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Schwierigkeiten bei NuScale Power und Fermi America

20. Mai 2026 um 12:00

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Kennedy Maize, MasterResource

„Die Übertreibungen im Energiesektor und der Massenwahn zeigen sich sowohl bei NuScale Power als auch bei Fermi America. Blasen platzen.“

NuScale Power, der am weitesten fortgeschrittene US-Anbieter kleiner modularer Kernreaktoren, und Fermi America, ein politisch gut vernetztes Unternehmen, das den Bau des vielleicht größten Reaktorprojekts in den USA plant, um ein riesiges Rechenzentrum in Texas mit Strom zu versorgen, haben beide kürzlich schwere, möglicherweise existenzbedrohende Rückschläge erlitten. NuScale und Fermi, beide börsennotiert, mussten angesichts schlechter Finanzergebnisse, fragwürdiger Managemententscheidungen und Angriffen durch die „Wölfe der Wall Street“, Leerverkäufer sowie Vorwürfe des Wertpapierbetrugs einen Einbruch ihres Aktienwerts hinnehmen.

NuScale Power

Das in Oregon ansässige Unternehmen NuScale Power (NYSE:SMR) ist der einzige Anbieter fortschrittlicher Reaktoren in diesem neuen Markt, dessen Entwurf von der US-Atomaufsichtsbehörde (Nuclear Regulatory Commission) genehmigt worden ist, was ihm einen „First-Mover“-Vorteil verschafft. Außerdem nutzt das Unternehmen die bekannte und gut erforschte Technologie der druckwassergekühlten Leichtwasserreaktoren, die seit Jahrzehnten größtenteils erfolgreich im Einsatz ist. Zu den Großaktionären von NuScale zählt zudem der in Texas ansässige Energie- und Baukonzern Fluor Corp.

„Betrachtet man jedoch die Aktienentwicklung der letzten sechs Monate, sieht das Unternehmen nicht wie ein Unternehmen mit einem First-Mover-Vorteil aus“, kommentiert The Motley Fool, eine Online-Plattform für Anlageanalysen.

Fluor stößt seine SMR-Aktien ab – eine Strategie, die das Unternehmen im Februar offiziell bekanntgab, die aber offenbar schon vorher in vollem Gange war. Im Februar verkaufte Fluor 71 Millionen SMR-Aktien und erzielte damit einen Erlös von 2 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen plant, die verbleibenden 40 Millionen Aktien in diesem Quartal zu veräußern.

Bei der Bewertung der Geschäftsaussichten von NuScale stellte Seeking Alpha fest, dass die „Aktie im Verhältnis zu ihren Fundamentaldaten überbewertet erscheint, da die kurzfristigen Umsätze begrenzt sind und es noch lange dauern wird, bis eine nennenswerte Kommerzialisierung erreicht wird“. Die Aktien wurden zuletzt bei etwa 12 US-Dollar pro Aktie gehandelt, nicht viel höher als beim Börsengang Ende 2020. Der Höchststand für SMR wurde im vergangenen Juli erreicht, als die Aktien bei 50 US-Dollar notierten.

Auch die Vereinbarung von NuScale mit dem etwas mysteriösen Unternehmen ENTRA1, dem „globalen strategischen Partner“ des Unternehmens, lässt Zweifel an der Zukunft von NuScale aufkommen. Laut Seeking Alpha sah der Vertrag mit ENTRA1 „eine Zahlung in Höhe von rund 507,4 Millionen Dollar“ an das Unternehmen vor – eine atemberaubende Summe, wenn man bedenkt, dass NuScale noch nie auch nur annähernd einen Gewinn erzielt hat.

Simply Wall Street kommentierte: „In den letzten Monaten sah sich NuScale Power einer Reihe von Sammelklagen wegen Wertpapierbetrugs ausgesetzt, in denen dem Unternehmen vorgeworfen wurde, die Erfahrung und die Fähigkeiten seines Kommerzialisierungspartners ENTRA1 Energy falsch dargestellt zu haben – dies nach schwachen Finanzergebnissen für das vierte Quartal 2025 und Bedenken hinsichtlich seines Wegs zur Markteinführung.“

Einer der NuScale verklagenden Anwälte, der kalifornische Anwalt Frank Cruz, wies bei der Kundenakquise auf den erstaunlichen Nettoverlust von SMR im dritten Quartal 2025 hin, der auf die Zahlung an ENTRA1 zurückzuführen und „gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 46 Millionen Dollar gestiegen“ sei. Cruz kommentierte: „ENTRA1 hatte während seiner gesamten Unternehmensgeschichte noch nie nennenswerte Projekte gebaut, finanziert oder betrieben, geschweige denn Projekte im hochtechnischen und komplizierten Bereich der Kernenergieerzeugung“ und „NuScale hatte die Kommerzialisierung, den Vertrieb und den Einsatz seiner NuScale-Power-Module sowie Hunderte Millionen Dollar an NuScale-Kapital einem Unternehmen anvertraut, dem jegliche nennenswerte Erfahrung im Besitz, in der Finanzierung oder im Betrieb von Kernkraftwerken fehlte.“

Der Aktienkurs von NuScale war schon immer volatil und zog Leerverkäufe an. Das war auch in letzter Zeit der Fall. Laut der Aktienanalyse von Quiver Quantitative „betrug der Leerverkaufsanteil der NuScale Power Corporation am 15. April 38,92 % des Streubesitzes, wie aus neuen Daten hervorgeht, die wir von Benzinga erhalten haben. Die Leerverkaufspositionen beliefen sich auf insgesamt 66.321.822 Aktien, was einem Anstieg von 23,88 % gegenüber dem 31. März entspricht.“

Fermi America

Dann gibt es noch Fermi America (NASDAQ: FRMI) mit einem unglaublich optimistischen Geschäftsplan: das 60-Milliarden-Dollar-Projekt „Matador“, bei dem konventionelle Stromerzeugung, darunter Erdgas und Westinghouse-AP-1000-Kernreaktoren, hinter dem Zähler für ein 17-GW-Mega-Rechenzentrum im texanischen Panhandle in der Nähe der Pantex-Kernwaffenanlage des Energieministeriums genutzt werden soll. Es soll den Namen „Donald J. Trump Advanced Energy and Intelligence Campus“ tragen.

Zu den Gründern des Unternehmens gehört Rick Perry, ehemaliger republikanischer Gouverneur von Texas und unter Trump von März 2017 bis Dezember 2019 US-Energieminister. Seine Rolle in dem neuen Unternehmen besteht größtenteils aus Imagepflege und politischer Einflussnahme. Hauptgründer des Unternehmens war der milliardenschwere Risikokapitalgeber Toby Neugebauer, der laut Chris Tomlinson, Wirtschaftsredakteur beim Houston Chronicle, eine zwielichtige Geschäftsgeschichte hat.

Fermi LLC ging im vergangenen September als Fermi America an die NASDAQ-Börse und bot 25 Millionen Aktien zu einem erwarteten Preis von 18 bis 22 Dollar pro Aktie an. Der Börsengang war erfolgreich und machte Perry zu einem „Papiermilliardär“. Im März kündigte das Unternehmen auf der jährlichen Regulatory Information Conference der Nuclear Regulatory Commission an, noch in diesem Jahr mit dem Bau des Projekts Matador zu beginnen.

Hinter dem anfänglichen Hype verbargen sich jedoch gravierende Probleme, die in diesem Jahr offensichtlich wurden: keine Einnahmen, kein gewerblicher Mieter für das nicht existierende Rechenzentrum, Verluste in Höhe von insgesamt fast 500 Millionen Dollar und ein abstürzender Aktienkurs. Im Dezember reichte die nationale Klägerkanzlei Berger Montague PC aus Philadelphia eine Sammelklage gegen Fermi ein, nachdem ein nicht namentlich genanntes Unternehmen – bei dem es sich nach allgemeiner Annahme um Amazon handelte – aus einem Vertrag als erster Mieter des Rechenzentrums ausgestiegen war, der dem Vernehmen nach einen Wert von 150 Millionen Dollar hatte.

Die Fermi-Aktie begann kurz nach Bekanntwerden der schlechten Nachrichten zu fallen. In diesem Monat „trat“ CEO Neugebauer ohne öffentliche Ankündigung zurück und nahm Finanzvorstand Miles Everson mit. Der Aktienkurs fiel auf 5 Dollar.

In einem Kommentar gegenüber der Washington Post zum Niedergang des Hauses Fermi sagte der Energieexperte Jesse Jenkins von der Princeton University: „Die Vorstellung, dass ein paar politisch vernetzte Leute mit wenig Erfahrung ein vollständig vom Stromnetz unabhängiges Projekt im Wert von vielen Milliarden Dollar und vielen Gigawatt auf die Beine stellen könnten, ist ein ziemliches Glücksspiel.“

Schlussfolgerung

Sowohl bei NuScale Power als auch bei Fermi America sind übertriebene Erwartungen im Energiesektor und der Massenwahn offensichtlich. Blasen platzen.

Kennedy Maize is a Washington, D.C.-based journalist who has covered energy and environmental topics for more than 40 years.  This post originally appeared at The Quad Report (May 1, 2026). His previous posts can be viewed here.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/12/troubles-at-nuscale-power-fermi-america/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Schwierigkeiten bei NuScale Power und Fermi America erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Erneuerbare Energien werden so lange Subventionen benötigen, bis wir die Kohle abgeschafft haben – „Noch zehn Jahre“. sagt unsere Regierung

15. Mai 2026 um 09:00

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Von Jo Nova

Ganz oben auf dem magischen Zauberbaum benötigt die billigste Energieform noch mehr Subventionen. Immer weiter Geld rein damit…

Die australische Energiemarktkommission (AEMC) hat nun stillschweigend eingeräumt, dass sie die Hoffnung aufgegeben hat, dass Wind- und Solarenergie jemals günstiger als Kohle sein werden. Stattdessen sind erneuerbare Energien so wenig wettbewerbsfähig, dass sie weitere zehn Jahre Subventionen benötigen werden – oder so lange, bis das letzte Kohlekraftwerk abgeschaltet wird.

Es ist so aufschlussreich. Früher dachte man vielleicht (oder gab zumindest vor), Subventionen dienten dazu, die unzuverlässigen Generatoren über die Entwicklungshürde zu bringen, damit sie auf dem freien Markt konkurrenzfähig sein könnten. Doch nach 20 Jahren Subventionen gibt es keine neuen Skaleneffekte mehr, auf die man warten könnte. Wir haben den Tiefpunkt der Kosteneffizienzkurve erreicht und befinden uns nun wieder am anderen Ende. Die Kosten steigen, da neue Projekte in noch weiter entlegenere Gebiete verlegt werden müssen und auf den Bau unmöglicher Übertragungsleitungen warten müssen. Die Windräder wurden immer größer, bis es zu einer bösen Überraschung bei den Wartungsrechnungen kam , die die Siemens-Aktien an einem einzigen Tag um 36 % einbrechen ließen.

AEMC vertritt die Ansicht, dass man zu einem freien Markt zurückkehren werde, sobald die Kohlekraftwerke aufgrund massiver staatlicher Subventionen vom Netz gedrängt würden. Sie könnten genauso gut behaupten, dass Wind- und Solarenergie niemals so günstig sein werden wie Kohle.

Wie könnte der neue, unfreie Markt nach dem Kohlezeitalter überhaupt billiger sein als der alte?

Die australische Energiemarktkommission erklärt, dass es so lange Subventionen für grüne Energie geben wird, bis das Land aus der Kohle aussteigt.

Perry Williams, The Australian

Australiens offizieller Energiepolitikberater sagt, dass die staatlichen Subventionen für erneuerbare Energien wahrscheinlich so lange beibehalten werden, wie die Kohleverstromung in Betrieb bleibt, wodurch die Garantieprogramme für mindestens ein weiteres Jahrzehnt gesichert werden.

Es liegt nicht an den erneuerbaren Energien, sondern daran, dass wir einen „geordneten Übergang“ (zu einem erzwungenen, fixierten und unfreien Markt) benötigen:

Die australische Energiemarktkommission erklärte, dass Absicherungsmechanismen erforderlich seien, um einen geordneten Übergang zu grüner Energie zu gewährleisten, wenn die Kohleverstromung aus dem nationalen Stromnetz ausscheidet.

Entschuldigung, haben wir gesagt, die Subventionen würden enden? Wir meinten „vielleicht“.

„Werden wir diese Phase irgendwann überwinden, wenn die Regierungen keine neuen Kraftwerkskapazitäten mehr garantieren? Vielleicht, sobald wir den Kohleausstieg vollzogen und diese Übergangsphase abgeschlossen haben?“, sagte Tim Jordan, Kommissar der AEMC, am Dienstag auf der Citi Australia and New Zealand Investment Conference.

Das ganze Gerede von freien Märkten ist nur eine Illusion:

„Wir können dann zu einem stärker marktorientierten Ansatz zurückkehren, bei dem das zugrunde liegende Nachfragewachstum darüber entscheidet, ob neue Kapazitäten geschaffen werden.“

Herr Jordan sagte, Industrie und Regierung sollten darauf hinarbeiten, dass „Marktprinzipien wieder die Oberhand gewinnen“, sobald der Übergang von Kohle zu erneuerbaren Energien abgeschlossen sei.

Wie nennen wir einen freien Markt, wenn der billigste Konkurrent verboten ist?

Wenn die Subventionen für erneuerbare Energien erst dann enden, wenn die Kohleverstromung vollständig abgeschafft ist, sieht es eher so aus, als ob ihr Hauptziel nicht so sehr die Förderung erneuerbarer Energien, sondern vielmehr die Zerstörung der Kohle gewesen wäre…

https://joannenova.com.au/2025/10/renewables-will-need-subsidies-until-we-get-rid-of-coal-says-government-another-ten-years/

 

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Klimaernährung! Steigt auf Elektroautos um, um mehr Zink in Kichererbsen zu bringen und die Armen zu ernähren!

12. Mai 2026 um 15:00

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Von Jo Nova

Die heidnischen Medizinmänner sind in großer Zahl unterwegs —

Diesmal entzieht eine unsichtbare, unheimliche Kraft namens Kohlendioxid den Lebensmitteln Nährstoffe – zumindest formuliert es das Propagandateam der Washington Post so. Es sei ein „zunehmender“ Übeltäter, der bei Schwangeren Anämie verursache, die zu Komplikationen und „sogar zum Tod“ führen könne. Unglaublich! Gibt es denn gar kein Übel, das dieses Molekül nicht anrichten kann?

