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Nach 26 linksextremen Angriffen: Christliches Café in Leipzig gibt auf und schließt

04. Juni 2026 um 08:00

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Nicht einmal drei Jahre überstand ein christliches Café in Leipzig: Eine linksextreme Anschlagsserie zwingt es in die Knie. Die Wokeria stört sich an den konservativen Standpunkten der christlichen Freikirche, zu der das Café gehört. Ende Juni wird der Betrieb eingestellt.

René Wagner, Betreiber des 2023 eröffneten Cafés und Pastor der freikirchlichen Zeal Church, kündigte die Schließung des Cafés „Stay“ in der Dresdner Straße in Leipzig-Reudnitz bei einem Gottesdienst am Sonntag an. Das Café ist mit der Zeal Church verbunden: Es handelt sich dabei um eine moderne Freikirche, die aber mitunter konservative Ansichten vertritt. So werden dort keine homosexuellen Paare getraut und man setzt sich für das Lebensrecht Ungeborener ein.

Für Linke ist das ein Unding: Man wirft Kirche und Café Homophobie und „Queerfeindlichkeit“ vor und prangert Antifeminismus und „Antiemanzipation“ an, obwohl die Kirche neben René Wagner auch von dessen Ehefrau als Pastorin geleitet wird. Ende letzten Jahres veröffentlichten Zeal Church und Café Stay bereits ein Statement zu den Vorwürfen, in dem betont wurde: „Wir begegnen Menschen in Liebe und mit Annahme, auch wenn wir in einzelnen Fragen der Ethik oder Werte andere Überzeugungen haben.“

Zu diesem Zeitpunkt verzeichnete man 21 Anschläge. Neben Farbattacken und zerstörten Fenstern wird ein Buttersäureanschlag erwähnt, bei dem auch Menschen zu Schaden kamen. Die Stellungnahme endete mit den Worten:

Meinungs- und Religionsfreiheit sind Grundrechte, für die wir gemeinsam mit vielen anderen in unserem Land einstehen. Wir wissen um die lebensverändernde Kraft der Vergebung und Annahme Gottes und laden ein, diese selber zu erfahren.
Wir wünschen uns, dass unterschiedliche Überzeugungen friedlich nebeneinander bestehen können. Deshalb stehen wir jederzeit für einen offenen und respektvollen Dialog bereit.

Angriff auf Christen kein Angriff auf Religionsfreiheit?

Kurz darauf, im Januar 2026, wurde ein weiteres Statement veröffentlicht: Dieses bezog sich auf eine Einordnung der Stadt Leipzig, wonach die Angriffe angeblich nicht die Religionsfreiheit angreifen würden. Die Angriffe seien sehr wohl religiös motiviert und richten sich „eindeutig gegen unsere religiöse Identität, unsere Theologie und unsere Glaubenspraxis“, konstatierte man bei Zeal Church. Weiterhin stellte man fest:

Nach mittlerweile 24 dokumentierten Angriffen auf unser Café kann nicht mehr von isolierten Sachbeschädigungen gesprochen werden. Die Angriffe stehen in einem klaren, wiederkehrenden inhaltlichen Zusammenhang mit unserer religiösen Identität, Theologie und Glaubenspraxis.

Es wurde eine Einschüchterungswirkung (chilling effect) der Angriffe beschrieben, denn Mitglieder und Mitarbeiter von Kirche und Café fühlten sich demnach bedroht, lebten in Angst vor weiteren Angriffen und erlebten eine Einschränkung ihrer Freiheit, ihren Glauben sichtbar zu leben. „Eine Religionsfreiheit, die nur abstrakt besteht, aber faktisch unter permanenter Bedrohung steht, ist keine gelebte Religionsfreiheit“, so das deutliche Fazit.

Inzwischen ist die Zahl der Anschläge auf 26 gestiegen. Bekennerschreiben zu den Angriffen wurden auf dem linksextremen Portal Indymedia veröffentlicht, was keine Zweifel an der Gesinnung der Täter lässt. Das Café müsse in den Ruin getrieben werden, weil es von „erzkonservativen“ Christen betrieben werde und für „Queerfeindlichkeit und Misogynie“ stehe.

