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Die Ausreden der Klimawarner nach dem Ende von RCP 8.5

28. Mai 2026 um 12:00

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Das Hochemissions-Szenario RCP 8.5, mit dem der Welt jahrelang die Hölle heiss gemacht wurde, gilt jetzt offiziell als «unplausibel».  Doch statt einzugestehen, dass sie mit ihren Warnungen vor dem Weltuntergang falsch lag, verklärt die Klimalobby die Situation auf abenteuerliche Weise.

Von Peter Panther

Auch Carsten Schneider (SPD) hat sich nun zum Ende des drastischen Klimaszenarios RCP 8.5 verlauten lassen. Der Bundesumweltminister deutet die Entwicklung als Erfolg bisheriger Klimapolitik. Dass das Szenario nicht eintrete, zeige, dass die bisherigen Massnahmen Wirkung entfaltet hätten. Für Schneider ist im Wesentlichen der weltweite Ausbau von Solar- und Windenergie der Grund, dass nun doch keine Klimakatastrophe ins Haus steht.

Schneiders Deutung ist eine Verklärung der Situation. Er will davon ablenken, dass die Klimawarner mit ihren Horrorprognosen versagt haben. Und er ist mit diesem Ablenkungsmanöver nicht allein. Viele Wissenschaftler, Politiker und Journalisten behaupten in diesen Tagen, Erfolge im Klimaschutz seien der Grund, dass die Weltuntergangs-Prophezeiungen nicht Wirklichkeit werden.

Vergegenwärtigen wir uns kurz, welche Bedeutung das Klimaszenario RCP 8.5 hatte: Es war nicht einfach ein Hochemissionsszenario, das der Weltklimarat nutzte, um neben optimistischeren Varianten auch einen schlechten Verlauf der Erderwärmung durchzurechnen. RCP 8.5 war vielmehr das Szenario, das Apokalyptiker in Rosinenpicker-Manier heraussuchten, um darauf basierend der Welt buchstäblich die Hölle heiss zu machen.

900 Milliarden Klimaschäden in Deutschland?

So sagte etwa eine Studie von 2023, welche das Bundeswirtschaftsministerium unter Robert Habeck in Auftrag gegeben hatte, für Deutschland Schäden von 900 Milliarden Euro wegen der Erderwärmung voraus. Diese Horrorzahl nutzte die damalige Ampelkoalition dazu, ihre Klimapolitik zu verschärfen. Die Studie hatte das Szenario RCP 8.5 als Grundlage.

Bereits 2021 hatte das Bundesverfassungsgericht sein Klimaurteil massgeblich auf Quellen mit RCP 8.5-Studien abgestützt. Aufgrund dieses Urteils verschärfte Deutschland damals seinen Klimaschutz und proklamierte, das Netto-Null-Ziel bereits 2045 statt 2050 erreichen zu wollen.

Auch international stützten zahlreiche Regierungen und Gremien ihre Prognosen und politischen Rezepte auf RCP 8.5 ab. So stellte das Beratungsunternehmen McKinsey Hunderte Millionen Todesopfer aufgrund dieses Szenarios in Aussicht. Der Rückversicherer Swiss Re warnte aufgrund von RCP 8.5 vor einem Rückgang der Weltwirtschaftsleistung um 18 Prozent. Und die Bank Barclay sprach von einem möglichen Kollaps der Währungen wegen der Erderwärmung – ebenfalls begründet mit diesem Szenario.

RCP 8.5 geht von einem zusätzlichen Strahlungsantrieb von 8,5 Watt pro Quadratmeter der Erdoberfläche aus, was bis 2100 zu einer Temperaturerhöhung von vier bis sechs Grad führen würde. Damit es so weit kommt, müsste die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre gegenüber heute um etwa das Dreifache steigen. Das wäre nur möglich, wenn sich der weltweite Konsum an Primärenergie ebenfalls verdreifachen und die Verwendung von Kohle sogar versechsfachen würde. Selbst wenn jeder sogenannte Klimaschutz ausbleibt, ist das nie und nimmer realistisch.

«Das erzeugt maximale Dramatik»

Warum dieses Klimaszenario in den vergangenen Jahren dennoch so oft herangezogen wurde, hat der deutsche Klimaforscher Hans von Storch – immer schon ein Querschläger in seiner Zunft –  bei «Cicero» treffend formuliert:  «In aktivistischen Kreisen wurde RCP 8.5 oft wie der normale Zukunftspfad behandelt. Das erzeugt maximale Dramatik.» Er glaube, dass sich hier über Jahre «eine Symbiose zwischen aktivistischen Wissenschaftlern und politischen Aktivisten entwickelt habe. «Dahinter stand die Überzeugung: Wenn man die Öffentlichkeit stärker erschreckt, entsteht am Ende eine effizientere Klimaschutzpolitik.»

Nun aber ist RCP 8.5 offiziell Geschichte. Das Weltklimaforschungsprogramm, das die Klimamodelle zuhanden des Weltklimarats IPCC ausarbeitet, hat das Szenario als «unplausibel» bezeichnet. Beim nächsten Sachstandsbericht des IPCC sollen neue Szenarien zur Anwendung kommen, die im Extremfall eine Temperaturerhöhung von nur noch 3,5 Grad in Aussicht stellen. Als «bedeutendste Entwicklung in der Klimaforschung seit Jahrzehnten», hat der amerikanische Umweltforscher Roger Pielke Jr. das Ende von RCP 8.5 bezeichnet.

