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Scafetta und die Mittelalterliche Warmzeit

23. Februar 2026 um 07:00

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Cap Allon

Moderne Klimamodelle werden zur Untermauerung der Behauptung herangezogen, wonach die jüngste Erwärmung beispiellos und überwiegend vom Menschen verursacht ist. Diese Behauptung beruht auf der Annahme, dass die Modelle das vergangene Klimaverhalten der Erde genau reproduzieren können. Das können sie jedoch nicht.

Bei näherer Betrachtung von Nicola Scafettas neuer Studie zeigt sich, dass Klimamodelle immer wieder daran scheitern, bekannte Warmzeiten der Vergangenheit zu reproduzieren, darunter die mittelalterliche Warmzeit (MWP) etwa zwischen 900 und 1300 n. Chr.

Die MWP ist keine spekulative oder lokale Anomalie. Sie ist in mehreren unabhängigen Aufzeichnungen dokumentiert, darunter historische Berichte, Gletschervorstöße und -rückzüge, Sedimentkerne und Temperaturrekonstruktionen, die Europa, den Nordatlantik, Teile Asiens und Teile der südlichen Hemisphäre umfassen.

In mehreren Rekonstruktionen übersteigen die Temperaturen während dieses Zeitraums diejenigen des späten 20. Jahrhunderts. Dennoch lassen moderne Klimamodelle diese Wärme weitgehend außer Acht.

Scafetta zeigt, dass dies nicht daran liegt, dass die mittelalterliche Warmzeit nicht existiert hat, sondern an den Vorgaben zur Modellierung. Aktuelle CMIP-Modelle verwenden Rekonstruktionen der solaren Einstrahlung, die von einer sehr geringen langfristigen Sonnenvariabilität ausgehen. Unter diesen Annahmen werden natürliche Klimaschwankungen gedämpft und vergangene Warmzeiten verschwinden weitgehend. Wenn eine mit anderen veröffentlichten Rekonstruktionen übereinstimmende größere Sonnenvariabilität zugelassen wird, taucht die MWP in den Simulationen wieder auf natürliche Weise auf.

Die Schlussfolgerung, dass die jüngste Erwärmung fast ausschließlich anthropogenen Ursprungs ist, hängt daher davon ab, wie viel natürliche Variabilität Modelle enthalten dürfen. Es handelt sich nicht um ein Beobachtungsergebnis, sondern um ein von den Eingangsgrößen abhängiges Ergebnis.

Dies führt zu einem direkten Problem für die Zuverlässigkeit der Zuordnung. Wenn Modelle das bekannte Klimaverhalten in Zeiten eines stabilen atmosphärischen CO₂-Gehalts nicht reproduzieren können, ist ihre Fähigkeit begrenzt, natürliche und menschliche Einflüsse in der Moderne genau zu trennen. Ein Modell, das unterdrückte natürliche Schwankungen erfordert, um mit der Vergangenheit übereinzustimmen, kann nicht als präzises Zuordnungsinstrument betrachtet werden.

Scafetta behauptet nicht, dass die moderne Erwärmung nicht stattgefunden hat. Er argumentiert, dass die natürliche Klimavariabilität größer ist als aktuelle Modelle zulassen, und dass dies einschränkt, wie viel Erwärmung mit Sicherheit dem CO₂ zugeschrieben werden kann. Wenn in der Vergangenheit ohne industrielle Einflüsse Temperaturen auftraten, die über dem modernen Niveau lagen, kann die moderne Erwärmung nicht als einzigartig und beispiellos behandelt werden.

Die mittelalterliche Warmzeit ist keine Unbequemlichkeit, die heruntergespielt werden sollte.

Die ganze Studie steht hier.

Link: https://electroverse.substack.com/p/sierras-worst-snowstorm-in-years?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Scafetta und die Mittelalterliche Warmzeit erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)
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