„Linksextreme haben nicht gewonnen“

Ende Juni ist nun tatsächlich Schluss. Sieben Mitarbeitern musste gekündigt werden. Die ständigen Sachbeschädigungen und wiederholten Schließungen sorgten nicht zuletzt auch für finanzielle Belastungen. Allein der Buttersäureanschlag habe einen Schaden von 20.000 Euro verursacht – 1,5 Liter Säure seien es laut Wagner gewesen, dem Geruch wurde man trotz neuem Bodenbelag und Einsatz eines Tatortreinigers nie ganz Herr.

Im Gottesdienst am Sonntag betonte Wagner, dass hinter dem Café Arbeitsplätze, Träume, investierte Zeit, Gebete und Geld standen. Dennoch haben die Linksextremen in Leipzig seiner Meinung nach nicht gewonnen. Jahrzehntelang habe niemand über konservative Christen in Deutschland geredet, doch jetzt gebe es sogar etliche Dokumentationen im Fernsehen über sie. Die fallen freilich nicht positiv aus, denn ARD und ZDF haben engagierte Christen zum Feindbild erhoben (wären sie doch schrecklich „rechts“). „Und ich könnte mich da drüber zu Tode aufregen, dass so etwas auch noch mit meinen GEZ-Gebühren finanziert wird. Aber soll ich euch was sagen? Wir sind wieder in der Öffentlichkeit!“, so Wagner.

Die Fläche des Cafés soll weiter genutzt werden; Genaueres ist aber bislang nicht publik. Es sei ohnehin nie der Auftrag gewesen, Kaffee oder Zimtschnecken zu verkaufen: „Unser Auftrag steht für immer, und das ist, Gottes eifernde Liebe in diese Region zu bringen.“ Das will die Zeal Church jedenfalls auch weiterhin tun.

(Auszug von RSS-Feed)

Moslem-Experte warnt: Westliches Islam-Verständnis ist ein langsamer Suizid

23. Mai 2026 um 07:59

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Der amerikanische Historiker Raymond Ibrahim beleuchtet in einem aktuellen Interview die wahren doktrinären und politischen Absichten des Islam. Ein friedliches Zusammenleben mit dem traditionellen Westen erweist sich laut seinen Analysen durch tief verwurzelte religiöse Vorgaben als unlösbarer Widerspruch. Durch Massenmigration und gesellschaftliche Anpassung steuert Europa auf eine unumkehrbare Transformation zu.

Die Unterscheidung zwischen einem friedlichen Islam und einem extremistischen Randphänomen ist ein politisches Konstrukt. Ibrahim verdeutlicht in seinem Interview mit dem Portal „Hungarian Conservative„, dass der Islam tief in einer politischen Weltanschauung verankert ist, die historisch auf territoriale und gesellschaftliche Eroberung abzielte. Er fasst das Grundprinzip anhand eines arabischen Leitsatzes zusammen: „Der Islam ist nicht hier, um zu koexistieren oder an zweiter Stelle zu stehen. Er ist hier, um zu übernehmen und zu herrschen.“

Die westliche Wahrnehmung von moderaten Moslems resultiert laut dem Historiker ausschließlich aus der mangelnden religiösen Praxis säkularisierter Personen. Er zieht eine klare Grenze, die den gängigen Theorien widerspricht: „Der Islam ist der Islam, und es gibt keinen gemäßigten oder radikalen.“ Die Religion selbst fordere harte Strafen für Abtrünnige und legitimiere die Ungleichbehandlung von Nicht-Moslems sowie Frauen. Was europäische Gesellschaften heute als Radikalismus bezeichnen, ist für Ibrahim in der Praxis einfach nur der Ausdruck einer echten Konformität mit den Schriften. Die theologische Einleitung gibt die Feindbilder vor: „Der Islam befiehlt den Moslems im Koran tatsächlich, Hass gegenüber Nicht-Moslems zu hegen.“

