NEWS 23

🔒
❌
Stats
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.
Ältere Beiträge

Hamburg für Klimasozialismus? Berlin kann das auch!

25. Februar 2026 um 07:00

Vorschau ansehen

Der Hamburger Klimaentscheid, offiziell „Hamburger Zukunftsentscheid“, war ein Volksentscheid am 12. Oktober 2025, bei dem die Hamburger über eine Verschärfung des Klimaschutzgesetzes abstimmten.

Die meisten Bürger an der Urne ahnten wohl nicht, welche gewaltigen Kosten ihre Entscheidung bei konsequenter Umsetzung für ihre Mietkosten haben würden. Mittlerweile vielleicht aber schon, da die Medien fleißig darüber berichteten.

Daher läuft die Klimapolitik zunehmend formalrechtlich über die Justiz – oder exekutiv hinter verschlossenen Türen.

Die Berliner Zeitung BZ berichtete kürzlich, wie die Umverteilung via „Klima“ ohne Beteiligung oder Information der Bürger festgezurrt wird:

Ein Klima-Deal, der Belastungen für die Bürger in Berlin verschweigt

Inhalt: Die Hauptstadt besitzt mehrere Eigenbetriebe, die nun jeden zweiten Euro „klimafreundlich“ ausgeben sollen. Das kann alles mögliche bedeuten. Was es realiter bedeutet, zeigt die Berliner E-Bus-Flotte, die von 8-12 Uhr fährt, und dann erst mal stundenlang an die Ladesäule muß.

Wer hat das entschieden? Die BZ:

Den Pakt besiegelte die Politik mit sechs Senatsmitgliedern, sowie 22 Vorständen und Geschäftsführern – und seitenweise Erklärungen.

Der Beitrag Hamburg für Klimasozialismus? Berlin kann das auch! erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Frankreichs neues Elektrizitätsprogramm (PPE3) im Zeichen der Grünen Geisteskrankheit

23. Februar 2026 um 13:00

Vorschau ansehen

von Edgar L. Gärtner

Nachdem der ohne parlamentarische Mehrheit regierende neue französische Premierminister Sébastien Lecornu nach langem Hin und Her auf der Grundlage des berüchtigten Paragrafen 49.3 der Verfassung seinen ersten Staatshaushalt per Dekret erlassen hatte, konnte er sich endlich der mittelfristigen Planung der Elektrizitätsversorgung des Landes in Form eines Plans für die Jahre 2025 bis 2035 widmen. Wir haben bereits in mehreren Beiträgen auf die Inkohärenz der bislang vorgelegten Plan-Entwürfe hingewiesen.

Das Programm ist kein Gesetz

Der am 12. Februar 2026 mit deutlicher Verspätung vorgelegte dritte Plan für das Jahrzehnt von 2025 bis 2035, genannt „Programmation Pluriannuelle de l’Électricité (PPE3)“ brauchte nach Ansicht von Premierminister Sébastien Lecornu nicht von der Nationalversammlung abgestimmt werden, obwohl deren Mehrheit den damaligen Entwurf der PPE3 bereits im Oktober 2024 abgelehnt und eine parlamentarische Debatte mit anschließender Abstimmung über ein ordentliches Gesetz gefordert hatte. Diese Forderung wurde in diesem Jahr nur noch von den Abgeordneten des Rassemblement National (RN) unterstützt, während die mit dem RN konkurrierenden gemäßigt rechten Republikaner (LR) kniffen. Lecornu und seine Getreuen beeilten sich, die PPE3 zu dekretieren, um der angekündigten Publikation einer vom neuen EDF-Präsidenten Bernard Fontana in Auftrag gegebenen Studie über die schädlichen Auswirkungen des häufigen Hoch- und Runterfahrens der KKW wegen der Vorfahrt des sehr unregelmäßig ins Netz eingespeisten Wind- und Solarstroms zuvorzukommen. Diese von erfahrenen Spezialisten erstellte Studie ist seit dem 16. Februar 2026 im Internet einsehbar. (Wir haben über die bislang nur über Indiskretion bekannt gewordenen Ergebnisse dieser Expertise schon am 2. Februar berichtet.)

Die PPE3 tritt sofort nach der Verkündung durch die Regierung in Kraft. Wie die Erfahrungen mit den beiden Vorgängerplänen lehren, handelt es sich dabei eher um rechtlich wenig verbindliche Richtwerte. Nach der Renationalisierung des monopolistischen Stromkonzerns Électricité de France (EDF) ist aber zu erwarten, daß die staatlichen Vorgaben wenigstens ansatzweise in technische Weichenstellungen übersetzt werden, auch wenn finanzielle Engpässe durch das nicht nur in Frankreich drohende Finanzchaos sowie Widerstände durch Volksbewegungen nach dem Muster der „Gilets Jaunes“ (Gelbwesten) zu erwarten sind.

Frankreich, ein Strom-Paradies

In Frankreich gibt es zurzeit, im Unterschied zu Deutschland oder Spanien, kein grundlegendes Problem der Elektrizitätsversorgung. Es gibt im Gegenteil beachtliche Überkapazitäten in der Größenordnung von bis zu 100 Terawattstunden (TWh). Selbst im Hinblick auf das von Brüssel dogmatisch festgelegte Ziel der Kohlenstoff-Neutralität bis zum Jahre 2050 steht die Elektrizitätsversorgung Frankreichs mit einem Kernenergie-Anteil von über 70 Prozent und einem Wasserkraftanteil über 20 Prozent besser da als die aller Nachbarländer. Es braucht also kein Milliarden-Programm, das (nach offizieller Lesart) gleichzeitig die Produktion „erneuerbarer“ Elektrizität ankurbeln und die Weiterentwicklung der Kernenergie-Anwendung fördern soll.

Seit der Jahrhundertwende, d.h. seit einem Vierteljahrhundert blieb der Strombedarf Frankreichs nahezu konstant. Der industrielle Elektrizitätseinsatz sank seit den Nullerjahren wegen der beängstigenden Deindustrialisierung sogar um etwa 20 Prozent. Die gesamte französische Elektrizitätserzeugung belief sich im Jahre 2025 auf 544 TWh. Davon kamen 370 TWh aus Kernkraftwerken. Diese könnten aber leicht bis zu 450 TWh erzeugen. Nur deren im internationalen Vergleich geringe Auslastung verhinderte, dass der Überschuss noch deutlich größer wurde als die oben erwähnten 100 TWh. Diese wurden in die Nachbarländer exportiert, wodurch die chronisch negative französische Handelsbilanz wieder einmal positiv wurde. EDF hält daher konservativ an der Prognose eines Elektrizitätsbedarfs von lediglich 450 TWh im Jahre 2030 fest. Dieser Bedarf könnte schon heute problemlos ohne den Zubau weiterer Erzeugungskapazitäten gedeckt werden.

Die deutschen Grünen halten sich Konkurrenz vom Leibe

Wozu also die ehrgeizigen Pläne für die Verfünfzehnfachung der Zahl der Offshore-Windräder und die Vervielfachung der Photovoltaikanlagen an Land? Der Ingenieur Fabien Bouglé, der einer nationalen Anti-Windkraft-Initiative vorsteht, hat beim privaten Nachrichten-TV-Sender CNews vor wenigen Tagen die folgende Erklärung geliefert: Die grün-rot-schwarzen deutschen Regierungen wollten nicht die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile akzeptieren, die Frankreich aus seiner günstigen Struktur der Elektrizitätsversorgung mit niedrigen Strompreisen erwachsen. Deshalb versuchen deutsche Parteien und Stiftungen seit Jahrzehnten die französische Energiepolitik in ihrem Sine zu beeinflussen. Es gelang deutschen Lobbyverbänden in wichtigen französischen Ministerien Fuß zu fassen. Das Office Franco-Allemand pour la Transition Energétique (OFATE) im französischen Wirtschaftsministerium war und ist eng mit dem berüchtigten deutschen Anti-Kernkraft- und „Erneuerbaren“-Lobby-Think Tank „Agora Energiewende“ vernetzt. Darauf habe ich hier wiederholt hingewiesen.

Abgesehen vom rechten Front National Le Pens waren in der Tendenz alle französischen politischen Formationen für solche Einflüsse empfänglich, denn nicht nur in der französischen politischen Klasse, sondern auch bei Unternehmen und Wirtschaftsverbänden herrschten über Jahrzehnte Bewunderung und/oder Neid gegenüber der beeindruckenden Effizienz und den Exporterfolgen Deutschlands, überall findet man Hinweise auf das deutsche „Wirtschaftswunder“, das es nachzuahmen gelte. Nur wenige kritische Stimmen schmähten das als „Germanolâtrie“. So begann im 21. Jahrhundert auch die in Deutschland ursprünglich von den USA übernommene Idee einer totalen ökologischen Wende der Wirtschaft, deren Umstellung auf „grünes Wachstum“ in dem zuvor mehr traditionsverbundenen und behäbigen Frankreich an Attraktivität zu gewinnen, weil man dachte, das bringe einen neuen Wachstumsschub. Auch in der Radio- und TV-Werbung von EDF ist seit Jahren fast nur noch von der „Energiewende“ und der Notwendigkeit der Förderung „erneuerbarer“ Energiequellen die Rede. Das naheliegende Umdenken angesichts des voraussehbaren Scheiterns der „Energiewende“, der fortschreitenden Deindustrialisierung und des beginnenden Zusammenbruchs der deutschen Wirtschaft steckt noch in den Anfängen. Die meisten haben noch nicht richtig mitbekommen, dass aus einer Attraktion ein abschreckendes Beispiel geworden ist.

EU-Kommission strengt Vertragsverletzungsverfahren an

Doch erklärt die Faszination vieler Franzosen für das rheinische Modell der „sozialen Marktwirtschaft“ und der darauf aufbauende Einfluss der deutschen „Energiewende“-Lobby nur zum Teil, weshalb die unzuverlässigen „Erneuerbaren“ im PPE3, trotz der Tatsache, dass auch Staatspräsident Emmanuel Macron für den Beinahe-Blackout, zu dem es im vergangenen Jahr in Spanien gekommen ist, das Übergewicht von Wind- und Solarstrom im spanischen Netz verantwortlich machte, so großen Raum einnehmen. Da hilft nur der Hinweis auf den Druck der Brüsseler EU-Kommission weiter. Diese hat Frankreich wiederholt (zuletzt im vergangenen Monat) ermahnt, die EU-Vorgaben für eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für „Erneuerbaren“-Projekte umzusetzen. Das ist Rückenwind für die in Frankreich operierenden Wind- und Solar-Lobbys, die frech für sich in Anspruch nehmen, die Interessen der wettbewerbsorientierten Privatwirtschaft gegen das Staatsmonopol EDF zu vertreten. Hauptergebnis und uneingestandenes Ziel dieser Lobby ist jedoch, wie wir zu Beginn dieses Monats bereits gezeigt haben, die Verteuerung der Elektrizität in Frankreich.

Dennoch sieht die PPE3 eine starke Steigerung der „decarbonisierten“ Elektrizitätsproduktion auf 650 bis 693 TWh bis zum Jahre 2035 vor. Von einer „Décroissance“ (Schrumpfung) der Endnachfrage ist im Unterschied zu früheren Entwürfen der PPE3 zum Glück nicht mehr die Rede. Zum allergrößten Teil soll die nun projektierte Zunahme aber auf die „Erneuerbaren“ entfallen und nur zum geringen Teil auf Kernreaktoren. Deren Gesamt-Ausstoß soll bis 2035 nur um 2 Prozent nach oben gehen und im Vergleich mit dem Jahr 2006 sogar sinken. Für die terrestrische Windkraft ist die Verdoppelung bis 2035 vorgesehen, für die Offshore-Windkraft gar eine Vervielfältigung um den Faktor 15.

Nur die Verbilligung des Stroms hilft

Wurden in Frankreich wegen der reparatur- und wartungsbedingten gleichzeigen Abschaltung etwa der Hälfte der Kernkraftwerke nach dem Ende des Covid-Lockdowns noch Ängste vor einem drohenden Blackout im Winter geäußert, so überwiegen heute in der französischen Wirtschaftspresse Warnungen vor Überkapazitäten und sinkender Auslastung der Kernkraftwerke. Diese können die bestehenden Kernkraftwerke mit einem Fixkosten-Anteil von etwa 80 Prozent leicht unrentabel machen. Um EDF wieder deutlich in die schwarzen Zahlen zu bringen, bedürfte es einer Strategie, um in Frankreich mithilfe niedriger Preise die Stromnachfrage anzukurbeln. Klar fordert das bis zum Tage nur die juristisch an ihrer Präsidentschaftskandidatur gehinderte FN-Gründerin Marine Le Pen in ihrer Stellungnahme zum PPE3. Die Umsetzung der Brüsseler Vorgaben in Sachen CO2-Neutralität und „Erneuerbare“ im PPE3 verhindert aber genau das. Sie würde, wie die PPE3 den Franzosen zusätzliche E-Produktions- und Netzkosten in der Größenordnung von 400 Milliarden Euro bescheren. Es liegt auf der Hand: Die weitere Verfolgung des „Net-Zero“-Ziels mithilfe der unsteten und unzuverlässigen „Erneuerbaren“ bringt Frankreich gegenüber den bewährten Kernreaktoren nur Kosten, aber nicht den geringsten Wohlstandsgewinn.

So könnte auch bei den europäischen Nachbarn die Erkenntnis reifen: Nur wer verschwindet, kann klimaneutral werden. Präsident Emmanuel Macron und seine Verbündeten haben jedoch entschieden, den Brüsseler Vorgaben weiter zu folgen. Das erklärt wohl auch die bislang schwankende Haltung der bürgerlichen Republikaner (LR) zum Ausbau der Windkraft-Kapazität. Auch politisch neutrale Experten wie der Politikwissenschaftler Jean-François Roux setzen deshalb ihre Hoffnung in den Sieg des anti-woken RN bei den 2027 anstehenden Präsidentschaftswahlen. Dann würde endlich einer der großen EU-Mitgliedsstaaten damit beginnen, dem von US-Präsident Donald Trump entschiedenen und von seinem Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz in höflichen Worten vorgetragenen Befreiungsschlag des Ausstiegs aus dem „Klimakult“ zu folgen. Nur so wäre es möglich, nicht nur unseren Wohlstand, sondern auch die europäische Kultur zu bewahren.

Die „Elite“ ist krank

Dass mit der westlichen „Elite“ etwas nicht stimmt, wissen wir spätestens seit der Veröffentlichung der so genannten Epstein-Files. Doch auch die Mitglieder der EU-Kommission und die Spitzen der Brüssler EU-Bürokratie erweisen sich als „pas bien catholique“ (nicht gut katholisch), wie die Franzosen sagen würden. Die machtversessenen „Leader“ der EU unter Ursula von der Leyen sind aber wohl nicht so dumm, daß sie nicht erkennen könnten, dass sie ihre eigene Machtbasis untergraben, wenn sie am suizidalen „Klimakult“ festhalten. Sie applaudierten zwar der Münchner Rede Marco Rubios (die sie vermutlich nicht verstanden haben), machen aber munter weiter mit ihrem aussichtslosen Versuch, die Welt über den moralischen Nutzen des Grünen Selbstmords zu belehren und diese Sicht mit Rede- und Berufsverboten durchzusetzen. Das legt den Schluss nahe, dass es sich bei der noch maßgeblichen Haltung europäischer „Eliten“ nicht lediglich um einen Ausdruck ideologischer Verblendung oder religiöser Verbohrtheit handelt, sondern um eine ansteckende Geisteskrankheit genannt Nihilismus oder Narzissmus, die sich nicht unbedingt in neurologischen Befunden zeigt.

Der Beitrag Frankreichs neues Elektrizitätsprogramm (PPE3) im Zeichen der Grünen Geisteskrankheit erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Warum erreicht der CO2-Anstieg von 2023 bis 2024 einen Rekordwert? Klimaschau 249

22. Februar 2026 um 13:00

Vorschau ansehen

Mauna Loa-Vulkan, Hawaii.

Die Konzentration des atmosphärischen CO2 erreicht laut Meldung des Weltorganisation der Meteorologen WMO vom Oktober 2025 ein Rekordhoch. Nicht nur der Wert der Konzentration, auch die jährliche Zunahmerate sei seit Beginn der Aufzeichnung 1957 noch nie so hoch gewesen. In den 1960er Jahren seien jährlich 0,8 Teilchen pro Million (ppm) hinzugekommen, aktuell sind es 3,5 Teilchen pro Million.

Der Beitrag Warum erreicht der CO2-Anstieg von 2023 bis 2024 einen Rekordwert? Klimaschau 249 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Woher kommt der Strom? Höchste Residuallast

20. Februar 2026 um 07:00

Vorschau ansehen

6. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Die höchste Residuallast, die Menge des Stroms, die konventionell hergestellt und oder importiert werden muss, der aktuellen Analysewoche lag bei 61 GW. Das war am 6.2.2026 von 8:00 bis 9:00 Uhr. Für den gleichen Zeitraum wurde der Wochenhöchstpreis von 145€/MWh Strom aufgerufen. Da verwundert es den geneigten Leser dieser Kolumne nicht, dass 8,8 GW Importstrom gekauft wurden. Übertroffen wurde diese Strommenge nur von 9,2 GW* einige Stunden später (6.2.2026 19:00 bis 20:00 Uhr).

Bis zum 5.2.2026 2:00 Uhr wurde praktisch durchgängig Strom von Deutschland exportiert. Danach kam es fast durchgängig zu Stromimporten.  Bis zum Wochenende. Ab Samstagsnacht wurden wieder verstärkt Nettoexporte verzeichnet. Insgesamt exportierte Deutschland in der 6. Analysewoche knapp 13 GWh Strom. Der Stromdurchschnittspreis lag bei 107,59€/MWh. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass nur die Offshore-Windstromerzeugung eine richtig kräftige Dunkelflaute verhindert hat.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der sechsten Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende. Diese NGO erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den möglichen Prognose-Höchstwert von 86 Prozent Ausbaurate. Die Residuallasten liegen wieder um die 60 GW und mehr.

Beachten Sie bitte nach den Tageswerten die Zulassungszahlen für den Monat Januar, die Peter Hager freundlicherweise zusammengestellt hat. Die E-Mobilität liegt trotz hoher prozentualer Zuwächse weit hinter den gesteckten Zielen der Energiewender zurück. Da helfen kein Subventionen. Diese „Beigaben“ sind „rausgeworfenes Geld“ der Steuerzahler. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Energiewende in Deutschland „platzt“!

*Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer.  Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Sunde (h & pro Stunde) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel ein MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneele mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverlusten.