Das ist reine Klimapanik – Kohlendioxid lässt Pflanzen schneller wachsen und hat dadurch diesen „schrecklichen“ Effekt, dass die Pflanzen schneller an Masse zunehmen. Ohne zusätzlichen Dünger würden Mineralstoff- und Proteingehalt durch die zusätzlichen Kohlenhydrate leicht verdünnt. Und mit leicht meine ich kaum messbar – in den letzten 37 Jahren ist der Zinkgehalt in einer nicht näher genannten Menge Kichererbsen von 22 % der empfohlenen Tagesdosis auf nur noch 20 % gesunken!

Um es klarzustellen: Niemand in den Industrieländern isst Kichererbsen, um Eisen, Eiweiß und Zink aufzunehmen, wenn man stattdessen Steak essen kann. All diese Nährstoffe sind in Fleisch in deutlich höherer Konzentration enthalten und werden zudem besser vom Körper aufgenommen.

Dieser Artikel bewegt sich also größtenteils auf dem Niveau von Heuchelei. Die Autoren geben vor, sich um die Armen Afrikas zu kümmern, nutzen deren Leid aber aus, um Klimaschutzmaßnahmen zu propagieren. Es stimmt, dass die Ärmsten der Welt für ihre Grundversorgung auf kargen Reis und Kichererbsen angewiesen sind. Doch wenn wir ihnen wirklich helfen wollen, müssen wir sie aus der Armut befreien und ihnen ein Steak geben, anstatt das globale Klima, den Autoverkehr und die Stromerzeugung zu verändern, nur um mehr Zink in ihre Erbsen zu bekommen.

Rindfleisch enthält, bezogen auf das Gewicht, dreimal so viel Protein, viermal so viel Zink und doppelt so viel Eisen wie Kichererbsen. Die Mineralstoffe im Rindfleisch sind leichter verdaulich und es enthält außerdem die Vitamine B12, B6, Selen, B3, B5, A, E und D.

Zumindest kurzfristig wäre es ein Akt der Nächstenliebe, den Armen zu besserem Dünger und nährstoffreicheren Böden zu verhelfen. NPK-Dünger ist unerlässlich (und das ist eine Herausforderung), doch die Böden verlieren stetig an Eisen, Magnesium, Bor, Kalzium, Vanadium, Jod und zwanzig weiteren Spurenelementen.

Die unsichtbare Kraft, die Lebensmittel weniger nahrhaft macht

Von Naema Ahmed und Sarah Kaplan, The Washington Post

Kichererbsen und Reis sind nicht die einzigen Lebensmittel, deren Nährwert stetig abnimmt. Viele der wichtigsten Nutzpflanzen der Menschheit – darunter Weizen, Kartoffeln und Bohnen – enthalten heute weniger Vitamine und Mineralstoffe als noch vor einer Generation.

Der unsichtbare Übeltäter hinter diesem schädlichen Phänomen? Verschmutzung durch Kohlendioxid.

Die stark steigenden Kohlenstoffkonzentrationen in der Atmosphäre, hauptsächlich verursacht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, haben gravierende Veränderungen im Pflanzenwachstum zur Folge – von einem erhöhten Zuckergehalt bis hin zum Mangel an essenziellen Nährstoffen wie Zink. Experten befürchten, dass die Verschlechterung der globalen Nahrungsmittelversorgung eine Epidemie des versteckten Hungers auslösen wird , bei der selbst Menschen, die ausreichend Kalorien zu sich nehmen, nicht die Nährstoffe erhalten, die sie zum Gedeihen benötigen.

Weitere unheimliche Assoziationen:

Sie stellten fest, dass der Nährstoffgehalt aller Pflanzen seit Ende der 1980er Jahre, als die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre bei etwa 350 ppm lag, im Durchschnitt bereits um 3,2 Prozent gesunken ist.

Der Nährstoffrückgang der letzten 30 Jahre könnte genauso gut auf die Bodenauslaugung durch kontinuierlichen Anbau ohne Ersatz von Spurenelementen zurückzuführen sein. Können arme Bauern im Tschad Algenspray erhalten? Können sie sich Blut- und Knochenmehldünger leisten?

Letztendlich, so Myers, bestehe der beste Weg zum Schutz der menschlichen Gesundheit darin, dass die Menschen aufhören, so viel Kohlendioxid in die Atmosphäre freizusetzen, da dies nicht nur den Nährwert von Nutzpflanzen mindert, sondern auch zu zunehmenden Hitzewellen, stärkeren Überschwemmungen und längeren Dürreperioden führt, die die Nahrungsmittelproduktion weltweit beeinträchtigen.

Wie viele Windmühlen in Dubbo bräuchte man, um einen einzigen Fall von Anämie in Nigeria zu verhindern? Traurigerweise lautet die Antwort: unendlich viele – und noch viele weitere ARC-Subventionen.

Die selbsternannten Ernährungsexperten haben das alles schon einmal im Jahr 2014 gemacht . Damals ging es in der Angstkampagne darum, dass Reis etwas Eisen verliert, und meine Lösung, um diesen minimalen Rückgang auszugleichen, war, dass die Ärmsten der Welt eine Kichererbse mehr essen sollten.

LITERATURVERZEICHNIS

https://joannenova.com.au/2026/05/drive-evs-to-get-more-zinc-into-chickpeas-and-help-feed-the-poor/

 

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Ideologie ist wichtiger: „Die wirtschaftliche Unkenntnis der britischen Energiepolitik“

07. Mai 2026 um 15:23

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WUWT, Tilak Doshi

Als Ed Miliband letzte Woche bei der nationalen Wachstumsdebatte der Good Growth Foundation in Westminster ans Rednerpult trat, enttäuschte er sein Publikum nicht. Flankiert von dem Ökonomen, den er seit Langem verehrt, hielt Miliband eine Rede, die als Paradebeispiel für das dienen könnte, was ich andernorts als die „ wirtschaftliche Unkenntnis der britischen Energiepolitik “ bezeichnet habe.

Es wäre jedoch ein Fehler, dies als bloße Dummheit abzutun. Milibands scheinbarer Wahnsinn hat Methode – eine Methode, die er über Jahre in den abgeschotteten Hallen des „woken“ Oxford und der von den Fabianern inspirierten London School of Economics verfeinert hat und die nun durch die missionsbesessenen Theorien von Professorin Mariana Mazzucato vom University College London noch verstärkt wird.

[Die Gründung der London School of Economics and Political Science (LSE) im Jahr 1895 ist eng mit der sozialistischen Fabian Society verbunden. Die Fabian Society ist eine intellektuelle Bewegung, die sich für einen schrittweisen, reformorientierten Sozialismus einsetzt, der durch Forschung, Bildung und politische Einflussnahme erreicht werden soll. – Google]

In dieser Rede – die vom New Statesman erneut veröffentlicht wurde – erklärte Miliband: „Das Zeitalter der Versorgungssicherheit mit fossilen Brennstoffen ist vorbei, und das Zeitalter der Versorgungssicherheit mit sauberer Energie muss nun anbrechen.“ Er würdigte „die Patin der Missionen, Marianna Mazzucato, die sich uns angeschlossen hat“, für das intellektuelle Fundament der Initiative der Labour-Partei für saubere Energie.

Die Mission, die er in der Opposition und nun in der Regierung ins Leben gerufen hatte, bestehe, so Miliband, aus zwei Teilen: dem Übergang zu einem sauberen Stromsystem und der Elektrifizierung so vieler Bereiche wie möglich, während gleichzeitig die gesamte Wirtschaft dekarbonisiert werde. Geprägt von den „Lehren“ aus Russlands Invasion in der Ukraine und der jüngsten Krise um die Schließung der Straße von Hormus, beharrt Miliband darauf, dass Großbritannien seine Bemühungen um Klimaneutralität verstärken, Investitionen in Öl und Gas in der Nordsee hoch besteuern und alles elektrifizieren müsse, während gleichzeitig jegliche neue Exploration und Erschließung heimischer fossiler Ressourcen abgelehnt werde.

Schädliche politische Elite

Dies ist keine Unwissenheit aus Unerfahrenheit. Miliband ist seit fast zwei Jahrzehnten eine zentrale Figur der britischen – und der weltweiten – Klimabewegung. Als Klimaminister unter Gordon Brown trug er maßgeblich zur Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes von 2008 bei, der gesetzlichen Grundlage für Großbritanniens selbsternannte Torheit der „ internationalen Klimaführerschaft “. Seitdem war er Schattenminister für Energie und Klimawandel und ist seit Juli 2024 Minister für Energiesicherheit und Klimaneutralität der Regierung.

Seine Handschrift ist bei jeder wichtigen Eskalation unverkennbar: beim rechtsverbindlichen Ziel der Klimaneutralität bis 2050, beim Drängen auf „saubere, heimische“ erneuerbare Energien und bei der gezielten Drosselung der Nordseeproduktion durch Sonderabgaben und regulatorische Hürden. Miliband ist alles andere als ein Neuling, sondern ein erfahrener Stratege , der die Klimaideologie stets über den wirtschaftlichen Realismus gestellt hat. Die Wurzeln dieses Ansatzes liegen in seiner Ausbildung. Miliband studierte Philosophie, Politik und Wirtschaft (PPE) am Corpus Christi College in Oxford, bevor er einen Master in Wirtschaftswissenschaften an der LSE erwarb.

PPE, diese berüchtigte Oxford- und Cambridge-Absolventenschmiede für Generalisten und Politikexperten, steht seit Langem in der Kritik, weil sie zwar redegewandte Akteure hervorbringt, die zwar abstrakte Konzepte und Verfahren des öffentlichen Dienstes fließend debattieren können, aber oft wenig Verständnis für reale Abwägungen und Anreize haben. Der Abschluss gilt als „sicherer Weg an die Spitze“, da er regelmäßig zahlreiche britische Premierminister (darunter Cameron, Truss und Sunak), Kabinettsmitglieder und hohe Beamte hervorgebracht hat.

Fügt man noch das fabianisch-sozialistische Ethos der LSE hinzu – seit Langem eine Wiege der Zentralplanung und des staatlich gelenkten „Fortschritts“ –, hat man den perfekten Nährboden für gelehrte ökonomische Unwissenheit. Es handelt sich hierbei nicht um ein Versäumnis, Wirtschaftswissenschaften zu lernen; es ist vielmehr die aktive Aneignung einer eigentümlichen Strömung, in der die „Rettung des Planeten“ durch eine selbsternannte Expertenklasse vor der Apokalypse des „ globalen Überkochens “ jede banale Überlegung zu Verlässlichkeit oder Opportunitätskosten aussticht.

Hier kommt Mariana Mazzucato ins Spiel, die UCL-Professorin, deren 2021 erschienenes Buch „Mission Economy: A Moonshot Guide to Changing Capitalism“ zur Bibel von Starmers Fünf-Missionen-Programm der Labour-Partei geworden ist. Milibands Lobpreisung als „Mutter der Missionen“ war keine leere Floskel. Mazzucatos Rahmenwerk – ambitionierte staatliche „Missionen“ zur Gestaltung von Märkten, „Richtung“, „sektorübergreifende Zusammenarbeit“ und „öffentlicher Nutzen“ – wurde vollständig übernommen. Starmers Missionen zu Klimaneutralität, Gesundheit, Bildung und anderen Bereichen spiegeln ihren Aufruf an die Regierung wider, von der „Behebung von Marktversagen“ zur aktiven Schaffung von Märkten durch ambitionierte „Mondlandungs“-Projekte überzugehen.

Kritiker von Prof. Mazzucato, darunter Ökonomen wie Alberto Mingardi im City Journal und Michael D. Thomas in The Independent Review , bezeichnen ihre Arbeit als Beispiel für den „Nirvana-Trugschluss“: Sie vergleicht unvollkommene Märkte der realen Welt mit einem idealisierten, allwissenden Staat, der frei von Profit-Verbesserung, bürokratischer Vereinnahmung oder Koordinationsfehlern ist. Ihre Beweisführung ist selektiv – sie überbewertet die Rolle des Staates bei Innovationen wie dem Mobiltelefon, während sie staatliche Verschwendung, politisches Kurzfristdenken und das Wissensproblem, vor dem Friedrich Hayek in seiner Kritik an der „ fatalen Anmaßung “ der Zentralplanung warnte, herunterspielt .

Mazzucatos Jargon – „Missionen“, „Mondlandungen“, „kollektive Intelligenz“ – ist keine neutrale Rhetorik. Er bildet das sprachliche Gerüst einer Weltanschauung, in der Experten in Weißbüchern und Regierungsinstituten es besser wissen als Preissignale, Verbraucherentscheidungen oder unternehmerische Entdeckungen. Miliband und Starmer zitieren sie nicht als Ökonomin mit überprüfbaren Hypothesen, sondern als Meinungsbildnerin, deren Narrativ dem Zeitgeist der Klimadebatte entspricht.

Seit 2023 ist Prof. Mazzucato eine wichtige technische Beraterin der barbadischen Premierministerin Mia Mottley und hat gemeinsam mit ihr zwei bedeutende Berichte zur inklusiven und nachhaltigen Entwicklung von Barbados verfasst. Ein zentraler Bestandteil der Regierungsarbeit ist die Bridgetown-Initiative , die Mottley 2022 ins Leben rief und zu deren Gründungsmitglied Mazzucato eingeladen wurde. Die Initiative fordert die Vereinten Nationen auf, klimaanfälligen kleinen Inselentwicklungsländern (SIDS), die angeblich existenziell durch den Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind, einen besseren Zugang zu Schadensfinanzierung und Klimafinanzierungsmechanismen zu gewähren.

