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Der Skandal um die schottische Wetterstation, die auch sechs Jahrzehnte nach ihrer Schließung noch Temperaturdaten liefert

09. April 2026 um 11:00

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Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

Ein weiteres schockierendes Beispiel für jahrzehntelang erfundene Temperaturwerte an nicht existierenden Messstationen des britischen Wetterdienstes (UK Met Office) ist ans Licht gekommen. Die „Station“ Lephinmore befand sich am Oberlauf des Firth of Clyde und kann laut der Met-Office-Datenbank „Standortspezifische Langzeitdurchschnitte“ monatliche Temperaturwerte sowie Niederschlagsmengen bis zurück ins Jahr 1960 liefern. Diese Datenlieferung kann als modernes wissenschaftliches Wunder angesehen werden, da die eigentliche Station fünf Monate vor dem Weltmeistertitel Englands im Jahr 1966 geschlossen worden war.

Wenn das Met Office gebeten wird, weitere und genauere Angaben zu seinen Erfindungstechniken zu machen, lautet die übliche Erklärung, dass Zahlenreihen von „gut korrelierten benachbarten Stationen“ per Computer modelliert werden. Im Fall der ortsspezifischen Station Lephinmore gibt es jedoch gar keine benachbarten Stationen, weder gut korrelierte noch sonstige.

Die drei nächstgelegenen Stationen mit Langzeitaufzeichnungen sind die CIMO-Klasse-4-„Junk“-Station Dunstaffnage in 43 km Entfernung, die Klasse-4-Station Glasgow Bishopton in 47 km Entfernung und der Klasse-4-Flughafenstandort Prestwick Gannet in 72 km Entfernung. Eine Station namens „Bute: Rothesay“ soll 29 km entfernt sein, wurde jedoch vor einiger Zeit geschlossen. Eine neue Station „Bute: Rothesay No 2“ wurde 2012 eröffnet und gehört ebenfalls zum „Junk“-Portfolio der Klasse 4. Die beträchtlichen Entfernungen und der „Junk“-Charakter aller Standorte mit international anerkannten Unsicherheiten bis zu 2 °C scheinen eine gute Korrelation sowohl für eine einzelne „Station“ als auch für eine gefälschte „standortspezifische“ Behauptung auszuschließen.

Um es ganz offen zu sagen: Die Vorstellung, dass ein Flughafenstandort wissenschaftliche Informationen über die voraussichtlichen Temperatur- und Niederschlagsbedingungen an einem 72 km entfernten ländlichen Ort liefern kann, ist geradezu lächerlich. Ein Standort der Klasse 4 ist nicht in der Lage, die tatsächliche Umgebungstemperatur in seiner unmittelbaren Umgebung zu ermitteln, geschweige denn in einer Entfernung von mehreren Dutzend Kilometern.

Genau das wird in der öffentlich zugänglichen Datenbank des Met Office mit den „standortspezifischen Langzeitdurchschnittswerten“ für Lephinmore behauptet. Es stehen zwei Optionen zur Verfügung, um die 30-jährigen monatlichen Durchschnittswerte von 1961–1990 und 1991–2020 zu verfolgen. Wie bereits erwähnt, ist es wahrlich ein Wunder der modernen Meteorologie, dass man aus so großer Entfernung Durchschnittswerte für Höchst- und Tiefsttemperaturen auf ein Hundertstel Grad Celsius genau berechnen kann. Und lokale Niederschlagsmengen auf zwei Dezimalstellen genau. Was für eine Präzision!

Der Bürgerdetektiv Ray Sanders hat im Rahmen seiner forensischen Untersuchung der Unterlagen und Behauptungen des Met Office diesen Fall sowie viele andere „eindeutige Beweise“ aufgedeckt. Außerdem legte er einen Nachweis über die Schließung von Lephinmore am 15. Februar 1966 vor.

