verantwortlich sind.

Quelle: Mayers et al., 2026

Link: https://notrickszone.com/2026/05/18/even-the-dna-of-single-celled-plankton-can-upend-alarmist-arctic-sea-ice-melt-claims/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Großbritanniens Hitzerekord im Mai ist nicht so eindeutig, wie es den Anschein hat

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Cap Allon

Diese Meldung habe ich heute schon als Aufmacher im Radio gehört. Es war zu erwarten, dass dieser „Rekord“ – bildich gesprochen – nicht so heiß gegessen wie er gekocht wurde. A. d. Übers.

Laut dem Met Office hat Großbritannien am Montag seinen Temperaturrekord für den Monat Mai gebrochen, wobei in Kew Gardens 34,8 °C gemessen wurden. Der bisherige Mai-Rekord lag bei 32,8 °C und wurde 1922 sowie erneut 1944 erreicht.

Kew Gardens ist nicht das ländliche Großbritannien. Es ist ein Londoner Bahnhof, der inmitten einer der größten städtischen Wärmeinseln Europas liegt. Es gibt dort zwar offene Grünflächen, aber genau das ist ein Grund dafür, dass die Temperaturen dort so stark steigen: Der Ort profitiert von der gespeicherten Hintergrundwärme des Großraums London, ohne in einer engen städtischen Schlucht begraben zu sein. Straßen, Gebäude, Bahnlinien, Mauern, Verkehr und harte Oberflächen erhöhen die lokale Grundtemperatur, während die offenen, geschützten Flächen bei klarem Himmel starke Sonneneinstrahlung ermöglichen.

Deshalb taucht Kew so oft ganz oben in den britischen Hitzetabellen auf. Es handelt sich zwar nicht um einen Flughafen, aber auch nicht um einen reinen ländlichen Referenzstandort. Es ist eine geschützte Londoner Messstation in einer stark veränderten Landschaft.

Der Meteorologe Ryan Maue schreibt: „Die heutige Stadtlandschaft um London hätte am 29. Mai 1944 leicht Temperaturen über 35 °C hervorgebracht. Man sollte unbedingt Äpfel mit Äpfeln vergleichen, insbesondere bei Wetterbeobachtungen im Abstand von 80 Jahren, bei denen sich die Landnutzung und die Urbanisierung verändert haben.“

Zudem resultierte der Rekordwert in Kew nicht aus einem gleichmäßigen, stetigen Anstieg. Er trat als Spitzenwert auf: 34,8 °C um 14:40 Uhr GMT, was 1,33 °C über dem Wert der vorherigen Stunde lag. An einem sauberen CIMO-Standort der Klasse 1 wird die Wahrscheinlichkeit eines so großen Sprungs auf weniger als 5 % geschätzt. Im Klartext: So verhält sich eine sauber und stabil gemessene Hintergrundtemperatur normalerweise nicht.

In Heathrow ist die Lage noch viel schlimmer. Um 14:23 Uhr GMT wurden dort 34,3 °C gemessen, nachdem die Temperatur innerhalb von nur drei Minuten um 1,3 °C gestiegen war. An einem ungestörten Standort der CIMO-Klasse 1 wird die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Anstieg auf weniger als 0,01 % geschätzt.

Diese Messwerte werden dennoch in die nationale Rekordliste aufgenommen.

Heathrow ist eine der meistzitierten Wetterstationen Großbritanniens, liegt jedoch inmitten einer der verkehrsreichsten Flughafenumgebungen der Welt. Start- und Landebahnen, Rollwege, Gebäude, Zufahrtsstraßen, Fahrzeuge, Triebwerke, kurzes Gras, harte Oberflächen und weitläufige, ungeschützte Flächen sind keine neutrale Umgebung.

Die von NetWeather erstellte Liste der 20 höchsten Tagestemperaturen verdeutlicht diese Flughafen-Verzerrung:

NetWeather berücksichtigt die Messwerte aus Kew Gardens nicht. Kew wird vom Met Office betrieben und ist nicht Teil eines Live-Feeds für fortlaufende Messungen.

Die gesamte Top-20-Tabelle der Live-Höchsttemperaturen von NetWeather bezieht sich auf den Luftverkehr: Flughäfen, RAF-Stützpunkte, Flugplätze, ehemalige Flugplätze oder Messstationen in Flughafennähe. Das ist keine repräsentative nationale Hitzemessung. Flughäfen sind künstliche Hitzesammelstellen. Das gilt auch für Kew.