Die Klimakatastrophe ist damit faktisch abgesagt. Die Welt wurde umsonst in Angst und Schrecken versetzt. Doch flugs tauchte die erwähnte Verklärung auf, es sei auf eine erfolgreiche Klimapolitik zurückzuführen, dass das schlimmste Szenario nicht eintrete.

«RCP 8.5 und andere extreme Szenarien waren nie plausibel»

Diese Deutung hat bereits der niederländische Wissenschaftler Detlef van Vuuren, der beim Weltklimaforschungsprogramm für die Emissionsszenarien zuständig ist, mitgeliefert: «RCP 8.5 ist aufgrund von Trends bei den Kosten erneuerbarer Energien, dem Aufkommen von Klimapolitik und jüngsten Emissionstrends unwahrscheinlich geworden», liess er verlauten. Das beteten die meisten Medienschaffenden brav nach. «Der exponentielle Zubau der Erneuerbaren sorgte dafür, dass die Emissions-Kurve abflachte», beahauptete der Klimajournalist Benjamin von Brackel in der «Süddeutschen Zeitung».

Die Rolle, die hier insbesondere dem weltweiten Ausbau der Wind- und Solarenergie zugeschrieben wird, ist nachweislich unzutreffend. Bereits 2014 war dem kanadischen Klimawissenschaftler Justin Ritchie aufgefallen, dass bei RCP 8.5 ein exorbitanter Kohleboom notwendig war, für den es keine Anzeichen gab. Das Szenario basiere auf ‘systematischen Fehlern’, schrieb er in einer Studie. Diese wurde jedoch weitgehend ignoriert. Roger Pielke Jr. bringt es nun so auf den Punkt: «RCP 8.5 und andere extreme Szenarien waren nie plausibel.»

Die Klimalobby versucht also zu Unrecht, den erneuerbaren Energien eine Bedeutung zuzuschreiben, die sie nicht haben. Denn Wind- und Solarstrom machen heute erst sechs bis acht Prozent des weltweiten Energiekonsums aus. Dagegen haben die fossilen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas noch immer einen Anteil von über 80 Prozent.

 

Der Beitrag Die Ausreden der Klimawarner nach dem Ende von RCP 8.5 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Die große Klima-Lüge mit CO₂ (Red. PAZ)*

30. April 2026 um 07:00

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Die US-Amerikaner erfanden das Märchen aus wirtschaftlichen Gründen, die Deutschen verbreiteten es wider besseres Wissen. Spitzen-Wissenschaftler bestätigen: Mit KI kommt man dem gigantischen Umweltschwindel auf die Schliche.

Dagmar Jestrzemski (Red. PAZ)*

Überraschend gab EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kürzlich zu, dass der Ausstieg aus der Kernkraft ein schwerer Fehler war. Nicht eingeräumt aber hat sie, dass Europas Energiepolitik mit dem einseitigen Fokus auf Vermeidung von CO₂-Emissionen eine wirtschaftliche Krise ausgelöst hat. Sonst hätte sie eine komplette energiepolitische Kurskorrektur fordern müssen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sein Bedauern über Deutschlands Ausstieg aus der Kernenergie. Eine Änderung der fatalen Energiepolitik wurde dennoch nicht in Aussicht gestellt. Während die externen Kosten der Energiewende gar nicht mehr zu beziffern sind, dreht sich die Abwärtsspirale immer schneller. Dabei lässt sich die vorsätzlich verursachte Problematik des deutschen Energiesektors und der volkswirtschaftliche Schaden jetzt mithilfe von KI auf einen Bluff der US-Regierung der 70er Jahre zurückverfolgen. Ausgelöst durch mehrere Faktoren herrschte damals in den USA eine wirtschaftlich angespannte Lage. Insbesondere hatten dazu die reduzierten Öllieferungen aus den politisch unruhigen Golfstaaten während der ersten Ölkrise 1973 beigetragen, als Saudi-Arabien die Ölexporte in westliche Länder drosselte. Seither war die Gefahr des Ausbleibens der Kraftstoffimporte aus den Golfstaaten Dauerthema. Bereits vor dem Umsturz in Persien im Januar 1979 mit der Machtergreifung der Mullahs, die Amerika neben Israel zum Hauptfeind erklärten, war in Kalifornien als erstem US-Bundesstaat der Ausbau der Windkraft und der Solarenergie eingefädelt worden. Die Idee, schadlos oder auch nicht, Energie aus dem Nichts „zu ernten“, wurde als Möglichkeit aufgegriffen, um mittelfristig der Abhängigkeit vom Nahen Osten hinsichtlich der Energieversorgung zu entkommen. Finanziert wurden die (nicht-)erneuerbaren Energien Windkraft und Solarsysteme von Anfang an durch öffentliche Mittel und steuerbegünstigte private Investitionen.

Damit wurde Kalifornien zum Vorreiter beim Ausbau der erneuerbaren Energien – die gar nicht erneuerbar sind – im mächtigsten Land der Welt. US-Präsident Carter entschied sich 1979, vermutlich aufgrund der Ereignisse im Iran, der Idee zu folgen.