Appell an die Vernunft

In diesem Zusammenhang mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung mit Kernenergie auf, bevor es zu spät ist. Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Windstrom ist noch reichlich vorhanden, fast keine PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Wind- Stromerzeugung zieht etwas an. Die Strompreise.

Wind-Stromerzeugung weiter hoch. Die Strompreise.

Regenerative Stromerzeugung an Land wird schwächer. Die Strompreise.

Regenerative Stromerzeugung an Land weiter schwach. Die Strompreise.

Weiterhin wenig regenerative Stromerzeugung bei niedrigerem (Wochenend-)Bedarf. Die PV-Stromerzeugung gleicht eine Winddelle aus. Die Strompreise.

Die Windstromerzeugung zieht zum Abend an. Die Strompreise.

PKW-Neuzulassungen Januar 2026: Plug-in Hybride und reine E-Autos bei einem Drittel 

Zusammengestellt von Peter Hager

Im Januar 2026 vermeldet das Kraftfahrt-Bundesamt 193.981 PKW-Neuzulassungen. Das entspricht einem Minus von 6,6% im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Gegenüber dem Dezember 2025 mit 246.439 Neufahrzeugen bedeutet dies einen Rückgang von 21,3 %.

Antriebsarten

+ Plug-in-Hybrid-PKW sowie reine Elektro-PKW (BEV) mit einem deutlichen Zuwachs

+ Hybrid-Fahrzeuge (ohne Plug-In) mit geringem Rückgang

+ Deutliche Rückgänge bei Fahrzeugen mit reinem Benzin- und Dieselantrieb

Im Einzelnen

Benzin: 43.695 (- 22,9 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 22,5 %)

Diesel: 27.309 (- 17,1 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 14,1 %)

Hybrid (ohne Plug-in): 58.206 (- 1,8 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 30,0 % / mit Benzinmotor: 46.102 /mit Dieselmotor: 12.092)

Plug-in-Hybrid: 21.790 (+ 23,0 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 11,2 % / mit Benzinmotor: 20.273 /mit Dieselmotor: 1.517)

Elektro (BEV): 42.692 (+ 23,8 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 22,0 %)

Die beliebtesten zehn E-Modelle 01/2026

Skoda Elroq (SUV): 3.121
VW ID 7 (Obere Mittelklasse): 2.632
VW ID 3 (Kompaktklasse): 2.405
Skoda Enyaq (SUV): 1.841
Audi Q6 (SUV): 1.454
Audi A6 (Obere Mittelklasse): 1.454
Mercedes CLA (Mittelklasse): 1.330
Mini (Kleinwagen): 1.220
Tesla Model Y (SUV): 1.119
Seat Born (Kompaktklasse): 1.054

Quelle 1 & Quelle 2

E-Barometer der HUK Coburg für 2025: 81 % aller E-Autos (BEV) werden von Immobilienbesitzern gefahren

+ 81 % aller E-Autos werden von Immobilienbesitzern (75 % eigenes Haus, 6 % eigene Wohnung) gefahren.

Das Ergebnis ist keine Überraschung, denn Hausbesitzer können bequem zu Hause laden – womöglich noch besonders günstig im Sommer mit dem Strom der eigenen PV-Anlage.

+ Umstiegsquote von Verbrenner- auf reine Elektroautos erreicht im Bundesdurchschnitt 5,5 % (der höchste Wert seit 2022 mit 4,9 %)

+ In Großstädten über 500.000 Einwohner wird seltener (4,6 %) als ausserhalb der Großstädte (5,6 %) umgestiegen

+ Anschaffungspreis (62 %), Unterhalt (47 %) sowie Ladeinfrastruktur/-geschwindigkeit (43 %) sind die wichtigsten Kriterien für einen möglichen Umstieg

+ Beliebteste Hersteller bei einem möglichen E-Auto-Kauf sind VW, BMW und Audi – BYD auf Platz 10

Quelle

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: [email protected]. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.

Der Beitrag Woher kommt der Strom? Höchste Residuallast erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

„Klimagefängnis“: Die Klimapolitik in Deutschland und in den USA

19. Februar 2026 um 13:00

Vorschau ansehen

Axel Bojanowski von der WELT bezeichnete das aktuelle Klimpolitik-Urteil des Bundeswerwaltungsgerichts in Leipzig als „Klimagefängnis“ für Deutschland. Kontrafunk befragte EIKE dazu – und verglich die Situation in den USA.

„Deutschland und die USA gehen unterschiedliche Wege in der Klimapolitik. Welche Folgen das für die Wirtschaft und die Politik beider Länder hat, erläutert Dr. Axel Robert Göhring, Molekularbiologe und Mitarbeiter des Europäischen Instituts für Klima und Energie.“

 

Der Beitrag „Klimagefängnis“: Die Klimapolitik in Deutschland und in den USA erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Erderwärmung bis 1940 schneller als heute – Klimaschau 248

18. Februar 2026 um 07:00

Vorschau ansehen

Eine aktuelle Studie der Queen’s University im nordirischen Belfast von Bibek Bhatta kam zu dem Schluß, daß die Erwärmung der Erdatmosphäre zwischen 1899 und 1940 schneller voranschritt als heute. Das Ergebnis überrascht, da nach „Dürre und Hitze“ die angebliche Beschleunigung des Klimawandels zu den aktuell wichtigsten alarmistischen Aussagen gehört.

So schreibt die NASA auf ihrer Internetseite unmißverständlich:
„Es gibt eindeutige Beweise dafür, daß sich die Erde in einem noch nie dagewesenen Tempo erwärmt. Die Hauptursache dafür ist menschliches Handeln.“

Der Beitrag Erderwärmung bis 1940 schneller als heute – Klimaschau 248 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Woher kommt der Strom? Nicht unübliche längere Dunkelflaute ausgeblieben

14. Februar 2026 um 07:00

Vorschau ansehen

5. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Bisher ist in diesem Jahr die für den Jahresanfang nicht unübliche längere Dunkelflaute ausgeblieben. In der aktuellen Analysewoche kommt es gleichwohl wieder zu einer schwachen Regenerativerzeugung mit durchgehend hohen Residuallasten. Kurz: Der Aus- und Zubau insbesondere von Wind- und Solarkraftwerken in den vergangenen 25 Jahren führt zwar im aktuellen Zeitraum zu einer ziemlich gleichmäßigen Wind- und PV-Stromerzeugung.

Diese befindet sich gleichwohl auf niedrigem Niveau. Der bisherige Ausbau der installierten Leistung Windkraft beläuft sich Stand heute auf gesamt (on- und offshore) 78,3 GW, im PV-Bereich beträgt die installierte Leistung sogar 108,1 GW. Damit ist eine theoretische Windstromerzeugung von 686 Terawattstunden (TWh) möglich. Da der Wind nicht gleichmäßig weht, weil es Wartungsarbeiten gibt, liegt der Nutzungsgrad bei großzügig geschätzten 25 Prozent. Das wären 171 TWh Strom im Jahr. Weil die Sonne nachts nicht scheint, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste Einfluss auf die Stromerzeugung per Solarpaneele haben, ist die Stromausbeute im PV-Bereich noch geringer. Möglich sind mit 108,1 GW installierter Leistung in der Theorie 947 TWh, erreicht werden lediglich 118 TWh pro Jahr. Das sind selbstverständlich nur Durchschnittswerte. Faktisch sieht die regenerative Stromerzeugung im Jahresverlauf so aus. Das ist wenig verlässlich und wird mit den Residuallasten, die mit der schwarzen Linie dargestellt werden, belegt.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der vierten Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende. Diese NGO erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den möglichen Prognose-Höchstwert von 86 Prozent Ausbaurate. Die Residuallasten liegen häufig bei 50 GW und mehr.

Der durchschnittliche Wochenstrompreis beträgt  124,69€/MWh (12,4€/kWh).

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer.

Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ (siehe oben Agora) ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel ein MW-Dauerenergie. Solarpaneele mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverlusten.

In diesem Zusammenhang mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung mit Kernenergie auf, bevor es zu spät ist. Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Wenig Windstrom, fast keine PV-Stromerzeugung. Die Strompreise

Wind- und PV-Strom ziehen auf niedrigem Niveau an. Die Strompreise.

Wind- und PV-Stromerzeugung pendeln sich ein. Die Strompreise.

Fast keine PV- Stromerzeugung mehr. Die Strompreise.

Wenig volatile Windstromerzeugung. Etwas mehr PV-Strom. Die Strompreise.

Etwas stärkere regenerative Stromerzeugung bei niedrigerem (Wochenend-)Bedarf. Die PV-Stromerzeugung gleicht eine Winddelle aus.  Die Strompreise.

Die Windstromerzeugung zieht zum Abend an. Die Strompreise.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: [email protected]. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.

Rüdiger Stobbe war nach den Studium (Sozialwissenschaften/Germanistik, Abschluss 1. Staatsexamen) 30 Jahre in der Versicherungswirtschaft tätig. Er betreibt seit Februar 2016 den werbe- und kostenfreien Politikblog www.mediagnose.de.

Der Beitrag Woher kommt der Strom? Nicht unübliche längere Dunkelflaute ausgeblieben erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Klima-Lobbyismus aus China! Klimaschau 246

10. Februar 2026 um 13:00

Vorschau ansehen

Wie China und andere Mächte die Klimabewegung gegen den Westen einspannen

Vielen Nichtregierungs-Organisationen (engl. NGOs) wird seit geraumer Zeit unterstellt, hinter den Kulissen für eigene Interessen einzutreten – oder für die Interessen ihrer Geldgeber.
So warf der NATO-Generalsekretär Rasmussen schon 2014 staatlichen russischen Diensten vor, westeuropäische Umweltschutzorganisationen zu finanzieren, um das jahrzehntelang unbeachtete Fracking von Erdgas in der Öffentlichkeit als gefährliche Technologie darzustellen – gefährlich für die Anwohner und die Natur. Politischer Hintergrund: Können westliche Staaten eigene Vorkommen wegen gesetzlicher Regelungen durch Fracking nicht mehr fördern, müssen sie das Erdgas im Ausland kaufen.

UND: China – ein Vorbild des Klimaschutzes?

Der Beitrag Klima-Lobbyismus aus China! Klimaschau 246 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

22-jähriger Sonnenzyklus: Schlüssel zur langfristigen Niederschlagsprognose in Mitteleuropa

10. Februar 2026 um 10:00

Vorschau ansehen

von Dr. Ludger Laurenz

Nach neueren Analysen hat der Hale-Zyklus der Sonne einen messbaren Einfluss auf mehrjährige Niederschlagsmuster. Diese Erkenntnis eröffnet Perspektiven, wie sich die Genauigkeit langzeitlicher Niederschlagsvorhersagen deutlich verbessern lässt.

Mit der solarbasierten Methode werden erstmalig Dürrephasen wie 2018/2029 oder Nässeperioden wie 2023/2024 prognostizierbar. Das Potenzial der Prognosemethode ist für die Wirtschaft erheblich, insbesondere in wetterabhängigen Sektoren wie Landwirtschaft, Bauwirtschaft, Versicherungen und Wasserwirtschaft.

Langfristige Niederschlagsprognosen gehören zu den größten Herausforderungen der Klimaforschung. Neuere Analysen zeigen, dass ein bislang wenig beachteter Faktor – der 22-jährige Hale-Zyklus der Sonne – einen messbaren Einfluss auf mehrjährige Niederschlagsmuster hat. Wissenschaftliches Fundament und Nachweise sind in mehreren Beiträgen in Klimanachrichten.de beschrieben.

Die solarbasierte Methode verbessert die Vorhersagequalität für extreme Dürre oder Nässe. So hätte die Dürre 2018/19 und die Nässe 2023/24 schon mehrere Jahre vorher prognostiziert werden können. Keine Institution hat diese Extremjahre vorhergesagt. Die Methode ist bisher nicht Teil des etablierten Standardrepertoires offizieller Wetter- und Klimadienste. Sie basiert auf empirischer bzw. statistischer Auswertung zyklischer Muster, ist keine Klimamodellierung wie bei globalen oder regionalen Klimamodellen. Es handelt sich um eine vorläufige Arbeitshypothese, die weiterer empirischer Überprüfung bedarf.

Basis des solarbasierten Prognosemodells

Mehrjährige Prognosen der Niederschlagssumme werden mit einem statistischzyklischen Ansatz auf Basis der Sonnenaktivität, des etwa 22jährigen magnetischen HaleZyklus berechnet. Dazu werden lange historische Niederschlagsreihen (z.B. DWD-Daten seit Anfang des 20. Jahrhunderts) in aufeinanderfolgenden HaleZyklen der Sonne eingeteilt und die Zeitreihe an den Startjahren dieser Zyklen zerschnitten, anschließend die so gewonnenen Abschnitte übereinandergelegt.

Aus wiederkehrenden Strukturen im gemeinsamen Kurvenverlauf kann auf einen systematischen solaren Einfluss auf die Niederschlagssumme geschlossen werden. Aus den übereinandergelegten Zyklusabschnitten wird die Mittelwertlinie berechnet, die als Prognosekurve für die einzelnen Jahre des 22-jährigen Hale-Zyklus gilt.

Sobald das Startjahr eines neuen HaleZyklus von der Sonnenphysik festgelegt ist, kann der aus früheren Zyklen abgeleiteten Kurvenverlauf auf die kommenden etwa 20 Jahre übertragen werden. So entsteht eine neue mehrjährige oder sogar dekadische Niederschlagsprognose.

Das Prognosemodell eignet sich nicht nur für die Vorhersage von Niederschlagssummen, sondern auch für andere Klimafaktoren, die mit der Niederschlagssumme korrelieren, wie dem Oberflächenabfluss und der Dürreintensität, aber auch für Sonnenscheindauer und Temperatur.

Keine andere Region eignet sich nach bisheriger Recherche besser für solarbasierte Prognosen als Mitteleuropa. Hier dürfte der Einfluss des Hale-Zyklus auf Wettertrends global betrachtet am stärksten sein.

Prognose der Jahresniederschlagssumme

Die Prognose der Jahresniederschlagssumme ist entscheidend, um langfristige Wasserverfügbarkeit und klimabedingte Risiken einzuschätzen. Sie hilft bei der Planung in Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz.

Um den solaren Einfluss auf die Jahresniederschlagssumme überzeugender demonstrieren und damit Prognosen erstellen zu können, wird hier nicht die Niederschlagssumme des Einzeljahres gewählt, sondern das gleitende Dreijahresmittel. Beim Dreijahresmittel ist es gleich, ob sich der solare Einfluss mehr auf das einzelne Kalenderjahr bezieht oder über die Jahresgrenzen in das Jahr davor oder danach erstreckt.

In Abbildung 1 ist die Jahresniederschlagssumme als gleitendes dreijähriges Mittel im Verlauf von 6 Hale-Zyklen dargestellt.

eigenes Werk Dr. Laurenz

Abb. 1: Jahresniederschlagssumme als gleitendes Dreijahresmittel im Verlauf von 6 Hale-Zyklen mit Mittelwertlinie

Die 6 dünnen Kurven aus den einzelnen Hale-Zyklen folgen einem gemeinsamen Trend, den die schwarze Mittelwertlinie skizziert. Das dreijährige Mittel der Jahresniederschlagssumme schwankt zwischen 719 und 869 mm, mit einer Differenz von 150 mm. Der Korrelationskoeffizient von 0,5 zwischen den Mittelwerten und den Daten der einzelnen Zyklen lässt darauf schließen, dass der solare Einfluss hoch signifikant ist und ein Zufall ausgeschlossen werden kann.

Wie der solare Einfluß aus Abbildung 1 für Prognosen genutzt werden kann, soll mit Abbildung 2 erklärt werden.

eigenes Werk Dr. Laurenz

Abb. 2: Jahresniederschlagssumme (als gleitendes Dreijahresmittel) im Mittel von 6 Hale-Zyklen; die schwarze Mittelwertlinie ist die Prognoselinie mit den Prognosewerten für die einzelnen Jahre des Hale-Zyklus. Der Prognosebereiches 2026 bis 2031 ist gelb hinterlegt.

Das Mittel aus den 6 Hale-Zyklen bildet die schwarze Prognoselinie. Der Prognosezeitraum der nächsten 6 Jahre ist gelb hinterlegt. Demnach kann für 2026 mit 782 mm ein mittleres Niederschlagsniveau (im Mittel von 3 Jahren) prognostiziert werden. Bis 2028 sinkt das prognostizierte Niederschlagsniveau mit 726 mm auf ein Minimum. Danach ist ab 2029 ein linearer Anstieg auf 869 mm in 2031, mit dem Maximalwert des gesamte Hale-Zyklus, zu erwarten.

Die Qualität dieser Prognose lässt sich mit den bisherigen Beobachtungen aus dem aktuellen im Jahr 2011 begonnen Hale-Zyklus beschreiben, s. rote gestrichelte Linie. Das gleitende Dreijahresmittel der Jahresniederschlagssumme ist für die Prognose ein relativ grobes Muster mit allerdings hoher Eintrittswahrscheinlichkeit.

Auch bei der Wahl der Niederschlagssumme des Einzeljahres (ohne Mittelung mit dem Jahr davor und danach) zeigt sich solarer Einfluss, s. Abbildung 3.

eigenes Werk Dr. Laurenz

Abb. 3: Niederschlagssumme (der Einzeljahre) im Verlauf des Hale-Zyklus – als Mittel von 6 Hale-Zyklen im Flächenmittel von 12 Bundesländern; jede der 12 Kurven gilt als Prognoselinie für das jeweiligen Bundesland und kennzeichnet den jeweiligen Prognosewert für die einzelnen Zyklusjahre. Die Prognosephase 2026 bis 2032 ist gelb hinterlegt.

Die 12 Linien der einzelnen Bundesländer sind aus dem Mittel von 6 Hale-Zyklen berechnet worden und können für Prognosezwecke genutzt werden. Die Variation der Jahresniederschlagssumme ist zwischen den einzelnen Zyklusjahren größer als beim gleitenden dreijährigen Mittel in Abbildung 2. Einzelne extrem niederschlagsreiche oder arme Jahre sind gut zu erkennen.

In der gelb hinterlegten Prognosephase 2026 bis 2031 muss mit starker Schwankung der Jahresniederschlagssumme gerechnet werden. Nach einem mittleren Niveau in 2026 sinkt die prognostizierbare Niederschlagssumme bis 2028 und 2029 ab und steigt 2031 steil an auf den höchsten Wert des gesamten Hale-Zyklus.