In Wirklichkeit war die Hitze selbst, obwohl für Mai ungewöhnlich intensiv, nicht unerklärlich.

Ein großes Höhenhoch und ein Hochdruckgebiet an der Oberfläche über Großbritannien und Westeuropa sorgten für klaren Himmel, unterdrückten die Bewölkung, begrenzten die Vermischung und ermöglichten es der Sonneneinstrahlung Ende Mai, Wärme aufzubauen:

Die geopotenzielle Höhe auf 500 hPa über London erreichte etwa 594 dm*, was auf der Karte dem Wert für Dubai entspricht:

*Im Klartext: Erst in einer Höhe von 5940 m über UK betrug der Luftdruck genau 500 hPa. Normalerweise ist das im Sommer im Mittel bei etwa 5500 m, im Winter bei Kälte bei etwa 5280 m der Fall. A. d. Übers.]:

Es ist fast sicher, dass es in Großbritannien im Mai schon einmal so heiß war. Hätte es Heathrow im Jahr 1922 schon gegeben, hätte man dort wahrscheinlich 35 °C gemessen. Aber es gab es noch nicht. Das Gebiet bestand aus Ackerland und kleinen Dörfern. Das moderne West-London hatte die Landschaft noch nicht verschlungen. Auch Düsentriebwerke gab es noch nicht. Zu den britischen Flugzeugen jener Zeit gehörten Doppeldecker wie die Fairey IIID. Start- und Landebahnen, Terminals, Zufahrtsstraßen, Parkplätze, Jet-Verkehr, Asphalt und Beton kamen erst Jahrzehnte später. Noch einmal: Äpfel mit Äpfeln vergleichen.

Die Fairey IIID

Auch in den kommenden Tagen wird die Hitze nur von kurzer Dauer sein.

Bis zum Ende der Woche schwächt sich das Hochdruckgebiet ab, das Geopotential sinkt, die Instabilität nimmt zu und der Einfluss des Atlantiks kehrt allmählich zurück. Die Temperaturen gehen zurück, Schauer und Gewitter werden wahrscheinlicher, und das Wetter kehrt zu normaleren Verhältnissen zurück.

Großbritannien erlebte einen heißen Maitag*.

*Interessanes Wortspiel. „MayDay“ ist ein internationaler Notruf von Flugzeugen in Schwierigkeiten. A. d. Übers.

Es wurden zwar Rekorde gebrochen, aber wie immer sind die üblichen Verdächtigen daran beteiligt: Hitzefallen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-may-snow-returns-to-northern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email ((Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Ein starker El Niño könnte ein La-Niña-Problem heraufbeschwören

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Cap Allon

Die Medien spekulieren bereits über das nächste El-Niño-Ereignis.

Einige Prognosen deuten auf ein starkes Ereignis im Jahr 2026 hin, wobei bereits von „Godzilla“ die Rede ist. Alarmisten wissen, dass El Niño der größte Auslöser für kurzfristige globale Temperaturanstiege ist. Es gibt die im Pazifik gespeicherte Wärme an die Atmosphäre ab, lässt die globale Temperatur steigen und liefert der Presse neue Schlagzeilen über Krisen.

Doch die größere Geschichte ist das, was danach kommen könnte.

Eine Studie aus dem Jahr 2024 in „Climate Dynamics“ untersuchte „superlange“ La-Niña-Ereignisse – mehrjährige Kältephasen im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik. Seit 1950 identifizieren die Autoren fünf solcher Ereignisse: 1954–1957, 1973–1976, 1983–1986, 1998–2002 und 2020–2023.

Das Ereignis von 2020 bis 2023 war das jüngste dreifache La Niña-Ereignis. Es führte drei Jahre in Folge zu einer Abkühlung des äquatorialen Pazifiks und trug dazu bei, die globalen Temperaturen niedrig zu halten (bevor dann der Hunga Tonga ausbrach, wodurch eine beispiellose Menge Wasserdampf in die obere Atmosphäre gelangte, was die Temperaturen vorübergehend in die Höhe schnellen ließ).

Die globalen Temperaturen waren niedrig, dann brach der Hunga Tonga aus (roter Pfeil). [UAH]

Die Studie unterteilt diese langen La-Niña-Ereignisse in zwei Haupttypen.