Ein energiepolitischer Alleingang der USA auf diesem neuen Versuchsfeld war aber ausgeschlossen. Nicht nur die NATO-Länder, sondern alle Staaten der Welt sollten daher mit ins Boot eines „CO₂-Regimes“ genötigt werden. Um das Konzept weltweit akzeptabel und den Regierenden schmackhaft zu machen, bot sich Angst als Mittel der Wahl an, und eine steuerfinanzierte Umsetzung versprach dazu eine hohe Akzeptanz. Da traf es sich ausgezeichnet, dass der Geophysiker Frank Press als wissenschaftlicher Berater im Weißen Haus vorausschauend ein Konzept ausgearbeitet hatte, wonach angeblich bestätigt wäre, dass das vom Menschen emittierte Spurengas CO₂ als Treibhausgas in der Atmosphäre wirksam sei, was mittelfristig zur Erwärmung der Erde um mehrere Grad Celsius führen würde. So gelang es tatsächlich, dass die unwahre CO₂- Theorie aus dem 19. Jahrhundert binnen weniger Jahre zur physikalischen Wahrheit erhoben wurde, obwohl sie von Albert Einstein bereits 1917 widerlegt worden war. Heute sprechen führende Wissenschaftler von dem damals eingefädelten „größten Betrug der Menschheitsgeschichte“. So erklärte Dr. Jürgen Langeheine, Physiker und früheres hochrangiger Manager bei der BASF, in seinem 2012 erschienenen Buch „Energiepolitik in Deutschland. Das Geschäft mit der Angst“: „Das Treibhausmodell in Bezug auf die CO₂- Emissionen ist thermodynamischer Unsinn. Der Anstieg der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre ist eine Folge der durch die veränderte Aktivität der Sonne hervorgerufenen Erwärmung der Erde und dadurch entstandener CO₂- Ausgasung der Ozeane. Der Einfluss des Menschen auf diesen Prozess ist unbedeutend.“ Oder, wie er anschaulich erklärt: „Eine kältere Tasse Tee (CO₂- Moleküle in der oberen Atmosphäre) kann eine warme Tasse Tee (CO₂- Moleküle in der bodennahen Atmosphäre) nicht noch wärmer machen“ – gemäß dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik. Doch der CO₂-Aktivismus hat viele Väter. Die Verantwortung ist nicht mehr zu verorten! Das sagt eine frühere FDPLandesparlamentariern, die zu dem Komplex seit zweieinhalb Jahrzehnten forscht. Ihr Name ist der PAZ-Redaktion bekannt. Sie gibt folgendes Statement ab: „Mit dem harmlosen CO₂-Molekül wird unmoralischer Blödsinn doppelt praktiziert: Mit dem Amtstempel ,Schadstoff’ wird Luft zu Geld gemacht, und gleichzeitig wird gegenüber anderen mit Schädigungsrechten (Allowances = Du darfst) geschachert, d.h. man verkauft Dritten das Recht, anderen zu ‚schaden‘.“

Plötzlich physikalische Wahrheit
Seit den 1970er Jahren bemühten sich einflussreiche Politiker in den USA und Deutschland über internationale Organisationen wie das IPCC, die WMO, das IIASA (International Institute for Applied Systems Analysis) und andere, die CO₂-Treibhausgastheorie national und international zu implementieren und wirksam zu verbreiten. Sogenannte „ehrgeizige Zielmarken“ auf dem Weg zu dem „Netto-Null“ – in Bezug auf CO₂- Emissionen – werden den Staaten seit dem Kyoto-Protokoll von 1997 vorgegeben. Wie das gelang, enthüllt jetzt KI aufgrund von variierten Fragestellungen mit erstaunlicher Klarheit. Binnen weniger Jahre wurde durch die Arbeit diverser Organisationen und NGOs tatsächlich erreicht, dass die CO₂-Falschbehauptung als eine Gefahr für die Menschheit zur physikalischen Wahrheit avancierte.

KI liefert die Erklärungen:
(0) „Die Ölkrise 1973/74, ausgelöst durch das Ölembargo der OPEC-Staaten während des Jom-Kippur-Krieges, hatte weitreichende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und den Alltag. Sie markierte das Ende der Nachkriegs-Boomjahre und führte zu einem Umdenken in Energie- und Umweltfragen. Die Krise führte zu einer verstärkten Suche nach alternativen Energiequellen und Bemühungen um Energieeffizienz (z.B. verbesserte Wärmedämmung).“
(0) „Die Treibhausgastheorie spielte den USA während der Ölkrise der 1970er Jahre insofern in die Hände, als sie wissenschaftliche Argumente für eine Abkehr vom ausländischen Öl lieferte und den Umbau der eigenen Energieversorgung forcierte, ohne primär als politisches Druckmittel gegen die OPEC zu erscheinen.“
(0) „Carters Regierungsapparat, insbesondere der Geophysiker Frank Press, initiierte Studien, um die Problematik in die Energiepolitik zu integrieren.“

Tatsächlich beauftragte Press nachweislich verschiedene Wissenschaftler, die teils bei US-Behörden beschäftigt waren, mit der Erstellung von Memos und Kurzstudien zu dieser Frage. Daraufhin veröffentlichte die National Academy of Sciences 1979 auf Anfrage des Weißen Hauses den wegweisenden Charney-Bericht „Carbon Dioxide and Climate: A Scientific Assessment“. Das Ergebnis war die Warnung, dass eine Erwärmung der Erde um etwa drei Grad Celsius wahrscheinlich sei. Ebenfalls wurde 1979 die „JASON Group“, laut KI „eine unabhängige Gruppe von Wissenschaftlern“, mit einer Untersuchung beauftragt, um die langfristigen Auswirkungen von CO₂- Emissionen auf das Klima zu prüfen. Der Bericht bestätigte, dass eine Verdoppelung von CO₂ in der Atmosphäre zu einem signifikanten Temperaturanstieg führen würde.