Prognose des Oberflächenabflusses (runoff)

Für den Oberflächenabfluß wird in der Fachliteratur der Begriff runoff verwendet. Die Prognose des Oberflächenabflusses ist entscheidend für die Bewertung von Wasserressourcen und Hochwasserrisiken. Sie zeigt, wie viel Niederschlag als Abfluss in Gewässer gelangt, nach Abzug von Verdunstung und Infiltration.

Der Jahresmittelwert dient der Planung von Trinkwasserentnahmen, Stauseen und Grundwasserspeisung. Niedrige Werte signalisieren Dürren, hohe Werte Überflutungsgefahr. Die Prognose des Jahresmittels des Oberflächenabflusses ist für die Schifffahrt bedeutsam, da sie die Wasserführung von Flüssen und Kanälen vorhersagt und damit Navigationsbedingungen beeinflußt.

Wie historische Daten der Abflussrate für Prognosezwecke genutzt werden können, soll mit Hilfe von Abbildung 4 beschrieben werden. Für die Auswertung ist die Westhälfte von Deutschland gewählt worden, in der mit wesentlich größerer Abflussrate gerechnet werden kann als in der Osthälfte.

eigenes Werk Dr. Laurenz

Abb. 4: Abflußrate (runoff) im Jahresmittel in der Westhälfte von Deutschland im Verlauf von 6 Hale-Zyklen. Die schwarze Mittelwertlinie gibt die Prognosewerte für die einzelnen Zyklusjahre an. Die Prognosephase 2026 bis 2031 ist gelb hinterlegt.

Die 6 Kurven folgen einem gemeinsamen Trend. Die Mittelwertlinie kann auch hier für Prognosezwecke genutzt werden, allerdings mit mehr oder weniger großer Unsicherheit je nach Jahr des 22-jährigen Zyklus. Je enger die 6 Kurven am Mittelwert liegen, umso höher ist die Eintrittswahrscheinlichkeit. So könnte in Zukunft die Prognosequalität in den einzelnen Zyklusjahren in die Stufen 1 bis 3 eingeteilt werden.

Der Verlauf der Mittelwertlinie ähnelt dem Trend der Jahresniederschlagssumme in den Abbildungen 1 bis 3, obwohl hier ein anderer Datenpool verwendet wird. Das stützt die Annahme von solarer Beeinflussung.

Die Prognosewerte sinken von mittlerem Niveau in 2026 bis 2028/29 leicht ab, bevor 2030 das absolute Maximum des gesamten 22-jährigen Hale-Zyklus erreicht wird. Speziell für 2029 ist die Prognose sehr unsicher, mit einem erhöhten Risiko von extrem niedriger Abflussrate.

Wird beim Oberflächenabfluss im Mittel der Westhälfte von Deutschland zwischen Frühjahr und Herbst differenziert, entsteht das Bild in Abbildung 5.

eigenes Werk Dr. Laurenz

Abb. 5: Oberflächenabfluss (runoff) im März und Oktober in der Westhälfte von Deutschland im Mittel von 6 Hale-Zyklen. Die beiden Linien kennzeichnen die Prognosewerte für die einzelnen Zyklusjahre. Die Prognosephase 2026 bis 2031 ist gelb hinterlegt.

Die aus 6 Hale-Zyklen gemittelten Prognosekurven differenzieren zwischen den einzelnen Jahren des Hale-Zyklus deutlich. Beim Abfluss im Oktober besteht ein ausgeprägtes Maximum in der Mitte des Hale-Zyklus. Von 2026 bis 2029 sind zunächst linear sinkende Abflussraten zu erwarten, in 2030/31 leicht überdurchschnittliche Werte.

 

Prognose der Dürreintensität

Die Prognose der Dürreintensität SPEI-24 wird aus den Trockenheitsbedingungen der letzten 24 Monate berechnet, indem Niederschlag und Evapotranspiration berücksichtigt werden. SPEI-24-Prognosen warnen frühzeitig vor Ernteausfällen durch Erschöpfung des Bodenwasservorrates. Sie können hilfreich sein in der Forstwirtschaft bei der Steuerung des Holzmarktes durch Variation der jährlichen Einschlagmenge.

Die Prognose der Dürreintensität erfolgt beispielhaft an der Region Düsseldorf. Der Trend ist auf das gesamte Bundesgebiet übertragbar. Für die Prognoseberechnung ist der SPEI 24 gewählt worden, weil der solare Einfluss auf die Dürreintensität bei der Berücksichtigung der letzten 24 Monate deutlicher wird als bei der Berücksichtigung von nur 12 Monaten, s. Abbildung 6.

Die Mittelwert- bzw. Prognoselinie unterscheidet sich kaum von den Prognoselinien bei der Niederschlagssumme und Abflussrate. Die 6 Zykluskurven verlaufen zeitweise chaotisch. Nur in einzelnen Phasen und Jahren des Hale-Zyklus liegen die Kurven eng beieinander, ermöglichen dadurch eine Prognose mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit, wie in den Zyklusjahren 5 und 10. Im aktuellen Zyklus betrifft das bisher die Jahre 2015 und 2020. In diesen Zyklusjahren besteht jeweils ein hohes Risiko für mäßige bis extreme Dürre. Für das Zyklusjahr 10 mit dem Kalenderjahr 2020 ist das Auftreten extremen Dürre durch die periodisch wiederkehrende Variation der Sonnenaktivität vorprogrammiert.

eigenes Werk Dr. Laurenz

Abb. 6: Dürreintensität im Juli im Verlauf von 6 Hale-Zyklen in der Region Düsseldorf, mit Hervorhebung des vorletzten (blau) und aktuellen Zyklus (rot gestrichelt); die schwarze Mittelwertlinie kennzeichnet die Prognosewerte für die einzelnen Zyklusjahre. Die Prognosephase 2026 bis 2031 ist gelb hinterlegt

Die Dürreprognose für die nächsten 6 Jahre ist im gelben Feld mit der schwarzen Mittelwertlinie ablesbar. Für 2026 bis 2028 besteht ein geringes Risiko für eine Dürre, im Gegensatz zu 2029. 2029 ist die Wahrscheinlichkeit einer mäßigen Dürre relativ hoch. Das Risiko einer extremen Dürre besteht auch, ist aber längst nicht so hoch wie im Zyklusjahr 10.

Die Kurve der Dürreintensität liegt im aktuellen 2011 beginnenden Hale-Zyklus (rot gestrichelt) deutlich niedriger als im vorher gehenden 1988 beginnenden Zyklus (blau). Die Ursache für den Niveauunterschied könnte am Einfluß anderer Sonnenzyklen mit größerer Periodenlänge liegen, wie dem ca. 90-jährigen Gleißberg-, dem ca. 240-jährigen Suess-De Vries-, dem ca. 1000-jährigen Bond- und/oder dem ca. 2300-jährigen Hallstadt/Bray-Zyklus.

Wenn schon der Hale-Zyklus der Sonne so gravierenden Einfluß auf den Wettertrend in Mitteleuropa hat, muß das auch für andere Sonnenzyklen angenommen werden.

Deren Einfluß auf Wettertrends steht in Wechselwirkung mit dem Hale-Zyklus. Ihr Einfluß kann den Hale-Trend abschwächen, aber auch verstärken. Zum Beispiel könnte das dürrebedingte Waldsterben ab 2018 durch gegenseitige Verstärkung von 3 Dürrefaktoren verursacht worden sein: 1. von vorprogrammierten Dürrejahren des Hale-Zyklus, 2. über Jahrzehnte niedriger Sonnenaktivität, in denen extreme Dürren häufiger auftreten (Ionita 2021) und darüber hinaus 3. durch die Warmphase der AMO und der damit korrelierten höheren Sonnenscheindauer und Hitzestreß (Lüdecke 2024). Das Beispiel soll zeigen, welches bisher ungenutzte Potential in der Berücksichtigung von verschiedenen natürlichen Zyklen für Langfristprognosen und Klimaprojektionen liegt.

Der Beitrag 22-jähriger Sonnenzyklus: Schlüssel zur langfristigen Niederschlagsprognose in Mitteleuropa erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Klimaforschung gibt zu: Wirkung der CO2-Senken in den Ozeanen falsch berechnet! Klimaschau 247

10. Februar 2026 um 07:00

Vorschau ansehen

Die sogenannten CO2-Senken wie Wälder und Ozeane nehmen in der Luft befindliches Kohlendioxid auf – es wird dann entweder im Wasser gelöst oder als Biomasse wie Holz gebunden. Klimaforscher und Verfechter der „Netto-Null“-Politik, die eine massive Reduktion von menschlichen CO2-Emissionen erreichen wollen, haben die riesigen natürlichen Senken des Planeten bislang gern heruntergespielt.
Der klimakritische Physiker Gerd Ganteför wies nun auf seinem Youtubekanal und im Kontrafunk-Interview auf einen Wissenschaftsartikel in Nature Communications hin, der zeigt, daß die Forschung im Falle der Ozeansenken wichtige Prozesse wie Wellenbildung übersehen hatte. Die Forscher um Yuanxu Dong vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel überschrieben ihren Text mit „Asymmetrischer, durch Blasen vermittelter Gastransfer verstärkt die globale CO2-Aufnahme der Ozeane“.

Der Beitrag Klimaforschung gibt zu: Wirkung der CO2-Senken in den Ozeanen falsch berechnet! Klimaschau 247 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Die Gasspeicher leeren sich: Uns trennt noch eine Kälteperiode von der Notstandssituation

08. Februar 2026 um 16:00

Vorschau ansehen

von Fritz Vahrenholt

Die globale Temperatur hat sich im Januar 2026 leicht erhöht. Sie liegt nun um 0,35 Grad Celsius höher als das langjährige Mittel. Der Abkühlungstrend  ist noch ungebrochen.

Die Gasspeicher leeren sich

Der durchschnittliche Gasverbrauch im Winter beträgt in Deutschland 4 TWh Erdgas pro Tag, an kalten Tagen unter -5 °C ca. 5 TWh, an milderen Tagen sinkt er auf 3 TWh.
Der Verbrauch wird gedeckt durch
1. Pipelinegas
2. LNG-Gas
3. Entnahme aus den im letzten Jahr gefüllten Gasspeichern

1.Die Pipeline-Importe belaufen sich zurzeit bei 2,7 TWh. 44% davon kommen aus Norwegen, 24% aus den Niederlanden und 21% aus Belgien/Frankreich. Die letzteren beiden Importe sind LNG-Gas, da sowohl die Niederlande, Belgien als auch Frankreich keine eigenen Erdgasquellen für den Export zur Verfügung haben. Das macht diese Quellen verletzlich, wenn in diesen Ländern eine eigene Knappheit vorliegt. Der Speicherstand in den Niederlanden (5.Februar) liegt bei 22,4%, in Frankreich bei 28,5%.

2. Die aktuellen LNG-Importe in Deutschland belaufen sich auf etwa 0,4- 0,6 TWh pro Tag über die Terminals in Wilhelmshaven, Brunsbüttel, Lubmin und Mukran. Sie können zwar auf bis zu 1 TWh hochgefahren werden. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass eine zusätzliche Menge an LNG-Gas in Deutschland mit erheblicher Verzögerung ankommt. Die Belade- und Transportzeit eines LNG-Tankers vom Golf von Amerika nach Brunsbüttel dauert 18 Tage.
 
3. Die
Entnahme von Erdgas aus den deutschen Speichern betrug im Januar etwa 0,4  bis 1 TWh je nach Kältesituation. Diese Batterie für den Winter läuft langsam aber sicher leer. Der aktuelle Füllgrad der Speicher liegt bei 29%.
Diese Menge ist im Prinzip auch entnehmbar. Das entscheidende Problem ist aber, dass mit sinkendem Füllstandsgrad auch der Druck sinkt und somit die Entnahmeleistung des Speichers abnimmt, wie der sehr gute 
Übersichtsartikel zur Versorgungssicherheit von Markus Schall beschreibt. 

Schon unterhalb eines Füllstandsgrades von 50% geht die Entnahmerate (Gas pro Stunde) auf Grund des geringeren Druckes zurück. Bei 35% Füllstandsgrad ist die Entnahmerate bereits um 22% gesunken. Darunter sinkt sie dann stärker als linear ab. Unterhalb von 20% ist die Entnahmerate so stark gesunken, dass die Speicher keine Nachfragespitzen mehr abdecken können, was zu einem Risiko von Versorgungsengpässen in einer Kaltwetterlage führen kann.

Die meteorologische Situation in den nächsten 14 Tagen wird zunächst von leicht ansteigenden Temperaturen bis zum 12.2. gekennzeichnet, um danach möglicherweise erneut in eine deutliche, bundesweite Frostperiode zurückzufallen. Kommt es zu dieser Entwicklung wird Ende Februar die 20% Marke des Füllstands deutscher Gasspeicher unterschritten.

Nach der Gasnotfallverordnung von Minister Habeck sind folgende Kriterien für die Beurteilung einer Gasnotfalllage heranzuziehen:

Als kritisch wird die Lage eingestuft, wenn die prognostizierte Durchschnittstemperatur der kommenden sieben Tage min. zwei Grad Celsius unter dem Durchschnitt der vorherigen vier Jahre liegt
Als kritisch wird die Lage eingestuft, wenn der Füllstand unter den Speicherpfad fällt, der auf das 40%-Niveau am 01. Februar des jeweiligen Jahres führt.

Beide Kriterien sind seit dem 1. Februar erfüllt.
Es ist schon erstaunlich, dass die
Bundesnetzagentur bei einem Speicherstand von unterhalb 30% immer noch abwiegelt und erklärt : „Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im Augenblick als gering ein.“

Aber man versucht sich durchzumogeln und hofft auf eine Erwärmung in den nächsten 4-6 Wochen. Und wieder einmal stehen Landtagswahlen in Baden-Württemberg vor der Tür.

Nach Ausrufung einer Notfallstufe muss die Bundesnetzagentur Maßnahmen ergreifen, um die Versorgung von Haushalten und öffentlichen Einrichtungen zu gewährleisten. Das kann dann nur noch durch Abschalten von Industrie-und Gewerbebetrieben erfolgen.  Sollte es dazu kommen, wäre das ein Alptraum für die deutsche Energiepolitik: ein Resultat des Versagens. Der schon angeschlagene Investitionsstandort Deutschland würde nachhaltig beschädigt.

Warum sind wir in eine solche Situation geraten ?
Zum einen haben Gaseinkäufer und die Politik wohl die vier letzten milden Winter in die Zukunft fortgeschrieben. In einer allgemeinen Wahrnehmung einer Klimakatastrophe kommen sehr kalte Winter offenbar nicht mehr vor.
Zusätzlich ist aber seit dem 1. 1. 25 die Versorgung Osteuropas mit russischem Erdgas reduziert worden, da die Ukraine den Transit des Gases zu diesem Datum gestoppt hat. Die Versorgung über die einzig noch verbliebene, über die Türkei verlaufende Turkstream-pipeline reicht aber nicht aus, so dass das deutsche Gasnetz auch die Nachbarn Österreich, Tschechien und indirekt die Slowakei versorgt. Über die Slowakei und Polen erhält die Ukraine Gas in Umkehrung der bisherigen Fliessrichtung (reverse Flow). Die gesamte Exportmenge ist mit 1TWh täglich erheblich und liegt in der Höhe der täglichen Entnahme aus den deutschen Gasspeichern. Die Grafik zeigt den Anstieg der Exporte aus Deutschland seit der Schliessung der Transgas-pipeline aus der Ukraine.

Wie immer sich die Erdgasversorgung in den nächsten 3 Wochen entwickelt, es gäbe einen guten Anlass, die politische Debatte über die eigene Erdgasversorgung durch Schiefergas aus der norddeutschen Tiefebene zu eröffnen. Dort lagert ausreichend preiswertes Erdgas für die nächsten 30 Jahre. Die Förderung von Erdgas aus 1000 m tiefen Gesteinsschichten ist seit 2017 durch Bundesgesetz verboten (Fracking-Verbot).

Herzlichst
Ihr
Fritz Vahrenholt

NEU:
Rundbrief weiterempfehlen
Rundbrief weiterempfehlen
NEU für Mobile-Ansicht:
Rundbrief teilen über WhatsApp, Facebook, X und andere Social Media Kanäle
Teilen über Social Media
HIER:
Rundbrief/Newsletter/Monatliche Kolumne abonnieren
Erscheint einmal monatlich und kann jederzeit abbestellt werden
Rundbrief abonnieren

Der Beitrag Die Gasspeicher leeren sich: Uns trennt noch eine Kälteperiode von der Notstandssituation erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Audimax im KONTRAFUNK: Horst-Joachim Lüdecke – Klima und CO₂ – warum Dekarbonisierung keine gute Idee ist

06. Februar 2026 um 10:00

Vorschau ansehen

EIKE-Pressesprecher Prof. Horst Lüdecke hält seine zweite Vorlesung im Kontrafunk!

Horst-Joachim Lüdecke, emeritierter Professor für Informatik und Physik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, befasst sich schon seit langem mit der Auswertung von Klimadaten. In seiner Vorlesung mit dem Titel „Klima und CO – warum Dekarbonisierung keine gute Idee ist“ beschreibt er viele mächtige physikalische Prozesse, von denen CO nur eine – wahrscheinlich eher geringfügige – unter vielen ist, die unser Klima bestimmen. Klima ist gerade wegen der Interaktion so vieler Einflüsse nur auf kurze Sicht modellierbar, was die langfristigen Klimamodelle, auf die sich Politiker berufen, eher fragwürdig erscheinen lassen.

Unter diesen Umständen ist es wenig sinnvoll, eine hochentwickelte Volkswirtschaft mit enormen Kosten und um den Preis der Deindustrialisierung zu dekarbonisieren. Denn es gibt keine Beweise für eine bevorstehende katastrophale Erwärmung des Klimas durch die industrielle Tätigkeit der Menschen.

Hören Sie hier Klima und CO₂ – warum Dekarbonisierung keine gute Idee ist

Kontrafunk ist ein seit einigen Jahren etablierter kritischer Radiosender, der die Arbeit der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten übernommen hat. In der Schweiz und Österreich kann man Kontrafunk sogar im Radio hören (Tipp für unsere A/CH-Leser).

Hier nun der Text (leicht erweitert und mit Kapitelüberschriften)

 

Klima und CO2

Warum Dekarbonisierung keine gute Idee ist

Horst-Joachim Lüdecke

Welche Länder betreiben Klimaschutz?