Die Ereignisse von 1983–1986 und 1998–2002 folgten auf sehr starke El-Niño-Ereignisse und wurden durch eine Rückkopplung in der Thermokline angetrieben: Der Ozean gab während des El Niño Wärme ab, woraufhin die Struktur unter der Oberfläche dazu beitrug, anschließend einen kälteren La-Niña-Zustand aufrechtzuerhalten.

Die Ereignisse der Jahre 1954–1957, 1973–1976 und 2020–2023 waren stärker windgetrieben, begünstigt durch starke zonale Winde und einen negativen Hintergrund der Interdekadischen Pazifischen Oszillation.

Sollte es 2026 tatsächlich zu einem starken El Niño kommen, besteht das Folge-Risiko nicht einfach in einer Rückkehr zum neutralen Zustand. Der Pazifik könnte erneut Wärme abgeben, seine Struktur unter der Oberfläche zurücksetzen und ab 2027 in eine stärkere/längere La-Niña-Phase übergehen.

El Niño liefert den Medien ihren Temperaturanstieg. La Niña entzieht der Temperatur Wärme, verschiebt Niederschlagsgürtel, verändert Sturmverläufe und drückt oft die globale Temperatur nach unten. Ein mehrjähriges La Niña nach einem starken El Niño würde genau jene Narrative untergraben, auf die sich die von der kommenden Wärme profitierenden üblichen Verdächtigen derzeit vorbereiten.

Zudem würde sich ein La Niña-Ereignis in den Jahren 2027–2029 wahrscheinlich mit dem Eintritt in das Sonnenminimum des 25. Sonnenzyklus überschneiden. Der Abkühlungsdruck würde nicht nur von einer einzigen Quelle ausgehen. Er würde von einem kälteren äquatorialen Pazifik herrühren, der mit einer schwächeren Sonnenaktivität zusammenfällt, insbesondere wenn sich dieses Minimum als lang oder tief erweist. Gleichzeitig würde jede verbleibende Erwärmung durch den stratosphärischen Wasserdampfimpuls von Hunga Tonga weiter abklingen.

Eine dramatische globale Abkühlung ist durchaus möglich. Zumindest könnte das Szenario einer „ausufernden Erwärmung“ innerhalb weniger Jahre auf ganz andere physikalische Rahmenbedingungen treffen.

Die Erkenntnis daraus: Auf starke El-Niño-Ereignisse folgen oft starke/lange La-Niña-Ereignisse. Der letzte dreifache Einbruch endete erst kürzlich. Eine weitere starke Kaltphasenreaktion ist keine Fantasie. Sie ist bereits in den modernen Aufzeichnungen verzeichnet. Und diese nächste würde zeitlich mit einem (möglicherweise tiefen) Sonnenminimum zusammenfallen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-may-cold-sweeps-north-america?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Der Klima-Mythos, der unsere Lebensweise zu ändern trachtete

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Samuel Furfari und Roland Duchatelet

Seit mehr als drei Jahrzehnten basiert die Klimapolitik auf einer zentralen Prämisse: dass eine wachsende Bevölkerung und expandierende Volkswirtschaften unweigerlich einen immer größeren Druck auf den Planeten ausüben würden.

Am 5. Mai 2026 gab der Weltklimarat (IPCC) ohne großes Aufsehen eine bedeutende Erklärung ab: Sein düsterstes Klimaszenario, RCP 8.5, wird nun als „unwahrscheinlich“ eingestuft. Fast 15 Jahre lang war dieses Szenario Stoff für Zehntausende von Artikeln, ganze TV-Talkshows und die Öko-Angst einer ganzen Generation. Es war der Ausgangspunkt für die +5°C-Prognosen, die herangezogen wurden, um immer mehr Einschränkungen, Steuern und Verbote zu rechtfertigen. Heute räumt der IPCC stillschweigend ein, dass es nicht dazu kommen wird. Einige Kommentatoren begrüßen dies. Andere erklären, etwas zurückhaltender, dass es nie mehr als eine „intellektuelle Übung“ gewesen sei. Eine merkwürdige Übung, deren Schlussfolgerungen 30 Jahre der öffentlichen Politik geprägt haben.

13 Milliarden Menschen

Die Medien feiern diese Abkehr, verschweigen jedoch geflissentlich, dass RCP 8.5 auf der Annahme einer Weltbevölkerung von 13 Milliarden Menschen beruhte. Das Szenario war nicht erst in den letzten Jahren weit hergeholt, sondern von Anfang an. Demografen wussten das. Aufeinanderfolgende Berichte der Vereinten Nationen deuteten bereits auf einen ganz anderen Verlauf hin. Doch sobald sich die Angst festgesetzt hatte, wollte niemand mehr die Zahlen überprüfen.