Das Klimanarrativ steht über allem

Die Wirtschaftswissenschaft befasst sich mit der Bewertung von Alternativen unter Berücksichtigung von Knappheit, also Opportunitätskosten, und den Abwägungen zwischen verschiedenen politischen Entscheidungen der Regierung. Wird der Klimawandel zu einer existenziellen Notwendigkeit erhoben, verschwinden Abwägungen per Dekret. Es zählt nur noch eine Chance („Dekarbonisierung“) und nur noch ein Kostenfaktor („Dekarbonisierung“). Zulässig sind ausschließlich Maßnahmen, die die Dekarbonisierung beschleunigen, ungeachtet der Kosten für Haushalte, Arbeitsplätze oder Wirtschaftswachstum. Nirgendwo wird dies deutlicher als in der britischen Energiepolitik. Miliband beharrt darauf, dass erneuerbare Energien „einheimisch“, „sauber“ und obendrein „billiger“ seien und Großbritannien so vor den schwankenden globalen Preisen für fossile Brennstoffe schützten.

Doch keine dieser Behauptungen hält einer genauen Prüfung stand. Solar- und Windkraftkomponenten werden überwiegend in China gefertigt, dessen Kohlekraftwerke die gesamte globale Lieferkette – vom Abbau seltener Erden bis zur Polysiliziumraffination – stützen. Die Vision einer „Supermacht für saubere Energie“ basiert auf Pekings zuverlässiger Produktion unter Einsatz „schmutziger“ Energie. Großbritannien verfolgt verschiedene Initiativen zur Rückverlagerung der Produktion ins Inland, um eine „Renaissance der Fertigung“ im Bereich sauberer Energien herbeizuführen. Die meisten davon sind, gelinde gesagt, realitätsfern (erinnern wir uns an Boris Johnsons Prahlerei, Großbritannien zum „Saudi-Arabien der Windenergie“ zu machen?). Es gibt keine großen britischen Originalgerätehersteller (OEMs). Turbinen werden nach wie vor von ausländischen Unternehmen (Vestas, Siemens Gamesa, GE Vernova) entwickelt und größtenteils geliefert. Eine von Grund auf neu entwickelte „britische Windkraftanlage“ würde enorme Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen, Kapital und einen Umfang erfordern, der derzeit nicht vorhanden ist.

Bei jeder umfassenden Analyse der Herstellung erneuerbarer Energien zeigt sich, dass der Abbau und die Raffination von Mineralien und Seltenen Erden, die für die Produktion von Komponenten in Solar-, Wind- und Batterietechnologien benötigt werden, alles andere als sauber sind. Der Mythos der „billigen“ erneuerbaren Energien wurde unzählige Male widerlegt, obwohl endlose Debatten über Systemkosten und die Unzuverlässigkeit der Verfügbarkeit in der energiepolitischen Literatur immer wieder geführt werden. Die eigentliche Herausforderung für alle Länder, die sich der Klimaneutralität verschrieben haben, besteht jedoch darin, wie lange staatliche Subventionen für erneuerbare Energien einerseits und hohe Steuern auf fossile Brennstoffe andererseits durchgehalten werden können, bevor die Wähler gegen die hohen Energiekosten protestieren und bevor die Finanzexperten die Kreditwürdigkeit des Landes auf den internationalen Kreditmärkten unter Beweis stellen.

Unterdessen haben hohe Steuern auf Investitionen in der Nordsee den Niedergang eines Sektors beschleunigt, der Großbritannien nach wie vor Energiesicherheit und Steuereinnahmen sichert. IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol – der sich zuvor in öffentlichen Treffen mit US-Energieminister Chris Wright hinsichtlich seiner ablehnenden Haltung gegenüber fossilen Brennstoffen reumütig geäußert hatte – schließt sich erneut Milibands Meinung an. Da keine neuen Öl- und Gasinvestitionen nötig seien, weil die Nachfrage sinken und Investitionen ungenutzt bleiben würden, rät Birol Großbritannien, trotz des Drucks auf einen Großteil seiner potenziellen Nordsee-Expansion zu verzichten.

In Anbetracht der Energiekrise, die durch den russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 ausgelöst wurde, und nun angesichts der Hormuz-Krise, äußerte sich Fatih in einem Exklusivinterview mit dem Guardian wie folgt:

„Erneuerbare Energien und Kernenergie werden einen deutlichen Aufschwung erleben, und der Trend hin zu einer stärker elektrifizierten Zukunft wird sich fortsetzen… Und das wird die Hauptmärkte für Öl beeinträchtigen… Das Kind ist in den Brunnen gefallen, der Schaden ist angerichtet – es wird sehr schwierig sein, die Scherben wieder zusammenzusetzen. Dies wird die globalen Energiemärkte auf Jahre hinaus nachhaltig prägen.“

Was Netto-Null für Großbritannien bedeutet

Das kumulierte BIP-Wachstum Großbritanniens seit 2008 hinkt dem der USA und sogar einem Großteil der EU hinterher, wie Jon Moynihan in seinem zweibändigen Werk „ Return to Growth: How to Fix the Economy“ detailliert darlegt. Während die USA dank der Schiefergasrevolution und marktorientierter Innovationen einen Boom erlebten, litt Großbritannien unter Deindustrialisierung, Energiearmut und politisch bedingter Stagnation .

Massive staatliche Investitionen in Forschung und Entwicklung grüner Innovationen – ganz im Sinne von Prof. Mazzucatos Forderung nach „Mondlandungsmissionen“ – erweisen sich bei wirtschaftlicher Prüfung als unzureichend. Milibands Investition von 22 Milliarden Pfund in die CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS) – eine unerprobte und extrem teure Technologie – verdeutlicht diese Selbstüberschätzung. Genau diese Industriepolitik propagiert Mazzucato: Der Staat wählt die „Gewinner“ aus, während er die Risiken sozialisiert und die Gewinne an Günstlinge privatisiert.

Private Unternehmen wie Google und SpaceX sind oft dort führend, wo der Staat hinterherhinkt. Staatliche Forschungs- und Entwicklungssubventionen begünstigen Vetternwirtschaft – Unternehmen können leichter Subventionen ergattern, als sich im Wettbewerb zu behaupten. Bürokratische Gremien können das breit gefächerte Wissen realer Märkte nicht abbilden. Die Kernfusion beispielsweise bleibt immer noch „ 50 Jahre entfernt “, und die Geschichte ist voll von gescheiterten Projekten staatlich gelenkter Innovationen. Milibands Ansatz spiegelt die Arroganz dieses Planers in Reinkultur wider.

Lenins nützliche Idioten

Das eigentliche Problem ist emotionaler, nicht intellektueller Natur. Wie ein treffender Beitrag auf X feststellt, leidet Ed Miliband unter einem „Retterkomplex“. Berater mit wirtschaftlichen Kenntnissen werden ignoriert, weil die Mission messianisch anmutet: Großbritannien muss weltweit eine Führungsrolle im Klimaschutz übernehmen, koste es, was es wolle. Diese anerzogene Ignoranz ist in den progressiven Regierungen der angelsächsischen Welt weit verbreitet – von Ottawa über Canberra bis Brüssel. Sie halten unbeirrt am Netto-Null-Dogma fest, während die Energiepreise explodieren, Industrien abwandern und die Wähler an der Wahlurne rebellieren.

Mazzucatos Ideen bieten die perfekte intellektuelle Tarnung. Ihre Visionen versprechen einen zielgerichteten Kapitalismus ohne die unschönen Realitäten von Fehlanreizen, bürokratischem Versagen oder unbeabsichtigten politischen Folgen. Sie stellen das „Gemeinwohl“ über Gewinn und Verlust und ermöglichen es Politikern, sich als Visionäre zu inszenieren, während sie gleichzeitig bürokratische Macht und Unternehmenssubventionen festigen. Damit dienen sie einer größeren Agenda: dem Klimaschutz als trojanisches Pferd für eine Ausweitung der staatlichen Kontrolle über die Wirtschaft.

Lenin bezeichnete die westlichen Intellektuellen, die mit den Bolschewiki sympathisierten, bekanntlich als „nützliche Idioten“ – naive Mitläufer, die der revolutionären Gewalt Glaubwürdigkeit verliehen. Die Grünen scheinen nun ihre eigenen Kader nach dem Vorbild Mazzucatos gefunden zu haben: hochqualifizierte, sprachlich versierte Ökonomen, deren gelehrte Unwissenheit einer Politik intellektuelle Legitimität verleiht, die die Arbeiterklasse verarmt, das Wachstum hemmt und Günstlinge bereichert.

Man könnte sie Mazzucatos Idioten nennen. Sie sind für die Netto-Null-Agenda unverzichtbar, gerade weil sie ideologischen Eifer in die Sprache wirtschaftlicher Raffinesse kleiden. Großbritannien verdient Besseres. Solange die politischen Entscheidungsträger nicht die Demut der klassischen politischen Ökonomie wiederentdecken – die Abwägungen, die Grenzen staatlichen Wissens und Handelns sowie die überlegene Informationsverarbeitungskapazität wettbewerbsorientierter Märkte anerkennen –, wird Milibands vermeintlicher Wahnsinn weiterhin zu höheren Rechnungen, geringerem Wachstum und Energieunsicherheit führen, die als Klimaschutz und moralischer Triumph verkleidet sind.

Die Mission besteht, wie sich herausstellt, nicht darin, den Planeten zu retten. Sie besteht darin, den Kapitalismus nach dem Vorbild des Verwaltungsstaates umzugestalten. Und die Rechnung wird, wie immer, von den einfachen Briten bezahlt werden.

Eine Version dieses Artikels wurde zuerst im Daily Sceptic veröffentlicht: https://dailysceptic.org/2026/04/29/milibands-favourite-economist-doesnt-understand-how-markets-work/

Dr. Tilak K. Doshi ist Energieredakteur des Daily Sceptic . Er ist Wirtschaftswissenschaftler, Mitglied der CO₂- Koalition und war (bisher abgesetzter) Autor für Forbes . Folgen Sie ihm auf Substack und X.

https://wattsupwiththat.com/2026/05/01/from-tilaks-substack/

 

Der Beitrag Ideologie ist wichtiger: „Die wirtschaftliche Unkenntnis der britischen Energiepolitik“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Der Run auf die Energieerzeugung aus der Atomkernfusion

06. Mai 2026 um 16:00

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Aufmacherbild: Es sind drei Protonen und vier Neutronen erkennbar und drei Elektronen. Damit ist das hier das Element Lithium 7Li. (Ob hinten ein viertes Proton nicht sichtbar ist, sei dahingestellt).

Andreas Demmig

Viele Regierungen setzen nun auf intensivere Förderung der Entwicklungen zur Fusionstechnik. Man erhofft sich eine sehr große Energiequelle, ohne störende Rest-Abfälle => Atommüll.

Mit meiner Zusammenstellung möchte ich in möglichst einfacher Weise, unseren Lesern ohne ausgeprägte Physik-Kenntnisse, den Einstieg erleichtern. Mir ist bewusst, dass die heutigen Erkenntnisse, vor allem in der Quantenphysik bislang ungeahnte und sehr verwirrende Verhaltensweisen und Eigenschaften unserer Welt im kleinsten, auf denen doch alles aufbaut, eröffnet. Auch wenn das Bohrsche Atommodell inzwischen überholt ist, als Anschauung und Einstieg ist es jedoch noch immer hilfreich.

Wenn ich Ihr Interesse geweckt habe, nehmen Sie diesen Beitrag daher bitte als Anstoß, selbst weiter zu suchen.

Atom – Elemente

Die Welt besteht aus Atomen. Ein Atom besitzt einen Kern, der aus mindestens einem positiven geladenen Teilchen besteht, dem Proton und ein dazugehöriges negativ geladenes Elektron, das den Kern auf einer festgelegten Bahn umkreist. Damit ist das Atom elektrisch neutral (nach Außen). https://de.wikipedia.org/wiki/Atom

Im Kern kann / bzw. muss es noch Neutronen geben, das sind Teilchen wie die Protonen, sie haben jedoch ein Elektron „dabei“, damit sind sie im Kern elektrisch neutral. Diese Neutronen stabilisieren den Atomkern. Je mehr Protonen es gibt, um so mehr Neutronen müssen im Kern vorhanden sein, damit das Atom stabil bleiben kann, manchmal sind sogar mehr Neutronen notwendig, als Protonen vorhanden sind, damit der Kern stabil bleibt.

Elemente:

Um was für ein Element es sich handelt, ist durch die Anzahl der Potronen im Kern gekennzeichnet

  • Ein Element mit einem Proton (Kern) ist der Wasserstoff, mit ca. 75% das häufigste Element im Universum, das Formelzeichen ist H (hier genutzt, um nicht immer so lange Wörter schreiben und lesen zu müssen)
  • Ein Element mit zwei Protonen ist Helium, Formelzeichen He

Die Bausteine des Kerns, Protonen und Neutronen werden als Nukleonen bezeichnet.

Nun wissen Sie, dass es Atome mit mehreren Protonen gibt. Da überrascht es Sie nicht mehr, dass zum Zusammenhalten der ganzen Protonen im Kern – gleichnamige Ladung stößt sich ab, auch noch weitere neutralisierende Teilchen dabei sein müssen – Neutronen, fachlich korrekt als elektrisch neutrales Baryon oder als Nukleon bezeichnet, damit das nicht sofort auseinanderstrebt.

Fusion:

Werden zwei Wasserstoffatom-Kerne zusammengebracht -so dicht, dass sie Fusionieren, ergibt sich ein Heliumatom. Dafür wird weniger Bindungsenergie benötigt als für ein H-Atom plus noch ein H-Atom. Diese „überflüssige Bindungsenergie wird abgegeben – das ist die Energie, die unsere Sonne in Mengen abgibt.

In der nachfolgenden Grafik unten, erkennen Sie, dass zwischen ³He und 4He ein größerer Sprung in der Bindungsenergie vorhanden ist. Fusionieren / verschmelzen wir diese zu Helium, bleibt besonders viel Bindungsenergie übrig. Daher konzentrieren sich die Forscher besonders auf die Fusion dieser Isotope.

Hier die Beschreibung des US-Energieministeriums

Alle Wasserstoffisotope enthalten nur ein Proton im Atomkern, die Anzahl der Neutronen variiert jedoch.

Image courtesy of General Atomics

Alle Wasserstoffisotope enthalten nur ein Proton im Atomkern, die Anzahl der Neutronen variiert jedoch. – Sind es mehr Protonen, wäre es nicht mehr Wasserstoff

Wasserstoffatome gibt es in vier bekannten Varianten – Nukleonen, nur ein Proton 1H, mit einem Neutron 2H Deuterium, mit zwei Neutronen 3H Tritium. Grundsätzlich gibt es auch ein Wasserstoffatom mit drei Neutronen, einfach Wasserstoff-4 (Symbol: 4H).