Nachdem er sich über ein Jahr lang intensiv mit dem Zustand des Temperaturmessnetzes des Met Office auseinandergesetzt hatte, den von diesem erstellten Statistiken und den Modellen, die Unmengen erfundener Daten liefern, ist Sanders nicht geneigt, Nachsicht zu üben. „Eine alternative Sichtweise auf dieses System der Klimamittelwertbildung ist, dass es sich um reine Fiktion handelt … es ist eine Beleidigung der Intelligenz der Öffentlichkeit und zeugt von einer völligen Missachtung selbst des kleinsten Anflugs wissenschaftlicher Glaubwürdigkeit“, meint er. Es versteht sich von selbst, dass das Met Office einen anderen Standpunkt vertritt und den Untersuchungsbemühungen einer kleinen Gruppe von Menschen vorwirft, sie seien „ein Versuch, jahrzehntelange solide wissenschaftliche Erkenntnisse über den Klimawandel weltweit zu untergraben“. Leider scheint das Met Office in der von „Net Zero“ inspirierten Welt der „gesicherten“ Klimawissenschaft zu leben. Es scheint sich in seliger Unkenntnis darüber zu befinden, dass Wissenschaft in der realen Welt nur dann „solide“ ist, wenn sie einer unerbittlichen und forensischen Prüfung unbeschadet standhält.

Die Datenbank mit den „standortspezifischen Langzeitdurchschnitten“ hieß bis vor kurzem noch „UK Climate Averages“. Sie lud die Öffentlichkeit dazu ein, eine einzelne Wetterstation auszuwählen, um einen 30-Jahres-Durchschnitt für diesen Standort zu erhalten. Sanders deckte jedoch auf, dass mehr als ein Drittel – 103 von 302 – der beworbenen Stationen, komplett mit ihren angeblichen Koordinaten und Höhenangaben, gar nicht existierten. Daraufhin folgte eine hastige Überarbeitung durch das Met Office, in der erklärt wurde, dass die erfundenen Daten von „Standorten“ stammten, die möglicherweise einen Bezug zu Stationen hatten, die einst existierten oder heute tatsächlich existieren – oder auch nicht. Trotzdem erscheinen die Daten, wie das obige Bild für Lephinmore zeigt, weiterhin für eine namentlich genannte „Station“.

Ein anschließender „Faktencheck“ von Science Feedback, der offenbar größtenteils vom Met Office verfasst worden war besagte, dass die Durchschnittsdaten für die stillgelegten Stationen nicht „erfunden“ worden seien, sondern anhand von „gut korrelierten benachbarten Stationen“ geschätzt worden seien. Das ist zwar eine Erklärung für die Erfindungen, doch wie wir am Beispiel von Lephinmore sehen können, wirft das Fehlen von Stationen in der Nähe – ob gut korreliert oder nicht – noch mehr Fragen auf.

Anschließend sorgten „kritische“ Fragen der wenigen Anwesenden im Fall von Lowestoft für Aufruhr. Diese Messstation war eine von nur 37, die Daten für eine separate „historische“ Datenbank lieferten, wurde jedoch 2010 geschlossen. Lowestoft hat keine gut korrelierten Stationen in der Nähe – die nächsten sind über 56 km entfernt –, eine Tatsache, die durch eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (FOI) von Daily Sceptic bestätigt worden ist. Für Lowestoft behauptete das Met Office daraufhin, dass es keine „gut korrelierten benachbarten Stationen“ verwendet habe, und lieferte eine andere Erklärung: „Wir haben den Rasterwert des nächstgelegenen Rasterpunkts aus unserem britischen Klimadatensatz HADUK-Grid verwendet.“ Doch diese Erklärung scheint den neugierigen – wenn nicht gar zynischen – Ermittler nicht sonderlich weit zu bringen, da das HADUK-Grid Daten von „gut korrelierten benachbarten Stationen“ nutzt, die aus dem Integrated Data Archive System (MIDAS) des Met Office stammen, um Lückendaten für geschlossene Stationen zu modellieren.

Was auch immer vor sich geht, das Met Office hat die erfundenen Daten von Lowestoft aus dem Jahr 2010 entfernt. Gott bewahre, dass jemand glauben könnte, diese Station – als „gut korrelierte Nachbarstation“ zur Datenergänzung oder eben nicht – würde gefälschte Zahlen über Datenbanken mit modellierten Temperaturangaben verbreiten und dabei die „Aufzeichnungen“ verfälschen. Passenderweise wurde damals der öffentlichen Erklärung zur historischen Datenbank eine kurze Anmerkung hinzugefügt, die lautete: „Der Zweck dieser Webseite ist es, eine Auswahl historischer Stationsdaten aus ganz Großbritannien für allgemeines Interesse bereitzustellen. Sie wird nicht für die formelle Klimaüberwachung verwendet.“