Durch die fortlaufende Migration und den demografischen Wandel (höhere Geburtenraten bei moslemischen Zuwanderern) transformiert sich das öffentliche Leben in Europa. Ibrahim nennt Großbritannien als Beispiel, wo die architektonische und kulturelle Anpassung an islamische Bedürfnisse im Alltag bereits vollzogen wird. Wenn eine Minderheit numerisch erstarkt, sinkt die Notwendigkeit, sich als Verbündeter auszugeben. Die Akzeptanz für die Gesetze und Werte der einheimischen Bevölkerung wird mit steigendem moslemischen Bevölkerungsanteil abnehmen. Ibrahim erinnert an die historische Erfahrung von Staaten wie Ungarn mit den Osmanen, welche im restlichen Europa vorsätzlich verdrängt wird. Der Westen verehre demnach Moslems heute als Opfer und behandle seine eigenen historischen Verteidiger als Antagonisten. Ibrahim resümiert: „Der Islam hat sich nie verändert; er hat immer noch dieselbe Mentalität. Was sich verändert hat, ist der Westen. […] Es ist im Grunde ein Selbstmord in Zeitlupe, und sie wissen nicht, was sie tun.“

Im Gegensatz zum Christentum, das eine kontraintuitive Feindesliebe predigt, appelliere die historische Lehre Mohammeds gezielt an menschliche Triebe wie den Wunsch nach Reichtum, Unterwerfung und Macht durch Gewalt. Der theologische Anspruch des Islam verneint zentrale biblische Überlieferungen und behauptet, die jüdischen und christlichen Schriften seien gefälscht. Am Ende des Tages müsse diese gesamte religiöse Konstruktion künstlich von innen geschützt werden. Ibrahim ordnet dies deutlich ein: „Der Islam selbst ist auf einem Kartenhaus aufgebaut, weshalb sie Gesetze gegen das haben, was Blasphemie und Apostasie genannt wird.“

Raymond Ibrahim, der selbst aus einer Familie ägyptischer Einwanderer (koptische Christen) stammt, kennt den Druck der Moslems aus seiner Familiengeschichte. Zudem spricht er – im Gegensatz zu vielen westlichen „Experten“ – fließend Arabisch. Dies ermöglicht es ihm, primäre islamische Quellen, den Koran, die Hadithe sowie aktuelle arabische Medien originalgetreu zu studieren und zu übersetzen. Er absolvierte ein Studium der Geschichte und der Nahoststudien an der California State University, der Georgetown University und der Catholic University of America.

(Auszug von RSS-Feed)

Schüsse auf Kirche während des Gottesdienstes: „Nur Sachbeschädigung“

19. Mai 2026 um 15:45

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Mitten im Gottesdienst zersplitterten plötzlich die Fensterscheiben der Heilig-Geist-Kirche in Hanau (Hessen). Stahlkugeln schlugen ein, Glassplitter flogen durch den Raum. Glücklicherweise wurde niemand ernsthaft verletzt. Die Polizei ermittelt – allerdings nur wegen Sachbeschädigung. Was wäre wohl geschehen, hätten die Kugeln eine Moschee getroffen?

Am Sonntagvormittag (18.05.2026) haben Unbekannte während eines katholischen Gottesdienstes mit rund 200 Besuchern die Kirchenfenster mit Stahlkugeln beschossen.

Die Täter haben offenbar bewusst einen Moment gewählt, in dem die Kirche voll besetzt war. Ob mit einer Zwille oder einer Softairwaffe – die Projektile durchschlugen die Scheiben und landeten teilweise im Innenraum. Für die Anwesenden muss es ein Schockmoment gewesen sein: plötzliches Klirren, herumfliegendes Glas, Angst um die eigene Sicherheit an einem Ort, der als Zuflucht gilt.

Die Einsatzkräfte fanden Einschusslöcher in mehreren Fenstern – und sowohl außen als auch innen silberne Stahlkugeln mit einem Durchmesser von etwa fünf Millimetern, teils bereits verrostet. Auch weiße Plastikkügelchen mit einem Durchmesser von rund drei Millimetern wurden gefunden.

Ein Besucher gab an, von Splittern getroffen worden zu sein, aber nach aktuellen Erkenntnissen wurde niemand ernsthaft verletzt. Der Schaden wird auf etwa 5.000 Euro geschätzt.