Wetter und Klima bestimmen unser persönliches Wohlbefinden, CO2 bestimmt das Wohlbefinden unserer Industrie und unseres Wohlstands. Ohne CO2-Emissionen ist keine international wettbewerbsfähige Industrie möglich. Die Herstellung industrieller Produkte und Gebrauchsgegenstände ist unabdingbar mit anthropogener CO2-Erzeugung aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas verbunden, dem gleichen CO2 wie es etwa beim Verrotten von Pflanzen im Humus gespeichert wird. CO2, mit heute etwa 0,04 Volumenprozent in der Erdatmosphäre, ist dort zwar nur ein Spurengas. CO2 wirkt zudem global erwärmend, so entstand die Hypothese von seiner Klimaschädlichkeit. Länder wie Deutschland, die diese Hypothese als real einstufen, betreiben Klimaschutz, oder genauer Dekarbonisierung durch hohe CO2-Bepreisung.

Weltweit hat freilich Klimaschutz seinen Höhepunkt überschritten. Vor der Präsidentschaft Donald Trumps waren 20 % der Weltbevölkerung von Klimaschutzmaßnahmen betroffen, ohne die USA bleibt nur noch eine Minderheit von 15 % übrig, vor allem in der EU, England, Japan, Australien und Kanada. 85 % mit China und Indien voran nutzen uneingeschränkt preisgünstige fossile Energien. Sie setzen auf industrielles Wachstum mit der Auffassung, dass „Industrielle Entwicklung und Klimaschutz mit vernünftigen Kosten unvereinbar seien!“ Professor André Thess, Energieexperte und Institutsleiter an der Universität Stuttgart, schätzt, dass die komplette Dekarbonisierung Deutschlands bis 2045 10 Billionen Euro kosten würde (hier). Die Fachzeitschrift für Ökonomie, Frontier Economics, nennt 5 Billionen Euro im gleichen Zeitraum nur für die deutsche Energiewende (hier).

Deutschland betreibt dennoch weiter Klimaschutz und Energiewende und leidet deswegen unter den weltweit höchsten Strompreisen. Wegen Deutschlands minimalen Anteils von nur 1,5 % an den weltweiten CO2-Emissionen ist sein Aufwand für Klimaschutz und Energiewende physikalisch wirkungslos. Volksbefragungen zeigen zunehmende Skepsis gegenüber Klimaschutz und Energiewende. Nur die Klimapropaganda und die sachlichen Falschaussagen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verhindern eine noch größere Ablehnung. Er macht das anthropogene CO2 ohne Nachweise für Wetterextreme, Überschwemmungen, Dürren, bis hin zu Waldbränden, Klimaflüchtlingen und Hitzetoten verantwortlich und ängstigt damit die ahnungslose Bevölkerung. Die Schädigung der deutschen Industrie und die verlorenen Arbeitsplätze lassen allmählich die Klimafurcht schwinden und dafür die Furcht vor Verarmung durch Deindustrialisierung ansteigen. Die deutsche Politik schweigt zu all dem und bevorzugt ein unverrückbares Klima-Mantra mit Gesetzesschutz. Freie Diskussionen mit Fachexperten anderer Meinungen finden nicht statt – in den öffentlich-rechtlichen Anstalten schon gar nicht.

Die Vorlesung verlässt nun diese erforderlichen Vorinformationen und wird von nun an nur noch die physikalischen Klimafakten und ihre Auswirkungen behandeln. Ihre Abschnitte werden sein: Der Unterschied von Wetter und Klima, Klima-Proxies, die Klimavergangenheit, Ursachen von Klimawandel, und der IPCC. Insbesondere wird dann die Hypothese von maßgeblicher Klimaschädlichkeit des anthropogenen CO2 nach heutigem Stand der Klimaforschung überprüft in den weiteren Abschnitten über den Treibhauseffekt, Extremwettervorkommen, Klimasensitivität und die interessante Frage, ob der CO2-Gehalt in Zukunft immer weiter ansteigen wird.

 

Der Unterschied von Wetter und Klima

Was ist überhaupt Klima? Es ist jedenfalls nicht Wetter! Die Wissenschaft definiert Klima als das mindestens 30-jährige statistische Mittel von lokalen Wetterparametern wie Temperatur, Niederschlag, Luftdruck, Extremwetterstatistik und weiteren mehr. CO2 ist kein Klimaparameter. Mindestens eine 30-jährige Periode umfassend und lokal bestimmt werden im Folgenden die maßgeblichen Eigenschaften von Klima betrachtet. Wegen der lokalen Bestimmtheit gibt es kein Globalklima, sondern nur die schon aus der Schule bekannten Klimazonen von tropisch bis polar. In allen Klimazonen und zu allen Zeiten der Erdgeschichte hat sich das Klima stets verändert. Die Naturgesetze erlauben keinen Klimastillstand. Klimaschutz, im Grunde der Wunsch nach konstantem Klima, ist ebenso absurd wie Wetterschutz. Mit Klimaschutz ist in Wirklichkeit Dekarbonisierung gemeint – im Extremfall bis hin zur Abschaffung aller anthropogenen CO2-Emissionen.

Zur Veranschaulichung von Klima im Gegensatz zu Wetter zwei folgende Beispiele: Der extrem starke Hurrikan Katrina hatte 2005 New Orleans schwer geschädigt. In den Jahrzehnten vor und nach Katrina gab es keinen weiteren Hurrikan dieser Gewalt. Katrina war daher ein Wetterereignis. Als zweites Beispiel nehmen wir einen kühlen und regnerischen Winterurlaub der Müllers im Norden Teneriffas, während ihre Bekannten im Süden der Insel Wärme und Sonne genossen. Hatten die Müllers Wetterpech? Nein, denn das Miniklima von Teneriffa-Süd unterscheidet sich deutlich vom dem in Teneriffa-Nord, weil der rund 3700 m hohe Vulkan Teide als höchster Berg Spaniens Teneriffa-Nord und Süd trennt.

Mit der Kenntnis von Klima im Gegensatz zum Wetter erkennt man nun die stets gleiche Methode der öffentlich-rechtlichen Sender, die Extremwetter salopp zu gefährlichen Klimaextremen umdeutet. Das funktioniert meist, weil der Unterschied zwischen Klima und Wetter immer noch zu wenig bekannt ist. Jeder von uns spürt zwar hautnah das Wetter, und Extremwetter wird stets als ungewöhnlich wahrgenommen, obwohl jeder Meteorologe bestätigt, dass die natürliche Eigenschaft des Wetters seine Ungewöhnlichkeit ist. Weil uns aber die Evolution keinen Sensor für Klimaänderungen mitgegeben hat, ist die Verwechslung von Wetterextremen mit Klimaextremen naheliegend.

Natürlich können Wetterextreme und insbesondere ungünstiges Klima für den Menschen sehr gefährlich sein. Einer der wichtigsten Faktoren bei der Entwicklung zur Zivilisation war daher der Schutz gegen Wetterunbilden durch solide Behausungen. Die Entwicklung weiterer Schutzmaßnahmen hat nie aufgehört. Musterbeispiele mit Anwendung modernster Technik sind heute die riesigen, raffiniert gesteuerten Deichsysteme Hollands gegen Sturmfluten oder die Bewaldung von Wüstenregionen in China. In Vorzeiten wurden Wetterunbilden mit dem Fehlverhalten der Menschen gegen Götter in Verbindung gebracht. Die Zeitspanne der Aufklärung von diesem Irrtum dauerte leider nicht lange. In der Moderne steht nun das Klima im Mittelpunkt der Verantwortung durch den Menschen. Die moderne Erzählung von menschgemachten Klimakatastrophen behauptet, dass das Klima nach Beginn der Industrialisierung um 1850 durch anthropogene CO2-Emissionen völlig anders und gefährlicher geworden sei als in allen Zeiten davor. Wie ist solch ein Vergleich überhaupt möglich, denn vor 1850 gab es noch gar keine systematischen Wettermessungen?

 

Klima-Proxies, was ist das überhaupt?

Die Klimawissenschaft ist bei langen, zurückliegenden Zeiten auf sogenannte Klima-Proxies angewiesen. Sie finden sich in Sedimenten, Stalagmiten, Eisbohrkernen, Baumringen und weiteren Quellen. Aus ihnen werden mit modernsten Analysemethoden die Klimawerte der Vergangenheit ans Licht gebracht. Ein gut bekannter Klima-Proxy ist zum Beispiel das auch in der Archäologie verwendete radioaktive Kohlenstoffisotop 14C, das mit einer Halbwertszeit von etwa 5700 Jahren zu stabilem 14N zerfällt. 14C wird laufend durch kosmische Strahlung neu gebildet, so dass das Verhältnis von 14C zu 12C in der Atmosphäre und in Bäumen konstant bleibt. In totem Holz erneuert sich 14C aber nicht mehr, und das dadurch immer kleiner werdende Verhältnis von 14C zu 12C verrät sein Alter. Diese Radiocarbonmethode ist bis etwa 50.000 Jahre zurück ausreichend genau. Eine hier interessierende Anwendung ermittelt das Alter von ehemaligem Holz aus Bergwäldern, das heute immer wieder in schmelzenden Gletscherzungen der Alpen auftaucht. Das Alter dieser Holzfunde aus der weiten Vergangenheit und ihre Fundhöhen belegen zuverlässig, dass in 2/3 der letzten 9000 Jahre, die Alpengletscher kleiner und ihre Umgebungstemperaturen sowie die Baumgrenzen höher waren als heute. Das Thema Gletscher wird hier später noch einmal aufgegriffen.

Weiter sind die Gewichtsverhältnisse des Sauerstoffisotops 18O zum leichteren 16O und des Wasserstoffisotops Deuterium zu Wasserstoff in Gletschereis temperaturabhängig. Diese Isotope waren über Äonen hermetisch eingeschlossen und werden heute aus Eisbohrkernen von Gletschern ans Tageslicht gebracht. Sie erlauben es die Temperatur des Niederschlags zum Zeitpunkt der Eisbildung zu bestimmen. Die Abzählung der Jahresschichten des Eisbohrkerns liefert die vergangene Zeitspanne. Schließlich ist damaliges CO2 sogar noch unverändert in den Lufteinschlüssen von Eisbohrkernen vorhanden. Solche Analysen von Eisbohrkernen in Gletschern gehören heute zu den zuverlässigsten Methoden, um Kenntnisse über die Klimavergangenheit bis viele 100 000 Jahre zurück zu erhalten. Der Rekord von Bohrprojekten in der Antarktis liegt heute bei einem 2800 Meter langen Eisborkern, der einen lückenlosen Rückblick auf 1,2 Millionen Jahre Klimavergangenheit ermöglicht. Insbesondere über die Eiszeiten, die erst unmittelbar vor 9000 Jahren endeten, liefern uns diese Analysemethoden die wertvollsten Klimaerkenntnisse.

 

Die Klimavergangenheit der Erde

Um einen Eindruck vom Klimawandel in der Klimavergangenheit zu erhalten, werden im Folgenden zwei Zeitspannen betrachtet: Eine extrem lange, von einer halben Milliarde Jahren bis zu einer halben Million Jahren zurück und direkt anschließend von dieser halben Million Jahre bis heute. In der ersten langen Zeitspanne gab es so starke Klimaänderungen, dass sie insgesamt fünf Massenaussterben auslösten. Es wird vermutet, dass die Erde mehrfach eine Eiskugel ohne Leben war – ausgenommen von Resten in den Ozeanen. Das Leben hat sich dennoch immer wieder erholt, und die ausgelöschten Arten machten jedes Mal neuen Arten Platz. Die wechselnden Gase der Erdatmosphäre, die durch den veränderten Stoffwechsel der neuen Arten entstanden, waren für die Änderungen der Strahlungsbilanz und somit für den Klimawandel maßgebend mitverantwortlich. Eine ganze Reihe von Klimawandel-Ursachen in dieser langen Zeitperiode sind heute bekannt. So folgte die Temperatur einem Zyklus von etwa 150 Millionen Jahren Dauer, deren Ursache dem regelmäßigen Eintauchen der Erde in Staubzonen bei ihrem Umlauf in der Galaxis zugeschrieben wird. Der extreme Vulkanismus über Hunderttausende von Jahren im sibirischen Trapp, die Folgen der Kontinentalverschiebungen sowie die einer Supernova-Explosion und insbesondere der extreme Asteroiden-Einschlag im Golf von Mexiko vor 65 Millionen Jahren, der die Dinosaurier aussterben ließ, sind weitere bekannte Klimaursachen.

Die Temperaturen dieser langen Zeit zeigen keine gute Korrelation mit dem CO2. Der stark schwankende CO2-Gehalt der Erdatmosphäre reichte von 0,2 %, das ist etwa das 5-fache der CO2-Konzentration von heute, bis 0,1 % über längere Zeitphasen. Nur selten erreichte er den heutigen tiefen Wert um 0,04 % und darunter. Die Zeiten, in denen beide Erdpole vereist waren, so wie sie es heute wieder sind, werden auch als Eiszeitalter bezeichnet – nicht zu verwechseln mit den uns näher liegenden kürzeren Eiszeiten, von denen gleich die Rede sein wird. Wir leben daher aktuell in einem Eiszeitalter und dort in einem lebensfreundlich warmen Zwischenglazial unmittelbar vor der nächsten Eiszeit.

Die zweite gewählte Zeitspanne von vor einer halben Million Jahren bis heute wird von vier lückenlos aufeinander folgenden Eiszeiten beherrscht, jede zwischen 90- bis 120-tausend Jahre lang. In ihren Temperaturtiefpunkten sank die CO2-Konzentration der Erdatmosphäre in gefährliche Bereiche bis auf 0,02 %, denn schon wenig darunter beginnt die Photosynthese auszusetzen, und alles Leben ist dann zu Ende. Der Temperaturverlauf jeder der vier Eiszeiten war gleich und ähnelte einem Sägezahn: In etwa 90 % der Eiszeitlänge wurde es langsam und mit starken zwischenzeitlichen Schwankungen immer kälter. Dann plötzlich gab es stets eine steile Erwärmung in eine neue Warmzeit von nur etwa 10 000 Jahren, die meist wärmer war als heute. Ausgrabungen fanden Relikte von Flusspferden an Rhein und Themse aus dem letzten Zwischenglazial. In 90 % der gesamten letzten halben Million Jahre war es somit viel kälter als heute. Die skandinavischen Gletscher und die der Alpen waren in den Temperaturminima der Eiszeiten weit ins heutige Deutschland eingedrungen. Der durch die extreme Kälte erzwungene Rückzug europäischer Menschen in Höhlen wie der von Lascaux mit ihren berühmten 25 000 Jahre alten Felsenmalereien, lässt vermuten, dass nur noch wenige Tausend Menschen im eisigen Europa existierten. Diese beeindruckenden Kunstwerke waren bis 1962 noch im Original zu sehen, danach wurde die Höhle wegen Schimmelbildung infolge steigender Besucherzahlen für immer geschlossen und in der Nähe eine Nachbildung gebaut. Die letzte Eiszeit endete vor 9000 Jahren, und die nächste Eiszeit steht unmittelbar vor der Tür. Da es sehr langsam bis zum Temperaturtiefpunkt bergab geht, hat die moderne Menschheit wenigstens genug Vorsorgezeit.

 

Was ist der Wissenschaft über Klimaänderungen und ihre Ursachen bekannt?

Kennt man die Ursachen der vier Eiszeiten? Ja, sogar recht gut. Der serbische Forscher Milutin Milankovich veröffentlichte seine Theorie dazu bereits 1864. Der nach sind sie geprägt durch drei separate Zyklen von jeweils Tausenden von Jahren. Zuerst ist es der Neigungswinkel der Erdachse, dann ihre Präzession als Wanderung der Erdachse um die Senkrechte auf der Erdbahnebene und schließlich die Radiusänderung der elliptischen Erdumlaufbahn um die Sonne. Die Milankovitch-Theorie ist auf dem heutigen Stand der Wissenschaft, aber immer noch Anlass von Fachpublikationen, weil insbesondere das extrem schnelle Auftauchen in die Zwischenglaziale noch Rätsel aufgibt. Der CO2-Gehalt der Luft folgte stets mit grob 800 Jahren Zeitabstand den Ozeantemperaturen, weil kälteres Wasser CO2 aufnimmt und wärmeres Wasser CO2 entgast. 800 Jahre benötigt ein Weltmeer, um sich komplett umzuwälzen. Das CO2 spielte also auch während der vier letzten Eiszeiten keine treibende sondern nur eine getriebene Rolle.

Zu Beginn des Holozäns, also vor 9000 Jahren waren im Erdnorden die Temperaturen bis zu 2 °C höher als heute. Danach gab es in unseren Breiten nur noch Temperaturschwankungen von etwa ± 1,5 °C. Obwohl diese Temperaturänderungen vergleichsweise geringfügig waren, entschieden sie dennoch über Wohl und Wehe der jüngeren Menschheit. Die über 1000 Jahre anhaltende Warmperiode vor 4500 Jahren war der Auslöser der modernen Zivilisationen. In dieser Zeit wurde das Rad, die Schrift, der Pflug, die Sonnenuhr sowie weitere Errungenschaften erfunden. Warmperioden waren immer kulturelle Höhepunkte der Menschheit. Klimalange Kälte in gemäßigten Breiten oder zu lang ausbleibender Regen in Tropen und Subtropen zogen dagegen stets Missernten, Seuchen, Völkerwanderungen oder sogar völliges Verschwinden von Völkern nach sich. Höhere Temperaturen waren für die Menschen stets günstiger als tiefe Temperaturen. Die Abstimmung mit den Füßen in unseren Breiten beim Urlaub wärmere Länder zu bevorzugen, spricht für sich. Die weltweite Zahl der Kältetoten übersteigt um etwa das Zehnfache die Anzahl an Hitzetoten (hier).

Das zivilisatorische Aufblühen in der römischen und der mittelalterlichen Warmzeit ist gut bekannt, ebenso die schädlichen Folgen der als „kleine Eiszeit“ bezeichneten Kältephase von etwa 1480 bis 1850. In dieser Kaltperiode war die Ostsee mehrere Jahre in Folge zugefroren, und der schwedische König Karl 12 zog damals über das Ostsee-Eis mit schweren Packwagen und Kanonen gegen Polen. Auf der zugefrorenen Themse gab es Wochenmärkte. Die berühmten Winterbilder holländischer Maler wie Breughels Heimkehr der Jäger zeugen von der Kälte. 400 Hungersnöte in Europa sind dokumentiert. Eine etwa gleich kalte Periode in der davor liegenden Bronzezeit wird inzwischen – unterstützt durch Ausgrabungsfunde – als Ursache des Verschwindens ganzer Völker angenommen. Insbesondere der deutsch-französische Sender ARTE hat in mehreren Folgen über dieses Thema in spannenden Wissenschaftssendungen berichtet und dabei die zunehmende Zusammenarbeit von Archäologie und Klimawissenschaft mit Klima-Proxies betont.