Unterdessen kommen Zweifel an einigen der Niederschlagsangaben des Met Office auf, die ausnahmslos dazu dienen, die „Netto-Null“-Fantasie zu propagieren. Die jüngste Behauptung, Worcestershire habe den regenreichsten Februar seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1835 verzeichnet, wurde vom bekannten, langjährigen Klimaskeptiker Paul Homewood nach Informationsfreiheitsanfragen wirksam widerlegt. Er fand in historischen Aufzeichnungen überzeugende Belege dafür, dass in diesem Gebiet im Februar 1923 mehr Regen fiel. „Wird das britische Wetter wirklich feuchter, wie sie behaupten? Oder ist das nur ein Hirngespinst ihrer Computer?“, fragt er.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor. Follow him on X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/03/the-scandal-of-the-scottish-met-office-station-still-providing-temperature-figures-six-decades-after-it-closed/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Der Skandal um die schottische Wetterstation, die auch sechs Jahrzehnte nach ihrer Schließung noch Temperaturdaten liefert erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Met Office beim Fälschen von Daten erwischt

02. April 2026 um 09:00

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Cap Allon

Laut einer umfassenden Studie des unabhängigen Forschers Eric Huxter übertreibt das Met Office die Temperaturextreme in UK aufgrund der Art und Weise, wie es die Tageshöchstwerte misst.

Die Tageshöchstwerte in UK werden anhand von hochfrequenten elektronischen Sensoren – sogenannten Platin-Widerstandsthermometern (PRTs) – ermittelt, die minütliche Werte aufzeichnen. Diese Instrumente erfassen kurzlebige Spitzenwerte, verursacht durch lokale Einflüsse.

Huxter erstellte eine Kontrollreihe unter Verwendung von über 525.000 Messwerten auf Minutenebene von einer Messstation der Klasse 1 in Rothamsted, einem sauberen, offenen Standort auf Ackerland. Dieser Datensatz zeigt enge, stabile Schwankungen, die mit den Umgebungsbedingungen übereinstimmen.

Das ist beim größeren Messnetz nicht der Fall.

An 96 Stationen weisen 340 aufgezeichnete Höchstwerte wiederholte Spitzenwerte auf – typischerweise etwa 1–1,2 °C über den Werten der Umgebung. Diese Spitzenwerte treten in Rothamsted nicht auf. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Unterschied zufällig auftritt, liegt bei weniger als 1 zu 10.000 (Chi-Quadrat-Test).

Die meisten dieser Messwerte stammen von Standorten niedrigerer Qualität (CIMO 3–5). Hochwertige Standorte der Klasse 1 machen nur einen kleinen Teil des Netzwerks des Met Office aus.

Eine ungünstige Aufstellung setzt die Sensoren nahe gelegenen Wärmequellen aus. Eine schwache Luftzirkulation führt zu lokaler Erwärmung. PRTs reagieren sofort. Ein kurzer Spitzenwert wird erfasst und als Tageshöchstwert protokolliert. In mehr als der Hälfte der Fälle stimmen diese Spitzenwerte nicht mit der wärmsten Tageszeit überein.

Diese Werte gehen dann direkt in die Durchschnittswerte ein. Tageshöchstwerte werden für monatliche und jährliche Berechnungen herangezogen. Jede Verzerrung überträgt sich auf das gesamte System.

Ältere Glasthermometer mit Flüssigkeitsfüllung glichen kurzfristige Schwankungen aus. Moderne Sensoren tun dies nicht. Die Umstellung auf automatisierte Messungen erhöht die Wahrscheinlichkeit, vorübergehende Extremwerte zu erfassen.

Die Weltorganisation für Meteorologie empfiehlt die Bildung von Kurzzeitdurchschnitten, um vorübergehende Spitzenwerte zu unterdrücken. In der Praxis leitet das Met Office – ebenso wie der National Weather Service und das Bureau of Meteorology – Tageshöchstwerte aus hochfrequenten Daten ab, wodurch kurze Spitzenwerte als offizielle Höchstwerte erfasst werden können.

Gleichzeitig weisen große Teile des Netzwerks angegebene Unsicherheiten von 2 °C bis 5 °C auf – und dennoch werden die Temperaturen auf Zehntelgrad genau angegeben.

Offizielle WMO/CIMO-Richtlinien (siehe Tabelle oben):

• Klasse 1: ~0,1 °C Unsicherheit

• Klasse 2: ~0,3 °C

• Klasse 3: ~1 °C

• Klasse 4: ~2 °C

• Klasse 5: ~5 °C

[Hervorhebung im Original]

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-march-arctic-cold-grips-canada?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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