Die offizielle Bewertung lautet bisher: kein religiöser Hintergrund erkennbar, daher „nur“ Sachbeschädigung. Es stellt sich die Frage: Würde dieselbe Tat gegen eine Moschee ähnlich nüchtern eingeordnet werden? Würde man dort ebenfalls schnell betonen, dass keine Anhaltspunkte für einen religiösen Hintergrund vorlägen, solange die Täter nicht gefasst sind?

Kirchen werden in letzter Zeit immer öfter zum Ziel von Vandalismus, Brandstiftungen oder Störaktionen. Meistens heißt es dann schnell: „Keine konkreten Hinweise auf Hasskriminalität.“

Bei vergleichbaren Vorfällen an Moscheen sieht die Sache dagegen ganz anders aus: Da kommen sofort Solidaritätsbekundungen und die automatische Entrüstung wegen „Islamfeindlichkeit“.

In einer Zeit, in der Religionsfreiheit vermeintlich besonders hochgehalten wird, ist es schon auffällig, wie schnell man so einen Vorfall auf Sachbeschädigung reduziert. Das sieht nach besorgniserregender Gleichgültigkeit gegenüber Kirchen und den Menschen aus, die dort hingehen…

(Auszug von RSS-Feed)

Würzburg: BDSM, Genderwahn und Klimaalarmismus auf dem Katholikentag

18. Mai 2026 um 08:00

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Der Wokismus macht auch vor Kirchentagen nicht Halt – so auch nicht vor dem jüngsten Katholikentag in Würzburg, der mit BDSM-Zelt, buntem Genderwahn und schrillem Klimaalarmismus aufwartete. Doch immerhin: So ganz gesiegt hat der neue Zeitgeist hier noch nicht.

Der folgende Kommentar von Julian Marius Plutz erschien zuerst bei Haintz.Media:

Die Tatsache, dass sich der vermaledeite Wokismus ausbreitet wie Frankreich unter Napoleon, ist nicht neu. Umso weniger erstaunt es, dass sich der epidemische Irrsinn auch beim hiesigen Katholikentag in Würzburg wiederfindet. Bis zum 17. Mai ist die Hauptstadt Unterfrankens Zielort für Hunderttausende Katholiken und andere Interessierte. Am Bahnhof empfängt den gestraften Bahnfahrer ein Stand der Tagespost. Doch so werteorientiert geht es leider nicht weiter und ein wenig später blickt der Besucher auf einen Stand der Giordano-Bruno-Stiftung. Die Giordano-Bruno-Stiftung hat sich dem politischen Atheismus verschrieben.

Übergroße, an Karnevalsumzüge erinnernde Pappmaché-Karikaturen verhöhnen den Katholizismus beziehungsweise allgemein das Christentum auf unanständige Weise. Teile dieser Pappkameraden sind exakt dieselben wie vor Jahren beim evangelischen Kirchentag in Nürnberg. Das heißt: Der Verein hat sich nicht weiterentwickelt. Mit einer bodenlosen Humorlosigkeit verteidigt ein bitterer älterer Herr, der auch schon in Nürnberg dabei war, seinen militanten Atheismus. Es ist schon bezeichnend, dass diejenigen, die gar nicht an Gott glauben, den ganzen Tag über Gott sprechen. Ist das schon Projektion, Doktor Freud?

Fettnapfmaschine Friedrich Merz

Zurück zum Wokismus. Selbstverständlich darf auch die Regenbogenmafia nicht fehlen. Ein LGBTQ-Zelt untermalt den katholischen Anspruch, die Sexualität aus dem Privatleben in die Öffentlichkeit zu zerren. Noch penetranter jedoch ist das Zelt nebenan. Dort dürfen sich interessierte Katholiken über BDSM im Christentum informieren. Jeder kann seinen Fetisch leben, wie er möchte, doch es ist ein unglaublicher Übergriff, dass seit einigen Jahren dieser Quartalsirrsinn eingezogen ist. Es ist en vogue, jedem von seinem Fetisch zu erzählen. Die einzige Person, für deren Fetisch ich mich interessiere, ist die Person, mit der ich liiert bin. Ich finde, diese Allerweltslogik kann ruhig für jeden gelten.