Die Zeitspanne nach Ende der kleinen Eiszeit um 1850 bis heute ist durch eine natürliche Wiedererwärmung geprägt, wobei auch diese wiederum Abkühlungs- und Erwärmungsphasen enthält. Die Fachliteratur bestätigt ausreichend oft, dass die Erwärmungsperiode nach 1850 schwächer war als viele ähnlichen Erwärmungszeiten im Holozän vor 1850. Das Gleiche gilt auch für Temperaturänderungen, die man mit Regressionsgeraden ermittelt. Die mittelenglische Thermometer-Messreihe, die 1659, also weit vor 1850 begann und bis heute lückenlos fortgesetzt wurde, erlaubt einen direkten Vergleich. Sie zeigt vor 1850 den stärksten 50-jährigen Temperaturanstieg von 1,85 °C zwischen 1687 bis 1737. Nach 1850 beträgt der stärkste 50-jährige Anstieg dann nur noch 1,32 °C von 1961 bis 2011. Die Behauptung von klimahistorisch einmalig hohen Temperaturen oder einmalig schnellen Temperaturänderungen nach 1850 ist falsch.

Die jüngste Abkühlung von 1944-1975 erzeugte damals einen Mediensturm der Angst vor einem globalen Winter. Sogar die National Science Foundation der USA warnte davor. Die jüngsten medialen Übertreibungen zur letzten Erwärmung ab 1975 können heute in jeder Sendung der öffentlich- rechtlichen Anstalten verfolgt werden. Nur diese letzte Erwärmung weist überhaupt eine gute Korrelation mit dem angestiegenen CO2 der Luft auf. Ein sicherer Beleg für eine maßgebende Erwärmungswirkung des anthropogenen CO2 ist dies nicht, weil zumindest schon die ehemals so gefürchtete Abkühlung direkt davor von 1944 bis 1975 andere Ursachen gehabt hatte.

Dies führt nun zur Frage nach gesichertem Wissen über die Ursachen von Klimawandel im Holozän, also in den jüngsten 9000 Jahren. Die relativ geringfügigen Klimaveränderungen in dieser Zeitspanne waren zwar günstig für die Menschen, aber nicht für die heutige Klimaforschung, denn die enttäuschende Antwort ist: „Die Klimawissenschaft kennt die Ursachen der Klimaänderungen im Holozän so gut wie nicht“. Ein typischer Beleg für diesen Mangel ist bereits das bekannte Klimaphänomen des El Nino, einer Erwärmung des Pazifiks, die in einem unregelmäßigen 4 Jahres-Takt das Wetter der ganzen Welt durcheinanderwirbelt. Aus Messungen sind inzwischen die Änderungen von Meeresströmungen und Wassertemperaturen, die zum El Nino führen, recht gut bekannt. Was ihn aber jedes Mal auslöst, ist nach wie vor ein Rätsel.

Es gibt leider kaum Ausnahmen von diesem allgemeinen Kenntnismangel, einige kommen hier noch zur Sprache. Es sind tatsächlich die schwachen Klimaschwankungen des Holozäns gegenüber den starken Änderungen in den Eiszeiten, die in der Forschung ungelöste Fragen aufwerfen. Die vermuteten Ursachen von schwachen Klimaänderungen sind zu zahlreich und zu komplex: Sonneneinstrahlung, Sonnenwind, Sonnenmagnetfeld, Wolken, atmosphärische Wärmebilanz, Atmosphärenchemie, Aerosole, Zirkulationsströme der Ozeane durch Passatwinde, Ozeanzyklen, Gletscherveränderungen und noch mehr – sie sind in ihrer Gesamtwirkung kaum erfassbar. Allein die Wolken (nicht zu verwechseln mit Wasserdampf) haben es in sich. Ihre Modellierung ist kaum möglich, weil sie von mikroskopisch kleinen Tröpfchen bis hin zu Wetterfronten von hunderten Kilometern reichen. Auf niedriger Höhe kühlen sie ab, auf großer Höhe wirken sie dagegen erwärmend. Sie sind ein entscheidender Faktor der Strahlungsbilanz und damit auch von Klimaveränderungen.

Nun wird auch verständlich, warum globalweite Zirkulationsmodelle, kurz Klimamodelle, nicht funktionieren – ausgenommen allereinfachste Modelle für Detailfragen. Selbst die Mathematik ist zu den Modellierern nicht freundlich. Klimamodelle wie ihre verwandten Wettermodelle benötigen partielle Differentialgleichungen mit der unvermeidbaren Eigenschaft, dass sich im Laufe der Systemzeit beliebig kleine Änderungen der Eingangsdaten zu chaotischen Ergebnissen aufschaukeln, populär auch als Schmetterlingseffekt bekannt. Wettermodelle müssen daher nach etwa 10 Tagen passen. Da die Lösung der Differentialgleichungen nur über Differenzengleichungen möglich ist, entsteht mit jeder neuen Differenz das Problem eines wieder neuen Klimamodells.

 

Klimaforschung, auch einmal nicht ganz im Mainstream

Diesem Kenntnismangel versuchen einzelne Zweige der Klimaforschung abzuhelfen. Sie beschäftigen sich zum Beispiel mit dem Klima-Einfluss der Sonne oder mit dem Einfluss von natürlichen Zyklen wie den Ozeanzyklen. Der Klimaeinfluss der Sonne ist nicht mehr wegzudiskutieren. Es sind heute 6 Aktivitätszyklen der Sonne bekannt, die von 11 bis über 2000 Jahre Periodenlänge reichen und sich in Sonnenflecken und kosmogenen Isotopen wie 14C und 10Be bemerkbar machen. Der Astronom Wilhelm Herschel berichtete schon Anfang des 19. Jahrhunderts vom terrestrischen Einfluss der Sonnenflecken. Im Temperaturtiefpunkt der Kleinen Eiszeit waren die Sonnenflecken fast verschwunden. Wissenschaftler des deutschen Geoforschungszentrums wiesen im Fachjournal Climate of the Past der European Geoscience Union in den Sedimenten des Ammersee-Flusses am Seeausgang die zyklisch variierende Sonnenaktivität nach aus dem kosmogenen 14C und bis 5500 Jahre zurück (hier). Der Klimaeinfluss der Sonne erfolgt aber auch über ihr stark schwankendes Magnetfeld. Hierzu gibt es bereits eine ganze Reihe von Fachveröffentlichungen, die die Wirkungskette erforschen von kosmischer Strahlung, über das diese Strahlung ablenkende Sonnenmagnetfeld, bis hin zur Wolkenkeimbildung (hier). Die Mechanismen, mit denen die Sonne das Klima steuert, stehen aber erst am Anfang ihrer Aufklärung.

Nun zu den Ozeanzyklen. Diese sind regelmäßig sich ändernde Temperaturen von Meeresoberflächen wie beispielsweise die Atlantische multidekadische Oszillation, kurz AMO, deren stabile Existenz aus See-Sedimenten über Tausende Jahre zurück gesichert ist. Die Ursachen solcher Zyklen sind unbekannt, nicht aber ihre spannende Eigenschaft, Temperaturen und Niederschläge über tausende Kilometer Entfernung mit zum Teil Verzögerungen von mehreren Jahren zu beeinflussen oder gar zu steuern. Der Fachbegriff dafür ist „teleconnection“. Einige Forschungsergebnisse liefern sogar schon konkrete Anwendungen. So wies eine Fachstudie von 2024 in Scientific Reports der Fachzeitschrift Nature die Steuerung der wolkenabhängigen Sonnenscheindauer in Mitteleuropa durch die AMO nach und erstellte daraus eine verlässliche Vorhersage der Sonnenscheindauer in den nächsten Jahrzehnten (hier).

 

Erste Antwort auf die Frage, ob anthropogenes CO2 maßgeblich das Klima verändert

Als Zwischenfazit ist jetzt festzuhalten, dass CO2 vor Beginn der Industrialisierung um 1850 keine maßgebliche Rolle bei Klimaänderungen spielte. Nach 1850 hätte sich dies ändern können, denn die CO2-Konzentration der Luft stieg menschverursacht von 0,02 % bis heute auf 0,04 % an. Die Preisfrage lautet daher: „Prägte ab 1850 das anthropogene CO2 maßgeblich den Klimawandel?“ Man kennt die Antwort nicht. Es gibt keinen zwingenden Beweis für pro, aber auch keinen für contra. Immerhin ist die globale Erwärmungswirkung durch anthropogenes CO2 infolge seiner gut bekannten Spektralwirkung, die mit Einzelmessungen bestätigt ist, als signifikant, das heißt als überzufällig gesichert. Leider sagt uns die unbarmherzige Statistik, dass dies wegen des folgenden Grunds kein Beweis ist für eine maßgebliche Erwärmungswirkung des anthropogenen CO2: Vor und nach 1850 gab und gibt es natürliche, aber leider unbekannte Ursachen des Klimawandels. Diese natürlichen Klimatreiber haben ihren Einfluss nach 1850 keineswegs beendet, nur weil die Menschheit begann Kohle zu verbrennen. Die Klimawissenschaft kennt weder die Ursachen dieser natürlichen Klimaänderungen noch ihre Stärken. Obwohl die Wirkung des CO2 überzufällig ist, weiß man daher nicht, ob ihr Anteil an der globalen Erwärmung groß oder unmaßgeblich klein im Vergleich mit den natürlichen Klimatreibern ist. Zumindest wurde bereits entlastend für CO2 erwähnt, dass sowohl   Temperaturen als auch ihre Änderungen vor der Industrialisierung um 1850 beliebig oft die entsprechenden Werte nach 1850 überstiegen. Bevor hier nun noch einmal eine hypothetisch maßgebende Verantwortung des Menschen am Klimawandel nach 1850 aufgegriffen wird, muss zuerst geklärt werden, wo verlässliche Klima-Aussagen überhaupt zu finden sind. Danach geht die Vorlesung auf den wichtigen Intergovernmental Panel on Climate Change, kurz IPCC, näher ein.

 

Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)

Die korrekte Antwort auf die Frage nach der Quelle verlässlichster Klimaaussagen ist: „In begutachteten wissenschaftlichen Fachpublikationen anerkannter Fachverlage, wobei die Angabe der Autoren und ihre Zugehörigkeit – meist einer Universität oder einer Forschungsinstitution – verpflichtend ist.“ Dies gilt generell für alle Naturwissenschaften. Nichts steht darüber. Die wissenschaftliche Wahrheit setzt sich aber nur im wissenschaftlichen Streit durch. Konsens ist das genaue Gegenteil von echter Wissenschaft, was leider zu wenig bekannt ist. Damit bleibt nur das eigene Urteil über Fachveröffentlichungen unterschiedlicher Ergebnisse übrig, so dass Laien, Politiker und Journalisten wieder im Regen stehen.

Vielleicht auch wegen dieses Mangels wurde 1988 der IPCC gegründet, der eine auf dem aktuellen Stand stehende Klimaaufklärung der Weltöffentlichkeit in Form einer geeigneten Auswahl von begutachteten wissenschaftlichen Fachveröffentlichungen anbieten sollte. Der IPCC gehört zu den Vereinten Nationen und kommuniziert nur über englischsprachige Assessment Reports, im Folgenden hier kurz AR, mit der Öffentlichkeit. Die AR, heute AR4, AR5 und AR6, stehen frei im Internet und sind weitgehend wissenschaftlich in Ordnung. Sie werden von freiwillig mitarbeitenden anerkannten Klimaforschern erstellt, die dazu ausschließlich die vorhandene Fachliteratur auswerten.

Also alles gut? Leider nicht, denn die AR werden wegen ihrer riesigen Umfänge kaum gelesen. Dies hat extrem abträgliche Folgen in Gestalt von Kurzformen der AR als „IPCC-Berichte für Politiker (kurz SPM)“. Sie sind auch in Deutsch erhältlich, und nur sie werden der Öffentlichkeit als IPCC-Publikationen suggeriert. Die SPM sind völlig indiskutabel, weil unwissenschaftlich Regierungsvertreter und sogar NGOs bei ihrer Erstellung involviert sind. In den SPM werden Null-Befunde bewusst verfälscht. Wenn beispielsweise der AR5 aussagt, es gebe global seit 1950 „keinen signifikanten Trend“ bei Dürren oder Wirbelstürmen, dann ist das eine wissenschaftliche Entwarnung für diesen Zeitraum. Wenn der deutsche SPM daraus dann „geringes Vertrauen in eine Zunahme“ macht, ist das eine Fälschung. Es wird ein Risiko suggeriert, obwohl die Datenlage ein „Nicht vorhanden“ aussagt. Um eine politische Botschaft zu erhalten, werden in den tagelangen SPM-Sitzungen mit Regierungsvertretern die AR-Entwarnungen so lange weichgespült, bis daraus in den SPM Dringlichkeiten geworden sind.

Wer dagegen die AR liest, stellt fest, dass es in ihnen keine „Klimakatastrophen“ und auch keinen „Klimanotstand“ gibt. Ferner ist keine Stelle in den AR aufzufinden, in der eine „maßgebliche menschgemachte Klima-Beeinflussung“ nachgewiesen wird. Aber auch die AR haben noch eine leichte unwissenschaftliche Schlagseite, weil die UN einen anthropogenen Klimawandel beweisen möchte. Das widerspricht der Ergebnisoffenheit ordentlicher Forschung. Fachpublikationen, die die Wirkung des anthropogen CO2 in Frage stellen, werden in den AR weniger zitiert oder als umstritten abgestempelt. Damit kann man aber leben, und trotz dieser Caveats basiert diese Vorlesung auf begutachteten Fachpublikationen und den AR des IPCC.

 

Der sogenannte Treibhauseffekt

Es ist nun an der Zeit den Treibhauseffekt zu erklären. Eine grobe Analogie ist ein Auto in praller Sonne mit einer stets geöffneten Seitenscheibe. Die Seitenscheibe vertritt das CO2 der Luft. Wird sie etwas zugedreht, nimmt analog das CO2 zu, und im Auto bzw. auf der Erde wird es wärmer. Umgekehrt wird es kühler. Das Entscheidende dabei ist: Die Temperatur im Auto sowie der Erde bleiben grundsätzlich begrenzt. Wegen der offenen Seitenscheiben kann das Auto nicht in Flammen aufgehen und die Erde wegen der Wiederabstrahlung der Sonnenenergie ins Weltall nicht verglühen. „Treibhauseffekt“ ist eigentlich unpassend, weil er auf verhindertem Luftaustausch basiert, bei der nach oben offenen Atmosphäre finden dagegen spektrale Vorgänge statt.

Nach Einflussstärke sind die drei wichtigsten Treibhausgase zuerst der nicht mit Wolken zu verwechselnde Wasserdampf, dann das CO2 und schließlich das Methan. Die bodennahe Atmosphäre wäre ohne Treibhausgase über Jahreszeiten gemittelt theoretisch 33 °C kälter und die Erde unbewohnbar. Die kurzwellige Sonneneinstrahlung wird zu etwa 30 % direkt wieder ins Weltall reflektiert. 70 % erwärmen das Wasser der Ozeane, die etwa 2 Drittel der Erdoberfläche bedecken, sowie den Erdboden. Die Erdoberfläche überträgt ihre Wärme durch Kontaktleitung an die Atmosphäre und strahlt Wärme als Infrarot ab. Die Treibhausgase in der Atmosphäre absorbieren zu Teilen das Infrarot der Erdoberfläche, strahlen es in spezifischen Linienspektren wieder ab und geben es als Stoßenergie an Luftmoleküle weiter. Der messbare zum Erdboden gerichtete Teil dieser Abstrahlung wird als „Gegenstrahlung“ bezeichnet. Näher Interessierten werden hier die Grafiken empfohlen, die man nach googeln von „Strahlungsbilanz der Atmosphäre“ erhält.

Die Erwärmungswirkung von Treibhausgasen wird mit Physik besser verständlich. Die Erde bleibt auf einer konstanten Gleichgewichtstemperatur, weil die aufgenommene Sonnenenergie wieder in alle Raumrichtungen des Weltalls abgestrahlt wird. Die Sonne als Punktstrahler liefert Photonen hoher Energie. Jedes wieder abgestrahlte Photon hat dagegen eine weit geringere Energie. Diese Photonen sind aber zahlreicher, und das Energie- sowie Temperaturgleichgewicht der Erde bleiben erhalten. Der springende Punkt ist nun, dass das Gleichgewicht von Zu- und Abstrahlung keineswegs bei Erwärmung der Troposphäre durch zunehmendes CO2 verändert wird, weil sich als Ausgleich zur Erwärmung die untere Stratosphäre abkühlt. Der Mechanismus findet sich in mehreren Fachpublikationen im Detail beschrieben (z.B. hier).

 

Haben sich Extremwetter, Gletscher und Meeresspiegel maßgeblich verändert?

Im Weiteren soll nun die Frage mit den wohl stärksten Befürchtungen beantwortet werden: Haben Tornados, Dürren, Überschwemmungen, kurz alle Wetterextreme in den letzten 75 Jahren zugenommen, steigen Meeresspiegel unnatürlich an, verschwinden weltweit die Gletscher, kurz trifft die Katastrophen-Erzählung von Klima-Aktivisten und der unvermeidbaren öffentlich-rechtlichen Anstalten zu? Die eindeutige Antwort darauf gibt 2013 der IPCC in seinem AR5. Die Basis dabei sind die ab 1950 stark angestiegenen Messungen von Wetter-Parametern und die daraus erstellten Klima-Statistiken. Bereits zu den Atlantischen Hurrikans sagt der AR5, im WG1, Kap. 2.6 “Es gibt keine robusten Trends von tropischen Stürmen und Hurrikans über die letzten 100 Jahre im Nord-Atlantik.” Analoge Entwarnungen gibt er zu globalweiten Dürren, Überflutungen, Starkregen, Hagel, Gewitter u.s.f. Zusammengefasst sagt schließlich der AR5 aus, dass seit Mitte des 20-ten Jahrhunderts keine Zunahme von Wetterextremen aufzufinden war. Auch Waldbrände haben bisher nicht zugenommen, wie Fachveröffentlichungen zeigen. Sie tauchen heute nur mehr in den Medien auf als früher. Es wurde hier bereits erwähnt, dass diese Entwarnungen in den SPM des IPCC für Politiker fehlen, im öffentlich- rechtlichen Rundfunk erfährt man sie schon gar nicht.