Seit mehr als drei Jahrzehnten basiert die Klimapolitik – und nicht nur das Modell RCP 8.5 – auf einer zentralen Prämisse: dass wachsende Bevölkerungszahlen und expandierende Volkswirtschaften unweigerlich einen immer größeren Druck auf den Planeten ausüben würden. Diese Annahme, die seit der Klimakonferenz von Rio 1992 in globalen Rahmenwerken verankert ist, prägt die Politik bis heute.

Doch die Welt, die diese Annahme hervorgebracht hat, existiert nicht mehr.

Einer von uns, ein international tätiger Industrieller und Investor im Elektroniksektor, entschied sich vor zwei Jahrzehnten aus Überzeugung, in Wind- und Solarenergie zu investieren, um zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beizutragen. Wie viele andere zu dieser Zeit glaubte er, dass eine tiefgreifende Transformation der Energiesysteme sowohl notwendig als auch dringend sei. Seitdem hat sich erneuerbare Energie einen Platz im europäischen Strommix gesichert.

Dieser Fortschritt ist real. Aber er ist nur ein Teil der Geschichte – und nicht der wichtigste.

Die entscheidende Veränderung unserer Zeit ist nicht technologischer Natur. Sie ist demographischer Natur.

Im Jahr 1990 gab es das Internet noch nicht. Heute hat der flächendeckende Zugang zu Informationen die Gesellschaften verändert und den Menschen – insbesondere Frauen – die Möglichkeit gegeben, fundierte Lebensentscheidungen zu treffen. Eine Folge davon wurde bislang weitgehend übersehen: ein rascher und weltweiter Rückgang der Geburtenrate pro Frau.

In den Industrieländern sind die Geburtenraten deutlich unter das Reproduktionsniveau gesunken. Der gleiche Trend ist nun auch in den Schwellenländern zu beobachten. Indien hat diese Schwelle bereits überschritten. Die Vereinigten Staaten folgen einem ähnlichen Weg. Selbst in Afrika, wo die Geburtenrate nach wie vor höher ist, hat der Abwärtstrend begonnen und dürfte sich mit fortschreitender wirtschaftlicher Entwicklung fortsetzen.

Die Auswirkungen sind tiefgreifend. Wenn sich die weltweite Geburtenrate bis Mitte des Jahrhunderts bei etwa 1,5 Kindern pro Frau stabilisiert, wird die Weltbevölkerung bei rund 8,5 Milliarden ihren Höchststand erreichen, bevor sie zurückgeht. Bei einer Rate von 1,3 könnte sie bis 2100 auf etwa vier Milliarden sinken – die Hälfte des einst erwarteten Niveaus. Dies steht in krassem Gegensatz zu früheren Prognosen, die von einem anhaltenden Wachstum auf 10 Milliarden oder 13 Milliarden (RCP 8.5-Modell) ausgingen.

Die Kaya-Gleichung

Um zu verstehen, warum dies für die Klimapolitik von Bedeutung ist, betrachten wir eine einfache Gleichung. Nach der sogenannten Kaya-Gleichung sind die CO₂-Emissionen das Produkt aus vier Faktoren: der Bevölkerungszahl, der Wirtschaftsleistung pro Kopf, der zur Erzeugung dieser Leistung benötigten Energiemenge und der CO₂-Intensität dieser Energie. Seit Jahrzehnten konzentriert sich die Politik auf die beiden letztgenannten Faktoren – die Verbesserung der Effizienz und die Verringerung der CO₂-Intensität.

Doch die Bevölkerungszahl ist der erste Term in dieser Gleichung – und der einzige, der derzeit einen strukturellen, globalen Umschwung durchläuft.

Wichtig ist, dass dieser Wandel nicht das Ergebnis einer Zwangspolitik ist, und das ist gut so. Er ist Ausdruck freiwilliger Entscheidungen, die durch Bildung, wirtschaftliche Chancen und den Zugang zu Informationen motiviert sind. Er verläuft friedlich und verstärkt sich selbst. Und er findet in einem Ausmaß statt, das groß genug ist, um die langfristigen Emissionsverläufe neu zu gestalten.