Es gibt allerdings auch interessante und geistreiche Veranstaltungen im Umfeld. Im Lügensteinmuseum lädt die erwähnte Tagespost ein, Vorträgen beispielsweise von Sebastian Ostritsch, Bettina Röhl oder Michael Wolffsohn zu lauschen. Auch die vielen Bistümer, die sich vorstellen, oder andere Kirchengemeinden wie Altötting wirken herrlich altmodisch. Es riecht nach Weihrauch, manchmal auch nach Popcorn, vor allem aber nach Weihrauch. Den ganz großen Wokismus-Fauxpas, wie ihn sich vor einigen Jahren die Protestanten in Nürnberg geleistet haben, findet man in Würzburg nicht.

»Apropos Fauxpas«: Friedrich Merz bewies einmal mehr seine Qualitäten als politische Fettnapfmaschine. Beim Katholikentag erklärte der Bundeskanzler sinngemäß, dass sich junge Menschen stärker politisch engagieren sollten und Vereinstätigkeiten im Sport- oder Musikbereich eben nicht dasselbe seien wie Engagement in Parteien. Damit degradierte er unfreiwillig genau jenes Ehrenamt, das Deutschland überhaupt noch zusammenhält: die freiwillige Feuerwehr, den Dorfmusikverein, den Sportclub oder die kirchliche Jugendarbeit. Ausgerechnet auf einem Katholikentag, wo unzählige Ehrenamtliche tage- und wochenlang schuften, wirkte diese Aussage bemerkenswert unglücklich. Selbst bürgerliche Kommentatoren attestierten Merz einmal mehr mangelndes Gespür für die Lebenswirklichkeit normaler Menschen.  

Letzte Bastionen gegen den Wokismus

Allerdings rechtfertigt auch das nicht die infantilen Auftritte jener militanten Klimaschützer, die den Kanzler mit Trillerpfeifen, Geschrei und Transparenten niederbrüllten. Wer ernsthaft glaubt, man überzeuge Menschen durch hysterisches Herumbrüllen und moralische Erpressung, leidet an einer politischen Form der Selbstvergiftung. Diese Szene versteht sich längst nicht mehr als Teil eines demokratischen Diskurses, sondern als säkulare Erlösungsbewegung. Der Klimaaktivismus tritt auf wie eine Ersatzreligion: mit eigenen Dogmen, eigenen Ketzern und eigenen Weltuntergangspropheten. Wer widerspricht, gilt nicht als Andersdenkender, sondern als Sünder.

Genau dort schließt sich der Kreis zum Wokismus. Ob Genderaktivisten, Klimakleber oder identitätspolitische Moralapostel – stets geht es um dasselbe Muster: die Moralisierung des Alltags und die totale Politisierung des Privaten. Der Katholikentag sollte eigentlich ein Ort des Glaubens, der Spiritualität und der Besinnung sein. Stattdessen finden sich immer wieder dieselben ideologischen Einschläge einer urbanen Aktivistenkultur, die jedes gesellschaftliche Ereignis in eine Bühne für ihre Agitation verwandeln möchte. Gerade deshalb wirkt der Weihrauchduft zwischen all dem Zeitgeist fast schon wie ein Akt des Widerstands.

Am Ende bleibt somit ein gemischtes Bild. Der wache Beobachter erkennt ohne Mühe den deutlichen woken Einschlag, der mittlerweile selbst vor katholischen Großveranstaltungen nicht Halt macht. Gleichzeitig wäre es falsch, den Katholikentag deshalb als kompletten Reinfall abzutun. Zwischen Regenbogenmafia, Politaktivisten und penetranter Selbstbespiegelung finden sich eben doch noch Räume echter Frömmigkeit, geistreicher Debatten und angenehm altmodischer Katholizität. Vielleicht ist genau das die eigentliche Erkenntnis von Würzburg: Der Wokismus ist zwar überall – aber er hat noch nicht alles erobert.

(Auszug von RSS-Feed)
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