Weiter nun zu Überschwemmungen: Das Googeln von beispielsweise „Historische Hochwassermarken real-planet.eu“ (hier) zeigt unzählige historische Flusspegel Europas. Die stärksten Überschwemmungen gab es vor 1850 in der kleinen Eiszeit – damals war es kälter, es gab mehr Schnee, mehr Schmelzwasser auf noch gefrorenen Böden und höhere Überschwemmungen“.

Zu Meeresspiegeln: Sie haben sich infolge der Gletscherschmelze nach Ende der letzten Eiszeit bis heute um etwa 130 m erhöht. Heute zeigen Pegelmessungen insgesamt einen unbedenklich gewordenen Restanstieg von rund 0,4 bis 1,1 mm pro Jahr an. Weil es keinen globalen Meeresspiegel gibt, ist hier von Meeresspiegeln im Plural die Rede. Die Erde ist nämlich keine perfekte Kugel, und zahlreiche lokale Einflüsse beeinflussen zudem noch die Pegelwerte. So zeigen nur 7% aller weltweiten Pegelmessungen einen Anstieg, 4 % ein Absinken, und 89 % überhaupt keine einheitliche Tendenz (hier). Das Versinken der Malediven gehört zu den Medien-Märchen. Googeln von PSMSL.org führt auf die offizielle Webseite aller weltweiten Pegelmessungen, die schon ein aufgeweckter Gymnasiast versteht, den öffentlich-rechtlichen Anstalten aber anscheinend unbegreiflich sind. Die ab etwa 1993 zugänglichen und weltweiten Satellitenmessungen des TOPEX/Poseidon-Programms sind ungenauer, passen aber grob zu den Pegelmessungen. Beide Messmethoden ergänzen sich.

Weiter zu Gletschern: 90% der globalen Gletschermasse liegen in der Antarktis, ihr Eis nimmt geringfügig zu. Der Grönlandgletscher mit einem Volumen von 2,9 Millionen Kubikkilometern macht 8 % der weltweiten Gletschermasse aus. Er nimmt ab. Von maßgeblichem Abschmelzen kann aber keine Rede sein. Auch das letzte Zwischenglazial über 10 000 Jahre hat den Grönlandgletscher nicht wesentlich verkleinert. Die restlichen 2 % weltweiter Gletscher über Asien, Kaukasus und so fort bis hin zu Neuseeland verhalten sich uneinheitlich. Alpengletscher nehmen seit Mitte des 19. Jahrhunderts ab. Allerdings waren sie wie schon erwähnt während 2/3 des Holozäns kleiner als heute. Eine maßgebliche Veränderung der weltweiten Gesamtgletschermasse jüngerer Zeit ist nicht bekannt. Arktisches Meereis schließlich hat nichts mit Gletschern zu tun, es ist Wetter. Seine jedes Mal im Winter entstehende Fläche von bis zum 30-fachen der Fläche Deutschlands verschwindet wieder in jedem Sommer.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen von diesem Bild, die aber keine maßgebenden Bedrohungen sind: Gegenüber dem 10 Jahre älteren AR5 berichtet der AR6 2023 von zunehmenden Überschwemmungen und Extremtemperaturen. Beide Phänomene dürften zutreffen. Die Ursachen von Überschwemmungen sind infolge weltweit zunehmender Bodenversiegelung und Bebauung sogar menschgemacht, mit anthropogenem CO2 haben sie aber nichts zu tun. Für zunehmende Extremtemperaturen werden die Ursachen auch im Urban Heat Island Effekt vermutet, das ist die Erwärmung durch immer größere Städte. Aber auch die aus Kostengründen vorgenommenen Verlagerungen von Messtationen in dichterbesiedelte Gebiete könnten mitverantwortlich sein. Eine Fachpublikation von Frontiers in Earth Science kommt sogar zum Ergebnis, dass die unvermeidbaren Fehler der bisher gemessenen Temperaturen so groß sind, dass sie keine verlässlichen Rückschlüsse auf eine anthropogene Erwärmung erlauben (hier).

 

Ein näherer Blick auf das CO2 und seine Konzentrationszunahme in der Atmosphäre

Weiter soll es nun zuerst um die noch nicht behandelten Eigenschaften des CO2 gehen und im Anschluss daran die wohl wichtigsten beiden Fragen aufgegriffen werden: Wie stark ist konkret die globale Erwärmung infolge zunehmenden CO2 in der Atmosphäre? Und zweitens, wie steht es um die immer höheren CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre, falls die Verbrennung fossiler Brennstoffe nicht aufhört?

Zuerst die CO2-Eigenschaften: CO2 ist schwerer als Luft, ab 25 % Konzentration wird es lebensgefährlich erstickend. Das afrikanische Lake-Nyos-Unglück, bei dem ein Vulkanausbruch im Seeboden die CO2-Konzentration der Seeumgebung auf zu hohe Werte trieb, tötete unzählige Weidetiere. Konzentrationen bis herauf zu 0,1 % sind unbedenklich. Als Spurengas von nur 0,04 % heute spielt sein höheres spezifisches Gewicht keine Rolle, denn durch Molekülstöße mit anderen Gasen bleibt CO2 bis in die Stratosphäre hinauf gleich verteilt. Konzentrationen mit ungewöhnlich hohen Werten, wie sie in Ballungsgebieten bei Windstille auftreten können, sinken bei starkem Wind wieder auf diejenigen Werte, wie sie offiziell auf hohen Bergen oder isolierten Inseln gemessen werden.

Anthropogenes CO2 aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas gibt der Erdatmosphäre das CO2 wieder zurück, was sie vor Urzeiten bereits einmal besaß. CO2 als Hauptbestandteil der Photosynthese ist Luftdünger, weil es die meisten Pflanzen, insbesondere Nahrungspflanzen, besser wachsen lässt. Diese inzwischen gut bekannten positiven Folgen des angestiegenen CO2 machen sich im Ergrünen von Wüstenrändern und in weltweit zunehmenden Nahrungsernten bemerkbar, sogar der SPIEGEL berichtete darüber. CO2-Zunahme ist unter diesen Gesichtspunkten zu begrüßen und nicht zu befürchten. Allerdings gibt es im Gegensatz zu diesen, und das sei hier betont, realen Eigenschaften des anthropogenen CO2 auch die noch unbelegte Hypothese von seiner Ursache als einer maßgeblichen und gefährlichen globalen Erwärmung.

Zuerst zu seiner globalen Erwärmungswirkung: Sie hängt nicht linear, sondern logarithmisch von  seiner Konzentration in der Luft ab. Somit hat sie bei jeder Konzentrationsverdoppelung den gleichen Wert. Daher definiert die Equilibrium Climate Sensitivity, die in Deutsch einfach als „Klimasensitivität“ bezeichnet wird, die Erhöhung der Globaltemperatur bei jeder CO2-Verdoppelung, also von 1 auf 2, von 2 auf 4 usw. Weil leicht verständlich und politisch gut brauchbar, wurde die Klimasensitivität zur allein maßgebenden Zahl der globalen CO2-Erwärmung. Die Fachliteratur gibt für die Klimasensitivität den Bereich von 0,6 °C bis 6 °C an, das sind viele Hunderte Prozent Unsicherheit! Die AR des IPCC reduzieren diese Spanne – wohlgemerkt nur schätzend – auf einen Bereich zwischen 1 und 2,4 °C. Das sind immer noch über 100 % Unsicherheit. Die unbequeme Wahrheit ist daher: „Der Wert der Klimasensitivität ist unbekannt!“

Eine Fachpublikation des Klimaforschers François Gervais von 2016 liefert dazu mehr. Gervais trug die Klimasensitivitäts-Werte aus allen verfügbaren Fachpublikationen gegen den Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung in eine Grafik ein und legte eine Regressionsgerade durch die Punkte-Wolke (hier). Der Trend dieser Geraden zeigt einen starken Abstieg und endet 2016 bei etwa 1 °C. Er erweiterte seine Grafik bis heute, aber es bleibt bei 1 °C. Diese untere Schranke entspricht dem unteren Schätzwert des IPCC und ist gemäß Fachliteratur unbedenklich. Ob 1 °C zutrifft, ist damit natürlich nicht entschieden. Angesichts dieser Unkenntnis bleibt aber zumindest der gut belegte Trost, dass wärmere Zeiten mit mehr Pflanzenwuchs stets für Mensch und Natur vorteilhaft waren.

Zum Abschluss der Vorlesung nun zur zweiten Frage über einen befürchteten immer weiteren CO2-Anstieg in der Atmosphäre. Vor 1850 befand sich der globale CO2-Kreislauf mit seinen biologischen Senken und Quellen im Gleichgewicht. Das anthropogene CO2 nach 1850 hat dieses Gleichgewicht verändert, und das CO2 der Luft stieg an. Oft wird daher befürchtet, dass es in der Atmosphäre verbleibt und sein Anstieg erst dann endet, wenn sein anthropogener Nachschub komplett aufhört. Das ist in der Fachliteratur widerlegt. Damit das CO2 der Luft einmal nicht weiter ansteigt, reicht es sogar aus, wenn der Mensch beliebig große Jahresmengen von CO2 beliebig viele Jahre weiter emittiert, vorausgesetzt diese Jahresmengen werden irgendwann einmal nicht mehr größer. Das klingt zunächst absurd, denn wo bleibt dann das stets weiter erzeugte CO2? Zur Klärung des Rätsels sind die folgenden Details erforderlich.

Der Ozean besitzt in frei gelöster Form die etwa 40-fache Menge des CO2 in der Luft. Selbst wenn alles anthropogene CO2 vom Ozean aufgenommen würde, änderte sich daher die riesige CO2-Menge des Ozeans nur vernachlässigbar. Hinzu kommt, dass zusätzliches CO2 im Ozean auch zusätzlich von Meereslebewesen zum Aufbau ihrer Kalkskelette verbraucht wird, die nach ihrem Absterben zum Meeresboden absinken und weiter zu Kalkstein werden, so dass dieses CO2 dem globalen Kreislauf für immer entzogen ist. Das zeigen zum Beispiel die Alpen, die zu großen Teilen aus Kalkstein bestehen. Er entstand in ihrer Kinderzeit vor 250 Millionen Jahren, als die Alpen noch ein Meer waren. Worauf es hier ankommt:  Infolge unveränderten CO2-Gehalts des Ozeans bleibt auch sein CO2-Partialdruck unverändert, egal wieviel die Menschheit in die Luft bläst.

Der zweite Faktor ist die extreme Zeitträgheit von Änderungen des CO2-Kreislaufs von mehreren Jahrzehnten. Damit sind die beiden entscheidenden Punkte als „unveränderter CO2-Partialdruck des Ozeans“ und „extreme Systemträgheit“ genannt. Was passiert nun? Anthropogenes CO2 geht in die Luft und lässt ihren CO2-Partialdruck ansteigen. Dadurch müsste das anthropogene CO2 sofort im Ozean und dem Pflanzenwuchs verschwinden. Die Systemträgheit lässt dies aber nicht zu. Das CO2 staut sich an, was seinen Anstieg von 0,02 % um 1850 auf heute 0,04 % erklärt. Die CO2-Partialdruckdifferenz von Luft und Ozean ist heute bereits so groß, dass aktuell von jeder Tonne an anthropogenem CO2 nur noch die Hälfte in der Luft verbleibt, ein Viertel aber bereits in den Ozean und das zweite Viertel ins Pflanzenwachstum gedrückt wird. Das bestätigen die Messungen. Und diese Tendenz setzt sich fort, hin zu immer mehr CO2 in den Ozean und das Pflanzenwachstum. Dies bedeutet aber dauernde Verbrauchs-Zunahme von fossilen Brennstoffen, was auf Dauer unmöglich ist. Blieben hypothetisch die anthropogenen CO2-Emissionen zumindest einmal konstant, würde sich nach mehreren Jahrhunderten folgendes Gleichgewicht einstellen. Das gesamte anthropogene CO2 wird vom Ozean sowie dem Pflanzenwuchs aufgenommen, nichts mehr bleibt für die Luft übrig. Die CO2-Konzentration der Luft bleibt dann konstant und steigt nicht mehr an.

Das für die Menschheit wichtige Ergebnis ist nun: Der anthropogen verursachte Anstieg des atmosphärischen CO2 kann eine obere Grenze nicht überschreiten, weil fossile Brennstoffe zu teuer werden oder im Extremfall ihre Ressourcen für eine immer weitere Verbrauchszunahme nicht mehr ausreichen. Der Höchstwert hängt vom Verbrauchsverhalten der Menschheit ab und liegt vielleicht um 0,07% CO2 in der Luft. Der langfristige Ausbau der Kernenergie wird aber schon lange vor Erreichung eines Maximalwerts die Nutzung fossiler Brennstoffe ersetzt haben. Es gibt daher keinen Grund, einen zukünftig zu hohen CO2-Anstieg in der Atmosphäre durch menschgemachte Aktivitäten zu, befürchten.

 

Zum Abschluss ein nüchternes Fazit

Zum Abschluss der Vorlesung ein Fazit: Die globale Erwärmung, welchen Ursprungs auch immer, ist   vorteilhaft. Infolge des atmosphärischen CO2-Anstiegs nahm der weltweite Pflanzenwuchs zu, und die Erträge der meisten Nahrungspflanzen stiegen an. Extremwetterzunahmen gibt es nicht. Alle Änderungen wie von Temperaturen, Niederschlägen, Meeresspiegeln und Gletschern liegen im natürlichen Bereich der Zeiten vor der Industrialisierung. Die Klimasensitivität als Stärke der erwärmenden Wirkung von CO2 ist unbekannt. Die im Weltvergleich minimalen 1,5 % deutscher CO2-Emissionen sind wirkungslos, ob sie nun durch Dekarbonisierung zum Verschwinden gebracht werden oder nicht. Die einzig sichere Konsequenz von Dekarbonisierung ist die Zerstörung Deutschlands energieintensiver Industrie, so dass Dekarbonisierung keine gute Idee ist. Langfristig wird die CO2-freie Kernenergie ohnehin einmal alle CO2-Befürchtungen beenden.

Der Beitrag Audimax im KONTRAFUNK: Horst-Joachim Lüdecke – Klima und CO₂ – warum Dekarbonisierung keine gute Idee ist erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Frankreich: Kernenergie und „Erneuerbare“ vertragen sich schlecht

02. Februar 2026 um 07:00

Vorschau ansehen

Verdoppelung der Stromkosten befürchtet

von Edgar L. Gärtner

Auf der Welt gibt es nicht nur menschliche Kulturen, die kaum oder gar nicht miteinander koexistieren können (etwa tribalistischer Kannibalismus mit dem Mordverbot des jüdisch-christlichen Dekalogs), sondern auch Techniken der Elektrizitätsversorgung, die schlecht oder gar nicht miteinander verträglich sind. Das bekannteste historische Beispiel dafür ist die Jahre lange heftige Auseinandersetzung zwischen dem genialen Erfinder Thomas Alva Edison und der fortbestehenden Firma Westinghouse um die Elektrizitätsübertragung mittels Gleich- oder Wechselstromsystemen. Dieser Konflikt erforderte damals eine klare Entscheidung für eine der beiden unterschiedlichen Übertragungstechniken. Nur in besonderen Situationen gelten die beiden Techniken als kompatibel. Auf eine ähnliche weitreichende Entscheidungssituation steuert derzeit unser Nachbarland Frankreich zu.

Mit einem Kernenergie-Anteil von über 70 Prozent und einem Anteil der Wasserkraft um die 20 Prozent gilt die französische Elektrizitätsversorgung, im Unterschied zur deutschen, als eher zukunftsfähig, Probleme bereiten lediglich die hohen Investitionskosten der geplanten neuen sechs großen Kernreaktoren vom Typ EPR2 sowie die Finanzierung der Entwicklung kleiner modularer Kernreaktoren (SMR), die im Unterschied zu den großen eine flexible und verbrauchsnahe Elektrizitätserzeugung ermöglichen. (Gerade steht das von mir bei EIKE vorgestellte Startup Naarea vor dem Konkurs, weil ihm die finanziellen Mittel fehlen, um seinen SMR-Prototypen marktfähig zu machen.)

Der Staat ist pleite, aber für Zufallsenergien ist noch Geld da

Statt für die Entwicklung innovativer und tragfähiger SMR-Konzepte ist aber beim französischen Pleite-Staat und in der europäischen Wirtschaft anscheinend noch immer mehr als genug Kapital für die unkontrollierte Expansion der so genannten erneuerbaren Wind- und Solarenergie vorhanden. Da der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und seine Freunde weiterhin auf der Welle des woken Zeitgeistes segeln wollen, setzen sie dem Druck grüner Investoren und politischer Bewegungen keinen Widerstand entgegen. Zwar haben sie ihre Bemühungen, auch in Frankreich (unausgesprochen) einen „Atomausstieg“ nach deutschem Vorbild anzubahnen, nach einem Anflug von Realismus inzwischen aufgeben müssen und in Brüssel erreicht, dass die Kernenergie in der EU-Taxonomie des „Green Deal“ als kohlenstoffarm bzw. „nachhaltig“ durchgeht. Doch stemmt sich Emmanuel Macron im Verein mit Ursula von der Leyen und anderen Spitzenpolitikern der EU mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die von Donald Trump in Davos verkündete Stunde der Wahrheit über die „Erneuerbaren“.

So setzt die „Macronie“, wie viele Franzosen Macons Regime missbilligend bezeichnen, im letzten Entwurf des noch nicht verabschiedeten dritten französischen Plans für die Entwicklung der Energieversorgung in den kommenden zehn Jahren (Programmation Pluriannuelle de l’Energie, PPE3) auf eine angebliche Komplementarität zwischen steuerbaren und wetterabhängigen Energiequellen, indem sie eine Vervielfältigung der Offshore-Windräder um den Faktor 50 (!), die Verdoppelung der Zahl der landgestützten Windkraft- und eine Verfünffachung der Photovoltaikanlagen vorsieht. Auf Druck der in Paris immer noch präsenten deutschen „Energiewende“-Lobby haben die Macronisten zusammen mit Linksradikalen und Grünen offenbar beschlossen, den Kernreaktoren, die sie ursprünglich abschalten wollten, aber wegen der harten Realität nicht konnten, eine ähnliche Rolle zuzuweisen wie den Gaskraftwerken in Deutschland. Statt ständig und verlässlich die Grundlast der Stromversorgung zu sichern, sollen sie in Zukunft vorwiegend, wenn nicht ausschließlich als „Lückenbüßer“ für die Überbrückung der Nächte und windarmer Wetterlagen dienen. Die „Erneuerbaren“ sollen wie in den deutschen Elektrizitätsnetzen absoluten Vorrang bekommen und die Kernkraftwerke sollen entsprechend der jeweiligen Wetterlage öfters schnell hoch- und runtergefahren werden, nicht selten mehrmals am Tag.