Um es klar zu sagen: Wir befürworten keinen Rückgang der Geburtenrate. Wir mögen diesen Rückgang der Fertilität persönlich bedauern – und der Rückgang der Geburtenrate stellt unsere Gesellschaften vor erhebliche Herausforderungen in Bezug auf Renten, die Weitergabe von Traditionen und die Vitalität unserer Zivilisation. Nichts davon bedeutet, dass Umweltprobleme ignoriert werden sollten. Technologischer Fortschritt und Regulierung haben die Luftqualität und die Lebensbedingungen in vielen Teilen der Welt bereits verbessert. Diese Fortschritte sollten fortgesetzt werden.

Verzerrt

Dies deutet jedoch darauf hin, dass die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen verzerrt sind. Die Annahme eines ständig wachsenden menschlichen Drucks auf den Planeten trifft nicht mehr zu. Die Welt tritt nicht in eine Phase ungebremsten Wachstums ein, sondern in eine Phase allmählichen Bevölkerungsrückgangs.

Dies verändert die Ausgangslage.

Die Vorstellung, dass die Wirtschaftstätigkeit drastisch eingeschränkt werden muss, um Klimarisiken zu bewältigen, beruht auf veralteten Prämissen. Eine zutreffendere Sichtweise erkennt an, dass Wohlstand an sich – insbesondere Bildung und die Stärkung des Einzelnen – ein starker Motor sowohl für demografische Stabilisierung als auch für Umweltverbesserungen ist.

Die Klimapolitik sollte sich entsprechend anpassen.

Die Welt hat sich verändert. Es ist an der Zeit, dass unser Denken damit Schritt hält.

This article was published first on American Thinker on 15 May 2026.

Roland Duchatelet ist ein belgischer Unternehmer und Industrieller. Er gründete Melexis, einen weltweit führenden Anbieter von Mikrochips für die Automobilindustrie, und trug dazu bei, dessen dauerhafte Position in der Halbleiterbranche zu festigen. Im Laufe der Zeit hat er ein breiteres industrielles Ökosystem aufgebaut, insbesondere durch Elex, und unterstützt damit eine Reihe von Unternehmen in den Bereichen Elektronik, Technologie und Investitionen. Zuvor war er als belgischer Senator tätig.

Dr. Samuel Furfari ist Professor für Energiegeopolitik in Brüssel und London, ehemaliger leitender Beamter in der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission und Mitglied der CO2 Coalition. Er ist Autor des Artikels „Energy Addition, Not Transition“ sowie von 18 Büchern, darunter „The Truth About the COPs: 30 years of illusions“.

Link: https://clintel.org/the-climate-myth-that-sought-to-change-our-way-of-life/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

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Durchdrehen in einer sich erwärmenden Welt

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Robert Vislocky, Ph.D.

Ein in „Nature Communications“ veröffentlichter Artikel („Rapid Flips Between Warm and Cold Extremes in a Warming World“) macht derzeit in mehreren Klimaforen in den sozialen Medien die Runde, obwohl er bereits vor einem Jahr erschienen ist (siehe Link unten). In dem Artikel behaupten die Autoren, dass Wechsel zwischen Wärme- und Kälteextremen in einer sich erwärmenden Welt immer häufiger und intensiver auftreten.

Den Autoren zufolge lassen schnelle extreme Temperaturwechsel „Menschen und Ökosystemen nur sehr wenig Zeit, sich darauf einzustellen und anzupassen“ und „können das Risiko schwerwiegender und sogar irreversibler Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, die Infrastruktur, die Luftqualität und die Pflanzenphänologie erhöhen“.

Natürlich stürzten sich die Nachrichtenmedien wie die Fliegen auf den Artikel und schürten die Panik. Hier einige der alarmierenden Schlagzeilen:

„Vom Schwitzen bis zum Zittern: Studie zeigt, dass schnelle Temperaturschwankungen zugenommen haben“

https://www.nytimes.com/2025/04/22/climate/temperature-swings-climate-change.html

„Studie zeigt: Plötzliche Wetterumschwünge nehmen zu“

https://www.usu.edu/today/story/study-finds-sudden-weather-whiplash-events-on-the-rise

„Von glühender Hitze bis eisiger Kälte: Die Klimakrise löst plötzliche Temperaturschwankungen aus“

https://nation.africa/kenya/health/from-boiling-hot-to-freezing-cold-climate-crisis-sparks- sudden-temperature-changes-5051276

Nun ist es an der Zeit für eine Realitätsprüfung. Abbildung 1 unten aus dem Artikel zeigt die Trends hinsichtlich der Häufigkeit (a, b), der Intensität (c, d) und der Dauer des Übergangs (e, f) bei extremen Umschwüngen von warm zu kalt und von kalt zu warm für den Zeitraum von 1961 bis 2023. Der globale Trend wird in den kleineren eingebetteten Diagrammen dargestellt, während die regionalen Trends als schattierte Bereiche auf den Karten zu sehen sind. Extreme Umschwünge sind definiert als ein Wechsel von mindestens einer Standardabweichung über dem Normalwert zu mindestens einer Standardabweichung unter dem Normalwert (oder umgekehrt).