Deuterium und Tritium sind vielversprechende Brennstoffe für die Energieerzeugung in zukünftigen Fusionskraftwerken. Fusionsenergie treibt die Sonne und andere Sterne durch Kernfusion an. Deuterium und Tritium sind  Isotope  des Wasserstoffs, dem häufigsten Element im Universum. Während alle Wasserstoffisotope ein Proton besitzen , hat Deuterium zusätzlich ein Neutron und Tritium zwei. Daher ist ihre Ionenmasse höher als die von Protium, dem neutronenlosen Wasserstoffisotop. Bei der Fusion von Deuterium und Tritium entsteht ein Heliumatom mit zwei  Protonen, zwei  Neutronen und einem energiereichen Neutron. Diese energiereichen Neutronen könnten die Grundlage für die Energieerzeugung in zukünftigen Fusionskraftwerken bilden.

… Die meisten Elemente fusionieren jedoch nur im Inneren eines Sterns. Um   in experimentellen Fusionskraftwerken wie  Tokamaks und Stellaratoren brennende Plasmen zu erzeugen, suchen Wissenschaftler nach einem Brennstoff, der verfügbar und relativ einfach herzustellen und zu lagern ist. Eine vielversprechende Option ist Deuterium-Tritium-Brennstoff. Dieser Brennstoff erreicht die Fusionsbedingungen bei niedrigeren Temperaturen als andere Elemente und setzt mehr Energie frei als andere Fusionsreaktionen. …

Deuterium ist weit verbreitet: Etwa eines von 6.500 Wasserstoffatomen im Meerwasser liegt als Deuterium vor. Das bedeutet, dass unsere Ozeane viele Tonnen dieses Wasserstoffisotops enthalten. Die Fusionsenergie, die bei nur einem Gramm Deuterium-Tritium-Brennstoff freigesetzt wird, entspricht der Energie von etwa 2.400 Gallonen Öl.

Tritium ist selten. Es ist ein radioaktives  Isotop, das mit einer Halbwertszeit von 12 Jahren relativ schnell zerfällt. In der Natur kommt es nur selten vor und steht für den Einsatz in potenziellen Kernkraftwerken nicht unmittelbar zur Verfügung. Es gibt jedoch ein Verfahren zur Tritiumerzeugung. Beispielsweise  kann Tritium durch Kernspaltung  mit niedriger Energie erzeugt werden, indem das häufigere Element Lithium energiereichen Neutronen ausgesetzt wird. Wissenschaftler forschen intensiv an der Tritiumerzeugung – einem Prozess namens Tritiumbrut – als Teil eines Subsystems von Fusionskraftwerken. Ziel ist es, die benötigte Menge zu produzieren, um zukünftige Kernkraftwerke tritiumunabhängig zu machen. Tritiumbrutsysteme benötigen angereichertes Lithium, insbesondere das Isotop Lithium-6 (mit drei Protonen und drei Neutronen). Da Lithium-6 deutlich seltener ist als andere Lithiumisotope, forschen Wissenschaftler intensiv an der Lithiumisotopentrennung mit Schwerpunkt auf skalierbaren und umweltfreundlichen Methoden.

https://www.energy.gov/science/doe-explainsdeuterium-tritium-fusion-fuel

Ein Beitrag einer deutschen Webseite

Das Problem des Tritiums – Gibt es genug Brennstoff für Fusionsreaktoren?

    1. Juli 2021

Schon seit Jahrzehnten wird die Kernfusion vollmundig als Energie der Zukunft beworben, als Lösung aller Energie- und Klimaprobleme. Doch der Weg dorthin ist aufwendig und zäh – und das Ganze ist nicht unumstritten – im Gegenteil. Auch in der Wissenschaft gibt es einige Stimmen, die die Stromerzeugung durch Fusionsreaktoren wie die geplanten ITER-Nachfolger für einen teuren Irrweg halten. Einer der Gründe: Obwohl die Kernfusion schon seit Jahrzehnten erforscht wird, sind einige Probleme auch bei ITER nicht vollends gelöst.

https://www.scinexx.de/dossierartikel/das-problem-des-tritiums/

Folgende Grafik ist wesentlich zum VerständnisDatei:Atomkernbindungsenergien pro Nukleon Hippler 2016.png

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Atomkernbindungsenergien_pro_Nukleon_Hippler_2016.png

Die kleine Grafik vergrößert den Anfangsbereich. Die Abstände zwischen den Nukleonen (Kernbausteinen) zeigt die bei einer Fusion „nicht benötigte, abgebbare“ Bindungsenergie. Diese abgegebene Strahlung wird als Wärme abgegeben.

Weiteres zur Bindungsenergie finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Bindungsenergie

Mögliche Fusionsenergie

Nun wissen Sie im Groben, wie Kernfusion funktionieren soll. Es müssen genügend Wasserstoffatome als „Brennstoff“ vorhanden sein, vorzugsweise als Wasserstoff-2, Deuterium, da hier mehr Bindungsenergie übrigbleibt. Davon gibt es auf der Erde aber nur wenig, bis sehr wenig und kann / muss unter hohem Energieeinsatz hergestellt werden.

Dann müssen diese Wasserstoffelemente sehr dicht „zusammengepresst“ werden, damit sich die Kerne berühren und fusionieren. Das wird sehr heiß, in diesem Fall ist Wärme und Hitze die Bezeichnung für Energie. Der Brennstoff muss gleichmäßig weiter zugeführt werden, damit der Prozess erhalten bleibt.

In unserer Sonne

gibt es unzählige Heliumkerne, welche durch die eigene Gravitation zusammengehalten, gar zusammengepresst werden. Da gibt es das Problem der Abschirmung nicht und der Brennstoff ist gleichmäßig drumherum vorhanden.

Aber: Der Wasserstoff in der Sonne wird nicht sofort auf einmal fusioniert, weil die Kernfusion ein äußerst langsamer Prozess ist, der von extrem niedrigen Wahrscheinlichkeiten und physikalischen Barrieren abhängt, trotz der hohen Temperaturen und Drücke im Kern. Die Sonne ist keine Bombe, sondern ein stabiler Reaktor.

Pro Sekunde fusionieren in ihrem Inneren rund 600 Millionen Tonnen Wasserstoff zu 596 Millionen Tonnen Helium. Das geht schon seit rund 4,6 Milliarden Jahren so. Dieser Massenunterschied von 4 Millionen Tonnen pro Sekunde sorgt dafür, dass unsere Sonne scheint, denn er wird als Energie freigesetzt. Die Kernfusion ist der Grund, warum alle Sterne scheinen. Somit ist die Kernfusion die ultimative Energiequelle in unserem Sonnensystem, die das Leben auf der Erde überhaupt erst ermöglicht. Keine Sorge: Obwohl die Sonne jeden Moment an Masse verliert, ist noch genügend „Brennstoff“ für ein paar Milliarden Jahre übrig.

https://www.ardalpha.de/wissen/umwelt/nachhaltigkeit/kernfusion-fusion-sonne-energie-kraftwerk-102.html

Kernspaltung – zur Abrundung

Fusionsenergie („abgebbare“ Bindungsenergie) gibt es bis zum Element Eisen, wenn auch mit abnehmbarer Energie. Elemente oberhalb von Eisen werden / wurden nur durch sehr starke Energieausbrüche, in der Natur durch explodierende Supernova gebildet (zusammengebacken). Uran-236 ist in der Grafik eingezeichnet. Diese und noch schwerere Kerne halten nicht mehr so gut zusammen, sie sind instabil und spalten sich – Kernspaltung. Diese Spaltung xxxx  (Korrektur H. Gregor) genannt, passiert je nach Element über kurz oder lang. Je kürzer die Halbwertszeit, umso aktiver – radioaktiver ist das Element und umgekehrt! Je nach Anzahl der „zusammenbleibenden Nukleonen“ bleiben nach einer Kernspaltung zwei unterschiedliche Atome -> Elemente übrig. Das spalten geht nun solange, bis ein stabiler Kern übriggeblieben ist (Das passiert in unseren Kernrektoren).

Die Halbwertszeit ist die Zeitspanne, in der sich die Menge radioaktiver Atomkerne (Isotope) durch Zerfall halbiert. Diese Zeit variiert stark, von Sekundenbruchteilen bis zu Milliarden Jahren, und bleibt für ein spezifisches Isotop stets konstant. Sie ermöglicht die Altersbestimmung (z.B. C-14) und beschreibt die Strahlungsdauer.

Beispiele für Halbwertszeiten von Elementen/Isotopen:

  • Uran-238: 4,468 Milliarden Jahre
  • Thorium-232: 14,05 Milliarden Jahre
  • Plutonium-239: 24.110 Jahre
  • Cäsium-137: 30 Jahre
  • Iod-131: 8 Tage

Nebenhinweis: Daraus leitet sich ab, unsere Erde und unser Sonnensystem ist die dritte Generation der Sternentstehung.

Die erste Generation schuf durch Fusionieren Elemente aus Wasserstoff bis zum Eisen, Dann verging die erste Sonne am Ende ihrer Lebensdauer in einer Supernova, dabei wurden schwere Elemente als Eisen – bis Plutonium gebildet.

Dann begann der Zyklus von neuem, Es gibt immer noch genügend Wasserstoff für die Bildung einer Sonne. Auf unserer Erde finden wir Elemente bis zum Plutonium, in unterschiedlicher Menge, das heißt, es gab bereits zwei Sonnen vor uns.

Das Periodensystem der Elemente (PSE)

ist eine Tabelle mit 118 chemischen Elementen, geordnet nach steigender Ordnungszahl (Anzahl der Protonen), die ihre chemischen Eigenschaften widerspiegelt und sie in Perioden (Zeilen) und Gruppen (Spalten) einteilt, um ähnliche Merkmale wie Valenzelektronen und Elektronenschalen zu zeigen, was Vorhersagen über ihr Verhalten ermöglicht, wie z. B. Wasserstoff (H) auf Platz 1, Sauerstoff (O) auf Platz 8, Eisen (Fe) mit dem Symbol Fe und dem lateinischen Namen ferrum https://de.wikipedia.org/wiki/Periodensystem

File:Periodensystem Einfach.svg

Von Antonsusi – Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=82871392

Aufbau und Organisation

  • Ordnungszahl (OZ): Bestimmt die Position, gibt Protonenanzahl an; steigt von links nach rechts.
  • Perioden (Zeilen): Zeigen die Anzahl der Elektronenschalen an (z. B. Periode 3 hat 3 Schalen).
  • Gruppen (Spalten): Elemente in derselben Hauptgruppe haben ähnliche Valenzelektronen (äußere Elektronen), was zu ähnlichen chemischen Eigenschaften führt (z. B. Hauptgruppe II: Magnesium, Calcium).

Beispiele für Elemente

  • Wasserstoff (H): OZ 1, erstes Element.
  • Helium (He): OZ 2, Edelgas.
  • Kohlenstoff (C): OZ 6, wichtig für das Leben.
  • Sauerstoff (O): OZ 8, wichtig für Leben.
  • Eisen (Fe): OZ 26, Symbol von ferrum.
  • Gold (Au): OZ 79, Symbol von aurum.

Entdeckung und Vorkommen

  • Insgesamt 118 Elemente bekannt.
  • Elemente 1–94 kommen natürlich vor (mit wenigen Ausnahmen).
  • Elemente 95–118 wurden künstlich erzeugt.

Literaturhinweis:

Ich habe das nachfolgende Buch und kann es privat sehr empfehlen (m.e. Grundlagensemester der Astrophysik)

Das Dunkle Universum: Der Wettstreit Dunkler Materie und Dunkler Energie: Ist das Universum zum Sterben geboren? Gebundene Ausgabe – 12. Mai 2017

von Adalbert W. A. Pauldrach (Autor)

https://www.amazon.de/Das-Dunkle-Universum-Wettstreit-Dunkler/dp/3662529157

 

Der Beitrag Der Run auf die Energieerzeugung aus der Atomkernfusion erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Kleine Kernkraftwerke auf dem Vormarsch

01. Mai 2026 um 07:00

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Kelvin Kemm

Seit etwa einem Jahr erfreut sich die Idee der Kernenergie wieder zunehmender Beliebtheit. Leider haben die Anti-Kernkraft-Aktivisten in den letzten Jahrzehnten in der breiten Öffentlichkeit eine solche Angst vor der Kernenergie geschürt, dass viele Menschen heute eine völlig falsche und verzerrte Vorstellung von der Kernenergie haben.

Die Kernenergie ist die Zukunft; daran besteht kein Zweifel. Man kann problemlos genug angereichertes Uran im Auto mitführen, um einen ganzen Vorort ein halbes Jahrhundert lang mit Strom zu versorgen. Mit Kohle, Gas oder Öl ist das sicherlich nicht möglich.

Man sollte also dankbar sein, dass die Zukunft der Kernenergie nun wie eine aufgehende Sonne strahlt, welche die dichte Wolkendecke durchbricht. Aber wir müssen noch einen Großteil dieser die Wahrheit verdeckenden Wolkendecke auflösen.

So sehr sich die Wissenschaft und Technik von Solarzellen und Windkraftanlagen in den letzten Jahren zweifellos weiterentwickelt haben, so hat sich auch die Technologie von Kernreaktoren weiterentwickelt. Ein moderner Kernreaktor ist sehr weit fortgeschritten, im Vergleich zu den beängstigenden Bildern, die in der öffentlichen Wahrnehmung von Tschernobyl oder Fukushima entstehen.

Wir stellen jedoch auch fest, dass die Philosophie der Kernenergie das Konzept der Stromerzeugung verändert. Ein Kohlekraftwerk muss aus wirtschaftlichen Gründen in der Nähe der Kohlevorkommen errichtet werden. Bei Öl und Gas müssen lange Pipelines gebaut werden, um die Brennstoffe von den Anlieferungsorten zu den Verbrauchsorten zu transportieren. Im Gegensatz dazu kann der gesamte Jahresbedarf an Kernbrennstoff für ein großes Kernkraftwerk mit einem einzigen Lkw in einer einzigen Lieferung angeliefert werden. Prinzipiell kann man ein Kernkraftwerk also überall errichten, wo man möchte. Es muss nicht in der Nähe der Brennstoffquelle liegen. Im Allgemeinen gab es jedoch eine wesentliche Einschränkung für neue große Kernkraftwerke, nämlich das Wasser für die Kühlung. Große Kernkraftwerke wurden daher meist an der Küste oder an den Ufern sehr großer Seen gebaut.