Kernkraftwerke nur noch Lückenbüßer?

Die macronistischen Technokraten verlangen daher in ihren Plänen ex- oder implizit eine große Modulationsfähigkeit der Kernkraftwerke. Doch für diesen wechselnden Einsatz sind die Kernkraftwerke – insbesondere die zwischen 1978 und 1999 erbauten, welche nach der erfolgten offiziellen Laufzeitverlängerung noch lange am Netz bleiben sollen – überhaupt nicht ausgelegt. Die Wellen ihrer Turbinen müssten bei einem längeren Stillstand künstlich weitergedreht werden, damit sie sich nicht mit einem bremsenden Schleier aus Oxidationsprodukten überziehen. Das würde ein Wiederanfahren schwierig machen. Die Ingenieure gehen davon aus, dass die Auslastung der meisten Anlagen gefahrlos nur um etwa 20 Prozent schwanken kann. Größere Schwankungen müssten zu einem vorzeitigen Verschleiß der Anlagen führen.

Das ist den Ingenieuren seit längerem bekannt. Schon Anfang 2023 gab es dazu eine parlamentarische Anhörung. Bis Ende 2025 sollte der staatliche Elektrizitätsversorger EDF einen detaillierten Bericht über die mit der häufigen Modulation der Leistung von Kernkraftwerken verbundenen technischen und gesundheitlichen Risiken vorlegen. Doch Bernard Fontana, seit Mai 2025 neuer Generaldirektor von EDF, ließ Mitte Januar auf dem Schweizer Elektrizitätskongress in Bern durchblicken, dass die Regierung unter Präsident Emmanuel Macron und Premierminister Sébastien Lecornu die Veröffentlichung des Berichts blockiert, um nicht zusätzlich Wasser auf die Mühlen der in Frankreich starken Kritiker des woken Windrad-Wahns zu leiten. Einige Details des offiziell noch geheimen Rapports waren über die Gewerkschaften der Führungskräfte an die Öffentlichkeit gelangt. Fontana beteuerte zwar, EDF habe nach wie vor die Absicht, den kompletten Bericht zu veröffentlichen. Dieser sei aber in der vorliegenden Form „non publiable“.

Doch die Pro-Kernenergie-Initiative „Documentaire et Liberté“ weist in einem Post auf „X“ auf gleichzeitig vom Netzbetreiber RTE veröffentlichte Projektionen hin, aus denen hervorgeht, dass die PPE3 tatsächlich die Umwandlung des Rückgrats der französischen Stromversorgung in einen Lückenbüßer vorsehen. Zwar wird auch heute die Leistung der KKW bereits moduliert, und zwar insgesamt über eine Spanne von 12 Terawattstunden (TWh). Dabei stand aber die wirtschaftliche Optimierung des KKW-Einsatzes im Vordergrund. Würde die PPE3 hingegen buchstabengetreu umgesetzt, wäre bis 2035 mit einer Regulierungs-Spanne von über 100 TWh zu rechnen. Dadurch würde die Kernenergie wahrscheinlich ihre technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile gegenüber anderen Energiequellen verlieren. Die In der PPE3 vorgesehene massive Förderung der „Erneuerbaren“ käme damit lediglich über einen kleinen Umweg zum Ziel „Atomausstieg“.

Verdoppelung des Strompreises durch „Erneuerbare“

Schon bisher führte der wachsende Anteil wetterabhängiger Energiequellen an der französischen Elektrizitätsversorgung neben der Einbindung Frankreichs in das Merit Order Tarifsystem der EU zur allmählichen Verdoppelung der Stromrechnungen französischer Haushalte in den vergangenen 10 Jahren. Allein zwischen 2023 und 2024 stieg der Preis für Haushaltstrom um 18 Prozent. Durch die Umsetzung der PPE3 würde sich der Strompreis bis 2035 noch einmal verdoppeln, rechnet der Ingenieur Fabien Bouglé vor. Dabei sind die Erzeugerpreise in den letzten Jahren relativ konstant geblieben. Explodiert sind Steuern und Zuschläge für die Subvention und die Netzanbindung des dezentral an Land oder Offshore erzeugten Solar- und Windstroms. Nur die völlige Abkehr vom irrsinnigen Ziel der Kohlenstoff-Neutralität durch die Förderung der „Erneuerbaren“ könnte die Franzosen wieder in den Genuss der Vorteile preisgünstigen Atomstroms zurückbringen.

Der Beitrag Frankreich: Kernenergie und „Erneuerbare“ vertragen sich schlecht erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Horst Lüdecke: Kampf gegen die Physik & warum die deutsche Energiewende scheitert – Kontrafunk befragt EIKE

01. Februar 2026 um 16:00

Vorschau ansehen

Kontrafunk ist ein seit einigen Jahren etablierter kritischer Radiosender, der die Arbeit der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten übernommen hat. In der Schweiz und Österreich kann man Kontrafunk sogar im Radio hören (Tipp für unsere A/CH-Leser).

Seitdem die Energiewende zu einer der wichtigsten Zielsetzungen deutscher Politik erklärt wurde, sprechen alle von Energie und Strom – aber wissen sie auch, was das ist? Es wird Zeit für Aufklärung. Was ist das physikalische Phänomen, das wir umgangssprachlich als Strom bezeichnen? Wie wird er erzeugt? Welche Besonderheiten der Strom-Erzeugung und -nutzung in Deutschland gibt es? Im Vortrag wird jene Kernfrage unserer Stromversorgung untersucht, die allen technisch besser informierten Zeitgenossen den Schlaf raubt: Wie weit können die bisherigen, mit Kohle und Gas betriebenen Grundlastkraftwerke durch die neuen Methoden ersetzt werden?

EIKE-Pressesprecher Horst-Joachim Lüdecke spricht im Format „Audimax“

 

Der Beitrag Horst Lüdecke: Kampf gegen die Physik & warum die deutsche Energiewende scheitert – Kontrafunk befragt EIKE erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Profiteure der Klima-Panikindustrie: Die Versicherungswirtschaft

31. Januar 2026 um 10:00

Vorschau ansehen

Axel Bojanowski von der Welt berichtete kürzlich vom aktuellen Bericht der Münchener Rückversicherung (Marke: Munich Re), die jährlich eine Auflistung der zu bezahlenden Folgen von Naturkatastrophen liefert. Der Hauptgrund angeblich – von den Massenmedien ungeprüft übernommen: der Klimakollaps!

Eine Rückversicherung („Re“) versichert andere Versicherungsunternehmen, deren direkte Kunden die Bürger und Firmen sind. Die „Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München“ ist die größte ihrer Art auf der Welt. Somit verfügt die Münchener Rück über einen der größten Datensätze zu Katastrophenschäden. Nur – ist die Verknüpfung mit dem behaupteten menschlichen Klimawandel Tatsache oder Marketing?

Die großen Massenmedien jedenfalls lassen sich die übliche Katastrophenmeldung natürlich nicht entgehen. So schreibt der Spiegel:

Analyse von Rückversicherer Waldbrände in Los Angeles waren die teuerste Naturkatastrophe im Jahr 2025

Der Deutschlandfunk steht nicht zurück:

Munich Re: Klimawandel treibt Schäden durch Naturkatastrophen nach oben

n-TV mag auch nicht kleckern, sondern klotzt:

Klimawandel als Treiber – Naturkatastrophen verursachen Schäden von 224 Milliarden Dollar

Schlußendlich die Tagesschau:

Wetterextreme in Industrieländern Naturkatastrophen kosten immer mehr Wohlstand

Der Wissenschafts-Journalist Bojanowski ist bekannt für seine erhellenden zeithistorischen Hintergrund-Einsichten, die dem Tagesschau-Seher entgehen. So erinnert er daran, daß die Versicherungswirtschaft schon recht früh das Klimathema als Marketing-Maßnahme entdeckte. 1988 wurde der Weltklimarat ins Leben gerufen, und 1995 fand die erste weltweit beachtete Klimakonferenz in Berlin statt. (Eigentlich gab es schon 1988 in Hamburg eine erste UN-Konferenz dazu, aber eher unbeachtet.)

Bojanowski dazu:

Vor 31 Jahren ging es los. Im März 1995, zwei Tage vor Beginn der ersten UN-Klimaverhandlungen in Berlin, trafen sich Manager großer Versicherungen mit den Vertretern von Banken, Umweltverbänden und Firmen der Solarenergiebranche, um die globale Erwärmung als Geschäftsfeld auszuloten. Sie witterten angesichts der aufgekommenen Klimadebatte ihre Chance.

Die Münchener Rück wurde trotz ihrer relativen Unbekanntheit beim Endverbraucher (Versicherungsnehmer) im Spiegel damals schon als „erstes Opfer des Treibhauseffekts“ bezeichnet. Man sieht – die Profiteurs- und Interessensgruppen aus Medien und Wirtschaft können sehr gut zusammenarbeiten.

Der Beitrag Profiteure der Klima-Panikindustrie: Die Versicherungswirtschaft erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Woher kommt der Strom? Regenerativ wieder schwach 

31. Januar 2026 um 07:00

Vorschau ansehen

 3. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

In der dritten Analysewoche des Jahres 2026 bleibt die Windstromerzeugung, aber auch die PV-Stromerzeugung wieder insgesamt schwach.  An keinem Tag der Woche wurde der Bedarf Deutschland auch nur annähernd regenerativ gedeckt. Zum Wochenende kam es ab Freitag nach Wegfall der PV-Stromerzeugung zu einer Flautenphase. Die Residuallast lag trotz es geringeren Wochenendbedarfs zwischen 28 und 48 GW. An den Tagen zuvor kam es wegen des stärkeren Bedarfs sogar zu noch höheren Residuallasten. In der Spitze wurden gut 60 GW erreicht. Die PV-Stromerzeugung ging am Montag praktisch gegen Null. In der Spitze der sechs Stunden Erzeugungsdauer am Montag waren nur 2,5 GW zu verzeichnen. An den übrigen Tagen wurden 8 bis 20 GW zur Mittagsspitze erreicht. Der Bedarf lag einige Male über 70 GW. Es musste Strom importiert und fossil hinzuerzeugt werden, um ihn zu decken. Nur an den etwas windintensiveren Zeiten kam es zu Nettoexporten. Unter dem Strich wurden knapp 100 MWh netto exportiert. Der Strom-Durchschnittspreis lag bei knapp 110€/MWh, wobei die Stromhöchstpreise meistens wie gewohnt nach Wegfall der PV-Stromerzeugung und den notwendigen Stromimporten anfielen.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der dritten Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende. Diese NGO erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den möglichen Prognose-Höchstwert von 86 Prozent Ausbaurate. Die Residuallasten bleiben hoch. Der gestiegene Bedarf fordert seinen fossilen Tribut.

In diesem Zusammenhang mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung auf, bevor es zu spät ist. Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potential.  

Fast keine PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Über Tag steigt die Windstromerzeugung an. Die Strompreise.

Erheblicher Windstromrückgang. Kaum PV-Strom. Die Strompreise.

Etwas mehr PV-Strom, Windstrom „erholt“ sich etwas.  Die Strompreise.

Der Windstrom sinkt in die Wochenendflaute.  Die Strompreise.

Die regenerative Stromerzeugung produziert auf niedrigem Niveau. Die Strompreise.

Sonntag, 4.1.2026

Regenerativ zieht wieder etwas an. Die Strompreise.

 

„Goldgräberstimmung“ bei den „Energiewendern“

von Peter Hager

Mit Großbatteriespeicher lässt sich richtig Geld verdienen.

Unsere Nachbarländer nutzen schon länger Differenzgeschäfte beim Import und Export von Strom mit Deutschland (das wurde in dieser Kolumne schon mehrfach thematisiert): Wird in Deutschland viel Wind- und Sonnenstrom erzeugt sinkt der Börsenstrompreis deutlich und wird zum Teil auch negativ. Abends bei Wegfall des Sonnenstroms steigt der Börsenstrompreis dann meist wieder an. Mit dem zum Teil sehr hohen täglichen Schwankungen beim Börsenstrompreis lassen sich richtig gute Geschäfte machen (Motto: Strom günstig einkaufen und teuer verkaufen).

Der weitere Zubau bei PV- und Windkraftanlagen in den letzten Jahren (die nicht bedarfsorientiert produzieren) verstärkt weiter dieses Geschäftsmodell.

Laut einer Analyse von Naturstrom sind in 2025 die Stunden mit Negativpreisen an der deutschen Strombörse (Day-Ahead) auf einen neuen Höchststand gestiegen (insbesondere zu den Spitzenzeiten der PV-Stromerzeugung).

  • 2025: 573 h
  • 2024: 457 h
  • 2023: 301 h

Auch die Stunden mit Day-Ahead-Preisen von über 200 EUR/MWh gehen nach oben:

  • 2025: 162 h
  • 2024: 129 h
  • 2023: 112 h

Was für unsere Nachbarländer schon länger sehr lukrativ ist, macht den Einsatz von Großbatteriespeichern (in den letzten Jahren sind die Preise insbesondere bei chinesischen Herstellern deutlich gesunken) auch für die „Energiewender“ in Deutschland zunehmend attraktiv. 

Dies begründet den großen Run auf Anschlusszusagen für Großbatteriespeicher bei den Übertragungs- sowie Verteilnetzbetreiber (ÜNB/VNB).

Dabei sind auch Großbatteriespeicher typische Kurzzeitspeicher für die Überbrückung von wenigen Stunden bis maximal ein paar Tagen. Als Speicher für Dunkelflauten sind sie dagegen nicht geeignet, denn ein entleerter Batteriespeicher kann während einer Dunkelflaute nur begrenzt oder gar nicht nachgeladen werden. 

Laut dem enervis BESS-Index (dieser wird monatlich ermittelt) konnten im Jahr 2025 beim Betrieb eines Großbatteriespeichers Erlöse für Börsenpreis sowie Systemleistungen von rund 10.000 EUR pro MW und Monat im Durchschnitt erzielt werden. Das bedeutet, dass ein 100-MW-Speicher etwa 12 Mio €/Jahr Umsatz generiert. Davon gehen allerdings Kapitalkosten, Abnutzung, Finanzierung, Netzanschluss und Steuern ab. Hinzu kommt, dass viele Batteriespeicher die Nachfrage erhöhen und der Strom-Preis wahrscheinlich nicht auf dem aktuell hohen Niveau der nachfrageschwachen und angebotsstarken Zeiten, zum Beispiel im Sommer zur Mittagsspitze, bleiben wird. Das Modell ist attraktiv, aber kein Selbstläufer trotz der Netzentgeltsubvention, denn netzgekoppelte Großbatteriespeicher (Übertragungs- bzw. Verteilnetz) sind von Netzentgelten befreit sind. Diese Regelung gilt mittlerweile für die Inbetriebnahme bis August 2029 und ab der Inbetriebnahme für 20 Jahre.

Laut einer aktuellem BDEW-Umfrage liegen bei den ÜNB-/VNB Netzanschlussanträge für Großbatteriespeicher (ab 1 MW) von etwa 720.000 MW vor. Bisher zugesagte Netzanschlüsse belaufen sich auf etwa 78.000 MW. Derzeit sind in Deutschland laut den Battery-Charts Großbatteriespeicher mit einer Leistung von ca. 2.500 MW und einer Kapazität von ca. 3.600 MWh installiert (Dezember 2025).

So planen u.a. die großen Energieversorger an den Standorten ehemaliger KKW neue Großbatteriespeicherprojekte. Dabei können vorhandene Netzanschlüsse an das Übertragungsnetz genutzt werden, was Umsetzungszeit und Investitionskosten reduziert:

  • Gundremmingen (RWE): 400 MW Leistung und einer Kapazität von 700 MWh
  • Brunsbüttel (Vattenfall): 254 MW Leistung und einer Kapazität von 700 MWh
  • Philippsburg (EnBW): 400 MW Leistung und einer Kapazität von 800 MWh

Die „Energiewende“ läuft auch hier wieder aus dem Ruder:

  • Die Höhe der Anschlussbegehren von etwa 720.000 MW (Papier-Reservierungen / Platzhalteranträge) übertrifft bei Weitem die Übertragungsfähigkeit des Netzes (etwa 80.000 MW Höchstlast)
  • Die Prüfung der Netzanschlussanträge erfolgt heute nach dem zeitlichen Eingang der Anfrage und nicht nach deren Projektreife.
  • Dies überlastet die jeweiligen Netzbetreiber zunehmend.
  • Ein übergeordneter Rahmen, der die knappen Netzkapazitäten berücksichtigt und den netzdienlichen Betrieb regelt, fehlt bisher.

Quellen:

 

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: [email protected]. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

 

Der Beitrag Woher kommt der Strom? Regenerativ wieder schwach  erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Versinkt schon wieder ein Südsee-Archipel? Kiribati widersteht! – Klimaschau 245

30. Januar 2026 um 19:00

Vorschau ansehen

In den öffentlich-rechtlichen Medien werden häufig einseitig alarmistische Meldungen zum bevorstehenden Klimakollaps verbreitet. 2025 thematisierte ein Podcast von Deutschlandfunk Nova den wegen der steigenden Meeresspiegels versinkenden Inselstaates Kiribati, der zum pazifischen Polynesien und Mikronesien gehört. Aber geben die Meßdaten eine solch eindeutige Aussage her?

Der Beitrag Versinkt schon wieder ein Südsee-Archipel? Kiribati widersteht! – Klimaschau 245 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Michael Limburg: „Freispruch für Kohlendioxid?“ – Windkraft-Symposium im Bundestag

29. Januar 2026 um 10:00

Vorschau ansehen

Aus dem Teil 1:

Michael Limburg: „Freispruch für Kohlendioxid?“ Am 23. Januar veranstalte die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag ein Symposium zum Thema „Wahrheit zur Windkraft – Reale Schäden und Wege zur Vernunft!“

Geladen waren internationale und nationale Experten wie Henrik Svensmark, Judith Curry, „Mr Blackout“ Stefan Spiegelsberger und EIKE-Vizepräsident Dipl.-Ing. Michael Limburg.