Abbildung 1: Trends bzgl. der Häufigkeit (a, b), Intensität (c, d) und Dauer des Übergangs (e, f) von extremen Umschwüngen von warm zu kalt und von kalt zu warm. Wu, S., Luo, M., Lau, G.NC. et al. Schnelle Umschwünge zwischen warmen und kalten Extremen in einer sich erwärmenden Welt. Nat Commun 16, 3543 (2025).

Machen Sie sich nun bereit: Laut ihren Diagrammen stieg die Anzahl der extremen Umschwünge von warm zu kalt von etwa 1,64 Umschwüngen pro Jahr im Jahr 1961 auf satte 1,82 Umschwünge pro Jahr zweiundsechzig Jahre später im Jahr 2023 (Abb. 1a). Das ist ein Anstieg um 0,29 zusätzliche Tage mit extremen Umschwüngen pro Jahrhundert! Die Anzahl der extremen Umschwünge von kalt zu warm stieg von etwa 1,43 Umschwüngen pro Jahr im Jahr 1961 auf kolossale 1,51 Umschwünge pro Jahr im Jahr 2023 (Abb. 1b). Das entspricht einem Anstieg von 0,12 extremen Umschwungstagen pro Jahrhundert. Bei solchen Veränderungen ist es natürlich extrem schwierig für das Leben, sich darauf einzustellen (ironischer Humor).

Auch wenn die Autoren möglicherweise die statistische Signifikanz dieser Häufigkeitstrends nachweisen können, sind diese in der Realität meteorologisch und physikalisch so unbedeutend, dass kein Mensch, kein Tier und keine Pflanze diese Veränderung überhaupt bemerken würde (selbst wenn eine solche Veränderung tatsächlich vorläge).

Neben der Häufigkeit der Umschwünge behaupten die Autoren, dass auch die Dauer des Übergangs abnimmt. Dabei handelt es sich um die Zeit in Tagen, die benötigt wird, um von einem Wärmeextrem zu einem Kälteextrem (oder umgekehrt) zu gelangen. Aus den Grafiken geht hervor, dass der durchschnittliche Wechsel zwischen den Extremen etwas mehr als vier Tage oder etwa 100 Stunden dauert. Nach einem ganzen Jahrhundert der Erwärmung würde der durchschnittliche Wechsel zwischen den Extremen auf der Grundlage ihrer Trendlinien etwa 2,5 Stunden weniger betragen (Abb. 1e, 1f). Auch diese Veränderung ist völlig bedeutungslos, ebenso wie der Intensitätsanstieg von 0,15 Standardabweichungen pro Jahrhundert (Abb. 1c, 1d).

Abgesehen von den wenig aussagekräftigen Trends bei den beobachteten extremen Temperaturumschwüngen gibt es mehrere fragwürdige Aspekte der Studie, die Anlass zur Sorge geben. Zunächst einmal: Warum haben die Autoren ihre Analysen erst im Jahr 1961 begonnen? Die Temperaturdatensätze, die sie in der Studie verwendeten, reichen alle weit über das Jahr 1961 hinaus (z. B. bis 1940 für den ECMWF-ERA5-Reanalyse-Datensatz, bis 1940 für den NCEP/NCAR-Reanalyse-Datensatz und bis 1850 für Berkeley Earth). Warum also nicht den Trend beispielsweise im Jahr 1940 beginnen lassen, entsprechend dem Beginn der Reanalyse-Datensätze? Vielleicht liegt es daran, dass die Trends verschwanden oder sich umkehrten, wenn längere Datensätze herangezogen wurden? Interessanterweise zeigen die Daten von 1961 bis 2023 zwar einen winzigen Anstieg der Umkehrhäufigkeit, doch die Daten seit 1980 weisen laut ihren Diagrammen in (Abb. 1a und 1b) absolut keinen Trend auf. Es ist also durchaus möglich, dass das Startdatum 1961 gezielt ausgewählt wurde, um einen positiven Trend bei der Umkehrhäufigkeit darzustellen.