KI enthüllt weiter inklusive durchgeführten Faktencheck:
„Kalifornien schuf staatliche Anreize, Steuergutschriften (Federal Investment and Energy Credits) und Einspeisevergütungen. Diese Maßnahmen machten Investitionen (in die erneuerbaren Energien) sehr attraktiv. Die ersten großen Windparks (Windfarms) entstanden infolge dieser Förderung in den späten 70er und frühen 80er Jahren, unter anderem in Tehachapi und Altamont Pass. Die Ölkrise führte also dazu, dass der Staat und private Investoren in die Forschung und Entwicklung von Windkraftanlagen investierten, um alternative Energiequellen zu finden.“ Für den rein politisch motivierten Einstieg der USA in die (nicht-)erneuerbaren Energien liefert auch die Filmindustrie jener Jahre mit dem Film „American Gigolo“ von 1980 (deutscher Titel „Ein Mann für gewissen Stunden“ mit Richard Gere in der Hauptrolle) einen eindrucksvollen Beleg. Der Film wurde von Februar bis April 1979 gedreht, also unmittelbar nachdem im Januar 1979 der Umsturz des Schah-Regimes in Persien stattgefunden und die Mullahs an die Macht gespült hatte. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat der Filmregisseur Paul Schrader aus damals aktuellem Anlass die folgende Szene in den Filmklassiker eingebaut: Los Angeles, Kalifornien, Ende der 1970er Jahre. Im Saal eines Luxushotels sitzt ein schwerreiches, vornehmes Publikum an den Tischen und lauscht der Rede des Senators Charles Stratton. Dieser beschreibt die „schwierige wirtschaftliche Lage“, in der sich das Land befand. Landesweit kam es zu Energiesparmaßnahmen und Preissteigerungen. Man erkannte die verhängnisvolle Abhängigkeit von den Ölimporten aus dem Nahen Osten. Befürchtet wurde eine andauernde Verknappung des Öls auf dem Weltmarkt. Stratton schwört das Publikum auf grundlegende Änderungen bei der Energiegewinnung ein: „In Zeiten wirtschaftlicher Einschränkungen sind es die Privilegierten, die den anderen vorausgehen sollten, sozusagen als Wegbereiter für eine neue Zeit! Wir verfügen über die technologischen Mittel und das Wissen, um unser geliebtes Vaterland aus dem Würgegriff der fossilen Treibstoffe zu befreien.“ Wie in diesem Filmklassiker nachgestellt, wird es sich Ende der 70er Jahre in Kalifornien wohl so abgespielt haben. Fragt man KI allerdings allgemein nach dem vom Menschen verursachten CO₂-Ausstoß, liegt die Antwort ganz auf Linie der veröffentlichten Falschbehauptung. Doch welch eine „stupide“ Entlarvung des Lügengebäudes liefert diese Auskunft: „Seit Beginn der Industrialisierung hat der Mensch die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre um fast 50 Prozent erhöht. Auch wenn das menschengemachte CO₂ oft nur auf ca. vier Prozent der jährlichen Gesamtflüsse geschätzt wird, ist es die Netto-Erhöhung, die zählt. Es ist wie ein Fass, das durch einen kleinen, kontinuierlichen Zufluss überläuft, obwohl der Wasserstand durch die natürlichen Zu- und Abflüsse eigentlich konstant war.“

Dümmste Form der Spekulation
Zu derartigem Klamauk hat sich der deutsch-amerikanische Atmosphärenphysiker und Meteorologe Professor Gerhard Kramm mehrfach in E-Mails kritisch geäußert: „Da die statistische Beschreibung von meteorologischen Größen auf Messdaten der Vergangenheit beruht, ist der Begriff des Klimaschutzes barer Unsinn. Man kann solche Daten allenfalls gegen Missbrauch schützen, mehr auch nicht. Wer auf die sogenannten Klimamodelle hinweist, der hat überhaupt nicht begriffen, was da getrieben wird. Das ist Spekulation mit numerischen Modellen, sicherlich die teuerste und dümmste Form der Spekulation.“ Kramm weiter: „Die CO₂- Treibhausblödelei wurde in Deutschland von der Kernenergie-Lobby unter der Führung des von-Weizsäcker-Schülers (gemeint ist Carl Friedrich von Weizsäcker) Wolf Häfele (1927–2013) als Waffe gegen den Konkurrenten ‚Kohleverstromung‘ seit 1973 gezielt eingesetzt. Nachdem Häfele, bekannt als ‚Vater des Schnellen Brüters‘, 1973 zum Direktor des IIASA-Projekts ‚Energiesysteme‘ ernannt worden war, begann die Anti-CO₂- Propaganda. Die Behauptung, dass die Minderung der CO₂-Konzentrationen ‚nach Kenntnis aller Klimaforscher nützlich für die heutigen und erst recht künftigen Menschen sei‘, ist haarsträubender Unsinn. Bis heute existiert nicht die Spur eines Beweises, dass die atmosphärische CO₂-Konzentration irgendeine der 29 verschiedenen Klimate, wie sie gemäß der Koeppen-Geiger-Klimaklassifikation abgebildet sind, überhaupt beeinflusst.“ Kramm gehört zu den Unterzeichnern des Aufrufs „No Need to Panic About Global Warming“, den das „Wall Street Journal“ am 27. Januar 2012 veröffentlichte. Unter den 16 hochgradig qualifizierten internationalen Wissenschaftlern waren: Nir Joseph Shaviv, israelisch-US-amerikanischer Physiker und Professor am Racah-Institut für Physik der Hebräischen Universität Jerusalem sowie Dr. David Nowell, „former chairman and NATO meteorologist from Canada, Dr. Antonio Zichichi, president of the World Federation of Scientists, Dr. William Gray, Colorado State University, former president of the American Meteorological Association, Dr. Diane Douglas, climatologist and paleoclimatologist, Dr. Harry Lins, cochairman of the IPCC Hydrology and Water Resources Working Group, Dr. Antonio Zichichi, President of the World Federation of Scientists, Dr. Ivar Giaever, Nobel Laureate and physicist“ – alles Namen, die für sich und die höchste wissenschaftliche Qualität ihrer Statements sprechen.

