
Die Europäische Kommission hat am 6. Februar 2026 das 20. Sanktionspaket gegen Russland vorgeschlagen, um die Kriegswirtschaft Moskaus weiter zu schwächen. Es zielt vor allem auf Russlands Energieeinnahmen ab und soll am 24. Februar von den EU-Staaten genehmigt werden.
Maßnahmen im Überblick:
- Energie: Umfassendes Verbot maritimer Dienstleistungen (z. B. Versicherungen, Hafenzugänge, Zertifizierungen) für Tanker mit russischem Rohöl, um Exporte zu erschweren.
- Finanzsektor: Sanktionen gegen regionale russische Banken, Krypto-Plattformen und Drittland-Banken, die den Kreml unterstützen; teilweise Swift-Auskopplung.
- Handel: Importverbote für Metalle, Chemikalien und Ammoniak (ca. 570 Mio. Euro Einbußen); Exportstopp für Gummi, Traktoren und Cybersicherheitsdienste.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte: Russland komme nur unter Druck ernsthaft an den Verhandlungstisch.
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas: „Russland beantwortet Diplomatie mit Raketen – wir machen es teuer.“
Das 19. Paket läuft seit Oktober; Öl- und Gassteuereinnahmen sanken 2025 um ein Viertel.
Das Paket muss einstimmig von den Mitgliedstaaten beschlossen werden.
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