Als Faustregel gilt: Eine Fabrik zur Herstellung von Bohnenkonserven, Zuckersäcken oder Milchkartons wird so groß gebaut, wie es wirtschaftlich möglich ist, da die Rentabilität mit den Skaleneffekten steigt. Die Kernenergie folgte bislang demselben Prinzip. Doch nun hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass bei der Stromerzeugung größere Kraftwerke nicht immer besser sind. Dies liegt vor allem an dem sehr geringen Brennstoffbedarf. Die Philosophie der Stromerzeugung wandelt sich, sodass Planer nun viele kleinere Kernkraftwerke dort errichten können, wo sich die Verbraucher befinden. Dieser Ansatz minimiert den Bedarf an langen, teuren Stromübertragungsleitungen. Solche kleinen Kernkraftwerke werden nun als kleine modulare Reaktoren bezeichnet. Darüber hinaus werden einige von ihnen so konzipiert, dass sie mit Heliumgas statt mit Wasser gekühlt werden. Bei einem gasgekühlten Reaktor löst sich die Einschränkung durch die Wasserverfügbarkeit also wie Morgennebel in Luft auf.

Ein moderner Großreaktor hat in der Regel eine Leistung von etwa 1200 MW oder mehr.

Ein SMR ist definiert als Reaktor mit einer Leistung von weniger als 300 MW, wobei einige nur 10 oder 20 MW leisten. Man kann sich also vorstellen, dass eine Fabrik, ein Bergwerk oder eine Stadt einen eigenen Kernreaktor besitzt. Tatsächlich kann eine solche Anlage sogar über ein eigenes Stromnetz verfügen, das nicht an das nationale Netz angeschlossen ist, und nur einen Durchmesser von etwa sechs Kilometern haben … oder weniger.

Das Wort „modular“ im Namen deutet auf das Ziel hin, den größten Teil des Kernreaktors in Innenräumen zu bauen, so wie Autos am Fließband hergestellt werden. Anschließend transportiert man den SMR lediglich in leicht transportierbaren Baugruppen zum Standort, wo diese im Wesentlichen miteinander verschraubt werden, wodurch viele schwierige Prozesse wie das Schneiden und Schweißen im Freien vor Ort entfallen.

Dieser modulare Ansatz lässt also den naheliegenden Schluss zu, dass SMR-Systeme kostengünstig zu bauen sind und ihre Kosten sinken werden, sobald sich ihre Vielseitigkeit durchsetzt.

SMRs können sich im Besitz privater Unternehmen an den jeweiligen Verbrauchsorten befinden. Es liegt auf der Hand, dass man davon ausgehen kann, dass sie sich im ganzen Land verbreiten werden; daher wäre es logisch zu fragen: „Wie werden wir sie aus technischer und rechtlicher Sicht kontrollieren?“ Parallel dazu erleben wir einen explosionsartigen Anstieg der Internetnutzung, verbunden mit den unglaublichen Perspektiven der künstlichen Intelligenz, die heute allgemein einfach als KI bezeichnet wird. Also verbinden wir eine Reihe von SMRs über das Internet miteinander und mit einer Überwachungsstation. Die Reaktoren können sich in verschiedenen Bundesstaaten oder sogar in verschiedenen Ländern befinden. In den Überwachungsstationen würden Techniker Druck, Temperaturen, Durchflussraten und vieles mehr überwachen. Jede noch so kleine Abweichung in einem Reaktor würde einen Alarm in der Überwachungsstation auslösen. Die Betreiber würden dann verschiedene Maßnahmen einleiten. Die Station würde auch die Bestände an Ersatzteilen und deren Standorte überwachen, sodass nicht jeder Reaktor einen eigenen Vorrat vorhalten muss.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass einige SMR-Systeme bei hohen Temperaturen im Bereich von mehreren hundert Grad betrieben werden, was eine weitere interessante Möglichkeit eröffnet. Die Wärme kann direkt genutzt werden, ohne dass Strom erzeugt werden muss. Befindet sich der Reaktor in einer chemischen Verarbeitungsanlage, kann die Wärme einfach in Form von Heißdampf direkt in die Anlage eingespeist werden.

Zweifellos sieht die Zukunft in der Welt der Kernenergie heute anders aus als früher.

Link: https://www.cfact.org/2026/04/25/small-nuclear-is-advancing-rapidly/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Kleine Kernkraftwerke auf dem Vormarsch erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Jetzt anmelden: 17. Internationale Klima- und Energiekonferenz, IKEK-17, in Halle an der Saale

29. April 2026 um 00:36

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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Unterstützer, Freunde und Interessierte,

wir freuen uns, Sie herzlich zur 17. Internationalen Klima- und Energiekonferenz (IKEK-17) einzuladen, die am 26. und 27. Juni 2026 in den Räumlichkeiten der HALLE MESSE GmbH in Halle (Saale) stattfindet.

Die Konferenz bringt erneut hochkarätige internationale Wissenschaftler und Experten zusammen. Zu den Referenten zählen unter anderem:

  • John Clauser, University of California, Berkeley, Nobelpreisträger Physik 2022

  • Henrik Svensmark, Technische Universität Kopenhagen

  • Michael Limburg, EIKE

  • Stefan Kröpelin, Universität zu Köln

  • Nicola Scafetta, Universität Neapel Federico II

  • Ronan Connolly, CERES Science

  • Willie Soon, Harvard University

  • William Happer, Princeton University (angefragt)

Die gesamte Veranstaltung wird simultan in Deutsch und Englisch gedolmetscht.

Teilnahmegebühren:

  • 2-Tagesticket (Fr./Sa., inkl. Abendessen): 200 €
  • 1-Tagesticket (Fr., inkl. Abendessen): 150 €
  • 1-Tagesticket (Sa.): 100 €
  • Ermäßigtes 2-Tagesticket (mit Nachweis): 100 €

Tickets können unter folgendem Link erworben werden: TixTown  (Link)

Anfahrt:
Halle Messe
Messestr. 10
06116 Halle (Saale)

Der Veranstaltungsort Halle Messe ist sehr gut ausgeschildert und leicht über die A14 (Abfahrt „Halle-Ost“) zu erreichen. Per Bahn über den ICE-Knotenpunkt Halle (Saale) Hbf mit direkter ÖPNV-Anbindung u.a. an die S-Bahn-Haltestelle „Halle Messe“, per Flugzeug über den nahegelegenen Flughafen Leipzig/Halle (LEJ). Es gibt ausreichend Parkmöglichkeiten vor Ort.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Die Durchführung einer internationalen Konferenz dieser Größenordnung erfordert erhebliche organisatorische und finanzielle Mittel. Als unabhängige und private Institution ist das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) e.V. auf die Unterstützung von Förderern, Freunden und engagierten Bürgern angewiesen.

Wenn Sie unsere Arbeit und den offenen wissenschaftlichen Austausch unterstützen möchten, freuen wir uns sehr über Ihre Spende. Jeder Beitrag – ob groß oder klein – hilft uns, auch künftig hochwertige Veranstaltungen und Forschungsarbeit zu ermöglichen. Vielen Dank!

Spendenmöglichkeiten per Banküberweisung an:

Zahlungsempfänger:   Europäisches Institut für Klima & Energie
IBAN:                         DE34 8309 4454 0042 4292 01
BIC:                            GENODEF1RUJ
Bank:                          Volksbank Gera Jena Rudolstadt

oder via PayPal (Link)

Darüber hinaus laden wir Sie ein, diese Einladung in Ihrem Netzwerk weiterzugeben und so weitere Interessierte und potenzielle Unterstützer zu erreichen.

Wir würden uns sehr freuen, Sie persönlich in Halle an der Saale begrüßen zu dürfen und gemeinsam zwei inspirierende Konferenztage zu erleben!

 –                –                  –        

English version:

Dear supporters, colleagues and friends,

we are pleased to cordially invite you to the 17th International Climate and Energy Conference (IKEK-17), which will take place on 26 and 27 June 2026 at the premises of HALLE MESSE GmbH in Halle (Saale), Germany.

Once again, the conference will bring together distinguished international experts. Confirmed speakers include, among others:

  • John Clauser, University of California, Berkeley (Nobel Laureate in Physics, 2022)

  • Henrik Svensmark, Technical University of Denmark

  • Michael Limburg, EIKE

  • Stefan Kröpelin, University of Cologne

  • Nicola Scafetta, University of Naples Federico II

  • Ronan Connolly, CERES Science

  • Willie Soon, Harvard University

  • William Happer, Princeton University, (invited)

The preliminary conference program will be published shortly.

The entire event will be simultaneously interpreted in German and English.

Participation fees:

  • 2-day ticket (Fri/Sat, incl. dinner): €200
  • 1-day ticket (Fri, incl. dinner): €150
  • 1-day ticket (Sat): €100
  • Reduced 2-day ticket (with valid proof): €100

Tickets can be purchased via the following link: TixTown  (Link)

Venue and directions:

Halle Messe
Messestr. 10
06116 Halle (Saale)
Germany

The venue, Halle Messe, is well signposted and easily accessible via the A14 motorway (exit “Halle-Ost”). By rail, it can be reached via the ICE-Train hub “Halle (Saale) Hauptbahnhof” with direct public transport connections, including the S-Bahn stop “Halle Messe”. By air, the nearest airport is Leipzig/Halle (LEJ). Ample parking is available on site.

Please support our work!

Organising an international conference of this scale requires substantial organisational and financial resources. As an independent and privately funded institution, the European Climate and Energy Institute (EIKE) relies on the support of sponsors, friends, and engaged citizens.

If you would like to support our work and promote open scientific exchange, we would greatly appreciate your donation. Every contribution—large or small—helps us continue to organize high-quality events and conduct research. Thank you very much.

Donations can be made via bank transfer to:

Beneficiary:    Europäisches Institut für Klima & Energie
IBAN:             DE34 8309 4454 0042 4292 01
BIC:                GENODEF1RUJ
Bank:              Volksbank Gera Jena Rudolstadt

or via PayPal (Link)

We also kindly encourage you to share this invitation within your network in order to reach additional interested parties and potential supporters.

We would be delighted to welcome you in person in Halle (Saale) and to share two inspiring days of conference discussions with you!

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Nachhaltigkeit ist das Problem, nicht die Lösung

28. April 2026 um 16:00

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Marcel Crok

In den letzten Wochen war in Europa immer wieder zu hören, dass wir uns aufgrund des Krieges im Iran nicht in einer derart prekären Lage befinden würden, hätten wir uns nur entschlossener auf „erneuerbare“ Energiequellen konzentriert. Aber stimmt diese Behauptung? Der niederländische Wissenschaftsjournalist und Clintel-Direktor Marcel Crok vertritt die gegenteilige Ansicht: Gerade Europas Fixierung auf Klimapolitik und CO₂-Reduzierung hat uns verwundbar gemacht und zu dem aktuellen Energie-Chaos beigetragen.

„Die grünen Spinner hatten recht“ – so lautete der Titel des Kommentars, den Mathijs Bouman, Chefökonom der NPO (der niederländischen „BBC“), als Reaktion auf den Krieg im Iran in der niederländischen Zeitung FD (Financial Daily) veröffentlichte. „Es waren genau diese grünen Spinner und nachhaltigen Träumer, die recht hatten. Wir hätten viel schneller auf Solar-, Wind- und Wasserstoffenergie sowie Batterien umstellen sollen, genau wie sie es gesagt haben. Dann wären die Niederlande heute weniger anfällig“, schrieb Bouman.

Ähnliche Stimmen waren in den Niederlanden in den letzten Wochen häufig zu hören, z. B. von Politikern wie Premierminister Rob Jetten und Henri Bontenbal (Vorsitzender der Christdemokratischen Partei) sowie von Kim Putters, dem Vorsitzenden des SER (Sozial- und Wirtschaftsrat).

Der niederländische Wettermoderator Gerrit Hiemstra ist kürzlich auf seinem Bluesky-Account zu weit gegangen. „Sollen sie doch einfach die gesamte Ölindustrie in Schutt und Asche legen. Das wird den Übergang zu erneuerbaren Energien massiv beschleunigen“, schrieb er. Als jemand darauf hinwies, dass dies viele Todesopfer fordern würde, antwortete Hiemstra kühl: „Das wird ohnehin die Folge des Klimawandels sein.“

Sie alle sagen dasselbe: Hätten wir unsere Energieversorgung nur früher nachhaltig gestaltet, wären wir heute nicht so abhängig von Öl und Gas aus dem Nahen Osten. Es ist der vorhersehbare Reflex dessen, was Bouman selbst als „grüne Spinner“ bezeichnet. In der öffentlich-rechtlichen Fernsehsendung „Ongehoord Nieuws“ wurde ich eingeladen, auf diese Behauptung zu reagieren. Mein Hauptargument war einfach: Die Niederlande und Europa sind genau deshalb in dieses Chaos geraten, weil wir uns auf den Klimawandel fixiert, CO₂ als den Hauptbösewicht und Solar- und Windenergie als die einzig akzeptable Lösung betrachtet haben.

Vor allem aufgrund dieser Klima-Hysterie haben die Niederlande die Gasförderung aus dem riesigen Groningen-Feld vollständig eingestellt (leichte Erdbeben in der Region, die Schäden an Häusern verursachten, spielten ebenfalls eine Rolle). England hat alle seine Kohlekraftwerke stillgelegt, Deutschland hat seinen gesamten Kernkraftwerkspark ausgemustert, und Belgien hat mehrere seiner Kernreaktoren geschlossen. Das Fracking zur Gewinnung von Schiefergas wurde praktisch in ganz Europa verboten. Heute produziert die EU nur noch 5 % ihres Erdgases und lediglich 10 % ihres Öls selbst. Als direkte Folge davon ist Europa gefährlich abhängig von Importen aus Norwegen, Russland, dem Nahen Osten und den Vereinigten Staaten geworden.