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)* Anmerkung der EIKE-Redaktion :

Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung, 17.04.2026, S.3 ; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie der Autorin Dagmar Jestrzemski für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln :  https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.

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Der Beitrag Die große Klima-Lüge mit CO₂ (Red. PAZ)* erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Wirtschaftswissenschaftler in UK sagt, hohe Energiepreise seien „gut für das Klima“

26. April 2026 um 07:00

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Tilak Doshi
Ein britischer Ökonom sprach kürzlich das Unausgesprochene laut aus: Hohe Energiepreise seien „gut für das Klima“. Das ist kein Ausrutscher, sondern symptomatisch für moderne Ökonomen. „Die Barbaren haben die Tore nicht gestürmt. Die westlichen Eliten haben sie hereingebeten, ihnen Stühle angeboten und sie gebeten, den Lehrplan neu zu gestalten.“

Wenn die Benzinpreise aufgrund von Versorgungsschocks – wie der Sperrung der Straße von Hormus und der Umleitung von Öltankern – in die Höhe schnellen, hätte man eine Diskussion über Geopolitik, Marktsignale und die offensichtlichen angebotsseitigen Abhilfemaßnahmen erwarten können. Davon gab es reichlich, einige kompetent und sogar meisterhaft, andere weniger kompetent von „Sofort-Experten“ in den sozialen und Massenmedien. Doch ein kürzlich in The Conversation erschienener Artikel eines Ökonomen bot eine Lösung, die so pervers realitätsfern war, dass sie aus einem satirischen Drehbuch von Babylon Bee stammen könnte.

Unter Berufung auf Untersuchungen, wonach ein Anstieg der Benzinpreise in UK um 10 Prozent die Nachfrage um 5 Prozent senken kann, erklärte der Artikel feierlich, dass „hohe Preise ein Mittel sind, den Verbrauch anzupassen, um mit dem geringeren Angebot fertig zu werden“. Die Botschaft war unmissverständlich: Angesichts der plötzlichen Verknappung von Raffinerieprodukten besteht die richtige Reaktion nicht darin, mehr Kraftstoff zu produzieren, wenn das Land über eigene fossile Brennstoffressourcen verfügt (wie Großbritannien), oder mehr aus Quellen außerhalb der Straße von Hormus zu importieren – oder beides. Stattdessen lautet der Rat von Christoph Siemroth, Dozent für Wirtschaftswissenschaften an der University of Essex, das Wenige, das noch übrig ist, noch teurer zu machen – damit die breite Masse weniger Auto fährt, den Bus nimmt und den glorreichen Übergang zur Netto-Null beschleunigt.

Ahnungslos und heimtückisch

Man fühlt sich an Marie Antoinettes berühmte Bemerkung über den Kuchen erinnert, welche die Ahnungslosigkeit des Adels offenbart. Doch der Artikel in „The Conversation“ ist etwas weitaus Heimtückischeres: die Vereinnahmung der Wirtschaftswissenschaften selbst durch die grüne Ideologie, die mittlerweile unsere Institutionen beherrscht – von der BBC bis zum Finanzministerium, von den Aufenthaltsräumen in Oxbridge bis zum britischen Wetterdienst. Die Disziplin, die einst als letzte Bastion gegen den langen Marsch der Frankfurter Schule durch die Sozialwissenschaften stand, ist gefallen. Frank Knight, Gary Becker, George Stigler, Milton Friedman und andere hielten eine Generation lang die Tore gegen postmodernes Geschwätz verschlossen. Das ist vorbei. Die Barbaren sind in der Festung, tragen Schals mit dem Widerspruch in sich tragenden Namen „Department for Energy Security and Net Zero“ und skandieren „Nachhaltigkeit“ wie einen säkularen Rosenkranz.