;

Ergänzung zum Vortragstext von Michael Limburg:

Und nun sind wieder die Klimaterroristen der Vulkangruppe bspw in Berlin dabei um CO2-Vermeidung, um jeden Preis durchzusetzen. Sie legen ein Gaskraftwerk im Südwesten Berlins lahm, in dem sie mehrere Hochspannungsleitungen kurzschlossen. Es war der längst Stromausfall ins Deutschland nach Ende des 2. Weltkrieges. Mitten im Winter in klirrender Kälte. 45.000 Hauhalte waren betroffen, ca. 120.000 bis 120.000 Menschen. Viele davon alt oder krank oder gebrechlich. Manchmal auch alles zusammen. Eine Frau erfror.Viele Heizungen gehen bis heute nicht. Und daher ein Gedanke, der für manche unerhört erscheint… Das ist doch nichts anderes, als der Green Deal der EU – auch dort ist CO2-Vermeidung um jeden Preis die gewünschte Lösung. Sie wird durchgesetzt mit Verbrennerverbot, und Deutschland mit Grundgesetzänderung, CO2-Abgabe, Heizungshammer, und, und und? Und dem rapiden Niedergang der Wirtschaft. Das ist genau dasselbe, als was die Vulkangruppe vorhatte, nur legal und langsamer, ….dafür aber schlimmer……. und – wie ich finde…tödlicher! Trump sagte gerade in Davos (21.1.26), Windkraftanlagen seien ‚Verlierer‘, sie seien hässlich. ‚Dumme Menschen‘ würden sie kaufen. ‚Je mehr Windmühlen ein Land hat, desto mehr Geld verliert es und desto schlechter geht es ihnen.‘ Er setze auf Ölvorkommen. Die USA machen sich ernsthafte Sorgen um die Zukunft Europas. ‚Sie zerstören sich selbst in Europa!‘ “ Und er hat recht!

Hier das komplette Video des ersten Tages.

Und hier der Vortrag von Herrn Limburg als pdf.

CO2 und Wasserdampf II kurz

Der Beitrag Michael Limburg: „Freispruch für Kohlendioxid?“ – Windkraft-Symposium im Bundestag erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Gasmangellage: Entspannung durch Gas aus Aserbaidschan?

28. Januar 2026 um 16:00

Vorschau ansehen

Die von den Kabinetten Schröder und Merkel geschmiedete Erdgas-Allianz zwischen Deutschland und Rußland wird aus politischen Gründen nicht weitergeführt. Stattdessen wurde nun ein Vertrag mit dem alles andere als unumstrittenen Aserbaidschan geschlossen, das kürzlich mehrere Angriffskriege auf Armenien führte.

In Deutschland und Österreich herrscht derzeit eine Gasmangellage. Die glückliche Schweiz kann noch auf Kernkraftwerke zurückgreifen. Wobei nun auch Felix Austria Zugriff auf den bundesdeutschen Gasspeicher Haidach hat, der auf österreichischem Gebiet bei Salzburg liegt, aber bislang nur das angrenzende Bayern versorgte (Fritz Vahrenholt berichtete, siehe Video unten).

Da das per Schiff gelieferte US-LNG-Gas sehr teuer ist und Lieferanten wie Norwegen, Nederland und Belgien nur begrenzt liefern können, wird nun der ehemalige Großlieferant Rußland geografisch umgangen und das Öl-und-Gas-Land Aserbaidschan hinzugezogen. Der kriegerische Staat liegt im Kaukasus – wie geht das?

Ganz un-einfach: Über die Transadria-Pipeline (TAP),die, wie t-online berichtet,

von der griechisch-türkischen Grenze durch Griechenland und Albanien nach Süditalien führt.

Und dann durch die Apeninn-Halbinsel über die Alpen bis nach Deutschland. Der staatliche aserische Konzern SOCAR liefert nun im Jahr 1,5 Milliarden Kubikmeter Methangas. Auch das glückliche Österreich soll eine Milliarde kubikm bekommen.

Die gesamten Gasexporte Aserbaidschans nach Europa beliefen sich im Jahr 2025 auf 12,8 Milliarden Kubikmeter.

so t-online.

Unser Referent Fritz Vahrenholt zur Gasmangellage in Österreich und Deutschland:

Der Beitrag Gasmangellage: Entspannung durch Gas aus Aserbaidschan? erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Tschechiens neuer Umweltminister Macinka: „Klimakrise ist beendet“

27. Januar 2026 um 19:00

Vorschau ansehen

Die neue Prager Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babiš (Babisch) ist betont konservativ. Folgerichtig erteilt der neue Umweltminister Petr Macinka der grünen Klimapolitik eine Absage.

Macinka ist Chef der Partei Motoristé sobě, deutsch Autofahrer unter sich oder Autofahrer für sich selbst, außerdem ist er ein Sprecher des liberalen Václav-Klaus-Instituts

Im tschechischen Fernsehen sagte Macinka nach der Vereidigung:

„Ich möchte die tschechische Öffentlichkeit beruhigen und sagen, dass – im übertragenen Sinne – mit diesem Tag die Klimakrise in der Tschechischen Republik beendet ist (…) Ich weiß nicht, ob das die Aktivisten beruhigen wird, aber die Klimakrise ist vorbei.“

Aktivisten brauchen aber die Krise als Rechtfertigung für hohe Einnahmen aus Spenden und Steuern. Prompt stand eine Demonstantengruppe vor dem Umweltministerium und Greenpeace kletterte wie gewohnt an der Fassade hoch und hängte eine Plakat daran: „Laßt uns die Natur verteidigen“. Auch an anderen Orten in Tschechien demonstrierten Studenten und Aktivisten gegen Macinkas Amtsübernahme am 15. Dezember 25.
Prag war in den vergangenen Jahren die einzige Hauptstadt der ostmitteleuropäischen Länder der Visegrád(Plintenburg)-Gruppe, in der nennenswerte Fridays-for-Future-Demos stattfanden. Die Visegrád-Länder widersetzen sich ansonsten konsequent der grünen west-/nordeuropäischen Politik.

Der Beitrag Tschechiens neuer Umweltminister Macinka: „Klimakrise ist beendet“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Fritz Vahrenholt zur Gasmangellage: Die Stunde der Wahrheit hat geschlagen

26. Januar 2026 um 16:00

Vorschau ansehen

Unter der Ampel-Regierung waren die deutschen Gasspeicher im Winter noch gut gefüllt – unter dem Kabinett Merz hingegen sind sie herunter auf 53% (Stand 5. Januar).
Wie konnte das passieren? Welche Folgen hat die geringe Reserve für die Bevölkerung und die Industrie? Experte Prof. Vahrenholt, einst Pionier der Erneuerbaren Energien in Deutschland, klärt auf.

 

Der Beitrag Fritz Vahrenholt zur Gasmangellage: Die Stunde der Wahrheit hat geschlagen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Woher kommt der Strom? Rückgang der Windstromerzeugung

24. Januar 2026 um 07:00

Vorschau ansehen

2. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

In der zweiten Analysewoche des Jahres 2026 kommt es zum Rückgang der  Windstromerzeugung. Der Winter lässt eine nennenswerte PV-Stromerzeugung ebenfalls nicht zu. Lediglich zwei Windbuckel stechen hervor. Für zwei kurze Zeiträume werden die 40 GW regenerative Stromerzeugung insgesamt übertroffen. Am Montag und am Donnerstag steigt der Strompreis nach Wegfall der PV-Stromerzeugung über 200€/MWh. Ansonsten pendelt der Preis um die 110€/MWh. Abgesehen von den beiden Buckelspitzen wurde Strom importiert. Das sorgte für einen auskömmlichen Strompreis auch für die deutschen Stromproduzenten.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der zweiten Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende. Diese NGO erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den möglichen Prognose-Höchstwert von 86 Prozent Ausbaurate. Lediglich am 9.1. und 10.1.2026 würde der Strombedarf Deutschlands an insgesamt wenigen Stunden rein regenerativ gedeckt werden. Der Strompreis fällt dann sicher wegen des herrschenden Stromüberangebots, das noch durch die aus Netzstabilisierungsgründen notwendige fossile Zusatzerzeugung verstärkt wird, zumindest zum Teil in den negativen Bereich. Geld muss zum geschenkten Strom mitgegeben werden. Sonst wird der Strom vom Ausland nicht abgenommen.

In diesem Zusammenhang mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die ´Freunde der Energiewende`: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung auf, bevor es zu spät ist. Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potential.  

Es herrscht Dunkelflaute. Die Strompreise.

Über Tag steigt die Windstromerzeugung an. Die Strompreise.

Der erste, kleinere Windbuckel der Woche. Die Strompreise.

Die regenerative Stromerzeugung sinkt wieder ab. Die Strompreise.

Der zweite Windbuckel  der Woche.  Die Strompreise.

Die regenerative Stromerzeugung sinkt wieder ab. Die Strompreise.

Fast schon wieder Dunkelflaute. Die Strompreise.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: [email protected]. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.

Der Beitrag Woher kommt der Strom? Rückgang der Windstromerzeugung erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Nihilismus in Aktion – Geistige Hintergründe und Ursachen des Berliner Ökoterrorismus

23. Januar 2026 um 11:00

Vorschau ansehen

von Edgar L. Gärtner

Über die lebensgefährliche Sabotage der Elektrizitätsversorgung mehrerer Stadtteile des Berliner Südwestens durch bekennende Öko-Terroristen der „Vulkangruppe. Den Herrschenden den Saft abdrehen“, die so manche zu Beginn dieses Jahres aus seinen gutmenschlichen Träumen aufgeschreckt hat, ist inzwischen viel geschrieben worden. Verschiedene Analyse-Ansätze greifen m.E. aber zu kurz. Zwar liegt die Versuchung nahe, die Aktion durch die Brille des üblichen politischen Hick Hack zwischen Links und Rechts zu betrachten. Doch liefern die Terroristen auf der einschlägigen Plattform „indymedia.org“ selbst in einem von der Polizei als authentisch erkannten Bekennerschreiben unter dem Titel „Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit“, den Schlüssel für die Motivation ihrer Schandtat.

In der Zwischenzeit ist bekanntgeworden, dass die „Vulkangruppe“ Teil eines deutschlandweiten terroristischen Netzwerks unter dem Namen „Kommando Angry Birds“ ist. Diese Gruppe veröffentlichte unmittelbar nach dem Berliner Anschlag ein ausführliches Manifest, das auf der linksfaschistischen Plattform „Indymedia“ einsehbar ist. Das Manifest offenbart, dass es sich beim „Kommando“ um ein geheimes Netzwerk von kleinen Zellen handelt, die auf einen „gemeinsamen Taktgeber“ warten, um weiträumig koordinierte und damit umso wirksamere Sabotage-Aktionen durchführen zu können. In diesem Netzwerk spielt der an einer staatlichen Hochschule, am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung lehrende Physiker Guido Arnold mit seiner Gruppe „Capulcu“ eine wichtige Rolle. Nius kann nachweisen, dass Arnolds Netzwerk, das den Zellen auch detaillierte technische Anleitungen liefert, wie so viele linksradikale Gruppen und Grüppchen von Bundesministerium für Bildung, Familie usw. finanziell gefördert wurde. Sein Hauptziel sind größere technische Systemausfälle, die die Abwanderung „umweltzerstörender“ Industrien und ein „Machtvakuum“ provozieren sollen. Dieses soll offenbar zum Aufbau ideologiegetriebener tribalistischer Strukturen anstelle der historisch gewachsenen arbeitsteiligen Industriegesellschaft genutzt werden.

Schon in dem am 4. Januar dem Schreiben der „Vulkangruppe“ angefügten Vorspann lassen die Saboteure ihr menschenfeindliches Naturbild erkennen, in dem Menschen nur als Störer, Parasiten und Ausbeuter Platz finden, indem sie schreiben:

In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört. Ganze Regionen werden unter der Hitze unbewohnbar gemacht.“

Diese Diagnose und der Hinweis auf die in den letzten Jahren auf 423,9 ppm gestiegene CO2-Konzentration der Atmosphäre stimmt überein mit der Definition der „Klimakrise“ durch das bürokratisierte zwischenstaatliche Expertengremium IPCC, dessen auf fragwürdigen Computer-Modellen fußenden Empfehlungen von den meisten westlichen Staaten noch immer strenger als die 10 Gebote und das Evangelium befolgt werden.

Danach gilt das lebenswichtige atmosphärische Spurengas Kohlenstoffdioxid als wichtigster Schadstoff, der unter allen Umständen, d.h. ohne Berücksichtigung gesundheitlicher und wirtschaftlicher Nachteile bekämpft werden muss. Insofern könnte man sagen, dass die „Schreibtischtäter“ der Sabotage des Berliner Stromnetzes in den Amtsstuben sitzen. Gutmenschen ernten die Früchte ihrer Saat. Die „Vulkangruppe“ ist lediglich etwas konsequenter als die angeblich seriösen Politiker und Top-Bürokraten, die die Sprengung der Nord Stream Pipeline, einer wichtigen Lebensader der deutschen Wirtschaft, kommentarlos hingenommen haben und den korrupten ukrainischen Hintermännern des Attentats obendrein viele Milliarden Euro an „Rüstungshilfe“ zuschanzen.

Was will die „Vulkangruppe“ eigentlich?

Wir sagen nicht, wir wüssten den Ausweg“, geben die Autoren des Bekennerschreibens zu. „…wir haben Ideen, aber keine abschließenden Antworten über den Weg. Aber über das Ziel“,

räumen sie ein. Sie haben sich dennoch schon im vorhergehenden Absatz ihres Textes auf einen antiwestlichen und daher dem biblischen Auftrag „Vermehret Euch und machet Euch die Erde untertan!“ widersprechenden Weg festgelegt, wenn sie schreiben:

„…die Erde gehört sich selbst und allen Lebewesen und nicht den Menschen.“

Die Menschen werden darin also Steinen, Pflanzen und Tieren gleichgestellt und die Möglichkeit einer Bereicherung der Natur durch die Eingriffe vernunftbegabter Wesen (z.B. durch Bewässerung, Düngung oder die Steigerung des CO2-Gehalts der Luft) wird von vornherein ausgeschlossen.

Es geht der „Vulkangruppe“ also in Wirklichkeit um mehr als um die „Ablehnung der Moderne“, wie Morten Freidel in seinem lesenswerten Kommentar in der NZZ über die linke Schönfärberei des Berliner Anschlags mutmaßt. (Ich halte die so genannte Moderne ohnehin für ein letztlich blasphemisches Projekt mit ungewissem Ausgang.) Es geht um die Infragestellung der transzendenten Natur des Menschen, die uns von den Tieren unterscheidet, das heißt um Nihilismus, bzw. die „Abschaffung des Menschen“ (C.S. Lewis) oder die Verwandlung freier und selbstverantwortlicher Individuen in ferngesteuerte Zombies. Nihilismus ist gleichbedeutend mit der Leugnung der Möglichkeit von Wahrheit. Es geht im Grunde um den Kampf zwischen Todeskult und Lebensmut. Nihilisten streben in der Regel nicht offen und bewußt das Nichts an, sondern etwas, das es nicht geben kann wie etwa fleischlichen Genuss ohne Reue, die Befriedigung unserer Bedürfnisse ohne Beeinflussung der Natur oder den Aufbau einer funktionierenden sozialistischen Wirtschaft, das alles auf das Nichts hinausläuft.

Ich lehne allerdings die anscheinend naheliegende Gleichsetzung von „nihilistisch“ und „links“ ab, denn bekennende Linke wie Albert Camus oder Simone Weil haben die profundesten Kritiken des Nihilismus hinterlassen. Früher kämpften die Linken für die Verbesserung unserer Lebensbedingungen. Und haben dabei auch einiges erreicht. Heute wollen die meisten Linken uns Menschen offenbar das Leben schwerer machen. Dazu gehört der aussichtslose und deshalb nihilistische Versuch, mithilfe eines unbezahlbaren Totalumbaus unserer Energieversorgung in Richtung zufällig dargebotener „Erneuerbarer“ den Klimawandel zu stoppen.

Die Fehlinterpretation und Pervertierung der biblischen Botschaft, insbesondere der Apokalypse des Johannes hat in der zweitausendjährigen Geschichte des Christentums wiederholt zu suizidalen Konsequenzen geführt. Die Geschichte des Mittelalters lehrt oder könnte lehren, dass nihilistische, d.h. letzten Endes selbstmörderische Bewegungen wie die der Katharer und Albigenser in Südfrankreich oder der Wiedertäufer von Münster in Westfalen nur durch gewalttätige Eingriffe von außen, konkret durch Kreuzzüge gestoppt werden können. Das gilt auch für den deutschen Nazismus in der so genannten Neuzeit. Der zeitweilige Hitler-Vertraute Hermann Rauschning hat in seinem damals leider kaum beachteten Buch „Die Revolution des Nihilismus“, das 1938 außerhalb von Deutschland erscheinen mußte, eindringlich beschrieben, warum er im Nazismus eine Form des Nihilismus sieht. Ich zitiere hier bewußt nicht die von Rauschning zuvor veröffentlichten „Gespräche mit Hitler“, die dieser in großer Geldnot nach der Flucht aus seiner Ostpreußischen Heimat und der Aufgabe seiner Besitzungen größtenteils für einen „guten Zweck“ erfunden hat.

Zwar gab es einen autochthonen deutschen Widerstand gegen die Lehren und Machenschaften der Nazis, aber erst durch das massive Eingreifen der Alliierten unter amerikanischer Führung sowie der Roten Armee konnte das Nazi-Reich besiegt werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Deutschland und Europa am Ende zu ähnlicher Hilfe von außen angewiesen sein werden, wenn es nicht gelingt, den Anfängen zu wehren. (19. Januar 2026)

Der Beitrag Nihilismus in Aktion – Geistige Hintergründe und Ursachen des Berliner Ökoterrorismus erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Antarktis: kältester Oktober seit 44 Jahren! Klimaschau 244

21. Januar 2026 um 19:00

Vorschau ansehen

Die Amundsen-Scott Südpol-Station meldete am 15. Oktober 2025 einen Minusrekord: -61,3 Grad Celsius. Eine derart tiefe Temperatur wurde auf der Oberfläche der Südhalbkugel im Oktober seit 1981 nicht mehr gemessen. Damals wurde ein Rekord von -72°C erreicht.

Das Allzeittief der Station liegt bei – 82,8°C. Die Station wurde auf dem antarktischen Hochplateau errichtet, 2.835 Meter über NN. Da die Jahreszeiten auf der Südhalbkugel vertauscht sind, ist der antarktische Kontinent im Oktober bereits im Frühling und müßte ansteigende Temperaturen verzeichnen – zumindest keine geringeren als im tiefen Südwinter im August.

Der Beitrag Antarktis: kältester Oktober seit 44 Jahren! Klimaschau 244 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)
❌