China

Übrigens ist es eine Illusion zu glauben, dass Solar- und Windenergie Europa weniger abhängig von ausländischen Mächten machen würden. Die Rohstoffe und Komponenten für Windkraftanlagen und Solarmodule stammen überwiegend aus China, was bedeutet, dass Europa durch den Einsatz erneuerbarer Energien lediglich eine Form strategischer Abhängigkeit gegen eine andere eintauscht.

Ein drittes, oft übersehenes Problem ist, dass die Herstellung von Windkraftanlagen und Solarmodulen enorme Mengen an fossilen Brennstoffen – insbesondere Kohle – erfordert. In einer überzeugenden Analyse mit dem Titel „Renewables Are Not Renewable“ zeigt der amerikanische Forscher Roger Pielke Jr., dass unter ambitionierten Netto-Null-Strategien, die stark auf den Ausbau von Solar- und Windenergie setzen, die mit deren Produktion und Lieferketten verbundenen Treibhausgasemissionen bis 2030 auf 1.540 Megatonnen steigen könnten – was in etwa den jährlichen Gesamtemissionen von Deutschland, Frankreich und UK entspricht. Bis 2050 könnten diese Emissionen 4.000 Megatonnen erreichen, was den heutigen gesamten CO₂-Emissionen aus fossilen Brennstoffen in den Vereinigten Staaten entspricht oder etwa 10 % der derzeitigen globalen energiebezogenen CO₂-Emissionen ausmacht.

Schiefergas

Die Vereinigten Staaten gehören zu den wenigen Ländern weltweit, die vom Krieg im Iran weitgehend verschont geblieben sind. Dank der Schiefergas-Revolution, die dort 2010 begann, ist Amerika völlig autark geworden und verfügt sogar über Produktionsüberschüsse für den Export. Eine Sendung von RTL Nieuws (einem kommerziellen niederländischen Fernsehsender) aus dem Jahr 2013 enthält folgenden Kommentar: „In den Niederlanden haben wir uns noch nicht entschieden: ob wir nach Schiefergas bohren sollen oder nicht. Wasserversorger warnen vor möglichen Umweltschäden. Aber in Amerika gibt es einen starken Vorstoß für neue Wege der Gas- oder Ölförderung. Dort sagt man: Es macht unser Land reicher und sicherer. Denn in wenigen Jahren werden die USA keinen einzigen Tropfen Öl mehr aus dem Nahen Osten importieren. Und das hat Konsequenzen für die Weltpolitik.“ Das waren wahrlich vorausschauende Worte!

Dreizehn Jahre später ist Amerika tatsächlich reicher und sicherer als Europa. Wir sind nicht nur stark von Importen abhängig geworden, sondern das Energiesystem, das wir selbst aufgebaut haben – mit einem starken Schwerpunkt auf Strom aus Solar- und Windenergie – ist teuer und ineffizient. Die „grünen Spinner“ betonen, dass die Kosten für ein Solarmodul weiter gesunken sind. Vielleicht, und zum Teil, liegt das an der Verlagerung der Produktion nach China. Aber es geht nicht um die Kosten eines Moduls; es geht um die Gesamtkosten des Stromnetzes. Und diese Kosten sind astronomisch. Der bekannte dänische Umweltökonom Bjorn Lomborg zeigt regelmäßig die folgende Grafik, die verdeutlicht, dass Länder mit reichlich Sonne und Wind immer hohe Strompreise haben. Günstige Solar- und Windenergie gibt es schlichtweg nicht!

Der Hauptgrund dafür ist, dass bei einem hohen Anteil an Strom aus Solar- und Windenergie Angebot und Nachfrage nicht richtig ausgeglichen werden können. Wenn ausreichend Wind und Sonne vorhanden sind, erzeugen Länder wie die Niederlande, Deutschland, England und Dänemark bereits viel zu viel Strom. Windkraftanlagen müssen abgeschaltet werden, und die Betreiber erhalten dafür eine Entschädigung. In Deutschland beläuft sich dies bereits auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr. Der wichtigste Punkt ist jedoch, dass die Netzbetreiber das Netz drastisch ausbauen müssten, um die Spitzen bei Solar- und Windenergie aufzufangen.

Damit sind astronomische Kosten verbunden. In den Niederlanden räumte TenneT (der nationale Netzbetreiber) im vergangenen Jahr ein, dass hierfür etwa 200 Milliarden (!) Euro erforderlich wären. Kürzlich wurde jedoch ein Bericht von Netbeheer Nederland veröffentlicht, wonach die Kosten (die dort euphemistisch als „Investitionen“ bezeichnet werden) für den Zeitraum 2026–2040 sogar 269 Milliarden Euro erreichen könnten. Das sind 32.000 Euro pro Haushalt (in den Niederlanden gibt es 8,4 Millionen Haushalte). Dabei handelt es sich ausschließlich um die Kosten für die Infrastruktur, und diese Kosten resultieren in erster Linie aus den enormen Schwankungen bei Solar- und Windenergie, die ins Netz eingespeist werden müssen. Als Bürger erhält man dafür nicht einmal eine einzige Kilowattstunde Strom. Kein Politiker spricht offen über diese Kosten, die für die überwiegende Mehrheit der Haushalte unmöglich zu tragen sind.

Deutschland

Ironischerweise beginnen in Deutschland – dem Land, in dem die Energiewende fast schon mit religiösem Eifer umgesetzt worden ist – prominente Politiker, ihre Positionen zu revidieren. In den letzten Wochen hat insbesondere Energieministerin Katherina Reiche bemerkenswerte Äußerungen getätigt, zunächst auf einer Konferenz in den USA und anschließend in einem leidenschaftlichen Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Auf einer Öl- und Gaskonferenz in Houston (CERAWeek) sagte sie, die EU solle nicht starr an „100-Prozent-Lösungen“ festhalten. Dies ist das erste Mal, dass eine prominente europäische Politikerin die Klimaziele selbst in Frage gestellt hat.

Kurz darauf veröffentlichte sie in der FAZ einen ausführlichen Gastbeitrag mit der unmissverständlichen Überschrift „Schluss mit der Selbsttäuschung in der Energiepolitik!“. „Ja, Wind und Sonne sind kostenlos. Aber das Gesamtsystem ist es ganz sicher nicht: EEG-Kosten, Kapazitätsreserven, Netzreserven, Redispatch-Kosten, Netzzuschüsse, Subventionen zur Senkung der Energiepreise – all das summiert sich zu Systemkosten von mehr als 36 Milliarden Euro pro Jahr. Das sind 430 Euro für jeden Deutschen“, sagte Reiche. Und: „Eine wichtige Tatsache wurde viel zu lange verschwiegen: Eine Energiewende, welche die Systemkosten ignoriert, wird das Land ruinieren, das sie angeblich retten will.“ Ich glaube nicht, dass unsere niederländische Ministerin für Klima und Energie Stientje van Veldhoven dies in nächster Zeit in niederländischen Zeitungen wie der progressiven „de Volkskrant“ oder dem „NRC“ zugeben wird.

Am Ende ihrer Ausführungen fasste Reiche diese wie folgt zusammen: „Lassen Sie mich eines klarstellen: Ich unterstütze die Energiewende voll und ganz. Erneuerbare Energien werden zum Rückgrat unserer Stromversorgung werden. Zum großen Teil sind sie das bereits heute. Aber ich bleibe realistisch. Klimaschutz ohne Bezahlbarkeit ist politisch nicht tragfähig. Und Klimaschutz ohne Versorgungssicherheit ist strategisch kurzsichtig. Wir dekarbonisieren – aber nicht auf Kosten der Deindustrialisierung. Wir modernisieren – aber nicht, indem wir Haushalte und Unternehmen übermäßig belasten.“

Hier spricht eine echte Politikerin. Würde sie laut sagen, dass sie gegen die Energiewende ist, würde sie sich zu viele Feinde machen. Doch ihre Analyse ist scharfsinnig und stichhaltig: Der Weg, den Deutschland eingeschlagen hat, ist eine Sackgasse. Das sind kleine Hoffnungsschimmer in einer Zeit, in der Europa mit seiner Klima- und Energiepolitik nichts anderes tut, als wirtschaftlichen Selbstmord zu begehen. Europa braucht nicht mehr Nachhaltigkeit, sondern weniger, und genau wie die USA es seit 2010 tun, muss es schnell damit beginnen, an seiner eigenen Öl- und Gasförderung zu arbeiten.

This article was published first in Dutch on the platform Indepen on 20 april 2026.

Marcel Crok

Marcel Crok ist ein niederländischer Wissenschaftsjournalist, der seit einem preisgekrönten Artikel über die berüchtigte „Hockeyschlägerkurve“ im Jahr 2005 hauptberuflich über die Klimadebatte und Klimapolitik schreibt. Er veröffentlichte zwei Bücher auf Niederländisch („De Staat van het Klimaat“ (Der Zustand des Klimas)) und war Mitautor des Buches Ecomodernisme (Ecomodernismus). Zusammen mit dem britischen unabhängigen Forscher Nic Lewis verfasste er einen umfassenden Bericht über die Klimasensitivität mit dem Titel „A Sensitive Matter“. Er wurde von der niederländischen Regierung gebeten, als Fachgutachter für den IPCC-AR5-Bericht zu fungieren. Gemeinsam mit den niederländischen Klimainstituten KNMI und PBL gründete Crok die internationale Diskussionsplattform „Climate Dialogue“.

Im Jahr 2019 gründeten Crok und der emeritierte Professor Guus Berkhout die Clintel Foundation. Sie veröffentlichten die World Climate Declaration, die inzwischen von über 2000 Wissenschaftlern und Experten unterzeichnet worden ist. Zusammen mit Andy May und einem Team von Wissenschaftlern aus dem Clintel-Netzwerk wirkte Crok an dem Buch „The Frozen Climate Views of the IPCC“ mit und war dessen Herausgeber.

Link: https://clintel.org/sustainability-is-the-problem-not-the-solution/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Nachhaltigkeit ist das Problem, nicht die Lösung erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Tschernobyl und die irre Strahlenangst in Deutschland

27. April 2026 um 12:01

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Vor 40 Jahren ereignete sich in der Ukraine das grösste Atomunglück in der Geschichte der Kernenergie. In Deutschland wurden danach erhöhte Radioaktivitätswerte gemessen. Die Panik, die das Land deswegen erfasste, hatte mit den realen Gefahren jedoch nichts zu tun.

Von Peter Panther

 

Im Mai 1986, einige Wochen nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl, sah sich die damalige Bundesgesundheitsministerin Rita Süssmuth gezwungen, die Notbremse zu ziehen. Es war bekannt geworden, dass einige deutsche Ärzte schwangeren Frauen geraten hatten, vorsorglich abzutreiben. Ein solches Verhalten sei «weder mit der ärztlichen Ethik vereinbar, noch unter irgendeinem Gesichtspunkt zu rechtfertigen», stellte Süssmuth klar.

Der Vorgang zeigt, welche unsäglichen Folgen die Strahlenangst im Nachgang zu «Tschernobyl» in Deutschland hatte. Die Abtreibungsempfehlung erfolgte aus Angst vor möglichen Missbildungen, weil nach dem Atomunglück in der 1300 Kilometer weit entfernten Ukraine hierzulande eine leicht erhöhte Radioaktivität gemessen wurde.

Die Furcht vor Missbildungen war völlig überzogen. Nicht einmal in der Umgebung von Tschernobyl selbst, die ungleich stärker kontaminiert worden war, wurden in den Jahren danach vermehrt missgebildete Neugeborene registriert. Aber die Strahlenangst in Deutschland war eben irrational. Und sie wurde durch die Berichterstattung in den Medien und allerlei Anordnungen der Behörden nach Kräften geschürt.

Anti-AKW-Demo nur bei trockenem Wetter

Es gibt eine ganze Handvoll von Anekdoten, welche die damalige deutsche Atom-Hysterie untermalen: In München wurden drei Gemüsehändler von Konsumenten wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt, weil sie angeblich zu stark strahlenden Salat angeboten hatten. Bei einem Fussballspiel der Marienfelder Mannschaft Blau Weiss wurden die angeblich verstrahlten Trikots der Spieler nach dem Abpfiff gesondert in Plastiksäcke verstaut und einer speziellen Reinigung unterzogen. Und vor einer Anti-AKW-Demonstration in Berlin wurde verkündet, dass diese nur bei trockenem Wetter stattfinde, da man die Teilnehmer nicht der erhöhten Strahlungsgefahr wegen Regen aussetzen wolle.

Was war aber wirklich passiert? Die Explosion des Reaktorblocks 4 in Tschernobyl am 26. April 1986 führte nicht nur zu einer erheblichen Kontamination der umliegenden Gebiete, sondern auch dazu, dass weite Teile Europas in den darauf folgenden Wochen erhöhte Radioaktivitätswerte registrierten.

EIKE Autor Dipl. Physiker Peter Würdig in Tschernobyl im „gesperrten“ Gebiet. Er schreibt dazu: „Hier ein Foto von mir auf dem Spielplatz. Einige von uns kletterten auch auf das Riesenrad, das war mir zu gefährlich, da konnte man ja runterfallen. Ich hatte einen Geiger-Zähler mitgenommen und Messungen gemacht, besondere Radioaktivität war fast nirgends mehr zu finden, das war richtig enttäuschend. Einige Menschen haben damals die Evakuierung nicht mitgemacht. „Ich konnte doch meine Tiere nicht allein lassen !“. Die haben das gut überlebt, wenn man einige einfache Regeln beachtet hat, und haben die Touristen begrüßt.

So war es auch in Deutschland. Am stärksten stiegen die Werte hierzulande im Voralpengebiet. Schon damals musste Fachleuten allerdings klar sein, dass die höheren Werte kaum ein gesundheitliches Risiko waren. Denn im Vergleich zur natürlich vorhandenen radioaktiven Hintergrundstrahlung fiel die Mehrbelastung bescheiden aus. Wie die deutsche Strahlenschutzkommission 1996 – zehn Jahr später – schätzte, mussten die Bewohner der Voralpengebiete mit einer totalen Mehrbelastung von gerade einmal 2,2 Millisievert klarkommen. Das war nur etwa ein Fünfzigstel der Dosis, die wegen der natürlichen Strahlung aus dem Weltall und dem Boden sowieso auf sie einwirkte.