Man bedenke die elementare Logik, die jeder Wirtschaftsstudent im ersten Jahr einst verinnerlicht hat, bevor die PPE-Studenten in Oxford und Cambridge ihre Hochschulausbildung in Gaia-Verehrung begannen. Wenn der Preis einer Ware aufgrund von Knappheit steigt – sei es durch eine Blockade im Persischen Golf oder eine Produktionskürzung der OPEC –, ist das Signal eindeutig: mehr produzieren, mehr explorieren, mehr innovieren. Großbritannien sitzt auf einigen der reichsten Kohlenwasserstoff-Vorkommen Europas. Die Öl- und Gasreserven in der Nordsee sind physisch nicht erschöpft; sie werden nur angesichts der strafenden Steuersätze von [Energieminister Ed] Miliband wirtschaftlich unrentabel gemacht.

Onshore-Schiefergas, das nach einem Jahrzehnt regulatorischer Willkür kaum angezapft worden ist, könnte unsere Energiesicherheit grundlegend verändern, wenn das „Vorsorgeprinzip“ nicht als unumstößliche Regel behandelt würde. Höhere Preise sollten in einer vernünftigen Welt genau diese Reaktion auslösen: mehr Bohrungen, mehr Fracking, mehr Investitionen in Raffineriekapazitäten, mehr Öl- und Gasimporte von verschiedenen Lieferanten. Stattdessen verschreiben unsere grünen Ökonomen das wirtschaftliche Äquivalent dazu, einen Fieberpatienten in die Sauna zu stecken. Die Nachfrage muss sinken. Die Preise müssen unerträglich hoch bleiben. Das Leiden ist der Sinn der Sache.

Steuern

Der Beitrag in „The Conversation“ ist beispielhaft für sein Genre. Preisobergrenzen werden zu Recht als wettbewerbsverzerrend abgetan, da sie zu physischen Engpässen und Warteschlangen als Mittel der Rationierung führen. Man muss sich nur an die langen Schlangen an den Tankstellen in den USA unter Jimmy Carters Preiskontrollen nach dem Ölpreisschock von 1979 erinnern.

Etwa 50–55 % des britischen Verkaufspreises für Benzin und Diesel fließen derzeit als Steuern an den Staat. Doch Senkungen der Kraftstoffsteuer werden abgelehnt, da sie nicht zielgerichtet sind und dem Fiskus Einnahmen kosten – schließlich macht die Kraftstoffsteuer fast 2 Prozent der Staatseinnahmen aus, eine nette kleine Einnahmequelle für den Netto-Null-Industriekomplex.

Die bevorzugte Lösung? Einmalige Barzahlungen an einkommensschwache Autobesitzer, nach dem Vorbild der deutschen Benzinrabattaktion von 2022, bei der es 2022 zu einer vorübergehenden Senkung der Mineralölsteuer kam, um die explodierenden Benzin- und Dieselpreise während der durch den russischen Einmarsch in der Ukraine ausgelösten Energiekrise abzufedern.

Das Schöne daran sei, so wird uns gesagt, dass dadurch das „Preissignal“ erhalten bleibt, während die Haushalte davon „profitieren“, wenn sie das Auto zu Hause stehen lassen. Übersetzung: Wir bestechen euch, damit ihr arm und unmobil bleibt – alles im Namen [der Rettung] des Planeten. Unterdessen spüren die Urheber solcher Weisheiten nie die Auswirkungen. Sie belehren den Klempner, Zimmermann oder Elektriker in seinem weißen Lieferwagen, der seiner Arbeit nachgeht, und die finanziell angeschlagene Mutter, die ihre Kinder zur Schule fährt, dass ihre höheren Kraftstoffkosten ein Vorzug und kein Makel sind.

Luxusvorstellungen und geistige Korruption

Es handelt sich um luxuriöse, von Weltanschauungen geprägte energiepolitische Maßnahmen, die „der Oberschicht zu geringen Kosten Status verleihen, während sie den unteren Schichten oft Kosten aufbürden“. Wie Victor Davis Hanson schon so oft betont hat, leiden die linken politischen Eliten in den von den Demokraten regierten Bundesstaaten kaum unter den Folgen ihrer eigenen Politik. Die Begeisterung der Großstadt-Elite für offene Grenzen endet abrupt an den hohen Mauern ihrer eigenen Villen (man denke nur an Nancy Pelosi).

Gleiches gilt für den Energiesektor. Die Bewohner der liberalen Großstadtblase können sich den Parkplatz in Covent Garden für 12 Pfund pro Stunde leisten, das sanierte viktorianische Reihenhaus mit einer Luftwärmepumpe von der Größe eines Kleinwagens und den Tesla, dessen wahre Umweltkosten in chinesischen Lithiumseen und in handwerklichen Kobaltminen verborgen liegen, in denen kongolesische Kinder als Arbeitskräfte eingesetzt werden. Für sie ist „Nachhaltigkeit“ eine Lifestyle-Marke. Für den Rest des Landes – Rentner, die sich zwischen Heizen und Essen entscheiden müssen, Spediteure, denen der Bankrott droht, Landwirte, die ihre Traktoren nicht mehr betreiben können – ist es wirtschaftlicher Sadismus, der sich als Tugend tarnt.