Aber Moment, das ist noch nicht alles! Die Autoren stützen sich auf CMIP6-Klimamodellsimulationen unter Verwendung von vier verschiedenen Emissionsszenarien bis zum Jahr 2100 (siehe Abbildungen 2a bis 2f unten). Für die Szenarien SSP5-8.5 und SSP3-7.0 zeigen die Autoren bis zum Ende dieses Jahrhunderts einen Anstieg der Häufigkeit und Intensität von Schwankungen zwischen extrem hohen und extrem niedrigen Temperaturen (und umgekehrt) um etwa 7 %. Begleitet werden diese Ergebnisse von dem üblichen Appell an die Emotionen, dass diese Schwankungen ärmere Nationen unverhältnismäßig stark treffen werden. Dennoch wurden beide dieser Szenarien mit hohen Emissionen kürzlich vom IPCC als unrealistisch eingestuft. Unter realistischeren Emissionsszenarien, die von den Autoren getestet wurden, zeigen sich bis zum Jahr 2100 keine nennenswerten Trends bei extremen Temperaturschwankungen. Noch interessanter ist, dass die historische Klimamodellsimulation von 1961 bis 2023, die sie als Basis verwenden, tatsächlich eine leicht abnehmende Häufigkeit extremer Temperaturwechsel in diesem Zeitraum zeigt (Abb. 2a, 2b, graue Kurve), was im Widerspruch zu ihrer Beobachtungsstudie in Abbildung 1 steht, die einen winzigen Anstieg zeigte.

Abbildung 2: Zeitreihen zur Häufigkeit (a, b), Intensität (c, d) und Übergangsdauer (e, f) extremer Umschwünge von warm zu kalt und von kalt zu warm, basierend auf CMIP6-Simulationen unter verschiedenen Emissionsszenarien. Wu, S., Luo, M., Lau, G.NC. et al. Schnelle Umschwünge zwischen Wärme- und Kälteextremen in einer sich erwärmenden Welt. Nat Commun 16, 3543 (2025).

Unter dem Strich ist dies ein perfektes Beispiel für eine weitere Studie aus der Klimagemeinschaft, die sehr marginale Ergebnisse mit erheblichen Warnsignalen präsentiert, aber von den Nachrichten und sozialen Medien sensationell aufgebauscht wird, die sich weigern, die Studie kritisch zu betrachten, zusammen mit einem offenbar nachsichtigen Peer-Review-Verfahren.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/18/flipping-out-in-a-warming-world/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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SSP5-8.5: Müll hinein, Untergangs-Prophezeiungen heraus

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Willis Eschenbach

Vielleicht haben Sie schon von RCP8.5 gelesen, das nun SSP5-8.5 heißt. Es ist das extremste Zukunftsszenario, das vom IPCC vorgeschlagen worden war. Vielleicht haben Sie auch gelesen, dass es in den Papierkorb geworfen wird.

Schließlich haben Sie vielleicht Behauptungen der üblichen Verdächtigen gesehen, dass der Tod von SSP5-8.5 darauf zurückzuführen ist, dass wir bei der Reduzierung der CO₂-Emissionen so verdammt erfolgreich waren. Gavin Schmidts RealClimate-Blog (wo ich nun schon seit ein paar Jahrzehnten gesperrt bin) erwähnt die Auswirkungen von „dem Montrealer Protokoll, den Clean Air Acts, dem Preisverfall bei erneuerbaren Energien, Fracking, dem Pariser Abkommen und der tatsächlichen Klimapolitik“.

Abbildung 1. Der unaufhaltsame Anstieg des atmosphärischen CO₂. Würden die Emissionen sinken, wie die üblichen Verdächtigen behaupten, würde sich der Anstieg verlangsamen.

Doch ein vermeintlicher Rückgang der Emissionen ist nicht der Grund, warum SSP5-8.5 verworfen wurde. Das ist nicht geschehen. Hier ein detaillierter Blick auf die Veränderungen im Verlauf des atmosphärischen CO₂.

Abbildung 2. Tatsächliche atmosphärische CO₂-Konzentration und die berechnete Beschleunigung der Konzentration.

Es hat keine Veränderung im Verlauf des atmosphärischen CO₂ gegeben. SSP5-8.5 wurde verworfen, weil es von Anfang an alarmistischer Unsinn war, und das IPCC räumt diese offensichtliche Tatsache nun endlich ein.