Babys sollten nicht bei offenem Fenster schlafen

Dennoch waren die Reaktionen in Deutschland masslos. Die Medien schrieben von «radioaktiven Wolken», die über das Land hinwegziehen würden, und von «Fallouts», den sie verursachten. Die Behörden versicherten zwar einerseits, es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, verfügten aber so viele Vorsichtsmassnahmen und gaben so viele Empfehlungen, dass die Menschen zum Schluss kommen mussten, dass das Gegenteil wahr ist.

So setzte die Strahlenschutzkommission Grenzwerte für Radioaktivität fest, etwa für Blattgemüse, Frischmilch und Gewürzkräuter. Daraus resultierten unzählige Verkaufsverbote. Auch die Bundesländer gaben eifrig eigene Grenzwerte heraus, die zum Teil absurd streng waren. Weiter schlossen die Behörden Kinderspielplätze und riegelten diese mit Sperrband ab, so dass jeder Passant die Botschaft «Achtung, Gefahr!» verstehen musste. Das deutsche Wetteramt warnte sogar davor, Babys nachts bei offenem Fenster schlafen zu lassen.

Überhaupt rieten die Behörden der Bevölkerung, bei Regenschauern nicht ins Freie zu gehen, sodass diese zum Schluss kommen mussten, dass der Begriff «Fallout» wohl zutreffend war. Bauern in Süddeutschland wurde gar verboten, ihren Kühen frisches Gras zu verfüttern. Die Behörden beschlagnahmten zudem zahlreiche Milchlieferungen aus der damaligen DDR und aus osteuropäischen Staaten.

Angst vor dem Strahlentod

All diese Massnahmen führten dazu, dass die Bevölkerung stark verunsichert war. Kaum jemand war sich darüber im Klaren, welche Risiken wirklich bestanden. In der Folge ging in den Supermärkten die haltbare Milch aus und Konserven waren beliebter als Frischware. Bauern forderten Entschädigungen für Ernteausfälle wegen der Strahlung. Flüge nach Australien oder den Kanarischen Inseln waren in dieser Zeit ausgebucht. Und besorgte Väter trugen den Sand aus den Buddelkisten ihrer Kinder und verfrachteten ihn in luftdichte Abfallsäcke.

2016 – 30 Jahre später – beschrieb die «Zeit» die damalige Panik vor der Radioaktivität mit treffenden Worten: «Die Vorfreude auf ein Picknick im Grünen am 1. Mai schlägt um in Angst vor Wiesen. Angst vor Regen. Angst vor dem Strahlentod.»

Die Wochen und Monate gingen vorbei und allmählich sank die gemessene Strahlung wieder auf normale, natürliche Werte. So weit bekannt, kam in Deutschland niemand wegen «Tschernobyl» zu Schaden. Dennoch hatte das Ereignis Folgen, die bis heute andauern: Die Meldungen über mögliche Zehntausende, ja sogar Hunderttausende Todesopfer wegen der Reaktorkatastrophe schreckte die Bevölkerung nachhaltig auf. Heute ist zwar klar, dass wegen der Kontamination im Umland des Havarie-Werks allenfalls einige Tausend Menschen zusätzlich ums Leben kamen. Doch bis heute werden haltlos hohe Opferzahlen bis zu einer Million herumgereicht.

Tschernobyl hatte politische Spätfolgen

Da viele Menschen überzeugt waren, dass auch in Deutschland erhebliche Strahlenrisiken drohten, erhielten die Organisationen der Atomgegner regen Zulauf. Das Land hatte der Kernenergie schon zuvor kritisch gegenübergestanden. Nach «Tschernobyl» gab es kein Halten mehr: Neue KKW zu bauen, war nun erst recht unmöglich. Jahre später wurde sogar der Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen.

Deutschland ächzt heute unter hohen Strompreisen und leidet unter Deindustrialisierung. Massgeblich dafür verantwortlich ist der unselige und unnötige Ausstieg aus der Kernenergie, der vor drei Jahren abgeschlossen wurde. Man sieht, dass «Tschernobyl» doch Spätfolgen hatte – allerdings andere, als man 1986 dachte.

 

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Schadenfreude der Woche: Die meisten geplanten Wind- und Solarprojekte in New York werden abgesagt

25. April 2026 um 09:03

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WUWT, Aus THE MANHATTAN CONTRARIAN, Francis Menton

Das ist meine Wohlfühlgeschichte der Woche – wenn man sich nicht daran stört, sich über das Unglück anderer zu freuen. Was die Profiteure im Bereich Wind- und Solarenergie angeht, stört es mich nicht, mich ein wenig über deren Unglück zu freuen.

In den letzten Tagen wurde bekannt, dass offenbar die meisten der noch in Entwicklung befindlichen Wind- und Solarenergieprojekte im Bundesstaat New York unmittelbar von der Einstellung bedroht sind. Die Details sind derzeit noch unklar, und soweit ich feststellen konnte, nennt niemand eine konkrete Quelle für diese Meldung. Dennoch wird die Geschichte von üblicherweise zuverlässigen Quellen so häufig berichtet, dass ich ihr Glauben schenken möchte.

Die Albany Times-Union berichtete offenbar als erste über den Vorfall in einem Artikel vom 12. April mit der Überschrift „Saubere Energieprojekte in New York auf Eis gelegt: Streit um Kosten eskaliert“. Im Wesentlichen geht es darum, dass die Projektentwickler von rund zwei Dutzend Wind- und Solarenergieprojekten im Norden des Bundesstaates New York sich an den Staat gewandt und über die vereinbarten Preise hinaus höhere Summen gefordert haben, um die bereits vertraglich vereinbarten Projekte fortsetzen zu können. Sollten sie die zusätzlichen Mittel nicht erhalten, drohen sie, von den Projekten zurückzutreten. Auszug:

Fast zwei Dutzend New Yorker Projekte für saubere Energie könnten aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden. Dies würde die ohnehin schon angespannte Lage des Bundesstaates weiter verschärfen, da die Bemühungen, den steigenden Strombedarf zu decken und gleichzeitig die Abhängigkeit des Stromnetzes von fossilen Brennstoffen zu verringern, zusätzlich belasten. Die stillgelegten Wind- und Solaranlagen könnten rund zwei Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Die Projektentwickler fordern jedoch eine Neuverhandlung der Verträge mit dem Bundesstaat, um Zölle und steigende Lohnkosten zu berücksichtigen, die bei Vertragsabschluss zwischen 2023 und Anfang 2025 nicht einkalkuliert waren. Ohne zusätzliche Einnahmen seien die Projekte nicht wirtschaftlich und müssten daher abgesagt werden, so ein Branchenverband der Projektentwickler.

Der Artikel der Times-Union enthält weder eine Liste der von der Stornierung bedrohten Projekte noch die Namen der betreffenden Projektentwickler. Er enthält jedoch folgendes Zitat von Deanna Cohen, die als Sprecherin der New York State Energy Research and Development Authority (NYSERDA) genannt wird:

„Die Behörde erwartet von ihren Projektentwicklern, dass sie ihre Verpflichtungen einhalten“, sagte Sprecherin Deanna Cohen. „Das wettbewerbsorientierte Ausschreibungsverfahren dient dem Schutz der Verbraucher und soll zu fairen und kostengünstigen Verträgen führen.“

Zur Bestätigung des Berichts der Times-Union folgt hier ein gestriger Artikel von FingerLakes1.com . Auszug:

Laut Public Power NY signalisieren Projektentwickler, dass sie sich von Projekten zurückziehen könnten, nachdem die New York State Energy Research and Development Authority eine Neuverhandlung der Verträge zur Berücksichtigung gestiegener Kosten aufgrund von Zöllen und Inflation abgelehnt hat. Die möglichen Stornierungen könnten die Entwicklung erneuerbarer Energien in New York erheblich beeinträchtigen, und das zu einem Zeitpunkt, an dem der Staat die im Rahmen des Climate Leadership and Community Protection Act festgelegten Ziele bereits nicht erreicht hat.

Nun, NYSERDA, was werden Sie tun, wenn die Projektentwickler der meisten Ihrer Projekte im Bereich erneuerbarer Energien einfach abspringen?

Leser mit einem guten Gedächtnis erinnern sich vielleicht an die fast identische Geschichte, die sich von 2023 bis 2025 um New Yorks ehrgeizige Pläne zum Ausbau der Offshore -Windenergie zur Ablösung der meisten fossilen Kraftwerke abspielte. Ich habe diese Situation in verschiedenen Artikeln während dieses Zeitraums behandelt, unter anderem in diesem vom 17. April 2025, der einen Überblick über die gesamte Vorgeschichte bot. Kurz gesagt: Ab 2019 schloss der Staat New York Festpreisverträge (im Bereich von 80–90 $/MWh) mit großen Projektentwicklern (Equinor, Ørsted usw.) ab, um Offshore-Windkraftanlagen mit einer Leistung von über 4 Gigawatt im Atlantik zu entwickeln. Doch im September 2023 forderten die Entwickler plötzlich massive Preiserhöhungen und drohten mit der Kündigung der Verträge. Der Staat (vertreten durch NYSERDA) bluffte zunächst und beteuerte, die Entwickler an die Verträge zu binden. Nach mehreren Monaten gab NYSERDA jedoch nach und schrieb die Verträge neu aus. Anfang 2024 wurden schließlich Verträge mit denselben Projektentwicklern zu fast doppelt so hohen Preisen um die 150 $/MWh abgeschlossen. Dann kam Präsident Trump im Januar 2025 ins Amt und machte dem Ganzen ein jähes Ende. (Mindestens eines der Offshore-Projekte wurde inzwischen im Rahmen einer Vereinbarung zwischen der Trump-Regierung und Gouverneurin Hochul wiederbelebt. Die übrigen Offshore-Projekte scheinen jedoch derzeit endgültig gescheitert.)

Was die Projekte im Norden des Bundesstaates und an der Küste betrifft, befinden wir uns nun in der gleichen Situation wie im September 2023 bei den Offshore-Projekten. Hat der Staat diesmal noch mehr Trümpfe in der Hand? Möglicherweise sogar weniger, da viele dieser Projekte im Norden des Bundesstaates wahrscheinlich für Steuervergünstigungen des Bundes qualifiziert waren, die angesichts des „One Big Beautiful Bill“ für niemanden mehr zur Verfügung stehen, der heute von Grund auf neu beginnt.

Eine weitere Option für New York, und mit Abstand die beste, wäre, diese Gelegenheit zu nutzen und sich von der Illusion erneuerbarer Energien zu verabschieden. Bei einer Neuausschreibung der Onshore-Windparkverträge dürften die Preise doppelt bis dreimal so hoch sein wie die eines brandneuen Gaskraftwerks. Und der Strom eines Gaskraftwerks wäre bedarfsgerecht und zuverlässig, im Gegensatz zum unbeständigen Strom von Windkraftanlagen oder Solaranlagen, der nie dann verfügbar ist, wenn man ihn am dringendsten braucht. Ich glaube nicht, dass unser Gouverneur und die Bürokraten schon bereit sind, diesen Weg einzuschlagen, aber sie kommen ihm mit jedem Tag näher.

https://wattsupwiththat.com/2026/04/17/schadenfreude-of-the-week-majority-of-new-yorks-pending-wind-and-solar-projects-getting-canceled/

 

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Eine Vermutung aus dem Jahr 1955 wurde zur falschen Grundlage des menschengemachten Klimas – und wie eine Studie aus dem Jahr 2020 sie als unumstößliche „Wahrheit“ zementierte.

24. April 2026 um 08:00

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Auf X gefunden, Jonathan Cohler, @cohler

1955 beobachtete Hans Suess, dass der radioaktive Kohlenstoff-14-Gehalt in Baumringen in den vorangegangenen fünfzig Jahren abgenommen hatte. Er lieferte eine vorläufige Erklärung. Seine genauen Worte lauteten:

„Der Rückgang lässt sich auf die Freisetzung einer bestimmten Menge an C¹⁴-freiem CO₂ in die Atmosphäre durch die Verbrennung von Kohle und Öl sowie auf den Isotopenaustausch zwischen atmosphärischem CO₂ und dem in den Ozeanen gelösten Bicarbonat zurückführen.“

Lesen Sie diesen Satz aufmerksam. Suess schlug zwei Mechanismen vor – die Verbrennung fossiler Brennstoffe und den natürlichen Austausch im Ozean –, die er mit einem „und“ verband, ohne zu behaupten, welcher von beiden wichtiger sei. Die Formulierung „lässt sich zurückführen auf“ ist typisch für eine Hypothese, nicht für einen Befund. Die Formulierung „eine bestimmte Menge“ ist bewusst vage. Hier tut ein Wissenschaftler, was Wissenschaftler tun sollten: eine plausible Erklärung liefern und die Frage offenlassen.

Was dann geschah, war keine Wissenschaft, sondern Soziologie.

Die nachfolgende Literatur nahm Suess’ Satz, strich den zweiten Mechanismus (den ozeanischen Austausch), formulierte den ersten (fossile Brennstoffe) von: „kann zugeschrieben werden auf“ zu: „wird verursacht durch“ auf und nannte das Ergebnis den „Suess-Effekt“ – als hätte Suess selbst fossile Brennstoffe als alleinige Ursache identifiziert. Das hatte er nicht. Er hatte eine zweiteilige Vermutung aufgestellt, ohne einen der beiden Teile quantitativ zu belegen.
Doch die vereinfachte Version ließ sich leichter zitieren, leichter lehren, leichter in Modelle einbauen und leichter finanzieren. Also setzte sich die vereinfachte Version durch. In den 1970er-Jahren fand sie Eingang in die Lehrbücher. In den 1990er-Jahren in die IPCC-Berichte. In den 2000er-Jahren galt sie als so selbstverständlich, dass ihre Behauptung ohne Beweise als ausreichend angesehen wurde.