Buddhistischer Ökonom

Die historische Parallele ist aufschlussreich. E.F. Schumacher – der „buddhistische Ökonom“ – sagte uns: „Klein ist schön“ und dass riesige Kraftwerke in gewisser Weise geistig zerstörerisch seien. Man fragt sich, was er wohl davon halten würde, dass ein modernes Gas-Kombikraftwerk eine Leistung von mindestens 200 MW haben muss, um auch nur annähernd effizient zu sein, oder dass die industrielle Zivilisation auf Skaleneffekten basiert und nicht auf Stahlöfen im Hinterhof.

Doch das heutige „grüne Establishment“ wiederholt den maoistischen Wahnsinn in westlicher Verkleidung: dezentrale „Gemeinschaftsenergie“, schwankende Wind- und Solarenergie, die massive Subventionen und Gasreservewerke erfordern, sowie das ideologische Beharren darauf, dass die optimale Größe einer Wirtschaft genau der CO₂-Bilanz entspricht, die von „Klimamodellierern“ in Exeter oder East Anglia verordnet wurde. Die Sowjetunion versuchte, den „neuen sowjetischen Menschen“ zu schaffen – selbstlos, kollektivistisch, befreit von niederen materiellen Begierden. Das Projekt scheiterte spektakulär. Sein Nachfolger ist der „neue grüne Mensch“, der seinen CO₂-Fußabdruck misst, mit dem Fahrrad zum veganen Restaurant fährt und jubelt, wenn Ed Miliband ein weiteres Nordsee-Feld stilllegt. Der totalitäre Impuls bleibt bestehen; nur das Orwellsche Vokabular hat sich von „proletarischem Internationalismus“ zu „gerechtem Übergang“ und „Klimagerechtigkeit“ gewandelt.

Die intellektuelle Korruption sitzt tief. Paul Krugman, Nobelpreisträger für Handelstheorie, verfasst mittlerweile Kolumnen, die sich wie Pressemitteilungen der „Klimakirche“ lesen. Grenzkosten für Erdgas? Nicht sonderlich relevant, wenn politische Kosten – CO₂-Steuern, Verpflichtungen zur Nutzung erneuerbarer Energien, Netzentgelte, Zahlungen im Kapazitätsmarkt – etwa 60 % Ihrer Rechnung ausmachen. Wie Kathryn Porter, David Turver und andere mit forensischer Klarheit dokumentiert haben, ist die „Energiepreiskrise“ größtenteils eine durch die Netto-Null-Politik ausgelöste Krise. Die Großhandelskosten für Strom sind nur ein Teil der Geschichte; der Rest ist die gezielte Überlagerung durch grüne Abgaben und Steuern, die kein klassischer Ökonom als marktbasiert anerkennen würde. Dennoch wird uns mit ernster Miene erzählt, dass der 97-Prozent-Konsens von uns verlangt, dies als gesicherte Wissenschaft zu akzeptieren. Der gleiche Konsens, wie man feststellt, der uns einst versicherte, dass eine Pause beim globalen Temperaturanstieg unmöglich sei, dass die Eisbären dem Untergang geweiht seien und dass die Gletscher im Himalaya bis 2035 verschwunden sein würden.

Tyrannei

Rupert Darwalls „Green Tyranny“ bietet einen aufschlussreichen Einblick in die Ursprünge des „Klima-Industriekomplexes“. Die Wurzeln der grünen Bewegung liegen nicht in der empirischen Ökologie, sondern in einer malthusianischen Abneigung gegen die industrielle Moderne und einer quasi-religiösen Sehnsucht nach Kontrolle. Was man isst (weniger Fleisch), wie weit man reist (weniger Flüge), welche Temperatur der Thermostat erreichen darf (nicht mehr als 19 °C, wenn es nach Whitehall geht) – das sind keine technischen, sondern moralische Fragen, die von der neuen Priesterschaft der Ökonomen überwacht werden, welche die Sparsamkeit von Ockhams Rasiermesser gegen den missbräuchlichen Einsatz des Vorsorgeprinzips („sicher ist sicher“) eingetauscht haben. Unsicherheit wird asymmetrisch als Waffe eingesetzt, so dass geringfügige oder hypothetische Risiken (z. B. induzierte Seismizität durch Fracking) eine regulatorische Lähmung auslösen, während die weitaus größeren Risiken von Alternativen heruntergespielt werden. Das Vorsorgeprinzip wird zu einem de facto Veto-Instrument für ideologischen Widerstand gegen Kohlenwasserstoffe, nicht zu echtem Risikomanagement.

Der Homo oeconomicus, jener rationale Nutzenmaximierer, der in kulturellen Normen verankert ist und den Adam Smith sowohl in „Der Wohlstand der Nationen“ als auch in „Die Theorie der moralischen Empfindungen“ beschrieben hat, ist durch den Homo Climaticus ersetzt worden: ein Wesen, dessen Entscheidung grundsätzlich der CO₂-Bilanz untergeordnet werden muss.

Die Folgen sind nicht abstrakt. Die Energiepreise in Großbritannien gehören zu den höchsten in der entwickelten Welt, gerade weil wir Ideologie über Geologie gestellt haben. Während China alle paar Jahre Kohlekraftwerkskapazitäten hinzufügt, die dem gesamten britischen Stromnetz entsprechen, und Indien seine fossile Infrastruktur ohne Reue ausbaut, belehrt der Westen den Globalen Süden über Netto-Null und wundert sich, warum die BRICS+-Staaten ihre „politischen Verpflichtungen“ gegenüber UN-Foren wie der COP30-Konferenz in Brasilien im letzten Jahr absichern. Die multipolare Neuordnung ist nicht nur geopolitischer Natur, sondern betrifft auch den Energiesektor. Die übrigen Länder haben erkannt, dass das Netto-Null-Experiment des Westens wirtschaftlicher Selbstmord ist. Sie beabsichtigen keine solche Torheit.