SSP5-8.5 ist ein wirtschaftliches Märchen, das um 2011 für den IPCC in Auftrag gegeben und von einer Gruppe von Modellierern zusammengestellt worden war, die sich vorstellen sollten, wie man die CO₂-Emissionen bis 2100 in die Stratosphäre treiben könnte. Die Aufgabe lautete nicht „Was ist wahrscheinlich?“, sondern „Was wäre nötig, um die höchstmöglichen Emissionen zu erreichen, die man dem System mathematisch abringen kann?“

Um dorthin zu gelangen, mussten sie die Geschichte rückwärts laufen lassen. Anstatt den beobachteten Trend weg von Kohle hin zu Öl, Gas und nicht-fossilen Energien fortzusetzen, gingen sie von einer massiven globalen Rückkehr zur Kohle aus, wobei sich der Kohleverbrauch um ein Vielfaches vergrößerte, sodass bis zum Ende des Jahrhunderts etwa die Hälfte der gesamten Energie auf der Erde allein aus Kohle stammen würde. Und das nicht nur für Strom – sondern auch für die Kohleverflüssigung für Autos und Flugzeuge, als hätte die Welt auf billigere, sauberere Alternativen geschaut und gesagt: „Nein danke, her mit mehr Ruß.“

[Hervorhebung im Original]

Selbst das reichte noch nicht aus. Also wird das Bevölkerungswachstum, das sich in der Realität verlangsamt hat, bis zum Jahr 2100 auf etwa 11 bis 12 Milliarden Menschen hochgedreht – und liegt damit ganz am oberen Ende spekulativer Prognosen.

Das reichte aber immer noch nicht aus. Also wird davon ausgegangen, dass der seit Jahrzehnten voranschreitende technologische Fortschritt bei der Energieeffizienz mehr oder weniger zum Stillstand kommt, so dass wir weiterhin Energie verschwenden, als gäbe es kein Morgen.

Und obendrein geht das Szenario einfach davon aus, dass eine sinnvolle Klimapolitik nirgendwo wirklich greift, wo es darauf ankommt – keine nachhaltigen globalen Anstrengungen, um die Emissionskurve für den Rest des Jahrhunderts abzuflachen.

Führt man all das zusammen, erhält man SSP5-85: ein Szenario der „durch fossile Brennstoffe angetriebenen Entwicklung“, in dem Kohle dominiert, die Bevölkerung explodiert, Innovationen ins Stocken geraten und die Politik untätig bleibt.

Als Stresstest für das Klimasystem unter extremen Antriebsbedingungen mag dies nützlich gewesen sein oder auch nicht. Als Darstellung dessen, wohin die reale Welt tatsächlich steuert, hing es jedoch davon ab, dass eine lange Liste von Dingen über einen sehr langen Zeitraum hinweg gleichzeitig schiefging – und genau deshalb war die gängige Praxis, dies als „Business as usual“ zu behandeln, alarmistisches Storytelling und keine Wissenschaft.

Und die Propaganda auf dieser Grundlage hat echten Schaden angerichtet. SSP5-8.5 war das Rückgrat für all die übertriebenen Behauptungen über den Anstieg des Meeresspiegels, extremes Wetter und das bevorstehende Thermageddon™. Es wurde als Hauptargument für die wahnwitzigen „Netto-Null“-Maßnahmen herangezogen, die die Nationen in den Ruin treiben, die töricht genug waren, sich darauf einzulassen. Es hat unendlich viel Ärger verursacht.

Glauben Sie also nicht den Unheilspropheten und den serienmäßigen, immer wieder scheiternden Schwarzmalern. SSP5-8.5 war von Anfang an Unsinn, und deshalb wurde es verworfen. Das hat nichts mit angeblichen Änderungen bei den Emissionen zu tun, sondern ausschließlich damit, dass es als Propagandainstrument konzipiert war.

Glauben Sie jedoch nicht, dass wir uns auf unseren Lorbeeren ausruhen können. Die üblichen Verdächtigen werden sich einfach an das nächstalarmistischere Szenario klammern, SSP3-7.0, das nur geringfügig besser ist …

Das Problem ist, dass die Mainstream-Klimaforscher in der Sinclair-Falle gefangen sind:

„Es ist schwer, einem Menschen etwas verständlich zu machen, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er es nicht versteht.“

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/24/ssp5-8-5-garbage-in-doomcasting-out/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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