Im November 2020 veröffentlichten Heather Graven (Leiterin der Forschungsgruppe Kohlenstoffkreislauf am Imperial College London seit 2013), Ralph Keeling (Sohn von Charles David Keeling (1928–2005)) und Joeri Rogelj die Studie „Changes to Carbon Isotopes in Atmospheric CO₂ Over the Industrial Era and Into the Future“ in der Fachzeitschrift „Global Biogeochemical Cycles“, die als maßgebliche Darstellung dieses „Konsenses“ gelten sollte. Die Studie wurde als „Grand Challenges“-Papier – eine wegweisende Übersichtsarbeit, die den aktuellen Wissensstand eines ganzen Forschungsfeldes definieren sollte – ausgezeichnet. Sie wurde vielfach zitiert, vom IPCC verwendet, vom MIT Climate Portal referenziert und gilt als die maßgebliche Quelle für die Isotopenbeweise der anthropogenen CO₂-Anreicherung. Die Studie ist umfassend, technisch detailliert und mit akribischen Quellenangaben versehen. Sie basiert jedoch vom ersten Satz der Zusammenfassung bis zur letzten Projektion in Abschnitt 8 auf der unhinterfragten Suess- Annahme.Und die Struktur verschleiert diese Annahme.

Hier ein Beispiel:

Die Architektur eines Zirkelschlusses.

Die Zusammenfassung von Graven et al. (2020) enthält folgenden Satz:

 „Vorzeichen und Ausmaß der Veränderungen werden hauptsächlich durch globale Emissionen fossiler Brennstoffe bestimmt.“

Dies liest sich wie ein Befund – eine aus Beweisen gezogene Schlussfolgerung. Das ist es aber nicht . Es beschreibt lediglich, was innerhalb des Modells der Autoren geschieht, wenn sie eine Eingangsgröße variieren. Das Modell wurde mit Emissionen fossiler Brennstoffe als dominierender exogener Einflussgröße erstellt. Es wurde so angepasst, dass es historische Isotopendaten unter der Annahme reproduziert , dass fossile Brennstoffe die beobachteten Veränderungen verursacht haben. Anschließend wurde das Modell für sechs Zukunftsszenarien simuliert, in denen ausschließlich die Emissionen fossiler Brennstoffe variieren. Das Ergebnis zeigt erwartungsgemäß, dass die Emissionen fossiler Brennstoffe das Resultat „hauptsächlich bestimmen“.

Dies wird in der Zusammenfassung so dargestellt, als handele es sich um eine Entdeckung über die physikalische Welt. Der Zirkelschluss schließt sich:

  • Man nimmt an, dass fossile Brennstoffe der dominierende Faktor für Isotopenveränderungen sind.
  • Dann erstellt man ein Modell, in dem fossile Brennstoffe der dominierende Faktor sind.
  • Das Modell wird so angepasst , dass es die historischen Daten unter dieser Annahme reproduziert.
  • In den Zukunftsszenarien werden ausschließlich fossile Brennstoffe variiert.
  • Es wird ausgeführt, dass fossile Brennstoffe den Output dominieren.

An keinem Punkt dieser Kette wird die Annahme überprüft, sondern im Gegenteil immer wieder bestätigt. Die Studie stellt nie die entscheidende Frage, die den Kreislauf durchbrechen könnte: Hat sich der Nettoeintrag von Isotopen in die Atmosphäre tatsächlich in einer Weise verändert, die mit den steigenden Emissionen fossiler Brennstoffe vereinbar ist?

Diese Frage ist beantwortet. Demetris Koutsoyiannis führte in einer 2024 veröffentlichten Studie, die dieselben Scripps-Daten wie Graven et al. verwendet, die Massenbilanzinversion durch, die Graven et al. nicht vorgenommen hatten. Er berechnete die Nettoeintragssignatur δ¹³C_I – den isotopischen Fingerabdruck aller Stoffe, die aus allen Quellen zusammen in die Atmosphäre gelangen, abzüglich aller Senken. Wenn fossile Brennstoffe die Isotopenveränderungen „hauptsächlich bestimmen“ würden, müsste diese Größe mit steigenden kumulativen Emissionen sinken. Die kumulativen Emissionen haben sich zwischen 1978 und 2022 etwa verdreifacht.

Die Eintragssignatur blieb jedoch unverändert . Der Wert lag bei etwa −13,2 Promille und war innerhalb des Rauschens konstant. Dies wurde über vier global verteilte Messstationen, über mehr als 40 Jahre instrumenteller Daten und über fünf Jahrhunderte Proxy-Daten, die bis in die Kleine Eiszeit zurückreichen, beobachtet. Koutsoyiannis entwickelte daraufhin ein Zwei-Parameter-Modell, das ausschließlich durch die natürliche Saisonalität der Biosphäre – die jährliche Atmung der Vegetation – ohne anthropogene Einflüsse bestimmt wird. Es reproduzierte den gesamten δ¹³C-Verlauf an allen vier Stationen mit einer erklärten Varianz von 98 bis 99 Prozent.

Der Faktor für fossile Brennstoffe ist nicht unerheblich, sondern überflüssig. Seine Hinzunahme verbessert die Anpassung nicht.

Was Graven et al. hätten tun sollen, aber nicht taten:

Das Bemerkenswerte an Graven et al. (2020) ist, dass die Autoren das Instrument, mit dem ihre Prämisse überprüft worden wäre, durchaus kennen. Sie diskutieren Keeling-Plots – genau die Methode, die Koutsoyiannis verwendet hat – in Abschnitt 6 ihrer Arbeit. Sie beschreiben, wie der Keeling-Plot „die Isotopensignatur einer CO₂-Quelle oder -Senke quantifiziert, indem er die Massenbilanzgleichungen für CO₂ und ¹³CO₂ so manipuliert, dass die Isotopensignatur durch den Achsenabschnitt oder die Steigung einer Regressionsgeraden gegeben ist.“ Sie zitieren Anwendungen dieser Methode auf lokaler und regionaler Ebene.

Sie wenden sie jedoch nie global an. Sie fragen nie, wie der Achsenabschnitt des Keeling-Plots für die gesamte Atmosphäre im Verlauf der Industrialisierung aussieht. Sie überprüfen nie, ob sich die Netto-Input-Signatur verschoben hat. Die einzige diagnostische Methode, die ihre zentrale These bestätigen oder widerlegen könnte – eine einfache Berechnung, die lediglich die bereits vorhandenen Daten erfordert – fehlt in der Arbeit. Stattdessen gehen sie direkt von der Annahme zum Modell und zur Projektion über und behandeln die Annahme als etabliertes Hintergrundwissen, das so selbstverständlich ist, dass es keiner Überprüfung bedarf.

Die Biosphäre, die sich im Verborgenen hält:

Graven et al. reproduzieren in ihrer Abbildung 1 ein Diagramm, das die typischen δ¹³C-Bereiche für jeden Kohlenstoffpool zeigt, der mit atmosphärischem CO₂ interagiert.

Commissioned Manuscript Open Access
Changes to Carbon Isotopes in Atmospheric CO2 Over the Industrial Era and Into the Future
Heather Graven, Ralph F. Keeling, Joeri Rogelj First published: 23 October 2020
https://doi.org/10.1029/2019GB006170Digital Object Identifier (DOI)

Fig-1_Changes to Carbon Isotopes

Abbildung 1

Diagramm des ¹³C -Verlaufs im globalen Kohlenstoffkreislauf, das die Wechselwirkungen der Kohlenstoffpools mit atmosphärischem CO₂ im Zeitraum der Industrialisierung zeigt. Typische δ¹³C-Werte sind für jeden Pool angegeben (Andres et al .2000 ; Bowling et al .2008 ; Graven et al .2017 ; Olsen et al .2019 ). Der globale Durchschnittswert von δ¹³CO₂ betrug 2015 −8,4 ‰ und 1850 −6,6 ‰ .. Prozesse mit signifikanter Fraktionierung sind kursiv, Prozesse ohne signifikante Fraktionierung in normaler Schrift dargestellt.

Fig-2_Changes to Carbon Isotopes

Abbildung 2

Diagramm des ¹⁴C -Kreislaufs im globalen Kohlenstoffkreislauf, das die Wechselwirkungen der verschiedenen Kohlenstoffpools mit atmosphärischem CO₂ im Zeitraum der Industrialisierung zeigt . Typische Bereiche für Δ¹⁴C sind für jeden Pool dargestellt. Der globale Mittelwert von Δ¹⁴CO₂ betrug 2015 etwa 15 und 1850 0 ‰, während Δ¹⁴CO₂ in der Troposphäre 1964–1965 mit 600 ‰ bis 1000 ‰ deutlich höher lag (Abbildung  3 ). Im flachen Ozean betrug der mittlere Wert von Δ¹⁴C 2015 etwa 5 ‰ und 1850 −50 ‰. ¹⁴C entsteht natürlich durch kosmische Strahlung und anthropogen durch nukleare Aktivitäten. Das gesamte ¹⁴C zerfällt radioaktiv mit einer Halbwertszeit von 5700 Jahren.

Dieses Diagramm – das auch Koutsoyiannis reproduziert und analysiert – zeigt deutlich, dass sich die terrestrische Biosphäre (C3-Pflanzen mit −26 bis −28 ‰, organische Bodensubstanz noch stärker verarmt) mit fossilen Brennstoffen (Kohle mit etwa −24 ‰, Erdöl mit −26 bis −30 ‰, Erdgas mit −44 ‰) überschneidet und häufig isotopisch leichter ist als diese. Der jährliche CO₂-Fluss der Biosphäre beträgt etwa 96 % des gesamten atmosphärischen Umsatzes. Fossile Brennstoffe tragen etwa 4 % bei. Die Studie präsentiert dieses Diagramm und zieht daraus die gegenteilige Schlussfolgerung. Wenn 96 % des in die Atmosphäre gelangenden CO₂ aus natürlichen Quellen stammen, die genauso isotopisch verarmt oder sogar noch stärker verarmt sind als fossile Brennstoffe, dann ist das qualitative Argument – ​​„Die Luft wird isotopisch leichter, daher müssen fossile Brennstoffe die Ursache sein“ nicht haltbar. Die Biosphäre ist eine weitaus größere Quelle isotopisch leichten Kohlenstoffs als die Verbrennung fossiler Brennstoffe. Abbildung 1 der Studie selbst belegt dies, wird aber ignoriert.

Wie dies eine ganze Generation indoktrinierte.

Graven et al. (2020) ist keine gewöhnliche wissenschaftliche Arbeit. Es handelt sich um einen Übersichtsartikel zu den „Grand Challenges“ – eine Arbeit, die das Selbstverständnis eines Forschungsfeldes prägt. Sie wird Doktoranden als Pflichtlektüre empfohlen. In Forschungsanträgen wird sie zitiert, um den Rahmen für zukünftige Forschung zu schaffen.

Der IPCC verweist auf sie als maßgebliche Zusammenstellung. Wissenschaftskommunikationsmedien – MIT, NASA, Universitätswebseiten – verlinken auf sie als die endgültige Erklärung dafür, warum Kohlenstoffisotope die menschliche Verantwortung für den Anstieg des CO₂-Gehalts beweisen. Ein Doktorand, der diese Arbeit im Jahr 2021 liest, wird folgende Erkenntnisse gewinnen: Die isotopischen Beweise für die anthropogene CO₂-Zuschreibung sind gesichert, umfassend und quantitativ. Der „Suess-Effekt“ ist ein etablierter physikalischer Mechanismus, keine Hypothese. Die Modelle reproduzieren die Daten. Die Zukunftsprognosen ergeben sich aus den physikalischen Gesetzen. Die einzigen offenen Fragen betreffen die Details zukünftiger Szenarien und deren Auswirkungen auf die Radiokohlenstoffdatierung und forensische Anwendungen. Zu keinem Zeitpunkt würde dieser Student auf die Information stoßen, dass sich die Netto-Isotopensignatur nicht verändert hat. Zu keinem Zeitpunkt würde er erfahren, dass ein einfaches Biosphärenmodell ohne fossile Brennstoffe 99 % der Varianz in den Daten reproduziert. Zu keinem Zeitpunkt würde er entdecken, dass Suess selbst zwei Mechanismen vorschlug, sich aber auf keinen von beiden festlegte. Zu keinem Zeitpunkt würde er aufgefordert werden, die eine Berechnung durchzuführen – den globalen Keeling-Plot-Achsenabschnitt –, die die Prämisse überprüfen würde, auf der die gesamte Arbeit beruht.

So funktioniert Indoktrination in der Wissenschaft. Es genügt, wenn eine Prämisse alt genug, weit genug verbreitet und tief genug in die Methodik eingebettet ist, dass sie unsichtbar wird. Die Zuschreibung an Suess hielt 1955 als vorläufige Vermutung Einzug in die Literatur. Bis 2020 war sie zum tragenden Fundament eines Übersichtsartikels zu den „Großen Herausforderungen“ in einer der renommiertesten Fachzeitschriften geworden, im Abstract als Fakt dargestellt, im Hauptteil nie überprüft und einer neuen Generation von Wissenschaftlern als etabliertes Wissen vermittelt.

 Koutsoyiannis testete es 2024. Es scheiterte.

Die Eingangssignatur ist konstant. Die Biosphäre erklärt alles. Fossile Brennstoffe sind in den Daten nicht nachweisbar. Die maßgebliche Arbeit auf diesem Gebiet basiert auf einer Annahme, die die Daten bei genauerer Betrachtung nicht stützen. Die Generation von Wissenschaftlern, die mit dieser Arbeit ausgebildet wurde, wird sich früher oder später damit auseinandersetzen müssen. Die Mathematik kümmert sich nicht darum, wie oft die Annahme zitiert wurde oder wie renommiert die Zeitschrift ist, die sie veröffentlicht hat. Die Massenerhaltung ist keine von Fachkollegen begutachtete Meinung. Sie ist eine buchhalterische Identität. Und die Bilanz stimmt nicht so überein, wie Graven et al. behauptet haben.

https://x.com/cohler/status/2045091890941292767?s=20

Jonathan Cohler

„Meistaufgenommener Klarinettensolist unserer Zeit“ – Fanfare. Klarinettist/Dirigent, Softwareentwickler, KI- und Klimawissenschaftler.

http://cohlerclassical.com,  http://papers.jcohler.com

 

Der Beitrag Eine Vermutung aus dem Jahr 1955 wurde zur falschen Grundlage des menschengemachten Klimas – und wie eine Studie aus dem Jahr 2020 sie als unumstößliche „Wahrheit“ zementierte. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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