Ein Funken Hoffnung oder Barbaren vor den Toren?

Dennoch gibt es Hoffnungsschimmer. Das Blatt wendet sich, wie Matt Ridley in seinem jüngsten Clintel-Vortrag „The Climate Parrot is almost dead“ erläutert. Ridley argumentiert, dass die öffentliche und politische Dynamik hinter der Erzählung vom „Klimanotstand“ nachlässt. Tatsächlich stößt die Toleranz der Öffentlichkeit gegenüber grünem „Virtue Signalling“ an Grenzen, sobald die Rechnungen ins Haus flattern. Die anhaltenden Proteste in Irland gegen die Kraftstoffkosten, an denen Landwirte, Bauunternehmer und andere beteiligt sind, haben massive Ausmaße angenommen und die Regierung dazu veranlasst, die Armee in „Bereitschaft“ zu versetzen, da die landesweiten Kraftstoffproteste weiterhin erhebliche Störungen verursachen und die Versorgungssicherheit im ganzen Land gefährden. Die mögliche Einbeziehung des Militärs erfolgt vor dem Hintergrund, dass sich die Blockaden vor großen Kraftstoffdepots verschärfen, was die Regierung dazu veranlasst, als Reaktion auf die eskalierende Krise einen gefährlichen Kurswechsel hin zu einer „Durchsetzungsphase“ einzuleiten. Es gibt Anzeichen dafür, dass sich diese Proteste auf Norwegen und Frankreich ausweiten, wo Landwirte und Lkw-Fahrer dort Hauptverkehrsstraßen mit Traktoren und Lastwagen blockieren.

Inhalt aus blockierter Einbettung:

AUFRUF AN ALLE NATIONEN 🌍

Jetzt ist es soweit! Frankreich 🇫🇷 schließt sich nun dem #Fuelprotest #ireland #française an. Die Europäische 🇪🇺 Union muss unverzüglich aufgelöst werden, ebenso wie ihre korrupte Führung und die verräterischen Politiker, die sich gegen ihr eigenes Volk stellen. pic.twitter.com/FVJk4BIlav — IRISH PATRIOT (@irishpatriot91) 11. April 2026

Populistische Bewegungen in ganz Europa und den Vereinigten Staaten fordern einen realistischen Umgang mit der Energiepolitik: eine Strategie, die alle Optionen umfasst – einschließlich Kernkraft, Gas und ja, sogar die schöne, schwarze Kohle, wo es geologische und wirtschaftliche Gegebenheiten diktieren. Die Chicagoer Schule mag zwar Risse bekommen haben, doch ist sie noch nicht vollständig zerstört. Strenge Ökonomen – jene, die immer noch bereit sind, den Daten statt den Fördergeldern zu folgen – weisen weiterhin darauf hin, dass Anpassung und technologischer Fortschritt apokalyptische Prognosen stets überholt haben. Der „Klimanotstand“, der eine sowjetische Rationierung durch Preise rechtfertigt, ist bei genauerer Betrachtung eine politische Entscheidung, kein wissenschaftliches Gebot.

Barbaren

Die Wirtschaftswissenschaft war einst die sparsamste aller Sozialwissenschaften, die mit Grenzwertanalyse und offenbarten Präferenzen banale Ansichten durchschaute. Wenn sie diese Disziplin zugunsten der höheren Berufung der Gaia-Verehrung aufgibt, hört sie auf, Wirtschaftswissenschaft zu sein, und wird zu Propaganda. Der Artikel in „The Conversation“ ist keine Ausnahmeerscheinung; er ist ein Symptom einer Disziplin, die Wahrheit gegen eine Festanstellung und Strenge gegen Selbstgerechtigkeit eingetauscht hat. Die Barbaren haben die Tore nicht gestürmt. Die westlichen Eliten haben sie hereingebeten, ihnen Stühle angeboten und sie gebeten, den Lehrplan neu zu gestalten.

Die Korrektur wird nicht durch weitere Weißbücher oder verhaltensorientierte Anstöße kommen. Sie wird kommen, wenn die Wähler – jene, deren gelebte Erfahrung mit grüner Politik höhere Rechnungen, kältere Wohnungen und langsamere Wege ist – ein Ende des Experiments fordern. Irland befindet sich gerade in Aufruhr. Energie im Überfluss ist kein Luxus; sie ist das Fundament der modernen Zivilisation. Etwas anderes vorzutäuschen ist keine Weltgewandtheit. Es ist zivilisatorische Selbstzerstörung. Und die Rechnung landet, wie immer, bei den Menschen, die sich das Öko-Kreuz am wenigsten leisten können.

A version of this article was first published in The Daily Sceptic on 14 April 2026.

Dr Tilak K. Doshi

Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO2 Coalition and a former contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.

Link: https://clintel.org/uk-economist-says-high-energy-prices-are-good-for-the-climate/

Übersetzt von Christian Freuer

 

Der Beitrag Wirtschaftswissenschaftler in UK sagt, hohe Energiepreise seien „gut für das Klima“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)
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